^56. ___________Freitag, 8. März 1895.___________________Jahrgang 114. Macher ganzjährig st, ,5, halbjährig st, 7'ÜO, Im «omptoll: """ Iterate bis .^«^.^'^ ssiir die Znstcllim«, s„« Hnu« «nmiahrln ft,- Insertlonsylbttr: Für » ^rilm Lü lr,, nrtlßcrs pcr Zeile s>c«n W!sbcrl>lllu„l,cü per Zeile 2 lr. D!c »Üalb, Zeit.» erlchelnt tüzlich, mit Nulnahme der T«nn> und Feleriane, Dle U>«lnlftr»tlo» befindet stch Congreftplah Nr, ll, die NtdactUm Vahnhofgllsse i>tr, 1ü. Lprechsllmben dei Nebiction von » bi« ll Uhr vormittag«. Unfrankierte Vriefe werben nicht angenommen, Manuscript? nicht zuriickaeftellt. Amtlicher Weil. Anordnung wird für weiland ^llrs n" 3° Höh" Alexis Michailowitsch. »°g den ? F" Island, die Hoftrau7r von Donners-Weich lnzl"?ö d. I. angefangen durch sechs Tage, gliche 5^ 5 ^^ ""l""d Seine kaiserliche und ^lbr7chtV.^ ben durchlauchtigsten Erzherzog y t bestchenden^Hoftrauer. getragen. shocks/' "."b k- Apostolische Majestät haben mit "llnne der n?^?"^ Diplome dem Garde-Haupt- ^iayer den A»!?c?^' Infanterie - Compagnie Franz den Adelstan^llergnädigst zu verleihen g?ruht. ^"hiichste/^,.^,. Apostolische Majestät haben mit ^den^ vom 2. März d. I. die 3"bla FZ. ^"nspectoren erster Classe Gustav N^denD^ ?/3?"r und Julius Iusa, 3^aus U^?r des Tnangulierungs- und Calcul- stören all«°n3>i s?' "^ öu Evidenzhaltungs-"uergncidlgst zu ernennen geruht. tz _________Plener m. p. ^ilchfter E^. ?p°stolische Majestät haben mit ^ftand der Weßung vom 24. Februar d. I. den Gemüse l?M- ^°" ^es technologischen W'bugo3tit"r " m''"' Negierungsrath Professor ^" der cheml^ "^^^^ ^m ordentlichen Pro. n^^niSn ^c^^"°logie organischer Stoffe an ""«" 3NM "^lchule in Wien allergnädigst zu er- ^ Vtadeyski m. p. UMter AsHli^°ltolische Majestät haben mit gierten ^'^"ehung vom 12. Februar d.I. dem ^ «ha 3tI"°^"he Ignaz Leder er den Titel "" Nachsicht ""gnädigst zu verleihen geruht. ^ Plener m. p. 3?^chst'/^ k Npyst^ische Majestät haben mit ?^n>erten^n^^bung vom 22 Februar d. I. dem ^ ^ r das "°?^^^bercomm.ssär Ignaz Klaus- Madigst 6°ldene Verdienstkreuz mit der Krone ^----^^"lechen geruht. Nichtamtlicher Oheil. l> Imkin^^"""!orm-Dcbatte. 3^'^les". ^i "uf die Steuerreform.Debalte schreibt "^ "it ber^ ,?"°^"ngen des Steuerausschuss.s. ^D..^ oensf... ^.^."^ G^ndlichleit und Ge- wissenhaftigteit geführt wurden, haben im Einvernehm-n mit der Regierung ein Wert geschaffen, das. weil es auf dem Boden des praktischen Bedürfnisses steht, weil in demselben die berechtigten Wünsche der einzeln?« Inten ssntenlreise die thnnlichsse und weitgehende Berücksichtigung finden, die Gewähr einer rationellen Reform von dauerhafter Structur in sich trägt. . . . Man darf daher mit Bestimmtheit erwarten, dass das bedeutungsvolle Werk diesmal zu einem glücklichen Abschlüsse gebracht werden und dass die laufende Legislaturperiode nicht nur die inaugurierte Währungsreform, sondern auch durch die beschlossene Reform der directen Personalsteuern ihre denkwürdige Signatur in den Annalen des österreichischen Parlamentarismus erhalten werde. — In der «Neuen freien Presse» heißt eS: Das Abgeordnetenhaus hat den besten Willen, die Steuerreform anzunehmen. Die coalierten Parteien sind einmüthig in der werkthätigen Unterstützung diess höchst wichtigen Gesetzes, da« in seiner jetzigen Gestalt au« einer Vereinbarung des Permanenzausschusses mit dem Herrn Finanzminister durch lange, mühevolle Arbeit entstanden ist. . . . Das österreichische Steuer« system soll nicht radical umgestürzt, sondern nur zeit-gemäß verbessert und nach den jetzigen socialen Bedürfnissen fortgebildet werden. — Das «Neue Wiener Tagblatt» sagt: Die Intentionen, von denen das Reformwerk ausgeht, sind durchaus löbliche, und niemand wird den ungeheuren Fortschritt verkennen, der in dem Zustand»kommen dieser Gesetzesvorlage liegen würde. Die Erwartungen der Bevölkerung in das Wirken der Coalition müssten wesentlich herabgedrückt werden, falls es nicht gelänge, diese Arbeit einem gedeihlichen Endergebnisse zuzuführen. — Das «Extra-blatt» bemerkt: Die neuen Steuerges^he bezwecken die längst ersehnte ausgleichende Gerechtigkeit zwischen reich und arm inbetreff der allgemeinen Steuerpflicht des Bürgers. Möge dieses Werk der Gerechtigkeit so bald als möglich zur segensreichen That werden. — Die «Oesterreichische Volt«-Zeitung» äußert sich folgendermaßen: Die Eoalitionsparteien und die Coalitions« Regierung haben das aufrichtige Bestreben, unter Zu» rückstellung der trennenden politischen Fragen sich womöglich der Durchberathung von wirtschaftlichen An« g legenheiten zuzuwenden. In erster Reihe figuriert da die S'euerreform. In diesem Punkte dürften sich wohl sämmtliche Parteien des Hauses begegnen, und darum ist die Hoffnung berechtigt, dass es gelingen dürste, endlich da« Reformwerk zum Abschlüsse zu bringen und so die gegenwärtige Sessionsperiode zu einer der fruchtbringendsten zu gestalten, ihr eine denkwürdige Sklle in der Geschichte des Parlamentarismus zu sichern._________________________________ Vom ostllsiatischen Kriegsschauplätze. Aus P'king berichtet man, dass Li»HungTschang von dort nach Tien»Tsin abgereist ist, um sich nach Japan zu begeben. Die japanische Regierung hat das Beglaubigung« Schreiben Li-Hung«Tschangs genehmigt. Wie der Londoner Berichterstatter des «Manchester Guardian» mittheilt, glaubt man in englischen Regierungskrisen, dass Li'Hung'Tschang ebensowenig Erfolg bei seinerFriedensmi!fion haben werde wie sine Vorgänger. Es scheint nämlich, als ob die Japaner zu dem Be« schlusse gekommen sind, dass China außer der Kriegsentschädigung Gebiet abtreten müsse. Korea kann nicht annectiert werden. Die Japaner b Häupten selbst, dass e« nicht von China abhänqig ist. Entscheidender aber ^iN die Thatsache, dass Russland Japan schon den Wink gegeben hat, dass es eine Veränderung der Zugehörigkeit Korea's nicht zugeben werde. Es gibt nur zwei Landstriche, welche sür Japan wünschenswert sind. Der eine umfasst einen Theil der Mandschurei, welchen es jetzt beseht hat, die Gegend zwijchm dem I^lu F'usse (der Grenze Korea's) und dem Liao Flxsse, wo New-Tichwang liegt. An der Spitze dieser Halbinsel befindet sich Port Arthur. Erhalten die Japaner Port Arthur, so beherrschen sie nicht nur das Gelbe Me?r, sondern es steht ihnen die Straße nach Peking offen. Die zweite Möglichkeit ist die Annexion Formosa's. Dieses ist von der See ous zu vertheidigen, liegt den vollsreichften Provinzen China's nahe und besitzt einige vortreffliche Häfen. Der Berichterstatter des «Manchester Guardian» setzt hinzu, dass er au« bester Quelle wisse, dajs China in keinem Falle einen Theil der Mandschurei oder Formosa abtreten »erde. Stelle Japan bisse For< derung, so werden die Chin-fm die Verhandlungen abbrechen und sehen, wie sie P king vertheidigen. In. zwischen rücken die Japaner immer weiter vor, und nun haben sie auch Nnhong-Tscheng, das auf dem Wkgr nach Mulden liegt, beseht. Politische Uebersicht. «aibach, 7. März DerWahlreformausschuss hat gestern eine kurze Sitzung gehalten, in welcher der Antrag der Iung-czechen, wonach die Verhandlungen des Subcomittt de« Wahlrefolmausschusse« als nicht vertraulich erklärt »er» den sollen, zur Discussion gelangte. Der Antrag wurde mit überwiegender Majorität abgelehnt. Die Appropriations - Debatte im ungarischen Abgeordnetenhause schleppt sich mühsam fort. Einerseits zieht die Opposition die Debatte ganz un-nöthigerweise hinaus und anderseits fürchtet sie wieder, Jeuisseton. Gewerbe und Leben. tÄ' Was^ns^^."'" "er Persönlichen Ausstattung qll^°hl eini,? hausliche Einrichtung betrifft, so U° c""d aem^.°^ "«'"" Erfahrung, welch be-ill ,. ^übliche VH/ ^hle und Sofas und et/""" N, ^"terwerlznlge von solchen mit Mickte^m/,,»?°den Rückenlehnen ü. s. w. un-^?"für. daf« « '^""" verfertigen können, allemal« u^'" «ns so oft total unzweckmäßige «5^ schicken, haben sie W^de sei ,.''?"lb.'a.ung. dass diese oder jene Art Reinwollten °w „„2 ^l)er. wmn wir .stil Men "en, dieselbe wohl oder übel gefallen lassen hätten wir etwas höchst Vn^ll ma« k s IW ^ in seiner eigenen Wol). kr w ""d Möali^s. Gelegenheiten doch zum alltäg- V""de haA^" bM^"en Gebrauche und nichl s«^e in ."', K^ ""'a.« will man daselbst H"chn " sich l di^^^^"°^n, bei deren Con- kH^ zur Kers^ U'" die einmal eingeführten ''"VN aeV'Uung "on geraden oder in einer gebogenen Vtücklehnen handelt, ob dieselben nun für die Passagiere bequem oder wahre Folterwerk, zeuge sind oder nicht. Einen sehr großen Theil zu uns.rem Wohlbefinden können auch die Architekten beitragen, indem sie uns — mit hoher Genehmigung ihrer Auftraggeber, womit es zuweilen hapert — Häuser bauen, in welchen wir genug Luft und Licht haben und bequem wohnen lönnn- die Vilderhändler, indem sie lieber schöne, den Geschmack veredelnde Originale anstatt miserabler Patzereien in Gold oder Bronze einrahmen lassen und die Maler. Photographen u. s. w. dadurch, dass sie lebenswahre Abbildungen unserer Verwandten, Freunde und Bekannten liefern. Alle Gewerbe, welche es pch zur Aufgabe machen, ihre Mitmenschen mit Speise und Trank, beziehungsweise Unterkunft, zu versorgen wie d e Hoteliers, Restaurateure. Wirte, Metzger. Backer. Milchhändler u.s.w.. sind natürlich erst recht imstande, uns durch Lieferung möalichst guter Waren zu erfrischen, zu erheitern und das Leben zu versüßen, namentlich wenn sie Conditoren oder Candyfabrikanten sind. ^ „, ... Ueber die höheren Genüsse des Lebens, nne tne uns von der Musik, dem Theater und anderen Künsten bereiteten liehe sich unendlich viel sagen, doch müssen w" uns heute damit begnügen, das Thema nur flüchtig ö" Die"mit Guttenbergs schwarzer Kunst zusammen« hängenden Gewerbe haben es ebenfalls in ihier Macht. uns fast alle Tonleitern des menschlichen Gefühls, und zwar von der höchsten Freude bis zum grimmigsten Aerger durchmachen zu lassen, je nachdem sie uns gute und erhebende, interessante oder gleichgiltige oder gar schlechte und gemeine Literatur liefern. Nicht den geringsten Platz unter den Tagesbedürf-nifsen des sin 6s »iöcw-Menschen nimmt seine gewohnte Aitung ein, und in dieser wieder eine oder mehrere Spalten, denen er eine besondere Aufmerksamkeit widmet. Der eine hat es auf den Kabelmeier gepackt, und wehe ihm, wenn er nicht tagtäglich gerade das bringt, was der betreffende Leser wünscht! Der andere schlägt zuerst die Local- und Vereins-Nachrichten auf, und doppelt wehe auf das Haupt des unglücklichen Bericht-erstatters. welcher einer Festlichkeit beigewohnt und den Namen des Abonnenten, der Mitglied irgend eines Co. mite's war oder auch das Fest nur durch seme Gegen» wart verherrlichte, nicht erwähnt hat. Es ist merl-würdig, wie viele Leute «solche Sachen nie lesen», dab« aber doch jeden einzelnen Namen kennen, der bei solchen Gelegenheiten im Druck erscheint. Am schlimmsten von allen fährt natürlich der Leitartikelmann. Trifft zufällig die Meinung des Blattes mit der des Lesers zusammen, ^o IM dieser ein behagl'chrs Brummen vernehmen und bemerk gnädig: «hm. ganz meine Ansicht und genau ^o, wie ich es Hon längst voraussagt habe. Der Mann hat Laibacher Zeitung Nr. 56. 462 8. März 1s^ das Ministerium Vanffy könnte glatt über die Früh« jahrss^ssion hinüberkommen. Der deutsche Reichstag setzte die Berathung über die Anträge der Abgeordneten Hammerstein und Liebermann betreffend die Einwanderung der Juden fort und verband damit den Bericht über dcn Antrag des Abg. Dr. Haß«? betreffend den Erwerb und Ver> lust der Staatsangehörigkeit. Dieser Antrag wünscht die Vorlage eines Gesetzentwurfes, welche diese Materie regelt, und fordert, dass im Gesetzentwürfe die Grundsähe einer Erschwerung des Verlustes der Reichs» und Staatsangehörigkeit sowie auch die Naturalisation der Fremden in Deutschland zur Geltung kommen sollen Abg. Dr. Haße begründete seinen Antrag und bemerkt»», er sei ein Gegner der Anträge Hammerstein und Liebermann und des Antisemitismus. Abg. Nicket wendet sich gegen den Antrag Haße. Abg. Hermes (Freifinnige Vollspartei) griff die Antisemiten unter großer Unruhe des Hauses kräftig an. Der Antisemitismus sei eine Schmach für Deutschland und schlimmer als die Socialdemokratie Abg.Schmidt'Elberfelo beantragte den Ueber« gang zur einfachen Tagesordnung über den Anirag Liebermann gegen die Einwanderung der Juden. Nach« dem Abg. Richter den Antrag Schmidt unterstützt und Abg. Förster denselben bekämpft hatte, wurde derselbe angenommen. Der Antrag auf Schluss der Debatte hinsichtlich der beiden anderen Anträge wurde abgelehnt. Nachdem Abg. Nhlwardt gesprochen, wurde die Debatte geschlossen. Nach einer Reihe erregter persönlicher Bemerkungen und den Schlussworten der Antragsteller wurde der Antrag Haße abgelehnt. Ueber den Antrag Hammerstein gegen die Einwanderung der Juden fand die namentliche Abstimmung statt, und wurde der« selbe mit 167 gegen 51. Stimmen gleichfalls abgelehnt. — Nächste Sitzung heute. Auf der Tagesordnung befindet sich der Militär.Etat. Die französische Regierung beschloss, falls der deutsche Reichstag die Erhöhung der Zuckerprämie beschließen sollte, eine entsprechende Erhöhung der Zuschlagstaxe auf ausländischen Zucker, eventuell eine Exportprämie auf französischen Zucker vorzuschlagen. — Der Präsident der Republik, Faure, wird in der nächsten Sitzung des obersten Kriegsrathes den Vorsitz führen. Die Agence Havas schreibt: Nach einem in De-putiertenkreisen circulierenden Gerüchte, welches wir auf seinen Wert zu prüfen nicht in der Lage sind, würde Kaiser Wilhelm infolge der Annahme der Einladung zur Theilnahme an den Kieltr Festlichkeiten seitens der französischen Regierung die Eröffnung des Nordostsee-canales um 8 bis 10 Tage verschieben. Als Grund hiefür nimmt man an, dass die maßgebenden deutschen Kreise ein Zusammentreffen der erwähnten Feier mit dem Jahrestage der Schlacht von Waterloo zu ver» meiden wünschen. Das «Journal Officiel» der französischen Regierung veröffentlicht ein Decret, demzufolge der Posten des Öberresidenten in Ton king aufgehoben und dem General-Gouverneur von Indochina ein Ge« neral'Secrelär bcigegeben wird. Der jetzige Resident von Tonking wurde zum General-Secretär ernannt. Aus Brüssel wird gemeldet: Der Entwurf zu einem neueu Gemeinde-Wahlgesetze für Belgien bezeichnet als Wähler die Senatswähler, die eine dreijährige An« sässigkeit in der Gemeinde nachweisen können, und ver» leiht eine Mehrstimme jedem 65 Jahre alten verheira» teten Bürger oder Witwer mit Kindern, wenn er an staatlicher Wohnungssteuer mindestens 5 Francs in Gemeinden bis 1000 Einwohner, 10 Francs in Gemeinden bis 10.000, 15 Francs in solchen bis 25.000, 20 Francs in Gemeinden über 25.000 Einwohner ent»! richtet. Eine zweite Mehrstimme erhält der Eigenthümer liegenden Gules von mindestens 150 Francs Catastral« Einkommen. Unter Vorbehalt dieser Bestimmungen regeln sich die übrigen Mehrstimmen nach dem Gesetze für die Senalswahlen bis zur Hüchstzahl von vier Stimmen. Die jetzigen Gemeinderäthe werden durch königlichen Erlass bis spätestens 15. November d. I. aufgelöst. Die Begründung theilt mit, dass Specialgesetze nach der Annahme der Vorlage die verhältnismäßige Vertretung an Stelle der bisherigen Stichwahlen fordern werden. Duschen aus Havannah zufolge wurde eine 200 Mann starke Insurgentenbande geschlagen. Andere Banden wurden zerstreut. Der Consul der Vereinigten Staaten meldet aus Panama, dass in Bocas del Toro Unruhen stattgefunden haben. Die Anwesenheit eines Kriegsschiffes sei nothwendig. Tagesnemgleiten. — (Bezug des Diphtherie-Heilserum« au« dem Auslande.) Auf Grund des Artikel« VI de« Iollgesthe« vom 25. Mai 1882 hat das l. k. Finanzministerium durch Verordnung vom 22. v. M. einver» nehmlich mit den l. k. Ministerien des Innern und des Handels sowie mit den betheiligten königlich ungarischen Ministerien bis auf weiteres verfügt, dass Sendungen von Diphtherie-Heilserum, welch?« im Sinne der Bestimmungen des alphabetischen Warenverzeichnisses zum Zoll« tarife al« «Impfstoff» nach T.'Nr. 64 zollfrei zu behandeln ist, von den Zollämtern nur im Falle des Bezuges aus den seitens des Ministeriums de« Innern als oberster Sanitäts'Behörde für zulässig bezeichneten Bezugsquellen für Apotheken, für wissenschaftliche Institute der medicinischen Facultiiten und für die das Oeffentlichleits« recht besitzenden Krankenanstalten mit Ausschluss jeder Mittelsperson abgefertigt werden dürfen. Insoweit es sich jedoch um den Bezug dieses Impfstoffe« für einen in den Ländern der ungarischen Krone gelegenen Ort handelt, hat die zollamtliche Abfertigung, beziehungsweise Anweisung, an ein königlich ungarisches Zollamt überdies noch bei Sendungen für Privat - Krankenanstalten und Municipien gleichfalls mit Nusfchluss jeder Mittelsperson stattzufinden. Hinsichtlich des directen Bezuges dieses Heilmittel« durch Aerzte oder Privatpersonen haben die Bestimmungen des 8 16 der Durchführungsvorschrift zum Zolltarife in Absicht auf den Bezug zubereiteter Arznei« waren aus dem Auslande sinngemäße Anwendung zu finden. Diese Verordnung, welche publiciert wurde, tritt mit dem Tage, an welchem dieselbe den Zollämtern be« lannt wird, in Kraft. — (Hochwasser in Ungarn.) Au« Temcsvär wird vom 6. März gemeldet: Der Damm des Morav'cza« Canales wurde bei Margita infolge mangelhafter Aufsicht von Seite der zur Rettung der Ortschaft angestellten öffentlichen Arbeitskräfte von frevlerischer Hand durch« stochen, wodurch die Besitzung Ladou^Tanya der holländischen Vckelbau'Gesfllschllst überflutet worden ist. Der Verzava-Canlll ist ausgetreten und hat die Montagsche Besitzung überschwemmt. Der Eisstoß steht bei der Eugen« Brücke. Die Sprengungen mit Dynamit haben sich bisher erfolglos erwiesen. Hier ist die Situation gefahrdrohend, umsomehr, als die Bevölkerung sich nirgends am Rettungs» werke belheiligtn will und erst durch Gendarmen requiriert werden muss. In mehreren Orten kamen bedrohliche Conflicte vor. Pas von hier über Werscheh an die gefährdeten Stellen beorderte Militär musste zurückkehren, da der Bahndamm bei Margita übeiflutet ist. Es wurde ! daher eine andere Milltär-Abtheilung über Vecslerel^ entsendet. — Nuf der Teme« stehen mehrere M'H und man befürchtet, dass im Laufe der Nocht °" ^ reren Slellen Katastrophen eintreten. R gierung«»^"' . Obergefpan von Molnär, Regulierungs-Director IaiM" und Strom-Ingenieur Endre sind Tag und Nach' der Leitung der Schuharbeiten beschäftigt. ^ — (Ein Delphln.) Im Volle von 3'"A W' vorgestern abends ein Delphin gefangen, der 1b" ^ gramm schwer und zweieinhalb Meter lang war. seltene Thier wurde in der Fischhalle zur Schau ° ^ - (Eine Iustificierung.) «u« W wirb vom 5. d. M. gemeldet: Der vierfache Rauv'« ^ Paul Franz wurde gestern gehenkt. Den stM" ^ gestrigen Tag verbrachte er in der ArmensiinderM andächtig-n Gebeten. Hierauf nahm er die «> sacramente und verabschiedete sich mit Thränen v°" '< Freunden. Nach ungestörtem Schlaf frlihstuclte er ^ und Vrot mit Appetit. Als er unter den, Galgen ^ verlas der Richter das Todesurlheil, welche« »<"" ^. St. Martin aus bestätigt war. Franz wollte ""«'^, verfasste Schrift vorlesen. Dies wurde ihm jedo^ .^, erlaubt. Scharfrichter Vali erfasste ihn und ban" ^ Hände und Füße zusammen, während der Ve" ^ leise vor sich sprach: «Ich empfehle meine Seele ^ Gnade Gottes. Jesu Christ, erbarme dich meiM ^ einigen Minuten war die Hinrichtung V^^«M große vor dem Gerlchtsgebäude angesammelte »"^lt menge kniete nieder, als die Todtenglocke die vou Strangulierung verkündete. < «ill — (Diphtheritis.) Wie dem 'b"°^ de< Abbazia gemeldet wird, ist da« dreijährige SM^ ^ Grasen Alexander «ndrassu nach kurzer 6""^ ^ storben. Die Aerzte verheimlichten die Todesul!^ ^, den Eltern, bis auch die Mutler de« Kindes uw^ verlennbaren Symptomen von Diphlheritis ^ ^ worauf die Familie die Wahrheit erfuhr. Die U^'' ^ vom Oberärzte des Fiumaner öffentlichen Kran" ^, Dr. Catti behandelt, welcher die Kranke M>t "«' ^ serum impfte. Die Gräfin wird von der Oe^? Gouverneurs von Fiume gepflegt. ^l«er^ — (Oberpräsiden tStollbera.)lt'" ^ dung der «Kreuzzeitung» zusolge bestäligt ^ l ' ^, Oberpräfident Etollberg seinen Abschied gen^h^ — (Gestrandeter Dampfer.) ^r ^ Dampfer «Friesland», welcher mit 150 T°«M ^ Newuorl nach Jaffa unterwegs war, strandete gange in den Hafen in Port'Said. ^k,lN>^! -(Unfall im Bergwerke.) W«Ae i^ wird berichtet: Bei der Einfahrt in ein «"" kamen am 6b. M. sieben Personen um« Leven-^ Local- und Provinzial-NachnchteN' Der Zuckerrübenbau in Unterkrai"' «on W. «. Bei der Generalversammlung der ». » y. ^ ichafts-Gesellschast in Treffen am 29. Nove" ^lB wurde dcr Veschluss gefasst, im Wirkungst"'! . ^K!" Filialen jener Gegenden Unterlrains, welche " ^^ führung des Zuckerrübenbaues zunächst »n 3"« ^ W dürften, «lclionscomit sinn zu schreiben, und den soll der Mensch lesen, da hört doch die Weltgeschichte auf! Kein Wunder, dass die Leute den Wisch nicht lesen, ich werde es auch nicht mehr thun» u. s. w. Am nächsten Tage liest er jedoch schon aus alter Gewohnheit «den Wisch» doch wieder, und wenn der Leitartikelmann Glück hat. d. h. etwas sagt, womit der betreffende Leser übereinstimmt, so ist wohl auch dcr Friede bald wieder hergestellt. Lieber Freund, der Tintensclave, der allen Leuten zu Dank schreibt, muss erst noch geboren werden! Um zum Schlüsse noch einmal auf das oben citierte Schiller'schc Wort zurückzukommen, so ist da8 Gewerbe tk-r Fraum wohl das wichtigst? von allen. Denn sie allein verstehen es, durch ihre Anmuth und Liebenswürdigkeit die Männer des Morgens in bester Sunmnmg und frischem Muthe in ihr Bureau. Ge< Nv.^V"^^" Arbeitsplatz zu schicken, und damit ^" ^Wr. sicherer und mit mehr genommen ^ °"" ^"" Frauenrechte zusam.nen- Alippsn. Roman aus der Gesellschaft von T. Tschürnau. (47. Fortsetzung.) «Verzeihung, meine Gnädigste, dass ich so dreist bin,» sagte er, sich verbeugend. «Ich gebe mich aber der Zuversicht hin, dass Sie nicht grausam genug sein werden, einen alten Bekannten abzuweisen.» Um des Dieners willen, der noch in Hörweite war, musste sie auf seinen scherzenden Ton eingehen. «Vielleicht wäre ich es doch gewesen,» sagte sie mit erzwungenem Lächeln, «da Sie mir indes keine Wahl lassen, so füge ich mich in das Unvermeidliche. Darf ich bitten?» Sie machte einige Schritte auf das Haus zu; dann, wie sich besinnend, blieb sie stehen. Es fiel ihr ein, dass sie sicherer vor seiner Leidenschaft war hier im Freien, in dem entlaubten Garten, den die Dienerschaft von den Souterrainräumen der Villa beinahe in seinem vollen Umfange überschauen tonnte. «Oder besser noch, b^leilen Sie mich auf meinem Spaziergange,» fügte sie hinzu, «ich habe ihn eben erst angetreten und möchte ihn nicht unterbrechen.» Sie sprach mit eigenthümlicher Hast, und das Bewusstsein, dass er sie vollkommen durchschaue, trieb ihr das Blut jäh ins Gesicht. «Wie Sie befehlen, Frau Baronin,» sagte er in kannte un ^ttt"' «mir ist jede Form recht, unter der S'e >" ., . für einige Minuten in Ihrer Nähe zu "" M^ Tessa Zähringen beugte den M"" schM zurück; sie zog mit beiden Händen c^geli s^l Seidentuch, das sie um die Schultern 9^ ^ '.«l fester über der Brust zusammen; .^ „„d ""'" ganzen Haltung der Ausdruck trotziger Abwehr. . ., ,„ b^ Noch einmal versuchte sie, die MM » M durch die Wisse, deren sie sich in den v ^ immer bedient hatte. . „ Oatt^^d «Es thut mir leid. dass Sie ""neli eN, .. antreffen,, sagte sie kalt, und in 'h"« ^t ^l dabei ein gebieterisches: «Zurück, lemen ^H^hles " Aber Strusa achtete des stummen " ^ mehr. Mattes'asM «Mein Besuch qalt nicht Ih"" "heißer^P er, «sich fo dicht zu ihr neigend, dass'ein / ^zte ihr Gesicht streifte, «er galt Ihnen! ^ ^ sprechen l» ^ dett/^eü Sie giengen, dem Hause abgewan^ ^0" gang entlang, an dessen Ende sie belnav ^ ^ """Tessa machte eine leicht/ von dem Prinzen entfernte; "" "l^ eB«" loderten ihre Augen aus dem M Gesichte. >^?. Zeitung Nr. 56. 463 8. März 1895. spreche» - .^? ^ ^ ^ll vorläufig nur von solchen M°en V^^" Vorhandensein der nö-ieb« «l^°"/«^"aungen bedeutende Vortheile in b"lei VM2n?^ Landwirtschaft erwachsen. An ttllärlick i«l«" ^" " nicht. Man sindet es also leicht den LMmÄ^. ""^ichlS so schwerer geilen, die über ""«sen n°ch ben7?^"^" lind. fleißig Umschau halten "ch. dass wir in 3^'"^^uellen, es ist ganz nalür-«Areale ^ I ' ?^^" b"^t die bereits vor Jahren °" die T«,«? ». " Errichtung einer guckcrfabrit wieder eixe Ncli^^. <"^ bringen und ventilieren, nachdem Untttlra n " ^»> '"^" b"^ die ins Leben getretene 3) N-. 5" ""lentlich gefördert erscheint, "dauernde ^ sind durch das Jahr für Jahr 3" den C r 3" iF'"7 W" so niedrig, dass man A°" Wemk» >n "bt mehr das Auslangen finden lann. lu erwlt..lsl °"^ viele Jahre hinaus nicht viel "°hl lilr jedermann die ^"! wnn ^ "°^ einträglicheren Culturen umzu-Stuben" """ ^°^" unter anderem auch die "lärlich a« ? °ü^"^ ^"' !° '^ das umso leich'er «'"täglich m ll Zuckerrübenbau an und für sich sehr ^ das Oo^ °"^ bon den günstigsten Consequenzcn ^"diez ab7r ^ " Landwirtschaft begleitet erscheint, °"der aan.-«^? deswegen, weil die neue Eisenbahn *"«" eNsse„^ "" Gegenden für eine höhere ^t G^runNinü °^" ^«, wie bereits erwähnt, ge-3?" ^Urd u" Zungen """ «"Hältnisse, welche bisher ^ " sich mit NaH!^ " b°n, Maße unterzogen wurden, ^"d« emMehlt sW °"^ ^° Wichtigkeit des Gegen- und Verhältnisse müssen "" ins Lel>pn ^? " ^'"- um das Unternehmen nicht ^liger M ,»/"'?' londern um es auch, was viel °"delt sich in ,"?lählg «halten zu lönnen. Penn es ." ilbthau^ ^" ^lle nicht darum, eine Zucker- Engten n ^" ""^en. sondern darum, der be-i?/ lebensi«^" Landwirtschaft durch helf«,, "^fähige üuckerfabrl« aufzu« ^" in diesem ^^."""verfammlung in Treffen er<^ "" schätzenswerte Arbeit au« 3"?' er nack ^' ^"bes E. Schlitz in Klagenfurt, durch 9«ll die dort '?«"w ?"s°lmationcn in Neudegg selbst ^"induftrie ?7 ^rhültnisse für die Errichtung einer V «"nftill d "l,°.. z"°r einer lleinen guckerfobril, als ""«' und VH^^«'^ des Bodens. Klimas, der « Nachdem .'^"""haltnisse «. W."""N Inters ^ Gegenstand wirklich von all- n in d ^r Rötung erscheint und nachdem man "berhaupt zu wenig zu A?°"lelbft s^/« l'ch. °b die gegebenen Verhält- E°? »"nstig '°?^tt" ^" «"»lenzenden Gebieten wirk- ^ lveiletlck^ ^°lf'" lind. um ohne Bedenken in der m k^isse u^ .7n7 ^" """" oder ob sich mit Vezug ä.,> «°ndw rt ^'" ""sichtigeres Vorgehen empfiehlt, '^ngrn zu l. "^ materiellen Verlusten und Vnt- » I« Will «^"' b^'^'ungm ^"7^^"' »um Theile an der Hand dcr ein °"che Neurt^s '"'' ^"h" «. Schuh in die die«, ^zugeh^ ^llung der vvlhandenen Verhältnisse näher Eine Localinduftrle in Neudegg mit einer Verarbeitung von 60- bis 60.000 y Rüben per Campagne dürfte heutzutage als aussichtslos zu betrachten sein, nachdem die Rentabilität einer derartigen Unternehmung von vornherein ausgeschlossen erscheint. Für eine normale lebensfähige Fabrik braucht man 3- bis 500.000 "^ "«men Sie mir zu sagen haben?, ir. ^nnig w r^°5 rauh und heiser. ? W°?uH"^ Sie mich, wieSie es thun? Neki°. 'e waren ^V ""^ die Antwort haben!» üch"lch1nach" doch d<,2 .^ l^. Ich wollte Ihnen Ül^t aan^, d°i unser Verkehr, wenn er sich V> N n ^7",^" lässt, doch nur ein ober-h°tck^""dfatzen ^V"d „ms. Ein Mann von Ehre !°H^abe'n^" ^^ '«ich erstanden und mir ge-Noz. ^tden Si. °« . dl"g.s verstanden mich nicht, ^zudrängen!. "°^"' ""^ ^" ^"^ ^"' !3^e"^ ohne sich zu regen; Knd a..? 3 ^^" feinen Augen, die düster zlvis^'cht dielen ^^"^3rau pichtet waren. brachte er H" nicht '^"'"»ebissenen 2'PPen hervo? «ich sie is/^l zw'?F"0e ihn nicht!» ^^8. lich ihm Mszusetzen?« ^gte si^.bl'g'i^ein^^^der dem Hause zu, aber l°'t d'^«Ü zu fol"" der Seitengänge ein und zwang 3.^eneH7' wenn sie nicht die Aufmerlsam- Kt'^"n,m a7°lt erregen wollte. ' """ hinter «" ^'^ Secunden lang neben ihr ewer Eoniferengrupppe, die sich wie eine grüne Wand zwischen das Haus und den Weg schob, blieb cr stehen. «Wissen Sie auch, Frau Baronm, dass Sie sehr, sehr unklug gehandelt haben?» hob er finster an. «Gerade die Art, in der Sie mich von der ersten Minute unseres Wiedersehens an behandelt haben, ist es, die mich zum Aeußersten gebracht hat. Wenn Sie mir mild und freundlich begegnet wären, wie Sie es bei unserem Scheiden thaten und wie ich es bei unserm Wiedersehen, das früher oder später doch erfolgen musste, mit Fug und Recht erwarten durfte, so würde ich mein Schweigen nie gebrochen haben. Ich lam hier. her mit den besten Vorsätzen. Der Anblick Ihres ehe-lichen Glückes, von dem man mir soviel erzählt hatte, sollte mir die Kraft geben, Ihnen zu entsagen. Nie wNrde ich gewagt haben, Ihren Frieden zu stören, wenn ich die Ueberzeugung gewonnen hätte, dass Sir glücklich sind. Aber, Varonm, da« sind Sie nicht!» «Mein Herr!» «Nein, Tessa, Sie sind es mcht! Warum hätten Sie sonst für nöthig befunden, sich mit diesem E>s-panzer zu umhüllen? Ich will es Ihnen sagen: We.l Sie sich fürchteten vor der Liebe, die dennoch in Ihnen wie in mir noch immer mächtig war. Mich haben Sie nicbt zu täuschen vermocht durch diese Kälte. Was Sie mir verwarn wollten, ist mir dadurch gerade zu einer Aiaen Ahnung und jetzt, jetzt zur Gewissheit geworden. Du liebst mich, Tessa, wie ich dich liebe, und we.l es w"s --er sprach hastig, sich überstürzend m rauhem Flüstertöne - «weil es so ist, darum müssen wir uns auch gehüren! Dein jetziges Leben ist eine Lüge, die. je eher, desto besser, ein Ende nimmt. Nicht, wenn du dich von Ralph scheidest, begehst du ein Verbrechen an ihm, sondern wenn du bei chm bleibst! Denle doch — sein Weib zu sein mit dem Bilde eines andern im Herzen! Es ist deiner unwürdig und eine Sünde an ihm! Sage ihm die volle Wahrheit: dass du redlich versucht hast, deine Pflicht zu thun, dass du es aber nicht langer kannst. Sein Stolz wird ihm helfm, die Enttäuschung zu überwinden. Nicht eine Stunde länger wird er ein Weib besitzen wollen, dessen Herz ihm nicht mehr gehört. Mach ein Ende, Tessa, nnd dann — dann komm mit mir in ein neues, göttliches Leben, in dem Glück, Liebe, Seligkeit unser warten!» Reglos, wie eine schöne Statue, hatte Tessa Zähringen ihm zugehört, aber jetzt, als er die Arme nach ihr aus-streckte, kam ihr plötzlich Leben und Bewegung zurück. So jäh, als habe eine Schlange sie gestochen, entzog sie sich seiner Berührung. «Ich meinen Gatten nicht lieben?» sagte sie, bebend vor Empörung. «Grenzenlos, über alle Maßen liebe ich ihn! Wenn er morgen stürbe, würde auch ich nicht mehr leben wollen. Seine Geistesgröße, alle die Eigenschaften, die ich an ihn bewundere, vor allem abrr seine unendliche Güte fesseln mich an ihn m,t Banden, die durch nichts zu lösen sind. Dennoch haben Sie recht, meine Kälte Ihnen gegenüber war Nothwehr. Die Erinnerung an das Einst, die ,ch stets wle eme aeheime Sünde gegen meinen Gatten empfunden yaoe, die Furcht vor Ihrer Leidenschaft raubten mir meine Ruhe und Sicherheit. Es gab Minuten, in denen ich dachte, dass ich Ihrer Leidenschaft nicht würde widerstehen können, dass der Nau^ch, dem ich damalb zu Ihrem und meinem Unheil beinahe nachgegeben Me. mich wieder erfassen tonne, daft ich — — Ö, lassen Sie mich schweigen davon, der blohe Gedank an eine solche Möglichkeit ist mir jchon eine hülle der Pein'.. (Formung sola» Laibacher Zeitung Nr. 56. 464 8. MärzM^ Gewaltthat ausgeschloss?n und da« Ueberheizen des Ofcns Schuld zu tragen. Der l, l. Staatsanwaltschaft wutde die Anzüge erstattet. —r. — (Ernennungen.) Se. Excellenz der Herr Iuftizminister hat den mit dem Titel und Charalter eines Landesgerichttrathes bekleideten Staatsanwalt'Subftituten Dr. «ndreas Ferjantic zum Landesgerichtsrathe bei dem Landesgerichte in Laibach und dcn mit dem Titel und Charakter eine« Landesgerichtsrathcs bekleideten Staatsanwalt'Subftituten Franz Trenz zum Landes' gerichtsrathe bei dem Kreisgerichte in Eilli und den mit dem Titel und Charakter eine« Landesgerichtsraihes be« Neideten Slaatsanwalt-SubsWutcn in Rudolsswert Johann Alerlj zum Landesgerichtsrathe bei dem Krlis-gerichte in Rudolfswert ernannt. — (Kirchliches.) Seine Excellenz der hoch« würdigste Herr Fürstbischof hat, damit das fchlechte Wetter und der anhaltende Schneefall abgewendet werde, allen Priestern seiner Diöcese angeordnet, bei der heiligen Messe an jedcm Tage. insofern« es die Rubriken gestatten, nach der gewöhnlichen orntio iinzieraw für den P?pst auch noch das Gebet «pro ^uaouhno ti'idulütiono» (inter oi-»tion63 äiv6r»a» 13) einzuschalten. Zugleich gestattete der hochwürdigste Fürstbischof, dass nächsten Sonntag in derselben Intention während einer halben Stunde das allelheiligfte Nltarssacrament ausgesetzt werde. * (Dache in stürz.) Aus Stein wird uns mitgetheilt: Am 2. d. M. abend« stürzte der Pachstuhl der dem Johann Leniel in Prevoje gehörigen Stallung in» folge Schneeschwere ein und begrub da« darin befindliche Vieh, zwei Kühe. zwei Kälber und sieben Schweine. Sämmtliche Thiere wurden gerettet, doch war ein Kalb so beschädigt, dass es dem Fleischhauer behufs Schlachtung übergeben werden musste. Der Schade wird mit 300 fl. beziffert. —r. — (Concert der «Glasbena Matica».) Die «Glasbena Matica. veranstaltet Montag den 11. März das zweite ordentliche Concert im Redouten« saale unter Leitung ihres Conccrtdirigenten Herrn M.Hubad, unter Mitwirkung des Herrn K. Hoffmcifter, Pianisten und Lehrers der «Glasbena Matica». des Damenchores der «Glasbcna Matica» und der Kapelle des 27. Inf.« Regmts, Das Programm lautet: 1.) Dr. Anton Dvorak: Symphonie in l)-äur für grohe« Orchester, op. NO, (^llsßro noil wnto. ^.ä»ßlo. Heliorxo. ^Ils^ro <'.on »pli-ito). 2.) Dr. Johannes Brahm«: Zwei dreistimmige Frauenchüre mit Begleitung zweier Hörner und Harfe. 3.)ll. Vendl: «Tambor», Männerchor mit Clatmrbeglei-tung. 4.) St. Pirnat: «^iost^ gemischler Chor. 5.) G. F. Händel: «Nlleluja!» gemischter Chor mit Orchefterbegleitung au« dem Oratorium «Messias». Au« sang um 8 Uhr abends. * (Deutsche« Theater.) Die zweite gestern ftattgesundene Aufführung der Operettennovität «Der Pr obelus«» war schwach besucht. Das muss lebhaft bedauert werben, denn es sind, wie wir schon gestern betont haben, alle Bedingungen vorhanden, die einen an« genehmen Theaterabend verbürgen. Abgesehen hievon, muss berücksichtigt werden, dass die Erwerbung, das Einstudieren und die Ausstattung von Operettennovitäten mit Mühe, Ieit und Geldlosten verbunden ist. Vielleicht würde sich der Vesuch bei mäßiger Herabsehung der Eintrittspreise besser gestalten. Um 7. März. Streit, Privat, Laibach. - V" !«n/^ Tschernembl. — Debeuc, Besitzer, Adelsberg. ^ ^„M»^ Händler, St. Nndreasberg, — Knavs, Bildhauer, ^.ßM Vreucio, Privatier, Spittal, — Derger, Marine-Caw. ^ Photograph; Haberfeld, Rsd., Wien. — Meruart. » ^ Nlageufurt, — Kulec, Brauercibesitzer, Tüffer. — ^" Privatier, Budapest. — Rudovic, Kfm., NgraM^^^-^ Verstorbene. ^5 A m 5). M ä r z. «alentiu Plehan. Hausbesitz"' M' Pelerssttaße «5, parzlynin eoräis. - Michael ^"M'AiM lehrer, 71 I., Kuhthal II. Schlagsluss. - l!"°b ,,. ^ Inwohnerin, lN I,, Polanastraße 18, organ. H"N^"',z> A m «.Mär z. Juliana Hubat. Sch"^ .^iM Tage, Glockengafse 7. Fraisen. - Antonia Ko'"'^ W^ controlors'Gatlin, 4? I., Fcldgasie 14, apoM'L M^ Friedrich Krec. Schneidergchilfc, 21 I., «"W^'«^"^,. Theresia Tomec, Hausbesitzers < Gattin, 70 I-, A,'«le, ^ Wassersucht. — Elisabeth Edle von IarokM, P""" Kuhthal II, Lebercntartuug. ^M,»?^^ GNswirtschastliches. ^. z.'llil«ch, «. März. Aus dem heutigen ^"M. chieuen: 1 Wagen mit Getreide uud 2 Wagen M" " ^ Dürchschnitts^Preise^^^^«:^ Mlt.° Mgz.. fi^^ st, ,li, fl,,lr, 57M"!^ WeizenprMeterctr. 7,— 7,60 Nutter pr.Kilo- ' ^. 4^ torn . 6^— «^50 Eier pr. Stück - > ^ il) .^ berste . 6 80 7^50 Milch pv. Liler.'ßi )afer » tt 20 6.50! Rindfleisch pr> ""° ,^ ?l» ^ oalbfrncht » - z-----------Kalbfleisch ' ^ ?^ ^ öeiben » 6 90 7 25 Schweinefte'sch ' ^44^^-Hirse . ? 25 ?!- Schöpsenfleisch ^ ^ ^ ^ Kukuruz » 7 - 7 40 Hähndel pr. S"'° l^ krbäpfel 100 Kilo 3 50-------Lauben ' 2^^ linsen pr. Heltolit. 15-----------Heu Pr. M.^W ' 19» ^ irbs^n » 12-----------Stroh ' ' ' ^^ Fisolen . 11-----------Holz, h°"es ?' 9^^^ Nindsschmalz Kilo 1— ,— Klafl" ^^^ 3chweineschmalz » — 66-------— weiches, ',,. .. ^-.^ Zpeck. frisch » - 56-------Wein,roth.,1"" ^'' ^> — geräuchert » — ^64-------— weiher^^^— Lottoziehung vom li. Miirz. ^.^ Prag: 21 32 26 ^-^-^ Metcoroloqilche Vcobachtuuj^u^>^z^ 7U.Mg7 7W 7 -7'4s O.schwacj ^B 7. 2 » N. 781 0 1-2 W. schwach h^ . „F 9 . Ab. 732 9 —30 W. schwach ^5"^ Meist bewöllt; eiuzelne Sonucnblicke. ^«^rNlO^^ er Temperatur —3-1". um b-4« unter dem^.^^,^v --------------------------------------------------^7^l77c>aN'>'^ ^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Oym ^' ^? Ritter von Wisschrad. ^^-ü^^< Danksagung. ^^., Fiir die vielen Beweise welche uns anlässlich der Kranlhe't >' ^ich'"'",! scheidens unserer innigstgcliebten lvatlw. ^r ^ weise Miltter, Schwiegen und Oroftn""' UtttomeKoba" k.l.Zollamtseontrolors^ttw ,,^ so vielseitig entgegengebracht zahlreiche Betheiligung am Leichc"^" ,« ,,M für die Blumenspenden sprcchc" '"" ^ herzlichsten Dank ans. Laibach am «. März 1^)5,, «aU»'^' ^ Die tranernde^a^ -^^««ng Nr. 5«, 46b 8, M«r, 1895, Course an der Wiener Börse vom 7. März 1895. «»«»»>> «iK«.» «««»bl»«. ,»k"°rfr.!s"'"^°"cm<)äl,r,. Gelb »«« Vom Ttaote znl Zahlung übernommene Vlsenb.'prior,» Obligationen. Ellsabelhbahu wo u. »000 M. sur »00 W. 4°/,..... «1 > I»» - «llsabethbahn, 400 u. 2000 Vl. 200 M. 4°/^..... l»tt 8" 127 Ü0 ssranz-Ioseph««., Vm. 1»8<, 4"/» 10050 101 50 Galizische Karl«Ludwia «ahn, /,"/<> 127-50 1ll»50 bto, bto, Silber 100 fl.. 4>/,"/„ 104'«0 105-40 dlo. Tlaatz-Olilia. (Ung, vnb.) V, I, 187«, l>"/„..... 1L5 40si. «W. 16L--INll — Theih.Meg..Losr 4"/„ 100 fl. . 1527b 15» 75 Grundentl.'Vbligalionen (für 100 fl, CM), b"/o galizischr...... -'- -'- 5"/° nicbcrostcrrcichlsche . , , 109-75 —-— 4"/„ lroatische >mb slavonische . 982Ü ---— 4"/„ ungarische (100 st, b.W,) . N« — 99'— Andere üssentl. Anlehen. Dona» Reg. Lole 5"/„, . . . 13»'?!» 1»< 75 dto. «nlelhr 1878 . . 1U8'40 10» 40 «nleben der Etadl Vbrz. , . N1 u2 - -— Unlcyci! b, Stabtaenieinbe Wien 107-10 108l>» «üleden d, Stadtnemeinbr Wien (CUber ober Volb) . . . , 13«'— 1»U 7b PrämienMül, d. Etadtam, Wien 175.— 17«-— Nüljcbllii «nlehe», verlost,. l>°/^ 102-35 10» 25 4"/« Kiainer Landes-Unlehen . —— — — «eld Wan Pslmdbri»s» (für 100 fl,). Vodci. allg. 0st. ln 50 I, vl,4°/<,». ll»8 - - l«4- bt». „ „ lnl»u „ 4V,«/„ --- -'- dto. „ „ in 50 „ 4°/„ »9-»0 100-70 dto. Pr«m,'<2chN>v, »«/„, I,est,.u,ig. Van! verl. 4'/,°/n - 100—100-80 dto. dto, „ 4«/» . . 100 30 I0I10 dto. dto, b0jllhl. 4°/« . . 100 80 101-10 Ep°rcasse,1.«st.,80I. b'/,«/»vl. 101-50 -'— Priorität». Gbligationen (für 100 si.). Ferdinand«-Norbbllhn ltm, 1886 100 30 10l'S0 Oelterr. Noidwrftbllhn . . . H8 —114 — Etaatsbahn....... 225 - 226b« Südbahn ^ »«/u..... 174-50 I?b-5l» dlo. ll 5°/<>..... 121 K0 <»2 — Ung..gallz. Bahn..... 110-Lü 11iLl> 4"/„ Unterlrainrr Nahncn , , «8-b0 99-— Diverse Kose (per Ltilcl). Bndapest.Vasilica (Domba») . 8 70 9 — Crcdlllose inn fl..... 1v9'b0 «l»0 50 «laiy.Lose 40 fi. LM. . . . Iw--- »0'— 4"/„L»oi!llli Dampssch. 1»0ss,'— PalffuLosc 40 st, CM, . .'>9's»0 60-5.1, Mullien Kreuz, vrst.Ves. v., 10 fi. I«'- «8fts> Molyen Kreuz, Una,Ges. v,, 5 fi. 1190 I»-30 Nudolpli, «lnglo^ett. »anl »00 fl. w°/,». l?« ?b ,73ü5 Vantoerein, Mener, 100 st. . 1b»-«0 1b» »0 V°dcl..«nst.,0tst„20ftfl,T.40°/, K»S- t>»1 - «Iidt.llnft, f. Hand, u, 160 fl, ,»t — »» »5 dto, dto. per Ultimo Stptbr. »9»'2b »«2-^b lieditbanl, «II«. UN«, 200fi. . 4«2-7ü 4«» ?b Deposltenbanl, «Ng,, 200 st. . 250 — wo »b lttcomptt'Ves., Ndröst., 500 fl. 842 — «48- Viro-u, Caslend., Wiener, 200fi. 308 — »1«-— Ht,p0-Dui.U°bent>acheriorbb. I000fl.ahn 200 fi, S. . . 897 50 898- Südlml!!, 200 st, S.....108 50 1U9'bU Südnorbb. Verb.-B. LNN fl.IM. 21N-— 12-Iramway'Ves..Wr.,17«fI. 0.W. 42l, — 428'- dto. ltm. 1887, »00 fi. . . . — —I — — Ii«nn»^««f.. «lteu« Vi., Vrio» ritü»».«lcrlen 100 st. ... ,<»-— i«>« ». Un«.Hal!z. «trsenb. 200fl. «wer «» — «,-^ Ung.Westb.(N<»ab^nu)«»<>fl.«l. «»? « «« b« »itnn LocA zndnstrl»»AeU«> (per stück). Vau»es., «llg. «ft., loo fi. . . »10-—,lO-5» Eaodier «llsen. und GtM.Inb. in Wien 100 fl..... 71 75 7,-75 Eisenbahnw.'Leiha., Erfte, 80 st. 1,0 — i»i » „ltlbemuhl", Papirrf. u. N. ». «'— »« — Liefinaer Nrauerei 100 fl. . . ,»«-— ,» — Vllmtan-Veselllch., Oeft. »alpint 84-«i 8l> — Präger ElseN'Inb.'Vef. 200 fi. ««? — «41^ Lal«ost.ln Wien, 100«. «4 — «<7 — Wazaon »«,! Dc„sschr Neichsbanlnoten . . »0 45 «0 zn Italienische «anlnoten ... 4S «0 4« 75 Papler.«ubel...... l'!»,?> l-32«» ""'trete» ,7^ den 9. März ^ U IN7 "5"' l'mch einer Er-. . von Z^"" I-Schnitzer. - Musil '°"2 halb 8 nk ^ "" ^^"uß. ^r- Ende vor 10 Uhr. ^ Uh«^'^°""'^rst.) Gerader Tan. ^^?" Prubekuls. (678) d_3 —______ Ä1 oaiok ^7 7namenJ^i ^emlje- 1 8> doatavil ¦ Januvarja 1895, e^u7^eniu skrbniku Jakobu :iJanuvarj^8n9° sodiSèe Vrhnika dne Vmdi«.""«, »ü u«,um bestallt V"^ dd»„ H°Ä«ich°" Grundbuch«. K"?' Me«k"«" '«'b, g, 475 »I Mnichl MW«« °m d^«'?^'^ üblichen Hak den' 5 A, di« ^^?°"u° p<-,°, 4b fl, M VaMcll. >«.z«^ Mürz 1895, K°?b«tt,. U^, tei d!e,em Gerichte ^digt. "NN Mavc von Dra^ca 'M?^^ ""bekannt' w° be- beV^bH^'"^ seinem Rechts- Hieben 's ^"irnng seiner Rechte ^^ru^Hricht Oberlaibach am mMm Mj« Bacon (Arnold Adamy) Specialfabrik für Centralheizungs- und Yentilations-Anlagen (931) Wien V., Hundsthurmerstr. 34. ia-1 Verlag von Ig. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Laibaob. __________ ---------------_--------------c^«s^»7>-----------------------........ Soeben erschienen: Handbuch der Gesetze und Verordnungen aber das Yolksschulwesen für Krain. Im Auftrage des k. k. Landesschulrathes für Krain herausgegeben von I>r. Ff. Heinz k. k. Becirkfl-Commiggftr. Groß-Octav, 790 Seilen, mit deutiohem and «lovenliohem Text. Preis in Ganzleinen gebunden Ö. W. fl. 3-—, mit Franco-Postzusendung ö. W. fl. 3'21. Ig. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Verlagsbuchhandlung (929) Laibac 1a. 3-1 Im Verlage der Buchhandlung JT. Oioutini 4m liaibaeli ist soeben erschienen die Broschüre: Abecedno in stvarno urejeni Register k deželnim zakonikom za vojvodino Kranjsko. Uredil josiP Oreöelc c. kr. okrajni komisar. (927) —#>j Oena 90 krajc. fr-— (791) 3-3 St. 1464. Razglas. Ker ni bilo k prvi eksekutivni dražbi Janezu Ljubièu iz Harij hL dö lastnega zemljisèa vlo*. «. 39 kat.oW. Harije-Soze dne 22. februvarja 1895 nobenega kupca, vrSila se bode dne 2 2. m area 18 9 5 druga eksekufivna dražba. C. kr. okrajno sodiäöe v II. Bistnci dne 22. februvarja 1895. (884) 3-2 Nr. 1365. Curatorsbestellung. Für die unbekannt wo in Amerika befindliche Maria Deutschmann von Warnberg Nr. 4 wird Herr Anton Zelezmt^Gemeinde-Secretar in Gottschee, zum Curator »cl ttclum bestellt und ihm der hicrgerichtliche Kostenadiustierungs-bescheid vom 20. November 1893, Z. 8174, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tjchernembl am 18. Februar 1895. A.iifgel>ot. Eb wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, dass 1.) der Ingenieur Gustav Adolf Zöllich, wohnhaft zu Laibach in Krain (Oesterreich), Sohn des Drechslermeisters Ferdinad Zöllich und dessen Ehefrau Marie, geborene Nagel, beide verstorben, ersterer zuletzt wohnhaft zu Reudnitz bei Leipzig, letztere zu Dresden ; 2.) und die Helene Katharine Gabriele Adler, wohnhaft zu Liegnitz, Tochter des Kaufmanns Adolf Adler und dessen Ehefrau Marie Auguste Bertha, geborene Enderlein, beide verstorben, zuletzt hier wohnhaft gewesen, die Ehe miteinander eingehen wollen. Die Bekanntmachung des Aufgebotß hat in Liegnitz und durch Inserierung in einer der in Laibach erscheinenden gelegensten Zeitung zu geschehen. (926) LUfnltz am 4. März 1895. Der Standesbeamte: in Vertretung 8ohlnaan m. p. (838) 3—3 St. 689, 909, 1062, 1170, 1171, 1187. Razglas. Na tožbe: 1.) Marije Derganc iz Vrtaö SL 8 po pooblaäöencu Martinu Dergancu iz Strekljevca proti Antonu Dergancu iz Vrtaè št. 3 zaradi 480 gold, b pr.; 2.) Janeza Pluta iz Sodjega Vrha 6t. 14 proti Jožetu Plutu iz Sodjega Vrha zaradi 500 gold, s pr; 3.) ml. Marije Šuklje iz Buäinje Vasi po varuhu Martinu Sukljeju iz Bereèe Vasi st. 16 proti Markotu Kra-äovcu iz Buäinje Vasi radi priznanja lastnine s pr.; 4.) Neže Skala iz Sodjega Vrha St. 4 proti Jožetu Plutu iz Sodjega Vrha St. 6 radi 220 gold, s pr.; 5.) Jakoba Mauca iz Sodjega Vrha St. 11 po pooblasèencu Jožetu Starihi iz Osojnika St. 19 proti Joželu Plutu iz Sodjega Vrha St. 14 radi 365 gold, in 6.) Marije Ogulin z Hriba pri Ce-roveu St. 2 proti Matiji Ogulinu ss Hriba pri Cerovcu St. 1 radi laslnine s pr. doloöuje se dan na 22. marca 1896, dopoldne ob 9. uri, pri tem sodisöi, in to ad 1 do 5 v sumarnem in ad 6 v uslnem postopanji. Radi neznanega bivalisCa toženih postavili so se njim skrbniki na öin, in sicer ad 1 in 6 Janez Ivanetiö iz Vrtaè, ad 2 Matija lvec, ad 4 in 5 Janez Plut iz Sodjega Vrha 6t. 14 in ad 3 Martin Dragovan iz Lokvice ter so se njim vro&li doüfcni prepisi iožeb. G. kr. okrajno sodi&èe v Metliki dne 19. februvarja 1895.