Nr. 296. Donnnstllg' 29. Decembei 1898. Jahrgang 117. Mbacher Zeitung. ,?.U"l""ionSprec Mebactlon Äarmherzigergasse Nr, lb. Sprechstunden der Redaction von » bl« li Uhr vor« mittags, Unfrankierte Uricfe werde» nicht angenommen, Vlanuscripte nicht zurückgestellt.. Priinumerations-Einladung. Nlit 1. Jänner beqinnt ein neues Abonnement «uf die Laibacher Zeitung. Die «Laibacher Zeitung» tritt in ihren ^8. Jahrgang ein. Es ist das Bestreben der Laibacher Zeitung», bei der Auswahl des Stoffes, "" Veröffentlichung der Draht- und Postnachrichten "ur auf das thatsächlich Interessante Bedacht zu nehmen und den verschiedenen Geschmacksrichtungen ihrer Leser, "wn Sympathien sie zu erhalten eifrig bestrebt ist, brecht zu werden. Die telephonische Verbindung ^t Wien ermöglicht die Vermittelung der neuesten tüchtigsten Ereignisse. , In der Rubrik «Locales» findet jeder Leser Azgefasste Nachrichten von localem Interesse. Diese ^Heilung bildet, da sie die kleinen und großen ^lchehnisse aus der engeren Heimat in genauen Auf» i^chnungen bringt, das engste Bindeglied zwischen der ^chriftleitung und den Lesern. — Dem Volkswirt-'Haft lichen wird die größte Aufmerksamkeit zu« Lewendet, und keine Zeitung legt ihren Lesern die Be-Nchte über Verhandlungen in den Vertretungskörpern, Ut'er Sitzungen des Gemeinderathes, Landtages, der Handelskammer u. dergl. m. schneller und übersichtlicher vor als die «Laibacher Zeitung». Im locale« Theile finden ferner die Leser ein "lnsassendes Bild aller Vorgänge, die sich in der Stadt Aid ihrer Umgebung täglich abspielen und die für die Bevölkerung von Interesse sind. Theater, Musik und alle Vorkommnisse auf oem Gebiete der Kunst werden, wie bisher, die gebürende ^ ^una. finden, ebenso wird dem Vereinsleben eingehende Beachtung geschenkt werden. Die fesselnden Original.Feuilletons der ^awacher Zeitung» erfreuen sich bekanntlich allgemeiner -omebtheit; im Roman.Feuilleton erscheint eine sortlaufende Erzählung, die besonders als Lecture für die »Familie ausgewählt wird. Mit 1. Jänner beginnt ein größerer, ungemein fesselnder Roman aus der Feder «nes beliebten Schriftstellers. Die PränumerationS-Vedingungen bleiben unverändert und betragen: mil Host Versendung: für zalbach: ganzjährig . . i» si. — kr. ganzjährig . . l» fi. — lr. halbjährig . . 7 » »0 » halbjährig . . » » 5» » vierteljährig . » > 75 » vierteljährig . » » 7» » monatlich... I » ü«5 » monatlich... — » Vlt « Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 1 Gulden. Wss" Die Pränumerations - Beträge wollen portofrei zugesendet werden. Jg. u. Aleinmayr K Fed. ßamberg. Amtlicher Theil. Seine l. und l. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst die Uebernahme des Generalstabsarztes Dr. Karl Kraus, Vorstandes der 14. Abtheilung im Reichs-Kriegsministerium, auf fein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und demselben bei diesem Anlasse das Comthurkreuz des Franz Josef-Ordens zu verleihen; den Oberstabsarzt erster Elasse Dr. Josef Uriel, Commandanten des Garnisonspitales Nr. 1 in Wien, zum Vorstande der 14. Abtheilung im Reichs-Kriegsministerium zu ernennen; weiter die Transferierung des Oberstabsarztes erster Classe Dr. Albert von Söltz, Commandanten des Garnisonspitales Nr. 20 in Kaschau, in gleicher Eigenschaft zum Garnisonspitale Nr. 1 in Wien aiv zuordnen. Seine t. und k. Apostolische Majestät geruhten ferner allergnädigst in der k. u. k. Kriegsmarine zu ernennen: im See-OfficierScorp» zu FregatteN'Eapitänen: (mit dem Range vom 1. Jänner 1893): die Corvetten-Capitäne: Richard Dreger und Hermann Pleskott; zu Corvetten-Capitänen: (mit dem Range vom 1. Jänner 1899): die Linienfchiffs-Lieutenante erster Clafse: Vincenz Edlen von Pebal, Anton Racic und Heinrich Cosulich de Pecine. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. December d. I. allergnädigst zu gestatten geruht, dass dem Landes-Schuliuspector Josef Werber, aus Anlass der erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand, der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit mit feiner vieljahrigen ersprießlichen Dienstleistung bekanntgegeben werde, und weiter ben Director der Staatsrealschule mit deutscher Unterrichtssprache in Karolinenthal Karl Wihlidal zum Landes-Schulinspector allergnädigst zu ernennen geruht. Bylandt m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. December d. I. dem Straßeneinräumer Franz Zuber in Neuenbrand in Anerkennung seiner vieljährigen, treuen und belobten Dienstleistung das silberne Verdiensttreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Der Iustizminister hat den Kanzlei-Ossicial erster Classe des Landesgerichtes in Wien Franz Stejslal zum Kanzleidirector erster Classe beim Handelsgerichte ln Wien ernannt. __________ Der Handelsminister hat die Ministerial-Vice-secretäre Dr. Franz Müller und Dr. Heinrich Kautzky zu Ministerial-Secretären im Handelsministerium ernannt. Der Handelsminister hat im Personalstande des Postsparcassenamtes die Obercommissäre Dr. Franz Netoliczta und Dr. Karl Leth zu Secretären, den Hauptcasse-Controlor Oskar Anger sowie die Obercontrolore Franz Graf, kaiserlichen Rath Georg Konheisner und Gustav Kirner zu Iuspectoren, ferner die Controlore Anton Wohlfahrt, Karl Schebek und Alfons Hanke von Hanken st ein zu Obercontroloren ernannt. Feuilleton. Die Forderung. Novellette von Slndolf Gchmidt. U«bertmgung aus dem Dänischen von Jot). Iwersen. (Fortsetzung.) «Meine liebe Gemeinde!» sagte der Geistliche, 'dieser verwilderte Mensch hat uns gezeigt, dass auch der Härteste und Verstockteste auf die Dauer sich dem Guten nicht entziehen kann. Lasst uns danach streben, selbst Sein Gebot zu erfüllen und den Nächsten zu lieben wie uns selbst!» Und er begann seine Predigt über den Text des Tages. In später Abendstunde saß der junge Geistliche allein in seinem Zimmer und las bel der Lampe Schein mit ernster Miene in der kleinen Abendzeitung des Städtchens. Sein Haus lag am Rande der Stadt, und von seinen Fenstern aus tonnte man die dunkle Bergkette erkennen, welche in einer Entfernung von einigen Meilen sich wie eine kohlschwarze Mauer in die Ebene hineinzuschieben schien. Plötzlich ertönten zwei dumpfe Schläge an seinem Fenster. Er gieng an's Fenster und öffnete es. . «Ich bin's, Tom Iarvis,» sagte eine Stimme draußen. «Ich lomme ohne Waffen; lasst mich ein.» Ohne zu antworten, fchloss der Geistliche das Fenster, gieng hinaus und öffnete geräuschlos die Hausthüre. Der Räuber trat ein; der Priester zeigte schweigend ''Us einen Stuhl. Der verwilderte Mensch schaute den Geistlichen einen Augenblick an und sehte sich dann, merkwürdig zögernd, langsam nieder. «Ist's wahr, dass Ihr oft für mich gebetet habt, Priester?» fragte er endlich. «Ich habe nie ein unwahres Wort gesprochen,» war die Antwort. «Ich habe auch nicht daran gezweifelt; sonst wäre ich nicht gekommen.» «Ich bin ein Mann des Friedens; was woll Ihr von mir?» «Was ich heute vormittags that, war wild und wahnsinnig ... Ich fühlte es selbst in dem Augenblick, als ich mit Drohungen ill euern Kreis trat. Aber es drängte mich, ich konnte nicht widerstehen . . . Es ist derselbe Drang, der mich jetzt zu Euch Hieher treibt.» «Nach dem, was die Zeitung hier berichtet, verstehe ich, dass dieser Drang Euch erfasst hat, mein Bruder,» sagte der Priester ernst. «Hat euer Abendblatt bereits die Neuigkeit gebracht ?». Er ergriff den kleinen Bogen und las murmelnd: .Pacificbahn . . . Tom Iarvls, der freche Räuber, hat sich selbst übertroffen . . . zwei brutale Morde in einem Pullman-Waggon ... wie gewöhnlich dem strafenden Arme des Gesetzes entgangen ... allgemeines Aufgebot, um die Geißel der westlichen Landschaften einzufangen ...» «Euer Redacteur lügt diesesmal unwissentlich,» sagte er ruhig, als er das Blatt auf den Tisch legte. «Versteht mich recht, mit dem Ueberfall hat's seine Richtigkeit,» fügte er hinzu. «Ich sperrte den Zugführer in den Gcpäckraum und gieng dann von Waggon zu Waggon, in jeder Hand einen Revolver. Wie gewöhnlich erlegten die Reifenden ihren Zoll wie furchtsame Schafe. Aber in dem letzten Pullman-Waggon traf ich zwei von den Gebrüdern Watson; sie waren es ...» «Ich weiß, dass eure Mutter durch den un-glücklichen Bürgerkrieg großen unverschuldeten Schaden erlltt,» unterbrach ihn der Priester; «ich weiß, dass ihre Forderungen gerecht waren, und ich weiß, dass die Gebrüder Watson durch falsche Berichte bewirkt haben, dass ihre Forderung vom Congress abgewiesen wurde. Auch ist mir wohl bekannt, dass Euer Gemüth durch das große Unrecht, das Eurer Mutter geschah vergiftet wurde und dass Ihr dadurch auf den blutigen Weg der Selbstrache geführt wurdet. Ich habe gelesen von Eurer Geistesgegenwart, Euerm unerschrockenen Muthe und davon, dass Ihr oft den Schwachen und Verstoßenen Eure hilfreiche Hand geliehen habt. Deshalb habe ich Euer Leben stets mit Interesse und Theilnahme verfolgt.» «Ich habe mich gewehrt in Selbstvertheidiauna so gut lch konnte,» fuhr der Räuber fort; «aber die Absicht war mir bis heute fern ... Die beiden Elenden schrumpften zu matten Schatten zusammen als sie mich sahen. Auch mich berührte dies Zu ammcn-trefscn scltsam; mein Blut gerann zu Eis . . aus Abscheu, Schreck, Ekel und Verachtung zugleich. Und wahrlich, hätten sie alle Reichthümer der Baut, welcher ste vorstehen, bei sich geführt, von ihnen hätte ich leinen Cent genommen. Während ich unbeweglich und w,e gelähmt dastand, sah ich den einen von ihnen vor^ stchtlg sein Bowiemesser ziehen. Dass diese Schurken daran denken konnten, mir zu Leibe zu gehen, versekte mlch plötzlich in die wildeste Wuth. Ich sah wieder vor mir dle tummervollen Züge meiner sterbenden Mutter und das Unglück und Elend, welches diese belden über mein eigenes Dasein gebracht halten, fuhr Laibacher Zeitung Nr. 296. 2420 29. December 1898. Der Tisenbahnminister hat die Ministerial-Vice-secretäre Dr. Adolf Ritter von Strigl, Alfred Reffig und Dr. Eduard Ritter von Don-Heimer-Herlth zu Ministerial - Secretären und die Ministerial-Concipisten Dr. Kasimir Ritter von Artwinsti, Dr. Heinrich Schlefinger und Dr. Paul Hopfgartner zu Ministerial-Vice-fecretaren im Eifenbahnministerium ernannt. Der Eisenbahnminister hat die Oberingenieure Alexander Linnemann, Anton Siersch, Bronislaus Magie rowsti, Max Iüllig und Emil Arnold zu Aauräthen; die Ingenieure Will). Holeczek, Titus Liborio, Siegmund Kulka, Franz Knott und Moriz Grimm zu Oberingenieuren und die Ingenieur-Adjuncten der österreichischen Staatsbahnen Emil Cimonetti und Heinrich Ritter von Kuh zu Ingenieuren im Eisenbahnministerium ernannt. Der k. k. Landespräsident im Herzogthume Krain hat die mit Allerhöchstem Handschreiben vom 18. August 1898 gestiftete EhrenmedaiUe für vierzigjährige treue Dienste den nachstehend Genannten zuerkannt : Im politischen Bezirke Adelsberg: dem k. k. Straßeneinräumer Anton Cunta in Selce und dem t. t. Straheneinräumer Anton Smerdu m Zoll) im politischen Bezirke Gurkfeld: dem quiefcierten Hilfsbeamten Johann Zazula in Gurtfeld; im politifchen Bezirke Krain bürg: dem Waldhüter Johann Zagar in Thurn; im politifchen Bezirke Stadt Laibach: dem t. k. penf. Landtafel- und Grundbuchs-Adjuncten Andreas Reichet, dem k. k. penf. Kanzlisten Johann Franz, dem t. t. penf. Hilfsämter - Director Franz Isatitsch, dem k. k. pens. Landesgerichts-Official Ferdmand Ianesch, dem t. t. penf. Grundbuchsführer Iofef Lampe und dem k. k. penf. Telegraphenamts'Official Michael Leeb, fämmtlich in Laibach; im politifchen Bezirke Littai: dem k. k. Bezirksfecretär Martin Je ret in in Littai und dem Oberbau-Partieführer Johann Proffenz in Colnise. Nichtamtlicher Cheil. Weihuachtsbetrachtungen. Die Weihnachtsbetrachtungen der Wiener Prefse fördern wenig neue Gedanken zutage. Die meisten Blätter führen sich und den Lesern ihre parteimäßigen Anfchauungen zu Gemüthe. Gleichfam ist allen diesen Auslasfungen ein gewisser Ernst, der den allgemeinen Charakter der innerpolitischen Lage wiederspiegelt. Aus der Feiertagsstimmung herans richtet das «Fremdenblatt» einen warmen Appell zur Versöhnlich« keit und Versöhnung, und zwar nicht nur an die Deutfchen, sondern auch an die Majoritätsparteien, welche diesen das erfolgreiche Ausharren auf dem parlamentarischen Arbeitsfelde erleichtern und berechtigte nationale Empfindungen der Deutschen gleich chren eigenen stets achten und schonen müssen. Denn auch die slavischen Mehrheitsparteien müssen den staats-treueu und maßvollen Bruchtheilen der deutschen Wählerschaften die Behauptung ihrer Stellung im Kampfe gegen den Radicalismus ermöglichen, um so Verfassung und Parlament zu retten. «In Wirklichkeit wurzeln alle Freiheiten der slavischen Völker weit mehr als jene der Deutschen in der österreichischen Reichs-verfasfung und in dem österreichischen Reichsparlament. Jede Schwächung dieser Institutionen unterwühlt nur ihre eigenen Rechte.» Die Weihnachtsbetrachtungen der deutschen Blätter beschäftigen sich zumeist mit der religiösen Bedeutung des Festes. Wo sie die Politik streifen, wird entweder ein Blick auf die vom Kaifer von Russland einberufene Conferenz geworfen oder die Stellung des Reiches in der großen Weltpolitik, in der sich die Nation noch erst wie in einem neuen Kreise fühlt hervorgehoben. Eine Berliner Eorrefpondenz der «M. Mg. Ztg.» wendet sich gegen die sogenannte «Reichsverdrossenheit», die dem Volte die Freude an den errungenen Erfolgen vergällen will. «Es ist bedauerlich,» sagt der Correspondent ganz richtig, «dass das Capitel der Reichs -Verdrossenheit, ein Ausdruck, der seine Entstehung reichsfeindlichen Kreifen verdankt, auch im deutschen Reichstage die Ehre erfahren hat, eingeführt zu werden. Französische Blätter haben sich dieses hässlichen Namens für eine giftige Pflanze mit Eifer bemächtigt und das Wort Reichsverdroffenheit mit iuäolmiLs äo l^mpiro überfetzt, das heißt ein Gefühl der Gleich-giltigkeit gegen das Reich. Abgesehen von der unlauteren Quelle, aus welcher die Apostel der Reichs-verdrossenheit schöpfen, steht jenes Gefühl auch im umgekehrten Verhältnisse zu den offenkundigen Thatfachen. Von der ungeheuren Mehrheit des Reichstages und des deutfchen Volkes ist anerkannt, dass gerade die letzten Tagungen des Reichstages besonders erfolgreich waren; diese Erfolge wurden doch offenbar nur durch das Zusammenwirken von Negierung und Parlament erzielt. Es ist geradezu ein Zeichen philiströser Kleinlichkeit, nebensächliche Vorgänge die gewaltige nationale Institution des Reiches, unter deren Schutz wir so Großes erreicht haben, mürrisch entgelten zu lassen. Graf Posadowsky that nur feine Pflicht gegen Kaifer und Reich, wenn er diefer Giftmichelei, welche uns die Freude an unferem politifchen Dasein zu verbittern sucht, unter Hinweis auf unsere allgemeine politische und wirtschaftliche Lage nachdrücklich entgegentrat. Oder verlangte man etwa vom Stellvertreter des Reichskanzlers, dafs er in diefelbe verstimmte Trompete stieß? Wer in der Politik an leitender Stelle steht, muss einen gewissen Vorrath an Optimismus besitzen, sonst würde er in den täglichen Reibungen politischer Wirksamkeit Kraft und Muth verlieren.» wie ein Blitz an mir vorüber. Bevor er das Messer gezogen, hatte ich ihn auf den teppichbelegten Fußboden todt niedergestreckt. «Und jetzt war mir's, als sei alles roth vor meinen Augen; ich sah Blut überall, nichts als Blut. Der andere Bruder war auf die Knie gefunlen und erhob in wahnsinniger Angst die Hände zu mir. Ich schoss ihn nieder, und solange noch Kugeln in den Revolvern waren, schoss ich darauf los, bis rothes Blut hervorquoll und sich um meinen Fuß zu einer Blutlache sammelte. Als ich alle Kugeln verschossen hatte, kam ich plötzlich zur Besinnung. Ein namenloser Schrecken ergriff mich, und ohne über mein Thun nachzudenken, sprang ich hinunter, während der Zug davonbrauste. Ich begreife felbst nicht, dass ich unbeschädigt blieb. «Als ich merkte, dafs ich leinen Schaden genommen, regte fich der Selbsterhaltungstrieb in mir. Im Laufe einiger Stunden erreichte lch die einsame Farm, deren Bewohner mich kannten und bereitwillig darauf eingegangen waren, mein Pferd zu beherbergen. Mein Weg gieng in die Berge. In der Einsamkeit der Rlesentannen und Korkeichen wollte ich meine Qual und Verzweiflung verbergen und von dort, wenn möglich, nach einem der nördlichen Staaten zu entkommen suchen. Von einem Bergvorsprung aus sah ich im Sonnenglanz euere kleine Stadt friedlich am Rande des Graömeeres liegen. Dann kam die Ver° fuchung über mich, wild und wahnsinnig, aber ohne dass ich zu widerstehen vermocht hätte. Ich musste mich unter Menschen zeigen, ich musste sagen, wer ich sei; ich tonnte nicht anders. «Ich ritt zur Stadt hinunter, welche still und menschenleer in der brennenden Sonnenhitze dalag. Per aus euerer Kirche erschallende Gesang lockte mich hinein. Ihr wisst, was geschah! Ich bin diesen Nachmittag mit mir zurathe gegangen. Freiwillig komme ich zu Euch, und ich werde mich nicht widersetzen, wenn Ihr den Sheriff holen lafset.» «Mein Bruder!» entgegnete der Priester. «Menschen der Obrigkeit zu übergeben, ziemt sich nicht für mich. Wenn Euer Sinn Euch aber dazu treibt, werde ich gern mit Euch zum Sheriff gehen.» Der Räuber fchaute vor sich nieder; er kämpfte mit sich felbst. «An Euerer Stelle», fuhr der Priester fort, «würde ich zu erforfchen fuchen, was Gott von mir fordert. Den, der ihn wirklich gesucht hat, weiß er unmer zu finden. Was er fordert, ist in der Regel nicht viel; es gilt nur zu verstehen, dass die Forderung da ist.» Die Züge des Räubers wurden gespannt; er schien einem fernen Tone zu lauschen. Plötzlich erhob er sich. «Priester! Zum Sheriff gehe ich jetzt nicht. Ich weiß, dass ich Gott gesucht habe, und Euer Wort ftösst mir das Vertrauen ein, dass er mich finden wird. Wollt Ihr mir zum Abschiede die Hand reichen?» «Das will ich!» antwortete der junge Prediger. «Obgleich Blutschuld an Euerer Hand haftet, habe ich meine Hand fchon geringeren Männern, als Ihr feid, gereicht.» Einen Augenblick fpäter verklang der Hufschlag auf dem steinigen Wege. Der Geistliche fetzte sich an seinen Tisch und versank in tiefe Gedanken. Nach einer kleinen Weile wurde er wieder aus denselben geweckt; diesmal waren es wohl acht bis zehn Pferde, welche in rafendem Galopp die Hauptstraße der kleinen Stadt he.rabgefaust kamen. (Schluss folgt.) Politische Uebersicht. Laibach. 28. December. Gegenüber den Ausführungen, welche anlässlich einer Meldung der « Narodni Listy » über den vom Herrn Handelsminister Freiherrn Divaull hinausgegebenen « Post - Erlass » für Böhmen M verschiedenen Blättern erschienen sind, schreibt die «Wiener Abendpost»: Es sei kurz darauf hingewiesen, dass dieser Erlass sich streng an die Bestimmung des H 13 der Sprachenverordnung für das Postwesen hält, wonach eine Ausnahme lediglich in dem Sinne sta" tuiert wird, dass betreffs des inneren Betriebes, del Manipulation des Post- und Telegraphendienstes dle deutsche Sprache weiterhin in alleiniger Anwendung zu verbleiben habe. Dass und inwiefern in den anderen Belangen, Personal-Angelegenheiten, ökonomische Agenden :c. des Post« und Telegraphenwesens im König' reiche Böhmen beide Landessprachen in Anwendung ^ kommen haben, ist im § 7 der heute zu Recht be' stehenden Verordnung begründet, und darf daher dessen thatsächliche Durchführung, als Confequenz der M' ordnung, niemand überraschen. Selbst Gegner der iM gierung und der Sprachenverordnung werden zugeben, dass die Durchführung einer bestehenden Verordnung einfach Pflicht der Regierung ist. Gestern traten auf Grund des Allerhöchsten Ein-berufungs-Patentes vom 17. d. M. die Land tagt von Böhmen, Galizien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Krain, Bukowina, Mähren, Schlesien, Görz, Vorarlberg und Trieft in ihren ge/ schlichen Versammlungsorten zusammen. Bis auf d^ Landesvertretungen von Dalmatien, Salzburg, Tiw und Istrien haben alle Landtage Sitzungen abgehalten. Sämmtliche ungarischen Blätter besch^ tigen sich mit der vom Abg. Horanszky publicieren Darstellung der Verhandlungen bezüglich der Curial gerichtsbarteit, mit der dieser Abgeordnete den gegen den Ministerpräsidenten Baron Aanffy erhobenen Vorwurf der Unzuverlässlgkeit und des Wortbruche» zu begründen sucht. Aus dieser Darstellung geht hel/ vor, dass Verhandlungen zwischen dem Ministers sidenten und Horanszky im Jänner 1896 gepflogen wurden, wobei der Ministerpräsident erklärte, er wel^ den Antrag auf Einführuug der Curialgenchtsballel' ln Wahlsachen unterstützen. Im weiteren Verlaufe dec Verhandlungen im Mai 1896 fügte der Ministers sident hinzu, er werde die Wahlreform nur nach Durch' führung des Ausgleiches acceptieren. Von dieser 6^ llärung machte Baron Banffy dem Abg. Horansz^ in loyaler Weise Mittheilung. Trotz dieser Erklärung brachte Abg. Apponyi drei Tage später die oben ^ wähnte Vorlage ein, die an dem Widerstände de» Magnatenhauses scheiterte. Professor Es march veröffentlicht in del «Deutschen Revue» einen offenen Brief, in we^ chem er mit Rücksicht auf die im nächsten Jahre in Petersburg abzuhaltende Friedensconfereni mehrere Vorschläge zur Verminderung der Grausamte" des Krieges macht. Nach einer aus Rom zugehenden Meldung be/ tont man in den dortigen Negierungskreisen, dass d>e Conferenz gegen den Anarchismus, welchel durch die Rückficht auf die in den betheiligten Staaten bestehenden Gesetzgebungen und innerpolitischen Vel" Hältnisse von vornherein enge Grenzen gezogen waren, immerhin zu jenen Ergebnissen geführt habe, die man unter dlefen Umständen erwarten konnte. Abgesehen voN dem speciellen Zwecke der Conferenz, werde mit Genug' thuung darauf hingewiesen, dass dies die erste iiuel-nationale Conferenz politifchen Charakters gewesen sei, die in Rom als der Hauptstadt Italiens abgehalten wurde. Die Session des franzö fifchen Parlo-ments wurde am 24. d. M. gefchlosfen. Dasselbe tritt am 10. Jänner wieder zusammen. — In ihre" letzten Sitzungen haben die Kammern die beiden Pl^ visorischen Audgetzwölftel und den Credit voN 67 Millionen zur «Vervollkommnung des Waffen' materials :c.» für 1899 bewilligt; der letztere Special pusten foll bekanntlich aus dem Erlöfe des zu den Befestigungen gehörenden Geländes im Westen und Norden von Paris bestritten werden. Mit beide" Abstimmungen kann die Regierung zufrieden sein; f"l die Bruchteile des provisorischen Budgets stimmte" in der Deputierteu-Kammer 453, dagegen nur 26 A7 geordnete, während der außerordentliche Credit ftl militärische Zwecke ohne materielle Debatte einmüthH von 446 Abstimmenden genehmigt wurde. Nach einer aus C 0 nst a n t i n 0 pel zugehenden Meldung dauert die Auswanderung der ärmere" muhame 0 anischen Bevölkerung auf Kreta an, und werde die Zahl der bisher ausgewanderte» Muhamedaner auf ungefähr 10.000, das ist nahez" ein Achtel der ganzen muselmanischen Bevölkert Kretas, geschätzt. — Die Entwaffnung der christl'^ Bevölkerung Kretas foll befriedigende Fortsch^^ machen. Laibacher Zeitung Nr. 296. 2421 29. December 1898. Tagesneuigleiten. —- (Regierungs-Iubilä um.) In der vor-gestrigen Plenarsitzung der Wiener Börsenkammer wurde «n vom Ministerpräsidenten Grafen Thun au den Prä-Ndenten der Bürsenkammer, Miller zu Aichholz, gerichteter Alass mit dem Danke des Kaisers für die aus Anlass des ^"lährigen Regierungsjubiläuuls des Kaisers dargebrachte Huldigung zur Kenntnis der Kammer gebracht. Von diesem Klasse wurden alle österreichischen Börsen, welche sich an °er Huldigungsadrcssc betheiligten, verständigt. — (Die Revision des Processes Aleyfus.) Aus Paris wird vom 27. d. M. gemeldet: ^ach seiner gestrigen Einvernehmung hatte Minister-Präsident Dupuy eine Besprechung mit dem Präsidenten bes Cassationshofes Löw in Angelegenheit der Bedingungen A die Mittheilung des geheimen Dossiers. Präsident ^ow richtete abends an den Kriegsminister Freycinet Nnen diese Bedingungen enthaltenden Brief. Minister. Msident Dupuy, Freycinet und Lebret hielten eine Mftrechung über diese Bedingungen ab, welche den für oie Sicherheit des Staates und die Vertheidigung des Angeklagten gebotenen Garantien zu genügen scheinen, demgemäß wäre beschlossen worden, das Dossier heute Wtn Cassationshofe mitzutheilen. Die Uebcrgabe wird vurch Capita» Cuignet erfolgen, welcher das Dossier lkdcn Tag überbringen und nach stattgehabter Sitzung wleder zurücknehmen wird. Dies wird so oft geschehen, "s es der Cassationshof für nöthig halten wird. Während "" Sitzung des Cassationshofes wird sich Cuignet in lnem dem Sitzungssaale benachbarten Naume aufhalten, "" technische oder sonstige Aufklärungen, deren Kenntnis /^ Cassationshof für zweckdienlich halten wird, zu er-'Men. dpa ^ (^ l " 5 2 eoTolstoi) hat von der Redaction ^5 Moskauer Blattes «Niwa», in welchem Mitte A"".er sein neuestes belletristisches Werk «Auferstehung» Aklnen wird, 12.000 Rubel Honorar erhalten. Für «Msche Literaturverhältnisse ist das eine ungewöhnlich V°ye Summe. Hs, 7^ (Pest.) Nach einem amtlichen Berichte hat die in !» "" Districte Vombay nur in der Stadt Bangalore N, s. ^^" Woche merklich abgenommen, während der Mtand in der Präsidentschaft Madaraz und in den entralprovinzcn unverändert ist. Die Epidemie wüthet "°H )n Mysore uud Haiderabad. Local- und Provinzial - Nachrichten. Arainischer Landtag. Eiste Sitzung am 28. December. Vorsitzender Landeshauptmann O. von Detela. Baron be?n^^""^"' ^' ^"^'^ Landespräsident Landesregierungs-Secretär W. Haas. ,^.. ," H"r Landeshauptmann eröffnet die Sitzung, i^c!: '^ °"^ ^"U^ des Allerhöchsten Patentes vom ^-December 1898 der Landtag des Herzogthumcs «ram auf den heutigen Tag einberufen wurde, begrüßt aUe Abgeordneten und Se. Excellenz den Herrn Landes« Präsidenten als Vertreter der hohen Regierung und con-Natiert die Beschlußfähigkeit des Hauses. Se. Excellenz Herr Landespräsident Baron He in begrüßt — deutsch und slovenisch sprechend — im Namen t>er Regierung alle Abgeordneten aufs herzlichste und Heilt mit, er habe die Ehre bekanntzugebeu, dass er beauftragt sei, das nachfolgende Allerhöchste Rescript zur "enntnis zu bringen: ¦Deželnemu zboru Moje vojvodine Kranj ske. O priliki petdesete obletnice tistega dne, ka-terega sem zasedel Svoj prestol, je sklenil deželni zbor Moje Ijubljene vojvodine Kranj ske, Mi P° odposlanstvu pokloniti udanostno izjavo dežel-?ega zastopa in v adresi sveèano izraziti želje, ki ^virajo o tem pomembnem spominskem dnevu iz ^vestobe in udanosti do Mene in Mojega roda, iz Jjubezni do ožje domovine in iz skrbi za blagor ^onarhije. Vsled globoke žalosti, v katero je zavila Mene ln Mojo hišo smrt Moje, sedaj v Bogu poèivajoèe soproge? Njenega Velièanstva cesarice in *raljiceElizabete, ni moglo priti odposlanstvo ns> Moj dvor. Toda rad jemljem na znanje vdanostni izraz dezelnega zbora in mu izrekara za njegovo lojalno lzjavo Svojo cesarsko zahvalo. Jaz vem, da odgovarja dinastièna zvestoba, ¦ *l se kaže v tej izjavi, èutstvom prebivavstva, ka-tero zaatopa deželni zbor, in da obsega v sebi Lagotovilo, neomajno se držati zveze z monarhijo, «atero je krepk'o in trdno združila Božja pre-Vldnost v veèstoletnem preslavnem zgodovinskera razvoju. y usodah raojega petdesetletnega cesarjevanja, polnih izprememb, som naäel v vedno izkazani, Požrtvovalni udanosti Svojih zvestih narodov varno °Poro prestola. Ona daje, karkoli je skritega v krilu bodoönosti, zanesljivo jamstvo, da ostane ne-prikraèena moè in uglednost države. Oprta na pravice posameznikov, zajamèene v državnih osnovnih zakonih, in na enakopravnost narodov, ae je povsod lopo povzdignila duševna in raaterijalna kultura. Skrbni gojitvi blaginje posaraeznih delov, ne-obhodno potrebni za neprestani napredek celote, more le koristiti, ako se podeli pri razvijanju javnib uredeb deželnim zastopom, ki so v prvi vrsti poklicani, da pazijo na interese blagostanja, primerno polje, da vrše svoje ustavne pravice. Jaz upam in želira, da provzroèi kljub vsera naaprotstvom v mišljenju in stremljenju resna volja do stvarnega pospeševanja duševnega in materijal-nega blagostanja, da se doseže sodelovanje vseh moÈi, oprta na mejsebojno spoštovanje pravic in na pravièno3t. Vsem delom deželnega zbora, zasnovanira v tem duhu, ne bode manjkala Moja vladarska skrb. S tera pošiljam deželnerau zboru Svoj cesarski pozdrav. Dano na Dunaju, dne 22. decembra 1898. 1. Franc Jožef s. r. Thun s. r. An den Landtag Meines Herzogthums Krain. Ans Anlass der fünfzigsten Wiederkehr des Jahres-tages Meiner Thronbesteigung hat der Landtag Meines geliebten Herzogthums Krain beschlossen, Mir durch eine Deputation die Huldiguug der Landesvertretung darzubringen uud in einer Adresse den Wünschen feierlichen Ausdruck zu geben, welche bei diesem bedeutungsvollen Gedenktage der Treue und Anhänglichkeit an Mich und Mein Haus, der Liebe zum engeren Heimatlande und der Sorge für das Wohl der Monarchie entspringen. Infolge der tiefen Trauer, in welche der Heimgang Meiner nun in Gott ruhenden Gemahlin, Ihrer Majestät der Kaiferin und Königin Eli-fabeth, Mich und Mein Haus versetzt hat, musste das Erscheinen der Deputation an Meinem Hoflager entfallen. Gerne nehme Ich jedoch die Huldigung des Landtages zur Kenntnis und spreche demselben für feine loyale Kundgebung Meinen kaiferlichen Dank aus. Ich weiß, dass die darin zutage tretende dynastische Treue den Gefühlen der vom Landtage vertretenen Bevölkerung entspricht uud das unverbrüchliche Festhalten an dem durch Gottes Vorsehung in vielhundertjähriger, ruhmreicher geschichtlicher Entwickelung fest und kraftvoll gefügten Verbände der Monarchie in sich fchließt. In den wechfelvollen Geschicken Meiner fünfzigjährigen Regierung habe Ich in der stets bewährten, oftser-müthigen Hingebung Meiner getreuen Völker eine sichere Stütze des Thrones gefunden. Sie bietet, was immer der Zukunft Schoß bergen mag, die zuverlässige Gewähr für den ungeschmälerten Bestand der Macht und des Ansehens des Staates. Gestützt durch die staatsgrundgesetzlich gewährleisteten Rechte der Einzelnen uud die gleiche Berechtigung der Völker haben geistige uud materielle Cultur allenthalben einen erfreulichen Aufschwung genommen. Der zum stetigen Fortschritte der Gesammtheit un-erlässlichen, sorgfältigen Pflege des Wohles der einzelnen Theile kann es nur frommen, wenn bei der Ausgestaltung der öffentlichen Institutionen den Landcsvertretungen, als den zur Wahrnehmung der Wohlfahrtsinteressen in erster Linie Berufenen, ein entsprechender Spielraum zur Bethätigung ihrer verfassungsmäßigen Rechte gewährt wird. Ich hoffe nnd wünsche, dass, über alle Gegensätze der Anschanungm und Bestrebungen hinaus, der ernste Wille zur sachlichen Förderung der geistigen und materiellen Wohlfahrt ein von gegenseitiger Rcchtsachtuug uud Billigkeit getragenes Zusammenwirken aller Kräfte zeitigen möge. Allen in solchem Geiste gedachten Actionen des Landtages wird Meine landesväterliche Fürsorge nie fehlen. Anmit entbiete Ich dem Landtage Meinen kaiserlichen Grnß. Gegeben zu Wien am 22. December 1698. Franz Joseph m. p. Thun m. p. Die Abgeordneten vernehmen stehend die kaiserliche Botschaft und brechen nach ihrer Anhörung in begeisterte Slava- und Hoch-Rufe aus. Der Herr Landeshauptmann ergreift nun das Wort und bemerkt (slovenisch sprechend), das hohe Haus habe ergeben und ehrfurchtsvoll die kaiferlichc Botschaft empfangen. «Freudig haben wir vernommen, dass Se. Majestät überzeugt ist, dass die in der Adresse des Landtages zum Ausdrucke gebrachte dynastische Treue den Gefühlen der ganzen Bevölkerung des Herzogthumes Krain entspricht und dass sie die Versicherung des untrennbaren Verbandes mit der Monarchie in sich schließt, welchen kraftvoll und fest die gbttliche Vorsehung fügte. Hoch beachtenswert ist auch in der Allerhöchsten Botschaft die Erklärung, dafs es nur der ganzen Monarchie nützen kann, wenn die Interessen ihrer einzelnen Theile sorgsam gepflegt werden, u.,d dafs zu diesem Behufe den Landesvertretungen, die in erster Linie zur Wahrung dieser Interessen berufen sind, ein angemessenes Feld zugewiesen werde, damit sie ihre verfassungsmäßigen Rechte ausüben. Das hohe Haus stimmt auch sicher mit der Hoffnung und dem Wunsche des erlauchten Herrschers überein, dass trotz aller Gegensätze der Anschauungen und Bestrebungen die Mitwirkung aller Kräfte erzielt wird, gestützt auf die Achtung des Rechtes und der Billigkeit — zum Segen und Nutzen ganz Oesterreichs. Kummervolle Erinnerung haben die Worte in der kaiserlichen Botschaft erweckt, die das entfetzliche Unglück und Leid berühren, welche den erlauchten Kaiser und die ganze Monarchie getroffen, da die ruchlose Hand eines unmenschlichen Vösewichtes den grausamen Stahl ins edelste Herz gestoßen, ins Herz der unvergesslichen Kaiserin Elisabeth, welche alle Nationen der ganzen Monarchie geliebt und geachtet haben als Engel der Milde und Güte und mit der der lichte Stern erlosch, der von der Höhe des kaiserlichen Thrones leuchtete. Inmitten der freudigen Vorbereitungen zur würdigen Feier des fünfzigjährigen Rcgierungsjubiläums des erlauchten Herrschers traf die grausige Kunde von der Ermordung der erhabenen Kaiserin die österreichischen Völker wie ein Blitz aus heiterem Himmel und stürzte die Herzen in tiefes Leid. Der krainische Landesausschuss versammelte sich sofort zu einer außerordentlichen Sitzung, in der beschlossen wurde, dass sich eine Deputation, bestehend aus allen Mitgliedern des Landesausschusses, zum Herrn Landespräsidenten begebe, um das tiefe Beileid des ganzen Landes Krain auszudrücken uud ihn bitte, dies an Allerhöchster Stelle mitzutheilen, feruer, dass ein Kranz am Sarge der gottseligen erlanchten Kaiserin niedergelegt werde und der Landeshauptmann als Vertreter des Landtages sich am Leichenbegängnis Ihrer Majestät der hochseligen Kaiserin betheilige. Alle diese Beschlüsse wurden ausgeführt. (Deutsch fortfahrend): Der hohe Landtag hat in der letzten Session unter den freudigen Auspicien des 50jährigen Regieruugs-jubiläums Seiner Majestät unseres erhabenen Monarchen einer Landtagsdeputation die Mission übertragen, sich zur geeigneten Zeit an das Allerhöchste Hoflager zu begeben, um Seiner Majestät die Huldigung und Glückwünsche des Landes Krain darzubringen. Wie bekannt und wie es auch in der heute verlesenen kaiserlichen Botschaft erwähnt ist, wurde infolge des die ganze Monarchie in Trauer versehenden Hinscheidens Ihrer Majestät der Kaiserin von dem Empfange aller Huldigungsdeputationen Umgang genommen. Der Landesausschuss hat jedoch am 2. December, als dem glorreichen Erinnerungstage des 50jährigcn Regierungsjubiläums Seiner Majestät, die Huldigung und die ergebenen Glückwünsche im Wege Seiner Excellenz oes Herrn Landespräsidenten zum Ausdrucke gebracht, und wurde ihm dafür der Allerhöchste kaiserliche Dank bekanntgegeben. (Ill slovenischer Sprache schließend): Heute wurde die Session des Landtages mit einer kaiserlichen Botschaft eröffnet; ich weiß, dass ich aus dem Herzen aller Abgeordneten spreche, wenn ich beantrage, dass wir als Wicderhall der Botschaft Sr. Majestät begeistert ausrufen: Slava Seiner Majestät dem erlauchten Kaifer!» Die Versammlung stimmte begeistert mit Slava-und Hoch-Rufen ein. Der Herr Landeshauptmann begrüßt den hoch. würdigste» Herrn Fürstbischof Dr. Ieglic, indem er die besondere Freude aller Abgeordneten zum Ausdrucke bringt, dass Seine fürstbischöfliche Gnaden in deren Mitte erschienen ist, um mit ihnen für das geistige und materielle Wohl der Bevölkeruug zu arbeiten. Ebenfo begrüßt der Herr Landeshauptmann den Abg. <öubic und nimmt beiden Abgeordneten die Angelobung ab. Der Herr Laudeshauptmann stellt dem Hause den Regierungsvertreter Landesregierungssecretär Haas vor. Die eingelangten Petitionen werden den zu wählenden Ausschüssen zugewiesen. Der Herr Landeshauptmann widmet dem verstorbenen Landtagsabgeordneten Notar Globocnik einen warmen Nachruf. Die Abgeordneten erheben sich zur Trauerkundgebung von den Sitzen. Der Bericht des Landesausjchusses, betreffend das seitens des Landtages abzugebende Gutachten über die Verlegung des Amtssitzes des Bezirksgerichtes Sittich, wird dem Verwaltungsausschusse zugewiesen. Abg. Murnil berichtet namens des Landes-ausschusses über die Wahl eines Landtagsabgcordncten für den Wahlbezirk der Städte Krainburg und Bischoflack nnd beantragt die Dringlichkeit für den Bericht. Die Dringlichkeit wird anerkannt und der Antrag des Landesausschnsses: die Wahl des Herrn Johann Subic als Landtagsabgcordneten für den Städte-Wahlbezirk Krainburg. Bifchoflack wird als giltig «klärt, an-' genommen. Laibacher Zeitung Nr. 296. 2422 29. December 1898^ Ebenso wird die sofortige Behandlung des Berichtes des Landesausschusses wegen der provisorischen Cin-hebung der Landesumlagen im Jahre 1399 angenommen. Landeshauptmann Detela betont, dass angesichts der erhöhten Ausgaben für die culturellen Bedürfnisse des Landes, ferner für die Gehaltsregulierung der Beamten, die rückwirkend vom 1. Jänner 1699 dem Hause beantragt werden wird, an eine Ermäßigung der Landesumlagen nicht zu denken ist. Abg. Hribar wünscht, dass der Landesausschuss die Gehaltsregulierung der Landesbeamten und Diener sofort in Behandlung nehme, und beantragt folgende Resolution: ' Der Landesausschuss wird beauftragt, hinsichtlich der Erhöhung der dienstlichen Bezüge der Landes-beamten schon im Laufe der gegenwärtigen Session angemessene Vorschläge zu erstatten, welche so redigiert sein sollen, dass die dienstlichen Bezüge der sechs Rangsclassen der Landesbeamten womöglich mit den Bezügen der sechsten bis elften Rangsclasse der Staatsbeamten gleichstehen. Principiell wird aber schon jetzt ausgesprochen, dass die Erhöhung mit 1. Jänner 1699 zu beginnen habe und dass daher bei Zusammenstellung des Landes-Voranschlages hierauf Rücksicht genommen werde. Seine Excellenz Abg. Baron Schwegel bringt den lebhaften Wunsch zum Ausdrucke, dass die Gehaltsregulierung der Landesbeamten und Diener so rasch wie möglich vom gegenwärtigen Landtag, und zwar mit der Rückwirkung vom 1. Jänner 1899, beschlossen werden möge, damit die Bediensteten keine Schmälerung der Vortheile der Gehaltserhöhung erfahren. Er wünscht jedoch, dass kein principieller Beschluss rücksichtlich der Rangsclassen-Ein-thcilung getroffen werde, da hiedurch die Frage compliciert und die Antragstellung verzögert werden könnte. Er erklärt schließlich, dass seine Partei von dem lebhaftesten Wunsche beseelt sei, dass die Landesbeamten so rasch wie möglich der Vortheile der Gehaltserhöhung theilhaftig werden. Abg. Hribar empfiehlt die Annahme seiner Resolution, da sonst Gefahr bestände, dass die höheren Rangsclassen nicht berücksichtigt werden. Seine Excellenz Abg. Baron Schwegel erklärt nach der Aufklärung des Vorredners auch für diesen Theil der Resolution stimmen zu wollen. Abg. Murnil als Berichterstatter erklärt, dass der Landesausschuss sich ohnehin bereits eingehend mit dieser Frage beschäftigt und beschlossen habe, in der ersten Sitzung nach dem neuen Jahre die Gehaltserhöhung rückwirkend vom 1. Jänner 1899 in Antrag zu bringen. Die folgenden Anträge des Landesausschusses werden sodann angenommen: Der hohe Landtag wolle beschließen: I. Zur Bedeckung der Abgänge beim Landesfonde find vom 1. Jänner 1899 an bis zur endgiltigen Feststellung der Landesumlagen pro 1899 nachstehende Umlagen einzuheben: 1.) ein 40proc. Zuschlag zur Verzehrungssteuer von Wein, Wein- und Obstmost und Fleisch; 2.) selbständige Austagen: ») von dem Verbrauche von Liqueuren und allen versüßten geistigen Flüssigkeiten ohne Unterschied der Gradhälligkeit per Hektoliter 1b st. und von dem Verbrauche aller übrigen gebrannten geistigen Flüssigleiten nach Graden des lOOtheiligen Alloholometers vom Hettolilergrade 30 kr.; b) von jedem Hektoliter verbrauchten Bieres, unabhängig von der Gradhältigkeit desselben, im ganzen Lande 1 st.; 3.) ein 40proc. Zuschlag auf die volle Vorschreibung aller directen Steuern mit Ausnahme der Personaleinkommensteuer. II. Der Landesausschuss wird beauftragt, für den Beschluss »uk I die Allerhöchste Genehmigung einzuholen. Ebenso gelangt die Resolution des Abg. Hribar zur Annahme. Der Bericht des Landesausschusses, betreffend die Fortdauer der bisherigen Auslage von den Mietzinsertrügnissen in der Landeshauptstadt Laibach, wird über Antrag des Abg. Dr. Schaffer dringlich behandelt. Es wird die Mietzinsauflage für das Jahr 1899 bei einem ordentlichen Gesammterfordernisse von rund 260.000 fl. mit rund 33.000 fl. veranschlagt, bildet sonach eine ganz erhebliche Bedeckungspost, und dies umsomehr, als dafür eine anderweitige gleich reichliche und etwa leichter aufdringliche Eiunahmsquelle kaum zu finden sein würde. Die Anträge des Landesausschusses: 1.) Der Landeshauptstadt Laibach wird, wie bisher, so vom 1. Jänner 1899 an bis Ende des Jahres 1909 die EinHebung einer Auflage von den Mietzinserträgnissen in der Weise bewilligt, dass die Mietzinse unter 50 fl. ganz frei bleiben, von Mietzinsen von 50 fl. bis ein« schließlich 100 st. jährlich eine Auflage von 2 lr. von jedem Mietzinsgulden und von Mietzinsen über 100 st. jährlich eine Auflage von. 4 kr. von jedem Mietzinsgulden zu entrichten ist; 2.) der Landesausschuss wird beauftragt, für diesen Beschluss die Allerh. Sanction zu erwirken, — werden angenommen. Der Bericht des Landesausschusses, betreffend die in der verflossenen Session vom Landtage bewilligten Bau-Herstellungen in der Landes-Irrenanstalt in Studenz, wird dem Finanzausschusse zur sofortigen Berichterstattung zugewiesen. Die Sitzung wurde nunmehr zur Vornahme der Wahlen unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Sitzung wurde folgendes Wahlresultat bekanntgegeben: Fiu a u z aus sch us s: die Abgeordneten Graf Narbo, Kalan, Hribar, R. v. Langer, Dr. Majaron, Modic, Murnik, Dr. Papez, Poose, Dr. Schaffer, Äavon Schwegel, Visnikar. Verwaltungsaus schuss: die Abgeordneten Vojtt, Ielovsek, Lenaröic, Baron Lichtenberg, Luctmann, Pakiz, Povse, Baron Rechbach, Zubic, Dr. Tavc'ar, Baron Wurzbach, Ielen. Reche nschaftsberichts-Ausschuss: die Abgeordnelen Ajman, Grasselli, Klein, Kosak, Ritter von Langer, v. Lcnkh, Loy, Perdan, Schweiger. Mit Acclamation werden gewählt zu Ordnern die Abgeordneten Graf Äarbo und Lenarciö, zu Veri-ficatoren die Abgeordneten Dr. Schaffer und Ielovsek. Die Eonstituierung der Ausschüsse ergab folgendes Resultat: Finanzausschuss: Obmann Abg. Dr. Papez, Obmann-Stellvertreter Abg. Dr. Schaffer. Verwaltungsausschuss: Obmann Abg. Baron Lichtenberg, Obmann-Stellvertreter Abg. Doctor Tav'ar. Rechenschaftsberichts-Ausschuss: Obmann Abg. Grasselli, Obmann - Stellvertreter Abg. Ritter von Langer. Der Landeshauptmann beraumte die Fortsetzung der Sitzung auf 5 Uhr nachmittags an. Abendfihung. Abg. Dr. Majaron stellt folgende Resolution und beantragt deren Dringlichkeit: Die hohe k. l. Regierung wird aufgefordert, sofort die Errichtung einer Universität in Laibach im Sinne der Beschlüsse des krainischen Landtages in der Sitzung vom 28. Februar 1893 durch Stipendien zur Heranziehung von Lehrkräften an dieser Universität vorzubereiten. Die Dringlichkeit wird anerkannt, und nachdem der Abgeordnete die Resolution eingehend begründet hatte, wird dieselbe angenommen. Abg. Hribar stellt folgende Resolution und beantragt die Dringlichkeit derselben: Es wird eine Abordnung, welche nebst dem Herrn Landeshauptmann noch drei Mitglieder des hohen Hauses umfasst, zu dem Zwecke gewählt, dass sie eine Audienz bei Seiner Majestät dem Kaiser erbittet und vor den Stufen des Allerhöchsten Thrones die ergebene Bitte um Errichtung einer Universität in Laibach unterbreitet. Die Dringlichkeit wird anerkannt. Der Antragsteller begründet die Resolution, welche sodann angenommen wird. Als Deputation werden gewählt: der hochw. Fürstbischof Dr. Ieglic, die Abgeordneten Dr. Majaron und Povie. Abg. Kalan berichtet namens des Finanzausschusses über die in der verflossenen Session vom hohen Landtage bewilligten Bauherstellungen in der Landes-Irrenanstalt in Studenc. In Anbetracht der schon im vorjährigen Berichte betonten und der vom hohen Landtage bereits anerkannten Nothwendigkeit der vorangeführten Bauherstcllungen in der Landes-Irrenanstalt Studenc stellt der Landesausschuss den Antrag: Für die in der letzten Laudtagssession beschlossenen Bauten in der Landes-Irrenanstalt in Studcnc wird aus dem Landesfond ein Credit per 45.860 fl. bewilligt. Der Finanzausschuss schließt sich diesem Antrag an; derselbe wird angenommen. Abg. Lenariit berichtet namens des Verwaltungsausschusses betreffs des seitens des hohen Landtages abzugebenden Gutachtens über die Verlegung des Amtssitzes des Bezirksgerichtes Sittich. Da die Justizbehörden ihr Gutachten dahin abgegeben haben, dass die Verlegung des Amtssitzes nach Wcichselburg sowohl im Interesse des Dienstes als auch der Beamtenschaft und eines größeren Theiles der Bevölkerung des Gerichtsbezirkes gelegen ist, daher dieselbe allen übrigen Projecten vorzuziehen ist und sich so ziemlich die gleiche Anzahl der Gemeinden einerseits für St. Veit, anderseits für Weichsclburg ausgesprochen hat, endlich sowohl Sittich wie St. Veit außerstande wären, aus eigenen Kräften die nöthigen Baulichkeiten herstellen zu können, beantragt der Landesausschuss, und der Verwaltungsausschuss schließt sich dem Antrag an: Es werde im Sinne des Gesetzes vom 11. Juni 1868, R. G. Bl. Nr. 59, das Gutachten des Landtages dahin abgegeben, dass derselbe der Verlegung des Amts« sitzes des Bezirksgerichtes Sittich nach Weichselburg zustimmt. Abg. Papej befürwortet die Verlegung des Bezirksgerichtes nach St. Veit und stellt einen dahiiüau' tenden Antrag. Abg. Dr. Tavcar tritt den Ausführungen des Vorredners entgegen und unterstützt den Antrag des Vel' waltungsausschusses, der angenommen wird. Der Herr Landeshauptmann erklärt, da die Tages' ordnung erschöpft ist, dass der Tag der nächsten Sitzung den Abgeordneten auf schriftlichem Wege bekanntgegeben werden wird. Er spricht seinen Glückwunsch zum neue» Jahre aus und schließt die Sitzung. "(Zur Landtags-Eröffuung). Der gestrige" Landtagseröffnung gieng ein Geistesamt voran, das voi» hochw. Herru Abg. Canonicus Kalan in der Domkirche celebriert wurde. Demselben wohnten Seine Excellenz bel Herr Landespräsident Freiherr von Hein, Herr Landes hauptmann Detela, der hochwürdigste Herr FürstbiM Dr. Iegli?, die meisten Abgeordneten und viele Andächtige^ — (Stempelbehandlung der Eingabe" an Handels- und Gewerbelammern) ? eben ergangener Erlass des Finanzministeriums bringt >" Erinnerung, dass die von den Handels- und Gewer^" kammern über Partei-Ansuchen auszufertigenden ^ stätigungen, Certificate und Zeugnisse aller Art, a^' Soliditäts- und Leistungsfähigleitszeugnisse, Bestätigung über Handelsgebräuche, über Eintragungen im Handel register ober im kammerlichen Gewerbecataster u. dergl-, >^ wie die Parteieneingaben um die Ausfertigung sol^ Bestätigungen und Zeugnisse der Stempelgebür von 50 " von jedem Bogen unterliegen. Parteienansuchen weg^ Ertheilung einfacher unverbindlicher Auskünfte, wel^ nicht der Charakter einer behördlichen Emanation be>' wohnt, wie zum Beispiel über die Creditfähigleit vo" Firmen, um Namhaftmachung von Firmen u. derA sowie die über solche Ansuchen ertheilten Auskünfte stl" find stempelfrei; desgleichen der Schriftenwechsel ^ Handels« und Gewerbelammern untereinander und ^ anderen Aemtern und Behörden, mit Ausschluss des ö^ richtlichen Verfahrens. . — (Verzeichnis der Advocate« u" Notare.) Laut Mittheilung des k. t. Iustizministeri^ wird der XVI. Jahrgang des von demselben he"^ gegebenen Verzeichnisses der Advocaten und Notare in ^ im Neichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern ^ öslerreichisch'ungarischen Monarchie für das Jahr 1^ zu Beginn des genannten Jahres im Verlage der t. Hof- und Staatsdruckerei, Wien I., Singerstraße 26, e« scheinen. — (Zeitungs-Expedition.) Die Amts""' stehung des hiesigen l. k. Hauptpostamtes hat angeo^' dass die mit dem Abcnoschnellzuge einlangenden Zeit^. an jenen Tagen, an welchen selbe wegen verspät Eintreffens des genannten Zuges am Schalter oer ZeitU>'s abgäbe nicht mehr ausgegeben werden, voll den hie^. Kaffeehäusern und Zeitungs-Redactionen in der Zeit v 7 bis 8 Uhr 30 Minuten abends in der Briefspedi^ (Eingang: Preserngasse, I. Stock, links) abgeholt we^ köunen. . — (Weihnachtsfeier in der Freiin "", Lichten thu rn'schenWaiscnmädchena nfta^ Wie alljährlich in der Weihnachtszeit, fand auch g^ im Lichtenthurn'schen Waisenasyle eine Weihnacht^' statt. Das Programm derselben umfasste das viera"^ Schauspiel «^»ti-ina Ijudexon» und das dreia«^ Schauspiel «Das Muttergottesbild., zwischen deren eini^ Acten hübsch angepasstc Gesänge in slovenischer und delM Sprache eingefügt erschienen. Die zumeist mit ziemlich umsa ^ reichen Rollen bedachten Darstellerinnen — selbstocrs«^ lich ausschließlich Zöglinge der Anstalt — entlew^ sich ihrer Aufgabe mit vielem Eifer und Geschick, wegten sich mit einer erstaunlichen Sicherheit und kündeten in jedem Worte eine überraschende ^^ ^ kenntnis. Insbesondere gefiel im ersten Spiele die A,H stellerin der Zorka; im zweiten bedachte man tMpl^M die kleine Darstellerin der Theresia und jene der t>"> Hausfrau mit reichlichen: Aeifalle. Zu erwähnen lva noch die geschmackvollen Costume, in welchen die bra Darstellerinneu im ersten Schauspiele auftraten. Die faugsnummern gefielen insgesammt wegen der p^^„ Wiedergabe und der frischen jugendlichen Stimmen . ausgiebiger Stärke und hübscher Schulung. Mit el schön arrangierten lebenden Bilde, das die heilig ^, milie in Betlehem darstellte, und mit dem daraus <^ genoen Kaiserliede fand die gelungene Feier ihren ., schluss. Unter dem zahlreichen Auditorium bemerkten ^ Herrn Hofrath Schemerl in Vertretung Sr. El^llenz ^ Herrn Landespräsidenten, den hochwürdigsten Herr» l).^ bischof Dr. Ieglic, den hochwürdigsten Herrn «"A von Cattaro Uccellini, die hochgeborene Frau ,, ronin Olga von Hein, weiters die Herren: ^'" h, vicar Flis, Dompropst Klofutar, Director Hu ^ Bezirksschulinsftector Prof. Levec, u.a. "^'^tl s — (Die Sanitäts - Districtsvertret" , in Radmannsdorf.) Bei der kürzlich stattgey" ^ Neuwahl der Sanitäts-Dislrictsvertrctung von RaAn^ ^ dorf wurden folgende Herren gewählt: Iohaun ^la ^ Radmannsdorf zum Obmann, Adolf von Kapp" ^ Tteinbüchel zu dessen Stellvertreter, Anton M«" Laibacher Zeitung Nr. 296. 2423 29. December 1696. hraschach, Andreas Iurgele in Unter-Otok, Johann Ianc w Vigaun, Anton <2ustersiil in Lancovo und Anton ^ogacnil in Podnart zu Viitgliederu, Franz Vlulcj und Matthäus Kosmas, beide aus Radmannsdorf, zu Ersatzmännern, —o. ^^ (Bienen Handel.) Eine für die Versendung von Bienenvölkern nach Deutschland, also insbesondere für dcn anl meisten dabei beteiligten Kramer Vicnen-Handel, günstige Entscheidung enthält der uns znr Einsicht gestellte Erlafs des hohen l. k. Eisenbahnministeriums an ^n Inhaber der Firma «Kramer Handelsbienenstand, Br. Rothschütz zu Weixelburg». Die Firma hatte die unauffälligen, speciell den österreichischen Versender belästigenden Konsequenzen einer ausländischen Tarisbeslimmung der Würdigung des Ministeriums unterbreitet, und es wurde nunmehr durch den Wortlaut der nencn Bestimmungen eine vollständige Nemednr und größte Transportkosten-Ermäßigung angebahnt. Der Ellass lautet: «Unter Bezugnahme auf die Eingabe vom 6. November 1896, eine Aenderung der Bestimmungen bezüglich der Frachtberechnung für Bienen betreffend, wird mitgetheilt, dass diese Eingabe fofort der Elsenbahn-Directoren-Conferenz zur Beschlußfassung übermittelt worden ist. Nach einem uunmehr eingelangten Berichte haben die österreichischen, ungarischen und bosnisch-hercegovinischen Eisenbahn »Verwaltungen beschlossen, den Abschnitt U, II, i, Abtheilung tt !>eS gemeinsamen Tarif-Theiles I, wie folgt zu fassen: l) Lebende Bienen. 1.) Als Eilgut. Lebende Bienen werben bei Aufgabe als Eilgut zu den Frachtsätzen für ermäßigtes Eilgut befördert, sofern sich die Fracht lür das wirtliche Gewicht der Sendung, mindestens jedoch für 5000 Kilogramm pro Frachtbrief und Wagen zu den Frachtsätzen der Normalclasse 1 nicht billiger stellt. 2-) Als Frachtgut. Lebende Bienen werden bei Aufgabe als Frachtgut zu den Frachtsätzen der Normalclasse I befördert, sofern sich die Fracht zu den Frachtsätzen für er-wähigtcs Eilgut nicht billiger stellt. Diese Mahnahme wird voraussichtlich mittelst des nächsten Nachtrages zur Abtheilung U des gemeinsamen Tariftheiles 1 durchgeführt werden. * (Deutsche Bühne). Ungern nehmen wir von dem geistvollen, fesselnden Werke Pnccinis «Aob/me», das gestern zum letztenmale in dieser Saison aufgeführt wurde, Abschied. Wenn die Oper auch nicht die erwünschte und verdiente Aufnahme seitens des Publicums gefunden hat, denn auch die gestrige Aufführung war fchwach besucht, so werden alle Kunstfreunde, an oen.cn die Neize der Schöpfung eines hochbegabten Künstlers nicht spurlos vorübergegangen sind, uns beistimmen, wenn wir Herrn Director Schlesinger für die mit vielen Opfern verbundene Vermittlung des Werkes, Herrn Kapellmeister Auer für die kunstverständige Lcitnng und den darstellenden Künstlern: Frl. Jelly und Gruber, den Herren Renoir, Schuster, Groß, Schwabl und Mahr und dem wackeren Orchester nochmals unsere wärmste Anerkennung aussprechen. I. — (ltrbrechung eines Opfer st ockes.) In der Nacht vom 17. auf den 18. d. M. wurde die eiserne Gitterthür der Kapelle nächst Cegelse, Pfarre Neumarktl, und sodann der in der Kapelle befindliche hölzerne, mit-Eisenblech beschlagene und mit einer guten Sperrvorrich-! tung versehene Opserstock aufgebrochen und aus demselben, nach Vermuthung des Herrn Pfarrers, ein Geldbetrag von 5 bis 10 fl. durch unbekannte Thäter entwendet, die sich beim Einbrüche eines Meißels und eines Holzbohrers bedienten. —1. — (Wüthender Hund.) Am 21. d. M. tauchte in Gottendorf, Bezirk Rudolfswert, ein fremder Hund auf, welcher wegen Wuthvcroachtes getödtet wurde. Alus den eingeleiteten Erhebungen über das Verhalten dieses Hundes vor der Tlidtung sowie aus dem Sections-befunde stellte es sich dar, dass derselbe mit der Wuth« lranlheit behaftet war, weshalb unter anderen Veterinär-polizeilichen Maßnahmen auch die in der dortigen Gegend bereits früher eingeführt gewesene Hundecontumaz bis. zum 21. März l. I. verlängert wurde. —«. — (Aus der Theatertanzlei.) Heute wird zum Vortheile der Operettensängerin Frl. Elisabeth Wi chert Audrans Operette «Der Gluckscngel» (1^» blkneott«) aufgeführt. — Der Vorverkauf für die Samstag halb 5 Uhr stattfindende Kindervocstcllung bei ermäßigten Preisen hat bereits begonnen. - Für die ersten Jänner-tage wird Millöckcrs «Bettelstudent., die Lustspiel-Neuheit «Die Kinder der Bühne», Raimunds «Alpentönig und Menschenfeind» und die Operettenneuhcit »Der schöne Nigo» vorbereitet. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 26. auf den 27. d. M. wurden drei Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Vacierens und eine wegen Excesses. —r. Neueste Nachrichten. Gräfin Thun f (vligiiial lelcgramm.) ^ Vodenbach,28. December. In Anwesenheit ^>r. k. u. k. Hoheit des durchl. Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand, sämmtlicher Minister, mit Ausnahme des Wegen Unwohlseins verhinderten Narons Pipanli, außerordentlich zahlreicher Mitglieder des Hochadels, hoher Würdenträger, Beamten, Deputationen verschiedener Corporation?» und eines zahlreichen Publicums fand heute in der Gruftkirche in Kröglitz die Beifetzung der Gräfin Thun statt. Die Einfegnung nahm Cardinal Graf Schönborn vor. Die innerpolitische Lage in Ungarn. Budapest, 28. December. Heute früh gelangten mehrere der in Schwebe befindlichen Ehren-Affairen zur Austragung. Zeitlich morgens focht Abg. Vela Knbit mit dem Journalisten Geza Kennedi ein Säbelduell aus. Kennedi hatte im «Pesti Hirlap» anlässlich der letzten stürmischen Sitzungen des Abgeordnetenhauses, bei welchen Kubil, wie erinnerlich, sich sehr hervorthat, diesen heftig angegriffen, worauf die Forderung erfolgte. Das Säbelduell verlief für beide Theile unblutig. Kubit erhielt einen Flachhieb auf die Brust, Kenedi wurde leicht an der Brust verletzt. . Um 10 Uhr vormittags fand das Pistolenduell zwischen dem Honvedminister Freiherrn v. Fejervary und dem Abg. Grafen Stefan Karolyi statt. Als Be-dingungen waren vereinbart worden: Distanz zwanzig Schritte, einmaliger Kugelwechsel ohne Avance. Graf Karolyi hatte dcn ersten Schuss, seine Pistole versagte jedoch. Dann fchofs Minister v. Fejervary, ohne zu treffen. Hiemit war das Duell beendet. Die Gegner schieden versöhnt. Um 12 Uhr fand das Säbelduell zwischen den Abg. Edmund Gajari und Nikolaus v. Szemere statt. Im ersten Gang erhielt v. Szemere einen Hieb auf den Arm, im zweiten Gang eine schwere Kopfwunde. Gajari erhielt eine leichte Risswunde am Arm. Der Zustand Szemeres ist sehr bedenklich, so dass ein dritter Arzt beigezogen wurde. Die Gegner fchieden versöhnt. Budapest, 28. December. (Ungarisches Abgeordnetenhaus.) Das Haus setzt unter vollständiger Theilnahmslosigteit die Debatte über die Präsidenten-Frage fort, da das allgemeine Interesse durch die heute vormittags zur Erledigung gelangten Ehrenaffairen absorbiert wird. Es sprechen die Abgeordneten Michael Üaszlo, Ragalyi und Györffy, sämmtliche contra, worauf die Debatte abgebrochen und auf morgen vertagt wird. Landesvertheidigungs-Minister Baron February wurde von der liberalen Partei mit großen Ovationen empfangen. Die Affaire Dreyfus. (Original'Telegramm.) Paris, 28. December. Der Cassationshof verhörte heute den ehemaligen Minister Barton und den ehemaligen Präsidenten der Republik Casimir Perier. Rotterdam, 28. December. Eszterhazy hält sich seit 19. d. M. hier auf. Wien, 23. December. (Orig.-Tel.) Heute haben sich die Vertretungskörper von dreizehn Kronländern zu einer kurzen Session versammelt. Denselben ist eine Allerhöchste Botschaft zugegangen, welche den Landtagen den Dank Seiner Majestät des Kaisers für die an-läfslich Allerhöchsldeffen Negierungs-Iubiläums dargebrachten Huldigungen übermittelt. Die heute abgehaltenen Eröffnungssitzungen gaben Anlafs zu begeisterten Ovationen für Se. Majestät dem Kaiser. Die z>. t ^^K>oiziZ^iit^it der «Fnilmcher Zeitung», bei welchen das Abonnement mit diesem Monate endet, werden höflichst ersucht, die weitere Prä-numeration t>»1tliß^t zu erneuern, um die Expedition ununterbrochen veranlassen zu können. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 27. December. Dr. Kraus, Professor; Winter, Maler. Graz. — Rapp, Instituts-Inhader, Klagenfurt. — Pfeiffer, Gutsbesitzer. Gurljrld. — Ritter v. Langer, Gutsbesitzer, Pod» gora. — Graf Vavbo, Gutsbesitzer, f. Mutter, Klviebach. — Hisnilar, Landtasssabgeordneter, s. Frau, Neifnitz. — Karl Oster, maier, t. l. Mi!itär°Med.- Accrssist, Trieft. — Ielovsel, Vüiger» meister, Oberlaibach. — Plisuil, Vahnbcamter, s. Gemahlin, St. Peter lSannthal). — Fürst, Kfin., Agram. — Blazon, Private, f. Tochter, Vigaun. — Lonöaris, Gutsbesitzer, s. Frau, Mliräutsch. — Fürst, Reisender; Sc. Excell. Baron Schwcgci, l. l. Geheimrath, Wien. — Kunia, Verwalter, Steinbrück. Verstorbene. Am 27. December. Josef Nuder, Zwängling, 56 I., Polauadamm 50, Marasmus. Am 28. December. Maria Iaverlnil, Näherin, 50 I., Rain 4, äpopInxiH cerekri. — Rudolf Florjanöic-, Heizerssohn, 3 M., Tirnauer Lände 20, Darmlatarrh. Im Siechcnhause. Am 27. December. MariannaKnopfl, Bedienerin, 74 I., NrlMchiallatarrh. Volkswirtschaftliches. Laibach, 26. December. Die Durchschnittspreise stellten M), wie folgt: Mailt.Prei« Marlt-Pre58____ Hirse . 8 50 7- Schöpsenfleisch . —36------- Kuluruz » 6 50 5 60 Hähndel pr. Stlick —^45 —^— Erdäpfel . 3-----------Tauben » —!l6____ Linsen Hektoliter 12-----------Heu pr. q .. 160____ Erbsen » 5-----------Stroh . . . 160------- Fisolen » 10,-------> Holz, hartes pr. Rindsschmalz Kilo — 96 —!- Klaster 6 60____ Schweineschmalz» l?0------ — weiches, » 4 50------- Speck, frisch , !65------> Wein,roth.,pr.Hltl. 24>_______ — geräuchert » —>70 — —weißer, » 30 — -____ Meteorologische Beobachtungen in kaibach. Seehöhe 306 2 u». v U GYZ »Z, I«Z Z S W^ fi^ ^" be« Himmel« ZßZ L Z5? Zs ! KZ.« ,f, 2 U.A. 73^7 6 0 SW. zml. start oewgltt' 9 » Nb. 737 6 52 SW. schwach > dewollt 29.j7U.Mg., 735 3, 3 2j N. mäßig , Regen ,92 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 5-6« um 8 2 ° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm «Z»re zlallt»»Anl»hen. »^/, Vnbeltllche Reute in Noten »er». Mai.Nooember . . . l0l « la, bl. ln««te,i «rz,Februar>August lUi ^ 10l 4k, ..Silber «l,, IHn„erO«»» schrrlbnngen. «lisabetbbahn in „ steuerfrei ,,,.,. ,.«.^ (biv. St,), für 100 ft. «, 4°/„ "s 75 llS 50 »ranz. Josef ««ahn in Gllber ...«„.»,«« (dlv St.) f. 100 st, Nom. »V.°/, l"'W '"'^ ltudolssbahn 4°/u in Kronen». ^!"".^"'.^^"' "«.00l° Vorarlbergbahn 4'/, t. Kronen»» fteuerf,. 400 u. »000 Kr. s. ^,. .^ ^ «00 Kr. «°m..... " " »"»°0 Z» Staatsslhnldverschrelbu»» «en abgeftemp. «tisenb.^Nctle». «lijabethbalzn »00 st, LM. ü^,,»/, von »u« si. o. W, pr. S'üll. «z«o»h«-— dt«. üinz.Vllbwe!» »00 st. ö. W. i'/.°/,........ »»4«iz»z- bt«. salzb..Tlr. «»fl,». W. ü»/, »«> — »50 7«. «»l.<»ll<2ud»..V.>U0lI. 0«U» «a« »«» «t««le z»r Z»hl«»> vbllgatt«»»». «lllabelhuahn SV0 u. ««l «. ..... ,,.^ 4«/« ad I»»/« ^ «s- 4°/n bt«, bt«, per Ultimo . . »?'«>' »»'— bto St.E «l,«<>lbi0UfI,,4>/,^ »s?b »»Si bl«. bto, Silber 100 fl,. 4'/,"', "8-70 !2» ko bt«, Staat«.0b!l«, (Ung, 0stl>.) V. I. 1870, ü«/«..... l»1 - 1»l 70 bt«4l/,''/„CchcmliegaI°»bl'vbl 100-29 1"l «" ht«. «r»M..«nl. k 100 N. «. W. 1« 72 128 7° bt«. bto. k «fl.«. U. 1b?-7ü lz»7b lhelh.«««.H,le «»/. AX, fl. . »«s —'«75 ^nlndlntl. - Gbligatione» cl»r l«> fl. '— »3 - A«dt« VsstnU. ßnlthen. Don«»'«««.'2«se l»°/,. . . . l«U - i«l — «,. .«nlelhe 1»?« . . 10« — l«9> >»l«he» der Stadt Gsr» . . K2- - — ^ »nle«» d. Otadtgemeinve Wien 108 »0 «04 co Anleden «. stablgemeind« Wie» («llb« oder ««») . . . . 1»« «> 18? b« P«»»<«l'«nl. b. «tabtg«. «»<«, 74 7ü l?ö' ?ü «rleb«»M«l«ch», »«l«». »'<«, ,«,. ,oi »«ld »a« Isandili»ft (für i«, fl.). ««der. all«,«l.«n»oI,v«l.4»/t «k — 9«- bto. Prnm,»Echlbv. ««/„ I. 5„ ,i«z!i> N.lsterr, Ua>lbe«>Hyp,'Unst, 4°/, 99 «« luu s0 Oest.°u»g, Van! verl. 4«/o . . 10a i« 101 10 bt«. dto, üviähr. ,, 4°/, . . i«0 10 101-10 Vp»«llffe,1.0st., so I.zV.'/.vl. i«°5o -- Prioritzt«'ybllsattone» (für 10« fl,). Ferblnano« Norbbahn Vm. 18« 100 — 100 U0 vestcrr, >>iordwts!bal,n . . . 10» 80 110 4< 3taali!bahl,3«/l>^Flc<,l00p,Vt. »LN— —- büdbahn 2«/« tl Frc«. Ü00 p. Et. 173-80 18l1 S>' bto, b°/»^LV0fl, P. 100fi. liiü^o — — Ung, »gllllz. Vllhn..... I0^j 30 10S 3l> 0 «anlverein, Wiener, 100 ft. . »b? — 2»? «5 «odcr,.«nst,,0esl„200fl,S4<»»/, 4s» — 49«- »rot,>«nst. f. Hand, u, V. 1L0 st. — — — — dt«. dto, per Ultimo Septbr. 362 »^ 3»^ 75 «reditbanl. «lllgung, lloott. . ä»4 7^ 395 L>>> Depositenbank, «ll«,. »00 ft. . 2<1 — 2»3 — «NcompteVes., Ndrbst,, 500 fl. 740 — 74» - Viro> u,Easleno, Wiener, «00fl. 2«4- 265'- Hhpolhelb,, 0est., 200fl,«5°/,». »l--- »3 Länderbant. Oeft., 200 fl. .. 237-7ö Ä28»5 0esterl..un«»l. Vanl, «00 ll. . 935 — 9«v - Unionbanl 200 ll..... 2»z?0«»«o0 »n«ch««b«l. «Ul». «ck» ll. ' 7l l0l?i bO «elb ««re Attien «n Zranspult« Unternehmungen (per Ttück). «ussta.revl, lkisenb, »00 fl . >l!0n >« Vesellschaft 200 fl. T, . . l»!" 20^29«--Lloyb, Oest,. Trieft, 50» fl.VM. !«0 - j43z -Oesttir. N«rdwcstb, 800 ft, 3. »44„il«^ z^, dto. bto. silt, U) 200 fl. T. 2Ul ö0 »«2 ü< Prag-Duxer Eisenb. Ib« fl. S. 10» ü^: 1«: 5" Etaatseisenbahn 20« fl. E. . !»LZ 4a 3«s sc> Südbahn 20« fl. S.....«4'Uö 6» Lö Vübnordb, Verb'U. 20» fl. «Vl. 207 öv «08t»i tramwayü>es.,Wl,,l70fl.!;,W. —— — — bto, », 1887. 200 fl. . . bS» — °Si-— TromwllljGes., «eueWr,, Prl«. ritHt« Aclien 10U fl, . . . i«b0I2?'N Nn«,»aallj, (lisenbLWfl. Silber 214-— lilt-^, Nu«.l«estb.(«aab°Viaz)20afl.V. 212 l>0 213 b0 »<«,« 2«»lo»hntn. «tt.'««l. — — — — z«dustrt»4 - l Stahl'Ixb. in Wien 1 fl..... 90-- 93 — Eisenbahn»..«eihg., «rste, 80 fl. 1»« «>> 187 — „lilbemühl", Papleif. u. V..». eo — 91- Alestnger Brauerei 10« fl. . . ,e9-l?0>- Vt«nt «0Z ?,« ,.«»«. ,«5 —»se- Vtlb V«e trifaller Kohlent°.^«s. 70 fl. "s eo,?»" Waffenf..«..0est.!nW0sl...... . 5zz-.zzO^ wr. Gailgesellschast 100 fl. .' . ,07 7» <0« 7i «ienerberger Z!cgel.«ctien'««<. «77- »7»- Diverse Lose (per Glück). «ndaptst'Baslllcll (Dombau) . a 70 ?'- «reditlose IW fl...... 20« - »<>3"- «lary.Lose 4« fl, LM. . . . «0 75 «l?» 4°/„Dona>i.Dampflch, 100fl.«M. l?o — 160"- 0fen,i Lose 40 fl..... «3.^0 «'" Palffy-Lose 40 fl. «M, . . . ö3- - "" «uthen^euz, Oest,Ves,v.,10fl. ,9 2^ «s'"! «othen Kreuz, Una, Ves. >v.,0fl. ,0-4« <'' «udolph.Lose in fl, . . . L5_ 2«"^ kalm Lole 40 fl, «Vl. . . «g ;z »7'«l tt.ü>cnoi«.L«se 4« fl, CM. . «^50 8^?^ «albstein.Lose 20 fl. «Vt. . . ,,_ «" «eloinstsch. d, 8°/„ Pr,-Echuldl>. . b. «llbencrebitaiistalt. l. «tm. , «« 1«'" bto, bto, U. «»lbach« H«s«...... ,^ ,z „»° z»,iftn. »mfterbam....... 99 üb »k.'s Deutsche Plätze...... 29 l>Ü AH London........ ixxzzl?«^ llari» ........ 47-80 «'"' t». Vetersbur, .... -- "'" Palnlen. Vntnten....... . i-?l b'^ L<>>str