^I^-________________Montag, 31. Oktober 1»«?. 106. Jahrgang. Mlbacher Zeitung. »"»law. ?, ?? k""' ""t P°ft«e,lenbun,: «««»jährig fi, 15. halbjährl« sl. 7,»o. Im » beftnbkt fich Nahnh°l„°Ne ib. b<« M«>»«ion wienerftrah« '^, - Nn,«n,lnte «rit,t »erben nicht angenommen und Manuscript« nichl zurüsßvftelll. ^^^es h. Feiertages wessen erscheint die nächste stummer am Mittwoch den 2. November. Mit 1. November brennt m, neues Abonnement ans die Laibacher Zeitung. bleib-« Prä numerations - Bedingungen " unverändert und betragen: "Nr die Versendung mittelst Post: Mzjährig.....15 st. — kr. Mlbjährig.....7 , 50 . vierteljährig.....3 . 75 . Monatlich '..... 1 » 25 » Für Laib ach: ganzjährig.....11 st. — kr. halbjährig.....5 . 50 » vierteljährig.....2 . 75 » Ulonatlich '.....__ » 92 . 3"r die Zustellung ins Haus per Jahr 1 st. PränumeraiionS'Veträge »vollen Porto-»«gesendet werden. v. Rleimnayr K ^ed. Vamberg. Amtlicher Hheil. WeMckster E«^l Apostolische Majestät haben mit "rryocy^er Entschließung vom 24 Oktober k <> kpn, __________ Taaffe m. p. L.« ^' k. und l. Apostolische Majestät haben dem ^nceptspraktikanten bei der Statthalterei in Steier-i'"? Vmmch Grafen Stürgkh die Kämmererswürde ^e» allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Weil. Bulgarien. d°n^"s. ^" letzten Tagen sind wiederholt Berichte s^Mt ^ " üb" Bulgarien citiert worden, die alle-^^ oer Regier.ing ^.Z ^sten Ferdinand ein gün« stiges Prognostikon stellen. Staatsmänner verschiedener Nationalität, die in Bulgarien sich aufgehalten und die Verhältnisse daselbst studiert haben, resümieren ihre Wahrnehmungen dahin, dass das Volk dem gegenwärtigen Regime gut gesinnt sei und dass, wenn nicht eine Störung von außen komme, die Herrschaft des Fürsten Ferdinand in naher Zeit consolidiert sein werde. Es soll nicht entschieden werden, ob diesen Berichten unbedingt zu trauen ist. Die betreffenden Politiker meinen es mit ihren Aussprüchen gewiss ganz auf. richtig, und es ist nicht zu zweifeln, dass ihre Eindrücke sie zu dl'll Aeußerungen, die sie gemacht haben, vollständig berechtigen. Allein bei den Zuständen in Bulgarien, bei den complicierteu Verhältnissen, die da» selbst herrscheu, ist es selbst dem Eingeweihtesten schwer, ein Prognostikon für die nächste Zukunft zu stellen, umsomehr einem Fremden, der sein Urtheil nur auf flüchtige Beobachtungen und auf oberflächliche Wahr-uehmungen zu stützeu vermag. Gewiss ist es der Wunsch aller europäischen Friedensfreunde, dass die Bulgaren endlich die Ruhe finden mögen, nach der sie sich sehr sehne», und die ihnen nach der wackern Haltung, die sie bekunden, wohl zu gönnen ist. Allein ob der gegenwärtige Zustand schon die Eignung in sich hat, sich als dauernd zu etablieren, ob die Dynastie Eoburg Aussicht hat, für alle Zeiten sich in Bulgarien festzusetzen, und ob das Regime der absoluten Autonomie und des gespannten Verhältnisses zu Russland für Jahre hinaus möglich und denkbar, das ist eine andere Frage, die niemand, der seine Worte qenau nimmt, mit einem bedingungslosen Ja beantworten könnte. Vorläufig, das steht so ziemlich außcr Zweifel, haben die Bulgaren von außen keinerlei Intervention zu befürchten. Die Mehrzahl der Mächte ist froh. in dieser Richtung sich nicht bloß jeder Action, sondern auch jeder Meinungs'Aeußerung enthalten zu können. Die einzige Macht, die es auf ein positives Eingreifen abgesehen, Russland nämlich, hält gegenwärtig den Moment der Intervention noch nicht gekommen. Von ""er russischen Occupation Bulgariens ist für jetzt wenigstens keine Rede. A»ch vor einer übermäßigen wnnMung seitens der Türkei brauchen die Bulgaren reme Sorge zu empfinden. Der Padischah hat kein Verlangen nach einer solchen Action, und er fürchtet, vielleicht mcht mit Unrecht, das« wenn er zur Geltend-machuug semer Suzcrämtätsrechte eine Action einleitet, er damit d,e Geschäfte anderer verrichten und über die Türkei nur Unheil heraufbeschwören würde. Fur den Moment also sind die Bulaarcn von den Mächten ganz unbehelligt, sie sind sich selbst überlassen, und alles, was sie thun oder zu thun unterlassen, kommt auf ihre eigene Rechnung, auf ihre eigene Verantwortung. Es wäre jedoch kühn zu behaupten, dass es immer so bleiben werde. Man darf nicht übersehen, dass Russland seine Rechnung mit Bulgarien durchaus nicht als abgeschlossen betrachtet. Die russische Politik hat sich immer als eine sehr zähe erwiesen. Sie gibt nicht leicht auf, was sie einmal errungen hat. Bulga-rien war schon einmal unter der Herrschaft Russlande. Russische Officiere haben die bulgarische Armee befeh. ligt, ein russischer Kriegsminister hat die Verwaltung aller militärischen Kräfte Bulgariens nach den Befchlen. die er aus Petersburg empfangen, besorgt. Russische Consuln und Agenten waren in Bulgarien allmächtig. Das Mindeste, was man in Petersburg verlangen wird, wird dies sein, dass dieser Zustand, der gegen den Berliner Vertrag nicht verstoßen kann, weil er ja zur Zeit der Geltung des Berliner Vertrages in Wirksamkeit war, wieder hergestellt werde. Je länger die Rechnung offen bleibt, desto mchr wird Russland naturgemäß seine Ansprüche erhöhen. So glatt wie die Bulgaren sich's denken und wie die Freunde des Fürsten Ferdinand es träumen mögen, wird die Sache unter leinen Umständen verlaufen. Früher oder später wird Russland den Tag der Auseinandersetzung gekommen erachten und dann wird es auch seine Rechnung präsentieren. Dass sie nicht ignoriert werden wird, dafür spricht die Macht Russlands und das Vrr» hällnis der Kräfte beider Staaten. Wenn es zwischen Russland und Bulgarien zu einem ernsten Conflicte kommt, so kann cs gar keinem Zweifel unterliegen, wrr als Sieger ans demselben heoorgchen wird. Allerdings müsste Russland sich Mäßigung und Reserve auferlegen, damit bei der Entscheidung der Frage nicht noch andere Factoren außer Russland zu Worte kommen. Das sind Ideen, die weit über den Moment hin-ausgreifen. die jedoch im Laufe der Zeiten sicherlich einmal Actualität erlangen werden. Wer sie ernst in Erwägung zieht, der muss von selbst auf dcn Geballten kommen, das» man sich durch die scheinbare Ruhe. die gegenwärtig in Bulgarien herrscht, nicht täuschen lasftn dürse über die Gefahren, die dem Lande noch bevor-stehen, nicht täuschen über die Kämpfe, die noch durchzumachen fein werden, ehe man davon wird sprechen können, dass in Bulgarien ein wirklich consolidiertcs und dauerndes Regime etabliert sei. Feuilleton. Allerseelen. M ob ^"r,g fährt der Wind durch den Strauch, ^llgkll ra..?""'' — ach! ob der Herstwino in diesen M ll^ ^ über Stadt und Land hinwegfegt, ob er seidene,,'^nenwarm die Blumen küsst, die vom be. .'"^etra^n "bche" bi« zum reichsten Kranze zusam-^r von ^'werden, "«' lallen Steinen eincn Schim. . bsita^ b"l 5" verleihen, immer sind es traurige '"/Her w^" denen man das Fest der Todten feiert. In . r bellaa.n 'k wlr uns mit ihnen beschäftigen, ob wir 3> Gerten yl <2 s" das volle Glück uicht erlebt, die ^ "sch ""ha'ltmss'', die herangewachsenen Kinder Mt fHs.'.' ?" Unternehmungen, die sie begründeten, ^pfillduiia k ^"' ^" "b '"" '" "^ schlnelzlichrrer s^gen „^ .bal Haupt ans ein theures Grab nieder. « bar« ^1 Vorsehung danken, die seinen Insassen ^ti^rreif^ " schweres Leid erfuhr, immer ist lbhof ,..^"d. das warme Empfinden auf einen . Gz ?" tragen. " l<3 b"s nass^" in der Menschennatur begründet. G?^b "no bntt ^ "°" dem Hügel am Boden ver. derw ""'s es « "° emporblickt zu jenen Höhen, deren EtH das« >>5« t.ä" ahnen, nicht zu durchschauen ^l,, !> rinn« >"Fk ^""th dem Endlichen und 9"t welker. Na.in!'"'^' Unsterbliche« gegen überseht. ' hoch civz ?'^ "" vorchristlichen Zeitalter so "1 "v'l.slerte und neuzeitig gebildete Geist r begegnen sich in dem gleichen Verlangen, einen Fort. bestand seelischen Leben« nach dem Aufhören des Zeit« lichen bestätigt zu sehen. Die Begriffe der Seelenwanderung bei den Buddhisten, das Walhall der Germanen, die Freuden, die Mu'hamed seinen Jüngern versprach, endlich die trostreichen Verheißungen des Christenthums, sie alle entsprechen diesrr tief in der Meuschenbrust wohnenden Sehnsncht. Das Iudenthmn in d.il ersten Büchern seiner heiligen Geschichte deutet nicht daranf hin; die Patriarchen und Josef sterbe!., sie gehen zu ihren Vätern ein. und ?« bleibt nicht« Geistige« von ihnen, als da« kostbare Erbe des Bunde), den sie mit dem Ewigen geschlossen, der sich au Kindern und Kindeskindcrn bis in das vierzigste Glied erfüllen soll. Erst die Psalmisten weisen schwach andeutend auf ein Etwas hin. das jenseits ulles Zeitlichen liegt; na-mentlich ist dies im 2!j. Psalm in rührender Weise ausgedrückt, wo das Sterben nur als eine Heimkehr iu das Hans des Ewigen für die Dancr der Zeiten gedeutet wird. Ueber diese Dauer hinaus ahnt man die Unsterblichkeit. Eine Fulge des GcdantVn« an eine Fortdauer nach dem Tode war der Begriff von Lohn und Strafe, von Ersatz für Entbehren und Dulden in einem Reiche, wo die Gerechten nnd Ungerechten geschieden werden sollttn. Wir Modernen, deneu des Tages Haft so sehr das Leben verkümmert, wollen freilich davon nichts wlfscn. «Nur Ruhe such' ich. Schlaf und Frieden.» sagt eiu heimischer Dichter, und ein anderer unserer Heimatögenossen neidet den Todten drn Frieden, der ihnen geworden, «doch ach, sie wissen es nicht.» Woher rührt es wohl, dass die zwei in der Meuschenbrust wurzelnden Antriebe, einerseits der starren Ruhe des Todes eine beruhigende Anschauung inneren Zusammenhanges mit den Gestorbenen entgegenzusehen, anderseits für die eigene Rast und Hast keine sicherere Panacee zu ersehnen, als eben dieses endlose Aus» ruhen, sich ewig begegnen? Liegt es in dem französischen Axiom, dass wir immer genug Seelenstärke habrn, die Leiden anderer zu ertragen, dass wir also den Vorangegangenen gern aufbürden möchten, was wir für uns nicht als wünschenswert annehmen? Nein, der Zwiespalt dieser Empfindungen liegt anderswo; vor allem ist er in dem Gegensatze heißen Wünschrns und kühlen Denkens begründet, und in zweiter Rt'ihe in der Ueberzeugung, das« unsere Generation schwerer trägt als die frühere, härter arbeitet und am Abende ihres Lt'bms müder jenem Schlafe in die Arme sinkt, V,)U dem si? wmigstcns sich kein Erwachen wünscht. Die da unten ruhen, auch sie haben Leid. Entbehren gekannt, auch an ihrem Laa/r hat die Sc.rqe a/wacht und hat sie auf dem Ritte begleitet, unsichtbar ihr Rofs anspornend; die Verhältnisse aber sind einfacher gelegen für sie als für uns. Die Männer waren politisch eingeengt, aber sie rieben sich uicht auf in einem jahrelangen, anssichtslosen Kampfe; der Erw.rb war leichter zu finden in stetiger Arbeit, die beglückend auf das Haus wirkte, es vor jähen Uebrrgängen bewahrend, während cs jetzt so selten vorkommt. daH sich der Urbergang von arm zu reich anders vollzieht, als in nervenzerstöreuder Ueberreiztheit. Die Künstler in stillerem Schassen sahen ihre Lorbeeren langsam ^llidachn Hrituna 3tl. 248. 2030 31. Oktober 188?. Empfang der Delegationen. (Original'Telegramm.) Wien, 29. Oktober. Heute hat in der Hofburg der Empfang beider Delegationen durch Se. Majestät den Kaiser stattgefunden. Aus den Worten, mit welchen der Monarch die Ansprachen der Delegations - Präsidenten beantwortete, werden die Voller beider Neichshälften zu ihrer lebhaften und freudigen Befriedigung entnehmen, dafs die Beziehungen der Monarchie zu den auswärtigen Mächten fortdauernd günstige und erfreuliche find und dass fomit nach aller menschlichen Voraussicht die Erhaltung des Friedens auch fernerhin verbürgt erscheint. Bei dem um 1 Uhr mittags stattgefundenen Empfang der österreichischen Delegation richtete der Präsident, Graf Revertera, folgende Ansprache an Se. Majestät: «Eure Majestät! Allerdurchlauchtigster Kaiser! Aller-gnädigster Herr! Die lion beiden Häusern des Reichsrathes entsendete Delegation ist dem Allerhöchsten Befehle gemäß zusammengetreten, um die Mittheilungen der gemeinsamen Regierung zu vernehmen, ihre Vorlagen zu prüfen und verfassungsmäßig zu erledigen. Sie erkennt es als ihre patriotische Pflicht, der Regierung Eurer Majestät die Mittel zu bewilligen, damit, wie immer sich die auswärtigen Verhältnisse gestalten mögen, die Machtstellung des Reiches keine Einbuße erleide. Sie wird namentlich den Bedürfnissen der gemeinsamen Armee und Flotte ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden und gewifs gerne bereit sein, für die Schlagfertigteit derselben jedes Opfer zu bringen, welches nicht über die Leistungsfähigkeit der dem Throne mit treuer Liebe anhängenden Bevölkerungen hinausgreift. So tief auch das Friedensbedürfnis in aller Herzen wurzelt und so lebhaft ganz Oesterreich Eurer Majestät dafür dankt, ihm den Frieden durch eine Reihe von Jahren unter drohenden Umständen erhalten zu haben, kann sich doch niemand verhehlen, wie bedenklich es wäre, von den allerwärts mit fieberhafter Eile betriebenen Rüstungen überflügelt zu werden. Die Delegation des Reichsrathes hält sich denn auch für versichert, dass ihr die Billigung aller loyalen Oesterreicher nicht fehlen kann, wenn sie die gemeinsame Reichsregierung darin unterstützt, an dem Werke des Friedens mit dem Bewusstsein fortzuarbeiten, dass ihr im Bedarfsfälle auch die Machtmittel nicht fehlen würden, um die Rechte der Monarchie nachdrücklich zur Geltung zu bringen. Unerschütterlich fest vertrauend auf die Weisheit und Kraft Eurer k. und k. Majestät bitten wir Gott, dass er Allerhöchstdieselben schütze und erhalte zum Heile der unter Ihrem Scepter vereinigten Völker.» Se. Majestät der Kaiser erwiderte hierauf Folgendes: «Ich danke Ihnen für die Versicherungen treuer Ergebenheit, die Sie Mir soeben ausgesprochen haben. Dieselben gereichen Mir stets zur aufrichtigen Freude. Mit Befriedigung kann Ich darauf hinweisen, dass die auswärtigen Beziehungen der Monarchie unverändert günstige und erfreuliche sind und dass die beharrlich von Meiner Regierung verfolgte Politik, welche die Erhaltung des Friedens und des auf den Verträgen beruhenden Rechts,;ustandes anstrebt, nicht nur Anerkennung, sondern auch gewichtige Unterstützung findet. Die bulgarische Frage ist zu Meinem Bedauern noch nicht zu ihrem Abschlüsse gelangt; doch gebe Ich Mich gerne der Hoffnung hin, dafs die« selbe auch fernerhin ihren localen Charakter bewahren und schließlich in einer Weise gelöst werden wild, welche die zulässigen Wünsche der Bulgaren mit den europäischen Verträgen und Interessen in Einklang bringt. Wenn auch Europa fortdauernd von dem Gefühle der Unsicherheit beherrscht wird und dies Meine Regierung zwingt, in ihrer Fürsorge für die Wehrkraft der Monarchie fich nicht überflügeln zu lassen, so ist doch die Annahme berechtigt, dass die eifrigen Vemühun» gen und das enge Zusammenschließen der für die Erhaltung des Friedens eintretenden Mächte eine Störung desselben auch ferner hilllanhalten werden. Dank Ihrer patriotifchen Opferwilligst, tonnte im laufenden Jahre die Neubewaffnung des Heeres beginnen. Zur Furtsetzung derselben wird Meine Kriegsverwaltung die für das künftige Jahr erforderlichen Mittel in erhöhtem Maße in Anspruch nehmen müssen, wogegen sie bemüht war, diese Mehrforderung durch die zulässige'» administrativen Maßregeln möglichst herabzumindern. Die Auslagen der Verwaltung Bosniens und der Hercegovina werden auch in dief, m Jahre ausschließlich aus den eigenen Einkünften dieser Länder gedeckt, wie auch diesmal eine weitere Herabminderung des für die Truppen in Bosnien und der Hercegovina erforderlichen Credits in Aussicht genommen ist. Uebcrzeugt, dass Sie an die Prüfung der Ihnen zugehenden Vorlagen mit bewährter Einsicht und patriotischem Eifer herantreten, wünsche Ich Ihren Arbeiten gedeihlichen Erfolg und heiße Sie herzlich willkommen.» Die Rede Sr. Majestät wurde an mehreren Stellen, insbesondere an jenen, in welchen er auf die Erhaltung des Friedens hinwies, mit lebhaftem Beifalle aufgenommen. Politische Ueberllcht. (Zur Lage.) In einer Wiener Depesche der altczechischen Organe wird die Beilegung des Conflic-tcs mit folgenden Worten erklärt: «Wenn der Aesky Klub seinen Beschluss unter Rücksichtnahme der Erklä. rung der Regierung, dass sie die Verhandlungen fort» sehen wolle, sowie unter Rücksichtnahme auf den ein» müthigen Wunsch der Majorität gefasst hat, so hat dieser Entschluss eine schöne Frucht getragen: die So« lidarität der Majorität hat eine schöne Hoffnung auf Erfüllung unserer Wünsche gezeitigt.» — Die «Po« litik» erklärt, eine entsprechende Vertretung der deutschen Minorität im Präger Stadtverordueten-Collegium zu wünsch^,, aber es sei den Deutschen nicht Gelegen-heit zu geben, dasjenige zu erobern, was ihnen durch ein Compromiss bewilligt werden könnte. Tin Com» promiss lege aber beiden Theilen Verpflichtungen auf, und cs sei keiu Grund, den Deutschen den Gemeinde-rath zu öffnen, ohne dass sie Verpflichtungen über^ nehmen. (Gerichtspraxis.) Vom Justizministerium wurde einem Obcrlandcsgerichte auf defsen Anfrage eröffnet, das Justizministerium billige die Anschauung, dass die Bestimmungen der §H 1 und 2 des Gesetzes vom 10. September 1885 sich ebenso auf die Nuscul. tanten wie auf die Rechtspraltikanten beziehen. Hienach haben sich die Richteramtscandidaten ohne Rücksicht darauf, ob dieselben schon Auscultanten sind oder nicht, um zur Richteramtiprüfung zugelassen zu werden, mit einer zweijährigen Gerichtspraxis auszuweisen, und ist eine Verwendung bei der Staatsanwaltschaft "st nach Vollendung der zweijährigen Gerichtspraxis z«' lässig- „^ ^ (DieBudapester B l ä t t e r.) namentlich v" oppositionellen, blasen noch immer zum Sturm gegen den Kriegsminister wegen der Verwendung des Nacy' tragscredites und wegen der 15.5 Millionen z»r "N^ schaffung der Repetiergewehre. Nach der Rede zu >"/ theilen, mit welcher Cardinal Haynalo die "NgarM Delegation eröffnet hat, ist kaum anzunehmen. M' dieselbe so rasch nach der heißqekochten S»Ppe v" heimatlichen Oppositionellen langen werde. . . (Kroatie».) Die bekannte Repräsentation oes Agramer Gemeindcrathes ist an den Vicebürgermeller Cruadak ohne Bemerkung zurückgelangt. In oppos"^ nellen Kreisen wird d-rselben dennoch einige Bedeut»"« zugeschrieben. - Das Agramer Gericht trat dir AM" in der Affaire Rojcevic an den Warasdiner OenchtM ab. Rojeevic soll in N^'gusa verhaftet wordeu sei». (Kaiser ^Entrevue.) Der Berliner Eorre spondent des «Daily Telegraph» erfährt angeblich a« b.stcr Quelle, der Zar beabsichtige über Berlin iM Russland zurückzukehren. Er werde eine Unterredt mit Kaiser Wilhelm halml. die indes jedweder ff litischen Bedeutung entbehren werde. Der Zar wer acktundvierzig Stunden iu Berlin bleiben und m " russischen Botschaft absteige». Der Petersburger Eow spondent der «Times» meldet Aehnliches. Danach wul° der Zar mit einer kurzen Unterredung mit dem M' die Reise nach Petersburg fortfetzen. , (Russland.) Nach einer der «Pol, Corr.'H Lemberg zugehenden Miltheilnng entbehren die ^ düngen von bedeutenden russischen TruppenansamlNl" gen an der westlichen Grenze, mindestens was österreichisch russische Grenzlinie betrifft, jeder Veg" dung. .^ (Deutschland) Nach Meldungen dH Blätter gleichen die bisher erschienenen einzelnen N > des deutschen Reichshaushalts-Etats im gr^'" H. ganzen denselben Aufstellungen für das laufende ^ nungsjahr wie für das vorige. Einzelne Abweich^s davon werden im Etat für das Reichsamt des 3>'" ^ sowie im Etat des auswärtigen Amts. aber l» . erheblicherem Maße im Militär- und Marine-Etat c halten sciu. Die jüngst erschienene officiöse Andeul" v über den nicht günstigen Abschluss des OesamMt^ wird sich bestätigen und cinc nicht unbedeutende höhung der Matricularbeiträge unvermeidlich !" A, (Im äußersten Osten) seiner asiatische" .. sitzuugen beginnt Russland nunmehr eine regere .^ tigkeit. In Vladivostok ist eine Commission "W^ Ingenieure angekommen, welche die Aufgabe ^^i» Noule einer beabsichtigten Eisenbahn in der suv Usuri'Reqion zu vermessen. Die Commission >° s.jch. Arbeiten in Vladivostok, Nitolstoj und Vussa «' zeitig beginnen. ^^s» Taaesneuialeiten. Sc. Majestät der Kaiser haben, wie die '^ D' Zeitung» meldet, der Gemeinde Laschkau für "' brändler in Zmola 300 fl. zu spenden geruht. — (Bora in Tries».) In Trieft he"^F den letzten Tagen eine orcanartige Nora, welche ^ht reiche Schäden verursachte. Der Verkehr in der ^h ist sehr erschwert; an besonders keimen und grünen, während sie heute nur zu oft durch ein frühes Ende als die Lieblinge der Götter gekennzeichnet werden. Und vor allem die Frauen! Wie wohl waren sie als Mädchen im Vaterhause geborgen, des Gatten harrend, der selten ausblieb, während heute die junge Tochter gleich dem Sohne hinaus muss in den Kampf um das Dasein, da die schöne Theorie von dem natürlichen Berufe des Weibes immer mehr zu ergrauen beginnt. Diese Frauen, diese Mütter, wie wenig verwickelt lag ihr Leben von der Hochzeit bis zum Grabl', wie wenig Verantwortung wurde ihnen aufgebürdet! Kinder, die kräftiger geboren, nicht durch Ueberarbeituug geschädigt, an stramme Zucht leicht gewöhnt werden konnten, mit deren Individualitäten man bei aller Zärtlichkeit nicht rechnete, sie kamen mehr oder minder zahlreich, und das Elternhaus hatte Platz für sie. Heute, wo wir genau wissen, wie viel Cubilfuh Luft das Neugeborene und wie viel anderes es noch beanspruchen wird, ist der Kindersegen nicht mehr dcr Kitt, der selbst unglückliche Ehen zusammenhält, son« dern leider nur zu oft dcr Keil, der dic glücklichen auseinandertreibt. Diese Kinder heranreifend, fanden ihre Stelle m der gesellschaftlichen Einschachtelung gleichsam von selbst, und jedem wurde gemessen mit dem Maße. dem er gewachsen war. nicht mit dem Streckmaße des Prokrustes, das die Neuzeit ihren Splösslingen auferlegt. Vas victis! Der Zuruf ist zu allen Zeiten erschollen den streitbaren Mannen gegen« über; heute dringt er schon den Kindern an Ohr und Herz, und die Besiegten erliegen entweder still oder sie machen sich durch den Knall einer Pistole un» angenehm bemerkbar. Heiliger Friede des Todes, wo er auf ein fried» volles Leben folgte, möge ihn der holde Auferstehungs-traum umgaukeln; wenn er das erste ungestörte, un> unterbrochene Ausruhen nach schwerem Kampfe ist, kann man ihn wohl jenen gönnen, die da unten unter den bekränzten Hügeln ruhen, selbst wenn es der sehnsüchtigen Empfindung widerspricht, die das Band fest» halten möchte, das sie mit uns so innig, so beglückend verknüpfte. Hole sich denn ein jeder von den blumengeschmückten, mit Lämpchen traulich winkenden Grabstätten seiner Theuern die Beschwichtigung, die seinem Empfinden am wolMuendstru entspricht. Mögen die einen ein leises Echo der Lielxsworte zu vernehmen glauben, die sie bebend und weinend hinabhaucheu! Mögen die anderen ihrer Todten gedenken, wie der Wanderer in Sturm uud Nacht beruhigt der Seinen gedenkt, die sanft im woh(verschlossenen Hanse schlummern, ohne dass ih.,en ein ängstlicher Traum sein Bild vorführt, wie er den Gefahren des dunklen Ganges preisgegeben ist! Allen aber. den einen wie den anderen, möge es leichter werden bei ihrem frommen Wege; möchten sie sich Trost Huten von dort, wohin es sie mächtig gezogen, ob ihnen seit Jahren die Pfade geläufig, die Uma/bung vertraut geworden, ob das thränenschwere Auge zum erstenmale die kleine Höhe sucht, die ihm fortan ein Bethel, eine heilige Stätte sein wird! Stolze Kerzen. Roman a ils dem (3 nglisch < n-Von Max von Weißenthurn. (18, Fortsetzung.) Failtt «Sie siud sehr gütig,» sprach Herr "0> .^ch mit dem gleichen harten, monotonen Tm''^ ' ,orge" wir wollen Sie gar nicht bitten, länger als" Mset^ zu verweilen. Dieses Haus ist kein ftass^" :sscii, el^ Haltsort für einen Edelmann. Es ist herabgeu»^ ^ ehrt worden, mein Herr. durch eiuen, welchew ^^K antastbare Reinheit seines Namens mehr Y" ,^ von Mitleid für Sidonie hingerissen. ^,t> '"" Aber Herr von Ilaine wehrte veioc. das Geld anderer verwendet, indem er oa ^ »" es verliert? Ein Spieler, ein Dieb ^ "' Sulnl!» _________________________2037 _____________________________31. Oltow l ^7. ^iff^ < .^ Straßenübergänge gezogen. Die Local-K?«" " zahlreiche Unterbrechungen. Nalletmeister „f"f "lanello wurde von einem heftigen Windstoß ii^s s su Voden geworfen und gerieth unter einen vor-? A Wagen, der ihm über den rechten Fuß nirk . "^"stand des Verunglückten ist bedenklich, und de^V - b amputiert werden »Nüssen. Auf der Via "ll tzamt^ wurde ein Wagen umgeworfen, der Kutscher " e,n «astträger geriethen unter denselben. Ersterer tw "ne schwere innere, letzterer eine leichte Verletzung "tirm . c, 2loydheizer erlitt durch eine herabfallende >vu? c ^""° Verletzungen am Kopfe; außerden, «"yen fünf Frauen und zwei Männer verwundet. Die tl ° ° ^" zeitweilig so stark, dass Leute in die Hausse stufen mussten.. Dieselbe hat auch den Anpflan-Zungen schweren Schaden zugefügt. Sd ^ ^^ Augiasstall der deutschen lvel^ ^ ^"^ liebliche Städtchen Krems an der Donau, verk , ^ Berühmtheit bisher zuineist seinen, Senf zu loanlen hatte, ist in letzter geit der Ausgangspunkt einer panschen Bewegung geworden. Der Umstand, dass die lam^l ^^^ ^ langem einen erbitterten Concurrenz dul-l c ^" ^^ französischen und englischen Scnfpro-^,'Uhren und thatsächlich auf diesen, Gebiete siegreich vortt"^"' ""^ vielleicht in dem Mitglied des Gesammt-banz f^. ^^ allgemeinen deutschen Sprachvereincs, Dr. Mebs "lll in Krems, den Plan gezeitigt haben, nun-^ ""ch den Fremdworten, die sich hinterlistig in die lla><> ^pwche eingeschlichcn haben, den Krieg zu er-eins ^°^ genannte Mitglied des deutschen Sprachver-üis/ welcher sich die schöne Aufgabe einer Art lingui-'^" Transportgesellschaft gestellt zu haben scheint, e^"e. nämlich an das österreichische Abgeordnetenhaus , e dringliche Petition, in welcher die Ausweisung, be-» yungsweise Abschiebung von circa 90 000 Fremdwor-H "! 'h" Heimat geheischt wird. Das Schriftstück, wel> sam ^^"" «Weinmond 1887. trägt und in selt-.m Gegensahe zu dem von Fremdworten chemisch ge-uerelnlgten sonstigen Inhalte mit der Bezeichnung «Pc-lion. versehen ist, verlangt die unbarmherzige Vertil-do3 ^" ^^ deutsche Sprache verunzierenden Fremd-<3li ^ "^^°H ^r immer mehr überhandnehmenden prachverwilderung Einhalt gethan werde. Ueber die "tei und Wege, durch welche der Wegfall von 00 000 '^.,, n?o^ werden soll, äußert sich die Petition mit i ?" Worte. Dass viele Fremdworte das Heimatsrecht Dich ern nn^^ ^°^ "langt und von den größten /^ (Oesterreich! schc Viehversichrruna« Gesellschaft.) Der Ministerpräsident als Leitendes ^llmsteriums des Innern hat im Einvernehmen mit den uetheiligten Ministerien dem Herrn Benedict Min ach und Genossen in Volosca die Bewilligung zur Errichtung "es wechselseitigen Viehversicherungs-Vercincs unter dein "amen «Oesterreichischc Viehversicherungs-Gesellschaft» mit ^m Sitze in Wien ertheilt und dessen Statuten genehmigt. Nl,«ln^ (Weiber, dicihreMänner vergiften.) ^ . " dapest imrd tclcgraph'ert: In jüngster Zeit haben ^/"verschiedenen Orten Syrmiens vorgekommenen Fälle die «, ^'^n Todes von jungen, lebenskräftigen Männern d^ !'""samkeit der Behörden erregt. Die infolge Newl ^"^leitcten Erhebungen haben ein haarsträubendes "wies ^^ a/sördett. Es wurde als unzweifelhaft ^^^dass die jungen Weiber ihre Männer vergif- teten, um auf dem hinterlassenen Besitze ein lustiges! Witwenleben zu führen. In einzelnen Fällen sollen die ^ betreffenden Weiber bloß aus dem Grunde die Ehe ein-^ gegangen fein, um sich ihrer Männer bald entledigen und in den Besitz der Hinterlassenschaft treten zu können. Im Dorfe Bingula wurden sieben junge Witwen unter dem Verdachte des Gattenmordes verhaftet und dem Bezirksgerichte zu Erdevik überliefert. Außerdem bemächtigte sich die Gendarmerie eines alten, unter dem Nanun «Baba Rendus» bekannten Weibes, welches den jnngen Witwen das Gift, womit sie ihre Gatten in ein besseres Jenseits beförderten, braute und für Geld und gute Worte lieferte. Die Unterfuchling erstreckt sich auch auf andere Dörfer. — (Trambahn in Pola.) Das Handelsministerium hat dem Ingenieur Vincenz Poll a in Budapest die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine Trambahn, eventuell für eine elektrische Bahn von der Marine-Schwimmschule in Pola über San Policarpo längs der Riva zum Bahnhofe der Istrianer Staatsbahn daselbst mit einer Abzweigung zum Kaiser-Walde auf die Dauer von sechs Monaten ertheilt. — (Eine schreckliche That.) Aus Glyon bei Montreux wird eine schreckliche That gemeldet. Ein Hausbesitzer verwundete mit einem Messer die vier kleinen Kinder eines bei ihm wohnenden Bauern Namens Pitet während dessen Abwesenheit auf die graufamste Weise. Eines starb noch in der Nacht; die drei anderen, welche man zu retten hofft, wurden dem Krankenhause zur Pflege übergeben. Der Missethäter hat sich nach vollbrachter That in seinem Hause erhenkt. Ob hier Rache oder Wahnsinn zugrunde lag, ist noch nicht ermittelt. — (Zur Freikarten-Affaire.) Die Direction der Staatsbahnen hat dem Wiener Landesgerichte angezeigt, dafs ihr von einem Anonymus hundert Gulden mit der Erklärung überfchickt wurden, dass der Zusender hiemit die Bahn dafür, dass er einmal gefälschte Freikarten benutzte, entfchädigen wolle. — (Speculativ.) Fremder: «Warum ist denn an diesem fürchterlichen Abgrunde kein Geländer angebracht?. — Führer: «Ja, wissen S', je mehr Fremde da hinabstürzen, desto berühmter wird der Abgrund!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Concert der philharmonischen Gesellschaft.) Die heurige Saison der philharmonischen Gesellschaft wurde durch das gestrige, äußerst gelungene Concert in vielversprechender Weise eröffnet. Große Anziehungspunkte des Programmes bildete das erste Auftre-ten zweier in unserer Stadt heimischer Künstlerinnen, denen von allen Seilen das regste Interesse entgegen» gebracht wurde. Fräulein Annie Skoolar, eine Schülerin der Professoren Thieriot in Graz und Epp-stein in Wien, bot uns die reichsten Früchte ihres hervorragenden Talentes und der trefflichen Schule, die sie genossen, dar. Die vollendete Technik mit der sie Mendelssohns «Variations serieuses» vortrug, die Nare, reine Ausführung der Details, den feelenvollen Vortrag und b'e deutliche Durcharbeitung der Grundmotive halten wir uns nicht besser wünschen können Und bann wieder ln Schumanns «Nacht» das verständnisvolle, bis ins Einzelnste gewissenhafte Ausmalen der poetischen Stimmung und in der «Aria, aus op. 11 der weiche und doch so sichere Anschlag, das zarte Ausklingen: es war em Gesang auf dem Claviere! Der vive Vortrag der pltanten Goddard'schen Mazur und des originellen Improptu Thieriots (eine freundliche Zugabe unserer Künstlerin) bezeigte die Vielseitigkeit ihres Könnens, In Fräulein Fanny Lenarcic führte sich eine junge Kraft, die im Schoße der philharmonischen Gesellschaft selbst ihre Ausbildung erhalten hatte, auf das günstigste ein. Die Natur hat die Sängerin mit einer sympathischen Stimme von silberhellem Klänge und weithin tragender Stärke beschenkt. Ihr Vortrug ist zart und schwungvoll. Als lieben alten Bekannten begrüßten wir gestern unser bewährtes Orchester, das uns mit Schuberts Ouvertüre zu «Alphonso und Estrella» und mit Beethovens herrlicher fünfter Symphonie erfreute. Der umsichtigen, trefflichen Leitung unseres Musildirectors Herrn Zöhrer hatten wir's zu verdanken, dass das dnrch den Abgang der Theatermilzlieder sehr geschwächte Orchester die OmuN-Symphonie in derselben würdigen und exocten Ausführung znm Vortrage brachte, wie in vergangenen Jahren. Auch gestern entzückte wieder alle Hörer das von den Geigen kräftig und präcis gebrachte unermüdliche schlagende Grundmotiv des ersten Satzes, das wunderbare Ringen zwischen den Chöreu der Streichinstrumente und drr Bläser iwelch letztere sehr gut disponiert waren), im Andanle, das zarte Pianissimo der Saiten im letzten Sahe, das langsame Anschwellen zur wuchtigen Massenentfaltung aller Instrumente am Schlüsse. Wie vorher die beiden Künstlerinnen, so lohnte auch das Orchester ein überaus reichlicher, aber wohlverdienler Beifall. Möge in dieser theaterlosen, «der schrecklichen Zeit» bald ein zweites Concert die nach Kunstgenüssen schmachtenden Laibacher versammeln. — ^Ehrengaben für denPapst.) Die Ehrengaben der Laibacher Diöcese sollen, bevor sie in die va-ticanische Ausstellung abgesendet werden, am 3., 4. und 5. November in Laibach zur Ausstellung gelangen, und zwar der große Leuchter, das Altarkreuz und mehrere Kerzenleuchter in der Fabrik des Herrn Samassa, die Kelche und Messgewänder im Geschäftslocale der Frau Anna Hofbauer. — (Aus der Landwirtschasts-Gesell-schaft.) In der jüngsten Sitzung der f. l. Landwirt-schafts-Gesellschaft für Krain wurde u. a. der Beschluss gefasst, dem krainischen Fischerei-Verein eine Subvention von 50 st. zu gewähren und denselben gleichzeitig zu beauftragen, auch für die Brut von Krebsen in jenen Gewässern Sorge zu tragen, die nunmehr seuchensrei sind. Dem lrainischen Vienenzuchlverein in Assling wurde eine Unterstützung von 100 fl. bewilligt gegen dem, dass der Verein für die Drucklegung eines Büchleins über rationelle Verwendung von Honig und Wachs Sorge trage. Der Schulleitung in St. Marein wurde für Vertilgung von schädlichen Insecten der Betrag von 10 st. angewiesen. Als neue Mitglieder sind der Landwirtschafts' Gesellschaft beigetreten die Herren: Peter Novak. Prä-frct im Thcresianum zu Wien; Johann Stele. Ae, sitzer in Stein; Varthelmä Cencic, Leiter der Mädchenschule in Stein, und Ludwig Stiasni, Lehrer in Stein. — (Eine neue Grabkapelle.) Die Grab-kapclle der Familie Vincenz Seunig auf dem Friedhofe zu St, Christoph ist nunmehr vollendet. Diefelbe ist im Renaissancestil gröhtentheils als Steinbau ausgeführt und von einer mit Kupferblech gedeckten Kuppel überdeckt. Die Säulen am Portale sind aus blau-grauem Kraßthaler Marmor, die Basis und die Capitäler aus weißem Car-rara-Marmor. Die Eingangsthüre in die Grabtapelle ist aus Schmiedeisen kunstvoll ausgeführt. Der schönste Schmuck der Grablapelle ist das Glasmosaikbild «Christus am Kreuze» aus Goldgrund, welches, in meisterhafter Weise ausaeführt, das einzige in diesem Genre in Laibach ist. zu ^l'n< ^' " s" barmherzig, Leonard hat aufgehört ^ der i. ^ '^ "" Selbstmörder geworden, und das Mte n^lle AusMg. welchen er wählen konnte. Er Uch ^ A hinreichendes Schamgefühl, um einen Namen entehr k ^ ^" ^" sich zu werfen, nachdem er beides Aghast -^ bedenken Sie seine Jugend!» wendete Karl ^nkel, ,, ', bestrebt, den alten Mann auf mildere Ge-ä" bringen. das eine l^^"^nb?' "widerte der Greis bitter. «Ist Eugene k 'Huldigung? Stellen Sie meinen Neffen ""serem?^"' ^r er nicht ebenso jung? Hat er "lehr ln?.n en Schande gemacht? Hat er nicht viel« «lugen aps/"V^H"e stets als ein leuchtendes Bild vor °er. ohH^"den? Mein tapferer, mein edler Eugene, kltininitnt ? " "" Verhältnis zu der Stellung, die er n^l, kläns? genannt werden kann, sich doch unsert. °"ard s^ noch ärmer macht! War nicht er es. der l? seinen M^,l"l nnterstützte? War nicht er es. der , le. sy lls'^n das ersetzte, was mein Sohn ver-bükest bN m Abrechen, welches er begangen. M du lei« mi ?" das nicht edel gehandelt? Sidonie. Alters?. "°lt des Lobes für die Großmuth deines cl, 'Alle/w^^ ^ ^""^ Mädchen zusammen. ich,-s^"'l Nor^ !^ ^m ließe, würde ich ausspre-""' hintti^ ^ °^" 'mstande wären! Niemals kann "U)end danken, dem anten Tuaene.» «Du vermagst es, mein Kind! Du allein kannst lhm alles vergelten. In einem ober zwei Tagen wird er hier sein. Wir schulden Eugene so viel. dass diese Schuld nur in einer einzigen Weife moralisch abgetra-gen werden kann. Wenn Tuaene zu uns kommt, meine Tochter, musst du ihn als' deinen künftigen Gatten empfangen!» «Papa. ich würde nicht zögern, wenn ich ihn liebte. Du hust mir die Wahl gelassen. Nun gestatte mir auch. meinem Herzen zu solaen. Ich wähle die stille Abgeschiedenheit des Klosters!» sprach das Mäd< chen, au der Seite des alten Mannes niederkniend. «Was kann mir die Welt von nun an noch bieten? Las« mich in ein Kloster gehen, wo ich Tag und Nacht für den armen Leonard beten lann.» Herr von Ilaine wendete erregt das Gesicht seiner Tochter zu. als Karl. der ihn unausgesetzt beobachtete, plötzlich eine seltsame Wandlung in seinen Zügen ge-wahrte. Mit wildem Entsetzen starrte er vor sich hin, dann schrie er plötzlich laut aus: «Leonard, mem Leonard — tobt — todt!» Und die Hände vor das Gesicht schlagend, fieng er laut zu schluchzen an. Karl wollte hmzuspringen; aber schon war Sidonie ihm zuvorgekommen. «Gehen Sie. ich bitte Sie darum, und senden Sie !Nannetll> zu mir! Glauben Sie nicht,' fügte sie leije hinzu, «dafs er so hart von Leonard denkt, wie er von ihm sprach. Er liebt ihn innig und weiß vor Schmerz srl,p HNnv»^ »^ «<,l»^!,ls»<>N » «Ich weiß und begreife das ganz gut. Die^Größe seiner Liebe trägt die Schuld an den schroff klingenden Worten. Tr ist namenlos zn bemitleiden.» Sie dankte ihm für seine warmen Worte mit einem herzlichen Blick, dann lehrte sie zu dem Vater zurück, und er gie«g, um Nannette herbeizubeordern. Er lehrte nicht mit der alten Dienerin zurück, denn er fürchtete, seine Gegenwart werde nur lästig fallen. Innerlich aber fühlte er sich nicht wenig beunruhigt wegen des Befindens seines Gastgebers; er fürchtete, dass denselben Ernstes, wenn nicht gar der Verlust seiner Geisteskräfte bedrohe. Konnte er Sidonie unter solchen Verhältnissen lassen? «Weihalb denn nicht? Kommt doch der Vetter Eugene!» sagte er sich gleich darauf mit Bitterkeit. «Es sollte mich sehr wundern, wenn ihm meine Gegenwart hier nicht ebenso lästig sein wird. als mir die seine.» Im nächsten Moment aber sagte er sich wieder, dass er Eugene doch gern sehen würde, und er entsaim sich. dass in Herrn von Ilaine's Schreibzimmer ein Bild des jungen Mannes hängen sollte, welches in Augenschein zu nehmen ihm immerhin freistand. Während er "»ch darüber nachsann, ob er sein Vorhaben aussühren solle oder nicht, yeMe sich Nannette zu ihm mit der Mittheilung, dass es dem Herrn besser gehe und er soeben eingeschlummert sei. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 248. 2038 31. Oktober 1887. Dasselbe wurde ausgeführt von Albert Neuhauser in Innsbruck. Noch wirkungsvoller präsentiert sich das Mosait-bild durch die schöne Umrahmung, welche aus schwarzem Oberlaibacher Marmor ausgeführt und mit reichen Flach-ornamcnten verziert ist. Die Kuppel ist im Innern stilvoll ausgemalt. Der Entwurf zum Baue der Grabkapelle sowie für die schmiedeiserne Eingangsthüre wurde vom Herrn Peter Thomann nach Angabe des Herrn Professors I. Gnjezda geliefert. Die Schlosserarbeiten hat Herr A. C. Achtschin, die Malerarbeiten Herr B o -rovsly ausgeführt. Der Friedhof zu St. Christoph hat durch diese Kapelle ein seltenes Kunstwerk gewonnen. — (Personalnachricht.) Anlässlich der Anwesenheit des durchlauchtigsten Kronprinzenpaares in Cilli hatte auch der hiesige evangelische Pfarrer Herr August Knieszner als Pfarrer der dortigen Filialgemeinde die hohe Ehre, vorgestellt und über die Verhältnisse der dortigen Filialgemeinde sowie der Muttergemeinde Laibach huldvollst befragt zu werden. — (Errichtung von Postämtern.) In Haselbach bei Gurkfeld und in St. Peter bei Rudolfswert sind Postämter in Wirksamkeit getreten, welche sich mit dem Brief« und Fahrpostdienste zu befassen und gleichzeitig als Sammelstellen des Postspar-cassenamtes zu fungieren haben. Die Verbindung erhalt das Postamt Haselbach mittels eimr täglich einmaligen Fußbotenpost zum Postamte in Gurkfkld und das Postamt in St. Peter mittels einer der zwischen Gurkfeld und Rudolfswert täglich zweimal verkehrenden Postbotenfahrten. — (Kohlen werk Sa gor.) Wie wir erfahren, hat infolge der beabsichtigten Netriebseinstellung im Kohlenwerte Tagor die Gemeinde Sagor ihren Reichsrathsabgeordneten Herrn Carl Klun telegraphisch um Intervention bei der l. l. Regierung zum Schutze des lrainischen Bergbaues gegen die unnatürliche Concurrcnz der nördlichen Kohle ersucht. Angesichts dcr bedrohten allgemeinen Interessen schreiten auch die Bergbehörden und die krainische Handelskammer ein. — (Gräberbesuch.) In Laibach sowohl wie in der Umgebung ist vielfach das Gerücht verbreitet, dass aus Anlass von Epidemien der Beslich der Gräber am Allerseelentage behördlich verboten werden soll. Aus authentischer Quelle erfahren wir. dass dieses Gerücht jeder Grundlage entbehrt. — (Vereine für Gesundheitspflege.) Im Organisationscomite' des hygienischen Congresses beantragte Professor Dr. Gr u b er, in einer Reihe von Provinzialhauptstädten, darunter Graz, Laibach. Trieft, seitens der anlässlich des hygienischen Congresses gebildeten Landescomitcs Vereine für Gesundheitspflege bilden zu lassen. Der Antrag wurde beifälligst aufgenommen und einem Comite' zur Berichterstattung zugewiesen. — (Deutscher Schuloerein.) In Krain wurde seitens des Deutschen Schulvereins an der Holz-Industrieschule in Gottschee zur Ausbildung einer Lehrerin im Korbflechtunterricht ein Stipendium gestiftet und die Errichtung einer Korbflechterei dafelbst vorgenommen. Die Schülerlade des Gottscheer Gymnasiums erhielt neuerdings einen Beitrag und der Musikunterricht an derselben Anstalt sowie die städtische Musikschule nnen Unterstützungsbetrag. Der protestantischen Schule in Laibach wurde wieder eine Subvention zuerkannt und die Schul« Hausreparaturen in Maierle, in Masern und in Schüflein genehmigt. Zur Errichtung und Erhaltung eines Kindergartens in Sagor wurde das Entsprechende verfügt und der Privatschule in Zwischenwässern ein Beitrag gespendet. — (Die Landtage) sollen, wie verlautet, be« reits am 24. November zusammentreten. Die Landtage der kleineren Kronländer dürften schon vor Weihnachten wieder geschlossen werden, während die größeren Landtage vielleicht noch nach Neujahr Sitzungen halten werden. — (Ernennung.) Der mit dem Titel und Charakter eines Hofrathes bekleidete Finanzprocurator in Trieft, Herr Dr. Anton Verdin, ist zum Rathe bei dem Verwaltungsgerichtshofe ernannt worden. — (Das Lotto.) Nach dem Voranschlage des Finanzministers soll das kleine Lotto in Oesterreich im Jahre 1888 nicht viel weniger tragen als die Erwerbsteuer, nämlich 8000 000 ft. Der Finanzminister rechnet darauf, dass im Jahre 1888 in die kleine Lotterie 21476 000 fl. wandern werden, während an Gewinsten 13 500000 fl. zurückgezahlt werden. — (Schadenfeuer.) Wie man uns aus Rudolf s w e r t mittheilt, ist am 25. d. M. in der Ortschaft Korenitka im Hause des Grundbesitzers Anton Zupancic Feuer ausgebrochen, welches in kurzer Zeit die Wohn-und Wirtschaftsgebäude der Besitzer Anton Zupancic, Franz Lah und Johann Zupancic sowie das anstoßende Messnerhaus vollständig einäscherte. Der Schade beträgt über 5000 Gulden. Die abgebrannten Objecte waren assecuriert. Die Entstehungsursache des Brandes ist bisher nicht bekannt geworden. — (Pädagogischer Verein.) Der «Pädagogische Verein» für Lehrer und Schulfreulide halt seine nächste Versammlung in Gurkfeld am Z.November um halb 11 Uhr vormittags im Schulgebäude ab. Tagesordnung: 1.) Vereinsangelegenheiten. 2.) Die Aufsähe i» dcr Volls- und Bürgerschule. 3.) Wie soll der Lehrer die Verbreitung der amerikanischen Reben fördern? 4.) Berathung inbetreff des «^ociH^ossiulli lotin k» und 5.) Anträge. Lehrer und Schulfreunde werden zur zahlreichen Theilnahme eingeladen. — (Woche nausweis der Sterbcfälle.) Dem foeben publicierten 42. Wochenausweis der Stcrbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: ^ Grsammtzahl H IZ^ ^2.,^ der Z ^°--3Z Städte A «Z Verstorbenen xH ^Z'.X j sZZ j m. ^ w. jzu^ Z js^ Laibach. 27 572 3^ 5 8 7 15.1 Wien. . . 795 302 19 l 17N 361 55 23,l5 Prag. . . 184 581 50 49 99 20 27,9 Graz. . . 105 274 29 27 56 9 27.7 Klagenfurt 19 580 7 7 14 4 «7,2 Trieft . . 15810« 53 45 98 1 82.2 Görz. . . 22 670 5 5 10 — 22,9 Pola. . . 26989 11 6 17 2 32.7 gara. . . 12 422 6 5 11 2 46,0 Von der Gesammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 100 Procent in Krankenanstalten gestorben. — (Vom Wetter.) Der hohe und gleichmäßig vertheilte Luftdruck, welcher sich zum Beginne der Vorwoche über Mittel-Europa ausbreitete, beherrschte uur bis zum 25. d. M. das Wetter über dem Continent - bereits am Montag nahte vom Norden her eine tiefe Cyklone, und am Dienstag entwickelte sich in der nördlichen Adria ein Sturmcentrum, das Wetter wurde daher allgemein unruhig, und die bedeutenden Schwankungen in der Atmosphäre dauern auch bis heute noch an. Am Dienstag wurde vom Bodensee Gewitter mit Hagelfall, aus Trieft Gewitter mit Regenguss (64 mm) gemeldet. In den Alpen waren durchwegs ergiebige Schneemengen gefallen. Am Sonntag wurde in Finnland ein ziemlich intensives Nordlicht sichtbar. Die Vertheilung der Witterungsfactoren lässt nach den letzten Depeschen in den nächsten Tagen in unseren Gegenden westliche Winde bei meist bedecktem Himmel, vielfach Niederfchläge, doch keine wesentliche Ab' kühlung erwarten. — (' nothwendig sei. Paris, 30. Oktober. In Pmlamentskreisen ist d" Gl'riicht verbreitet, dass. wenn die Enqui'te i» ^" Ordensaffaire von der Kammer beschlossen werden soule, Grrvy entschlossn, wär.', seine Demission zu geben. M aber anderseits das Cabinet beschlossen hat, die Vtt< trcmensfraa/ zu stellen, um die Volicrung der Enqu.et zu verhindern, erscheine die Präsideutschaft durch e>^ M'nistertrise compliciert. Diese Situation rufe dc. «Agence Havas» zufolge lebhafte Besorgnisse hervor. Nom, 30, Oktober.' Der Austritt der Gewässer" den Abruzzen verursachte auf einem fehr ansgebch»'^ Gebiete enormen Schaden. Wie viele Mensche« den Ellmente znm Opfer gefallen sind, ist noch nicht sei>" gestellt. ' ,. Dortrecht, 30. Oktober. Der Graf von Par's »' heute mit Gefolge von hier abgereist. volkswirtschaftliches. Lllilillch, 29. Oltober. Auf dem heutigen Mallle si"" erschienen: N Wagen mit Getreide. 2 Wagen mit H>'U und Stw 13 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts Preise. ^. til»,- «l»,,. ""^ M^ N. !lr, sl, >lr, N, !^L>-Weizen pr. Heltolit. 5 «9 7j 2 Nutter pr. Kilo. . -9«^ Korn . 4 22 5«0 Eirr pr. Stück . . — ^'"^, Gerste . 3^25 5,10 Milch pr. Liter. . - ^ '^ ^ Hafer » 2 44 3-~ Rindflrisch pr. Kilo — lU ^ ^ Halbfrncht . — — «,4<^ Kalbfleisch . — bl>^ Heiden . 4 22 5 10. Schweinefleisch » —6""^ Hirse » 3.90 440 Schöpsenfleisch . --^^ Kukuruz . 4 39 5 !)0 Händel pr. Stücl . - 4» ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 32-------Tauben » - l5 ^ Linsen pr. Heltolit, 12!-----------Heu pr. M.'Ctr. . 2 14^ Erbsen » . 13-----------Stroh . . . 1U« ^ Fisolen » II-----------Holz, hartes, pr. !_ ^. Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter 6!40^ Schweineschmalz» —66-------—weiches, » ^l^I^ Speck, frisch, . — 60-------Wein,roth.,100Lit. ^ ^ A^ — geräuchert » — 64-------> — weißer, » —"" "^. Verstorbene. Den 26. Oktober. Valentin Strupi, Sträfling, 2^" Castellgasse 12. Tuberculose. _ ^s, Den 2«, Oktober. Gusti Svetlil, Schneiders^""«,. 3 Mon.. «egagasse 9. Diphtheritic. - Amalia Mdued, """> directors-Tochter, 25 I., Herrenyasse 14, Lungenlähnuing- Im Svitale: «, Den 24. Oktober. Anton Aubel, Arbeiter, ^ ,^ 5u!jerculo!;>3 pulmonum. — Marianna Marolt. Inwoy" 57 I,, lüarcinoma uteri. ^ I,, Den 25. Oltober. Johann Iapel, «esihcl, "" ?^Lmill 6emLntill. .^ I,, Den 2 il. Oltober. Franz Heleznil, Arbeiter, ^ Den 27. Oltober. Thomas Tomada, Arbeiter, 2!1.2 . 3l. 734.W 5.2 'NW. schwach! bewöllt 9 . Ab. 737.05 4,4 >NW. schwach! bewöM^^ ?U^Mg7 73l:,27 '2/2 'NO.schwach bewöW 13. 30.2 , N. 734.M 6.« SW. schwach bewiM "^ 9 . Ab. 735,79 9,4 SW. schwach bewöl" ^. Den 29. und 30. trübe, feuchte Lust. lein S" ^ges' Den 30. zeitweise geringer, nachts starler Regen, ^üehu"^ mittel der Wärme an beiden Tagen 4,2" und 6,1", " weise um 3,9" und 1,7" unter dem Normale. ^ ^""^ Verantwortlicher Redacteur: I. Danksagung. Für die uirlen Beweise der Theilnahme, ""^ uns anlässlich des Hinscheidens unserer inn,g «2-71, l»«<,Vi 5»/ n,F°^^ ^° « '»^ - '-"'<" >«S4« '"°lt . . ,00 „ U!3 7N,<:9.2s> '^«°^^N< . 'iie.iii8o "' NV^ ' ^ ' «''«' ««''o , M"°.'»,1>.,!i0fl.ö,W.S. '.49-,49'NV » Vlaa»^ObI.(tll>l,.Ofidahn) -.--------- »!?««, F vom I. IU?« . II» K01I4 l>«! '» »te»..t!ost 4°/„ ,«» fl. . . ,23.- 123-50 ^tundentl.. Obligationen '°!: »V/.......i°^ — "»entNll,,,««.....,em. Witn 1^9 —1»9 40 Pfandbriefe (fill ,00 fi.) »»«d.'ncr, allg. «fierr, 4 °/, Void. l2«'50 l»7eo dto. in s>o . , 4>/, °/° ioo «o I0<>»c> dlu. l» 5^, « , <«/n . »7 2» »7'50 !lo. Prämien.kchuldvelschr,»«/« ,««—IU«'50 Qefi.Hypeldelcnbanl >0j. d'/.V» 101 — 102 — Q,,,,.!!»>,. »anf vnl, 4>/,°/». . »bl 101<»I'3« dtl,', , «»/» . «9-«o 99 eo bto. » 4°/, , . »»»y V9«0 n»,, «Na, Bl'^lnlcbil'AcNl'Nges. !,, 1 sll >N l>, lk,^ vürl,5>/,»/, —'— —' — Prioriläts.Ol'lillatione« <>>li!>»l'c»h üizefibadn i, «tmisfion — — — — ^erd!ü>n,t«<-Nolbbap!! i» «^ilber 99Vfti<>U'25 ^ln»z^,»>,!>^^l>y!' . . , . —>- —-^alizija^ ^,>,, l ^,!du>>,, » Bahn ei!l!iilo^l.......__>__ __-— «ell> ^onl, EtaatObahn 1. «mission . .I99»oz0!> — Sübbahn «» »°/o.....!43'«0l«bi» K 5°/o.....l»,—125 50 Nnn.-N«,«,. Nahn.....»S— 9«7» Diverse iisse (per Ktü«l). Lrebillose lOo fi...... l',8I>»l?9^ Llarv»l!oft 40 fi...... 47 7l> 48 ?s> 4°/o Donau'Dampfsch. il>0fi. . ll«bl»>i? »l> LaibachcrPläm>ell»NnIeh.«nst, ll — 22^0 Ofen« Lose 40 fi..... 4» 7l> 49 ?k^ P<,lffy.l.'o I>. l7<>5 1? 95 Mudvls.Lose 10 fi..... ,9«5 19 7^, Ealm»i!ose 4« sl...... «1 — al 5N kt.»Vrnoi«»Vost 40 s>. . . , ^o ^b «0 7l Walbfiein.Lose »0 sl. ... 3» — 40 — Wi!,t>,h-i!o»Oeft«,l. Vanl ^00 sl, .,(,» 7^ l,e ll Vanlv«cln. Nirnn, ION fl. . 9l'4u »1 ßl Bdncv.'Ä,nst,,Ocft,zo0sl.c.4!»°/,!<3»-Äz!»^l Lltl.»«I»ft, f, Hand, u. G, Ni0fl, <»: — ««1 '! anl. Mg, U,ig. «UU fl. .2!><»,—28« 5! Dcposillüibanl, «llz,2^<> sl, .,?».^ l?9-^>^rn!pl^Gcs.,Nleberoj!.5,uc»sl.^l'?'—5«2- .'. »pmb>,'lc!:b..eft.«l!l)sl,»5"/„H.! —---------— I'.n^dclb,, ^ft., ^uusl, <^,s>U"» E.l!L4-l>c<224 8< Qcjlrn.'Ung. Vanl . . . . 88.....zl0'!w«li'- >i. (per E,il«). lllbrecht'Vahn «00 sl. Gllbn -» -^ — ' Nttölb.ssmm.'Vahn ^>c» sl. «Nb. 179 —180 — «ulftg'Tcvl. «lscilb. «,Ofl,«M, —,--------,— Vühm. Nordbahn 150 fl. . —— — — . Weftbahn «>o fl. . . , —--!------- Vuschtiehradn Lisb. 50« sl, «Vi.730 —/l»5 — siN.L) »00 sl. «1.—,'/lb0 Donau » Dampfschiffllhlt« » Gls. Oeftcsr. 5.U0 fl. «M. . . .334—»,« — Drnu«»i>s. sVat..Db..q.)«oofl.S.-------------— Dux.Nobcnbllchtl L.'L.zoo fl.G. —'—------- «lisabclb.Vohn 2oc> fl. «M. . —---------— „ l,'inz»Nubwl,i« l<00 sl. . — — — — „ Elzb.»Tll.IIl. ll. i«7«i!(>0fl,S —— —'-sserdlnanb»»«l'lbl'. 1000 sl, UM. «5N0 »üLl, ilan,'^l's(f'^ahl! «>N sl. Silber —— —— iül>sfilchrn.«arclri««sb,»00fl.V —.- —— Gall,.«arl«eubl''in'»,»l»0fl.«U liliüo>l»75 ««».»«flacher!t-«,«,0fI.«.«U, —.--------'- llablcnberZ.Eilenbabll >W ll. . —.— — — «aschavOdeib.uisolb.liOo sl. V, — - ------- i!cmb«n,«zürni>w>h»Ias!y ahn»GeieUx> sl, Silt>, is>>, 70 ,«« ^5 bto. (lit,«» ^l«! ,!, Tilder . i7«--'.l, 172 ?>. Plass'Dusl/i Eijelch, iüc, sl. Silb.! ig,^>I 2ü.l>0 Uuboli-» >ii,>n ^u0 sl. Silber 1«« z^iu« ?b , Sieber.biir^ci eiscnb. »0« fl. ! — — — — .^St»ali>s>! ,^^',n- . . , »e «z »<: 5><» VUo»»lelbd..Vnb..^.2<»<>sl. > Iran!wad»Ves,, lvr. 170 ,'l. ö. W. 22» — »i!« 5« , Wl,, neu 100 f!.^ 49 5»! 5u — Ilan«poll,Vrscllscha!« ,00 !l. , — - —' — Unss.'nall,, «ttenb, j?«0 fl Eilbri — —^------- Ung. »ioibostbahn «»<, sl, Silbei ,«, —!i«I''>l' Unl,.W»Nl-.(Na<,b»»ra,)2v(»fl^ ,«l -^N« — Indnftrie.Nctirn sprv Stii«K0 Salgo.Tarj, «iis, »raff. 10» s< .-------— — Illsailrr Knhlen» »G.!, 7« tt. - — -wasscus,.G„ Ocft in A< 1«« sl «!>« — »«,8 - Pevllen Deutsche Platze «, «^ ,^, ,^> »25 s,o Pari« ..... 49<2,"4 7, Valuten. 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Buh?"'"1110 kJe "-'»hainjoftemu se Juretu ßovi 1Z üoleka ftt 8> oduosno nje-&e È neznanirn pravnim naslednikom, kni? p()stavil r>* tožho, vloženo löega OstiV1887' štl 3376' t0*jtelja üjure av'Jp1 lz Petrinje zaradi 120 gold. w'J- ßospod Peter PerSe iz Èr-«ctti^i 8k»+-nikom na èin (curator ad ^Vati.Vrofiil 8(Mnu '(> tožbin O(llok' ^°stonki,ei11 se Je roö»8fie k Bumarnenm 11 (iolociJo ua dan Solhi*" deeembra 18 87 C. klÖe ,oh 9. uri. ane l7 : <*rajno «odiäce v Örnomlji -^JMunija 1887. Solide Agenten welche sich mit dem Verkaufe unserer gesetzlich ausgestellten Ratenbriefe besassen wollen, werden engagiert. Wir bewilligen die möglich höohste Provision. Bestand der Firma seit 25 Jahren. Si^mund Politzer & Co. Nachfolger Brüder Dirnfeld, Bankgeschäft, Buda-IHint, Jtadgasse Nr. 4. (4661) 3—1 (4347—2; Št. 442Ö7 Imenovanje skrbuika. Nezuano kje iiahajajoèemu se Ivauu Žalcu iz Speharjev, odnosno njegoviui uezuaniin piavnim naslednikom, se je postavil na tožbo, vloženo 4. avgusta 1887, st. 4429, tožitelja Petra Ma-dronièa iz DoleDJih Njiv zaradi 157 gold. 15 kr. gospod Peter Perse iz Èruornlja skrbnikom na tin (curator ad actum), vrotil se inu je tožbin odlok, po ka-terem se je rotište k skrajšanemu postopku dolotilo na dau 2 4. decembra 1887 dopoludne ob 9. uri. C. kr. okrajno sodižèe v Èrnoralji U^_9" avSU8t» 1887. (4262^3) ~ ŠT5792T Razglas. C kr. okrajno Kodišfie v llibnici iiazuauja, da je Jt.ra Nosan iz Gorisie Vasi proti Primožu Prelosniku i/ Go rièe Vasi z:iradi dolžnih 100 -old. 8 pr. vložila t.ožbo dc pracs. 27 junija 1887, 6t. 4194, vsled katere se je bila obravnava doloèila na 7. septembra 1887 dopoludne ob 9. uri pri torn so-dižti, a zaradi po zmoti v uradni list ne sprejetega natisa leg:» oglasa iz-ostala, odredi .«e torej vuoviè na 12. novembra 1887 s prejSnjira dostavkom. Neznano kje v Ameriki bivajoèemu tožencu poütavil se je gospod Janez Zobec, župan v Ribnici. kuratorjem ad artuni ter se mu vroèil tožbeui odlok. C. kr. okrajno sodiAèe v Ribnici dne 10. septembra 1887. ^BmJ^^^BMs^^^^^^ Anzeige. Der ergebenst Gefertigte beehrt sich, seinen verehrten Kunden und dem p. t. Publicum anzuzeigen, dass er f^** vom 1. November d. J. an ^ß% bei den Fleischpreisen eine deduction eintreten Jüsst und Fleisch erster Qualität, nur von Mastochsen, das Kilo mit 56 kr., Vorderes mit 46 bis 48 kr. per Kilo ausschrotet. Unter Zusicherung prompter und guter Bedienung empfiehlt sich Joh. Kopaè vulgo Smajhel Fleischhauermeister Bathhausplatz im Cantonischen Hause Nr. 12. Kastenschilder für Kaufleute stets vorräthig bei j lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg. 2 m "jLH~L R E NTq| lt L R CACAO , r^v "ßf/ VOR RATHlsi'.'lN ALLEN BESSEREN \j^? J& > bürgrrl. Vschlermrister^ Dirn, Warinhilftrstraße Dr. 74o. 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