^ «s Sonntag den 84. April 1881. XX. Zahrgallg> Die Marburge? Zeitung" erscheint jeden Soiintag. Mittlvoch und Kreiwg. Preise — sü, Marburg ganzjährig 6 fl., halbjäl,rig 8 fl., vierteljälirig 1 fl. 50 kr.: fiir Austeilung in» Haus monatlich 10 kr. — mit Poslversendung: ganzjöhriq 8 sl.. balbjiihrig 4 ff., vierteljährig 2 st. JnsertionSgebiihr 8 kr. per Zeile. Kit „Südsttirischt Pajt" «nd Vtrsöhnongshtuchtlki. Es ist wahr, der herzlichste Willkomm war es nicht, den die alte „Marburgerin" der neuen Kollegitl entgegenbrachte. Gleich nach dem ersten Erscheinen der „Südst. Post" versäumteil wir es tlicht, das Programm des neueil Blattes zu prttsen, die Worte voll der Sache, den Scheili von der Wahrheit zll trenllen llild ailf Grund dessen seinell von ihm selbst sorgsanl maskirten Standpunkt klar zu legell. Dab mir damit im Sinne der hiesigeil Vevölkerllng halidelten, dessen waren wir in Hinsicht auf alle bisherigen öffentlicheil Kundgebungen derselben von vorn-hereiu gelviß; eine weitere Bestätigulig dieser unserer Neberzengnilg lieferte der Umstand, daß die alte, bisher so harmlose ^Vkarburgeriil" unerwarteter Weise mit eiuem gelvissen jugendlichen Feuer die Polemik gegen das neue Jollrtlal ailfnahm; denll ohlle Zllthiln der Redaktion liefen von dell verschiedensten Seiten, aus der Stadt und von außeil, polemische Beiträge eiil, welche, theils im ernstelt, theils im scherzhaften Tone, alle den einen Zweck ver-folgtell, die Unallfrichtigkeit des gegnerischen Blattes zll brandmarken. Die „Südst. P." erwidert diesen Vorivurf ill der von ulls erlvarteten, ihrer Versiihnuligs-maske eiltsprechendeil Weise. Die Herren von der „Marburger Zeitllng", sagt sie, wollen eiilmal von Versöhnung nichts wisse»:, sie könl^en es nicht ertragen, das Alldere anderer Meinllng silld, als sie, und dieselbe öffentlich Mlssprechen. Auf diesen Vorlvurf wollen wir für heilte antworten. Es gibt itl ul^serer Stadt ulld in Siid- steierlnark i'lberhanpt charaktervolle, intelligente Männer, die wir persönlich hochschätzen, die aber iil politischeil Dingen, namentlich in der natiollalen Frage zll unseren Gegnern gehören. Wir seheil ilnn llicht eiil, wanlln ilicht diese Mäilner ol)ile Winkelzüge ulld allf gerade ln Wege ihre Sache uild ihre Forderllngen zuin pltblizistischell Allsdrnck bringeil sollteil. Einem solchen offenen Parteiorgane gegenüber lMten wir es llns gewiß zllr Aufgabe gelnacht, ullsere Sache eiltschieden zu vertreteil, dabei aber jeder nicht zur Sache gehörigell Polelllik möglichst alts dem Wege zll gehen. Weltil ilun aber ein Blatt in Wirklichteit das allsgesprochenste Par-teiorgail ist nnd alle iln Parteikampfe vorkom-mellden Kllnstgriffe der Entstellinig und des VerschweigellS wichtiger Thatsachen anweildet, dabei aber sich den Schein gibt, als gehöre es keiner Partei all, — lveiln es alle Fordernngeil der einell, nämlich der slavisch-klerikalen Partei vertritt und für den reüichen Kmnpf der Deilt-schell um ihre alteit, wohlbegruildeten Borrechte nur hämische Ansfälle kennt, dabei aber die gleißnerische Rolle des Verlnittlers und Versöhners spielt uud ailf diese Weise dem Publikum Saild in die Augen streut, so habeil wir keiile andere Waffe, als diejeilige, welche wir bisher geführt, nämlich dies Manöver als das zu bezeichneit, was es ist, — als Trug Ulld Heuchelei. — Gewiß, das silld harte Worte; aber wir köilnell deren Berech tigllng auch belveiseii. „Das hellte ins Leben tretellde Organ wird iveder dieser, noch jener Partei nilbedingte Heeresfolge leisteil;---es wird die Tagesereiglliffe objektiv Ulld llllverfnlscht iviedergeben — uild dem Leser die ElUscheidnng ulld das Urtheil anheilnstellen u. s. w." Atit diesen Wortell hat sich die „Südst. P." eingefi'lhrt. Wie sie ilun dieses Versprechen der Objektivität bisher gehalten hat, wollen wir aus eilligell Beispielen sehen. Die Verifikation der Wahl des pol-lnscheil Abgeordlleteil Pllzyiia berichtet die „Südst. P." ill eiiler Welse, als wäre gar llichts Besollderes bei jeller Wahl vorgefallen. Von der ltnglaublicheil Vergewaltignng der Ruthelleil, von den von der Regieliulg selbst zllgestaildenell Ullkorrektheiteil, voll deln Uln-stande, daß Puzl)na trotz aller nnerhörteil Wahlllllüriebe nur llin etlva ö oder 7 Stimlneil seillem rllthellischeil Gegller vorallS lvar, von allen diesen nilbestrittenem Ereignissen berichtet die „objektive" S. P. kein Wort. Bei der Schaffung des Gebäudesteiler-Gesetzes giilg es nach ihreln Berichte ebenfalls ganz korrekt Uild glatt her. Daß a l l e Aiilendenlents, lvelche von der verfassllngstrellell Seite eingebracht lvllrdeil, abgelehnt, alle voil der Rechten alls-gehendell Anträge angenolllmen wllrden, daß man die widersprechendsten Beschlüsse faßte und zlvar deswegen, weil jedesmal nicht der Inhalt des Alltrages, sollderil die Person des Antragstellers entschied, daß die Majorität es für überfli'lssig erachtete, irgelldwelche Grüilde ihrer Abstilmnllllg ailzugebell, alles dies verschweigt die „Südst. P." allfs sorgfältigste ulld geberdet sich dabei als „objektive" Berichtersiatterill. — Und nun eill Wort über jenell Ailfsatz über die Grulldsteuerregnlierllng, ivegeil dessell sich llnsere Gegnerin ill so geschlllackvoller Weise selbst einen Fleißzettel allsstellt. Die eiilzelneil Daten in dieser Frage verdankt das Blatt deln liberalen Grafell AttelllS llild der liberaleil „Tagespost." Wäre die letztere nicht so ailf-richtig gelvesell, die gailze Wahrheit zll sagen, auch welln sie dabei Fehler aufdecken lnußte. Iieuilleton. DtrArsprmg des türkischea Salbmolidts. Ueber den Ursprung de« türkischen Halbmonde» stnd verschiedene Ansichten verbreitet. Die gewöhnliche lSrklärung, die auch tllrzltch wieder einen Verthetdiger gesunden, ist solgetlde von Samuel Wahl in dem berühmten Werte: .»Der Koran", Halle 1823, milgetheilte: Mu-hammed soll im zehnten Jahre setner Mission vor einer groben Volksmenge, die ihn seindlicv behandelte, durch ein bloßes Zeichen seiner Hand den Mond in zwei Hälften gespaltet haben. Daß nur die sunnitischen Türken, die neben ihrer hl. Schrift, dem Koran, auch die Ueber-lieferung, b. i. die Sünna, heilig halten, den Halbmond als Zeichen sllhren, während ihn dte Ichlilischen Perser, die ausschließlich den Koran anerkennen, die Sünna dagegen ver-Wersen, nicht haben, fällt jedenfalls sür den Werth dieser Hypothrie schwer ins Gewicht und verleiht ihr eine bedeutende Stütze. Allein ausschlaggebend ist dieser Umstand deshalb nicht; denn auch die beiden anderen Hypothesen, die den Ursprung de» türkischen Halbmondes zu erklären versuchen, sind derart, daß es leicht veiständllch wird, warum gerade die Türken den Halbmand als Wahrzeichen haben, die persischen Muhammedaner aber nicht. Die obige Erzählung, die erst viel spätcr entstand, ist zweifellos nichts anderes als ein ganz naheliegender Erklärungsversuch, um den Unterschied zwischen SunnitiSmuS und Schiitis-mua in dieser Beziehung zu deuten. Sie gehört zu jenen geschichtlichen Märchen, die für ähnliche Fälle zu Hunderten und Hunderten ge-schaffen wurden. Nach einer anderen Ansicht hätten die Türken nach der Eroberung Kon-iiantinopels ^das alte Symbol von Byzanz", den Halbmond als eigenes Nationalzeichen angenommen. Abgesehen von der Unwahrscheinlichkeit, daß die sanatischen Moslim's, deren Bandalis-mus gegen die klassischen Ueberreste des grie« chischen Allerthums hinlänglich bekannt ist. nie« mals als Abzeichen ein Symbol, das einem national und religiös so vollständig fremden Volke angehörte, angenommen hätten, steht dieser Ansicht auch der Umstand entgegen, daß die Titrken den Haltimond schon viel früher, in der Zeit nämlich, da sie Asiens Grenzen noch nicht liberschritten hatten, als Lchmuck s,1r ihre Kriegsfahnen benützten. Diese Ansicht ist demnach noch viel weniger berechtigt und begründet, als die früher vorgebrachte. iSs bleibt demnach nur mehr die dritte Hypothese übrig, die von dem dänischen Historiker Friedrich Schiern ausgestellt wurde,* wor-nach die Verehrung des Halbmonde« von Seile der Türken altaischen Ursprunges ist und aus der Zeit stammt, in welcher dieselben noch nicht dem Islam huldigteil, sondern in den 'l' Om vprinäslson til noelo osmauiglco trsditionor, otk'rodorj^ Lokisra. öiaoeo Anschauungen deS Schamanenthums, wie e» im ganzen nördlichen Asien damals kultivirt wurde, verstrickt waren. Diese sinnige Hypothese findet eine merkwürdige Bestätigung ln dem Umstand, daß der chinesische Schriftsteller Meng-hung, der zur Zeit lebte, als Tschlngiskhan die große chinesische Mauer bezwang und im Norden Chinas das ausgedehnte Mongolenreich begründete (um 1209), bei der Darstellung jener Ereignisse unter anderem erwähnt, daß die Tatarensahne mit neun weißen Roßschweisen und einem Halbmond geschmückt war. Unterstützt wird Schiern's Hypothese wesentlich dadurch, daß die Türken auch noch andere Ätten und Gewohnheiten in ihrem reli-l giösen und sozialen Leben ausweisen, die ihre lalarlsche Abkunft nicht z>^ läugnen vermögen. ' Neben dieser letzten Hypothese haben die früher erwähnten nicht mehr den Rang der Gleichberechtigung, weil schwerwiegende innere Gründe gegen ihre Zulüssigkeit sprechen. Auch il» der Zauberer spielt der Halbmond eine Rolle. Als Beleg können lvir die sogenannten Pinzgermesier anführen. Es sind dies Messer, die auf der Klinge neun Kreuze und neun Halbmonde eingegraben haben. Wirst man eln solches Messer in Hagel, Wind oder Wetter, so fährt es, wie der Glaube ging, in den Leib der Wetterhexe, die es nicht melzr herauszubringen vermag. Solche Messer werden noch heutzutage in manchen Bauernhäusern llnterlnnthals ^Tirol) ausb,w.ihrt. welche von der liberalen Partei begangen wurden, so wäre der volkswirtl)sÄiastliche Pro-ptiet der „Siidst. P." l^ar nicht in der Lage gewesen, seine Wei^lieit leuchten zu lassen, '^iun ist aber gerade jener Aussatz alles elier, al<' odiektiv gehalten. Wenn es dem Verfasser zll tt)un ivar, die Frage wal)rlieitsgenläß zu beleuchten, warlnn verschwieg er jene geheimen Abmachungen zu Gunsten der Polen, welche von Walterskirchen beliauptet, vmn klerikalen Toblliammer bestätigt und voi: Niemanden! widerlegt worden sind? Warunl verschwieg er die unleugbare Ibatsache, daß diktier noch gar Niemand, weder Negierilng, noch ein Abgeordneter, noch ein Parteiblatt auf jene drei gewaltigen Frageil des Abgeordneten Wallerskirchen: „Ist es walir oder nicht walir — i'" eine Antwort auch nur versucht liat? — Außer der „Versi)hnung" werden die volkü-wirtt)schastlichen Interessen mit Vorliebe als Trumpf ausgespielt. „Das Volk duldet nur jenen Zwiespalt der Meinungen, welcher sich ans wirthschaftliche Interessen bezieht." Hier t)at sich die Unaufrichtigkeit in ihren eigenen Schlingen gefailgen. Soll nämlich dieser Satz einen Sinn haben, so kann es nur der seilt, daß die VolkSvertretllng sich nur mit wirth-schaftlichen Fragen beschäftigen solle, und daß alle auf andere Dinge sich beziehende Anträge, welche einen Zwiespalt der ^^ieinungen hervorrufen, vom ll^ebel seien. Es hat detnnach die „Siidst. P." mit der vorerwähntell Aeußerung alle nationalen Forderuugen in Hinsicht auf Sprache und Unterrichtsanstalten puro et simple verworfen; denn alle diese Forderungen sind nicht wirthschaftlicher Natur und verursachen einen ganz bedeutenden Zwiespalt der Meinungen. Ta nun aber fast jede Zeile des genannten Blattes zeigt, daß es eben diesen nationalen Bestrebungen dient, so ist der Beweis erbracht, daß die Herren Siidsteirischen so schreiben und entgegengesetzt denken. Das ist das System der — Versöhnungsheuchelei. politische Wochen-Ziundschau. Ter Ostersonntag brachte uns die Nachricht, daß nun die Tschechen ihre Universität haben sollen. Eine kaiserliche Entschließung vom 10. April beaustragt den Unterrichtsminister es zu veranlasien, daß die Prager Universität in eine deutsche und tschechische getheilt werde. Ter alte Name Karolo-Ferdinandea soll für beide gelten und an dem Vermiigen sollen beide participiren. Mit 1. Oktober dieses Jahres wird zunächst die philosophische und juridische Facultät eingerichtet werden; die Erweiterung durch die medizinische Facultät hoffen die Tsche^ chell im folgenden Jahre zu erlangen. Zugleich wird der Minister aufgefordert Vorsorge zu treffen, daß Hörer der tschechischen Universität, welche in den Staatsdienst übertreten, der deutschen Sprache vollkommen mächtig seien. Tie Tschechen haben also für die Ultter-stützung, die ne dem Ministeriunr angedeihen ließen, ihre Belohnung erhalten und haben nun (^Gelegenheit ihre „Produktivität", die auf anderem Gebiete fast sprichwörtlich geworden ist, auch auf wisienschaftlichem Gebiete zu erweisen. Zunächst wird nun die Rekrutierung für den Lehrkörper der tschechischen Universität stattfinden; daß man dabei nicht besondere Schwierigkeiten zu überwinden haben wird, ist selbstverständlich, da ja die Tschechen nur unter sich sein werden. Denn kaum wird sich jemand, der nicht das t^lüct hat der großen bi^hmischen Nation anzugehöreu, seine Zunge für die „so wohlklingende Sprache" einrichten, um sich an einer gelehrten Emanation einer tschechischen lijröße erbauen zu können. Welcher Wettstreit wird nun zwischen der Prager tschechischen und der Agramer Universität entstellen, sich ihre diversen Zierden abzufischen. lijanz zufrieden sind natiirlich die Tschechen noch nicht. Das beweisen die Vorgänge im .ttoliner politischen Verein. Als der Abgeord^ nete Hevera über die Lage reserirt hatte, ?vurde wieder viel geklagt über die Unterdrückung der Tschechen. Besonders wollte es den Herren Nlcht behagen, daß von den absolvirten Hörern der künftigen tschechischen Universität, welche in den Staatsdienst übertreten, die Kenntniß der deutschen Sprache verlangt werden soll, da ja anch die Hiirer der deutschen lliliversität uicht tschechisch lernen miissen. Die trefflichen Ätänner übersetzen ganz «dabei, daß das Gebiet der delltschell Sprache doch ein wenig weiter reicht als das der tschechischen. Anch hat die deutsche Sprache für Oesterreich als faktische Staatssprache die allergrößte Bedeutung. Freilich treten sie nun schon niit der Forderung t)ervor, daß alle Aemter iil Böhmen und Mähren tsche-chisirt werden sollen. Ebenso sollen Tschechensöhne in den Aemtern zu Wien und Prag im Verhältniß „znr Zahl, Intelligenz und Produktivität der Nation" llntergebracht werden. Bisher war man natürlich gewohnt, bei Anstellungen sich nach der Tüchtigkeit der Beiver-ber zu richten. In Zuknnft soll nach der etwas naiven Forderung dieser Herren zunächst eine Anzahl von Stellen für die Tschecheilsöhne re-servirt werden. Was dann übrig bleibt, nun dabei könnte ja der bisherige Modus beibehalten werden. Recht hübsche Aussichten! Die Jungtschechen, die im Parlamente fein still seill müssen, benützen nuu die Ferien dazu, um sich wieder einmal allSzuschimpfen, nach Wiederaufnahme der Verhandlungen des Neichsrathes werden sie natürlich wieder gehorsam der ausgegebenen Parole klein bei-gebelt. So wurden im jungtschechischen Klub die Abgeordneten Dr. Trojan und Professor Tonner heftig angegriffen und der Negierung, die gar nichts für die Tschechen thue, das Mißtrauen votirt. Nun, man sollte glauben, die Herren können sich kaum eine willfäl)rigere Regierung wünsck)en. Fi'lr die Budgetdebatte, die nächste Woche beginnen wird, sind also die Wege so ziemlich geebnet. Die Polen haben ihre Transversalbahn, die Tschechen ihre Universität, nun ltnd die Slovenen die Laibacher Präparandien zur Hälfte. Einige Brocken können ja noch während der Debatte selbst abfallen. Daß auch für die Klerikalen etwas geschehen wird, ist selbstverständlich; denn umsonst werden sie diesmal ihre so nothwendigen Stimmen nicht hergeben. Eine wahrhaft widerwärtige Agitation wurde vergangene Woche zu Brünn in Szene gesetzt, weil der zum Primararzte der mährischen Landeskrankenanstalt ernannte Dr. Breil-ner kein Tscheche ist. Nebenbei sei bemerkt, daß Dr. Brenner die Stelle erhielt, weil er unter allen Bewerbern die beste Qualifikation besaß. Der einzige Makel, der ihm anhaftet, ist der Mangel der tschechischen Geburt. Das eigentliche Motiv, von dem sich die Hetzer leiten lasien, ist jedoch der Wunsch nach Auflösung des mährischen Landtages; durch Neuwahlen, die natürlich unter Hochdruck vorgenommen werden könnten, hoffen sie ihre Stellung zu verstärken. Die Ersatzwahl für den mit Tod abgegangenen Dr. Brestel hat im ersten Wiener Bezirk stattgefunden, und es entfielen von 1386 abgegebenen Stimmen auf Dr. Moriz Weitlof, den Präsidenten des deutschen Schulvereins. Die Wählerschaft des ersten Bezirkes von Wien hat damit Zeugniß abgelegt von ihrer echt freisinnigen und deutschen Gesinnung. Es ist dies Votum der Wiel»er Wähler bei dem Umstände, daß die Deutschen Oesterreichs allein die Träger des Staatsgedankens sind, eine wahrhaft patriotische That. Das hiesige Versöhnungsblatt ließ sich zwar ans Wieil mittheilen, daß die Wahlversmnmlnng lmgemein flau verlief und „nur etwa hundert Juden ail-wesend waren, welche den Advokaten Weitlof auf den Schild hoben", doch war der Einfluß der „Südsteirischen" offenbar nicht hinlänglich stark, um die Wahl zll hintertreibeil. Wahrscheinlich wurde sie diesmal nicht von der „vielgelesenen Tribüne" zitirt. Was den „Ersten niederösterreichischen Vanernparteitag anbelangt, der anl Ostermontag in Wien abgehalten wnrde, so suchen die Blätter von der Gegeupartei aus seinem Verlaufe für ihre desperaten Zwecke Kapital zu schlagen. In Wahrheit zeigt er, daß die acht^ jährige Schulpflicht, die von ge»visser Seite so sehr angefeil,det wird, für den Bauernstand nicht minder nothwendig ist, wie für die anderen Volksklassen. Bildung ist es vor allem, was dem Bauer noth thut. Die konfllsen Ideen, welche auf jener merkwiirdigen VersamnUung zlnn Ausdrucke gebracht lvurdeu, geben uns ein Beispiel, lvohin langjährige klerikale Bevor-nlundung führt. Nicht der liberalen Partei haben die Bauern ihre Nothlage zu verdanke«; sie hat ihnen die Mittel gegeben, ihre Verhältnisse zn verbessern. Denn Kenntnisse sind in unserer Zeit vor aUenl nothwendig. Wenn der Bauer den heutigen komplizierte!! Verhältnissen nicht gewachsen ist, so haben dies die Dunkelmänner verschuldet, welche ihn be-wllßter Weise der geistigen Versinnpfnng ent-gegenführten. England hat diese Woche einen großen Verlust durch das Hinscheiden Lord BeoconS« field's erlitten. Er war einer der größtell Staatsmänner de» Inselreiches und setzte sllr dessen Machtstellung seine besten Kräsle ein. In Rußland steht e» noch immer traurig au». Der Ezar ist trotz der umfassendsten Vor« stcht»mabregeln seine» Leben« nicht sicher. Da« einzige Mittel, welche« Rnßland den inneren Frieden geben könnte, Befreiung de» Volke« von der Jahrhunderte langen geistigen Knech« tung, hat noch immer keine Aussicht, angewendet zu werden. Die Erlheilung einer Verjassung soll der Ezar perhorreszieren. Zur Geschichte des Tages. Die Wähler der inneren Stadt Wien haben der Regierung gegenüber den klarsten Standpunkt eingenommen, der nach Verfassung und Gesetz möglich ist. Die Stimm« berechtigten kttren zum Nachfolger de» verstor« l,enen Brestel dm lOdmann de» Deutschen Schulvereine«. Da« ist deutsch und frei ge» sprachen und die Hauptstadt de» Reiche» ist'», oie ihr politisch-nationale» Urtheil abgegeben. Der Diktator von Rußland, Loci«-Melikoff, wird zurllcktreten — an» Gesundheit«-rückstchten, wie die amtliche Begründung auch an der Newa lautet, in der That aber nur, weil seine Gewalt stch mit der Autorität de« Kaiser» nicht verträgt. Diese Autorität wieder herzustellen und möglichst krästig zu wahren, ist da« eifrigste Bemühen Alexander III., welcher sein will, wa» der Name vedentet — Selbstherrscher. Da» Hau» Romanoff besitzt nur einen Grohsürsten, welcher sähig ist, westeuropäisch zu denken und dieser Eine sitzt hinter Achloß und Riegel und da« Volk, von welchem da» Heil kommen soll, glotzt the»lnahmslos zu den Fenstern de« Gefangenen empor. Die Pforte, welcher Europa gegen die Hellenen kaum ein wenig Lust gemacht, will nun versuchen, die Albanier zu bändigen. Die bewaffneten Schaaren der Bergstämme und die Regierungstruppen stehen einander so zahlreich und so nahe gegentlber, daß jeder Tag die Nachricht von einer Schlacht dringen kann. 0rigillar-Ztorreslioi»de»zcn. Jerusalem, 5. April Oesterrreich besitzt hler eln lehr schöne«, umfangreiche», an der via VvIIoroLa (Leidensftraßr) gelegenes Hospiz zur Ausnahme reicher und aimer Pilger. Diese» Pilgerhaus nun hatte man zur Ans« nähme Seiner k. Hoheit des Kronprinzen Ru« dolf thunlichst hergerichtet und mit allem hier nur möglichen Komsort versehen. Auch Kaljer Franz Joses wohnte seiner Zeit darin. Der Pascha von Jerusalem war vom Sultan ange« wiesen, den Prinzen al» Gast de« Sultans zn empfangen, sowie auch alle Kosten zu bestreiten. Der Pascha schloß nun mit emem Fremven« führer Namen» Alexander Howard einen Vertrag, n Person mit 65 Fr. per Tag zu übernehmen, wosür Kost, Zelten, Pferde und Be« diennng zu liesern waren. Aln 29. März mar man schon Morgen» um 10 Uhr in Calone, eine Stunde von Jerusalem entfernt ; da aber dasrlbst der seierliche Empsang aus 4 Uhr Aach-mittag angesagt war, so benutzte der Prinz die Zeit im Gebirge herumzustreifen, um Rebhühner oder wo möglich eine Gazelle zn treffen. Er trug lange Strümpse und kurze Hosen, so daß die Knie entblöst waren, was den Eingeborenen ganz sonderbar vorkam. Seit Mittag war Alles au« der Stadt htnauskeströmt, um den Krön-Prinzen zu sehen. Dag türtische Militär war seit 8 Uhr Morgen» schon 20 Minuten weil entgegengezogen und blieb den ganzen Tan über im Freien bei einer Hitze von 24 Grad E. Um ö Uhr endlich kam der Prinz mit seinem Gesolge und ungeheuerem türkischen Trob Sol-daten an, ward von Patriarchen und der übrigen Geistlichkeit empfangen. Beim Anblicke der Stadt stieg er und der Grobherzog v. Toeeana vom Pserde; Jeder lieb sich aus ein Knie nieder und verrichtete ein stille« Gebet. Der erste Gang war in die Kirche de« h. Grabe», wo der Pa. lriarch seinen Segen sprach, und von da in« österr. Pilgerhau«. Die Zelte slir die Landreise Halle man schon Mittag« außerhalb der Stadt ausgeschlagen in unserer nüchstei» Nähe, so dab die Wache in meinem Garten ausgelltllt war. Kaum angekommen, erklärte der Kronprinz, er werde in den Zelten im Freierr wohnen und ging gleich auch ohne weiteren Ausenthalt wieder zur Stadt hinau«. Wie e» scheint, ist der Kronprinz ein leidenschastlicher Jäger; jede sreie Minute benutzte er, einen Vogel oder wa« sich ihm bot, zu schieben. Freitag» suhr er nach Tantur, da« in der Rühe von Bethlehem aus einsamem Berge von den Johannitern oder Mal-theserrittern erbaute Ordenhau« mit einem Spital. Der Prinz hatte eine Ziege kaufen lassen, die man tödtete und Abends in» Freie warf, um Schakal» oder Hyänen anzulocken, deren e» hier eine grobe Menge gibt. Der Prinz blieb nun den größten Theil der Nacht auf der Lauer, e« zeigte stch jedoch nicht«. Von Tantur ging« nach Bethlehem, nach Mar Saba an« todte Meer, Jordan und so durch« Land, wo e« Ge legenheit zur Jagd genug gibt. Der Kronprinz Rudolf hat sich al» rüstiger, offener und ein-sacher Jüngling gezeigt, dem alle» schmeichelhafte, prunkende und stolze Wesen verhabt ist. Prag, 21. April. Also die Herren Tschechen haben »hre eigene Universttät! Wa» man vor einem Jahre noch sür e»n Ding der Unmög lichkeit gehalten hätte, ist nun zur Thatsache geworden. Wie das Natiünchen aber auch jubelt, wie e» den Kopf höher trägt und jede Gelegen, heit benützt. un» Deutschen in Prag sein mo» mentane» Uebergewicht zum Ausdruck zu bringen ! Diese Stimmung erstreckt stch vom groben Rieger bi» zum kleinsten Schusterbuben herab, der seinem Uebermuthe aus nationalen Festen Lust macht. Die Professionisten und dergleichen Leute haben hier nämlich nicht genug an den zwei kirchlichen Feiertagen, dem Ostersonntag und Ostermontag, ste machen sich schon seit erdenklichen Zeiten noch zwei weitere nationale Feiertage dazu, nämlich den Osterdienstag, genannt Stouhjock (Originalüberjetzung von Stroh sack) und Mittwoch, die Fidlovc.öta. Diese zwei letzten Feste werden in den angrenzenden in Bezug aus Prag diametral gegenüberliegenden lOrlschasten Bubei ö und Nuole abgehalten und stnd Volksfeste im wahren Sinne de» Worte«. Die ftine Welt dagegen, ebensalls von den endlich warm gewordenen Sonnenstrahlen in« Freie gelockt, versammelte sich dieser Tage in unserem schönen Vergnügung«orte Baumgarten, wo der Uebergang vom katarrhalischen Früh-lin^^e zum wirklichen durch eine diese« Jahr dort zum ersten Male konzertirende Militärmusikkapelle geseiert wurde. Promenirend er-sreuten wir un» an den seit dem voriqen Herbst vorgenommenen Erweiterungen und Verschönerungen der Anlagen, in denen unter anderm auf bunten Blumenbeeten ein verschlungene« R. und 8 der Vollendung entgegengeht. Bei diesem Anblick eilen unsere Gedanken stet« den erlauchten Trägern dieser Initialen entgegen, die wir nun lald so glücklich sein werden, in unseren Mauern zu begrüßen. Doch genug sür heute! Marburg, 21. März. „Die Froheleien der Marburger Zeitung" betitelt sich em sein sollender Abwehrartikel in ö der „Südsteirischen Post" und wie es bei einem Hetzorgane vom Schlage dieser Klaischbase nicht anders erwartet weiden kann, verläßt selbe den Ton einer aii-sttindigen Polemik, um sich in Gemeinheiten zu ergehen, ohne dabei im Stailde zu sein, di? in Ihrem geehrten Blatte angesiihrten Thatsachen entkräften oder widerlegen zu können. Es ist verzeihlich, wenn sich Le»lte erkiihnen, eiii fiir die Oefsentlichkeit bestimmtes Blatt zum Tuin-melplatze stylistischer Uebungen zu mach»?n, derell sich so umncher Schuljunge schünien wlirde, aber geradezu unverschänlt ist es, w^ü nian den Lesern am Schlüsse des besagten Artikels auszu--tischen wagt! Es ist kailnr denkbar, daß derartige Ergüße in einenl ailstündigen Nedaktionü-lokale ausgeheckt lverden köllnen, und dürste anzunehnrell sein, daß dem Verfasser desselben die Galle ins Gehirn gestiegell ist und ihm den Kopf auf eine Wcise verdreht hat, daß demselben eine kleine Kur, weiln atich nicht im Zucht-, so doch im Narrenbause dringend an- zurathen ist. M........ Frirdau, 2l. April. In dem 7>IIjKilo-meter großen Jagdrevier des Grasen Bonibelles in Opica wurde in der Zeit vom l. August 1880 bis 30. Jäiiner l88l mit Rücksicht auf die Schonzeit nachstehendes Wild eilegt: Nützliches Wild: 1289 Hasen V2 Enten 1097 Fasanen 10 l Waldschnepfen 775 Rebhühner 15 Kaninche,» 210 Wachteln 1 Rehbock. Summe :)K62. S südliches Wild: 355 Elsteril 23 Jltise 367 Krähen 38 Fuchse 106 Sperber 6 Wildkatzen 110 Wieseln 3 Marder 72 Habichte 2 Adler. 60 Eulen Sumnre l1t>2. Totalsumme 4824. Das Jntrressante dieses Verzeichnisses ist. das; in keinenl der Jagdgebiete in Oestereich.Ungarn in einein Jahre eine so große Sunrme von Fasanen und Hasen geschossen worden. NIarburger Nerichle. (Marburger Bier nach Jerusalem.) Der hiesige Brauereibesitzer Herr Thoma» Götz führt seine Waare auch nach Jerusalem au». Gelegentlich der Anwesenheit de» durchlauch-tigsten Kronprinzen Rudolf wurden dorthin zwanzig Kisten diese» braunen Stoffe» an den Direktor de» Pilgerhause» und einrge Gasthöfe gesandt und waren dieselben so rasch vergriffen, dab eine weitere Bestellung von zwanzig Kesten ersolgte — in diesem Jahre bereit« die vierte gleicher Qualität. Die Geschäste in Jerusalem and Jaffa vermittelt August Landholt, welcher — 24. März l. I. — Herrn Thomas Götz unter Anderem schreibt: „Ihr Bier hat jetzt den Sieg über die anderen au»ländischen Biere davongetragen." (Bezirkshauptmannschast Mar-bürg.) Herr Statthalterei^Rath Juliu» Seeder, nach der Beförderung noch mit der Leitung der hiesigen Bezirkshauptmannschast betraut, ist nun in» Gremium der Statthalterei einberusen worden. Dem Bezirk«hauptmann in Liezen, Herrn Alsons Pavich von Pfauenthal wird die angesuchte Uebersetzung in gleicher Eigenschasl nach Marburg bewilligt. (Ue bersa hre n.) Am 19. April Nacht« wurde zwischen Pettau und Moschganzen der Grundbesitzer Andrea« Golob au« Berstje vom Eilzug übersahren und aetödtet. (Die ..Südsteirische" und d ie „Fro-tzeleien der Marburgsr Zeitung".) Die „Südsteirische Post" hat in il)rer Nunnner vom 20. d. M. eine Korrespondenz aus Marburg unter dem Titel: „Die Frotzeleien der Marburger Zcitllng" gebracht. Äm Schlüsse dieser Korrespondenz heißt es: „In der Charfreitags-nnmnier Nr. 45 erlaiibt man sich die ganze christliche Damenwelt Marburgs zu iusnltiren mit einem als sehr „geistreich" bezeichneten Zitate: „Die Weiber lieben Gott nur, weil er wie eine Mannspeison abgebildet wird." An solchen Blasphemien kann nur Jenmnd Gefällen finden, der bis über die Ol)ren inr Nihilismus steckt und wegen gewisser Extravaganzen ins Zuchthans gehört." De« Vogel erkennen wir am Gefieder und am Krächzeii. Der .Korrespondent hat wohl nie vom deutschen Klassiker Johanll Paul Friedrich Nichter (Jean Paul) gehlirt. aus dessen Papieren wir „nachgelassene Gedanken" wiedergegeben, darunter auch jenes Zitat, welches d.ir Grimm der „Lndste!rlschei»" so gewaltig erregt. Dieser Korrespoildent weiß wohl auch nicht, taß Jean Paul als Mensch und Dichter ei,r Liebling der deutschen Fraueu gewesen, mit den Gebildetsten llnd Feinfühlendsten derselben in nuindlichenr und schriftlichein Berkehr gestandeil. Die Mit-theilnng dieser „nachgelasseneil G.daiiken" ist durch P. Nierlich iin „Delitschen ^^teich" erfolgt — in einenl Blatte, welches zu den geleseiisteil Deutschlmids zählt, und habeir die gedieqeusteil deutschen Zeitungeii Oesterreichs dieselben nachgedruckt. Uild diese Mittheiluiig soll eine „^ro-tzelei der „Martnlrger Zeitung" sein? Wie komnlt der fromme Korrespoildent zn der Be-hauptnilg: die gaiize christliche Dainenwelt Marburgs fiihle sich insnllirt'^ Nach seiiler Meinnilg bilden einige Betschwestern diese ganze Welt, die, we,ln sie ja die betreffende Nnminer der „Marburger Zeitilng" gelesen, gewiß nllr vom Korrespolldenteil dazu verleitet worden. Wo sitld denn die übrigen Danien. welche den Korrespondeiiten z»l ihreni Vertreter erkoreit uild be^mstragt, e nen deutschen Dichter und Denker zu beschimpfen niid Jeileil, der nur AllSspri'lche desselben verbreitet, init Kotl, zu bewerfen? lVerzeichniß der Mustergriiilde inl politifchen Bezirke Marburg.) Diefes Verzeichniß, von der hiesigen Bezirkshaupt-nlannfchaft herausgegeben, llNlfaßt alle Kulturgattungen und dürfte namentlich Genieinde-vöitreter, Grundblsitzer nild Käufer voil bäner-lich^n Liegenschaften interessiren. Uin an eiileul Beispiele zu zeigen, was l)ier geboteil wird, greisell wir die erste Nummer dieses Verzeich^ nisseü heraus; dieselbe larttet solgendermaßeii: „Nr. 1. Name der Gemeinde: Bnrgthor — Kultur: Acker — Bestandtheile der Krnnle: Angeschwemmter humusreicher Lehin mit etwas Sandbeimengung — Tiefe der Kruine: 14 bis 10 Zoll — Unterlage: Gleich dem Obergrnnd^, durchlassend Lage, Neignng il»ich der Hiin-melsgegend, Feuchtigkeitsgrad und sonstige besondere Eigenschaften: Sanft gegen Siiden ge» neigt, Feuchtigkeitsgrad angeinessen. Eignet sich zum Anban aller Fruchtgattuilgen und Fntter-kräuter vorzüglich. — Name und Wohnort des EigenthümerS: Alois Edler von Kriehuber in Marburg — Benennung der Lage: Jni Riede Melling. Parz. Nr. 199, 3 Joch, 4 9 HZKlafter — Etwaige bildliche Darstellung mit Angabe des GrenzilachbarS: Unregelnmßige läiullici^e Figur. Wlrd ringsherlmr von den Grundsti'lckel» des obigeu EigenthümerS begrenzt." (Zweigverein des patriotische ii Lande«' und Frauen'Hils«verein es.) Dieser Verein zählt bereit« 144 Mitglieder. Der Au«schuß besteht au« den Herreii: Dr. M. Reiser, Obmann — Dr. Arthur Mally, Obmaun'Stellvertreter — Dr. Amand Rak, Dr. Alexander Leonhardt, Han« Schmiderer, Bezilkshauptlnann Julius Seeder; au« de»» Frauen; Ida Reiser, Genppert, Tominknsch und Fräulein Marie Schmiderer. (Aus den Schiene n.) Am Freitag starb im hiesigen Militärspitale ern Hntzar. welcher mit zerinalmten Gllevmassen dorthin getiracht worden. Er hatte sich gegen 10 Uhr Nachts in selbstmörderischer Absicht auf die Schienen der Süddahn gelegt und gingen mehrere Züge über ihn, bis er früh morgen» belvußtlo«. iln Blute liegend aufgefunden ward. (In Angelegenheit der «Nrund. steuerregulirung.) In Thoma« Götz B,cr. Halle versammelten sich Samstag den 23. April über persönlich an dieselben ergangene Einladung die Gemeindevorstther des Beiiirkes Mardursi, um einer von dem hiesigen Advokaten Herrn Dr. Hirschhoser, einem praktischen nnd ersahrenen Landwirlhe versaßten Reklamation gegen die Grundeinschätzungen zuzustimmen. Diese Petition, welche von der Gemeinde als Gesammtheit au«geht, rst an die Bezirksschä« tzungskommiffion gerichtet nnd gibt allen be» gründeten Beschwerden offenen und Wahrheit«» getreuen Ausdruck. (Exekutiver Verkauf.) Die Dampfmühle „Styria" in Marburg, deren Erbauunq und Instandsetzung einen Betrag von über 300.000 fl. ö. W. erforderte, wurde gestern bei der dritten exekutiven Feilbietung von dem Vertreter der Innsbrucker Sparkasse, welche Tabularglüubigerin ist, um bö.400 fl. ö. W. erstanden. Ein trauriges Wahrzeichen für den Niedergang der wirthschaftUchen Verhältnisse. (Brautausstattungen.) Der Ver« waltungsrath des allgemeinen österreichisch, ungarischen Beamtenvereines hat beschlossen, anläßlich der Verlobung des Kronprinzen vier Brautausstattungen zu je 250 fl. an mittellose, verwaiste Töchter von ehemaligen Vereinsmit» gliedern zu verleihen» Der Lokalausschub Mar« bürg wurde von diesem Beschlüsse verständigt. Bewerbungsgesuche können bis längstens 26. April durch den Lokalausschub dem Verwal-tungsrathe übersandt werden. (Aus der Gemeindestube.) Morgen U Uhr Vormittag findet eine Sitzung des hiesigen Gemeinderathes statt. (Pöltschach — Sauerbrunn.) Den Herren: D. Glax und Genossen ist die Be-willigung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine breitspurige Eisenbahn Pöltschach— Sauerbrunn auf weitere sechs Monate verlängert worden. (Konzert.) Das Freitag den 2S. April Abends 8 Uhr im Kastnosaale stattgefundene Konzert der Pianistin Frau Toni Raab und des Violin-Virtuosen Herrn Marcello Rossi hatte einen glänzenden kllnstlerischen Erfolg, leider aber nur einen mäßigen Zuspruch. Frau Raab, eine begabte Schülerin des berühmten Meisters Liszt, entwickelte bei ihrem durchwegs verständigen Spiel eine Geläufigkeit, die allgemeines Staunen erregte und im „l.e3 Mi-Qvurs' au» Meyerbeer's Proset den Höhepunkt erreichte; einen ebenso angenehmen Eindruck machte bei den schwierigsten Passagen der reine und sichere Anschlag und die dabei beobachtete feine Nuaneierung. Die diskrete und tendentiöje Begleitung anläßlich der Violinpieeen bietet einen weiteren Vorzug der genannten Künstlerin. Sehr seelenvoll gestaltete sich auch das Spiel des lugendlichen Violin Virtuosen Herrn Mar. «cello Rossi, der bei der Handhabrmg seine« Instrumentes Eleganz, Slcherheit und Ruhe in vollendeter Weise verbindet und demselben di^ schönsten Töne zu entlocken versteht. Besonderen Effekt erzielte er mit dem einschmeichelnden Adagio der Sonate in V-moll für Klavier und Violin von Saint-Saens und mit der Faust. Phantasie von Wieniawski, bei welcher er Te. legenheit hatte, durch seine wunderbaren Fla-geolettöne da« Publikum zu entzücken. Den Ausführungen der genannten Talente wurde von Seite de« in jeder Beziehung zufriedengestellten Publikum« stürmischer Beifall zu Theil. (Druckfehler.) Im Berichte über das Tegetthoff'Denkmal ^oll e« heißen: Professor Fuß. Im Programm über die Festlichkeiten anläßlich der Vermählung de« Kronprinzen ist anstatt „Festeffen- zu lesen; Fe st messe. Eingesandt. „F r« h e l e i." Ruhe herrscht in Marburg zu nächtiger Stund. schnell dreht sich die Erde rund Empor strebt Einer aus kühlem Grund, Auf der Tegetthoff-Straße, so breit sie ist. Wimmelt er, wackelt er, zielt und schießt Wie ein Pfeil jetzt an den Hänsern dahin. Jetzt steht er und läßt sie vorlibir ziehn. Nun fchreitet er gegen die Mitte sürbaß: Die Mittelstrab ist doch die beste Straß, Wie die Mittelpartei die beste Partei, Hat von allen Wegen den bequemsten frei. Den Mann der Versöhnung reißt e« zur Rechten, In der Luft die Hände fuchteln und fechten; Dann strebt er wieder hin zur Linken, Macht gar, al« wollt' in die Knie er sinken. Doch wieder schnellt er sich muthig auf, Hält still, taucht an zu weiterem Lauf; Parteibewußtsein sährt in die Beine, O Du! in Deinem Verklärungsscheine, Echwesterschaft, holdselig«-, reine! Wa« glaubst Du, wer ist es, den ich meine? Zllittheilungen aus dem publikuin. Aloe! Schillerstraße. Danke für die Spende und Anerkennung — jedoch hat diesmal bewußte« St. einem anderen holden Wesen gegolten. _ Apoll. Wichtig für Wagenkeidende! Herrn Julius Schaumann. Apotheker in Stockerau. Ihr Magensalz, von Ihnen direkt bezogen, leistet nicht allein mir. sondern auch anderen Personen hier vorzügttche Dienste. Daher ich Äe ersuche, mir gegen Nachnahme wieder 6 Schachteln gefälligst zu senden. Hochachtend Johann Hurnaus in Helfenberg. Zu haben beim Erzeuger, landschaftlicher Apotheker in Stockerau und in allen renom-mirten Apotheken Oesterreich-Ungarns. Preis einer Schachtel 75 kr. Versandt von mindestens zwei Schachteln gegen Nachnahme. (35 Wir mache« hiedurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren K»uim»i»n in Uamdur« besonders anfmertsam. Es handelt sich hier um Original'Loose zu einer so reichlich mit Hauptgewinnen ausgestaltete» Verlookung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Betheiligung voraussehen läßt. Dieses lluternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besteu StaatSgarantieu geboten find und auch vorbenanntes H»uS durch ein stet» streng reelles Handeln uud Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. Zur Erhaltuug der Gesundheit! Die Roth-wendigkelt und Wohlthätigkeit einer rationellen ^Blut-reinigunAS-Cur im Friihjahre" filr den menschlichen Or-ganiSmuS ist von den größten Aerzten aller Zeiten nuer-kannt worden. Und doch beachten viele diese Nothwendigteit nicht. Jeder Mensch siihlt den Einfluß des tzrnhjahrS in seinem Körper; man wird atigespannt oder aufgeregt. daS Blut pulsirt heftiger. Viele, die das übrige Jahr timdurch gesund find, fühlen sich im Frühjahre nnwohl. Es stellen sich hausig Blutwallungen. Ohrensausen, Magenbeschwerden. Hömorrhoiden ein, Gichtkranke, die die ganze übrige Zeit ohne Schmerzen find, im Frühjahre bekommen sie lieftige Anfälle, kurz alle Leiden verschlimmern fich. Die Ursache hieiion liegt in der schlechten Beschaffenheit des BluteS, theilS ist dasselbe zu dick, enthält zu viel Faserstoff und Harnstiure (llrsache der Gicht) oder eS enthält andere scharfe Stoffe, die fich als Hautausschläge und Flechten offenbaren. Echleimmassen, überschuffige Galle (Ursache der Gelbsucht) und andere Prodiikle krankhafter Prozesse sind im Körper angehäuft und im Krühjahre sucht die Natnr alle diese fremden Stoffe, die oft lauge nubemerkt im Innern schlummern, auszustoßen. Pflicht eines jeden ist kS, ob er gesund oder krank ist, dieses heilsame Bestreben der Natur rechtzeitig durch eine rationelle BlutreinigungS« L.ur zu untersNitzeu, sollen nicht dieje Stoffe im Körper zurillkbleiben uud die Ursache schwerer Erkrankungen iverdeu. Das kräftigste uud beivährteste Mittel hiezu bleiben die von allkn Aerzten der Welt als daS beste BlutreinigungSnnttel anerkannte „Sarsaparilla" und die bequemste und ivirk-samste Form, dielelbe zu nehme», der „verstärkte zusammen-gesepte S a rsap ar il la-Sl)rup von I. Herbabni), Apotheker zur Barmherzigkeit in Wreu, VIl., Kaiserstraße Nr. V0. Dieser Syrup euihält alle wirksamen Bestandtl)eile der Sorsaparilla und vieler gleich vorzüglicher Mittel in conceiitrirtem Zustande nnd wirkt bubei erstaanlich rasch, mild und schmerzlos «nfliisend. Die mit der Earsaparilla erzielten Erfolge find weltbekannt, daher können wir auch Letzte Der Sonderausschuß des Herrenhause« be^ antragt, kaufmännische Geschäfte von den Be-silmmungkn de« Wuchergesetzes ailszunehmsu und den Zinsfuß zu streichen. Der junglschechische Klub in Prag erklärt, zur jetzigen Regierung kein Vertrauen zu haben, so lange die Beschwerden der Tschechen nicht beseitigt stnd. In Rußland soll die Zensur verschärft werden. Die Mächte werden zur Beschickung einer Konserenz eingeladen, welche Maßnahmen gegen die internationalen Revolutionäre be. rathen soll. Die Albanier sind bei Nesklil', I5,0l)0 Mann stark, von elf türtischen Batarljonen ge^ schlagen word«n. Derwisch Pascha verlangt trotzdem Verstärkung. Die französische Regierung dürste die Nationalversammlung noch vor dem 12. Mai be- huss Entscheidung der Kriegsfrage einberufen.___ Mtta«t»oztltch« Rttaktiv», «vd von Cdvard Svvschch m Nord«»,,. I. Herbabn»)'s verstärkten Sarsaparilla'Syrup, da er zu-anch billig ist (I Flac. 85 kr.), nur wSrmftenS em-pfehlen. Um ihn echt zu bekommen, verlange man stets ausdrücklich I. Herbabny'S verstärkten Earsaparilla-Syrup, uiid beziehe ihn entlveder direkt vom Erzeuger oder auS folgenden Depots: Marburg bei Herrn Apotheker I. Banralari. Eilli: I. Kupferschmied. Baumbach'S Erben. Apoth., Deutschlandsberg: Muller'S Erlieu, Graz: Auton Nedwed, Leibnih: O. Rußheim, Pettau: E. Behrbalk. Radkersbitr>j: t5üsar Andrieu. öI7icii«A88cN. kftrvorr. MV««-. ^ut«r!t. d«»t. vinptvdlv». VorrättiiA in allon ^insralwakgerbanli-lun^vl» unä ^pottislcsn. ^401 Ivgvtttl0if8tl-288S kl»-. 3l öMpLskIt (278 vm'ziUßliek fvills !Luvkvr, Itvi», ?dvo, Num, unä ApoiNvöls, eetitoil VvtQ Dtuaptmolzlo, dests uvKar LvIivviQLvtto, ItiQÜsvdillklzl un I 80N8ti6« 8pvvorvi-/^i'ti!(sl, so^vi« NNll 2U dillißsteu ?reig(Zn. Fahruiffen-Vtlfleigermg beim Wundsam'schen Weingarten im Wienergraöen. 3. 56°S. Ghjkt. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D. U. wird über Ansuchen der Amalia Schräm, Fanni Hauser, At)olf Wutldsam, Paula Wundsam und des mj. Julius Wundsam die freiioillige gerichtliche Versteigerung der dem mj. Juliu« Wundsam in Gemeinschaft mit seinen Geschwistern Frnu Amalia Schräm, Frau Fanni Hauser, Herrn Adolf und Frl. Panline Wundsam ge-höris^en, bei der Realität im Wiener-Graben, B. Nr. 425 aä Freidenegg befindlichen Fahrnisse im Schätzwerthe per 269 fl. bewilligt und zu deren Bornahme die einzige Togsohung aus den «A. April ISS» unmittelbar nach erfolgtem Verkaufe der Wein-gart-Reaiität der Frau Amalia Schräm in Roßbach mit dem Anhange angeordnet, daß hiebei die Fahrnisse auch unter dem Schatzwerthe Hinlangegeben werden. K. k. Bezirksj^ericht Marburg l. D. U. am 21. April 1881. Eine Nachtigall ist zu verkaufen in der Kmnz Josefstraße, HanS Nr. 43. (459 Bclschicdcne Möbel sind in der Miihlgasse, Haus Nr. 22 zu verkaufen. (460 Gasthaus in Pettau, gllter Postelt, lieben allstoßender Kslche, nebst Keller uud Holzlage, daun Zimluer ilu ersten Stock, sainlnt säiumtlicher Gast-haut^einrichtuuq, ist sofort ullter billigen Pachtbediugnissell lvet^ell auderer Geschltsts-übernal)lne ztt ubernehinen. Anfrage bei Herrn A u gustHelle r, Spenglerlneister ill Pettau Nr. 179. 4S2 Mit Vogen Beilage. ö«SlV ^ Beilage zu Rr. 49 der ^Marburqir öeiwng" ?. ?. von lilaMrg uvä HwZödiulZ! Oas l-Ierrsn- OamSn-IVlocjsn-QSseliäft von VT'iUz.slil» ^407 eiu reieksortirteg I^a^er von in^ ^olle von A. K.— »uk^ärts, in GSlckv von A. T.— aufwärts. Das I^eueste in 2u stkunenä billiL^en Dreisen, so- >vie eine riesige ^us^alil von von uoä äessinirten öaum- ^ol!- I^einenstotkvn. KleiedseitiK ewpfekle meine von lli bewilligten freiwilligen gerichtlichen Versteigerung der dem dg. Luranden Michael Parti gehörigen Realität Urb. Nr. 721'/« aä Burg Marburg die Tagsatzung auf den 4. Mai 1881 Vormittags 11 Uhr an Ort und Stelle der Realität mit dem Beisatze angeordnet worden, daß obige Realität hiebei nicht unter dem Schätzmerthe von 4644 fl. 80 kr. vkräußert wird und doh den intabulirten Pfandgläabigern ihre Pfandrechte ohne Rücksicht aus de» Verkaufs» preis vorbehalten bleiben. Schätzungs-Protokoll, Grundbuchs-Eztrakt und Lizitations-Bedingnlsse können hiergerichtS eingesehen werden. Die Realität besteht auS den Häusern Nr. 3 (Blumengasse) und Nr. 40 iMühlgasse) sammt Grundstücken. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D. U. am 6. März 1881._ ^nvmpt'vllluvK. IUvK»«r Ligonbau^sin Ä l-itsf 24 kr. n K8kr. i77t okes «/ss. 444^ Eine Wohnung mit 2 Zimmcrn, Sparhirdküche, Keller und Holzlage ist sogleich »u beziehen, öm» monatlich k fl. K5 kr. (44« _Mellingklstraße Rr. 6._ Eilte hoffeitige Wohltuitg mit drei Zimmern sammt Zugehör ist vom 1. Mai l. I. an in der Tegelthoffstrahe Nr. 3b zu vermiethen. (451 Eitle schölle WoiMllg, bkstthend aus 3 Zimmern, Küche, Spkistkammer und Holzlage, ist zu vermiethen im Hause Nr. 6 am Domplatze._^20 Gl« Buchbinder-Lehrjnnge stndet Aufnahme. Anfrage im r»s zur siche-ren Entscheidung kommen, darunter befinden sich ^Haupttreffer von event. ^rlc 400,000, spez. alie» 1 Gewinn 1 Gewinn I Gewinn 1 Gewinn !l Gewinn IäU50,000, ^150,000, Ickl00,000, »ll 7ö,000, ^ so,000, Z Gewinne ^ 40,000, 3 Gewinne ^ 80,000, 4 Gewinn ^ Aö,000, » Gewinne ^ 20,000, I L Gewinne üil 15M0, MT« 6»'sueÜ6N As/. «ntsnstö^enci a»elt-Aöösii Asnauö ^ci? 6»»s, c^t6 I^ooss, tos^c^s Sts oö c?e»' /tiö»' /ocis»' iiösI'sc^ie/c^ kosi'cksn am 7'6eo7nnta?tcii? te»» V6»'sa?icit, ?mci Ais? c!«» öösn/'a^/s i?» Asnommss» 1 Gewinn ^1A,000, 24 Gewinne lä 10,000, b Gewinne ^ 8000, t4 Gewinne bl 10S. Gewinne ZI Z63 Gewinne ^ 6>l Gewinne ^ 873 Gewinne Iii I0t0 Gewinne ^ '^8,SSV Gewinne A5 «to. «to. Die Gewinnziehungen find planmüßig festgestellt. Zur aiioksisn srstvn Gewinnziehung dieser großen vom Staate x^runtirtol» Geldverlvsuug kostet 1 »»u»o» Original-Looö nur 6 oder 1 Q»ldo> ^ „ M b „ l^ „ M « 1»»»,«» ^ Alle Aufträge werden »otort gegen ZlillivQäullss, L ?o»t«in»»KIuvxt oävr äsi L«tr»^o>^ , /uskuäune von mit der größten Gorgsalt auSaeführt und erhält Jeder.'s ^^°uiMvll, Kau»- »»» Wtchsllgrsqis» i- Aamvirg, iLill. uuä Vorkkuk allvi- ^rtsu Kt»tttvobliL^»tioQSv, lilissuliutiu-^lrtisu ullä )^lllotiou»Ivo»s. Wir daukeii hierdnrch fiir daS nnS seither ge« schenkte Vertraue» und indem wir bei Beginn der neuen Berloosniig zur «etheiligung einladen, wer. den wir uns auch sernerhin bestreben, durch stets proinpte und reelle Bedienung die volle Zufrieden» heit unserer geehrten Interessenten zu erlange». l430) voll ^ointtoxvvä. orl^altsa. / per?o»t»llvvi»uux Vor- uvä ^unams:.................................................... ^Volumuß: ?v3t: 80N3t-i^s nältt^rs ks^vieknun»: v v (FeZeliätts-I^IrvL'uuu K. Ich zeige hitmit ergebeust aii, daß ich am 1. d. M. im Hause dts Herrn Trethan in der Schulgasse mein eröffnet habe, nachdem ich zehn Jahre alS Zuschneider in der Schuhwaarensabrik dtS Herrn Kleinschuster zugebracht. — Bestellungen werden nach Maß und (von auswärts) nach Musterschuhen autgeführt, Reparaturen bestens besorgt. — Zsch empfehle mich^ zu recht zahlreichem Zuspruch. (331 Marburg. kvnvllikt ttUllS. A.iiürZZö. vo^viv alle in das und einseliMAiKen t^ekcl^üste eflektuirt svliilesl 6a» izankllsus I. >VjppIinxerktiA88e 45, vis-^-v!« äer öörse. 436 LorxmkQQ» Sommersprossen-Seift zurvoÜstandigen Entsernung der Sommersprossen empfiehlt Stück 4b kr. Ißi. !(ömg'L Apotheke in Marburp. ___(2V7 Rmser-Frailz-Iosefs-Kall Tiiffer llllter iiilkiermkllt villd verzeichnete Waareu sind aus einem durch und durch filöerwetssen Metall erzeugt, welches selbst nach langjährigem Gebrauch die ech^e Silberfarbe behält, tziir d.is Weißbleibeu stimmtlicher nachstehend verzeichneter Gegenstände wird auf Jitkrv Folgende '.i4 ^ Htiilt ^atent-Kchmuck-'^aferöestecke tosten zusammen nur N. 3.7?» und zwar I S Stüol^ > S „ ?»tvQt>Sodwuod^-V»fvIzx»doI». S „ ?»tv»t>SodmuoIc-Sxvi>vIöKsI. v „ ?»tovt-SodwuoIr-I^»Foo1öLkoI. Zusamnten 24 Atülk str den fabeUiaft billigen Preis von nur Ä schriftlicher Garantie filr Weißbleiben und guter Qualität. Bei gleich« < TF zeitiger Abnahme von 48 Stück dieser Bestecke liefern wir dieselben il» praktischen, direkt hierzu angefertigte!» Kantons, siir nnr fl. 7 alle 4tt StLick. Außerdem empfehlen wir: ^atent-Schmuck-Suppenschöpfer, Stiick 5l» kr.; Milchschöpftr» Patent, 35 kr.; Gemiiselöffel, massiv, Patent, 45 kr.; große Priisentirtasse Ljtj kr.; 1 Milch-Kanne, mittelaroß, st. L.5l); i Tlieekanne, mittelgroß, sl. 3; 1 Zuckerbüchse, ft^onnirt, mit Vekel, fi. I.ttlt; Znlkerbüchse, feinft gravirt, st. 8.4V; Tafelleuchter, elegant, hoch gothifche Fa^on, 1 Paar st. 2.25, dieselbe!» feinst gravirt fl. 3.25; Pfeffer- und Sali-behälter kr.; Elsig- und Oel-Gesiell, Ltheilig mit geschliffenem zirys^tallgla« st. 3.5V, 4theilig fl. 4.75; Tischfruerieng-Pyramide fl. 1.2V; labakdosen. gravirt, mit Sprung-deckel, fl. 1.25; Flaschenkorbe mit komischen Figuren, 3 Stück vv kr., und noch tausend andere Gegenstände. 10 Jahre Garantie bei sämmtlichen Waaren sowohl für das Weiß-bleiben als auch für beste Qualität. Bestellungen werden gegen Nachnahme oder vorheriger Einsendung deS Betrages prompt und gewiffenhaft effektuirt und stnd Briefe zu adrefstren an ZSIs.'U. Sv Konvl'al.0spo8itvurv, Hunderte von Dank« und Anerkennungsschreiben liegen in unserem Bureau zur öffentlichen Einficht auf. Nachahmung und Fälschung wird gesetzlich bestraft. ^2b9 Verstorbene in Marburg. Am 16. April: ^eleSnit Gertrud, Dienstmagd, 46 I., Burggasse, Lungentuberkulose, Vobotka Arthur, Heizerssohn, Mon., Kranz Iosefstraße, Magen« u.Darm-katarrh: Böhm JnUana, BahnlackiererStochter, IlMon., Neue Kolonie, Magen- und Darmkatarch; 17.: Felder Katharina, Realitätenbefitzerin, 60 I., MorliuS Brightii ; Gorinscheg Maria, HauSbestKerstochter, 8 I., Franz Jojefstraße, Zehrfieber; 18.: Zechtl Sofie, Köchintochter, 11'/, Mon., Äärntnerstraße. Magen- und Darmkatarrli! Aulik Emerich, Nähterinsohn, 6 Mon., Iosefistraße, Lun-gcnkatarrh; 20.: Schweiger Karl, ?tähterinsohn, 1 I.. Bergstraße, Zehrfieber; 21.: Op i^ Amalia, Bahiiporthie-silhrerSgattln, 34 3., Te^etthvffstruße, UnterleidSentartung 22.: Lang Franz, Bahnschlosser, 24 I., Neue Kolonie, Chron. Darmkatarih. Im öffenll. Ärankenhauje: Am 17. April: Turiu Anton, Laglöhner, 47 I., Herzfehlcri 19.: Schanperl Maria, Bestxndnerin, 59 I., Lungen-Emphysem. _ 52 kr. pr. Klar. Milch fr. 12 kr., abaer. 10 kr. pr. Liter. Holz hart geschwemmt fl. 2.90, ungeschwemmt fl. Z.—, weich geschwemmt st. 2.40, ungeschwemmt fl. 2.60 pr. Meter. Holzkohlen hart fl. 0.7u, weich 50 kr. pr. Hltltr. Heu fl. 2.—, Stroh Lager st. 1.80. Streu 1.10 pr. 100 Klgr. Miarvurft, 23. April. ochenmarkt«bericht.)I Weizen st. 8 30, Koru fl. 6.t0, Gersle fl. 5.30, Hafer ^ fl. 3.40, Kukurnp fl.5.40, Hirse fl.5.50, Heiden fl. 5.40, Erdapsel fl. 2.40, Fisolen 13 kr. pr. Kgr. Linsen 26, Ertisen 28 kr. pr. Kgr. Hirsebreiu 11 kr. pr.Lt>. WeizengrieS 24kr. Mundmehl 22, Semmelmehl 19, Po'eutamehl 13, Rindschmalz fl. 1.20, Schweinschmalz 80, Speck srisch 64, geräuchert 74 kr., Butter fl. 1.10 pr. Klgr. Eier 1 St. 2 kr. vtindsleiich 49. Kaldsteisch 49, Schweinsteisch juug Eisettbahll-Fahrordnung Marbura. Postzage. Bon Trieft nach Wien: itttkuuft 6 U. 3 M. Früh und 6 U. 52 M. Abeni^S. itlisahrt 6 N. 11 M. Früh uud 7 U. 20 M. Abends. Von Wien nach Triest: «nkunft 8 U. 45 M. Friih und 9 U. 19 M. Abends. Abfahrt 9 U. — M. Früh und 9 U. 29 M. Abends. Personenzüge. P ragerhof'Graz: Ankunft 3 U. 39 M. Abfahrt 8 U. 45 M. Friih. Graz. Pragerhof: Ankunft 5 U. 49 M. Abfahrt 6 U. KM. Abends. Ellzügc. Triest - Wien: Ankunft 1 U. 56 Min. Abfahrt 2 U. — M. NachtS. Wien-Arrest: Ankunft 1 U. 47 Min. Abfahrt 1 tl. 51 M. Nachts. Kärntncrzüge. Nach Billach: L u. — M. Nachmitt. Nach Franzensfeste: 9 U. 15 M. «orm. tv« 3 US » L'? « ^ R « « s öMWlkänric« «4 u? ßv o t7Z ^ e» " ^ ^ ? r: ^ s ^ o do'« .0 » ? oo «N ^ ^ q» ». L c» « c- ^ L ^ r-^ ^ ^ ^ » K L «n olSA ^ «-2 L ^ s o a ^ s r-o a. Z ^ L« L 2 t? >-» Z » . O » do « Z d S o ' »u « L u ^ ^ O xq »cs j7 . L« ^ ' a, o k -L. o a» o « «» ^ »» »-« « <53- « esv ip:. »>, « SV A ^ 3 « ^ a o r-Se r> '-^ L -r-" ^ »- xz « o L 'L k 'L .V? ^ a» «»» ^ «s