^82. Montag, 10. April 1905. 124. Jahrgang. Laibacher Mma. ^llg'^x °"6p«is: Mit P ust uc r< c»d u n ll: aanzjälirin 3N X, halbjähriss 15 «, Im Noiüor: „anz- i l> , ' ynllijähiin i, X, Für dir Z»stell»„ss ins Hai,ö l,aüziäl,iin i! X, — Insertionögcbülir: Für llciiie ? lii« zu 4 ^eileu 5N !>, nrMro p^r Zrile 1^ !> ^ I>l'i i,!f!>-lvii ^ioderholungeü per Zeile 6 li. 4 Die «Laibllcher Zeitunl,» erlchcii,! !i>!,I>ch, mit Ausnahme bor Toi»! und sseicrwLe, Dir Adminlftratlon befindet stch «»„»reswlatz Nr. li, die Nedattion Nalinaliiilioss!' Äir. l», Sprechstunde,! der !!,'edat!iuu liun « l>iö 10 Uhr uurnnünsss, Uusrantierle Briefe werden nil!,! „»neiiuiüinen, Mn,iiijlrip!e nichl z>,r„chies!ellt. Nichtamtlicher Teil. Ungarn. skris ^le „Zeit" führt aus, an der ungarischen H.v Ultcressierc die Österreicher vornehmlich die den ? ,' ^ "?^' ^lilitärkredite von außeror-d?n / - ^ '^^^' lu irgeild einer Weise verfügt wor-su,w '' "^' ^"^> "io Vedeckuugsfrage der venas-d^^asn^en Beratnng und Beschlußfassling durch sscis s ^^'^^ nnterzogeu loordeu wäre. Für Uii-c>bo- s? ^ ein vereinzelter Fall, in Österreich Ücin" 7 ^ ^^ Teilerscheinuilg eines ganzen Sy-ch^^' ähnliche Dinge hätteu sich in den ivillkürli-be> ^ Umänderungen nud Kostenüberschreitliiigen lun!,? ^^ftenbahneii ereignet, ebenso bei der Schafts ^Mloser neuer Beamtenposten, die iu deu iel> sch^l)rcn den budgetgesetzlichcn Status weit übcr-3leni '" ^"^"l. Das sei Geist vmu Geiste des § 14-r^s"!^ts. Aber das Parlameut sei wieder frei uud ^inis^ N^worden nud nu'isse jetzt vom Fincmz-Äi.f. N^naue Auskunft über die militärischen "^vmduugen fordern. Unan "'^"ch^post" führt aus, die Vorherrschast ^r w^' "^^' vielmehr der Magyaren innerhalb y^,'., archie s" unausbleiblich, weuu den Un-richf, '^'^,,Wünsche in Erfüllung gehen. Eine Auf-ni? s,^ Österreichs ohue die magyarische Hegemo-t>^^^' sei nnr denkbar, wenn die Nationalitäten sli^i fischen gegenüber den Standpunkt der Eifer-i„^ ^ "er Mißgniist und der Feindschaft verließen len ^^ Staate aus freieil Ttückeil dasjenige gönnen N " braucht, um deu Absolutismus und scich^^ciukratismus ^ ersehen durch eine tat-d?Z H^ Verfassung, dnrch eine im besten Sinne Gurtes deinokratische Legierung, cini.^"^ "Wiener Deutsche Tagblatt" erklärt, ei« Uy^)'. vorgehen des Parlaments gegeniiber den d^ Aschen Aspirationen sei ebenso im Interesse A^/^u wie der anderen Parteien Österreichs y^N- Daher könnten die Czechen ohne Rücksicht «^^Verhältnisse im böhmischen Landtage die Obstruktion im Neichsrate nicht ohne schwere Schädigung des böhmischen Volkes wieder aufnehmen. Vatikan. In den liberalen, sowie in den kirchlich gesinn^ ten Kreisen Italiens erregt, wie »nan aus Rom schreibt, eine kleine Schrift viel Aufsehen, die soeben unter dem Titel „Pins X., sciue Handlungen nnd seine Absichten" erschienen ist und, wie behauptet wird, vom Papste selbst inspiriert sein soll. Tiefe Schrift macht in bezug auf die kirchliche Lage in Italien, die charakteristischesten Geständnisse und ta-delt die Fehler der Geistlichkeit, die Mäugel der Seminarien nnd die Klostereinrichtungeu mit schonungsloser Kritik. Der Verfasser bemängelt auch scharf die Art und Weise, wie sich das heilige Kollegium ergänzt. Statt deu Kardiualvhut nnr nach dem wahren Verdienste zu verleihen, erhalten diese Würde ausschließlich die Titulare gewisser Stelleu, eiuzig und allein, weil sie eben diese Stelleil innehaben, ohne das; dabei die Frage ihrer Fähigkeit in Betracht gezogen werde. Die Schrift kennzeichnet uuumwundeu die Machenschaften, die bei Kardinalsernennungen mitspielen. Der Antor scheut sich uicht zu behaupten, daß in der Mehrzahl der Diözesen es gerade die c»m wenigsten verdienstlichen Priester sind, welche zu Prälaten ernannt werden. Die ganze Schrift ist in diesem Tone gehalten. Wenn diese Kritik tatsächlich mit Villignng des Papstes geübt wurde, und es wird dies als zweifellos bezeichnet, so muß man daraus schließen, daß Pius X. mit radikaleil kirchlicheu Nefor-men in allen Zweigen der kirchlichen Verwaltung vorzugeheu beabsichtigt. Das Schriftchen hat gro-ßeu Eindruck hervorgerufen und man ist überzeugt, daß diese Publikation, wenn sie nicht vom Papste gutgeheißen worden wäre, gewiß anf den Inder gelangen würde. Die Lage in Mazedonien. Wie man aus Konstantinopel schreibt, weift der offiziöse „Ikdam" eine vom Sophiancr Korrc^ spondenten der „Times" herrührende Darstellung der Lage in Mazedouieu in sehr scharfer Weise zurück. Nach den Behauptungen des erwähnten Berichterstatters schließen die türkischen Beamten die Kirchen, verletzen die natürlichen Rechte der Bulgaren lind verüben Erpressungen an den Bauern. Es sei tief zu bedaueru, daß ähnliche Verlcnmdungen in einem Blatte wie die „Times" Eingang finden. Worin bestehen denn die angeblichen Erpressungen V fragt der „Ikdam". Ist vielleicht die Verfolguug der Äriganten gemeint, die in jedem zivilisierte»! Lande nnverzüglich hingerichtet würden? Es sind dies Leute, weiche in die Dörfer eindringen nnd selbst Frauen lind Kinder töteil. Wo ist die zivilisierte Regierung, welche, nicht mit der grüßten Strenge dahin arbeiten würde, solche Feinde der Menschlichkeit zu beseitigeil, die sich im Inilern des Landes so grausame Handlungen zu schnlden kmn-men lassen'? Es ist das natürliche Recht jeder Re-giernng, sich aller zulässigen Mittel zu bedienen, um die Ordnung im Innern zu sichern. Keiner der vielen auswärtigen Funktionäre, welche sich gegenwärtig in den rumelischeu Vilajets befinden, hat von Erpressuugeu der ottomauischen Behörden gesprochen. Tagegeil melden selbst die Berichterstatter der den Türken übelwollenden Blätter alle mögÜ chen Greueltaten der bulgarischen Briganten, welche die Kinder in der Wiege und selbst schwangere Fraueil erwürgen. Sie töteil uicht bloß Muselmanen, Griechen, Wallachen lind Serben, sie massakrieren in der grausamsten Weise selbst ihre Stammesbrüder, welche sich ihrem verbrecherischen Treibeil nicht anschließeil wollen. Die unparteiischen Berichterstatter habeil diese Dinge scholl oft beschrieben, die uuparteiischeu Konsuln habeil ill ihren Berichten ihre Regiernngen wiederholt davon unterrichtet. Nach einein Hinweis auf die von den bulgarischen Briganten verübten Eisenbahn-Attentate SeuMewn. Die Normaluhr. Humoiesle von A. Griniu». (Nachdruck Verbote».) 5>a l^uerthalb Jahrzehnte mögen es her. sein, ^.ch"? die öffentlichen Uhren der guten Stadt Nhr^ "l in der bittersten Fehde. Das waren die bon '^u^Kirchturm, Rathaus, Stadttor wie dro-^ie ^ Schlosse, dem Sitze der Staatsbchördeu. Hch ^'chturmuhr sagte nicht ohne Nechtsgefühl: ^Nnn >" älteste der guten Stadt Lerchental und z^i ^...."eht mil,- auch zu, deil Reigen im Schlageil ^ ^ .?"' '^"- weinte die Uhr am etwas wackli ^9> !"usc, brüste dich nur nicht gar zu sehr! ^ ,^j uell wir doch sehen! Sie ließ also die Uhr ^ ^"w erst ansschlagen, dann setzte sie an; doch ^NktoV ^^ 'l)r schei-ibar die Luft benahm, so ^tüdtt ^ ^'" Miuuteu nach. Die Uhr am alten Mt? s^ lvar aber weniger temperamentvoll. Sie °ch I.!-!" m sich hinein'und dachte: Laß sie sich ^ dV" im Zorne schreien! Ich schlage, weuu's tX'Ne"?' ""d so humpelte sie an sechs Miuuteu ^f j"en anderen drein. Da war die Uhr droben "^,'^ ^.chloßturnl doch die vomehmste. Nach ^kit, v!/^' sie die Kleinen streiten und sich ge-!!^ Nick?^ Malicen an den Kopf werfen. Es focht ^ffel ^"' Wenn der Kleinbürger bereits den Uch ^n die Mittagssuppe senkte, da hob sie feier-^lcin ! ^'künden, daß der Tag anf seiner Höhe "'völs M war. In langsamen Schlägen hallte es l liuer Verge und Land einher, ^s die ^"' ""n allerdings ein Zustand, der sich ^'ci,> ^nuer als ebenso unwürdig als unhaltbar ^ " Ullißte. Die Dampfpfcifen der Fabriken fragteil nicht viel nach dem Wirrwarr, der uuter den öffcutlichen Uhren tobte. Sie tuteteu drauf los, und wer von den Arbeitern seine Taschenuhr nach der Stadt stellte, der kam entweder zu früh oder zu spät, was ihm dann jedesmal eine Opfermünze in die Fabriklasse kostete. Noch schlimmer aber stand es mit den Bahnanschlüssen. Die rnnde Vollmondscheibe am Bahnhofe ward voll vornherein anf mitteleuropäische Zeit eingerichtet. Da konnte, es denn geschehen, daß so mancher, der zum Zuge uach der Hauptstadt hiuaushastete, just deu Zug hinauf ms Gebirge erwischte. Uud umgekehrt. Es war zum Radschlagen. Der allgemeine Unwille steigerte sich von Tag zu Tag. War auch keine Revolution zn erwarten, so machte sich doch der gerechte Zorn an allen Tischen der Morgen-, Mittag-, Dämmer- lind Abendschoppcn Luft. Dein Senator Leisegaug, dem eigentlichen Kultusminister von Lerchental, bereitete es jedoch herzlich wenig Sorgen. Er lächelte sein und stnmm für sich hin uud dachte: Ich bin in Lerchental' geboren, verwalte mit Würde meiu Amt als Senator seit dreißig Jahren. Früher hat es keinem weh getan, Lerchental ist groß geworden, lind so wird es auch fernerhin seinen Weg nehmen. Ich bin nun mal nicht für Neuerungen! Eines Abends ging es im „Roten Ochsen" besonders wild und erregt her. Der Modelleur Killebold hatte etwas uusauft auf den Tisch geschlagen und erklärt, daß es so nicht weiter giuge. Lercheutal läge doch uicht hinter dein Monde, und was andere Städte im Deutscheu Reiche hätten, das köune man auch hier verlangen. Das wäre eine Schandwirl schaft, gegen die jeder vernüuftig denkende lind anf Fortschritt haltende Mann energisch Protest erheben müsse. Diese offene Rede war nicht ungehürt verhallt. Eiii allgemeines Beifallsgrunzen ließ sich verneh- men. Erst schwach und von scheuen, fragendeu Seitenblicken begleitet, dann aber Kutter anschwellend lind männermutig. Der erste, der dann das Wort ergriff, war der Fabrikant Hobelbein. Er »lahm erst noch einmal einen tiefen Echlnck aus seinem Schoppen, dann sagte er, Herr Modellenr hätte den Nagel anf den Kopf getroffen. Was Lerchental fehle, das sei eine Normaluhr. Er sei schon zweimal in Berlin gewesen nnd habe stets mit Vergnügen dort seine Taschenuhr darnach gestellt. Das sei das einzig Richtige nnd Praktische. Öb der Knltnsininister der Stadt sich dagegeii wehre oder uicht, darauf käme es gar nicht an. Tor Alitrag müsse eben bei den Stadtverordneten bald eingebracht werden. Unkosten erwachsen der Stadt nicht, da die Gesellschaft solche Uhren kostenlos in den Städten aufstelle uud ihre Kosteu aus den Reklamen bestreite, die diese Uhren zeigten. Es komme nnr darauf an, ob >'in redlicher Bürger sich finde, der gewissenhaft die Uhr jede Woche einmal aufziehe. Dann wäre Ler-chental geholfen. Bei diesen letzten Worten stieß der Drechsler Notnagel den Bureauvorsteher a. D. Hartmann mit dem Ellbogen an. Dieser hob seine runden, was-serblanen Kulleraugen auf und sah den Drechsler fragend an. ' „Nli? Woas hastde denn?" „Willem! Eiehstde, du bist do mei Freiud? No? Bistde es uich?" „Immerzn!" „Na, da meen ich, das wäre doch was far mchi Meenstde nich? So alle Woche eennml de Uhr u^ ziehen, das is doch keine Herkulesarbeit! Das ganze Lerchental ward dir dankbar sein." „Hm!" mnrmelk' der Angeredete, „d<. ^tt hätte ich ja schon!" sFortfetzmig folat.) Laibacher Zeitung Nr. 82. 712 10. April WUb. Und andere Verbrecheil schlißt das VIatt mit folgender Veinertulig: Weuu die Äiifsetäter ilicht lnanche Blätter gefulldeil hätten, in lvelchell ihre räuberischen Handlungen verschlviegen oder gar gepriesen wnrden, wenn nicht hie und da ill Europa Verteidiger fiir sie aufgetreten waren, wie z. V. Presseils6, so winden sie nicht bei ihrem verbreche rischen Treiben derart deharrt haben. Politische Ueberftcht. Laib ach, 8. April. Das ungarische Abgeordnetenhans hat am 7. d. M. den Antrag Kossuths, betreffend die Nichtigkeitserklärung der Lex Daniel, mit 188 gegeir 80 Stimmen sowie der Antrag Kos-suths, betreffend die Entsendung eines ^Iglieori-gen Adrcßausschusses, nüt großer Mehrheit angenommen. Das „Frcmdenblatt" bespricht die Programm-rede, init welcher sich der italienis ch e H>i i ll i-st erp r ä s i d e n t den beiden Kanunern vorgestellt hat und hebt besonders jene Stelle derselben hervor, die von der Eiseilbahnvorlage handelt. Diese Vorlage habe die Krise heraufbeschworen, sie sei das Postnlat des Tages. Italien müsse darüber hinweggcbracht werden und Fortis, der kluge Führer, der sichere Rechner, erscheine berufen, das schwierige besetz dnrchzubringen. Hinter dieser Vor läge müssen zur Stunde alle anderen Fragen zurückstehen. Ans diesem Grnnde sei wohl die Pro-granunrede ziemlich allgemein gehallen, sie vermeide jede Einzelerörterung,^ die irgendwie die Aufmerksamkeit oder gar die Stimmung der Kammer nach einer anderen Nichtnng ablenken könnte. In den letzten Märztagen hatte die bisherige Politik eine Vertranenskundgebnng der, Kammer erhalten, nnd das Ministerium Fortis ist gewillt, an ihren Prinzipien festznhalten. — Nach einer Meldung aus Rom verlautet in parlamentarischen Kreisen, daß die Einbringung der militärischen Kre-oitvorlagen, welche der Ministerpräsident Fortis in seiner Programmerklärung am 4. d. angekündigt hat, in der Kannner nicht, wie vielfach angenommen wnrde, bei der bevorstehenden Beratung des Heeres- und Marinebudgcts, sondern erst in der nächsten Wintersession erfolgen dürfte. Auf die „Nene Freie Presse" macht die Ve> schleunigung der Zusammenkunft des Königs E d u ard von England und des Präsidenten Loubet in Pierrefille'deu Eindruck eines politischen (hegen-zuges gegen den Vesnch des deutschen Kaisers in Tanger und gegen die Zusammenkunft in Neapel. Die Begegnung des Kaisers W ilhe l m mit dem König Viktor Eman u e l trage die Merkmale der Herzlichkeit an sich, die nicht allein aus den politischen Veziehnngen, sondern gleichzeitig ans gegenseitigen Sympathien entspringt. Von den bei diesem Anlasse gewechselten Trinksprüchen der beiden Souveräne ist das Matt überzeugt, das; sie eine Befestignng des Dreibundes sein sollten lind waren. — Das „Nene Wiener Tagblatt" ist dagegen nicht der Ansicht, das; die Zusammenkunft in Pierrmlle eine Gegen-Entrevne gegen die Monarchenbegeg nung in Neapel ist. Man sei in Frankreich sowohl als in England bereits überzeugt, daß der Besuch des deutschen Kaisers in Tanger und seine dortige Rede, in der er als Sachwalter des allgemeinen Handels dessen, Ansprüche anmeldete, nicht anf eine politische Ehokierung und Ehikanierung Frankreichs abgezielt haben könne. Die Begegnung in Neapel sei von den Prinzipien der Dreibundpolitik beherrscht gewesen und in Österreich-Ungarn blicke nlan voller Vertrauen auf die Zusammenkunft unserer Verbündeten, die in Toasten voller Schwung und Herzlichkeit ilicht nur ihre Gefühle für einander zum Ansdrncke gebracht, sondern anfs nene nachdrücklich hervorgehoben haben, daß ihre Politik eine Friedenspolitik ist. Wie nlan aus London meldet, wird K ö n i g A l f o n so v o n Sp a n i e n nach den bisherigen Arrangements von Montag den 5. Juni bis Sonntag den N. Juni anf englischem Boden weilen. Anf dem Programm seines Besuches befinden sich ein Staatsball und ein Staatsbankett, ein Tag in Windsor, wahrscheinlich ill Verbindnng mit einem Gesuche von Eton, ein Diller oder ein Ball im Marl-borough House, je ein Fest ill Lan.sdowne House, wie in der spanischen Botschaft, und ein Galafrühstück in der Gnildhall, verbunden nüt feierlichein Zuge dnrch die Eity. Lord M ilne r hat bekanntlich Süd -A frika verlassen. In seiner Abschiedsrcde, die er bei einem Bankett in Johannesburg hielt, sagte er u. a., es beruhige ihn, daß die Zukunft Transvaals iil weit besserem dichte erscheine als noch vor kurzem. Die Bevölkerung Transvaals müsse eine Regierung nach ihrem Wunsche erhalten. Es liege daher im Interesse des Mutterlandes, so schnell wie möglich die Selbstregiernng einzuführen, um zu verhindern, daß die kolonialen Angelegenheiten im lln-terhause hin- und hergezerrt würden. Die nene Konstitution werde außerordentlich liberal sein. Er glaube, daß auch die Buren bereit sein werden, nn-ter der neuen Verfassung gemeinsam mit ihren englischen Mitbürgern nnd ihnen vollständig gleichgestellt an der Landesverwaltung mitznarbeiten. Die Zeit, wo man im Lande zwei Klassen einer weißen Bevölkernng gehabt habe, eine britische lind eine nichtbritische, sei vorüber. In bczug anf die Eingeborenen-Frage erklärte Milner, daß er an Rhodes' Prinzip des gleichen Rechtes für alle zivilisierten Menschen festhalte. Jedenfalls müfse jeder auswärtige Einfluß in den Fragen ferngehalten werden. Tagesnemgteiten. — (E i il Leichenbegängnis seltener A r t) fand kürzlich in Kuschwarda in Böhmen statt. Die in Odcrlichtbnchct wohnende Hausbesitzerin Anna Schuster, eine siebzigjährige, hochgeachtete Matrone, wurde von ihren sechs Söhnen, die sämtlich beim Militär als Unteroffiziere gedient hatten, zu Grabe getragen. Der jüngste der Söhne ist derzeit noch Nech-nnngsfeldwebel bei einein ungarischen Negimentc in Kaschau, während die übrigen fünf jetzt im Staatsdienste stehen. Einer derselben ist Grundbuchsführcr in Agram, einer Kanzlist in Aussig, einer Gendarm^' riewachtmeister in Prag, einer Finanzwachobcraui' scher ill Äraunau und einer Fiilauzwachrespizieut '" Czernowitz. Großes Aufsehen erregte es, wie die Söhne in ihren verschiedenartigen Uniformen aus ihren Schultern die Mutter zu Grabe trugen. — (Der Dichter auf dem Omnibus.) Eine originelle Arbeitsweise hat der englische Drama' titer Bernard Shaw. Davon erzählte jüngst ^ Charles Wyndham einem Interviewer folgendes» „Vei unserem ersten Zusammentreffen trug Shaw weiche Hemden und lang herabfallende Krawatten, und mit seinem gelbbraunen Haar und dem lcn'll^ roten Vart sah er wie ein alter Wiking aus. Er ka>" herein und setzte sich an den Tisch. Dann steckte er o« Hand in seine rechte Hosentasche nnd zog langsam ei> tleiues Notizbuch heraus; darauf wühlte er in "' linken Seitentasche und brachte ein zweites Hera« -Ich wartete. Nun steckte er die Hand in eine 3toa< tasche und fischte auch daraus ein Buch hervor und I kamen noch mehrere zum Vorschein. Endlich hielt e mit seinen Forschungen inne, sah mich an nnd sag^'-„Sie wundern sich wohl über die vielen kleinen 3toM' biicher? Aber da schreibe ich ja meine Stucke hincl»^ wenn ich oben auf dem Omnibus in London sah^' — („E i n e H ö f l i ch k e i t f ü r d i e a n d e r e. 1 Der bekannte Pariser Bijoutier Couchard nahm "^ Dieb gerade in dem Augenblick fest, als dieser eine' Ring verschwinden lassen wollte. Da es Mittags war, schloß er den Laden hinter sich ab und geleite den Langfinger selbst zmn nächsten Polizeikoinnui! riat. Bevor er jedoch dort ankam, ließ er sich ^ ihn nahezn überzeugen, daß seinersoits ein I^u" vorliege, so daß er, durch das Leugnen des Arrestaw eingeschüchtert, diesen nicht länger festhielt. ^" Tür des Kommissariates entspann sich zwischen be» dieser Dialog: „Gehen Sie voran", sagto der Wl ^ tier, worauf der Dieb höflich erwiderte: "^^,. vouu" (nach Ihnen), und als der Vestohlonc f^^„, sah, war der Spitzbube natürlich verschwunden- ^ sonst bemühte er sich, ihn auf der Stolle wieder e^ zufangen. Als er dann etwa eine Stunde später he . kehrte, bemerkte er, daß die Ladentür offen p" und daß derselbe Dieb ihm den Laden nahezu ou-0 räumt hatte. Auf dem Ladentisch abcr lag eine "'', karte mit folgender ironischer Ausschrift: ,Fue l> .. s^»«t», (!ii^i' inui) cn Vliut uu<» iNitr«! (^^, ich lichteit ist die andere wert.) Den Schlüssel ha^ ^ Ihnen, als Sie vor mir ins Bureau traten, au» Rocktasche genommen." LolaI- und Promnzial-Nachrichten. Deutscher Verein in Laibach. Alll 7. d. M. fand abends in der kleinen Ab^ lung der Kasino-Glashalle die 110. Vercinsvelia" lung, zugleich Jahreshauptversammlung, des ^^ schen Vereines in Laibach statt. Der Obmann^^, Vertreter des Vereines, Herr Dr. Anton Nittel ^ Tchocppl, begrüßte die zahlreich Erschiene""' ^, widmete dein dahingeschiedenen Obmanne ^ ,,, Dr. Adolf Schaffer einen tiefcmpfu"" Nachruf. Familie Hormann. Roman von Alexander Römer. (32. Fortsetzung.) Flachdruck verboten.) „Du bist so jung, so scholl — es gilt ein Warten, ein Harren-------" „Sprich nichts von Übereilung", sagte Klara iil hingebendem Ton, „es ist Muck, ob du nun bleibst oder gehst." „Meiner Meinung nach müssen es deine Eltern sofort wissen", sagte 'Tante Cilly gereizt, „wozu Heimlichkeit, die ich durchaus hasse." „Du vergißt, Tante, daß auch Claras Vater da ist, dessen Einwilligung--------" Mr. Alfreds Stimme erscholl iil einiger Entfernung. „Klara! Cilly! Znm Donner, die Säle sind leer. Wo in aller Welt steckt ihr eigentlich?" „Hier, Herr Hormann", antwortete Enrico mit fester Stimme, „Ihre Damm sind bereit." „Alfred, höre nnr —" wollte Frau Cilly beginnen, doch Enricos Hand legte sich schwer auf ihren Arm. „Anf morgen", wiederholte er iil einem Ton, der Tante Cilly frappierte, sie aber unwillkürlich verstummen machte. Sie traten miteinander durch die Veranda in das Gartenzimmer. Im Tanzsaal standen Donna Mercedes und ihr Gemahl, von einem.kreise intimerer Freunde noch umringt. Mr. Alfred Hormann trat heran nnd verbeugte sich Abschied nehmend. Frau Cilly nndKlara folgteil. Die üblichen Redensarten wurden gcwechfelt. Als ob fie die Fremdesten der, Fremden seien, so herablassend gnädig entließ Donna Mercedes die Verwandten ihres Gemahls. Frau Cilly war iil. wunderlich verworrener Stimmung. War dies eigentlich möglich, und gab es nicht einen fatalen Kampf mit Mercedes? Unt> wo war denn Enrico? „Ah, der Konsul Bernuth hatte ihn in ein Gespräch verwickelt! Der junge Mensch war ihr doch rätselhaft. Er hatte felbst heute früh noch nicht all eine Verlobung gedacht, vor seiner Abreise sicher ilicht die Absicht gehabt — Klara mußte es schlcm angefangen haben aber gleichviel — beleidigen dürfte er ihre liebliche Nichte nicht, für eine Liebelei war sie nicht zu haben. Nnd so — machte sie eine sehr glänzende Partie. Enrico geleitete sie an den Wagen. Er küßte Klara stumm nnd inbrünstig die Hand. Ihr zwitscherndes, glückliches Lachen schlng noch an sein Ohr, als er die Stufen zur Rampe wieder emporstieg. Nur jetzt nicht der Mutter ins Auge sehen — er mußte erst mit sich selbst im reinen sein. Wie ein Sturzbad war das über ihn gekommen. Er rannte iil den dnnklen Gängen des Gartens auf lind ab, alle Flammen waren erloschen. Er hatte sich verlobt — sie war ein süßes Geschöpf — er liebte sie — natürlich liebte er sie. Aber — er hätte sich jetzt noch nicht binden ^ — und seine arme Mama.-------- , < i,is Schwerfälligen Schrittes ging er endln) Haus. foli, Die Diener räumten das Silberzeilg 'Ae Fräulein Merkel beaufsichtigte und verwähl-Mama hatte sich bereits zurückgezogen. .. ^schcil Fräulein Merkel erging sich iil enthüll ^, Lobpreisungen des Festes, das so großartig fen war. ^f rU' Er scherzte mit ihr, uud in seinein tt^' morte es wie toll. ^tl^' Der Papa saß noch im Nauchzimmer, ^ sich eine Vernhigungszigarette angezündet.^ ^ „Na Junge, holla — wo stecktest o"- ^c Mama hat immerfort nach dir gefmgt. ^ist^ fertig, die Ärmste; hat ihr redlich Teil ^. ^iid< heute abend — es gehören Kräfte zum ^ ^cN würdigfein. Na — und dn, Schwerenöter ^ kleinen Mädels die Köpfe verdreht -^ wle^l gc- Enrico lehnte an dem Tifch, dem A^n^ genüber, auf dem der Papa saß, wie ein ^ der. . ^en'f Herr Peter Armstrong richtete sick "!, ^,1i aus seiner lässigen Etellnng auf und blmz^ .^c. die Rauchwolken, welche seine Zigarette en zu dem Schweigsamen hinüber. iialbl^ „Was passiert — he??" fragte "' s' t^" Enrico atmete tief anf. „Ja, Vater, es li pasfiert." -» „Hm — seh dich dahin und schieß los- ^a. Enrico warf sick schwer in den f'' /al'cn° es ist mir lieb, Papa, wenn du mich Y"" Laibacher Zeitung Nr. 82. 713 10. April 1905. >Verr Dr. Ritter von, Schoeppl erklärte, or er- >N,e die heutige Verfalnnlluug unter dem schmerz "aim Eindrucke des großeil Verlustes, den der Verein urch den Tod seines Obmannes erlitten. Dr. Schaf- ^' der noch vor wenigen Monaten die letzte Ver- lalnmluüg ^^^^ ^^ ^^^ „^,^. ^^ unserer Mitte; wurde ilach cineni. Leben voll aufopferungsvoller 5 /Uigt^t und eifrigster Pflichterfüllung zur ewigen '"uhe abberufe». , ^un all den vielen Korporationen und Ver- ^"l.'ti, denen der Verblichene augehörte, ist derDeutfche erem in erster Linie berufen, fein Audeukcu zu yren. Fiir ^,^ ^,^^ ^,^, delltsche Partei im Lande ' .1cm Verlust unersetzlich, und da ist es begreiflich, u >ich in die Klage um deil Toten auch die Sorge "'" Mlsere Zuluuft mengt. H, ^chaffer war unser treues Mitglied, voll dem ^age der Gründung des Vereines an bis zu seinem ooe. Fast diese ganze Zeit gehörte er dein Ansschnsse 5i/> ^ ^^' ^e Jahre hindurch der Obmann des ba!>"^' ^^'^ ^^eiu wäre schon — abgesehen von der ^"utlsclm, Bedeutung des Dahingeschiedenen . Nlni) genug, nm in der ersten Versammlung nach ^„'^ui Tode dem, Andenken dieses hervorragenden , l)rers, lieben und verehrten Genossen geziemen- "l Ausdruck zu geben. h, ^in erschöpfelides uni) die gesmute Tätigkeit ^ ^s Mal,nes unpassendes Lebensbild zu geben, sei ei« " '^^)t imstande. Er tonne nicht mehr bieten als ^,Skizze des Wirkens und Weseus Dr. Schaffers eine Etizze, die nicht mehr sein will, als ein kuap-y .".uu'isz in schlichten und sachlichen Worten, wie sie s>„) seinem schlachten nild geraden Charakter ent- ^^chen, ^ .^"- Deutsche Verein wurde im Jahre 18U8 als ^Nttutioneller Verein gegriindet und Dr. Schaffer ^ r 1?in erster Schriftführer. Redner befprach llun die Unk v ^"' ^^' ^"' ^"-ein urspriinglich verfolgte, , uie Aufgaben, die er fich gestellt hatte, unter schci^ ^^ ^^ wesentlichste die Anleitung der Bürger-^s/ 2ur Ausübung ihrer verfassungsmüßig gewähr-i>uccs? politischen Rechte war; der Verein bildete ^.^ Jahre hindurch den Mittelpunkt der politischen 1^I"t der deutschen Partei lind zählte im Jahre ^ank^ Mitglieder, darunter die besteu Männer des »irr ' ' ^^asfcr wendete sich nach Beendigung fei-^^^''stischeu Stndien der politische,l Laufbahn zu fm'i, '^^' ^^^^ ^'^' Allfmettsamkeit durch rafche Auf-3l^^'^' fchnrfeu Verstand und eine wunderbare z^^a.abe auf sich, die ihu befähigte, feine reichen iahlt> ^e in glänzender Forin darzulegen. Redner Tr ^ ^"ige der wichtigen Referate auf, mit denen ^ paffer trotz feiner Jugend betraut wilrde. Im ^>Ns/^^" wurde er in dcu Laibacher Gemeinderat Wiu ' ^° er besonders als Mitglied der Schul-^>n c« "'^ rührige Tätigkeit entfaltete; er gehörte her ^"emderate bis zum Jahre 18^ an, seit wel-^^,V^t die Deutschen keine Vertretnug mehr im "^"derate besitzen. ^tcld??> ^"^^ ^^ entsendete die Wählerschaft der sich ^-^^^ach Dr. Schaffcr in den Reichsrat, wo er Tci^^ "ue sehr geachtete Stellling eroberte, in den ^z^^wneu und verschiedclicn AuSfchüsseil lvirkte, N»H,.,------ , , _ lich^.^^'n lvillst; du warst mir immer ein freund- ^ ^ ^crater---------" iUin "^'"k's auch zu bleiben, uiein Innge, — aber, Ta5 f?,^^er, waö hast du dir denn, eingebrockt?! lungt ja, als ob —" , ^ick^ ""u, Papa, nichts Unehrenhaftes — ich "Mbe mich verlobt." j^ verlobt? Holla! Du Guckindiewelt, dcr sich ^n» ! .^n^ "^.'dcu erst ansehen will. Mit wen,, UN'agendarf?" "^u.^lara Hormaun." ''ein^LUner uird Doria!" Herr Peter fuhr vou !chli,^ ^'b empor, sehte sich aber wieder, er vor-^' stai^ ' ^ute, die ihm in der Kehle steckte,,. ^'te den Stieffohu gai,,^ verblüfft au. >N^. '"' war eil, paar Minuten totenstill im Zim- ^choir^- ^'^ ^"""' Mütter 'nc nette Freude Ü'N^'^' ^Nto Herr Petcr dann trocken, „und — ,^ch^ ^ür i,icht übel, ich nenne es auch einen ^n^. ""'streich. Wie ist denn das gekommen? ^M "U dich überhaupt klar entsinnen, was du ^ch ^,'"d getan haft? Nach solch einen, Abend, Nar s^!^'s Tanz und Bowle pflegen die ,Uöpfe, 6u soii/^ iung^r wie deiner, nicht gerade normal ^'"dun" "" es ist freilich unüberlegt zur (5nt ?^l s! ? .^'konnnen, ich hatte Klara fchon lange >N'n , ?st "n liebes, süßes Mädchen — uud da ^s)toi, "'^' drallsten in, karten und — uud - - s. U',s Plötzlich---------" ' U- Peter lachte laut auf. (Fortsetzung folgt.) wichtige Referate durchführte, wobei er sich der Heimat-licheu Iuteresseu wärmsteus anllahni. Über seine Tä» tigkeit als ^lieichsratsabgcordueter erstattete er im konstitutionellen Vereine regelmässig Berichte, die als Musterbilder parlamentarischer ' Necheuschafts» berichte gelten kouuteu. Reduer giilg dann auf die Ursachen ein, die die radikale Änderung iu der Stelluug der Dcutschlibera-leil herbeiführten. Dr. Schaffer mußte dem Wandel der Dinge größtenteils uutätig zufehen, da er fchwer ertrankt, aufangs 1877 seine parlamentarische Tätigkeit gänzlich unterbrach, um nach längerem Aufenthalte in Italien mit Ende Juni 1^77 wieder aufzunehmen. Cine Interpellation wegen Ausfuhr von Roheifen, die in diese Zeit fällt, erscheint für die trainische Eiseu^ industrie besouders wichtig. Im Jahre 187« endete seine politische Tätigkeit, da seine empfindliche körperliche ilonstitntion die Strapazen des politifchen Lebens nnter den Schwierigkeiten der unerauicklich-ften Verhältnisse nicht ertragen konnte und er in ÄgYP-ten und Sizilien Erholung von schwerem Leiden snchen mußte. Nach dem politischen Umschwuuge in, Jahre ld>7!i ging das Reichsratsmandat der Stadt Laibach ill slovenische Hände über. Zwei Jahre später wurde Dr. Schaffer von der Handels- und Gewerbetammer in den Landtag gewählt, in, Mai 1^!i wurde der Landtag aufgelöst und die Majorität fiel den Slovenen zn. Bei den Neuwahlen lttW fandte ihn die 5lurie des Großgrundbesitzes in den Landtag und Landcsansschnß lind seit diefer Zeit gehörte Dr. Schaffer dem Landtage und Landesnusfchusse an. (Schluß folgt.) Laibacher Gemeinderat. In Anwesenheit von 23 Gemeinderäteu hielt Samstag abends der Laibacher Gemeinderat eine außerordentliche Sitznng ab. Tel, Vorsitz führte Bür» germeister Hribar; als Verifikatoreu des Sitzungs-Protokolles wurdeu die Gemeinderäte Kozal und Dr. Majarou nomiuicrt. Der Vorfitzende verlas zuuächst eine Zuschrift des Gcmeinderates Dr. Gregor 5t r e k, welcher mit Rücksicht auf seine schwer angegriffene Gesundheit seiu Gemeinderatsmandat niederlegte. Die Mitteilung wurde mit Bedauern zur Kenntnis genommen und beschlossen, Herrn Dr. Krek für dessen eifrige und ersprießliche Tätigkeit den Dank des Gemeinderat^s auszusprecheu. Der Bürgermeister verlas weiters eine Zuschrift des traiuischen Landesausschusses, woruach der gegeu den Beschluß des Laibacher Gemeiuderates eingebrachte Rctnrs der Frau Anna ^upnek gegen die geforderte Ausstellung eines Reverfes in betreff des bei hrein Hanse am Polanadamm aufgeführten Zu-baucs als uubegründet abgewiefen uud Frau Aupnek angewiesen wird, die von, Stadtmagistrate geforderten baulicheu Änderungei, vorzunehnien, widrigenfalls der erwähnte Zubau deinoliert werden milßte. In betreff derAdaptiernngSarbeiten am gelmnntel, Hanse aber hat der Landesausschuß den, Rekurse Folge ge^ geben. Vor Übergang zur Tagesordnung brachte Gc> meinderat ^. u ii e k einen DringlichkeitSantrag ein, wornach bei allen jenei, Pauschalisten, welche inehr als drei elektrische Lampen in ihren Wohnungen in-stalliert haben, die Elektrizitätszähler eingeführt wer-del, sollen. Behufs Anschaffung der nötigen Anzahl von Elekrizitätszählern fei ein angemessener Kredit zu bewilligen. Gemeindcrat « u b i c erklärt sich gegen die Dringlichkeit dieses Antrages, da eil, solcher Be« schluß vom Direktorium des städtischen Elektrizitätswertes bereits gefaßt worden fei. Die nötige Anzahl von erprobten Elettrizitätszählern könne jedoch nicht fogleich beschafft werden, vielmehr müsse die Anschas fung derfelben sukzeffive erfolgen. Gemeinderat L e n i^ e trat für die Dringlichkeit des Antrages ^u-/ek ein, da durch das bestehende Pauschalsystem die Stadtgemeinoe gefchädigt werde. Geiileinderat 55 n-/ e k fügte erläuternd bei, daß von zirka ^lXi Panschn-listen 5!! Elettrizitätszählcr erhalten müßten. Es sei notorisch, daß die Pauschalisten kaun, eil, Drittel des verbrauchten elektrischen Stromes bezahlen. Es gäbe auch Gemeinderäte, welche Panschalisten sind und ge^ gen die Aufstellung von Elektrizitätszählern sprechen. Für diese letztere Äußerung erteilte der Bürgermeister dein Antragsteller den Ordnungsruf. Bei der Abstimmung wnrde die Dringlichkeit des Antrages 2uiek abgelehnt. Sodann wurde zur Tagesordnung geschritten und berichtete Genieinderat Sene k o v i 5 über den An-trag der Betriebsleitung des städtischen Elektrizitäts-wrkes, betreffend die Erweiterung der maschinellen Anlage des Elektrizitätswerkes. Die Anzahl der Parteien, welche elektrische Beleuchtung, respektive elek irische Kraft zu erhalten wünschen, steige von Monat zll Monat, so daß die derzeitige maschinelle Anlage kaum mehr genüge, um den nötigeil eleltriichen Strom zu produzlereu. Ill der uächsteu Heu wll das neue Hotel „Umon" elektrische Beleuchtuug erhaltet, und dortselbst über KM elettrische Lampen mstalliert werden. Da das Projett des Herrn Lenaroiii, welcher bekanntlich eine Wassertraftunlage bei Franzdorf zu errichten und elettrische Energie nach Laibach zu lei-teu beabsichtigt, großeu Schw,erigteiten begegne uud u, nächster Zutunst kaum verwirtUcht werden dürfte, bleibe der stadtgemeinoe Laibach mchts übrig, als die Vergrößerung des Elettrlzitatöwertes mütelst Dampftraft auzustrebeu. Das Direktorium habe sich mit der Angelegenheit eingehend beichäftigt und sei zu dem Elttichlulfe getommen, daß die Vergrößerung oes Elettrizilatswertes oruigeno liotwelldig geworden >ei ulld ehestens durchgeführt werden muffe. Nach dem über Auftrag des Direktoriums von. deu österreichischen Siemens X) Kilogran,>n; 5»0 1v feftge« stellt, lvovon ^).l)M 1< auf die Firilla Ringhoffer für die Lieferung der Dampfmafchiue und der Betrag vou 78.350. X auf die Siemens H Schuckert-Werte für deren Fabrikate in,d Arbeiten entfallen. 8.) Die Siemens ck SchuckertWerke verpflichten fich, den Auftrag derart auszuführen, daß die ver-größerte Anlage mit 1. November 1905 in Funktion treten köunc uud übernehmcu dicfelbeu die volle Ga^, rantie für pi'lnkliche und gute Ausführuug der Arbe:» ten und Lieferungen, wobei die Firma Ringhoffcr iu betreff der Tampfmafchine bis Ende April 1l)07 mit» haftet. Beide Firmen haben eine 10A? Kaution zu erlege»,. 4.) Das Gcsamtcrfordcrnis für die Vergrößerung des Elettrizitätswerkes per 150.000 1v ist au^ dem .Reservefollde sowie aus deu Überschüssen des Elektri-zitätswerkcs zu deckcu. 5.) Der Stadtmagistrat wird ermächtigt, bezüglich der Verträge und Bestellungeu das Erforderliche z,l veranlassen und für eveutuelle Terminüberfchrei tungen entsprechende Pönale festzustellen. Genleinderat /. u / e k erklärt, daß er gegen die geplante Erweiterung und Vergrößerung des Elektrik zitätswcrkcs keine Einwendungen erhebe, er müsfe es jedoch bedauern, daß nicht auch die elektrischen Arbei» ten ebenso wie die Liefernng der Dnmpsmnschinc in, ,^onturrenzwege vergebe», werden. Eine gesunde Kon» knrrenz hätte, sicherlich günstigere Preise zur Folge ghabt. Referent Senekoviö betoute, daß günstigere Preife uur auf Kosten der Qualität erzielt werden könnten lilld daß die Firma Siemens, welche das Elektrizitätswerk errichtete, anch au, besteu iu der Lage fei, die Vergrößerung des Werkes einheitlich durchzuführeu. Bei der Abstimmung wurden die Anträge des Referenten angenommen. Mittlerweile hatte der Bürgermeister die tele-graphische Nachricht erhalten, daß Bischof Strohs mane r in Djakovar gestorben sei. Indem der Bür» germeister dcu, Gemeinderate hievon Mitteilung machte, widmete er den, greisen Kirchonfürsten einen tief empsnndenen Nachrnf. In der ganzen gebildeten Welt werde die traurige Nachricht schmerzlichen W, derhall finden, un. so mehr aber bc. allen slavchhen Völkern, welche in Stronma^,- emen chrer gioßten Männer ins Grab smlen sehen. Der Bürgermeister sü'llto den Autraa, das; fich eme Deputation des Ge- Laibacher Zeitung Nr. 82. 714 10. April 1905. meinderates all dem Leichenbegängnis des Bischofs, der anch Ehrenbürger von Laibach gewesen, beteilige, welcher Ailtrag einhellig angenommen wurde. Sodailn wurde zum Zeichen der Traner die Tit zung nin 8 Uhr abends geschlossen. Aus dein Rathause nmrde die Trauerfahne gehißt. — (Militäris ch e s.) Der Hauptniann erster Masse Johann Maure der der Snilitätsabteilung Nr. 8 in Kaibach wurde zur Sanitätsabteilung Nr. 5 in Brunn transferiert. — (Pc r so n al nach richt.) Der landschaftliche Tierarzt Herr Johann Lajcik in Ncifnitz hat nnf seine dortige Dienststelle verzichtet nnd ist nach Posnüje in der Hercegovina übersiedelt. u. - (Bischof Dr. St roßmal) er -j-.) Seine Exzellenz der hochw. Bischof von Djakovar Dr. Josef Georg Stroßmayer ist am 8. d. M. nachmittags nin li Uhr l gendcrmaßcn konstituiert: Dr. Franz Zbaünik, Präses, Miroslav Malovrh. dessen Stellvertreter, Rasto Pustoslem 5 e k, Sekretär, Jakob D i m ll i k, kassier, nnd Franz G o v e k a r, Archivar. Anläßlich des Hinscheiden? des Bischofs Stroßmayer hat der Ausschuß ein Kondolenzschreiben an den kroatischen Schriftsteller- und Künstlerverein in Agram abgeschickt. — (Erster H a n s b es, tz e rv e rei n ill Lai bach.) Für vorgestern abends wurde in den Sommersalon des Hotels „Zur Stadt Wien" eine Hauptversammlung des I. Hausbesitzerverines in Laibach einberufen, die sich mit verschiedenen wichtige ren Vereinsfragen zu befchäftigeu hätte. Zu einer Be-fchlußfaffung tonnte es indessen nicht kommen, weil einige Beratungsgegnstände, wie die Frage, betreffend den Fortbestand des Vereines, und die Änderung der Statuten nur ill Anwesenheit eines Drittels aller Mitglieder, also in Gegenwart voll wenigstens 70 Hausbesitzern, hätten erledigt werden können, wäh-rend fich zu der Versammlung nur 25 Mitglieder ein» gefunden hatten. An Stelle des Vercinsobmannes, Herrn BezirtshauptmanneS Del Cott, trug dessen Stellvertreter, Herr Dr. Gregoriö, den Tätigkeitsbericht vor, worin er unter anderem dem Bedauern darüber Ausdruck lieh, daß der Verein, der bei feiner Gründung zu folch fchönen Hoffnungen bc-rechtigte, infolge des geringen Interesfes der Hausbesitzer gegenwärtig nur vegetiere. Dem Vereine feien, obfchon er im verflossenen Jahre keine Tätigkeit entfaltete, doch gegen 200 Mitglieder treu geblieben und haben ihre Beiträge eingezahlt. — Herr Doktor Gregoriö berichtete weiters über die Kassageba-rung. Der Verein hatte 129(i X :^5 li an Einnahmen uild 801 X 27 li all Ausgabeu zu verzeichnen- darans ergibt sich ein Vermögensstand von 995 1v 8 1», „auf den wir noch am meisten ftolz sein tönneu." — Über die restlichen Punkte der Tagesordnung wurde kein Beschlnß gefaßt, anch wnrde, weil darüber eine außerordentliche Versammlung zu entscheiden haben wird, keine Neuwahl des Ausschusses vorgenommen. Trotzdem entwickelte sich namentlich in betreff des Fortbe-ftnndes des Vereines eine lebhafte Wechselrede, wobei einzelne Mitglieder ihre Ansicht ill temperamentvolter Weise vertraten. Herr Dr. Grcgori 6 berichtete ein« gehend über den derzeitigen Stand des Vereines, der als ein eminent wirtfchaftlicher Verein ins Leben gerufen wordeil sei und dem uuter anderem auch die Ausgabe znfalle, über die öffentlichen. Vertretungeil eine gewifse Controlle auszuüben. Dazu wäre er um so mehr berechtigt, als gerade die Hausbesitzer den weitans größerenTeil derStcuerzahler repräsentieren. Redner kam unf die große Verfammlung, betreffend die Erleichterungen infolge des Erdbebens, zu sprechen, gedachte sodann des Memorandums, das der gewesene Ministerpräsident mit dem Bemerken entgegengenommen habe, die Rcgieruug werde uichts dagegen einznwenden habeil, falls das Abgeordnetenhaus die angestrebten Erleichterungen beschlösse, nnd bedanerte sodann, daß die Angelegenheit nicht von einem einzigen der krainischen Abgeordneten zur Sprache gebracht worden sei. Redner hält den Verein nicht mehr für lebensfähig-, ill wichtigen, die Hausbesitzer betreffende» Fragen mögen künftighin einfach Hausbesitzer-Versammlnngen einbernfen werden. — An diefe Ansführnngen knüpfte sich eine längere Debatte. Es wnrden die mannigfaltigsten Wünsche znm Ausdrucke gebracht, unter denen wir den einen registrieren wolleil, daß der Hansbesitzerverein zumindest im Laibacher Gemeinderate einen Vertreter haben sollte. — Zum Schlüsse einigte man sich dahin, daß der neu einznberufenden Hauptversammlnng der Fortbestand des Vereines anzuempfehlen sei. ^ (Ludwig B ö s en d o rf er) feiert heute in Wien seinen 70. Geburtstag und zugleich das Jubiläum seiner 50jährigen Tätigkeit als Klavierfabri-tant. — (Ein verdächtiger Fund.) Am 4. d. früh wurden von« Bahnwächter bei Küllenberg, Gerichtsbezirk Illyrisch-Feistritz, iu der Nähe des Bahndammes eine Marincbluse uud ein blutbeflecktes Marinehemd mit der Marke 51. «. ^. U/1901 und ^. U. ^. 5/1904 aufgefunden. An beiden Kleidungs, stücken ist auf der Rückenseite ein Loch wahrzunehmen, das von einem Messerstiche herrührt. Der Form nach gehöreil sie einem Matrosen der k. nnd k. österreichischen Kriegsmarille an. —l. (Probefahrt mit einem Motorboote.) Die Notiz, betreffend das Motorboot anf dem Laibachflusfe, ist dahin richtigzustellen, daß dieses Boot nicht für den Wörther-See, sondern fiir den Wocheiner-See bestimmt ist. — (Die Unter trainer Keller ei -g e n o sfe n schaft in Rudolfswert) hält ihre zweite Generalversammlung Dienstag, den 13. d. M., ab. Anf der Tagesordnung stehen die Rechnungsabschlüsse und die Auflösung der Genossenschaft, — (Im Landestheater) wurden in der Saison 1904/1905 nachstehende Gegenstände gefun den: drei Operngucker, drei Regenschirme, vier Pompadonrs, drei Gürtel, weiters verschiedene Handschuhe lind Sacktücher. Die verlorenen Gegenstände werden vom Hausmeister des Landcstheatcrs verwahrt. — (Viehmark't in Laibach.) Auf den vorgestrigen Viehmarkt wnrden llN Pferde nnd Ochsen sowie 25»; >tiide und .Uälber, daher zusammen l3<>7 Stück anfgetrieben. Der Handel mit Rindern, namentlich mit .When, gestaltete sich gut, sowie mit Pferden fehr gut, da das Pferdmaterial von Käufern ans Italien lind Kärnte» erstanden wnrde. — (Stellungsergebnis in Idria.) Am 5. und 0. d. M. erfolgte in Idria die Stellung für den Gerichtsbezirk Idria. Am erstgenannten Tage erschienen zur Stellung 144 StcllungSpflichtige (aus den Gemeinden: Vojsto, (''etovnik, Idria, Godov:^ und Schwarzenberg), von denen 42 als tauglich defu»' den wurden (nebstdem noch drei Freiwillige). Von den am zweiten Tage erschienenen 97 StellungspMtl' gen (ans den Gemeinden: Dole, Sairach und Unter-Idria-Kanoinlja) wurden 27, weiters eill Frei' williger als tauglich befunden. —v— ^ (Entdeckung c i iie s S te r n n ebels) Nie der Londoner „Standard" mitteilt, hat man w der Nähe des Sternbildes des Schützen einen ln^ her unbekannten Sternnebel entdeckt. Seine UmriW gleichen dem Flügel einer Fliege. Wie es scheint, l)"t dieser Himmelskörper eine Größe und eine Entfer' ilniig, daß er jede Vorstellungskraft des Mensche" schlechterdings übersteigt. Man glaubt, daß in ip> viele Tansende von Sonnenwelten, wie die unsers mit Leichtigkeit Platz finden könnten. — (Blitzschlag.) Am N. d. M. nachmittags schlug während eines heftigen Gewitters, das im L"-taier Savetalgebiete in Verbindung mit Hagelschl^ niederging, der Blitz in das Haus der Keuschle"" Maria Poorenet in Magolnit, ohne jedoch zu zünden-Die genannte Keuschlerin wurde aus Schrecken oh»' mächtig und muß das Bett hüteil. Der den Vlitz ^ gleitende Donnerschlag war so start, daß alle Fenster des Wohlihauses zertrümmert wurden. Auch !"" verursachte der Blitzschlag am Mauerwerk met)"" Schäden. ^-lll. — (G e m eindevor st, nnds w a h l.) ^ der am 31. o. M. vorgenommenen Neuwahl des ^ ' meiudevorstaudes der Ortsgemeiude Ieöica wur^, Anton Vilfan in Icöica znm Gemeindevorsteher, I"' Slerlep in Mala Vas, Vinzenz Ahlin in I^ Franz Plevnik in Tomaüevo, Michael Tinnül ' Iaröe, Franz Lenle in Kleöe und Franz Sitar l StlM-c zu Gemeinderäten gewählt. ' (Ein Vra, nnt w eint r i> n 5 er.)/ Mst,^ nachmittags wurde der 57jährige Taglöhner TlM" Urent ans Jggdorf im Auskoche des Valentin ^i^ in der Bahnhosgasse vom Schlage gerührt, stürzte s sammen nnd blieb sofort tot liegen. Urenl, ein bela' tcr Branntweintrinler. ist zufolge ärztlichen ^"^ tens dem übermäßigen Alkoholgenusse erlegen. " (Unfall mit eiuem Flauber^ gcwehre.) Samstag nachmittags spielten Sohn des Gärtners Herzniansky und der clfM ^ Sohn des Staatsbahnkondutteurs Paul Mart>' ^ dem „Ewigen Wege" iilit einem Flaubertgew^ Plötzlich ging das Gewehr los und die Kugel dra dem Markiö in die rechte Hand. Der Knabe veö sich ins Landesspital. ^ ' (VoniZugegcstürzt.) Im Nachhangt 3 ^ Notiz voin 5. d. M. wurde uus aus Nadmann-' ^, folgendes lnitgeteilt: Die Identität des am ^'^,i vom Nachnlittagszugc Nr. 1715 nächst der 6"^. Tarvis in deii Schwarzenbachgrabcn abgestürzten ^, bckaiintell konnte iloch nicht festgestellt werden- ^ der Leiche, die in die Totcnkammcr nach Wcive' ^ überführt wurde, fand niaii cine Photographs^ dem Bilde des Verunglückten und zweier F'-m ^,^ perfonen, ferner zwei Fahrkarteil von ^iUa," r> Tarvis und voii Tarvis bis Aßling, cine ^ .^tcr Reinoiltoiruhr mit angehängten Münzen, ^' ^' einen alten Zwanzigkreuzer-Stück. eiilcn Spas^ ' ,te griff und 1 X W li Bargeld. Legitimationsdolnn t wurden jedoch nicht vorgefunden. Der Mann 1 ^ de»i Arbeiterstande angehört zu haben, ist bei ''"<^ic alt, schmächtig, mittelgroß, hatte braune Haare ,, einen blonden Schnurrbart; er war mit einew « ^j grünen Lodenanzuge und ebensolchen Iagerh"^ einer Auerhahufcdcr betleudet. _. Mall * (Brand.) Gestern entstaild in der "l > , St. Martin nilter dem Groß-Gallcnberge "''.^rel' Es braniite ein Haus und die Harfe des ^.Ml ab. Das Feuer war von spielenden Kindern worden. Tab<^ * (Ein ehrlicher Finder.) ^" ^ "'" fabriksarbeiter Anton Tnoj fand gestern abei,^,, Karolinellgrundc ein Spartassebnch lilit einer ^ c^ Einlage sowie mit 500 X in Noten und "veru sofort bei der Polizei. ^„d^' * (Gefunden) wnrden: ein blaues >' kleidchen und eine silberne DamentafchenuU^ ^,,i> * (Verloren) wurden: eine Me"^ ^,,M »hr sanit silberner Sportkctte, ferner eine 0 kronen-Note. >s,ach^ * (Unfall auf dem Oberla^ ^ Pcrso ,ien z n g e.) Als Freitag n,n '/tl "^ gtl'' mittags der Oberlaibacher Perfonenzng von ^ ,^ tioil Bresovitz gegen Laibach fuhr, vernahm.^^'5 fchiiiellführer Viktor Oroszi ein Mlßergel"^^ Geräusch. Unl sich zn übcrzeugeii, ob nicht M, ^^ c' inotive irgeild etwas schadhaft geworden '"' l Laibacher Zeitung Nr. 82. 715 10, April 1903. Uf dic Stiege, stürzte aber hiebei rücklings aufs Gc° ^^- Der Heizer brachte sofort den Zug zum Stehen. T^r schw^. vcrlevte Maschincnführer wurde ins Lan- ^Iftttal nach Laidach gebracht, Theater, Dunst und Meratur. 5 '* (Philharinonische Gesellschaft.) ^s fünfte Mitgliedertonzert der Philharnionischen , ^^llschaft versammelte gestern ein zahlreiches Public "'", das, begeistert durch die orchestralen lind solisti- ^u Tarbietnngen, seine Anertennung dlirch ran-senden Beifall nach jedem Vortragsstücke zuni Aus- Ntcke brachte. Das Orchester bot unter der energischen "itung des Musikdirektors Herrn Zöhrer Trcff- lyes, H<>^. ^^^ ^^ erzielte mit dem Vortrage . s ^-inoN-Violoneelltonzertes von Davidov einen wnen Erfolg, und dein Opernsänger Herrn Jean " oolowitsch wurde der Abschied recht schwer ^cht, — Ein ausführlicher Vericht folgt. ^. Telegramme "k« k. k. Wegraphen-Korrespondenz-ßmelluZ. Einsturz eines Wasserwerkes in Madrid. ^ Madrid, ^. April. Infolge Einstnrzes eines "ubaneö haben zahlreiche Arbeiter den Tod gefnnden. als ^ ^ " rld, 9. April. Es war gegen 7 Uhr früh, b« s s Gerücht von der furchtbaren Katastrophe sich ^rdreitete und unter der Bevölkerung Schrecken ei> ^> Eine zahlreiche Menschenmenge eilte zur Un- " "^statte, wo sich entsetzliche Szenen abspielten. Das -6an begriffene Reservoir hatte einen Fassnngs- /uin von 5M).l)(»t) .^lubikmetern. Seit vorgestern wnr- ^ mi^^ ^^^. E^schichte ^n 80 Zentimetern öden auf die Widerstandsfähigkeit vorgenommen. Nc Senkung verursachte den allgemeinen Einsturz , ^' Blätter bringen ergänzende Einzelheiten nnd ^ .^Uipt^,, die Katastrophe sei sogar von den Inge-f ^'^n vorausgesehen worden. Die schlechte Veschaf-^yeit d^'Z Vodells hatte schon anläßlich der Veratnng h„ ^'öüglichen Entwurfes in der Kammer Proteste dic s^'lM'"Kn. Nach den letzten Meldungen betrng h Gesamtzahl der bei dem Baue beschäftigten Ar-^ ^r 435 hg^ denen 235 als verloren betrachtet rden können. Der König weilte lange anf der Un^ u "UZstattc nnd begab sich sodann in die Hospitäler, sckl s ' verletzten zu besuchen. Der Ministerrat be-zur >> ^^ Vildung einer Untersuchungskommission ^. Mtstellung der Schnldtragcndcil. Die Kommission V?i! ^'^ Hälfte ans Zivil-, zur anderen Hälfte ans , Utärpcrsunen bestehen-, den Vorsitz wird General ein ,^ ^ r i d, 9. April. Heute nachts wnrde nnr ^ ^-^'che unter den Trümmern.hervorgezogen. Etwa i^^'sonen ^^^„ ^^,^ verschüttet sein. Einige der '' Krankenhaus gebrachten Verletzten sind gestorben. ^------------- ! Angekommene Fremde. Hutcl Elefant. Am 6. ?lpril. Hyurk, Magister, j. Frau, Piaa. — Tr. Ojchka, Negiiuentsaizt, Pola. — Noinig, Veamler; Mann-hart, Müller, Me., (waz. - Marei. t. u t. Hauptmanu, kmbach. — Alft, Inssenieur, Veldes. — Voryner, Prwat. St. Veit. — Ielinet, Oberleutnant, s, Fran, Iicin. — Pih. mann, Iuaeuicur, Mähr,-Weißkirchcn. — kühn, Beamter; Kirschuer, Private, VZestiu, — Hamal, jtfm., Vielch. — Oro» slany, Kfm., Ngranl. — Schallhof, Kfm., Berlin. — Piischer. Kfm,, Oar^nano, — Wegeuast, Kfni,, Trieft. — Eisler, Kfui., Budapest. — Gaaz, ttfm,. s. ssrau, Nieaersliurg. — Venüt, ilfni., St. Peter. — Daiitek, Reich, hohcnberger, Bienenstock, («ottlieb, Rosenblatt, Meyer, Euael, Petroschitz. Mor, Bellah, Adler, Schwarz, Weinberger, Frühwirth. Walla.ld, Lichtensteiu, Krempl. Kollenz, Weih, Schuh, Phiebel, Fischer, Kafka, Schuürl, Kflte., Wien. Verstorbene. Am li. April. Auna Macel, Arbeiterin, 73 I, Brunn, gaffe i^0, Marasmus. Am 7. April. Maria Prebil, Arbeiterin, «8 I, Ilouca 1b, l^»n,,I^»i» uui-«. Im Siecheuhause: Am 7. April. Autonia Tomschitz, Private, 60 I., Am 8. April. Ursula Oblak. Inwohnerin, 70 I., Karzinom«. Im Zivilspiiale: Am 4. April. Maria Ster, Nesitzeistochter, 1 Tag, 1)vdilit?l» vitao. Am b. April. Franz Korosec, Arbeiter, 29 I., N,ii. I(iz)»!ll dc^tliLL« crilnii z>u«t t'lVleMr» «ompl. — IgNllz Bvzit, itnecht, 61, I,, ^^ios!loxili «ürnill'i. Am 6. April. Stephan Gradecal, Kellner, 25 I., ^uuuieul. Anilin. Lottozichuug vom 8. April 1905. Graz: 70 10 2 41 54 Wien: 70 33 78 44 76 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736'0mm. « 2 ü. N. 72« 3 , 10 - :^ SW. z. stark bewölkt " 9 . Ab. 733 8! 18 SW. stark 7 Ü. F. 738 6 -0 7 NO. mäßig heiter , U 2 » N. 7^6 7 81 SO schwach ! . 00 9 . Ab. 735'? 31 NW. schwach ! 10I7UF. i 734 9 z 60. SW. mähig j bewölkt > 0 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag 6-1,° vom Sonntag 3 5", Normale 8 3", bezw. 8 5". Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. HeNe Leäienerm Fährnissen-Feilbietung. Donnerstag: den 13. d. M. vormittags 9 Uhr tindut im Hause Wienerstraße Nr. 19, II. Stook die freiwillige öffentlirhe Fetlbietung der in den Verlaß ti:ic1i dein verstorbenen k. k. Gymnasial-professor i. K , Johann VaVTU, gehörigen Fährnisse, bestehend in Einriohtungsstiioken, Kleidern, Wäsohe und einigen Pretiosen, »tau. Laibaoh am 9. April 1905. Dr. Franz Vok (1496) k. k. Notar als Gerichtskommissär. Schwarze Domen- MClioKNe modernster Fasson, glatte und geputzte, sowie in Modefarben, sind allerfeinst ausgeführt. Größtes Lager in Daiiien-KoNtümeu, -Jacken, -Paletot», sowie Mädchen- und Kinderkleidern. Touristen-Kanielhaarkragen sind zu bekommen von 5 fl. aufw. Knaben-Kamelhaarkragen von.......3 fl. » Englische Überzieher, karierte und gestreifte, von 14 (1. > Dunkelgraue Double-Überzieher und lange Sportröcke von............8 fl. » Herrenanzüge in modernsten Farben von . . . 6 sl. > Knaben -Waschkostiime für Knaben von 3 bis 10 Jahren von..........1 fl. » Dieselben aus Stoff von.........2 fl. » Knaben-Stoffanzüge von.........3 fl. » Herren-und Knabonhüte in modernsten Formen von 1 fl. » Englische Herren - Üborziehcr und -Anzüge nach Maß werden aufs feinste in London, Borlin und Wien angefertigt. Hochachtungsvoll Englisches Kleidermagazin (1456) 3—3 O. Itcruatovic, Laibacli. Wie wohltilend bei dem größten Sschmerz liebevolle Teilnahme ist, das haben wir in diesen Tagen bei dem Tode unserer lieben Gattin, beziehungsweise Mutter, Groß- imd Schwiegermutter erfahren. Nehmen Sie alle, die Sie bemnht waren, nns bei dieser schweren Prüfung zu trösten und aufzurichten, die Sie durch fo zahlreiche Begleitung nnd reiche Vlumeuspenden uns und nnsere geliebte Tote ehrten, den innigsten Dank von dem trauernden Gatten Val. Arselin und Familie H. Waibl. Laib ach, 9. April 1905. Kurse an der Wiener Börse vom 8. April 1993. M« d.«oMeneu ^urMatte Dir noticrtl» Nurse verstehe» sich in Kro»c,iw2hni»l,, Die Nutienmn lÄmtlicher Altie» und der «Diversen Lose» versteht sich pcl Stück. gemein» SlaalLschuld. Geld Wore "°vew^'"l '" N°len Mll<- lnz,.?''" p, n, 4,^ . 100-45 ,00 6!> ..^', ,^"N.-I>ll!pr,«.4'2«/„ 1U<>'3!, «!0f,5 „ ^dr,-Au«,pr,tt.4'2°/„ i>8» ><»l n» »ü«^ 2wat«l°!e «li st, » 2«/° ...^ --- l^ ., !>UU ft 4°/u lSil - I«2 — lli«4«t " ^l»v st, 4°/„ l»3 — ,»?'— dt«, >. llX) st. . . 28»- 2»l — -r, i» lli!» st. 5",'„ , 294 25 l!9U 25 °"tr,l,.nen«änißieicht i).s. U"d ßänder. , Vei v^'brente, W.. 100 st., , V°r l'^''lNu.!enw2hr„ stsr., >>°'t>!o^ , . , . 4°/, lon-b» lNU-?0 '^rr^k" Ultimo . 4°/„ 1l»U'4b 1UU-65 d?rl»'n mi«u »» <" G,. steuerfrei. ^>^"«bah„ i„ llronenwähr, 6« ' > ^" lNoiieu , 4°/u 100'20 ,01-20 .^N."^ ...... 504—50L-Ü0 ->'/. "°"Tir.2(K>,l. g.W.S. !>. ^a,., . - .....442-75 444-75 «eld War<> Vom Ltaate zur Zahlung übrrnommcne Priur. Obligationen. Elisabetybahn «0N u. 30UU M. 4°/„ ab 10"/»...... !17-»5 -"'- «tllsabethbahn, 40N u. 2000 Vl. 4«^......... 119'2,< 120-20 ssranzIuses-V.. Em, 1884 (div. 6t.) Sllv., 4°/»..... 10« iN ,«„40 Galizische ltarl Ludwig-Bah., (div, Sl.) Silb. 4°/u . - - ^0-lio i"1 ,5> Norarlberger Äahn, Em. 18»4 ^ (biv, Ot.) Silb. 4"/o . . . in« 8b lüi 35. Staatsschuld der Länder der ungarischen Krön». 4°/<> ung. Goldreitte per Kasse . ll«-?« 1,8-9«' dto. d»o. per Ultimo ... 1,U'S!>l1885 4"/„ dto. Nenle in Kronrnwähr., steuerfrei, per Nasse . . . 9U10 98 30 4'7 dto dto, dtv. per Ultimo . 98 05 98 2ü Ung, St..Eis. Aul, Void 100 sl. — — — — dto. bto. Silber 100 fl. . , . —-— —'— bt«. Staat« i)blig. (Ung. Ostb. v. I. 18?«....... ^ — - — dto, Echanlrcgal'Mlüs.>Obl!g. —'— — - dto. PrÜM.M. a 100 «I. — 200 li 224'— 225 50 dtll. dto. » 50N — IM'li 221-—223 Xhelh-Reg.-Lust 4"/« .... !6!»-40 l?1 40 4"/» unaar. Grundentl.-Obllg. 98 20 ^«2« 4°/l, lroat, und slavon. detto y«'50 98 — Andere üssenll. Anlehen. 5°/„ Donau Reg,-Anleihe 1878 . lug'«« 107-6» Anleheu der Elabl Oörz , , . —— —-^ Anleheu der Stab« Wien , , , 1N3«5 1«4 100-20 ,01 20 Ocst,-ung. Bant 40>/^ahr. verl. 4°/„......... 1Nl-l5 102 ,5 dto, dto. blijahl, verl. 4°/n W1-65 1»2 Sb Lparlasse, 1.üst.,WI., ucrl.4"/u ,02— - — EisenbaliN'Priontälll' Gbligationen. sselbinands-^iordbahn 2 3» Oesterr, Nordwestbahn . . ^ l08-«,>l,09's,» Staatsbahn....... 428't>0 43! 5,> Siidbahn n. 3»/„veii,.Iann.'IuI< «19 ^<> 32, 2" dto. ll.5"/„...... 12» 50 12? 4!, Ung.galiz, Äahu..... ,12—,13- 4"/n Untertralner Bahnen . . —-— .-'' Divers« Kos» ^pcr EOicl). «tizinölichc ' osc. 3°/u Äodentredit-Lose Em. ,«»<> 3<>9 — 3,7 50 3«/« „ „ «m. l889 307 _. 314 _ 4"/« Donau-Dampfsch. 100 fl. . - - —-- 5°/u Donau Negul,'Lose . . . «7» 50 282'bU Unverzinsliche Lose. Äudap.-Nastlica (Dombau) 5 fl. 1-55« 27 50 Kreditlose 1«N sl...... 484— 4»8 ^ Clary-Losc 40 fl. KM. . - > I«U — 17« - Ofeuer Uofe 40 fl..... 170-175 Palffl,Lo!c 40 fl. KM- - - l?5-- i8k>- - «oteuKreuz, Oest. Ges.. v.l« . 56 75 5« ?t> ,. ,, ung, „ ,' ösl. 87°,,, 89,,,, Nudolf'Lusc ,0 fl. . - - - 65'- dv. b. «odcnlreditanst,, Ein. 1«»9 iu6-— 114 — Uaibacher üuse , . - - - > ^'— —'— Geld ^ Ware «Men. Glannportunlel» nehmungln. Äussig-Trvl. Eisenb, ü»o sl. . . L800 «320 Nau° ». Vetrlebs Ges. für städt. Straßeub, in Wien lit, 4 . —'— —'-dto, dto, dtu. lit. v . --— —- »Uöhm. «ordbahn ,50 sl, . . 362- 3«N - Äuschtiehrader Eis, 500fl,KM, »920 293« dto, bto. lül, U) 20» fl. 1070 ,»72-DonauDllmpsschiffahrts < Gesell. «^esterr.. 500 sl, KM, , . .934 — 940- Dux Budenbacher E. V, 4W ll b22 — 5,25-- sserdiuaudSNordb. 100U fl. KM. 5590- 5610 llemb.-Ezernow.'Illssa-Liscnb.« Gesellschaft 200 fl, T, , . , 58^-- 597- liloyb, Ocst,, Trieft, 50«» fl, KM. 6N8-- «72 -- Oesterr, >)tordwestl>llh» 200 sl. S, 427 - 429 - dto. dto, (lit, L) 200 fl, S. 420- 423 Pran'DuxerEijenb, ,00 fl.abgst, 2,6 75 2,7 7! Llaatsrüenbah» 200 sl, 3. . . «59 -U 25 Züdbllhn 200 fl, 2..... 88 50 89'b0»> 25 Vodlr. Anst,, Oest,, 200 sl.S. . 1O42- 104«- Kidt,A»st> s, Hand. u. G. 160 fl. —- — dto. dto. per Ultimo , . 6«4'?b U8b'7« Kreditbank, Allg. u,«,., 2UUfl. . ?70 — 771-- Tepnsilcnbanl, Allh., 200 fl, , 45.5-— 458 — Wlumpte Ges., ^tbrust,, 400 K 542 — 544-5> Mru ,1. Nas,e,w., Wiener 200 fl, 44»-— 44l - HNvothelb,. Oest., 200sl.3N"/o E. 2??-—282 - Ges^ ! Waic Läüderbanl, Oes:.. 20« fl. . , — — - — Oesterr. »ngllr. Äanl, »00 fl. . 1653 1««« Unioubanl 200 sl..... d4« — 548 - - Verlehrsbanl. Mg. ,4« fl. . . »5i-— 855 — Indullrit.Zlnltl' n»hmung»n> Bauaes,. Mg. üst., 100 sl. . 170' - 172 — EaMer Eisen- und EtahLInd in Wien ,00 sl..... —- —'- Eljcilbabnw.-Lelhg.,Erste. ,0«sl, :?« 50 >?7 25 ,,EIbem!il,l". Paplerf. u, V,-G, l»2 - 135- iiiesinner Brauerei 100 sl, , »"5- «09 — Montan Gesellsch,, Oest, alpine 52475 525 ?:< Präger Eise» Ind, Ves, 200 sl 2«45- 265b Salno Tarj, Steinkohle» 100 fl, -»70 — b?3— ..Sckloglmülil", Papiers. 200 fl. 287'- 2W-— ..Steyrerm,". Papiers, u. «,-G, 4,5'— 4^0-— Irifailer Kohlenw-Ärsell. 70 si 2S8-— 27(!'— Wllffcns,'G,.0est.inWieu.100sl. Ull'- 614 — WagnonLeihanst,, Ällg. in Pest, 400 K ....... «0!i-- 6lU'- Wiener Ballgesellschaft 100 fl. . »«!< — >63öl) Wienerberger ZiegelMlt-47 95 62 Et, Petersburg...... .-- ^ — > Valuten. Dulalen........ "»3 11-87 20ssranleu-TtÜ