Beo gr ad, 5. Feber. (Aval). Nach uer Konferenz des Ständigen Rates der Baikanunion wurde das nachstehende a m t i i c h e K o m m u n i q u e ausgege- hen: Der Ständige Rat der Baikanunion tagte in Beograd am 2., 3. und 4. Feber 1640. Griechenland war vertreten durch den Mi-ai terpräsidenten und Außenminister Me-t x a s, Rumänien durch Außenminister G a f eneu, die Türkei durch Außenminister Saradschoglu und Jugosla-" durch Außenminister Dr. Linear-M a rkov i e. Der Gedankenaustausch ermöglichte den Mitgliedern des Rates in Herzlichkeit und vollem Vertrauen die nachstehenden übereinstimmenden Fest-^c-Uüigen: L Das gemeinsame Interesse der vier Staaten an der Aufrechterhaltung des Friedens, der Ordnung und der Sicherheit im Südosten Europas. 2. Die feste Entschlossenheit, die friedliebende Politik entschlossen fortzusetzen unter Beibehaltung des Standpunktes der yier Staaten gegenüber dem europäischen h'Oniükt, um auf diese Weise den euro-Pkrscheri Südosten vor den Prüfungen et« v.cr, Krieges zu bewahren. 3. Den Willen, im Abkommen vereint eu bleiben, welches nur eigene Ziele verfolgt und das gegen niemanden gerichtet ■K ferner gemeinsam für die Rechte ei-ues jeden Mitgliedes auf Unabhängigkeit 'wd auf sein nationales Territorium zu r°rgcn. 4. Die Mitglieder des Balkanbundes Wünschen aufrichtig die Beibehaltung u. '--ge freundschaftlicher Beziehungen den Nachbarstaaten im Geiste des ge »eyesitigen Verständnisses und der fried- ’Ci’-n Zusammenarbeit. o- Das Bedürfnis zur Schaffung engster , ,'rAchaitlicher und verkehrspolitischer ■C;: "nchmgen zwischen den Balkanstaa-’ n> wobei im Rahmen der Baikanunion besonders die Handelsverträge zu orga-cs.eren wären. b- Verlängerung des Balkanpaktes für ‘•‘c neue statutenmäßige Dauer von sie-:'f‘n Jahren, angefangen am 6. Feber 194! 7- Der Beschluß der vier Außenmini- stisch über das Ergebnis der Beratungen, indem u. a. erklärte: »Wir sind fest überzeugt, daß mit Rücksicht auf den Geist unserer vollständigen Solidarität und der engen Zusammenarbeit der Friede in diesem Teile Europas aufrecht erhalten werden wird. « Als Dritter meldete sich der türkische Außenminister Sa rad sch oglu zu Worte. Er erklärte: »Als Außenminister der Türkei freue ich mich über den glück liehen Abschluß der achten Tagung des Ständigen Rates der Baikanunion. Die Balkanunion hat auf diese Weise ein neues Blatt im Jahrbuch ihres Bestehens aus gefüllt. Ich kann diesen Erfolg vor angesehenen Vertretern der Presse in der schönen Hauptstadt Jugoslawiens nicht mitteilen, ohne meine Gedanken in großer Verehrung dem Gedächtnis an die beiden großen Begründer unserer Gemein schaft zuzuwenden: weiland König Alexander und Präsident Atätürk.« Der Minister verwies sodann auf die Bemühungen der Baikanunion und sprach ciie Hoffnung aus, daß man es der Klugheit, Beständigkeit, Solidarität und Vor-' sicht der Balkanunion zu verdanken ha-j be, daß die Völker dieser Gemeinschaft aus den schweren Prüfungen des gegenwärtigen Konfliktes herausgehalten werden. Für dieses Ergebnis hätten sich die > Völker der Baikanunion den nützlichen Lehren zu bedanken, die aus den schweren Ereignissen der Vergangenheit gezo- | gen wurden. Der jugoslawische Außenminister Dr. Cincar- Mar kovic sagte: »Ich glaube, daß nach ihren Feststellungen nicht mehr die Notwendigkeit des Hinweises darauf besteht, wie glücklich die jugoslawische Hauptstadt war, die eminenten ausländischen Staatsmänner und Vertreter der Presse begrüßt zu haben und Sitz der Tagung der Balkanunion ge wesen zu sein, deren Resultate — davon bin ich überzeugt — günstige Folgen für die weitere Entwicklung der Dinge auf dem Balkan und im Donaubecken zeiti-1 gen werden. In dem Augenblick, wo die- i se Tagung des Rates zu Ende gellt, liegt' e mir daran, ganz besonders den Geist! der vollständigen und harmonischen Zusammenarbeit zu betonen, der die Arbeit des Rates erfüllte. Es sei mir gleichzeitig gestattet, meinem teuren Kameraden und Freund Gafencu zu danken, der als Präsident mit so viel Geschicklichkeit und Verständnis unsere Beratungen leitete. Die herzliche Atmosphäre, in der sich unsere Zusammenkunft abgewickelt hatte, und die Meinungen, die hiebei zum Ausdruck kamen, sind im amtlichen Komnnt-niqucc deutlich zum Ausdruck gekommen Jedermann hat die Möglichkeit, sich zu überzeugen, von welch großer Bedeutung die Arbeit auf diesem Sektor für die Aufrechterhaltung des Friedens sowie für die Zusammenarbeit aller Balkanstaaten war. Ich möchte diese kurze Erklärung nicht eher beendigen, bevor ich nicht meine An erkennung der Art zolle, in der Ihr uns geholfen habt. Wir appellieren an Euch und ersuchen Sic um die künftige gewogene Mitarbeit an den friedliebenden Bemühungen aller Balkanregierungen.« . Ter Standpunkt 6er Großmächte Pari s, 5. Februar. Die, französischen Blätter berichten, daß ein besonderes Ein I vernehmen über die Fortsetzung der Arbeit an der gegenseitigen Annäherung aller Balkan- und Donatiländer erzielt worden sei, unter der einzigen Bedingung, j daß diese Annäherung nicht auf Kosten , der Schwächung des Bai'kanpaktes. zu-1 stände käme. Schließlich würden noch wirtschaftspolitische Fragen zwischen j den Balkanstaaten selbst sowie das Problem der' wirtschaftlichen Beziehungen j der einzelnen Balkanstaaten z-u ihren gro | ßen Klienten und Lieferanten erörtert: worden sein, zumal die Balkanstaaten mit den heute kriegführenden Staaten! einen regen Handel unterhielten und bei' einer längeren Dauer des Krieges auch für die wirtschaftlichen Systeme der Balkanländer Schwierigkeiten eintreten könn ten. Alle Pariser Blätter betonen gleich den englischen, daß die ^Hauptaufgabe der Balkantagung gerade wirtschaftlicher Art gewesen sei. Auch über militärische Maßnahmen, wie sie von einzelnen Balkanländern bisher getroffen worden seien wurde ein Gedankenaustausch durchgeführt. Außenminister Gafencu habe die Gründe vorgebracht, welche die rumänische Regierung zu ihren außerordentlichen militärischen Maßnahmen veranlaßt hätten. Man habe sich 'auf den Standpunkt gestellt, daß alles zu tun sei, um den Einfluß irgend einer anderen europäischen Macht unmöglich zu machen, die versuchen sollte, die Annäherung der Balkanpaktstaaten untereinander und ihre Kräfte zu ihren eigenen Interessen zu verwerten. Die französische Presse verweist schließlich auf die italienischen Blätterberichte, nach denen die Balkanbundtagung praktisch mit einer Festigung der Friedert'spolitk und der Zusammeharbeit der Balkanlänö'er sowie mit der Schaffung einer wirtschaftlichen Einheit unter den Bal'kanländern für die Kriegszeit und für die Nachkriegszeit — wenn eine neue Welle wirtschaftlicher Störungen eintreten sollte — enden werde. Berlin, 5. Feber. Wie das DNB berichtet, widmen die deutschen politischen Kreise der Balkanbundtagung selbstverständlich große Aufmerksamkeit. Deutsch land wünsche die Aufrechterhaltung o'es Friedens in Südosteuropa. Die Berliner Kreise hätten mit großer Befriedigung die Erklärung Dr. Cincar-Markovie’ zur Kenntnis genommen, in der er den Wunsch der Balkanentente nach Frieden nach guten Beziehungen zu den Nachbarstaaten und nach der Lösung gewisser noch ungelöster Fragen betont habe. Die Anspielung auf die Haltung Italiens gegenüber der Festigung der Verhältnisse in Südosteuropa leite zum Einvernehmen hinüber, das zwischen Italien u. Deutschland bestehe. Die Meinung der jugoslawischen Presse, daß der Balkan kein Kriegsschauplatz werden und daß durch seine Eintracht der Frieden und die Unabhängigkeit der Balkanstaaten gesichert werden solle, entspreche auch vollauf dem Wunsche Deutschlands. ^er> in gegenseitigen engsten Beziehun-2ii stehen bis zur kommenden ordent ; Wen Teurung des Ständigen Rates im "her 1941. ^eogr-ad, 5. Jänner. Das amtliche ,‘'Uiinuniquee über das Ergebnis der Be-Uirgen des Ständigen Rates der Balkan ;V0n wurde vom Außenminister G a-den Journalisten zur Verlesung Fracht. Gafencu erklärte anschließend ! |,f|liln, daß er dem Kommuniquee nichts : ('.‘12uzufügen habe, da jeglicher Kommen ,Jr überflüssig sei. Als ehemaliger. Jour-W!st habe er jedoch die professionelle al'e Sensat'Qusgerüclde/ die im _ ^UsaniHienhange mit dieser Konferenz j l,rv itet wurden, zu dementieren. Es C.L e keine Nervosität gegeben. »Wir Up” ^erzeugt«, sagte der Minister, »daß *7 Abkommen dem Frieden und der: rii.^heit unserer Staaten . immer mehr' i)a ebenso aber auch unseren Nac'h-.!' :1 und der Idee Europas, die jetzt so i ■ ‘ *e det und der wir um so mehr die gehalten.« - ■ : iiPCr griechische Ministerpräsident und /yneiURinister Metaxas dankte zu-: ,st für die in Beograd erwiesene Gast “vuncivfehaft und äußerte sich optimi-1 Eli a r Frfe Ziel Pari s, 5. Feber. (Avala) H a v a s berichtet- Der griechische Ministerpräsident Metaxas und der rumänische Außenminister Gafencu gaben dem Beograder Sonderberichterstatter der Agenee Havas folgende Erklärungen: Me t a x a s erklärte: »Ich habe schon immer erklärt, daß Griechenland seinen Fric den zu sichern wünsche, keinesfalls aber einen Frieden, der m"t der nationalen Würde und Unabhängigkeit des Landes nicht zu vereinbaren wäre. Ich bin sehr glücklich, feststellen zu können, daß alle Balkanstaaten auch die außerhalb der Union stehenden Staaten — vom gleichen Gedanken erfüllt sind. Auf diese Weise ist der Friede des ßalkans ein m’t der Würde und dem Willen des E -i kans nach Aufrechterhaltung seiner nationalen Unabhängigkeit vereinbarer Frie 'de — gesichert.« Auf dic.Epage, wie es j um die griechisch-bulgarischen Beziehungen stünde, antwortete Metaxas; »Die Be ! Ziehungen sind normal. und korrekt. Ich hege immer d e feste Hoffnung, und kann es mir auch denken, daß Kjuseivanov von den gleichen " Gedanken beseelt ist, soriaü unsere Beziehungen in Hinkunft noch freundschaftlicher sein werden.« Der rumänische Ausstellung »Das deutsche Buch« in Sofia Sofia, 5. Fcbcr. (AxmhH: DNB berichtet: Gestern wurde in Anwesenheit des Vertreters des Zaren, des Bautenministers Vasiljev, des Handelsministers Zagorov, des Verkehrsministers Gabrovski und des deutschen Gesandten v. Rieht f e n c u erklärte: »Die freundschaftlichen Worte, die wir an unsere Nachbarn gerichtet haben, s'nd aufrichtig. Ich hoffe, daß man unserexBemühungen überall begreifen wird, wo wir Freunde haben, und daß die Ergebnisse eines Tages die baldige Verwirklichung einer der wichtigsten Aufgaben ermöglichen werden: die friedliche" Organisation unseres Kontinents.« hofen vor.-einem illustrer! Auditorium die Ausstellung des deutschen Buches aus den Bezirken der Technik eröffnet. Bautenminister Vasiljev sprach hiebei den Wunsch aus, daß diese Ausstellung dazu beitragen möge, die alten Freundschaftsbeziehungen zwischen Bulgarien und dem Deutschen Reiche zu vertiefen. map- bschluß der Balkankon ■es' ZWM Ses amtlichen Kvmmumqmes: Feste Entschlossenheit zur Fortsetzung der Friedenspolitik, Wahrung der 3lm-i'-jsiiät unZ Vstege jreunöschastlicher Beziehungen mH allen Nachbarstaaten / Abschließende Erklärungen der vier Außenminister Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). ""‘Heilung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-07, 25-68, 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6. Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 32.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. PfCSS Olft IT S C? Ein Jahr Regierung B e o g r a d, 5. Feber. Heute jährt sich (zum ersten Atale) der Tag, an dem Dragiša Cvetkovič sein Kabinett bildete. Aus diesem Anlasse gab der Ministerpräsident auf Ersuchen der Pressevertreter eine Erklärung ab, in deren Verlaufe er u. a. sagte: »Die Regierung, die ich am 5. Feber 1939 geb'ldet hatte, wurde mit der bedeutsamen Aufgabe betraut, die Innenverhältnisse von Grund auf zu konsolidieren und die Lösung für eines der wichtigsten innerpolitischen Probleme zu finden. Wer unsere politischen Verhältnisse von der Vereinigung an verfolgt hat, mußte nicht nur die Wich tigkeit dieser Mission, sondern auch die Schwierigkeiten einer gerechten und richtigen Lösung eingesehen haben. Zunächst Der Ausgleich wird restlos ömchgeiülM weiden / Las Valeriänö einig und zur Abwehr Aegmungschess nicht möglich ist. Deshalb versprach ich in der ersten Skupschtinadeklaration, daL die Regierung dafür sorgen werde, die Grundbedingungen für diese neue Orien tierung unserer Innenpol tik zu schaffen Die Freiheit der Presse als eine der ei sten Voraussetzungen für ein gesundes politisches Leben erhielt schon in den ersten Tagen in der freien politischen Reportage und objektiven Behandlung wesentlicher Staats- und Volksprobleme ihre wahre Charakterist k. Wenn jedoch gi wisse Kreise noch eine bestimmte Ein Schränkung der Pressefreiheit konstatieren, so müssen sie auch zugeben, daß in der jetzigen kurzen Zeit und angesichts der internationalen Lage nichts mehr und nichts besseres getan werden konnte. galt es, den Geist des Vertrauens zwischen Serben und Kroaten wieder herzustellen, einen Geist, der in diesen zwanzig Jahren vollkommen vernichtet worden war. Ich verstand meine Mission aufrichtig, aber auch entschlossen; da ich wußte, daß nur auf diese Weise eine richtige Einigung hinsichtlich unserer Beziehungen zu den Kroaten zustande kommen konnte. Ich verstand sofort die Schwierigkeit der Lage, unsere internationale Lage und die Verwirrung des zu lösenden Problems. Aus diesen Gründen machte ich mir meine grundlegenden Ansichten über das Problem und entschloß mich, alles durchzuführen, was gerecht und nützlich für Serben und Kroaten, aber auch für die staatliche Gemeinschaft sein könnte. Ich schritt entschlos-sn vorwärts, um auf Grund des vollständigen Vertrauens des Vertreters der Kroa ten Dr. Maček meine Pflicht zu erfüllen. Das richt'g gestellte Problem fand sehr bald seine Lösung. Meine erste Begegnung mit Dr. Maček — sagte der Ministerpräsident gab bereits die Hoffnung, daß der gordische Knoten sehr bald und rasch durchhauen werden würde. D e Unterstützung und das Vertrauen an allerhöchster Stelle halfen dazu bei, den in einem bestimmter. Kreis als undurchführbar bezeichneten Wunsch zu verwirklichen. Ich habe r! Ministerpräsident und Führer eine bestimmten Politik auch meine Ansichten über die anderen Fragen unseres Innenlebens zum Ausdruck gebracht. Ich stand auf dem Standpunkt, daß ohne Erneuerung; des normalen ?nn er poli tischen Lebens eine vollständige Konsolidierung Dem Verständnis Dr. Mačeks haben wir zu danken, daß wir in den kritischesten Momenten der internationalen Lage i der ganzen Welt entschlossen und kla. sagen konnten, daß unser Vaterland gei- j stig geeinigt und entschlossen ist. seine j Grenzen zu verteidigen. Das ist, meiner j Ansicht nach, d e größte Bedeutung tie-serbisch-kroatischen Ausgleichs. Die Ge-; schichte wird einst feststellen müssen, j daß Dr. Maček und ich in diesen Augenblicken unsere Pflicht vollständig verstanden haben. Der Ausgleich kann Kritiken unterzogen werden, er kann seine Fehler haben, aber e'nes ist gewiß: Ohne Ausgleich und ohne gemeinsame Zusammenarbeit der Serben, Kroaten und Slowenen könnte unser Staatsmechanismus in diesen schweren Zeitläufen nicht richtig funktionieren und wir hätten nicht die genügende Kraft, sich jenen Bestrebun- UlllHS Furchtbare Folgen des gestrigen sowOruMWen LuMomburdemeMs / Die Stabt ©ohtmtiics m Lrünm'.em S t o c k h o 1 m, 5. Feber. (Avaia.) Ha-vas“ berichtet: Der Berichterstatter der Zeitung »Stockholm T i d n i n g e n« berichtet aus Helsinki u. a.: Die Finnen vernichteten gestern in einer neuen Taktik neun sowjetrussische Tanks und eben soviele Panzerschlitten. Die Sowjetoffensive forderte im Waldgebiete bis jetzt 3000 Tote und Verwundete auf sowjetrussischer Seite. Anläßlich der jüngsten Operationen wirkten 150 sowjetrussische Flugzeuge mit. Gestern früh setzten die Russen mit einem neuen Angriff ein. Die Finnen kämpften beim Gegenangriff erfolgreich mit ihren Handgranaten. Dreimal stießen die Russen vor, doch gelang cs ihnen nicht, die finnische Widerstands linie zu durchbrechen. Die Stadt Sor.tava la (12.000 Einwohner) wurde gestern aus der Luft heftig bombardiert. Die Stadt, die mit Explosiv, und mit Brandbomben bearbeitet wurde, bietet einen schrecklichen Anblick. Drei Viertel der Stadt sind vernichtet. Die protestanitsche Kirche ist ein Schutthaufen, ein Krankenhaus liegt zur Hälfte in Trümmern, ebenso ein Sanitätszug in der Nähe des Bahnhofs. Im orthodoxen Bischofspalais wurden auch drei Frauen getütet. In ganz Finnland wurden gestern 40 Personen durch Bombenwürfe getütet, 50 hingegen schwer verletzt. 11 feindliche Flugzeuge wurden a-bgeschossen. Die Ein neu bombardierten erfolgreich die Sow-jeikolonnen und die roten Luftstützpunkte. 47 Sowjetbomber belegten W i b o r g mit Bomben. Die Stadt steht in Flammen. 150 Häuser wurden zerstört. 16 Großbrände wüten in der Stadt. Die Löschaktion wurde bei 30 Grad Kälte tapfer durchgeführt. Besonders schwer betroffen wurde die Altstadt. Es wurden über 50 Bomben auf Objekte abgeworfen, die keinen militärischen Wert besitzen. Zehn Personen wurden getötet, rund zwanzig verwundet. Der Luftangriff auf Wiborg erfolgte in vier Vorstößen. Es scheint, daß die Russen Wiborg im Zusammenhänge mit der Offensive auf der karelischen Landenge um jeden Preis I fccrtiöi'cn woben. Tatvsende von Einwo-h-j nern sind obdachlos. Die große und herr- j liehe Kathedrale von Wiborg ist durch großkalibrige Bomben schwer demoliert. Hunderte von Gläubigen versammelten sieh vor dem nicht beschädigten Haupt- j altar. Durch Bombenwürfe wurden vier Großbanken und eine Anzahl von Geschäften zertrümmert. Die Russen • warfen 1 auch Flugblätter ab mit der Aufforderung j die Finnen mögen sich ergeben. M o s k a u, 5. Feber. (Avala.) Tass berichtet: Der Generalstab des Leningra, der Militärkreises meldet: Am 4. Feber wurde auf beiden Seiten vornehmlich, Spähtruppentätigkeit verzeichnet. Infante riekämpfe wickelten sich nördlich des Ladoga-Sees ab. Die Sowjetluftstreitkräf te unternahmen mehrere Erkundungsflüge, wobei militärische Objekte mit Bomben belegt wurden. L o n d o n, 5. Feber. (Avala.) Reuter meldet: Wie der Stockholmer Be- richterstatter d. »Daily Tele g r a p h<; berichtet, haben1 zwei deutsche Dampfer, die aus baltischen Häfen kamen, in den norwegischen Territorialgewässern südlich von Oslo Lotsen angefordert. Die Lotsen machten hiebei die Feststellung, daß die Dampfer mit Artillerie- und Infanteriemunition für die russischen Streit kräfte in • der Petschenga-Bucht und in Murmansk beladen waren. In Stockholmer Kreisen herrscht die Auffassung vor, daß diese deutschen Munitionslieferungen bereit / Eine Erklärung des gen entgegenzustellen, die die Schwächung unserer Pos.tion herbeiführen niöch len. Dr. Maček selbst hat in seinen Erklärungen seine jugoslawische Orientierung klar betont. Das muß für jeden guten Serben, Kroaten und Slowenen eine Garantie sein. Unsere Politiker behandeln fälschlich die Banatsgrenzen, da sie wissen, daß über allen Banaten die breitere, stärkere und größere Grenze Jugoslawiens ist, die zu verteidigen wir alle entschlossen sind und die auch die Lösung aller Innenprobleme gewährleistet. Wenn das Problem so gestellt wird, dann wird der Ausgleich über die Gleichheit und Gleichberechtigung der Serben, Kroaten und Slowenen restlos durchgeführt werden.« Am Schlüsse sprach sich der Ministerpräsident für mehr Lebensrechte und für das Verständnis für die soz al schwächsten Volkskreise aus. Dies müsse die Grundlage der Wirtschafts- und Finanzpolitik sein. Ein Bauernland wie Jugoslawien müsse eine wahre und echte Bauern politik betreiben. Dem Bauer müssen vvür dige Prese für seine Artikel gewährleistet werden. Die Industrie könne kein Faktor des Wohlstandes sein, wenn sie nicht in Hand gehe mit den berechtigten Interessen der Arbeiterschaft. »Ich werde mich bemühen,« sagte der Ministerpräsident, »aus den erzielten Erfahrungen für mich und für mein Volk nütz! che Lehren zu ziehen. Das ist die Jahresbilanz meiner Arbeit und es liegt nun an der Oeffent-lichkeit, zu beurteilen, was darin negati" und positiv ist.« für Sowjetrußland mit den Handelsver-tragsvcrhandlungen Zusammenhängen, die jetzt in Berlin zwischen Deutschland und der Sowjetunion geführt werden. Bor?? Zürich, 5. Feber. Devisen: Beograd 10, Paris 10.0514, London 17.75, New-york 446, Brüssel 75.50, Mailand 22.51, Amsterdam 236.80, Berlin 178.70, Stockholm 106.17 >4, Oslo 101.35, Kopenhagen 86.10, Sofia 3.30, Athen 3.55, Bukarest 3.30, Helsinki 775, Buenos Aires 102. Hußim-Chtokik 17 Lrrhre faschistische Miliz r- M-. < ' v*,' riVf 'N- '■ f. V \ m : • '<&<■.' ., MA # M v ' . m * Am Donnerstag, dem 1. Februar 1940, Vseging die faschistische Miliz den 17. Jahrestag ihres Bestehens mit großen Kundgebungen militärischen Charakters. — Unser Bildtelegramm zeigt den Duce während der Feierlichkeiten für die gefallenen Helden der Miliz am Ehrendenkmal der Legionäre in Rom. Von links: Der Duce, der Generalsekretär der faschistischen Partei. Ettore Mutti und Achille Sta-race, der Generalstabschef der faschistischen Miliz. Kopien von Bruckner-Symphonien ge fanden. In Wien wurden vor kurzem durch Zufall handschriftliche Kopien von der Vierten und Sechsten Symphonie Anton Bruckners aufgefunden. Die Entdeckung hat insofern bedeutenden Wert, als sich in beiden Abschnitten Bemerkungen von der Hand Anton Bruckners befinden. —-Professor Heinrich Damisch, der in den Mitteilungen der von ihm geleiteten Wiener akademischen Mozartgemeinde von ; dem Fund Kenntnis gibt, wurde von den j Besitzern der Manuskripte das Vertrauens I amt übertragen, für die wissenschaftliche Auswertung der Manuskripte Sorge zu tragen. Im Einvernehmen mit den Besitzern wurden die Partituren einer öffentlichen Stelle übergeben. Auch die wissenschaftliche Auswertung ist bereits in die Wege geleitet worden. Zur Beachtung! Die P. T. Inserenten werden höflichst ersucht, sowohl die kleinen als auch uic großen Anzeigen für die kommende Sonntagsnummer sobald als möglich, spätestens jedoch Freitag bis 18 Uhr in der Verwaltung abzugeben. Am Samstag werden nur in dringenden Fällen größere Anzeigen übernommen, während kleine Anzeigen, welche, am Samstag aufgegeben werden, erst in der folgenden Woche zur Veröffentlichung gelangen können. An den übrigen Tagen werden die Anzeigen bis 9 Uhr für die nachmittags erscheinende Nummer aufgenommen. Auf der karelischen L erbittert gekümy GowZetmffkfches LLeberrafOungsmanSver blleh €rfölg !9! H e 1 s i n k i, 5. Feber. (Avala) R e u-i e r berichtet: Auf der karelischen Landenge, wo die Sewjetruppen immer wieder von neuem den Durchbruch der Man-nerheim-Linie versuchen, sind erbitterte Kämpfe im Gange. Diese Anstrengungen der Sowjettruppen haben in finnischen militärischen Kreisen Ueberraschung ausgelöst. Eine derart intensive Aktion der I Sowjetrussen ist bis Frühjahr nicht er-1 Beginn des Krieges sind nach dem Vorwartet worden, sodaß angenommen wird bik! französischer Grenzbef'eetrghhgeif ue-. man habe die finnischen Styeitkräftc über I ben der Hauptlinie weitere '* zusätzliche j raschen wollen, von denen angenommen I Verteidigungslinien geschaffen worden, wurd, daß sie sich auf die Frtihjahrsof- Wenn die Sov/ietruppen die Mannerheim-fensive vorbereiten. Die Entwicklung der; linic durchbrechen wollen, dann müssen Dinge scheint jedoch die Sowjets über- sie in einer Tiefe von 30 bis 50 Kilometer rascht zu haben, da sie einen derartigen i verschiedene Befestigungsgürtel durch-Widerstand nicht erwartet hatten. Seit ■ brechen. Neuer öeulfSer Suf Ion griff auf engWchm ©Sippelei EIN MINENSUCHER, VIER PATROUILLENBOOTE UND NEUN HANDELSDAMPFER VERSENKT — DREI DEUTSCHE FLUGZEUGE NICHT MEHR ZURÜCKGEKEHRT B e r 1 i n, 5. Feber. (Avala.) DNB beuchtet: Im Rahmen von Erkundungsflügen über der Nordsee haben deutsche Luftstreitkräfte am 3. d. britische bewaff nete Schiffe und Handelsschiffe im Konvoi angegriffen.. Hiebei wurden ein Minensucher, vier Patrouillenboote und neun Liandelsdampfer versenkt. Eine größere Anzahl von Handelsschiffen wurde beschädigt. Drei von unseren Flugzeugen sind von diesem Angriff auf den Feind nicht mehr zurückgekehrt. Nach Meldungen aus zuverlässiger Quelle wurden in vier Zeit vom 21. bis 31. Jänner hundert englische, hundert französische und hundert neutrale Handelsschiffe mit einer ge •neinsamen Tonnage von 145.606 Tonnen versenkt. London, 5. Feber. (Avala.) Ha vas berichtet: Wie Press Association bcrich-let, wurden am 3. d. über der englischen Lüste zwei deutsche Flugzeuge abgeschossen. Es waren dies zwei Heinkel- Bomber, während zwei andere Maschinen beschädigt wurden. Zwei deutsche Flieger wurden bei Yorkshirc auf einer Farm tot aufgefunden. Zwei schwerverletzte deutsche Flieger wurden ins Spital gebracht. R o m, 5. Feber. (Ava'a) DNB berichtet: Die großen Erfolge der deutschen Luftstreitkräfte, denen es gelang, auf einen Schlag neun bewaffnete britische Handelschiffe zu versenken, haben in der römischen Presse größte Beachtung gefunden. »II Giornale d’Italia« schreibt, die Stürme und das kalte Wetter haben die erfolgreichen Aktionen der deutschen Bomber und Tauchboote nicht zu behindern vermocht. Dem erfolgreichen Zusammenwirken der deutschen Luftflotte und der Marine sei es zu verdanken, daß Deutschland bezüglich der feindlichen Schiffsverluste in der Vorwoche eine positive Bilanz ausweisen könne. neu Weltruf begründete, glänzten die Ga billon, die Wolter und Adele Sandrock in seinen Kleidern. Drecolls Ruhm stieg, als er, von Herzog Ernst von Sachsen-Meiningen zum Freiherrn geadelt, in Berlin ein großes Modehaus gründete, das die teuersten u. elegantesten Kleider in die ganze Welt verschickte. In der Nachkriegszeit verlosch der Glanz seines Hauses jäh. Die Inflation verschluckte sein Vermögen. Den Rest vergeudete ein unlauterer Prokurist, ln dem bescheidenen Stübchen eines Altersheimes verbrachte er seine letzten Jahrzehnte. Von der Nadel trennte er sich bis an sein Lebensende nicht. Manch kleiner Umarbeitung, die durch seine Hände ging, schenkte er einen Abglanz seiner : genialen Einfälle. Nur seine in Berlin lebende Tochter und einige alte Freunde I betreuten die letzten Tage Drecolls, des-i sen Name einst den modehungrigen i Frauen der Welt ein sagenumwobener 1 Begriff gewesen ist. WttstimcklastiHhe ä | Der Regent von Andorra gestoiben Barcelona, Der Bischof von Seo d’ Urgel Justino Guitard ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Die Wahl seines Nachfolgers ist nicht nur eine rein kirchliche Angelegenheit, sondern auch von einer gewissen politischen Bedeutung, denn der Bischof von Seo d’Urgel ist gleichzeitig einer der beiden Regenten des Zwergstaates Andorra. Der andere Regent ist der jeweilige Präsident der Französi sehen Republik. STECKEN GEBLIEBENE EISENBAHNZÜGE, EINGESCHNEITE HÄUSER Triest, 5. Feber. Nach dem vorwö-Uügen Schneesturm, der das-Alltagsleben !n Triest fast vollständig lahmlegte, ist lli-'er die Adria ein neuer Borasturm her. |Jngebrochen, der von heftigen Schneemen begleitet war. Die Bora erreichte bitweise eine Stundengeschwindigkeit v°n 150 km, so daß die Boraseile ge-sPannt werden mußten. An den Gebäu. 611 und in den Anlagen wurden große ’-y Wüstungen angerichtet. Im Hafen sind -ahlreiche Fischerbarken gesunken. Ein v Lonnen-Frachter wurde von seiner ertäuung losgerissen und aufs Meer hin, der da len Str. ausgetrieben. Der Autobusverkehr in Umgebung mußte eingestellt werden, c*er Sturm die Kraftwagen umzuwer. drohte. Auf der elektrifizierten °cke Triest—Pola mußten wieder Dampflokomotiven in den Dienst gestellt werden, da die Starkstromleitungen vom j Sturm zerrissen wurden. Die Züge aus dem Auslande erleiden alle acht- bis zwölfsttindige Verspätungen. Bei dem kleinen Bahnhof Sant’Anna, eine mVorort von Triest, hatten- sich meterhohe Schnee verwehungen gebildet, so daß zwei Züge einen vollen Tag lang von den Schneemassen blockiert blieben. In Santa Maria Maddalena, einem Arbeiterviertel Triests, wurde ein kleines Haus, in dem zehn Per sonen wohnen, vollständig eingeschneit. ‘Die Bewohner blieben zwei Tage lang unter den Schneemassen begraben und mußten erst von der Feuerwehr aus ihrer wenig beneidenswerten Lage befreit weiden. ten und Europa wieder hinüber nach Amerika. .Komplizierte Meßgeräte werden in diqhter,.bewohnten Gegenden mit einfachen Ballons aufgelassen, "da man ja bestimmt mit der Wie-derauftindung der Apparate rechnen kanff. Aber in einsamen Zonen und über den Ozeanen werden RadfoAöEiSl die' die Meßre- sultate automatisch zusprechen. Ein Westentaschen-Radio R o in, 3. Feber. Der hiesige Elektriker Settimio Rinalde hat einen Radio-Empfangsapparat konstruiert, der eine ganze Reihe europäischer Sender aufzunehmen imstande ist, dabei aber so kleine Dirnen sionen aufweist, daß er bequem in einer Zigarettendose Platz findet. Das »Ta-schen.Radio« kann auf den mittleren Wel len von 150 bis 200 km und auf den Kurz wellen bis zu 1000 km arbeiten. Er funktioniert ohne elektrischen Kontakt und ohne Antenne. Der Konstrukteur hat seine Erfindung beim Patentamt angemeldet. Manische Grenzziehungskommission in Moskau b M°skau, 5. Feber. (Avala). DNB j.^htet: Unter der Führung von Saka-isch S tra^ §estern in Moskau eine litau-]; e Kommission ein, die mit den Mos-Regierungsbehörden in Fragen der fi„t!'n‘"’ven Grenzziehungen zwischen bei-j Staaten Wird. in Verhandlungen treten Unruhen in Waziristan befc«. 5- Feber. (Avala). DNB einer Mitteilung der Nach ^htet: Nach richte; stan "agentur TASS sind in Waziri-mehr ruhen ausgebrochen, die immer hoben Um s’ctl greifen- In den Unruhen Kohat z-5!0*1 besonders die Stämme von die ..'Südlich von Peschawar) hervor, und ^^rUHche Telegrapheneinrichtungen ten, ^ ^iche Kommunikationen zerstör-2eitig ’n Ostwaziristan sind gleich- Unruhen ausgebrochen. Die Eng- länder sahen sich genötigt, die Polizeitruppen im Grenzgebiet zu verstärken. Wiens Modekönig im Altersheim gestorben In einem Altersheim zu Hoffnungstal bei Berlin starb dieser Tage im 88. Lebensjahr Cristoph Freiherr v. D r e c o 11, der einst weltberühmte Modekönig von Wien. Baron Drecoll entstammte einer hambur. gischen Hugenottenfamilie. Er wurde Offizier und machte den französischen Feld zug von 1870-71 mit. Als er nach seiner Rückkehr einer inneren Eingebung folgte und '— Damenschneider wurde, gab es Aufsehen in allen Kreisen der Gesellschaft. Der Künstler, vorurteilslos durch den inneren Drang seines Talents, bahnte sich seinen Weg bis zum Gipfel der Weitberühmtheit. Prinzessinnen und DoL larmillionärinnen rissen sich um seine Schöpfungen. In Wien, der Stadt, die sei j * Gegen Hartleibigkeit und Hämorrhoiden mit Wallungen, Herzklopfen, Kopfschmerzen, ist das natürliche »Franz-jo-sef«-Bitterwasser ein alterprobtes Hausmittel. Das echte Franz-Josef-Wasser hat eine mild lösende und sicher ableitende Wirkung, die auch bei dauernder Inanspruchnahme nicht zu versagen pflegt Reg. S. br. 30.474/35. Strahlenforscher reisen um die Welt In Los Angeles überprüft man derzeit die Berichte einer Expedition, die. vom Kalifornischen Institut für Technologie ausgesandt wurde und deren Rückkehr um die Mitte, dieses Jahres erwartet wird. Man hatte sich zur Zusammenstellung dieser Forschungskolonne entschlossen, da sich bezüglich der kosmischen Strahlen immer wieder neue Zweifel und auch Irr-tümer ergaben. Es kommt für die Fachwissenschaft darauf an, die kosmischen Strahlen in einer Höhe von mehr als 25 Kilometer zu messen und vor allem aber die Abweichungen zu konstatieren, die sich für die verschiedenen Erdteile ergeben. Die Expedition wird ungefähr ein ganzes Jahr in Anspruch nehmen und wär bei Ausbruch des Krieges bereits unterwegs. Ihr Weg führt über Australien, Indien, Ägyp- OwMufman OuWV ©tiger+ Ein Nachruf Der Tod hat wieder einmal seines grau ,sarnen Amtes in grausamster Weise gewaltet, indem er einen liebenswerten, humorvoll überlegenen Menschen, einen guten Gatten und Vater in der Blüte seines Mannesalters dahinraffte. Gustav S t i — ge rs Tod ist trotz seiner schweren und besorgniserregenden Erkrankung nun doch ziemlich überraschend eingetreten. Nun hat der Schatten, der sich schon vor Jahresfrist bei der Kunde von seiner schweren Erkrankung auf sein Leben gesenkt hatte zu nächtlichem Dunkel sich verdichte ... An Gustav Stigcrs Krankenlager weilte ununterbrochen seine Frau, Ilse Stiger, geborene Degelmann, Edle von Elsbronn. Gustav Stiger hinterläßt ein Töcliferchcn Eda. Durch seinen Heimgang aber sind außer seinen Angehörigen auch der Mannergesangverein und der Skiklub schwer getroffen worden. Sein Wirken ist in die Geschichte dieser beiden Vereine unauslöschlich eingegraben. Sein sonniges Wesen, das ihm über seine körperlichen Leiden hinweghalf, erwarb ihm allseits Sympathien, seine unversiegbare Lebensbejahung, die sich stets so wohltuend seiner Umgebung mitteilte, läßt seine vielen Freunde sein frühes Hinscheiden besonders schmerzlich empfinden. Er war ein Phantasiemensch voll sprudelnder Laune und gewinnender Wärme. Oftmals haben wir ihn an Vereinsabenden oder bei kulturellen Veranstaltungen als Komiker, Sänger und Conferencier kennen gelernt — und wußten gar nicht, worauf man bei dem .Vielseitigen den Hauptton legen sollte. Ihm lief der Witz nach wie ein anhänglicher Dackel: jener pfiff, dieser kam. Als Humorist hat er alle Register seiner Kunst beherrscht. Nun bleibt uns nichts mehr übrig, als ihm den vollen Lorbeer auf die Bahre zu legen. In einem Aufsatz der »Mariborer Zeitung« vom 17. Februar 1934, »Fest der Sänger« überschrittet, lesen wir: »Doch einen haben wir diesmal im Zusammenhang mit dem heiteren Quartett »Die lustigen Vier« vermißt, einen, der ungemein witzig und humorvoll sein kann und dessen Plauderei ein buntes Mosaik von lustigen Einfällen ist: Gustav Stiger. Wir werden ihn fortab immer vermissen. H. P. Sc harfe na u. c. Personalnachricht. Der Oberbaurat Herr, Ing. Janko Kukovec wurde von Novo nieste an das Technische Amt in Celje übersetzt. c. Trauungen, ln Celje wurde der Schlossermeister Herr Josef Vernik mit der Fabriksarbeiterin Frl. Pauline Pezdevšek getraut. — Ebenfalls in Celje fand die Trauung des Herrn Viktor L e d n i g, Privatbeamten in Hrastnik, mit Frl. Veronika Zafred, Privatbeamtin in Celje, satt. Wir gratulieren! c. Vortrag. Ueber die beiden berühm-. ten slowenischen Maler Hans und Georg Šubic spricht an Hand zahlreicher Farben lichtbilder heute (Montag) im Rahmen der Volkshochschule im Zeichensaal der Knabenbürgerschule Herr Univ.-Prof. Dr. Franz Mesesnel aus Ljubljana. Beginn um 20 Uhr. c. Feuerwehr und Rettungsabteilung. Kürzlich wurde im Feuerwehrheim die 69. Hauptversammlung der Frei w. Feuerwehr und Rettungsabteilung in Celje abgehalten. Obmann Franz Dobovičnik erstattete, nachdem er in ehrenden Worten der verstorbenen Mitglieder Josef Pristov sek und Davorin Mordej gedacht hatte, den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß die Wehr gegenwärtig 6 Ehrenmitglieder, 34 aktive und 15 Reservemitglie-(Fortsetzung Seite 4.) inner orßleres TAGUNG DES MARIBORER MUSEUMV ERBERES VOR DER FERTIGSTEL- LUNG DES GRÖSSTEN UND SCHÖNSTEN KULTURHEIMES SLOWENIENS Der Mariborer Museumverein hielt am Sonntag vormittags in den Räumen der Studienbibliothek seine Jahreshauptversammlung ab, in der der Vizeobmann Urrterrichtsinspektor Dr. Poljanec den Vorsitz führte. Die Teilnahme war sehr zahlreich, ein weiteres Zeichen dafür, wie sehr die Öffentlichkeit die Bestrebungen des Museumvereines würdigt und sich für alles interessiert, was mit der Vergangenheit der Draustadt und ihrer Umgebung im Zusammenhang steht. Vor Uebergang zur Tagesordnung hielt der Schriftführer Banatsarchivar Professor B-a š einen interessanten Vortrag über die im Laufe des vergangenen Jahres in Betnava und Pobrežje ausgegrabene Keramik. Die Ausführungen wurden von den Anwesenden beifällig aufgenommen. Der Hauptversammlung wohnten ii. a. bei Magistratsdirektor Rodošek in Vertretung des Bürgermeisters, Bezirkshauptmann Dr. šiška, Domherr Dr. 'Osterc in Vertretung des Fürstbischofs, Gymnasialdirektor Mastna k, Vertreter verschiedener Institutionen, Organisationen usw. Schriftführer Prof. Baš erstattete sodann einen erschöpfenden Bericht über die Tätigkeit des Vereines im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Tätigkeit bewegt sich vor allem in vier Richtungen: zu- nächst in der Umwandlung der Burg in die größte und schönste Kulturstätte, über die Slowenien gegenwärtig verfügt, in ein Kulturheim, in dem soweit als mög lieh alles untergebracht werden soll, was mit der Vergangenheit Maribors irgendwie im Zusammenhang steht, ferner im Sammeln und Konservieren des Materials in der Einrichtung und Sichtung - der der hat. Die Wehr hat sich im Vorjahre an 12 Bränden löschend -beteiligt, ; Der Rettungswagen war im Vorjahre 515 mal ausgefahren und legte dabei 5838 Kilometer zurück. Die Ambulanz der Rettungsabteilung hat in 66 Fällen erste Hilfe geboten. Dem ältesten Mitglied der Wehr, Herrn Findeisen, wurde in Anbetracht seiner hervorragenden Verdienste im Wehrwesen das Silberne Ehren kreuz überreicht. Gleichzeitig wurde auch der Vizekommandant Herr Ado Koschier'mit dem Silbernen Kreuz ausgezeichnet. Die Neuwahl des Wehrvorstandes hatte folgendes Ergebnis: Obmarin Franz Dobo. vičnik; Kommandant Franz Koschier; Stellvertreter Martin Cimerman; Schriftführer Adolf Bervar; Schatzmeister Lečnik jun.; Abteilungsführer Ključar und Domitrovie; .Gerätewart Klezin; Beiräte: 3rw »Narodni dom« veranstaltet. Am Programm des Abends stehen auch Konzert-und Ballettnummern, bei denen die Opern Sängerin Suzanne Bclubekova sowie das Tänzerpaar Tamara Maksimova und Nikolaj Tarnovski mitwirken. in. Voiksun'.versität Heute, Montag abends um 20 Uhr spricht der Mariborer Pilot Franjo Pivka über die Rolle der Flugzeuge im gegenwärtigen Kriege. Seine interessanten Ausführungen werden Lichtbilder begleitet. .m. Das Ambulatorium der Antituberku- losenüga ist in die eigenen, neueingerichteten Räume im Gesundheitsheim Koroščeva ulica 3, übersiedelt. Zur Verfügung steht jetzt ein eigener, neuer Rönt genapparat. Die Ordinationsstunden werden an Werktagen von 8 bis 12 und von 16 bis 18 Uhr abgehalten. Zwecks Untersuchung steht das Ambulatorium jedermann zur Verfügung, in Behandlung werden jedoch nur die ärmeren Volksschichten übernommen. m. Die Erstaufführung der Operette »Zi geunerbaron« ist für kommenden Donnerstag, den 8. d. angesetzt. Obwohl nun schon 55 Jahre seit der in Wien stattgefundenen Uraufführung der bekanntesten Operette d. Walzerkönigs Johann Strauß verflossen sind, ist dieser Schlager dennoch für unseren Geschmack die sympathischeste Operette des großen Tondichters, die durch ihre melodiöse Musik und den romantischen Inhalt vielfach als komische Oper angesprochen wird. Die Auf führung findet für das Abonnement C statt. m. Der Faschingdienstag im Theater. Um den breitesten Volksschichten einen recht unterhaltenden Abend zu ermöglichen, hat die Theaterleitung für den mor gigen Faschingdienstag das überaus unterhaltende Lustspiel »Unentschuldigte Stunde« bei tiefermäßigten Preisen an gesetzt. m. Der große Millionenrummel wieder vor der Türe! In einigen Tagen beginnt bereits die Hauptziehung der 39. Spielrun de der staatlichen Klassenlotterie und damit der alljährlich zweimal stattfindende große Millionenrummel. Mehrere Millionentreffer und zahlreiche andere respektable Treffer warten auf die glücklichen Gewinner, deren Leben damit eine neue, glücklichere Zukunft erhält. Es ist unter diesen Umständen begreiflich, daß das Interesse für den bevorstehenden Geldtrefferreigen in allen Bevölkerungskreisen im Wachsen begriffen ist. Es empfiehlt sich daher, schon jetzt an die Bezahlung oder Anschaffung der neuen Klassenlose zu denken, die in großer Auswahl in unserer Glücksstelle und Haupt-kollektur Bankgeschäft Bezjak, Maribor, Gosposka ulica 25, in vielversprechen der Weise aufliegen. Vergeßt nicht, daß bn näch-ten Monat nicht weniger als 16.000 Treffer im Werte von etwa 57 Millionen Dinar zur Verlosung gelangen! m. Hochherzige Spende. Die Firma Ed. Suppanz in Pristava sowie deren Angestellte spendeten für den zurzeit im Mariborer Krankenhaus befindlichen schwer verletzten Handelsangestellten Miroslav '-arinič den Betrag von 132 Dinar, "erzliehen Dank! m. Aus dem Radfahrerklub »Edelweiß •900«. Die Mitglieder sowie die Freunde Klubs werden nochmals ersucht, zum dem am morgigen Faschingsdienstag in der Gambrinushalle stattfindenden Kränz dien vollzählig zu erscheinen. m. Verhängnisvoller Sturz vom Auto-”us* In Studenci hielt sich heute vormit-iaßs der 12 iährige Ivan Lugarič am städtischen Autobus angeklammert. Als der Wagen abfuhr, stürzte der junge zu Boden und zog sich einen Bruch des 'echten Beines zu. Der Knabe wurde ins Krankenhaus überführt. Heringsschmaus. Mittwoch, den 7. Feber. 20 Uhr; ab 8 Uhr bis 18 Uhr Koch- -nstausstellung. " Dienstag Fa-ach'ngs-Unterha1tung. Verschiedene Belustigungen. Mäß'ge Preise! — Hotel. -afe-Restauration »Orel«. 762 . 'U. Bestohlener Maler. Dem Maler Vladimir Rimmer kamen gestern aus einem Hausfiur in der Sodna ulica vier Ölgemälde abhanden. Es handelt sich um zwei dder aus Dubrovnik sowie um ein Go-wrgsniotiv vorn Triglav und um ein Bild Vcm der Geburt des Heilands. Vor Ankauf Wird gewarnt! Villa „Wanmka" abgcbrannl Die, im Jahre 1912 erbaute Dependance der „Kuška koča" vernichtet — 3(10.600 Dinar Schaden Unsere Xuristik hat einen schweren Schlag erlitten. In den ersten Vormittagsstunden des gestrigen Sonntags brach in der im Jahre 1912 vom Slowenischen Alpen vereine erbauten Dependance der „Ruška koča“, Villa „Planink a1", auf bisher noch unaufgeklärte Weise ein Brand aus, der sich derart rasch ausbreitete, dass der ganze Holzbau bis auf die Grundmauern samt der ganzen wertvollen Inneneinrichtung vernichtet wurde. Der Schaden, den die Filiale des Slowenischen Alpenvereines in Ruše erlei del. wird auf 300.000 Dinar geschützt. Die Villa „Planinka1" war bis zur Erbauung des „Pohorski dom“ und des ..Senjorjev dom - der modernste und auch komfortabelst ausgestattete Hüttenbau am Bachern. Insgesamt waren darin 11 erstklassig eingerichtete Zimmer mit Badezimmern und allem übrigen Zubehör vorhanden. An der Südseite der weiten Waldlichtung von Sv. Arcli gelegen, wurde die Villa „Planinka" gerne von Sommerfrischlern aufgesucht. Zum Glück befand sich zur Zeit des Feuerausbruches kein Gast in der Hütte. Sttttferföfer tftberfaü auf eine $rau Xächlicln- Bhdlal in Studenci In Studenci ereignete sich gestern spätabends eine unter ungewöhnlichen Begleitumständen verübte Bluttat, deren Hintergrund bisher noch nich beleuchtet werden konnte. Die in der Kralja Petra cesla wohnhafte Postverwalterswitwe Frau Josefine Jeseck machte schon mehrere Wochen die. Wahrnehmung, dass ihr unbekannte Täter durch das Fenster eine übelriechende ätzende Flüssigkeit schütteten. Gestern abends hörte sie nun wieder Schritte unter dem Fenster. Frau Joseck sprang zum Fenster, um den Störenfried zu sehen.1 in diesem Augenblick wurde jedoch von rückwärts, also im Zimmer selbst, ein Schuss auf sie abgegeben, wobei ihr die Kugel in den Rücken drang. Die Schwerverletzte wurde unverzüglich ins Krankenhaus überführt. Der Täter, dessen Identität bisher nicht festgestellt werden konnte, dürfte sich kurz vorher in die Wohnung geschli chen haben. Nach der Tat flü.htete er sowie sein vor dem Fenster stehender Komplize. Die Untersuchung ist im Zuge, um die Täter zu eruie ren. BDaOEDHEjBaBüeCSßaDHOeOBäCIHQB D □ ■□■□■□■□■□■□■□■□■□■DBDfflDHDa lige Maximal tempera tur 0.0, heutige Minimaltemperatur —3 Grad, Niederschlag 9.5 mm. ~ Hallo! Eine fidele Faschingsnacht bei Otto! Schlagerquartett Müller! Um zahlreichen Zuspruch bittet die Gastgeberin: Anna Koritnik. 884 * Gasthaus »Zlata krona«. Am Fasching dienstag Konzert. 382 m. Ueberfall. In Tezno überfielen am Samstag abends zwei Unbekannte den 34jährigen Arbeiter August T u r k aus Košaki, Dem Angegriffenen wurde ein Stein an den Kopf geschleudert. Der Schwerverletzte mußte ins Krankenhaus überführt werden. in. Kranzablöse. An Stelle eines Kranzes auf das Grab des verstorbenen Postinspektors Josef Lavrič spendete die Familie Rane 50 Dinar für den armen kranken Invaliden. Herzlichen Dank! m. Bei der Weingartenarbeit verschüttet. In Spodnje Hlapje bei Sv. Jakob (Slo venske gorice) wurde der 30jährige Win zer Rudolf Ž ej j a v bei der Arbeit im Weingarten von der einstürzenden Erde verschüttet, wobei er sich einen Bein- I bruch zuzog. Er wurde ins Spital über- ; führt. mussten deshalb von Gehsteig zu Gehsteig alle Künste des Ueberselzens anwenden. Hoffentlich werden diese Zei len von allen beherzigt, an die sie gerichtet sind. Der Kampf gegen das Glatteis isl nämlich auch Dienst am Mitmenschen wie am Tiere. Er ist deshalb eine Verpflichtung. Te 111 • Wetterbericht vom 5. Feber, 9 Uhr: mperatur —10, Feuchtigkeitsmesser Glatteis... Schon Samstag abends war ein kleiner Wettersturz in dem Sinne cinge-treten, dass es regnete. Ja, cs regnete! Das Iieisst schon etwas nach den Tagen martialischer Kälte. Der Schnee verkrustete sich auf der Oberfläche wie der Schokolade Überguss einer Torte. Selbstverständlich waren die Gehwege und Strassen in einigen Viertelstunden ein einziges Glatteis, das die Passanten zu grösster Vorsicht nötigte. Da und dort glitten die Passanten aus. Es gab Gleichgewichtsübungen ohne Ende. Wer Glück hatte, konnte sich rechtzeitig auffangen Mancher Fussgeher musste daran glauben, dass oft die beste Vorsicht wenig nützt. Auch für die Fahrzeuge ergaben sich aus dem Glatteis grosse Gefahren. Die Hausbesorger nahmen den Kampf mit dem Glatteis auf den Bürgersteigen auf. so gut sie eben konnten. Es gab aber auch Häuser, deren Gehsteige nicht vorschriftsmässig mit Sägespänen oder Asche eingestreu! waren. Die städtische Strassen Verwaltung war diesmal auch nicht ernstlich besorgt, die Strassvnübcrgängo mii 100, Barometerstand 736, windstill. Gest- Sand zu bestreuen. Die Fussgeher Aus Dem (Rericlitssaal Mißglückte Sträflingsrevolte Vor dem Dreiersenat des hiesigen Kreis geeichtes hatten sich zwei Sträflinge wegen Auflehnung gegen den Aufseher zu verantworten. Es sind dies der 32jährige Michael H o d c und der 39jährige Franz Rojko, die gegenwärtig eine Strafe m der Mariborer Strafanstalt abzubüßen ha oen. Wie schon seinerzeit berichtet, sind am Großgrundbesitz der Frau Theresia Sup-panz in Marenberg in den Sommermonaten ständig zehn Sträflinge mit verschiedenen Arbeiten beschäftigt. Am 26. September v. J. waren acht Sträflinge zum Obstpflücken befohlen, während die beiden Angeklagten im Keller bei der Presse arbe teten. Als sich abends die Sträflinge zum Abendessen versammelten, fehlten Hode und. Rojko. Der Aufseher Veršič ging sie suchen und fand sie bei einem Fluchtversuch auf der Straße. Die beiden waren im Keller zum Wein gelangt und hatten gezecht. Als sich die beiden Sträflinge auf der Straße vom Aufseher gestellt sahen, warfen sie sich auf ihn und versuchten ihm den Revolver und das Sei te.ngewchr zu entreißen, Veršič konnte sich jedoch der Angreifer erwehren und es gelang ihm, sie in einen Raum einzu-schheßen. Hode und Rojko schlugen jedoch die Tür ein, um zum Gewehr des Aufsehers zu gelangen. Inzwischen trafen Gendarmen ein, die die beiden Sträflinge bändigten. Die Angeklagten suchten sich auf Trunkenheit auszureden. Sie wurden zu je vier Monaten Arrest verurteilt. Raubüberfall. Vor den Richtern stand der 29jährige Knecht Geza Sukič aus Prekmurje, der sich wegen Raubüberfalles zu verantworten hatte. Wie der Anklageschrift zu entnehmen ist, begab sich am 19. August 1936 der beim Besitzer Kern in Apače beschäftigte Knecht Matthias Lorenčič in den Stall, um sich zur Ruhe zu begeben. Fr sah plötzlich unter dem Bett zwei Beine herausragen. Er packte herzhaft zu und zog den Angeklagten unter dem Bett gestell hervor. Der Mann ergriff jedoch Montag, 5. Feber; Geschlossen, Dienstag, 6. Feber um 20 Uhr: »Unent. schuldigte Stunde«. Tieferinäßigte Prei se. Mittwoch, 7. Feber: Geschlossen. Donnerstag, 8. Feber um 20 Uhr: »Der Zigeunerbaron«. Erstaufführung. Ab. C Volksuniversität Montag, 5. Feber um 20 Uhr: Fr. P i v-k a spricht über die Rolle der Luftfahrt im gegenwärtigen Kriege. Burg-Tonkino. Heute, Montag, zum letzten Mal der letzte Zarah Leander-Film »Das Lied der Wüste«, der von unserem Publikum mit größtem Beifall aufgenommen wurde. — Ab Dienstag der brillante amerikanische Schlager »Amanda« (Carafree). Eine lustige musikalische Komödie mit viel Witz und Humor. — in Vorbereitung der neueste Benjamin Gigli-Film »Der singende Tenor«. Esplanade-Tonkino. Nur bis eihscbließ lieh Dienstag der lustigste Film der Saison »Das E k e 1« (Der geschorene Igel) mit Hans Moser, Fritz Kampers. Ernst Waldau, Jutikermann u. a. Mitreißender, humorvoller Inhalt, erfrischende Komik. Jede Szene ist eine Lachbom-be für sich. Hans Möser triumphiert als Spediteur und Weinhändler. Rollen, die seine größten Erfolge sind. Ein Film, bei dem sich jeder köstlich unterhalten und herzhaft lachen wird. Es folgt: Der populärste Karl May-Roinau im Film »Der große Adler« mit Shirley Temple. Romantische Zauber- und Indianer-Erlebnisse. Union-Tonkino. Bis einschließlich Dienstag das große Doppelprogramm »Der Herr der Unterwelt« mit John Litel; ein spannender Gangsterfilm aus dem Leben der amerikanischen Großstadt, und als zweites Stück »Banditen des wilden Westens«, ein hervorragender Cowboyfilm mit dem bekannten Dick Foran in der Hauptrolle. Beide Filme sind unterhaltend und aufregend zugleich. — Es folgt der wunderbare französische Film »Mario Chapdelein« mit Jean Gab in in der Hauptrolle. einen Prügel und versetzte dem Knecht mehrere wuchtige Schläge, worauf er ihm 30 Dinar entriß und die Flucht ergriff. Sukič hielt sich seitdem versteckt. Unlängst wurde er jedoch in Sv. Benedikt, wo er bei einem Besitzer als Knecht beschäftigt war, ausgeforscht und festgenommen. Der Angeklagte gestand die Tat. Er wurde zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt. Das Mett er Wettervorhersage für Dienstag: Bewölkt und windstill. Besserung des Wettercharakters zu erwarten. %atdisike Winke Wann trinke ich Lindenblütentee? Während der kalten Jahreszeit sollten stets Lindenblüten im Hause sein. Der Lindenblütentee leistet in allen Fällen einer Erkältung vorzügliche Dienste. Man nimmt ihn vor allem dann zu sich, wenn man Schweiß hervorbringen will. Lindenblütentee ist von vorzüglicher Wirkung bei altem Husten, bei Verschleimungen der Lunge und der Luftröhre sowie bei Unterleibsbeschwerden, die ihre Ursache1 in der Verschleimung der Nieren haben. Kampferdämpfe gegen Schnupfen Wer von einem Schnupfen befallen wird, sollte einmal mit Kupferdämpfen inhalieren. Man füllt zu diesem Zweck einen Topf mit mäßig weiter Oeffnung mit kochendem Wasser, schüttet einen knappen Teelöffel pulverisierten Kampfer hinein und atmet, über den Topf geneigt, mit geschlossenem Munde die Dämpfe ein. Selbst in hartnäckigen Fällen pflegt dieses einfache Mittel seine Wirkung nicht zu verfehlen. Ruh WW WW& U W PDP" w W NW M M V w WWWw I lllllillllllllll II II IIIHIIIIIIIIIUHW Geringer Lwifchenhanöel am Balkan hn Zusammenhang mit der in Beograd j Noch vor Beginn der Beograder Vefc. stattgefundenen Konferenz der Staaten des Balkanbundes ist es wichtig, zu betonen, daß die Mitgliedstaaten auf wirtschaftlichem Gebiete eine ziemlich gleich artige Struktur aufzuweisen haben, weshalb die Möglichkeiten eines gegenseitigen Güteraustausches verhältnismäßig gering sind. Nach einer Aufstellung hat beispielsweise Jugoslawien in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres aus Rumänien nur Waren im Werte von 118 Mill. Dinar eingeführt gegen 105.9 Mill. Dinar im ganzen Jahre 1938. Der Import aus Griechenland u. aus der Türkei erreichte nur die Summe von 47.7 bzw. 7.8 Mill. Dinar gegen 66.2 bzw. 4.2 Mill. Dinar im Jahre 1938. Die Ausfuhr nach Rumänien, Griechenland und der Türkei wird für die Zeit vom 1. Jänner bis Ende November 1939 mit 62.5 Mill. bzw. 119.4 und 5.1 Mill. Dinar angegeben gegen 51.6 bzw. 130.2 und 10.2 Millionen Dinar im Jahre 1938. Der Anteil der Balkanbund-Staaten am jugoslawischen Außenhandel ist somit au ßerordentlich gering. Er betrug beispielsweise für Rumänien im Rahmen der jugoslawischen Einfuhr im November v. J. 5,58%. Bei der Ausfuhr erreichte er sogar nur die Quote von 2.2%. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei einer Ueberprüfung des Güterverkehres zwischen Griechenland einerseits und Rumänien, Jugoslawien und der Türkei andererseits. Auch hier sind die Quoten ungemein niedrig. Sie schwanken zwischen 2.5 und 1%. Im Rahmen der r u-manischen Einfuhr ergaben sich im, Jahre 1939 folgende Ziffern: Griechen- land 5.9%, Jugoslawien 1.4% und Türkei 1.6%. All der rumänischen Einfuhr waren Griechenland mit 1.4, Jugoslawien mit 0.6 und die Türkei mit 0.5% beteiligt. Handlungen sind Vorarbeiten im Sinne einer Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen der Balkanbundstaaten in Gang gebracht worden. Diese Vorarbeiten müssen als Vorläufer für im Monate Februar beginnende Handelsvertragsverhandlungen angesehen werden. Dazu ist zu bemerken, daß das jüngste jugoslawisch-rumänische Wirtschaftsabkommen, das auf der Bezahlung in freien Devisen aufgebaut ist, in Bukarest keineswegs besonders befriedigt. Es scheint, daß beide Länder nunmehr, wieder zum V e r-rechnungsverkehr zurückkehren wollen. Rumänien legt in dem Zusammen hang Wert auf vermehrte Bezüge von Kupfer, Eisen und Tannin. Kohlenknappheit in Snoorotolra In Jugoslawien macht sich derzeit so wie in den meisten anderen Ländern Europas eine ziemlich empfindliche Knappheit an Kohle bemerkbar. In erster Linie fehlt es an hochwertiger Kohle für die Seeschiffahrt, die Eisenbahnlinien und die Industrie. Schuld an dieser Entwicklung ist zunächst der harte Winter, der mit seinen Schneeverwehungen die Anlieferung fremder Kohle beeinträchtigt. Als ein überaus störender Faktor wird auch der Streik in den Kohlenwerken in Trbovlje empfunden, und zwar um so mehr, als sich die Leitung dieser Bergbaugeseil-schaft zu größeren Lieferungen nach Italien verpflichtet hat. Bei den heimischen Braunkohlengruben zeigt es sich jetzt, daß sie den stark erhöhten Anforderungen nicht gewachsen sind. Man führt dies zum Teil darauf zurück, daß in einzelnen Kohlengruben Neu Investitionen schon seit Jahren nicht mehr vorgenommen wurden, weshalb eine rasche Steigerung der Produktion unmöglich ist. Im übrigen messen die zuständigen Behörden auch den Kaufleuten einen Teil der Schuld an der jetzigen Kohlenknappheit bei. Es wird ihnen zum Vorwurf gemacht, daß sie ihren Winterbedarf nicht rechtzeitig eindeckten und daher durch den Kälteeinbruch überrascht wurden. lose werden eine Kapazität von 3000 bzw. 2500 Tonnen Getreide besitzen. X Fahqireisermäßigung zur Leipziger Messe. Wie wir erfahren, erhalten Besucher der Leipziger Messe auf den Reichsbahnen Fahrpreisermäßigungen in der Höhe von 50%. In den Durchreiseländern ist die Fahrpreisermäßigung dieselbe wie in den vergangenen Jahren, d. h. etwa 33 Silos-Ä. G. hat jetzt die diesbezüglichen Prozent. Jugoslawien gewährt den Mes-Arbeiten ausgeschrieben, darunter auch sebesuchern „ 50% auf die Rückfahrkarte, die elektrischen Installationen. Beide Si- i Damit Messebesucher rechtzeitig in den X Verlängerung der Phönix-Verordnung. Im Handel'sminitserium wurde der Entwurf einer Verordnung ausgearbeitet, wonach die bisherige Verordnung über die Versicherungsgesellschaft »Phönix« noch bis 1. Juli d. J. gilt. X Zwei große Silose werden in B i -j e.j. j i n a in Bosnien und in Podgor i-c a in der Črna gora errichtet werden. Die Besitz des deutschen Visums kommen, ist es erforderlich, daß sie sich möglichst sofort beim Messevertreter ihres Bezirkes persönlich mit drei Lichtbildern einfinden. Bei Meldungen, die erst nach dem 13. Feber erfolgen -ist mit Kosten zu rech nen. Messebesucher, die sich vor dem 13. Feber beim Messf Vertreter einfinden, erhalten das Visum kostenfrei. X Zwei Millionen Tonnen rumänischer Getreideexport. Rumänien . hat 1939 rund 2 Millionen Tonnen Getreide, ausgeführt. Die Ausfuhr liegt um rund 300.000 Tonnen über der des Jahre 1938 und um die gleiche Menge unter der des Rekordjahres 1929. An erster Stelle steht in der Ausfuhr Großdeutschland mit dem Protek torat, an zweiter Stelle England, an dritter und vierter Stelle Italien und Belgien. Aus PjOtUÜM po. Bergrest bei Mahorič. Da der Saal des Kulturvereines, wo das Bergfest am 2. d. hätte stattfinden sollen, einem Brande kurz vorher zum Opfer fiel, wurde das Fest in den Räumen des Hotels Mahorič abgehalten. Der Besuch ließ wohl viel zu wünschen übrig;, es waren in erster Linie Besucher von auswärts, während das Fest bei den Heimischen sehr wenig Beachtung fand. Trotzdem war aber die Stimmung eine sehr lebhafte und sorgte dafür besonders die. gute Musik »Drava« aus Maribor, sowie die Darbietungen der | Brüder Lokosek, Ritonija und Frl. E. Zeil-I hofer. po. jahrestagung. Am Donnerstag, den i 8. d. hält die hiesige Freiwillige Feuer-j wehr ihre Jahreshauptversammlung, ab, i welche man diesmal mit ganz besonderer | Spannung erwartet. po. Unterhaltung am Faschingdienstag. Alle Vorbereitungen für die Faschings-I Unterhaltung int Hotel Mahorič sind nun j abgeschlossen und alle Masken, ob jung ; oder alt,, männlich oder weiblich, erwar-| ten mit Ungeduld den Dienstagabend. | Wer wird die schönste Maske sein? Viel-1 leicht eine in stoistischer Ruhe mit der j Zierde ihres Kopfschmuckes aus dem Wig i warn schreitende Indianergestalt oder ein i mit einem Lasso und Tomahawk versehe-! ner, auf einem Mustang daherreitender : Wilder oder eine weiße Frau? Nichts | weiß man, das Schiedsgericht wird einen ' schweren Stand haben! fadeikUmwaHdedmit.,. »man bon Vaul Hain Seine Hand umschließt die ihre. »Ja, Renate. Und nun wird es wohl Zeit sein!« Er erhebt sich mit einem Ruck. Noch immer sind seine Bewegungen geschmeidig. Aber als er aufrecht sitzt, preßt er seine Hand gegen die Brust und. verzieht das Gesicht wie in einem Schmerz. »Was ist, Ingo?« Ein paar tiefe Atemzüge. »Ach nichts«, lächelt er, »gar nichts. Schon vorbei.« Er springt auf die Füße. Flink umarmt er Frau Renate, die darob wie ein junges Mädchen erglüht, und. mädchenhaft und zierlich schaut sie ja auch noch aus trotz ihrer siebenundvierzig Jahre. »So, und nun auf deinen Platz, Reni. Ich will mich umziehen. Schnei noch eine kalte Dusche — —« Sie geht hinaus und winkt ihm von der Tür aus noch heiter zu. * Ja, die zweite Nummer des neuen Programmteils ist jenes Lied. Es ist, als flösse es aus der Kehle eines jubelnden Vogels,, so singen die Saiten der Geige. Es ist, als hätten die Töne nicht nur Melodie, sondern auch Stimme. Renate hört die Geige wirklich singen, — jenes alte, vertraute Eichendorff-Lied: V>/er in die Fremde will wandern, Der muß mit der Liebsten gehn; Es jubeln und lassen die ändern Den Fremden alleine stehn. Was wisset ihr, dunkle Wipfel, Von der alten, schönen Zeit? Ach, die Heimat hinter den Gipfeln, Wie liegt sie von hier so ■weit. Am liebsten betracht’ ich die Sterne, Die scheinen wohl dir und mir. , Urheber Rechtschutz: Drei Quellen- Verlag, Königsbrück (Bez. Dresden). Die Nachtigall hör’ ich so gerne, Sie sang vor der Liebsten Tür. Der Morgen, das ist meine Freude! Da steig’ ich in stiller Stund’ Auf den höchsten Berg in die Weite — i Grüß dich ,Heimat, aus Herzensgrund!« Fast strahlend sieht Ingo Grotenius’ i Gesicht aus'. Wohl an die hundertmal hat er —- von großem Orchester begleitet — j dieses Lied gespielt, immer wieder selbst ; bezaubert von seinem tiefen, seelischen Gehalt. Immer stärker ist in den letzten Monaten der Wunsch in ihm gewesen, ' endlich zur Ruhe zu kommen, zu Hause. Renate hat die Augen geschlossen. Sehr — sehr still ist es im großen Raum. Eine feierliche, weihevolle Stille ist es. Auch hier im bunten, lebhaften Venedig spürt jeder von den Menschen, die da zuhören, die starke Kraft und Sehnsucht, die aus der Melodie blüht. Sie haben ja alle Musik in der Seele, im Blut. Mein Gott, denkt Renate, wie spielt er nur diesmal! Das Herz kann einem wehtun! Hat er denn selber, schon so lange von der Heimkehr geträumt? Du lieber Gott, wie ist das nur —! Wie die letzten Töne aufbrausen, fanfarengleich, brennender Sehnsuchtsruf! Dann ist es still. Kaum ein Atemzug. ist zu hören.. Renate öffnet langsam die Augen. Sind die Menschen denn noch Immer verzaubert? Da, sie zuckt zusammen. Kein Beifallsklatschen, aber Aufschreie wirbeln plötzlich durcheinander. Menschen springen erschrocken von den Sitzen. Renates Blick geht nach dem bühnenartigen Podium; sie hat das Gefühl, als lege sich eine eisige, harte Hand langsam um ihren Hals. Noch klingt die geliebtes Melodie irgendwie in ihr nach. Aber dort auf dem Podium steht ein Mann, der ein totenblasses Gesicht hat und mit weitgeöffneten Augen um sich schaut in einer dunklen Angst. Es ist kein Strahlen mehr in diesen Augen. Die Arme fahren wie haltsuchend durch die Luft. Die Geige poltert mit einem kurzen, knallenden Geräusch gegen den hölzernen Fußboden. Dies ist es, was alle Menschen entsetzt sehen, was sie aufschreien läßt. Renate Grotenius schnellt vom Stuhl auf. Ihre Hände greifen nach dem Herzen, tasten nach dem Hals, als wollten sie die unsichtbare, eisige Hand wegreißen, die sich immer fester darum schließt und den Schrei, der in der Kehle sitzt, nicht hervorstoßen läßt. Ihre Lippen stehen. geöffnet, ein kurzer Laut, ein Seufzen nur .weht darüber. Und das Herz tut kaum einen Schlag, so lang sann geht es. Renate Grotenius sieht, wie ein, zwei, vier Menschen aus dem Orchester auf das Podium klettern, aus dem Künstlerzimmer dahinter rennt, jemand auf die Bühne. »Ingo!« Da endlich hat Renate die eisige Hand von der Kehle gerissen und ihr Schrei wird frei. Ingo taumelt nach vorn. Das Gssicht emporgeworfen, diesem Frauenschrei ent gegen — sehr, weit, offen, sind seine Augen — gerade in Renates Blick trifft der Blick der starren, maßlos entsetzter. Augen de§ Geigers Grotenius, dann sackt er zusammen wie ein Kleiderbündel, noch be vor ihn jemand hätte auffangen können. Gleich darauf sind vier, fünf Menscher, um Um im strahlenden Licht der Bühne. Der Kapellmeister ruft in die erregte Zuhörermenge hinein, beruhigt sie: »Ein kleines Unwohlsein — hoffentlich ,nichts weiter,« Eine Frauengestalt rennt, fliegt den Seitengang des Saales entlang, fliegt die Treppe zur Bühne empor, kniet neben dem Geiger. »Ich bin seine Frau —- bitte!« Man kennt sie. Der Direktor ist aus seiner Lege herausgestürzt, der italienische Impresario — und dann ist aucn schon der Arzt da. Mari hebt Ingo Grotenius vom Boden auf. Man trägt ihn ins Künstlerzimmer hinter der Bühne. Drei — vier Menschen folgen — eine Frauengestalt ist unter ihnen — Frau Renate. Sie hält die Kana ihres Mannes, während zwei Männer ihn langsam forttragen. Eine Tür klappt zu. Irgendwo in dem großen, in Goldstück und Marmor funkelnden Saal weht es noch im Summen der vielen Menschen nach wie ein fernes Echo. »Wer in die Fremde will wandern -« Vielleicht hauchen die vielen Instrumen te im Orchester die Melodie noch aus. Das Summen und Raunen ringsum verstummt mehr und mehr, wie Schemen starren alle Gesichter zu der kleinen; in dem riesigen Raum winzig erscheinenden Tür des Künstlerzimmers. Hinter dieser Tür entscheidet sich vielleicht jetzt ein Schicksal. Schweigende Feierlichkeit... Und die Tür Öffnet sich wieder, es scheint eine endlose Zeit vergangen zu sein. Der Direktor des Konzertsaals kommt an die Rampe. Er sieht sehr ernst aus. Und in seinem klangvollen Italienisch sagt er sehr laut, und die Stimme zittert ihm ein wenig: »Ich bitte zu entschuldigen, meine Damen und Herren; Signor Grotenius kann nicht weiterspielen — heute nicht — un piccolc acidente — senza importanza — immerhin«, eine weitausholende Geste des Bedauerns mit den Armen, »maesh'o Ingo Grotenius bittet vielmals um Entschuldigung.« Sfßßd mm SojmUm Grosskämpfe am Sprunghügel von Betnava 33ožo' öofsrt holt sich den <5iegerlM und Me Trophäe ökS Bürgermeisters / Franz; Cop uno ’4j$Eho Kavalar an den folgenden Vlützen / MariLOrs Springer begehen die Kraftprobe geatn Obenrains ©prungmeiner Nach fünf sehneearmen Wintern bot herausholen konnten. Dagegen lief ins. sich heuer unseren unermüdlichen Winter besondere Božo G a j š c kf der ruhig und sportorganisatoren die Gelegenheit, die beherrscht seine Sprünge vorlegte, zu sei herrlich gelegene Betnava-Sprungschanze abermals in den Mittelpunkt eines Springerfesttages zu stellen. Die Schanze war in wenigen Tagen mstandgesetzt und die ausgezeichnete Schneebeschaffenheit in der letzten Woche ließ auf einen glanzvollen Verlauf der Kämpfe schließen, die diesmal als Sprunglaufmeisterschaft von Maribor ausgeschrieben wurden. Aber wie so oft, hatte auch diesmal der Wettergott kein Einsehen. Während am gestrigen Vormittag ein jähes Tauwetier dem festgestampften Schnee hart zusetzte, fing es am Nachmittag, als die Veranstaltung ihrem Höhepunkt zustrebte, regelrecht zum regnen an, sodaß Springer, Funktionäre und natürlich auch die Zuschauer auf c-ine harte Probe gestellt wurden. Am meisten litt unter diesen mißlichen Witterungsverhältnissen die Anlaufbahn, die immer härter wurde und keine Führung mehr möglich machte. Darunter wurde insbesondere der Absprung arg in Mitleidenschaft gezogen, was sich wiederum bei den Weiten der Sprünge auswirkte. Auch dauerte es einige Zeit, bis sich die meisten der 21 ausgerückten Springer mit den vorherrschenden Schnee Verhältnissen abgefunden hatten. Der offizielle Schanzenrekord von 38 Meter wurde somit nicht erreicht, doch stand der stämmige Tiroler Emmerich Pepeu-111 g aus Innsbruck, der außerhalb der Konkurrenz an den Start ging, bombenlest 35 Meter und erreichte damit die Bestmarke des Tages. Pepeunig erklärte nach seiner fabelhaften Leistung, daß bei günstiger Anlaufmöglichkeit 40 Me-1 ter bestimmt herauszuholen wären, was ^ m" übrigens vor fünf Jahren schon der Nor-1 Skočir Ivan Weger Guttormsen bewiesen hatte, der 20 m. aber bei 43.5 Meter den Sprung doch "icht durchstehen konnte. ner Bestform auf und gewann auch in sicherer Manier die Konkurrenz. Ausgezeichnet hielt sich wieder Franzi Cop, desgleichen Srečko Škofič, der schon heute zu den besten heimischen Akteuren zählt. Von den Gästen schnitt diesmal Vinko Kavalar am besten ab. Recht gut sprang auch der junge Kordež aus Jesenice. Heller überraschte mit sicher gestandenen Sprüngen, während die übrigen lokalen Vertreter gerade die Sicher heit vermissen ließen. Die Reihung der 20 Springer gestaltete sich wie folgt: 1. G a j šek Božo (SPD Maribor) 140.2; 28,28. 2. Cop Franzi (SPD Maribor) 139.7; 27.5, 27 m. 3. Kavalar Vinko (Ilirija) 139.1; 29,28 Meter. 4. Kordež Stanko (Bratstvo) 138.6; 28 ein halb, 24 m. 5. Škofič Srečko (SPD Maribor) 135.6; 26.5, 27,5 m. 6. Klančnik Gregor (Dovje-Mojstrana) 133.5; 29, 29 m. 7. Heller Hans (Rapid) 124.6; 22, 22 ein halb Meter. 8. Ranzinger Tone (Bratstvo) 120.7; 27.5, 27 rn. 9. Welle Kurt (Maribor) 120; 23, 24 m. 10. Marguč Ernst (Maribor) 114.9; 27, 27 m. 11. Sodec Karl (Marathon) 110.8; 25, 25,5 rn. 12. Sojč Ivan (Marathon) 108.6; 21, 20 rn. 13. Fanedl Karl (Maribor) 104; 26, (Maribor) 98.5; 22, Trotzde mgerade das Wetter wenig einladend war, hatten sich immerhin gegen 2000 Zuschauer am Sprunghügel von •jetnava eingefunden, die mit lebhafter Anteilnahme den oft aufregenden Verlauf Cr Kämpfe verfolgten. Der Protektor der großzügig und mit viel Opfermut aufge-z°genen Veranstaltung Bürgermeister Dr. - ü v a n ließ sich durch Magistratsdirek-+°r R o d o š e k vertreten. Auf der Ehren. ribiine konnte der Präses des Mariborer intersport _ Unterverbandes Ludwig *7 0 r 2 u t u. a. noch den Stadtkommandanten General Golubovič, die Be. ^‘kshauptleute Dr. šiška und E i 1 e t z, en Vertreter des Fremdenverkehrsver-andes und des Slowenischen Alpenver-vnes Direktor Dr. T o m i n š e k, den vI>alter der fürstbischöfiichen Besitzun 15. Habjanič Milan (Marathon) 02.4; 20, 15 m. 16. Markelj Wilhelm (Maraxhon) 91.2; 14, 16.5 m. 17. Strohsack Vlado (Maribor) 85.9; 19,5, 19 m. 18. Krajnčič Leopold (železničar) 85.4; 25, 24,2 m.. 19. Heric Josef (Železničar) 79.5; 15, 16 m. 20. Kralj Alojz (Marathon) 72.4; 20, 23 m. Anschließend wurden die Sprünge ausser Konkurrenz durchgeführt, bei denen der ganze Anlauf freigegeben wurde. P e-p e u n i g zeigte sich hier als ganzer Meister. Schon im ersten Gang erreichte er in blendender Haltung die 35-Meter-Bestleistung des Tages und bestätigte in imponierendster Weise seine hohe Klasse. Franzi Cop war mit sicher gestandenen 33 Meter der Beste von den übrigen Springern. Kavalar, Razinger und Klančnik kamen bis auf 32 Me-| ter, doch stürzte letzterer. Marguč i und Welle verbesserten ihre früher erzielten Weiten bis auf 29 Meter, š k o-f i č zog bis 31 Meter davon, mußte jedoch zu Boden. Heller stand 26 Meter. Damit nahm die Veranstaltung ihren Abschluß und zeigte, daß in den fünf Jahren seit dem letzten Betnava-Sprin-gen eine neue heimische Springergarde herangewachsen ist, die alsbald auch aus serhalb des lokalen Wirkungskreises den ausgezeichneten Ruf unseres Wintersports bekräftigen wird. Hoffentlich v/ird das Wetter doch noch einige Konkurrenzen zulassen, die unsere Springer zu neuem Ruhm führen werden. Im Rahmen einer intimen Siegerehrung fand am Abend im großen Saal des Hotels »Orel« d:e Verkündung der Resultate sowie die Ueberreichung der schönen Preise staH. Außer. Bürgermeister Doktor Juvan hatten noch die Firmen Ilger, Olympia-Cop, Berndorf, Divjak und Kovačič schöne Preise gestiftet. Worte richteten an die versammelte Wintersportgemeinde der Unterverbandsobmann Z o r-z u t, Mag'stratsdirektor Rodošek und Direktor Dr. T o m i n š c k, die alle die tüchtigen Kämpfer begrüßten und zu den erzielten Erfolgen beglückwünschten während Unferverbandssekretär K o n i č die Gesamtliste der Resultate zur Verlesung brachte. Unter den schmissigen Klängen der neuen Studenten-Jazzkapelle blieben die Wintersnortler noch lange in angeregtem Gespräch beisammen. Punkte, dann folgte Dovje-Mojstrana mit 1769.22, Bratstvo (Jesenice) mit 1037.21 und der Skiklub Ljubljana mit 337.8 Punkten. An den Kämpfen beteiligten sich insgesamt 120 Wettbewerber. In der Endbewertung der klassischen Kombination siegte bei den Jungmannen Hrovat (Ilirija), bei der Jugend P 0 1 d a (Dovje-Mojstrana) und beim Nachwuchs K r z-d a r i č (Dovje-Mojstrana). Unter größtem Interesse wurde gestern das Springen ausgetragen. Bei den Junginannen siegte Mežik (Ilirija) mit 144.2 und Sprüngen von 31.5 und 32 Metern, gefolgt von Bukovnik (Bratstvo), der mit 32.5 Meter den weitesten Sprung des Tages erzielte. Bei der Jugend trug M u-1 e j (Ilirija) mit 19 und 20 Meter den Sieg davon, während die Nachwuchsmeisterschaft K r z n a r i č (Dovje-Mojstrana) mit zweimal 19 Meter gewann. SMpringen in Kamnik Auf der Schanze des Sportklubs Kamnik in Kamnik wurde gestern ein Skisprin gen ausgetragen, dem 800 Zuschauer beiwohnten. In der Klasse A siegte Vidic (Ljubljana) mit zweimal 28 Meter und No te 199.3, während in der Klasse B. Božič (Ljubljana) bis auf 29 Meter kam. in Abschluß in (Sarmüch-Varlenkirchen Die internationale Wintersportwoche Garmisch-Partenkirchen wurde gestern mit dem Sprunglauf abgeschlossen. Den Sieg holte sich W e i 1 e r mit 75 und 77 Meter vor Eisgruber, Meier, Höll und Krauß (alle Deutschland). In der alpinen Konkurrenz siegte bei den Frauen die Weltmeisterin Christi Cranz, die sowohl in der Abfahrt als auch im Slalom siegreich blieb. In der Herrenkonkurrenz gewann die alpine Kombination Jennewein, der desgleichen beide Konkurrenzen siegreich beendete. In der Abfahrt folgten Wörndle, Walch, Pfeifer und der Italiener Chieroni. Im Eishockeytumier ging die Auswahl von Böhmen - Mähren siegreich her vor. Die Tschechen rangen im Finale die Ungarn mit 6:0 nieder, die zuvor Deutsch land überraschend mit 3:2 ausgeschaltet hatten. SMvellkömpfe ves Sokol 130 WETTBEWERBER AM START — STAEFFEL-, ABFAHRTS- UND SLALOM LÄUFE Slalommeisterschaft des Zagrebs Winter sport-Unterverbandes In Veliki dol brachte gestern der Zagrebel- Wintersport-Unterverband seine Meisterschaften im Slalom zur Entscheidung. Der Sieg fiel an Ivo K o r e 1 c aus Sušak, während der Titelverteidiger Rudolf Ž i n g e r 1 i n auf den sechsten Platz fiel. Bei den Junioren siegte š k e rl aus Sušak und bei den Subjunioren Herne aus Zagreb. Aus dietWeti Üerme;ster von Radvanje Pristovnik f!en Leopold Habjanič und den Bür. *er«ieister beSriißcn. Sa^en, Kampfrichtern stellten sich insge-bf, 21 Springer vor, darunter einige Va ’a,lr>te Größen wie Klančnik, K a-/ ar> Razinger und Kordež von bekannten Springergilde von Oberzäh'11' ^ar'bors Springergarde war voll-wje‘IK vertreten. Außer Konkurrenz ging, p ‘-‘"wähnt, der Innsbrucker Emmerich üenP^Un*g an den Start. Die cinleiten-Stür iersuc*lssPrünge hatten zahlreiche che ZL, ZUr Folge, und erst nach Aufwei-Sprj uer Anlaufbahn konnten die meisten heu n^Ul ihrc Sprünge sicher durchste- ritenatbr!'ch verfolgte auch einige Favo-S°r K i ^.0nkurrenz großes Pech. Gre_ muß. ar>önik und Tone Razinger eilte 0" zu Boden, dasselbe Schicksal er-renn lUcb M a r g o č und Sodec, wäh-d nnH“' z. B. Fanedi Und \v andere wiederum. Der Mariborer S o k o 1 g a u brachte bei seinem neuen Bergheim die alljährlichen Gaumeisterschaften zur Durchführung, die 130 Wettbewerber im Kampfe vereinigten. Im Staffellauf 4X6 Kilometer siegte Maribor --Matica in 2:14.54 vor Guštanj und Studenci, die 2:15.10 bzw. 2:17.38 benötigten. Bei den J u-gendkämpfern trug in der Staffel über 4X4.5 Kilometer Ruše in 2:09.34 den Sieg davon, gefolgt von Maribor I. in 2:13.3 und Maribor-Matica in 2:13.43. Beim Slalomlauf über eine Strecke von 3 Kilometer wurde Leskovec Franz (Mešiča) in 6:44.1 Sieger. Zweiter wurde Jože Knific (Ruše) in 6:58 und Drit-Kämpfe ihren Abschluß. ter Ivan Pavlec (Sv. Lovrenc). Die Fraüenkonkurrenz im Abfahrtslauf über 2 Kilometer sah Bara Černič (Maribor-Matica) in 5:30 siegreich. Zweite wurde Vika Oitzinger (Maribor-Matica) in 5:55, während die Reihung bei den Juniorinnen über 1.5 Kilometer wie folgt war: 1. Neva Novak (Maribor-Matica) 6:28, 2. Staža Černič (Maribor) 7:03. Im Slalom der junioren über 3 Kilometer siegten: 1. Rado Mejovšek (Slivnica) in 7:04.3, 2. Cerar Pavke (žerjav) in 7:05.3 und 3. Ivo Hojnik (Maribor-Matica) in 7:34.2. Mit einer feierlichen Zusammenkunft im Soholheim zu Ruše fanden die EtaaiSnmtteiMaften der ©fnun oren PLANICA ALS SCHAUPLATZ DER KLASSISCHEN KOMBINATION. Die Ljubljanaer »I 1 i r i j ä« brachte in Plan,ca die Junioren-Staatsmeistcr-schaftcn in der klassischen Kombination zur Durchführung, die einen Massenstart aufzuweisen hatte. In allen Altersklasse 0 11 e, nicht ihre sonstigen Weiten wurden ausgezeichnete Leistungen aufge- Hoffnunger. zeigt, die" zu den schönsten berechtigen. Die meisten Erfolge heim sten die Wettkämpfer der »Ilirija« ein, de nen auch der Ehrenpreis des Beograder Blattes »Politika« zufiel. In der Gesamt wertung erzielte »I 1 i r i j a« 5405.45 Auch das komm; vor? Zwei Frauen wissen sich zu helfen Der Fall wird in der Geschichte uer Justiz noch lange eine Rolle spielen. Zwar haben sich die Behörden bemüht, diese Angelegenheit einigermaßen zu unterdrücken, um die Menschheit nicht zur Nachahmung zu reizen. Aber immerhin hat man genügend Einzelheiten aus diesem eigenartigen Fall in Erfahrung bringen können. Die Geschichte begann damit, daß ein Ehepaar Bourette in der Um gebung von Brüssel in allem Frieden auf dem Lande lebte, in ziemlichem Wohlstand sogar, also keineswegs auf irgendeine Unterstützung von anderer Seite angewiesen war. Eines Tages trat nun eine Frau Lemou te in den Kreis. Sie hatte den Herrn Bourette eines Tages gesehen und sich in ihn verliebt. Mit weiblichem Geschick verstand sie es, sich an ihn heranzumachen und seine Aufmerksamkeit in einem solchen Umfang zu erregen, daß sich ein« Tages Herr Bourette für Madame Lemou-re sehr stark zu interessieren begann Nun wurde die Geschichte gefährlich. Ma dame Bourette wollte sich ihren Gatten nicht abnehmen lassen. Immerhin kam es zu einer Aussprache zwischen beiden Frauen. Diese Unterredung hatte ein merk würdiges Ergebnis: Madame Bourette erklärte sich mit der Abtretung ihres Gat- - Schmerzgebeugt geben wir die traurige Nachricht, daß Herr Großkaufmann heute, den 3. Feber um 16 Uhr 15 Min. nach langem schweren Leiden im allzu jungen Alter von 36 Jahren sanft entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet am 6. Feber um 16 Uhr von der Aufbahrungsballe des städtischen Friedhofes aus statt. Celje, den 3. Feber 1940 Ilse Stiger geb. Degelmann Edle v. Elsbronn, Gattin Werner Stiger, Bruder Edda, Tochter uud alle übrigen Verwandten tens einverstanden, sofern Madame Le-moure ihr den geforderten Kaufpreis bezahle. Dieser Kaufpreis betrug ungefähr 200.000 belgische Franken. Das war selbst für eine verliebte Frau sehr viel. Aber sie hatte ein Geschäft und glaubte das Geld nach und nach zusammenbekom men zu können. Man machte also einen richtigen Vertrag und setzte als Klausel hinein, daß in monatlichen Raten der Betrag an Madame Bourctte abzuführen sei. Soweit wäre alles noch »in Ordnung« ge ' wesen, aber auf einmal stellte sich eine i Schwierigkeit ein, als die »Käuferin« ihre! Raten nicht mehr bezahlen konnte. Zuerst mahnte Madame Bourette, dann drohte sie und endlich klagte sie. Die Klage hatte einen interessanten Er folg. Das Gericht mußte sich natürlich mit der Angelegenheit befassen und fand, daß der Vertrag über die Abtretung eines Ehemannes gegen Ratenzahlung mindestens eine unmoralische Sache sei. Aus diesem Grunde wurde der Prozeß immer mehr in die Länge gezogen, bis eines Ta ges Herr Bourctte wieder mit Madame Bourette zusammenzog und dem Gericht mitteilte, durch Herstellung des früheren Zustandes sei das Kaufabkommen nichtig geworden, da 4ie Käuferin die Ratenzahlungen nicht habe ein halten können. ŠtidkeeušM b. Blut und Rasse des Hauses Habsburg-Lothringen. Probleme der Physiognomiengeschichte und Vererbungslehre. Von Julius Wolf. Amalthea-Verlag, Zürich—Leipzig—Wien. Der inzwischen ver storbene Verfasser hat mit der vorliegenden Arbeit für die Rassenforscher große Leistungen vollbracht. Er hat in überaus mühsamer und sachlicher Arbeit alle Tatsachen, die er zu seiner Kenntnis bringen konnte, auf allen Gebieten der Geschichte Europas zusam mengetragen und ist dann uazu übergegangen, die Geschichte des Hauses Habsburg-Lothringen zu verfolgen. Die Ergebnisse seiner Forschungen stellen einen außerordentlich wertvollen Beitrag für die Erbforschung dar. b. Die Grundlagen des jüdischen Volkes. Eine notwendige Abrechnung. Von Walter Putsch. Hans W. Pötsch-Verl'g, Breslau. Preis gebunden 3.85 Mark. In großenZügen befaßt sich das vorliegend .■ Buch mit der jüdischen Rasse und behandelt die Sonderheiten des Judentums sowie das jüdische Werden, wobei ohne Empfindsamkeit allein der nichtjüdische Standpunkt als maßgebend angenommen wird. JCldmi J-MZd - ItusdiiedeM» Hausfrauen § Bauernkletzenbrot, Kraoien, Dr. Köhlers Gesuudbrot ge-sten Blähungen bekommen Sie im Backhaus Rakuša Ko roška c. 24. 510 iu mm&Bßk Eleganter Zweisitzerschlitten zu verkaufen. —- Anzufragen Klemsche. Aleksandrova 12. 8807-4 Zimmer und Küche r/er 1. März zu vergeben. Meljska cesta 50. 886-5 £u «MUtz ! Fräulein sucht kleines Zim-| nier. Anzufragen Meljska ce-j sta 11, Frau Stachel. 883-6 Offene SUtte* Ehrliches, fleißiges Stubenmädchen mit Nähkenntnissen in großem Haus gesucht. — Adr. Vcrw. 815 Hausmeister leute für kleinen Besitz in nächs er Nähe Maribors gesucht. Anfragen: Bäckerei Schober, Kralja Petra trg 2. 7/S Kontoristin mit mehrjähriger Büropraxis (namentlich in der Buchhaltung), mit ge,.'k-liger Handschrift, gute R.. nerin, der slow- serbekroat. und deutschen Sprache perfekt mächtig, flotte Maschiu-schreiberin und Stenogramm', wird per sofort, event. ab I-März für ein Fabriksbüro Maribor gesucht. 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Ich habe den zweiten Schlüssel,, bei mir, den ändern besitzt die Marie«, sagt Anka 'so im Hinschreiten. »Sie hat, dir dag Haus brav in Ordnung gehalten,, das ..ist wahr.« Wie sie beide "vor dem Anwesen an-kominen, . sehen sie aus wie richtige I Schneemänner. Und dann ist Anka end- ! lieh wieder daheim. Staunend sieht sie | sich um. Ihre Augen sind feucht. Als i hätte man sie zum Fest zurückerwartet, so ordentlich und traulich wirkt alles. Und es ist 'M auch warm? Der große Kachelofen strömt eine behagliche Wärme I aus. »Hat noch jemand gewußt, daß ich ! komme? Daß Ihr mich heimholt?« wendet Anka' sich an Mutter Kfaasen. »Der Marie habe ich es gesagt.«' . »Darum auch! Wie gut die Marie doch I ist!« »Und dein Vieh haben sie dir gut ver. . sorgt!« Nun machen sie es sich gemütlich. Aber i spricht Anka bittend, als sich die Alte langsam zum Aufbruch rüstet. Sie hat Angst vor den Geistern der Erinnerung, sie fürchtet die erste einsame Nacht in ihrem Daheim, der noch so viele trostlose | folgen werden. Aber die »Unke« schüttelt den . Kopf. 55 »Nein, ich will endlich wieder in mein eigenes Bett, es schläft sich nirgends so irgendei- Zeitung vorgelesen und sie hat ihm ge_ gut wie da. Geh auch bald schlafen. Ich geblieben ruhsam dabei zugehört. Nun schlägt plötz i schaue morgen mal her.« lieh ganz unvermittelt der Hund draußen auf dem Hofe an, und sie vernehmen auch, wie einer der Knechte hinausgeht um zu sehen, was es gibt. Das Gesinde sitzt gemütlich nebenan in der warmen Stube und schwatzt. Da kommt der Knecht schon eilends wieder zurück, klopft an die Tür der Stube, darin der Bauer mit seiner Mutter sich aufhält. Er steckt den Kopf in den Spalt. »Der Bauer möchte zum Krauer ’raus-kommen.« Michael erhebt sich. Draußen steht der Krauet. Michael geht mit großen Schritten auf ihn zu: •»So spät, Krauer? ist etwas geshehen?« »Michael, 'sieh mal dorthin!-' Aus dem Gehöft der Anka schimmert Licht! . . . Michael starrt regungslos in diese Richtung und faßt dann, sich er. . mannend, den Arm des Krauer: -»Was - ist das? Du — was soll das i heißen?« »Die Anka ist heimgekommen, hab' ich dir nur sagen wollen. Gute Nacht.« Damit stampft der Krauer davon. Michael steht erst wie betäubt. Jetzt aber i die- »Utrke«* iatischt unausgesetzt heimlich j rast er ins Haus zurück, greift nach der rach draußen. " warmen Joppe und nach der Mütze, und * ' ruft mit einer Stimme, die seine innere »Wer kommt denn da noch?« fragt die j Bäuerin vom Brandtnerhof den Sohn, als j sie beide noch ein bissel in der warmen Stube beieinander sitzen. Auf dem Tisch steht eine große Schüssel voll rotbäckiger Äpfel. Michael hat der Mutter aus der .Mutter Klaasen verabschiedet sich und geht. ist allein. Draußen schneit es, die dichten weißen Flocken stieben unaufhör lieh. Sie hat noch ein Weilchen hinausgesehen, als sie die alte Frau bis ans Tor begleitete. Dann ist sie fröstelnd in die Stube zurückgekehrt. Aber es will und will keine Freude, wieder daheim zu sein, in ihr aufkommen. Anka sitzt mit gefalteten Händen da und versucht sich einzureden, daß alles nur ein Traum gewesen sei. Sie tflsitzt ja gar kein Kind, nach dem sie sich sehnen müßte und darf. Sie hat hier lediglich das Anwesen der Muhme Bärbe geerbt und kann froh sein, eine Heimat gefunden zu haben. Alles, was zu vor gewesen, muß sie eben vergessen . . . »Mein Junge!« Es läßt sich nicht verwischen, das Bild seliger Erinnerung. Es ist alles da, so greifbar deutlich, daß Anka sich taumelnd erhebt. Sie hält es hier nicht aus, sie will 1 wieder fort — wie einsam und trostlos ist \ es hier, wenn nicht des Kindes geliebte Stimme ertönt--------- Da klopft es. Anka fährt schreckhaft zusammen. Wer mochte das sein? War der alten Mutter Klaasen das Wetter zu schlecht, kam sie zurück? Anka geht zögernd zur Tür in den Flur »Wer ist da?« fragt sie bebend. Einen Augenblick ist es ganz still, doch wird heute eine Weile dauern, bis ich dann klingt es freudig aus der Dunkel-h'eimkomme!« heit: * ) »Ich bin es — Michael! — Mach auf, ; »Bleib doch bei mir, Mutter Klaasen«, ■ Anka!« Erregung verrät, zur Mutter in die Stube: »Geh zu Bett, Mutter — ich fürchte, es Mechanisch öffnet sie, er tritt ein. Groß und breitschultrig steht er vor ihr, pisun Strom eisiger Luft von draußen mitbrir)-gend. ln Anka zittert die Frage hoch: »Was ist mit unserem Jungen?« Ueber die Lippen drängt sich die quälende Frage, und Michael lacht. Ein glück ltches, beseligendes Lachen ist cs. Seine Arme legen sich um die Zurückweichende. »Endlich, Anka! Endlich bist du licini-gekommen!« »Ich habe mit einem verheirateten Mm ne nichts zu schaffen!« verweist sie ihn. außer sich. »Ja, Anka, ist dir denn, nicht bekam», daß ich längst frei bin? Tora ist verheiratet! Mit dem Martin, dem Knecht ihres Vaters. Ich habe auf dich so sehnsüchtig gewartet, wußte ich doch, daß du einmal wiederkommen würdest!« Anka kann diese überwältigende Neuig keit nicht so schnell fassen. »Michael — ich weiß es ja, du sprichst nie die Unwahrheit — aber, ich kann ich — das Glück wäre zu groß. - -Und die hellen Tränen laufen ihr über die Wangen. Begütigend und gerührt; nti-stert Michael: »Glaube daran, Anka. ich habe dich lieb, und der Junge, der hat dich picht ver gessen, der wartet auch —daheim. Heute schläft er ja nun schon friedlich,-, deshalb darfst du dich auch ruhig ein werni# mit mir befassen. Ich werde ja dann doch etwas im Schatten stehen müssen, wenn du erst den Jungen wieder hast.« , .,n- »Im Schatten — du?« Das ist glückdurchzittert, daß er mäh* weiter sagt. -— ' , . Durchs nächtliche ver schnelle iioU aber schleicht die »Unke«, sciiaüe^uuh !?> chernd, weil sie sich der zuversichtlichen Erwartungen so. manche* W.phlbegütc: ier erinnert, die den Michael schon als den zukünftigen Gatten sahen,- . .. „ ... -— Ende — Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna“ in Maribor. verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor. Für den Herausgeber uud den Druck