, ß/ VO. Mittwoch am JO. Jänner R853. D,t „?>i!l'achcr Icitiiog" erscheint, ,nit A,,^,i,:ln»e i'er S»nn- »„!> Feiertage, täglich, nni> f»>!et si,,,n,t den Äci<^> in, Co,,,ntoir ,, a „ z j,, hri g II >l,, s) a ! l> jä b r ig 5 il, A« lr, »lit ,!kre uzb>i„ o in, <5o,nvt»ir g,i ,iz i,i l> r i g l2 il, , l,>i l b j>i h ri., <> si, ssi,r !>,? Zustellung i»'»' Hc,,,^ !n,d l, a < l> i >i s» r i ^ 3N fr, >,,el,r zu entrichte,,, Vl I t >> er Po >1 >'°r to» frei gnn ^jä brig, „nter Krenzb,i»!> mw gedruckter Aftre,,, >5 s!,, l, a l b j 5 l> ri g 7 ft, 30 fr, — I,, sera t i ° „ H>, e b i, h r s,,r eine 3viil!,,,,rile ot>er del, Ne,n„, l>erse!l't,>, für till« „>»li>,e Eiuschnltuug 3 kr,, für ,wci,n,e ^ sr„ für d>ei„i„>i>,c 5 sr, E, M, Inserate l'is !Ä .^cile,, fosse,, ! ii, ftn 3 Mil, ,i<» f>, f,,r 2 Mnl „,w 4« kr, f,,r l Mal einznschaüln, 3» diesen Webiihreu ist „nch den, „provift'rischeu Gesetze V»,» 6, No»>e,,,l'er z«5s» f,,r I,!scrtic>!n'!ili»,pcl" noch ), für die Kaschauer Abtheilung allergnädigst zu ernennen, und die interimistische Leitung der Oedenbnrger Statthalterei-Abthcilung dem Ministerialrathe im Ministerinm des Innern, Stephan u. Priviczer, und der Großwardeiner Abtheilung dein Eisenbnrger Coinitatsvorstande, Hermann Grafen v, Zichy, lcyteren mit gleichzeitiger allerguädigster Ernennung znm 5^ofrathe zu übertragen; endlich zn Statthaltereiräthen in Ungarn die Miüisterialselretäre im Ministerium deö Innern, Eugen v, Friedenfels und Franz Freiherrn von Neichen stein, und zwar den ersteren mit der Dienstleistung bei der Cwiljectiou des Militär- und Civilgonvernementö allergnädigst zu befördern. Se. k. k, apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 18. Jänner d. I,, den Districts-Obergespan zu Kaschau, Anton Grafen Forgach, zum Vizepräsidenten bei der Statthalterei in Böhmen aller-g'iadigst zu ernennen geruht und Allerhöchstsich bestimmt gefunden, d?n Großwardeiner Districts-Obergespa», Gabriel ». Döry, dem Ober-Landesgerichte zu Pestl) zur Dienstleistung als Vicepräsident zuzuweiseu. Se. k. k, apostol, Majestät haben mit allerhöchster ^»tschließnug vom 22. Jänner d. I., den Statthalter von Schlesien, IosephV Kalck^berg, zum Vice-Präsidenten der Statlhalterei iu Lemberg allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 22. Jänner d, I>, den Statt-haltereirath erster lZlasse in Böhmen, Anton H a I b-huber, zum Landespräsidenten in Schlesien aller-gna'digst zu eruenncn geruht, Se. k, k. apostol Majestät habe» laut allerhöchster Entschließung vom 22. I«,,^, ^ ^ Ai,,,,höchstsich bestimmt gefunden, den Pilse»er "Kreispräsidenteu, Franz Schmück, zum La>,despräside»te» iü der Bukowina zu ernenne». . Se, k. k. apostol, Majestät haben mit allerhöchster Ent,ch,,,ßm,g vo„, 2l. Iäniier d.I,, den Districtsraih, Rudolph Conte Amadei. zum Statthaltereirctthe fur Siebenbürgen allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k.k. apostol Majestät habe,, mit allerhöchster Entschließung vom 31. December v. I,, t,i,> >,^ dein Ministerium des Imiei'n nnd des k. Hauses in Erledigung gekommene Erpeditsdircctorsstelle dem bw-herigen Erpeditsadjuncten, Dominik Pro tiwenski, allergnädigst zn verleihe,! geruht, Se. k. k, apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 11. Iauner d. I., die Lehrkanzel der Elementar- und höheren Mathematik an der Lem-berger technischen Academie dem Euppleüsen dieses Lehrfaches, Lorenz Zmurko, zu verleihe» gencht. Das k. k. Finanzministerium hat eine bei der k, k, lombardischen Finauzpräfettur offene Eccrttärsstelle de„, Secretar bei der Lmn!« n«im<:illu, Dr. Philipp Chiesa, verliehe». Die in dem amtlichen Theile der „Wiener Zeitung" oom 16. l. M. fiir den 18. und 22. l. M. aiigekiindigten zwei Vertilgungen von Staatsgeldzeichen: erstere von 2,NNN,<1<)0 st. ,n verzinslichen Neichsschayscheinen und ZUO.ttNo ff. in Anweisungen auf die LandeSeinkünfte Ungarns und leßtere von 800.000 fl. in Münzschemen, haben an den bezeichneten Tage» i» dem Verbreunhause am Glacis, unter Anfsichc der dazn bestellte» Commission uud hinsichtlich der Neichöschaßscheine, im Beisein eines Mitgliedes der Vankdirection, Statt gefunden. Beilagen zu der im ämtlichen Theile der vorgestrigen „Laibacher Zeitung" enthaltenen Verordnung ter Minister des Innern, der Justiz »nd der Finan!en v. 19, Jänner 18U3, womit die allerhöchsten Entschließungen über die Einrichtn»«, und Amtöwirksamkeit der Bezirksämter, Kreisbehörde» und Statthaltereien, über die Einrichtung der Gerichtostellen und das Schema der syste-misirten Gehalte nnd Diätenclassen, so wie über die Ausführung der Organisirnng für die Kronländer Oesterreich ob und unter der Enuö, Böhmen, Mähre», Schlesien, Galizie» und Lodomcrien mit Krakau, Bn-fowiua, Salzburg, Tirol mit Vorarlberg, Steiermark, Käruten, Krain, Görz, Gradlsca nnd Istrien mit Triest, Dalmatieu, sroatieu und Slavonien, Siebenbürgen, die serbische Woiwodschaft mic dem Banal?, kundgemacht wird. Allerhöchste Bestimmliugen über die Einrichtung und Amtswirksam- kcit der Statthaltercien. (Festgesept mit allerhöchster Entschließung vom 14. September 1882.) Zweiter Abschnitt Wirkungskreis der Statthaltcrei. (Fortsetzn» g,) L. Wirkn» gkrcis der Statthalter«!. Z. 27. Die Statthaltern hat für die Herausgabe des LandesgefeiMattes zu sorgen und auf die genane Handhabung und Befolgung der Gefche und Vorschriften in den der Statthalterei zugewiesenen Geschäftszweigen zu dringen. Z, 28, Die Statihalterei entscheidet in höherer Instauz in alle» Angelegenheiten ihrer Wirksamkeit, worüber eine ihr unterstehende Behörde entschieden hat, §,, 29. D,e Statthalterei hat, wo die Landesstelle bisher landesfürstliche Lehenstube ist, auf die Lehenangelegenheiten den ihr als Lehenstube durch die Lehengestpe eingevänniten Einfluß zu üben. H. 30. Ihr ist die Untersuchung und Entscheidung über vorkommende Anmaßungen von Adelsgraden oder von Titeln zngewiesen. H, 3l. D,e Statthalterei ist ermächtigt, für die durch Elementarereiguisse beschädigten Bewohner des Kronlandes in. Umfange desselben Sammlnngen einznleiten. Z, 32. Die Statthalterei ist berechtigt, die für l!e-bensrettnngen geseftlich feytgeseyten Taglien und für besondere Auszeichnungen bei Feuer-, Wasser- »nd andere» Gefahren Geldbelohnnngen bis zum Beirage von fünf nnd zwanzig Gulden zu bewillige», wenn für diese ^I»e-gaben im Voranschläge die Bedeckung vorhanden 1st. ^ ^ 3!j, Sie führt die Oberaufsicht über die Straf-, Besseruugs-, Wohlchätigkeitö- und Human'iatranjtal-ten, und über alle öffenil.cheu ^»stiiute iu ihren, Bcr° waltuugogebiece, so weit si, hierin nicht durch blondere Institntionen beschränkt ist, ., ,.z.„,,,, §, l!4. Der Statthalterei liegt die Ober e> n g und Uebe, wachung der Gemeindeangele!,e»he!ten o!', n Maßgabe der bestehenden GemeindeaesGe. m,o "n deu gese.)maßigen Einfluß auf die Commune», welche ihr unmittelbar '>'"^",,, ' §. 3«. Als oberste Stiftnngsbcbord m K'0 'ande lM die Snitthalterei. '» so f"'« '^/Ä^ nicht durch ausdrückliche Vestimm»»ge" der ^tist b.iefe beschränkt ist, darauf z» halfen, daß die leßte« «» nach den gesetzliche» Voischriften errichtet, das <2t!ft»»,qsvermöge» gehörig erhoben, sichergestellt und verwaltet, und die VtiftungSverbiudlichteiten genau vollzogen werden. Z, 36. In Absicht auf die geistlichen Angele, genheite» steht der Sratthalterei zu: !>) die Besepung von Curatpfründeu. landesfürsslichei, uno Neligionsfonds-Patronaten, mit einem, Tausend Gulden nicht übersteigende» jährlichen Ertragnisse und mit Ausnahme der Curalbenestzien auf Camera!- und den unter der Verwaltung der Finanzbe-Horden stehenden Fondsgücern, im Einverstandisse mit dem Ordinariate. Bei Pfründen mit eilnm höheren Jahreseinkommen, oder wen» die Statthalterei dem Vorschlage des Ordinariats iu Beziehung anf den am erste» Orte Vorgeschlagenen nichl beistimmen zu können erachtet, ist die Eul-!chei0u>!g des Cultnsministeriums einzuholen; d) die Umpfarrnug einzelner Ortschaften im gleiche», Einverständnisse; o) die Ergänzung der cnnn-nin sir Pfarrer und l?o-calcapläue nach den dafür bestehenden besonderen Vorschriften; <>) die Auweifting der Almrsen-Aeqnivalente fiir die Mendikanten - Klöster nach deu bestehende» Vorschriften ; ) die Bewilligung zur Wiederherstelluug der durch Elementarereiguisse zu Grunde gegangenen Aera> rial- »nd Fondogebaude, zur Aufführung neuer, bisher nicht bestandener Gebäude und zn <«epara° tionen au vorhandene» Gebäude» nnt oder oyue a eichzeitiae U ustaltung oder Vergrößerung der-se u, v nn der Bau-Äufwand im Voraussage bedeckt ist. »nd den Betrag von dre>tan,eud Gulden nicht überschreitet; , Ii) die Gestatt»«,) einer Kirchen^, Pfarre,- oder Vchul-baulichkeit, der Errichtung oder Erweiterung von Leicheuhöfeu, der Beischaffung von Kiichtu- oder Schule,fordernissen, weun diese Ausgabe im Con» curreuzwege bedeckt werden soll, ei» Beitrag von dem Aerar oder einem unter der Leitung oder Verwaltung der Stalthalterei stehenden öffentlichen Fonde zu leisten ist, und dieser Beitrag drei-tansend Gulden nicht überschreitet; cy die Geuehmignng und Bestätigung vo» Pachc-uud Miethuerträgen, welche auf Grundlage einer öffentlichen Verstcigernna. für die Dauer intter 10 Jahren abgeschlossen werten, bis zn einem Miethziuse oder Pachtschillinge Mrlicher füuftaustod Gülden; 8ft 6) die Nachsichtertheiluug für Casseabgciuge bis znm Betrage von fünfzig Gulden, wenn der Abgang nicht ans der Veruntreuung eines Beamten entstanden ist, und für uneinbringliche RechnnngS-mängel bis znm Betrage von Tausend Gulden, wenn die Coutrollbehörde die Erläuterung des NechnuugslegerS für rücksichtswürdig und gnind-haltig erklärt; e) die Abschreibung uneinbringlicher, nicht durch Verschulden eines Beamte» entstandener Rückstände bis zum Benage von Tausend Gulden, f) die Zugestehung von Fristen zur Zahlung uru Pachtschilliugeu, Mietbzinsen uud auderen Ertrag, uissen der Foude nud Anstalten bis zur Dauer Eiues Jahres, In allen diesen Fallen hat die Slatthaltcrei, weuu der Staatsschatz mittelbar oder unmittelbar betheiligt ist, von der definitiven Erledigung mit der Fiuauz-Laudeebehörde tas Einreruehmen zn pflegen, nnd ist bezüglich d?r Bewilligung, Nachsickterchei-lung oder Abschreibung au dereu Zustimmung gebnnden. Z. 41. Der Stattbalterei steht für d,e ihr zugewiesenen Dieustzweige zn: n) ,die Annahme und Freigebuug von Dieustcantionen; b) die Peusiouirung, Provisiouirung uud O.uiescirnng der vom Statthalter oder einer uutergeordnete» BeHorde ernannten Beamte» und Diener mit genauer Beachtung der bestehenden Vorschriften; die > Bewillignug der normalmäßigen "Pensionen, Pro-! / Visionen, Qniescentengehalte,, Abfertigungen, Er-ziehnngsbeitrage und sonstigen Gebühren ihrer Witwen und Waisen; c) di« Berathung und Entscheidung über die Dienstentlassung von Beamten nach Maßgabe der im ^ §. 22 enthaltenen Bestimmungen. ! Z, 42, Die Sttitthalierei überwacht den Bau-^ dienst im Lande, so weit solcher ihr nach den, H, 1! zugewiesen ist, und leitet die administrative» Anus-Handlungen dieses Dienstzweiges. Z. 43. In jenen Kcouläudern, welche nicht in Kreise untergecheilt sind, vereinigt die Statthaltern in sich den Wirkungskreis der Kceisbeliörde. G esch ä ftsbe Handlung der S t a t t h a l t e r e i. Z,44. Die Verhandlung der Geschäfte beider Statt-halterei lheilt sich iu diejenige, welche außer dem Na-the, nnd jene, welche im Rache gepflogen wird. Z, 4!;, In der Regel sind alle wichtigeren , der, Statthalter?! znr Behandlung zugewieseneu Angelegenheiten in der Rathssitzuug znm Vortrage zn bringen, namentlich: «) Streitigkeiten zwischen Privaten, Korporationen oder! Gemeinden, die in politischer Linie ausMragen sind; b) Abschließunz oder Austösuug von Verträgen, Anerkennung der Erfüllung derselben oder das Abgehen von der Geltendmachung vertragsmäßiger oder im Gesetze gegründeter Nechte; 0) Verleihung oder Eiuziehung von Gewerbsrechteu; s>) Verhängnng von Strafen in anderen Fallen, als jenen, iu deneu eS sich gegen Beamte ooer Diener um Anwendung der ^iZ, 2!, 22 handelt; «) Entscheidungen in Parteisacheu über Bernftmgcn , gegen die Erkenntnisse der Unterbehörden; 1) Gegenstände, wo es sich um das Gutachteu über Auslegung von Gesehen, über Aufstellung allgemeiner Verwaltnugs-Marimeu oder über zu erlassende Gesetze oder zu treffende öffentliche Einrichtungen handelt; endlich N-) Gegenstände, wobei es sich um ciueu namhaften Auftrand oder um nicht systemmäßige i» dem genehmigten Iahres-Vorauschlage nicht vorhergcschene Auslagen aus dem Staatsschätze oder eiuem öffentlichen Foude handelt. H. 46. Die Beschlüsse über Gegenstände, welche! iu der Nath^sitzuug zum Vortrage gebracht wurden,! werdeu nach der Majorität der Stimmen gefaßt;^ doch steht dem Statthalter zu: i 1) In deu Augelegeuhcite», die in der ihm zn-! gewiesenen Amlöwirksiimkeit gelegen siud, worüber cr jedoch bei dem Rathskörper der Statthalterei oder mit eiinelüeu Räthen derselben ei>ie Berathung zn pflegen fand, nach derjenige» Ansicht, die er als die richtige erkennt, uud die er vertreten zu können glaubt, wenn sie auch die Stimmenmehrheit für dieselbe nicht erklärte, vorzugehen. 2. In den Angelegenheiten hingegen, die dem Geschäftskreise der Statthalter zugewiesen sind, wenn er den Beschluß den Gesetzen oder dem Interesse des allerhöchsten Dienstes zuwiderlaufend erachtet, pichen zu suspendireu, nud euttveder u) die Sache der Entscheidung des Ministeriums, in dessen Geschäftskreis solche gehört, zu unterziehen, oder l>) in !o ferne Gefahr am Verzüge wäre, oder überhaupt das öffemUche Interesse eine schleunige Verfügung erheischen sollle, «uch ^.^„ dcu RashS-descbluß die Verfügung, die er nothwendig erkennt, nach eigenem Ermessen zu treffe», zugleich aber die Anzeige des Verfügten und der stattgefnude-uen Verhandlung dem gedachten Ministerium vor-zulcgen. §. 47. Es steht dem Statthalter zn, die Abstimmung unter deu Gliederu des Rathskdrpers nach der Neiheufolge, die er als die angemessene erkennt, Statt finde» zn lassen. §, 48. Wird die Leitung eiues Departements einem andern Beamten als eiuem Rathe übertragen, so wird dessen Stimme bei den vou ihm iu Vortrag gebrachte» Geschäftsstücken mitgezählt- §. 49. Der Statthalter ist verantwortlich: ») für den Zustand der Geschäftsführung bei der Statthalterei nnd den ihr untergeordueten Behörden, Aemtern nnd Organen; d) für die zweckmäßige und kräftige Führung der ihm übernagenen Geschaftsleimug nud für die eifrige und entsprechende Ausübung der ihm anvcr-trauteu Amtsgewalt; «) für alle Entscheidungen uud Verfügungen, die von ihm ansgeheu, oder die er ausfertigen laßt. Diese Haftung wird dadurch nicht geändert, daß über den Gegenstand eine Berathung gehalten wurde, oder daß die erlassene Eucscheiduug oder andere Verfügung das Ergebniß eiues NathsbeschlnsseS war, daß daher für dieselbe nebst dem Statthalter anch der Referent und die Stimmführer, welche sich für sie aufsprachen, verantwortlich sind. A N h a N g zu den allerh öch stcn Best immuge n üd er die Einrichtung und Amtswirksamkeit der Statthaltereien. (Festgesetzt mit allerhöchster Entschließung vom 14. September 18.^2). 1. Statthalter nnd Statihaltereieu haben in denjenigen Kronländern zn bestehen, die von so großem Umfange und solcher Wichtigkeit siud, daß in denselben Kreiedehörden, als Miitelebehördeu zwischen der politischen i!andeesteUe und den Bezirksämtern, aufgestellt werden müsse». 2. Iu den Kronländern hingegen, iu denen es uicht angemessen eikaunt wird, eigene Kreisbehdrden aufznssellcu, hat eiue politische Laudesstelle (Landesregierung) uuter der Heilung und dem Vorsitze eines Landeöpräsideute» zn bestehen. 3. Dem Laudespläsidenteu steht die Amtsw,rk-samkeit des Statthalters in aUeu dem Geschaftokieije der Statthalter zugewiesenen Angelegenheiten für den Umfang des Kroulaudes zu, und er sowohl als die Uaudesstelle ist den Ministerie» und Ceutralstetteu des Reiches unmittelbar untergeordnet. 4. Die ^andesstelle entscheidet in erster Instanz iiber alle Angelegenheiten, welche u) den Kreisbehdrden, >>) den Statlhaltereieu zur Entscheidung iu erster Instanz zugewiesen sind. ii. Die Landcestelle entscheidet in zweiter Instanz über diejenige» Geschäfte, die i>) deu Kreiobehörden, li) den Statthaltereieu zur Eütscheiduug iu zweiter Iussauz zugewieseu siud. L. Gegeu die Entscheiduugen, welche die Lau-dessteUe in erster oder zweiter Instanz geschöpft lial, ist der Recurs au die Miülsteneu uud lZentralsteUen des Nciches gestattet. 7. In Krakau wiid eiue politische Laudeöstelle uuter dem Vorsitze uud der Leitnug eiucö ^andespra-sidencen bestellt. 8. Der Geschäftskreis diejer Landesstelle nud des Präsidenteu derfel'ben hat jener einer iVtatthaltcrei uud eines Statthalters zu sei», jo weit nicht eine Abweichung ausdrücklich angeordnet wird. 9. Die Angelegenheiten, fur welche von den Lau-desstelleu oder dem Laudespräsioeiueu die Entscheidung des gallischen Statthalters einzuholen. oder. ^o weit es sich um Gutachten oder Anträge an die Ministerien haudclt, der Bericht dem genanuien Statthalter zur Einbefd'derung mitzutheilen ist, siud: n) die laudständischen A»gelege»hclteu; li> die Verhalldlnugeü, welche die galizisch - ständische (5reditsansta!t betreffen; c) die Verhältnisse der katholischen Kirche zu dein Staate, so weit eö sich un, grundsätzliche Fragen oder nm das Gutachten über die Bcseyung von Bischofsiyen oder anderen höhereu geistlichen Würden handelt; ,»d ii, welcher Diätenclasse die Beamte» der Kreisbehör-den stehen, wird durch das Schema der systemisirten Bezüge der Beamten nud Diener bei den politischen uud gerichtlichen Behördeu bestimmt. Dem Vorsteher der Kreisbehörde gebührt eiue freie Wohunng, weun eine im Amtsgebänoe voihau-den ist, oder ein angemessenes Quartiergeld. Z. 7. Die bei den Kreisbehörden angestellte,! Beamten derselben Kategorie stehen im Range gleich, wenn anch ihr Gehalt verschiede» ist. Mit Ausnahme des stellvertretenden Commissars, der iu die Kategorie der Statthalterei-Secretäre gehört, ist die Vorrückuug der Commissäre, Secrctäre und Kanzlisten innerhalb jeder dieser Kategorien in die höhere Gehaltsstufe eiue graduelle und die Beam-ten jeder dieser Kategorie» haben bei allen Kreiobe« Horden eines Landes eiuen ^'oimetalstatus zu bilden. Die Couceptspraclikanteu gehören in deu Status der Statlhalterei, und werden den Kreisbehörden nach Maßgabe des Bedürfnisses zugewiesen, §, 8. Für die Angelegenheit der directen Besteuerung werde» den Kreibbehördeu eigene Beamte mit dem Titel von Steuer-Iuspectoren und Unter» Inspecioren in unmittelbarer Unterordnung nnter den Vorsteher der Kreisbehörde beigegebeu. Sollte es das Dieustbedürfuiß erforderu, so kaun demselben dnrch Zutheiluug eines oder mehrerer Officialen entsptochen werden. Das dienstliche Verhältuisi dieser Beainte» wird dusch eine besondere vom Finaü-ministeriuni im ßin« oeruehmen mit dem Mimsterium des Iuueru zn er« lassende Vorschrift geregelt, wobei, bezüglich des Ver< hältuisses derselben zur Kreisbeborde, die Bestimmung zu gelteu hat, daß die Inspectcreu in allen Steuer» fachen, wobei der Kreisbehörde ei» überwachender odec ausübender Wirkungskreis zusteht, bei diesem Amt« dieselbe Sielluug einzunehmen habe», welche den bi^ her bestandenen Stener-Inspectore» und Unter-Iuspec« loren bei den Vezirkshanplmannschaften instructions« mäßig zngcwi^sen war. Z, 9. De» Krciobehdrden werden außerdem M Nesorgnug und Hilfeleistung iu den Gegenständen des 81 öffentlichen Vaudienstes technische Beamte (Vaube-amte) b-igegeben, die in dienstlicher Beziehung der Kreisbehörde zu unterordnen und zunächst unter die DiSciplinaraufsicht des Vorstehers der Kreisbehörde zu stellen sind. Im Uebrigen wird die Stellung und Wirk-samknt dieser Organe durch besondere Anordnungen bestimmt. §. 10. Im Falle der Abwesenheit oder Ver-Hinderung deS Vorstehers der Krciebehorde hat der stellvertretende Commissar, wenn nicht von dem Statt-halber eine andere Vorkehrung getroffen wird, die Amtsleitung zu übernehmen und alle dem Amtsvor-steh.'r zukommenden Verpflichtungen zn erfüllen, in welcher Hinsicht ihm anch die Verantwortung für die Geschäfiöführnng während der Dauer der Vertretnng obliegt. Außer dem Falle der Vertretnng ist der stellvertretende Commissar von dem Kreisvorsteher in der seiner sonstigen ännliche» Vcellung angemessenen Art gehörig zn verwenden, §, 11. Die Beamten und Diener der Kreisbehörde sind in ihrer Dienstleistung dem Vorsteher der Kreisbehörde untergeordnet und verpflichtet, sich nach den Anordnungen desselben und nach den Bestimmungen deö AmtS-Unterrichtes (H> l8) z» verwende». Z, 12. Der Vorsteher der Kreiobehdrde I/at die Beamten und Diener derselben, und die ihm beige-gebenen technischen und Sceuerbeamten (W 8 und 9) in deren Dienstleistung zü leiten, und sowohl diesel-den als anch die Beamten und Diener der Bezirksämter und überhaupt der ihnen untergeordneten Aemter und Organe i» deren Geschäftsführung zn über-wachen, sie znr ordnung,näßigeu und genauen Pflichterfüllung zn verhalte» und gegen dieselben mit Mah-innigen, Verweisen und Strafandrohungen, und uöthi» genfalls mit Suspensio» vom Dienste und Gehalte vorzngehe». Die verhängte Suspension ist unverzüglich dem Statthalter und zugleich, falls es sich um einen Ve> amten, dem bei einem VezirkSamte die judicielle Geschäftsführung anvertraut ist, handelt, dem Oberlandesgerichts - Präsidenten , wenn Derjenige, den die Suspension trifft, hingegen ein Sieuerbeanuer (§, 8) ist, der Steuerbehörde anzuzeigen. Z. 18, Für die Stelle des Vorstehers der Kreis-behörde, sowie für jene der stellvertretende» Commis-scire, erstattet der Statthalter de» Vorschlag an den Minister des Innern. Die Ernennung ist Seiner Majestät vorbehalten. Die Ernennung der übrigen Commissare »nd des Kreisarztes steht über Ternauorschlag deö Statt' Halters dem Minister des Innern zu. Die Manipulationsbeamte» ernennt über Vorschlag deö Kreisvorstehers der Statthalter. Die Anstellung der Dienerschaft, sowie die Aufnahme von Diurinste», i» soferne solche Statt finden kann (z. ü), steht dem Vorsteher der Kreisbehörde zn. Die Steuer.Iuspectorcn und Unter-Inspectoren ernennt daö Finanzmiuisterimn über Antrag derSteuer-Landesbehorde, welche, wenn ihr Vorsteher nicht zugleich Laudeschef ,st, ih^„ Besetzungsvorschlag im Weg? des Laudeschefs vorzulegen hat. Die technische,, Beamten derKrcisbehorde» werden über Vorschlag des Statthalters vom Ministerium für Handel und öffentliche Wanten ernannt. Der Vorsteher der Krcisbehörde ist ermächtigt, dem stellvertretenden Commissare oder einem Sleuer-oder Vaubeamteu auf 14 Tage, und den übrigen Angestellieu der Kreisbehörde anf 4 Wochen Urlaub zu gewähren. Die Anträge auf ausgedehntere Urlaube, anf Erthe,lung vou Belohuuugcu und Anühilfe,,, wegen Versetznug ,n den bleibende» und zculichen Ruhestand lind wegen Bemessung der Nnhegenüsse für die Beamte,' und Diener der Kreisbehörde. dam> wegen Bestimmung der Pensionen, Provisionen und überhaupt der Gebühren sin- die zurückgebliebene» Angehörigen verstorbener Beamten u»d Diener, sind der vorgesetzten Behörde zur weitern Verhandlung n»d nach Maß- s".'„, c? !s^^'b°"'° ""geränmteu Wnkungskre,-seS zur E»tsche,dunq vorzulege». c» s^'/^ ^' D'sciplinar-Strafgewalt über daö Personale der Kreiübehörde wird, i„ s» weit die Befugnisse des Amtsvorstehers nicht ausreichen, vou dem Statthalter, und in höherer Linie vom Ministerium des Inner» ausgeübt, "Betrifft es einen technischen Beamten, so entscheidet in höherer Linie das Ministerium für Hände! und öffentliche Bauten über Rücksprache mit dem Ministerium des Innern. Die Disciplinarbehaudlüng einender im H, 8 erwähnten Steuerbeamten steht der Vteuer-Laudeö-behöroe und dem Finanzministerium, nach Umstände,! im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern, zu. Die Entlassung eines Kreisvorstehers uud eines stellvertretenden ssonunissärs ist der Entscheidung Sr, Majestät vorbehalte!,; sonst wird die Enilasin^g^'on Beamten und Diener» unter genauer Beobachtung der hierüber bestehenden Vorschriften, insbesondere über die Zuziehung zweier Instizräthe bei Entlassung von Beamten vo» jener Behörde ansznsprechen sein, welcher das ErueunuugSrecht zukömmt. (Fortsetzung fe'lgt,) Nichtamtlicher Theil. G e st e r r c i ch. Trieft, 24. Jänner. Se. kais. Hoheit der Herr Erzherzog Ferdinand Maximilian hat sich gcstern au Bord der k. k. Dampffregatte „Lucia" eingeschifft, mn sich »ach Dalinatie» zn^ begeben. Die Triester Börsedeputation hat so eben drei, für die Handels- und Schifffahrtstaiistlk wichtia/ Ta> belleuwerke veröffentlicht. Das eine enthält die Schifffahrt in sämmtlichen österr. Häfen, besonders in Trieft während der Jahre 1848 lind 1849, das andere die Schifffahrt in den Communalhäfe» des östecr. Küstenlandes während der Jahre 1843 — 1849, mid das dritte die österr. Schifffahrt im Auslande während der Jahre 1847—1849. — Eine zweite, ebenfalls anf Koste» der Börsedepntation an de» Tag geforderte licerarische Erscheinung ist ein vom verdienstvollen Schiffscapitä» Herrn C. Constautini verfaßtes populäres »antifches Werkchei!: ,^'lünico 6^1 muriu^u.« Der Lloyddampfer „Croatia" ist heute in außerordentlicher Fahrt »ach Constantiuopel abgegangen. An Bord desselben befindet sich Herr FML, Graf Leininge». Aus Friaul meldet man der „Triester Ztg.": Die Gemeinde von Uoine hac bereiis die L>eferu»g der Röhren zu der für die vierzehn Brunnen bestimmten Wasserleitung ausgeschrieben. In der letzten Zeit wurden auf dem erzbischöslicheu Platze daselbst mehrere Verschönerungen angebracht. Der neue Erz-bischof, Monsiguor Trevisanato, soll nächstens aus Rom eintreffe», — Anf Kosten von lli Gemeinden des gebirgigen Frianls (Carnia) werden zwei Brücken über den Tagliameuto errichtet werden. Der Bau wird 400,000 Lire in Anspruch nehmen. Ueberhaupt regt die nade Vollendung der Eisenbahn nene Bauprcjecte an. So z, B. spricht man von der Errichtung anderer Brücken über die vorzüglichsten Bäche, deren oft heftige Strömung znweilei! die Communication stört. Im Marktflecken Sacile an der Livenza, der eiue der bedeutender,, Eisenbahnstationen bilde» wird, will der Gemeinderath auf eigene Koste,, a» einem geeigneten Platze einen Bahnhof herstelle», der m,t dem Nütz-licheu alle Bequemlichkeit vereinen imd znqleich zur Verschönerung deS OrteS beitrage» soll, — Die Li-venza ist überhaupt in ihrer Wichtigkeit für die Schiff--fahrt und Industrie noch zu wenig gewürdigt. — I» Frianl geht ma» jetzt auch mit einer Verordnnng, betreffend die Hutweideu, »m, damit de» auf denselben znm Nachtheile deS Ackerbaues vorkommenden Mißbräuchen gesteuert werde. — Die Haiidelskammer von Udine soll sich für die gänzliche Aufhebung des Ausfuhrzolles auf Seide ausgesprochen habeu, damit das lombardisch-venetianischc Königreich uud Tirol, Pie-moitt gegenüber, das die Ausfuhrzölle zu seinem Nutzen abgeschafft hat, nicht im Nachtheile bliebe. — Vo» dem bereits erwähnten »/Vmmwloru fiinlnuu" ist das zweite Blatt erschiene!!, ans dem wir mit Vergnüge» den reichen Inhalt des Jahresberichtes der Udineser Handelskammer ersehen. — Die durch die angeordneten Theißregulirnugs-arbeiteu gewonnene culturfähige Vodenftäche belauft sich jetzt schon anf mehr als 220.000 Joche. Der Werth eines Joches kau» mit 80, mit 409 ,Guldeu CM. angenommen werden. An Pachtschilling werden jährlich 4 st. per Joch gezahlt. V c »l l l ch l a n d. Munchcn, 13, Jänner. Die polizeiliche» Maß-, nahmen gege» Prof. Gervinus Schrift: „Einleitung in die Geschichte:c.", sind iu eiue neue Phase getreten, indem die Polizeidireciiou heule Vormittag in jenen Buchhandlungen, welche ihr nicht freiwillig die verlangte Einsichtsnahme vou den Comptoirbücher» und diemit Bekanntgabe der einzelne» Abnehmer des er-' wähnte» Bnches gestattete.,,, die Beschlagnahme der ^ betreffende» Geschäftsbücher verfügte, ""d diefelbe» durch de» Viertclecc>mmissär z»r Polizei bringe» l,eß, I» Folge dieses Vorganges versammelten sich !'°f?tt die Chefs der hiesige» Buchhandlungen i« einer ge. meiu,amei, Berathnuc,. i» welcher die Einreichmig e,-»er Vorstellung bei der königl, Regierung von Ober-baieru beschlösse» worde» se,n soll. Tl^egraphlsche Depesche«. ' Paris, 22. Jänner. In der. bezüglich semer Hmnat a„ die Repräsentanten der, höchste" Staatsgewalten in den Tnilerie» gehaltenen Rede !pr"a' '^' ^ Kaiser, „Ich folge dem so °ft '"^^ Wille», wenn ich Ihnen meine bevorstehende ^e.m, luua an-ei.ie. Die Ehe, welche icl> .'^'''^ " >'>'!" übereiustimmend mit de» Traditionen einer alten Politik; ich erachte dieß für einen Vortheil. Frankreich hat sich durch seiue aufemandlrfolgeuden ungestümen Revolutionen immer strenge von dem übrigen Europa getrennt. Jede besonnene Regierung muß strebe», ev wieder in den Schooß der Monarchie eintreten zu lasse», aber dieses Resultat wird sichere! durch gerechte uud freie Politik, durch Loyalität der Verträge erreicht, als durch eine Ehe mit einem Fürstenhause, de»n diese setzt oft an die Stelle des nationale» Interesses, das Interesse von Familieubanden; überdieß habe» Beispiele der Vergangenheit im Gedächtnisse des Volkes abergläubische Erimiernngei! zurückgelassen. Es hat nicht vergesse», daß seit 70 Jahre» nur fremde Prinzessinnen die Stufen deS Thrones Frankreichs bestiege», um ihre Sprößlinge durch Krieg oder Ne-volimoneu zerstreut oder verbannt zu sehen. Nur eiue Frau schien mehr Glück und Leben in der Erinnerung deo Volkes zurückzulassen, diese war die anspruchslose, gnte Gattin deö Generals Bonavarte, uud war nicht königlicher Abslainmimg. Dennoch muß ich anerkennen, daß die Ehe des Kaisers Napoleon mit Maria Louise , ein großes Ereiguiß, ein Pfand fnr die Z»k„nft, eine wahrhafte Genugthuung für de» Natioxalstolz war. Wir sehen, wie das alte u»d berühmte Hans Oesterreich, mit welchem wir lange Zeit in Kriege verwickelt waren, sich i,m die Verbindung mit dem erwählten Oberhaupte eines neueren Reiches bewarb (??). Und sahe» wir nicht, wie im Gegentheile unter der lchtcn Regierung die Eigenliebe des Volkes lttt, als ^der Thronerbe fruchtlos mehrere Jahre hindurch eiue Ver-binduüg mit einem Herrscherbanse erstrebte, endlich zwar ohne Zweifel eine vollendete Fürst,» zur Gattin erhielt, die aber »ur ans einem untergeordueteu Fürstenhause stammte, und anderer Religion war. Wen» Angesichts des alte» Europa ei» neues Princip der Macht sich zu gleicher Höbe mit de» älteren Dynastie» erhebt, darf man nicht hoffen, durch Herabsetzung seines Wappens, und indem man sich um jeden Pre,s in die Familie ^on Königen einführen möchte, in derselbe» aufgenommen zn werde». Dieß geschieht eher, indem ma» stetö seines Ursprunges sich erinnert, indem ma» seiue» Charakter bewahrt, uud indem man Enropa gegenüber allerdings die freie Stellung eines Emporkömmlings einnimmt, ein ruhmreicher Titel, wenn man dazu durch das freie Stimmrecht eines große» Volkes gelangt ist. Aus diese» Gründe» bin ich genöthigt, nuch vou bisher befolgten Vorgä»qeu zu emferue». Meine Heirat ist nichts als eine Pri-vaiangelegenheit. Es blieb nur die Wahl der Person übrig; das Mädchen, anf welches meine Wahl gefallen, ist von ausgezeichnetem Hanse, Französin dnrch Herz, Erziehiwg mid Er!„»eri,»g an das Blut, wel-cheü ihr Vater für die Sache deö Kaiserreiches vergösse» hat. Als Spanierin hat sie den Vorzug, keine Familie i» Frankreich zn haben, der man Ehrenstellcn anzuweisen braucht. Mit alle» Eigenschaften des Herzens begabt, wird sie eine Zierde des Thrones sein, wie sie in den Tagen der Gefahr eine seiner kräftigsten Stützen sein wird. Katholikin und fromm, wird sie zum Himmel die Gebete für das Glück Frankreichs senden, wie ich; lieblich und gut, wird in ihr die Tugend der Kaiserin Josephine wieder aufleben. Ich komme, um Frankreich zu sage» : ich habe vorgezogen, ei»e Gattin zn wählen, welche ich liebe und achte, statt eine Unbekannte, durch deren Verbindung ich hätte Vortheile erlangen können, die aber auch mit Opfer» verbunden gewesen wären. Ohne Zeichen vou Geringschätzung gegen irgend Jemanden, gebe ich meiner Neigung nach, nachdem ich meine Vernnnft um Rath gefragt. Indem ich endlich Unabhängigkeit, Eigenschaften des Herzens uud Familiengluck über dynastische Vornrtheile und Berechnungen des Ehrgeizes erhebe, werde ich nicht minder mächtig als frei sein. Bald werde ich mich nach Notre Dame begeben, und die Kaiserin dem Volke und der Armee vorstelle». Das Vertrauen, welches beide zn mir hegen, sichert ihre Sympathien anch Derjenigen, die ich gewählt, imd Sie werden sich, sobald Sie sie kennen lernen, überzeugen, daß ich anch dießmal dnrch tie Vorsehnng richtig geleitet worden bin. ^_____ Locales. MVzarts Feie r. Nie Erinnernnasfeier großer Män^r wird am würdilstu dnrch die Vorführnng ch.er Schöpfungen eäa,3 » Die F«»nde der Tonkunst n.nssen wohl o,e Anffi^ ^ 2"b" 'n Laibach nicht aebörten ^per „Don Juan" von dem unsterblichen Mozart zur Feier seineö Geburtstages als eine erfreuliche Erscheinung begrüßen, und sicher-lich werden alle Verehrer des großen ManneS Dank wisse» dein Heir» Ludwig Klerr, Capellmeister der hiesige» Bühue, der dieses Tonwerk für seine Benefice, die morge», Donnerstag de» 27. Statt findet, wählte. Die hohen krai». Stände veranlaßten zu diesem Zwecke die Beleuchtung des äußeren Schauplatzes, Möge das kunstsinnige Publicum recht zahlreich sich au der würdevolle» Mozart-Feier beteiligen. ""d ^""""' I' "' Kleinmayr und F. Vamberg. Annana zur Smöac!wvSeitmla. Telegraphischer Eours ° Vericht der Ttaatspapiere vom 25, Jänner I853. 2t^at>i,ch>ildV'e>.sch«!!',»!s,e!, zu Z p!5t, (,,, EHl,) 9^3/16 dttto ' „ 4- !/2 , ,. 81- 7/8 D,ir!el!en '»it Verlosung «, I, !839, für 2)0 ss, 139 fiir I!)ü fl, 5°/« 1852.............943/16 V.nck^letie,,. vr. Etilck l357 ft. „1 (i>, M. Actie,, der KlNser Ferdi>,>n,ds-Noit>^ili„ z,, !»<«, N. Netien der Wien Glo^giutzcr-Eisenbahn zil 500 ff. E. M.....787 1/2 st. i» V, M. Netic» der österr, D>,'»>i»-Da„wfschifffahrt z« 500 ff. C. M...... 743 ss. in E. M. Wcchscl - Cours vom 25 Jänner 1853 Amsierdam, für l»0 ThalerCurrent, Nthl. l31 1/4- Vf. 2 Mmiat. Äu>,«!'!,r>,, ,»r !»!!> '«„ü:,, 'öur,, ^,,N>, 109 l/^ Nsi), ^,a»ff>n! »,N!,, (>!N !Ä! ,!, ,,id0, Äü ) ci!,6«Währ, i,u 2^ l/i,!. F,,,,, G,,,d,, 108 I/l- Vf, Ä Mmilit. ha„!l>!»^, für !<»«» Th»!er Ä>,„«, Ätl>!, 1N2 Bf. i Nu„a!. ?iv°r„o, fi,r 30« ?c»!e>n,i!X'e Lire, G»>d, <06 3/4 ! Äü'üa/, ko„dm>, für < Psimd Steiünq, Giüde,, 10-^5 3 M^'„,,t. M>«!a„d, für :!<»« Oesieneich. «ire, G,0Fn,«f>„ . . O„!d, I2g1/2Nf, 2Äii„>,,. Ould- und Silber-Vo»> se v l> >n 2^. Iä», !«.'i3. Briei. We,i>, ^ais, Münz-Ducate» Ngin .... — 155/8 detto Nn»d- dto „ . . . . 15 l/2 (!»>ii>!^ „ . . . . — 1Z,!d'o>^! „ , , , . — !!,6 Liigl. Soverai»!^ „ . , . . — N),.',3 Silbeva^iu ..„,.,. — !! l/2 fremden-Ilu.mge der hier Ängekonoüeneu »nd Abgereiste» Den 24, Jänner 1853, Hr, Weiß v, Starkenfels, öste,r. Consul; — H>-, Tischendorf, Professor; — Hr De,nelri, — Hr ähiaroy, — Hr. Plister, — Hr, Strakosch, — Hr, Hofer, — »nd Hr, Rosniini, alle 6 Handelsleute, u alle 8 von Wie» „lich Trieft. — Hr, Fra»z Ger-mai», k. k. PoI,;ei.'Obcr.-(iommissär, uo» Mailand, — Hr. Ritter v. Wai„Hasser, Prio^cier, von Gratz »ach Trieft. — Hr. Pichler, Haiidelsmann, vo» Z^l^i ^gersiek. - Hr.Grabner, Handelsm , von Pesth, — Hl. Is,>t Mayer, Haüdelsnic,»:, , uon Giatz, __ Hr. Israel Hirsch,nann, Fabriksageitt, l'on SechslMis — Frl. v. Bnlatooich, Dberftenscochcer, von Wien »ach Venedig. _ Hr. Dabovich, — n. Hr. Ioh. Lci^oro, beite Prioaiiers, — iiud Hr, Josef Co^nasy, Hand--luiigsbüchhalier, alle 3 uo» Tr,eft »ach Wiei,. Z. 112, (!) Nr. 14835, E d : c t. Vum k, k. Bezirksgerichte Umgebung L>>iI'achZ wird hiemit bekannt gemacht: (Zs habe Georg Kncs von Wi>>« «ub 7. December l. I, , Nr. I483i, widci Josef und Ursula Nowak und ihre unbekannten Nechlsnachfolqer, die Klage aus Löschung der, auf die ihm gehörigen, im Grundbuche ocr Pfalz Laibach suk Urb. Nr, 12 ^ vorkommenden Kaische, für Ursula uno Josef Nouat intabulirten Uebcrgahs' Vertrages ddo. 4. Februar 183! , lind des zwischen Josef Tome, dann Theresia und Georg Daria er-lichteten Ulchergabsoerttagks ddo, l?, Juni 1852, rlicksicdllich der il>n,ü aus diesem Alttragc zustehen--den ilicchle angebracht, wonioer zur neuerlichen Vcr--. Handlung die Tags.'tzung auf de» 15, Apcil d. I,, Fiü'h 9 Uhr hicrgelichls anberaumt wurde. Da der Aufenthalt der B^lagten oder ihrcr Rechtsnachfolger diesein Gerichte unbekannt ist, so wurde dknftlben Hr. !),- Naprett) als «üuigioi- 3den durch dieses Edin,g Ni der H>nd>lswelt bekanvt se>n dü,f-I^n, so erlaube ich MN', die Herren Kaufleute in Kenntniß zu setzen, daß in denenselben ausgezeichnet schöne, vollzählige u. schwere Nligelwaren uon der kleinstcn bis zur giößte» Smce, d^s ist lOUU Scück i» lU Loch bis l» Pfund im Gewicht, wie auch alle Galtungen glättzendverzinnte 0d »schwarzlackirte Striegeln, Reibeisen, beuchter, Heu-körbe,Schraubstöcke, Wagenschleifen lc. :c> lc., aus dem desten steinjchen Eisenmate-nale erzeugt, und alle Fabrckate zu möglichst dil^ ligc-n Preisen berechn»! wilden. Preis^lZourante erfolgen aus gefall,gc Anfragen sogleich, und es w>rd e>ne schnelle prumpte Be-dienun^ gegen Contant - Zahlung in jeowcdem Quantum zugesichert. Zuschriften und Aufträge find zu richten unter der Firma: Vincenz Herzog in Gratz, am oberen G,ies, im eigenen Haus Nr, 1(146. Z. N4. (l) Wiesen - Verpachtung. Am l, Februar 1853 Vormittags !> Uhr werden 31 Wiesenanlhcile für die dr.i Jahre ltt53, l854 und ltt55 licitando verpachtet wer-! den; die Wiesen liegen in der Gegend bei Pod-pezh nächst Marga, Die Berstcigerungs-Verhandlung wird in der dießä'mtlichen Kanzlei abgehalten werden. Verwaltungsamt der D, O, ritterl. kommende, Laibach am . Jänner l^5it. Der Commende - Verwalter: Ball-Ginladung. Am 6. Fedruar 1^53, das ist am Fasching-! 2o!it!tagc, wild im (Zasino-Vereinslucale zu Neustadt! ein öffentlicher B.ül abgehalten, wozu der Eintritt, mit Ausschluß der i!lvr<>e, jedem anständig Gekleideten und auch für Masken gestattet ist. Eintrittskarten, z» 20 kr. für die Person, können in dcr Handlung des Herrn Carl Ienk-ner zu Neustadt!, und am Ball-Abende beim Eintritts erhoben wcrd.n Der. Nal! ocainnt um ? ^ Uhr ?lbends. Neustadt! am !!> Jänner l853. So eben ,st erschienen und bei Zg«l. V Kleiumayr K Fedor Vamberg und dei Georg Aercher zu h^en: Wuhil, lenkt der Ehrist nm Schluss? des schei ! dende« Jahres seine Vlicle und Gedanken? Predigt iller Psalm ,23, I, am lctzten Abend des Zahrcs l8Z3 von Theodor tklze, evangelischen Piarrcr in Laibach. Zum Besten des evangelische» SchulfondeS in Lalbach. Preis 10 kr, Grster Jahresbericht der evangelischen Gemeinde IN ^mbach, nebst den Statuten der vereinigten euangelisch,n Gemeinde daselbst, (Zum Besten des Kirchenbaufondes dieser Gemeinde.) Preis 12 kr, ?l»ibach, Ed. v, schloß ii,>d Hütte, oder: die Macht der qnten nnd bi)se,! Beispiele, Eine ^eitgemäsie Er,-z.il/un^ zur Pefesti^nng religiöser Nü» >,chll,che,^ G,... simümgen. Der reiferen Jugend g'widmec, Schaff.-hausen 1852, 54 kr. Amerikaner, der nene, oder: die Kunst, die englische Sprache ohne Lehrer in tin^ester Zeit zn erlerne», Nördlingen 1852. !8 kr. ?!phorio,nen und Phancasien eines östeneichischeü Veteranen. Giaz IÜ52, I si. 20 kr. Are n tSschild, ^, », Sonette von Loins C^inoüs. Ans dem Portugiesischen. Leipz,« !8Z2. 2 fi. >0 k>'. 'Becker, C, F, Lieder n»d Weise,, vergangener Iah>-' hunderie, Worte u„d Töne dei, Onginalen eiulehitt. ?. Auflage. Le,pzig 1853, I fl, 3? kr. Beyer, Theodor. Der Handwerker. Ein practisches Hilsobuch ,nit arändlichen Eiläuieim'^en nnd den nöthigsten Formularien über alle dem Handwerter !,och,ue,,diften Kenntnisse ini Geschaftöleben, g, yer-niehrie Anst'qe, Rentlma/» 1852. 54 kr. Corn?, Dr, E, G. lieber Geistes ^ Epidemie,, der Me„schhe!t. Leipzig 1852, 54 kr. — — E, G. PhysiS. Zur Geschichte dcS leibliche,, Lebens. Mit 61 in den Text eingedruckten Figure». Stuttgart !85>, 5 fl, 24 kr. — — Psyche Zur E„twick!>,,,ü6geschichte der Seele. 2, verbesserte Auflage. Mit dem B,ld„iffe des Verfassers. Stuttgart 1351. 5 fl, >4 kr, Cui'zon, Rod. .jnn. Besuche in den Klöster,, der Le» vauce (Reise duich ?leaypten, Palast,na, ?llban!ei! u„d die Halbinsel Atho«), sttebst 12 Kupferiafel» und 2 'MÜsikl'eilagen, Leipzig 1851, 5, fl. 3 kr, Dallas, R, C. lieber den O,oe„ der Iesuüeu. Aüs dem Englischen frei überseht nnd bereichert vo„ Fi,ec>-rich ?on Herz. 2, Anfl. Rege„)burg 18^2. 2 fl. 42^- Diepe» brock, Melchior v Geistlicher Blumenstrauß aus christlicher Dichier G.nte„, d,„ Frea„den heiliger Poesie, 2. oer», ?sufl. Snlzbach !«52, 2 fl. 24 k<'> E i ch ler, Ed, O, S,chc>e Heil^c i. scl> iefe,' S ch n >> ler„; 2. Hebung allcr ?l,,lagei, zu R Ü ck e n k r ü m-' mnngen; 3 radicals Abhilfe jeder fal chen Fuß' ,ichtn„g, als: H , n wärtsg ehen, Stehe» u, s w>! 4, »olle Kräftigung, schwächliche K ö r p e r c o ,>' stitulionen leichc unc> für immer zu beseitige,,. Mit 20 Abbild, anf ö Tafeln. Wraz l«53. 30 kr. Fleischl>r, H. H, Der kleine Tü,ke. 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Hei»,sch, Georg F>d, Kleine Weltkunde für Ech'i^ uiill Haus, 2. verdess. Auss, B.,mberg 1852. l5 kr- Hofer, B, M. Sannnlnng »on Kopfiechnu»c,s Aas' qabe„, »„eist ^m Geschäfislebe» e,,t»omme,!, für Schulen :c. Scnllgult 1852, 36 kr, Hoffec's !)>', Allgemeiner österreichischer Ha u s- in'd Geschäfls Secretär und R ech cs fie „ » 0-E,^ unentbehrliches Hilfs - u„d Auükunftsbuch in alle» A,!aelegenh,'ittn des Fauulie».- n„d Gcschäfis-lebe„s, 5, gäu^l,ch innaearbeitete ?l»fiage. 2 Theile i„ ! ^and.' Wien !853. 4 fl. Huray, !)>'. G. I. Neue eige»chün,liche Meihcde, die Getreidearie» ganz oh»e Malz, und die Kartoffel» unt 75 Piocent weniger als bisher angewendet ei,!zumische», ohne de» geringste» Verlust an Si.'<-' l'itliö.-Ausbeute zu habe». Beil!» 1852. 54 kr, Johanns, F. I, Tabellarischer Schlüssel znr schuelleii Be>echnu»g der e»tfal!e„de» Gebühr aus Besoldn," qe», Pe»fio»e» :c, bei deren Ainveisnng und Ei,>' stellu»g, so,vie der einfallenden (iiokommensteucr a»^ de», de! selbe» nach de,n Ei»komn,enüeuei .-Pate,'« vom 29. October 1849 unterliegenden Bezüge». Zui» Gebrauche der k. k. Staacscassen, Wie» !852. 48 kl> Kaiser, Jos. Die Schule, der Spiegel der Gege»' w^n, dail Echo der Ve,gange»heit, der Regulac»^ der Zukunft. Wie» 1U53. !5 kr. Kock. Paul Ve In»g«s Mädchen — Alter Inngg^ selle. Hu»,o, istischer Roman. Frei nach dem F""^ z?f,schen ?o» Carl Dolde, l Band. Wien >82l. 24 kl' König, H. Auch eine Jugend, Le,pzig 1852, 3 fi, 7 ^' ^rans, I. B. K. Jahrbuch tür den Berg- l»>° ^ütieinna»» des österreich, Ka,serstaaies für >852> III. Jahrgang. Wie» >852. 2 fl,