prraumcratioll» - Vreilr: Für Laibach Banziährig . . . ü ft. - Haidjährig . . . ü » - Vierteljährig. . . i „ S> Monatlich . . — „5 Laibacher Mit ver Post: Ganzjährig . Halbjährig . Vierteljährig. 8 ft. — tr. 4 » SO , 2 , 25 , 8ür Zustellung ins Hau» viertel-jährig 25, kr., monatlich g kr. Einzelne Nummern S kr. Tagblatt. Arwnime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Lr-aktion Sabnhosgasse Nr. 18» Ekptditio» und Inltralru üureau: »ongrehplay Nr SI kBuchhandlung von I. v. «leinmavr t A.Ba Zusrrliourprkis/ Für die einspaltige Peti bei zweimaliger Einschal dreimal L 7 kr. InsertionSftempel jedesmal Bei größeren Inseraten und österer ikinschiltung entsprechender Rabatt. Nl. 136. Samstag, 18. Juni. — S7,! LE 1870. Bor dc» Wahlen. Unter diesem Titel sendet uns ein auswärtiger Freund unseres Blattes de» unten folgenden Artikel. Obwohl wir mit den Anschauuugeu des Herrn Verfassers nicht in allen Punkten übereinstimmen, so glauben wir doch, seinen Aussatz vollinhaltlich aufnehmen zu sollen, weil wir einerseits in wichtigen Fragen auch einer von der unseren abweichende» Meinung, wenn sic in so gewählter Form vorge-bracht wird, gern Raum geben, und weil andererseits darin viele höchst bcachtenswcrthe Winke Vorkommen, denen wir durchaus beipflichten. Der erwähnte Artikel lautet: Der künftige Reichsrath wird sich der Alternative gegenüber gestellt finden: entweder den Ausgleich mit den Polen auf einer dem ungarischen Ausgleiche ziemlich nahe kommenden Basis zu genehmigen, oder die Verantwortung zu übernehmen, daß die Dezembercharte zerrissen nnd damit der Anfang vom Ende deö Reiches proklamirt werde. Nach aller menschlichen Voraussicht wird der Reichsrath mit imposanter Stimmenmehrheit sich für die erstere Alternative aussprcchcn, aber anch die feierliche Erklärung abgeben, daß er damit das letzte Opfer gebracht und die Ansgleichsaktion für immer abgeschlossen habe. Die Situation ist dann allerdings mit einem Schlage geändert. Die Polen, Ungarn und Deutschen bilden dann eine festgeschlossene Falanx mit der gegenseitigen Verpflichtung, den einheitlichen Bestand jedes einzelnen Gliedes der dreifachen Gruppe 8°Sen alle weitern partikularistischeu Bestrebungen euergisch zu vertheidigen. Eine nothwendige Folge der geänderten Sachlage ist es, daß sofort den Deutschen, ihres numerischen Uebergewichtes und ihrer kulturhistorischen Bedeutung wegen, die politische Führerschaft in Zis-leithanien und damit in erster Linie die Ausgabe iufällt, mit dem moralischen, nötigenfalls auch materiellen Beistand der Ungarn und Polen den Widerstand der dissentirenden slavischen Volksstämme zu brechen und sich zu einem wirklichen Einheitsstaate zu kousolidireu. Die czcchische Politik mit ihrer starren Negation der Existenzbedingungen des Reiches kann dann ebensowenig als das von unsirn nationalen Heißspornen erfundene Königreich Slovenien in den Kreis einer ernsthaften Diskussion gezogen und dem Verlangen nach Autonomie nur in Fragen lokaler Natur — nie aber über diesen Rahmen hinaus — eine Berechtigung zugestanden weiden. In Mitte ver gegenwärtigen Wahlbewegnng ist es nützlich, diese künftige Konstellation als einen jener Faktoren, mir denen nythwcndig gerechnet werden muß, ins Auge zu fassen; es ist nützlich, die verderblichen Illusionen zu zerstören, womit die na-tional-ultiamontane Partei die Köpfe der gedankenlosen Menge zu erhitzen sucht. Heute noch eine Parodie der czechischen Opposition in Krain ausführen zu wollen, ist mehr als politische Verblendung, cs ist eine Thorheit. Die Fortsetzung einer solchen Farße würde unsere Landsleute gleich den Czechen in den Schmollwinkel passiven Widerstandes drängen und sie der Vortheile beraube», welche ihnen der aufrichtige Anschluß an die liberale Partei sichern könnte. Gegenüber den Agitationen des Klerus und der schon halb abgewirthschafteten nationalen Klique muß es dem gesunden Sinne unserer Landbevölkerung nahe gelegt werden, welch' ein wahnwitziges Beginnen cs sei, unsere Heimal, das unmittelbare Hinterland des Emporiums Triest, zum Schauplatze eines erbitterten Raßenkampses zu machen; cs muß allenthalben der Uebcrzeugung Bahn gebrochen wer» den, daß, je imhr das Land durch den Ausbau der Schienenwege mit dem Welthandel in direkte Verbindung tritt, die nationale Absonderung Krains die eigenen Interessen seiner Bewohner desto empfindlicher schädigt, weil sie das Land gegen den Zu- tritt auswärtiger Kulturelementc mit einer chinesischen Mauer abschließt, die Entwicklung der wirtschaftlichen Interessen, das Aufblühen heimischen Wohlstandes gewaltsam hindert. Den Landbewohnern muß es klar gemacht werden, daß sic ihre Feinde nicht im Lager der Liberalen, sondern vielmehr in den Reihen jener Männer zu suchen haben, welche das Ehe- und das Volksschulgcsetz mit fanatischem Hasse bekämpfen; jener Männer, die den Kindern des Volkes das Ringen nach höherer Bildung und Gesittung wehren und einen intelligenten fleißigen Volksstamm als blindes Werkzeug mißbrauchen, um auf seine Kosten ihre Machtsfäre zu erweitern, ihren Ehrgeiz zu befriedigen. Klerikale Umtriebe. Unter diesem Titel bringt die „Prager deutsche Volkszeitung" einen Brief, in welchem ein Mitarbeiter des Blattes ein Gespräch wiedererzählt, daS er auf einer Eisenbahnfahrt von Prag nach Wien zwischen einem Geistlichen höheren Ranges und einem Mitgliede der Aristokratie Hörle. Dieses Gespräch fand im Herbste des Jahres 1868 statt und ist im gegenwärtigen Momente gewiß von großem Interesse: Der Erzähler schreibt unter anderem: „Sie werden die verlorene Stellung nie wieder gewinnen, leider nie wieder gewinnen" — das waren die Worte des jungen Mannes gewesen, die mich aus meinem Schlafe aufgestört. „Sie sprechen, Herr Graf, wie ein junger Mann, der eben den sorglosen Militärstand verlassen und in die Art und Weise, wie Staaten regiert und Völker geleitet werden, noch keinen allzutiefen Einblick gethan hat" — crwiedcrte der ältere Herr, der das geistliche Kleid trug. „Wir werden die verlorene Stellung wieder gewinnen, um sie nie mehr zu verlieren; wir werden unserem und Ihrem Stande die Macht wieder verschaffen, die die Herren JeuiLleLon. Von der Gemäldeausstellung. (Schluß.) Das beste Landschastsgcmälde des Salons dürste Sch äs fers „Salzburg, Herbstlandschaft" sein. Der in Deutschland ungemein populäre Meister beurkundet hier eine ebenso weite Faniasie, als ursprüngliche Gestaltungskraft, mit welchen beiden Hebeln der wahren Kunst er seine schöpferischen Ädecn so gewaltig bearbeitet. Das Gemälde hat eine vorzügliche Stimmung, welche anfangs gesucht erscheint, den Beschauer jedoch nach und nach auf die Wahrheit der in der Konzeption enthaltenen vollendeten Details führt. Auch dessen „Watzmann Nut Berchtesgaden" ist eine hervorragende Leistung, doch entbehrt dieses Werk jene einheitliche Stimmung, der unser Auge so sehr bedarf, um sich in die Schönheit und Treue eines Kunstwerkes voll zu versenken. Eine Komposition hingegen, die durch eine darin entfaltete gewaltige Fantasie und vorzügliche Technik mächtig auf uns einwirkt, ist Voll-weider's „Germanen im Eichenwald." Zwar ist das der Eichenwald nicht, in dem die Legionen Varns' geschlagen wurden, nicht der, worin die Ger-mancn-Mutter Thusnelda auswuchs und Armi-niuö Sperre warf, es ist überhaupt kein Eichenwald, dessen Existenz möglich wäre, aber gleichviel, er ist durch die Kunst geschaffen und — imponirt. Solche deutsche Riesengewächse sind wohl nur ein Produkt der Fantasie, doch der Künstler nöthigt uns in jedem Pinselstriche Bewundernng ab, denn jeder derselben verräth die geniale Kraft und, was noch weit mehr, die Entschiedenheit, mit der jedes Detail durchgeführt ist. Die Perspektive zwischen den tausendjährigen Stämmen, auf die schimmernden Zinnen der römischen Grcnzsestcn ist eine vorzügliche. Die Staffage des Germanenhäuptlings läßt aber unbedingt einiges zu wünschen übrig. Eine Probe glühenven Kolorits liefert das an-muthende Gemälde Arnz: „Auf den Ruinen des allen Rom." Der Sonnenuntergang ist zwar etwas zu gelb in der Farbe, doch scheint diese erst nach- träglich durchgeschlagen zu haben. Das ganze Bild alhmet südliche Gluth. durch die ein leiser Schauer von Vergänglichkeit zittert, sobald unser Auge aus der Perspektive tritt und ausdem emporragcnden Bruchstücke des Kolosseums oder auf einem der riesigen Säu-lenfchäfle verweilt. Jndeß hat der Künstler in dieser Stimmung bei weitem nicht jenen natürlichen Effekt erzielt, wieKemnitz in den „Schleichhändlern." Ein Nachtstück, mithin gerade das Gegentheil von jenem, treten darin nicht nur die wunderbaren Wechselwirkungen der Schatten hervor, sondern auch die Treue der Natur, wie sie sich in ihrer schwierigst faßbaren Gestalt offenbart. Kolorit, Perspektive und die Staffagen, alles trägt den Stempel der Wahrheit und hiezu tritt noch makellose Darstellung der mitunter so schwer zu überwindenden Lichtreflexe. Auch Pleysiers „Schiffbruch" ist in dieser Richtung eine nicht zu übersehende Leistung, wiewohl das Motiv zu einfacher Natur ist, um darüber eine Analife anzustellen. Die übrigen LandschastSgemälde des Salons sind zumeist überwundene Standpunkte. Es wird so Massenhaftes auf diesem Gebiete geschaffen, wir Liberale» für immer uns entrissen zu haben glauben, trotz dieses Bürgerministcriums, trotz dieses RcichS-ratheS und trotz der interkonfessionellen Gesetze und der Grundrechte unserer sogenannten Verfassung. Freilich, die Art unseres Borgehenö muß geändert, neue FeldzugSpläue müssen entworfen werden!!" Der mit Herr Graf angeredete junge Mann schien durch die^ zuversichtlichen Aussprüche des geistlichen Herrn nicht beruhigt zu sein. „Ich sehe keinen Ausweg," wars er ein, „ich sehe auch nicht ein, wie wir die Art unseres Vorgehens ändern, neue Feldzugspläne entwerfen könnten. Wir können doch nicht mit denselben Waffen kämpfen wie die Liberalen?" „Das ist eben der Punkt," erwiderte dergeist-liche Herr, „über welchen Sie sich, Herr Graf, und alle Ihre Gesinnungsgenossen täuschen. Warum sollen und können wir uns denn nicht derselben Mittel zu unserem Zwecke bedienen? Worauf beruht die Macht der Liberalen? Bor allem auf der Intelligenz, die — wir können es nicht leugnen — auf ihrer Seite ist, und die sic unter das Volk bringen wollen. Die Intelligenz ist — gestehen wir es — unser gefährlichster Feind. Gegen die Verbreitung der Bildung und Aufklärung müssen wir uns wehren und hüten, durch Bildung und Aufklärung gehl im Volke der nothwendige Respekt vor unserer Autorität, vor unserer bevorrechteten Stellung verloren; hindert das aber, daß wir uns die Mittel, dnrch die die Liberalen die Bildung und Ausklärung zu verbreiten suchen, aneignen, um die Gedanken und Vorstellungen, die uns genehm sind, unter das Volk zu bringen? Wir müssen Zeitungen gründen, die in unserem Sinne geleitet werden, wenn dieselben auch noch so große Opfer erheischen; wir müssen diese Zeitschriften den Leuten unentgeltlich ins Haus senden, in öffentlichen Lokalen unentgeltlich aufliegen lassen, gut katholische Bücher und Erbauungsschriften kostenfrei vertheilen und so den Gedankenkreis des Volkes mit unseren Ansichten ausfüllen. Hilft dann noch der Pfarrer und Kaplan auf der Kanzel, im Beichtstühle, am Krankenbette nach im Kampfe gegen die liberalen Organe, in der Verbreitung unserer Schriften, dann ist der Boden bearbeitet und gedüngt." „Dann schreiten wir zur Bildung katholischer Kasino's, katholischer politischer Vereine u. s. w. und rufen in dieselben nebst den Geistlichen alle diejenigen, die in irgend einer Art von uns abhängig sind. Und wie vicl solcher gibt es nicht noch heut> zutage. Haben wir so einen festen Kern gewonnen, dann bearbeiten wir die kleinen Handwerker, die kleinen Grundbesitzer. Bei diesen gibt eS noch Uebel-und Mißstände in Hülle und Fülle, diese benützen wir, sagen, daß sie durch die Liberalen und ihr Regimertt hervorgerufen und vermehrt werden, und gewinnen so auch diese Klasse von Leuten. Die Arbeiter beherrschen wir schon lange, indem wir ihre etwa in literarischer Richtung in der Psundlirik. Triviale Motive wechseln mit abgeschmackten Extravaganzen und in den meisten Fällen ist der Mangel einer korrekten Technik peinlich fühlbar. Hiller hat eine Anzahl „Verkaussbilder" geliefert, die mehr in das Gebiet der Krayonzeichnung rangiren, als in das der Oelmalerei, da sich seine Arbeiten in die Tasche stecken lassen. Sie machen auf uns keinen Eindruck. Waagen beurkundet Mangel an eingehendem Studium der Natur, oder cs sind seine grellen Farbeneffekte der Ausfluß zu gehobener li-rischer Stimmung, wie wir sie ja auch bei Karin g e r s Schöpfungen kennen. Beide sind eben Nachahmer Achenbachs. H a a n e n - Re mi' s Mond-Landschaft zerfließt in Nebel und Rauch, doch ist an seiner Technik nicht zu verzweifeln. Thomas' „Ruinen am Golf in Triest" ist zu grell und findet sich beinahe im ganzen Gemälde kein gesunder Farbenton. Krügers „Winterlandschaft" hat einige gelungene Details, desgleichen Nakkens „Heuernte;" ferners finden wir im Salon zwei Gemälde von Schülern Zimmermanns, und zwar Ditscheiners „Motiv aus der Ramsau," ein Bestrebungen unterstützen zu wollen vorgeben und sie gegen daS besitzende Bürgerthum aufreizen. Hie-mit haben wir aber auch schon die große Masse der Bevölkerung hinter uns." „Wir gebrauchen nun das Versammlungsrecht zu unseiem Zwecke, wir veranstalten katholische Volksversammlungen, sprengen, wenn die Liberalen eme solche einberufen wollen, dieselbe durch unsern Anhang und setzen dort unsere Ansichten durch. Ueber eine Schaar gesinnnngslreuer Wähler verfügen wir schon heute. Diejenigen, die durch materielle Interessen an den Adel und Klerus gewiesen sind, zwingen wir mit uns zu stimmen; die Wan-kelmüthigen schrecken wir durch unser gewaltsames Auftreten, auf die Unselbständigen lassen wir durch die Krauen wirken, und glauben Sie, Herr Graf, daß, wenn wir so sistematisch fortarbeiten, unserer Partei die LandtagSsitze zahlreicher Wahlbezirke, vornehmlich der Landwahlbezirke entgehen können? So müssen wir die in der sogenanntenVer-sassung gegebenen Freiheiten und Rechte > n unseremSinne benützen und der Sieg ist unser. Vergessen Sie nicht, Herr Graf, daß wir eine Organisation bereits seit tauge besitzen, die sich die Liberalen erst mühsam aufbauen müssen. Jeder Pfarrer und jeder Kaplan ist der natürliche Vertreter unserer Interessen, jedes Kloster der beste Verbreiter unserer Ansichten, jeder Beamte in Ihren Diensten, Herr Graf, der gezwungene Agitator in unseren Diensten und alle diese Personen und Kreise dürfen nicht einmal eine selbständige Meinung haben und unsere Bestrebungen und Absichten durch neugierige Fragen und selbständiges Auftreten kreuzen. Gut geschult uud diszipliuirt, folgen sic den Weisungen, die wir ihnen geben, die wir freilich auch wieder, Sie wissen ja woher, Herr Graf, empfangen." „Die zweite Kraft, durch die die Liberalen wirken, ist der Besitz, den sie sich durch ihre Arbeit errungen haben und erringen. Auch da können wir in erfolgreicher Weise ihnen die Spitze bieten. Stehen uns nicht die auswärtigen Hilfsmittel zu Gebote, die unerschöpflich sind, wenn es sich um unsere Sache handelt? Der liberale Bürger wünsch seinen Besitz, den er sich mühsam gesammelt, auf seine Nachkommen zu vererben; eine solche Rücksicht brauchen wir glücklicher Weise nicht zu nehmen, und können jetzt im Momente der Ge-sahr bedeutende Opfer bringen, sind wir doch sicher — haben wir nur wieder einmal die Herschaft in Händen — dieselben zehnfach zurückerstaltet zu erhalten. So müssen wir Vorgehen, Herr Gras, uud haben wir nur einmal die Majorität in den Landtagen und im ReichSrathe, dann hat die Herrschast der liberalen Schreihälse bald und für immer ihr Ende erreicht. Daß wir hiebei der wärmsten Sim-paüen in den bisher maßgebenden Kreisen gewiß sind, das brauche ich Ihnen, Herr Graf, nicht erst ganz vorzügliches Gemälde, das bei natürlicher, prunkloser Einfachheit eine Gewandtheit der star-bentechiiik verräth, die uns auf den Künstler schöne Hoffnungen setzen läßt. Die Gruppe der Lindenbäume, so wie der Weg mit der Staffage und die niedere Hütte oberhalb dieser, heben sich brillant von der Bergwand im Hintergründe ab. Der grüne Farbenton im Vordergründe ist vorzüglich, wenngleich unmaßg bliche „Kunstpfründner" ihn mit dem künstlerischen (?) Epitheton — „Spinatsarbe," abzuurtheilen bestrebt sind. Das zweite Gemälde ist das des talentvollen Anfängers Ladislaus Benesch, „der Hintersee mit dem Mühlsturzhorn," an welchem wir besonders den Vor- und Mittelgrund lobend hervorheben wollen. Die Farbentechnik beurkundet viel Fleiß und aufmerksames Studium der Natur; gerade in diesen Theilen offenbart sich eine weiche, lirische Stimmung, die mit dem kühlen Hiniergrunde, der ohne Zweifel zu wenig Details enthält, woran jedoch in erster Linie die ungünstige Beleuchtung der Bergwand Schuld trägt, nicht ganz harmoniren will. Die Stimmung des Bildes ist natürlich, alle vorliegen- zu versichern, das wissen Sie eben so gut, wenn nicht besser, wie ich." Warum ich, geehrter Herr Redakteur, Sie heute mit der Erzählung dieses Gespräches behellige, ist wohl begreiflich. Die Pläne des geistlichen Herrn von damals haben greifbare Gestalt angenommen. Die katholischen Zeitungen werden in taufenden von Exemplaren unentgeltlich unter dem Volke verbreitet, die katholischen Kasino's wachsen wie Pilze aus der Erde, katholische Volksversammlungen werden allenthalben angekündigt, die von den Liberalen veranstalteten durch den klerikalen Anhang gestört und gesprengt, klerikale Kandidaten treten überall auf. Wohin das führen muß und führen wird, ist nun auch jenen, die früher mit Achselzucken auf die Bestrebungen herabsahen, klar. Ist es nicht endlich hohe Zeit, daß auch die liberale Partei in Oesterreich sich organisire, festige und gliedere, damit wir nicht über Nacht durch die Wahlen klerikaler Depntirten überrascht werden? Von welchem Gewichte die Wahl auch nur einiger solcher Männer für unsere Partei und unsere Bestrebungen sein würde, brauche ich wohl nicht näher auseinander zu setzen. Der gestürzte „Finanz-Napoleon." Der durch das Verdikt der Juri am Assisenhosc von Brabant gestürzte „Finanz-Napoleon," Gras Andre Langrant-Dumouceau, galt noch bis vor zwei Jahren als der edle Zauberer, der auf dem Wege der Assoziation und mittelst seiner geschickten Operationen ungeheuere Reichthümer schuf, die er im Dienste der Kirche, zur Befestigung des Weltfriedens, zur Rettung der Gesellschaft und zur Erneuerung großer Monarchien wirken ließ. Während er jetzt als Flüchtling in Amerika weilt und in Belgien außer seinen bankerotten Anstalten und deren poetischen Skripturen nichts hinterlassen hat, beklagen die Großen, die durch ihn zu gewinnen hofften, den Verlust ihres Von Generationen ausgehäuslen Vermögens, sind die kleinen Besitzer, die seinen Lockungen und Versprechungen folgten, ruinirt, sieht sich die klerikale Partei Belgiens wegen der eifrigen Proleklion, die sie ihm und seinen Operationen widmete, hefttgen Angriffen ausgesetzt und sind selbst die belgischen Gerichte durch den bekannten Ausgang des Mandel'schen Prozesses nicht unbedenklich bloSgestellt. Des Grafen Langrand-Dnmonceau Kredit-Anstal-ten, deren angebliches Kapital beinahe zwei Milliarden Franken repräsentirt, bilden mit den Schößlingen und Verzweigungen, wie sie eine aus der anderen hervorwuchsen, uud mit ihren Verästelungen einen mächtigen Stammbanm, unter dessen Schutz der Ackerbau und die Industrie Europa's sich einer ungeahnten Entwicklung erfreuen sollten. Von Brüssel aus, wo dieser Baum als schwacher Schößling in Form einer Lebensversicherung (un Jahre 1852) ausstieg, schlug er in Holland, Paris, London, Wien und in Sachsen den Theile heben sich vortrefflich ab und es wäre dem Künstler nur zu ratheu, künftighin die Beleuchtung stets so zu wählen, daß alle Details des Sujets vortheilhaft sich ausprägten, deren Behandlung bei ziemlicher Bemeisternng der Farbentechnik ohnedies auf keine Schwierigkeiten stoßen dürfte. Aus dem Gebiete des „Portraits" wären hervor zuheben Grünlers: „Göthe" (im Jahr 1^28). ein schon älteres Gemälde, das ohne Zweifel einigen Werth besitzt, und ein männlicher „Studienkops" von Horaczek, der zwar nicht vollkommen durchgesührt ist, immerhin aber ein hervorragendes Talent verräth. Im übrigen machen wir den kunstsinnigen Theil des Publikums auf das Atelier Karingers aufmerksam, worin es ihm geboten ist, das Aufblühen eines schöpferischen Talentes von seinen ersten Fasen an zu verfolgen. Ein separater Bericht über dessen Gesommtlcisiungen, so wie über die Stellung des einheimischen Künstlers zu den zwei deutsch^ Hauptschulen und deren zahlreichen Anhängern brinö eine der nächsten Nummern des Blattes. / Wurzel und bot endlich seinen Schatten den deutschen Fürsten und Oesterreich an. Aber keine der neuen Schöpfungen Langrand's gründete sich auf das Gedeihen der vorhergehenden, sondern war immer durch die Noth und Verlegenheit hervorgerufen, in welche der Gründer durch unglückliche Operationen oder durch Vertheilung künstlicher Dividenden und durch die Munifizenz und Nachsicht gegen seine Verwaltungsräthe gerathen war. Die kolossalen Unternehmungen wurden zur Deckung der Schulden und des Bankerotts ihrer Vorgänger ins Leben gerufen, kamen also von vornherein mit einem Manko zu Tage. Politische Rundschau. Laibach, 18. Juni. „Opin. naz." meldet, der österreichische Gesandte Baron Kübeck sei vom Kaiser Franz Joscs beauftragt, ihn bei der Einweihung des Denkmals für die in der Schlacht von Solserino Gefallenen zu vertreten. Der Gesandte möchte aber auch, daß eine Vertretung aller Regimenter, die dabei betheiligt waren, mit einem General an der Spitze erscheine, und es seien darüber Verhandlungen im Gange. Die erfolgte Veröffentlichung des Reglements für die Wahlen zum norddeutschen Reichstag deutet darauf hin, daß die Anordnungen für die diesjährige allgemeine Wahl in der nächsten Zeit werden erlassen werden. Beiläufig sei erwähnt, daß das Wahlreglcment für den Reichstag eine Bestimmung enthält, die neu ist und sich in der letzten Legislatur-Periode als nothwendig herausgestellt hat. Die Wahlvorsteher müssen die abgegebenen Stimmzettel versiegelt so lange ausbewahren, bis der Reichstag die Wahl für giltig erklärt hat. Der „A. A. Ztg." wird aus Köln, 14. Juni, geschrieben: Wie ich aus zuverlässiger Quelle mittheilen kann, haben auch die katholischen Reichs-bez. preußischen Landtagsabgeordneten, die Herren Reichensperger, Mallinkrodt, Windthorst u. a., sich gegen die Unfehlbarkeit des Papstes erklärt, und zwar in einem direkt an ihn selbst gerichteten Schreiben, in welchem sie zugleich auf all das Unheil Hinweisen, welches, zumal der katholischen Kirche Deutschlands, ans einer derartigen Dogmatisation unfehlbar erwachsen würde. Jnspirirte Federn schreiben rührende Geschicht-chen über die herzliche Ausnahme, welche der Bundeskanzler Graf Bismarck beim Kaiser von Rußland in Ems gesunden haben soll. So habe der Kaiser unter anderem dem Grafen, als dieser ihm die Hand küssen wollte, dieselbe entzogen, ihm dabci aber einen Kuß auf die Wange gegeben. Wieviel an allen solchen Erzählungen wahr ist, mag dahingestellt bleiben. Bestreiten läßt sich aber nicht, daß die Zusammenkunft, welche der König und der Bundeskanzler mit dem Czaren in Ems hatten, wirklich das Gepräge einer sehr warmen Freundschaft zwischen Höfen und Kabineten trug. Die preußischen offiziösen Preßagenten befinden sich freilich in einiger Verlegenheit, diese von der öffentlichen Meinung gerade nicht sehr günstig aufgenomineiic Thatsache derselben mundgerecht zu machen. Die eiserne Härle, mit Melcher die ^.ussifizirungöversuche im ganzen russischen Reich auch gegenüber den deutschen Elementen betrieben werden, hat dem Rnsfenthnm den letzten Rest der Simpathien entfremdet, der noch für dasselbe in preußischen konservativen Kreisen bestand. Zur Tagesgeschichte. — Ein entsetzliches Verbrechen wurde Vorgestern in Wien verübt. In einem Anfalle von Säuferwahnsinn erschlug ein ehemaliger Kellner seinen alten Vater und versuchte dann sich selbst den Hals abzuschneiden, als die gerade abwesend gewesene Mutter zurückkam und es endlich mit Hilse der Sicherheitswache gelang, den Tobsüchtigen festzunehmen. — In Folge der wiederholten blutigen Schlägereien unter den Do n auregulirungs- arbeitern, begreiflicherweise den verschiedensten Nationen angehörig, ist man genöthiget, eine Absonderung der Nationalitäten in der Art zu bewerkstelligen, daß bei den verschiedenen Bauobjekten immer nur eine derselben vertreten ist. — Das „G. di Udiue" hebt hervor, daß die Auswanderung von Arbeitern nach Oesterreich großen Umfang angenommen habe und im Lande selbst eine empfindliche Lücke zu verursachen drohe. Es verlassen dasselbe nicht blos Taglöhner, Maurer, Steinmetze u. s. w., wie früher, sondern auch solche, welche zur Leitung großer Unternehmungen befähigt sind. — Aus Rom wird geschrieben: Die zur Be- ratung über die Unfehlbarkeit versammelten Väter haben trotz vielfacher Beschäftigung doch auch noch Muße zu weltlichen Vergnügungen. Kürzlich verurtheilte das Strafgericht eine gewisse Frau Z. und zwei Helfershelfer derselben zu je fünf Jahren Gefängniß wegen Erpressung, so sie an mehreren Prälaten verübt. Frau Z. lud die reicheren römischen Prälaten zu sich und spielte ihnen nach einer in ihren Armen verlebten Nacht übel genug mit. Man zwang die hochwürdi-digen Herren, Wechsel über namhafte Summen auszustellen, so wie alles, was sie von Werth bei sich trugen, wie Geld, Uhr rc., aber dazulassen. Bereits waren mehrere ins Netz gegangen, hatten aber fein säuberlich geschwiegen, um keinen Skandal zu erregen. Nur der Pater Trambusti von la Maddalena konnte Uhr und Geld nicht verschmerzen und machte beim Vikar Anzeige, wie man mit den Geistlichen umspringe, die man unter dem Borwand ins Haus gelockt, man bedürfe ihres Rathes in Familienangelegenheiten. — Die Kaiserin der Franzosen hat auf die Nachricht von dem großen Brandunglück in Konstantinopel dem französischen Botschafter daselbst auf telegrafischem Wege bekannt gegeben, daß sie ihm eine Summe von 10.000 Franken zur Unterstützung der Verunglückten zur Verfügung stelle. Das französische Ministerium des Auswärtigen hat seinerseits zu demselben Zwecke, dem Botschafter 5000 Franken angewiesen. — Der junge Josef Nathan, der sich durch die mißglückte Expedition am Ufer des Comersee's einen Namen gemacht hat, gilt (wie Erdan dem Pariser „Temps" schreibt) allgemein für einen Sohn Maz-zini's. Er muß um das Jahr 1850 geboren sein. Der junge Nathan und seine Mutter bringen seit lange die Sommer bei Lugano zu, in einem reizenden Landhanse auf den Höhen von Castagnola. Hier hat Mazzini seinen regelmäßigen Aufenthalt, wenn er im Kanton Tessin weilt. Seit Jahren war hier der junge Nathan Zeuge der unermüdlichen Verschwörungsversuche seines Vaters; er nahm selbst Theil an der unablässigen Verschwörungsarbeit, und schon im vorigen April wurde er in Mailand mit anderen Verschwornen sest-genommen. Mal- und Provinzial-Angelegenheiten. L!okal-Chronik. — (DieVersammlung liberalerWäh-ler) zur Feststellung der beiden Landtagskandidaten für die Stadt Laibach ist vom Zentralwahtkomitee aus Montag den 20. Juni um 8 Uhr Abends in der Schießstätte ausgeschrieben worden. Bei der Wichtigkeit des Gegenstandes ist eine lebhafte Betheiligung der verfassungstreuen Bürger der Stadt Laibach zu erwarten. — (In Versen und in Prosa) schimpfen die national-klerikalen Blätter auf die liberale Partei weidlich los. Ein Reimschmied der „Danica" begeistert sich sogar zur Fabrikation holpriger Verse über den Wahlruf: „Lilles für den Glauben, fürs Vaterland, für den Kaiser." Er warnet „die gläubigen Slovenen vor der Wahl der verruchlen Liberaluchi, der Abderiteu der neuen Aera, der modernen Götzen-anbeter, weintrunkenen Laffen, wilden Raubthiere und Äff.nmenschen, die ohne Seele und ohne Gott die zugespitzten Teufelshörner nicht verbergen können." Eine schöne Teuselspoesie, dies! Weiters meint „Danica," daß Saianas schon bittere Thränen in den liberalen Zeitungen vergieße, indem er die Wahrnehmung machen muß, daß die Katholiken in Oesterreich sich ermannt haben. In ähnlicher Weise entwirft auch „Novice" wahre Schreckbilder über die vom Liberalis» mus den Slovenen drohenden Gefahren. „Die Nems-kntars" — heißt es daselbst — „würden erst dann ruhen, wenn sie die erdrückten Slovenen sammt und sonders ins Grab geworfen haben werden. Was wollen die dentfchthümelnden Liberaluchi damit erzielen, daß sie den Glauben und die Kirche verfolgen? Wir wissen es sehr wohl, sie möchten dem Volke den Glauben nehmen, um es in den deutschen Schnappsack zu werfen." Solch eine Sprache über die Slovenen zu führen, scheint uns höchst respektwidrig zu sein. Die armen Slovenen werden von den Klerikalen zu Schafen degradirt, nur damit diese durch ihr klägliches Gebelle sich als wachsame Hüter der Nation ma-nisestiren. — (Das gestrige Konzert der tiroler Sänger) unter Leitung des Herrn Ludwig Reiner war nicht sehr stark besucht, woran wohl zumeist der heiße Sommertag Schuld trägt. Wir waren durch die originellen und mit viel Präzision aufgeführten Lieder und Chöre sehr angenehm berührt, und wir können versichern, daß die Besucher die heutige Aufführung im Theater ebenso befriediget verlassen werden, wie es bei den Besuchern des gestrigen Konzertes der Fall war, welches ungemeinen Beifall und viele Wiederholungen einzelner Nummern errang. — (Dr. Zarniki hat dem „Slov. Nar." einen Aufruf an die Wähler von Treffen übersendet, welchen er sich als Kandidat für unseren Landtag aus eigene Faust vorstellt. Die Druckerei des „Slov. Nar." ist mit Wahlaufrufen und Plakaten so überladen, daß „Slov. Nar." Zarnik's Aufruf erst für nächstens verspricht. Eingcsendet. Seitdem Seine Heiligkeit der Papst durch den Gebrauch der delikaten RsvLltzsoiM äu Lürr^ glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird niemand mehr die Heilkraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln und führen wir die folgenden Krankheiten an, die sie ohne Anwendung von Medizin und ohne Kosten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulich-keit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blnt-aussteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Pluskow, der Marquise de Bröhan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die lisvLlesoivrv bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Stadt Weidenau, k. k. Schlesien, Troppauer Kreis, 14. Oktober 1868. Mein 18 Monat aller hestiger Lungenkatarrh, welcher allen Medizinen nicht weichen wollte und bei meinem 80. Jahre unheilbar schien, verschwindet bei dem Gebrauche Ihrer Rs-vLle8civr6 und selbst meine hartnäckigen Hämorrboiden bessern sich nnd ich hoffe sie nunmehr gänzlich zu beseitigen, bitte deshalb um noch 12 Psd. gegen inneliegenden Postschein. Karl Kriß, pensiouirter Bürgermeister. In Blechbüchsen von Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — liöVLleseiöre Olweolstös in Tabletten für 12 Taffen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zn beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagensurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz- meyer,Grablowitz; in Marburg F. Kollet-»ig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Für die arme Witwe bei der Tschernutscher Brücke wurden weiters freundlichst abgegeben: Von Frau A. M. Kinderkleidungen und Bcschnhnng; von Herrn I. G. 1 Sack Brotmehl. Witterung. Laibach, 18. Juni. Gestern Abends Wetterleuchten in Süd. Heute Mor-gennebcl. Heißer Tag, schwacher Ostwind. Wärme: Morgens 6 Uhr > 12.7", Nachm. 2 Mir-s-23.0° (1869-^- 10.8°, 1868 -l- 23.0°.) Barometer im fallen 326.50'". Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 16.3", um 1.6° über dem Normale. Der gestrige Niederschlag 0.90'". Angekommene Fremde. Am 17. Jnni. Turnansky, Kfm., Wien. — Moses, Kfm., Cilli. — Trinkl, Kfm., Wien. — Graf Lanthieri, Wip pach. — Debeljak, Pfarrer, Höflein. — Arko, Besitzer, Reifniz. — Franke, Privat, Reinfeld. — Straffer, Kfm., Wien. — Reiner, Sänger-Direktor, Graz. I Schwarz, Pfarrer, Görz. — Manniot, Prem. — Weigl, Sekretär, Graz.--Pellzer, Handelsm., Fiume. — Stüzzi, Fiume. — Meintinger, Kominis, Klagenfnrt. — Rnmmeney, Direktor, Josefsthal. — Fnrlan, Stein, — Dr. Menzinger, Rann. — Sicher, Kfm, Marburg. — Morgensterns Kfm., Wien. — v. Hochkofler, Private, Triest. Verstorbene. Am 17. Juni. Dem Herrn Thomas Wernlg, Seifensieder und Hausbesitzer, sein Kind Christine, alt 9 Tage, in der St. Petersvorstadt Nr. 127, am Kinnbackenkrampfe. — Herr Georg Zebenik, Lohnkutscher und Hausbesitzer, alt 80 Jahre, in der Kiakanvorstadt Nr, 59 an der Wassersucht. Marktbericht. Laibach, 18. Juni. Auf dem bentigen Markte sind erschienen: 5 Wagen mit Getreide, 2 Wagen mit Hen und Stroh (Heu 19 Ztr. 61 Pfd., Stroh 18 Ztr.), 32 Wagen und 3 Schiffe (20 Klafter) mit Holz. vurchschnills-prcisc. Mkl.- 'M,t- Mgz.- fl. ! kr. sl. Ir. fl. kr. fl. -kr. Weizen pr. Mtz. 5 30 6 12 Butter, Pfund — 45 Korn „ 8 50 3 83 Eier pr. Stück u — ^ — Gerste 3 10 3 24 Milch pr. Maß — 10 — Hafer 2 40 2 48 Rindfleisch, Pfd. 23 —!— Halbfrncht „ — — 4 45 Kalbfleisch „ 22 — > Heiden „ 3^20 3 2i« Schweinefleisch „ 24 — !— Hirse „ 3 30 3 36 Schöpsenfleisch „ 16 —! — Äukurntz „ 3 60 3 76 Hähndel pr. St. — Erdäpfel „ 2 40 — — Tauben „ 17 ! Linsen „ 4 50 - — Hen pr. Zentner 1 30 Erbsen „ 5i- — — Stroh „ 1 — —— Fisolen ., 5 - — — Holz, har., Klftr. — 7 20 Rindschmalz,Pfd. —12 — — — weich „ — 5 20 Schweineschm. „ -4" — — Wein, rother, pr. Speck, frifch „ — !3n — — Eimer — — geräuch. „ — !44 — weißer, „ — 10'- Wiener Börse vom 17. Jnni. ütiLLtstonüs. Geld Ware Sperc. öfterr. Wäbr. . —— dto. Rente, öst.Pap. 59.50, 59.60 dto. dto. öft.in Silb. 68.25 6d.50 Lo e von 1854 . . . 89.— 89 50 Lo e von 1860, ganze 96.—! 96.20 Lo e von 1860, Fünft. 105.—- 105.50 Prämiensch. v. 1864 . 115.— 115.50 5.— Oest. Bodencred.-A. . ü?«.— Oeft Hypoth.-Bank.! 92.— Steier. EScompl.-Bk. 245.— Kais. Ferd.-Nordb. .! 2L87 Südbahn-Gesellsch. .195.20 Kais.Elisabetb-Bahn. 215.75 Carl-Ludwig-Babn ^47.25 Siebend. Eisenbahn .172.— Kais. Franz-Iosefsb.. 192.— Fünft.-Barcser E.-B. i?4 5.^ Alföld-Fium. Bahn . 174.L5^ 94.— 95.— 86.— 94.— 79.75 80.-83.- 84.— 77.50^ 78.- /21--255.40 862.— 316.— 380.— 94.-»50.-S292 195.4« 216.25 247.75 172 25 192 50 175.50 175.- Nation. ö.W. verloSb. Ung. Bod.-Creditanst. Lllg.öft.Bod.-Credit. dto. rn 33 I. rückz. . 93.50 93.72 90.7.^ 91.25 107.25!107.50 90.-1 90.25 Oeft. Hypoth.-Bank. k'rtorttLts-adLI^. Sndb.-Gel. zuüoo Fr. dto. BonS 6 pCt. Nordb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.(200fl.ö.W.) Nudolfsb.(300fl.ö.W.) Franz-Jos. (LOOfl.S.) I.OSV. Credit 100 fl. ö. W. . Don.-Dampfsch.-Ges. ^ zu 100 fl. CM. . . l Triefter 100 fl. CM. . dto. 50 fl. ö.W. . Ofener . 40 fl. ö.W. Salm . „ 40 „ ialffy . „ 40 „ larv . „ 40 „ St. GenoiS„ 40 „ ?vindischgrätz 20 „ Waldftein . 20 „ Keglevich . io ^ RudolfSstift. lOö.W. IVoo1rssL(3 Mon.) AugSb. 100 fl. südd.W. Franks. 100 fl. „ ^ London 10 Pf. Sterl. Paris ioo Francs . ütais. Münz-Ducaten. 20-Franc^flück. . . BereinSthaler . . . Silber . . Geld war. 98.— — 116.— 116 50 246.50 247.-94.50 94.70 91.70 9».9-92.25 92.50 96.— 96.20 161.50 162.— 99.75 100.-122 50 123 50 61.— 63.-33.— , 34.-40.— 41.-3-.50! 31.-36.— 37.- 29.50 30.50 20.50 22.-17.— 14.50 98.75 99.— 118.80 47.25 5.69» 9.50' 1.76 116.75 21.- 22.5-. 18.- 15.50 9!' — 89 25 119 — 47.50 5.71' 9.51 1.77 117.— Wegen Linienstörung ist der telegrafische Wechselkurs ausgeblieben. Verlosung. (Ofner Lose.> Bei der am 15. Juni 1870 zn Ofen vorgeuommencu 17. Berlosnng der Lotterie-Anleike der Stadt Ofen fiel der Haupttreffer mit 30.000 fl. auf Nr. 38.103, der zweite Treffer mit l000 fl. auf Nr. 27.094; ferner gewinnen je 200 fl. Nr 1520, 11,174, 16.785, 26.256, 37.189; je 100 fl. Nr. 4619, 6523, 8497, 11.024, 11.488, 14.022, 14.164, 15.682, 16.363, 17.06?, 24.791, 25.436, 25.436, 28.687, 37.772, 39.918, 44.988, 45.472, 46,692. < ttl» Lt. Petcrsliocstadt Nr. 2 im Mcher'schen Hanse, wasserseits, werden echte Weine zn 36, 40 und 48 kr. die Maß ausgeschänkt. Der Gefertigte ladet zu zahlreichem Besuch. (244) Andreas Dolliner. Die seit vielen ^Lliren bestellende (100-16) cler k. k. ersten lrmclesbelii^teu IL In < Irreal lies I I < . bekaililt äurcll ilir aiis^exeieliliete» Fabrikat, von vvelekem äie ?ie>86 iieusrtliii^s deäsuteiiä lier-Li>)F686txt sind, dekmlet sioli noeli immer dei Liiiikei I» L r:rr» , ^»»» Xlk Dirs uoeli voriÄtliigs öS:,,-destekenä i» I^eioeu- nnä Laum-vo1!-1s,§- uuä Ko,el>tliemäei>, I^einsn- unä LauiinvoII-gestriclctsL ^vvirustrümpkLN, viril xu be-ävuteuä livraligesetxteii krsisen gäv^licll ausverlcaust. Lungentuberkulose; Brust- u. Hals - Krankheiten, werden naturgemäß, ohne innerliche Medikamente durch ein seit Jahren bewährtes, einfach es Verfahren, geheilt. Adr.: Ul. Nottniann inAschaffcnlmrn a. M. (Gegenseitig 1'i'niic-o,) (228-2) S ^ ' ' - -- - knm hiemit an, Schwimm schiü-Erössllililg. Das gefertigte Komitee zeiAt dem x. t, Pnbli' ^ r.: Schwimmponton an der -X ^ Laibach wieder ausgestellt wurde und die Bade- ZE -v» AA Saison eröffnet ist. ^ Der Beitrag für die ganze Saison beträgt für ^ Frcischwimmer 4 fl, für schwimmen Lernende 6 fl. Außerdem werden Heuer Abonnements-Karten auf 12 Bäder ausgegeben nnd kosten solche 1 fl. M Die Norinittagsstunden von 9 bis 11 Uhr sind KA für Damen refervirt. Die Abonnementsgebühren werden im Borans entrichtet. Abonnements- nnd Saijonkarten sind sowohl in der Schwimmfchnle als auch in der Buchhandlung v. HoininL^r L, LLmdsrx zu haben, (289—3) VL8 Komitee der Llübacher Schwimmschnl-Gesellschaft. ;c Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (i6—ii2) heilt brieflich der Spcjialarzt für Epilepsie Doktor «». in Berlin, jetzt: Lonifenstraße 45. — Bereits überHnndert geheilt. I Fklltchntzkil jeder Größe, nnt und ohne Schlauchvorrichtung, zu verschiedenen Preisen, nnd für Gemeinden mit der Begünstigung rnlcnwciscr Abzahlung, weiters Notirende WeiuMllpcn, mit denen man bis 60 (s-imcr in der Stunde Überschänken kann, sind zn haben in der Glocken- und Metallgießerei, mechanischen Werkstätte von HUx'il 8iM»«88a in Laibach. (26-12) -Z ? -c« ..... <7."r vk-iginsl MliMLsclüiisn zu herabgesetzten Preisen, dcrcn Borzüftlichkeit allgcmciii anerkannt ist; original-amerikanisch und deutsches Fa brikat: ^Viu elei L >Vil8ou, 8in« <>r, I'Ieuei L lieEi', limerieriii 8e^vin^ mn-sliiu Lo. iu Uoiltie.il, Oruvvr L Huk«;!'. Verschiedene Handmaschinen. Für Schneider, Schuhmacher und Sattler besonders schwere Maschinen, welche Howe übertreffen. Auswärtige Aufträge werden prompt esfektuirt. Auch werden Maschinen auf Rateu-Abzah-luug hiiitaugegcben. (69—6) Garantie sechs Jahre. Xar-olms im Geschäftölokale des Kuilliol/er, Kongretzplatz Nr. 25. VW" Gesucht werden -WW D vom Unterzeichneten bis Michaeli d. I. am Hauptplatze oder in Ä dessen unmittelbarer Nähe größere, wo möglich Z ebenerdige Lokaklülen, U welche zur Aufnahme von Magazinen geeignet sind. (236-2) ^UUUUUUUUUUUUUNNNNUUUUUNUWUUUUUUMNUUUUNUUM Verleger und für rie R-daktion veranrwortlich: Ottomar Bamberg. Druck don Jgn. v. Kletnmavr L Ked. Baw^berg in Laldach.