Lsidschrr WochrMstl, Grgan der Verfassungspartei in krain. »tr. 172 Abonnkment».B«dingniIs»' Gmziäbrig: Fiir Laibach ft. Mit Post ft. L.— Haldjährii: , . , 2.— . , . 2.L0 virrtkliSIirtg: . . . 1.— . . . 1.2L Für Zustellung in'» Hau«: «ierttljShrig IÜ Ir. Samstag, Len 24. November. 2 nsertion 8 . Preise : Einspaltige Pelit-Zeile ^ 4 kr., bei Wiederholungen a 3 kr. — Anzeigen biL 5 Zeilen 20 kr. Red «ction, dministration u. ExPedi 1 ion Herrengasse Nr. 12. 1883. Sand in die Äuge». Aus einer Gemeinderathrsitzung. Schon einige Male haben wir Gelegenheit 8kb°bt den nationalen Stadtvätern Mangel an Tchkenntniß m den wichtigsten städtischen An-8ck°enheiten nachzuwcisen nnd manche zu großer Dichtigkeit aufgebauschte, im Gcmeinderathe ge-sikllte und angenommene Anträge auf ihren wahren tzehalt zu prüfen, wobei sich die Fabel vom kreißen-örn Berge wiederholte, der ein winziges Mäuslein Wert das Bereich derartiger Productionen gehört auch ein in der letzten Gemcinderathssitzung dvvl Gemeinderathe LuLck grstcUter und einstimmig genommener Antrag folgenden Inhalte-: Es se? an die Regierung das Ansuchen zu Kellen es möge das kürzlich seitens des Morast-riilturauSl'ckufses vorgclcgte neue Entsumpsungsprojeet, »vmach der durch die Stadt fließende Arm deS Haibachflusies um 3 Meter vertieft und so die größte Wasiermenge durch den Sladtarm des Lai-bo^uffcs gleitet werden soll, nicht rasch erledigt werden damit die Stadtgcmeinde Laibach in die kommt, das neue Projekt genau zu studiren. Der Bürgermeister Grasfell, drückte — wie thjr in den nationalen Blättern lesen — dem Ge-dlcinderathe 2uLek für feine so mühevollen Be- Keuillelon. Der Laibacher Turnverein. 18113-168». Der Laibacher Turnverein beging am vorigen den 18. November l. I., in außerordent- ^"geklungener Weise die Feier seines zwanzigjährigen ^ M 'Vormittage fand aus diesem Anlasse in ^ ^nLtiaen Turnhalle der Oberrealschule, in der Verein seit dem Jahre 1876 scine ^inübunqen abhält, ein Schauturnen statt. Zu ^i-lben' hatten sich die amvesenden fremden Gäste ^ Grcn und Cilli und ein sehr zahlreiches Publi-dem auch die Damenwelt zahlreich verdien war eingefunden. Es wurden zunächst Frei-^tabü'bungen, dann ein Niegenturnen am Barren ^d7in Kürturnen am Neck vorgenommen; sämmt-n^ungen wurden mit ebensoviel Präcision und als Ausdauer ausgeführt und gaben ei» ^iüiaes Zeugniß, mit welchem Eifer und Erfolge ^ Turnen innerhalb des Vereines gehuldigt wird. ^ g,wesenden spendeten den ausgezeichneten wiederholt lebhaften Beifall, und auch die Zungen spachen sich über dieselben strebungen in dieser für die Stadt hochwichtigen Angelegenheit seinen vollen Dank aus. Nach diesem Vorgang im Gemeindcrathe wäre man versucht, zu glauben, daß der Morastcnltur-ausfchuß die Regierung dränge, eine Tieserlegung des LaibachfluffeS für die Morastentsumpsung an-zuordncn, wodurch möglicher Weise die Häuser längs des St. Jaeobsquai's der Gefahr des Einsturzes ausgesetzt würden, wie dieß schon bei den letzten Flußrcgulirungsarbcittn der Fall gewesen ist. Der wirkliche Sachverhalt ist jedoch folgender: Das k. k. Ackerbauministerium hat nach vor-genommener Prüfung des Podhagsky'fchen Projektes der Ableitung der Hochwäfser der Laibach mit einem Gesammikostenauswande von 1,703.000 fl., wobei der Hauptabfluß durch den Gruber'schen Canal statt-finden soll, mit dem Erlasse vom 16. Iinner 1883 Z. 524 an den Morastculturausschuß das Gut. achten des Wafserbaudepartements des Ministeriums des Inneren über jenes Project geleitet. In diesem Gutachten wird ein Alternativ-project auf Tieferlegung der Sohle des Laibach-flusfes, und zwar um Ö 589 Meter gegenüber dem Podhagsky'fchen Projecte beantragt, wogegen die Sohle im Grubcr'schm Canal um 1 255 Meter höher zu liegen käme, als in jenem Projekte angenommen ist. Der Morastculturausschuß hat dieses Gegen- ^Abends"»m halb acht Uhr wurde zur Feier des im Casino-Glassalon ein Festeommers abge- halten. Der Glassalon war mit den Bildnissen Ihrer Majestäten und des Tutnvaters Jahn, mit exotischen Gewächsen, Blumen und Kränzen, mit Festons, Fahnen, Draperien und Turneremblemen in überaus reicher und geschmackvoller Weise dccorirt, so daß er in der That kaum wiederzuerkennen war und den Anblick eines glänzenden Festrauines gewährte. Ein sehr gewähltes, allen Ständen angehöriges Publikum, darunter ein reicher Kranz eleganter Damen, füllte schon vor Beginn der Feier alle Plätze im Saale, so daß die in ununterbrochenem Zuzug später Nachkommenden nur mehr in den anstoßenden Restaurationsräumen ein Unterkommen finden konnten, die binnen Kurzem gleichfalls auf's Aeußerste gefüllt waren. Gegen acht Uhr eröffnete der Sprechwartstellvertreter Herr Alfred Mahr den Festeommers mit einem „Gut Heil" und einem Toast aus Ihre Majestäten, wobei er insbesondere aus die Person des Kaisers himvies, der, ein Fürst aus deutschem Blute, in der Ertragung von körperlichen Strapazen und in der Abhärtung d^s Leibes auch für alle Turner ein leuchtendes Vorbild sei. Am Schlüsse des Toastes brachte die ganze Versammlung ein dreifaches stürmisches „Gut Heil" aus und acclamirte mit dem lebhaftesten, sich wiederholt erneuernden Beifalle die von der Musikcapelle intonirte Volkshymne, die von allen Anwesenden stehend angehört wurde. project des Ministeriums in Erivigung, daß die Sladt Laibach nach dem Gesetze für die Regulirungsarbeiten am Laibachflusse im Laufe durch die Stadt mit zu concurrircn hat, sowie daß hiedurch das städtische Interesse bezüglich die Jnstanderhaltung der Quaimauern, ferner auch jenes der Besitzer der Häuser an beiden Laibachufern wesentlich berührt würde, an den Stadtmagistrat um Einholung der Wohlmeinung des Gemcinderathes schon Ende Jänner 1883 geleitet. Als hierüber trotz wieder-Holter mündlicher Betreibungen die Aeußerung nicht abgegeben wurde, hat der Morastculturausschuß an die Landesregierung die Bitte gerichtet, das Altcrnativ-project bezüglich allfälliger wesentlicher Bedrohungen des Interesses der Landeshauptstadt nach vorher-gegangcnem Einvernehmen der Stadtgcmeinde durch das ihr untcrstchende Baudepartcmcnt prüfen zu lasten und sohin das Operat dem Ackerbauministerium vorzulegen. Nach dieser sachlichen Darstellung, die dem gedruckten heurigen Rechenschaftsberichte des Landesausschusses entnommen ist, ruht das noch immer unerledigte Ersuchschreiben des Morastcnltnraus-schusses mit dem beigeschlossenen Gegenprojecte des Ministeriums schon seit Monaten beim Stadt-Magistrate, und es hat wahrlich keines Dringlichkeits-antrages bedurft, um endlich einmal an das Studium des betreffenden Gegenprojcctcs zu gehen. Hierauf hielt Herr Dr. Schaffer die Festrede' Anknüpfend an den mit der Turnsache im Allgemeinen zusammenhängenden Charakter des Abends, gab Redner zunächst eine ganz knappe historische Skizze der Entwicklung des Turnwesens überhaupt, insbesondere in Deutschland und Oesterreich, um sodann auf die Bedeutung des Turnens im Systeme der Erziehung und innerhalb der Gesellschaft überzugehen und dessen Einfluß in physischer, ethischer und patriotischer wie nationaler Beziehung auseinanderzusetzen; sodann hob Redner die wichtigsten Momente aus der Geschichte des Laibacher Turnvereines innerhalb seines bisherigen zwanzigjährigen Bestandes hervor, namentlich auch der ehrenvollen Theilnahme des Vereines an den Festlichkeiten im verflossenen Sommer während der Anwesenheit seiner Majestät des Kaisers gedenkend; im letzten Theile der Rede betonte Dr. Schaffer die bedeutsame Stellung und Aufgabe des Laibacher Turnvereines als Fachverein sowohl, wie als ein geselliger Mittelpunkt und eine Stätte, wo deutsche Art und Sitte, Gesinnungstüchtigkeit und Ueberzeugungstreue gepflegt und gefördert werden. Der Redner gedachte hiebei in lebhaften Worten der heutigen Lage der Deutschen in Oesterreich, ihres Berufes und ihrer Bedeutung im Staate, die cs derzeit allen Deutschen zur Pflicht machen, einmüthig für ihr Volksthum, für deutsche Eultur und Bildung einzustehen, und schloß mit dem lebhaften Wunsch, daß der Verein auch in Zukunft die Die vom Bürgermeister Grafselli anticipirte Belobung des Gemeinderathes 2uLek für Studien, die noch gar nicht gemacht wurden, dürste der Un-kenntniß des Stadtvberhauptes zuzuschreiben sein, daß in dieser Angelegenheit jemals eine Zuschrift des Morastcullurausschusses an die Stadtgemeinde gelangt sei, welche Vergeßlichkeit wohl nur dem Umstande zuzuschreiben ist, daß der Bürgermeister von Laibach in jüngster Zeit durch die Beglück-wünschungsschreiben an die Stadtvertretung der 2Iats, kragg. aus Anlaß der Eröffnung des ezcchischen Theaters ziemlich stark i» Anspruch genommen war. Es wäre aber-zu erwarten gewesen, daß jene Gemeiuderäthe, die zugleich Landtagsabgeordnete suid, und deren gibt cs fast ein halbes Dutzend, in Kenntniß des Sachverhaltes durch die dicßbezüglichcn Verhandlungen im Landtage, dem Gemeinderathe d e Blamage der Beschlußfassung eines Dringlich-i itsantragcs in einer Angelegenheit erspart hätten, > o ohnehin die Regierung ohne Abgabe der Wohl-Meinung der Stadtgemeiude nichts verfügen kann ruid eS sich nur um die geschäftsmäßige Erledigung eines in den Wirkungskreis des Gemeinderathes fallenden, von dem Morastculturausschussc seit Monaten abverlangten Gutachtens handelt. Oie Generalversammlung der kraini-schen Landwirthschafts-Gejellschaft am 21. November. Seit vielen Jahren war dieß die besuchteste Generalversammlung; cs hatten sich 118 Mitglieder eingesunken, nicht etwa durch ein interessantes land-wirthschaslliches Programm angczogen, sondern weil es sich um die Wahl des künftigen Gescllschasts-secrelärs und um die Ersatzwahl von acht Mitgliedern des Centrales handelte, weshalb Herr Dr. Poklukar, der im Ausschüsse die Stelle des ver-slorbenen Dr. Blciweis sich vindieirt hat, mit Beihilfe feines Adjutanten AleLovcc Alles aufgcboten hatte, um den Zuzug des gefammtcn klerikalen Heerbanes zu dieser ausschlaggebenden Sitzung in's Werk zu setzen. Auch die liberalen Gesellschafts-Mitglieder, die sich bisher von den sterilen Generalversammlungen fernehieltcn, waren ziemlich zahlreich regste Förderung und Unterstützung aller Gesinnungsgenossen finden und immer mehr blühen und gedeihen möge. Nun nahm, mit allgemeinem Beifall begrüßt, namens der fremden Gäste, die der Sprechwartstellvertreter schon am Beginne des Eommerfes begrüßt hatte, Herr Dr. Stepifchnegg aus Cilli das Wort. Er versicherte den Laibacher Turnverein der vollen Sympathie der übrigul deutsch-österreichischen Turnvereine und betonte in wärmster und anerkennendster Weise, wie erfolgreich und würdig der Verein seinen schwierigen Posten bisher behauptete, um mit einem „Gut Heil" auf denselben zu schließen. Den nächsten Toast sprach auf die deutschen Frauen Professor Nedwed, anknüpfend an die schon in der Vorzeit gepriesenen Tugenden derselben, die auch noch heutzutage sie in gleichem Maße auszeichnen und ehren. Es folgte dann Herr Rüting mit einem „Gut Heil" auf die übrigen deutsch-österreichischen Turnvereine, die dem Laibacher stets wacker zur Seite gestanden und ihm in den mancherlei Fährlich-keiten, die er zu überwinden hatte, stets ihre lebhafteste moralische Unterstützung geschenkt haben. Das Mitglied des Gauturnrathes in Graz, Herr Bouvi er, verlas sodann namens des Gauturnrathes ein an den Laibacher Turnverein gerichtetes Schreiben desselben, worin der Wirksamkeit des Letzteren in den labendsten Worten gedacht und derselbe neuerlich der vollsten Theilnahme und Sympathie aller zum Gauverbande gehörigen Vereine versichert wird. Darnach nahm erschienen, außerdem hatten die Filialen eine respektable Anzahl von Vertretern, die mit der bisherigen Gebahrung des Centrales unzufrieden sind, nach Laibach entsendet. Der Vorsitzende Baron Dr. Karl Wurzbach begrüßte in seiner Eröffnungsrede die so ungewöhnlich zahlreich erschienenen Mitglieder und bezog sich auf die dem Centrale bei der A. H. Vorstellung im Juli d. I. vom Kaiser zu Thcil gewordene Anerkennung des einträchtigen Wirkens der Landwirthe Krains. Als erster Gegenstand gelangte der erst zu Beginn der Sitzung unter die Mitglieder vertheilte Rechenschaftsbericht für das Jahr 1883 zur Verhandlung. Berichterstatter LukaS Nobiü brachte sehr eurforifch den ohnehin fast ganz gehaltlosen Bericht zum Vorlrag, der wichtigste Gegenstand, nämlich die Jngerenz des Centrales aus die Ver-theilung der Staatssubventionen, an den sich vielleicht eine Debatte geknüpft hätte, wurde ganz mit Stillschweigen übergangen. Dagegen versuchte Dr. Poklukar, als Sprecher des Centrales, ganz unwichtige, meist auf eine bloß bureaukratifche Erledigung sich beziehende Actionen des Centrales, mit ermüdender Weitschweifigkeit und unter dem Scheine einer aufreibenden Thätigkeit den zahlreich erschienenen Geistlichen nahezulegen. Die Art und Weise der Thätigkeit des Centrales ist am besten aus nachsolgenden, zur Sprache gekommenen Agenden zu ersehen: Im Vorjahre hatte die Generalversammlung die Herausgabe eines eigenen landwirthschastlichen Organes, welches die Stelle der dermalen als Gesellschaftsorgan benützten, im Eigenthum des Dr. Poklukar befindlichen „Novicc" zu ersetzen hätte, beschlossen. Hierüber berichtet der Centralausschuß, »daß diese Angelegenheit nach allen Seiten berathen wurde, und wenngleich die Verhandlungen noch nicht in allen Punkten abgeschlossen werden können, weil man sich wegen Beschaffung der Auflagekosten und einiger untergeordneter Fragen noch nicht zu einigen vermochte, was jedoch jedenfalls noch vor Ablauf dieses Jahres erfolgen wird, ist man doch in der Hauptfrage zum Beschlüsse gelangt, daß das Erscheinen des Blattes für Anfang des Jahres 1884 in Aussicht genommen wurde!!!" Zu dem Beschlüsse des Vorjahres, daß der Dr. v. Schrey das Wort und, ausgehend vom Turnerspruche: „Frisch, fromm, fröhlich, frei", empfahl er den Turnern, auch künftig, wenn sie in's politische Leben treten werden, so fest und gesinnungstüchtig zusammenzustehen wie derzeit im Vereine, und schloß mit einem Hoch auf das Gedeihen des Vereines und als Vorbedingung hiezu auf eine glückliche politische Wendung in der Zukunft. Der nächste Redner war Professor Binder, der auf den Deutschen Schulverein toastirte; er zeichnete in lebhaften Farben die heutige Lage der Deutschen, hob hervor, wie dringend es nothwendig sei, daß dieselben gegenwärtig rückhaltslos für ihre Nationalität einstehen, und schilderte die Wirksamkeit des Deutschen Schulvereines, der eine nicht nur echt deutsche, sondern zugleich wahrhaft österreichische und patriotische Aufgabe übernommen habe: das deutsche Element in Oesterreich vor weiterer Gefährdung in sprachlicher Beziehung zu bewahren und deutsche Schule und deutsche Bildung zu fördern. Die Festrede und alle erwähnten Toaste wurden mit lebhaftem Beifalle ausgenommen, namentlich aber wurde der Toast auf den Deutschen Schulverein von anhaltendem und stürmischem Beifalle begleitet. Ueberhaupt war die den ganzen Abend hindurch herrschende Stimmung eine überaus animirte und gehobene, und der ganze Commers gestaltete sich zu einem ebenso gemüthvollen als glänzenden deutschen Feste. Mit den angeführten Toasten und Ansprachen war übrigens die Reihe derselben noch keineswegs Centralausschuß den Filialen das Zustandekommen von Vorschußcafsen in ihrem Wirknngskreise anzu-empsehlen habe, wird im Berichte bemerkt, daß sich der Ausschuß an mehrere Vorschußcassen um Mitteilung über die bisherigen Erfolge gewendet hat, und bemerkte hiezu Dr. Poklukar erläuternd, daß von zwei Vorschußcassen die Berichte eingelangt seien, darunter sei von höchstem Interesse jener der Vorschußcasse der Umgebung Laibachs, worüber im nächsten Jahresberichte Mittheilung gemacht werden wird. Von dem schon im Vorjahre dem Dr. Po-klukar obgelegenen Entwürfe der Statuten solcher Genossenschaften nach dem Vorbilde der in Böhmen bestehenden Voischußcassen war dicßmal keine Rede mehr. Zu dem Punkte des Berichtes über die Errichtung einer Ackerbauschule in Unterkrain, welche Angelegenheit der Cenlralausschuß nach den dießfalls gepflogenen Verhandlungen im heurigen Landtage dem Landcsausschusse überlassen hat, stellt Richard Dollenz, Director der Slaper Weinbauschule, an das Centrale die Anfrage, weshalb an der hiesigen Lehrerbildungsanstalt für den Unterricht in der Landlvirthfchafk noch immer kein Fachmann ange-stcllt sei, wie dieß bei der betreffenden Schule in Capodistria der Fall ist. Das Ausschußmitglied Bruß antwortete hierauf, daß schon im Jahre 1872 das Centrale seine Anträge an die Regierung über die Art und Weise des landwirthschastlichen Unterrichtes an den Volksschulen und an der Präparandie gestellt hat. Der Vorsitzende bringt diese Angelegenheit nicht weiter zur Debatte, was die allgemeine Billigung fand, indem eine Landwirthfchastsgcscllschaft, für die cs im eigenen Wirkungskreise vollauf zu thuu gibt, gewiß nicht berufen ist, die Rolle des Vormundes über die Schulbehörden zu übernehmen. Mit dem Antrage des Wanderlehrers Kramer wegen Einführung des verbesserten Zugmayerschen Pfluges mit eisernem Streichbrette aufdemLaude, sowie mit der Art der projectirten Anschaffung und Verbreitung dieser Pflüge hatte sich daS Centrale voll-kommen einverstanden erklärt und die Landesregierung dießsalls um eine Subvention von 300 fl. pro 1884 gebeten. Hiezu bemerkte Richard Dollenz, daß für das Wlppachcr Thal der besagte Pflug zu erschöpft; ohne für die Vollständigkeit unserer Angaben einzustehen, sei nur noch erwähnt, daß weiters Professor Binder auf Deschmann, Herr Alfred Mahr auf Dr. v. Schrey, sodann auf die scheidenden Gäste Toaste ausbrachten, wie überhaupt Herr Mahr mit erfolgreichem Eifer und unverwüstlichem Humor seiner Aufgabe als Vorsitzender des Commerses nachkam. Sehr viel zu dem gelungenen Verlaufe der Feier trugen auch die musikalischen Vorträge bei, die vom Männerchore des Turnvereines in vortrefflicher Weise und unter allgemeinem Applaus zu Gehör gebracht wurden, namentlich zündete der Vortrag des „Deutschen Liedes", bei dem die Versammlung sich erhob und allgemein lebhaften Beifall zollte. Die Militärcapelle unseres heimischen Regimentes e^eculirte iu ausgezeichneter Weise ein gewähltes Programm, darunter auch einen von Herrn Karl Bürger dem Vereine gewidmeten „Turnermarsch", der sehr gefiel und repetirt werden mußte. Ein Toast, den Herr Mahr auf den jungen Compositeur ausbrachte, wurde lebhaft acclamirt. Würdige und von der Versammlung mit allge-meinerTheilnahme begleitete Episoden bildete die Verkündigung der Ernennung des ältesten ausübenden Mitgliedes Herrn Cantoni und des früheren Sprechwarts Herrn Rüting zu Ehrenmitgliedern des Vereines und die Ueberreichung eines Ehrengeschenkes (eine prachtvolle Uhrkette in reichem Etui) seitens der ausübenden Turner an den langjährigen wackeren Borturner leicht sei, indem der dortige zähe Bvdcn wenigstens mit drei Paar Ochsen geackert werden müsse, daher dos Centrale eine Coneurrenz wegen Herstellung eines schweren, jedoch billigen Pfluges für die Wippacher Gegend ausschreiben möge. Ogulin aus Rudolf-Werth sügt bei, daß die Bodenverhältnisse des Tschernembler Bezirkes wegen der schweren Bearbeitung ganz gleich sind mit jenen im Wip-vacher Thale. Der Antrag des Dollenz wird angenommen, wozu Präsident Wurzbach bemerkt, dak der Antragsteller wegen der weiteren Ausführungen dem Centrale die nöthigen Behelfe liefern möge, was dieser zusagt. Zu der Notiz des Rechenschaftsberichtes über die an das Centrale mitge-tbeilten Statuten der in Wien errichteten Handels-aenossenschast für Molkereiproduete, die in den Novice" veröffentlicht wurden, ergreift abermals Dr Poklukar das Wort, um den heimischen Schmalz-producenten den Absatz ihres Produktes nach Wien ru ern^sb^^' Sodann glaubte der Vorsitzende die vielen vorkornwendm Unrichtigkeiten in den nach der neuen Vermessung angesertigten Besitzbögen von Grund und Boden, welche an die Grundbesitzer durch die Steuerämter vertheilt werden, zur Sprache bringen zu sollen, um die Landleute aus die genaue Beräleichung dieser Ausweise mit den früheren Be- l'ikbögen «ach der alten Katastervermessung auf-melksarn zu machen. xr, Poklukar führt aus eigener Erfahrung doß ihm mehrere Pareellen, in deren Besitz er an, gar nicht ist, zugcschrieben worden waren -, die Land ?eute Müßten daher die neuen Besitzbögen sorgfältig vrüfen »m nicht Schaden zu leiden und für Andere die Steuern zahlen zu müssen Das Mitglied Ogulin bemerkt, daß die vorkoinniendcn Unregelmäßigkeiten daher rühren, weil bei der Reambnlirung fast lauter ezechische Keorneter in Verwendung schänden, die nicht im Stande sind, sich mit dem krainifchen Bauer zu verständigen. Herr Zelcn von Senofetsch ist der Ansicht, daß dk unterlaufenen Fehler im Lause von wenigen crabren behoben sein werden, indem bei Anlage der Grundbücher seitens der Bezirksrichler sehr sorg- Lina welche Hn Bock, Von den Letzteren wurde auch Fräulein Golle in Erwiderung einer Aufmerksamkeit, diese dem Turnvereine bei dessen Ausflug nach Josefsthal erwiesen hatte, ein superbes Bouquet überreich ^^rraschung und gehobene Stimmung . . die Telegramme und Briefe hervor, die ttber-* s zahlreich aus allen Theilen Deutsch-Oesterreichs gekommen waren und in den herzlichsten und ..»«vollsten Worten der Theilnahme und Sym-Me Ausdruck gaben, deren sich der Verein in 'len Kreisen zu erfreuen hat; es liefen im Ver-des Abends nicht weniger als 44 solcher ehren-^ K ndqebungen ein, deren Verlesung stürmischen m -r^ll hervorries. Es langten Briefe und Tele-ein: Von Aussig an der Elbe (Reichsraths-^""",'kneter Wolfrum), Bielitz-Biala (Turnverein), ^ ^Turnverein, Degner), Eilli (Zahlreiche Ge-? ,?„asaenossen, „DeutscheWacht", Dr. Glantschnigg), m (Wastian, Karl v. Naab, Gauturnrath, Deutscher m ^ Thomann, Grazer Turnverein, frühere « ^cker Turner), Gottschee (Gesinnungsgenossen), ^ ^ bürg (Turnverein), Klagensurt (Turnverein), » - "sseld (Turnverein), Leoben (Turnverein), n Osdorf (Künl), Lengenseld (Bamberg), Leipzig ^ 'us), Linz (Turnverein), Marburg (Turnverein), ^ rktl' (Gesinnungsgenossen), Pettau (Turnverein), Turnerverbindung Tafelrunde), Rudolfswerth i^he Gesinnungsgenossen, Freiwillige Feuerwehr), (Turnverein), Schönlinde (Turnverein), Store fällig vorgegangen wird, um den Besitzstand des einzelnen Grundbesitzers richtig zu stellen. Hierauf wurde zum Vorträge des Rechnungsabschlusses pro 1882 geschritten und derselbe ohne Debatte angenommen. Bei dem Voranschläge pro 1884 wünscht Deschmann darüber Aufklärung, wie denn im Voranschlage das Ersorderniß der Husbeschlagschule mit 1284 fl. und die Einnahmen dieser Schule mit 1293 fl. eingestellt sind, während die betreffenden Posten im Rechnungsabschlüsse pro 1882 bloß mit 69 und 113 fl. aus-gewiesen erscheinen, kassier Bruß erwiderte, man habe dießmal auch die Subvention des Ackerbau-Ministers für diele Schule einbezogen. Höchst eigen-thümlich ist es jedenfalls, die einer Schule zu-kommende Subvention als Einnahme aus dem Hufbefchlage anzuführen!! Weiters bemerkte Deschmann, daß in ausfallender Weife im Präliminare sich gar keine Ausgabe für das nach der Zusicherung des Controlors im nächsten Jahre herauszugebende Vcreinsblatt vorsindet, was die Ausführung des im Vorjahre gefaßten Beschlusses der Generalversammlung sehr in Zweifel stellt. Bruß versucht den Ausschuß damit zu rechtfertigen, daß das Präliminare pro 1884 schon Ende Jänner 1883 zusammcngesteUt wurde, als man über die herauszugebende Zeitschrift noch gar nicht verhandelt hatte. Deschmann erklärt dem vorgelegten Präliminare nur unter dem Vorbehalte zuzustimmen, daß das Centrale die Kosten der Herausgabe des Gesellschaft-blattes durch Ersparungen in anderen Ausgabsrubriken aufbringm werde. Das Ausfchußmitglied Murnik meint, daß die betreffenden Kosten sich mindestens auf 1400 fl. belaufen dürften, indem der Redacteur des Blattes ebenfalls wird bezahlt sein wollen. Hierauf wurde zur Ersatzwahl von acht Mitgliedern des Centrales geschritten. Folgende Herren hatten anszuircten: Andreas Bruß, Wenzel Goll, Karl Neveklowskl), Dr. Poklukar, Franz T. Souvan, Franz Witschl und Dr. Max Wurzbach. Das tüchtige Mitglied Peter L aßnik hatte schon im Sommer sein Mandat nicdergelegt. Bei der Abgabe der Stimmzettel wurde gar keine genaue Controle geübt, daher bei der hierauf erfolgten Wahl des Sceretärs Ritter v. Gutmannsthal den Antrag stellte, (Wannisch, Damasko, Tischgesellschaft)), Tetschen-Bodenbach (Turnverein), Triest (Turnverein Eintracht), Troppau (Turnverein), Villach (Turnverein), Weißenstein (Graf Blagay), Wien «Erster Wiener Turnverein, Kreisturnrath, Reichsrathsabgeordneter Dr. Sturm), Znaim (Turnverein), Zugmantel (Auerbach). Als der eigentliche Festcommers bereits beendet war und ein Theil der Gäste sich entfernt hatte, begann es im Saale in anderer Weise lebhaft zu werden, indem die Jugend sich dem Tanzvergnügen hingab und demselben mit unermüdlicher Ausdauer bis lange nach Mitternacht huldigte. Damit endete die schöne Feier, die in überaus gelungener Weise arrangirt war, einen abwechslungsreichen, würdigen Verlauf nahm und sicherlich der deutschen Gesellschaft Laibachs noch lange in der angenehmsten und freundlichsten Erinnerung bleiben wird. Der Laibacher Turnverein aber darf mit vollster Befriedigung auf diese Gründungsfeier als den Abschluß seiner bisherigen zwanzigjährigen Thätigkeit zurückblicken. Er fahre forti mit gleichem Eifer und gleichem Geschick zu wirken und zu streben auf der bisherigen, mit so viel Erfolg eingehaltenen Bahn, dann wird es ihm gegönnt sein, in kommenden Jahren, begleitet von den uageschwachten Sympathien seiner zahlreichen Freunde und Gesinnungsgenossen, eine gleich glänzende Feier zu begehen, wie es die am 18. November war. „Gut Heil!" cs möge vom Präsidium für eine entsprechende Con-trolirung der Stimmenabgabe vorgeforgt werden. Präsident W u r z b a ch ordnet an, daß jeder Wähler sein Stimmzettel in die vor dem Präsidium befindliche Urne abgebe und Herr Bruß das Namens-verzeichniß der Wähler führe. Hierauf referirt Murnik über die um den Secretärsposten sich bewerbenden drei Competenten: Karl Reichel, Gustav Pirz und Ernst Kramer; alle drei weisen sich mit Zeugnissen über die an laudwirthschastlichen Mittelschulen, beziehungsweise an der Hochschule für Bodeneultur zurückgelegten Studien aus; vom Centrale wird Gustav Pirz der Versammlung zur Wahl anempsohlen. Das vorgenommene Serutinium der abgegebenen Wahl-zettel ergab für Kramer 60. für Pirz 58 Stimmen. Präsident Wurzbach bemerkt, daß nach der Aufzeichnung des Schriftführers Bruß nur 107 Mitglieder gewählt haben, während 118 Wahlzettel vorhanden sind, daher die Wahl zweifelhaft erscheint. Dr. Karl B l ei w e i s - T erst e n i S ki beantragt die Vornahme einer Neuwahl, wogegen leb-haster Protest von einer Seite erhoben wird. Präsident Wurzbach will die schon stark gelichtet! Versammlung abstimmen lassen, ob die Wahl giltic sei oder nicht. Deschmann bemerkt, daß das Präsidium nur das Wahlergebniß zu eonstatirel habe und ihm das Recht zur Veranlassung dn beabsichtigten Abstimmung gar nicht zustehe, denn bei der Abgabe der Wahlzettel sei die strengste Controle bezüglich der einzelnen Mitglieder geübt worden, Niemand habe ein doppeltes Stimmzettel abgegeben, wohl aber sei cs erklärlich, daß der schon achtzigjährige Schriftführer bei dem Gedränge vor der Urne der genauen Auszeichnung der einzelnen Wähler nicht nachkommen konnte. Ritter v. Gutmannsthal protestirt gegen die Anzweiflung der Giltigkeit der vorgenommenen Wahl und gegen eine allsälligc Neuwahl. Hierauf verlassen die meisten Wähler Kramer's den Saal mit Protest. Der Regierungseommissär Julius v. Wurzbach spricht sich dahin aus, daß mit Rücksicht aus die große Anzahl der Mitglieder, die sich bereits entfernt hatten, die Neuwahl dcS Sceretärs in einer neu einzuberufenden Generalversammlung vorgenommen werde. Auch Präsident Karl Wurzbach ist dieser Ansicht, nachdem inzwischen die Versammlung beschlußunfähig geworden war; demnach wird eine neue Generalversammlung zur Neuwahl des Seere-" tärs und zur engeren Wahl von zwei Mitgliedern des Centrales, sowie zur Erledigung von sonstigen noch auf der Tagesordnung gestandenen Gegenständen zu Beginn des Deeember l. I. einberufen werden. Das Ergebniß des Serutiniums der für die Wahl der acht Mitglieder des Centrales abgegebenen 114 Stimmen war folgendes: Wenzel Goll 111 Stimmen, Karl Neveklowskl) 96 Franz Witschl 88, Dr. Max Wurzbach 87, Otto Detela 78, Andreas Bruß 67; außerdem erhielten Dr. Poklukar 56, Franz F. Souvan sen. 54, Dr. Albert Schindler 51, Leopold Baron Lichtenberg 50 Stimmen. Wie aus diesem Stimmenverhältnisse zu ersehen ist. wollen die klerikalen von einem Ersätze alter Mitglieder, worunter z. B. Franz F. Souvan und Bruß schon über 80 Jahre zählen, durch junge Kräfte durchaus nichts wissen. In der nächsten Generalversammlung wird die engere Wahl unter den letztgenannten Herren stattfinden. ZumSchlagwor1e„Gleichberechtigung". Nach einem Bericht der „Grazer Tagespost" mußte ein bei einem südsteiermärkifchen Bezirksgerichte angeftclltcr, in hiesigen Gesellschaftskreisen wohlbekannter Adjunet aus dem Ausschüsse der Ortsgruppe des Deutschen SchulvereineS über Auftrag des Justizministers austreten. Die „Deutsche Zeitung" knüpft an diesen die persönlich: Freiheit beschränkenden Act nachstehende Betrachtung: „Die Weisung des Ministers geht von der Voraussetzung aus, cs könnte in einem gemischtsprachigen Bezirkt durch die Mitwirkung eines Gerichtsbeamten bei den Aufgaben des Deutschen Schulvereines die Objectivität des Betreffenden seitens der Bevölkerung in Zweifel gezogen werden. Wir sind allerdings nicht der Ansicht, daß ein Beamter, welcher sich als Angehöriger seiner Nation fühlt, sei er nun ein Deutscher, ein Pole, ein Czeche rc., schon deshalb im Verdachte nicht objeetiven Vorgehens stehen müsse. Würde man aber annehmen, es lasse sich die nationale Gesinnung von der Thätigkcit im Amte nicht trennen, dann müßte diese Voraussetzung nicht nur bei subalternen Beamten, sondern in erster Linie bei den höheren Staatsbeamten zutresfen, und dann dürfte man vor Allem nicht so entschiedene Parteigänger wie den Grafen Schönborn und Freiherrn v. Winkler an die Spitze der Verwaltung von Ländern mit gemischter Bevölkerung stellen. Angesichts des PraLak'schen „Auftrages" sei aber auch darauf verwiesen, daß Baron PraLak eigentlich als „Landsmanns-Minister, als Vertrauensmann der Czechen im Cabinet sitzt. Wenn Baron PraLak den Schein der Objectivität in nationaler Beziehung schon dadurch verletzt fände, daß ein Gcrichtsbeamter im Ausschüsse einer deutschen Ortsgruppe thätig ist, wie könnte er es dann mit der Wahrung der Ob-jeetivität vereinbar halten, daß der ezechische „Lands-mann"-Minister gleichzeitig auch als oberster Chef der Justiz fungirt?" Diesen Bemerkungen möchten wir nur noch beifügen, daß eine nicht geringe Anzahl von Ge-richtsbeamten in slovenischen Vereinen als Obmänner und Ausschüsse das große Wort führt und doch ivurde unseres Erinnerns bisher noch keinem Gerichtsbeamten der Austritt aus nationalen Vereinen deerrtirt. Politische Wochenübersicht. Der Reichsrath wird am 4. December l. I. zusammentreten. Offieielle und subventionirte Blätter stimmen Jubellieder an über den dießmaligen schnellen Verlauf der Delegationssession und über die coulante Haltung der Delegirten, die, ohne in eine längere Debatte und Kritik einzugehen, Alles bewilligten, was die Regierung wünschte. Aus dem den Regierungskreisen nahestehenden „Fremdcnblatt" erfahren wir, daß die Gewerbe-Jnfpectoren nicht für einzelne Zweige der Industrie, und zwar für das ganze Reich, sondern für bestimmte Gebiete ohne Unterschied der Industrie-arten ernannt werden. In Folge besten wird die ursprünglich normirte Zahl von Fabriks-Inspektoren restringirt werden, und zwar auf zehn. Jeder derselben wird ein bestimmtes Gebiet zugewiesen erhalten, welches durch eine besondere Verordnung festgesetzt werden wird. Diese Inspektoren werden Staatsbeamte sein, das heißt, sie werden die Pflichten solcher zu erfüllen haben, ohne die Rechte bezüglich Fixirung der Anstellung, Penfionsfähigkeit zu besitzen. Der Central-Gewerbeinspector hat sich nicht veranlaßt gesunden, dem Minister die Ernennung von zwei Speeialinspeetoren für die Metall- und Textilindustrie anzurathen. Die in Deutschland und der Schweiz mit den Regional-Gewerbeinfpectoren gemachten Erfahrungen sind so günstig, daß man diese Regional-Eintheilung auch bei uns einzuhalten wünscht, es muß aber der Erfolg zeigen, ob die auswärts cingetretenen Erscheinungen sich auch bei unS wiederholen werden. ES werden vorläufig neun Gewcrbeinspcetoren ernannt-, es sind deren Bezüge inclusive Reisepauschale und Quartiergeld auf 4600 fl. jährlich präliminirt. und wird dem Parlamente die dießbezügliche Gcsetzesvorlage bei Beginn der Session unterbreitet werden. Ob diese neun Inspektoren auch nur annäherungsweise dem Bedarse entsprechen wer-den, bleibt abzuwarten, nicht minder, ob eS diesen Beamten möglich sein wird, bei der großen Zahl der in Oesterreich bestehenden Gewerbe und Fabriken den in der Instruction vorgcschriebenen einmaligen jährlichen Besuch zu bewerkstelligen und sich über das Gesehene hinlänglich zu insormiren. Die „N. Fr. Presse" erfährt, daß man sich in Regierungskreisen derzeit wieder ernstlicher mit der Frage der Emission einer Eisenbahnanleihe, deren Erlös theilweise zur Durchführung von Eifenbahnbauten, theilweise zum Erwerbe von Bahnen für Rechnung der Staatsverwaltung dienen soll, beschäftigt. Die liberale Partei des ungarischen Reichstages hat den Gesetzentwurf über die Eheschließung zwischen Christen und Juden in der Speeialdebatte nach der Fassung des Justiz-ausschusses mit unwesentlichen Modifikationen angenommen. Ministerpräsident v. Tis za trat sür die Borlage ein-, er sagte: „Unsere Gesetzgebung mag viele Mängel haben ; keiner derselben ist jedoch so brennend wie jener, welchem dieser Gesetzentwurf al'helfen soll. Eine, man muß zugeben, in vielen Beziehungen mächtige Classe des Volkes ist aus der Gesellschaft auSgestoßen; nun sollen wir die Gelegenheit wieder fahren lassen, um den Uebeln, welche die jahrhundertlange Unterdrückung in dieser Volks-elasse hervorgerufen, abzuhelfen und dieser Classe durch Aufnahme in die Gesellschaft die ihr gebührende Stellung zu gewähren? Bedenken wir die Situation, in welcher wir uns diesem Gesetzentwürfe gegenüber befinden. Seit Jahren wird dieser Gesetzentwurf urgirt. Nun, nachdem er endlich der Legislative unterbreitet, von der Commission verhandelt und uns zur Berathung vorgelegt worden ist, hat sich inzwischen im Lande die antisemitische Agitation geltend gemacht, welche als einen Punkt ihres Programmes die Ablehnung des vorliegenden Gesetzentwurfes ausgenommen hat. Sollen wir etwa den Antisemiten recht geben? Sollen wir uns damit brandmarken, daß wir uns von den Antisemiten haben einschüchtern lassen? Ich halte dieß für unmöglich, und es wäre dieß auch die fürchterlichste Folge der ganzen antisemitischen Bewegung................ Durch Ablehnung dieses Gesetzentwurfes würden wir der antisemitischen Agitation eine Waffe in die Hand geben; es hieße, Regierung und Gesetzgebung wünschten die Verfolgung." Redner bittet nochmals, durch die Annahme dieses Gesetzentwurfes die Regierung zu unterstützen; er ist der Ansicht, daß durch denselben viele weitere Blutopfer erspart werden." Der Reichsrathsabgeordnete Herr Ritter von Chlumeeky hat vor einigen Tagen vor seinen Brünner Wählern seinen Rechenschaftsbericht erstattet und hiebei in einer vortrefflichen Rede in sehr ausführlicher Weise die Vorkommnisse der letzten ReichS-rathsfesfion und die Haltung der liberalen Partei geschildert. Am Schluffe wurde ihm unter allge-meinem Beifall von der Versammlung das Vertrauen votirt. Ausland. König Mi lan von Serbien befahl, daß gegen die Masse der irregeleiteten Bevölkerung mit Nachsicht, gegen die Rädelsführer aber mit vollster Strenge vorzugehen sei. Der Pope Miloje, Lehrer Prnlovie und ein Bauer aus Boljevac wurden als Haupturheber des Aufstandes im Boljevacer Bezirk standrechtlich zum Tode verurtheilt. Am 16. d. Nachmittag« um 2 Uhr erschien im Bureau deS französische» Unterrichtsaii-nisterS der 18jährige Bäckergehilfe Curien und erzwang sich, den Revolver schußbereit in der Hand, den Eintritt in den Salon, in der Meinung, den Hiezu ein Viertel Bogen Beilage. Minister dort zu finden. Der Huissier packte dü Eindringling und eS gelang ihm, denselben zu br-meistern. Der Attentäter, welcher Hochrufe auf di-! ociale Republik und die Commune ausbrachtr,Z ührte außer dem Revolver, dessen Läufe sämmtlichi ;eladen waren, etwa dreißig, mit gehacktem Bleii versehene Patronen mit sich. Er gab an. daß er ini einer geheimen Gesellschaft in Lille den Antrag« gestellt habe, die Mitglieder der Regierung zu tödten;! )ieser Antrag sei angenommen worden und er nach! Paris gekommen, um denselben auszuführen. Er I »dauere, daß ihm dieß mißlungen; ^r werde aber, ^ obald er aus dem Gefängniß komme, wieder ans , Werk gehen und dießmal nicht sein Ziel verfehlen. > Die französischen Journale fahren fort, gegen die Deutschen Schmäh- und Hetz-Artikrl vom Stapel laufen zu lassen. Die „Köln. Zeitung" ? schreibt: „Nicht zufrieden damit, den König von Spanien insultirt zu haben, thut jetzt die franzö-tfche Presse ihr Möglichstes, um dem deutschen Kronprinzen einen schlimmen Empfang seitens der Spanier zu sichern. Dieser von Frankreich begonnenen Straßen-Kriegsführung gegen Deutschland, welche, wie eS scheint, jetzt durch Vermittlung der französischen Journalistik im Auslande eben so weitergesührt werden soll wie im Jnlande. wird sicherlich ein Ende gemacht werden, und die Art und Weise, wie dieß geschieht, kann sür die Angreifer leicht sehr unangenehme Folgen nach sich ziehen." Der preußische Landtag wurde am 20. d. mit einer Thronrede eröffnet, in welcher zunächst constatirt wird, daß die Finanzlage des Staates sich günstiger gestaltet hat und daß die? Einnahmen und Ausgaben im Staatshaushalts-Etat für 1884/85 ohne eine ergänzende Inanspruchnahme des StaatSeredits daS Gleichgewicht halten- Wochen-Chronik. DaS neuerbaute czechische Theater in Prag Ivurde am 18. d. mit großer Entfaltung nationalen PompeS in Gegenwart verschiedener fremder flavifcher Deputationen, worunter auch einer ^ flovenifchen aus Laibach, in demonstrativer Weise? seiner Bestimmung übergeben. Am selben Abende zog um 8 Uhr ein tausendköpsiger Haufe von Studenten und Handwerkern vor das deutsche Theater ! johlend, pfeifend und nationale Lieder, insbesondere Hetzlieder, singend. Dieselbe Scene wiederholte sich vor dem deutschen Casino. Die Ermahnungen der Wache verhinderten weitere Ruhestörungen. Der Empfang des neuerlich deutsche Bezirke Böhmens bereifenden Statthalter- FML. Freiherr» v. Kraus war seitens der Bevölkerung ein sehr kühler und zurückhaltender. Bei der nach Bad Sauerbrunn einberusenen Volksversammlung, bei welcher die National-Clerikalen der südlichen Steiermark eine lebhafte Agitation gegen den Deutschen Schulverein entfalten wollten, fanden sich nur zehn Bauern ein und selbst diese wollten ihre Namen zu den Projekten slovenischer Hetzer nicht hergeben. Wegen des Ueberhandnehmens der Raub-thaten im Essegger und PoLeganer Comitate wurde das Standrecht proclamirt. Aus der Herzegowina trafen Nachrichten ein, daß in den Bezirken Nevesinje, Bilek und Gaeko zwischen Truppen und Insurgenten Zusamiyenstöße stattfanden. ES erschienen über hundert gut bewaffnete CrivoScianer, die in Montenegro seit Mai vorigen JahreS internirt waren, vor der Gendarmerie-Kaserne in Dragalj und griffen die dortigen Gendarmen an. DaS Scharmützel dauerte über zwei volle Stunden, und erst als den Gendarmen eine Compagnie des Mobil-BataillonS Baron Jovanovie auS Grgavac zu Hilfe kam, zogen sich die CrivoS- Beilage zu Nr. 172 des „Laibacher Wochenblattes". cianer über die Grenze nach Montenegro zurück. Ton den Gedärmen, welche in der befestigten Kaserne aut postirt waren, wurde keiner verwundet. Kronprinz Erzherzog Rudolf und Kronprinzessin Erzherzogin Stefanie werden, neuesten Nachrichten zufolge, den ständigen Aufenthalt in Prag aufgeben; die Auflassung des dortigen Hausstandes ist bereits im Zu^. .... Der czechlsche Größenwahn >>t im weiteren Steigen begriffen; bei dem am 20 d. in Prag abgehaltenen Festbankett hielt der czechjsche Landesausschußbeisiher Skarda eine Rede, in welcher er erklärte, daß das Czechcnthum kämpfen werde, bis die Wenzelskrone auf dcm Haupte des Kaisers prangen werde. Die Königskrönung sei daS Endziel der czechifchen Bestrebungen. Zn den Straßen Wiens wurden neuerlich socialistische Flugschriften ausgestreut auf-aefunden ; es gelang dcr Polizei, die Wii.kclprcsse w rruiren und in Beschlag zu nehmen Aus den Bischof in Arce Reale (Sicilien) »ersuchte ein Priester aus Rache ein Dolch-Attentat -, der Attentäter wurde sofort verhaftet. Freiherr v. Pretis, Statthalter in Triest, Kat eine Inspektionsreise nach Istrien angetreten. Der Gemeinderath von Rom faßte den Be-sililuß der religiöse Unterricht in den Volks- schulen durch geeignete Personen, ohne Unterschied, ob dieselben Laien oder Geistliche seien, zu ertheilen ist. Bei der am 19. d. stattgehabten Wahl der Bkrirksvertretung in Pettau haben die Deutschen dm Sieg errungen. Am 19. d. um 12 Uhr 35 Minuten wurde die letzte Scheidewand im A r l b er g. T UN ne l im Beisein des Handelsministers. welcher eine deutsche und eiue italienische Ansprache hielt, unter enthusia-kiilä,n Hoch-Rufen und Jntonirung der Volks? mne glücklich gesprengt. Der „Poster Lloyd" empfing eine Corrcspon-den» aus Agram, welche für die Belassung des Barons Ramberg auf dem Posten eincs kSnialicheN Kommissärs plaidirt, nachdem ihm die Barteln ohne Unterschied cntgcgengckommen und ungarische Siaatsidee unter ihm stärker ge-worden. Der königliche Commifsär stehe zudem über den Parteien; seine Persönlichkeit befriedige »„ch dl- «Mi,», Die ru then ischen Hörer an dcr t h c o I o-aisä, c n Facullät in Lemberg haben erklärt, daß sie den Vorträgen über Pädagogik, wenn dicse m polnischer Sprache abgehallen werden sollten, «ickt wehr beiwohnen werden. In ihrer Eingabe an den akademische» Sennl verweilen sie daraus, das, 67 rulhenifche» Alumnen nur 17 Polnische gegen-k st lie« »nd daß man der Majorität Vorlesungen ü. !!«er fremden Sprache nichr ausnölhigen könne Die i>" Oktober l. I. cinberusenen Re kruder im Occupnti onSgeb ictc siehe,ideu /uvvcn welche die erste militärische Auslnldung in X.« t-,.ränzungSbczirksftal oncn eihalten haben, gehen S d, der nächsten Woche zu ihren Abtheilungen dem Oecupationkgcbietc ab. Die Zahl dieser « beträgt 7500 Man». Anfangs Decembcr d eine gleiche Anzahl Uilnuber und Reservisten « deM Occu^'ationSgel'iclc nach Hause emlassen. Dcr Prvceß gegen die Mörder deS Grasen av^rintll ist in lchter Instanz beendet Die könig-Tafel in Budapest verurlheilte den Leibhusaren R »>- Complieen zu sünfzehnjährigem Zücht- ig »s. darnach zehnjährigem Verluste der politischen « ^ s'.'lraerlichc" Rechte und bestätigte daS erstge-lUtheil bezüglich dcr Uebrigen mit dcr ,nr ^ Todesurtheil zuerst an ^ ^ ' dann an PiIeIy vollzogen werde. Die zum Tode vcrmlhcilte» Urheber deS s er-Aufstandes aus Bolj-v.ic, sowie die cntenführer Didiä und Gjustä wurden in ZajLar standrechtlich erschossen. Zur Beleuchtung der Haltung Rußlands gegenüber dcm serbischen Aufstande wird gemeldet, daß der flüchtige Parteiführer Nikola Pafchie bei dem russischen Gcne-ral-Consul in Widdin Zuflucht suchte und dasellist mit großer Auszeichnung und Zuvorkommenheit ausgenommen wurde. In Belgrad betrachtet man dieses Factum als Beweis für das Einverständniß zwischen Rußland und den serbischen Insurgenten. Der steiermärkische Landesausschuß hat dem Museal-Vereine in Cilli 200 fl. für die Conser-virungsarbeiten in den Schloßruinen Ober-Cilli's bewilligt. In Madrid wird während der Anwesenheit des deutschen Kronprinzen die Enthüllung des Columbus-Denkmals stattfinden Provinz- und Local-Nachrichten. — (Kaiserliche Auszeichnung.) Dem bisherigen Jnspector der hiesigen Tabakfabrik, Herrn Johann Rezori, wurde von Sr. Majestät in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung der Titel und Charakter eines Oberinspectors verliehen. Diese Auszeichnung wurde hier in weitesten Kreisen mit lebhafter Theilnahme ausgenommen, nachdem sich Herr Oberinspector Rezori, der sich durch den unter seiner Leitung erfolgten Ausbau und die musterhafte Verwaltung der hiesigen Tabaksabrik um die Stadt wahrhaft verdient gemacht hat, der allgemeinen Achtung und Sympathie erfreut. Herr Franz Ritter v. Paller, k. k. Statthaltereirath in Pension, wurde vom Verwaltungs-Ausschusse der Bezirkssparcasse Umgebung Graz in der Sitzung vom 15, d. M. zum Directionsmitgliede der genannten Sparkasse erwählt. — Dem Finanz-Sekretär Herrn Martin Golf in Laibach wurde in Anerkennung seiner eifrigen und ersprießlichen Dienstleistung taxfrei der Titel und Charakter eines Finanz-rathes verliehen. — (Trauung.) Vorgestern Mittags fand in der hiesigen fürstbischöflichen Hauskapelle die Trauung der Baronesse Marie Winkler, Tochter des Herrn Landespräsidenten, mit Herrn Anton Grasen Pace, Bezirkshauptmann in Loitsch, statt. . — (Der Laibacher Gemeinderath) verlieh dem bekannten Slavisten Professor Miklo-sich anläßlich seines 70. Geburtstages das Ehren-bürgerrecht. Dem berühmten Gelehrten kamen auch sonst zahlreiche Ovationen und Anerkennungen aus dem In- und Auslande zu, worunter wir insbesondere eine in sehr schmeichelhaften Ausdrücken abgefaßte Adresse der philosophischen Facultät dcr Universität Bonn erwähnen. — (Der Namenstag Jh r er Maje st ät der Kaiserin Elisabeth) wurde durch einen in der Domkirche celebrirten Gottesdienst gefeiert, welchem die Staats-, Landes- und Gemeinde-Autoritäten, die Vorstände und Schutzfrauen des Kaiserin Elisabeth-Kindeispitalcs und viele Andächtige beiwohnten. — (Politische Wa nd e r p r e dig er.) In Bestätigung dessen, was wir in unserem letzten Leitartikel über die innerhalb der nationalen Partei herrschende Strömung zu berichten in der Lage waren, scheinen die zur Negierungsmajorität zählenden nationalen Landtagsadgeordnelen das Bedürsniß zu fühlen, durch politische Wanderpredigten sich vor der Wählerschaft zu rechtfertigen und womöglich ihre Position zu stärken. Zu solchem Zwecke sprachen am letzten Sonntag in Mannsburg vor einem nicht allzu großen, aus vcm Orte und Umgebung stammenden Publikum die nationalen Abgeordneten Kersnik und Schuklje; auS den Ausführungen beider Herren erfuhr man zwar nicht viel Neues, immerhin aber kann einiges davon registrirt werden. So ist aus den Bemerkungen des Abgeordneten Kersnik nämlich der längst bekannte und bloß von unverfroren § Officiöfen kecklich in Abrede gestellte Umstand zu constatiren, daß die Großgrundbesitzerwahlen von nationaler Seite nur im Wege des Compromisses gegen dem verificirt wurden, daß die liberale Minorität im Landtage verbleibe und es so ermögliche, daß die Wahlreform „unter Dach" gebracht werde. Wenn Herr Kersnik hiebei der Hoffnung Ausdruck gab, daß die unter den nationalen Abgeordneten eingetretene Spaltung nur ein paar Wochen dauern werde, so haben wir selbst eine solche Möglichkeit schon mehrfach angedeutet; was wird aber Herr von Winkler dazu sagen, wenn einer seiner nationalen Negierungspolitiker ihm so in's Concept fährt und lästerlich verkündet, daß sie alsbald mit der von ihm seit allerneuester Zeit verfehmten Clique des „Slov. Narod", mit den VoLnjaks und Zarniks, wieder gemeinsame Sache machen wollen? Was wird die arme „Laibacher Zeitung" dann sagen müssen? Auch sonst wird Baron Winkler bei der Lectüre dieser Mannsburger Sonntagsplaudereien vielleicht ausgerufen haben: „Gott schütze mich vor meinen Freunden !" Bezüglich der oft genannten 600 fl. für den Unterricht in der zweiten Landessprache, die das Amtsblatt ebenfalls als Paradepferd reiten mußte zum Beweise der versöhnlichen Gesinnung und der einsichtigen Haltung der Landtagsmajorität, hat nämlich Pros. Schuklje beim fraglichen Anlasse ebenfalls alle Illusionen zerstört und unumwunden verkündet, haß auch hier nur eine Pression den Ausschlag gab und daß einzig der Umstand, Herr v. Winkler könnte über die Verweigerung dieser 600 fl. straucheln, bei der Bewilligung maßgebend war. Unsere Leser erinnern sich, daß wir auch in dem Punkte die nun von competenter Seite einbekannte Sachlage schon vor längerer Zeit zu melden in der Lage waren. Recht charakteristisch war es auch und bezeichnend für die, von der Wahlreform und Wahlverification abgesehen, in der That trostlose Inhaltslosigkeit der verflossenen Landtagssession, daß so eifrige nationale Apostel, wie die genannten Herren, außer dem Jagdkartengesetze auf keine positiven Resultate derselben zu verweisen vermochten und es lediglich versuchen mußten, mit beantragten Enqueten und ähnlichen Lückenbüßern für thatfächliche Leistungen Staat zu machen. — (Der Deutsche Schulve rein in Wien) faßte den Beschluß, wider den Erlaß des Bezirksschulrates Tschernembl, mit welchem die Vorlage jedes vom Deutschen Schulvereine der Schule in Maierle zukommenden Buches an den Bezirks-schulrath verordnet wurde, den Recurs zu ergreifen. — (Die Gefchworncn liste des hiesigen Schwurgerichtshofes) für die am 3. December beginnende» Sitzungen lautet, wie folgt: 1. Haup t-G efchw orne: Anton Aubel, Hausbesitzer, und Friedrich Bürger, Comptoirist, in Laibach; Ferdinand Burger, Grundbesitzer in KoZ-kepoljane; Alois Dekleva, Verzehrungssteuer-Director, Raimund Ritter v. Dittel, k. k. pens. Oberst, und Anton Ritter v. Gariboldi, Hausbesitzer, in Laibach; Franz Gollob, Realitätenbesitzer in Oberlaibach; Lukas Grilc, Tuchfabrikant in Zgosch; Johann Gusell, Realitätenbesitzer in Bischoflack; Barthelmä Hren, pens. k. k Steuereinnehmer, Anton Jeloönik, Handlungsbuchhalter, Anton Jentl, Handelsmann, Anton Jeranöiü.jun., Hausbesitzer, Franz Knobloch, pens. k. k. Oberst, und Josef Kordin, Hausbesitzer, sämmtlich in Laibach; Anton Kraliv, Grundbesitzer in Kremenza; Alois Krenner, Fabriksbesitzer in Bischoflack; Raimund Krisper, Handelsmann in Krainburg; Karl Lacheiner, Hausbesitzer in Laibach; Josef Lauriö, Grundbesitzer und Wirth in Waitsch; Karl Maier, Realitätenbesitzer in Oberlaibach; Peter Majdiü, Realitätenbesitzer und Kunstmühlenbesitzer in Krainburg und Jarsche; Ludwig Matajc, Grundbesitzer in Strasisch; Josef Matjan, Grundbesitzer in St. Veit; Heinrich Maurer, Gutsbesitzer und Handelsmann in Laibach; Martin Pettan, Handelsmann in Krainburg; Josef Pollak, Hausbesitzer in Stein; Ferdinand Simonetti, Hausbesitzer und Goldschmied, Victor Smole, Hausbesitzer, und Ferdinand Souvan, Handelsmann, in Laibach; Josef Tomek, Gutsbesitzer in Kroisenegg; Wilhelm Treo, Hausbesitzer, und Gabriel Urbas, Civilspitals-Controlor, in Laibach; Johann Wakonigg, Hausbesitzer in Littai; Anton Wester, Grundbesitzer in Auritz; Philipp Zupanöiö, Hausbesitzer in Laibach. II. Ergänzungs-Geschworne: Josef Bokau, Hausbesitzer, Ludwig Businaro, Hausbesitzer, Barthelmä 6erne, Metzger und Wirth, Johann Dolcher, Hausbesitzer, Johann Gogola, Hadernhändler, Mathias Jager, Hausbesitzer, Georg Kunöiö, Hausbesitzer, Michael Lauriü, Handlungscommis, Anton Slivar, Hausbesitzer, sämmtlich in Laibach. — (Aufgehobene Confiscation.) In voriger Woche wurde die in Cilli erscheinende „Deutsche Wacht" von der Staatsanwaltschaft con-fiscirt, das dortige Kreisgericht jedoch hat die Beschlagnahme aufgehoben. Die Motive des kreisgericht-lichen Erkenntnisses lauten: „In Nr. 85 der periodischen Druckschrift „Deutsche Wacht" wird unter der Aufschrift: „Ein Wunsch der Czechen realisirt" die Berufung des Statthaltereirathes German in's Unterrichtsministerium besprochen und diese Verfügung einer Kritik unterzogen, wie sie durch die Tendenz des Blattes geboten erscheint. Die Berechtigung der Presse, Tagesfragen und Veränderungen im Staate zu besprechen und kritisch zu beleuchten, kann der^ selben mit Rücksicht auf die Verfassung nicht abgesprochen werden, und muß auch mit Rücksicht darauf der fragliche Artikel in seinem Zusammenhangs als ein Ganzes in Betracht gezogen werden. Man findet demgemäß, daß die Berufung des Statthalkereirathes German in's Unterrichtsministerium nur für die oppositionelle Partei und für die zukünftige Lage derselben ungünstig, und glaubt, daß durch die Stattgebung der Wünsche einzelner Nationen die Stabilität der Verwaltung erschüttert werde und daß demgemäß die Negierung nach der Ansicht jener Partei, welche die Druckschrift zu vertreten sich berufen fühlt, nach den Gesetzen der schiefen Ebene unausweichlich hinabgleiten müsse, und daß die Bewohner deutscher Nationalität Oesterreichs nunmehr durch Thaten, soweit ihnen solche vom gesetzlichen Standpunkte aus zulässig sind, sich bemerkbar machen müssen, um ihre Wünsche erfüllt zu sehen, da sie durch Worte dieß nicht zu erreichen vermögen. Da nun in dem fraglichen Artikel jene Momente, welche den Thatbestand des Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung gemäß § 300 St.-G. begründen könnten, nicht vorliegen, und einzelne Worte und Sätze nicht allein, sondern in ihrem Zusammenhangs aufgefaßt werden müssen, so konnte bei dieser Sachlage auf den staatsanwalt-schaftlichen Antrag nicht eingegangen werden." Gegen dieses Erkenntniß wurde von Seite der Staatsanwaltschaft die Beschwerde erhoben. Das Oberlandesgericht in Graz verwarf jedoch dieselbe und bestätigte daS Erkenntniß des Kreisgerichtes. — (Casinoverein.) Die im vorigen Jahre mit so viel Erfolg eingeführten und so vielfach beliebt gewordenen Tanzübungen sollen auch in der heurigen Wintersaison fortgesetzt werden. Dieselben finden ebenfalls wieder im Balconfaale, in der gleichen, zwanglos geselligen Weise wie im Vorjahre statt und beginnen jedesmal um 8 Uhr Abends. Die beiden nächsten derartigen Unterhaltungen finden Samstag den 1. und Samstag den 15. December l. I. statt. Aller Voraussicht nach wird der Besuch auch in dieser Saison gleichfalls zahlreich und animirt sein wie in der verflossenen. — (Kammermusik-Abende.) Die Direktion der philharmonischen Gesellschaft veranstaltet im Laufe der Wintersaison 1888/64 vier Kammermusik-Abende, bei welchen die Herren Zöhrer (Clavier), Gerstner (1. Violine), Pfefferer (2. Violine), Mo-rawec (Viola) und der Musikdirektor Korel aus Marburg (Cello) Mitwirken werden. Der dießfällige SubscriptionSbogen liegt in der Handlung deS Herrn Karl Karinger (RathhauSplatz) auf. — (Am zweiten Vereinsabende der Sektion „Krain" den 12. d. M.) wurden den zahlreich versammelten Vereinsmitgliedern interessante Mittheilungen aus dem Gebiete der Vaterlandskunde geboten. Professor Linhart gabeinesehr anziehende Schilderung der Friedrich st einer Eisgrotte im Gottscheer Gebiete mit einer Zeichnung ihres vertikalen Durchschnittes. Wir verweisen unsere Leser auf die im Feuilleton deS „Laibacher Wochenblatt" Nr. 159 vom 25. August d. I. gegebene Beschreibung dieser Naturmerkwürdigkeit Krains. Vor zwanzig Jahren wurde im Sommer viel Eis aus dieser Grotte für die Bierbrauerei in Gottschee gewonnen, seitdem jedoch ist sie fast völlig in Vergessenheit ge-rathen. erst Heuer ist sie durch Herrn Linhart näher untersucht worden. Insoweit sie bisher bekannt ist, stehen ihre Eisgebilde jenen der berühmtesten Eishöhlen Europa's nicht nach, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß sich in ihren Seltengängen noch andere mächtige Eisablagerungen vorfinden. Es mögen daher die Naturfreunde, namentlich jene, die in Gottschee domiciliren, die weitere Erforschung dieser Grotte zu verschiedenen Jahreszeiten, auch bezüglich derZu-und Abnahme der Eisbildung in derselben, sich angelegen sein lassen. Den Rest des Vereinsabendes füllte ein längerer Vortrag des Vereinsobmannes De schm ann über zwei weniger bekannte ältere Kartenwerke aus, die für die krainische Kartographie von Wichtigkeit sind. Zum ersten Male erscheint unser Land in der zur Zeit des römischen Kaisers Theodosius aufgenommenen römischen Straßenkarte, der sogenannten Peutinger'schen Tafel, als zu Noricum gehörig verzeichnet. Der Vortragende besprach die Geschichte dieser merkwürdigen Kartenwerkes und zeigte nach der splendiden, im Jahre 1825 von der königlich bairischen Akademie der Wissenschaften besorgten Ausgabe eine genaue Copie des in der Wiener Hofbibliothek befindlichen Originales vor. An dem Zustandekommen dieser Ausgabe betheiligten sich auch die krainischen Gelehrten Kopitar und Vodnik, denen in der Vorrede der Dank der Herausgeber ausgedrückt wird. Für die Geschichte der Alpinistik ist die Peutinger'sche Tafel, insoweit sie sich auf das heutige Krain bezieht, insoferne von Wichtigkeit, als darin die julifchen Alpen dem heutigen Birn-baumer Walde entsprechend angeführt und durch das graphische Zeichen eines schroffen Gebirgszuges angedeutet sind. Die Station ack tngiäiim, das heutige Heidenschaft am Hubelflusse befindet sich am Fuße der Alpen; am höchsten Punkte derselben zwischen Aquileja und Nauportum (Oberlaibach) war die Station in alpo ^ulia (heute Hruschiza im Biern-baumer Walde). Der Vortragende gab sodann nähere Details über die von der heutigen kartographischen Darstellung ganz abweichende Zeichnung jener nur ür militärische Zwecke bestimmten Straßenkarte, worin die Flußläufe höchst mangelhaft dargestellt sind und nur bezüglich der an ihnen befindlichen Ueber-»rückungen in Betracht kommen, daher auch der !?aibachfluß und die Save in der Peutinger'schen Tafel als ein und der nämliche Fluß gezeichnet sind. Zum Schlüsse besprach Obmann Deschmann sehr eingehend die im vorigen Jahrhunderte aufKosten der Stände Krains herausgegebene, treffliche Floriantschitsch'sche Karte des Herzogthuines Krain, worüber wir uns den ausführlicheren Bericht für eine der nächsten Nummern Vorbehalten. — (Einladung zum dritten Vereins abend der Sektion „Krain" am 26. November) um 8 Uhr Abends im Casinoclubzimmer. Tagesordnung: Des Engländers Humphry Davy Reisen in Krain. Von Obmann Deschmann. — (Landschaftliches Theater.) „Der Bettel st udent" rechtfertigte die in ihn gesetzten Erwartungen vollauf; in sechs unmittelbar aufeinander folgenden Aufführungen erzielte er theils volle, theilS ausverkaufte Häuser; die sechste Aufführung fand am vorigen Sonntag bei Beleuchtung des äußeren Schauplatzes zur Vorfeier des NamenS-tageS Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth statt. Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Operette, in angemessenen Pausen wiederkehrend, noch längere Zeit zugkräftig bleiben wird. — Am Dienstag ging zum Vortheile des Herrn Niedt „Wilhelm Tel!" über die Bretter. Der Benefieiant wurde unter Ueberreichung eines Lorbeerkranzes mit lebhaftem Beifalle empfangen und bot als „Werner Stauffacher" eine ganz respectable und befriedigende Leistung; auch sonst war die Aufführung eine recht anständige und gerundete und einzelne Mängel beeinträchtigten nicht die zufriedenstellende Gesammtwir-kung. Von den Darstellern der größeren Rollen ragte keiner besonders hervor, aber alle waren sichtlich und anerkennenswerth bemüht, ihren Aufgaben gerecht zu werden; wenn wir Fräulein v. Kanitz noch besonders nennen, geschieht es nur deshalb, weil ihre „Bertha von Bruneck" ein „erster Versuch" im höheren Schauspiel gewesen sein soll und als solcher immerhin annehmbar war. An wiederholtem und lebhaftem Beifall fehlte es den Abend hindurch nicht. Schiller'S herrliche Gedanken und hinreißende Sprache verfehlen eben nicht leicht ihre Wirkung. Das Haus war nicht schlecht besucht, doch nicht so voll, als es ohne Zweifel der Fall gewesen wäre, wenn die Vorstellung nicht gerade auf sechs überfüllte Operetten-Aufführungen gefolgt wäre. — Am Mittwoch eröffneten die bekannten Zwergkomiker Kiß Jozsi und Jean Piccolo ein Gastspiel mit Berla's „Unsere Lehrbuben" als „Gottlieb Blattl" und „Natzl", einer älteren, aber noch immer wirksamen Posse. Beide Gäste, insbesondere Jean Piccolo als „Natzl", bewährten sich als gewandte Schauspieler und ernteten mehrfachen Beifall; die einheimischen Kräfte unterstützten sie auf's Beste. — (Aus der Bühnenwelt.) Die Operette „Der Bettelstudent" wurde bisher in Berlin 250, in Hamburg 150, in Wien über 100, in Leipzig 80, in Budapest 70, in München 60mal, in Graz 50mal und nicht nur in deutscher, sondern auch in französischer, englischer, spanischer, schwedischer, russischer und polnischer Sprache zur Aufführung gebracht. — (Sängerabend.) Am vorigen Donnerstage fand ein im Casinoglassalon vom Männerchor der philharmonischen Gesellschaft zu Ehren seines Mitgliedes Herrn Franz Eder veranstalteter Sängerabend statt, welcher sein 50jähriges Jubiläum als ausübender Sänger feierte, gewiß ein seltenes Zeugniß hingebenden Eifers für die musikalische Kunst. Der Abend war von ausübenden und unterstützenden Mitgliedern der philharmonischen Gesellschaft und solchen des Casinovereines zahlreich besucht, brachte dem Jubilar als Zeichen der allgemeinen Werth» schätzung, die er in Sängerkreisen genießt, zahlreiche Ovationen und nahm überhaupt einen recht gelungenen und animirten Verlauf. — (Was ist ein Nemschkutar?) Eine Erklärung dieses Schimpfwortes, womit die VolkS-führer die ihnen unbequemen Gegner in Acht und Bann zu legen pflegen, gibt die in Laibach erscheinende Zeitschrift „Ljudski GlaS" in folgender zutreffender Weise: „Ein Nemschkutar ist bei den Pervaken Jeder, der nicht so roh und ungebildet ist als sie selbst; Nemschkutar ist Jeder, der nicht durch Dick mit ihnen geht, der nicht mit ihnen Cham» pagner trinkt und nicht so zu fluchen versteht wie sie; Nemschkutar ist Jedermann, der von der Nationalitätenhetze nichts wissen will; Nemschkutars sind alle Jene, welche die Pervaken genau kennen und dem Volke die Augen über ihr verwerfliches Treiben öffnen. Mit einem Worte, wer nicht mit ihnen geht, ist ein Feind der Nation, denn jene Genercilgewaltiaen nehmen für sich Privilegium in Anspruch, daß eigentlich nur sie die Nation sind." — (Zur Frage über die Ber staatlich ung der Kronprinz Rudolfbahn.) Die Gerüchte über die bevorstehende Wiederaufnahme der Verhandlungen wegen Ankaufes der Kronprinz Rudolfbahn durch den Staat erhalten sich. Eme dießbezügliche Einladung der Negierung hat der Verwaltungsrath der Rudolfbahn bisher nicht erhalten, doch ist es nach gewissen Anzeichen immerhin möglich, daß die Regierung wieder an die Rudolfbahn herantritt, und es ist auch möglich, daß diese Angelegenheit in einen gewissen Zusammenhang mit der Verstaatlichung der Franz Josefbahn gebracht wird. .— (Der Elisabeth-Markt! war zahlreich besucht und ein ziemlich lebhafter Verkehr in allen Geschäftszweigen, namentlich in der Manufactur-Lranche. Auf dem Viehmarklplatze standen 400 Stück Hornvieh und 250 Stück Pferde; Viehhändler und Fleischhauer aus Görz, Triest, Fiume, Pola, Kärnten und Tirol machten nennenswerthe Ankäufe. Die städtischen Organe werden in der Folge dafür zu sorgen haben, daß der Straßenverkehr nächst der Zündholzfabrik in der Polanavorstadt durch aufgestelltes Vieh und Fuhrwerk nicht gehemmt werde. .— (Dichte Novembernebel) lagerten vom 21. bis 23. d. M. den ganzen Tag über der Stadt Laibach und ihrer Umgebung, während die Gegenden Oberkrains und die höheren Gebirgslagen sich des schönsten Wetters und klaren Sonnenscheines erfreuten. — (Eine große Erdabrutschung) fand am 17- d- >" Trifail statt. Das über dem Tagbaue I gelegene Dorf Doberna bei Retje ist arg gefährdet. Der genannte Bau, das größte Object, ist verschüttet. Die Länge der Rutschung beträgt 300 Meter, die Breite HO Meter. — (Neue Brücke.) Am 4. d wurde die in Gottschce über den Rinsefluß neuerbaute Karls-Lrücke dem allgemeinen Verkehre übergeben. — (Im hiesigen Pfandamte) werden am 29- d. die im September 1882 eingelegten, bisher weder ausgelösten, noch umschriebenen Pfänder im öffentlichen Licilationswege verkauft werden. — (Bei der krainifchen Sparkasse) wurden im Verlaufe des Monats Oktober d. I. von 1488 Parteien 268.229 fl. eingelegt und an 1865 Parteien 286.133 fl. zurückgezahlt. — (Ein Agio-Zuschlag) wird im Monate November bis auf Weiteres für die in Silber ausgedrückten Gebühren von Seite der Eisenbahnen nicht" eingehoben. Vom Büchertische. Der Zeitgenosse". Eine neue Wochenschrift. Serau'sgegebt" vo» Spemann in Berlin »nd Stuttgart-Redocteur 3 ° s. Kürschner. Preis vierteljährig 3 fl-Schon die Persönlichkeit de» auf literarischem Gebiete rühm' Uchst bekannte» RedacleurS bürgt für die Güte des von der Verloasbnclih""^""» sehr gut ausgestatteien Unternel,mens. Der Zeitgenosse" wird Zeitfrage» behandeln »nd überhaupt Alle» besprechen, wn« die Gegenwart im Politischen und sociale». wissenschaftlichen, religiösen »nd künstlerischen Leben bietet AIS Probe brachte» wir kürzlich da» Feuilleton Toiig-Da, Unternehmen sei unseren Lesern bestens empfohlen. ' A. Hartlebe n'r Verlag, Wien, I., Walisisch, ffe 1 sind nachstehend registrirte Novitäten erschienen: Das eiserne Jahrhundert von R. v. S ch w e i g e r-S r ch e n f e l d, 206 Illustrationen und 20 Karlen und Miünen. Pr-i» jc->-r Lieferung 30 kr. Die direkten Stenern (Populäre Darstellung über Steuerverwaltung, Grund-, Gebäude-, Erwerb- und Eiulommen- steuer) von Dr. Sigmund Goldberger, complet 1 fl. 40 kr. Neue Waldgeschichten von P. K. Rosegger (Novellen, Schwänke, Geschichten n. s. w.), Preis 1 fl. 25 kr. Neues deutsches Mährchenbuch (für Kinder) von Ludwig Bech stein, mit Bildern, Prrit 70 kr. Das modern« Tarokspiel iAiüeitnng hiezu) von K. W e r n e r, Preis 70 kr. Verstorbene in Laibach. Am 18. November. Katharina Novak, Arbeiterin, 43 I., Rosengasse Nr. 2-'i, Lungentuberkulose. — Martin Boje, Kreisler, 63 I., Floriansgasse Nr. 30, MaraSmnS. — Fra», Kozoglav, pens. Cooperator, 85 I., PeterSstraße Nr. 23, Altersschwach?. Am 19. November. Andrea» Konobcl, Sträfling, 37 I.. Lastellgasse Nr. 12, Kehlkopfschwindsucht. — FranciSka Zeme, Krcisphysikers - Witwe, 88 I., Polauastraße Nr. 10. MaraSn.uS. Am 20. November. Maria Stalz, SvinnfabrikS-Arbei-terin, 30 I., Polanastraße Nr. 57, Auszehrung nach Beinfraß. 2 m Livilfpitale. Am IS. November. Franr KoLnh, Arbeiter, 21 I., Pyämie. -- Am 16. November. Anna Rnrent, Inwohnerin, 70 I.. chronische Lungentuberkulose. — Johann Selan, Arbeiter, 39 I,, Pyämie. — Am 17. November. Elisabeth KoLel, Magd, 21 I., Typhus. — Am 18. November. Maria Oresek, Inwohnerin, 70 I., Lungenentzündung. Witterullgsliulletirl aus Laibach. L 8 Z Lufldru, inüliilli-Metern auf N reducirt Thermometer nach Lelnu« Siieder-schtag in Millimetern Witterungt-Sharakter TageS- miirel Tage»- nlittel Mari- INUM M>»>- INNM 1« 7,8-2 3 0 -i- 5-Z 10 00 Vormittags trübe. Nachm. Sonnenschein, mondhell. 17 18 19 20 »i 22 7401 -i- o-s -f- 2 » - 2 0 00 Trübe. 74»2 -I- »1 32 -I- 0-5 00 Trübe, kein Sonnenblick. 740 S 2 1 4- 32 -i- 10 00 Anhaltend trübe. 740 7 -i- 22 2 » 00 8S Vormittag« Nebel, Nachmittag» und Abends Regen. 743-S 1-3 3 0 vv o-o Nebel den ganzen Tag. 743 4 ! ! 0-1 j-t- 1-0>— I-o 1 00 Stark nässende Siebet den gaznen Tag. Wochenmarkt-Durchschnittspreise. Mk,.. Dlgz.- Mkt.- Maz.- st. kr. ft. kr. st. kr. st. kr. Weizen pcrHcktolit, 7 96 8 83 Butter per Kilo 85 Korn „ !> 4 5 ?7 Eicr 2 Stuck > 7 Gerste 2 3 18 Rindfleisch pr. Kilo 60 Halbfruchk — —1 6 50 Kalbfleisch 6? meiden „ ö 4 5 7» Schiveinfleisch 56 Hinc 4 8/ 5 Zn Schöpsenfleisch „ Hendel per Stück — 34 Äukuru, „ Erdäpfel 100 Kilo 5 40 5 47 45 2 50, — — Taube» 17 Zinsen per Hcktolit. 8 50 — — Hcn 100 Kilo 4 5 Erbse» „ Kisole» 8 S 50 »0, — — Stroh 100 „ Hol,, Harles, per l 87 — — Rindschmalz Kilo — 96, — — 4 l^-Meter 6 80 L-chwciiischinalz „ — SS — — Holz,weich. „ 4 40 Speck, fnsch — 64 — — Weiu,rotli.100Mcr ->4 „ geräuchert „ 74 .. weisier .. 20 . -Herrn Ä- N .. . g. - Pardon ! Artikel, wie die letzte Enunciotio» der einer war, gegen den polemisirt man nicht, ruhig der Heiterkeit des Publikums. Aber gegen einen ,Laibacher Zeitung" man überläßt ihn Eimiesendel. Die Sühne der Slorrenen Entlockt uns Mitlei-sthriinen. Wozu denn Subventionen? Den Landessiilkel schonen, Die Gelder nicht verschwenden, Die schöne Kunst nicht schänden, — Das war' uns Ällen tieber! „Schwamm d'rüber!" Mehrere Theaterbesucher. Eingeskildel. Herrn r. k. Hof» lieserant und Kreisapotheker in Äorueuburg. Ich wende seit Jahren Ihre Thierheilmittel an, und habe ich e« wesentlich H >«!»- zu verdanken, daß bei der allerorts einen «i»«»»-«>vi» »»rlelitenÄ«,» Ei sind mit Ihrem Viehpulver »II« «I?- und erhält mir dasselbe überhaupt bei einen LÜxlLQlke,» Ere8„,,ckI»^t<8LU8t»i,«I iintei? inet,»«,» Jarischoff, Rußland, Podolische« Gouvernement. k. k. österr. Rittmeister, Gutsbesitzer. Betreffs der Bezugsquellen verweisen wir auf die Annonce „It. I». e»i»e.VI«!»-pulvei-" in heutiger Nummer. <1153) Heller'sche Spielwerke. Die mannigfachen Gebiete der Kunst. Mechanik und Industrie haben in ihrer Totalität keinen zweiten Gegenstand auszuweise», welcher sich so vortrefflich ,l« sinnige» Weihnachtsgeschenk eignet, wie diese al« vollendet anerkannten Heller'schen Spielwcrkc, welche auf allen Ausstellungen. zuletzt in „Melbourne 1881" und ln „Zürich 1883" mit d«n ersten Preisen gekrönt wurden. Er gibt kein, Beziehungen noch so zartkr Statur, daß nicht ein Heller'sches Spielwerk im Sinne de? Worte» daS passendst« Weihnachtsgeschenk wäre. Wo Werthgt>,enstände das Zartgefühl verletzen, Nuyobjckte die Empfindlichkeit reizen, da eignet sich das Spielwerk in vorzüglichster Weise. Ja — aller Welt wird ein solche« willkommen sein. denn wer auf Erden hat keine Stunden der Verern« samung, in welchen ihn jene» Gefühl von Wehmmh oder Verbitterung nberkommt, das inan „Welischnierz" nennt; und wem ist Musik — dies« Universalsprache aller Herzen — in solchen Stunden nicht Trösterin — nicht Zeitverkürzerm! ? — Ein solches Werk ist auch jene» Personei» nicht warm genug zn empfehlen, welche Lebensstellung, Krankheit, Verwaisung u. s. w. zur Einsamkeit verurtheilen. Es bietet Zerstreuung un^ Genuß, umsomehr als der Fabrikant mit feinem Geschmacke das Repertoire jede« einzelnen Werke« zusammenstellr. Die populärsten und besten Tonstücke aus Litern und neuesten Operetten, die modernste» Eompositionen auf dem Gebiete der Tanzmusik, die beliebtesten Lieder der hervorragendsten Tondichter werden in correctester Weise von d»n Hellerscheu Werken zu Gehör gebracht. FürHotels, Restaurants, Conditoreicn n. s. w. gibt ei keine einfachere und sicher»>'e Anziehungskraft als solch ein Spieiwerk. Wie uns von den verschiedensten Seiten bestätigt wird, haben sich die Einnahmen solcher Etablissements durch die Anschaffung eine» Spielwerkel geradezu verdoppelt: darum jenen Wirthen und Geschäftsinhabern, die noch nicht in, Besitze eines Spielwerke« sind, nicht dringend genug anempfohlen werden kann, sich dieser aliso sicher sich erweisenden Zugkrast ohne Zögern zu bedienen; auf Wunsch werden Zahlungserleichterungen gewährt. 1261 Den Herren Geistlichen, welche au» Rücksichten für ihren Stand, oder der Entfernung wegen ljoncerten u. s. w. nicht beiwohnen können-bereitet solch ein Kunstwerk de» schönsten und dauerndste» Genuß. Diesen Winter kommen ISO der besten Werke, im Betrage von Francs 20.000, als Prämien zu> Vertheilung, und kann selbst der Käufer einer kleine» Spieldose dadurch in den Besitz eine» großen Werke» gelangen, da auf je Franc! 2S ein Prämienschein entfällt. Reichhaltige illufirirte Preislisten nebst Plan werd-n auf Verlangen franco zugesandt. Wir rathen, selbst die kleinste Bestellung direct an die Fabrik in Bern zu richten, da dieselbe außer in Nizza nirgend» Niederlagen hält, und vielfach fremde Fabrikate ats echt Heller sche angepriesen werden. Jedes Werk trägt, was wohl zu beachten ist, den Name» deSAabrikanteir 3. H. Heller, welcher auch Lieferant fast aller Höfe und Hoheiten ist. leclinicum 123S » ») rl»»et>tn«n -In^»>«nr-8cl>ul« d> V«rlimol«ter-8ol>lll«. — Voruvt«rtel>t trvi.____ ra—4 Nl-FaiMll ll. Mm besorgt cirs8> z-i Ml Mkr in IZM. 1II«VV»»z Z«lj. XuiizUli i>l Zl«rU«>i!l> >>, k. k. Hoflieferant und Kreis-Apotheker, Ii» v«i» K»»U- »Iv« V«I» vo» L HH ,in»I »,»» Dasselbe bewährt sich als bei regelmäßiger Verabfolgung lau> langjähriger Erprobung bei »»» »I«»' dasselbe uulerslüht lvesentlich auch die natürliche Wider' standskrast der Thiere gegen durchsenchende Einflüsse und vermindert die Inklination zu Drüsen und Kolik. Echt , u beziehen: bei Apotheker, und lull», v. Apotheker; bei und bei R i n»»^ Außerdem befinden sich fast in allen Slädte» »nd Märkte» in de» Kronländer» Depot», welche zeitweise durch die Provinz-Journale veröffentlicht werden. Um Fälschungen vorzillieligen, wird gebeten, darauf zu achten, daß jede Etiquette meinen »nttnstchcnden NamenSzng in rothcr Farbe trägt. Wer mir einen Fälscher meiner geschützten Marke derart »achweist, daß ich denselben der gerichtlichen Bestrafung unterziehe» kau», « I»» KI«».» L«« 1134 »«-Nur das echte-«» Dr. Popp'schc Anatherin-Mliudmlisscr ist sicher wirkend gegen ZllUlhlIMM Herrn vr. ^.6. ?0pp, k. k. Hofzalnuir.ü iu Wien, Stadt, Boguergasfe 2. Momentan v. heftigenZahn-fchnierze» ergriffen, machte ich Gebrauch von Ihre,» rühmlichst bekannten Anat-erin-Mundwasser, worauf der Schmerz sogleich gehoben war. Ich fühle mich daher Ihne» sehr zum Danke verpflichtet, Ihr Anatherin-Mundwasser allen Zahnleidenden auf's Wärmste zu empfehlen. Z a r a. »i-. ^nt. Islsrtintt^v. Depots meiner Präparate besi»den sich in Laibach bei k. Karinger, I. Svoboda. Julius v. Trnkoczy, E. Birschi«. G. Liccoli, Apotbeker^ Vafo Petricir, L. Pirkert, Galan-teriewaarenhandlungen ; Ed. Mahr, Parsumeur; C. Laßnik, Geb.Krisper ^ inAdclsberg: I. Kupferschmidt, Apotheker; Gurkfeld: F. Bömches, Ap. ; Jdria : J.Warto, Apotheker; Krainburg: 6. Schaunik; Apoih.; Riidotfswcrtl, : E. Rizzoli. Apotheker, sowie i» sämmtlichen Apotheken und Galanteriewaaren - Handlungen Krains. (1049) 8M-8NM üks LlkVLMk. Soeben begann zu erscheine» und ist in allen Buchhaudluugen vorräthig: Stenografische Unterrichts-Briefe. Allgemein verständlicher Unterricht in 48 Lcctioncn für daS 8M-8MM Ler SlRllNgÜK nach vr»I»< Ir,!»«, m. Pon (12«!') Osr! ?LUtMLMI. Wohlfeile BolkS-Ausgabe. In 12 Lieferungen K25 kr. --5QPf.--70i»lS. 30K00. 4^. Ilttrtl» kb» « Verlng in Wien, L., WaUfischftasse L. ftlav divlo äow VIüvkv ätv Sanck r j S«« ««« Mrk ll»upt-6evmii im xilllstieeri kslls distet äie II»»»»- «rIosm>>x, velcds I vom Skllkdwiet imcl garülltirt ist. vis vortLeuk»tts LiiliieLtulltz ües usuell klkms» l ist äerkrt, ä»ss im v»uks voll vemgeu Llonstell äuroL I 7 6I»886n S0..4U0 I-« rur sickereuI Llltsokeiällllgkommkll, äLrullter deünäell siok Usupt-1 trsSer vollevelltuellLlark sxeeiell Lver! 1 «ev »«»«» O««» LLl. LLl. LLl. LLl. LN. LN. -rN. Lsviuns L >1. 200, 100. 94.67. 40. 20. Zstauxen in erster OlLsse von Ä. 157,000 2»r Ver-, Nur für Damen ! L^üi .M. bekomnit »>a» ItachstehendeS, welches !» ganz Europa Aufsehen macht, durch fast alle große» Journale besprochen wurde. Nr. I. Molusinc, das Ge-heimniß, um ewig jung zu bleiben. Nr. 2. Nana, daS Geheim-niß, »in ewig schön zu bleiben und schön zu werden. Nr. 3. Das Gehei,nniß, Zähne nie»,als zu verlieren oder Schmerzen z» haben, so auch dieselbe» so weiß wie Perlen zu erhalten und keinen üvlen Gernch au« dem Munde zu bekommen. Nr. -I. Da« Geheimniß, dick zu werde». Alle 4 Specialitäten zusammen koste» nur 1 fi. 88 kr. mit Garantie. Fabrik: Wien, II., «H (11M Ii-4 pro inn t vll! LN «««»««« 56 LN. 1««.««« 106 LN. »«.««« 253 LN. 8«.««« 6 LN. »«.««« 515 LN. ««.«»«« 1036 LN. »«.««« 29,020 LN SO««« LN. TO.««« 19,463 LN. 15.000 150,124 Von äi686n 6e>vinllen 4000 im Oesrtmmtlistrage losullx. Osr Ilauptiistl'er 1. Olasse betrrixt N. »0.000 unü steiirert 8icli in II. -nik N. «0.00«, III. N. »« «««, IV I «« «««, V I »« «««, VI. N. 1««.«««, in VII. -tder Luk evsiit. N S«« «««,8j ec N »««,««« SO«,««« etc. elc. 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Luk Verlangen versenden vir äen amtliclien klaa franco im Voraus nur Linsiektualtme unä erklären uns ferner bereit, bei Xiclit - 6onvenienr äie l^ose gegen liiieknalilung cles Letrages vor äer 2iekung rurUckruueiimen. -> Oie Lusrialilnng äer Kevinns erfolgt planmäßig Dt unter Ltaats-Oarantis. , nsere Oolleete var stets vom 6Iücke liesonäers begünstigt unä kaben vir unseren Interessenten oftmals äie grössten Treffer ausberablt,». a- solclie von Nark «»« ««« !««.«««, 80 00«» «O OOO, 1« ««« etc Voraussiebtlieli kann bei einem solebell auf äer »«81« gegiiilläetell Dllterllsbwell tiberklll üuteine selirregeöetbeiligullgmitLestimmt-beit gerecbllet veräell, unä bitten vir äaber, um alle Aufträge ausfUltreu xu können, uns äie Lestel-lungen balcligst unä ^eäenfalls vor äein !1«. IV«» «I. «I. -ulrominen r!U lassen. l12^6) 6—6 HkTRitiirtti»» «V kil»It-»»«I ^i lli^el-iie^rliäft In Ilamlmrß. 1^. !8. 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(ISZI) 21! -a ZLLZ°Z L . °r!--ZL-- ''ZF » ^Z°ZZZ^.-1Z^ K k-k Z EDZZZk Zl tz °Z^7ZZ L°LEL - ZL-Z^Z-S ^ ^ ^ :ä ^ ^ « T-.S " » Sk^ « dO -4 a « a !U'° ! »> ? t-L ^ L „ V ^ g o a :s ^ 'S Z 6 'LZ a ^ ^ L v ^ 'S ^ 8 «« cr ^s vie r»n^ so^et-villeriiuelle" de^Äki't »I» ein nn-^«rn«^I»n» na«1 niOkI LU rL8ek »u^lö^eniles IVIillel. ^U'isvi'äsnr Ii»t «tie vnr- äen üd^i^en. »uk äio V»nm«n11eei'unx ^»irkenäe» nttok ^l< n VoZ'riux. 6»*» «*i« von «ten Hi snIceiL nnii ol.no K n IlervorLuruten, xonvininen >virck. I- a l d a e I» , 1. ^uni 1880. cir,7) io ^ krok vr älols VLlsots. VorrLtlrix de! peten L«a«»nik, ^ol». L«neIiii»Lnn uvä iu äsu ^pot^elcsn ^'ilk. vvä O. I'ioevN in I-aidseli, vom. ILirxoN in Ruäolksvsrt u»ä in allen ^xotLöLen unä ronom-mirton Llill6ralv»46or6opot3. WN' >vir6 ersucht, »tsis LUsärüelclieL kH»nL ^o8«t-IHv»ssv!' ru vsrlan^sn. "^NE2 I>i<- Hrsi'niluuxs-Liri'ctio» in Ikuilnpt 8t. >» f « I» I Z» » i ! 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Ottensen bei _____________________Hainbnrg 1883. ____________ Herr Ladislaus Possek, Gutsbesitzer i» Poglet, wnr bei der LebeiiSvelsicheruu^S-Gesellschaft i» Lon- Don zu Gunsleu seiner Kinder mit einem bedeutenden Capital versichert. Der General - Repräsentant in Laibach Herr Guido Zeschko bezahlte mir als Vormund daK versicherte Capital au das Allerpünktlichste voll auS. Ich benütze die Gelegenheit, indem ich der Anstalt öffentlich Dank sage, diese überall besten« accredilirte Anstalt Jedermann aus das Wärmste zu empfehlen. Heiligen Geist, 16. November 1883. <1270) Bor», und. I°nn< i «IN (Ikuitki- ohne Erfolg bleibt. Ebenso sicher wirkend bei Kahlköpfigkeit,Haarausfall und Ergrauen derHaare Kein 8M MM! Original - Flaschen »1 fl. SN kr. und Probe-Flaschen » 1 fl. durch vitn^lc» in I>: bei Hrn Ed. Mahr. Schwindel! (.207) 1^ xM MM! Das Roborantium wurde gleichfalls mit den besriediqend-sten Erfolgen bei Gedächtnisschwäche und Kopfschmerzen angewendet. 8 s. « M in Vresösv (Zaelissn). 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Unsere ^QlLntv Monats-Dividende pro Oetoßrvi' a. v. beträgt N. per Einlage rr fl. 50V. — , ,, ,, rT ,, 250.—, 5, -1.^8 ,5 ,, LT ,, 100.—, , „ täalich zmisclicn 9 und 12 Uhr an unserer Lassa erhoben werden. — Nach de» Provinzen geschieht die Auszahlung mittelst Postanweisungen. - Die Capitalsruckzahlunaen finden "ü i^meden Abzug statt, u, zw. für Beträge bis zu fl. 500.— gegen Svtägige, bis zu fl. 1000 — gegen 60tägige, bis zu fl. 5000.- nud darüber gegen Mägige mündliche oder schriftliche ohne >cv KüudigUttg. VII» «>»«« ««I»DI»«!I» L v«, I»i «tolLoINi 1v8 ILniilL- » LI ^ 1., Scholtrnrrng 5. Urstgaffr 7, im 1. Stork. Hebernchmen Aufträge siir die Wiener Börse zum Ein- und Verkaufe aller im offieiellen CourS-Blatte nötigten Effecten gegen mäßige Provision " und prompte Ausführung. i'E WKI.M. G ^vdLllll uorr, K. K. Hot-INLliprLpLrLleiL-rLbrilLLlll ill Vien. ?LIL«8»VKV. MLlLextrLvt-VesiwSkvitsbier. Gegen allgemeine Entkräftung, Brust- und Magenleiden» Abzehrung» Blutarmuth und unregelmäßige Function der Unterleibsorgane. Bestbewährt«» Stärkungsmittel für Necon» valeseenten »ach jeder Krankheit. Preis per Flasche 56 kr. vrllst-MLlLvxtrLvt-Solldoils. Gegen Husten» Heiserkeit» Verschleimung unübertroffen. Wegen zahlreicher Nachahmungen beliebe »lau auf die blaue Packung und Schutzmarke der echte» Malze;tract Bonbons (Bildniß des Erfinders- zu achte». I» blauen Packeten L 6V, 30, 15 und 10 kr. Verdienst-Diplom derJntern. Sanitäts-Ausstellung in London 1881 für Stoffe der Medizin und für Apparate zur Förderung der Gesundheit. Ikes Majestät Königin Viatoris von LnglsnlI. — 8e. königl. iiokeit ilerrog von Ldindurg. — Spencer, ^U88tellnng8-k'rs8illent. — lotin kriv Li-ivkgen, Prä8iilent cle8 Lomites. — Uark juiige, Sekretär. Ä Vonventrirtes MLlLvxtrsvt. Für Brust- u. Lungenleidende, veralteteHusten» Katarrhe, Kehlkopfleiden. — Von sicherem Erfolge und höchst angenehm zu nehmen. — In FlaconS L 1 fl. 12 kr. und L 70 kr. INLlr - vdooolLcke. Sehr »ährend »nd stärkend für körper- und nervenschwache Per, sonen. Dieselbe ist sehr wohlschmeckend und besonders zu empfehlen, wo der Kaffeegei,uß als zu aufregend untersagt ist. '/< Kilo-Packet L fl. I SO, 90 und 60 kr., '/, Kilo-Packet L fl. 2.40, 1.60 und 1.— Gegen Husten, Heiserkeit, Brust- und Magenleide», Entkräftung, Abmagerung, Verdauungsschwäche, bewährteste Stärkungsmittel für Recouvalesceuteu nach jeder Krankheit. 1 SSwLl prLmiirt. > keßrünaot L847. 1 An den Erfinder und einzigen Erzeuger der eckten Malzextract-Präparate Herrn IOIIVH ««»I I It. li. IIoNi» l« ii»n<, I.. k. II:,tI>, Hoflieferant fast aller Souveräne Europas» Wien» Fabriks-Niederlage: Graben» Bräunerstraße 8» Fabrik: Grabenhof» Bräunerstratze Ä. Anerkennungen und Bestellungen von hohen von Wales. Prinzeß de Ligne, Herzogin v»n 'Oldenburg, Valerie englische Bonne, dte Familie Metternich, Elam-G , . täten, die Professoren Dr. Bamberger, Schrötter, Schnitzler, Granichstätten und viele Ändere in Wien Fünf allerneucste Heilbcrichte und Dankesäußerungen vom September 1883 aus Wien und der Provinz. Hunderttaufende, die bereit« ganz aufgegeben waren, sind durch die Johann Hoff schen Malzpräparate (Malz-, »Io,v, 8»ixx, Pfarrer, Euer Hochwohlgeboren! ^ Ich ersuche um sofortige allerrascheste Uebersendung von 13 Flaschen Ihre« Johann Hoff'schen Malzertract-GesundheilSdiereS und zwei Beutel LlialzbonbonS gegen Postnsch-nahme, Ich conftatire mit Vergnügen, dax ich Ihre Fabrikate sehr gern gebrauche und selbe mir auch wohl bekommen und heilkräftig sind. Hochachtungsvoll St, AndrL bei Villach, am S. September 1883. IN. v. Veiolil, Directort-Gattin. Aerztliche Heil - Anerkennung. Euer Wohlgeboren Beehre mit, Ihnen die angenehme Mittheilung zu machen, baß sich die Johann Hoff'schen Malzpräparate bisher bei alle» meinen Kranken, welche an ResvirationSbeschwerden, Appetitmangel, LerdauungSschwäche schon seit längerer Zeit laborirten, mit Erfolg bewährt haben, weshalb ich neuerlich Sie freundlichst ersuche, gegen Postnachnahme unter der Adresse „Herrn Johann Gnschall in Brünn" W Klaschkn Malzertract-GesundheitSbier und 3 Beutel Malzbonbons zu verabfolgen. Achtungsvoll Gronau, am !», September 1883. Nr. Ivübk briiiie, praktischer Arzt. wenn icy nur aryr Lage von oemielven NI1YI neyme, io sNyle Ich ei nehme selbe» bereit« schon L Jahre und habe die Erfahrung gemacht, ! halb ich geneigt wäre, eS öffentlich bekannt zu machen. Mit Wien, am 7. September 1883. »', -»>», HVsiiiriiiK. Man fordere nur lBUdniß de« „ach Aussage Erfinder«), Dem unechten Erzeugnisse Anderer fehlen die Heilkräuterstossc und die richtigeBereitungSneise derJoh, Hoff schen Malzfabrikate und kon der Aerzte schädlich auf die Gesundheit wirken, 1k) lv- Die ersten, echten, schleimlösenden Joh, Hoffschen Brust-MalzbonbonS sind in blauem Papier. Man fordere bei Ankauf ausdrücklich nur solche. "Nkü Johann Hoff sche Malzextract-Bonbons iu blauen Packeten zu VO» 30» 15 nnd ltt kr. »»««'«»bei Vvtei in gegen und habe ich nur die Bitte, dieses Schreiben zum Wohle ähnlich Leidender veröffentlicht zu sehen. Hochachtungsvoll FranziSka Platcnik, Neufünshau«, Goldschlaggasse W. MSUV8cht, daß es mir gut thut, weS-Mit Achtung Konditor, Mariahilferstraße I!r. t>2. die ersten echten Johann Hoffschen Malzfabrikate mit der dnrck^daS k, k, Handelsgericht in Oesterreich und Ungarn einregistrirten Schutzmarke 18—3 trotr cles dnl,l>n K-itsirem-rilrtes. <1264) k. LMI Lwptietilt wie in iiilliLSter uncl reeller ^Vaarv portolrei srsiic» unter ^'aclmaiiine, HLniVo^p6rSXo.--L02vH-I'kl!.6.ü.>V. ' " " .» - fein kraklig , . . . :r.-5» Lludr» ^'rNn Irräkdix . . . 4.,0 dlt»u^'rün IcrLttix . L.-cxtrLfoin Iioollkviu ^lün . L.ttL oellt, fouri^ 4L » oävl fonrix . Isi'ill pvr Kilo 2.:tv « sf«in Li» d«»«» »xlrat^in . 4.— FHnvini'Ir». Xo. Ind. 7.L0 Vmil6l'l?v8st1r.i „ 2 4.11L Hui««««, Nei»< /.Lrt 8 vx. 4.27» kri8el» ^slrovkt p. 8 v». 4.2L « k I' linilo p. I>8. I8I)s. ?.<»" in ttel«'«» NUn ji. 8 4.20 8.10 ooI»t ?.L<» I» r« 11« n rLucrtk. pK «t. L. Lv Ittiuslktt-Nu«» Ir». 4 I.ikr 4.lL Gchki«icKkm-Lmli- Hmlilim« find mir allein vom Professor N. v. Orlice» Schrift^ steiler der Mntheumtik, Wetteud-Berlin» haben. Die Leruo-Gewittnste sind jc^il grvfiarlig, welche Professor von Orlice inil dieser neuen» geheimen Reservat-Kombination erreicht. — Profvecle gratis nnd sraueo. — Wir n'ünsche» ihm Glück z» dieser nene» Errnnneiischafi. b—2__________ D. R. Blasenschw., Pollut. ic, >c, in den schlimmsten Fällen heile in kurzer Zeit sicher und für immer, Prospect u, beglaub,Zeugnisse gratis O. Specialis«, Chaur-de-Font» (Sch,vct,.> ki'M OdmlO'8 FußboLkii-GlMs-Liuk selbst bei geschlo sseuenFenstern yernchlosn.sofort trocknend, init schönem, gegen Nasse halibarem VIa»z. Elegantester und haltbarster Anilnch. Farben: Gelbbraun, 'Liayagoni kdcckendwicOclfarbe) undreui