-räunmtrL,io»,-Preist: Für Laibach: KN: - Laibacher der Post: H-ldiahnz . , . z , so. . 75 . r>i- A-st-Iung ui, viertel. >2»nz i5 K., «siloriich z kr, kijelve Nummern s kr. LcdakIlor: t>ar»d«szalche Weltmacht, die auf die Dummheit der Natio-be» .!?^lirt, lediglich als einen Privatverein zu oen " und nach den allgemeinen Bestimmun-des Vereiusrcchtes behandeln zu wollen. Die Geschichte des Ordens beweist, daß er die „streitende Kirche" in hervorragendem Grade darstelle. Die Geschichte aller blutigen Religionskämpse, der Sturz aller Dynastien, zuletzt der bourbonischen Throne, ist auf das engste mit der unheilvollen Thätigkeit dieses Ordens verknüpft. Aus ihren Handlungen wird klar, daß die Organisation des Ordens sich die unmittelbare Einwirkung der Kirche auf den Staat zur Aufgabe macht, einen Zweck, den er mit allen Mitteln, auch den verwerflichsten, vorzüglich mit den reichsten Geldmitteln erreicht. Seitdem gar die katholische Kirche sich mit dieser Gesellschaft identi-ficirt hat, seitdem das Oberhaupt derselben ein willenloses Werkzeug in ihren Händen geworden, spannt der Orden seine Netze über alle Länder und strebt nach der Herrschaft über die Gewissen der Völker und hetzt dieselben gegen die Institutionen und Staatswesen, die sich seinem Einflüsse entziehen. Allerorten, wo diese Gesellschaft sich eingenistet, hat man noch die Erfahrung gemacht, daß Gesetzesver-achtung und Zuchtlosigkeit überhand nehmen, und im Verhältnis als dieser Orden emporwuchert, der konfessionelle Unfrieden wachse. Es ist also nur im Interesse der Staaten selbst, es ist das einfache Gebot der Selbsterhaltung, wenn die Staaten und Bevölkerungen diesem Orden und seinen Affiliirteii gegenüber Stellung nehmen, um die Autorität des Gesetzes zu schirmen, die unter heiliger Maske tief verhöhnt wird. In unserem Kampfe gegen die Lüge und Entstellung, die Heuchelei und die Schleichwege unserer heimischen klerikalen Wühlhuber, die längst ihre Solidarität mit den Jünger» Loyala'S offen vor aller Welt erklärt, die ihre Waffen ungeschent handhaben, in diesem Kampfe können wir uns mit gutem Gewissen auf die Seite derjenigen stellen, welche auch in Oesterreich der „schwarzen Internationale" entgegentreten und von der Reichsvertretuug und der Regierung geeignete Maßregeln verlangen, um die Einwande- rung fremder und die Ausdehnung einheimischer Ordensangehöriger zu verhindern. Eine Gesellschaft, welche die Verleugnung der Menschenrechte, die Unterdrückung der modernen Staatsprinzipien auf ihre Fahne schreibt, die unter dem Banner eines mittelalterlichen Glanbenssanatismns und der blutigsten Verfolgungen kämpft, die mit allen staatsfeindlichen Machinationen ehrgeiziger und verbissener Volksverführer gemeinsame Sache macht, die als geübte Verschwörer in der niedrigen Bildung der österreichischen Stämme und in der von der leidenschaftlichsten Opposition gegen die Verfassung zerwühlten ländlichen Bevölkerung unserer slavischen Gebiete einen besonders günstige» Boden erblickt, eine solche Gesellschaft darf keine Regierung, die es ehrlich mit dem Volke und der Freiheit meint, ungestört in ihrem treiben belassen. (Schluß solgt.> Politische Rundschau. Laibach, 13. Ma . Inland. Mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen im Verfafsungs- und im Finanzausschüsse gerät die parlamentarische Action wieder in fluß, wogegen die beiden bisherigen Sitzungen des Abgeordnetenhauses, iu denen zumeist Ausschußwahlen vorgenommen wurden, der notwendig gewordenen Neukonstituirung des Hauses galten. Bon den Gegenständen, die verhandelt wurden, sei der bereits vor der Reichsralsvertagung von Dr. Jasinski ein-gebrachte Äntrag erwähnt, der eine größere Rechtssicherheit bei Wechsclunterschriften bezweckte. Nachdem Justizminister Glaser uachgewieseu, daß das vom Ausschuß diesbezüglich beschlossene Gesetz keine Abänderung des materiellen WechselrechteS in sich schließe, wurde dasselbe mit großer Majorität angenommen. Nächstens wird die Debatte über die formelle Behandlung der Strafprozeßordnung beginnen. Feuilleton. Zweimal gehängt. Eine interessante Kriminalgeschick>Ie. (Schluß.) der tzanEs?'1 ^ zurückkehrten, sahen sie fern auf von einen Staubwirbel, und im Hofe war glaubte Pferden keine Spnr. Anfangs Stall der andere habe die Pferde in den wie sieden Wagen in de» Schuppen gebracht, stube bliis^ die offene Thüre in die Wirts« In der Mensch mehr auf dem Tische, eine Svni- . H°^ auf dem Felde, nirgends Wagen und Nc D" Gehenkte war fort. Und hatte si? Pferde waren mich fort; der Gehenkte > offenbar mitgenommen. AbciM,,,!^^ ^ in der That. Der vom Galgen schar k ^ 'E durch das gewaltige rütteln des Mak/» l"^""den, federlose» Bauernwagens einiger-' ru sich gekommen, das Gerüttel hatte in Er. ngelung eines Arztes bei ihm die „künstliche Re- spiration eingeleitet," und als er dann auf dem Tische auSgestreckt lag, erwachte er vollends aus seinem asphyktischen Zustande. Er wußte vielleicht gar nicht mehr, was mit ihm vorgegangen, und daß er eigentlich gehenkt worden, aber das Wirtshaus war ihm wolbekannt, und als er aus der Thüre trat und den schönen Wagen mit den schönen drei Pferden und dem schönen halbjährigen Fohlen erblickte und keine Sterbensseele in der Nähe sah, da that er sofort, was er unter solchen Umständen sein lebelang immer gethan hatte, er sprang auf den Wagen, ergriff die Zügel, hieb ins Gespann ein und jagte auf und davon. Des fluchens und wütenS von seiten der beiden Bauern war nun kein Ende. Sie gerieten schier aus dem Häuschen ob der nichtswürdigen Art, wie der, den sie vom sicheren Tode gerettet, ihnen mitgespielt hatte. Sie verschworen sich hoch und theuer, nie wieder barmherziges Samaritertum übeu zu wollen und baten das schwer beleidigte Statarinm inbrünstig um Verzeihung. Mit alledem aber hatten sic Wagen und Pferde »och keineswegs zurück. Auch die Tracht Prügel, mit der sie in der ersten Wut die Wirtin bedrohten, konnte ihnen nicht zu ihrem verlorenen Eigentum verhelfen. Nachsetzen und einholen: das war daö einzige Mittel. Im Stalle standen zwei Pferde, die wurden sofort requirirt. Vergebens schwor die Wirtin bei allen Heiligen und bei Himmel und Hölle obenein, es seien bestellte Vorspannpferde, und es werde das größte Unglück geschehen, wenn der hohe Herr, der sie bestellt,' sie nicht vorfinde. Die Bauern achteten dessen nicht, im Nu waren die Pferde aus dem Stall, die beiden schwangen sich auf und ritten im schärfsten Galopp davon. Der Dieb hatte einen Vorsprung von einer starken halben Stunde, und die Bauern kannten die Ausdauer der drei kleinen Pferdchen nur zu gut. Aber auch die Vorspannpferde waren gut, und was die Hauptsache war, frisch. Es ließ sich mit Wahrscheinlichkeit voraussehen, der Dieb werde eingeholt werden. Am Horizonte erschien nach geraumer Zeit ein dunkler Waldsaum. Dahin ging Flucht und Verfolgung. Der Flüchtling mußte überholt werden, ehe Die „wiener Abendpost" nimmt Gelegenheit, von den bischöflichen Konferenzen zu sprechen, jedoch nur um zu bemerken, daß die Zeitungen an diese „bedeutungsvollen Zusammenkünfte" die Hoffnung knüpfen, daß die daselbst gefaßten Beschlüsse dem Geiste der Versöhnlichkeit und der Achtung vor dem Gesetze förderlich sein mögen. Was uns betrifft, so haben wir die Zusammenkünfte der Kircheufürften zwar auch „bedeutungsvoll" gefunden, haben uns aber wol gehütet, irgend welche „Hoffnungen" dabei laut werden zu lassen. Zufolge einer jetzt auftauchenden Version sollen in den Beratungen der Bijchöse nur drei Fragen, die Wehrpflicht der Kleriker, die Haltung des Episkopates in der Schnlsrage und die Congruafrage erörtert worden sein. Zugleich heißt es, in der Schulfrage habe die versöhnliche Ansicht des Erzbischofs Rauscher den Sieg davongetragen. Nach anderen Mittheilungen dagegen sei in den Bischofs-Konferenzen der Feldzugsplan gegen den Allkatholizismus beraten worden, und man sei zur Erkenntnis gekommen, daß vor allem der allkatholische Ausschuß de« Abgeordnetenhauses unschädlich gemacht werden müsse. Wie man dem „Ung. Ll." aus Belgrad schreibt, hatte Fürst Milan von Serbien die Aufmerksamkeit gehabt, in einem eigenhändigen Schreiben den Kaiser Franz Josef zu der Verlobung der Erzherzogin Gisela zu beglückwünschen, und dabei ausgesprochen, daß ihm, der Regierung und Bevölkerung seines Landes die Pflege und Forierhaltung guter Beziehungen zu dem benachbarten Oesterreich-Ungarn höchst wünschenswert und Gegenstand steter Bemühungen sei. Nuu ist ein eigenhändiges Antwortschreiben des Kaisers in Belgrad eingelaufen, in welchem dem Fürsten für dessen Theilnahme mit den freundlichsten Worten Dank gesagt und beigefügt wird, daß die freundnachbarlichen Gesinnungen des Fürsten und Serbiens auf die herzlichste Er. widerung rechnen könne», und daß man in Oester-reich-Nngarn den Wert eines ungetrübten Einvernehmens mit dem Nachbarlande bestens zu würdigen wisse. Ausland. Kaiser Wilhelm krank, der kleine Thiers krank, und jetzt hat sich, als dritter im Bunde, auch Fürst Bismarck den Patienten zugesellt. Aber sonderbar, während sich die respektive» Offiziösen bemühe», das Unwolsein des deutschen Kaisers und des Präsidenten der französischen Republik als möglichst unschuldig darzustellen und nur von Fürst Bismarck zugeben, daß sein Gesundheitszustand sehr angegriffen sei und längerer Schonung bedürfe, glaubt das europäische Publikum am wenigsten an die Krankheit des Reichskanzlers; dagegen wollen alle Versicherungen, daß weder für Thiers noch für Kaiser Wilhelm etwas ernstliches zu befürchten sei, keinen rechten Glauben finden. In Paris wie in Berlin macht man sich auf den schlimmsten er den Wald erreichte, denn im Dickicht konnte er, wenn'S schief giug, leicht entwischen, indem er das gestohlene in stiche ließ. Damit war aber den Verfolgern nicht gedient, denn sie wollten auch Rache, und Rache vor allem! Es gelang. In der freien Ebene noch wurden sie des Flüchtlings ansichtig, der aufrecht im Wagen stand uud aus voller Kraft auf die Pserde losschlug. Er wußte wol, daß er ums Leben kämpfte, und hatte keinen Grund, das fremde Gespann zu schonen. Die Achsen glühten, der Wagen schien aus den Fugen gehen zu wollen, in großen Flocken troff der Schaum von den Pferden. Als er den Hufschlag hinter sich hörte, warf er einen Blick zurück. Er stieß einen lanten Schrei aus, schleuderte die Zügel über die Kopse der Pserde weg und knallte mit der Peitsche wütend zwischen ihre Flanken hinein. Vor Schmerz rasend, griffen die gequälte» Thicre ans, Beine und Räder schienen sich zu verdoppeln, der Wagen schoß wie ein Blitz dahin, der Wald war so viel wie erreicht, da — ein dünner, zäher Schößling griff in eines der Räder, im nächsten Augenblick lag der Wagen in Trüm- Ausgang des „leichten Unwolseins, der Indisposition" der hohen Patienten gefaßt. Aber während der Tod ThierS' allen Eventualitäten Thür und Thor öffnen würde, und man sogar auf einen neuen Bürgerkrieg gefaßt sein könnte, würde ein hinschei-scheiden des Kaisers Wilhelm in der Entwicklung der deutschen Verhältnisse keinerlei Störung veranlassen. Kaiser Wilhelm's größtes Verdienst ist, daß er Bismarck zu seinem leitenden Minister gemacht, die Pläne BiSmarck'S kraft seiner königlichen Autorität zur Ausführung gebracht hat. Von dem Kronprinzen erwartet man dieselbe Zustimmung zu den leitenden Gedanken der Biömarck'schen Politik. Wie die „Hamburger Korr." bestimmt erfährt, sind die liberalen Fractionen des deutschen Reichstages, uud insbesondere die Nationalliberalen in ihrer überwiegenden Mehrheit, nun doch entschlossen, für einen auf das Verbot des Jesui-ten-OrdenS abzielenden Antrag zu stimmen. Das bezügliche Gesetz würde die Aushebung ihrer Proseß-hänser, Stationen und sonstigen Anstalten auS-sprechen und außerdem die Theilnahme an dem Orden mit Strafe bedrohen. Weniger allgemeinen Anklang findet der Vorschlag — namentlich hat sich der Referent Gneist dagegen ausgesprochen — einfach auf die bekannte Bestimmung des Reichsstras-gesetzbuches in betreff von Verbindungen, welche un-bekannten Obern Gehorsam, oder auswärtigen Oberen unbedingten Gehorsam versprechen, in dem fraglichen Spezialgesetze bezug zu nehmen; denn man findet es doch etwas abnorm, einen Gesetzparagraphen, der bekanntlich in Preußen schon von altem Datum ist, jetzt auf einmal gegen die Jesuiten anzuwenden, nachdem sie trotz desselben Jahrzente lang unangefochten geblieben. In Frankreich ist das peinliche Geschäft der Liquidiruug der jüngsten Vergangenheit noch ausschließlich auf der Tagesordnung, und die Rede d'Audiffret-Pasquier's, der Prozeß des Marschalls Bazaine und der Protest des Generals Wimpffen drängen alle übrigen Fragen in den Hintergrund. Inzwischen fährt die Kapitulations-Kommission unverdrossen fort, die Persönlichkeiten zweiten und dritten Ranges, die sich der Reihe nach vor ihr zu verantworten haben, mit mehr oder weniger strengem Tadel zu belegen. Außer den bereits mitge-theilten molivirten Gutachten über die Kapitulationen von Toul, SoissonS und Laon sind nun im „Journal Osficiel" weitere Tadelsvoten über die Kommandanten von Schlettstadt und Verdun verhängt worden. Ungeteilte Anerkennung fanden bis jetzt nur die Kommandanten von Nen-Breisach und Pfalzburg. Letzterer soll das Kommandeurkreuz der Ehrenlegion erhalten. All diese retrospektive Strenge gegen die Kleinen, während man bis jetzt gegen die Hauptschuldigen so glimpflich uud rücksichtsvoll vor-gegangeu war, gibt weder für die Vergangenheit mern uud die Pferde stürmten ledig hinein ins Dickicht. Der Flüchtling lag von der Erschütterung des Sturzes bewußtlos auf dem Boden. Die Verfolger, die nuu athemlos herankamen, banden ihn uud rüttelteu ihn dann empor. Er sprach kein Wort, als die ergrimmten Bauern ihre Wnt mit Püsfen und Fußtritte» au ihm kühlten, aber ein anderes Geschick war ihm Vorbehalten. Als die Pferde wieder eingefangen und die Trümmer des Wagens, auf ihre Rücken geladen waren» trat man den Rückweg an. Nach der Csarda? Nicht ganz direkt. Erst nach dem Galgen! Als das verhängnisvolle Gerüst sichtbar ward und die Bauer» vor dem demselben hielten, ging dem Gefangenen ein snrchtbareö Licht anf. Mit klappernden Zähnen und schlotternden Knien flehte er um Gnade; man lachte ihn wild ans. Er warf sich auf die Knie und küßte die Stiefel der Männer, dic ihm Retter und Henker zugleich waren. Man riß ihn unwirsch empor. Der zerschnittene Strick lag noch uutcr dem Galgen. Er war bald wieder einen heilenden Trost, noch für die Zukunft eine stärkende Zuversicht. Don Carlos ist also wirklich, und zwar in Begleitung eines Geistlichen, nach Frankreich über-getretcn. Die Freude war kurz. Am 2. Mai überschritt er, als Eseltreiber verkleidet, die spanische Grenze, und che acht Tage vergangen, war die ganze Herrlichkeit des Königsspiels zu Ende. Die spanische Regierung scheint sich übrigens auf andere Verwicklungen gefaßt zu machen, das beweist die Verhängung des Belagerungszustandes über Landes-iheile, die nicht carlistisch gesinnt, wol aber republikanischer Gesinnung verdächtig sind. Auch ist sie in den Besitz eines Schriftstückes gekommen, in welchem es der Herzog von Montpensier jetzt gerade für zeitgemäß hält, für die Sache seines Neffen Alphon-aufzutreten, uud das durch die Mitunterschrist einer Anzahl der angesehensten Männer dieser Partei den Anschein eines Pronunciamento erhält. Die Regierung selbst will es demnächst der Kammer vorlegen. Die Thronfolger-Frage im oSma« nifchen Reiche soll nunmehr durch die Sendung des Grafen Pralormo eine brennende geworden fein. Derselbe halt- nämlich dem türkischen Thronfolger im Namen dcs König» von Italien einen Säbel zu überreichen, steht aber nun zu seiner nicht geringen Verlegenheit vor der offenen Frage, wer überhaupt derThroufolgerist^____________________________ Zur Tagesgeschichte. — Die Feuerworte, die der ewig junge Achtundvierziger Kudlich beim Kudlich-Bankett im wiener Musikoereinssale gesprochen, zeugten davon, wie sehr er seine Zeit, wie sehr er unsere Zeit versteht, das Wirrsal, aus dem sich Oesterreich in Verkennung der einzigen Panacee, die sich ihm bietet, nicht herauszufinden vermag. Analoge Vorkommnisse aus der jüngsten Geschichte Amerikas griff er heraus, und sie waren eine deutlich sprechende Allegorie für nnS; so erzählte Kudlich: „Als in New-Uork die amerikanischen Bürger sich bedroht sahen »on einer kolossalen Corruption, da haben die Amerikaner erst dann siegen können, als cs ihnen gelungen war, mit den deutschen Demokraten sich zu verbünden. Mit diesen Deutschen vereint haben die Amerikaner gesiegt gegen die von Irland unterstützte politische Corruption. (Beifall.) Ueberall, wo der Deutsche in Massen auf« trat, kämpste er für Kultur, für den Mut der freien Forschung, gegen Sklaverei, gegen Wildheit, gegen Unkultur. So, meine Herren, hatten auch Sie, während wir drüben erobernd auftraten, in der Defensive denselben Kampf zu führen. (Bravo!) Sie halten nicht bloS die Errungenschaslen einer tausendjährigen deutschen Kultur zu schützen (Bravo!), sondern auch die Errungenschaften, dic aus dem Grabe des JahreS 1848 vom neuen wieder heranSgescharrt sind, Ihre Verfassung, Ihre Schulgesetze, dic Freiheit des Unter- zusammeugebunde» und die Schlinge legte sich um den HalS des Unglücklichen. „Wir garantiren Dir, Schurke, daß Du diesmal besser gehenkt sein wirst, als das erstemal!" rieseu die Bauern höhnend, und eiue Minute später war dic grause Arbeit gethan. Zwei wirkliche Leichen hingen nun am Galgen. Die beiden Bauern aber zogen düster uud schweigsam ihres Weges. * Jahre vergingen. Die Sache wurde ruchbar. Eiue Anklage gegen die beiden Bauern ward erhoben. Sie wurden eingczogen und der Prozeß dauerte sehr lauge. Die Meinungen, ob sie des Mol" des schuldig oder nicht, gingen stark anseinander. Schließlich wurden sie verurtheilt, der eiue zu drei, der andere zu fünf Jahren Kerker. Es wurde appellirt und wieder appelürt.^da dauerte lauge Zeit, und gegenwärtig ist die beim Obersten Gerichtshof in Pest anhängig, oc das entscheidende Urtheil zu füllen hat. (,,P- ch es die Freiheit Ihrer Presse. (Lebhaftes Bravo.) drill, den Kampf so geführt, daß uns sogar » EN in Amerika, ich kann sagen, das Herz im li«!kl ^ Ganz Demsch-Anierika bewunderte die po-M Aufgeregtheit, die Lebhaftigkeit der Deutfch-^reicher, bewunderte es, daß in jedem Winkel des I "reichjfch-dxu,schbn Vaterlandes Willenserklärungen Men Maßregeln des Ministeriums Hohen- . ^ Und Ihnen zur Seite, meine Herren, stehen e deutsche Völker Oesterreichs. Die Diplomaten V Frieden schließen oder Krieg erklären, sie mögen ^ tausendjährige Band, das papierene, zerschneiden, "s uns durch den Deutschen Band mit dem Muttec-"nde Deutschland verknüpfte, sowie Deutsch-Amerika ganzen denken und fühlen sich verbunden Mt und abhängig ist vom deutschen Nationalleben, es doch nie gelingen, die Wurzeln zu zer-Hnüden, die ticf im Grunde hinüberführen zur Aschen Eiche." ' " ^ Hafenbau in Triest. In den Stein» von Sistiana wird seit kurzem eine außer-gliche Thätigkeit entwickelt. Zeuge hiefür die rasch einander folgenden Sprengungen von großen Minen, on denen nicht weniger denn vier in dem kurzen Zeiträume von fünf Wochen zur Zündung gebracht o^en sind. Die vier Minen erheischten einen Pulver-"swand von nahezu 600 Zentner und erzeugten ein -"aterialquantuin von 75.000 C.-M. (im Gewichte 3,900.000 Ztr.) Die letzte der Minen, cs ist " 51,x, gelangte am 4. d. M. zur Sprengung, und ^ Gegenwart des Herrn Contreadmirals von welcher sich in Begleitung von mehreren höheren c /"^evfsizieren nach Sistiana begeben hatte, um svr ^ Brüche zu besichtigen, als auch der Minen->2 ?"^"g beizuwohnen. Der kleine Dampfer, auf lu, ^ ^ Gesellschaft befand, nahm seine Stel-^ "3 ^n der Rhede, gegenüber dem zweiten Steinbruche, konnten von diesem Punkte aus alle Phasen der Prengung von dem legen des Funkens an die Zünd-chnur des Pulverrohres, bis zum umwerfeu der von werden ° Me Gesteinsmassen, beobachtet viinsti ^ Wirkung der Mine war trotz der un-»„>? Situation des Gebirges eine befriedigende, uno betragt das durch die Ladung von 70 Ztr. Pulver S-Worfene Material circa 8000 C.-M. Es ist an ^efrr Stelle nachz «holen, daß Herr Baron v. Petz vor ^reni auch die Hafenbauten in Triest der eingehendsten ^sichtigung unterzogen und alle zu denselben notwendigen Operationen mit großem Interesse verfolgt rv Der Hafenbauleiter in Begleitung des betreffenden "üenieurs hatte sowol in Triest, als auch in Sistiana /. ^hre, dem ausgezeichneten Gaste und dessen Be-, °"ung die aus den Bau bezüglichen Erläuterungen zu "heUen. blickljchV?^ „Bromberger Zeitung" erzählt: .Augen. ^ junger Knabe von 13 Jahren in Coi»f> ^ern, dessen Brust die Kriegsdenkmünze für Wan ziert, Er ist der Sohn des Zimmer- ^ .^chlilke aus Trzemeßno. Als der Krieg gegen Hau! ^gann, entlief er heimlich dem väterlichen gehend sich den nach dem Kriegsschauplatz- 21 Truppen an, eS waren Reservisten vom sich ^ '^""erie-Regiinent. Bis Bingerbrück wußte er aber ^ugen der Bahnbeamten zu entziehen. Hier ^llte er zurückgeschickt werden. Die Sol-hatten er manchen Dienst zu erweisen wußte, für sein ^doch liebgewonnen und verwandten sich Man» j. ^tnahnie, namentlich nahm sich der Haupt- militäris^ Compagnie seiner an. Er blieb, erhielt wurde Bi^leider, "och Frankreich und die gan,x ^es Herrn Hauptmanns, machte dann rnit der r» ^pagne mit und theilte Freud und Leid derselben u^'^gnie, nahm theil an den Gefechten und in großen Sorgen, sind aber jetzt mit der Aufnahme in die militärische Bildungsanstalt vollständig einverstanden." — Aus Rom wird dem „W. Tgbl." folgende pikante Geschichte erzählt: „Man versichert, daß zwischen dem Papst und dem Kardinal Antonelli eine überaus heftige Szene stattgefunden hat, deren Veranlassung ein Besuch gewesen sei, den Ricciotti Garibaldi dem Kardinal abgestattet. Es ist ein ziemlich öffentliches Geheimnis, daß der Kardinal von einer Nonne eine natürliche Tochter hat, die er einer gewissen Gräfin Mar-cone anvertraute, welche vor der Welt als die natürliche Mutter des reizenden Mädchens galt. Vor einiger Zeit starb die Gräfin und ernannte einen Republikaner NamenS Chauvex, der Mitglied der Internationale und Redacteur eines humoristischen Blattes mit dem Titel „Don Pirloncino" ist, zum Vormund der angeblichen Tochter. Man kann sich leicht vor-st-llen, daß Herr Chauvex, der das Geheimnis des Kardinals kennt, die Situation wol auSzubeuten verstand und für Se. Eminenz zum Quälgeist wurde. Da verliebte sich Ricciotti Garibaldi in die Schöne, gewann ihre Gegenliebe und ging schnurstracks zu Sr. Eminenz, dem Herrn Papa, um die Hand der Geliebten anzuhalten. Dem Kardinal kam die Gelegenheit, sich von dem Plagegeist zu befreien, sehr gelegen, er hieß den Freier willkommen und erklärte sich bereit, die Schulden des präsumtiven Schwiegerssohnes zu bezahlen, der hierauf dem Schwiegerpapa in 8P6 eine Dankesvisite abstaitete. Das wurde dem Papst hinterbracht, und außerdem beklagten sich mehrere im Vatikan accreditirte Diplomaten darüber, daß sie mit Ricciotti im Vorzimmer des Kardinals zusammen, getroffen seien. Folge davon war der angedeutete heftige Auftritt. — Am 1. Jänner 1870 wurde in Heddo, der gegenwärtig circa anderthalb Millionen Einwohner zählenden Haupstadt des japanischen Reiches, eine Schule für den Unterricht in der deutschen Sprache mit vier Zöglingen eröffnet, und am Schluffe desselben Jahres belief sich die Zahl der Schüler bereits auf 4- bis 500. Im Laufe des Jahres 1871 entstanden auch schon verschiedene solcher Schulen in den Provinzen, denn die Bedeutung welche sich das deutsche Reich während des letzten Krieges mit Frankreich unter den Völkern errungen, brachte auch in Japan das deutsche Element zu noch größerer Geltung. Der Kaiser von Japan und seine Regierung, durch die Erfolge Deutschlands angezogen, intereffirtcn sich lebhaft für deutsche Sprache und Wissenschaft und gaben Veranlassung zu umfangreicher Anerkennung und Einführung derselben, indem von ihnen nicht nur Schulen nach deutschem Muster und für deutsche Sprache in größerem Maßstabe errichtet, sondern auch eine bedeutende Anzahl junger Japaner aus vornehmen Familien be stimmt wurde, sich in Deutschland ausbilden zu lassen. In der letzten Zeit hat die japanesische Regierung auch höhere wissenschaftliche Schulen, sowie eine medizinische Akademie gegründet, wo ausschließlich deutsche Lehrer und Professoren thätig sind, die zur Errichtung der selben aus Deutschland berufen wurden. Von solchen Umständen begünstigt, hat sich der buchhändlerische Verkehr und das Bedürfnis nach deutscher Leteratur während der letzten zwei Jahre in Japan entwickelt. dor einiger » in Dijon; von hier ist er ^ssen Word- Reservisten in die Heimat ent- U'iinre für Kaiser Hai ihm die KriegSdenk> Dito Sc!i ^."^"anien »erlichen und bestimmt, daß ^nfgeiwi,," ^ ^ llnierosfizjersschule in Potsdam 'st. Di- n." worauf der Knabe besonders stolz jahriaer " w"ß,e» anfänglich „>ch,, jh, eilf--> ^lto geblieben fei und waren darüber betrübt Lokal- uns Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Ernennung.) Der k. k. Landespräsident von Krain hat den k. k. Konzeptsadjuukten Dr. Franz Hinter lech ner zum provisorischen k. k. Bezirks-kommiffär ernannt. — (Spende.) Se. Exzellenz Herr Anton Graf v. Auersperg hat dem krainifchen Aushilss-beamten-Kraukc» Unterstützungsvereine den Betrag von 50 fl. gespendet. — (Begnadigung.) Se. Maj. der Kaiser haben den, Miliiärsträsling Bartholomäus Preleßnig vul^o Cundloo im Wege der a. H. Gnade den Straf-rest nachgesehcn, und wurde derselbe bereits aus der Festung Essegg, wo er seine Strafe abbüßte, entlciffen. Derselbe, aus Gorica in Krain gebürtig, gegenwärtig 51 Jahre alt, wurde am 12. Dezember 1856 wegen Verbrechen des Raubmordes, der fünfmaligen Desertion, der schweren körperlichen Beschädigung und des Diebstahls zum Tode, im Gnadenwege zu 16 Jahren schweren Kerkers verurtheilt. (Zur wiener Weltausstellung.) Zu Mitgliedern der Weltausstellungs-Landeskommiffion für Krain wurden naAräglich ernannt die Herren: Bruß Andreas, Gariboldi Änton Ritter von, Janefchitz Richard, Krisper Valentin, Laßnik Peter, Mahr Ferdinand, Posanner Benjamin Edler v. Ehrenihal Dr. Razlag, Schollmayer Franz, Skale Paul, TönnieS Gustav (sämmtlich in Laibach), Globocnik Leopold in EiSnern, Hozhevar Martin in Gurkfeld und Seitner Karl in Sava. — (Prei szuerkenn nng.) Wir haben unfern Lesern von den Preisen berichtet, welche das wiener Blatt die „Konstitutionelle Vorstadt-Zeitung" ausgeschrieben hat für die Beantwortung der Frage: „Wie muß die Erziehung der Mädchen beschaffen sein, damit diese in ihrer künftigen Stellung zum Bürgertume, zur Erwerbsthätigkeit und zur Familie eines dauernden Glückes sich erfreuen können?" Wie die Redaction des genannten Blattes nunmehr in der Nummer vom 9. Mai veröffentlicht, sind weit über siebenhundert Beantwortungen eingelaufen, und zwar aus allen Schichten der Gesellschaft, vom In- und Auslande. Gelehrte und Arbeiter, Bürger und Beamte, sowie eine große Anzahl von Frauen und Mädchen schrieben ihre Gedanken und Anschauungen über diese Lebensfrage nieder, welche mitunter von so geistiger Reife, und tiefer Einsicht in die Anforderungen der Gegenwart erfüllt sind, daß denselben die vollste Anerkennung nicht versagt werden kann. Es gereicht uns zur Genugthuung, berichten zu können, daß auch unter der heimischen Lehrerwelt sich jemand gesunden, der die Frage beantwortet und einen Silberpreis davongetra-geu hat, nämlich Herr Johann Sima, Oberlehrer in Laibach. Es möge dies der Lehrerwelt ein Sporn sein zu eifriger Weiterbildung in ihrem schönen Berufe. — (Unglücksfall.) Am 10. d. M. sind in Oberlaibach um die Mittagstunde drei Kinder von der dortigen Laibachbrücke infolge nachgebenS des morschen hölzernen Geländers in den Fluß gefallen; hievon wurden der achtjährige Anton Moderjan und der sechsjährige Johann Pustaverh gerettet, während die neunjährige Pustaverh gegen Abend todt aus dem Wasser gezogen wurde. Die behördliche Untersuchung wurde nach Beschaffenheit des Unglücksfalles eingeleitet. — (Massenhafte P e t i t i o n e n) aus Krain werden für die nächste Zeit im Abgeordnetenhause erwartet. Gegenstand derselben ist vor allem die Bitte um die Vorlage eines Gesetzes bezüglich des Baues der Lacker Eisenbahn, die zu einer Lebensfrage deS Landes geworden. Wie wenig Vertrauen jedoch die betreffenden Petenten in die gegenwärtigen Vertreter KrainS im Reichsrate besitzen, möge der seltsame Umstand beweisen, daß diese Gesuche nicht von krainischen Abgeordneten, sondern von steierischen, ja sogar von niederösterreichifchen Abgeordneten eingebracht werden. — (Ueber die Predil- und Lacker Linie) schreibt die „deutsche Zeitung" : „Der Streit zwischen den Anhängern dieser beiden Linien ist mit Wiedereröffnung der Reichsrats-Session zu einem acuten geworden. Derselbe hat zugleich insoferne eine unS ganz unerwartete Wendung genommen, als bei dem Projekte der Predilbahn die Verwirklichung der unumgänglichen Bedingung, unter der wir für selbe eingestanden sind, sehr in die Ferne gerückt scheint. ES wird nämlich von gutunterrichteter Seite behauptet, daß mit Annahme veS Predil - Projektes nichts mehr und nichts weniger beabsichtiget werde, als die Fortführung der projektirten Linie bis Triest ins nnbe-bcstiinmte zu vertagen und damit den ersten Seeplatz der Monarchie des Vortheilcs einer zweiten Bahnverbindung mit seinem Hinterlande zu berauben. Man will sogar von Aeußerungeu maßgebender Persönlichkeiten wissen, welch- die Linien der Südbahn als dem Bedürfnisse von Triest völlig genügend hingestellt hätten. Da die Sache binnen kurzem im Reichsrate zur Behandlung kommen muß, wäre es in der That von Interesse, dieselbe einer allseiligen Klärung ent-gegenzusühren und den Beteiligten darüber Gewißheit zu verschaffen, daß mit der Predil-Linie nicht die Abhängigkeit des Triester Platzes von der Südbahn endgiltig sestgestellt werde." Wir können bei diesem Anlasse nur neuerdings betonen, fügt die »Tr. Ztg." hinzu, daß wir uns in dieser Angelegenheit ganz auf dem Standpunkte der triester Handelsvertretung befinden, welche wiederholt und mit aller Entschiedenheit erklärt hat, daß sie jede andere direkte und unabhängige Verbindung der Rudolfbahn mir Triest der nur bis Görz geführten Predilbahn vorziehen würde. — (Oesterreichifche Hochverräter in Straßburg.) Wie weit der Wahnwitz unserer national-klerikalen Partei geht, darüber liefert einen recht schlagenden Beweis der „Slov. Narod". Er erhebt nämlich die Anklage auf Hochverrat gegen die Pro-fefforen, die es gewagt, an der Eröffnungsfeier der Straßburger Universität theilzunehmen. Die von Wien, Graz, Prag, Innsbruck entsendeten Professoren sind Hochverräter, denn — man beachte die glänzende Beweisführung des flovenifchen Flachkopfes — der offenbare Zweck der Straßburger Universität sei ja die Germa-msirung der verwälfchten «nd undeutsch fühlenden Elfäßer und Lothringer; der Zweck der österreichischen Deutschen kann ja notwendiger Weise kein anderer sein, als die österreichischen Slaven ihrer Nationalität zu berauben ; darum sind sie Hochverräter, yuoä erst äewoostrLiiäLm. Man sieht, wie die Wut über das scheitern ihrer freiheitfeindlichen Bestrebungen bei unfern Klerikalen auch noch das bischen Denkver-mögen vollends eindämmert, oder ist eS die Angst, den Einfluß beim Volke, der sich aus keinerlei geistige Macht zu stützen vermag, gänzlich einzubüßen, was sie wieder einmal nach der Polizei schreien nnd Männer der Wissenschaft als Hochverräter denenziren läßt. Wenn diesem Gelichter die Theilnahme an der feierlichen Einweihung einer neuen Stätte der Wissenschaft als Hochverrat gilt, was war denn dann die Wallfahrt nach Moskau, die Memoranden und Bettelbriefe der Föderalistenführer an einen Napoleon, das zusammen-gehen mit den czechifchen Fundamentalpolitikern, Akten« dieben, Kosfuthbilndlern und Jesuiten? Wahrscheinlich nicht- als der reinste Patriotismus! — (Seltene Waldsamen aus Nordamerika.) Vor kurzem ist an da- wiener Ackerbauministerium eine Sendung des Agrikultur - Departement« in Washington gelangt, welche Samenproben von wehr als fünfzig, mitunter außerordentlich feltener Waldbaumsorten Nordamerika'S enthält, mit denen theils im botanischen Garten der Forstakavemie in Mariabrunn, theils im Wege der Abgabe kleinerer Partien an andere fachliche Institute und an die Landschulen im Küstenlande Anbauverfuche vorgcnom-men werden sollen. Eine Partie dieser Samenproben wurde auch dem k. ungarischen Ministerium für Hau-del, Industrie und Ackerbau zur Verfügung gestellt. Für die arme Witwe. Außer jenen milden Gaben, welche für die Witwe Aloisia Prohakka durch die Redaction des „Laib. Tagbl." bereits veröffentlicht wurden, sind noch folgende Beiträge eingeflossen: Ein Hanptmaun im Coliseum 10 kr., Pfarrer der evang. Gemeinde 80 kr., Fischer in der Sternallee SO kr., Frau Greorgovicz Klagenfurter-Vorstadt 30 kr., Franziskaner-Iloster 10 kr., Armcn-Vater Herr Gerber 20 kr, u»beka»»te Frau in Klagenfnrter-Vorstadt 1 fl., Telegraphen-Beamter 2 fl., von vier unbekannten Frauen 1 fl. 20 kr, Herr-Rab, Musikus, 50 kr., von drei unbekannten Damen 10 fl., von zwei Bewohnerinnen des Coliseum 8 fl. 65 kr. nebst Lebensmitteln einer unbekannte» Dame eine Tausdecke von Rosaatlas und zwei fcilic Leintücher. »°» der Familie Dreo in der Klagest»ter-Vorsiadt 1 fl. 20 >>, Wasche und Versprechen eines Beitrages siir das 20 Monate alte Kind, ,n einem dem Verwalter des Eoliseum von nnbekannlen Herrn übergebenen Brief, laut Angabe der Witwe Prohaska 2 fl., von Dobrrlet 1 fl., von den zwei Frauen Koßler in der Wienersiraße 1 fl. 20 kr., ein Hausherr in der Wicncrstraße 20 kr., von zwei Diciistniädchen des Herrn Lorenzi, Wicner-st^ve, 40 kr., Fra» Koßler, Bramncisterin in Schischka, 1 fl. 30 kr., Herr Zaugl 10 kr., eine Frau aus Graz 20 kr., zusammen 27 fl. 25 kr., ,„,d wird im Namen der Witwe den geehrten Spende», der n-ilrmste Dank ausgesprochen. Witterung. Laibach, 13. Mai. Trübe, kühl, abw.chselnd Regen. Schwacher Südwest. Wärme: Morgens 6 lihr -s- 9.3", nachmittags 2 I^r -i- 13.9" 6. (I.^l -j 18.9°; 1870 -j- 24.6".) «aro-meler im steigen 735.37 Millimeter. Das vorgestrige Ta-gesmittel der Warme f- IL.9", der gestrige 11.2° nm 0.2' und 2.2° unter dem Normale. Der vorgestrige Niederschlaci 2.05, der gestrige 14.40 Millimeter. Angekommene Fremde. Am 12. Mai. Graf Attenis, Lustthal. — «indes», Gutsbesitzer, Unterkrain. — Klier, k. k. Hauptmann, Klagenfnrt. — Moschee, k. k. Nenvaltungsrat, Graz. — Moschee, k. k. Adjunkt, Rann. — Deutsch, Kfm., Klaau. Glaß, Kfm., Wien. — Stern, Besitzer, Agram. — Cakel, Privat, Unterkrain. — Klika, Püvat, Nasseufuß. - Pavse, Priester, Ceruiverh. — Hirsch, Kfm, Wien. — Thaler, Cirknica. Müller, Verbovsko. — Delkot, Cirknica. — Horst und Hedenigg. Wien — Kreben, Klagensurt. — Klein, Kfm., und Gamsderg, Post-Sekretär, Trieft. — Proßenz, So^ licitator, Krainbnrg. — Königsberger, Kfm, und Frau Gebhardt, Wien. — Frl. Knmer, Turnegg. — Frl. Wi-siak, Wien. Gräfin Margheri mit Tochter, Unterkrain. — Flandrak und Glaser, Kaufleute, Wien. — Kornitzer, Moräutsch. — Dr. M. Bayer, Villach. — Burgthaller, Domschalle. Paulin, Beamte, Lusiupiccolo. Geischeg, St. Peter. — Maria Grill, Ungarn. — Doller, Wien. — Weiß, Reisender. Verstorbene. Den 1 1. Mai. Andreas KleZnik, Knecht, alt 61 Jahre, im Zivilspital an der allgemeinen Wasserkncht. — Herr Josef Gestrin, bürgl. Färbermristcr und Realitätenbesitzer, starb im 41 Lebensjahre, in der Polanavorstadt Nr. 19 an der Gehiriilijhmung Den 12. M a i. Johann Oblak, JnstilutSarmer, alt 36 Jahre, im VersorguugShause Nr. 5 an der Gehirulähmung. Gedenktafel über die am 15. Mai 1872 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb., Moveru'sche Real., Moverndorf, BÄ. Tscher-uembl. — 3. Feilb, Oberstar'fche Real., Slateuek, BG. Reisniz. — 2. Feilb., Petrovc'sche Real., Mitterdorf, BG. Oberlarbach. — 1. Feilb., Hwant'sche Real., St. Beit, BG. Wippach. — 1. Feilb. Ramovs'jcher Forderung Pr. 552 fl. 50 kr., BG. Laibach. Lottoziehnng vom 11. Mai. Triest: 28 27 7 4 58. GrilMk-Ausstellung vom österreichischen Kunstverein im (280—2) Aedouten-Sale von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends geöffnet. Entree 20 kr., au Soun- und Feiertagen 1« kr. Widerruf. Ich widerrufe hieinit die in der Nr. 105 abgcdruckte „Warnung" als auf einem Jrrtume beruhend, indem mir mein Schwiegersohn Franz Vidic »nd dessen Fra», meine Tochter, keinen Anlaß geben, an ihrer ordentlichen Vermö-gcnSgebaruug zu zweifeln. Laibach, am 10 Mai 1872. (288-2) /»««» -e ^ Die Raitzlei des Hof- und Gerichts-Advokaten . Vf. Xsil befindet sich von heute an auf dem A allen Markt Haus-Nr. 21 ^ im zweite» Stock (276—3) A im ehemals Wasserischen Hause. .............................. A " X Ehttubklndigung. Das „Laib. Tagblatt" Nr. l05 brachte eiue Auuonze unter dem Titel: Warnung und unter Nr. 107 einen Widerruf, beides meiue Persou betreffend und von Raviiilirib unterzeichnet. (293—1) Da ich jedoch mit dem bloßen Widerrufe mich nicht zufriedenstelle, so habe ich gegen knna sravnitii-ib L Lon8oi-ten die gerichtlichen Schritte durch meinen Vertreter Herrn 0,-. Narlsg einleiten lassen Vittii'. Z I-M-sMÜML L der I Aleidelmacher-Moziation! D ^ EndeSgefertigtcr erlaubt sich, dem x. t. Pu- K» bliknm sowie feine» geehrten Kunde» hiemit be- K. ^88 kannt zu mache», daß sich vom ly. Mai ange- 88^ fangen das Gcschäfislokale der Äleidermacher- Ko Assoziation in, H Dr. Pongratz'schen Hanse U ^ am Bxrgplatze ^ befindet, wohin alle geneigten Aufträge erbeten eW werden. (281- 3) Mit der Versicherung der steten solidesten und ^ billigsten Bedienung zeichnet sich 888 oM hochachtungsvoll ^ der Vorstand der Kleidermacher-Assoziatioii: Wiener Börse vom 11. Mai. Geld W-r-H«rc.»teme, öst.Pap. l ^0 84 so dw. d»o. öft.iiiSi!». 7, 00 72.— >»I« V°L IV54 . . . ^ »sie vou 188«, ganze lOL.so 10s.— ö»i« »UN 1880, Lrämieusch. v. >88« . 145.75 i48.— «t-t-rmark go.50 Sl.— ILruien, »rain a. » Lugar«. . S troat. u. Sta». b Liebtodlirg. . ü Llltl»» Kattonaldank . ünioa - B«nl . ireditanftalr 8S.7S 88 — 82.(0 »S.-84.- 85.-78.S0 ?9.- 8S4. - 8S8.-SV7.iL 3VI.SS »Sl.- »sr.sv s. S»c»m»re.Ä-s. M5 üoos Inglo-österr. «-»k . 815.50 216.- Oest. Bode«cred.-L. . ^7^.— S74.-Ocst. HVV->lh.-Baul .1 g8._ ivjj. Bteier. S«compr.-KI. z8r.- iiv». Aranko - «uftria . - lS8.- IL8.SV »ats. F«d..!»°rdd. . ns» !!»Sü Südbahn Ges-llfch. . lS8.L0 IU8.L0 «ais.LIil-d-tb «L»u. 25- . ürv.LO It-rl->!u»wi,^«ahn LSS SO »S8.— Siibknb. «ifenb»^» . >84.- I84.L0 kto-t»bahn. . . .S85 —S88 — »ats. granz-Ivscsob.. »ll - «I».-Fü»st.-Barclcr S.<«. l8i>.- lüv.-IIl«ld-isiui». «-H» . I8l.5g l8».- rk«u»ai»ri»r». «ati»a.ö.w.vert»«d. 9r.8L SS.— ll»g. Bob.-Sreditanst. So.— SU.so «llg.öst.vod.-Sredtt. l»s.«8 l»4.LS dt«. >-»Ü U.rück,. 8S.boj S«. Geld Ware Oefl. ^ SS.S« »6.- Südb.-Bes. zuSUUFr. llS.- tlS.ka dtv. Bon>>8pLt. —.- — Nordb. (loo ft. LM.) l02.7S loS.LS Si-b.-«.887 lLS.- lSS>— SiudolsSd.tSlXifl.ö.W.) S8.8i> S7.— IVI.üo 1vl.7S Lrcdit lvo st. ö. L>. lSS.SV^l««--' Lon.-DamPfsch.-Scs. ,ll >»» ft. SL!. Triefte» uiv ft. LW. dl», soft. ö.W. Oseuer . 4v st. ö.W. Salm . . 40 „ Palffy . . 40 ^ Llarv . ^ 40 ^ 4S E Mndischgrätz 80 ^ Waldstelll . 80 » «egievich . 10 „ Rudolsssttft. lOö.W. ^ug»d. LSI) fl. sildd.ro. Franks. 100 fl. . ^ ^ovdou 10 Ps. bterl. Par,« 100 yranc» MÜL,»,». Kats. Müvz.Ducateu. SO-KraucSstvü. . . -vereiu-thaler . . . «ilber. 9V.- 1L0.50 58.— 31.50 40.-L8.50 36.— 89.— 84. -8850 16- 14.50 55.80 55.80 113.35 44.60 5.38 9.08 168.50 111.- 99.50 181.50 59.-33.-41 — 89.— 38.-30.— 85.-83-17.-15 50 95.30 »S.S» »s.«r 14.'0 s.»» s.or >ss-: n» »r Telegrafischer Kursbericht der Filiale -rr Steiermark. Escomptebank i» Laibach« von der I. k. öffentlichen Börse in Wien am 13. Mai Schlüsse der Mittagsbörse, üperz. Metalliques mit Mai- »nd November-Zuil" 64.65. — üperz. National Anlehen 71 70. — 1860er Staa Anlehen 102.76. - Bankaktien 832. - Kredit 328.50.--Anglobauk 311.50. — Fraukobauk 307.—. — Lonwa 197. — Wechiilerbank 313-. - Baubank ^ London 113.65. — Silber 111.25. — K. k. .viuni-katen 5.41. — 20 s^rank-Ztiicke !>.l.^ , ________ Lruck vo« Jgv. v. Kl«i««ahr L 8ed. kambrrg in Laibach. Berlrger und für die Redaction verantwortlich: Otto mar «amberg