S WMM NMM- ä A dSL: iaaa«£fts ,11 .». . WWW . ,W^> SSrSäf M 3|\1|T I|tf|V M I IhiibT ««' * f hIU nuuin. SW iÄÄ ▼WfFttIT t.^.rt.^7»,. so«« I ^ X .SSTÄTSKSBl Ar. 11 Der Reichsrat geschlossen. Die letzten ungeheuren Lärmszeneu haben nicht unerwartet die Schließung deS Abgeordnetenhauses zur Folge gehabt. Die Tschechen, die stets bemüht sind, ein ruhiges Arbeiten zu vereiteln, sehen sich nun durch die Schließung in eine ungünstige Position gedrängt. Abgeord-ueter Marckhl äußerte sich über diese« politische Ereignis folgendermaßen: Meines Erachtens war die Schließung der Session der einzig mögliche Weg, um der immer mehr um sich greifenden Vclworrenheit unser» innerpolitischen Verhältnisse und der Schändung der auf Grund des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes gebildeten Velksver-trrtung ein Ende zu bereiten. ES mußte ein Schritt unternommen werden, um der gewalt-tätigen Erpresierpolitik der Tschechen, die jede Arbeit zum Wohle de« Volkes unmöglich machte, wenigstens vorläusig ein Ziel zu setzen. Die Regierung mußte endlich zu der Einsicht kommen, daß ein weiteres Zurückweichen vor der slavischen Begehrlichkeit zur vollständigen Versumpfung, zum politischen Bankerott führen muß. Die Schließung des Parlaments bedeutet für die Tschechen und ihre Verbündeten durchaus keinen Erfolg, sie haben aber mit ihrer Politik be-wiesen, daß es ihnen nicht im geringsten um den Frieden, sondern nur darum zu tun war, auf Schleichwegen sich das anzueignen, worauf sie billiger und gerechterweise keinen Anspruch Aallüberraschungen. Robert Wehrmann mühte sich im Schweiße seines Angesichtes ab, dem Knoten seiner Krawatte »inen rechi genialen Schwung zu verleihen. Als er das endlich erreicht hatte, musterte er sein Bild im Spiegel. ..Tadellos, einfach tadellos," murmelte er hoch-befriedigt. Und wirklich, Robert war das, was man „nen „hübschen Kerl" nennt und sah im Ballstaat, in der weißen Weste, dem Frack, elegant behand-fchutn und mit dem Klapphut ausgerüstet, ganz stattlich aus. „Na," meinte Robert schmunzelnd, „wennS beut nicht klappt, dann klappts im ganzen L.ben nicht." und er la» noch einmal das Billett durch, das er vorhin kalligraphiert hatte: „Hochgeschätztes Fräulein Erna? Die innigen (Gefühle liebender Zuneigung, welche ich jiir Sie hege, lassen mich die ergebenste Bitte an Sie richten, mir morgen mittag, wo ich mir erlauben werde, nach Ihrem Befinden nach, jufragen, eine Audienz bei Ihrem Herrn Papa auszuwirken. Ich würde mir im Verlaufe der-selben die Freiheit nehmen, um Ihre süße Hand anzuhalten. — Fürs ganze Leben Ihr Wehrmann." „Auch dasklingt sehr stilvoll," fuhr Robert in seinem Selbstgespräch fort, .das merkt kein Mensch, daß das aus dem Briefsteller für Liebende abge-schrieben ist. So was Schwungvolles muß jaEm-druck auf Ernas Herz machen." Hisst Samstag, 6 Jleöruar 1909 erheben können. Sie wollen nicht den Frieden und so muß der Friede gegen ihren Willen gemacht werden. Eö wird daher die Regierung die Zwischenpause, die ja aller Voraussicht nach mehrere Monate dauern wird, dazu beiinycn müssen, und wenn nötig auch gegen den Willen dieser begehrlichen Störefriede, geordnete Ver-Hältnisse herbeizuführen. Sie ist überzeugt, daß sie hiebei von allen jenen, die den Frieden im Interesse einer gedeihlichen und ungestörten Fort-entwicklung unseres Staate« nach außen hin wollen, die ausgiebigste Unterstützung finden wird. Sollte sie aber in den Fehler früherer Regierungen verfallen und ihr Dasein durch ein Zurückweichen vor der slavischen Begehrlichkeit zu erhalten suchen, so wird sie bei den deutschfreiheitlichen Parteien auf den schärfsten Wider-stand stoßen. Ob die letzten Ereignisse einen Wechsel in der Regierung herbeisühre» werden, läßt sich mit Sicherheit nicht voraussagen, eS ist dies jedoch mit Sicherheit nicht anzunehmen; insbesondere dürste der von politischer Seite ge-äußerte Wunsch auf Einführung eine« parla-ment-rifchen Regimes, von dem sie allerdings für sich mehr zu erwarten hafct« als von der gegenwärtigen Regierung, kaum sobald in Erfüllung gehen. Die deutfchfreiheitlicheu Parteien haben ihre Geneigtheit zur Anbahnung friedlicher Verhältnisse zur Genügt damit betätigt, daß sie sich bereit erklärten, die beiden RegiernngSvor-lagen, betreffend die Regelung der sprachlichen Berhä Inisse und die Kreiöeinteilung in Böhmen, als Grundlage einer eingehenden Auöschußbe« ratung zu nehmen, wenn auch diese Gesetzes- Und nochmals bürstete er die Klappen des neuen Fracks und sprühte zum Schlüsse eine kleine Gewitterdouche. Eh» de Cologne (gegenüber den JülichSplatz) über das Ganze. So stihr er zum Bürgerball. Ach, und wie herrlich war der verlausen ? Fünf-mal hatte er seinen Namen in Ernas Tanzkarte eingetragen, bei der Dai..»wahl hatte sie ihn wieder-holt ausgezeichnet und während des KotillonS war ihm ein glitzernder Orden an die Frackklappe ge-heftet.worden, gegen den Japans „aufgehende Sonne" einer blakenden Oelfunzel glich. Natürlich füh.te der glückliche Robert feine Erna auch zur Tafel — allerdings unter Oberaufsicht des Elternpaares. Man speiste wie bei Hose: Suppe — Chablis, Fisch — gezehrter Mosel, Braten — vollmundiger Burgunder, Magenschluß — Chartreuse oder Schokolade« creme. Alle Wetter. . . Robert schwelgte im siebenten Himmel. Schon nach dem Mosel unternahm er den Bersnch, sein „Billettdoux" seiner Nachbarin zuzu-stecken. Das gelgng nicht, weil sie sich zu eifrig mit den Fischgräten beschäftigte — aber im Verlauf des Burgunder .... er sah ganz deutlich, wie Erna errötete, nach dem Brieflein griff und dieses an ihrem hoch'lopfenden Busen verwahrte. Nun begannen für Robert ein paar Stunden seeligen Frohsinns. Er burgunderte und tanzte und tanzte und burgunderte. Schließlich empfahl er sich voii Fräulein Erna in mehr als animierter Weise, und als ihn eine Droschke nach Hause gebracht hatte, fand er sich in seiner „Bude" nur nach gründ-licher Orientierung zurecht. Während der Nach» vermeinte er des öfteren, 34 Jahrgang. vorlagen Bestimmungen enthalten, die für die Deutschen geradezu unannehmbar sind. Die Tschechen und ihre Verbündeten dagegen haben damit, daß sie gerade jetzt, wo sich die Mög-lichkeit geboten hat, wenigstens einen Waffen stillstand herbeizuführen, ihren Obstruktionsge-lüsteii in der durchsichtigsten Absicht die Zügel schießen ließen, unzweideutig bekundet, daß ihnen die gegenwärtigen ungeordneten Verhältnisse in Böhmen lieber sind als ein annehmbarer Fne-den, dies offenbar in der Erwartung, aus der Fortsetzung des nationale» Streites in Böhmen sür sich Vorteile herauszuschlagen. Mag eS nun zum Frieden kommen oder uicht, so werden e« die deutschfrcihcitlicheu Parteien mit aller Entschlossenheit und Energie zu verhindern wissen, daß diese unlauteren Absichten der Tschechen verwirklicht werden. Dir nationalen Grlel; vorlügen. Der 3. Feber 1909 wird für die Geschichte der nationalen Entwicklung in Oesterreich ein denk-würdiger Tag bleiben: Endlich hat sich die Regierung entschlossen, die gesetzliche Regelung der nationalen Frage einzuleiten und dem Abgeordnetenhause jene zwei Gesetzentwürfe vorzulegen, auf deren Grnnd-läge die Ordnung der sprachlichen und nationalen Verhältnisse in Böhmen erfolgen soll. Was für Aussichten für die parlamentarische Erledigung der von der Regierung eingebrachten Gesetzentwürfe be. stehen, wie ihre Bestimmungen von Deutschen nnd Tschechen aufgefaßt, wie sie im Ganzen beurteilt in einem amerikanischen Karnssel oder einer Lnft-schaukel zu sitzeu — bis. ja bis — die Klingel schrill ertönte. ..Ein Brief für Herrn Wehrmann." stürmte die Wirtin ins Zimmer. Robert räckelte sich mühselig hoch, mit zittern-den Fingern riß er den Umschlag auf. Unwillkürlich weitete er die Angen als er las: „Mein Herr!" H«h muß mir doch verbitten, mich zur Ziel, scheibe Ihrer dummen Witze zu machen. Ihren Besuch, deu Sie für heute Mittag ankündigten, lehne ich ebenso höflich -ie energisch ab. Ergebenst Erna Hofmann." und ans diesem Bries fiel noch ein zweiter, aus dem zu lesen war: „Rechnung sür Herrn Robert Wehrmann: Ein Salonsrack mit Zudaten . . . Mk. 110.— Nodabene: Sie müssen mich mal eine Abschlagszahlung machen, sonst kann ich Sie nichts mehr liefern. Mit dem Hinweis auf eine Reiche Heirat Jman mir schon zn oft hinder dem Lichde gefiehrt. Also aus einen Abschlag. Johann Ritter, Schneider." Robert sprang aus dem Bett; seine Haare sträubten sich. Er haschte nach der Tasche seine» Frackes. Da sand er den Bries: „Hochgeschätzte« Fräulein Erna" überschrieben. Den hatte er mit Schneiderrechnnng verwechselt..... * ,( . vi'u »• imbcu darüber ist heute grundsätzlich nur das eine zu sagen, daß die Deutschen die gesetzliche Regelung der nationalen Frage von jeher verlangt und den bisher begangenen Verordnnngsweg abgelehnt haben. Die Tschechen haben ihre Stellung zu der gesetz-licheu Regelung der nationalen Frage einstweilen da-durch gekennzeichnet, daß sie in aller Form zur Obstruktion gegriffen haben; ihr agitatorisches AnS-breitnngsbedürjnis und nicht weniger ihre staats. rechtliche Phantasterei erblickt bekanntlich in jedem Lösungsversuche, der nicht das ganze Königreich Böhmen den Tschechen ausliefert, ei» Unrecht an der tschechischen Nation. Bon den im Abgeordnetenhaus«: eingebrachten Gesetzentwürfen, betrifft die eine Vorlage „die Rege« lnng des Sprachengebrauches bei den staatlichen Be» Horden im „Königreiche Böhmen", die andere Vor-läge „die Errichtung von ÄreiSregiernngen im König, reiche Böhme» und die hierdurch notwendigen Aen> deningen in der Organisation der politischen Ver-waltung." Beide Gesetze sind mit einander in ein Junktim gebracht und sollen gleichzeitig in »traft Das Sprachengesetz. DaS Gesetz, betreffend die Regelung des Sprachen» gebrauche« bei den staatlichen Behörden im König-reiche Böhmen umsaßt 38 Paragraph« und einige Anlagen, welche einen integrierenden Bestandteil des Gesetzes bilden, nämlich das Verzeichnis der Gerichtsbezirke, einen Ausweis der durchzuführenden Aende-rungen der (Herichtsliezirke, die namentliche Aufzäh-lung der einsprachigen deutschen und der zwei-sprachigen Bezirksgerichte, ferner ein Verzeichnis der SerichtShöfe erster Instanz und ein Verzeichnis der Enklaven. Mit Bedauern muß konstatiert werden, daß die Stremayr'fche» Sprachenverordunngen, welche von den Deutschen niemals anerkannt worden sind, in I*m Gesetzentwürfe der Regierung Ans-nähme gefunden haben, ja, daß manche Bestimm»»^» den Deutschen sogar noch ungünstiger sind, als diese Verordnungen. Man müßte auch, wenn nicht die notwendigen Aenderungen erfolgen sollten, befürchten, daß die Handhabung des Gesetzes in der Praxis neuerlich zn Zank und Hader Veranlassnng geben wird, da eine Reihe von Bestimmungen entweder mangelhaft oder verschiedener Auslegung fähig ist, wobei erfahrungsgemäß gewöhnlich die Deutschen in den Nachteil kommen. Für die Ängstlichkeit, mit welcher der Gesetzentwurf versaßt ist, zeugt schon der Umstand, daß die Spracheubezeichnung deutsch, beziehungsweise tschechisch nach Möglichkeit r>ermieden und umschrieben ist, dort aber, wo ausnahmsweise einmal die einsprachig „tschechischen" Gerichte gemeint sind, irreführend und unrichtig von „böhmischen" Gerichten gesprochen wird. Dies steht zwar im Gegensatz zu dem Titel des Gesetzes, welcher das „Königreich Böhmen" als Ganzes bezeichnet, wes-halb sämtliche Einwohner eben Böhmen sein müßten, gewiß aber nicht „Böhmen" und Deutscht, sondern Tschechen und Deutsche. Nun zum Inhalt der Vorlage! DaS Gesetz setzt die Bestimmnngen fest für einsprachige Behörden S bis § 10), für zweisprachige Behörden (ß I I bis 8 19), ferner regelt eS die Amtssprache für den inneren Dienstverkehr und die amtliche Korrespon-denz (§ 20 bis $ 24), ordnet sür die LandeSbthörden, soweit sie nicht in sprachlich gesonderte Abteilungen zerfallen, an, daß auf sie die für zweisprachige Behörde aufgestellten Grundsätze sinngemäß anzn-wendn» seien (§ 25), die §§ 27 bis 31 betreffen die sprachliche Befähigung der Beamten und die Besetzung der Dienstposten, die ZK 32 und 33 enthalten die Bestimmungen für den Kassen» und Rech-nungsdienst, sowie für daS Postweseu. Obwohl eine Teilung in einsprachige und zwei-sprachige Behörden vorgenommen ist, stellt der Gesetzentwurf doch wieder auch, weil er die Eingabe der Partei zu Grunde legt, sür die einsprachigen Behörde» die Zweisprachigkeit fest. Die einsprachige Behörde hat zwar ihre eigene Amtssprache und es wird künftig unter den 238 böhmischen Gerichts-bezirken (ohne Prag) 138 einsprachig tschechische, 95 einsprachig deutsche und 5 zweisprachige geben. Nun werden aber auch bei den einsprachigen Behörden (§ 4) schriftliche Eingaben in der anderen Landessprache überreicht werden können; die Partei, welche die Eingabe überreicht hat, erhält die Erledigung in der Sprache der Eingabe. Diese Bestimmung gilt auch für Protokollaransuchen. DaS heißt doch nichts anderes, als daß auch bei den einsprachige» Behörde« wieder die zweisprachige Amtierung vorgesehen ist. Daher müßte nicht nur wenigstens ein der anderen Sprache mächtiger Beamter der einsprachigen Behörde zur Verfügung stehen, sondern auch der Vorstand müßte beider Sprachen mächtig sein. Bei Ein- Deutsche Wacht tragnngen in die öffentlichen Bücher ist bci_ einsprachigen Behörden gleichfalls angeordnet, daß der Inhalt der Eintragung anch in der Sprache des ÄnsnchenS beizufügen und die Jntabulationöklausel aus Urkunden in dieser Sprache beiznsetzen ist. So gibt es keine Einsprachigkeit ohne die Ausnahme der Zweisprachigkeit, und wenn es nicht gelingt, hier Klarheit zu schaffe», so wird die Stremayrsche Sprache»verordnu»g von Neuem Verwirrung stiften. Bei Anwendung der deutschen Sprache >Hl es (§ 20i hinsichtlich der Anlegung und Führung aller Listen Ausweise und Vormerke in Miltäraugelegen-hellen, sowie die Berichte in staatspolizeilichen An-gelegenheiten an die Zentralbehörden zn verbleiben. Warum ist hier die Anfzählnng anderer, sür die Zentralstellen bestimmter Berichte, Gntachten, Ge-schäftS- nnd statistischen Answeise unterblieben, immun ist kein Wort über die Sprache der Onali-fikationstabellen der Staatsbeamten gesagt? Der Verkehr der Behörden (§ 21) ist zweisprachig, ein-mal deutsch, einmal tschechisch oder je nach Belieben. Das kann doch unmöglich im Interesse einer glatten Abwicklung der Geschäfte nnd nicht im Interesse der Rechtsprechung und Verwaltung liegen, steht auch im Widersprüche mit dem Grundsatze deS § 24, daß „es im Verkehre mit den Behörden außerhalb des Königreiches Böhmen bei der Anwendung der deutschen Sprache zu verbleiben hat." Sehr wichtig erscheint der 8 26, welcher die Teilung des Oberlandesgerichtes in Prag nnd auch die Teilung der Personal - und Disziplinarangelegeu-Heiteil nach sprachlichen Gruppe» bestimmt. Bei den anderen La»desbehörde» hat das Gesetz beda»erllcher» weise unterlassen, eine ähnliche Teilung vorznnehmen, nnr der § 29 bestimmt, daß bei de« La»desbehörden sür jede Grnppe der einsprachige» Behörde» eine Kommission zu bilden ist, welche die sprachliche Be-sähigung der Beamten festzustellen hat. Vermutlich ist durch die Furcht vor der klaren Bezeichnung detttsch oder tschechisch die Unklarheit entstanden, daß im Gesetze nur von Komissioneu im Allgemeinen dif Rede ist, ohne das aber ausgesprochen ist, vor welcher Kommission die Kandidaten ihre sprachliche Befähi« gnng nachzuweisen ha bin. Die Beamten frage hat, so wichtig sie ist, in dem Entwnrfe eine jeden Zweifel behebende Lösung nicht gefunden. Vergebens sucht man den Grundsatz, daß bei den einsprachigen Be-hörden nur Beamte angestellt werden dürfen, deren einbekannte Umgangssprache die der Mehrheit der Bevölkerung des Bezirkes ist, e- fehlt eine Ueber-gangsbestimmung für die Aufnahme von Staatsbe-amten bis znm Inkrafttreten deS Gesetzes und die Bestimmung über die Remuneration zweisprachiger Beamter wird zunächst fast ausschließlich den Tschechen zu Gute kommen. Die Sprachenordnung sür daS Postwesen (§ 33) lahmt, wie in der kürzlich erlassenen Verordnung, so anch in diesem Gesetzentwurfe an Halbheit, weil die deutfche Sprache, die aus allgemeinen Gründen des Verkehrs und mit Rücksicht auf dessen inter-nationalen Charakter allein zweckdienlich ist. für ökonomische und Personalaugelcgenheiten nicht fixirt erscheint und die Sprache des Verkehres der Aemter untereinander eine offene Frage bleibt. So ist dieses Sprachengesetz des Ministeriums Bienert wie sich schon ans der ersten Durchsicht ergibt mit mancherlei Mängeln behaftet, es mutet den Deutschen in einzelnen seiner Bestimmungen, zum Telle auch in der Einteilung der Gerichtsbezirke empfindliche Opser für jetzt und für alle Zukunft zu; nur ein Gutes hat es zweifellos, daß es aus der Willkür nnd dem Wirrwar der Verordnungen und Erlässe, ans der Parteilichkeit telephonischer Ministerialverfügnngen und a»S den Gesahren des parlamentarischen Abstimmungshandels auf den festen Boden der verfassungsmäßigen Gesetzgebung führt. Man darf wohl den deutschen Abgeordneten insgesamt das volle Betrauen schenken, daß sie bei der parlamentarischen Beratung des Entwurfes, sowohl im Ausschüsse als später im Hause alles daran setzen werden, um das Gesetz so zu gestalte«, wie es die Stellung und die znkünstige Entwicklung des Deutsch« tums i» Böhmen verlangen, und wie es dem Interne des Staates entspricht. Dann wird anch das im § 1 dtS EntwnrfeS betonte Ziel „einer geordneten RechtSsprechnng und Verwaltung" erreicht werden. Auf Grund dts SprachengesetzeS wären in Böhmen 14 neue GerichtSbezirke zu errichten: Abts-dors, Banschowitz, Böhmisch-Rothwasser, Buchen, Gießhiibl, Gradlitz, Groß-Zdikan, SremS, Neumark, Platz, Schönbrunn (eventuell Laubendors), Stanka», Wellischbirken und Welleschin. Dementsprechend müssen 24 Gerichtsbezirke geändert werden. Von den neu zn errichtenden Gerichten sind deusch: AbtS- AJaXT-T 11 dorf, Buchen, GießShübl, Gradlitz. Neumark und Schönbrunn. Die Kreiseinteilung. Im Gesetze: „Ueber die Errichtung von Kreis-regierungen im Königreiche Böhmen nnd die hie-durch notwendigen Aenderungen in der Organisation der politischen Verwaltung" werden zwanzig Kreis regierungen vorgesehen: Brüx, Budweis, Ezaslau, Ehrudim, jEger, Jitschin, Jnngbunzlau, Klattau, Königgrätz, Krummau, LandSkron, Leitmeritz, Pilsen, Pisek, Prag, Reichenberg, Saaz, Schlan. Tabor. Trantenan. Die Kreisregierung wird die Oberbe-Horde für alle politischen Bezirksbehörden des Kreises sei» und wird Amtshandlungen, welche bisher der Statthaltern zufielen für das Gebiet der Kreise be-sorgen. Zur Leitung der KreiSregieruugen werde» KreiSregieriingspräsidenten der fünften RangStlaffe bestellt werden, denen als Stellvertreter ein Statt-Haltereirat zugeteilt wird. Durch die Errichtung der Kreisregierunge» erleidet der Wirkungsbereich der Statthalter« in Bezug aus die Kreisangelegenheiten eine Einschränkung, aber die Statthaltern wird bei allen Amtshandlungen, welche im beiderseitigen Einver nehmen der politischen Landesbehörde nnd des Lan-desansschusses oder nach vorgängiger Meinung»-änßerung des La»desaussch«sses vorzunehmen sind, sowie bei allen Einvernehmen mit anderen politischen LandeSbthörden oder mit dem OberlandeSgerichte zu versehenden Amtshandlungen mitwirken. Ihr bleiben die Verfügungen und Entscheidungen auf Grund der Reichsratswahlordnnng und der LandtagSwahlord nung, die Erlassung von AuSnahmsversügnngen, die Entscheidung über die Verwaltung der Fonds, die Erteilung der besonderen Bewilligung zur Errichtung von Vereine», die technisch-polizeiliche Prüfung von Eisenbahnen, die Amtshandlungen, betreffs der Handels- nnd Gewerbekammern, Arbeiterwohnnngen, PesserttligSanstalte« ufw. In nationaler Beziehung stellen sich die »kreise in folgendem Perzentsatz dar: Brüx, bestehend aus den politischen Bezirken Brüx und Dnx 73 74 Pro-zent Deutsche, 26 26 Tscheche»; Eger, mit den Ge richtsbezirken Asch, Bischosteinitz, Eger, Falkenau, Grasliß, Joachimstal, Karlsbad, Marienbad, Tachau und Tepl 99 57 Deutfche, 0-43 Tschechen; Xrumau, mit den politischen Bezirken »aplitz, Krumau, Neuern, Prachatitz und Wiuterberg 96-80 Deutsche, 320 Tschechen - Laudskron mit den politischen Bezirken Grulich, LandSkron nnd Senftenberg 64-46 Deutfche, 35-54 Tschechen; Leitmeritz mit den politischen Be-zirken Aussig, Böhm. Leipa. Dauba, Leitmeritz, Teplitz, Teilchen 95 73 Deutsche, 4 27 Tscheche» . Reichenberg mit den politischen Bezirken Deutsch-Gabel, Friedland, Gablonz, Reichenbcrg Stadt, Reichenberg Bezirk, Rnmbnrg, Schluckena» und Warnsdorf 98.40 Deutsche, l 60 Tschechen; Saaz mit den politschen Bezirken Kaaden, Komotan, Luditz Podersam, Preßmtz, Saaz, 97 87 Deutsche, 2-13 Tschechen; Trautena» mit den politischen Bezirken Arnan, Braunau, Hohenelbe, Trantenau 96 89 Deutsche, 3 11 Tschechen. In Budweis stellt sich daS Verhältnis auf 29 38 Prozent Deutsche gegen 70-62 Tschechen; in Pilsen auf 25-54 Prozent Deutsche gegen 74-46 Tschechen. In allen anderen Kreisen macht die tschechische Bevölkerung 98 99 Prozent ans. Wer von dem Gesetzentwürfe über die Kreis-einteilung erwartete, daß damit eine Reform der Verwaltung angebahnt werde, der muß enttäuscht sein. In den VerwaltuugSorganiSmus ist nur die neue Instanz der Kreisregierungen eingeschoben, zu der selbstverständlich auch noch die durch besoudere Gesetze zu schaffende KreiSvertretungen komme» müssen. Dabei ist die Kompetenz der Ministerien i» vielen Fällen beschränkt worden, so daß die Statthalterei letzte Instanz wird; die Berufung an den Berwal-tuugsgerichtShof ist nur in Berwaltungsjustiz - Ange-legenheiten möglich und der Verwaltungsgerichtshos wird kaum im stände sein, alle Ungleichheiten m der Rechtsprechung zu ebnen, schon deswegen, weil viele Fälle gar nicht vor seine Jndikatnr gebracht werden. Der Umstand, daß trotz der nationalen Kreise für die Statthalterei eine Teilung in nationale Gruppen nicht geplant ist, hebt die sonstigen Vor-teile der Kreiseinteilnng znm Teile wieder aus. E» wird also auch auf die sprachliche Teilung der Statthalterei gedrängt werden müssen, wie auch die KreiSeinteilung selbst entsprechende Aendernngen wird erfahren müssen. So fiel vor allem der Brüxer Kreis sehr zu Ungunsten der Deutschen aus, was bei einer anderen Konstruktion des Sprengels ohne viel Schwierigkeiten zu vermeiden gewesen wäre. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. S»»«tagsvettage der „Deutsche» Macht" t« gUH. Et. 6 »Die ©flbmart" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage sür die Leser der »Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sadmart" mcht lüuftich 1309 Diplonmtenräitke. Äoman von Max l-'.. Soitü&utnv) „O," sagte er, „ich habe es tölpelhaft angefangen! Ich sprach von Mißglücke», und Sie glauben au per-fönliche Leide«, vielleicht an Krankheit und körperliche Pein. Wie doch der Wunsch, offen zu reden, mißver-standen werden kann! Sie glaubten wahrscheinlich, daß ich vvn Ihnen sehr viel — Mut verlange, um furcht-bare» Dingen, schmerz und Kummer begegne» zu können. Aber ich will Ihnen sofort erklären, daß ich ein Mun» von Ehre bin, nnd daß Sie von allen diesen Dingen nichts zu erwarten haben. Wenn mein Experi' ment nicht gelingt, so werden Sie bei mir bleiben, ivenn Sie es wünschen, oder zn ihren Freunden zurückkehren als dieselbe junge Dame, als die ich Sie kennen gelernt habt. Andere konnten das nicht tun, das gebe ich zu, aber dasür ist ihre eigene Torheit verantwortlich. Sie wollten sich nicht unterwerfen, nnd sie litten darum. Mit der Wissenschaft, Fräulein Benn, dars nicht ge-spaßt werden: sie fordert alles oder nichts. Diejenigen, die mich bisher unterstützten, haben den Mittelweg ei«-geschlagen, nnd dasür werde» sie jetzt bestraft. Aber die Bestrafung wird vorübergehen, und so wie sie zu mir kanien, weder besser noch schlechter, werden sie wieder gehen. Für Sie fürchte ich kein solches Miß-lingen. Wenn Sie einmal sich dazu entschlossen haben, so werden Sie Erfolge erzielen. Dessen bin ich eben so sicher wie meiner selbst." Er beugte sich vorwärts, ihr entgegen, und schien ans sie die unbezähmbare Kraft seines Willens ausüben zit wollen, welcher wenige widerstehen könnten. Esther erkannte, sie wußte selbst nicht, warum, daß dieser Mann ihr niemals ein Leid tun könnte, er zwang sie bereits in gewissem Sinne, seine eigene Begeisterung zn teilen. Die Suche nach schönen Dingen, die richtige Freude an Gottes Gaben konnte, wie sie glaubte, nichts Schlechtes fein, uud doch war sie überzeugt, daß sie niemals ihre Zweifel und Bedenken würde ganz unter-drücken können. P e m b e r t o n. liittkitliS ««,»«»». „Ich wünschte, ich könnte selbst ebenso an niich glauben, wie Sie au mich," bekannte sie endlich, „es ist alles so neu, so sonderbar! Gern würde ich „ja" sagen, aber verschiedene törichte Dinge hindern mich daran. Bor allem, Herr Doktor, muß ich offen gestehen, daß ich noch immer nicht die geringste Ahnung habe, was Sie eigentlich von mir wollen. Wie soll ich Sie in Ihren Bersnchen unterstützen? Ich besitze keine Bildung außer dem wenigen, was ich selbst ans meines Paters Büchern gelernt habe, und das muß Ihnen kindlich erscheinen. Wenn ich gewandt und geschickt wäre, stände die Sache schon anders; so aber fürchte ich mich fast vor meiner eigenen Dummheit, sie würde »,ir vielleicht ulles verderben." Er lachte über dieses offene Bekenntnis nnd glaubte, er hätte sie schon gewonnen. „Wenn die Blumen in der Maisonne keimen," fragte er, „welche Geschicklich-feit ihrerseits verhilft ihnen dazu? Wen« der Himmel bei Sonnenuntergang in goldigem Licht erstrahlt, ist das Geschick dtaum hatten die Thore sich hinter ihnen geschlossen, als sie bekannte, daß sie ihren Bruder gesprochen hätte uud entzückt wäre da-rüber, daß Esther seinen Plänen zugestimmt hätte. „Ich wußte daS im voraus, mein liebes Fräulein, ich wußte, daß Sie nicht so töricht sein würden, eine Ge-legenheit wie diese beiseite zu werseu. Fraucisco glaubt, daß er aus Ihnen das schönste Weib in der Welt machen kann, und er ist nicht der Mann, sich zu täusche». Wenn er sagt, er kann etwas tun, dann vermag er es auch wirklich. Wie glücklich hat Ihre Einwilligung ihn geinacht! Aber jetzt dürfen wir beide nicht mehr bloß Freuudinnen fein, jetzt müssen wir Schwester» werden. Das fremde „Sie" in der Anrede fällt von nun an weg und mit dem trauteren „Du" nennen wir uns jetzt „Esther" nnd „Julia". — Indem Julia das sagte, streckte sie Esther die Hand entgegen, in die das junge » Mädchen einschlug. Nachdem daS geordnet war, begann Julia von der nächsten Zukunft zu rede«: „Wir haben bis zum Ende der Saison noch riesig viel zu tu». Vor alle» Dingen müsse» wir an deine Kleidung denken. Denn in einem Monat werden wir nach Homburg fahren und von Homburg aus reisen wir zur Jagd nach Douvaine, und dann sür den Winter nach unserer Villa Kara — und dann? — Ja, wer weiß das! Vielleicht »ach meinem lieben Spanien und uach unsere», Palast in Kadi." Esther war etwas überrascht, daß ihre Zustimmung zu des Doktors Vorschlage schon jetzt als gegeben galt, denn sie hatte doch nicht ein Wort davon gesagt. Ihre Antwort stand noch auS; aber sie glaubte, daß jetzt noch nicht die Zeit wäre, darüber zu sprechen und wollte sich zunächst lieber bemühen, aus ihrer Gefährtin Antworte» auf verschiedene Fragen heranSzubekommen. „Ich bin sicher, daß Doktor Xavier sehr geschickt ist," sagte sie in gewinnender, einfacher Weise. „Was ich aber fitrchte, liebe Jnlia, ist, ob man daran recht tut, das zu vollführen, was er wünscht, denn mir ist immer gelehrt worden, mich vor der Eitelkeit in acht zu nehmen, und jetzt soll ich helsen, ihr zu dienen!" 3 Julia nahm Esthers Hand in die ihre und zog sie dicht an sich heran, als ob ein Band der Liebe sie innig vereine. „Unsinn! — Unsinn!" protestierte sie. „WaS immer auch mein Bruder tut, eS geschieht zum Besten der Menschen. Siehst du das denn gar nicht ein, du liebes, kleines Kind? Wieviel Glück wird in die Welt komme», wenn es gelingt, allen Frauen die Gabe der Schönheit zu schenken! O, wie werden wir stolz sein, aus dich, tapferes Mädchen, das diesen Dienst sür seine Schwestern tat!" Esther traute nicht ganz den Worten dieser ge-wandten Dame der großen Welt, die sie für oberfläch-lich und sogar für etwas wankelmütig in ihren An-sichten hielt. Aber die Beweisführung des Doktors, die er ihr heute morgen vorgetragen, schieu ihr plausibel. Den ganzen Tag hatte sie sich mit derselben beschäftigt, und sie war zu dem Schluß gekommen, daß, wenn wirklich wissenschaftliche Untersuchungen den Doktor zu diesen Experimente» aufforderten, und sie keinen Scha-den durch dieselben leiden konnte, sie keine Ursache hatte, ihre Zustimmung zn verweigern. Indessen, sie war immer eine Freundin von Kompromissen gewesen, und so kam ihr auch jetzt der Gedanke, eine bedingungs-weise Zusage zu geben und sich daS Recht vorzube-halten, sich zurückzuhalten, wenn irgend clwaS sich er-eignen sollte, was ihr nicht gefiel. Sie beschloß also, in diesem Sinne mit dem Doktor zu reden, vermied eS aber, Julia ihn Absicht mitzuteilen. Am Pormittag hatte es etwas geregnet, jetzt aber war eS schön und klar geworden, nnd die Damen ge-»offen daher einen herrlichen Nachmittag im Hyde-Park. Esther bemerkte, daß ihre Gefährtin überall er-sannt und begrüßt wurde. Die Damen starrten aus den Wagen etwas neidisch hin, die Herren betrachteten aber mit augenscheinlichem Vergnügen das prächtige Fuhrwerk und seine Insassen. Esther befürchtete, daß, al« der Wagen bei Rotten-Row hielt, irgend welche schwatzenden Frauen ihr vorgestellt werden würden und vielleicht auch ihre (Geschichte zu hören verlangten. Aber niemand belästigte sie und während Julias Augen über-all waren und sie beständig ihren Freunden zunickte, zeigte sie Esther diese oder jene besondere Persönlichkeit und fand in dem jungen Mädchen eine treue ZuHörerin, die aber sich selbst so gut wie möglich davor hüten wollte, Aufmerksamkeit zu erregen. Es war ihr das » auch bis jetzt gelungen und sie hatte sich schon im Stillen Glück gewünscht, daß sie mit dem bloßen Grüßen davonkommen würde, als sie bemerkte, daß ihre Ge-fährtin plötzlich errötete, ob aus Ueberraschung oder Freude, konnte sie nicht entdecken. Gleich darnach trat ein junger Mm», der wie alle anderen Müßiggänger um ihn her gekleidet war, aber durch seine Haltung und sein Wesen von den übrigen abstach, an den Wa-gen heran und streckte die Hand zum Gruße aus. „Fräulein Julia?!" rief er anscheinend erfreut. „Sie sind e« tatsächlich?" Julia wandte sich einen Moment weg, so, als ob sie nicht wünschte, gesehen zu werden; aber als der junge Mann sie anredete, drehte sie sich um und sagte zu ihm in ftauzösischer Sprache: „Ah. Hoheit! Sie halten sich anch in London aus?" Der Neuangekommene lachte gutgelaunt. Er stützte sich auf daS Schutzleder des Wagens und begann eine Unterhaltung mit Julia, wobei er aber feine Augen nicht auf Julia heftete, sondern auf Esther. Diese ihrer-feit« versuchte seinem Blick auszuweichen und durch irgend welche andere Dinge beschäftigt zu erscheinen. Aber etwas in seinem Gesicht zog sie an, und sie er-tappte sich zu ihrem Aerger dabei, daß sie beständig auf ihn hinstarrte. „Ja," sagte er, ebenfalls französisch sprechend, aber so langsam, daß es auch Esther verstehen konnte, „ja, ich bin in London ; Sie werden vielleicht die Gründe kennen, warum." Julia antwortete nicht sofort darauf, sie schien verlegen und auch darauf bedacht, die Unterredung zu Ende zu bringen. „Ich weiß die Gründe nicht, Prinz," protestierte sie endlich und fügte hinzu: „Und ich glaube, mein Bruder ist auch nicht klüger." Das Gesicht des jungen Mannes bewölkte sich bei diefeu Worten, und er konnte nicht den Aerger verbergen, den ihre Antwort ihm verursachte. „Ich glaubte, Ihr Bruder hätte schon lange an mich schreiben können," fuhr er fast vorwurfsvoll fort, „aber er wird ohne Zweifel für fein Schweigkn eine Erklärung haben. Wenn der Doktor sie mir geben will, so bin ich sür ihn im Earlwn-Hotel zu sprechen. Bitte, überbringen Sie ihm meine Botschaft. Sie besteht aus drei Worte»: Der Prinz bedauert." — Können Sie das behalten?" (Fortsetzung folgt.) Verehrendes, praktisches, Aeiteres etc. Unser Lied.' Von Johann Michael. Heil d-utsche Sitte, deutsche Art, Die deutsche Treue hoch! Im Stunn der Zeiten stets bewahrt, Lebt sie und waltet noch; Und wird stets neu die Herzen weih'n, Wo Deutsche, stramm gesellt, Nur fürchten ihren Gott allein Und sonst nichts aus der Welt! Heil deutsche Sitte, deutsch« Art Ein Hoch dem deutschen Mut, Der Leben nie und Blut gespart, Galt's «amps sür höchstes Gut; Er lacht der Gegner Droh'» und Schrei'n, Wenn er die Brust uns schwellt: Wir Deutsche fürchte» Gott allein Und sonst nichts auf der Welt! Heil deutsche Sitte, deutsche Art, Ein Hoch der deutschen .Straft, Die mit dem treuen Mut gepaart, Gar machtig wirkt und schafft; Wo Treue, Mut und Kraft gedeih » Ist's allweil wohl bestellt: Wir Deutsche fürchten Gott allein Und sonst nichts auf der Well! • Der Verfasser (Wien, IX. Althan-gasse 7. Hotel Bellevue) gibt Bereinen usw. gerne und unentgeltlich die von Dr. Pezleder herrührende Vertonung bekannt. Albumblätter. Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten. * Die beste Bildung findet ein ge-scheidter Mensch auf Reisen. Um Teppiche zu säubern, streut man eine Mischung von Koch-salz und Weizenkleie darüber, reibt tüchtig die ganze Fläche und bürstet sie dann ab. Der Teppich wird dann sauber und sarbenreich. Reinigen alter Oelgemälde und Goldrahmen. Einige große Kartoffeln werden roh geschält, sauber abgewaschen und dann gerieben. Man gießt frifcheS Wasser darauf, rührt den Brei um und wäscht mit einem sauberen Schwämmchen. das man in daS Kartoffelwasser getaucht, die Oel-gemalde ab. Die Farbe wird dabei nicht angegriffen, und aller Schmutz verschwindet. Die Goldrahmen kann man in gleicher Weife reinigen. Man Überstreicht sie dann noch nach dem Trocknen mit Goldlack. Pferden das Anziehen zu erleichtern. Wenn man sich auf dem Lande und in der Stadt umsteht, so findet man »och immet täglich eine veraltete und ganz unnütze Tierquä-lerei, mitunter von Leuten ausgeführt, die .da meinen, sie halte» waS auf ihre Pferde. Ich meine, beim Anziehen schwerer Lasten werden die Pferde aus Unkenntnis oder Gleichgiltigkeit oftmals großartig gequält, weil man sie mit der schweren Last zu Anfang geradeaus treibt. Dieses muß, wenn irgend möglich, immer vermietn wer-den: man muß die Pferde entweder nach rechts oder links antreiben und wenn es angeht, nach der Seite, wo das unruhigere oder schwächere Pferd geht. Dadurch kommen die Vorder-räder schon in Bewegung und die Pferde brauchen sich lange nicht sosehr anzustrengen und werden auch nicht so leicht störrig. Dieser Wink der „Schweizerischen Pferdezeitung" ist ein sehr nützlicher. Heiteres. Die Inschrift. Dein Hinter-meier ist seine alte Hütte abgebrannt, und er hat sich von der Persich,rungs« summe ein hübsches neues Haus bauen lassen. Run will er über der Tür einen HauSspruch haben, findet aber keinen paffenden Da kommt ihm der Urämer-Nazi, ein verbummelter Student, zu Hilfe und meint: Setz' halt drauf: „Wohltätig ist des Feuers Macht." Zoologisches. „Im Grunde genommen ist sie eine alberne Gans, aber da sie nebenbei ein Goldfisch ist, wird sich schon ein Esel finden, der zu ihr paßt!" Unverdrossen. „DieS würde gerade das richtige Buch sein, das Sie Ihrer-Frau vorlesen könnten," drängte der Kolporteur. — „Ich lese nicht und habe auch keine Frau!" schnauzte der Wohnungsinhaber. — „Nun,' sagte dei Kolporteur, ..wenn Ihre Frau tot ist, sind doch vielleicht Kinder da. Und Kinder finde» gerade dieses Buch —" — „Kinder sind auch nicht da!" unterbrach der Herr. „Es ist niemand außer mir und der »atze da." — .Nun/ versetzte der verzweifelte Colporteur, .brauchen sie denn da nicht manchmal ein gutes schweres Buch, um es nach der »atze zu werfen, bloß so zur Beruhigung Ihrer Gefühle? Bei den meiste» Büchern würde es Ihnen leid tun, sie aus diese Weise zu ruiniere», aber dies —" Nummer 11 «reite3 Täuschungen. Bon einem deutschböhmischei» Abgeordnete«. Am nächsten Mittwoch will die Regierung dem Abgeordneteuhause die beiden Gefetzeutwürfc be-treffend die Einführung der Ureisciiiteilung und die Regelung der Sprachenfrage bei den staatlichen Behörden vorlegen. Es wäre undankbar, hinsichtlich des Schicksales dieser beiden Borlagen dfli Propheten »viele« zu wollen. In der Hanptsache wird es der Regierung darauf ankommen, die Vorlagen i» den Ausschuß zu bringen und damit Zeit für weitere Verhandlungen mit den Parteien zu gewinnen. „Gelingt daS", schreibt ein Wiener Blatt, so ist ein großer und wichtiger Schritt getan. Soll aber jetzt das günstige Endresultat erfolgreich verbreitet werden, so muß ein noch wichtigerer Schritt unternommen werden: nämlich die Einsetzung eines parlamertar» ischeu Kabinetts. Denn darüber darf man sich keiner Täuschung hingeben: nur ein solches, niemals aber ein Beamtenkabinett wäre imstande die Sprachen-irage zu lösen." Es gibt Leute, die der gegenteiligen Meinung siud und behaupten, daß die Sprachenfragc nur durch eine arbiträre Entscheidung geordnet werden 'önnk, aber auch die Ansicht des erwähnten Blattes hat viel sür sich, ja sie ist zweifellos richtig, wenn man nur an eine Regelung der Sprachenfrage auf parlamentarischem Wege denkt. — Die beide» Gesetz-entwürfe die die Regierung im Abgeordnetenhaus? einbringen wird, werden weder auf deutscher noch aus tschechischer Seite befriedigen. Ein Beamte» -ministerium hat aber kein Mittel in der Hand, um den deutschen und den tschechischen Parteien und ihren Führern die Vorlagen schmackhaster zu machen. Das Bild ändert sich aber einigermaßen, ivenn die weiiere Führung dieser Angelegenheit in die Hände eines parlamentarischen Kabinetts gelegt werden sollte. Ministerportefenilles würdcu dann die Koni« pensation für den Inhalt der erwähnten Gefetzent-würfe bilde«, das heißt es würden bei jeder Paria» mentarisierung der Regierung die Vertreter jener Parteien in das Kabinett aufgenommen werden, die :ich verpflichten, für die erwähnten böhmischen Vorlagen zu stimmen Das liegt auch offenbar in der Absicht der leitenden Kreise nnd angesichts dieser Sachlage ist es durchaus verständlich, daß die deutsch-freiheitlichen und die christlichsozialen Abgeordneten nunmehr miteinander in Fühlung getreten sind, um sich über eine gemeinsame Haltung gegenüber den böhmischen Regierungsvorlage» zu verständigen. Allein daS Ziel,dieser gemeinsamen Aktion darf nicht fein: die Bildung eines parlamentarischen KoalitionS-Ministeriums nm jeden Preis zu ermöglichen. Die deutsche Bevölkerung würde es nicht verstehen, wenn seine Abgeordneten, um im Kabinette vertreten zu fein, sich zur Durchführung von Gesetzen verpflichten, die die deutschen nationalen Interessen gefährden. Ob die deutschen Parteien an der Parlainentarisie» ruug eines Kabinetts teilnehmen können, daS in erster Linie die böhmischen Gesetzentwürfe dnrchzu-führen hat, wird man erst zu beurteilen in der Lage sein, wenn diese Entwürfe in der Oeffentlichkeit bekannt sein werden. Ein Bedenken gegen die ge-plante Kombination läßt sich aber heute schon nicht unterdrücken. In die zu ^bildende parlamentarische Koalition sollen auch die Tschechen einbezogen werden. Schon dieser Umstand deutet daraus hin, daß die böhmischen Gesetzentwürfe den tschechischen Forderungen sehr weit entgegenkommen iverden und zwar umfomehr als die tschechischen Parteien in den letzten Tagen alle radikalen Register auf ihrer Orgel gezogen haben. Hält man es aber in deutschen Kreisen für möglich, daß die Tschechen in einem neuen Koali-tionskabinett plötzlich zn Lämmern werden und ihre ministeriellen Vertreter anders amtieren werden als Dr. Forscht nnd Dr. Fiedler? — Die böhmischen Vorlagen werden den Deutschen unter allen Um. ständen schwere Opfer auferlegen. Es läßt sich heute noch nicht sagen, ob die Bevölkerung sie auch auf sich nehmen wird, aber selbst wenn das der Fall wäre, so hätten sie doch nur dann einen Zweck, wenn dadurch ein Zustaud geschaffen würde, der die Deutschen vor weiteren Vorstößen der Tschechen schützt. Tschechische Minister bieten in dieser Beziehung die denkbar schlechtesten Garantien und darum fällt es so schwer daran zu glauben, daß eine neue deutsch-tschechische Koalitton auch nur eine kurze Ruhepause in der Bedrängung des Deutschtums schaffen werde. Aus Stadt und La»i> Jiafchings-Katender. Samsiag den 6., Kränzchen des Gefelligkeitsvereines im Deutschen H-uie — Hausball im Hotel zur Krone". — Feuerwehrkränzchc« in Tüsser. Sonntag den 7 : HauSbaU im Hotel ..Stadt Wien". Mittwoch den 10.: Hausball im Gasthof „Engel". Donnerstag 1 l., Oberlandlerball im Gasthaus „zur Traube". Samstag den 13., Kränzchen der Vcrtragsbeamten im Gasthofe „zur Krone". Sonntag den 14., Kränzchen der Genossenschaft der Kleidermacher im Hotel Post. Donnerstag 18., Hausball im Hotel Mohr. SamStag den *()., Maskenkränzchen des Geselligkeit? Vereines. Faschingdienstag den 23, Narrenabend, veranstaltet vom deutsche» Turnverein im Deutschen HanS. Aschermittwoch de» 24., Häringsschmausliedertafel deS MännergesangsvereineS. Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonn-tag. findet in der Chriftuskirche um 10 Uhr vormittags Gnttesdienst statt und wird Herr Pfarrer May über die Ehe predigen. Deutscher und Oesterreichischer Alpen-verein. Der Zweigverein Cilli des deutschen und österreichischen AlpenvercineS hält am 8. Feder 1909, u», 8 Uhr abends im „Deutschen Haus" zu Cilli seine Jahreshauptversammlung ab. Ein vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder wäre um so erwünjchtcr, als im Laufe der Versammlung Angelegenheiten zur Erörterung gelangen werden, welche für die Be-ftimmung des ArbeitSprogrammeS in unserem Gebiete von einschneidender Bedeutung sind. verband deutschvölkischer Arbeiter für Cilli und Umgebung. Morgen Sonn-tag, den 7. d findet um 3 Uhr nachmittags die Hauptversammlung deS Verbandes statt, bei welcher vollzähliges und pünkliches Erscheinen der Mitglieder notwendig ist. gum Kränzchen der k. fe. Unteroffiziere im Waldhause wäre nachzutragen, daß auch den Herren Vepflegsfeldwebel Lauscher nnd Feldwebel Koltra für ihre Mühewaltung und ihre rastlose Arbeit im Festausschuß? der Dank auszusprechen ist. veteranenkranzchen. Das wie alljährlich am 2. Feber stattgefunden« Veteranenkränzchen bewährte auch heuer wieder seine große Lugkraft. Der Besuch ließ trotz der großen Anforderungen, die der heurige kuize Fasching ans die tanzlustige Welt stellt, nichts zu wünschen übrig. Der große Saal deS Deutschen Hauses war ausschließlich dem Tanze gewidmet und vom Vereinsmitgliede Tapezierermeister Herr» Kvuanovic geschmackvoll und den, Charakter der Veranstaltung entsprechend herausgeputzt. Unter den Festgästen bemerkten wir den Bürgermeister Herrn Dr. V. Zabornegg, den Altbürge,meister Herrn Julius Rakusch, viele Gemeiuderäte, ^taatsanwalt Dr. Payer. Oberbezirksarzt Dr. Keppa, u. v. a. Die Veranstaltung beehrten ferner sämtliche Offiziere der Garnison mit ihren Kommandanten, Gendarmerie-Oberleutnant von Dettela mit der Mannschaft. Ver-tret« der Beamtenschaft aller Behörden, der Verein« mit einem Worte: Es hatten sich alle Stände ein Stelldichein gegeben. Um 8 Uhr wurde mit einem flotten Marsche der Tanz eröffnet und sehr bald ergreift alleS rege Tanzluft, die durch die zündenden Weisen der Cillier Musikvereinskapelle immer neu angeregt wurden, und es begann bereits der Tag zu grauen, alS der Schnellfchritt dem frohen Tanzfefte ein Ende bereitete. DaS ReinertcägniS war infolge deS guten Besuche« und der Ueberzahlungen ein günstiges und ist dem wackeren Vereine nur vom Herzen zu gönnen. Meteorologische Beobachtungsstation. Die Leitung der hiesigen meteorologischen Beobach-tungsstation hat in liebenswürdiger Weise Herr Bür-gerschullehrer Alfred Wendler übernommen. Einen Ueberblick über den verkehr bei unserem Post- und Telegraphenamte sowie dessen mächtiger Steigerung geben nachfolgende Zahlen. Im vergangenen Jahre wurden aufgegeben 85.696 Stück rekommandierte Briefe, 50.302 Fahrpostsendungen. 19.586 Telegramme, 43.655 Postanweisungen im Betrage von 1,* 27.190 Kr. und 46.276 Postsparkaffeeinlagen im Betrage von 8.065.668 Kr. Zur Abgabe gelangten 71.843 rekommandierte Briefe 66.694 Fahiposlsendungen, 22.185 Telegramme, 47.333 Postanweisungen im Betrage von 2,762.470 Kronen und b.243 Rückzahlungen im Postsparkasse veikehr im Betrage von 4.676.831 Kronen. Ferner wurden umsortiert, respektive umtelegraphier, d b weitergeleitet, 36.099 rekommandierte Briefe 99 782 FahiPostsendungen und 10.455 Telegramme ' Post-Wertzeichen wurden verbraucht um 137.952 Kronen Der geiamte Geldverkehr betrug 23.000.0li0 Kronen deutlicher aber spricht die nachfolgende über^ 1901 bisvlos'm W SÖfrr^rfä Iahren 1901 1902 1903 J904 1905 1906 1907 15)08 1!H)1 1902 1903 1904 1905 1906 1907 1908 Rekommandierte Ausgabe ..... 38724 ..... 42353 57849 61955 73007 79254 82172 85696 Briefe: Abgabe 36973 38721 49413 50538 63190 66617 69033 71843 F a h r p » st f c » d u ug e n : - - . 34131 47735 . . . 38321 5059«: . . . 39051 49492 . . . 43583 56150 ... 41567 56638 . . . 46508 60866 . . . 45343 59093 . . . 50302 66694 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 1908 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 1908 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 1908 1901 1902 1903 Telegram . 14279 . 15218 15668 . 16907 . 17462 . 19129 . 19365 . 19586 m e: 14997 16395 17356 19373 19687 20668 21351 22185 4TCMHI 22134 21114 22305 22079 29231 32050 3(5099 ÖH288 66761 74168 84812 84695 85537 95404 99782 10337 10891 12486 12990 12358 12230 11623 10455 Postanwc > fn Einzahlung: Stück Kronen 34010 1,833.670 39257 1,756.622 44051 1,770.093 43680 1,870.088 44219 1,890.252 45456 2,013.156 44667 2,014.315 43655 1,927.190 Postsporka 28517 4,745.030 27672 5,410.416 32975 5,953.128 36241 6,017.234 39653 6,418.394 40795 7,388.712 42617 7,957.481 46276 8,065.668 ngcn: Auszahlung: Stück 46544 47982 47070 45589 50110 49741 46706 47333 f fe: 3722 3997 4546 5030 5567 5606 6191 6243 Kronen 3,186.36 -2,216.899 2,392.841 2,396.963 2,514.374 2,724.084 2,795.030 2,762.470 l,81i.4." 0 1,716.272 2,064.374 2,165,989 2,548.657 3,187.666 3,616.020 4,676.831 fyoi" 1092 1903 1901 1902 1903 Postaufträge: Stück;«, bl «I0ck»al>l Slückjahl . 115,4 1904 . . 834 1907 . . 857 . 1145 1905 . . 745 1908 . . 725 . 1003 1906 . . 850 Briefpost Nachnahmen: 71354 1904 . . 1670 1907 . . 1851 . 1392 1905 . . 1691 1908 . . 1961 . 1574 1906 . . 1786 Fahrpost nach nahmen: . 8367 1904 . . 8908 1907. .9223 . 8186 1905 . . 9696 1908 . 10282 . 8938 1906 . 10164 Wertzeichenverbrauch Gesamtgeldverkehr 98.860 Kronen . 137.952 „ > 14,000.000 Kronen | , 23,000.000 „ Znterurbane Telephonverbindniigr» wurden hergestellt in den Zähren 1902 bis 1906 durchschnittlich 500 bis 600, 1907 auf 1144 (das plötzliche Anwachsen geschah durch Einführung des Stadtnetzes) nnd 1908 auf 3027. Verbindungen im Stadtnetz wurde» her» gestellt (1908) 49.000. Obige Zahlen sprechen eine deutliche Sprache über die gewaltige Steigerung deS PostverkehrS bei unserem Postamte! —at. Eine neue Pfarre im Unterlande. Aus Montpreis schreibt man: Am 1. d. fand nach langjährigem Warten und oftmaligem Vorsprechen beim »ischof in Marburg endlich die Errichtung einer Pfarre in MontpreiS statt. Der PfarrproviforHerr Sritc 4 Äu'iU.V Milcht iJJi-rrn.rr II Franz Gärtner wurde mit der entsprechenden Feier-lichkeri alS erster Pfarrer installiert. In Flammen. Aus 8t. Barbara in der Kolas wird berichtet: Das Schulmädchen Berne-kovic wärmle sich vor dem Unterricht beim Ofen des SchulzimmerS: Plötzlich begannen die Kleider des Mädchens zu brennen. DaS Kind lief in den Flammen gehüllt, laut um Hilfe rufend, in den Hof. Ein zufällig dort anwesender Mann warf das Kind .asch zu ^odeu und erstickte die flammen. DaS bedauernswerte Mädchen hatte aber bneilS schwere Brand-wunden an dem rechten Fuße erlitten. Die Gattin des Oberlehrers leistete dem Kinde biS znm Ein-«reffen eines Arztes die erste Hilfe. Ein Veteran! Achzig Jahre? Fast klingt es wie ein Märchen, daß einer unserer treuesten Bürger im Unterlande in diesen Jahren noch voll-rüstig und tatenfroh an der Arbeit steht — nicht nur an heimischer, sondern auch an nationaler; er hält »och immer fest an dem Gedanke» deS Auf« dämmcrnö eines Völkerfrühlings, wie er ihn ini Slurmjahre 1848 selbst mitgemacht Hat und ich glaube bei ihm noch die Kokarde der Legion zu finden. Anton Smrekar, der alte Herr mit weißem Barte und weißwallendem Haar ist stets »och körperlich und geistig rüstig und schasst überall, wo es gilt. Seine Brust schmückt das goldene Verdienstkreuz mit der Krone und andere Ehrenzeichen. Als Ingenieur und Bauunternehmer hat er durch die langen Jahre seines WirkenS viele Bauleu geschossen. AIS Experte für Steiermark, Kirnte» und Krain gilt sein Aus sprach als vollwichtig und man sagt: „Wo Smreker seinen Fuß hinsetzt, und sein Urteil spricht, gibt es keinen Widerruf." Smreker ist Kenner und Fach« kundiger und von berechne»!»» Natur durch und durch. Als Großgrundbesitzer führt er im Savetale ei»e Meisterwirtschaft und alS Vertrauensmann genießt er daS vollste Vertrauen der Behörden und der Be-völkernng. Seit Einführung der Institution „staats. anwaltscha'tlicher Funktionäre" bekleideter diese Stelle und hat schon in vielen wichtigen Fragen sein „pro und konlra gesprochen Der alte Herr ist ein durchschauender und prüfender Kops, zugleich auch weitsichtiger Mann. I» ihm liegt ein gediegener Edelsinn — ei» Eharokter — kurz und bündig, wahr und gerecht. Herr Anton Smreker ist ein Deutscher vom Scheitel bis zur Sohle und seine Gedanken gehen immer aus aus Geistes- und Gewissensfreiheit; er verträgt überhaupt keine Knechtung! — Daß Freiheit iu hehren Dingen Allen beschicken sei» möge, daß ist sein Wunsch in alten Tagen. Als guter Deutscher zeigte sich „Bater Smreker" immer Er gehört dem deutschen Schul vereine und der Südmark als „Gründer" an und ist seit dem Bestand« der hiesigen deutschen Privat-Volksschule als Schulausschußmitglied tätig. Als Vater kann er mit Stolz auf sein Erziehungswerk seiner Kinder in Uebereinstimmung mit seiner ihm wacker zur Seite stehenden Ehegattin blicken, denn seine «Inder sind alle wohlgeborgen und in ansehn-lichen Stellungen. — Ein seltenes Glück! — Als Wohltäter sür die hiesige Bevölkerung wirkt der greise Herr indirekt durch stille Gaben, direkt durch die Beschäftigung seiner Arbeiterschaft. Mit richtigem Blick hat „Vater Smreker* schon vor vielen Jahren die Notwendigkeit einer Feueiwehr eikannt. und sein Bestreben war, eine solche ins Leben zu rufen. Sein Plan gelang und so ist er Gründer unserer freiwilligen Feuerwehr, deren Hauptmann er mit achtzig Jahren jetzt noch ist. Die Feuerwehr bezeugte ihrem wackeren Haupimann an diesem seltenen Gedenktage Ehre und Dank durch einen Fackelzug und ei» Ständchen. Hauptmann-Sellvertreter Kowatsch brachte bei Pöller-schössen die Glückwünsche des Vereines dar und über-reichte dem alten Herrn das Diplom als »Ehrenmit-glied der freiwillige» Feuerwehr in Lichtenwald. Sein Wunsch klang auS in den Worten — Mögen noch viele schöne Lenze dem lieben „Vater Smreker" beschieoen sein! Hoch! DieS ist auch der innigste Wunsch aller Lichtenwalder. Erwähnt sei noch, daß von hier und von Nah und Fern zahlreiche Glück-wünsche eingelangt sind. Die Vertreter der Aemter und die Fabriksherrn haben persönlich ihre Glückwünsche dargebracht. Tödliche Unfälle auf den Schienen. AnS Unterdrauburg schreibt man: Der KanzleihilsS-arbeiter Jakob Writzman» schritt bei der Einfahrt des PersouenzugcS in Ottischnigberg am letzten Sonntag gegen l/»5 Uhr nachmittag über das Geleise, wurde von der Maschine ersaßt und buch-stäblich iu Stücke zerrissen. Er war sojort tot. Writzinauu stand im 24. Lebensjahre und war erst am I. Jänner l. I. aus dem KausmannSberuse in den Eisenbahndienst getreten. Der alte Vater; ein pensionierter Weichenwächter, ist über den Verlust seines Sohnes ganz gebrochen. — In der Nacht znm L6. v. M. wurde aus dem VerbindungSgeleise in Pragerhof die vollständig zermalmte Leiche eines Mannes gesunden, dessen Person nicht festgestellt werden konnte. Man nimmt an, daß der Ver»n> glückte, der eine Fahrkarte von KranichSseld nach Pettan hatte, den Anschluß versäumte, über d'aS Geleise giug und wohl den einen Zpg, nicht aber den voi» der entgegengesetzten Seite kommende» sah, wobei er überfahre» wurde. -- Ein anderer tödlicher Unfall ereignete sich am 2i>. v. M. früh vor der Station Maria-Rast. Der Lokomotivführer des von Marburg nach Reisnig-Fresen fahrenden Gütereil-zngeS, der ans dieser Strecke keinen Ausenthalt nimmt nnd um 6 Uhr 43 Minuten durch Maria-Rast sährt, bemerkte.ein kurzes Stück vor der Station Maria-Rast, daß der Heizer Joses Tanrer ver-schwnnden war. In der Station — ein früheres Halte» war nicht mehr möglich — wurde der Zuc ziim Stillstände gebracht lind die Suche nach dem Verschwundene» eingeleitet. An jener Stelle, an welcher der Maschinsührer die Abwesenheit des Heizers Tanrer bemerkt hatte, nnd zwar beim Kilo-iiieter 11,4, wnrde Tanrer gefunden. Die Räder waren ihm Über de» Unterleib gegangen nnd hatten diesen vollständig zerrissen. Tanrer, der verheiratet war und in t'runndors wohnte, stand im 43. Lebens-jähre. Pfäffische Unduldsamkeit. Der aller-tüchtigste» eiller, vo» dene», die sich gegen alles, was Deutsch heißt, mit allen Mitteln einsetzen, ist der Friedenspriest^r und Religwnslehrer am slovenischen Gymnasium, ZeLtnik. Bekanntlich ist er auch der Ode» macher bei der klerikalen kmetka „Posojilnica". Er ist aber auch Direktor deS Hotel .Terfchek", welcher Name noch immer unwissende Reisende in dieses HauS des Friedens und der Sitlsamkeit zu sühren imstande ist. Dieser besagte Herr verhandelte letzthin mit einer Frau, die ohne zu wissen in welche Hände sie beinahe gesallen wäre, über die Mietung der bekannten Goldgrube, die vor kurzem nach einim tüchtigen Reingewinn von dem bekannten „G>oß-kausmann" Gerschak, wieder in die priesterliche ver-waltung zurückgegeben wurde. Die Dame, eine Fremde, hatte keine Ahnung davon, mit welch' nationalen Gehäßigkeiten man hier zu kämpfen hat. AlS aber der moderne FuedenSopostel endlich herausrückte, daß das Gewölbe nur dann zu haben sei, wenn sie sich streng an das Programm der Hetzer halten Nämlich keinen deutsche» Angestellte» zu hallen, keine deutschen >iu«dschafteu zu suchen usw. wies die Frau dieS zurück und ging, nachdem sie dem edlen Priester ihre Meinung gesagt hatte. Die Windischen sind um eine Würzen ärmer. Wie man vernimmt, soll aus dem fetten Ertrag des weißen Ochsen, des Neuhauser Hotels und sonstiger klerikaler Unternehmungen ein »eneS lukratives Unternehmen geschaffen werden, daS einen noch nie dagewesenen Ersolg zu verzeichnen haben wird. DaS Geschäft soll im ehemaligen Deli-katessealager des Terfchek ausgemacht werden. Armer Bauer! gum Brande der Puch'schen Fahrrad-sabrik in Graz. Von der Johann Puch A.-G. in Graz wird unS mitgeteilt, daß bei der Brand« katastrophe wohl ein großes Magazinsgebäude im Ausmaße von über 6000 nr mit großen Voriäten an fertige» Wahren ein Opfer der Flammen wurde, es hingegen den vereinte» Vemühunge» der Feuer-wehre» gelang, den Brand derart zu lokalisieren, daß sonst keine einzige BetriebSstätte irgend welchen Schaden erlitt, vielmehr der Betrieb am selben Morgen normal wie gewöhnlich um 7 Uhr früh voll ausgenommen werde» konnte. Die Firma ist bestrebt, den Neubau schon innerhalb weniger Wochen zu voll-ende», überhaupt werden die Lieserungen derselben keine nennenswerten Verzöge»unge» erleide», da die Firma durch Einsühruiig der Nachtschicht die zugrunde gegangenen Vorräte rechtzeitig vor der Saison zu ergänze» bestrebt ist. Aus der Mufikwelt. Der junge Grazer Tondichter Stefan Hickbauer, ließ im Verlage von M. Pock in Graz wieder einige neue Werke er-scheinen. ,D«S der Tondichter in Anna Gräfin Buttler-Stubenberg , ewidmete Äonzertlied: ..Vogelfang", op 58 (Worie von Richard Sanneck) findet eine reizende musikalifche Behandlung; die darin befind-liche reiche und tiefsinnige Melodik, sowie feine Rhyt mik, die sich ber Testdichtung genau anpaßt, verdient besonders hervorgehoben zu werden. Im Wiener Walzerliede: ..'S Zuckermädel," op. 59 (Worte von Richard Sanueck) trissS man ebenfalls eine liebliche, leichte Melodie und dürfte dieses Werk, welches am TageSrepertoir der Operettendiva Lise Rilpordini 'Wie») steht, eine rasche Popularität erlangen. Nicht minder originell ist der der Tante deS Komponisten Frau Chr. Hintz gewidmete „Ehristlwalzer" t dem Allerheiligsten, den Versuch gemacht haben, die Ver-zauberte zu erlöse«, doch ivollte sie sich nicht zeigen. — Eine andere Sage von der Ruine Tüffer erzählt »nS: In der Ruine Tüffer soll ein Schatz vergraben gewesen sein. Ei» ehrsamer Bürger des Markte» soll denselben gesunden haben Da es jedoch hieß, daß das Wesen, welches denselben fortschaffen würde, dem Tode verfallen sei. so verwendete er zur Hebung und Fortführung des Schatzes eine alte Mähre, die dann auch umstand, indeß er sich des Fundes freute. Oder: Am Fuße des Westabhanges des Humberges befindet sich ober der Gemeindestraße nach Jagote eine zu Weidezwecken dienende, der Hauptpsarrpjründe gehörige Schutthalde, aus welcher knapp an der straße eiue kräftige, beständig fließende Quelle das beste Trinkwasscr führt. Die Quelle wurde in den ersten 50er Jahren von einem Bauunternehmer der Staatsbahn (Südbahn) namens Pieeo gefaßt, ober derselben wurde eine Kapelle mit einer Nische erbaut und beiderseitig mit schattenspendenden Weißbuchen bepflanzt, während im tiefsten Teile ein Tränketrog aufgestellt wurde. Diese Quelle bildet einen beliebten Spaziergang der Tüfferer, und zwar längs des Sannkai's durch die K Hern Promenade. Die Sage dieses Brünnels ist nun folgende: Ein Priester trug in heißer trockener Jahreszeit die Wegzehrung einem sterbenden Kranken in ein hochgelegenes GebirgSdvrs. Der Weg führte ihn an der versiegten Quelle vor-bei. Den Priester dürstete und er konnte ob Mangel des nur spärlich tropsenden QuellwasserS nicht triuken. Da soll er unter Sprechen eines kurzen Stoßgebete« mit dein Allerheiligsten gegen die Ouelle zu das Kreuzeszeichen gemacht habe», worauf die Quelle sich im reichsten Maße ergoß und Priester uud Küster sich zur Genüge den Durst löschen konnte». Serbische Gewalttätigkeiten in Doboj. Seit einiger Zeit ist Doboj in Bosnien der Schau-platz fortgesetzter Gewalttaten der Serben gegen die türkische Bevölkerung. Am IS. dS nach dem Wasserweihsest wurde ein serbischer Solotanz abqe-itcn, an dem auch ein serbischer Bauer teilnahm, vor kurzem nach einer Strafverbüßung wegen Totschlages aus dem Kerker entlassen, nenerlich wegen Beleidigung des Kaisers und deS Militärs verhaftet werde» sollte. Da der hiezu beauftragte Wachmann die Wildheit des rohen Serben kannte, bat er den Nummer 11 Äruische lünrijt geiic o diensthabenben Oberleutnant Neumayer des 75. Infanterieregiments. bis Assistenz einiger bent Tanze zusehenber Solbaten bei ber Verhaftung zu bewillige». Er eilte mit zehn Solbaten bem mit anberen Stam mesgenossen geflüchleten Bauern nach unb holte bie Männer auf ber Straße ein. Sie setzten sich mit den Messern in ber Hanb ber Verhaftung entgegen unb verletzte» den Wachmann tödlich durch Stiche in den Unterleib. Die über bie rohe Tat erbitterten Solbaten stürzten sich nun mit gezogenem Bajonett auf bie Serben unb nur mit größter Mühe gelang «S bem am Tatorte anwesenden Oberleutnant Neu meyer und Fähnrich Kaukal, die Solbaten vo» Tät-lichkeiten zurückzuhalten Die Serben würben ent-waffnet unb gefesselt dem Gerichte übergeben. Bei einem ber Verhaftete» fand man eine Büchse mit Sprengpulver. Der löblich verwunbete Wachmann ist Türke unb Bater von vier Kindern. Es ist be-reits ber dritte Wachmann, ber von Serben i» Doboj erstechen würbe. An demselben Tage würben im Bezirke noch brei Türken vo» Serben getötet. Selbstmord eines Soldaten. Dieser Tage starb in Marburg im k. k. Truppcnspiiale ber 21jährige Infanterist Franz Kummer aus Dieters dors, Bez. Felbbach. Kummer, ber bei der 12. Stomp. deS Jnsanterieregimentes Nr 47 (Assentjahr 190?) diente verübte am 15. v, M. imchmittags einen Selbstmorbversuch, indem er sich ans seinem Dienst-gewehre eine Kugel in bieB>ust schoß; das Projektil verletzte u. a. auch bie Lunge Als Motiv ber Tat gab er angebliche Quälereien an, denen er von seinem Kompagniekommanbanten ausgesetzt gewesen sei. Der Verstorbene war bie Stütze seiner alten Mutter, die in sehr dürftigen Ve,hältniss.n lebt und für die der Tob ihres Sohnes einen furchtbaren Schlag bebeutet. Ueber den Fall wurde ein Protokoll ausgenommen. Als ber Kopagniekommandaiu unb ei» Oberleutnant — fo wirb uns berichtet — au bas Bett bes Schwerverletzir» «raten unb der kompazniekominan dant sagten „Kummer, was haben Sie getan?!" antwortete dieser abwehrend und angsterfüUt: „Laßt mich steh», ich laß' mich nicht länger sekkieren I" Zu verschieden«, seiner Kollegen äußerte er sich vor seinem Tode i» klagender Weise über die Sekkaturen, denen er ausgesetzt gewesen sei und daß bei keiner anberen Kompagnie eine solche Sekkatur herrsche wie bei ber zwölften. Wege» seiner Gamasche» allein habe er schon sechsmal zum Rapport gehen müssen. Zu einem Gefreiten der 11. Kompagnie äußerte er sich, baß er sich erschießen müsse, ba es bei bieser Kompagnie unerträglich sei. AIS ihm geraten würbe, er möge um seine Transserierung bitte», entgegnete Kummer: „Das hilft ohnehin nichts, ich komme von dieser Kompagnie trotzdem nicht fort!" Vom Haupt-man» Auditor wurde sosort nach dem Selbstmord-versuch bie miliiärgerichtliche Untersuchung verlangt, aber ba wurde eingewenbet, daß Kummer infolge seiner schweren Verletzung nicht venehmungSsähig sei er werbe aber wieber aufkommen unb bis bahin möge man mit feiner Einvernahme warten. Nun ist aber Kummer gestorben ohne militärgerichllich einvernommen zu sein. Wie man uns mitzuteilen ersucht, ist dieS bereiiS ber sechste Solbatenselbstmorb bei ber zwölften Kompagni.' seitdem jener kompag»iekomma»da»t bas Kommando inne hat. Wie man uns weiter schreibt, wird bieser Fall bem Reichsraisbg Mali? mitgeteilt werben, bamil bie Angelegenheit zur Sprache kommt, — Es ist tief bedauerlich, baß trotz aller mini eriellen Erklärungen sich berartige Fälle immer noch ereignen unb es ist doppelt auffaltend gerade in Marburg bas sich eines wohl allgemein beliebien Offizierskorps erfreut, welches durch solche Vorkommnisse gewiß selber, gelinbe gesagt, am peinlichsten berührt wirb. Wer wirb nun der armen alten Mutter den toten Sohn ersetzen? _ Liebwerte Dameu! Sehr geehrte Herren! Alles rüstet sich schon zu dem bevorstehenden Rarrenabend des Eillier Turnvereines. Ueberall ertönt der freudige Ruf: „Auf zum Rarrenabend Dazwischen hört man aber wieder Stimmen welch« sagen: „Wie sollen wir uns kleiden?" Nur nicht verzagen! Ich will hier einiges verratend Komme» sie als! Schweizerin, Algäuerin, stoansteirisch, Polin, Russin, Post, Germania, Austria, Edeldame. Zigeunenn, Dornröschen Edelweiß, Mohnblume, Schützenliesel, Dollaipiinzessin, Fisii mit der großen Trommel, Lustige Witwe, Wäschermädel, Bade zu Hause Hexe, Gauklerin, heil, drei Könige für bie Südmark oder den Schulverein Spenben sammelnb, guter Ton. lieblicher Schmetterling, Domino, Bosniak, Türkischer Pascha, Jungtürke, als Kronprinz von Serbien wenn Sie a Schneid' hab'n, Faust, General Bum Bum, Ritter Blaubart, Don Juan, Bettel- stubent. Kaminkehrer, Student, Gigerl, alter Geck, To«künstler, Häuserl im Wald, Prinz Karneval, Rastelbinber, Lanbsknecht, Hauptmann von Köpenik, Serenissimus, Knickebein, Mohr, ober wähle» Sie mit Freunb unb Freundinnen Gruppen, zum Beispiel: Damenfeuerwehr, Damenkapelle unb bergleichen. Können Sie sich für keine Verkleibung ent' schließen, so erscheinen Sie im Straßenkleib. Für bcn Kopfschmuck lassen Sie uns Sorge tragen! Wann geht aber bie Hetz' los? kommen Sie nur am Faschingbienstag um 8 Uhr abenbs in die Nähe des Deutschen Hauses. Da werden Sie sich bann sreubig bem Zuge, ber in bie behaglichen Hallen strömt, anschießen. Sie kommen bald zu einem HäuScheu, worin bie Zollwächter bes Prinzen Karneval ausgestellt sind Von diesen werden sie mit einem Begleitschein versehen natürlich nur gegen entsprechende Bezahlung. Nun stehen Ihnen alle Räume zur Verfügung! Damit Sie sich bie Zeit gut einteilen unb nichts SehenswürdigeS versäumen gebe ich Ihnen einen Zeilweiser in die Hanb. 8 Uhr: AUgeuieines Geldhei geben, großeS Staunen. 7,9 Uhr: Ausflüge in bie höheren Regionen, Promenabekonzert. 9 Uhr: Einzug bei Masken, Tanzerössnung. 12-5 Uhr: Tanz, außerbem aber Festessen, Weingelage, Verlobungen, Scheidungen, Volksfeste unb Enttäuschungen. Eine kleine Polizeiordnung muß ich auch noch beifügen. Der Eintritt in baS Reich bes Prinzen Karneval ist nur geladenen Personen gegen Vorweisen ber Einlabungskarte gestattet. Der Eintritt beträgt K 1.80 Also nochmals: „Aus zum Nanenabenb!" Wer beabsichtigt ein Kostüm zu kaufen oder ein solches auSzuleihen, wenbe sich an bie ,^irma: Joses Rathschüler, Rieb, Jnnkreis. /«, w J ___ yCtxf^ fr ---r.______£ 7* —gr~ '•*-« )0 -i m m_ i V ^ 7 Ächaubühnr. Iu den Gastspielen der Exl's Tiroler-Bühne. Unser Theaterpublikum wünschte »ch wohl noch gar viele solcher Aussühru.igen, w>e sie uuS SamS-tag bcn 30. unb Sonntag ren 31. Jänner geboten würbe». Man konnte nur ein Lob über sämtliche Darsteller vernehmen, benen stürmischer Beifall Beweis der Anerkennung ihrer überaus brave» Leistungen war. Das Publikum wanble bie vollste Aufmerksam-seit den einzelnen Handlungen zu, die geeignet waren, einen ttefen Eindruck zu mache». Namentlich waren eS viele Stellen in bem Bolksstücke „Pater Jakob" bie burch natürliche Wiebergabe erhebenb wirkten unb allgemeine Bewunberung hervorriefen. Aber auch in ber Posse „Die schöne Millibäuerin" waren es Tirolerhumor, nicht minber bie Schuhplattlertänze, bie sich nicht enbenwollenben Beifall verschafften. Nicht zuletzt sei bas Volksstück „Die Wilbkatz vom Hollergrund" genannt, bas ebenfalls brnch seine natürlich gegebenen Hanbluugen ungeteiltes Lob errang. Aber auch i» den Pausen bereiteten unS bie braven Tiroler einen künstlerischen Genuß burch prachtvolle Zithervorträge, bie einigemale wiederholt werben mußten. Wir beglückwünschen bie Direktion „Exl" wie auch olle Darsteller unb hoffen sie im nächsten Jahre wieder zu sehen. R. Schwurgericht. Die Schwiegermutter ermordet. Am 23. Dezember v I fand der Grundbesitzer Michael Ivansif als ei von ber Arbeit heimkehrte feine Mutter Marie Jvankic am Boden tot liegend vor. Alle A>iz;ichen sprachen bafür, baß ber Ermor-bung ein heftiger Kampf vorhergegangen sei. Am gleichen Tage meldete sich die Gattin beS Michael Jvantii. bie 31jähnge Amalia Jv antik beim Bezirksgerichte Schönslein mit ber Selbständige, baß sie ihre Schwiegermutter ermorbet habe. Sie wäre am kritischen Tage gleich beim Betreten beS Hauses mit ihrer Schwiegermutter in Streit geraten, habe im Zorn ber altersschwache» Frau einige Faustschläge aus be» Kops versetzt, so baß biese zu Boben stürzte. Sie habe bann die aus bem Boben Liegende bei den Haaren ersaßt, sie hin unb her gezerrt unb mit ihren, mit Nägel» beschlagenen Schuhen so lange auf ben Kops geschlagen, bis sie verstummte. Amalia Jvaniii wurde aus Grund dieser Selbstanzeige in Haft ge-nommen unb hatte sich nun vor bcn Geschworenen unter bcm Vorsitze bes k. k. VandeSgerichtSrateS Dr. Kotzian wegen Verbrechens bes Morbes zu ver-antworten. Der Fall entwirst ein büstereS Bild eines zerrütteten Familienlebens, in bem bie vielgejchmähte Schwiegermutter die Hauptrolle spielt und das durch die Katastrophe vom 23. Dezember seinen büsteren Abschluß sanb. Der Anklage entnehmen wir solgenbes: Michael Jvankiö führte nach der Trauung vom 9 November 1907 seine Ehegattin Amalia Jvankik in ben gemeinschaftlichen Haushalt mit seinen Eltern Joses und Maria Jvaniie in Sonnberg ein. Joses ^vankik betrieb auch eine Nagelschmiebe, nährend Michael unb Amalia Jvankiö teils bcn Eltern halfen, teils als Babebicncr im Babc Topolschitz Berbienst fände». Hierin trat auch bann eine Aenderung nicht ein, als Michael unb Amalia Jvankii bie elterlichen Liegenschaslen übernahmen Amalia Jvankik soll wenig Lust zu bei, lanbwirtschastlichen Arbeiten gezeigt haben. Unter solchen Uinstänben kam eS batb zu Zwistig' feiten, die sich vom Frühjahr >908 an immer mehr steigerten unb ihren Höhepunkt erreichten alS Amalia Jvaniiö anfing, sich bem Truuke zu ergeben, ein auSschweifenbes Lebe» sührte, 'bas gemeinschaftliche Heim mied und nur hie und da heimkehrte. Amalia Jvaniit artete im Rausche immer aus, beschimpfte und beleidigte ihre Angehörigen, besonders ihre Schwiegermutter Maria Jvanit in der gröblichsten Weise, bedrohte sie mit Morb und Vranblegung. Um sich der Betrunkenen zu erwehren, mußte bie Familie zur (Gewalt greisen unb Amalia Jvankt selbst züchtigen ober bie Hufe beS Richters anrufen. Selbst bie Erhebungen beS Bezirksgerichtes Schön-ftein zum Zwecke ber Entmünbigung ber Trunk-süchtigen wegen Verschwenbung machten aus Amalia Jvantik keinen Einbruck; sie führte ibren aus-Ichweifenben Lebenswandel weiter. Nach längerer Abwesenheit kam sie am 21. Dezember 1908 abends wiibcr einmal heim, begann in ihrem Rausche wieber Streit mit bcn Hausleuten unb verließ am Morgen bes 22. Dezember baS Haus um beim Nachbar Mebveb in Gesellschaft von Männern zu zechen. Angeheitert kam sie am Abend zu Anionia Vreiko um Nachtlager bitten, baS ihr anch gewährt würbe. Unter ber Angabe sie gehe ihre Kleiber holen, um sich bann zu ihrem Schwager, Alois Kovac, in Pak zu begeben, verließ sie am 23. Dezember morgens eiwa um '/,7 Uhr bas Haus ber Vrecko. Darüber, waS jetzt im Hause des Jvaniik vorging, schien unmittelbare Beweise, benn bie im Hause allein zurückgebliebene Maria Jvankii würbe nach etwa breiviertel Stunben von ihrem Sohne als Leiche auf* grsunbcn. Die gerichtliche Leichenschau ergab, baß Maria Jvancii infolge Gehirnlähmung starb, welche burch zahllose schwere Schläge gegen ben Kopf ver-urfacht würbe. Der Körper zeigte über 30 Verletzungen. Die Blutspuren in ben Wohnräumen, ein neben ber Leiche vorgefundenes Haarbüschel beweisen, baß bie Beschulbigte ihr Opfer, wie sie eS in ber Selbstanzeige beschrieb, erbarmungslos herumzerrte unb zu Tobe marterte. Vor bcn Geschworenen will Amalia Jvanöiö von der Ermorbung ihrer Schwiegermutter tiiif fi Deutsche Watyi Kummer l I nichts wissen. Zie behauptet, fi« wäre von ihren Angehörigen, namentlich von der Schwiegermutter, hart verfolgt und in rohester Weise behandelt worden. Am kritischen Tage, kaum in da« Haus getreten, habe sie ihre Schwiegermutter bei den Haaren zu reißen und zu mißhandeln begonnen. Von diesem Moment an wisse sie von nichts mehr, auch von der Seldstanzeige bei Gericht wisie sie nichts und sei erst in der Untersuchungshast zu Bewußtsein ge-kommen. Bon ihren Berwandten wird behauptet, daß sie einmal einen Kopstyphus überstanden habe und seit dieser Zeit nicht ganz normal gewesen sei. Die Verbandlung, die teilweise geheim geführt wurde, wurde über Antrag des Ankläger», StaaiSanwalt Dr. Bayer, behuss Untersuchung des Geisteszustandes der Beschuldigten und Borladung neuer Zeugen vertagt Ein gefährlicher Gewohnheitsdieb. Unter dem Borsitze des k. k LaiibeSgeiichlSiar.s Dr. Schä'tlein hatte sich der 35jähriqe Maschin-Heizer M l a k e r, der seit mehreren fahren ai beiis-los umherzieht und von Diebstählen lebt, wegen einer Reihe von höchst srech ausgeführten Diebstählen zu verantworten. Am 20. November 1908 wurde» aus dem versperrten Burschenzimmer im Hause des KaminsegermeisterS Fuchs in Cilli, dem Gehilfen Dominik Wardion ei» Winterrock im Werte von 24 K und eine silberne Taschenuhr im Werte von 1H K und dem Lehrjungen Sopriva ein Paar Schnür-schuhe im Werte von K. Auf Grund der Anzeige bei der SicherheitSwache wurde am Abend desselben TageS am Bahnhos in Cilli durch den Wachmann Bosnitfch ein fremder verdächtiger Mann, welcher eben fortfahren wollte, der Beschuldigte, angehalleii und verhaftet. Warbian und die Ziehtochter des Franz Fuchs, Stefanie »refl, erkannten in dem Ber» hafteten jenen Mann, welcher am Bormittag im Fuchs'schen Haus erschien und dort nach Arbeit alS Kaminfegergehilfe nachgefragt hatte. Mlakcr leugnete anfangs den Diebftahl, gestand dann später denselben zu, als man i« seiner Unterhose versteckt die gestohlene Uhr samt Kette fand. Am Nachmittage desselben Tages wurde dem k. k. Richter Dr. Sribar aus St. Marein bei Crlachftein, welcher mit seinem Geführte im Hotel Mohr eingekehrt war, vom offenen Wagen ein brauner Ueberrock im Werte von >2 X entwendet, die Polizei fand diesen Rock am folgenden Tage beim Trödler Fischer, welcher ihn von einem unbekannten Mann um 7 K gekaust hatte. Zosef Fischer erkannte in dem ihm gegenübergestellten Be-schuldigten den Berkäuser des Rockes. Die weiteren Nachforschungen ergaben, daß Mlaker vor seinem Aufenthalte in Cilli eine Reihe von Diebstählen be-gange» hat. Mlaker gestand unter anderem »och: Am 22. Oktober 1908 in Graz in der Gartengasse aus versperrtem Zimmer dem Franz Pupiz Gegenstände im Werte von 52 K nnd dem Alois Zakreischek solche im Werte von l8l) K, in der Nacht vom 19. auf den 20. September in Salzburg dem Joh. Lerch einin Ueberzieher im Werte von 20 K, am 4. November in Wiener-Neustadt dem Andreas Jgnitsch eine Geldbörse mit 19 K 20 h Inhalt, am 12. November in Knittelseld dem Andreas Perc 20 K Bargeld und Gegenstände im Werte von 100 K und dem Jgnaz Moderegger 8 K Bargeld und Gegenstände im Werte von 28 X. Mlaker gesteht nur diejenigen Diebstähle, bezüglich welcher er über-sührt wird. Aus Grund des Wahrspruches der Ge« schworenen wird Mlaker, der bereits wiederholt wegen Diebftahl vorbestraft ist, zur schweren und verschärften Kerkerstrafe in der Dauer von 6 Jahren verurteilt. Eingesendet. Persil bedeutet sür reich und arm eine Um-wälzimg bei allen bisherigen Wascharten. Persil wird mit Recht ein gutes, modernes und unschädliches Waschmittel genannt. Persil gibt bleibend blendend weiße Wäsche nnd kürzt auch die Zeit der Wasch-arbeit nnr zwei Drittel. Düngung zur Gerste. Um eine export-fähige Qualität der Gerste zu ernten und deren Verbreitung im Auslande zu fördern, ist es not« wendig, neben der einheitlichen bewährten Saatsorte anch zweckentsprechend zu dünge». Da die Bege-tationSdauer der Gerste sehr kurz ist, muß der Dünger die erforderlichen Nährstoffe in einer leicht zugänglichen Form enthalten und eignet sich hierzu in erster Linie das SuperphoSphat, weil dasselbe die für den Gerstenanbau unbedingt notwendige Pl»osphorfäure in leicht löslicher Verbindung besitzt. Die junge Pflanze sindet bei Düngung mit Super-phoSphat den für sie so wichtigen Nährstoff nicht nur leicht, sondern auch in gebührender Menge, was bei Anwendung von anderen Phosphordüngemitteln nicht der Fall ist. Neben der Phosphorsäure in SuperphoSphat ist zur Gerste auch die Düugung mit Kalisalzen, am besten init 40"/, Kalisalz zu empsehlen. Verwendet werden: 200 bis 250 kg SuperphoSphat, 150 bis 200 kg Kalidünger 40°/,; als Kopsdüngung, wenn erforderlich 75 bis 150 kg Chilisalpeter auch zweimal pro Hektar. Das Zentral-Bureau des Vereines der österreichischen Super-phosphatsabriken in Prag, Grabe» 17, versendet an Jedermann bereitwilligst Kalender sür Landwirte mit reichem Inhalt gratis und franko. D-.II »- > Lr. I» »» V. M.. lkh>« KnUril««. stranko Dall'OclQG »»> «clion Tfrxollt in« Hau» a<»r( L e I '5 B «O S | CQ eingeführtes Fleisch in Kilogramm tö Q a « ■3 « B # iß a •& 0) B 'S) Bukschek Jakob . Teischmann. . . Grenka Johann . Janschek Martin Rnti..... Rofiär Ludwig . LeSkojchek Jakob. lyer Samuel . aninz Franz . Plcstjchak. . . . PleierSky Rcdeuicheo ebeulchegg Joses . Eellak Kran» . . . Eeutschnigg Anton. Stelzer...... Umegg Rudolf . . Vollaruber Franz . Sor.üni..... slftvirte..... Private..... I i J 2 1 1-- - - 6 77 14\ 11 576 — — — 257 SARG, WIEN BESTE 5AHN-CR£ME 'um China-Wein m» Eisen. HffUn. 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Lloyd, Triest, bei Viktor Podpetschan in Cilli, sowie bei der 150bi Generalagentur des Oesterr. Lloyd, Wien I., Kärntnerring 6. 13 1908 41 Kundmachung! Ueb r das vom steiermärkischeu Landesausschusse übermittelte, im folgenden beschriebene Projekt, betreffend die Sanierung der Ilochwasser-verhältnisse nächst Cilli durch teilweise Regulierung der Sann und ihrer Zuflüsse, wird im Sinne der §§ 70 und 76 des Gesetzes vom 18. Jänner 1872 L. G.-Bl. Nr. 8 die kommissioneile Erhebung und Verhandlung im Wege des abgekürzten Verfahrens hinsichtlich der Sannflussstrecke auf Mittwoch den 10. Februar 1909 mit der Zusammenkunft um '/,9 Uhr vormittags am Grenadiersteg, hinsichtlich der Regulierung der Wogleina und Koprivnica auf Donnerstag den 11. Februar 1909 mit der Zusammenkunft um 7,9 Uhr vormittags bei der Einmündung der "Wogleina in den Sannfluss und hinsichtlich der Regulierung des Loschnitz- und des Lahnbaches auf Freitag den 12. Februar 1909 mit der Zusammenkunft nm 7*9 Uhr vormittags bei der Einmündung des Loschnitzbaches in den Sannfluss anberaumt. Mit der Durchführung der Kommission wird der k. k. Bezirkskommissär Dr. Heinrich Montel unter Beiziehung des k. k. Statthaltereiingenieurs Franz Krepa betraut. Die nach dem gegenständlichen Projekte vorgesehenen MaBSnahmen bezwecken in der Wesenheit den geschlossenen Abfluss der Ilochw&sser des Sannflusses und einiger Zuflüsse und zwar sind nachstehende Normalisierungen geplant: a) Die Regulierung der Sann bei Cilli vom Christinenhof abwärts bis zum Grenadiersteg. 4 km lang einschlieeslich einer Unterfahrung des Pfeilers der I. Südbabnbriicke und der teilweisen Abtragung des Steinvorwurfes am Pfeiler des II. Südbahnobjektes. Diese Regulierungsbauten sind im Bereiche der Gemeinden Leis-berg. Stadt Cilli und Katastralgemeinde Schlossberg (Stadt Cilli) gelegen. b) Die Regulierung des Loschnitzbaches von seiner Mündung aufwärts auf eine Länge von 1-04 km bezw. 134 km in den Gemeinden Mellag und Stadt Cilli. c) Die Regulierung des Lahnbaches von der Mündung aufwärts auf 1*8 km iu den Gemeinden Mellag und Stadt Cilli. d) Die Regulierung der Koprivnica bis auf 1*8 km aufwärts der Mündnng in den Gemeinden Stadt Cilli, Forstwald und Unter» kötting. e) Die Regulierung der Wogleina auf 2*3 km aufwärts der Mündung und Erweiterung des die Wogleina übersetzenden Südbahnobjektes; in den Gemeinden Unterkötting, Stadt Cilli. Puchen-schlag, Tüchern und Schlossberg. Zu der ad a) bezeichneten Regulierung liegt eine Variante vor. bestehend in einer Verlängerung der Kaimauer am linken Ufer der Sann von der Mündung des Lahnbaches aufwärts bis zum sogenannten Sannhofe, an Stelle der im Projekte vorgesehenen normalen Uferdeckung. Das Projekt liegt bis 8. Februar 1909 während der festgesetzten Amtsstunden bei der k. k. Bezirkshauptmannschaft in Cilli auf. Dies wird mit dem Beifügen hiemit allgemein verlautbart, dass eventuelle Einwendungen gegen dieses Projekt, wenn nicht früher schriftlich bei der k. k. Bezirkshauptmannschaft in Cilli, spätestens bei der kommissionellen Erhebung und Verhandlung vorzubringen sind, widrigens alle Beteiligten der beabsichtigten Unternehmung und der dazu nötigen Grundabtretung oder Belastung von Grundeigentum als zustimmend angesehen werden und ohne Rücksicht auf spätere Einwendungen das Erkenntnis gefallt werden würd«. K. k. steiermärkische Statthalterei Graz, am 20. Jänner 1909. Für den k. k. Statthalter: H ammer-Purgstall m. p. 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