Lettow-VorbrS. Marburg, 7. März. Graf Lcttow-Vorüeck trifft voraussichtlich in wenigen Tagen mit dem letzten Rest feiner Getreuen in Deutschland ein und soll in Berlin in feierlicher Weise empfangen werden. Man kann sich wohl den Jubel nicht auSdenken, mit dem diese Helden nach fünfjähriger Abwesenheit den Heimatskoden wieder betreten, unbesiegt nach fünf Jahren, in denen kein Hoffnungsschimmer ihnen ihr Durchhalten erleichtert, kein Brief aus der Heimat ihnen Kunde von ihren Lieben gegeben hat. In dieser Zeit, in der man gewohnt ist, einstens hochgeachtete Persönlichkeiten in der Dresse und in Versammlungen auf gemeinste Weise verunglimpft zu sehen, in einer Zeit, in der man in Berlin in kommunistischen Versammlungen von einer Verurteilung Hindenburgs und Ludendorsss spricht, muß Man fast zweifeln, ob ihnen der Empfang zuteil wird, der den dcutschostafrikanischen Helden gebührt. Die übermenschlichen Leistungen in diesem Kriege vertragen kaum einen Vergleich und man ist sich angesichts der nach Lausenden zählenden Dokumente heldenhaften Ausharrens bis in den Tod sonst im Zweifel, wem man den Lorbeer des höchsten Ruhmes weihen soll; aber was die deutsche Schutztruppe in viereinhalbjährigem Kampfe gegen eine erdrückende feindliche liebermacht m den klimatisch entsetzlichen Gebieten Ost-yfrikas geleistet hat, das ist nicht nur von Volksgenossen, das ist auch von den Feinden als höchste militärische Leistung in diesem Kriege anerkannt worden. Der englische General, dem Graf Lettow-Vorbeck, nachdem er am 1l. November von der Unterzeichnung des Waffenstillstandes Kenntnis erhalten hatte, seine Truppe übergab, ließ zur Ehrung den deutschen Offizieren und der Mannschaft die Waffen und gab in kurzen Worten der hohen Anerkennung Ausdruck, die auch er, die jeder, ob Freund oder Feind, vor den heldenhaften Leistungen der deutschen Schutztruppen empfindet. Was Lettow und seine Getreuen selbst über die Helden von Kiautschau, über die Matrosen des „Grafen Spauu" hinaushebt ist, daß er genau so sicher den Untergang vor Augen, ausgehalten hat, nicht wie sie, bis in den Tod, sondern bis ans glückliche Ende. Glückliche Ende? Das dies Ende so aussah, daß sie nicht, wie sie wohl oft geträumt und fichs verdient haben, in ein siegreiches Vaterland zurückkehren, mutz für sic doppelt hart sein. Darum wollen wir auch in dieser Zeit mit allen, die bezüglich ihrer Moral noch nicht umgelernt haben, hoffen, daß ihnen auch dieses Vaterland ihre unendlichen Mühen und Kämpfe mit einem Einzug lohnt, der ihnen die heilige Freude ber Heimkehr versüßt, daß es ihnen die hohe Anerkennung nicht versagt, die der feindliche, englische General ihnen nicht versagen konnte. Sine internationale Bolsche-wiftenkonferenz geplant. (Drahtbericht der „M ar b u rg er Z ei tu n g".) Paris, 7. WSrZ. (Aeber Genf.) Die BslschevMen planen Sie Einberufung ihrer Gekivrmngsgenvsfev in Lsr ganzen We l zu einer ünlernatton-rlen Konferenz, UM auf Sisfe Weise die allgemeine Revolulw« zu beschleunigen und den Völkerbund zu vereilelv. Energische Maßnahmen gegen öen Bolschewismus. (Drahtbericht der »Marburger Zeitung".) Volk erd am» 7 März» „Daily Mall" kündigt neuerlich an, Satz die Valente geMeinfchafMch überaus energische Maßnahme» gegen die bolfcheWiftifche und a»archift!fche Bewegung ergreifen wird. Dwhmöee Generalstreik in Spanien? (Drahtberichi der »Marburger Zeitung".) Genf» 7. März. Dem Büro „Europe Preß" wird gemeldet: In Spanien ist der Generalstreik für den IS. März angefagt. , Die Lage in Berlin. Im allgemeinen ruhig. (Drahkbertcht der »Marburger Zeitung".) Berlin, 7. MSrz. Die tzruttge Nacht -st in Berlin im a!l-gemeinen ruhiger verlaufen, aber es entsteh! Sie bange Frage» ob der militärifche Erfolg der Regierung auch wirklich einen effektiven Gewinn bedeutet und ob er insbesondere zur Dei^ legung dieses Streikes führen wird. Darüber gehen nun öle Meinungen weit auseinander. Die «mere Stadt fast durchwegs gesäubert. KB. Berlin, 6. März. Durch einen umfassenden Angriff der Regierungstruppen ist die innere Stadt, die von den Spartacisten besetzt war, genommen. Die verschiedenen Gebäude, wie Schulen und dergleichen, in denen sich die Spartacisten singenistet hatten, sind^ b e.i n a h e durchwegs von den Trüppeir der Gardetavallerieschützendivision besetzt worden. Es müssen nur noch einzelne Spartacistcnnestsr auSgehoben werden. Die Verluste der Regierungstruppen gering. KB. Berlin, 6. März, 7 Uhr' 3kl Min. abends. Die Wehrkümpfe im Stadtinnern sind abgeschlossen. Auf Amte der Re-gierungStruppen sind verhältnismäßig geringe Verluste zu verzeichnen, besonders guS dem Grunde, weil von der Infanterie wenig Gebrauch gemacht wurde und vor allem Artillerie, Minenwsrfer und hauptsächlich Maschinengewehre zur Verwendung gekommen sind. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Säuberung des Alexe, nderplatzeS. KB. Berlin, S. März, kl Uhr abends- Wie von zuständiger Sette mitgeteilt wirk, befindet sich da? Polizeipräsidium restlos in den Händen der Regierungstruppsn. Der Alexanderplatz und seine gesamte Umgebung sind vollständig von den Aufständischen gesäubert worden. Weitere DerkchrSeinschränkungen. KB. Berlin, 7. März. Die Verkehrsschwierigkeiten haben eine neuerliche Steigerung erfahren, da von heute morgen? an der Verkehr der Varortezüge au? SicherungS-gründen eingestellt worden ist. Gnglanb. Die militärischen'Unruhen in England. Budapest, 7. März. Wie Ihr Korrespondent auS unparteiischer englischer Quelle erfährt, haben in England große militärische Unruhen stattgefundcn, die gleich »ach Beendigung der Feindseligkeiten be- gonnen und sich immer mehr verstärkt haben. Die Soldaten forderten die sofortige Demobilisierung. Im Militärhafen Folkeitone kam e? zu großen Meutereien. Die Meuterer haben einige Tage hindurch die Ausfahrt der Transportschiffe nach dem Orient und dem Kontinent verhindert. NWinWZMÄ Die Demobilisierung der englische« Armee, Rotterdam, 7. März. Bisher sind nach Londoner Meldungen in der englisches Armee rund 40.000 Offiziere und mehr als' anderthalb Millionen Mann demobilisiert. Bef-eWgte Staaten. Die Todesopfer des Weltkrieges. Washington, 5. März. (Funkspruch det Tel.-Korr.-Büros.) Die Schlachtfeldverluste der dreizehn am Weltkriege beteiligten Staaten betrugen zufolge der von General Marsh, Generalstabschef des amerikanischen Heeres^ zusammsngsstellten und publizierten Listen insgesamt 7,364.006 Mann. Diesg Ziffern beziehen sich nur auf die während der Aktionen Getöteten und jene, welche infolge der erlittenen Verwundungen gestorben sind Die Verluste der einzelnen Staaten betrugen: Rußland 1,766.066 Mann, Deutschland 1,666.666 Mann, Frankreich 1,365.666 Mann, Oesterrsich-Ungarn 866.666 Mann, England 766.666 Mann, Italien 456.666 Mann, Türkei 956.666 Mann, Belgien 168.006 Mann, Bulgarien 166.666 Mann, Rumänien 166.006 Mann, Serbien und Montenegro 166.666 Mann, Amerika 50.666 Mann. Italien. Eine Umsturzüewcgungh Die „München » Augsburger Abends zeitung" meldet aus Lugano: AuS Rom wird berichtet: Ein Kabinettsrat beschäftigte sich mit der Zunahme der Umsturz-Lew s g u n g. Die Regierung verhehlt sich nicht, daß die Situation bedenklich ist. Sie macht sich auch keine Illusionen über die Stimmung des Militärs. ES muß mit der Möglichkeit eines Kabinettswechsels' gerechnet werden. Das Ziel der Bewegung ist die Errichtung einer Republik. Zurückziehung der amerikanischen Truppen von der Adriaküste. Gens, 5. März. In der Pariser amerikanischen Kolonie verlautet, daß da-s amerikanische Regiment aus Fiume und die übrigen drei amerikanischen Regimenter vop der adriatischen Küste zurückgezogen werden, da die amerikanischen Soldaten keinesfalls in Zusammenstöße zwischen den Italienern und den Jugoslawen verwickelt werden sollen. Schweiz. Feststellung des österreichisch - ungarischen BanknotenbestandeS in der Schweiz. KB. Bern, 6. März. (Schweizer Agentur.) Der Bundesrat hat eine Enguete zur Feststellung des Banknotenbestandes auS den Ländern der ehemaligen österreichisch-ungari« scheu Monorchie zwecks Geltendmachung der Rechte ihrer Besitzer angeordnet. Grotzdeutfche Republik. Auslieferung des Restes der Handelsflotte. Weimar, 3. März. Seit halb 18 Uhr vor. mittags sind im großen Ausschußsaal der Nationalversammlung sämtlich« in Weimar anwesenden R e i ch s m i n i st e r, die preußischen Minister, die deutsche Waffenstillstandskommission und zwölf bis fünfzehn Vertreter der deutschen Seeschiffahrt zu einer dringlichen Beratung versammelt, die ein von Marschall Foch eingegangcneS Telegramm zum Gegenstände hat. Es wird darin nichts weniger gesordert als die sofortige Auslieferung de-Z gesamten Restes der deutschen Handelsflotte, ohne Rücksicht auf die Lebensmittelversorgung Deutschlands. Die Frage ist »msv dringlicher, ai« die deutschen SchrutleltunK» Vervaltnng, Vuchdrmkvrat Marvur, a. Lrou, 4. Srruspr-cher Nr. St. » » »preis»» «bholrn monatlich «. 4-—, virrteki. L4L-- Lustellr» . . 4-ii«, , Durch Post . . 4^0. . . iit-ü» Einzeln»,nun» j» H-ller. Nnzelgenannaftme: An MarSnr, Dr.: Sri der iöerm-Ilung, «. L-lisl» Mit L. Platzer. In Graz: «ei I. Si-nre,^. kackg-i,-. — Magensurt: Bei Sooa'tz illachs». Lschamr, — Ja Men; Bei allen AnzeijeuaanechmesiÄr». VsrtchlelbsteNen - In Braz, »la«enft»rt, «8-. Pettau. Seidnitz, RadlertzSura, Praaer!«0 Mur-ck, Wildon, W..geistritz, «ami, NopiNch" kau-rd-uun. Windilch^raz. «pi-^ld. «W- Mur-ck. Wildon. W-.g-istritz, «am,, «o»uich-kanertzrunn. Windi,F«ra». «nie^ld. «W-haujen, ktratz, Unter.Dranbnr^ vleibar»-Lölkermarkt, PSltschach, Friedau, Satt»»' bera. Deutsch-SandSberg, EMawai» Etainz. SchSnstein. WSllaa, Marburg, Samstag den 8. März 1919 89. Jahrg. Mr. 24 Ms. Märbürger Zeitung. M. 31. — 8. Marz 191S. heute »ach mittags deutsche» Antwort Vertreter genötigt sind, zur Uebetbringung der nach Spaa abzufahren. Die Bersorgnng Deutschlands. Basel, 5. März. Die Wirtschaftskommission der Alliierten hat, wie die „Daily , News" meldet, in letzter Stunde dein Zehner- j " » mm > g rat die kategorische Forderung nach sofort!- ^n r g e r a u s ger Aufhebung der Blockade vorgelegt. Dos Verlangen wird mit dem Bericht der britischen Offizierskommission, die Deutschland bereist hat, begründet. Die „Daily News" bemerkt hierzu, inan könne hinsichtlich dieses Vorschlages nur einer Meinung sein;'es Die Strciklaqe in Leipzig. KB. Leipzig, 7. März. Die Streiklage ist unverändert, doch macht sich eine starke Strömung für dir Beendig u n g des Generalstreiks bemerkbar. In der gestrigen Sitzung des Leipziger Bürgerausschusses wurde der Beschluß gefaßt, den g c r a n s ft a n d tatkräftig sortzn-irtzen. Dom tschechischen Staat. Ein unliebsamer Irrtum. KB. Prag, 6. Mürz. Das heutige Amtsblatt meldet zur Anhaltung des deutschöstcr- handl? sich nur darum, zu misten, ob cs reichischen Konsularosfizials W o r c l, daß er zurzeit noch früh genug oder bereits zu spät! angeblich Wertpapiere aus Wien nach Prag sei, um die Lage zu retten. Auch die übrigen Londoner Blätter befassen sich mit der inneren Lage Deutschlands und verlangen ebenfalls die unverzügliche Aufhebung der Blockade. Die elsaß-lothringische Abordnung in l Weimar. Weimar, 5. März. Die elsaß-lothringische Abordnung in Weimar hat an den Präsiden-' ^saßt, gegen fen der Nationalversammlung eine Erklärung gerichtet, in der sie mit dem Aus- druck des Bedauerns, daß die Elsaß-Lothrin-m ^ ger nicht in der Nationalversammlung i"-^ gelassen wurden, zugleich den Dank dafür cmsspricht, daß die Nationalversammlung im übrigen für die Interessen Elsaß-Lothringens und der verschiedenen Elsaß-Lothringer ° «ingetreten sei. einmal die mit den Zusagen des an ge! schmuggeln wollte. Wie die fünfte Abteilung der Militnrpolizei mittcilt, handelt es sich um einen unliebsamen Irrtum. Tie Sozialdemokraten Deutschbähmens. KB. Prag, 6. März. Das „Prager Tagblatt" meldet aus T e p l i tz: Die Landes-Parteileitnng der Sozialdemokraten Deutschböhmens Hot in ihrer heutigen Sitzung den die Gewalttaten des tschechischen Militärs P r o t ? st zu erheben und diesen Protest sowohl der Machtetonfe- Rollec — Präsident des Obersten Gerichts. Hofes. KB. Wien, 7. März. („Wiener Zeitung".) Das Staatsratdirtzktorium hat mit Beschluß vom 3. März d. I. den bisherigen Staatssekretär für Justiz Dr. Julius Roller zum Präsidenten des dsutschösterreichiscken Obersten Gerichtshofes ernannt. Die Banknotenabstemprlnug. KB. Wien, 7. Die „Wiener Z Zsr- Paris als auch den Vertretern des vorzulegen. Die Lan-i des-Partcileitung faßte ferner einen Beschluß, sofort die nötigen Schritte einzuleiten, um die Hinterbliebenen der Märzgefallenen ^ , materiell sicherznstellen und dafür zu sargen, D.e Eingabe ,ch-lder noch ^tzt v-» Zusagen des Wilson- - Gemeindewahlordnung in Wien. Wir», 6. März. Der Wiener Ge- Prograinmctz in, - Widerspruch stehenden Handlungen Frankreichs in Elsaß-Lothringen und bermsprnchk, daß das Selbstbestimmuugs-recht auch aus Elsaß-Lothringen Anwendung findet. Ferner hat die Abordnung in einer Eingabe gebeten, die neue Abteilung für Elfaß-Lothringen im Reichsministerium des Innern organisch mit den schon bestehenden Hilfsstellen für die Reichslande zu verbinden. Sie schlägt vor, einen aus etwa 15 Mitgliedern bestehenden Beirat dieser Abteilung zur Seite zu stellen, für die Leitung Doktor " Schwand er zu gewinnen , und als Ber-, trauensmänner der drei Mchrheitspnrieicn her Nationalversammlung die Herren Bohle, Professor Ehrhard und Gilg zu berufen. Verhaftung des Redakteurs der „Roten Fahne". Berlin, 5. März. Gestern vormittags ist «er Redakteur der „Roten Fahne", Doktor M a i e r, durch Regierungstruppen verhaftet worden. Verhandlungen mit den Polen in Blomberg. , Am Montag haben in Bromberg auf Ber-anläfsung des französischen Generals Dnpont Verchandliingen zwischen den Deutschen und xm Polen über eine Verbesserung der Be r k e h r s v c r h äl t n is se im Oste n und eine den deutschen Verhältnissen besser Rechnung tragende Ausführung der Wafsenstillstandsbedingungen begonnen. An ihnen nimmt auf deutscher Seite unter anderen der der Waffenstillstandtzkommission gls' Spezialist für die Ostfragen boigegebene Zentrumsabgeordnete Freiherr v. Rechenberg teil. Die Todesopfer des Streiks. KB. Prag, 7. März. Das „Prager Tagblatt" meldet aus Teplitz, daß die Zahl der Todesopfer in ganz Deptschböhnken bis her 30 Personen beträgt Dir Todesopfer von Käadrn. - KB. Kaaden, 6. März. Heute starben INI Hiesigeck Krankenhause wieder einige der bei drin Kaadencr Blutbad schwer verwundeten Personen, so daß die Zahl der' Todesopfer von Kaaden ans SO gestiegen ist. Deutschösterreich. Dir Rechtsverwahrung der Tiroler Klerikalen. Die Tiroler christlichsoziale Partei übergab vor Eintritt in die Nationalversammlung folgende Rechtsverwahruug: „Die Mitglieder der konstituierenden Nationalversammlung aus Tirol sind der unerschütter-tuyen Rechtsuberzeugung, daß auf Grund des wiedererlangten freien Selbstbestim-mungsrechtes des Landes Tirol und kraft der geschichtlichen Rechtsentwicklung wie auch traft der fortdauernden Geltung der Tiroler Landesordnung vom W. Februar 1861 nur e-in sreigewählter Tiroler Landtag berufen ist, souverän über die weitere staatsrechtliche Zukunft des Landes zu entscheiden. Solange eine solche Entscheidung nicht erfolgt ist, können die Tiroler Abgeordneten der Katholischen Bolkspartei nur unter Vorbehalt und unter Anfrechterhaltung'ihrer grundsätzlichen Stellung an den Verhandlungen der Natio-naIv crsammlnng teilnchme-n." tung" veröffentlicht eine Kundmachung des Staatsamtes der Finanzen über die K e n n-zeichn u n g der für den Umlauf in Dentsch-österreich bestimmten Banknoten. Durch ein von der Regierung der Nationalversammlung vorzulegendps. Gesetz 'st bestimmt worden, daß nach Ablauf der für die Kennzeichnung der Noten festgesetzten Frist nur mehr die in der bezeichnet-!!! Weise deutschösterreichisch ^stempelten Noten als gesetzliches Zahlungsmittel Geltung haben werden. Als Frist für die Kennzeichnung der Banknoten wird die Zeit vom 12, bi? 24. März fest-gesetzt. Tic neue KB. meinderat hat heule ch'" neue Genre i n d e w n h l o r d n u n g und die A e n-d e r u n g de s G e 'm e i n d e st atut s beraten. Aus dem Referat de- Gemeiudera're Kienböck schriftlichfozial) sei hervor-gehoben, daß die Vahlkvrper dir bisherigen Wahlordnung entsäklek und daß die Watzi-s'flicht sowie'dic Wahllisteukoppcluug fallen-gelassen werden, letztere mit Rücksicht auf die bei den Rahlen der Nationalversammlung gemachten Erfahrungen'.' Die Mandatsdauer ist mit s »ms J'o hre n bemessen. In das lsienieindestatut ivird ein Passus, betreffend die deutsche Sprache als ausschließliche Verhandlungsspräche, ausgenommen. Bei der Abstimmung wurden, alle Abänderungs-anlräge abge lehnt und nur ein Antrag Sedlaks, bezüglich der Betonung , des deutschen Charakters der Stadt Wien im Gelöbnis, a n g e n o m m e ». Hieraus gelangte die gesäurte Vorlage zur Annahme. Die Fahrt des Marine-lustschlffes „L ^9" nach Vfrika. In diesen Tagen, wo ganz Deutschland den tapferen, unbesiegten 'Verteidiger Ost-arrikas, General v. Letlow-Borbeck, und seine .Heldenschar i-n der Heimat willkommen heißt, ' wird Näheres über die A s r i kafa h r t ' des Märineluftschisfcs „L 59" besannt, das der Schutztrnppe in Ost-afrita im November 1917 Munition, 'Arzneimittel sowie einige Personalverstärknng bringen sollte, jedoch wegen der nach gerade ein-trsfsenden Nachrichten hoffnungslos erscheinenden militärischen Lage im Schutzgebiete zurückg e r ufen wurde, als es auf der Höhe von C hart u m in Oberägypten stand. llnter Führung des Kapitänleutnants Bockhold stieg L 59" am 21. November morgens in Jambul bei Burgas (Bulgarien) mit einer Besatzung von S2 Köpfen auf. Die Fahrt ging über Adrianopel und Smyrna, das bei Dunkelheit überflogen wurde, nach der Ostspitze Kretas. Die Insel wurde gegen 10 Uhr abends erreicht. Am SS. November 5 Uhr morgens überfuhr das Schiff die afrikanische Küste östlich von Solum und nahm Kurs auf die Oase Farapha. Dabei herrschten in 1000 Meter Höhe derartige Bertikalböen, daß bei mehreren Leuten See-krankhmtserscheinungen auftraten. Es wurde dann bis 9 Uhr 30 Min. abends der N i l angesteuert. Die Steuerung durch die Wüste erfolgte bei Tag und Nacht nach den Gestirnen. ebenso wie bei Schissen auf hoher See. Nachmittags war wegen Bruches eines Maschinenteiles der »ordere Motor vollkommen ausgefallen, der Schaden wurde jedoch wieder beseitigt. Als das Niltal erreicht war, stieg bei stärker werdendem Monsun, feuchtem Nord-ogrnnd und dunstiger schwüler Luit die Außentemperatur schnell bis aus 25 Grad Celsius. Zu dieser Zeit siel — wohl infolge der Hitze über dem Nsttal -W das in 950 Meter Höhe. fahrende Schiff »läßlich stark durch und konnte nur dyxch Abwurf von Wasser und Munition zum Suchen gebrasst' werden, so daß noch eben das Ausstößen auf eme Bergspitze vermieden wurde. diesem Augenblick erreichte das «chisf der Befe H s z ^ r R n ck k e h r. bst es um 2 Uhr uO Min. nochmittags am SS. November autrrt. Dem Kommandanten ist dm . .lu-.'tühruug dieses Befehls schwer geworden, -wer doch dir Fa brr bis dahin jo glatt v?.r-lauien, daß er die feste Zuversicht gehabt batte, seine Aufgabe in vstr Tagen phu-Störung lösen zu können. .B.-nzin und -Wasser waren noch reichlich gM-muden.'Di-Besatzung halte trotz der großen Anstrengung ohne Bedeuten noch zwei Tage drrrchäallea können. Die Verpflegung' brschnd' aus'Ko-loritkonsewen, Dauerschinken und M.uer-wurst mit Fvischbrot und Butter: Als Schlaf-, gelegenhyit dienten Nehhöngcinätten. Eine wirkliche Ruht war, indessen nicht möglich, da die Sponndrähte und die klappernde Aiißimhülle dauernd störten. Nackst vierstündiger Wache in der Wüste befiel die Leute, die die Seiten- und Höhenstemr bedienten, ein starkes Flimmern der Augen und Kopfschmerz. Es wurde Wache gegangen wie auf den Kriegsschiffen, vier um vier Stunden. Aus der Rückfahrt, wo am 24. um 3 Uhr nachmittags die.afrikanische Küste bei Solum überschritt«-« wurde, herrschte in dem Luftschiff eine Trübhaustemperatur von 28 Grad Celsius, die in der Nacht aus 10 Grad Celsius siel, so daß viele Leute bei der Landung stark erkältet waren und Fiebererfcheinurrgen batten. Der Rückweg über Kleinasien brächte noch heftige Kämpfe mit böigen Bergwinden, bis am 25. November um 7 Uhr 30 Min. morgens die Landung in Jambul erfolgen konnte. , „L 59" hatte im ganzen 6755 Kilometer, das heißt mebr als die bis zum beabsichtigtest Landeplatz in Ostasrika in Rechnung gestellt^ Strecke in 95 Stunde» zurückgelcgt und verfügte bei der Landung noch über einen Be-triebsvorrat für zweieinhalb Tage. Aller ^ Wahrscheinlichkeit nach wäre es, wenn nicht Liebe erweckt Liebe. S»Vnakvman von K. «ourths-Mahlcr. t'iHI (Unberechtigter Nachdruck verboten.) i Frau Ritter bechauptete, sie habe nicht immer Arbeit für sie, da sie selbst auch etwas tun müsse. Heute aber hatte Frau Wedlich Reiben dürfe«. Sie hätte sich auch nicht wegschicken lassen, denn sie war schrecklich neugierig auf die Braut des jungen Herrn. ,^Jch bin dageblicbeu, Herr Ritter,^iveil doch jemand den Kaffee kochen muß. Frau Ritter hat hoch das gute Sckpvarzseidenc ungezogen, und damit kan» sie doch nicht in der Küche stehen und hantieren", berichtete sie -ihrig. Ritter nickte lachend. „Na, schön, Frau Wedlich, dann kochen Sie mal einen schneidigen Kaffee — aber ein sißchen stärker als sonst." : Frau Wedlich hob die Hände. ' „Aber Herr Ritter, das versteht sich doch von selber, ich habe schon die doppelte Portion gemahlen — ich weiß doch, wie Ihre Sorte ist." Fee lauschte« verwundert Tiefem Zwiegespräch. Es kam ihr ganz sonderbar vor, daß ihr Verlobter in einem so gemütlichen Ton mit der Arbeiterfrau plauderte. Seine-sonst etwas steife, fast schroffe Art stach gi-waltig gegen diesen Ton ab. schmalen mit Ziegelsteinen ausgelegten Flur j an eine Tür getreten. Zaghaft und etwas benommen von der ungewohnten Situation schritt Fee neben Hans Ritter hinter ihr her. Dann öffnete die Auswärtrrin die Tür, und Haus führte seine Braut in ein freundliches, schlichtes Zimmer, »rit einfachen, all-modischen Möbeln, die aber sehr blank und sauber gehalten waren. Millen in diesem Zimmer stand eine mittelgroße Frauengestalt in etwas gebeugter Haltung, wie lange, schwere Arbeit mit sich bringt. 'Ihr noch volles, graues Haar war schlicht gescheitelt und die Zöpfe waren glatt an den'.Hinlerkops sestgesteckt. Sie trug das bereits von Fron Wedlich »»gekündigte „Schwarzseidene",' sicher ihr bestes Festge-wand, das aber einer vergangenen Mode entstammte. Trotzdem sah es noch wie neu ans, es war sichtlich geschont worden. Uni Hals und Aermcl schimmerten schmale, blendend weiße Stickereistreifen, und am Kragenschluß steckte eine goldene Brosche, die wie ein verschlungenes Band anssah. Aus dem grauen Scheitel saß ein schwarzes Spitzenhüuüchen. In den, klugen, guten Gesicht der alten Frau spiegelte sich eine große Erregung. Die Hände, die ein weißes Taschentuch hielten, zitterten merklich. Es waren keine weißen, zarten Hände, sie trngen die Spuren harter Arbeit. In dem sympathischen Gesicht der alten Fryu leuchten prachtvolle,.. große Augen stahlblau wie die ibres Sohnes und auch von x „Nickt doch - ich habe horte, grobe derselben Form. 'Aber sie blickten weicher, gn-. Hände", sagte sic hastig, tiger _ es waren gute, treue Mutterangen. „Es sind Mutterhände — und ich habe Und diese Augen nahmen Fee gefangen. j kein? Mutter mehr — lassen Sie mich", bat Eine Weile standen sich die beiden Frauen - sie leise, seltsam ergriffen von dem schlickten nm gegenüber und sahen sich mit großen,! »nd doch ehrfurchtgebietenden- Wesen der stumm gegenüber prüfenden Augen an. Dann führte Hantz seine Braut vor seine Mutter hin. Da bringe ich dir meine Braut, Mutier", sagte er mit dein warmen Ausdruck, den Fee nun schon an ihm kannte. Sie sah aber nicht, daß seine Augen sich zugleich mit einem Blick in die der Mutter senkten, der ihr ganz fremd erschienen wäre. Instinktiv, ihre Beklommenheit abschüttelnd, streckte Fee der alten Frau ihre Hand entgegen. Die tastete zitternd darnach und ergriff mit der anderen Hand zugleich die ihres Sohnes, lind wie- von einem großen, heiligen Gefühl überwältigt, drückte sie die beiden Hände der jungen Leute fest, ganz fest zwischen den ihren und legte sic dann zusammen. Ihre Augen sahen dabei wie durch einen nlt»u Frau. Hans Ritter wandte sich hastig ab. Es stieg ihm so heiß und brennend in die Augen. Die beiden Frauen hielten sich noch eine Weile fest bei den Händen und sahen sich G die Augen. Inzwischen legte Hans Ritter Hut und Paletot ab, dann trat er zu Fee. Er hatte sich schnell gefaßt. „Nun lege erst einmal ab, Fe?.. Mutter yat den Kasfeetisch gedeckt, du. mußt dich schon von ihr bewirten lassen.", Er nahm Fee Pelzstola und Jacke ob-Sie trat vor den schmalen Spiegel, der über der blankpolierten Kommode hing, und legR ihren Hut ab. Hans trug seinen Paletot uiw Fees Jacke selbst hinaus und hängtc beide» im Flur an den Garderobeständer. Dann feuchten Schleier in die großen und braunen ' TeeS Komtauaeu '' tick lau, er wieder herein. Weder seine noch Foc- amtaugeu Fees und endlich rangen sich einige Worte über ihre bebenden Lippen. „Gottes Segen mit Euch! Werdet glücklich miteinander, liebe Kinder." Da beugte sich Fee schnell herab, »m ihr die Hand zy küssen. Erschrocken wollt- die alte Frau ihre' geseheii hät'e ... er würde ihr ein n-> Hand znrückziehen, ,! !tz*J ' ° Zürich, 7. März. „Havas" meldet vom Kongreß, daß die südafrikanischen Delegierten auf der Errichtung eines unabhängigen Staatswesens bestehe«, daß jedoch England und Holland diesen Forderungen mit allem Nachdruck widerstreben. > ^ < Die Nutze in Berlin durch die Maßnahmen gesichert. KB. Berlin, 7. März. (Wolff-BüroZ Bei den gestrigen Kämpfen uni den Alexander-zlatz und das Polizeipräsidium wurden 150 Personen festgenommcn. Alle Ge bände, die in der Umgebung von Sparta risten besetzt waren, befinden sich fest in den .Händen der Regieruugstruppen. Die Sparta eisten sind z e r s P r e n g t und teilweise in die Häuser geflüchtet, aus denen sie Hand-oranatenfeuer unterhalten, das heute vormittags von verschiedenen Stellen der Stadt vernehmbar war. Die vergangene Nacht ist wesentlich ruhiger als die auf Donnerstag verlaufen. Das schwere Geschützfeuer und die Detonation von Minen hat aufgehört. Hin und wieder hört man das Krachen von Handgranaten, Gewehren und Maschinengewehren. Im Zeitungsviertel kam es zu einzelnen Zusammenstößen. Das Zentrum der Stadt ist in weitem Umkreise von Hen Regierungstruppen abgesperrt. Auch die Brücken ü§er die Spree sind besetzt. An verschiedenen Stellen der Stadt sind Maschinengewehre auf den Balkons und in den Fenstern der Häuser ausgestellt. Mit Maschinengewehren bespickte Panzer-' und Lastautos durchfahren einzelne Teile der Stadt. Man glaubt, daß die Maßnahmen und die on-aekündigt? Zahl ««gerückter, feldmäßig ausgerüsteter Regierungstruppen geeignet seien die Lage völlig wieder herzustel-l e n, beziehungsweise zu sichern. Das beschlagnahmte deutsche Vermögen ln den Vereinigten Staaten. (Drahtbericht der „Marburg« Zeitung' ) Genf, 7. März. Das „Bureau Europe Preß" meldet aus Washington, daß das in den Bereinigten Staaten beschlagnahmte Vermögen der Angehörigen der Mittelmächte beiläufig 700 Millionen Dollars beträgt. Sharp. (Drahtbsricht der „Marburg« Zeitung'.) Zürich, 7. März. Der zurückgetretcn amerikanische Botschafter in Paris, S h arp, den die Pariser Blätter als Franzosen-freun d feiern und dessen Demission sic leb- haft bedauern, erklärte dem Interviewer des „Petit Parisien", er denke nicht daran, sich aus dem politischen Leben zurückzuziehen, sondern sehe vielmehr eine Fülle politischer Arbeit vor sich. Das Blutbad in Kaaden. KB. Kaadcn, 7. März. Das Bürgermeisteramt richtete an das „Prager Tagblatt" eine Zuschrift, in der festgestallt wird, daß entgegen den amtlichen Angaben nicht aus der Menge der Demonstranten geschossen wurde. Die Demonstranten hatten weder Revolver noch Gewehre bei sich. Es ist daher auch auf Seite der Tschechen kein Verwundeter zu beklagen, hingegen auf deutscher Seite 20 Tote und 500 Schwerverletzte. Die Tschechen in Karlsbad. KB. Karlsbad, 7. März. Gestern vormittags sind durch tschechische Soldaten während des Unterrichtes auch mehrere Schüsse in den Turnsaal des Gymnasiums abgegeben worden. Die Tschechen erklärten, es sei aus dem Gymnasium auf sie geschossen worden, was von allen Seiten als vollkommen unrichtig erklärt wird. Eine Kugel ging knapp am Kopfe des unterrichtenden Professors vorbei. Die Beerdigung der Opfer indet Samstag nachmittags statt. Franz Lehars beliebtes Operellenwerk .Di« ideal« Gattin". — Die Operette gelangt Dienstag, den l l. März zur Erstwiederholung. ^ Kino. Stoütkiuo. Das interessante, hochspannende Sitkenknininatdrama .Der Richter" gelangt nur noch heule bis einschließlich Montag zur Darstellung. — Ab Dienstag bringt der Spielplan den nordischen Filmschlager .Der Sonnenspiegel". Gchaubühneund Kunst Gta-ithealer. Leute und morgen geht Kalmans slotte Kusarenoperette .Ein Kerbst-manover" in Szene. — Sonntag nachmittags 3 Uhr wird zum letzten Male in dieser Spielzeit Zellers bestes Operettenwerk .Der BogelhSndler" auf» geführt. — Montag Ebrenabend der ersten Sängerin Elsa Trauth: zur Darstellung gelangt Kurze Nachrichten. Ungar« und die Schweiz, Wie d« „Pester Lloyd" vernimmt, wird an kompetenter Stelle die Frage erwogen, zur Förderung des Warenverkehres mit der Schweiz unter dem Namen „Wilhslm-Tell-Zuge" einen direkten Warenverkehr zwischen Ungarn und der Schweiz einzurichten. Sin Tunnel zwischen England und Irland. Aus London, 4. März, wird gemeldet: Im englischen Unterhaus hat Minister Bynar Law mitgeteilt, daß die Frage betreffend den Tunnel zwischen England und Irland vom Minister für Straßen bau und Kommunikation in Erwägung gezogen werde. Erwischter Einbrecher, ri n 2. Mär; vormittags wurde in Wien im Sause Wieden, paulanergasse 7, sin Mann im kfalbstock in einer Kammer angetroffen. Er war eben damit beschäftigt, in die Mauer eine Veffnung zu bohren, um in das an-grenzende Modistengeschäft der Frau Reißhofer einzudringen. Der Mann wurde festgenommen. Er Hatto ein Seil und Einbruchswerkzeuge bei sich. Er ist der 28jährige Schlossergshilfe Alfred Schick, der dem Landesgerichte eingeliefsrt wurde. le Kernseife 1e Toiletteseife Waschpulver (Lrostnigger, Waschpulver für Wäsche Frauenlob Waschblau-Kugel« Waschblau-Essenz Ehrtstall-Svda Reibbürsten Jede Woche frisches, hochfeines Äernöl, Olivenöl. Laselnußöl Tafelcssig Maggi zum Nachsüllen Suppenwürfel (Graf) Kuba-Rum. Kognak, Liköre Echt russischen Tee Kafseemischung Franck (Zusatzkaffee) Zichorie Marmelade, offen le Marmelade in Gläser Fleischkonserven Backpulver Jitrolin (Zitronenersatz) verkauft billigst I. Ksninsr KSrntnkrslraßs Nr. 8. rrs Vis VvrLLLSV LoL S.LL vlliL MLlim Mer LebegMiMmWl Damit sichert sich jedermann eine 3 prozentige Verzinsung. Z. B.: Wer heute 837-48 K. einzahlt, erhält nach sechs Jahren dieses Kapital samt 3 Prozent Zinsen, das ist genau 1000 K. bar ausbezahlt und war während dieser Zeit für den Fall des Todes versichert. 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Bitte Preisliste zn verlangen. hat neuer- slowsmseken ll,p tnituigs« Eh«> leuten zu pochten gesucht. Anfrage in der Verw. 3119 Einkehr-OlKsthNs „KreuAhsf". ^ Samstag öen 8. März ^ « HüM-BM. Beginn 4 !.idr nacfimittaa Kiutrttt L <8 Dank. Anläßlich der raschen Hilfsleistung meiner Frau Julie Trümmer bei der Leiche ihrer Mutter sage ich allen meinen herzlichen Dank. «vuard Trümmer. ^vH-om ticsjlcm Schmerze erfüllt geben die Unter,zeichnelen allen Derwandlcn, »O teilnehmenden Freunden und Bekannten die höchjtbetrübende Nachricht von dem unersetzlichen Verluste ihres lieben, gutrn Vaters, bezw. Schwieger- und Großvaters, des Herrn Ignaz Schüller Privatiers welcher Donnerstag den 6. März 19>9 um ll Uhr vormittags nach längerem, schweren Leiden im 57. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die entseelte Külte des teuren Entschlafenen wird Sonntag den S. März um 2 Uhr nachmittags in der Leichenhalle des slädlcichen Friedhofes in Pobersch feierlich eingciegnet und sodann zur letzten Ruhe bestattet. Die heil. Seelenmesse wird Dienstag den II. März um 7 Uhr srüh in Lcr Dom- und Stadiusarrkirche gelesen werden. Marburg, den 6. März 1919. BrraniwortUckier Scbrtftleiter i. B.: Aloi- Eigl. — Druck und Verlag von Leop. Kraliks Erven.