ScheM«»»W. V»ch»i»ch«G^ W«t»»>. SuiTt^v« ult« ^ T»Itpt« M 3uft«llen , « - . D«ch Poft . . «' Ausland! «on«Mch » V Smzßlnu«»» »« Eo»«wgs»N>i»mGr . . , «»t »estilimV w» )M«i» » ^ >,em»«t»bet,ai si» Glon»Moi I« > >»«»» ewenvtsnat, ««tmhalt d«i«vaaw eniMen be>».jw s «rws« ohn-»taAe werd«» »ti^H«tt »>» t»s«?at«n«>i»atzm« i« M«V »dmtaMatt,» derjM»«,» »li» 4, w LjÄlwM W I Lj»»> »»d «atMe, -LS'«? tlnsere StnanzpoM». Maribor, b. Feber. Die wirtschaftliche Entwicklung unseres Staates stand in den letzten Wochen unter dem Eindrucke der unerwarteten und bedeutenden Steigerung des Dinars und dercn Auswirkungen. Gewiß kann in Jugoslawien, ei?nem fast ausgesprochenen Agrarstaate, die Dinarhausse nicht so ungimstic^e Folgen nach sich ziehen, wie man dies von einem Industriestaat annehmen könnte, besonders wenn noch dazu die Steigerung des Geldes in eine Periode füllt, in der div Ausfuhr fast zur Gänze ruht. Unsere Landwirtschaft hat dabei das Glück, daß die Dinarsteigerung in eine Zeit fällt, ist der auch die Preise der landwirtschaftlichen Produkte im Steigen begriffen sind, so dak die Erhöhung des Wertes der Valuta keine Herabsetzung der Preise der landwirtschciftlichen Produkte zur Folge hatte Die i'lbriqen Artikel aber, besonders die aus de mAusland eingeführten, werden infolge der Stärkung des Dinars unbedingt im Preise fallen müssen. Die Valutapolitik unserer Regierung de» steht nach wie vor in einer allmählichen Stär kuug des Dinars mit bestimmten Stabili^> rnngsintorvallen. Die Meinung sener Kreise, die dafiir eintraten, den Dinar bei 6 oder 7 AU stabilisieren, ist durch die Tatsache bereits widerlegt, das; der Dinar aus eigener Ärast schon ljöher gegangen ist. In der entschiedenen Hausse unserer Währung findet die günstige ökonomische und finanzielle Entwicklung unseres Aönrgrciches ihren stärksten Ausdruck. In erster Linie hat die stark gesteigerte Anfuhr nach der letzten Ernte zur Steigerung unserer Valuta beigetragen. Pie Handelsbilanz ist stark aktiv und die Ausfuhr überstkg in der Zeit vom Jänner bis Oktober vorigen Jahres die Einfuhr um mehr als ein Zehntel. Was die internationale.Zahlungsbilanz Iuqcslawiens betrifft, so ist nls erster Aktiv-Posten der Gesamt^trag der Ausfuhr, das sind derzert ca. w Milliarden Dinar, zu betrachten. Ein weiterer Aktivposten sind die Auswanderergelder, die jährlich etwa ÜV0 Millionen betragen, weiters kommen noch LlX) Millionen hinzu, die der Fremdenverkehr abwirft. Schlk'hlich ist der Gesamtbetrag der Reparationszahlungen Ungarns, Bulgariens und Deutschlands in Rechnung zu stellen, was etwa K00 Millionen Dinar ergibt. Die Passivposten der Zahlungsbilanz ergeben folgendes hr>. Vor der WahlWaM. ZM. Vesgrad, 5 .Feber. Das größte Jnte-Me der politischen Kreise konzentriert sich auf die Frage, ob die RadiLpartei die Wahlurne zugewiesen erhalten wird. Diesbezüglich sind die Erklärungen des Mmisters Drinko-vi^ einem Mitarbeiter des Blattes „Vre>ne" gegenüber sehr charakteristisch, worin er sich dahin äußert, eS wäre von sehr üblem Einfluß, tvenn man der RadiäPartei die Wahl-freihert kürzen oder wenn diese sich von der Wahlbeteiligung absentieren würde. Weiters richtet sich das Interesse der Politischen kreise auf die gestrige Rede des Herrn DavidovTo im breiteren Hauptausschuß der demokratischen Partei, worin dieser erklärte, er wisse nicht, ob man der Radi^partei die Wahlurne zute^'len werde. Doch sei im Block für jeden Fall alles vorgesorgt. Er könne nur das eine sagen, daß es keine Abstinenz geben werde. Einberufung einer miNelmropSischen ÄoMimferenzZ AoNvereln oder Donaudund. — Sin Dorfchlas ver ..Morning Voft London, 4. Fever. In sehr gut unterrichteten politischen Kre'isen wird erklärt, daß der Vorschlag der „Morning Post", eine Zoll-konferenz unter englische Leitung eii^zube-rufen, zilvar noch nicht a-ls offizieller Vorschlag 'twr englichen Regierung anzuschen wäre, daH jedoch diese Anregung als ernsthafter FÄHiler gegenüber dem sranzi^sischen Pld Bulgarien als politi-sck>en ^naubund neu erstehen lassen wolle. Englan'c» ziehe die Schaffung eines Zollvereines deT Nachfolgestaaten vor, weil ein Donau>bund als politische Machtkonzentratio» gegen Rußland und Deutschland aufgefaßt wevden könnte. Der Nachfolger TrotzN«. —HI—. Dtr Danztger VostkonflM. Danzig, 4. Feber. Der Völkerbundkommissär Mac Donnell hat heute die Entscheidung iün Konflikt zwischen dem Freistaat Danzig und Polen gefällt. Die Entscheidung anerkennt in allen Punkten den Standpuntt Dan-zigs als rechtmäßig und erklärt die erfolgten Änrichtungen des polnischen Postdienstes auf dem gesamten Gebiete deS Freistaates Danzig als Verletzung der Entscheidung des Völkerbundkommissariats vom Mai 1922. Zur Vertreibung des griechischen Patrhar-che«. WKB. Angora, b. Feber. (HavW). In der Natio^alveirsammlung erklärte Minister-prüsi'oent Fechy-Bey, die Ausweisung des öiumenischen sj^triarchen sei in gesetzmäßiger Weise erfolgt. Der Ministerpräsident betonte die Friedensliebe der Türkei. Dieses Mrde sich jedoch selbst mit Waffenge.walt jeder ettvuigen Einmischung in eine Angelegenheit widersetzen, 'oie ibres Evachtens sine rein innere Frage sei. Die Na.tionalversamm lung billigte einmÄig die Erklärungen des MinWrprüsidenten. Fette Posten für sranzösische Sozialisten. Paris, 4. Feber. Gerüchtweise v^'rlautct, die Regierung bealbsichtige, an Stelle von Louis Z^rthou den sozialistischen Abgeordneten Vinzenz Auriel, der gegenwärtig Prä-sioent der Büdgetkommission ist, zum Präsidenten der ReparationSVymm'ission zu ernennen. Dieser Posten ist mit einem .'^abres-bezug uon ^OO.lXX) Franken verbunden. Weiter verlautet, daß der Schwager von Lein Blum, der Ad.70—29fi.70, Wt:?n 0.0807—0.0887, Prag I8i.tt2^I84.l)2. Mai-lMd M—2A), Nezwi^orl tt1.40--a2.10. ( :neral Frnnfe. Zum Chef des höchsten Kriegsrates der russischen Roten Armee wurde bekanntlich als Nachsol^?r Trotzlls General Frunse ernannt- VoMN»« «««»». «rl.chliq.II>rI>>I««» ««MM. Wegen der Vertreibung des griechischen Patriarchen. Wie bereits berichtet wurde, haben die tÜr-tischen Behörden den griechischen Patriarchen, Konstantin, aus Konstantinopel ausgewiesen. Wegen dieser Vertreibung ist nun zwischen Griechenland nnd der Türkei ein Konflikt ausgebrochen, der ernste Folgen an-zunehnien droht. Die Türkei steht auf dem Standpunkte, daß der ökumenische Patriarch' dem Austauschabkommen unterworfen sei, zn^ar deshalb, Werl er in Kleinasien geboren wurde und erst ini Jahre 1918 nach tkon-stantinopel kam. In ganz Griechenland herrscht jedoch wegen der Ausweisung deS Patriarchen größte Erregung und fast in allen grösseren Orteu werden Protestversumm-lungen abgehalten, in welchen die Haltung der türkischen Regierung gebrandmarkt w'.rd und energiscl)e Schritte zur Verterdigung der nationalen Ehre verlangt werden. Da Griechenland in seiner Note an die türkische Regierung auf dem Standvnnkle beharrt, daß der Streitfall dem internationalen Gerichtshöfe iiu .<'^aag vorzulegen sei, hat der türkische Botschafter am Ouai d'Orsan vorgesprochen und erklärt, daß die Türkc'i die Angelegenheit des griechischen Patriarchen dem Haager Schiedsgerichtshofe nicht nnter-breilen könne, da der Patriarch aus Grund des Laustlnner Vertrages nnd i?: Neberein-sti'nmung mit der Austattschlo!i'.i?'!lsil)i, ausgewiesen wurde. — Ausweisung des albanischen lsten. Wie aus gutinformierter Quelle gemeldet wird, wurde der Metropolit von Albanien, Lazarus Miedia, Erzbischof von Skuta-ri, sowie der Provinzial der Franziskan.'r Pater Paulus Dodnn von der Regierung Ach-m. Zogn ausgewiesen, 'ide sollen berei'ts den neuesten Nachrichten zufolge iu Bari eingetroffen sein. — Der Bau eines neuen englisch?n Lustgeschwaders. Londoner Blätter bringen einen Beschluß der Regierung, demzufolge neue Lustgeschwader für die Verteidigung Londons geschaffen werdnl. — Die drohende ttrife in der italienischen Fascistenpartei. Ans Rom wird untenn 3. d. M. gemeldet: Div .'»lrise in der sasciftischen Partei wird ^ri'cher oder später zu einer SZal Vrummnvom v. ysver »y?S tung zwischen den Rechtsradikalen und den Rechtsnationalisten führen. Die Extremisten sind derart stark, daß sie sich gegen die Beschlüsse der Parteidrrektion erhoben haben. Heute liegt ein neuer Fall vor. In der Provinz Alcssandria erklärten sich viele Sektionen mit dem Mg. Torre solidarisch. Torre war lns vor einem Jahre Eisenbahnkommissär. In Aleffandria war seme Macht derart groß, daß die Parteileitung bei den letzten Wahlen an den Präfektcn die Weisung ergchen lieft, daft eine kleine Wahlschlappe des Torre, insbesondere was die Vorzugsstimmen anbelangt, genehm wäre. Trotzdem behielt Torre 75 Vorzugsstrmmen. Eine von der 'Kartei eingeleitete Untersuchung über die Lage der Partei in Nlcssandria war für Torre ungünstig ausgefallen, weshalb er und zwei endere fascistische Abgeordnete von der sascistisch^n Partei zurücktraten. Die Demission Torres hat zur Spaltung der sascistischen Liga geführt. Es ist noch nicht bekannt, wie s^ch die offizielle Partei zu dieser drohenden Haltung der Unabhängigen stellen wi'rd. — Unruhen in Niederländisch - Indien. Französis'-s'en Blättermeldundkm .Eronlprinzen Rudolf in May^rling ein tragisches Ende faintd. Tie war die Schwester !ver bevannten RennswWositzer Harry und He^r Grafen Valtazzi. Welche Rolle sie in der Liebestragödie ibrer Tochter spielte, ist niemals klar geworden. Jedenfalls richtete fie seinerzeit an Kaiser Franz Aosef ein Memorandum, worin sie sich von !^m go-?en sie in der Umqebunig des Kronprinzen wie euch in 'der Wiener Gesellschaft erh-c^benen 'Vor' wm^, sie h tellVei's gt'-mieten von der ^terreichischen G.i>!Ischa^t ihr Loben verbrachte. Mm hat die boiv^gli-che kleine Fmu bis in die letzten Iak)rf no^ch oft auf ihrem Zilveirad durch die Straßen Ssv/'auo/kts So/k/'stömast „Die drei sckönen Bernftausens." Roman von Fr. Lehne. 16 (Nachdruck verboten.) „Kommt auch vor, gnädigste Komtesse, g^'-be ich gern zu! Aber in diesem Falle sichLr nicht. Ich habe da eime feine Nasc" — er lachte geräuschvoll aus. „Wenn Komtesse s^i-ne Skizzen sehen würden, wie er sich zum Bei spiel die künstlerische Ausgestaltung des Musiksaales und der Empfangshalle gedacht hat — fabelhaft! Warum soll ich ihm den Auftrag nicht zuwenden? Ich wei'tz, er brennt darauf. Er braucht das Geld!" Kurz und hochmütig lehnte Thora ab. Sic hatte wirklich kein Interesse für die Zeichnungen eines hungrigen Malers! „Aber, gnädigste Komtesse, mir wäre es tatsächlich eiile große Erleichterung gewesen, wenn Sie mir mit Ihrem Geschmack zur Seite stehen würden! Ich möchte, daß mein neues Haus in jeder Hinsicht vollkounnen wird, damit sich diejenige, sür die ich es bestimmt habe, darin wohlfühlen, nichts ver-missen und nichts unangenehm empfinden soll.^ Bei dis'sen Worten nergte er sich vert-au-lich gegen sie — mit einem nicht mißzuver-stehenden Blick den chren suchend. von Reichenau fahren gesehen, vorn die Einkaufstasche angehängt, mit der sie selbst am Markte die L^b^mittel holte. Durch ihrl-n Gatten, der dem tschechisc^n Konsulardienst zugeteilt wor, wurde sie nach d«n Umsturz tsc^chische Staatsbürgerin. Sie hatte an die tschechis^ Regierung oaS Ansuchen um eine Gniad^pension gerichtet, das jedoch unter Aberkennung ihrer Staatsangei^rigkeit verweigert wurde. In der letzten Zeit hatte sie auch vielfach nÄ materiellen Sorgen zu kämpfen. t. Universilalsprofessor Dr. Hugo Gering 1'. Vergangenen Dienstag starb in Kiel der Uni-veisilätsprofessor Dr. Hugo Gering, der als Forscher für nordische Sprachen, besonders durch seine Uebexsetzungen der Edda, bekannt geworden ist. Dr. .Hugo Gering stand iin 78. Lebensjahre. t. Ein grobes LmoinenungliZck am Hoch-mölbing. Wie wir bereits in unserer gestrigen Nunlmer beri^ en, ereignete sich vergangenen Montag am Hochmolbing ein großes La-wmenunglück. Sechs Grazer Tonristen wurden verschüttet, vicr konnten noch lebend geborgen werden, während man die Frau i)es Obersten ( egmüller nur mehr als Leiche ans dem S6)nee ziehen und den Obmann des !^ost»^rr. Touristenklubs, Sektion Graz, Plank, überhaupt nicht auffinden konnte. Dank den unermüdlichen und aufopferungsvollen Arbeiten der Rettnngsexpcdition gelang es nun. auch Herrn Plank bergen, jedoch nur als Leiche. Obmann Plan? wird von der städii'-scheu Bestl^'tungsanstalt von Worsc^l'acs) nach Wien über^übrt, die Leiche der ebenfalls Vernum '.ckten O^erstensgattin StegmWer wird -kbcr von Wörscha-'^» n<^ch 5iraz at'bracsit werden. wo dann dle Beisetzung am Zentralfriedhofe ^^a<'^^ii7det. t. Eine neue Äendnng in der Mordasfiire Lederer. Wie aus Budapest gemeldet wird, ist in der Mordaffäre Lederer eme n 'ue Wendung eingetreten. Bergangenen Montag meldete sicb der Kaufmann Josef Herskovitz beim Untersuchungsrichter und sagte aus, (r seinerzeit mit dem ermordeten Kaufmanne Boros wiederholt in Gesellschaft einer Dame gewesen sei, div mit der Identität d.^r Frau Ledercr übereinstimme. Kurze Z.'it darauf ist der Kaufmann Boros spurlos verschwunden. Herskovitz wurde mit der Mörderin kc^nsron-tiert und erkannte in Frau Ledorer Dame, mit der Boros verkehrt hatte. Es wird NIM nach.^eforscht, ob Frau Lederer aucl) mit de.n Berfchwiilden des Kaufmannes Zoro5 in Verbindung steht. t. Eine neue reichsdentsche Erfindung. Wie das ..Berliner Tageblatt" zu melden »«.'iß hat Ingenieur Bernhard Becker aus N-ch^a bei Weimar, der einen neuartigen 5^'öhren-kessel erfunden bat, der zworhundertmal u«.hr leistet als ein gleich gro^r aewi^hnliiher Dampfkessel, bei einer Vorführung vor Vertretern der Presse binnen vier Minuten nach dem Anheizen einen Druck von 20 A:.n.,5h.i-ren erzeugt. t. Ein Kwd als viekfache G'stmSrd?t Dieser Tage gelang es in Los Angeles (Amerika, die gros^^^n bisher von einem .ssinde vorübten Verbrechen zu entdecken. Die siebenjährige Elsa Thompson gestand, sech? Men- Jeder Zoll an ihr wurde da hochmütige Abwehr. Sie lehnte sich zurück. Zürnend flammten ihre Augen iiber den Zudri?ngli-cheu hin. „Ich bedaure. Herr Kommerzien-rat — ich kenne den Geschmack der Dame nicht." „Dennoch werden Komtesse unfehlbar daZ Richtige treffen. Ich bitte nochmal darum! Uebrigens hat mir der .Herr Graf schon n.'r-sprochen, in den nächsten Tcigcn mit Ihnen und Gräsin Gisela meine neue Villa zu besichtigen. llnd wenn Sie, Komtesse, mir die Ehre gelvn und kommen, so machen Sie ' lich zuin Glucklichsten der Sterblichen," Sie wollte nochmals verneinen. Doch da fiel ihr ein: sie hatte es jetzt in der f^c»nd, den Vermessenen zu strafen, der sich ihr so kühn genähert. Grimm und Groll erfüllten sie auf den unverschämten Maler, der sie lächerlich vor sich selbst gemacht hatte. Nach l-rzen' '-.'besinnen sagte sie dem.<^o«. merzienrat ihren Besuch zu nnt einem ?S-ck)eln, das ihm den Sinn verwirrte. So hatte Thora Bernhausen, diese kalte Pracht, noch NlVmuls einen Mann angelächelt. Schon am nächsten Tage hielt der elegante dunkelblaue Mercedeswagen des Kommer-zienrates Hosemann vor der Bernhansenschen Villa, um den Grafen und seine Töchter abzuholen, für die in aufmerksauier Weise Blumen auf den Rücksitz gelegt waren. Nach lurzer Fahrt war man an» Ziel. Selbst Thora konnte einen Ausruf der B.'-wuttderung nicht, unterdrücken, als sie dieseö schen vergiftet zu hab:?n. ^^?'ch tötete sie vor zwei Iahren chre Zwillingsschivcster, d ' sie zwang, Glassplitter zu schlucken. Sie wurde verhaftet, als in einer Familie im A>cittags-brot Gift vorgefunden wurde, Kind tötete auf diese Art auch eine große Anzahl vön Katzen und Kanarien, um sich an deren To-desgucilen zu weiden. t. Ein groteskes Leichenbegängnis. In Castelbeforte bei Mantua fand Sieker Tage ein groteskes Leichenbegängnis ltatt. Ein reicher Sonderling, naimens DalMo, war gestorben, und seine Beerdigung vollzog sich genau nach dem letzten Willen Toterl. An der Spitze des Leichenzuges tänzelte ein Harlekin mit einer Fahne, un!d dann folgten die Leidtragenden, die alle Mask^^nkestüme wgelegt hatten. Vor Osten«, in der Nähe des Kirchihoses, machte der sonderbare Trauerzug halt, un'o es begann ein wildes Zechgelage, wobei ein Faß Wein über d«^ Sarg gegossen wurde. Dann wurde bei Tanzmusik der Weg zur Gruft fortgesetzt. Im Trauergefolge befanden sich auch Vertreter der Gemeindebehörden, eine Tatsache, Sie von den Zeitungen stark kritifiert wurde. t. Die Borausbeftimmung des Geschlechts. Professor Sellheim, Direktor der Frauenklinik in Halle, hielt vor kurzem einen interessanten Vortrag über die neuesten Forschungsarbeiten auf dem Gebiete d^r Beziehungen zwischen Mutter und Kind. Es Handel: sich bei diesen Forschungen um d!e Lösimg der Frage, ob die Vorausbestimmunz des Geschlechts des ungebornen KindeS möglich ist. Nun ist z>wei Assistenten Prof. Selliheiurs, Lüttge un'o v. Mertz, gelungen, auf Grund der bewährten Mderhaldenichen Reaktion eine äußerst sinnvolle Methode auszubauen, die einen vollwertigen physikalischen Nachweis der Blutveränverung^n im Mutterivrper zuläßt. Die Lüttge-Mertzsche Reaktion weist na6), daß im Organismus der Mutter Säfte der Kindesdrüsen zirkulieren. Das Muttevblut reagiert airf di^e Drüsen mit oer Bildung von Stoffen, die im Rea-genSglas kenntlich werden. Bei positivem Ausfall der Reaktion ist ein Knabe, bei negativem ew Mädchen zu erwarten. Die Sicherheit der Vorausbestimniung des Ge-lchlechts wahrend der Tragzeit beträgt 99 Prozent. t. Amerika hat Curopasieber. Wie eime Statistik der amerikanischen Schissahrtsgescll-schasten besagt, erwartet man für die kommende Reisesaison neue Rekorde im Reiseverkehr nach Europa. Die .Kajütenplätze sow^ die Plätze zweiter Klasse sind für die Monate Mai bis September nahezu ausverkauft. Auch für die Rückreise sind auf allen bekannten Dampfern die Plätze vergaben. Die Amerikaner sind neugierig, wie das Europa nach dem Weltkriege ausfchaut und wollen sich selbst ein Urteil über die Lage des Handels und der Industrie verschasfeu, um neue Msatzge-biete für ihre Ueberproduktion in der Indn' strie zu sick^ern. Aber auch nur Neugierde treibt so manchen Dollarjunker nach Europa. Moderne Romane und andere klassische Werke der Weltliteratur werden zu höchsten Preisen gekauft. Anträge an die Verwaltung. » Zia/'kvo/', 52c)vsns^a i stolzen Neubaues in einem parkähnl'.chen Garten mit h.'rl..chem altem Vcunnlvstaud ansichtig wurde. Das war nicht mehr „Villa" zu nennen — das verdiente vielmehr die stolze Bezeichnung „Schloß". An der kunst^'!^ll tv-inn^inas- Pforte er» artete der KommerzTenrat die ?ln-kömmlinge. Er küßte den Damen die Hand und führte sie gleich nach der Seitenfront des Gebäudes, an der sich eine Terrasse hinzog. Dort harrte ein ausgewählter Imbiß der Gäste. Verlockend dufteten in kostbarer Kri-stallscl)ale rote Erdbeeren in Schlagrahtn; ausgesuchtes Gebäck wurde dazu gereicht, und der sorgfälti'g geschulte Diener goß herrlichen alten Rheinwein in die geschliffenen Gläser. Thora nippte kaum an ihrem Glase. Sie war voller Unruhe, sah nicht das hübsche Bild des Gartens im zcirten grünen Blätterschmuck — den maienblauen Himmel, den warmen goldenen Sonnenschein, der auf dem gej fle.^-ten Rasen nlit den farbenfreudigen Blumenbeeten lag. Es drängte sie, die Zeichnungen Florstedts zu sehen und ihr Urteil auszusprechen, das jetzt schon bei ihr feststand. Der Rundsiang im Hause begann in der großen Halle, dereti Wände und Säulen ans Hellem Marinor bestanden, ebei^so au-l^ d?c' Treppen, die in die oberen Stockwerke führten. Deutlich war es zu bemerken, dciß der Kc'nnnerzienrat sl'ine Erklärungen und Fragen lediglich an Thora richtete. Gisela fiel Aachrtchw» a»s Morwor. Maribor, 5. Feber. WO »erde ich «ühie«? Im ^'nne der königlichen Verordnung vom 10. November 1924 sowie im Sinne des Wahlgesetzes finden die ParlamentZwahlen fi^r die Parlamentsperiode 1925/28 Sonntag den 8. Feber 1S25 von 7 bis 18 Uhr statt. In der Stadt Maribor sind die WM-Plätze wie folgt eingeteilt: 1. Wahlplatz: Für die WählerStadt- bezirkes (innere Stadt) mit den Anfangsbuchstaben A bis inkl. L in der Turnhalle der Mädchenbürgerschule l in der MikloSiöeva nliea (frühere Kasinogasse). 2. Wahlplatz: Für die Wähler des 1. Stadt- bezirkes (innere Stadt) mit den Anfangs buchstaben M bis in der Turba^^ der staatlichen Realschule i. der Krekova uli-ca (frühere Kaiserstraße). 3. Wahlplatz: Für die Wähler des 2. Stadt- bezirkes (Grazer Vorstadt) mit den Anfangsbuchstaben A bis inkl. L in der Turnhalle der Mädchenbürgerschule 2 in der Eankarjeva uliea 5 (srü!^re Rei-serstrake). 4. Wahlplatz: Für die Wähler des S. Stadt- bezirkes (Grazer Vorstadt) mit den An-fangsbnrbstaben M bis ^ in der Mädchen Volksschule 1 in der Razlagova ulica 1« sfrs^here Elifabethstraße). ö. Wahlplatz: Für die Wähler deS Stadtbezirkes (Mellinger Borstadt) in der Turnhalle der Mädchenvolksschule 3 in der Cafova uliea 9 (frühere.tzamerling-gasse). e. Wahlplatz: Fiir die Wähler des 4. Stadtbezirkes lKärtn. Vorstadt) in der Knabenvolksschule 4 in der Samostanska ulica (frühere Klostergasse). 7. Wahlplatz: Für die Wähler des 5. Stadt- bezirkes (Magdalenen-Vorstadt) mit den Anfangsbuchstaben A bis I im Kindergarten 3 in der Valvazorjeva uUca (frühere Arthur-Mallh-Gasse). 8. Wahlplatz: Für die Wähler deS 5. Stadt- bezirkes (Magdalenen-Vorstadt) mit den Anfangsbuchstaben K bis inkl. P in der Turnhalle der Knabenvolksschule 3 in der Ruska cesta (frühere Iosefstraße). 9. Wahlplatz: Für die Wähler des 5. Stadt- bezirkes (Magdalenen-Vorstadt) mit den Anfangsbuchstaben R bis ZK in der Knabenvolksschule 3 in der RuSka cesta (frühere Josefstraße). Auf den einzelnen Wahlplätzen wählen, und zwar auf dem 1. 834, auf dem 2. 83S, auf dem 3. 86l), auf dem 4. 937. auf den: 5. 799, auf dem ii. 894, auf dem 7. 657, auf dem 8. 572 und auf dem 9. Wahlplatz 622, insgesamt also 7337 Wähler. Am Tage der Wahlen, d. i. am 8. Feber, sowie am Tage vorher und nachher ist der Ausschank von alkoholischen Getränken streng stens oerboten. __ 7» 762s/?/kc)n 200. das auf, und ein Pei'nliches Gefühl beinäch-tigte sich ihrer. Ihr wurde eS klar: diese zwanglose Einladung zur Besichtigung der noch gar nicht fertiggestellten Villa hatte einen tieferen Grund. Kommerzienrat l^ose-mann wollte Thoras Wünsclx' und Geschmack kennen lernen, ehe er die Inneneinrichtung des Neubaues in Angriff nehmen Ueß, weil er Thora darin als f^errin zu sehen wünschte! Dieser Gedanke berunruhigte sie, denn der Komnierzienrat war nicht der Mann, den sie sich für ihre stolze, schöne Schwester gedacht ^ trotz seines großen Reichtums. Mit ihren lässigen, ein wenig müden Bewegungen ging Thora teilnahmslos und gleichgültig durc!) die Räume und hörte kaum auf die mit heißem Bemühen vorgebrachten Erklärungen des Kommerzwnrats. Desim dringlick) gestellte Fragen beantwortete siö uur nüt kühlen Ablel^nungen. Sie brachte ihn damit beinahe zur 'Verzweiflung. Er mußte sich mehreremale mit denl toeißseidenen Tascl)entuch über daS hei-!je Gesicht scchren. Etwas Leben kam endlich in Thora, als «:r in dem Rauni, den er zum Musiksaal be-stiniint, die (!rntwürfe Florstedts ern'ähnte. Iu diesem Aligenblick trat der Diener ein und meldet . „Herr Florstedt läßt' fragen, wann der Herr Kommerzienrat für ihn zu sprechen ist. Er ist soeben gekommen." Hosemann sah, wie Thora die seinen dunklen Brauen zusammenzog. War ihr etwa ne Störung unancienebm'/. MNwer?v VM 's«» Seif, 5 zum ZSjadriom Ittolerungs-zubnaum des «vnix von Spanien. König Alfons von Tpan?en konnte jetzt ^ln 25'icjhrigcs Reciieruilq^jubli'in.n s^icrn. ?:<: F.sü.chkcilen haben ewe so l'csjcist.'rte TeÜnalnne ^ qesciuUel'. Z^evolkerung ge^nn« der., dlis; d?«' Erwartungen selnst dir qlöfiten L'pt'Mi'ilcn weit übertros?0!'. wt'r?>en. Mar» chall Prir.1? de Rivers, ^»er <.'?.?n»alss '^'e-^ui-iinl) t.etieisterter Hnldiqun.iLN w.^r i'i^.rDb ls, im ?wmen des so»^ni'^l)i'n .''.'»ccr'.S dlN?.''^?ischa?.stab. nr. Todesfall. Vergangenen Mittwoch um Ubr starb Frau Liatarina Abram, Gattin di'ö Nevidenten der EüdbMn i. R. hi'rrn Abrain im 64. Lebensiahrc. Das ichenbegängnis findet nwvgen Freilas^ um I? Uhr von der Leichenhalle d<'s städtischen ^vricdhofes in PotbreSjc ans statt. nl. Auszeichnung verdienstvoller Feuer-Mhrmünner in Slov. Bistrlca. Für ^5 bis '!l!iährige Dienstleistung wurden foliZ.'noc ?.>>itIli<"dcr der Freiwilligen Feuerwehr in ^lovensta Bistrica niit der silbernen Me--aille für lmrg?rliche Verdienste auSgez»?ich-net: Wchrhouptmann jtarl Äuloviö, Sprir-cnzugMchrer Franz F-eko-nja, Zenc^.vart 'i)einrlch Matu^, die Wehrnmnner Fakob (^radilstnik, Luievoig Lorber, Matthias Pe-^'.ver und )gna^; «^eöovnik. Die Uebercei-ilmg der AuSzei6)nungcn erfolgte verevan-gencn Montag durch den Bezirkslhanptmann vml Maribor im Beisein der gesamten Gc-meiirdevottretung und Faihlrcicher Be.'Slkc-riing. In 'oer Ansprach« hsb Herr Bezirks-li^mptmann die Verdienste der Aus^ezeichnc-ti.» hervor und ermunterte sie zur n,eit^ren Tätigkeit für das allgemeine Wohl. Die Sdadt war festlich beflag^^t. Allen Ausge-jeichnetm unsere herzlichsten Müctwünsche! m. Anschaffung von Reitgarnituren fiir Ml Mrpslichtige der berittenen Truppen. Bon: ..Äojni okrug" in Maribor wird verlantsiart: .'^m Sinne des Art. 234 des Gese^^^'s über di'.' Organisation der Arinee ist jeder Militär« Pflichtige dosten beauftragt sind, strenge nach den Vorschriften vor',U!^eh-^!l. m. Danksagun.i. Seit vielen Iahr.'n ?lu-genleiden'v, konnte ich bis vor Kur')..'m nicht einiual uiehr iui Zinrmer ohne führende .^and gehen, ^n uieiner trostlosen La^e lor ich Siebzigjähriger schon sast iede ^'e-bensfrende und haltte die Hoffnung lä'izst aufgegeben, n,eine Angen jemals wieder richtig bran.chen zu kiinnen. Herr Primarius Dr. Dernov^ek hat sich meiner erbarmr nno seiner ärttlichen ^lnnlt verdanke ich es, dasi ich nun ivieder s^-'ue. allein spazieren sehen nnd lesen kann. Näch-'t s^)ott n^ein^n innigsten Dank dem vorzüglichen Arzt l'nd Menich^'nsrennd. Vraöko, Bciihnpen'ionist. m. Wetterbericht. Maribor, 5. F-^.'ber 8 Uhr fri'ch. Lmldruck: 7'^?: '^^arometerst.ind: 7.')?: V?ernlo'sirli.''ro^!kop: V; Ma^imaltemye-ratur: -s- 2; Minim-nltemveratur: v; D'inst-druck: K Millinieter; Windrichtuug: W; Bewölkung: Niederschlag: 0. Srkalstfin Ä>?a und ihr zu Gqmpathlekunvgebung der KönioSVartet fki' Könla^ANfons von Spanltn. >. r-'l ^ KMU Ki > Die spanische ^tönig^'famili'e auf dem Äalk^n des Palaftes in Madrid während der Huldigung der spanischen Monarchisten Die Erte.iserin Zi'a nnll den Joseph .Huntiadn. der u:i't ihr iiu C'i/il al? Erzieher ihres 12 ^^ahre alten Sohnes Prinz Otto lebt, heiraten. l'Zraf .^'nnWdn war früher Adjutant des verstorbenen ^inisers ^'.arl und gehört deni ältesten ungarisclien ?ldelsge-s6)lechte au. Die Heirat mit dein rasen .Hnnyadii würde der (srkaiserin die Nückkelir nach Ungarn, die son'ohl ihr, als ailch der ungarischen Ronali'slen sehnlichster Wunsch ist, ermöglichen und die Erziehung des jungen Prinzen Otto iu Uugaru gestatten. avB D«n^. p. Erster Versuch mit dem neuen Lüschqe- rat.' Wie bereits berichtet wnrde, ist die neue Motorturbineusprit^ für die hiosiste Frei'ml-lige Fenerwebr b-ereits eingetroffen. N.m wurde 'oieser Tage das neue ^ösck^si'rit im Beisein eines Infienieurs der „Magirus"-Werke, des Vü'-s'er-.ueisters. .Herrn Dr. Il'afs Senear, des Bezirkshanptmannes, He^cn Regierungsrat Dr. Voneina sowie zahl-rei!l)en Pnbliln>mS unterhalb der .tilm ersten Male ausprobiert. Der Loscht ^g, den .Herr.Hanptnwnn ^^ojef Steuote o. Aelt. besehligte, vollbrachte die ihm gestellte Am-.labe nnt b-ewundernswert^r ^lakt'he'^ und Äi llkommenheit. Unsere Feuerwehr Hz- nun ,n -'^ntlument, nnt dem es ihr gewi'z aclingen wird, bei -In^en va» i.nd ausgiebige Hti,': zu le'.st!'?l. -lie'iicb!.e Svln'ten die ehebald'^.ste VvgleichuN'g !.gli !>en p. Kab?,rett-Abende. .'^m hi^sl^i?,: Cafä ,.i.iuicpa" gastiert ge-V'Nie'irlli eine rnisi-!ct»e ^?ünstlertrnpp>''. l»i< jetzt :'iblrall, n ? si' t^ielegenheit halt.' anf;n:rete??, mi» ihren Lieder nnnd heiinlsai-'n Tänzen xros^m ^'vfobg erzielte. Tie i^ünstlertrnv'.'e beub-ncl-tii)- nnr wenige Tage in unserer Sladt <'l verbleiben. An bis Monn^nten der ..Marburger Äettuna." Die P. T. ^lhonncnt?», wekche mit dem Abonncwentsbcitrat^e im Rückstände find^^ nierdcn bgflkchst aeSeten, denselben binnen 8 Taqen einzusenden, damit in der .i^ustellung d?s Vl^ttcZ leine ltnterlirechung eintritt. Die Verwaltung der „Marburger Zeiwng". Feuilleton. Gin gedeimnlSvoNer Skandal in der Varlser Ariftolratie. Die Irrsinnigen im Ramen des Gesetzes. ^t«. Paris, Ende Jänner. Die Gräfin .Helene de Chateaubriand ist eine junge, schöne und reiche Dame, die bis zum 21. November des vorigen Jahres m!< ihrem kleinen Töchtcrchen in ihrer luxuriösen Wohnung der Avenue Kleber ein friedliches Dasein führte. An diesem Tage war sie zu einer kleinen Promenade ausgefahren, als sic sich von ein paar geheiinnisvoNen P^'r-sönlichkeiten verfolgt sah. Um ihnen zu entliehen, flüchtete sie in die Polizeipräfektur' ^on diesem Augenblicke an war es unl ihre Freiheit gefchehen. .^trinirualbeamte, M erzte, Austaltsdirektoren, Staatsanwälte Semäch-klgten sich ihrer Person, schleppten sie von liirer Wohnung nach Malniaison ins Irr.'u-haus, von dort in ein Pariser lYefängniS, mnn in ei-nen geheimnisvollen Palast nahe l'ei den Champs-Elysös, der bei Prunkvollem ^'leus^ern ganz aus verbarrikadierten dunkln Luxusgemächern besteht: ein glänzenceZ wrab für arme Reiche! Auf die Bitten und >^ränen der Gräfin wurde ihr geantwortet, ihre Familie habe den Vewei^s erbracht, das; sie an Verfolgungswahn leide; es habe g.ir keinen Zweck, dagegen anzukäiupfeu, da vou (^esetzeSwegeu kein Gegenbeweis möglich sei. Und so setzte sich der Leidsweg der jungen Dcime sort; man sührte sie erneut nach 'Mal-maison, von dort zu ihrer Mutter, schliesslich wi'eder in das Z^uxusgrab der (5haulpS-Eln-sees; immer iu Begleitung vou Poli.^e'uspek-toreu und Psychiatern, die durch allerlei .^tnif-fe die Gräfin selber von ihrer Geisteskrank-lieit zn überzeugeu suchten. Zulei.tt gelang es der Aermsten, dnrch die .Hilfe einiger Freunde den.Händen ihrer Verfolger zu entrinnen und in ihr .Heim zurückzukehren. Drei hervorragende Pfychiater ftellteu ihr nun ein Zeugnis vollfter geistiaer wie lörverlicher Ge-snndhei't aus uud die Gräfiu hat sofort gegeu ihre Verwaudten und die Aerzte die Ltlage wegen willkürlicher Freiheitsberaubung erhoben. Der Fall dieser hohen Aristokratin hat natürlich in der Pariser (Gesellschaft nngehenres Aufsehen erregt. Welcher Gesetzestert erlaubt dem erstbesten Menschen, einen mi-siliebigen Freund, Ver>vandt<'n oder Nacbl'.-vn ohne weiteres dem Anstaltsdirektor zu übergeben, ohne daß die Möglichkeit eines Einsvrncbes besteht? Ein solcher monstruoser Text ist wirklich vorhanden, und .Hunderte von Menschen sind in seiileu: Naiueu bere'tt? w voller Gesundheit den Schrecken deS Irrenhauses ausgeliesert worden. Er stammt aus dem Jahre und bestimmt, das; die Jnter-uierung von Wahusinnili<'n auf eine dopelte Weise geschehen könne: durch die öffentliche Gewalt, wenn der Benx'is der Allgemeinge-fätirlichleit erbracht ist, und durch das begründete Geslich von Bekannten oder Verwandten. Es sind seit dem Jahre 1840 drei od.'r vier aufsehenerregende Jnternierungen Hervorragender Persönlichkeiten durch'die öffentliche Gewalt bekauut geworden, die offenkundig auf politische^ Belveggründe rück-gesührt werden niüssen; die berüct)tigste davon i'st die ans Befehl des kaiserlichen Prokn-reurs Erfolgte Sequestration des Republikaners Saudon. Ganz unzählig aber sind die ^älle, Ivo dnrch übelwollende Verwandte uud 'aö lt^yts d« kyr Das lwn Herrn 'Z'5« pi«; dirigierte Werk .'cntc:^» in den Pauic?:, beisn^ers aber am Schlüsse' sr!.'ne!'^chen wll. All6) aus der Uma^'bung waren viele gekomnreu. di'n Wert Us KrN' zcr^!»' den. t. Gemesterschluh an de-: Tchnlen in Celse. B^ieongenen Taniötaq wurde au a^len bie-Volks- u,?d Fach'.'bttlcii das erste Eenie^ ster des Tch'.:liabres ?.'» b^'?'l''cl. !?b wel).' t'as Zchnljahr der ?charsafs,ei?t-denlie erst im Monate I's^'l>er )eqann, kann M5l, mit dem Erfolge zuine^en «»'in. ?tm Stc'att-Realqymnasium schließt daS Atmest'r am N ^lebrnair. l. Tie Vertreter der Ttadtiemelnde Cclje in den WaYlkommtsiio'lv 7ie Ctaoijie. nlen?d<' Celje en-tlandre In die Wakjlkonrni'-sitnicn folgende Ü?ertrc:er: »^al.lplay I (^^iir-ger'chule) M. Franz Ztr ivija lLrel^ver-treter Dr. Ällai'S Goritan) liud auf den pla^ 2 GR, Io^ko Pirc sTteslvertretor Johann Ravnihcir). Zu Stellvertretern der Vor sitzen'ten der beiden Wail^lplii^e wurd-'n S^i'ir-gvrmeister Tr. Hra^ovec und Bizebürgcr-meister Tmoo Vobec best! inm*. Kino k. „Tie drei Musketlere" im Burg-Kino! Der Versuch großer Filmfirmen, nach den großen Romanen der Weltliteratur zu greifen, war bisher immer von außerordentlichen« Glück be^ünst^s^t. So wurde denn aucki neben vielen anderen der gewaltik^c Dumas'sche No^ man, den kieute bereits alle Welt qelesen hat oder noch liest, in einen Epochen-Film umgewandelt. Der gewaltige s^ilm umfastt vier Epochen. Die Direktion des Burg-Kmos hat in ihrem Bestreben, vur Erstklassiges zu bieten, natürlich auch nach diesem s^ilm gegriffen und brinqt „Dir drei MiiSketiere" den? hicsigen Publikum zur Vorfslhrung. Diese? Streben, immer 7nek)r vom s^ebiete deS Schundfilms abzuweichen, muf; dalier anerkannt werden. ??rcitag beginnt die erste Epoche und läuft bis einschliesslich Sonntag. Sie besteht aus lO interessanten Akten. Getreu nach den Intentionen dcs Romans liat ?H die Filmfirma verstanden, all die historischen (Gestalten, die den großen Noumn beleben, auch lebenswahr auf die Le'.'uwaud zu bringen, und auch die .Handlung bewegt sich streng nach deul geschriebenen Vorliild. Das; das Spiel, die ^tu-zstattung und Iuszen7.'rung bei solch einem Werko nur erstklassig ieiii kann und muk, bednrf wohl keiner b.'soud>^< ren Erwähnung. Wir sehen Ludwig d-^n Dreizehnten mit seinem .^tardimal Nich.'lien. die.Königin Anna von Oesterreich; jederumun der das Auch gelesen, kennt d'Artagnan, d.?n (^asconier, der nach Paris kam, um hi.'r sein Gliltk zu suchen; feder kennt AthoS, Por-tlios und Nramis, dre drei Musketiere — die Gardisten des ^tonigs; auck) der Herzog '.,!in Buckingkam und die Milady Winter, die Spio nin des .^tnrdinalS, erscheinen lebenswahr im Bild. Wieder ein s^ilm, der die istinoriiume allabendlich füllen wird, hat er doch i:berall d^her dcn grös^ten Erfolg erzielt. Xdeater, Kunst und Literatur. «Al Swovodo: AM T-Nf« M a r i b o r, 4. Fever. Wenn unser Theater neben schwereren, literarisch bedeutenden Stücken auch Lustsp^^le bieten will, so kann es getrost recht tief ins Archiv greifen und etwas Besseres aussuchen, als solch eine „moderne" Farblosigkeit, wie wir sie anl San^stag zu bewundern Gelegenheit hatten. Die drei Akte d?cser in Einzelheiten nicht ungeschickten Koml^die schleppen sich schwerfällig auf Krücken unz<'itgeuws;er Philosophie weiter und die ganz unrich^I'g verteilten Mitwirkenden verspürteu ebenfalls nicht die geringste Lust, den Weg auiüsant zu gestalten. Negisscur .Herr ^eleznik verstand diesinal gar n?cht, mit dem ganz durchschnitt--lichen Material zu operieren und so war das ganze Stül-k nicht weiter wichtig, als dab l?S ihm (Gelegenheit gab, sich in der Rolle des philosophierenden Tagediebes ganz wacker zu behaupten. Das NamN'che kann nicht gerade von Frau (^nbriseleie gesagt werden, die dem ganzen Stücke zn einem ziemlich starken Minus verhalf. Waruul werden überhaupt Salon- nud Konversationsstiicke gegeben, wenn man sie nicht in dcr nötigen Besetzung bieten kanu? Zu einer Salondame fehlt Frau (Na- brijelöl'k noch recht viel und das Publikum ist nicht gewiNt, noch weiter solche E^rimen-te mitanzusehen. — H.rr Koviö als Ehemann konnte auch gar nicht sich selbst finden nnd fühlte sich entschieden unbehaglich. Mit Frau Gabriselei'? teilte er eben die (^Gemeinsamkeit des Negativen. — Sehr gut wie immer bewährte sich Fräulein Kralj in der Nolle des Dienstmädchens. Dieser verläsMien «raft möge man solche fragliche NoNen zuwenden. da sie wenigstens nie etwaS „verhaut". — Direkte Rüge würde aber d?e undeutliche Aussprache verdienen. Fran (^abri-felöiö verstand man manchmal minutenlang gar nicht. — DaS Theater war ziemlich gut beseht. Leider wohnten der Borstellung anch einige Mitglieder der Moskaver ^ünstlertrup-pe bei?, welche gewifj keine allznhohe Meinung von der künstlerischen Leistungsfähigkeit unseres Theaters mit sich getragen haben. — Es gab ziemlich viel Beifall und einen ganzen geplünderten Blumengarten für .Herrn ^.elcznik, welcher sich aber beides bei andern (Gelegenheiten besser verdient hätte, -^u. lü Nationaltheater in Maribor. DonnerStl:>g, 5. Fe'ber: (beschlossen. Freitag, 6. Feber: Geichllossen. Smnstag, 7 Feber: „Mignc>n" Die Premiere der Oper „Mignon" in unserem Theater. Die Vorbereitungen für die Oper „Mignon" sind.schon so »ueil gediehen, da^ die Premiere der »bgimaunten Oper am Sani§t<^, 'ten 7. Feber swttfind.'n wird. Es kann nicht genug betont werden, dasi die Oper „Mignon" eines von dl'n beliebtesten NepertoireWcken ist und i'lberall bei jeder Aufführung sympat^hisch uuf.^^^nom-men wird. Die musikalische Leitung 'sie Negie ist in den Händen deS hcrrn Mi-trovi^. VbllateNe. VoftoNfche Neuveittn Ettropa. Die Stabilisierung seiner Währung gestattet es dem Deutschen N e i? che, die früher beim Publikum sehr beliebten und häusig gebrauchten Postamtlichen (Ganzsachen mit eingedrucktem Wertstemp<'l nach und nach wieder einzuführen. Einige Postkarten konnten vor kurzer Zeit berei'tS an dieser Stelle gn ' t werden; nnnmehr ist auch ein für den !scheu Fernverkehr bestimutter offizieller <.uefumschlag zu w Pfennig zur Ausgabe gelaugt, der, aus weis^;em Papier hergestellt, in der rechten oberen Ecke den i'n roter Farbe gehaltenen Wertstempel des eut-sprerli<'ndcn FreimarkenwerteS sAdlcrinuster) aufweist. Weitere CouvertS snr den Ortsverkehr szu ü Pfennig) und den AuSlaudsverkehr (?') Pfennig) dürften zu geu'ärtigen sein. ES sei unS bei dieser (^Gelegenheit die wn'derholte Anregung gestattet, es unechten solche postamtlichen Briefumschläge in den gebräuchlichen Werten auch bei uns eiugesührt werden; sympathisckjer Anfnahuie und reger Venü^-tung von feiten des Piibli'kluuS dürften fie wohl auch in unseren! Lande gewift sein. — AuS dt'Nl .^tönigreich Ungarn gehc'n uns wiel^er einmal einige Provisoriscs>e Nachportomarken zu; die längst ni-cht mehr gebrauchte, vermut"-lich noch in gros;en Restbeständen nnverwen- Rechtsprechung eingesetzt hat. findet gerade auf diesen, unglaublich ri^ckständrgen lyebiet scharfe Waffen. Senfationelle Enlhülliingeu, die auf die Untersilchungen hervorragender Journalisten, N'ie etwa Albert LondreS, zurückzuführen sind, haben die Asfentliche Meinung erregt lind spornen die öffentlichen (be-^valten zu schnellstem .Handeln an. „Uns.'r republi'knnisch«deui''kratischer Staat hat daS RechtS)v<'sen de? Absolutismus beibehalten; die p<'rsönlichl' Freiheit ist nichts weuig-'r als gewäf?rleistet, Willkür und eine nnglaub-lich<' bürokratische Niickstäudi'gkeit bedrohen den Stnatsbsirger ans Schritt und Tritt. ES gilbt noch wirkliche „lettres de caäiet", die «»benso sicher und geheinmisvoll wirken, wie die berüchtigten versiegelten Befehle vor der großen Nevolutron. Niemand NK'isi, waS hinter gewissen tt'erkermauern, waS hinter den Anstaltsgittern der Republik vorgeht. Menschen berschwinden dort, ohne daß ihnen die geringste (^^elegeulieit gegeben uiird, sich zu verteidigen. Neben der öffentlichen Rechtsprechung besteht etwas wie enw geheimnisvolle Nehme, deren Bann ebenso gefährlich ist wie in den Zeiten des Mittelalters. ES ist liöchste Zeit, daß die demokratischen (^rund-säi^e, wie sie in den Menschenrechten ausgesprochen und in der Versassung festgelegt sind, wi-rklich einnial auf da? Prak!iscs>e Leben der Staatsbürger Anwendung finden." Das ist der Notschrei all derer in Frankreich, die sich mit diesen dunklen, bis seht noch kaum erforschten Dingen näher abgegeb^'n haben. Die sensationelle Affäre der (^^räfin (Chateaubriand, di'e >"'"nächst vor den (^j?-richten zur Verhaudlung gelangt, wird ohne Zuieifel znm Anstosi dienen für grundlegende Reformen und die kuriosen Uebt'rreste ans den Zeiten des politischen AbsolutiSuiuS beseitige il l)elfen. det liegen gebliebene Freimarke zu 3 Koron;^ (gelbbraun) in der bekannten Erntezeichnung mußte es sich gefallen lassen, dilrch Aufdruck dcs Wortes „Porto" und Wertüberdrncke zu 50(^, lW(i nud 2W0 Korona in Tarmarken dieser drei Werte unigewandelt zu nierden; die Aufdrucke sind durchwegs rot. — Die kür/.-lich gemeldeten vier Freimarkenwerte deS (^roscherzogtums Luxemburg iu neuen Farben liegen bereits auch als Dienstmarken vor; es erhielten den üblichen Ausdrnck „Of-fieiel" in der bekann^^'n Zierfchrift die Werte ll) Centimes (oll'vbraun), 15 Eentimes (gelb-grün), üO Centimes shellrot) und 75i Cent!-n^es (blan). ^ Die vor einiger Zeit besprochene AnShilfSmarkenferie des ^önigreiäiS Bulgarieu ist soeben nni drei? weiteve Stück ergänzt worden: einmal wnrde die sclmmrze l Stotinka-Freimarke voin Jahre 1919 (Ansicht des Sobransegebäudes zu Sofia) mittels roten Aufdruckes in einen Wert zn 19 Stotinki umgewandelt; zu Stotiuk? Freimarken machte man ferner die Porto-markeu vom selben Jahre zu ll) Stotiuki (violett) und .^9 Stotinki (rotoranae) in der ikn-fchönen Zahlenzeichnung. — Dan zig hat sich bekanntlich in jüngster Zeit die Einrich tung eines polniscben Postamtes auf s'i nem Territoriiml gefallen lassen müssen. D: Philatelisten interessiert natürlich in erster Liniv die lvsondere Briesmarkenserie, die von Polen für dieses sein einziges Auslandspost amt hergestellt worden ist: es handelt sich um die elf Werte zu 1 (brofz, 2 und (^^rofze, l9, 15), 29, 25, Z9. 49 und 59 (^rofzv der knr-fierendcn Polnischen Freimarkenreibe, di.' mit denl schwar^^en Aufdru«'? ..Vort (^)danSk" versehen uwrden sind. — In Polen selb-'r sind genau dieselben Fre'.inark''n fast g^<'!ch zeitia Nkit einein anderen Aufdruck verfeh^'n worden; er lautet „Na skarb" nnd besagt, das^ die Ml'rken, die mit einem Zuschlag von je 2')CentavoS (nltramarin) herauSgeiieben. Sie ReichSschaheS dienen sollen. Obige Inschrift sowlv die in einer zweiten Zeile nisitretende AufschlagSanaabe . Gr. 59 Grr" wurd den Platten der Urniarken herausgestochen und heben sich daher in der nx im'n Farbe de? Papiers vom farbigen Marken bilde recht wir kungSvoll ab. Afrika. Frankreich gibt seht für die ihn, als Mandat übertragene eheinalige deutsche Kolonie Togo eine endgültige, ans nicht weniger denn zwanzig verschiedenen Wert stnfen bestehende Freiinarkenreihe heranS; sämtliche sind in grosieui, querrechteckigein For mat gehalten und zeigen drei verschietlene An sichten: ans den Werten l Centime. ?, t, 5, l9 nnd 15 Centi'nu'S erscheint eine Flns;landscl)aft nnt einer Grnppe von jlokobpalnien; die Werte 29. 25, .-^0 w. 15, 59, «9, si5. 75 und 85 Centinies zeigen ^iakaobänme und e'.n Eingeboreneudori: ans den drei höchsten Wert stnfen, l Fraiu'. und 5 Francs sind Schwarze dargestellt, die der .^lokoSnuszernte obliegen. Die Neulieiten sind dlirchwegS ini Zwei'faro.zn druck hergestellt, wolvi daS Mittelstück stets schwarz ist; bei eluigen Werten ist auch daS Papier farbig. Amerika. Zwe^ große südamerikanische pnbliken begingen das huudertjährige Jubiläum der bed<'utungSvollen Schlacht von At,a^ eucho, durch welche die Niederlage Spaniens uud die Befreiung der bis dal)in von ijm Lc- knechteten Länder endgültig; besiegelt wm mit besonderen Erinnerungsfreimarken: chöner Ausführung erschien in Peru. aus den Werten 2 Centavos (hellgrünj, Centavos (dunkelgrün), 5 Centavos (schm-19 Centavos (rot), 29 Centavos (dunkel^ila 59 Centavos (violett), 1 Sol (gelbbraun) 2 SoleS (blau) bestehende Serie, deren heitliche Zeichnung daS Porträt des Pefre/! von Südamerika, des von unzähligen ken dieses Kontinents hinlänglich bekann! Generals Simon Bolivar zeigt; die Aufl,,. der cmzelnen Markemverte bewegen sich z schen 29.999 und Millionen Stück. — dauu hat auck) Venezuela den Af wahrgenommen und eine Gedenkfreimarkl' 25 Centavos (nltramarin) heranSaegben. zeigt in zwei Medaillons die Bildnisse (^'nerale Bolwar und Sucre. Aus aNer Welt. t. Neue Ausgrabungen in Mesopotami Das „Berliner Tageblatt' meld ^.n potamien, in eeul als Abrahams Gebim ort betannten Ur in ChaldÄa, einer Sla die schon zu Zeiten des AegypterkönigS 7 ankhamen zu den ältesten gehl^rte, wlu^ unläng slneue Entdeckungen li^i den Ä gra-bungsaribeiten der vereinigten Ei^pe?^ onen des Londoner Britischen Museums des Pennsylvania Universitätsmuseum? x nracht, deren Berichte soeben erschienen U Schon vor einiger Zeit hatte man in Ur? Mauern eines „Ziggurats" oder gr? Turmes blosjgclegt, den man für den des Mondgottes hielt. Nach drel^vijchiger Ä beit, bei der nian das Ense der Terrasse, der der Turm stand, zu finden trachtete, 'U man endlich auf t>ie ursprüngliche Mlili die vor mehr als 4299 Iwhren vom iltön l^r-Engar gebaut war. ES ist dies eine abschrägende, aus Lehmziegcln errl^b.' Mauer mit flachen Stüj^en oder Streb'7 lern, deren Evbauer unbekannt gebl!? wäre, hätte nicht ein späterer .H?rr' wahrscheinlich Ur-Engars Sohn Dunqi, mit einer Auflage von gebrannten Zi.'^ verschen lassen, die ihr zu einer jährte i! delan^en Dauer verholfen hat. Durch Fugen der Ziegelsteine waren nägela legelfi^rnnge Gebilde aus gebraimrem ? getrieben, deren Köpfe eine Art Muster der Mauer bildeten, und in deren Scliil eine Weihinschrift für den Mondgott ü Name und T.'!el des königlichen gekerbt waren. Mau kannte diese Ton?' schon lange, aber ihre Nu(muuie,ldung l'l? ein vielumstrittenes Geheimnis. Hier au uud Stelle lernte man. daft, sie demselben ^ len Zwecke dienten, wie die nnverlöschblii Präguugeu aus gebrannten Tonziegeln. Zeit des Wiederaufbaues des Tempels Jerusalem durch ESra und Nebemia wur dieser ganze Altarbau zu Ehren des Moii gotteS, an dem einst Abraham betete. Triebsaude begraben. Zur Seite deS Alki wurde ein kleines Gebäude bloßgelegt, waii sspeiulich das Gerichtsgebäude, dessen o?.l^ Teil ans der Zeit des Naboni'duS, des lc-Königs von Babylon (559 v. Chr.), stan^ In einem kleinen Zinmier, anscheinend rc Küche, fand man entstellt nnd beiseite gew^ fen'ein schönes Elfenbeinkästchen von tischer Arbeit. Sei'ue Seiten sind bedeckt lü! einer Reihe reliefartig gefchnitUcr Mäd^l'?' gestallen, die. einen Relgen tanzend, sich den .Händen halten. — Im selben .Hause sti! man ein gnteS Stück Kalksteinrelief auS Zei-t der 3. Dynastie von Ur und verscl, deue, mit Iuschristeu versehene Tockel Türen, unter denen ein uuinderbareS aus grünem Stein b-'soudere Beobachtil verdient, dessen Inschrift von Sinbalatsii^! dem assyrischen (^onverneur der Stadl im Iahrhnndert vor Christus, herrührt. t. Ein Volkenkrajl^er zu yhrcn Edisi! Als eiil Zeichen der Dankbarkeit für die -ir.' s?en Leistungen auf dem Gebiete der EleN? zität, di^' TlwmaS Alva Edison vollbracht i'! wig NN1N ihm zu (s'bren in Newyork ein ^tock Hobes Gebände errichten. Der Wolf, kraher, dessen Grundstein von (5'difen sei! gelegt wird, soll sich iin Zentrunl von Nerk erliel'en und wird eine EiunangSsäult ^^alle haben, iu der die sieben Meter be' Bronzestatue des Erfinders ansqestellt wil Das (^'liäude wird au' 'r Büros ein gre?! Clektrizitätsmi?seum erlmlten, iu den! e Modelle der Edisonscheu (srfi'udmigen sen auch die Apparate auderer Erfiuder ihl Plaj^z fiudeu sollen. Die „Marburger AeNung kann mU jedem Tage abo» ntert werben. MMwe? MM ?. MS WIttschafWtr Teil. Guropas Luckerverbrauch und der koloniale NohrzuSer. Um d'?L Jahrhundertwende beginnend, und namentlich in den letzten Jahren vor Ausbruch des Weltkrieges, wurde in Europa so viel Rübenzucker erzeugt, daß er den ganzen europäischen Bedarf (einschließlich den Verbrauch Englands) zu decken imstande war. Es b..'stand sogar die immer stehende Möglichkeit, in Europa erzeugten Rlibenzucter nach Ucbersee, vor allem nach den Vereinig-tl.n Staaten von Amerika, auszufichren; doch auch nach anderen überseeischen Ländern ging Europäischer, besonders dcuts6)er Zucker. Neben Deutschland wiesen Oesterreich-Ungarn durch Böhmen und Rußland durch Ukraine starken Uebersck)uß an Rübenzucker auf. Die gegenseitige Konkurrenz des europäischen Zuckers am Weltmarkte rief Ausfuhrprämien ins Leben, die, eine Echraube ohne Ende, die betreffenden Staaten finanziell außerordentlich belasteten. Man suchte daher nach emem Ausweg und fand ihn auch in inter-nationcilen Vereinbarungen, die unter dem Namen der Brüsseler Zucker-Konvention bis zum Ausbruch des Weltkrieges ausgleichend und segensreich gewirkt haben. Die Ausfuhr-Präniien mußten fallen; denn nach den Bestimmungen unterlag prämiierter Zucker bei der Einfuhr in die Vertragsländer Strafzollen, die sich der .Höhe der Ausfuhrprämien anpaßten. Selbst der' Versuch Rußlands, seine Zuckerindustrie durch „innere Regelung" zu fördern, wurde nach langen diplomatischen Kämpfen abgeschlagen, bezw. er wurde unwirksam gemocht. Äe Anregung zu dem Abschluß der Zuckcr-Konvention giilg von England ans, das die aufstrebende Rohrzucker-Industrie in seinen Kolonien vor der europi'i-ischen ^^onkurrenz auf dem Weltmarkte schützen wotlke. und auch die Vereinigten Staaten von Amerika traten der Konvention be'?; denn auch ihnen lag es daran, die Zuck^r-indttstrie im eigenen Lande vor der scharfen europäischen Konkurrenz zu bewahreu. Hc'ute verfolgt England die entgegengesehte Taktik. Ilm eine eigene Rübenzncker-Indu- strk! erstehen zu lassen, gewährt England den Zuckerfabriken staatliche Unterstützungen, die a- ^nde nichts anderes als Prämien dar-sl . Auf absehbirre Zeit wird allerdings aillt) diese Maßnahme nicht dazu führen können, eine ins Gleicht fcillende Verminderung der englischen Zuckereinfuhr zu gestatten. Gerade der englische Zuckerverbrauch aber »ist es, der die Einfuhr von kolonialem Rohrzuk-ker in Europa vor allem notwendig macht, zumal besonders die deutsche und noch mehr div russische Zuckererzeugung noch bei weitem nicht die frühere Höhe erreicht hat, während die Zuckererzeugung Böhmens bereits wiedsr beachtenswerten Umfang yuftveist. Die Tatsache steht fest, daß Europa kolonialen Rohrzucker zur Deckung seines eigenen Bedarfes einführen muß. Die nachfolgende Zusammenstellung bivtet eine Uebersicht der einzelnen europäischen Länder (alles in Millionen Zentner): VetriebSjahr lS24/S5. au« der Erzeugung Veuischsond........ KM ^ichetdoslo»«l»el. ...... LZ0Z Vmarn.........» o.kv ........ » « .«ollsnd. . . .............1.7s> Belgien. Motte«.............0.40 Spinten....... . . 0.00 zusammen ! » S9.S0 Diesem Ueberschitß steht 'NUN fiir Europa ein wahrscheinlicher Zuschußbedarf in Höhe von rund lil.M Mill. Zentner gegenüber. Da« nach würden dcinn noch rund 22.30 Millivnen Zentner kolonialen Rohrzuckers eingeführt werden müssen. Tie Abhängigkeit der Zuckerversorgung Europas von Mißenenropäischer Warl« wird sich in dem Maße vermindern, in dem die Rübenzncker-Erz^nffunq des europäischen Kontments, zur ^anpfscick)«' i'i'rlänfig Deutschlands, steigt. Der Landwirt. Jng. agr. Benehmt Wenlo: Welche Hühner foNen wir halten? Die „Marburger Zeitung" brachte in der Nunnner 24 vom 30. Jänner l. I. unter obigem Titel eine kurze Abhandlung über die Leistungsfähigkeit einzelner .tziihnerrafsen. Dadurch hat sie in dankenswerter Werse ein Kapitel unserer Tierproduktion angeschnitten, das leider mit Unrecht von unseren Landwirten allzu sehr bagatellisiert wird. Eine richtige 5Mnerhaltung kann unseren kleinen Land Wirten ein ganz anselinliches Nebeneinkom-mcn gewähren. Deshalb sei es mir gestattet, die ^rage etwas ausführlicher zu kiehandeln. Dabei will ich, von den örtlichen Verhältnissen ausgehend, versuchen, zu einer praktischen Li^sttng für unseren Mariborer Kreis zu gelangen. Zunächst müssen wir uns darüber klar sein, daß das Eirdziel der .Hühnerhaltung (wie seder wirtschaftlicl>en Tätigkeit) die Erzielung eines möglichst hohen, dauernden Reinertrages ist. Sportliche, ästhetische und sonstige Erwägungen mögen ne^benher gehen; richtung-geltend sür uns dürfe« fie keinesfalls sein. Wie kdnnen wir nun in der .vühnerhal-tung da-L erstrebte Ziel erreichen? Bier Weae stehen uns offen: 1. Produktion von Zuchttieren und Bruteiern, ?. Fleischproduktion, 3. Eierproduktion, 4. Haltung von sogenannten Ziviehühnern. Die ProduNion von Zuchttieren können wir für unsere Betrachtung ausschalten. Sie erfordert ganz außerordentliche Sachkenntnis, größte Sorgfalt und einen entspret^nd hohen Prei^I für die zu verkaufenden Zuchttiere, der die aufgeuiendete größere Mühe erst lohnt. Diese Produktionsform kommt daher nur für einige wenige Ächtstationen in Frage. Die Produktion von k^teischhühnern sür den Markt erfori>ert die Einstellung emer ichnellwüchfigen, maMiigen, teueren Siij. Mari bor, 3. Feber. se, sehr intensive Fütterung slmie viel Sorgfalt in Pflege und Aufzucht. Sie macht sich überall dort bezahlt, wo ein guter Absatz für Oualitätsgeflttgel gegeben ist. In Betracht kommt der Konsum großer Städte mit wohlhabender verwöhnter Bevölkerung. Für unsere Verhältnisse scheint miT die Haltung von Fleischhühnern derzeit nicht empsehlenSwert zu sein. Die Eierproduktion stellt die intensivste Pro duktionsform dar. Damit ist natürlich nicht gesagt, daß sie nicht auch verhältnismäßig intensiv betrieben werden könnte. Sie ist überall da am Plahe, wo es an Zeit, Kapital und Kenntnissen für die vi?l intensivere Fleisch, huhnhaltung gebricht, der Markt für Ouali-tätspeisch fehlt, das Absatzzentrum weit ist und wo vor allen Dingen den Hühnern unbeschränkter Auslauf ins Freie zur Verfügung steht. ^e ^tnng »o» ZMEhühnern. Zu den Zwiehühnern zählen wir sol^ Hühnerstämme, div eine ansehnliche Fleischnutzung mit einer guten Eierleistung verbinden. Selbst-stch Höchstleistungen nach beiden Richtungen in einem Tiere niemals vereinigen; es kann sich nur um gute Mittellei^ stuugen in der Fleischproduktion und ebensolche in der Eierablage handeln. Für unseren Mariborer Kreis kommen praktisch derzeit wohl nur Eierproduktion und kombiilierte Leistung in Frage. Je nach den gegebenen Verhältnissen des (^nzelfalles w>ird man sich für das eine oder das andere zu entscheiden haben. Nachdcm wir so die erste Frage, die Fest-stellung der Produktionsrichtung, gelöst ha-^n, kommen wir zu einer zweiten wichtigen Frage. Welche Rasse sollen «ir wählen? Für jede der angegebenen Richtungen der Hühnerhaltung stehen uns eine ganze Unzahl von Raffen zur Verfügung, Kunstrassen und ver-edelte Landhuhnrassen in allen erdenklichen Aarbenschlägen. Da könnte einem die Wahl in der Tat schwer werden. Einer oder der andere würde vielleicht meinen: „Unbedingt (Noldwyandottes, die 2L0 Eier jährlich ablegen!" Doch gemach! Es wäre grundsalsch und laienhaft, wollte man alles Heil vom Import einer hochgezüchteten Rasse erwarten. Wir müssen uns vielmehr folgendes vergegenwärtigen: Durch fachgemäße Haltung und zielbewußte Zuchtwahl kann man die Leistung jeder Haustierart im Verlause weniger Generationen ganz außerordentlich heben. Durch unsachgemäßes Vorgehen aber geht die hochgezüchtete Rasse sehr rasch auf und selbst unter das Niveau des Landschlages zurück. Diese Erfahrungstcitsache gilt für alle Haustierarten in mehr oder weniger ausgesprochener Weise. Eine Art paßt sich schneller, die andere langsamer den neuen Lebensbedingungen an. Oanz außerordentlich rasch geht aber diese Anpassung bei unserem Haushuhn vor sich. Hieraus ergibt sich nun die praktische Regel, daß man sich in der Hühnerhaltung vor nichts so sehr hüten muh, als fehr hochgeziichtete Zuchttiere in ungiinftigere Lebensbedingungen zu bringen. Man gibt dafür ein teueres (Neld aus und bekommt Tiere, die doch in kürzester Zeit ihre hohe Leistungsfähigkeit verlieren. Und noch eines ist da!^i zu bedenken. Jede übermäßige Forcierung einer Leistung verursacht stets eine Schwächung der Gesamtkonstitution. Solche Hochzuchttiere sind für alle Krankheiten viel empfänglicher,' als unter natürlichen Bedingungen gehaltene und nicht überzüchtete Tiere. Also mit di:n 260 Eier legendcu Goldwyandottes ist es für uns nichts. Lassen wir sie ruhig ihren Züchtern, di'e mit kostspieligen, erkünstelten Mitteln unnatürliche Ueberleistungen geschaffen haben, um auf Ausstellungen, bei Wettlegen u. dgl. ihren Ehrgeiz zu befriedigen. Wir brauchen für unsere Verhältnisse ein leichtes bis mittelschweres Huhn mit guter, aber nöcht itbertri^ener Legeleistung und mäßiger Fleischproduktion von mitglichft guter Qualität. Unser Huhn muß abgehärtet, gegen Krankheiten widerstandssähig, den kli-matis:!^en und wirtschasl^»aien Bedingungen angepaßt sein. Es mutz ein guter Futtersucher sein, der sich während der schienen Jahreszeit den größten Teil seines Futters selber fucht. Ein soll^ Huhn brauchen wir! Darum schweifen wir nicht in die Ferne, wo doch das (^ute so nahe ist! Bleiben wir bei unserem bodenftffnvigen, guten, harten rowraunen Steirerhuhn und lassen wir alle sportmäßigen Uebertreibungen denen, die daran Gefallen finden. Für unseren Landwirt ist ein Huhn mit durchschni'ttlich 15y Eiern jährlich als vorzüglich zu bezeichnen. Das 200-Eier-Huhn bleibe den Sportzüchtern; in unserer Landwirtschaft hat es keinen Platz! M Haus und Sof. Smlm» «m geh««,««, Zimmer. Es gibt eine Menge Leute, die im geheizten Zimmer sich nie Wohlbefinden, die sogar frösteln, wenn eine Temperatur herrscht, .'^ie sie im Sommer fast unerträglich finden würden. Dieses Gefühl des Fröstelns kann mehrfache Ursachen haben. Falsche Ofenheizung, schlechte Lust, Mangel an Luftfeuchtigkeit, und natürlich auch krankhafte Zustände. Die Zimmertemperatur sollte man immer auf 14 bis l5 Grat» Reaumur halten, denn bei dies'^r Wärme fühlt sich ein gesunder Mensch am wohlsten. Eme größere Wärme wirkt nämlich wie der Alkohol: sie ist momentan angenehm, aber sobald sie nachläßt, empfindet die f Unl'chagen. Sehr notwendig ist ^:n öfteres Lüften des geheizten Zimmers. Man glaube nicht, daß dieses dadurch kalt wird; schlechte, verbrauchte Luft envärnit sich , ?el schwerer als srische, kühle, reine Lust Diese Topfpflanzen im Winter zu diingen, ist :n den meisten Fällen nachteilig, da das Nähr-stoffbedürfnis rnfolge mäßigen Wachstums gering ist. Ausnahmen können nur gelten, tvenn es sich um kräftige, mit großem Laubdach versehene Pflanzen handelt, die in verhältnismäßig kleinen durchwurzelten Töpfen stehen und aus irgend einem Grunde so bald nicht verpflanzt werden können. .s'>i'erzu sind zu rechnen: Zimmerlinde, Drazenen, Plekto-gynen (Aspidistra), eventuell auch der Gummibaum sowie viele unserer immergrünen Kübelpflanzen, wie Oleander, Evonymus, Laurus Thnus usw. Mit der Anwendung von Nährsalzen sei man sehr vorsichtig, da Pflanzen während der geringeren Wachstums zeit besonders empsindlich sind und leicht zu Wurzelerkrankungen neigen. Aus einem «ndrauchbar gewordenen Gummimantel lassen sich sehr leicht gute Lustkissen machen, die man ^nr Reise verwendet od.'r für Kranke, die ihr Leiden an den Stuhl fesselt. Man näht in der entsprechenden Grö^e schmale Nähte, die man eventuell mit Band einfaßt, da die Nähte außen blerben. Die zuln Lufteinblasen ersorderliche Luftkapscl erhält man käuslich. Auch lassen sich aus einem Gum mimantel Schwammbehälter, Kamm- und Bürstentaschen, Reisewaschbecken oder Fußwannen, Badekappen, Leitungsschoner, Bälle für Kinder, mit gezupfter Wolle gefüllt, und auch Kinderunterlagen, Knabenschürzen usw s)erstellen. Winterdehandlung der ZimmerGlattpflan-zen. Die zur Entwicklung notwendigen ?^e-standteile an Kohlensäure und Sauerstoff fuhrt man den Blattpflanzen zu, nidem nian ihnen oftmals frische Lust gibt. Zimmcrwär-me macht die Zimmerluft trocken. Die Was-serverdunstung der Pflanzen ist dadurch eine besonders starke. Den durch die ^Verdunstung entstehenden Wasserverlust muß man durch Begießen und lleberbrausen ersetzen. Das Wasserbedürfttis der einzelnen Alattvflanke«. bringt auch ein arößeres Maß von Feuchtigkeit herein, welche für das Wohlbefinden durchaus erforderlich ist. Trockene Luft em-zieht dem Körper fortwährend Feuchtigkeit, sie kühlt also die Haut ab, und dadurch eben entsteht das unbehagliche, fröstelnde (Sefübl. Deshalb sollte man eigentlich ebenso einen Feuchtigkeitsmesser im Zimmer baben wie einen Thedmometer, einen Wärmeniess^r. Die gesunde Luft muß 60 bis 70 Grad Feuck,« tigkeit enthalten! Nötigenfalls lasse man Wasser verdampfen, hänge nasse Tücher auf, sprenge den Fußboden usw. Die geheizten Amtsräume bei den Behörden weisen in der Regel viel zu wenig Feuchtigkeit aus, so dak es nicht wundernehmen kann, wenn die Beamten krank werden und die Zimmerwärme ungenügend finden, während das eintretende Publikum vor.Hitze umkommen möchte. ist sehr verschieden, im allgemeinen aber erfordern sie reichlichere Wassergaben als an-dere Topfgewächse. Auch ist die geringere uns größere Trockenheit der Luft auf das Bedürfnis nach Wasser von Einfluß. Wenn an kalten Tagen stark geheizt werden muß, so ist die Luft trockener und die Verdunstung der Blätter ist stärker; es muß deshalb der dadurch veranlaßte Verlust an Feucht^keit öfters ergänzt werden. Bei jedesmaligem Gießen gebe man so starke Gaben, daß ganze Wurzelballen durchttänkt wird. Vorteilhaft ist für das Wachstum der Blattpflanzen ein öfteres Ueberbrausen mittels eines Tauspenders. R. R. Praktifche Winke. Petroleumlampen stelle man am Tage nie abseits, ohne zuvor durck) ein .Hütchen auf den Ztilinder den Brenner vor Staub geschützt zu haben. Auch sind die Lampen gleich morgens zu reinigen, nicht erst abends vor Gebrauch. — Niemals darf man in noch lieiße Töpfe sogleich kaltes Wasser gießen, da durch die Abschreckung die Emaille unbedingt leidet. Oelflafcheu zu reinigen. Brennöl- wie «peiseölflaschen kann man leicht reinigen, indem man Kaffeesatz hineinschüttet. Dieser lecft sich bei gutem Umschütteln so an die Wände der Flaschen an. daß er die Oelreste an sich zieht. Wird die Flasct>e dann mit reinem Wasser ausgs'.waschen, nachdem sie eine Zei'tlaug mit dem Oel gestanden hatte, so wird man mit Freuden bemerken, daß fie völlig rein ist. Der ttaffeesahl geht mit leich» ter Mühe heraus und mit ihm auch die Fet-tigkeit, so daß die Flaschen anderweitig zu gebraucl>7n sind. Aranke Palmen. Oesters tritt eine Stockung im Wachstum der Zimmerpalmen auf. D?.' Blätter »Verden welk und nehmen eine gelbliche Färbung au. Dann gibt man den Pftan-zen in der Mittagszeit öfters srische Luft. W:rd ihr Aussehen darauf nicht .^'esser, so sind sie p'- 'G-kG-i- «KB «MM« j»Vk»?VVkH?k ZSstVRg»'- 89 ?M v. ffe?er 1V?A nung, die häufig in übermäßigem Bicken ihre Ursache hat. Manchmal hat auch der nötige Durchzug für die Topferde gefehlt, besonders wenn die Blattpflanzen in Porzell'in-odcr Mnjolikavasen standen. Man schneidet dann dir kranken Wurzeln mit einem sch ir-fen Messer ab. Tiarnach werden die Palmen in nahrhafte Erde, mit etlvas Sand und .^olz asche vermischt, in TApfe, die möc^lichst klein zu wählen sind, versetzt und an einen warmen Standol-t gestellt. Rdt. Der Gummibaum im Winter. Im Wint.r geht's iHm, wie allen anderen Topfpflanzen, schlecht, es ist eben Winter und trockene Zimmerluft, Ofen- und Lampenrauch, trübe Ta^ ge und kalte Nächte paffen nicht zur Freundschaft der Pflanzen, ebenfo das bald zu knappe, bald allzu reichliche Giefzen nicht. Der Gummibaun? verrät seinen Mißmut dadurch, daß er kleinere Blätter macht und sich sehr lange besinnt, ehe er überhaupt nur ein neues Blatt trei'bt. Man muß nun suchen, ihm das Leben, so gut es nur geht, erträglicher machen, ihn nicht am ?^enster zu großer Kälte auszusetzen, ihn lieber ein Stück davon zu stellen, ihn nicht von der Hit)e leiden zu lassen, den Zimmerstaub öfters mit einem uic?-chen, feuchten Schwannn sanft aVzuiwischm, ihn nicht 'kaltem Zng auszusetzen und ihn nicht allzu feucht zu halten. Bei Vermeidung aller Extreme und Jnnehaltung von Sorg-samkeit wird er auch im Winter sich so ziemlich leidlich fühlen, so daß man ihm im Frühjahr nur wenig vom Winterleid ansebm wird. Das Gerinnen des Obers oder der Milch beiui Braten ist oft recht ärgerlich. Ein einfaches, erprobtes Mittel, es zu verhüten, besteht darin, daß man die Sahne vor dem An-greßen an die Tunke mit etwas Weizenmehl oder Kartoffelmehl verquirlt. Gutes, in einigen Tagen herivstellendes Rauch- oder Selchsleisch. Ein gutes saftiges Stück Nind- oder Schweinefleisch legt man für ziv^i Minuten in stark kochendes Wasser und ni'mmt es dann rasch heraus. Es ist nun weißlich geworden, die Fasern haben sich zusammengezogen. Man nimmt nun auf jedes halbe Kilogramm Fleisch einen gestrichenen Eßlöffel Salz, vernlischt mit erbsengroß ge--pulvertem Salpeter, reibt daS noch heiße Fleisch von allen Seiten krcistig damit ein. legt es in knapp Passendes, glasiertes Geschirr, streut noch Salz darüber und lasse bei einmaligem Umdrehen 24 Stunden livgen. Aus dem Salz genommen, wird es gleich zu schnellem Abtrocknen in die Nähe des warmen .Herdes gehängt. Nach Verlauf von eini Klelntt Anzelger. Verschiedenes A« tmtfe» sOt A S»., «ep«»«»»»»Ur»»«ttn t»r »«. Maridor» Tis-v«»ßk» »>te« 7, Telephon ico. Keine Ftlt«le t LS «««?e «NE« vOid-, Silb«»» «»«z«a.«d»!ste»n« auch saUche SilhWO. W.gIg»»,Atzr«Wetz«». 115 Tri6)terloies Grammoplion zu kaufen gesucht. Atelier Wagner, Slovenska nl. N27 Gut erhaltenes Gitterbett samt Einsatz von besserer Familie zn kaiifen gesucht. Anträge an die Verwaltung nnter „Gitterbett". N71 Schöne Wohnung in der Gospo« ska ulica 10/2.2 große Ziminer, Küche, Vorzimmer, u. a. wird gegen ebensolche oder alich ^rö^ s;ere getauscht. Gefl. Nnträtis un Anica Traun, Schuhgeschäft, Maribor, Grajski trg 1. S44 A« «rlumf«» Bilanzierungen, Buchrevisionen, Anlage, Beihilfe, Kontrolle nou Buchhaltungen übernimmt langjähriger Industrieoberbuchhalter auch auswärts. Antr. an die Verw. unter „Mäßiges Honorar". 1105) Schöner Perserteppich wird verkauft. Adr. Berw. 1l>W Klavier, kurzes, ganz resta»lrier-tes Instrument, nener Ctinnn-stock, größtenteils nen besaitet, wegen ilebersiedlung billig uin 4kÄ)iZ Din. ^n verkanfen. Anträge an die Verw. unter „4800". N0l Suche Wohnung in der Stadt gegen Tausch am Lande, passend für Pensionisten. Anfr. Vw. 11:^7 .Hypnotiseur wird geslicht zwecks eines.heilversttches. Unter „Hyp-notlseilr" an die Verw. N5i!) Ein komplettes hartes Schlafzimmer. eine versenkbare Singer - Nähmaschine, 2 Toilettespiegel, Ledersessel, Etockerln, Tischerl uud verschiedene Küchen geräte sind zu verkanfen. Anfr. Kavarna „Bristol", Betrinsska ttlira, ab 2 Uhr nachm. 112!! Tausche meine Wohnung im Stadtzentrum, bestellend ans 4 Zininiern »nd säintlichen Nebel,« räumlichkeiteu, sowie kleinem (harten, gegen eine zweiziilline-rige sonnseitig gelegene Wolinnng mit sämtlichen Nelienräumlich-leiten. Solche mit Badezimmer bevorzugt. Entschädigung nicht erforderlich. Zuschriften unter „Lohnender Tausch" an die Verwaltung. Nttr» Maskenkosttime. Tanzkleider, elegante Abendkleider, Smokingan-zus^. Shawls. Jumpers, Straßen kostüme, Silbergebranckisgegen« stände, Vasen, Stellagen, Noten, Bilcher, echte Scherenschnitte us>v KoroSöeva ul. (frühere Bürger-straffe) Nr. 7/2, Tü»- K . 1122 2 starke, ant erl). Betten, 2 vo-litierte 2tür. Llästen, einzelne ^tasten, Tische, Sesiel, Spitzen-vorliäi,ge, Tiillvorbänge, Plnsä)-vorl)änsie Bettdecken, Ztnr. Vor-ziinlnerkasten mit C>'ieqel, Schub ladekasten. Anfr. NotovSki trg «/l links. 117'j VIVVZOIIWW?!?? «PP? (?in neues Haus ist zn verkan-fon. PotireZje ü5. N7l) Eine Luchent und großer Polster zu verkaufen. Krekova nlica 4/1 rechts. 1.153 Ein Badestuhl und ein Eiskasten bit.ig zu verkaufen. i>toroZka ce-sta 9. 1167 Möbliertes Zimmer an zwei Personen, die bei Tag abwesend sind, z. vermieten. Zrinjskega tra Nr. 6/1, Tür lü. 1002 Streng separiertes mbbl. Zim-mer» elektr. Licht, sofort zu vermieten. Tattenbachova ul. 1»/:^. Tiir 14. 11M Möbl. Zimmer» separiert, Stadt zentrum lVilla). elektr. Licht, ist an ein solides Fräulein zu vermieten. Adr. 1147 Sckön mölisiertos.Pmmer ist an besseren alleinstehenden Herrn sofort .^u vermieten. Ra.^siiiova ulica 25'/2 links. 115.2 Schön möbl. Zimmer fi'ir besseren .s^errn sogleich zu vermieten. Aleksandrova resta i^/l, Tür 2. Anfr. von w—14 Uhr. IlliZ Möbl. Zimmer mit elektr. Licht an besseren Herrn, ev. auch mit Verpflegung, zu vermieten. Ade. Verw. Ilg4 Au «tetea s«st,chi Suche Möbl. Zimmer «nd «itche, Kefl. Anträge erb. unter „Diu. Ittttö an die Verw. llüi ilslavtsr preiswert zu verkcmfen. Adr. Verw. 114tt ?yleischmasch!ne, Nr. IN, elektri-scl)es Büqeseison, Sptritusbiigel-eisen. Backblech, Kol^lenkiibel, Bilderrahmen, Verschiedenes. — Gosposka ul. 5»g, Tür 8, von 2 bis.'i Uhr nachm. Eine Luchent und großer Polster zu verkaufen. Krekova nlica 4/1 rechts. 1.153 Ein Badestuhl und ein Eiskasten bit.ig zu verkaufen. i>toroZka ce-sta 9. 1167 Am Möbliertes Zimmer an zwei Personen, die bei Tag abwesend sind, z. vermieten. Zrinjskega tra Nr. 6/1, Tür lü. 1002 Streng separiertes mbbl. Zim-mer» elektr. Licht, sofort zu vermieten. Tattenbachova ul. 1»/:^. Tiir 14. 11M Möbl. Zimmer» separiert, Stadt zentrum lVilla). elektr. Licht, ist an ein solides Fräulein zu vermieten. Adr. 1147 2 Zimmer, hill'srb möbl., niit.'ii'ü chenbeniltttmg, elektr. Licht, nur g^'^en hizhereS Darleben zu vermieten. Anträge unter „.^55)2" an die Annonc.-Exped. Rnstei« ger, Graz 1. 1148 Sckön mölisiertos.Pmmer ist an besseren alleinstehenden Herrn sofort .^u vermieten. Ra.^siiiova ulica 25'/2 links. 115.2 Schön möbl. Zimmer fi'ir besseren .s^errn sogleich zu vermieten. Aleksandrova resta i^/l, Tür 2. Anfr. von w—14 Uhr. IlliZ Möbl. Zimmer mit elektr. Licht an besseren Herrn, ev. auch mit Verpflegung, zu vermieten. Ade. Verw. Ilg4 Au «tetea s«st,chi Suche Möbl. Zimmer «nd «itche, Kefl. Anträge erb. unter „Diu. Ittttö an die Verw. llüi b" Sllddahii I.V.. «tl» h>.n,ll Im «l« !?,. ? seiner Kii>t»«r «Uen Vekxxiiidle», I«ll»ehm»iid«a Fr»»nd»ii u»» die dlchlld»lilll»«iide Nachricht »on dem Ableben idr«r Inni»»» beziehun,,««!!, «»«er. «ch»«!,«. «chvIMn Katarine Abram «elche Mitt«och. den 4. fteber lS25 um 18 Uhr »ach langem Leiden und »er. »erschiede» ist ^ ' S!erbes«»ramenlen i« S4. Letensj»hre sanft »»d gottergeben ..Dte enisselte «tille der teiren Verblichenen wird Freitag, den Y. lieber um 17 Uhr tn der Leichenhalle »es ftüdtlschen Friedhofe» in P»brezje jelerlich etnßese^et uni> s»donn zur letzten Nutze bejiatlet. ' ^ Die heil. Seelenmesse wird Sn«,tag. den 7. November um kalb 9 Udr tn der Fran^iskiner-Psarrkirche gelesen werden. ^ ^ M«r»»o r, den 5. Feder 19ZS. Saparnle Pneie werden »ich» Mus> Handlung Ed. Suvpan». Priftava. ii«> XI.V0.V« ?>>««!» - - ?»»» »« . Oiiglnsl tranraslseke» ^on-ltain unä > I u « V M >. I x > > mit 8elnen neuen Lclllnj^em: wkleue ^?,ur* Sc Orütin ^«ricA etc. n^uktreten pktznomenale» Oesnux-Duo §la rsektisttig Ikren 0 v bekommen voUen, müssen 8»s jetzt bestellen, dleue ^oäelle mit öalion Lorä kereikunF, krsnko ver-oUt Oin 41.0c)0 956 WM: WlllSil iMt ll., «Mik, MMN Mti» k öhesrebaUenp «»d sür bi« Nebattio» D«x««t»Drtlich: Ud » Kajpe e.Trutt pnd ^rlqgt ttslar«« b.