HDfZElÄHS; wseimlagf VI tpl m SamiUg-SoiuiUg IS Ipl Wailiutgtr Leitung Amtliches Organ d • s Steirischen Heimatbundes Verlasr und Sckriftleitung: Marburg a.d. Drau, Badsasse Nr. 6, Fernruf: 25-67. Erscheint werktiiEUch als MorRcnzeitung, Bezugspreis (im voraus zahlbart tn<> 25-68, 25-if. Ab 18.30 Uhr Ist die Schrmieitung nur auf Fernruf Nr. 28-67 natlich RM 2,10 einschl. 19.8 Rpf. Postzeitungsgebühr; bei Lieferuns: im Streiferreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Bei band zuzngl. Porto; bei Abholen in der OesöhäftssteHe RM 2,—. Altreich durch Anfragen Ist das Räcl^ort® beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54,608 Post monatl. RM 2,10 einschl. 19,8 Rpf. Postzeitungsgebülir u. 36 Rpf. Zustellgebühr !}tr. 306 !]'Rar6ur0-2>rau, !7Rontag, 2. Ttobem&cr 1942 82. SaiDrgang Noch ein dritter Versenkungserfolg: 12 Schiffe mit 82649 brt Im Monat OIctober 730575 brt vernichtet Die letzten 6 Tage kosteten den Feind allein Uber eine Vierteimillion brt — Sowjets westlich des Terek _ luriickgeworfen — Neuer Einbruch bei Tuapse — Vergeltungsschiag gegen Canterbury Der Weg Salazars Führerhauptquartier, 1. N®veraber Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Kampfabschnitt von Tuapse gelang der Einbruch in mehrere feindliche Stellungen. Gegenangriffe des Feindes wurden abgeschla-gen. Vor Tuapse wurde ein Handelsschiff der Sowjets von 3000 brt durch Bombentreffer versenkt Westlich ies Terek Oberramnten unsere AngriMstnippen, durch die Luftwaffe hervorragend unterstfltzt, die Stellungen des Feindes und warfen Ihn unter Überwindung mehrerer FlullAufe weit zurttck. Zwei Panzerzuge wurden durch Heer und Luftwaffe vernichtet. Im Kaspischen Meer wurden wieder neun größere Transport- und Frachtschiffe, darunter vier Tanker, in Brand geworfen oder versenkt. Südlich Stalingrad nahm der Feind seine Gegenangriffe ohne jeden Erfolg wieder auf. Ein übersetzversuch über die Wolga nördlich der Stadt in der Stärke von mehreren Sowjet-Bataillonen scheiterte völlig. Eine Anzahl großer Boote wurde versenkt, die Masse der feindlichen Kräfte vernichtet oder gefangengenommen. Die Artilleriestellungen des Feindes am Ostufer der Wolga wurden mit Bomben und Bordwaffen bekämpft, nördlich Astrachan dreizehn Transportzüge durch Bomben getroffen. Ein Dlzug brannte aus. An der Don-Front schlugen italienische Truppen erneut feindliche übeteetzversuche zur^k. Ungarischö Jagdflieger schössen bei Begleitachutz für eigene Kampfflugzeuge vier Sowjetflugzeuge ab. Südostwärts des Ilmen-Sees brachen Gegenangriffe des Feindes unter der Wirkung des Einsatzes von Verbänden des Heeres und der Luftwaffe zusammen. Auf dem Ladoga-See verlor der Feind ein Frachtschiff und einen Schlepper durch Bombentreffer, Ein Schnellboot wurde beschädigt. Murmansk wurde erneut bei Tag und Nacht aus der Luft angegriffen. In Ägypten trat der Feind emeul mit starken Panzer- and InfanteriekrHften zum Angriff an. Er wurde nach schweren Kämpfen durch Gegenangriffe zum Stehen gebracht. Die Schlacht dauert an. Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge und leichte Kampfflugzeuge fügten den Briten in rücksichtslosem Einsatz starke Verluste zu. Im Mittelmeer versenkte eia Unterseeboot ?lnea Transpertsegler. Eine geringe Zahl britisrher Flugzeuge »tieft im Welkenschutz bei Tage in die besetzten Westgebiete, in die Deutsche Bucht imd zur nordwestlichen Reichsfrenze vor. Durch Bombenwürfe entstanden an einigen Orten Sachschäden. Sieben Flugzeuge wurden abgeschossen. Im Kampf gegen Greflbrltannlen führte die Luftwaffe am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht In mehreren Wellen Ver-geltungsangriffe gegen die Stadt Canterbury. Die cum Teil im Tiefflug geworfenen iomben verursachten erhebliche Zerstörungen durch Spreng- and IrandWirkung. Jagigeschwarler des Begleitschutzes schössen drei britische Jagdflugzeuge ab. Andere Kaa^ifflugzeuge bombardierten miUMlffleche Ziele an verschiedenen Orten Im Sttdosten der InaeL darunter In Dover. Ferner wurde duroh SondernMidoM be-kanntfogebe«! Aal der Jagd naali fehMBlohen Transportschiffen stieften deutsche Unterseeboote erstmalig vom Atlantik In die Rand-OewMsser des ladlseiiea Oaoans vor und versenkton weit ostwärts dos Kap Afulhas, der südllchston Laadaplteo Afriko«, sawi« lai See-gehtel vor Kapstadt aaht SCity of Johannesburgs mit 5669 brt und daa Motorschiff s>Ro3s« mit 4978 brt sowie zwei grö-Äere Dampfer, die mit Kriegsmaterial von Durban nach Ägypten und Indien bestimmt waren. In südafrikanischen Gewässern wurde der Frachtdampfer »I^a Place« mit 7327 brt äsowie ein großer Passagier- und Frachtdampfer von rund 12 000 brt versenkt.^ Ein von Philadelphia kommender, mit Traktoren und Petroleum heladener Frachter, der nach Absprengung von seinem Geleltzug Kapstadt anzulaufen versuchte, wurde kurz vor iSrreichen seines Zieles torpediert. Gleich nach dem ersten Treffer stand das Schiff von vorn bis achtern ifl wirbelnden schwarzen Qualmwolken, aus denen öle Feuerfontänen explodierender Pe-troleumfasser emporschnellten. Die hervorragenden Leistungen deutscher Unterseeboote Im Nordatlantik, im südafrikanischen Seegebiet imd in den Gewässern des Indischen Ozeans sind ein neuer, überzeugender Beweis, daß die Unterseeboote der Achsenmächte tatsächlich alle überseeischen Nachschubstraßen des Feindes kontrollleren und nachhaltig- bedrohen. Neue Bichenlanbträger Der Führer verlieh dem Oberstleutnant Seitz, Kommandeur eines Panzergrenadier-j reginients, das Eichenlaub zum Ritterkreuz 1 des Eisernen Kreuzes. Dia gleiche Auszetch-I nung erhielten: der Oberfeldwebel Max Stotz, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, anläßlich seines 100. Luftsieges; Hauptmann Heinrich Schweickhardt, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader; Hauptmann Wolfgang Schenck, Fhigzeug-führer in einem Zerstörergeschwader; Oberfeldwebel Josef Zwememann, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, anläßlich seines 101. Luftsieges als 141. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Mintslerpräsidenl Ladwig Sieben gesMen Ein vorliildlicher Kämpfer und bewährter Mitarbeiter des Führers München, 1. November Der bayrische Müiistei-präsldent SA-Obergruppenführer und Präsident der Deutschen Akademie Ludwig Siebert ist am Sonntag, den 1. November, nach kurzer Krankheit verschieden. Mit Ludwig Siebert verliert Deutschland und die nationalsozialistische Bewegung einen bewahrten Mitkämpfer des Führers, einen vorbildlichen Staatsmann, Finanz-, Wlrt-schafts- und Kommunalpolitiker. Die Deutsche Akademie verliert In ihm den Gestalter dieses hervorragenden Kulturinstruments des Reiches. Ludwig Siebert wurde am 17. Oktober 1874 in Ludwigshafen am Rhem geboren. Nach dem Studium der Rechte und dem Staatsexamen trat er in den bayrischen Staatsdienst, Wo er zunächst 1901 Amtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstr. imd später Staatsanwalt in Fürth wurde. 1906 ging er als Rechtsrat in Lindau (Bodensee) In den Kom-munaldlenst, um dann von 1908 bis 1919 als Bürgennelster der Stadt Rothenburg o. T. sich namentlich um die Erhaltung der prächtigen Baudenkmäler dieser Stadt groBe Verdienste zu erwerben. Als Oberbürgermeister der Stadt Lindau (Bodensee) verhalf er von 191Ä bis 1983 In der Zelt des deutschen Niederganges nach dem Weltkrieg dieser Gemeinde zu neuem Leben und großem wirtschaftlichen Aufschwung. Schot früh fand Ludwig Siebert den An-ichluB an die natiena)«ozlalistlsche Bewe-guif, für die er sich trotz der ihm dadurch entstehenden Schwierigkeitea stets rückhaltlos eiasetzte. 1932 wurde er Mitglied der ■atienalsozialiitischen Fraktion im bayrischen Landtag, 1933, nach der Machtübernahme Mitglied des Reichstages i2r Ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei und des Kriegsverdienstkreuzes I Klasse. Am 16. März 1933 ernannte ihn Reichsstatthalter General Bitter von Epp als damaliger Reichs- kommissar von Bayern zum kommissarischen Staatsminister der Finanzen. Mit Erlaß vom 12. April 1933 berief ihn der Reichsstalthalter in Bayern zum Ministerpräsidenten, zum Vorsitzenden der neuen Landesregierung und Staatsnainister der Finanzen, später zum Chef der bayrischen Staatskanzloi. Am 28. November 1936 übernahm Ludwig Siebert die Leitung des bayrischen Unterrichtsministeriums. Drei flroße Gesichtspunkte kennzeichnen vom ersten Tage an die Arbelt Ludwig Sie-berts: völlige Angleichung Bayerns an die Politik des Führers, Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und Ordnung der Finanzen. Trotz der Größe der ihm obliegenden staatspolitischen, finanzpolitischen und wirtschaftlichen Aufgaben entwickelte er auf dem Gebiete des kulturellen Lebens, so Insbesondere In der ihm unterstehenden Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, eine aiilerordentliche schöpferische Tätigkeit. Nicht wegzudenken ist Ludwig Siebert aus der Geschichte der Deutorhen Akademie, deren Führung er als FrÄeident im März 1939 übernahm. In kürzester Zeit erlobte dieses bedeutsame Institut, auf vollkommen neue Grundlagen gestellt, einen gewaltigen Aufschwung und genießt seitdem besonders hohes Ansehen im In- und Ausland. Das Land Bayern hat in Ludwig Siebert den Mann verloren, der toit der Marhtercn'ei-fung In unermüdlicher, pflichttreuer Arbeit seine Geschicke lenkte Es betrauert in ihn den Mann, der die bayrische Landesverwal-tung in wahrhaft «ationalsozialistischem Slnno auscfostaltete nnd damit Veraussetrung dafür schuf, daß das Land Bayern, ehemals Versuchsfeld separatistischer und konfessioneller Eigenbrödler mitten in das Reich als einer seiner treuesten Ecknleiler hineingeführt wurde Mit der Geschichte des Landes Bayern und der nationalsozialistlschlh Bewegung wird der Name Ludwig Sieberts untrennbar verbunden bleiben Von Werner Schulz Lissabon, 2. November Gestern hatte Portugal seinen großen Wahltag. Im (furopäischen Mutterland, auf den Azoren und Kap-Verde-Inseln upd in den Kolonien haben die stinrniberechtigtea Portugiesen die Vertreter für die Nationalversammlung gewählt, die bereits in wenigei Wochen ihre Arbeit aufnehmen sollen. Nock liegen zur Stunde, da diese Zeilen geschrieben werden, keine wichtigen und zusammenfassenden Ergebnisse vor. Aber feststeht, daS über ihren innenpolitischen Charakter hin-; aus dieser Wahl eine auljenpolltische Bedeu-j tung zufallen muß. Denn sie wird das Urteil , des portugiesischen Volkes über die Politik j des Ministerpräsidenten Oliveira Salazar dar» ' stellen, der die neue Verfassung schuf und sie wird zugleich davon Rechenschaft geben^ in welchcm Ausmaß die Portugiesen dem Schöpfer des neuen Portugal auf seinem Weg zu folgen bereit sind. Seitdem vor 18 Jahren die nationale Erhebung General Carmonas die liberalistischc demokratische Parteiherrschaft durch einen entFchlossenen militärischen Handstreich hinwegfegte und die damals ausschlaggebenden Einflüsse des Freimaurertums und internationaler kapitalistischer Kräitegruppea in ^ Staat und Armee brach, haben die portugie-j sischen Wahlen aufgehört, der übliche demokratische Wahlrummel zu sein und Mo-j nate hindurch die innere Ruha und Arbelt I des Landes zu stören. Gleichmäßig gingen Leben und Wirtschaft Ihren gewohnten Gang. Portugal hat das Parteiunwesen seiner über-j wundenen demokratischen Epoche endgültig ausgeschaltet und damit die Keimzellen innerer Zwietracht und Ruhelosigkeit unterdrückt. [ Es gibt nur noch eine Partei, die „Uniäo Na-j cional", die Nationale Union, in der die ■ staatserhaltenden Kreise des Landes ihren I Zusammenschluß gefunden haben. In Gemeinschaft mit ihr sind die nationalen Kor-^ porationen, die alle produktiven Kräfte des ! Landes wie Handel, Landwirtschaft. Industrie und Arbeiter, erfassen, der Ausdruck portugiesischen Volkswillens. Die 90 Mitglieder der neuen portugiesischen Nationalversammlung sind von diesen Organisationen ausgewählt worden und stellen eine harmonische Gemeinschaft dar, in der alle Interessengruppen Portugals eine ihrer Bedeutung entsprechende Vertretung finden. Neben diesem Wahlvorschlag der Nationalen Einheitsparlei gibt es keine andere Wahlliste. Die Wahl besteht also nur In einer Bestätigung oder Ablehnung. Das Entscheidende in ihr ist, daß sie durch die Zahl der abgegebenen Stimmen und Ihren positiven oder negativen Charakter die Einstellung des portugiesischen Volkes zum Ausdruck bringt. Wahlbeteiligung und Stimmverhältnis sind absolute Gradmesser für die Bereitwilligkeit der Portugiesen, ihrer Regierung volle Unterstützung zu geben oder zu verweigern. Es ist vorauszusehen, daß diese Wahl stSr-ker noch und eindrucksvoller als vorhergehende ein iiigemeines Bekenntnis des verantwortungsbewußten staatserhaltenden Por-togiesentums au der Politik Oliveira Salazars ergeben wird. Dio im Laufe dieses Jahres erfolgte Wiederwahl des Generals Carmona zum Staatspräsidenten und die Wahlen für die kommunalen Körperschaften haben keinen Zweifel darüber gelassen, daß Portugal das Aufbauwerk Oliveira Salazars verstanden hat und bereit ist, den Weg zu Innerer Gesundung und zu äußerem Anstieg, den er dem Lande gewiesen hat. weiterzugehen. Die «festrigen Wahlen sind also mehr als sonstige politische Parlamentswahlen, sie sind das Bekenntnis eines Volkes zu der Haltung und dem nationalen und sozialen Willen des Mnnnes, dem es sein äußeres Ansehen und seine innere Ordnung, Ruhe, Brot und Arbeit "«rH-'nVt we"n natürlich dl» Answir- kiineen des Krterr», ntrht vor den Grenzen Portugals haltaemacht haben. Die rücksichtslose BlockadepolltMt Eng-lands und der Vereinigten Staaten sowie der wachsende Tonnagemangel der Weltschiffahrt haben die Binhihr Portugals «eh/ stark be< Seife 2 ^►Marburfer Zeffunj^« 2. November 1942 Nammer 306 schnitten und gefährliche Verknappungen nnd Mangelerscheinungen hervorgerufen. Der Verkehr des Landes kann nur unter äußerster Anstrengung aller Kräfte und mit weitgehenden Einschränkungen aufrecht erhalten werden, denn die Versorgung mit Treibstoff ist gegenwärtig fast völlig unterbunden, und die Zufuhr von Kohl# verringert sich von Monat zu Monat, sodaB bereits eine Rationierung der elektrischen Kraft, soweit sie aus Kohle hergestellt wird, eingeführt werden mußte! Trotz energischer Maßnahmen der Behörde gegen Wucher und Preistreiberei ist es auch nicht .möglich gewesen, einen Preisanstieg zu verhindern, der großen Teilen des portugiesischen Volkes harte und schwere Opfer auferlegt. Dazu' kommt, daß der Krieg Englands und die unverhüllte Raubpolitik der Vereinigten Staaten Portugal sehr wesentliche Ausflaben für militärische Zwecke auferlegen. Es ist nötig gewesen, zur Sicherung der poftugiesischen Neutralität und Hoheitsrechto die Azoren und die Kap-Verde-Insfiln in Verteidigungszustand zu setzen und umfangreiche Truppenverbände dorthin zu legen. Das sind Belastungen für die portugiesische Staatskasse, die von dem Volk aufgebracht werden müssen, denn es ist ein Grundsatz der Politik Oliveira Sala-zars, sein Land von Ausländsanleihen unabhängig zu machen und sich selbst dadurch die Handlungsfreiheit zu bewahren. Oliveira Salazar hat auch angesichts der wachsenden Verknappungen und der damit verbundenen Verteuerungen des Lebensunterhaltes seine Zuflucht nicht zu Lohnerhöhungen genommen. die zu einer Inflation führen müßten. Er hat vielmehr versucht, durch die Schaffung eines sozialen Ausgleiches durch Einführung von Familienbeihilfen, Verstärkung der nationalen Arbeit und Mobilisierung aller Produktionskräfte des Landes, soweit als irg^d möglich, Abhilfe zu schaffen. Das portugiesische Volk hat diese Politik verstanden und hat sie in soiner überwiegenden Mohrheil bereitwillig unterstützt. Seine aktiven und staatserhaltenden Kräfte, in vorderster Front die Legion, die militärisch organisierte antikommunistische Kampfbewegung Portugals und die Mocidade, die Staatsjugend, haben es verstanden, in diesem Kampf um die Ernälirungssicherung -md die innere politische und geistige Geschlossenheit Vorbild und Beispiel zu geben. Sie sird es auch, die zu gleicher Zeit eine entschlossene Abwehraktion gegen die Infiltrationsversuche des bolschewistischen und demokratischen Agententums durchführen. Erst am 17. Oktober wandte sich der bekinnfe portugiesische Politiker und Legionsführer Antonio Eca de Querioz, einer der getreu-esten Gefolgsleute Salazars, in einem Aufruf von ungewöhnlicher Klarheit und Offenheit an das portugiesische Volk, um auf die ganze Furchtbarkeit und Größe der Gefahr hinzudeuten, die der Bolschewismus, und «eine Helfershelfer für Europa und damit aüch für Portugal darstellen. Er verschwieg seinen Landsleuten nicht, daß die einzige Macht, die Europa und also auch seine portugiesische Heimat vor der Vernichtung durch die Horden Stalins zu retten imstande ist, allein Deutschland und die mit Ihm verbündeten Nationen sein können. Der Bolschewismus, so erklärte er mit stärkstem Nachdruck, ist der unversöhnliche Feind Portugals, seiner Ordnung und seiner tausendjährigen Kult\ir. Es müsse darum höchstes Gesetz für jeden Portugiesen sein, ihn rücksichtslos und seihst unter Einstaz persönlicher Opfer niederzukämpfen und auszurotten, um Portugal zu einer unoinnehmbd-ren Barrikade gegen jeden bolschewistischen *^törungsversuch zu machen. Diese mutigen Worte haben einen weiten Widerhall in der Legion und in der ganzen Bevölkerung gefunden und jedenfalls dazu beigetragen, das Land fester und enger zur Verteidigung seiner Lebensinleressen und Lebensrechte zusammenzuschließen. Das Beispiel des spanischen Bolschewismus und des unsagbaren Leides, das er über das iberische Brudervolk brachte, ist ein Anschauungsunterricht gewesen, der in den politisch denkenden und verantwortungsbewußten Schichten Portugals nicht vergessen worden ist. Die Erkenntnis dieser Grfahr, die unter-Irdisch immer noch, wenn nefiniiwartig auch durch die starke Hand der Regierung gebannt, im Lande schlummert, mußte daher ebenso wie die Sorge um die Sicherung der Ernährung und Arbeit den gestrigen Wahl-ganf des portugiesischen Volkes entscheidend bestimmen. Das Land hatte auch keine Zeit, seine Arbeit zu unterbrechen, um Wahlversammlungen zu veranstalten. Nur an den Sonntagen der letzten Wochen haben sich die Wähler in Städten und Dörfern zusammengefunden, um das Losungswort für diese Wahl zu empfangen, bei der es falt, mit dem Stimmzettel in der, Hand das Treuebekenntnis zu dem Mann zu erneuern, der Portugal aus dem Elend der Zerrissenheit demokratischer Mißwirtschaft herausgeführt hat. Ein liaibes Geständnis und eine ganze Lfige Roosttvolt gibt den Verlust einet ungenannten Flugieugträgers bei den Salomonen Uberraschend schnell zu — Zugleich aber ein fadenscheiniges ,iDementi" Stockholm, 1. November EntgcKcn ihrer sonstigen Verheimlichungstaktik gibt die nordamerikanische Marineleitung bereits jetzt den Verlust eines Flugzeugträgers in der Seeschlacht vor der Insel Santa Cruz am 26. Oktober zu, Pr sei durch feindlichen Bombenwurf ver«:enkt worden, heißt es in der Verlautbarung. Bei einem ersten Angriff habe er Beschädigungen erlitten, sodaß er ins Schlepp genommen werden niußte. Beim zweiten Angriff der japanischen Flugzeuge sei er dann versenkt worden. Der Name des Flugzeugträgers wird nicht genannt. Daher liegt der Verdacht nahe, daß es sich um einen der neuesten und größten F'iugzeugträger der USA-Maru.e handelt. Das Marineniinisterium fügt seinem Bericht die Versicherung an, bei dem genannten Gefecht seien außer dem Flugzeuträger und dem — bereits als versenkt gemeldeten — Zerstörer »Porter-< keine weiteren amerikanischen Schiffe verloren gegangen. Offenbar will es dadurch die schwere Besorgnis und Beunruhigung der USA-Bevölkerung zet-streuen, die sich nach der so hastig ins Weiße Haus einberufenen Sitzung des pazifischen Kriegsrates geltend gemacht hatten. Jedem Einsichtigen ist aber klar, daß dieses »Dementi« kein Dementi ist. Es bezieht sich einmal nur auf einen kleinen Teilausschnitt der Kämpfe zwischen Flotten- und Lufteinheiten in den Gewässern der Salomonen. Zum anderen läßt es die Frage offen, ob etwa nocn nichtamenkanischc Schiffe gesunken sind. Ein USA-Senator sieht klar »Die Vereinigten Staaten dürfen nicht damit rechnen, daß ihnen der Sieg auf einem silbernen Teller gereicht wird«, schreibt der USA-Senator Henry Cabot Lodge Junior in der Monatszeitschrift »Amerikan Magazine« vom Oktober. Lodge hat bei einer USA-Tankdivision gedient und dabei, seinen eigenen ten nach, erkannt, daß »die Alliierten in Todesgefahr« seien Er sei aus Nordafrika zu-rückgekoiinnen nicht mir mit der QewiBlieit, daß die »Alliierten den Krieg vielleicht verlieren könnten«, sondern auch mit der Überzeugung, daß man die Stoßkraft des Feindes weit unterschätze. lagd aof Schiffe Idi Kaspischen Meer Kampfflutizeuge in schwerem Angriff auf den bolschewistischen Schiffsverkehr — EmpfindUche Tankerverluste Kommunistische Geheimorganisation In Sevilla aufgedeckt. In Sevilla gelang es der Polizei, eine kommunistische Geheimorganisation aufzudecken und das aus 17 Mitgliedern bestehende sogenannte Revolutions-komitee zu verhaften. Die Haussuchungen bei den Kommunisten förderten umfangreiches englisches Agitationsmaterlal zutage, das die Organisation von der amtlichen engli-«:chen Vertretung in Spanien bezog. Milltörftuf^euR über Kapstadt abgc^tür/t. Wie Reuter au"^ Kapstadt meldet, stürzte ein Militärflugzeug über der Stadt ah. Drei Marineangehörige wurden petutet nnd 13 weitere verletzt Durch die Explosion, die beim Autprall eriolpte. wurden ferner auch mehrere Zivilpersonen verletzt. Berlin, 1. November Im nordwestlichen Teil des Kaspischen Meeres errangen deutsche Kampfflugzeuge am 30. und 31. Oktober neue großt Erfolge bei der Bekämpfung der bolsciiewistischen Schiffahrt. In mehreren AngriiisweUen erschienen unsere Flieger über dem Seeweg von Baku nach Astrachan und griffen in den Abend- und Nachtstunden die von Sicherungsbooten begleiteten sowjetischen Dampfer und Transportschiffe an. Am Abend des 30. Oktober erhielt ein nach Ilaku laufender Dampfer einen Bombenvoll-treffer und versank unmittelbar nach einer heftigen Explosion. Ein von Schleppern und Lastkähnen uingebener Transporter von 3U()0 brt wurde ebenfalls getroffen und sank. Durch eine Sprengbombe erhielt ein belade-ner Tankdampfer von 2000 brt ein großes Leck in die Bordwand. L^as Schiff änderte sofort seinen Kurs und versuchte sich mit einer starken Ülspur ans Ufer zu retten. Zwei 500-kg-Boniben detonierten auf einem Raddampfer von 15O0 brt und setzten ihn in Brand. Zwei kleinere Schiffe und drei Lastkalme versanken nach Bombentreffern. Einem dritten Tanker wurden die Aufbauten durcli Bombentreffer leichterer Kaliber weggerissen, während ein in der Nähe fahrendes Frachtschiff nacli Beschädigungen der Bordwand mit starker Sclii,i.ii>v. t,.- ntwcn blieb. In der Nacht zum 31. Oktober setzten deutsche Kampfstaffeln ihre Angriffe gegen den Schiffsverkehr auf dem Kaspischen Meer fort. Wiederum wurden ein Fracht- und ein Raddampfer versenkt, zwei Tanker mittlerer Tonnage in Brand gesetzt und zwei Transportschiffe und ein kleinerer Tanker schwer beschädigt. Damit verlor die sowjetische Schiffalirt, die ohnehin schon durch die vorangegangeiicr; schweren deutschen I-utt-angrifre stärkste Fjnbußen erlitten hat, innerhalb von noch nicht 48 Stunden weitere seclis Tanker, fünf Frachtscnifre. zwei Raddampfer und fünf kleinere Schlepper und Lastkähne. Schwierige FlußüberKäiiKe Im Terekgeblei Im Kampfgebiet westlich des Terek wurde die Säuberung des gewonnenen Geländes von versprengten bolschewistischen Wider-standsgrnppen weiter fortgesetzt. Bei der Weiterführung des Angriffes im Raum südlich von Naltscliik hatten unsere Truppen mehrere Flußläufe zu überwinden, die in-tief eingeschnittenen Schluchten mit starkem Gefälle das Bergland der Ausläufe des Kaukasus durchströmen. Hohe steile Uferböschungen begünstigten den hiahaltonden Widerstand der Bolschewisten, die von befestigten Punkten aus mit Scharfschützen und Maschinengewehren die wenigen für den Uber-^jang geeigneten Talstellen mit Feuer beherrschten. Dennoch gelang es Stoßtrupps der Infanterie, denen Pioniere zugeteilt waren, teils schwimmend, teils mit Floßsäcken Übel zusetzen und sich am jenseitigen Ufer anzuklammern. Während die einzelnen kleinen Brücketi-köpfe in erbitterten Naivkämpfen ausgeweitet wurden, bauten Pioniere Behelfsstege und Sclmellbrücken, um das Nachziehen von schweren Infanteriewaffen, Munition und Nachrichtenmitteln zu ermöglichen. Eine wichtige, von den Bolschewisten besonders hartnäckig verteidigte Straßenbrücke wurde in umfassendem Zupacken genoimnen, bevor die Besatzung des lirückenkopfes die vorbereitete Sprengung durchführen konnte. Bomben auf Panzerzüge Nach kurzer Bereitstellung traten unsere Truppen dann mit Unterstützung von Artillerie und Verbänden der Luftwaffe zur Wei-terfiihnmp: des Angriffs an, durchstießen unter harten Kämpfen stark ausgebaute bolschewistische Verteidigungslinien und erreichten eine Kisenbahnstrecke, auf der die Sowjets l'anzcrzüge gegen die deutschen Angriffsspitzen vorrollen ließen, liier fanden unsere Sturzkampf- und Schlachtflugzeuge lohnende Zijle. Begleitet von Jägern, erschienen die Stukas über den Eisenbahnlinien, lösten im Sturzflug ihre schweren Bomben und erzielten so wirksame Treffer, daß zwei Panzerzüge bewegungsunfähig liegen blieben, während der dritte mit voller Oeschwindigkeit in der Richtung, aus der er gekommen war, zurückfuhr. Nach Ausschaltung dieser rollenden Festungen nahmen die Stukas sowjetische Panzer zum Ziel, tie sich mit Infanterie zu Gegenstößen stellten. Sieben Panzerkampfwagen blieben zcrstiirt oder schwer brp'-hä'ligt hegen. Tiefflieger konzentrierten ihre Angriffe auf feindlichen Fahrzeugverkehr und vernichteten durch Bomben und Bordwaffenbeschuß zahlreiche Lastkraftwagen. Deutsche Jäger beherrschten den Luftraum über der Nal-tschik-Front und schössen 20 Feindflugzeuge ■ ab. Weilere 101 ßOfi brt au! dem IHeeresgruni Bei den Kanarischen Ii sein versf nkt — Sowjets greifen südlich Stal ngrad nichc mehr an Führerbauptquartier, 31. Oktober Das Oberkommando der Vv'ehimacht gibt bekannt: Deutsche linterbeebooite setzten trotz an-hdltendei schwerer Herbststürme ihre Operationen gegen feindliche Geleitzüge im Atlantik fort, im Verlauf des gestrigen Tages gelang es einer Gruppe deutscher Unterseeboote in Höhe der Kanarischen Inseln mit einem von Süden nach England gehenden Feindgeleit Fühlung zu bekommen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit griffen unsere Boote den Stork gesicherten Geleitzug konzentrisch an und vernichteton bis zum Morgengroiien 14 mit wertvollen RohsU'ffen aus Afrika be-ladene Schiffe mit insgesamt 101 000 brt. Der heutige Wehrmacbtberirbt bat folgenden Wortlaut: Bei Ndltschik vernichteten deutsche und rumänische Truppen den zersprengten Feind und erzwangen einen wichtigen Flufiüber, gang. In Stalingrad wurde durch Stoßtrupp-unternehmungen weiteres Geltende gewonnen. Infolge semer hohen Verluste hat der Feind seinen Angriff südli(h der Stadt eingestellt. Karnpffliegerverbände griffen erneut die BÄinlinien nördlich Astrachan an. UalLenische und ungarische Truppen wie- i sen am Don übersetzversuche des Feindes ab. An der übrigen Ostfront ist die Lage un-I verändert. Eigene Stoßtrupps zerstörten eine größere Anzahl Bunker und Kampfstande der Sowjets und brachten Gefangene ein. Die Luftwaffe bekämpfte im Quellgebiet der Wolga Bereitstellungen, Transportbewegun-gen, Nachschublager sowie Industrieanlagen weit im Hinterland des Feindes. Auf dem Ladoga-Sco wurden vier größere, für die Ver-' sorgung von Leningrad bestimmte Schiffe ' durch Bombenwurf versenkt upd drei Lastkähne beschädigt. Bombenangritfe auf Leningrad riefen Brände hervor. Die Luftangriffe j auf Murmansk wurden bei Tag und Nacht j fortgesetzt. Die Sowjets verloren am 29. und 30. Ok-. tober 134 Flugzeuge. An den Abschiifterfol-gen waren rumänische und ungarische Jagdflieger beteiligt. Acht eigene Flugzeuge kehrten »icht zurück. In Ägypten setzte der Feind am gestrigen Tage seine Großangriffe nicht -fort. Ein örtlicher britischer Angriff scheiterte. Die deutsche und italienische Luftwaffe bekämpfte motorisierte Kräfte und Nachschubkolonnen des Feindes. Acht britische Flugzeuge wurden abgeschossen. Das deutsche Kriegsmaterial, schreibt der Senator, habe ihm »höllLschen Respekt« eingeflößt. Darüber hinaus habe er gesehen, daß die Waffen vorzüglich gehandhabt würden. Die deutsche militärische Organisation sei durchweg ausgezeichnet nnd gehe Hand in Hand mit dem unerhörten Kampfesmut und der Einsatzbereitschaft jedes einzo' deutschen Soldaten. Lodge spricht schließlich den Wunso daß sämtliche USA-Regierüngsbeamte mal persönlich den Kriegsschauplatz besuchen sollten, anstatt sich auf Informationen anderer zu verlassen. Dann würden sie erkennen, daß das Schlagwort der nordanver;-kanischen Unbesiegbarkeit nichts weiter als eine Illusion sei. Auch Wlllkie erkennt die Schwächen Wendeil Willkie gab am Samstag, wie Reuter aus Newyork meldet, eine Erklärung an die Presse, in der es heißt: »Der Mangel an mutiger Führerschaft der Washingtoner Regierung wird immer wehr und mehr sichtbar. Anscheinetjd verliert sie das richtige Verständnis, indem sie die Probleme des Krieges und des Friedens In Formeln von gestern betrachtet. Jeder, der die Zustände zu Hause und im Ausland studiert hat, muß wissen, daß die Verwaltung unserer Kriegsanstrengungen konfus und in vieler Beziehung unwirksam ist. Canlerbuif brennt Berlin, L November In den späten Nachmittagsstunden des 31. Oktober erfolgte ein schwerer Angriff deutscher Kampfflugzeuge zur Vergeltung für die skruppellose Bombardierung deutscher Städte und Wohnstätten durch brltisdve Bomber gegen die Stadt Canterbury irn Südosten Englands. Völlig überraschend für die britische Abwehr drangen wenige Minuten nach 18 Uhr die StaffoJn unserer schnellen Kampfflugzeuge über die britische Küste vor uiid stießen bis auf eine Höhe von nur dreißig bis vierzig Meter auf das Stadtgebiet von Canterbury herab. Schon die ersten Bombeneinschläge brachten zahlreiche Häuser zum Einsturz und verursachten große Brände. Während die Kampfflugzeuge im Abflug nach Kraftfahrzeugan-sanmilungen und Eisenbahnziele im Raum von Canterbury mit ihren Bordkanonen und Maschinengewehren beschossen. dehnten sich die durch zahlreiche Bombenvolltreffer im Stadtgebiet von Canterbury entfachten Brände immer weiter aus, Deutsche Jagdge-sciiwader sicherten diesen Vergeltungsangriff und schössen drei Spitfire in Luftkämpfen ab. Einige Stunden später setzten schwere Kampfflugzeuge in größerer Zahl den Vergeltungsschlag gegen Canterbury fort und warfen zahlreiche Bomben in die brennetidc Stadt. Weitere Angriffe unserer Kampfflugzeuge richteten sich gestern gegen Fabriksanlagen in der Gegend von Deal. Auch die Stadt Dover wurde bombardiert. Freiherr von Fre^agh'Loringhovea gestor« bell. Im 64. Lebensjahr starb m Breslau der preußische Staatsrat und Reichstagsabgeordnete Professor Dr. Axel Freiherr von Frey-tagh-Loringhoven. Der Verstorbene war Inhaber der Goethe-Medaille. Goldene Tapferkeitsmedaille für zwei italienische Flieger. Hauptmann Antonio Chiodi und Leutnant Pietro Dona Dalle Rose ist die höchste italienische Tapferkeitsauszeichnung, die goldene Tapferkeitsmedaille verliehen Würden. Auch in Italien wieder normale Zeit. Amtlich wird bekanntgegeben, daß in der Nacht zum Montag, den 2. November, in Italien wieder die normale Zeit eingeführt wird. Wochc des Roten Kreuzes in Finnland. Am heutigen Sonntag begann in Finnland die Woche des Roten Kreuzes, die durch eine Rundfunkansprache seiner Schützerin, der Gattin des finnischen Staatspräsidenten Ryti, eingeleitet wurde. Ministerium für GroBostasien. Das Informationsamt gab am Sonntagmorgen die Ernennung des Staatsministers Tazuo Aoki zum ersten Minister für die Angelegenheiten Großostasiens bekannt. Der japanische Botschafter in China, Shigemitsu, hat den Präsidenten der chinesischen Nationalregieruiig von der Schaffung des Ministeriums für Großostasien Mitteilung gemacht. Matsumoto stellvertretender Außenminister Japans. Der Leiter des Vertragsbüros Schu-nitschi Matsumoto wurde zum Vizeaußenminister ernannt, wo er auf den Platz von Ku-maitschi Yamamoto tritt, der zum ersten Vizeminister für die Angelegenheiten C^oßost-asicns ernannt wurde. ' . 26 Tote bei einem Fluneugungltick vor üibniltar. Eine schwere Flugzeugkatastrophe bei Gibraltar hat insgesamt 26 Todesopfer gefordert. Die grbße, viermotorige Verkehrsma-schine kam aus Malta mit 38 Personen an Bord. Kurz vor der Landung stürzte das Flugzeug ins Meer. Nur zwölf Insassen konnten sich retten, während die übrigen ertranken. [ Druck und Verlag: Mnrbiirner Verlacs- und Druckcrei-[ Oes. ni. b. H. — Verlacsiciluns:: tsion BaumRartncrj Haiiptscliriftleltcr; Anton Qerschuck. alle In Marburc ( a d. Drau. Badjiasse 6 Zur Zelt für AnzclRcn die Preisliste Nr. 2 vom !. Juli 1942 RÜltiK, Ausfall der LicfcrunR des Dlaties bei liAtferer I Gewalt oder BetricbsstörunB: cibt keinen Anspruch auf Rückuhluoc des BezuKStelde.« Nummer 300 »Marburger Zeitung« 2. November 1942 Seite 3 atiuääiu'fluikt muäkmitt jmua mufglt Von dor AraborbiKht zur Kittara-Sonko — Das Galänd« vor dorn Nildolta — Salzsumpl ufitorin Moorouplogol — AuttorordonUkh hoho Vorlusto dos foindllchon Grostangriffos Der feindliche Qroßansriff in Aeypten, eeführt von der deutschen nnd italleni> sehen Verteidigun^sfront von El Alamein, hat den Briten bereits in den ersten Tagen ihres Angriffes außerordentUch hohe Verluste an Panzern und Flugzeugen gekostet. Es scheine, als wenn die Kämpfe den Stellungsschlachten des ersten Weltkrieges ähnelten, betonen britische Zeitungen, nachdem die Verluste Ihrer Truppen sie zu einer vorsichtigeren Beurteilung der britischen Möglichkeiten veranlaßt hatten. An der Alamein-f ront, Ende Oktober Die Alamein-Stellung ist keine zufällig durch britischen Verteidigungsdruck und deutsch-italienische Angriffswucht entstandene Kampflinie. Planmäßig wurde sie schon lange vor Rommels Stoß in die ägyptische Wüste von England als Riegel gebaut; denn an dieser Stelle ist die militärisch nutzbare Wüste nur etwa 60 Kilometer breit und darum mit dem verhältnismäßig geringsten Aufwand an Menschen, Waffen und Material zur stärksten Verteidigungsfront des Nildeltas zu verwerten. In einer Tiefe von mehreren Kilometern zieht sich dde Alamein-Stellung von der Araberbucht am Meer bis zum fast senkrechten, zwei- bis dreihundert Meter tiefen Steilab-fall der Kattara-Senke. Diese Senke besteht aus 20 bis 30 Meter unter dem Meeresspiegel liegenden salzigen Sümpfen, die als Gesamtfläche 100 Kilometer breit und 300 Kilometer lang sind. Nur in den heißesten Sommermonaten ist die Kattara-Senke an einer Stelle für KamelkarawatKn passierbar, was aber militärisch bedeutungslos ist. Keine Westwall Vorstelluiigen Man darf sich von der Alamein-Pront keine Westwall-Vorstellungen machen. Die ganze Front ist nur durch gemauerte Werke, Sandsackbunker, Qrabensysteme und tiefe Minenfelder befestigt und gesichert. Was ihr den großen Stellungswert gibt, ist die völlig deckungslose Wüste, in der unbeobachtete Bewegungen bei Tage unmöglich sind. Marschall Rommel gelang es im Mai bei seinem Sturm nach Osten, die gesamte Südliälfte des britischen Riegels vor dem Nildelta in seine Hand zu bekommen. Dadurch steht also iheute das deutsch-britische Wertverhältnis der Alamein-Stellung sozusagen 1:1. In gewissem Sinn ist man hier wieder zum Stellungskrieg alten Stils, wie man ihn aus den Jahren des ersten Weltkrieges her kennt, zurückgekehrt. Die Erde scheint auseinander gerissen Dieser Bericht verrät keine Geheimnisse, wenn er das Gelände an der Alamein-Front schildert; denn wie auf deutscli-italienischer Seite, so sieht es auch beim Feind aus. Diclit an der Küste verläuft ein Gürtel haushoher Sanddünen, die aber schon wenige Kilometer wüsteeinwärts zu festem, sandigem Qeröllbo-den verflachen. Vom Meer bis zur Kattara-Senke wächst kein Baum, kein Busch, ja, nicht einmal der sonst viel angetroffene Ka-meldornstrauch. Nur einige Fernsprechleitungen, die von den Briten angelegt worden sind, »beleben« als hochgestellte Gedankenstriche die Öden. Im Mittelabschnitt wird die Wiiste bei welliger Oberfläche felsig und steinig. Wir hatten hier den Eindruck, mit dem Geländewagen über uralte Marktplätze zu holpern, die mit Felstafeln bis zur Tischplattengröße bedeckt werden sollten. Gegen Granaten und Bomben oder gegen Tiefangriffe aus der Luft bietet hier die Wüste nicht den geringsten Schutz. Und doch muß die Front auch hier gesichert und gehalten werden. Mühsam gräbt sich der Soldat mit der Spitzhacke seinen Splitterschutzgraben, der zugleich sein Ruhe-lager bei Tag und bei Nacht ist und weil man kaum tiefer als dreißig bis fünfzig Zentimeter kommt, setzt er die aus^ehrochenen Steine am Grabenrand aufeinander. Weiter südwärts ändert sich das Bild. Die Wüste gleicht jetzt riesigen, kilometerlangen Flugplätzen, die mit grobem Schotter aus rostfarbenem Kalkstein beworfen sind. Oft ziehen sich, plötzlich fünfzehn bis dreißig Meter tiefer gelegen, weite Ebenen durch sie hindurch, in denen während der Regenzit das Wasser abfließt. Dort, wo die Wüste an die Kattarasenke stößt, scheint die Erde wie durch ein ungeheueres Beben auseinandergerissen und zweihundert bis dreihundert Meter in die Tiefe gestürzt zu sein. Bis zum Horizont zieht sich unten in geradezu erschütternder Trostlosigkeit die endlos scheinende Wüste aus salzigen Sümpfen hin, wo jedes, aber auch das anspmchloseste Leben, erstorben ist. Wie unsere Soldaten leben Das Leben unserer Soldaten in^ Nordafrika ist überall hart, aber einen ganzen Mann erfordert erst die Front. Der größte Teil unserer Truppen bei El Alamein liegt in Splitterschutzgräben. Jetzt, wo die Sonne nicht mehr lästig brennt, kann man es aushalten, aber in den vergangenen Sommermonaten waren die Mittagsstunden oft furchtbar. Hinzu kam die mörderische Plage der Fliegen. Ohne Mückennetz war es kaum auszuhalten, es sei denn in der Nähe der Küste, wo stes ein frischer Wind vom Meer her weht. Von Marschall Rommel erzählt man sich die heitere Geschichte, daß er manchmal verzweifelt gerufen habe: »Wo ist mei Muckapetsche (Mückenpeitsche; wir würden sagen: Flie-genpracker)?! Ich bin ja völlig wehrlos! Dös Lompazeug (Lumpenzeug) bringt mi om! Wo ist mei Muckapetsche?« Rommel spricht nämlich außerordentlich gerne schwäbisch. Die von Rommel eroberten Werke in der Alamein-Stellung sind für afrikanische Verhältnisse die reinsten französischen Schlösser: ist man doch in ihnen gegen Sonne, Bomben und Granaten geschützt. Mehrere Zugänge führen als meist stufenlose, schiefe Ebenen zu unterirdischen, stark ausgemauerten Räumen, die links und rechts von schmalen Längs- und Quergängen liegen. Licht-und Luftschächte führen nach oben zum gut getarnten Flachdach. Es vergeht sich von selbst, daß solche Anlagen auclf als Lazarette dienen. Den »schloßartigen« Eindruck konnten auch die unzähligen Läuse, Flöhe und Wanzeti nicht verwischen, die im vergangenen Mai mit den Briten in die Hände der deutschen und italienischen Truppen gefallen sind. Inzwischen wurden sie aber alle buchstäblich für immer in die Wüste geschickt. Kriegsberichter Dr. Kurt Pauli. PK ▼ Scherl-Bilderdienst-W Kronprinz Umberto Marschall von Italien Anläßlich des 20. Jahrestages des Marschcs auf Rom ernannte der italienische König auf Vorschlag des Duce Kronprinz Umberto, Fürst von Piemont, Befehlshaber der Armeegruppen Süd und Inspekteur der Infanteriewaffe zum Marschall von Italien die zu kämpfen wir aufgerufen sind, und der uns auferlegten Sendung: »Die Deutschen sind ein friedfertiges Volk, aber sie sird überzeugt von dem Recht, selbst, und zwar als Deutsche, zu leben, und überzeugt davon, daß sie für alle Nationen der Erde eine Mission haben«. Und noch stehen wir, die wir in einer Zeit leben, in der sich herrlich erfüllt, was der einsame Deutsche Lagarde sehnsüchtig erschaute und ersehnte, unter Jenem unabdingbaren Gesetz, das er bereits vor 50 Jahren in Worte faßte und das das Gesetz unseres nicht leichten, aber großen und erhabenen völkischen Schicksals In der Zeit der großen Wende ist: »Wir stehen entweder vor einer neuen Zeit oder dem Ende aller Zelten«. Kurt Maßmann PK-KrleKSberichter LoßniUer (Sch) Die Kattara-Senke Flugsand, Salzsurapf, unerträgliche Hitze und winterliche Wolkenbrüche, das ist die Trostlosigkeit der Kattara-Senke, zwischen deren unpassierbarem Gelände und der Küste sich auf einer Front von 60 Kilometer Breite die augenblicklichen Kämpfe in Norddtnka abspielen Lagarde - ein Seher Grossdenlschlands Zu seinem 115. Geburtstag PK-KTlegsbericltter nitnke (Sch) Generalfeldmarscball Rommel IMBt sich berichten Dem gewaltigen Werke Bismarcks blieb schließlich die letzte Erfüllung versagt, weil das Reich von 1871, das ein Reich wohl der äußeren Machtentfaltung, des Glanzes und des Aufstieges war, nicht zugleich auch das innere Reich der Deutschen war. So kam ea, daß jene Epoche mit zunehmendem äußerem Glänze eüie innere Leere, eine geistige Erstarrung und saelische Verödung nicht zu überwinden vermochte. Noch war die Zeit zur eigentlichen und letzten Erfüllung des Rciches nicnt reif, und so kam es, daß die wenigen Warner und Mahner jener Zelt ungenört blieLen und ihre Stimme ohne Widerhall verklang. Zu den einsamen Deutschen, den Kündern vom inneren Reich gehörte Paul de Lagarde, am 2. November 1827 zu Berlin geboren, eigentlich nach seinem Vater Böttlcher geheißen, dann nach seiner Adoptivmutter Lagarde genannt. Er war zunächst Lehrer in Berlüi, von 1869 ab Professor der orientalischen Sprachen in Göttingen und ist dort 1891 gestorben. Unermüdlich wandte sich Lagarde in Flugschriften — später als »Deutsche Schriften« gesammelt — an sein Volk und rief Ihm zu, daß das neue Reich auch einer neuen deutschen Weltanschauung und eines neuen deutschen Menschen bedürfe, denn:. »Möge Deutschland nie glauben, daß man in eine neue Periode des Lebens treten könne ohne ein neues Ideal! Möge es bedenken, daß wirkliches Leben nicht von oben her wächst, daß es erwor-berl, nicht gegeben wird!« Nie hat lagarde die Größe Bismarcks etwa verkannt odei unterschätzt, und wenn er an dem Staate Kritik übt, so darum, well er wußte, daß das Volk selber letztlicli dessen Werk im eigenen Bekenntnis und in eigener Verpflichtung und Verantwortung erfüllen müsse. Den Staat von 1871 nennt er daher einen »Notbehelf«. Nur als echten Volksstaat wollte Lagarde das Reich, und aua dieser Anschauung rührt seine Kritik am wilhelminischen Staat, deren tiefe Wahrheit wir in ihrem ganzen Umfange erst heute aus der Rückschau zu begreifen vermögen, nachdem das Reich der Deutschen volle und großartige Wirklichkeit geworden iflt: »Dieser Staat Ist eben nur ein .status', ein tatsächlich bestehender, aber einer natürlichen Grundlage und ethischen Umgrenzung entbehrender Zustand, den man vorläufig — da der Beitritt der Österreicher zum Reich zur Zeit noch nicht in Aussicht genommen werden kann — auf eine Neugestaltung nur vorzubereiten vor mag.« Wie klar hat Lagarde hier eine geschichtliche Entwicklung vorausgesehen! Der Staat aber, den er meint und dessen Bild er beschwört, »ist nur um des Volkes wUlen da, nicht um seinetwillen«. ' ' Aus seiner Schau heraus war Lagarde zwangsläufig eiii erbitterter Feind der auflösenden und zerstörerischen Ideen des Liberalismus, und unermüdlich zog er gegen ihn zu Felde: »Von der schwarzen, der roten, der goldenen Internationale redet alle Welt: die graue Internationale läuft noch immer unter dem Namen Liberalismus um. Mir scheint es an der Zeit, sie in ihre Rechte einzusetzen. Sie ist vaterlandslos wie alle ihre Schweötern und darum für jede Nation von äußerstem Unsegen. Sie mordet das Gewissen und die Fähigkeit, das Leben als Ganzes zu fassen, und dadurch tötet sie die Persönlichkeit. Wehe der Nation, welche eine liberale Partei in ihrer Mitte duidet!« ' Mit der Erkenntnis der zerstörerischen Mächte des Liberalismus verband sich logischerweise bei Lagarde eine sehr klare Erkenntnis vom Wesen des Judentums, durch dessen Emanzipation ja recht eigentlich der Liberalismus als ein politischer Aftergiau-be entstanden war. In einem bitteren Satz, der zugleich die höfische Speichelleckerei und Bedientenmoral geißelt, prägt er die Worte: . »Die Juden sind in Europa die Herren der Nichtjuden*. — i>Jeder Judo ist ein Beweis für die Unkräftigkeit unseres nationalen Lebens ... Deutschland muß voll deutscher Menschen und deutscher Art werden, so voll von sich wie ein Ei, dann ist für Palästina kein Raum in ihm ... Und gelöst muß sie (die Judenfrage) werden, sonst wird Europa , zu einem Totenfelde ...« Immer wieder bricht bei Lagarde, dem unbestechlichen Kritiker seiner Zeit, das Gefühl für die ganz große Führerpersönlichkeit durch, die das äußere und zugleich auch das innere Reich in den Herzen der Deutschen errichten, die den neuen deutschen Menschen aus der Kraft der neuen Weltanschauung formen wird. Aber er kannte seine Zeit, der er vorwirft: »Große Männer sind unbequem, weil sie kleine Menschen zwingen, sie anzuerkennen«. Das Geschwätz von der »Demokratie« fegt er mit dem verächtlichen Satz beiseite: »Nur eines Mannes großer, fester, reiner Wille karm uns helfen, nicht Parlamente, nicht Gesetze, nicht das Streben machtloser einzelner.« Und er weiß sehr gut von der hohen Sendung einer wahren Führung des Volkes: »Nationen bestehen nicht aus Millionen, sie bestehen aus den Menschen, welche sich der Aufgabe bewußt und darum imstande sind, vor die Nullen zu treten und sie zur wirkenden Zahl zu machen«. Lagardes Deutung aber vom Wesen der Deutschen ist zugleich unsere heutige Be-, gründung unserer heiligen Lebensrechte, für Churchills Vaterfreuden Seine Tochter öffentlich übers Knie gelegt »Sergeant« Mary Churchill, die »würdige« Tochter des britischen Ministerpräsidenten, ist, so melden die Londoner Blätter, in ein Ofhziersausbildungslager des weiblichen Hilfsdienstes abkommandiert worden, um an einem mehrwöchigen Offizierskursus teilzunehmen und sich dann der britischen Öffentlichkeit als »Leutnant« zu präsentieren. Diese bevorstehende Beförderung hat, wie die Blätter dabei durchblicken lassen, den Zweck, der Churchill-Tochter Mary nach außen hin eine »größere Autorität« zu verleihen und unliebsame und für den Ruf eines Ministerpräsidenten wenig förderliche Zwischenfälle zu verhindern, zu denen das Privatleben und der Umgang Marys in der letzten Zeit Anlaß gegeben haben. So veröffentlicht die amerikanische Zeitschrift »Time« jetzt ein Abenteuer dieses weiblichen Churchill-Sprößlings, das den Briten höchst unangenehm zu sein scheint, und daß in England durch die Zensur geheimgehalten Worden war. Mary hatte, so berichtete »Time«, in einer Vorstadt Londons ein übelbeleumdetes Tanzlokal aufgesucht, in dem eine gewisse Klasse von Mädchen auf Männerfang zu gehen pflegt. In ihrer Sergeantenuniform gab sich Mary dem Tanz hin, wobei ihr im Gedränge ein amerikanischer Soldat auf dem F'uß trat. Mary beschimpfte den Amerikaner wegen seiner großen und ungelenken Füße recht kräftig. Der Yanke — es war, wie »Time« mitteilt, der ehemalige Lastkraftwagen-Fernfahrer Bill Adams — sah sich in seiner amerikanischen Ehre gekränkt und antwortete noch derber. Ein Wort gab das andere, und schließlich packte Bill Adams, der über Schuhnummer 46 und die entsprechende Hand.schuhnummer verfügt, Mary beim Kopf und legte sie unter der johlenden Zustimmung seiner amerikanischen Kameraden übers Knie, wobei er ihr ein paar recht kräftige Schläge auf einen gewissen Körperteil verabfolgte. Mary Wehrte sich, und der Skandal war allgemein. Dabei erkannte man in dem weiblichen Sergeanten die Tochter »ihres Vaters« und entwand sie den Händen des gekränkten USA-Fernfahrers. i PK-Aufnahnie: KricKsberichler Andres (Wh) Das ist Grossl Fregattenkapitän Grossi, der mit seinem Unterseeboot „Barbarigo zwei USA-Schlachtschiffe versenkte, auf der Brücke seines Bootes beim Einlaufen in einen Atlantik-Stützpunkt >ite 4 »Marburper Zeitung« 2. November 1942 Nummer *306 Votk und JiidUu Das neue Bühnenwerk von flichard SirauB UrauffühiuM},' des »Capriccio« in der Münchner Staatsoper Marburg ehrt Max Meli Dr. Endres las Dlchtunfen des ßechzlgjährigen Am 10. November begeht Dr, Mäx Meli seinen 60. Geburtstag. In die mannigfaltigen Feiern zu Khren des Dichters, der Mitglied ^ der Deutschen Akademie der Dichtung und AUt Spannung erwartet und von allen Xei- J Trflger verschiedener AusEelchnurigen und chcn einer eroßen Premiere uniReben, erieblc Preise, u. a. des Ihm vor wenigen Jahren das neueste liiiliiienwerk von Wicliard StrauB verliehenen Mozartprelsea der Universität m der Müncliner •Staatsoper seine überaus j München ist, hat sich In gebührender Welie erfolfficiclie Urauffiitiruiiit, die unter der' Scliirinherrschaft des Reiclismlnistcrs l.'r. (locbbels stund. »Capricc»o« heißt dieses Koiiveisationsstück für Musilt, der DirlKciil CIctMcii» Krauü trat damit zim» ersten .Male auch als l.ibrettist an die i>ciie des Komponisten. Das Werk stellt sicii (iti einein Aufzuge. aber abendfüllend) als eine Neulicit in der IJiiluienlitcratur dar: eine theoretische Ku-ii'iidic. deren Personen (jrundfraKen einer künstlerischen Weltanschauung erörtern, wird mit musikalischen Mitteln Kestaltet, obwohl die Wirkung auf die Zuschauer vorwieueiid von HedentuMj; niul akustisclier Verstiind-liclikeit des Wortc^ abhSnjjt. Auf dem histori dien Hinterwrunde des Streits, dem iiin 1775 die Atiiwnxer (iluck.s und l'iccmis ni f^iris ausfochten, hat Clemens Krauü dramatische I'iiiureu erfunden, ilie zuicleich als Siimhilder der von ihnen vertretenen Künste fungieren; ein Diclitcr, ein Musiker, ein Iheaterdirektor u. a. Die beiden forsten woibei) um die I.iebc einer verwitweten (iriiiin, die sicli für keinen von ihnen entsclieidcn kann und '•elbst allegorische Symbolisierutiu der Oper im (ilucki-sclien Sinne -- schließlich beide zu uemein-sanietn Scliaffen ziisainineiitiilirt. Das Text-bucii ist auüerordeiitlicli fliis.sit, jieistreich lind biilineiisiclier j^esclnieben. Anknüpfend au das «Ariadne«-Vürspiel imd gewisse Roseiikavaliern-Situationen, entwickelte Straull im »Capriccio« einen neuen rnusikal'schen Konversationsstil. Für ihn ist die verständliche V\ortdeklaiiiation oberstes (iesetz, t!r ist rhytlnniscli auüerordentlicn vielfültij; profiliert und foljjt ilein Textwort nnt virtuoser Wendijfkeit. Das Orchester, das nieistens kunnnerimisikalisch bis /.um .iullersteii aufk'elichtct ist, hat im wesentli-clieii illustrierende, stiit/ende und farben^e-bende Punktionen. An spriiliendein Witz, an Kraft des Kspressivo und psvcliolojcischer liedeutsainkeit seiner Klungsvnibole ist es bester StrauLJ. auch Marburg eingereiht — seine Vaterstadt, wo er am 10. 11. 1882 als Sohn de» bekannten Arztes Dr. Alexander Meli geboren wurde und seine ersten Klndheltajahre verbrachte. An einem vom Amte Volkbll-fjimg veranstalteten Max Mell-Abend sprach der Literaturhistoriker Dr. Fritz Endres Uber Leben und Schaffen des Dichters und las Proben aus dessen Dichtungen und Prosaschriften. In klarer Welse schilderte der Vortragende den Werdegang des Dichters, an Hand seiner Werke In die verschiedenen Phasen selnoa kiinstftrlschen Schaffens einführend: angefangen von der In früher Jugend erfolgten Anlehnung an den weniger durch gestaltende Kraft als durch eine müde Weltbetrachtung kermzclchnend den Wiener Äathetenkrel« um Hugo von Hoffmannathal. Nach der 1911 vollzogenen Abkehr davon, die Bich In Novellen (»Jägerhaussage«) und Gedichten (»Bekränztes Jahr«), Insbe-•snndere aber In der kraftvollen Erzählung »Barbara Nadercr« kundtat, näherte Max Meli, der Bewunderer und Schüler Rainer Maria Rilkes, sich stark Han« Caroasa, mit dem er, mitten Im Brausen dea Weltkriege«, Im Schatten eines gewaltigen Skodamörsers, als 32.jährlger Artillerist die erste Begegnung hatte. Auch für ihn bedeutete der Krieg Ende und Anfang; In seinen folgenden Arbelten beschwor er die ewigen Mächte des Lebens, vor allem die Liebe, gegen die bösen Mächte der Vernichtung. So entaUn-den die an mittelalterliche Spiel© mahnenden Werke; die Osterform, das Wiener Kripperl, das Apostel- und Schutzengelsplel und das Spiel von altftr deutscher Weihnacht. Wie alle großen Gestalter blieb auch Meli nicht In den allzu engen Grenzen solcher Eigenart gebannt, Zeugen dieses starken Hinausstrebens zum großen Ganzen sind seine Gedichtsammlungen, das 1032 erschienene griechische Spiel »Sieben gegen The-beim*. endlich 1935 das »Öplel von den deutschen Ahnen«, die Überwindung des B^i- hn (ianzcn ist Strauü und Krauü ein A\ei- j ^on durch Tilgung des Fluches schlechten stcrwerk KehniJicn, das zwar \venij;er von ' Erbos nnd Vornnkprung des guten Erben. rier Inspiration des musikalischen Einfallt als von dem wahrhaft grandiosen Verarbei-tmnrs^eschick eines virtuos belicrrschtcn und aus den r.rfahrun«en eines ialir/.chnte-Ijiijcen Schaffens schöpfenden Handwerks lebt: aber mit seinen liolien Ansprüchen an das Mitdenken der Zuschauer und mit dem Kcistigeii Kan« seiner scbillertiden Ironie ist das Capriccio« berufen, seine Ausnahnic-stellting auf dein nnisikalischen Tlieater ein-/uneiimen: ein artistischer Leckerbissen für l'einschiiiecker der Opernbüline! Johannes Jacobi I- (IrtindiinK einer VereiniKimK der europäischen l'rheherrechts-Gcsoilschaftcii. In j^criin fand in diesen Taycn eine Arbeitsta-der europaisciien Urheherreclitsnesell-schafteii .statt. Nel)cn den deut>chen Urlieber-reehtsorKunisationen waren die (icsellscluif-tcn von Italien, h'innlaiid, N'orwcvicn. r>äne- Tiefer Verwurzelung mit Volk und Heimat entstammt die Hernusgahe des »Hrus- und Volk.sbuehs deutpohpr Erzähluntjen«, d'e Erzöhlungen und Märchen »Dnnauwelb-chen«, das Büchlein »Adolf Stifter« imd. 1041, eine Dichtung, durchweht von der Luft -stelrlscher Wälder, In der er die Heimat gestalten darf mit dem Recht dessen, der er sie gestaltet wJe sie war, wie sie Ist und iiesclilossen, Sic wird sclioii wälirend des Krieges ein Instrument der praktisclien Zusammenarbeit bilden und einen engeren Zn-sununenaMilnH der europaisciien (lesellschaf-teii ernu'iuliclien. Die neu trcKriindete Ver-eini^mni hat ihren Sitz in lierlin und wird in jährlichen Arbeitstanninjen alle ihre Mitglieder betreffenden h'raRcn behandehi. Zum Präsidenten wurde für die Zelt bis zur nJichsten Arbeitstasunj: Staatsrat (Morgio mark. Iicl«ien. I'iankreich, Niederlande. |(Italien) ernannt. Schweden und der Schwei/, durcli Delegierte j + f:hriiiie Alfred CuUniaiins. AnlaOlich des vertreten. Den Hescliitissen der Arbeitsta.uung 2,Süj;ilirigen liestehens der Akademie der bil-stiiinnten weiter die (lesellscliaftcn von Sini-' denden Künste in Wien hat das Professoren-tiicri. K'iiniänicn und l'iigarn zu. Auf der I'a-, kolleRiuin den in (iraz geliorenen Professor gun« \vi»rde die (iriindutii; einer Vereinigung | Alfred Coliniatni. Träger der Cioethe-Medaiile. der curopäisclien l.'rhelierrechtsgesellscliaften zum füireiimitgiied ertiuiuit. DIE SCHULD 2 INGE' TOLMAIN ROMAN VON M. BERGEMANN t'rhfbrr-RceliUschulz: Hrci Oiicllcn Vt;rlaK, Ki'niübrück Eine schldnkgewachsene juntie Dame in Pinea blduiichschlnimornden Nerzmantel qe-hiilU, fjlitt soeben durch die Drehtür hoiein und trdt zur „Rezeption", wo sie sehr zuvorkommend begrüßt wurde und einen ganzen Parken Briefe ausgehändigt bekam. Die einreinen Postsachen durchblätternd, stieg sie langsam die teppichbelegte Treppe hinauf. Auf dem obersten Treppenabsatz blieb sie rinige Sekunden lang stehen. Mailing, der keinen Blick von ihr wandte, iah, wie sie ein kleines, gelbes Kuvert aus der Briefmenge hervorzog und itaunend be-trarbtete. Dann, als habe sie es plötzlich «ehr eilig, kehrte sie wieder in die Halle zurück und setzte sich an einen leeren Tisch dicht unter der Treppe. Er gewahrte dout-hch, wie ihre Finger zitterten, als sie mit nngestümer Hast den nplbea Umschlag aufriß. Inge Tolmain, nicht ahnend, vr)n wem sie in dieser glücklichsten und zugleich bitlernen Stunde ihres Lebens beobachtet winde, if hlug mit bebenden Händen den säuberlich xusammengefalteten Briefbogen auseinander, Stelle Buchstaben einer noch ungeübten >Cindrrhand traten In ihr Blickfeld und nahmen ihr fast dfn Atem. Mit einer offonsicht-lichen Spannung ohnegleichen — als befände sie sich ganz allein In rier Hotelhalle — rrlen ihre Augen über das Cifsrhriobene. ..Mein« geliebte Muttil lU-ulo an meinena achten Geburtstag habe ich nur den einen Wunsch, Dich recht bald in meine Arme schließen zu könnon. Komm endlich 7u uns zurückl Komm! Komml Tante Else, die neben mir auf dem Bettrand sitzt, sagte mir, daß Dn Jet/t wieder bei uns in Deutschland bist und daß auch Papa Dich bitten will, endlich heimzukommen. Liebste Mutti, Ich war sehr lange krank vor Sehnsucht nach Dir. Aber jetzt, nachdem ich weiß, daß auch Papa Dich gebeten hnt, nach Hause zu kommen, wird es von Tag zu Tag besser. Schreib mir, wann Du in Bremen eintriffst, damit ich Dich von der Bahn nb-holen kann. Du brauchst nicht zu befürchten, daß ich Dich vielleicht nicht wiedererkenne, nach der langen, langen Trennung. Ich hübe ja Dein Bild auf meinem Nachttisch stehen und würde Dich aus tausend anderen Müttern herausfinden. Deine Inga." Inge Tolmain saß tief vorübergoneigt, als sie las. Obwohl die einzelnen Sätze ihr das wunde Herz zerfleischten, las sie doch Wort für Wort, bis das Schreiben ihren zitlornden Händen entglitt. Ihr Antlitz hatte alle I-aibe verloren und war kalkweiß. Ihre klaren, braunen Augen standen weit offen und ihre blutleeren Lippen zuckten, ohne daß sie auch rur den Hauch eines Lautes von sich gaben. Dann gewahrte die junge Frau plötzlich die neugierigen Blicke einiger Menschen, Das brachte sie zur Besinnung, Den Brief vom Tisch aulraffend, stürzte sie die Treppe hinauf In Ihre Wohnung, wo sie auf das Bett niedersank nnd in bittere. Tränen aus-biach. Dadurch löste sich Ihre Spannung und sie empfand Erleichterung. Sich zusammenneh- wle sie Immer sein wird: »Stelriücher Lobgesang«. Fein gewählt waren die Proben, die der Vortragende uns aua dem reichen dichterischen Schaffen Max Mells gab. Gedichte, naturnah wie »Stadt auf dem Hügel«, »Dachstein von Aussee«, tiefempfunden die »Heimat« oder »Der milda Herbst anno 45«, In uns, die wir der Gnade eines sonnentrunkenen, fruchtachweren Herbstes teilhaftig sind, ein freudiges Mitschwingen wachrufend. Mythisch klang die Geschichte vom »Verzauberten«, In kindlicher Heiterkeit die Erzählung aua dem »Donauweibchen«, In die der Dichter eine köstliche Episode aus seinen Kindheitstagen einkleidet. Beglückend nahe kam uns der Dichter mit seinem Abschnitt aus d«i »Stelrlschen Landschaften« seines »Stelrlschen Lobgesangea«: »Weinland«. Jedes seiner'Worte klingt aus In einem »Habe Dank« an das stille Land der Robengftrten. In liebevoller Breite versenkt er sich in die Landschaft der vielgestaltigen Hügelwelt, In die Arbelt des Weinbauern, die die mühseligste und zugleich die freudigste Ist, denn: wo der Wein Ist, ist die Welt, und: die Traube Ist die Wiege für die Lust der Welt.,. Starker Beifall dankte Dr. Endres für seinen in schön gewählten Worten gebrachten Vortrag, Dem Dichter aber, der uns In so vorbildlicher Art nahegebracht wurde, rufen wir aus der Ferne unsere herzlich gefühlten Wünsche zu und frrüßen Ihn mit ael-nen eigenen Worten: »Aua dem wag dem Volke heilig Ist, wächst Ihm das aehönate unvergtingllche Blühen, und die Dichter, die Künatler alnd es, die dieses Blühen zu walten haben und die Blüten austeilen.« Marlanne von Vesteneck tBtick nach iuidosttH 0. Autobahn Budapest—Clausenburg. Der ungarische Handels- und Industrietninister Varga besichtigte das jetzt fertiggestellte Verbindungsstück zwischen der Autottrude Budapest—Dehreczin und der Autostraße Groß-wardein—Clausenburg. Das rund 40 km lange Verbindungsstück durchquert das ehemalige ungarisch-rumänische Grenzgebiet bei üroßyvardeini von wo aus die Rumänen seinerzeit die große Autostraße nach Bukarest über Clausenburg hauten. Die Fertigstellung der jetzt In Verkehr genommenen Verbindungsstraße ermöglicht einen ungehinderten Kraftwagenverkehr zwischen der ungarischen Hauptstadt und der siehenbürgischen Hauptstadt Clausenburg auf einer durchwegs erstklassigen KunM^traße. o. Rumäniens Slaatssekrelär für die Juden* beseitigung. Die organisatorische Verwaltung der Judenfrage in Rumänien hat eine wesentliche Änderung erfahren. Sie lag bisher in den Händen von nicht weniger als vier Instanzen, der »Judejentrale«, des Romanisierungsam-tes, des Arbeitsministeriums und des Qenerai-stabes. Nunmehr ist ein besonderes Büro im Ministerpräsidium eingerichtet worden, das die gesamte Organisation der Judenangelcgen-heiten zentral verwalten soll. Zum Leiter dieses Büro» wurde Dr. Lecca, der bisher schon die »Judenzentrale« verwaltete, bestimmt, und zwar mit dem Titel eines Kommissars im Range eines Staatssekretärs. 0. ü>owakl8ches Frontkimpferabzeichen. Nach einem Armeebefehl de» Wrteidigungs-ministers General Calos haben die Frontkämpfer da» Recht erhalten, am Zivilanzug ein Abzeichen zu tragen, das die Militärver-waltung au.sgibt. Es soll die slowakische Öffentlichkeit darüber belehren, daß der Träger des Abzeichens das Recht besitzt, afs verdienstvoller Kämpfer für die Freiheit und Selbständigkeit des Staates geachtet und ^uch danach behandelt zu werden. Grazer Konzertleben Mozarteum-Quartett — Muzlo Glovagnoli — Norbert Hofmann Daß auch das diesjährige Konzert dei Mozarteum-Quartettes, (Georg Stelner, Christa Richter, Kurt Schäffer, Georg Welgl) einen besonderen Platz Im Veranatal tungspro-gramm dea Muslkverelnea für Steiermark einnehmen würde, war vorauszusehen. Aus dem schönen Programm (Haydn-Schumann) Ist noch hervorzuheben ein Streichquartett In c, op, 10, von Friedrich Reidlnger Wien, der In der künstlerischen Nachfolge seines großen Lehrer« Franz Schmidt mit diesem Werk einen neuen Beweis seiner Berufung erbracht hat. Im Saal der Kameradschaft Stelrlscher Künstler und Kunstfreunde, die gemeinsam mit dem Institute Dante Alighieri für den Konzertabend des Römischen Tenors ifufelo Glovagnoli zeichnete, wurde dem »Belcanto« von einer hierzu prädestinierten Kehle gehuldigt. Muzlo Glovagnoli sang mit Verve und schöner Empfindung Arien von deutschen imd Italienischen Meistern, darunter Gluck, Hllndel, Mozart, Glordanl, Plcclnl Davico, Wolf-Ferrari \md Tocchl, mit Jener südländischen Dellkatesse, die an sich schon der Italienischen Sprache eignet. Am Flügel waltete ein zweiter Römer, Alberto Barberls rlf^' vortrefflicher Begleiter, doch hatten wir Gelegenheit, Barberis als bravourösen Kla-vlcrlsten kennenzulernen, der zwei Toccaten (Scarlattl und Casella) mit Impetuosem Draufgängertum spielte. Im ersten Orchesterkonzert des Stelrlschen Mu.slkschulwerkes unter der Leitung von Professor Felix Oberborbeck verab'-chledete ' Eich der Leiter der Melaterklasse für Violine. Norbert Hofmann, der Graz mit Berlin vertauscht, um einem Ruf an das erste Pult des Berliner Staatsopemorcheater« Folge «u leisten. Hofmanns hohe gelgorlsche Qualitäten finden mit dieser Berufung ihre verdiente Würdigung und so war es allen Anwesenden auch eine besondere Freude, dem Künstler noch einmal zum Abschied im Konzertsaal zu begegnen. Im Violinkonzert von J. S. Bach in E-dur kam der klassische Violinist Hofmann zu Worte, dessen feinausgewogene Tongebung aua diesmal bestach. In einer Suite für Violine und Kammerorchester, Werk 41, von Karl Schäfer, die zum erstenmal In Graa erklang, wurde ein neues Werk zu Gehör gebracht, dessen musikalische Substanz von erfreulichem Reichtum In der melodischen Erfindung zeigte, aber auch ein starkes musikantisches Temperament offenbarte, das Norbert Hofmann vor allem mit seiner Geige vollplastlsch herauszustellen wußte. Aber auch das Orchester, dessen Funktion zum ebenbürtigen Partner erhoben war, leistet® unter Professor Oberborbecks Leitung Erstaunliches, so daß eine Aufführung zustande kam, die ein Ehrenblatt dea Gemeln-3chaftßc>rchesters des Stelrlschen Musik-schulwerkes genannt werden darf. Mit Mozarts Violinkonzert D-dur, Köchelverzeichnis Nr. 218, klang der Abend aus. In einer Art von Zusammenfassung aller felgerl-schen Tugenden konnte hier Norbert Hofmann noch einmal sein ganzes Können erweisen. Es gab minutenlangen Jubel am Ende und die Aufforderung bald wiederzukommen. Wir aber wünschen dem Künstler alles Gute auf seinem Weg! Kurt Hlldebrand Matzak mend, stand sie auf und sah nach der Uhr. Es war jetzt fünf Minuten vor acht. Um einhalb neun Uhr mußte sie drüben im Kurhaussaal erscheinen. Nein nein, schrie es In Ihr auf. Es ging nicht! Es war ein unmögliches Verlangen! Sie konnte heule nicht vor die vielen Mensrhen hintreten, um sie mit jauchzender Stimme zu begeistern, während ihr Herz vor Weh blutete! Ein steter Schmerz hämmerte in ihrem Hinterkopf. Sie fühlte sich verlassen und einsam. Grauenhaft einsam. Eine Empfindung, die sie an ihre Jugendjahre erinnerte, als sie an einem warmen Frühlingsmorgen ihren Vater tot aufgefunden hatte, Sie schauderte unwillkürlich. Ihre Augen brannten vor Srhmerz. Sie trat an den TollettentiBch, um die Stirn mit einer kühlenden Flüssigkeit zu benetzen. Als sie aber in den Spiegel schaute, schrak sie heftig zusammen. Im nächsten Augtmblick fuhr sie jäh herum. In der Tür, die zum Salon führte, stand ein Mann! Er war von kleiner, untersetzter Gestalt, in dunklem Mantel und hellem Hut, den er in der Hand hielt. Sein tiefschwarzes Haar, das wie öl glänzte, war sorgfältig zurückgekämmt und legte an seiner rechten Stirnselte eine Nnrbe frei, die im Schein der Deckenbeleuchtung wie ein rotes Kainsmal iussah. „Wie kommen Sie — -- d'i, Horje?!" Ih'e Augen weiteten sich zu jShem Entsetzen. Den Brief Ihres Kindes ergreifend, wich sie einige Schritte zurück, bis ihre Hand die auf dem Toilettentisch liegende Handtasche berührte. „Du wagst es, mir noch elnmiil un'or die Augen zu kommen!?" Ihre Auftrn blitzten ihn fcind'clig ai\. „Wenn flu n^-lu aiiQfn-blickllch gehst, schreie Ich um llilfol" Mailing machte eine verächtliche Handbewegung und trat etwas näher an den Tisch heian. „Ich hatte von meiner gefeierten Stiefschwester eigentlich einon i.Ttlcjren Empfang erwartet", sagte er ruhig. „Um so mehr, als wir uns über drei Jahre nicht gesehen haben. Oder hast du etwa angenommen, daß mich schon der Teufel geholt hätte?" Er lachte rauh. „Das Ist doch von jeher dein frommer Wunsch gewesen, nicht wahr?" Er machte eine kurze Pause und wartete auf eine Antwort. Als' sie schwieg, fuhr er spöttisch lächelnd fort: „Du scheinst noch genau so naiv zu sein wie vor drei Jahren. Verändert hast du dich nur insofern, als du noch bedeutend hübscher geworden bist, dort unten Im Süden. Du willsj also um Hilfe schreien, wenn dein Bruder dir einen Besuch abstattet? Bitte sehr, es steht dir völlig frei, das zu tun. Du hast doch hoffentlich nicht dslne Vergangenheit vergessen? Gewifl, drei Jahre sind eine lange Zelt, in der man vieles vergißt. Dashalb ist es vielleicht gut, dein Gedächtnis ein bißchen aufzufrischen." Er wehrte hastig ab, als sie den Mund öffnete, um zu antworten. „Nein nein, meine Liebe, mit solchen Mätzchen darfst du mir nicht kommen. Du solltest mich besser ^^ennen, um zu wissen, daß so etwas fkelnen Eindruck auf mich macht. Du bist lange genug durch unsere harte Schule gegangen und weißt deshalb sehr genau, daß du auf Tod und Verderben mit uns verbunden blstl" „Das wagst du gemeiner Lump mir ziv^sa-gcn — du — du — Mörder!" kam es stöh-iioad über ihre Lippen. Kummer 30C »Marburger Zeltung« 2, November 1942 Seite ci Aus Siadt und £atid F«lt»n(«tto Zuvanicht »Kein Volk der Erde hat heute mehr ürund als das deutsche, mit Vertrauen und feater Zuversicht in »eine Zukunft zu schauen.« Dr. Qoebbela So wahr et ist, daü der Krieg harte und achwere Opfer von una allen fordert, so wahr Ist es andereraoita, daß in una die Gewißheit dea Siegea mit Jedem Jahre des Krieges unerichUtterlicher und fester gegründet wurde. In demaalben Maße, in dem «wir selber gläubigaa Vertrauen und felsanfest« Zuver-flicht haben und in dem Olauben an den Führer, an das Reich und unaera. eigene Kraft atttrkar und härter wurden, dürfen wir ständig vertrauensvoller und zuversichtlicher In die Zukunft achauen. Wir aind an äußeren Kräften ao stark, wie wir von inneren Kräften erfüllt aind — und an inneren Kräften hat uns der Nationalsozialismus ala Idee, hat una die geistige deutsche Erneuerung durch den Führer und seine Bewegung In unausAprechlicher Weise bereichert; an äußeren Kräften aber hat una der MaUonalaozialiamua ala Tatprogramin. als Quelle einer unbändigen Energie und vttlki-achen llraftantlaltun|r, stark gemacht. Diese swiefacha Stärke, die innere und die äußere, di« morallaoha iin4 materielle, und alao dl« totale natlonalaoalaliatlaohe Mobi-llaatlon aller Kräfta unaerea Volkaa, die unB vor kuraem erst in hlatorlsoher QUltlgkelt der Führer und der Relchamarachall in ihren Reden vor Augen führten, l«t ea, aua der wir diesen Krieg bestehen und unsere große Bewährung erbringen. Dlefie totale Stärke* ist der feste und unerschütterliche Grund un-serea Vertrauens und unserer festen Zuversicht, mit der wir ala Volk der Getreuen über den großen Tag dfes ^eges hinaus in die deutsche Zukunft schauen! Jugend hüben und drüben ^tols« Irfolge d«t J«ge«dkQf« im Stalriachan HH«a(bie4 Wiederholt haben die Amerikaner und Engländer bewiesen, daß sie das Soiiale vergessen, während sie mit sozialen Schlagworten um sich werfen, So schrieb kürzlich wie- diese Jugendlichen früher ebenfalls n«ch demokratischen Erziehungsreiepten artogen wurden. Diesen mußte ein fester Halt gegeben werden: sia stehen teilweise unter der der die «raerikaniicha Wochenschrift „Time" Schutzaufsicht ihrer gaschultea Helfer (B6), in einem „Kinder ohne Moral" betitalten i teilweise wurden sie In Fürsorgeerziehung Aufsatz über das zunehmende Verbrechertum) genommen (56) und in den Heimen der Volks-unter den Jugendlichen der Vereinigten Staa* Wohlfahrt untergebracht. Von der Danniehrerschiile Bbensleld Schon seit Juli dieses Jahres werden im Bann Pettau regelmäßig Jungen und Pimpfe in dar Bannführerschule Ebansfeld zu Führern ausgebildet. In dam landschaftlich *.ch6n gelegenem Schloß bekommen Jungen, die durch Strammheit und saubere innere Haltung Führereigenschaften zeigen, die Grundlagen, die ein Führer der Deutschen Jugend besitzen muß, um seinen Jungen Vorbild sein za können. Sie werden hier weltanschaulich ausgerichtet und erhalten Kenntnis von der Ver-qangenhait des deutschen Volkes, von der Bewegung Adolf Hitlers un'd vom Ringen, in riem sich unser Volk Jetzt gerade befindet. Auch sportlich werde^ sie zu Härte und Einsatzbereitschaft erzogen, besonderer Werl aber wird auf die Bildung des Charakters gelegt. Stramme, gerade, kurz deutsche Jungen verlassen nach 10 Tagen die Führerschule, um nun als D. J.-Führer selbst vor eine Em-heit gestellt zu werden. In der Zeit von Juli bis Oktober 1942 wurden insgesamt acht Lehr-(jänge an der Bannführerschule Bbensfeld durchgeführt. 339 D. J.- und J. V.-Führer wurden in dieser Zeit geschult. m UeburtRtaf; eine:» verdienten Wln-dischlandsbergers. Bei bester Gesundheit feierte der Hutmachcr i.nd l duc wirt Josef Pe-iJTiell ans Wind scblat c<5terg vor einigen Tagen seinen 80. C(hiiitstag. Der Jubilar zählt lu den ältesten Bin gern des Marktes. l\r war Mitbegründer der Ortsfeuerwehr vor mehr als 50 Jahren untl deren erster Hauptmann, Pelernell nokaniite sich stets offen und iinerschrocket» zi.m Dci i?chtum und wirkte al» dfSHen Voricämpfer beispielgebend. ten, die eine bedenkliche Sittenlockerung und daß ein Andauern der gegenwärtigen Zu* stände eine beängstigende moralische Zer-j rüttung erwarten lasse. I Wenn dessen ungeachtet Frau Roosevelt j über den großen Teich fuhr, um als Ssch-I verständige in Jugendangelegenhelten die Briten zu beglücken, so kann man sich ein Bild darüber machen, wie es mit der englischen Jugend bestellt sein muß, wenn Ihre Rezepte eine Besserung bringen sollen, die selbst in ihrem Ursprungsland versagten. Was wir also drüben sehen, ist Lippensozia* lismus, der mit der Wirklichkeit nur soviel zu tun hat, als er deren Trostlosigkeit verbergen soll. Dieser Zwecktünche steht unser Sozialismus der Tat gegenüber! ohne Versprechungen wird verwirklicht, was *ls nötig und richtig erkannt worden Ist. Wir sehen das am besten In der Unterstelerinnrk, In der, nebst vielem anderen, die Jugend-hllfa des Amtes Volkswohlfahrt im Stelri-schen Heimatbund inmitten des größten Ringens der Weltgeschichte aufgebaut wurde und seit der kursen Zelt ihres Besteheifs Fortschritte erzielte, wie ila nur bei unbedingter Hilfs- und Blnsatibereltschaft erreicht werden können. So wurden In knapp 2 Monaten 413 pflegebedürftige Kinder ermittelt, auf einwandfreien Pflegeplätsen untergebracht und laufend von Helfern beaufsichtigt, so daß Ihr geistiget und körperliches Fortkommen nunmehr gesichert erseneint. Gewiß gibt ei auch bei uns MindtrJAhrige, deren sittliche Haltung nicht elnwandfrai ist. Das wird weiter niemanden wundern, d« Ja Gegen eine geringe Anzahl hatten die Jugendgerichte Strafverfahren eingeleitet) die Jugendgerlchtihilfe des Amtes Volkswohlfahrt hat sich ihrer Vertretung angelegensein lassen und zur Klärung ihrer Verhältnisse wesentlich beigetragen. Neben sonstigen Maßnahmen an Jugendlichen haben sich die Erzieher in mehreren schwierigen Erzlehungsfällen durch die Erziehungsberatung der Volkswohlfahrt Hilfe und Auskunft geholt, so daß auch diese Fälle zum Vorteil der Minderjährigen bewältigt werden können. Nachdem sich Schäden früheren Ursprungs auch gesundheitlich nachteilig auswirkten, gab es genug Kinder, die neben anderer Betreuung in hohem Grade auch auf Erholung angewiesen waren. Als solche hatten ärztliche Untersuchungen ao 1328 Kindern stattgefunden) sie wurden Im Rahmen der Kin-derlandverschlckung größtenteils gesundheitlich wieder hergestellt. Dies geschach nuQ bei uns im nationalsozialistischen Deutschland und geschieht ausnahmslos für Jedes Kind, das einer Betreuung bedürftig ist, Dia reichen Demokratien dagegen haben bisher ffir die Jugend nur elna beachtliche Maßnahme getroffen: die „oberen Zehntausend" des kriegsgefährdeten Bngland schickten Ihra ^rößllnge bei Kriegsausbruch in dia USA, Für die Kimler der breiten Masse hatte man keinen Schiffsraum übrlgi als Entschädigung dafflr erhalten deren Bitern, wie im ersten Weltkrieg, Versprechungen. Sebastian Weiß Rosnrtvsrmsfaltongsn in Oonsbili. nnd Rad Den Wünschen der kunstfreudigen Volksgenossen Rechnung tragend, wird vom Stei-rischen Heimatbund am 5. November in Go-nobitz erstmalig ein Konzertabend und am 6. November in Rast ein Solisten-Konzert durchgeführt. Ausführende des Konzertabends in Gonoblts sind das Grazer Frauen-Streichquartett unter Leitung von Lotte Krisper Lei-pert, Dr. Otto Stern, Tenor, und Franz Theodor Kaufmann am Flügel. Den Solisten-Abend In Rast bestreiten Lotte Krisper Lelpert, Violine, Dr. Otto Stern, Tenor und Prof. Kaufmann, Klavier. Am Programm stehen Werke und Lieder von Schubert, Haydn, Mozart. Dwofak, Verdi, Puccinl, Joh, Strauß, Lehar, Gauby und anderen. m, rode*fäIle. Im Marburger Krankenhaus starben der 46jährige Privatbeamte Florian Bender aus der Berggasae 4 in Marburg und die 19jährige Sophie Oman aus der Unter-rotwelnerstraße 27 in Marburg. — In der Oe-richtshofgasse 11 in Marburg ist der 37jäh-rige Schlosser Emil Toplak verschieden. — In Garns bei Marburg ist die Private Juliana Delgosch, geb. Fällig, im hohen Alter von 90 Jahren gestorben. —• Der 59jährige Reichsbahnbeamte i. R. Martin Essich aus der Dammgasse 34 in Marburg erlag an den Folgen eines Fahrradsturzes, — In Feistritz verschied unerwartet der Dipl. Ing. Viktor Ritter von Ziernfeld. — In Marburg ist ferner der Beamte der Sozialversicherung Viktor I Swetel gestorben. m. Volktbawegung In Marburg. Dlt/zweite Oktoherhftlfte brachte In Marburg 28 Zivil-trauungen. Beim Standesamt angemeldet wurden lOÄ Geburten (vorletzt M), hlevon 54 Knaben (vorletzt 42) und ebensoviele Mädchen (vorletzt 43), Sterbefälle waren .°>4 (vorletzt 25), hlevon 36 männliche (vorletzt 17) und 18'wolbHche (vorletzt 8). Vortragsabende in HohesnaoiHs. Psbisa nal IsMii Wie wta||rkon beriehtatan, lyrlckt Wate, Montag, 2. November, Feldwebel Böckl in der Ortsgruppe Hohenmautlien über Fronterlebnisse an der Nordafrikafrool Der Yot-tragcnde, der selbst an dieser Front klBpfti. wird die Zuhörer an Hand lahlreicher Lichtbilder in das Kriegsgeichohen in Nordafrika einführen und das Leben mit den dortigen Eingeborenen schildern. Dor Vortrag wird am 3. November in der Ortsgruppe Pulsg^u und am 4. November in der Ortsgruppe Zul-nltz wiederholt werden. m. Das Jagdgewehr ist kein Spielieug. Dej* len vorhin fldber gut aufgepaßt und eben noch beaser aufgeschlagen!« »Waa heißt hier augeachaut?« antwortet ein wenig heftiger atmend der Hauptmann. »Gelernt hab' Ich daa! Hab' ala kleiner Lehrbub drei Jahre vor dem AmlMfl gestanden und bin wahrhaftig keinen Augenblick achont worden. Wenn Ich jetat ein wenig pusten muß, kommt ea nur daher, daß nun es nicht mehr gewohnt ist.« So mit recht guten Augen schaut der Schirrmelater den Hauptmann an und sagt bedächtig: »Schade, Herr Hauptmann, daS Sie nicht beim Handwerk geblieben sind. Au« Ihnen wäre bestimmt etwaa geworden in unserem Beruf!« Otto Kreuzfeldt Me nVIsiteiikart«*' Beelhoven, d<;r In seinem kompoailoi.<< sehen Schaffen von äußerster Oenauigkt'it und auch in Geldsaclien stets von gi^Oler Gewissenhaftigkeit war, nahm es mit häuslichen Ordnung nicht allzu genau. Besonders in seinen letzten Letensjahreti drückle er lieber b«'ide Auffeji zu, ehe er sich mU kleinen ÄuOcrliühKeiten heimm-« ürgorl«. Eines Ta^s kam ein I^und lu B*^tho-. ven, (l»r den Nfeisler Jedoch nicht daheim antraf. Man führte Ihn in B^'tho-ven» Arbeitszimmer, wo er auf telne Hück-kelir warten wollte. Mit Mißfallen sali der Freund, daß hier auf allen Möbeln Staub lag. Und er konnte ilch nicht enthalten, aur den geschk)s.s«>uen Deckel des Flüflrls (las Wort „Schwein" in die Staubsch^ht zu schreiben. Dann ging er, als Freund noch Immer nicht kam, fort. Am nficfhsten Tage .kam er wieder. Diesmal war Ueethown ila. ,/iul, daß Ich» dich treffe", sa((te der Freund, „ich war rtbri(|cn« schon gestern hier". „Ich weiß", nickte der Meister, „fcH hal>e ia deine Visitenkarte auf Flügel gefunden r Seite ö »Martnrrger Zething« 2. November 1942 ReickerTrs^lwiisegeii nach altem Brauch eingeholt Böllerschüsse künden den Beginn des Winzerfestes Rebenumrankt Ist die steirische Kreisstadt Dcutschlandsberg:, schwer trujjcn in diesem Jahre die alten Rebstöcke an der reichen Frucht, die kürzlich nach altem Brauch ein-geiiolt wurde. Was für ein Kcschäftiges Leben wickelte sich in diesen Tajten ab. Und als die Mühen der Arbeit vorüber waren, da gab das rrohe Volk der Winzer mit einem Winzerfest nach altem Brauch den Schluß tkkord der diesjährigen Weinlese. Bunt war der Festzug, der sich nach den Ständkonzerten der HollenegKer-Kapelle und der Lankowitzer Bergmannskapelle vom Rathausplatz nach der Jahnwiese in Bewegunu se'tzte und von einer großen Zahl von Volksgenossen, die aus der näheren und weiteren Umgebung herbeigeströmt waren, begleitet wurde, die gekommen Waren, um an »diesem traditionellen stcirisclien Heimatfest teilzunehmen. Voran ein Reitertrupp mit dem Hoheitszeichen. bewegte sich der Winzerzug durch die Stadt zum Festplatz. Den Ehrenzeichen der Deutschen Jägerschaft mit den hrstorischen Khrenscheiben der Schützen folgten die Jäger und die Jagdwagen mit erlegtem Hoch-und Niederwild. Die »Habergeiß«, Zeichen alten Brauchtums wurde von schönen Mäd-chcn im Zuge mitgeführt. Dem Sijmbol des Reichsnährstandes schloß sich dann die große Reine der Festwa^en der Kreisbauernschaft und der Ortsbauernschaften an. Der »Weingarten«, den die Hollenegger mitführten, war ein kleines Meisterstück des Wagenschmucks. Leibenfeld zeigte auf seinem Qefährt die Binderei. Den schmucken Sulzer-Mädeln lol^e ein rollendes Winzerhaus, in dem es durchaus nicht still zuging, sondern mancher gute Tropfen die Kehle passierte. Burgeggs Wagen mit dem Buschenschank war gleichfalls ein kleines Meisterwerk der Festwagengestaltung. Bosenbach führte gleich einen ganzen Weinkeller mit, die Gemeinde WiJd-bach, die »Maisgemeinde«, zeigte in einem schönen Wagen sein Hauptprodukt während Deutschlandsberg symbolisch die Burgegger Windmühle auf dem Festwagen mit sich führte. Froh und bunt war der Zug und die strahlenden Gesichter der Wagenbegleiter aber auch der unübersehbaren Volksmenge, die immer wieder diesem Zug zujubelte, trugen tiefe Festesstimmcng in sich. Steirische Tanzgruppen und der prachtvolle Erntewagen mit einer mächtigen Erntekrone bildeten den Schluß dieses Festzuges. Unverfälscht spiegelten die mitgeführten Festwagen stei-riscbes Volksbrauchtum wieder. In der Bewertung der schönsten Festwagen erhielt die Ortsbauernschaft Bösenbach (Weinkeller) ein Ölgemälde als ersten Preis und die Ortsbauemschaft Wildbach (Maiswagen) ein AquareU als zweiten Preis zuerkannt. f Auf der Jahnwiese herrschte bald frohes Treiben, bei dem so recht der Gemeinschaftsgedanke zum Ausdruck kam. Abwechselnd spielten die beiden Kapellen flotte Weisen. BDM und Turnerinnen führten steirische Reigentänze auf und eine Jugendtanzgruppe erfreute die Festbesucher durch altsteirische Tänze, Schuhplattler und den Bandltanz. Der Deutschlandsberger Männergesangverein und die Hauptschüler und Hauptschülerinnen brachten flotte Steirerlieder zu (jehör. Auch auf dem Schießstand und bei der Keglbahn sowie beim Reitbaum herrschte Hochbetrieb. Aus zwei Feldküchen wurde Wildgulasch verabreicht und beim Getränkestand gab es Bier und guten Birnmost, dessen Ertrag dem WHW zugute kam. Zum Abschluß des Festes richtete Gaupropagandaleiter Fischer an alle Volksgenossen einige Worte, in welchen er betonte, daß das Fest alle kulturellen Ansprüche erfüllt hätte. Ganz besonders aber habe das Landvolk in mühevoller Arbeit sein Bestes zum Gelingen beigetragen. In seinem Danke an den Kreisleiter Dr. Suette und Ortsgruppenleiter Schalk schloß sich das »Sieg Heil« an den Führer an. Ortsgruppenleiter Schalk nahm anschließend die Preisverteilung vor, in welche er seinen Dank einschloß. Die Klänge des Festes sind verrauscht — was noch lange nachklin- gen wird, ist die Gewißheit, daß mit dieser einzigartigen Großveranstaltung altem Volksund Brauchtum der Weg wieder geebnet wurde und daß auch dieses Winzerfest dazu beitragen wird, daß sich In Zukunft Jahr für Jahr dieser klare Quell alten Brauchtums sich neu ergießt und wir seine besten Hüter sein wollen. I ^ ■<' i f " i''VV'"' - ^ fr ^ Die NHabe^gelll" üuniUen lachender Mädchen /VVVWVVVVVVVVWVVVVVV¥WyVVVVWVVVVVVVVVVVVV\VV*AAAAA/wAjrVWVVVVVVVVVV»\%VVVVVVVV\VVVVVVVVVVVV\WWVVVVVVyVVVVVVWV^^ Treuhänder der Petlauer Weinbauern Hier Ist der Weinbau eine Wissenschaft — Aus der GeneralversammlunK der Keliereige- nossenschait In den Räumen der Kellereigenessenschaft Pettau herschte am Samstagnachmittag lebhaftes Treiben. Betriebsleiter Wratschko hatte die Genossenschaftsmitglleder zu einer Weinkost geladen und die Weinbauern konnten sich durchwegs überzeugen, daß ihre Produkte bei der Qenessensohaft in besten Hängen liegen und Spitzenerzeugnisse hervorgebracht Werden. Es waren lauter »Zünftige« anwesend. Weinfachleute, denen wohl kein noch so ge-finkelter Wirt ein Wein X für ein Wein U wird vormachen können! In diesem Falle nun war die Genossenschaft der Wirt, der seinen Gästen, den Mitgliedern mit seiner Weinkest bewies, daß der Ruf des Kelleser Weines wohl begründet ist, vor allem aber ven der (jenossenschaft behütet und verbreitet wird. Es gab aber auch — von dem einfachen Tischwein angefangen, bis zu den Auslesen — nur hervorragende Sorten. Denn in der Keiles und im Pettauer Kreis, da wächst nichts Schlechtes! Und daß die Behandlung der Weine ihrer Mitglieder durch die Genossenschaft iliervorragend fachgemäB durchgeführt wird, kennte jeder selbst verkosten. Da kennte man se die richtigen Weinkenner beobachten, die von dem »Laien« sofort abstechen, die ihr GlärH Niederlagen Im Meisterschaft«Wettbewerb — Roeeiithal an der Spitze der Gruppe B Die sonntägig« Spielrunde der stetriBchen Fußballmeiaterschaft stand unter einem Un-glücksstem für die uniersteirischen Titelanwärter. Den schwersten Stand hatte Rapld-Mar- burg in Rosenthal, wo es um di$ Spitzenposition in der Gruppe B der steirischen Gauklaase ging. Die Rosenthaler holten die»-nml allej aus sich heraus und gewannen das wichtige «Spiel mit 4:2 (3:1) Toren. Die Abteilung Reichsbahn der Marburger Sportgenfeinschaft trat auf Grazer Boden gegen den Grazer SC an und unterlag diesem trotz großer Aufopferung mit 1:2 (0:1). Die SG Clin weilte am Sonntag in Leib-nitz und mußte dort beide Zähler nach dem 3:2 (0:0)-Verlust des Spieles der TuS Leibnitz überlassen. ' Der SC Kapfenberg befestigte seine Spitzenposition mit einem 4:1 (2:1)-Sieg über den LÄV Zeltweg und die Grazer Reichsbahner schlugen,Puch-Graz mit 2:0 (1:0). Der Boxsport marschiert im Unterland Ereignisreicher Faustkampfabend in Marburg — Die erste BoxstiHel in der Untersteiermark gegründet Weit über tausend begeisterte Zuschauer (Bruck) und Deutschmanrt (Leoben) im Flie-erlebten am Samstag im Marburger Heimat- genpewicht; nach lebhaften Schlagwechsel bundsaal einen ereignisreichen Faustkampf- wurde Deutschmann sicherer Punktesieger, abend, dem nicht nur in sportlicher, sondern , Viel Farbe hatte der folgende Bantamge-umso mehr noch in propagandistischer Hin-: wichtskampf zwischen Kaschl (Bruck) jnd sieht höchste Bedeutung zukam. Man sah m. Holweg (Zeitweg), der auch ein gerechtes einer wcchselvollen, zeitweise mitreißenden | Unentschieden brachte, wiewohl gerade Hol-Kampffolge ausgezeichneten Sport, der nun weg, der an den beiden letzten Tagen zwei auch die untersteirischen Sportkameradeu schwere Kämpfe zu bestehen hatte, in techrestlos in seinen Bann zwang. Die Begpiste-, nischer Hinsicht blendende Form aufzeigte, rung für das Boxen wurde auch sofort in die * Krammer (Bruck) und Hell (Zeltweg) waren Tat umgesetzt, denn schon am Abend wurd»; die Gegner im Federgewicht. Krammer wurde die Gründung einer Boxahteilung im Rahmen der Marburger Sportgemeinschaft angekündigt und die Vielzahl der bereits einpelaufe-nen Anmeldungen zeigt, daß dieser Männersport im wahrsten Sinne des Wortes auch bei uns feste Wurzeln gefaßt hat. nach heftigstem Schlagahtausch überlegener Sieger. Nach Punkten siegte der Klagenfurter Serireich über den sich ausgezeichnet wehrenden Zeltweger Gößl. Der Kampf war voll an dramatischen Höhepunkten. Zu einem Sondererfolg brachte es der Mar- Neuer deutscher Fussballsleg Kroatien im Länderspiel mit 5:1 (2:0) Toren geschlagen Einleitend stellte Ringrichter Landecker, burger Faustkämpfer Gojßnig mit einem Nie (Leoben), der sich übrigens als umsichtiger derschl.'i.Tsieg über lendritschko (Leoben), Kampfleiter erwies, die junge Kämpferschar der den Kampf vorzeitig aufzugeben gezwun-vor und richtete an die stattliche Zuschauer-, gen war. Im zweiten Weltergewichtskampf menge einige aufschlußreiche Worte, in de-1 punktete W'.>ftschitsch aus Aßling den Klanen er den hohen sportlichen und vor allein genfurter Sarnig aus. Sarnig mußte mehrere erzieherischen und körperertüchtigenden Wert Male zu Boden utid war am Rande einer k.o.-des Boxens hervorhob. Nach einer Gedenk- [ Niederlage, doch setzte er, obgleich stark minute für alle gefallenen Sportkameraden j angeschlagen, den Kampf energisch fort, nahm das große Kampfgeschehen seinen An-, Reich an dramatischen Momenten war die fang. Den Auftakt machten Stermschek Begegnung zwischen Feldwebel Ratzky, der für Marburg startete,^ und dem Klagenfurter Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat dem Erfolg von Bern einen neuen Sieg angereiht. In der dritten Begegnung mit Kroatien wurde in Stuttgart die Mannschaft unserer tapferen Waffengefährten mit 5:1 (2:0) Toren besiegt. Es war ein fesselnder Kampf, in dem zwar die deutsche Elf nicht so aus pinem Guß wir vor wenigen Wochen gegen die Schweiz wirkte, aber doch zeitweise ihr nrnßes Können im hellsten Licht strahlen ließ. Die Stadt der Ausländsdeutschen nahm an dem 197. Länderspiel des deutschen Fußballsports regen Anteil. Die geräumige Adolf-Hiller-Kampfbahn war von 50 000 Zuschauern restlos gefüllt. Unter den Ehrengästen waren u. a. der kroatische Gesandte in Berlin, Dr. Alajbegovic, Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Ströhn und Deutschlands erfolgreichster Jaqdflieger Major Graf, zu bemerken. Beide Mannschaften stellten sich dem un-(larischen Schiedsrichter Palasti in den gemeldeten Aufstellungen. Der Spielführc der deutschen Mannschaft, Janes, erhielt vor seinem 70. Länderspiel ein Blumengebinde. Deutschland; Jahn, Janes, Adamldwicz, Kupfer, Rohda, Sing, Lehner, Walter, Wili-mowski, Urban, KUngler. Kroatien; Glaser, Brozovic, Duoac, Puksec,' Pavletic, Cajkowski,' Pllsche, Wölfl. Kacijan, Kode, Koketovic. Der kroatische Anstoß wird sofort abgefangen 6nd sofort ist die erste deutsche liAe erzwungen. Die deutschen Stürmer liegen lange im Angriff, doch war es erst Jaaes gelungen, aus einem Freistoß die Führung für die deutschen Farben zu erringen. Die Kroaten greifen daraufhin auch ihrerseits hefi'g an. Vier Minuten vor der Pause erwischt Walter das Leder mit dem Kopf und zielt es in die Torecke. Einen dritten Treffer, nach einem Zusammenstoß zwischen Wilimow-ski und Glaser, versagt der Schiedsrichter die Anerkennung. Nach dem Seitenwechsel kommen die Kroaten eine Zeitlang aaf. Nach einer mächtigen Kombination des deutschen Sturmes schießt Klingler den dritten Treffer und bald darauf landet Wllimowski den Bell zum vierten Male im kroatischen Tor. Erst jetzt glückt Wölfl, einen Tretfer aus ziemlicher Entfernung für die Kroat^jn herauszuholen. Die deutsche Mannschaft baherischt jetzt souverän das Feld. Kllngler schießt dann noch den fünften und letzten Treffer nach einer Kombination mit Walter. bcg ann mit großer (jegner ganz in die Ameisbichler. Ratzky Wucht und trieb seinen Defensive, aus der dieser erst gegen .Schluß wieder herauskam. Indessen hatte Ratzky bereits einen glatten Punktesieg gelandet. Den Abschluß des Abends bildete die erregte Auseinandersetzung zwischen Imbsweiler (Zeltweg) und dem Mai-burger Altmeister Struckl. Imbsweiler verlangte von Struckl alles ah, doch steckte dieser auch die wuchtigsten Schläge ein und setzte sich immer wieder zur Wehr, wiewohl der Zeltweger stark überlegen war und schließlich einen hohen Punktesieg zugesprochen bekam. L")er Anfang Ist nun getan und man darf Rapld-Wien fllKriioii WAC In der Fi^bailmeisterschaft dir Bereichs-klasie der Dönau- und 'Alpcngaue fielen am Sonntag fünf wichtige Entscheidungen, die neuerdings einen Führungswechsel herbeiführten. Rapid-Wien schlug in einem aufregenden Kampf den führenden WAC entscheidend mit 5:1 und erklomm damit wiederunj die Spitze der ^ Rangordnung. Auch Vienna war diesmal erfolgreich und besiegte den Wdcker mit 4:2. Der Wiener SC war gegen die Admira mit 2:0 siegreich. Die Austriq nahm dem FC Wien mit 2:1 beide Punkte ab und die Reichsbahn SG Wien fertigte deo Grazer Sturm mit 3:0 ab. hoffen, daß dieser boxsportlichen Erstveranstaltung bald weitere Kampfabende folgei werden. Die große Zuschaueranzahl, der begeisterte Beifall, der immer wieder über den Saal brauste, imd die Vielzahl der Boxinteres-senten sind die beste Gewähr hiefür. : Ungarn Schweiz 3;(). Uiijjarns Fußballelf siegte im 22. Länderspiel mit der Schweiz in Budapest vor fast 40000 Zuschauern ein» deutig mit 3:0 (1:0)-Toreii. : Waldlauf in Wien. Der deutsche Meister im 500-m-Lauf, Wachtmeister Kaindl startete auf der kurzen Strecke des Waldlaufes in Klosterneuburg bei Wien und legte ilifc 3200 m in 10:18 als überlegener Sieger vor Schneider zurück. : ^^nlf greifen nach Schmelings Krone. Um die Europameisterschaft im Schwergewichtsboxen bewerben sich, wie die APPE aus Rom meldet, fünf Boxer aus vijr Nationen. Es sind dies Walter Neusei, die beiden Italiener Lulgi Musina und Lazzari, der Schwede Olle Tandberg und der Belgier Karel Sys. Man plant zwei Au^cheidunskämpfe auszuschreiben, doch ist im Augenblick eine Entscheidung darüber noch nicht gefallen. : 750 000 Mitglieder in Conl. Der Dachverband des italienisclien Sportes, das Nationale Italienische Olympische Komitee, gibt bekannt, daß nach der letzten Bestandsaufnahme dem Coni 740980 Mitglieder ariffe-hören. Kehraus hn Radsport Abtcfalufirennen der Marburger Edelwelfller — Podmilschak wird Klubmelster Die Abt. Edelweiß (^pr Marburger Sportgemeinschaft führte am Sonntag auf dem Rundkurs Marburg—Haidin—Kranichsfeld—Marburg ein Straßenrennen durch, mit dem die heuer so überaus erfolgreiche Radrennzeit ihren Abschluß fand. Auch diesmal waren die tüchtigen Edelweißler in stattlicher Anzahl versammelt und lieferten sich nahezu über die ganze Strecke erbitterte Kämpfe, in denen zugleich die Klubmeisterschaft 1942 eöt-schieden wurde. Als Sieger ging Podmilschak hervor, der die 47 Kilometer lange Strecke in der ausgezeichneten Zeit von 1:22 zurücklegte. Der neue Edelweiß-Klubmeister zeigte heuer auch eine beständige Form, die er in den verschiedensten heimisghen und auswärtigen Rennen mit großem Erfolg anter Beweis stellen konnte. Zweiter wurde der gleichfalls immer schneller werdende Ma-schera, der in 1:22,01 kaum um eine Sekunde zurückblieb. Als Dritter folgte Hans Horwath in 1:30, als Vierter Lokar in 1:31, als Fünfter Plewnik in 1:32 und als Sechster Schlack in 1:34. Wohodrt- und Ansdviftöndening müssen unsere Hcsitezieher sofort dem zuständigen Postamt (nicht dtm Verlag) melden. »Atarburger Zeitung«» Vertriebsabteilung Danksagung Außerstande allen persönlich zu danken, die uns anläßlich des tragischen Todes unseres Sohnes, Mannes, Vaters, Bruders, Onkels und Schwagers, des Werkmeisters der E.S.Süd, Trifail, Hans Bellenzier zur Seite standen und ihm das letzte Geleite gaben, bringen wir an dieser Stelle unseren tiefsten Dank zum Ausdruck. Vor allem danken wir den Vertretern der Behörden, des Steirischen Hcimätbundes und der E. V. Süd, den Wehrmannschaften und Arbeitskameraden für die Kranzspenden und die tiefempfundenen Abschiedsworte anläßlich der Beisetzung. Trifail, am 29. Oktober 1942, Anna Rellenzier, Mutter; Mathilde Bellenzier, Gattin; Albine, Wera, Sonja, Kinder; Maria. Paul, Oi'ete und Elisabeth, Geschwister. Administrativer Leiter einer hiesigen Dienststelle sucht dringend» schön mObHertes Zimmer ün Zentrum oder VlllenvlerteL Anträge erbeten unter „Administrativ" an die Verwaltung des Blattes. 11330 DANKSAGUNG Allen, die in 00 lieber Weiae ihre Teilnahme an dem tragischen Schicksal meines armen Mannes Max Pogruitz, Beamter des Landratsamtes in Radkersburg und an meinem eigenem gezeigt haben, sage ich auf diesem Wege innigen Dank. Insbesondere danke ich dem Herrn Landrat in Radkersburg und seinen Beamten in der staatlichen und Kreiaselbstverwaltung für die Teilnahme am Begräbnis meines Mannes und für die Blumerispenden. Dankbar gedenke ich der so herzlich gehaltenen Abschiedsworte des Herrn Landrates am Grabe. Nicht zuletzt danke ich dem Herrn Bürgermeister Hans Hemdl in Luttenberg, dem Kreisführer des Steirischen Heimatbundea Herrn Ing. Nemetz, allen Vorständen und Leitern der Dienststellen in Luttenberg, allen Amtskameraden und allen lieben Freunden und Bekannten für die gezeigte Wertschätzung meines Mannes durch die vielen Blumenspenden und durch die Teilnahme am Leichenbegängnis. Luttenberg, den 29. Oktober 1942. 11321 Die trauernde Witwe: Josef Ine Pogmitc. DANKSAGUNG Allen Freunden und Belcannten, die tinseren teuren Andreas auf seinem letzten Wege zur Ruhestätte begleiteten, ihm Kränee und Blumen spendeten oder an unserem Schmerze Anteil nahmen, sagen wir herzlichen Dank. Dankbar sind wir msbesondere den Herren Spitalsärzten und Krankenschwestern für die sorgsame Behandlung , und Pflege. 11294 Familien Benesch und Sawodnlk Tieferschüttert bringen wir allen Verwandten und Bekannten zur Kenntnis, daß unser guter Gatte. Vater, Groß- und Schwiegervater, Bruder. Schwager, Herr Martin Esich Eisenbahnbeamter R., wohnhaft in Marburg, Drauweiler, Dammgasse 34, plötzlich verschieden ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 2, November 1942. um 14.30 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes in Drauweiler aus, statt. Marburg, Ternitzen, Kragujevac, den 31. Oktober 1942. Die Gattin im Namen aller Verwandten Schmerzerfüllt geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dali unser guter Bruder, Cousin, Onkel und bester Freund Dipl.-lDO. Viktor Ritter von Ziemfeld am 31. Oktober 1942 von uns unverhofft geschieden ist. Das Leichenbegängnis des Unvergeßlichen findet am Montag, den 2. November 1942, um 15.30 Uhr,von seinem Besitz in Feistritz Nr. 5, nach Rast aus stritt. Feistritz, Laibach, Graz, Marburg-Drau, am 31. Oktober W42. 1133? Die tieftrauernden Familitn: Paula von Ziemfeld Dir. Krames und Dr. Daraschk». Allen Verwandten, Bekannten und Mitarbeitern geben wir bekannt, daß imser geliebter Gatte, Vater, Sohn, Bruder imd Schwiegersohn Viktor Swotei gew. Richter, Jetzt Angestellter der überleitungs. stelle für Sozialversicheamng in Marburg am 30. Oktober 1942, nach kurzem Leiden verschieden ist. Die Beerdigung füidet am Montag, den 3. November 1942, um halb 16 Uhr, von der Totenhalle des Friedhofes In DrauweUer statt Mit Ulm verlieren wir ein teures Familienmitglied, die Sozialversicherung einen pfllchtge-treuen Mitarbeiter. Marburg, den 31. Oktober 1942. r'^mlUen: Swetel, HrabaJek, Tiringer, Jaksotia. üborleitungsstelle für Sozialvemlchenmg. 11334 Allen Freunden und Bekannten geben wir hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, mein guter Vater, unser Bruder und Schwager Florian Bender Privatbeamter, Oberletitnant der Res. am Samstagabend im Alter von 46 Jahren unerwartet verstorben« ist. Beerdigung; Montag, den 2.. November, 16 Uhr, von der Friedhofkapelle in Drauweiler aus. Marburg, den 1. November 1942. In tiefer Trauer: Dsa Bender, Gattin; Hubert Bender, Sohn; Olga Florian-und Ida Hoffer, Schwestern; Leopold Florian, Schwapfer. SHit A »Mtrbmver Zeltims« 2. November 1011 Nummer 306 1 Stadttlnaltr Marbirg a. d. Drau Montag, des 2. November Kart«nyerkMif Ring 2 dM Amttt ffir VolkbUdtuig i Q M O N T Trauerapiel in 5 Aufsogen von J. W. von Ooethe. Musik von Ludwig van Beethoven. Berinn: 20 Ubr. Endo: 23 Dhr. ^ TH|fr Amtliche ® Belcanntmacliungeii Der Cbef der ipvUverwaltung In dar Unterfleiemurlt Der Beauftragte für die Zivilrechtspflege Dlenitstelle TQller A 517/42A1 Einberufung d«r unbekannten Erben Joseflne Swetschnik geborene Supan, RentenempfAngerln in Tüff^r, St Christof 2, Ist am 27. 7. 1942 gestorben und hat eine letztwiliige Verfügung nicht hinterlassen. Ob Erben vorhanden sind, ist dem Gerichte nicht bekannt. Xa beitellt Herrn Bernhard Suppanz, Justizangestellten in Tülfer cum Kurator der Veriassenschaft. Wer auf die Verlassenschaft Anspruch erheben will, hat dies binnen 6 Monaten von heute ab dem Gerichte mitzutei* len und sein Erbrecht nachzuweisen. Nach Ablauf der Frist wird die Verlassenschaft, soweit die Ansprüche nachgewie> sen sein werden, herausgegeben, soweit dies nicht geschehen is^ zu Gunsten des Staates eingezogen werden. TUffer, am 7. Oktober 1B42. 11328 Der Chef der ZlvtlverwaltUDg In der Uotenleleraurk der Beauftragte für die Zivilrechtspflegt Dlenilitelle Marbnrg/DrM Stadtbflclierel Marborg a.d.DraD Pertelenverkehr tSgllch autier Semtief ven II-*12 uml ven V2 U — Va Uh' Theatergatse S« l Stock 11274 118S4 Primarius Dr. med. Fritz V llaiMcs ordiniert wieder i» Gtukrankenhaus Marburg, 9—10 und 16—17 Uhr Der Bflrgemiel»ter nm Kaag bei Fr'^Mii Beim Gemeindeamt Kaag bei Friedau gelanzt die Steile eines ^ G«m«indeang«itellt«n zur sofortigen Besetzung. Bewerber (Bewerberinnen), die dem Steirischen Heimatbund angehören und die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen, wollen sich sofort schriftlich oder per-sönlich beim Gememdeamt Kaag b.Friedau melden. Einleitung. Ti»^3-4 Krung Koiuud Kroia, geboren am 16. Februar 1886 in Leiteraberg bei Marbui^/Drau, «elt 26. Februar 1911 vereheiieht nüt der Eliaabeth Jerebitach, von Beruf Maurer, xuatHndig in der Gemeinde Marburg/Drau, Ktftseh, suletst wohnhaft in Marburg/Drau, RelaeratraBe 16, rückte am 27. Juli 1014 sum 4. Bataillon des Inf. Reg. Nn 47 nach Marburg ein xind ging im Augiust 1914 ine Feld auf den nördlichen KriegsKhauplata, woaelbat er im Monate September 1914 venichollen iat, da seit dieser Zeit keine Nachricht mehr kam. Da hiemach ansunehmen ist, daß die gesetsUohe Ver-nuitung dea Todes im Sinne des 1 i des Qeaetzee vom 4. Juli 1939, RGBL. I S. 1186, eintreten wird, wird auf An-auchen seiner Ehegattin Elisabeth Kxois, Hausbesorgerin In Mailnirg/Draa, Reisentrafie Nr. 15. .das Verfahren lur Todeserklärung eingeleitet wd die Aufforderung nrlnnaan. der Dienststelle Nachricht liWr den Verschollenen zu geben. Konrad Kroia wird aufgefordert, vor der gefertigten Dienststelle zu erscheinen, oder auf andere Weise von aleh Nachricht au geben. Nach dem 15. Mai 1948 wird die Dlenstatelle auf neuer-Udies Ansuchen dar Bllsabeth Kroli über die TodeaerkllU r«ag entscheiden. ANKAUPS-KllgDITE Di« AVA gewährt günstige Kredite lum Ankauf von MObeln. Maschinen, Rnldaivwiiini mr. rückaahlbar bis mt 34 Monatsraten. AVA Teiluhlungs-Kredituntemehmen, Wien L» Hanuschgasse 1 (Opemgasse 2), Tel. R 2-28-80 R 2-82-78. Filiale Gras, Herrengasee 17, TeL 8S58. Annahmestellen: Marburg^rau, Tegett-hoffstr. 43/1, Tel. 2055| Cilll, Ringstraße 9, Tel. 306; Pettau, Herrengasse 34; Krainburg, Velde-serstraBe 14, Tel. 196. 10511 ATIN/ Marburg/Drau, am 39. Oktober 1943. 11S70 Der Ghef der ZivUvarwattong In der Unterafaiermnrfc Der Beauftragt« für die ZivUrechtqiflege. DientUtelit Cilli 4 Obiatenkapeln •••••• RM -.63 8 Obl«tenlcapi«ln •••••■ « 1.19. 24 OWalankepsaki •••••• • 9.— • SufMeHerfen ••••••« • 174 10 NaokraNnettM •••••• • —39 liikritli. Ml WM M tfllmzu muiMm kt Nwr 1« Apctiialiaii «rliaMlikl Aenderung bei einer Genostenschaft mnffetngen wurde la daa Genoasansohaltarevistar am 36, Oktoi>er 1M2 bei der Qenoasenschaft »Vlna»)K>-kletarska aadruga a omejenim Jamstvom v BreSleah« folgende Änderung: Sita der Genossenschaft: Rann. Die Genossenschaftafirma lautet nunmahr: Weinkd- lereigenossenschaft Rann a, d. Save, registrierte Qenoaseii-•chaft mit beschränkter Haftung, v Gegenstand des Untemehmena: 1. die gemeinsame Kelterung und Verwertung der in der Wirtschaft der Mitglieder geemteten Weintrauben unter möglichst sorgfältiger Auslese nach Lage und Güte, gemäß den von der Generalversammlung beschlossenen Richtlinien; 3. durch einheitliche Behandlung bestgepflegte Weine zu gewinnen und diese sowie die aus den Weinabfällen hergestellten Nebenerzeugnisse (Branntwein usw.) auf gemeinsame Rechnung imd Gefahr bestmöglichst au verwerten; 3. die Hebung des Weinbaues durch alle hierzu geeigneten MaOnahmen, Inabeeondera auch durch gamelnaama Bekämpfung der Rabenkrankheiten und ScÜdllnge. Genoasenaohaftavartnif (Statut) neu beachloasen am IC Mal 1942. Ein GeschäftsanteU beträgt RM 60.r-~. Die Haftung ist eine beschränkte. Der Vorstand besteht aua dem Obmaiin, aatnam Stau Wtreter und weiteren 1 bis 8 Mitgliedern. Die bisherigen Vorstandsmitglieder: Frans Fodviaakl, Johann Cerjak, Johaim Hotko, Johann Molan, Anton Cl-aelj. Alois Bo(ovl&, Karl DerüC, Martin LepAfaia, JoaeC lladman und Martin Omerao, werden gelOsoht Die Jetzigen Mitglieder dea Voratandea aind; Obmann: Hans Pötscher, Weingutsbesitzer in PisohitSi Obmannatellvertreter: Ludwig Sohurai, Bürgermeister fei Sdole. VoratandamitgUed: Frana Podwinaky, Bauer In Blatao. Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossen-aehaft muß durch zwei Vorstandamitglieder, darunter den Ohmann oder seinen Stellvertreter erf(^en, wenn sie Drlt^ ten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden au der Firma der Qenoaseiuichaft ihre Namensun-terachrlft beifügen. Die von der Genossenschaft ausirehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen durch Verlautbarung im Wochenblatt der Landesbauemschaft Stelennark, aottme ge-aetaUch nicht atwaa anderea bestimmt Ist, 11236 Heiner lizeiger ii Wort iMtBi fit StelleBxesocht 6 Rpl 4ai ffltttedrackte Wort M UiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiniiiHiiiiiiiiiiiiiiimillllliiiiiiiu w'rSi"*/!! fetteedruckt* Wort 40 Rpl tflr allt ObrIgN WortaBUiten 10 Rol du hj^edn^ktt Wort 80 Rpl De» Wortortli gilt tHi » 12 Bachttabea •# Wort KennwortgebOhr bei ^bholuni der Ansebote 35 Rot bei ZqmR' dm durch Pott oder Botee TO Rpl ADtkonftflgebOhr fflr Anselgea mit IlM Vertoerk' »Aoikanlt Ii der Vervaltung oder QeiehUtutclle« 30 Rpl Anelgen AnnahmeschlaB; Am Taite-vor CrMhtlaei 1011 10 Übt Kleine Aaselicen werden nur gegen Voreiniendong dea Betraget (aacb Kflltlgt llrlefmark*n> atil*enotnmfn Mlnde«tcebOhr H)r eine Kleine Anzrlte 1 RM Cla Kaieschwaxao (Steirer-wiRcrl) RM 300 und ein Kaleschschlitten um RM 200, beides init erhalten verkauft f^ranz Mörth, Bäckerei. Mahranberg. 10122-3 Jia t^aaJeis Aajss#ii# " "T" r^i-i— Barkel- oder Cjrto-Waage tu kaufen gesucht. Viktor Zwirn, Altkenstein, Kreis Fettau. I_11332-4 Kaufe gut erhaltenes, moder-' nas Schlaf- u. Speisezimmer. Adresse in der Verw. 11222-4 KImtnerifi' sucht in Marbuiv guten Posten als Wirtschaf terin ab 15. Nov. 11316-9 Mim V«r EUmmUsm fM 4rbalt» krIfiM die ZaetlMimf dce loetiadigeB Arbeheamlee •(■talioli «erden. Tlichbard zu kaufen lesucht Angebote M, Oasper, Trie-sterstraße 1, Marburg, Qast-haus Furlan. 11202-4 Sache Klavierharmontka mit 48 bis €4 Bässen. Anträge an Foto Lux, Pettau. 11039-4 Out erhaltener Stntcflüial und ein Rundfunkafparat wird sofort zu kaufen gesucht. Anträge an die Vertretuni der Tiifespofit, Cilli. !?inf«-tr;iR-fV unter •StutfflUg''' Rh ' hink«. Ild07-o. Tüchtiger Friseurgehllfe zum sofortigen Eintritt oder spätestens bis 10. November gesucht. 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Auskunft bai allen Arbeitsämtern und bei d^r Werbeleitung für die ()?1-mirk: Thiel Rudolf, Werbe-Itlter, Graz. Sackstraße 27 Tel. 42-42, und Innsbruck. Hotel Mondschehi. Mariah^ii Nr. 6. 2609-6 2it idiMftl Mlbliertes Zlntner (event. Wahnung) mit oder okae Bettzeug van fngeaieur zu miete« geeuckt. Anträte unter »IngMiIeur« an die Verw. 11338-S Out ailMlertes Zhmner, auek Zweibettzimmer, ven liervfs-litirem ruhlgea Herni, geae-tägig akwesead, getuokt. Stftdtianeres lievoriagt. Angebote unter »StadtInneres« an die Verw. lldH-S Vfl iitliftitil Till Tf Tauscha Zimmer und Kücliel in Drauweilcr, Terbulzttassfl| 2, mit gleichem in der Umgebung. Adresse in der Verw. 11320-91 fMeeekU Stenogr^hiekurs für Anfän-1 ger beginnt am 3. November.] Handelsschule Kewatsch In Marbwg, Herrengasse 46. 11197-101 fmtäe a tfeeiitsie Aa 30. 10. 1942 wurde aul dem Wege van der Tegett-heffstrale bis zum Qesc'iäft Poseh ein lezugsckein für einen Berufsmantel, lauteiii auf Belak Sylvia, Val.-Scliäi* fer-Qasec II, Leitersberz, verlerea. Der ekrlicke Finder wird gebeten, den Bezue-sclieii in der Bäckerei Sciier-bäum abzusehen. 11322-13