Nr. 9. Dounerstag, 13. Jänner 1887. 106. Jahrgang. OMcher Zeitung. ^^lendung: ganMrig ss. 15, h.lbjäh^ fl. 7.50, Im Comptoireine V, /^'.»^!^^''^'.'^' ^^ b,e Zustellung m« Hau« <,anz,ahr,a l, i, - Iuscrtionsnebiir- ^>>r 'leme Astrale bl« ,u 4 Ze.len 20 tr.. größere per Zeile.! lr,- bei öfteren Wiederholm'geu pr Zeile 3 lr Die „Laibacher Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Eonn» und Feiertage. Die Administration befindet sich Hahuhofgasse 15, die Redaction Nicnersiraüe 15, — Unfrankiert« Vriese werden nicht angenommen und Manuscript! nicht zurückgestellt. Amtlicher Weil. <_„ Se. k. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. Dezember v. I. dem Handelsmanne Johann Wallach in Lemberg in An-erkennnng seiner als Zollprüfuugs - Commissar dem Staate geleisteten ersprießlichen vieljährigen Dienste das Ritterkreuz des Franz-Ioseph-Ordens allerguädiast ui verleihen gcrnht. ^^ ä" aller^nädigst z^vettche^geruh^'^'''^^' "ei AlleMHstlr '^s^,?^^ Majestät haben mit oVde^ 8- Jänner d. I. den Dr ^ dor^ ,"' ber Innsbrucker Universität Anaen ^ ..^^ " " ^ l znm ordentlichen Professor der °" ^' ^ k' Universität in Gra aller-gnädigst zn ernennen gernht. Gantsch m. p. Nichtamtlicher^^ Aus der Heimlehr. AufeMalt^in"^^^^"/.??" "ird Ai "ach k.lrzem boc; b n .. ,^ Wuzostschen Ha.iptstadt nach Nom a n / b, " "^''U' Was sie noch in Nom in Erbe Nen^I V"".' "'3 "U' ^'^>"t sein, das zn ln d London .l. ^' Deputierten in Wien. Berlin schlaa an k- ^ ? mahnenden und warnenden Nath-wn zn bör ^/'^"lche Regentschaft und an die Na-dcs O as^ 0^'^"'"' ^aben. Wie die Erklärungen mttoN' K baben. ist aus directe.i ^eworde Mittheilungen nicht vollständig bekannt "w nl?^^.^.^" bulgarischen Delegierten hier-nebensi N, ^ ^"' lN't befnnden, bctraf weit mehr schwebt "s den eigentlichen Kern der Abenden Frage^Nur das eine wnrde in autorita- tiver Weise constatiert, dass sich der österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen jeder Aeußerung über die Fürsteucandidatnr enthalten hat, mit der Bemerkung, dieselbe sei zunächst eine interne Angelegenheit Bulgariens, in welche die Vertragsmächte sich nicht einmengen. Graf Käluoly lehnte jede weitere Aeußerung über die Candidatur des Fürsten von Mingrelien ab, welche den Abgeordneten des Sobranje und der Regentschaft so viel Kummer bereitet. In Berliu wnrde den Delegierten, wie dem Reichskanzleramte nahestehende Blätter in Uebereinstimmung mit den Informationen alls bulgarischer Quelle versicherten, auseinandergesetzt, man habe sich in Sofia vor allem mit dem Gedanken einer Verständigung mit Russland vertrant zu machen uud in irgend einer Weise die Kluft zn überbrücke«, welche durch die bekanuten Vorgänge im Fürstenthum zwischen den gegenwärtigen Gewalthabern daselbst und der russischen Regierung entstanden sei. Das Gleiche sagte der Deputation der französische Minister des Aeußern, Herr Flourcus. Auf welcher Basis diese Verstäudigung sich erzielen ließe, wie sich das deutsche Neichskauzleramt die Action denke, durch die der todte Punkt wieder über-wuudeu und das Ausgleichswerk von neuem in Fluss gebracht werden könne, wurde aus all dem uicht ersichtlich, was übrr die Unterrednngen zwischen den drei bulgarischen Sendboten und dem Grafen Herbert Bismarck in die Oeffentlichkeit gedruugen ist. Erst jetzt, nach den langen Conferenzeu der Bulgaren in London, gewinnt man einen genaueren Einblick Auch iu der euglischcn Hauptstadt erhielt die Deputatiou, wohl zu ihrer uicht geriugen Ueberraschnng, im wesentlichen denselben Rath luie in Berlin: die Bulgaren müssten sich zuerst mit Russland üder gewisse Vorfragen verständigen, ehe die Vertragtzmächte innerhalb dcr durch den Berliner Vertrag gezogenen Grenzen ihren Einfluss zngunsten des Fürstenthnms gelteud machen lönueu. Ungeachtet des überaus sympathischen Empfanges und der herzlichsten Gastfreundschaft, welche die Deputation allerwärts in England und insbesondere auf den Landsitzen des Lord Salisbury uud Lord Iddes-leigh lind von Seite der Cityuertretung gefunden hat, lauteten die politischen Erörterungen, die sie zur Berichterstattung an die Regentschaft entgegenzunehmen hatte, änßerst kühl und nüchtern. Zu allem Uebcrflusfe formulierte dieselbeu das Orgau des Lord Salisbury, die «Moruiug Post., am Vortage der Abreise der De- putierten anf den Continent mit einer Offenheit, die von englischer Seite jedermann überraschen muss, welcher den Wahnglanben der Anlgaren getheilt hat, Großbritannien werde zu ihren Gnnsten nöthigenfalls das Aeußerste wageu und seine Flotte ins Schwarze Meer schicken. Die «Morning Post» legt schlankweg der Regentschaft ans Herz, die neuerdings von Russland aufgestellten Forderungen anzunehmen, welche dahin lauten, die Regentschaft möge zurücktreten, das ans sechs Köpfen bestehende Ministerium in der Art reconstrniert werden, dass in demselben neben vier Parteigängern der Negeutschaft zwei der rnssenfreundlichen Opposition in dasselbe eintreten; das Sobranje möge als illegal aufgelöst uud ein Wahl-Sobranje genau auf Grundlage des Berliner Vertrages nur für das Fürstenthum gewählt werden, während eine neugewählte Provinzial-Vcrtretnng für Ostrumelien nur mit den Angelegen« heiten dieser «Provinz» berathen soll; schließlich wurde gefordert, dass das ncugcwählte Sobranje die Wahl des Prinzen von Mingrelien in Erwäguug ziehe. ! Das Salisbnry'sche Blatt berührt die Wahlfrage nicht, führt aber den Mitgliedern der Regentschaft zn Gemüthe, dass es ihre patriotische Pflicht sei, ein persönliches Opfer zu bringen nnd zurückzutreten, nachdem die Reconstruction des Cabinets in dem erwähnten Sinne vorgenommen worden. Die Consequenz dieser Reconstrnction wäre selbstverständlich auch die Auflösung des Sobranje und die Wahl einer neuen Na» tionalversammlung auf der formell legalen Grundlage des Berliner Vertrages, also ohne Rücksicht auf die factisch vollzogeue, aber durch das internationale Ver-tragsrecht noch uicht sanctiouierte Union. Man wird uicht irregehen, wenn man annimmt, dass auch die mündlichen Rathschläge, welche Lord Salisbury und der Minister des Aeußern der bulgarischen Deputation ertheilt hat, mit jenen der «Morning Post» übereinstimmen, und dass diese Rathschläge das Hauptergebnis sind, welche die Deputierten von ihrer Informationsreise nach Sofia heimnehmen. In Paris waren ihre Wahrnehmungen keineswegs derart, dass sie die bisher gemachten Erfahrnngen zu alterieren geeignet wären. In der französischen Hauptstadt hat man im vorhinein Sorge getragen, bei den Bulgaren keine Illusioueu über die eveutuelle Unterstützung zn erwecken, welche sie allenfalls von Seite der Republik zu erhoffen hätten. Auch äußerlich trug man eine merkbare Zurückhaltung zur Schau, indem JeMeton. Glazei Theaterinef. GI°n«"dän3^ ?"° Wlwci Swdttheatcr in «ollem b»!w? »»! « Vrm^'!". "°"' b»lM',i!,mdi,,cn Laube, Spiel; I'e nch1°""V"'" v«!M!„i«,„»ßi., leichte« ürGte,, Theile «»^ >,^ 3," ihre,,, ReMwirc zun, s'M. Heute ist die Siw",!?°""°>'««>«!t bei Hm>p!° M,,sterb,.I,„e de« B^M ',''"'?"""' M«wt, Die «chme». Ch«°wr« s»° K K» i,U ^ «»"« "7° >«°»,g m Betracht k°,m„e„; ja °z"N"'" "'" ^s an m.,erer h°M,„e eimd,r,ich ist, Sticke wie->«rn'chi,ch'e« -Dcmle., Mmh„M wechsluugsreichen, neuen Repertoire in entschiedeuer Weise an den Tag gelegt. Ein kurzer Uebcrblick über die seit Beginn der Winter-Saison vorgeführten Novitäten dürfte für ihre theaterfreuudlichen' Leser uicht ohue Interesse sein. As erste Novität der Saison wurde der Moser'sche Schwauk .Alfred», dem der gleiche, bekannte Gedanke wie Vlumenthals «Probepfeil' zugrunde lieqt, vorgeführt. Leider verstand es Mufer nicht, den alten Stoff, der im «Probepfeil» so schön zur Geltuug kommt, ill ansprechender Weise znr Dnrchführuug zu bril'geu, so dass wohl bei mauchen Scenen die Heiterkeit erregt, mit Beifall aber sehr gekargt wurde. Diesem Schwanke folgte eine Posse von F. Zell: «Die Kindsfrau», durch welche vermuthlich das Verständnis für ein glückliches Familieuleben wachgerufen werden sollte, da mau mit den iutimsten Vorgängen in einer Familie bekannt gemacht wird. Der Höhepunkt dcr Situation wird durch das Versalzen der Suppe von Seiten einer iutriguauteu Köchin erreicht. Auch dies Stück verschwand bald uach der Ausführung vom NcM'toire. Das gleiche Schicksal theilte eine Compagnie'Arbeit von Mofer nnd Girudt: «Die Steruschunppe». Dieses ueucste Gcistcskiud der Ncoser'scheu Muse ist zu ori-giuell, als dass mau nicht mindestens einer Scene Erwähnung thlin sollte, ill welcher nämlich einer der Darsteller, der sich ein sicheres Versteck sucht, auf das Brett eines Küchenaufzuges geräth lind mit demselben in die Tiefe versinkt. «Die Steruschnuppc» ist, wie ge-sagt, bald versprüht. Eines der frivolsten Erzeugnisse der Parlscr Boulevard-Muse wurde unter dem Titel «Eine Perle» aufgeführt, und zwar in eiucr Bearbeituug von Nlumcnthal. der hiedurch eiue Rolle für Hedwig Nie-mann-Raabe schuf. Dieses letztere Moment spricht deut- i lich genug dafür, wie hohe Anforderungen in diesem Stücke an die Naive gestellt werden, von deren Darstellung allein der Erfolg des Stückes abhängt. Fräulein Hausner setzte ihre ganze liebenswürdige Kunst ein, um eiue güustige Aufuahme des au sich nubedeu-teudeu Stückes zu ermöglichen. Ein Wagnis der Direction war es, das übrigens ' anch von einem Misserfolge begleitet war, dem Grazer Publicum das ganz veraltete uud auf eiuer deutschen Bühne unhaltbare historische Schauspiel Babo's: «Otto von Wittelsbach» vorzuführen. Wenn das Stück erst jüugst bei seiucr Aufführung im Münchner Hoftheater eine glänzende Aufnahme gcfnnden, so lag der Grund darin, dass es an dcr Stätte der einstigen Wirksamkeit Babo's, eines Dichters, der im Anfange unseres Jahrhunderts zu den größten Hofsnuugeu für die deutsche Nation berechtigte, dargestellt wnrde. Der Münchner Erfolg hätte nnscre Direction nicht veranlassen sollen, uns ein Stück vorzuführen, das hinter seinem Vorbild: «Götz von Berlichiugeu», weit zurückgeblieben. Eine Frage, die vor nicht gar langer Zeit in Wien von actuellem Interesse war, behandelt die aufgeführte Posse von Berla: «Die Frau Hausmeistern,», worm nämlich die Institution des Sperrgeldes, beziehungs« weise der Hausmeister, in heiterer Weise, natürlich zum Vortheil der biederm Haushüter, respective deren mitunter feschen Gattinuen, verarbeitet wurde. Der Mouat November brachte uus wohl nur zwei neue Stücke, doch wurdeu beide vom Publicum güustig aufgeuommen. Wir meinen das Lustspiel: «Griechisches Feuer» von Oscar Iustinus, desseu Aufführung, wie erwähnt, der Burg-Premiere vorangegangen. Treten auch manche Schwachen klar zutage, so wusste doch Laibacher Zeitung Nr. 9 70 13. Jänner 1887. man jeden officielleu Charakter beim Empfange der drei Deputierten zn vermeiden suchte. Im übrigen ist ja der neue Minister des Aenßern im Cabinet Goblet, Herr Floureus, durch die Erklärmigeu seiues Premiers gebunden, welcher in Uebereinstimmung mit seinem Vorgänger Freyciuet in der Kammer gesagt hat, er betrachte die bulgarische Frage als eine Angelegenheit, in welcher die Interessen Frankreichs nur sehr indirect, nur so weit engagiert seieu, als durch dieselbe das friedliche Einvernehmen der Mächte bedroht erscheine; deshalb sei auch die französische Republik bemüht, gemeinsam mit den übrigen Cabiueteu, welche für die Erhaltung des Friedens thätig sind, eine Beilegung des Streitfalles zu fördern. Diese Erklärung hörte sich gnt an und verpflichtete zu nichts, fo lange es fraglich erschieu, ob die Vertragsmächte gleichen Siunes sind bezüglich des Weges, welcher eingehalten werden soll, um zu einer endlichen Verständigung zu gelangen. Seit eine größere Uebereinstimmung hierüber sich kundgibt, hat das unklare bulgarische Programm Freycinets und Goblets auch eiuen concrete» Inhalt gcwonuen, und die Autwort, welche die Deputation anf ihre Eröffnungen zu hören bekommen, hat demeutsprechend gelautet. Sie kaun nur geeignet sein, den Eindruck der Wahrnehmungen zu verstärken, welche sie bisher zu machen in der Lage war. Dass sich auch Graf Robilant, welchem die Deputation anfangs nächster Woche ihre Aufwartung machen wird, in einem gleichen Siuue äußert, ist nach allem, was man über die Haltuug Italiens in der bulgarischen Frage bisher vernommen, als gewiss vorauszusetzen. Die bulgarische Regentschaft wird nach der Rückkehr der Deputierten sich in Stand gesetzt sehen, ihre Lage nüchtern und nicht in dem Blendlichte unbestimmter Hoffnungen uud trügerischer Illusionen zu betrachten. Von ihrer staatsmännischeu Einsicht und ihrem selbstlosen Patriotismus wird es abhäugen, ob sie hieraus auch die richtige Lehre zu Nutz und Wohlfahrt ihres Landes zu ziehen vermag. Politische Uebersicht. (Die Landtage.) In den letzten Tagen waren fast sämmtliche derzeit noch tagenden Landesvertretungen der diesseitigen Reichshälfte versammelt. Der schle-sische Landtag hielt vorgestern seine Schlnsssitzung. Die Sessionsdauer der übrigen Landtage hängt zunächst von der Menge des noch zu erledigenden Ma-teriales ab. (Enthebung von der Landsturmpflicht.) Eine Enthebung von der Landsturm-Dienstleistung soll nur bei denjenigen «Geeigneten» eintreten können, welche znr Besorgung der Angelegenheiten des öffentlichen Dienstes oder Interesses unentbehrlich sind. Diese Enthebung darf aber stets nur eine zeitliche sein. Hiezu sollen von Seite der Vorstände der k. k. und der autonomen Behörden sowie der Aemter eigene Anträge an die vorgesetzten Landesbehörden im Dienstwege, und zwar alljährlich bis Ende Iäuuer, gerichtet, und von diesen letzteren, mit deren Gutachteu versehen, an die Landwehr - Commanden übermittelt werden, welche dann diese Anträge mit den entsprechenden Verfügungen den Landsturm-Vezirkscommanden bekanntzugeben haben. Die Enthebung hätte sodann seinerzeit mittelst eigener «Euthebungs-Certificate» durch die Landsturm-Vataillouscoinmanden zn erfolgen. Sämmtliche Verkchrsanstalten dürften die Ansuchen nm Enthebung der für ihren Dieustbetrieb unentbehrlichen Angestellten an das Handelsministerinm zu richten haben, welches seine Anträge dem Lauoesvertheidiguugs-Ministerinm zu übermitteln hätte, von wo ans die Ausstellung der «Enthebungs-Certificate» angeordnet würde. Ansgcweihte katholische Priester und sonstige Seelsorger, welcher Confession immer, sollen der Land-stnrmpflicht nnr in ihrem Berufe und nach Maßgabe des Bedarfes an Feldkapläneu nnterzogeu werden, wobei per Landsturm-Bataillon je ein Feldkaftlan zn rechnen sein dürfte. Anderweitige Enthebuugeu vou der Laudsturm-Dienstleistung sollen vollständig allsgeschlossen sein. (Im Kärntner Landtage) brachten vorgestern Abgeordneter Hock und Genossen deu Antrag ein, den Laudesausschuss zn beauftragen, hinsichtlich der Vrandschadknversichenmg im Lande Erhebungen über den Umfang uud die Werte der Versicherung, die Höhe der Versicherungsgcbüreu, der bezahlten Schadenvergütung uud der Brandschäden von nicht versicherten Objecten zu Pflegen, die Eiuführuug der Zwangs-versichernng zn erwägen, ferner wegen Errichtung einer selbständigen sich mit der wechselseitigen Brandschadn» Versicherungsanstalt in Graz ins Einvernehmen zu setzen und hierüber im nächsten Landtage zn berichten. (Ans dem Trie st er Landtage.) Ein vom Landesallsschusse beantragter Gescheutwurf, welcher das Wahlrecht für die Gemeinde Trieft den abfolvierten Hochschülern, Technikern nnd ähnlichen Kategorien ein-ränmt, wurde trotz der Einsprache des Abgeordneten Luzzatto, welcher die Vertaqnug dieser partiellen Erweiterung des Wahlrechtes uud eine umfaffendere Reform desselben wünscht, angenommen. Der Triester Landtag dürfte uoch ein bis zwei Situmgen abhalten. (Staats finanzielles aus Ungarn.) Wie uus aus Budapest gemeldet wird, ist in den Crcdit.Operationen der ungarischen Regiernng gegenwärtig ein Aufschub eingetreten. Die Convertierungs-Angelegenheit ist jedoch bereits so weit gediehen, dass die Durchführung derselben im ersten günstigen Augeu-blick erfolgen kann. (Die deutsche Mil itärvorl a ge.) Gegcu-wärtig ist alle Aufmerksamkeit nach Berlin gerichtet, wo die Entscheidung über die Militärvorlaqe bevorsteht und nach wochenlangem Harren endlich Fürst Bismarck sich im Reichstage hat veruehmeu lassen. Die Erwartung, dass der Kanzler über die Militärvorlage nicht bloß alls inneren Gesichtspunkten sich aussprechen, sondern auch die auswärtige Lage in den Kreis seiner Erörterungen zieheil wird, hat sich als begründet er wieseu. Wir werdeu morgen auf die hochwichtige Eunn-ciation des dentscheu Reichskauzlers zurückkommen. (Zur internationalen Lage.) Der «Staudard» erfährt, der Meinungsaustausch zwifchen den Cabiuetcn über die bulgarische Frage wurde auf-geuommcn auf Grundlage russischer Vorschläge, drren Träger Graf Peter Suvaluv ist. Die Berufuug Can-kovs nach Constantiuopel stehe im Zusammeuhange mit der Absicht der Pforte, die Regentschaft dnvch eine Regierung zu ersetzen, welche geneigt uud befähigt wäre, sich mit Nlissland zu verständigen. Stambulov und Avkov seien gewillt, zurückzutreten, nur Mutkurov, von dei Armee zum Bleibeu gedräugt, zögere. (Nussland.) Aus Warschau wird der «Pol Cl,'n.» gemeldet, dass man daselbst das Erscheinen einel Verordnung erwartet, welche fremden Staatsangehörige» den Ankauf vou Liegenschaften in deu Greuzgouvel' uements unr gegen Nachweisnng der erlangten Staats» bürgerschaft nnd eiucs durch fünf Jahre nnnnterblli-cheuru Aufenthalts in Nussland gestatten soll. (Französisches Parlament.) Die fran« Mische Kammer wurde vorgcsteru eröffuet. Blauc, del Alterspräsident der Kammer, betonte die Nothwendigst'!! der Einigkeit der republikanischen Partei. Fluquet wnrde zum Kammerpräsidenten wiedergewählt. Del Senat wählt hente das Präsidium. Vorsitzender Carnot hielt eiuc patriotische Ausprache, in welcher er Stabilität im Innern und den Frieden nach außen als die wesentlichen Bedingungen für die Wohlfahrt Frankreichs hinstellte. (Serbien uud Mouteuegro.) Eine del «Politischeu Currespoudenz» aus Belgrad von colü" petenter Seite zugehcude Meldung stellt es auf dal eutschiedeustc iu Abrede, dass die serbische Regierung sich iufolge angeblicher montenegrinischer Rüstung«,'!! veranlasst gefuudcu habe, Truppen an die südliche Grenze Serbiens abgehen zu lassen. Alle diesbezügliche« Zeitungsnachrichten, sowie die Behauptung, dass die angeblichen Rüstnngeu Montenegro's iu Belgrad eineü peinlichen Eindrnck hervorgerufen hätten, beruhen ledig' lich anf Erfindungen. (Die Ereiguisse in Tonking.) Nach deü Mittheilungen des französischen Kriegsministers ill! Ministerrathe über die anfangs Jänner in Tonking vorgekommenen Ereignisse verschanzte sich bei Thanhoo eine zahlreiche Rebcllenschar und schlng zwei Angriffe zurück, wobei 13 Soldaten getödtel, 4 Officiere uüd 42 Mann vcrwnndet wurden. Verstärkungen untel Oberst Brissaud wurdeu abgesendet. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie bet «Bote für Tirol nnd Vorarlberg» meldet, der freiwil' liqen Fellerwehr ill Ampezzo 1l)() st lind der Feuer' wehr in Alteustadt 60 fl. zn spenden geruht. — (Interessantes aus dem Stempel' a m t.) Das Stempelamt weiß manche interessante Dingt zu erzähle»; vor allem constatiert es, dass der Verkäs der Promessen neuerlich zurückgegangen ist; von 55?^ im Jahre 1885 auf 49 517 im Jahre 1886; ferF dass das edle Tarokspiel trotz des erhöhten Kartenstempell zunimmt; der Kartenconsum stieg um 11683 Spielt, während die. sogenannten «deutschen Karten» ab^enomme" haben. Auch die Kalender-Literatur hat abgenvinmest deren Zahl ist von 1255 825 Stück auf 124i86f Stück im Jahre 1886 gesunken. Dagegen melden die Stempelbehördcn ein rasches Steigen der Zeitungen, dere" Zahl stieg in den ersten drei Quartalen 1886 gegen d^ Vorjahr um 3 950 570 Exemplare; im ganzcu wurde» iu Oesterreich 91861 774 Zeitungen abgesetzt. — (Die Bevölkerung Frankreichs) isi nach der soeben veröffentlichten Vottszählnng vom W' 1886 auf 38 218 000 Seelen gestiegen, was eine Z»' nähme um 546 000 Seelen gegen die letzte Zählung uc"' Instin us durch einen flüssigen, geistreichen Dialog, durch heitere, uoch nicht abgebrauchte Situationen sein Lustspiel weit über da» Niveau der gewöhnlichen Durchschnittsware zu erhebe». Eine äußerst schwierige Rolle war Fräulein Hausner zugefalleu — in Wien von Fräulein Hohenfels dargestellt — die ihre kleine In-triguautin auf das beste zur volleu Geltung zu briugen wusste. Eines gleich guten Erfolges hatte sich eine Posse von Krenn und Wolff, Musik von Louis Roth: «Auf goldenem Boden», zn erfreuen, der wohl der alte Gruud-satz: «Jedes Handwerk hat seinen goldenen Boden», zugrunde liegt, diese Moral aber iu der Weise, unserer Zeit entsprechcud, dahiu erweitert, dass selbst das ehrlichste Handwerk sich nicht ganz vom modernen — Ge-schäftsschwindel freizuhalten vermag, wenn es erfolgreich bestehen will. Mit Beginn des Wintermonates stellte sich uusere Direction auf das günstigste mit eiuer Novität ein, dem vieractigen Lustspiele von Reinisch: «Die Liebesbotschaft». Den obigen Titel hat sich eine «Petersburger Votschaft mit deutscher Geschäftssprache» als Spitznamen in der Kaiserstadt an der Neva erworben, weil die Herren Attache's sammt ihrem Botschafter gar zu gerne anf Amors Pfaden wandeln. Die Liebes-abeuteuer des Botschaftspersonales, uuter dem sich prächtige Lustspielfigureu fiudeu, werden heiter, mitunter geistreich und nicht schablonenhaft von Reinisch zur Geltuug gebracht. Das Stück fand reichen Beifall und dürfte eine Reihe von Wiederholuugeu erleben. — Dass auch hier «Hoffmauns Erzählungen» aufgeführt und ob der Leerheit des Textes uud der Schwäche der Musik eiues doch sonst so originellen und schöpferischen Talentes, wie es zweifellos Offenbach ist, eine kühle Aufnahme gefunden, wird niemanden, dem die Operette bekannt ist. wundernehmen. Wie Unrecht diejenige» haben, die in neuerer Zeit die moderne französische Comödie wegen ihrer Frivolität und Morallosigkeit ganz uud gar verurtheileu, beweist wieder eiumal auf das deutlichste das ueueste Lustspiel Goudiuets: «Ein Großstädter». Wenn auch ciuc dem Stücke zugruude liegende Lustspiel-Iutrigue maugelt, so treten doch umso deutlicher die Vorzüge der besseren neufranzösischen Dramatik hervor: geistreicher Dialog, originelle Disposition, sich wirksam steigerude Hand-lu»g. Diese Novität hat entschiede» deu größten Erfolg vou allen bisher aufgeführten zu verzeichnen, uud war es wieder Fräuleiu Hausuer, die i» ei»er ihrem Talent recht zusageudeu Rolle sich dcu Beifall des Publicumö in gleichem Maße zu erobern wusste, wie der Träger der Titelrolle, Herr Wilhain. Unmittelbar vor Weil> nachten wnrden die Grazer durch die Premiere der WeihnachtsComödie L. Anzeugrubers: «Heimg'fuudeu» höchlichst erfreut. Director Schreiber darf für sich das Verdienst in Alispruch uehmeu, dass er vor eiuem Jahre im Badener Theater del» neuesten Werke unseres hervorragendsten Volksbühueudichters die erste Heimstätte geschaffen. Graz war die zweite Bühue, au der man das wirksame Stück, das von den Wiener Vorstadtbühueu aus kleinliche» Nücksichte» ferngehalle» wurde, zur Darstellung gebracht, uud der durchschlagende Erfolg, den es errungen, spricht deutlich genug für den inneren Wert ciuer Dichtung, mit welcher Anzengruber seinem Nnhmeskranze ein neues Blatt hinzugefügt. Weniger Leben als anf dem Gebiete des Lustspiels, der Posse uud Operette ist alls jenem der Oper wahrzunehmen gewesen. Leiden ja doch die Bühne/ Übelhaupt uicht so sehr an dem Maugel zu weN'9 producierter, als unter dem gnt fabricievtcr Opern; ^ letzlerer Beziehung floriert ja heutzutage die sogenanütl Kapellmeister- uud Liedcrtafelmusik. Dieses letzte^ Epitheton hat sich bckauntlich «Der Trompeter vo" Säkklugm« vollauf verdient. Trotzdem aber erlebte ^ Nessler'sche Oper eine glänzende Premiere, nachdem l^ Vorjahre noch nnter von Bertalans Regime Kaist^ «Trompeter» schon nach der ersten Anfführnng a6 n<^ gelegt werdeu musste. Das noch vou Krüger zusammc^ gestellte Ofteriiensemble. so Fränlein Cardis, die übriges mit nächster Saison unsere Bühne verlässt, und ^ Herreu de Grach uud Nobicck, übt uugeschwächte 3^ ziehuugskraft alls. Gelangen anch meist nur alte, <^ gespielte Ofternwerke zur Aufführung, so sind do" glänzende Wiederholungen des «Lohengrin» uud «F^ geuder Holländer» zu ueuueu, in welch beideu Wagn^ schen Tonschöpfnngen sich nebeu den früher genannt Herren uameutlich nusere Primadonna Fräulein Wall^ Tochter des Kammersängers, anszeichnete. Doch vfl tauscht Fräuleiu Walter ihr hiesiges Eugagement ^ Juni mit einem an unserer ersten Opernbühne. Einen Ersatz für die scheidenden Bühnenkräft anch für Fräuleiu Hausuer, dereu Euqagemeut an ^ Burg übrigeus uoch uicht feststehen soll, vielmehr dü^ sie einen der beide» äußerst güustige» Anträge ^,, Hamburg oder Frankfurt a. M. auuehmeu, soll uns^ Direction bereits gefunden haben. Hoffen wir. ^> dieser Wechsel Publicum nud Direction nur zum ^ theil gereicht. C- ^' Graz, Anfangs Jänner. Laibacher Zeitung Nr. 9 71 13. Jänner 1887. 1881 ergibt. Paris zählt gegenwärtig 2 344 000 Einwohner, Lyon 401000, Marseille 376 000. Vordeanx 240000, Lille 188000, Nizza 77 000. Die 53 Städte, welche eme Bevölkerung von mehr als 30000 Seelen haben zeigen mit Inbegriff von Paris eine Zunahme "«609 000 Seelen. u„ter den Departements zeigen die stärkste Zunahme Seine und Nord, wo die Bevölkerung ^ 1 ^^""^ "sp' "'03 000 auf 2 Mil000 und ^,/^"^l) gestiegen ist. Im ganzen hat in 58 Dc-genommen ^ötterung zugenommen und in 29 ab- ap'...^ (Ultimo!) Ans Mährisch-Schönberg wird M.l°": An einem Tische des Lesecasinos saß am «ocnoedes zweiten Ncujahrstages der Civilingenieur ^err Theodor Rodler mit mehreren Herren bei einer ^arolpartte. Eben wurde ein «Pagat ultimo» angesagt; Herr Rodler, als Ansspieler. hob die Hand mit der «arte m die Höhe, diese fiel jedoch plötzlich kraftlos yerab, sein Körper neigte sich zur Seite und fiel m tne Mine der zunächst Stehenden; er wurde emporgehoben, Theodor Rodler war todt — ein Herzfchlaa hatte seinem Leben ein rasches Ende bereitet. ^ (Der Dadian.) Das Neueste, was über den Dadmn von Mingrelien erzählt wird, ist, dass seine Fanulle chre Abstammung direct vom — Könia David herleitet. Im Kaukasus, und zwar unweit der Stadt lchmde» haben de^in« °'? "" ^' D°°lds N. ^.^. !°ü""5 :^°°"-, welcher i» Arailicho, w^: ^"^!«:«°° °- stM mit in/ ^ in"" ^'"'"kaner einen neuen Clavier-lln?a, """"Uhrwerk "^nden, das man auf Zeit 7'?""' ^M der Clavierwütherich n«ch; ist d . ^"^" ^elltman die Uhrfeder dar-«roh St^n^^^^ so springt eine anlasst den ^.s . ^'^ ^ Stuhls und verlasse,, ^" ""^ unsanft, das Clavier zu ver- Cankov^wuche^vor^ ^egen Cankov.) Philippope von eÄ " ^°'5"s auf dem Bahnhof zu welche VW c, - , ""' zahlreichen Volksmenge erwartet, W?°u C' fm^5- '!." ^"' Verräther!, schrie und den ggon 7«"^ b" der Abfahrt mit Koth bewarf. eine Ol,rs^° ^ ^ ^"k: Heute wollte mir der Lehrer dass 3d? '^'"' ^ ^°'' ^oher weißt du denn, "'s ni^t «Pw^^" '""Ute? - Max: Nun, wenn "cht gewollt hätte, hätte er mir doch keine gegeben. Local- und Pravinzial-Nachrichten. Arainischer Landtag. Sitzung vom 12. Jänner. Die Session nähert sich dem Ende, und die Herren Abgeordneten beeilen sich, so schnell als möglich die Tagesordnung zn erledigen, umso mehr Zeit für die Arbeiten in den verschiedenen Ausschüssen, besonders aber im Finanzausschüsse, zu gewinnen. In der hentigen dreistündigen Sitzung erledigte der Landtag 21 Punkte der Tagesordnung. Im Nachfolgenden geben wir den ausführlicheren Bericht. Landeshauptmann Graf Thnrn - Valsassina eröffnet die Sitzung um '/4 H Uhr. Die eingelaufenen Petitionen werden verschiedenen Ausschüssen zugewiesen, unter denen wir jene mehrerer Gemeinden, überreicht durch den Abg. Dr. Papez. um Nmlegung der steilen Straße über den Wagensbcrg in die Niederung nach dem Projectc Pribil erwähnen. Der Bericht des Landesansschusses, mit welchem der Entwurf eines Gefetzes, betreffend die Einführung einer selbständigen Landcsauflage auf den Vcrbrcmch von gebrannten geistigen Getränken, in Vorlage gebracht wird, dann der Bericht des Landesausschusses wegen Feststellung der Landesauflage auf den Verbrauch von gebrannten geistigen Flüssigkeiten und endlich der Bericht des Landesausschusses, betreffend die Gesuche des Bezirksstraßenansschusses Neifnitz, wegen Gewährung einer Subvention znr Bestellung von vier Straßeneinräumern, Enthebung desselben von der Verpflichtung zur Neitrngs-leislung für die Erhallung der Ahazibergstraßc und wegen Auflassung der Mant in Podklanc werden dem Finanzausschusse zugewiesen. Abg. Hren berichtet namens des Verwaltnngs-ausschusses über die Regierungsvorlage eines Gesetzentwurfes, betreffend die äußere Kennzeichnung der zum Schutze der Landescultur bestellten und beeidete,, Wachorgane, und beantragt, den Gesetzentwurf anzunehmen. Der Gesetzentwurf hat folgenden Wortlaut: § 1. Das zum Schutze einzelner Zweige der Landescultur wie der Land-und Forstwirtschaft, des Bergbaues, der Jagd, der Fifchcrei oder anderer Wasferberechtigungen aufgestellte und von der politischen Bezirksbehörde beeidete Wach-persouale hat sich zur Kennzeichnung dieser seiner Eigenschaft ausschließlich jenes Dicnstzeichens zu bedienen, welches im Nachhange zu diesem Gesetze von der politischen Landesbehörde im Vcrordnnngswege bestimmt und beschrieben werden wird. Anf dem Dienstzeichen selbst dürfen andere in der Beschreibung nicht angegebene Embleme nicht angebracht werden. Nebst diesem Dicnstzeichcn können auch andere zur Kennzeichnung des Dienstes oder des Culturzweiges dienende Embleme getragen werden, t? 2. Die beeideten Wachmänner (8 1) sind verpflichtet, bei Ausübung ihres Wachdienstes das Dienstzeichen in der bei Feststellung desselben (tz 1) vorzuschreibenden Weise zu tragen; die Außerachtlassung dieser Verpflichtung ist von der politischen Behörde nach Maßgabe der Ministerial' Verordnung vom 30. September 1857, R. G. Bl. Nr. 198, zu bestrafen und die Bestrafung znr Kenntnis des Dienstherrn des betreffenden Wachmannes zu briugen. 8 3. Personen, welche nicht als beeidete Wachorgane im Dienste stehen, dürfen sich des für diese Organe vorgeschriebenen Dienstzeichens in keinem Falle bedienen. Uebertretnngen dieses Verbotes sind, wenn sie nicht nach dem allgemeinen Strafgesetze zn ahnden wären, von der politischen Behörde nach Maßgabe der Ministerial-Verordnung vom 30. September 1857, R. G. Al. Nr. 198, zu bestrafen. 8 4. Die Vorschriften, welche die Kennzeichnung der im H 1 erwähnten Wachorgane bisher geregelt haben, treten außer Kraft, tz 5. Dieses Gesetz tritt sechs Monate nach seiner Kundmachung in Wirksamkeit; innerhalb dieser sechs Monate ist in jedem politischen Bezirke die Beschreibung des Dienstzeichcns (H 1) zn verlautbaren. 8 6. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes sind Mein Ackerbanminister und Mein Minister des Innern betraut. — Der Gesetzentwurf lvird auch in dritter Lesung ohne Aenderung angenommen. Abg. Dr. Papez berichtet namens des volkswirt-fchaftlichen Ausschusses über die verschiedenen Petitionen um Schntz des Weinbaues, insbesondere in Unterlrain gegen die Reblaus, nnd beantragt: Der hohe Landtag wolle beschließen: Dem Landcsansschusse wird aufgetragen, bcziehnngswrise der Landesansschuss wird bevollmächtigt: 1.) von der hohen k. k. Landesregierung eine ausgiebige materielle Unterstützung in Geld und in amerikanischen Neben, insbesondere der Vit,8 riparia 8ouvaFo, zu erbitten und nach Bedarf so schnell als möglich solche Reben einznkaufen; 2.) nach Anlegung von Gemeinde-Rebengärten in Untertrain unter jene Gemeinden, die weit entfernt sind von Stauden und Landstraß, amerikanische Neben zn vertheilen, entweder gegen Bezahlung oder mit Rücksicht auf die Armut der betreffenden Winzer anch unentgeltlich und für solche Nebcnanpflanzungen anch nach Bedarf eine materielle Unterstützung aus dem Laudes-culturfonde zu gewähren; 3.) in der Wein-und Obstbauschule zu Stauden schon im nächsten Jahre Rebenftflan-zungcn vorznnchmen, aus denen man dann die amerikanischen veredelten Reben entweder verkaufen oder mit Rücksicht auf die Armut des Bittstellers unentgeltlich vergeben könnte; 4.) dem Wiener Vereine zum Schutze des Weinbaues wird ein Beitrag von 50 st. für das Jahr 1887 aus dem Landescnlturfonde bewilligt; 5.) zur Dnrchführung der vorstehenden Anfgaben wird dem Landesausschusse aus dem Landesfonde ein Credit von 600 fl. bewilligt. — Alle Anträge werden angenommen. (Schluss folgt.) Gemeindehaushalt der Stadt Daibach. Die Landeshauptstadt ist also mit ihrem Exrra-Ordinarium der jährlichen Ausgaben bei 82 662 st. angelangt, wie aus dem Präliminare für das Jahr 1887 ersichtlich ist. In diesem Gemeindehanshalte ergibt sich ein Deficit von 6765 st., das jedoch mit Rücksicht anf die vielen vorzunehmenden Trottoirlcgungen und Neubauten gewiss nicht hoch ist. Auch für die Verschönerung der Stadt wurde im Präliminare gesorgt; bei diesem Gegenstände erhob sein Wort der Gemeinderath Professor Povse und trat mit aller Entschiedenheit dafür ein, dass eine Baumschule fiir Waldbäume angelegt werden solle, aus welcher Schule sodaun Bäume für die Anpflanzung des Tivoliwaldes bezogen werden könnten. Der Tivoliwald fei jetzt schon ziemlich verfallen; es gibt darin viele schadhafte Bäume, die entfernt und durch junge erfetzt werden müssen, denn sonst könne es geschehen, dass wir zu eiuer Zeit des jetzt so schattigen Waldes werden ganz entbehren müssen. Diese Vanmschule «^. (Nachdruck verböte».) 6"s M'ntne öss OMcks. «»man von Max von Weißcuthurn. («. Fortsetzung.) Graf'son «^ ^ die Liebe ist. Cora?, flchr der ich anmaßend er^- """' Verzeihen Sie mir, wenn ^'hrmeister sei,?^!!''i "^ ich möchte so gern Ihr Deutung der Liebe .«ü ^ "nch Ihnen die voNe Hand ,?icht zur^/^m I"'' '^" Sie.IH" lrhren. Cora! Es lull A ^ nur, cs Sie zu zu erfassen.. ' ^"" '"cht schwer fallen, es :MIH,"->'°-^,'3 «Cora Cora mein trautes Lieb!. flüsterte er leise Hände ft in^3en"^ "^n. hielt aber ire beiden UM in Li^n .nf^''"'^'^ ""ate Al "un nieder, wie rr ^ N ^ ^" schlanken Finqer zu pressen ""d 3b?^""iÜ '^ """ Garten aus durch das Fenster "blickte d.e beiden. Ihr ,„tgieng das Bebn. von Cora's Lippen nicht, sie sah auch Lord Almaine'6 leideuschaftlich erregtes Angesicht. Weuige Minuten später pochte die alte Dienerin leise an die Thür und trat mit einem Theebrett in der Hand in das Gemach, indem sie in der unbefangensten Weise die Hoffnung ausfprach. die Siguorma habe den Herrn Grafen nicht zn viel sprechen lassen; er sehe blasser aus, als wie er iu das Wohnzimmer herabgekommen sei. «Darf ich einige Worte mit Ihnen sprechen, gnädiger Herr?, fragte Marianua eines Morgens, an die Thür von Herberts Atelier pochend. «Gewiss. Marianua, tritt cm uud setze dich.» Und Herbert erhob sich, mn der alten Frau eiuen Stuhl zu blrten. welche sowohl er wie Cora stets mit ausgezeichneter Wertschähuna. behandelte. «Ich will Sie keine Minute aushalten. Signor.. fuhr sie fort; «ich möchte mir nur die Frage erlauben, wie lange Lord Almaine noch hier zu weilen qe-denkt?. Herbert blickte überrascht empor. «Bis er ganz wohl ist, natürlich! Weshalb fragst du. Mariauna?» «Ich würde froh sein, wenn er schou fort wäre, Siguor. So voruehme Herren, wie er. taugen nicht in unsere schlichte Häuslichkeit.» Der juuge Künstler lächelte. «Ich habe dich noch niemals als ungastlich gekannt, Marianna. Lord Almaine hat sich sehr rasch in unsere einfache Lebeusweise fügen gelernt.» «Zu rasch!» murmelte Mariauna verfinsterten Antlches. «Milordo Almaine ist meiner Ansicht nach lnretts hinreichend hergestellt, um wieder abreise» zu können.» Herbert zog die Augeubraueu bedenklich in die Höhe. Als alte, bewährte Dienerin und Vertraute, genoss Marianna manche Privilegien; aber er war doch nicht gewillt, ihr das Recht einzuräumen, seinen Gästen zu dictiereu. wie lange sie zu verweilen, wann sie zu kommen nnd wann sie zu gehen hätten. «Lord Almaine kann bleiben, so lange es ihm beliebt, Marianna,» sprach er ruhig. «Dass er wohl genug ist. um unser Haus verlassen zu können, bedingt nicht, dass er es thnn müsse, wenn er es vorzieht, noch zu verweile».» «Signor.» sprach Marianna unbeirrt, «vergessen Sie denn, dass, so reich uud so vornehm Lord Almaine auch sein möge. Sie doch einen Schatz besitzen, welchen er Ihnen neiden könnte? Sind Sie gewillt, ihm denselben zu überlassen?» Herbert Sinclair blickte überrascht empor; er konnte nicht umhin, zu bemerken, dass den Worten Marianna's eine tkfe Deutung beizumessen war. «Was willst du sagen, Marianna?» fragte er be< fremdet. «Ich meine dies, Signor,» sprach sie, indem sie ihm ein Zeichen machte, ihr zu folgen. Er trat mit ihr hiuaus auf den Corridor, durch desseu hohe Fenster man einen freien Ausblick auf den Garten hatte, und der Richtung von Marianna's Blicken folgend, sah Herbert seine Schwester mit Lord Almaine auf den breiten Kieswegen hin< nnd hergehen. Es war ein sonnenheller Morgen. Herbert Sinclair aber hatte kein Auge für die Schönheit desselben, er sah nur die zwei Menschen, welche ahuuugslos. dass sie beobachtet wurdcu, dort auf- uud uiederschritteu. Der Graf trug uoch immer den Arm in der Binde und hatte seine hohe Gestalt in einen pelzverbrämten Mantel gehüllt; vbschon sich in seinem Antlitz deutlich Laibacher Zeitung Nr. 9 72 13. Jänner 1887. müsse jedoch sogleich angelegt werden, da man erst nach zehn Jahren auf junge, für die Anpflanzung sähige Bäume rechnen könne. Die Gemeinde sei auch ihren Mitgliedern schuldig, für schöne Spaziergäuge und schattige Orte zu sorgen; übrigens sei aber das anch im Interesse der Stadt, da ja gewiss ein größerer Fremdenverkehr zu gewärtigen ist, wenn der nach Laibach kommende Fremde alle jene Annehmlichkeiten findet, wie in anderen Städten. Ueber Antrag des Herrn PovZe wurde auch eine solche Vaum-schule beschlossen. Im Nachstehenden geben wir eine detaillierte Uebersicht der Auslagen in den Hauptrubriken. I. Stiftungsfond: Erfordernis 7776 fl. 79 kr., Bedeckung 7866 fl. 2 kr., es ergibt sich somit ein Ueberschuss von 89 sl. 23 kr. Ta wollen wir erwähnen: a) die Functionsgebüren betragen 2436 fl., d) Veamtengehalte, u. zw.: 1.) Conceptsftersonale 3200 ft,, 2,) das Bauamt 2765 fl,, 3.) Stadtcommissariat 2080 fl., 4.) die städtische Casse 5160 fl., 5.) die städtische Buchführung 500 st., 6.) Aushilfspcrsonale 1085 fl,, also zusammen 18 240 st., o) die Polizei 11 510 st., 6) Dienergehalte 3645 st. u. s. w. II. Bürgerlicher Sftitalsfond: Erfordernis 11 255 fl, 25 kr., Bedeckung 11 737 fl. 60 kr., alfo ergibt sich ein Ueberschuss von 462 st. 35 kr. III. Armenfond: Erfordernis 26 266 fl. 95 kr., Bedeckung 16 897 fl. 68 kr., also ein Abgang von 9389 fl. 2? kr., der aus den laufenden Einnahmen der Stadtcasse zu decken ist. IV. Die städtische Hauptcasse. a) Die Verwaltung im allgemeinen weist an Erfordernis einen Betrag von 50 615 fl. auf mit der Bedeckung von 2150 fl., also mit einem Abgang von 48 465 fl.; d) die Verwaltung des Stadtvermögens zeigt an Erfordernis 23 955 fl. und an Bedeckuug 87 730 fl., also einen Ueberschuss von 63 775 fl.; o) Straßen, Märkte und Sftaziergänge weisen au Erfordernis auf 36 880 fl. und an Bedeckung 63 129 Gulden, also ergibt sich ein Ueberschuss von 26 249 fl.; cl) Sanitäts- und Wohlthätigkeits - Angelegenheiten haben ein Erfordernis von 19 150 fl. uud eine Bedcckuug vou 680 fl., also emeu Abgang von 18 470 fl. V. Schulwesen, Wissenschaft und Kunst zeigen ein Erfordernis von 11179 st. und eine Bedeckung von 4070 fl., also zeigt sich ein Abgang von 7059 fl., und da wollen wir aus der Rubrik: «Verschiedene Beiträge» erwähnen, dass der «Glasbena Matica» eine Subveution von 500 st., der «Narodna Sola» 500 st., dem sloveni-schen dramatischen Verein 300 st., dem philharmonischen Verein 200 fl., der Volksküche 50 fl. bewilligt wurden. VI. Die Acquartierung des Militärs zeigt an Erfordernis 11471 fl. und an Bedeckung 10858 st., also einen Abgang von 613 st. VII. Verschiedene Ausgaben belaufen sich auf 1940 st. mit einer Bedeckung von 420 st., also ein Abgang von 1520 fl. VIII. Neubauten und größere Reparaturen mit dem Erfordernisse von 60 400 fl. IX. Actives und passives Capital mit dem Erfordernisse von 18 762 st. uud einer Bedeckung von 62 000 st., also mit einem Ueberschusse von 43 238 st. X. Verschiedene Ausgaben mit dem Erfordernisse von 3500 fl. und einer Bedeckung von 500 fl., also mit einem Abgänge von 3000 fl. Das Extra-Ordinarium zeigt also an Erfordernissen den Betrag von 82662 st. und eine Bedeckuug vou die Spuren physischen Leidens verriethen, erschien er doch sehr glücklich und zufrieden. Cora hatte ein rothes Tuch um den Kopf geschlungen, der Bruder fand, dass sie heute schöner aussehe, denn je zuvor, — schön — und glückselig, Herbert zog sich vom Fenster zurück, in seinen ernsten Mienen verrieth sich peinliche Ueberraschung. War es denkbar, dass Lord Almaine die Gebote der Gastfreundschaft missbraucht hatte? Nein, es konnte nicht sein! Ader Gefahr für Cora mochte immerhin aus diesem vertrauten Umgang erwachsen. Was dem Grafen vielleicht nur ein flüchtiger Zeitvertreib war, konnte von dem schuldlosen, jungen Mädchen für Erust angesehen werden; der Graf tonnte keine tieferen Absichten haben, wenn nicht — «Glaubst du, dass er sie liebt?» fragte er, indem er, von der Alten gefolgt, in sein Atelier zurückkehrte. «So wie er eben lieben kann!» «Uud sie?» «Sie? O, Signor. sie hat ein Kindesherz und ein solches ist leicht berührt, leicht verletzt, — aber, — alle Heiligen seien gepriesen, auch leicht geheilt l Wissen Sie Näheres über ihn, Signor?» Herbert schüttelte verneinend den Kopf. Er fühlte nur zu schmerzlich, dass er unklug gehandelt, indem er den freien Verkehr zwischen seiner Schwester und seinem Gaste zugegeben hatte, aber die Gewohnheit, Cora noch als Kind anzusehen, war so groß, dass ihm niemals d r Gedanke an eine Gefahr in den Sinn gekommen war. «Dem muss ein rasches Ende gemacht werden!» sprach er lebhaft. '. 'N'l lr. nTsi^ il,j^l. Weizen pr. Heltolit. 6 99 8—> Vuttcr pr. Kilo . . — 90 — ^ Korn » 4 ^7 6 30, Eier pr. Stück . . — 3 - ^ Gerste » 4 22 4 95 Milch pr. Liter . . — 8 — ^ Hafer » 2 92 3 20 Rindfleisch pr. Kilo — 64 — ^ Halbfrucht »-------6,90, Kalbfleisch » —54 — "" Heiden » 3 90 b! 20 Schweinefleisch » -^56 — ^ Hirse » 4 87 5l- Schöpsenfleisch , — 30 - ^ Kukuruz » 4 87 5 33 Händel pr. Stilsl . — 35 — ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 85-------Tauben » — 17 — ^ Linsen pr. Heltolit. 10-----------Heu pr. M.«Ctr. . 3z-------- ^ Erbsen » 9-----------Stroh . ..285—"" Fisolen » 11-----------Holz, hartes, pr. l Rindsschmalz Kilo —90------- Klafter 6!60-^ Schweineschmalz» —66-------— weiches, » 410 — ^ Speck, frisch, » — 60-------Wein,roth.,100Lit.-------24 -" — geräuchert » — 66-------— weißer, » —>— 20 -" landschaftliches Theater. H e u t e (ungerader Tag): Der kleine Herzog. (1,6 pe^ äuc.) Komische Operette in 3 Acten von Mcilhac und Halevy. "" Musik von Lecocq. Angekommene Fremde. Am 11. Jänner. Hutcl Stadt Wien. Hostink, Felle, Horwitz und Kopel, Kanflliitc, Wien, — Kraus, Kanfm., Prag. — Baron Berk, Privatim und Klein Marie, Private, Gmz. — Ranzinger, Fabrikat Goltschee. — Urbancic, Gutsbesitzer, Äillichgraft. — Kranjeb Pfarrer, Crrna. — Mislap nndMahkovec. Kaufleute' Sol'Ol, Pfarrer, Triest. Hotel lklcfaut. Strohcim und Wierth, Kaufleute, Wien. ^ Stöger, Kaufm., Graz. — Dr. Samec, Arzt, Stein. "" Nüstia, !, k. Forstelcve, Landstraß, Hlltcl Vaicrischer Hof. Ianezic, Cooperawr, Commenda. Glisthof Siidlmhuhof. Vlüh, Knopf, Reisende. Wien. — BernM' Verwalter, Pletcrjach. — Slibar Maria, Private, MoräutP — Steiner, Kellner, Seebach. Gasthof Stcrnwattc. Flesch, Zotter nnd Klun, Besitzer, Reifn'ß' — Grjol, Pfarre,, Grußlaschitz. — IcrZan, Besitzer, MauM?' — Kuustel, Kaufmann, sammt Frau, St. Veit bei Sittich- Verstorbene. Den 11. Jänner. Lucia Taucar, Beamtens-Witt^ 82 I,. Theatergasse 6, Gehirnerweichung. Deu 12. Jänner. Antonia Grnm, Gastwirtens.Wit^ 67 I., Floriansgasse 11, Lähmung der Unterleibsorgane. ^ Rosa Kovae, gewesene Näherin, 46 I., Karlstädterstrafte ^ Pyaemir. Meteorologische Beobachtungen in kaibach^ 5 k«b ^ ^ !7U.Mg. 741,56 —2,4 NW. schwachithe,lw. heiter ^, 12 2 . N. 741,42 1.2 W. schwach theilw. heiter 0,l1" 9 » Ab. 741.78 0,4 W. schwach bewüllt .« Gegen Mittag gelockerte Wolkendecke; intensives Abends Das Tagesnlittel der Wärme — 0,3", um 2.3" über dein 5"" male._______^_________________________________^ ^> Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. .« Spitzwesserich-Eztract ^H/^mil Iinlk'lli»uu, verlässlich, wirksam und durch zH, ^M/ zig Jahre erprobt gegen Schwindsucht, I^uni5«nl6!' / /D^Katarrh, Husten uud Vlutarmut. — Preis fl. 1,^// ^M^. Depots beim Herrn Apotheker Ul,. v. L'rnküo?? >" A (483-i) lmoll und in den Apotheken aller griißeren Provinz!'" 73 Course an der Wiener Börse vom 12. Jänner 1887. Nach dem officiellen lloursblattc. Geld Ware Staats.Unlehen. S".e .-,.'-' ^^« ^° l«k'4c. 4°/, Etaalelose '-50 ft' ,«i-^ 13Z - ^" St°»«eiose . . 100 « !i«8 3°ieu <)0 6°m".«ent?nscheine'. ' ^. '^'^ ^efierr. «otenilnte. steuerfrei . iou7«,oo,85 un« Goldren.^^ . . . . ^,«,^_ QN'^''ll0sl.«.W.E. ll>0 50i5i-. . «>taal»-Obl.(Un«.Qstbahn)-------------- ' «<^x« H Vom I. I87S . 118 —1,8 5« <-ye,ß.»leg,.Lo,e 4°/» ioo st, . . i»5'°o I2ß -^"rundentl.. Obligationen (MI »no ft E ,M,) ^°/« böhmische...... , ., ܰ/° oberofteneichijche , , . . ^z.. "._ b°/o lroat.sche und slavonische' ' lo« h« ^ ^ b ,» siebenbili«.sch« .... .!io4^'io4,«l. Veld N'are 5°/„ lemes« Nanat . . . . I04io 10^.80 5°/« ungarische......ll>4 5c»i<>5 2o Nndcre öfientl. Nnlehen. Dc!,au.Ncg.»^os!: 5°/<, loo dlc. Anleihe 1878, stencrsrei . in«— l««b<^ Nüledc» d, E tadlgemcinbe Wien 105^1»« — Aiilchen d. Ctadigcmeinbe Wien (Silber und Gold) .... l»1'^ -^-^ Präm!cn°Ai,l, d. Stabtg«m. Wien !2S1<» l«360 Pfandbriefe «l!r iuo fi.) Bodencr. allg. österr. 4'/,°/« Gold. 124 :!5 I«b'— b,°. in 5« « , 4V, °/u 101 —I01'50 dto. in 50 „« 4°/n . 98 ?b »? 25 dto. Ptämicn°schulbverschr.3°/« 1«1'—ici 50 ccst,Hypolhrlcnbanl >uj. 5>/,"/<> INI-— lUi 75 Qesi.'ung. Vnnl vevl. 5°,^ . . i(n._ i«i bn blo. ,. 4°/,°/i> . 10L'25I«».?K t!l>, „ 4°/o . . 88-^ U8 50 Unn. aUa, Bodencrrbit'Nctienges. >„ Pesl i" c>. 18^9 veil, 5>/,°/„ —-_____— Prioritäto'Odligationen «fili i(w fi,^ »ilijalelh-Westbah» I, «imlsston _._____.__ ^al,z>sa,c i<>»>l^ Ludwig. )Uabn LM. IK8! !<(,« fl. E. 4^,«/_ " ,.n ^ ,<,<,<,!. «Scld U,larl' Staatsbahn 1. Lmiffion . . !01 —20« Ll> Südbahn » 8"/»..... ,57?s>!58i!b ^ i» 5°/n..... l28'b«12» — Ung-.gali,. Vahn..... 100 40 IOU !'O Diverfe Uose (per Stit«), Ercbitlose iou fi...... i?S'— l76 50 litolheu Kreuz, oft. Ges. v. w f>. 14 50 14 »» Mudols«l!ose il) ft..... 1» — l9 ?b Salm«i!ose 4u fl...... b!> — 5» 5« kt.'Genois«Lose 40 sl. . . , «0 - «c< 50 Walbstein«Lose üu sl. ... »4 ü5 ,"4 ?5 Winb,schgrätz°t!ose «o fl. , . — 45 — »ant-Nctien (per Slült». Nnglo-Oefterr. Bank »00 sl. . li2 1<<11i! 5>0 Vaülvcrcm, Wiener, 100 sl. . 104—il>4 85 Bdncr,-A!>st,,Q>.ft^oufI.S.4U<>/, z48—L4U — lördi.'Änft,f. Hanb.u.G. illu fl. 2'.n L5i!9> 5« ^redilbanl, AUg Ung. üuo fl. . ^nc» 5,0 30l' ^eposlte>id»nl, Allg. 2UU fl. . I?«, s,c» l»0 5« H«cl,mpte«G>e<.sNledervst.50Ufl. 5«n—^gg _ Hypoihelenb., öft.^uu!l.i!ü"/n,!l'a>u i!uu N.....«1«>—216 25 Ä>cltrvl«v>!U!, — l8« -Weftbahü 200 fl, . . . «?? — «77 50 Vuschtiehraber Eisl>, 500 fl. 2M. 77U — 780 — „ (Ilt.ly «on fl. .-----------— Donau » Dampfschiffahrt« » Ges. Oestcrr.500 fl. EM. . . . zgz—3»5 — DraU'Eis. <Äat.ig.. Trieft 500 sl.LM. 559 —ü«0— Oesierr. Nordweslo. ?ou fl. Sild. iß» 4«, igg ,„ blo. (Ill, U) !iou sl, öllber . 182—1V2K0 Pra^Du^c!, se»d. 15,» jl. Sllb. _^ ^.— «udolj»^ayn llou ,l. S»ld« ins,K189 75 Slevendurgcl «lsend. !l00 fl. . — — —-Slaal»e>,^!>^>,,» .,u ,i, 0. W. . zb4 —»b4^U Gel» Na« SUbbahn «no fl. Gilbn . . . 101 5u I01'?ü Si!b»Nordd.!8erb..Ä.200fl.CM. iki 75 1«« »5 Iheitz.Vahn «aa'fl. ö, W. . . —-— —'-Tramway'Ges,, wr. 170 fl. ö. W. 2lo 50 21075 , Nr., neu 100 fl. 104 50 105 — TransPort.Äelellschaft 100 sl. . — — —'— llng,Hlbemühl", Papieri. u. «.'V. e« — 6k 50 Ätonlan-Ocsellsch., öfterr.-alpine zy 25 »6 75 Prager «iijen'Inb.'Gcs. ^0l> sl. . 183—184'— «algo.Tarj, Hisenraff. 100 sl. . - - — — Irisaller Kohlen»,«Ges. 70 fl. . — — —' -Waffens.,«»., Oest. in W. 100 fl. ,15 — »17 — Devisen. Deutsche Plätze......,1 gz, «» « Bonbon.........l«e— — — Deuifche Neichsbanlnotl» . 81 9^ 62-—