«r. 294. Samstag, 23. Dezember 1905. 124. Jahrgang. Aibacher Mma. ,t über die Nichtan» "ahme der Demission des Ministeriums February be. ^erkt das Blatt: Daß Freiherr von Fejervarn und ^ Mitglieder seiner Regierung vorerst im Amte blei» ^ müßten, auch wenn die Krone ihrer Demission «"3estimwt hätte, ist zweifellos. Sie müßten jedenfalls ^ zur Erledigung der Handelsverträge weiter am» 5^en. Aber eine bloß geschäftsführende Regierung ^urde sich kaum — Osterreich unö dem Ausland uegeniiber — die Autorität beimessen dürfen, deren ^. zur Geltendmachung des ungariMn Einflusses v"m Abschluß der Handelsverträge bedürfte. Nie also, wenn die Ablehnung der Demission des Mini-^^nns Fejcrvary nicht sowohl um der Durchführ« oartni willen seines politischen Programms erfolgt ^are. al? vielmehr, damit es keiner Vollmacht ont»! "chre für die Durchführung der wichtigsten und drin^ sendstcn Aufgabci,? Die Klarstellung dieser Fragen 'ann nicht lange auf sich warten lassen. Die „Neue Freie Presse" bemerkt zu der De> Aisfion des Kabinetts Fejervary, daß es ein schweres Stück Arbeit sein werde, über alle die Trümmer, welche ^r gescheiterte Versuch dieses Kabinetts hinterläßt.! b" Vei-ständigung den Wcg zu bahnen. Dennoch, lverde ein Ausgleich zwischen den noch weit vonein- ^ ander entfernten Standpilnkten gefunden lverden ^ssen. weil ein anderer Ausweg aus dein Konflilt auf keiner Seite fichtbar ist und weil die Fortdauer desselben nicht bloß gleich gefährlich für Krone und Parlament, sondern, vor allem ein namenloses Unglück für Ungarn sein würde. Was im Falle endgültigen Mißlingens der Verständigung folgen würde, das ist nach den gestrigen Beschlüssen der beiden Häuser des Reichstags nicht auszudenken. Im Vergleiche mit diesen Möglichkeiten schwindet die Bedeutung auch ^ der wichtigsten Zugeständnisse auf dem nationalen und den: militärifchen Gebiete. Die „österreichische Volkszeitung" weist darauf hin. daß derzeit ein anderes Kabinett in Ungarn nicht gebildet werden könne. Wodurch aber in den Monaten bis zum Wiederzusammentritte des Reichs« tags die von allen Seiten so dringend gewünschte Wendung herbeigeführt werden soll, ist allerdings nicht zu erraten. Die Koalition, innerlich gefestigt durch den Anschluß der liberalen Partei, beharrt unerbittlich auf Erfüllung ihrer Forderungen uuo gerade die wichtigste und entschiedenste dieser Förde- ^ rnilgen, die Einfi'chrung der ungarisck>en Kommando» spräche, wird von der Krone verweigert. Die Krise hat eine unerträgliche Spannung erreicht, da nach' der Demission des Kabinetts auch die Desorganisa-tion der Verwaltung unheimliche Fortschritte machen muß. Das „Neue Wiener Journal" kann nicht begrei» fen, was es für einen Zweck haben soll, den Na» mensträger einer, trotz der besten Absichten verhäng nisvollen Politik im Amte zu halten, wenn seine Mission endgültig sck>eiterte. Daruni wäre es doch mög- ! lich, daß Freiherr von Fejervary die Geschäfte nur noch jene kurze Frist hindurch führen wird, die Szell und Lukacs benötigen, um den abgerissenen Draht zwischen Krone und Parlament — provisorisch mindestens — zu verbinden. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" meint, da-nächste ungarische Kabinett werde zweifellos ein ! Kampfkabinett sein und dadurch hoffentlich dazu bei-tragen, daß sich auch die österreichischen Parteien zu. ^ sammenschließen, damit unser Parlament in die Lage komme, die Interessen dieser Reichshälfte energisch zu vertreten. Die „Deutsche Zeitung" sagt, das Wohl Öster-reichs könne nicht von den Iarbennüancen abhängig sein, in denen sich die ungarischen Minister nur ge« ringfügig voneinander unterscheiden. Vor allem müsse die Armee intakt bleiben unt> dürfe nicht zum Spiel» ball des ungarischen Parlaments herabgewürdigt werden. Die „Arbeiterzeitung" meint, es wäre am einfachsten, die Koalitionsregierung auf Grund ihrer sagenhaften „Adresse" mit der Negierung zu betrauen. Es würde sich wohl bald herausstellen, daß den Her» ren. wenn sie für die Geschicke ihres Landes verant» wortlich geinacht würden, die Lust zum Spiele mit dem Feuer bald vergehen würde. Sie würden noch froh sein. wenn sie die alten Sylvesterverträge von Österreich konzediert erhielten, würden die schwarz« gelbe Armee noch gern für» die alte Quote in Kauf nehmen, die Handelsverträge abschließen, ja auf die berühmte Kommandosprache, als eine augenblickliä)e Unmöglichkeit, selbst mrd gern verzichten. Politische Uebersicht. Laibach, 22. Dezember. In, „Linzer Volksblatt" führt Landeshauptmann Abg. Dr. Eben hoch aus, die letzte Tagung des Abgeordnetenhauses müsse als ein voller Er, folg der Regierung bezeichnet werden. Daß Freiherr von Gautsch trotz der besonderen Schwierigkeiten der politischen Lage alles erreicht habe, was er gewollt, ohne zu besonderen Mitteln greifen zu müssen, bc° lveise seine staatsmännische Einsicht, welche ihm das Vertrauen der Volksvertretung errungen habe. Die Stellung der Regierung sei hiedurch wesentlich ge« festigt worden. Der Umstand, daß selbst Parteien, tvelche gegen die Wahlreform seien, der Erledigung der von der Regierung geforderten Vorlagen leine Schwierigkeiten bereitet hätten, sei vornehmlich auf die Bereitwilligkeit des Herrn Ministerpräsidenten zurückzuführen, die Vorschläge der Parteien entgegen» zunehmen und zu berücksichtigen - ein Beweis, daß er die Wahlreformfrage nicht gegen die Parteien, sondern nur im Interesse der Gesamtheit auf die Feuilleton. Eine Weihnachtsfahrt. Novellette von I. v. Aeyferlingh Aern. (Nachdruck verboten.) ..ToMallen!" I, Dcr Zug hielt schnaubend vor der kleinen Land-'^tion. Iocl)en von Püderitz, der schon seit Königs-T^l! den Kopf zum Fenster herausgesteckt hielt, mn ^s überheihe Coup6 erträglicher zu finden und )ic ""Ngsamkcit des Zuges zu studieren, stieg eilfertig ""s. Eine schneidende Kälte lieh ihn trotz seines Pel» ^? erschauern, und die Menschen, die auf den Gelsen herumliefen, erschienen sclMenhaft in dein Herr. ^ndcn dichten Nebel. Dazu krachte der fest gefrorene Schnee unter seinen Füßen und er mußte mehrere-!"^ heftig aufstampfen, um die Blutzirkulation in !"""! Fußzehen wieder herzustellen. Er holte eigen-tiandig sein geringes Gepäck aus dem Coup<5 heraus !?'d schütt dmnit nach der Richtung, wo er das Sta-"onsgobäude zu finden hoffte. Durch dm Nebel sah ^.plötzlich eine rote Mütze neben sich auftauchen und '"lt einem Griff hielt er den Eigentümer an, Mantel »Der Herr Stationsvorsteher, nicht wahr?" . . "Jawohl. Entschuldigen Sie aber - habe aber ^t"e Imt. Der Zug mus; abgefertigt werden, sonst °^bt er hcute abend noch ganz stecken. Stehe Zlelch 6" Diensten." kochen wartete Er bemühte sich, die Eiskristalle ""s seinem blonden Schnurrbart zu entfernen nnd sog tn> Pelzmütze tiefer über die Ohren. Inzwischen ""t er die schrillen Signale, da«" Abrufen der Schaff-^ und endlich setzt sich das Ungetüm, wie der Nebel es gespensterhaft zeichnete, pustend und schwerfällig in Bewegung. Der Stationsvorsteher' trat heran. „Der Herr wünschen?" „Haben Sie etwas von dem Tarketschener Wage:i gesehen?" fragte Jochen nachlässig. „Er sollte mich hier erwarten." „Tarletschen? Für Rittmeister von Püderitz?" Er sah fragend zu der hohen, kraftvollen Gestalt empor. „Ja, der Wagen von da ist aber wieder fortgefahren. Es wurde uns nämlich von Königsberg telegraphiert, daß der Zug wahrscheinlich nicht bis morgen früh durch den Nebel durchkommen würde." „Aber er kommt doch wieder?" „Glaube nicht. Herr Rittmeister! Der Tarketschener Kutscher weiß, was so ein Seenebel von, Kurischen Haff bedeutet." „Bester Mann", schrie Jochen aufgeregt, „was soll denn das? Ich kann doch die Nacht nicht auf Ihrer Station zubringen." Der vorbeigehende Gepäckträger mischte sich hinein. „Drüben steht der Domboweuer Wagen", sagte er begütigend, „sie erwarten jemand mit dein Tilsit?r Zuge, der ist eben gemeldet worden." Jochen Püdcritz stampfte, ohne mehr Worte zu verlieren, der angegebenen Richtung zu. Da kam man von einer Weltreise zurück und mußte solche Zustände finden für die Freude, das Weihnachtsfest bei seinen nächsten Verwandten verleben zu dürfen. Hier war ja freilich eine Rettung. Dombolven lag hinter Tarletschen, und da die Straße hier vorbeiführte, konnten sie ihn leicht absetzen. Mit dein Reisegefährten wollte er sich schon abfinden. Der Domoowener äwtscher grüßte, und ein jun g>r Dinier sprang herzu, um dem Rittmeister das Handgepäck abzunehmen. Er erklärte seine Lage, wor- auf der biedere Kutscher im schönsten Ostpreußisch ihn überredete, im Wagen Platz zu nehmen. „Wen erwartet Ihr denn noch?" ,,'ne Dame aus Tilsit, Herr Rittmeister." Es entstant» dasselbe Bild mit dem Tilsiter Zug wie mit dem seinigen. Dann sah Jochen immer deut» licher aus dem Nebel heraus eine weibliche Gestalt auf sich zukommen, gefolgt von dein Diener. Er stutzte einen Augenblick. Unswn, das konnte ja nicht sein! Wie lächerlich das Auge immer Ahn« lichleiten finden wollte. Allein als sie vor ihm stand und er ihre Züge unter dein Pelzbarctt erkannt?, wich er zurück. „Frau von Martens!" „Herr von Püderitz!" Der Diener legte ihre kleine Tasche in den Wagen, und der Gepäckträger schleppte einen Koffer herbei. Der Rittmeister war ratlos. „Gnädige Frau, ich bin untröstlich, mich Ihnen aufdrängen zu müssen. Aber ich müßte die Nacht auf der Station verbringen . . ." „Ich bitte Sie, Herr von Püderitz. Sie wollen gewiß nach Tartetschen zum Weihnachtsfest?" „Ja, und der Wagen bleibt aus." „Kommen Sie. Wir werden uns gewiß ver« tragen." Das wurde mit einer weiä>en, melodischen Stimme und der Gewandtheit der Weltdame gesagt. Sie stiegen in die schwerfällige, gelbe Landkutsche und streckten wohlig die Füße in die pelzgefüttert-n Fußsäcke, während die Pferde anzogen. Es war vollständig finster in der alten, kampferduftenden Kirsche. Jochen konnte sich noch imm-r nicht von seinem Erstaunen erholen. Zwei Jahre war er der Heimat fern geblieben nach jener Geschichte, und nun war beinahe die erste Lmbacher Zeitung Nr. 294._____________________________________2680________ 23. Dezember 1905. Tagesordnung geseht habe. Überhaupt sei der Ver> kehr der Regierung mit den Parteien ein durchaus unparteiischer, und man müsse zugestehen, daß sie trotz ihrer nichtparlamentarischen Zusammensetzung viel parlamentarischer vorgehe als manche ihrer Vor» gängerinnen. Die Pforte hat anläßlich der Annahme der Finanzkontrolle und der zweijährigen Man» datsverlängerung für den Gencralinspettor, die Zivil' agenten und die fremden Gendarmerie>Offiziöre in Mazedonien in ihrer bezüglichen Note an die Bot-schafter in Konstantinopel vom 14. d. M. neuerdings den Wunsch nach Erhöhung des türkischen Einfuhrzolles um drei Prozent, und zwar ab 1./14. März 1906 zum Ausdrucke gebracht, Worauf sich die Botschafter in ihrer kollektiven Antwortsnote vom 16. d. für nicht berechtigt erklärten, ihrerseits eine Entscheidung in dieser Angelegenheit zu treffen. Infolgedessen hat sich die Pforte, wie aus Konstantinopel gemeldet wird, direkt an die Regierungen der Mächte gewendet, indem sie ihre diplomatischen Vertretungen mit dringenden Schritten beauftragte, um die erforderliche allseitige Zustimmung zu ihrem Verlangen zu erwirken. An unterrichteten Stellen Konstantino-pels verlautet über die Aufnahme dieses Schrittes, das; sie eine günstige war und unter gewissen Voraussetzungen die Erfüllung des türkischen Wunsches, w?l-cl>cr nirgends grundsätzlichem Widersprüche zu begeg nen scheint, in Aussicht rückt. Seitens Italiens, Rußlands und Frankreichs soll die Pforte bereits im Besitze zustimmender Erklärungen sein. Die „Zeit" bemerkt zu den deutschen und englischen Kundgebungen für beiderseitige Annäherung und Verständigung: Dieser lebhafte Verkehr zwischen offiziellen und inoffiziellen Persönlichkeiten besorgt eminente Frieöensdienste. Er repräsentiert da3 Ende einer schlimmen, bedrohlichen, gereizten, nervösen Periode, den Anfang einer besseren Zukunft. Die Zeit zur Beilegung dieses Zwistes, der hüben imd drüben geschürt und genährt wurde, aber doch wenig-stens niemals auf das Gebiet der offiziellen Beziehun-gen übersprang, ist eine gut gewählte. Der Kabinettswechsel in England konnte auch auf das Verhältnis zu Deutschland nicht ohne Einfluß bleiben. Besonders da in Deutschland an maßgebender Stelle die Neigung, mit England in Frieden und Freundschaft zn leben, unverkennbar geäußert wurde. Die Gcsa m tv erluste Deutschlands an Menschen in Südwe st-Afrika betragen, wie die „Voss. Ztg." mitteilt, einschließlich der ermordeten Farmerfamilien 1997 Seelen. Die militärischen Verluste vom Beginne des Bondelzwaai^t-Aufstandes bi? jetzt belaufen sich auf 1775 Mann, davon tot 1109, verwundet 666, und zwar 133 Offiziere, 12 Sanitätsoffiziere, 13 Beamte, 316 Unteroffiziere und !301 Mannschaften. Der Gefechtsverlust der Truppe be» läuft sich auf 1172 Mann, davon 110 Offiziere: ge> fallen sind vor den: Feinde einschließlich der Chargen 498 Mann, verwundet wurden im Gefechte 634 Man.:. Beachtenswert ist die hohe Zahl der an Krankheit Gestorbenen im Verhältnisse zur Zahl der vor dem Feinde Gefallenen: 504:498. Viel«, die als «an Krankheit gestorben" bezeichnet werden, find Opfer der gewaltigen Anstrengungen (namentlich Herzläh« mung) und der schlechten Wasserverhältnisse (Typhus) geworden, während klimatische Erkrankungen nur fel. ten vorkommen und dann auf die Wärme-Unterschiede bei Tag und Nacht zurückzufiihren sind. Es wird bestätigt, daß infolge der Unruhen in Schanghai an das in Bangkok befindliche Schiff Sr. Majestät „Panther" der telegraphische Auftrag ergangen ist, das beabsichtigte Anlaufen süd> chinesischer Häfen vorläufig zu unterlassen und sich zum Schutze der österreichisch-ungarischen Staatszuge, hörigen in Schanghai unverzüglich dahin zu begeben. Nach Wiederherstellung der Ruhe daselbst wird der „Panther" seine Fahrt dem ursprünglich dafür fest. gestellten Programme gemäß fortsetzen. Schon zuvor hatte sich der gegenwärtig als österreichisch-ungarisches Stationsschiff in China dieneirde Kreuzer „Franz ^ Josef" aus Nagasaki auf Grund seiner Vollmachten ! aus eigener Initiative zum oberwähnten Zwecke nach Schanghai begeben. Tagesneuigleiteu. — (Ein japanischer Spion.) Ein eng. lischer Kriegsberichter statter erzählte kürzlich ein Aden-teuer, das ihm in Port Artur zugestoßen. Er kam einige Wochen vor Airsbruch des Krieges nach Port , Artur, und es war ihm während der langen Reise ! das Haar lang gewachsen. Er trat in einen Barbier» laden und war sehr überrascht, als ihn der Inhaber englisch mit den Worten anredete: „Gleich kommen Sie daran, nur diese drei russischen Offiziere müssen Zuerst bedient werden." Einige Monate später besmü) er sich bei den japanischen Truppen in der Mandschu» rei, als ein hoher Offizier auf ihn zutrat und sagte: „Kennen Sie mich nicht?" Der englische Kriegsbericht-erstatt?r besann sich, konnte sich aber nicht crinner.1, wo er den Mann friiher gesehen. Der Japaner lachte und sagte: „Ich habe Ihnen doch die Haare so schön geschnitten - in Port Artur!" Der Offizier hatte monatelang Spiondienste in Port Artur geleistet und loar als tätiger Barbier aufgetreten, obgleich er ein liervorragendes Mtglied von Krokis Stab war. — (Warum er durchfiel.) Der „Mainzer Anzeiger" erzählt folgendes Geschichtchen: In einer ausgestellt und erschien in einer Zeitung welche den Nachrichten aus der feinen Welt gewidmet ist. Der Pelzhändler lvar stolz auf das Bild und schri^ der Künstlerin folgenden unvorsichtigen Brief, dein 5 ein Exemplar der Zeitung beilegte: „Glücklich, daß ein Weniges aus dem Hause X. Fräulein Madeleil" Carlie? umgibt, die unstreitig das süßeste Kind d:' zwilisierten Welt ist, beeilt sich X., derselben das erst' Exemplar der reizenden Illustration zu übersenden.' Fräulein Earlier antwortet in weniger geziert^ Stil, daß sie sich schön für den Mantel bedanke. Ael' auf schickte ihr F. eine Rechnung über 12.895 FM ken 33 Centimes. „Den Mantel habe ich schon b? zahlt", erklärte das süßeste Kind der zivilisierte" Welt, „mit der Reklame meiner Person". — „Er vx" nur geborgt!" rief der Pelzhänbler. „Ich iverde doH nicht einer Schauspielerin ein Geschenk machen, d^ 12.895 Franken wert ist." Und er klagte. In crst^ Instanz wurde der Pelzhändler mit seiner Klage ^ gewiesen, und der Mantel gehörte Mademoiselle C^ lier, die ihn auch trug. Diesertage kam die Sache v»l das Appellgericht. Mittlerweile hat der Vertreter t>" Schönen Material gesammelt, aus dem hervorgrbl daß es ganz gebräuchlich ist, daß berühmte Schaust lerinncn von den großen Firmen Toiletten erhalte"' in denen sie Reklame machen. Eine „Göttliche" ^ Comödie Fran^aise bekommt von einer einzig Firma jährlich um 60.000 Franken Toiletten, s^ andere Schauspielerin, Mademoiselle Mra Sergi^ sagt ganz ungeniert: „Ich stelle mir auf diese Zw meine ganze Garderobe zusannnen." Das ApP"' gericht wird wohl das Urteil der ersten Instanz ^ stätigen. -^ (Eine amerikanische Konzer^ kritik.) Der weltbekannte „Arizona Kicker" l)at si^ jüngst wieder einmal in seiner herzerfrischend^ Sprache folgende Konzertkritik geleistet: Diesert^ suchte uns ein gewisser Mister Charles P. Wellco'^ in unserer Redaktion heim. Er langweilte uns ni>' einem Triumphgcheul über seine bisherigen Erfolg stahl uns kostbare zehn Minuten unserer Vormittag zeit und drängte uns schließlich eine Hand voll F^'' karten auf. die uns leider die lästige Pflicht aufes legten, sein Klavierkonzert in der Üiberty-Hall dul^ zumachen. Wir haben viel erlebt, aber so erborg ches Iammergeklimper hat noch niemand den A? gern dieser Stadt zugemutet. Mit einer Uxchnsinl^ zerrauften Pferdemähne und einem schäbigen Kelln^" frack ist es im Konzortsaal noch nicht abgetan. ^" einem Klavierspieler erwartet man zum mindest richtige Töne. Was Mister Wellcome unter das K^' vier an falschen Noten fallen läßt, davon schreibt <^ anderer ganze Opern. Wie ein verhungerter Sch'^ panse wütete er mit den langen Armen um sick, ^ dürren Finger hackten darauf los, wie die Holzfa^. Person, die er auf heimischer Scholle wieder traf, ^ Hedwig Martens. Er saß ihr gegenüber, und heimlich tastend berührte seine Hand den feinen weichen Pelz. der ihren Reisemantel zierte. Der bekannte Duft von Veilchen strömte ihm wieder entgegen und in sein Blut sprang das magnetische Fluidum wieder über, welches diese Frau ihn: mitteilte. Er hatte jedc Linie ihres Gesichts vor Augen, während er sie doch nicht sah. Die feinen, nervösen Züge, die kleine Nase mit den vibrierenden Flügeln, die tiefen, dunklen Augen. Niemand sprach. Sie hatten beide plötzlich so viel aus der Vergangenheit zu schöpfen, daß sie die Gegenwart vergaßen. Jochen von Püderitz sah sich wieder als Leutnant in der östlichen Garnison und seinen Schwadronschef, den Nittnieister von Martens. Ein unbeliebter Patron war der gewesen. Seine jung? Frau wurde um so heftiger angebetet. Darin tat sich besonders Ioclien hervor. Er entsann sich, bis über- die Ohren verliebt gewesen zu sein in die kleine Martens. Es lag ihn: auch daran, daß sie es wußte. Aber sie behandelte ihn immer mit derselben gleichbleibenden Güte. Anders der Rittmeister. Jochen wurde immer seltener in dem Martensschen Hause eingeladen, je unzertrennlicher von der Gattin er sich auf Festen zeigte. Auf dem letzten NcgimentsbaN, als er ihr die Rose aus ihrem Bukett abgebettelt hatte, glaubte er Martens im Ne> benzimmer später, heftig auf seine Frau einredend, gesehen zu haben. Dann geschah das Entsetzliche! Langsau:, in: Schritt gingen die Pferde. Jochen von Püderitz hörte, wie Frau von Martens sich ner-vös bewegte. Auch ihm war wohler, wein: er seine eigene Stimme hören konnte. „Wir werden sicher durchkommen, gnädige Frau. Der Nebel ist heute besonders stark." „Ich ängstige mich nicht. Lassen Sie uns aber sprechen, Herr von Püderitz — wein: Sie wollen über törichtes Zeug. Die Stille ist so unheimlich." Er wußte nichts Besseres, als ihr von serner großen, zwei Jahre umfassenden Reise zu erzählen. Von seinen Eindrücken, Erlebnissen, die ihn allmählich immer beredter werden ließen. Sie warf hie und da ein Wort ein, das ihr erhöhtes Interesse bekundete. „Nun freue ich mich auf einen deutschen Weih» nachten in Tarketschen und auf das Herumtollen mit meiner Schwester Kinder. In Dombowen werden Sie auch genug Lärm haben." „Ja, die Kinder sind wild genug," seufzte sie. „Ist es Ihr erster Besuch, gnädige Frau?" „Eigentlich ja. Ich kenne die Dombowener nur von Berlin her. — Es waren Verwandte meines Mannes." „Arme, kleine Hedwig." Iochens Herz begann wärmer zu schlagen bei diesem Berühre»: der Vergangenheit. „Warum konnte sie aber nicht tot sein?" „Herr von Püdcritz", sagte die junge Frau mit einer merkwürdig unsteten Stimme, „nahmen Sie damals — den Abschied?" „Ja, gnädige Frau." Nur nicht weiter fragen, um Gotteswillen nicht! Aber sie fuhr fort: „Ich habe etwas auf dem Herzen getragen, diese kurzen, langen Jahre. Niemand war da, der eine Antwort geben konnte oder wollte. Nun frage ich Sie — was geschah in jener Nacht vor mcinos Man° ned — Tode?" Die Frage riß die Spanne Zeit fort, die zwi« schen jener Nacht und der heutigen lag. Jochen sah mit greller Deutlichkeit die schwerfällig schwankende' Gestalt seines Rittmeisters, das rote gedunsene ^ ficht, er hörte das brutale Wort, welches er ihm ',"< Bezug auf seine Frau zugerufen. Dann fah er St^'. tische. Martens aufgeregt spickn, fluchend und tl^' lend, und dann den Aufruhr, der Plötzlich entst^ Iema:ü> hatte Martens „Falschspieler" genannt. ^ Augen stier vorgequollen, stand der Rittmeister A Ein Duell wurde vereinbart, und damit endigte,^ wüste Szene. Am nächsten Morgen durchlief ^', Schreckenskunde die Stadt — Martens hatte si^ ' schössen. ^ Jochen hatte vergessen, zu antworten. Jetzt si" er hoch. ,^ „Fragen Sie mich nicht, gnädige Frau "" weiß nichts!" ^ „Seien Sie nicht unbarmherzig", flehte ' ^ „Wenn Sie die Angst wüßten, in der ich g^ebt,. die Wahrheit furchtbar sein könnte! Ich habe sie "^, wunden und will alles wissen. Wenn es auch ^ denken des Toten —" . ^^ „Halten Sie ein, Hedwig. Gewähren S'e Toten seinen Frieden!" ^s „Jochen!" Er schauerte zusammen. Es war, ^ wäre nie etwas zwischen ihnen gewesen, als nur ^ Scheme,:, der nun verfluchtet. Wie in eine b^"^rz. haltene Stätte trat diese Frau wieder in s^, ^ ^ „Jochen, es gab eine Zeit, da hätten S:e ^ anders geantwortet. Werde ich nie von Ih"^ Wahrheit hören?" «ch Der Nagen stand. Durch den Nebel sah """ nähernde Lichtn-. Jochen öffnete den Schlag, ^ „Tarketschen. Gute Nacht, gnädige F"U- " ^ Ihnen nie auf Ihre Frage antworten werd" ^^ leicht einmal, wenn ich es ganz vrrantworren Morgen aber komme ich nach Dombowen. ^Laibacher Zeitung Nr. 294. __________________________________2681________________________________ 23. Dezember 1905. ^ Urwalde, aber sein musikalisches Können steht auf "?r Stufe eines Con>boy. Sein Programm nannte ^nige berühmte Komponisten, aber er tat durch feine Mb blödsinnige VortragZmanier den Meistern der-^aßen Schmach an, datz wir keinen wiedererkannten. "N jenem Unglücksabend brach über die Zuhörer ^lch noch das Gekrächze einer alternden Schneegans ^rein: Mixstreß Wellconie steht ihrem anmaßenden Zarten würdig zur Seite. Nei aller Achtung, die wir ^l hochbetagten Ladies sonst empfinden, müssen wir ^nnoch gestehen, daß man sich eine „Oratorien- unö "onzertsängerin" hierzulande anders denkt. Datz ^ar das Schnaufen einer gehetzten Büffelkuh- b?i den «ravourstelleir kreischte sie wie ein Pfeifhase. Damit konnte die brustschwache Lady unseren Hörern freilich ^cht imponieren. Lieber hören wir die Brüllaffen und oie Prärieeulen l Hoffentlich bleiben wir für all? feiten von den Attentaten des Mister Wellcome und ^ner ehrwürdigen Gemahlin verschont. Wir möchten "km unreifen Burschen sonst begreiflich machen, daß ^n in der Union auch die Trommelfelle freier Vür-3er nicht so scheußlich mißhandeln darf. Sonst heißt ^ ..Hands up!", und wenn der Revolver knackt, wird Mister Wellcome bei uns wohl keine Taste mehr b^ führen. Dann haben wir Nul>e vor diesem Gentleman. b?r unö den Musiksaal zur Hölle macht. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. * (Ha n deIs ka min er um l a g e n.) Das k. r. Handelsministerium hat den Voranschlag der Hanois, und Gelverbekammer in Laibach für das Jahr 1^06 mit dem Erfordernisse von 47.766 X genehmigt llno bewilligt, daß zur Bedeckung dieses Erford^r» Mes 5irie Umlage von 4 von den Wahlbcrechtig' ^n der Kanmier nach Maßgabe der allgemeinen Er-^'rbsteuer und rücksichtlich der zur öffentlichen Rech-^ngZleguiig verpflichteten Unternehmungen irach der ^sonderen von diesen zu zahlenden Erwerbsteuer einModen werde. Näheres sagt die unter einem im ^nitZblntte Verlautbarte Kundmachung der k. k. Lan-üesregierung. -r. "- (Sihung des k. k. Landesschulrate 2 vom 14. Dezember 1905.) Zu Oberlehrern wurden ernannt die Lehrer: Franz Silvester in ^chwarzniberg, Anton Vidniar in 5atei und Ra-we! Zupanc in Podkraj. alle unter BelassunI auf uirem bisherigen Dirnstposten, ferner Anton Ka-"Unc in Reifnitz für Altenmarkt bei Pölland und 6ranz Vor ^ tnik in Ncumarktl für Dobrova. -"Uf ihrem dermaligen Dienstposten wurden definitiv ^gestellt i Susanne Balohin Jauchen und Auguste Zunder in Arch. — Versetzt wurden die Lehrerin» ?^n Anna Grud nik. Pauö iö von Glogowitz nach ^snitz und Marie Lebstik von Scnosetsch nach ^t. Peter in Laibach. — In den zeitlichen Ruhestand Wurde versetzt die Lehrerin Antonie Okornin Kropp. 7^ Beschlüsse wurden gefaßt über die Vorrückung von "hrpersonen in die höhere Gehaltsklassc mit 1. Iä'n-^r IM;, über den Rekurs eines Oberlehrers wegen ^lchtzuerkennung der dritten DienstalterszulaZe, über das Gesuch eines Lehrers, betreffend seine Ran-Nerung in, Personalstatus sowie über das Gesuch Nlchrerer Parteien, betreffend das Turnen ihrer eine ^lttelschulc besuchenden Söhne, endlich über Anträge, betreffend einen im Schuljahre 1906/1907 abzuhal-, tenden Bürgerschullehrkurs. — Verfügt wurde die Erweiterung der Volksschule in Töplitz-Sagor auf sechs Klassen und die Errichtung einer zweiten städti-schcn slovenischen Mädcl>envolkZ schule in Laibach. — Entschieden wurde in Angelegenheit der Aktivierung einer Exkurrendoschule in Gereut im Schulbezirke Tschernembl, über die Neuordnung der Schulverhä^t niss? der Gemeinden Tschöplach und Unterberg, über den Rekurs der Gemeinde Höttitsch, betreffend den Schulbau in Littai, und über Gesuche von Mittelschü» lern um Schulgeldstundungen. — Anträge wurden beschlossen, betreffend die Bestimmung der Fachgruppe für die an der Staatsoberrealschule in Laibach neu systemisierte Lehrstelle. — Hinsichtlich des Gesuches eines provisorischen Lehrers um Ernennung zum wirklichen Gymnasiallehrer unter Nachficht des Probejahres, in Angelegenheit der Zuertcnnung des ^f° fentlichkcitsrechtes an die fünfte Klasse der Komm«' nalrealschule in Idria, sowie rücksichtlich des Gesuches des fürstbischöflichen Ordinariates um Zuerlennung des Titels Privatgymnasium und Bewilligung des Öffentlichkeitsrcchtes an seiner Anstalt in Si. Veit ob Laibach. — Die Schuldienerstelle am Staatsuntcr« gymnasium in Gottschee gelangte zur Besetzung und zwei Disziplinarangeleg?nheiten wurden der Erledi-gung zugeführt. - Endlich wurden Anträge des Lan> dcsschnlinspektors für die Volksschulen anläßlich einer Lehrmittelausstellung an der Volksschule in Töplik Sagor der Erledigung zugeführt. — (ZurFrageder Entwässerung d" s Laib ach er Moores.) Per Morasttultur^Haupt-ausschuß hielt am 21. d. M. eine Sitzung ab, in wel> cher dein Landesausschußbeisitzer Pov5e über An° trag des Obinannstcllvertreters, Oberingcnieurs Fr. S'ux ek, der Dank für seine Tätigkeit und seine Bemühungen anläßlich der Annahme des Gesetzentwurfes für die Entwässerung des Laibacher Moores ausge» sprochen wurde. Ausschußmitglied Verbiß stellte an den Obmann die Anfrage, wann mit den Negu^ lierungsarbeiten begonnen werden dürfte, weil fich ie Bevölkerung dafür fehr lebl>aft interessiere. Der Obmann, Oberingenieur Sbrizaj, äußerte sich »vie folgt: Die Beantwortung dieser Frage ist insof.?l"i schwierig, weil die Zeit unbekannt ist, in welcher d?r Gesehentwurf die Allerhöchste Sanktion erlange werde-, ebenso unbekannt ist die Zeit, in welcher das im § 6 des Gesetzes genannte übereinkommen zwischen dem k. t'. Ackerbauministerium, den« LandesauZschusse und dem MorastkuItur.Hauptausschusse perfekt sein wird. Einfacher ist die Beantwortung der Frage rück-sichtlich jener Zeit, die für verschiedene Vorarbeiten vom Tage des perfekt gewordenen Übereinkommens bis zur faktischen Inangriffnahme der Arbeiten nötig sein wird. „Wenn ich diese Frage beantworte, so tue ich es nicht so sehr als Obmann, vielmehr will ich nur meine Meinung als Ingenieur äußern, der das ge> genständliche Projekt kennt und den Standpunkt teilt, daß bei dieser ausgedehnten Arbeit Eile nicht am Platze wäre. Die Zeit, in der das Gesetz sanktioniert und das Übereinkommen angenommen sein dürfte, ist ^ ganz unbestimmt; verglichen jedoch mit anderen klei-! ncren öffentlichen Arbeiten, die dieselben Wege gehe^! mußten, dürften hiefür etwa neun Monate gebraucht ^ werden. Erst wenn dieser administrative Weg zurück» ^ gelegt sein wird, wird an diö Krcierung der Bau« leitung geschritten werden können; letztere soll jeden» falls im Sinne des Podhagskyschen Ant-rages organi-siert sein, damit das Unternohmen gedeihlich zur Aus. führung gelange und von allem Anfange an Konflikten vorgebeugt werde. Die Kreierung der Bauleitung dürfte zwei Monate beanspruchen. Ist die Bauleitung ins Leben gerufen, so wird sie sogleich an die Durch« sicht des Operates schreiten müssen, denn ein vor 22 Jahren verfaßtes Projekt bedarf heute mancher Vervollständigungen: verschiedene Details, die da3 Projekt nicht hat, werden verfertigt werden müsse.,, die Frage der Herstellung der neuen Nnicken wird zu lösen sein. Die Baubedingnisse werden der jetzigen Z.'it angepaßt werden müssen, und zwar auf Grund der iri den letzten Jahren bei anderen ähnlichen Arbeiten gewonnenen Erfahrungen: die Laibach wird in dir Strecke vom Gruberkanal bis zu dessen Wiedervereini» gung mit allen Uferobjekten aufgenommen werden muffen, damit ein Situationsplan in größerein Maß» ftabe, in lvelä)en die Baulinien eingetragen werden, angelegt werden kann: denn nur auf Grund eines sol» chen Situationsplanes ist eine rasche und genaue ^ r< beit iu uarul'u, möglich. Endlich wird auch das L'in-genprofil für beide Ufer kontrolliert werden müsse l. Für alle diese Arbeiten dürfte» wenigstens sechs Monate gebraucht werden. Ist dies alles geordnet, so wird erst der Antrag auf Ausschreibung der Arbeiten I'-stellt werden können, wobei die Frist behufs genaue Information der Firmen nicht zu knapp bemessen lverden darf: hiefür dürften zwei Monate hinreiche. Die eingelangten Offerte wird sodann die Bauleitung bezüglich aller Ansätze prüfen müssen, worauf wieder tvenigstens ein Monat vergehen wird. Die überprü^ ten Offerte werden nun mit dem bezüglichen Antrige an die kompetenten Behörden geleitet, die sie neuerlich durch ihre technischen Ämter überprüfen lassen w^'r» den, bevor sie sich für eine der offerierenden Firm.'ll entscheiden: hiefür dürften zwei bis drei Monate b> nötigt werden. Nun wird erst die Firnia von der Über« tragung der Arbeiten verständigt tverden können, worauf sie ihrerseits auch die Vorbereitungen für die Inangriffnahme der Arbeiten treffen muß: wofür ein Monat Zeit erforderlich sein dürfte. Nun können erst die Arbeiten in Angriff genommen werden, wenn dies die Jahreszeit fowie der Wasserstand damals ge< rade zulassen sollten. Diese Zeitanalyse zeigt, daß etwa 23 bis 24 Monate, oder rund zlvei Jahre bis zur faktischen Inangriffnahme der Arbeiten vergehen dürften. — Gewiß ist es aller Wunsch, diese Zeit wo-möglich abgekürzt zu sehen, doch ist hiefür nach mei« neni Dafürhalten nur wenig Aussicht vorhanden. Auch dürfte es nicht angezeigt sein, sich b?i einer so wichtigen, Angelegenheit zu überstürzen. Das Unter» nehmen ist ausgedehnt, infolgedessen erscheint es not' wendig, sowohl technische als administrative Fragen in volle Ordnung zu bringen, widrigenfalls sich unliebsame Folgen ergeben könnten, die auf die Kosten nicht ohne Einfluß wären." — Dieser Äußerung schloß sich auch Oberingenieur Auiek an, während der Fragesteller Verbiß ersuchte, sie in angemessener Weise allgemein zur Kenntnis zu bringen. x. — (Aus d? r Diözese.) Am 21. d. M. wurde Herr Anton Oblak auf die Pfarre St. Laurenz an der Temenitz installiert. Das Kreuz auf dem Berge. ^ine Liebesgeschichte. Aus dem Slovenischen des Ivan Canlar, übersetzt von K. Koch. ^ (29. Fortsetzung.) ..Gestern sah ich ihn im Pfarrdorfe! Er ging "°lz einher und sah mich nicht einmal an. Es liegt "Ur auch nichts daran! Er war städtisch gekleidet, hatte klNen breiten Hut und ein samtenes Röcklein. Im gan» ^n Pfarrdorfe spricht man, er hab? mit der neuen ^hrerin angebandelt. Mit jener, die jedem Manne Nachblickt und in die Schule paßt wie ich auf die Kanzel . . ." Anton fuhr auf, n wußte felbst nicht, warum. ..WaZ kümmern dich andere Leute, du Laster-"wul! Er mag anbandeln, mit wem er will, es ist '^ne Sache!" ,. Die Näherin sprach weiter und neigte sich noch "ahcr vor. , ..Aber schön ist sie, sie weiß es auch, daß sie schön ^.' Sie putzt sich, daß ich mich auf der Straße saKmte. ^le trägt eine Bluse, mit kaum bis zum Ellbogen 'lchenden. weiten Ärmeln und unter dem Halse ist Ne ausgeschnitten. Man sagt sogar, sie rauche Zigaret-^"- und ich glaube es . . . Kaum war er da, so nahm "^chn schon gefangen und sie läßt ihn schwerlich . Hannas Gesichtshaut erschien hart wie Leder: in 'eltsmner Angst wagte sie nirgends hin zu blicken, sich !"cht zu rühren Si? wäre an, liebsten vur den grau-^wen Worten geflohen, doch fte hatte sich auch selbst °vlgeneigt, um besser zu hören. Die anderen redeten laut, aber Hanna hörte nur die hohe, surrende Stimme der Näherin. „Schöne Sachen erzählt man sich von ihm! Er lebte so in der Stadt, daß man sich's zu sagen schämt, und er prahlt noch damit. Er hat ?Z der Zolleinneh-mcrin selber erzählt, mit wie viel Weibern er's zu tun gehabt: man sieht's ihn, am Gesichte an. daß er ein Lebemann ist. Ich wollte ihn nicht mehr, lvenn er vom Fuße bis zum Kopfe mit Gold beschlagen wäw!" Anton wandte sich um. „Wenn du nicht sofort schlveigst, werfe ich dich gleich vom Wagen!" „Was hab' ich denn Schlimmes gesagt? Wem's nicht recht ist, der mag sich anders helfen!" Sie blickte in sein Gesicht und verstummte. Anton neigte sich zu Hanna. „Höre auf diese Weiberreden gar nicht! Verzeih mir's. wenn ich dich vielleicht beleidigt?!" Hanna verwunderte sich und es ward ihr leichter neben ihm. Die Schlucht schloß sich hinter ihnen, die Ebene breitete sich aus und die Sonne schien. Der Wag^n bog um den Berg ins Pfarrdorf. Von weiten, schon leuchtete der hohe, weiße Glockenturm der Pfarrkirche, die Häuser glänzten, zerstreut auf dem sanft ansteigenden Hügel liegend. Der Himmel glänzte über und über, von der Sonne glühte nur noch ein gelber Rand und sank hinter die Berge. „In der Dämmernng kommen wir an, gerade zur rechten Zeit!" Anton ward es etwas bange ums Herz; er hätte gerne gesprochen, aber die Worte waren ihm plötzlich ausgegangen. Er blickte seitwärts auf Hanna und in feinem Herzen erwachte der Wunsch, ihr etwas Liebes zu sagen, daß sie lächeln würde. „Weiberklatsch alles zusammen! Er weiß schon, warum er nicht schrieb und nicht kam. Nenn sich einer auf der Straße nur fchneuzt, fo zieht man ihn schon durch die Zähne." Und wirklich lächelte Hanna. Denn in ihrem Herz erwachte mit den klaren Worten jene schwache Hoff. nung, die bisher geschlafen hatte. Es ist nicht mög. lich, daß er vergessen hätte — es kann nicht sein, daß man so schnell ein ganzes langes Leben vergäße! All.-s lebt noch in seinem Herzen, von, ersten freundlichen Gruße bis zum traurigen Abschiede. All jene schwe. ren Gedanken leben noch immer in seinem Herzen, alle frohe Hoffnung jenes Lebens und alle liebreichen Worte. „Nein, es kann nicht sein!" Sie blickte Anton mit vollem, bittendem Blicke ins Gesicht und er erschauerte. „Vorwärts doch! Träumst du?" Die Sonne gin3 unter, die Häuser des Pfarr-dorfes wurden fahl und auch der Turin leuchtete nicht mehr. Vom Süden der eilten Wolken, verdeckten den halben Himmel, rissen und jagten dahin, über dem Berge hervor hoben sich immer dichtere und dunklere Massen. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr, 294. ?«82 23. D«emk« ,«N5, — (Ordensverleihung.) Dem Herrn Landesschulinspektor Peter Stornikin Graz würd?, wie die Grazer „Tagespost" meldet, anläßlich seines Übertrittes in den Ruhestand der Orden der Eisernen Krone dritter Klasse verliehen. — (VompoIitischen Dienste.) Der Herr Landespräsident hat den absolvierten Rechtshörer Herrn Dr. Franz 2uxek zur Konzeptspraris bei dei: politischen Behörden in Kram zugelassen. — (Personalnachricht.) Der k. k. Forst-Praktikant Herr Rudolf Lampe wurde von der Dienstleistung bei der k. k. Bczirks'Forstinspektion in Rudolfswert enthoben und ins Ackerbauministerium einberufen. (P r ü f u n g sko m mi ssion für Gym n a sie n u n d Re a l s ch u l e n.) Seine Exzel» lenz der Herr Leiter des Ministeriums für Kultus und Unterricht hat den außerordentlichen Professor an der Universität in Graz, Herrn Dr. Karl Ktre -kclj, zum Mitgliede der wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Lehramt an Gymnasien und Realschulen und zum Fachexaminator für Slovenisch und Serbokroatisch ernannt. — (Vom Montan d ienste.) Seine Exzel' lenz der Ackerbauminister hat im Stande der ärarischen Montanverwaltungsbeamten den Hauptprobie-rer Rudolf Czegka in Cilli und den Oberhüttcn-Verwalter Ludwig Vuchal in Idria zu Verträten, den Hüttenverwalter Franz Gostißa in Cilli zum Oberhültcnverwalter, den Bau- und Maschineningenieur Iaroslav Kotola in Idria zum Bau- und Maschincn-Inspektor ernannt, ferner den Kanzleioffi- z zial Ioh. Tu « ar und den Kassier Ioh. B r e n n i g, beide in Idria, in die neunte Rangsklasse befördert. — (Zur Besetzung des f ü r st e rz b is ch ö s -lichen Stuhles von G ö r z.) Aus Görz wird gemeldet: „Hier verlautet mit Bestimmtheit, das; demnächst die Ernennung des Dompropstes der Gör-zer Kathedrale, Dr. Franz Sedej, zum Fürsterzbischof von Görz erfolgen werde. Dr. Sedej ist slavischer Abstammung." — (Promotion.) Herr LadiZI. Wutscher wird heute mittag an der Universität in Wien zum Doktor in?6. univ. promoviert werden. — (Der Verein der Ärzte in Krain) hielt gestern abends im kleinen Saale des „Hotel Union" seine diesjährige Generalversammlung ab. Der bisherige Ausschutz wurde p«r lleelkluatinnom wiedergewählt. Es wurde beschlossen, einen Unterstützungsfond für die Witwen und Waisen der Mitglieder ins Leben zu rufen und die diesbezügliche Entscheidung der Landesregierung mit Dank zur Kenntnis zu nehmen. Dem Unterstützungsfonde steht schon bei seiner Gründung ein Kapital von nahezu 20.lXX) I< zur Verfügung. Dem Ausschüsse wurde für seine diesbezüglichen Bemühungen der Dank der Versammlung ausgesprochen. — (Aus Leh rervere i ne n.) Namens der „Slovcnska ßolska Matica" wird auf eurem vom allgemeinen slovenischen Fraucnvereinc veranstalteten Elternabend am 27. d. M. um halb 8 Uhr abends Herr Direktor Heinrich Schreiner aus Marburg im ..Mestni Dom" einen Vortrag über Kinderspiele im Elternhause halten. — Am 28. d. vormittags 10 Uhr findet im „Narodni Dom" die Hauptversammlung des slovenischen Landeslehrervereines statt, womit eine Zusammenkunft der ledigen Lehrer und Lehrerinnen Laibachs in Verbindung steht. — Der Verein der slovenischen Lehrerinnen wird am 29. d. um 10 Uhr vormittags an der Mädchenschule bei St. Jakob eine Versammlung abhalten, auf deren Tagesordnung eine Diskussion über die Gehalts-rcgelung sowie die Unterzeichnung einer Petition um Aufbesserung der materiellen Lage der Lehrerinnen steht. — (Vortrag.) Der Slovenische Alpenvcrein veranstaltet heute abends 8 Uhr in den Restaurations» lokalitäten des „Narodni Dom" einen Vortragsabend. Es wird Herr Prof. Zupanöiö aus Görz über das Uslokcngebirge sprechen. Mitglieder und Freunde d?s Vereines sind hiozn freundlichst eingeladen. — (Die Tabakt raf i k a nte n) veranstalten am 28. d. M. in der Restauration Perles eine Zusammenkunft, um über eine Petition, betreffend die Erhöhung der Gebühr für verkaufte Marken, zu be> raten. — (Der Fachverein der Textilarbci terschaft) hat, wie man uns mitteilt, einen schönen Erfolg zu verzeichnen. Über seine Bitte wird mit dem z hentigen Tage in der hiesigen Spinnfabrik an Stelle der clfstündigen Arbeit eine zehnstündige Arbeit ein» geführt und von nun an der Betrieb um 7 Uhr früh aufgenommen werden. Die Direktion hat ferner dem AnsuckM des Fachvereines um Aufbesserung der Löhne entsprochen und eine Erhöhung von 5 bei den Tag- und von 10 ^ bei Akkordlöhnen eintreten! lassen. In dör Fabrik herrscht infolgedessen allgemeine Freude und die Arbeiterschaft ist sowohl der Gcnnal-direktion in Trieft als auch dein hiesigen menschenfreundlichen Direktor, Herrn Albin Mayer, der das Gesuch wärmstcns unterstützt hatte, für di?se Errungenschaft aufrichtig dankbar. — (Die Landesg en o ssenschaft der Naseure, Friscureund P e r ii ck e n m a ch e r in Laib ach) gibt dem geehrten Publikum sowie den Genossenschaftsmitgliedern bekannt, daß die k. f Landesregierung laut Zuschrift vom 20. Dezember, Z. 24.802, gestattet hat. morgen die Friseurgeschäfte von 6 Uhr früh bis A Uhr nachmittags offen zn Hal ten. Für Sonntag, den 31. d. M. kann eine gleiche Ausnahme nicht geinacht werden. — (Die C h r ist ba u m feier des evan' gelischen Kindergartens) fand am 21. 5. unter sehr großer Beteiligung statt. Ein mächtiger Christbaum erstrahlte im hellsten Lichterglanze, und davor zeigten die Kleinen im Festtleidchen, einige in herzigen Kostümen alö Engel usw., ihr Können. Zunächst erklangen allerlei Weihnachtsliedchen sowie an» dere Gesänge, von der Leiterin des Kindergartens, Frau Ehmeyer, am Harmonium begleitet: auch wurde ganz wacker deklamiert. Ferner bot es ein gar liebliches Lied, als von den kostümierten Engelcin eine Miniatur-Weihnachtstanne mit dem üblichen Christbaumschmuck versehen wnrde. Ein „Weihnachtsmann" (Heini Wettach) brachte auf einem Schieb-karren die vom evangelischen Frauenvereinc gespendeten Geschenke an Nackwerk und Bilderbüchern, die von den putzigen Kleinen mit Vergnügen aufgenommen wurden. Noch wurden dann seitens der Kinder kleine Handarbeiten an die Mamas verteilt, worauf eine kleine Erfrischung den Schluß der Feier darstellte. — (Professor Dr. Pa m m e r f.) Wie bereits kurz gemeldet, ist am 2l. d. M. der k. k. Gymna-! sial-Professor Herr Dr. Kaspar Paminer in Rudolfs-wert an Herzschlag gestorben. Der Verblichene war im Jahre 1849 zu Zwottl in Oberöstcrreich geboren und widmete sich, nachdem er die Gymnasialstudicn infolge Militärdienstes hatte unterbrechen müssen, nnd auch die bosnisch-h^rcegovinische Ot'knpation mitgemacht hatte, nach Ablegung der Matura den philosophischen Studien, wählte Deutsch und Geschichte zu seinem Fache und bezog die Universität in Innsbruck. Als absolvierter Lehramtskandidat war er bcmüssigt, in seiner engeren Heimat als Voltsschullehrer <>inzutre°, ten, in welcher Eigenschaft er sich sogar den Doktorgrad erwarb. Hierauf kam er als Supplant nach dein Süden unserer Monarchie und diente als solcher teils in Pisino, teils in Trieft. Erst dc,5 Jahr 1892 brachte ihm die Ernennung zum Gymnasiallehrer am k. k. Staatsobergymnasium in Rudolfswert, Hier wirkte ^ er über ein Dezenniuni in unermüdlicher, erfolgreicher! Weise, beliebt als Lehrer, hochgeschätzt als Freund! und Kollege und unvergeßlich als Wohltäter der Armen. — Dr. Pammer, ein treuer Sohn seiner Heimat, pflegte jahraus jahrein an der Seite seiner Gat° tin wenigstens die Hauptferien dort zuzubringen, wo er seine Laufbahn als einfacher „Dorfschulmeister" begonnen und sich im Laufe der Jahre eine kleine Besitzung erworben hatte. Ein hartnäckiges Magenleidcn zwang ihn schon vor mehr als einem Jahre, um einen einjährigen Urlaub einzukommen. Scheinbar gekräftigt, kehrte er im heurigen Herbste nach Rudolfswcrt zurück, aber die Hoffnung auf bleibende Besserung erwies sich als trügerisch und nun schied der Mann. der als Senior im Lehrkörper allgemein beliebt toar, plötzlich aus dem Leben. * (Unfall auf dem Sü d ba h n h o f e.) Gestern nachmittags nahm der Schlossergehilfe Felix Poll auf dem Südbahnhofe im Putzlanale neben dem Heizhausc einige Ausbesserungen an einer Lokomotive bor. Da wurde die Lokomotive durch eine Verschieb-maschine in Bewegung gesetzt und ein Rad ging dem Gehilfen über den linken Arm und schnitt ihn buchstäblich ab. Der Schwerverletzte wurde mit dein Net-tungslvagen ins Spital gebracht. - Den Unfall.' soll Poll selbst verschuldet haben, weil er die Räder der Lokomotive nicht unterlegt hatte. * (Dnrstige Zwäng linge.) Der Sclcher und Hausbesitzer Franz Kunstclj an der Polanastraße ließ gestern durch vier Zwänglinge Eis in seinen: Keller abladen. Es währte nicht lange, so entdeckte ein mit feinem Geruchssinn begabter Zwängling neben dem Eiskeller einen Weinkeller. Man machte nicht viel Unistände, sondern es wurde ein so groß?5 Loch in den Weinkeller gemacht, daß ein Zwängling durchschlüpfen konnte, um dann als Mundschenk zu fungieren. Die Freude dauerte aber nicht lange, denn bald fielen der Reihe nach alle vier Zecher zu Boden und blieben total berauscht liegen. Sie wnrden schließlich einzelweise auf einen Schiebkarren aufgeladen und in die Zwangsarbeitsanstalt überführt. — Kunstelj erleidet einen Schaden von 70 15. — (Eine goldene Damen-Doppel-uhrkett e) wurde gestern von Herrn Ferd. Ianesch im Geschäfte des Herrn Anton Krisper, in Seiden' Papier eingewickelt, vorgefunden. Die Vcrlustträge-rin wolle die Uhrkette bei der dortigen Kassierin abholen. — (Die Laibacher Vereinskapelle) veranstaltet heute abends ein Mitgliederkonzert i>" Hotel „Union". Anfang 8 Uhr abends. Eintritt M Mitglieder frei. für Nichtmitglieder 40 Ii. Theater, Kunst und Literatur. ** (Deutsche Vühnc.) Auch die gestrige Aufführung von Millöckers noch immer mit verjüng' tem Reize wirkendem „Bettelstudent" gestaltete sick unter Mitwirkung des Gastes Herrn Karl Meistet sehr erfreulich. Die anmutigen Arien und Duette die obgleich ungezählte Male gehört, immer wiedel ihre einschmeichelnde Wirkung ausüben, kamen durch den Künstler, der dabei anerkennenswerte Partnel in Herrn Siegeund Fräulein M u ck fand, zu sckc-ner Wirkung. Die Stimme Meisters besitzt, tmnl seiner musikalischen Intelligenz und ihrer trefflich?" Durchbildung, die Fähigkeit, allen Absichten des SäN' gers zu gehorchen und er versteht es ebenso Maß 3" halten, wie zur richtigen Zeit Kraft zu entfalten. Hie< bei bildet er auch dao belebende Element, das ins' besondere den Vcrschleppungstendcnzen, die sich gerne breit machen, entgegentritt. Der Gast hatte für vi<" lcn Beifall zu danken. An dein Erfolge des Abends nahmen die Damen Mnck, Schlocker und U r baü sowie die Herren Siege und Fischer verdiente!' Anteil. Die Prosa ließ freilich zu wünschen übrig und auch im Orchester gab es manche Entgleisungen. H?rlN K u r t müssen wir vor geschmacklosen Übertreibung^ warnen. — Das Theater war nur mäßig gut be> sucht. ^. ! — (Aus der deutschen Theaterkan 5' l e i.) Montag, den 25. d. M. gelangt als Wohltätig' keitsvorstellung zugunsten der hiesigen Ttadtarincl> die erfolgreiche Opcrcttenncuhcit „Das Wäschermädel" zum fünftcnmalc zur Wiederholung. Für die ">" 27. d. M. stattfindende Aufführung von Schillers „Maria Stuart" ist es der Direktion gelungen, di«-' erste Heroine des Grazer Stadttheaters für die Tit^ rolle zu einem nur einmaligen Gastspiele zu g?win< nen. Die Vorstellung findet bei gewöhnlicl>cn Preist" statt. - Weiterer Spielplan: Freitag: „Die Geisha"' Sonntag: „Er und seine Schwester" (Anfang 6 U5l abends). Illu»io» »»or» i« der Dc»mkir«He. Sonlitag. den 24. Dezember (Vigilie der Geburt Christi) Hochamt um 10 Uhr: klisss ^8u Itt>üpini>tur von Adolf Kaim, Graduate Ilnäie »l'wtin von Anton Focrster, Offertorium 1>)l1it von Anton Foerster, Offcrtoriu^ I°ui uunt (-«>!i von Josef Haydn. Dienstag, den 26. Dezember (Stepha" Protomärtyrer) Pontifikalamt um 10 Uhr: InstrU' lnentalmesse in 1) 6nr von Karl Kempter, Gradual 5W6El'uilt pi'iucipl'« und Offertorium Lw^ruol upostoli voii Anton Foerster. In de? Stadtpsarrkirche St. Jakob. Sonntag, den 24. Dezember (Vig^ vor Weihnachten) um 9 Uhr Hochamt: Sonntag' messe Nr. 'l' Foerster, Offertorium I^ui 8uut «u)li von G. ^ Stehle. Dienstag, den 26. Deze m b c r (Heiligel Stephan) um halb 10 Uhr Hochamt: Vierte Mcssc '" ^inttll und 5- von Moritz Brosig, Gratm^ 8«6eriiut princii)^8 von Anton Foerster, Off^' torium Nw^rnnt von Anton Foerster. Telegramme des k. k. HelegrllplM'Hürrespondenl'sureaus. Wien. 22. Dezember. Seine Majestät der Kal< ser reiste früh nach Wallsee ab, um die WeilMchts' feiertage bei der Familie des Erzherzogs Franz ^cU' vator zuzubringen. Rußland. Petersburg. 22. Dezember. Der gestc" mittag begonnene Auostand dehnt sich weiter au -Der Mittagszug nach Eydtknhm-n ist mit starker nm Laibacher Heitunq Nr 394^________________________ 2283 23, Dezember 1905. ^nschci- Begleitung ab^oMligon. Dcr Stadttcil, in °nn szch ^c Ncichsbanf und dic Kaufhäuser befinden, ^rd stark bewacht, Infanterie-Patrouillen durch-s'chcn die Straßen,. , Petersburg, 22. Dezember. Der telegra«! bische Verkehr mit Moskau ist unterbrochen. ! London, ä2. Dczeinber. Die ennlischc Neciie» ^ ^'^chen Staatsangehörigen in Sicherheit zu bringen. ^ Moskau, 22. Dezember. In den Räumen des' ^uariums fand gestern cine von 12.M0 Personen ^suchtc Versanunlung statt, wobei Dragoner, Gendarmerie, Kosaken und Polizisten die Ausgänge be-'^tcn und an die Eingeschlossenen die Aufforderung steten, die Waffen abzuliefern. Ein Teil der V.'r- z ^Mnelren versuchte co, sich durch den Haupteingang ' ^ entfernen, wurde aber von den Soldaten mit Kol° ^schlagen daran gehindert. Der größte Teil der ^ugc zertrümmerte das Gitter des zum Aquarium! ^höril^'n Garteils und gelangte auf den Hof der ^achliarten Schule, wo Barrikaden errichtet wurden, ^utc früh zerstreute sich die Menge. Einige Personen ^lrden verwundet. Die Soldaten gaben nur wenige llwrfe Schüsse ab und feuerten meist blind. ,„ Petersburg, 22. Dezember. Der an der liv- "ndischcn Grenze gelegene Teil des Kreises Njeßica /nndet sich im Ausstände; im übrigen Teile Herr- ?en Nauernunruhon. Vei Eiga brachten Aufstau» ^che^durch Aufreiben der Schienen einen Militärzug ,'lt Sappcuren zur Entgleisung. Fünf Mann wur» ""' hiebei getötet, 20 verwundet. Ostasicn. Verlin, 22. Dezember. Aus Peking wird ge» Meldet: Seitdem der Putsch vom Montag unterdrückt >/s^" lst, sind aus Schanghai keine weiteren Mit-f^^uqcn eingelaufen, die auf eine Gereiztheit der . Alterung schließen ließen. Was darüber gemeldet, ^b. si„h ,^cht Tatsachen, sondern Gerüchte. Da! ^"Iln^hai übrigens Hafenstadt ist, so kann eine Kata-^phe als ausgeschlossen gelten, um so mehr als zur "^t außer drei deutschen noch drei englische, ein ja-^lnsclM,, drei amerikanische, ein österreichisch'Uiigari. ^ks und ein italienisches Kriegsschiff dort liegen, Ehrend ein französisches und ein englisches noch gartet werden. Vielleicht sind im Innern verein-! ^lte Zwischenfälle vorgekommen, welche durch ent-' ^llte Berichte hie und da eine gewisse Aufregung ' ^stehen lassen. »> Peking. 22. Dezember. Dcr chinesisch-japanische .ertrag ist heute unterzeichnet worden. Die zum Ab- l ^usse des Vertrages Bevollmächtigten haben er-' M, d,^. Vertrag betreffe nur Mandschnrei-Angele- ^ feiten und die Berichte von einem japanisch-chine« '^n Bündnis seien falsch. . Tukio, 22. Dezember. Die über die Hungers-^ '" der Nordostprovinz eingelangten Nachrichten .„ "^ unt, daß sich die Bevölkerung in einem bekla-^werten, Zustande befinde: sie sei dem Hungertode tziis^ ^" ^"kio ist man mit der Anordnung von ^.s'uaßnahmen beschäftigt. Unterstützungen und , Unnhtnebezeugungcn aus dem Auslande sind will' Angekommene Fremde. wranb Hotel Union. ^lli^? 21. Dezember. Dr. Braida, s. Frau. Finme. — , ^i.,f,'^ l, Hofrat, Rudolfswert. — Pavslar, Grundbesitzer, ^c>,^' - Braune, t. u. l. Major i. N.. Gottschee. -^ ^^ireltor, Vuje, - Pfeifer. Kfm., Prag. - Glück, ijii^ >«°llb. ^ Malusa. Kfm,. Pola. - Müller. Nfm., !">ii ^ Dular, Akademiker, Vartavas. — Sturm, Maza-^inn?^e-' Trieft. - Treven. Kfm.. Idria. - Proste, Kfm., ">va,° 'd- ^ Lapajne. Grundbesitzer, Ndelsberg. - Schrey, , H^,' 1 Tochter, Aßlin«. — Dr. Dernovsel. Notar. Gurlfeld. ^ofessn ^' l l. Steueramtsadjunlt, Senoseisch. — Prijatelj, > ^ '"! Podloger. Gutsbesitzer, s. Familie; Wurzel, Eise»., <^°ldschmidt, Ulrich, Kflte., Wien. — Cerer. Privat, Loilsch. - Verstorbene. ^I" 30. Dezember. Valentin Vellooerh, Wanenkuppler. ^^udbahnstrahe 1, infolge zufällig erlittener Verletzung. H/^" __________ .^_...........^......... -> '"eorologische Beobachtungen in Laibach. ^-^"hijhe 306'^ u». Mittl. Luftdruck 73«'0 mm. ^ ^ ^3i. ^44 b 2 !) 3N. schwach bewölk !?Ü^^ ^" l 00 windstill "^- ! 742 9,-0 8 » ! Nebel j 0-0 ^e ^^ Tagesmittel der gestrigen Temperatur -02. Nor. ^antwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. England, das Lund der Tectrinker, konsumiert den meisten Ceylon-Tee, weil dieser Wohlgeschmack und Ausgiebigkeit vereint besitzt. Die Marke Talanda, ein kräftiger Ceylon-Tee, mundet selbst dem verwöhntesten Gaumen und hat auch in Österreich viele Liebhaber. (6176 a) „Vita" 1st d»N Leben ! «Vita-Quelle», ein hervorragender natürlicher Natron-Säuerling, welcher den erkrankten Organismus belebt, indem er den Stoffwechsel bedeutend anregt und daher Krankheiten, wie Gicht , Diabetes, Blasenleiden etc., welche auf Störungen im Stoffwechsel beruhen, zur Rückbildung führt. — Zahlreiche ärztliche Gutachten und spontane Kundgebungen violer Leidenden bezeugen die ausgezeichnete Heilwirkung der »Vita-Quelle». (6122) St. 1'anlnM-Bier. Der 24. Dezember öffnet heuer weit die Herzen aller Freunde eines guten Gerstensaftes, um so mehr, wenn e» sich um einen solchen ganz besonders fein gearteten Trunk, wie das in der Keichenberger Bierbrauerei und Malzfabrik zu Maffersdorf in Nordböhmen erzeugte und bloß zu Weihnachten und Ostern in die Welt hinaus versandte «St. Paulus-Bier», handelt. Heuer tritt «St. Paulus-Bier» in sein zweites Jahr und dürfte ebenso wie im Vorjahre den Biertrinkern ein willkommener Genuß sein. (4600 b) VerlottnnKNkalender für da« Jahr 1906. Soeben ist der von den Wechselstuben der k. k. priv. allgemeinen Verkehrsbank, Wien, I. Bezirk; Wipplingerstraßo 28 und 8tock-im-Eis*nplatz 2 ; VII. Bezirk : Mariahilferstraße 122 ; IV. Bezirk: Margarethenstraße 25, ausgegebene Verlosungskalender pro 1906 erschienen. Das schön ausgestattete Büchlein ist in den genannten vier Wechselstuben gratis erhältlich und wird auf Wunsch auch in die Provinz gratis und franko übermittelt. (5216) Gute Lampen sind hauptsächlich im Winter erforderlich, wo die Abende lang weiden und wo man ein ruhiges, schönes und dem Auge unschädliches Licht braucht. Derartige Lampen aller Art. vom einfachsten Nachtlämpchen bis zur allerseinsten, künstlerisch ausgeführten Luxuslampe, sowohl für Petroleum, als auch für Spiritus, Gas'und elektrisches Licht, erzeugt die weltbekannte Firma Gebrüder Brünner, k. k. priv. Lampen» und Lüsterfabril in Wien. VI.. Magdalenenstrahe 10», und ver« lauft selbe sehr billig, so daß sie jede Konkurrenz schlägt. (5220) Verdauungsstörungen, Magenkatarrh, Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbrennen etc., sowie die Katarrhe der Luftwege, Verschleimung, Husten, Heiserkeit sind diejenigen Krankheiten, in welchen ^0 • ^ — alkallaehm -—-— *AUETO*\lttH nach den Aussprüchen medizinischer Autoritäten mit besonderem Erfolge angewendet wird. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner und Peter Laasnlk in Laibach. (508D) Grand Hotel Union Laibach, Direktion A. Kamposch. Am Stephanstag vormittag — nachmittag — abends Militärhonzepte der Musikkapelle des k. u. k. Inftr.-Reg. Nr. 27. Anfang a in 1O Uhr vormittag, Eintritt frei. Anfang mn 4 I lir nachmittag, Eintritt 15 kr., Kinder frei. Anfang nm 8 Uhr abend«, Eintritt »0 kr. Ausschank von Pilsner und Münchner Bier. Täglich Seefisch- und Siissfisch-Essen. Grosse Milvesterfeier nnd NenjahrH • Konzerte, ausgeführt von der Musikkapelle den k. n. k. luftr.-Kegiinentt* FZM. «rat JelacNs Nr. 79. Die (3746) 76 fldlEF-flpothetiß in Loibach (Stadt) gegenüber der Sohusterbrüoke = Bestand über 300 Jahre - Inhaber: Mr. Ph. Mardetsohläg-er, Chemiker hält mots am Lager ;i||<, neuen Medikamente m>wie alle in- und ausländlsohe Spezialitäten, liefert an Spitäler und an die Herren Ärzte im großen sowie .in Privat«, Verbandstoffe und alle ohirurg. Kranken- bedarfsartlkel billigst und empfiehlt ihre geHetzlich ge schützten kosinet. Präparate unter der Wortmarke „Ad*". Für Zähne und Mund: „Ada" MontholmundwasHer und Zahnpulver a 1 K; für die Haare: „Ada" Haarwasser und Haarpomade a 1 K; für Teint und Gericht: „Ada" BlumenHeife und Crown h 60 h und 1 K. Erzeugung und Dopot fdr Laibaoh r»««.«» in dieser Apotheke «zum Adler». Preislisten mit Anweisung fUr die Pflege der Haut, Haare und Zähne gratis. Lllibcher ueMer Tumerck. Wuchs-Ache Samstag äen 23. 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Regiment in Ztocz6w fühlen wir uns gedrängt, auf diesen, Wege unsern innigsten Dank zum Ausdrucke zu bringen. Insbesondere danlen wir noch Sr. Exzellenz dem Herr» Militärstatlonökommandantc'n, dann den Herren Generälen. Stabs» und Oberoffizieren, sowie den Herren Militärbeamlen der Garnison für die , ehrende Äegleituug zur lehteu Ruhestätte. , Laibach, am 23. Dezember 1W5. Die trauernden Hinterbliebenen. Laibacher Zeitung Nr. 294 2684 23. Dezember 1^ '5. Kurse an der Wiener Oörse vom 22. Dezember 1905. «°«d«, owM« Ku««^.. Die notierten Kurse verstehen flch ln KronenwHhruna. Die Notieruna sämtlicher NNien und der «Diversen Lose» versteht sich per 8t<>«. AU«,«»ln, Staatsschuld. Mld »«« .!Mheltl, «ente 99 70 ,,««t ^br..»ug.pr.«,4'»«/„ l00<5,^0«5 .. .. «prll, vlt.prN, 4»°^ llX, 45 l <8»4tt ., 100 st, . .»»«-»«»-. dto. ,, 50 st. . . »83 — »9» V,M,'Pf»nbbl. k 1«! st. b°/„ . »9» — «9» »0 Staatsschuld der i« Kelch«. rat» «rlretenen Königreich» und zander. O«»eir. «olbrente, stfr.. K» st-. per Kasse.....4°/„ ll?«0l,7'4n !^.2.Nente h'.o. dt«. bto. per Ultimo . 4°/, 9» 50, 99 70 Oefterr.Inveftittvn^Nentt.stsl., per Kasse . . , . »l/,°/» g^.zu vc ?o «Nse»»«d».«t««ts/.«/» <»«90l«7 90 «ubolfsbahn in Kronenwühr. sleuerfre! (dw. 3t.). . 4«/» »i» »0 lOU'l>b «orarlbergbahn in Kronenwähr. steuerfr., 40N Kronen 4°/, v» »5 l«> so ^n Vt«at»schnl»»«rschrttb»n. g«n abgcslemp Elle»b.'Nttln». ^liwbethbabn »0« fi. KM. b»/'/« von «00 st....... «?'— 490 — bt«. Llnz-Oub». »00 fl. 0. W. . 5>/,°/,........«7'b» 4l'9'ül> dl> «alzb.Ilr.«»fl. S. W. G. z°/,.........440-5» 442-50 b. Karl'Uub».'« »on fl. KM. «lit» War, «o» Sta»t« z«r Zahlung ÜXnuwl«ent « «l. 4°/, ab 10"/«...... l,5-9« ll«v« ltlisabethbahn, 400 u, «X« M. ! 4°/«......... lt? ln llU'ic, Franz Josef.»«., <5«. 18«4 (dlv. Ot.) Vilb., 4°/«..... la?: Vorallberger Vahn, Em. 1««4 (biv. Et.) Eilb. 4°/« . . . 9l>-sz i«w e° Staatsschuld d»r Ländtl d»r ungarischen Krone. 4"/, UN«, «olbrente per «äffe . It» i»; 1,8 7b bto. dto. per Ultimo .... ll3551l»?5 4"/„ bto. Rente ln Kronenwühr., steuerfrei, per Kasse . . . S510 9ü 30 4"/, bto. dto. bto, per Ultimo . 35 l5 95 »5 Un«. Kl.°Eil.°Nnl. »olb ic» fl. — - - - dt«. bto. Silber l5^ «S bb 4°/, lroat. und slavon, detto 9« — 9? Anbeil ^fftnti. Hnlehen. 5°/<,U>on»u<«eg.-Unle dto, dto. l!U94). . . . 99'2>! !<'(>»< bto. dto, (1898), , , . 9» 30 lN0 ^, «övsebau-Nnlehrn, uerlosb. b°/„ b» «b lW «b 4"/,, ttralner Uands« ?l»lehen . —> - . >- »eld W«r, Dsandbries» »U. Voblr. allg. 00 9U Oest..ung. Nanl 4U»/»lahr. veil. 4°/„......... lu"'»z 101 »^ blo. dto. 50jähr. verl. 4°/a l<«, 4>> loi 4<> Vparlass«, 1.«st., ««I., «rl.4°/« l00 »z 1«l'b< Gisenbahn^rioritit». Vbligaliuntn. Ferdlnand«°Norbbahn ^ Ung.'gallz. Bahn.....- >— ----- 4°/« Untcrtrainer Vahnen . , —>— - - Diverse Los» (per Stück). Vel»l»»llche »se. 3°/, Vodentltdil.Loft E». l«»U »89 — 3N » 3«/„ ,, „ Vm. 1889 »89- »99' 4°/» Donau-Dampfsch, 1U« fl. . — — —>- 5°/» D°nau««l«ul.'üose , , , »84 Ln 267-5«^ Nn»erzln»l « IL ttrcdltloje 1U0 fl...... 478 - 48« — Uo!e 40 sl, KM. . . 14« — lob 0fentl Uo!e 40 fl..... l«5 - 175 Palffy'LuK 4« fl, KM. . . 173 — »83- Noten»reuz, Oeft. Ges., v.lN fl. 2> «5 5» «ö ,, ,, u»g. „ „ 5fl. »l »,» 85 ix» NubolfLole 1» fl..... S«-- «<-> Valm-Üofe 40 fl...... 2<>b — «4- Et,-»«l!oi«Loie 40 sl. . , . -- —-— Wien« «omm.Uose v. I. I874 5?S - 535-Gewinstsch. d, 3°/« Pr,.Echuldv. b. «obenlrrbltansl., Em. 18«9 96'— 1<>3 5'» Ulllbac^er !!?!? , , , —-— - -— «beld War, «ltien. zransportunter-nehmullgen. «ussig°Iepl. Eilend, 5(Xi - Kto. dto. bto. ltt. U . - — —-^ ««hm. «orbbahn 150 fl. . . »«l - 8«4 — Uufchtiehradsr «il"- »111»' Donau'Dampffchiffahrts' Vesell. Oestcrr,, 50« fl, KM. , . . l„04' ^'K'- Duz Vodenbachtl «.-B. 4U0 ll b»9 533 sserd!nand«N«rbb. 1i8 75 <4,< ',b Prag'LuzerElitnb.iUufl.abgft. «l» ^»0 3taat«el ^ ,«> 5, südbatm ««0 fl. K..... ll« 10 l!9 ll> <3üb»!,rbb. Verb,.«. «00N. «Vi. «0 — 4l» -Tra,nwau«Gef., NeueWr., Prio» litöl^Mtlen llxi fl, . . »a- »t - Un«,»galUoblr,.«ns!,,0tsl,, 2«1fl.O, . llll' lllb' Nidt.'Anft. f,Hand. u.H.lNO Il. — - — - bto. dto, pel Ultimo , . »KS —««?-— Kreditbank, »lllg. un«,.,200 fl, . ?8»i-—?n? Depusilenbanl, All«,, »(w f!. , 4i.5'—! 4«< - Ovvlitbtlb., «7eft.,Ä<»s0' l>«l^ S«f«hr«banl. «ll«. ,40 fl. , . 357 — »ü» " zndustrie-Kntel» nehmungen. «augef., «ll«. üft luu fi. . . ,«z - i«^'" «gybier Eisen unb Vtahl-Inb, !n Men »«> fl. . , . — - ^ «isenbähnw. Leih«..«rste. lousl. l^5 - l»7^ „«lbnnühl". 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