Nr. 157. Freita«,, 12. Juli 1889. l<>8. Ialirganss Zeitum. »!,».?5^ ."?."'""<'"" l «Nlt 5' ofivlll«nbun « : ,an,l»h»i, fi. «, hall>l«l)»>8 si. 7.50. In » ° « plotl: )/.!» ^V^'' Valbjährl« 1l,5,»n. Ftl, di« ijustlllnn» ln» Hau« ganzjilhll« sl. 1. — I«»tlll,«««,»»»l y«. Dll „«»lbach« lieltnn«" «sch« Uhr vormittag«, — Nn»laoN»»tt«r«»f, »«b« nicht »n,«nom»»n «l»b »innultrlvt, «icht,n,<«««ft«llt Umtl'icher Hheil. Un Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit "«"höchster Entschließung vom 8. Illli d. I. den, ^n>ncheu des geheimen Rathes Philipp Freiherr» ^eber von Ebenhuf um Enthebung von dem umte des Statthalters im Erzherzoglhumc Oesterreich °v der Enns in Gnaden zu willfahren, dessen Ueber-?"^ m den wohlverdienteil dauernden Ruhestand llergilädigst zu genehmigen und demselben bei diesem ""lasse für die Sr. Majestät und dem Staate dnrch l» lange Reihe von Jahren mit treuer Hingebung «klelstetl'n ausgezeichneten Dienste nenerlich die volle """höchst,. Anerkennllng ansznsprechen geruht. Taaffe m. ^. «... Sr. l. nnd f. Apostolische Majestät haben mit 'uertMM- Entschließung vom «. Juli d. I. den "N'desfträsidenten im Her'zogthllNle Ober- und Nieder ?uMlm Franz Grafen Merveldt zum Stattlialter ,^ ^rzherzogthume ob der Enns allergnädiqst zu cr° """en geruht. Taaffe »n. z>. «.« Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit MMiöchstcr Entschließnng vom «. Juli d. I. dem ^"'Mor an der Km,stgew'erbeschule des l. k. österreichi-N Museums für Knust und Iudustrie in Wien AM! Nieser ans Anlass seiner Versehung in den "vmden Ruhestalld das Ritterkreuz des Frauz.Iosrf-^/>ls allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Mil. , Die französische Kammer i^'^ aus den Emotionen nicht mehr heraus. Fast parla ^ ^'"^^ "^^" Sturm nnd neue Fehde; die »,.!. ^'"tarischen Umgangsformen, welche in neuester ^Allenthalben iu ein Stadium gefährlicher Verwil-nickt ^ete" sind. existiere» in Paris mitunter gar die?» ^- 'Nieder mit den Dieben.» das war kürzlich t>er n ^^ Andrienx', und der < Canaillen ^Scandal die ^'^'^" Z"t ist noch nicht verweht worden durch He N lamentarischen Ereignisse der folgenden Tage. lallen /"Nlentsbcrichte w"den allmählich von einer ^ wehr zu übertreffenden grobkörnigen «Pitanterie». nnd Journale aller Parteirichtungen haben das ehedem von Rochefort und Genossen ängstlich gehütete Monopol der schrankenlosen Grobheit längst an sich gerissen und üben es mit auffallender Vorliebe uud Schneidigkeit. Dabei gefällt man sich in der Aufspü-rung, Aufbaufchung. unter Umständen auch Erfindung immer nener comprumittierender Geschichten, welche die ohnehin zn bedenklichem Umfange angeschwollene politische (^roliicine 3(:»n<1al6li5lo Frankreichs beltichlrn und den davon nicht betroffenen Parteien Gelegenheit zn einem möglichst starten Hohugelächter lind affectierten Weh-geschrei über die vernichtete Vollsnwral geben. Im Vordergrunde dieser erhebenden Begebnisse stehen selbstverständlich die Boulangisten. Sie haben nichts von ihrer Regsamkeit uud Aufdringlichkeit eingebüßt, obwohl der Process ihres Herrn uud Meisters dem verhängnisvollen Urtheilssprnche nähergcrückt nnd wenig Aussicht auf eine Ehrenrettung des auf britischer Erde wohlgeborgenen Generals vorhanden ist. Diese Scan« dalsucht einer hinlänglich compromittierteu Partei Hut allerdings ihre guten Gründe. Seit die Regie» rung mit allen legalen Machtmitteln dem provocatori-schen und exccssiven Auftreten dieser Partei begegnet und in einigen Fällen mit voller Energie gegen Führer lind Feldherrn der Bunlan giften eingeschritten ist. kennen dieselben kein geeigneteres und sichereres Terrain znr Bethätigung ihrer unblutigen Tapfe>keit. als den Boden des Parlaments, wo die Immunität als kräftiger Schuh geqen Staatsauwalt nnd Polizei j»de politische Zügellosigkeit ermöglicht und begünstigt. Sie waren es in erster Linie, welche die Berathung des Bndgets wahrhaft genial zu verzögern und zn hemmen wussten; dadurch haben sie die parlamentarische Arbeit vielfach unterbunden nnd rechtzeitig Vorsorge getroffen, dass sie selbst nachträglich in die erwünschte Lage kämen, ein Verdammungsurtheil über das an fruchtbarer Thätigkeit arme und an fruchtlosen Worten reiche Parlament der Republik zu fällen. Möglich, dass sie mit dieser Taktik noch andere bestimmte Partcizwecke verbinden und vor allem die Berathung der bekannten Vorlage hintertreiben wollen, welche dem «braven General» den Triumph verderben soll. sich iu eiuigen Dutzend Wablbezirken zum Deputierten proclamiercn zu lassen. Nicht die Boulangisten allein aber besorgen den politischen Scandal in Frankreich; die Sucht, zn verdächtigen und zu verleumden, ist bereits epidemisch geworden uud wird mit der Zeit die Welt zu dem Glauben bringen, dass di? Kategorie der Ehrenmänner in Frankreich auf den Autsterbe-Etat gesetzt sei. Da beschuldigt man Minister, für ihre Tasche gearbeitet zu haben. Einmal ist Tirard ein Betrüger, dann Theucnet ein Fälscher und schließlich Nouvicr, der das Unglück hat. einen in böse Geschäfte verwickelten 'Gimpel» zum Schwager zu haben, gar ein Dieb, bis sich ihre Unschuld klar erweist. Thcoenet seinerseits beschuldigt Woeslyne. rr sei ein schon fünfmal abgestraftes Subjet, worüber dieser m eine so große moralische Entrüstung gerüth, dass er den bereits sehr ungewöhnlichen Weg der Klage beschreilet, um nachzuweisen, dass er nur dreimal abgestraft ist. La Herriere wird überwiesen, seine Nusschussberichte vorzeitig veröffentlicht zu haben, und der Boulangist Laquerre wird von der Advocatenlammer wegen vor-sch'iftswidrigen Vorgehens auf drei Monate suspendiert. Ein activer General, der in Afrika irgend eine Brigade oder Division commandiert, findet die Zeit und den Mnth, von dort aus sensationelle Enthüllnn-gen zu machen, und in dem Process Boulangers selbst droht die Bestechlichkeit in Dienstsachen eine bedenkliche Rolle zu spielen. So wäscht man in dem heutigen Frankreich, das eben allen Völkern der Erde das imposante und glänzende Schauspiel einer wirklichen und lebensvollen Weltansstellung bietet, vor aller Welt seine schmutzige Wäsche mit einer Ungenierthcit, welche zugleich anwidert und verblüfft und in dem einsichtsvollen Theile der französischen Presse den mehr als billigen Wunsch wachruft, diese «pitoyablen» Zustände möchten endlich zur Ehre und zum Heile Frankreichs ein Ende nehmen. Wohin soll es anch kommen, wenn man das Parlament zu einer Freistätte für jeden Insult benützt, der anderswo nnr mit einem gesnnden Faust- oder Stockschlage oder einer tödlichen Kugel wettgemacht werden föuiltc! Auch für den gestrigen Tag war eine Art Scandal angesagt. Die Flotle Frankreichs ist seit einiger Zeit ebenso wie jene Englands der Gegenstand fataler Erörterungen im Parlamente und der Presse. Man findet sie weder numerisch noch qualitativ der Machtstellung Frankreichs und ihrer historischen Bedeutung entsprechend, stellt Vergleiche mit der seit neunzehn Jahren rapid emporgewachscnen Flotte Deutschlands an und meint, die französischen Geschwader im Canal und im Atlantischen Ocean würden nicht mchr imstande sein, die Feuilleton. Stimmung - Verstimmung. ^liiNl', ^'" ^"'^' "^ ölM aufgelegt, uicht in der u»d .>5 ^'* lM man oft sich jemanden entschuldigen; sul'dern - '^ wahrlich nicht leere Ansrcde zn sein. feltr w? ^^ in den meisten Fällen eine vcrzwei-her. Aalnheit in diesem Ausspruch. Des Menschen N"wr ^ ^ Woge des Weltmeeres hin- nnd her-l>clld lw''' , n'annigfachstcn Regungen preisgegeben; bilnu P?lt es den Sonneuglanz und die Bläue des illlolkp '. Ab ist es durch des Unmuths schwarze r ""t Nacht umzogen. !"lllla?I. "' wir aber nach den Ursachen dieser Stiin->st ^''7- ste sind sehr verschiedener Art. Vielleicht ^clilw-, -H"^'""a ""f irgend einen Gewinn, das die da« V"^ ^"^' die Erfülluug eines Wunsches. ^" nw/^ lebhafter, freudiger, zuversichtlicher schla-richt °:?k": oder es ist eiue uuerwartrt frohe Nach-''!" W ^ ""Miches Begegnen, ein seltener Besuch, ^'e bei,/ «!?' "" ^"Ü, eil, anregendes Gespräch, "»'s fsns," Melodie, die in »ms ein Echo erwecken. . N!!''^ Dicklich stimmen. ^ Unl^ m andern Seite gibt es tanscnderlei Gründe. ^lzbar,.'i^"^"""""g wachrufen. Abgesehen von der "'^us is, ber Nerven, die in einem krankhaften Orga "Nlna in nn s"^ hat. gibt es mancherlei Uinstim-^schla. l -Anschieben, die nicht zn seineu Guusteu ^lra>ln., >- ^ ""^ nicht davou mitznreden. welche "' 'nckmk ^"' Umschlag ein Misserfolg anch auf fundest«.» Menschen hervorrnft oder etwa ein nicht erwartete, eine abschlägige, eine düstere, unglückliche Nachricht, oder auch die Schattenseiten des änhcren Lebens, die sich uns anhängen! Wie ein schwerer Alp liegt es da oft auf uuferer Seele. Wir vermögen der Mifsstimmung nicht Herr zu werden und sehe» alles umflort, umnachtet. In vielen Fällen ist es mit unserer Stimmuug wie mit dem Wetter: sie schlägt bei der leichtesten Luftveränderung um — ist doch unsere Stimmuug von dem Wetter selber leicht abhängig, Es schlägt nicht alles ein, wie wir es erwartet' hatten, unsere Plane werden durchkreuzt, da umdüstert sich gleich der Himmel uuserer Seele; in uns blitzt und grollt nnd murrt es, nnd den Gleichmuth wiederzufinden will nns nicht gelingen. Es kommt aber auch vor, dass wir nicht wissen, uns Rechenschaft abzulegen, was die Missstinnnung in uns hervorgerufen hat. und das ist die allergefährlichste. die allerschlimmstc der Stimmnngen, ein Feind, der uns von der Erfüllung unserer Pflichten abhält und der. wenn er oft wiederkehrt, nns zn den unverträglichsten und unerträglichsten aller Erdcnlinder macht. Gegen diesen Feind anzukämpfen ist unsere größte Pflicht. Es ist durchaus nicht gleichMig. in welcher Stimmung, welcher Gemüthsverfassung wir die Aufgaben des Tages erfassen. Einem Künstler, er sei Dichter. Compouist. Maler oder Bildhauer, wollen, wenn er nicht in der rechten Stimmnng ist, die Ideen nicht zufließen, ja auch der Arbeit des Handwerkers kann man anfehen, ob Lnst oder Stimmung bei seinem Schaffell mitgewirkt haben, und so ist es bei allem, was der Mensch unternimmt, sei es im banse, in der Schule oder auf dem Markte des Lebens; der Geist, der die Maschine bewegt, offenbart sich in dem Gelingen oder Nichtgelingen des Werkes. Was aber können wir thun. um unsere Stimmun-gen zu lenken, zu meistern, ihnen Zügel anzulegen? Es ist schwer, gegen das Naturell anzukämpfen, man fühlt sich der Verstimmung oft ohnmächtig gegenüber, und doch ist nichts gefährlicher, als sich ihr hinzugeben. Hat sie erst eine Handbreit gewonnen, so reiht sie immer mehr an sich; die schönsten Seelcnkräfte, die stärkste Gesundheit fallen ihr znm Ranbe. innere Zerrüttung, pessimistische Weltanschauung folgen. «In einer Seele voll Unmuth und Verdruss erstickt die dumpfe schwere Luft alle geistigen Blüten.» Solchem Feinde müssen wir mit aller Entschie» denheit entgegentreten, nur dann können wir ihn über« winden. Dazu gehört freilich ein großer Wille und eine starke sittliche Kraft. Alxr sollte nicht der Mensch sich insoweit frei nnd selbständig macken, dass er an seiner Erziehung mitarbeitete? dass er sich Sclbstzwang auferlegte? uud eingedenk seines hohen Berufes, sich zu veredeln, zn vervollkommnen strebte? Wenn der Unmuth sich deiner bemeistcrn will. so suche ihm zu entfliehen, wenn du ihn nicht nnterdrücken kannst; wende dein Gesicht uun ihm weg. wenn on ihm nicht mehr entfliehen kannst oder blicke ihn herzhaft an und sage: «Hier bin ich. du mächtiger Tyrann, und spotte deiner.» Zu dieser sittlichen Stärke gelangt aber nur der. dem von Jugend auf der Wille frei und stark gemacht ist, der Selbstzucht üben gelernt hat. Ist wohl unsere heutige Iugeuderziehuug dazu angethan? Lernen unsere Kinder dankbar da« hinnehmen, was sie Gutes empfau- ^lnliachcr Zeitung Nr. 157. 1844 12. Juli 188!>. Durchfahrt einer deutschen Kriegsflotte und ein Bombardement der französischen Nordhüfen durch diese Flotte zu hindern. Da zum Ucberflnsse noch bei den letzten Flottenmanövern einiges geschah, was diese Ansicht zu rechtfertigen schien, war der rechte Anlass zu einer Flotten-Interpellation an den Marineminister Crantz geboten. Vei den Manövern hatten nämlich die den Feind markierenden Schiffe unbehelligt Cherbourg an» gelaufen und im Mittelmeer Cette und Marseille beschießen können, ohne von den eigenen Schiften irgendwie behelligt zu werden; überdies hatte ein Panzerschiff ein anderes fehr unsanft angerannt und beschädigt. Alles das hat wohl Herr Lanessan vorgebracht, um eine sensationelle Sitzuug zu schaffen und nebenbei oder in erster Linie — wie man vermuthet — den Marineminister zu einer möglichst nachdrücklichen Cre-ditfordernng zu provocieren, deren Bewilligung unter anderen Verhältnissen Schwierigkeiten gemacht hätte. Diese Taktik hat, wenn sie wirtlich bestand, die erwarteten Früchte getragen. Minister Crantz kündigte einen Nachtragscredit von nicht weniger als 58 Millionen für die Ausführung eines weitgehenden Flotten-Ver-a/ößernngsplanes an und fand volles Verständnis für seine vom Parlamente gewissermaßen inspirierte Forderung. Der Kriegs- und der Marineminister in Frankreich sind eben glückliche Leute; je mehr sie fordern, desto wärmer schlägt für sie das Herz der Nation, keine Millionen-Ziffer ist den Franzosen groß genug, wenn es die eigene Wehrmacht zu stärken gilt. So ist wenigstens diese mit entsprechendem Nachdruck angekündigte Sensations-Sitzung zu einem praktischen Resultate gediehen. Die Sorge für die nationale Kraft und Sicherheit ist größer als die Scandalsucht, an welcher der französische Parlamentarismus seit einiger Zeit in so gefährlicher Weise krankt. Politische Uebersicht. (Freiherr von Weber pensioniert.) Wie wir bereits mitgetheilt, ist das Pensionsgesnch des Statthalters von Oberösterreich, Freiherrn von Weber, genehmigt worden, und tritt der verdiente Staatsmann in den Ruhestand. Freiherr von Weber dient bereits 51 Jahre und feierte im vorigen Jahre sein ^jähriges Dienstjnbiläum, bei welcher Gelegenheit er von Sr. Majestät dem Kaiser mit dem Grohkrenze des Leopold «Ordens ausgezeichnet wurde. Freiherr von Weber galt immer als einer der ausgezeichnetsten Ndmiuistrativ-Beamten und erfreute sich in den ver« schiedenen Stellungen, die er innehatte, des allgemein» sten Vertrauens. — Der Landespräsident von Schlesien. Graf Merveldt, wurde znm Statthalter in Ober-österrcich ernannt. (Revision der Gütertarife der Südbahn.) Aus Graz wird uns berichtet: Die Grazer Handels- und Gewerb.kammcr knüpfte mit der Süd-bahu Gesellschaft Verhandlungen an, um dieselbe zu einer Revision ihrer Gütertarife zu veranlassen. Die Südbahn-Gesellschaft schlug den Weg mündlicher Verhandlungen vor. was seitens der Handelskammer auch angenommen wurde. Letztere bestrebt sich nun, ein umfassendes Verhandluugsmaterial zu gewinnen, zn wel> chem Zwecke ein Circular erlassen wurde, worin die Interessenten eingeladen wurden, ihre Wünsche in wohl- motivierter Form darzulegen. Es wurden nahezu 1000 Einladungen erlassen. Die Direction der Südbahn hat ferner den Central-Ausschuss der steiermärkischen Land-wirtschafts-Gesellschaft aufgefordert, mit derselben bezüglich der im Interesse des Ackerbaues und der Viehzucht gelegenen Ermäßiguugeu der Gütertarife in directe Unterhandlungen zu treten. (Prager Nachwahle n.) Nach den «Närodni Listy. boten die Iungczechen für die Präger Nachwahlen den Altczechrn ein Compromifs an. Für die Alt« und Neustadt möge je ein Alt- uud ciu Iuug-czeche aufgestellt werden. Ebenso wären für die Klein-seite llnd für Smichow die zwei Mandate unter beiden Parteien zu thelleu. Abg. Zeilhammer werde uamens der Altczechen bis Samstag mittags auf dieses Anerbie ten Bescheid geben. (Der steierische Landesausschuss) befasste sich vorgestern mit den anlässlich der Constatie-rung der l^livlioxsi-a vastalrix im landschaftlichen Burg' Waldweingarten bei Marburg zu treffenden Maßregeln und verfügte die energische Fortsetzung der schon eingeleiteten 'Rodungsarbeiten. (Die uu garische Delegation) hielt gestern abermals eine Sitzung ab, während sich die österreichische Delegation heute versammelt uud, da in den beiderseitigen Beschlüssen keine Differenzen bestehen, vermuthlich schon heute ihre Berathungen schließen wird. (Aus dem Osten) liegen keinerlei Nachrichten von Belang vor. Die schon vor einigen Tagen eingelangte Meldung über die Befördernng einer Anzahl russischer Officiere auf dem Dampfer der Gagarin'schen Dampfschiffahrtsgesellschaft nach Serbien erweist sich als dem in Braila erscheinenden Blatte «Bomba> entnommen. Es lässt sich mithin diese Meldung schwer auf ihre Richtigkeit prüfen. Einer weiteren, der «Neuen freien Presse» zngegangenen Meldung zufolge sollen russischerseits zahlreiche Pontons nach Reni und an die Donaumündung befördert werden; auch für diese Meldung muss ihrer Quelle die Verautwortung überlassen werden. (Die Afrika-Conferenz,) von welch, r vorige Woche plötzlich die Rede war, ist wirklich geplant und soll in Brüssel stattfinden. Der Vorschlag der Conferenz gicng von England im Einverständnis mit Deutschland aus. Außer der Feststellung der europäischen Machtsphären in Afrika soll die Conferenz die Unterdrückung des Sklavenhandels nnd die Einigung über die besten Mittel zur Ausdehnung des civilisatorischen Einflusses in Centralafrila zur Hauptaufgabe haben. Auch sollen gewisse Rechtsfragen bestimmt formuliert werden, die neuerdings bei dem regen Verkehr der Mächte in Colonial-Angelegenheiten wiederholt hervor« getreten sind. Zu den Nerathnngsgegenständen gehört anch die Einfnhr von Waffen. Munition nnd Spiritus in allen Formen; auch hierüber, namentlich über die Einfchränkung dieser Einfuhr, soll eine gemeinsame Abmachung getroffen werden. Alle afrikanischen Kolonialmächte sind eingeladen, der Congostaat als neutraler Staat wird den Vorsitz führen und König Leopold znm Ehrenpräsidenten ernannt werden. (Frankreich und England.) Nach einer Londoner Meldung gilt es in dortigen unterrichteten Kreisen nicht als ausgeschlossen, dass die französische Regierung in der Frage der Conversion der egyptischen Schuld schließlich einen ähnlichen Standpunkt einneh' men werde, wie es seinerzeit Russland that, d. h., dass sie der Conversion zustimmen würde unter dem Vorbehalte, dass die Verwmdung der aus der Conversion sich ergebenden Ueberschüsse Gegenstand einer späteren Vereinbarung sein solle. (Der Graf von Paris) theilte, nach einer Pariser Meldung der «Magdeburger Zeitimg», scinen Anhängern dcn Entwurf des Manifestes mit. welches den Unterschied zwischen Royalisten und Voulangisten definiert, jedoch das Wahlbündnis mit Vonlangcr auf-rechterhält. Der Graf verließ vorgestern Vevey, wo del" selbe zahlreiche Noyalisten empfangen hat. ( Alls Christiania) wird gemeldet, dass der Führer der Rechten, Aduocat Stang, welcher neulich dcn Antrag auf ein Misstraucnsvotum gegen das Ministerium Swerdrnp gestellt hatte, nach dem Rücktritt des letzteren den Auftrag erhielt, ein neues Ministerium zu bilden. (Aus Afrika) Haufttmann Wißmann griff am 8. d. M. Pangani mit Orschützfeuer an nnd be^ setzte diesen Ort. Wißmanu trug keinerlei Verluste davon; die Eingebornen zogen sich zurück. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben der Gemeinde Poigen im politischen Bezirke Horn in Nieberösterreich znm Baue einer Brücke eine Unterstützung von 300 fl-aus der Allerhöchsten Privatcasse allcrgnädigst zu ve> willigen geruht. — (Kaiserin Eugenie.) In stiller Zurllcl-gezogenheit — schreibt der Pariser «Figaro» — lebt Kaiserin Eugenie zu Farnborough, unweit von LoN< don. Alle Tage wohnt sie der Messe in der von ihr erbauten Kirche bei unk betet an der Gruft des Kaisers und ihres Sohnes. Sie hat für gewöhnlich nur bre« Personen um sich, den Herzog von Bassano, den ehemaligen Oberkammerherrn Napoleon lll., Herrn 3""' ceschini-Pietri, den gewesenen Privatsecretär des Kaisers, und Frau Lebreton, die Schwester des verstorbenen Oe' ncrals Bonrbali, ihre ehemalige treue Vorleserin in de« Tuilerien. Diesertage erhielt sie den Vesuch neuvermählter Verwandten; der 23jährigc Filrst von Poix, Sohn des Herzogs und der Herzogin von Mouchy, einer gebort Murat, war gekommen, um seine junge Gemahlin ^ Kaiserin vorzustellen. - (Der Lottogewinn von 480.000 O^ d e n.) Eine Temesvarer Depesche verzeichnet die Meldung' dass man in Temesvar selbst glaube, es sei bei der a"» letzten Samslag stattgehabten Ziehung nicht mit rechte" Dmgen zugegangen. Aus Budapest kommt mit BeM auf diese Angelegenheit nachstehende Depesche: In hiesige" polizeilichen Kreisen beginnt man sich für die Wie^l Lotterie-Gewinste umsomehr zu interessieren, als hier v"" der Existenz eines Melchior Far las nichts bekannt 'st Man w.ll an einen Zufall nicht recht glauben und z"' bricht sich den Kopf darilber, wo die Correctur der 3"' tuna eigentlich möglich war. Iu allerlei Muthmaßung«" berechtigt auch die nachstehende Temesvarer Meldung' Bei der jüngsten Samstag-Ziehung wurde der vom 6"' rcitor des Gisela-Waisenhauses zur Ziehung entsend^ qen? sich freuen an dem Kleinen mit der kindlichen Unbefangenheit des Gemüths? Lernen sie treues Pflicht-bcwusztseiu, treue Pflichterfüllung, gewissenhaftes Streben über alles schätzen? Lernen sie sich überwinden, willig entsagen. sich in die Verhältnisse schicken? Lernen sie ihre Furcht, ihre Begierden, ihre Leidenschaften bezwingen? Die Natnrtriebe im Menfchen treten oft mit großer Gewalt auf. sie möchten die seelifchen Triebe sich fügsam machen; ist aber der Wille stärker, ist er zur vollbringeuden sittlichen Kraft geworden, da müfsen sich alle Nciguugen, alle Erregnngen vor ihm beugen wie die Halme vor dem darüber hinziehenden Winde. Und mit dieser Kraft gewinnt der Menfch einen Halt, der ihn vor Verstimmung am sichersten schützt. Und welchen wohlthätigen Einfluss hat die gute Stimmung eines Menschen auf das kranke, zerfahrene Gemüth eims anderen! Sie wirkt, wie der heitere Sonm'nglanz auf die dunkle Erde, wie die rnhige Klarheit des Himmels auf die sturmbewegte See. Und haben nur die Wirkung solchen Einflusses auf unfer Gemüth verspürt, da wird auch in uns der Drang nach einer bleibenden guteu Stimmung immer mächtiger. Nichts wirkt wie das Beispiel! Die gleichmäßige Ruhe und Heiterkeit, die einem zufriedenm Gemüth entspringt, legt sich wie Balsam auf das leicht erregte und doch nach Frieden durstende Menschenherz und erfüllt es mit Labung des Himmels. Möchten wir alle doch unserer Stimmungen Meister zn werden uus bestreben und dem. was wir als recht und gut erkannt haben, immerdar folgen, auf dass wir Frieden in uus haben und mit ihm den köstlichsten Gewinn für alle Zeit! N. Schohl. Inr Sonnenwende. Eine Hochlandsgeschichte von I. E. Maurer. O. Fortsetzung.) «Halt!» rief Rest, welche dies bemerkte. Dabei fprang sie hastig vou der Herdbank empor uud schleu» derte den tückischen Angreifer znriick. dass er an die Hüttenwand hintaumelte und die blank geschliffene Waffe aus feiner Hand fiel. «Schämst dich nicht,' sprach sie verächtlich, «ein Messer gegen einen Wehrlosen zu ziehen? Untersteh dich. es nochmals aufzuheben, bei Gott! es soll dir übel bekommen! Und jetzt schau, dass du fortkommst, du nichtsnutziger Ranfer!» Diefcr Befehl that seine Wirkung. Zitternd vor Wuth und Nachegefühl schlich Mathias znr Hütte hinans. «Ich gehe.' knirschte er. -aber gib acht, Nesl. es soll dir nicht geschenkt bleiben, was du mir heute angethan!» Im letzten Vauernhause von Pertisau. wo der Weg vom Achensee ms Falzthurmthal vorübcrführt, saß am folgenden Tage Nesls Vater, der Pfaudlcr geuannt, vor der Hansthür und war eben beschäftigt, eine Sense zu dengeln, um morgen mit seinen Leuten zur Heumahd hinauszuziehen. Die Sonne neigte sich über dem Seckahr schon merklich dem Untergange zu. als plötzlich durch das Gittert des Zannes, der rings das Gut nmaab, der Mathias hereintrat. «Gott znm Gruß. Vetter!« begann er, indem er mit gespreizten Aemcn sich vor den Alten lm,. stellte. ^ D.eser fuhr, ohne den Burschen eines Blickes 5" würdigen, in seiner Arbeit fort «Dein Vetter bin icü nickt m^ > ^rl^tc el >7'«und«ch, -!°" du «»'Zi.bindH ep '-' den, darnm geh deine Wege. Folge^^leisten^'"' "'^ '^sonnen, dieser WeWS nenut'N mi^°Z ?' 'Emen Dieb nnd Einbrech" nemü Ihr mich.^ U,,d wenn ich's geworden, wer trF die Schuld, als Ihr selbst' Oder meint ^br etlv«. 3ckt dN^^)!. oll w Eme^K als Knecht dienen? Warnm habt Ihr mir das Geld. t^ weigert?"'""' "wichen «eben nöthig hatte, v"-Bauer.^ ^" ^'' wiederholte drohend d" «So!» entgegnete der Neffe keck nnd schränkte H Arme uberemauder. «auch das noch von Enckl' 3^ genug, dass Ihr mich mn mein s Vae d"r"ches '«"' len hilflos in die Welt gestoßen^ H noch obendrem gleich emem rändigen Hm.d von E'^ Schwelle jagen! Das ist nicht schön voll Nuck, Vett^ Ihr sollt wenigstens vorerst wi sen wa.m ich z""^ gekommen, muss Euch doch znm Dmik ür Enre ^ Lieb/ eineVüb ^ dlc Euch freuen wird.» -? u - «Spar deine Neuigkeiten für deinesaleiche'^. hechte ihn MM« »'» ..»b "«„.Mette N» " scmer Sense fort. ^'^O""c/"b sich dadurch nicht bei nett. . ,,. 'Wlsst Ihr schon,> begann er neuerdings " ham.schem Gestcht, «dass die Resl. Enre Tochter, H dem Klosterfischer hinter Eurem Rücken eine ernstl'" Liebschaft angebandelt hat?» ttaltiilchcr grilling Nr. ^57 1^4Z 12. Juli !8^. Waisenknabe Julius Nikifor mit dem Ventilen aus dem Saale gesandt, dass diesmal ausnahmsweise ein Anderer die Zahlen ziehen werde. ^- (Die Erntezeiten auf der Erde.) Je nach den klimatischen Verhältnissen der verschiedenen Länder der Erde findet die Getreide-Ernte in denselben zu äußerst verschiedenen Zeiten des Jahres slatt, und es ist interessant, dass es keinen Monat im Jahre gibt, in welchem nicht irgendwo auf der Erde Getreide geerntet würde. I», Jänner, wo bei uns die Natur in Schnee und Eis erstarrt ist, findet in Australien, Neu-Seeland, dem größten Theile von Chile und in einigen Strichen der argentinischen Republik die Weizenernle slatt. Im Februar beginnt sie in Ost-Indien und Olxr-Egyvten und wird, allmählich nach Norden fortschreitend, im März beendet. An der Küste Egyfttens, in Syrien, auf der Insel Cypern. in Persien, Klein-Asien, Indien, Mexiko und auf Cnba erfolgt die Weizenernte im April. Im Mai haben Algerien, Central'Asien, Mittel China, Japan, Marokko, Texas, Florida Ernte. Im Juni ernten die Donau-Fürstenthümer, Ungarn, die Tiirlei, Griechenland, Süb-Nnssland, Italien, Spanien, Portugal, Süd-Frank-wich, Kalifornien, Oregon, die südlichen Vereinigten Staaten. Im Juli ist die Ernte in Deutschland, Oesterreich Ungarn, Schweiz, Frankreich, Italien, Nussland, Polen, Süd-, Ost- und Miltel.Ongland, Oregon. Nc» vrasln, Minnesota, Wisconsin, Iowa, Illinois, Indiana, Michigan, Ohio, Newyork, Neu-England, Virginien, Uber.llanada. Im August ernten Belgien. Holland, Großbritannien, Dänemark, Polen, Hudson - Bai» Territorien, Unter Canada, Columbien, Manitoba. Der September ^ der Ernlcmonat für Schottland, Schweden, Norwegen, ^ord'Nussland, auch beginnt in diesem Monate in ^Merila die Maisernte. Im October wird die Gclreide-^rnte in Schollland und die Maisernte in Amerika be-^det. Nordaustralien, Pern und Südafrika ernte» im ^ovembcr, und endlich im December ist die Ernte in Me, im Königreiche Virma und Südanstralicn. ^ — (Die Eisenbahn-Katastrophe bei "tünchen.) Ueber den am Sonntag früh in Nührmoos unweit München erfolgten Zufammenstoß eines Schnell-A^es mit mehreren Güterwagen melden die «Münchener "euesten Nachrichten»: Der Hauptschuldige am Eisenbahn-Unglücke, der Stations - Taglöhncr Seidl, welcher un. lN'ttelbar nach Eintritt der Katastrophe das Weite gesucht "nd zwei Tage plaulos herumirrte, hat sich Montag Abends dann selbst gestellt. Er ist in Begleitung eines "Ndgendarmen um 6 Uhr 20 Minuten mit dem Post-öW von Dachau in München eingetroffen und wurde ^N das Landgerichts ° Gefängnis abgeliefert. Seidl, etwa 4 Jahre alt, ist ein kleiner Mann mit grauen Haaren, Welcher auf jeden, der ihn gesehen, gleichmäßig den Ein» "uck eines stupiden, ja fast stnmpfsinnigcn Menschen "acht. Es sei speciell erwähnt, dass Seidl, ebenso wie Zusende im bayrischen Verkehrswesen mit verantwort-l'chem Dienste betraute, subalterne Angestellte, kein Bahn-vediensteter und nicht im sogenannten «Slatns» ist, son-^"n lediglich als «Stations-Taglöhner» mit I Mark ." Pfennigen für den Tag dcn ihm gerade ang wie-Men Dienst, so gut er kann, verrichtet. — In ^ verunglückten Zuge befand sich auch der Ober-Argermeister von Frankfurt am Main und Reichstags« ^geordneter Dr. Miquel, dessen Reiseziel Innichen im Mterthale war. Dr. Miquel ist vollständig nnvcrletzt. ^e ferner mitgetheilt wird, befanden fich die verunglück» ^sächsischen Familien aus Eibcnstock zuerst von Hof weg bis Nürnberg im letzten Waggon des Eilzuges. Der Wagen war aber schon lange im Gebrauch gestanden und daher ausgelaufen, so dass er sehr stark stieß und hie-durch die Reisenden belästigte. Sie ersuchten daher in Nürnberg, umsteigen zu dürfen, und kamen auf diese Weise in den vorderen Wagen, wo sie sämmtlich in so grässlicher Weise verunglücken sollten. — Heule wird aus München gemeldet: Gestern mittags entgleiste in der Station Steinbach (Linie Hochstadt - Probstzella) ein Militär-Materialzug, zum Glück ohne Verunglückung von Menschen. Dadurch wurde eine Umparlierung sämmtlicher Züge bis morgen nöthig. Nachträglich wird auch ein verspätetes Eisenbahnunglück in der Station Störnstein (Mittclfranlen) bekannt. Wieder hatte eine falsche Weichen-stellung stattgefunden, durch rechtzeitiges Bremsen ereignete sich nur ein leichtes Auffahren des Localzuges auf einen Holzwaggon. - Gegen die Eisenbahn-Verwaltungen ist ein großer Ansturm in der bairischcn Presse. Die General-Direction will vom Landlage im Herbste eine Vermehrung des Unterperfonales um 1N00 Köpfe verlangen. Zur Zeit sind Verfügungen über Anstellung von Aushilfskräften in der Ausarbeitung. Der mitfchuldtragenbe Adjunct in Röhrmoos ist bereits entlassen worden, — (Vom Wörther. See.) Das Vadeleben am Wörther-See gewinnt mit jedem Tage an Ausdehnung. Ueberall sieht man lustige Gesellschaften von Schwimmern und Schwimmerinnen; Freunde des Segel« und Rudersports benutzen die gegen billig? Miete zur Verfügung stehenden Ruder- und Segelboote aller Art, um ihre gegenseitigen Kräfte zu erproben, und die über See verkehrenden Dampfboole sind mit Passagieren gefüllt, welche vom Schiffe aus das anmuthige und anziehende Treiben der Sommergäste betrachten und sich an dem herrlichen und romantischen Reiz dieser Gegend ersreueu. Die Eta blisfcments Wahliß nnd Wengcr sind überfüllt, in Pri-valvillen kaum mehr eine Wohnung zu haben und infolge dessen auch die Vanlust wieder eine recht rege. — (Personal nach richt.) Se. Excellenz der Herr Minister Dr. Gaulsch von Franken thurn ist einer Meldnng aus Haag zufolge am 5. d. M. zum Curgcbrauche in Schcveningen an der Nordsee eingetroffen. — (Die größte Blume) foll jetzt auf den Philippinen entdeckt worden sein. Sie wächst dort wild, hat ovale, blendend weifte Blätter und einen Durchmesser von einem englischen Mrd. — (Um das Alter der Eier zu erkennen,) löst man 144 Gramm Kochsalz in einem Liter Wasser anf und taucht das Ei hinein. Ist es einen Tag alt, so fällt es zu Boden, ist es älter, so erreicht es den Voden nicht; ist es drei Tage alt, so schwimmt es unter dem Wasserspiegel; ist es älter als fünf Tage, so kommt es an die Oberfläche und hebt sich umsomehr, je älter es ist. — (Betrunkene Hühner.) Man schreibt aus Pressburg: Ein in Vlumenthal wohnhafter Kaufmann besitzt eine Anzahl Hühner, welche er auf seinem Hose umherlaufen läfst. Dort beschäftigte Arbeiter warfen nun während der Frühstückspause den Thieren in Vrantwein getauchte Brotkrumen hin, welche gierig verschlungen wurden. Nach kurzer Zeit stellte sich indes der Rausch bei den Hühnern ein, welcher sich in grotesken Sprüngen und Tänzen äußerte. — (Selbstmorb.) Wie aus Villach geschrieben wird, feuerte am 7. d. M. vormittags 6 Uhr in einem Gasthofe in der Italiencrstraße ein aus Fiume zugereister Passagier in selbstmörderischer Absicht vier Kugeln aus einem Revolver gegen sich, von denen zwei tödlich trafen. Die foforl herbeigerufenen Aerzte konnten leine Hilfe bringen; der Unglückliche verfchieb mittags. Die Erhebun« gen haben nur ergeben, dass er Thadbäus Rakucly heißt. Außer einem Geldbeträge von II fl. !)3 kr. wurde bei Rakucly nichts vorgefunden, es bleibt fomit das Motiv der That unbekannt. — (Ein räthselhafler Selbstmord) Diesertage hat sich bei Königsberg einer der reichsten Besitzer der ganzen Umgegend erhängt. Derselbe war 92 Jahre alt und hinterlässt außer 125,000 Mark in barem Gelde noch zwei schuldenfreie Besitzungen von je vier Höfen. — - (Ungarifche Erbe.) Die ungarischen Pilger haben Kossuth eine eiserne Kiste, angefüllt mit Erde aus seinem Geburtsorte Monos, nach Turm überbrachl. Kossuth bestimmte, dass man ihm diese Erde ins Grab mitgebe. — (Bevölkerung von China.) Ueber die Art und Weise, in welcher in China die amtliche Volks zählung vorgenommen wird, erzählt das Journal der Britischen statistischen Gesellschaft einige Einzelheiten. In jeder Stadt, in jedem Dorfe oder Weiler ist gesetzlich vorgesehen, dass für je zehn Häuser ein Register gehalten werden muss, in welches die Zahl und die Na< men der Bewohner eingetragen werden. Zehn Familien machen eine Tschia, welche unter Aufsicht eines Nettesten steht. Ueber je zehn derartiger Aeltestschaften ist ein Amtmann geseht und dafür verantwortlich gemacht, dass die Registrierung in richtiger Weise besorgt wird. Die Zahl der Einwohner jedes Ortes muss d^m kaiserlichen Steuerrathe alljährlich berichtet werden. Nach einem Be» richte desselben betrug die Bevölkerung des chinesischen Reiches, mit Ausnahme von fünf Provinzen, welcbe ihre Zählungen noch nicht eingeschickt halten, im Jahre IKttü 319,383.500 Seelen. Die Bevölkerung der sünf rückständigen Provinzen wurde auf 60 Millionen Menschen geschätzt. — (Frauen-Eitelkeit.) Erste Frau: «Wollen Sie wirklich nicht, dass Ihre Paula sich schon verhei» ratet? Das Aller hätte sie doch gewiss!» — Zweite Fran: «Meine Tochter ist alt genug, aber ich bin — zu jung.» __________ Aus dcm Gesell schaflolcben der Amcilen. Der Ameisenforscher von zur Mühlen untersuchte zu Beginn des Winters einen Haufen der rothen Wald« ameise s^ormio» ruia.) Infolge der Störung, welche die Untersuchung verursachte, kamen einige Ameisen trotz des kalten Wetters (es hatte bereits gefroren) au» dem Innern des Haufens hervor, waren aber fehr träge in ihren Be« wegungen und blieben bald erstarrt an der Luft liegen. Einige Tage später, als die wärmende Sonne die Temperatur gemildert hatte, waren einige andere Ameisen derfelben Art aus dem Haufen hervorgekommen und lro« chen zwischen ihren noch immer bewegungslos daliegenden Genossen umher. Interessant war es nun zu beobachten, wie die kräftigeren Thiere ihre halberstarrten Brüder wegzutragen bemüht waren. Ihr Beobachter sieng einige ein, sperrte sie in ein Glas und stellte dieses in sein Zimmer. Darauf sehte er ihnen etwas Honig vor. Augenblicklich stürzten sich die kräftigeren Exemplare gierig aus das vorgesetzte Futter, leckten einige Zeit an demselben und kehrten zu ihren ermatteten Genossen zurück, die sie . Pfandler ließ den Hammer sinken und heftete "Nen prüfenden Blick auf den Angeber. Dieser fuhr anscheinend gleichmüthig fort: . «Vestern während des Donnerwetters ist es mir Mlllss gelungen, das verliebte Pärchen in Enrer Senn-^ltte in Gramei zn ertappen. Nicht war, das klingt ^ders. als Ihr erwarten mochtet? Ehe ich aber in ^?. Hütte hineingieng, hab ich, um meiner Sache ge« ^" zu sein, vor der Thür ihre Zwiesprach belauscht, ""hatte ich es bald sonnenklar heraus, wie das Dirndl dns» n. verdammten Burschen hängt, wie sic glaubt, ""!« nur bei ihm allein ihr Glück blnh,n könne, und. steck! ^""' ""6 noch alles für Gefasel ihr im Kopfe sick,'^km Argwohn!» brummte der Vauer vor sreV *^ mnvm.lt Ihr da?» forschte Mathias. -Nun « "'ch wird Euch dieser Schwiegersohn nicht an» A^M sein, kann mk's denken. Da'rnm will ich Euch lilin'l ^"^" ^"^ ^ben, wie Ihr Ench vor ihm schuhen v„ 'Ein Rath von dir, Spitzbube?» fragte Pfandlcr '-wilnderi. ,„ .'Ja. von mir,» erwiderte verschmitzt der andere, We,,, ^klleichl findet ihr denselben nicht einmal nbcl, 'kr denn anch von mir kommt. Hört mich an.« Und l Pslmdlcr erhob keine neue Einwendungen, '"fuhr der Mathias fort: Mm, . ^' V^^ ich bin beinahe zum Entschlnss elwas "''^ endlich nach Euren Begriffen und Lehren f,„^ "luzuwandeln. Wie wär's nun, wenn wir's noch ' Miteinander versuchen wiirden. Nehmt micl wieder zu Euch, und seid Ihr mit meiner Aufführung zufrieden, so gebt mir die Resl zur Ehe!» Einen solchen Vorschlag hatte der Alte von seinen: liederlichen Neffen nicht erwartet. «Unverschämter, kecker Bursche,» fuhr er auf, .willst du Spott mit mir treiben? Hättest dn damals, wie ich dich aus deinem selbstverschuldeten Elend em-porzog. deinen Sinn ernstlich ändern wollen, was hätte dich daran gehindert, nachdem du meine Wohlthaten mit schnödem Undank und gemeinem Verbrechen ver« gölten hast? Du selbst hast dich neuerdings in die Tiefe des Unglücks hinabgeswßen. mis der dn nicht mehr heraufkommen wirst.' Der Trotz des Burschen schien durch diese gerechten Vorwürfe etwas gebrochen zu sein. «That ist das. Vetter,, versetzte er fast wcich. »so war es nicht meine Schuld allein, dass es so gekommen, darum richtet nicht, ehe ich Euch ein Ge^ ständnis abgelegt, das mich zwar in Euren Augen nicht rechtfertigen, aber doch einigermaßen entschuldigen wird.» Der beleidigte Oheim rnnzelte die Stirn. 'Bist dn wirklich frech genug, nm deine schlechten Streiche noch beschönigen zn wollen?» «Nennt es Frechheit, wenn Ihr wollt.» fnhr Mathias fort, »aber es ist zum mindesten keine Lüge. was ich Euch zn bekennen habe. Und wenn Ihrs gehört, dann mtheilt nach Gerechtigkeit, wer mich ins Elend gestoßen.^ Der Schlane machte line wohlberechnele Kunstpause, ehe er fortfuhr: «Von meinen Gläubigern verfolgt und vergantet, von allen ehrlichen Menschen als ein Taugenichts verachtet und gemieden, bin ich in Ener Hans gekommen. Da sah ich Eure Tochter, die Resl. Es war das el sternal seit unseren Kinderjahren, dass mir das Mädchen wieder vor die Angen getreten, und schon nach wenigen Tagen empfand ich. dass ich an sie mein Herz verloren. Von jenem Augenblick an trat mein bodenloses Unglück, in das der frühere Leichtsinn mich hinein> gerieben hatte, in grässlicher Wahrheit vor meine Seele. Ich fühlte, dass ich ohne das Mädchen nicht mehr glücklich werden könne, und machte mir bittere Vorwürfe, mir selbst die Hoffnung auf eine bessere Znlunft verscherzt zu haben. Endlich raffte ich mich anf und fasste dcn festen Entfchluss, mein Leben zu ändern, indem ich hoffte, mir dadurch mein erträumtes Glück doch vielleicht verdienen zu können. Es war ein eitler Trug. Nahezu ein Jahr hatte ich meinen Vorsatz gehalten, da wagte ich es einst, ihr meine Liebe zu gc» stehen. Und sie? Ka-tec Hohn und Zurüctwcisnng war ihre Antwoit. Seit jener Zeit war ich wieder derselbe, der ich einst gewesen; ich glaube, mich überzeugt zu haben, dass für mich keine Umkehr mehr möglich, dass es ein Wahnwitz sei. an eine Rettung aus dem Wirr« sal meines Lebens zu denken; die alte Nacht umfn'Ng mich wieder, und so stieg ich denn aus der L.iler des Bösen abwärts, iiescr und tiefer. Wie wett ich gekommen, Ihr wisst es. Wohlan mm. stoßt mich vollends hinab in den gähnenden Abgrund, treibt mich znr Verzweiflung, wenn Ihr wollt, aber schreibt dann. was geschieht Ench selber zu!» sFl^chnnn. sola)) l'^lü^cc Zl-itiu^ ^s. >ü7. 1342 !5 Juli 1«^. mit den Fühlern streichelten und zu füttern begannen, worauf letztere sich bald erholten. Wie anziehend ist es, dass die Ameifen ihren leidenden Genossen zuweilen be« hilflich zu sein bestrebt sind. In anderer Weise bethätigen sich die Ameisen, indem sie Sclavenjagdcn veranstalten, auf Sclavenraub ausgehen. So verjährt Crimea «anssiiinLÄ, eine ziemlich große Waldameise. Zu dieser Art gehören freilich schon Arbeiter, doch ist deren Zahl gering. Deshalb führen jene alljährlich Raubzüge aus, überfallen die Colonien schwächerer Arten, nämlich der ^ormjc.i f>i«c.i, und i'uli-dHldiz. vertreiben dieselbe«, rauben ihre Puppen und tragen diese entweder in ihren alten Van oder nehmen, was auch nicht selten vorkommt, von dem neuen Besitz. Die bald auslriechenden fremden Ameisen verwenden fie als Arbeiter (Sclaven), worein diese sich bald finden. Ihre Thätigtcit. die mannigfaltig genug ist, besteht im He»anschleppen von Baumaterial, im Auf- und Ausbau des Haufens, in» Anlegen der labyrinthartig verlausenden Gänge und Stege, im Auffpeichern von Lebensmitteln, in der Beaufsichtigung der Larven uud Puppen, in der Fütterung jener u»d auch in der Fütterung der Herren selbst. Dadurcb, dass letztere sogar sich füttern lassen, gerathen diese in ein Abhängigkeits - Verhältnis zu ihren Sclaven, das unter Umständen für fie verhängnisvoll wird. Lubbock hat beobachtet, dass Augehörige einer Polyergus - Art, die gewohnheitsmäßig sich von ihren Sclaven die Nahrung zutragen und in den Mund stecken ließen, verhungerten, wenn die Sclaven ihnen weggenommen wurden, obgleich Speisevorräthe (Honig) ringsum in Fülle vorhanden waren. Sie hatten also verlernt, selbst Nahrung zu sich zu nehmen. Indes erhielt er ein Individuum derselben drei Monate am Leben, indem er täglich auf kurze Zeit einen Sclaven zu ihm ließ, der ihn fütterte. Dass die Ameisen recht mordlustig sind und sogar! größere Thiere, wie Eidechsen, Insektenlarven, anfallen und überwältige»,, kann man gelegentlich beobachte». Um so auffallender ist es daher, dass sie eine Anzahl sehr kleiner Insectcu in ihren Colonien wohnen lassen. Doch das ist erklärlich, denn von einigen dieser kleinen Mitbewohner weiß man ja, dass sie aus ihren Hintcrleibs-ringcln einen angenehm schmeckenden Saft absondern, den die Ameisen mit Begier ablecken. —>V. Local- und Provinzial-Nachrichteu. — (Landtags wählen in Krain.) Nach den» bisherigen Resultate der Landtagswahlen m Krain hat die slovenische Partei 25 Abgeordnete, von denen l5 schon bisher dem Landtage angehörten, 10 aber neugewählt wurden, von welchen letzteren 4 auf die Landgemeinden, 4 auf die Städte und Märkte, 2 aber auf die Handelsund Gcwcrbclamlner entfallen. Die Deutscheu gewannen den Sitz von Gottschee und Reifnitz. welcher bisher vom Abgeordneten Visnikar vertreten, diesmal aber von der slovenischen Partei ohne Widerstand den deutschen Gott-fcheern überlassen wurde. Heute wählt der große Grundbesitz seine zehn Abgeordnete!!, welche wahrscheinlich sämmtlich dcr deutschen Partei angehören werden, wonach die Physiognomie unseres Landtages so ziemlich die gleiche bleiben dürfte, wie während der abgelaufenen Wahlperiode. — (Die neuen Gulden-Noten.) Obwohl unferc neue Fünfzia/Gulden-Note als das bisher sicherste Papiergeld betrachtet werden tonnte, weil noch leine Fälschung bekannt geworden ist, so hat sich das Staatsnoten Atelier, an dessen Spitze Hofrath Storct sich befindet und dem die gediegensten Künstler und Techniker znr Verfügung stehen, infolge der Fortschritte der orthochromatischen Photographie und der Heliographie doch veranlasst gesehen, bei dem Auftrage der Anfertigung neuer Gulden-Noten sich noch größerer Umsicht zu befleißigen. Bei der neuen Gulden-Note sind Papier, Farbe und Darstellung durchaus nach neuer Methode angefertigt. Unter der Leitung des Professors Ludwig hat das StaatsnoteN'Atclier einige Jahre in Experimenten zugebracht, bis ein neues, gesafertes Papier hergestellt wurde, welches in Verbindung mit einer eigenö präparierten Druckfarbe aus einem neuen blauen Farbstoff sowohl der Photographie wie der Heliographie unzugänglich ist. Dazu wurde das Porträt Sr. Majestät in feinem jetzigen Alter, nicht wie früher, auf Stahl gestochen, sou« dern durch Tautenhayn geschnitten, wodurch eine weitere Sicherung gegen die Heliographie gewonnen wird. Der Schnitt wurde sodann mittels dcr Reliefmaschine auf die Kupferplatte übertragen. Gegen die pholographi-sche Nachahmung sollen das Papier und seine Ausstat« tung schützen, gegen die Heliographie uud gegen die freie Nachahmung sollen die verschiedenen Schatten des fein guillochierten Reliefbildes des Kopfes, die von freier Hand nicht nachgeahmt werden können, Schutz bieten. Der Stich ist von S onn en leitn er, das Figurale uon Ei senmen grr und die GesammtcomposiUon von Tlorck. Auf Grund dieser so sorgsältig hergestellten Type wird eine Note hergestellt, welche jeder Nachahmung auf Grund der heuligen Technik widersteht. — (Koschat-Abend.) Der Laibacher Deutsche Tnlnvcrein veranstaltet, wie bereits gemeldet, morgen abends im Casino einen Koschat-Abend zu Ehren des anwesenden Tondichters Herrn Thomas Kos chat unter Mitwirkung der Militär-Musikkapelle. Das Programm wnrde wie folgt festgestellt: l.) «Drauwalzer,» Walzeridylle mit Clauicrblssleitung; 2. a) , Taccn. Vizmarje. Sanct Vrit. Oberschischla, Dravlje n»d Ichca ein heftiger Hagel nieder, welcher große Gchaden in Gefolge hatte. Die Schaden-Erhebungen sind im Zuge. j ^ - (Hcimis ch e K u n st.) I„ ^ Handlung des ' Herrn Giontini ,st gegenwärtig ei» im Colorit so- wohl wie auch in der Zeichnung gelungenes, von unserem Landsmann Herrn Grilc gemaltes Porträt ausgestellt. Das Bild ist, was Aehnlichkeit anbelangt, vortrefflich und in anregender Frische und Stimmung gehalten. — (Evangelische Gemeinde.) Wegen Amtshandlung des Herrn Pfarrers Knieszner in Cilli fällt Sonntag der Gottesdienst in dcr hiesigen evange« tischen Kirche aus. AunN !,nd Aiteratur. — (Musillitcratur.) Der dritte Theil dcr nnter dem Titel «l)!» erscheinenden Composiliunen dcs heimischen Tondichters ssr. S. Vill) ar, welcher von Sftalato wieder nach Kroatien übersiedelt und die Sladtlaftellmeisterstelle in Oospic angenommen hat, ist nunmchl i», Drnct vollendet, und hat die Bnchdrnrlerei R, Milic in Laibach den Vertrieb desselben übernommen. Per Vand enthält 34 Compositiouen, Mmmrr-chüre. Clavicrstücke, Lieder nach kroatischen nnd slovenischen Texten. Der Preis des Vandes ist 2 si., mit Postversendung 1l) lr. mchr. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 11. Juli. Heute nachmittags um 5 Uhr fand in der Hofburg das zweite Delegations - Diner statt; abends um 8 '/< Uhr kehrte Se. Majestät der Kaiser nach Ischl zurück. — Der österreichische Gesandte Hengelmüllcr ist aus Belgrad hier angekommen. — Der Pester Courierzug stieß infolge falscher Wechselstellung in Himberg mit einem Güterzug zusammen; zwei Passagiere und zwei Bahubedienstete wurden leicht contü' siouicrt. Um 7 V. Uhr abends qirng ein Hilsszllg dort< hin ab uud brachte die Passagiere hieher. Wien, 11. Juli. Die uugarische Delegation votierte endgiltig die gestcru angenommenen Budgets. Nächste Sitzung morgeu. — Minister Aaross hatte gestern eine Audienz beim Kaiser uud eine Unterredung mit dem Grafen KcUuoky. uud wird heute mit Szögyinyi »mo Käluoky conferiereu. Tisza reist morgen' nach Budapest ab. m c ^""^ " I"li. Die Arbeiter sind heute bei Aufuahmc der Arbeit in keiucr Weise gestört oder be-as lgt wordeu Die Zahl der heute beschäftigte,, Arbeiter reicht au «000. Iu 15 Etablissements iu BriluN wird voll uud iu weiteren drei bis auf die Weber voll gearbeitet. Neue Ausgleiche siud bis zur Stunde nicht zustaude gekommen. Smüt-lkticnnc, 11. Mi. Die El sammtzahl der qeborgruen pichen beträgt 108. Nach der Ul.tersllchung scheint dle Explostou iufolge Unachtsamkeit von 7wB Arbeitern entstauben zu sein. ki- «,?^ ^- ^.'^ Die griechische Presse richtet a" ?I m 7" d,e eindringliche Ausforderuug. ihre nutz-Frieds ba Grie'chmlaud'lHaft de" Angekommene Fremde. Am 10. Juli Hotel Stadt Wien. iiindermann. l s Öolratl, TrieN - balt< lü:!!!^"^^^"!« ^>tz' NÄvaVnteoll^ ?la an tt^5 V^l"' Tl'ch' - Vraveevic s. Fra". Nrre'nnd Ve^rd'^H^' ^""""' ^"' - Ul^r. Dresdm "" ^""' 5"^. - Mnndt sammt Famil'k. ^wsch^V T^'^°"tr. Director der Unions ImA Wien. ^ "" p"'b' Weinhändlcr. Sichelbnra. ^ Verstorbene ""<°" "onnech, Tischler, N I.. 6" aresH?^MZaU!^^"cker, Maad. «4 I.. E°"' kottoziehung vom 10. Juli. , Brunn: 59 64 54 «6 21. ^ in ^aibach7" c- V /',, . O. schwach heiler «erantwmtlicher Nedntte»,- - I Yi a «l i i, Schwarze, weiße und farl'iaeSeiden- damafte voN fi. 1,-40 bis fl.?75 per Meter (18Q«°l) ^brK'3^^?"!i ""d Mweise ft°rt°^ nnd zollfrei das AHuli! Depot l,. II«nm!l»<„>^ s^ ,, <>, s.,.,.!.,^ ^ül-iel»' M..stcr umgehend. Vriefe losten . 1353 Course an der Wiener Dorse vom 11. Juli 1889. «««dem off.«^ lloursbia«e. Gel» Wai, Stllllts-Aulthen. A.. ri»l,s,,llchc Renle I» Note» »3'95 «4 ,5 ?''7""lt!>....... 8< W »5 ,0 ^„" ^" 2'NlltsIl'!!' . 250 si, l^'i»^ k!» !^!> ^" ' 3?"^ KM st. 140 80,4130 u«. ^ ' M'nflel ,l>» si, ,4!> 7K ,46 2K '«»>":' Slanlslose , , ,0!' si, ,73 25. ,73'7b ^"» Dm», Psbbl. i» ,20 si. " !b0 75 !l.1 25 ^,^^t. GolbrriUe, steuerfrei , 109 95 no Is. ^^l'rr.Nul,?»le!i!r, steuerfrei , »9 80 100- Garantier«« Msrnbal,«. Wchnlbvllschrelbungen. U°bl'libn!i>, in «steuerfrei . 124 - I2b -- U"'^°W>, Naln, !,, Eilber , ,15- „5.80 li il«, ','7"" ""l,n in Silber 103 - ,0-! 50 d«. «<' ^"!" "'" N CM, . . 2!l4 - <»« - ° ° «!»z Vudweis 20» st. ü. W. - - - — - lfm s .''b'liro! 200 st, ü, W, «.» zl, LU9 50 ^" "b">il>alm sür 200 Ntarl . 114 - ,,4 5" ^"''" "'<>Wa,l 4"/„, . . „9 20,19 90 «"«rlbcrzcr «all» ltmiss, l««4 95- -- U„ Obleute 4°/„ .... 100 05,00 2b »'"S°p>"rrnie 5"/„ . , . »5,30 9b 55 "''».«tifeub. Anli^fl.u.W.S, l,4 75 ,,5 2b >>l° ^.?^ """"l^ S»!lle . . W - V«l'4O l,,° ^'bnh>, Pr>»r!!ntei! . . ,l>o - l«!'<>o b ° ^"'^ ^linnt. v. I, l«? 7« d ° «?'1""<>e»t Abl. Ol>, iu,»fl, UN 7!. ,!«, ill. ^ ° Pram. «>,l, il „X, n. «. W. i«- - l4» 50 t^^to i^ k)sl,ö.W, l4l25,4l?^ ^ Veld Wars Grundentl.-Obliglltiontn (für luc> fl, CM,), b°/n «alizlsche..... l04 7b lobLb c,"/,. mälirifche...... «U>-- 110 75 »'/<, ttrnii, iind Niislenwnd , . — —-------- ü°/„ üiederösterrelchischc . . , ^IO!» s»l. ,l<> s^» 5>'V« ste!ri,che......! - '----------'- k"/„ kroatische und slnvonllche . I0b- lW - »"/„ siebeobüraüche .... 104'R, K»ü »n ü"/« lemeler «ann, .... 104N0 1<>« »<» ü"/„ u»a>,risch!>...... >»>4 N! u>ü^<> slndcrr öffcutl. Nnlchcn. Do»a>! !«»'«. Lose 5>"/s, 1<>0 sl, , !l22«.'» l22'2!> bio. Nlllelhe 1«7« , , IN« Ü0 109 b" «nleben dcr Elat>< VNrz , . I1,> —! — - Nnlehei, d. Stadigfmeludc Wie» !»»l> !»c> 10N s><, Prilm.-?Inl. d. Eiadigem, Wie» >I4:> ?b ,44-- Äi"lr»bau Aulelien verloi. l."/„ »ü 7b W s>0 Pslllldliriefe (fiir N«> si), Vodi-ürr, all«, vsl, 4»/,.G, , - 118-119— dlo. » 4'/,"/«. - - 10« «0 101 4« dtl). » 4"/„ . . . 9»'»<< 99 »0 dtll. PrH»>. Hch,llduer!chr, »"/„ 10» L5 109 '/b Or». Hl,pl'fl,ele!il,anl l0j. l»0",., 1»1 — wij- vest..>»!«, >t»a»I uerl, 4'/,"/<, . 10, »<» ,02 - betto » 4"/n , . 100-bO,0l- beito l>0jähl. » 4"/« . . INC bollNI-. Plioritiits-Obliglltionen (für ,00 ft,), sserdiimndK Vlordbah» !l>». 1««« 100 ?b 10,^s. «alizische «ar! Lukwi« - «ahn Em, ,«», SOU si. 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G, ,«<>fl, ,3>»>, — 303^,» (lrebilbanl, «Nss, lin«. 20<, fl. , !3,?75 3,«2K Depllsürübanl, Vlllss. 200 N, , !,»4'— ,«5 - Escomple el.,Ndrüs<, 500 ff, , ,z4b —«l — Giro »li'nfssnv,, Wiener 2<»l»fl. <99'— 2>7 — 909 - Unlonbanl 200 ft......22b 7Ü >«« . lUerlel,r«bllnl, «llg 140 fl . , 15« «»,b« »5 Äctien von Transport- ! Unternehmungen. (per Llüll). «Ibrecht «all» 20« fl. Silber . > - - — — «lfölb'ssiüüian, «ahn 200fi, T. 20, 5.«> 20« — «ohm. No,dl>a!i» ,50 fl, . . . 21« 2l»'- » Wsstliahn 200 fl. . , . 324 .. 32« - Vulchtiehraber E«. 500 fl. o - Du,, Vodenb, (tis. !l>, 200 st. L. -----j------ Herftinandü Norvb, ,««W fl,llVt, 2!<40 Ll»5l» Valllarl Ludw, «,2Wfi,!lM, ,9, ^ lv, 75 llemb, llzernow, ^ Iassy ltijen° bahn.Gesellsch, 20» fi. L. . , 2sb 75 83« — «Iuvd,»st,ung,,Irissl500fl.!lM, 89» — 395 - Oelierr Nordweftb, 200 fl. Eilb, ,«7»2l4' — Praa-Duzer Eisenb. ,5N fi. Vllb, ^ z»,^« b7 — Rudulpl, Vnhn 200 ft. Silber .-------— — Slnalörüenbahn 200 fl. Eilber 223 sn «3 »0 Eüdbal,» !i<»0 fl. 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