LMachcrWMtmU Nr. Ill si. li, !»i!lj. N. N.5.U. N>'!r dil! Z»stcttU!>,i in« Ha»« Yalbj. 5,0 lv. Mil dci Pos! n>i»zi. si. >5>, halbj. si. ?.5<>. Timst.1!,, l?.Mai Iuscrlionsgsl'iil'r bi« wZeilcn: Imnl«<»lr.< !im. »0lr., !jm. l s>.; sons! pl. Zeile lm. l! lr., i!m. »lr., ll»i. 10 lv. u. <. w. H»sc>-tio!l«f!cnipcl jedcsm. ^U lr. l«70. Aintlicher Theil. Sc. k. nnd f. Apostolische Majestät haben unl Allerhöchster Entschließung vmn 2. Mai d. I. in Win dignng bcsondeier vc>dienstlicher Lcislnngcn nm d>c Durch fiihuing der Voiarbcilcn znr DonlNl'Rcgnllrnilg dcm Biirgcimcisttr dcr iitcichohinpl- nnd R^csidci^stadl Wicn D-. E-ijelai, Felder das Komlhnrkienz dcS Franz» Joseph OrdcnS mit dcm Etelnc, dcil, Stallhallcrcir^thc und Milglicde des n!cdc>östclrcichischcn ^andcslNlsschnsscS Ernst Schneider dcn Orden dcr ciscrinn Krone driltcr Elassc taxfrei, dann dem Obcrblnnathc nnd Obclbau< llilcr dcr Donau-Ncgnlirungoaibcitcn Gnstav W c z,' dcn Tilcl nnd Rang cixcS MinisterialrathcS nnd dcm Sc^ cictar dcr Donau-NcgulirungScommission Angnst Frci-hcnn Plappart lion Keen Heer dm Titel cincs Ministerialsccrclärs, beiden mit 'iliachsichl der Taxen allergnädigst zn verleihen gcrnht, Zngleich haben Sc. k, und l. Apostolische Majestät allcrgnädigst nn^noidncn gernht, daß den sämintlichcn beschließende» nnd bcialhcndcn Mitgliedern dcr Dona» Rcgnlirnngscommission dcr AnSdrnck dcr Allerhöchste» Znfiicdcnhcit bctannl gcgcbcn werde. S>>. k nnd l. Apostolische Majestät geruhten allcr gnädigst Allcrhöchslihrcm Hcrrn Bruder Erzl,c,,zog ^nd-wig Victor die Bewilligung znr Annahme nnd znm Traben dcS Höchstdcmsclbcn veilichcncn hcizoglich sachscn cincslinische^HanSordenS zn ertheilen iMcrh.Enlschl. vom 2 Mai 1870). __________ Dcr Minister des Innern hat dein mit Titcl nnd Charattcr cines Polizei-ObeicommissärS bclleidltcn Kar! Pnlz rinc bci dcr Wiener PolizridircclU'N systcmisiitc Obcrcoinmissärstclle vcrlichen nnd dc» Acln^r Franz llreiöl zum Polizcicommissär ernannt. Der Minister des Innern hat dcn I»qcnic»r Karl Prcgmacz znin Obcringenicnr, dann die Banadjnnctcn K.nl Slapa, EfjidinS D z i n Ii i n b t i nnd Victor Alilllcr zn Ingcnicnrt« sii> dcn Staatöbandienst in Galizien ernannt. Klmdmachunss des Ministeriums fiir Landes-vertheidigunss vo,n ^. Mai >^7<> l'rtirsfmd die Auflassung dcs zwischen dcr östcircichisch-ungarischen Monarchie nnd Rnhland deslehenden Car-lcl« wcszcn gegenseitiger AnSliefcrnng dcr Desertcurs und dcr daranf bezüglichen Additionalailikcl. Laut Mitlhcilnnss dcs t. nnd t. MinistcrinmS dei, Aenßcrn vom 28. April d. I. haben Sc, k. nnd t. Apostolische Majestät mit Allerhöchster Entschließung vom 24. April d. I. zn gcmhinigen cicrnht, daß in Cl)arakterl'ild fouio Hlhilippo. lUoil ^!ouis Blanc (Attö dcssci! sulbrn crschiliiciifr (^rschichlc drr Nrvolutiou vom Die Nalnr hatte ^'onis Philipp nicht mit s,rohcn Eigenschaften ausgestattet. Sein Herz verschloß sich sehr frnh schon dcn poetischen Wnnschcn, scin Ocist dcn cr^ habencn Gcdanlcn. Er tanntc wcdcr das Hinreißende der Leidenschaften, noch die erhabenen ssrcndcn cincr Nänzlichcn Ergcbnnsi. Mcrlwnrdia. war an ihm dcr seltene Verein sccundärcr, nnlcr sich in harmonischen, Gleichgewichte stehender Eigenschaften. Aber diese gntcn Eigenschaften selbst wnrden mit dcn Jahren zn Fehlern und das Künisslhn», verwandelte sie in Laster, ^o sah man bcn ansgczcichnctcn Verstand ^oniö Philipp'S ans dcm Throne abnehmen, anstatt zn wachsen. Scinc angeborene Klugheit artete in Vist anö. Seine Sparsamlcil ging '»der alles Maß. Seine in einer langen ttebcnscrsahrnng "nd in hartcn Kämpfen gcgcn das Unglnck erworbene ^icnschculcnntniß verleitete ihn dem Mcnschcngcschlcchlc ^licnnbcr zn einem Gcfnhl, das nnr zn sehr dcr Vcrach-'""ss glich. Scinc Ocschicklichkcit war weniger die eines ^üuigs, als jene eines in der ssnhrnna, dcr Geschäfte gilbten KanfmannS. Achnlichc Eigrnschaslcn besaß anch ^lidwig XI., aber mit cincr Bcimischnng origincllcn ^cnic's nnd einer Ticfc, die man bci VoniS Philipp vergeblich suchen wnrde. Folge dcr von Scilc dcr l.'scrlich rnssischcn Neuerung crgangcnen Anftiindignng di^ Wirls,,N!lcil dcS zwischen t>cr österreichisch nng^risch,!i Hil'na,chic und Rußland bcstchcndcn ElNlclt« wcgcu glgmsciügcr Anölicfcrnng dcr OcscllenrS vom 24. Mai, btziehuxgSiMc 17. Juni 1815) (Polit. Ges. Samml. Nr. 5)2), soniic anch dci daraus bänglichen Addilioialaltllcl vom 20 ^nli 1822 (Polit. G^s Samml. Nr. M8) a m 2 7 Inn i 1 8?<» aufzuhören hat. Taaffe m. i». ^lchtaintlichtt Theil. Die bcidcn Nrichs'hülften. Die „TagcSpressc" mcldctc letzthin, dcr ungarische Ministerpräsident, Graf Andrassy habe während scincs jnngstcn AnfcnlhallcS in Wien wiederholt mit dcm Grasen Polocki eonfcrirt nnd daranf in ungarischen Kreisen sich mit aller Vcfricdignng mid Bcrnhigung iiber dic Intentionen dcs cislcithanischcn Ministeriums ausgesprochen; er habe. sagte sie, dic beste Ucbcrzcngnng gcwon« nen, daß von Seiten des MinistcrinmS weder dcr Dc-ccmlicrsassnng noch dem AuSgl^ichc mit Ungarn die gc-ringstc Gefahr drohe. Das hervorragendste nnd amrlann-ltslc Organ dcr Dcatpartci, das „Pcsli Naplo," bringt nnn an dcr Spitze seiner jnngslcn N'nmmcr einen Artikel, dcr jedem Kenner der ungarischen Verhältnisse als eine vollwichtige Enunciation der Dcalpartci und des MinistcrinmS Andrassy erscheinen mnß. Der Artikel ist ebenso bezeichnend als interessant nnd wir lassen denselben deshalb scincm vollcn Wortlaute nach folgen: „Unser Blatt hat wiederholt die Slcllnng präcisirt. wclchc die Majorität des Reichstages und überhaupt jene Partei, ans welcher nnserc Rcgicrnng hervorgegangen ist, dcr östtrrcichischcn Verfassnngoliift gegenüber ans Grnnd der logischen Nolhwciidiglcil cin»i:nmt. EincrscilS hallen wir unerschütterlich an dcm Principe scst, daß wcdcr dic ungarische Nation noch das ungarische Minislcrinm sich in die Entwicklnna. dcr innern Verhältnisse dcr Bänder jenseits der ^citha unmittelbar einmengen darf oder llinn, Anderseits würden wir cS für Selbsttäuschung haltcn, zn glauben, daß die Nichlnng. in wclchcr die vcrfassnngsmäßigcn Znständc jenseits dcr Veilha sich entwickeln, oder anch die Anftösnng dieser Znständc für Ungarn etwas GlcichgiltigcS oder eine Sache ist, wclchc wir ignorircn dnrfcn und können. Von dicscnl Gesichtspunkte aus muß es dcnn anch bcnrthcilt wcrdcn, wenn die Organe dcr ungarischen öffentlichen Mcinnng das politische Vorgehen dcs vor kurzem znrückgctrclcncn sogenannten Vürgerministcriums init cinigcr Vesorguiß, ja mit Uuznfricdcnhcit verfolgten, n. z. deshalb, weil in nnscrcn politischen Kreisen Seine Vildnng war cbcnso nmfassend als vielseitig, scinc Rede leicht nnd fließend, scin Gedächtniß wnndcr-bar, scin Gespräch voll Thatsachen. Er hatte so ver> schicdcnartigc SchicksalSwcchscl erlebt und während dcr-sclbcn so vicl Personen nnd Ereignisse an sich vorübergehen gcsehcn! Er war ja fast Zeitgenosse Voltaire's, Zcngc dcr wachsenden Revolution,'verdächtiger Gast dcr alten Tnilcricn, Mitglied dcS Ialobincrclnbs, Soldat Kellcrmanns, Waffcngcfährtc von Duinouricz, Schul-lchrcr in dcr Schweiz, arm bis zur Nothdnrst und Millionen reich gcncscn! Wcsscn Elislcnz war je so cr-snllt von dcn Wcchsclfällcn cincr an Umwälznngcn so reichen Epoche? Aber die Einflüsse eines so romanhaften Geschicks vermochten doch nicht, eine jeder Exaltation so sehr widerstrebende Natur höhcr zu stimmen. Vndwig Philipp hatte alles gelernt, »ur das nicht, was die Wissenschaft bcfrnchlct. Er spiach gnt, fand aber nie cincs jener Worte, wclchc bleiben; cr licblc die Künste, vorzüglich die Architektur, aber dcr Geschmack für das Großartige fehlte ihm. Hinznznsügcn ist noch, daß dcr physische Mensch mit dcm moralischen in jeder Vcziehnng im Einklänge stand. Keine Majestät in dcr Hallnng, kein Stolz in dem Blicke, lein Abglanz hohcr'Eigenschaften in seinen Mienen. Scinc Manieren cnlbchrtcn nicht einer gc-wisscn Würdc, abcr das Imponircndc fehlte ihnen; scinc Physiognomie bot ein Gemisch von Glitc und Verschmitztheit. Er dcfinirtc sich selbst, indem cr sich zciglc. Und dennoch, wie scllsam ist das! in diesem Vnrgcr-lünig, in diesem constitulioncllen Monarchen, in diesem allenthalben die Ueberzeugung sich geltend machte, daß dieses Vorgehen nicht zur Festigung dcr Verfassnng jenseits dcr ^citha, sondern zu ncncn Krisen führen werde. ES konnte nicht unsere Aufgabe sein. den Staatsmännern jenseits dcr i'citha ein bestimmtes Programm zu bieten. Aber wir glauben richtig zn handeln, wenn wir ganz im Allgemeinen cine solche versöhnliche Politil empfahlen, wclchc das berechtigte Streben jener Bänder nach Autonomie nnd ihre nationalen Forderungen, soweit dieselben mit dcr Einheit dcS Staates vertraglich sind, nicht schmäht, sondern ernstlich in Erwagnng zieht. Indem wir jedoch unsere cigcne staatsrechtliche Blellnng und die EMcnzbcdingnngcn unseres Bandes sowohl als jcnc dcs vereinigten östcrreichisch'ungarischen Staates in Betracht zogen, tonnten wir die Grenzen dieses versöhnlichen Vorgehens niemals verkennen; diese Grenzen beginnen dort, wo dic föderalistische Gestaltung der Monarchie anfängt. Der Gedanke war und muß uns ferne liegen, die Versöhnung nm einen Preis zu erlaufen, wclchcr mit de.' vollkommenen Eapitnlation gleichbcdenlcnd ist. Dirsc Gcsichlspnntlc bestimmen unsere Stellung dcm Ministerium Polocki geacnnbcr. ES ist sehr na-lüi lich, daß wir, die wir daß Mimstcrinm, welches trotz dcr Unterstützung dcr RcicheliathSmajorilat rcaielunas-nnfähig wurde, verdammten, weil cS den Ausgleich jen-scitö der ^cilha nicht zn Ktande bringen wallte oder lonntc, inmitten dcr Zweifrl der Gegenwart mit der dculschcn Vcrfassnnaspaltci in dem leitenden Principe znsammcnlslffcn, daß dn'scr AnSglcich nnr auf dcr GusiS dcr Vcrfassnng zu vcrsucheu ist, und nnr auf derselben zu Staüdc gcbiacht wcrdcn kann. Und obwohl wir dem G-afen Potocki gegenüber nicht dcn gciingslen Orund findcn z>.l jcncm bis zur Kleinlichkeit gehenden, lar» moyanlcn Mißliancn, welchcs die vtt^chicdcncn O'gane dcr Wiener Vcrfassnngsparlocn wir doch als li?rnhi^ndetz Moment heivorhcben zu sollcn, daß, wie wir unS glaubwürdiger O.ncllc viriuhme». dcr Mmistelpsäsident Graf Aln-drassy von scincr lchtcu Wicncr iiieisc oic wohlbe-gründclc Urbrizcugnna licinibrachle, daß dic AüSaleichS-plllitit dcft ÄiinistcliumS Polocli voUtommc» auf der ^techtSconlinnität bcrnht, — nnd daß cS rnlschicdr» be^ stilbt ist, dcn Ausgleich auf i-cm von dcr Verfassung vorgczcichnctei! Wcgc zn bewerkstelligen," Sc> weil der Attikcl dcs „Naplo." Ntan begreift, daß die Besprechungen, welche einer solchen Ertlnrnng vorangegangen sind, keine flüchtige Untcrhaltnng f,cwcscn scin konnte. Es zeigt sich eben, daß die bciden Rcichöhälftcn, so schr sie sich auch von (inandcr abgesondert, doch aufs innigste miteinander verwachsen sind, Manne mit zuweilen gemeinen Allüren war ein Fond traditioneller Eigenliebe, eine ganz besondere Empfindlichkeit in Bezug darauf. Mit Wcchl^fallen ^°^ ^ '^ Innern seines Palastes von seinen Vorfahren und von scincr Race. Nichts schmcichelte ihm so sehr, als wenn man chn mit Vudwig dcm XIV. verglich. Aber anch hier lam die dominirende Seite seiner Natur zum Vorschein, der Stolz auf sein königliches Geblüt gab sich bei ihm als Eitelkeit lnnd. Als Karl X. nach seinem Sturze 183(1 die Straße nach Eherbourn cinfchlaaen mußte, bemerkte man, daß cr, seinem Unglücke niulhroll die Slirnc bietend, doch kleine Einzelnheitcn dcSfrlbcn nicht ertragen lonntc. Der geringste Etiqncllefehltr brachte ihn ans. für alles Ucbrigc zeigte er sich rcsignirt. Nnn wohl! cbcnso war anch ^ouis Philipp. Seine An. hänglichscit an das prunkende Elend dcs Königthums war cxtrcm, unglaublich fast. Er konnte eS dcr Revolution vom Jahre 18:i0, die ihm eine Krone gegeben, niemals verzeihen, daß sie die ^ilic aus srincm allen Wappenschild ausgelöscht hatte. Bci alldcm besaß Lonis-Philipfte Tngendcn, die an jedem andcrn Orte als dcm Throne in hcllcm Glänze gclcnchtct hätten. Da war zuerst dcr Mnth. Es gibt Leute, die es schr edel finden, wcnn ein Fürst, dcsscn Macht bedroht ist. jcne verabscheuunyS-würdigc (iharntlcrslärtc in Anwendung bringt die da» rin besteht, cinc ganze Armee zwischen sich' und lein Voll zn stellen nnd nicht cher ;u weichen. c,,s b.s ströme von Blut geflossen sind. Man ncnnt da« «le 808 Politische Uebersicht. Laibach, 16 Mai. Se. Excellenz der Miuisterpräsidc»t Graf Po-tocki, der die durch Sinolla mid Herrn v. Pe trin o eingeleiteten Verhandlungen mit der czcchischcn Partei zu Ende führen will, wird ebenfalls in Prag eintreffen. Für Sonntag war eine Plenar-Vcrfammlung des czechischen Landtags - Clubs aller czechischen Abgeordneten nach Prag einberufen. Die Verhandlungen mit den Polen sollen, wie verlautet, am 20. Mai in Wien beginnen. Es wird wicdcrhult mitgetheilt, daß die Regierung für den nächsten ans Neuwahlen hervorgehenden böhmischen Landtag eine Vorlage über die Revision der Landtagswahlordnung bereitet. Diese soll den Ezechcn Abhilfe einiger als begründet erkannter Beschwerden gewähren, namentlich in Betreff der Wahlen auf dem stachen Lande; doch sollen die vorgeschlagenen Aenderungen in keiner Weise das Verhältniß der Kurien berühren, so daß nach wie vor die Ocutschen in der Städte, die Czechen in der Land-Kurie die Majorität besäßen. Die brennende Frage einer Reform der böhmischen Landtagswahlordnung hat eine Zusammenkunft von Vertretern der Handelskammern Böhmens veranlaßt, die morgen in Neichend crg stattfinden foll. Neben dem Handclskammcrtag soll die Aufrcchthaltung der Vertretung der Handelskammern im Landtage den Gegenstand der Berathung bilden. Der „Ungarische Lloyd" bringt einen Artikel, der offenbar von der aus der U ni o n i st c n - P a rte i im Ngramer Landtag ausgetretenen Fraction herrührt. Diesel Artikel legt Verwahrung ein gegen eine etwaige Abberufung des Banus Ranch und lhcilt das Programm der sich bildenden Partei mit, Die Partei will den Ausgleich intact erhalten und etwaige Aendcrnngcn auf gesetzlichem Wege anstreben; sie will die Landesregierung zur Gcsetzerfüllnng anhalten, demnach anf Comitats-Vcrsamlungen und freie Presse dringen, die Ausarbeitung einer Wahl- und Landtags-Ordnnng ur-giren, auf Grund deren ein neuer Landtag einzuberufen sei. sie verlangt, daß die croatisch-slavonischc Militär-grenzfrage an den Banus und den croalischcn Landtag gewiesen werde; hinsichtlich des finanziellen Ausgleiches wünscht sie größere Unabhängigkeit von Ungarn; die verbürgte. Integrität soll hergestellt, demnach Dalmaticn und Fiume einverleibt werden. Schließlich verlangt sie gesetzliche Feststellung der Gcbahrung der LandcöfcmdS und Trennung der letzteren von den Staatsfinanzen. DaS Programm ist von den auch im ungarischen Reichstage sitzenden Dcputirtcn Vutotinovich, Kasimir Iella^lö, Benjamin Kraljcvic und Fodroczy. ferner von Otto, Akurti und Oowicki unterzeichnet. Wie dem „,Frdbl." mitgetheilt wird, sott das Kriegsbudget für das Jahr 1871 in 22 Titeln abgefaßt werden, nachdem die Gebühren der beim allerhöchsten Hofstaate in Dienstleistung stehenden Generale, Stabs- und Obcr-Offieierc, dann Garden und königliche ungarische Kron-wachc auf den Hofctat übertragen und aus dem Militär-^tat ausgeschieden werden, wodurch der im Kriegsbudget pro 1870 eingestellte 2:i. Titel entfällt. Das bereits im Entwürfe zusammengestellte Kriegsbudget für das Jahr 1870 foll das vorjährige mn fast zwei Millionen übersteigen, wofür der Grund sowohl in der theuerern Natural- und Menage-Verpflegung, den höheren Remontenpreisen, als auch in der im Jahre 1871 erfolgenden neuen Aufstellung von zwei Genie Bataillons König fallen. Was mich betrifft, so verabscheue ich einen solchen Egoismus. ..Eine Handlung des Kleinmuths," sagte man, als man von der Abdankung Louis Philippe's sprach, die von ihm unterzeichnet wurde, ohne einen Schlag zu wagen. Eine Handlung der Humanität, sage ich meinerseits. Denn es war keine klein-müthige Seele, die. Louis Philipps. Er halte das Merkwürdige, daß er mit einem tiefen Abschen vor Blutvergießen einen großen persönlichen Muth vereinigte, nicht jenen blinden Muth, der Unglückliche und Helden macht, sondern jenen systematischen, passiven und kalten Muth, der nichts anderes ist, als die Energie der Reflexion, die Festigkeit des Verstandes. Im Jahre 1830, bei dem drohenden Besuche, welchen ihm die Republikaner im Palais-Royal »nachten; am darauffolgenden Tage im Stadthause; bei verschiedenen Gelegenheiten, später noch, wo der Mnchelmord sein Lcben in Gefahr setzte, zeigte er sich über die Furcht erhaben. Und das verdient umsomchr hervorgehoben zu werden, da er weder den Enthusiasmus für Ruhm, noch den religiösen Glauben, noch die heftigen Leidenschaften besaß, welche der Macht des Todes Trotz bieten. Wenn es wahr ist, daß er 1848 freiwillig sein Scepter fahren ließ, weil der Abfall der Nationalgarde ihm den Glauben einflößte, daß die Bourgoisic selbst wider ihn sei, und daß er demzufolge nichts mehr auf dem Throne repräscn-Ure; wcnn es wahr ist, daß er mttcr der Herrschaft dieses Gedankens sich das Recht nicht zuerkannte, das Signal zum Blutvergießen zu geben, so muß sein < "/ °"^'^ ^.^ ^.^ ^ ^ ^. . ^^ lung semes Leben« be^chnet werden, die sich der Größe nichert, und ste wird seinem Gedächtnisse für ewige zu suchen ist. Das Extraordinarimn dürfte aber jedenfalls bedeutend geringer sein, als im Jahre 1870, da sich die Zahl der Supernumerären nicht unerheblich vermindert hat, desgleichen auch in der zur Auflösung bestimmten medicinisch-chirurgischen Iosefs-Akaoemie der Aufwand der Ausmusterung der absolvirtcn Zöglinge herabgemindert wird, da keine neuen Aspiranten in diese Schule mehr aufgenommen werden. Das „G. di Roma" vom 10. d. M. bringt eine längere Auseinandersetzung der sowohl in Constantino-pel, als in Rom seitens der katholischen Armenier stattgehabten Ereignisse. In Eonstanlinopel habe sich eine gewisse Anzahl armenischer Laien unter der Führung von etwa vierzig Priestern gegen die Autorität ihres gesetzmäßigen Patriarchen Hassun und auch gegen das aufgelehnt, was zum Besten der orientalischen Kirchen bezüglich der Erwählung der armenischen Bischöfe in der apostolischen Bulle „!5nv0i'«m'U8" vom 12. Juli 1867 angeordnet worden. Die Bischöfe des armenisch-katholischen Ritus hätten jene Bulle mit Ergebenheit entgegengenommen. In Rom seien die armenischen Mönche vom An-tonianischen Orden in Folge ihrer hartnäckigen Widersetzlichkeit gegen die Verfügungen des h. Stuhles, der sich ernster Motive halber zur Vornahme einer apostolischen Visitation veranlaßt gesehen habe, nach den kanonischen Ermahnungen dem kirchlichen Personal- und Lycalievcr-dict unterzogen worden. Das „G. di Roma" glaubt nun behaupten zu können, daß die über diese Ereignisse von einigen italienischen und nichtitalienischen Blättern gebrachten Corrc-spondenzcn nur ihrer Gehässigkeit gegen die göttliche In> slitutio,! der Kirche und gegen die höchste Autorität ihres erhabenen Oberhauptes hätten Luft machen wollen; ans diesem Grunde habe man auch zu Lügen und Entstellungen seine Zuflucht zu nehmen sich nicht entblödet. Zur Feststellung der Wahrheit ist nun das „G. di Noma" zur Erklärung ermächtigt, daß der h, Stuhl gleich nach Empfang der Nachrichten über die vorerwähnten Conslau-tinopolitaner Ereignisse sofort Mittel anwendete, um die angedrohte Auflehnung im Keime zu ersticken und die irregeleiteten Gläubigen zum Gehorsam gegen ihre rechtmäßigen kirchlichen Oberen zurückzuführen. Zu diesem Behufe sei der apostolische Delcgat. Monsignor Antonio Pluym sofort mit dem unterm 24. Februar erlassenen päpstlichen Schreiben ,. Xun «ine gra,vi«8imo" nach Eon-stantinoftel zurückgeschickt worden. Das in den Blättern veröffentlichte Schreiben zeige, wie ungerecht die Anfor-dcrnngcn der vorbcsagtcn Armenier seien. Man hege nun wohl die Hoffnung, daß es dem apostolischen Dclcga-tcn gelingen werde, die Ruhe wieder herzustellen, müsse aber doch sehr bedauern, daß seiner Wirksamkeit so viel Hindernisse und Verzögerungen in dcu Weg gelegt werden. Die Betheiligung dcr armenischen Mönche an den in Constantinopel vorgekommenen religiösen Unordnungen sei die Vcranlassnng zur Eröffnung einer apostolischen Visitation gewesen, wie sie von jeher nicht nur in den occidenlialischen, sondern auä) in den orientalischen Kirchen stattgehabt; die Mönche hätten jedoch jeden Gehorsam verweigert und nicht einmal die Verlesung des bezüglichen apostolischen Breve's gcstattct, das ihnen demnach schriftlich übermittelt werden mußte. Noch hätten, und zwar in längeren Zwischenränmen, drei Moni-torien stattgefunden und erst, als auch diese resultatlos ! blieben, seien jene Mönche dem Interdict unterzogen worden. Zeiten Ehre machen. Er fiel nicht als König! Nein; er wußte als Mensch zu fallen. Er war dcr humanste Fürst seiner Zeit aus theoretischer Achtung für die Unvcrlctzlichkcit des menschlichen Lebens, aus natürlichem Wohlwollen und aus Philosophie. In dcr Schule des achtzehnten Jahrhunderts aufgewachsen, Bewunderer Voltaire's uud Rationalist, liebte er die Toleranz etwas als starker Geist, und etwa« als Schöngeist; wenn seine Minister ihn hätten gewähren lassen, so hätte cr das Schaffot niedergerissen, wie Voltaire die Folter gebrandmarlt hatte. Wenn man ihn , im Kreise seiner nächsten Angehörigen betrachtet, so kann man nicht lcngncn, daß Louis Philippe das Muster eines Familienvaters gewesen ist. Seine Sitten waren von einer Reinheit, die den Versuchungen des hohen Ranges Trotz bot, und von welcher in seinem Hause bisher nur sehr seltene Beispiele vorgekommen waren. Was ihn selbst betraf, vollkommen frei von dem Joch religiöser Vonirthcile, hatte er für die Frömmigkeit seiner Frau eine rührende Nachsicht, die sich niemals verleugnete. Ohne eine andere Stütze im Innern als die Rathschläge ftincr Schwester Adelaide, einer, mit ganz männlicher Weisheit begabten Prinzessin, lenkte er die Seinigen mit 2anftmutt) und Ernst zugleich; mit Geschicklichlcit kam er ihren Uneinigkeiten zuvor und hielt sie unter dcr Aegide seiuer Weisheit um sich versammelt. Es gelang ihm dies in einem Grade, daß seine Kinder, selbst verheiratet, noch fortfuhren, den väterlichen Palast zu bewohnen, und sozusagen nur einen häuslichen Herd halten. Unglücklicherweise ist es dcr Fehler dcr Monarchien, daß die guten Eigenschaften des Familienvaters mit jenen des Souverains unvereinbar Die Aehauplnng. daß die drei Schutzmächte Griechenlands übereingekommen seien, von dcr Athener Regierung eine strenge und umfassende Enquete bezüglich dcr Angelegenheit von Marathon zn fordern, ist einem Parifer Telegramme dcr „Presse" zufolge unbegründet. N«s znr Stunde haben überhaupt noch keine Verhandlungen in diesem Betreff zwischen Eng» land, Frankreich und Rußland stattgefunden. Man erwartet aber in Paris und in Petersburg Propositionen von englischer Seite. Aus Bukürest wird über das Programm Epurccuws, des neuen rumänischen Eabinctschcfs, Folgen des gemeldet: Im Innern Erhaltimg der Ordnnng und Achtung der Ncchtc der Juden, nach außen eine stark acccn tuirtc westliche Politik. Dcr Minister des Acußcrn Earp, be tannt durch sciue französischen Tendenzen, ist es, der seinerzeit Bratiano über die bulgarischen Banden interpel lirtc, welche die westlichen Mächte beunruhigen. Dcr Fürst Karl hat eine vollständige Prcßamncstic erlassen. Feierliche Inaugurirunss der Domlu-Neguli-runggllrlieilell. Sanislag Vormittags fand in Wien die scinliche Inangurirnng der Donan-NcssnlilungSarbcilcn statt. Anwesend wlnc» die Herren Erzherzoge Albrecht und Ernst, Reichskanzler B c u st, die Minister Potocti und Taäffe, das ganze Personale der französischen Botschaft, sämmilichc Hofchargcn u. s. w. Un, halb 12 Uhr c> schienen Se. Majestät der Kaiser und wnr< dcn dnrch folgende Ansprache dcö Grafen Taaffe begrüßt : „Lu. Majestät geruhten erst vor Kurzem dem Beginne der Arbeiten fur die Wasserversorgung Wiens die Weihe Allerhöchstdero Gegenwart zu ertheilen, heute geruhen (5n. Majestät einem Werke von gleichfalls hoher Wichtigkeit die Allerhöchste Inauguration angcdeihcn zu lassen. Tie Tonaurcgulirung bei Wien, welche den großartigen Unternehmungen der Neuzeit au die Seite gestellt werden kann, ist bestimmt, die Haupt« und Residenzstadt und eiuen großen Theil des Landes Niederöstcrreichs vor der jährlich drohenden Gefahr der Ueberschwemmung uud Verwüstung sicherzustellen und Lcben, Gesundheit, Ligen-lhum dcr Bewohner vor Schaden und Verlusten zu bewahren. Die Donvluregulirunss hat aber noch eine viel weitergehende, hervorragendere Bedeutung. Durch sie wird erst die nahe Verbindung dcr größten Wasserstraße des Neiches mit dessen Hauptstadt verwirklicht. Durch sie wird es seit dcm Bestände Wiens zum ersten male möglich, statt gebrechlicher feste, monumentale Ucberbrlickungen ves Stromes fur den stnbilen Verkehr des Nordens und Südens der Monarchie herzustellen. Durch sie wird eudlich Wien als bisheriger Knotenpunkt dcr mitteleuropäischen Eisenbahnen auch znm Hanplstapelplatzc, znm Emporium für dcn Handel zwischen Orient uud Occident erhoben. Was Jahrhunderte vergebens erwünscht und.angestrebt haben, wurde durch die Allerhöchste Berufung der Tonaurcguli-ruugs-Lommission im Jahre 1868 angebahnt und vcr» wirtlicht sich bereits heule unter der Allerhöchsten Aegide. Gcstaticn mir (5u. Majestät, dcm tiefgefühlten Dank dcr Bevölkerung Wiens, des Landes Nicdcr-Oesterreich, des weiches, für die Wohlthat und die Ccgnungen dieses Werkes Ausdruck zn geben, mit welchem der erlauchte Namen (5u. Majestät für alle folgenden Geschlechter unauslöschlich verknüpft sein wird." Sc. Majestät dcr Kaiser erwiederten hierauf: „Mit wahrer Freude nehme Ich Theil an der Feier des heutigen Tages, die einem Unternehmen die Weihe sind. Guter Familienvater, schlechter König! DaS lehrt die Logik, nnd Louis Philipp bewies cS uur zu sehr, indem er die Aufrechthaltuug und Vergrößerung seines Hauses zum Zweck seiner Regierung machte. Wir winden das Porträt Louis Philipps unvollendet lassen, wcnn wir der Liste seiner guten Eigen- > schaften nicht auch die Geduld und Ruhe hinzufügen würden. Er nannte die Zeit feinen ersten Minister; und nach dem Zeugnisse eines ausgezeichneten Schrift- > stcllers. der, nachdem er ihm treu gedient, nun sein An- « denken mit Rührung vertheidigt, pflegte er gern zu > sagen: „Ich habe schon Schlimmeres erlebt!" So war « denn eine fortwährende heitere Ruhe das Resultat seiner « vielfachen SchicksalSwcchicl. Abcr ans dcn Erklärungen dcs nämlichen Schriftstellers, St. Euvillier-Flcury, geht auch hcruor, daß er mit großer Sorgfalt über seine Ruhe wachte, und sich von dein Lcsen öffentlicher Blätter enthielt, sich in einer freiwilligen Unwissenheit der gegen ihn gerichteten Angriffe gefallend, nnd unangenehme Vorstellungen so schnell als möglich verscheuchend. Die Heiterkeit stolzcr Herzen aber wird mit weniger Kosten erhalten, nnd bedarf dieser scheuen Vorsichtsmaßregeln nicht, Wcnn man sich über Angriffe erhaben fühlt, so bemüht man sich nicht, sie zu ignorircn, man erlaubt sich das Vcrguügen sie zu kennen, man will dcn Gcnnß der Verachtung nicht verlieren. Derjenige welchen gute und gebildete Menschen nach seinem wahren Werthe schätzen, verachtet die wüthenden Angriffe des Neides und dcr Mittelmäßigkeit, das Zifchcn dcr Schlan-gcn im Staube. Es gibt Feinde,"die zn haben ein Vorzug ist. 809 gibt, von dessen glücklichem Gelingen Ich mit Ihnen Allen die segensreichsten Folgen sür die Stadt Wien, das Land Nieder-Oesterreich und das ganze Reich erwarte. Ich bin den bisherigen Einleitungen für dic Inangriffnahme dieses Wertes mit lebhaftestem Interesse gefolgt und habe mit Befriedigung die Opferwilligkeit begrüß!, mit welcher die Lan-desverlreluug uud dcr Gemcinderath von Wien, durchdrungen von der Nothwendigkeit und hohen Nützlichkeit dcr Douau-iitegulirung, zu ihrer Durchführung in gleichem Verhältnisse wie die Staatsfinanzen mitwirken. Für die so rasche Einleitung dcr Arbeiten spreche Ich den Mitgliedern der Donau'Rcguliruugö-Commission Meine vollste Anerkennung aus. Ihre Umsicht und Thatkraft, sowie die erprobte Tüchtigkeit der Unternehmer flößt Mir das Vertrauen ein, dap dic in das Werk gesetzten Hoffnungen fich im vollen Umfange verwirklichen werden. Dcr Himmel gebe ihm seinen Segen." Dreifache Hochrufe folgte,, diesen Wollen des Monarchen. Nach Vornahme des InaiMri,'Mia,scr östcrr. Landwehr. Das Statut für die Landwehr der im Neichsrathc vertretenen Königreiche und Länder hat die kaiserliche Sanction erhalten. Die Lander diesseits der Lcilha werden in neun Landwchr-Commando-Bczirkc eingetheilt, welche in ihrer Territorial-Abgrenzung mit den General- und Militär-Com-Nlando-Veziilen des stehenden Heeres zusammenfallen. Demgemäß werden: 1. Nicderösterreich, 2. Oberöstcrreich uud Salzburg, .'l. Mähren und Schlesien, 4. Steiermart, Kärnten und Krain, 5. Stadt Trieft, Istrien, Görz uud Gra-diska, 6. Tirol uud Vorarlberg, 7. Böhmen, «. Galizicn und Vnlowina und 9. Dalmaticn je einen Landwehr-Com-mandoBezirt bilden. Die Landwehr-Bataillone erhallen fortlanfendc Nummern uud werden nach dem Lande und dem Hauptorle des Landwehr-Bataillons-Bezirles benannt, z. B. k. l. krainisches Landwehrbataillon Laibach Nr. 2:;, Rudolföwcrth Nr. 24. Für die Formation dcr Landwehr in Dalmatieu ist noch keine Bestimmung erfolgt. Di? Cavallcric formirt die 1. Dragoner-Escadron in Niedcr-üsterreich, Nr. 2 in Obcröstcrrcich uud Salzburg, Nr. 3 und 4 in Mähren uud Schlesien, Nr. 5 und 6 ill Stcier-mark, ssärnlen und Krain, Nr. 7, «, 9, 10, 11 und 12 in Böhmen. Die 13 Uhlancn-Eöcadronen ergänzen sich aus Galizicn und der Bukowina. Die in Niederöstereich, Ober« österreich, Salzburg, Steicrmark, Kärnten und Krain sich ergänzenden Landwehr-Bataillone sind S ch ü tzen - die Übrigen Infanterie-Bataillone. Der Stand eines fcldluäßig ausgerüsteten i?a»dwchr-Iufanlerie-Bataillonö zu vier Coin» paguieu besteht aus 4 Hauplleulen, 12 Suballeru-Ossiciercu und 928 Mann vom Feldwebel abwärts. Eine Jäger-Compagnie besteht aus 1 Hauptmann, 3 Subaltern-Osfi-cieren und 236 Mann vom Obcrjägcr abwärlö. Der Stand einer Ergänzungs - Compagnie, deren ein jedes Bataillon Eine besitzt, ist 1 Hauptmann, 3 Subaltern - Officicrc und 44 Mann. Eine Dragoner- oder Uhlanen - Escadron zählt 1 Rittmeister, 4 Subaltern-Osficiere und 172 Mann mit 153 Pferden. Hassesnemgkeilen. Dcetlioven-^liculnrsest in Wien. Den hundertsten Geburtstag Beethovens in einer der Bedeutung des Meisters würdigen uud der Stellung, welche Wien in dcr Mnsikwclt einnimmt, entsprechenden Weise zu feiern, haben fich die Vertreter dcr künstlerischen und wissenschaftlichen Corporation«! Wiens zu einem Festausschüsse vereinigt, welcher das Festprogramm entworfen und die Genchmiguug desselben an maßgebender Stelle eingeholt hat. Das Beelhoven-Säcnlarscst wird an den vier Tagen vom 23.—26. October 1870 abgehalicn. Am 23. Vormittags wird eine musikalische Feier an einem provisorischen Monument-Platze und ein Fcstzug zu demselben; Abends eine Festvurstellung des „Fidelio" im k. k. Hofoperntheater stattfinden. Am 24.: Aufführung der „Missa Solennis" im großen Saale der Gesellschaft der Musikfreunde. Am 25. : Festbanket in demselben Saale. Am 20. Mittags: Großes Concert; Kammermusik und Vocalproduction, <>). Symphonie, ebendaselbst. Abends: Vorstellung des „Egmont" durch die Küustler des k. k. hofburgtheatcrs mit dem Orchester des k. l. Hofoperntheaters. Die hervorragendsten musikalischen Kräflc Deutschlands werden zu den Conccrtproductioncn, die anerkanntesten Meister als Fcstdirigenten eingeladen werden. Um dem Feste einen großartigen, repräsentativen Charakter durch zahlreiche Velhciligung dcr Verehrer des große» Tonmeisters zu verleihen, hat das Fest«Comit^ die Constituirung einer eigenen Fcstgcno fsensch asl zur Säcularfcier Beethovens in Wien beschlossen, von welcher die Begehung dieses Festes unter Leitung des unterzeichucten Fest-Comi<6's ausgehen soll. Den Festgenosscn wird außer dem Nezuge des Festzeichens und der Fest.Mcdaille, die Theilnahme an dem Iestzuge oder ein Tribüncnsitz au dem Monumculplatzc, so wie das Vorkaufsrecht auf Sitze sUr die Concerte und Theater-Productioncn, letzteres »ach dcr Reihenfolge des Beitritts und nach Maßgabe dcs disponible» Naumes, zugesichert. Die Minimal-Einlagc ist auf 10 fl, ö. W. festgefeht; über Mehrbeträge werdc» besondere Quittungen ausgestellt. Das Reincrlräguif; dcr Fcstfeier wird einem „Vcetho-vcnfonde" zur Unterstützung dürftiger Tontünstler und einem „Bcelhoven-Denkmal-Fonde" gewidmet werden. Demnach ladet der Fest-Ausschuß hicmit alle Verehrer Beethovens zum Eintritt in diese Fcstgcnosscnschaft ein. — Die Beitrittserklärungen uud Einzahlungen werden in der Kanzlei dcr Gesellschaft der Musikfreunde in Wien entgegengenommen. Der Vorstand: Dr. Cgger. — H. v. Angeli; Vaucrnfeld; Dr. Beck; C. M. v. Äocklcl; I. Dessaner; F. Otto Des. soff; Fr. v. Dingelstädt; Nlcolaus Dumba; Grillparzcr; Dr. Cd. Hanölick; Dr. G. Heidcr; I. Hcllmcsbcrger; I. Hcrbcck; Dr. Th. Ritter v. Karajan; F. Vtäir; Achilles Melingo; Dr. Mosenlhal; Freiherr v. Münch; Gsd. Preyer; Mben; Ed. Schelle; Dr. L. Sonnleitner; Dr. Josef Unger; Wilhelm Freiherr v. Wangenhcim; Rudolf Weimvurm; A. Wolff; L. I. Zellner. — (Spende.) Freiherr v. Rothfchild hat dem vom ersten allgemeinen österreichisch - ungarischen Äeamtcnvercin ins Leben gerufenen Uulcrrichtsfond für arme Beamtcntin-der in hochherziger Weise die namhafte Summe vou 1000 st. gespendet — ein neuer Beweis für die rege Theilnahme, deren sich dieser Verein allseitig crfrcnt, nnd für die Anerkennung, die sein humaucö Wirken uud Streben findet. — (De r erstc allgemcinc Vca m ten vcrein) der österreichisch-ungarischen Monarchie hielt Donnerstag seine fünfte ordentliche Generalversammlung. Dcr Präsident des Verwaltungsralhcs Ritter v. Fcllmann constatirlc den befriedigenden Fortschritt des Vereines und erwähnte der Gründung eines allgemeinen Unlerrichtsfonds für Kinder mittelloser Beamten, für welchen Fonds bis Ende 1869 schon 2139 fl. 87 kr. an Beiträgen cingcflosscn sind. Seit dem Beginne der Vcrcinswirtsamkcit sind 12.5.40, im Jahre 1869 allein 2618 Beamte dem Vereine als Mitglieder beigctrctcn. Ende 1869 bestanden 49 Localaus-schüsse, ucbcn welchen 91 Vereinsbcvollmächtigtc, 311 Ver-cinsärzle und 417 Agenten fungirten. Der Gebahruugs-überschuß des Jahres 1869 beziffert sich mit 22.002'fl. 40 kr. Zu Ehreumitglicdcrn wurden von« Verwaltungsrathe ernannt: Minister Louyay, v. Plcucr, Dr. Brestel, Statthalter Ritter v. Weber, Freiherr v. Pipitz, Ritter v. Lucam, Director Rischer und Engelbert Keßler. — (Pa ncra tius.) Am 12. d. 'Nachmittags überraschte eiu Wolkeubruch, begleitet mit Hagel, die Gegend oou Franz in Steicrmark, wodurch in kurzer Zeit sämmtliche Bäche qcfiittt uud ei» Theil der Gebirge und der C'beuc mit Eis bedeck! wurde». Durch dieses Elementar, creigniß haben nicht »ur dic in dcr schönsten Blüthe stehenden Obstbäumc arg gcliüc», soudcru es wurde» i» Folqc dcr hoch angeschwollenen Wildbäche selbst mehrere Gebirgs-mühlen förmlich demolirt. — (Das Debrccziner Theater) ist dieser Tagc einer großen Gefahr entgangen. Jemand hatte eine Gasröhre offen gclasfcu und es halle nur eines Funkens bcdurft,damit das in Massen ausströmende Gas das ganze Theaier in die Luft sprenge. Zum Glücke jedoch wurde die Fahrlässigkeit bemerkt, ehe Jemand mit einem Licht in den Thcaterräumcn zu thun hatte. — (Zur Ermordung des Prinzen Arenberg.) Dcr wegen dcs Verdachtes, den Mord verübt zu haben, in Verhast genommene Juri Illijne Schislow hat nach dem „Journ. dc St. Pclersb." ein Gcständniß dahin abgelegt, daß er dcr Anstifter des beim Prinzen begangenen Dicbstahls sei, jedoch jede» Vorsatz, den Prinze» z» ermorden, in Abrede stelle. Als Mitschuldigen bezcichnclc er einen gewissen Grebcnnikow, dcr im Laufe des Sonntags verhaslet und im Besitze der beim Prinzen gestohlenen Effecten betroffen wurde. Eine mit der Namenschiffre des Pril-.zen eiugravirtc goldene Uhr hatte Gredennikow auf der Alcxauder-Ncwsli'Pcrspeclive weggeworfen, wo selbe gc-fnnden und sofort auf die Polizei gebracht wurde. Die Geständnisse Grebennitows harmo»ircn nicht mit denen dcs Schislow; er lcuguet gleichfalls jede mörderische Absicht, doch geht aus seinen Aussagen so viel hervor, daß er das Erwachen des Prinzen bei dem Dicbstahle in Erwäguug gezogen und als ehemaliger Bediensteter des Hauses erkannt zu werde» fürchtete. Iu diesem Falle seien sie übercinge-kommc», daß Grebcnuitow Maßregel» treffe» solle, um dc» Prmzen zu verhindern, sich zur Wehre zu fetzen oder um Hilfe zn rufcu. Grcbennilow gesteht, daß der Prinz bei dem Geränsche, das die Einlrctcndcn verursachte», erwachte u»d i» deutscher Sprache gefragt habe. wer ist da? Grc« beunikow sci hierauf auf den Prinzen zugestürzt uud habe dabei unwillkürlich die Lampe von« Nachttische hcrabgcschleu-dert; hierauf fei Schislow »lit einem Wolfsfell herbeigekommen, habe selbes über dc» Kopf des Prinzen, den Grc-bcnnikow bei der Gurgel fcstgehalle», gcworfe». Gcmcin-schasllich halten sie dann dem Prinzen ei» Tuch iu dc» Mund gestopft uud um dcu Hals gcfchluugeu, sowie Häudc uud Füße gcbuude», dies allcs jedoch ohne mörderische Absicht uud ohne zu wissen, daß sie den Prinzen eben ermordet halten. In der herrschenden Finsterniß halten sie die auf dem Nachttische liegende Uhr und das Porlemo»naie dcs Printen gcnommen und sich hicranf cnlfernl. Eine Confrontation zwischen den beiden Mördern hat bis jetzt ! nicht staltgefundcn, uud wird wahrscheinlich eine solche nicht früher statthaben, bis nicht jeder der Mörder einzeln auf den Schauplatz des Mordes geführt worden sein wird. — (Wettfahrt über den Atlantischen Ocean.) Der Prinz von Wales hat einen Preispocal für eine Nettfahrt zwischen englischen und amerikanischen '/jnchts von hundert Tonne» und mehr Gehalt ausgejetzt. Ueber Curs, Distanz und Tag der Abfahrt ist »och nichts bestimmt. — (Plebiscits-Ergebnisse.)In der „Liberty" finden wir folgende genauere Zusammenstellung der Ergeb« nisse dcr Abstimmung vom 8. Mai: Ja. In den 89 Departements .... 7,016.227 Armee von Frankreich..... 249.492 Marine ......... 23.759 Bürgerliche Bevölkerung Algeriens . . 10.791 Armee von Algerien...... 36.165 Zusammen . 7,336.434 N e i n. In den 89 Departements .... 1,495.144 Armee von Frankreich..... 40.181 Marine ......... 5874 Bürgerliche Bevölkerung vou Algerien . 13.431 Armee in Algerien...... 6029 Zusammen . 1,560.706 Locales. Gesellen-Verein. I>, dcr am 8. d. M. abgehaltenen 15. IahreSver» Versammlung dcs lath. Gesellcnvcreins hat der Vereins-präscs Hcrr Prof. Dr. Voncina den dermalia.cn Zustand dcS Vereines in folgendem Rechenschaftsberichte dargelegt: Meine Herren! Bei gehöriger Würdigung unserer sowohl allgemeinen als auch localcn Verhältnisse und deren nichts we» »iger alö günstigen Einfluß auf Institute nach der Art unseres Vereins, werden Sie wohl kaum erwarten lön-uci,, daß ich in meinem diesmaligen Rechenschaftsberichte irgend welchen ncnncnswcrlhcn Fortschritt in unserem Vcrcinslcbcn vorweise; vielmehr dürften Sic kaum Anstand nehmen, mit mir zu theilen dic Befriedigung, welche ich finde in dcr unleugbaren Thatsache, daß un» scr nunmehr 15jährigc Verein trotz all' der vielfach störenden und hemmenden Umstände in seiner ungebrochenen jugendlichen Kraft dasteht. Zwar sind in Folge dcs Beitrittes von nur 17 Gcscllen iu» Laufe dieses Jahres dcr Vereinsmilglieoer gegenwärtig nur 36, oder mit Vciziehung der als junge Meister aus dem Vereine hcrvoigegangcnen Ehrcnmit» glicdcr 47; so lange jedoch diese oder wenn auch in der Folge il'rer noch wenigere dcr Geist und dcr Eifer für dic Vc>ci»ssache licscelt, wie lilö mit geringer Ausnahme bisher dcr Fall ist. so lauge ist uo» ciuem bloße» Ve gclircn dcS Vereins »icht nur leine Rede, vielmehr aller Grund vorhanden zur Erwartung, daß mit dem Schwinden dcr bisher ungüusligcn äußeren Verhältnisse dcr Verein in feiner Milglicdcizahl wachsen und in der Oeffent-lichtcit sich leichter bewegen werde. Findet dieser im Verhältnisse zu früheren Jahren geringe Stand der Vcreinsmitglieder eine genügende Erklärung darin, daß iu Folge des DarnicderliegenS einzelner Gcwerbszwcigc in Folge der Oewerbefrciheit und des Wchrgcsetzcs der eigentliche Gesellcnstand überhaupt seit einigen Jahren her bedeutend abgenommen hat, so kann — abgesehen von der liberal - antikirchlichen Rich-» lung unserer Tage — auf einen zahlreicheren BeitrillW dcr Gesellen zu unserem Vereine unmöglich förderlich einwirken dcr besondere Umsland, daß neben unserem Vereine in jüngster Zeit noch zwei andere ins Leben ge-lrclcti sind, dcr Guchdruckcr-Forlbildungsvercin und der Arocilervcrein. Drei Vereine auf einem und demselben gewerblichen Boden, zu einem und demselben allgemeinen Zwecke in einer Stadt, wie unsere Landeshauptstadt ^ai-bach — da ist des Guten wahlhaftig etwas zu viel; zu viel schon deshalb, weil im Grunde genommen insofeine überflüssig, als die genannten Vereine ausgesprochener Maßen die Wahrung und Förderung dcr geistigen und materiellen Interesse:» ihrer Mitglieder zum Zwecke ha-lien, — ein Zweck, welchen unser Verein seit vollen 15 Jahren her, uud zwar mchl ohne allen Erfolg, verfolgt, und zu dcfscn Verwirklichung cr cine so unbequeme Gelegenheit und so lluSieichcude Mittel darbietet, daß j'der, welcher sich derselben bedient, seine geistigen und materiellen Interessen ;u wahren und zu fördern vermag. - Je nach Maßgabe tnS unter den Mitgliedern vorhandenen uud wahi'ncnommcncn Bedürfnisses war im ^aufe von 1.5 Jahren stets dafür Sorge getragen worden, daß der Unterricht in, Vereine in allen jenen Zweigen ertheilt weiden konnte, mit welchen dcr GcmerbSmann vertraut sein soll, um auf eine dem bürgerlichen Gewerbestande erforderliche »nd zugleich genügende Bildung Anfpruch erheben zu lönnen. Opferwillige Herren haben sich zu dcr <5i'tl)eillinss solchen Untcrrichlcs immer finden lassen, und werden fich hoffentlich, fo oft dnS Bedürfniß cm' trill, auch fernerhin ohne besondere Schwierigkeit fi'iden lasse». Nachdem sich im eben abgelaufenen Jahre lein besonderes Bedürfniß nach dem Untcrrichie im" Schreiben uud Ncckncn gellend gemacht, blieb derselbe beschränkt auf rcllgwsc Vortrage. a>'f Geographie. Gesang und Naturgeschichte, in welchen sich mit unermüdlicher Ausbau" 810 und znm tiefsten Danke verpflichtenden Eifer theilten die Herren Chorineister Fmslcr, Viccftläscs Gnjezda, Präfect im fürstlnschfl. Aloysiaiillm, und Gymnasial - Professor Konschca,. Die mehr als dreizehnjährige ebenso hingebende als ersprießliche Thätigkeit des letztgenannten Herrn Professors in unserem Vereine ist zu bekannt, als daß ich dieselbe noch des besonderen hervorzuheben für nothwendig erachten könnte; cS genüge nur zu constatiren, daß durch die taxfreie Verleihung des Bürgerrechtes der Landeshauptstadt Laibach an Hcrrn Prof. Konscheg von Siitc des löbl. Gemcinderathcs ein seitens unfcr aller lange her lebhaft gefühltes Bedürfniß befriedigt worden ist, wie ich dcnn auch nicht ermangeln konnte, für diesen Act der Auszeichnung dein löbl, Ocmeindcrathe im Na« men des Vereins den gebührenden Dank zu erstatten. Neben der Crtheilung des Unterrichtes bleibt den jungen Handwerkern zn ihrer intellcctucllen Ausbildung oder zur Förderung ihrer geistigen Interessen in unserem Pcrcine eine hinlängliche Gelegenheit geboten, auch in der eben so zahlreichen als zweckentsprechenden Bibliothek, wie auch in den mannigfaltigen Zeitschriften, von denen die meisten der hierorts erscheinenden bei der dankeswerthen Bereitwilligkeit der betreffenden alljährlich schon genannten Herren Perleger gratis an den Verein verabreicht werden. Selbstverständlich können im Vereine nur Bücher und Schriften Platz finden, welche dem Zwecke des Vereins förderlich sind, oder wenigstens das Streben nach Durchführung der Vercinszwccke nicht beirren ; dem katholischen Gescllcnvercine zumuthcn wollen, daß derselbe Einlaß gestatte Büchern und Blättern, welche da unterwühlen den heiligen Boden der Religion, auf welchem Pcreine, wie der unsrige, aufgebaut sind, und sei es durch offene, sei es durch verdeckte Anfälle auf jenes kostbare Gut, welches der Gesell als das theuerste Vermächtniß seiner besorgten Mutter aus dem Elternhause auf den Lebensweg mitgenommen. hieße wahrhaftig dem Vereine jene Charakterlosigkeit, jene geradezu an Blödsinn streifende Bornirtheit zumuthen. welcher zufolge er selbst die Hand an sich anlegen, sich selbst beim lebendigen Leibe ins Grab legen sollte. Nein, meine Herren! eines solchen Attcntates wird der Verein nie fähig sein, eines derart schmählichen Todes soll und wird derselbe nicht sterben. (Schluß folgt.) — (Tagesordnung) zu der am 20. Mai d. I. Nachnlittags 5 Uhr stattfindenden Gemeinderaths-Sitzung: 1. Mfälligc Interpellationen; 2. Antrag des Magistrates wegen Anlegung der Gemeindematritel; 3. Vortrage der Bausection: 2) wegen des Brunnens am St. Iakobsplatze, d) wegen Umlegung eines Weges an der Laibach' Tarviser Vahn, e) wegen Kultwirung des Morastterrains Hauptmanca; 4. Vortrug der Polizeisection über die Brunnenordnuug für Laibach. — (Bei dem hiesigen Landesgerichte) ist eine Rathssecretcirsstclle mit dem jährlichen Gehalle von Eintausend Gulden zu besetzen. Die Bewerber haben ihre Gesuche bis zum 2. Juni d. I. bei dem Präsidium zu überreichen. — (Schulfest.) Der Maiausflug der Schüler der hiesigen evangelischen Schule wird morgen, Mittwoch, und zwar nach Iosefsthal stattfinden, dessen Park einen prächtigen, schattenreichen Tummelplatz für die Jugend bietet. Selbstverständlich ist es nur erwünscht, wenn die Eltern und überhaupt Freunde der Jugend dem kleinen Feste beiwohnen. — (Nach einer Zeichnung von A. Karinger) bringt die letzte Leipziger „Illustrirte Zeitung" vom 14. Mai in Folio-Größe eine gelungene Xylographie der „Mettapilger an der dalmatinischen Küste" mit erklärendem Text aus der Feder eines heimatlichen Schriftstellers (A. Sch.) — (Feuers brunst durch Blitzschlag.) Am Donnerstag gegen 6 Uhr Abends schlug der Blitz in dem von Treffen eine Stunde entfernt liegenden Orte Iseru in einen Stall ein, in Folge dessen derselbe, sowie eine mit noch etwas Stroh und Heu gefüllte Scheuer gänzlich ab- ^ brannten. Der Schaden beträgt gegen 800 ft., versichert war der Besitzer mit 300 fl. — (Sch luß Verhandlungen beim t. k. Landesgerichte Laibach.) Am 18. Mai. Johann Vajt und fünfzehn Genossen: öffentliche Gewaltthätigkeit. — Am 19. Mai. Barthelmä Vonaöin: schwere körperliche Beschädigung; Johann Kojnar: schwere körperliche Beschädigung; Johann Rozman: schwere körperliche Beschädigung. — Am 20. Mai. Anton Klama und drei Genossen: Diebstahl ; Johann Semrajc: schwere körperliche Beschädigung; Anton Hocevar und Gregor Wißjak: Betrug; Franz Sedej: Diebstahl; Alex Sajovic: schwere körperliche Beschädigung; Johann Taähar: schwere körperliche Beschädigung; Johann Preßern und Johann Ieric: schwere körperliche Beschädigung. G i n l a d u n g zur Monatsversammlung des M u sc'a lv er ei ns, am Donnerstag den 19. Mai, um 5 Uhr Abends, im Locale des historischen Vcrcins, Schulgebäude, eben« erdig links. Tagesordnung: 1. Professor Dr. Alois Valenta: Ueber Astta-montana. 2. Custos Karl Dcschmann: a) Ueber Giftschlangen in Kram, d) über Mißbildungen an Holz' schwämmen. Laibach, am 16. Mai 1870. Vom Ausschüsse des Musealvereins für Ürain. Eingesendet. Ich mußte, um meiuen BerufSvfllchteu nachzukommen , nach Graz zurück und sage mit diesen Zeilen dem hochverehrten I' I. Laibacher Pnblicum meinen achlungsvollm Daut fiir das Ver-lraucu uud die Anerlenuin'g, welche mir daselbst in reichlichstem Maße zu Theil geworden. ES ist meinerseits fest beschlösse», Uaibach jährlich zweimal z„ besuchen >md wird mein nächster Vesuch in den heurige» Spätherbst fallen. Ich ersuche meine verehrten I'. '!'. Patienten, sich auf diese meine Ansage unbedingt zu verlass.'u. Zahnarzt aus Graz. Wir filhleu uns veranlaßt, auf die im hnüigcu Blatte eut-haltcne Annonce des Herr,, Oustav Tchwarzschild in Hamburg ganz besonders hinzuweisen. Die von demselben empfohlene» Origiuallosc blelcu große und zahlreiche Gewinne. Die Rcellität und Holiditiit dieses Hauses ist betamit uud daher nichts naturlicher, als die viele» bei demscllicu ciulauseuden Auslräge. welche ebenso rasch als sorgfältig ausgeführt werden. NrucNc Post. (Original-Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Wien, l«. Mai. Graf Potocki ist mit dem heutigen Schnellzuge behufs Fortsetzung der Ausgleichsverhandlunssen uach Prag ab» gereist. Der bisherige österreichische Geschäftsträger in Darmstadt, Varou Vrucl wurde zum Gesandten am baierischen Hofe ernannt. Aus Prag wild gemeldet, daß der Acterbaumi-nistcr Baion Petrino dosellist Sonntag Nachte eingetroffen ist, Nachmittags besuchte er die landwirth-schaflliche Ausstellung und Abends war er nebst Smolka zu einem Banket geladen. Der Minister halle sich jedoch jeden politischen Toast verboten. Der Mini» stcrpräsident Graf Polocti wurde Montag früh erwartet. — Die feierliche Enthüllung des zu Ehren des eisten czechischcn PMicisten Hawlicel errichteten Dcnt> inals fand Sonntag unlcr lebhafter Aclhciliauna. der Vcvöllclung statt. Bor dem Hanse, wo Hawlitck gewohnt hatte, hielt Dr. Grcgr von einer Tribune ciue Ansprache über dcn Ocscierten, zu deren Schluß Slava's auf die Czechenführcr ui'd Smolka ausgebracht wurden. In einer in Parcnzo abgehaltenen Conferenz der ^anotags-Abgcoroneteil für Istricn wurde in Anbetracht der allgemeinen Staatsmtercssen und der besonderen Ver- hältnisse Istriens die möglichste Ausdehnung und Kräftigung einer wahren ^andcsautonomic der jetzt bestehenden Provinzen als unbedingt nothwendig anerkannt. Das „Memorial diplomatique" meldet, daß der Herzog von Orammont die Vorbereitungen zur Reise nach Wien abbestellt habe. ssürst ^atour d' Auvcrcme soll den Herzog von Orammont in Wien ersetzen, welcher letztere als Minister der Auswärtigen ins Cabinet Ollivier treten soll. In Gu karrst winde am ssicitaa die Kammer zn einer kmzci, Session eröffnet. Nach Erledigung ciin-ger driligl'chcr Aligrlcgcilhcilcn, wurde ein fürstliches Dccrcl verlasen, lmlchcs die Kammer auflös!, (i'cb» haflcr Beifall im Anditonmn,) Die Neuwahlen werden innerhalb dcS von der Verfassung scstycsrhlni Zeitraumes stattfinden. — Die Auszahlung des am 1. Juli d. I. fälligen Zillskoupons der Anleihe Oppenheim im Ve« trage von 48.120 Pfund Sterling ist vom Nuk.irestcr Vankhause Iaq»es Poumay übernommen worden, so daß den Obligationsbesitzern der prompte Zinseneingang gesichert erscheint. Am Freitag Abend fand auf der rumänifchen Staatseiscnbahn zwischen Bukarest und Giurgcuo ein Zusammenstoß statt, welcher zahlreiche Verwundungen ernster Art herbeiführte. Paris, 16. Mai. (Tr. Z.) Kaiseillchc Dccrcte ernennen Grammont zum Minister des Aeußern, Mege zum Unterrichlsminister, Plechon zum Minister der öffenllichcn Arbeiten. In der Dienstagssitzung erfolgt die Vorlage der Plebiscitactcn. Florenz, 1(i. Mai. (Tr. Z.) In Calabricn ist die Nuhe wieder hergestellt. Telegraphisch? Wrlhseltourfe vom 16. Mai. 5fterc. Metalliques til).45. — 5perc. MelalliqueS mit Mai» uud November-Ziuseu 60.45 — 5perc. NatioualAnlebeu 69,80. - 1860er Staats-l.'ose 96.40. — Baulaclieu 724, - Eredil-Aclieu 256.80. —London 123.95. — Silber 121.50. - Napo-leond'ors 9 88'/,. Das Posldampsschiff „Hammouia," ssaftiliin I Meyer, welches am 27. April vou Hamburg abgegangen, ist am 1l. Mai wohlbehalten iu New-Iorl angelommcn. Das Postdanipfschiff „Holsatia," Capiläu Meier, gina. am 11. Mai mit 821 Passagieren von Hamburg vi» Havre nachNew-Yotl ab, Augekommene Fremde. Am 14. Mai. 2tat>t TUien. Die Herren: Gavoni, von Trieft. — Knoll, von Franzdorf, -- Mayr, Kaufm., von Klagenfurt, — Gaw> litowsty, Äaufm., von Prag. — Euders.' Fabrikant, von Wien. - Brun, Kaufm., von Ziirich. — l'öwy, Kaufm, von Wien, — Schmidt, Wcsckaftsreis., von Prag, — Gräfin Lan« thieri, von Wippach. (flefa»t. Die Herren: Dc Marocbini, Besitzer, vuu Fiume. — De Scarva, Besil^er, von Fiume. — Gurtner, vou Ägram — — Nuftpe, Handclsm,, von i!in,z, — Wittenig, Privatier, von Wolfsberg. — Ureyer, Kaufiu,, von Görz. — Valjevec, von Obertrain. — Delleva, von Innertrain. — Ornig, von Pet' tau. — Peltovii, l. t. Hauptmaun, von Görz. — Cameiini, von Trieft. Kaiser von Vestcrreich. Die Herren : Griluanger, Sänsscr, von Klagenfnrt. — Röscher, Sänger, von ^'ipitzbach. — Edler v. Schiinhofer, Sänger, von Graz. Edler v, Schlinhofer, Sänger, von Graz. — Lcnzhofer, Sänger, von Kotschach. -Omuletz, Sänger, von Klagenfurt. -Meleorlilogische Neotiachluugell in Laibach. 6^M^ ^327^^fM^'"wMstill ^ heiter ' ' 16 2 „ N. ij26.«» -s-2l 5 SW milßig thcilw. bew. 0.a«> 10 ., Äb. ! 327 ,.« ' >I4 u ^ wiildstiU dUnn bewüllt Morgenrotl). Nach 5> Uhr iu der Umgebung etwas uebclig. Herrlicher Vormittag. Nachmittags Haufcuwollcn. Mondhof! Da« Taa/SmiOcl der Wärme ^ 15-2", m» Z>«" llber dem Normale, Vrraulworllichlr Redacteur: Igna; v. K l e i n m a y r. ÄH',» Vörsc war wenig beschäfligl. Nur da« Caul ssl'üsv'cl sUUtc die Pause und die Haltung der Svcrnlatioutzpaplere war schwaulcud. Crcditaclien Wl>l!llll1l llUfl. variktcii zwischen 25)5,30 und 254.10, Anglo yuischcu !629 uud 3^4, ^ombardcu zwischen 1:^.10 uud 191,50, Tramway zwischen 218.50 und 215. AnlagSvapirre behaupte-teu sich uud eiuige Lorteu oou Ziscubahnacticu schlugeu sogar etwas auf, so daß die Vürfc ungeachtet der durch die Coulisse hervorgebrachte» Schwanlungen im Ganzen als ziemlich fest characterise werden ka»n. Die Schlußcurse liefern in der festen Haltung der Anlagspapiere, uou welchen Domiinenpfandbricfe bedeutend stiegen und in den höheren Notirungen mehrerer sonst wenig beachteter Effecten den Vclea hicfilr. _____^ ^T. Allae,„eine Staateschuld. Filr 100 fl. Geld Waar> Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt.: iu Noten verziusl, Mai-Noucmber 60.45 60.55 „ « „ Februar-August 60.45 60.55 „ Silber „ Iiinner-Iuli . 69.95 70.05 „ „ „ Apnl-October. 69.80 69 90 Steueraulchen rückzahlbar (N . 98.75 99.— (') . 97.50 98.- Lose v,I. 1839 ..... 229.- 230-« „ 1854 (4'/,) zu 250 fl. 90.- 91.^ .. „ 1860 zu 500 fi. . . 96.40 96.6'» .. „ 1860 zu 100 fl. . . 1<>6,— 106.50 ^ .. 1864 zu 100 st. . .118 25 118.50 Staats-Domäucu-Pfandbriefe zu 120 st. o W. in Silber . . 129.50 130 -». Vrundentlastunas- Obligationen. Mr 100 fl. Geld Waare Hllhmeu .... zu üpEt 95.- 96.- ^5"" ' - - - «5,. 74.40 74.70 Ylicdcr-Oestcrre,ch. . ^5^ ^^ ^25 Ober-Oesterreich . . „ 5 ^. 9550 '^> ^ Siebenbilrgen ... „ 5 „ 7550 7U. - Sleiermarl ... « 5 « 93.-- 94.- Ungarn ..- - "b^ 79.50 80.^ V. Actien von Bankinstitute». Geld Waare Nnglo-üsterr. Banl abgcst, . . 32650 327.50 Anglo-nngar. Baut .... l>5.75 96.25 Banlvercin.......238.— 239.— Voden-Ereditaustlllt .... 388 — 39(1.— Ercditaustalt f, Haudel u. Gcw, . 254,80 255,— Creditaustalt, allgem. nugar. . . 8? 50 88 — Escompte-Gcsclls'chaft, n ö. . . 868. 872. -Franco-ostcrr. Banl .... 118.25 118.50 Oencralbaul.......87.50 88,— Natioualdauk.......721 — 7^3 -^ Niederländische Baut . . . . 10! — l02.- Vercinsbanl.......106 — 107.50 Perlehrsbank.......116.- 116.50 Wiener Baul......77, - 7?ä0 ID. Actieu von Tr.insportuntcrneh- munste». Geld Waare Alföld-Fiumaucr Bahn . . . 173.- 173.50 Böhm, Westbahu.....240. - 240.n0 Earl-l!udwig-Bahn.....236.50 237.— DouaU'Dampfschifff. Gesellsch. . 597.— 599 - Elisabcth-Wcstbahn.....198.50 199 — sserdmands-Nordbahn . . . .2245—2252,— Füusllrchcu-Varcser-Nahn , . 173.— 174.— l yranz-IoftphS.Bahn .... 186.75 187.— > O.'lt' Waar? > ,Lemberst-L,,ern.cIllssyer-B»hn . 206,— 206.50 ,Lloyd, üsterr........I75>._ «. Pfandbriefe (silr 100 fl) ! Allg. ijst Bodn,-llredit'Änstal! Geld Waare! vcrloübar zu 5 pEt. in Silber 107.— 107 50 , dtll.iu33I.rilckz.zu5pclt,iuö.W. 90.25 90 50^ Naticüialb. auf ö. W. verloSb. ! zu5pCt........W.10 98.25 Ocst.Hypb. zu 5'/, ftCt. rilch. 1878 97.80 98.30 Uug. B°d.- 107.— Fran^Ioscphö-Bahu .... 95.90 9620 O.<5acl-v!udn,.V.l. S.ucrz.l.Em. 103.50 — — Oesterr. Nordwestbah« .... 9650 96.75 «eld Wuale Siebcnb. Vahn in Silber verz. . 91.10 91^0 Staatsb.G.3'7« ^l500Fr. „l.Gm. 143, 14350 Südb.G. 3'/„-.500Frc. „ . .116 75 117.-Slldb.-Bouö 6 7, (1870—74) i, 500 FrcS......247.-247.50 Uug, Ostbahn......89.— z^.15 «. ,. 9 ,. 89j „ Vcrcinsthlller. . . 1 ., 8^ « I ^ 83j „ Silber . . 121 „ 50 „ 121 „ 75 „ Kiaiuische OruudellllaNungs-ObligatloulN, P><« vatuottruug: 86— <2elb, 84 Waare