Nr. 174. Donnerstag. 1. August 190". 126. Jahrgang, Mb acher Mum ^«"3lN??;'^ Är ^NeNu.m'^^'^"''^'^ °"/> Wlbjabrig lb «.Im Kontor- ganzjährig Tir «Laibacher Zeitung» erscheint läßlich, mit Ausnahme dcr Nonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich Kongrekplah Nr. 2, die Medallion Talinalingasse Nr, lO, Sprechstunden bei Rebaltiun von u bi« w Uhr vor» mittags. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen, Vlanujlripte nicht zurüllgestellt. Amtlicher Geil. Teiile k. lind t'. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließimg voin l!). Juli d. I. dem pensionierten (^rnbensteiger Matthäus 5t'o-kalj der >lrainischeii Indlistriegesellschaft in Äs; ling das Silberne Verdienstkreuz mit der ^lrone allergnädigst ^u verleihen geruht. Den 30. Juli 1907 wurde in der l. k, Huf. uud Staats-druckerci das I.XXVII. uud I.XXVII1. Stück des Neichsgeseh. blattes iu deutscher Ausgabe ausgegeben uub verseudet. Deu 29. Juli 1907 wurde in der l. k. Hof« und Staats» druÄcrei das XXVII. Ttiick der sloueuischcn uud das I.XIX. Stück der böhinischen Ausgabe des Reichsgcsehblattes ausgege° ben uud verseudet. Nach dein Amtsblatte zur «Wiener Zeitung> vom A0, Juli 1907 (Nr. 17.Y wurde die Weiterverbreitung folgender Preß» erzeugnisse verboten: Nr. 13 «Üerinmal» vom 20. Juli 1907. Nr. 163 «I.'ä1to ^äiß«. ddto. 20. —21. Juli 1907. Nr. 23 .Nu',ligor uud Babunst'i, welche von den Türkell für bulgarische Bauden ge halten wordeu sein sollen, gänzlich vernichtet; nur der Bandenchef (hligor mit einem Mann soll entkommen^ sein. Am nächsten Morgen wurde die Bande (''akovs neuerdings vou den türtischen Gruppen angegriffen, lvelche iuzwischeu alis Per lepe und Tikve^ Verstärklingeil herangezogen hatten. Zur Verstärkung der Bande Oakovs war mm die etwa sechzig Mann starke Bande. Frau Nav lnovs (genannt Alabaka, herbeigeeilt und fiel den tnrkischen Truppen in den Rücken- sie wurde je-ooch ihrerseits vou neuen Trllppeilabteilliilgen umzingelt. Nachdem uuu uoch die beiden bulgari st'hen Banden unter Tane Nikolov uild Peter Acer zu Hllfe gekounueu waren, entspann sich ein mö'r derlsther >tanlpf, loelcher bis zum Einbruch del Tämmernug dauerte und beiderseits schwere Opfet forderte. In der Tämmerung gelang es den Nestei der Bandeil, nachdem sie sich niit Bombcu eiue, ^veg gebahnt hatten, zll entkommen. Die vou amt luher türkischer ^cite angegebenen Verluste dei Bulgaren (78 Tote) werden iu diesem Berichte be stätigt. Es solleu aber uach bulgarischer BehaliP tling allch die Verlliste auf türkischer Seite seh, bedenteud gelveseil sein-, man beziffert sie anf !M 'viainl. Allgelnein wird dieser Zusaminenstost al< der größte bisher dagelveseue >t'ampf vou Revolu tionären nüt türkischem Militär bezeichuet. Politische Ueverlicht. Laib ach, 31. Juli. Zu der bevorsleheiweu Zusammenkunft des Z a r e n mit den^ d e n ts ch e n >t a i s e r schreibt die Berliner „Post": In Petersblirg scheint lnail den Nachrichten über die bevorstehende >t'aiser-begegnung noch skeptisch gegenüberzustehen. Es wird auch nicht für ausgeschlossen gehalten, das; infolge der Entdeckung des nenen Atteuiawplaues gegen den Zaren eine neuerliche Verschiebung dieser Begegnung stattfindet. In dieser Allgelegenheit soll in den letzten Tagen ein direkter Notenwechsel zwischen den beiden Sonveränen stattgefunden haben. Es verlautet sogar ill Petersburg, oas^ Baiser Wilhelm aus Sicherheitsgrüuden dem Zareil nahegelegt habe, von der geplanten Entrevue abzusehen. ^— Vou anderer Seite wird gemeldet, das; die Entrevue zweifellos am :j. oder 4. August, lind zwar auf hoher See bei Swiuemüude stattfinden werde. Die „Neue Freie Presse" bezeichnet den Besuch, den Baiser Wilhelm der Kaiserin Ellgenie während seiner Nordlandsfahrt abgestattet hat, al5 ein historisches Paradoxon. Tie Witwe des Mannes, der im Jahre 1870 besiegt wnrde, hat mit dem Baiser Wilhelm eine Unterredung, und der Präsident der Hlepiivlik, die auf deu Trümmern des Kaiserreiches gegründet ist, könnte, selbst wenn er es wünschte, nicht einmal die Möglichkeit eines (Gespräches mit dein deutschen Kaiser in Betracht ziehen. Tiefer Bestich zeigt, das; der (Gegensatz zwischen ^-railkreich und Teutschlaud iu dieser persönlichen uud gesellschaftlicheu ivorm sich vielleicht doch ein wenig überlebt hat. Die Haltung Frankreichs, die am besten nüt dem Worte „grinchenr" bezeichnet wird, findet ihren bestell Tadel in der Tatsache, das; Eugenie, die erste Leidtragende des Krieges, nicht nnversöhnlich bleibt, während die Republik uach mehr als dreis;ig Jahren noch immer das alte Hievamhezeremoniell oder, wie es in 7vrankreich heißt: )1ievancheprotokoll aufrecht erhält. Tas ist eine Überspannung des Nationalstolzes, eine unnütze Abweisung versöhnlicher Regungen. Tie „Zeit" bespricht die Konsequenzen, welche die erreichte Lenkbarkeit des Lnftschif- Feuilleton. Aus der Sommerfrische. Von I?. ZY. Aerner. (Nachdruck verboten.) Lieber ^rennd! , Wem es in der Fremde gut gcht, der läßt U!cht5 vou sich höreu uud wäre er gleich eiu gauz l",ol!chei- Briefschreiber. Tauach kaunst du' dir ,^?ufig^denken, wie es mir geht — mir, der ich n'gliche Federarbeit verabscheue! Ja. ich mns; end-"/li mnual für dieses Niesenbassiu voll Wut uud ')0lu, das ich iu mir herumtrage, eineu Abflus; '"MM'. Taher diese Epistel. -i-» wirst mit Recht frageu. warum ich nicht ^u bequemeren nnd mir geläufigeren Weg der uumdlichen Aussprache mit deu'Leuten meiner u 'mittelbaren Umgebnng gewählt habe. Waisen '"de. ^. 5„ ^, an Unschuld lind Welt-Neiudheit! js. s?^ sage dir, auf zehu ivieileu im Unckreis bi^ " "^^'' Männliche nnd Weibliche in einer .-/' ''Ur Tiedehihe gesteigerten (Gereiztheit. Men ^'"uias; und Mordlust lalieru in allen Gesichtern. An^s ' '^'^^ ^' lvie du Nx'is;t, aber durch den 'bei ' ^ lneiiles eigellen Zorns alle diese zwei 'u"'l^" Tprengbüchsen nnd >>öllenulaschinen ^.^ ,^'Plosion zn bringen — das wage ich doch Was übrigens die Siedehitze der Gereiztheit angeht, so ist sie, aicher dem Mittagessen, das eiu zige Warme, das mir in den 14 Tagen meines Aufenthalts hier vorgekommen ist. Denn der Morgenkaffee ist ebenso kalt wie das Wetter. Anch beinahe so trübe. Beinahe! Zur vollen Höhe der Wettertrübheit würde er sich auch danu nicht aufschwingen können, wenn die Köchin sich des Wasche Wassers sämtlicher verehrten (haste zum Aufgießen bedienen wollte. „Sommerfrische!" Den Erfinder dieses blödsinnigen Wortes müßte mail nachträglich noch in efigie justifizieren! Wenu es eine Entschuldigung für ihn gäbe. dann könnte es nnr die sein. daß er nnter dem Eindruck eiues ähnlichen Hlinde wett,ers, wie das gegenwärtige, einen schlechten Scherz sich erlanbt hat. Dieser Auffassung stehen indessen zwei schwer wiegende Gründe gegenüber: erstens kaun es überhaupt uoch niemals seit den Tagen der Sintflnt einen so gottsjämmerlichen Sommer gegeben haben, nnd zweitens, hätte es ihn gegeben, so würde uiemand so viel Selbstbeherrschlmg haben bewahren können, mit diesem Entsetzen Scherz zn treiben. Es gibt cbcn Dinge, wobei der Spaß aus hört. Hier bei uns ist es bitterster Ernst mit der „Sommerfrische". Es ist so frisch, daß wir uns abwechselnd in der Hotelküche anfhalten. weil der Platz an dem großeil >tachelofeu im Lesezimmer ununterbrochen von zwei dürren Engländerinnen besetzt ist, die mit ihren laugen gelben Zähnen klappern wie zwei Störche im Nest. Ich glaube, sie stehen um füuf Uhr auf, damit ihnen niemand zuvorkomme. Dafür gibt man nnn seine behagliche, vornehme Häuslichkeit iu der Stadt auf, wo es Autos uud Droschken gibt, um trockenen Fußes von einer Straße znr anderen zn kommen, wo Theater existieren, in denen mail seinen Unmnt an schlechten Stücken auslassen kann, wo jedes zweite Haus ein Restaurant hat, das uns Zuflucht bietet vor dem Eimerschütteu der himmlischen Heerscharen. Man trennt sich von seinem ausgezeichneten Bett, das mau durch jahrelang fortgesetzte Versuche eudlich zu jeuer uuvergleichlichen Vollkommenheit gebracht hat, die jede Nachtruhe zu einem Vorgeschmack des Paradieses macht. Man beurlaubt seine ans-gezeichnete Köchin, diese feinfühlige Vermittlerin der raffiniertesten Lebensfrende, nach Hanse. Man gibt sein prächtiges Arbeitszimmer, auf. mit seiner fast uneutbehrlicheu Bibliothek und deu kuscheli-geil Klllbstiihlen. Kurz, mau verzichtet iu eiuem Aiifall heroischer Paralyse auf alle die zahllosen Beqnemlichkeiten nnd teueren (^ewohnheiteu. ohne die man nicht leben zu können zehn Monate im Jahr eidlich beteuert, um dagegen einzutauschen: die scheußliche Uugemütlichkeit eiuiger Hotel zimmer. schlaflose Nächte iu Betteu, die an die Urgeschichte dieser lobenswerteu Erfindung cm Laibacher Zeitung Nr. 174. 1622 1. August 1907. fes für küuftige kriege zur Folge habmr köuule, und weist auf den kölnischen Zufall hin, daß diese Vrfiudungen nu't der Haager Friede n s -konfereuz zeillich zusammentreffen. Während nnsere ^wlturstaaten ihre Staatsweiseu uach dem Haag schicken, um dort „Friedensphrasen zu dreschen", vollführen ^ebauoys „Patrie" in Paris und da? Fahrzeug des Vtajors Groß in Berlin ihre ^riegsmanöver in den lüften. Die >!riegs-luftschiffc steigen ciupor — und die Friedensluftschlösser versinken. — Auch die „Österreichische Volkszeitung" weist auf das merkwürdige Zusam'-mentrcffen der erwähnten Erscheinungen hin. Aber sie zieht daraus eine andere, hoffnungsvollere Schlnßfolgerung als das erstgenannte Blatt. „Vielleicht sei auch das Luftkriegsschiff, indem es die Grenel des Kriegs ins Unendliche steigert dazu be' stimmt, dem Friedensgedanken zu dienen. Ist schon jetzt ein, Krieg ein äußerst gefährliches Wagnis, so wird der Ausgang eines Krieges ganz uu-berechenbar, wenn einmal die Luftkricgsfchiffe in Wirksamkeit treten. Und so darf man die Hoffuuug hegen, daß jene recht behalten werden, die in der Vervollkommnung lind Vermehrung der Kriegs-werkzeugc das wirksamste Mittel zur Beseitigung dos Krieges erblicken." Die r u s s i s ch e Ncgierling lveudet der Wirt-schaftlicheil Hebung des uuter dem, Namen M n r -man-Küste bekannten Landstriches auf der Halbiusel >tolo im nördlichen Vismeer seit langem besondere Anfmerksamkeit zu lind hat dort vor zwölf Jahren als administrativen Hanptort die Stadt Alerandrowsk gegründet, die einen Vorzug lichen Hafen besitzt. Seit einiger Zeit schweben schon Erwägungen, ob dieser Hafen, der wegen der Nähe des Golfstromes eisfrei ist, sich nicht zu eiuer Flottenstation eigne, und eben jetzt ist, wie der „Voss. Ztg." alls Bergen geschrieben wird, der rnssische Kreuzer „Almas" nach Alerandrowsk unterwegs, lim dort die Erhebungen in der erwähnten Nichtnng fortzusetzen. Fallen sie in günstigem Sinne aus, dann dürfte die geplante Eisenbahnverbindung des Binnenlandes mit der Mnrman-Küste bald iu Angriff geuommen werden. Auläßlich des zwanzigjährigen Negiernngs-jubiläums des Fürsteu F e r d i n a n d haben, wie nian aus Sofia schreibt, die Ministerien über die Fortschritte, die sich iu ihrem Wirkuugskreise seit der Thronbesteigung des Fürsten vollzogen, eingehende Berichte alisgearbeitet, die, zu einem Generalbericht vereinigt, am Tage der Feier der Öffentlichkeit übergeben werden sollen. In London langen immer wieder Nachrichteil ein, die zeigen, daß die Lage in den unruhigen Teilen Indien s noch immer nicht befriedigend ist. So wird deil „Central News" aus Kalkutta gemeldet, daß neuerdings an manchen Orten sogar die aus Ghurkas bestehende militärische Polizei Anzeichen von Unbotmäßigkeit bekundet, mit der Begründung, sie habe seit drei Monaten keinen Sold gesehen. Man erklärt sich ill London die Sache dadurch, daß verschiedene eingeborene, voll der aufständischen Bewegung ergriffene Unterbeamte absichtlich die Löhnungszahlung hinaus-geschleppt hätten, um die Ghurkas. zu denen alle Englander oeMderes '^ertraneu haben, auszu-hctzeu. Die aus Nepal rekrutierten Ghurkas gelten als die besteig und zuverlässigsten Soldaten unter deil Kriegerstämmen Indiens; sie werden vielfach lllit englischen Trnppen ill einer Brigade verwendet und ihr Fürst, der Maharadscha!) von Nepal, genießt die Ehre, mit Nang und Uniform als Generalmajor des englischen Heeres geführt zu werden. Im allgemeinen haben indes die Unruhestifter, wie der „Köln. Ztg." aus London geschriebell wird. lllit der eiugeboreueu Polizei, auch der auderer Stämme, weniger Glück gehabt, als sie erwartet baben mochten; es ist ihnen nicht gelnngen. sie durch Locknngen oder Einschüchternng in die Netze der Bcwegnng hineinzuziehen. Vielerlei Gerüchte laiifeu fortwährend über die zn allen Zeiten streng verbotene Einschinnggelling von Waffen und Munition um, zu der die kleine frauzösische Kolonie Ehaildernagore mißbraucht, worden ist. Die indische Regierung soll sich dessentwegen mit dem französischeil Gouverneur in Verbindung gesetzt haben, nnd tatsächlich sind, wie die „Eentral News" zu melden wissen, in Ehandernagore strenge Veroro nnngen bezüglich des Waffengeschäftes hinans-gegeben worden. Tagesneuigleiten. - (Ein Wu il d erpräpa rat.) Ein junger italienische- Autodidakt namens Pimwtti hat unter Professor Grassiv Protektion eine Erfindung gemacht, die für die aanze Wissenschaft möglicherweise bahnbrechend werden kann. Schon im Jahre 1820 hatte ein italienischer Chemiker. Segato, oin Mittel erfunden, durch Injektion Leichen zu Petrifizieren. Tegaw hat sein Geheiüini^ mit ins Grab genoni men. Pignotti hat nunmehr eine chemische Mischung erfunden, dnrch die es möglich ist, menschliche Wrpeir-leile und ganze Körper sowohl ill Petrifiziertem wie in frischem Znstande zn erhalten. Es genügt, die mit dein Präparat behandelten nnd hart gewordenen Körperteile i>l Wasser zu legen, uni ihnen die volle Frische znrückzuaeben, so daß also iu Znkunft wissenschaftliche Institute ihre Präparate ohne Spiritus» dad aufbewahren sönnen. Pimwttis Lösung vermag aber noch weit mehr. Durch Einspritzung gelang es, bei der Leiche eines vor zehn Tagen gestorbeneil und bereits in starke Verwesung übergegangenen Kindes den Verwesnnsssprozes; sofort aufzuhalten. Der Leichnam zeigt zwar noch dunkle Flecken, ist aber absolnt geruchlos. Ein Veweis dafür, daß Pignottw Losnng stärker ist als die Verwesungsbazillen. Piguotti machte mit kleineren Dosen seiller Lösung anch bei 5ianiilchen Versuche, die ergaben, daß in gewissen Quantitäten die Lösung völlig gefahrlos ist. Da Er° perimente dartaten, daß Pignottis Lösnng die gefährlichsten Vazillen (wie zum Beispiel Tnbeirkeln) bei Toten völlig zcrstöi-t. so nimmt man an, daß eine Injektion in gewissen kleinere,, Dosen dieselben Mikro-organi^lnen auch bei Lebenden zerstören kann. Damit wären fiir die Vckämpfnna, vieler Krankheiten nene Hoffnunaen erschlossen. Da hinter dein jungen Entdecker der berühmte Name des Professors Grassi steht, verdient die Erfindung ernste Beachtung. ^ (Auch ein B r a n d b e ri ch t.) Der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr eines belgischen Städtchens sandte kürzlich all den ihm vorgesetzten Präfetlen einen Bericht über einen Brand, den die „Allgeineiue Versicherliilgspresse" ill möglichst treuer Übersetzung wiedergibt: „Herr Präfett! Als gestern, wie gewöhnlich gegen Abend, die Nacht gekommen war und ich mich niedergelegt hatte, um im Schoße deo Schlafes zu ruhen, wurde ich plötzlich geweckt durch Geschrei, welches nach Fener rief. Da ich auf der Stelle enriet, daß es sich um ein Fener handelte, welches brannte, erhob ich mich uud bemerkte einen glühenden Schein in der Nichtnng der Brauerei Ta-cabiere. Sogleich ließ ich lllit den Signalhörnern Alarm blasen uud vereinigte mich mit meinen Mannschaften, lilii uuZ nach der Brandstätte zu begeben. Dort angekommen, suhlt«? ich das Bedürfnis, Appell abzuhalten nnd ich sah, daß wir vollzählig waren. Unglücklicherweise hatten wir in der Überstürzung der Eile unsere Spritzen vergessen und waren daher genötigt, anf Nat des Herrn Bürgermeisters mit Töpfen das Wasser aus einer Pfütze zu holen, lvel-ches fehr schlecht roch, wobei mir übel wnrde, und als es nichts mehr zu brennen gab, ging das Feiler aus. Darauf habe ich meine Mannschaften angeredet und dankte ihnen für den Mnt, den sie bei dieser Gelegeilheit gezeigt hatten, denn ohne den wären die Frauen, die in dein Hause waren, heute zerstört. Wir haben dagegen deil Tod eines der Unserigen zn beklagen, und zwar das Schwein von Franz, das er» schlagen worden ist, ohne daß es sageil konnte ,wie'. Ich bezeuge die Genauigkeit dieses Berichtes, indem ich zn dessen Beglaubigung mit mir zeichne Severe Mejnste, Kommandant de Pond Pieds." — (Ein entsetzliches Fan> ilien ° drania) spielte sich in Versailles ab. Der dort wohnhafte ehemalige Marine-Attach^ der Vereinigten Staaten, Huisiuatou, der au einer schlveren Lungen-entzüuduna, ertrankt war, hatte telegraphisch seine linder zu sich berufen. Die Frau und vier .Mnder unistanden das Krankenbett. Der jüngste Sohn namens Heinrich, der sich vor mehl'ereu Iahreu mit den Eltern entzweit batte, bat den Vater mn Verzeihung. Huisington forderte ihn auf, auch die Mutter mn Verzeihnng zu bitten. Heinrich lehnte dies schroff ab, worauf ihm einer der Prüder die Tür wies. Wütend zog Heinrich einen Revolver nud feuerte vier Schüsse ab. Alle drei Geschwister wnrdeu verwundet. Heinrich floh, wurde aber anf der Straße festgenommen. — (Die ..Macht des Gesanges".) Man schreibt ans Paris: Der chinesische Diener der be kannten Pariser Opernsängerin Mme. Varadesse ist ein sehr radikaler Kritiker europäischer Gesangsknnst. T»i Si Hu hat in den letzten vierzehn Tagen nickt weniger als drei energische Selbstmordversuche glücklich überstaud'en. Zuerst nahm er Arsenik, aber bei Zeiten flößte man ihm ein Brechmittel ein, und Tui Si Hu mußte weiterleben. Er nahm Opium, aber wieder pfuschteil ihm die Ärzte ins Handwerk. Schließlich inaäite er einen letzten verzweifelteil Versnch: vom zweiten Stock ans stürzte er sich aus dem Feilster. Aber der lebensverbitterte Sohn des Himmels hatte nicht mit dem Pariser Straßenverkehr gerechnet- er fiel al,f die Polster eines vori'iberfahrenden Automobils, und mit einer leichten Verletzung sah er sich knüpfen, Kochkünste, die man außer mit süudhaft teuerem Geld auch uoch mit einer täglichen Gallenkolik bezahlt, deil absoluten Mailgel aller Beschaulichkeit, die erzwuugeue Gesellfchaft uuleidlicher Mcirschen. Ist das nicht verrückt?! Mor die Natur, die göttliche Natur! Ja, wcnu man wenigstens einen Vertrag mit ihr schliß ßcn könnte, ill dem sie sich bei l 00.000 Mark Konventionalstrafe verpflichtete, während des zweimonatlichen Liebeslebcns mit ihr sich anständig zu benehmen. Denke dir, du reisest ins Gebirge, mn Wal-dosduft zu atmen, Sonne zu trinken, die lachende Gottesluft dir um die Nase wehen zu lassen — und plötzlich merkst du, daß dem Weg dich geradezu iu einen Fischteich geführt hat. In einen Fischteich! Du flüchtest dich ill das elende Wirtshaus imd fitzest »lull Tag für Tag uud Woche für Woche wie in einer Taucherglocke. So geht es mir. Ist das etwa ein Vergnl> yen? Einmal habeich es gewagt, im Gummimantel unterm Negendach in deil sogenannten Garteil hinauszngeheu. Alle Feilster waren lllit Neugie rissen besetzt, die auf deu Ausgang dieses kühnen Unternehmens spannten. Meine Frau bekam aus Angst Weinkrämpfo. Meine numündigeu Kinder jammerten um ihren Ernährer. (5in alter Herr suchte vergeblich deu Wirt zu überreden, daß er den Wayen nach der nächsten Kreisstadt schicke, mn den Arzt zu holeu. Meine Pferde können nicht schwimmen, sagte der Wirt. In diesem Augeublick drehte mir der Wind das Regendach nm, mein sogenannter Gummimantel machte Fliegverfuche und ich konnte gerade noch ein, Brett erwischen, das vorbei trieb, als wäre ich ein Schiffbrüchiger in der Nordsee gewesen. Dll hättest sicherlich nichts mehr von mir gehört, wenn ich nicht geradenwegs in die Hausflur gespült wordeu wäre. Mau brachte mich zu Bett und gab mir so unheimlickfe Quantitäten Grog zu trinken, daß ich mir wegen Feuersgefahr drei Tage lang nicht 'mal eine Zigarre anstecken konnte. Ich könnte dir noch ganz andere Dinge ei> zählen, wenn meine Finger nicht so klamm wären. Einem iungen Mädchen, das beständig Ansichts Postkarten schreibt, hat man gestern erst den Federhalter mittels Spiritusbrenners aus der Haud wegtauen müssen, librigens klappern jetzt die beiden Engländerinnen so laut. daß das ganze Hotel dadurch alarmiert wird. Das stört mich. Für heute also genug aus der — Sonnnerfrische! Dein halb zu Tode erholter Waldomar Greulich. P. S. Sei so gut und beauftrage den Pelz-Händler, daß er uns umgehend sämtliche Winter-Hüllen schickt. Hier ist der Aufbewahrungs-Scheiu. Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Dslar Höcker. (30. Fortsetzung.) (Nachdruck «rbolen.) Hatte Justus etwa geklingelt? Sie wollte aus dem Nett springen — da iiber-kam sie plötzlich ein Granen. Es war ihr, als härte sie irgendwo in der Wohnung ein Geräusch — als schliche jemand von Zimmer zu Zimmer. Die Dienstboten besaßen t'cine Schlüssel zur Wohnnna.: den batte sie gestern dem Hospitalwärwr aeaeben, der scholl früh um halb sechs Uhr hier ein^ treffeil wollte. Alfo konnte es nur Vasilijev sein. Was suchte er hier? Sie begann zu zittern. Eine unheimliche Angst überwältigte sie. Sie konnte deil Mnt nicht finden, sich anzukleiden, um hinauszua.eheil. Wieder lauschte sie. Das Halls war alt — hatte sie sich vielleicht bloß durch eine knarrende Diele schrecken lassen? Oder war es der Wind, der im Schornstein rumorte? Sie tastete mit eiskalt gewordener Hand nach dem Licht nlit den Streichhölzern. Plötzlich hielt sie wieder inne. Diesmal täuschte sie sich nicht: das waren Schritte! Sie kamen über den Korridor - sie näherten sich ihrem Zimmer — langsam, etwas schleifend, schwer . . , Laibacher «eituna Nr. 174 1623 1. August 1907. ^"""^ ">l driltesmal an dies irdische Jammertal gcoannt Man brachte ihn znr Polizeiwache, nnd yur erklärte Tui Si Hn freimütig, was ihin das ^oen „vergällt" habe: Tic Gefangsübungen seiner vnnn beleidigen sein Empfinden! „Mme. Varadesse ""'It zn viel," seufzte der Bedauernswerte, „sic heult "» ganzen Tag, und ich möchte lieb«' sterben, als uan m, Herden von zwanzig^ bis sünfzigtaufend solcher ocorulten Widcrkäner vorübcrkommcn. ^ ^ (V illi g es V e r s ch ö n c r n n gsmit: e I ) ^n Amenta findet jetzt ein Schönheitsmittel irnnie'' nu'M- nnd mehr Anwendung, von dem man sogar ^mnpten kann. dan gänzliche Unknltnr es nn-. gc-ckmitt hat. Fern von großen nnd kleinen Städten "5 iett v.clcn Satiren dieses Mittel mehr oder n nger regel,uäs;ig von der N'eibliä.ei, Landbevöl-mg, dcr be, der heißen Sonne nnd dem fortwährn notwendigen Aufenthalt im Freien Geficht no Hal., verbrennen, angewandt. In dcr En < hungc-zeit der westlichen Staaten vo^Nordame^ka, ^ ^ ^^n' '"" ^"'schönernngsdoktorcn noch K^met.fa e,ne Alinnng hattc nnd die einten er ruchbaren Apothcken dic Hausapotheken war'm hat-, ten die Frauen eine hohe Meinung von dem Werte emcr Emrcibnng odcr Bestreichnng des Gesichte nnd Er !- T'"1 .^Ijchl.mn, respektive fencht ge.nach m f di^ ^' ?l" ^"""" ""^" b'"'ch Indianer >^tt s?'''"' "'sniertsani gemacht, welche ^ r^e^enn^'^. ^ ^"schönernngsnnttel as me di . " ^""'"' H""t""'bl'annte Städter-b äck en l- ^nncrnwnate anf dcn, Lande zn-Mm! d ! ^^' aern belehren nnd fanden das b ! .> ^ '' '"' "" kln'Nschen Altertum nicht nn- daß sie fiir weites ^na 'V^'"^'' ^^"'falls macht ein Vcrsnch Ncnnge Muhe nnd gar keine dosten. . Das Vild Vasilijevs tauchte vör^ih^^u^"^w w'e er gestern abends an ihr voriibergeschritten war "NüNe Mh wieder den düstcren. verzweifelteir An'"' dlnckfeiner blanen, unerforschlichen Schlvärnu^angen Nin blcicheo Gi'ficht. ' bm.^s'" l'^''^ .'^^ "^'^ """ Ue nun plötzlich dmideln ließ - s.e fchlcndertc die Decke von fich nnd l"gte anf bloßen Fiißen znr Tür. Tastend gewann sie dic Klinke, dcn Niegel ^ic schob ihn vor. Im sclben Augenblick Uxird anch schon dic Klinke ""n außen niedergedrückt. duck?'^' ^""^' '" '^-cr Angst lant anffchrcien -sicl^ ."'^ "^ k"m ans ihrer Kchle. Wieder bewegte 5c Türklinke - sic fach es ganz deittlich, trotzdem bwi<^ "'"""' Lichtschimmer, der Nefler von, La.n-drang "" ^" H"f"ia"vr, 'n den Nanm herein- ^ankend ivich fie zurück, den Atem anhaltend, und 5i.' ^ .^ ^" zu ihrem Vett gelangt war Sie w. f ^nlM' wagtc fie wieder Lnft zn fchöpfen. f^t l>.. . ' "1'chanernd nnf ihr Lager, hüllte fich " nnd preßte die Hände, die dic Decke feskllam-"^.. gegci^ ihren Hals. ^" bebte vor Zlngst. wagtc sich nicht zu rührcn. ar,^' > ^ ^"-^ '^' ^"' ilniner iu derselben Haltung, ' "'Mligt „ach dcr Tür starrend. die Ä">. '^"^ ^'' dranßen viei- Uhr. Sie zählte kl.'!. ^lU' der Vahnhofsuhr — dann die einer '""m Kapelle in der Nähu. Endlich vcriuochte fie sich wiedcr zn fassen. ,,^.. Utschiossen richtete sie sich auf und lauschte aber-"s angcstrengt. Lolal- und Provinzial-Nachnchten. Ein Ausflug aus Idria uach Sairach Von G. sl. An einem angenehmen, nicht allzuheißen Juli-Vormittage unterualnu ich eincn An^flng von Idria nach Sairach. Die Schloßnhr zeigte ungefähr halb U) Nhr, als ich dcn Hanptplatz verließ. Auf der bei dem Gastbanse des Herrn Franz Tidi? über den Nikovabach führci^den Brückc zweigt sich von dcr Vczirkostraße Idria-Loitsch die Landcs-straff ab, dic gegen llnter-Idria und weiter nach dem Küstenlande führt und die bis Marof auch der nach Sairach Reifende benützcn mnß. Anf der rechten Seite der Straße breitet sich das ziemlich seichte Vctt des Idrijcaslnsses aus. Knapp mn rechten Ufer des genannten Flnsses liegt der städtischc Friedhos mit dcm kleinen, aber gar einnehmenden ziirchlein znm Hl. Krenz. Über die Rand-maner de^ Friedhof^ ragen zahlreiche steinerne, höl-zcrne nnd ciserne Denkmäler, vor allein die große, eiserne Pyramide, welche der Staat den bei dem Grnbenbrande von, 8. November 1846 verunglückten Verglenten ^- 17 au der Zahl — anf ihr gemeinschaftliches Grab anfstellcn licß. Gleich hinder dem Friedhofe beginnt fich das Termin zu heben und erreicht feinen Höhepunkt auf dem St. Magdalenen-berge, dessen Scheitel die kleine Pfarrkirche ziert. Vom Magdalencnbergc ans genießt man die fchönste Aufsicht aus Idria nnd dessen Umgebnng. Nicht weit vom Friedhofe erstreckt sich jcner Stadtteil, der den Namen Vrnsovöe führt. Hier erheben fich mächtigc Arbeiterhänscr sowie das Kaiser Franz Iosefo-Ve.'.irksspital. Gegenüber dem Friedhofe auf der linken Seite der Idrijca stehen die letzten Häuser der eigentlichen Stadt. Tic Straße, die hier unter dem anmntigen Antoniberge führt, weist eine kleine Steignng anf, die man mit Umlegnng der Straße in nächster Zeit ,',n beseitigen beabsichtigt. Bald ist man in der fogenannten Lcopoldi-v orstadt angelangt. Wenn man den Namen „Vor-stadt" hört, so braucht man nicht an eine übergroße Anza« von Hänsern zu denken. Tie Leopoldivorstadt umfaßt nämlich nur zwei villenartig gcbante Ve-mntenhänser, einige Wohi,Häuser für Verbleute und einigc Privathä'lser. Tie Leopoldivorstadt zeichnet sich anch dnrch eine kleine, jedoch nette Parkanlage ans. In der Leopoldivorstadt befand sich die alte Vrennhütte zniu Schmelzen der Quecksilbererzo. Die großartigen Anlagen der neuen Vrennhütte erheben fich jetzt auf der rcchtcn Seite des Idrijcaflnsses gerade gegenüber der Leopoldivorstadt. Oberhalb der Brennhiitte, auf einem kegelförmigen Hügel, der große Nanchfang, der die Aufgabe hat, die schädlichen Onecksilberauc-dämpfungen ins Gebirge zn leiten. Nach dem Verlassen dcr Leopoldivorstadt schmiegt sich die Straße wieder knapp an den Flnß an. Tas Tal verengt fich: zn beiden Seiten des Flnsses erheben sich hohe, steil emporstrebende Verge, anf der Nichte rührte sich. Ob Vasilyev schon wieder oben war? Was hatte in seiner Absicht gelegen? Wärmn hatte er den Kranken heimlich anfgefncht, trotzdem er so stolz-gekränkt crklärt hatte, daß sie ihn znerst bittcn müßte, bevor er ihre Wohnung wieder beträte? Oder war mit seinem nächtlichen Eindringen ein anderer Zweck verbunden? Wieder überfiel sie dieses unbestimmte Granen vor dem Nnssen. Sie mnßte fort von ihm - - mnßte fliehen ~ und bald, bald — sie ertrug sewe unheimliche Nähe nicht länger! Nnn endlich fand sie den Mnt, Licht zn inachen. Sie überwand das Frösteln und erhob sich, kleidete sich rasch an, wnsch sich mit dem kalten Wasser, um sich vollends zn ermuntern, um die von der ausgestandenen Angst erschlafften Nerven zu erfrischen -- dann zündete sie noch eine Lampe an. Diese in die Hand nehmend, schob sie den Riegel ihrer Zimmertür zurück nud öffnete. Mit weitanfgerisscnen Pupillen spähte sie, mn sich. Der dielenartige Korridor bot keinen anderen Anblick als gestern abend. Und doch — die Tür znm Zimmer ihres Vru-dero, dic sie gesteru abend absichtlich hatlc offen stehen lassen, war geschlossen! Sie ging leise daranf zn nnd öffnete sie. Vasilijev war nicht da. Sie trat ein, setzte die Lampe nieder und sah sich uni. Ter Kranke lag in tiefein Schlafe, da. Sie bengte sich über ihn und lanschte seinen Atemzügen. Er schlief fester als sonst. (Fortsetzung folgt.) rechton Seite Vasni Vrh (8l)0 Metcr) und Idrxti <8ll Meter), anf der linken Seite Lom (7W Meter). Tas Wasscr zwängt sich dnrch große Felsblöcke hin-dnrch. Ticse Feloblocke wecken in nu5 die traurige Erinnerung an das Erdbeben im Jahre 1525, wo sich von den hiesigen Bergen ein großer Teil der Gl> stcin5!nassen herablöste nnd den Idriicafluß voll» kommen, absperrte. Tas anfgestante Wasser drohle die Stadt und das Bergwerk zu vernichten. Ten Einheimischen nnd den aus der Umgebuug herbei-geeilten Arbeitern gelang es jcdoch, das Vctt des Idrijeaslnsses freizumachen lind die schreckliche Gefahr zn beseitigen. Tas anfgestantc Wasser crreichte schon die oberen Teile der Stadt. Ans der Stelle, bis zu welcher es reichte, erbante man die noch heute bestehende Kapelle zn Ehren des hl. Johannes von Nepomnk. Man schreitet an der Unglücksstelle vorbei, pas« siert die städtische Tchlachthalle und erreicht M a r o f, lwo das große Gebände des Siechenhaufes des heil. Antonins nnsere Anfmerksamkeit anf fich lenkt. Das jetzige Siechenhans war vor nicht allznlanger Zeit ein Gasthaus, das an schönen Sonn- nnd Feiertagen von den Idrianern sehr stark besncht wurde. Bei Marof verläßt man die bisherige Straße, überschreitet anf einer hölzernen Brücke den Idrijcafluß nnd betritt die Bczirlsstraße, die nach Sairach führt. In der Nähe der Brücke, bei der sich eine große Holzsäge befindet, steht cinc Grnppe von nenen Hänsern, die man scherzweise „Amerika" nennt. Man wandert nicht lange anf der ziemlich steilen Straße, als man znr linken Seite im Tale das Torf Unter-Idria (Spodnja Idri'ja) wahrnimmt, auf welches sich von nnserem Standpunkte aus ein sehr angenehmer Blick eröffnet. Unter-^dria Ml) Meter) zählt ^ll^ Einwohner nnd ist dcr Sitz der Pfarre nnd dcr gleichbenannten Ortsgemeinde. Dnrch das Dorf fließt der Idrijca» fluß und teilt es in zwei ungleiche Teile. Der größte, Teil des Dorfes liegt am linken Flnßnfer. Tie Pfmi> kilche, die der Mntter Gottes geweiht ist und als eine Wallfahrtskirche gilt, erhebt sich anf einem an« mntigen Hügel: aus dem Torfe führen Znr Kirche ungefähr IM Stufen. Unter-Idria ist die älteste Pfarre in der Umgebung: anch die Stadt nnd das Bergwerk Idria gehörte ursprünglich zn ihr. Des» wegen wird Unter-Idria noch hentc vom Volke kurz» weg „Pri fari" genannt. Die meisten Einwohner betreiben Landwirtschaft: viele find auch beim k. f. Ouecksilberbergwerke in Idria als Arbeiter beschäf. ligt: als Hansindnstric möge dic Spitzenklöppelei angeführt werden, wobei man fchönes Geld verdient. In Unter-Idria bestand lange Zeit nur eine Notfchnle: erst im Jahre 1889 wnrde eine zweiklassigs Volksschule gegründet nnd dafür das einstige Hans des L. ^nidar^il" adaptiert. Da jedoch das Gebäude zu klein ist und auch sonst seinen Anforderungen nicht entspricht, trägt man sich schon längere Zeit mit dem Gedanken nm, ein nenes Schulgebä'nde zn er« richten. Bei Unter Idria crgießt sich in den Idrijcafluß der Bach Kanomlja, anf welchem das ärarische Holz herabgeschwemmt wird: deswegen ist bei dessen Miin» dnng in die Idrijca ein entsprechender Holzrechen ,;nm Anffangen des Holzes crrichlet. l"tl>er dem Becken von Unter-Idria dominiert der 1108 Meter hohe Ielenck, der wegen seincr schönen Anssicht und noch mehr wegen seiner alpinen Flora von Einheimischen nnd Fremden fleißig bestiegen wird. Unter dein Gipfel des Ielenek Hansen die Banern Grapar und >iendn, die in der Pfarre wohl die höchstgclegenen sind. In Vrülevo, von UnterIdria eine halbe Stnnde Fußweges eutferut, befiudet sich die Grenze zwisckien Kram nnd Küstenland. — (Fortsetznng folgt.) - (Von, Obersten Gerichts- nnd K assationshof e.) Seine Majestät der K a i f e r hat den Geheimen Rat nnd Zweiten Präsidenten des Obersten Gerichts- nnd Kassationshofes, Dr. Ignaz Edlen von Nnber, zum Ersten Präsidenten des Obersten Gerichts- und Kassationshofes ernmint. (Militari s ch e s.) Die „Klagenfnrter Zei< jung" meldet: Nachdem lx'i der Mannschaft des ersten Bataillons des Infanterieregiments Nr. 1? in Laibnch mehrere leichte Fälle von Typhus'Erkmn-knngen vorgekommen sind, so nimmt das genannte Bataillon an den hier mit 1. Augnst l. I. beginnen» den Negimentsübnngen nicht teil nnd verbleibt in Laibach. — (Zur feierlichen Beeidign ng des Bürgermeisters,) die Samstag, dcn !i. August, um 11 Uhr vormittags im großen Saale des „Mestni Dom" stattfindet, ist der Eintritt nur gegen Karten gestattet, welche in der Präsidialkanzlei des Stadtmagistr,ates erhältlich sind. Laibacher Zeitung Nr. 174. 1924 1. August 1907. (Aon den Herbst-Manövern.) An, 6. August l. I. marschiert das Feldjägerbataillon Nr. 8 von Kötschach durch da5 Gailtal nach Villach, woselbst ini Vereine nüt dem Feldjägerbataillon Nr. 9 in Villach und Umgebnng Nbnngen statlfinden. Am 18. Angust l. I. beiden sich die genannten zwei Feldjäger-Bataillone über Feldkircheil, Völtermark't und Griffe,, nach Tt. Audrä i. L. und von dort in freizügige!, Märschen nach Teutschlandsberg. Den Übungen schlicht sich auch das Feldjägerbataillon Nr. 5 ill Tarvis an, — (Vom politische» Dienste.) Der Landesregieruugs-Konzeptspraltikaut Eugen Marquis Gozaui wurde vou der Bezirlshauptmauu. schaft Laibach zu jener in Gottschee versetzt. — (Silberne Hochzeit.) Aus Littai N'ird uns geschrieben: Am 2(i. Juli feierteu der i>u Schlosse Zu Slateueg iin Ruhestaude lebeude fürstlich Wi'udisch-grätzsche Schloßverlvalter Herr Josef Stare uud dessen Ehegattin das Fest der silberileil Hochzeit, Den, kirchlickfeu Akte, deu der P.farrdechallt Herr Matthäus Rihar in der Dckauatspfari-kirchc zu Saukt Martin vollzog, wohnte nußer deu Hochzcitsgästen ein zahlreichem Pnbliknm an. ^ Herr Stare hatte vor etwa anderthalb Jahren sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum als fürstlich Windischgrätzschcr Schloß-Verwalter begangen. —ik. (Blitzschlag.) Ani 27. Juli nachmittags schlug der Blitz iu die auf dein Felde isoliert stekende Harfe dem Besitzer» Alois Tratnik in St. Varthlmä uild züudete, wodurch eiu Teil des Dachstuhles ab-brauute. Tratuik war uicht versichert' der Schadcu ist iibrigens ulibedeuteud. —6— — (Einbruch i» einen Weinkeller,) Am 2«. Juli kam der vielfach bestrafte Vagant Paul Omejec auf die Wölbung dem Weinkellers des Gastwirtes und Gemeindevorstehers Josef l>uster^iö in Seni^'ica, Gemeinde Zwischenwässern, bohrte mit einem spitzigen Holzpfahle eine Lücke in die Malier, um sich auf diese Art ewiges Licht zu verschaffeu, bohrte dauu iu die Wölbuug eiu Loch und beseitigte uach und uach so viele Ziegel aus der Wölbuug, daß er sich iu den Keller einschleichen konnte, wo sich große Weinvormte befinden. Er trank nach Kräften aus verschiedenen Fässern, worauf er wieder durch die gemachte Öffuung aufs Gewölbe kroch, sich ins Heu legte und seinen Rausch ausschlies. Diese Gauge ill den Keller wurden wiederholt und Omejel' trank so viel es ihm beliebte. Tagsdarauf bemerkle ^ustei^iv das gebohrte Loch, ging auf deu Dachbodeu und faud deu Omeiec. der schwer betrunken im Hen schlief-lieben ihm lagen zwei gefüllte ^ Liter Weinflaschen. d;,lstel>i<' erstattete hierüber dem Gendarmerieposten die Anzeige. Oiuejec gab der Patrouille an, er habc emeu derart unbczwiuglickM Durst nnd eine solche Gier gehabt, sich einmal satt anzutrinken, daß er'Z uicht mehr habe aushalten können. Auch gab er zu, nach seinen besten Kräften getrunken zu haben. Er wurde dem Landesgerichte in Laibach eingeliefert. - (Ein Kind ertrnnken,) Am '22. Juli war der Gruildbesitzer Franz Kristan ans Waitscl bei Laibach auf einer nächst dem Grada^-icabach«, gelegeilen Wiese mit Feldarbeit beschäftigt, währeiü dessen 18 Monate alter Sohn im Grase spielte. Au' einmal gelangte der 5lnabe unbemerkt zu dem etwr 1 Meter tiefen Bache, fiel ills Wasser lind wurdl etwa 200 Meter fortgetragen. Dem Vater, dcr de> Uufall gewahrt hatte, gelaug es zwar das Kiud ail^ dem Wafser zu ziehen, aber es starb bald darauf, wer Kristan keine Hilfsmittel anzuwenden wußte. I. - (V o n dem letzten .iom^en ist betaniillich liicht nur voll dessen Distanz von der Sonne nnd der Erde, sondern ganz besonders von den physikalischen Pro^ zeisen, welche der Komet durchmacht uud die lim so kräftiger auftreteu, je näher er der Sonne kommt, abhängig. Der Erde kommt unser Komet während seines Laufes am 2. August am nächsten und Hai an diesem Tage, eine Distanz vou 114 Kilometern; dann eutferut er sich immer mehr uud mehr. Da er aber uach deu besteu bisherigen Vorausberech'nuu-geu fich uoch bis zum 4. September der Sonnc nähert, so nimmt seine Helligkeit noch bis iu die zweite Hälfte des August aus dem Gruude der Verkleinerung seiuor Souneudistanz zn. Wenn mau annimmt, daß der äiomet am 15. Juni die Helligkeit !i halle, so sollte er auf Grund der Tistaiizäudel.-ung».'n gegen Souue und Erde gegenwärtig die Helligkeit 7 haben. Es hat also die. beim Annähern zur Sonn' stattgefuudeue Eutwickluug des Kometen dessen Hel-ligteit um volle nier Größenklassen erhöht uud es ist daher uicht unmöglich, ja sogar wahrscheinlich, daß der, Komet im Mouat August uud September eine sehr schölle nnd auffallende Erfcheinuug feiu wird. Gegenwärtig rückt der abnehmende Mond aus jene Gegend zu, in welcher, der >iomet steht, uud wild zwischeu dem 8. und 4. August sehr kuapp au ihn, vorübergehen. Es wird sich also empfehlen, erst uach dem l. August Umschau uach ilnn zu halten. Der Komet steht gegenwärtig im Sterubilde des Stiers, wird am l, August sehr knapp bei dem helleil Sterile Aldebaran stehen und dann sich in einer Richtuug bewegen, welche durch die Mitte zwischeu den Stcr neu Poltur uud Prokyou markiert ist. Der ^omet geht jetzt 4 Stnnden vor der Souue auf, am 17. Au» guft aber uur mehr 8 Stuudeu' am 1. Oktober 1 Stunde 30 Miuuteu, aber am 1. November 2 Stun deu 11 Miuuteu. Er verbleibt alfo das ganze Jahr am Morgenhimmel: erst im folgenden Jahre, wenn seine Deklination südlicher als die der Souue feiu wird, wird er unseren Blicken entschwinden. (Der überraschte Dieb.) Iu Trieft draug kürzlich eiu Dieb durch das Fenster des Ma gazills der Firma Anton Wieser ein uud stahl aus dem dort befindlichen Schreibtische das vorhandene Bargeld. In diesem Augenblicke betrat der Eigentümer das Magazin, worauf de>- Dieb entfloh, jedoch bald von einem Wachmanne festgehalten wurde. Es ist der 29jährige Taglöhner Franz Smreka aus Gurt-feld, ein aus Trieft polizeilich abgeschafftes Iudi vlduum. Wäbrend der Flucht verbarg der Dieb eiu Fünftroneustück im Mund, wäbrend mau i» dessen Taschen 20 bis 80 l< fand, * (E i n n e ttes Eh e p a a r.) A. B. und sein«. Frau Maria gerieten vorgestern abends in einen > Streit. Sie prügelten lind kratzten sich mit solchcl , Vehemenz, daß beide ganz blutig waren. Dann liej die Fran auf die Straße uud machte uoch hier ihrem ^orn durch lautes Schreien uud Schimpfeu Luft, st daß die Leute aus dem ganzen Stadtviertel zufam mcnliefeu,. Sie wurde wegen nächtlicher Nuhestörum' i verhaftet. , " (Mit dem N et tll n g swa ge n.) Dei ? Arbeiter Albert Vidmar führte vorgesteru eine, , Wagen mit Steinkohle dllrch die Stadt. Als er nu s die Ecke der Potcrsstraße bog, wurde er vom Fuhr i werke so heftig an die Mauer gedrückt, daß er. schwel ,' verletzt, mit dem Nettnngswageu ins Spital über i führt merden mußte. 5 ' (Fa h r r a d d i obst a h l.) Dieustag abeud^ l kam ein uubekaunter Dieb iu die Ksiche des Frail, Stare ill Gleinitz nnd eiltloendete dessen Fahrra! i Iirill Noyal. Als Ersatz ließ er seiue Schuhe zurück i * (V e r l o r e n) wurde auf denr Wege voll l- Slidbnhiihofe durch die Bahuhofgassc eiu goldene^ . Anhängsel ill Herzform mit einem rote» Steiu. Ver i lore» ivurdei! ferner ein Geldtäschchen mit 5 l<, ein - ZehukroueN'Äautnote uud eiue Geldtasche nüt 8 l< r — (Die Laibacher Vereinskapolle ; veranstaltet hellte eiu Koilzert ill der Nestallratio, r „Pri zlati taplji" (Tratuil), Petcrsstraße. Aiifau, >i halb 8 Uhr abmds; Eintritt frei. r - (Im städtifcheu Schlacht Haufe c wurdeu in der Zeit vom 14. bis einschließlich 2l. Iu> l- 71 Ochsen, i» ,<»lnhe uild 6 Stiere, weiters 10 ft Schweine, l - - < „ N e ll e st e E r d b e ben - 3l a ch richt e n." n Herausgegeben von A. B e l a r. Inhalt der 1. uu r 2. Nummer: 1.) A. Nelari Bodelibelvegungen un t, die Stabilität der Bauteu. 2.) Jug. C, Bart! ,. Mouatsbericht für April 1007. 3.) Allgemei» libersichl. 4.) Das Verhalten der südeuropäischen Vnlkane im April 1l)07. 5.) Erdmagnetische Acob-acbtnnaen des erdulaguetischen Observatorinins ulld ix-r Erdbebeilftation in Miilichei: im April l907. C.) Soilileufleckeii' und Tonnenscheinbeobachtlingen an der Laibacher Warte im April 1907. 7.) A. Belar: Örtliche Erschiitternilgen aiu Laibacher Felde am 29. April und 10. Mai. 5.) Notizen. 9.) Stimmen aus der Tagesliteratur. l9.) Eiulnufe. ll.) Vorläufiger Monatsbericht für Mai 1907. - (,.L a i b a ch er Schulzeit u il g.") Inhalt lder Nr. 7: l.) Franz Högler: Die Erziehullg Imit Nüclsicht auf die fozialeil Verhältuisse. 2.) Antou H erg et: Neliere Hilfsbücher für deu geographischen Unterricht. 3.) Nndolf Haweli „Der letzte ^chnltag". 4.) Zuschriften nnd Mitteiluugen. 5.) Bücher-. Lehrmittel' und Zeituugsschau. Telegramme lies l. l. TtltMen'VmesMilenz'Vllmns. Der König von Dänemark auf Island. N eykjavik, :'.O. Juli. Der Dampfer „Irma" mit dem Köuig vou Dänemark an Bord ist heute hier eillgetroffeu. Der König fetzte eine Kommission zur Vorbel'eitung ciues Gesetzeutivurfes über dic verfassungsmäßige Stellung Islands im dänischen Gesamt ft a ate ein. Reykjavik, 81. Juli. Heute fanden hier im Altinggebäude die Empfaugsfeierlichkeiteu ftatt. Der Minister für Island begrüßte namens dos isländischen Volkes und des Altings den 5lönig von Dänemark, den Prinzen Harald uud die Vertreter der dänischen Regierung uild des Reichstages. Der König dankte für den ihm bereiteten Empfang und trat dann auf deu Balkon hinaus, wo er vou der vor dem Gebäude harrenden Menschenmenge stürmisch be-grüßt wurde. Reykjavik, 31. Juli. Der Minister für Is-^ land und fämtliche Mitglieder des Altings gaben gestern abends ein Festmahl. Diesem wohnten anch , der ^töuig "uud die Reichstagsdelegatiou bei. Auf > das ausgebrachte Hoch daukte der Köuig uud - wüuschte, daß die Isländer alle Freiheit zur Eut-! Wicklung ibrer Volkseigentümlichkeiten und ihres ' Landes haben, son>eit sich diese mit der Einheit des Reiches vereinbaren lasse. Er schloß mit einem Hoch auf die Isläuder, ' Knrlowitz, 81. Juli. (Uugarifchos Telegra-pben^lorrespoudellzbureau.) Seme Majestät bat im - Wege der ^abinettstauzlei durch ein ill warmen l Worten gehaltenes Telegramm der bischöflicl>en ^ Synode und dem ^ougreßausschusse das Allerhöchste l Beileid über das Ableben des Patriarchen Brau-^ kovl'c- aussprechen lassen. Der verstorbene Patriarch ^ hat in seinem Testamcute seiue Tochter, Frau Milau ' Malsimovu-. iil Essegg zur Universalerbill eingesetzt 1 lind den Kirchen iil Karlowitz.Zenta uud Kula tlciuere Legate znni Lesen dcr jährlichen SeoleumMon alls-^' gesetzt. Zwei Karlowitzer Gebäude und mebrere ' Grllildstücke find dem St. Sava-Echulfoude vermachl ' uioroeu, P r a g . 81. Illli. Ministerpräsident Cl^nieuceau, l' der sich heute abends zum Kurgebrauche nach Karls-'' bad begibt, gedenkt am 28. September nach Paris znrückzukehren. -' Budapest, 81. Juli. Reichstagsabgeordueter ^ Graf Stephau zlarolyi ist ulu halb 2 Uhr nachmit-^ tags auf seiucm Schlofse iu Nagy-Karoly gestorben, l. Trieft, 81. Juli. Gesteru abeuds siild iu Po- " uikve (Bezirk Toliileiu) 2l Wohnhäuser und 7 Wirt-^ schnftsgebäude abgebrauut. Pari s, 81. Juli. Es heißt, daß die Hälfte der ^' Truppeu, die iufolge dcr Nuhestöruugcu nach dcu süd-^ licheu Tepartemeuts entsendet wlirdcii, llach ihren ') Garuisousorten zllrückkehreil ioerdeii. Feruer verlau->l tet, daß dor Oberstaatsanwalt vou Moutftellicr ent-3 sprechend dein im gestrigen Miuisterratc gefaßteil Beschlusse nunmehr die provisorische Fi'eilassuug Fer-') rouls, Alberts und der anderen Führer der Winzcr-li bewegung gestattet wird. Die Regi<,'ruug beabsichtigt, !1 demuächst weitere Maßnahluen in Auwenduug zu ie briugeu, unl den Forderungen der Winzer entgegen-h° zukommen. st W a r s ch a u , 31. Juli. (Petersburger Telegra pheu-Agelitur.) Trotz des Widerspruches der uatio^ - nalcu Parteien hat der Ansstand an Uuifang zll' genonlnicu. In 2(l Fabriken befiliden sich 82.lAX) Ar beiter im Ausstaude. Die Arbeiter bewarfen dic ') Straßenbahnwagen mit Steinen. Viele Personen id lvurdeil veriuliiidet. Seit mittags hat die Straßeil id bahn deu Betrieb eingestellt, l: Lodz. 81. Juli. Heute siud die Arbeiter voi lc 10 Fabrikeu, 20.000 au der Zahl, in deu Ausstaut ___2aibacher Zeitung Nr. 174. 1625 1. Auqust 1907. n^^ü. ^' ^td^ilvwlllicn'!! U'UI^'ll vun d^n Agitatoren ,mW Drohungen au^'inan^'rnetricbon. In 0" ,wl'l-if dor Viiidcr Tobrasitzky rrschwm'n drei . ssttawt^n l.nd vcrlanatcn. das; dor Machinist die .^a,chino abstolwl sollc. Al^ dio Arboitor die A^ta-"U'n zu vortroibon snchton, fcnorton dioso und vc>,r-wundtton cincn Arboitor tödlich nnd oinon nndoron U'chi, ^il dor Fabrik N'ird luoiter sscarboit<'t. Dor "Uttrioli dor ^tras;onbahl,on ist woc,on do» Ardoiioi^ mioNmldo) auf dcr olot'trischcn Station oinqosk'IIt. ^.le ^trcißcnbnlilnuacion wordon don Trnppon bo wacht^ Ei» Attx.'itor dor Fabrir Nichtcr U'nrdo anf m^.^^'"^' ^'"'^' "^^ Novolvcrschiisso orinordol -'-'cilttar nnd Polizoi wnrdcn verstärkt. 6 h a r bin. 31. Inli. 8 teilw. bew. j 1j7Ü. F. 73b 8j 1b 1! » ! ' !00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperawr 1? 3". Nor. male 19 7°. Wettervoraussage fur den 1. Nussust fur ^teier» mar! uud Käruten: Trübes Wetter, schwache Wiude. mäßig warm. allmählich besser; für Kraiu: Wechselnd bewölkt, mäßige Wiude, mäßiss warm, vorerst schlecht, dauu allmählich besser; für Trieft: Wechselnd bewöltt, mäßige Winde, warm, später Ausheitcruug. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Wohnung per sofort mit separatem Zugaug vom Haustor aus, bestehend aus zwei geräumigen Zimmern mit Zugehör, im I. Stock, Gassenfront, kein Visavis, sonnseitig gelegen, oberhalb keine Partei, sehr ruhig im Hause, mit angenehmem Garton, ist an eine kleine Partei zu vermieten. Anzufragen Poljana-Straße 15 beim Hausherrn. (2(532) 4—3 Photoarafthischc Apparate für Dilettanten. 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August um b Uhr nachmittags vom Trauer» hause Dalmatingasse Nr. 15 auS auf den Friedhof M zum Heil. krreuz statt. ^ Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarr» ^ tirchc zu Maria Verlündigung gelesen werden. ^ Laibach am 1. August 1907. W I Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- _=^~ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach I I Kontokorre f Utie;ka.pltal IC »20,000.000 «^P?« Rcservcioml KL 63,000.000- (1715) j^^^^^wra-^^iEanfjmd Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. - Safe - Deposit«. - Verwaltung von Depot«. - Weohaelstube. ] Kursr an der Wiener Oörse e^ veislcht sich per ^»>>. i. wcichs. «le vertretenen König. reiche und Länder. 6s»«r. Ooibreme, stsr,. Gold ^m p^ l.^o'. - :°z ^:: 3'l' «ft. Äüveslitions-Neüte. ftfr,° «r, per Kasse . 8'/,«/<, 87- 87 2, G»le»,b°t,u.H,«ll!,>ch,,z. Nlllchieliungen. «lilabethliüli» i» G.. slcucisrei. ^, zu ia,ou(, sl 4°/ ^, .^ __. «ranz Iossf.U^ii' i,'. Silber W°l k°ti ^ .',«.' b'/^/« llv-lv !«(»«< s!„f, .«,, « W V'^ubweis 200 fl. ü, Uz ^°urg Tirol 2W . 71------------^l.°n . . , »2i!-- 4^4 - «r!b Ware Yo« 3>ll»,l zu» ZohluiiL Ubtl. Nl>»,»»nl l>U»nl>lll!N. Prwtiläl,. Pbllgatl«nen. ^dblii, Westbahn, «km. !8Ub, 4<><' Kronen 4 <>/„. , . , 97 i^ 95, 05 li!iIabeN)baw> 800 »md 20U0 M. ^ al, lu°/„......114.^, ,<. , ^»«abethbahü 4«o und ü«U0 M, ^°n?Iosef-Vahn Em,^ i'g84'" ^ "^' (biv. Et.) Cilb, 4°« . . 86 9< «? m O°liz!w l, ^.,2. Staatsschuld der iiünder der ungarischen Krone. 4«/u u„g. Voldrente per Kasse , „s>k5,1,.,.. »°/« drito Pel Ultimo no 8b ,,,,' ^"/« ung, Nente ,2 - « s,2 ?( »'/,",« dclto per iiasse . »8-. »2ü< Ung. PrännenNnl. i^ lo« sl. 134 z« i«« 5, The>s>-Ncg,-Los,'4«/„ . . >»!, 75,41 ?- ^°/° ungar, Grnndentl.'.Oblig ^9 9^5' »"/>. troat. u. slav, «rundentl. «lig........^,___,^ Andere öffentliche Nnlehen. Aosn. Lanb?s.»lnl. (div.) 4°/« ,j„s y^ ,;< Vosn.' herceg, Eisc»l>.° Lande«. «nlelien cdiv.) 4!/,°/, . 9?'s< »8 8» 5> Tonau-Neg,-Anleihe !8?b ,03 ,04 . Wiener Verlehrs-Aiilcihe 4°/^, 8U 4li ^'^4, betto 1900 4°/o 9« 4- 8? 4l ilnlehen drr Etadt llüien . . i 97 7, Bulll, E!aat«elsenb.'Hyp..Unl 1««9 Gold , . . . ß°/, ,,8-- ,io - Vulg. Staats. Hypothrlar «nl. 1«U!i.....«°/° 1«1«0«l»l>!, «eld Ware Pfandbriefe ,c. V°t>e»lr..llUn,öst,inb!,I.»l,4''.„ 9s,3t «7 ,, «°hm, Hypothelenbanl verl. 4"» W'75 97 «b Zentral Bob.-ttred.-Bl. üstc,V Zeülral Bov.^red.-Äl., Wen «, ^^verl. 4°/« . . . ' <,.8. 99 Kicd.-I»ft..östcrr..!.Verl..U!>t u össenll,«rb,Kllt.^vl.4<>/« 9?'2l, 8s^2ö Landesu. b. t^bn. Galizien >md l!°dom, 57'/, I. ruclz. 4"/„ 9ü- 86». Äilayr, Hnpothelenb. verl, 4°/. «ö i>>> 9N l>^ N,.österr.Lande«.Htip..A»st,4"/„ 8«-40 97-4« detto lnll.2"/«Pr.verl,3'/,°/(, 88 öv 8» 5»' delto ft..Lchu>dsch,uerI.3'/,°/n 88 ^d l,»-H,. ortlo uerl. 4°/« 96»!' «? 30 l-slerr..l>ngar. Van! ö« jähr. ver, 4"/« ö. W.....9? 4, »8-4, detto 4"/« Kr.....99-- ,<«,-. Cparl. 1. öst.. «0I. veN, 4°/u 99- 101) _ Eiscubahn-Prioritäts-Obligationen. fferbinauds.Nordbahn Em. 188« — - — - detto Em, 1904 —>- --- Osterr. Nordwestb, iUo fl. S. , 102 S< 1039c Elaatsbahu ü«o Fr..... 39» - Ä8b - Eüdbahn k 2"/« Jänner. Juli boo ssi. (per Lt.) . . . U8ö z< 898 5« Ludbahn il ö"/„..... 181 8« 122 5« Diverse L,s« ,per E^licl). D»»zw,llchl f»se. »"/» Bodenlredit.Lose Tm. 1880 258 bl> 264 b(! dt. v. 100 Fi.2»/<> 94 50 ,0,>5> zlun,lzlu«l,chl ff»st. Budap.>ÄasUila (Dombau) 5 sl. 20 2^- «8 25 Nreditlose 100 sl...... «2 — 428 - Llary.Uosc 4« fl. K. W. . . 14«-- 14«-- Ofener Uuse 4« fl..... 20b— sil-— Palffy.Uole 40 fl. K. M. . . 17a ül> 181-^ Noten Kreuz, üst. Ves. v,, 10 sl. 44- - 4s-- »loten K^euz, una. Gef, v., 5 s>. 26 sb 28 e5 Rudolf.ljole 1ü fl......57 >- 73 . Talm.iiose 40 sl. K. M. . 19»- 6"5 - «elk War,? rürl. E..«..An>. Piäm..0bllg. 400 str, per «assc , , . 18« 2H ,8g :i.°> bciti! per M, . , <«I 75 18«'?» lk. Nol»enlr,.?lnst. Vm, 1889 68- ?!!-— Nltien. tzllln»Plltt>Vuteinth«nngln. «ulstN'TepI. Visenb. 500 sl. , ^!4i0 — 2425 - -Mtim. Nordbahn 150 !l. . . 338- »45- An!chtiehradel«illi.b0N fl. KM. i850 - 28?» - betto (Ut, v.) 200 fl. >er Ult, U'?4 - 107!!--Donau > Dampfschiffahrt«. Ges., 1.. l. I. priv.. 5U0N, KM, 951— 99s- Duz>Vode»bacher Eisb. 400 Kr. 557-— 562 55 ^erdinands.Nordb.iono sl.KM, .°2^' - 52s"--Uemb.'Czern.'Iasw > Eisenbahn» Geselllchast, 200 fl. E , 559 - >6l,—- ^loyd.ösltil, Trieft,,5»0!I,NM, 44«- 447- ÖNerr. zilordwestbahn 200 fl. B, 457- 42«,- delto(lit, l!.).i!»0lI.N. P.Ult, 423- 424 >»!' 1jrag.D>ir,elEiwio.1U0sI.at>gst, 21?-^ 218 Ztlllltselsb. 200 fl, T. per Ultimo «5? l N P5X 50 Lübb. 200 fl. Silber per Ultimo «51-50 ,52 5<> Lüdnordbeulsche VeibwbunM 2UU sl. K«l...... 395'— »37 - lramway'Ges., neue Mener, Prlurität».«ltien 100 fl. . —- —--Ungar. Westbahn (Raab'Zraz) 200 sl. E....... 40» — 4«4 75 «I. Lolalb.'Allien.»«!. 200 sl. 2ö0 .------ V««len. «nglo'Öfterr. Äaul, 1«0 fl. . . »l>4 - Z°4 ö> Va»were!n, Wiener, pec Kasse — — ------- detto per Ultimo ... 534 25 t>»5-',5 öodeülr.'Nnst. üsterr.,2«0sl.S, '020— l<>26 - Zcntr..Vob..Kredb. «st.. 200 sl. b«S— 543-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 1«o fl,, per Kasse — — — — del,» per Ultimo 651'bn «52 5< Krcditliaitt allg. uiiz,, 2«» sl. . 753 50 ?!>» 5, Dep»site»bani, allg., 200 sl. . 4^2 — 4üll>- Gölumpte > Gesellschaft, nieder» Osterr., 400 Kronen. . . Üü8 — 571-Vlro. und ttassenverein. Wiener, 20« fl........ 454— 457 — Hypothelenbanl, österreichische, 20« fl, 3«°/o V..... »88— «8«- iiändcrbanl, ötterr., 200 fl. per Kasse....... - - —- detto per Ultimo .... 43H b» 433 5n „Mertur", Wechfelst,. «ttien. Gelell!chaft, 20a sl. , . . «04— «0«-— Held Kx,?. Östcrr..»ng. Aanl 14U0 ttranei, l«04 - 1814 - Unionbanl «00 fl..... 54«-- 54l - Äerlehr«b«nl. allg., 140 sl. . »32 - .^33 - 1n>ustilt'zln<«Mlh«uug»n. Ällugc!,, aliss, dsterr,, 10» fl. . >2l — >/5 - VriixerKohlc»bergb..Ge!.100fl. 733- 738'- tisenbah»w,.Leiha,„erste, 100fl. 204- l»!'59i! „Elbemühl". Papiers. u.V.>G. 184-- 18s — Hleltr.Gel,. all», »fterr.. 2oa fl. 433- - 48!>- - detto internal., 200 sl. 589- 5?i--^irlcnberger Patr,., Ziinbh. u, Met..ssabrll 400 Kr. . . l«6L- - ,072 - ^!icsl,Mr Ärauerei 100 sl. . . 2«ü - 270 - VtoiUan.GeleMck . osterr..alpine 59190 592 90 ,,V°Ibi.Hütte", Lieaelss»ns«ahl. 7f..A..G. ^00 sl. ... 441" 445 -braaer Elseü'Ind.'Ge!, Vn,. 1905, 200 sl...... «S0»-- Ü610 — «ima.Murany »Salgo'Torjanel Lisenw. 100 sl..... bH9 5<» 540 50 Zalao.Tarj. Stelnlohlen l«o ll 573 5?? — ,.Echl»ll,ImühI", Papiers.,2-«^ !»»!<2' Pari«......... Sä «2' 95?,» gürich und V»!el..... 8b L2' »5 7?^ Val»ten. Dulaten ....... 113» 11 38 ü0°ssill„len-StüMarl Stulle...... «3-4» s« !»4 leutfche Neichsbantnoten . . 1,? 45 l»«•> ««vlsen ,„,d Valnten. lj Ba.33.lc- -u.Xa.dL TXTec2xslexg-escl&.&st it ^t.r.lf.a.mV._i.elilu.i4.iP«t.l. 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(30i0) 3-1