Deutsche Macht (Krüöer „Lillier Zettung"). «rscheini jeden ZoBnerlla« m» m»r»«B« »»d I»?«« filr IStfli mit z«iiell»n, inl Hau» monatlich fl. —M, Mtrttljthrig (I. 1.M, halbjährig st. gairu« ». «.—. Mil DcflwtldiSurt* stfilcIfUktt* *. l.M, haldjithriz fL ».SO, ganiiährig 0. «,40. ®U ciiqeUc Jtaaimn 7 ft. 3n|cratr nach Tarif; bet öftere» W>ederh-l»»ge» e»ti»rrchendcr Rabatt, 1U«wäit« nehmen InKrale fit unser SUlt alt bedeutenden *itiunctitfjt>cMliei«n »e« Ob- Bub »-«lande« »B. Redarii»» Herren». ». UMniBlflrtiton Herren». «. ZdrechstuBden de« Stedacleur» ItgUch. BUt «usnahni- d«r Sann- Bit» Feiertage. »SB »—li llhr vor- lind S—t Nhr «ZchBiillag«. — Recla»alionen (wtuftri. — Manuscrivte werden nicht „triickqiici-det. — Anonyme ZntenduB'len nicht dcrlletftchti»«». Rr. 42. Cilli, Soinitnn, den 27. Mai 1883. VIII. Jahrgang. An unsere ^»'eler! Die Nummer der „Teutschen Wacht" vom .'t d. wurde von der k. k. Staatsanwaltschaft mit Beschlag belegt. Als Grund der Beschlag-nähme wurde uns der Leitartikel welcher von der Auflösung der Landtage handelte, bezeichnet. Die Herausgabe einer zweiten Auflage wurde uns nicht gestattet u. zw. deshalb nicht, weil wir gelegentlich der letzten Confiscation der ..Cillier Zeitung" vom 2. November 1882 bei Herausgabe der zweiten Auflage die Stelle der confiScirten Rede des Abgeordneten Baron Hackel-berg leer ließen. Selbstredend werden wir gegen dieses Verbot, für welches wir in der ConfiSca-tionspraxis vergebens nach einem Analogon suchen, Beschwerde führen. — Um jedoch unsere Leser für die ausfallende Nummer wenigsten» theilweise zu entschädigen, erscheint die heutige Nummer in größerem Umfange. Die in dersel-ben mit einem Stern bezeichneten Berichte, Cor-reSvondenzen und Notizen sind aus dem Don-nerStagblatte reproducirt. Weiters bringen wir auch das Unterhaltungsblatt in doppelter Stärke. Pie Redaction. Aeber die Wedeutung der BorschuK-vereine. Pettau, 22. Mai. Geregelte wirthschaftliche Verhältnisse und ge-fünde materielle Konstellationen bilden stets die Vorbedingungen eines regen politischen Lebens und den Hemmschuh für krankhafte nationale und so-ciale Bestrebungen. — Eine Bevölkerung, deren wirthschaftliche Existenz vom Zufalle abhängt, die in den Tagen der Noch nicht weiß, von wem und von wo sie rasche nnd billige Hilfe beanspruchen kann; eine Bevölkerung, welche bei Unglücksfällen ihre ganze Existenz und ihre ganze Zukunft in Frage gestellt sieht, ist gewiß nicht fähig in den politischen wie anderen Tagesfragen ein felbststän-diges entscheidendes Wort mitzureden, sondern sie bleibt immer der Spielball und im Abhängigkeits-verbande derjenigen, welche es jederzeit verstanden haben, an dem Marke des Volkes zu zehren und aus dem Unglücke Anderer Nutzen zu ziehen. Es gibt nun zwei Wege, diese Uebelstände zu beseitigen: entweder die Hilfe des Staates, oder die Selbsthilfe. Die Regierung sollte in erster Linie den Staatsangehörigen die Verbesserung ihrer mate-riellen Lage ermöglichen; sei es, indem die Steuer-kräste mit weiser Mäßigung benutzt, die Produc-tion, die Fabrikation, der Handel, die Landwirth-schaft durch ausgiebige Schutzzölle lebens und roncnrrenzsähig gemacht würden; sei es, indem durch eine den Verhältnissen entsprechende Gesetzes-gebung die Entwicklung des Verkehres und der bewerbe ungehindert vor sich gehen könne; sei es, indem dnrch das Vorhandensein von billigen Geldinstituten auch dem unbemittelten, aber red-lichen und arbeitsfähigen landwirtschaftlichen, ge »verblichen und geschäftlichen Unternehmer in der einsachsten Weise jederzeit die Mittel zu Gebote stehen, seine Verpflichtungen zu erfüllen, das Ge-schüft zu kräftigen und der Zukunft beruhigt in das Auge zu blicken. Bisher ist von Seite der Regierung wenig oder nichts geschehen, diesen Fundamenten einer gesunden wirthschaftlichen Politik Rechnung zu tragen. Anstatt die Steuerkräfte zu schonen, wer-den denselben von Zahr zu Zahr neue und stärkere Belastungen aufgebürdet. Die neuen Steuer-vorlagen umklammern das wie immerNamen ha bende Einkommen, selbst das des Taglöhners, vollkommen, und wie die Grundlagen ausgestellt sind, wird in vielen Fällen nicht mehr das Ein-kommen, sondern das Eapital zur Besteuerung herangezogen werden. Anstatt entsprechenden Schutz-zöllen, wurden hohe Finanz und Eonsumzölle eingeführt, die wohl eine Vertheuerung der für den Annen nothwendigsten Lebensbedürfnisse und Verbrauchsartikel, keineswegs aber den für die Industrie, den Handel und die Landwirthschaft so nothwendigen Schutz gegen die besser situirte und so starke ausländische und überseeische Eon-currenz herbeigeführt haben. Ob die neue Ge werbeordnung die so nöthige Kräftigung des ©t= werbes und Handels herbeiführen wird, das wird wohl die Folge lehren ; was aber die Benützung von billigen staatlichen Ereditguellen betrifft, so hat die Regierung allerdings zu wiederholten Malen den Versuch nicht gescheut, staatliche Vorschußcassen zu errichten. Selbe kamen aber nicht der Bevöl-kerung, sondern einzelnen Bevorzugten zu Gute, und sie kamen bald ins Stocken, weil sie nicht im Stande waren eine radicale Gesundung der getrübten wirchschaftlichen Verhältnisse herbeizu-führen. Die Folgen dieser acadernischen Wirth-schaftlichen Politik blieben uns leider nicht erspart. Von Jahr zu Jahr mehrten sich die executiven Verkäufe der Liegenschaften, in den meisten Fällen wegen rückständigen Steuern und Hypothekarzinsen, in erschreckender Weise; das Elend der gewerb lichen und ländlichen Bevölkerung vergrößerte sich immer mehr; das freiwillige Ausgebot von Reali-täten wurde immer dringender, die Folge davon eine große Entwerthung des Grand und Bodens, die Zerstörung taufender Existenzen, die brodlos zum Wander oder Bettelstäbe greifen mußten, und wem es glückte, aus dem Grabe seiner Habe etwas zu retten, der zog über das Meer, um sich dort unter besseren Poraussichten eine neue Existenz zu gründen. Diese Umstände gaben sowohl der Regierung. Mißgeschick mit einem Fortifsimo angesetzten Brustton nach einem hohen Kopston total „um-zuschnappen" — eine Dissonanz, die dem Sänger kaum peinlicher sein konnte als dem Zuhörer, und von heftiger Indisposition oder Ueber-müdung des Organes herrühren kann; im dicht-gefüllten Hause gab eS nach jedem dieser Natur-laute, welche lebhaft an das „Jodeln" unserer steirifchen Bauern erinnerten, ein Murmeln des Bedauerns. Mißbehagens und Befremdens. Bertini zog sich im Laufe des Abends durch vorsichtigeren Stimmansatz und Piano-Singen aus der Affaire, um seinen guten Namin war es freilich bei gewissen Pedanten geschehen. Die deutsche Oper brachte un» am 29. April und drei Tage später zwei Hochgenüsse. Wir hörten erstlich Mozart'S Don-Juan wieder, in welchem Sänger und Orchester ihr Bestes gaben; Frau Wilt's Donna-Anna stand Beck'S Prachtleistung ebenbürtig zur Seite, und Fräulein Schläger, welche vor kaum '/.Jahren vom Carltheater in die Oper wanderte um hier ihre schöne Stimme zu verwerthen und aus-zubilden, erstaunte uns durch den Riefenfortschritt, welchen sie als Elvira in jeder Hinsicht aufwies ; die junge Sängerin hat eben nicht nur Talent und Stimme, fondern wie Frau Materna. die ihre Carriere ahnlich begonnen, unermüdlichen Fleiß. Am 2. Mai gab man alsdann Wagner'S Wulikvrief. Wien, 18. Mai 1883. Seit ungefähr einer Woche ist eS in den Concertsälen Wiens ziemlich still geworden, und in die Oper rufen uns vorzugsweise Gastspiele ftemder Künstler, welche die. beurlaubten ein-heimischen Kräfte ersetzen müssen und dem Publicum in der beginnenden Sommersaison, dieser dem Theaterwesen so ungünstigen Zeit, einiges Interesse bieten. Die italienische Opern-gesellschaft Merelli's überraschte uns noch Ende April mit einem mehr abendlichen Besuch in der großen Oper, nachdem sie ihren CycluS im Carltheater glänzend absolvirt und uns in Eignorina Turolla einen zweiten Stern erster Größe vorgestellt hatte. Diese junge reizende Italienerin, mit den Glutaugen, mit der frischen, siegreich-schönen Sopranstimme, dem feurigen, dramatisch erregten Vortrag und Spiele, stellte fast Etelka Gersterin den Hintergrund, welche uns auch ein Mal inmitten der italienischen Umgebung etwas kühl erschien. Im Opernhaus« klang auch Gerster's Organ nicht voll und mächtig genug; in den weiten Räumen ver-lor sich dieser mit dem edelsten Klang einer Violine am besten vergleichbare Gesang all zu sehr, und man mußte mit gespannter Auf-merksamkeit lauschen um jeden ihrer weichen, tadellos geschulten, die Ensemble» aber nicht immer durchdringenden Töne zu hören, indessen Signorina Turolla als Leonore im „Trovatore" gerade bei den Finales hinreißend wirkte und mit ihrer kräftigen, dabei ebenfalls herrlich egalisirten Stimme mühelos bis zu den höchsten Regionen des Theaters drang. Das Orchester, von unsern Mitgliedern verstärkt klang, ins-besondere im „Barbier von Sevilla" arm und ungeschliffen, trotzdem sich Sig. Bimboni alle Müh« gab feine immer feurig iu'S Zeug gehenden Genossen zu leiten. In der zweiten Vorstellung „Lucrezia-Borgia" trat statt Turolla Frau Wilt in der Titelrolle auf, die sie in italienischer Sprache und mit wahrhast südlicher Glut sang; sie war natürlich die Heldin deS Abends und verblüffte die Zuhörer mit ihrem colossalen Stimmmaterial, ihren schönen Trillern und einer Athem-Gymnastik, wie sie von keiner zweiten Sängerin je erreicht werden dürfte; auch in dramatischer Beziehung überraschte sie unS durch neue Accente und größere Beweglichkeit in Mimik und Spiel, was nicht hinderte, daß dem feinfühligen Ohre ein gewisses Forciren und Tremo-liren der hohen Töne auffiel, eine Untugend, die wir in früheren Jahren an dieser seltenen Sängerin für rein unmöglich gehalten hätten, denn ihre Töne standen fest wie die eines Instrumentes. In derselben Vorstellung hatte der Tenor Bertini das sich 3 Mal wiederholende als der Bevölkerung ernstlichen Anlaß zum Nach-denken. Die Regierung gab uns neue und ver-stärkte Lasten. — Die Bevölkerung aber raffte sich energisch auf, um dem Unheile möglichste Schranken zu ziehen und sich selbst zu helfen. Sie fand das geeignete Mittel hiczu in der Errichtung von Porschußvereinen, in der Bildung von Genossenschaften, deren Aufgabe es sein soll, die Lage ihrer Mitglieder durch eigene Kraft zu heben und zu verbessern, durch gemeinsame Arbeit, durch gleiche Rechte und Pflichten die Existenz ihrer Angehörigen sicherzustellen uud nur auf dem Principe der Selbsthilfe, mit Beiseiteichiebung jeder Gönnerschaft und jeder nicht auf geschäftlicher Grundlage stehenden Unterstützung, da* Unternehmen durchzuführen. (Fortsetzung folgt.) Hingestellt. „Die gegen Sie wegen V e r b r e-che n s n ach 8 » und i, des St. - G. ein-geleitete Boruntersuchnng wurde wegen Rücktritts des Anklägers von der strafgerichtlichen Perfol-gung eingestetlt." Kaum zwei Dutzend Worte, und doch, welche beißende Ironie liegt in diesen wenigen Zeilen k Der gefammte polizeiliche und strafgerichtliche Apparat, welchen man mit so viel Eifer zur Verfolgung des Abgeordneten R. v. Schönerer in Thätigkeit gesetzt, er hat umsonst gearbeitet uud das einzige Resultat, das er ,u Tage gefördert, war dasjenige, welches Schö-nerer in der Abendsitzung des Abgeordnetenhauses am 13. März mit den Worten vorausgesagt: „Ich gratulire schon heute gewissen Kreisen zu der Riesenblamage, welche in Folge dieser er-logenen Punkte der Anklage eintreten und aus sie zurückfallen muß." Es liegt die Versuchung nahe, nun da die ganze Angelegenheit zum Abschlüsse gelangt ist, das Vorgehen wider den Abgeordneten Schönerer durch die entsprechenden Randbemerkungen und Schlußfolgerungen zu illuftriren, allein wir wollen uns doch lieber daraus beschränken, die Thatsachen selbst mit trockenen Worten zu recapituliren. Wie bekannt, war seiner Zeit die Einleitung der Voruntersuchung in Folge der Denunciation eines Tschechen, des Sprachlehrers Fersch, ersolgt, welcher, der Einzige unter 4000 Personen, gehört haben wollte, daß R. v. Schönerer aus dein Wagner-Commeise gesagt habe: „Wir müssen uns zur Revolution vorbereiten! Wißt Ihr, theure akademische Jugend, wer in Zukunft Euer Herr und Gebieter sein wird? Es ist Wilhelm l., der deutsche Kaiser und zukünftige König von Böhmen!" Die vereinigten Tscheche», Polen, Slovenen und Clericalen des Abgeordnetenhauses bewilligten die vom Wiener Landesgerichte begehrte Aufhebung der Immunität des Abgeordneten R. v. Schönerer, Tannhäuser mit Herrn Niemann, und den Dame» Ehun und Lehmann. Niemanu's dramatisches Talent, seine echt germanische Er-scheinung, und seltenes Eindringen in die Dichtungen und Musik des Meisters, zeigen sich in keiner seiner Rolleu so vorteilhaft als hier; schon im Vorspiel, wo Tannhäuser das Reich der Liebesgötti» fliehen. fein Heil auf der Erde suchen will, dann im 2. Akte, wo er bei dem Sängerkriege trotz Elisabeth'S Nähe dem alten Wahn verfällt, spielt Niemann so üb?r-zeugend, daß man die von Wagner geschaffene, uns aus alten Sagen nur dunkel vorschwebende Gestalt mit derselben Theilnahuie betrachtet, als spielte sich das Schicksal veS wahnbethörten Ritters vor unseren Auge» ab; in den Zügen Niemann'! liest man da alle Wonnen, alle Schrecken und Qualen, die namentlich bei dem Abschied von der durch seine Haud so schwer getroffne» Elisabeth sein Inneres durchtoden; die gewöhnlichen Tannhäufer-Tarsteller gerathen sammt und sonders unmittelbar nachdem die Sänger und Gäste der Wartburg erkannt, daß Tannhäuser im VenuSberg gewesen und fluchbeladen sei, in die Rolle deS armseligste» Büßers; Niemann dagegen behält seinen Trotz, womit er der Liebe Wtsen vertheidigt und gepriesen, er bleibt den ihn mit blanken Schwertern versolc,enden Rittern gegenüber Derjenige, welcher sein Heil verloren, aber um einer Göttin trotzdem die Unwahrheit der Denunciation klar am Tage lag, ja trotzdem Jeder, der Schönerer kennt, wissen mnßte, daß derselbe gar nicht im Stande ist, einen Redeschwulst, wie den ihm in den Mund gelegten, über die Lippen zu bringen. Die Untersuchung nahm ihren Laus, aber alle Bemühungen, Belastungsmaterial? zu finden, blieben erfolglos, ja selbst die drei Polizeibeamten, welche an dem Kommerse als Ueberwachungsorgane theilgenommen, tonnten nicht anders, als e n t-l a st e n d aussagen. Die Folge war, daß der Staatsanwalt Dr. Petser in bestimmtester Form erklärte, eine Anklage nicht erheben zu können. Trotzdem wurde die Untersuchung nicht eingestellt; denn Minister P r a J a k, welcher früher versichert halte, die Regierung mische sich nicht in die Angelegenheit, b e st a n d darauf, daß neue Erhebungen eingeleitet werden. Inzwischen kam es zur Eröffnung des nieder-österreichischen Landtages, dessen Mitglied Schö-uerer gleichfalls ist. Da auch die Landtagsab-geordneten immun sind und die Aufhebung der Immunität im Reichsrathe keineswegs die Auf-hebuilg der Immunität im Landtage zur Folge hat, so nahm Abgeordneter R. v. Schönerer Anlaß, gleich in der ersten Sitzung eine officielle Stellung nähme des Landtages in dieser principiell wichtigen Frage anzuregen. Der Landtag, meinte hieraus der Vorsitzende, Landmarschall Dr. Felder, hat keine officielle Kenntniß von dieser Untersuchung und kaun daher gegen dieselbe auch nicht Stellung nehmen. Die Majorität des Landtages entschied in entgegengesetztem Sinne. Man kann nicht sagen — so argumentirte sie ganz richtig —, daß dasjenige, was dem Landtage nicht officiell bekannt ist, auch in Wirklichkeit nicht existire; und da der Fall in der That von principieller Bedeutung ist, so müssen wir uns mit demselben beschäftigen. Nun, der Versassuugsausschuß, dem die Angelegenheit zugewiesen wurde, ist der Mühe, über dieselbe zu verhandeln, enthoben; denn das Lan-desgericht in Strassachen fand sich schon durch die erwähnte Anregung bestimmt, die Untersuchung auch formell einzustellen nnd hievon die Betheiligten zu verständigen. Wenn wir es unterlassen, die ganze Ver-solgungsgeschichte einer Kritik zu unterziehen, so haben wir dagegen allen Anlaß, die Frage zu erheben, mit welchem Rechte die Wiener Tages-blätter durch sensationelle Meldungen und ten-denziöse Berichte auf die Einleitung der straf-gerichtlichen Untersuchung geradezu hinarbeiten konnten. Denn das ist wirklich geschehen, inS-besondere seitens eines demokratischen Organes und einer Spezialdrahtzeitung, welche beide durch unwahre, denunciatorische Notizen den Abgeordneten R. v. Schönerer zu verdächtigen und gegen ihn aufzureizen suchten. Wie, müssen wir sragen, kamen Blätter, welche damit prunken, liberal oder willen, der er »och angehört! — nur wie Elis beth für sein Leben fleht, die Einzige, welche im Saale bei ihm und seinen Gegnern geblieben, — erfaßt ihn furchtbare Reu« — sein Heldenmuth scheint gebrochen, er birgt das Antlitz in den Falten ihres Mantels und sinkt auf die Kniee. Alle. Elisabeth voran, beschwören ihn nach Rom zu pilgern, doch sträubt sich dagegen sein ganzes Wesen, bis die frommen Gesänge der Pilger an sein Ohr dringen nnd ihn der Erde, dem reinen Himmel eiues Gottes wiedergeben. Diese Wandlungen spiegeln sich in jeder Bewegung, jedem Blick deS groß«n Künstlers, fürwahr, wir vergaßen über dies« Eindrücke beinahe ganz darauf, daß der Sänger den musikalischen Intentionen nicht mehr entsprechen kann. Noch immer wirkt Niemann's Stimme in der Mittel-läge und Tiefe kräftig und schön, und sein« Art zu Phrasiren, das Wort zu geben, Recitation zu bringe» läßt »och heute den Gefangs-Künstler wolthueud erkennen, b«i länger gehaltenen Tönen aber tritt die Decadenz deS ehemals blühenden Organes grell hervor. Frau Ehnn sang und spielte die Elisabeth unbeschreiblich schön: keine Andere vermag diese Rolle mit dem Ausdruck so zarter Innigkeit und reinster Mädchenhaftigkeit zu spiele» und zu singe«. H.rr Sommer sang den Wolfram etwas steif und monoton; seit einiger Zeit geräth er in die keineswegs günstige Manier Alles im Klageton oder Kirchenstil zu demokratisch zu sein, dazu, sich für die politische Verfolgung eines fteisinnigen Abgeordneten einzusetzen ? Und ist es nicht traurig, ja empörend, daß die Erfindung Guienbergs dazu benutzt w ird, um systematisch die Wahrheit zu fälschen und die öffentliche Meinung irre zu leiten? Der unterlieirische Zsortschrittsverein. * Eine imposante Versammlung war es, welche am Abend« des verflossenen Tonntags in den Localitäten des Cillier Casinos behufs Constituirung deS uutersteirischeu Fortschritts-Vereines tagte. Au» allen Orten des Unter-landes, ferner auch aus dem Oberlande, namentlich aus Graz, waren Theilnehmer erschienen. Unter den Anwesenden befand sich auch der Reichsrathsabgeordnete Dr. Richard Foregger und der Landtagsadgeordnete Baron MoScon. Die Abgeordneten Hackelberg und Carneri hatten ihr Fernbleiben durch Unwohl-fein entschuldigt und sandten telegraphisch ihre Grüße. Ebenso begrüßten mehrere Gemeinde-rathe auS Marburg den Verein, für dessen segensreiches Wirken sie mit allen Kräften einzustehen versprachen. Die Versammlung selbst wurde von Tr. Glantschnigg eröffnet, welcher nach der Begrüßung der Erschienenen die Zwecke des Vereins, der schon über 700 Mitglieder zählt, erörterte. Redner bemerkte, daß man mit dem Vereine einen Damm gegen die von Züden her drohende Hochflnth errichten wolle. Im Oberlande habe man lange die Gefahren, welche der Unterfteiermark drohen, verkannt, doch nun sei dies anders geworden und besonders sei es Graz, wo der Verein bereits 100 Mitglieder zählt, welches mit Rath und That für die bedrängten Stammes-genossen einstehen wolle. Nach dem Danke für die Unterstützungen, welche die „Tagespost", die „Marburger Zeitung" und die „Deutsche Wacht" dem werdenden Vereine zu Theil werden ließen, resumirt Redner über das Ent-stehen des untersteirifchen Fortfchrittsver«ines fowie über die Bestrebungen slovenischer Parteiführer, die Steiermark zu zerreiße». Er führt aus, wie in Pettau die Gefahr zuerst erkannt und Proteste gegen die LosreißungSgelüste erhoben wurden, wofür das Verdienst in erster Linie Dr. Michelitsch gebühre. Von der ge-nannten Stadt ging die Idee der Abhaltung einer Parteiversammlung aus. Letztere wurde verböte« und der Recurs iiter dieses Verbot ruhe noch im Schooße des Ministeriums. An dem Tage, an welchem genau vor Jahresfrist die Abhaltung der Parteiversammlung beschlossen wurde, sei auch die Gründung des untersteirifchen Fortschritts - Vereines erfolgt. singen. Im Lohengrin soll Niemann das Ideal de» GralritterS gewesen sein, den Walther Stolzing in den „Meistersingern" blieb er unS hingegen leider schuldig; weiß Gott, oder die Opern-Direction. was für Hindernisse sich der geplanten Aufführung dieses deutschen Bühnen-werkeS entgegenstellten! Sein« classische, kern-gesunde Musik der echt mittelalterliche Stoff der Dichtung wirken auf uns immer erfrischend wie reinstes Quellwasser; sehr zutreffend nannte ein Wagner-Enthusiast die „Meistersinger" ein musikalisches „Stahlbad", und wer sich den Eindrücken dieses herrlichen Werkes freudig hin-geben und überlassen kann, muß davon neu belebt sein, sich in ihm deutsch und glücklich fühlen, wenn er — ein Deutscher ist. Am 5. Mai ging eine, freilich schon 26 Jahre alt« Novität, „das Mädchen von Perth" das erstemal über die Bretter unserer Hosoper, ein Erstlings Werk des schon im Jahre 1875 ver-storbenen Franzosen Bizet, dem Componisten der mit so vielen Erfolg hier und an allen größeren Bühnen gegebenen Oper „Carmen." In Paris soll „la jolie fille de Perth" bei der Premiere (1867) sehr kühl aufgenommen und angeblich aus dem Grunde abgelehnt worden sein, weil die Musik zu sehr „Wagnerisch" ist, eine Ansicht, die nicht eben für das Urtheil der Paris« «m-pfehlend ist; wir finden nämlich in der ganzen Oper, mit Ausnahme einiger den. aber damals _..veutsche Wacht einten Kräften das Steuer halten. Laßt Euch nicht täuschen durch die Liechtensteine dort rechts an den Schwarzenberge», es sind Irr-lichter, die das Schiff unfehlbar in Untiefen führen würden, — dort zur Linken, dort ist der Hafen, dort erwarten uns unsere Stammesbrüder, dort steht der Leuchtthurm der Ei-nigkeit aller Deutschen Oesterreichs. Erlauben Sie mir, meine Herren, zur näheren Kennzeich-nung unserer Lage Ihnen eine kleine Begeben-heit zu erzählen. An Einem der südlichsten Orte Untersteiermarks sah ich vor Kurzem eine deutsche Dogge durch die Straße lausen, wohl-verwahrt, wie eS das Gesetz der eben Herr-schenden Hundecontuma; vorschreibt, mit einem starken Maulkorbe. Da stürzten sich von allen Seiten, natürlich maulkorblos, die Dorfhnnde auf die Dogge, und das edle Thier hatte Mühe, sich der angreifenden Köter zu erwehren, meine Herren, ist das Bild unserer Lage, nnd auch ich werde mich des Maulkorbes befleißigen. Unsere Gegner bestehen in großen Zügen aus drei Kategorien: ans den Nationalen, den Reaktionären nnd den Elericalen. Die Ersteren konnte man bei u.:S eigentlich kühne Banden-führer ohne Heer nennen. Was uns imponirt, ist nur die Keckheit, mit der sie auftreten. Da ist kaum ein Ort in Untersteienuark, in wel-chem nicht Einer dieser Dorfhähne stolz ein-herschritte. Er hat meist einige Classen studirt, war dann Advocatenschreiber nnd treibt jetzt Winkelschreiberei. Er weiß sich in alle Ver-Hältnisse unseres ohnehin proceßsüchtigen Ban-ern eiuzuschleicheu, daraus seinen Vortheil zu ziehen und bei dieser Gelegeuheit deutschfeindliche Propaganda zu treiben. „Mit den Deut-schen geht es nicht," sagt er, „wir müssen selbst die Leitung in die Hand nehme», wir sind ja eigentlich Croaten, wir gehören nach Krain oder Croatien, dort ginge auch Alles besser." So malt er den Unwissenden ein gol-denes Zeitalter aus, wenn einmal das slove-nische Zukunftsreich zur Wirklichkeit würde. Natürlich haben alle diese Herren im neuen Königreiche Slovenien sich recht fette Pfründen vorbehalten. Und wenn sie einmal eine par-tielle administrative Lostrennung erreicht hat-ten, würden sie wohl weiter dafür sorgen, die Wege zu finden, die über Djakovar nach Bei* grad führen. Fürwahr, meine Herren, ein Volk, besten Geschick in die Hände solcher Führer gelegt ist. ist lies zu bedauern. Sie hassen uns. weil wir ihren Aspirationen und ihrem politischen Streberthume ein Hinderniß find. Das slovenische Volk aber im Großen und Ganzen ist noch nicht ergriffen von der Pest dieses deutschfeindlichen Fanatismus und wünscht auch fernerhin, wie bisher, friedlich mit uns zusammenzuleben. 3 Die zweite Kategorie unserer Gegner sind jene Reaktionäre, denen jeder freie Mann ein Dorn int Auge ist, und die eS nur immer be-dauern, daß sie den hörigen Bauer nicht mehr prügeln lassen dürfen. Steiermark genießt die zweifelhafte Ehre, den Mann in's Parlament geschickt zu haben, der die Führerschaft dieser Fraktion übernommen hat. Sie hassen uns Deutsche, weil wir zur Sache der Freiheit halten. Die Dritten endlich, die Clericalen, werden geführt durch Priester unserer Religion. Ueberall, wo ein Volk bedrückt war und nach Freiheit rang, sahen wir seine Priester an seiner Seite. Nur wir müssen in unserem na-tionalen Kampfe der Unterstützung unserer Priester entbehren. Nun, zur Liebe können wir sie nicht zwingen, aber das sind wir berechtigt zu fordern, daß sie zum Mindesten nicht un-sere Religion als Waffe gegen uns gebrauchen.' Wir wolle» uud werden Christen bleiben, aber wir wollen auch gute Deutsche sein. So stehen wir denn einer Coalition dreier Gruppen von Feinden gegenüber, welche eigentlich nur der Haß gegen uns Deutsche verbindet. Die Einen hassen uns aus nationalen Gründen, die An-deren, weil wir zur Sache der Freiheit halten. Warum uns auch die Dritten hassen, das weiß ich nicht und kann es auch nicht begreift». Und was wollen wir eigentlich ' Wir wollen ein mächtiges und blühendes Oesterreich auf deutscher Grundlage. Wir woll.» ein Oesterreich, in dem jenes Volk die Führerrolle in den Händen hat, welches diese« Oesterreich aufgebaut und bisher erhalten hat, und sagen wir eS frei heraus, wir wollen Herren sein in uusereni eige-nen Hause. Die Thatsachen, welche sich im Laufe der letzten Jahrzehnte vollzogen haben, lassen sich nicht ungeschehen machen, uud ein frischer Hauch, deutschen Volksbewußtseins weht vom Norden zu uns herunter. — Noch lange ehe in, Frühlinge sich die Erde mit frischem Grün bedeckt, zieht ein gewaltiges unsichtvares Leben durch die Aeste und Zweige dcr Bäume, deren strotzende Augen platzen zu scheinen wollen. Solch' unsichtbares Leben geht auch dem Früh-linge der erwachenden Völker voraus. Als nach den Stürmen der Völkerwanderung die Kunst verfallen war, da griffen die aufblühenden ita-lienischc» Künstler zn den schönen Formen der Antike zurück und dies nannten sie die Wieder-geburt der Kunst die Renaissance. Nun, es giebt auch eine deutsche Renaissance, und wo man jetzt in den deutscheu Städten baut, da baut man vielfach in deutscher Renaissance. Nach alt-deutschen Mustern richtet man die Wohnungen ein und die Dichter, die sich um die bekannten Namen eines Victor von Scheffel und eines JulinS Wolf gruppiren, singen in deut 1883 dessen Statuten erst nach wiederholter Vorlage die Genehmigung der Statthalterci erhielten. Nach der mit vielem Beifalle aufgenom-rnenen Rede wurde Dr. Glantschnigg zum Vor-sitzenden der Versammlung gewählt. Als Schriftführer fuugirteu die Herren Dr. Äusserer und Julius Rakusch, und als Ordner die Herren Schmidt und Skolaut. Nun ergriff Bürgermeister Dr. Necker-mann das Wort. Er bemerkte, daß seit dem Verbote des Parteitages bei den National-Clericalen der Glaube rege geworden sei. sie könnten die Deutschen nach Belieben angreifen und verunglimpfen. Die Abwehr sei noth-wendig. Er erinnerte an die Worte, die der Dichterfürst die Gattin Stanffachers sprechen läßt: „--Willst Du erwarten. Bis er die böse Lust an Dir gebüßt? Der kluge Mann baut vor." „Und so wollen auch wir den Gefahren vor-baue»; Cilli," schloß Redner unter stürmischen Beifalle, „sendet den deutschen Männern seinen Gruß." Hierauf wurde in zwei Wahlgängen die Wahl des Ausschusses uud des VereinS-AuS-schusses vorgenommen. Zum Obmanne wurde mit 314 von 315 abgegebenen Stimmen Dr. Glantschnigg gewählt, zu Ausschüssen aber die Herren Dr. Äusserer in Lichtenwald, Pro-fessor Marek in Cilli, Franz Zangger in Cilli, Emil Deuischmanu in Pettau, Julius Larisch in Tüffer, Dr. Tomschegg in Windischgraz, Dr. Josef Schmiderer in Marbnrg, Albert Stiger in Windisch-Feistritz nnd Josef Zechner in Rann. Nach den vorgenommenen Wahlen hielt Tr. Äusserer folgende, wiederholt von ftür-mischcm Beifalle unterbrochene Rede: „Verehrte Vereinsmitglieder und Gesin-uungsgenossen! Ihnen, die Sie gekommen sind aus nächster Nähe, sich mit uns zu vereinen zur gemeinsamen Abwehr, deutschen Gruß! Ebenso begrüße ich Sie. die Sie gekommen sind aus großer Ferne, uns beizustehen, einge-denk treuer Bruderpflicht, und auch Sie, meine Herren der slovenischen Zunge, die Sie vereint mit uns kämpfe» wollen für Freiheit und Fortschritt. Wenn ich die Lage der Deutschen in der unteren Steiermark betrachte, so scheint es mir. als sehe ich ein Schiff aus stürmischer See. Schon schlagen die Herman'schen Hoch-fluthe» an die Planken, schon möge« sie man-cheu schwankenden Manu weggespült haben. ?cr Sturm deS Völkerhasses braust durch das Takelwerk und Alles ist in die Nacht der Re-action gehüllt. „Alle Mann an Bord!" ertönt k«. Laßt uns zusammenstehen und mit ver- «och gar nicht aufgeführten, also Bizet höchstens in der Partiturausgabe vorliegenden „Meister-fingern" entnommenen Motiven (die sogar wörtlich eine Stelle Pogner's und den Lehrbuben-Chor citircn) keine Verwandtschaft mit dem Stile Wagnerischer Werke, vielmehr ist „das Mädchen von Perth" in der echt französischen, von Gou-»od. Thomas, später von Delibes gepflegten Manier concepirt. und theilt auch darin das Schicksal ihrer wahlverwandten Schwestern, daß ihr ein. aus einem reizenden Romane (Walter Ecott's) entnommenes Libretto in möglichst un-geschickter Bearbeitung (von St Georges u. I. Ad'eniS) zu Grunde liegt, daß überdieß ein Ueberseyer bis zum aufgelegten Unsinn entstellt hat. über den jedoch unsere jugendliche Colori-tur-Sängerin Bianchi unbeschadet ihre Lerchentriller schlagen, und im Verein mit dem am reichsten bedachten, fem-ausgearbeiteten Orchester die Novität über dem Wasser halten konnte. ES ist immerhin viel, wenn ein kaum 29jähriger Komponist bei einen seiner ersten Bühnenversuche so viel Geschick für dieselbe zu offenbaren, und schon so früh die wirksamsten Mittel anzuwen-den weiß, seine glücklichen musikalischen Gedan-ten durch eine zuweilen überraschend zarte, dus-tige Harmonisirung und Instrumentation in eine sympathische und zugleich zeitgemäße Form zu bringen; der am 5. d. empfangene Eindruck war, als rein musikalischer genommen, ein über- wiegend günstiger, angenehmer, so sehr uns auch der eigentliche dramatische Zug, und in Musik und Sujet Momente fehlten, welche „Carmen" über das Niveau der Spieloper heben und zu einem nachhaltigen Erfolge verhalfen, deren Zeuge Bizet leider nicht mehr sein kann. Das von Unwahrscheinlichkeiten zusammengesetzte Textbuch wollen wir flüchtig skizziren, die Leser mögen sich darüber selbst ein Urtheil bilden: Harry Shmith, ein Waffenschmied liebt die schöne Ca-tharine, Tochter deS Handschuhmachers ©., welcher die bevorstehende Verlobung der jungen Leute billigt. Der Herzog von Rothsay. ein de-kannter Don-Juan, geräth bei der Verfolgung der jungen Zigeunerin Mab in die Werkstätte' des Schmiedes, wohin sich das wilde Mädchen ge-flüchtet und verborgen hält. Hier trifft er mit der später erschienenen Catharina zusammen, in die er sich verliebt, was die Eifersucht des H. Shmith erregt; letzterer, über des Herzogs Galantrien gegen seine Braut gereizt, dringt auf den Ri-valen ein, als die Zigeunerin aus ihrem Ver-stecke hervoreilt um ihn zu schützen, oder noch größeren Unfrieden zu stifte». Der Herzog hofft aus diesem, Catharine wieder ihren Verlobten aufbringenden Zwischenfall. Nutzen zu ziehen und fleht Catharine sie »,öge zu einer nächtlichen Maskerade in seinem Schlosse erscheinen, er werde Domino und Sänfte senden. Mab, welche den Herzog sehr gut zu kennen, ja zu lieben scheint, benutzt seinen Austrag ihm bei diesem Stelldichein nützlich zu sein, indem sie selbst statt der sehnlichst erwarteten Catharina im Schloße erscheint und vom, allerdings weintrunk'nen Herzog für „das Mädchen von Pertch" gehalten wird, eine optische Täuschung, welche selbst einem Kurzsichtigen nicht passiren könnte, handelte eS sich um die ätherische Bianchi uud die mehr als gesund und blühend aussehende Darstellerin Mab's, Fräulein Braga. Im Lause des Festes erscheint nun die wirkliche Catharine mit dem Vater von Harry Shmith gefolgt, dem mittler-weile die angebliche Flucht feiner Braut in deS Herzog's Wagen verrathen worden ist. Er be-stürmt Catharine mit Vorwürfen und Anklagen, bis sie den Herzog zum Zeugen ihrer Unschuld anruft: Dieser aber schweigt, überltgen lächelnd, und Catharina's Geist trübt sich über diese schweren Anklagen wider ihre Ehre und Treue, bis endlich Mab die Wahrheit bekennt, und um des Mädchen'S Wa n zu heilen eine aber-malige Verkleidung und Personen-VerwechSlung in Scene setzt. Das Valentinfest, in Perth die eigentliche Zeit für HerzenSbündnisse, beginnt, jeder Bursche bringt dem Mädchen seiner Wahl ein Geschmeide dar; da naht auch Harry Shmith, von Catharinen's Unschuld überzeugt, und singt eine schon im 2. Act unendlich ansprechende Se-renade, die wohl zu den besten Inspirationen Bizet'S zählt. Am Fenster erscheint Mab in 4 schen Weisen nach mittelhochdeutschen Formen und entlehnen ihren Stoff ausschließlich der deutschen Mythe, der deutschen Sage und jenem Heldenzeitalter, wo die Ottone und «tauffen dem deutschen Namen überall Ehre und Achtung zu verschaffen wußten. Und auch unser großer Zonkünstler Richard Wagner ent-nahm den Stoff seiner großartigen Schöpfungen nahezu ausschließlich der deutschen Sage. Und die deutsche Hausfrau, die nach altdeutschen Mustern stickt, die wird auch dafür sorgen, daß ihre Kinder zu treuen deutschen Männern und Frauen heranreifen. Wenn auch mancher Kurz-sichtige über diesen Chauvinismus lächeln wollte, wir sehen in ihm jene wunderbare gewaltige Naturkraft, welche dem erwachende» Frühlinge vorausgeht- Der warme Hanch deutschen Volksbewußtseins hat auch bei unS in Oesterreich deutschnationale Gefühle gezeitigt, und die Feste von Marburg, Cilli und Pettau haben gezeigt, daß wir in der Begeisterung für die deutsche Sache nicht hinter unseren deutschen Stammes-brüdern zurückgeblieben sind. Und was an dieser nationalen Begeisterung noch etwa fehlte, der harte Druck der letzten Jahre hat es zu Stande gebracht. In dem Wacherhalten dieses deutschen Bewußtseins sehen wir den gewaltigsten Damm gegen die hereinbrechende slovenische Hochfluth. Doch ich soll auch von wirthschaftlichen Verhältnissen sprechen uud da trete» »un aller-ding« reöht traurige Momente zu Tage. Es geHorte eiu gutes Gedächtniß dazu, sich alle die Steuer« zu merken, unter deren Druck wir seufzen, und gerade die letzte Zeit hat nns empfindliche Erhöhung der alten, und schwere neue gebracht, llud ist darum unsere wirth-schastliche Lage, oder vielleicht auch nur die finanzielle Lage des Staates besser geworden? Wir müsse» es verneinen. Ist eS vielleicht das hohe Militär-Bndget, welches diese Unsummen verschlingt? Das Militär-Bndget ist allerdings hoch, aber für unsere tapfere Armee, für un-sere Brüder und Söhue in Waffen sind wir gerne bereit, auch die drückendste Last zu er-trage«. Und fragen wir uns offen: Wen» wir im Stande wären, das Milltär-Budget un» 10 oder auch 20 Millionen herunterzusetzen, würde dadurch unsere sinancielle uud wirth-schastliche Lage wesentlich gebessert? Gewiß nicht! Denn der Schaden liegt tiefer. Das Grundübel ist darin zu suchen, daß von jeher bei uns in der wirthschaftlichen, in der Holl, Handels^ und Eisenbahnpolitik kein einheitli-ches System befolgt wurde. Ich spreche nicht vom gegenwärtigen Handelsminister, auch nicht von Transversalbahne» und von solchen, die als Tauschobject hingegeben werden. Es sind so hohe und erhabene geistige Güter hinge- den Kleidern Eatharinen'S; da erwacht in Letzterer die Erinnerung, sie fühlt, daß Rose und Lied ihr gelten, daß sie dort am Platze sei, ihr Bund mit Harry ist beschloßen, das Vergangene vergessen wie ein böser Traum; waS der Herzog dazu sagt, bleibt unbekannt, da er nicht mehr erscheint, Mab und der alte Handschuhmacher ergehen sich in selbstloser Freude ob der guten Lösung dieser verwickelten, mit lauter unwahr-scheinlichen Details ausgestatteten Geschichte. Aufgeführt wurde die Oper ausgezeichnet; nebst Bianchi thaten sich Frl. Braga, die Herren Müller (Harry) und Sommer «Herz»g) hervor. Herr Herickl dirigirte das Orchester mit gewohnter Energie und Präcision. Einige Abende dar« nach, 9. Mai fand eine Aufführung von Gold-mark's Königin von Saba statt, die Frau Dillner ermöglichte, indem sie statt der beurlaub« ten Matern« die von letzterer immer meisterhaft gespielte Rolle der Königin gab, ein Experiment, das der unermüdlichen Künstlerin besser gelang als w>r besorgten. Frau Wilt'S Sulamith bot unS einen Kunstgenuß, den Herrn Walter's Assaro erhöhte. Vor etwa drei Wochen fand eine Wiederholung der im Winter zum ersten Mal gegebenen Oper unseres trefflichen Orchester-Mitgliedes Bachrich, „Muzzedin" statt; wir konn-ten derselben aber auch diesmal keine Lebens-daner prophezeiheu, denn trotz geschickter Mache weist sie ein zu auffälliges Quodlibet aller Deutsche Nacht." worfen worden, daß eine solche Bahn kaum mehr in Betracht kommt. Auch frühere Mini-sterien haben es nicht besser gemacht. Und wenn wir fragen: fehlte denn dieien Männern die Sachkenntniß oder der gute Wille, so müssen wir diese Frage gleichfalls verneinen! Unsere »»seligen Verhältnisse sind daran schuld. Seit der sogenannten dualistischen Zwei-theilung Oesterreichs besteht dasselbe eigentlich nicht mehr aus zwei, sondern aus 4 Theilen. Erstens dem vollkommen selbstständigen Un-gärn, und dann aus den übrigen drei, nur administrativ miteinander in Verbindung ste-henden Reichstheilen. Da haben wir zunächst im Süden Dalmatien. Dalmatie» ist mit uns nur durch das Meer verbunden und durch ein jährliches Deficit. Weitere handelspolitische oder wirthschaftliche Interessen haben wir ei-gentlich in Dalmatien nicht. Der zweite Theil ist Polen. Polen hängt mit uns kaum zufam-nie», wenn nicht durch ein noch größeres De-sicit und durch die Bande des Dankes, den wir den ritterlichen Polen für ihr Verhalten in der Schulgeseynovelle schulden. Mit Dalmatien verbindet unS das Meer, denn Flüsse und Meere verbinden; aber von Polen trennt uns Ungarn. Unsere Interessen gravitiren nach Wien und weiter hinans, nach Deutschland, zum Bodensee hin und nach Triest. An allen dem haben die Polen kein Interesse. Ihre In-teressen liegen am schwarzen Meere und an der Ostsee, und so kommt es. daß, so oft wir etwas wollen, Jene es vereiteln, welche an-dere Interessen haben. Betrachten wir die Verhältnisse in Un-gärn, in Deutschland und in Italien. Diese drei Nachbarstaaten sind mächtig geworden durch eine stramme Eentralisation. Sie schützen ihre Jndnstrie durch Steuernachlässe, durch Tarisermäßigungen ans den Bahnen bis zum Selbstkostenpreise. In Ungarn kann es kaum eine Bahn geben, welche nicht über Pest führte. Und so ist es gekommen, daß der einst schwä-chere Nachbar uns zu überflügeln droht und unser gefährlichster Concurrent geworden ist. Ich bin weit entfernt, den Ungarn einen Vorwurf daraus zu machen, aber ich empfehle diesen gesunden Egoismus zur Nachahmung. Und in Deutschland zeigt uns der große Kanzler, welche Zollpolitik wir verfolgen syl-len. Sein vielangefochtene« Zystem bat es zu Stande gebracht, daß die deutsche Jndnstrie bereits erfolgreich mit der französischen in die Schranken tritt. Alle Staaten ringsum schützen ihre Jndnstrie und deshalb ist es nöthig, daß auch wir geschützt werden, denn in diesem Kampfe des Schwächeren gegen den Stärkeren würden wir ohne diesen Schutz erliegen. Wir, als die Schwachen, könnten am allerwenigsten Werke auf, welche der Componist im Lauf der Jahre auf feinem Posten im Orchester gehört oder gespielt. Die Vereins- und Schüler-Concerte beschlos-sen in der ersten Maiwoche die Saison. Im Wagner-Verein kam nebst einem Bach'schen Chor Gluck's großartige Aria mit Chor aus „Alceste" zur Aufführung, welche Frau Papier mit der Entfaltung ihrer schönen Altstimme und überaus edel sang; Mozart's Serenade in C. Moll für acht Blasinstrumente, ein prächtiges Cabinet-stück, ferner Beethovens Streichtrio Op. 9, und die Schlußscene au« den Meistersingern, deren Solo (Hanns Sachs) Herr Sommer nur etwas zu gleichgiltig sang, machten den Abend zu einen der genußreichsten dieses JahreS. Die „Concordia" gab am 26. April ein endloses Monstre-Concert im großen Musikver-einSsaale, dem fast zu viele Sterne leuchteten; Will, Gerster und Turolla wetteiferten um die Palme des Abends, welche hinsichtlich der ge-waltigsten Stimmeffecte Frau Wilt, des poetischen, den Bedingungen deS ConcertsaaleS und Liedes Rechnung tragendenden VortrageS aber Fr. Etelka Gerster sich errang. Im letzten Concerte deS MännergefangSvereineS wurde zur Gedenkfeier feines wohl bedeutendste», nun da-Hingeschiedenen „Ehrenmitgliedes " Rich. Wagner nebst dem Pilgerchor aus Tannhänfer und dem Huldigungsmarsch, eine Jugend-Arbeit des I 1883 auf dem wirthschaftlichen Gebiete das Faust-recht gutheißen. Eine solche einheitliche Politik ist aber nur dann möglich, wenn auch die In-teressen gleiche sind, und da wir nun mit Dalmatien und mit Polen weder durch ge-meinschaftliche nationale, noch gleiche wirth-schaftliche Interessen verbnnden sind, so ist es unsere Aufgabe, niit allen gesetzlichen Mitteln dahin zu wirken, daß diese beiden Länder ad-ministrativ von uns getrennt werden, Nur wenn im Reichsrathe einzig und ausschließlich die ehemaligen deutschen Bundesländer ver-treten sein werden, werden wir in nationaler und wirthschaftlicher Beziehung die Herren im eigenen Hause sein." Redner schlägt nun die Annahme einer diesbezüglichen Resolution vor. In der dies-bezüglichen Debatte, in welcher der Abgeord-nete Dr. Foregger die widerspruchsvolle Hal-tung jener slavischen Abgeordneten, welche sich stet« fortschrittlich nennen, aber reuctionär ab-stimmen, besprach, ergriffen auch die Herren Mulley auS Weitenstein, Dr. Neckermann und Dr. Posener aus Graz das Wort. Die Reso-lution, welche das Programm des neuen Vereine« skizzirt. wurde dem Ausschusse zur Be-richterstartuug zugewiesen. Der jährliche Mitgliederbeitrag wurde mit 60 kr. fixirt. Der Landtagsabgeordnete Baron Moscmi erinnerte in einer längeren Rede auf die sechs-hundertjährige Jubiläumsfeier, zu der sich das Land rüstet. Er gedenkt der Freude, mit der die Deutschen Steiermark« dem kaiserlichen Besuche entgegensehen. Ueber Anregung des Redners erhoben sich die Anwesenden von den Plätzen uud brachten auf den Monarchen ein dreifaches Hoch aus. Nachdem noch Herr Julius Rakusch in feurigen Worten einen Appell zur energischen Arbeit mit vereinten Kräften gesprochen hatte, wurde die Versammlung vom Vorsitzenden mit dem nochmaligen Tanke für das zahlreiche Erscheinen und einem unter jubeluden Beifalle aufgenommenen Hoch auf da« ungetheilte deutsche Steirerland geschlossen. politische Wundschau. Inland. Zur Anssiilung des böhmischen -Landtages. Zur Vorgeschichte der Auflösung des böh-mischen Landtages wird unS aus Prag ge» schrieben: Nach seiner Rückkehr aus Wien hatte Statthalter Baron Krauß den Auftrag ertheilt, die für den böhmischen Landtag in Vorder«-tung begriffenen Vorlagen so rasch wie möglich fertig zu stellen und eine Einladung ähnlichen Sinnes an den Landesausschuß gerichtet. In Meisters, „das Liebesmahl der Apostel" auf-geführt. Wagner schrieb diese biblische Scene für getheilten Männerchor und Orchester vor etwa 40 Jahren uud es war für uns von hohem Interesse sie näher kennen zu lernen. In ihrem ersten Theile, wo die Chorstimmen vorherrschen und das begleitende Orchester völlig decken, über» dies von dem Vereine etwas liedertafelmäßig gesungen wurden, erkannte man wohl kaum den Schöpfer der späteren großen Werke und erst gegen die Mitte der Composition beleben sich Melodie und Rhythmus; nach einem Wechsel» sänge der Jürger und Apostel, und eine« wohl die Volksmenge darstellenden Chores, die theils Trost spenden, theils um Hilfe flehen, erklingen Stimmen aus der Höhe, welche im Musikver» j einSsaale geschickt durch einige im Hintergrund der Orgel unsichtbar postirte Sänger interpretirt wurden, und diese Idee, die Wagner in seinem „Parsifal" wunderbar verwehrtet, ich möchte ■ sagen idealisirt hat. verfehlte auch hier die ge> dachte Wirkung nicht. „Seid getrost, ich bin Euch nah" ruft der Engelschor und nun folgt ein Aufschwung im Chor und Orchester, der bis zum mächtigen Braujen herrlicher Harmonien anschwillt; die Jünger und Apostel fühlen daS Nahen der Gottheit, w i r aber den Flügelschlag eines großen Geistes. DaS bisher avalhisch gebliebene, rein obligator ischbegleitende Orchester tritt wie eine felbststä ndige Macht hervor: 1883 Folge dessen glaubte man im Landesausschuß, die Regierung sei wohl doch von der Absicht abgekommen, den böhmischen Landtag aufzu-lösen und unterschiedliche Referenten stürzten sich über HalS und Kopf auf ihre Arbeiten, um den Wünschen Sr. Excellenz des Herrn Statt-Halters nur ja gerecht werden zu können. Nur Einer behielt kaltes Blut: Se. Durchlaucht Fürst Carl Auersperg. Er merkte die Absicht und — e4 erheiterte ihn dies. „Dieser Befehl zur Be-schleunigung der Vorlagen für den Landtag — sagte er beiläufig — ist mir das sicherste An-zeichen der bevorstehenden Landtagsauflösung." Er hatte richtig gesprochen. Ein unfreiwilliger Lampromik. Von sonst gut unterrichteter Seite geht uns die Mittheilung zu, daß die Feudalen im zweite« Wahlkörper des böhmischen Großgrundbesitzes den liberalen Mitgliedern dieser Gruppe unter allen U m st ä n d e n einen Kompromiß für die bevorstehenden Wahlen bieten werden. Sie haben sich nämlich im Vorhinein verpflichten müssen dies zu thun, weil sonst die Auflösung des Landtages schwer durchzusetzen gewesen wäre. Außerdem soll durch diesen Schritt der Welt aegenüber dargetha» werden, was die Feudalen fir süße, versöhnliche Menschen sind, und daß starrer Trotz nur bii den Liberalen zu finden ist. Aus der Anzahl der concedirten Sitze wird man einigermaßen erkennen, welcher Grad von Ernst dem Compromißanbot der Feudalen inne-»ohnt. Per Mohr Kann gehen Der Wiener Korrespondent des ultramontanen Pariser „Univers" erklärt mit aller Be-siimmtheit, daß der derzeitige Statthalter in Mähren, Graf Schönborn, noch vor dem Wie derzusammentritte des Reichsrathes an Stelle des Herrn Baron Conrad, zum Eultus- und Unterrichtsminister ernannt werden wird. Durch diese Requisition — meint der Corrcspondent — würde das conservative Cabinet Taaffe an Homogenität gewinnen. Sonach ist es klar, daß Herr v. Conrad sich umsonst demüthig er-wiesen hat. Die Clericalen haben ihn lediglich dcnützt, um mit seiner Hilfe die Schnlnovelle durchzudrücken und geben ihm nunmehr den Abschied. Herr v. Conrad ist ihnen zu — liberal. Nun diesen Vorwurf verdient unseres Erachtens der Herr Cultus- und UnterrichtSmi-mit« wahrlich nicht. .Welch' Brausen erfüllt die Luft, gegrüßt sei uns der Geist des Herrn!", hier fallen alle Instrumente ein, die Violinen unispielen mit auf und absteigenden höchst interessanten Figuren, die lebhaft an den ähnlich-variirten Pilgerchor zum Schluß der Tannhäuser-Ouvertüre erinnern, , die sicher einherfchreitende Melodie des Haupt-j chcres, und beleben die Musik, wie daS Säu-: jtln der Blätter und Rauschen eines Stromes die | Ralur, Der Schlußchor vereint sich mit dem Or-ehester zu einem unzertrennbaren Ganzeil und verherrlicht nur mit zu vielen Wiederholungen die Worte: „ihm ist alle Herrlichkeit von Ewig« keit zu Ewigkeit." Der lies religiöse bis in den I Ursprung des Christenthums dringende Zug, mlcher namentlich Wagner'S letztes Werk, „Par-sifal", characterisirt, dort eigentlich ein Gepräge findet, welches auf einen Glauben reinster, von jedem Lonfessionsstreit sern abliegender Art, auf die denkbar-idealste, Religion hinweist, zeigt sich uns im „Liebesmahl der Apostel" im biblischen Gewände und mag Jene einigermaßen beruhigen, welche den Meister so gerne als Ketzer hinstellen möchten. Die Scene wirkte zum Schlüsse entschieden erhebend und brachte dem Dirigenten Kremser Beweise aufrichtiger Zustim-mung von Seite des für das Bekanntwerden mit dem interessanten OpuS dankbaren Publicums. Der „Huldigungsmarsch" gehört zu den Deutsche Macht." Ausland. pie pccuniäre Lage des französischen Rich- terstandes soll nach dem der Kammer jetzt vorgelegten Be-richte verbessert werden. Dieses Resultat kann jedoch nur aus den« Wege der Verminderung der Richterstellen erzielt werden. Die Appelhöfe, welche bis jetzt verschiedene Diätenclassen bilde« ten. werden auf einen Honorarfatz zurückgeführt, mit der einzigen Ausnahme von Paris. In Paris werden die Honorare der AbtheilungS-Präsidenten von 13.700 Francs ans 15.000 Frcs. erhöht, diejenigen der Gerichtsräthe von 11.000 auf 12.000 Francs; der Staats-Anwälte von 13.000 auf 14.000 Francs und der Gerichts-fchreiber von 4500 auf 5000 Francs. Die üb-rigeü Honorarfütze betragen 18.000 Francs für die ersten Präsidenten, 10.000 Francs sür die Abtbeilungs-Präsidenten, 8000 Francs für die Gerichtsräthe, 18.000 Francs für die General-staatsanwälte, 0000 Francs für die Staatsan-wälte, 0000 Francs für die Substitute und 3500 Francs für die Gerichtsschreiber. Im ganzen werden die Stellen von 200 Gerichts-räthen. 13 Staatsanwälten nnd 30 Abtheilungs-Präsidenten gestrichen. Trotzdem werden die Gehaltserhöhungen das Budget des Justizdepar-teuientS um 1,800.000 Francs mehr belasten. Die Debatte über diesen Gegenstand dürfte näch-sten Donnerstag stattfinden. Minilterkrise in Atakien. Der Ministerpräsident DepretiS zeigt der italienischen Regierung an, daß er in Folge der im Schooße des Cabinets entstandenen Mei-nungsverschiedenheiten dem Könige ein Ent-lassungsgesuch für sich und seine College» ein-gereicht nnd daß der König ihn mit der Neu-bildung des Cabinets beauftragt habe. Die Minister bleiben bis dabin auf ihren Posten zur Erledigung der Geschäfte. Depretis er-suchte auch die Kammer, sich bis zum 30. d. zu vertagen. Der Senat wurde ebenfalls ein-berufen, um eine gleichlautende Erklärung ent-gegen zu nehmen. Pnhkand. Das russische Kaiser - Paar hat unter Entfaltung des großartigsten Pompes seinen feierlichen Einzug in die alte Residenzstadt Moskau gehalten. Wie Telegramme des Corre-spondenz-Bureaus nielden, welche allerdings das dreifache Militär- und Polizisten-Spalier verschweigen, wurden die Majestäten mit unbe-schreiblichem Jubel begrüßt. Daß der Zug durch die glänzende Pracht der Uniformen und der Hofwagen durch die Mannigfaltigkeit der prächtigsten, abgeschloß'neu Jnstrumentalwerken Wagners. Bekanntlich brachte Wagner damit dem edlen kunstsinnigen Könige Ludwig von Baiern feine Huldigung dar, und wie sch ö n läßt er da die Töne reden, welche sich der danker-füllten Künstlerbrust entrangen, um den fürstli-chen Gönner, dem mächtigsten Förderer seines Genius zu danken. Uebermüchtig spricht sich ein Gefühl der Verehrung und Begeisterung insbesondere vor dem Schlüsse auS, und in einer echt Wagnerischen Variirung einer lieblichsten Melodie hören wir in der Mitte des interessan-ten Stückes daS vertraute Verstehen zweier Menschen, die in der deutschen Kunst sich finden und trotz äußerer Schranken in ihr sich freund-lich begegneten; d?r Eine ein aufgeklärter, hoch-herziger deutscher Fürst in einem schönen Lande, der And're ein mächtiger Beherrscher unermäß-licher, geistiger Reiche, die jener ideale, weise und huldvolle König seinem Volke und auch unS erschloßen. Noch erübrigt uns die Besprechung der diversen Schüler - Productionen, welche fast ausschließlich den Bösendorser-Saal zum Schau-platz ihrer Thätigkeit erwählt hatten. So stellten sich das Ehepaar Patzclt-Noring (23. April) Fran Karoline Prucknes (6. Mai) und Pessiak (9. und 11. Mai) mit ihren alljährlichen Concerten ein und lieferten schöne, erfreuliche Proben ihrer pädagogischen Thätigkeit im Gebiete der Gesangs- 5 nationalen Trachten der Truppen und der asia-tischen Völkerschaften, sowie durch die malerische Scenerie der Straßen und Plätze ein imposantes Bild bot, darf als selbstredend gelten. Bei Annäherung der Spitze des Zuges entblößte Alles das Haupt, an. Eingange des Kreml sangen einige hundert Sänger die Volkshymne. Nach dem Einzüge in den Kreml fand ein kurzer Gottesdienst in den Cathedralen statt. Hierauf begab sich der Kaiser nach dem Alexanderschlosse, um daselbst in völliger Zurückgezogenheil die vorgeschriebene Fastenzeit zu verbringen. Donners-lag fand die feierliche Einweihung der Reichs-fahne durch den Kaiser -statt. So viel bekannt, ist bis auf den Sturz eines kaiserlichen Kammer-Herrn vom Pferde, kein Unfall bei den Ein-zugsfeierlichkeiten vorgekommen. Ein polnischerProlell. Mehreren Blättern wurde eine Protestation von Tausenden von Polen aus den vom Czar beherrschten Provinzen zugesendet. Diese Pro-testation ist aus Warschau vom 3. d. datirt und lautet: „Europa könnte vielleicht glauben, daß Polen sowohl in religiöser wie in weltlicher Be-ziehung unter der russischen Herrschaft sich glück-lich fühle. Dem ist nicht so! Und damit Europa eS erfahre, fenden wir, die unterzeichneten Repräsentanten aller Gesellschaftsklassen in Polen, Geistliche und Laien der beiden kalho-lischen Riten, diese Protestation ins Ausland und erinnern daran, daß wir gegen alle von Rußland gegen Polen, von der ersten Theilung von 1772 an bis heute verübten Gewaltthätig-keiten Protest einlegen. Wir protestiren gegen die Verletzung sogar der Bedingungen, unter welchen der Wiener Congreß 1815 Rußland die Herrschaft über einen Theil von Polen an-vertrau: hatte. Wir protestirrn gegen alle Ge-waltacte. die seit einem Jahrhundert in Polen gegen den Katholicismus ausgeübt worden sind. Wenn wir irgend etwas zur Feier der Kaiser-krönung in den Kreml zu senden haben, so wäre das ein blutrotheS Scharlachtuch, als Sinnbild für das während bundert Jahren von einem Volke vergossene Blut, welches gleich den ersten Christen und schlimmer noch verfolgt und ge-martert wird. Europa wisse es also: Was auch die Reden der polnischen Deputationen enthalten mögen, die gezwungen waren, sich als Repräsentanten der officiell so benannten „Weichselländer" und „Länder von West- und Südrußland" nach Moskau zu begebe», Polen, Littauen nnd das durch die Unionsacte von Lublin vereinigte Nuthenien, werden niemals aushören, ihr unverjährbares Recht auf ihre Unabhängigkeit in Anspruch zu nehmen. ES wird kein Polen in Kreml sein! kunst; als neue Erscheinung in diesem Fache sei Herr O. S. Weiß mit einer kleinen Schaar vortrefflicher Schülerinnen erwähnt, die am 30. April unter seiner Leitung ein reichhaltiges Programm mit einem, die beste Schule ver-bürgenden Vorttag zur Ausführung brachte. Bei allen Solo- und Ensemble-Leistungen fielen uns deutliche Aussprache, reine Vocale, treffliche Behandlung des Athems und Tonansatzes auf: lauter wichtige Eigenschaften, welche durch die Methode des tüchtigen Meisters sorgfältig gepflegt und entwickelt zu werden scheinen. Frl. Mohor wirkte insdejondere durch ihre prächtige Stimme, der es nur etwas an Wärme fehlt — Fräulein Czillak fesselte hingegen durch den temperament-vollen Vortrag einer hübschen Arie aus dem „Waffenschmied", der das Bühnentalent der jungen Dame wol außer Frage stellt; die Damen Fehl, Schenkel und Andere, ebenso Herr Hermann machlen gleichfalls ihrem Lehrer alle Ehre und theilten sich in dem Erfolg des Abends. Einen ganz überraschenden Klangefsect erzielte die von sämmtlichen Damen unisono gesungene kleine Gluck'sche Arie aus „die Pilgrime auf Mecca" ebenso zwei italienische mehrstimmige Volkslieder, bei welchen die jungen Mädchen allerliebst „singend plauderten." Die Elavierschule Horak, nach unserm Conser-vatorium das besuchteste, b e st e Musik-Institut Wien'S, krönte ihre diesjährigen fast unzähligen 6 Korrespondenzen. * Friedau, 20. Mai. (O.-C.) (Kaiser I o s e f s » D e n k m a l. D c u t s ch e1 ® ch u U verei it.] Die Enthüllung des Kaiser Josef-Denkmales in Pettau gab uns. die wir die Feier zahlreich besuchten, die beste Gelegenheit zu sehen, was deutscher Gemeinsinn und Opfer-freudigkeit zu leisten im Stande sind, und welche Resultate eine in sich geeinigte Bevöl-kerung trotz aller slovenische» Bestrebungen und Anstrengungen an das Tageslicht fördert, so-bald es dem Deutschthume gilt. — Beschämt müssen wir uns unseres allerdings ruhigen, aber die deutsche Sache keineswegs fördernde» Daseins erinnern und uns sagen, das; es auch für die Stadt Friedau au der Zeit wäre, aus ihrer Passivität herauszutreten und sich der deutsch-nationalen Bewegung anzuschließen. — Beginnen wir unsere Action utit der Errich-tung einer Ortsgruppe für den deutschen Schul-verein. Das Bedürfniß einer solchen Gruppe ist in dem Augenblicke vorhanden, sobald wir ungescheut deutsch uns bekennen, sobald wir an deutscher Sitte und deutscher Cultur festhalten, und sobald es uns nicht gleichgiltig sein kann» zuzusehen, wie unsere deutsche» Stammesge-«offen u»ter deni Drucke der slavischen Hoch-fluth kämpfen und leiden. Denselben mittelbare und unmittelbare Hilfe zu bringen, ist Pflicht eines jeden ehrlichen Deutschen, und darum hoffen wir, das; sich unsere Bürgerschaft auf-raffen wird, die Errichtung einer felbftftändt-ge» Ortsgruppe des deutschen Vereines ehestens zur Wahrheit zu machen. — Ob eS unserer Stadt nicht ebenfalls zur Zierde und Ehre gereichen würde, ein Andenke» beut große» Kaiser Josef zu errichten, wenn auch nicht in dem großen Maßstabe, wie jüngst in unserer Nachbarstadt, so doch wenigstens durch die Ausstellung einer Büste, die nur den Anschaf-suugsbetrag von 80 fl. erfordert; diese Frage möchte ich der Erwägung aller Deutschen un-serer Stadt anheimstellen. — Zum Schlüsse noch ein Memento. Wie kommt es, daß bis heute aus unserer Stadt noch kein Lebenszeichen zur Betheiligung an den nnterfteirischen Fortschrittsverein erflossen ist? * Graz, 22, Mai. (Orig.-Corr.) >M u ß es fein?] Es existiren in unserer sehr liberalen Landeshauptstadt einige Eigen-thümlichkeiten. die man für unglaublich halten würde, wen» man sich nicht durch den Augen-schein immer wieder von ihrem Dasein über-zeugen könnte. Eine solche ist. d a ß s ä m m t-liche katholische Schüler des l. k. k. S t a a t s gy m n as in m s am D r e i fa l-t i g k e i t s f o n n t a g e nnd am F r o h it- öffentlichen Productione» sehr würdig mit einem Brahms-Abend den sie zu Ehren des 50-sten Geburtstages von Johannes Brahms am 7. Mai int Ehrbarsaalc veranstaltete und mit einer Festrede ihres Professors für Musikgeschichte und Aesthetik, Dr. Theodor Helm einleitete. In diesem interessanten Vortrage wurde uns trotz einer nur halbstündigen Dauer ein vollendetes, klares Bild von dem Schaffen und Wirken, dem Wesen und der Bedeutung unsere« größte» lebenden Instrumental- und Lieder Componisten geboten. Der Redner erklärte besonders schön die Stellung Brahms in unserer Musikgeschichte und schloß durch seine für Manche höchst wichtige» Aufklärungen jeden Vergleich zwischen ihm utid Wagner, dessen Ziele ganz andere waren — aus, ferner hob er die schönsten Werke hervor und bezog sich vielfach auf Rob. Schumann, der zuerst prophetisch auf den jungen „Johannes" hinwies. Das den Saal bis zum unbehaglichen Gedränge füllende, utit gespannter Aufmerksamkeit lauschende Auditorium dankte für den ebenso lehrreichen, alS geistvollen, formschönen Vortrug mit einstimmigen, anhaltenden Beifallsjubel; die darauffolgenden Clavier-Rnmmern ausschließlich Brahm'scher Factur und von Zöglingen der Anstalt durchgeführt, gaben durchwegs Zeugniß von dem Fortschritt und der gediegenen Leitung des Institutes Horak. Marie Pfliger. .Deutsch« Rächt." leichnantsfeste die öffentlichen ProcesfiottenentblösteuHauptes mitmachen müssen, während das bei den übrigen Mittelschulen u n d v e r w a n d t e n A n st a l t e n nicht der F a l l i st. Die im Gesetze bestimmten religiösen Uebungen, die für alle Schüler der Mittelschulen zu gelten haben, beziehen sich auf zwei Feftgottesdienste am Anfang und Ende des Schuljahres, auf eine dreimalige Beichte und Conimnnion während des Schuljahres und auf dcu sonntäglichen Gottesdienst. Von einer Betheiligung an Procefsionen ist in der betreffenden Verordnung nicht die Rede. Was die Procession am Dreifaltigkeitssonntage an-langt, so datirt dieselbe, wenn wir nicht irren, aus dem Jahre 1680 und zwar wurde viese Procession zur Abwendung der Peftgesahr ge-stiftet. Ohne nun an den kindlich-frommen Sinn der Altvordern Kritik üben zu wollen, möchten wir doch meinen, daß es etwas son-derbar ist, wenn unsere Zeit verpflichtet sein soll, die Naivitäten vergangener Jahrhunderte als Vermächtnis fortzuerhalten und zu be-thätigen. Unsere Zeit würde, wenn wirklich ähnliche Infektionskrankheiten wieder einträten, mit Carbolsäure :c. arbeiten, nicht mit Pro-cessionen. Wie kommt vollends das I. Gym-nasinm zu der Auszeichnung, alljährlich die Pest abwenden zu helfen? Die Betheiligung an der FrohnleichnamSproccssion, die natürlich auch alten Datums ist, ließ sich erklären, als das Gymnasium noch eine Art Domäne der Admonter, da Director R. Peinlich und sammt-liche Prosessoren Admonter waren. Selbst, als die Anstalt ein einfaches k. k. Staatsgymnasium geworden, mochte man die Betheiligung an den Procefsionen als eine Art Opfer be-trachten, das die Schüler ihrem hochverehrten Director brachten. Seit die Anstalt unter weltlicher Leitung steht, ist es unerfindlich, warnni das I. Gymnasium — nnd, wie gesagt, dieses allein — zur Staffage einer religiösen Ceremonie dienen soll. Wir wollen nicht davon reden, daß an einem heißen Sommer-tage die Gefahr eines Sonnenstiches, eines plötzlichen Unwohlseins und so fort keine un-bedeutende ist; wie kommen die jungen Leute, von denen viele in I—2 Jahren schon Hochschüler sind, deut ernsten Studium strenger Wissenschaft oder dem flotten Burschenleben und der Mensur sich widmend, wie kommen die dazu, bei der Procession Parade zu macheu ? Freilich, ein imposanter Auszug ist es. wenn die endlose Reihe von 800 Studenten, jede Classe mit Professoren an der Spitze, am Schlüsse des Ganzen, zwischen zwei Snpplenten. der Director, strahlend in seiner Würde, auszieht! Böse Zungen behaupten, daß die 800 Studenten dazu da sind, die Folie für den Director abzugeben. Das einfachste wäre: Der Lehrkörper beschließt, diese Procession abzu-stellen, wozu er das Recht hat. Oder man überlasse es dem freien Willen der einzelnen Schüler, sich daran zu betheiligen oder nicht. Rohitsch-Saucrbluini, 24. Mai. (O.-Cor.) IKais -r - Reis e.I Um dem Kaiser, welcher ekanntlich am 10. Juli Abends hier ankommt und auch hier übernachtet, einen würdigen Em-psang zu bereiten, wurde von Seite des Directors *er Curanstalt am 22. d. eine Versammlung der Notabilitäten SauertrunnS und der nächsten Umgebung einberufen, die sich als Comite für die Empfangsfeierlichkeiten constituirte. Zum Präses dieses Comite'S wurde Director Geutc-brück, zu dessen Stellvertreter Dr. Hoisel und zum Schriftführer Kaufmann Voson gewählt. Damit die Vorarbeiten sogleich beginnen können, wurden vier Subcomite's gebildet und zwar ein Decorations-, Ordnnngs-, Finanz- und Bequanirungscomite. Dadurch, daß Se. Maj. in das Reiseprogramm auch Windisch-Feistritz aufnahm, dürfte sich die für 6 Uhr Abends angesagte Ankunft etwaS verspäten. Nach der Ankunft des Kaisers wird das vom Hosküchen-personale bereitete und servirte Diner im Cur-salon eingenommen, woraus Cercle gehalten wird und nachdem sich der Kaiser in sein Logis 1883 zurückgezogen hat, wird die Anstalt beleuchtet und von der AnftaltS- und Ortsfeuerwehr ein solenner Fackelzug in Scene gefetzt werden. Am Morgen des I I. Juli besichtigt der Kaiser die Anstalt und fährt dann um 8 Uhr von hier fort, um halb II Uhr Vormittags mittelst Eisenbahn in Cilli einzutreffen. ES ist nämlich noch nicht bestimmt, ob der Kaiser doch über St. Marein fährt, da eine Deputation von dort dies erfuchte. Sicher aber fährt er dann ent-weder von Grobelno (Kreuzung der Fahr? mit der Bahnstraße) oder von St. Georgen mit dem Hofzuge nach Cilli. Sonstigenfalls fährt er nach Pöltschach zurück. Kleine Chronik. * sD a s russische Krönungsmani-f e st.j Als treffliche Stylprobe absolutistischer Anschauungen kann das Krönungsmanifest Alexander Hl. angesehen werden. Dasselbe lautet: „DerAllerdurchlauchtigste, Allererhabenste Große Herr und Kaiser Alexander Alcxandro-witsch hat den von Seinen Ahnen ererbten Thron des russischen Reiches und die mit diesem un-trennbar verbundenen Throne des Carthums Polen und des Großfürstenthums Finnland be-steigend, dem Beispiel der sehr gottesfürchtigen Herrscher, Seiner Ahnen folgend, anzubefehlen geruht: Die allerheiligste Krönung Seiner kaifcr-lichen Majestät und die heilige Salbung hat unter Gottes Beistand am 15. (27. Mai) statt» zusind.n. welche heilige Handlung auf Seine ' Gemahlin, die große Kaiserin Maria Feodorowna, übertragen wird. Von dieser Feier wird allen treuen Unterthanen hiemit kundgegeven, damit sie an dem erwählten Tage ihre inbrünstigen Gebete zum Könige aller Könige emporsenden: Er möge in seiner reichen Gnade die Regierung Seiner Majestät segnen und Friede und Ruhe festigen zu Seinem Heiligen Ruhme und zum unerschütterlichen Wohlergehen und Gedeihen des Reiches." '[Jet Harbenstreit in ctrain.J Wie das „Laibacher Wochenblatt" berichtet, wttrdc dem verstorbenen kram. Landeshauptmann, Baron Codelli, ein Kranz mit blau gelben Bändern aufs Grab gelegt. „Narod" ist darüber ergrimmt/] und poltert, schreit und demrncirt deshalb in be-! kannter Manier. Die Sache ist nämlich die, daß i blau gelb die eigentlichen krainifchen Farben find, ' wie durch historische Thatsachen erwiesen werden kann — während, wie bekannt, weiß-blau-roth j am Ende doch nur die Farben der nach den > Balkan gravitireitden „hochloyalen" Pervaken. sind. Das „Laib. Wochenbl." bemerkt zu den Auslassungen des einzigen slovenischen Tagblattes: I „Ehrenuarod begnügt sich jedoch damit nicht, die alten blau gelben ständischen oder ^'andesfarben -in Acht zu erklären, er denmtcirt auch den Landes-ausschuß, daß er in factiöfer Opposition durch j Einschmuggelung der napoleonischeu Farben (?!), j als welche doch in der nämliche» Zlotiz ..Roth-! gold", nämlich die Farben des napoleonischen 1 Königreichs Zllyrien erklärt werden, dem Kaiser; beim Besuche Krams die trübste Zeit Oesterreichs^ während der Franzosenherrschaft in Kram in Erinnerung bringen wolle. Das Dennnciations-wesen hat in der Bersühnungsära einen noch nie dagewesenen Höhepunkt erreicht, wenn es mit! solcher Frechheit geschichtliche Erinnerungen zu entstellen wagt, als es diesmal geschieht." Wir möchten Herrn „Dr. Zarnique" darauf aufmerM sam machen, daß während der französischen Zeit der hervorragendste Versemacher der slovenischen „Dichter" — die französische Wirthschaft sogleich' in Reimen feierte. — Die Loyalität dieser Herren ist nicht viel werth; heute mir, morgen Dir! *sT schechisch keine Weltsprache!) In jüngster Zeit erhielt ein Hotelier in Jschl von einer Pilsner Brauerei einen tschechischen PreiScourant zugesendet. Natürlich schickte er denselben sofort unfrankirt mit dem Bemerke« zurück, daß tn Jschl nur Weltsprachen verstanden werden. Und siehe da: Umgehend langte ein PreiScourant in deutscher Sprache ein. Wie eS scheint, ist man also sogar ia Pilsen der Ansicht, daß Tschechisch keine Welt-spräche sei. sDu ell.s Am 24. d. fand in der Joses- 1883 städter Reitercaferne zu Wien zwischen dem Oberstlieutenant Hugo von Schlayer und dem Redacteur der Militär-Zeitung Franz von Bol-gar. Oberlieutenant a. D. ein Duell statt, bei dem der Erstere durch einen Schuß in die Stirne getödtet wurde. Anlaß zu diesem Zweikampfe gab eine in der Militär-Zeitung erschienene Kritik über die Wahl des Oberstlieutenants von Schlayer zum Commandanten des neuzuerrichten-den Eisenbahn- und Telegraphenregimentes. [Die Dioscuren Dr. VoSujak und Dr. Z a r n i kj erstatteten wie das „Laibacher Wochenblatt" meldet am 20. d. den Wählern der Landgemeinden von Adelsberg und Loitsch den Rechenschaftsbericht über die abgelaufene Landtagsperiode und präsentirten sich gleichzeitig als Kandidaten für den neuen Landtag. Da die bisherige Thätigkeit der beiden Genannten im Landtage gleich Null war, so blieb ihnen nichts Anderes übrig, als bei der iuscenirten Comödie gegen die liberale Partei weidlich loszuziehen. Die banalen Phrasen Dr. Zarnik'S kamen abermals auf'S Tapet, die gefürchtete Germanifirung KrainS, die über unser Land zu schlagende, von Berlin bis zur Adria reichende deutsche Brücke u. s. w. Schließlich, meinte er, ohne sich selbst loben zu wollen, habe er ein ganz reines Gewissen und könne behaupten, daß er das Interesse seiner Wähler stets wahrgenommen habe und für die Nation nach Tdunlichkeit eingestanden sei. Hieraus gelobte Dr. Vosnjak seinen Wähler», im Falle der Wiederwahl in den Landtag even-well in den Landesausschuß bei Stelleuvergebung an Lehrer, Beamte und Diener nur ganz entschie-dene nationale Parteigänger berücksichtigen zu wollen, außerdem für die Abänderung der ganz ungerechte» Landtagswahlordnung, insofern? sie den landtäflichen Großgrundbesitz begünstigt, fer-»er für die Wiedereinführung der Eheconsense einstehen zu wollm. Zwar wurden gegen die Wiederwahl der Beiden einzelne Stimmen laut, jedoch wußten gut geschulte Agenten dieselben zum Schweigen zu bringen, einer derselben ver-stieg sich so weit, zu behaupten, daß ein krai-nischer Landtag ohne Dr. Zarnik gar nicht mög-lich sei. Man durchblättere alle LandtagSver Handlungen feit der Zeit, als Dr. Zarnik im Landtage sitzt, nirgends ist ein von ihm verfaßter Bericht zu finden, geschweige denn ein dem Lande zum Nutzen gereichender Antrag. Die beiden einzigen, sehr kostspieligen Großthaten des Ta-Vorredners waren die Verschleuderung von 20.000 fl. an den slovenische» dramatischen Verein und die Unsummen verfchlingende slove-nische Amtirung. Daß jenen 20.000 fl. auch in der letzten Landtagsperiode nicht eine gleiche Ouote nachfolgte, ist wohl nur dem Umstände zuzuschreiben, daß dem Dr. Zarnik keine gefügige Laudtagsmajorität zur Seite stand. Es wäre gut gewesen, wenn einer der Wähler dem Großsprecher Dr. Zarnik diese seine Spar-meisteret zu Gemüthe geführt hätte und den Dr. Vosnjak interpelirt hätte, ob er schließlich na-tionale Curpfuscher zu Secundarien im Civil-spitale ernennen wolle. [Theuerung in Moska u.] Die große Theuerung, die infolge der bevorstehenden Krönungsfeier in Moskau bezüglich der Miethen, Preise für Equipagen :c. besteht, veranlaßt die „Now. Wremja" zu folgenden Bemerkungen: „Wir würden diese ungeheuere Preiserhöhung begreifen, wenn es sich um irgend ein kleines Städtchen handelte, wo man der zugereisten Gäste wegen sich in große Unkosten zu stürzen hätte. Aber es ist ja Moskau, die größte russische Stadt, und dieselbe hat anläßlich des nationalen Festes nicht so viel Anstand und ge-sunden Sinn be/vahren können, um durch ihren Krämergeist nicht Unwillen hervorzurufen. In diesem Unwillsn liegt allerdings schon eine Art Strafe, aber diese «strafe wird noch verschärft werden dadurch, daß viele darauf Verzicht leisten, zur Feier nach Moskau zu ziehen. Wir haben gelesen, daß bei Duseaux zwei Fenster «ach der Straße 80 Rubel per Tag, zwei Fenster nach dem Hofe — 60 Rubel kosten! Als Pendant hierzu wird uns mitgetheilt, daß im „Slavischen Bazar" (wo es noch anständiger hergehen soll) ein Zimmer im vierten Stocke „peulsche Wacht." mit zwei kleinen Fenstern nach dem Hofe 10 Rübe' täglich kostet. Eine Equipage ist nicht unter 25 Rubel täglich zu haben und auch das nur, wenn sie für den ganzen Monat gemiethet wird. Die Händler vom Ochotny Rjad schlafen auch nicht, und wollen die Fleifchpreife anf einen Rubel per Pfund erhöhen! Wir können natürlich nicht glanben, daß die Moskauer Duma und Administration eine Erhöhung der Fleisch- und Brodpreise zulassen werden, aber schon allein solche Gerüchte sind sehr bedeutsam." [Hübsche P o l i z e i o r g a n e.j In Wien wurde am 23. d. der Polizeiinspecktor Graffl, der nebenbei auch Hausbesitzer ist, verhaftet. Derselbe hatte während eines Zeitraumes von 10 Monaten systematisch Granitwürfel entwendet. Eine ganze Sicherheitswachabtheilung, welche ebenfalls der Mitschuld verdächtig ist, wurde vorläufig fuspendirt. * f ch e ch i f ch - j ü d i f ch.] In Prag bildet sich ein Comite, zur Gründung eines „tschechisch - jüdischen Landes - Centralvercins" zur Errichtung und Erhaltung jüdischer Schulen mit tschechischer Unterrichtssprache, als Gegen-gewicht gegen die Schule» des deutschen Schul-Vereins und zur Gründung einer tschechischen Synagogen-Gemeinde mit tschechischem neben hebräischen Gesang. Der tschechische Verein der „akademischen Juden" forderte vom Vor-stände der Prager Cultusgemeinde die Zuthei-lung der Rosenberg'schen Stipendien auch für die tschechische Universität. * [Englis ch.1 Als der Prinz und die Prinzessin von Wales an einem der letzten Tage das Londoner Gaity-Theater verließen, empfing sie beim AnSgange ei» Individuum mit dem dreimaligen Rufe: „Drei Hochs für die englische Republik! Nieder mit der könig-lichen Familie!" Das Pnblicnm beantwortete diesen Ruf mit demonstrativen Hochrufen aus die Königin und den Prinzen von Wales. Der Rufer wurde von der Polizei vor den Polizei-richter gebracht und von diesem zn einer — Geldstrafe von 40 Shilling?» verurtheilt. •[Zwei Processe gestcn Oberdank-Demonstrante ».] Als Angeklagter erschien am 17. d. vor dem Mailänder Gerichtstribunal der Chefredacteur des dortigen Blattes „Jl Ribelle", der gelegentlich des Processes Oberdank den Königsmord als eine wahrhaft patriotische That geschildert und die Jugend dazu ermuthigt hatte. Er wurde zu fünfzehnmsnatlichem schweren Kerker und zu einer Geldstrafe von 400 Lire verurtheilt. — Nach ihm »ahm auf der Ankla-gebank der Redacteur des „Osservatore Catto-lico", Don Albertorio, Platz, welcher den König von Italien gröblich insnltirt hatte. Dieser wurde zu fünfzehntägigen» Kerker »nd zu einer Geld-strafe von 1500 Lire vernrtheilt. * [H o h e s A l t e r.) Zu Rosegg in Kärnten starb dieser Tage der Grundbesitzer Schlieber in seinem 107. Lebensjahre. Nie»,als hatte ihn eine schwere Krankheit heimgesucht. Noch an seinem Todestage fühlte er sich wohl und rauchte wie gewöhnlich seine Pfeife. Erst am Abend klagte er über Kälte; man brachte ihn zu Bette, hüllte ihn warm ein, und kurz darauf hauchte er sanft seinen letzten Athen» aus. * [E i » Strike ganz eigenthümlicher Art] ist in Valladolid ausgebrochen. Dort besteht nämlich ein königlich spanisches Zuchthaus und die Insassen dieser Anstalt — elfhundert an der Zahl — haben nach gemeinschaftlicher Verabredung plötzlich die Ar-beit eingestellt. Sie verlangen Verkürzung des Normalarbeitstages, kräftigere Kost und Ent-fernnng einiger mißliebiger Aufseher. Die Ber-Handlungen zwischen der Direktion und den Sinkenden sind im Gange._ Deutscher Schulverein. OrtsgruppeSchönstein-Wöllandes Deutschen Schulvereins. Einladung zur constituirenden Versammlung, welche Sonn-tag, am 3. Juni l. I., Nachmittags 5 Uhr, im Saale des Herrn Michael Bresnig in Schön-stein stattfindet. Tagesordnung: a) Wahl des Vorstandes; 7 b) Organisirung der Gruppe; o) Anträge der Mitglieder. S ch ö n st e i n, 25. Mai 1883. Der Proponent. * Wien, 21. Mai. Der engere Ausschuß trat nach seiner am Mittwoch erfolgten Rückkunft aus Linz sofort Freitags zu einer Sitzung zu-stimmen, in welcher zunächst eine Reihe von Dankschreiben an solche Personen beschlossen wurde, welche durch umsichtige Thätigkeit oder hingebungsvolle Mühewaltung dazu beigetra-gen haben, die Tage der Linzer Hauptversam-lung so würdevoll und allen Theilnehmern un-vergeßlich zu gestalten. Ueber Ausscheiden des bisherigen Correspondenten Herrn C. H. Pet-terfch, wurde diese Stelle dem Herrn Carl Neumann übertragen. Für mehrere Schulen in Schlesien wnrden Subventionsbeträge festge-stellt, sowie die Errichtung eines größeren Kin-dergartens nebst einer Schule in der Nähe von Troppan in Vorberathung gezogen wurden. Eine Reihe von Schulen in Böhmen und Kärnten erhielt theils entsprechende Unterftü-tzungen, theils wurden sie mit den nothwendi-gen Lehrmitteln ausgestattet. — Seil nnserer letzten Veröffentlichung sind dem Vereine neu-erdings zugeflossen: Von der Ortsgruppe Feld-kirch (Vorarlberg) Sammlung der dortigen Liedertafel si. 6-58, Stammgäste im Löwen fl. 440, von einem Ungenannten fl. 2, von de Ortsgr. Modlan durch den Sammelschützen fl. 26-03, für Kaiser Josef-Bilder fl. 30, vom Junggefellenclnb in Nußdorf fl. 10, von der Ortsgr. Bbbs: Tischgesellschaft in der Eisen-bahn-Restanration zu ttemnielbach fl. 7-5, von der Ortsgr. Michelob Sammlung am Beamten-balle fl. 22*50, von der Ortsgruppe Skotschau Sammelschützen-Ergebniß fl. 23, von der Orts-grnppe Görkau durch den Sammelschützen fl. 23, vom fünften Jahrgang der Ingenieurschule am Polytechnicnm in Wie» fl. 3-80, von der Ortsgruppe Josefstadt Reinerträgniß des Concertes fl. 255'— von der Ortsgr. Konimern Spenden fl. 13-85, von der Ortsgr. Dux Sammelschü-tzen-Erträg»iß im Jahre 1882 fl. 170°25, von einer Gesellschaft in der „Krone" fl. 8°61, von der Hochzeitsgesellschaft des Herrn Tfchörner fl. 18, von der Turnvereinskneipe am Sylvesterabend fl. 10-61, Tombola am Sylvester-abend fl. 84, Abendunterhaltüng in der Pilsner Bierhalle fl. 5 50, von Herrn Leopold Fallend« fl. 50, von Herrn Rudolf Weber fl. 10, eine Wette fl. 2. — Durch Herrn Gottwald in Braunan «Böhmen) für > Pomeranze fl. 5, durch die Ortsgr. Kreibitzthal: Concerterträg-niß iu Schönfeld fl. 8, durch den Sammel-schützen im Hotel Stern fl. 11, von dem Turn-verein in Neu-Ehrenberg (Böhmen) fl. 20, von der OrtSgr. Bürgstein: Gesangverein „Har-monia" fl. 20, von der Ortsgr. Karlsbad durch Herrn Löwenstein fl. 320, Ergebniß der Sam-melbüchse bei Leitner fl. 17, Sachverständigen-Gebühr durch Herrn Bielshaupt fl. 5, von Herrn Hofrath K. v. Hochberger fl. 5. — Bon der Ortsgr. Znaini: vont dentsch-acadeniischen Verein Rabenstein fl. 86, Neujahrsgabe vom deutschen Bürgerverein fl. 16, Klingenbeutel d. Helffgabohras fl. 10, Sammlung am Co-stumeball durch Fräulein Semlinger fl. 1*91, Sammlung durch Herrn Langer fl. 17-02, Sammlung durch Herrn Brosch fl. 8-39, durch Marie Brauner fl. 3-74, für eine verlicitirte Semmel fl. 4, Ergebniß der Sammelbüchse im Hotel Oberwimmer fl. 39-12, Sammlung im deutschen Bürgerverein fl. 30-70, Sammlung durch Herrn Jos. Loos Willo fl. 174, für eine Rose fl. 4-40, von dem Znaimer Musikverein ein Fondsbeitrag von fl. 50, vom Leopold-städter Männergesangverein fl. 50, von der Stadtgemeinde Arnau ein Fondsbeitrag von fl. 20, von der Ortsgr. Mähr.-Trübau: Er-gebniß einer Abendunterhaltung fl. 196-60 kr. Locates und ^rovinciates Cilli, 26. Mai. [M u s e a I v c r c i n.] Samstag, 2. Juni, 8 Uhr Abends, findet im Brauhause zur gol-denen Krone die constitnirende Versammlung des Musealvereines statt. Auf der Tages- 8 ordnung stehen: 1) Mittheilung der Vereinszwecke ;^2) Wahlen: 3) allfällige Anträge. — Wenn je ein Verein gegründet wurde, um das Interesse für unsere schöne und an Erinnerun-gen an die classische Römerzeit so reiche Vater-stadt in weitere Kreise zu tragen, dann ist es gewiß der Musealverein, welcher sich neben der Lösung wichtiger localer Fragen, die Er-Haltung und Erwerbung einheimischer historischer Alterthümer zur Aufgabe gestellt hat. Die Urnenfunde auf den Gründen der Villa „Minna Stiger" der Fund des BachuskopfeS je., welche neuerdings die Augen der Alterthumsforscher auf unsere Stadt lenken, danken ihre Publi-catiou in den bedeutendsten Blättern des In-und Auslandes der bereits begonnene» Thätig-keit des Musealvereines. Wir glauben daher nicht umsonst an den so oft bekundeten Local-Patriotismus unserer Einwohnerschaft zu appelliren, wenn wir dieselbe bitten, eingedenk der schönen, den Ruf der alten Elaudia Eeleja erhöhenden Zwecke dem Vereine, der vorläufig 41 Mitglieder, darunter 30 in Eilli zählt, zahlreich beizutreten. Beitritts -- Erklärungen werde» in der Buchhandlung von Theophil Drexel und in der Papierhandlung von Joh. Rakusch entgegengenommen. ' [K a i s e r I o s e f -- M o n n m e n t in W i n d i s ch g r a z.] Wie man uns mittheilt, hat Herr Hugo Poglayen (Gut und Eisenwerk Mißling) mit einem Betrage von 500 fl. die Subscriptio« zur Errichtung eines Josef-Monumentes in Windischgraz eröffnet. Diese That wird nicht verfehlen, im ganzen Unterlande die lebhafteste Freude hervorzurufen. * [Erzherzog Johann-Denkmal.) Im neuangelegten Theile des Marburger Stadt-parkes wird am 1. Juni das von Dr. O. Reiser der Stadt gespendete Erzherzog Johann-Mo»u-ment enthüllt werden. * [San nre guliru ng.) Dieser Tage wurde unterhalb der Grenadierwirthes mit der Sprengung der im Flußbette bkfindlichen Felsen begonnen. |I et Klagenfnrter Singverein.s hat den Bürgermeister von Windisch - Graz, Herrn Dr. Johann Tomfcheg, zum Ehren-mitgliede ernannt. Das diesbezügliche Tele-gramni, welches der Verein an den Genannten absandte, lautet: Unter den mächtigen Eindrücken der unvergeßlichen Sängerfahrt nach Windisch-Graz ernennt die heutige außerordentliche Ge-neralversamnilung des Singvereines in Klagen-furt dankerfüllt den Bürgcrmelster der Stadt Windisch-Graz, Herrn Dr. Johann Tomfcheg, zum Ehreumitgliede des Singvereines. sDer Dank der Bauern.) Wie uns aus Pettau gemeldet wird, haben 100 slovenische Bauern ein Schreiben an den Obmann des Fest-ausschnsses in Pettau, Herrn Pisk, gerichtet, worin sie der dortigen Bürgerschaft für das Denk-mal, welches dieselbe dem unvergeßlichen Kaiser Josef errichtet, sowie für die gastliche Aufnahme der Bauern, welche der vielen Erleichterung, die Kaiser Josef II. ihrem Stande verschaffte, nie vergessen werden, ihren herzlichsten Dank aussprechen. "[Versammlung vonSlovene n.s Vergangenen Sonntag soll hier eine Versamm-lung stattgefunden haben, in welcher eine De-pntation aus siovenisch gesinnten Bürgermeistern für den Kaiserbesuch zusammengestellt worden sein soll. So meldet das „Korrespondenz-Bureau." — Wir hörten und sahen von dieser Versammlung nichts. Der Sokolführer von Praßberg soll zum Sprecher dieser Deputation ausersehen sein. "[EinewunderbareConsequenz.) Die „Südsteirische Post" brachte in ihrer Rum-mer von« 16. d. als Quintessenz über die Pfingstfefte in Pettau folgendes Original-Telegramm: „Pettau. 15. Mai. Die ge-strige Kaiser Josef Feier gestaltete sich zu einer Demonstration gegen die Regierung. — Als Redner traten auf Dr. Duchatfch, Schmiderer und Michelitsch und Andere. Der Bezirks-o b m a n n R a i s p wurde m i t I n s u U r i r u n g bedroht, e i n P r i e st e r g e-ohrfeigt." — In der darauf folgenden „Deutsche ?5ackit." Nummer des genannten Blattes, wo neben > anderen Ungeheuerlichkeiten bei den Bürger-meistern von Marburg. Pettau und Cilli der Mangel an dynastisch-patriotischer Courage bedauert wird, befindet sich nun auch ein „Eingesendet" eines anonlimen Mi-noritencaplans, der sich, wie wir letzthin be-merkten, für geohrfeigt zu halten scheint. Der-selbe schreibt: „Auf die Korrespondenzen der „Tagespost" und der „Deutschen Wacht" vom 17. Mai l. I., welche behaupten, daß ein rP^ester. resp, ein Minoritencaplan, wegen Agitation anläßlich der Kaiser Josef-Feier in Pettau, eine Ohrfeige in einem Gasthause, u. zw. von einem Slovenen erhalten habe, gebe ich hiermit bekannt, daß diese Nachricht eine infame Lüge ist und verspreche Jedermann, besonders aber dem Scribler jener Eorrespon-denz, 100 fl., wenn er den giltigen Beweis für die Wahrheit seiner Korrespondenz erbringen kann." Da diese infame Lüge von der „Südst. Post" allerdings post tostum als fettgedrucktes Original - Telegramm gebracht wurde, so wäre es gewiß auch Sache ihres Chefredacteurs, den giltigen Beweis für die Wahrheit zu erbringen und sich die 100 fl., für welche sich 500 Würste (die Wurst zu 20 kr. gerechnet) anschaffen ließen, — zu erwerben, — denn wir können uumöglich glan-ben, daß das „Original- Telegramm" in der Redaction der „Südsteirischen Post" fa-bricirt worden sei, nnd daß der Chefredacteur eine infame Lüge über seine Gesinnungsge-»offen in die Welt setzen wollte. * [E i n B o l k s f r e u n d.] Man meldet uns aus Marburg: Ein in Ihrem Blatte oft genanntes Männlein, welches in seinen beiden Blättchen die Advokaten als die Henker des Volkes wiederholt hinzustellen suchte, erscheint gegenwärtig mit ziemlicher Regelmäßigkeit bei den executiven Feilbietungen von Realitäten. Gedachtes Männlein, auf daS die Dichterworte „O Mensch, wie klein bist Du" in physischer und geistiger Beziehung passen, möchte eben gerne für seinen Bruder eine Realität erstehen. Allein es findet selbst Realitäten, die »m de» vierten Theil ihres Schätzwertes hintangegeben werden, noch immer zu theuer. Ist es daher nicht mehr als sonderbar, wenn Menschen dieser Sorte, die bemüht sind, das wirthschaft-liche Elend der Bauern zu ein.m Schnitte für sich oder ihre Blutsverwandten auszunützen, sich als Volksfreunde geriren und vom Volkswohle, von liberaler und dentschthümelnder Bewucherung declamiren. * [35 e r höchste Spina t.s Unter diesem Schlagworte veröffentlichte „Narod" unlängst eine Notiz in welcher er es Herren — Schaffer, Desch-, mann und Schrey — den von der clencal na tionalen Pervakensippe gehaßtesten Personen zur Last legte, daß sie einein Juden eine Arztesstelle in einem Spitale verschafft hatten. Nun stellt es sich aber heraus, daß die Helden Bleiweis und Vosnjak die schreckliche Sache am Gewissen haben. — Ehrennarod schweigt nun natürlich, nnd Prü-geljunge Max Armic muß die freche Verleumdung und Blamage decken. * [W u ch e r.l In neuester Zeit mehren sich wieder bei den Gerichten die Anzeigen wegen Vergehen gegen die Wuchergesetze. So hat unter Anderen, der Besitzer aus Puschendorf. Blas Stibenz, gegen Michael Kolling ans Friedau, dem er für 100 fl. 60 Proz. Jnter-essen bezahlen niußte, die Strafanzeige erstattet. '[Scheu gewordene P f e r d e.] Der Grundbesitzer Lorenz Goreick aus Zesendorf bei Luttenberg, welcher Laub nach Hanse führte, stürzte durch das plötzliche Scheuwerden der Pferde vom hochbeladenen Wagen und starb nach wenigen Stunden in Folge Gehirner-schütteruug. * [D ä man Branntwei n.s Die Berg-arbeiter Johann Opank und Alois Kovaltsch hatten am 19. d. gemeinsam zwei Liter Brannt-wein getrunken. Als sie dann sich aus dem Heimweg begaben, entspann sich zwischen den Genannten eine Streiterei, in deren Verlause Opank dem Kovatsch ein langes Messer in den Rücken stieß, so daß derselbe tödtlich getroffen 1883 zu Boden stürzte. Johann Opank versetzte noch am gleichen Abende dem Arbeiter Anton Skorjang drei Messerstiche in den Oberschenkel. [A ufst a n d.j Am 23. d. begaben sich zwei Gendarmen aus Sachsenfeld nach Greis um meh-reren Burschen das Böllerschießen aus der sehr belebten Kohlenstraße zu verbieten. Die Burschen wiedersetzten sich jedoch, und als die Gendarmen zur Arretirung schritten, suchte man sogar einem von ihnen das Gewehr zu entwinden. Der Gen« darm Prädikaka machte denn auch von seiner Waffe Gebrauch und versetzte einem der reniten-ten Burschen einen Bajonetstich in den Ober-schenkel. Auf dies hin umringten die übrigen Burschen die Gendarmen, welch' letztere nun wieder gezwungen wurden vom Bajonete Gebrauch zu machen. Wieder erhielt einer der Angreifer einen Stich in das Geseß. Nach einem glücklich abgeschlagenen dritten Angriffe wurden die Wiederspenstigen arretirt und dem hiesigen Kreisgerichte eingeliefert. Merarisches. * (X l p i n e Chronik.] Die zahlreichen Verehrer der österreichischen Gebirgswelt dürste es intereffiren. zu erfahren, daß durch den Oesterr. Tonristen-Clnb demnächst eine bedeutsame Publication zur Ausgabe gelangen wird. Es ist dies die 3. verm. und verb. Auflage von F r i s ch a u s's Gebirgsführer. — AIS der „Gebirgsführer" in enter Auflage er-schien, wirkte er geradezu bahnbrechend auf diesem bisher noch säst ganz brachliegenden Gebiete der alpinen Literatur und wurde Vor-bild und Ouelle für viele ähnliche literarische Unternchmnngen. Daraus erklärt sich auch der große Erfolg, der binnen Kurzem eine zweite Auflage nöthig machte. Als auch diese sehr bald vergriffen war. konnte sich der Verfasser, trotz des vielseitigsten und oft wiederholten Drängens lange nicht zur Herausgabe einer dritten Auflage entschließen, da damit eine auf Grund der gegenwärtigen Verhältnisse basirte vollständige Umarbeitung deS ganzen Buches nothwendig verbunden war. Um so freudiger wird es nunmehr gewiß allerseits begrüßt wer-den, daß sich Herr Prof. Dr. Joh. Frischauf in Graz endlich doch zu dieser zeitraubenden und anitrengenden Arbeit entschlossen und dem Club das Verlagsrecht dieses Buches überlassen hat. — Ebensalls durch den Oesterr. Touristen-Club herausgegeben, soll ferner in kürzester Zeit ein „Führer durch das Ober-Jnnlhal von Innsbruck bis Bludenz", versaßt von Dr. ' Jsidor Müller, erscheinen, welcher Führer der Touristenwelt in Anbetracht der bevorstehenden Eröffnung der Theilstrecke JnnSbruck-Laudeck sicherlich sehr willkommen sein wird. — Wei* I ters ist erschienen: Ein Ausflug auf i den Monte B a l d o , von Joh. Frischauf. | Mit 1 Panorama und 1 Illustration (Tonri- , sten-Führer Nro XI, herausgegeben vom Lest. T.-C.) Wien 18s3. Tiefer Führer behandelt einen überaus interessanten und bisher säst gar nicht beachteren Berg. Daß ein Fachmann von^so hervorragendem Range wie Pros. Dr. 1 I. Frischauf den Text geschrieben hat, dürfte für die Gediegenheit des Inhalts vollauf bür- i gen. Es ist darin eine Fülle von topographi- H scheu, historische», statistischen und literarischcn Notizen niedergelegt und ein umfangreiches, zum Theil gar nicht bekanntes Material be-arbeitet. Bezüglich des beigelegten Panoramas dürfte es wohl ebenfalls genügen, wenn wir bemerken, daß dasselbe nach einem Aquarell des verstorbenen Meisters Thomas Ender von Prof. I. R. v. Tiegl in vollendeter Weise gezeichnet und von Prof. Frischauf revidirt und bestimml wurde. So sei denn das schön ausgestattete Buch allen Freunden der Vater-landskunde angelegentlichst empfohlen. ' [I l l u st r i r t e Jagdzeitung. [ Schmiedt 6 Günther's Leipziger Illustrirte Jagdzeitung 1883 Nr. 16, herausgegeben vom Köngl. Ober-ster Nitzsche, enthält folgende Artikel: Hohle Hirschgrauen (Haken). Von Oberförster Gerstner. — Einiges von Dachs, Dächsel und Dachsgra-ben. b. Einiges vom Dächsel. Von Karl Brandt, x- ,..1*;. 1 1883 — Vom alten Mordax. Vom Oberförster Hei-nemann. — Literatur. — Illustrationen: Ver endetes Rehkalb. — Inserate. Die Jllustrirte Jagdzeitung von Schmiedt & Günther in Leipzig erscheint am 1. und 15. des Monats und koste: bei den Buchhandlungen halbjährlich M. 3. Bei den Postanstalten vierteljährlich M. l.50. cherichtssaat. lIreigesprocheu.^ Unsere Leser werden sich noch deS Straffalles Sorschak erinnern. Franz Sor-schak wurde imDecember v.J. vom hiesigenSchwur« gerichtshofe deS Verbrechen« der Majestätsbeleidigung, derBeleidigung derMitglieder deS kaiserlichen Hauses und des Betruges durch Werbung fal-schen Zeugnisses schuldig erkannt. Gleichzeitig auch wurden Franz Stesau wegen falschen Zeug-nisseS und Anton Sorko wegen Verleumdung vcrurcheilt. Die ersteren zwei erstatteten die Nichtigkeitsbeschwerde und fand die Verhandlung hierüber vor dem Eassationshose am 22. d. M. statt. Die beiden Nichtigkeitswerber waren dnrch Dr. Foregger vertreten und wurden rom Cassa-tionshofe freigesprochen. Hiermit ist hoffentlich eine Reihe von Proceffen, welche ihren Grund lediglich in nationalen Gehässigkeiten hatten, endgillig abgeschlossen. — Eingesendet.*) 'Erwiderung. Herrn Ferdinand Raisp, erster Repräsentant der Bezirksvertretung, generalbevollmächtigter Beamter eines Mitgliede s'd es e o n fervat iven böhmischen hohen Adels auf dem Schlosse Oberpettau, und Besitzer eines Hauses in der frequentesten Gasse der Stadt Pettau. In der Grazer Morgenpost vom 20. Mai sagen Sie in einem „Eingesendet" unter Anderem : da« ich als Vorstand des Feftcomilee's schon 3 Stunden vor dem Feste in voller Kenntniß von der Unrichtigkeit des gegen Sie circulirenden, angeblich falschen Gerüchtes war und dem vor-eiligen Korrespondenten über den wahren Sach-verhalt Mittheilung hätte machen können, »ran es mir an der „Wahrheit" gelegen gewesen wäre. Durch diesen gegen mich gerichteten Angriff zwinge» Sie mich aus meiner Reserve zu treten, die ich, mit Rücksicht auf Zhre so schöne und ehren-werthe Stellung als „Bezirksobmann", so gerne gewahrt hätte, und ich sehe mich genöthiget, der Wahrheit vollen Lauf zu lassen. Am 12. Mai, 2 Minuten darauf, nachdem das Attentat, auf das Kaiser Zoses-Plakat vollzogen worden war, kam ich an der diesbezüglichen Straßenecke vorbei und besichtigte über Aufforderung, nicht eines gewissen (iarl Kasper, wie es in dem Eingesendet heißt, sondern eines Hern» Carl Kasper, Hausbesitzers, Kaufmannes, Gemeinde und Bezirksvertreters, einer sehr ehrenwerthen Persönlichkeit, das an dem Plakate verübte Attentat. Ich fand dieses Plakat mitten durchgerissen, von einem geHand habten Stocke herrührend, dessen Träger einen besonderen überwältigenden Eifer für diese so schöne Ausgabe entwickelt haben muß, weil sich die Spuren des Stockes in der Mauer ersichtlich machten. Das nebenbei befestigt gewesene Plakat über eine in Oberpettau zu vermiethende Wohnung fand ich vollkommen unberührt und festklebend, was doch schon früher der Fall gewesen sein muß, weil ich nicht annehmen kann, daß Sie von Oberpettau anläßlich eines zufälligen langes durch die Herrngasse den Klebestoff mitgenommen haben sollten, um dem Wohnungsplakate mit dem Cpazierstocke zärtliche Aufmerksamkeit zuwenden zu können. — Diesen Thatbestand würde ich eventuell auch gerichtlich deponiren. — Herr Kasper erzählte mir, er habe vor seinem an dem Orte des Thatbestandes answßendcnVerkaussgewölbe stehend, das von Ihnen ausgeübte Attentat an-gesehen und Ihnen, empör, über ein solches Be-nehmen, dreimal zugerus«»: „Nur Gassenbuben Kiffen Anschlagzettel hevnb " Herr KaSper wird sich als Mann wohl Wwußt fein, ob ihm „Hallucinationen" oder oic „Wirklichkeit" zu diesem Anrufe geiührt haben, und er wird sich, sobald „Deutsche Wacht." das Letztere der Fall ist, gewiß nicht aus dem Grunde zu feinem Verhalten verleiten laffen, um „wegen eines verlorenen Processes" Abrechnung zu pflegen, wie es gewöhnlich Andere thun, welche die Sache mit der Person vermengen, und der Sache wegen, an der Person ihr Mütdjen kühlen, sondern weil jeder gebildete Mann zur Abwehr derartiger Vorkommnisse verpflichtet ist. Wenn Sie geehrter Herr Verwalter meinen, ich hätte den Korrespondenten Mittheilung von dem wahren Sachverhalte machen können, wenn es mir um die „Wahrheit" zu thun gewesen wäre, so bringen Sie mich damit in eine gar arge Zwangslage. Ich bin gewohnt, stets die Wahrheit zu sagen, auch wenn ich damit übel ankomme, und nichts kann im Stande sein, mich von einem Stande punkte abzubringen, von dessen Richtichkeit ich mich persönlich überzeugt habe. — Herr Verwalter haben mir am 14 Mai einen Brief zu gemittelt, in welchem der Sachverhalt analog der im eingangserwähnten „Eingesendet" von Ihnen geschilderten Weise besprochen ist. Ich habe Ge-legenheit gehabt, mich von der Richtigkeit des Attentates zu überzeugen. Ich würde daher auch keinen Augenblick gezögert haben, einen oder den andern Korrespondenten von denjenigen Zeitungen, welche das Unglück haben, nicht zu Ihrer Tages-lectüre zu gehören, die volle von mir constatirte Wahrheit über das Attentat selbst, aber nicht über den Attentäter, den ich zu seinem Glücke persönlich nicht gesehen habe, mitzutheilen, wenn ich hiezu ausgefordert worden wäre. Das war nicht der Fall, m,d so hatte ich auch keinen An-laß das etwaige „Unwahre" an der Sache corri-giren zu laffen. Ich empfehle mich Ihrer besonderen ferneren Gewogenheit. Pettau, 22. Mai 1883. Wilhelm P i s k. Pettau, 26. Mai 1883. Löbliche Redaction! Der Herr Minoriten - Caplan in Pettau scheint an Gedächtnißschwäche zu leiden, denn sonst müßte sich derselbe an die Vorgänge am Abende des I l. Mai doch besser erinnern können und nicht Alles als aus der Luft gegriffen in der „Südst. Post" bezeichnen. Oder glaubt dieser Herr, daß Alles in der Luft verschwinden werde, daß ein von einem Caplan in seiner Ehre so tief angegriffener Bürger keine Satis-faction verlangen wird? Dies ist er feinen Mitbürgern gegenüber verpflichtet. Die Ohr-feigengeschichte bleibt daher einstweilen noch un-erledigt und behalte ich mir vor, in kurzer Zeit Näheres zu berichten. N. Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren 5k a u f« nkann und Simon in Hamburg beson-der» aufmerksam. Es handelt sich hier um Original-Loosc zu einer so reichlich mit Haupt-Gewinnen ausgestattete,« Verloofnug, daß sich auch i» unserer Gegend eine sehr ledhaste Be theiligung voraussetze,, läßt. Dieses Unter» nehmen verdient das vollc Vertrauen, indem die beste» Staatsgarantien geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. i§» HM > ^ alkalischer —-- bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- and Blasenkatarrh. PASTILLEN (VerdaBUBQSzeltohea). Heinrich Mattoni, Karlsbad (Böhmen). 9 Korrespondenz der Wedaction. 'Herrn 5t . . . in Pettau. Die be-treffende Correspondenz ist von Herrn Th. Romich geschrieben. Es ist dies keine Ver-muthung, sondern eine uns verbürgte That-fache. Wir gedenken den Genannten dem-nächst an eine Aestthetik der Seele zu erin« nein, auf welche er, wie es scheint, schon vergessen haben dürfte. K u n t e s. •[(Sine pikante Geschichte.^ Ans Wien schreibt man einem Berliner Blatte: Sie war von wunderbarer Schönheit. Er sah sie zum ersten Mal und schwur, ein solches Weib noch nie gesehen zu haben. In der That war sie eine seltene, bestrickende Erscheinung. Er wollte, mußte sie sprechen, ihr sagen, daß er sie liebe, anbete. Aber wie sollte er sich ihr nähern? Sie war nicht blos schön, londern auch hoheitsvoll, stolz, unnahbar. Außerdem war sie nicht allein. Eine ältere, hochelegant gekleidete, streng aus-sehende Dame, offenbar die Mama, war an ihrer Seite. Sie promenirten im Stadtpark, bestiegen sodann vor demselben einen Wagen, der sie rasch entführte, ihn rathloS in gelinder Verzweiflung zurücklassend. Er sah sie später wieder, abermals im Stadtpark, er sah sie dort öfter. Immer war sie mit der Mama, immer fuhren die Beiden rasch davou. Seine Spannung, seine Sehnsucht war auf das Höchste gestiegen, und trotzdem wagte er es nicht, sie zu begleiten, ihr nachzu-eilen, nachzuforschen. Er wagte es nicht, er war wirklich verliebt. So verfiel er auf einen abson-derlichen verliebten Einfall. Sie war wieder in den Stadtpark gekommen, hatte mit Mama ihre Promenade gemacht, sodann auf eine Bank eini-ge Minuten geseßen, und da glaubte er. mußte sie ihn bemerkt haben. Nun war sie mit Mama aufgestanden und schritt dem ParkauSgange, dem harrenden Wagen zu. Da kam ihm jener ab-sonderliche Einfall. Jetzt oder nie, hatte er sich gedacht und Muth zugesprochen. Er eilte den Damm nach, nun hatte er sie eingeholt. „Meine Gnädigste," sprach er, bescheiden in Ton und Haltung, „meine Gnädigste, ich glaube, Sie haben ihre Geldbörse verloren, diese Börse lag dort, wo sie vorhin geseßen." Es war aber seine eigene, elegante, wohlgefüllte Börse. So, dachte er sich ist unauffällig ein Gespräch eiuge-leitet. Die Dame blickte auf ihn, hernach auf die Börse. „In der That, ich danke Ihnen mein Herr!" Eine Verbeugung. Die Damen steigen in den Wagen, der rasch davon eilt. Er steht verblüfft am Parkeingang. Seither sind die Da-men nicht wieder im Stadtpark erschienen, er hat sie auch anderwärts nicht mehr gesehen, aber er ist auch in die wunderbar schöne Dame nicht mehr verliebt. sD a s T e l e p h o n] ist in Hamburg die „idirecte Ursache zu einem Doppelselbstmord geworden. Einem auf der Uhlenhorst wohnenden Kaufmanne telephouirte die wartende Gattin in das in der Stadt befindliche Geschäft, er möge doch bald kommen. Statt seiner antwortete ihr ein Kommis, der Prinzipal habe eben noch den Besuch einer Dame, er werde aber jedenfalls bald kommen. Die ganz unschuldig gegebene Antwort wurde aber ganz anders, wie beabsichtigt aufgenommen. Die Gattin läßt flugs anspannen und kommt noch gerade zur Zeit, um das von ihr geahnte Rendezvous zu stören. Welcher Art die directen Folgen dieser Entdeckung waren, ist nicht bekannt geworden: jedenfalls müsse« dieselben das entdeckte Pärchen zur Verzweiflung gebracht haben, denn es wurde später, sich sest umschlungen haltend, ertränkt in der Alster gesunden. * [R a ch a h m e n S w e r t h.] In der Legislatur des Staates Newyork ist ein Gesetzentwurf eingebracht worden, welcher folgende Verfügung trifft: „Wer einer unmündigen Person im Alter von unter sechzehn Jahren irgend eine einfältige Novelle oder einen Roman verkauft, leiht oder schenkt, ohne zuerst die schriftliche Erlaubniß der Eltern oder des Vormundes einer solchen un-mündigen Person dazu erlangt zu haben, macht sich eines Vergehens schuldig, welches mit Ge- 10 fängniß oder einer 50 Dollars nicht überstei-genden Geldbuße bestraft wird." [Eine diebische B r a u t] ist eine solche Seltenheit, daß der Fall der Jane Bert, welche dieser Tage vor einem Londoner Gericht stand, wohl eine kurze Besprechung verdient. Gewöhnlich warten Bräute, bis sie verheiratet sind, ehe sie ihre Männer ausziehen. Jane Bert dachte es schlauer anzustellen. Oder viel« leicht war die natürliche Anlage zu start, denn sie ist eine Zigeunerin und 83 Jahre alt, und in diesen« l'Üter bekehrt man sich nicht leicht. Sie besaß einen Karren und Christopher Smith besaß einen Karren, nnd so schien eS ganz na-türlich, daß der Letztere, der ein Wittwer ist. sich zur Besorgung seiner Haus-, oder besser. Karrengeschäfte eine Lebensgefährtin wünschte. Am 17. v. M. erbot sich die arbeitsame Braut, den Wagen ihres Bräutigams auszukehren; denn der Tag, der die beiden Glückliche» für immer vereinigen sollte, war nahe. Wie das bei solchen Reinigungsprozessen zu geschehen pflegt, zog sich der Mann diScret zurück. Allein er war nicht sehr weit gegaugen. so wurde der Argwohn wach in seine,» Herzen; er kehrte zum Feldlager zurück, fand die goldenen Ohrringe seines Töchterchens auf dem Bett, statt im Ka> sten, und eine Börse, welche 100 Goldstücke ent-halten halte, leer im Schrank: die getreue Braut war ebenfalls verduftet. Doch wurde sie verhaf-tet. Sie behauptet zwar, der künstige Gatte habe ihr das Geld zur Verwahrung übergeben. Allein das wurde bestritten und wahr sehr un wahrscheinlich. Kläger und Beklagte erklärten ihre Reue für das Vorgefallene, die Jury sprach daS Verbiet: „Glicht schuldig" aus, die beiden Zigeuner fielen sich in die Arme und wenn sie nicht heute Mann und Frau sind, so werden sie es doch bald sei». Pack schlägt sich. Pack ver-trägt sich. "[DaS neueste amerikanischeToi-leten - Raffinement] besteht darin, daß die Damen die Farbe ihrer Toilette in genau-ester Uebereinstimmung mit derjenigen ihres Hundes wählen, oder umgekehrt. Cine Dame in Milwaukee hat mit dieser Neuerung den Anfang gemacht und großen Beifall gefunden. [Südamerikanisches Jäger-I a t e i it.] Ein aus Brasilien Heimgekehrter rühntte sich, eine große Zahl von Gorillas aus der Welt geschasst zu haben. '„Das soll sehr schwer halten", bemerkte einer der Zuhörer. „Allerdings", erwidert der Erzähler, „aber ich wußte den Nachahmungstrieb der Assen aus-zudeuten." „Wie so das i" „Sehr einsach. An Orten, wo ich die Nähe von Gorilla'S ver-niuthete. senerte ich eine blindgeladeue Pistole gegen mich selbst ab uud ließ eine schars geladene am Platze. Wenn ich nach kurzer Entfernung a» denselben Ort zurückkehrte, fand ich dort regelmäßig die Leiche eines Gorilla, der sich selbst erschossen hatte." [Liebe und Naturwissenschaft.^ Sie gingen still im Mondenschcin durch den Garten. Endlich lispelte „sie," melancholisch scus-zend: „O, warum müssen die Rosen verblei-chen !!" Prompt erwiederte „er" : „Aus Mangel an Sauerstoff in der Luft!" — Er war Chemiker ! * [Triftiger Grund.] Warum fehlte» Sie heule morgen ? fragte der Chef einen Angestell-ten. — Weil meine Frau eine sehr schwere Ent-bindung hatte. — Ah so, das ist etwas anderes, erwidert der Herr, der die Pflichten eines Gatten und Vaters kennt. Zwei Monate später fehlt der Angestellte wieder und entgegnet aus die Fraye »ach dem Grunde seines Ausbleibens: weil meine Frau eine schwere Entbindung hatte. — Wie denn, ruft der Chef, kommt denn Ihre Frau alle zwei Monate nieder? — Das nicht sie ist aber Hebamme. * [E i n Unterschied.] Zwei Zigeuner sollten gehenkt werden. Dem ersten reißt der Strick, er fällt in's Wasser und entkommt durch Schwimme». Der zweite wendet sich be-sorgt zum Henker: „Mich bindet fester an, denn ich tan» nicht schwimmen!" * [,,A l s o heute] habe« wir den dreißig-sten/ sagte der Standesbeamte als er die Ge- .Deutsche burt des Söhnchens eine« Droschkenkutschers registrirte. Verschämt lächelte der glückliche Papa und sagt höflich: „Man nich. Et is ja erst der elfte; un zwei davon sind dod!" FolkswirthschaMiches. '[Die Ran „er Sparcaffe] weist für das verflossene Jahr einen Geldverkehr von 177.008 fl. aus. Der Refervefond betrügt bereits 14.300 fl. '[Zollzahlungen inSilber.J Nach der erschienene» Verordnung des Finanzministers ist auch im Monate Juni, wenn bei Zollzah-lungen statt Gold Silbermünze» zur Verwen-»ung gelangen, ein Agio von 19 Percent in Silber zu entrichte». '[JnternationalerSaaten- und Getreide markt in Wie n.] Das österreichische Handelsministerium hat die österrcichi-schen Consularäniter im Auslande davon in Kenntniß gesetzt, daß auch in diesem Jahre im August ein internationaler Getreide- und Saaten-niarkt in Wie» stattfinden wird und die Consul» avfgefordert, für eine rege Betheiligung des Auslandes zu wirken. '[Trichinöse Pferde.] In Wien will man die Entdeckung gemacht haben, daß auch daS Pferd von den gefährlichen Trichinen be-setzt sein kann. Wie die dortige landwirthschaft-liche Zeitung berichtet, ist auf Grund von Er-Hebungen festgestellt worden, daß eine im Ru-dolsspital der Hauptstadt an der Trichinose ver-storbene Taglöhnerin durch roh genossenes Pferdefleisch inficirt worden ist. Seitens der niederöstcrreichischen Statthalter« ist in Folge dessen angeordnet, daß über das Vorkommen der Trichinen im Pferde, sowie über die Frage, wie diese Parasiten in dies pflanzenfressende Thier gelangen, die umfassendsten Untersuch»»-gen angestellt werde». Es solle» seitens des Thierarznei-Jnstitutes, des städtischen Markt-Connnissariats und des Magistrates gemein-schaftliche Untersuchungen nach dieser Richtung hin betrieben werden. '[E»n Heuschrecke »artiges Wandern der Maikäfer] hat Dr. Fr. West-hoff zu Münster i. W. beobachtet. Er erzählt darüber in den Entomologischen Nachrichten, daß er an einem der wenigen heiteren unter den ersten Maitagen dieses Jahres Abends in der Umgebung von Münster sich plötzlich in-mitten eines umsangreichen Schwarmes von Maikäfern sah. Es dauerte ungefähr eine halbe Stunde lang, bis der ganze Schwärm sich über ihn hinbewegt hatte. Seiner Schätzung nach passirten durchschnittlich 15 Stück in der Secunde, was eine Gesammtzahl von circa 27.000 Kä° fern ergibt. Nach den bei dieser Gelegenheit gefangenen Stücken zu schließen, war die Zahl der Männchen um ein Viertel bis ein Fünftel überwiegend. [Sahne aus mehrere Wochen aufzubewahren.] Recht frische Sahn, wird wie gewöhnlich aufgekocht, nach den« Verkühlen in Flaschen gefüllt, diese werden gut ver korkt, mit Stroh umwickelt und in einem Kessel mit kaltem Wasser auf t as Feuer gestellt. So-bald das Wasser kocht, nimmt man die Flaschen heraus, verpicht sie, und stellt sie bis zu dem Gebrauch in den Keller. Aus dem Amtsbtatte. Kundmachungen. Curatelverhängung über Gregor Rotzer, Taglöhner in Tüchern, we-gen Blödsinn. Curator Mathias Verhauschek, Grundbesitzer dortselbst; st. del. BG. Cilli: — über Maria Sack, Besitzerstochter in Lochen. Curator Anton Karner, vulgo Kral, Grundbe-sitzer. BG. St. Marein; — über Maria Pusch-»igg, AmtSdienerSgattin, wegen Wahnsinnes. Curator Filipp Kristan, Grundbesitzer in Lochen. BG. Windisch-Graz; — über Margaretha Ku-scher wegen BlödsinneS. Curator Franz Pusch-nik. Besitzer in Dobrova. BG. Wind.-Graz; — über Maria Dernouäek, ledige Keuschlerstochter 1883 in Udmat. Gemeinde St. Christas. Curator Franz Dernousek. BG. Tüffer. Erledigungen. Prov. Bez.-Commis-särSsttelle in Steiermark. Concurstermin 30. Mai. Statthalterei-Präsidium Graz. — Straßenein-räumerSstelle für Kilometer - Straßennummern 1—5 der Drauwaldstraße im Marburger Be-zirke. Termin 30. Juni. Statthalterei Graz. L i c i t a t i o n e n. 3. Exec. der Realitäten des Karl und Rosina Kimpfer Fol. 11 ad Mag. Rohitsch. Schätz«. 6700 fl., am 31. Mai. BG. Rohitfch. Erinnerungen. Klage auf LöfchungS-gestattung nach Dr. Ritter v. Varena, dann Babettc, Therese und Elise v. Varena. Tags. 20. Juni. BG. St. Leonhard; — nach Mathias KlewenSic Tags. 31. Mai. BG. Ober-radkersburg. Angekommene Aremde. Hotel Erzherzog Johann. Dr. Richard Foregger. Reichsrathsabge-ordneter. Ludw. Damböck, Privatier, s. Fam., Alb. Györy v. Nadadrar. Dr. med., kgl. Rath, s. Frau, I. Polzer, Fabrikant, Joh. Zcllenka, Reisender, Carl Rupp. Privat, A. Rothschild. Reisender, H. Sternagel, Reisender, sämmtlich aus Wien. Dr. Carl Äusserer, Gutsbesitzer, Lichtenwald. C. Comploj. Reisender, Bludenz. H. Kren, Handelsm., W.-Feistritz. H. Grünwald, Reisender. Mich. Bauer. Privat, s. aus Trieft. Franz Henmann, Privat s. Fam.. Petersburg. Wenzl Paba. Privat, Jos. Pacher, Arzt, s. aus Groß-Priesen a. d. Elbe, Carl Ulurditsch, Reisender, Joh. Weitzer. Fabriksbef, Julian Ritter v. Roszkowski. k. k. Oberst und Genie-Ches, Carl AlfonS Peneke, Doctor phil, s. aus Graz. Baron Moscon. GutSbes., Rann. Rob. Graf Wurmbrand, k. k. CadetOsficierS-Stellvertreter, Laibach. A. Courard, Kaufm., Brünn. Gustav Goriwoda, Hofschauspieler, Karlsruhe in Baden. Hotel „Koscher." Felix Schmidl, Hausbesitzer, Marburg. Anton Jurza, Kaufmann. Pettau. Jguay Lukfchik, Reifender, Brünn. Ignatz Neumann', Kaufmann, Fünfkirchen. Samuel Greiner, Kaufmann. Boglar. Terefe Machatfchky, Privat, Klagenfurt. Ed. Engel. Reifender, Wien. Joh. Nowak, Reisender. Wien. Sigmund Quazill, . Kaufmann, Wien. Sigmuno Lußmann, Kauf-mann, Stuttgart. Auton Magerl, Weinhändler, Folmsdorf. Malvine Hausner, Privat, s. Töchter. Wien. Carl Kozlik, Kaufmann. Wien. Hotel Elefant. Dr. Julius Kosjek, Advocat. Carl v. Raab, Chefredacteur der „Tagespost", f. aus Graz. Dr. Alois Fohn, k. k. Bezirksrichter, W.-Graz. R. ©immer, Gastwirth, Agram. Joh. Aß-meyer, Hausbesitzer, Marburg. Ludw. Teufl, Kaufm., Wien. Jos. Safchke, Kaufm., Trisail. Hotel goldener Löwe. Valentin Lampe, Holzhändler, R- Patriach, Hausbesitzer, s. au« Agram. I. Mullei, Guts-besitz«, Dr. Lautner, Arzt, s. aus Weitenstein. Sigm. Schmeixnel, Beamter, Frauheim. Joses Schnitzer. Director. Schloß Thian. Gasthos gold. Engel. Franz Balonik. Reisender, Laibach. St. Vacrovszky, Kausmann, St. Miklos. Ferdinand Herzog, Handelsmann, Kötsch. Heinrich Beste, Privat, Linz. Ferdinand Schwihlik, Techniker, s. Familie, Pola, Johann Kattic, Lebzelter, Slavonien. Eduard Eisler, Reisender, Budapest. Kourse der Miener 2Sörfe vom 26. Mai 1883. Goldrente . .........90.— Einheitliche Staatsschuld in Noten . 78.50 w „ in Silber . 79.10 Märzrente 5"/, ........ 93.45 Bankactieu...........838.— Creditactien...............303.40 London...........*• 120.10 Napoleond'or. ... \.....951. k. k. Münzducaten........ 5.66 100 Reichsmark.........58.55 1883 .ptulsche Wacht 11 Wiener Arncht» nnd Waarenbörse vom 26. Mai 1883. (Orig.-Tel.) Man notirte per 166 Kilo: Weizen: Theis fl. 16.V6—11.56, Banaler fl. 16.55—11.26, Wejßentiurger st l6.76 —11.15, Slovakischer fl. 16.16 — 16.65, Slova-kischer fl. 16.65—11.26, Bacskaer fl. 10.66 — 11.26, Wiefelburger fl. 16.75 — 11.26, Südbahn fl. 16.36—11.26, Raaber fl. 16.56 — 16.96, Marchfelder fl. 16.66— 11.26, Ufance-waare pro September-October fl. 16.63 — 16.67, Usancewaare pro October-November fl. —.---.—, Ufancewaare pro Frühjahr fl. —.---.—, Ufancewaare pro Mai-Juni fl. 16.68 — 16.16. Roggen: Slovakifcher fl. 8.35 — 8 .76, Pester Boden fl. 8.15 — 8.46, Südbahn fl. 8.15 — 8.46, Diverser ungarischer fl. 8.--8.46, Lefterreichischer fl. 8.26 — 8.56, Usancewaare pro September-October fl. 8.37—8.42 Usancewaare pro Frühjahr fl. —.---.—. Gerste: Hanna fl. 16.—.—16.75 Slova- tische fl. 8.--16.50, Südbahn fl. 8.-- 9.50, Oesterreichische fl. 8.--9.—, Futter- gerne fl. —.---.—. Mais: Ungarische alte Waare fu —.— --.—, Ungarische neue Waare fl. 7.22 — 7.27, Wallachischer, alter Waare fl. 7.66 — 8.—, Wallachiscyer, nette Waare fl. —.— — —.—, Cinquantin fl. 8.--8.40, Internationaler pro Mai-Juni fl. 7 .25 — 7 .28, Internationaler pro Juni-Juli —.— ---.— Internationaler pro Juli-August fl. 7.28— 7.32, Weizenmehl: Nummer 0 fl. 19.25 — 20.56, Nr. 1 fl. 19.--19.50, Nr. 2 fl. 17.25— 18.25, Nr. 3 fl. 16.--17.—. Roggeumehl: Nummer l fl. 13.75 —.15.— Nr. 11 fl. 11.25 — 13.—. Hafer: Ungarischer Mercantil fl. 7.—. — 7.15, Ungarischer, getreutert fl. 7. 26— 7.46, Ufancewaare pro September-October fl. 7.62 — 7.07, Usancewaare pro Frühjahr fl. —. --.—, Ufancewaare pro Mai-Juni fl. 7.07 —7.15. -and. Salonerössnung. Tc!i beehre mich dem P. T. Pnblieum die ergebenst*: Anzeige zu machen, dos« ich mit heutigem Tage meinen tlarten und Saton eröffnet habe. 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Abfahrt , 6 , 1V » » Anschluss Pragerhof Post«. 20gab 7 Uhr 53 Min. Abends. , Marburg — Posting Nr. 7, Ankunft Cilli 3 Uhr 10 Min. Früh. Abfahrt , 3 , 15 > » Anschluss Pragerhof. Post*. 204, ab 9 Uhr 30 Min.Vorm. , Marburg. » 404, , 9 „ 15 , » Seeundiirz. Nr.9:3. Ankunft Cilli 9 Uhr 4 Min. Abends. Gemischter Zog Nr. 97, Ankunft Cilli 9 Uhr 11M. \ onn. Abfahrt . 9 . 19 . . Anschluss Pragerhof — , Marburg wie hei Zug Nr. 3. Wien—Triebt. Courirzug Nr. 2, Ankunft Cilli 2 Uhr 41 Min. Nachts. Abfahrt . 2 . 43 . Anschluss Steinbrück, Gemischter Zug Nr. 512 ab 4 Uhr 5.r> Min. Früh. Eilzug Nr. 4, Ankunft Cilli 3 Uhr 40 Min. Nachm. , 3 , 42 „ . Anschluss SteinbrQck Postzug Nr. 502, ab 5 Uhr 45 M. Nachm. Postzug Nr. C, Ankunft Cilli 10 Uhr 22 Min. Vorm. Abfahrt , 10 » 27 , » Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 4 Postzug Nr, 8, Ankunft Cilli 1 Uhr 45 Min. Nachts. Abfahrt , 1 , 50 „ Anschluss Steinbrück wie bei Zug Nr. 2. Seeundärzng Nr. 94 Abfahrt Cilli 0 Uhr Früh. Anschluss Sleinbrück — Gemischter Zug Nr. '.'8, Ank. Cilli & Uhr 2ti M. Nachtn. Abf. , 5 „ 34 „ Anschluss Steinbrück — Conrirzüge I uud 2 veikehren mit Wagen I., II. nnd HI. Classe; die Eilzüge 3 und 4 mit Wagen 1. nnd II. Classe. Die Eilzüge halten während der Badesaison in Tüffer und Itömerbad. Bei den Postzügen werden nach Marburg Tour-und ltetourkarten II. u. III. Classe mit zweitägiger Gültigkeitsdauer ausgegeben. Dr. Behr s #> Nerven-Extraet, ein aus Heilpflanzen nach eigener Methode bereiteter Extraet,welcher sich seit vielen Jahren als CPitreff» liche« Mittel gegen Nervenkrank-heiten, wie: Nervenschmer-zen, Migräne, Ischias, Kren,-und Rückenmarkschmerzen, — Epilepsie, Lähmungrn,SchwS-ckezustände u. Pollutionen bewahrte. Fern« wird Dr BehrS Nerven-Ertract mit bestem Er-solae angewendet gegen: ©icht und Rheumatismus, Steifheit der Muskeln, Gelenks-und Muskel - Rheumatismus, nervösen Kopfschmerz und Ohrensausen. Dr. B-Hr» Nervin-Ettract wir nur äußerlich angewendet. 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Erhaltung der Gesnndhcit bal sich seit jeher bestens bewährt eine Blutreiniguugs-Cur C3$5~ im Frühjahre, weil durch eine solche mancher im Körper schlum-mernde Keim schwerer Krankbeilen aus demselben enlsernt wird-auSzrjkichnetste und wirksamste Mittel hie;u ist .J. Ilcrbabiiy's vcrstärkltr Sarsaparilla - Syrup. I. Herdabnn'S ver-starkterSarsapariUa- >2»,rup wirkt gelinde auslösend und in bobem Grade Blut verbessernd, indem er alle scharsen und krankdaslen Stoffe, die das Blut dick, faserig, zur - t - raschen Circulalion un- tauglich machen, auö demselben entsemt, sowie alle verdorbenen und krankhasten .Säfte, angehäuften Schleim und Galle — die Ursache vieler Krankheiten — aus unschädliche und schmerzlose Weise auS dem Körper abscheidet. Seine Wirkung ist deshalb eine auSgezeich-nete bei Hartleibigkeit, bei Blutandrang nach dem Kopse, Ohrensausen, Schwindel, Kopf-sit,m«r,en, Gickt- und Hämerrhoidal-Leiden» bei Magenverschleimung, schlechter Verdau-ung, Leber- und Milz-'.'inschweUungen, seiner bei Drüsen-Ans«t»wellnngru, böse» Zslechten, Haut-AnSschlägen. Preis einer Original-Plasehe i-nnnn Broschüre 85 kr., per Post 15 kr. inehr für Knibai jy Jc(/c f-'Itimrfie mim«* oftrii-Mlflu'tnlr Srfmtcimifßir atm W.ri-r/icit tlrr f'.rhtheit trag*'»*. "W eentral-versendungs vrpot für die Provinzen: Wien, Aplilheke „;ur Barmherzigkett" des.1 nl. Ilerbabny, Neubau, jkaiserstraste 90, öcke der Neustislgasse. DepotS serner bei den Herren Apolhekent: Cilli: I. Kupferschmidt, Baumbach'» (?x» ben, ÄpotH Teutsch LandSbcrg: H.Müller. !^eld-bach, I. König. Graz: '.'lnt. Nedwed. Leibni«: C, Rupheim. Pettau: <5. Behrbalk H (5liasch, Radkersburg: Cäsar ?lnvrieu. 199—12 12 llolzahstockung. Der mm Gu'e Schönegg gehörige, sogenannte CsmeAda-Waid bei ECellerLstein. im Sanatliale, ca. 3S Toclj. lTaa.ell5.0Xs (nclvteaa. S^ölsjren.) wird im Ganzen oder partieenweisc, jedoch nicht unter 10 Joch znr Abdeckung gegeben. Näher« Auskünfte duruber ertheilt Q-r-uj3.cL"beeitz©x Tosef ICollax Trulg-© X-£art!ja.elc in HeUeastein, welcher Den-jenigen, die den Wald berichtigen wollen, anch denselben sammt den bezüglichen Grenzen zeigt Offert* cind un die Ghitsverwalt-via.gr Schäaerr Fest St. 3Peter toei Cilli zu richten. 265—3 „peutschc Macht." 1883 Man biete dem Glücke die Hand 300,000 Mark ■ Hauptgewinn im günstigsten Falle bietet die Harn Bürger grosse Geld-Verloosnng, w Ichs vom Staate genehmigt und garantirt ist. Die rorthoilhttfte Einrichtung des neuen Plane« ist derart, dass im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Classen 46.600 Ueulnue zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sichHaupt-treftet- von eventuell Mark 300.000 speciell aticr 1 Gew. a M. 1 Gew. a M. .tooooo 200.000 2 Gew. a M. 100.000 1 Gew. a M. 1 Gew. ä M. I Gew. a M. 1 Gew. ä M. 2 Gew. ä M. I Gew. k M. I Gew. ä M. 8 Gew. ä M. 90.000 80.000 70.000 60,000 50.000 40,000 30,000 15,000 21 Gew. a M. I» 000 56 Gew. a M. 5000 106 Gcw a M. 3000 22ii Gew. ä M. 2000 6 Gew. a M. 1500 516 Gew. ä M. 1000 869 Gew. a M. 500 26820 Gcw. ä M. 145 17.965 Gewinne a M. 2W, 150. 124, 100, !>l, 67 ■40, 20. Von diesen Gewinnet, gelangen in erster Classe KW im Geaammtbetragc von M. 1E7.000 zur Ver-loosung. Der Haupttreffer erster Classe beträgt W. 50 000 und steigert sich in 2ter auf M. 60.000. »ter M. 70 000. it«r M. 80 000. 5ter M. 90.000. 6t-r M. 100.000, in 7ter aber auf event. M. 500.000 spec.M. 300.000. 200.000 etc. Die Gewinnziehungen sind planmfissig amtlich festgestellt Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate garantirten Geldvorlosung kostet 1 ganzes Örig.-Loos nur M, 6 oder fl. 3'/, o. D.-N, 1 halbes . „ , 3 „ „ I'/. „ 1 viertel „ „ 1 •/, „ 90 kr. Alle Aufträge werden »ofort gegen Einsendung, Poiteinznhlung oder Xachna/ime det Betrage» mit der grössten Sorgfalt ausgeführt und erhalt Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen Original-Loote selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt, ans welchen sowohl die Eintheilung der Gewinne auf die resp. Classen, als anch die betreffenden Einlagen zu ersehen sind und senden wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan franco im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei Nicht-Convonienz die Loose gegen Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung zurückzunehmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt planmä&sig prompt wn/er Staatf-Garantie. Unsere Collecte war stets vom Glücke besonders begünstigt und haben wir unseren Interessenten oftmals die grössten Treffer ausbezahlt, u. A. solche von Mark 250,000, 100,000. 80,000, 60,000. 40,000 et«. 192—27 Vorauuiehtlieh kann bei einem solchen auf der MOlllleittMl Unfein gegründeten Unternehmen Aberall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitteu wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dem Sf. Jini d- J. zukommen zu lassen. Kaufmann & Simon, Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg. P.«. Wir danken hierdurch für das uns seither (csclienkte Vertrauen und bitten dureh Einsichtnahme In den umtlieben l'lan sieh von den grosanrtiffco Gewinnchancen tu überzeugen, welche diese Verlooeung-cn bieten. 500 Gulden 179-13 zahle ich dem, der beim Gebrauch von ROsler's Zahn» Yliuul tt aMMcr 4 Flasohe 35kr. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt, oder aus dem Munde riecht. Willi. Rllsler's H'effe, Rdiiardll'lnkler, Wien I., Regieruiigsffasse 4. Nur ccht in Cilli bei J. Kupferschmld. Apotheker. LIEBIG's KUMYS (Steppenmilch) 243—52 ist laut Gutachten medic. Autoritäten bestes, «liät. Mittel bei Halsschwindsueht. Luneenleiden (luberculose. Abzehrung. Bruatkrankheit), Magen-. Darm- nnd Bronchial Catarrh mit Auswurf). Rückenniarksschwindsncht, Asthma. Bleichsucht, allen SchwtfehenznsttiBden i namentlich nach schweren Krankheiten). Dr Härtung« Kumy's Anstalt Berlin S. 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Professor Dr. Hardy in Paris und Professor Dr. Tichborne in London, wird von Professor Dr Gebhardt in Budapest, Professor Dr, Zeissel in Wien, sowie anderen Capaci-täten der Medicin in Folge hohen Gehaltes an Lithion besonders bei hartnäckigen Leiden der Verdauunss-Organ« und Harnbesehwerden erfolgreichst angewendet und gegen andere bekannte Bitterwässer insbesonders vorzüglichst empfohlen. Vorräthig in allen Apotheken und Mineralwasser-Handlungen in -tets frischer Füllung, Ersucht wird, ausdrückUch Ofner Rakoczy zu vorlangen Depot in « II»» Raiimliarh * ,%potlieke, Uallsnd A' l'elle C. Hrisprr. In Pettau: t". Üehnah. Efkel. •ärliuKliik JoKrf Haslmir. Victor Seiln Mrhrjt. Die Eigenthümer Gebrüder Loser in Budapest. Wappen 50 cm. hoch, 40 cm. brei,t BISEN0S. Zur MMekovtrtmo u. jfi per Stück 15 kr. — Gypslcuchter pr. Stk. 10 kr.; färb. Cristall^clas-leuchter per Stück 15 kr. Transparente, Bildnisse unserer kais. Majestäten und des erlauchten kronprinzlichen Paares, 50 cm. hoch, 40 cm. 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BISENIUS, Wien I., Riemergasse Nr. 14. 2:8—5 1883 »Aotftße ZViußt. 13 tt :: :: n s Geschäfts-XJebernahme. Der ergebenst Gefertigte beehrt sich hiermit dem P. T. Publikum Anzeige zu erstatten, dass er das unter der Firma C-Ollitscli seit 30 Jahren bestandene Galanterie-, Spiel- efl irilcriemarei-tacMft Hauptplatz Nr. 108 CILLI, Hauptplatz Nr. 108 übernommen hat und selbes unter der Firma -A.cLolf C. G-lasser weiterführen wird. — Ich bitte das meinem Herrn Vorgänger geschenkte Vertrauen auch auf mich gütigst übertragen zu wollen und werde ich gewiss stets bemüht sein, durch gutes und reichhaltiges Waarenlager als auch durch streng reele Geschäftsgebahrung die geehrten Kunden in jeder Hinsicht zufriedenzustellen. Hochachtungsvollst Cilli, 1. Mai 1883. C. G-lasser. N :xzz\ Der ^v^-CLslUszTT-erein. von Cilli eröffnet am 3. Juni &. J. einen Unterrichtscurs für sämmtliche Holz- und Blech- Instrumente. In demselben werden Erwachsene jeden Standes nnd JQnginge, welche das 1(3. Lebensjahr erreicht haben, aufgenommen. Die Aufnahme findet Sonntag den 27. Mai und Sonntag den 3. Juni d. J. im Vereinsprobezimmer um 11 Uhr Vormittags statt. 261—2 Die Direclion des Cillier Mosiheranes. Ein auch zwei zinseinträElictie stocMe Geschäftshäuser an vorzüglichem Posten, iii einer Provinzialstadt der gesundesten und vorzüglichsten Weinbaugegend Unter-«teierraarks. mit beständiger Cavallerie-Guniison, eines davon ist ein Eckhan» mit vielen nnd grossen Wohnzimmern, für eine Herrschaft oder Pensionisten als Stadt- £ I.andwohnntz geeignet, in dem letzteren wird seit 50 Jahren, in ersterem seit 10 Jahren die Gemischt-Waaren-Handlung mit bestem Erfolge betrieben. sind wegen greisen Alters des Eigenthümer« mit oder ohne den dazu gehörigen Grundstücken aus freier Hand sogleich zu verkaufen. Die Adresse des Eigenthümer« ist bei der Redaction d. Blatte« zu erfahren. 274—2 £lue nach AMERIKA am besten und billigsten bei Arnold Reif, Wien, X., Kolowratrlng, Peat&lozzlgaaae- mit langjährigen guten Zeugnissen, auch praktisch in der Oekonomie, spricht deutsch und slavisch, wünscht bei einer Herrschaft eine Stelle zu bekommen. Nähere« in der Exp. d. KI. 2si4—3 Lin Lehrjunge au» gutem Huuse wird sogleich hol Carl ^.egnj-la. Bäckermeister in Cilli, aufgenommen. 27«!— I • Bewährtes Mittel gegen Magenlcraameiten. O AnpebMtes Ersrisctiaugsgetranlc. Landschaftlicher Rohitscher Säuerling (Tempelquelle). rrinrhsiillHttft in bekannten Original-Flaschen nnd neu eingeführten eleganten Bordeaux-Flaschen, zu beziehen in allen namhaften Mineralwasser-Handlungen. LandescoranstaltRoliitsch-SaDertinian (Steiexrxvarls) Südb.-Stat. Poltschach. Berühmter Glaubersalz-Säuerling. llaupt-lndication: Erkrankungen der Ver-dauungs-Organe. — Sauerbrunn-Stahlbäder. Kaltwassorcuren, ('tirsalon, Kestaaration und Cafi?, Curmusik, Bälle etc. Prachtvolle Ausflüge. 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Durch Ablauf periodischer Versicherungen . . Zn an rccra.on. . Somit Stand mit 31. December 1882 .... Gebäude-Abtheilung Anzahl der " "*7] Versichert Gebä^7|(— ,j Gulden TE^nr neh , er Mobilar-Abtheilung Anzahl ,| der Theil-'1 nehm» r !i VcrsicHer.-Werth Gulden 93.775 I 214.554 I 115.134. »72 4.109 9.731 1.495 5,786.250 1.938.650 682 1.717 «21.540 ^27.497 ^ l23.78U.flpj 4.216 875 383 176 .'i.OÖÖ 9.194 272 2.051 1.090 581 13.194" 4.873.890 353.090 672.840 478.220 1,103.855 7.881.895 92.916 214.303 115,899.017 15.521 8.612 72 24,175.594 19.878.148 93L36 15.130 24.205 44,162.408 757 114 41 6.813 1,087.400 62.776 24.410 7.030 18.009.616 7.745 j 19.185.232 16.460 | 24,977.176 Spiegelglas-Abtheiluni Anzahl Verweh: d.Thriil-Dehroer 134 92 Werth Golden 36.230 23.216 226 59.446 64 2.078 16.146 <57 L. 18.222 157 41.224 Zusammen Ari/.ilii ilt \ i fr-ilf - ' TL#Ü- | || Werth nehmer i, ieb&u<1<) | Gulden 109.430 214.554 139,646.296 25,687.614 2,032.186 12.813 9.731 — 1.495 754 1.717 «36.670 22.997 227.197 HI8.002.766 4.978 989 424 7.073 9.194 272 2.051 1.096 581 1.S.464 13.191 5,963.366 415.866 697.250 485.250 19.523.617 109.533 214L03 |J 140,917.417 G-©"baJa.3ruLX3.g,_ Einnahmen. Beitrags- und Prämien-Reserve aus dem Vorjahre . . . . abzüglich Rückversicherung ........" Vorechreibung an Beiträge» und Prämien...... abzüglich der Storni..............' VerricherungsbOchel uud Policen-Gebühren..... abzüglich der Storni............' Zinsen von den Activbeständen der laufenden Gebahrung Rttckversichcrungs-Provision.......... lust/aben. Rückversichcrungs-Prämien............. Schadeniahlungen; a) bereits liquidirte Schäden sammt Erhebungs- nnd Rettune»- spesen....................... abzüglich der geleisteten Rückersätze, sowie ucr Antheile der Rückversicherer.............. b) rewrvirt für schwebende Schäden.......... abzüglich der Antheile der Rückversicherer......* Baar-Prämien-Heserve für laufende Versicherungen ab Rückversicherung ........... Provisionen.............. Verwaltnngskosten und zwar; I. Centralvenraltung. a) Kosten der Verein«-Versammlung und der von ihr delegirten Comites, Prisenzgelder des Verwaltungsrathe« n. Functions-gebühren der Directions-Mitgliedcr.......... b) Gehalte und sonstige systemisirte Bezüge der Beamten und Diener der Anstalt........... c) Miethzinse. Beheizung und Beleuchtung, Invcntarialgegen-stände u. sonstige Kanzlei-Erfurdernisse, dann Insertionun, Zei-tungspränunicrationen. Klags- und GcrichUkosten. Pensions-fondsbeitrage der Anstalt und diverse uneiugetheilte Auslagen II. Auslagen für den auswärtigen Dienst, als: Reise-, Mahn- und Eiecntionskosten. Porto- uud sonstige Spesen der Districts-Coninnssire, Kosten der Versicherung«-Reviaoren, dann der in Kcpräsentanz in Laibach u. Local-Agenten-Panscbale, zusammen 111. . tenipel, Einkommensteuer, Vertrags-, Empfangsbestätigung«-, Dienst verleihnngs unb Staatsaufsichlsgebühren...... . I\. reuerwehr- und sonstige Subventionen, sowie Remunerationen Zusammen . . Ueberschoss de« Rechnungsjahres . . Grat, im Monat Jänner 1883. Gebäude-Abtheilung kr. 539.065 86 2.534 197 552.6<}9 |t9 541.697 «9 3.354 19 53 351.055 01 3.334 7.566 29 46.688 |81 1,135.81h ~ 186.773 15 107.617 : 243.437 '68 61b :7o| 107 75 451 — 632.926 M 2.872 («1 530.054 17 31.782 19 7.624 91 42.490 — 15.862 45 8.948 [89(1 4.220 67 7.537 50 76.907 39 ' 1.069.405 58 66.412 $ Mobilar-Abtheilung Spiegelglas-Abtheilung ~l IfaJI L b. Zusammen 45.438 78 11.129 i 34L09 27 77.i::i9 6? 2.227 591 75.402 08 760 18] 760 18 614 38 571.600 617.714 7.295 8.530 55.794 !i.9'.:t i, 49 :lu 8 74 9.105 7 71 123.687 4 1.260.934 36.433 10.845 ,33 112 ->!- 14.090 19 16.755 3 - 109 49.014 1 67 35.806 6.379 13.888 Jkl 34 1 27 59 E 223.206 28 41 719 871 — 719 kl --18 lk 260.302 451 566.580 38.210 51 9.689 ~105:063 '75 -mrm 87 965 463 86.684 461 _42| 1,175.434 ?? ÖT Anton Ritter v. Spinler in|p., General-Secretär. Franz Doser tn|p., Buchhalter. Franz Graf v. Meran m|p., Präsident. Otto Baron Abfaltrern mp., d. Z. Directions-Obmann. Revidirt und mit den Büchern der Anstalt gleichlautend und richtig befunden. O-raz. am 2. April 1883. Wilhelm Ritter v. Am-Pach m|P. Heinrich Reichsgraf Attems-Petzenstein m|p. Johann Hofmann m|p. 1883 Deutsch, Wacht/ 15 Absch lu pnv. Versicherauf/#-Anstalt in ürax das jähr 1882. C. Bilanz. Aetira. Cassabaarschaft.................... Baarguthaben: n) bei der steierm. Eseompte-Bank........fl. 31.553*60 b) bei dem Ver&atzamtsfonde in Graz........ 30.18750 c) bei der Stadtgemeinde Graz..........„ 200,000*— d) bei Sparcaxscn in Steiermark und Kärnthen . . . 632.720 47 Anstaltsgebäude Nr. 18 nnd 20 in der Sackstrasse in Grn b) Lotto-Anlehen v. Jahre 1860 c) Grazer Stadtanleli. d) Oest.-ung. Bankaeticn (pr. Stück). . e) Oesterreichische Goldrente..... s) Pfandbriefe der Pfandbriefanstalt der steierm. Spareaase........ Laufende Zinsen auf vorstehende Wcrth-4>apiere . ............ i Cours ! CÖnrswT minul- , mit 30. I>ee. ISS» ^falj. kr 'W.OOOt 77105'23.115;— 77 0Ä 1.54, 77'4tt! 7.740 -77 4"> 4.644 — 10.50" 129 75 13.623 75 8.______, 2i! 2 00» 10.000; 6.000 50« 104 20.000 101 2b; 28 000 40 24.000 C 6.000 104 832 ! 0- 4.00ft!löl "1" 521 2 80.232 SO 29.190-33.280 5.724 4 040 — 3.451 75 Diverse Debitoren............ Gathaben bei Rück Vers.-Gesell schatten ............. Guthaben liei der Repräsentanz in Laibach , ......... Guthaben bei Districts-Commissären........ Aushaftende Beitrüge und Prämien : a) für neue Versicherungen............fl. 4.401*15 b) für Versicherungen ans unbestimmte Zeit und zwar für frühere Jahre incL 1881..........fl. 6 162*45 c) dto. für das Jahr 1882 .............fl. 4 036*83 Diejtuf da» Erfordernis« pro 1883 vorgeschriebene» lU itra:-i- Betrag I kr. 20.084 44 894.467 164.276 AnnerkunK: Diw vorhandene Inventar bei der Di rertion. der Repräsentanz LuihacU und den Iliatrirts-ComniUflin-u int unter «bitten Aktivposten In l'otxe der successivc geschehenen Abschreibung nicht mehr einhelligen. 157.103 17.007 8.380 313 328 15.500 530.107 25 80 46 SS 80 43 64 1.817.470 06 10 Beitrags- nnd Prämien Reserve abzüglich Rückver sieherung................ Reserve für schwebende Schäden abzüglich der An theile der Rückversicherer......... Unbehobene Schadenvergütungen abzüglich der An theile der Rückversicherung l'nbehobene Belohnungen . . I'nbehobene Subventionen . . Im Monate Jänner 1883 zu entrichtende Vineulirungs Gebühren pro IV. Quartal 1882 Diverse Creditoren....... Für die Gebäude-Versicherten aus dem Gebahrungs Ueberschusse pro 1881 für das Jahr 1883 zuge gewiesene Rückvergütung......... Für die Gebäude-Versicherten aus dem Gebahrungs Ueberschusse pro 1882 für das Jahr 1884 bean tragt* Rückvergütung........... Reserve für (Kursdifferenzen : a) von Werthpapieren der Anstalt . . . fl. 10.269 50 b) von Werthpapieren d. Pensionafondes fl. 014*75 Pensionsfund.................. Feuerwehr-Stiftungsfund............. Reservefond ,8 17.470 Betrag fl. kr. 566.580 1.734 09 80 12.947 86 10 240 660 12.770 26.355 52.711 11,184 30.966 5.429 50 36 62 24 25 55 73 1,086.879 06 D. I^eserrrofond. Stand des Reservefondes mit 31. December 1881............................. 1%'etrer iJtn/*Janff. Abgeschriebene pendente Schäden aus den Vorjahren............ Antheile der Rückversicherer an pendenten Schilden der Vorjahre .....!!!!!!!!!!!!!!!! Gerichtlich zugesprochene und in der Realisirutig begriffene Rückersätze auf Brandschäden aus den Vorjahren . . > ott dem Guthaben der Gebäudetheilnehmer de 188t) nicht zur Verwendung gekommener Restbetrag...... Interessen von Activ-Capitalien des Resenrefondes...................... Brutto-Erträsniss der Anstallshiittser Nr. 18 und 20............. Der dem Reservefonde zufliessende Antheil ans dem im Jahre 1882 erzielten Ueberschusse der Gebäude-Ab- theilung per , . ..................................fl. 13.701*34 der Mobilar-Abtneilung per..............................fl. 18.623.75 der Spiegelglas-Abtheilung per ............................fl 463*28 An sonstigen Empfängen ....................................... Zusammen . . . . ff He ran ah: Abschreibungen an Gebühren nnd älteren Beiträgen incl. 1881, sowie au sonstigen uneinbringlichen und zweifelhaften Posten................................s......... Abschreibung vom Realitäten-Conto...................... Nachträgliche vorgeschriebene und theilweise auch bereits zuerkannte Vergütungen für Brandschäden ans den V nijahren......................................... Pensionen und Erziehungsbeiträge . .........................................* Kosten für vorgenommene Renovirung und Adaptirung der AnstalU-Kanzlei-Localitätou im Rostbetrage . '. *. Gebfiudesteuern und sonstige Auslagen fttr die Gebäude der Anstalt und deren Erhaltung........... Stand des Reservefonds« am 31. December 1882 ............................. GriTz, im Monat Jänner 1883. Anton Ritter v. Spinler m|p., General-Secretär. Franz Ooscr rajp., Buchhalter. Franz Graf v. Meran m p„ Präsideut. Otto Baron Abfaltrern m p., <1. Z. Directions-Obmann. Revidirt und mit den Büchern der Anstalt gleichlautend und richtig befunden. Q-rsiÄ, am 2. April 1883. Wilhelm Ritter v. Am-Pach m|p. Heinrich Reichsgraf Attems-Petzenstein m p. Johann Hofmann mjp. 1,032.811 01 1.675 44 > 2.638 75 1.084 85 252 82 38.401 82 9.872 29 32.788 37 286 38 87.000 72 1,119.811 5? 3.720 08 8.646 12 2.251 49 • 11.449 48 1.714 69 5.150 86 32.932 67 1.0MÖ.879 06 16 .putsche Wacht/ 1883 f Lin mehrfachen Wünschen zu entsprechen, eröffne ich HirttHtttf). sin» 99. ffaf, halb 9 Uhr Abends im Theatcr-gebäude einen SPECIAL-CURS für den nun allgemein gebräuchlichen sehr graziösen Nrehtwchfitt- II >*/**■#•• Gefällige Anmeldungen hiezu am ubgo-nannteu Tage n. Stunde im Unterrichtslocalc. Einschreibungen für den bereit« begonnenen Jugendcurs nur noch bis Dienstag den 29. Mai. EICHLEB, 279—1 diplom. »k*1 IMIetirere halbgedockt u. ganz geschlossen zu verkaufen bei KARL PÜHL, 277-3 Sattlezmeister iaa. Cilli. Ein scliönes Geschäfts-Locale ist unter günstigen Bedingungen zu vermiethen. 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