(Te! N™' J°chentIich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung o'icä 4r\i " Verwaltu”g Q‘ Buchdruckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva Manuskripte werden nicht retumiert. — Anfragen Rückporto beilegen. IM ixi |i Inseraten- u. Abonnements-Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 150 und 2 Din. Preis öin f'SO Inriborcr Kettung it. Licejska, kn j 1 ** *A 1{V Ljukljana duften Chamberlain gestorben ften r H b 0 n' 1k März (Havas.) Sir Äu-5 ^ h a m b c x I a. i n ist gestern gesto r- Chanrberlain wurde am 16. Otto« 5 '1,863 als ältester Sohn von Joe Chain-f1.i.a*rt' dein Kolonialminister des Buren-5oi^§.unb späteren Entfalter des Schiutz-ä PQniet§ in England, geboren; abweichend h,,' der in England herkömmlichen Erzie-^^rdrachte er einen Teil seiner ©tu* Deutschland. In Len konservati-Kabinetten seiner Zeit war er von 1895 6,1 ^6 tätig. Mit dem konservativen Ka-^ eR trat ex in diesem Jahre zurück und le'tH616 bch der von seinem Vater ms Werk heb n Dchutzzsllbewegung. In das Kabi-^ ‘ kok er erst wieder 1915 als Staatsse-o5 “Mür Indien. Im April 1918 trat er itcdorleseuille wieder in 3cS Krieaskabi- oorrefeuille wieder in ocS Kriegskabi- iii. Hit ^ein war er von 1919 bis 1921 kan s "Ullonskabinett Lloyd Georges Schatz Uü it ltnd bis ti)22 Führer seiner Partei iain ltetrjou§- xM dem Kabinett Bonar sich an September 1922 nach dein 5)q ^ ~lcyo Georges bildete, saß er nicht. nahm er in dem zweiten Kabinett ii]o f11 wDin November 1924 das Auswär-tck.Mni‘. Unter seiner Verantwortung un-stfCr^- nun zunächst die für Jänner 1925 „Stimmung von Köln. Dieses Jahr 65e' uDrigen§ ausgefüllt mit Verhandlungen QtV. e,t westlichen Sicherheikspakt, die im in Locarno zum Abschluß ka-Aach der Unierzeichnung des Bertra-“Vctatrt l* Dezember 1925 in London erhielt die mit dem Hosenbandorden auch <>as'"""'bEürde. Seine Verdienste um das ge,/^-^Emen des Locarno-Vertrages tru 0, ‘pm dann auch das Ehrenbürgerrecht ch n "Dudon ein. Im Dezember 1926 wurde S;t ppstd zusanimen mit Stresemann und bei Nobel-Friedenspreis für 1926 eher. - ans! l,Dl:,9eii hielt er die Politik seines lehr Cf i!rflt3 im Fahrwasser der nun her* t2[^n ort Clichy war heute nachts Schau-! platz blutiger kommunistischer Unru- i hen, wie man sie in Paris seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Ganz Paris steht i unter dem vernichtenden Eindruck des kommunistischen Vorstoßes, der innerpolitisch die denkbar größten Folgen nach sich ziehen dürfte. j Gestern abends ' veranstalteten die seinerzeit behördlich aufgelösten Feu-erkreuzler (Croix de Feu) in dem typischen Arbeiterviertel Clichy eine Kinovorstellung. Um dieser Veranstaltung nicht von vomeherein den Charakter einer politischen Kundgebung zu verleihen, gaben die Veranstalter der Behörde gegenüber das Versprechen, von jeder Rede Abstand zu nehmen und die Führer der nunmehrigen Sozialpartei (früher Feuerkreuzler-Bewe-gung) sagten ihr Nichterscheinen an, um auf diese Weise die Gegner nicht zu reizen. Trotz dieser Zurückhaltung’ der Nationalen betrachteten die Volks-frontler, insbesondere aber die Kommunisten, lediglich die Abhaltung dieser Kinovorstellung als eine unerhörte Provokation. Die Feuerkreuzler begannen in den Nachmittagsstuhden den betreffenden Kinosaal zu besetzen, um zu verhindern, daß er von Kommunisten besetzt werde. Die Kommunisten ihrerseits entsendeten viele Hunderte ihrer Parteigänger zu jenem Kinosaal, um dieselben unter die Nationalen zu vermischen. Gleichzeitig besetzten die Kommunisten das Bezirksrathaus von Clichy und hielten dort eine Versammlung ab, in der sie sich zu schärfsten Protestkundgebungen gegen die Feuerkreuzler hinreißen ließen. Die Polizei witterte nichts Gutes und riegelte in Clichy den gefährdeten Punkt von allen Seiten ab. Gegen 20 Uhr drang die kommunistische Menge an die Kordone heran und versuchte dieselben zu durchbrechen. Die Kommunisten begannen aber gleichzeitig in den Seitenstraßen Barrikaden zu errichten, aus denen sie auf die Polizei das Feuer eröffneten. Die Schießerei aus Gewehren und Revolvern dauerte in dramatischer Weise bis Mitternacht. Die Polizei mußte, verstärkt durch Mobilgarde und die Republikanische Garde, mit Panzerwagen und Polizeitanks gegen die Barrikaden vergehen. Es gelang ihr, nach zäher Anstrengung die Widerstandherde zu besiegen, alle Ansammlungen zu sprengen und die Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Heute frühmorgens wurde von der Polizeipräfektur das nachstehende amt-j liehe Kommuniquee ausgegeben: »Gegen 10.000 Kommunisten störten gestern abends eine Kinoveranstaltung und riefen nach erfolgten Demonstrationen Straßenkämpfe hervor, an denen sich mehrere tausend Personen beteiligten. 200 Schwerverletzte wurden in den Morgenstunden in die Spitäler gebracht. Fünf Personen wurden getötet, sechs Schwerverletzte ringen in den Hospitälern mit dem Tode. Unter den Verletzten befinden sich auch 50 Polizisten.« Leicht verletzt wurde auch der Kabinettschef des Ministerpräsidenten Blum, der sich über Auftrag seines Chefs an Ort und Stelle begeben hatte, um auf die Volksfrontier in beruhigendem Sinne einzuwirken. Als die Kommunisten seiner ansichtig wurden, eröffneten sie das Feuer auch gegen ihn. Gkr- erhielt zwei Schüsse, in die Schulter und den Arm. Er mußte sofort einer Operation unterzogen werden. Es hätte nicht viel gefehlt, daß auch Innenminister Marx-Dormoy zuschaden gekommen wäre. Der Innenmini- ster ist nämlich ebenfalls am Schauplatz der Kämpfe eingetroiien. Als der Minister die Haltung der Kommunisten sah, gab er der Polizei den Be'.w, mit der Waffe in rücksichtslosester Weise vorzugehen. In den Linkskreisen herrscht über die Vorgangsweise des Innenministers größte Entrüstung und es sind bereits Anzeichen dafür vorhanden, daß er aus dem Volksfrontkabinett wird aussc beiden müssen. Die gesamte Pariser Presse steht unter dem Eindruck der nächtlichen Straßenkämpfe. Die Rechtsblätter gehen zu schärfsten Angriffen über und bezeichnen diesen planmäßigen kommunistischen Einbruch in die Rechtsordnung als Anfang des Zerfalles der Volksfront. In Regierungskreisen herrscht im Hinblick auf das Vorgehen dev Kommunisten große Entrüstung. In den Kreisen, die Leon Blum nahestehen, wird das Vorgehen der Kommunisten als ein gegen die Interessen der Volksfrontregierung gerichtete** planmäßiger Vorstoß bezeichnet. Die TriumipHfaHtt Mussolinis Tripolis, 17- März. Gestern abend um 8 Uhr hielt Mussolini seinen triumphalen Einzug in Tripolis, der Hauptstadt der libyschen Kolonie. Die Stadt prangte in Lichterglanz, während auf dem Meere von den verankerten Schiffen Scheinwerfer die Nacht taghell beleuchteten. Am Eingang zur Stadt verließ Mussolini seinen Wagen und nahm den Gruß der arabischen Notaüilitä-ten entgegen, bestieg ein Pferd und ritt an der Spitze des Zuges in die Stadt; ihm zur Seite ritten zwei große Araber, die auf den Schultern zwei Liktorenbündel trugen, gleich sam als Symbole des Triumphes Italiens in Afrika. Es folgten im Zug Minister und Un-terstaatssekretäre u. a. hohe Persönlichkeiten; dann kamen die Truppenabteilungen nn Festschmuck. Der Zug begleitete den Duce bis zum Regierungspalast; Mussolini verblieb lange auf dem Balkon und bewunderte das Schauspiel. B e n g h a s i, 17. März. Auf seiner weiteren Fahrt wurde Mussolini in der kleinen Stadt Agedabia von den Eingeborenen mit dem römischen Gruß empfangen. Nach kurzem Aufenthalt wurde Bei anbrechender Dunkelheit die Reise nach Arsephilsenorum an der Grenze der Cyrenaika und der Syrte fortgesetzt. Eine kurze Strecke vor dem 31 Meter hohen Triumphbogen, der von Schein werfern beleuchtet war, verließ der Duce das Auto und legte den resthchen Weg zu Fuß zurück. Ein libysches Bataillon leistete Mui- Bersicherung gegen wirkliche Abrüstung kritisiert wurde. Infolge der englischen Neuwahlen, die mit dem Sieg der Laboiir-Party endeten, trat Chamberlain Anfang August 1929 mit dem Kabinett Baldwin zurück. In der Folgezeit wurde der Name Austen Chamberlaine mehr und mehr im politischen Leben von dem seines jüngeren Bruders Neville zurückgedrängt, der in der Partei einen im- mer größeren Einfluß gewann und schließlich im Juni 1930 die Führung der Konservativen Partei übernahm. Beide Brüder tro tcir dann 1931. in das von Macdonald neu-gebildete Kabinett der nationalen Zusammenarbeit ein, Neville, der Jüngere, als Erster Lord der Admiralität. Nach den Wah len von 1931 trat Austen von diesem Amt zurück mit der Begründung, daß er einem Jüngeren Platz machen wolle. solini die Ehrenbezeigung. Mussolini richtete dann an d>e nationalen und eingeborenen Arbeiter, die an dem Bau mitgearbeitet hatten, eine kurze Ansprache, die mit freudigem Beifall ausgenommen wurde. ' Die Forderungen der wamschen Malanx B u r g o s, 17. März. Anläßlich des Jahrestages der Festnahme des Führers und Gründers der spanischen Phalanx, Jose Anton Prima de Rivera, der sich bekanntlich in den Händen der Valencia-Regierung befindet und dessen Schicksal ungewiß ist, hielt der Gehilfe des Führers der spanischen Phalanx, Manuel H e d i l l a, eine Rundfunkansprache. Hedilla hob in seiner Rede u. a. hervor, das Rückgrat und die Achse der spanischen Nation müsse der Bauernstand sein. Man müsse, wenn es sein muß, auch unter schweren Opfern an der Hebung der Lebenshaltung dieses Standes arbeiten. Eines der Hauptziele der spanischen Phalanx iet die Verwandlung Spaniens in ein Land der Kleinbesitzer. Weiters forderte Hedilla mög-l'chst viel Verständnis für die Bedürfnisse des Arbeiterstandes. Noch ein Auftritt der bulgarischen Volkstänzer in Maribor. Die bulgarische Volkstänzergruppe »Račenica«, die gestern im Theater auftrat und eine außergewöhnlich warme Aufnahme fand, wird am Donnerstag, den 18. d. im hiesigen Burg-Tonkino zu sehen sein. Die Bulgaren werden bei allen drei Kinovorstellungen um 16. halb 19 und halb 21 Uhr auftreten und ein halbstündiges Programm zur Abwicklung bringen. Zü r j cht, 17. März. Devisen: Beograd 10, Paris 20.16, London 21.45, Nemyork 439, Mailand 23.08, Berlin 176.55. Wien 80.70, Prag 15.30. Jugoslawien und Italien Die Verhandlungen Zum Abschluß des gentleman agreemenr haben begonnen / Die natürliche Verbundenheit in den nachbarlichen Beziehungen Paris, 16. März. Nach Informationen unterrichteter Kreise hat der jugoslawische Gesandte Dr. Puric den Außenminister Yvonne Delbos besucht und ihm bei dieser Gelegenheit die Mitteilung gemacht, daß zwischen Rom und Beograd die Verhandlungen zwecks Abschluß eines gentleman agreement begonnen haben, W i e n, 15. Mürz. Die Wiener Blätter bringen !: .. amtliche Berichte ihrer Vertreter in Pom über die italienisch-jugoslaxvisefcea Verhandlungen. Das »Neue W jener Journal« weiß darüber auf Grand einiger aus Beograd eingelangter Informationen darüber folgendes zu berichten: Die jugoslawische Regierung informiert über den Verlauf der Verhandlungen mit Rom entgegen ihre beiden Verbündeten in der Kleinen Entente, die darin solidarisch ist. Bezüglich eines politischen Abkommens mit Italien glaubt man in Beograd, daß der von Pašič 1924 Unterzeichnete Freundschaftsvertrag, der 1929 nicht mehr erneuert wurde, praktisch in Kraft treten werde. Die der Regierung sehr nahestehende »Reichspost« schreibt, die Bemühungen um die Entspannung zwischen Jugoslawien und Italien nähern sich nach übereinstimmenden Versicherungen der maßgeblichen jugoslawischen und italie- nischen Kreise ihren normalen Verlauf. Die begonnenen Verhandlungen hätten jedoch gezeigt, daß lediglich ein Wirtschaftsabkommen nicht genügen würde, die bislang gegensätzlichen Interessen auszugleichen. In Italien hofft man, daß sich die jugoslawische Außenpolitik immer mehr in der Richtung der Erkenntnis von der natürlichen Verbundenheit aller Adria-Anrainer bewegen werde, wodurch die italienisch-jugoslawische Annäherung sehr gefördert würde. Da je-idoch ein dauerndes Einvernehmen mit Jugoslawien ohne weitere Klärung des Verhältnisses zur Kleinen Entente nicht leicht möglich erscheint, werden nach italienischem Konzept in erster Linie Österreich und Ungarn als die beiden Romprotokollstaaten berufen sein, die Brücken zwischen Nord und Süd zu schlagen. Rom, 16. März. Im Zusammenhänge mit den ungünstigen Kommentaren der französischen Presse zur italienisch-jugoslawischen Annäherung schreibt die heutige »Tribuna«: »Am Quai d’ Orsay herrscht Enttäuschung und Mißstimmung, weil Italien sich entschlossen hat, den adriatischen Dorn mit eigener Hand auszuziehen, ohne sich der Intervention des französischen Arztes zu bedienen. Die einstigen Interessen Frankreichs an einer italienisch- jugoslawischen Aussöhnung können nur den egoistischen Zielen der französischen Politik zugeschrieben werden. Zur Zeit der Regierung Laval gab sich Frankreich Mühe, Rom mit Beograd auszusöhnen, weil Jugoslawien damals vollkommen im französischen Fahrwasser sich befand. Heute, wo Beograd eine selbständige Politik betreibt und von Paris nicht mehr abhängig ist, arbeitet der Quay d’ Orsay mit allen Mitteln daran, die jugoslawischitalienische Annäherung zu vereiteln.« Prag, 16. März. (Avala.) Minister Präsident Dr. Milan Hodža äußerte sich wie folgt über die jugoslawisch-to lienische Annäherung: »Italien sucht den Weg, auf dem es zu einer neuerlichen Zusammenarbeit mit den Donaustaaten käme. Diese Zusammenarbeit hat aus be kannten Gründen ein Ende genommen. In den Bestrebungen Italiens nach Aussöhnung mit Jugoslawien hat weder die Tschechoslowakei noch Rumänien ir-gendentwas gefunden, was gegen die Kleine Entente gerichtet wäre. xWir genehmigen mit Befriedigung jeden Schritt in der Richtung einer jugoslawisch-italienischen Annäherung. Sollten in den jetzigen Verhandlungen etwaige Fragen verschwinden, die das italienisch-jugoslawische Verhältnis überschattet haben, so würde dies die Kleine Entente nur festigen.« Ein Aufruf des „Sopulaire Pari s, 16. März. Der Chefredakteur vtö „P ohuIa j x e" schreibt heute im Leitartikel: Bezüglich Spaniens müsse von sczalisrischcr und demokratischer Seite eine doppelte Aktion eingeleitet werden. Diee'-ne sei propagandistischer Natur. In großen Versammlungen, in Zeitungen und Bro-fchiüxen müsse zugunsten des demokratischen Spanien und gegen die italienische und deutsche Intervention eingetreten werden. Dst andere Aktion scj praktischer Natur. Waffen könnten zwar nicht befördert werden; aber Lebensmittel, Kleidungsstücke und Medikamente könnten nach ivie vor die spanische Grenze passieren. Der Artikel fordert dann zu 'Geldspenden auf, damit diese Sen-durtzen ebenso- fortgesetzt werden können -wie die Verpflegung der spanischen Kinder aus französischem Boden. Heidnische Umtriebe in Griechenland A t h e n, 16. ÄNärz. In Griechenland sind Bemühungen int Gange, die alte griechische Religion -wieder zu neuer Blüte zu bringen. Der Führer der -griechischen Neu-Heiden ist der Grieche A st | x i o t i s, der de Rückkehr Griechenlands zu seiner alten Kultur und zu den alten Göttern verlangt und bereits einen ziemlich großen Anhang unter der Bevölkerung gefunden hat. Die alt-neue Religion verehrt wieder die Götter der alten Griechen, wie Jupiter, Athene, Aphrodite usw., d>e auch bereits ihre Feiertage erhalten haben. Die orthodoxe Kirche hat -bereits ange-tündigt, daß Astiriotis wegen heidnischer Umtriebe vor das Kirchengericht gestellt wer den wird. Das Befinden der Königin-Mutter Maria bessert sich. B u kare st, 17. Mörz. Im Befinden der rumänischen Königin-Müller Maria ist eine zunehmende Besserung eingetreten. Anlaß zu Besorgnissen ist nicht vorhanden. Schülervorstellung im Prager Deutschen Theater. P r a g, 16. März. Morgen findet im Prager Deutschen Theater zum erstenmal eine Schülervorstellung für die tschechischen' Mittelschüler statt. Zur Aufführung gelangt Lessmgs „Minna von Barnhelm". Gründung einer Partei des Mittelstandes i« Frankreich. P a r i s, 16. März. Im Wintersportpalast fand gestern abends unter Beteiligung von zirka 50.000 Mttelständlern, darunter meist Kaufleuten, die Gründung des politischen Verbandes des Mittelstandes statt. Fünf deutsche punkte und ein englisches Nein Rund um die Noten Deutschlands und Italiens / Die Definition des Angreifers in einem etwaigen deutsch-französischen ttönfM London, 16. März. Wie in angeblich bestinformierten Kreisen verlautet, enthält die deutsche Antwort auf die eng iische Note in der Frage der Fortsetzung der Westpaktverhandlungen die nächste henden fünf Punkte: 1. Den Vorschlag eines deutsch-französischen Nichtangriffspaktes mit der Garantie Englands und Italiens. 2. Darüber, ob im gegebenen Falle ein nicht provozierter Angriff erfolgt ist, entscheidet nicht der Völkerbund, sondern England und Italien. 3. Alle vier Westmächte Deutschland, Italien, Frankreich und England garantieren die Unabhängigkeit und Neutralität Belgiens. 4. Belgien wird nicht nur von allen Ver pflichtungen aus einem etwaigen Westpakt befreit, sondern von allen aus dem Genfer Pakt resultierenden Verpflichtungen. 5. Frankreich kann alie seine Bündnisse im Mittel- und Osteuropa aufrechterhalten, jedoch mit der Beschränkung, daß die Automatik der gegenseitigen Beistandsverpflichtungen erst dann erfolgt, wenn Italien und England einvernehmlich den Angreifer bezeichnet haben. Paris, 16. März. Die maßgeblichen Pariser und Londoner Stellen befassen sich mit der Ueberprüfung des Inhaltes der deutschen und der italienischen Ant wort auf die englischen Noten über die Wiederaufnahme der Westpaktverhand-lungen. In Paris hat die italienische Note, die gegen Sowjetrußland weitaus schärfer ausholt als die deutsche Note, Aerger ausgelöst. Es wird hier ferner erklärt, Frankreich und England seien einig darüber, daß der neue Westpakt im Rahmen des Völkerbundes abgeschlossen werden müsse, wenn Italien und Deutschland die Rückkehr zum Viererpakt wollen und gleichzeitig die Ausschaltung Sowjetrußlands von europäischen Angelegenheiten. London, 16. März. Die »Times« berichtet, daß die deutsche und die italienische Note in der Westpaktfrage noch im Laufe dieser Woche im Unterhaus zur Sprache kommen werden. Eng land werde den Abschluß eines Westpak tes außerhalb des Völkerbundes mit einem entschlossenen Nein beantworten. Der sozialistische »Daily Herald« schreibt jedoch, man könnte keinen größeren Fehler begehen, wenn man die neuesten Vorschläge Hitlers ohne Beratung ablehnen würde. Deutschland im Rüstungswettstreit Der zweite Jahrestag der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht feierlich begangen. B e r 1 i u, 16. März. Anläßlich des heutigen zweiten Jahrestages der Einfühlung der allgemeinen Wehrpflicht im Deutschen Reiche finden allerorts militärische Feiern statt. Alle militärischen Objekte hatten aus diesem Anlasse die Flaggen des Reiches gehißt. Um 11 Uhr vormitags hielt Generaloberst G ö-r i n g im Ehrenhof des Reichsluftfahrtministeriums eine Rede, die von allen deutschen Sendern übertragen wurde. Anwesend waren Offiziersabordnungen aller Luftregimenter mit Fahnen. Berlin, 16, März. Die deutsche Wehrmacht feierte heute in prunkvollster Weise den zweiten Jahrestag der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Bei dieser Gelegenheit wird betont, Deutschland habe nicht bei 150.000 Mann Präsenzstand verbleiben können, wie es der Friedensvertrag erlaubt habe, und dies in einer Zeit, in der alle Staaten um Deutschland so rasch aufzurüsten begannen. Deutschland wäre als ein Staat von 66 Millionen in seiner Wehrlosigkeit nur allzu leicht eine Raubbeute der Angreifer geworden. Die Aufrüstung Deutschlands als einer Großmacht sei noch nicht beendet, sie gehe ihren Weg und werde, wenn nötig, beschleunigt und vermehrt werden. Zu dieser Maßnahme sehe sich Deutschland gezwun- gen, weil zwei Großmächte wie Frankreich und England einen Rüstungswettlauf begonnen haben, der Deutschland wiederum auf ein Minimum seiner Wein fähigkeit herabdrücken soll. Deutschland werde in jenem Tempo auf rüsten, welches erforderlich sei,' um seine Landesverteidigung an die Aufrüstung der anderen Großmächte anpassen zu können. Deutschland — heißt es schließlich — sei nicht schuld daran, daß es die Konsequenzen aus der Aufrüstung der anderen Staaten ziehen müsse. Martha Eggerth von ihrem Manager gekragt Wien, 16. März. Der Fimstar Martha Eggerth, die Gattin Jan Kiepuras, und ihr früherer Manager Manfred Collöredo-Weßtfried sind in einen Streit darüber gekommen, wer die Künstlerin »gemacht« hat. Der Manager behauptet in seiner Klage vor dem Zivil-Landesgericht, daß er 1930 einen Managementsvertrag nid Martha Eggerth schloß. Weßtfried habe es damals übernommen, die noch unbekannte Sängerin zu »machen«, ihr Engagements zu verschaffen und ihr zur Berühmtheit zu verhelfen. Für diese Mühewaltung ließ er sich 15 Prozent aller Einnahmen zusichern. Der Manager behauptet, daß Martha Eggerth es nur seinen Beziehungen zu danken habe, daß ihr der Weg zu Eichberg nach Berlin geebnet wurde. Als dann ihr Aufstieg begann, wollte sie nichts mehr von ihrem bisherigen Helfer wissen, hielt ihre Zahlung^' versprechen nicht ein und weigerte sich auch, ihm Rechnung über ihre Einnahmen zu legen. In der Klage begehrt der Manager den Betrag von 2000 Mark und Rechnungslegung. Die Künstlerin wendet dagegen ein, daß ein Managementsvertrag nach dem Schauspieiergesetz unzulässig sei. Überdies seien die Angaben Colloredos über seine angebliche Tätigkeit für sie unrichtig. Eifersuchtdrama in Pančevo. Beograd, 16. März. In Pančevo hat der Bauer Peter U g I j e š i n den Min*' sterialinspektor i. R. Peter Novakovič mit feinem Messerstich getötet, weil ef glaubte, daß Novakovič zu einer Frau gehe, die die Sympathie des Täters gewesen ist. Der Täter redet sich auf die Trunkenheit aus. Der Täter wurde verhaftet- Die Entwicklung der Feuerbestattung in der tschechoslowakischen Republik P r a g. 16. März. Das vorige Jahr der Entwicklung der Kremation bei uns gun stig. Die kleine Bergstädt Semi-l mit bloß 3500 Einwohnern unternahm den Bau einer Feuerhalle, welche bereits d*e dreizehn' Le in der Republik sein wird. Im Jahre 1936 wurden 14 neue kircht*5 che und Gemeinde-Begräbnisse für Urne** errichtet; die von Ehotzen stellt eine der besten Lösungen darf. Im Jahre 1936 fanden in der Tscheche slowakei 5S31 Einäscherungen statt (gegenüber dem Jahre 1935 ein Zuwachs non 189 oder 3.3%). Seit dem Jahre 1918. *** welchem die Feuerbestattung gesetzlich stattet wurde, wurden insgesamt 64.812 ®*Tt Sicherungen durchgeführt. Bis zum Jahre 1920 entfiel mehr am die Hälfte aller Kremationen auf die Ha**^ stadt Prag; durch den Aufbau der ProviuF Krematorien sank jedoch, der Anteil Pralls auf 42% (2472). Die geringste Anzahl IM' te Böhmisch-Budweich nämlich bloß immerhin jedoch um 25 mehr als- im 3:°v re 1935. Nach dem Religios-bekenntnis wurden *lrt. Jahre 1936 eingeäschert: 2725 Angehörige der römisch-katholischen Kirche, 971 Angm hörige der tschechoslowakischen Kirche, Z-f Protestanten, 201 Israeliten, 1410 Kaufest sionslose und 49 Personen verschiedener Glaubensbekenntnisse. Im Jahre 1936 traten 3951 neue Wf glieber in den Verein „Krematorium" C!l1 und War 2114 Männer und 1837 Frauew Nach dem Religionsbekenntnis waren 1*1 römisch-katholisch, 1263 konfessionslos _ Angehörige der tschechoslowakischen Kirche, 367 Protestanten, 11 griechisch Orthodoxe, 62 Israeliten und 9 Andersgläubige. Im Vorjahre starben 794 MitgRcuer* Seit dem Jahre 1909, dem Gründungchah*-' ItaliensKriegsbereitschaft zur See Für den Fall, daß England Italiens Seewege in die Kolonien abzuschneiden versuchen würde / Bemerkenswerte französische Feststellungen cf Vereines „Krematorium", stavben inL-Zejamt 8496 Mitglieder, die alle auf Kosten des Vereines feuerbestattet wurden. Die Anzahl der Mitglieder des Vereines >,Krematorium" betrug am 31. Dezember 1936 — 64.298. . Der Verein gibt jeden Monat ein Nach-^chtenblatt heraus, welches in einer Auf-Ißge von 43.000 Exemplaren erscheint. . Der Verein „Krematorium" veranstaltete tltt Vorjahre insgesamt 103 Vorträge und gemeinsam mit dem „Deutschen Verband der Feuerbestattungsvereine in der LSR" den Internationalen Kongreß in Prag. De 1er fand vom 12. bis 15. Dezember statt; anwesend waren 40 Delegierte, Vertreter d°n 10 europäischen Staaten, und zwar aus Frankreich. Holland, Jugoslawien, Deutschland, Oesterreich Rumänien, Schweden, Schweiz Großbritannien und der Tschecho-ilowakei. Bei Menschen, die oft verstopft sind und beträchtlich gärendem Mage»- und ^Oninhalt herumgehen, bewirkt irüh nüch-ein Glas natürliches „Franz-Josef"-VNterwasser gründliche Durchspülung des 9cißmten Verdauungswcges. Durch Gebrauch ^ ,,Franz-Joscs"-Wassers wird die Zunge ald reiner und ein regerer Appetit stellt sich 9°n in wenigen Stunden — nach Beseitigung der Verstopfung —- ein. —tL,"18" «"» ool. rm. zdr. S. br. 15-185 od 25. V IMS jfes /kt* Inland ^ '• Aus dem Klerus. Der HI. Vater hat r- Peter B ul j an zum Domherrn und eneralvikar der römisch-katholischen -rzdiözese Sarajevo (Vrhbosna) ernannt. '• Vor der Komplettierung des Beogra- ser Stadtrates. Wie in informierten Krei-en verlautet und wie die Presse bereits ^richtet, steht der Beograd—Zemuner adtrat vor der Komplettierung. Nach <^ni Gesetz setzt sich der Beograder , .adtrat aus 72 Räten zusammen. Bis , zt wurden nur 67 Stadträte ernannt, aruntCr 10 Vertreter der Stadt Zemun. ’• Kindertragödie. Dem Schüler der er-en Volksschulklasse in Vrbanja bei Ba-Iq U^a- Aluharem P r 1 j a, gab ein unbe-nnter Erwachsener einen geladenen ScZ°'Ver' 0er Kleine spielte nach der u 1 u,e mit dem Revolver auf einer Wiese stol Se*z*e ’n se'nem Unverstand die Pi-vj ? der achtjährigen Zlata Osmanče-kr C,iauf die Stirne. Im nächsten Moment sam ein Schuß und das Mädchen tla(.!c 1°t zu Boden. Man fahndet jetzt C!l dem unbekannten Erwachsenen. er ' Frühlingsboten in Zagreb. Neben den Str 6r Milchen, die auf den Zagreber Sti^n n ^e'lgeboten werden, sind es die mah sclost’ die an den Frühling ge-(jer nen- Sie werden an vielen Orten wie-aufgerissen, um die Reparaturen und tj„ 'leSUngen der Gasrohre, Wasserlei-Uo/^ohre und der Kabel für Starkstrom Telefon ?u ermöglichen. eher ^$lan1asKsche Flucht eines Verbreite'8 aus dem Gefängnis. Aus dem Po- liCf)1®efangnis in Petrinja ist der gefähr-njjc,e Einbrecher Milan Rabljenovič seit1 wie folgt ausgebrochen: Gefes-ger’7V/ie er war, öffnete er das Schloß in A'e**e ‘m Innern, begab sich unbemerkt Senp-f Klosett und machte mit dem Ei-er Ojkel ein so großes Loch in die Mau-scch er sich durchwand und ver-Spl|i!and- Nach dem Einbrecher fehlt jede 8^',. Freitod eines 92-jährigen Greises. In idhr!, °g Novisad hat sich der 92-scinp^e ^ai"iin Reiter aus Gram über e unheilbare Krankheit erhängt. Kačht60*18 Personen essen ein Kalb zum Sr, rna*1 Aus Übermut beschlossen en) ". iuuge Moslims in Orašje (Bosni-W0]|,ein ganz originelles »Nachtmal«. Sie nop. en. v°m Gastwirt weder eine Gans, Der\^'.nen Truthahn, sondern ein Kalb. Xveieh schlachtete ein junges Kalb, Die geschmackvoll zubereitet wurde, auf S,ec-S Appetitrekordeure warfen sich v0r , „as Mahl und verzehrten das Kalb SStti .'^ernacht, worauf sie »sichtlich ge-v^^ur Ruhe gingen. gert sr>a§ ®e1b. Zeitschrift für Kapitalanla-w,' , r- 6 Jahresabonnement 20 Einzel-" 1 Schilling. R o nt, 16. März. Die hiesigen Blätter widmen den Behauptungen des Pariser „E x e e l s i o r" größte Beachtung. Das genannte Blatt beschäftigt sich mit der Bedeutung der italienischen Flottenmanöver und der Fliegerei in den Territorialgswäs-sern Libyens. Da die Manöver anläßlich der Rückkehr Mussolinis am 22. März abgeschlossen werden, schreibt der französische Marlnesachverständige Jean Quatrematre im „Exrelsior" darüber folgendes: „Italien ist offensichtlich bereit, den Kampf zur See auszunehmen. Italien hat sich für den Seekampf seit jenem Tage vorbereitet, als die Gefahr erkannt wurde, daß gewisse Großmächte versuchen könnten, seine Seewege abzuschneiden und Italien damit von den Kolonien zu trennen. Seit jener Zeit baut die italienische Admiralität neue Flottenstützpunkte im Mittelländischen Meere aus. Italien besaß bis jetzt rasch bewegliche Kriegsschiffe, die befähigt sind, die Verbindungen mit Ostafrika aufrecht zu erhalten und die Transporte zu schützen. Diese Kriegsschiffe sind ohne mächtige Stützpunkte und Dreadnoughts nicht in der Lage, die Operationen der feindlichen Flotte zu verhindern. Italien hat deshalb Super-Dread-noughts auf Kiel gelegt. Die alten Stützpunkte wurde modernisiert, neue hingegen errichtet. In den soeben stattsindenden Manövern geht es darum, die Kapazität der italienischen Flottenstützpunkte an der lybi-schen Küste wie auch zwischen Libyen und der Südspitze Siziliens auszuprobieren. Auf ähnliche Hetzrede gegen die Aufrüstung der Roten Armee halten würde. Eine solche Rede dürfe selbst im demokratischen England nicht unbestraft bleiben. Der konservative Abgeordnete Lok-ker-Lampson hat im Unterhaus einen Antrag eingebracht, in welchem die Regierung aufgefordert wird, die Rede des kommunistischen Abgeordneten Sir Cripps als Mißbrauch der gesetzlich garantierten Freiheit der Meinungsäußerung sowie als Aufforderung zum Umsturz und zur Sabotage zu betrachten. trag halten. Die „Sitzstreifer" ließen ihn nicht hinein, und alles Verhandeln hals nichts. Mr. Lewis mutzte unverrichteter Sache wieder abziehen. Der Konflikt mit der Hoiellsttung ist übri gens noch nicht beigelegt. Sie weigert sich, die Forderungen der Streikenden in Erwägung zu ziehen und diese lehnen es ab, das Hotel zu verlassen. Jetzt wirb es darauf ankommen, ob man es wagt, die Polizei zur Räumung des Hauses einzusetzen. Es wäre recht pikant, wenn Mr. Lewis in Wahrneh mung seiner eigenen Interessen dieses Mittel fordert, das er seinerzeit, als die „Sitz-streiker aus den Automobilfabriken vertrieben werden sollten, heftig bekämpfte. Kolonialaufgaden Ser Luftfahrt In früheren Zeiten war cs Ausgabe der Seeflotte, die Handelswege vom Mutterland zu den Kolonien zu schützen und bei Unruhen schnell an den Brandherd zu eilen. Heuch haben sich dank der ungeheuren Entwicklung der Luftsahrtechnik diese Aufgaben geteilt — die Luftwaffe übernimmt sie zum größten Teil und bewährt sich bestens. An Stelle der früheren Flottenstützpunkte zur Sicherung des Seeverkehrs sind heute die Flugstützpunkte getreten, wobei jede kleine Korallinsel wichtig und wertvoll ist. Selbst alte Seeräuberschlupfwinkel im Stillen Ozean sind zu Flugzeugstützpunkten entwik-kelt worden. Der Vorteil ausgebauter Flugverbindungen besteht nicht nur in der großen Fluggeschwindigkeit, bedeutender ist die Ueberbrük-kung wegloser Wüsten und Steppen, die durch Erdverkehrsmittel kaum zu überwinden sind. Nicht nur die Luftverbindungen zwischen Mutterland und Kolonien sind in den letzten Jahren ausgebaut worden, auch innerhalb der jungen Kontinente selbst ging die Einrichtung von Luftverkehrsstrecken geradezu sprunghaft vor sich. Wie Hptm. a. D. Gandenberger von Moisy in der „Umschau iit Wissenschaft und Technik" (Frankfurt am Main) berichtet wurde in Afrika allein in den letzten 4 Jahren die Flugstrecke verdreifacht. Hier übernahm das Flugzeug selbst die Aufgaben der Trägerkolonnen. Während in früheren Zeiten nur eine Seemacht befähigt war, Kolonien zu erringen und zu bestzen, so ist es eben heute erforderlich, daß diese Kolonialmacht auch eine Luftmacht Besitzt. Ebenso wie die Errungenschaften der Seefahrt für die Lösung überseeischer Aufgaben allen zunutze war, so wird auch die Entwicklung der Luftfahrttechnik zu jenem Ziele führen, welche sich die Völker zur friedlichen Durchdringung des Evdraumes stecken. Graf Grandi. Der italienische Botschafter in London, Grandi, ist, übrigens zur großen Ueberra-chung des Botschaftspersonals, das von die ser Ehrung vorher keine Ahnung hatte, gelegentlich seines letzten Aufenthaltes in Rom in den Grafenstand erhoben worden. Tatsächlich hat man in London in der Italienischen Botschaft diese Nobilitierung Grandis erst aus den Zeitungen erfahren. Die italienische Adelshierarchie kennt sechs Stufen, von denen der „Graf" die vierte ist. Der höchste Adelstitel, der des „Fürsten", -wind sehr selten verliehen. D'An-nunzio erhielt ihn als einziger in der Zeit des faschistischen Regimes. Er macht aber sehr selten von der Berechtigung Gebrauch, sich als Fürst von Monte Nevoso" zu bezeich nen. Ebenso ist Marschall Badoglio der einzige, der nach dem Kriege den tzerzogtitel erhielt. Nach der Eroberung Abessiniens wurde er zum „Herzog von Addis Abeba" ernannt. Marconi dagegen ist einer der wenigen Italiener, die in den letzten ändert halb Jahrzehnten den Titel Marquis erhielten. Barbier mit Bomben belegt. In Paris liebt man in wirtschaftlichen Kämpfen offenbar Gewaltmethoden. Das hat sich bei den Streiks des letzten Jahres zur Genüge gezeigt und jetzt hat es ein Bar Biet in der Rue de Pantin zu spüren bekommen, der nach, Ansicht seiner Berufskollegen seiner Kundschaft die Stoppeln billiger abrasiert, als er das nach den Tarifvereinbarungen tun dürfte. Eine Bande von ungefähr einem Dutzend Männer erschien vor einigen Tagen bei ihm und drohte ihm an, sein Laden würde demoliert werden, wenn er die Preise nicht heraufsetze. Das tat er nicht. Zwei Tage darauf erschien dieselbe Bande wieder und durchstrich zunächst einmal mit dicken Pinselstrichen die Preisbelle, die er am Schaufenster angeheftet hatte.. Damit war es aber noch nicht genug. Am folgenden Tage explodierte um 3 Uhr nachmittags eine Bombe, die an der eisernen Berschl-ußsalonsie des. Ladens angebracht wovden war, und es wurde empfindlicher Sachschaden artgerichtet. Die Polizei bemüht sich, jetzt, die Täter festzustellen. Aus /SjuStieua lu. Banus Dr. Natlačen wurde in Wür- I digung der Verdienste um die Elektrifizierung von Unterkrain zum Ehre n-bürger von št. Rupert gewählt. Eine Deputation überreichte ihm jetzt das künstlerisch ausgearbeitete Ehrendiplom. lu. Der neue Erzbischof von Beograd Dr. Ujčič wird, wie er einem Pressevertreter erklärte, das erste Hochamt als Kirchenfürst an seinem Namenstag, am josefitag, den 19. d. in Ljubljana zelebrieren. lu. Ordensverleihung. Banus Dr. N a-tlačen überreichte dieser Tage im Rahmen einer intimen Feier einer Reihe von Beamten des politischen Verwaltungsdienstes in Slowenien die ihnen unlängst verliehenen Ordensauszeichnun- gen. Unter den Ausgezeichneten befinden sich auch Vizebanus Dr. Majcen, der Vorstand der technischen Abteilung der Banatsverwaltung Ing. Skaberne, der technische Inspektor Ing. Zajc, die Banalräte Dr. Bogataj und Karl Trstenjak, Polizeidirektor Dr. Hacin und Bezirkshauptmann M a r š i č. lu. Manifestation für Bulgarien. In Škofja Loka wurde dieser Tage im neuen Schulgebäude die Bezirkslehrertagung abgehalten, die gleichzeitig der Manifestation für Bulgarien und für die unverbrüchliche Freundschaft zwischen den Gewerkfchasiskneg in i£@3l In der amerikanischen Gewerlschafisorga-nisation, die in der letzten Zeti durch die Entfesselung der beiden Streiks in der Automobilindustrie viel von sich reden machte, ist eine Spaltung eingetreten, von der man im Augenblick noch nicht ipeiß, welche weiteren Folgen sie haben Wirb. Die Streiks der letzten Zeit sind im wesentlichen das Werk von John L. L e w i s, der die amerikanische Jndustriegetverkschaft „Komitee für industrielle Organisation" mit. zwei, Millionen Anhängern leitet. Diese Organisation war bisher der alle amerikanischen Gewerkschaften umfassenden „American Federation o? Labour" angeschlossen. Soeben aber hat sie sich von dieser losgelöst und damit zweifellos eine Schwächung der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung hervorgerufen. Ob John L. Lewis, der sich nach seinen Streiktaten für sehr mächtig hält, für sich lebst davon besondere Vorteile erwartet, ist im Augenblick noch nicht zu erkennen. Es scheint aber schon seit einiger Zeit mit der Einigkeit unter den Gewerkschaftlern nicht weit her gewesen zu sein, denn die „American Federation of Labour" hat John L. Lewis vor einigen Tagen, noch bevor der Loslösungsbeschluß de§ /.Komitees für industrielle Organisation" zustande kam, einen bösen Streich gespielt, über den man aber in USA viel lacht. Lewis wurde nämlich das Opfer seiner eigenen Kampfmethoden. Die „American Federation of Labour" hatte über das Willard-Hotel in Washington wegen einer Differenz über die Arbeitsbedingungen den Streik verhängt und nach dem von Lewis beim großen Autostreik eingeführten Verfahren hielten die Angestellten des Hotels das Haus besetzt. Alle Hotelräume wurden von ihnen in Anspruch genommen und rings um das Gebäude war eine dichte Kette von Streikposten ausgestellt, die niemandem den Zutritt zum Haus gestattete. Mr. Lewis unterhielt aber an Willard-Hotel das Hauptquartier seines „Komitees für industrielle Organisation" und ex wollte London, 16. März. Der heutige »Daily Telegraph« unterzieht die letzte Rede des Arbeiterführers Sir Staf-ford Cripps einer scharfen Kritik. Cripps forderte nämlich die in den Waffen- und Munitionswerken beschäftigten Arbeiter auf, in den Streik zu treten. Für Großbritannien würden schicksalhafte Folgen entstehen, wenn die Arbeiterschaft diesem Rufe folgen würde. Die »M o r n i n g Post« fragt den Kommunistenführer Cripps, ob er wisse, was mit ihm geschehen würde, wenn er als Sowjetbürger in Sowjetrußland eine an einem der letzten Abende dort einen Vor diese wird die neue italienische Kolonialpolitik mit der neuen Flottenpolitik Italiens in Einklang gebracht." Gefährliche Gireikdrohungen In €ngloid Stafford Cripps will den Streik der Arbeiter in den Rüstungswerken / Ungeheure Erregung in politischen Kreisen Aus Stadt mmI Kommt die zweite Draubrücke? Der Regulierungsplan für PobreLje im Mittelpunkt des Interesses z Kompromißlösung der Baufrage Die Unstimmigkeiten, die zwischen der als das projektierte Stadtgemeinde und der Umgebung in der nicht in der Lovska Frage des auf weite Sicht gesteckten Regulierungsplanes herrschen, konnten im Laufe der vergangenen Woche im Wege der kommissioneilen Abhandlung teilweise behoben werden. Vor allem gilt dies für P o b r e ž j c, wo nach genauer Darlegung des Sachverhaltes in den wichtigsten Fragen ein Kompromiß erzielt wurde. Die Banatsverwaltung wird jetzt die Angelegenheit eingehend prüfen und dann ihre Entscheidung treffen. In der dieser Tage am Gemeindeamt von Pobrežje stattgefundenen Enquete, in der Bezirkshauptmann Dr. šiška den Vorsitz führte und an der auch zahlreiche Interessenten teilnahrnen, besprach der Direktor &es Stadtbauamtes Ing. Baran eingehend den Regulierungsplan und legte den Zweck der einzelnen Bauzoncn auseinander. Darnach wird die Großgemeinde Pobrežje in baulicher Hinsicht in drei Zonen eingeteilt. In Tezno kann sich die Bautätigkeit ruhig weiter entwik Schulgebäude ulica errichtet werden wird; der Baugrund wird einvernehmlich festgesetzt werden. Dem Verlangen, daß die engere Bauzone von der Vrtna bis zur Sokolska ulica ausgedehnt werden soll, wurde nur teil- Mittwoch, den 17. Mäez weise entsprochen und wird die dazwischen liegende Gegend nach Fertigstellung neuer Straßenverbindungen nach und nach verbaut werden. In diesem Zusammenhänge wurden zwei Baubewilligungen erteilt. Das Kompromiß, soweit es erzielt werden konnte, wurde protokollarisch niedergelegt und der Banatsverwaltung zur Beschlußfassung vorgelegt. Es wäre sehr zu empfehlen, daß bei Gelegenheiten, wo über tief einschneidende Pegulie-rungs- und Baufragen öffentlich verhandelt wird, am Gemeindeamt eine Ideenskizze wenigstens einige Tage vorher zur Einsicht aufgelegt wird, damit sich die Bevölkerung orientieren kann. Für die Teerung frequentierter Sie aßen Die Staubplage am Hauptplatz wieder aktuell geworden / Warum bekämpft man den Staub nicht systematisch? Seit einigen Tagen streicht bei kaltem,! würde, daß die Pneus der Kraftwagen trockenem Wetter wieder jener Wind das Fugenfüllmaterial nicht mit Vakuumüb er Straßen und Plätze, der nicht nur! kraft hinausreißen und damit den Staub den feinen Staub, sondern auch kleine Sandpartikelchen in die Luft wirbelt.- Auf dem linken Reichsbrückenkopf, vor dem sich der größte Teil des Autobus- und kein, da hier keine Einschränkungen ob- ,, 6 , , , . ^uluuua_ chch walten. Der Ori Pobrežje selbst weist K'f twagenverkehrs abspimit walzen sicn zwei Zonen auf. Die Schutzzone! m-tunter derart,ge Staubwolken, daß man zieht sich am Drauufer nördlich der Zr-iT" m.t vorgeha tenem Taschentuch kovska cesta hin, wo die neue Schlacht-1 atm4en ka"n\?slis1! k!ar- Jaß, d1urch den halle errichtet und wo auch die Industrie ges.te!gertej1 Verkehr d.e Staubplage ver- konzentriert werden soll, weshalb hier I ™ehrt Ivl,rd/ W*hr ist abf auch> daß ™ andere Bauten nicht aufgeführt werden de'en Bekämpfung so gut w.e gar nichts IIMTOe’rtAfMeTIOM Ist« ««<-1 I »n« LJn I ^ X— «4 * dürfen. Die Friedhöfe sollen mit der Zeit aufgelassen und ein neuer Zentralfriedhof weit außerhalb der Stadt angelegt werden. Die dahinterliegende Schottergrube wird zugeschüttet und verbaut werden. Der Stražuner Waid darf nicht ausgerodet werden, da er Zwecken der Landwirtschaft dient. Eine scharfe Debatte entwickelte sich in der Frage der neuen Draubrük-k e, die in der Nähe des Gasthauses Mid-lil errichtet werden sollte. Ing. Baran betonte, daß sich die Notwendigkeit für den Bau der zweiten Draubrücke eigent- unternommen wird. Der Hauptplatz, die Brückenrampen und die wichtigsten Verkehrsadern werden nächtlich nur gekehrt und das ist auch alles. Es ist an dieser Stelle schon wiederholt gesagt worden, daß Maribor seinen Ruf als gesunde Fremdenverkehrsstadt verlieren wird, wenn die zuständigen städtischen Stellen erzeugen. Die Anregung ist bis heute unberücksichtigt geblieben. Man hat nicht einmal einen Versuch in dieser Richtung unternommen, obzwar bekannt ist, daß in anderen Städten die Ölung der Straßen systematisch betrieben wird, um die Staubplage unmöglich zu machen. Es ist bekannt, daß die Stadtverwaltung Teer als Abfallprodukt des Städtischen Gaswerkes um Din 3.— pro Meterzentner in den Verkauf bringt. Wie wäre es angesicht dieses minimalen Einnahmenpostens, wenn man ernstlich daran ginge, den Teer aus dem Gaswerk für die Zwecke der Straßenölung zu verwenden? Anderseits ist es die Pflicht der für die Reinhaltung der Straßen zuständigen Magistratsstelle, wenigstens Versuche zur Abschaffung eines Übels diesem Problem nicht alle nötige Beach-j durchzuführen, welches die Gesundheit tung schenken werden. Wir haben seinerzeit — zur Zeit nämlich, als der Staub wegen der Einfriergefahr im Winter nicht mit Wasser bekämpft werden konnte — den Vorschlag gemacht, die wichtigsten durch auch die zwischen den Granitquadern befindliche Erd- bzw. Sandmasse' der Menschen getragen werden, fett zu erhalten, wodurch bewirkt werden j lieh nur für Pobrežje ergebe, da Maribor Verkehrsadern, vor allem aber den Haupt-nur insoweit in Frage komme, als der P ’ einzulassen, um da- Stadtteil Melje hiebei eine Rolle spiele. Vom Staat, der bereits eine Draubrücke besitzt, sowie vom Banat wäre eine Unterstützung kaum zu erwarten. Die Lö- j sung der Brückenbaufrage sei nur im Wege eines Einvernehmens zwischen Pobrežje und der Stadt möglich. Der Wert der Liegenschaften in der Nähe des südlichen Brückenkopfes würde sich nach der Fertigstellung der Brücke bedeutend heben, weshalb es angezeigt sei, daß die Besitzer zu den Kosten für die Baupläne entsprechend beitragen. Nach Ansicht des Redners wäre auch die Brückenmaut ungenügend, um die Baukosten, die immerhin 6 bis 10 Millionen ausmachen, würden, zu decken. Es sei klar, daß die I Gegend, wo die Brücke das südliche Drauufer erreicht, einstweilen nicht verbaut werden dürfe. der Stadtbewohner in geradezu skandalöser Weise gefährdet. Hier wäre ein Hebel in der Tuberkulosebekämpfung anzusetzen! Zu verhindern nämlich, daß mit jedem Windstoß Milliarden von Bazillen empor wirbelt, auf die Obst- und Verkaufsstände unseres Lebensmittelmarktes und auch direkt in die Lungen I unermüdlicher Fremde aus dem Wagen ut l HUi l IUUI|CUUv ( werfen. Dann sagt die Mutter „Aber Bubi!" Sobald die Frühlingssonne nur ein biß-.l)M hic PW» "der den kleinen Hund auf, chen verheißungsvoll durch die Wolken blin- zelt, wimmelt eS int Park und in den An- ,,.r ., . , r. _ lagen von Kinderwagen. Man hat überhaupt j gleiche wiederholt. ~>cnn wischt den Sand ab und gibt ihn Bübchen wieder. Worauf sich eine Minute später das Bubi findet es qarnLcht mehr geahnt, wieviel Kinderwagen und wieviel kleine Kinder es in ihnen gibt. Die Sonne zaubert sie gleichsam ans Licht, weil inan in den Wimermoiiaten lucuig von ihnen sah. Es sind zum großen Teil die richtigen „Winterkinder", die jetzt gründlich au die Luft geführt werden. Sie haben im Winter oas Sicht der Welt erblickt, nun sollen sie in Im weiteren Verlaufe der Aussnrache Frühlingsfonne ausblühen tote kleine '' , ,w .w Frühlingsblumen. Dann sind andere da, die wurde der Forderung des Bürgermeisters S t r ž i n a insoweit Rechnung getragen, beiden Völkern gab. Während der Feier betrat unerwartet der in Ljubljana weilende frühere bulgarische Gesandte in Beograd, K a z a s o v, den Saal und war Gegenstand herzlicher Ovationen. Der Gesandte hielt eine Rede, in der er die Freundschaft zwischen beiden Staaten verherrlichte. lu. Der erste slowenische prawoslawe Geistliche. An der prawoslawen theologischen Fakultät in Beograd wurde dieser Tage der Hörer Gorazd Dekleva promoviert. Es handelt sich um den ersten , . . prawoslawen Geistlichen der Slowenen, j umhcrjuchtcln oder die nicht mehr so ganz klein sind, die vielleicht schon im leichten Sportwägelchen sitzen und äußerst vergnügt in die Sonne gucken. Eine Kinderwagenparade schiebt sich über die Parkwege, die noch feucht sind vom letzten versickerten Schnee oder von den Regengüssen der letzten Tage. In manchem dieser Kinderwagen sicht man, wenn man vorüber geht, rein nichts. Und nur, wenn man sich über den Wagen beugt, sieht man ganz unten ein kleines rosiges Etwas liegen, das meistens schläft über mit großen verträumten Augen in die Helle über ihm blinzelt, unermüdlicher Freude aus dem Wagen kleine Arme in rosa, weißer oder hellblauer Wolle hervorragen, die vergüngt in der Luft wunderbar, wie die Gummipuppe aus dem Wagen fliegt und Mutter sie treulich immer wieder holt. Weise Mütter gibt es natürlich auch, die binden die Puppe am Wagen fest. Manchmal machen die kleinen Frühlingskinder auch die ersten Gehversuche. An einem Aermchen festgehalten, torkeln sie ungeschickt über die Wege, und wenn sie sich losgerissen haben, sitzen sie auch schon auf dem Boden. Sie sind übrigens die ersten farbenfreudigen Tupfen im noch winterlich kahlen Busch-werk. Noch haben die Frühlingsblumen reicht ihre bunte Pracht entfaltet, aber die leuchtende Wolle kleiner Frühlingskinder ist weithin durch den Park und die Anlagen sichtbar. Selbst wenn sie schon sehr behende laufen können, ist es gut, daß sie so bunt an gezogen sind, da sieht Mutter auf weiter Ent fernun-g,, wo der Liebling steckt. Die Sonne lacht, und die Kinderwagen sind da. Sie sind das sicherste Frühlingssymptom. Mariborer Uhr findet m. Kammermusikabend des Trio. Heute, Mittwoch, um 20 im großen Kasinosaal der erste Kammevmu-sikabenö des neugegründeten Mariborer Trio Gummipuppe mit i statt. Mitwirkende sind Dr. Roman K I a- f i n z (Klavier), Taras Poljanec ww line) und Otto Bajde (Cello). Am Programm stehen Beethovens Trio in C-Moll op. 1 Nr. 3, Schuberts Sonate für ^ Geige und Klavier, op. 137 und Dvora ks Tünch’ Trio op 90. Restliche Karten an der Abem lasse. * Spßter Teppichausstellung im Hotel „Zamorc", 1?—2?. März. 2632 m. Vermählung. Zn Rogaška Slatma wurde dieser Tage der Selchermeifter Franz Kreuziget mit Frl Hedwig Fels c> Gastwirtskochter in Tezno, getraut. Unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Aus dem Zolldienste. Der Zollbeamte Niko M i l j a k wurde von Split zum Zoü amt in Dravograd versetzt. m. Die Propstei Dravograd feiert in diesem Jahre ihr 700jähriges Gründungsjubi-lärem. Dieses einzigartige Jubiläum wird in feierlicher Weise begangen werden. m. An der Volksuniversität findet am Freitag kein Bortrag statt. Montag, den 22. d. spricht Univ. Prof. Dr. Vaclav Burian auz Ljubljana über Jan Kvlar und die slawische Eintracht. m. Uraufführung einer Operette. Wie bereits erwähnt, gelangt in den nächsten Tagen das neueste Werk des Mariborer Regisseurs Paul Razberger, die Operette „Rote Nelken, zur Uraufführung. Die erste Inszenierung dieses.musikalischen Stückes ist für den kommenden Sonn tag, den 21. d. abends angesetzt. Mit der Uraufführung ist auch die interne Feier des 35 j ä h r i g e n B ü h n e n j u b i l ä-u m s des Komponisten verbunden. m. Cercle Iraucais. Der Vorstand des Vereins ladet neuerdings alle Mitglieder zur Vollversammlung ein, die Donnerstag» den 18. d. M. um 18.30 im Lesesaal, Gregorčičeva ul. 4, stattfinden wird. m. Weltausstellung in Paris. Mancher, der im Sommer zur Weltausstellung in P<*' ris zu reisen gedenkt, möchte rasch seine, sran zösischen Kenntnisse ausfrischen oder sich wenigstens die für den täglichen Gebrauch notwendigsten Ausdrücke aneignen. Zu diesem Zweck wird der „Cercle francais" am -• April einen besonderen Kurs eröffnen. Der Unterricht wird Dienstag und Freitag von 18.30-19.30 Uhr — auf Wunsch der Teilnehmer kann die Stunde verschoben werden — im Erdgeschoß des Realgymnasiums statt-iireden. Anmeldungen mögen mit Postkarten an die Adresse: „Cercle francais", Mariborgerichtet werden. m. Das Reisebüro „Putn>k" ist am JoseF-tag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Die Wechwl-stube am Hauptbahnhof amtiert wie tmmer bei Ankunft und Abfahrt aller Züge. m. Petroleumlieferungen für das Am Draudivisionskommando in Ljubljana wird am 23. d. um 11 Uhr die mündliche Anbotversteigerung zwecks Lieferung von 7000 Kilogramm Petroleum für die Bedürl nisse des Heeres abgehalten. Informationen werden in der dortigen Jntendankurkanz-lm erteilt. m. Jäher Tod. Die Eifenbahnersgalkin Marie Strgar in Dravograd brachm am Montag ihrem Mann, der in einem Zähere Walde beschäftigt war, das Mittagessen-Als sie dann wieder zurückkehrte, wurde F plötzlich von Unwolsein befallen und erlaö kurz darauf dem erlittenen Schlaganfall. m. ^teinbombardement auf den Lokom»1 tivsührer. Als kürzlich der Lokalzug nach Zeltweg die Station Dravograd verließ, or-ofmetc knapp vor der Staatsgrenze ein jüngerer Mann ein Steinbombardeuent gegen den Lokomotivführer, der, hiebei erheblich? Verletzungen erlitt. Die Gendarmerie hn-den Missetäter bereits ausgeforscht. m. Der Stratzenausschutz in Prevalje l)fl-dwier Tage seinen Sitz nach Dravograd »cr legt. m. Ausgesundenes Diebsgut. In einem Zigeunerlager nächst Ptuj wurden von einer Gendarmeriepatrouille größere Mengen 3C’ 'tchlemr Waren aufgefunden. U. a. befand sich darunter auch ein Teil der Waren, die bei dem kürzlich verübten Einbruch in äps Geschäs: Mernik in Tezno den Tätern in d>e Hände gefallen waren. m. Flüchtige Fahrraddiebe. Als gestern abends ein Passant bei der städtischen Schtcchtfjalle vorbeikam, traf er zwei Männer an, die sich in verdächtigerweise mit zwei Fahrrädern zu schaffen machten. Kaum wurden die beiden d. Passanten ansichtig, ließen Ein guter Exportartikel Frösche, Schnecken und Blutegel für Frankreich / Zusammen schluß der Sammler Ne die Räder liegen und eilten von dannen. darauf konnte die Polizei feststellen, baß Beide Räder im Lause des gestrigen Talles «gestohlen worden waren. m- Ausgezeichnete Skifähre am Bachern. wer plötzliche Wetterumschwung schuf in den bergen neuerdings günstige Wintersport-^ogltchfeiten. Insbesondere im westlichen Äacherngebiet gibt es eine ausgezeichnete Zisährc. Der Slow. Alpenverein veranstal-wt deshalb am Samstag, den 20. b. um 1-1.30 Uhr ivom Hotel „Orel") cine Sonder s^B't «.och Ribnica. Rückkehr erfolgt Sonntag um 18 Uhr. Der Fahrpreis stellt sich auf sch Dinar. Die Anmeldung ist rechtzeitig C:in „Putnik" vorzunehmen. '«• Eine 20-Dinar-Falschmünze wurde Aftern von einem Mann in einem Geschäfte tiR!, Grajski trg ausgegeben. Die Falschmün-^ '-st leicht zu erkennen. m. Selbstmordversuch. In Pobrežje trank Aftern die 35jährige Schlossersgattin M. 1; in selbstmörderischer Absicht Essigsäure. Man veranlagte ihre sofortige Überführung ni das Krankenhaus. * Pesek — Radvanje — Peposeier. 2393 w. Wetterbericht. Maribor, 17. Atärz, 8 ihr, Temperatur 4, Barometerstand 737, Windrichtung NS, Niederschlag 0. Gegen Verstopfung und Hämorrhoidalbe-lc“Werden haben sich Lcopillen durch ire verläßliche, pünktliche und schmerzlose nnkung, ihre vollkommene Unschädlichkeit ad durch die auch nach längerem Gebrauch v - sleichblcibende Wirkung seit Jahren |OrzügUch bewährt. In allen Apotheken cr-, aitlich. Annonce reg. S. Nr. 3236 vom 19. '*■ 1936. Simultanspiel des Großmeisters Virc _ Der Mariborer Schachklub veranstaltet ^ain-tag. den 20. d. um 20 Uhr int Gam-dtlnussaale ein Simultanspiel,, wobei unser teirnischer Großmeister und Schachmeister r0lt Jugoslawien Vasja P i r c gegen die #en Spieler Maribors auftreten wird, ckur diese Beranstastüng herrscht begreifli-wttweise in der Oeffentlichfcit großes Jn-Nffe. fas Piuf -. ».matmamiUiam u i wi iiwifre tv. p Schwerer Unfall m't c’ncr gefundenert štrene. Der 15jährige Besitzerssohn Alois chnterič aus Bratiflavica fand im Walde ^«e Patron, die er zu Hause zu öffnen versuchte. Eg kam zu einer Explosion, wobei der -Niabe bedenkliche Verletzungen am Gesichte M «n beiden Händen erlitt. Man über-lrte ihn ins Krankenhaus. p- Tragischer Tod eines Kindes. Das kaum tnci Jahre alte Söhnchen der Besitzersleute k und Johanna RaZl in Žabjek stürzte J’ht Spiel in den Ragoznica-Bach und er-.^t, ehe es von jemanden bemerkt werden b. Unfall. In Erjavec wurde die 45jähri-A Keusch,lerin Johanna Lovrec von einer w 1 attackiert, wobei sic erhebliche innere Üb ungen erlitt und ins Krankenhaus irführj- werden mußte. ^kberfall. Auf der Straße nächst Tržič ui* wurde der Besitzers söhn Veit Fva-Fah 'b°U Einern ihm bekannten Burschen über tet6 re:Un^ mit einer Mistgabel arg zugerich-* belvt ^NEfte sich um einen Racheakt Han- fas tefM Gkiball 1937 ba?'C langjährige Tradition dieses Balles UM n*en l"ciner allgemeinen 1 Beliebtheit r ch Heuer wieder alle Bevölkerungskreiie .^gezogen, so daß in allen Räumlichkei-li?Eex Betrieb herrschte. Die Stimmung J in keiner Hinsicht zu wünschen übrig hieb ^Egnügt tanzten, tranken und unter» im ten sich die Teilnehmer bis in die frühen Evgenstunden. Unxr Gesamtleitung dieser großzügigen j) chtzten Faschingveranstaltuitg lag ’n r 1 Händen der Herren Dr. Alfred I u -^ ö r t, Gustav ©tiger und Edo P a trö Ich- Ihnen zur Seite standen die Her-Jri'itz Pichl, Franz U r ch, Erwin UnV ‘V1 ! ch n e r, Hermann D i m c tz j _. P l a n k l. Sie bildeten das Ball-1 ec und trugen durch ihre Betriebsam- Jn der Zeit der Wirtschaftsdepression, wie der gegenwärtigen, trachtet jeder Geschäftsmann, neue Absatzgebiete ausfindig zu machen und dort seine Waren an den Mann zu bringen, auch wenn der Gewinn nur gering ist. Unsere 'Gegend besitzt noch einige Artikel, die im Ausland vorteilhaft abgesetzt werden können. Zu erwähnen wären Frös ch c, W c 4 n b c r g s ch it e !-• $ c n und Blutegel, die besonders in F rank r c i ch ein begehrter Artikel sind und in großen Mengen aufgenommen werden. Bisher wurden aus Jugoslawien bereits bedeutende Partien dieser Tiere cus-maß aus unseren Gegenden. In M e d m urj c befaßt man sich schon seit längerer Zeit mit ident 'Fangen von Fröschen, aber auch mit dem Sammeln von Weinbergschnecken und Blutegeln. Auch in Prek m u r j c, besonders zwischen Murska Sobota itttd Lendava, kommen Frösche massenhaft vor, da das Terrain dort nicht sumpfig und der Boden sandig ist. Bisher wurden Frösche hauptsächlich aus Dalmatien, aus der Umgebung von Metteüc. aus geführt. Im Vorjahr wurden mehrere, Waggons aus dieser Gegend nach Frankreich exportiert, wo die Froschschenkel ein begehrter Leckerbissen sind. Zu Beginn der Saison erzielte man einen Preis von 1.50 Dinar pro Kilo, der später auf 2.50 Dinar anzog. Infolge der reichlichen Zufuhren sank dann der Preis auf 70 Para herab. Ebenso 'Kinnen für Schnecken, die ebenfalls eine vie'lge-suchte Delikatesse darstellen, und für Blutegel, die in der Medizin eine große Rolle spielen, günstige Preise erzielt werden. Das Sammeln der Frösche, Schnecken u. Blutegel ist sehr mühsam, und von den Ein täufern werden an die Qualität der Ware große Ansprüche gestellt. Die Sammelstel-len sind meist entlegen und die Tiere werden nur lebend übernommen, immerhin lohnt sich die Arbeit, besonders in den Mußestunden. Die Erkenntnis, daß im’ Zusammenschluß ein größerer Stutzen aus der ausgewendeten Arbeit erzielt werden kann, hat die Bevölkerung in Medmurje dazu bewogen, Schritte einzuleiten, um eine Qrganiation ins Leben zu rufen, die die gesammelten Frösche, Schnecken, Blutegel usw. aus genossenschaftlicher Grundlage fachmännisch sortieren und dann damit die ausländischen Märkte' direkt beliefern soll. Es würde sich empfehlen, daß sich die Bevölkerung auch in anderen Gegenden, in denen diese Tiere massenhaft vor kommen, für ihren titbatz im Auslande interessiert. Die aufgewendete Arbeit wird sich sicherlich auch hier lohnen. fHatMem tßs&tiee Repertoire: Mttwach, 1-7. März: Geschlossen. Donnerstag, 18. März um 20 Uhr: „Schuh-machet* Hit1". W. C. Ermäßigte Preise. Freitag, 19. März um 15 Uhr: „Dr." Ermäßigte Preise. — Um 20 Uhr: „Zigeunerprimas". Tief ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. BolksuniverstM Montag, 22. März: Univ. Prof. Dr. Bu-rian über Jan Kolar und die slawische Eintracht. TMt-Kiua Burg-Tonkino. Erstaufführung des großen Musik- und Gesangfilmes „Unsterbliche Melodien" (Letzte Liebe ioeg Walzerkönigs Johann Strauß) mit Leo Slezak, Lizzi Holzschuh. Maria Paudler und Alfred Jergeu in den Hauptrollen. — In Vorbereitung der amüsante Schlager „Lumpazi-Vagabundus" mit Paul Hörbiger, Heinz Rühmann und Hans Holt. — Freitag und Sonntag >unt halb li Uhr sowie am Samstag um 14 Uhr gelangt der Lustspielschlager „Eine Nacht in der Oper" bei stark ermäßigten Preisen zur 'Vorführung- Union-Tonkino. Heute, Mittwoch, die Pro tttierc des allergrößten Films des .Jahres „Port Arthur" mit Adolf Wohlbrück, Karin Hardt und Paul Hartmann. Der letzte Film Adolf Wchlbrücks vor seiner Abreise nach Amerika. Vor dem gewaltigen Hintergrund des heldenhaften Kampfes um die Festung Port Arthur schildert dieser Großfilm in bewegten Bildern das Schicksal eines russischen Offiziers und seiner spanischen Frau und den seelischen Aufeinanderprall zweier Welten. Ein unerhörtes Erlebnis für jeder mann! Auiocar-Ausflüge öes „jputnif" Das Reisebüro „Putnik" (Tourist Office) veranstaltet in der nächsten Zeit eine Reihe von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Luxus-Autocars unter nommen werden. Das Programm sieht folgende Fahrten vor: 19. März: Gesellschaftsfahrt nach Graz. Fahrpreis 100 Dinar. 25. März bis 3. April; Osterfahrt nach Rom und Besuch verschiedener italienischer Städte. Pauschalpreis 2400 Dinar. 27. bis 30. März: Ofterfahrt nach Venedig. Pauschalpreis 900 Dinar. 28. und 29. März: Gesellschaftsfahrt nach Graz. Fahrpreis 110 Dinar. 10. bis 21. April: Besuch der italienischen und französischen Riviera. Pauschalpreis 2800 Dinar. 27. April bis ll. Mai: Sonderfahrt zur Pariser Weltausstellung. Pauschalpreis Din 3900.—. 2. bis 6. Mai: Besuch der Budapester Messe. Fahrpreis 500 Dinar. 8. bis 18. Mai: Besuch der Adria mit Aufenthalt in Crikvenica. Pauschalpreis 1200 Dinar. 8. big 18. Mai: Besuch der Adria mit Aufenthalt auf der Insel Rab. Pauschalpreis 1250 Dinar. Informationen und Anmeldungen im „Putnik"-Büro, Maribor, Aleksandrova cesta 35, Tel. 21-22 und 21-29. Apothekennachtörenst Vom 13. bis 20. d. versehen die Mehren-Apotheke Wag. Maver) und die Schutzengel-Apotheke (Mag. Vaupot) den Nachtdienst. b. Weltstimmen. Menschen- Bücher, Schick sale. Heft 3. Monatlich ein Heft zum Preise von 80 Pfennig. Franckh'sche VerlagshaNd-lung, Stuttgart. Aus dem Inhalt: Von der Unsterblichkeit mancher Bücher; Dickens, Bleak House; De la Bedoyere, George Washington; La Roche, Familie auf Jalna; Kartei, Der Mensch, das unbekannte Wesen; Wehner, Stach und Festung Beigerad; Die literarische Anekdote; Oertzen, Pilsudski; Dichter unserer Zeit usw. kc.it viel zum guten Gelingen der Veranstaltung bei. Die nette und geschmackvolle Ausstattung der einzelnen . Lokale, von denen vor allem der von Herrn 'K r a p e š geschmückte große Saal besondere Erwähnung verdient, sowie nicht zuletzt der Gedanke an die Fastnacht trugen viel zur allgemeinen ausgezeichneten Stimmung bei. Um die Raumgestaltung Haben sich noch die Herren Reinhold B l e .ch i n g o r, Start Ff i I a č und Feri S k a b c. r n c verdient gemacht. Hier sei aber auch aller jener Frauen und Männer gedacht, die sich durch die Bewirtung der Ballgäste in den vielen Buden große Verdienste um das Gelingen der Veranstaltung erwarben. In der besonders nett ausgeschmückten Bar walteten Frau Lisi S t i g c r und Frl. Ilse v. D e g e l m a n n sowie die Herren Gustav und Werner S t i g e t ihres „Fürsorgeamtes". Die Bewirtschaftung der „Heurigenschen-ke" oblag Frau Fabian mit den .Herren Hans K u I I i ch und Willi L ö s ch-n i g g. We Mehlspeisbude -betreuten Frau Elli H o t I o und Frl. Alda Filipi t i ch. Das „Cafä" int großen Saal leiteten die Frauen Krell und Rika S r i m z sowie Herr Josef Krell. Der Verkauf der Skiklub-Zeitung und soit stiger Andenken schließlich lag in den nimmermüden Händen der Damen Cll Holko, Helga E b e r s b e r g, Herta S k o b e r-n e, Ada W u st.s e r, Margit W c r e n, denen noch die Herren Karl F i l a č, Feri S k a b e r ne und Karl S a g e r zur Seite standen. An der Kasse wirkten unermüdlich die Herren Karl Sage r und Fritz P i ch I. c. Todesfälle. Im hiesigen öffentlichen Krankenhaus starben der 52 Jahre alte Steueramtsdiener i. R. Josef Škorjanc aus Celje und die 61jährige Näherin Maria K a c aus Celje. In Ostrožno bei Celje verschied im Alter von. 70 Jahren der Gefängnis-Oberaufseher i. R. Andreas Turn §cf. c. Seltsame Jahreszeit. Die Frühlingsnähe, die uns der Sonntag Judika künden soll, war im Wetter nicht besonders zu spüren. Der Sonntag begann trüb, gegen Mittag hellte es sich zwar ein wenig auf, am Nachmittag aber regnete es und trüb nahm der Tag, der auch einen Temperaturrück-gang brachte, wieder Abschied.. Der Montag war. sonnig und heiter und ungewöhnlich warm. Viele sonnenhungrige Städler nutzten den warmen Tag zur Spaziergängen in die Umgebung oder ließen auf den Ruhebänken im Städtpark, auf dem Masarykkai und aus dem Reiterberg -die Strahlen einer milden Frühlingssonne auf sich einwirken. Am Abend jedoch, so gegen 20 Uhr, setzte Plötzlich ein kalter Nordostwind ein, der einen starken Regen, dann Graupeln und -zu .guter Letzt einen starken 'Schneefäll brachte. Am Morgen aber lachte wieder helfe Frühlingssonne und die Stadt blickte drein, als ob nichts gewesen wäre. Die umliegenden Berge aber, ja selbst der Nikolaiberg und Annensitz, zeigten sich noch zur Mittagszeit in einem winterlichen Kleide. Auf den etwas höheren Bergen in Celjes Umgebung blieb die 'Schneedecke. liegen. Seltsame Jahreszeit! c. Ueterfälle. Der 29 Jahre alte stellenlose Schlosser Bartholomä Pangerl aus Škofja vas bei Celje unid der 21jährige Land wirtssohn Martin Kunst aus Ložnica sowie der 47 Jahre alte und bei der Sannregulie-rung Bedienstete Arbeiter Karl Kovač aus Pečovnik sind von unbekannten Männern überfallen und schwer verletzt worden. Sie genesen im öffentlichen Krankenhaus. c. Einbruch. Ist der letzten Zeit sind wiederholt Einbrüche und Einbrüchsverfuche in der Umgegend durchgeführt worden. Nun haben mit neuerlich wieder einen solchen Fall zu verzeichnen. Diesmal wurde in das Weingarlenhaus des Hauptmannes Max Kovač in Lisce bei Celje eingebrochen. c. Ausklang im Skisport. Der Sportklub Celje führte am letzten Sonntag auf dem „Gölte" einen Torlauf durch, der vom Wetter keineswegs begünstigt war. Mit 23 Läufern (darunter 13 Jungmannen) war der Wettbewerb schwach besetzt, dennoch aber war es zu spannenden Kämpfen gekommen. Die Schneeverhältnisse waren so schlecht, daß die Strecke auf. 300 Meter verkürzt werden mußte,. wobei bei einem Höhenunterschied von 120 Meter 26 Tore zu durchlaufen waren. Schnellster am Slalomhang war Fritz Zellen (S'kiklnb Celje), der in 1;55.3 Minuten Gesamtzeit herunterkam. Ihm stand aber Dušan Gradišnik (SPD Celje) nur wenig nach.. Für beide Läufe benötigte er 1:56.1 Minuten. Dritter wurde Hermann Tkalčič (,,Olymp"-Celje). Bei den Jungmannen konnte sich Walter („Olymp") vor Fritz Dvoršak („Olymp") und dem erst zehnjährigen Josef Sevčnikar an erster Stelle Placieren. An die P. I. Abonnenten der „Mariborer Zeitung“ Die gesch. Abonnenten der »Mariborer Zeitung« werden höfl. ersucht, die rückständigen Abonne: ntsbeträge so bald als möglich zu begleichen, damit die Verwaltung nicht in die unangenehme Lage gebracht wird, in der Zustellung des Blattes eine Unterbrechung eintreten lassen zu müssen. — Die Verwaltung der »Mariborer Zeitung«. llllidsiliüitlkkB ifajtdstkßk- Die Wellwarenmättte Das Aufrüstungsprogramm der verschiedenen Regierungen bewirkte auch in der vergangenen Woche eine rege Nachfrage an den Warenmärkten. Heber die einzelnen Artikel wäre zu bemerken: Baumwolle. Der Oktobertermin in Liverpool, der zu Ende der vergangenen Woche ctmxt 7 Pence pro Pfund notierte, wurde Freitag 7.38 nach 7.48 am Vortag gehandelt. Ashnlich entwickelten sich die Kurse von ägyptischer Baumwolle in Liverpool. Auch in Newport kam cs zu kräftigen Kursbesserungen. Maitermin notierte Donnerstag 13.85 gegen 13.41 der vergangenen Woche. Die Märkte in Alexandrien und Bombay machten'diese Kurssteigerungen ebenfalls mit. Die öfter» reichlichen Baumwollspinner haben die Garnpreise, wie schon berichtet, mehrfach hinaufgesetzt. Getreide. Über die Nachfrage seitens der Jmportlän der haben wir schon mehrmals berichtet. Umfangreiche Käufe in Argentinien und Australien haben die Bestände dieser Länder stark gelichtet. Die Wirkung ist nicht ausgeblieben. Die Weizenpreise in Liverpool sind von 8-11% für Mai auf 9-1 % gestiegen. Maiweizen erreichte in Chicago einen Höchststand von 140, Mai-Mais von 110, Die Steigerungen betragen also 5 bis 8%. Zucker. Die Zuckerpreise waren in London sehr fest. Mai-Zucker zog von 6/6 auf 6/9% an; die gleiche Kurssteigerung wies der neue Weltkontrakt in Newyork auf. Dort stiegen die Preise von 1.27 auf 1.3372. Am 5. April soll in London eine Konferenz zusammen* treten, deren Ausgabe cs ist, die Zuckerpreise auf einen gewinnbringenden Stand zu heben. Kaffee. Auch in diesem Artikel gab es kräftige Preissteigerungen. (Reio Juli 7.54 nach 7.12). Die Nachricht über Meinungsverschie denheiten zwischen Brasilien und Kolumbien in der Kaffeefrage wurde dementiert, hielt jedoch die Händler zurück, größere Eindck-kungen zu tätigen. Seit 1. Juli v. I. sind durch Brasilien mehr als 5,000.000 Sack vernichtet worden. Kautschuk hatte ebenfalls eine feste Tendenz, obwohl Streiknachrichten zu vorübergehenden Rückschlägen führten. April London notierte 11 fünf Achtel nach 10 ein Sechzehnte!, Juli Newyork 33.41 nach 23.84 vor einer Woche. \ Metalle. Die auffallendsten Kurssteigerungen brach te der Metallmarkt. Kupfer stieg in Lon don Von 69% auf 74%, Zinn von 255% auf 296%, Blei von 32 fünfzehn Sechzehnte! auf 367« und Zink von 32 sieben Sechzehnte! aus 37%. Im Wochenverlauf gab es zwar mehrfach kräftige Rück schlüge, die aber stets noch am gleichen Börsentag aufgeholt werden konnten. Man beobachtete starkes spekulatives Interesse, ober auch umfangreiche Käufe seitens der Industrie. In Kupfer herrscht zum Beispiel Mangel an greifbarer Ware. Völlig unbeachtet blieb das S i l b e r. In Newyork notiert es nach wie vor 45, in London ca. ,20%. Hausse in Staaispapieren Bedeutende Kurssteigerungen in der letzten Zeit In der gestrigen Nummer unseres Blattes ist der obige Artikel beim Umbruch durch Verschiebung der Tabelle ein sinnstörender Fehler entstanden. Da es sich um eine wichtige Angelegenheit handelt, wollen wir im nachfolgenden den Artikel wiederholen. Seit Beginn des Jahres wird an den jugoslawischen Börsen eine große Betriebsamkeit verzeichnet. Nie sind soviel Schlüsse getätigt worden. Die Kurse der Staatspapierc sind nunmehr viel höher als Ende 1936. In den Börsenkreisen ist man überzeugt, daß die feste Tendenz in Staatspapieren weiter dauern wird. Dies gilt insbesondere für die Kriegsschade n r c n t e. Das Interesse an Staatspapieren ist stark gestiegen. Außerdem bringen die Staatspapiere viel mehr Zinsen ein als die Bankeinlagen, wo die Zinsen kaum 4—4.5 Prozent betragen. Die jugoslawischen Staatspapiere tragen folgende Zinsen ein: £ O* S? o> •d o SS 3> I s o N N T-1 5 2%-% Kriegsschaden 374.— 6.68% 40650 6.15% 34.50 7% Blairanleihe 76.25 9.10% 82.75 8.48% + 6.50 8% Blairanleihe 86.50 9,25% 90.75 8.62% + 3.25 7% Investitionsanheihc 34.50 8,26% 98.75 7.87% + 4.25 7% Seligmananleihe 92—: 7-61% 97.— 7.22% + 5— 6% Beglukobl. (5000) 69.40 8.637c 75— 8.03% + 5.60 6% Beglukobl. (2500) 67.40 3.63% 73.25 8.03% +' 5.85 6% Beglukobl. (500) 66/25 8.637° 7050 8.03% + 4.25 6% dalmat. (5000) 67.40 8.92% 7355 8.27% +’ 5,85 6% dalmat. (1000) 66.40 9.92»/» 70.75 8.27% + 4.35 6% dalmat. (500) 64.60 8.9(2% 69.50 857% +’ 4.90 7% Stabilisationsanleihe 84.50 8.28% 87.75 8.00% + 3.25 Verkaufsstellen bleiben, doch hat es in diesem Fall den Warenverkauf (Stoffe und Konfektion) auf eigenes Risiko zu übernehmen. Wie es heißt, erfolgte dieser Schritt deshalb, weil angesichts der großen Zahl der Verkaufsstellen die Kon trolle sehr erschwert ist and sich im Laufe der Zeit auch andere Unzulänglichkeiten herausgestellt hatten. iußtt Wie daraus ersichtlich ist, verzeichnen ie Kurse der Staatspapiere eine große lausse im Vergleich zu dem Kurse Ende des Vorjahres. Die Zinsen, die diese Papiere einbringen, sind viel höher als die Zinsen, welche Geldinstitute bieten. Hochschule für Leibesübungen in Ljubljana? Außer Albanien ist Jugoflaimen der einzige Staat in Europa, der noch keine Hoch schule für Leibesübungen besitzt. Bekanntlich schienen die Vorbereitungen für die Gründung einer solchen Anstalt, als deren Sitz Beograd in Aussicht genommen wurde, bereits beendet, als plötzlich die fehlenden finanziellen Mittel die Eröffnung der Schule unmöglich machten. Nunmehr ist dem Ministerium für köperliche Erziehung ein neuer Voranschlag unterbreitet worden, wonach an der philosophischen Fakultät der Ljub-ljanaer Universität eine besondere Abteilung für Leibesübungen gegründet werden soll. Minister Dr. Krek Hat in dieser Hin sicht eine Aktion eingeleitet und es ist nur zu wünschen, daß die Gründung ehebaldigst Staatliche Subventionen für den Sport Die einzelnen Sportverbände sollen heuer auch einer staatlichen Subventionierung teil hastig werden. Im Voranschlag des Ministeriums für körperliche Ertüchtigung sind vorgesehen 70.000 Dinar für die Pfadfinderverband, je 100.000 Dinar für den Wintersportverband, für das Olympia-Komitee, für den Leichtathletikverband, für den- Verband der Schützenvereine und für den Ru-dererveuband, 60.000 Dinar für den Fechtverband, 30.000 Dinar für den Fußballverband, je 50.000 Dinar für den Sportklub „Ing" und den Reitklub in Beograd, 300.000 Dinar für das Sokolstadion in Skoplje, 5,000.000 Dinar für das Stadion in Beograd, 210.000 Dinar für Stipendien für Hörer ausländischer Hochschulen für Leibesübungen, 700.000 Dinar für Sportkurse, 1,000.000 Dinar für Sportplätze und Turnhallen, 600.000 für Feuerwehren, 6000.000 Dinar für den Sokol des Königreiches Jugoslawien und 300.000 Dinar für Sport-verbände und Vereine, die oben nicht berück sichkigt wurden. Börsenberichte Ljubljana, 16. d. Devisen: Berlin 758.03—1777.91, Zürich 996.45-1003.52, ionbon ,213.46—215.52, Newyork 4342.25— 378.57, Paris 200.84—202.28, Prag 152.54 -153.64, Triest 229.44—332.53; österr. Schilling (Privatclearing) 7.96, engl. Pfund 138, deutsche Clearingschecks 12.08. Zagreb, 16. d. S t a a t 's wert c: !7s% Kriegsschaden 415—416, 4% Agrar 4—56, 4% Nord agrar 52—52.75, 6% dal-natinische Agrar 75.50—6, 6% Begluk rs.50—0, 7% Jnvevstitionsanleihe 88—0 % Hypothekaranleihe 100—105, 7,% Blair 86—67.50, 8% Blair 96—97.50; Agrarbank 215—316. X Lizitation. Am Kommando des 39. Infanterieregiments in Celje wird Donnerstag, den 18. d. eine Anbotversteigerung für die Lieferung von Spiritushefe für die Garnison abgehalten. X Liquidierung der Tivar-Verkaufs-stellen. Der Inhaber der großen Textilunternehmung »Tivar« in Varaždin, S t i a s n y, ordnete an, daß die Verkaufsstellen der Firma im ganzen Staate, gegen 250 an der Zahl liquidiert werden. Das Personal kann weiterhin in den : SK. Rffpb. Donnerstag abends wichtige Spielersitzung. Es haben alle Mitglieder der Fußballsektion zu erscheinen. : „Utrijas" Leichtathleten nach Wien. Eine LeichtathletenauÄvahl der Ljubljana-er „Ilirija" wird Mitte Mai in Wien zu einem internationalen Meeting antreten. Der Revanchekampf soll im August in Ljubljana vor sich gehen. : Fünf Spiele in der Nationalliga. Sonntag. den 21. d. werden wiederum fünf Ligaspiele ausgetragen und zwar treffen aufeinander in Zagreb „Gradjanski"—HA8K und „Ccncordia"—BASK. in Beograd BSK— „JngoUlavija", in Split „Hajduk"—„Sla-vija" (Sarajevo) und in Ljubljana „Ljubljana"—„Slavlja (Sarajevo). : Im Steirischen Fußball-Cup mürben als Gegner der Endrunde „Sturm" und der Grazer Sportklub ermittelt. Letzterer siegte am vergangenen Sonntag gegen Gratkorn 8:1. : Jnterntronale Skirennen. In St. Anton am Arlberg wurde ein Wettkampf in der alpinen Kombination ausgetragen. Als Sieger ging Pfeifer hervor, der auch den Slalomlaus gewann, während Walch In der Abfahrt den Sieg davcntrug. In Davos wurde das aPrsenn-Derby bestritten. Den Sieg riß der kaum 16jährige Davoser Rüedi an sich. Zweiter wurde Rominger und Sttst ter Rudi Matt. Bei den Damen blieb Gerda Paumgarten siegre'ch. : Das Fifaspiel Mitteleuropa gegen Westeuropa wird nunmehr am 20. Juni ^,lU Amsterdamer Stadion ausgetragen. De Bearbeiten setzen bereits in nächster Zeit em‘ : Im Schwimmkamps Magdeburg—Parst» blieben die Deutschen mit 18:16 licgrc1®-Die Entscheidung fiel erst int letzten Wct^ bemerb, in der Lagenstaffel, die Magbebu/g in 3:27.8 gewann. Das Wasserballipu'l schloß 5:5. ; : Ein Sportgcsetz in Frankreich. Ministerpräsident Leon Blum hat den Gesetzentwurf unterzeichnet, der die körperliche Ertüchtigung in Zukunft für alle Franzosen zictsdst11 sechs und vierzehn Jahren obligatorisch macht. In den Schulen werden der körperlichen Erziehung mindestens ninf Stund-'' wöchentlich Vorbehalten. : Weltrekord im Reißen. Aus Kairo nm'9 berichtet: Einen neuen Weltrekord stellte '-st Kairo der Leichtmittelgewichtler Touny 1!i ‘ 120.5 kg beidarmig Reißen auf. : Freistilringen in Deutschland verboten- Bis vor kurzem bestand in Deutschland ein Verbot, über Berufsringkämpfe in den. Sportrubriken zu berichten. Derartige Berichte durften nur im Barieteteil veröffent-lickst werden. Diese wohl nicht begründete Verfügung wurde in den letzten Tagen aus gehoben, dagegen wurde das Freistilringen der Berufsringer ausnahmslos verboten- : Norwegens Skikönig 50 Jahre alt. 311 diesen Tagen feiert ein Mann seinen 50 Geburtstag, den man schon auf Grund seiner in der Geschichte des Skisports bisher un-überbotenen Leistungen als den ungekrönten König aller Skiläufer bezeichnen könntet Lauritz B e r g e n d a h l, der schon Jahre 1904 als Siebzehnjähriger auf dcist Holmenkoll Dritter wurde, war durch mehr als zehn Jahre der unbestrittene Sieger aller Veranstaltungen, bei denen er an den Start ging. 1910 gewann ex bei dieser größten norwegischen Konkurrenz den Langlastl und die Kombination. In den Jahren 191' bis 1915 stand der norwegische Skisport völlig im Zeichen Bergendahls, die Krönung seines Könnens erreichte er jedoch wiest--auf dem Holmenkoll, als er 1915 sämtlichst Bewerbe, und zwar' 17-Kilometer-Langlaub 50- Kilometer-Dauerlauf, Kombination»-und Spezialspringen,, gewarnt, eine Leistung die weder vor noch nach ihm einem anderen Läufer gelungen ist. Nach Erreichung sein9» 28. Lebensjahres zog sich Lauritz Bergen-dahl,vom aktiven Rennsport zurück, bliest aber weiterhin dem Nachwuchs ein beispstst gebender Lchrer. Mit welchem Erfolg, Ml das Abschneiden seines Neffen Lars Bergen' dahl, dessen Kampfgeist und technisches Zäunen auch in Chamonix die größte Ueben'a' schung hervorrief. Gigolos für London gesucht. In USA gibt es neuerdings für angstnehm aussehende junge Herren mit üutc’' Kleidung und verbindlichen Manieren 9U bezahlte und wahrscheinlich recht amüsast ^ Beschäftigung zu finden. In den Vereins len Staaten macht sich nämlich eine betrach liche Verknappung des Angebots an Atgolst» für den SpHialzweck der Begleitung amst-ritairischer Frauen nach England zur sti°' nigskrönung bemerkbar. Der Leiter echc» Unternehmens für die Vermittlung Se schriftlicher Begleiter, das Büros sowohl st Newyork als auch in London unterhält, gstst das jetzt in aller Form bekannt. Er hat M bereits an eine Reihe von FilmschauspieUstst in Hollywood gewandt und ihnen ein 9°' norar von „100 Dollar für die Nacht" warum eigentlich für die Nacht? — angevst-ten, wenn sie mit seinen weiblichen Kurtdst11 nach England fahren und sie nachher astst. Weltausstellung nach Paris begleiten. A'vst er hat trotz dieses doch gewiß verlockendste Angebots nur sechs einigermaßen brauchst^ re Männer auftreiben können. Und ststst hofft er, daß sein Hilferuf an d'e die De?fcn lichkeit ihm Bewerber zuführen wird. b. Zeit im Querschnitt. 5. Jahrgang, 'stst 5. Erscheint zweimal monatlich. Herausgeber Dr. Richard Hebmg, Berlin. Preis rstm teljährlich 1.70 Mark. Einzelnummer -st Pfennig. Aus dem Inhalt: Das alte nn das neue Belgien; Zur Frage der Einigsten der Christenheit; Kirchenaustritt der Wst gend und d'e Zukunft der Kirche; Gegen sstst Astrologie; Dichter als Propagandisten upo. Stomtnštou, 'Sen 18. März 1.937. 7 „Ma-ri-vrer Zeitung" Mm«rer 63. Weifce Urrasse in Borneo Snlereffonte Entdeckungen auf einer Reife zu den Kopfjägern Non Baron Viktor von P l e s s c n. MiSichcit Kampfplatz, als -dm Nachricht von Djalong kam. Ich schenkte jedem eine rote Perlenkette, und er versprach, in den nächsten Tagen jüngere Leute zu senden. Den jüngsten der Idrci Männer ließ er als Pfand zurück. _ Gegen Abend schlichen sie fort, unhörbar, einer hinter dem ändern, die Füße nach einwärts gestellt. Im Gegensatz zu den D-jafent, die um nichts in der Welt zu Fuß gehen, wenn sie zu Wasser ihr Ziel erreichen, hat dieser Punanstamm eine ungeheure Scheu vor diesem unsicheren Element. Wenn ein Punan zum Beispiel in der Ferne plötzlich die Sehnsucht verspürt, seinen Stamm aufzusuchen, so bricht er trotz Dunkelheit auf und findet ausgestattet mit dem Orientierungssinn der Vögel und Bienen — unfehlbar seinen Bestimmungsort durch den dicksten Wald hindurch. Er schneidet sich auch nicht wie andere Eingeborene seinen Weg, gebraucht auch nach Möglichkeit teure Pfade. Wie leise diese Menschen gehen, beweist. daß sie das hellhörigste Tier der Wildnis. das Rhinozeros, unbemerkt anschleichen und aus nächster Nähe mit dem Speer töten. Wie für die meisten Waldmenschen besteht auch für die Punans 'kein Schrecken der Nacht mit Gespenstern und bösen Geistern, sie fürchten lediglich die Seelen ihrer Verstorbenen. Die Punans haben keine Felder, sie leben von der Jagd und der Sagopalme, aus der sie eine Art Mehl Herstellen. Wenn eilte Gegend abgesagt ist, ziehen sie weiter. Ihr einziges Gepäck ist das große, schwere Pusterohr mit Lanze, ein dichter Bambusköcher mit vergifteten Pfeilen und ein daran hängender Talisman, der aus einer be- sonderen Art von Steinen die man mit Bast zu einem Knäuel gewickelt hat, besteht. Dieses Knäuel wird mit Blut von jedem geschossenen Tier getränkt in der Annahme, dadurch einen steten Anlauf zu haben. Ein kleines geflochtenes Sieb und eine Sagoholzhacke vervollständigen das Besitztum die ser primitiven Bevölkerung. Selbstverständlich fehlen nicht die Hunde, die von den Punans genau wie Menschen angesehen werden. Wenn ein Mensch stirbt, bricht der ganze Stamm am selben Tage auf und sucht sich andere Jagdgefilde, um dem gefährlichen Einfluß der Seele zu entgehen. Auch die Pu nans hängen in ihrem Glauben vom Flug der Vögel ab. Es ist aber noch nicht geklärt, ob dies nicht dem Einfluß der Tajaker zu-'Uschreiben ist. Wie die Kubus im Innern Sumatras, haben auch die Punans eine Sonderstellung. Alle Versuche der Regierung, diese primitiven Völker seßhaft zu machen und , dadurch Steuerzahler zu bekommen, sind gescheitert. Es wird wohl noch lange Zeit ver gehen, bis dieses Volt, das noch kaum einen Europäer gesehen hat. kolonisiert wird. Einige Tage, nachdem die 'alten Punans abgefahren waren, jeder voll Stolz eine neue Perlenkette tragend, erschienen die versprochenen Jäger. Der eine, hellfarbig wie ein Engerling — wir kamen uns dagegen wie Neger vor —, war unverkennbar der Sohn des Häuptlings, er trug ebenfalls einen Ziegenbart. Die Leute machen einen äußerst degenerierten Eindruck. Durch die Kleinheit des Stammes entsteht notgedrungen Inzucht. hau&mdl Lassen Sie ZU LEW leticDfen! .Beleuchtungswünsche für vas neue Heim Der Schöpfer des weltberühmten Balifilms »Die Insel der Dämonen« hat eine neue Filmreise nach der Insel Borneo unternommen, in deren Inneres -er in Booten 600 Kilometer vordrang. Neben einem Film brachte er ein Reisetagebuch zurück. das, in frischer und lebendiger Form und unterstützt von ausgezeichneten Bildern das Leben im tropischen Urwald beschreibt. Das Werk ist unter dem Titel »Bei den Kopfjägern von Borneo« im Schützenverlag Berlin erschienen. Wir bringen einen Auszug. Anm. d. Red Wieder sind zwei Tage vergangen. Wir Pßten durch viele Stromschnellen. Bei cini ■Ku wurde das gesamte Gepäck aus geladen. F'tc Lenke arbeiten wie rasend, sprangen uz den Booten, räumten große Steine un ^ Wasser aus dem Wege,, die dann, vom "vom ergriffen, dumpf polternd weiter-Dllten. Nashornvögel kreuzten frühmorgens abends mit rauschendem Flügelschlag ’l Cl' uns den Fluß. Von den Baumwipfeln Mbachfcefeit Affenherden unser mühsames §0Akommen. Einmal sahen wir an einem ch’heit Nebenfluß weiße nackte Gestalten, Haber sofort im Dämmer des Waldes Mvanden. ^ "chH war unsere erste Begegnung mit ,3 f u n a n s, einem kleinen, ungeheuer , Uhitiven Volk, das nur von der Jagd Und die erbarmungslosen Strahlen der dHHhe fürchtet. Diese Menschen stellen das fruchtbare Gift her, womit sie die Pfeile k . r Pusterrohe beschmieren, und das auch * den größten Tieren innerhalb kurzer bst ^en Tod herbeiruft. Das Gift wird aus sit Saft des Lalubaumes Her-gestellt und ll dem Gift der hiesigen schwarzen und Bccht gefährlichen Kobra gemischt. Wäh- ltivr Kochens und solange die Pfeile "ch feucht sind, darf der Punan nicht ball, da er glaubt, sonst beim Gebrauch der nhjd krank zu werden. ^ Zier Sage darauf erschien ein Boot mit noch von der Fahrt erschreckten angst» >eit alten Punanherren. Wir hatten an--Knommen, robuste, muskelstrotzende Man» ^ zu sehen, deren Haut durch die Dornen . H WaldeZ vernarbt nd abgehärtet war — das war weit gefehlt. Eilig und scheu m drei weiße Gestalten unser Haus "d drückten mir die Hand, glücklich wenig» . chs, aus der leidigen Sonne heraus zu «J11. Ein völlig anderer Menschentypus als s^.Dajaker: fahle, helle Augen blickten jwetitbar gänzlich abwesend ins Unendliche, mvH nichts entgeht ihrem ausdruckslosen Die Punans stellen sich unter den Schutz eines größeren Dajakstammes, von Hn sie sehr ausgenutzt werden. Sie sind die (Jst11 Blasroh rfchützen und tauschen das . R und Urwaldprodukte, wie Dammar Rottan, gegen Sachen ein, die sie von Dajakern bekommen können. ^ werden sie auch beauftragt, die Opfer H^usuchen, ivenn der Dajakstamm wieder jh’hal einen frischen Kopf benötigt oder Z:t; Stoßer Häuptling gestorben ist, dessen eele auf der Fahrt nach dem Hepo Bali fip » ! (Dorf der Totengeister) Begleitung stfotsgl. Bei Feindschaften und Kriegen ist 'Ichen zwei Daiakstämmen werden die I ^htns auch zu Morden au§ dem Hinter» gebraucht. Ein kaum fühlbarer Stich, -hörbar uNd nie sehlgehend abgeschossen, rJhgt wieder einen Verlust für den feind» Stamm. gab meinen drei blassen Besuchern au?aretten' 33‘G Kc llicrig und voller Genuß suchten. Dann fing die stockende, über» iln-, Unterhaltung an. Der größte von J.'ei\ ein äußerst schmaler, nervöser Mann Sy} rinem spärlichen Ziegenbart, war der M J^iing des im Walde verftrauten Stam-unpi ^evor er einen Satz oder ein Wort ^Gstrach, zuckte sein Unterkiefer in newö-ern' ^ie langen, glänzenden Haar» Sers n *n Zellenförmige Bewegung brin- tief diesem Manöver ertönte eine tte ^e’'e' riwas hastige Stimme. Auf mei-v Erage, ob er und seine beiden Begleiter ln’r von Djalong (Fürst) versprochenen > Ser seien, verneinte er mit Entsetzen. Die st 'Jen Leute seien überall im WaGe ver-und außer den Frauen und alten unern war niemand auf dem augen- Gutos- Licht an der Arbeitsstätte — das ist heute den meisten Menschen schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Anders da» 3-egeit ist cs mit dem Kapitel „Licht int Heim", hier wird noch immer viel gesündigt. Vor allem verstehen es die wenigsten, die vielfachen Möglichkeiten moderner Beleuchtungstechnik wirklich zu ihrem eigenen Besten auszunutzen. Man bleibt noch immer zu sehr beim Althergebrachten. Gewiß, cs hängt in der Mitte des Raumes über dem Eßtisch eilte Krone, die helles Licht über den Tisch wirft. Alber in der Ecke am Fenster steht der bequeme Lehnstuhl, ht dem man so gern auch abends einmal sitzen möchte. Aber sr steht im Dunkeln. Und so bleibt Mutter dort manchmal lesend am Fenster sitzen bis sie sich fast die Augen verdirbt, und der Entschluß, eine Leselampe -anzuschaffen, ist immer noch nicht ausgeführt worden. So wie dem berufstätigen Menschen gutes Licht an der Arbeitsstätte die wichtigste Vorbedingung zur Arbeit ist, so sollte es auch am Arbeitsplatz der Hausfrau, nämlich in der Küche, der Fall sein. Wie sieht es aber mit der Küchenbeleuchtung in Wirklichkeit -aus? In der Mitte des Raumes schwebt an langem Penibel eine Leuchte, die freilich zur Beleuchtung des Raumes notdürftig ausreicht. Das heißt, nur solange nicht darin gearbeitet wird. Sobald nämlich die Hausfrau vor dem Herd oder vor dem Küchentisch steht, wirft sie selbst Schatten und muß nun in dieser schlechten Beleuchtung arbeiten. Und wie viele Möglichkeiten bieten sich hur, um dem Raum die notwendige Helle zu geben und dadurch die Arbeit wesentlich zu erleichtern. Es kommt meist garnicht so sehr auf die Kerzenstärkc der Lampen an, wie vielmehr darauf, daß sie richtig angebracht sind. Eine besondere Leuchte über dem K ü» dentis ch, wo ja alle Lebensmittel zubereitet werden die auch möglichst noch den Herd mit bestrahlt, eine zweite über dem Abwaschtisch -— dann sieht es mit dem Licht in der Küche schon wesentlich anders aus. Für Küche und B a d c z i m m c r ist heute das Gegebene die ganz schlichte Milchglaskugel, in der die Glühbirne zugleich vor Wasserdampf geschützt ist. Sie hat den großen Vorteil, -aß sie jeden Raum gleichmäßig erhellt, und nicht das Licht, wie man dies früher vielfach fand, gegen die Decke abschirmt. Der Raum wirkt heller, wenn auch die Decke hell ist. Im Badezimmer sollte ebenfalls, neben der Deckenbeleuchtung, noch e>ne kleinere Leuchte neben dem Toilettenspiegel angebracht werden, ganz besonders dann, wenn man den Raum mit als Ankleidezimmer benutzt. Es gibt gewiß keine Hausfrau, die nicht in ihrer eigenen Wohnung gewisse Mängel der Beleuchtung sehr.schmerzlich empfände. Bei vielen wird vielleicht der bevorstehende Wohnungswechsel eilt willkommener Anlaß sein, um hier einmal endgiltig Wandel zu schaffen. Und man sollte alles daransetzen, um wenigstens im neuen Heim gleich beim Einzug für ausreichende und zweckmäßige Beleuchtung der Räume Sorge zu tragen. Jeder Besucher, der eine fremde Wohnung betritt, weiß, daß schon der Vorraum, die Diele oder der F l u r den ersten.Eindruck des'Heims vermittelt. Oft liegt es lediglich an einer unzulänglichen oder schlecht angebrachten Flurbeluchtung, wenn die Woh nung hier, im Borraum wenig ansprechend wirkt. Auch hier lautet das wichtigste Gebot: jede Leuchte richtig anbringen! Die Deckenlampe genügt gewiß, um den Flur zu erhellen, doch jeder Mensch, der sich vor dem Spiegel ankleidet, wird sein Spiegelbild nur im Schatten und undeutlich sehen. Zu beiden Seiten des Ankleidespiegels angebrachte Leuchten dagegen vermitteln sofort die-notwendige Helle. Die Hausfrau, die einmal kritisch die Laut Pen ihres Heims überprüft, wird dabei zwei fellos viele Wünsche für praktische Neuanschaffungen hegen. Statt der Leselampe kann ebensogut eine Wandleuchte treten. So eignen sich zum Beispiel die neuen Leucht röhren ausgezeichnet zum Erhellen einer gemütlichen Ecke und zugleich als Leselampen. Dann haben nsir die kleine Leselampe, die über der Couch oder über dem Bett angebracht ist, und die -kleine Nachttischlampe ist ebenfalls dann entbehrlich. Die S lt zu Hause. „Und das also ist das geheimnisvolle Zimmer?" Die alte Duchesse ließ sich auf dem Ruhebett gegenüber dem Bild der nnliebenswürdigen Sibylle nieder und sah sich f0** schend um. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor.— Für den Herausgeber u. den Drnck verantwortlich Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.