„Fnitzeit, Wehlsim», str M." K »ii Jahrgang «r. S». Kr,ttag, »«. April I««» Die inß Hau< „Marburger Zeitun»," ersäieint jeden Eonntag, Miüwoch und Freitag. Pie>se — für Marburg: ganzjährig K fl., hnlbjüh>ig S fl., paus monatlich IV tr. — mit Poswersnidnug: ^iniizjährig ^ fl., lmlbjälirig 4 fl., l>irrteljähng 2fl. Die rin Mal gespaltene Tarmi vierteljährig Ist. 50 kr'. fNr Zttstel!un.i natlich IV tr. — mit Poswersendnng: ^iniizjährig ^ fl., lmlbjälirig 4 fl., l>irrteljähng 2fl. Die rin Mal gespaltene Tarmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 10, bei zweimaliger mit 15, bei dreimaliger m t 20 kr. berechnet, wozu für jedesmalige alj sich in unserem Abgeordnetenhause bei der Verleihung von Bahnkonzestionen dieselben Mißbräuche geltend machen, wie in allen parlamentarischen Velsummluugen was auS veischiedenen Vorgängen, die zur Kenntniß det Publikum» gelangen, hekvorgehe. Unser ganzes Eisenbalinwesen ist häufig Gegenstand von Kompromissen. Die eine Partei will für eine sehr faule Linie ei»e Zinsengarantie eilangen und verspricht deshalb der landein Pirtei ihre ZustimmuNj^. aber natür-lich nur gegen Zusicherung eiNtS ähnlichen LiebeSdicnstet sür daS eigene ltind. Außerdem spielen Peisonalsragen eine große Rolle uild liegt oft den rcichei Parteigenossen viel daran, iljrcn ärmeren Kolle^^en fette Ver-waltnnßSratliSstcUen zuzuschieben. lirlchc dann dafür ihre Stimmen zusagen. In England ist es, ivie man lieS!, oft vorgekommen, daß die Kon-zessionare große Summen fsu die Bestechung det Parlaments verauSgt^bten; ob ähnliche Versuche auch hierzulanic geiu^ickt ivurlen, darüber schweigt zwar die Gejchichle. aber die Thotsache. daß hervorragende PtUlameniS' Mitglieder mit d,n großen Eisenbahnbaronen „verbandelt" ftud. wie der Lokale Ausdruck laute«, spricht jedenfallt dafür, daß sich die Beziehungen vielleicht der Amtmann Mir Auskunft ül)er Nettchen Tlialmann. die Freundin meiner Mutter, geben. Ich machte mich auf veu We^^ zum Amte. Vor alten Diu^ien muhte ich nur izei Hellem Tage genau dcn Schauplatz meinet NachtabeuteuerS ansehen. Ich ging denselben Weg zurück, den ich gestern Abend gekomnien war; so konnte ich mich am besten »vieder hinfinden. Das Amt. daS ehtmalige Kloster, lag einige hundert Schritte vor dem Etädche». Es bestand au« mehreren weitläufigen Gebäude»; den Mittelpunkt bildete daS alte Klostergebäude selbst. Et war ein langes, dreistöckige« Gebäude mit unzäl^ligtu Fenstern und einem hohen, spitzen Hchieferdache. Ihm gegenüber lag eine alle, verfallene Kirche, auf der ein dicker, noch wohl erhaltener Thurm stand. Rechts vom Kloster laiien einige WirlhichastSl)äuser. hinter ihm eilt ziemlich großer Garten. Die sämintlichen Gebäude tvaren Mit einer hohen, grauen Mauer umgeben. Sie umschloß nur nicht den Garten, der von einer lebendigen Taxu^heeke eingefaßt war. und reicht die Kirche, die nach nutzen ganz frei lag. Diese äußere, freie Seite der Kiiche stieß unmittelbar auf den Kirchhof DaS Ens'e des Kirchhofes ivar durch die TaLUng dort auci der Kirchhof zu '^i.de. Die Hecke lief in einen kleinen, schtirsen Winlel. und in demsklbea befand sich ein Psörtchen. aus dcm Amte- oder Kloitergarten onf den Kirchhof führend. An dem Pföttcheii standen z vei Personen. Die eine war e.a jungeS Mädchen von dreizehn biö vierzehn Jal^ren, ihrer Kleidung uach den 16 kr.. Temeindefttmpel Ii' fl.. Ttmeindedicner 62 fi. S0 kr.. Kanzlei-erforderaiffe 15 fi., KRnzleibesorguni; 100 fl.. Gemeindevorsteher 100 st. Der Ueberschuß erreicht die Höhe von 1Z80 fl. 21 kr. Der Gkmeindc-auSschuß hat 9 Sitzungen abgkhalten — der Borstcher 680 G'schäflSslücke erlrdigt. (Z « r G r u f t f r a A e) In Gegenwtnt der Herren Girstmahr und Sticht sind die kupfernen Sär^e der Grtifen KbieSl mit Au^naLjme des einjistrn. welcher die Gebeine deS SlifterS enthält, aus der ttirchtnarus'l der Franziskankr entsernt wvldcn. Die Gebeine — eigentlich dic Stt^ub-refte dcrselbtn — werden c,uf dem Friedhof bugrseßt — der x^oldcne Ring und die Goldbotten. wclche mnn lii den Li^rgen gefunden «nt' dnS Kupfer soll die Familie Brandl« der Kllche geividmet hoben. Wer yilit ih? daS Recht, dtnübcr zu vtkfilgcn — wer ^^ibt ihr dns Rei evangelischen GtMeinde eingegangen wurde, die vollste Anlrkennung. (Schwere Körperverletzung.) Der Grundbesitzer N. Walch in Iakobsthal erschien gestern beim Untttsuchungslichter und lirachie zur Anzeige, daß er Sonntag den 18. April im Gasth^use s«inkr Muttci^ zu St. Egydi verwundet lvorden. Dort hatlc an jcnlln Tag eine Schlagtret stattgesunden; als der ärgste Raufbold Gläser und Gerüthschaflen in der Stube zerschlug und die Mutter um Hilfc rief, versuchte Walch Rull? zl» schaffe», lrljielt jedoch zwei Stich, in die Hüfte: einein Gast wur^e ein Bierkrug an den Kopf gtschleudert. einnn anderen das Kinn zer-slochen. (Arbeiterbildu ngsverti n) Morgrn findet eine Litznrig dieses Vereins statt, die um sieben Ulir Abends beginnt. Auf der Tagesordnung stsht V. A. der Bortrag, ivelchen der Obmann. Franz WieSthaler. über die Reform der Kirche halten wird. (B e r br a uch s v e t e i n.) Die nächste Sitznn^ tvird morgen Abends um 8 Uhr im Gasthofe zulu lIrzberzog Io^>ana abgehalten. (Mai fest.) Das angikündigte Maifest in der Pick.udie lvird nm Sonntag stattfinden. O----------------------------- Letzte Post. Die neugewählte Unterabtheilung deS NerfaffungSauSschnsfeS will sich für die Vermehrung der Mitgliederzahl deS Abgcordneten-hauseS und für unmittelbare Wahlen auSspreet^en. Rom ist entschlossen, alle Verhandlungen über das Veryält-niß zwischen Gtaat und Kirche bis zur allgemeien Kirchenvrrsamm-lung zu Verlegen. höhereu Stünden angehörend. Sie war das Bild eines schönen Kindes in jenem so nabe an der Jungfrau stellenden Alt r. Aber die schöneu, feinen, sanften Züge bedeckte Bläffe und in den großen, blauen Augen lag utlverkennbar eine tiefe Trauer. Bei ihr war ein junger Mensch. Seine Kleidung war sehr einfach, wenngleich nicht geradezu ärmlich. Er konnte sechszebu. virlleicht auch sirlizchn Jahre zählen. Äs war eine jener unglücklichen, langen, schmalen Gestalten mit eingefallener Brust, die in dem genannten Alter plötzlich in die Höhe gtschössen stnd. meist, um früh nach wenigen Jahrcn ineinander zu knicktn und in d.is Grab zu stnke» Dem entsprach auch sein Gesicht. Es war fahl, die Augen waren hohl, der Blick war matt; über dem Ganzeir lag übelhaupt eine tiefe Melancholie. Kannte der junge Mensch düS iraurige Schicksal. daS ihm bevor stand? Oder was machte ihn sonst so traurig 7 Die beiden jungen Leute hatten sich tief in den Winkel g« drückt, al,^ ich auf einmal Vor ihnkn stand. Sie erschlacken sichilich. a'.Ü sie Mick bemerkten ; sie wurden verlegen und wußten nicht, lvohin sie ihre Blicke lvenden sollten. Ihr Erschrecken und ihre Verlegenheit that sich in einer Weise kund, daß es mir nicht zweifelhaft blieb, daß ich von ihnen schon vorher beobachtet worden sei, und gerade, daß sie mich tieobachtet hatten, sollte ich nicht gewalir werdcn. Auf einmal schoß es mir wie eine Ahnung, dann wie eine dunklc Erinnerung, dann wie ein klarer, sertiger Gedanke durch den Kopf: der junge Mensch tvar der lanqe. hagere Sidatten. .der in der vergan^^ensn Nacht auf dem Kirchhofe an mir vorüber geflogen war. Auch er hatte mich erkannt und seiner Begleiterin von mir erzählt ; Beide hatten mich mit ihren neugierigen Blicken verfolgt llnd. alS ich mich ihnen nahete. sich eilig in den Winkel geflüchtet; ste erschraken auf den Tod. als ich sie dort plötzlich ertappte. Woher mir daS Alles gewiii war? Ich hatte in der Dunkelheit der Nacht keinen Zug eines Liei'ichtes wahrnehmen, sondern nur flüchtig einen Schatten sehen können. Wie konnte ich den jungen Menschrn wieder erkennen? Ich wußte eS nicht, aber daß er eS war. standfest in mir, fcst. tvie so manche Ueberzeugung. für die wir unS eben nur auf unseren Glauben berufen können. Es ist unS geioiß. wir können uns gar nicht Eingesandt. An die löbliche Redaktion der Marburger Zeitung. Im Mottt^u>i^bl.ntt der Tagespost vom 5. April 1869 Nr. 88 erscheint der in der ..Äil.'rbnrger Zeitun/' erzählte Vorfall deS Osterschie-ßtnS zu St. Johann derart entstelN, daß eine Verichtitlnng zur Nothwen-dlgkeit geworden ist. demnach die Redaktion ersucht Wird, den getreuen Sachverhalt gefälligst mittheilen zu >vollen. Die im Jahre 183Z neuerbaute Pfarrkirche zu Et. Johann stößt sotvol)l in tvestlicher. als auch und desonders in nordseitiger Richtung nur auf lvelligt Klafter Entfernung an Woljn. und Wirthschasisgebäude. welche Mit Stroh gedeckt sind, dal)rr die Anmaßun»'. der Äurschen. 'vclche die Heiligkeit de» OstertagrS anstUt durch kirchliche Anwohnung des Gottesdienstes. durch unabläffige Pistolenschüsse um die Kirche zu feiern glauben, sowohl von der geistlichen, al» politischen Borstchung hierorts uiu so we-Niger geduldet tverden kann, als die Gcschoße nicht nur ungeübten Händen anvertraut, sondern auch an feuergefähklichen Orten atigebrannt werden. Iva« schon so manches Unglück zur Folge gehabt hat. Zur Abstellung dieses argen Mißlirauches und weil im verflossenem Jahre die Ausersteljungs Prozession wegen deS gefahrvollen Schißens unterbrochen murde und rück-gätlgtg gemacht werden mußte, ward von der Behörde G-nKdarmeiie Bz beantwortet, und zur Vermeidung eineS Voraussicht' lichen Krawalls rieth der Gemeindevorstelier. daß die GenSdarmerie nch rnhig benehme. Wahrend des HochamtiS tvurde beständig geschossei,. Als der Frevel so weit ging, daß die Burschen sogar aus der Kirche über die Schwelle hinaus, und aus den beiden Ehorfenstern ihre Pistolen abfeuerten und der Pulverrauch wie eine Wolke über dem Chore schivetite. da machten sich der Gemeindevorsteher. die Gensdarmen und eiluge Piarr-insassen auf. eLpedirten die Burschen in die Kirche — es tvar etwa« vor der l^l. Wandlung — und machten daS Chorthor zu. Doch die auf dein Chor versammelten Schützen versuchten aus Furcht, daß ihnen die Pistolen abgenouunkll llierden möchten, das Schloß an der Chorthüre abzuschrauben'; sie hatten eS auf diese Art von Innen aus seiner Stellung gerückt und des!-wegen konnte man gleich nach vollendetem Gottesdienste die Thüre nicht öfflien. Uebrigells waren kaum ein Paar Minuten verflossen, so war die Thür aufgesprengt. Eine Partei auS den verehelichten Pfarrmänner» fiug selbst an. die sträflichen Jünglinge zu vertheidigen. Die männlichen, sowie auch die weiblichen Pfarrinsassen verließen ohne Hinderiiiß die Kirche; der Widerstand und Angriff war nur gegen den GlnSdarmen am Kirchplatze gerichtet, der am meisten Grund haden wird, wegen Berlej^ung der persönlichen Sicherheit Klage zu führe». St. Johann am Draufelde den 20 April 1869. J. S. *) Der Vericht, den« wir s. Z. über diesen Fall gebr>,cht. beruhte auf Angaben, »oelche von den Betheiligten in der Kanzlei der Bezirksvertretnng gemacht worden. Die Red. denken, daß eS möglicher Weise anders sein könne, und doch ist es eben nur unser Inneres, unser innerer Glaube, der eS uns veltichcrt. Aber was hatte den jungen Menschen in der Nacht auf den Kirch-Hof geführt 7 Was hatte er dort gethan? Warum war er vor mir ge-flohen? Warum erschrack er auch jetzt so heftig, als er mich, als ich ihn wiedersah? Warum war auch das Mädchen an seiner Seite so erschrocken? Wer waren sie? Warum waren sie Beide so traurig? Die bloße Neugierde macht sonst nicht traurig. Ich war ohne Antivort auf meine Frage, ivie ich in der Nacht vorher meine vielen Fragen mir nicht hatte beantworten können. Ich verließ Pride, denn ich konnte sie ohne Zudringlichkeit nicht anreden. 3ch ging zum Kloiter oder „auf das Amt", wie man im Städtchen gesagt hatte; dort mußte ich der Auflösung deS Räthsels, oder der Räthsel. näher kommen. Kam sie mir nicht von seligst entgegen, so lnußte ich sie suchen, gerades Weges oder auf llmwegen. wie eS sich traf. Hatte ich Nicht gar eine Verpflichtung, selbst eine beamtliche Verpflichtung dazu? Der Gedanke an die Grfängnisse des AmtrS wollte mich nicht veilassen. Wie. lvenn daS Gchr'tnnis; nr t nnem Veibrechen, mit eintln amtlichen Verbrechen zusammenhing? Ich machte meinen Plan de« ForschenS. Ich ließ mich bei dem Amlmann. dein Lhes deS Amtes, melden. Wie war ein solcher Amtmann «n jener Zeit ein ganz anderer Äiann. als gsgenlvärtig der Direktor eines Gerichtes! Er war wie ein Souverain. »vie ein Autokrat in seinem Alntssprnlgel. Justiz und Ver-»valtung lvalen verbullden. aber nur erst in seiiien Händen; die Behörden über ihm lvarcn andere für die Justiz, andere für die Vcrivaltung. So konnte jeder seiner Lorgesebten ihn nur theilweise kontroliren. Eigentlich gar nicht; denn lvo hörte in eigler und derselben Hand die Verwaltung aus. wo fing die Justiz an? Z^udnn ivar damals die Zrit der amtlichen Kontrolen noch nicht; von oben kontrolirte daher in der Tbat Niemand. Wer von oben nicht koutrolirt tvurde, konnte nach unten hin thun und nicht thun, lvat er tvollte. WaS halfen Brschiverden tion unten ohne Kontrole von olien? Und »ver wollte sich anch über drn gestrengkn Amtmann beschtlierrn. der. als Justizalntmanii «ngeklagt. die Anklage zehn Mal als Rentamtmann entgelten ließ, und umgekeljrt? (Fortsetzung folgt.) Brt-f?aAe« Herrn Kaplan Schutz in Nittdisch Atist^itz. Ähre Wünsche können nicht erfiUt werden. Die Sache, um welche slch's liandelt, ist von beiöcn Seiten au^sührlich genu^^ erörtert worden und sind die Ltser voilfommrn im Ltande. sil) rin richtil^cS llrtlieil zn bilden. Seit Ilirer leKien iZrtlürutit^ ist ei«» An^^riff ans Sie nichl gemacht worttu und ttnr zur Verlliridit^ung einkn solchrn würde Ihnen die „Malburger Ztiluni;" zu Gcbote ükhtu. Eln Artikel, wie jener, um dellcn Ausnahme Sie ersuchtn. muß in kinkm Bl,Ute Ihrer Partei veröffentlicht wer0,n. Vrief und Beilst^e habt ltag 6 Uhr, Sonntag 5 Uhr RachmitttigS. 291 Achtungsvoll SamStag den 1. Mai 1869: ErWlUtg der (Famdriuus-IIalle. Für gute Küch« und Getränk« ist bestens gesorgt. (292 Z. 3K0. KundmtlchMg. in grossoi' Au»«kalill V»N7S von Vaumvoll-, unä I^om«v.3toif«a vov S. K bis g. IZ — x»n2« ^Q2üss von ävn bsstvu SokakvoUstoSsn von Ü. bi» S. ZV SMpÜvtlIt 269) Lsrrsuxssso, kkz^or'sokvs L»u>. (979 Die Bezirkskostenrechnung pro 1868 liegt vom l. M., daS Inventar, die Material- und RtPilsiten Rechnung, dann Rcchenschafts bericht, endlich die Rechnung über das Erträgniß des KreiSumtsgcbäudes von 5. t. M. durch 14 Tage zur all.,tmelilen Einsicht im Bezirksvertre. tungSlokale auf. Aufschlüße über einzelne Rcchuuugspostcn und Einsicht in die Rech-nungsbtilagen können nur an den Amtstagen (Mittivoch und Samstag) von 9-12 Uhr Vormittag und 3—6 Uhr K^achmittag ertheilt werden. Bezirksausschuß Marburg am 24. April 1869. Eröffnung dts Felstnktllers bei GamS Sonntag den Mai ISVA. Derselbe bleibt den Sommer hindurch täglich geöffnet und wird für gutes Götz'schtß Fliir)e»bier, Weine, sowie kalte Zpeise» stets bestens gesorgt sein. Um geneigten Zuspruch bittet (288 loses l.ösvknigg. A. 88 pr. (285 Aufnahme von T Diurnisten ««d 8 V«ShilfAdie«er«. Bei dem k. k. Bezirksgerichte Marburg werden aufgenommen: Ztvei Diurnisten mit dem Taggelde a l ft., wovon der eine zur Aushilfe in der GrundbuchSführung und der andere im Registraturs' Geschäfte verwendbar sein muß; ferner zwei Diurnisten. vorzüglich zum MundirungSgeschäfte bestimmt, mit je 80 kr. pr. Tag. Für jeden dieser 4 Diurnisten ist nebrn den sonstigen empfehlenden Eigenschaften insbesondere eine korrekte und sehr schnelle Handschrift erforderlich. Melters «Verden aufgenommen: Acht Aus Hilfsdiener zur Besorgung deS gerichtlichen Zustel-lungsgeschäftes gegen Bezug der gesetzlichen ZusteUungsgebühren, die sich für jeden Diener im Durchschnitte auf beiläufig 20 bis 25 fl. pr. Monat belaufen. — Die AuShilfSdiener müssen deS Lesens und Schrei« bens. dann der deutschen und slovenischen Sprache kundig und körperlich vollkommen rüstig sein. Zur lieberreichung der Kompetenzgesuche wird der Termin hj» 10. Mai festgesetzt; Bewerber, die sich persönlich vorzustellen wünschen, haben zu diesem Zwecke am U. Mai d. I. Bormittags 10 Uhr im AmtS^mmer l>eS BezirkSrichterS zu erscheinen. Die Dienstposten werden sogleich anzutreten sein. K. k. Bezirksgericht Marburg am 25. April 186S. Eine schöne Wohnung, gassenseitig im ersten Stock, mit 3 Zimmern und Küche, ist täglich zu beziehen in der Kärntnergasse Nr. 218. Näheres daselbst. (287 Eine Wohnung (290 im 1. Stocke, bestehend ans 2 Zimmern, Speise, Küche, Holjlege nnt> Bodenantheil ist zu «ermiethen. Näheret im Comptoir diese« Blattete Z. 3S48. Exekutive Versteigerung. (283 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg lvird bekannt gemacht: Es sei wegen schuldiger 200 fl. im Reste pr 60 fl. 3 kr. s. A. die Reaffumi rung der exekutiven Versteigerung der dem Michael Steflitsch gehörigen Realität Berg Nr. 585 aä Straß belvilliget und hiezu drei FeilbietungS« Tagsatzungen ailf den Mai, IV Jnni und SS. Juli 1869. jedesmal Vormittags von 11 bis 12 Uhr, die erste und zweite im-d g. Amtslokale, die dritte am Orte der Realität in Grasnitz mit dem Anhange angeordnet lvorden, daß die Psandrealität bei der dritten Feilbietung auch unter dem Schätzwerthe hintangegeben werden tvird. Jeder Lizitant H^U, bevor er ein Anbot macht, ein Vadium von 60 fl. in Banknoten oder österr. Sttiatspapieren nach dem KourSwerthe der letzten 3 Tage oder in Sparkassabücheln zu Händen der LizitationS-Kommission zu erlegen; dic übrigen LizitationS-Bedingnisse und das Schätzungs'Protokoll können in der diesgerichtlichen Registratlir eingesehen werden. Freiwillige Lizitation. "'° Mit Bewilligung deS StadtmagistrateS werden am K. »»t__ Vormittags 9 Uhr im Gasthause „zum Löwen" in der Kärntnervorstadt ^uS- und Zimmereinrichtung. Bettwäsche, sotvie andere Fahrnisse an den Meistbietenden gegen Barzahlung veräußert. Marburg 24. April 1869. Gin Gewölbe gegenüber dem Cafe PichS ist mit oder ohne Quartier zu vermiethen. ^""-ere Anfrage bei Frau 3. Tauchmann. (271 Eine dreiläufige Mühle mit beständigem Wasser, sammt Wiese, ist in Frauheim zu verkaufen oder M verpachten. Nähere Auskunft beim dortigen Kaufmann oder bei Herrn Anton TombaSko, Handelsmann in Marburg. (276 Marburg am 20. März 1869. verantwortlicher Redakteur: Kranz Wie »thaler. Eisenbahn-Fahrordnung für Marburg. Nach Wien: Räch Trieft: Abfahrt: 6 Ul)? 25 Min ftrllh. Abfahrt: 8 Uhr 14 Min. Arüh. 7 Uhr ö Min Abends. 8 Uhr 48 Min. «bends. Noch Billach: Abfahrt: 9 llhr Früh. Die Silzlige verkehren täglich zwischen Wien und Trieft. Nach Wien: Nach Trieft: Abfahrt: 2 Uhr 46 Mi». Mittags. Abfahrt: 1 Uhr SZ Mi». Mittag». Die gemischten Ziige verkehren täglich in der Richtung nach Wien: Trieft: Abfahrt: 12 Uhr 34 Min. Mittags. Abfahrt: 1 Uhr 32 Min. Mittag». Nach Blei bürg jede» SamStag. Abfahrt: 2 Uhr 20 Min. Mittag». 2. ». St. v. '^rult und Verlag von Eduard Zanschitz in Marburg.