MlmchcrMMtllng. Nr 298. st. ll, tz«l»f. ». ».»«. F« Post N«n,!. N. li, l>,,bj. ft. 7.« SamStu«, «8. Dezember l872^ Enumerations -Einladung. INtt l. Hünner 1873 beginnt eln neues Abonnement auf die „Uaibacker Zeitung." Wir »nerven durch reichen und mannigfaltigen Inhalt, durch sorgMige Redaction des politischen Theiles, durch eingehende Behandlung aller wichtigen Tages'Fragen w Ordinal-Artikeln von unterrichteter Seite, insbesondere durch thatsächliche und kurze Berichterstattung über alle hervorragenden Neuigkeiten des In- und Auslandes, durch Besprechung der materiellen L a n oesl,1 tere ssen, durch schnelle Mittheilung thatsächlicher Provinz, und Lokal« Angelegenheiten, durch Besprechung wichtiger Fragen aus dem Gebiete der Literatur, Land und Fovstw i rt h schuft. Industrie und Nationalökonomie, denen die „Laibacker Heitung" auch fortan ihre Spalten bereitwilligst öffnen wird, durch Mittheilung von Original Telegrammen über alle wichtigen Ereignisse, durch neueste, interessanteste Ron'ane enthaltende Feuilletons theils belehrenden, theils unterhaltenden Inhaltes, durch die Rubrik „Stimmen aus dem Publikum" zur Kundgebung der Wünsche und Beschwerden, wie bisher, bemüht sein, unserem Blatte ein allgemiine.' Interesse zu sichern. Die oollinhaltliche Mittheilung der wichtigsten Reichs und Landesgesetze, Ministerial und Landes-Ve r or d n uu ge n, wodurch die Anschaffung von Separatausgabeu erspart wird; die Schnelligkeit, mit welcher die Verhandlungen des Reichsrathes, Landtages, OemelnderatheS, aller Vereine und Korporationen gebracht werden, dürften der „salbacher Zeitung" den Vorzug bor anderen Glättern sichern Die Besprechung in allen Rubriken wird eine gemessene und leidenschaftslose, endlich dle äußere Form etne anständige sew. Wir ersuchen schließlich alle Freunde unseres Vater- und Heimatlandes, alle Freunde des Fortschritte auf der Bahn der Staatsgrundgesetze, alle wissenschaftlichen, politischen, humanitären Vereine und Gesellschaften um ihre geistige und materielle Mitwirkung zur Erfüllung unseres Programmes, dawit die „«albacher Zeitung" ein Gemeingut des gesammten Heimatlandes werde. Wir unsererseits werden alles aufbieten, um die Verwirklichung dieses reellen patriotischen Programme« zu erzielen. Die VlinumrMns-Zcdmgungtn bleiben unverändert: OanMrig mit Post. unter Schleifen versendet «3 ft. — tr. Gauzjilhri« für Laibach, iu» H«u» ,»gefte», . . . . «2 ft. — tr halbjährig dto. dto. dt«. 7 „ 5U « halbjährig dto. bto. dto..... 6 , ganzjährig im Comptoir unter CouvrN..... !2 „ — „ ganzjährig im Comptoir offen...... ll , — , yalbjHhriss dto. dto. ..... 6 „ — „ halbjährig dto. dto....... 5 , 5tt » Di, Pränuweratious. Veträge wollen portofrei zugesendet werden. " ail> ach, im Dezember. 1872._________ IgNNz y. NtlNMllyI Hl Ftd0I VllMbelg. Amtlicher Theil. Se. l. und t. «postolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 18. Dezember l>. I. den mit dem Titel und Rang eines Sectionsrathes bekleideten Karl Freiherr« o. Munch-Gellinghauscn im gemeinsamen Ministerium des Aeußern, anläßlich dessen über eigene» Ansuchen erfolgter Persetzung in den bleibenden Ruhestand, mit dem Orden der eisernen Krone dritter Klasse allergnäoigst taxfrei zu betheilen gcruht. Mit derselben Allerhöchsten Entschließung haben Te. Majestät über «ntrag des Ministers des laiscr-lichen Hauses und de« Aeußern den Hof- und Mm,-sterialconcipisten im gemeinsamen Ministerium des Aeußtrn Wilhelm Oenolte Freiherrn o. Merlenftld zum Hof, und Ministerialsecretar daselbst zu ernennen und dem Hof- und Mnisterialconcipisten Franz Riedl Ritter o. Riedenau dcn Titel und Charakter eines Hof- und Ministerialsecreliirs »llergnädigst tarfrei zu dtrleihen befunden. Der Minister deS kaiserlichen Hauses und des Aeuhern hat dem mit dem Titel und Rang eines Hof-und Mlnistcrialconcipisten bekleideten Joseph Malfatti bitter o. Monte-Tretlo im gemeinsamen Ministerium des «euhern eine daselbst in Erlcdianng getom-"ene systemisierte Hos- und Ministtrialconcipistenstelle vtrliehen. ^___ Der Minister des Innern hat deren Statuten genehmigt. D«r Minister des Innern hat im Eiiwernelitnen "l'i den bettieilialcn anderen k. k. Ministerien der »Saxon- zu Dresden "« Vewillinmig zum Geschäftsbetriebe in dm Re'che-'"h« verlre.en.n Königreichen und Indern un Smne i«l lois.rlichen Verordnung vom 2Ä. November I8bo, " V. G. Nr. l27. ertheilt. Der Minister filr EultuS und Unterricht hat d«n VollsschuUehrer in vaibach Iohunn Gima zum Ve. zirlsschulinspeclor für den «czirl Stein in Kraln e,-nannt. Verordnung de« Iustlz«lnifterinn»S po»< »V.Dezember «572, betreffend den Zeitpunkt, mit welchem das Gesetz vom 25. Juli 1871. R. G V. Nr. 76, in Kürnten und Krain in Wirksamkeit zu treten hat. Das Gesetz vom 25. Juli 1871, R. G. B. Nr. 76. betreffend das Erfordernis der notariellen Errichtung einiger Rechtsgeschäfte ha» in Kärnten und Krain am 1. März 1373 i« Wirksamkeit zu treten. Glaser m. p. Der l. k. LanoesprHstdenten von Krain hat den l. t. Couceplspralticanten Leopold Sujel zum provisorischen l. l. Conccplsadjuncten für den politischen Verwaltungsdienst in ltrain ernannt. Am 24. Dszembrr 1872 wurdrn in der l. l. Hos- umb Staat«-druckrrei in Wim da« I>Xl. TtUck t>s« Nrichsfffftyblattf«, vorläufig blo« in der druljchcn Nnsgabe, ausgegeben und versendet. Dassclbt entliält l»ller Nr. l«7 die «lonl-ffsionsullnnde vom 8. Oltober 1872 fllr eine i'ocomotivsismbllhn von Liebn»«« nach iluschward« uebst tzlllgrlbahnln; Nr. 1KX die Verordnung de» Justizministerium« vom 16. De« zember 1872. brirsssend den Zeitpuxlt, mit welchem da« Gesetz vom 25. Juli 1«7l. R. G V«. Nr. 78, in Harnten und Krain iu Wirlsamleit zu treten hat. (Wr. Ztg. Nr 295 »om 24. Dezember.) Heute wird in deutschem u»b slovenischem Texte au«gege. ben und versendet: Landesgcsetzblatt flir das Herzogthum Krain. Jahrgang 1872. XIII. Stück. Inhalt«-Uebersicht: 9lr 34. Verordnxng de« l. l Ackcrbanministerium«, im llinvernehmei, mit den Ministerien des Innern, der Iusti, und des Handels, vom 2v). Orplrmbcr '872, betreffend die Einrichtung und ssilhrung de» Wasserbuche« mi» der Wafscrlartell- und Urlundensammlung. Nr. 85. Verordnung bt» l. l, Nckerbanministsrinm«, im Einvernehmen mit dm Minltterien br« Inuen!. drr Iusti, und dc« Handel«, vom 20. S,vl«mbcr l«72. betreffend die Form der Stoumabe und die bei deren Aufstellung zu beobachieuocn Vorschriften. l?aibach, am 28. Dezember 1872. Vom l, l. 3kdaction«'Vureau de« Laudesgesehblatte« für d«« Herzoglhum Kram, Nichtamtlicher !keil. Zur Wahlresorm. D»e Presse beschäftigt sich noch immer in hervor-regender »eise und a» leitender Slclie mit dem Wahl-seformenlwurfe. Die „Tafltspresse" saut: .Von einer Seile her, welcher »«r w»«derhc»ll schon bewiihste Mittheilungen zu verdanken hatten, geht uns die Nachricht zu, dah man sich in maßgebenden Kreisen nunmehr definitiv fllr die lluSnahmslose Hrftteckung on Wahlrejorm über alle im Neichsrath. orrlretenen Königrelche und Bänder entschieden hade. Man erwartet von dem Entgegenkommen der Polen, bei den bevorstehenden Vcrathungen über die VearerHUng der einzelnen Wahlbezirke, die Geleuenheil zu finden, den Wünschen des galizischen ^andtaae« in dieser Richtung ausgibig Rechnung tragen zu können; an dem Orundscche aber wird für alle Fälle festgehalten werden, eine homogene Volksvertretung zu schaffen, das he'ßt, deren Elemente unbedingt aus direkten Wahlen hervorgehen zu lassen." Ucber die Hallung der Polen zur Wahlresorm lesen wi, lm „P. ?loyd" folgende Stelle: „Polnischer-seits wird man au« der Situation den mißlichsten far-tische», Vortheil für sich he'auszuschlllgen suchen, ohne den priüiipiellln Standpunkt zu opfern und irgendwelche Zugeständnisse zu machen." „Pest, Naplo" sagt: ..Wir unsererseits »ollen nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß diese ssrage von der Partei in ihrer Totalitäi aufgefaßt wrrdcn wild, daß man nicht kleinliche Rücksichten und nicht die in» oivldun ben Hintergrund geschoben und die ganze Partei scheint im Zerfall begriffen zu sein. Di.se aünstiae Zeit muß gehvrig bcrmhl werben. Zufolge der Solidarität, welche zwischen der ungarischen Pallamllits' Majorität und der Verfassungepattei Oesterreichs brwht, müssen wir wünschen, daß da« We,l von Erfolg u'lrbnl set. Die Lensolidierung or« Verfassun«slebene in Öesler-reich bildet auch unser Interesse, und in diesem Vewußt-sein bringen wir der Versassunaeparlei unsere volle Sympathie zu dem großen Weite entgegen." Dem „P. Aoyd" geht aus Wien unterm 22. d. nachstehende Originalcorrespondenz zu: »Ueber dle Ver- INS Handlungen zwischen denPolen und der R e ?' er ung beglnnt man jeyl oon beiden Kellen eta>a» gefprächlger zu weiden und gestaltet so der öffentliche Mrimi,»^ einen Hinblick «n das Mysterium dieser Pourparler». Zunächst füllt m dieser Rlchtun« die Ueoerjchwemmung ins Auge, mit der oon beiden Seiten die Elfol^losigleit der Verhandlungen constatiert wlrd. ja oon Regierungs-ftllc. resp. in inspirierten Eoire^pondenzen wird bereits überhaupt d,e Existenz solcher Verhandlunge'. in Abrede gestellt. Wenn beigesetzt wird. daß die Regierung sich darauf beschränkt habe. oie Polrn zur Mitwirkung bei der Wahlreform aufzufordern, ohne sich in weitere Er« ilrterungen einzulassen, dann lann allerdings oon ,Ver< handlangen" kein« Rede gewesen sem. Das peremtorische l^ou P033UMN8, da» die Polen auf der ärgeren Seite im Namcn des iilubs ausstellten, laßt sich unter diesen Begriff allerdings auch nicht unterstellen, un» so scheint e« denn, daß man nur zu dem Zwecke zusammengelom» men >e,. um ^genseitig die Standpunkte zu präcisieren. Sind diese Mittheilungen — und sie sind die einzig greifbaren That,acheu in dem Wüste offwöser Wen« düngen und polnischer Nodomontaden — nur halbwegs richtig dann stünden sich Polen und Ministerium schon heute ganz schroff gegenüber und hätte sich letzteres be« reits mit der Frage vertraut zu machen, ob die Wahl» reform auch gegen die Polen durchgeführt werden tonne. Auch diese Frage hat bereit« lhre offtciöse Erledigung darin gefunden, daß man konstatierte, daß eine Zwei« DrittclMlijorität dem Entwürfe auch ohne die Polen gesichert sci und daß selbst für den Fall eines parla« mentavijchen, oder richtiger unparlamentarischen Strikes scitenS der Rechten das Haus in einer genügend im« ponierende» Majorität (130 Mitglieder) versammelt sei, um auch durch solche Eventualität unbeirit vorwärts zu schreiten. Im polnischen Vager scheint man die bezüglichen Verhältnisse genau zu würdigen, denn das suebcn angedeutclc Gewaltmittel findet in keinem der sonn mit derartigen Drohungen nicht haushälterischen Organe allein emen Platz, wohl aber stellt man es in d M>ct.' z'vlschen einer etwaigen passiven Assistenz bei der Berathung des Entwurfes oder «wer Mandats« niederlegung su masss. Bon diesen Alternativen ist die erste kein Nooum; diesc Talt,t der passiven Assisttnz haben die Polen in den meisten VerfassungSfragen eingehalten, so« bald sie ihre Rechte stillschweigend oder ausdrücklich gewahrt sahen, die letztere hingegen wäre eine Neuerung, nicht ohne gefährliche Consequenzen für die Polen, da die Regierung in einer Mandatsniederlegung die Gele« genheit erhielte, zu dem Nothwahl-Gesetze greifen zu können. Jedoch — und hiebe» folg« ich immer den Andeutungen der polnischen Organe — ist sich der Polen, llub noch nach leiner Zeite hin schlüssig geworden, und zwar nicht einmal darüber, ob nicht oon seiner Seite die Verhandlungen mit dem Cabinete wieder aufgenommen werden sollen, da man davon spricht. ..es sei nach nicht das Ichte Wort gefallen" und daß er. unbekümmert um die That» fache, daß schou in den ersten Tagen nach dem Nieder« zusammentritt- des Reichsrathe« die Wahlreformoorlage im Hause erwartet werden kann, vollzählig in Wien er-scheinen wir5. Ein solcher Entschluß straft die Vertreter d,.r Strilepolitil. die aoancirteren polnischen Organe, in oolhineln ^ügen und zelgt, daß im Polenllub dieser Ge« danke selbst noch nicht einmal lanciert wurde. Es würde dies von politischer Mäßigung, aber auch von politischer Klugheit zeigen, oa die polnischen Führer damit nur der Situation, wie sie ihnen aus der Festigkeit der Regie» runassprache klar wurde, Rechnung tragen würden. Der Ealcül dcr Polen in diesem Falle ist leicht zu errathen. . Das Zugeständnis, das ihnen die Regierung nach in« spiliertcn Meldungen gemacht haben soll, nämlich thun« lichfte Verüchftchtigung des national«polnischen Elementes vel der Wahlreform, lann ihnen ' lbst im Falle bloßer passiver Assistenz kaum entgehen, denn auf diese muß ine Regierung, wenn auch temen formellen, so doch politischen Werth legen. Ist demnach die Wahlreform in leinem Falle mehr aufzuhatten, dann wird man polni« scherseits aus der Situation den möglichsten faclischen Vortheil für sich herauszuschlagen suchen, ohne den prinzipiellen Standpunkt zu opfern und ngtnowelche. Zuge« ständnisse zu machen. So »lellt sich die Lage. wenn man die beiderseitigen Enthüllungen genau ullliulysiert; sie ist für beide Theile leine erfreuliche, da sich beldc im Kriegszustande befinden, dieser Z^itand jedoch jedem gestaltet, seine Ziele zu verfolgen unc» zu erreichen." Das londoner Wochtublatt „The Spectator" be-merlt. daß eS Umwälzungen gebe, die ohne Schuß voll» zogen würden, aber dessenungeachtet die gewaltigsten Umwandlungen auf socialem Gebiete heioorbringen. In diese Kategorie müsse auch dle österreichische Wahlreform ge« setzt werden und nicht leicht tonne es einen kühneren Schritt als den geben, den das österreichische Ministe« rium eben an dcr Spitze der Verfassungsfreunoe in An» griff genommen habe. D« Sieg sei wahrscheinlich und werde gleichzeitig auch ein wohlverdienter sein." Zur Mnijlcrklise « Preußen. Ein großer Theil der Iournalstimmen Deutschlands ist der Ansicht, daß die preußische Ministerlrise, wie die Dinge heute liegen, vorderhand als gelöst zu betrachten sei. dah jedoch Graf Roon das Präsidium des Staats. Ministeriums jedenfalls nur interimistisch übernommen habe. So schreibt die ..Grcslauer Zeitung": „Allem An» scheine nach ist die angebliche oder wirkliche Minister« lrisis vollständig beseitigt. Fürst Gismarck legt das Präsidium im Ministerium in der That nieder und zwar aus keinem andern Grunde, als weil er sich eines Theils der auf ihm ruhenden Ocschäflslast entledigen will. Wer sich nur einigermaßen dct, Umfang der Geschäfte klar macht, die mit der bisherigen Slellung des Reichs-tanzlers verbunden waren, wird seinen Wunsch für voll' kommen gerechtfertigt halten. Als Minister der auswär« tigen Angelegenheiten bleibt er Mitg^ed d^s pleußljcheli Ministeriums. Graf Roon übernimmt das Präsidium und hat also sein Demissionsgesuch zurückgezogen; da der Gesundheitszustand des Kriegsministers in der That der Schonung bedarf, so scheint die Annahme des Vorsitzes allerdings nur ein Interimisticum zu sein, das vielleicht nicht über die nächste ReichstagSsession hinaus dauert. Zurück tritt nun der landwirthschastliche Minister Herr v. Sclchow, dessen Stelle Herr o. Nlantenburg, o« b»«h«lge Führer der Rechten, zu übernehmen scheint." Die „Schlesische Ztg." glaubt ebenfalls, daß die Präsidentschaft des Grafen Roon nur den Charakter eines Provlsoriulns trage. O»e weiteren Umgestaltungen des Ministeriums bleiben, iVic dieses Glatt meint, vorbehalten. Sie dürsten allttdings nicht so rasch vor sich gehen, als man erwartete, es würd! aber deshalb doch nicht gerechtfertigt erscheinen, sie für aufgegeben anzu> sehen. Die „Weser-Zeitung" bespricht die Mimstertrise in folgender Weise: Angesichts der widersprechenden Gerüchte, zu denen die MinistertrisiS Veranlassung gibt, ist es nicht ohne Interesse, die augenblickliche Kage der Dinge zu präcisieren. Zunächst hat die Entkleidung des Fürsten Gismarck oon dem Vorsitz oder vielmehr von den Geschäften des Vorsitzenden des Staatsministeriums nur einen provisorischen Charakter und die Bedeutung einer sofortigen Oeschaftserleichterung des Reichskanzlers. Demnach ist auch die Uebettragung biejer Geschäfte auf den Kriegsminister nur vorläufig. Daß Graf Roon geneigt sei, den Vorsitz definitiv zu übernehmen, wird vielfach bezweifelt. Die Nachricht, daß Graf Roon auf besonderen Wunsch des Kaisers sein Entlassungsgesuch zu» rückgezogen habe, wird oon den Abendblättern in der Fassung wiedergegeben, daß der Kaiser das Entlassungsgesuch des Kriegsministers nicht bewilligt habe. Herr o. Selchow scheint in dieser Hinsicht bessere Aussicht zu haben." Der „Reichsanzeiger" enthält einen kaiserlichen Er-laß vom 21. d. M. an den Fürstin BiSmarck folgenden Inb>tcs: ..Auf Ihren Antrag im Gericht vom 20, d. will ich Sie vom Präsidium des Staatsministeriums hiedurch entbinden. Sie behalten den Vortrag bei mir in Angelegenheiten des Reiches und der auswärtigen Politik und sind im Falle ihrer Behinderung an der persönlichen Theilnahme an einer Sitzung des Staats' Ministeriums befugt, Ihr Votum in den die Interessen des Reiches berührenden Angelegenheiten unter Ihrer Verantwortlichkeit durch den Präsidenten des ReichS-lanzleramtes Delbrück abgeben zu lassen. Der Vorsitz im Staatsministerium geht .m den ültcsten Staateminister über." Die neuesten Ereignisse in Verlin, von den Debatten über die Kreisgerichtsordnung angefangen bis zu dem jetzt erfolgten Rücktritt des Fürsten Gismarck von der preußischen Prcmierschaft herab, werden von englischen Glättern ruhig und vorurtheilsfrei behandelt. Die „Times" zieht eine Parallele zwischen der Gesammtheit der stattgefundenen Krise und gewissen Ereignissen der eigenen Landesgeschichte und gelangt zu dem Schlüsse, daß es auch fortan dem preußischcn Adel gleich den Mitgliedern des englischen Oberhause« nicht an bedeut samem Einflüsse auf die Staatsgeschäfte fehlen werde. Gefahren wäre er ausgesetzt gewesen, wenn die Forderungen der zweiten Kammer verworfen worden wären Gewiß habe der Feudalismus in früheren Zeiten großes für Preußen geleistet, allein jene Zeilen seien nun einmal vorbei und die weitaus mühsamer gewordene Arbeit des Staates erheische zu ihrer ersprießlichen Durchführung die Anstrengungen des gesammten Voltes. Dem Fürsten Vismarck habe es nun einmal nicht entgehen können, daß eine gewisse Machtübertragung unerläßlich geworden, und darum habe er. als da« Werk sich noch in seinen ersten Keimen und Anfängen befand, sofort Hand daran gelegt. Der toryistische ..Standard" spricht in sehr entschiedener Weise die Ansicht aus. daß mit der Niederlegung der preußischen Premierschaft von Seile des Fürsten Gismarck nicht die allergeringste Verminderung seine« Einflüsse« in der ftreuhijchen ober deutschen Poultt gemelnt sei. Politische Uebersicht. tzaibach, 27. Dezember. Wie die ..MonlagS-Reoue" hört. sind die Vorlagen üoer die Steuerreform soweit fertig, dah s" nach einer nochmaligen Durchsicht dem Reichsrathe vorgelegt werden tonnen, was auch im ^aufe des Mona» tes Jänner der Fall sein wird. In Abgeordnetentreisen scheint indessen oer Wunsch vorwaltend zu sein, daß d«e Gescblußfassung über diesen wichtigen Gegenstand bereits dem nellen, aus birecten Wahlen hervorgegangenen Parlamente vorbehalten bleibe. Im letzten ungarischen Min ist er rath waren die serbischen Angelegenhrilen Gegenstand der Ver» Handlung. Die betreffenden Gerathungen sind noch nicht sendet. - Am 23 d. hielten belde Häuser de« ungarischen Reichstages kurze Sitzungen behufs Aus der Welt des Scheine«. Gin Nachtslück. den hinterlassenen Papieren eines frühern Schauspielers entnommen. Von Dr. P. „Es war im Sommer des Jahres 18 . . Theuerung und Noth, verursacht durch zwei aufeinander fol-genoe Misernten. hatten fast überall in Deutschland de« Gestand der Theaterunter»ehmungeu in Fraqe gestellt. Ich kam von einem bekannten Sladttheater am Rhein, dessen Director durch die in solchen Zeilen leicht erklär-Thellnahmslosiglelt deS Publikums bankerott geworden war, und sah micv nach einem bescheidenen Engagement um. wo ich eme günstigere Wendung der Verhältnisse abmatten tonn'e. Ein Thcateragent, an den ich mich wandte, legte mir ein langes Verzeichnis von Vacanzen vor verschwieg mir aber nicht, daß die meisten der mir bekannten Directions tief verschuldet waren und daß außer den Hoflheatern nur diejenigen Gühnen oon der drohender Katastrophe verschont bleiben könnten. d>e für dii ganze Dauer des Sommer« ihre Pforten geschlossen hallen. Hoffnungslos kehrte ich in den Gaslhof zurück, und da es aleichgiltig war. wohin ich mich wandte, fo begab lch mich line Stunde später auf «in Dampfschiff, wo ich über ein« andere Existenz nachdachte, als das Läuten der Schiffsglocke die einfache Fahrt auf eine kurze Weil« unterbrach Ich sragle, welch« Station wir erreicht hätten, und erhielt eine Antwort, welche mein geographisches Wissen um einen nie gehörten Namen bereicherte. Am Ufer sammelte sich, wie gewöhnlich, ein müssiger Haufe, der das täglich um dieselbe Stunde wiederkehrende Ereignis wie etwas nie dagewesenes anilaume; ellfertige Passagiere gingen und kamen und neugierig betraten andere das Verdeck, um während der fchnell verrinnenden Paufe nach einem erwarteten Verwandten auszusehen. Unter diesen letzteren bemerkte ich emen etwas auffällig gekleideten Mann, der hastia auf einen der Schiffsleule zulief, mit der Frage: .Haben Sie die Zettel?" Der Gefragte nickte bejahend und übergab ein längliches Paket, wofür er Trinkgeld empfing. Der Mann in ungewöhn« licher Tracht und ..Zettel"? Nicht« andere« als ein Schauspieler oder Theaterdirector. der Theaterzettel in Empsang genommen hat, die anderswo gedruckt sind, weil das Städtchen zu klein ist, um eine Druckerei zu unterhalten! rief mir mem Lpiritug l^miliHri» zu. Halb willenlos qriss icb in demselben Augenblicke nach meincin Manleliack und eilte, als da« Schiff sich wieder in Bewegung setzen wollte, über die Vandungslirücke dem Unbekannten nach. Ich hatte mich nicht geirrt. Hocherfreut reichte er mir die Hand und gad sich mir als Prinzipal einer wandernden Truppe zu erkennen, die in diesem Städtchen seit einiger Zeit Vorstellungen gab. „Sie kommen wie ein Gesandter deS Himmels," rief er voll Emphase aus. „Ich soll heute „Die Räuber" geben und habe leillen .Karl." Im Nothfall müßte ich ihn spielen, denn das Publikum will sich nun einmal nicht «mit kleinen Sachen abfertigen lasscn. Aber jetzt werden Sic den Karl spielen und ich lann an der Kasse bleiben." Ohne eine Antwolt abzuwarten, führte mich ^ Impresario nach dem Thcaterlolal, d. h. einem Gast' Hofssaal, in welchem eine Gühne aufacschlaacn war un>> stellte mich dem bereits versammelten Personal vor. n>el' ches aus sieben Männern und fünf Damen bestand. Ich trat in die »Yarderooe. An einem langen Dl^ saßen vor ihren Toiletten refp. Spiegelscheiben die siebe" Männer, welche Schillers dramatische« Erstlingslven darzustellen unternahmen. Franz Moor zupfte schwarz Wolle zu «mein Knebelbart zurecht und zog sodann eine Strich mit schwarzer Tusche unter die Augen, um si^ einen wüsten, «»heimlichen Glick anzueignen. Neben «h" saß ein alter Schauspieler, den man „Zugvogel" l'l^ lltite und dessen zaahastes. wortkarges tvenehmen mitte in diesem redelusligcn Kreise meine Aufmerlsamleit < legte. Er hatte erst vor kurzem, wie ich nach der 2>o slellung erfuhr, mit feinen abnehmenden Kräften t Engagement bei dieser Truppe gesunden und mußte, sein Gedächtnis ihn nicht mehr zum Memorieren v fähigte, sich zu allm möglichen theatralischen HU'"" stungen bcqnemcn. «uf dem linken Ohr hörte er schl«« ' - spotllustige jUnge,e Mitglieder sagten, der Souffle" habe es it,m laudgeschricben — und so bildete er. <" da« rechte Ohr zum Souffleurkasten hingewandt, unt v Publikum einen rechten Winkel. Er spielte, was l" anderer machte, vor allcm das weinerliche Genre o zärtlichen Vä'er. Für diesmal war ihm der alte 6" ' Moor und nebenbei der Diener Daniel zugetheilt. » bedürfte nicht der weißen Perrücke, um seinem Haar " «117 Vesehespllbllcatlou uud vertagttn sich hierauf bl« zum 11. Jänner 1873. Im O^lhause widmete der Prä-fidenl O. v. Majlath dem verstorbenen Grafen Orora Nndrassy, gewesenen ^ucloi curias, einen wohlverdiente» Nachruf. — Die lroal»schc Negnicol^rdepula > tion soll, elnem Gerüchte Zufolge, dem Wunsche entsagt haben, daß der Vanus von Kroatien ohne Gegenzeich» nung de« ungarischen Ministerpräsidenten erna.int werde. »Magy. Pol." fügt die Bemerkung hinzu: ..Nach und nach werden die Kroaten vielleicht auch von ihren übrigen Wünschen abstehen." Der deutsche Bundesrath ernannte den baierischen Austizminister Fäustle zum Referenten übcr di». Zivilprozeßordnung, deren Vorlegung in der künftigen deutschen Reichstags-Sessiou noch nicht erfolgt; sicher dagegen unter andern, ist die Vorlegung des Ar-mee»Reorganisationsgesetzes. Der „Köln. Ztg." wird auS Paris bmchiel: Die beiden Unterlommissionen des DreißlM-Ausschusses hielten am 23. d. Sitzung. Oie rste, welche mit der slegulieruug der Vollmachten de^ gegenwärtig bcstchmdcn Hewalt betraut ist. beschloß nach dreistündiger Vera-lhung, 1. daß die Unlertommifftou über die Frage be« treffs der Ernennung einer zweitcn Kammer berathen könne, daß jedoch diese Anstalt erst zwei Monate vor der Auslösung der Nationaloelsammlullg ins Leben treten dürfe; 2. daß man Herrn Thiers von der Tribüne entfernen müsse, chm jcdoch Entschädigungen zu bewilligen habe; 3 daß die Enlschäslgungen in einem Suspensio-Veto bestehen sollen; 4. daß der Präsident der Republik da« Recht erhalle, eine dritte Berathung über die Ge« sttze hervorzurufen, an welcher lhcilnehmen lönne. Man vegann dann die Prüfung der Frage betreffs des Zus-Ptnfio.Velos. — Oie „N. Fr. Pr." meldet^ aus Paris: Es fand eine Berathung des lflnanzmin>iltrs Say mit Mitgliedern des Bautconseill« stall, um elne Komblna-tion zu finden, ducch welche die Befreiuug des französischen Territoriums von der Occupation ucschleunigt werden löllnle — Staatsmänner sowohl, als auch die öffentliche Meinung verlangen dringend die Unterdrückung des Terminhanocls in Atllen der Äaut von Frankreich. Die italienischen Minister beS Innern und de« Kriege« haben ei.i UebereinlomtMl: getroffen, dem zufolge General Pallavicini dle Teilung der nuliiälischen Operationen gegen die Vriganlen in den neapolitani» schen Provinzen Noellino, Sale»no, Cosenza und Po« tenza übernimmt- die Action der Polizei unter Leitung oer Präfecte«, und Subprüfecten soll jedoch hiedurch in leiner Weise präjudiciert werden. Dem bisherigen schwedischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Grafen Platen, ist die erbetene Demission bewilligt und zu seinem Nachfolger der Gesandte in Petersburg, General Gjönstierna, ernannt worden. — Die kürzlich von einigen Blättern betonte Besserung der Beziehungen zwischen Rußland und Schweden erfährt dmch diesen Wechsel gewiß leinen Abbruch, indem Baron Bjönstierna in Petersburg sehr beliebt gewesen ist. Seine Stellung zur deutschen Polilll dürfte keine andere sein, als die des Grafen Platen, der den Deutschen viel geneigter war, als der verstorbene König und in dieser Beziehung bei dem j.higen Sou» verain Schwedens gleicher Stimmung begegnete. Znr Negelung der Dezuge für Slaalsliencr. Der Gesetzentwurf betreffend die Regelung der Be» züge der in die Kategorie der Dienerschaft gehörigen activen Slaatsdiener lautet: § 1. Den in die Kategorie der Dienerschaft gehö» rigen Stlllltsdienern, welche einen Gehalt oder IahreSlohn beziehen, werben fünfundzwanzig Perzent ihres Gehalte« oder Iahreslohnes, den in Wien und Trieft angestellten aber fünfundzwanzig Perzenl ihres Gehaltes oder Jahres' lohne« nebst einem der Höhe des bisherigen Quartier» geldeS gleichkommenden Betrage als Aclioitillszulage bewilligt. ß 2. In dem Ausmaße des Gehaltes oder Jahres-lohnes, dann in den bisherigen Normen über die Erlangung eines höheren Gehultes oder Iahreslohnes fo wie in dem Bezüge der l>,sy>.l<^l. Nebenemolumcnle der StaatSdienerschafts-Individum hat eine Aenderung nicht einzutreten, dagegen der Bezug der bisher für Wien und Trieft systemisierten Quartieigeldei z» inlfallen. s 3. Nur der Gehall oder Iahreslohn hat bei der Bemessung der Ruhegebühr in Anschlag zu kommen. ß 4. Die Diensttaxe wird nur von dem Gehalte entrichtet. § 5. Sämmtliche die Bildung emes e«genen Pen-sionsfonds und dessen Zuflüsse betreffenden Bestimmungen deS § 12 lxs Gesetzes vom......... über die Regelung der Bezüge der Staatsbeamten finden auch auf die mit Gehalt angestellten Dienerschaslslnoioi' duen Anwendung. ß 6. Mit Veglnn der Wirksamkeit des gegenwä» tigen Gesetzes treten alle damlt im Widersprüche stehm-den flüheren Gesetze und Verordnungen außer Kraft. Hagesneuigkeiteu — (Prüfung des Kronprinzen. > Vor eini. gen Tagen fand in Gödöllö die Semestral'Prüfung Seiner t. und l. Hoheit des dulchl. Kronprinzen Rudolf statt. Der-felben wohnten außer Sr. Majestät dem Kaiser, dem Ge-neral Lalour, Obersthofmeister de« Kronprinzen, und den Lehrern noch bei: Franz Toldy, dei hochw. Bischof hor. valh und General Hofmann. Die Prüfung ist, wie be-lichtet wird, sehr befriedigend ausgefallen. Namenlllch soll der Kronprinz große storlschritle in de, Geschichte Ungarns gemacht haben. Am 29. o. wird Se. k. und l, Hoheit wie-der in Wien eintreffen. — (Der agramer üijchoj Mihalovii) hat, wie »Kat. List." meldet, einen alljährlichen Beitrag von zehntausend Gulden aus seinen Emläuften, vom Iten Jänner 1873 augefangen, m den Fond zur Subslftenz. aufbesserung der minder dotierten Pfarrer und Kapläne be, stimmt. — (Grazer Sl adt a n lehen.) Wie die.Ora. zer Tagespost" erfährt, „hat der Bürgermeister Dr. o. Schreiner m Graz den Herrn Finanzminister nicht geneigt gesunden, auf das projeclierte unverzinsliche Lotterieanlehen der Stadt Vraz einzugehen, wie der Finanzminister über. Haupt grundsätzlich die Absicht ausgejploche« haben soll. derartige Lolterieanlehen, obwohl dieselben erst vor luizem noch den Städten Innsbruck und Salzburg bewilligt wur> den, nicht mehr zu genehmigen. Dagegen soll derselbe sich bereit erklärt haben, den Plan eines mit 4 Perzeut ver» zinslichen Prämienanlehens mit Theilschuldverschreibungen von mindestens 50 si. im Abgeordnelenhause einzubringen. Bei diesem Stande der Sache hielt eS dcr Herr Bürgermeister für angemessen, »n oieser Richtung sogleich mtt der Unionbanl die Eventualität einer anderen Form oer Kre-biloperalion zu besprechen. Dieselbe wurde auch bezüglich eines verzinslichen Prämienanlchens chre D^uste üer Gemeinde anbieten, jedoch dürften ihre Bedingungen für diesen Fall minder günstig sei», als die ursprünglichen." — (Eine französische T H me), die nur französisch spricht, heiratete kürzlich einen amerikanischen General, der nur englisch versteht. Sie juhen sich genöthigt, auf ihre Hochzeitsreise einen Dolmetsch mitzunehmen. ^iiocüie 5 Hur Gesundheitspflege «n Hratn. Der tramische Lanbesausschuß hat unterm Ib. d. M. nachstehende« Circulate in Beireff der Gesundheitspftege am Lande an die Vemeindevorstände rn Kram erlassen: „Die Hemeindevorftänoe haben durch d»e l. t. Vezirls-hauplmannschaften Kenntnis erhallen von dem LauOesre-gierungserlasse ddo. 8. v. M., Z. 7ttl8, welcher die Maßregeln zur hmtanhllllung zweier epidemischen Krankheiten behandelt, die möglicherweise auch in unser Land eindringen und sich daselbst ausbreiten könnten. Die eine dieser Krankheiten, nämlich die Cholera, herrscht ziemlich bedeutend in Ungarn und trltt hie und da auch schon m Böhmen auf. Die andere, nämllch die Blattern, lst bösartig aufgetreten in unferet nächsten Nähe: m Trieft, Na/am und Vraz, wo fchon viele Menschen daran erkrankt und gestorben sind. Veide Epidemien bedrohen daher auch unser Land. Der Lauoesausschuß sieht sich daher bemüssiget, den Oemeindevorstiiuden warmsteus anzuempfehlen, alle von den t. l. Bezirlshlluptmannschaften m Bezug auf die Gesundheitspflege erlassenen Verordnungen genauestens zu befolgen und dre größte Aufmerlsamleu auf die Beseitigung aller in der Gemeinde etwa vorkommenden Uebelslände zu verwenden, welche den Ausbruch einer ansteckenden Krankheit verursachen könnten. Insbesondere aber empfiehlt der Lan-oeSausschuß nachstehendes zur Beachtung: 1. Eine mäßige und geregelte Lebensweise, so w« Muhe des Gemüthe« ist da« erste Mittel zur Erhaltung del Gesundheit. Es ist daher nöthig, sich vor Lrkühlnngen zu bewahren und sich oeshalb warmer zu kleiden. In der Nacht svll jedermann möglichst im geschlossenen Raume schlafen; besonders aber ist daraus acht zu ^en, daß der Magen nicht verdorben wird, was dadurch vermieden werden lanu, wenn w« uns fchädlicher Speisen und Getränke enthalten und von keiner Speise im Uebermaße genießen. 2. Es »st strenge daraus zu schen, baß oas Trinl-wasser rein und gesund sei. Die Orsahrung lehrt, daß mit faulen Stoffen geschwängertes Wasser eine hauplursache epidemischer Krankheiten ist Sollte daher in Eisahrung gebracht werden, daß irgend ein Wasser m der dorngra Gemeinde unrein, psützlg, daher schädlich ist, so soll em s»lcher Brunnen ohne Widerrede gesperrt werden. 3. Jede epidemlsche Krankheit nistet sich besonders gern an unreinen Orten ein, sie kommt daher häufig dort vor, wo viele Menschen rn emem kleinen Raume zusammengedrängt wohnen, oann dort, wo faule Stoffe gahien und Gefianl verbreiten. Es bedarf deshalb nicht erst emer umständlichen Erörterung, duß ÄelnnchlcU in allen Dlngen das beste Schutzmittel gcgeu Kranlhetten ist. Dle Oemelnoc-lnsassen sind demnach zU erinnern, daß sie ihre Wohnungen lüften, oaß sie die Fenster wenigstens emmal im Tage duich längere Zeit offen hallen, um fo die verdorbene ^ufl aus den Wohnungen zu !es^itigen. Eine ganz besondere Äufmerksamlelk ift den Aborten, Mistjauchen unb Dungelgruben zuzuwenden. Faft Überall am Kunde liegen die Aborte und Düngerhaufen knapp bei den Häusern und verpesten so die ganze Umgebung. Die Aerzte baben die Ueberzcugun.. gewönne«, daß solche Ausdünstungen von Aborte» und Mlstjauchen besonders bei feuchtem Wener häufig Urjache epioemlscher Krankheiten sind. Es ist daher Pflicht der Oemeindeoocstände, die In» fassen cahln ^u vermögen, daß sie soviel ale mögllch dergleichen nachteilige Uebelstänve beseitigen. DieS wird ohne besondere M he und ohne große Kosten bei Aborten dadurch eric'ch., baß man in dieselben etwa 2—3u»al m der Woche .., Wasser aufgelösten Hisenvltllol gießt. Wie dies Farbe des Alters zu geben, und seine zitternde Greisen-stimme war keine Berstellung. Da zu seinem Ressort auch die Beleuchtung gehörte, so begab er sich früher »ls alle übrigen auf die Bühne, um die Lampen an» zuzünben und so lange auf und niederzuschraubcn, bis das richtige Maß dcr Hclle erzlelt war. Bald darauf verließ auch ich die Garderobe, um mir die Räumlich, kellen unfere« Brettergerüstes etwas näher anzusehen. Huqvogel „and an eine Eoulisse gelehnt; seine Hüge verriethen eine feierliche, sonntägliche Stimmung — er mochte das Elend seiner LMtnz vera/ssen habrn und sich zu-lücklrüumen in eine längst vc,flossene Blüthczeit. Die Aufführung nahm ihren gewöhnlichen Verlaus. Nur im vierten Alt trat eine Störung ein. die ich ver. sucht wäre, lomifch zu ncnnen, wenn sie mich nicht schmerzlicher Weise an Zugvogels Altersschwäche erinnerl hätte. Es war, da das Mud^pcrsonal gar zu lücken, h«ft, auf der Probe die Verabredung getroffen worden, bo« bekannte Muberlicd zu Anfang beS vierten Altes ldegzulassen. Zugvogel, dcr den alte» Moor spielte und btr Handlung gemüß im Thurm saß, war seit Iahten NtOotM, da er in seinem Kerker den Zuschauern unsichtbar war, den Ehor durch Mitsingen zu verstärken. Der Vorhang rollte in die Höhe — und unser Kuost-inbalide. dessen Gedächtnis die getroffene Uebercinlunft lutfall>„ war, intonierte mit seiner zitternden Slimmc b" Räuberlled. Nun denke man sich den Jubel des Publikum«, das den halbverhungerten Grafen Moor in seinem Kerlerlhum stngen Hölle: ..Ein freies Leben füh« ten virl" Auch ich mußte in das allgememe Gelächter einstimmen, als der alle Moor von ein?m „freien Leben voller Wonne" sang, 5och w,e tuf ergriff es mich, als ich, von der Coulisse auS, den Ausdruck dcr brennend« stcn Verlegenheit auf Zugvogels Gcsichl las und den hilflosen Mann die zitternde Hano c> heben sul), als wollte er dem schallenden Gelächter, das von allen Seiten auf ihn eindrang, Halt gebieten. Ich begleitete den bedauernswcrlhen Veteran an demselben Abend nach Hanse, um mich von ihm üver dle näheren Verhältnisse dieser Thcatercnlreprise unter» richten zu lassen, und benutzte die Oclegenh it, seme trost» lose Stimmung durch dci Hinweis auf eine bessere Zukunft zu verscheuchen. Aber Zugvogel kannte sri»e Lage zu wohl, um solchen Tröstungen Gehör zu schenken. „Sie wissen nicht", erwiderte er unr, „wie viel bitteres und herbes lch erfahren hane seit jenem Tage, da ich zum erstenmale die Bretter betrat, dis ,u dieser stunde, da ich. ein Bild des tiefsten Verfalls, Ihnen gegenüber sitze. Ich war nicht ohne Begabung und durste mich der Hoffnung hil'gcdtn, dereinst unter den wahren Jüngern der Kunst genannt zu werken, und doch mußte ich elend untc»gehen, weil ich nirgends ein Verständnis meiner reinen Intentionen fand. Bei kleineren Bühnen zu selbstbewußt, um mich zum Coulissen-reißer zu entwürdigen, uno in besseren Verhältnissen zu stolz, den uehorsamen Olener hochnäsiger Directoren und adeliger Intendanten zu spielen, sah ich mich zu einem Wanderer ohne Ende und Ziel verdammt. Nm einmal stieg an meinem LebenShimmel ein helles GcMrn auf und fchien mir jenen beseligt « °. neren Fr.eden zu verhc.ßen, der allem des Kunst. °i Streben u..d Schaffen die rechte We.he verle.ht ' U war an rmem mmleren Hoftheal.r angestellt und mcine Le.stungen erfreuten sich daß mlr von der Intendanz ein Contract von lä..ger r ^ue.rm «usfichl grstelll wurde. Ich begrüßte diese glüclllche Wendung meiner Laufbahn mit hoher Freude denn ,ch hegte lemc» fchnllchercn Wunsch, als mir eine» !»/"!" ^" 5" «""den in dem Genusse häuslichen Glucke e.ne Befriedigung zu gennnncn, die mir der Umgang un< meinen Collea.cn nicht gewähren konnte Bett längerer Zeit hatte ich eu, stlllcs Einvtrstandni« m't eltler mir gletch^esinnlen jungen Schauspielerin un-terhalten; was ftant. jetzt, da mir eine gesicherte Stel-lung zugesa«! war, im Wege. uns oem Personal der Hc.fbühne als Brautleute vorzustellen? Es geschah — doch kaum halle dcr Intendant unsele Vcrloburw er. fahlen, als cr sei«, bisherlge«, Benehmen gegen uns ur. Plötzl ch änoerle. W.r sahen uns den erbärmlichsten Chlcantl. und Zurücksetzungen preisgegeben. Rollen in denen wir früher die ehrenvollste Aufnahme »efund « hatten, wurden un« abgenommen und an U,>«äk ..,. vertheilt bezahlte Federn wurdcn in Bewegun «e tz um unsere Lc.stungen in den Augen de« «^l.'u»« .herabzusetzen u..b schmutzige Geschichten erfu^en u« ^ unser Privatleben zu verdächtigen. ''"««n, um j (Gchluß f,l,t.) 21l6 zu geschehen hat, wird dem Gemeindeoorstande von der l. l. Bezirlshauptmannschaft nmgelheill werdel«, Gin auf« mertsames Vorgehe» in bleier Richtung ist ader besolldel,« dort unumgänglich nothwendig, wu die Aborte. Mifijaucheu und andere faulende Sachen in der Nähe von Vrunnen oder Viehtränten l>egen. da es leicht geschieht, daß die Jauche dem Wasser zusickert, das oon Menschen und Thieren genossen wird, die hierauf ertranken. 4, Da jede Krankheit leichter behoben wird, wenn der Kranle den Arzt rccktzeitig zu Rathe zieh:, so ist die Bevölkerung in der dortigen Gemeinde zu dclehren, daß bei einem KranlhettSanfalle oon epidemischem Charakter unverzüglich a'iztUcke Hilfe hevdeizubolen ist. Wenn jedoch mebrere Menschen gleichzeuig rder u: rasch« Nufeinauderfolge erkranken. lo tst e« Pflicht des Oemelndeoorstandes, dleses sogle,cb dem t. l Bezirti>arzle oder der t. l. Bezirlshauptmannschaft anzuzeigcn. 5, Nachdem epidemische Krankheiten häusig von einem Orte zum andern dadurch verschleppt werden. daß der Kranke in eine Stadt zum Arzte oder m das Spital geführt wird, so hat der Oemeindeoorstand dafür zu sorgen, daß derlei Krantc zu Hause, wo sie ertranken. verbleiben und thunlichst so verwahrt werden, daß sie mit anderen nicht m Berührung kommen. Dieses gilt vorzüglich von, den Blalterlranlen, da Blattern meistens durch Ansteckung! weiter verbreitet werden. 6, Da die Impfung das beste Schutzmittel gegen die verderbliche Blatternlraulbeit ist, so ist die Vornahme der» selben sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsen nothwendig. Wenn daher der Arzt die Impfung als nothwendig erklärt, so ist die Bevölkerung zu belehren, daß sie sich derselben nicht widersehe. Es steht zu hofscn. daß die Gefahr der drohenden Epidemien beseitiget werde, wenn die elwähnten Maßregeln genau und gewissenhaft befolgt werden. Deshalb spricht der Landesausschuß die Erwartung au«, daß die Gemeinde Vorstände sorgsam, und wenn nöthig mit Strenge darüber wachen werden, damit die gegebenen Rathschläge auch überall befolgt werden." — ,Da« hiesige Elisabeth « K lnb e r. spit al) hat von der hochgebornen Frau Gräfin Sophie Auersperg eine Spende don 20 fl. ö. W. erhalten. — (Spende.) Zur Unterstützung armer Realschüler hat eine ungenannt sein wollende Frau den Betrast von 10 fi. gespendet. — (ssür d;n lrainischen Schulpfenniq) wurde vom runden Tisch ,zum Faßbinder" in der Gra< bischa 1 fi. o. W. gespendet. — (Der frelwilNgen Feuerwehr) sind als beitragende Mit^iedel totgetreten die Heiren Franz Pirler mit jährl. 10 fl., Maihias Rößmann 5 st., Franz Su, panilö 5 fl.. ssranz Ferlin; b ft.. Anlonia Tomann b fl., Fran, Malli 10 st. und Anton Heidrich 10 fl. — (Iur Lotterie der philharmonischen Gesellschaft.) Das Losoelsenduilgs-Comit6 schreitet in seiner Action rüstig volwärts; es wäre zu wünschen, daß d« Mitglieder des großen Lolteriecomitss bei Versendung der kose unterstützend eingreifen. — (Pon der Bank , S l ove n ija. " ) Am 1. Jänner l, I zahlt die Bank „Slovenija" 5 Perzenl für den Coupon vom Tage des vulleingezahllen Interimscheines. — Nm 26. Dezember waren 1808 Polizzen im Persiche» rungswerlhe von 5,482.965 fl. vorgemerkt. Die Höhe dieser Zifs?r loMlatiert die thätige, frequente und bedeutende Action dieses jungt« heimatlichen Bankinstitutes. (G e melu oe vo rstand ew ahl.) Bei der Neuwahl der G.meintxvenrelung der Ortsgemeinde Pel! wurden der bisherige Gemeindevorsteher Johann Barliö und die bisherigen Gemeinderäthe Jakob Hurbi aus Hudij und Barthelmii Barlti aus Boriiane als solche wieder» gewählt. — (Krainer im Reichsrathe.) Aus zuver. lässiger Quelle erfahren wir, datz doch drei Krainer im Neichsralhe sitzen, nämlich ore» Stenografen, ehemallge Schüler de« l. l. Gymnasialprofessor« und Lehrers der Stenographie Herrn Heinrich. D.ese drei Slenograplien wurden nach den Schülern de« berühmten Erfinders des stenographischen Typm^ruckes, des Prof. Faulmann in Wien, im Reichsrathe als 5>e verwendbarsten erkannt, be< ziehen Monatsgehalte oon 40 bis 150 st. und sind hiedurch in der Lage, die Umversttäisstubiell auf sorgenlose Weise zu absolvieren — (Theaternachricht.) Fräulein Vrand gibt am Montag den 30. d auö Anlaß ihrer Benefiz» Vorstellung das auf dem Repertoi, des wiener Hofburg, theaters stehende große Drama „Edda" von Josef Weilen. Fräulein Marie Brand ist eine<« der meistbeschäfligten Mitglieder der hiesig'« Pllbne; permanenter Fleiß, rich, tiqes Auffassen der verschiedenartigsten Rollen im Drama, Schau- und Lustspiel, sicheres Auftreten und gefühlvoller Ausdruck sind Eigenschaften, deren sich Frl. Brand mit Recht rühmen kann. Möge ein volles Haus der Lohn ihrer verdienstvollen Leistungen sein. — (Gefunden wurden) im landfch. Redouten» sale nach den Concerten: 1 Damenfächer, 1 Pelzstutzen und 1 Damensackluch. — (Aus dem Amtsblatt«.) Kundmachungen betreffend: 1. den Voranschlag der Stadtgemeinde Laibach pro 1873; 2. die Besetzungen der Gerichtsadjunctenstelle in Laas; 3. eimr Amtspralticantenstelle beim lrainischen Landesausschusse; 4. der Hchullehrerstelle in Morobih; 5. einer Lehrstelle am Realgymnasium in Nudolfswerth. (Theaterbericht vom 27. d.) Dr. v. Schweihcrs Inttiguenstück „Drei Staatsverbrecher" behandelt einen Stoff aus den Zeiten Ludwig XVI. Ein junger Cavalier schreibt und vertnettet ein Pamphlet auf den ersten Minister des Reiches und betont darin die Nothwendigkeit von Ne'olu«'« in Frankreich Der verurtheilte Freiheitsheld wird durch Intriquenspiel, zuletzt durch die Gnade des König« vom Rebellentode gerettet. Da« gut concipierte Bühnenwert wird durch ^vei komische Charaktere — den feinen „Marquis Charles und dessen Bedienten „Jacques" - lebendig und gemetzbar gemacht Die Darsteller dieser beiden Rollen (die Herren A us im und Zweienz) wurden wegen ihrer vorzüglichen Leistung auch beifällig gerufen; aber im allgemeinen wollen wir bemerken, daß dleses Stück noch fleißigem Studium und einigen Proben empfohln, werden muß, bis Sprache und Action flüssig und klappend vom Stapel laufen. Das Haus war nur schwach t'rsucht. — ( Schlu ßoerh a ndlunge n bei dem l. l. Kreisgerichle in Rudolfswerth.) Am 30. Dezember. Josef Kuzma: Brandlegung; Franz und Theresia Rodii: schwere körperliche Beschädigung. Qeffentlicher Dank. Herr Vpolbeler Albert Ramm hat seit dem löten November 1865 bls 1. Iull 1672 dem Elisabeth-Kinder« spilale in La^bach die Mec.camente für die in der Anstalt behandelten Kinder (n >ch der Ärzneitaxe nnt einem 35"/, Abzug berechnet 2600 fl. ü. W. betragend) unent. geltllch verabfolgt so nie einen Betrag von 120 si. 66 kr. für an im ümbulatorium behandelte kranke Kinder ver« abfolgle Medicament« geschenkt. Für diesen grohartigen, edlen WohlthatlgkeilSall wird hiemit der tiefgefühlteste Dank ausgesprochen. Die Direction des Elisabeth üinderspitals. lt^l»8t« ^uswukl von selliiilkten Unser reichhaltiges Tager von Äugcndschristen, Bilderbuchern, Dichtern und Olasjlkcrn in femen ele. ganten ^lnbände», Pracht- und tlllnfiwcrllcu, Photo-graphien, Oclgemaiden nnd Oelsarben-Druckbildern mit und ohne Gollirahme. Mustkalicn etc. > Das Haus H. 2ack« sc Eo. in Hamburg wirb > > un« wegen prompter und aufmerlsamer Vebicnung seiner > > Interessenten so angelegentlich empfohlen. baß wir nicht > > umliin können, auf die im heutigen Vlatte befindliche Nn- > > nonce desselben ganz besonders hinzuweisen, W » In ÄÜ6N ljliuiolwn, in8l)6»ouäsr6 ^!>sr bsi Ml ljtt/u^ dor all^omoin dsiisdteil OllSMkl-I^ogtj >W » recllttlilti^t gicd clg,8 V6str2,uttll Oiu6r36ittj äureIl M> M> «,n«rk2unt6 l^oliäitüt. äsr I'irmH, auäergeit» M> » Ml ^l>8ut/. Dio ^6jfon ilirer ^ünktliollkoit do- »W »> 1<ulpl» »M >M >>»H» lN »ill»,Kur^ l8t ^illeilUHUU 2Ul3 >W ^itrmsw 2U empssiiisn, Uliä lli2,cli6n wir 2.uf » » äis lisute iu «ingsrym vl^tbo Slgctijslltms ^»- l>W » U0U06 odißSll Ü3,ut>og bo30uclsr3 2ufmsr!c»2,iu. >W Nenchl Post Rom, 27. Dezember. Di? ^Agenzia Gtefani" or> sichert, die diplomatischen Beziehungen zwische.! 0tm papjl lichen Stuhle und der Schweiz seien abgebrochen. Dtl pcipstliche Geschäftsträger n 332.25. - ^0nd« ' !<»9 45, — ?>il»,« 109.25. - <, t M«n,.D," loten —.— z>ioil,lea,!«s'll 8.7, der i?unge„lähmuna. - Maria Rallelj. Schullehrersgaltin. 84 I, Stadt 13!». an der üungentuberculose. Den 22. Dezember. Maria Heleznikar, Fabritsarbei-term, 25 Jahre, im Iioilspital, a„ der CholUmie. Den 23. Dezember. Georg i?acher, bllrgerl. Tischler» Meister, 75l Jahre. Polanavorstadt Nr. 86, an der i!ungeulAhmung. Den 25>. Dezember. Ig»az Strulelj, Findling, alt 3 Jahre, im Zioilspital, an Erschiipsuug der Kräfte. Den 2 U. Dezember. Stefan Koblar, TagMner«sobn, all 16 Jahre, im Zlvilspital, an der Lungenlähmung Angekommene Fremde. Nm 26. Dezember. «5>5s»n«. Lanss. Klosterneuburg - Dettela. l. t. »«««««"»< Sa„or. v. Pechy. Vest. — L»ch«r. Vl»btlhlll>dl«r, Vlar« bürg. — Praschniler, Mllnlelidorf, «l»«>t 'TU«««. Ferien, Kfm.. Cilli. «««»«»> «,,^«,»». Zdiarsly, Neißenfels. Nentz, - Frida, Novi — Maximooit, Ngram. - Kim, Trieft. INl«k«»e>«. Verger, Hdim., Olmlih. — Vrunner, Statlonss Lhlf, V:zvar. -- Telpmz, Bcrgverwalter. — ztreinder, 2ill< Theater. Heute; Zum ersten male: <5ill Vater, der seine Tochter liebt. Schwant i» 1 Alt. Diesem folgt: Das verlorene Kind. Schllnspiel in Alt von Koyebue. gum Schluß: frühere Verhältnisse. Posse mit Gesang in 1 Aufzuge oo« Ncstroy. ^5 ^"3 ^".' , ... l " , «"" t. iiili«: .. sloyd, Ufterr...... b«'».— 56^.— sttdb.V 8°,, 500Frc. pr. TtUck 10975 1I0«s in'»tcin: °er,:llsi Mui-»i°vembtl 6660 6670 «elt »o«:? vefterr. Norbwellbahn . . 21050 21150 sllbb.-O.^2tX)fl.z. 5°, f,!r100fi. 8».50 93.7s , . Fthruar-Nugi'si 66.60 66.70 jl.l^.>-^'.«r. b^»t ill^.- 319 «ubolfa-«»»,».....169 75 I7<>,25 GUdb.-Von« 5'/. (1870—74) ^i^»r ^^nulr-InU 7040 70.60 Panluerein . 3^2.— 364—!Slebenbürger «»hu — — -.— - l>00 Frcs pr. Gtück > —.— —.^ . ^ „ »prU-Octol,«, 70,40 70.6» «°d,n-«lleouonslalt . 279— 2^0.— S:a»t«b°hn . . »32 — 3l3 — Ung. 0ftl>ahn für 100 fl . 75 30 7b.b0 <«« < ^ t«Ä!,..... 202.-304- tredllanftalt f .yuudcl u. «t« . 3<<3.75 334.25 Klidbahn..... 186 50 187.50 «. . ^. . «^ ^ 1851 ^4 «. zu 25<- 8550 96 - «>>-c ilauNa:.. llllgcu.. uuHOl, . l81.— l«2 — lInb.nordd. Verbind, Bo»ü —— .- «' Vrlvatlose (per Vlilll). ,86<> ,„ 5(X) ft , . 101.75 102.. Depostttnbanl.....128. 130.- kheiß-Vahn . . 244 — 245 — «redltanftalt f.Hanbll u. Vew. »,ld Waar» ,«6<» ^n l'X» ll. »23. - 124.— «i^omptr-Grsellsch^», ! ,55 - ll65..- Ungansche «ordoNbal,!'. 156. - I5>6 50 ,u 100 st. ö.N......188 50 189^' .. lk64 ,u UX) ft. 141— 142- ^ranco^ftirr. «mil 132 75 133— Ungarische Oftbahn . , 134 50 135. Nut.lf-Atistuug zu 10 st. . . 14.75 1o.^ ^.^l»'Homauen Psandbr«»e zu H»nd«l«baul 2i1« 50 299 50 lramwu«,.......351.— 3b2.— itt«k sei l8 M«n ) Geld Wa»r« "" ^ /««. 5.5N W «rhrsd«, ^lb '2I< - oll«, «st «°dm-tr.dw«nstal. Veld waar, Hamburg, fu, IM Mar, Van« 80 L« »0 35 ^'" " ^"^' ^?? All «'«ehr«da°, ^.- ^49. - ^^^^ ^ 5 p «lt. in Silber 10050 it'I - ?,nb?n. ur 10 Pfund «terliu, 109.50 10970 3"^ ^n ' ,, " !3 !3 «. "»<",,, »„„ 5»au4«>'",'.»le.'"^ ,'tc..W33I.rll.- «Llisabech-Wcftbah^ . . . 844.50 245— ^lis.-Westb. in S verz. (l. «miff.) 89,75 90 — Preuß. Caffenschewe ^ " "^ I « "« " U, g. «Liscnbahnanlthen zu 120 ft. Vlisabeth-WeNbahu .C«l,!iubw.V.i.S.» r; ' ?^. 100.50 101 — ««l"ischt «rnndt»N»ftun,s.Obliaattaue», vr, .. ^ 7's ^ < ' >' ^.'« 100— 1U050 A ' ^ - ^ ^ , -.- --------j0t^^ l^ ^. '^?^> . . »725 «?.«> '«l«o»^ .< : Nh.75 V'"' 8s ^«^r»-