Nl. 142. Freitag, 25. Juni 1897. Jahrgang 116. Mbllcher Zeitung. PriinumtlationSPreis: Mit P «stverse»dui> n : ganzjährig fi, ici, halbjährig si. 7 eo. Im Combtoii: aanzjahria fl. li, H«lbj5hrig st. b 50, ssüv die gustelluiig in» Haus ganjjührig sl, l. — InsertlonS^ebür: Für lleme Inserate b!« zu 4 Zeilen 20 lr,, größere per gelle 6 kr,: bei «sturen Wiederholungen per ge'le 3 tr. Vie «Laib, Zelt,» erscheint täglich, mit Ausnahme der <3sn>>- und Feiertage, Die Nbmlnlftratlon befindet sich Tonaressplatz Nr.», die Medactlon Vahnbofgasse Nr. 1», Sprechstunden der Redaction von u bt« li Uhr vormittag». Unfranliertr Briefe w«lden nicht «ngenonnnen, Mannsrripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Gutsbesitzer und Mitgliede des Herrenhauses des Reichsrathes Dr. Franz Ladislaus Rieger als Ritter des Orden« der eisernen Krone zweiter Classe in Gemäßheit der Ordensstatuten den Freiherrnstand allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. Juni d. I. dem commerciellen Director der priv. Südbahn-Gesellschaft Paul Richard Heimboldden Titel eines Regierungs-rathes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu ver-leihen geruht. __________ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Juni d. I. den Zögling der k. t. Theresianischen Akademie Josef Freiherrn Ieszenszky von Nagy-Ieszen zum l. und t. Edelknaben allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Juni d. I. dem Zoll'Oberamts'Eontrolor Emanuel Beitler in Prag das goldene Verdienstlreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Juni d. I. dem Bürgerschul'Director Antun Hüttel in Hohenmauth das goldene Verdienstlreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. Juni d. I. der Schriftstellerin und Präsidentin des Frauen-Erwerb« Vereines und des Vereines «Minerva» in Prag Elise Pech das goldene Verdienstkreuz mit der Krone aller« gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 16. Juni d. I. dem Grundbuchsführer Alois Duschla in Melnil aus Anlass der von ihm angesuchten Versetzung in den bleibenden Ruhestand das goldene Verdienstlreuz aller» gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Juni d. I. der Leiterin des St. Iosef-Vincentinums in Wien Schwester Magdalena Küht reiber das goldene Verdienstlreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Zum deutsch, böhmischen Ausgleich. Mehrere Wiener Blätter nehmen eine Rede, welche Abg. Dr. Ebenhoch in Peuerbach über den deutsch-böhmischen Ausgleich gehalten hat, zum Anlasse, um die innerpolitische Lage zu besprechen. Die «Reichswehr» hebt namentlich die Aeußerungen hervor, welche Dr. Ebenhoch an die deutschen Ordnungsparteien richtete, und meint, dass jene Spitzen der Rede, welche sich gegen den überhitzten Fractionsgeist der Iungczechen richteten, nicht minder beachtenswert seien. Wenn der Wortführer der katholischen Volkspartei für sich und seine Gesinnungsgenossen die Aufgabe in Anspruch nimmt, «als Deutsche ein Damm zu sein gegen An-stiebungen, die mit der staatsgrundgesehlich gewährleisteten Gleichberechtigung der Völker und mit der Einheit und Untheilbarkeit des Vaterlandes nicht vereinbar sind,» so bedarf es keines Commentars, um die Adresse zu erkennen, an welche sich diese Worte richten. Sie enthalten eine scharfe Markierung der Grenze, jenseits welcher die czechischen Aspirationen die conservative« und katholischen Elemente Oesterreichs als Gegner zu erwarten haben, sie enthalten anfangs die genaue Markierung der Grenze, innerhalb deren sich die Friedens-Verhandlungen der beiden Vollsstämme Böhmens bewegen können und dürfen. «Die Formulierungen Dr. Ebenhochs sind sehr ernst zu nehmen. Zu sicher und fest sitzen Dr. Ebenhoch und seine Partei im Vertrauen ihrer Wähler, als dass in solchen Erklärungen irgend ein Wahlmanöver erblickt werden könnte. Es ist die ruhige, feste Sprache eines conservative«, katholischen, aber eines deutschen Mannes, der die Traditionen seines Baterlandes und Stammes mit aller Kraft festzuhalten entschlossen ist.» Das «Wiener Tagblatt» sagt, Dr. Ebenhoch habe den freisinnigen Deutschen und den freisinnigen Czechen den Weg gezeigt, auf welchem Clericalismus, Feuda-lismus und Reaction aus der Parlamentsmajorität entfernt werden könnten, was auch die Beseitigung des vorwiegenden Einflusses dieser Potenzen auf Gesetzgebung, Verwaltung und Schule zur Folge haben würde. Tin unbedingter, standhafter und aufrichtiger Clerical« ist es, der diesen Mahnruf an die freisinnigen Deutschen und an die freisinnigen Czechen richtet, der diesen Mahnruf an sie richtet aus Patriotismus. Anders sei es gar nicht zu erklären, warum Dr. Ebenhoch in solcher Weise gesprochen hat. Es mag dahinter auch einige Ironie, es mag noch ewtas anderes, die geheime Hoffnung nämlich stecken, dass die freisinnigen Deutschen und die freisinnigen Czechen, verbohrt wie sie nun einmal in ihrem nationalen Kampfe sind, von diesem Kampfe doch nicht ablassen, sich doch nicht verständigen werden! Das aber mindert durchaus nicht die Bedeu« tung der Kundgebung in Peuerbach. Sie verdient beachtet, erwogen und sie verdient — auch befolgt zu werden. Bericht der Gewerbe-Inspection. XXl. So bedauerlich auch solche Erscheinungen an sich schon sind, so sind dieselben verhältnismäßig minder folgenschwer gegenüber jener Gesammtheit von Einrichtungen und Gepflogenheiten, welche bewirken, dass die Lehrlinge, zuweilen allerdings ohne böse Absicht der Meister, an der Aneignung der für ihren Lebenslauf erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten gehindert sind. Anlüsslich des Versuches, ältere Meister davon überzeugen zu wollen, dass heute in jedem Berufs-zweige eine Summe theoretischer Kenntnisse unumgänglich erforderlich ist, die nur durch andauernd fleißigen Schulbesuch erworben werden können, hört man nicht Feuilleton. Die kleine Greta. Von Alfred von Hebenstjerna. II. -------------An der alten morschen Hütte zu Sjöbo hatten drei Jahre nichts verändert. Das Dach halte sich vielleicht etwas mehr gesenkt, die Fensterscheiben hatten etwaS mehr Pflaster bekommen. Die Kirschbäume waren gewachsen, die Stachelbeersträucher etwas dichter geworden. Das Dach am Stall und der Zaun waren, weil sie vom Winde beschädigt, etwas ausgebessert. In der schönen warmen Iulinacht konnte Greta alles erkennen. Jetzt noch ein paar Schritte und dann die Hand auf die Thürklinke . . . Wie blass bist du, kleine Greta! Und wie schön bist du geworden! Wie weiß leuchtet kine Hand im Mondenschein l Du hast gewiss nur leichte Arbeit drüben in der Stadt gehabt, denn deine Hände sind ohne Schwielen ... Aber was soll das? Die Thränen rinnen ja über deine Wangen, und du schüttelst dich vor Frost in der warmen Iulinacht... Steht es denn so mit dir, arme lleine Greta? Sie geht vorwärts und stützt den Arm auf das Fensterbrett. Sie kann hineinschauen, denn auf Sjöbo gibt es leine Läden. Dort im Wandbette liegen Vater und Mutter... Wie ist der Vater grau geworden! Und wie ruhig sie schlafen! Wie wird es morgen hier aussehen, wenn sie erfahren haben, dass. . .? Am Eeitenfenfter auf der Vanl liegt die kleine Schwester. Auch sie ist gewachsen; zwar hat sie noch ihr Kmder-gestcht, aber das Haar fällt reicher um ihre Stirn und die Brust wölbt sich unter der Decke. ES ist dieselbe Vanl. worauf Greta vor drei Jahren Mlafen, arm und in Lumpen gehüllt. Ach, lönnte sie diese drei Jahre mit ihren Thränen wegschwemmen! WaS wohl die Kleine morgen sagen wird? Ob auch sie es verstehen wird? . . . Nein und wieder nein, sie sollen es nie erfahren, nie l Recht leise, wie sie gekommen, will sie wieder fort. Anders auf Sjöbo und Mutter Stina sollen nie wissen, dass ihr Kind in der Nacht vor dem Fenster ge« standen hat und hineingeschaut. Und du, kleine Schwester, schlafe ruhig. Du sollst dich nie Gretas schämen müssen! Wohin jetzt? Gleichviel, nur fort von hier. Sie besah doch noch etwas, das sie verkaufen konnte, denn sie war jung — das andere ... ja, das würde doch auch vorüberziehen ... und dann. . . gienge es nicht weiter, so würde sie den Tod unter den Eisenbahnschienen suchen und in der Zermalmten würde niemand die lleine Greta erkennen. Schnell hatte sie sich aus ihrer Stellung vom Fensterbrett erhoben und ein paar Schritte vorwärts gethan. Ach, hier war der Zaun, dort hatte Mutter am Ostermontag von ihr Abschied genommen! Was sagte sie doch damals? «Du wirst doch deinen Eltern nicht den Kummer bereiten ...» Und was denn jetzt? Sie war so müde, so sterbensmüde. Nicht einmal in die Welt und ihren Schmutz wollte sie wieder hinaus. Leise gieng sie gegen den Spielplatz ihrer Kindheit. Auf einer Stelle war ein wenig weicher Rasen. Sie warf den Hut mit der hübschen Feder und den grauen Mantel ab. zog die Stiefelchen von den Füßen und bewegte wie früher den Fuß im Wafser hin und her. Aber es war kein rauher Fuß mehr, sondern ein zartes weißes Füßchen, das vor der Berührung des kalten Wassers zurückschreckte. Schnell knöpfte sie ihre Kleidertaille auf und legte sie zum Mantel ans Ufer. Beide konnten ja dem Schwesterchen noch gute Dienste leisten. Und dann schritt sie mitten in den Fluss hinaus, bis daS Wasser anfieng, sie zu heben und zu tragen. Cin namenloses Grauen kam über sie und entlockte ihren bleichen Lippen einen Ruf der Angst. Dann verlor sie den Boden unter ihren Füßen, der Kopf siel zurück, und ein letzter Blick traf noch jene moos« bewachsene alte Hütte dort oben. --------------Die Strahlen der Morgensonne fallen hell und blendend durch die gesprungenen Fensterscheiben. Anders streckt müde seine steifen alten Glieder und die Mutter haftet nach einer Brotrinde für feine Vutter-milch. Dann sitzen sie still beisammen und tauchen den Löffel langsam in die Schüssel, sind aber selbst zu alt und müde, als dass sie sich nach der Ruhe einer kurzen Sommernacht erfrischt fühlen könnten. Ein Tag vergeht wie der andere freudlos und wenn sie vorwärts blicken, so sehen sie in eine gleich mühevolle Zukunft, einen fortwährenden Kampf gegen die Noth. Aber unten am Strande auf einem der großen, flachen Steine, wo einft die lleine Greta spielte und ihre Mutter wusch, ruht der Kopf einer angeschwemmten Leiche. Eine lleine, rosige Zehe schimmert au« dem Wasser und der nasse Zipfel eines blauen Seidenkleides wiegt sich darauf wie ein Floß. Die Sonne aber be« leuchtet durch feine, vom Schlamm beschmutzte Spitzen einen weißen Busen. Das ist die kleine Greta, die so gern unten am Ufer spielte, und wenn der Vater kommen wird, das lecke Boot auszuschöpfen, um über die Bucht nach seinem Felde zu rudern, dann wird ihm klar werden, weshalb seine Tochter so lange keinen Brief geschickt an die Men. Laibacher Zeitung Nr. 142. 1286 25. Juni 1897. selten, ja regelmäßig die Emrede: «Zu meiner Zelt war das alles nicht da — und dennoch habe ich es zu einem gewissen Wohlstande gebracht.» Oder die andere: «Entweder guter Lehrling oder braver Student — beides zugleich lässt sich nicht erreichen!» Wird nun aber solchen Meistern entgegengehalten, dass gerade ihre Lehrlinge nicht nur keine Kenntnisse, sondern auch die relativ geringsten Fertigkeiten aufweisen, so kann man hierauf stets die leicht zu ahnende Antwort hören: «Und ich soll den Jungen noch gar in die Schule schicken .... da bleibt ihm ja nur umso weniger Zeit übrig, etwas Ordentliches im Geschäfte zu erlernen!» Dass in derartigen Fällen jeder weitere Versuch, einer besseren Erkenntnis Eingang zu verschaffen, auch fernerhin scheitern wird, ist leider als eine Thatsache anzusehen. Das einzige, was hiebei überhaupt angestrebt werden kann und wurde, war die thunlichste Bedachtnahme darauf, dass der Lehrling unter den überhaupt erreichbar günstigen Verhältnissen wenigstens bei der gewerblichen Arbeit bleibe und nicht, wie sonst vielfach, in häuslichen Verrichtungen aller Art seine Zeit sowie durch übermäßige Dienstbotenleistungen und Misshandlungen jede Lust zur Arbeit verliere, ja selbst durch gesundheitsschädliche Unterkunft und ungenügende Ernährung seine körperliche Ent> Wicklung gefährde. Dennoch wurden auch heuer wieder trotz wiederholter Belehrung und energischer Verwarnung nicht selten überaus missliche Zustände con> statiert: so in mehreren Schlossereien die thätliche Misshandlung von Lehrlingen durch die Gehilfen, in einer Bäckerei die zwei Lehrlingen gemeinsame Schlaf« stelle in einer kleinen Küche, in einer Tischlerei die als Unterkunft für zwei Lehrlinge und einen lungenkranken Gehilfen dienende Bettstatt neben dem Leimofen, in einer anderen die Unterkunft des Lehrlings in einer Ecke des mit Holzvorräthen und allerlei altem Haus-rathe gefüllten Dachbodens._______________________ Politische Ueberficht. uaibach, 24. Juni. Der Präsident des «Katholisch»volitischen Vereines für das Königreich Böhmen», Graf Adalbert Schönborn, Hal, wie der «Hlas Naroda» meldet, bei der Wanderversammlung dieses Vereines, welche Sonntag in Wlaschim stattfand, folgende Erklärung abgegeben: Was die gegenwärtig herrschenden politischen Fragen betrifft, stehen wir gleichfalls auf dem Boden unseres historischen Staatsrechtes und der vollen Gleichberechtigung beider Nationen und deshalb können wir mit jeder czechischen Partei, welche auf diesen Grundsätzen steht, einträchtig zusammenarbeiten. Von diesem Standpunkte begrüße ich mit großer Freude die jetzt zwischen den czechischen Parteien herrschende Eintracht und die Bildung der gegenwärtigen Majorität im Reichsrathe, welche sich allen Angriffen gegenüber so fest erwiesen hat und welche ihre gemeinsamen Ansichten in dem von den großen Gruppen angenommenen Adressentmurfe klar dargelegt hat. Graf Schönborn schloss diese Erklärung, welche nach dem citierten Berichte wiederholt von lebhaften Zustimmungslunda.ebuna.en unterbrochen wurde, mit dem Wunsche, dass die Einmüthigleit der Majorität, insbesondere aber die Einigkeit unter den zcechischen Parteien, noch lange andauern mögen. Nach einer Meldung der «Reichswehr» wird eine Deputation des Lemberger Stadtrathes anlässlich der Anwesenheit des Ministerpräsidenten Grafen Badeni in Lemberg im Laufe des nächsten Monates demselben das Diplom eines Ehrenbürgers der Landeshauptstadt überreichen. Das ungarische Abgeordnetenhaus setzte gestern die Generaldebatte über das Einführung«« gesetz zur Strssprocess-Novelle fort. Der Berliner «Post» zufolge nimmt man an, dass derdeutscheReichstag bereits am Samstag dieser Woche seine Taguug schließt, nachdem die dritte Lesung der Handwerlervorlage, die Nachtragsetats und der Vesoldungsetat erledigt sein werden. Es darf als ziemlich gewiss angesehen werden, dass der Reichstag in seiner diesmaligen Tagung die beiden Arbeiter-Versicherungsentwürfe, welche ihm von den verbündeten Regierungen unterbreitet sind, nicht erledigen wird. Wennglich die Unfall-Versicherungsnovellen in der Commission durchberathen sind, so würde ihre zweite und dritte Plenarberathung doch mehr Zeit beanspruchen, als dem Reichstage diesmal anscheinend noch zur Ver« fügung steht, und dass der Invaliden-Versicherungsgesetz-Entwurf ohne Vorberathung in einer Commission, welche bekanntlich abgelehnt lst, im Plenum erledigt werden könnte, daran ist nicht zu denken. Als die verbündeten Regierungen dem Reichstage die beiden großen Versicherungsvorlagen machten, giengen sie von der Ansicht aus, dass der Reichstag genug Kraft entfalten könnte, sie in einer und derselben Tagung zu ver« abschieden. Der Reichstag war nicht imstande, für den Invaliden - Entwurf eine besondere Commission einzusetzen, und musste, da er ihn nicht an die mit der Unfallnovelle noch beschäftigte Commission verweisen konnte, den Beschluss fassen, die zweite Plenarlesung ohne Commissions - Vorberathung eintreten zu lassen. Allerdings setzte der Reichstag dabei wohl, was ja auch zugetroffen ist, voraus, dass diese zweite Plenar» lesung in der diesmaligen Tagung überhaupt nicht vor sich gehen würde. Die beiden vorgelegten Novellen sind nothwendig und werden deshalb später wieder erscheinen. Man dürfte aber nunmehr in Regierungskreisen überlegen, ob man dem Reichstage nochmals die Zumuthung stellen darf, beide Vorlagen in einer Tagung zu erledigen. Anscheinend reichen die Kräfte des Reichstages dazu nicht aus. Außerdem aber wird es sich auch darum handeln, welcher von beiden Entwürfen bei der Wiedervorlegung den Vorzug verdienen wird. In der italienischen Kammer erklärte gestern in Beantwortung einer Interpellation des Deputierten Imbriani über die Action Italiens im euro« päischen Concerte betreffs der Ausschreitungen der Türken in Thessalien der Unterstaatssecretär, Graf Bonin, dass, obwohl die Nachrichten aus griechischer Quelle Uebertreibungen enthalten könnten, die italienische Regierung nichtsdestoweniger den Botschafter Pansa angewiesen habe, sich mit seinen Collegen zu vereinigen, um der Pforte jene Beschwerden, welche sich betreffs der Haltung der türtischen Truppen als begründet erweisen könnten, zur Kenntnis zu bringen. Zu diesem Zwecke sei auch die Gesandtschaft in Athen beauftragt worden, sich mit der Botschaft in Conftantinopel direct in Ver» bindung zu setzen. Die Action Italiens habe immer darauf hingezielt, die traurigen Folgen des Kriegs« zustandes in jenen Gegenden zu mildern. Der mit den vat iranischen Kreisen in Filhlung stehende Correspondent der «P. C.» schreibt aus Rom, 21. Juni: Die Päpstlichen Breves mit dcr Ernennung der neuen russischen Bischöfe werden alsbald, nachdem der neue Minifterresident beim heiligen Stuhle, Herr von Tscharykow, dem Papste sein Beglaubigungsschreiben überreicht haben wird, erlassen werden. (Nach einer Meldung aus Rom Hai die Antrittsaudienz des Herrn von Tscharykow stattgesunden.) Die Inftructionen des Herrn Tscharykow gehen dahin, dass die Regierung des Zaren von dem lebhaften Wunsche beseelt sei, die neuen Bischöfe, deren Wahl infolge der von Herrn Iswolsky so glücklich geführten Verhandlungen im gemeinsamen Einverständnisse er« folgte, sobald als möglich in ihren Diöcesen eingeführt zu sehen, um auf diefe Weise die freundlichen und entgegenkommenden Gesinnungen, welche der Zar und zeine Regierung gegenüber den katholischen Unterthanen des Reiches hegen, offenkundig zu manifestieren. Es ist das Verdienst Herrn Iswolslys, einer Politik die Bahn geebnet zu haben, wrlche ebensosehr den Wünschen des heiligen Stuhles, wie den wahren Interessen Russlands entspricht und der neue Minister Herr Tscharylow wird ohne Zweifel auf diesem Wege fortschreiten. Er hat sich dahin geäußert, seine Mission bezwecke das Einvernehmen zwischen der russischen Negierung und dem heiligen Stuhle zu fördern, damit den Katholiken Russlands durch die vereinten Bemühungen Leo XIII. und des Kaisers Nikolaus II. möglichst weitgehende Religionsfreiheit zutheil werde. Einer aus Paris zugehenden Meldung zufolge soll es feststehen, dass der Präsident der Republik, Herr Faure, bei seiner Rehe nach Russlaud von den Prä» sidenten der Kammer und des Senates nicht begleitet werden wird. AusMadrid wird vom 22. Juni berichtet, dass General Weyler Havanna verließ, um die Leitung der Operationen zu übernehmen. Den norwegischen Zeitungen ist vom norwegischen Telegraphen-Bureau folgende Erklärung zugegangen: Gegenüber der öffentlich ausgesprochenen Behauptung, dass ausländische Gesandte im Jahre 1895 sich an die schwedische Regierung gewendet oder bei derselben in Angelegenheit eines angeblich von Schweden geplanten Angriffes auf Norwegen Schritte unternommen hätten, sind wird in der Lage, aus der besten Quelle mitzutheilen, dass diese Behauptungen jeder Grundlage entbehren und vollkommen aus der Luft a/griffen sind. Wie man aus Stockholm schreibt, wird König Oskar II. den im nächsten Monate in Drontheim anlässlich dcs 900jälnigm Jubiläums dieser Stadt statt« sindenden Feierlichkeiten bewohnen und sich bald nachher nach dem Seebade Maistrand begeben, wo er ungefähr einen Monat verweilen wird. Ende August soll der König wieder nach Stockholm zurückkehren, um sich dann zu den großen Manövern in der Provinz Dalarne zu begeben. Nach einer aus Sofia zugehenden Meldung bemüht sich die bulgarische Regierung, au den maß« gebenden Stellen in Eonstantinopel die Ueberzeugung herbeizuführen, dass nur durch Reformen, welche die vollständige Gleichberechtigung der bulgarischen Bevölkerung mit den Muhamedanern in Macedonien herstellen würden, die macedonische Frage in glücklicher Roman von L. Noth. (20. Fortsetzung.) Rudi wusste es nicht. Ein heilsames Zusammenwirken dieser beiden mächtigen Factoren konnte er sich nicht vorstellen. Und was hatte die Schwester nicht alles in letzter Zeit geleistet, ohne nur ein einzigesmal über Müdigkeit oder dieses und jenes Opfer zu klagen. Nun, Erna war ja von jeher anders gewesen, als andere Mädchen; schon als Kind hatte sie etwas Apartes gehabt. Wie genierten ihn ihre ernsten Blicke, wenn er als Knabe irgend eine Dummheit begangen, aus der er sich dem Vater gegenüber herausgelogen und die sie stets durchschaut hatte. Dann später, als junger Officier, wie herzlich lachte sie über seine Erfolge bei Damen, auf die er sich nicht wenig zugute that und für welche er in der ganzen Familie angestaunt wurde. Nur ihr gegenüber wagte er nie zu renommieren. Und doch war es auch wieder Erna gewesen, der er schon in den Knabenjahren seine kleinen Sorgen anvertraut und die ihn dann in ihrer ruhigen, besonnenen Weise getröstet hatte. Hätte er an jenem verhängnisvollen Abend sich ihr anvertrauen können, alles würde anders, ganz anders gekommen sein. Trotz« dem sie mehr denu zwei Jahre weniger zählte als er, war ihr doch stets die Rolle der älteren Schwester zugesallen. Wenn der Mensch gut disponiert ist, pflegt er leichter zu dieser oder jener Trlmntnis zu gelangen die ihm eigentlich schon früher hätte kommen sollen. Das Mr auch bei Rudi der Fall. Er trat zu Erna und legte den Arm um ihre Schultern. «Wahrhaftig, Schwester, ich war bis jetzt ein regelrechter Taugenichts, aber von nun an soll es besser werden», versprach er ihr. «Nachsicht wirst du freilich immer mit mir haben müssen; das undiscipli-nierte Blut der Waldaus schlägt auch mir zuweilen ein Schnippchen, wenn auch nicht in dem Maße, wie unseren Ahnen!» Erna sah ihn forschend an. «Die eigenen Schwächen mit den Schwächen anderer zu entschuldigen, dabei die seinigen geringer finden, lässt nicht auf eine kraftvolle Moral schließen!» sagte fie. Ihre Stimme klang ernst. «Genau so Pflegtest du mit mir zu sprechen, wenn du mich als Knaben bei einer Windbeutelei ertapptest!» versetzte er. «Glaubst du wirklich nicht, dass die Schwächen unserer Vorfahren auch auf uns übergehen und wir fo einer Art Verhängnis unterworfen sind?» «Es ist sonderbar, dass Schwächen und Schattenseiten immer der Vererbung zugeschrieben werden, während Vorzüge jedermann als sein persönliches Verdienst beansprucht», entgegnete Erna nicht ohne Spott. «Ah, du fängst an, zu philosophieren, Schwesterchen, und hast daher wohl leine Entschuldigung für den Bruder, der so gern würfelte, liebelte und becherte l» sagte er. «Du weißt am besten, dass es mir nie an Entschuldigungen für dich gefehlt hat, Rudi», antwortete sic. «Wir wollen die Vergangenheit ruhen lassen und ihrer nur zur Warnung gedenken. Nutzlose Reue und sophistische Entschuldiguugen sind gefährliche Gegner vom Bessermachen.» Mit freundlichem Lächeln bot Erna dem Bruder die Hand, in die er kräftig einfchlug. Nie hatte sie mit einer Silbe an seine Schuld gerührt. Sie begriff wohl, dass alle die Veränderungen, welche die letzten Wochen mit sich gebracht, ihm ein fortgesetzt stummer Vorwurf gewesen. In ihrem Rechtlichkeitsgefühl verhehlte Erna sich nicht, jetzt, nachdem sie klar die Waldau'schen Verhältnisse übersah, dass einmal eine Umgestaltung auch ohne Rudis Spielschulden hätte eintreten müssen. Sie hütete sich aber wohl, diesem Gedanken dem Bruder gegenüber Ausdruck zu geben. Dass letzterer das dem Vater geleistete Versprechen halten würde, bezweifelte sie nicht. Doch eingedenk del Worte jenes lästigen Mahners, der, ihr seine H'!" anbietend, dem Versprechen Rudis wenig Wett beilegte, und dessen Worte sich tiefer, als sie sich eingestehe" wollte, ihnm Gedächtnis eingegraben hatten, gla"^ sie, dass dcr Bruder eine heilsame Lehre aus den letzten Ereignissen schöpfen müsse, die ihm die Con-srquenzen seines Leichtsinns in ihrer ganzen Schwere zu zeigen angethan sei. Waren doch alle ihre ^or fahren, so groß ihre Sündenregister immerhm 1", mochten, fest erprobt in der Treue gewesen; 'y. gegebenes Wort hatte ihnen heilig gegolten. Und "U" glich ihnen, glich ihnen in ihren Schwächen, wie ' ihrer nonchalanten, vornehmen Art zu leben. 2U"^ sollten nicht auch ihre guten Eigenschaften aus '" übergegangen sein? (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 142. 1287 25. Juni 1897. und dauernder Weise gelöst werden könne. In unterrichteten Sofianer Kreisen werde die Hoffnung gehegt, dass sich die Mächte gegenüber einer Gestaltung der einzuführenden Reformen in diesem Sinne freundlich verhalten werden, indem auf diese Weise zur Erhaltung und Consolidieruna. des Friedens auf der Valkanhalbinsel in hohem Maße beigetragen werden würde. Wie man aus Athen meldet, sah sich die Regierung gezwungen, das sogenannte Brigantengesetz, durch dessen Anwendung vor längerer Zeit der Pelo-ponnes von den Klephten gesäubert wurde, neuerdings für die Dauer eines Jahres zu proclamieren. Nicht weniger als vierzehn Banden streifen gegenwärtig im Lande herum, deren Kühnheit so weit geht, volkreiche Ortschaften förmlich zu belagern, um hohe Lösegelder zu erpressen. Der gewesene Ministerpräsident Delyannis, der sich vom politischen Leben zurückzieht, beabsichtigt, sich dauernd auf Corfu niederzulassen. Es heißt, dass sich die Partei, die bisher unter seiner Führung stand, auf Grund eines neuen Programms völlig umgestalten werde. Wie man aus London berichtet, soll in der am 19. d. abgehaltenen Sitzung für die Friedensverhandlungen gelungen sein, die Divergenz zwischen der Pforte und den Botschaftern inbetreff der von Griechenland zu zahlenden Kriegsentschädigung einer Ausgleichung so nahe zu bringen, dass eine volle Verständigung in diesem Punkte baldigst erwartet werden könne. Nach einer noch der Bestätigung b> dürfenden Version dürfte die Kriegsentschädigung mit ungefähr 150 Millionen Francs festgestellt werden. Tagesneuigleiten. — (Der Könlg von Siam in Wien.)Veim Galadiner in der Hofburg trugen der König von Slam das Vand de« Großlreuzes des Stefan« - Orden«, Seine Majestät der Kaiser das Vand des Ehalri'Orden«, die Herren Erzherzoge das Band der ihnen vorher ver» liehenen siamesischen Orden, die siamesischen Prinzen die Orden, welche Se. Majestät der Kaiser denselben verliehen hatte. Die österreichisch-ungarischen und die siamesischen Würdenträger erschienen mit den ihnen von Zr. Majestät dem Kaiser, resp. vom Könige von Siam verliehenen Ordensauszeichnungen. Der König von Slam conversierte eifrigst mit Sr. Majestät, wobei Se. l. und l. Hoheit Herr Erzherzog Ludwig Victor als Dolmetsch fungierte. Der König von Siam verlieh dem Oberfthofmelfter Prinzen Liechtenstein, dem Minister Grafen Goluchowski, dem Ministerpräsidenten Grafen Vadkni, dem General-Adjutanten Grafen Paar, dem Generalstabschef Varon Neck, dem Statthalter Grafen Klelmansegg und dem Eorpscommandanten Grasen UeMll da« Großband des Elefanten«Ordens; dem Minister Edl. v. Krieghammer, dem Generallldjutanten v. Aolfras, dem Ober.Eeremonien-meifter Grafen Hunyaby und dem Kavallerie - Inspector Grasen Paar den siamesischen Kronenorden erster Classe; den übrigen zu« Ehrendienste Zugetheilten andere hohe Orden. Se. Majestät der Kaiser zeichnete außer den siamesischen Prinzen das gesammte Gefolge de« Königs von Sia« mit hohen Ordensauszeichnungen aus. — (Die Lecture der Königln von England.) Die Königin von England zieht natürlich die englischen Schriftsteller, besonder« Shakespeare, der sie immer mächtig ergreift, allen anderen vor. Gleichermaßen zollt sie Walter Scott, Tennyson und Adelaide Procter hohe Bewunderung. Ihre bevorzugten Romanschriftsteller sind sämmtlich Frauen: I. Austen, Mrs. Oliphant, George Eliot tt. Auch in der deutschen Literatur ist sie bewandert; sie liest — schreibt die «Italie» — besonders gern Schiller, Goethe und Heine. In ihrer französischen Vlbliolhet nehmen die Versasser von Memoiren die erste Stllle ein; Saint-Simon und Vully erfreuen sich ihrer besonderen Vorliebe und ste rühmt immer wieber deren entzückende Anmuth. Unter den französischen Dramatikern stehen der hohen Frau Corneille und Racine, unter den Lyrikern Lamartine obenan. Die Vollkommenheit, mit der sich die Königin ln der französischen Sprache ausdrückt, schreibt ihre persönliche Umgebung allgemein ihrer Vertrautheit mit den Werken jener zwei großen französischen Classiler zu. — (Die Exkönigin Lilinolalani) von Hawaii, die sehr musikalisch fein soll, hawaiische und europäische Instrumente spielt und verschiedene Lieder componiert hat, erhielt, amerikanischen Blattern zufolge, von einem Concertagenten in Chicago eine Einladung zu einer Concert-Tournie gegen sehr hohe Gage. — (Eine königliche Cabtnetso rdre,) ähnlich der, wonach Kriegervereine nicht mehr den Namen preußischer Herrscher ohne Genehmigung führen dürfen, ist jetzt in Preußen auch für Gasthöfe, Wirtshäuler und Vergnügungslocale ergangen. Hiernach haben die Polizei« behörden zu verhindern, dass in Zukunft derartige Unter-nehmungen sich den Namen eines preußischen Herrschers zulegen. — (Die Verliner Militär . Radfahr-orbnung.) Ueber die Benützung de» Fahrrades durch dk Unterosslclere und Mannschaften der Verliner Garnison wurde eine neue Verordnung erlassen. Nach derselben find von den Vataillons'Commandos nur solchen Unterofflcieren Fahrkarten auszustellen, deren Dienftalter und außerdienstliche Führung Garantie für ein ordnungsmäßiges und den Verkehr nicht hemmende« oder erschwerendes Fahren bieten. Gefreite und Gemeine dürfen nach der neuen Verordnung das Fahrrad innerhalb des Weichbildes Berlins nur auf dienstlichen Befehl und zu dienstlichen Zwecken benutzen. Jede Verwendung des Fahrrades für private Zwecke ist ihnen bei Strafe verboten worden. — (Von der Schriftstellerin Quiba), welche in einer reizenden Villa in Florenz lebt, wo sie sich eine bemerkenswerte Sammlung archäologischer Seltenheiten angelegt hat. erzählt ein lürzlicher Besucher ein par curlose Eigenheilen. Quida kleidet sich Sommer und Winter in Weiß. Gegen gestärkten Mousselin hat sie eine unüberwindliche Abneigung und den Sammt verabscheut sie, da ihr das Befühlen des welchen Stosses schon einen Schauder im Rücken erregt. Sie ist eine große Liebhaberin edler Parfum» und läs«l sich von einem berühmten venetlanlschen Parfumisten ein besonderes Parfum herstellen, da« ihr auf 200 Lire die Unze zu stehen kommt. — (Ein vermisster Compon ist.) Aus Rom wird gemeldet: Der bekannte Musiker Spiro Samara, Compvnift mehrerer erfolgreicher Opern, wird seit mehreren Wochen vermisst. Man nahm zuerst an, Samara, welcher ein Grieche ist, habe sich als Freiwilliger nach Griechenland gewendet, allein nunmehr ist es festgestellt, das« Samara Griechenland nicht betreten hat. Man befürchtet einen UnMcksfall oder ein Verbrechen. Samara lebte in den besten Verhältnissen. — (Die «Alexander»-Brücke.) Au« Pari« schreibt man vom 18. d. Vl.: Die groß« Eifenbrücke, die zur Weltausstellung 1900 von den Champ« Ely^eS zur Invaliden-Esplanllde geschlagen werden soll und deren Grundstein der Zar im October v. I. selbst gelegt hat, ist eine Enttäuschung, noch ehe sie überhaupt gebaut wird. Diese Alezanderbrücke, so genannt nach dem verstorbenen garen, sollte eigentlich eine Spannweite von 60 Metern haben, indessen stellt es sich heraus, das« bei folcher Dimension der Bau den Kostenanschlag weit, um mehr als da« Doppelte, überschreiten würde. Man reducierte das Project auf 50 Meter, doch auch da« kam viel zu theuer. Jetzt hat man 40 Meter angenommen. Selbst bel dieser u« ein volles Drittel reducierten Spannweite, die dem Werke nur noch wenig von der geplanten monumentalen Großartigkeit l«s«t. übersteigen die Kosten den An« schlag derart, das« da« WeltausflellungSbubget nicht ausreicht. Man mus« daher an dem Iierrath sparen. Der Flgurensch«uck soll nun nicht mehr aus echter Bronze, ondern au« Zink gegossen werben. — (Russische« Verlehr«wesen.) Wie man au« Petersburg schreibt, wirb im Laufe der diesjährigen Vauperlode in den Gouvernement« am rechten Weichsel-ufer eine Reihe von Straßen gebaut werben, welche sich im Bebaifefalle leicht für den Bau von Eifenbahnen verwenden lassen werden. Für die Herstellung dieses neuen Straßennetzes ist «in Credit von zweieinhalb Millionen Rubel bestimmt worden. — (Iungtürlen.) Wie man aus Constantinopel meldet, soll nach türkischen Angaben die Zahl der im Auslande lebenden Iungtürlen sehr abgenommen haben. Es werde behauptet, das« in Frankreich 32, in Egypten 6, in der Schweiz 3, ln England 2 und in anderen Ländern noch etwa b bi« 6, also l« ganzen rund 50 an dieser Bewegung betheiligten Personen befinden. — (Attentat,)««« Bombay meldet man vom 20. b. M.: Ein indischer Civilbeamler, welcher Mitglied des Pestausschusses war und ein Lieutenant der Verpfleg«« abthellung, welche von einem Feste bei« Gouverneur zurückfuhren, wurden angeschossen. Ersterer wurde schwer verwundet, letzterer gelödtet. Local- unb Provinzial-Nachrichten. — (Allerhöchste Spende.) Seine l. und k. Apostolische Majestät geruhten der Kirchenvorstehung zu St. Katharina zur Restaurierung der Filiallirche Sanct Iacobl in Vresowih aus der Allerhöchsten Privatcasse eine Unterstützung von 150 st. zu bewilligen. — (St er be fall.) Der lnfulierte Propst in Rudolfswert, Se. Hochwürden Herr Peter Urh, Con-fiftorialrath, Dechant und Stadlpfarrer, ist am 24. d. M. früh verschieden. Der Herr Landespräfident hat anlässlich dieses Todesfalles dem Colleglatscapilel in Rudolsswerl sein ausrichtlgste« und herzlichstes Beileid telegraphisch zukommen lassen. — (Militärisches.) Ernannt werden zu nicht-activen «lssiftenzärzten die Assiftenzarztftelloertreter Doctor Alexander Pichler (Nusenlhaltsort Prag) des Landwehr-Infanterle.Regiments Klagenfurt Nr. 4, Pr. Josef Z,zla (Aufenthaltsort Prag) des Üandwehr-Infanterle-Negiments Graz Nr. 3, der Zugsführer Dr. Eugen Riedl (Auf-enlhaltsort Groß-Schweinbarlh) des Üandwehr.Infanterie-Regiment« Gcaz Nr. 3. Ernannt werden zu provisorischen Landwehr«Vezirlsfeldwebeln der Feldwebel. Hilfsarbeiter Christian Billing des Vandwehr«Infanterie- Regiments Klagensurt Nr. 4, der R-chnungsunterofficier 1. Classe Sebastian Roset be« Üandwehr-Infanterie-Re-giments Trieft Nr. 5 beim Landwehr-Infanterie-Regiment gara Nr. 23. Transferiert wirb der Landwehr-Bezirl«« Feldwebel Franz Romauch vom Landwehr - Infanterie-Regiment Klagensurt Nr. 4 zum Landwehr' Infanterie« Regiment Graz Nr. 3 (Vezirkshauptmannfchaft ln Rad« lersburg). — (Aus de» l.l. Stadtschulrathe.) Ueber die am 15. d. M. abgehaltene ordentliche Eladtschul-rathzfitzung haben wir nachstehenden Vericht erhallen: Per Vorsitzende conftatiert die Geschlus«fähigleit, eröffnet die Sitzung und begrüßt die Anwesenden, in erster Linie die neuerwählten Vertreter de« Vemeinderathe«, den Herrn Advocate« Dr. Majaron und den l. l. Fclchschulendirector Herrn I. Aubic. Die vom Schriftführer vorgetragenen, im currenten Wcge erledigten Schriftstücke werben zur Kenntnis genommen. Für die diesjährige Vezirlslehrer-Conferenz der slovenischen und deutsch-slovenifchen Schulen des Stadtschulbezirles Laibach wird der 12. Juli l. I. mit Beginn um 8 Uhr früh unb als Locale der Turn-saal der I. städtischen fünfclasfigen Knabenvollsschule in Ausficht genommen, woselbst an demselben Tage um 11 Uhr vormittags auch die Lchrerversammlung behufs Wahl zweier Vertreter der hiesigen Lehrerschaft in den l. l. Stabtschulrath für die neue sechsjährige Periode tagen soll. Für die erledigte fünfte Lehrstelle an der achtclassigen städtischen Mädchenvollsschule wird der Concur« mit dem Termine bl« zum 12. Juli l. I. ausgeschrieben. Wegen Gewährung von Remunerationen den dlesbezirligen Schul« gartenleitungen werben dem hohen l. l. Landesschulralhe documentlerte Anträge gestellt. Das Gesuch der Lehrkörper der hiesigen städtischen achtclasfigen Mädchenvoll«schule und der sechsclassigen deutschen Mäbchenvollsschule um Reclas« sificlerung der systemisierten Lehrstellen an den genannten Anstalten sowie Gesuche zweier städtischen Lehrer u« Gewährung einer Geldaushilfe, werden dem hohen l. l. Landesschulrathe befütworlet vorgelegt. Da« Gesuch de« Lehrkörpers der zweiten städtischen Knabenvolleschule um Bewilligung der Verlegung des Abendunterrichtes an der dortigen gewerblichen Vorbereitungeschule aus Donnerstag vormittag« wird abgelehnt. Einigen mit der Adaptierung der Parterrelocalitäten im ersten Schulgebäude auf der Vctaöa verknüpften Wünschen wird beschlossen, Rechnung zu tragen. Die Oberlnspection der k. l. Tabalregie ist zu ersuchen, an den Rauchsängen der Tabalhauptfabrll au« sanitären Gründen Rauchverzehrer anbringen zu lassen. Da« Schuljahr 1896/97 wird mit 15. Juli d. I. geschlossen werben. — («Slovensla Matlca».) Die dies' jährige Hauptversammlung des literarischen Vereines «Slovenska Matica» wurde am 23. b. Mts. nachmittag« unter de« Vorsitze des Herrn Prof. Franz Levec i« Rathhaussaale in Laibach abgehalten. Der Vorfitzende conftalierte einen zwar langsamen, aber stetigen Fortschritt des Vereines, be« jährlich durchschnittlich ungefähr 150 neue Mitglieder beitreten. Ihre Gesammtzahl beträgt derzeit 2445. Da« Vereln«ver»ögen beläuft fich auf 57.784 01 fl. unb hat l« Berichtsjahre u« 2054 90 st. zugenommen, die Iurkic'Tomslt-Ellltung auf 3097 13 fl., die Anton Knez-Stiftung auf 30.604 78 fl., so das« im laufenden Jahre für Vereinszwecke die Zinfen von eine« Capitale von 91.465 92 fl. zur Verfügung stehen. Für die Herausgabe von Werken wissenschaftlichen und belletristischen Inhalt« erscheinen im laufenden Jahre 6000 fl. in den Voranschlaz eingestellt. Hierauf erstattete Herr Dr. Josef Stare den Vericht über die finanzielle Gebarung, Herr Secrelär Eugen Üah jenen über die Gesammtthätlglelt des Vereines. Gelde Berichte wurden genehmigend zur Kenntnis genommen. Bei den Ersatzwahlen in den Nusschuss wurden gewählt die Herren: Director P. Grasselll. Dr. I. Le«ar, Dr. M. Murlo, Pros. S. Rutar, Dr. Jos. Stare, Lehrer F. Stegnar, Notar L. Svetec, Prof. Nl. Tavkar, Prof. I. Vavru und Prof. A. Iupancit «lt 400, bezw. 399 Stimmen. — (Der Lalbacher deutsche Turnverein) ersucht uns. mitzutheilen, das« Sonntag den 27. d. M. ein Vereinsausflug nach Rann veranstaltet wirb. Anlas« zu diesem hat eine freundliche Einladung der Etadt-gemeinde gegeben, welche das von ihr veranstaltete Fest zu Ehren de« Grazer deutschen akademischen Gesang«vereine« noch durch turnerische Vor« führungen und durch gesangliche Mitwirkung der Sängerrunde de« eingang« genannten Vereines vervollständigen wollte. Da auch der Cillier Männergesang«« und Turnverein lheilnehmen wird, ist ein schönes Fest voraus« sichtlich und auch der Besuch desselben leicht möglich, da es den vereinten Bemühungen doch gelungen ist, die Bewilligung zu erwirken, das« ab Steindruck ein Sonderzug nach Rann verkehren wird. —i. — (Vom Rabfahrsftort.) Da« Radfahren der Damen ni««t in einzelnen Stidten, wo durch «aß-gebende Persönlichkeiten ein anelfernbe« Beispiel gegeben wird, einen ungeahnten Ausschwung; auch in Klagenfurt radfahren bel 300 Damen; ble gesundheitliche Bedeutung diese« Sporte« gewinnt nun von Tag zu Tag mehr Anerkennung. In Lalbach wird viel geradelt, leider auch Viel «wlld» gefahren, «««entllch abend« und ln den Laibacher Zeitung Nr. 142.____________________________________1288__________________________________________________25. Juni 1697 ersten Nachtstunden, «eist ohne Laterne und ln zu schnellem Tempo. Diese nächtlichen Fahrer ohne Laterne wollen wir heute daran erinnern, dass die Laterne ein von der Behörde (amllich), wie von dem Anstanbsgefühl des Radfahrers (persönlich) al« nothwendiges, unentbehr» llches gugehör zum Rade betrachtet wird. Wenn in Goethes «Erlkönig» der Vater mit seinem Sohne so spät durch Nacht und Wind reitet und dabei leine Laterne hat, so wurden die Mitmenschen dadurch nicht bldroht, weil sie des Pferdes Husschlag hätten hören müssen, wenn irgend eine menschliche Seele dort gewandelt wäre; wenn aber ein «wilder» Rabfahrer in Laibach plötzlich um ein Slraßeneck ohne Laterne biegt, so schafft er eine beständige Gefahr filr die ahnungslosen Passanten; dass er selbst bei einem Zusammenstoße auch Schaden nehmen lann, ist seine Sache, aber wie lommt der Fußgänger dazu, alle Augenblicke um seine geraden Glieder bangen zu müssen? Die Laterne hat nämlich — und das scheinen die «wilden» Radfahrer nicht zu wissen — in erster Linie den Zweck und die Aufgabe, von weitem schon Leute und Fuhrwerke auf den Radfahrer aufmerksam zu machen, um sich für Ausweichen oder Stehenbleiben zu entschließen. Jeder Mensch kennt das kleine, schnell nahende Licht des Radlers, besonders an den seitlichen Schwanlungen, die die Folge des wackeligen, unsicheren Fahren« vieler Wilder ist, während die Clubsahrer ihren Weg geradlinig zu nehmen verstehen. Erst in zweiter Linie dient die Laterne zur Beleuchtung des Weges für den Radfahrer, was allerdings in der Stadt nicht nöthig ist. Also mögen die «Wllden» Goethes Wort beherzigen: «Mehr Licht!» —»r— — (Postdienst.) Die poftcombinierte Telegraphen-ftalion Podnart, politischer Bezirk Radmannsdorf, wurde am 23. Juni l. I. mit beschränkte« Tagbienfte eröffnet. * (Promenade-Concert.) Das gestrige Pro-menade»Concert erfreute fich eines zahlreichen Besuches; es scheint somit der Bann gelöst zu sein, der bisher über diesen anregenden musikalischen Veranstaltungen lag. Einer unrichtigen Auffassung entgegentretend, theilen wir mit. bafs Laibach die Productionen der trefflichen Musikkapelle bis zum 1. August genießen wird, da an diesem Tage der Abmarsch des Regiments zu den Regimentsübungen nach Rakel erfolgt. Nach den beendeten Dwifionsübungm lehrt das Regiment und mit ihm die Mufil in den ersten Tagen des Monats September nach Laibach zurück. Die mufillose Zeit ist daher heuer glücklicherweise von lurzer Dauer. — (Aus den Vereinen.) In Neumarltl ist die Gründung eines Werlmeifter-Vezirlsvereines im Zuge, welcher alle in Neumarltl und Umgebung beschäftigten Werkmeister zu vereinigen, die Stellenvermittlung der Mitglieder, dann die Unterstützung derselben, bei Todesfällen der Frauen, Unterstützung der Witwen und Waisen und Unterstützung in besonderen Nothfällen bezweckt. Dieser neu zu gründende Nezirls-Verein wird nach er-solgter Genehmigung der Statuten in den allgemeinen österreichischen Werlmeifterverein aufgenommen werben, o. *(Uus demPolizeirapporte.) Vom 22. auf den 23. d. M. wurden drei Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Herumstrelsens und eine wegen Excesses. — Maria Häuser, Kellnerin in der Römer» ftraße Nr. 11, hat angezeigt, dass ihr von eine« unbekanntem Gaste aus einer Schatulle 10 fl. entWendel wurden. Dem Maler Franz Pletersli wurden entwendet: eine Bürste, Gewichte und eine Schnur im Werte von 1 fl. 50 kr., dem Maurer Franz Iefih Werkzeuge im Werte von 3 fl. 20 kr. und der Anna Ogrlnc und der Maria Kozele in Hradehlydorf Wäschestücke im Werte von 6 fl. 60 lr. Franz Leuz, Bäckergehilfe in der Polana» ftraße, hat ferner angezeigt, dass ihm 23 fl. 50 lr. Bargeld, ein Versatzzettel, ein Regenschirm, ein Hemd und eine braune Brieftasche entwendet wurden. Des letzteren Diebftahls ist ein flüchtiger Bäckergehllfe ver« dächlig. — Vom 23. auf den 24. d. M. wurden drei Verhaftungen wegen Vacierens vorgenommen. —r. * (Aufgefundene Leiche.) Au« Stein ist uns die Nachricht zugelommen, dass am 22. d. M. nachmittags die Leiche eines unbelannten, ungefähr 20 bis 2b Jahre alten, anscheinend dem Arbeiterftande ungehörigen Mannes von mittelgroßer Statur, mit ovalem bartlosen Gesichte und schwarzem Haare in der Au zwischen Snoschet und Oberfischern, Gemeinde Großdorf, an einer sehr seichten Stelle eines Save«Armes durch den vierzehnjährigen Grundbesitzers-Sohn Lorenz Iemc aus Snoschet auf« gefunden wurde. Die Leiche ist nur mit einem grauen Iägerhemde, schwarzer, schon abgetragener Zeughose und solcher Weste, weißer Unterhose und Stiefletten mit niederen Absätzen bekleidet. Dieselbe dürfte durch das Hochwasser dorthin gebracht worden sein und ist schon stark von der Verwesung angegriffen. An der Leiche waren leine Spuren einer Gewaltthat wahrzunhmen und wurde dieselbe in die Todtentammer nach Moräutsch überführt. —r. — (Aus Nbbazia) berichtet man un2: Be» herlllchstem Wetter fand vergangenen Sonntag das erste Straßenrennen des Abbazianer Bicycle-Club statt und schon ist der Nusschus« mit der Vorbereitung zu anderen FeftUchlellen beschäftigt; so müssen wir ln erster Linie der a« 27. d- M. auf d«m Quarnero llinzst de» herrlich gelegenen Stranbweges stattfindenden I. Amateur-Ruber-Regatta erwähnen, welche allem Anscheine nach einen schönen Verlauf nehmen wird, da vor allem viele gute Nennungen vorliegen und auch von Seite des Publicums großes Interesse dadurch kundgegeben wlrb, dass sämmtliche Plätze des ExtradampferS, wie auch dcs Extrazuges au« Trieft vergriffen sind. Für den 18. Juli wird eine andere sportliche Festlichkeit vorbereitet: Das diesjährige erste Wettschwimmen unter dem höchsten Protectorate Seiner l. und l. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Ludwig Victor. Der Ausschreibung ist zu entnehmen, dass der Erste Wiener Amateur-Schwimmclub dem Comite' in Nbbazia die Austragung der Meisterschaft von Oesterreich über die lange Strecke (eine englische Meile) sowie die Meisterschaft im Springen von Oesterreich für da« Jahr 189? überlässt. Per Erfolg des Schwimmfestes ist durch die vorjährigen Veranstaltungen vollkommen gesichert. Nach dem Schwimmfeste tommt da« große FeuerwehoSommerfeft, welches 3 Tage ln Anspruch nehmen dürfte. Im Monate August findet hierauf die Vanner-Weihe des Nbbazianer Vicycle-Clubs statt, welche größere Festlichkeiten mit fich bringen wirb. Die Sommersaison ist demnach mit Festen hinlänglich versorgt, da nußer den obigen Veranstaltungen auch die Südbahn ihre diversen kleineren Veranstaltungen hält. Für die Wintermonate wird das unter dem Vor» fitze des Herrn l. l. Regierungsralhes Prof. Dr. I. Vlax stehende Nergnügungscomil^ fich bemühen, unseren Gästen den Aufenthalt bel uns so angenehm als nur möglich zu gestalten. — (Abänderung der Bezeichnung der Station Trieft-Hafen.) Die mit Kundmachung vo« December 1896 publicierle Abänderung der Bezeichnung der Station Triest»Freihafen in Trieft°Hafen wurde annulliert und behalt die genannte Station mit den Güterabferligung«ftellen Trieft-Sladt k. l. St. V. und Trieft.Freihafen l. l. St. V. somit die ursprüngliche Bezeichnung «Trleft'Freihafen.» — (Die Ermüdung des Auges.) Zwei amerilanifche Physiologen haben Untersuchungen angestellt über die äußeren Bedingungen der Eimübung beim Lesen und die besten Mittel, sie hlntanzuhalten. Von größtem Einflüsse hat fich die Grenze der Buchstaben gezeigt und es sollte al« unterste Größe der Buchftabenhöhe 15 Milll-meter angenommen werden. Schon oberhalb derselben aber wächst die Ermüdung sehr start mit der Kleinheit der Buchstaben. Die Form derselben ist von geringerer Bedeutung al« die Dicke der Schrift. Innerhalb gewisser Grenzen scheint die Stinte der Beleuchtung gleichgiltig zu sein, das heißt es macht leinen Unterschied, ob man in einem sehr oder nur einem mäßig hellen Zimmer liest. Unter einer geringeren Helligkeit, als wie fie drei Kerzen in einer Entfernung von 1 Meter geben, tritt sehr rasch Ermüdung des Nuges ein. Für die Beleuchtung eignet sich weißes Licht besser als das von den meisten unserer Lichtquellen gelieferte gelbliche, auch ist das Druckpapier am besten weih zu wählen, und schließlich lann ein durchschossener Sah empfohlen werden. — (Glocknerhaus.) Die ersten heurigen Gäste find schon in der ersten Woche seit der am 12. Juni erfolgten Eröffnung nicht nur vom Möllthale aus, sondern auch von Salzburg über die Pfandelfcharte und die Hohe Riffel herüber eingetroffen. Die Zahl der Angekommenen betrug in den ersten sechs Tagen der Saison schon 33, gewiss ein guter Anfang, wenn man die Witterung«-Verhältnisse in Betracht zieht, welche in den letzten Tagen der vocigen Woche, wegen heftiger Schneeftürme in den Nlpen zu Gebirgstouren wenig einladend gewefen find. Von den ersten im Hochlhale des Paflerzengletschers wlll» kommen geheißenen Gästen find 18 aus der Richtung des Mölllhale« über Heiligenblut, 13 von Ferleiten über b!e Pfandelfcharte und ein Herr und eine Da«e von Kaprun über die Hohe Riffel zum Haufe gekommen, letztere der vielen Gletscherspalten und des Neuschnees halber allerdings nach ILftündiger Anstrengung. Von den Angekommenen find 18 nach Heiligenblut abgestiegen, 12 über die Pfandelscharte nach Ferleiten und einer über das Vergerlhöll nach Kals abgegangen. Am 19. Juni herrschte beim Glocknerhause den ganzen Tag ein heftiger Schneesturm. Neueste Nachrichten. Der König von Siam in Wien. (Original-Telegramme,) Wien, 24. Juni. Der König von Siam sowie die Prinzen besuchten vormittags die kaiserliche Schatz« lammer und wohnten sodann einer ihnen zu Ehren veranstalteten Production in der Hofreitschule statt. Wien, 24. Juni. Der König von Siam besichtigte nachmittags das kunsthistorische Hofmuseum und die Hofstallungen und begab sich fodann nach Schönbrunn, wo um halb 6 Uhr Tafel war. Der König faß zur Rechten Sr. Majestät des Kaisers. An der Tafel nahmen theil die Prinzen von Siam, die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Ludwig Victor und Eugen und das a/sammte königliche Gefolge, ferner der Minister des Aeuhern Graf Goluchowski und die HofwNrdenträger. In den in der Hofburg aufliegenden Bogen trugen sich die Botschafter Graf Nigra, Graf Kapnist und Rumbold sowie mehrere Gesandte und zahlreiche Mitglieder der Aristokratie ein. Samstag vormittags reist der König nach Budapest ab. Wien, 24. Juni. Heute nachmittags fand die Pirutschade im Schlossparle von Schönbrunn statt. An derselben nahmen Se. Majestät der Kaiser, der König von Siam, die Prinzen, die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Ludwig Victor und Eugen, das Gefolge des Königs von Siam und der zugetheilte Ehrendienst bei. Die Majestäten besichtigten das Palmenhaus und die Menagerie. Eine ungeheure Menschenmenge war im Schlossgarten angesammelt. Der König von Siam und die Prinzen fuhren nach« mittags beim Ministerraths-Präsidium vor und gaben ihre Karten für den Ministerpräsidenten Grafen Badeni ab. Zum sechzigjährigen Negierungs-Zlubiläum der Königin von England. (Origwal'Telegramme. > London, 24. Juni. In Uebereinstimmung mit einer von der Prinzessin von Wales gegebenen An« regung wurde heute an verschiedenen Stellen der Stadt die Ausspeisung von 300000 Armen, darunter vielen Kindern, vorgenommen. Die Prinzessin von Wales erschien persönlich an drei Orten, wo Theilungen statt« fanden. London, 24. Juni. Reuters Office meldet aus Capstadt: Drahtmeldungen aus allen Theilen Süd-Afrikas zufolge wurde das Jubiläum der Königin Victoria mit einer in der Geschichte Afrikas bisher unbelannten Begeisterung gefeiert. Windfor, 24. Juni. Die Lords der Admiralität trafen heute vormittags hier ein, um der Königin Victoria ihre Aufwartung zu machen, und begaben sich unter heftigem Regen und Sturm in geschlossenen königlichen Wagen nach dem Schlosse. Etwa zu gleicher Zeit trafen von Portsmouth die Admirale der fremden Kriegsschiffe ein und begaben sich zum Frühstücke bei der Königin nach dem Schlosse. Nach dem Frühstücke im Schlosse wurden die fremdländischen Admirale der Königin vorgestellt. __________ Die Türkei und Griechenland. (Ortzwal-Telegramm.) Kanea, 24. Juni. (Meldung der Agence Havas.) Infolge der vorgekommenen Waffendiebstähle wurden in mehreren von Muhamedanern bewohnten Gebäuden Hausdurchsuchungen gehalten. Es wurden einige Ver« Haftungen vorgenommen. Die aufgeregte Menge pro« testierte lebhaft. DaS Stadtviertel Pyrgos wird von den Truppen cerniert. Constantinopel, 24. Juni. Heute vormittags fand eine Botschafterreunion und nachmittags die achte Sitzung der Friedensverhandlungen statt. Die nächste Sitzung findet am Samstag statt. Die Militärattache's halten heute vormittags in Tofane eine Sitzung behufs Bestimmung der neueu Grenze und sodann eine besondere Sitzung unter sich. Wien, 24. Juni. (Orig.°Tel.) In der heutigen Sitzung des Generalrathes der österreichisch-ungarischen Bank war die durch das Einströmen von Gold be-wirlte Situation neuerlich Gegenstand der Berathung. Czeruowitz, 24. Juni. (Orig.-Tel.) Meldungen aus der Provinz berichten von dem Eintritte einer bedeutenden Hochwassergefahr. Der Pruth steigt zusehends, sein Wasserstand beträgt bereits drei Meter über Null. Die nöthigen Sicherheitsvorlehrungen wurden getroffen. Klauscnlmrg, 24. Juni. (Orig.'Tel.) Der 100 Jahre alte Gelehrte Samuel Brassai, Ehrenmitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften, ist heute gestorben. Trieft, 24. Juni. (Orig.-Tel.) Heute nachmittags wurde von dem Erlenntnisgerichte nach viertägiger Verhandlung gegen 23 Einwohner von Barcola wegen den am 18. März l. I. anlässlich der Wahl eines Rtichsrathsabgeordneten von denselben begangenen groben Excessen und Beschädigungen an öffentlichem und Privateigenthum das Urtheil gefällt. Von denselben wurden 22 zu Kerkerstrafen in der Dauer von 2 bis 15 Monaten verurtheilt, ein Angeklagter wurde freigesprochen-Der Urtheilsverkündigung wohnte eine ungewöhnlich große Volksmenge bei. . Berlin, 24. Juni. (Oria..-Tel.) Das Landgericht» veröffentlicht einen Steckbrief gegen den Schriftsteller Ernst Schumann, genannt Normann-Schumann, wegen wiederholter Majestätsbeleidigung. Brüssel, 24. Juni. (Orig.-Tel.) Der «Reform» wird aus einer Quelle, die das Blatt für glaubwllro'g hält, gemeldet, dass sämmtliche Mitglieder der Exped'Non Dhanis, einschließlich dem Baron DhaniS, niedergemetzelt worden seien. ^ . „^ Bukarest, 24. Juni. (Orig.-Tel.) Heute beginnen die Coufereuzm der Vertreter der deutsch-ijsterrelchl,^ ungarisch rumänischen Vereinigung der Eisenbahnen i" Berathung von Tariffragen. Abends findet em VaM" statt. Laibacher Zeitung Nr. 142. 1289 25. Juni 1897. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 23. Juni. Rambera Mayer, General'Repräsentant der Leipziger Persich.'Ges.; Eisner, Beamter der l. k. Staatsbahnen; Maaß, Nevident der t. l. Staatsbahnen; Schmied, Oberbeamter der l. l. Staatsbahnen; Michalup, Dines, Steif, Wechöberg, Franll, Geißl, Gellis, Blau, Kflte., Wien. — Schwab, Linien» schissslieutenants'Oattin, Finine. — Eresilla, Gutsbesihers-Gattin, Pola. — Colini, Privatier, s. Familie; Meyer, Luckmanu, Lincke, Kflte., Trieft. — Revleaux, Regierungsrath, Nreslau. — Hlatke, Mvocat, s. Familie, Gr.-Wasela. — Müller, Private, s. Kind; Kopftmann, Kfln., Graz. — Millaucil, Private, Heil. Kreuz. — Majdlc, Privat, Domschale. — Scalletari, Kfm,, Görz. — Weber, Kfm., Kaaden. — Schinlo, Gasthofbesitzer, Marburg. Hotel Stadt Wien. Am 24. Juni. v. Mattachich, Privatier, f. Frau, Fiume. — Dr. Schonta, Idria. — Julie und Sofie Hurenbach, Rosi Rizzi, Villach. — Baron Moscon, Privat, Graz. — Witt, Privat, Meran. — Vallent, Kolben, Mitglieder der lünigl. ung. Oper, Budapest. — Balof, Privat, f. Frau, Trieft. — 3thau, Lehrerin, Iosefsthal. — Nonner, Fabrikant; Billich, Handelsagent, Kla-genfurt. — Lederer, Branner, Garay, Iotl, Pudler, Bücken« maier, Weiller, Kratochwill, Kfltc., Wien. — Freud, Kfm., Prag. — Senitza, Kfm., Cilli. Hotel Lloyd. Vom 20. bis 23. Juni. Nalin, Kfm., Magdeburg. — Schneider, Zählkellner, Gotfch. — Leskovar, Schneiderin, f. Con« fine; Kriechbamn, Kaufmannstochter, Cadram. — Erhovnil, Besitzerin, Reifnitz. — Kacjan, Kfm.. Reichenburq. — Wastl, ftä'dt. Beamter; Rosner, Wolf, Reifende, Wien. — Hartmann, Brauer; Kals, Kfm., Tachau. — Ianej, Priester, Laferbach. — Pezdirc, Hotelierin, Mottling. — Mühlrad, Reifender, f. Frau, Prag. — Placet, Reifender, Kolin. — Pregl, Private, Graz. — Klauzer, Commis; Osbold, Kfm., Prezid. — Drutar,.Not,.Cou. cipist, f. Frau; Lavrenöic, Beamter, Krainburg. — Cesnil, t. l. Steueramtsadjunct, Nafsenfuß. — Klofutar, Schuhmacher, f. Frau, Neumarltl. — Anl, Privat; Hirsch, Frifeur, Rudolfs, wert. — Felini, Private, Trieft. — Praprotnil, Kfm., Lolev. Verstorbene. Um 22. Juni. Maria Strulelj, 26 I., Vefitzerstochter, Alter Marlt 9, Auszehrung. Golkswirtschllstliches. LaUmch, 23. Juni. Auf dem heutigen Markte sind er» fchienen: 4 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, 12 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnittspreise. Mlt.- M«z,. Vll>.° Wgz,. fi>lr, st,,lr, st. ,lr'fi'll Weizen ftr.Heltolit. 8,b0 9,30 Butter pr.Kilo. . —j60------- Korn . 6,20 6 50 Eier pr. Stück . . - 2 5------- Gerste » b!— 6 — Milch pr. Liter. . — 10------- Hafer » 6,20 6 50 Rindfleisch pr. Kilo -64------- Halbfrucht » —^-----------Kalbfleisch . - 62------- Heiden » 7—780 Schweinefleisch . -70------- Hirse » 7—6— Schöpsenfleisch » —45------ Kukuruz » 5 — 5 10 Hahndel pr. Stück — 45------ Erdapfel . 3-------— Tauben » 15------ Linfen » 12-------!- Heu pr. M.-Ctr. . 2,14 - . Erbsen » 11-------— Stroh » . . 1 78------ Fisolen » 8-------!— Holz, hartes pr. Rindsschmalz Kilo — 94------ Klafter 6,30------- Schweineschmalz» — 70------— weiches, » 4 50------ Speck, frisch » - 70-------Wein,roth.,pr.Hltl.-------24 -— geräuchert. — 68-------— weißer, »-------30 -Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 ,n. V L^ ß»^ ZZ «.», »nftcht Z3Z ^ nZ 8ß" z« ^'" be« Himmel, 8ßD 24 ^U.«. ^37-Z 24~>Ä SSO. massig ^H?ite'r ^ 9.M. 736-9 18 8 NW. schwach belt« 25., ? U. Mg., 736 7 ,14 4 , NO.' schwach , Nebel , 00 DaS Tagesmittel der gestrigen Temperatur 18 8' um 0-1° ilber dem Normale. ' Nelllnlwortlicher «edacteur: Julius Ohm-Ianuschowskd «Mtter von Wissehrab. Laibacher deutscher Turnverein. Gut Heill Ueber Einladung der Stadtgemeinde Rann, welche anlässlich des Besuches des Grazer akademischen Gesang-Vereines eine größere Festlichkeit veranstaltet, wird am Ä7. .Tnnl 1897 ein (2812) 2—1 snaring nacb Bann unternommen und sind zur Theilnahme sämmtliche Yereins-Mitglieder sammt Familien sowie Freunde des Vereines hiemit eingeladen. Abfahrt von Laibach mit dem Früh-Postzuge um 5 Uhr 25 Min. Theilnehmerkarten mit Festordnung zu etwas begünstigtem Preise sind Freitag und Samstag abends von 6 bis 8 Uhr in der Casino-Glashalle zu haben, Der Turnrath. 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IHüutr'I»!! lUl° - l«« »0 l»»4tr >» V»a»t»l°st. «!i0 n. lb» — l»6 - »8S0« 6°/° .. a°nze boo l. 14«-. l« üu l»U0«l ü°/° „ günflti lOO l. 1t»S l,l) l6U ^ ^4« G äat«/,e . . lOU l. !88'-,»»'bli dt« ..- b0 st. l8S - <«9 l.0 i°/, D»m,.Vfbbr. i» l»0 fl. . . 15t»'?U Ibb?0 4°/, Vest, «»lbrent«, steuerfrei l»5 20 lll» 40 »°/, dt°. Ncute ln l^ronenwäyr., steuerfrei . . l0U ?b 1i»t!ttt für » Kronen «om.. . . 93 50 9« ?ll «isnl»ah». «ta»t«sch»l»ver. schrel»««g«». «llsabethbahn ln «..steuerfrei (dlv. Lt.), für lOO fl. «. 4°/» l«'»5 l«ll il° ffllli^,. Joseph' «ahn in Vllber Nuboll»bahn 4'/« «. Kronen». steuerf, (dlu. Vt.', für »c» Kr. «°m. . . ... . . . S5S0 lua-üo «««rlbergbahn 4'/° < Kronen», fteuerf., 4«, u. »uoo Kr. f. «WKi.Nom......100—!«<,«> ,e» »b«este«p.<«st«».'«lt»n». «liIllbethbahn»« hto. U«nz°Ä»°»vcl« »U0 fl, «. «. z>/ »/ ..... 834 5<» »3d bd Oto. Halzb.-t'ir.lXX, st, e. W. b°/o »8l-b0 »8» «' ««ll<,tt»rl.Ludw.'N.AX) ll,«M. »!?'— «? »0 »elo ««« »«« euum,««Z»hl»»« «»«r»»«»»e»« «lniz.'P»»»««' »lisadetybahn » »ahn, diverse Stück« 4°/„ .... »9 « IN« 4» Vlllarlbtlgfr «adn, E«. »884, . 4°/, (biv. <3t.) V., f. lOO st, N. »9 SV l00 «U Nng, «olbrente 4°/, per «äffe 1« »L llt» 45 bto dto. per Ultimo .... !«»-»» l»» 4» bto. Rente in ltronenwähr., 4«/«, sttuerfre»sl»r»00klonen«o«. <0N'— 1008U 4°/. dto. dlo. per Ultimo . . 100 ^ l«0 U0 dt°.Ot.».«l,V°Ibl«0fl..4>/,°/<> l»» - »«» »ü dto dto. Villiei loo ft., 4»/I°/, lvi «> 108S0 dto. Lta«t»^)bl fi. ».«. lb» 50 lb4 t>0 dto. dt«. k 00st. 0. W. iol!-?o 15» ?b Ihti».«e?l> 98-»« 4°/, ungarilch« (100 fi. ».«.) . »?«o V8 8u Anb»l« 2ff»ntl. Anl»h»n. l!on»u-Reg.»2olt li«/« .... 19? ?l» 1i!8 ?k dto. '«nlelhe 187« . . »«8 t»0 — - «nlehen ber Stadt Vorz, . . iiz zo — — «Inlehen d. Etabtgemelnbe Wlen 104 — 104 70 Nnleyen d. Ttadtaemelnde Wien (Vllber «ber Gold).... 1«?-l>L — — Plümleil»Nnl. b. Vtabtgnl. Wien 1«? »5 »68 8l> NörsebauNnlehen, ve>.Iu«o. 0°/, »00 LU 101 llb 4«/. »><»«ne^ 2«nde».«nl«be» , S8 ?l 99'»b »,p,Hnft. ^ ^.^ lou-^ c>est..un«, «aul veil. 4°/, . . loo 10 1U1 — °t«. dto, »olähr. 4°/, . . 100-10 10!--. spa«afl,.».«ft..«,H.5>/,°/,vl loiöo --- Drl»rit«t«.Vbll,ati«»»n (lül 100 st.). «erbinand»1 — <0I 4^> Oefierr. Norbwessbabn . , . »<,«<) «<»,^a Vtaatlbllhn »V° kFrcs.KNop. 6t. __.__ " ..^. Vübbahn »"/<, k »rc«. liWp. st. „gg» ^^,^, « ""' .< ^H ^""'"' "' ^ "' "e " l»? so Un«..«aliz. «ahn.....108 ill 109 — 4°/„ Unterlrainer «ahnen , . ßg,^, ^yy.^ Dt«»rs» los» (per Vtück). Vubaptst «45« Palffy.«olt 40 st. «W. . . . «0— «z.50 ««then Kieuz,Vtst.«ts.»., lost. »o— «075 «othen Kreuz, Una. »es. v, « fl. »o tH »» — «vbolph Lose 10 fl..... L5 «5 z,.H^ EalM'ljosr 40 fl. «ll». . . . «--. 7,._ Kt..eno!» Lose 40 st, ?5 Lollach« sole..... z>z»5 >» »5 «»«ll, <8«e «»»K^ltlNl (per Vttlck). «nal<»t>N, «anl »00 fi. «0«/,». »59 — 169 IX, Uanlvereln, Wiener, 100 st. . «K« Verlehr»b»nl. «ll«., 14« st, . 175 »5 175 7b ßlti»n »an Hl«n»p»ll« KnUnuhmnng«» (pe, stü«). «usstg'ttpl. «istilb. 300 fi.. . inc.7 Igßz V»d». Nordbahn 150 fi. . , »7« »5 »?? «l. Vuschtiebrabtt Ytrblnll»b»-Norbb. 1000 fl. «3». 8t^0 555« 2e«b.» «kernow.'Iassy»«tisenb.. «lsellschaft »00 fi. s. . . . w«'5« »l.7'50 Lloyd, vest., Trieft, 500 st, «m. «88 —>»u- vesterr. «ordwestb. »00 fi. V. . »«0 — »»« 50 dt«. dto. (llt. U) 8IX, st. V. »«li — ,«»60 Pr»«'Dulsi»isenb, l üU fl. E. . 98 50 93 — Etaatleistnbahn »00 st. V. . . 55685 8t>g?5 Tübbahn »00 st. 8..... 8«'— »« 50 Tübnordb. «tlb.-V. »00 st. «W. »14,0 »15 40 Tr»«w»y.««l., Wr.,170 fl. 0.«. 4«« — 438 - - dl,. »«.«»»?. »00«, . . —'— —-— «0 lW »!» Nn«.H»ll«. «lsenb. 800 st. kllber »l», 60 «,l 50 Un«.Wtfth.(«aab^»raz)»0Uft.T. »I» 76 »1l ?l» «in.« «ocalbahnen'Nct..«ej. —-— _._. lndnstrl^Alti« (per Stück). «auges., »ll«. «st., »00 fi. . . «»?» »» — Gayal« Eisen« und Vt»hl»Ind. in Wien 100 fi..... «, — ?(» __ Uisenbabnw.-Üeihz., »rste, 80 fi. 18K 60 l«« — ,«lbe«ühl", Papiers, u.«.». 9150 «l — L!eslng,r Urauerei »00 fi. . . i»t,-. l»« - - «ontan«esellsch., 0eft.»»lpln« I04»l>l0l»1ä Praaer «isen,Ind..«ef. »00 fi. <«? <>0 «,99 — Gal»o»T»rj. «teinlohlen «0 l. «x» — «0»b0 „Ochleglmühl", Papierf., »00 l. »la — «14 — „Ete^rer«.", Papierf. n. »..«. 17« — l?l — Irisaller Kohlenw. > »es. 70 fi. »«,50 l»8 50 «llfltns.<».,t>ft.in«..— D»lut»n. Ducaten........ 6 »7 6 K9 80.Franc».l3tü«e..... 963, 9>»4, Deutscht Neich»b»nln»ten . . 68 ?U 6» 77» ItllllnUscht Vanlnoten . . . 46 40 46 6l, P«pler.«^l,el...... »-,«" ,»?»«, Kleine Wohnung LbQrub.r.s Auton Mauer von Groböe, Einlage ZZ. 59 und 60 der Eatastralgemeinde Ralitnik, stattfinden. K. k. Bezirksgericht Adelsberg, den 18. Juni 1897. (2587) 3-3 St. 3768. Razglas. Dn6 3. julija 1897, dopoldne ob 11. uri, vržila se bode druga izvršilna dražba Francu Sta-jerju, c. kr. notarju v Metliki lastnega, sodno na 1800 gld. cenjenega zem-ljišèa vlož. št. 430 kaf. obè. Metlika, in sicer s poprejšnjim pristavkom. G. kr. okrajno sodiäöe v Metliki, dn6 7. junija 1897. (2661) 3—3 St. 3704. Oklic. 0 tožbi dr. Valentina Temnikerja iz Kamnika proti Franeetu Rožièu, oziroma njegovim neznanim pravnim naslednikom, zaradi 26 gld. 32 kr. s prip. doloèil se je dan v ustno raz-pravo v inalotnem postopku na 2. julija 1897, ob 9. uri dopoldne, pri tern sodidèu. Toženim postavil se je gosp. Josip Potokar v Kamniku kuratorjeua ad actum. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku, dn6 3. junija 1897. (2687) 3-1 St. 1734. Oklic. Dn6 10. julija 1897, od 10. do 11. ure dopoldne, vräila se bode pri tem sodišèi druga izvräilna prodaja Anton Žitkovega, sodno na 795 gld. cenjenega zemljišèa vložna št. 168 kat. obè. Dolenjavas. C. kr. okrajno sodišèe v Senožeèah, dne 13.junija 1897.