Nr. 67. Donnerstag, 24. März 1887. 106. Jahrgang. Zeitung. Prilnumtlntionsprtlö: Mil Pos! Versendung : ganzjährig fl, l6, halbiähng fl. 7,50, Im Comptoir: gnlni>, s>, i i, imilijähriü ,oo. Für di« ^uslcllunn »>s bau« ganziähng fl. i. — Inslrtionsaebür: Für lleiüc Ilisernte bis zu >< feilen 25, lr,, grühcrc per Zeile ü lr,; vei öftcrcil Wicbcrhollnissen pr. Zeilü 3 lr. Die ,,V«ibacher Zeitung" erscheint täglich mit Nusnahmc der Sonn- und Feiertage, Die Administration befindet sich Bnhnhosgasse ,5, die Medallion Wiencrfwihc ,5, — Unfrankierte «riefe werden nichl mizcnoiiuncil und Maiuiscrlplc nicht z»r>I>f»lPMt, M^ Des h. Fcicrtngcs wegen erscheint die nächste Nummer am Samstag den Äl. März. Amtlicher Mil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben den, Lieutenant in der Reserve des Dragoner-Regiments Fürst zn Windisch-Gractz Nr. l4 und Coneeptsprakti-lanten bei der niederösterreichischeu Statthalterei Alois Grafen zu Trauttmansd orff - Weiusberg, dem Lieutenant des Dragoner-Regiments Alexander Prinz von Hessen und bei Rhein Nr. 6 Johann Grafen Vo lest a - Kozicbrodzki und dem Rittmeister außer Dienst Eugen Grafen Zamoyski die Kämmerers-würde taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Uichtamtlicher Weil. Die Niigelfabrication zu Eisnern. i. Wenn man von Bischoflack westwärts das Thal an der Zayer weiter verfolgt, so kommt man nach einer Reihe mehr oder minder volksreicher Dörfer, deren Bewohner sich mit Viehzucht und Landbau beschäftigen, zu dem nächsten Orte Eisnern, dem eigentlichen Vororte des oberen Theiles dieses freundlichen Thales. Die südlichen und südöstlichen Ausläufer des Ielovca-Gebirgsstockes rücken hier so nahe mit der gegenüberliegenden Bergkette zusammen, dass ein enger Thalhals entsteht, der für nicht viel mehr denn für Fluss und Straße Raum zu haben scheint. Und doch haben gerade hier sich die Menschen am dichtesten zusammengedrängt ; wie die Volkszählung vom 31. Dezember 1880 ergab, wohnten damals hier nicht weniger als 1203 Menschen. Rechts und links von der Zayer erheben sich zahlreiche kleinere uud größere Häuser, die meisten gemauert und mit Dächern von Holz, einzelne gar alterthümlichen Aussehens, dass man glaubt, ein Stück Mittelalter vor sich zu haben. Dazwischen an den Ausleitungen der Zayer eine Reihe barackenartiger Hütten, an deren Außenseite kleine Wasserräder ihr lustiges Spiel treiben. Das eintönige Gehämmer, wel-chrs, aus den zahlreichen Werkstätten kommend, sich in das Rauschen des eiligen Flüsschens mischt, erinnert einen alibald, dass man in einem der gewerbfleißigsten ^)rte Oberkrains angekommen sei. Wie in den Bergorten auf der Nordseite der Ie-lovca, zu Kropp lind Steinbüchl, wird auch hier seit alten Zeiten schon Eisen gehämmert. Man macht da Nägel der verschiedensten Gattungen und Größen, wie es die zahlreichen Namen bezeigen, die noch hie nnd da bekannt sind. In den letzten Iahreu schränkte sich die Production auf eine geringere Zahl von Sorten ein, nämlich die Okrogli, Nägel mit runden Köpfen in zehn Größennnmmern, die Naplosk, Nägel mit Flicgen-kö'pfen, in vier Größennummern, die Hollernägel (nu 5>>i('u) in neun Größensorten, die Canali, von denen 18 ni auf 60 k^ Eisen gehen. Indes erfolgt die Er-zeuguug iu so bedeutenden Mengen, dass Eisneru allein imstande wäre, mit seiner Iahreserzeugung einen großen Theil des Bedarfes im Lande zu decken. Zur Zeit meiues Besuches — schreibt der Ge-werbe-Inspeetor, Herr Dr. Valentin Pogatschnigg, in dem soeben erschienenen Berichte der k. k. Gewerbe-Inspectoren über ihre Amtsthätigkeit im Jahre 1886 — ward in Ober- und Uuter-Eisnern an 89 Nagelstöcken bei 35 Essfeuern gearbeitet. Die Essfeuer vertheilen sich auf zehn selbständige Werkstätten, von wel-» chen vier dem einen, drei dem andern der dortigen Fabrikanten gehören, während die drei anderen von diesen gemeinsam benützt werden. Die angegebenen Ziffern erschöpfen jedoch keineswegs die Gesammtheit der überhaupt vorhandenen Essfeuer; es gibt noch einige andere, aber dieselben standen damals, wie ich zu Eisnern weilte, nicht im Betriebe. Im ganzen waren zu jener Zeit 184 Nagelschmirde da beschäftigt; es bcfauden sich 78 weibliche und 44 jugendliche Hilfsarbeiter darunter. Ich sah Kinder, die noch nicht viel über zehn Jahre hinaus waren, uud wieder Greise und Greisinnen, welche gfgm die Siebenzig steuerten; die Mehrzahl der Arbeiter' stand im Alter von 20 bis 45 Jahren. In den verschiedenartigsten Combinationen hatten diese Nagclschmiede die einzelnen Stöcke besetzt. An dem einen Stocke arbeitet Vater und Sohn, an dem andern Mntter und Tochter, an dem dritten Mann uud Frau, an dem vierten Bruder und Schwester, an dem fünften eine ältere und eine jüngere Schwester u. s. w. Aber immer ist der eine von den beiden Arbeitern am Stocke — hier pflegt man dnrchwegs vierhändig zu arbeiten — der «Meister» (moM6i>), der andere der «Knecht» (KI^-p60); es ist eine seltene Ausnahme, dass ein Meister mehrere Knechte an verschiedenen Stöcken hätte. Der Meister übernimmt deu Auftrag mit dem zugehörigeu Materiale uud führt die Arbeit aus; der Knecht muss ihu dabei uuterstützen, indem derselbe anfschlägt, Kohlen und Wasser für die Esse herrichtet uud dergleichen. Der Knecht steht uuter dem Meister, dieser unter dem Herrn, dem die betreffende Werkstätte gehört. Mit Ausuahme der Sonntage, ferner der allgemeinen Feiertage und jener noch, welche die Nagel-schmiede infolge alten Herkommens zn halten pflegen, wie Rochus, Audreas, Allerseelen, Donnerstag vor Pfingsten u. a., wird immer gearbeitet. In der Regel fängt die Arbeit um N Uhr nachts an und damrt dann bis 11 oder halb 12 Uhr des folgenden Vormittags; einige fangen auch schou früher, um 9 oder 10 Uhr nachts, an und hören demgemäß auch wieder früher auf; in einer der Wertstätteu war es zur Zeit meines Besuches üblich, vou 9 Uhr nachts bis halb 11 Uhr nächsten Vormittags zu arbeiten. Eine halbstündige Frühstückspause, die zwischen 5 nnd 6 oder zwischen 6 und 7 Uhr einsetzt, bildet die einzige Unterbrechung; Mittagsesseu und Abendmahl fallen bereits in die arbeitsfreie Zeit. Die Eintheilung gilt nun unterschiedslos sowohl für die erwachsenen wie für die jugendlicheu Arbeiter, für Männer sowohl wie anch für die Frauen. Halbtägige Arbeit kommt wohl auch hie uud da vor; allein sie gehört zu deu seltenen Ausnahmen. Mögen auch nicht alle Kriterien genau zusammentreffen , welche die Theorie für den Begriff fordert, so muss die Eisuerer Nägelerzeugung eine fabriksmäßige genannt werden, angehörig freilich jener Mittelstufe der lechuischeu Eutwicklung, welche mau mit dem Worte «mauufacturmähiger Betrieb» zu bezeichuen liebt. Die technische Ausrüstung ist keine andere als jene, die man in den gewöhnlichen kleinen Nagelschmieden findet; eine besonders ausgebildete Arbeitstheilnng ist nicht vorhanden. Das entscheidende Eigenthümliche liegt nur in dcm Umstände, dass die Nägelerzeugung hier überhaupt im großen, wenn auch in örtlich getrennten Werkstätten, so doch unter einheitlicher Leitung betrieben wird, ferner iu dem Verhältuifse der Werksherren zum Geschäfte selbst uud den einzelnen Nagelschmieden. Die Fabrikanten sind die Eigenthümer der einzelnen Werkstätten uud ihres Inventars, sie sind die Iuhaber der Gewerberechte, sie treiben das Gewerbe auf eigene Rechnung und Risico. Ihre Sache ist es. nach Bestellungen zn suchet, und sich überhaupt um den Absatz zu bemüheu. Ohne sich an der technischen Arbeit des Gewerbes zu betheiligen, sind sie es, welche den Nagel- Jeuilleton. Offener Brief an Muti. Von einem Junggesellen der schärferen Tonart.* Geehrter Herr Redacteur! Im Vertrauen auf Ihre bekannte Freuudlichkeit erlaube ich mir die Bitte, beiliegenden Brief dem Herrn Muki gefalligst einsenden zu wollen: Hocherfreut, als sich eudlich eine männliche Stimme vernehmen ließ, welche das anspruchsvolle Fräuleiu -"l'zzi in die ihr gebüreudeu Schranken vor dem Herde "nd vor der Nähmaschine zu verweiseu schien, habe ich nnt voller Aufmerksamkeit die Ansichten meiues Stan-drsgenossen Muki studiert, und als ich sie gelesen hatte, «"«Me ich mir sagen: Ich schäme mich, ein Junggeselle ^u >em. Wo ist sie hin, die sch"ne Zeit, wo wir ein sMes Standesbcwusstseiu hatten und uns nicht von leoem aus dem Pensionate ausgekrochenen Aackfischküch-lem d,e Leviten lesen ließen! Ja. es hat eine Zeit ge« «even, wo selbst heiratslustige Junggesellen, wie sie uns ".l,a"ße Spanier Moreto in «Donna Diana, zeigt, ^ verstanden haben, ihre Dame durch Warteulassen kirre ^' '""?en. Heute, du lieber Gott, sieht man selbst so-na "!"l Hagestolze ordentlich zu deu Füßcu so einer erlernt k ^"stM)ier, welche ebeu die erste Quadrille aleitl.^" "^ Muki! Warum haben Sie sich nicht u^^^oas Tabouret geholt und sich zu Fräulein S'eh «Laibacher Zeitung vom «. und l?. März. Die Redaction, Mizzi's Füßen nach renigem Bekenntnis Ihrer Vergangenheit Absolution ertheilen lassen dafür, dass Sie bisher in dem von Fräulein Mizzi mit dem Anathema belegten Dogma von Vorzüglichkeit des Junggesellenstandes verharrten? Neiu, Verehrtester, da mach' ich's anders. Ich lasse mir einen Scheiterhaufen anzünden vou allcu Liebesblicken, welche mir Fräuleiu Mizzi und alle ihre Genossinneu vom 16. bis zum A0. Lebensjahre zuwerfen, und dann will ich mir vergnügt die Hände reiben und wie Iohaunes Huss ausrufeu: k-^nctn, ^imj'Ii^it.i^ zu deutsch: Schade für cuere Mühe, ich biu fenerfest, ja noch mehr, wie Johann Huss will ich thnn, der hat prophezeit, über hundert Jahre werde jemand kommen, der auf keinem Scheiterhaufen braten follte, ich aber erkläre schon heute, kein Häudedruck, keiu feuriger Alick, kein Fächerwink kann mich von dem Vorsatze abbringen, ein treuer Nachfolger Alexander von Humboldts zu werden. Nur dass ich nicht deu Chimborasso besteigen werde, um mich 20000 Fuß über dem Meeresspiegel gegen alle künftige Liebesglut abkühlen zu lassen, sondern auf deu Schlossberg werde ich gehen in den fchönsten Tagen des Mai, wenn es nicht schneit und die Sonne mir nicht zu heiß auf den Kopf breuut, auf diesem Schlossberg will ich, merken Sie sich das, Fräulein Mizzi, täglich von 5 bis 7 Uhr abends Sie nnd Ihren ganzen Amazonenvcrein a», mir Revue passieren lassen, ohne auf meine Seelcnrnhe zu verzichten. «O alte Junggesellen-Herrlichkeit, wo bist du hin-geschwundeu!» Wie kann nnr jemand, der iu Ehreu die erste Glatze bekommen hat, ohne vorher vou sciuer getreuen Hansfrau gebeutelt worden zu seiu, auf deu Gedauken kommen, seine Freiheit gegen die vergoldeten Stäbe des Ehckäfigs zu vertauschen/ durch welche ihm dann seine Kerkermcistcrin sowie dem guten Matz ein Stückchen Zucker in Gestalt eines Geburtstags-Gescheukes, wie einer Cigarrentasche oder eines Visitkarten-Etuis oder eiues Paares gestickter Pautoffel, verehrt, die sie ja dauu doch nur braucht, um unser einen nnter» zukriegen. Es mag ja zugegeben werden, das sociale Uebel der Menschheit liegt hauptsächlich iu der Heirat. Nur muss die Heilung hauptsächlich darin gesucht werden, dass so lange keine Ehe geschlossen werde, bis die Damen kirre gemacht sind. Fräulein Mizzi droht mit energischem Vorgehen, wir antworten mit Passivität. Wir heiraten nicht, bis die herrlichen Zeiten kommen, wie sie in der Vibel der Prophet verkündet, "dass sieben Weiber aupackeu werden eiuen Mann nnd werden ihm sageu: .Unser Brot wollen wir essen uud unsere Kleider anziehen, uur dein Name sei über uns geucmut, nimm uou uus die Schmach'» — des Sitzenblcibens. Ja, Fräuleiu Mizzi. bis Sie erst kommen nnd sagen: «Unsere eigenen Kleider wollen wir anziehen mid liichi zu jeder Saisou zwei Roben brauchen», bis Sie vmi der Mode abkommen, ein Kleid vou obm bis nuten mit Stccknadelköpfen zu besetzen, oder wieder Dejjert-teller statt Knöpfe an Ihrer Jacke zu befestlgen oder auch gauze oruithologische Samlnlungen aus ^yreu Hüteu zu tragen. Handschuhe für Ihre Toüette lmd Toilette für Ihre Handschuhe zu brauchen, bis S,e aufhören, uns zuzumuthen. zu Hause schlechter zu chen als im Gasthause. und dauu iwch. wahrend der Mageu iunerlich ächzt, nlles herrlich zu sinden. kurz. bis " Laibacher Zeitung Nr. 67__________________________558 24. März 1887. schmieden Arbeit geben und sie dazu mit Eisen und Kohle ausstatten.' Der Nagelschmied hat nur die ihm aufgetragene Arbeit zu verrichten uud abzuliefern uud empfängt dann nach Art und Maß derselben die bedungene Entlohnung von jenen. Während der Knecht ein vom Meister aufgenommener und von demselben bezahlter Gehilfe ist, ist letzterer wieder trotz seiner Bezeichmmg als Meister nichts anderes als ein Accord-arbeiter des Fabrikanten, er steht zu diesem in einem wesentlich anderen Verhältnisse, als es bei den Nagelschmieden zu Kropp und Steinbüchel der Fall ist. Die hier prakticierteu Systeme der Bemessung und Zahlung des Lohnes gestatten einen großen Spielraum individueller Verdienste. Die Arbeit ist eben hier durch ^ Wegs Accordarbeit; der Fleiß, die Rüstigkeit uud Ge-schicklichkeit des einzelnen Arbeiters bestimmen daher in erster Linie die Größe seines Verdienstes. Aber in Eisnern tritt noch ein besonderer Lohnregnlator in der Verwertung des Calos hinzu, welches die Arbeit des Schmiedes überall zu begleiten pflegt. In dem einen der üblichen Lohnsysteme, welches sich der allgemeinsten Anwendung erfreut, theilen sich Unternehmung und Arbeiter in die Gefahr des Calos. Sehen wir uns die Sache an einem concreteu Falle an: es wäre beispielsweise dem Nagelschmiede aufgetragen worden, sechspfündige Nägel zu erzeugen, das sind solche, wo 1000 Stück « Wiener Pfund wiegen. In Berücksichtigung des unvermeidlichen Ab falls gibt der Fabrikant dem Meister 9'/z Pfund Zaineisen (Walzeisen), sonach 3'/, Pfund mehr als das Tausend Nägel wiegt, die er daraus zu verfertigen hat. Für die abgelieferten 6 Pfund oder 1000 Stück Nägel erhält nun der Nagelschmied den bedungenen Lohn von 14 kr. oder von 17 kr., wenn diese Nägel spitzköpfige sind. Der sparsame nnd steißige Arbeiter hat nun nur wenig Calo und vermag aus jeuen 9'/, Pfund Eifen mehr als mir li Pfund Nägel auszubringen. Dieser Ueberschuss, diese Mehrarbeit oder die Äuancenägel, wie man in Eisnern sich auszudrücken Pflegt, werden vom Fabrikanten zu dessen eigenen: Verkaufspreise über-nommen und bilden, obwohl eigentlich ein Nebenverdienst, doch in der Wirklichkeit das Hauptverdienst des Meisters, da dieser den eigentlichen Lohn von 14 kr. oder 17 kr. per Tansend an seinen Gehilfen, den Knecht, herauszuzahlen hat. Diese Verhältnisse sind für die verschiedenen Nagelsorten verschieden; so erhält der Meister: k) bei 1000 Stück ßpfündigen 9 V, Pfund Walzeisen und als Lohn 3'/« Pfund Calo nnd 14 oder 17 kr. Geld; d) bei 1000 Stück 12'/,-pfündigen 18 Pfund Walzeisen und 5'/.. Pfund Calo nebst 24 oder 27 kr. Geld; o) bei 1000 Stück lüpfündigeu 21 Pfund Walzeisen nnd dann 6 Pfund Calo und 35 oder 38 kr. Geld; ä) bei 1000 Stück 16'/,-pfündigen 23 Pfund Walzcifen und dann 6^ Pfuud Calo uud 35 oder 38 kr. Geld; s) bei 1000 Stück Zwanzigpfündnern 27 Pfund Walzeisen und dann 7 '/.^ Pfund Calo nnd 35 oder 38 kr. Geld. Es setzt sich bei diesem Systeme der Lohn demnach aus zwei Bestandtheilen, nämlich dem eigentlichen Lohne uud einer Prämie zusammen, welche ebensowohl eine Fleiß- wie Ersparungsprämie darstellt. Das zweite in Eisnern übliche Lohnsystem kommt nur bei schwerer Arbeit vor. wenn etwa bosnische Nägel oder Schiffnägel erzeugt werden müssen. Bei dieser Gattung von Erzeugnissen empfängt der Meister ein bestimmtes Quantum von Walzeisen, das ihm nach dem Erzeuguugspreise berechnet nnd ins Soll vorgeschrieben wird. Für jedes Pfund daraus hergestellter Nägel werden dann dem Schmiede 2 oder 3 Kreuzer mehr als Verdienst berechnet. Die Gefahr des Calos trägt hier ausschließlich der Nagelschmied selbst, der dann überdies noch von dem so erzielten Gesammtverdienste wieder seinen Knecht abzufertigen hat. Wie seltsam nud kompliciert diese Lohnsysteme auch siud, so bestehen dieselben hier schon seit langer Zeit uud haben sich so eingelebt, dass eine Aenderung einigen Kampf mit der Gewohnheit zu überwinden haben dürfte. Die geschäftliche Raffiniertheit, namentlich des ersteren, scheint darauf zu deuteu, dass hier ein Stück welscher Praktik aus jener Zeit vorliege, wo noch italienische Kaufherren diese Betriebe geführt haben. Die auf Grund dieser Lohnsysteme den Nagel-schmieden erwachsenden effectiven Tagesverdienste sind je nach den Verhältnissen des einzelnen wie des all-gemeiueu Geschäftsganges sehr verschieden. In schlimmen Zeiten uud bei minderem Erfolge bringt es der Meister kaum auf 40 bis 50 kr., der Kuecht auf 20 bis 30 kr. per Tag. Beim besseren Gange stellt sich des ersteren Verdienst auf 60 bis 80 kr., cuich 90 kr. im Tage, während es sein Geselle da auf 35 bis 45 kr. im Tage zu bringen vermaq. Eine mir vorliegende Lohnliste aus der Zeit meines damaligen Besuches weist für Meister Verdienste zwischen 4 uud 8 st., für Kuechte zwifchen 1 fi. 22 kr. und 3 fl. 44 kr. per Woche nach. Politische Uebersicht. (Verhandlungen des Reichsrathes.) Das Abgeordnetenhaus hat auch vorgestern die Verhandluug über die Kraukeuversicheruug der Arbeiter fortgesetzt, uud wird diese Vorlage, deren Berathung sich bereits durch uahezu vier Wochen hinschleppt, voraus- , sichtlich in der nächsten Sitzung vollständig erledigeu. Iu der vorgestrigen Sitzung wnrden die ^ 4li bis 59 des Gesetzentwurfes über die Kt-ankcnversicheruug der ! Arbeiter uuveräudert erledigt. Nur zu H 47 wiirde das Ameudcment des Abg. Zucker, worin für den Faü des Concurfes der Betriebsunternehmer vorgesorgt wird, angenommen, womit sich der Regieruugsvertreter Hofrath Steinbach, als mit einer thatsächlichen Verbesserung der Vorlage, einverstanden erklärte. Gestern fand keine Sitzuug statt, da vormittags die österreichische Quoten-depulatiou zusammentrat, um über ihre Antwort auf das ungarische Nuutimn schlüssig zu werdeu. Von hente an sollen die Plenarsitzungen des Abgeurdnetenhanses bereits um 10 Uhr ihren Anfang nehmen. — Die Herrenhauscommission hat in ihrer vorgestrigen Sitzung die Äankvorlage erledigt nnd hiebei die Bestimmung der Regierungsvorlage, nach welcher die Betheiligung des Staates am Gewinne der Bank erst bei einem 7proc. Erträgnisse für die Actionäre beginnt, mittelst einstimmigen Beschlusses restituiert. (Zum Jubiläum des Grafeu Taaffe.) Die in Trieft erscheinende «Edinost» bespricht das Minister-Jubiläum des Herrn Minister-Präsideuten Grafen Taaffe, hebt hervor, mit welchen Schwierigkeiten Graf Taaffe während der acht Jahre seiner Minister-Präsidentschaft zn kämpfen hatte, und bemerkt insbefondere: Den Grafen Taaffc leite keinerlei Partei« > streben, sondern lediglich die österreichische Staatsidee, welche für alle österreichischen Nationen das gleiche Maß hat, nnd darum gewinne er immer mehr Einfluss und Anerkennung bei allen ehrlichen Staatsbürgern, welche nnr in ihrem Heimatsstaate ihr Wohl suchen. (Personalveränd erung bei der General-Inspection der österreichischen Eisenbahnen.) An Stelle des Hofrathes Ritter von Perl, der nach vieljährigem verdienstvollen Wirken wegen anhaltender Kränklichkeit um seine Enthebung angesucht hat, ist der Ministerialrath des Handelsministeriums Rudolf Freiherr vou Lilienan znr Dienst» leistuug bei der General-Inspection bestimmt worden, uud übernimmt derselbe als Vorstand der Betriebs» Abtheilung zugleich die Leitung der Abtheilungen für commerciellen Betrieb, Staatsgarantie nnd allgemeine Verwaltung. Ministerialrath Baron Lilienau war bisher bei der Ocneraldirection der österreichischen Staatsbahnen in Verwendung. In seinen Nessort siel dort die Ausgestaltung der im Sommer 1884 eingeführten Organisation wie auch die Wahrnehmuug der Angelegenheiten der finanziellen Gebarung. Sein hervorragendes Wirken an dieser Stelle findet in der Be-rufuug auf einen selbständigen leitenden Posten die verdiente Würdigung. (Kroatien.) Die Debatte über die Verlä'nge-rnng der Legislaturperiode wurde vorgestern im kroatischen Landtage beendet. Der Banns, welcher seit längerer Zeit vorgestern zum erstenmale wieder im Land» tage erschien, gab Aufklärung über sein Verhältnis zu den Beschlüssen der Regnicular-Deftutation und der Natioualpartei. Dieses Verhältnis sei vollkommen klal. Bereits vor Beginn der Negnicolar-Verhandlungen habe er n klärt, sich mit den Beschlüssen der Deputation nicht zn identificieren. Der Banus bedauert das Schei-teru der Verhaudlnngen. Dies sei jedoch kein Grund zu eiuem Conflicte mit der Nationalpartei. Der Banus stehe auf dem Boden des Ausgleichsgesetzes. Die Na» tioualpartei uehme denselben Standpunkt ein. Dieses Band verknüpfe beide. Er erkläre feierlich vor der Partei, dem Landtage nnd dem ganzen Volke, er werde mit allen Kräften dahintrachten, ein gntes Einvernehmen mit Ungarn herzustellen. (Das Iubilänm des deutschen Kaisers.) Eine Reihe von Telegrammen, welche in den letzten achtnndvierzig Stnnden aus Berlin eingetroffen sind, geben ein Bild von der im größten Stile begangenen Feier des neunzigsten Geburtstages von Kaiser Wilhelm. Sämmtliche deutsche Blätter preisen in Artikeln nnd Gedichten das einzige Fest nnd geben der erfreulichen Thatsache Form nnd Gestaltnng, dass trotz aller Parteikämpfe das deutsche Volk einig ist in der Verehruug der Person des Kaisers, in der Hochhaltung des monarchischen Gedankens. Ein Artikel der «Natio« nal'Zeitung» bezeichnet die Kaiserfeier in Berlin als eiu > glieder sind verpflichtet, einer jeden Damengescllschaft ferne zu bleiben, in der man «ernste Absichten» hat. Sie dürfen auf Ausflügen weder Damcnschirmc noch Regenmäntel, noch Körbchen tragen, sind endlich eidlich verpflichtet, keiner Dame die Hand zu küssen lind keine nach Hause zu begleiten; es wäre denn im Falle der äußersten Noth, über welche Thatsache ein Ehrengericht des Vereinsuorstandcs zu eutscheideu hätte. Der Verein wird ferner dafür sorgen, seinen Mitgliedern alle möglichen Zerstreuuugcn zn bieten, wie etwa dass seine Mitglieder bei Eisenbahufahrten. bei Theater- nnd Concertbesucheu billige Eintrittspreise erhalten, nnd wird endlich la^l dul. not, Ißngt. eine Hmlsfranen-Bildungsanstalt ins Leben rnfen. wo alle Mädchen vom vollendeten 14. bis 20. Lebensjahre im Kochen. Waschen, Plätten und — erschrecken Sie nicht, ich meine es ernst — im Zimmerwichscn unterrichtet werden. Während der ganzen Zeit dürfen sie nur nach einem bestimmten Schnitte gefertigte Kleider tragen, deren Mode nie wechselt und die stets ans einfarbigem, einfachem Stoffe herznstellen sind. Wenn sie entlassen sind, dann wird ihnen eines von den Mitgliedern des Vereines, welches das fünfzigste Lebensjahr über' schritten, zur Ehe empfohlen; weigern sie sich, b"' Empfohlenen zu nehmen, dann sollen sie sich einen an< dern suchen. Ich sehe mich mit euch im Geiste «cremt, o Prinz Eugen, Alexander von Humboldt. Franz De<«, Eduard Bauernfeld, Franz Preöiren :c. nnd zeichne ais Ihr ergebenster . . Bonifaclus. Lail'llchcr Zeitung Nr. 67 559 24. März 1887. dolf war einer der ersten zur Gratulation erschienen und einer der letzten, der vom Kaiser Abschied nahm. Der Kaiser umarmte mid küsste ihn wiederholt. Sehr bewegt soll der Kaiser in der Audienz gewesen sein, d'e er Bismarck nnd Moltke ertheilte. Der Kaiser verlieh den Ministern Puttkamer. Lucius und Boetti-cher das Großkreuz des rothen Adlerordeus; Goßler, Scholz, Bonsart und General Albedyll das Groß-comthurkreuz des Hoheuzolleru'scheu Hausordeus. Ca-pnvi ilnd Oberhofmeister Nesselrode den rothen Adlerurden erster Classe. Herbert Bismarck den Stern zum rothen Adlerorden zweiter Classe nnd ernannte ben General Kotze zum Oberjägermeister, den Grafen Piickler znm Obermundschenk. (Nelidov in Stambul.) Die Telegramme unserer gestrigen Nnmmer meldeten über die Schwierigkeiten, nnter denen der russische Botschafter in Con-stantinopel eine Audienz beim Snltan erlangen mnsste. Wie man uns nnnmehr telegraphiert, wnrde die an-gesuchte Andienz Neliduvs deshalb verzögert, weil er die Türkei zur Intervention in Ostrumelien auffordern will, die Türkei jedoch jede Discussion hierüber zu vermeiden wünscht. Nelidov hat eine türkische Intervention unter russischer Controle im Ange, der Sultan wird aber keinesfalls darauf eingehen. (Znr Lage in Bulgarien.) Nach der «Pol. Corr.» aus Sofia zukommenden Mittheilungen herrscht in Bulgarien gegenwärtig eine rege militärische Thätigkeit. Abgesehen von Vorsichtsmaßregel», welche Man an den bedrohten Grenzen gegen etwaige, von außen zu unternehmende Iusurreclious-Vcrsuche trifft, Werden verfchiedene Garnisous-Verschiebuugeu zu dem Zwecke vorgenommen, nm Trnppeutheile, bezüglich deren Verdachtsmomente vorliegen, durch verlässliche Truppen unschädlich zu machen. In Rustschuk sind in letzter Zeit Neue Abtheilungen von Cavallerie aus Schumla und von Infanterie aus Tirnovo fowie Verstärkungen der Festungsartillerie eingetroffen. In Varna wnrde die Artillerie gleichfalls verstärkt und die Festungswerke sollen demnächst instand gesetzt werden. Es verlautet ferner, die Regentschaft trage sich mit der Absicht, aus Tiruovo durch Anlage entsprechender Fortificationen ein befestigtes Lager und einen ConcentrationKpnnkt für größere Trnppcnmassen zu macheu. (Aus San Marino.) Die winzige Republik San Marino hat am Sonntag ihren neuen ('ai'itlmu ^!l,5 gewählt. Es ist ein Professor Fattori, der den kleinen Freistaat künftighin regieren wird. Tagesneuigteitcn. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, für die Abgebrannten der Gemeinde Mllndra 400 fl. zu spenden geruht. — (Fiume im Schnee.) Aus Fiume wird geschrieben: Montag den 14. März erhielten wir wie gewöhnlich Zeitungen und Briefe, worauf wir eine volle Woche im vollsten Sinne des Wortes blockiert waren. Die telegraphischen Verbindungen waren gestört, kein Zug fuhr ein, keiner verließ unsere Stadt. Doch, wenn auch der Verkehr mit dem Inlauoe abgeschnitten war, mit Abbazia wnrer offen. Butter, Bier, Germ, ja selbst Kohle war hier nicht zu bekommen, dabei lam auch uoch der wackere Küchenchef Daugl aus Abbazia und führte uus, was uoch gut war, nach Abbazia. Unserem braven Ziegler gelang es, vou Abbazia einige Fass famosen Schwechatev Bieres zu bekommen, so dass er der einzige war, der seinen Gästen ein Glas Bier vorsetzen konnte. Hier uud in Abbazia hatten wir einen Schueefall, wie ihn die «ältesten Leute» noch nicht erlebt haben wollen. Eudllch Samstag den 19, d, M, brachte uns der Lloyddampfer einige Triester Zeitungen, um dcren Besitz in den Kaffeehäusern wahre Schlachten geliefert wurdeu. Sountag nachts kam der erste Zug, und können wir es nicht unterlassen, dem Postdirector Dcitzl und sämmtlichen Postbeamten volles Lob dafür zu sageu, dass sie sofort nach Anlangen des Zuges an die Arbeit gieugeu, und sollen denn auch über 3500 Briefe sowie zwei Waggons mit Postpaketen bereits Montag mittags vertheilt gewesen sein. — (Bericht der Gewc rbe-Inspectorcu.) Soeben ist der Bericht der Gewerbe-Inspectoreu über ihre Amtsthätigkeit im Jahre 18«li erschienen. Nach dem Berichte des Herrn Dr. Valentin Pogatschnigg über den vierten Aufsichtsbezirk, welcher Krain sowie Unter-und Mittelsteicrmark umfasst, wurden vou diesem Ge-werbe-Inspector im abgelaufeneu Jahre 205 Etablissements besucht, in dcucu 10 330 männliche und 3649 weibliche Arbeiter, zusammen 13 979 Arbeiter beschäftigt waren, ferner 144 Dampfmotoren mit 4035, 374Wasser-motoreu mit 8666 nud vier Gasmotoren mit 16 Pfcrdc-kräften iu Verwendung staudcu. Die Zahl der Etablissements ohn? Motor betrug 44, Commissionelle Tagfahrteu nahmen den Gewerbe-Inspector in sieben Fällen in Anspruch. Anfangs August v. I. fand in Milrzzuschlag eine Eonferenz der Gewerbe-Inspectoren Ober- und Niederösterreichs, Kärutens und Steicrmarks zu dem Ende statt, um ein gleichartiges Vorgehen gegenüber einzelnen, in diesen Aufsichtsgebieten stärker vertretenen Industrien (Sensenwerken, Mühlen) zu berathen. Die externe Arbeit erforderte 137 Reisetage. Das Uufall-Register verzeichnet 121 Fälle, Der Anhang enthält Specialbcrichte über die Nägelfabrication zu Eisuern in Krain sowie über die Töpfer zu Mlaka und Laufen in Krain. — (Das Frühliugsfest im Prater.) Das prachtvolle Frühlingsfest des vorigen Jahres, dessen märchenhaft schöuer Glanz so berückend auf alle gewirkt, die es gesehen uud miterlebt habcu, es wird heuer schöner und glänzeudcr wiedererstehen — das Frühlingsfest des Jahres 18« 7 ist durch Beschluss des Kaisers gestattet worden. Das Verdienst, hiczu die Anregung gegeben zu habeu, gebürt abermals der Frau Fürstiu Metternich, In seiner gewohnten Huld und Güte sah sich Se. Majestät in Anbetracht des humanitären, hauptsächlich dem Kleingewerbe und dem hilfsbedürftigen Arbeiterstande zugute kommenden Zweckes veranlasst, zu gestatten, dass der Prater in diesem Frühjahr behufs Abhaltung eines Festes ausnahmsweise in seiner ganzen Ausdehnung abgesperrt werden dürfe. — (Ein mathematisches Räthsel.) Folgende Frage circuliert in Kreisen, welche neue Witze machen, alte kennen und beide Kategorien weiter erzählen: Ein Zahnarzt, Bismarck, Kaiser Wilhelm, ein Sicher-hcitswachmanu - wie viel gibt das iu Zahlen? Antwort : Neunzehn. Warum? Der Zahnarzt macht Z ä h u', Kaiser Wilhelm und Bismarck sind eins, dazu der Sicherheitswachmauu «gibt acht» — zusammen neun-zehu. Aber zwei Zahnärzte, zwei Kaiser Wilhelm, zwei Alsniarcks, zwei Sichcrhcitswachmänner - wie viel macht das? Bloß zehn. Warum? Zwei Zahnärzte machen Zähu': zwei Kaiser Wilhelm, zwei Aismcncks gibt es nicht und zwei Sicherheitswachmänner geben nicht acht, sonder» plaudern miteinander. — (Nicht — wiedergefunden!) Wie das ^end. ihre Ruhe znrückcrlangend, gab sich d" mit Alan aus, uud der Ausdruck Ziiaen ^- """ ^ Kalte wich immer mehr aus ihreu tiessn'^.^ gedachte ihres häuslichen Glückes, des tMedens, welchen sie so lange genossen, der Güte und Herzlichkeit des Gatten und chres Knabe», den sie bald wiedersehen sollte. Sir Alans oft schroffes Wesen war vergessen; sie entsann sich nur seiner Liebe, seiner Rücksichtnahme auf ull ihre Wünsche; er mnsste sie doch geliebt haben; es war nicht denkbar, dass irgend jemand imstande sein sollte, solche Hingebuug zu heuchelu, uud wenn der Abgrund, welcher sich plötzlich zu ihren Füßen zn öffnen schien, mir erst über« brückt war, so würde er sie wieder lieben. In Gedanken verloren, vor sich hinstarrend, saß sie da, den Kopf mit der Rechten stützend. Plötzlich fühlte sie, wie jemand nach ihrer Hand fasste und emporblickend, sah sie in das Gesicht des Grafen von Almaine, der mit dem Ausdruck heißer Leidenfchaft zu ihr niedersah. «Meine Einziggelicbte,» flüsterte er in tiefer Erregung, «wie kann ich es dir danken, Cora! Sei versichert, dn sollst diesen Schritt nie berenen!» Und er zog sie an seine Brust und trachtete, seine Lippen auf die ihren zu drücke», aber mit einer heftigen Geberde des Unwillens riss sie sich von ihm los. «Graf Almaine,» rief sie stammenden Blickes, «wie können Sie es wagen, mich in solcher Weise zu verfolgen?» Doch bereits während sie sprach, überkam sie das Bewusstsein vollständiger Hilflosigkeit, und der Graf, es bemerkend, lächelte überlegen. «Wenn du mir nicht geschrieben hättest, Cora,» erwiderte er ruhig, «so würde ich wähnen —» «Ich Ihnen geschrieben?» uuterbrach sie ihn mit Heftigkeit. «Sie fcheinen in einem feltsamen Irrthum befangen zu sein, Graf Almaine!» «Ich in einem Irrthum befangen?» wiederholte er überrascht. «Können Sie etwa bestreiten, dass dies Ihre Schrift ist?. Und er reichte ihr ein kleines Billet, welches an den Grafen von Almaine gerichtet war. Dasselbe entfaltend, gewahrte sie, dass es ihr Monogramm trug, und auf den ersten, flüchtigen Blick glaubte sie selbst, thatsächlich ihre eigene Schrift zu erkennen. Bei näherer Prüfung aber sah sie, dass sie sich getäuscht hatte. «Ich habe das nicht geschrieben,» sprach sie ver-ächtlich. «Die Schrift ist die Ihre, Cora!» «Eine vortreffliche Nachahmnng; Ihre Fälscher sind geschickt. Graf Almaine!» «Meine Fälscher? Welche Thorheit! Bei meiuer Ehre, dieses Billet wnrde mir durch Ihren Diener überbracht; es trng Ihre Handschrift; der Bitte Ge^ horsam leistend, welche es enthielt, bin ich hierher gekommen, sehen Sie mich zn Ihren Füßen als Ihren ergebenen Sclaven. Spielen Sie nicht grausam mit meinem Herzen. Cora!» «Graf Almaine,» erwiderte die junge Fran, sich gewaltsam beherrschend. «Sie sind das Opfer irgend eines Complots. Bei meinem Leben, ich habe diefes Billet niemals geschrieben!» Scheinbar bestürzt blickte der Graf auf sie. «Wenn ich das Opfer eines Complots geworden bin, so sind Sie es nicht minder.» sprach er ruhig. «Wissen Sie noch, was ich Ihnen sagte? Dass Baron Vincent froh fein würde, sich von der Kette erlöst zu sehe», welche ihn an Sie fesselt? Er trifft seme Maßregeln dementsprechend. Nicht """e Mlscher'Nw geschickt, sondern jene Ihres Gatten. Ich/'rssM Ihnen doch. dass er einen Spion habe; em teuflischer Plan ist gegeu Sie geschmiedet wurden. Vertrauen Sle nur deshalb nnd ich werde Sie retten!» (Fortsetzung solgt.) Laibachcr Zeitung Nr. «7 560 24. März 1887. «Walküre», für Pianoforte, d) Liszt: Tarantelle, für Pianoforte, Herr Rud, Niemann; l'.) Wilhelmj: ^.lla l'olaceH, Concertstück für die Violine, Herr August Wilhelmj. — (Südbahn.) Auf den Linien Laibach-Triest und St. Peter-Fiume ist der Gesammtverkehr gestern wieder aufgenommen worden. — (Gewerbeschule in Laibach.) Laut einer Zuschrift der k. k. Landesregierung an den städtischen Magistrat in Laibach hat das hohe Ministerium sich bereit erklärt, mit Beginn des kummendcu Schuljahres in Laibach eine Gewerbeschule ins Leben zn rufen, vorausgesetzt, dass die Stadt einen entsprechenden Theil der Kosten übernimmt. — (Chronik der Diöcese.) Von den Candi-daten des dritten Jahrganges des hiesigen Pricsterseminars empfangen heuer die nachstehenden Herren die Priesterweihe: Peter Vohinjec aus Visoko, Anton Gabri? aus Haselbach, Franz Hribar aus Heil, Kreuz, Johann Neman ic aus Bischoflack und Franz Pcrur aus Terstenik. — (Slovenisches Theater.) Der dramatische Verein veranstaltet Sonntag den 27. d. M. im Saale der hiesigen Citalnica seinem verdienstvollen Regisseur und Leiter der dramatischen Schule einen Ehrenabend. Zur Aufführung gelaugt die fünfactige Posse: «Nwuöujava naä xmsöu^Hvo». Herr Borstnik hat anerkannt sowohl als Acteur wie uicht minder als Leiter der dramatischen Schule Beweise seines außerordentlichen Talentes für die dramatische Kunst erbracht: ihm hat man die Regenerierung der slovenischen Bühne zu verdauten, er wusste bewährte Kräfte um sich zu scharen, nene heranzubilden, so dass er nun über ein respectables Ensemble verfügt. Wir zweifeln keinen Augenblick, dass sich in Anerkennung solcher Verdienste dieser Abend zu einem ebenso ehrenvollen für den Benefizianten wie nicht minder zu einem genussreichen für das Publicum gestalten wird. — (Reichsrathswahl in Steiermark.) Wie dem «Slovenski Narod» aus Cilli berichtet wird, hat das uatiouale Wahlcomite über Vorschlag des Herrn Dr. Josef Sernec für die durch die Mandatsniedcr-leguug des Abg. Dr. Furegger uothwendig gewordene Ergänzungswahl für den Reichsrath den k. k. Gerichtsad-juncten in Drachenburg Dr. Karl Gelingsheim als Candidaten aufgestellt. — (Ein Hochstapler) Namens Mocilnikar wurde vor einigen Tagen in Klageufurt dingfest gemacht, nachdem er durch lange Zeit vergeblich im Polizeiblatt für Kram steckbrieflich verfolgt und auch von der hiesigen Polizei invigiliert worden war. Mociluikar hatte im vorigen Sommer plötzlich seinen Posten in Nesselthal verlassen, ohne der vorgesetzten kirchlichen Behörde Hiedon Mittheilung gemacht zu habe» und trieb sich daun in Kram und in Kärnten herum uud verübte zahlreiche Schwindeleien. Dem hiesigen Uhrmacher Kottek stellte er sich als Pfarrer von Pölland vor und lockte auf diefe Weife eine goldene Uhr sammt Kette im Werte von 154 fl. heraus. Als später die bedungenen Raten ü, 10 fl. ausständig blieben, wandte sich Herr Kottek an den Herrn Pfarrer in Pölland und erfuhr zu seiner nicht geringen Ueberraschung, dass er um die Uhr geprellt worden ist. Auch den Uhrmacher Herrn Nudholzer alls dem Haufttplatze beschwindelte er um eine silberne Uhr. Die erfchwindelten Uhren hat Mocilnikar durch seine gewesene Köchin Edle von Beck, welche gleichfalls verhaftet wurde, im Pfandamte der krainifchen Sparcasfe versetzt. Eine gleiche Manipulation wollte Mocilnikar vor einigen Tagen in Klagensurt ausführen; allein die dortige Polizei war anf den Schwindler bereits aufmerkfam gemacht worden und legte ihm endgiltig das Handwerk. Dafs Mocilnikar außer diesen bisher bekannten Fällen noch zahlreiche andere Schwindeleien begangen haben muss, geht wohl daraus hervor, dass bei der iu der Wohnung der Mitschuldigen von Veck vorgenommenen Hausdurchsuchung 52 Pfandscheine vorgefunden wurden. Die Verhandlung gegen Mocilnikar wird im Monate Juni vor dem hiesigen Gefchwornengerichte stattfinden. — (Ein muthigcr Schueide r.) Dcu Schnei dern wird von altersher kein besonders großer Muth nachgerühmt; umsomehr Anerkennung verdient daher die muthige That des hiesigen Schneidermeisters S., welcher vorgestern auf dem hiesigen Burgplatze ein altes, allem Anscheine nach taubes Männlein aus der drohenden Gefahr, überfahren zu werdeu, rettete. Im Momente der höchsten Gefahr erfasste Herr S. den ahnungslos die Straße übersetzenden alten Herrn und bewahrte ihn dadurch zumindest vor arger Verletzuug. Hoffentlich wird die wackere That nicht wenig dazu beitragen, den Muth der Schneider in Hinkunft in besserem Lichte erscheinen zu lassen. — (Der Gurkfelder Musitclub) uud die Ranner Sänger veranstalteten Samstag in Rann ein Concert zugunsten der dortigen Armen. — (Ein neues Sacrament.) Die «Bosnische Post» berichtet folgenden seltsamen Vorfall: In einem Bezirke Bosniens oder der Hercegovina der Ort thut ja nichts zur Sache — starb vor einigen Tagen ein Amtsdiener, welchem kurz vor seinem Tode, da kein Civilgeistlichcr in der Nähe war, ein Militärgeistlicher die letzte Oelung gespendet hatte. Bei der amtlichen Eigen^ schaft des Verstorbenen mufste dieser Todesfall der Landesregierung gemeldet werden und dort mag man wohl höchst erstaunt gewesen sein, als man in dem betreffenden Berichte las, «dass der Amtsdiener N. N. in Ermanglung eines Civilgeistlichen, mit den ^ k. k. Sterbesacramenten versehen, gestorben fei.» — (Von unferen gefiederten Sänger n,) Wie voll allen Gegenden einlaufende Berichte besagen, sind infolge des letzten großen Schncefalles die Vögel aus Maugel an Futter in großen Mengen zugrunde gegangen. «Aunst und Literatur. — («Die ElcganteWelt»,) ersichtlich bemüht, mildem Tage zu gehen, gedenkt in eingehender Weise in Wort nnd Bild des 90. Geburtstages des deutschen Kaisers. Die eben erschienen»' 12. Nnmmer beginnt mit einem wohlgrtroffeneu, sorgfältig aus' geführten Porträt Kaiser Wilhelms nnd lässt hierauf leinen Geringeren als Friedrich Vodcnstedt zu Worte lommeu, der in zwei schonen, schwungvollen Sonetten den Inbeltag des deutschen Kaisers feiert. Karl von Thaler gibt in dem Essay «Wilhelm, der Weißbart» eine interessante Eharaltenstik des greisen Herrschers, nnd ein Berliuer Brief bringt ebcnsalls Gelegenheitliches in reicher Fülle. Eine reizende Nouellcttc: «Das Dnell mit dem Leben», Präsentiert sich als ein Cabiuclsstückchen erzählender Kuust, während siir den Sportsmen durch einen rffectvoll illustrierten Artikel über dir Gödiuger Parforcejagden gesorgt ist. Der rühmlich bekannte Maler Lndw. Hans Fischer hat von seinem derzeitigen Aufenthalte in Obcregypten einen Brief ans Lntsor ausgesendet nnd ihn mit feinen Bildchen versehen. Original-Corrcspondenzen nnd Notizen, die verschiedenen rasch beliebt gewordenen Rnbrile», Professor Herrmanns «Salonzanberer, n. s. w. vervollständigen den Inhalt der ausgezeichneten Wochenschrift. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. KllMllfurt, 23. März. Der Gemeinderath beschloss, deil morgen hier eintreffenden Fiirstbischof durch den Bürgermeister begrüßen zu lasse», Wiener-Neustadt, 23. März. Heute nachts flog eine der MalM-'schm Pulvermühleu auf der Haide nächst Wieuer-Nmstadt in die Luft. Drei Arbeiter blieben todt. Berlin, 23. März. Kronprinz Rudolf, von dem Kronprinzen uud dem Prinzen Wilhelm zum Bahnhofe begleitet, ist heute morgeus nach Wien abgcrcist. Berlin, 23. März. Gestern nachmittags fand im Festsaale des Rathhauses ein Festdincr statt, bei welchem Oberbürgermeister Forckenbeck cm Huch auf den Kaiser und der Vorsteher der Stadtverordneten, Struck, ein Hoch auf die Kaiserin ausbrachte. — Der Kaiser kehrte um halb 12 Uhr vou der Soire'e im Schlosse uach dem kaiserlichen Palais zurück. Berlin, 23. März. Bei Berathung der Kirchen-vorlage im Herreuhause erklärte^Mismarck, die Vorlage gebe keiue Hoheitsrechte auf. Tr dachte niemals an einen dauerudeu Kampf mit der Curie. Weuu der Papst uud der Kaiser eiuig seien, so wäre der Widerstand des Centrums bedeutungslos. Vreslau, 23. März. Infolge ciuer Feucrsbruust ist der liukscitige Thurm der Maria-Magdaleucu-Kirchc eingestürzt. Die Gefahr für dcn zwcitcn Thurm und das Kircheuiuuere scheiut beseitigt. London, 23. März. Deu «Times» wird aus Petersburg gemeldet: Dreihundert Studeuteu siud verhaftet worden. Es sind dies jeue Studenten, welche jüugst die mhilistenfreundlichc Demonstration machten, als der Rector iu der Universität eine Kundgebung des Unwillens gcgeu das Attentat veranlasste. Der demnächstige Schluss der Universität soll bevorstehen, und der Uuterrichtsmmister habe seine Resignation ein« gereicht. Die gcfuudcueu Bomben find iu Finnland fabriciert. Es wird versichelt, dass am Sonntag die sechs am Attentatötage verhafteten Studeuten gehcukt worden sind. Sofia, 23. März. Die Cankovisten brachen im Auftrage Cankovs die Unterhandlungen mit Riza Bey behufs Ausföhmma, mit der Neqicrlma. al>. Madrid, 23. März. D« Smat accepticrtr Astern mit 111 gegen 85 Stimmcu deu Gch'lMtwurf inbclreff der Verpachtung dcr Tabakregic. Danksagung. Die Vereinsleitnng des patriotischen Frauen HilfsVereins für Kram in Laibach fühlt sich verpflichtet, dem geehrten Vereine der trainischcn Spareasse für dcn in der am 17, März d. I. abgehaltenen Genrraluersammlnug für Unterstichuug der Invaliden, Militär Witwen nnd -Waisen, eventuell für die zu treffenden Vorbereitungen nnd Vorkehrungen im Kriegsfalle groß' müthig votierten Betrag per 300 sl. dcu tiefgefühlt«, Dank auszusprechen. Verstorbene. D e n 2 2. M ä r z. Maria Novak, Inwohnerin, 54 I,, Kuhthal 11, ('aritz» «term. — Victoria Audrojna, Diurnistens-Gattin, 41 I., Herrengasse 10, Rückenmarlentzündnng. — Anna Svctlin, Arbeiters < Tochter. 3 I. » Monate, Polanastrahe 58, Fraisen. Im Spitale: Den 2 1. März. Franz Skerjanc, Bettler, 64 I.. Ma« raslmis. Volkswirtschaftliches. Lail'llch, 23. März. Auf dem hcntigcn Marlte sind er> schauen ' 1 Wagen mit Getreide, ? Wagen uud 3 Schiffe mit Holz, Durchschnittö-Preise. -Ultt,- Dt.„,- Mll,' M>N' ft.>t^ N,!tr. fi. >lr, s> lr Weizen pr. Hektolit. 7 15 7,Wz Butter pr. Kilo .. -90^--Korn » 5 4 6,30 Eier pr. Stück . . —. 2 - !-Gerste » 4M 5!10 Milch pr. Liter . . —' 8 - !-Hafer . 3 25 3 20 Rindfleisch pr. Kilo —'64 - j — Halbfrucht .-------6!i10 Kalbfleisch » —l56------- Heiden » 4 2^ 5— Schweinefleisch , — 60------- Hirse » 4 8? 5 5 Schöpsenfleisch » ------- Knlurnz . 5 20 5 33 Händel pr. Stück . —55------- Erdapfel 100 Kilo 3 3-------Tauben » — 20------- Linsen pr. Hektolit. 11-----------Heu pr, M.Mr. . 3^21------- Erbsen » 11-----------Stroh » ..33------- Fisolen » 12-----------Holz, hartes, pr. ! Nindsschmalz Kilo 15------- Klafter 6>50------- Schweineschmalz, -64 — — —weiches, » 4^10 —— Speck, frisch, » —60-------Wein, roth,,100Lit. — — 24 — — geräuchert » —,68-------— weiser, » — — 20! — Allgcllimmenc Frcmdc. Am 22. März. Hotel Etlldt Wien. Vöhm, Bernauer uud Friedrich, Kaufleute, Wien. — Krauel, Kaufmann, Graz. — Discher, Kaufmann, Ried. —Eisenzopf Katharina, Private, Hohcnegg. — Knroppi, Holzhändlcr, Trieft. Hotel Elefant. Weber, Kaufmauu, Gmünd. — Löwil, Kauf^ mau» , Liuz. - Zilmundoftky , Kaufmauu , Grefthard. — Mrösi uud Kaufmann, Kaufleute, Graz. - Paseolini, k. l. Major i. N., Pcttau, - Premrov, Kanfmann, Märtensbach. Hotel Europa. Meir.ner, Reisender, Kolbuiz. Glisthof Siidliahnhof. Schwarz, Reis., Wien. — Plaher, Commis, Graz. - - Orel, Kfni., Schönstein. — Nebcschini, Holzkohlen-Lieferant, Littai. - Klemeueic, Bescher, Treffen. — Vozuar, Vesit.u'r, St. Ruprecht. Meteorologische Vcobachtliugril in ^aibach. ?U.Mq^ 7357171 2.0 windstill ! bewölkt „«„ 23, 2 » ^i. 737.61 ! 7.6 W. schwach bewöllt ,„'".., !j . Ab. ! 735.05 5,4 SW. schwach bewoltt "^^" Trübe, regnerisch. Das Tagesmittcl dcr Wärme 5,0", um 0,5" über dem Normal?. Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. Meine Danksagung. lAmtlich beglaubigt.) Przenlysl (Galizien). Ich litt an Augen-schwindet, Magenlrämpfen uuo Verstopfung und von bloß drei Schachteln der so wirkungsvollen Apotheker R. Brandts Schweizer-Pillen wnrbe mir in allen Leiden leichter, und ich bekam einen guien Appetit zum Esfcn und fühle mich vollkommen hergestellt. Ich kanu mich deshalb nicht enthalten, Ihnen, geehrter Herr, meinen Dank auszudrücken für Ihre so heilsamen Schweizerpillen. Mit sehr großem innigen Danke zeichne ich mich Adela Mild-wnrm. Die Echtheit der obigen Unterschrift bestätigt die Re-prnsentanz der isr. Cultusgcmeiudc Przemysl dcn 20. Oktober 1886. (L. S.) Apotheker R. Brandts Echweizerpillen sind K Schach' tel 70 kr. in den Apotheken erhältlich, doch achte man aus das weiße Kreuz im rothen Grunde mit dem Namenszug N. Braudtö. _______________________________________________(152)^ ^ Im tiessteu Schmerze über dcu uucrschlicheu ^ W Verlust nnserer innigstgeliebten Gatliu, respective W R» Mutter, der Frau » « Obercondncteurs-Gattin « « sprechen wir allen Veriuandten, Freuudcu und Be^ W^ W kannten, allen Herreu Beamte» und dem Persouale W« W dcr Bah» für ihre Theiluahmr nud für das ehreude W W Geleite zum Grabe, dann den freundlichen Spendern W der fchöncu Kränze unseren innigsten Dank aus. W W Lnibach am 24. März 1887. W W Die trauernden Hiutcrliliclicncn. > ^» Für die herzliche Theilnahme während des ^ « laugen Krankenlagers und beim Ableben meines >ll ^ nnvergesslichen, nun i» Gott ruhenden Gallen, des W ^ H»rrn W l. k. Postbriefträgers M ^ spreche ich allen Frellnden und Bekannten — besollders W ^ dm Herren t. k, Postbeamten nnd deu College» ineiucs ^ ^D Mannes für die schönen Kranzspenden und für daö « ^ ehrende zahlreiche Geleite zur lchteu Ruhestätte — W ^ deu innigsten, tiefgefühlten Dank aus, W Laibach, 24. März 1887. W Mi Die trauernde Witwe W» > Mevesia Htibitsch. D 561 Course nn der Wiener Börse vom 23. März l8K7. N^dm °P<«„ Emsbate Oeld War? Ttaats.ylnlehen. lNoteurcute ....... 81 3» 6! 50 Villrrrente....... »2 4« »«ev 1854« 4°/, Elaalvlosc 250 fi, llU 751x7 ^l> l»«-,« L°/„ ganzc 500 „ l33'5l> 13» 7s, »880« b°/o Fünfte! IUV ,. !34 25,1347,', I8«4cr Vtaalslose . . 100 « ,S5 75,!«« 2l, >»«er „ , . 50 „ 1S4— i«5- ^omo.Meutenscheine , , pertzl, —>— — - <"/» vest. Goldrente, fieuersrc! . li3-90il4IV vestrrr. Uiotcnreule, steuerfrei , 9? 8« «8.K un«. Goldrente 4°/« . . . . I0L8öi<)»- « Papierrenle 5«/« .... 89 75 80-- , E<51- « ^fidahn-^ricritälen . . , 98 10^ W 70 « Elan!e.QbI, — Veld z Ware z°/„ lemeser «anal .... 104 25^i0 ungarlsche......104,25 iob'- Andere Vffentl. Nnlehen. Donau-Meg.'Lose 5°/» loc, ll«2!^ dto. «nleihe 187«, fteuersrei , >«5'- 10« — »lnlebcn d, ktadtgcm>!i,!be Wien 104 5u 105 50 Nnlehen d, Ctadtgemeind^ Wien i (Silber und Gold) .... »Li — 13» — Plännen Wlr„ 125 75 >«L'2b Pfandbriefe (27 - Ili8 - dto. !N 50 „ „ 4'/» °/° l00 5('>0! 10 dto. in 5U „ „ 4°/» . »« bO 97 - dto. Prämien°echuldvei dto. , 4'/,°/° . 10«'lil-, I0li,7l> dto. « 4°/n . . 98 2b W ?s> Ung, alla. Bodencredit-Nctienges. in Peft in 1.18»S vcrl, b>/,°/° —'--------'"- Priuritäts.Obligationen (slll N'U fi) «tlisabeth - wefibahn i. Emission — — — — steldl„and««z»iordbal/n in Sllb» io0 40i<)0 90 Franz-Icjcs-Bah».....—--------— Galizischc ^.nl»t,'ubw>8«Bahn Lni, 1881 A0U ft. S. >>,,",<> . 100'LO 100-90 Oesterr, Nordweftbal^n , los «0106 60 Eiedenbürger....... ! —-—! —— Ve!d Ware Staat«bahn i. «mlsfio» . . 19!»'-------— Südbahn ^ 3 °/„..... lL8-l58'5u ^ a 5°/»..... 12» — >29'5l> Nn«.«gal!z. Nahn..... vs 75 99»» Diverse Uose (per Stils), Lrcdillose 100 fi...... 1?««— l7«'5o Elard'Lose 40 fi...... 4»?l. 14 25 4°„ Donau»DllMpfsch. wü fi. . H8 7d 114^25 l!ail'acherPrämlen««nleb,Wfi. i9 60 »0 50 Ose»er Vose 4« fl..... 47-li5 4775 Palfly.Vesc 40 fi..... 43 — 44 — Rothen »iruz, öst. Ges. v. !»!>. 14 40 1470 «udols-l!ose i<> fi..... 19— 19-?!, Ealm°i!olc 40 Bdncr.pAnst,,Ocst.z!U0fl.S.<()«/« . >288 20^38 6l' «Lredilbanl, Nllg, Uug. W0fl. . !i'.»li 7b2U?'2l> Dcpofitenbanl, Ällg.200 fl. . 175—1?6 — ypelhelcnb., oft.z!00sl.!i5"/<>«. si— — — >3<>nbeib., öst., ^oofi. <Ä. 5u»/o <ö. »4zö024S — 0eslerr,^Ung. Vanl .... «82—8U4-— UNlvNl'aNl !i0U sl.....!«z!1 b0 «li'76 Bcrlehrel'anl, tlUg. 1^, sl, . ^I5c>'2z«072 Held <0'^ ^tieu von Transport« Iw^rnchmungen. (per Stück). Nlbrecht.Vahn ^00 fl. Silber . —'-------— «lfö» ssiuni.«Äahn 200 fl. Silb. !»2 7518.1 25 Nulfia'TepI, Lisenl'. »oofl, CM.--------------- Vohm, Nvldbahn IN0 sl. , . 178—18N — » weftbahn 200 fl, . . .2S9—»71 — Vuschtirhraber Ves, Oestcrr.500 fl. LM. . . . 388—390 — Drau«b.-H,M«sl,S.------^------- Dux-Bodcnl'achcr — fferdiiiands-i/iorbb. 1000 sl. N!^Ioscf.^ahi> «00 fl. Vilbcr--------------- M!>isl!rch,-N'^..r,scrE!sd.«00fl.S. —---------— G^,z.Karl»l,'ilb^lg.B,»00fl. «M. «03 50 »03 75 Gra, ^öfI»Hcl «^ «0sl,ö.W,-------—'— Kahlenberg.Eisenbahn 100 fl. .-------— — Naschau^Oderd.Eifeub.LUotl.S. —------------ ^'emberg !t,ernowih«IasfY «ifen- dahn^escllschajt ^!,»(1 fl. ö. W. «2?'752ü«25 Ul°yb,öst. ung., Tricsl5>00sl.«lVi. 496—^8-. Oestcrr.Vioidwcstb, 2Ul> fl. Silb, — — 15485 dto. (Ilt,N) liuu sl. Silber . ib»>—izg zzü Prag°Duxer üifenb, I5ii sl. Silb. 24-__ zg _ Mudols.^abn »u0 fl. Silber . ,8«—18U00 ! Siebcüblll^cr Klscilb. 2uo sl. . —.---------— l StaalOelj,,!!!,'«!,.» ^00 jl, ö. W, . z43 50244-— Geld Va« Südbahn »ao fl. Silber . . . »3 50 8» — Güd«»lorbb »Verb,««,»oa fl. 8 50 « Nr., neu 100 fl. 93 L0 »4 bl» Transport'Vesellschaft 100 fl. , — — —- — Nng.-galiz. Eiscnl», xau fl. Silbe>.!l74 5« I7l, 50 Ung, Norbostbahn XW sl. Silber ie»^5l» 170 — Ung,Westb.(«aablb. in Wien 10« fl. . — — —' — «ileubahnw.«i!eihll. I8U sl. 4u>v» — — »« — „Elbemilhl", Papiers, u. V.'G. «,', — N5 50 Montan'Ocftllsch., österr.«alpine ^z 90 l« »« Vragcr Hise»-Ind,«Ges. 200 sl, .1»«,—187 — Salgv'Tarj, Eisenraff. lou fl. . 123 - lüü'— Irifailer »ohlenw-Äef. 70 fl. . — — — -wafsenf.'V., Oest. in w. 100 sl. —--------.— Devisen Deutsche Plätze......e» en «» ?5 ^!o»d!)n.........l»7-?5 l>» l« Pari« .........,0 3^» 50'3?5 Petersburg .......—-- —- — Valuteu. Dücaleu........ »,— ,«»Sli<