Ar. 217 Mittwoch, den 26 September ty2Z Sg. Soyig. D'Annuncio u. Glardlno Nachdem die Entscheidung in dem großen Ringen gefallen war, wurden an die Neu-einteilung der Welt große Hoffnunen ge-itnüpft. Man erwavte-te Friedensbestimmungen, die einen langen und andauernden frieden zu verbürgen hätten. Dazu^ gehörte kor allem eine einheitliche und entschiedene Stellungnahme der großen Sie^mächte zu allen Fragen, die Zu neuen Mnfli'tten den Nulaß geben kormtm. Eine solche Frage war auch die Adriafrage und damit zusam-ßnenhaugend die Frage der Zugchörigbe:t Mijekas. Ist es rncht auffallend, daß eine 'lsosche Stellungnahme unteMieb? Die Lösung dieser Frage wurde den daran Haupt-sächlich interessierten Staaten, Italien und Jugoslawien, überlassen. Die italienische Hhiiue und das südslawische Kaninchen soll-ten über die Zugehörigikeit eines strittigen Beutestückes einig werden. Wer konnte an Äem Ausgang des ungleichen Handels zwei-j^eln? Als erster und einziger Versuch Jugoslawiens, die Beute in die Hand zu bekommen, ,varf der m den 'letzten Oktober tagen des Jahres 1918 von einer Abteilung des Limmer Regiments unternommene Putsch gehen das damals noch ungarische Palais des Gouverneurs aufgefaßt werden. Die Unter-nehmnng verpuffte, ohne dauernde Spuren Au hinterlassen. Kurz darauf erhielten Stadt «und Aasen eine von den Siegermächten beigestellte internationale Besetzung. ^ Em Jahr darauf gab es einen anderen, Kiel folgenreicheren Putsch gegen Rijeta. D'Annunzi?, der unverantwortliche dichte, rische Patriot, stellte sich an die Spitze der Unternehmung und mit Hilfe der obenso -unverantwortlichen und Patriotischen Ar-diti-Organisation erhob er sich zum Herrn don Rijeka. Die internationale Besetzung kand es nicht für nötig, diese Ambition zu stören, und räumte daS strittige Feld. In ^«yrad sah mau dem bösen Spiele mit ei-^em gewissen Gleichmut zu, während in Aagreb die Wogen der Empörung hoch schlu-geü, ohne jedoch z»» einem Gegenschlag aus-Miholen. Erst nach Abschluß des Vertrages k>on Rapallo, nach dem Rijek« ein freier Staat werden sollte, fand sich die italienische Megiernny veranlaßt, D'Annuuzios Herr-jjjchaft ein Ende zu bereiten. ! Die Frage trat in ein neues Stadium. Die Gefahr, daß Rvj^kai südslawisch werden könnte, war übettvunden. Als aber die Wahlen für die Konstituante des freien Rijeka-Staates ein Ereignis zeitigten, das Italien Vicht in> die Rechnuitg Paßte, fanden sich wie-der unverantwortliche Nationalisten, die der ivechtmäßia gelvälhtten Konstitranle das Heft kus der Hand rissen. Herr Zauella, das der-Mebene Oberhaupt der freien RepubU? Ri-ßeky» kam auch nach Veograd, doch fanden ^eine Hilferufe keinen Widerhall. Während-Äessen etMierte die Opposition unter De-höllischer Herrschaft, und dv Verhandlungen Wer das Schicksal der Hafenstadt wollten Tein Ende nehmen. ,! Nun sitzt General Mardino als Delegierter des italienischen Staates im Palais des ^Gouverneurs, um, wie er sagt, der hungern-'den und der Anarchie entgegentreibenden jStadt die zur Arbeit und Brot nötige Nuhe M schaffen. Der General wurde <Äs Netter iMkt großer Begeisterung empfangen mid damit der Beweis geliefert, daß Herr Zanella lfeine Rolle in Rrjeka ausgespielt habe. Zm gleicher: Zeit hat Italien nicht mehr nnver-äntwortliche nationalistilfche Organisationen, sondern kampfbereite Truppen in ausehnli-cher Zahl in der UmgMing Nisekas bereitgestellt, behauptet aber, daß ihm eine An. nexion des freien Rijetastaates gar nicht im Sinne liege. Wer zweifelt daran, daß nach Nblanf eirrer »vetteren Frist sich in Ni.seta etile VtMorität finden wird, die auf Grund des Selostbestimmungsrechtes den Anschluß an Italien fordern wird? Und wer soll gegen einen so einmütigen und patriotischen Beschluß Einspruch erheben? Die wroß-mächte, oder am Ende sogar Italic selbst? Nein, das Ht Mvi^nWzu erMMn. Nije?. kas Schicksal ist bvsiegekt. JaWsam, Witt, zielbewußt und ungestövt wurde sei« Ev. liverbu-ng vorbereidet. Italiens Balkmpolitik erinnert schr « jene der ehemaligen Donaumonarchie «ud der Schritt, der mit der Anwerbung WeLas getan wurde, kann mit jenem der Olkkpa-tion Bosniens der .Herzegowina verglichen werden. So wie damals wurde astch diesmal em Stachel W. den LeSb emos Ao«eS getrieben, der bei allen ZerwürfttGm, d»e es entzkveien, doch alle im gleichen Mche drückt und schmerzt. Bei etwas mchr Waae, mut wäre es vielleicht möglich gewese«. i» deni ??^omeute, als dÄununziv zum KM« aufholte, um den Stachel eir^treVon^ daS Unglück billiger zu vechüten, es waren ja nur Unverantwortliche, dabei engaAert. 5^.. spitzfindige Lösungen von SchichUlslftaglN scheint die Seele >deS res der GVS keine DispoMmr Hu yaben. Sie hat keinen Sinn für BnrleSken, ihr scheinen nur Stelle» in Dramen und Trarechmt>ff «v» folgen wird, das steht in GotteZ ^md ' o « Der Gvulock von Iugo-slawien. Die letzten Zuckungen des hsmoMnen KM- Netts. ' " . ' eq lll'Maribor, M. SeMMer. ' Um die Zeit, al'I Nikola PatzB sem ZaLN». les Kabinett gebildet hatte, stand sein Name in hohen Anjel»en. Es schien, als wollte k?r greise Führer seine, wackelig gewordene Rr-PU'tatioNl mit einer populären Geste a»f, richten. Ilnd es gab deren sehr viele, Lke Politik der starben ^oand aus patristkscben Grünen bill^ten. Radikalismus und Pa8?^ — ztvei gesonderte Begriffe. Beide -— Trumpf. Man knüpfte an die neue ReOe-. rung vage Hoffnungen. Denn iso brütete das einstiiumige Urteil der GaschauspolrtL" ler, NickMvisser und Erzpatrivten —. ein« Regierimg, die von einer einzigen pmÄ. meuterischen Fraktion getragen Coerde, Du. ne sich zuir positi'v a>»Äuirken; «>s gMe keine Meinnngsdifs'erenzen. Em Geda»!k^ ein Wille nnd eine Tat seien es. die iu> diesem Falle die kommende Gesetzgebung durchdria. gen würden. Em Alpdruck schien gewichen M sein, als Herr PaSi6 der selig entschlaf nen 5ie>alition die Augen zudrückte. Die Er-wartilngen waren zweifellos dimensions-ler Natur. Man erwartete in erster Lrme ei« definitive Bereinigung des serbo-kroatKchon Probleins. Dann eine großzügig angelegte, auf Wa-Hnmg t'on Vasksehre und StaatH-Prestige einstellte Außenpolitik. ^ Die ersten Wochen kn-achten unllcMwl« Symptome, schließlich kam die Enttäuschung selbst. Hatte der Regierungswechsel eßuen Sinn, wo alles doch beim alten geblieben war und sich sogar zum Schlechteren gewe«. det halte? Da«? war auf einmal die Frage des TM>s. Doch die Regierung aab wohl einen Beweis ihrer „Friedensliebe im Jauern. Tie schickte zwei angeschene GekvÄhrS. nimmer nach Zagreb. Den Obmann des ra-dilelen Al'geordneteiMubs Herrn Marko Vluri^ inrd den Sekretär der Negierinas-p.n-iei Herrn Dr. Vojislav Jan sie. In Ar-grel» sollte Friede geschlossen werden. Eigentlich ein PriMn mar friede. Das Schlich-Protokoll, unterzeichnet vom t^eneralftab der Föderalisten nnd den beiden ParlanrentÄ-ren, ist ein van beiden Parteien begutachtetes Spiegelbild unserer traurigen Innenver-httlinisse. Enthielt eS doch Forderungen, die in einfm rechlichen Kulturstslat keine For-derunaen, sondern gemeinsame Selbstver» stäudlichke!.ten sind.Nnu lag an der Negie-rnng, '^ilgeständnisse zu machen, die ihr die ^age in der SkuMina bedeutend erleichtert hätten. Nichts von alledem. Herr .Herr Pa. Kit' sebob des Protokoll — mit nichtssageu. der, PrMenie.tischer Ä'iene — in seine Tasche ,, Damit, war die Sache „erledigt"« ÄMV. Sofia, 24. September. (Bulg. Tel.-Äg.) Heute abends ist die Lage fol^eude: In SMoulgarien ist d'ie iounuunist'iiche B-e-üoe.Mng unterdrückt und dieNuhe wieder hergestellt. Im nordwestlichen Teile des Lan-des bestehen voch einige kommunistische Herde in den Orten FeMnanK nud Berke^vitz. Es sind jedoch alle Maßnvhmeul zur Wieder- Telefonische Nachrichten. Völkerbund. WÄG. Prag, S4. Septencher. (Flmtspr.) Me Völkerbundversammlung hat dem Fi-nanz- und Wirtschaftsan^chnsse für seine UntersttttzUkU'g des Wiederaufbaues Oester-reichs, Albauieus nud DairMs sowie zur Lösunig der FlüchtlKngs'svage unternoinme-nen oder fortführten Arbeiten die Aner-lklmlnnng ausgesprochen. Mit Nücklicht auf die. große Wirksamkeit, die in kommerziellen Kreisen der raschen Regelung der Frage der 'Mitigiert der Schiodsrichterklauijelul in den Handelsverträgen beigemessen wird, hat die Äolkerbttndversainmlu'ng beschlossen, nnvev-züglich einen zn diesem Behuse vom Finanz-ansschuß verfaßten Vertragsentwlrrf den Staaten zur Uulterzeichnnng vorzulegen. Die Versammlung betont die Wichtigkeit 'der vom Völkerbund snr >den Oktober einberufenen Konferenz über die Zollsorma-l'itciteu für die Wiederherstellung normaler Ha n dielöbez! eh nng en. Tie Vö lke r'b uu^ve r-sammlung billigt die vom Vöskerlbundrat er-grisfrne Initiative und empfiehlt, den Staaten die Sicherung der Durchführung der von, Finanzkomitee bezüglich der Behandlung der fremden Staa>tMruer und mis-«ländischen UnteUnehmnugen' aufgestellten >^run>dsAtv. Die Volkenbundversammlimg ersucht schließlich die Wirtschaftskornniission, aMchen Wiederaufbau ^Ungarns vorznbcreiiten, was eine Etappe im Konsolidierunaswerke Europas blöden-ten Mrde. Tie VerhaudlurMn nmrden bis zum Schluß mit großer Herzlichkeit geführt. Neber jeneu Teil dor Gerrfer Verhandlun-gen, Mischen dem Grafen Bethlen als Ver-treter Ungarns nud dem Vertreter der Kleinen Entente, der eine Anleihe Ungams im Auslande betraft, wird in kürzester Zeit ein eingehender amtlicher Bericht zur Ver-offentlichung gelangen. Alle interessierten Parteien »Verden auch hier die Bereitwillig keil, zn einem Einklang zu gelangen, a«n den Tag legen. - ^ ^ Voriauflgei' Abschluß ver Verhandlungen zwischen Ungarn und der Tschechoslowakei. (Telegramm der . . Leitung".) Sin neuer sranzvsischer Reparationsplan. (Tslegramin kr „MarÄttger Zeitung".) WKG. Paris, 24. September. Pertinax tritt im „Echo de Paris" für folgenden Re-parationsplan ein: Frankreich würde sich bei den Zahlungen ausschließlich an die besetzten Gebiete halten. Man berechne, daß drei Millia^don in Gold — und in natura Lieferungen erzielt werden könnten un-ter der Voraussetzung, daß die Ruhriudu-striellen vom übrigen Deutschland für die Naturallieserungen eine Vergütung von et-wa 1500 Millionen erhielten. Die Vergü-tung soll dadurch erfolgen, daß die Industriellerl die Pacht bestimmter indirekter Steuern sowie Staatsmonopole inr nicht'be-setzten Deutschland erhielten. Die Alliierten konnten, sich mit der Nusnx'rtuug der Ein-nahmsqnellen, die nicht in den besetzten ö)e-bieten gelegen sind, kaum befassen, aber die Großindustriellen würden mit Unterstützung der Regierung eine derartige Pacht durch-führen können. Bei diesem System würden durchs Iahreszahlungeu von drei Milliarden sehr rasch die 3l Goldmillia^den, die Frankreich und Belgien beanspruchen, amortisiert sein. England und Äyreriika bleibt es über» lassen, ihre Forderungen durch ihnen Pas-send erscheinende Methoden hereinzilbrin-gen. Das Mitwirken Frankreichs sei ihnen gewiß. »ki»rVr» zßNi»!^ Kummer S17 ^om 26. September IS23 Weuigften'S für bie Machthaber war die Angelegenheit erledigt. Und die 3deffieningS-Presse maMerte bkmmblen Rückzug ^r Nehrung vor ewer Übernonmmmen Ber-pfu^ung mit dem unhattbaren Kommen-tar, d^ Regierung hoibe in der Zagreiber „Komödie" nur d^halb mitaaicrt, mn die Vünlsche ver FSdevattsten „do^mentiert zu scheu . . Die Forderu»»gen des Aagreber Blocks, sofern sie i!m „Mm^uSprowkoll" enthalien find, stellten kein Hindernis für weitere Ver^ndtungen dar. Radi^ ging unter dem Eindruck der Äsogroder Bereitwilligkeit so weit, se^ne staattzrechtlickien Wünsche von dem Vorfrvedensdokitnient fernW^l-ten. Das war ein AnfteMndnis par eiccel-leme. Und an dieser Sc!^mcl>e der Föderali-st Volk nicht getragen werben kö-ißnt-en. Er gab bekannt, aus einer Vevsammlunq von Sonderbünd-lern in München^OÜMach kommenden Gruppe gehörten. Strberlan'd" abgesperrt und es wurde aus Karabinern uni> R«>ollivern aeschil>ssen. Die StrabenbaHn mußte den Verkehr einstellen. Die Beiwohner wurden aufge^rdert, die Fenster zu schließen. Dieser Aufforderung folgten sofort Schüsse. Man drang in die Häuser ein. Straßenpassanten wurden miß-bandelt. Das Blatt macht der Polizei den Vorwurf, daß sie ebenfalls gegen die Bevol. Verung üiorgegangen sei. Die Eisenbahner tveigerten sich, am Sainstag einen Extrazug mit Mitgliedern des Kampfbundes in das Jsertal zu befördern. Echiießereien bei einer ErwerbslosentiLmon. stration in Dresden. WZW. Dresden, 24. September. (Wölfs.) Die Demonstrationen der Erwerbslosen fet> ten sich heute fort. Als einer starken^ von dem Arbeiter Kennecke gefschrten (^)ruppe, die die (^eschäftslädcm und Banken durch Drohungen zur Schließung zu bringen versuchte, am Sternplat) ein starkes Poli^^eianf-gebot entgegentrat, fi-elen 'au-s der Menge Schüsse. Durch einen Schuß wurde Zifennecke die Brust durchbohrt. Er wurde nach der Polizeiwachstube gebracht, wo er bald darauf verschied. Eine antimilitaristisch« Massenversammlung in Amfterdlun. WM. Amsterdam, 24. Sept. sWolsf.) Gittern wur!^ hier von der sozialdemokra-tischen Partei und dem l^ewevkschaftsbund eine Massenkundgebung veraustaldet, die sich gegen den Militarismus richtete und flir die Beibvhaltung des Achtstundentages, des Mit bestimnlungsrechtes der Arbeiter in den Betrieben und fiir die Sozialisierung eintrat. An der Kuu-dgebung, die von den Blättern als diie grdßte, jemals in Holland veraustal-tete bezeichnet wird, nahmen 60^70.l>00 Personen teil. Der tschechische Berga-rbeiterstreik. WKB. Prag, 24. Sept. sTschechosl. Preß-büro.) Der Zen>tralftreikauSschuß der Berg-arbeiter veröffontliM einen Bericht, worin nritgeteilt wird, daß alle gestern abgehaltenen Reivierkonferenzen dem Zentral^treik-ausschuß einstimmig ihr Vertrauen ausige-sprochen haben. Die Stimmung sei für den Bern^ittlungsvorschlag des Ministerpriisiden-ten angesichts des Steigens der Preise der ^ensmittesbedürfnisse nicht güivstig. Die Lage k Anatolien ernst. MtB. London, 24. September. (Wolfs.) einer MeNung aus Konstantinopel smo aus AnatoliM Berichte eingelaufen. daß die Lage in der Umgebung von Alepo, das sich unter französischer Kontrolle befin-idet, sehr ernst geworden sei und daß V5 Pro.zent der Be-vi^lkerung die uneinige-schränkte Rückkchr zur Türkei fordern. In eirrer Konferenz imter dem Vorsitze des Ge-nerals Weygand sei der Beschluß gefaßt worden, Alepo im ?^lle einer (Gefahr airfznge-ben Md eine neue Verteidigungslinie zu errichten. Die Wahlen in Grlechenkuch verschoben. WKB. Paris, St. September. (Wolsf.) Nach einer Blätterineldung hat die griechische Regierung die Wahlen auf den 2. November verschoben.- Als Grund wird ange-geben, Zaimis habe sich geweigert, an die Spitze einer griechischen Einheitspartei zu treten. Kurze Nachrichten. WKV. Briissel, 24. September. (HapaS.) I'n den aul Gordon-Vennett-Wettbewerb teilnehmenden Ballon „Z" (Vereinigte Staaten) schlug bei Mistelrode (Holländisch-Bra-bant) der Blitz ein. Der Führer und sein l^^ehilfe wurden getötet. Der Ballon „Blan-ck)e" (Frankreich) ist ohne Zwischenfall bei Antüverpen, ein anderer, amerikanischer, Ballon bei Putten (Holland) gelandet. MM. Dymbrowa, 24. Septeinber. Die RettungsMion im Beraqverke von Dombro-wa dauert an. Die Rettungsinannschft'ften dralngen in das Innere des Bergwerkes bis auf 50 Meter zum Hai'Ptherd des Feuers vor. Ein weiteres Vordringen war infolge der enormen Hitze unuü^glich. Man hi^rt noch innner unterirdische Detonationen. Das Schicksal von 14 Bergarbeitern ist noch unbekannt. Sie haben wahrscheinlich den ?"d gefunden. Heute findet das' Begräbnis der anderen 29 geborgenen Opfer 'statt. Die durch die Oatastroplie verursachten Schäden lassen sich noch nicht 'abschätzen. Es wird mo-siatelanA'r Mbeit bedürfen, bis das Berg. Werk wieder flottgemacht werden kann. Mt'B. Barcelona, 24. Septeurber. (Hav.) Zwei Terroristen, die vom Kriegsgerichte wegen eines ge-^en die Sparkasse von Ter-rasa verübten Attenta^^tes zum Tode verilr-teilt worden waren, sind heute morgens um 5) Uhr im (Gefängnisse von Terrasa hingerichtet worden. Die Nürgergarde hielt heilte voruiittags ein verdächtiges Automobil an, in dem ulchrere Kisten mit Haudgranat.^n gefunden wurden. Die drei Insassen des Au-tomcklnles waren Stmdikalisten. Man ninlnlt an, daß sie nach Terrasa fuhren, i m s'tne Panik hervorzurufen und auf diese Weise auf die Zeugen im Prozesse gegen die Atteu-täter auf die Sparkasse eius^üchternd einzu-wirken. ' > ^ MlB. Madrid, 24. Septeulber. (Havas.) Der König ist aus San Ä'bastiain hier eingetroffen. WKV. Düsseldorf, 24. Septeniber. (Haiv.) Die Zollovgane von Brackl haben auf einem Landilvagen Milsiar1>en Mark be- schlag:,ahmt, die siir die Reichsbank in Dortnlnnd bestinunt waren. daß die Bemühungen der Reichsregierung, mit den ehemaligen Feindeslnächten zu Ab-machungen zu gelangen, die Dentschlant» die Erfüllung seiner hauptsächlichsten Forderuu- yeu, Rückführung der Vertriebenen, Befreie ung der (^e'fang^ien, Wiederherstellung der Hol>eitsrechte an Rhein und Ruhr, schon vor elneur Abbruch des passiven Widerstandes slck>ern, erfolglos geblieben sind. Dabei sei auch von der Fortsetzl»ng des passiven Wi-derstandes kein Ergebnis für eine Besserung der außenpolitischen Lage mehr zu erwarten. In den an die Darlegungein des eRichs-kanzlers anschließenden Besprechungen st'.'ll-ten sich die Vertreter der Parteien des besetzten (^bietes mit Ausuahme der Deutsch-uation-alen ge'slossen aiff den Standpunk!, 'daß ails den aus der finanziellen Erschöp-fun!g sich ergebenden zwi^enden Gründen der Abbruch des passiven Widerstandes ein-geleitet wer^e, sonst bestehe die Gefahr, daß der passive ?^^ide< .antlvendig werdenden Maßnahmen mitzuwirken. Am Nachmittage faud in: Reich^>!atnzler-Hause die Zu'samulenlunft eines grossen Krei-ses von Vertretern der Wirtschaft'^gruppeii und Berussflände der bosetzl.'u n^t 'den Mitgliedern des Reiches und des preußischen l^abiuettes statt. Der Reichskanzler g-irb den Anwesenden von der einmütigen Auffassung 'der Reichsregierung über die Notwendigkeit der Stillegung des passiven Widerstandes ^tenntnis. Deui gegensiber wurde von keiner Seite Wi>oerspruch crho.. beu. Die Vertreter aller amoci^nden (^irilp-PM sprachen sich ülier die einzlischlagende Art des Abbaues aus unid älißerteu ihren Wunsch hiezn iu? Interesse der Bevölkerung von Rhein und Ruhr. Ue^iereinstiurmuilg herrschte darüber, dafj die Wiederaufnahme der Arbeit geschlossen nach einheMichen Richtlinien erfolgen und ein Son'dervoraehen einzelner (Gruppen un. bedingt nnterbleiben niüsse. Zum Schlüsse beteute der Reichcsanzs''r, das; die Reichsrelgieruug noch weiter an rh-reui Ziele: „Rückführung der Vertriebenen, Besreiuvlq der Angeklagten und Wie>>erher-stellung der Hoheitsrechte an Rhein und Ruhr" unter allen Un,ständen festhalten »vei^de. Die Versammlung endete mit dem starke-n Bekenntnisse zur inneren und äuße^ reu Eiicheit des Reichs. Marburger und TagesnaOrlchten. ^ ^ Außerordentliche Generalversamm. lung der Feuerwehr. Di eFreitvilligc Feu-^ envchr und deron Rettiingsabteiluna in Maribor l)ielt eine außerordentliche Gene-rtlkversannnluug ab, da der bisherige be-währte Wehrhanptmann, Herr Karl Ro-bans, infolge Kransheit imd Ueberbürdung inl eigenen Betriebe sich außerstande erklärte, den verantllvordun'gsvollen Posten weiter zu behalten. Für seine viereinhakbjährigen iie SeßeiNiisse eiitr NM. liM Roman von Erich Ebenstei«. (Urhckerschuß durch Stuttgarter Romanzentrale, E. Ackermann, Stuttgart.) Iv (Nachdruck verboten.) ,Lier übergebe ich Ihnen I>hre Nichte Iviic^r", sagte er freundlich. „Hüten Sie sie gnädiges Fräulein, denn sie scheint mir immer noch recht kran?!" Das war alles? Tante Berta, 'die sich schon mit den schreckliHsten Vorstellungen ge-guült hatte, atmete tief auf. Gottlob, sie durfte sie wieder mit sich n-chmen! Schweigend fuhren beide auS der Stadt zurück. „Was hat er dich Venn alles gefra-gt?" fragte Tante Berta endlich, als daS Dach dies Herrenhauses bereits ans feiner grü-nen Gartenumgebung vor ihnen austauchte. Rosemarie wiegte sinnend den Ko^. „Ick weiß es wirklich nicht mehr... es ist so dunrm jetzt mit mir. . . ich kann gar nichts nnchr recht behalten. Aber ich glaube, er ist ein sehr gu4er Mensch, dieiser Doktor ReffiuS. Bor dem Gartentor stand eine Anzahl Menlschen. die nm Garten hineinzusp^heti versuchten. Mch seitwärts vom KutschcrhanS standen Menschen, Mfchen denen die Helme meh-.Schtch«ute im Sonneschein blilMenS „Was ist deiin da wieder geschehen?" dach-te Tante Berta erschrocken und warf einen besorgten Blick auf Rosemarie. Doch diese war viel zu sehr in ihren Gedanken vevsun- > ken, um irgend etinas zu beulerken. i Da gab ^nte Berta dem Kutscher einen Wink, rechts um das HauS zu fahren und rückvärts an der Terrasse Ku halten. Von dort brachte sie Rosenrarie dann sogleich in ihr Zimmer und einpfahl ihr, sich ein Stündchen auf dem Sofa auszuruhen von all den Aufregungen des Morgens. Inzwischen eilte Tante Berta, ohne sich Zeit zum Ablegen zu nehmen, hinab in den Garten, um zu erfahren, was es am Kut-scherhaus gäbe. Dort bot sich ihr ein Anblick, der sie vor Entsetzen förmlich erstarren ließ. Aus der' seitwärts vom Kutscherhaus gelegenen Kalk-grübe beförderten <^utzleute e^n einen menschlichen Körper Arans, den sie vorsich-tig auf Bretter legten. Polizeikommissär Springer leitete das Unternehmen^ BenedM, Martin und die zwei neuen Mägde standen schreckensbleich dane-ben. In einiger Entfernung, an einen Baum gelehnt, als vermöge er sich ohne Stütze nicht ^ auf d^ Beinen zu erhalten, erblickte Tante Berta ihren Bruder. Sein Gesicht war so weiß wie der Kalk in der Grube, seine Au-aen hafteten starr an dem Toten, in dem ^ante Berta zn ihrem Entsetzen den verschwundenen Kutscher Johann Schweal erkannte. Niemand sprach ein Wort. Mas geschah, vollzog sich unter völligem Schneeigen, und j das dünkte Kante Berba am gräßliKstcn.t Denn dieses Schlveigen schien wie eine un-gel)eure, zerumlmende Last alles zu Boden zu drücken. Tamnelnden Schrittes uäherte sie sich deul HauRierrn. „Ms UlN Hintnielsivillen . » . . bedeutet das?" sagte sie zu ihm. „Benedikt hat ihn vorhin da gefuuden, als er sich Kalk holen wollte, um einige Schaden iul Pferdestall auszubessern", lau-tete die tonlos zurückgeslüsterte Antwort Waldstätt^ls. Aber schon warf der Kommissär einen miß-trauischen Blick herül>er. Dann trat er zu den Geschwistern. „Darf ich Sie bitten, Herr Waldstätten, mir ins Haus hinüber ?^u "folgen, wo ich einige Fragen an Sie richten nlöchte?" Waldstätten verbeugte sich schweigend. 15. K a p i t e l. Die Auffindung der Leiche des Kutschers Schwegl erregte ungeheures Aufsehen in dex ganzen Umgegend. Durch die Sektion wurde festgestellt, daß der Mann seinen Tod durch einen Dolchstich in den Nacken erlitten hatte. Weder in der Stadt noch in der Spinnerei zweifelt^e semand — Dröse ausgenom-men — daran, daß der Kutscher in der frag-^chen Nacht zufällig oder durch Hilseruse Burghauses herbeigerufen, dazugekommen war, als der Mord geschah. Als lästiger Zeuge war er dann von dem Mörder k^iseite ge-schafft worden, wie später auch Scapatetti. Auch an der Perlon des dveis,7chen Mörders z!veijelte man kaum mehr« ^ Es konnte nur — Waldstetten sein. Waldstätten, der auch jetzt noch versuchen wollte, hocherhobenen Kopses seinen Weg zu gel^'u, mußte schon am ersten Tag einsehen, daß dies nnmöglich sei. Vor den: Gartentor auf der Straße stand eine Menge Neugierig ger, die bei seinem Erscheinen sofort eine droheilide Haltung annahm. „Da kommt er! Das ist der Mörder!" „Warnui sperren sie ihn nicht ein?"_„Der gehört längst hinter Ähloß und Riegel!" — so schwirrte es durcheinander. Einon Augenblick stutzte Waldstätten. FiU-ster nnd drohend ^ogen sich die Braueu in dein M erblaßten Äesicht zusaminen. Dann zuckte ein verächtliches Lächeln nur seinen Mund. Er wandte sich um und schritt ins Haus zurück. Au: selben Tag noch wurde er in Haft ge-nommen. Dem Untersuchungsrichter hatte es Wald-statten zu verdanken, wenn der Verhaftung nach Möglichkeit alles Peinliche und Bescha-mende nach außen hin genommen wurde. Dr. Regius lud ihn einfach vor, um ihm bezüglich des Kutschers verschiedene Fragen vorzulegen. Als Waldstätten erklarte, über das Verschwindim Schwegls so wenig zu wissen wie irgend ein anderer gänzlich Unbeteiligter, da er den Kutscher am Nachmittag des 5. Mai zum letzten Male gesehen habe, teilte der Untersuchungsrichter ihm mit. daß er sich gezwungen sehe, ihn in Haft zu neh- nwn. llSvrtl«qpwß tolgtZ ikummer 917 vom 26. S<^ember lV2A »carourgeT ijelluag v«i» H> rrspriehlrchen Dienste ^ ver Wehr, v^n-diers für die Ii^stmchsetzimg der Auitoturbi-neirspritze wur^ Herr Karl RobmiS von der l^erbalüiersmnmlung emstimm'ig zum Eh-ermannt »nd lilhm ^ her^ lichste Dalfk für die unermüldliche, alkfapfe-rungsvolle Lritu!n»g der Wehr im Dienste der Allgeiminheit ausAvsProchen. An seiner Stolle wuvde Herr Hans Boller, Realitätm-bositzcr und WemgroMMer, zum Wchr-Hauptmann, ferner Kmn AeuMart Herr Jo-sef Kampitz, Sbnoeistellter der Mdbahn, mrd znm Verwalter «^r Rettmrgsavteiluna Herr Havdiinka, stSdt. Beamter, neu gewählt. — EvtmaettscheS. Mittwoch den S6. d. M. abonds haw 17 Uhr Mt FräiMn Pfarrer (>e^ig Wöbs, Lehrerin der Protestantrschen Dickkonissenanstalt in Novi Vrbas, in. der evangelischen Ghristuskirche einen Vortra-g iiiber „Äawnie" (christliche Liebesarbeit). Nach dkm" Vortrage wird ein Opfer für das Diiaikonässenhaus eiNAeifammM. FreiwiMcse Spenden nimmt das eva»niqeli!sche Pfarrhaus entgeigen. Maubensgonossen lmd Freunde si?nd herMchlst eißiycladen. — AnjsDießan'd oarai, wird die diesjähr^ allgemeine Ver-IsaMmlung des evangxlkschen Frauenvere^-nes mit nachstehenlder Tgaesordnung statt-IfiTltden? Berichte, Wahl mner BorsMerim, ^ffäiniMng des AirSschufseS, Allfälliaes. Die evangelischen Frauen werden evsucht, recht Kchlreich zu erschei-nen ^ — Arrettervng. Der Jahre 1894 w NaraÄdin Mborene, aus Maribor schon des öfteren abg'e'schaffte ^riiseu-r^chil'fie Anton iMtter wurde von SicheiheitSor^en am 84. d. im Restaurant <^ötz wiic'dier auHegrif-fen und WMN La-ndistrc'ichereil unv Bettelei verhaftet. Nach Abibutzung der Pol'izeihaft wird Kitter, der bereiits über Main^igmal Vvvbestrast ist, in feine Heimatsgemeinde wbgsschob^ »vevövn. --Ausbrecheirbe Einbrechet. Seute n«chts entfpranyen aus dem hiMgeil Gefanyen-hlWse der vorgestern zu 10 Mona-ten schwe. ren Kerkers verurteilte Anton SchlanBer fler, der vor kurzem zu Jahren verur te^Üe Bi'd Kristoviö, sokvle die beiden Sträflinge Ivan Kunar, oer ,nur noch Awölf Ta-flv, und Amn Besonljaik, der nur noch einen Mlmat abAubü^ «habt Hütte. ES ge»lang nnmilich ArstoviS, We^zeuy auS deMr!^tS. stätte, Ivo er SeschWgt n>ar. in seine Alle biinei.nMschmu!ggecn; hier sägte er die Fen-sterMter durch mrd sperrte die verschlösse-ne Tür mit einem Dvetrich auf. Aus diese Weise gelangte er mit s^nen Genosfvn in tmS AÄvokab^iwmer, von wo aus sie das Weilte suchten^ — Die Tomboik» veS VerkanöeS der ^egsimHtKbe« sinket be^lt erhielt, verkaufte er dasselbe MS-bellager an einen Kveiten Kaufmann und ließ fich die ziemlich hohe Kaufsumme noch-mals auszahlen. Schließlich wollte er das Weite sur^n, wurde aber noch rechtzeitig verhaftet. — «ine Fabrik, ln l»er noch nie gestreikt wurde. Aus Rom, 25. d., wird berichtet: Mussolini hat beantragt, daß anläßlich des Zvl)jähriigen Beistandes der Textilsiabi^k, Sol-'bivte, in der noch ni>eiuals gestreikt tvuvde, acA Arbeitern, die Wer 50 Iaihre ^nl Be-triebe stchen, tmrch motu prop^o der Orden ber Krone von Italien veriliehsn wird. — Grohe Puloerexplofiou in Sarajevo. In Sarajevo ereignete sich vor einigen Ta-^n eine große Erploision, bei welcher durch die heftige Ä?tonation die ganze Stadt in Atoße Aufregung verseht wurde. In einem ^bvermiMzine in der Nähe der Stadt ent-zj^dete sich das Pulver und das ganze Gebäude flog in die Luft. Da die Explo^on in der Na^ stattfand und das Magazin ziem-lich weit entfernt ist, forderte sie keine Men-schimopfer. Der Sac^chaden ist allerdings lrrok. Ms dem iserichtsfaale. Im m städtischen AMstasol erisMsch. — Wie ei« »e«ch eutfteheu kauu. ^ des BezirkStievarztes in GareSnira .. ^oatien schnitten eini« Holzschneider Solz. Sie rauchten dabei unv warfen die Agaret-tenstummel achtlos in die Sägespäne^ die langsam zu glimmen begannen und in der Nacht zu brennen anfingen. Die Hausve-wohner bemerkten zu spät daS Feuer, das ßich so schnell verbrertvte, daß das Aanze HauS plötzlich in Flanimen stand und bis auf den Grund niederbrannte. — «Segen uugliiSlicher Liebe ?n de« Töd gegange«. Die ISjähr^ Arl^iterin ^anka Rafchler, die in einer ^brik in der Uma?-blmg von Lsulbl^a beschäftigt war, machte dort d,e Bekanntschaft eines fungen Man-nest mit dem sie schließlich e^n Liebesver-^tms anknüpfte. Als die Mutter des Mdchxns davon erfuhr, prügelte sie das-selbe durch und verbat ihr jeden weiteren Berkehr mit dem Manne. DaS Mädchen nahm sich dies so zu HerM, daß fie in ei-nem unbttvachten Augenblicke auf den na-den ^hnvamm kletterte und fich ulnter den gera^ daherkommenden Triester Aua warf "vn! U,.Mcklich° w« Mk ^ Mari.bor, 25. September^ Wer hat das Geld gestohlen? Thomas hanldl!ung am 24. d. gestand Brezov^k den Diebstahl und wur«!^ zu drei Monaten schiveren Kx'rkers verurteilt. Nach vevNßter Strafe wird er aus Jugoslawien ausgewie-sen werden. Der Alkoholteusel. Der.jährige Arbeiter Geovg Flider^ek aus Bistrica ist ein großer Freund des Al'kohols. Dieser Freamd ist aber die Ursache, daß FiderZek mit den Gesetzen öfters in Konflikt gerät. So war es auch am 10. Juli d. I., als er im betruinke MM Zustande Lärm schlug, uuigsbühronide Worte svrach, auf i^f'^ntlichem Platze bet. telte unÄ' sich am Wachmanne Matkoviö, als dieser ihn für verhaftet erklärte, vergriff, iihn !nnt den Füßen stieß und mit einem Stock über den Kopf schlug. Fid^'rSek wollte i'lberhaupt nicht gehen und mußte in den Arrest getragion werden. Da blieb er bis 18. Juli, an welchenr Tage er sich, als xr her-auskam. wi>eder betrMk und Lärm schlug. Er wuride wieder verhaftet und mußte abermals ins Gefängnis getragen werden. Am 24. d. saß er beim Kreisgerichte Maribor au' der Ankkagebanlk, wo er sich wegen öffentlicher Gewalttätigkeit, WackiebeleiÄffung und Bettelei zu vercmtworten hatte. Er redete sich aus, daß er so betrunken gewesen sei 'daß er sich an gar nichts erinnern könne^ Auf Antrag des Exoffo-Verteidigers, einen Sai^rständigen heranzuziehen, wurid'e die VerhaMung vertagt. Ew jugendlicher Dieb. Der kaum 17- jährige Jvian Perger ans Ptuj hat trotz sei-ner Jugend eine besondre Borliebe für fremdes Eigentuni an den Tag gelegt. Von kleinen, unMeutenden Diebstählen ging er nach und nach zu größeren über. In der Nach^ von: 9. auf d^ 9. d. stahl er seinem Dienstgeber Franz JurkoviL und dem Au-gust Staner ungMhr 85 Kilo Weizen un'd zwei Säcke. Bei der Verhandlung an: 24. d. ga'b er zu, den Dieibstahl wohl begangen zu haben, jeidoch will er nicht 85, svndern nur 60 Kilogvamnr Weizen Mohlen haben. Der Gerichtshof srhe.n'kt'e iym keinen Glauben und verurteilte ihn zu drei Monaten schlve-ren Kerkers, welche Strafe er auch annahnl. .III- Meineid« Die ungarische Staatsbürgerin Ebesaibeth Gai aus ^oZefei an der ungarischen Grenze sagte ain 4. Mai d. I. als Zeugin in einer Gttafsache gogen Janos Beita und Konsorten beim Bezirksgerichte in Murska Sobota zugunsten der Ange-kla?!^m, bei der Berufungsverhanidluilg am 6. August d. I. jedoch zugimsten der'^elben aus und wuvde deshalb am 6. d. auf Ver-anlassung der Staadsanwaltschaft gleich in .?^aft behalten. Am 24. d. hatte sie sich beim ^treisgerichte Maribor wegen falscher Zeu-genaussage zu verantworten und wuvde, da sie ^ich nicht rechtfertigen konnte, zu drei Monaten schweren Kerkers verurteilt. Nach Verbükung der Strafe wird die Gal aus Jugoslawien ausgetviesen werden. X Marktbericht. Auf dem Schweinemarkt am 21. d. wurden 244 Schweine aufgetrie-^n. Die Stückpreise betrugen in Dinar: Mr Schtveine voe, 5 bis K Wc^en 200 bis 27S, von 7 bis 9 Wochen 350 bis 500, von 3 «S 4 Monaten 625 bis 900, von 5 bis 7 Mona, teu 12<^ bis 1100, von g bis 10 Monaten 500 bis 1875, vo-n einem Jahr^ 2125 bis 2400; 1 Kilogramm Lebendgewicht 2SV0 btS 25, geschlachtet 28.75 bis W.50 Di?mr. X Hoher Stand der Aktie« teS bergwerkes Trbovlje. Die Aktien dieseH U«. ternehmens erfreuen sich in der letz-tnü Zeit einer regen Nachfrage und zeichv^ sich' 'durch eine besondere Feistigkit auS. ivd« Wiener Zeitung weiß zu berichten, daß der 'iohe Kurs durch Käufe auf Re«hmmg des ugoslawischen Staates hervorg^fen »vur^ de. Wie wir aus infornvierter Quelle echch-ren, entspricht diese Meldung nicht den Tat. 'achen. Die Hausse tst vi.elme^ auf i» K« etzten Zeit erfolgte größere Käufe >Äte«s einer bestimmten privaten Gruppe «mM. ^führen. Die Aktien kotiieren iu g«r^, Paris und Wien und bilden naturgemW willkommenes Objekt der SpeWatiM, ' o . Spott. ^ .?25.3t, jcht W Mil-!?!.W>,orl SW^so. Wien o.oms, gch. «rmi« Uoncli iL7.31<).<)S Dmar.. f),00795, , v .. Cafe StMpark. Be? schSuem spielt nur abends der beliebte Pianist Franz Ehaliupa^ ^ Weinleseftst der PrlvawigMMßm- Ne Vorarbeiten sind als avgeschi^e« g« be. trachtm und bieten diie Ta^ b»S ikonnivg dem AuHschusse noch reichliche GelleyenH«^ neuen Ei-ufällen Rechnung zu tragen. V« auch den Besuchern die Möakichkeit ^ ge. bM, eventuelle Sonderwünsche berüM^gt' zu sehen, niillmt der Ausschuß täglich So» 7 bis 6 Uhr abends im Vereinsheim Goftil-nia Roschanz am RotovSki trg diieSvyzüMche Vorschläge entgegen. Borgesehen stnb: DanU. nach den Weisen der strammm Wa»pell« Drlwa. In den Nebeirräumen konzertiere»» Schraminek^ipellen. Amerrkan^bsche Heir»t^ stMe, Ju^Post, Glücksrad, fSr die Trmckeu-die'be das Gemeinde^cht unV der Geme^^ 'd-earrest. Für die drei scZ^nsten: Domen «Äi die Mei schönstein Herren finV wertvolle Preise vorbereitet. Wr die Bevtirsnisse öeS Mmiens sorgt die bekannt gute Ki^ dtt 'TrHnerschen Brauerei . Restauvatton, ab«? a.nch in den Zelten werden MenwwVrstchen, Zuckerbäckereien, Kafsee und die auSsrlqm-, sten Lsutomerer Fla.schenweine Vcrabfv?!gt« Für .f? in der unb Abstinenten ssnd ailkoho!^ freie Getränke vorberei'tet. Am BlunwiHelk können Kavaliere sich in der BlnmensvÄs versuchen und am Standesamt vom Erfolg berichten. Zum Berkaus der Blumen, Hei, ra.t?nmnmem und Kupons der S^heitS^ kou?urrenz werden noch einige Damen, für den Wächterdienst noch einige Herren benö^ tigt. Anmeldungen wie oben. Börse' Ztirich 25. Sept. (Eigenbericht.) PariD 34.55, London 25.75, Beograd 6.3g, Ber^ lin 0.000036, Prag 10.90, Italien 35.44, Nummer?17 ?<^. TMemver k9?I ^MiAnzeM. Verfcht^»eves «ostplStze sucht Privat-Lehwn. ^kt Legat. Anmeldungen im ^«^ibmaschinengeschäst Loyal, Martbor, Glovenska ulica 7. Telephon 100. >_w0ttS «»W «Od »wi,« ZW»«« » Dr«twn. 7K04 ^Gutaehende Meischhauerel. wo-imAgnch mit Tasthnut, welch ÜehtereS !n Pacht oder auf Rech-Ntmy genommen wird, ausser Mai^bör qesucht. Antrüfle erbe-ten unter „Herbstbeginn" an i>ie Berwaltuig._331 t Etz»ftiÄj^, Led Kkietß. UqstOchVUSkompasn^ qünst. Be-i d^uns, gesucht, auch Ver-' kam. ^bsche LandyiKy sam tNeuiem Nesttz bei Mnribor. 350.ltbra»ch »it Bsge« «S Ä». iE vtk» tttzUch. U»l>k«se eest« Ä. tz« Vrojchi. Hchletf. ynd Po. PhrAßtbsN auS Tuch, Leinsn lnd Filz liefert jedes Qvan-IM billigst Arbeiter. Dravska iNea. ' b2S4 e,b«etei samt Einrichtg. Vorreiten zu verpa6)ten. S^nfr. an W. Blanke, Ptuj. 8^UK Singer » Rühmajchlne^ )ifs, gM erhalten. , Ring--Eisenbett, Dtn., Aindcrwaqen IbV D., öne Tuchenten, sj^blster, Niä« e Msten, 2 gleiche Betten, Kßer Wandspiegel, kleiner itjchteppich, Küchentrsche ultd Gessel, Kroßer Zimmertisch und ÄerschicheneS. RotvvÄi trg M. l. K344 Gtutzflügtl zu verkaufen. 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Septeinber in der psarr» Kirche zu Zgornja Polskaoa gelesen werden. Zgornja Polskava, den 25. September 1S2A. SvariM SomivkuS. Allee Bab«tk» Mglhltde Vbee^ Tischler, Vr. Nrie-örlch Dabulk» Malhllöe D«sek. geb Bab»lk. Mark^. Dr Ulchavh und Malhllde Sdsr. Enkel. ^ Malhili»e Vitsek» Urenkelin. N«lvO Bah«lk. geb. Vrbancte. Medizinalrat Dr. Richard Eber. Oberst Ing. ylgW» Musß». Ststll jeder beso»yere» ARzetßO! 8ZS! l V' ,2' ^ ->- ->«> S,t»»i«tz.««as. V»mnl«orllich,r A»»akleur granz Brojch«. ^ Druck und »«laa: I««