LMllcherWMtlmg. Nr. 77. Prän» :»oration sprei» : 3m Houiplo»r »zanzl. ss.li. d l>^i. N. 5.50. Für dic.^»st.'ilu!!>, ins Hau? halbj.5»si. Mit der Post ganzj.s!. lö, halbj.fl.7.50. Mittwoch, 7. Apnl Insertl ous^el» üyr bis 10 feilen: lm.u <5" lr.< lm.Ul'li., ?«m.l fl.z sooft pr.^cile im. dcre Pricstcr unscrcr Erzdiöcesc iu den Schulrath (zur Leitung dcr weltlichen Echul-Angclcgcnhcitcn) bcrnfcn würde, so hat derselbe stets vorher unsere Zustimmnna zur Uebernahme dieses Amtes nachzusuchen, nnd es dars sich keiner hcransnchmcn, ohnc nnserc Z»stimmnng cr halten zn haben, eine solche Versammlung zn betreten. 4. Alle Acten, welche die weltlichen Angelegenheiten dcr Schule betreffen, können auf Verlangen der weltlichen Obrigkeit ausgeliefert werden, mit Ansnahmc, jedoch jener Acten, welche die religiösen und kirchlichen Angc-lcgcnhcilcn der Schulen bclrcffen. 5. Dic Leitnng und Beaufsichtigung jcncr Personen, welche im Dienste dcr Kirche oder auf dcm Musik chore beschäftigt sind (dcr Ehorrcgcntcn, Organisten, Sänger :c.), kommt dem Lcitcr der Kirche zu, welcher sich alle mögliche Mühe zu gcbcn hat, daß bci dicscn im Dienste dcr Kirche stehenden Personen nichts vor-komme, was dcm Kircheudicnste znr Unchrc und dcm gläubigen Volke zum Aergerniß gereichen könnte. Im Ucbrigen sollen dic Pfarrer und Enratcn die Schulrcctoren und ^'chrcr, von denen wir hoffen, daß sic ihrer religiösen Pflichten stets eingedenk scin werden, freundlich nnd wohlwollend behandeln und allen ihren Einfluß als Seclcnhirtcn aufwenden, nm die gutcn Rcc-torcn und Lehrer zn unterstützen, die schwachen und wankenden aufzumuntern i sobald jedoch irgend eine dcr Vorschriften dcr katholischen Religion adcr dcr christlichen Sittcnlchre uicht beobachtet würde, so habcn sie dies soalcich (wMn sie selbst einem solchen Ausschrcitcn nicht slcnern könnten) dcm Herrn ^und - Dechanten als crz-bischöflichcm Schnl-Inspeelor, oder wenn dies nicht gc-uügt, unscrnl crzbischöflichcn Eonsislorium anzuzeigen. Weitere Auordunngcu iu dicscr Angelegenheit wer dcn, wenn cs nothwcildig scin sollte, unserem gclicblcn Clcrus seinerzeit zntommcn. Olmütz. 20. März 18iw. (N. Z.) Wlihlcorrupliollödlinütc in Paris. In dc: Sitznnci dce> gesetzgebenden Körpers vom 31. Viärz ergriff Herr Ierrn Htold-Bcliicird an die Rcglernng gcrich» lcteu Frage wegen Aufrechterhaltung der mit Bclaic» bestehenden Tarife, das Woit znr Begründung seiner Inlcrpelüuion bezüglich stronger Anlveudung dcs Art. 38 des Wahlgesetzes iu allen Fällen, wo Bcstechnng der Wähler nachgewiesen werden k^nn. A»s dcr 3tede, des Interpellanten, die durch schließlichc Znrückzichnng dcr I,'lclpclla>ion außerordentlich an Vedcutung verlu->c:, he»t, begnügen wir unö frlgcudc Stelle helvorznhe-lii'N, die zu cin >n Zns^iuinenstoß mit Herrn Oll,vier ^lnlaß gab: „Was scheu wir oci HeranNlihcn dcr Wahlperiode? Ein sonderbares Schau'p,el. Aügesichts ^cr auö dein nll^cmcincn Stimmrecht hcrvorac^anqcnen Ncgicrnng installitt sich eine künstlich gemachlc Regic^ >ung, die jcncr gerade vorwirft, was sie selbst tlml. M,m sieht eine" Ccntralani'schnß und correspondircude .'lüsschnssc sich bilden, Mmüfeste wcldcn iu die Welt geschleudert, l'sficicllc Eandidaturcn der Opposition werden anfgestelll, nnd hinter dcn Frcihcitc», welche die Gesetze gewahren, schancn die crklärlcn Feinde dcr Regierung hervor. Kann diese untcr solchen Umständen sich isoliren nnd d.is Feld für alle Angriffe frei leissc ? Es gcnügt, die politischen Piogra,Ulne ihrer Gegner zu lesen, um auf diese Frage z» anlwoitcu. Ich habe iu dicscm Angci'blick eines d>r wenigst hcfligcn vor mir, nnd ich werde es vorlesen: „Wenn »hr cnch der liberalen Acwcgling von ganz Frankicich auschlicßeu wollt, wenn ihr ciu weniger drückendes Mitilärgesetz, gute Fi' nanzeu, die V.rmindclnng der Steuern, da^> Anfrören der fernen Expeditionen, wenn ihr die Freiheit nnd l>cn Fricdcn und einen wahrhaft unM)ä,!gia,cl! Veitreler wollt, so wühlt nicht die Erealnr eines Piäfecten, t>,i< »cn Dcpnlirlcn, dcu ein einliest^ndeucs odn' nicht cin-^estlindeneö Band dcr Stlwt^gewalt diensO'ar inucht. Wähler! das liberale Franlicich l>al seine Augen auf cnch gerichtet. Ihr könnt ihm eine große Freude oder eine große Entlänschung bereiten. An euch ist cs zu wählen, an luä) ist cs zn sehen, ob cö cnch genehm sein tann, die Zahl dercr zn vermehren, die man wie eine Hcclde nach dcr Wahlurne fnhrt, oder ob ihr vor-zichl, al^ ficic Vtänucr nnd als Staatsbürger zu stiui-mci>." Emile Olliuicr: Von wein ist dieses Rundschreiben? David: Ich will niemand ncunen, Olli-oicr: In meinen Re^cn habe ich alle diese Ideen entwickelt. (Aewe,n!ng.) TXmid: Ich hal'c gesagt, daß dieses politische Glalllicnsliekenntniß cineS dcr wcniglt heftigen i>t. Dieo luundcit ulich nicht mehr, jetzt, dn ich dessen Verflisser teiil,.'. Und dennoch, stellen Sie dicscS P,ogra>nin den dcr Rcgiermia znn, Bormnrf gemachte» Handlnngcn, sowie den gesetzlichen Beslimmuügcn gc» gcnübcr, so werden Sic finden, d^ß es alle die Bei'" achcu in sich schlißt, w.lchc jene vorgesehen habcn. Ollm'cr: Ocmciscn Sie cs. Nach Schluß dcr Rede dcs Baron David äußert dcr zeitwciUqc Präsident, Herr Alfred Le Ronx: Da niemand mehr dab Wort verlangt .... (Unterbrechungen.) Der Ma>a.uiS de Pirt': Es gibt vielleicht in der Kammer Mitglieder, Keine Aussichten. (Aus dem Englische».) 1- Meine erste diplomatische Mission. (Fortschuug.) fc; Der Attach«' war ein jnngcr, blonder Mann von ,i^l Gcsichtsbildung, blancn Angen nnd etwas wcib-oc/n Aussehen. Er verbengtc sich leicht und sagte, m- ^ auf mich zukam: ^ A... ^'>-' sil'd ftcrr Goßlett, nicht war? Ohne meine ei 35 nbzuwartcn. setzte cr sich nieder nnd cntfaltctc cv s Papierrolle auf meinen, Tische: Hicr sind Ihre " 'Ulictioncu, fnhr cr fort. Sie können dcnsclbcn fol-cy ' !"^"n cs seiu kann. oder darüber hinausgehe», wenn eioen" '""b' was so viel sagen will, daß Sie nach " em Gutdünken nnd untcr Ihrcr eigenen Vcrant-wied ?^! ^"^l" werden. Sir IamcS will Sie nicht Tlm,'.?"'.' " «ibt vor, daß Sie ihn beleidigt habcn. bel ' " ' ''! "^' daß cr das uämlichc vou aller Welt versa,' .'s'^'" ^och beleidigt ihn, wenn die Snppc dia! ?./'.' ""^ lch habe ihn vergangene Woche bclci-cs ">it zu blasser Tinte schrieb. Icdocl, wäre binnen !' ^^""' lMcscn, wenn Sie seine Gnnst zn dcrslcl^,, F" ^ ^"ltcn. Er schreibt nach England . . . So ,, ' "üch? . . . cr schreibt nach England, "en Tones ^"' °"^" ")" ^s auch, sagte ich trockc- Ja gewiß, abcr cs hat nicht dic nämliche Beden-tniig. Wenn cr nach England schreibt, so bleibt eine schlechte Note. Zwei Kreuze auf Ihre Rechunng, und man schickt ^?ie nach Griechenland; drei sind dcr Ruin. Drei Kreuze bedeuten die vereinigten Staaten von Nordamerika. Ich kann Sie versichern, mcin .^crr, daß dic gntc Mcinnng Ihres Chefs mir volttomimn glcichgiltig'ist. Wcnn ich iigcnd cinc fürchterliche Gotteslästerung ansgcsproch.n hätte, cr hättc mich nicht mit große:ni schreck ansehcn lönucn als cr that. Gnt, sagte cr endlich, hier sind Ihre Instructioncn. Bolton wird Ihre Vankbillcts nehmen und Ihnen Gold dafür bringen, denn Sie müssen Gold habcn; dicsc Äauditcn nehmen nur Gold an. Und nnn glaube ich, daß lch Ihucu nichts mchr zu sagen habe. Kcuncn Sie Hcrrn Saint-Iohn? fragte ich. Ich glaube wohl, daß ich ihn kenne. Roadncy, Samt-John und ich, wir wohnten zusammen. Welche Art von Iudividuum ist cr? Haltcu Sie ihu auch für so schlimm, als scin Ehcf ihi/schildcrtc? Er ist cin bischen Tollkopf, wcnn Sic das darunter verstehen; aber wir sind das ja alle mchr oder weniger. Wirtlich? sagte ich, ihn mit cincm Blicke messend, wie nm mir einen Begriff von seinem Eollcgcn zn machen. Aber er ist uicht schlimmer als Slormont odcr MoscN). odcr ich sclbst, fnhr cr fort; nnr macht cr mchr Lärm als wir. Er muß immcr undcutbarc Dinge thun. Sic verstehen, was ich meine? Er will origi- ginell scin und das ist schlechter Ton, sehr schlechter Ton. Ans dicse Art ist cr in das Wespennest hincin-geralhen. Er hat gcwcttet, daß er nach Roeco d'Auco gehen und cinc Woche mit Stoppa, dem verdammtesten Schurken Ealabricus, dort ^nuringen werde, cr hat sich aber wohl gehütet zu sagen, wann cr zurückkommen werde; cr ist anch noch dort. Sloppa hat cincn seiner Vcr-trautcu mit einem Bricfc an dic Gesandtschaft geschickt, in welchem cr 25) (XX) Francs für scinc Frcilassnng verlangt mit dcm Beisatze, daß, im Falle das Löscgcld aus-blcibt, er im ^aufe dcs Monats Nase und Ohren seines Gefangenen schicken wcrdc. Dcr dreifache Bandit, der! Ich hoffe, daß ich zu rechter Zcit eintreffen werde, um ihn zn retten, denn nach allem, was ich höre, fange ich an zn glauben, daß cr cin gnter Iunqc ist. Ja, ich denke anch so, sagte cr mit cincm gewissen Unbehagen. Doch wollte ich ' nm nichts in dcr Welt an Ihrcr Stcllc scin, das versichere ich Sic. Das ist wohl möglich, sagte ich ruhig. Denn, fuhr cr fort, wenn Stoppa ficht, daß Sie ein Mann von geringer Bedeutung und eines LöscgcldeS nicht werth sind^ so wird cr Sie ohne viel Complimente niederschießen lassen. Dn'sc Idee belustigte ihn so sehr, daß cr ans vollem Halse lachend das Zimmer vcrlicß und ich dic Aus-brüchc scincr Heiterkeit noch von dcr Treppe, und sogar oon der Straße hcrauf hörcn könnte. Ehe ich mich zur Ruhc begab, studirtc ich die Karte von Ealabrien U"d ersah daraus, daß, wcnn ich bis Atri die Diligence nehme, ich gcgcn vier Uhr Valdc-none erreichen könne, von welchem Orte ich dann einen 558 die wie ich die Allsicht der Regierung kcnnen »lochten. Der Slaatöininistcr Rouher: Die Regierung hat nicht die Absicht, jetzt in ein? Discussion der Principien einzugehen, die bei den nächste, Wahlen maßgebend sein werden. Sie ist der Ansicht, daß, wenn txe uon dem ehrcnwcrthcn Herrn David gemachten Aemerkuogcn in ihrer Allgemeinheit Bcdcntung und Nntzcn haben können, in den Facten dnrchans nichts vorliegt, was eine energischere Intervention der Regierung motiuiren konnte, nichts, was ans eine Lücke hindcntcte, die in dcr Gesetzgebung ansznfüllcn wäre. Ich leugne 'licht, daß ein-zclnc Vcrsnch'', einzelne Facta von Wahlcorruption ha> bcn vorkommen können. Aber ich sag' cö zn Ehren des Landes: diese Fälle sind durchaus vereinzelt. (Ja, ja!) Wähicnd in einem benachbaiten Lande, wo die Hierarchie, die erbliche Oberherrlichkcit nnd eine Art von Vasallenthnm nlächtig organisirt sind, die Wahl dcstechung in großartigem Maßslab ausgeübt wird, machen in Frankreich unsere Principien der Gleichheit, der Demokratie und l'cs allgemeinen Slimmrcchts die Cor-rnption der Massm durch indiuiduclle Versuche unmög' lich. Das Znnchmcil der Wahlcorrnption ist aljo l,»ci uns nicht zn fürchten. Wcnn cinzclnc Fälle daoon bc lannt wnrdtn, so würdcu sie sowohl in di'scm Saale als im Lande selbst ans das energischste zurückgewiesen weiden. Die Ncgicrnng fordert Sie deshalb ans, nder die Inter-pellalion zur Tagesordnung überzugehen. (Sehr g< sehr gut!) Baron Dauid: Das Uebel, welches wir der Aufmerksamkeit der Regierung empfohlen haben, schien uns drohend. Der Hr. StaatSminister versichert uns, daß dasselbe nicht zn Tage getreten ist, und nicht zu Tage treten wird, nnd daß die Regierung unter allen Umständen hinlänglich ausgerüstet ist, um ihm entgegenzutreten. Ich will mit dem Optimismus der Regierung nicht rechten, und da es weder in meinem Charakter noch in dem der andern Unterzeichner der Interpellation liegt, mit der Regierung über eine Frage verschiedener Ansicht zn sein, welche sie ebenso sehr intcressirt als nns, so ziehen wir unsere Interpellation zurück. (Bcistimmnng. Lärm auf den Bänken der Opposition.) Im Gegensatz zum Baron David, der die officicllcn Candidatureu energisch vertheidigt, ist die Interpellation des Herrn Picard hauptsächlich gegen die Fälschung der Wahlen dnrch jene gerichtet. Wir greifen nicht isolirte Thatsachen an, rnft er aus, sondcru das gauze System der officicllcn Candidature»,. (Sehr gut, schr gut! links.) Diese Praxis fälscht die Wahlfrcihcit nnd mit ihr das ganze Rcpräscntativrcgnne. Die officiöscn Journale enthüllen das System mit größten, Cynismus; sie sagen: es gibt ein Gcsctz, eö gibt Beamte nnd Richter, es gibt ein Budget, alles dies steht den ojficicllcn Caudidatnren zur Verfügung! ^Rcclamationcu.) Wolleu Sie hicfür die Belege? Sie werden von allen Beamten, Präfcctcn nnd Maircs geliefert. Ja, selbst uon den Maires, denn von unseren Muuiciftalficihcitcn ist unS nichts weiter übriggeblieben als Beamte. Der Redner cilirt hier einige Beispiele. Hierauf fährt er fort: Den officiöscn Journalen zufolge 'sind die Art. 38, 3!) nnd 40 des Decrets von 185)2 nur gegen die Feinde der Ncgiernug gemacht. Sie ftroclamircu die monströse Unterscheidung zwischen den Freunden, denen mau alles schnldct, nnd den Feinden, gegen welche der Regierung alles zu thun erlaubt ist (Unterbrechungen). Die Gleichheit, rief so eben der 5)crr Slaatsminisler ans, ist es, die unS rettet; ich antworte, daß die Gleichheit, wie man sie officicll versteht, nnS zn Grunde richtet. Man pratticirt sic in der That auf so sonderbare Art! Weiter sagt Herr Picard: Ich habe die Liste der Gclducrthcilungcu zu Rath gczogcu, die in einem einzigen Departement gemacht worden sind. In Uzcrchcs hat man folgende Summcu gespendet: 10.000 Fr. für einen Glockcnthurm; 5000 Fr. an e!n Hospiz; 300 Fr. an ein Musikcorps; 400 Fr. an eine wohlthätige Gesellschaft; 1000 Fr. an das Ackerbancomitt''. Die Stadt Äriues erhielt eine Unterstützung von 12.000 Fr., die Kirche von Briucs 00.000 Fr. u. f. w. Ich habe hier ein Document von hoher Beden-tuug, es ist die einfache Protestation, welche im Jahre 1863 Herr u. Iouvenccl abgegeben hat, der, wie Sie wissen, die Ehre hatte, den Bericht über den Gesetzentwurf bezüglich der Dotation für den Grafen Palikao abzufassen -^ ein Gesctzculwurf, der durch den Widerstand der Kammer berühmt geworden ist. Cr war Mitglied der Majorität, früher officicllcr Caudidat; allciu sein officicllcr Tod war an dcm Tagc beschlossen worden, wo er eingewilligt hatte, der Berichterstatter jcncr Gesetzvorlage^ zu sein. Hr. u. Iouvcnccl erzählt die Thatsachen mit Hiuznfügung der authcutischcu Acteuslncke. Was erfährt man? Der Minister, der den officicllcn Caudidatcu beschützt, untersucht alles, mischt sich in alles, verspricht alles. Eines Tages läßt cr die Maircs zn-sammcnbcrnfcn, ein andcrcSmal versammelt cr alle Beamten dcs betreffenden Departements, cr verspricht Eisenbahnen, Grückcu, Straßenbcrichtignngcn, die Ausgaben sollten sich auf 100 Mill, belaufen, ohne noch die Sub-vcntioncn zu rechnen. Endlich ging die Sorgfalt dcs Ministers so weit, die Crcirung cincs vierten Arrondis-scmcnt zuzusichern. Sie sehen, meine Herrc», schließt Hr. Picard seine Rede, es handelt sich hier nicht um Dinge, welche mit dcm, was uutcr früheren Regierungen vorging, noch Analogien hätten, fondcrn um das Priu-cip der Kammer selbst, welches durch ciuc solche Praxis iu Frage gestellt wird. An der darauffolgenden Discussion betheiligen sich namentlich die Herren Gramer dc Cassagnac und Mathicn gegen Picard. Dic Fortsetzung der Discussion erfolgt iu der nächsten Sitzuug. Oesterreich. Wien, 5). April. Die „Wiener Zeitung" ist zur Erklärung ermächtigt, daß die Frage über die Erncnuung eines definitiven Ministerpräsidenten seit Monaten nicht dcn Gegenstand von Vcrhandlnngcn im Ministcrrathc gebildet habe, sowie daß die Gerüchte vou einer Differenz zwischen dcm Ministerium crfnudcn seien. — 5. April. (Dr. Smolka und Graf Vcust.) Gegenüber der in mehreren Blättern vorkommenden Notiz uon einer jüngst stattgehabten Entrcvnc und mchrstüu» digcn Conscrcnz zwischen Dr. Smolka und Grafen Bcust wird von compctcntester Seite versichert, daß dcr Reichskanzler seit mehr deun anderthalb Jahren Dr. Smolka weder perjönlich gcschcu habe, noch auch mit ihm in irgend welcher anderweitigen Vcrbiudnng gestanden sci. Wien, 3. April. (Abhaltung von Pri Vati stcn ^ Prüfn ngcn.) Uclicr dic Aufrage ciucr politischen Landcsbchördc, wie es mit dcr Berechtigung zur Abhaltung von Privatistcn-Prüfnugcn zu halten fei, hat das Ministerium für Cultus nnd Unterricht erklärt: „Mittelschulen, dcucu das Ocffcntlichkcitsrccht znerkanut worden ist, habcu ohne Unterschied, ob sie Staatsan^ stalten sind oder vou Privaten erhalten nud geleitet wcr-deu, das Recht, Priuatschülcr zu prüfen und ihnen slants-giltige Zeugnisse auszustellen. Ocsfentlichc Hauptschulcn und mit denselben verbundene Unter-Realschulen hingegen besitzen als solche nicht das Recht zur Vornahme von Privatprüfuugcu, sondert« bedürfen dazn, mit Ausnahme dcr Normal-Hauptschulcn, einer speciellen Be- willigung seitens dcr politischen LaudeSbchörde. Die diesbezügliche Ministerial-Verordnung vom 24. Mai 1850 hindert nicht, daß diese Bewilligung auch öffentlichen, sogenannten Pfarr-Hauptschulen und selbst von Privaten gegründeten Haupt- uud unselbständigen Unter-Realschulen , wenn sie das Oeffcntlichleitsrccht besitzen, ertheilt werde; doch soll diese Äcfugniß nur Anstalten zugcstauden werden, welche nach ihrer Einrichtung und ihren Leistungen vollkommen vertrauenswürdig sind. Sollte bei ciucr oder dcr audcren Schule, welcher diese Bcfugniß ertheilt worden ist, cin ungesetzlicher Vorgang in dcr Abhaltung dcr Prüfung oder Ansstcllung von Schulzcngnissen wahrgenommen werden, oder sich der Zustand der Schule derart verschlechtern, daß derselben ein weiteres Vertrauen nicht geschenkt werden kann, so ist einer solchen Schule die Berechtigung zur Abhaltung von Priuatprüfimgcn allsogleich uud ohne Rücksichtnahme auf die Privat-Interessen dcr Lehrer, beziehungsweise dcr Schul-Inhabcr wieder zu entziehen. Nach diesen Normen, zu deren Aenderung das Ministerium im Angenblicke, wo eingreifende Reformen im Volksschulwcscn bevorstehen, sich nicht veranlaßt finden kann, ist iu vorkommenden Fällen vorzugehen." — (Zum Empfange dcs FML. Moering) wird der „Tr. Ztg." ans Florenz vom 5. April ge» schrieben: Da Sie bcrcitS anf telegraphischem Wege über die hervorragendsten Momente des dcm österreichischen Abgesandten FML. Mocriug hier zu Theil gewordenen Empfanges unterrichtet wurden, hielt ich eö für überflüssig, mich in dctaillirte Beschreibungen einzulassen und begnüge mich damit, zu constatiren, daß wohl selten ciu fremder Abgesandter mit so zahlreichen und allgemeinen Sympathie- und Freundschaftsbeweisen überschüttet wurde wie dcr erwähnte österreichische Staats-maun. Dcr König, dessen Herzensgute nnd Liebenswürdigkeit übrigens sprichwörtlich ist, zeichnet dcu FM^. in so gnädigster Weise aus, daß dieser ganz gerührt uud entzückt ist und seiner Verehrung und Dankbarkeit für den König Victor Emauucl bei jeder Gelegenheit Ausdruck verleiht. Aber auch die hervorragendsten Staatsmänner und Militärs kamen dem österreichischen General mit größter Freundlichkeit entgegen und wetteiferten förmlich darin, ihm dcn Aufenthalt in Florenz so angenehm als möglich zu machen. Besonders dcr Ministerpräsident Graf Mcnabrea und dcr Kriegsminister Bcrtolö'Vialc benahmen sich Herrn FM?. Mocrina gegenüber mit solcher Liebenswürdigkeit, daß dieser wiederholt Anlaß fand, ihncn scinc Erkenntlichkeit auözu-sprcchcn. Herr FML. Moering empfing während seiner Anwesenheit anch die Gesuche dcr hervorragendsten politischen Persönlichkeiten Ilalicus, wie z. B. dcs ehemaligen Ministerpräsidenten Bar. Nirasoli, des ehemaligen Ministers Pcruzzi und mehrerer Senatoren und Dcputirtcn. — Folgender Admi rals-Vc f ehl wurde unterm 31. März ausgegeben: «Die am Bord des Artillerie-Schulschiffes in kurzer Zeit erzielten höchst befriedigenden Resultate, welche nebst dcm aufopfcrudcn Eifer nnd dcr nncrmüdlichen Ausdauer dcr ciugcfchifften Stabs- und Obcrofficiere, dcr nach einem wohldurchdachten Systeme ertheilten Ablichtung zn danken sind, veranlassen mich, dcn Linienschiffs-Capitän Freihcrrn uon Stcrncck unter Velassuug in seiner gegenwärtigen Dicn-stcs-Vcrwcndung znm Inspector dcr Schulschiffe „Minerva", „Saida" und „Venus" zu ernennen. Wenn ich auch dcn gegenwärtigen Commandanten dcr genannten drei Schulschiffe, namentlich dem Linienschiffs-Lieutenant Primavcsi, sowie den bis nun mit dcr Uebcrwachung Führer nach Rocco d' Nnco nehmen würde. Das war ein Weg von sechzehn Mcilcn in dic Berge hinein, für mich eiuc Bagatelle, da ich cin guter Fußgänger bin. Wenn es dcm juugcn Attach^ auch nicht gelungen war, mir vollständig Furcht ciuzujaM, fo muß ich doch zugeben, daß mein Unternehmen mir nun viel tollkühner erschien, als dies in London dcr Fall gewesen war. Nicht nur war ich dcr Gefahr viel näher gerückt, es schien sich auch alles verschworen zu habcu, dieselbe recht greifbar zu machen. Selbst die Karte flößte mir Furcht ein, mit ihrer dicken schwarzen Linie um die Worte: wenig bekanntes Territorinm, nnd ich schlief nnr cin, um von allen möglichen Nänberunfällcn zn träumen die ich je im Bilde oder anf dcm Theater gesehen hatte. Wie dcr liebenswürdige Attach^ es ganz unverblümt gesagt hatte, ich war ein Mann von geringer Stellnng, und aus diesem Grunde würde niemand sich um mich' iutcrcsfircn. Wer würde je daran dcnkcn, Paul Goßlct losznlaufcu? Auf alle Fälle touutc ich mich mit dem Gcdaukcn trösten, daß, weun dic Wclt sich wcnig um meinc Existenz kümmere, sie sich noch weuigcr um meinen Verlust betrübcn werde; mit diesem wenig erfreulichen Trost, stieg ich auf die Bank der Diligence. Nachdem wir ciuc laugc Vorstadt passirt hatten, deren zerstreute Häuser sich nnr durch ibr clcndcs Aussehen nnd ihren Schmutz bemerkbar machten, erreichten wir das Ufer dcs Golss nud fuhren nun ciuigc Mcilcn längs desselben hin. Ich hatte nicmals einc Vorstcllnng von einer so prachtvollen Aussicht gehabt, als jetzt vor meinem geblendeten Auge aufstieg: dies weite blaue, vou der aufgehenden Sonne beleuchtete Wasscrbcckcu, dessen spiegelglatte Oberfläche die weißen lateinischen Segel widerstrahlte, die geräuschlos längs des Ufers hinglitten. Die Morgcnfrischc war von cincr so ruhigen Schönheit, die ^uft so erfüllt von den köstlichen Wohlgerüchcn dcr Blnmcn nnd Orangcublülhcn, daß dcr Wunsch in mir aufstieg, dieser schöne Traum möchte uie ciu Ende uchmcn. Immcr am Ufcr diefcs herrlichen Meeres im Schatten dcr Citronen- und Orangcubäumc zu leben! Ich hätte nichts mehr verlangt. Dcr Conductcur, mein einziger Reisegefährte war ein Soldat dcs crslcu Kaiserreichs, uud hatte in Spanien und an dcr Äeresina gckämpft; es war ein rauher, alter Haudegen, den mcinc besten Cigarren und meine Branntwcinflaschc nicht bewegen konnten, nnr cin gutes Wort uon dcn Engländern zu sagen. Er habe sie immer verabscheut und verabscheue sie noch heute. Eö sei möglich — cr wolle es gern glauben, — daß es unter ihucu cin oder zwei Indiuioucn gcbc, die nicht ganz Huudc seien, aber cr sci ihncn nicht begegnet uud habe auch uicmaud gekannt, dcr sie gcschcu hättc. Dicsc grämliche Lanne mißfiel mir nicht, und ich war wcdcr erstaunt, noch fühlte ich mich eingeschüchtert durch sciuc Rauheit. Ich fragte ihn, ob cr von dcm Engländer, meinem unglücklichen Landsmann, dcr uon den Briganten gefangen genommen worden war, fprechcn gehört habe. Er antwortete, daß cr erzählen gehört habe. Stoppn beabsichtige ihn lebendig zu braten .... dcun Stoppa liebe die Engländer nicht, und obschon cr zugeben müsse, daß diese Nationalantipathic sich in etwas zu glühender Weise kundgebe, so fügte mciu alter Murr-knpf hinzu, könne cr ihm allcs in allem genommen, doch nicht ganz Unrecht gcbcn. Aber Stoppa ist ein Mann von Wort sagte ich, als Thatsache hinstellend was für mich nur eine Frage war. Wenn cr das Anerbieten gemacht hat, seinen Gc-fangcncn gcgcn Löscgcld freizugcbcu, so wird cr sci» Vcrsprcchcu halten, Ja, wcnn man ihm Gold in Ducatcn gibt, denn etwas anderes nimmt er nicht. Er wird seinen Gefangenen ohne Zweifel freilassen, aber wenn in dcr Summe sich nur einc zu leichte Münze fände, so wollte ich nicht deren Ucbcrbringcr gewesen sein. Aber cr wird doch gewiß dcn Boten rcspcctircn der ihm das Geld briugcu wird. Ebcu so gewiß, als ich diese alte Stute respcctire dic nicht laufen will, sagte cr, indcm cr dcm Kutscher dic Pcitschc aus dcr Hand nahm nnd damit die Weichen dcs trägen Thieres bearbeitete. Hören Sie, sagte cr als wir uns in Corallo trennten, Sie sind nicht so übel ^ für einen Engländer wenigstens nicht — und cs wäre mir leid, wenn Ihnen cin Unglück begegnete. Glauben Sic mir und gehen Sie nicht weiter in die Gebirge hinein, als bis Sanct Andrea, und selbst dort lM" Sie sich zu lange zn bleiben. Stellen Sie sich nicht Stoppn in dcn Weg. dcun, wcnn Sie Geld haben, wird cr Ihncn dic Kchlc abschnridcn, um Ihncn dasselbe z" nehmen, und habcu Sic teiucs, so wird cr Ihnen den Schädel zerschmettern um sich zu rächen, daß cr nict>«s gefunden hat. Ich werde am Samstag auf meiner Nü"-reise nach Neapel hier vorüberkommcu, und wcnn S>e dem Rath cincs FrcnndeS folgen wollen, so werden S>e mit mir kommen. (Fortsetzung folgt.) 559 derselben betrauten höheren Organen die Anerkennung für den bethätigten guten Willcu nicht versagen kanu, so zweifle ich doch nicht, daß ein näherer und unnnterbro-chencr Contact dieser Schulschiffe mit dein Artillerie-Schulschiffe Fregatte „Adria" von segensreichen Folgen für die Ausbildung tüchtiger Bemannungs-Clcmcnte sein wird, und hege ich die zuversichtlichste Erwartung, daß es dem nunmehrigen Inspector in Bälde gelingen wird, anf jedem einzelnen der von nun au unter seine unmittelbaren Oberleitung tretenden Fahrzeuge jcueö der spccicllcu Bcstimmuug derselben entsprechende systematische vorgehen anznbahucn, welches in seiner beharrlichen An-wcuduug auf die artilleristische Schulnug der Bemannung der Fregatte „Adria" in so glänzender Weise die Probe bestanden hat. Ich gebe mich fcrucrs der Hoff' nung hin, daß der Vcitcr des artilleristischen Nutcrrrich-tes, Fregatten Kapitän u. Nlonfroni, so wie sämmtliche auf der Fregatte „Adria" eingeschiffte Officicrc ihren Commandanten bei dcr ^ösnng der ihm zugewiesenen ncncn und hochwichtigen Aufgabe, sowie bei Ausarbeitung dcr erforderlichen Instrnclioncn und Ncgclcmcnts :c. auf das Kräftigste unterstützen werden, wie ich gleichfalls von den Commandanten uud Officicrcn dcr anderen drei Schulschiffe selbst die Bclhäiigung des ernsten Strcbcns nwartp, innerhalb möglichst kurzer Frist iu der inneren Drganisilung die Ficqattc „Adria" zn errcichen nnd, Ul,f dieser Swfe angelangt, mit t^cm Vorbilde gleichen Echvitt zn halt,n. Mit Freude ergreife ich diesen An-laß, lim dcm ^inienschiffsCapiläu Ficihcrrn v. Stcrn-ect, dem Fregatte» Capitän v. Monfloni nnd sämmtlichen an Void dcr Fregatte „Adria" cingcschifftcn Officicrcn fiir ihre bisherigen Leistungen die wohlvcr-diente vollste Zufriedenheit hier öffentlich zn wicderho» lcn und drucke den ciwähnleu Officicrcu nochmals mci' Neu wärmsten Danl dafür aus, daß sie — eine unbe-lcchligtc Scheu übelwindcnd -- meinem Wui,schc, die pluktischc Bcdicuni'g der Geschütze ganz w>c die Äiann-fchaft einzuüben, mit Aercitioilligkcit entsprochen h^bcn. Dicscm einen ccht seemännischen Geist bekundenden Vor-Nchcn dcr Off>cicre dc> Ficgaltc „Adiia" ward in lmldvollcn Worts» die Alleihöchslc Anerkennung zu Thcil und rust in mir die Erinnerung an die Allerhöchste Bcsichtic,u»g dcr Schulschiffe, gleichwie die Hoff "uug wach, daß das an Bord dcr „Aüuia" gcgcbenc Nute Acispill bei allen Chargen des Seeofficiers-Coips zahlreiche Nachahmung findeü wird. Ich persönlich be-dauere es jeeeofalls lebhaft, daß mei»e Dicostesodlic. llcnhcitcn ,nir »och nicht di. Zcit licßen, cincn im Soui-U'cr 186? ili Portsuwnlli a» Bord d.s englischen ^»tillcne-Schulsclnsses „Cjccllcnz" (auf welchem ich Capita»,.' »nid Commandeure in bequemem Ätalroscn Custüme schwcie Gcschiitzc in, Schweiße ihicö A»gc-sichte bedienen sah) gcfaßlcn Entschlliß zul Aui'fnlilnna zn bringeu, und mich im Mcmoulirc» mit 5t>npp- u»d Armjtiong. Kanonen gründlich abrichten zn lassc». Die drei Schulschiffe „Ai,»clva," „Saida" nnd „Peunv" dlcibcu in militär-administralivcr Bezichnl'g wic bisher bcul k. l. Hafcn'Armiralcne zu Pc>la dircclc unlcrge-ordnct. Tcgctlhoff '», ,». Vice-Admiral." Prag, 4. April. (Dcr U n i v crs i t ät ö sc n a t) Melt gestern eine bewegte Sitzung stark nltramontaucn ^haraklcrs, in welcher Rector Schulte, Gegenstand mancher Angriffe war. Derselbe erwiderte mit Scitcnhicben auf die Zcitnngsschrcibcr. Die Adresse sei cinc Höflich-lcitslundgcbung uud nicht einc politische Demonstration, "ltch habe er die Adresse nicht abgeschickt. Dcr Senat ^'cinbarlc hierauf trotz einzelner Gcgcnbcmcrknngcn "ach den ultramoutauen Rcdcn Löwc's und Bcpparts, ^v dic Adresse mit Abänderung einzelner Stellen abgc-Ichlckt werde. Angeblich soll die Abänderung dcr Adresse >'ch daranf erstrecken, daß sie als nicht von der Univer-^^ ausgchcnd erscheine. Schulte forderte schließlich die "^eimhaltnng des Beschlusses. Dieselbe wurde auch, '"delimuncrt um den öffentlichen Charakter dcr ganzen ^'Megcnhcit. von dcr Mehrheit beschlossen. Dic Adresse a/l übrigens nicht einmal von allcu Scnalsmitglicdcrn u^eri,^ c,. Iarvslau, 5. April. (Die Iudenc^cessc) haben ^.^ ^slevn hi^ wiederholt. Die Cinschrcitung des Militärs ^)weudig geworden. Uusland. ift ^"karrst. 3, April. (Die Wahlbcwcgnng) Pg/'l'.dic Ncgicrnng entschieden günstig. Rosctti, dcr do„ .^"Ncr ^mtiano's, mußte auf seiner Wahlrcife den n" Chorden geschützt werden. Iu Plojcsli wnr-Drdn, '^'^'" versucht, Dic N'alionalgardc hält die dcr ^ ^ ""fncht. Die übrigen Wahlcollcgicn werde» ^tcru»g ci»c beträchtliche Ä^ajorität verschaffen. U'"a d? f^' ^lpril. ^I.i dcr heutigen Siz-welch^.., ^- ° ^ tes) ^^^.^ ^„ Gcsctzentwnrf eingebracht, srslsckt ^lärkc des stchcndcu leeres mit ^».000 Äiann ledo die ^."^ snntc, daß in'der Kathedrale von To-""schwund '^"luwclcn im Werthe von 14 Millionen derdäania c>'"'^ ^^ Wächter feien des Dicbstahls drids lv^.. ^'! "nigcn Ortschaften dcr Umgcbnng Ma-^"ttsteu ^s^'^^"-' unbedeutende Manifestationen zu Naiv > " s'M'alisirt. ?'ü« vou ^'w. ^"^' Mtentat.) Auf den Vicc- "" verlöt ?' '""'^ l"'c bcrcits gcincldct, ein At- "l- Uutcr sciucm Fautcuil im Theater war einc Bombe placirt. Der Vicctonig, hievo» verständigt, hat daö Theater nicht besucht. Mehrere Verhaftungen wnrdcn vorgenommen. — Dcr Bicctönig empfing heute die Glückwünsche dcr Minister uud der Functionärc. Aus Japan kommt die Nachricht, daß dcr M'kado den amerikanischen Schiffslicutcnant Grinncll znm Vorsteher seines Marine-Bureaus uud dcu dcntsch-amcrita-uischeu Officicr Paul Frauk zum Ober-General seiner ^andtruppcu nlit dcm Gehalt von 12.000 Doll, ernannt nnd den Protest des englischen nnd des französischen Gesandten gegen diese Crimnulugen znrückgewicscn hat. Paul Fraut war früher Osficicr iu der sächsischen Armee. Beim Allsbruch des amerikanischen Bürgerkrieges hatte er cinc Reitschule iu Hoboten bei Ncw-Mk; cr half dann das 52, (ocntsche) new-yortcr Regiment orga-nisiren und kämpfte als dcfscn Oberst, so wie später als Diuisions-Chcf im 2. Corps wacker auf der virginischcn Halbinsel uud in anderen Fcldzügcn mit. Nach Aus' Musterung seines Regiments trat cr in den regulären Oicust dcr Vcrciuigtcn Staatcu. Spätcr crhiclt cr cincs der asiatischen Consulate, uud vou diesem aus scheint cr nach Japan uud in die Gunst des nunmehr jenes ganze Reich beherrschenden Mikado gekommen zu sciu. Mgesnemstkeitm. — Se. Majestät der Kaiser haben dem Grcgo> nus-Vercmc zur Unterstützung würdiger uud dürftiger Stu-direudcr an der Wieuer Hochschule hundert Gulden ö. W. aus der Allerhöchsten Privatcasse huldreichst zu speuden geruht. — (Geschenk des Köli igs V ictor Emanuel für das Maximilian-Den t,ua l.) Der „Osscrv. Triestinu" enthält die Viutheilung, daß Se. Majestät der Köuig von Italien dem in Trieft bestehenden Comite füv die Errichtung ciues Deutmals zllr Crinileruug a»l den verblichenen Kaiser Maximilian von Mexico ciueu Beitrag von 2000 fl. zugewendet hat. — (Aus Rom) wird unterm 25. März Folgendes berichtet: Mit erster Tageshelle regte sich's iu allen Stadt-lheilcu, iu dcu cutlegeustcu am frühesten uuo lauteste», deuu von den Tausenden dcr hcrget'ummcueu Fremden eilte, wer kouute, dcu Vatican zu erreichen, um sich für die Gründouucrstagfeier noch beizeiten eiucs Clehplätzchens zu vcrsicheru. Auch die Nömer, welche sonst die Schau der Osterwoche mit ihrer Feier iu Et. Peter den Iuglcsi zu überlasseu pflcgcli, hatte daö cmgcnchme Wetter iu Nleuge dorthin gezogen. Der Fcstgottesdienft begann, sobald dcr Papst iu dic Pcterotirche trat, um 10 Uhr uud währtc ohuc Uitterbrechuug bis uach Äcittag, wobei Sc. Heiligkeit allcn voil dc»l Äiilliale geforderleu Obliegenheitcu, der Sc- , g>.-nspcilde über das Bolk vom Valcoue' dcr vaticauischcu Basilica herab, Fußwaschcu und Epcisuug der die Apostcl vcrtrctcudcn Priester, persönlich genügte. Der Papst erfreut sich überhaupt gulcr Gesundheit; was oagegcu gesagt wird, ist uuwahr. — (Hin seltener Fall.) Dcm „Corr. ital." wird aus Vari gcschricbcu, dort sei aul 20. v. At. dcr in dcr Geschichte des italicuischcn Lottos unerhörte Fall vorgekommen, daß ein Onalcruo mit 830.170 L. znr Auszahlung kam. Der glückliche Gcwiuucr, cm gewisser Vtiner-vini erzähle, daß seine Schutzheiligen St. Nicolaus uud Ianuarius, au die cr sich ill seiuer Noth gewcudct, ihm dic ^culuuicrn eiugcgebeu. Heirat oder Enterbung. Wie in Oesterreich uud anderen Staaten, so galt auch ilt (iuglaud »och vor eiuigcr Zeit das Gesetz, daß ein jüdischer Vater, dessen Sohu zum Christenthum übergetreten war, ihu deshalb uicht euterben durfte. In dicfcr schöucu Zeit, auf welche die Ullramoutauen aller Väudcr mit wehluülhigcr Sehnsucht zurückblicken, begab sich in Cuglaud Folgendes: Boas dc Paba, ein englischer Asraelit, drohte seinem Sohn nut Cnlerbuug, weil cr eine Christin heiraten wollte. Der Sohn, der sterblich verliebt war, ging zu ciuem Ad-vocatcu ulid erfuhr vou demsclbcu zu seiner Gcuuglhmiuq, daß, wcun cr sich taufen lasse, er dcr Wohlthat des eng lischeu Gesetzes theilhaftig werde, welches dem gelauste» Juden dic Hälfte des väterlichen Vermögens zuspreche. Nun zögerte also der Sohn dc Paba's leiucu Augenblick nud drohte dcm Valcr, er wcrde, weuu dicser ihlu seine Cin-wllliguug versage, zur christlicheu Kirche übertreten. Boas de Paba war wie vernichtet. Er amg sofort zu ycnry Flclduig uud fragte deuscldcu, ob in dcr That cm solches Gesetz in England existire. Fielding bejahte das, und fugte hiuzu: ,Ich lönille Ihucn wohl ein Mittel all dlc yand geben, das die Pläne Ihres Sohnes zu nichte machcu wurde." — „Nun, nun, so sagen Sie es doch!" dräugte lcbhaft der Jude. — „Erst zahlen Sie mir 20 Gumecn dafür." — „Und Sie versichern n,ir, daß ich memen Sohn enterben wnn uud cr dann lein Anrecht cms einen Pcuuy vvn meinem Vermögen haben wird?" — „Sicherlich, ich kaun es beschwören, wenn Sie mein Mittel befolge»." — „Nun gut, hier sind die 20 Guineeu!" Henry Fielding steckte das Geld ein nnd sagte dann zu dem Iudeu: „Alterchen, das eiuzige Mittel, Ihren ^ohll eutcrbcn zu dürfen, besteht darin, daß Ihr Euch auch taufen laßt. Als Christ habt Ihr das Recht, ihn zu cutcrbcu." 8ic krailnschc Handels- und Ewlrlilkmmncr über den ijstttrcichisch-lilrkischcn Handels- und Schiffsllhrtsllellrag. Dic hohe t. l. Ncgicrnng hat am 22. Mai 1862 mit dcr Pforte einen Handelsvertrag ans die Dauer vou 28 Jahren abgcfchlossen und es wnrdc stipnlirt, daß nach Vcrlanf von 14 Jahren gegenseitig nach statt-gcflludcucu und gemachten Erfahrungen allfülligc Modi-ficationen beantragt werden dürfen. Es ift also nicht znlässig, daß ci>,c Herabsetzung des türkischen Zolltarifes von Seite der hohen k. k. Regicruug vor 1870 verlangt lverdcu könnte. Die Waaren, welche von Oesterreich in die Türkei eingeführt werden, werden wic bisher 8 pCt. Cingangszoll zahlen, nnd dcr Ausfuhrzoll von dem türkischen Reich, welchcr im erstcu Iahrc dcS Vertrages 8 pCt. des Werthes betrug, fällt jährlich um 1 pCt., uud zwar durch 7 Iahrc, und von da an verbleibt 1 pCt. Ausfuhrzoll bis zur ganzen Daucr dcs Vcr-tragcs. Jedoch aber heißt es iu dem Tractate, daß alle 7 Iahrc cinc Revision dcr Schätzungswert!)»: stattfinden kann, mit dcr Bcschräuknng jedoch, daß dic angcdcntctc Revision ein Jahr vorher verlangt wird, sonst bleibt dcr alte Schätznngswcrth noch durch weitere 7 Ialirc in voller Geltung. Wenn nnn also die hohe l. k. Ncgicrnng gegenwärtig noch nicht berechtiget ist, an den Pro-ccnlcn dcs Werthes cinc Herabsetzung zu verlangen, so ist hochdicsclbe allerdings in vollem Rechte, daS Verlangen nach niedrigeren Schätzungen zu stellen. Die ikammer lcgt dcm österreichisch-türkischen Hau-dclsvcrtragc für ihrcu it'ammerbc^ilt mit Bczng anf dic Nachbarkammcrbczillc Croatien und ebenso Dalmaticn, sowie auf uusere bcnachbartcu Seehäfen Trieft nnd Finnic die allergrößte Bcdcntnng im Hinblick auf unsern Handel mit der Veoantc :c. bei nud kann nur das Bc-daucru anssprechcu, daß für die Grcnzländcr Bosuicu und' Hcrzcgouiita die Begünstigung unseres Handels nicht mehr in demselben Verhältnisse steht, als vor der Additionalacte zum Pfortcnlractatc vom 22. Mai 1862. Dcnn früher, und zwar seit mehr als 20 Jahren, bestand zwischen dcr k. k. Iutcrnuuliatur nnd dcr Pforte für die bezeichneten Lander der Ein- und Ansfnhrzoll mit 3 pCt. dcs Werthes, während nach der angeführten Additionalactc seither der Einfuhrzoll in diese beiden türkischen ^ändcr n,it 6 pCt. uud dcr Ausfuhrzoll mit I pCt. slipnlirt wordcn ist. Da die Eingangszüllc nach den gedachten Grenzlandcrn, Vosnieil und Herzegovina, nm ^ pCt erhöhet wordcn sind nnd dcr Ausfuhrzoll im Jahre 1870 schou vom ganzen türkischen Rcichc auf 1 pCt. festgestellt sciu wird, so spricht die Kammer um-somchr ihr Befremden über die bczeichucte Additioualacte aus. als jetzt auch von dcm Schätznngswcrtlic nnr 10 Percent in Abschlag tumincn, während früher 20 pCt. voili Schätznngsmcrthc abgeschrieben wordcn sind. Die Kammer cutzicht sich jcder weiteren Acußernng über diesen österreichisch-türkischen Handelsvertrag nnd erachtet es für zweckmäßig, nur noch zwei Punkte dcr Würdigung zu empfehlen: 1. Daß bei der Revision dcs Schätzungswerthes cinc Erniedrigung dessclbcu uou Scitc dcr hohcu k. k. Regierung verlangt wcrde, und 2. daß die hohe k. k. Regierung für alle Handelsartikel, welche aus unserm österreichischen Staate uach Bosnien uud Herzegovina eingeführt werden, dcu 6perc. Einsuhrzoll zur Gcltuug briuge, mögen dann diese Waaren österreichische oder importirte Productc oder Fabricate sein. Dies wolle bei dcm jetzt zu revidircndcn Spccialtarifc für Bosnicn und Herzegovina cntichicdcu in Anspruch gcuommen werden, weil das zu vcrlangcu ein tractatmäßigcs Recht Oesterreichs ist uud die hohe Pforlc sich nicht berechtiget finden kann, diesen 6pcrc. Einfnhrzoll blos auf die Agricultur- uud Judustric« productc Oesterreichs zu beschränket,. Locales. — (Der krainisch-stei crmärkisch-tärut-ncrischen Handels-, Montan und Industriebank), wclchc bekanntlich von cincm Eonsortinm vou In-dlistriellcll Laibachs gcgrülldet wurde, ist von dcr Vereins-comnlissiou dcs Vlinisteriumö dcs Innern bereits dic Con-ccssiou ertheilt wordeu. Die Gesellschaft hat ihre» Sitz in Wien uud ist berechtigt, in Laibach, Klagcufurt und Graz Filialen zu errichte». Dcr deriualige Vcrwaltuugsnitl) besteht aus dcu Herren: Peter Kosler, Joses Krispcr, Dr. Mmiz Müller, Advocat iu Wlcn, Fidelis Terpinz uud Karl Pammcr. Wir würden uus freuen, weuu dieses Iustnut auf die Hebung der Industrie in Kram einen wohlthätigen Eiufluß nehmen würdc, »ud scheu dem Vcgimic scl»cr Thätigkeit mit Intcrcsse eutgege». — (Für die Gewi nnst v e rl vsu ng am 18. d. M. des ste irischen Ku n st v er ci ns) ist nntcr audcrenl auch cin Bild unseres vaterländischen Künstlers Herrn Karin gcr, „Hanlmcrwcrke in Kram" (Werth 200 st.), bestimmt. — (Concert.) Wir bedauern, daß wir diese so regelmäßig wiedert'ehrcndc Rndrit mit cincm dovpcltcu Be-daueru cröffucn niüsscil, daß nänllich einerseits daö gestrige Cunccrt dcs Frl. Pich on weit geringer besncht war, als wir im Interesse der geschätzten Künstlerin gewünscht hätten, und andererseits, daß auch der iuncre Erfolg den Erwar- 560 tuugen nicht ganz entsprach. Frl. P ichon schätzen wir hoch als' dramatische Sängerin, als ^iedersängcrin erreicht sie jedoch nicht jene .höhe, die wir in ihren operistischcn ^ci-stnngcn stetö dcwnndcrt haben. Dadei woollen wir durchaus nicht in Abrede stellen, daß Frl. Pich on in den gewählten nencn Piecen daij möglichste leistete und den ihr gespendeten Beifall dnrch ihr, cö mit der Knnst stcti< ernst meinendes Etreden verdiente. Dagegen machle Herr Ander dnrch den Borlrag des Kücken'scheu „b)ntc flacht" den tiefsten Eindruck. Alle Vorzüge des mit Recht so alldcliebten Sängers traten aufs glänzendste hervor lind rechlferliglen den stürmischen Applaus, welchen das Publicum seinem Liebling spendete. Das Quartett, ans „Oocron," der Damen Greg o r i c und P i ch o il und der Herren A nder und Va lenta wurde in gelungener Weise ezccntirt, machte aber keine durchgreifende Wirkung. Bon dcu In strumentalprodnctioncn gebührt die Palme jedenfalls der Hartl'schen Terenade für Harmonium, Violiue uud Cello, vorgclragcu vou dcu Herren Elze, Harps nnd Schau tl. Hier war die gespannte Aufmerksamkeit und das stürmische Hervorbrechen des Applauses ciu untrüglicher Werthmesser des Erfolges. Die Zusammcustclluug dec drei in den befähigtesten Händen befindlichen Instrumente bewährte sich als uugemeiu wirkungsvoll. Die beiden Violinisten Herren N. und A. Schaumburg bewährten sich in der Phantasie „^'amili^" von Louis als hoffnnngsvolle und begabte Kunstjiinger. Die Musitcapclle von Huyu unter Leituug ihres tüchtigen Kapellmeisters Herru Schautjl zeigte sich iu der Ouvertüre zu „Iessouda" uud dem Divertissement aus der „Afritaucriu" so tüchtig wie immer, schließlich bleibt uus uoch das Lustspiel „Inl Warlsalon 1. Classe" zu erwähueu, welches uns das Vergnügen verschaffte, Frl. Pantine Schaum burg in der Aiolle der „Elise" auf dcu Brettern zu sehen. Das Stück ist recht erheiternd. Man amusirte sich gut, uud wir bewunderten abermals die Sicherheit, mit der sich Frl. Schaum-lmrg auf den Brettern bewegt. Ihr Spiel war der Nolle ganz angemessen nud erhielt lebhaften Beifall von Seile des sehr animirten Publicums. — (Antiker Fuud.) Gestern Nachmittag wnrde beim Tautscher'schen Hausbau au der Klagenfnrter Straße der vierte Steiusarg aufgedeckt, desseu Erösfnuug jedoch noch nicht stattgefunden hat. Ferner fand mau das Bruchstück (oberer Theil) eines römischeu Grabsteiucs, mit den gewohnlichen Verzierungen, Delphinen und Arabesken nnd der Infchrift: I). N. 8. (DÜ8 Nanidn» 8uorum — den abgeschiedeueu Seele» vdcr: deu Götteru der Unter-welt heilig) ^VVliliVK). Die Fortsetzung hat sich uichl vor-gesundeu.' Vielleicht war dieses Bruchstück dci dcr Aufsüh-ruug ciuer Grundmauer, vou der man Reste saud, beuützt worden. Uebcrhaupt ist dieser Theil des Terrains ganz von Knochcnrestcu erfüllt. An Münzen fand sich uuläugst ein Constantino uud eine bis jetzt noch nicht entzifferte Kaiscrmünzc mit dem Bilduiß der fangenden Wölfin. — (Aviso für Rancher,) Wie wir vernehmen, wird noch im Laufe dieses Monats eine neue Svrtc billiger Papier - Zigarrctten, uutcr der Beueunnng Innidgc Zigarrcltcu, znm Preise von '.'(> kr. für NX) Stück nnd von 1 kr. für 1 Stück in strain allgemein in Verschleiß gesetzt. Der unter der Bencnnnng Czerbelbriesc bekannte ungarische Rauchtabak, zum Preise vou I kr. für eiu Stück im Gewichte von 2'/,« Loth nnd von Z fl. C« kr. für 100 Stück, wird ebeufalls iu kürzester Frist, jedoch nur an den Grenzen gegen Kroatien iu Verschleiß gelangen. — (Schwere Verwundung.) Iu der Nacht vom Samstag aus Souutag wurden in Skofclca (Gcwcihtcn-brunn) zwei Bauersknechtc in cincni Raushaudcl schwer verwundet. Der eine, Autou Schobcl von Gairau, crhicll 2 Hackenhicbc ans den Kopf uud einen in den Nückeu, der andere, Iofcf Vircet von St. Gcorgcu, cbcufalls 2 Hackeu. hiebe in den linken Fuß nud die rechte Haud. Der erstere ist schwer und lebensgefährlich, der zweite schwer verwundet. — (Fvlgcnde slovenische Tabors) werden im nächsten Monate Mai abgehalten werden: den 2. zu Lichteuwald iu Untcrstcicrmark, das Programm lautet aNgemeiu anf slovenischc Fragen uud Gegenstände localen Interesses; den l). in Steinberg bei AdclSberg; den 17. in Vismarje nächst Et. Veit bei Laibach, den 29. nächst Görz. Außerdem werden auch Tabors ill Aussicht gestellt: in Friedau, Triest, Et. Barthelmä in Kärn ten, in Frauenheim, in Mottling und in den wiudischeu Büchelu. Neuelie Post. Wien, 5. April. Die juridische Commission des Herrenhauses hat die Vorbcralhnng über den vom Au-gcorductcnhansc im Eiimcrnclinicn luit der Regierung beschlossenen Gcsctzcntilinrf hinsichtlich einiger Acndcrlma.cn iu dcu Titeln, Nangsucvhällnisscn und Bcziigen der Gclichtshofbcailttcu und Dicncr beendigt und cn'pfichlt dic Mnahmc dc^scllicn. Znglcich soll dic Petition dcr Äcanttcn dcs Wicnr Dcpositcncuutts an das Instizinini-stcrilim mit dcr Auffordcrnng gclcltct werden, in Erwägung zu zichcn, ob nicht schon derzeit cinc cntsprcchcnde Negnlirnng der Gehalte und Löl)nnngen dcr Äcamtcn nnd Diener sämmtlicher dcin Illstizminislcrinm unter-stchcnden Hilfoämtcr möglich sci. Willi, 5). Apiil. Dcr Herr Ncichotaüzlcr begibt sich henlc sldrnds znm Vorliag bci Sr. Äil'jcstäl dcn» ^taiscr nach Ofen. Herr Hofsecrctär Braniczany begleitet Se. C^cllcnz. Pran, 5). April. (Pr) Eine Versammlung dcr (äzcchcn beschloß, dic hcnrigc Hnßfeier nicht in Konstanz, sundcrn in Hnssinctz. dcm Gebnrlsortc Hnß', zu begchcl,. ds sind bcrcils Eiuladlingc» nach Rußland abgegangen. Die Anlnnst von Rnssen ist zuverlässig. Das Comite dcr Stratonitz-Passancr Ciscnbahn hat in der ll.cslria.cn Bersainmllnig bcschlosscn, nm die Concession cmznschrcitcn. Pest, 5. April. (N. Fr. Pr.) Hentc rciole cinc Ofencr Gclichtsconim>ssion bchnfs Schlnßucrhlindlün^ dcr Wlihlcxccssc »ach ^tnhlwcißcnbm'a. ab. Nach Gran wird gleichfalls cii' Au^nahinogcricht von Ofcn dclcgiit, Äci Äaboci'ta in tcr Somo^l) vcrthcillcn Äancrn dic Acckcr dcs Grundherrn und ucrliicbcn Äcamlc mit Slcinwürfen. Os wurde I1i>lilclr hingesendet. Pest, 5. April. (N. Fr. Pr.) Sc. Ä^jcstät dcr Kaiscr untcruahni henle mit dcn hicr anwcscüdcn Hcrleü Erzherzogen ci»cn Iagdansflng nach Gödöllö. Graf Äcust wird m>t dcm Halligen Alicndzugc in Ofcn erwartet. Dcr CnltuSministcr richtete cin Nnudschrcilicn an dicÄischöfc, woiin cr del itlage liber uiclc gcfctzwidrigc Uevclstäude iu dc«, confcssiol,cllcn Schulcn Anodluck ^ibl link die Ä'solgnüg d.s Schul.,lsctzcs vcilangi. Florenz, 5. April. (Pr.) DaS französische Ca-binct soll, llnlcrsliitzt lion dcm Wiencr, seine Action, iilll cine» maäu« vivenäi zwischen Italien u»d Rom zu Stande zu dringen, wicdcr cinfgcnommcn habc». Florenz, 5). April. (Pr.) Dic Opinione bespricht in einem Leitartikel nbcr die gcgcnscilig.cn Frcund-schasleaclc zu Tricst nnd Flm'cnz dic Bezichnn^cn zwi-schcn Oesterreich nnd Italicn, lind sagt, daß zwischen bcidcu Stationen nach dcm Fricdcuöschlnssc lein Groll znrüÄa.cl'licbcii, sondern das bcslc Cinvcrsländniß cingc-lrctcn sei, wie allcs Leid cincs Scctrantcn voriUcr sci, sowie cr den Fnß anf fcstcs Land gcsctzt. Die Opinionc führt den Clcricalcn dicscs Bcispicl dcr Umwandlung ehemaliger crbittcrtcr Feindschaft vor, und meint, zwi-schcu illonl nud Italicn sci nur „cin kranker Zahn," nach dcsscn Anijrcißcn dcr bcslc Fricdc sein würde. Florenz, 5>. April. Dic „Italic" mcldel: Feld« marschalllil'nlcnllnl Äiocring hat sich hcutc in Bcglcitnlia. Baion Hcnncbcr^s und mchrcrcr Officicrc dcö löüi^li-chcn Hauscs nach San Rossoic bcgcbcn, um dasclbst da^ Schloß und dcn Park zu bcsichligcn. Paris, 5. Apiil. Dcr „Ctcndmd" dcmcülirt c!»cn angeblichen Dlpcschcnwcchsc! zwischen Paiiö und Bcllin wcgcn dcr ^nxcmbnigcr Fchungowcrlc. DaS-sclbc Iouinül dcmenlirt mich die C'^slcnz cincs fran-zösisch'italiemschcn Vcrlragcs. Telegraphische Wechs^Icoursc ^ vom »» April. 5)pcic, Mrlalll^ilüö l^.'w. - 5)p«c. M.lalliqiicg mit Mai- imd ^oUcmbrr-Ziilsei! 6^.5>0. — 5vrrc,!)latioiml-A!!lcl>c»70.ü0. — I««!s»cr ' IlaalSaukhcil 1<»3. — Vanlactie» ?^!». — Lrcdilaclien 29A.90. - i,'oudou 1^5.^0. — Silber iNi.^5. — K. k Ducatcu 5,93. Kandel und Golkswirtljschastl'iches.! (fiscllbalill^olifercllzell. Am l. d. habon i» Millichcn dic Tags ;,ioor lxqummi«'!! Lisriibahii-Coiifcrc!!^!! illirr dir Frst-stcliliiiq dl« dicöjälilisscn Hu»!»i>,rf(ü,lpla!icö ihrc» Abschluß a»' siiüd^li, Aüsj^r Ol'r bau'vischm Slants- mid Ostbahn wai^ii dnbei f^l^-iidr Ba!>!,ucr>l'altuiissl!i u^ll^lr» : du- üstrlvnch,sch>,' Kaisniu-«Llisal'rthbahü und dn- Sildbah». die sächsisch.,' UlrsOichr. die ba-dischc li„d dir winttcmbriqischc Elant^bah», die hessische ^'ildN'igl!^ dil,' Vtliiii-^lrckal- imd dir Taiiüiidbahil. dic löiii^l. Saarbrilclcr Blihii imd dic buhmischc Wcstdal)», Von drsoüdclrui Ilil^'rssc ist di.' Ablilrzmiss dcr Rcisr voni Nurdrn nach Ilalir». Viö jrhl lraf dcr Schi,cll;ng z. B Uoii Vnlin i» Milüchcil Abnidi! uiu zrhli ll!>v 10 Mi». cii,, u»d loiuilc zur Wcücrrcisc ,nir »?ch dcr n,c-mischtc Zlig bcuiltzt wcrdcn, wclchcr um II Uhr uou Millichcil ^l'ciryt lind dic Rcisc »amcullich bis jillfstciii zu ciucr walncn ^chiuckciisahll üiachtc. Vo», I. In»i au soll dicscr Schiullzug a»S ^lorddculschlaiid um ctwa K> Minutm frllhcr iu Müuchcil ciullcffcii, und die Tlaaltchahu >oild zur Fmlschuua. dc>?sclbcll dann rincu riciciuu Zug ciulcgs», wclchrr um 10 Uhr uou dort »ach ziufstci» al'i^hl und au dl'ii öslcrrcichischcu Schucllzua. üln'l' dc» Vrcxucr auschli^l. Auf dicsc Wcisc gclaucit dcr Ätciscude midcru Tnsss Nachmütligs um l Uhr statt Abcüds um !' M,r inich Bcroua. Tic Fahtt zwischcu W,cu uud Külu und Prag imd iiolu wird um 3 Sluudru abc>cl>!rzt durch ciiic Ncihc zu-sl>mmc»hä,!licuder H>cräudr>u»ssc!!, wrlche uirllcicht uoch wcitcre Modifi^atioucii crfahrcu. Dcr Wcg vou Milüchcu uach Prag wird dadurch ndgclilrzt wcrdcu, daß dic Iiöhmischc Wcstbah,, die Fahrzeit dci« au dcu baicrischcu Echucllzuq sich auschlicßcudcü ^usss um '/. Sluudcu abl!!l;ri! wird. Dic baicrischc Oslbahil nnrd voizu^^ivcisc fi!r dic Nciscudl,-!! iu dic böhmischcil Aädcr ciucii zwcilcu Schucll;»^ vou Passm, ciurichlcu, uud rbcuso wird zwisli>cu Wiru uud Paris dcr zwcilc dirrctc Schucllnlss lvicdcr^ IN'rgcstcll!. Endlich wird dic baierischc Ostbahu iu dcr ssrilh riucil ächucllzuss uach ^'cipzia. »ud Vcrüu abqcheu lasscu (uud umgc-Ichrt) im Zusammcuhaug mit dru Zchucllzilgcu uach Italic». Krailll'UV^, 5i. April. Auf dcm hculigcu Marltc siud nschieueu : »lli L^agcu mit Getreide, 0 Wagen mit Heu und Stroh l Schwciucslcisch „ __ 2l öi'sc „ 2 40 Schopscuflcisch „ — ! — ""tmich « 3 — Hähudcl pr. Gtiul — ^^» Erdnpfcl „ 1 40 Tauben „ — Nl ^»!!>u „ — — Hcu pr. Zcutuer . 1 1<^ Erbscn ,. — - ! Stroh „ . __ 80 ^isulr» „ 3 84 Holz, Haltes pr. Klft 5> 40 Nliidcjchmalz pr. Pfd. — 5l — wcichcs, „ 3 20 öchwciurschiualz „ — 33! Wciu, rother, Pr.Ei,„e,r 5 -- ^pcck, ,'risch, „ — >3<»!^ __ weißer „ ._ — !?pcck. lirvanchcrt, Psd, — 41 ^ Alljzctomlttene fremde. Am 5>. April. Stadt TLien. Hrrr Toniaun, iiaufm, von Triest. <5'lcfa«t. Dic Hcrrrn: Albua>, von Bcucdili. " Spourl', Fadri<,aut, v^u Zwittan - WiXsscustciü, vou Warasdiu. ^ Ärus!. Kanfnl,. vo» Kauischa. — Eras ^ichtcnbcrg, vou Pra-pnlschhof. - Frau Iclla u. Pcnscz, vou Finmc. .ttaiscr vu„ Oesterreich. Die Hcrrcn: Casali u»d Mra»-lin, von Tricst. 5 ^z ZGB ZZ l -; ,^ 8 ! "s" ^ 5^2 tz? ! s ^^ ^^ 0ll. Mg. 32«.Vz> ^. «i.l SO. schwach trilbe ^ '!. 2 „ N. 32«.,., ^.10 7 O, mäßig z,Hälstcbrm. .V''!'.. I0„Ab. 32!>,o7 !- 4« O.schwach Hcücr ^" Nachts halbhciter. Vormittag lrilbe. gcgcu Mittag Ailfhc'' tcrung. Nachmittag sonnig, Abcnds zunchmi-ndc Vcivöllnüg' später slcrucnhcll, Das Tagcsmittcl dcr Wäruic -l- 7'1" »»' 0-2° llber dcm Normalc. ^ Vcrautn'ortlichcr »lsdactcur: Igna, v. zslrlunl^ur. N^»>«'n»»!»«»»;^kt H^le«, .''». April. Dic Bursc uc>tchrtc für Fonds uud Acticn iu gulcr Slimmuug, wclchc uorziiglich durch dcn startcu Riickgaug dcr Dcuiscu nud Saluten hervoracruf"' Wllljrllurlllyl. wurdc. Gcld flilssig. ___________________^_______^ " Allgemeine staatoschulv. Fiir 100 fl. Geld Waare Elnhritlichc Staatsschuld zu 5> pCt.: ill Noten velziui«!, Mai-Noveulber li3.— <:.'!.10 „ Fcbruar.August 02.80 03.— ," Silber „ Iänucr-Iuli . 70.90 71.10 „ „ April-Oetober. —.- —.— Iil üsterr. Währ, . . zu üpEt. 5,9.«0 .- delto U. I. I«66 . . 5' „ l!4.50 04.70 detlo rückzahlbar (ü) . >'i „ ^) 99.- detto „ (.I). 5 „ 97.75 W.- Silber-Aul. 1864 (r.St.) 5 „ ?8. - -.— „ 1d65 (FrcS,) 5 „ 81.— -.^ Metlllliqucs . . .zu4'/. M. 5 Stat«cilcub.-Gcs. zu 800 si.EM, oder 500 Fr.....3:!.'.-- i<.l .25 illlis. VUs. Bahr. zu 20<. ',;. CM, 1 ?9 50 180, -E>lld,-nordd,Ver.-V.li00 „ „ 166,25 166.50 Geld Waare Siid.St.-, l.-ueu. u. z.-t.E. 200 ft. ö. W. oder 500 str. . . . 234.20 234 40 Glll.jtarl-^ud,-Ä. z.200st.EM. 2l«50 21i>.— Böhm. Wcstbahu zu 200 si. . 192,50 192 75 Ocst,Dou,-Dampssch,-Gcs. ^« 584.— 586,- Oestcrreich. Lloyd in Trieft Z I 320. - 321.- Wicu,Dampsm.-Actg, . '. . 320.— 330.— Pcstc:- jielleubriictc .... 675,— 685.— A:iglo - Austria- Äaul zu 200 si, 320.— 320.50 r'rmbcrg llzsruowikcrActicu . 185,-186.-- Versicher.-Gcscllschaft Donau . 250 - 256.- Pfandbriefe (fllr 100 si.) National- j baul aus > verloöbar zu 5°/« 101 - 101.20 E. M. j Nalio!inlb.aufli.W.verloöb.5„ 95.25 96 50 Uug. Bod.-Lrcd.-Aust. zu 5'/, „ 92,— 92.50 Allg. ost Bodcu-Ercdit-Austall vcrlnclliar zu 5"/.. iu Silber 108.— 108 50 dto.ill33I.rilckz.zu5pEt.iuö.W. 92.50 93 — Lose (pr. Slilcl.) Crcd,-A.i.H u,G.,z. 100ft. ö.W. I6