Wbllcher Zeitung. Nr. 274. Pränumeiationsprei«: Im Lomptolr ganzj. ft. I l !),übj. fi. 5.5«. ftür die.^»si.'lluu,, >na Hau« hall',. »> li. Mil dc> Post ^.i„z>. >I. 15, yaldj. fl. ?.5<). Freill^g, 27. November HnseitlouS gebühr bis l<> Zellen: Imal 60 lr.. «m.8»?r., !j«l. l fl.isonss pi.Zeile lm. e.lr., »m.^lr,, 3m. 10?!-. u.s. w. ?>!!^ti?iisstempcl jcdlc<«!.3! l>. 18«8. Mit 1. December beginnt ci» licucs Abonnement anf die ,Faib acher Zeitung." Der P rä n »mcr at i ons-Preis beträgt für dic Zeit vom I. bis Ende December 1868: Im Comptoir offen.......— fl. 92 kr. Im Comptoir unter Convert ....I,, — ,, Für Vaibnch ins Hans zngestcllt . . . I „ — „ Mit Post »nler Schlcifcn.....1 „ 25 „ Amtlicher Theil. «3e. l. nnd t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Cntschlicßuug vom U>. ?covcmbcr d. I. den Ehrcndomhcrrn, surstbischöflichcn Consistorialralh nnd Pfarrer der Hauptpfarrc in Klageufurt Maximilian Wallncr znm Domherr» des Domcapitcls von Gnrk allcrgnädigst zn ernennen gcrnht. Hasner »>. i>- Der Finanzminister hat die Kanzleiofficialcn im Finanzininistcrium Georg Wolf und Joseph Haderlei n zn Hilfsäutterdireclionsadjuncten crnanitt. Nichtamtlicher Theil. Das Mhlmch. Ueber die orientalische Frage lassen wir das wichtigste folgen: Iu einer vom ^. April I86^i datirtcn Depesche an die österreichischen Gesandten in Paris, London, Florenz, Berlin, Pcterölinrg nnd Constantinopcl erwähnt ^wion Bcnst ciucs (Gerächtes, welchem zufolge (General Igliatieff sich in Bcrli» im Sinne der Vcrcinignng Greta's mit Griechenland und der Unabhängigkcit der verschiedenen christlichen Provinzen, welche unter dem Collcctivschutzc der Mächte eine Conföderation ln'ldcn sollten, während Conslantinopcl zu einer freien Stadt nnd znin Freihafen erklärt wurde, geäußert hätte. Der 8tcichska»zlcr bemerllc hicz», daft General Ignaticff in d.n Unterrednngc», wclchc er mit ihm während dessen Aufenthaltes in Wien gehabt, leine Aeußerung dieser Art gethan habe. Cr habe sich in Vc-zug nnf die orientalische ssragc im allgemeinen darauf beschränkt, zn versichern, das; die Eindrücke, welche cr von Pctcrsbnrg »litbringc, zn glanbcn berechtige», daß diese Frage in eine dcrnhigcnderc Phase getreten sei. Was die crctischc Frage insbesondere anbelange, habe dcr vns' fische Diplomat die Ansicht ausgesprochen, daß keine Aussicht anf eine U»terdrückung dcr Insnrrcction vorhanden sei, nnd daß diese nnch die anderen Theile des oltomanischcn Reiches in Brand stecken werdc. Der Nccichslanzler leugnete den Zusammenhang zwischen dcr Situation dcr Candiotcn nnd den anderen christlichen Unterthanen des Sultans. Wnrdc aber Candicn dcr otto-Wanischcn Herrschaft entzogen, so wnrdc gerade ein solches Beispiel ansteckend anf die anderen christlichen Ac-völkernngcn wirken: dann aber wäre die Bcwegnng Uicht mehr eine moralische, sondern eine den Orient bis anf den Ornnd dnrchwnhlcndc inatcricllc, ans welcher eine allgemeine Conflagralion cnlstchen könnte. Am ?. Mai !8<^ beauftragt der Reichskanzler den bitter v. Pnßwald in 'Athen anf telegraphischem ^cgc, cr möge die griechische Regierung anf die sehr ernsten Folgen anfmcrksam machcn, welche es hätte, Wenn sie die von den frctcnsischen Insurgenten gewählten Deputirtcn i„s griechische Parlament zuließe. ^ Der aUcchischc Mimstcr erklärte jcdoch, wie dcr Gcsandtschafts-^crciär unter dem W. Niai znrückschreibt, daß die Rc-ll'crnng dcS Königs sich dcr Verwirklichung dieses Pro-l^tcs nnfs entschiedenste widersetzen werde. In Vczng auf die Z n rü ckb cförd c r n ng dc r /etcnsischc'n Flüchtlinge in ihre Heimat noti-'/'-''rt der kais. Gcsandlschaftssccrctär in Athcn dem Reichsadler, daß, uach einer Depesche Lord Stanley's au den "'Uischcn Gesandten am griechischen Hofe. Rußland sich ^weigert habe. mit dcn Cabinctcn von Paris nnd ^on- °n in dcr obqenanntcn Angelegenheit gemeinsam vorzu-^hcn. . Am 5. März Itttttt beauftragt der Reichskanzler ^ kais. Intcrnnntius in Constantinopcl, beider Pfortenregicrung die Einführung von Reformen im ganzen Reiche z» nrgircn. Varon Be»sl bcmcrkt am Schlüsse seiner Depesche, wenn Oesterreich daranf dringt, daß die Bevölkerung dcr Türkei sich dcr Reformen erfreue, anf welche sie Ansprnch habe, so geschehe dies darum, weil dem Wiener Cabincttc daran liege, daß die Türkei ihm die Anfgabc, bei den anderen Höfen snr sie das Wort zn führen, erleichtern möge. Baron Protesch antwortet uuterm W. März 1665-!, der Großuczicr nnd Fnad Pascha haben ihm versichert, daß dcr Gedanke der Pforte mit dcn ihr vom Reichskanzler ertheilten Rathschlägen vollkommen übereinstimme, und daß sie sehr dankbar dafnr seien, daß die Depesche des Reichskanzlers dcn Absichten des Sultans Gerechtigkeit widerfahren lasse nnd so viel Rücksichten für die Unabhängigtcit dcr Pforte bekunde, daß fie die weifen Rathschläge Ocstcrrcichs sich zum Programmc uchincn nnd sich bestreben werde, diefelbcn zur Ausführung zu briugcu. Am 24. März tclegraphirt Herr v. Acust dem Intcrnnntius: „Schließen Sie sich den Schritten des französischen und cuglischcn Botschafters an, um die Pforte zu dcn bereits dnrchgcführteu Reformen zn beglückwünschen. Cr-mnlhigcn Sie dieselbe gleichzeitig anf einem Wege fort-znfahrcn, welchen wir ihr so warin empfohlen haben." Cs folgt jetzt eine Reihe von Depeschen über die serbische Angelegenheit. Gleich nach dcr Vcl-gradcr Katastrophe hatte Freiherr u. Benst in Paris, London, Berlin nnd Florenz empfehlen lassen, daß sich die garantircnden Höfe aller Einmischung in die serbischen ^andcsangelegcnhcitcu enthalten und in Constanti-nopel ihre cventnellc Zustimmnng zu dcr Wahl Milan Obrcnouich's erklären mögen. Aus einer Depesche des Iuternuntins vom 16lcn Inni geht hervor, daß dcr crjte Dolmetsch der rnssischcn Botschaft, General Baznslawsl'i, Fuao Pascha gefragt hatte, ob dic Pforte ihre Zustimmung zur Wahl des Fürsten von Montenegro geben würde, falls die ^NiPlschlna sich für ihn entschieden. Fnad Pascha erwiderte, daß dieser Fall gesetzlich unmöglich wäre nnd daß die Pforte die Wahl eines nicht eingeborenen Fürsleu nicht sanctionircu wnrdc. Dic Depeschen in Betreff dcr Indcn verfolgn ng in der Mold an enthalte» wenig, was nicht bereits bekannt wäre. Sie bestätigen den Eifer, mit welchem dcr Reichskanzler in dieser nicht nnr speciell das Interesse österreichischer Unterthanen, sondern das der Civilisation und der Menschlichkeit überhaupt berührenden Angelegenheit vorgegangen ist, nnd ebenso die vielfachen Tcrgivcrsationen dcr rnmänischcn Rcgiernng — nicht zn übersehen ist, daß Fürst Gorlschaloff, wie ans einer Depesche des Baron Brenner vom '',. Inni hervorgeht, anfänglich die von der kaiserlichen Regierung an die Bukarester Regierung gestellte Cntschädignngs-fordcrung nicht gleich dcn Cabinettcn von P^nis und Vondou zu uulcrslntzcn gewillt schicu. Ueber die bulgarische Insnrrcktion gibt Freiherr v. Cdcr ddo. l». Februar folgenden Aufschluß.- „Thatsächlich ist, daß sowohl iu Bukarest als in verschiedenen Nfcrstädtcn dcr Donau bulgarische Comit« s bestehe,,. Die Anfgabc, die sie sich gestellt, ist, Auf-stäudc in Bulgarien hcvorznrufcn, sie zn unterstütze», ihnen größere Verhältnisse >-ls in vorigen Iahrc zu geben. Daß unter dcn gegenwärtigen Umständen bewaffnete Banden in Vnlgaricn von dcn Fürslcuthümcrn ans einfallen, ist uicht anzunehmen. Wahrscheinlich jedoch ist, daß diese Comit>s von hier aus einzelne Individuen über die Donan senden, welche auf bnlgarifchcm Bodcu, nämlich im Gebirge, in Banden znsammeuzutrcten die Beslimmnng haben. Vor nicht lange hielt man sich hier für überzeugt, daß mit dein Eintreten der besseren Jahreszeit ernstliche Verwickelungen im westlichen Cnropa ansbrcchen, welche Rnßland gestatten würden, die Türkei mit Krieg zn überziehe». In Voraussetzung jener Crcignissc wnrden Anstalten getroffen, um mit verstärktem Nachdruck ans das Wicdcranflrctcn des bulgarischen Anfslandcs hinzuwirken. Auch die Rcgiernng der Fürstcnthümcr. die sieh in Händen cincr Partei befindet, zn deren Traditionen eine gegnerische Halmng Rnßland gegenüber gehört, begann zu dieser Macht hinznneigcn nnd vom ihr die Verwirklichung ihrer Slrcbungcn nnd Hoffnungen zn erwarten. Diese Wandlnng schien anfangs ebenso überraschend als unerklärlich. Die Fürsteuthüuier liegen auf dem Wege RußlaudS, wenn es nach dcn eigentlich türkischen Staaten vordrin- gen, wenn es den slavischen Glanbensgcnosscn im osma-nischen Reiche die Hand reichen wollte. Die geographische ^agc dieser Bänder bringt es mit sich, daß dic s g. Befrciunqsrichtnngc» Rußlands den Beistand der rumänischen Nationalität bedrohen, daß sie bei einer Vorwärtsbcwegnng dieser Macht nach dem slavischen Süden als erstes Opfer fallen müßte. Da jedoch dic gegenwärtige Regierungspartei nicht nur nicht wünscht, daß sich die rumänische Nationalität im russischen Reiche verliere, da sie im Gcgcutheilc sich eher mit weitrcichcndeu Plänen trägt, welche diese Nationalität zu befestigen und die Fürstenthümcr über ihre gegenwärtigen Grenzen zn erweitern hätten, scheinen alle Anhaltspnnttc cincr Verständigung mit Rnßland zn fehlen. Da« Bindemittel könnte nnr in einer srcmdcu Vermittlung gefunden werden. Die Oppositionsblättcr bekämpften dic russenfrennd-lichen Richtnngcn dcr Rcgicrnng. Sie machten ihr zn», Vorwurf, „daß sie im Cinvcrslündniß mit Preußen nnd R»ßland wirke, daß sie sich vorbereite, Oesterreich, welches »lit Frankreich Hand in Hand gehe, Vcrwicklnnge» z» schaffen für dcn Fall cincs Conflictes dcr letzteren Macht mit Preußen" Diese Blätter hcbcn hervor, daß das ^and nicht als Werkzcng cincr prcnßischcn oder russischen Politik zu mißbrauchen sci, nnd wcnn anch dcr Fürst mit dcr prc»ßischc» Königsfamilie verwandt, man in ihn das Vertrauen setze, daß cr von dem Augenblicke, als cr Fürst der Fürstcnthnmer, R»mä»e sei, nur ru> manisch fühle, nnr rnmänischc Interessen vertrete. Auf diese Angriffe antworteten die Regierungsblätter, daß die nationale Partei keiner Macht gegenüber in principieller Gegnerschaft sich befinde, nnd wenn Rnßland die Sache des Rechtes nnd dcr unterdrückten Nationalitäten uer> träte, kein Grnnd vorhanden wäre, gegen diese Macht anzukämpfen, Inzwischen kamen friedliche Nachrichten ans dem westlichen Emopa, S!e biachlcn in nicht langer Zeit eine» nicht nnbcdcutclidcu Umschwung in dcr Hallnna dcr ReaierliNl! n»d ihrer Pait^i hervor. Die Berichte He, i'li D. Braliaiio's ans Wie», die Art und Weise, wic man scii c Vorschlag nnsqenoüime!', dic von dcr l. l. Rcgicrang m Aussicht gestellten Zil^csländnissc habün anch nich: weina. zur Acudeiuiig dieser Halmng dligetragen. Um auf die bulgarischen Umtriebe z»'»ckz»somnn'li, ist dci dcr a/genwaitlg verandertc» Sachlage nicht u», znuchmen, daß die fürstliche Rcgiciung dicscttnn jetzt nntelslntze nnd bcwaffnctcn Banden gestalten wc>d?, von hier ans über die Donau zn sctzcn. Die Nachwirfun« gen dcr srnh r gchcglm Hrffnnngcn und Crwcnlnuqcn, d^r im Znsammcnh.mge mit diesen ergiiffenc» Maßregeln werden fich jedoch voraussichtlich sül)lbar machen. D>c Comil's werde» ihic Thätigkeit soitsetz.'n; sie wer-den dcr fürstlichen Re^ieln»g leinen Anhaltspnntt bieten, qeaen sie cii'znschicile!', sie werdcn jcdoch nicht unterlassen, unter der Hand, wen» a»ch mit mcnigcl Flachdruck, zu wirken, als wcnn answärligc Hilfe nnmillcl« dar bcvorsu'ü'de." Die Agitation sleiacrle sich; dcnnoch trat wieder eine P.i»se ei», bis im Hochsommer ncnc Invasionen vcisncht wurde». Der Imcrnuulius berichtet da,über ddo. 28. Juli an Baron Bcnst: „Gestern warcn alle Gesandten versammelt und F„ad Pascha »»achte uno Vtilthcilnngc» über dic l'ul-garische», Au.,»Heileu, iudein er hervorhob, wie wich. tig es für lüle Mächte, wclchc deu Fricdcn erhalten woll.», sci, dcr inoldo wallachische» Regierung begreiflich zn mache», daß fic densllbcn »,cht d»rch cin üloyalcö Betragen geacnnbcr dcn Garanticinächten compromiltircn dürfe. Gleichzeitig zahlte cr vilschiedenc Thatsache» anf, welchc anf cin Ci»ucrstä»dniß dcr Bukar^stcr Regierung mit der Ilwasion bewaffneter Bande» in Bulgarien schließen lasscn; die Aolkllgnnng jeder derartigen Ac-wcgnna im lctztcn Winter und selbst gegenwärtig; dic Betheiligung von Dcpnlnten nnd Beamten an dc» rcvolntiol'lw» Comites; die am h^llcn Tage sich voll--zichendc Organisation von Bancc» anf walachischcm Bodcn; dcr sim»lirlc Vertanf vou Hi,Uc,ladli»gs^cweh' re» an dic Bande»füh,cr; die Anftrtigung von U»i< formen in dcn dcm Stanlc gsyörendcn Ctablissemcnts sclbs!; dic Ocffcnllichkeit aller Vorbcreilnng.» z»r Invasion wähicnd der lctztc» Woä'en und den Äc^in» dcr Audführu»^ diefcs Ntordbicnncrplancs durch die Vcr-eiuigung n»d lledc,schiffung der Bändel, dcs H>'dji Dimitri, ohne daß die Rcgicrnng die geringste Vo'ktl,. rung crgiiff.n hätlc, n,n dicsc Maßregel z» vcihindcln, u. s. w. Cr betonte dic Nothwendigkeit cincr crn,te» 2024 Untersuchung und bat mW, uuscrc Ageuteu gemeinsam hicnnt zu beauftragen llnd unsere 9tcgicrnngen zu ver< anlassen, daß sie in Bukarest die geeigneten Schiittc machen, um die moldo-walachischc Regierung auf dcr schiefen Ebene, auf der sie sich befiudet, zuiückzuhaltcn." Ausgleich mit den Chechen. Die „Presse" schreibt: Einer uuscrcr Pester Eor-respondeuteu meldet uns über cineu angebahnten Ausgleich mit dcu Czechen Folgendes: „Die Rede, die Dr. Äanhans seincr^cit. als der AusuahmSzustand iu Prag Gegenstand der Discussiou war, im Abgcordnctcnhausc gehalten, hat iu Böhmcu bei beiden Parteien nachhaltigen Eindruck hervorgerufen. Die Gruud-Idcc dieser iltcdc, daß endlich Friede uud Vcrsöhnuug im ^audc erreicht werden mögen, hat allcut-halben großen Auklaug gefunden und es fanden sich viele deutsche Abgeordnete, die sich geneigt zeigten, auf diesem Principe weiter zn bauen und wenn nöthig zu unterhandeln. Die Sache, die bis vor kurzem nicht weiter als höchstens zum Gedankenaustausch zwischen ciuigcu Dcputirtcu gediehen war, wnrdc wesentlich gc-fördert, als jüngst die Abgeordneten dcS Rcichsraths in ihre Heimat zurückkehrten und cincr der hervorragendsten deutschen Abgeordneten von einem Führer der Ezcchcu, wenn auch vorerst nur iu leichtem Tone nnd ganz nebenbei, aufgefordert wnrdc. endlich denn doch einmal ciue Auuähcrung zu versuchen, da der gegenwärtige Znstand in Böhmen ans die Dauer für beide Parteien unerträglich sei. Soweit soll vorderhand die Sache stehen, insofern die Abgeordnete« dabei bcthciligt sind. Andererseits verlautet, daß auch die Ncgicvuug. vou dem gleichen Bedürfnisse gedrängt, dcu Gedanken eines Ausgleichs erwägt, demzufolge Vcrtraucusmänncr dcr Ezcchcu und der Dentfchcu mit cinaudcr confcriren nnd die Wünsche derEzccheu formulircn sollten. Wie es heißt, hätten die (^zechen, die van diesem Plaue bereits unterrichtet sind, vor allein anderen verlangt, daß, noch bevor sie in Unterhandlung treten, eiue Hofkauzlcrschaft für die böhmische Krone crcirt werde, ein Vcrlaugcu, welches jedoch mit dem Bedeuten zurückgewiesen worden, daß die Regicruug für sich durchaus kein Zugcstäuduiß machen könne, uud daß auch die Wünsche der Vertrauensmäuuer nur durch die verfassungsmäßige Zustimmung zur Sauctiou gelangcu löuutcu. Gleichwohl solleu die Ezecheu nicht abgeneigt sein, die Vertraucnscommifsion zu bcschickeu. Iu ungarischen Ncgicrungskreisen soll mau diese Wendung mit mißtrauischem Auge verfolgt und die Fnrcht ausgesprochen haben, ciu solcher Schritt könnte leicht zum Föderalismus führen. Der Reichskanzler soll jedoch beschwichtigend erklärt haben, die gan^c Zusammensetzung wie der Charakter des österreichischen Ministeriums lasse die Befürchtung vor weitgehenden Eonscssioncu au den Föderalismus von vornherein grundlos erscheinen." Eisenbahn und Polheigcsrtz. Unter dieser Uebcrschrift bringt die „Triestcr Ztg." ciuen längeren Artikel, welchen wir der Wichtigkeit des behandelten Gegenstandes h.ilbcr hier vollinlialllich rcpro-ducircu, ohuc selbstverständlich für die Richtigkeit der darin angcführieu Thatsachen eiue Gewähr zn über, nehmen: „Das Unglück auf der Wcstbahn veranlaßt die Blältcr zu allerlei Stoßscnfzern; sie meinen, daß rs doch endlich an der Zeit wäic, on ein Aahupolizeigcsctz zu denkcu, was eigeullich sagcu will, daß dics schon längst hätte geschehen solle». Man spricht aber nur vou Rc-prcssivmaßrcgcln, die woh! zu wünschen sind, adcr insofern nicht ansreichcn, als durch dieselben Unglücksfüllc nicht unmöglich gemacht weiden. Dics kann nnr durch gewisse Einrichtungen erreicht werden, die mehr lcchni-scher Nalur sind; nnr der bestiiuinte Bcfchl, daß dicsc auch vorhandc» sein müsscu, und die st>engste Eontrole sind Polizeisachc. Äiachdem die Wiederholung so schreck' lichcr Ereignisse au dem gntcn Willen nnd der H»ma< nitäl der Bahndircctioncn wirklich zweifeln macht; nach» dem alles bisher Veröffentlichte, jcdc 5liitik, jedcr wohl> gemeinte Porschlag au verstopfte Ol'icu gcrichtct war: ist wohl der Schluß gcrcchifcrtigt, daß man hier ohne energische Beschlüsse nichts auslichten wcrdc, nnd es ist unbegreiflich, duß man diesen wiederholten gräuliche» Vernachlässignuaen mit allem Glcichmnlhc zuschcu uud sich höchstens damit bcauügcu lonule, den Schuldtragcu< den zu bcstrafeu. Schciut es doch. daß die Bediensteten nicht einmal eiuen Unterricht oder cine Instructiou von dcr Direction trhallen, wa« sie in solchen Fällen zu lhun haben, denn es ist kaum crtlällich, daß dcr bci Horowitz im Schnee steckende Zugführer ganz daranf vergessen babe, die Rci° senden ausstcigen zu lassen uud s'cinc Dampfpfeife zu gebrauchen, ,o wie dcr von Amciscu angefallene Mai-lafer ,n der Angst vergißt, daß cr davon siicgcu kann, und m Folge dleser Vergessenheit einem schmählichen Tode erliegt. Die Unznlänglichkcit dcr bisherigen Signale wäre im höchsten Grade räthsclhaft. wenn man nicht wüßte daß die Techniker nnr d^zu vermthcilt sind, von andcrn des LcscnS nnd Schreibens kundigen ^cnte,i als Wcrt-zeuge gebraucht zu werden, und sich nicht erkühnen dürfen, einen vernünftigen Vorschlag zu machen, cs sei denn, sie bequemen sich dazn, ihre Idee einem in Gna-den stehenden Protcclionstm)c abzutreten. So kommt es, daß dcr ^ocomotwsühr.>r daö vom Bahnwärter gegebene Haltzcichcu übe, scheu lanu, weil mau diese Zeichen aus Noah's hinteil.-ssencm lcchuischeu Archive cutlchntc. Nach dem Unglücksfalle bci Spielfeld habc ich mich erkühnt, Audcntungcu iu dcr Fraclmschrist zu gcbcn, iu dcr irrigen Vmaüssicht, r^ß dic Bahndiicc« tioncn so wie die hohcn Behöidcn die Sachc dcr Mühe wcrlh finden dürfen. „Daiub erzürnten die Götter," aber weiter nichts! Aber anf die Gefahr hin, sic noch einmal und zwar noch stärker zn cljüincn, wiedciholc ich, daß, was immer für ein Zeichen, welches nur im Flngc wahlgc-nommcn wcrdcu soll, nicht ansrcicht, w.il stürmische Nächte, Schuccgcstöbcr u. s. w. die Ursache des Ueber-scheus scin können. Das ^t^dic^lllnitlcl ist ^älin. Pöllclschüsse, Pfeifen, Trompeten, ikraiky Balschi's-Tioiumcl u. d.^l. Uutcr allcu verdient die Pfeife den Vorzug, denn es dringt ihr Schall durch das Lturmgehcnlc, wie jeder sccmauu weiß; ihr ^aut kauu bis ins Unglaubliche verstärkt, durch Zngabc einer kleinen sogenannten Syrcne nach Bclicbcu in Intervallen schrillend nnd mittelst ciucs blechcrucil Sprachrohres in bestimmter Nichtnng auf '/^ oder gauze Äicllc Eutfcrnnng vernehmbar gemacht werden. 2. Ist sie sehr leicht und beqilciu anzuweudeu, denn wo kein Dampf uorhaudcu ist, tauu eine kleine mit Schwungrad vcrschcuc Luftpumpe denselben crsctzcu, uud die Kraft des Bahuwächters reicht hin, dieselbe iu Bc< wcguug zu sctzcu. Sie ist unempfindlich gcgcu die Witterung. Z. Kauu sie schr gut als Telegraph dienen, wenn mau sich guüdigst dazu herbeilassen wollte, entlang dcr Eisenbahn eine Gasrohre zn legen, welche nicht Gas, soudcru atmosphärische ^ust vou cincm Bahnwärter zum andern treibt. Hat jedcr Wächter eine mit dcr Röhre verbundene solche Pumpe und iu sciucr Hütte 2 Pfeifen, so kann cr von rechts nnd links Nachrichten empfangen, sowie nach beiden Seiten gcbcn. Die Art dcr Pfeifen« zeichen wird wohl jeder Aootsmaun dcr Bahndirectiou gcgcu ciue kleine Entschädigung mittheilen. Was endlich das im Augenblicke der Gefahr uucr-läßlichc Haltzcichcu betrifft, so ist dieses höchst einfach uud sicher damit zu bewcrkstclligcu, daß au ciucr seit« wärtigeu Fcocrgabcl der ^ocoiuutiuc cine Schnnr vertical gcspanut ist, wclchc übcr dic Waggonbrcite hinausragt uud uou ciucm Messer abgcschnittcu wird, wclchcs dcr Bahnwärter an einer eutsprcchcud aufgestellten Säulc hcruordrcht, so'>ald Halt! gcbotcn wcrdcu soll. Die Schnnr wird dnräigcschnilten und die Fcdcr-gabcl macht ciuc Glocke crtöucn, die dcr Äiaschinisl vor dcr Nase hat, folglich anch hören wird. Au der zerschnittenen Schnnr hat cr ein zweites Zeichen, und wer deu ucbstdcm dichter, Körbe, Fahnen :c. aufgestellt, gc-psiffeu uud geschossen, so wird doch wohl selbst eine Schildkröte stutze» und so viel Schlauheit cutwickelu, als dic Vermuthung erheischt, daß es hier nicht gauz geheuer sei -- deuu bekanntermaßen besitzen auch dic Schildkröten den Selbsterhaltungstrieb. * Ein Hauptpuult ist aber dcr, daß zwischeu zwei Stationen ^, nud 1! uic mehr als eiu Zug sich bcwegeu soll; gleichviel ob hinter- oder gegeneinander sollen und dürfen uicht zwei Züge auf dcmselbcu Geleise fahrcu, uud der ZtatiouSchcf foll deu strengsten Bcschl erhalten, keinen zweiten Zng abfahren zu lafscn, bevor uicht die Anknnft des vorhergegangenen qcmcldct wurde. Vcr-schüttuugcu, Damlnbrüchc, Bcschädiguugcu durch Felsstürze nnd Erdabsctzuugcu, Achsbrüchc, Wassermangel im Kcsscl (wenn die Speiscpnmpc versagt) u. dgl. Unfälle lönucu immer llrfachc ciucö gräßlichen Zusammcnstoßcs sciu, uud vou dcm crstcu aufwärtsgchcudcu Zngc köuueu sich Waggons ablöscn nnd zurüclrolleu, so daß der uach-cilcudc zu Gruudc geht. '^ Uud uichts ist leichter, als für die Vcobachtuug dicfcs Gesetzes zu sorgcu. Äi'au darf dem Maschiuistcu nur die Einsicht in die tclcgravhirtc Fahrcorrcspondcnz gestatten, cr wird sich anch ohnc Äcfchl darum inter-cssireu. Warum thut man dics nicht? Wcil dcr Maschinist als Handwcrksmann, wohl auch als Taglöhucr, dcr Telegraphist aber als Beamter augesehcu wird. Dcr Maschinist muß auf Bcfchl bliud in dcu Tod rcuueu. Die Behörde möge also befehlen, daß dic Bahudirccliou es dulden müsse, daß dcr Maschiuist daS Recht habc, der Abfahrt sich zu widersetzen, wenn nicht die beruhigende Znstimmung von dcr nächsten Station cingclanfcn, daß cr sicher sei, und die Behörde kann dcu Maschinisteu bcauftragcu, auch in Eid und Pflicht nehmen, daß cr, wo dics nicht cingchaltcn wird, dic Auzcigc machcu müsse. Dcr Bctrcffeude braucht deshalb vor dcr Entlassung aus dcm Dienste keine Furcht zu habeu, deuu besteht uur ciumal daS Polizeigesctz und hat die Direction Strafe zn besorgen, so wird der Fall gar uicht vorkommen. * Ich lenne einen Echlcmkoftf, dcr au cinem uor dcm Fcn-st,,'!,' hänglüdcü Fucheschwaiize die Witterung tcunt, wcil Elaub Trock.'lihcit ailzcigt, dciui Regrn ist derselbe ual; und im Wnide wackelt cr. ** I6) habe M' manche Knpftellettc gesehen, deren Glieder °/. Tl,ril dlirchsscrielicn luaren, denn man schnliert nur die Achsen mid anderes, dic Ketten aber uic. Jedoch darf die BetriebSdirectiou nicht auf Kosten dcr Gescllschaftscassc mit Geldstrafen belegt werden. Verpflichtet das Gesetz übcr dic Prüfung dcr Daiupf-kcsfcl uutcr andern den Maschinenwärter zur Auzeigc, wcnu er au seinem Kessel Gefahr entdeckt und dem Uebel vom Besitzer uicht abgeholfcu wird- muß jcdcr Maschiuist cinc,- theoretischen Prüfung sich uuterzichen u. s. w. — können die kleinen Verstöße in dcr Anwcn-duug vou Stcmvcl'- oder Bricfmarkcn und andere Sachen von gar kcincm Bclangc inlt ganz entsetzlicher Gewissenhaftigkeit vcrfogt wcrdcu, so wird doch eiu selbst despotisches Einschreiten in so wichtigen, das Familicnglück so schrccklich zc> störcudcu Angclc^-nhcilen gcrcchtscrtigt sein - um so inchr, als man cS widcrholt bcwicscn hat, daß mit dcr Vernunft nichts auszurichten ist. Aber die Gefahr dcs Zusammenstoßes cntstcht nicht nur durch Fcstsitzcu, Vcgcgucn oder Einholen in Folge elementarer Einflüsse; sie kann auch durch die Wechsel-stclluug hervorgerufen wcrdcu, wie jcder, dcr nur wc-uige Rciseu jährlich macht, gcuugsam crfahrcu haben wird. In dieser Frage ist technische Kcnutniß uud Erfahrung uothwcudig, um die Einrichtung zu würdigen, wclchc dic Stellung dcr Wechsel im Bureau anzeigt. Es ist uicht gcuug, daß dcr Wärter, dcr dcu Wechsel zu stcllcu hat, wissc, für dcn Zug ^ rcchtS, für Ii links :c., und daß ihm für ciucn Scparatzug niüudlichc Ordre gcgcbcu wird. Die Stellung dcr Wcchscl muß iu Vu' rcau des StationSchcfs sichtbar sein, daunt jcdcr Miß< griff allsoglcich entdeckt wcrdc. Ohnc einer etwaigen Eiscubahnpolizei-Vorschrift vorgreifen zu wollcu, erlaube ich mir nur daS technische Material dafür iu obigcu Punctcn zu licfcru, dcuu es ist die Hanplsachc uud ich kanu die Äcincrtnng nicht nntcrlassen, daß die pünktliche Vcfolgung der Vorschriften nnr durch fachkundige uud energische Reiscinspeclorcn, wclche zwar vou dcr Bahn bezahlt wcrdcn mögen, jcdoch dcr 9lcgicrung verantwortlich sind, erzielt wcrdcn kann. Dicsc Individuen müsscn mit dcr Machtvolltommcu-hcit ausgestattet werden, augenblicklich Abhilfe zu schaf-fcu, wcnu sic irgcud Mäugcl fiudcn, uud uiüsscu daher, um augenblicklich helfen zu können, Kenntniß und Erfahrung, wohl auch matcricllc Fcrtiglcit iu Bchaudluug und Reparatur aller Apparate besitzen, daher mit solchen, die nnr des ^'cscns nnd Schreibens knndig sind, nichts gerichtet wäre." * * Noch heutzutage ist die Prüfung neuer und die Nem-sian n,eln' selchen Herrn uicht zii^ninnlhe» isl, daß er in n!l alttn >tess^l hilieiülricche (wa>< der genauen Nemsion wegen geschehe» miisNe), sü uiiterlileilil daö »l'ichtigcve g>u,z und gar, uud nur die hydrostalische Prode neuer Kessel nnid nach der Hchabloue vl^^ennmuie» Das; diesei« Versah,e» gar feine Garantie in Betreff aller Kessel gewähre, ist si!r sich llar, filr die ueue» aber isl ei« fast ndersliissig, de»» diese springen nicht. Diefeö Geschäst erfordert eiuen in der KesseK'enistri^'lil'N bewanderten Mechaniker nnd uicht einen Bandramten, dsiin ein iu der Naturgeschichte noch so sehr bewandertes Iudividnnm wird im Pserdeaulans sehr leicht rineu Vtistgriff uuichs». weil letzterer eine specielle Sache ist. F. P. Aus der Delegation dcs ungar. Ncichslllgcs. Pest, 20. November. (Zweite Plenarsitzung.) Präsident: Somsich. Schriftführer Rajucr uud Horvath. Auf dcr Ministcrbant Ihre Excellenzen Freiherr v. Bcust uud Freiherr v. Bccke, dauu die Scctionschcfs Baron Orczy und Wcniugcr. Vou dcu uugarischcn Miuisteru siud anmcscud: Graf Audrassy. Lonyay, Hor-vath, Gorovc, Wcuckhcim und Graf Fcslclics. Das Protokoll dcr letzten Sitzung wird verificirt/ hierauf die WM dcr Dclcgirtcn für Croatieu aus dcM Unterhausc angczcigt. (Eljcnrufc.) Somsich begrüßt die ueucintrctcndcn Mitglicdcl' in cincr warmen Rcdc i cr wüuscht, daß dcr ucugcluüpf^ Bund zwischen Ungarn uud Croaticu daucrud uud glück' lich sciu lvcrdc, daß fcrucrhiu jcdcs gute oder böse 3chicksal die Bruder - Nationcu geciuigt fiudcu wcrd>.'' Auf die Vcrgangcnhcit möge ciu Schleier geworfen uüd uur die Vchrc aus ihr gczogcu wcrdcu, daß die Unciüiß^ kcit bcidc Thcilc schwächt uud dcu gcmcinsamcu Fcindcu als leichte Bcntc ftrcisgicbt. Dic croalischeu Dclcgirlcu wcrdcu sofort den vin Scctioncu für Krieg, Marine, Finanzen und Acußc»^ zugetheilt. Hierauf überreicht Graf Anton Mailath/" Präsident dcr Section für AcußcrcS daS Referat dics^ Section. Zscdeny stcllt folgende Iuterpellation au dcu g^ meiusamcu Herrn Äiiuistcr des Aeußeru: ^ „Älit Bcrlihigllug vcruahlueu wir aus dcu u''^ mitgetheilten diplou.atischcu Eorrcspoudcuzcu, daß dcr ^ uislcr des Acußcru bci jcdcr Gclcgcuhcit sciucu Einsu^ im Interesse des Friedens nnd zur Begleichung vorlo'. inender Schwierigkeiten gcltcud zu luachcu sich best" uud dcu iu den vereinigten Douau-Fürstcnthümcr» a> > tauchenden Erschcinuugcu uud dcu Erciguisscu au un>" dortigen Grenzen mit wachsamem Auge folge. Nachdem jcdoch ciuerscits den von Seite des ^ mcinsamcu Hcrru Ministers des Acßcrn während Dcbatteu übcr das Wchrgcsetz — im Kreise ^.,, , rcichischcn Rcichsrathcs - dargelegten eigenen ^lniln) ^^ trotz dessen Eircularuotc vom 30. October d. I»? 2025 Mehreren Seiten noch immer ein kriegerischer, also cm solcher Sinn beigelegt wird, als ob das gemciusamc Mi' nistcriü»: des Aci^crn von jener Politik :ucht gan; durch' drnngen >värc, wclche die ^age dcr östcrrcichisch'uug-ri-schcn Äionarchie auch unserer Ansicht nach dringend erheischt, nämlich daß ihr Schivcrplmt't in der im Vollzug begriffenen inucren Organisation liege nnd der Erfüllung dieser Hauptanf^abc sich mir in ocm Falle mehr entwichen müßte, wenn dies eine ernste Bedrohung der Interessen der Monarchie unabwcislich fordern würde; nachdem andererseits die Regierung der Donan-stürstcntlinmcr nntcr dem Vorwandc, daß die österreichisch' ungarische Monarchic Ero!.>,! migsplänc dem Orient gc-gcnnbcr hegt, forwährcnd nnd in gesteigertem Maße Waffen ansain ^'lf, in den Ncgicrnngsblältern dabei nnd dnrch ihre Qiv,anc Hah gcgcn unsere Nionarchic einzustoßen sich bemüht, stellen wir achtungsvoll die Frage an dem gemeinsamen Herrn Minister dcö Acußcrn: ob und welche T'Iiritle cingcleil.l wurden, nin den Einflnß nnsercr Aionarchie zur Hintanhaltnng jener den Frieden bedrohenden uu5 iu Anbetracht der vertragsmäßigen Stellung derDonau-Fürstcuthümer nach zwei Richtnngcn hin feindseligen Ausschreitungen nnd Bcmühnngcn geltend zn machen uud welche Stellung überhaupt der Herr Minister den nllfällig eintreffenden Ereignissen gegenüber einzunehmen gesonnen sei. (Hduard Zscdruyi, Graf Wolfgang Bohlen, Vndwig Horvüth, Stephan Vittt>." Die Interpellation wird dem gemeinsamen Minister für Äcußcres zugestellt werden. Graf Sz»esen fragt, bei welcher Gelegenheit das Rothbnch discutirt werden solle. Der Präsident autwortct, daß dies dem <3r-mcsscn der Mitglieder anheimgestellt bleiben müsse. Schließlich wird znr Wahl eines drillen Schrift» sührers gcschritte,! nnd »ach Abgabe der Stimmzettel die Sitzung geschlossen. Oesterreich. Pest, 24. )l0vcmbcr. (Delegation.) Inder gestern von 0 bis l() Uhr Abends abgchaltcuen Sub-comit'1'itznng des Wehrausschusses der Rcichsrathsdclegll' tion wurdcu die Posteu 7 uud ^ unverändert angcnom-u>cn ; für Post l) wurden 200.000 st., für Post 10 drei Millionen bewilligt. - 21. November, s^orlsehnng der Siz« zuug de,' Un tcr Hauses) Von den croalischcn Abgeordneten werden Tuyay, Zuvics, Bedckovic^ und Pcjnccuics ia die Delegation gewühlt. Älaccllariu bliugt cincn Bcschlußantrag ein, das Haus mögc den Gesetzentwurf über dic Regelung der llnion mit Siebenbürgen verweisen und im Sinne dcs Ar«it,lö 5> vom Jahre l«4« die Minister bcanftragcn, bchnfs dcsinitimr Rcgc. lung dieser Frage einen ncucn siebeubürgischen ^andiag einzuberufen. Dicscr Autrag wird in Druck gelegt. Hicranf folgt die Generaldebatte über dcn Gcfctzcnlwurf ^zl'isslich dcr Gleichberechtigung der Naiionulitätcn. Denk bring: cincn von dem Elaborate der Eentralscction j abweichenden Gcsctzcntwnrf ein. Gegen das Elaborat der Ecntralscction fprcchcn Alexander Ätocsouyi und Dimilricvic^, fnr daöfclbc. rrfpcctive gegen das Elaborat Dcak's sprechen Battal und Baron Simonyi. Vlorgcn wird die Debatte fortgcfctzt. — 24. November. In der heute Nachmittags abgehaltenen Sitzung dcö Mil it ür fubcom i t«! der N c i clisrathsdclcgat i o n wurdcu für dcn Titel N l 15.000, für dcn Titcl 13 2,300.000, für dcn Titel 10 10,010.000, für dcn Titel 18 180.000 fl. bewilligt nnd die Titcl 12, 14, 15> und 17 nnucrändcrtl angenommen. Bci Titcl 18 wurde beschlossen, daß die! für Informationen im Anslandc präliminirte Sninmci don 20.000 st, ans dem Dispositionsfonds dcS Miui-i stcrs des Acnßcrn bcstritlcn werde. Der diesbezügliche Antrag wird in der morgigen Delegationssiyung gestellt ^crdcn. Tricst, 24. )tovcmber. (Flotte. — Mari m i -lian-Denkmal.) Die Pnnzcrfrcgattcn „Ferdinand ^iar," „Kaiser Mar," „Salamander" nnd das Kauo-^uboot „Vclcbich" sind heute hier eingetroffen.— Das ^mit^ für das Marimiliau-Dcnkmal beschloß, vom ^tadtrathe die Erlaubniß zur Errichtung desselben ans ^r Piazza Giuscppiua zu erbitten. Ausland. Nerlin, 24. Noucmbcr (Abgeordneten-^us.) Dem Vernehmen uach soll von dcn confer' ^l'vcu Mitgliedern dcr Scgncstrulionscommission der "lrag uarbcn-itet werden, von dem sequestrirlen Vc» "°«eu dcS Königs Georg 400 000 Thaler als gchci- ^" ssond zur Bctämpfung dcr wllfischcn Agitationen ^H»'chen. Das Abgcoldnctcnhuia gcnchinigtc dcn ""t des Handelsmiuiftcrs. . ^ 24. Noveuidcr. (P rc n ßiscl, c K ri c g 5 dr o h -^li.) Die „Kreuz'Zcituuq." antnnpfeud au dcn ^lsue, im Nothbuche übcrNord-Lchlcswig, wonach bci ^gcrcm Offenbleiben dicftr Frage dcr Krieg >n Ans-!^? llcstcllt wirds?), bemerkt: „Wir wissen nicht, wie lj^ ,?">hcrr v. Bcust dnrch eine andere Macht berech-^ M, eine derartige Svrachc zn führen, dcsscn mögc "" in Wien und überall gewiß sein, daß cin dnrch das Festhalten Preußens vun Düppcl und Alscn hervorgerufener Kricg >n ^ioid-Deuischlaud dieselbe Auf-bictuug dcr Staats > uud Voltskrafl hclvorrufcu würde wie die im Iahic 1813 und 1815. Auch in Süd< Deutschland, glauben wir, würde cin solcher Krieg das Natioualgefuhl cnlftammen. Nicht Preußen provocirt zum Kriege sondcrn dcr wurde cs thuu, welcher uns zur Herausgabe unseres rechtmäßigen Eigenthums, zur dcdlugnngsloscl! Prcisgcbung dcr dcutschcu 'iinttloualität zwiugen wurde." Florcnz, 24. November. (Dcr Fiua uzminist er) l)^t d>r Dcputiltcuülmmcr, wclchc hcute ihic Siz-zuu^cu wieder aafuahm, cine,! Aühang zum Audgct snr das vl'.chr 186^) uorgcl^:. Daösclbc zicht folgende Schlüsse: Dic Gesannnlciunahmeu beziffern sich mis ^2i).5)00,!'>^2, die Gesammtausgaben aus 1011.337,108, somit erscheine das Defizit auf 81.776,585 ^. rcduclrl, Dicsen Zahlen müsse mau noch jeuc Summen hinzufugen, wclche der Minister von der Cunvcrtirung der KirchcnMcr erwartet, und töunc man somit berechnen, daß für die Mim! zur Deckung dcs erwähutc» Vefi-citcs per 81 Millioucn bic> auf 11 Äiillioucu vorgc^ schcli sei. Paris, 24. Noucmbcr. (P r cßproceß,) Dic Gcrautcn dcr Journale „Tribune," „Aucuir National," „Rcvcil" uud „Journal dc Pc»r>s" wurdcu wcgcn Auf^ rcizuug zum Hasse und zur Vcrachtuug gcgen dic Nc-gicruuss für uächslcn Freitag »or daS Gecicht geladen. London, 24. Novcmbcr. (W a h lr cs ul tat c. — Die Alabama-Angelegenheit.) Aci dcn gestrigen Wahlen wurden 25 Euuscrvative uud 15 ^ibcralc gewühlt. Dadurch beträgt der bisherige Gewiun dcr liberalen gegen die vorige Session nur 30 Stimmen — Dcr „Morning'Post" zufolge haben Lord Stanley und dcr Gesaudte der Vereinigten Staaten das Protokoll übcr dic Alabama-Angclegcuhcit uutcrzcichuct. Dcr Schiedsspruch dcr frcmocu Souvcraiuc übcr die Vcr-pflichtuug zu ciucr Entschädigung soll nnr im Falle einer Stimmcuglcichhcit in dcr gcmischtcu Eommissiou angerufen werdcu. Hagesneuigkeiten. Das tteichlubessännnift dcs Väraermeisters Zrliuka. Das Leichenbegängnis des Vürgetmeislels Zelinla gc-staltcl..' sich zu m>cr Trauerdlmoüstration. In dcn Sttci> hl'», die das Tiaueigllcill.' durchzog, waica alle Lüden g^ 'n schwarze Tücher, di? Gas-flaminru waren übelall angezündet. Alle Fahnen uiio Slmidcntl'ü der Vcreinv und Grnossenfckaltcn, dir an dcm V^gräbiusse ihcilüahmcn, waren mit Fluren u»d aodsl» Traue,enldlcmeil l)el)clr:^ri!. D^.r Sar^ srlvst war mit prachtvollen Kianzni, uuii dene» alien rnch.' öeidcudündcr mit dcn betreffenden Widmungen herabhingen, sowie mit Palm» zweigen gcniz überdeckt. Dem Tlaueilott«^ halte sich auch eine wohl über hundert Perfonen zählende Schaar von Stabs- und Obeiojsicnrcn der Wiener Garnijon angeschlossen. Trotzdem die Straßen von einer unavsehbaien Mn-schenmengl! bedeckt waren, fiel doch nicht die geringste Unordnung vor und es lonnte sich d.r Zug leicht fortbewegen, ohne das; durch Polizei oder andere Aufsichlsorganc Spalier gemacht wurde. Der Slesanödom war ganz schwarz dra< put und riich beleuchtet. Vcim Cintilsfcn der Leiche in der Kirche wurde ein Traucrchoral geblasen, vor der Einsegnung sang der Wiener Münnergesangociein vereint mit eem akademischen Gesangverein das Mera von Hcrbtä, nach de> geistlichen Ceremonic der Sänge,bund einen d,utschen Tvauer^ chor von Suvp!'. Wohl an hundert Wägen sührle» die Trauernden zu dem Hundsthurmer Kirchhule, wo uoler Absingen von Trauerchören der Sarg in die Gruft an der Seite seiner im vorigen Herbst doit begrabenen Frau bligcscht wurde. Der Vieebürgermeistcr Hr. Newald hiclt am Grabe folgend«: N?dc: Mitbürger, Genossen! Wir haben der Erde die irdische Hülle eines Mannes anvertraut, der zu den Vesten zählt, die je an der Spitze unes großen Gemcindewesens standen. Wir beweinen in ihm einen der reinste» Tläger der Idee der Menschenliebe, Güte und Milde. Wic h^daueln in ihm den Ncchtsfrcund im cdelslen Sinne dcs Wortes, den Schützer der Witwen und Waisn,, den wahren Christen, den liebenswürdigen Genossen und Freund. Wir betrauern in ihm dcn uuermüdlichni Verfechter dcr Nechte und Interessen seiner Mitbürger in der Vertretung dcr Start, des Landes , des Reiches , vor allcm aber vcn wahren Vater der Stadt, - den Mann , der in ernslcn und heiteren Tagen dcm Worte zu leihen uerslano, was Taulende, wclö Millionen empjandcn! - dcm Man», der durch die »einste und aufopferndste Pflichttreue, durch nie hingehendste Lirdc zu seimm Monarchen und znm Vatcrlande sich c,u5-zeichmte, dcr stets und überall den echte» Mamnömuth dei Wahrheit, Unabbangigllit nnd Selhständtgtcit cincS gc< l,cuen Aürgermnsll'rü bethätigt hat. Leicht s«i ihm dic (ildc und leicht kann sie idm sein, denn keinen Feind läßl cr zulück, er, der c« sletS oeisland, jelhsl ten Gegner sich zum Freunde zu machen. U»5 aber, die wir mit schweren Herzen von diesem theuren Grabe schreiten — uns sci der Verblichene cin leuchtendes Vorbild und sein Gedächtniß eine slltc Mahnung, wie cr einzustehen, milde und fest, ge- recht und entschieden, beharrlich und tnu für Freiheit, Mcbt und Me„schl>chk!,'it. für das Wohl unsrer theueren Vater» sl.'0t, siir ichtc» Anrge,si>in, aus dasi die mannigfachen Keim.,' dcr Vildunz und Gisillu»^. d^s Wohlstandes und Woblbcfindcnö. dic unter ihm dcm heimischen Vudcn anver« tialit wurden, gedlihl» lino sich cnlfalttn, zunl Hcile der Stadt, des Lan.-es und dls 9lricl.es und zum bleibenden Angcdenleii an Wien's gelreue» Vür^ermeisler: Andleas Zelinla. Friede seiner Asche! <5in Gxceft im Strafhause zu Gradisca. Animals wird der „Gorzer Ztg." über einen großen C'fllß, dcr im genannten Strasbause voificl, berichtet. Der Sachuelhalt ist folgender: Am 18. d. lief ciner der Sträflinge dcm an dcr Scite gegen den Isonzo ausgestellten Posten durch längere Z>il uuunteidcochen die gröbsten Schimpf-worle zn, stieh Verwünschungen gegen die Ungarn uno das Militär aus, biö dcm he,s;dlillig»n Pustasodn die Geduld riß, uno e>', um dcn Schmä'hcr zu ue>treiben, eine« Schreckschuß ahseuerle, lrr jedoch zufällig dcn Slräfting traf und verwundete. Da>5 brachte große Aufregung unter den Gc-sungeneu l'.'ivu,. Am nächsten Tage, den 19. November, war oer Jahrestag dcr Aushebung der Krttenstrase für die österreichische» Gtfaügcneü. Diesen Tog woUten die Sträflinge sriern, da sie sich jcdoch das ganze Jahr über sebr renitent und unanständig hetragcn hatten, so erlaubte ihnen dies oer Herr Strashausadjuncl nicht. Darauf brach ein allgemeiner Ausstand der Zwänglinge los, sie verweigerten, 300 an der Zadl, die Arbeit und wollten weder zum Ko> chen »och znm Heizen der Locale eischeinen. Man lirh d>'n Glundsal; walten: „Wenn ihr nicht locht, werdet ihr auch nicht cssnl." So fasteten si? den eisten und auch den znin-ten Tag, ind.m sie, al« Mittags den Kranken das Essen, das mau von aufgenommenen Leuten hcriichteu ließ, a/. bracht wurde, linen sürchterlichen Lärm schlugen, daß ganz Gladisca allarmirt war. Am Abrnd des 20. November consiüicte dcr Herr Strashausadjunct mit dem Herrn Ve» zirkehauplmann und dem Militäicommandantcn Herrn Haupt' mann Grubcr und man b.sckloß am Moigcn dcs iilten Nouemher dies.m Unfug cin Ende zu machen und dic Sträflinge mit Gewalt zu ihrcl Psiicdt zu führen. Obwohl ein Tllegrnmm aus Trieft anordnete, man möge dies un-tellafsen, und fremde Personen zum Kochen aufnehmen, war doch dcr Nszirtshanplmann gezwungen, bei dem ersten Beschlusse zu bleibe», da der Slrafhausadjunct erklärte, in diesem Falte augenblicklich seine Stelle zn verlassen, und auch der Commandircndc lntschicden seine weitere Intervention verweigerte, da ja dann an cine Dämpfung des Auf» slandes nicht zu denke» sei. So drang Herr Hauptmann Gruher am 21. d. fcüh au der Spitze ciner Compagnie in die Säle ei», trüb die zur Arbeit bestimmten Sträflinge an ihle Pläl;c und bemächtigte sich dcr Rüdllssührel. Ge» gc'nwttitig ist dic Nuho im Strashause wieder hergestellt. Nachträglich zu den VoifäUen im Strafhause berichtet die „G. Ztg." von einem anderen blutigen Efccsse, der am 23. Nacht in jener Sla?l vmfiel: Im Theater wurde gestern ein glänzender Vall abgehalten, auf welchem sich zwei Individnen au5 unserem Orte und cin Gast aus Gürz besonders exc,ssiv benahmen, und, vom Weine erhitzt, allerlei Stänteicie» anfingen. Als sie das Theater verliehen, wurden sie von zwei Gendarmen angehalten, die ihnen Ruhe geboten und sie nach Hause wusrn. Aus dieses versetzte einer dcr Ercedenten dcm ersten Gendarmen einen so heftigen Schlag auf die Brust, daß dieser zusammenstürzte, woraus die bciocn Gradiscaner die Flucht ergriffen. Der Görzcr, cin ungewöhnlich großer und starlcr Mann, ergriff das Gewehr de« zweiten Gendarmen und wollte es, trotz des wicdcrholtt» Nufes nicht loc-lafsin, sondcrn c«> seinem Eigenihümer cntlcißcn. Der Gendarme zog daher seinen Säb.l und schlug de» Angreifer so heftig über dic Hand, t?as; cr ihm die Pulsader durchschnitt. Die Munde blutete heftig uno wollte sich gar nicht slillc» lassen, der Versucli, on'selde zuzunähen, mißlang, cudllch wurde dieselbe noth-düritig vcidundcn und der Ej'ccde»! in das Spital dcr blnmherzigen Aiüder in Görz escortirt. Eine breite Vlul-spur zog sich vlxn Theater biS zum Stadldrunne», vor welchen »och hcutc Morgens eine große Blutlache sich befand. Vclmalvclsamlnlung drr k. K.Lanzwirlhjchllslg» gescllschnst für Arain am 24. November. (Schluß.) Dcr Antrag wird angenommen, nachdem Dr. Blei-wcis erläutert, daß dabei hauptsächlich auf Scelünder Schafe Rücksicht gcnommcn sci. Schollmaycr rcfcrirt übcr Maßregeln znm Schutze dcr Singvögel. Indcm cr ziffermüßigc Daten übcr dic Inscctcuvcrtilguug dnrch Singvogel gibt und deren Nichtigkeit im Haushalte dcr Natur hervorhebt, bcautragt cr: y Verwendung an dcu ^audcsausschuß behufs ^rlassung cincs ^andcsgcsctzcö znin Schutze dcr Singvögel; 2) Belehrung onrch die Volksschule. Auch cincn bezüglichen Gesetzentwurf hat dcr Berichterstatter bereits vcrfastt. Herr ^ aud cöprä si dcn t erinnert, daß dcr Gegenstand in dcn Wirtnngstrcis dcr Gemeinden gehöre, welche bcrufcn sind, dic landwirtschaftliche Production zu fchützcn, dic Regierung werde der von der Gesellschaft ausgedrückte», Absicht' durch Belehrung der Gemeinden über ihrc dicsfällige slufgabc Iicrei twill lg entgcgcntommcn. Dr. Blei wcis deutet unt yinbllll 2026 auf Italien, wo die Singvögel massenhaft ucrtilgt werden, auf die Nothwendigkeit cineö intcniatiuualcu Gesetzes hin. Herr Landeshauptmann macht aufmerksam, daß das Gesetz ein allgemeines (Reichs-) Gesetz sein müßte. Deschmann spricht seine Ansicht aus, daß alles darauf ankomme, ob das Gesetz ausgeführt werde, in ^ailiach haben wir eine Marktordnung, welche verbietet, Singvögel zn Markte zu bringen, wir haben einen Marktcommissär, aber Singvögel werden auf öffentlichem Platze verlauft. Die Anträge des Herrn Schollmaycr werden sohiu angenommen. Es werden sohin über Autrag des Neutrales Gesell sch afts meda illc n zuerkannt au nachstehende Obst- und Maulbccrbaumzüchter: 1) Missionär Frlinz Pirz in Amerika; 2) Josef Iarz M>. in Zwischcn-wässcru; 3) Anton Volcic, WirthschaftMhrcr bcim Pfarrhofe in Dragatusch; 4) Josef Fasan, Ncuicr-förster in Pölland; 5i) Matthäus Deschmaun in Nadmaul,sdorf. Die ehrende Aucrkcunnng nnd Empfehlung für die Mctclko'schc Stiftung wird zncrkaunt dcm Herrin Josef Thnma, Schullchrcr in Nadmanns ^ dors. Dein Präsidium wird cmpfohlcu für die silberne Medaille Frauz X. Kadi uz. Die Tagesordnung wird mit der Wahl vou Ehrcu-und corrcspondircndcn Mitgliedern beschlossen. Das Ccntralc beantragt, in Würdigung der vielfachen Unterstützung, welche den Zwecken der Gesellschaft durch Sc. Excellenz den Hcrrn Ackevbanministcr Alfred Josef Grafen Potocki zu Theil geworden, dessen Er-ncnnnng zum Ehrcnmitglicdc, was einstimmig augc-nommcu wird. Zu corrcspondircndcn Mitgliedern werden gewählt: 1. Hcir Nndolf Temple, Assccnran; - Inspector und Mitglied mehrerer gelehrten nnd gcmeinnützigcn Pereine iu Pest. 2. Herr Johann Neft, Botan, ssabriks- und Realitätenbesitzer, Ccntralausschuß der k. k. steierischen Vaudwirthschaftgesellschaft in Eilli. 3. Herr Carl Weiß Freiherr u. Tcusc n st ein, k. k. Secüonschcf im Ackcrbanmiuistcriuln in Wien. 4. Herr Dr. Wilhelm Ha mm, k. f. Ministerial-rath im Ackcrbanministcrinm in Wien. 5. Herr Dr. ^orenz, k. k. Miuistcrialsecretär im Ackerbanministcrinm in Wien. Sohin schloß der Vorsitzende um halb 8 Uhr Abends die Verhandlungen mit eiucr kurzeu Ansprache, worin er den anwesenden'Mitgliedern für den Eifer nnd die Ausdauer, womit sie der Erledigung der Geschäfte sich gewidmet, und insbesondere dem Hcrrn l. t. Landes-präfidcntc n und dcm Hcrrn ^ an dc Sh a up t m au n für die Theilnahme, mit welcher sie den Verhandlungen gefolgt, dankte. ____ Locales. — lFeier in der Strafanstalt.) Sonntag am 22. d. M. hat in der neuerrichteten, vom 24. October als dem Tage ihrer Eröffnung bisher bereits mit 82 Slillslin» gen belegten Strafanstalt am hierorligen Kastelle der sin dieselbe ernannt..' Haus curat ,Na r l H ei r> ri ch sein Amt mit einem feierlichen Gottesdienste angetreten, welchem nebst den Sträflingen auch das Hauspcrsonalc und der l. t. Staalsanwalt Dr. V.Lehmann als Hauscommissär beiwohnten. Diese Fcierlicbleit wurde dadurch noch besonders eihM, daß in der vom Seelsorger gehaltenen, seine Mission in ties zu Herzen gehender Weise schildernde» Predigt auch des in die Woche gefallenen A l le r h ö ch st e n N amens -festes Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin als des sür die Sträflinge besonders denkwürdigen Jahrestages, an welchem die Kelten in aUcn Strafbcnlsecn den zu schwerem Kcrter Verurlhcilten abgenomme» worden sind, i„ gebührender Weise gedacht wurde. — (Dem zu Ehren des Herrn Oberlan-dcsgelichtSralbcs Kromer) gestern Abends ver-anslalteten Abschicdöhankelte wohnten die Räthe des hiesi^n Landesgerichtes, mehrere Landlagsabgeordnclc, frühere Gemeinderäthe und eine Anzahl anderer Verehrer und Freunde drs Gefeierten bei, der von den ihm dargebrachte», Ova- tionen sichtlich lief erregt war. C's herrschte eine lebhafte, gehobene Stimmung, die in manckem bedeutungsvollen Toast ihren Aufdruck fand. Tie lebhaftste srcudigc Zllslimmung fand die Erklärung dcs Herrn Hicomcr, dah er auch serneihin sein Mandat für den tiainischen Landtag behalten und seine Kräfte der Heimat wiomen werde. — (Polizeibe richt.) Ein Knecht hat am 22. d. einem Burschen auö reiner Mildthäligleit zu einem Gange in die Kirche einen Alizug geliehen. Der Lobn dasür war, dah der Vursche mit den Kleidern flüchtig wurde und nie-selben verlauft haben dürfle. — C,n Knecht eines hiesigen Handlungshauses hat, wie man in Erfahrung brachte, rirur Oebsllerin östcr verfchiedcnc Krämeiwaaren zugctrugen. Äei der fofoit am 24. d. bli ihr vorgenommenen Durchsuchung wuidcn mehrere Stosse, manche schon zu Kleidern verarbeitet, vorgefunden, weül)ald ter 5iuecht und die Ocdstlcrin in strafgeuchllichi' Untelsuchlü'g grzogen wurden. — Ein aus e>er Arbeit entlassener Gefrlle b^t am 21. d. M. unter dcm falschen Vorwande, er stehe noch hier ill Albeit, einer Kia-meiin einen auf 17 fl. bewellhete» Anzug enlloclt und ist damit fluchtig glworden. — Am 25. d. wurocn aus der Küche eines Hauses der Sl. Petelsvmftadt mulhmaßlich durch einen Bettler ^! Löffel aue Lbinasilbcr entwendet. — Am selben Tage wurde cin junger Bursche auf oer That b.tretcn, als er aus einem Hose Holz entwendete, weshalb er angehalten und in str,,fgenchtlia>> Untersuchung gczoa/n wucde. — Ein uacirender Tapezicerglhilfe wurde am 25. d. angehalten und dem Strafgerichte überlirfert, wcil er einen Stoff, den er zur Anfertigung ciner Alb,it eihielt, sich zugeeign.t und verkauft, die Albeit abec nicht abgeliefert hat, obwohl er dafür schon im voraus bezahlt wurde. — (Meteor.) Nachträglich w>ro dcr „Novice" autz Oberlrain gemeldet, daß de» 27. Oclod.'i Abcnos um halb « Uhr »in feuriges Meteor in der Richtung uo.> Süd nach Nord mit starter Detonation beobachtet wuroe. Das Landvolk erzählt, daft ein feuriger Manu in dli Luft g.fahren unv im Kanterlhal zwischen den Alpn,gipflln Grintouz und Kolsäma zu Voden »icdergegangen sei. Es wälr von Inlcr»sse, die näheren Details dieser Himmelte, scheinung »on Augenzeugen zu erfahren. — (Theater.) Dic gesttige Aufführung vo,> Vel-lini's „Norma" wird wohl dic besle bishenge Optinvoi-stellulig gewesen sein. Sämmlliche Darsteller, die Herren Ander, Pich on und Fil. I e l l i n c t, insbesondere aber Frl. Pich on, wurden vom ziemlich gut besuchten Hause wiederholt gerusc». Chor und Occhcslec hielten sich wacter, selbst Herr Schwab verdarb nichts; doch wiro dies wohl nur dem Umstände zuzuschreiben sein, rah durch dir schr unbedeutende Paltie dcV Flauius überhaupt schwer der günstige Gelammteindlucl g,schwächt weiden konnte. — (Ein mit Aemtern Überbürdeter.) Das an Raritäten überhaupt nicht arme Gail-Thal — be° richtet die „Magens. Ztg." — behcrbcigt eine» Main,, der nicht weniger als zwölf Aemter und Dienste betleidet Derselbe ist nämlich Schullehrer, Organist, Mehner, Vürglrmei» ster, Gemeindesecretär, Gennmdediencr, Notaiialsschrelbe!', Hauölehrer, Vriesdote, Musilcapellmeister, Wintcladuocat und Clavierslimmer. In welche tl.'nn!che Lcigcn tann diescr viel-gcplagte Mann in seinem Leben uno Nirlcn lommen und wie viel Verstand muh er besitzen, wenn der Spruch wadr ist: „Wem Gott gibt ein Amt, dem gibt er auch Verstand!" Neueste Mß. (Original'Teleqramm der „Laibachcr Zeitung.") Wien, Htt. November Abends. Die „Mie-uer Abendpost' dementirt alle aufAusgleichö-Verhaudlunssen mit den (^zechen zielenden Gerüchte. Pest, Htt. November. Delegationen: Ueber die Antrage deS ^iuan;an0schnsseo fand keine Generaldebatte statt; in der Hpeeialdebattc wurden Post ll bis Post «7 ohne Debatte angenommen. Pest, 25. November. In der hentigcn Plenarsitzung der Ncichörathsdclcczation kam das Budget des Ministeriums dcö Acußeru zur Debatte. Ncchbancr beantragt, für die Gchcimanslagcn nur 35)0.000 Oulocu zu de- willigeu; nach längerer Debatte, in welcher Vcust die Nothwcndic,teit ocs geheimen Fouds durch die äußeren Verhältnisse betoulc, wird dcr Antrag Ncchbnncr's abgelehnt uud der Majoritätsautrag angenommen. Bei dem Titel: Gesandtschaftcn, beantragt Nechbaucr die Auflassung der Gesandtschaften in Sachsen, Wiirtcmbcrg, Hamburg und Portugal, iudcm er die Gcsaudtcu durch Geschäftsträger ersetzt schen will. Au dcr Debatte bcthci-ligcn sich Gloß, Grcutcr, welcher gegcu das Rothbuch Necriminationcn erhebt, und Schindlcr. Bcust bcant->oortet alle Einwcuduugcn; das Miuistcrium erwartete oon dcn Verhandlungen mit Noiu keinen Zweck, es wollte nur einen diplomatischen Vrnch ocrincidcn nnd erreichte dics anch. Die H!iajoritätsaittlägc wurden sodann angenommen. Telegraphische ^cchftlcou^sc. vom 2perc, Mtalliquoö 5)'». — 5ipcrc. M.t^llie,ucs mit M°i- und Noucmber-Zinsoii (!0,20, -5ftcrc,NlU!a!ial-Ai,lchcii .'ii statt, deren (»eaonstand die Äeitragöleistimg der Unlcrülhmnüeirn ;n den Kosten sür die staatliche Uelinwa-chnna, dc>< Bnne? n»d Aelrielirs der Eiseiilinhiie': dildele. Der iUlinist^r wies ^nf die ^lolhu'endigleit eine,,' eindringlichere» und coiüimiillicherm llsuenvachuü^ hin, ;n deren Elhnllnng die Vah um nach dcm Vrispirle nnd^ler Ziacileil einen Oeilrag zu leisten hälMi. Eine Onute vern ^00 fl. per Meile wittdc den Bcdiils nissen entspreche!!. Die Vertn-ter der Vahin'n degriißlen die Ad-sichr deö Minlstrrs, eine Vcrinehrnng der Kräfte dcr General-Inspection rwrii^hiimi iilid eine ei!l(,chel!dcrc Ueberwachung des Van«! n»d Bttriebci« der Eifendahnm eintlvlen zu lassen^ »nil lebhafter Befriedigung, indem di^ sehr wünschenswert!, sei und ! mich i>n Inicn'sse dcr Gesellschafleu selbst liegc, Waü jedoch die ! Ziffer der Äeili asMeislung betrifft, dercu Nulhwendigkeit sie iin ' Principe ancrleiinc», so sei lö wiinschenslucrll,, auf die bereis ! bcslchriidc sehr hohe Belüftung der Bahnen Rücksicht ;u nehmen, ! n'clche jene der anslliüdischen Bahnen mchr als um das Drei-! fache iibcrsteige. So zahlen z, B. die französische,i Bahnen a» l osseülli , ei, Abiinb^u eüuas über .'jl»)0 sl. pr, ^c^il,'. während ^ dieselben nnf dnr üsterrrichischru Bahn/ii berciis I0.0l)l) fl, per ; 1'^',ll! ilbevslcige!,. Die Perlret,r dcr Bahnen iiahincn von der > Ailscrdnmig Ncc« Miüislerö einsiwcile» Kenntniß und bchielleu l sich rwr, dcn Oeglüsiand niilrr sich i» Verathling zu ziehen." Aug^s'Vmmene Fremde. Am 25. November. Stadt Wicn. Die Hcncn: Dcllcla. Oütöbcs. uun Nalck. — i Mcix, Hemdel^reis,, vu» Wien. - Baron, vou Gr.-Kanischa. ^ — Zdeniaj. Privatier, ucm Waraödin. Buchreiner, Groß- Händlerü-Soh», uon Trieft. — Baron Zois, Gewcrkölies,, von Iancrbülg, — Bornschcg, Gemertö-Beamter, unn Trisail. Elefant. Die Herrcu: Veit, und Haai<, Äansl., vun Brillin — Pollat, Reisender. - Pcr;, Uhrcnha'ndler. »an (3raz -^ '.". olf. Handelsm, »on Gullschec. ^ Oraff. l, l. Lienleuan!, u«n W.-Fcis!ri;, u, Vraiidwcincr, Bahn-Beamter, »on Kiifj-stci». Kaslclch, Knnsm., yon Mallceia Baierischcr Hof. Herr Son.;, l. l. sseueriverker, vou Pola. Kaiser von Vesterreich, Frau Kühncisen, Nciscnde, vo» Sluilgart. Mohren, Hcrr Kuhc, Scnsal. von Tricst, ^ ^ü'.ll!lilulli^ischl'> Aeliliachtull^'il ill Lml'mll!.^ !^ .? ktt kß . ^ ! O ! <; l!. Mcj 523«:, I- j,!, U'iiidslill 9cegcn ' 7.U« iiilö 2 „ N. ^^ii-j.2.s. windstill Regen Ncg«' ', l0„ A>" ! Trübe, Nec,cn. Abends nach !1 Uhr Schne.'fall, Crste lilci-bcnde Schnecd'.-clc in dirsem Spälhcrbsle. Da« Tagcömittel d^' Wävmo -I I 7«, »in 0 3" unter dcin Normale. ! Verantwarüichcr Redacleur: Ignaz v. K l e i n m a Y r. Mrsenbcncht. ÄUi?N, 25», November. Die Bürsc war sehr fcft lind Spcculationspapierc so wic '-'lclicn dcr letzleir Emrssioncn höher. Dcuisen und Valuten bei fchlcnden Aba/beru st"!^' begehrt. Geld abondant. Geschäft in Papieren schr ausgedehnt ___ Oeffentlicke Tckuld. /^. dcö Staates (fiir 100 si.) Geld Waare In «. W. zu 5>plil. silr 100 fl. 55.70 55.55 detto v. I. 180« .... «0.0»! (50.70 dctto nlck;llhlbar l.)) . . . i'«i.85 l»l!.50 Silber-Aulchcn von 1864 . . 09.75 70.75 Silbrraul. I«<;5> (Frcö.) rilclzahlb. m37I. zu s.pEl. sür l00si. 73.25 73,75 Nal.'.Alü. ,M Iiw.-(5onv. zu 5"/„ «4.10 «4.30 . « « „ Avr.-Eonft. ., 5 „ «4.10 «4.30 MclaINqucö . . . . „ 5 „ 5^ 99 l)l> ^,> detto mit Mai-Eoup. „ 5 „ 5^ «0 5l>.80 ^ . / '^' ^ > " "l>" '^"'N 5275 Mlt Verlos. v.I.ittiw . . ', 17^.75177.25 „ „ „ „ 1854 . . 83.25 83.75 ., „ „ „ 18«0zu500ft. W :^ ^ 4Y „ „ „ 18«0 „ 100 „ 97.-. 97.!,» „ „,,1««4„100„ 103.^,03 20 «iomo-Reutrusch. zll 42 I.. »u«l. 24.- 24.5)0 Domainen 5perc in Silber 111.50 11^.75 U der inouläuder (für 100 si.) Gr.-Lutl.-Oblig. Niederiisteneich . zn 5«/« A50 ^^ Olicrüskrreich . ,^ „ A" °^" Salzburg .... " » „ »/.- 00. Gcld Waare Böhme» .... zu 57« 92.- 92.50 Mährm .... „ 5 „ 89.— 89.50 Schlesien.....,5 ,. 88.50 89.— Stercrmarl ... „ 5 „ ^8,50 89.- Ungarn.......5 „ 78.- 78.50 Temrsrr-Banal . . ,.5 „ ?«.50 77.50 Ernatirn und Slavonien „ 5„ 78.50 79.-- Galizieil .... „5 „ «9.50 «9.70 Siebenbürgen ... „ 5 „ 72,50 72.75 Bntouina .... ,. 5 „ «9.50 «9.70 Uug. m. d. V.-C, 18«7 „ 5 „ 7«.— 7«.50 Tem.N.m.d.V.-E.1867„ 5 „ 75.-- 75.50 Action (Pr. Stiicl), Natioulllbllnk...... «8«.— «88.— Kaiscr sscrdinandß-Nordbahn zu 1000 fl. CM.....1990.-1995 - Kredil-Nnsto.lt zu 200 si. 0. W. 235.40 235,50 N.ü.Eycom..Ges.zi'500si.o.W. «55- «58 — Stlltöeiscnb.-Gcs. zu 200 si.LM, °dcr 500 Fr...... 296.20 29«.4O itms. l^lis. Bahn,u 200 ^,. LM. 181 — 181.25 <»lld.-illlrdd.Vcr,-B.200,. ., 157.- 157.25 Süt>.Sl.-,l.-ven.u,,.-i.E.200si. ö. W. oder 500 Fr. . . . 195.70 195 80 Geld Waare l Glll.Karl-Lub.-V. z.200fl.LM. 214.- 214.25^ Vöhni. Westbahn ,,u ^!00 si. . I««50 ^««.75 Ocst.Dou.-Dnmpfsch,-Gcs. U-z^ 552.— 554.— Oesterreich. Aoyd in Tricst Z I 240- 248.- Wicn,Dampfm.-Actg. . ' . 342.— 34«.— Pestcr Ktttcubrüclc .... 500.- 505.— A:iglo - Austria- Baut zu 200 si 179,— 179.50 Member«, Ozcrnuwil^e, Actieu . 174.— 174,50 Vcrsichcr.-Gcsellschaft Donau . 248,- 252.- Pfandbriefe (für 100 ft.) Ncttwnal- > baut auf > verlosbar zu 5°/. 97,70 97,90 lt. M. 1 Naticualb.anfö.N. vcrloöb.5,. 93.20 93.40 Ung. Blld.-Crcb.-Anst. zu 5'/, „ 91.- 91.25 Alln. öst. Budeu-Credil-^!»stalt l verloßbar ni 5«/« in Silber 103.25 103 75 dlo.iu33I.nlckz.zu5pCt.inö.W. 8«.- 8« 30 ^'c'fi' (p^. Siücl.) Ercd-N.j.Hu,G.;.100si.ö.W, 143 25 144.— Don.-Dmpfsch.-O.;.100fl.EM 92 50 93,— Sladtgem. Ofcu „ 40 „ ö. W 32.50 33 - Esterhazy zu 40 si. EM. 1«0.- 170,- Salm .' 40 „ „ . 41.— 42.— Geld Ma" Palffy zu 40 fl, EM. 33,- 33-A Clary „ 40..... 35 50 ^li' St. Ociwi» „ 40 „ „ . 33,50 ^.^ Windischc,rät^ „ 20 ,. „ . 22.— 23^ Waldstciil „ 20 „ „ . 21,50 2^-v. Kcglcvich „ 10 ,. „ . 14.50 lb-A Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 13.50 14^ Wechsel (3 Mon,) Augsburg für 100 si siidd. W. 98.20 i)^h ssranlsnrl a.M. N>0 si. dctto W.50 I^ Hambnili. flir 100 i!.'iari Baulo 8« 70 d/>^ London für l0 Pf. Sterling . N7 «^ ^ .'^5 Pariö siir 100 Frantö . . . 46.«" ^"' (5l>urs der Geldsorten Geld W°a« K. Mnnz-Ducatru . 5 si. 53 lr. 5 si. ^, ^ Napolconi " ^' „ Nnss. Inipcrialö . -- „ — .. "^ '' 74 ,» Vcrcmöthlller . . 1 .. ?3ij., ^ ,' ,^ „ Silber . . 115 .. 75 „ N<' " ^ , ______ M<- Kraiuische (NrundeullaNungiz - Obligatione'' valuotlruul,: 86 50 Geld. 90 W°°"