Deutsche Macht k - - _______mm „a. «lt «»st.-»», in"» H--« »»».«>«. t. -M, flertclidtiri, «. i.SO. I. ««milmi fi. »»— |*nt ,«."»>«. «»»-. 5ulc«t« (Ur «i... d^u»»»» EaaoNMHnn »C 3- H» - N°»»^.m. — .«•**»«. - »n.n.-. .w,«. *>*, tmHWrtt_ Nr. 37. Gifli, Doniicrslag den 7. Mai 1891. XVI. JahiM». Sissi. fi. Mai. Es dürfte unsere Leser befremde« haben, als k »ernahmen, daß die streitenden Bergleute in 6u^it in ihre Forderungen auch das Begehren »och dem allgemeinen Wahlrecht aufgenommen toten. Wir wenigstens wurden davon beträchtlich überrascht. Wer die Verhältnisse kennt, der Hrfic übrige»? keinen Augenblick im Zweifel Mikn s«i», daß das Verlangen nicht au« Kr, natürlich zum größten Theile slovenischen lkappschast hervorgegangen ist. sondern daß cS ihr von auswärtigen Agitatoren eingeredet «rde. Die Mehrzahl der Bergleute dürfte iwm eine Ahnung haben, was sie sich unter »Igemeinem Wahlrecht vorstellen soll ; eS ist den wbi ein inhaltsloses Schlagwort. Im deutschen Volke ist eS damit einiger-mßnl anders, denn das allgemeine Wahlrecht mchricht dem Character desselben, und der demokratische Zug des Volke« strebt die Gewäh-tuna ausgedehnten politischer Rechte auch an tiejemgen an. welche besitzlos sind. ES kommt ft bei der Ausübung solcher Rechte in erster Linie aus geistige Bedeutung und auf Leiftungs-'ifcigfrit an. In neuester Zeit ist aber in dieser Zillhiunfl auch im deutschen Volke eine gewisse ^Msbaltung wahrzunehmen, wa« beioi'.ders im »^ckdlicke .,»> die socialdemokratische Bewegung rhrr Zweifel sehr begründet ist. Die Eocialde-m^frati« befind« sich ja mit Staat und Gesell-schaft im offenen Krieg, und dieser Krieg wird > r.t ttßtn zu Gebote stehenden KampseSmitleln » Es gibt Fabriken und Werkstätten, wo » «V die Besitzer Hör ren im Hause sind, sondern k Arbeiter, und wo die letzteren eine förmliche Tiamir ausübe». Die Socialdemokraten sind im wahren Sinne des Wortes die Todseinde d?« ElaaieS und der Gesellschaft, und eS hieße tot Truppen mobilisieren und Staat und Ge- Z>as Z»iner. Ein« kulinarische Studie. Der Geheimrath von MalviuS, ein be-kinnler Lebemann der oberen Zehntausend, gab twrt seiner berühmten, intimen DinerS. E« «am nur vier Personen, die um die prächtig decorierte, mit Kristall und Silber überladene Zastl de« eleganten Speisesaales saßen — der Ttdeinrath, ein schlanker Fünfziger mit geist« ooQetn Diplomatengesicht, der pensionierte Di-^lor der Hofoper. Herr Raumer, eine ver-pfsrite Berühmtheit, die überall zu finden war, vo Gläser klangen und gute Brate» dufteten, nt beste» glänzende Weinnas« von einem mehr tl» dreißigjährigen Kriege gegen dräuende Bat-inien von Rothwein» und Champagnerflaschen zählten, ein junger Maler, der eben anfieng trjihmt zu werden, und der noch Vergnügen daran fand, seinen jungen Ruhm in den Salon« seiner Mäcene spazieren zu 'ütiren, endlich die Maisch« Liebe des Hausherrn^ die pnws bil'erin* issoluta der Hosoper, Signora Ver» Mi. Es war um die sechste Abendstunde eine« i srchlingttrunkenen, abendrothverklärten Maien-«zet. FrühlingSlüste zogen durch die hohen j Bogenfenster, fern sangen Kinder ihre rührenden. |Htai Maienlieder, zuweilen ertönte ein halb-ehter Klang der Abendglocken. Die par- sellschaft mit gebundenen Händen ausliefern, wenn man das Wahlrecht auch Denjenigen ge» währen wollte, welche den Socialdemokraten Handlangerdienste leisten. Der Staat hat die Pflicht, sich selber und die Gesellschaft zu schützen, und deshalb wird es, solange socialdemokratische Lehren in den Köpfen der Arbeiter spucken, Krieg geben, erbitterten Krieg. Gutgesinnten Arbeitern könnte und sollte man alle politischen Rechte zugestehen. Sie würden Freunde der bestehenden Ordnung werden und Stützen derselben sein. Den Arbeitern jedoch, welche den Socialdemokraten nachlaufen, darf man nicht nur, sondern man muß geradezu ihnen die Gewährung gewisser Rechte vorent-halten. Wir haben letzthin, als wir mittheilten, daß die windischen Bergleute auch das allste-meine Wahlrecht sordern, di« Bemerkung beige-fügt, daß noch Jahrzehnte vergehen werden, ehe diese Angelegenheit ernstlich zur Erörterung ge-langen wird. Wir meinen, es müßte vorerst in der Arbeiterschaft selbst eine gründliche Wandlung eintreten, ehe man werde daran denken können, ihr größere politische Rechte zu verleihen. S«-lange e« in dem Bereiche der Möglichkeit liegt, daß sich Hunderte von seßhafte» Arbeitern — und darunter viele mit grauen Haaren — von irgend einem jugendlichen Brausekops, der in der Fremde einige Brosamen der socialistischen Lehren ausgelesen hat, zu dummen Streichen verleite« lassen, solange wird e« mit dem allgemeinen Wahlrecht wohl nicht« sein. Im Gegenhalte zu der Feindseligkeit, deren sich der Staat seftenS der socialdemokratischen Arbeiter erfreut, thut er des Guten sogar sehr viel, wenn er dieselben in dem Streben, ihre materielle Lage zu ver-bessern, linurstützt und Maßregeln zur Pflege der Krunken und zur Versorgung der ArbeitS-unfähigen ergreift. Für seine eigenen Diener ist der Staat keineswegs in entsprechend auSzie- bigerer Weife besorg», als für seine Feinde. » sumierten Kerzen deS LusterS brannten matt, die VeilchenbooquettS der Tafelaufsätze entsandten ganze Wogen zarten Wohlgeruchs, geräuschlos trugen die Diener das Dessert auf. E« war still im Salon, so still, daß man die Pariier Uhr aus dem Kamine mit der Schäfer-gruppe au« Meißner Porzellan ganz laut ticken hörte, die kleine Gesellschaft befand sich i« jener behaglichen, still beschaulichen Stimmung, die einem gute» Diner zu folgen pflegt, in jener angenehmen VerdauungSstimmung, da Einem jeder Mensch gut und liebenswürdig, jede« Un-gemach so unerheblich und die Erde so wunder-schön scheint, daß man die ganze Welt umarmen möchte. In diese weiche Stille hinein ließ plötzlich aus dem Nebensaal die Tafelmusik die fchmel-zenden, feurigen Rhytmen der ungarischen Rha-psodie ertönen und brachte damit Leben in die Gesellschaft. Da« lebensfreudig rothe Antlitz de« schauspielerische!», modernen Anakreon neigle sich behaglich gegen die Tänzerin, die ih» gar süß mit ihren schimmerden Zähnen anlächelte, so daß er in unbegreiflicher und unverzeihlicher Zerstreutheit die Schaumperlen in seinem Sekt glase verschäumen ließ. Der Maler bemerkte mit Eatbusiasmu«, wie wirkungsvoll die blut-senden Schultern und der wunderbar schöne - Wuch« ' der Diva sich von den warmen, tief-| rothen Tinten der Tapete abhebe, und er leistete Und was wir d» sagen, möchten wir nicht blo« der slovenischen Arbeiterschaft gesagt haben; auch die deutschen Arbeiter, soweit sie von so-cialdemokratischer Farbe sind, geht es an. Die deutschen Socialisten könnten uns überhaupt ge-stöhlen werden. Von nationalem Fühlen ist bei ihnen nicht die Spur vorhanden, und wa« ihre Feindseligkeit gegen den deutschen Besitz und die deutsche Cultur anbelangt, so ziehen sie mit unseren geliebten Pervaken an einem und dem-selben Strange. I>» beaux Esprits se rencon-trent, zu deutsch: Schöne Seelen finden sich immerdar. Mundschau. s„M an dreht sich im Kreis e",] so überschreibt die „MontagS-Revue einen Leitius-satz, der über die politische Lage und die Stel-lung der Regierung zu derselben bemerkt : »Man proclamiert den Fortschritt und hält an den alten Bedingungen des Stillstandes und des Rückganges fest. Man will den Zweck, hat aber «ine heilige Scheu vor den Mitteln. Mit wem will man drnn arbeiten, im Sinne de« ent-wickelten Programm« arbeiten? Etwa mit den Feudalen, welche ihre alten clericalen und föde-ialistil.chen Stiftungen ia hen Vordergrund stellen? Oder mit den Polen, denen eS bei jedem wesent-lichen Gesetz nur um die Ausnahme, die sie für sich machen, zu thun ist? Oder mit den Cleri-calen. die zu ihrer alten Liebe Liechtenstein zurückkehren und einen Gesetzentwurf al« Antrag mftunterfertigen. der den Zwischenhandel auS-rollen unb (Sfrofrbfrotfcn jut (Ebincfctti veri»theilen möchte? Die Adreßdebatte ist zum Spiegel der nächsten Zukunft geworden. Die Politik der Richtpolitik hat schon heute ant den alten Fleck zurückgeführt, in jene S^kkgafse, au« der man feinem Bedürfniß, diesem «alerifchen Entzücken Ausdruck zu geben, in einem überschwenglichen Kompliment Genüge; der Geheimrath aber dachte über eine Rede nach, die er seinen Gästen vorsetzen wollte, eine jener Tischreden über Kunst, Politik und parlamentarischen Klatsch, wie sie bei ihm seit jeher sehr gesürch-tet waren. Besorgt blickte der Schauspieldirector den Gastsreund an, und der Maler beeilte sich in todeSmuthiger Entschlossenheit dieser schwe-benden Tischrede durch eine schmeichelhafte Be-merkung vorzukommen. „Die wahren Sympathieen deS Plato. >jhre Gastmahle, verehrter Seheimrath", säuselte er ihn an. „dieser pompejamsche Speisesaal, dtei« herrliche Musik, und um den Tisch herum die Philosophie, die Tanzkunst, Malerei und Tha-lia« Jünger — sollte man da noch die Wieder-erweckn»» der Antike in unserem Jahrhundert leugnen?" . _. „In der That", secundierte der Director, „Ihnen, theurer Freund, gebürt die Krone de« Gonrmet«. Nicht allein, daß ich diese Poulard«, diese Fasanen nie herrlicher zubereitet gesunden, d.ß diese Wildpastet« wahrhaft göttUch ist — nein, auch daS Arrangement der Tafel, die Auswahl der Blumen, die angenehm duften, ohne durch zu starkes Parfum den Duft der , Speisen zu beeinträchtigen, die prächtigen Ne-> naissance-Auffätze. der matte Glanz be« Silbers, L durch die Auflösung de? ReichSrathe« entkommen wollte. Aber um in solchem Falle zu entkommen, darf man sich nicht im Kreise drehen, sondern man muß umkehren und in der entgegengesetzten Richtung aehen. ES nützt nicht», sich gegen diese einfache Moral zu sperren. So lange die Umkehr nicht eintritt, wird die unselige Hem-mung aller Entwicklung nicht aufhören, die man. wie eS scheint, nur zu beklagen aber nicht zu besiegen den Muth hat." s„D i e Jungtschechen sind auch keine Menschensres.se r."] Unsere stet« löblichen Clericalen deutscher Zunft« haben e« schon herausgesunden: „Die Jungtschechen sind auch keine Menschenfresser!" Und sobald sie sich einmal dieser freundliche» Erkenntnis er-öffnet hatten, sahen sie auch schon wieder die „coasessionelle Schule' sieghaft aus dem Tümpel aussteigen, in welche Prinz Alois Liechtenstein diesen Herzenswunsch unserer Clericalen fallen ließ, al« er damals Fcrsengeld gegeben. Darum ist es der neueste FeldzugSplan dieser un» schuldigen Kindlein der „religiös-sittlichen Er-ziehung der Jugend zu Gottesfurcht und Ge-wiffenhafligteitMan trete mit den Jungtschechen in Verbindung und lade sie zur Ma-joritätSbildung ein; es ist gar kein Grund vor-banden, den deutschböhmischen Ausgleich weiter fortzusetzen; wa« geschehen ist. bleibe, das Andere lasse man auf ruhigere Zeiten ! Dr. Gregr hat erklärt, er habe nicht« gegen die konfessionelle Schule in den Alpenländern. — Die Jungtschechen werden also dafür zu haben sein, daß sich Oberöfterreich. Salzburg, Tirol niit Vorarlberg. Kärnthen und Steiermark ihre eigenen confefsionelleu Schulen einrichten; im Uebrigen gehe man im ReichSrathe mit den Jungtschechen, die ja „keine Menschenfresser sind." Also den Jungtschechen soll die „religiös-sittliche Erziehung der Jugend zu Gottesfurcht und Gewissenhaftigkeit" nicht aukgezwungen werden — in Böhmen, Mähren, Schlesien, Krain u. s. w. ist das des-halb nicht nötig, weil die Slaven daselbst ohnehin nicht Menschenfresser sind. Die Liberalen nur in den Alpenländern — die sind allerdings „Menschenfresser', denen man daS erst durch die conseffionelle Schnle abgewöhnen muß! Aber die Deutschen in den Alpenländern halten sich auch nicht sür Mnischenftesser, halten sich auch schon für zu civilisiert, als daß sie noch für jene „Gottesfurcht und Gewissenhaftigkeit" erst er-zogen werden müßten, welche man für die Slaven nicht mehr für nötig erachtet. Wenn die conkesfionelle Schule in den gemischtsprachigen Kronländern — nach dem eigenen Zeugnisse der Clericalen — nicht um jeden Preis einge-führt werben muß: dann ist sie für die Alpen-länder mindestens ebensowenig notwendig. Wie daS fo unendlich viel vornehmer ist als das parvenümäßig«. brtttale Prunken mit Goldgeschirren. die Farbenzusammenstellung der Dra-perien und Tapeten, all' daS verräth so sehr den geläuterten Geschmack deS wahren Gour-melS. daß ich vorschlage, unserem geehrten Wirt und seinem Chef de Cuisine einen Toast zu bringen." »Toast ist nicht mehr chic', zwitscherte die Tänzerin, erklären Sie mir lieber, Directorchen, warum Sie so beharrlich GourmelS und nicht Gourmand sagen?" „DaS will ich Ihnen erklären", ließ sich nun der Geheimrath vernehmen. .Unter Gourmand versteht man Leute, die Alle« essen, was gut schmeckt, gleichviel wo und wie sie e« essen, — der Gourmet aber ist der Poet, der Essen und Trinken auS dem rohen Bedürfniß zu einem künstlerischen Genuß veredtlt hat, der da« Ambrosia der Götter verschmähte, würde eS ihm nicht in prächtigem Geschirr gereicht, und der selbst Hebe zurückweisen würde, wäre ihr himmlischer Nektar in einem irdenen Tops statt in rosenumkränzter Schale enthalten. Der Gourmet ißt wie der Gourmand auch nur wohl-schmeckende, wohldustende Speisen, aber er ißt sie nur von schönen Gerathen in stimmungsvoller Umgebung, — ja, der wahre Gourmet ißt nur in Gesellschaft schöner Mensche». Ihm ist der Koch ein Künstler, das Menu ein Gedicht, — ja. lachen Sie nicht. Carissima, so gut wie der „D»«tsch- Macht" Recht hat die Adresse der deutschen Linken, daß sie „Ruhe für die Schule" begehrt. sDie österreichisch-deutschen Handel«vertragSverhandlungen1 sind am Sonntag abgeschlossen worden. Um 1V Uhr vormittag« versammelten sich, wie wir der „N. Fr. Pr." entnehmen, die Teligierten Oester-reich - Ungarns und Deutschlands im Ministerium de« Aeußern, um da« Ergebnis der künfmonat-lichen Verhandlungen in definitiver Weise fest-zustellen. Den Vorfitz führte, wie bisher, Mini-fter v. Szögyenq; oie übrigen österreichischen und ungarischen Delegierten waren vollzählig, die deutschen Delegierten zum größeren Theile erschienen, da zwei von ihnen sich bereits in Berlin befinden, um an den Berathungen über die mit der Schweiz zu führenden Verhandlungen theilzunehmen. Nach Eröffnung der Sitzung ge-langten sämmtliche Vereinbarungen, der Handels-vertrag sammt den Zolltarifen für die Einiuhr nach Deutschland nnd die Einfuhr nach Oester-reich, da« Zollcartell über di« Grenzbewachung, endlich die Veterinär-Convention zur Annahme. Die beiderseitige Zustimmung gelangt« durch die Unterfertigung eines ProtocollS zum Au?-drucke. Zum Schlüsse den Conferenz nahmen Minister v. Szögyeny und Geheimrath Jordan daS Wort. Die Bevollmächtigten der beiden Reiche beglückwünschten sich zum Gelingen der Verhandlungen und hoben die große Bedeutung hervor, welche der Abschluß des Werkes sowohl in wirtschaftlicher al in politischer Beziehung besitzt, umsomehr, als dieses Werk die Grund-lag« bild«n werde für weitere Verdandlungen, welche von Oestereich-Ungarn und Deutschland mit dritten Staaten gemeinsam geführt werden sollen. Um 12 Ubr wurde die Conferenz geschlossen. Die fremden Delegierten begaben sich in ihre Heimat, um sich unmittelber nach Pfingsten für die Verhandlungen mit der Schweiz wieder in Wien «inzusinden. s„KrisiS in O « st «r r«i ch ?"] Unt«r diesem Titel schreibt daS „Berl. Tagebl.": „In Oesterreich scheint eS ernstlich zu kriseln. Schon hört man die Frage auswerfen: Ministerium oder Parlament? Soll das Cabinet Taaffe zurücktreten oder daS neue Parlament wieder aufgelöst werden? Der äußere Anlaß dazu, daß sich die Dinge fo zuspitzen, liegt in der Cven-tualität, daß die Thronrede des Kaiser« Franz Josef vielleicht ohn« Beantwortung durch da« Abgeordnttenhaus bleibt, daß, wie wir bereits vor zwei Wochen andeuteten, gar keine Adresse in der Volksvertretung zustande kommt. Der Versuch des Grafen Taaffe. ohne bestimmte Mehrheit im neuen Hause zu regieren bringt gleich im Anfang die größten Schwierigkeiten mit sich, die noch dadurch vermehrt w«rden. daß Maler in Farbe», der Bildhauer in Marmor dichtet, so dichtet der Koch in Hammelfleisch, in Gemüsen, in Gels». Noch mehr, er ist Maler, Bildhauer und Dichter in einer Person. Muß er nicht ängstlich wie ein Colorist der Makart-Piloly'sche» Schule auf die harmonische Zu-sammenstellung der Farben achten, in seinen Aufsätzen und Torten das Genie eines Vegas entwickkln, endlich die schwierige Kunst des Dramaturgen, die Spannung rege zu halten, di« Kunst der Steigerung in seinen Menüs auS dem Grunde velstehen? WaS ermüdet leichter als ein geistlos komponiertes Menu, was ist er-hebender als ein Diner, bei dem die Überraschungen wie im seinen Lustspiel in ange-nehmer Folge w«chs«ln und daS Interesse aufS Höchst« gesteigert wird, bei dem die Handlung gewissermaßen im Braten ihren dramatischen Höhepunkt erreicht hat, um dann im Desiert ihren erheiternden Abschluß zu finden. Wie der Bildhauer und Maler di« Dichter deS Auges, die Musiker die Dichter des Ohre« find, so ist der Koch der Dichter der Zunge. Welcher Maler oder Musiker versteht zum Beispiel die sehnsuchtSbange. ahnungsvolle FrühltnaSstim-mung meisterlicher zum Ausdruck zu bringen al« der Koch, wenn er uns in der 8oup« prin-tilmöro von dem Knospe« und seligen Lenze«-ahnen in der Natur und in den Herze» der Menschen erzählt, dann in den ersten zarten FrühlingSg«müs«n die ganze Holds«ligk«it auf- 1891 in jeder btr bestehenden größeren Parteien Doppelströmungen vorhanden sind. Tiet ch sowohl im Polenclub wie im Club der Consn-vattven und in der Vereinigten deutschen Linke» der Fall und die Spaltungen treten eben t>r der Adreßfrage zu Tage. Der Polen'übm BilinSki, der mit der Abfassung eine« Entwurfs von der AuSschußmehrheit betraut wurde, legte eine farblose, sich völlig an die Thronrede a»> schließende und diese blos paraphrasierende As-reffe vor. Damit ist ein Theil der Polen nicht einverstanden, weil derselbe verlangt, daß tos „autonomen Grundsätze" betont werd'n soll». Den gleichen Wunsch hegen die Mitglieder M ClubS der C»nfervatioen, von denen fpecieff die Ultramontanen außerdem noch wollen, daj ihre aus kirchliche und Schulangelegenheiten züglichen Sonderwünsch« tn der Adresse entschiedene Erwähnung finden. BilinSki und se» Anhang aber w«hren sich hiergegen mit derVe-gründung, es müsse der deutschen Linken ermiis-licht werden, für den Entwurf zu stimmen, ta sonst keine Mehrheit für denselben zu finden ja und gar keine Adresse zustande kommen kemie. Die bei tsche Link« ihrerseits ist inbezuq auf die Angelegenheit nicht ganz einig. ES haben üch neulich bereits gewichtige Stimmen im (ülui «rhob«n, welch« unter dem Hinweis darauf, daß ja die Link« mit «in«m r«in wirthschastlihen Programm «inverstanden sei. von einem deren Adreßentwurf der Linken abriethtn. ?ie Mehrzahl deS ClubS. darunter auch Plener, meinte indeß, die deutsche Linke müffe nach den gemachten Erfahrungen mit Rücksicht auf iljtt Wählerschaften danach streben, daß in der Ad. reffe der politische Standpunkt der Linken er» gendwie zum Ausdruck gelange, und da der BilinSkische Entwurf dieser Forderung nicht ein-spreche, so habe die deutsche Linke einen eigenfn Entwurf vorzulegen. Indeß bemüht sich 3rv Taaffe ununtelbrochen, für die Annahme des BilinSkischr» Entwurf» durch die Linke zu reitst«; es fanden und finden noch Verhandlungen da-rüber statt, und eS heißt, der Kaiser selbst habe zu erkennen g«g«b«n. daß rr «in« Verständign», darüber mit der Linken gern sehen würde Wellen Verlaus die Sache nehmen wird, dl?>»i abzuwarten; schon die nächste Zeit wird An'> schluß darüber bringen. Schwierig sind die Tn« Haltnisse in Oesterreich in hohem Grade; aber an einer sofortigen wirklichen Krisis machle» wir einstweilen noch zweifeln. Jedenfalls fjwn das Parlament jetzt nicht weggeschickt werd«, da e« noch kein Budget für das laufende gibt." sJ n Galij'«n> wurde am Lonntitg das Jubiläum der Mai-Verfaffung allentdaldvi festlich begangen. ES wurde decocierl, gebollert brechender Triebe, srischen, jnngen Lebens oma-bart. in der For«ll« endlich, in der zarten Waldschnepfe wie im üppigen Obst deS Desiertt un* di« volle Sommerhelligkeit auf die Zunge legt. — daß wir im berauschenden Schmecken wn jauchzend«n, jubelnden Vögeln, funkelnden. 'vrii-hend«n Sonnenlichtern, klingenden Liedern trau-men?! Ja, sür mich ist und bleibt der Chif de cuisine ein Künstl«r, und nur Diejenige die nie über die thierische Befriedigung bei gemeinen Hungers hinausgekommen sind, die von den Geheimnissen und Offenbarungen der Zunge keine Ahnung haben, werden mich der $«t» schwendung z«ih«n, wenn sie hören, da« ich meinem Chef 1800 Gulden jährliche« Gehali geb«. Leider gibt e« Heuer nur noch nun:;: gottbegnadete Genies in dieser Knast. Und auch die Stillosigkeit droht üb«r sie beremzu-brechen; die alte Pariser Schule wird n ch: geachtet, die weniytn Tal«nt« der keuch» Kochkunst treiben einen lächerlichen Zpejiol!-täten kultuS und entbehren der «inheitlichen Äni-bildung, — hat sich mir doch unlängst etii Chef angeboten, der die Omelette alt seine Spezialität anpri««." »Schr«cklich!" entsetzte sich der Tirector. „ja. ja, die Kochkunst verfällt wie die Sanget-kunst. Der materialistische Zug unserer Zeit macht sich auch hier geltend» man will durch-auS zur Natur zurückkehren, man will nur " toffeln naturell, ungarniert« Braten, tan " 1851 md beleuchtet, «S fanden Auszüge statt und mirben Reden gehalten. Die Verfassung, welche sich vor bunden Iahren die Polen gegeben haben, wäre — wir haben dies unlängst auS-sittlich besprochen — solcher Ehrung gar nicht werth: ab.r man kann den Polen die Festsreuve gönnen. In der Bukowina wurde die Feier «rbilen. sTie socialdemokratische Mai-»seier j Hai im Bereiche der Monarchie doch zu Ausschreitungen gesührt und die diese be-ganqen haben, waren Bauern und Feldarbeiter » L«k^ser Comitat, einem der gesegnetsten Ztnle Ungarns. In OrvShüza wollten sie den ZNidlrichier erschlagen, und das einschreitende Shlitär muhte von der Schußwaffe Gebrauch «ochkri. und in Czaba mißhandelten sie den Ctaftub(richtet und den Eommissär, und die !riiPpe mußte gegen die wild erregte Menge »it gefälltem Bajonnelt vorgehen. Aber auch » Ansaloa und in Szvnüs wurde die Ruhe Mn. Im B^keser Eomitat gährt es schon la-ge. Schon vor Jahren verbanden sich die ttutüder und Bekeser Feldarbeiter, um die Xrfieit«löbne in die Höhe zu treiben, eine Be-»egimg, die, gewaltsam unterdrückt, im Stillen in Intensität zunahm und die Arbeiter für die socialdemokratischen Lehren, mit denen sie durch Kiissäre aus Budapest bekannt gemacht wurden, jtdr empfänglich machte. Im November ver-zmgenen Jahres nahmen Abgesandte der Bsköser Zelbarbeiter ant socialdemokratischen Congreß in Budapest theil und von da an datiert die socialdemokratische Organisation im Bvkvser Co-antut. Im April planten mehrere Socialdi» antraten eine Volksversammlung in OroslKza, die rvm Stuhlrichter verboten wurde. Zu gleicher 3«t erschien ein „Manifest der landwirtschast-llchm Arbeiter an die Grundbesitzer und Be-Worden des B«!kefer Comitais", in welchem aus-gejübtt wurde, daß ein landwirtschaftlicher Arbeiter daselbst nur achtzig bis hundert Gulden m> Iahte verdienen könne. Unter diesen Au-hicien nahte der erste Mai heran, sür den die Ar-betfrr in OroShiiza eire Versammlung in ihrem fcetniloföl planten. Von der erregten Stim-»ung hatte das Stuhlrichteramt Kenntnis, denn rt brachte am vorh>rg«denden Tag — einige stemme Gendarmen nach OroShäza. DaS Stuhl-termchmt scheint die Erregung der Menge sehr unterschätzt zu haben, denn es traf Verfügungen, dik dieselbe nur noch steigern konnten. Es ließ die mit der Devise „Freiheit. Gleichheit. Brüder-Itijftit* versehene weißfeidene VereinSfahne vom Versammlungslokale mit Gewalt entfernen und b'.fch zwei Gendarmen den Präsidenten, den und den Schriftführer des Arbeiter»«-ein« vorführen. Nachdem dann zwei Depttta- ftafe verschlingen. ES ist dieS ein Beweis von der Geistlosigkeit unserer Epoche, denn alle wahr-Kost großen Männer aller Zeiten waren Fein-schmier, waren Gourmets. die dem edelsten a!ler Senwu dieses LebenS fröhnten; denken Sie doch nur, werther Freund, an den un-sterbliche» Dumas per«, dessen Genie als Koch-limitier nicht minder groß war wie als Romancier. Welche göttlichen Diners bat er seinen Freunden mit eigenen, gottbegnadeten Händen bereitet, welche reiche Erfahrung auf dem Ge-biete deS EffenS und Trinkens gesammelt. Ich erinnere nur an seinen berühmten Lehrsatz, daß »riß' Fleisch. Geflügel, Kaninchenfleisch und dergleichen, jung erhalte und daß man von den Treißigeru an mehr Geflügel genießen müsse all andere Braten, um sich zu conseroieren. Heute dagegen donnern MäßigkeitS-Professoren, cinseroatioe Abgeordnete und sonstige Leute, denen man doch eine höhere Bildung zutrauen bürste, gegen Austern. ChabliS und Vogelnester al? sündhafte Verschwendung. — diesen Ignoranten mag allerdings ChabliS wie Tinte, ein alter, chler Roquefort wie Seife schmecken, weil GäschmackSnerven nicht erzogen sind, denn «ch joit Zunge bedarf wie daS Auge des JMtt, das Chr deS Musikers erst der Schul-mi,,) und ebenso wie der naive Landmann un-Ktni-Vt vor dem Belveder'schen Apoll bleibt, so l xeiiidRloS. ja vielleicht mit Widerwillen ver-I i|l"At er einen delikaten Hummersalat. Freilich -H0<«tr«r - tionen vergeblich um die Herausgabe der Fahne angesucht hatten, wuchs die Erbitterung der Ar-beiter aufs Aeußrrst«. und nun erst wurde von B6k6S-CSaba Militär requiriert. Aber bis dieses ankam, war die Menge Herrin der Situation und das Militär fand einen Zustand vor, der den Gebrauch der Feuerwaffen unausweichbar machte. Nicht eher zerstreuten sich die Exc«-denten. als bis reichlich Blut geflossen war. In Esaba haben sich die Unruhen am Sonntag erneut und auch heute ist im Besser Eomiitat die Ruhe noch nicht eingekehrt. Das Merk-würdigste an diesem Rummel ist die Thatsache, daß an der Anzettelung desselben auch Geistliche Antheil genommen haben, und zwar in hervor-ragendster Weise. [Nach dem neuen, mit der R e-gierung abgeschlossenen Vertrags verpflichtet sich der österr.-ung. Lloyd. im Ganzen 738 genau festgestellte Fahrten zu unternehmen, von denen namentlich diejenigen im Schwarzen Meer und nach Indien sehr vermehrt worden sind. Außerdem ist vorgesehen, daß die Lloyd-schisse in einer bestimmten Zahl von Fahrte» aus den Levante-Rouien und aus den Linien Triest-Honkong-Shangai und Triest-SantoS den Hafen von Fiume sowohl aus der Aus- als auf der Rückreise gegen entsprechende Leistungen der ungarischen SeeschiffahrtS - Gesellschaft „Adria" für Trieft anlaufen werden. Die Vergütung für die subventionierten Reisen besteht in Meilen-geldern und Zahlung der Suez-Eanalgebüren seitens der Staatsverwaltung, und erreicht diese Gesammtvergütung den Betrag von 3,400.000 fl. Die Meilengelder sind je nach der vorgeschriebenen Geschwindigkeit der Fahrt festgesetzt und dürfen in einem Jahre den Gesammtbelrag von 2,910.000 fl. nicht übersteigen. Der Lloyd ver-pflichtet sich zu einer den Anforderungen des Dienstes entsprechenden allmählichen Erneuerung des Schiffsmaterials, und wird zur Förderung diese« Zweckes der Gesellschaft seitens der Staats-Verwaltung ein unverzinslicher Vorschuß von 1,500.000 fl.. zahlbar in drei gleichen Jahresraten, gegen Rückerstattung in fünf, am 2. Jänner 1ÖÖ2 beginnenden gleichen Jahresraten gewährt. Für den Personenverkehr im Allge-meinen und für den Güterverkehr in der AuS-fuhr aus den österreichischen Häsen gelten die vom Handelsministerium genehmigten Normal-tarife, und ist dem Handelsministerium daS Recht zu einer entsprechenden Regulierung der Tarife und Frachtsätze mit Rücksicht auf die Concurrenzhäsen vorbehalten. * » sDi« Stichwahl in Ger st e -münd e] ist zugunsten Bismarcks ausgefallen, der mit 10.7,44 Stimmen gegen 5486 Stimmen gibt es auch hier, wie in jeder anderen Kunst Ausschreitungen, so daS Gastmahl jenes römischen EonsulS, der seinen Gästen eine Schüssel mit Zungen der edelsten Singvögel vorsetzte, welches Gericht allein nach heutigem Gelde 50,000 Gulden gekostet hatte. — oder die Manie der Egypter und Römer der Versalls-Periode, kostbare Perlen in ihren Weinen aus-zulösen—sollen aber um solcher Ausschreitungen willen die nüchternen, poesiegemiedenen Mäßig-keitsprediger Recht haben soll, eine ganze Kunst in Pausch und Bogen verdammt werden? Nie und nimmer," echauffierte sich der Brave und trank in der Hitze des Gefechtes zwei GlaS Sekt nacheinander, »ich, so lange ich athme, will ich ihr Opfer bringen, ihr Hohepriester sein. Keine Kunst, wie diese erfordert so viel Lebensweisheit, so viel Erfahrung und Uebung, aber sie ist auch die einzige Kunst, die keine Enttäuschungen be-reitet, deren Jünger sich nicht im ewigen Ringen um die Verwirklichung ihres Ideals verzehren, die vielmehr gedeihen und rund werden. Ist doch selbst Schopenhauer, der alle Genüsse dieser Erde sür illusorisch hielt, ein begeisterter Gour-mand gewesen, der mittags im „Schwan" zu Frankfurt seine zwei Portionen aß. Aber nur der gereifte Mann, dem weder die Liebe, noch di« Nergeleien des sogenannten KünstlerlebenS mehr etwa» anhaben können, wird in dem sicheren Port der Gastrosophie einschiffen und sich ganz ihrem Studien hingeben können. Sie, -T" seinen socialdemokratischen Gegner schlug. In Berlin gilt eS als wahrscheinlich, daß BiSmarck sein ReichStagSmandat erst in der Herbstsession ausüben werde, in welcher der österreichisch-deutsche Handelsvertrag zur Berathung gelangen wird. Die zwei Wohnhäuser, welche ihm für seinen Aufenthalt in Berlin von befreundeter Seite zur Verfügung gestellt wurden, hat der Fürst dankend abgelehnt. sS türmische Auftritte] veranlaßte vor einigen Tagen in der italienischen Kammer der Abgeordnete Jmbriani. Er bcstritt. daß die Leistungen Italiens in Afrika civilisatorifche seien und erwähnte eines Falles, wo eine Barke mit 35 jungen Sklavinen beschlagnahmt, und wo die Sklavinen unter die Ossiciere vertheilt worden seien. Ministerpräsident Rudini verwahrte sich gegen solche die Ehre Italiens und der Armee verletzende Rcdcn. ohne daß Beweise dafür beigebracht würden. Der Präsident forderte Jmbriani auf, sein« Aeußerungen zurück« zunehmen. Jmbriani erwiderte, er habe des Vorfalls nicht als einer Thatsache erwähnt, sondern nur als ein Gerücht wiederholt. Der Kriegsminister Pelloux erklärte, den Saal ver-lassen zu wollen, wenn Jmbriani sein« Aeuß«» rungen nicht wiederruft. Auf eine wiederholte Aufforderung des Kammerpräsidenten versuchte Jmbriani. sich näher zu erklären, wurde jedoch durch Toben und Lärmen unterbrochen. Viele Deputierte eilten dem AuSgang zu. Der Prä« sident setzt« den Hut auf und schloß di« Sitzung. sJn Serbiens sch«int sich ein neuer Skandal vorzubereiten. Königin Natalie will unter allen Umständen bleiben. Vor einigen Tagen noch wurde ein gütlicher Versuch gemacht, ihren Eigensinn zu brechen. Gras Huniady über-brachte d«r Königin Rathschlag« seiner Schwester, der Fürstin Julie. Witwe von Milan's Vor-gänger und Oheim, Michael Obrenowitsch. Die Fürstin Julie genoß und genießt noch heut« hohe Achtung in Serbien; man hoffte, daß ihr Dazwischentreten Natalie zur Nachgiebigkeit be-wegkn werd«, allein vergeblich. Seitens der serbischen Regentschaft wurde nunmehr der Königin ein förmlicher Ausweisungsbefehl zuge-stkllt. Gl«ichz«itig hat, wie die „Frkf. Z." versichert. die Regierung einem Major mit 24 Mann den Befehl gegeben, die Königin acht Tage nach der Zustellung d«S Ausweisungsbefehles über di« Gr«nz« zu schassen. Da die Dienerschaft der Königin bewaffnet worden ist und Widerstand befürchtet wird, hat der Com-mandofübrende Vollmacht erholten, jeden Wider-stand mit Waffengewalt niederzuhalten. sJn Belgien und in Frankreich] kam es anlässig der Maifeier mehrfach zu Zu- zum Beispiel, junger Freund von der Palette, werden noch viel zu sehr vom Sturm der Leidenschaften umhergeworfen, um Ersprießliche auch in dieser Kunst zu leisten." .Allerdings", erwiderte der Maler, „ich muß gestehen, daß ich für die etstasische Ver-zückung über einen wohlbereiteten Hühnerflügel kein Verständnis habe. Wohl aber stimme ich mit Ihnen darin überein, daß ein guleS Diner in prächtigen Räumen, an blumenbksetzter Tafel, von silbernen Tellern mir bedeutend besser mundet als in gemeinen Schankstnben — aber das ist doch nur eine rein malerische Freude; wohl würde mir der Appetit vergehen, wenn ich sehen müßt«, wie «in Huhn von rothen, entsetzlichen Handen eines Höckerweibes barbarisch auseinandergerissen, statt von den blassen, duf-tenden Händchen einer reizenden, entzückenden Nachbarin kunstgerecht tranchirt wird. — aber das ist immer nur ein rein ästhetisches Behagen, daS mit der Speise an sich gar nichts zu thun hat. Ein festlich arrangiertes Diner reizt mich wie «in Bild von Paulo Veronese; der Dust, die Farben, der Glanz und die schöne Form thun's mir an, weniger die Spkis« an sich, so-bald sie nur schmackhaft ist. Sage mir, wie Du ißt. und ich will Dir sagen, wer Du bist — das ist meine Ansicht von der Sache." .Oho", rief der Geheimrath, „auf das „was" kommt eS gar sehr an, wenngleich auch das „wie" feine Bedeutung hat. Ist nicht di« 4 fammenstößen zwischen Bergleuten und Gen-darmen oder Truppen, wobei eS Verwundete und Todte gab. In der Provinz Lüttich wurde der Belagerungszustand proclamiert. — In der französischen Kammer wurde die Regierung über d«S Einschreiten der Truppen gegen die ftrei-kenden Arbeiter in FourmieS im Norddeparte-ment. wobei sieben Persvnen getödtet und ihrer vierzehn verwundet wurden, interpelliert. In der Debatte hierüber that sich der Boulangift Röche durch die Maßlosigkeit seiner Angriffe gegen die Regierung und namentlich gegen den Minister ConstanS hervor, welch letzteren er schlankweg Mörder nannte. Die Kammer er-theilte dem Deputierten die Censur, womit di, Ausschließung verbunden ist. Röche mußte den Saal sofort verlassen, und die Kammer nahm hierauf mit 731 gegen 48 Stimmen eine TageS-ordnung an, welche die Vorgänge in FourmieS beklagt, den Arbeitern wie der Armee gleicher-weise die Sympathien ausdrückt und den Ent-schluß der Kammer auSspricht, sofort die sociale Frage in Behandlung zu ziehen, damit sie eine friedliche Lösung finde. — Im Kohlenbecken von Charleroi ist der Streik der Bergleute seit Montag ein allgemeiner. — UebrigenS fand auch in der italienischen Kammer eine Debatte über die Vorfälle am 1. Mai in Rom statt, und auch diese endet« trotz heftigen Widerstreben« seitens der Radicalen mit der Annahme eines Vertrauensvotums für daS Cabinet Rudini. ed«n Tag ern«ut und daß «S dah«r von unendlicher Wichtigkeit ist, auS welchen Stoffen diese Erneuerung geschieht. Menschen-fleisch zum Beispiel —" .Um Gotte« willen," unterbrach ihn schau« dernd die Tänzerin." .Wenn ich die Wahl und die Erlaubniß hätte," meinte galant der Geheimrath, „würde ich Sie sicher ausessen, al« höchsten Beweis der Liebe eines GourmetS. UebrigenS ist die Vor-stellung vom Aufessen gebildeter Menschen sehr verbreitet, denn eS ist der innigste Ausdruck der Bewunderung, wenn der Deutsche sagt: Sie sind zum Anbeißen schön. Die Liebe liegt auf der Zunge, nicht — im Herzen." Alle lachten. Die Diener brachten den schwarzen Kasse« und schlössen damit die er-götzliche kulinarische Diskussion. — Lskar Geller. i- • (R. P. I.) „Deutsche Wacht- wurde am SamStag im Budget-AuSfchuss« deS Abgeordnetenhauses vom Abg.Dr. Derfchatta zur Sprache gebracht. Es ist erstaunlich, daß der Herr Abgeordnete in dieser Angelegenheit so mangelhaft unterrichtet war. Die Sache steht einfach so, daß von einer Verlegung des KreiSgerichteS von Cilli nach Marburg absolut nicht die Rede sein kann, da Cilli günstiger ge-legen ist, als die Draustadt; von einer Theilung deS KreiSgerichteS will aber die StaatSverwal-tung au« dem sehr triftigen Grunde der Ver-mehrung der Kosten nichts wissen. Dr. Der-schatta mußte sich'S denn auch vom Minister unverblümt sagen lassen, daß der letztere nicht in der Lage sei, eine günstige Erledigung dieser Angelegenheit in Aussicht zu stellen. ES feien eingehende Erbebungen gepflogen worden, und da habe eS sich herausgestellt, daß die Errich-tung eines KreiSgerichteS in Marburg, selbst wenn dieselbe auch als wünschenSwerth bezeich-net werden könnte, wegen der zu geringen AuS-dehnung des in Aussicht genommenen Spren-gels unnöthig wäre. DaS Alles könnte der verehrte Abgeordnete ebenso gut gewußt haben, wie wir e» wussten, und er hätte nicht den Schein auf sich zu laden brauchen, daß er oder feine engere Partei über Cilli verstimmt feien. Di» bündige Antwort des Grasen Schönborn dürste die auf die Verlegung deS KreiSgerichteS abzielenden Agitationen wohl abgethan haben. [Zur Landesgesetzgebung.] Am 18. April 1891 ist sür daS Herzogthum Steier-mark da» Gesetz vom 26. März 1391 Nr. 29 Z.-G.-Bl. in Wirksamkeit getreten, welches in AuSfüvrung deS Reichsgesetze» vom 5. Juni 1890 Nr. 109 R.-G.-Bl. die grundbücherliche Einverleibung auf Grund von Privaturkunden in geringfügigen Grundbuchssachen regelt. Hier-nach wird daS zum Zwecke einer grundbücher-lichen Einverleibung vorgeschriebene Ersparnis der gerichtlichen oder notariellen Beglaubigung der Unterschriften einer Privaturkunde, in welcher der Betrag der Forderung oder der Preis, oder der Wert der Liegenschaft oder des Rechtes, welche den Gegenstand der grundbücherliche» Einverleibung zu bilden haben, bestimmt ange-geben ist und ohne Zinsen und Nebengebühren den Betrag von 100 fl. ö. K. nicht übersteigt, durch die Mitfertigung von zwei glaubwürdigen Männern als Zeugen ersetzt, wenn die Einver-leibung in dem einem Gerichtshof erster Instanz zugewiesenen Sprengel, in welchem die Urkunde errichtet wurde, erfolgen soll. Die Zeugen haben die Unterschrift ihres Vor- und Zunamen», die Angabe ihres Gewerbes oder ihrer Beschästi-gung, ihres Wohnortes. Alters, sowie die Er-klärung eigenhändig beizusetzen, daß ihnen der-jenige, dessen Unterschrift sie als echt bestätigen, persönlich bekannt sei. Die vorstehenden Be-stimmungen haben jedoch kein« Anwendung aus landtäfliche Urkunden und auf Vollmachten. [Der Männergesangverein „Liederkran z" in Cillil v«ranstaltet nächsten SamStag eine Liedertafel, und zwar aus Rücksichten auf daS VereinSsäckel, welchem bedeutende Inanspruchnahme bevorsteht, nicht im Glassalon deS Löwen-, sondern in den ebenerdigen Räumen de» Elefanten - Gasthosts. Beginn der Liedertafel um 8 Uhr abends ; Ein-triltSgebühr für NichtMitglieder 50 kr. [Ein Revolverblatt in Buda -p e st] hat in den letzten Tagen unsern verehrten Mitbürger Herrn Fehleisen aufs Korn genommen. DaS Blatt beißt schlechtweg „Rundschau" und ist von C. Büchler als Verantwortlichem ge-zeichnet. Besagte Rundschau schreibt als«: .In der renommierten Firma Gebrüder Fehl-eisen, Sprengmittel-Fabrik in Eilli in Steiermark, kennen wir eine Firma, die ihren Commitenten alle Garantien der Reellilät und de« soliden Ge-schäfttvcrkehre« bietet. Air können daher diese Firma allen, welche facheinschlägige Aufträge abzu-wickeln haben, auf'» Angelegentlichst« empfehlen. Die-selbe genieit auf allen bedeuteten Plätzen, mit welchen sie in reger Geschäftsverbindung steht, beste« Renommöe — eine natürliche Folge deren nie ver-läugneter Geschäst«coulance und reeller Thätigkeit auf seinem Gebiete. Die Leitung der genannten Firma, deren Thätigkeit wir in einer der nächsten Nummern sachlich besprechen «ollen, liegt in den Händen »»n J891 in all« Geheimnisse de« Geschäfte« eingeweihte», »S gründlicher Fachbildung »««gestalteten Ehes, welcher sich seiner Thätigkeit mit unermüdlichen Eifer, 'chaw sinnigen Berech>,ung«»ermcgen und der Vetbä!iz»»> I einer makellosen Ehrlichkeit hingibt. Derart bannt da« Renommee genannter Firma auf vrinctz«», welche an und für sich schon ein Reüssieren te»!,gl» und somit glauben wir schon mehr gesagt zu haben, al« e« der bescheidenen Firma recht sein dürfte, deren Wesen am Besten charakterisiert wird iurch die Devise: Schaffen und Streben allein ift nur Leben." Wir haben das Gefalbader des Revolver-blatteS wörtlich wiedergegeben, damit sich unsere Leser auch «in wenig an dem gelungenen Teutsch desselben ergötzen können. Natürlich wurde die betreffende Nummer der Rundschau Herrn Fed!-eisen eingesendet, und zwar mit einem Schreibt* brief, welcher wie folgt lautet: .Herrn Gebrüder Fehleifen Silli. Sehr geehrte Herren l Wie Sie au« beiliegendem Exemplare unseres Journal« zu ersehen belieben, haben »ir eine» 3H« geschätzte Firma betreffenden Artikel »ercffenllicht, worauf «ir Sie hiermit ergebenst aufmerksam mach». Sehr wohl wissen wir e«, daß Ihre werthe Finu keiner Empfehlung bedars, und «ir glauben auch in dem besagten Artikel nur eine «hnebin bekunde Thatsache notiert zu haben. Diese Gelegenheit be-nutzend, bitten «ir Sie auch unser Journal «ine Pränumeration gütigst fördern zu «ollen in) nun zeichnen wir un«, zu Ihrem Dienste stet« zen bereit. Hochachtungsvoll Die Redaction der .Rundschau' Budapest, I. Bezirk. 3 Beilagen Unter den drei Beilagen befand sich ielbi-verständlich eine Quittung über den geheischt» Abonnementsbetrag. Eine beleidigend v lumpe Reclame, die in der That geeignet wäre, «u Firma zu schädigen, und dafür noch zahl» sollen: die Zumuthung ist denn doch gar zi stark! s250 Reservisten] sind am Zoilinq und am Montag beim 4. Bataillon de« 87. Infanterie-Regiments in Cilli zur AuSbildunz eingerückt. Demnächst treffen 60 Ersatzreier-visten ein, deren Uebungen vom 20. d. dij 6. Juni währen. sDer Alpinen-Anlage im Stadt-park] wnrden Spenden zugewendet von den Herren Alois Walland und Cho Ambrozic und von Frau Miklautz. sJm .Erzherzog Johann'] z-ch es gestern für die tägliche Abendgesellschaft «« ebenso hübsche als seltene Unterhaltung. Sin Maler aus Wien, Herr Kurtz, der seit einig» Tage» zum Zwecke landschaftlicher Aufnahmen in Cilli weilt, malte Portraitskizzen zweier Herr« der Gesellschaft, die eine in Tusch, die andere — man denke: bei Gaslicht — in Lelfarbei. Die erste war in 15 Minuten, die Oelskizze tu einer Stunde fertig. Das ziemlich zahlreiche Publikum folgt« dem Gebahren deS Künstlet! vom Vorbereiten der Palette bis zum Auffetzen der höchsten Lichter in lautloser Ausmerksainkm und sreute sich herzlich der Fertigkeit, mit welcher derselbe die Bildnisse auf di« Leinwand, b«ie-hungsweise auf daS GypSpapier zauberte. Wer die Gelegenheit benützen und sich ein Conierfn anschaffen will, der beeile sich, denn Herr Kurtz bleibt nur ganz kurze Zeit in Cilli. sDi« projektierte Haltstelle bei Grobelno] wird nun doch zustande-kommen. Gestern wurde in Gegenwart der Herren Statthalterei-Tecretär Einfalt] Bezirks-hauplmami Dr. Wagner und Oyerd«iiral!i Hohenburger über daS Project an On und Stell« commissioniert. Im verflossene« Zahn scheiterte di« Errichtung d«r Haltestelle Wannt» lich daran. daß sich di« Bezirksoemttmig Marein weigerte, den geheischten Beitrag z» leisten. sDe r Streik in Sag or] ist denda. Am Montag ist die ganze Knappschaft fahren. Komisch ist e», daß jetzt unserer Aiid-richt vom AuSbruch deS Streiks am AbenS des 1. d. MlS. ein Dementi entgegengestellt Joitt. Wir halten dieselbe vollkommen aufre^Mut j 1891 „U-.tfch- W-cht" S Kibeo ihr noch anzufügen, daß »on Lai-kch aus eine Compagnie Jnfant'rie nach Sagor «tiendet wurde, um auf alle Eventualitäten «faßt fein. In Trifail. Hraftnigg und OiftTO ist ti indessen zu einem ausgesprochenen Streif allerdings nicht gekommen. sHerrn Johann SpruZina in Pettaus wurde auf ein verbessertes Ein-itkmmichloß ein ausschließliche» Privilegium Mhtill. sAu » R a » n j schreibt man unS unterm ». t>.: .DaS kleine päuflein der hier lebenden, pin größten Theile nicht hieher gehörigen Glomm hat vor Kurzem eine Tfchitalniza ins Aden gerufen, und eS findet die Eröffnung Mrselben am kommenden Sonntag statt. Daß hi Fest pompös werden soll, davon «eben die tnladungSkarten, welche nach Agram. Samabor. Girl'eld, Laibach. Cilli :c. versend« wurden, du Beweis. Zur Bestreitung der Kosten diefer Monalen Kundgebung, haben die Herren Dr. Fiiu« und Schmirmaul namhafte Beträge gtjichnet. und es sind diese Subscriptionen dams berechnet, den Mitgliedern auS dem vauenstande die unentgeltliche Theilnahme an dem ^este zu ermöglichen. Ein Köder für timmlide Zeiten. Das Fest beginnt nachmittag S Uhr umer Mitwirkung einer Militär Diusik-band« us Agram, welche durch zwei Stunden «acertiren wird, wonach slovenische Reden folgen mrden. Die späteren Abendstunden werden dem Taze gewidmet. Wir gönnen den Gegnern dieses kineSwegs harmlose, sondern vielmehr pcooociernde Vergnügen in unserer deutschen Ettidt ud sind nur darüber im Unklaren, wie et gekonnen sein mag. daß eine Militär-Mufikbane sich herbeilassen konnte, bei diesem, im eminnea Sinne deS Wortes nationalen F-ite mitzwirken. Deutschen wäre eS nicht ge-lunaen, z einem nationalen Feste eine Militär-musik zu «kommen.' [Gi antisemitisches Wochenblatts ringt in jeder Nummer geschichtliche Sedenltagt der betreffenden Woche. In der legten Nuimer lesen wir da: 5. Slai 15?. Nikla« Graf Salm, der Ver- theidiger Wien« gegen die Türken, stirbt. 17». Der Anfang der „g r o ß e n Revolution." 182. Napoleon l. stirbt auf St. Helena. 18$ Schönerer wird ju viermonat-lichem schweren Kerker verurtheilt. 6. SRai 1521 Karl V. erobert Rom. 1622 Dill» besiegt den Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Dur-lach bei Wimpsen am Neckar. 1457 Schwerin stirbt in der Schlacht vor Prag, in der Friedrich II. die Oesterreich«! unter Brown über-winde», den Heldentod. 1859. Alexander Humboldt stirbt zu Berlin. u. f. ». Schöaercrmter Napoleon, Karl V., Tilly, Humboldt! Wimeinen, daß man da im Cultus eine« Zeitgenos» doch zu weit geht und daß man es der schwelt überlassen sollte, ob Schönerer untetzie großen Männer einzureihen sei oder nicht. - sZ o n e n-o u p o n-B i l l e t t e.s Vom I. Mai angefapn wurde daS Hauptpostamt in Graz mit de Verkaufe von Zonen-Coupon» Billeten für di> österreichischen StaatSbahnen von der neuntechone aufwänS betraut. sM a u l - » d Klauenseuche.^ Amt-lichen Nachrichtt zufolge ist bei Schweinen, die au» Birooinc in Croatien in Wiener-Neu-sludt einlangten, je Maul- und Klauenseuche umstatiert word«^ Behuf» Verhümng der Ein-schleppung dieser^euche wurde daher bi« au weitere« die Einend Durchfuhr von Rindern, Schafen, Ziegenib Schweinen au» dem Be-zirke Virovitica ch und durch Steiermark be-hördlich verboten. Herichtslaal. Cilli, 3. Mai. fFür die dritte die«-ährigeTagung de»Schwurgerichte»Z wurden al« Vorfitzender der Krei»gericht»-Präfident Dr. Gertfcher und al» dessen Stellvertreter die Lande«gericht«-Räthe Jordan, Rattek und R e i t t e r berufen. Laibach 1. Mai. [Ein verurtbeilter ft a v I a n.] Vor Kurzem fand bei dem hiesigen de-legierten Bezirksgerichte eine Strafverhandlung wegen Shrenbeleidigung statt, die infolge der dabei zutage getretenen Erscheinungen auch für weitere Kreise de« Interesse« nicht entbehrt. Von den bedauerlicher» weise im Lande bereit« zahlreichen Kaplänen, deren Hauptbeschäftigung die politische Hetze bildet, befindet sich auch Einer in Seisenberg. Der dortige Kaplan August 6inkovec — „unser Guftt", wie ihn seine begeisterten Anhängerinen nennen — scheint zu jenen zu gehören, welche die Kanzel, statt Worte der Bildung und Duldung, de« Frieden« und der Nächstenliebe zu verkünden, dazu benützen, um ver-blendung und Aufregung in die Bevölkerung zu zu tragen, und statt ruhiger, zufriedener und ver-gnügter Menschen viel lieber nur verbitterte Finster» linge um sich sehen möchten. Da« herrliche Goethe'sche Wort, daß die Freudigkeit die Quelle aller Tugenden sei, ist diesem Herrn offenbar ein Gräuel. Darauf deutet wenigsten« eine Predigt hin, welche der ge-nannte Kaplan während de« vorigen Fasching« ia Seisenberg hielt, wobei er gegen den dortigen Lese-verein und die Freiwillige Feuerwehr ob der barm-losen Unterhaltungen, welcht diese zu veranstalten pflegten, in der heftigsten Weise lv«zoz und in«be-sondere auch in der verbissensten und unanständig-sten Weist gegen da» Vergnügen de« Tanze» wetterte, den Tanz al» eine Sünde bezeichnete, al» eine Quelle der Verführung und de« Verderben«, kurzum jenen widerlichen und fanatischen Ton anschlug, wie er bei diesen jungen geistlichen Zeloten leider schon zur Genüge bekannt ist. Die Folge dieser Predigt war, daß der Leseverein und die Freiwillige Feuer-wehr in Seisenberg den Kaplan auf Shrenbeleidigung klagten, und derselbe wurde auch schuldig erkannt und zu einer Geldstrafe von 15 st., eventuell 3 Tagen Arrest verurtheilt; beide Theile meldeten die Berufung an: der Gekllagte wegen de« erfolgten Schuldspruche« und die Kläger wegen de» zu ge-ringen Strafausmaße». El fehlt un» an Raum, um den Verlauf der Gerichtsverhandlung eingehend mit-zutheilen, die in vielfacher Richtung Streiflicher auf die unerbauliche Thätigkeit dieser kampflustigen Kapläne warf: Unter andern spielten hiebet auch Mitglieder de» sogenannten dritten Orden« de» hei-Iigen Francileu«, meist weiblichen Geschlechts, welche der angeklagte Kaplan al» Zeuginen geführt hatte, eine eigenthümliche Rolle. Wie „Sl. Kar." in einem ausführlichen Bericht über di« fragliche Strafverhandlung mittheilt, soll e« bei der Ab' hörung dieser Zeuginen vorgekommen sei, daß eine derselben erklärte, e« für eine Sünde zu halten, gegen einen Geistlichen Zeugni« abzulegen, und eine andere einfach meinte: Alle«, wa« der Herr Kaplan sagt, ist recht und gut. Wir find in die Satzungen und Ziele diese« dritten Orden« nicht eingeweiht, allein so viel ist gewiß, daß Aeußerungen, wie die oberwähnten und ähnliche vom Standpunkte der Justizpflege und Ethik al« mindesten« sehr bedenklich bezeichnet werden müssen. In verhältnismäßig kurzer Zeit fanden nun zwei Verurteilungen von Kaplänen statt; Herr Kalan wurde unerlaubter Wahlumtriebe und deS Stimmenkause«, Herr 8inkovec der von der Kanzel herab begangenen Ehrenbeleidigung schuldig erkannt. Diese Fälle illustrieren in wirklich bedenk-licher Weise, die Haltung und da« Treiben eine« bedeutenden Theile« der jüngeren Geistlichkeit im Lande, wie eS sich seit Jahren entwickelt, in der letzten Zeit aber zu einer früher ungekannten Höhe und Heftigkeit gesteigert hat. Welch' beneide»«werthe, segenbringende Rolle könnte die Geistlichkeit gerade in einem Lande wie Krain spielen, wo nationale und politische Gegensätze sich schroff gegenüberstehen wenn sie eingedenk ihre» Berufe« ihren mächtigen Einfluß zu Gunsten de« Frieden» und gegenseitiger Duldung geltend machen würd«; statt d«ssen aber zieht sie e« so vielfach v»r, einem wüsten Partei-treiben sich hinzugeben und in ihrer fanatischen Thätigkeit so weit zu gehen, daß einig« ihrer Mit-glieder sogar mit dem Strafgesetze in Conflict kommen. Solange die slovenisch« Geistlichkeit Haupt- sächlich nur in einer extrem nationalen Parteipolitik «in Feld für ihr« Wirksamkeit suchte, war man auch im radicalen slovenischen Lager damit ganz einver-standen; im Gegentheile, man hatte nicht genug d«« Lobt« für b«ren nationale Excentricitäten I jetzt erst, wo auch eine finster zelotisch« Richtung sich bemerk-bar macht, fängt man zu klagen und zu tadeln an; und doch find beide Richtungen mit dem wahren Be« rufe de« Geistlichen gleich unvereinbar und gleich weit ab vom echten christlichen Geiste. (Laib. W.) Fotkswirtschast. [Bei den Poftsparcassen in Steier marks wurden im Monate April eingelegt: im Sparverkehre 77.649 fl. 9 kr., im Checkoerkehre 3,222.f>01 fl. 23 kr. Zurückgezahlt wurden: im Sparverkehre 53.526 fl. 37 kr., im Checkoerkehre 1,512.608 fl. 6 kr. Im Ganzen wurden bei den österreichischen Poftsparcassen im Monate April im Sparver-kehre eingelegt 1,856.697 fl. 96 krrückgezahlt 1,645.428 fl. 72 kr., im Checkoerkehre eingelegt 81,662.546 fl. 17 kr., rückgezahlt 82,423.547 fl. 55 kr. A untes. s K r o n pri n z es s i n - W i t w e Erz» Herzogin S t e p h a n i es hat am Montag Neapel verlassen und sich zunächst nach Florenz begeben. Mitte dieses Monates wird die hohe Frau in Wien erwartet. sDer König und die Königin von Dänemarks treffen heute in Gmunden ein. sPrinzessin Margarethe von Preußen,! die jüngste Schwester deS deutschen Kaisers, dürfte sich demnächst mit dem Erb- prinzen von Luxemburg verloben. ch ch ^Ferdinand G r e g v r o v i u •,] der große deutsche Geschichtsschreiber und namhafte Dichter, ist am 1. d. MtS. in München ge-starben. sDerLaternanzünder vonBregenzj hat in der letzten Sitzung de« dortigen Gemeinde-rathe« einen jährlichen Gehalt vom 500 fl. zuerkannt erhalten. Wir gratulieren demselbrn. Di« intelligenten Bregenzer geben dem Zünder den Gehalt der in den Landgen,einden Vorarlberg« fungierenden Ober-lehrer. Man sieht darau«, wie sehr Tirol ein — lichtfrtundliche« Kronland ist. sKarl« bad, Saison 1891 -1 Wir werden um die Aufnahme nachstehender Zuschrift ersucht: „Die durch die Hochwasserkatastrophe vom 24. Ro». vorigen Jahre« und deren Folgen der Curstadl Karlsbad und ihrer Einwohnerschaft auferlegte» Reconstruction«- und Sanierung«arbeiten sind »oll-ständig beendet und wurde, wie alljährlich, am 1. Mai >891 die Saison ofiiciell eröffnet. Sämmtliche Trink-, Cur» und Badeanstalten stehen von diesem Tage an zur uneingeschränkten Benützung de« Publicum«. Alle in Karlsbad ihre Praxis «utübenden Badeärzte find bereit« eingetroffen. Die regelmäßigen Con« certe der Curkapelle, sowie die Vorstellungen im Stadttheater haben begonnen. Der Gesundheitszustand ist nach wie vor ein ausgezeichneter und steht dem Besuche de« Kurorte«, dessen Frrauenz seit d«m I. Januar ditse» Jahre» sich besonder» lebhaft gestaltet hat, nicht» entgegen. Etadrath Karl»bad, der Bürgermeister : Karl Zörkendorser. Die Preß-Abtheilung de« „Hils«comit6", der Obman: Dr. I. Ziegler.' [Sö i e M 0 ltkt entdeckt wurde.j Mit besonderem Stolze pflegte Kaiser Wilhelm I. in intimen Kreisen hervorzuheben, daß er selbst e« gewesen fei, der Hieltst entdeckt habe. „G* war in den 20er Jahren", erzählte der Kaiser, „al« ich tinmal bei der Revue über ein branden-burgischc« Regiment den Kommandeur nach dem Namen eine« jungen, spindeldürren Offieier« fragte, bei dem mich der geistige Autdruck der Phvfiogno-mit frappiert hatte." — »Da« ist ein junger Herr v. Moltke," war die Antwort, »der au» Dänemarck zu un» herübergekommen ist." — „Wenige Monate darauf wurden mir," so fuhr der Kaistr fort, „zur Prüfung dit Officitr»arbeiten au« jenem Regiment vorgelegt und ich fand darunter eine Abhandlung über die Vertheidigung von Kopenhagen, deren fein durchdachte Ausführungen mich ungemein wohlthuend ..Deutsch- W-cht" 1HS1 »«rührten. Al» ich nach dem Autornamen sah, fand ich den Namen „Hellmuth v. Moltke' unter der Arbeit »erzeichnet, und ich erinnerte mich sofort, daß mir dieser Mann bereit« bei der Parade auf-gefallen sei. Ich studierte nun seine Arbeit auf-merksam und überreichte sie mit einem eigenhändigen Vermerk dem Ebef de» Generalstabe», der sich auf meinen Hinweis veranlaßt sah, den jungen Moltke auS der Linie, in welcher er stand, in den General-stab «u berufen. Und so bin i ch e» denn gewesen, der dem späteren Feldmarichall die ersten Schritte auf seiner großartigen Laufbahn ju ebnen in der Lage war." » ^ • [33 ie da» Rasieren »u r Leiden-schaft werden kann.j erzählt der Pariser Figaro in folgender Anekdote. Ein Geistlicher litt an Hal»schmerjcn, zu deren Beseitigung der Arzt ihm rieth, ei» Gla» heißen Punsch »u trinken. — „0 Gott", jammerte der fromme Mann, „ich habe immer der Gemeinde und meiner Haushälterin Enthaltsamkeit gepredigt, und jetzt sollte ich — übrigen» würde meine gute Alte, wenn ich heiße» Wasser «erlangte, sofort mein Vorhaben errathen." — „Verlangen Sie da» Wasser zum Rasieren," sagte der Doctor, und der Geistliche beeilte sich, den Rath zu befolgen. — Nach längerer Zeit kam der Arzt an dem Hause des Geistlichen vorüber und, dessen Haushälterin mit finsterem und traurigem Gesicht auf der Schwelle gewahrend, fragte er nach dem Bennden ihres H«rrn. — „Wie e» dem gebt?" erwiderte sie, „verrückt ist er geworden". — „Wa« — verrückt?" — „Gewiß — er rasiert sich zwanzig-mal täglich [Sin französischer Minister,Z der wegen seine« lockeren Lebens berüchtigt war, hatte in einer Parlamentsrede die Worte gebraucht: „Ich hülle mich ia meine Tugend." Al« er bald daraus starb, sagte ein bekannter Pariser Arzt: „Da» kommt davon, wenn man zu leicht gekleidet geht I" ^Sinnverwirrend! ist die Neuigkeit, welche eine Anzeige in Nr. 77 de« „N. Görl. A»z." der Mitwelt verkündet. Dieses der Wortlaut': „Da der Kurschmied Fritsche in JriederSdorf am 29. März meine Kuh entbunden hat, und dabei ein Kalb zur Welt brachte, welche» acht vollständige Beine und hinten zwei vollständige Kälber hat, drei Kuhkälber aber an den Vorderbeinen znsammenge-wachsen waren, welche auch bei der Geburt noch lebten und blos einen Kovf hatten, die Kuh aber gesund und munter ist, sage ich dem Kurschmicd H. Fritsche meinen ergebensten Dank. Fichtner, Garten-nahrungS. Besitzer in FriederSdorf." [Unbegreiflich. 1 Vater: „Ich finde in Deinen Rechnungen nur Autgaben für Bier und Wein — für Petroleum aber gar nicht» . . . .* — Sohn (Student): „Aber bester Papa, Petroleum kann man doch nicht trinken!" [Ein Gigerl!) Zwei galizische Juden haben Berlin mit ihren Besuche beehrt. „Schmuhl", sagt der Eine aus der Straße, „ich geh' h'nauf in main Quartier!" — , Wa» willst'n in Dainem Quar-litt, T»itele« ?* — „Ich will wer waschen de Hand'!" Daraus Schmuhl mit dtm Ausdruck hohnvollster Gerinschätzung„Gigerl!!" Eingesendet. Um allfälligen Irrthümern vorzubeugen, wird mitgetheilt, daß sür eine Vermittlung von Wohn» ungSvermiethungen an Sommerfrischler beim Jremdtn-verkthr«-Comitö durchaus keinerlei Gebür »u ent-richten kommt; alle ttwaigtn gtgtnthtiligen Ausstreuungen sind böswillige Erfindungen und geeignet, der Thätigkeit de« Fremdenverkehr» - Comite» entge-genzuwirken. DaS Comit6, bei welchem ja zumeist die Sommerfrischler sich wegen der Wohnungen an-fragen, beabsichtigen, den WobnungSvermielhern al« auch den Fremden thunlichst entgegenzukommen, wenn sie diese WohnungSvermittlung unentgeltlich in die Hand nehmen. Es werden demnach sämmtliche Jnhabtr möblierter Wohnungen nochmals ein-gelaten, die zu vtrmitthenden Wohnungen sogleich bei den Anmeldestellen ^Gustav Schmidl, Fritz Rasch und Josef Ar!t (Casv Mercur) anzumelden, wa« wegen vorgeschrittener Zeit höchst wünschenswenh wäre. Eilli, 5. Mai 1891. FremdenverkehrS-Somitö D«r Obmann: Josef Rakusch. Schwarze, weiße und farbige Seiden- .IV^ .. ... /• A &i» fl- 1M6 » »K« - »n» 1)011 OU Kl. gtmulltrt (ca. *40 ocrf<%uD. Cual. ur.fi 2oUO vc»lch. Karde«, K.) — mitnbrt tob«»- u. stuck- »«((« rirrlr- uild tullltti d», »-dr-t-Dip»! « Hrnnider, (».«.* Hoiiisf.) KairtA. illafltr toftttt 10 tt. itfon«. «. WnnMar ist der Eriols SomaenprMKB, unreiner Teint, /reibe Flecken etc. verschwinden unbedingt beim täglichen Gebräu eh von Bergmann's Lilienmilch-Seife von Bergmann & Co. in Dresden. Vorrätliig a Stöck -»0 kr. bei Johann Warrantb. Friseur, Cilli. 371—t. Herbabny's Pflanzen-Extract „Neuroxylin: nie Wirknnjr de« Neuroxylins wurde in Civil- und Mililärspitälern erprobt, and erklären die darüber vorliegenden ant-lieben ßut^ebteu dasselbe aü ein Mittel, weichet eich bei allen achmerzhaftan (nicht entzündlichen) Zuständen, wie sie infolge von Zugluft oder Erkältung in den Knochen, Gelenken und Muskeln frisch auftreten oder periodisch wiederkehren, bestens bewahrthat, diese Schmerzen sowie auch nervöae Schmerzen ■ohnell lindert und beseit gt und ausserdem belebend und st&rkend ans di» Muskulatur einwirkt. -W Prtl«! 1 Flacon (grün einballiert) l fl. I Flacon stärkere Sorte (ro»a emballi r) kür 1 tl.üOkr., per Pet für 1—3 Flacon» 20 r. mehr für Etnballnp. 3C Nur echt mit obensteheHer Schutzmarke! Cdtr«l-T(nei4ni|p-n«föl für die ProTin««: Wien, AioMe ,m BarmüerziglLGi' des j. Herbabny, Neobau, Ksiserstrrisa« 3 a. 7S Depots bei den Herren Apothekern : Cilli: J, Kuj>:erschmid, Banmbaeh'' Frb«*n, A|>«ä«kt « Deutsch • Landabere : H. Müller. Feldkch : .1. König, (toiiobitz : J. Po»|>i*chiL Grax ANedveil l.eihuitz : 0. liussheim. Marburg : G, hncalari Pettau : E. Berbaik, V. Militor- Radknhvrg; |C. Andrieu. Windischfeistrit*: F. Lir. Wü»-jdiscbgraz: G. Kord'.k. Wolfsberg: - Haüi {Liezen: Uuntav Grosswang. 2.'—?lhi -KAITEN Fisi-et, TAI02, Zu huben "W I» d<>r Buch- und Papier-Hndlung j. Rakusch. CilL Ehren-Diplom (höchste Auszeichnung) Kochkunst-Ausstellung Wiei 1885. m \ Versendung in die Provinz per Postnachnahme. VICTOR SCHMIDT iV SÖIIXI. Fabrik und Central-Versandt: Wien. IV.. Alleegasse 48 (nächst dem Südbalinhofe. 1891 Deutsche Wacht" 7 K 5) 3 2 Hagelversicherung in. Steieimark, samten und Uraln leistet zu billigsten festen Prämien die G encral-Agpeiitschast in Graz Bureau Thonethof, Psarrgaaae 2, der x» w »\ t, :: w 8 t: tausch -Mm VersicöBranEs ■ Gesellscüan „Fraico-Hiiroise" rittst- ft IWiHintteu fJtt/ffrn ii. II. Vorkommende Schäden werden coulant liquidiert und prompt bezahlt. dir Prämie Kanu über Wunsch bis im HerbUr entrichtet werden. I)ie Kesellsel>»ft zahlt« bisher 50 Millionen 421.177 Gulden ö. W. für Schadenvergütungen an ihre Versicherten. 376—3 Agentnr-Uebernahmsofrt'rte wollen an <»l>ige General Agentschaft gerichtet werden, woselbst anch Anträge entgegengenommen und Auskünfte bereitwilligst ertheilt werden. Patentierte Korksteine in Ziegel- und Plattenformat für Trockenlegung und Isolierung feuchter und kalter Wände - unter Gnruntie I Eiskeller- und Eishänser-Neabautea, sowie EecouMioi schlecht Hionier Objecte. 3T"ü.r Isolier-ions' von Dächern. I'lafonds etc. in Villen, Landhäusern etc. gegen Hitze n. Kälte. Oesterr.- ungar. Fabrik 347—12 für pat. Korksteine, Korkformstücke und Kork-Isoliermasse Kleiner Al Hokmayer in Mödlin»;. Vertreter: Mit it.Vf Ii*tHllttPltf, Mitffl'ttieur in fm f UZ. I'arkstratse 5. 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G-\a.t g-e-ü.'bt« -WG SCHNEIDERINEN werden b«-i dauernder Beschäftignnij und gnter Bezahlung sofort aufgenommen bei Carl Huesüiier, Damenlüeiilennaclier CILLI, Rat ha liesse 4. 37-4—2 Als Hausknecht wird ein junger Bursche sofort aufgenommen. Achleituer's Bäckerei Cilli. Rathausgasse 21. 381—1 Eine Frau Übernimmt H wird auf Verlangen vom Hause abgeholt and zugestellt. Gute Bedienung. 383—1 Näheres bei A. Schager in Gabeije. Danksagung*. Die ebenso zahlreichen, wie herzlichen Beweise warmer Theilnahme, welche meiner nun in Gott ruhenden, mir unvergesslichen Tante, dem Fräulein EMILIE HAUSSENBÜCHL, Vorsteherin der conceas, Lehr-ErziohungBanstalt für Mädchen, während ihrer langen und schmerzlichen Krankheit entgegengebracht wurden, sowie die ungemein vielen prächtigen Kranzspenden, die überaus zahlreiche Betheiligung an dem Leichenbegängnisse und der ehrende Nachruf, welchen die löbl. Schriftleitung der „Deutscheu Wacht* der Verbliebenen gewidmet hat, sind mir ein erhebender Trost in meinem tiefen Schmerze; haben ja doch diese Kundgebungen laut bewiesen, dass das selbstlose, nur dem Besten der heranwachsenden Jugend geweiht« Wirken, der geliebten Todten in allen Kreisen der hochgeehrten Bevölkerung von Cilli, namentlich in jenen, welche zu unserer Schule in irgendeiner Beziehung stehen oder gestanden sind, lebhafteste Anerkennung gefunden hat. Es sei mir daher gestattet, vorläufig auf diesem Wege. Allen, welche in diesen schweren Tagen liebevoll und tröstend unser gedacht haben, den tiefinnigsten Dank auszusprechen. Cilli, 4. Mai 1891. 375—1 Emmi Haussenbüchl. Ein tüchtiger Commis, flotter V erkänfer, als Geochäftileiter, eventuell auch als Geschäftstheilhaber wird in einer ausgedehnten GemUhtwarenhandluiig, verbunden mit Handel von Landea-Produ'-ten. aufgenommen. — Offert« sind an Herrn JOH. LÖSCHNIGG, 8t. Marein bei Erlachstein xu richten, weither dieselben aus Gefälligkeit weiter befördert. 31—36 Gin Lehrjunge aas gutem Hans«, der deutschen and slovenischen Sprache vollkommen mächtig, mit guten Scbulzeug-aissen wird sofort aufgenommen bei Franz Klinger, Gemischtwaren-Handlung in. T*7"iaa.ct,lsclig-raz. 373—2 Eine Bäckerei auf gutem Posten, am liebsten in einem Markte, wird zu pachten gesucht. Anträge erbeten unter .Anständige Bäckerei Nr. 6* an die Eiped. dieses Blattes. 35ii- 4 Gründlichen italienischen Unterricht sür Anfänger und Vorgeschrittene «rttheitt Frau Teresina Ornig-Pajer, Grajergcsse 14, 1. Stock 355—l Sprechstunden von 3 bis 5 Uhr nachmittag« MW-WM für Tanz und Aistatä. P. T. Beehr« mich, einem hochgeehrten P. T. Publikum Cilli's bekannt zu geben, dass ich meine 3«" Unterrichts-Curse ** im grossen Casino-Saale, Donnerstag den 21. Mai 6 Uhr nachmittags für jüngere Schüler und 8 Uhr abends für Erwachsene beginnen werde. Das Unterrichts-Programm umfasst: die Grundelemente der Tanzkunst, die Verbesserung der Körperhaltung, Anstandslehre, alle gebräuchlichen Salontänze nebst den ungarischen Nationaltänzen „Kör" und „ungarischen Walzer". Die Einschreibungen hiezu wollen gefälligst Donnerstag den 21. Mai von 5 Uhr nachmittags bis 9 Uhr abends in obbenannten Saale rechtzeitig bekannt gegeben werden. 351—4 Hochachtend Eduard Eichler, academischer diplom. Tauzmeister. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher und aufrichtiger Theilnahme während der Krankhoit und dem Hinseheiden des Fr&uleins ANTONIE HOPPE, sowie für die vielen Kranzspenden und zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte, sprechen wir hiemit Allen unseren herzlichsten Dank aus. CILLI, 6. Mai 1801. 330_| Die trauernd Hinterbliebenen. 'VTach dem Crtheile hervorragender Fachmänner ist Al der natnreebte, alkalische Alpenxäuerlinz. Ji* Kärntner Römer - Quelle Schutzmarke „Edelweiss" ein ebenso ausgexeichneter Gesundbrunnen bei Hals-Magen-, Blasen- und Nierenleiden, bei Katarrh, Heiserkeit, Husten, insbesondre der K er, wie auch «in 315—10 hochfeines Tafelwasser von seltenem Wohlgtachsnack, frei von all rt organischen und den Magen beschwerenden Nebea-bestandtheilen. Zu haben bei Ed. Faninzer und J. Matii in Cilli uud xu beuchen durch ,>>>! ErMS3ÄeÄ-"^er"wait-.ajay Post Köttelach, Kärnten. Motel Elefant, Donnerstag den 7. Mai 1891 Concert der Cillier Musikvereins-Kapelle. ■«< lull (fr—«■ -- iDfunf '/,» Uhr. Entree 25 kr. Um zahlreichen Zuspruch bittet 268— Hochahtungsroll M. Kailander. muck olJ Verlag der Firui* Jobaaa R&famcb in OUl Herausgeber und verantwortlicher Hedaaeur A. Ehrlieh.