Mchrr Toliblatt. Redaction und Expedition: Bahnhosgafle 9?r. 16, Nr. 246. icifc: Für Laibach: Ganzj. fl. 8-40; Zustellung in« HanS vrllj. Mir. Mit der Post: Ganzjähr. fl. 18. Insert t o n »preise : ein- amätag, 25. Oktober 1879.—835■ RS* ttsSSRV^ Ä12. Iah u »eigen bi« 6 Zeilen 80 >r. Die Adressen des Abgeordnetenhauses. „Die am meisten gemäßigte Partei wird Herrin der Situation bleiben!" — So soll sich erst vor einigen Tagen ein hochgestellter StaatS< Beamter geäußert haben, und die officiöfe Presse versäumte natürlich die Gelegenheit nicht, dieses Orakel des Beschwichtigungshosrathes dem P. T. Publicum zur gefälligen Darnachachtung mitzu-theilen. Wir wissen zwar nicht, seit wann es in konstitutionellen Staaten Sitte ist, die Haltung politischer Parteien durch die individuellen Anschauungen eines ungenannten hochgestellten Staatsbeamten beeinflussen zu wollen, aber dazu reicht selbst ein beschränkter Unterthanenverstand hin, um zu begreifen, dass diese indirekte Verwarnung zunächst gegen die Verfassungspartei gemünzt war. Lag ja doch die Befürchtung nahe, dass die Linke des Abgeordnetenhauses bei Besprechung der Thronrede sich in Erörterungen entlassen werde, welche die Regierung nöthigen könnten, eine bestimmtere Stellung zu den politischen Gegensätzen des Hauses einzunehmen, als sie das in der Thronrede zu thun für gut fand. Letztere war nun allerdings ein kleines Meisterstück in ihrer Art, indem sie den Föderalisten hinlänglichen Spielraum zur Unterbringung ihrer Hoffnungen gewährte, ohne jedoch de» Standpunkt der Verfassungspartei unmittelbar zu gefährden. Aber anderseits musste man in den leitenden Kreisen völlig überzeugt sein, dass die Verfasfungspartei sich nicht bloß an den mäßigen und mäßigenden Wortlaut der Thronrede halten, sondern bei Abfassung ihrer Adresse auch die bisherigen praktischen Ergebnisse der Aussöhnungsära in Berücksichtigung ziehen werde. Daher also der Warnungsruf in letzter Stunde, daher also ein wohlwollender Wink, dass bei entsprechender Mäßigung die Verfassungspartei noch immer Oberwasfer gewinnen könne. Dürste die verfassungstreue Minorität der Adresscommission dieser freundschaftlichen Mahnung Gehör geben? Der vorliegende Entwurf ihrer Adresse hat diese Frage bereits beantwortet, und zwar in einer Art beantwortet, dass wir dieser Antwort sowol in Bezug auf Inhalt, als auch was Form anbelangt, unsere volle und ungeteilte Zustimmung geben müssen. Als die verfassungstreue Majorität des Herrenhauses zur Abfassung ihrer Adresse schritt, musste sich dieselbe die Stellung gegenwärtig halten, in welcher sich das Herrenhaus einem allenfallsigen Systemwechsel gegenüber befindet. Als der stabile Factor des österreichischen Parlamentarismus steht das Herrenhaus außer unmittelbarer Verbindung mit den Parteikämpfen des Tages. Seine Aufgabe ist gewissermaßen eine idealere, und wenn auch in seinem Schöße Parteien sich bilden, so werden sich diese stets nur nach großen allgemeinen Grundsätzen gruppieren. Es lag daher nahe, dass die verfassungstreue Majorität der Adresscommission des Herrenhauses in ihrer Adresse zunächst nur ihr Festhalten an Form und Wesen der Verfassung betonte und dadurch dem Cabinet Taaffe zu verstehen gab, welche Aufnahme eventuelle Abänderungsanträge in dieser Richtung bei den Pairs der Verfassungspartei finden würden. Das Herrenhaus kennt ja das Ministerium Taaffe bloß durch die vom Fürsten Carl Schwarzenberg ausgesprochenen Hoffnungen und durch die Thronrede. Erstere wurden von Schmerling in gebürender Weise zurückgewiesen, letztere musste die Grundlage der Adresse bilden. Ganz anders gestalten sich die Verhältnisse, in welchen sich die Minorität des Abgeordnetenhauses, beziehungsweise die verfassungstreue Minorität der Adresscommission der Volksvertretung, der Regierung gegenüber befindet. Lange bevor noch das Herrenhaus in die Lage kommt, einem erklärten Systemwechsel gegenüber Stellung zu nehmen, tritt an die Mandatare der Steuerträger diese Pflicht heran. Ueberall, wo das Zweikammersystem besteht, gilt die Beantwortung der Thronrede durch eine Adresse als das parlamentarische Urtheil über die Pläne der Regierung. Als solches kann sie nur zustimmend oder ablehnend lauten. Doch versteht es sich von selbst, dass die Vertreter des Volkes sich dabei nicht bloß an den Wortlaut der Thronrede, sondern auch an jene Erscheinungen im öffentliche» Leben halten müssen, aus welchen ein Schluss auf die Absichten der Regierung gezogen werden kann. Das Herrenhaus beginnt und endigt seine Thätigkeit mit dem Beginn und dem Ende seiner Sitzungen. Was zwischen dem letzten- Reichsrathsabschiede und der jüngsten Thronrede lag, hat das Herrenhaus als solches nicht berührt. Aber die Bevölkerung konnte sich den mannigfachen Erfahrungen nicht verschließen, welche im Laufe der letzten Monate auf einen gründlichen Systemwechsel hinzuweisen scheinen, und feine gewählten Vertrauensmänner haben daher auch die Pflicht, diesen Erscheinungen möglichst Rechnung zu tragen. Die Aufgabe, welche dadurch dem Abg. Dr. Sturm als Berichterstatter der verfassungstreuen Minorität der Adresscommission des Abgeordnetenhauses erwuchs, war daher eine doppelte. Einmal mußte sich sein Entwurf an den Wortlaut der Thronrede halten, das andermal den Gesinnungen Ausdruck geben, deren offene Darlegung durch die jüngsten Vorgänge im öffentlichen Leben geradezu pcovociert wurde. Galt es ja doch, der Rechts» Verwahrung der Föderalisten gegen die praktischen Folgerungen aus ihrer formellen Unterordnung unter die verfassungsmäßigen Zustände eine Rechts» Verwahrung zu Gunsten des tatsächlichen Fortbestandes der Verfassung und zur Abwehr aller gegen sie gerichteten Angriffe entgegenzusetzen. Diese Jeuilleton. Warum ich Italienisch lernte. Von Oscar Künl. «Schluß.) Diese Nachricht versetzte mich in eine große, freudige Aufregung. Ich drückte Jean zwei Gulden, mein halbes monatliches Taschengeld, in die Hand und gieng nun daran, einen recht schwungvollen ftalienifchen Satz zusammenzustellen, mit welchem ich die persönliche Bekanntschaft mit den Fremden einleiten wollte. Meine Venus war angekommen, und ich benützte jede freie Stunde, um in den Parkanlagen herumzustreichen. Als ich eines Morgens eben wieder tiefsinnig der alten Ruine T. .. entgegenfchtenderte, erblickte ich richtig in einiger Entfernung vor mir meine Fremden. Ich beschleunigte meine Schritte, um sie einzuholen, doch als ich ihnen nahe gekommen war, entfiel mir plötzlich der Mutt), ich musste mich sammeln, und das gieng nicht so schnell.* Die Fremden stiegen den Hügel, welchen die Ruine krönt, hinan, ich folgte mit pochendem Herzen. Da standen sie am höchsten Punkte, welcher „zur schönen Aussicht" genannt wird, welchen Namen er mit vollem Rechte führt, da man von demselben mH einen herrlichen Rundblick genießt. Ich raffte meinen ganzen Muth zusammen, trat vor, zog meine Mütze, verbeugte mich gegen den alten Herrn mit der Römernase und gegen meine Venus und begann: „Pardonate, se mi prendo la libertä,“.... „Wie haifit ? Versteh' ich niks Wällisch. Warüm soll" ich auch versteh'n, wenn bin ich der reiche Samuel Löwy aus Frankfurt?" fiel mir der alte Herr in die Rede und wog mit der rechten Hand feine massive goldene Uhrkette. „Sie werden entschuldigen, wenn verstehen wir nicht Italienisch, ich und mein Mann," begann meine Venns. Ich war versteinert. Ich muss ein furchtbar dummes Gesicht gemacht haben, als ich, den alten Herrn anstarrend, ausrief: „Wie! dieses Fräulein ist Ihre Frau?" „Gott über die Welt, wie kenian Se Hierfür! Warüm soll ich nit haben eine junge Frau, wenn bin ich der reiche Samuel Löwy aus Frankfurt?" Bei diesen Worten wandte er mir beleidigt den Rücken, nahm den Arm seiner Frau, meiner Venus, und gieng weiter. Ohne mich umzusehen huschte ich in das dichteste Gestrüpp und- begann durch dick und dünn den Abstieg. Die Finken im Walde spotteten mir nach und die Bäume lispelten sich meine Blamage zu. Ich weiß mich nicht zu besinnen, wie ich zurück in die Stadt gekommen bin. Mein erster Weg war zum Jean ins Hotel „Europa". Ich stürmte in sein Zimmer und traf ihn beim Putzen mehrerer Leuchter. Ich rief ihm erregt zu: „O, Sie. . . (ich nannte den Namen eines grauen Hausthieres. das lange Ohren trägt), was haben Sie für dummes Zeug angerichtet I" Ich muss damals furchtbar ausgesehen haben, denn als sich Jean umwandte, entfiel ein Leuchter feinen Händen. „Wer ist ein italienischer Banquier? O, Sie. . ." (ich nannte den Kops eines Hausthieres, das Wolle trägt) und sank erschöpft auf einen Sessel. „Was haben Sie nur?" fragte Jean erstaunt. Da wurde ihm geklingelt und er eilte hinaus. Rechtsverwahrung ist erfolgt. Und zwar erklärt der verfassungstreue Adressentwnrf ganz unumwunden, .dass die Staatsgrundgesetze allen Ländern und Völkern gleiche Rechte sichern, so zwar, dass bei allseitiger Mäßigung die Erzielung einer allgemeinen Verständigung, zu welcher das Abgeordnetenhaus stets bereit war, weiterer staatsrechtlicher Schritte nicht bedarf. Dagegen müsse sich das Abgeordnetenhaus gegen die Geltendmachung von Rcchtsüberzeugungen verwahren, welche den rechtsgilt igen Bestand der Staatsgrundgesetze in Frage stellen und mit der angelobten Beobachtung derselben nicht in Einklang zu bringen sind. Er müsse vielmehr auf der schon in früheren Adressen wiederholt ausgesprochenen Anschauung beharren, dass zwischen dem verfassungsmäßigen Rechte und dessen Verneinung eine Vereinbarung nicht möglich ist. Ist in diesen Worten die Haltung genau prä-cisiert, welche die Verfassungspartei gegenüber allen weiteren Cornpromissversnchen zu Gunsten der Auto-nomisten beobachten wird, so lässt sich auch der verfassungstreue Adressentwurf die Gelegenheit nicht entgehen, darauf zu verweisen, dass die in der Thronrede als wünschenswert bezeichnete Beschleunigung der fruchtbringenden parlamentarischen Arbeiten unmöglich ist, wenn durch neuerliche Verfassungskämpfe die friedliche gemeinsame Arbeit productiver Gesetzgebung auf so vielen Gebieten des staatlichen Lebens lahm gelegt wird. Bekanntlich haben die Officiösen Taafses die geringen Resultate der letzten Session als eilten Hauptvorwurf gegen das Regiment der Verfassungstreuen verwertet, und es ist daher wohl auch am Platze, wenn der Adressentwnrf Sturms kurz andeutet, dass die fruchtbare Thätigkeit des Reichsrathes nicht allein von der Pflichttreue und Selbstbeschränkung der Abgeordneten, sondern auch von der rechtzeitigen Einbringung der Regierungsvorlagen und von der Vermeidung staatsrechtlicher Streitigkeiten abhängt. 'Betreffs des Heeres» aufwandes gibt die Adresse der Ueberzeugung Ausdruck, dass nicht allein die Stärke des Heeres, sondern auch die zu dessen Ausrüstung und Erhaltung erforderliche Steuerkraft und Leistungs» fähigfeit der Bevölkerung, sowie die endliche Wiederherstellung geordneter Staatsfinanzen als verlässliche Bürgschaften der Macht und des Friedens in Betracht kommen. Sehr reserviert spricht sich der Adressentwnrf der Verfassungspartei in Bezug auf die bosnische Frage aus, während er die Vereinfachung der Verwaltung nur unter dem Vorbehalte billigt, dass dieselbe ohne Schmälerung der Nach einigen Augenblicken kehrte er zurück und sagte: „Der alte Italiener mit seiner Nichte kommen soeben die Treppe hinan, was ist Ihnen?" Ich war aufgesprungen. Noch einmal wollte ich sie sehen, meine Venus, wenn sie auch die Frau eines jüdischen Geldsackes war, wenn sie auch Rebekka oder Rahel hieß, noch einmal sehen und dann — großmüthig entsagen. Ich trat rasch an ein Fenster, das den Ausblick auf die Treppe hatte, uud lugte hinaus. Da kamen Zwei. Doch was war das? Ein alter Herr mit weißen Haaren und einem Victor-Emanuel-Bart, mit einem rothen Ordensbändchen im Knopfloche, schritt die Treppe hinan, ihm zur Seite trippelte eine alte Matrone von etwa 40 Jahren, mit einem dürren, faltenreichen Gesichte, umrahmt von zwei schwarzen Schmachtlocken. „Nun, haben Sie die beiden gesehen?" begann Jean, „Ich sage Ihnen nochmals, der Alte ist ein reicher Italiener aus Neapel mit Namen Sabctu.i, das Fräulein an seiner Seite dessen Nichte." „Habe ich Sie denn nach diesen beiden gefragt", rief tch fast weinend aus. „Nach wem sonst?" fragte Jean mit seinem einfältigsten Gestchte, „Sie haben mir aufgetragen, einheitlichen staatlichen Leitung und ohne lieber« wälzung der Lasten erzielt werden könnte. Ganz anderer Meinung ist in dieser Beziehung der Hohenwart'sche Adressentwurf, welcher in der Decentralisation und der Heranziehung autonomer Organe das Heil der Verwaltung erblickt. Selbstverständlich kann der Schöpfer der Fundamentalartikel auch nicht umhin, eine größere Entfaltung der Thätigkeit der Landtage zu verlangen und schon im Eingänge seines Adressent-wurfes aus die bekannte Phrase zurückzukomuien, dass der Eintritt der Czechen unbeschadet ihrer Rechtsüberzeugung erfolgte. Neu ist, dass die wechselseitigen Verhältnisse der Völker Oesterreichs als ein Bund unter dem Scepter Habsburgs bezeichnet werden, welcher jetzt durch eine allgemeine Versöhnung auf parlamentarischem Boden erneuert werden soll. Dabei wird dem verfassungstreuen Regimeute der Vorwurf nicht erspart, dass Kleingewerbe und Landwirtschaft früher zu wenig Beachtung fanden, und daran der Ausdruck der Befriedigung geknüpft, welche die Verheißung diesbezüglicher Vorlagen in den Reihen der Autonomisten hervorgerufen habe. — Liest inan die Adresse der Autonomisten mit Aufmerksamkeit durch, so wird man unwillkürlich zur Ueberzeu-guug gebracht, dass dieselbe nur das Product einer Zwangslage ist, in welche die autouomistische Regierungspartei durch ihre Rücksichten auf das Cabiuet gebracht wurde. Sie hat also die Lehren der Mäßigung beachtet, welche der Beschwichtigungshofrath unter das Publicum brachte, während die Verfassungspartei in richtiger Erkenntnis der schiefen Lage, in welche sie durch den bloßen Verdacht einer Neigung zu Kompromissen gebracht würde, ihrer Rechtsüberzeugung klaren Ausdruck gab. „Wir halten es für unsere patriotische Pflicht, zugleich offen und loyal auszusprechen, dass wir eine Revision der Staatsgrundgesetze in der Richtung einer abermaligen Erweiterung der ßaiidesautonomie mit dem Bestände eines einheitlichen constitutionellen Staatswesens nicht mehr für verträglich halten könnten." Mit diesen Worten schließt der Adressentwurf der Verfassungspartei, und gewiss wird niemand gegen die Berechtigung dieses Satzes zu einer Zeit Protest erheben können, in welcher so viele That-sachen darauf verweisen, dass die Regierung selbst noch im Dunklen tappt, und in welcher also ein entschiedenes Vorgehen einzig und allein zur Klärung der Lage führen kann. nähere Erkundigungen über den alten Herrn mit den weißen Haaren, dem rothen Bande im Knopfloche und über seine Begleiterin mit den schwarzen Haaren und dem dunkeln Teint einzuziehen, und haben bemerkt, die beiden seien Italiener. Ich habe das Fremdenbuch durchgesehen und darin nur diese beiden Italiener gefunden, auf welche Ihre Beschreibung passte. Ich habe freilich nicht begreifen können, weshalb sie sich für die alte Schachtel so sehr interessieren, doch war ich zu diScret, um Sie danach zu fragen." * * * Es dauerte lange Zeit,. bis ich das Gleichgewicht meiner Seele wiederfand. Ich mied fortan die Parkanlagen aus Furcht, meiner VenuS zu begegnen, und suchte bei meinen italienischen Büchern Trost für meine Entsagung. Der nächste Sommer brachte wohl meinen 40jährigen Pseudo-Engel und ihren Onkel, nicht aber meine italienische Frankfurter Flamme nach M. . .., und ich vergaß mit der der Jugend eigenen Leichtigkeit den Schmerz meiner verfehlten Liebe. So war ich durch meine erste Jugendschwärmerei um eine bittere Erfahrung und um eine Sprache reicher geworden. Vorgestern ist aus Berlin die Einladung an die österreichisch-ungarische Regierung eingetroffen, die handelspolitischen Commissäre in die deutsche Metropole zu entsenden, welche bestimmt sind, int Sinne der zwischen dem Grafen Andrassy und dem Fürsten Bismarck getroffenen Vereinbarungen die Verhandlungen mit der deutschen Regierung über die Neugestaltung der Verkehrsbeziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich zu führen. Diese Einladung trifft zusammen mit dem Abschluss der Arbeiten der österrei^'isch-ungarischen Zollconferenz, welche während der letzten Tage in Wien Berathun-gcn über die Vorlagen pflog, welche den in Berlin zu führenden Verhandlungen nnd zu treffenden Abmachungen zu Grunde liegen sollen. Es verlautet, dass die österreichisch-ungarische Zollconferenz in ihren Berathungen keineswegs so weit gegangen ist, die Tarifsätze zn bestimmen, deren Abänderung das Bedürfnis des österreichischen Exportes erheischt. Sie war bloß bemüht, in der allgemeinsten Weise eine Basis für die Berliner Pourparlers zu schaffen, und kam in dieser Beziehung zu dem Entschlüsse, es sei vor allem die Verlängerung des österreichisch - deutschen Meistbegünstigungs-Vertrages anzustreben, um Unterbrechungen in den beiderseitigen Beziehungen hintaiiznhalten. Was die definitive Gestaltung unserer Berkehrsverhältnisse zu Deutschland betrifft, so scheint die Zollconferenz die Abschließung eines Tarifvertrages nicht für angemessen oder für nicht erreichbar gehalten zu haben, da sie Deutschland, unseren Informationen zufolge, ein Aufgeben seiner schütz* zöllnerischen Richtung nicht zumuthen konnte. Es wird sich daher in Berlin außer um die Verlängerung des Meistbegünstigungs-Vertrages hauptsächlich um die Abschließung einer Convention (Zollkartell) handeln, welche Erleichterungen im beiderseitigen Grenzverkehre statuieren soll. Diese Erleichterungen sollen sich auf die Zollmanipulationen beziehen und werden infoferne auch auf die Zollsätze von Bedeutung sein, als die Einführung von Differentialzöllen in Aussicht genommen ist. Eine förmliche Abänderung des deutschen Zolltarifes scheint deshalb unmöglich, weil Deutschland, durch den Meistbegünstigungs-Vertrag mit Frankreich gebunden, auch dem französischen Export dann dieselben Begünstigungen wie Oesterreich-Ungarn gewähren müsste, während die Erleichterungen im Grenzverkehre von der Meistbegünstigungs-Clausel ausgenommen sind. * * * Wie das „N. W. Tagblatt" erfährt, soll die Budgetvorlage erst während der Adressdebatte an das Abgeordnetenhaus gelangen. Weiters wird mit* getheilt, dass die Regierung aus den projectierten neuen Steuern eine Bedeckung von >2 bis l3 Millionen Gulden zu erzielen hofft, welche bereits für das Jahr 1880 in Calcnlation gezogen wurde. — Auch bezüglich der anderen angekündigten Vorlagen scheint es. dass die Einbringung derselben im Abgeordnetenhause nicht unmittelbar bevorsteht. Von der langen Reihe der «„gekündigten Gesetze sind bisher noch die wenigsten vollendet. Man fürchtet in den Kreisen der Abgeordneten, dass dadurch, sowie durch die Zusammensetzung der Ausschüsse, welche in neuester Zeit fast regelmäßig aus 24 Mitgliedern bestehen, die in der Thronrede ausgedrückte Absicht ans Abkürzung der Sessionen werde vereitelt werden. * * * In der vorgestrigen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses interpellierte der Abgeordnete Bujanovics de» Minister des Innern, welche Maßregeln die Regierung inbetreff der oberungarischen Nothstandssrage schon getroffen hat und in Hinkunft zu treffen gedenkt. Ministerpräsident TiSza erklärte, die Regierung habe sofort die Verfügung getroffen, um den notwendigsten Bedürfnissen der betreffenden WM" Fortsetzung in der Beilage. "MM Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. Gegenden durch Geldhilfe zu steuern. Im übrigen werde die Regierung vom Standpunkte auSgehen, daß im Lande kein Nothstand geduldet werden darf; dass aber dem Uebel nicht durch Geldspenden, sondern durch Verschaffung von Arbeit abgeholfen werden müsse. Jedenfalls werde das Hauptaugenmerk der Regierung darauf gerichtet sein, dass den Nothleidenden unweit von ihrem Domicile die nothwendige Arbeit verschafft werde. Eine fernere Verfügnng der Regierung werde die Austheiluug von Saatkorn sein. Die Antwort des Ministerpräsidenten wird zur Kenntnis genommen. * * * Der Abgeordnete Friedmann hat seinen Austritt aus dem Club der Liberalen erklärt, weil in die Eisenbahncommission von Seite des Clubs kein einziger Ingenieur vorgeschlagen wurde. Herr Friedmann hat freilich die parlamentarischen Kinderschuhe noch nicht ausgetreten, aber dennoch wäre es für ihn besser gewesen, wenn er seine Beschwerde über die Zurücksetzung der Ingenieure bei einer anderen Gelegenheit vorgebracht hätte, anstatt sich und seinen Ehrgeiz lächerlich zu machen. * * * Zur österreichisch-deutschen Allianz geht der „Kölnischen Zeitung" nachfolgendes Berliner Telegramm vom 22. d. M. zuSoeben fuhr Kaiser Wilhelm im offenen Wagen und dem Anscheine nach wohl und munter vom Potsdamer Bahnhofe zum Palais. Das Volk jubelte ihm zu und hatte zu diesem Jubel mehr Veranlassung, als eS vielleicht wusste. Der Kaiser hat auch diesmal seine eigenen Empfindungen beiseite gesetzt und ist dem strengen Gebote der Pflicht gefolgt, indem er nach schwerem Kampfe der vom Reichskanzler in Wien inaugurierten Politik seine Zustimmung und Unterschrift ertheilt hat. Von dem Tage an, wo Fürst Bismarck nach Berlin zurückkehrte, bis zu seiner Abreise nach Varzin hat unser Staatsleben eine der schwersten Krisen durchgemacht. I» der ersten Sitzung des Staatsministeriums, wo angeblich von der Reform unserer Verwaltung die Rede gewesen sein sollte, wurde über ganz andere Dinge verhandelt; der Reichskanzler und Ministerpräsident hielt einen tiefdurchdachten Vortrag über die Lage Deutschlands und Europas und über die inneren und äußeren Gefahren, denen es vorzubeugen und nötigenfalls entgegcnzutreten gilt. Diejenigen, die diesem Bortrag zuhörten, wurden davon fehr ergriffen und versichern, wenn der Fürst öffentlich so gesprochen hätte, würde ganz Deutschland ihm zugejubelt haben. Mit dem vielbesprochenen Vertrage zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn verhält es sich folgendermaßen: Nachdem Bismarck und Andrassy sich vollständig geeinigt hatten, wurde in Gegenwart des Kaisers Franz Josef über diese Vereinbarung ein Protokoll ausgenommen und von diesem Protokolle zwei Exemplare ausgefertigt, jedes dazu bestimmt, von einem der beiden Kaiser unterschrieben zu werden. Das gesammte preußische Staatsministerium wurde vom Fürsten Bismarck von der Nothwendigkeit jenes hochwichtigen politischen Schrittes überzeugt und machte gemeinschaftliche Sache mit ihm. Graf Stollberg reiste nach Baden-Baden, um die Zustimmung des Kaisers zu erlangen. Für den Fall der Nichtgenehmigung lag das Entlassungsgesuch des Reichskanzlers im Cabinet des Kaisers. Man kann sich denken, dass der Kaiser, der stets durch die innigste Freundschaft mit dem russischen Hofe verbunden war, sich nur sehr schwer entschloss, ein Abkommen zu genehmigen, das zwar nur friedliche Zwecke verfolgt, aber doch möglicherweise uns in einen Kampf mit Russland verwickeln könnte. Dem Grafen Stollberg gelang es bei seiner achttägigen Anwesenheit, die Bedenken des Kaisers zu überwinden. Se. Majestät hat seine Zustimmung und Unterschrift ertheilt. Ob dies ganz in der ursprünglich beabsichtigten Weise geschehen ist oder ob, um die Gefühle Sr. Majestät zu schonen, irgend eine Aenderung beliebt ist, lassen wir dahingestellt. Genug, es handelte sich hierbei um eine $46 b»m!26. Oktober 1879. bloße Förmlichkeit» auf die nur diejenigen Gewicht legen können, die den ganzen Zusammenhang nicht kennen. Allein wichtig ist, dass Kaiser Wilhelm ebenso wie Kaiser Franz Josef seine allerhöchste Zustimmung und Unterschrift ertheilt hat, und zwar, wenn wir recht unterrichtet sind, am 15. d. Mts. Die übrigen Mitglieder der kaiserlichen Familie sind mit den Wiener Abmachungen und der Politik des Reichskanzlers vollkommen einverstanden." Erst in einem der gestern eingelaufenen Wiener Blätter, das sich in Bezug auf innere Angelegenheiten einer höheren Inspiration erfreut, wurde die Nachricht über einen geschriebenen Vertrag gerade deshalb bezweifelt, weil von der eigenhändigen Unterschrift der beiden Monarchen die Rede war. Heute, wo ein so angesehenes und verlässliches Blatt wie die „Kölnische Zeitung" alle Details der Entstehung des Monarchenvertrages mittheilt, sind weitere Zweifel völlig unstatthaft. Uebrigens ist auch nicht einzusehen, was denn darin für Verletzung des Majestätsbegrisses liegen soll, wenn ein oder der andere Regent, seine persönlichen Sympathien zum Opfer bringend, mit seiner Namenszeichnung als persönlicher Bürge für die Einhaltung eines Vertrages eintritt, von dessen wohlthätigen Folgen für sein Volk er überzeugt ist? Vermischtes. — DreiPersonen verbrannt. Am 20. d., vormittags 11 Uhr, brach in der „Harrstnbe" der Grundbesitzerin Josefa Schnellnegger vulgo Bech-bauer in Diernthal bei Graz, wo der Grundbesitzer Franz Schimmerl unter Beihilfe von vierzehn Personen mit Flachsbrechen beschäftigt war, wahrscheinlich infolge Ueberheiznng des Ofens, Feuer aus. Franz Schimmerl, der Taglöhner Gottfried Wünsch« sowie der Grundbesitzerssohn Josef Schreiner eilten, als sie des Brandes gewahr wurden, in die mit einer Fallthüre versehene Harrstube, um das im Keimen befindliche Feuer zu dämpsen, wobei die beiden ersteren ihren Tod fanden. Josef Schreiner aber derartige Brandwunden erlitt, dass an seinem Aufkommen gezweifelt wird. — Ein weiblicher Soldat. In Florenz befand sich ein Soldat vom 11. Berfaglieriregiment, Namens Mariotti, welcher, obgleich seit einiger Zeit krank und genöthigt, das Zimmer zu hüten, sich stets heftig dagegen wehrte, in das Hospital überführt zu werden. Als sich der Zustand des Kranken durchaus nicht bessern wollte, unternahmen es einige Kameraden Mariotti's, denselben sammt seinem Bett ins Hospital zu übertragen. Der Spitalsarzt war nicht wenig erstaunt, bei einer Untersuchung zu finden, dass der Soldat Mariotti — ein Weib sei. Sylvia Mariotti, aus San Ambrogio bei Turin, ließ sich zur Zeit des Krieges von 1866 in das Heer aufnehmen, um es ihrem Bruder, welcher verheiratet und Vater von sechs Kindern war, zu ermöglichen, bei seiner Familie bleiben zu können. Ziemlich merkwürdig bleibt es immerhin, wie schon gelegentlich ihrer Aufnahme in den Heeresverband ihr Geschlecht ein Geheimnis bleiben konnte. Sie war übrigens mit ungewöhnlicher Kraft begabt, so zwar, dass sie in den Minen von Oberpiemont zu arbeiten befähigt war, und deshalb mag es ihr wahrscheinlich gelungen sein, bei der ziemlich überstürzt eingeleiteten Mobilisierung die Aufmerksamkeit der Aerzte zu täuschen. Bei Cnstozza errang sie sich infolge ihrer tapferen Haltung die Militär-Verdienstmedaille. Nach Beendigung des Krieges fuhr sie zu dienen fort. Der König, welcher von diesem merkwürdigen Falle hörte, decorierte dieses seltsame Weib und befahl, dass sie allsogleich zu entlassen und ihr eine Pension von jährlichen 300 Lire auszuzahlen sei. — Feuerbestattung in Berlin. Die „Berliner Post" schreibt: „Die Feuerbestattung wird, wenn es nach Herrn v. Forckenbeck geht, auch in Berlin ihren Einzug halten. Nach der neuesten Stadtverordneten-Vorlage empfiehlt die sür die An- lage städtischer Friedhöfe bestellte gemischte Deputation den Gemeindebehörden, „dahin zu wirken, dass die fakultative Feuerbestattung zugelassen werde." Der „Magistrat hiesiger k. Haupt- und Residenz, stadt" — an der Spitze Herr v. Forckenbeck als Unterzeichner der Vorlage, „erkennt die Berechtigung dieser Beschlüsse im vollen Umfange an und empfiehlt der Stadtverordneten - Versaminlung, desselbigen gleichen zu thun!" Da gibt es gar nichts zu verwundern, denn mit der Feuerbestattung sympathisiert Herr v. Forckenbeck schon lange. Wenigstens entsinnen wir uns, dass er 1874 als Oberbürgermeister von Breslau den damals daselbst tagenden Naturforschern gestattete, die Leiche einer alten Witwe in der städtischen Gasanstalt probeweise zu verbrennen. Local- und Provinzial-^ngelegenhetten. — (Ent setzlichl) Der clerical - nationale „Slovenec" hat eine fürchterliche Entdeckung gemacht. Die roth-goldene Schnur auf der schwarzen Feuerwehrmütze erinnert ihn so lebhaft an die großdeutsche Tricolore, dass er nicht umhin kann, seiner Entrüstung darüber in einer abfälligen Kritik Ausdruck zu geben. Leider dürfte „Slovenec" mit seiner nationalen Entrüstung diesmal allein stehen. Denn unsere freiwillige Feuerwehr hat seit ihrem Bestände schon zu viele Beweise geliefert, dass sie in der Erfüllung ihrer menschenfreundlichen Aufgabe keine nationale Farbe kennt, als dass irgend ein Verständiger an der erwähnten Verdächtigung Gefallen finden könnte. Nicht minder entsetzlich scheint es für den „Slovenec" zu sein, dass er so wenige Inserenten findet. Denn nur so können wir den Vorwurf auffassen, welchen er den Finanzbehörden deshalb macht, weil diese die Ankündigung der Uebersiedlung einiger Aemter ins neue Finanzgebäude nicht auch in die slovenischen Blätter einrücken ließ. Glaubt denn der „Slovenec", dass er schon deshalb als slovenisches Amtsblatt betrachtet werden müsse, weil sein Chesredacteur im Abgeordnetenhause derzeit mit der Regierung stimmt? — (Eine Folge der Rinderpest) war die letzte Confiscation des „Slovenski Narod". Ein Pettaner Correspondent hatte sich nämlich im „Slovenski Narod" vom 22. d. über die in deutscher Sprache abgesasste Kundmachung der dortigen Bezirkshauptmannschaft bezüglich der Rinderpest in einer Weise ausgelassen, dass die Pressbehörde die Beschlagnahme der betreffenden Nummer anordnete. Darin liegt nichts Außergewöhnliches. Doch will es uns nicht recht glaubwürdig erscheinen, dass, wie „Slovenski Narod" meldet, auch seine gestrige Nummer der drohenden Confiscation nur durch die auf höhere Anordnung erfolgte Weglassung einer Erwiderung auf unsere samstägige Localnotiz: „Besetzung einer Lehrerstelle nach altem Modus" eut-gieng. Besagte Erwiderung soll nach der Versicherung des nationalen Organs über Anweisung des Landesregierung weggeblieben sein, was wir einfach schon deshalb als wenig glaubwürdig bezeichnen müssen, weil unser Pressgesetz sür eine derartige Präventivcensur keinen Raum bietet. — (Märkteverbot.) Mit Rücksicht auf die in Unterkrain herrschende Rinderpest wurde im Bereiche der Bezirkshauptmannschaft Gnrkfeld nunmehr auch die Abhaltung der gewöhnlichen Jahrmärkte und im politischen Bezirke Stein die Abhaltung sämmtlicher Viehmärkte bis aus weiteres eingestellt. * * * Aus Klagenfurt wird über den Selbstmord des k. k. Hoflieferanten Josef Steinhänbl Folgendes geschrieben: Am 21. d. hat eine von den wenigen unternehmungslustigen Persönlichkeiten unserer Stadt ihrem Leben gewaltsam ein Ende gemacht. Der Besitzer des Dampfschiffes am Wörther See und des Römerbades, Jojef Steinhänbl, hat sich in seiner Wohnung an der Schnur seines Schlafrockes erhenkt, weil er nicht den Muth in sich fühlte, den finan- HW" D^'ierMlten zu in wMe ihn Hn a»M reaek und leider, oft, unfiefo^ener Ünterneh-" ' em sein prar- "]e gehalten, j— ™-;-, lwv v~- alS Muster ÄiMHn. So aber jagte er von einem Platt zÜW verunglückter Gründer. . Erk unlängst vixDte vie KrW die Nachricht von der Steinhäubl rtyeiMn Concession zur Anlage einer Soc»tta6n von Lottttö am Wörther. See. An irom jebenfous auch mit seinem Schöpfer zur röe vestätter. Steinhäubl war einer von «neu Muern,, ^wetche MM liebreizendes Pörtschach lassen geholstn, uni» hätte er teilt anderes Verdiens! UM das Land, so sicherte ihm doch schon dies beti Dank derjenigen, die in einer That auch den reellen grüiit>iejjem>fe(t Güianken ji ehren verstehen. Schließlich «tag noch erwähiit werden, dass Steinhäubl auch mit Musikalischen und schriftstellerischen Pro-ducten in die Oeffentlichkeit getreten ist. Eine kroatische Stimme über die slovenische tt'ri “ “ (Orig.-Corr. des „Laibacher Tagblatt.") Agram, 19. Oktober. Durch die Laibacher Correspondenzen der großen Wiener Blätter wurde ich auf eine Frage aufinert» sam gemacht, welche derzeit die slovenische Partei in zwei gegnerische Fraktionen trennt. Obwohl eS nicht meine Absicht ist, mich in einen Streit zu mengen, welcher gänzlich abseits meines Vaterlandes und feiner Interesse« liegt, so scheint es mir doch bei dem lebhaften Interesse, welches wir Kroaten für jede Bildungsbestrebung der Südslaven besitzen, nicht unangemessen, unser stammverwandtes Nachbarvolk auf dkn schweren Jrrthnm aufmerksam zu machen, welchen sie begehen, wenn sie durch die Er-richtuug Bittet slowenischen Universität einem nationalen Bildungsbedürfnis Abhilfe zn verschaffen glauben. Ich weiß nun allerdings, dass der eigentliche Platz für derlei Erörterungen die slovenische Presse wäre. Da ich aber fürchten muss, dass meine Ausführungen von beit nationalen Redaktionen, wenn auch mit Unrecht, als eine Art von Setrath betrachtet werben könnten, wenbe ich mich an bie löbt. Nebaction bes „Laibacher Tagb." mit „der Bitte, diesen Zeilen Ausnahwe zu gewähren. Denn ist auch die Uni-versitätsfrage eine ausschließlich nationale, so hat doch auch bie deutsche Bevölkerung KrainS ein Interesse daran, sich über bie Vorbedingungen einer gedeihlichen LMng derselben klar zu werden. Meine slovenische» Stammesverwandten mögen es mir aber nicht als. einen Abfall anrechnen, wenn ich ber Meinung bin, dass man für einen als richtig anerkannten Standpunkt überall feine Ansicht kund-geben darf. , Zunächst muss ich betonen, dass es ganz unstatthaftest, sich bei der Universitätsfrage lediglich auf die Bevölkerungsziffer zu berufen. Wenn diese allein den Ausschlag geben würde, müsste man von slavisch-nationaler Seite zuerst auf die Errichtung einer slowakischen Universität denken, bevor man zur Creiernug einer slovenische,n Hochschule schreiten könnte. Denn während die Slovaken, dieses ©tief kind der großen Slavensamilie, über circa 2 Millionen Köpfe verfügen, weist die letzte Volkszählung in allen Theilen Oesterreichs nur 1.250,000 Slo-vettett, also kaum mehr als 3 Procent der Gesammt-bevülkerung aus. Wir müssen uns.also nach einer •• “ 'lo- itt , ...... . ... . und kommen damit zunächst auf das Äebiet der Sprachx. Wie steht eö, aber Mt ver .slovenischen Sprache? Auf welcher Höhe befindet sich hie slovenische Literatur.? Dem Compatriotkn fallt eg schwer, wenn er nicht die Wahrheit verleugnen will, diese Fragen im Anne der nationalen Wortführer.zu beantworten. Die Sprache liegt — Dank dem Drucke früherer .kAierunaSH^etne, die jeden nätiönätEK Aufschwung ‘on in Keime $u itfticmi suchten — noch in einem Zustande, ben man mit vollem Rechte einen primi-ttW nennen tahn^ deif Wörtreichthum der Sprache W tief unter jenem, deü heute die verwandte tiloä« trtche Spräche aufzuweisen hat — haben sich doch bislang die |lovettifchen Patrioten mehr mit politischen Utopien als mjt Philologie, Etymologie und bei Purtftcierung der Muttersprache von fremden Elementen beschäftigt. Kann män sonach verlangen, Öoft bei der Heringen Pflege ber Sprache sich bie slovenische Literatur atich hur ärinofieihd aus eine höhere ©tu e empoHchwingen konnte, wie solche z. B. die kroatische — ich öeWeise auf die Püblicationeit itfer füdslavi-scheit Acatemie in Agram — heute in der Weltliteratur einnimint? Ist sonach schon gegenwärtig 8a4 Äebiirfnis einer Universität mit prononeiertem slovenischen Gepräge vorhanden? Ja, wäre es denn Überhaupt möglich, falls schon bet Staat nttb das Land sich zu großen materiellen Opfern entschließen würden,, dasS eine slovenische Universität auch den an sie gestellten Anforderungen vollkommen entsprechen möchte? Leider muss ich diese Fragen negativ beantworten. Es drängt sich dahex mir die Pflicht auf, die Slovenen mit beit Anteeedentien bekannt zu machen, welche naturgemäß vorhergehen mussten, ehe an bie Verwirklichung ber vöit allen Kroaten lebhaft gewünschten Errichtung einet kroatischen Universität geschritten werben konnte. Schon in beit vierziger Jahren war Dr. Ljnbevit Gaj eifrig bemüht, durch Einführung neuer Schriftzeichen, durch Gründung eines nationalen Organes und durch das Jnsleben-treten eines literarischen Vereines die kroatische Sprache zu einer Literatursprache zu erheben. Er fand , eifrige, Anhänger, für die nationale Sprache begeisterte Philologen, welche unermüdlich bestrebt wyren, die Schriftsprache zu verbessern und zu vervollkommnen, und heute, nach katint drei Deceitnieit, erfreut sich unser Laub schon einer ausgebreiteten Literatur, auf welche jeber Kroate mit Stolz blickt. Nachbem bie Gymnasien im streng nationalen Sinne eingerichtet waren, konnte später bie kroatische Rechtsakabeinie ins Leben treten, welche gewissermaßen bie Basis ber gegenwärtigen Universität bitbete, um beten Zustandekommen sich hervorragende Patrioten, wie Bischof Stroßmayer, Baron Vraniczany u. a., besonders verbleut machten. Unb 5ls enblich am 19. Oktober 1874 bie feierliche Einweihung unb Eröffnung der ersten kroatischen Universität erfolgte, da musste man sich trotz der jahrelangen Vorbereitungen und der eifrigsten Thä-tigfeit unserer Gelehrten dennoch gestehen, dass an die Eröffnung der medicinischen Facultät noch nicht gedacht werden konnte, — fehlte ja doch das Erste und Wichtigste für den Unterricht: eine kroatische Terminologie für die medicinischen Nonteitclatureit und Disciplinen, für welche man nicht die lateinischen Bezeichnungen beibehalten wollte. Dr. DeK-man — ein geborner Slovene — unterzog sich dieser schweren Ausgabe, inmitte welcher aber der Tod den eb?nso populären Arzt als gewandten Literaten hinwegraffte, wodurch das Jnslebentreten der medicinischen Facultät wieder ans unbestimmte Zeit hinausgeschoben wurde. Heute freilich ist unsere Universität schon perfect , aber die Frequenz derselben lässt trotz allem Appell an dey Patriotismus der Nation viel, sehr viel zu wünschen , übrig. Und kann dies bielleicht befremden? Schicken doch die hervorragendsten Männer unseres Landes — der gefeiertste Dichter der kroatischen Nation, Ivan v. Trnski, der berühmte Historiker Knkuljevik, der Ches der (Kultus-abtheilfing bei, der Landesregierung u. a., ihre, Söhne an deutsche Universitäten, wo selbe von illnstren Lehrkräften ein gründliches, specielles und universelles Wissen erhalten, das ihnen die kroatische Universität mit ihrer einseitigen Richtung und den mangelnden Lehrkräften nie und nimmer bieten kann, tzo anerkennenswert es auch ist, wenn unsere en Brüder zur (Konsolidierung ihrer na- tionalen Selbständigkeit ^ (itkeierunÄ etner nationalen HöWHme WpagiereÜ und durch dieses Streben den Beweis liefern, di? Nofiöft in «iMreller Beziehung auf eine höhere &tüfe Men M wüöeu, so mÄss doch anderseits Kieder constatiert weiden, dass heilte noch fast alle Vorbetängungen für die Errichtung Mr slowenischen tiniöerßtät fe|teti üiiß s„ta «v.«.!*! noch drÄ »ecetinteR per« dass strLichen dürsten, M aü die''VerMrklichüng t#u schönen, da# nationale BewWkselkt etzrenden Ädee gedacht werden dais; es mtifSte nur schon früher der fromme Wunsch des Reichsrathsabgeörd'tieteit Nabergoj, mit welchem er vor Jahresfrist beit flo-venisch-kroatischen Tabor in Dolinü Vtt Tti^ft begrüßte, in Erfüllung gehen: ,,Dass nicht iwr »Mfcht, nicht ber Italiener, fonbern bet Stöberte H'kri M ganzen Küstenlandes sein muss!" BiS dahin mögen sich daher unsere slovenischen Brüder gtdulvtn. J. V. • i • —.................. ' II 1.1 II VI Witterung. LiiibLch. 25. Oktober. Anhaltend trübe, kein Sonnenblick, schtvacher Üsi. Wärme: morgens 7 Uhr + 6/0, nachmittags 2 Uhr + 83" C. (1878 + 16,4“; 1877 + 132 C.) Barometer im Fallen, 735 62 Millimeter. Där gestrige Taaes--mittel der Wärme + 6 8°, tim 2 8° tmter bellt §lbmaft. Angekommene Fremde am 23. Oktober. Hotel Stadt Wien. Smola, k. k. Gerichtsadiünct, sanmit Gemahlin, Reifniz. — Ritter b. Langer, ©iitibef., Po-ganiz. — Mebns, Schlesinger unb Obläk, Kflte., Men. — Herzog, Kauft», Graz. - v. Popp, k. k. Bergrath, s. Tochter, Aussee. — Weiser, Ingenieur, Klagenfurt. — v. PM, Bergeleve, Jbria. Hotel Elrphant. Back, Kfm., und Tintiicr, Reis., $8 Ich. — Hinze, Haasberg. — Jaschke unb Moll Mdrie santntt Schwester, Trifail. - Warto, Apotheker. Jbria Kaiser v»« Oesterreich. Rvmano Gasperlni, Febermesser-Verkäufer, Strigno th Tirol. Mohren. Adamitsch, Polier, Brob. — Scherz Äitka s Kinder, Klagenfurt. - Dollenz, Eisenbahnbeaniter fammt Frau, Sissek. Am 24. Lktober. Hotel Stadt Wien. Diem, Ingenieur .und Gutsbesitzer, Höllenstein. — Epiker, Vertreter eines Bergwerkes, Man-zenkirchen. — Ernst, Kfm , Wien. Hotel Elephant. Fröhlich, Kaufm, und Dr. Weib, riteb Arzt, Wien. — Dr. Wolf. Regimentsarzt, Agram. — Berger, Leipzig. — Globotnik, Gewerksbesitzer, Eisnern. Baierischer Hof. Aschmann, Beamter, Gottschee. — En-kulik, Fiume. - SierieOif, Buccari. Mvhren. DragiS Luise, ZcrpE. — Smcitbröbif, Ml. Pregrabe. — Gertschar, Earlstadt. Kaiser von Oesterreich. Ferfila, Kaufm., Görz. — Ker» mauiier, Loitsch. .............. ^ > Telegraphier CürSVericht am 26. Oktober. Papier-Rente 68 50. — Silber-SieNte 69 70. — Gold-Rente 81 -. - 1860er Stqqts-Anlehen 127-60. - Bank, aetien 837. — Credttaetien 267 20. — London 117 —, — Silber —. — K. k. Münzd'üeaten 859. — 20-Francs-Stücke 9 32. — 100 Reichskiärk 57 75. Verstorbene. Den 23. Oktober. Maria Edle v. Lnsthan, Bera-amtsverwalters-Gatlin, 44 Jahre, Maria-Theresiastraße Nr. 10, Herzlcthmung. Den 24. Oktober. Gustav Elawtk Edler v. Nör-denbusch, Ingenieur, 26 I., Floriansgasse Nr. 37, treulose. Dattksaguttg. Für die uns aus Anlass des Ableben- unseres herzlichst geliebten Bruders, beziehungsweise Neffen und Cousins, Gustav Slawik Edlen von Iforddmtfch, JngeniÄr, in so reichem Matze Mitgefühl und Teilnahme sähen toir hiermit I allen geehrten Freunden ünd Bekannttn 'irnferen I innigsten Dank. Die tittuembht Hmtrrbliebküen. •BÄ*9 *0 Jinu «3t uammeliii £3? 0» -I,o ,4,! uatioj -S-S 'u-4-4 mjojpB g>g § 9S•# »4B»1 »W»«» 2B3 P819 OT ai«q 31)16 £.™” ValiiinrAli t j°(lor und heftigster Art MAnamMm WW CMM • beseitigt dauernd das berühmte Pariser laiton, wenn kein anderes Mittel hilft I Flacon ä 50 kr. bei Herrn Apotheker Birsehitz. (488) 7—1 „The Gresham“ Letiens-Versicherungs-Gesellschaft in London. Filiale für Oesterreich: Wien, Opemring Nr. 8. Rechenschafts-Bericht vom 1. Juli 1876 bis incl. 30. Juni 1877: Activa ................................................... Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen . . . Auszahlungen für Versicherungs- und Rentenvertr&ge, Rückkäufe etc. seit 1848 ..................... In der letzten zwölfmonatl. Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft für............................. neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammt-betrag der in den letzten 24 Jahren eingereichten Anträge-sich auf mehr als............................ stellt. Pres. 59 919,663'-„ 12.761,159 80 „ 77.000,000- „ 56.783,769-- 845.000,000- vom I. Juli 1877 bis incl. 30. Juni 1878: Activa .....................................................Pres. 62.319,848 — .... ------- ’ r.------------------------ 13.050,747-15 86.000,000-— 54.736,050 - Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen Auszahlungen für Versicherungs- und Eentenverträge, Rückkäufe etc. seit 1848 ...................... In der letzten zwölfmonatl. Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft für............................ neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammt-betrag der in den letzten 25 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als .......................... stellt. 899.000,000'- 'Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Perzent Gewinnanteil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischte und auf verbundene Leben; schliesst Renten- und Ausstattungs-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Polizen den Rückkauf für. Polizen auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu berechtigt sind, oder stellt für Polizen auf Todesfall nach dreijährigem und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reducierte Polizen aus, für welche dann keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. (45) 6—6 Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten und von dem üteneral-Agenten für Krain und Südsteiermark Valentin Zeschko, Trleeteretrasee USTr. 3 in LaiToaclx. Gedenktafel über die am 27. Oktober 1 879 stattfindenden Licitationen. 3. Fcilb., Langer'fche Real, Poganiz, KG. Rudolss-ttert. — 3. Feilb., Repovs'fche Real. Svinsko, BG. Ras-sensuß. — 3. Feilb., Götzl'schc Real., Krainburg, BG. Krainburg. Am 2 9. Oktober. 3. Feilb., Sivc'sche Real., Paku, BG. Oberlaibach. — 1, Feilb, Bukar'fche Real., Dobrava, BG. Landstraß. — 1. Feilb., Gorisek'sche Real., Strajne, BG. Landstraß. — 1. Feilb., Soklii'sche Nieal., Savic, BG. Radmannsdorf. — 3. Feilb., Premrou'sche Real., Kleinubelsko, BG. Se-nosetsch. — 2. Feilb., Srebotnak'sche Real., Lnegg, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Zalokcr'sche Real., Dobe, BG. Landstraß. — 2. Feilb., Peternel'sche Real., Zlebe, BG. Laibach. — 2. Feilb., Tratnik'sche Real., Kleinmlatschon, BG. Laibach. — 3. Feilb., Japel'sche Real., Jggdorf, BG. Laibach. — 1. Feilb., Zadnikar'sche Real., Dobrava, BG. Laibach. — 1. Feilb., Steblai'sche Real., Zavotok, BG. Laibach. — 1. Feilb, Pozlep'sche Real., Plesivca, BG. Laibach. — 1. Feilb., Zibert'sche Real., Untergamling, BG. Laibach. — 1. Feilb., De^nian'sche Real., Untergam-lina, BG. Laibach. — 2. Feilb, Selak'sche Real., Sau-ratez, BG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Kovai'sche Real., Pakn, BG. Oberlaibach. — 1. Feilb., Pouh'sche Real., Planina, BG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Danii'sche Real., Michelstetten, BG. Krainburg. — 3. Feilb., Eelhar'sche Real., St. Peter, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Eelhar'fche Real, ad Trilleg, pag. 15, BG. Wippach. — 3. Feilb, Te^ak'sche Real., Ro-zalnic, BG. Möttling. Theater. Heute (ungerader Tag): Ango 1, die Tochter der Halle. Operette in 3 Acten von Ch. Lecocq. Morgen (gerader Tag): Der Seecadet. Operette in 3 Acten von R. Genkc. ÜpF** Grabkräiye aus künstlichen Blumen von . . . fl. 2 50 bis fl. 15, aus Metall .... - 150 - - 2 Bei (511) 2-1 A §. Iischer. Ein Privater wünscht die „Weue freie WrelTe“ aus zweiter Hand zu vergeben. Näheres in Bambergs Bnchhandlniig, Sternallee. (495) 3—3 Phiiharm. GesrUschaft. Die findet Sonrrtcrg den 2. 'gtoveittßer 1879, um 10 Uhr vormittags, in den SScrciitslocalitäten: Hcrren-gaffe, Fürstenhof, II. Stock, statt. Tagesordnung: ______ 1.) Bericht des Gcsellfchaftsdirectors über das abgelau« fette Vereinsjahr. 2.) Revisionsbericht über die Vereinsrechnung pro 1877/78. 3.) Vorlage der Vereinsrechnung pro 1878/79. 4.) Präliminare für das Vereinsjahr 1879/80. 5.) Wahl des Gefellfchaftsdirectors und der Directions-mitglieder. 6.) Allfällige, gemäß § 24 der Statuten anzumeldende Anträge der Mitglieder. (485) 3—3 Laibach am 14. Oktober 1879. Die Direetion. ^ Irtllllt beste schwarze JJfHL Schreibtinte. Reiner Gallusextract unter Garantie der Fabrikanten. Vorräthig bei (412) 54—24 Carl S. Till, U»'" d-r Tr°n.,ch° Eingesendet. in- und ausländische Journale haben die Broschüre: „Die f)ritmtfpecufation an der fctfe" von Ios. Kohn, Ches des Börsehauses Jos. Kohn & Comp., Wien, Kohlmarkt Nr. 6, iläWnd besprochen. Dieselbe erschien soeben in 5. Aufl. Prosp. gratis und franco. Preis für Wien 1 fl., für die Provinz 1 fl. b kr. (508) 3-1 Orakkränze (gtrfttrter) von 50 kr. aufwärts bis zu 15 fl. in der Damen-Moden- und Putzwaren - Handlung des (504) 3-1 Emst Stöckl. Vohllungs-Aklidtrulig. Ich nehme mir die Freiheit, allen meinen hochgeschätzten P. T. Kunden und Geschäftsfreunden höflichst anzuzeigen, dass ich aus meiner bisherigen Wohnung im Pauschin'schen Haufe Theatergasse Nr. 43, resp. Nr, 6 neu, ansgezogen und in das Schreyer'sche Haus 8pitalgajse Nr. 9, 1. Sfodt, übersiedelt bin, wo ich mein Blumengeschäft wie immer mit besonderer Sorgfalt zu kultivieren und allen Anforderungen möglichst zu entsprechen bemüht sein werde. 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