«nmiPimi woef»«iitag» tO tpl M Sanstag-Soootag 15 tpl ÜNoiburgtt neitung Amtliches Organ des Verlas und Sohrlitleitung: Marburg a.d. Drau, Badcasse Nr. 6, rernruf: 35-67. 25-68. 25-60. Ab 18.30 Uhr ist die Schriftleituns nur auf Fernruf Nr. 2^-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschrifteo werden Dicht rücksesandt — Bei Aofratreo ist das Rückporto beiiulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608 Steirlsehen Helmatbundes Erscheint werktäglich als Morjrenieitung. Bezugspreis (Im voraus lahlbar) monatlich RM 2,10 cinschl. 19,8 Rpf. Positeltungsgebühr; bei Ueferunit Im Streifband zuxügl. Porto; bei Abholen In der Geschäftsstelle RM 2,—. Altreich durch Post nionatl. RM 2,10 einschl. 1$,8 Rpf. Posttcitungsgebühr u. 36 Rpf. Zustellgeböhr ^r. 315 01tar&uro-S>rau, 01titttooraano Schwere Flottenverluste in Hordafrika Luftwaffe und U*Beote im Dauerangiiff gegen die englitcli-amarilcanischen KriegMchiffe und Transporter Führerhauptquartier, 10. November Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt! Bei örtlichen Kampihandlungen im Gebtete rwlvchen Noworossljtk und Tuapse wurden einige H6hen genommen und an mehreren Stellen feindliche Angriffe ebgewiesen. Am Terekabscbnltt beeinträchtigten- besonders schwere Wetter- und Geländeverhältnisse die Angriffskämpfe der deutschen und rumänischen Truppen. Trotx starker Gegenan* griffe wurden In harten Kämpfen Fortechrltte erzielt. Nordostwärts Mosdok lerschlug ein eigener Angriff, der in heftigem Schneesturm geführt wiu-de, ein Kavallerieregiment der Sowjets und eine weitere feindliche Kräfle-gruppe. In Stalingrad StofltrupptatlC[kelt. An dor Dnnfrnnt warfen rumänische Truppen dnqreifendpn Feind Im Gegenstoß zurück. Stoßtrupps vernichteten nordwestlich Woronesch eine Anzahl feindlicher Bunkcir mit ihren Besatzungen. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt seilten starke Kampfflierjerkräfte in zusammengefaßtem Angriff die Bekämpfung des feindlichen Nachschubverkehrs fort. Stark belegte Bahnhöfe wurden «erstört, mehrere Züge und Versonjungsleffer getroffen. Bei Nacht warfen Kampfflieger Anlagen des Bahnhofes Torope* in Brand. In Nordafrika haben sich die deutsch-italienischen Truppon weiter nach Westen abgesetzt. Nachdrängender Pelnd wurde In heftigen NachhutkÄmpfen aufgehdlten, r.»eut-sehe Jagdflugzeuge schössen fOnf britische Jagdflugzeuge ab! Kampffllegergefichwader und Unterseeboote errangen bei den weit vorgetragenen Tagesund Nachtangriffen gegen die amerikanlsch-engllscJiea Flottenstreitkräfte nn«l TrHnsport- ttiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiniiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiii Die Lage In FrasiOsisdi-lllordaliika Heilige Kämpfe um Casablanca — Mehedia zurückerobart Vichy, 10. Novembor Das Iiiiormationsministeriuin teilt folgendes amtlich mit: Marokko; Am Montagabend dementierte der Üeneralresident. daß in Aiadir oder in Alogador fcindliclie LandunRen erfolgt seien. Casablanca; Von 9 bis i?0 Ulir wurde eine Feindkolonne, die aus Richtung Fedala kam, von heftigem Artillerlefeuer aufjrehalten. Die Verteidigung wurde verstärkt durch die niit-telschweren Qescliütze des Schlachtschlfles »Jean Bart«. hi diesem Augenblicl< kfeuzten auf See drei Torpedoboote und fünf Transporter. Oran: Am Dienstagmorgen sieht die Lage folgendermaßen aus; Drei Küstenbatterien smd in Tätigkeit. Der Hafen Ist freiwillig gesperrt worden. Im Süden ist die Stadt vom l einde frei. Eine weitere aus Nordafrika in Vlchy eingetroffene Meldung besagt: Die franrö.slschen Truppen, die aus weiter zurückliegenden Gebieten herangexogen wurden, sind Im Anmar.sch auf Oran, um die Stadt vom Feind wieder zu befreien. In dem Gebiet von Orleansviile und Blida haben unsere Bataillone die Berührung mit dim Feind aufgenommen. Die Haltung der Truppen von General Nogues ist vorzüglich. Innerhalb von 48 Stunden eroberten unsere Truppen dreimal Mehedla turück, wodurch jede weitere Landung bei Mehedia verhindert wurde. Im Gebiet von Algier bewegt sich eine amerikanische Kolonne in Richtung Bou-Stada. Unsere Truppen Im Inneru bereiten .sich jedoch darauf vor, diesen amerikanischen Truppen heftigen Widerstand entgegenzusetzen. Unsere Truppen halten sich Im Gebiet von Blida und Kolea. In Gran, wo die Amerikaner Fuß gefaßt haben, sind unsere Gegenangriffe sehr rfcge. iO feindliche Maschinen wurden zum Absturz gebracht. Generalgouverneur Chatel, der seinen Posten unter sehr schwierigen BedingunKen übernommen hatte, nahm die Leitung der Geschäfte in Algerien Im Namen der französischen Regierung In seine Hände. Fr Ist Uia »Seele des zivilen Widerstaiwi&ik«. sctilffe vor der franiötlschen nordafrikanischen KUste neue Erfolge. Kampfflieger warfen einen Kreuzer In Brand und beschädigten einen weiteren Kreuser durch Bombentreffer; auferdem wurden acht groBe Handelsschiffe, darunter ein Fahrgastschiff von 10000 brt und ein Traneporter von 10 000 brt, mehrfach schwer getroffen. Unterseeboote versenkten einen großen Truppentransporter von 14 000 brf, beschädigten einen Truppentiansporter voa IS 000 brt durch twel Torpe«lotreffer und veralchtetaa eine Korvette. Im Nachtangriff gegen einen gesicherten Kreoiervarband wurden swel feindliche Krlegtechlffe torpediert von denen eine« explodierte, während der Untergang des anderen wegen starker Rauchentwicklung nicht beobachtet werden konnte. Britische Bomber warfen In dnr v«Tg«n-genen Nacht Spreng- und Brandborabea ntif einige Orte Nord- und Nordwcstdeutsch-lands. Dia Bevölkerung hatte geringe Verluste. Bei diesen Angriffen und bei Tagcs-anflügen an die Küste der besatrien wVbt-gebiete verlor der Feind zwanzig Flugzeuge, darunter auch mehrere viermotorige Bomber. Fernkampfbatterien der Kriegsmarine und des Heeres beschossen Dover und Folke- stone, feindliche Batterieiteliungcn an der Kanalküsto und Seeziele im Kanal. Teure Naeblangrine Berlin, 10. November Der plaxiloee Ajigriff britischer Flug^seuge auf nordweetdeutachea Gebiet In der vergangenen Nacht stieß auf auf^erordentllch starke und gut geleitete Abwehr. Flakar-tliierie der Luftwaffe, Marlnea.rtillerie und Naobtjägar fUften dem Feind hohe Verluste HU und brachten nach bleher vorliegenden Meldunfen 16 tn-itiache Bomber, darunter mehrere viermotorlj^fe, zum Abeturu. Feindliche Flieger, die sich mit dem Fallechlrm retten konnten, gerlelen in deutsche Gefan-genaohait. Der bereite vielfach bewährte Ritterkreusträger Oberleutnant fteckir erzielte dabei «einen 40. Nachtjagdsieg. Zu dieser Abacbußzahl konxnien vier weitere viermotorige Bomber, die am Nachmittag des ö. November an der weatfran-zösischen KiLsle abgeschossen wurden. Damit verlor die britische Luftwaffe im Laufe von nicht gana }14 Stunden Im westlichen Kampfraum 20 Flugzeuge. Briten vsn inserei Nachlmtni lalgekaHen Neue Erfolge der Luftwaffe und U-Boote gegen die amerikanische Landungsflotte Berlin, 10. Novamber Nach deo beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen haben sich deutsch-italicnischü Truppen unter dem iSchutz Ihrer Nachhuten am 9. November weiter nach Westen abgesetzt. Der nachdrängende Feind konnte In schweren Kämpfen von den deutsch-italienischen Deckungsverbänden aufgehalten werden. Es Ist den Briten also nicht gelungen, unsere Truppen am Loslösen und am erneuten Festsetzen zu hindern. Die häufigen Wolkenbrüche der beiden letzten Tage haben die Umgruppierung unserer Kräfte erleichtert, die Briten jedoch gezwungen, ihre Panzer und schweren Waffen auf dem festen Gelände der Küstenstraße zu konzentrieren. Gescheiterte englische Umgehungsversuche In diesem verhältnismäßig schmalen Raum stieß der Feind nach Westen vor. Dann mußte er vor dem zähen Wideritand unserer Nachhuten seinen Angriffskeil bis zum Meer und im Süden bis an die Bergterrassan im Innern der Wüste verbreitern. Auf den verschlammten Wüstenwegen blieben aber Panzer und Geschütze stecken, so daß ulle Umgehungsmanöver erfolglos blieben. Wo die Briten die deutschen Sicherungen erreichten, empfing sie schweres Feuer. So konnte der Feind weder die sichernden deutsch-italienischen Verbände von Ihren Verbindungen mit den Hauptkräftea abschneiden, noch diese Nachhuten tiberwinden. Abgeschnittener llalienlscher Verband befreit Während der Kämpfe bei Marsa Matruk konnta aina deutecha KaApfgruppa Funkverbindungen mit alnem abgeschnittenen Verband aufnehmen. Sie erfuhr hierbei, daß etwa 80 Kilometer südostwärt« vor ihr Italienische Truppen RjagelStellungen belogen hätten und Ihnen der Brannstoff auszugehen droha. Darauf stieß dar Kommandeur das deutschen Verbandes sofort mit sämtlichen Fahneugen und salnan Vorräten an Baniin, Wasser, Munition und Lebensmitteln In dar bezeichneten Richtung vor. Schwächere britische Abteilungen, die Ihnen entgegentraten, wurden überwältigt Kur« darauf drang der deutsche Verband la die britische Riegelstellung ein und brach den EinschllePungs-rlng auf. Die Briten sogen lich unter der Wucht des Angriffs surück. Bevor nocb der Feind zum Gegenstoß antreten konnte, waren die Italienischen Fahrzeuge bereits aufgetankt und hatten schon den Marsch fu den deutschen Auffangsstellungen begonnen. Dort trafen sie Im Laufe der Nacht so recht-zeltig ein, daß sie nocJi an den erfolgreichen Nachhutkämpfen des IG. November tell-nehman konnten. Von Wesentlicher Bedeutung sind auch die Erfolge unserer Kampffliegergeschwader, die sie im Verein mit unseren Unterseebooten gegen die Schiffseinhelten der amcrikanlsch-britischen Landungskräfte in den Gewässern nördlich Algler erzielten. In mehreren Wellen wurden die Bombenangriffe auf die feindliche Kriegs- und Transportflotte bis vor ai% Reede von Algier vorgetragen. In der Nacht Marturfer Zeihinf« 11. Novcipber 1§42 Numtner 315 Niederlagen schadlos zu h4]t«n. Die folgende Aufstellung der briU«cb>9merik4oischeD Gewaltakte und Völkerrechttbrüclie gegeoOber Frankreich mag hiervon Zeugnis ablegen. Am 35. Juni 1940 erklärte England die Blockade gegen Frankreich, um den einstigen Verbündeten durch Hunger zur Er» füllung der britischen Forderungen zu zwin-qenr die auf eine Ausliefening der französischen Flotte und eine Abtretung seiner Kolonien hinausliefen. Am 3. Juli J940 überfiel ein starkes brit.i-«fhr« Flottengesrhwader den algerischen Hafen Oran, um die dort vor Anker liegen* dfn französischen Kriegsschiffe zur über-gäbe aufzufordern. Als diese abgelehnt wurde, bombardierten die Engländnr die Stadt, vernichteten das Panzerschiff „Bretagne" und beschädigten das Schlachtschiff „Dunkerque" sowie zwei weitere Kriegsschiffe schM'er. 1500 französische Matrosen bezahlten den verbrecherischen Anschlag dfr Engländer mit ihrem Leben. Zur gleichen Zeit wurden die in englischen Tidfcn liegenden französischen Kriegsschiffe „beschlagnahmt". Darunter befanden sich 2 Schlachtschiffe, 2 Kreuzer, einige Zerstörer und U-Boote sowie über 200 kleinere Einheiten. Wenige Tage darauf wiederholte sich der gleiche Gewaltakt gegenüber den im Hilten von Alpxandrla sich aufhaltenden französischen Schlachtschiffen, die entwaffnet und deren Besatzungen interniert wurden. Am 8. Juli wurde das Iranzösische Schlachtschiff ,,Richelieu" auf der Reede von Dakar von britischen Seestreitkräften übertallen und schwer beschädigt. Ende August 1940 erklärte die Londoner Regierung zur Deckung des gaullistischen Aufstandes in Französisch-Aquatorialatrika ein „Wirtschafts-Protektorat" über diese Gebiete. Im folgenden Monat wurden die fran-Kösischen Inseln der neuen Hebriden und NeukaledonifQ unter englisch-amerikanische Kontrolle gebracht. Am 23. September 1940 erfolgte ein Angriff englisch-gaullistischer StreitkrSfle auf Dakar, wo nach Ablehnung des an den Gouverneur gerichteten Ultimatums mehrmals Landungen versucht wurden. Als diese fehlschlugen, zogen sich die Angreifer wieder zurück. Am 10. November überfielen englisch-gaullistische Truppen die französische Kolonie Gabon im westlichen Äquatorialafrika wnd nahmen die Hauptstadt Libreville samt ihren Hafen in Besitz. Englische Seestreltkräfte griffen am 30. März 1941 in französischen Hoheitsgewässern zwischen Nemours und Oran vier französische Handelsschiffe an, die sich jedoch in den Hafen von Nemours flüchten konnten. Küstenbatterien und Luftwaffe vertrheben die britischen Piraten. Im Mai dieses Jahres gab die Regierung in Vichy bekannt, daß die Engländer seit dem Waffenstillstand 14.1 französische Schiffe geraubt haben. Am 8. Juni 1941 begann der britisch-gaullistisrhe Überfall auf Syrien, dessen französischer Befehlshaber nach opferreichem Widerstand am 14. Juli kapitulieren mußte. Im August wurde an der Nordostküste Afrikas die Blockade über Dschibuti verhängt. Ein Versuch der Eroberung Fran-zösisch-Somalilands Ende Oktober scheiterte an der tapferen .Abwehr der dortigen Garnison. .Am *2. November erfolgte die Kaperung von fünf französischen Handelsschiffen an der südafrikanischen Küste, Mitte Dezember 1941 wurden sämtliche in nordamerikanischen Häfen liegenden französischen Schiffe be-Kchlagnahrat. Ana 4. März 1942 erfolgte, nachdem zahlreiche Angriffe britischer und amerikanischer Flugzeuge auf französische Städte schon große Opfer unter der Zivilbevölkerung gefordert hatten, ein Terrorangriff auf Paris, der in den Wohnvierteln der Stadt erheblichen Schaden anrichtete. Hunderte von Toten wurden unter den Trümmern ihrer Häuser begraben. Am 5. Mai landeten englische Truppen auf der Insel Madagaskar, wo sie die wichtigsten Hafenstädte besetzten. 24 Stunden nach dem Wailenstillstand auf Madagaskar schritt nun eine amerikanisch-britischc Flotte zum Angriff auf die franzö-t.ischen Besitzungen in West- und Nord-flfrika. Die Liste der verbrecherischen Anschlage der alliierten Kriegsverbrecher gegen das Völkerrecht und ihr ununterbrochener Raubkrieg gegen den einstigen Verbündeten wurden damit durch den infamsten Gewaltakt gekrönt. „Frankreich und seine Ehre stehen auf dem Spiel!" — rief Marschall Petain dem französischen Volk zu, als die Nachricht von dem ruchlosen Angriff der Amerikaner in Vichy bekannt wurde. In der Tat: Während Deutschland dem unterlegenen Frankreich in ritterlicher Weise begegnete und Ihm die Möglichkeit einer inneren Wiederauferstehung, einer Eingliederung in das neue Europa und einer Verteidigung seiner Kolonien ließ, traut Roosevelt Frankreich die Ehrlosigkeit zu, das gegebene Wort zu brechen und endgültig als Kolonialmacht abzudanken. Wenn Petain daher den amerikanischen Appell zurückwies und die Abwehr der feindlichen Invasion befahl, so handelte er im Interesse jenes Frankreich, das sich aus dem Zusammenbruch ein gesünderes Nationalgefühl und das Bewußtsein gerettet hat, daß es in der Zukunft als Mitglied der europäischen Schicksalsgemeinschafl noch eine Mission zu »•rfüllen hat. Frankreichs Schicksal liegt heute erneut auf der Spitze des Schwertes, »u dem Frankreich nun greifen mußte, um sich gegen den Verbündeten von gestern zu wehren, der als Räuber und Mordbrenner in französischet Land einfällt. Marschall Petain ubernlmint den Oberbefeld D«r franiötisch« Widmtand gagm das tchamlosa britlsch-amarikanische Vorgal^n „Afrika gahört lu Europa und nicht lu Amarlka^ Vichy. 10. November Wie offiziell bekanntgegeben wird, hat Marschall Petaio den Oberbefehl über die Land-, Luft- und Sce«itreitkräfte übernommen. Das Büro des Staatschefs teilt mit: Um 12..90 Ulir hat Marschall Potain folgenden Entschluß gefaßt;. In Abwesenheit von Adiniral Darlan übernehme ich ab heute den Oberbefehl über die Land-, Luft- und Seestreitkräfte. Für den Augenblick gibt es nur eine Losung, d. h. jeder erfüllt seine Pflicht in Ordnung, Ruhe und Disziplin. Elnz«theUeii Uber dJe Käiupie Um Oran gehen sporadische Kämpfe weiter. Die amerlkani.sche KinschlieBung um die Stadt schließt sich enger. Der Flugplatz De La Senia wurde nach einem Bombardement besetzt. Andererseits wird Mers el Kebir von den französischen Truppen weiter gehalten. Im Laufe des nachmittags griffen Küstenbat-terien ein und Wiersen zwei große Kriegsschiffe der Amerikaner zurück, die versucht hatten, sich dem Hafen zu näliern. Nach einer weiteren Meldung aus Algier sind am Dienstag um 11.45 Uhr amerikanische Panzer in Oran eingedrungen. Die Landungstruppen besetzten den flügel und das Fort Santa Cruz, das die ganze Bucht beherrscht USA'Botscbaftspersonal anter Überwachung Das Personal der USA-Botschaft In Vichy sowie die bisher dort tätigen amerikanischen Korrespondenten werden, wie von amtlicher Seite mitgeteilt wurde, nach Chatel Dijon geleitet Von dort aus werden sie wahr-.scheinlich nach Pau gebracht, wo ihnen ein überwachter Wohnsitz angewiesen wird. Hier warteil sie die Ankunft des Personals der französischen Botschaft in Washington sowie der französischen Journalisten in den US.A ab, und werden dann ausgetauscht. Aul Befehl RooseveUs Kanada und Mexiko haben in der vergangenen Nacht diä diplomatischen Beziehungen zu Frankreich abgebrochen. I Da Kanada keinen diplomatischen Vertreter ' in Vichy hat wurde der Abbruch der Beziehungen dem französischen Gesandten in Kanada mitgeteilt. I Die Mohammedaner NordafrUias restlos I hinter Potain . Der Botschafter des Sultans von Marokko. Si Kaddour Ben Qhabrit, äußerte sich gegenüber einem deutschen Pressevertreter zu der Haltung des Muselmanen Französisch-Nord-afrikas angesichts des amerikanisch-englischen Überfalls. Der Botschafter, der gleichzeitig Präsident des muselmani.sclien Instituts in Paris Ist und die Mu.selmanen der französischen Hauptstadt betreut, ließ keinen Zweifel darüber, daß die mohanunedanische Bevölkerung Nordafrikas restlos hinter Marschall P6tain steht. Im Namen der Muselmanen Marokkos erklärte er, Frankreich könne Jederzeit mit der unbedingten Treue des Islams rechnen. Genau wie Marokko seien auch Algier und Tunesien französischer Boden. Die Muselmanen werden sich unbedingt für die Verteidigung der französischen Interessen einsetzen. Si Kaddour Ben Ohabrit wies schließlich darauf hin, daß die Muselmanen angesichts des amerikanisch-englischen Angriffs auch keineswegs ihre Gefühle gcfcn Frankreich änderten. Tausende und Zehntausende von Muselmanen hätten ihr Blut für Frankreich vergossen und seien bereit, dieses Opfer angesichts des herausfordernden Ainsrlffs der Amerikaner und Engländer zu wiederholen. Wie aus Sevilla gemeldet wird, erließen die Führer der mohammedanischen Glaubensgemeinschaft in Marokko über den Sender Rabat einen Aufruf an die eingeborene Bevölkerung, sich dem Kampf gegen die englisch-amerikanischen Eindringlinge anzuschließen, da diese die Verbüindeten der Gottlosen in Moskau seien. Wachsende Empörung In Frankreich Die Ereignisse in Französisch-Nordafrika nehmen auch in der Dienstag-Frühpresse Frankreichs den größten Rautn ein. »Bei den jetzigen Angriffen«, so erklärte »Petit Pari- iiiiiiiiitiiiitiiiiiiiiiiHiiiuiiiiiiiiniiiiiiiiiiyiiiiiiniiniintfiniiiiniiiifinniinniiiiifiiiiiiiiitiiiiifliiiiiiiniitiiiiinmiiiHinmiinHiiiiiininnnin RampleitsAlessei mnl siegesgewil Begeisteries Bcho zur Führerrede — Noch nie so zuversichtlich wie gerade jetzt Berlin, 10. November sien« in semem Kommentar, spielen die Amerikaner die erste Rolle, weil sie hoffen, der sogenannten öffentlichen Meinung Frankreichs angenehmer zu sein als die Engländer. Sie haben ihre diplomatische Vertretung in Vichy und ihie konsularischen Vertretungen in Französisch-Nordafrika ungeniert als Kriegsmaschine benutzt und ein Spionagenetz darau.s gemacht Ihre Konsuln in Marokko und Algler haben die am wenigsten verteidigten Punkte unserer Küste aufgezeigt damit Ihre Truppen dort später umso leichter landen könnten.« »Afrika gehört zu Europa und nicht zu Amerika« schreibt »Aujourd'hui« zu dem gleichen Thema. Alle Blätter heben gemeinsam hervor, dali Frankreich jetzt, wo es von deu angelsächsischen Mächten mit dem Krieg überzogen wurde, nicht länger tatenlos zusehen dürfe. Die Stellung Frankreichs und seine Ehre stehe auf dem Spiele. General Elsenhower bedauert General Elsenhower, der die angreifenden Kräfte kommandiert bedauerte nach dem Londoner Nachrichtendienst gegenüber Krlegs-korrespoudenten den fortdauernden Widerstand der französischen Marine und vor allen Dingen der französischen Küstenbatterien. Bedauerlicherweise halte sie die Vernichtung »des gemeinsamen Feindes« auf. Überfall auf fransöeische Zivilisten Die britische Luftwaffe hat französlacben Blättermeldungen aua Rouen zufolge v^ neuem die franaösiache ZivUbevöIkenmg angegriffen. Dieanaal griffen die engliachen Piloten mit Maschinengewehren eine Baracke in Bolbec an, in der aus Le Havre stammende bombengeschädigte Flüchtlinge untergebracht waren. Eine Französin wtirde getötet, eine andere lebensgefährlich verletzt. Die große Rede Adolf Hitlers hat in ganz Europa ein Echo der Zustimmung und der Siegesgewißheit ausgelöst Die Konsequenz der deutschen Kriegführung und die persönliche Kraft des Führers verstärken überall das Gefühl der Sicherheit, die die deutschen Waffen diesem Erdteil gegeben haben. Ebenso selbstverständlich werden die bisherigen gewaltigen Siege als Beweis dafür eingesetzt, daß sich Deutschland und seine Verbündeten auch in Zukunft nicht überraschen lassen werden. Adolf Hitler gab in seiner Münchener Rede seinem unerschütterlichen Vertrauen darauf Ausdruck, daß Deutficblaod den Krieg gewinnen wird, schreibt die dänische „Politiken". Adoli Hitler sei niemals so zuversichtlich wie gerade in dieser Rede gewesen. Er habe erklärt, daß weder von einem Kompromiß noch einem Friedensangebot die Rede sein könne. Es gäbe nur eins: Kampf bis zur Entscheidung. Trotz der ausgedehnten Berichterstattung über die Vorgänge in Nordafrika wird die Führer-Rede auf der ersten Seile der spanischen Presse in großen Auszügen abgedruckt. Gegenüber den Nachrichten aus Nordafrika, die in Spanien besonders deshalb sensationell wirken, weil sie sich in der Nähe des spanischen Hoheitsgebietes abspielen, wirken die ruhigen und energischen Worte des Führers wie ein Gegengewicht, das von einer unerschütterlichen Tatsache ausgeht. Besonderen Eindruck hat die Feststellung des Führers gemacht, daß Deutsch- selben Energie die Schlttge versetzen werde wie bisher und daß es auch In Zukunft zui rechten Zeit kommen werde. Diese Worte werden in der Hauptschlagzeile besonders hervorgehoben. Die Rede wird auch von d»n Lissaboner Blättern in sehr guter Aufmachung übernommen und mit großen Uberschriften und zahlreichen Untertiteln versehen, ausführlich wiedergegeben. „Diarlo de Lisboa" schreibt, Adolf Hitler habe vom Krieg gesprochen, um neuerlich seinen unzerstörbaren Glauben an den Sieg zu beweisen und um zu erklären, daß das deutsche Volk sich unter gar ke}nen Umständen ergeben werde. Im einzelnen, so unterstreicht das Blatt, sei tolgandes festzustellen! Obwohl Stalingrad noch nicht vollständig erobert wurde, ist der Verkehr auf der Wolga unterbunden. Das Vorgeben der Engländer in Ägypten entspricht dem in Afrika üblichen Hin und Her der Operationen. Die Landung der Amerikaner in Nordafrika wird zu gegebener Zeit die geeignete Antwort erhalten, denn schHeßllch sind die bisherigen deutschen Siege die sicherste Garantie für die Verwirklichung der vorhergehenden Ankündigungen. Auch in Japan findet die Entschlossenheit« der Führerworte freudigste Zustimmung. So schreibt u. a. die „Tokio Asahi Schimnun", Adolf Hitler hal>e in eindrucksvoller Welse die Bedeutung und die Aussichten des Krieges umrissen. Aus seinen Wortsn gehe die feste Entschlossenheit den Krieg mit allen Mitteln bis zum Endsieg durchzukämp'en, hervor. Die Rede sei umso bemerkenswerter, als darin bereits die letzten Vorgänge in land auch weiterhin dem Gegner mit der- Französisch-Nordafrika berücksicchtigt seien. VeralcMuigsscIilaclil anl fiudalcanar USA-Truppen auf engstem Berlin, 10. November Den Japanern Ist es am 8. November gelungen, die amerUcanisohen Truppen auf Guadalcanar auf engstem Raum zusammenzudrängen. Seit dem Mittag de« 8. November ist die Vemichtimgsflchlacht auf der ganzen Frontbreite entbrannt. Die japanische Marine-Luftwaffe greift mit starken Kräften in die Brdkämpfe ein und zerstört im Tiefangriff Teüe des amerikanischen Stelltmgs-system«. Allein an der bisher von den Amerikanern besetzten Nordküste der Insel wurden am 8. November 141 Bunker und zahlreiche Erdbefeatigungen zerstört. Die Amerikaner haben sich, um der Beschießung durch japanische Seestreitkräfte zu entgehen, weit in das Innere der Insel zurückgezogen. Der KriegsHchauplatz auf Guadaloanar äh. nelt dem auf der Halbinsel Malakka. Dichte Urwälder bedecken weite Strecken der Insel und erschweren die militärischen Operationen. Nur die Randgebiete an der Küste Raum zusammengedrängt und das Hochland des 2500 Meter hohen Kavo-Gebirges bieten günstigere Kampfbedingungen. Die beiden auf der Insel gelegenen Flugplätze, darunter auch »Henderson Field« sind in japanischer Hand, ebenso weite*Strecken der West- und Nordküste. An der Nordküste haben stärkere japanische Seestreitkräfte In die Kämpfe eingegriffen. Japanische Kampfflugzeuge führten auch am 8. November Bombenangriffe gogen die amerikanischen Stützpunkte im Süd-Pazifik durch. In Suva, der Hauptstadt der Fidschi-Inseln, wurden im Hafengelände und Im Mi-lltärbaracken-Vlertel umfangreiche Zerstörungen angerichtet. Eine andere japanische Kampfflleger^njppe griff die noch immer brennende australische Hafenstadt Towns-vUle an. In mehreren Angriffswellen wurde das schon durch die letzten Luftangriffe schwer mitgenommene Lagerhaunvlertel am Hafen völlig zerstört Ein «000 brt großer Phosphat-Dampfer wurde etwa 20 Seemellen ostwärts von TownsvIUe durch Bombenwurf vetaenkt. Oer FOhrw an den ROnig von Italien OlUckwunschtolegramni nun Gehortet^ Führerhauptquartier, 10. November Der Führei^ hat dem König von Italien zum Geburtstag seüie Glückwünsche mit nachstehendem Telegramm übermittelt: »Eure Majestät bitte ich, zu Ihrem heutigen Geburtstag meine heridlchBten Wünsche für Ihr perBÖnliches Glück und Wohlergehen entgegenzunehmen. In treuem Gedenken an die mit uns in enger Waffenbrüderschaft kämpfende italienische W^r-macht verbüide ich auch aus diesem Anlaß damit meine aufrichtigsten Wünsche für eine glückliche und ruhmvolle Zukunft Italiens. Adolf Hitler.c Nene dSnlsciw Hegiernno Kopenhagen, 10. November Die bisherige dänische Regierung ist zurückgetreten. Die Leitung der neuen Regierung hat der bisherige Außenminister Erik v. Scavenius unter Beinehaltung des Außenministeriums übernommen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Kriegsmlnister Brorsen, Justizminister Thune Jacobsen, Minister för Handel, Industrie und Schiffahrt Halfdan Hendrik-8en und Landwirtschaftsminister Bording. Unter Vorbehalt einer neuen Umgrenzung der Arbeitsgebiete M'urden das Arbeite- und Sozialministerium und das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr je in zwei selbständige Ministerien aufgeteilt. Der bisherige Minister für öffentliche Arbeiten und Verkehr, Ounnar Larsen, übernimmt das Ministerium für öffentliche Arbeiten in seiner neuen Form. Der bisherige Arbeits- und So-zinlminister Kjaerboel übernimmt das Arbeitsministerium in seiner neuen Form. Der bisherige Unterrichtsminister Joergen Jocr-gensen übernimmt das Innenministerium. Neu ^ ernannt wurden der bisherigeDenartement^ichef I im Kirchenministerium Kragh-Holboell zum ' Kirchenminister, der bisherige Chef der Abtei- . lung im Finanzministerium Kofoed zum Finanzminister, der bisherige Unterrichtsinspektor für Gymnasialschulcn Dr. Hoejberg-Chri-stensen zum Unterrichtan)inister, der Folks-ting-Abgeordnete Elgaard zum Verkehrsminister und der Vorsitzende der dänischen Gewerkschaften Laurits Hansen zum Sozialminister. lleglemngsnniUldnng in Serbien Belprad, 10. November Der serbische Ministerpräsident Milan Ne-dltsch hat sich entschlossen, seine Regierung umzubilden. Die neue Regierung setzt sich wie folgt zusammen: Präsident des Ministerrates: Milan Nedltsch; Innenminister: Tana-slhe Dinitsch; Unterrichtsminister: Vellbor Jonitsch; Justizminister; Bogoljub Kujund-jltsch; Finanzminister: Duschan Djordje-witscli: Wirtschaftsinlnister: Dr. Milorad Ne-deljkowrt.sch; Minister für Landwirtschaft und Crtiährung: Inc. Radoslaw Weselino-witsch: Post- und TeJegraphenminister: Josif Kostitsch: Verkehrsminister Djura Dokitsch; Minister für Sozialpolitik und Volksgesund-iieit: Stojinur Dobrosawljewitsch: Bautenminister: Ing. Ognjen Kuzmanowitsch. Drack and Verlag: Marborirer Verlas»- and Druckerai-Qu. m. b. H. — VerlarsttitoDE. Ctoa ßaumfrartner; HauDlschriltleller: Antnn Oftnchack. alle lo Marburg a. d. Drau Badtfasse 6 Zur Zelt Ulf Anxeliten die PreKll.«te Nr. ? vom 1. Juli 190 tUltig, Ausfall der Lieferuag dei HIaties b«l höherer Oewalt oder Betrirb^ttfiruni ribt keinen Anapruch auf SUckxablunt dci Beiagtgeldea Nummer 315 »MafburRPf 7eitunpRote Barrikade«. Eben wird der »Rote Oktober« angegriffen — das war also vor mehr als einer Woche. Damit hat sich nun der junge Leutnant henimgesclileppt. >Ich konnte doch die Kompanie nicht allein lassen, nachdem der Chef verwundet war.« Jetzt geht es aber nicht n*hr. Das Gesicht ist sehr schmal, und der zusammengepreßte Mund verbeißt nur zu deutlich die Schmerzen, Der Fahrer des Wagens trägt über der Hand einen dicken Handschuh. »Da in der Hand steckt noch ein Splitter drinnen« von' der gleichen Granate wie beim Leutnant. Muß ich mir einmal gelegentlich raiisholen lassen.} Wegen so einem hißchen gehe ich doch nicht ins Lazarett.« Daß es jetzt auf jeden ankomme, hat er noch hinzugesetzt, aber das sagte er nur so nebenbei, ohne viele Worte darüber zu verlieren. Denn die Kämpfer von Stalingrad reden nicht viel. Der Wille, sagt Claiise-witz, ist die höchste Macht auf Erden. Mit dieser Macht hat in Stalingrad der deutsche Soldat die Schlacht der Cinzelkämpfer durchgefochten. Der Sieg muß ihm gehören. Kriegsberichter Dr. Friedrich Wagner, PK ScIiurl-HildcrüicriM-M Sturzflug auf feindlichen Frachter Das deutsche Karapfflunzeuq hdt duf dem veilen Ozean ein feindliches Schiff aufgespürt und stürzt nun darauf, um es .^it seinen Bomben zu vernichten PK-Aufnahmo: Kriegsberichter Sietrich (Wb) Ein Opfer unserer schweren Flakartillerie Dioser Anblick bot sich am Morgen nach einem völlig zerschlagenen sowjetischen Durchbruchsversuch rung ihres Feldwebels einfach wegwischen, auslöschen in diesem Inferno? Auch der Feldwebel stellt sich diese Frage, seine Gedanken arbeiten blitzschnell. Es gibt da nicht viel zu wägen und Möglichkeiten abzuschätzen in einem Augenblick, der die Entscheidung verlangt. Er wagt das unvorstellbare, er tritt zum Gegenstoß an. Was ist noch bei ihm? Nur ein Unteroffizier und ein Mann. Sie sprmgen auf, stürzen sich den Angreifern entgegen. Dem Feldwebel erlahmt fast der Arm beim Werfen von Dutzenden von Handgranaten. Das Unfaßbare tritt ein: der Angriff des ganzen sowjetischen Bataillons zerschellt an einem mutigen Entschluß. Die Flanke des Regiments ist gut gedeckt: drei deutsche Soldaten, drei Kämpfer von Stalin-^ad, haben sie gehalten, in selbständigem Gegenstoß gehalten. Die Summe der tapferen Herzen In der Schlacht von Stalingrad werden die beiden Gegner sichtbar vor aller Welt noch emmal auf ihren wahren soldatischen Wert geprüft. Das Schicksal aber neigt die Waage dorthin, wo die tapferen und pflichttreuen Herzen in die Waagschale geworfen werden. Das grimmige Trotzallem des wahren Solda-tentums, gewachsen aus dem Bewußtsein, noch der Hölle den Sieg zu entreißen, fand seine höchste Bewährung. Bomben wUliien die WUsta auf In Nordafrika, 10. November Daa Ringen an der ägyptischen Front hat s^ier unvoratollbare Ausmaße angenommen. Erbittert, verbissen imd zäh sind die Kämpfe gegen die materialstarken feindlichen Vonetösse. Panzersturm auf Panzersturm brandet g^en die deutschen und ita-lleniachen Stellungen. Es geht nicht um Verteidigungslinien, sopdern darum, den überstarken Angriffen 'den Stachel zu nehmen, den Feind zu schwUchen, seine Kraft zu brechen. Deutsche und italienische Truppen stehen in enger Kameradschaft in dieaen Bewährung.sfltunden. Mitternacht iat längst vorüber. Noch ist es In den weit um den Wüstenflugplatz verstreuten Zelten ruhig. Fahles Mondlicht liegt gespensterhaft über den gelben Sand-hügeln. Kühler Wind streicht vom Meer herein, zerrt an den Halteseilen der Zelte, faucht unter den gespannten Planen. Ein seltsamer Gesang im Einerlei der Wüsien-nacht. Dann dröhnen dximpf und grollend Artillerloabschüsse von der Front her. Flak ballert los. Ein höllisches Konzert hebt an. Die Nacht bebt und zuckt unter dem Gesetz dea Wüatenkampfes. Dann wird es in den Zelten lebendig. Schlaftrunken verlassen wir die Zelte. Einsatabesprechung' im Zelt des Kommandeurs. Eine Lampe spendet spärliches Licht. Hauptmann J. kniet vor einer Karte, deren Zeichnung kärglich zu erkennen ist. Mit klarer und bestimmter Stimme gibt er die EinsatzbefehJe. Bald darauf starten wir. Wir fliegen an der Küste entlang. Deutlich sehen wir das Feuer an der Front. Leutnant T., unser Flugzeuführer, sitzt sicher an seinem Steuer, er weiß, wag er aus seiner Ju. 88 herausholen kann. Unsere Augen suchen wachsam im unsicheren Licht dieser Nacht. Vorn an der Küste tauchen jetzt einige Salzseen auf, und dort ist jener, der da.s Merkmal für unseren Einflug auf das Land ist. Da und dort liegt rotglosendes Licht der Wüste, EXs mögen brennende Panzer, Lager oder S^tellungen sein, die Kampfflieger vor uns erlolgreich angriffen. Die Luftwaffe läßt dem Feind keine Nachl der Sammlung, ununterbrochen folgt Angriff auf Angriff. Sie stört seine Angriffskeilo, zerschlägt Bereitstellungen. Bomben withlcn die Wüste auf. Inzwischen ist Leutnant T. auf seinen Ztelraum eingekurvt, m dem britische Panzer liegen. Tiefer drückt er die Ju. 88 nach unten. Jetzt ist es so weit! In langer Serie fallen unsere Bomben, entschwinden schemenhaft... Sekunden verstreichen, Darm ein Streifen blitzender Detonationen, ein sprühender Feuertanz — — Vernichtung und Verwirrung herrschen nun dort unten. Wir fliegen Kurs zurück. Un.ser Auftrag ist erfüllt. Andere Kampfflugzeuge ziehen feindwärtfl, immer wieder. Der neue Tag steigt im Osten heraitf, drängt das Dunkel zurück. Plötzlich taucht hinter unserem Flugzeug ein feindlicher Jäger auf. Zuei-st als dunkler unwirklicher Strich, dann zunehmend größer werdend. Unheimlicli kommt er näher. Schon rattert das MG in der Bordwanne los, fliegt in rasender Folge Garbe um Garbe dem feindlichen Jäger entgegen. Jetzt wendet er, dreht nach oben. Der Funker, Unteroffizier S. schießt. Ein gezielter Feuerstrahl zischt dem Feind vor die Nase. Da dreht er ab, verspürt keine Lust, noch einmal anzufliegen. Wir landen glücklich auf unserem Feld-flugplatz. Der Tag brlng't ein grandioses Schauspiel. Stuka starten zum Tageseinsatz gegen Britenpanzer. Flugzeug um Flugzeu» braust über die Wüste, Sand wühlt sich mit langen Fahnen hoch. Über dem Platz aanuneln sich die Plugzeuge, Kette reiht sich an Kette zu einem stolzen Verband. In den Lüften dröhnt und braust es in ehernem Klang. Eng geschloissen ziehen sie dem Feind entgegen. Das ist der fliegende Panzertod! In kurzer Zeit werden sie «ich auf die britischen Panzer stürzen, wilden Raubvögeln gleich, 'vor denen es kein Entrinnen gibt Kriegsberichter Josef Laschober, PK Zum raubwitchen UsberfaH Englandi und der USA aul Frankreich« nordafrikanische KUste Ol* «uioedehnten HaIenanla0o» von Or«n Bück aui Stadt und Haien von Algier Scherl-Oiidcriliehst-M. Seite 4* •>Marburger Zeitung« 11. November 1Ö42 Nummer SIS Vtik md Jtaftat UM CrWirtichcr Tlieatcrabend der ^fel-temt>»scfrah etrtsc^ri Haivs ein# bedachte Vorttel-It'nf. Zur AtiffÄhrmii ^Tait^te das belraqntc l.iLstsptc! »Lirmnazt \'a£ühwnJttSA voo Ne-stroy. Dank rftir piffr und der Spicffrfndlj-ie Spfcfer haben seit ihrem letzte a Auftreten in CMfi recht erfreuliche Port^ichritte verzeichnen, so daß au^ dAr freizeit-;;cstaftin'j der Sannstadt bald nicht mehr \\"egzurfenken sein werden [m »1-umpazt \ afabrnidasi hatten diesmal besonders d^e Streuen der nrnpp«. Wafner. Sneiden tind I.ach.OeIeten?ieit,arTcReKLiel:«ls Staatsrat /Ciestler sprach V\ei>n in Wcm.ir beim Dcutsciien l>ichter-treifen I94i nach der Rede, m der Hermann linrte Lehen und Werk des Dichters, IJta-rr.rhistorikcrs und \'orKätnMe''s für eine völkische rrneuerijnjf Deutschlands. Adolf Bartels'. anfÄe=}jte und deutete, das Parkett von r>ichtern «i'cli spontan erhob, um den Mann /(t ehren, der-ain 15. November ncht^i« .lahre .•Ir \^*ird und der sein san^es Leben lang den kleuf.schen Diciitcrn von heute ein wnhrer Wejrbcreiter gewesen i^t. so zei^t-j sich in lüeser (iesic die Liebe und Verehrniij; die sie rar den iirci5.cn Vorkämpfer empf'nden. t-iebe und Vcrehrnns: sind es. die nun, da der (itburtsta« näher rückt, in vielen Städten hcnlschlands I'eiern veranstalten. So hat!': riuch die Abttihinz ZP-Kulturpresse der Pres-'«■abterlunff der Reichsregierunz im Reichs-iTiinistfrium für \'olksanfk1äritng und Propaganda TM einerrf Presseen^pfanji /.« Ehren \on Adolf Fiariels im Hotel ^Kaiseihof« s:e!a-lien. Hs war Staatsrat Dr. II. S. Zie^fer, (le-neralintendant des Nationaltheaters in Wei-TTiar. der sich selbst einen Schüler und Freund Adolf Bartels' nennen darf, der es unterrahm. Leben und Werk des Mannes ^u deuten und in seiner (jrößc darzustellen, der er dnmrnc Teufel'. Ministerialrat Bade von der Abteilung Kul-turpresse. der schon auf die besondere Be-('eutuj? des rmpfans:es einlegend hinsewie-sen hatte, dankte Staatsrat Zrejjler und Schauspieler Stamm, ein Dank, in den die /uhftrer lebhaft einstimmten Was unt«ro Soldaten singen Von alten und neuen Kampf- und Volksliedern Au« d«m Eriebitte dea Tftfes. (l«m Kampf, der Gemeinschaft unil KameraUachaft, aua dem OlanhfTi an (J^'n Sieg unserer Wehrmacht und aus der Kraft nationalsozialiati-schrr Weitanschaming erwachen eine neue Volksflir-htung und eine neue zündende Musik, hl frtschem, mutigem Takt. Wir spüren es In je<^er Rundfunksendung, im Gesang unserer Janiren und MJldel, daß die Natur-krai't unserer Verse und Ihrer Melodien stärker Ist als ihre musikalische oder literarische Tendenz etwa. Das Volkslied hat die Entfremdung von Bllfhmgsschlcht und Gemeinschaft beseitigt, neben romantisch gefirtten Strophen In schönen Versen wn rfem Inhalt der deutschen Geistfspeschichte Kenntnis gegeben, im Begrifflichen jedoch als geistige Kampfwaffe die edlen charakteriichen Werte herausgestellt. Die vielen Aiißeringen anonymer SchiVpfer, die im Volkslied und Im Volksmärchen zu finden sind, die Lieder im Volkston, die von Buben und M?ldPln gesun-sren wertien. deuten auf die Zeichen ihi-er Zeit. Jene Lieder nun. die den soldatischen Mtit, die Tugenden de» Lsndknerhts besingen, zeichnen sich durch kl^hnen Schwung imd unerbittlichen Siegeswillen aus. Sie hat der Sturm des St-hlek.sals nicht zerfetzen krtnn?n; sie smd im Herzen des deutschen Volkes ver|rraben. jFrisch auf, mein Volk! Die Flammenzelehen muchen — hell atis dem Norden Pricht der Freiheit Licht. Du sollst den Stahl In Feindeshwrxen tauchen; frisch 4uf, priein Volk *- di« FUmmen zeichen rtpchen«. heißt es bei dem Dichter der Freibeitl^efe, Theodor Körner, der die Kraft <ät$ Siogvs und mit den Versen »Der Himmel hilft, die Hölle muß uns welchen! Drauf, wackrea Volk! Drauf, ruft die Freiheit., drauf« das Bekenntnis eines von den Idealen getragenen, von nationalen Problemen um-drftnf^en Mt-nnes ftU8spriDcr Gott, der Eisen wachsen lieft, der wollte keine Knechte, drum gab er Sil bei, Sehwert und Spieß dem Mann in seine Rechte, drunrt gab er ihm den kühnen Mut, don Zorn der freien Rede, daß er bestände bis aufi Blut, bis in den Tod die Fehde.f Darüber hinaus finden wir in Goethca >Hc'deröslein«, IThlanda »Guter Kamerad«, Hauffs »Lied vom Morgenrot«, in K^imera hwrllchem Volkallad »Lützowj \^ilde Jagd«» in Schillert srroQartlgem, kühn auffeschwün-genem Lied« »Die Schlacht«. Zeichen und Bilder der Zeit und Ihrer Lebensli^nachatiunc. Zu allen Epochen wuchsen dl^ Leidenschaften des Kampfes, zu allen Zelten sind aber auch die Dichtungen und Lieder, die in diesem Kampf entstanden, von. Generation zu Generation getragen worden. Unsere Krlegadichtergeneration: Walter Flex, Hermann Löns, Richard Euringer, Rudolf G. Rinding. Heinz Steguwelt, Heinrich I^rsch, BogLslaw von Selchow, Hermann Claudius und 'die Dichter der Kampfzeit; Baldnr von Schirach, Heinrich Anacfcer, Herbert Böhme, Herybert Menzel, Han.^ Ferdinand Maaßmann, F. K. Oinskey, Kurt Eg-gers haben in ihren Gedichten einen neuen Geist besungen und in den Stunden innerster Erhebung den heldischen Weg beschritten, den unser Volk geht. Die Verbreitung und Popularisierung all der schönen Volkslieder — sie sind musikalisch von Friedrich Sllcher, Brahms, Wolf jMm verarbeitet worden — ist stärker, als man gemeinhin annimmt. Heute nun überträgt der Rundfunk aus den Kameradschaftsabenden der Wehrmacht Volksweisen, die durch ihren Humor wie durch ihren unerschütterlichen Fanatismus ; erfreuen. Die immerwährende Bereitschaft des Soldaten, eine Idee hochzuhalten, prfigt sich im Gemelnschaftserlebnis aus. Aus der engen Kameradschaft auf einsamer Feldwache kommen diese kraftvollen Lieder, In denen sich deutscher Wehrgeist, Treue und Einsatzbereltschaft symbolhaft verkörpern- Manches alte Liedchen wird an der Front gelungen. So wie im Weltkrieg das Lied »Annemarie« durch die Reihen zog, dringen nunmehr tönende Melodien an unsere Ohren, die zum besten deutschen Volksgut gehören. »Erika« und das England-Lied kennt Jeder Deutsche. Die Narrheit der anderen Welt durch sprühenden Witz tu entblößen, die eigene iö-aft, die Genieinschaft, den Willen, das Höchste zu wagen, von dem Erlebnis den Inhalt des Schaffens zu nehmen — das sind die Themen unserer neuen Soldatenlieder. Kun.stvolle Strophen im Ton der Volkslieder künden von der Sprache der Natur. Sie sind reich an Einfällen und können sich mit den schönen und alten Reimen messen. Sie sind Auadruck einer neuen Kultur, männlich und stark, Zeichen des nationalsozialistischen Volk-Geistes. Dr. Kurt Varges r Oenertlmiiftlkdtrektor Albert ntcli Btm-ttv berufen. Oencralmusikdircktor Herbert Alhert von den Württembertischen Staats-theatern Ist ats Nachfolger der von Qeneral-nnisikdirektor Philipp VVuest int C'nyerne'h-men mit dem Gauleiter Hanke aU Opcmdi-rektor an die Städti.schcn Bühnen in Breslau und als Leiter der Schlesischen Philhar- iDDves Gnropa, Eine nimschau der Hltlet^gend »Junges Europa« heiftt die FUmachEtt, die allmcnatUcb von der Reichsjugendführung geareht und mit der Wochenschau gekoppelt wird. Bereit« die zweite Schau dieser Art ist ee, die seit Montag erstmAllf In den Marburger l-(icht.spieltheatem läuft. Schon dieser eine Filmstreifen läßt erkennen, daß es sich hier um mehr als einen Interessanten Versuch handelt. Die Arbeit der Jugend eines ganzen Kontinent* soll gezeigt werden. Diese zweite Filmschau zeigt Aufnahmen von der noi wegischen und der spanlichen Jugendbewegung scheinbare Kontraste und doch In allen Gesichtern der gleiche entschlossene und starke Ausdruck, Im Vordergrund steht natürlich die Arbeit der Hitlerjugend. Wir sehen sie bei einer Einsatzübung der Nachrichten-Hitlerjugend, beim Fabrlkdlcnat, bei der Erntehilfe, der KtlegsgräberfUrsorge, der Kinderlandver-achickung und beim Sport. Ein Teil des FUmstreifeiis Ist dem Gedenken des Hauptmanna Marseille gewidmet, der — selbst aus den Reihen der HJ hervorgegan^n — bei .seinem letzten Urlaub Im Kreise von Berliner Hitlerjungen gezeigt wird. Die »Moralpauke«, die in unterhalUamer Weise den Kampf gegen dl« Meckerer und Gerüchtemacher führt, bildet den Schluß der Filmschau, die eine auagezeichnete und erfolgversprechende Arbelt darstellt. I Gretel Stühler monle bertjfen worden. Oeneralmnsikdircktor Albert hat mit Znstimmung des Reichsstatt-halters in Württemberg die Benifang angenommen und wird mit Beginn der nlchsten Spielzeit seine Tätigkeit in Breslau aufnehmen. Albert Ist besonders bekannt geworden durch die Gründung der internationalen Musikfeste in EJaden-Baden, imMn Kfiiplieil tn evnnilisclicii RinurkreisR Das deutsch-rumänische Kulturabkommen Seit riem November 1940, als die ersten j Lehreinheiten ,c!er deutschen Wehrtnacht-rnission in Bukarest eintrafen, sind zwei Irthro vernangen. Aus dem Bündnis wurde die Waffenbrüderschaft, aus den wirtschatt-lichcn Vereinbarungen die enge wirtschaftlich« Zusammenarbeit. Mit den deutschen Soldaten und Kauneuten kamen aber auch duS Bucli, der Film und das deut- sche Theater nach Rumänien, dessen geUtlae t^berschicht bis dahin weithin nach Frankreich tendiert halte. Von deutscher Seite wurde es .bewußt vermieden, den militärpolitischen und wirtschaftlichen Abmachungen sofort ein kulturelles Abkommen zur Feite zu stellen, obgleich das durchaus möglich gewesen wäre Man wollte erst «in gewisses Fntwicklungsstadium «rrairhen, bis man auch die geistigen Beziehungen in die Form eines Slaatsvertrages kleidete. Heute sind nun die deutsch-rumänischen kulturellen Beziehungen m eine Phase eingetreten, in der die Vertragsform als wünschenswert erscheint, Rundfunk-, Film-, Theater- und Schrilttumsfragen, Studenten-Mnd Professorenaustausch und a. m. müssen laufend besprochen werden. Der jetzt abgeschlossene Vertrag sieht die Einsetzung eines paritätischen Ausschusses vor, der abwechselnd in Berlin oder Bukarest zusammentreten wird. Den Hauptnachdruck legt der neue deutsch-rumänische Vertrag natürlich auf das Sprach- gebiet als die VorausÄtzung jedes geistigen Gedankenaustausches, In allen höheren rumänischen Schulcn wird Deutsch fortan Pflichtfach sein. Die In dem Abkommen vorgesehene Errichtung einer relchsdeu^schen höheren Schule In Bukarest, die auch rumänischen Schülern zugänglich Ist, damit sie sich auf das Hochschulstudium in Deutschland vorbereiten können, bedeutet In diesem Sinn einen weiteren Schritt. Die deutschen Universitäten zählen unter Ihren Hörem ja heute schon Hundert« von rumänischen Studenten, und deren Zahl vergrößert sich von Semester zu Semester, Die Bedeutung des Abkommens beschränkt sich aber nicht nur auf diese Einzelfragen. Auf den Schlachtfeldern des Ostens geht es ja nicht allein um militärische Entscheidun-qen, Bondcrn um den Bestand der europäischen Kultur, Wenn Rumänien jetzt mit Deutschland einen Kulturvertrag abschließt, so erklärt es damit auch deutlich seine Zugehörigkeit zum ^oBen europiisrhen Kulturkreis, zu dessen Aufbau es schon soviel beigetragen hat und dessen Förderung Ihm ebenso am Herren Hegt wie die seiner eigenen nationalen Kultur. + Max Meli EhrernnU^^tted der OrillfMiner-üeseltschatt. Die Orillparzer-Oesollschaft hat Max Meli au« Anlaß «eines flO. Geburtatages zu ihrem Eiirenmitjjiieg ernannt. UKfMUSTEIRSfk I Die UnterMtelermark bleibt für Immer deutstht Deine PflUht Ist es. Immer nur deutsth tu sprethenl mmmm mm D E SCHULD 9 INQE TOLMAIN ■OMAN ¥ON M. iMMMAtlN Lr|jeb«r-Eechts*thutt: Drei OBfHej-Vtrlag, KöPleshTÜclt ,.Du hast dich in all den Jahren nicht ein hiflrhen verSndert, Onkel Henrik. Höchstens, daß dein prächtiqes Haar noch etwas Weilar geworden Ist." „Ja, mein liebes Kind, mit vierurvdsechzig J ihren ist man ja auch kein Jüngllnq mehr. Aber sonst liihle ich mich noch immer sehr Wohl. Nur ist es manchmal recht einsam In meiner Behausung. Besonders an den Regenlagen, an denen .man nicht heraus kann. Da war es doch eine schönere Zeit, als Ihr wilden Rangen eure Ferien bei mir verbrach-tt>t. Ich denke oft daran zurück. Aber nun seid ihr groß und In alle Winde zerstreut. Und vielleicht habt Ihr euren alten Onkel langst vergessen." „Aber Onkel Henrik, wie kannst du so etwas sagen? Wir haben dich kelneafalls vergessen. Natürlich können wir nicht so (»ft kommen, wie in früheren Jahren. Das wirst du doch verstehen." „Gewiß, Kind. Ich mache euch je auch keinen Vorwurf. Aber freuen würde ich mich doch, wenn ab und zu mal Jemand von euch kontmen würde. Was macht Ihr denn sonst nochf Wie geht es deinem Mann und der kleinen Inge? Sie muß doch nun schon zur Schule gehen?" „Schon Ober zwei Jahre", antwortete Inge ausweichend. „Auch sonst können wir nicht klagen." „Warum hast du denn die kleine Inge flicht hütgebtacht?" Ingo Ferchland antwortete nicht sofort. „Vielleicht besuchen wir dich einmal in den Ferien. Inge war sowieso noch nicht in Hamburg, und wird Sich gewiß auf die Reise freuen." „War noch nicht in Hamburg?" Dor alte Herr lachte. Ihr habt mich doch schon einmal zusammen besucht. Allerdings liegt das schon Jahre zurück." „Na, Onkel Henrik, den Besuch darf man doch nicht rechnen. Inge war damals knum vier Jahre alt und wird sich sicherlich nicht mehr darauf besinnen können." „Ach so. Ich dachte schon, du wüßtest es gar nicht mehr. Aber was führt dich denn heute nach Hamburg? Oder kommst du eigens, um deinen alten, bärbeißigen Onkel wieder einmal zu besuchen?" „Ich komme mit einer Bitte zu dir, Onkel Henrik." „Die Ich dir sicherlich gern erfüllen werde", erwiderte der Justizrat. „Das heißt, sofern ich alter Kerl dazu In der Lage bin." „Das dürfte beitlmmt der Fall sein, Onkel Henrlck. Es ist kein allzugroßes Verlangen. Ich möchte dir nur einige Schriftstücke zur Aufbewahrung übergeben." Er lachte von neuem. „Und das Ist alles? Kur her damit. Ich werde sie sofort in den geheimsten Winkel meines Tresors versenken." Die junge Frau zögerte einen Moment, f»c-V(r sie sagte; ,,Ich möchte erst noch einige Zellen hinzu schreiben. Du hast doch nichts dagegen, wenn Ich in deinem Arbeitszimmer..." „Aber das bedarf doch gar keiner Frage, Inge. Du tust ja gerade, als wärest du hier fremd." Er Öffnete die Tür. „Du kannst hier ungestört arbeiten." Er ließ sie In seine Kdnzlei eintreten und rückte ihr den Schreib- tischsessel zurück. „Hier ist Papier und Schreibzeug." Dann verließ er den Raum vnd setzte sich auf den Balkon. Nach etwa zehn Minuten kam Ingi mit einem flachen Packchen und eirie^n leeren Schreibmaschinenbogen in der Hand aus der Kanzlei. „Ich muß dich noch einmal belästigen, Onkel Henrik." „Aber Kind, wie kannst du so -twas sagen", wehrte der alte Herr ab. ,,Bpitisitgen — wie das klingtl Als wenn ich nicit auch einmal etwas für dich tun könnte. Was hast du denn auf dem Herzen?" „Möchtest du mir nicht bitte auf d)esera Bogen bestätigen, daß Ich dir dieses Päckchen heute, am 4. Juni hier In deiner Wohnung zur Aufbewahrung übergeben habe?" Der alte Herr horchte auf, ließ sich aber nicht anmerken, daß ihm das alles etwas seltsam vorkam. „Aber gewil, Inge." „Dann möchte ich das Päckchen zusammen mit der Bestätigung verpacken und es dir In versiegeltem Zustand zur Aufbewahrung übergeben mit der Bitte, es niemand und unter keinen Umständen herauszugebenl Es sei denn, daß es auf mein ausdrückliches Verlangen geschiehtl" Justizrai Mergel schüttelte den Kopf. Da kam er nicht mehr mit. Was waren das für Geheimnisse? Was hatte die Junge Frau denn so Wichtiges aufzubewahren? „Das Ist ein etwa» merkwürdiges Verlangen, liebe Inge. Ich kann mir aus dem allen kein rechtes Bild machen. Aber wenn es dein Wunsch Ist, sö werde Ich Ihn natürlich respektieren. Du wirst schon delre Gründe ' Jafür hah'-n." j ,.Davon darfst du uber*engt sein, llel>'" I Ünkol Henrik." Er ging mit der jungen Frau in seine Kanzlei zurück, wo er die Bestätigung ausstellte, sie in das Päckchen legte und alles versiegelte. , Inge Ferchland atmete erleichtert auf. „Jetzt kannst du es in deinem Tresor verschließen. Doch möchte ich noch einmal darauf hinweisen, daß du es unter keinen Umständen herausgeben darfit Der alte Herr schüttelte den Kopf. „Du versetzt mich geradezu in ein Gefühl von Furcht und Beklemmung, Inge. Wenn du dreißig Jahre älter wärest, so würde ich jetzt annehmen, du hättest dein Test'iment gemacht." Sie schüttelte den Kopf. „Du weißt, lieber Onkel, daß wli dir stets großes Vertrauen entgegengebracht haben", antwortete sie einfach feierlich. .Daß leb gerade dir dieses für mich äußerst wertvolle Päckchen ^ur Aufbewahrung übergeba, ist nur ein Beweis mehr dafür, daß ich unerschütterliches Vertrauen zu dir habe! Wenn Ich dir auch über den Inhalt des Päckchen keine Auskunft geben kann, so bin ich doch überzeugt, daß du es nur henusgaoen wirst, wenn ich es selbst verlangel' „Und wann wird das sein?' Sie hob die Schultern. „Das weiß Ich selbst noch nicht, Heber Onkel. Es Ist möglich, daß es schon bald geschieht, vielleicht auch erst in Wochen oder Monaten." „Das ist ja auch gleich. Auf meine Verschwiegenheit und auch auf meine Hilfe, falls du sie brauchen solltest, darfst du jederzeit rechnen. Das weißt du la, nicht wahr?'* Sie drückte ihm warm die Hand. ,Und dafür bin Ich dir von ganzem Herzen V iiJtbar, Onkel Hejarik." t »M^rburgcr 11. NovcHuber ii#H2 Serte 3 Die Idee von Langemarck ErfMHnig «ives groBen VermSchtntsses Von Rcichsstudentenführer Dr. Gustav Adolf Scheel Wie illiähriich fcdenkt da* deutsche Sto-dententnm, mit »hm die deutsche Jujfcrid und das tanze Volk, auch In diesem Jahre wieder des Sturmes auf Eanjemarck im November 1914 Aöch fn dem jetrtfen gewaltijen Rinnen hat de! Sturm auf Langemarck in den ersten ^'!anrfemscblachten des vorigen Welthrienfes seine besondere symbolische Bedeutung behalten. Wir mt>lTen uns an diesem Tac die Tatsachen, die dem Sturm auf Langemarck zugrunde liegen, noch einmal ins Gedächtnis zurückrufen. Mit Aufbruch des Weltkriczes 1914 strömten janjce Freiwillige in Massen in das deut->^clie Heer. Unter ihnen eilte die gesamte Studentische .fugend voller Begeisterung ans den Hörsälen, Instituten und Laboratorien cier Hocfischulcn zu den Waffen, um für das angegriffene Deutschland zu kämpfen. Viele Regimenter wurden aufgestellt, die in der Hauptsache aus blutjungen deutschen Männern bestanden, die einen ganz besonderen ^^cliwuiig und ei^e begeisternde Haltung an den Tag legten, die aber natürlich gemessen an der Routine älterer und erfahrener Truppenteile, in ihrer Jugend unerfahren waren. Solche Regimenter. In denen junge deutsche \rbcitcr und junge deutsche Menschen aller Stände nebeneinander kämpften, in denen aber vor allem das Studententum besonders »tark vertreten war, kamen im November 1914 zum ersten Male in den Kampf an die Front Solche Regimenter — der Wehrmacht-bericht vom November 1914 nennt sie schlicht »junge deutsche Regimenter« — wurden bei der Otifenslvc in Flandern eingesetzt. Hier geschah dann jenes denkwürdige Cr-eiinis, das wie eine Heldensage anmutet und für Immer in der deutschen Geschichte lebendig bleiben wird. Diese jungen deutschen Regimenter, diese jungen Studenten stürmten mit dem Deutschlandlied auf den Lippen unter den schwersten Bedingungen das Dorf Langemarck und nahmen es. Sie stürmten singend zum Sieg. Viele von Ihnen fanden. wenn der Student heute in der sofialiHti&chcn Volksgemeinschaft unseres Führers steht und vorbildlich für deren letzte Verwirklichung kämpft. Die Männer von Langemarck känjpften für ein neues Deutschland, von dessen Größe and dessen innerem Wesen sie nur eine Ahnung hatten. Ihre schönsten und größten Vorstellungen sind gewiß weit übertroffen von dem, was Adolf Hitler heute bereits verwirklicht hat. Das höchste Ideal des deutschen Studenten ist CS deshalb im Gedenken derer von Langemarck im Frieden und im Kriege für den Führer und seine Beweguns zu stehen, zu kämpfen und, wenn es das Schicksal erfordert, zu sterben. Student sein, kann nicht mehr heißen, ein Vorrecht besitzen, sondern kann nur heißen, Besonderes leisten und in stärkster Pflichterfüllung und Treue der nationalsozialistischen Idee dienen. Die gesamte Arbeit des Studententums dient nicht der Vergangenheit, die vir in ihren Taten stets verehren, sie dient in stärk Gegenwart, in der wir teben, und der tv kiinft, für die wir kämpfen. Die Arbeit des Studententums dient nicht einem Stand, sie dient dem deutschen Volk. Der Student will und moB das Vertrauen eines jeden Volksgenossen besitzen, m allen Lebensgebieten, In Wissenschaft und Kultur, in Leibeszücht und Chiraktererziehnng. Durch den Einsatz in den luftgefährdeten Gebieten und in den Fabriken, überall djent er dem Ganzen. Im be- sonderen sieht er seine Aufgabe darin, den SczUlismus der Bewegung zu verwirklicheii. Neben vielen anderen Maßnahmen ist es Pflicht des Studententums, dafür Sorge tn tragen, daß ohne Rücksicht auf Herkunft und Stand jeder für die hohen Schulen des Reiches Befähigte, auch die Möglicljkeit erhalten muß. zu studieren. Audi hier gilt der Grundsatz des Führers: »Jeder Deutsche trägt den Mar^challstab Im Tornister«, Im Langemarckstudium der Reichsstudentenfiih-rung. dem anknüpfend an die Idee von l.an-gemarck dieser stolze und vernfllclitende Name verliehen wurde, geht dieser sozialistische Grundsatz seiner Verwirklichung entgegen. Schon jetzt stehen viele Langemarck-stndenten in der Bewährung des Krieges. Wir sind glücklich darüber, daß sie sich ohne Ausnahme tapfer geschlagen haben. Sehr viele junge Soldaten stehen in den deutschen Armeen, am nach dem Siege in das I.angenmarckStudinm einzutreten. Sit werden dann zusammen mit den Jüngsten als Männer, die sich im Beruf und Im Krieg bewährt haben, als Ärzte. Erzieher oder Ingenieure die großen Aufgaben des Friedens mit übernehmen. Das ganze deutsche Volk steht heute fn der entscheidenden Bewährungsprobe seiner (ie- ster Pflichterfiillang, Treue und Leistung det schichte. Fin neue» Zeitalter ist angebro m»A »k M ««KWA ^ ' ««MAM mm IM AIIA MM i 4 i I chen. an dessen Fundament wir alle mitzuarbeiten benifen sind. Jeder echte Idealist kämpft in der Bewegung, kämpft also für die neue Zeit. Möge icder Student nach diesem entscheidenden Ringen vor lie Lungemarckidee? Wie soll sich die Lan-gcmirck'dec in der Zukunft fortsetzen und erfüllen? Wir gldubcti. daß das Vermächtnis voi l angemarck allein getragen und erfüllt wird. mt. sie in die deutsche Volksgemeinschaft fflhit. Deutschland hat alle Trümpfe in der Hand, DeutschUind ist unbesiegbar geworden, leintet der Leitsatz der Versammlungswelle. Die militüTische. politische und wirtschaftliche Laoe des Reiches wird in allen Versammlungen eingehend erörtert werden. Aus dem Gehörten wird sich für jeden Teilnehmer die Zuversicht in den deutschen Endsieg noch stärken und den Mitarbeitswillen vergrößern. Wenn auch die Feinde des Reiches nun (luch in der Untersfeiermark durch verblendete Banditen Unruhe in das Land /u tragen versuchen, wenn sie auch durrh Agitation die Stimmung der heimatlreuen Untersteirer beeinflussen wollen, so h^t die untersteiri-scha Bevölkerung doch noch immer einen klaren Kopt bewahrt und so eindeutig bewiesen, dal sie weift, wohin sie gehört, wo ihre Freunde sind, die sie in eine bessere Zukunft führen, Marburg wird am Samstag geschlossen an den Versam^nlungen teilnehmen. Es soll n^ch den 40 Versammlungen keinen Menschen in Marburg geben, der nicht über alle Ereignisse der letzten Zeit aus berulenom Mun le aufgeklärt wurde. Pausenlos werden sich ab Sonntag die Versammlungen in allen Orten abwickeln, bis die Zahl von 450 voll sein wird. Tag für Tag werden die Redner unterwegs sein i;nd deutsches Gedankengut auch bis in die letzte Bauernhütte tragen. lotioieslaHong nad AiMtMimilz Ein« ArMUitaining hn Pettea«r KrtHhavi Im ßitzamgvtaAi d«t Kretahttvea von Paltau fand am 7. imd 8. November ein« Ar-tieitata^ing de« A.rbeitspoIitlacliai Amte« Hi der Bur.deaftjhrung daa Stairischen Heinvu-bundea und der Dienatatelle den Beauftragten fitr Arbeitafragen beim C%ef der Eivil-Verwaltung atatt, an der atmtlicha Kraia-amUrlHter dei ArheltafioHtiachen Amtae der Untarateiermark und die Amtsleitar dar A**-beltaäRiler der Unterateiermark tellnahma. Nach Eröffnung der Tagung durch den Lai-ter des Arbeltspolitiachen Amt« m der Bun-deafUhninf;, Pg. Oatcar Haekl, apradi Obar-regierun^rsrat Dr. Henntnfrer Uber dae Problem der Lohn^aataJtung und des Arbafis-elnsetzea. Anachltefiend aftradi dar Bund^ -amtaleiter Uber die Aufgaben und die Or, nisation dea ArbeltapolltJachen Amte« ur;J Ubar da« Zusammenwirken der gemeinaaman Aufgaben, wobei die beiondeni gelai^ertan Verhältniase der Unteriteiermark herauage-»tellt würben. De Leiter der Arbeitspolitischen Ämter In den Kreinen und die Leiter der Arbeits-Smter nahmen anachlief^end «u Wiren Aufgaben Stelhmg, wodurch die gemeiniÄmen Mnrachparolen für die kommanden Monate In kameradschaftlicher Zummmenarbeit fest, frelegt wurden. Mit der Besichtl^mg der SchuUingsbvirg Wurmberg fand die Arbelt«-tagimg ihren AbachluR. m. Zum Konzert LHa d'Albore in Mftrtnrg. Zum heutigen, sich des lebhaftesten Interesses der musikliebenden Bevölkenmg erfreu-eriden Konzertes Lilia d'Albore-Dr. ^onKor-nauth sind noch restliche Karten zum ^eist von 2—4 RM in der Verkaufsdiensetetle des Amtes Volbildung (Ecke Tegetfhoffstrafte-Ge. richtshofgasse) und an der Abendkasse erftäHt-lich, Mitglieder des Musikringes zahlen ffegeii Vdrweis ihrer Mitgliedskarte die Hälfte. m. Mit einem Jagdgewehr «ngescttossM. Der 34lährige Besitzer Rmanuel Gaube aus Spciseneck 7 bei Witschein erhielt eine Schußwunde in den Kopf ans einem .lagdge-wehr. — Die .ISjährige Fabrlksarbeitörin Aloisia Vcrtatschnik aus Guttendorf bei Marburg stürzte vom Fahrrad, wobei sie eine Kopfverletzung erlitt. — Der L'SjährIce Schüler Karl Ozepck au.s der Hans-Sacfc-Gassc in Marburg erlitt durch Sturz befm Tunieii eine Fllbogcnvertetznng. — Der 4rt Jahre E>Ite Finspännkutscher Tosef Tramschek aus der Bahnga.sse in Marbufg fiel von sefner Kutsche und verletzte sich dabei die Augen, — Sämtliclic Verletzten befinden stob tr« Marburger Krankenhause. Grasser Erfels der IMwerkeraiisstelliing In CHH CilHer Muaterscluiu wNtAr aU AnyJehungtt punkt In drei Tagen Uber 4rstf'nd stramm. Lang und dürr wucns er aus dem Bahnsteig, und ein glatt-rHEieriL- tiiMcht hatte er, worin viele Kerben w.ircn Aber wenn er ging, so war es, als ob er nicb einen Säbel trüge und Sporen, und die rot'' Kappe saß schneidig schief auf dem haarlosen Kopf, wie bei einem alten Reiter-olrer, de^ er auch gewesen war. Er war sicher sehr einsam, der Herr Stationsvorstand, und ich kann such nicht sagen, ob sein Leben einen anderen Inhalt hatte, als vor den Zügen stramm zu stehen. Aber ich weiß, daß da« Leben dieses einsamen, alten Mannes auf dem Waldbahnhof plötzlich einen anderen Inhalt bekam, Als ein junger Mann das zweite Mal auf dei,. Bahnsteiß auf und ab schritt und unji*- duldig die Ankunft des Nachmitfag.57.uges aus der Stadt erwartete, fiel es ihm auf. Dem Zug entstieg -• als einziger Pa.ssagier — ebenfalls mit großer Ungeduld ein junges Mädchen, und die Art, in der sich die beiden in stum-nif Freude begrüßten, ließ ihn erkennen, daß sie sich liebten. Abends mit dem letzten Zug fuhr sie zurück. Dann rollte der Zug ab, und der jung*.» ALinn blieb neben dem Gleis stehen und sah dem roten Schlußlicht de« Zuges nach, bis e.^ sich als Pünktchen verlor und das Schweigen des Waldes ihn und den kleinen Bahnhof wic-üer umhüllte. Und auch den Herrn Stati'^ns-vrrstand, der dann, als der Junge Mann frV stflnd und schnell den Bahnhof verließ und den diMiklen \\'eg durch den Wald heimwärt« einschlug, sorgsam die Lichter seiner Station Irt'chte. Wenn er die beiden sah, nickte er freundlich, und sie nickten glücklich zurück. Und er machte ein ebenso besorgtes Gesicht, der llerr Stationsvorstand, wenn er wartend wie der Oeliebtc — und es war ja nie jemand anderes auf diesem vergessenen l^ahnhof — aiti die Uhr sah und feststellte, daß der Zug schon vor einer Minute hätte hier sein sollen. Fr dachte nicht näher über die beiden nach. Lr sah bloß, daß sie glücklich waren, wenn sie nach ihrer Ankunft in den grünen Forst vPischwanden. Da gewann diese kleine Station plötzlich eine ungeheure Bedeutung für Mm. F.r wußte es: ein Glück reifte hier zu r.nde. Und er, der Herr Stationsvorstand, kam sich plötzlich für dieses Glück verantwortlich vor. als höhere Instanz, die es zu leiten hajte, dieses Glück, das sich auf seiner kleinen Station abspielte, so wie man eine Weiche «teilt Unr* sein Leben nokam Sinn und Inhalt. Einmal, da konnte er lange nicht einschla- fen. Da war sie nicht gekommen, und er sau den Geiiehten lange neben den sonnengl.Hn-zonden Geleisen wandern, bis zum letzten 7'ig, mit dem sie auch nicht kam. Da wäre er gern zu ihm gegangen, hatte ihm vielleicht von seinem eigenen Leben erzählt und daß man oft einen Zug versäumt, und man kann gar nichts dafür . . . Aber am nächsten Donnerstag, da knin s:e u leder. nnd ihre F^ogrüßung erhellte seinen Bahnhot wie ein l.erchenjubel. Oer brummiffo W'eichenstfller. der schon lange in die Stadt versetzt werden wollte, weil dort die Gaststätten leichter erreichbar waren, wunderte sich über seinen Herrn Stationsvorsteher. Der lächelte oft so still und fein. Und ging doch zu keiner Kartenpartie, trank keinen Wein imd war em einsamer Mensch ohne Ge.selligkeit. Hinmal aber, nach Monaten schon, da kamen beide aus dem Wald geschritten Im AbenddHmmern war es, und das Mädchcii trug einen Strauß Rosen am Arm, sie schmiegte sich ganz eng an ihn. sie sprachen nichts und hielten sich an den Händen, und an ihrem rechten Ringfinger glänzte ein glatter Reif Und als die beiden in den letzten Abendzug einstiegen, der zur Stadt führte, da zitterte die Hand, die den Signalstab hob. dann aber stand er ganz, ganz stramm und jung, der altf Herr Stationsvorstand, reckte sich hoch auf neben dem Geleise seiner kleinen, vergessenen Station, die die beiden mit ihrer Liebe ?o erfüllt hatten, und sein armes, vergessenes Leben auch — hob den Signilatih ganz feierlich und ^roß zur Abfahrt, all iÄt*c er einem Glück d'e letzte, sichere Weisung aus seinem kleinen Bahnhof für sein gante« Leben zu geben. Diese Geschichte habe ich auf dem rohen, \^'acket'gen Tisch eines Wartesaales geschrieben. Oes leeren, ewig leeren Wartesaales der kleinen Station »m Wald. Und dann ergr-ff ich die liebe Hand meiner Frau und küßte sie. bevor wir den letzten Abendziig bestiegen. Wir waren einmal hinausgefanren, um deii alten Herrn Station.'^vorstand wiederzusehen. Tm ihm vielleicht zu danken, daß er unser Zii'?Iein so schön geleitet hatte. Man hatte uns aber die Auskunft gegeben. ?r sei schon lange in Pension gegangen. Und an seiner Stelle ft«6 ein junger Herr un.«eMu Zug ab. schnell und prompt, mit einer kleinem Nebengeste, wie unwesentlich doch eigentlich diese dumme, verschlafene Station sei, in der nichts los ist und die er bloß als Auftakt seiner Karriere nimmt. Und für unseren alten, lieben Herrn Sta-tionsyor^tand war sie das Ende gewi sen und ich glaube, ein schönes F.nde, we.\\ai.'hen denn ihre ZwiMince nicht einen schrecklichen Lärm?« »Ach. das ist nicht $0 schlimm. Der etne brüllt immer so laut, daß man den andern gar nicht hört.« Der Orden Hin Hauptmann hatte' sich besonders ausgezeichnet. Friedrich der Große verlieh ihm darum einen Orden. »Verzeihung. Majestit«, wtndtc der Offizier ein, »es tiemt mir nur auf dem Schl'icht-felde, eine solche AMszelchnung anzunehmen.< Darauf der König: >Sel er kein Narr und hln^je er sich da« Dinp nur an! Seinetwegen kann ich nicht -rie-der Krieg anfangen c Sefte 6 »Mtrburgtr 11. Norembtr 1042 Ntimifier 315 „Diene deiner Sippe!" Scbülerarbeiten über Ahneniorschurg m einer Ausstellung im Grazer Joanneum >Eb m>1I kein Knabe und k«tn Mädchen die Schule verlaaaen, o^e sur lotsten Erkenntnis über die Notwendigkeit und das Wesen der Blutreinheit geführt worden zu setnf« Diese Worte des Führers sind das Leitmotiv zu der wichtigen Schau des NS-Lehrerbundee >Diene deiner Sippe«, die ün Joanneum in Graz zu sehen ist. Sie ist ein Teil des Relchswettbewerbea >Für Deutschlands Freiheit«, die im ganzen Reich von der schulpflichtigen Jugend im Alter von 11 bis 18 Jahren durchgeführt MOirde. Die besten und schönsten Arbeiten aiw den Krels-ausstellungen unseres Gaues warten nun hier in dieser Schau auf die Preisanerkemiung. Schüler und Schüleriimen haben alles das gesajnmelt, was auf Uire Sippe Bezug hat. In Wort und Bildern zeigt sich dem Beschauer das, was In den einzelnen Klassen der Schulen Steiermarks unter der Obhut der Lehrerschaft von den Schülern gesammelt, zusammengetragen und erforscht wurde, um ihnen das Bild ihrer Fenillie lebendig zu machen. Es ist eme der schönsten und höchsten Aufgaben des National.v>zlalismu3 unserer Jugend ihre deutsche Ahnenreihe na-hczurücken, ihr die Wichtigkeit der Blut-relnhelt vor Augen zu führen, Rasscsinn und Hassegefühl in ihr Herz und Gehirn zu senken. Wie se^u- unsere Lehrerschaft dieser Aufgabe gerecht wurde, beweist uns die Ausstellung »Diene deiner Sippe«. An zahlrel-cJien Beispielen sehen wir, wie bei unserer Jugend dieses Verständnis geweckt wurde, über 30 000 SchÜlerahnentafeln aus sämtlichen Schulorten der Steiermark, die auf ino Jnhrc zurückgreifen, liegen heute in den Kartotheken. Alljährlich werden 10 000 Schülerahnentafeln eüigesandt und bilden so ein wichtiges Forschungsgut. Die Schüler wurden aufgefordert, selbst zu forschen. Alles, was auf Ihre Familie und ihre Ahnen b€?aig hatte, sammelten und ordneten sie. Da sehen wir Stammblätter mit aufgeklebten Fotos von den Urgroßeltern, Sippentafeln und ElteiTigeburtaorte der Schüler in Karten eingezeichnet. Die Ahnenreihe wird lebendig. Zeichnungen führen Er-eignisee aus der Familie vor Augen, oder geschichtliche Begebenhelten aus der Ah-nenzelt und auch Darstellungen von örtlichem Brauchtum. Die Bilder wurden alle von Schülern angefertigt, ebenso die kunstgewerblichen Gegenstände, kunstvolle Einbände von Familienchroniken, gemalte Farn 11 lenwappen, oder etwa eine Decke für die Sippenwiege, In die die Namen der Neugeborenen eingestickt werden. In Art von Bilderbüchern schilderten die Schüler In Wort und Bild Aussclmltte aus dem häuslichen Leben, wie etwa »Ein Tag aus unserer Familie«. Aus der Liebe und Sorgfalt, mit der alle diese Dinge, die sich mit dem Wesen der Familie, der Ahnen und der Sippe befassen, gefertglt wurden, können wir ersehen, mit welchem Verständnis heute schon die Jugend dieise wichtigen Aufgaben erfaßt. »Jeder Name ist adlig, wenn er von selben jeweiligen Träger adlig gehaJten wird!« Dieser Spruch Gottfried Kellers, gewinnt In der Schau »Diene deiner Sippe« so recht an Bedeutung. Aus allen gezeigten Arbelten erkennen wir, wie es eine nationalsozialistische Erziehung zuwege gebracht hat, unserer Jugend Verstandes- und gefühlsmäßig das Wesen Ihres Namens, ihres Blutes zum Bewußtsein zu bringen und ao den Gedanken der Rasaerelnheit in die jimgen Herzen zu senken. Diese kleinen Arbelten, oft von luigelenkter Knaben- oder Mädchenhand geschrieben und gezeichnet — wieviel Behutsamkeit und Liebe zu der Sippe strömen sie doch aus! Man füWt förmlich, mit wieviel Achtung vor den Ahnen sie geschaffen Wurden. Und viel Künstlerisches gibt es auch zu sehen. In manchem Pinselstrich offenbart sich schon ein künftige« Talent und in kleinen Bastelelen treten handwerkliche Fertigkelten zutage. Aus Stadt und Land kamen alle diese Schülerarbeiten, die eine ganz beträchtliche Leistung aus dem Gebiet der Ahnenforschung darstellen; auch die Schule des kleinsten Bergdorfes beteiligte sich daran. Sorgsam wurde geweckt, was im Blut unserer Jugend schlief, die sich einst als bewußter I Träger einer stolzen, deutschen Ahnenreihe I zu fühlen hat. Mit dieser Schau wurde auch ein neuer Beweis erbracht, wie sehr die deutsche Schule heute den polltischen Forderungen gerecht wird. Und Ist nicht letzten Endes die Ausatellun^ »Diene deiner Sippe« auch der Beweis, mit welchem hohen Emst unsere Lehrerschaft heute Ihre Aufgabe erfüllt, unsere Jugend üi stärkstem deutschem Bewußtsein In eüie strahlende Zukunft zu führen! h. a- 1 ^'1 mm^tw 0 4 mmm 4: mmtm H mwm ^ T.L. 5 mmm »j f hmmn9 Simum SP'ÄH Die Ahnealaiel des Führers ■— reizender Scherenschnitt einer Schttlerlo ^AAAAAAAAAAAAAAAA».' * ». VA*.' » KKAKKÄM-KAA * A.» A * A A^»AAAA.^A-«.'AAAAAJ»»AAAAA>AA/MAAAAA>.»JWAAAMAA*AAAA/ Wer für Deutschland fäHt, ist nicht tot Feierstunden im Kreis Marburg-Stadt Am Abend des 9. November gedachte, «leicli der übrixen Untersteiermark, auch der Kreis Marburg-Stadt in Pcierstuiideii aller foten, die itii Kampf utn Dsutsclilands Freiheit und Grüße ihr Leben ließen. In Marburg hsnd für die ürt.sRruppen 1. II, III und Lei-tersberß im großen lieiniatUundsaal die I"ei-etstutide statt. Die Stirnwand des Saales war in schwarzuinrandeten grauen Feldern gehalten, ein erh{^htes Mittelstück trug ein großes Kisernes Kreuz. Vollkointnene Stille herrschte im dichtbesetzten Saal und die Anwesenden erhoben sich, als Kreisiührcr Strobl die Angehörigen der Gefallenen zu ihren Plätzen führte. Der Saal war hell erleuchtet, ein großes Streichorcliestcr, geleitet von Kapellmeister Frisch, spielte^ die l'eiernmsik zum 9, November von Krich Lauer. Nach dem Ausküngen der Akkorde und einem Spruch, ergriff der Kreisführer das Wort. Kr sprach von dem unbekannten Soldaten, der erblmdet in einem Lazarett lag, nachdem er seine Ffiicht in dem grausamen Kampf des Krieges 1914/18 bis zuletzt erfüllt hatte, als einer der Ärmsten unter den Millionen. Aber unter den ungezählten hoffnungs-lo.sen und verzweifelten Menschen hob diesen einen weit über alle der unerschütterliche Glaube an Deutschlands Auferstehung heraus und in diesen grauen Tagen des Zusammenbruches reifte In ihm der üedanke, Deutschland herau;-2uführcn aus der Not zu neuer Größe. 16 der besten üefolgsniänner .Adolf Hitlers besiegelten ihre Treue zu ihm und seiner Bewegung mit liireni Leben. Aus der Treue dieser ersten Biutzeugen erwuchs das neue Reich. Würdig ihrer Tradition trä*t auch die Lintersteiermark seit ihrer Heimkehr bereitwillig die Lasten des Krieges utn Deutschlands Zukunft und bekundet ihre Treue zu Führer und Reich im Kriegseinsatz ihrer Soldaten und im Kampfe gegen einen lichtscheuen Feind. Durch den Tod vieler ihrer Söhne hat die Untersteiermark Ihre Treue zum Reich besiegelt und damit die Berecn-tigung erworben, In alier Zukunft das Schicksal des deut.schen Volkes zu teilen. Diese toten Helden wollen wir nie vergessen und ihren .Angehörigen stets treu zur Seite stehen. • Nach einem feierlichen Choral setzte leiser Trommelwirbel ein, alle erhoben sich von den Plätzen, die Namen der ersten Blutzeugen der Bewegung, jeher Söhne unserer Stadt, die im Freiheitskampf um Deutschlands Zukunft den Heldentod fanden, und die Namen der für die Heimat gefallenen Wehr-miinner wurden verlesen. Während der Rede des Kreisführers war der Saal verdunkelt, nur das Eiserne Kreuz hob. sich in strahlender Beleuchtung aus dem grauen Hintergrund. Jetzt flammten die Lichter wieder auf, der Kreisführer sprach weiter, er führte unsere Gedanken hinaus aus der Gegenwart in die lebendige Zukunft: wofür die Toten starben, dafür wollen wir leben, für ein großes, starkes, ewiges Deutschland! Für die Ortsgruppe V und VI fand die Feierstunde im Appellsaal der Oitsgruppe VI statt, während die Grenzortsgruppen des Kreises eigene Gedenkstunden zur Durchführung brachten. Sf v' (Cii «MtWf VWtiWWWivH» Was toMbestebt, das isl allein dieTa Zu den Gedenkfeiern Im Kreis Pettau f Im Kreis Pettau verajwtalteten alle Orts-giuppen znm 9. November würdige Feiern, otnen das starke Gefühl unlösbarer Verbundenheit mit dem gesamtdeutschen Schicksal den Stempel aufgedrückt hatte. Überall dort, Wo Volksgenossen ruhen, die für die freie Untersteiermark Ihr Leben ließen, waren deren Ruhestätten Im Mittelpunkt dieser Gedenkfeiern. Der Führerstab dos Steiri-schen Heimatbundes war angetreten, Wehr-mannschaft und Deutsche Jugend waren er- schienen zahlreiche Volksgenossen hatten Bich eingefunden, um ihren für Großdeutschland Gefallenen die Treue übers Grab hüiaus zu bekunden. Befioniders feierlich verlief die Feier In Winterdorf, in' dessen Gebiet gekaufte Banditen ün vergangenen Sommer einige Zelt ihr mördcriBches Unwesen getrieben hatten, dem außer dem Ofrtsgruppenführer und Oberwachtmeister Loidl noch weitere fünf tapfere deutsche Männer zum Opfer gefallen waren. In Anwesenheit des KreiatfUhrers E^uer wurden am Gebäude der Ortsgruppe und dos Gendarmerlepostens Gedenktafeln enthlUlt. Vor den Angehörigen der Gefallenen, dem Ortsgrupperistab, der Abordnungen von Gendarmerie und Kreisführung, hielt der Kreisführer eine ergreifende Ansprache, In der er den tiefen Süin des Opfers herausstellte, durch das eine Bewegung geweUit und geadelt wird. Nichts kann eine Gemeinschaft fester zusaniraenschließen als das Opfer Ihrer Blutzeugen, und so sind auch die Getreuen, deren wir heute In Ehrfurcht gedenken, unsere Wegbereiter In die große deutsche Zukunft. Anschließend begaben sich der Kreisführer und die Ehrenabordnungen zum Friedhof, um an den Gräbern der Opfer in stillem Gedenken zu verweilen. In Pettau gestaltete dl^ Gedenkfeier die Wehrniannflchaft Im Deutschen Haus, Der fltlmnmngs\'oll geschmückte Saal bUdete den würdigen Rahmen. Die Angehörigen der Gefallenen dieses Krieges und der Opfer der Mörderbanden hatten Ehrenplätze eingenommen. Der Standortälteate, Oberstleutnant Ziegler, Vertreter aller Behörden und der vollzählige Stab der Kreis- und OrtBgrup-penführung waren erachlenen, um der Weihestunde beizuwohnen. Den Mittelpunkt der Feier bildete die Ansprache des KreisfUhrers und Landrate« Pg. Fritz Bauer, die zu einem hinreißenden Bekenntnis imwandelbaren Glaubens an die Sendung des deutschen Volkes wurde. Wenn einst die Glocken des Sieges ertönen, dann wird unser erster Weg zu jenen Gräbern der Gefallenen führen, um Ihnen zu verkünden: Und Ihr habt doch gesiegt! Laolm gedenkt der Tolea Am 8. November fand die Totenehrung der von den Banditen ermordeten Heimattreuen Unterstelrer von Laufen statt Um 9.30 Uhr erwartete die Bevölkerung des Ortes Radmannsdorf vor dem Heimatbundsaal den zur Feier angekündigten Standartenführer Helmut Wolf aus Cllli, Nach er-: folgter Meldung der Wehrmannschaftsführung marschierten die Formationen unter Vorantritt der Musikkapelle Laufen zum Friedhof. Feierlicher Trommelwirbel und Gesang der Jugend waren der Auftakt zu der erhebenden Feier. SA-Standartenführer Wolf sprach eindrucksvolle Worte zu der Bevölkerung und beleuchtete den wahren Sinn der Gedenkfeier, Unter den Klängen des Liedes vom „Guten Kameraden" erfolgte die Kranzniederlegung an den Gräbern der Gefallenen, Sturmführer der Wehrmannschaft Ermenz, Zellenführer im Steirischen Heimatbund Sla-tinschek und Wehrmann Zirei, Mit einem dreifachen Sieghell auf den Führer und den Liedern der Nation wurde die Feier geschlossen. Eine Stunde später fand die Heldenehrung im Markt Laufen statt. Schon lange vor der Ankunft des Standartenführers Wolf sammelten sich auf dem Dorfanger die Formationen. GroQ war die Zahl der erschienenen Kämpfer des Weltkrieges 1914/18. Der Trauerzug bewegte sich zum Bergfriedhof, wo sich eine große Menschenmenge eingefunden halte. Nach einem feierlich vorgetragenen Lied der Jugend und einem Spruch des Jugendführers ergriff SA-Standartenführer Wolf das Wort Er schilderte mit überzeugenden Worten den Werdegang der Bewegung, den Kampf des Führers und den tiefen Sinn der Totenehrung, welche einen tiefen Eindruck bei der Bevölkerung hinterließen. Wieder erklang das Lied „Ich hatt' einen Kameraden", dann folgte die Kranzniederlegung an den vier Gräbern bravei deutschgesinnter Untersteirer, die ihr Leben für Deutschland gaben. Nach der Führerehrung durch den Ortsgruppenführer und den Liedern der Nation war die Feier beendet. 6rosse f'ortschriile des sozialen Anibaoes im Unterland Erste Betriebsküche der Reichsbahn In CUU i Die Gefolgschaft der Reichsbahn in Cilli ist um eine große soziale Errungenschaft reicher geworden. Als erste in der Untersteiermark wurde am Montag, den 9. November, die Betriebsküche der Reichsbahn-karneradschaft des Ortsverbandes Cilll eröffnet. Durch die Errichtung dieser Küche ist die Reichsbahn seit der Übernahme der kläglichen Bestände aus der trostlosen jugoslawischen Zeit wieder einen gewaltigen Schritt vorwärts gekommen. Sie konnte nach dem durchgreifenden Ausbau der Inneren Organisation nun auch zur Betreuung der Gefolgschaft schreiten und ist den gewaltigen Aufgaben, die die Reichsbahn jetzt im Kriege zu leisten hat, auch im Unterland Herr geworden. In Gegenwart des Abteilungspräsidenten von der Direktion in Wien, Dr. Wagner, und von Vertretern des Steirischen Heimatbundes, des Staates und der Wehrmacht übergab Belriebsamtsvorstand, Reichsbahnrat Ingenieur HUlebrnndt, die Werksküche ihrem Zweck. Er stellte in seiner Ansprache die i große Bedeutung der personellen Betreuung im Sinne der nationalsozialistischen Auffassung der Menschenführung hinsichtlich ElndraduroU Ist I der großen Aufgaben der Reichsbahn Im AaiHahiiici buden-Lictubiiu, ür«r j Kriege besonders heraus. Nachdem er noch dl« SUruwand i«« Hauptausttellungsraumes d»n zuständigen Stellen für dl« gewährt« Hilfe seinen Dank ausgesprochen hatte, Übergab er die Betriebsküche dem Bahnoberinspektor Maler als Leiter des Orts-verbandes des Reichsbahnkameradschaftswerkes In Obhut. Der Ortsverbandsleiter versprach, sich vollends dafür einzusetzen, daß die neue Einrichtung Ihren Aufgaben in jeder Hinsicht gewachsen sein wird. Er kündigte für die nächste Zeit die Eröffnung von neuen Betriebsküchen in Steinbrück, Brückel und Lichtenwald von selten de« Ortsverbandes Cilll an. Die Betriebsküche der Reichsbahn In Cilli stellt eine vorbildliche Einrichtung dar, die In jeder Hinsicht allen Anforderungen entspricht Der Speiseraum ist ein Schmuckkästlein in seiner sauberen Ausführung und wird der Gefolgschaft ein wirklicher Ort der Entspannung und Erholung sein. Die Einrichtung selbst, wie Tische, Stühle, Lampen und alles-andere, wurde in kameradschaftlicher, gemeinsamer Arbelt In den Werkstätten der Reichsbahn selbst hergestellt und ist sehr geschmackvoll. Ein schöner, großer Kachelofen wird den Winter über für die notwendige Wärme sorgen. Zu jeder Zeit wird das schwer In Anspruch genommene Gefolgschaftsmitqlied der Reichsbahn Gelegenheit haben, sich um geringes Entgelt mt einenj guten, warmen Essen zu kräftigen. Ntiiniii«r 315 ».Mtriiurn« ZeihmR« 11. Nftvemher t<)42 Serte 1 Die Oeuische logend io Abstal maiscnieti Am 8. November trafen alle Führer und ontertührer des Stammes und Junsslajiune^ Abs-tal zu einer ganztägigen f'ührertagung In Abstal zusammen. Der Führer des Slammci-und Juiigslanmies bespracü mit seinen I'üh-rern die zukünftige Arbeit. Cr wies besonders auf die Werkarbeitsaktion der »Dcut-scnen Jugend«« hin und ermahnte die Führer-, scbaft noch lu erhöhter Leistungskraft auf ^ einigen anderen »Punkten« gegen- diesem Gebiete. Die Schulung endete mit j der dritten KleiderkÄrte geändert wor-e.ner Qeländeausbildung. Bei den veischie-' denen Übun;ien war der letzte Rest von Mü-! 100 Piuikt« für Erwachsene, 120 Tuukt« für ü.gkcit verflogen. Am Nachmittag versam- Jugendliche nielte sieb die gesamte Jugend des Stam- wie schon blaher, wird ea auclj diesmal nies, Jungstammes. Ringes und Jungmädcl- fünf verschiedene Karten geben, und zwar ringes auf der Sporlwiese zum Appell, an; je eine für Männer, Frauen, Knaben. Mäd-Jeni der Ort^gruppenführer, Pg. Dr. Hölze! | chen und Kleinkinder, zu denen sich dajin teilnahm und sich über die I ätigkeit der ■ noch die BäugUngskarte gesellt. Die Säug-Deutschen Jugend überzeugte. Als Ancikeu-j lingßkarte wird bckAJUiUich l&ui'ond äusge-nuiiß für die Leistungen des Fanfarenzuges, i geben und Ist In Ihrer Punktzahl und den ^ einzelnen Bezugsvorschriften unverämcierL geblieben. Die vierte Kleiderkarte der Erwachsenen hat 100 statt bisher 120 Punkte, während die Karten der Knaben, Mädcheji und Kleinkinder wegen des größeren Kiei-derverbcauchs der Kinder wie bisher 120 Punkte aulweisen. BQrschen und Maiden von 16 bis 18 Jahren sind gegenüber den jürgeien Knaben und Mädchen insofern benachteiligt, als sie, vor allem durch Beruf und körperliches Wachstum, auch noch einen größeren Kleiderverbrauch haben, ihn aber nur mit 100 Punkten der Erwachsenenklei-derkarte decken können, die zudem für die Vor der Aasgaiie der vierten Reictiskleiderkarte Im Dezember wird pünktlich, wie vorge- ( vorlag. Demzufolge werden Männeranzügc sehen, mit der Ausgabe der vierten Reich.i- ! Jacken und Hosen nur noch auf Bezugschein kleiderkarte begonnen, so daß bis Weihnach- j und gegen eine gewisse Punktzahl abgege-ten jeder Verbraucher im -BcHltz der neuen Karle ist. Die vierte Kleiderkarte güt vom 1. Jknner 1943 bis zum 30. Juni 1944, also für 18 Monate. Sie hat für die Erwachsenen 20 Punkte weniger als bisher und ist auch Jer in kurzer Zeit schon Hervorragendes geleistet hat, überreichte er der Jugend die ^'aniarentiicher. Anschließend beteiligte sich die Jugend an der von der Ortsgruppe ge-«italteten 9. November-Feier. ni. Todesfall. Im Marburger Krankenhause starb die 32 Jahre alte Flößersgattin Rosalia Rnpitsch aus Oswald. m. Nachwuchs für die Musikschule der Wat> feitff. Wiederum ist musikbegabten Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren die Möetich-kcit gegeben, in die Alu.^ikschule der Waf-fen-ff einzutreten. Die Bewerber müssen im nationalsozialistischen Geist erzogen sein und körperlich, sittlich, geistig und musikalisch den besonderen Anmrderungen entsprechen. Oer erfolgreiche Besuch der Musikschule der Waffen-M berechtij^t den Bewerber zum Eintritt als Musikerfreiwilliger in die Waffen-4^. Schüler, die nicht die Musik-Hührerlaufbann einzuschlagen beabsichtigen, können nach Ablauf der zwölfjährigen Dienstverpflichtung den freien Musikerberuf, für den sie be'itens vorbereitet werden, oder die Beamtenlaufbahn (einfacher, mittlerer oder gehobener mittlerer Dienst) wählen. Die fach technische Ausbildung erstreckt sich auf vier lahre. Daneben werden die Schüler in den allgemeinwissenschaftlichen Fächern unterrichtet. Es kann die "mittlere musische Reife (Kunsteinjährige) erreicht werden. Nähere Auskunft erteilt die für den Wohnort zuständige Ergänzungsstelle ben. Fiir einen Anzug werden bei Aushändi-I ifung des Bezugscheins 20 Punkte abge-j .ichnlttrn. Verbraucher, die weniger als rwel iTagbare Anzüge haben und einen Bezug-i si'hein bekommen, ersparen also gegenüber j lien bi.shcrigen Vorschriften 60 Piuikte, da ! sie auf der dritten Kleiderkarte für einen I Anzug hätten 80 E*unkte hingeben müssen, während »ie inn jetzt mit Hilfe des Bezug-schc.inftß für mir 20 Punkte erhalten. Männer- und Fraufn-Wintermäntel werden an die Verbraucher, die keinen tragbaren Mantel mehr haben, nunmehr nur noch auf Bezugschein ohne jede Punktabgabe verteilt Bisher mußten Bezajgacheine für einen Wintermantel von den Männern mit 30 Punkten, von Frauen mit 25 Punkten »bezahlt« werden. Diese Punkte werden jetzt von den Verbrauchern, die einen echten Bedarf haben, geapart. Bezugscheine für Knaben- und Wintermäntel erforderten bisher 50 Punkte für Knaben und 37 für Mädchen, daneben konnten sie aber, wenn genügend Punkte frei waren, auch auf Kleiderkarte gekauft werden. Nunmehr gibt es diese Wintermäntel nur noch auf Bezugschein und gegen eine ermäßigte Punkthingabe von 25 Punkten für einen Knaben, und 20 für einen Mädchen-Wintermantel, Wenn Knaben und Mädchen Bezugscheine für einen Wintermantel nur gegen diese Punkthingabe einzeln« Kleidungsstücke höhere Punkt- Erwachsen« keine werte hat als die Kinderkleiderkarten. Zum Ausgleich erhalten daher Burschen und Maiden vom vollendeten 15. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gleichzeitig mit der vierten Kleiderkarte für Erwachsene eine Zusatz-karte 'mit 30 Punkten, von denen je 10 am 1. April 1943, 1. Oktober 1943 und 1. April 1944 fällig werden. Über die Ausgabe der üblichen Zusatzkleiderkarte für Jugendliche vom 13. bis 17. Lebensjahr wird Anfang nächsten Jahres entschiedeA. Fälligkeit der neuen Punkte Die Nummerierung der vierten Kleiderkarte beginnt wiederum wie die der dritten bei 100 bzw. 120 und endet bei 1. Die Punkte werden wiederum zu verschiedenen Terminen für den Einkauf frei, die gleichmäßig über die Laufzeit der Kleiderkarte Anforderung das aus- ^ verteilt eüid. Bei den Knaben, Mädchen und fuhrlichc Merkblatt versendet, sowie die Mu- Kleinkindern werden jeweils 20 Punkte frei, sikschule der Waffen-f^, Braunschweig, Pip- ersten 20 Punltte sind bei den Kleinkin-pclweg, an die bereits jetzt Bewerbungen im- dem und Mädchen am 1 Jänner 1943 fällig, mittelbar zu richten sind. Die Einstellung des ^el den Knaben am 15. Jänner. Für Frauen erfolgt am 1. Mai Männer werden jeweils nur 10 Punkte ( frei, die ersten 10 für Frauen am 1. Jänne-, m, Bier frißt Kohle! Nahezu in jedem Qe- ^ die für Männer ara 1. Februar 1943. Insge-braudisgut ist Kohle In irgendeiner Ver-' asmt süid bei den Frauen 70 Punkte, bei Wandlung erhalten, wenu auch nicht den Männern 60 mit Fälligkeitstermin ver-als F^ohstoffe, so zumindest als Brenn-; sehen worden. Die restlichen 30 Frauen- und Stoff oder Energiequelle. Oft stecken 40 Männer-Punkte werden erst nach Aufruf im Verhältnis große Mengen Kohle in den gültig. Wann dieser Aufruf erfolgt, richtet unscheinbarsten Dingen. So braucht man zur sich nach der Versorgungslage. Mcrsteliunit von 10 Liter Bier 1.8 kg Kohle,' 10 Stück Ziegel 2,5 kg Kohle. 1 kg Zeitungspapier 1 kg Kohle, 1 qm Tuch 4..^ kg Kohle, 1 kg Garn 2.5 kg Kohle, 1 kg Zucker l kg Kohle und von 1 kg Stickstoff 3.5 kg Kohle. Weil jeder Kohle braucht, müssen alle sparen I Wenn jeder Haushalt in Deutschland in der Woche nur eine Schaufel Kohle weniger verbraucht, dann ergibt das ein Quantum von Millionen Tonnen. So viel Kohle ist notwendig, um 20 Schlacht chiffe oder 28 000 schwere Panzer oder 22000 Bomber herzustellen. Das ahnen die wenig.sten! Kohle ist der Schliissel zum Sieg! AnzUgo und Wintermäntel nur nach Bedarf Eine der wichtigsten Veränderungen, welche die vierte gegenüber der dritten Kleiderkarte aufweist, besteht darin, daß MUnneranzüge und ihre Elnzelteüe sowie Männer- und Frauen Wintermäntel nicht mehr in der Kleiderkarte aufgenommen sind. Dadurch soll erreicht werden, daß diese wichtige Oberkleidung bevorzugt den Verbrauchern zugute kommt, die einen echten Bedarf nachweisen können, während sie bisher von jedem gekauft werden konnte, ohne daß vielfach ein echtes Bedürfnis dafür So starb Hofer Das Land Tirol ehrt eineo groBea Toten ts Ist cin großes ergreifendes Heldenhed um diesen Mann und den Tiroler Freiheitskampf vom Jahre 180V. In ganz Deutschland und darüber hinaus hat es einst seinen Widerhall in allen treuen Herzen gefunden und ist und wird unvergessen bleiben. Was hat der Andreas linier, dies.er schlichte Wirt vom üasthoi »Am Sand« im Pa.sseier-tal nicat alles geleistet! Dreimai hat er mit seinen Bauern und schützen die Landfeinde» die Franzosen und ihre Helfershelfer, am licrge Isel aui.«» Haupt geschlagen und hat einen stolzen franzöiisclieo Marschall (Le-febre) mitsamt seinem glänzenden Heer, eine vieliaciie Ubermacht, aus dem Lande gejagt, daß sie das Wiederkommen vergossen hätten, wenn nicht der Kaiser Napoleon, der Weltherrscher, mit Abertausenden das kleine Tiroler Bergvolk zuletzt doch erdrückte — und wenn nicht der Verrat der Habsburger hl Wien gewesen wäre. Auf seinen Kaiser, üer ihm sein Wort gegeben hatte, hat sieb der Jbandwirt verlassen und hat, er. der schlichte, ehrliche Mann, einen schnöden kaiserlichen Wortbruch lur unmöglich gehalteti. Der Ulaube au die Wiener Hofburg, dies kindliche Vertrauen, war Hofers einziger Fehler, versciiuldete sein.* einzige, freilich leider auch endgültige Niederlage. Als er nach dem faulen Frieden, der ihm böswillig verhelilt worden war, erneut zu den Waffen griff und schließlich — wieder durcti Verrat eines Elenden — gefangen genommen worden war, iRt er als »Rebell« in der Italienischen Festung Mantua am 20. Februar 1810 standrechtlich erschossen worden. Wie sein Leben war sein Tod. Unerschrok-ken, mannhaft und heldenmütig. Er verweigerte es. sich die Augen verbinden zu lassen und niederzuknien und er selber gab das Kommando >Feuer'»! Aber er.st der dreizehnte Schuß hat seinem Leben ein Ende gemacht. Die Leiche wurde Im Pfarrgärt- Punkte dafür hingeben müjwen so Ist dies aus der Erwägung geschehen, daß Knaben und Mädchen auf ihrer Kleiderkarte 20 Punkte mehr haben als Erwachsene, Ihre Punktbewertting günstiger als die der Erwachsenen Ist und sie zudem die Zusatzkleiderkarte bekommen. Schabe auf Sonderabschnitte und Punkte Die zweite große Änderung gegenüber der dritten Kleiderkarte besieht in der Einbeziehung der Schuhe in das Klelderkarten-system. Hierbei werden die Kleinkinder und Kinder besser gestellt als die Erwachsenen, da sie auch einen größeren Verschleiß ha^en. Schuhe für Kleinkinder und Kinder werden nicht mehr auf Bezugscheine, sondern nur noch auf Kontrollabschnitte der Kleiderkarte abgegeben, und zwar bekommt jeder jährlich ein Paar Lederstraßenscbuhe und 2 Paar sonstige Schuhe, wie etwa leichte Sommer-scbuhe, Turnschuhe, Hausschuhe usw. Für die Lederschuhe sind auf den Kleinkinderkarten die Kontrollabschnitte A und B vorgesehen, auf den Knaben- und Mädchenkarten die Abschnitte C und D. Für die sonstigen Schuhe sind auf den Kleinkinderkarlen die Abschnitte 1 bis 4, auf den Knaben- jnd ( Mädchenkarten die Abschnitte S bis 8 bestimmt, von denen aber nur zwei Nummern mit Fälligkeitsdatum versehen sind, während die beiden anderen erst nach Aufruf gültig werden. Schuhe, die von den Kindern vcra l. Oktober bis 31. Dezember 1942 bezogen wurden, werden auf die Kontrollabschnitte der neuen Karte angerechnet. Während Kinder also wegen Schuhe nicht mehr zur Kartenstelle brauchen, gibt es Schuhe für Erwachsene nach wie vor nur auf Bezugschein. Bei der Einlösung der Bezugscheine worden von der Kleiderkarte abgetrennt für Lederstraßenschuhe 6 Punkte, für leichte Sfral^enschuhe, Überschuhe, Haus- und Turn-srhuhe 3 Punkte und für Berufsschuhe 2 Punkte. Durch diese Punktpflicht sollen die Verbraucher zu sparsamem Bezug angehalten werden. Schirme 6 Punkte. 2 Paar Schuhbänder Y:, Punkt Eine weitere Änderung besteht darin, daß eine Reihe bisher frei käunicher Artikel in die Wareolute der vierten Kleiderkarle auf genommen worden sind So kosten nunmehr Schirme 6 Punkte. Männer-, Burschen- und Knabenmützen sowie Hosenträger 2 Punkte ^kenhalter I Punkt, Schuhbänder je 2 Paar H Punkt Punktpnichtig sind ferner verschiedene Band- und Flechtartikel und Weißwaren, deren Punktzahl aus dem Katalog zur vierten Kleiderkarte ersichtlich ist. Erstmals halbe Punkte Da Schnürsenkel und einige andere Waren mt y, Punkt bewertet sind, sind 20 Punkte der neuen Kleiderkarte halbiert worden, so daß fede Karte 40 halbe Punkte hat. Wi« bisher, ist für jedes Vierteljahr ein Näh-mittelabschnitt vorgesehen, so daß die Karte sechs Nähmittelabschnitte A bis F enthält. Die Vorschrift, daß außer dem Nähmittelabschnitt 1 Punkt hingeaeben werden mnP Isl unverändert geblieben. « Paar Damen-, 7 Paar Männer Strümpfe Da die vierte Kleiderkarte für 18 Monate gilt, während die dritte nur für einen Ver sorgungsreitraum von 16 Monaten berechnet war, ist die Zahl der Strumpfkontroll-abschnilte jeweils um einen vermehrt worden, Frauen, Mädchen und Knaben bekommen also auf ihre Karte 8 Paar Strümpfe, Männer 7 Paar. Bei den Erwachsenen werden davon wie bisher die letzten zwei Paar nnr aegen das Anderthalbfache der normalen Punktzahl abgegeben. Die Kleiderkarten enthalten aufierdem Abschnitte, auf denen gegebenenfalls Sonderzuteilungen vorgenommen werden können. Die Punktwerte der einzelnen Kleidungsstücke sind im allgemeinen unverändert geblieben. Unverändert sind auch die Vorschriften für den Bezug von Arbeits- und Berufskleidung, jedoch werden für dip^ Ausstellung von Bezugscheinen für diese Kleidung demnächst neue RichtHnien erscheinen. Koppelung zwischen zweiter, dritter md vierter Kleiderkarte Da die zweite Kleiderkarte noch bis zum 31, 8, 1943, die dritte noch bis zum 30. 6, 1944 gilt, können diese Karten zusammen mit Punkten der vierten Kleiderkarte zum Einkauf benutzt werden, Wintermäntel für Erwachsene und Kinder und Männeranzüge und ihre Einzelteile sowie der zu ihrer Herstellung erforderliche Oberstoff können ohne Bezugschein, aber nur gegen Punkte der zweiten und dritten Karle gekauft werden. Reichen sie nicht aus und werden Punkte der vierten Kleiderkarte benötigt, so ist drt-für ein Bezugschein erforderlich. — Die vierte Kleiderkarte gilt im ganzen Reichsgebiet einschließlich Untersteiermark, Süd-karnten, Krain usw., nicht aber im Generdl-gouvemement und den besetzten Gebieten. chen der Zitadelle beerdigt und später, am dritten Jahrestag der Hinrichtung, dach Inns- - Snor? und Ti7rn<=»n brück überführt und festlich im Grabmal der I .■ Hofklrchc daselbst beigesetzt. Unendlich eindrucksvoll, tief ergreifend in seiner schlichten, festen Haltung, ist Andreas Hofers Abschiedsbrief vom Leben. Er hat ihn an se'nen Freund Pühler gerichtet und lautet u. a.: Liebster Herr Bruder! Der göttliche Wille ist es gewesen, daß ich hab müssen hier in •Mantua mein Zeitliches mit dem Lwigen verwechseln. Mir kommt vor. wie wenn ich zu was anderem hinausgeführt würde. Qott wird mir auch die Gnade verleihen bis zum letzten Augenblick. Die Seelengottesdienste soll die Liebste mein zu St. Martin halten lassen. Den Verwandten soll beim Unterwirt Suppe und Fleisch gegeben werden samt einer Halben Wein. Das Geld, .so ich bei niir gehabt, habe ich den Armen ausgeteilt. Die Wirtin soll mit den Leuten abrechnen so redlich als sie kann, damit ich nichts zu büßen habe. Lebet alle wohl. Adieu du schnöde Welt: so leicht kommt mir das Sterben vor, daß^ mir nicht einmal die Augen naß werden. Geschrieben um 5 Uhr in der Früh: um 9 Uhr reise mit Hilf aller Heiligen zu Qott Mantua, den 20. Februar 1810. Dem im Leben geliebter Andre Hofer vom Sand in Passeier. Im Namen des Herrn will ich die Reise unternehmen. In Innsbruck steht Hofers Marmorstandbild und auf dem Berge Isel eins aus Erz. Schöner und dauernder noch aber lebt der Held fort im Herzen aller Deutsclieu und im deut.schen Liede. Julius Mosens balladenhaftc Stropheu »Zu Mantua in Banden der treue Hofer war..die einst durch ganz Deutschland klangen, sind wohl des Freiheltslieldeu schönste dichterische Verklärung. A, Z. WIRTSCHAFT X Errichtung einer Notenbank im Ostland. Uurch Verordnung des Rcichsministers für die besetzten Ostgebiete ist nunmehr eine Notenbank im Ostland mit dem Sitz In Riea ernchtet worden. Ihre Aufp.ibc besteht in der Sicherstellimg des Wertes der Währung und der Regelung des Geld- und Zahlungsverkehrs im Ostland, Praktisch handelt o . Umwandlung der bisherigen Reichskreditkasscn Im Osfland. eine Umwand-die A-irtschaftlichen Verhältnisse mi Ostlande bis zu einem erheblichen Grade gefestigt sind. Dieses äußere Reichen der Konsolidierung wird auch von ^ Bevölkerung, insbesondere den Wirl-Khaftskreisen des OsH.indes. lebhaft begrüßt. y FÄrifmiöd f^o)a-.4nbHu«i In Fmnk-moh. Infolge dor guton Ergehnissc im u F'i'HttknMch beschloß das n-tschaftsminislerium. im kommenden .lahiv rlon Anh.in ,v>n .Sofalh>hnt>n ni fordern. Rapid-Marburg vor dem ^ndstart Sonntas; Punktekampf gegen Orazer Sportklub in iweiter Auflagf Die steirische FuRhallmeisterschaft wurd'j vorigen Sonntag in ihrer ersten fl,llfte bis auf ein Spiel unter Dach und Fach gebracht. Übrig blieb nunmehr die Wiederholunj; des annullierten Spieles Rapid-Marburg gegen Grazer Snortkiub, das am kommenden Sonntag im Mai burger Rapid-Stadion nochmals zur Durchfühnmg gebracht wird. Man sieht dem nochmaligen Treffen der beiden A\ann-schaffen mit umso größerem Interesse entgegen, als Rapid die letztep Aussichten hat. trotz alldem den Herbstmeistertitel an sich zu bringen. Im ersten Zusammentreffen landete Rapid einen überlegenen 5;0-Sieg und dürfte somit auch die.smal nicht leer ausgehen >b-ploich sich .luch die Grazer von der Wi^er-hnlnng viel versprccherv Die Rangordnung in der Gruppe B der stei-nschen Gauklasse lautet nach den sonntägigen Entscheidungen wie folgt; 1. Rosenthal 2. Rapid-A^arburg 3. Reichsbahn Marb, 4. Grarer Sportklub SG Cilli fi. Post Graz 7, Leihnitz 1 24:12 22.11 12:16 11:17 19:l.'i 6:23 9:19 11» s 7 S 4 4 '» Sporigemeinschalt Gonobilz berichtet Die ui den Sommermonaten des Vorjahres lus Leben gerufene Sportgemeinschaft Gono-bit/ konnte trotz verschiedener Schwierigkeiten einen regen Sportbetrieb entfalten. Durch die Schaffung der neuen Sportanlage, j die durch freiwillige Arbeitsleistung der Qo-nobitzer in Kürze fertiggestellt sein wird, wird sich den Sportlern eine umfangreiche Tätigkeit, vor allein die Sciiaffung weiterer Sportzweige ermöglichen. Die Fußhallabteilung bestritt Im vergangenen Sommer fünf öffentliche Wettspiele, von denen drei und zwar gegen Mahrenberg, Windischfeistritz und Rapid-Marburg 2 gewonnen werden konnten, während zwei Spiele verloren wurden. Das Torergebnis beträgt 17:21. Be.son-dere Erwähnung verdient weiter das zugunsten des Kriegs-Winterhilfswerkes durchge- führte Wettspiel zwj.schen Ortsgruppenführung und Wehrmannschaft, das die Ortsgrup-penführung mit 3:2 für .sich entscheiden konnte und einen Reinertrag von 220 Reichsmark einbrachte. .: Deutsche Jugend Trifai] gegen Uttai. Am Sormtag fand in Trifail ein Kußballwettkampf zwischen der Fußballmannschaft der Deutschen Jugend Tritail gegen die Fußballmannschaft der Deutschen Jugend Littai statt. Der Kampf wurde mit 10:0 für Trifail entschieden. : Stephan Horthy-Gedenkwettkampt. Der Dreiländerkampf im Turnen zAn-ischen Deutschland, Ungarn und Italien am 12. Dezember in Budapest hat zu Ehren des im Kampf gegen den Bolschewismus im Osten gefallenen Stellvertreters und Sohnes des Reichsverwesers die Bezeichnung »Stephan Horthy-Gedcnkwettkampf« erhalten. s«if« 3 »Marbuf^f Zelttmg« !1. November t9!3 5IS i Sladttliialef Marhyig a. IDrau Mittwftdi, den 11. November VonUlluBf fUr dl« W«knwM*t Fahr'n niB Eu«r Onad«n Sinpiplel tn drei Akten von Oslcar Wtbtr jf Rejinfi: 20 Uhr. Ende: 23 Uhr. - ®B€ Amtliche Bekanntmachungen DER CHEF DI» ZIVILVBRWALTCNO IN DER ÜNTER-STLIER^IARK. — DIENRTSTELIJB MARBURO/DRAU. D4>!r Bmuftrafie fttr die Zivlirpchtiipflege. Reg. A II 78 Amnderungen bei einer Firma Itn Register wurde am 5. 11. 1P42 bei der Firma Cham-paßner-Kellerei Franz Cucek & Cle. (vormals W. Hintzc) Pet-tau, Sitz: Nußdorf Nr. 20 bei Peltau, folgende Änderung «in-cetragen; Der Firmawortlaut ist geändert in: Sektkellerei Woldemar Hintze, Pettau. Die Prokura der Marie Hintze ist erloschen. Vertretuiigsbefugnis nunmehr: Für die Dauer der Verlassenschaftsabhandhmg nach dem am 20. 12. 1940 ver-ftorbenen Inhaber ErnM llintze ist der erbl. Sohn Df. Ing. Woldemar Hintze, Nußdorf hei Pettau, "7ur Vertretung der Firma crinächtigt, llft57 niCR CHEF DER zmLVERWALTUNG IN -DER UNTER-8TETER!STARK. — DIENSTSTELLE MARBf7RO/DRAU. D«r Beouftmgte fttr die Zivilrechtopftof«. 9 HRA 19 BiMragaRg einer ofleiwn Indelsgettllsclnlt Eingetragen wurde in das Register «ra 5. November 1942: Sitz der Gesellschaft: Marburg an der Drau. Firm«: „Elektra" Elektro-Unternehmen Venko & Co. Gesellschaft»form: Offene Handelsgesellschaft. Dieselbe bat am 1. Oktober 1941 begonnen. Persönlich haftende GeitelUchafter; Albert Venko, Elektrotechniker, Marburg, Bruno Iwanuscha, Elektrotechniker, Marburg. Als nicht eingetragen wird bekanntgemacht: Geschäftslage: Marburg/Drau, TegetthoffStraße 45. 11658 Der Bürgermeister der Gemeinde Schlemitz bei Marburg« Dran Der Personalausweis Niiss. Nr. 4, ausgestellt auf Franz Skoditscli, gehören am 2. 7. 1910, Schneider in Nußdorf Nr. 44. (jemeinde Schleinitz, ist auf dem Wege von Pantschen nach Radisel! in Verlust geraten und wird daher dieser Personalausweis als ungültig erklärt. 11687 Der Bürgermeister; Franz Rieder. Stromunterbrechung nie [Energieversorgung Südsfeiermark A. 0. gibt bekannt, j daß am Sonntag, den 15. November 1942, wegen dringenden Arbeiten der Strom für die Stadt Ctlli sämt angeschloMenem Oebiet und dem Safintnl von 7-M bis 15 Uhr unterbrochen sein wird. Die Leitungen sind auch während der Abschaltungszeit jils unter Spannung zu hetrachten. 11686 msm Nkhi Het Heilinitlef M pnefHpflMrftg; der Apotheker wird (rolidem hciie nilttirter eine iretlidie Veredirelbung verlangen. Ul dai Un-geiäUIgketl? heinefttregs! Hellmlllel — andi unsere bewährten Priparale — mQiien jeM in erster Linie für emslerc FSlie verifigbar sein, wo sie der Are! itiMlrflddldi Ter-ordnet, narom: ni andi Uv hier TenMndnitroH! 114.^2 Steiriscber Heimalbund . Kreiaführung iVlarburg-ütadt — Amt Volkbildung Mittwoch, den 11. November 1942, um 20 Uhr Heimatbundaul Marburg Konzert (Musikring) Luid il^Alliore« Violine * Am FlQgel: Dr. Egon Komaalh Die Mitglieder des Musfkrlnfces werden ersucht, die Karten zu beheben. Pestkarten in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoff-»traße, und an der Abendkasse. I16ÄR k SEIT Ol JAHREN NUSIKHAUS PERZ AIARBURQ (Draa) ~ HerrengaoM Nr. 34 ^ Noteo - MualkAlien ^ Masiklnatrninenft« ^ Oramniophone-Pla.tten ^ KUnetler-Saiten und ^ alle Bestandteile LlcUningti crioifca Mr loi Rakaea dct Koatingeni«« aiid der Kuodeolittc dlQ KObrcben mit 10 klelnan Neokratin*Tabl«ttcher (Neokratlnetten) kostet 53 Rpf Bine Hilfe bei leichteren Schmer-em Terschiedener Art Nir ia Apotheke»! Für ein im Aufbau befindliches Werk der Ckeati.-und Metftlllndnstrla in der Untersteiermark wird ein strebsamer, tüchtigcr VERMESSUNQSTECHNIKER gesucht. Derselbe muB in der Lage sein, selbständig Absteckungs- und Nivellierarbeilen durchzuführen. Eilangebote unter „Metall" an die Verwaltung. 11661 BUM'KINO üH Fanny flssler 1147S Ftlr Jugendliche zujjelaescn! ESPLAMADE """" Heute 16.18.3a 21 Ühi Oes srosse 11520 Für Jugendliche zugelaiwen! Metropol-Lichtspiele CHI Oer Strom Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zuRelassen! T ON-LICHTSPIELE PETTAU Bis einschließlich Donnerstag Das ftecht auf Liebe nach dem Schauspiel »Vronl Mareiter« von F. K. Franchy Für Jugendliche nicht zugelassen! 1 Zahnpflege-Rezept im Kriege Wer Vollkornbrot, Früchte und vorwiegend unge-kodite pflanzliAe Kost gründlidi kaut, wer bei gelegent-Hrtiem Mangel an Zahnpaste, wie Chorodont, behelfs-mäOiq die Zähne—morgens und vor allem abends— mit Zahnbürste, Zahnstodier und lauwarmem Wasser n^igt, und wer mindestens einmal jährlidt eine Zahn* untersudiung durd^ den Zahnarzt oder Dentisten vornehmen läßt, tut alles, was er Im Kriege für die Erhaltung der Zahngesundheit und damit der Allgemein-gesundheit tun kann. Verlangen Sie kostenlos die Auf-klärungssdirift „Gesundheit ist kein Zufall" von der Chlorodont-Fabrik, Dresden N &. UuifmAdchen wird bei A. Stauber, Marburg-Dr., Schulgasse 4, aufgenommen. 11653-6 LehrmAdchen wird sofort aufgenommen. Friseursalon Anton Weselko, Marburg-Drau, Richard-Wagner-Straße 10. i 1167Ü-6 Modistin wird bei A. Stauber, Marburg-Drau, Schulgasse 4, aufgenommen. 11654-6 Braves KiichcnmSdchen wird aufgenommen bei Vollgruber, Mfirburg-Drau, Mindenburg-straöe 17. 11669-6 Bäckergehilfe, selbständiger Mischer u. Ofenarbeiter, wird aufgenommen. Bäckerei Joh. Samiida, Marburg, Hinden-burgstraße 9. 11668-6 Suchc Küchenmädchen für Kaffeehaus. Anfragen in der Verwaltung. 11667-6 ^TBAR Administrativer Leiter einer hiesigen Dienststelle sucht dringend schOi mililiertes Zimmer im Zentrum oder Villenviertel. Anträge erbeten unter ,,Administrativ" an die Verwaltung des Blattes. 11330 Von dei Reichsstelle für Pa- q pC| i^UT, pier- und Verpackungswesen V» ■ rUvIa I ist die SSckefabrik Hanns y»« (jrangl. Graz. Maritng. 19, Ruf 7016, zugelassen, in Un- MW tcrsteicrniark gebrauchte odUnhMt! ÜBBSi mmm Htieht*rbtiU4tmtirncha{ i Sfh/td*norrhÜiiin g aufzukaufen. Alle Entleerer von Säcken werden ersucht, zwecks Abgabe ihrer Säcke i sich mit obiger Firma in Verbindung zu setzen. 116061 lOill Hans im Unterland ohne ,.MARBUROER ZEITUNO" NIelierliHzeiiier iede» Won kostet tfir ^itellencesuche 6 Rpt dai (•(tsedrucktt Wort 26 Rpl für Qeld- RealitS-lenverkehf Briefwechsel 'jnd Heirat 13 Rpi das leuiedracktfl Won IT Rpi lai all* Obrtcen Wortanzelget 10 Rut dai feittedruckte Wort 31' Rpl Der Wortprets nlli bis zu 13 Bucfisiabrn *e Wort Kenn vor tcebOhi bei Abholuna der AnKcbutr iS Rpl bei Zusen-diinc dnrcb Poai oder Boten Tf) Rni An^KunftSKel^nhr fOr Anreiceo mit iem Vcrmeric •Aasicunft In der Verwaltun« uder QeschiHisstelle« 20 Rpl Anzelten AnnaiimeschluB* Ära TsRe vor erscheinen um 16 Uhr Kleine Amelsen werden not eegen Vorelnsendunc dea Betraicea (auch rOfilfe Briefmarkaa) aiitcenommen MindeticebObr «i ein» Kleine Anxeia* 1 RM 2 Sägespäneöfen mit 3 Füllungen um HO RiM r.u verkatj-fen. Ssion nrlcwitsch, Art.-Mally-Uasse ^<0, Marburg-Dr. 11664-li Schankpult zu kaujen gesucht unter >üwt erhalten« an die Verwaltung. llt?«i3-4 Kaufe per sofort zwei gut erhaltene Krauthottiche. ]v\artha J Brudermann, Gastwirtin in j Mahrenberg. 11647-41 Kaulen sofort gebrauchten Drehstiomgenerator 150 kV A, 380/220 V, 50 Hz., 750 Upm. mit Regler. Offerte sind y.u richten direkt an die Strunipf-warenfsbrik »Meilenstein t, Oes. m. b. H. in Heilenstein bei Cilii, Untersteiermark. 11634-4 5§itM Kanzleiangestellte mit P/jjäh-riger Praxis (Stenographie u. Maschinenathreib - Kenntnisse) sucht passende Stelle. Zuschriften unter »Sofortiger Antritt« an die Verw. 116fi4-5 Tüchtige Kanzleikraft, Kroatin. siicht Stelle für Nachmittag. Zuschriften unter »Nacn-mittag« an die Verwaltinig. 11685-5 OiUn» St0ten Vor Eintiellany tod Arbcita* krlfteo uoB die Zustimmung dea tmtModiaeB Arheltsamte» •Initeholl werden. 1 perfekte Köchin und 2 weibliche Hilfskräfte für Gefolg-scliaftsküclie, ca. 50 Personen, werden dringend gesucht. Unbescholtene und deutschsprechendc Personen Bedingung. Anfragen in der Verwaltung. 11666-6 Mädchen für alles, mit Koch-kenntnissen, sucht sofort Dr. KrauR. Marburg-Drau, Doni-platz 3. 11514-6 Leeres oder möbliertes Zimmer sucht ruhiges Fräulein. Angebote unter »Ruhig« an die Verwaltung. 1 f655-8 Magister sucht möhl. Zimmer. Anträge an die Apotheke Vau-pol, Marburg-Drau, Tegett-noffstraße 33. 11652-ä Möbliertes 2-Bett7.fmmcr (ev. mit Küehe), mit oder ohne Bettwäsche, zu mieten gesucht. Anträge unter »Kaufmann« an die Verw. 11642-JJ IViffiHUliiistousfh Tausche 2-Zimnier- (Eisenbahner, Hausbesorger) -woii-nung samt Garten nur nnt Ei.*>enbahncr gegen ebensolche 2- oder 1-Zimmer-Privatwohnung mit kleinem Kabinett in Umgebung Meiling od. Rahnhofnähe. Anfragen Marburg, GauRgasse 3. 11674-9 Tausche sofort leeres Zimmer mii eventueller Ktichenbenüt-zung gegen ebensolches. Anfragen in der Verw. 11673-9 Erstklas'-'Te Kanzieikraft, versiert in allen einschlägigen Büroarbeiten und Karteiwesen, für größeres Industrie- ^ unternehmen in Marburg gesucht. Angebote unt. »Tüch-j tig« an die Verw. 11620-6 Hausgehilfin, selbständig, mit KocbkelTntnissen. für Hau.shalt, gesucht. Zuschriften unter i »T. K.« an die Verw. 11452-6 1 Küchenmädchen und Servier, mädchen werden sofort auf-gerommen. Dauerstellung. Lohn nach Heimtarif, Verpflegung und Unterkunft frei. Pcrsfinliche Vorstellung erwünscht bei der Lehrerbil-dimgsanstalt in Marburg-Dr., l.sndwehrkaserne, Eingang Landwehrstraße, lieimgenäu-de, VeI^v•altung. 11651-6 Freiwillige für den Wachdienst in den besetzten Gebieten. auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten und einsatzfähig, im Alter von 24 bis 60, zu sofortigem Eintritt gesucht. Auskunft bei allen Arbeitsämtern und bei der Werbeleitung für die Ostmark: Thiel Rudolf, Werbeleiter, Graz. Sackstrafte 27. Tel. 42-42, und Innsbruck, Hotel Mondschein, Marlah'lt Nr. 6. 2609-6 Kellerräutve für Gemüseeinli-gerung dringond gesucht. An-oebote an ra. Hans Gftttlich, Obstgroßhandlung, Marburg. Kfirntnerstraße i2m. 11683-8 Instniktor für Hauptschüler der 1. Klasse für Nachmittagsunterricht gesucht. Anton Scnober, Marburg, Berggassn 12. 11675-lt) ftiiidä g IfBEtusti Maulkorb in der Schlosscr-gasse verioren. Abzugeben gegen gute Belohnung, Marburg, Drauweiler, Hubertusgasse 24. 11679-13 Anhängeschloß in Verlust geraten. Der ehrliche Finder wird {•gebeten, es in der Han-deisfeciiult; Kowatsch. HeiT(;n-gasse 46, Marburg, ^egen Belohnung abzugeben. 11678.13 Jene Person, die im Zuge Haidin-Marburg ein Paket mit Malcrmuster und Arbeitskleidung entwendete, wurde erkannt und wird ersiKht, es be'm Polizei-Fundamt Marburg abrugeben. Ludwig Pe-char, Unter-Kötsch 36, ' 11677-13 2 Personen wünschen als Lehrmädchen wird sofort aufWinter in den Büheln unter- genommen. Katifhaus Resnik, Georgtnberg, Kunigund. Möbliertes Zimmer nu't oder ohne Bettwäsche sucht Ehepaar in Stadtmitte, Brunndorf oder Garns. Zuschriften unter ■ Ingenieur« an die Verw. i 11672-8 rnkomnien. Verwaltung. Anschrift In dfr 11665-^ Dolmetscherin sucht sauber nöbliertes Zimmer bei an-'ständiger Familie. Angebote an Frl. Wingendorf, Stalag XVIM'B, Marburg, Mellinger-11602-6 Straße. 11671-8 Gustintschitsch. Am P. November wurde vor d. Großhandlungsgesellschaft am Adolf-Ilitler-Platr ein D-i-menfahrrad vertauscht Dasselbe ist in der Kokoschi-neggallee im Spezialwagen-geschäft Schurmann zu tauschen. 11676-13 VuükitäeHts ' Abschreiben? Ab/.eichnen? Nein! Photokopieren lassen. »Fotokopist«, Graz, ürieskai 60. Rut 67-95. 6988-14 Tages-Preise für jede Mengf Altmaschinen, Eistn, Metalle, Abfälle aller Art übernehme Abwracksbetriebe. Lagernd große Auswahl Autoteile, Maschmenteile und Nutzei- sen. Max Weiß, Nagvstraße 14, Telefon 2130. vormals 9882-14