Erscheint Dienztllg und Freitag. Redaktion: Gradischa-Norlwdt Nr. 5. !.St. Expedition: Rann H»us«Nr. !9N, Inserlionsgeliühren: f>ir die zspoltige Zeile oder deren Raum für > Mal 5 tr,, 2 Mal ? tr„ 3 Ma! « tr. Insertions» stempel jedes Ma! 20 tr. Verlag und Druck von I . Blasnik. Bahrgang, Abonnement fill Lq «anzjähria 5 fl. yalbjäNrig 2 „ 5«^H^,^^ ^'ierleljciyrig l „ 25 ./> .«Mff°. Durch die Post: ganzjährig 6 fl, 4N kr. haldjahrig 2 „ 2ll „ vicrleliahrig > „ ?ll „ Einzelne Lrcmplorc tosten 5 Nkr. Zeitschrift für vaterländische Interessen. Verantwortlicher Redakteur: (Münuscripte werde» nicht zurückgesendet.) P. v. Radics. Laibach am 7. Februar 1865. lt . Das Präliminare der Landeshauptstadt Laibach. I n einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderathes kommt der Voranschlag für das Jahr 1865 zur Verathung, welchen wir aus dem Grunde in einem detaillirten Auszuge nachstehend mitzutheilcn uns ver­ anlaßt fühlen, weil derselbe einen richtigen Einblick in den städtischen Haushalt gewahrt, und in dieser Ausführlichkeit noch n« öffentlich bekannt gemacht worden ist. Auch in der weitern Richtung ist die Kenntnißnahme desselben nicht ohne Interesse, weil Laibach sich des seltenen Glückes er­ freut, ohne ein besonderes Vermögen aber auch ohne eine Umlage und ohne Schulden seine Ausgaben zu decken. Daß die Stadtvertre­ tung eine Umlage sorgfältig vermeidet, ist durch die Rücksicht auf die drückende Last der Staats- und Landesabgaben ganz gerechtfertigt. Eine Creditoperation wird sich aber nicht Wohl vermeiden lassen, wenn die pro­ jektirte neue Brücke wirklich gebaut, die Ufer des Laibachflufses regulirt, und die Neu Pflasterung rascher zu Ende geführt werden soll. Uebrigens stellt sich der Haushalt der Stadt Laibach andern Städten gegenüber fehr günstig dar. Graz z. B. hat bei einer Gesammt-Einnahme von 397000 fl. und einer städtischen Umlage von 20—33'/« "/» ein Defizit von nahe an 30000 fl. Die Activitätsbezüge betragen in Graz 64000 fl., in Laibach 14700 fl., die Kanzleierfordernisse dort 6100 fl., hier 1140fl., die Mi­ litäreinquartirung "dort 44000 fl., hier 2780 st., die Stadtreinigung 17500 fl. und 2600 fl., die Beleuchtung 43300 fl. und 8000 fl. Eben so günstig stellt sich unser Präliminare zu jenem von Brunn, wo die Activitätsbezüge 61300 fl. die Kanzleiauslagen 8100 fl., die Gassenrcinigung 10000 fl., die Beleuchtung 17400 fl. kostet. Au Bedeckung pro R8«5 I. Gefälle u. z.: An Erträgniß derstädtischen Eisgruben 311 st., an Pachtschilling vom Dünger am Schweinemarkt in der Pollana 8 fl,, an Waggeld vor dem Rathhause 90 fl., an Wochenmarktstandgeld 2400 fl. an Pflllstcrmauth 5064 fl., an Markthütten-, Platz- und Staudgeldern Feuilleton. ?«Kna N0Üin!l». Ongiüalnovelle aus dem bühmischeu Volksleben von l N. (Fortsetzung.) Nun denn so wisse, daß beiläufig ein Jahr nach deiner Abreise ihr Gatte, der mit einer Tänzerin ein intimes Verhältnis) unterhielt, von einem französischen Offizier gefordert wurde, der den treulosen Gatten im Duell tödtlich verwundete. Mit der bittersten Reue über sein schlechtes Leben — denn er hatte das Vermögen seiner Gattin und Kinder theils verspielt theils mit liederlichen Dirnen durchgebracht, starb er in den Ar­ men seines braven Weibes, welches mit ihren beiden Kindern kurz darauf Wien verließ und seitdem ganz verschollen ist. Selbst ihr Bruder der in Wien eine sehr anständige Stellung bekleidet, war nicht im Stande, bis nun eine Nachricht von ihr zu erhalten. — Wie ein Blitzstrahl durch­ zuckte es mich bei dieser Rede. Und. jenes Vauernmädchen, frug ich hastig, „wessen Tochter ist sie?" Alfred zuckte die Achseln: Ihre Eltern sind eigentlich nicht bekannt; Anna ist durch einen eigcnthümlichen Zufall in unser Dorf gekommen. — Wie? rief ich erstaunt, man weiß von ihren Eltern nichts? — Nichts, antwortete mein Freund und versank in Nach­ denken; dann sprach er mit Nachdruck: Du sagst, Anna sehe Frau von Feldheim so ähnlich. Wenn es ihr Kind wäre? — ' Mir wirbelte es im Kopfe, bald wollte ich gerne an diese Wahr­ scheinlichkeit — ja Wirklichkeit glauben, bald kam mir die Sache ganz abentheuerlich und diese Vermuthung beinahe lächerlich vor. Und doch konnte ich meine Augen nicht von dem lieblichen Geschöpfe lassen, die Aehn­lichkeit trat immer auffallender hervor. Aber in diesem Stande, dieser ' Niedrigkeit, wie kam sie Hieher, und ihre Mutter, wo Wal sie, lebte sie noch, oder war sie gestorben und hatte ihr Kind in Armuth und Roth hinterlassen? Darüber wollte ich mir Gewißheit verschaffen, und beschloß mit Hilfe des Gutsbesitzers gleich morgen meine Nachforschungen zn be­ ginnen. In , sehr vielen Gegenden Böhmens besteht die Gepflogenheit, daß Leute aus ganz deutschen Ortschaften ihre Kinder zu Bekannten oder Ver­ wandten ganz czcchischer Dörfer und unigekehrt aus ganz czcchischcu Dör­ fern in deutsche Gegenden geben, damit die Kinder wechselweise die ihnen fremde Sprache im Umgänge erlernen. Der gesunde praktische Sinn des böhmischen Landvolkes hat aus urdenklichen Zeiten her die Erfahrung ge­ wonnen, daß den gebornen Deutschen zu ihrem Fortkommen in Böhmen die czechische Sprache eben so nothwendig sei, wie die Deutsche den ge­ bornen Czechen, welche außerhalb ihres Vaterlandes ihr Brod suchen, und 1000 fl. — Zusammen 8873 fl. II. Laudemien und Taxen u. z.: an Bürgerrechtstaxen 300 fl., an Gemeindeaufnahmstaxen 100 fl., an Hundetaxen 1300 fl. — Zusammen 1700 fl. III. Beträge und Vergütungen u. z.: vom Militärverpflegsamt zur Wasserleitung 13 fl., an Verzehrungssteuer-Aversum 50400 st., an Schulbeitrag und Interessen vom Nealschnlfond 460 fl., Ncichsstraßen-Erhaltung 250 fl., an Brennholz von Dr. Burger 148 fl. — Zusammen 51271 fl. IV. An Realitäten-Erträgnissen 5365 fl. V. An verkauften Materialien und Requisiten 200 fl. VI. An Kapitals-Interessen von denObli­gationen 422 fl. 81 kr. VII. Städtische Umlage —si. — kr. VIII. Verschiedene Empfänge u. z.: an Schulgeld von St. Jakob 140 si., an Straßenkehricht 200 fl., an Strafbeträgen 10 fl., an Standgelder für die Schaubuden und sonstigen unvorhergesehenen Einnahmen 100 fl. — IX. An zu refundirenden Vorschüssen 1240 fl. 64 kr. X. Mi­litärzins und Möbelentschädigung u. z.: Für das 19. Jäger-Depot 5, 78 fl. 75 kr. 15? fl. 50 kr., für den Herrn Corps-Comman« danten 677 fl., für die Operationskanzlei 286 fl., 66 kr., für die Corps­adjutantur 260 fl. 40 kr., für die Artillerie-Regiments-Kanzlei 130 fl. 20 kr. für das Zeugs-Art.-Posten-Commando 52 fl. 50 kr., für das Garni­sons-Auditoriat 65 fl. 50 kr., für das Stabs- und Oberoffiziers-Quartier 430 fl. — Zusammen 2259 fl. 36 kr. — Summa 72.016 fl. 81 kr. An Grforderniß pry R8«5. I. Für laufende Steuern u. z.: an Grundsteuer 400 fl., an Hauszinssteuer 300 fl., au Erwerb — fl., an Aequivalent 95 fl. — Zusammen 795 fl. II. Für Stiftungen u. z.: Schilling 126 fl., Städtische Beamte 18 fl. 90 kr., Normalschulfond 10? fl. 10 kr., Stu­dentenstiftungsfond 191 fl. 80 kr., Religionsfond 429 fl. 66 kr., Mäd­chen-Aussteuer 186 fl. 13kr., k. k. Mädchen-Ausst. 126 fl., Armenfond 449 fl. 40 kr., Thomschitz'sche Stiftung 4 fl. ?2'/2 kr., Kraschovitz'sche Stiftung 10 fl. 50 K. Ledercr'sche Stiftung 11 sl. 77 kr. — Zusammen 1661 fl. 99 tr. III. Für Lehranstalten u. z.: St. Iakobsschule 2458 fl., die Zahl der Letztern ist keine geringe, da die Uebervölkerung Böhmens den Beamten, Künstler, Handwerker und namentlich Dienstboten zwingt) schaarenweise in den deutschen Provinzen Oesterreichs sich um eine Unter­kunft zu bewerben, und diefe Notwendigkeit hat den Deutschen und Czechen in ihrem gemeinsamen Vaterland« enge mit einander verbunden und dem Böhmen die weite Welt geöffnet, der trotz seiner Vaterlandsliebe die Gabe besitzt, unter allen Nationen sich heimisch niederzulassen und daselbst dau­ernd seinen häuslichen Herd zu gründen. Die Notwendigkeit der Erlernung der czechischen Sprache war auch Ursache gewesen, daß Anna aus einem deutschen Dorfe noch als Kind war Hieher gebracht worden. Ihre Ernährer waren jedoch nicht ihre wahren, sondern blos ihre Zieheltern. Von wem sie das Mädchen überkommen hatten, war dem Gutsbesitzer nicht bekannt. Wahre Liebe läßt sich nie ganz aus dem Herzen ausrotten, selbst wenn sie eine bittere Täuschung erfahren; die zarten Wurzelfäden bleiben frisch,' und wenn sie auch nicht mehr von dem belebenden Sonnenlichte erwärmt werden, so treiben sie doch unausgesetzt Keime, die von dem Leben in jener geheimnißvollen Werkstätte der Natur Zeugniß geben. Dies war auch bei mir der Fall. Adele, die Tochter eines reichen Banqnicurs in Wien war meine Vrant geworden, nicht so sehr durch ihre Herzens» Neigung, wie ich leider erst spät erfuhr, als vielmehr durch meine stür­mische Liebe und treue Beharrlichkeit sowie durch den Wunsch ihrer Eltern bewogen. Sie liebte einen Herrn v. Feldheim, der sich kurz vor dem be­stimmten Tage unserer Trauung mit ihr in's Einverständnis) setzte und sie zu bewegen wußte, daß sie unter einem Vorwande die Hochzeitsfeier mit mir unmöglich machte und hierauf ihre Eltern bestürmte, die Einwilligung zur ehelichen Verbindung mit Feldheim zu geben. Als ich dies erfuhr, trat ich mit blutendem Herzen zurück, die Eltern willigten ein, und was in der Folge geschehen, hatte ich erst jetzt von Freund Alfred erfahren, da ich zwei Jahre nach-diesem Vorfalle, der meine ganze Lebenskrast erschüttert hatte, als ich sah, daß Adele das beklagenswerthe Opfer einer Leidenschaft geworden, Österreich verließ, um, wie ich damals beschloß, nicht mehr zurückzukehren. Mein bedeutendes Vermögen erlaubte mir, meinem Vor­sätze, in der weiten Welt Heilung für meine Wunde zu suchen, nachzu­kommen, und so irrte ich von Land zu Land, bis endlich die Sehnsucht nach meiner Heimat den starren Sinn mir wieder brach, und obgleich ich äußerlich meine Ruhe gefunden, so daß ich an dem Leben wieder regen Antheil nahm, dennoch die Erinnerung in mir stets thätig blieb. Anna's Anblick endlich, so wie Alfred's Mittheilung hatten wieder das innigste Interesse für die Heißgeliebte in mir erweckt, nnd ihr trauriges Loos auch ganz mit meiner bitter» Erfahrung ausgesöhnt, so daß ich den heißen Wunsch hegte, im Falle es mir nicht mehr beschiedcn wäre, Adele« am Leben zu treffen, wenigstens ihr Kind ausfindig zn machen und es zu seinen Verwandten zu bringen, um auf diese Weise für dessen Glück zu sorgen. (Fortsetzung folgt). Tirnauschule 222 fl. 60 kr., St. Petersschule 226 st., Realschule 2541 fl. 40 kr. — Zusammen 5448 fl. V. Beiträgen zu Kirchen, Pfar­ren und Schulen u. z.: Dem Ursuliucr-Convcnt 649 fl. 67 kr., dem Normalschulfonb 8? fl. 50 kr., der Franziskaner Oelstiftuug 42 fl., Nor­malschnl-Programme 8 fl., Sonntägige Gewerbeschule 536 fl., Hufbeschlag-Lehranstalt 63 fl., Schuldicncr für die sonntägige Gewerbeschule 52 st. 50 tr., Hausmeister 26 fl. 25 tr., Prämien 30 fl., Botanischer Garten 105 st,, Evangelischer Gemeinde-Schnlbeitrag 100 fl,, Armenhaus, Ve° hcitzung, Beleuchtung ?c. 157 fl. 50 kr., Ursuliucr Mädchenschnlerforder­nisse 110 st., Mehrerfordermß für die Ursuliucr Mädchenschule in Folge der Erweiterungen dieser Schule 335 st. — Zusammen 2302 st. 42 tr. V. Für Besoldungen der Magistratöbeamtcn 8175 fl. — VI. Für Löhnungen der Diener uud Feuerwächter 1798 fl. VII. Für Löh­nungen der Marktaufseher und Feldwäckter 1383 fl. 50 kr. VIII. Für Peufionen und andere Bezüge 6085 st. 89 kr. IX. Für De­putate 231 fl. 25 kr. X. Für Funktions-Gebühren 1600 fl. XI. Für Remunerationen und Aushilfen 500 fl. XII. Für Kanzlei-Erfordernisse, als Kanzleipauschale, Brennholz, Buchdrucker­kosten, Stempel, Papier :c. :c. 1664 st. XIII. Für Diäten und Reisekosten 50 fl. XIV. Für Sanitätsauslagen u. z.: Be­soldung der Aerzte und Hebammen 1302 fl., Personalzulagen 210 fl., Armen-Medikamente 100 fl., Anderweitige Sanitätsauslagen, Trägerlohn, Beerdignngs- und Todtenbeschaukosten, Viehbcschau-Remnneration 450 fl. — Zusammen 2962 fl. XV. Für Spitals-Verpflegstosten u. z.: Landeswohlthätigkeits-Anstlllten für einheimische Kranke 4450 fl., Er­sätze nach Auswärts 50 fl. — Zusammen 4500 fl. XVI . Fü r Si ­cherheits-Auslagen u. z.: Beitrag zur Civil-Polizciwache 1575 st,, Arrestanten-Verpflegskosten 110 fl., Pachtzins für den Vadeplatz ainuasjiln'aä 26 fl., für das Hundeeinfangen 126 fl.,, anderweitige Auslagen 60 fl. — Zu­sammen 189? fl. XVII. Für Vaureparationen und Conserva­tionen. Für städtische Gebäude sammt Rauchfangkehrer-Veftallung und Assekuranz-Gebühren 350 fl.; für Gassen, Straßen, Plätze, Brücken, Geländer sammt Material und Entlohnung der Professionisten 4000 fl., für Brunnen- und Wasserleitungen 300 fl., für Alleen und Baumschule 400 fl. — Zusammen 5050 st. XVIII. Für Straßenreinigung: Für Straßenreinigung und Bespritzung 1800 st., für Schneeschaufelung 800 st. — Zusammen 2600 fl. XIX. Für Stadtbeleuchtung der Gasfabrik 8000 fl. XX. Für Gefällauslagen: Aufrichten nnd Abtragen der Markthütteu 70 fl., Pachtzins vom Viehmarktplatz 113 fl., Waggeld an Onr/ 6 fl., Remuneration für Einhebung des Standgeldes an die Verz.-St.-Pachtuug mit 1ö"/„ 350 fl., Anschaffungskosten der Hundemarken sammt Stempel 7? fl. - Zns. 616 fl. XXI. Für den Morast: Morast­entsumpfungs-Reisekosten 108 fl., Morastentsnmpfungs-Konkurrenz-Beitrag vom Magistr.-Besitze 84 fl. 20 kr., Morastentsnuipfungs-Veitrag der Ge­meinde 990 fl. 84'/„ kr., Morastbrandloschnng 100 fl,, anderweitige Aus­lagen 50 fl. — Zusammen 1333 fl: 4 kr. XXII . Anschaffung neuer Requisiten: Anschaffung vou neuen Feuereimern, Spritzen und andern Auslagen, darunter die Kosten für das Instandhalten der Feuerloschrequisitcn, mit in dem Erfordernisse per 500 st. ist auch die Bei­schaffung von 4 neuen Fenerwägen enthalten, nachdem die Alten bereits ganz schadhaft und unbrauchbar sind. XXIV. Für Fuhrlohn 60 fl. XXV. Militarbequartirungs-Kosten: Für den Corps - Eommandanten 800 fl., für Monturs-Magazine 200 fl, für Gensdarmerie Stallzins 210 fl., für das Corps-Commando 300 fl., zum Zeugs-Artillerie-Posten-Com­mando 52 fl., für das Garnisons-Auditoriat 65 fl. 10 kr., für Artillerie-Gerichtskanzlei 130 fl. 20 kr., für Corps-Adjutantur 400 fl., für Stabs­quartier 430 fl., für Möbelentschädigung 144 fl., für Daraufzahlung auf das Revisoriat 15 st., außerordentliche Auslagen 30 fl. — Zu­sammen 2776 fl. 80 kr. XXIV. Für Neubauten 8500 fl. XXVII. Für unvorhergesehene Fälle: In diese Rubrik kommeu alle jene Auslagen zu verrechnen, welche sich bei Verfassung des Präliminares nicht voraussehen lassen oder vermöge ihres Gegenstan­des unter eine andere Rubrik nicht subsumirt werden können 1000 st., XXVIII . Passiv-Rückstände: Für Zinsen von den aus der Spar­kasse entliehenen Darlehen mit 5250 st. mittelst Verpfändung der Obli­gationen im Nominatwerth von 8830 fl. — 270 st. Summa des Erfordernisses 71989 fl. 89 kr. Dagegengehalten die Summe der Bedeckung 72016 „ 81 „ Verbleibt daher ein Ueberschuß"von " 26' st? 92"kr. Dumme Briefe. Von X. I. Alle Welt schreibt gescheidte Briefe, oder sie glaubt doch sie zu schreiben, — warum sollte man nicht auch einmal „Dumme Briefe" lesen wollen? I m Vertrauen auf die Nachsicht unserer freundlichen Leser und Le­serinnen, daß sie daher diese Seite des „l'i-ig'lav" nicht ungelesen lassen werden, wollen wir unter obigem Titel einige Zeitfragen besprechen und heute mit der „Urtica," beginnen. „Oho!"—höre ich nach der sanften Manier einiger Gemeinderaths-, Landtags- und Reichsrathsmitglieder, deren einzige kostbare Thätigkeit (sie kostet zuweilen täglich 3 , 5 oder auch 10 fl.) dieses Wörtchen ist, — „oho!" —höre ich auch viele Leser rufen: „Die Nation slovonFka in der Rubrik „Dumme Briefe?!" Aber lassen Sie mich doch zu, Wort kommen; ich will ja den obigen Titulus vorerst begründen ganz nach parlamentarischer Art. Es ist Thatsache, nnd ich könnte sie aä Zupornunrn beweisen, daß es — von Andern rede ich nicht — sogar unter unfern sogenannten „gu­ten Krämern" sehr viele gibt, welche für das Institut der „Nation" wenn keinen schlimmer» Ausdruck, so denn doch den haben, daß sie sagen: „Ist eine wahre Dummheit Das." — Oder ist es nicht so? Hört man es nicht oft? Wir glauben demnach, .daß diese thatsächliche Bemerkung Rechtferti­gung genug sei, daß wir über die „Nation" in der Rubrik „Dumme Briefe" schreiben. Unter diesem Titel werden sich vielleicht doch einige jener „Patrioten" herbeilassen, welche sich „gute Krämer" nennen nnd im Jahre 1849 als Bremsler gegen die „panslavistische" 81ovonjn und Novioo den „?i-nvi ßlovonoo" gründeten, über die „Nation" etwas zu lesen, uud vielleicht gelingt es uns, diesen oder jenen des Wahren zu belehren. Wir hättcu zwar noch einen andern Grund, daß wir die „Na ­ tioa" in die Rubrik der „Dummen Briefe" einwaggoniren, aber diesen, weil er einige von nnsern Leuten betrifft, behalten wir für uns. Mau muß der Welt nicht Alles sagen! Nu» mit dem Gesagten nnd mit dem Verschwiegenen glauben wir unser Rangement echt parlamentarisch begründet zu haben uud gehen so ohne Weiteres zu unserm Gegenstände über. Vor Allen: müssen wir bemerken, daß wir Leute im Laude haben, welche das Wort „Nation" gar nicht lesen können. Sie lesen es nämlich Matita. Diese bitten wir in Zuknnft das Wörtchen „Nation" Ma tiz a zu lesen und den Accent ans die erste Silbe Nä - zu werfen. Bei dieser Gelegenheit bemerken wir zugleich, daß es diesen lieben Leuten vielleicht nicht schaden würde, unseren ^.dooänil: zur Hand zu nehmen, um doch das Lesen ihrer Muttersprache zu lernen. — Es sind freilich auch solche, welche „witzig" sein wollen nnd „Nation" absichtlich Matika lesen. Diesen aber rathen wir mitunter statt der Feder, der Elle u. dgl. recht oft auch die inntilc a in die Hand z» nehmen nnd recht tüchtig mit ihr zu arbeiten, damit sie die krankhafte Ablagerung, von ihnen „Witz" genannt, recht ergiebig ausschwitzen. Denjenigen, welche Vienenfreunde sind, wird doch die inatioa schon lange bekannt sein; sie werden wissen, daß inatioa Bienenkö­ nigin oder Bienenmutter heißt. Durch diesen Begriff wird ihnen auch der Begriff der Nation am literarischen Felde leicht klar und faßlich. Wer überhaupt das Wort inati (Mutter) kennt, kommt ganz einfach zu dem Begriffe der Nation.. Das Wurzelwort der Nation ist jenes der innti. Nation heißt auch Mutterlade, Matrikel n. f. w. Doch hören wir hier unfern Isi-Ztonjal:, was er von den verschiedenen Vedeutuugen der Nation im „Ivoloäni- Zlovonslii 2a loto 1865" kurz und gut sagt: Die Wurzel des Wortes Nation ist die gleiche mit innti , griechisch ^?^ , lateinisch inntor, letisch innto, althochdeutsch inuotai-, irisch inatIi nir, armenisch in n t n Ic, persisch in a. ä a li ^ und zwar ist sie das sanskritische inn,— „beginnen, anfangen, oräii-i." „Daß doch die Nation 8lovsn8iiH der glückliche Anfang nationaler Bildung" — sagt der ge­ lehrte Ethymolog weiter, „daß sie die fruchtbare Mutte r der Wissenschaft und Kunst werde!" Nach dem wir nun mit der Ethhmologie des Wortes fertig sind, wollen wir unfern Lesern, welche bisher von der Nation nichts Rechtes wissen, in Kürze mittheilen: was die Nation, will;'und wie sie das zu erreichen glaubt. Freilich sollte man glauben, daß über ein so wichtiges nationales Institut, wie das der Nation, dessen Errichtung Se. k. k. apost. Majestät schon mit Allerh. Entschließung vom 4. Febr. 1864 aller­gnädigst zn genehmigen geruht haben und für dessen Wirksamkeit im ersten Jahre schon über 19,000 fl. zugesichert sind, auch das, nur die deutsche Landeszeituug lesende Publikum genügend unterrichtet sein könnte, — allein dem ist nicht so. Die „Blätter aus Kram" und ' die „Laib. Zeitung" welche die Interessen des Landes (es kommt freilich nur auf die Auffassung des Wortes an!) zu vertreten behaupten, haben binnen eines vollen Jahres noch kein Wort gefunden, um ihrem Leserkreise das Institut der Nation zu erläutern. Wenigstens uns ist nichts davon bekannt geworden. Der Zweck der Nation ist, um nun endlich zur Sache zu kommen, zur Bildung des sloveuischen Volks durch die allseitige wissenschaftliche Pflege der sloveuischen Sprache und Literatur, mit Ausschluß jeder poli­ tischen Thätigkeit, beizutragen. Zu diesem Zwecke wird der Verein: gute, sowohl streng wissenschaft­ liche als auch popnläre Schriften in slovenischer Sprache entweder selbst herausgeben, oder deren Herausgabe unterstützen, und für allmälige Herstellung und Vervollständigung einer den Vereinszwecken entsprechenden Bibliothek Sorge tragen. Wer sich des Vollgenusses seiner bürgerlichen Rechte erfreut, unbe­scholten ist und in Ocsterreich seinen ordentlichen Wohnsitz hat, kann Mit­glied des Vereins der „8lovon8l>n Nation" werden, sobald er seinen Entschluß znr Kenntniß des Vereinsansschusses bringt, und wenigstens 50 st. ö. W. entweder anf einmal oder doch in 5 gleichen Jahres­raten bezahlt, oder aber sich zu einem Jahresbeiträge von 2 fl. ö! W. verpflichtet. — Die Mitglieder der ersten Kathegorie, welche we­nigstens 50 fl. ö. W. bezahlen, führen den Namen Gründungsmit­glieder. — Bibliotheken und andere Korporationen, welche sich den Be­zug der sammtlichen vom Vereine herausgegebenen Schriften sichern wollen, zahlen als unsterbliche Personen auf einmal oder innerhalb 5 Jahren 100 st. österr. Währ. Jedes Gründungsmitglied erhalt je ein Exemplar aller vom Vereine herausgegebenen Schriften. Die übrigen Mitglieder erhalten nach der Bestimmung des Vereinsausschusses je ein Exemplar von so viel und solchen vom Vereine herausgegebenen Schriften, daß deren Ladenpreis mindestens die Hälfte des Preises aller vom Vereine im Laufe des betref­fenden Jahres herausgegebenen Schriften erreicht. Aus dem Gesagten ist es ersichtlich, was die „Nntion LlovengKn" will, und wie sie ihren Zweck zu erreichen, anstrebt. Ob diesen edlen Zweck, mitfördern zn helfen nicht eine heilige Pflicht jedes Vaterlandsfreundes fei, haben wir nicht nöthig des weitern zu erörtern, da es ja über jeden Zweifel erhaben ist, daß jeglicher, gei­stiger nnd materielle r Fortschritt eines Volkes, durch den Grad seiner Bildung bediugt ist, —das wesentlichste Mittel hierzu aber die Lite­ratur in der Muttersprache des Volkes ist. Durch eine fremde Sprache sind wohl einzelne Persönlichkeiten eines 'Voltes, aber noch nie ein ganzes Volk selbst gebildet worden. Wären unsere Schriftsteller reiche Leute, oder hätten wir Männer, welche die Mühen derselben entlohnen, — dann freilich wäre die Nation, ein überflüssig Ding, allein in den entgegengesetzten Ver­hältnissen bedarf man eines Vereines, dessen Mitglieder durch ihre Beiträge das zu ersetze» sich bemühen, was uns fehlt. Des Kaisers Wahlspruch: „Viribus uniti»" ist hierin auch der Wahlspruch der Nation. Wie die Beitrittserklärungen zeigen, geht die Sache sehr erfreulich von Statten, allein noch braucht die Nation mehr Geld, — viel Geld, um würdig anfangen zu können. Wir hoffen daher mit Grund noch auf reichliche Zuflüsse, und glauben, daß diejenigen Patrioten, welche bisher noch ?adii cnnotawi-68 sind, nicht langer säumen werden, dem so nützlichen Vereine beizutreten. Dop­pelt gibt, wer schnell gibt! — ist ein altes Sprückwort, was immer neu bleibt. Politische Nevue. Der päpstliche Nuutius in Paris Msg. Chig i hat auf Befehl des Papstes an den Erzbischof Dupanlou p für seine von uns neulich besprochene Broschüre ein Zustimmungsschreiben gerichtet. Die Bischöfe von Graz und Innsbruck haben sich auch bereits über die Encyklika ausgesprochen. Bemerkenswerth sind die Worte des Letztern über die Naturwissenschaften. Er fagt: „Unserer Zeit waren große Entdeckungen in den Naturwissenschaften vorbehalten, allein das Traurige ist, daß diese Erkenntnisse vielen Menschen so zu Kopf gestiegen sind, daß sie mit ihrer Vernunft Alles zu ergründen meinen und vom Glauben nichts mehr wissen wollen. Indem der heil. Vater diese lleberhebuugen der Vernunft verdammt, will er nicht die Wissenschaft unterdrücken, son­dern nur Bescheidenheit lehren und der Vernunft Grenzen setzen." Wie man in Paris erzählt soll sich das französische Cabinet ganz entschieden gegen eine Anerton der Herzogthümer durch Preußen erklärt haben. Bei dem jüngst in Turi n stattgehabten Hofballe fanden arge Demonstrationen Statt mit Pfeifen, Zischen, Steinwürfcn u. f. w. von Seite der Bevölkerung gegen die nach Hof fahrenden Equipagen. I n Folge dieser neuerlichen Emeute verließ der König am 3. d. Tnrin und reiste mit General Lamormora nach Florenz. Die N. f. Pr. erhalt aus Mailand nachfolgendes den Vorgang naher beleuchtendes Telegramm: „Mailand , 4. Februar. Der Perseveranza wird aus Turin, 3. d., gemeldet: Die Ministerial-Entschließung, derzufolge die Abreise des Königs stattfand, wurde durch die Demonstration beim Hofballe und das Proclam des Municipiums veranlaßt. Das Municipium verweigerte dem Ansuchen des Ministeriums jeden Act und jedes Wort, das den Effect jener De­monstration hätte verringern können. Die Minister konnten und durften auch nicht den König einer Schmähung ausgesetzt bleiben lassen, an welcher nicht blos die Arbeiter, sondern das Municpium selbst und ein Theil der Elite der Bevölkerung theilnahmen. I n der Sitzung vom 4. d. M. hat der Finanzausschuß mit 17 gegen 13 Stimmen beschlossen vom Dispositionsfond 300.000 fl. ab­zustreichen. I n der vorangegangenen am 1. d. M. stattgehabten der Ver­waltung der Strafanstalte n gewidmeten Sitzung hat derselbe Aus­schuß nach längern sehr heftigen Debatten, an denen sich vorzüglich Graf Kinskh, Schindler und Giskra betheiligten, mit 16 Stimmen einen Ab­strich von 70.000 fl. im Budget dieses Verwaltungszweiges angenommen. Wie man vernimmt sind auf ein Majestätsgesuch die gegen alle noch nicht abgeurtheilten Großgrundbesitzer armenischer Nationalität sowie auch gegen alle andern bei dem Lcmdesgerichte in Czernovitz wegen Beteiligung am polnischen Anfstande gegen Rußland anhängig gemachten strafgerichtlichen Untersuchungeu — mit Ausnahme von Dreien der letztangeführten — durch die Gnade Sr. Majestät niedergeschlagen worden. Von den aus Mexiko eingegangenen Nachrichten wird man nicht ohne Interesse davon Notiz nehmen, daß Kaiser Max seine tiefe Sympathie für Polen offen ausgesprochen hat. I n einer Unterredung mit einem aus­gezeichneten jungen polnischen Officier erklärte der Kaiser unlängst, er habe den ernsten Wunsch, in Mexico ein zweites Polen zu gründen, und so viele Polen als möglich in sein neues Reich zu ziehen. „Ihr Polen" — sagte er — „sollt hier vollkommene Freiheit genießen, und Euern eigenen Hetman und Eure Staroste wie vor Alters wählen. Ihr werdet hier eine Heimat finden, und ich will Euer Vater sein." Diese Worte sprach er in tiefster Bewegung, hinzufügend: .„Eure Leiden haben der Kaiserin manche schlaflose Nacht verursacht." Aus Agram wird unterm 4. d. berichtet: Die Banal - Conferenz wurde heute eröffnet und iu derselben ein Ausschuß gewählt, welcher den Entwurf einer Landtags-Wahlordnung ausarbeiten soll. Bis zur Vollen­dung dieses Entwurfes sind die Sitzungen der Conferenz vertagt worden. Es haben sich nicht alle Eingeladenen vollzählig zur Conferenz eingefunden. Aus der Handels« und Gewerbekammer. (Sitzmig am,3. Februar 18L5, untn dem Vorsitze des Hrn. L. C. Lückmanu. Anwesend 13 Rüthe). Der Herr Vorsitzende stellt der Kammer den neuen Ministerial-Kommissär Herrn k: k. Statthalterei-Nath Ritter von Vosizio vor, und empfiehlt ihn dem Wohlwollen der Kammer. Das Protokoll der letzten Sitzung wird vorgelesen, uad nach einer Frage des Hrn. Josef-Pleiweiß ob der in der letzten Sitzung in der Eisenbahnfrage gefaßte Beschluß bereits höhern Orts vorgelegt wurde, welche Frage vom Vorsitzenden bejaht wird, einstimmig genehmigt. Herr V. C. Supan stellt den Antrag die Kammer möge dem ge­wesenen Herrn Ministerial-Kommissär k. k. Landes-Rath Roth für das gütige Wohlwollen, das er durch lange Jahre der Kammer schenkte, den Dank durch Aufstehen ausdrücken (Geschieht). Hierauf schreitet die Kammer zur Wahl der Vorstände pro 1865. Zum Vorsitzenden wird L. C. Luckmann mit 12 Stimmen gegen 2 die auf Hrn. Holzer entfielen erwählt. Derselbe erklärt diese ehrenvolle Wahl anzunehmen und hofft solche mit Hilfe Gottes und Unterstützung der Kammer zum allgemeinen Besten z» führen. Znm Vorsitzenden-Stellvertreter wurde Hr. Samassa mit 13 Stimme» gegen 1 die auf Hrn. Holz er entfiel, gewählt, welche Wahl derselbe laut eines an den Vorsitzenden gerichteten Schreibens anzunehmen erklärt. Der Sekretär liest die Zuschrift der Handels- und Gewcrbetaminer in Wien betreffend die „Schwarzstiftung" vor. Ueber Antrag des Hrn. Horak wird selbe von der Kanuner lediglich zur Wissenschaft genommen. Weiter liest der Sekretär die Zuschrift der k. t. Landes-Regierung wegen Modificirung der Mühlordnung vor. Hr. Nllli ö weiset darauf hin, daß die jetzt in Kraft befindliche Mühl° ordnung veraltet, uicht mehr den Zeitnmständeu entspricht, wie dieß Je­dermann die tägliche Erfahrung und die immerwährenden Anstände mit den Müllnern lehren, und beantragt bei der Wichtigkeit des Gegenstandes die Bildung eines Comitsö, welches Fachmänner zuziehen kann, zur Bcrathung und Antragstellnng. Dieser Antrag wird von Hrn. Supa n unterstützt. Hr. Horak wünscht die Vertagung dieses Gegenstandes bis das im Zuge be­findliche Wassergesctz, welches im engsten Zusammenhange mit der Mühl­orduuug ift^ beschlossen und eingeführt wird, ist jedoch nicht gegen die Wahl des Comites, welches sonach von der Kammer angenommen wird. I n das betreffende Cumits wurden die Herren: Naliö , Laßnik und Tönie s einstimmig gewählt. Sohiu verliest der Sekretär die Zuschrift des hiesigen k. k. Landes­als Handelsgerichtes, welches die Anfrage stellt ob der Betrieb des Kupferhammerwerkes in ^uöine Bez. Wippach von Seite des Herrn Alois Samengo als Handelsgeschäft anzusehen ist, oder nicht. Ueber die erfolgte Erläuterung des Sekretärs, daß Samengo das ganze gewonnene Material in seine Handlung nach Trieft, für welche er daselbst protolollirt ist überführt beschließt die Kammer, daß der Betrieb des Hammerbergwertes l^iu s im Sinne der Art. 19 und §. 271 des Handelsgesetzbuches als ein der Firmaprototollirung unterliegendes Hand­lungsgeschäft nicht anzusehen ist. Der Sekretär theilt der Kammer mit, daß das Präsidium bereits im Monate Dezember die Antwort an das Comitö der brittischen Han­delskammern auf deren Collectiv-Adresse, bezüglich der Einführung des Freihandels in Oesterreich ertheilt habe, und nachdem er die diesfällige Antwort verliest, ladet er die Kammer ein, sich entweder dieser Antwort anzuschließen, oder einen besondern Antrag zu stellen. Hierauf ergreift Hr. Supa n das Wort nnd nachdem er bemerkt, daß bisher Sachen von solcher Wichtigkeit stets einem Comits zugewiesen wurden schildert er mit beredten Worten, daß bei dem materiellen Still­stande, bei der Ueberbürdung mit Steuern :c. Oesterreich noch lange nicht in der Lage sein wird, mit dem freien England, das in Handelssachen prinzipiell nur seinen Vortheil nnd seine Interessen verfolgt, zu konturiren. Deshalb findet er jede Unterhandlung für nicht zeitgemäß, und stellt den Antrag: Die Handels- und Gewerbelammer wolle beschließen, daß gegen­wärtig der österreichische Handel mit dem bedentenden Englischen nicht Schritt halten könne, nnd deshalb vorderhand in keine Verhandlung über Freihandel einzugehen vermöge. Dieser Antrag wird von der Kammer ein­stimmig angenommen. Hierauf theilt der Sekretär der Kammer mit, daß unterm 22. Dez. v.J . mehrere Handelsleute, Getreidehäudler uud Industrielle an die Kammer daö Ansuchen stellten, selbe möge bei der Tüdbahndirektion um Ertheilung jener Fahrbegünstigungen einschreiten, deren sich Trieft erfrent. Das Präsidium -hat sich sogleich an die Südbahndirektion verwendet, ist jedoch laut der zur Verlesung kommenden Zuschrift abschlägig beschieden worden. Hr. Holz er ist der Ansicht, man möge die Sache auf sich beruhen lassen, da ein günstiger Erfolg nicht anzuhoffen ist, während Hr. Ho rat den Antrag stellt, die Kammer möge dieserwegen beim h. Handelsmini­sterium neuerdings einschreiten, welcher Autrag mit Majorität angenommen wurde. Der Sekretär theilt ferner die Zuschrift des hiesigen Eisenbahn­stationschefs mit, der das Ansuchen an die Kammer stellt, selbe möge ihm monatlich statistische Ausweise über die Handelsbewegung am Laibacher Platze übersenden. Hr. Horak interpellirt bei dieser Gelegenheit den Sekretär, wann endlich der Jahresbericht pro 1861, 1862 und 1863 das Tageslicht er­blicken wird. Der Sekretär erklärt, daß sein Wunsch ist, ein möglichst vollständiges Werk zu liefern, und daß er sich diesfalls an alle Industrielle zu wiederholten Malen um Mittheilungen gewendet aber von den Wenig­sten Auskünfte erlangt habe. Trotzdem hoffe er, da der statistische Theil vollendet ist, im Laufe von 4—5 Wochen mit dem Berichte fertig zu sein. Die Herren Supan, Pleiweiß und Horak klären auf, warum die aufgeforderten Indnstrielleiz die Auskünfte verweigern; man habe von ihnen die kleinsten Details, eine vollständige Generalbeichte verlangt, und selbe hätten guteu Gruud zu befürchten, baß man gehörigen Orts ihre Mittheilungen znr größern Besteuerung benützen würde. Hr. Laßnik zur Sache einlenkend wünscht, man möge dem Statiouschef jeden Monat die einlangenden Beschwerden der Handelsleute und Industriellen statt der Be­richte einsenden. Hr. ßveutno r beantragt die Aufstellung eines Comites von b Mitgliedern zur Beantwortung der Frage ob die fraglichen Berichte zu erstatten sind oder nicht, und nachdem Hr. Nali ö die Aufklärung gibt, daß dieselben die bei der Bahn neu kreirte ^, Sektion für Handel be­nöthigen dürfte, wird der Antrag des Herrn LventuL r angenommen und in das diesfällige Comit6 die Herren Schreyer, Laßnik, Plei­weiß, Kordin nnd Tönies gewählt. Hr. Pleiweiß stellt den Antrag, daß der in der letzten Sitzung gefaßte Beschluß betreffend die Eifenbahnbanten in Krain entweder mittelst einer besondern Deputation dein Ministerium vorgelegt, oder die Herren Rcichsräthe von Krain damit betraut werden, und motivirt diesen Antrag mit der Wichtigkeit des Gegenstandes. Bei der Abstimmung fällt der An­trag auf Absendnng einer Deputation, während der zweite Antrag auf Betrauung der Reichsräthe einstimmig angenommen wird. Schließlich theilt Hr. Pleiwei ß mit, daß der mit der Verwaltung des Handlungsschulsoudes betraute Hr. Karinger »Linor, bereits vor einem halben Jahre die Rechnung gelegt habe, welche noch immer nicht der Kammer zur Prüfuug vorgelegt wurde, und daß derselbe da er nicht mehr Kammermitglied ist, von seinem Posten enthoben werden will. Er stellt den Antrag: die Kammer möge den Hrn. Karinge r ersuchen die Rechnung bis Ende 1864 abzuschließen, ein Comitö von 3 Mitgliedern erncnnen, welches sowohl diese Rcchinmg, sowie auch jene pro 1861, 1862 und 1863 prüft und darüber Bericht erstattet nnd den Stand des Hand­lungsschulfondes zur Kenntniß des Handelsstaudes bringt, da vielen Mit­gliedern desselben nicht einmal seine Existenz bekannt ist. Hr. Supa n unterstützt diesen Antrag und. beantragt, daß das zu ­wählende Comitö auch mit Entwerfung eines Etatutes für die Verwaltung s c. c^-" «//^ Neserate wird dargethan, daß trotz der bereits bcwilliqtendes Schulfondes betraut werde. Diese Anträge werden augenommcn, nnd lastenfreien Abschreibung des der Stadtgemeinde gehörigen Terrains amin das diesfällige Comitü die Herren Pleiweiß, Laßnik und Can­^olovc-Berge vom landtäfl. Coniplere der „Hauptstadt Laibach sammt dem toni gewählt. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. meorporirten Comendischen Giltamt 602.^ « und Domcapitelgilt" die auf diesem Landtafeltörper im Betrage von 30.565 fl. CM . iutabulirten Stiftungen ihre hinreichende Sicherstellung finden, indem die Stadtqe- Aus dem Gemeinderathe. meinde an Wiesen und Weiden ein Areale von 444 Joch, 1574 sH Klafter (Schluß der Sitzung vom 20. Jänner). Referent stellt nun den ein­mit einem Katastralreinertrage von 72? fl. 30'^ kr. und rücksichtlich mit helligen Antrag der Schulsektion: Der Gemeinde-Nath beschließe, daß den einem iahrl. Pachtertrage von 2861 fl. 32 kr. besitze, welches in keinem 4 mit dem Sonntagsunterrichte an der städt. Schule bei St. Jakob bc° Gruudbuche vorkomme, das mit zu dein Kopiere des Landschaft. Besitzes schäftigten Lehrern für 1863 und 1864 je 50 fl. zusammen somit, weil gehöre und das vollkommen ausreichende Substrat des Pfandrechtes für ,, . ^ „^ ^ ^, ' —"> Pfandrechtes für1 Lehrer nur durch 1 Jahr lehrte, 350 fl. aus der Stadtkasse bezahlt die m Rede stehenden Stiftungen bilde. " werde. Die Sektion für Stiftung«-und Schulangelegenheiten beantragt dem­GR. Stedrh fragt, ob dieser Bettag im Präliminare seine Deckung nach den Magistrat anzuweisen, den im Sinne dieses Vortrages entwor­finde, worauf der Bürgermeister aufmerksam macht, daß das Prä­fene« Ver M ^ ^,^ ^ ^ ^ Landesregierung zu erstatten, von dem liminare noch nicht im Gemeinde-Rathe berathen und festgesetzt sei. nillgist. Antrage der Eintragung des Katastral-Besitzstandes in die Land-Die GR. Stedrh und Dr. ^.ttaöiö unterstützen den Antrag der tasel aber vorderhand Umgang zu nehmen. Schulsektion. GR. Dr. ^ttaöiö wünscht, daß im Berichte noch beigefügt werde, GR. Horak ist zwar im Wesentlichen auch dafür, nur wünscht er, die Stadtgememde, als moralische Person werde immer in der Lage sein daß zu dieser Remuneration die Handelskammer einen Beitrag leiste, weil obiges Stiftungs-Kapital sicherzustellen, wenn es auch durch die Hypothek der Unterricht meist Gewerbslehrjungen treffe, die vom ganzen Lande in nicht hinlänglich gesichert sein sollte. Der Antrag der Sektion wird mit dem die Stadt strömen, und weil die Kammer auch zur Sonntagsschule an der Zusätze des GR. Di-. ^,Ir«,öiö angenommen. Normalhauptschule ihren Beitrag leiste. Ueber das Gesuch der Metzger um Aufhebung der Fleischsatzung GR. Mitteis berichtigt diese letztere Behauptung dahin, daß die wird das diesfällige Referat der Bau-und Lokalpolizeisektion in Ab­Kammer Wohl zu der mit der Realschule verbundenen gewerblichen Fort­wesenheit des Referenten GR. Dr. O 1 el ebenfalls durch den Schrift­bildungsschule, keineswegs aber zur sonntägigen Wiederholungsschule einen führer vorgelesen. Beitrag leiste. Die Sektion spricht sich gestützt auf die-eingeholten Äußerungen GR. Kaltenegger unterstützt den Antrag der Schulsektion, daß anderer Städte, wo keine Rindfleisch-Satzung mehr besteht gegen deren Auf­von der Handelskammer nichts zu erwarte« stehe. hebung aus und beantragt den Magistrat anzuweisen, daß er sich in seiner GR. ^,ttaöiö schließt sich den Anschauungen des GR. Horak Aeußerung an den krain. Landesausschuß gegen die Auflassung der Rind­an, und stellt den Antrag, den Magistrat anzuweisen, sich mit der Han­fleisch-Satzung auszusprechen habe. delskammer in's Einvernehmen zu setzen, ob sie einen Beitrag leisten wolle GR. Di-. ^.Iiaöiö ist mit dem Antrage einverstanden und macht oder nicht, und erst nach Erhalt der bezüglichen Erklärung zur definitiven nur darauf aufmerksam, daß in Görz, wo ebenfalls die Rindfleisch-Beschlußfassung zu schreiten. Satzung aufgehoben worden ist, zur Herabminderung der dadurch gestie­GR. Suva« unterstützt diesen Antrag. genen Fleischpreise eine städt. Fleischbank errichtet, und auf diese Weise GR. Plljk wäre für eine Vertagung des Gegenstandes bis zur das gewünschte Resultat erreicht wurde. Feststellung des Präliminares, um zu sehen, ob genügender Fond-vor­GR. Horak weiset auf die bedrängte Lage der hiesigen Metzger handen ist oder nicht. hin, weil die Fleischpreise im Verhältnisse zur Verzehrungssteuer zu niedrig Referent Dr. Blei weis hat im Wesentlichen gegen den Antrag gestellt sind, ist übrigens mit dem Antrage der Sektion einverstanden. des GR. ^,Iiaöiö nichts einzuwenden, da es ihm durch die Vorredner GR. Dr. Vleiweis tritt dem Antrage der Sektion bei nachdem gesichert erscheint, daß die Handelskammer einen Beitrag bewilligen werde, die Aufhebung der Satzung, wegen der herrschenden Rinderpest jetzt nicht Geae Kl? Ansickl K?« OH? Nnif ini'lss? <>,müsse er-K?n,!>^f<>nbemerken, daß wenn die Ge­-an der Zeit sei, unterstützt die Bemerkung seines Vorredners und berührt Gegen die Ansicht des GR. Pajk Kn« W?,1N Ki? G<> meinde auch nicht viel besitze, für den. Unterricht doch gesorgt werden die vor einigen Jahren von Seite der Regierung angeregte Frage we müsse, da es gewiß unliebsam ist, zu hören, daß der Unterricht immer gen Errichtung einer Fleischkasse, so wie den Umstand, daß die verschie­ an den Katzentisch gesetzt werde, und daß — wo immer von Mißver­denen Fleischsorten, die sich an einem Stücke Großhornvieh von verschie­ hältnissen und Uebelständen die Rede ist — alles darüber einig sei, dem dener Güte vorfinden, auch verschieden tarirt werden sollten, und erklärt Mangel an Unterricht einen wesentlichen Theil der Schuld zuzuschreiben. schließlich in einer der nächsten Sitzungen einen besondern, ans eine Reform , Bei der Abstimmung wird der Vertagungsantrag des GR. Dr. des Fleischer-und Fleischverkaufs-Wesens in Laibach abzielenden Antrag ein­^,ttaöi ö mit Majorität angenommen. bringen zu wollen. Der Antrag der Sektion wird einstimmig angenommen. Es wird die Prämien-Rechnung der Ursulinerinen-Mädchen-Indusirial-Der Bürgermeister schließt sohin wegen vorgerückter Zeit (^8 Hauptschule pro 1864 verlesen. Uhr) die öffentliche Sitzung und erklärt, er werde nur noch in geheimer Die Rechnung besteht in dem Empfange per 100 fl. welchen Betrag Sitzung das Protokoll der letzten geheimen Sitzung vorlesen lassen. der Magistrat mit Verordnung vom 4. Sept. 1863, Z. 5393, der Schul­direktion als Vorschuß angewiesen hatte, und in der Ausgabe: Für Prä­ Aus den Vereinen. mienbücher 40 st., für Industrial-Prämien 21 fl., für den Druck der Prüfuugseinladungen und Periochen 33 fl. und für Buchbinderarbeit 14 fl. 81ov6U8ka »latiea. Mit' 4. Februar d. I . also am Schlüsse 66 kr. — zusammen 108 fl. 66 kr., wonach sich eine Mehrausgabe von des ersten Vereinsjahres sind 572 Mitglieder (273 Gründungs-und 299 8 st. 66 kr. herausstellt, um deren nachttägliche Anweisung die Schul­wirkliche Mitglieder) der Mrioa, beigetreten, von denen 13 Gründungs­ direktion bittet. mitglieder 3223 fl. 50 kr. in Obligationen, 40 Gründungsmitglieder Referent GR. Dr. Bleiweis gibt eine geschichtliche Skizze über 3426 fl. baar, 198 Gründungsmitglieder die erste Rate mit 2124 fl., den Ursprung der Dotationen für die Prämien an der Ursuliner-Mädchen­ die andern 299 aber an Jahresbeiträgen 601 fl. und endlich Nichtmit­glieder 93 fl. geschenkt haben, daher der Gesammtempfang 946? fl. 50 kr. fchule, woraus hervorgeht, daß das damalige Gubernium mit Verodg. v. beträgt. Das Vermögen der Natioa aber besteht in Obligationen 18. Aug. 1818 Z. 9723 hiefür einen Betrag von 80 fl. CM-festgesetzt 10526 fl. 50 kr., Privatschuldschein pr. 100 fl.., verfallene Interessenund später (mit Verödg. v. 12. Sept. 1896 Z. 20.248) auf 67 fl. CM. 86 fl., Einrichtungsstücke 54 fl., Vaarschaft 159 fl. 81 kr., zusammen:reduzirte, und gleichzeitig entschieden hat, daß diese Prämien-Erfordernisse 10926 fl. 31 kr. Rechnet man hiezu die von den Gründungsmitgliedernaus der Stadtcassa zu erfolgen seien. subscribirtcn aber noch nicht eingezahlten Raten per 8676 fl., so ergibtDer Stadtmllgistrat hat sich an diese festgesetzte Summe nicht ge-­der Fond der Nation am Schlüsse des ersten Vereinsjahres die gewißhalten, sondern bis zum Jahre 1860 86 fl. CM . und seither auch bedeutende Summe von 19602 fl. Ueberschreitungen bis 108 fl. CM . ausbezahlt. Die Schulsektion glaube, daß kein gesetzlicher Grund vorliege, in tlitavnieÄ. Die zu Ehren Valoutin VoäuiK's am 5. Februar Folge dessen sich die Gemeinde — wenn sie auch den früheren Gubernial-1865 in der hiesigen (A mH" und „Uej Äovani," enthält, schale von 100 fl. ö. W. aus der. städt. Cassa mit dem ausdrücklichen die Gesellschaft zu enthusiastischen Applaus hingerissen worden. Die Klavier-Bedeuten flüssig gemacht werde, daß dieser Betrag auf Kosten der Comune Pieee niit Begleitung des Streichquartetts — ein sehr schweres nnd große leinen Falls überschritten werde. Beide Anträge wurden ohne Debatte Ausdauer und Geläufigkeit erforderndes Stück — gab uns die angenehme einstimmig angenommen. Gelegenheit, in Frl. Melanie Hohn eine fchr brave Pianistin zu bewun­ Wegen Sicherstellung einiger Stiftungs-Kapitalien, wird das dies­dern; ebenso ausgezeichnet war der Vortrag des Hrn. Urschitz am englischen fällige Referat in Abwesenheit des durch Krankheit verhinderten Referenten Hörn, welcher die Schwierigkeiten dieses seltenen Instrumentes mit emi­GR. v. Strah l durch den Schriftführer vorgelesen. nenter Leichtigkeit überwand. Indem wir hiemit dem instrumentalen Theil der Legeäa wohlverdiente Worte des Lobes gewidmet, übergehen wir zu der eben so ausgezeichneten als exakten Leitung des Mänuerchores, welcher in seiner heutigen schwierigen Aufgabe den ehrenvollen Ruf von Neuem rechtfertigte. Wenn schon der Chor „Ilirrja o^iv^Ln«,," nach dessen Vortrag der anwesende Compositeur Dr. Ipavee gerufen wurde, dann die darauf gefolgten „Ii,n8ke uaroäus p68iui" zur Zufriedenheit abgesungen waren, hörten wir den Chor „Iltouulk" von Xi'i2kov3li)!' eine Touschöpfung, wie wir sie nur von den Böhmen erwarten konnten. Diese überaus schwic­rige Composition hörten wir in allen Nuantzirungen in wahrhaft meister­hafter Weise vortragen und müssen den braven öitavnioa-Sängcrn für den uns gebotenen Genuß unfern wärmsten Dank aussprechen. Der Chor „liaäo3tllo potovarrjs" von VaZai: ebenfalls ausgezeichnet gesungen wirkte auf die Lachmuskeln der Zuhörer und erntete nicht enden wollenden Applaus. An die Stelle der für die Frau (^rsSoriö bestimmten Pieye „I'riLSAa" von Ipaveo und „Recitativ aus Linda" kam wegen zufälliger Unpäßlichkeit der verehrten Sängerin „Domovina," von Ipaveo, Duett für Tenor und Bariton mit Vrummchor zum Vortrage und wurde obwohl unvorbereitet vorzüglich gesungen. Wir fühlen uns angenehm verpflichtet, dem Chor- und Musik­meister Hrn. Fabian unsere vollste Anerkennung für seinen unermüdeten Eifer und für die tüchtige Leitung auszusprechen, welche heute den merk­lichen Fortschritt des Vereins in musikalischer Beziehung an den Tag tretten ließ. Bei feinen gediegenen Talenten sehen wir mit den besten Hoffnungen einer fortwährend sich steigernden Hebung des kunstgerechten nationalen Gesanges entgegen womit auch wir Slovenen, der Heimat der Musik, dem Bruderstamme der Böhmen näher gerückt werden. Während der LsLeäa langten Begrüßungs-Telegramme der Slovenen Wiens und Salzburgs ein, welche vorgelesen und mit 81«,va-Nufen aufge­nommen wurden. Nach vollendeter L63säa welche sämmtliche Zuhörer in sehr geho­bene Stimmung versetzte, begann der Tanz und brachte die jüngere Welt in Bewegung. Der Cotillon, bei welchem sehr hübsche Brustbouquets als Damenfpenden vertheilt wurden, war vorzüglich arrangirt. Erst da konnten wir die anwesende Damenwelt in ihrer ganzen Schönheit bewundern und mußten uns gestehen, daß wir einen so reizenden Kranz von lebenden Blumen nicht bald zu sehen bekamen.^. Zu dem war Alles von jener Lust und Heiterkeit erfüllt, die in unserer öitavnioa, in so vorzüglichem Grade, zu finden ist. I n früher Morgenstunde trennte sich die sehr animirte Gesellschaft. «luini 8ttKo1. «Am 2. Februar beging der Turnverein „.luLiii 80K0I" die Geburtstagsfeier des flov. Dichters VuäniK in den Gast­hauslokalitäten der Oitavuioa. Die Stimmung der zahlreich anwesenden Mitglieder war demnach Um so gehobener und wurde es noch mehr durch die Wahl der Programm-Piexen, deren Zusammenstellung dem Hrn. Pour alle Ehre macht. Wie gewöhnlich sang als Einleitung der Mäunerchor die „sokolgka." Neben der an einer dunklen Hinterwand aufgestellten Büste VoäuiK'I trug hierauf der Arrangeur des Abends einen Prolog „ßporniueK VoäniKg," sehr gelungen vor. Das Quartett „OKöntKi," von Gerbez, welches dann gesungen wurde, erntete großen Beifall. I n der dritten Pieye „VoäniKn," Lied von N. ViHiar hatten wir die leider sehr seltene Gelegenheit, in Franz Viäio einen eben so gut geschulten als mit einer klangvollen simpathischen Stimme begabten Bariton zu bewundern. Der stürmische Applaus, der dem Liede folgte so daß dasselbe wiederholt werden mußte, galt sowohl dem Sänger als dem eben anwesenden Com­positeur des trefflichen Liedes. Hierauf kam zum Vortrage die Viografie des Dichters VoäniK mit Zugabe einiger Dichtungen desselben komischen und ernsten Inhaltes. Die Fabel vom fetten deutschen und vom magern slovenische« Rosse enthalt eben soviel Witz als Wahrheit und wurde mit lebhafter Heiterkeit aufgenommen. Nun produzirte sich in bekannter mei­sterhafter Weise Hr. v. Garzarolli ans der Harmonika mit einem von ihm selbst zusammengestellten Quodlibet. Bei jedem einzelnen vorgetragenen Musikstücke wurden schon die Zuhörer zum Beifall hingerissen, bei„Hsj 81o­vaui" aber brach die ganze Gesellschaft in enthusiastische Begeisterung aus. Alles erhob sich von'den Sitzen und wie aus einer Seele wurde das schwungvolle Lied jubelnd zu mehreren Malen abgesungen. Noch nie bis­her hat sich die Liebe zum theuern Vaterlande bei den 8oKo1ci in so ausgezeichneter Weise kund gegeben. Das Quartett „valjo " von Santner erntete ebenfalls reichlichen Beifall, und mußte wiederholt werden, der Chor „Hei ro^alci" von ^eicko endlich, welcher das heutige Programm schloß, wurde mitstürmischen 2ivio8 begleitet. Wir erwähnen noch der im Lause der Unterhaltung gehaltenen kräftigen Ansprache des allverehrten Vereins-Vorstandes, Dr. E. H. Costa, worin er mit kurzen Worten auf die heutige für den Verein so wichtige Feier hingedeutet hat und den hier zum ersten Male anwesenden neu beigetretenen Mitgliedern aus dem Pro­fessionistenstande, zum Schluß aber dem Andenken des unsterblichen Dichters VoäniK herzlich „ua ^äravjL" zurief. Daß diese Begrüßungen in den Herzen aller Anwesenden Wiederklang fanden und mit lebhaften Gegenbe­grüßungen beantwortet wurden, ist selbstverständlich. Mit Begeisterung wurde der Vorschlag aufgenommen, die in Salzburg zur Voäuili-Feier versammelten Slovenen telegrafisch zu begrüßen uud sogleich ausgeführt. — Auch dermalen hat sich bei den Vereinsmitgliedern des ^12111 8o^o1 ein esxrit äs «orp» gezeigt, welcher ihnen die Achtung ihrer schärfsten Gegner abgewinnen muß. Wir wollen wenigstens hoffen, daß Diejenigen, welche so gerne dem Vereine mit eingebildeter Gehässigkeit Böses nach­tragen endlich einmal aufhören werden. Daß man das Gute weder sehen > noch hören will, darin liegt eben der Grund so manchen bedauernswerthen Zerwürfnisses in unserer Stadt. Gerne würden wir noch die Frage be­leuchten warum unter den zahllosen Vereinen, deren Mitglieder in der großen Mehrzahl überall Krainer sind, lediglich der ^n2ui »oliol und die öitavuica,, das Andenken des um unser Vaterland so hochverdienten Voänilc zu feiern für gut finden! Ti c philharmonische Gesellschaft. (Jahresberich t - Schluß). 25. Juni. Die Sänger versammeln sich Mittags am Bahnhofe zum Empfang einiger Triester Sänger, welche auf dem Wege zum Sän­gerfeste nach Klagenfurt Hieher kamen, um sich hier mit der Deputation der Laibacher Sänger zu vereinigen, eine Verstärkung durch mehrere Trie­ster Sänger, welche erst mit dem Nachtzuge Laibach Passiren sollten, hier erwartend. Von den herzlichsten Wünschen und Grüßen der Zurückblei. bendeu geleitet fuhren die Triester und die Laibacher Deputation (4 Mann) nach Klagenfurt. 2. Octob. Am 2. October starb zu Sittich die Gemahlin des Herrn Bczirksvorstchers, Frau Johanna Schrey Edle von Redlwerth, geb. Strangfeld, welche als Mädchen eine der gefeiertsten und hervorragendsten Saugerinen der philharmonischen Gesellschaft war, uud schon als Schü­lerin unter jene Bevorzugten gehörte, welche eine der 8 silbernen Medail­len erhielt, welche für die besten Schüler als Ehrenpreis bestimmt waren. Auch ihr bewahret die Gesellschaft ein dankbares Andenken. 20. Nov. Festmesse der philharmonischen Gesellschaft zu Ehren der heil. Cäcilia in der Domkirche, wobei eine große Vocalmcsse für gemisch­ten Chor von A. Neävsä niit Einlagen von Mozart und Cherubini zur Aufführung kam. 24. Nov. Die philharmonische Gesellschaft erhält von einem un­bekannt bleibenwollenden Freunde der Musik ein Geldgeschenk von 100 fl., welche sofort nutzbringend angelegt werden. , 9. Dez. Coucert zum Besten des Fondes. ^utiZone, nach der griechischen Tragöde von Sophokles mit dem leitenden Gedichte von Chri­stian Kaffncr. Musik von F. Mendelösohn-Bartholdy. Das leitende Ge­dicht wurde aus besonderer Gefälligkeit vom Herrn Ludwig Blach, Mitglied des landschaftlichen Theaters, gesprochen. Correspondenzen. Cilli 3. Februar. ^. Gestern fand in den Lokalitäten der hiesigen OitllVllioa die LLZsä«, zu Ehren VoäniKs Statt. Ein ungewöhnlich zahlreiches Publikum füllte sämmtliche Nänme, besonders viele Gäste aus der Umgegend waren erschienen. Die LLZeäa begann der Männer-Chor der <Ä­tavllioa mit dem VoäniK'schen „Ilirija oÄvhsna". Hierauf hielt Herr Vize­präsident Davorilll'srZtujÄk an die Versammelten eine Ansprache in welcher er hervorhob, daß es Pflicht jeder Nation sei, ihre großen Männer zu ehren, denn dadurch achte sie sich selbst. Stürmische 8Iava- und 2ivio - Rufe unterbrachen wiederholt seine Rede, welche er mit einem Llava auf VoäniK beendete. Hierauf folgte der altczechische Chor „Livali soliovo" welcher mit Präzision vorgetragen stürmischen Beifall erntete. Herr Pirnat de­klamirte „VoäniKu, na Zpomin" von Potoönik, worauf der Sänge» chor „^anl-n noö" von Tribnik vortrugt Nun begann das zweiactige Lust­spiel „/Ivanova NioKa". Alle Darsteller genügten vollkommen Ihren Rollen. Insbesondere aber waren es Herr Ieretin als ^2 « und Frl. Mathilde Hrovatin als ?oäAui'8l:a welche sich durch ihr ausgezeichnetes Spiel, besonders letztere den Beifall des Publikums verdiente. Hierauf wurde „NaplLs" vou Ipavee gesungen, und Frl. Franziska Koöcvar spielte zum Schlüsse am Clavier Variationen über „RaprH 2a8t«,va Llavll" mit solcher Präzision und in so ausgezeichneter Weise, daß ihr nach geendetem Spielestürmische Beifallsrufe zutonten. Auch unser Volks­ dichter, der Müllner Grabiö versetzte die Gesellschaft mit seinem vorge­ tragenen Liede in die heiterste Stimmung. Damit war die Leseäa ge­ endet, und das junge Geschlecht unterhielt sich beim Tanze, während die Aelteren beim gemütlichen Gespräche sich bis spät in die Nacht unterhiel­ ten. Die öitavuica hat hente einen erneuten Beweis gegeben, daß sie ein Verein ist in welchem nicht nur getanzt sondern in welchem auch die slovenische Sprache in Wort und Lied gepflegt wird. Klllinlmrg 4. Ferbruar. W Nachdem iu Ihrem geschätzten Blatte schon zu wiederholten Malen auf die Wichtigkeit der in Aussicht stehenden Gemeindewahlen in unserer Stadt hingewiesen wurde, so erlauben Sie mir auch das sehr erfreuliche Resultat der am 3. d. M . stattgefun­ denen Neuwahl der Gemeindevertretung zu berichten. Es wurden nämlich sämmtliche, in Nr. 10. des „Triglav", benannten, von der nationalen Fortschrittspartei vorgeschlagenen Candidaten, mit Ausnahme eines Einzi­ gen im 1. Wahlkörper gewählt. Der dermalige Amtsleiter des k. k. Be­ zirksamtes Hr. Murgel hielt an die am Wahltage versammelten Wähler des 3. Wahlkörpers eine slovenische Ansprache, in welcher er mit beredten Worten einen Rückblick auf die Geschichte der Stadt Krainburg, dem Sitze der ehmaligen Herzoge von Krain machte, die Wichtigkeit der heu­tigen Wahl hervorhob, sie aufforderte Männer zu wählen, welche das Wohl der Stadt und der Nation stets vor Augen haben werden und mit einem „2ivio " auf Se. Majestät den Kaiser seine vortreffliche Rede schloß. Die Theilnahme an der Wahl von Seite des 3. Wahlkörpers war eine sehr erfreuliche. Am Nachmittage versammelten sich die Wähler des 2. und 1. Wahlkörpers. Nachdem in der am letzen Jänner stattge­fundenen Wählervorversammluug der Beschluß gefaßt wurde, die Mitglie­der der früheren Gemcindevorstehung nicht zu wählen, weil sämmtliche Eomunal-Rechnungen vor dem verflossenen Triennium nicht ge­legt und nicht geprüft wurden und da dieses im ß. 35 der Ge­meindeordnung v. I . 1849 seine Begründung findet, fo glaubte sich den­noch der gewesene Gemeinderath Herr Dr. Pollak veranlaßt, auf das ungesetzliche dieses Beschlusses hinweisen zu sollen, in einem langen Pro­teste die Erklärung abgebend, daß die Rechnungen zwar gelegt, nur (frei­lich eine winzige Kleinigkeit!) nicht vom Ausschusse geprüft seien, weil mittlerweile keine (!!) Sitzung stattgefunden hätte und daß ferner die neue Stadtrepräfentanz die Mitwirkung fo ehrenwerther Mitglieder der früheren Gemeindevorstehung (der Herr Doctor vergaß ganz auf den „Trommelschlag", welcher bereits dem städtischen Rathhause bevorstand) auch ferner nicht leicht werde entbehren können. Er selbst lehnte jede Wiederwahl in Vorhinein ab. Da jedoch bei der genauen Besichtigung der Rechnungen für die Jahre 1862, 63, 64, durch den Rcgierungs- Commissär, weder ein Datum noch die Nameusunterschrift irgend eines Mitgliedes der früheren Gemeindevorstehung entdeckt werden konnte, so wurde dieses vom Vertreter der k. k. Bezirtsbchörde als Gegeneinrede im Protokolle constatirt. Die Erzählung des Herrn Doctors dürfte hinläng­lich die Lauigteit der früheren Gemeinderepräsentanz kennzeichnen und so­hin wohl keinen Schmerzensschrei der Bürger unserer Stadt auspressen wenn die Männer von früher nicht wiedergewählt worden. — Hierauf folgte die Wahl und, wie ich schon im Anfange berichtete, wurden sämmtliche Candidaten der Fortschrittspartei, mit Ausnahme eines Einzigen, gewählt. Die Wahl des Bürgermeisters dürfte bereits in der nächsten Woche stattfinden und es steht zu erwarten, daß, da die Bürger Krainburgs dermale» einen so regen Sinn für ein wohlgeordnetes Genieindeleben kund­gegeben haben, auch die neu erwählten Ausschüsse in richtiger Würdigung den Mann finden werden, dessen Eigenschaften uns Bürge sein können für das Gedeihen unserer städtischen Interessen. Lokales und Provinziales —> Programm der nächsten Gemeinderathssitzung am Donnerstag 9. Februar 5 Uhr Nachmittag. 1. Protokolslesung; 2. Interpellationen; 3. Vorträge der Finanzsection a) über die Stadtcasse°Rechmmg pro 1861; K) wegen des Verkaufs der der Stadt gehörigen Staatspapicre; o) wegen Ausschreibung der Marktcommissärsstelle; 6) über das Gesuch des Wasen­meisters um eine Remuneration; e) wegen Vermiethung des ebenerdigen Locales im Magistrate; k) wegen Pauschirung des Schmier- und Brenn­materials bei derThurmuhr; A) über die Druckkosten-Nechnung pro 1864. 4. Vorträge der Bausection «,) über die Vaurechnung des Jakob 8upü,uöiö; d) des Karl Schmutz; o) wegen Ausfolgung einer Caution an Peterza; ä) über ein Offert für Lieferung der Pflastersteine; o) über die Rechnung für Conservationsbauten in der Wohnung des Bürgermeisters; l) über die Vaurechnung des Neman und Peterza; g') wegen Sicherstellung der Bau­holzlieferung; K) über die Rechnung des Anstreichers für die Sternallce; i) über die Rechnung für Tischlerarbeiten in der Oberrealschule. Geheime Sitzung : (Personalangelegenheiten). — Der Rechnungsabschluß des histor. Vereins für Krain pro 1864, welcher mit den geringen Beiträgen seiner Mitglieder mühsam seine Existenz fristet, zeigt, daß 52 auswärtige Mitglieder mit ihren Jahresbeiträgen noch im Ausstande haften, was Wohl nur einem Uebersehen oder der Ver­geßlichkeit zuzuschreiben ist, weil es sich eben um ganz kleine Geldbeträge handelt. — Dr. Ra^lag ist dem neugegründetensteiermärkischen Kunst­vereine als Mitglied beigetreten. — Herr I . C. Suppan , Buchhändler in Agram ist gestorben. — Die Gemeinde Semitsch in Unterkam (Bez. Möttling) er­hielt die Konzession zur Abhaltung eines Wochenmarktes. — I m Monate Jänner 1865 sind folgende lokalpolizeiliche Amts­handlungen vorgenommen worden: Brotbäckereien Revision 2, Fleischnach­wägungen 7, Schlllchtlokalitäten Revision 2, Milchproben 2, Fleischkon­fiskationen 1 , konfiscirte Wagen und Maße 1 , Anstände wegen Stand--Aufstellung 4, Uebertrctungen der Sanitspolizei 2, Passagestörungen 1, Uebertretungcn der Reinlichkeitsvorschriften 1. — I n Graz kam den 1. d. M. am Thalia-Theater eine „Fa­schings-Vurleske" von Siroudin (?) und Moinaup (?) unter dem Titel: „Herr v. Zuckerl Vater und Sohn" zur Aufführung, in welcher „Herr v. Zuckerl, ein reicher Gotschewer und Hector sein Sohn" mistifizirt wer­den, indem man ihnen weiß macht, daß sie sich in Venedig befinden, während sie in Graz sind, wo ihnen die landschaftliche Reitschule als der Dogcnpalast, die Schlögelbrücke als die Seufzerbrücke und der Hilmer­teich als das Meer gezeigt wird, was sie mit naiver Gutmüthigkeit für wahr annehmen. Warum zu einem so albernen Possenspiele eben zwei Gotschewer herhalten müssen, wissen die Götter. (Vllllchronik.) Am Sonntag (5. d. M.) fand in der öitavuiciÄ ein schöner sehr besuchter Ball Statt, der sich an die Lsssäa, zu Ehren Vuänik8 anschloß. (Sieh den Artikel hierüber unter den Vereinen). — Die am 5. d. M . in der Schieß statte abgehaltene Tanz­unterhaltung mit Spiel war ziemlich gut besucht, und recht animirt. , — I n der Nacht von gestern auf heute war Ball beim Herrn Landeshauptmann Baron Eodelli ; wie immer auch dießmal sehr elegant. Erinnerungstafel (aus dem Iutelligenzblatte der Laibacher Zeitung). ' Am 1t). Februar 2. exek. Feilbietung der dem Johann Ieruz von St. Kanzian gehörigen Hubrealitat; Schatzwert 1170 fl. (Bez. G. Nassenfuß). Am 1(). Februar 3. exek. Feilbietung in der Exekutionssache gegen Mathias Widrich von Rakek (sieh Edikt von 3. Sept. 1864.) (Bez. A. Planina). Am IN. Februar 2. exek. Feibietung der dem Michael Novllk von Grafenbrunn gehörigen '/^ Hubrealitat; Schätzwert 850 fl. (Bez. A.Feistritz). Am 10. Februar 3. exek. Feilbietung der dem Bartholmä Sottler von Brunik gehörigen Realität (sieh Edikt vom 26. Sept. 1864) (Bez. A. Razhach). Am 10. Februar 2. exek. Feilbietung der dem Michael Machue von Grahovo gehörigen Realität; Schätzwert 1350 fl. (Bez. A. Planina). Am 19. Februar 1. exek. Feilbietung der dem Johann Stcrk von Bretterdorf gehörigen Realität; Schätzwert 162 fl. (Bez. Ä. Tschernembl). Am 19. Februar 1. exek. Feilbietung der dem Josef Germ vulAO Kovazh von Sagoriza gehörigen Hubrealität; Schätzwert 772 fl. (Bez. A. Großlaschitsch). Am 19. FeblUllr 2. exek. Feilbietung der dem Georg Nagode von Planina gehörigen Realitäten (sieh Edikt vom 2. Juli 1864) (Bez. A. Planina). Am 19. Februar 1. exek. Feilbietung der der Mathias Debeuz'schen Verlaßmasse gehörigen Realität; Schätzwert 1473 fl. (Bez. A. Senoschetsch). Am 19. Februar 1. exek. Feilbietung der der Joses« Sotlar von Senoschetsch gehörigen Realität; Schätzwert 4220 fl. (Bez. A. Senoschetsch). Am 11. Februar 2. exek. Feilbietnng der dem Anton ^LI'26 von Kleinlack gehörigen Realität; Schätzwert 1271 fl. 60 kr. (Bez. A. Reifnitz). Am 11. Februar 3. exek. Feilbietung der dem Jakob Nagode von Kauze gehörigen Realität (sieh vom 8. Aug. 1864) (Bez. A. Planina). Am 11. Februar 1. exek. Feilbietung der dem Georg Stefanz von Stefanze gehörigen Weingartensrealität; Schätzwert 175 fl. (Bez. A. Tschernembl). Am 11. Februar 1. exek. Feilbietung der dem Anton Glinschek in Plesche gehörigen Realität; Schätzwert 631 fl, (städt. del. Bez. G. Laibach). Am 11. Februar 3. exek. Feilbietung der dem Franz Glina von Saav gehörigen Realität; Schatzwert 2338 fl. 80 tr. (städt. del. Bez. G> Laibach). Am 11. FeblUllr 2. exek. Feilbietnng der dem Josef Fisti von-Hrastje gehörigen Hubrealität; Schätzwert 2182 fl. (Bez. A. Krainburg). Am 11. Februar 3. exek. Feilbietnng der dem Johann Turk von Sibersche gehörigen Realität; Schätzwert 3131 fl. (Ncassumirung) (Bez. A. Oberlaibach). Am II . Februar 2. exek. Feilbietnng der dem Mathias Kerschizh von Zirknitz gehörigen Realität; Schätzwert 1350 fl.; (Bez. A. Planina). Am 1l. Februar 2. exek. Feilbietnng der den minderj. Josef Se- ver'schen Kindern gehörigen Realität; Schätzwert 1280 fl. und 400 fl, (städt. del. Bez. G. Laibach). Am II . Februar 3. exet. Feilbietnng der dem Johann Kozmur von Brunndorf gehörigen Realität (sich Editt vom 29. Oct. 1864) (städt. del. Bez. G. Laibach). Am ll . Februar 1. exek. Feilbictung der dem Franz Banizl) von H6rvM:i-Brod gehörigen Realität; Schätzwert 1309 fl. (Bez. A. Gurkfeld). Am I I. Februar 1. exek. Feilbietung der dem Lukas Gorjanz von Hrenoviz gehörigen Realitäten; Schätzwert 1853 fl. 80 kr. (Bez. A. Se­ noschetsch). Am 11. Februar 3. exek. Feilbietung der dem Anton Seherza von Landol gehörigen Realität; Schätzwert 1475 fl. (Bez. A. Senoschetsch). Am I I. uud 13. Februar Versteigerung von Fahrnissen des verst. Mahl- und Sägemüllers Josef Mau in Töplitz Pfarre Sagor (Bez. A. Littai). Am 13. Februar 1. exek. Feilbietung der dem Jakob Pauzhizh von Kleinubelsko gehörigen Realitäten; Schätzwert 1566 fl. (Bez. A. Se­ noschetsch). Am 13. Februar 1. Wek. Feilbietnng der dem Blas Schwieget von Senoschetsch gehörigen Realitäten; Schätzwert 2770 fl. (Bez. A. Senoschetsch). (Ziehung der 1880ger Lose,) Vei der am 1. Februar vorgenommenen Zie­hung wurden folgende Serie« gehoben: 82 252 435 576 896 808 1U65 1214 1282 2818 301l 369? 4490 5253 5887 8289 8330 8419 890« 7046 7273 8327 83Ll 8386 10030 10319 10434 11088 11123 11354 11588 120U5 12118 12200 12727 12980 13234 13282 13858 14040 1438? 14825 14861 14719 1478? 15044 15776 16142 16298 16609 17283 17360 17899 1837l 16978. Getraute. Stlldtpfanlirche zu St. Illlob. Am 5. Febr. Anna Molar mit Simon Tscherne, Gaslampenanzünder. Pfarre Maria Berliindignng. Am 5. Februar. Barbara <3sl»aK, Hüblers­ tochter von St. Peter bei Königsberg in Steiermark, mit Johann Bisil, Tischler­ gesellen aus der Pfarre Morüutsch — Theresia Sadnifar mit Kaspar Urdallöiö, Greis­ ler »on Dobrova. — Am 6. Febr. Rosalia Kalöis, ans Kärnten mit Ludwig P»­ prian, Heitzer bei der Eisenbahn aus Toggenburg iu Kärute» geb. Pfarre Tirnail. Barbara Sadnitar mit Mathias Rosmann, '/. a«8tr. . . 189.2« 190.30 Wechsel auf London 113 10 1,3.25 1I2.5N 112.8« 112.5« Silber 112.80 113.-112.25 112.50 1!2.— Nr. 770. 1—1. Kundmachung. Donnerstag am 9. d. M . Vormittag um 10 Uhr wird hicramts die Lizitation zur mehrjährigen Vermiethung der drei zur Bewohnung ge­eigneten städtischen Hütten am hiesigen Iahrmarktplatze Nr. 6, 7 und 8 abgehalten werden. StadlMllgistrat Laibach am 3. Februar 1865.