^> Nr. 61. >l. l>, »laldl. 5. i> 50. ftllr X« ^«slellur,, ins H«n» halbj. 5«, tt> V.il t» erung i"r «lc>in vom ^l. ss^l'Nia! I»?0, Nr. ^j^«. lvolui: iil Olmäßhsil dc» Laudce» aescht« vom ? ^spl'mhlr 1^75. ?lr. 20, nuf Vrund der vom s l ^^nd' - ! ! ds,ü Krlnsss vom 1«, ssvds»c>l 187«. Z )e?ts. i, !. mil den l l, MiniNrlie» bs« Iümrn nnb s,!l ,«^,l!'au cilyctttti, EriüilchUyimg dir Umwandlung t,« iu lu.blcreu Vllllchlistt» oorlc>nll,is>^lli M^tz und Vewichl«!e «midMlxlM!« d,s l, s. ?aG>t«rsgif!una s«r »rain »mn 27. Ftbrual »«76, ^ ' ',snd di« Taffl und O,lt der hllUPlsltUliill, dtl W . «lonllüldc ttllllN i'N dll« Wa« hicmil ,»r aNglmcinm Keu!,!,!,'« gerächt wird, ^'a bach am 15. MNiz 1876, Vou der Rebactiou bl« ^llüdeegeschllattl«. ^lchkiintlichcr Theil. ^ourualftiuuucu. Die Morgenpl, st «rwtlt dic Wege. welche der «tegierui'g gegenubei der jch»l,ntenloieoi« 4ilcr,sale<, durch den Mund des Statthalters ,u wisstn geihan wcrdc. duhihr lcnilentcs uno versassunqewid^^ts Tliibc» an inah gcbendlr StcUe nnsvilligt und c,it i>i»ctl.'l,r zu» Psiichl und zu den Geschallen ernstUch Vnn'n.chl wlr^e. D»e Deutsch- Zeitung bespricht die B^cu» tu,,«, wclche der l.efl>ue 3iült««lg des si!wpsti,ce für Olltelreich Ungarn hat. Indem uno das Silber sozu-sua/n aus dem PräsentialeUer cxtqc^cn sicdlllül wird, warc tft oppllllu", d,ese Verhaunijse ^i Witdeihelftel. luna d« Ba»ut» z^ benutzen. Hicdüich winden unzwei fclhafl auch bic frohen Schwilrigkrilen viiciliat, welche der ^bsung der Vlmtsruae ellt^e^-nsleljeii. Die Presst unternünmt es, bic Uiiricttniltilen der Doctrine,, zu teünzc-Hlien. t>ic sich im slbqcordlielen. hause riickstchllich des E'selib^„c:eolls und HlaaiS. credilS ^eltulia zu oeri^afstl, ^e'ucht habm. Dem oli'' nomischiü Verlangen der Regierung ,ctzrage. Das Vlatt frügl, ob dlirch eine" solchen Vorgang das erreicht n>n„e, was die Majorität bezwecke/ Die Nllche »berger Zeitung meint, daß die ruhige Bahn, in welcher sich die Gcjchicke des Reiches cnl^iclcln, keiner der Oppositions ^anolagc zu stören >in» flanke >ei, mösse sich die Opposition noch >o sehr breit machen. Die altczechiichen Iburnale natürlich nehmen den Exodus und Protest 5er tiroler Vandtagsmajorilät mit Befriedigung zur Kenntnis. Der Protest der tiroler Landtags-Minoritiit. Die von der llcricalcn Majorität des tiroler Landtages in der Sitzung vom V. d. M. abi8 Abgeordneten, habrn heute ein Schauspiel aufgeführt, das eines der dunkelsten Blätter der Geschichte Tirols füllen wird. Statt ihre Anlira/n in den Formcn der (Aschaflsordnung zur ' u»g zu drinnen, haben sie aus dem Geheimnis > , i lci' clnbs hervor den Landtag plötzlich mit rmer 6rllä. vunfi üd^rfallen und „ach deren ^slesung, den ehrlichen parlamentarischen Kampf meidend, die Versammlung lieflig verlassen. So habe» sie im Bewußtsein dcr U»>< wahrl>eit und Schwäche ihrer Sache ttä» der Pli,w'><, und Widerlegung in» Kandtagssaale s> ! entzogen und nicht einmal Muth in genug gehabt, den Htatthallcr Sr. Mairsial als Aer tretrr der kaiserlichen Regierung anzuhören, sondern itim während seines Protestes in geräuschvollem Enteilen durch alle Ausgangs des Saales höhnisch den Rücken gekehrt. Schon das Würdelose eines solchen Vorgehens muß jedes österreichische Herz in Tirol mit Betrübniß und tin Justizmord N«M«!I vrn ^. Bernb«sdi lFortjeyunH,) er ^ ^ wol - falsch gchbrl. Helene." stotterte wurde?" "" "'^ ^ ' ^^ Verbrenn drgal.qcn wo d'i'^ u'nMck?^""^ lie. .und zwar iu dem Zimmcr, ""irdrrö fi"l " ^' """ den, Messer des Mluchcl- warf'«^bel^cin^ ^"^s'"n ' das ist unmöglich!" /^ch^^damuf.'^^^^^ M ^h. meines Vaters und dann an >>^" Morgen am («rabe gebetet. Heute nachts, wo ich eln. ^<7' ^^lthäterm Dauer und Schicksal/ ich ni^t v7^ 's?"7^ "".'! ch noch einn,°l an dem Orte 2 u-7^' ^'"'' ,"^ lichsten Jahre meiner Kindheit H,«,« "" ^!> ^""^ Lebrun so lange geliebt ^"? dort lnieen, wo wenige Tage vor hnn^ Madame Mazerolles ihrc Güte g t^ M.N Dieners auf dic höchste S^he tr ^1 "c,^ lhr lament jme Zeilen schrieb, die , «s ,^5 s^ ' « ahnte, zun. Verderben gereichen solltc, ' I h"w u 3°^ ^" Platze. «0 sie athmete, wo s st«"v H.,^" Elends,,, dessen Namen Sie mir nennen, ^e seufzte tief auf und hielt einen Moment in„e, ohne die Schrecken zu ahnen, die in Rolands Busen lobten. Die Augen auf den Boden geheftet, halte dieser sie angchttrt. Sic fprach langfam weiter: „Das HauS blieb feil jencr Na^t unbewohnt. Ich bin ein Mädchen, ich bin schwach, ich werde mich furch, ten, allrin in diesem großen, öden Hause ;u weilen, an das sich die schrecklichsten Erinnrrunyrn knüpfen. Aber es sind nicht die theuren Schalten dcs Opfers und des unschuldig Verurlheilten, dic durch denselben Verbrecher fielen, die mir Schaller einstoßen würden. Sie haben mich im ^ekcn so zärtlich geliebt! ^och wenn mir in den leeren Eonidoren, auf den hohen Treppcn. an drr Schwelle deS blutigen Himmers daS Gespenst des Mvr» dcrö. deö Henkers begegnete, trunken vor '^nN,. von Rache nnd Mord —" Sie schlug die Hände vor dad OssM, inn diese entsetzliche Vision zu verscheuchen. Roland rana nach Athen». (5s war, als müsse sich die Hrde spalten, um ihn zu verschlinge», Er wollte es versuchen, sie anzurcdcn. aber sie kam ihm zuvor. ..Ich brauche einen Begleiter, eine Stütze auj diesen, dunklen Wege," siglc sie. „Ich zähle auf Sie. Wollen Sic meinen Wunsch erfüllen, oder soll ich glauben ..Was, Helene?" „Daß Sie selbst die Phantome des Hotels Ma» zernlles fürchten?" „Helene, im Namen des Himmels, wollen Sie! mich todten ? ' stammelte Roland. Sie erhob die reckte Hand und wies auf den Spiegel, der über dcm ttar.nn angebracht war, „Sehen Sie dort hinein, mein Hrrv, und sagen Sie mir, ob Sie an meiuev Stelle nicht zu glauben geneigt wilren, daß Sie selbst der Thäter seien, dessen Namen ich von Ihnen enaliren soll." „Ich? — Helene, Sie könnten denken " Helene richtete sich hoch empor. „Wenn ich mich damit bcgnilgt habr. ^i». anzuhören, so würden andere Sie zum Sprechen gezwungen haben. Wenn eS sein muß. werde ich mich an diese wenden." Ein neueb Schweigen erfolgte. Während Helene die letzten Worte gesprochen, halte Roland ftch gefaßt, seine alle Kühnheit war ihm zurückgekehrt, iös qnlt j^t. die Mable des schwer Beleidigten anzunehmen. schast für das junge Mädchen unt» seine ...........„ ' machten ihn für den Augenblick zu einem trefflichen Schauspieler. „Handeln Sie nach Ihrem (Gewissen, Helene." der setzte er bitter. „Zeigen Sie mich a„. beschnlftiar» Sie mich, lassen Sie mich verhaften, wenn ei> ,Nmf" nöthig scheint. Ich habe mich freiwillig Ihren ge- fügt. Nichts in der Welt verpflichtet mich,........: Ae. släudnissc zu machen; den wahren Schuldigen zu suchen, zu entdecken ist Sasl> der Iusliz, es ist die Ihre. nimt die meinige. Welches Interesse habe ich denn, wenn es nicht das ist, einer Dame zu dienen - anf meine Insten vielleicht, vor der ich mich noch jetzt demüthige, trotz ihres Irrthums unt> ihrer Drohungen. Alfo - ich wider, strebe nicht, ich rechtfertige mich nicht. Ich begreife Ihre Ungeduld, ich verzeihe sie und schweiqe Was sage ich? Ich segne noch die Hand, die mi' nnd mir dae Her, zerspaltet. Aber. Helene, treu . ., nich nicht zum äuyerstcn! Denken Sie daran, wie glühend ich Gie Nebe und das; ich lieber sterben wer^ ' n durm meine eigene Hand. als dieser ^iebe >. m der mein 476 Unmuth erfüllen. Die Erklärung selbst aber, in welcher die tlericalen Augeovdnetcn das Verlassen des Landtages, also die offene Pflichtwiorigleil, und Gesetzesoerachtung, an< tülldigen, hat die Treue gegen Kaiser und Reich, die Anhänglichkeit an di< staaNichc Ordnung, das Bewußtsein des vaterländischen öffeiulichm Rechtes, mit einem Worte alles, was dcm Bürger werth und heilig ist, aufs schwerste verletzt. Unsere Wähler und alle selbständigen, urtheilenden Schichten des Voltes in Stadt und Land erwarten von uns, daft wir die Selbsniberhebnna. der.!»> Abgeordneten, die sich allein für die Vertreter dcs Bandes ausgeben, offen lcnnzcichncn und die allgemeine Entrüstung über ihren Gcwaltstreich zum Ausdrucke bringen, Indem wir aufs ledhafteste bedauern, daß der Landeshauptmann von Tirol für den RechtSbruch der Declaranten und ihre Mißartung der Regierungsautorität kein Wort der Mlfchilligung fand, erhcbcn wir linlcr Beziehung auf unsere mündliche Erklärung im Landtage feierlich Protest gegen die rechtswidrige Willkür, mit der die Unterzeich' ner der Erklärung im Widerspruch mit ihrer beschwor» nen Pflicht ^. O. Z ^3 und :;«. G. O. tz ^i) den Landtag verlassen und so das ^and vielleicht fs'r lange ^eit seiner Vertretung beraubt haben; wir erheben fer« ner Protest gegen jene die Vollswohlfahrt schädigende Rücksichtslosigkeit, mit der die dringendsten Anliegen des deutschen und italienischen Vandesthciles einer mnthwil» ligen Partcisucht geopfert werden- wir erheben endlich Protest gegen jcnc Kuynhcit der Entstcllnng. mit der Vor» wände zur Beschönigung dcs Gcwaltstreiches gesucht werden. Wir weisen nemlich zurück jene ^ogit des Scheins, welche die Stärkung des Reichsgedantcns durch die von den Oeclarantcn selbst thatsächlich anerkannte Wahlreform als eine staatsrechtliche Beraubung, die veriicssertc Schul-bildnng als eine Religionsgefahr, die Gleichberechtigung als einen Versuch, die Kraft des Landes zu brechen, ausgibt. Wir weisen zurück jcnc Verkchrung der Wahrheit und sittlichen Keoencanschanung, welche die Spvrn» gung ocs Vai'dtagcs als einc Wahrung seines Ansehens und die Pflichlwidrigü'it dicscr Sprengung als cine Pflicht anpreist. In dieser bittern Noth, in welche das ^and durch die Willkür der klerikalen Landtagsmitgliedcr ucrsctzt ist, liegen wir das Vertrauen, das; es der Regierung auch in Zukunft gestattet sein werde, mit wachsender Kraft in o uommen von dm wohlwollenden Gesinnungen der Mächte, von welchen ich soeben gesprochen, durch einen kaiserlichen Irade von» 15. Muharrem 1293 die unverweilte Ausführung von vier der fünf vorgeschlagenen Punkte in Vosnien und der Herzegowina angeordnet, und sie er< klärt ihren festen Entschluß, diese Punkte in ihrer vollen Ausdehnung i>, jenen beiden Provinzen in Kraft treten zu lassen. Euer Ercellenz werden aus den Instruct ionen, wo« von ich hier eine Abschrift beifüge und welche an die Vertreter Sr. Majestät des Sultans bei den Groß» mächten gerichtet sind, ersehen, daß der fünfte Punkt durch eine Maßregel erseht worden ist, wllche vollstän« dig ebensowol den Bedürfnissen jcncr Provinzen als den Absichten entspricht, von welchen der Vorschlag des Grafen Andrassy cmgegeben worden. Indem ich Eure Ercellei,; von dieser Entscheidung der Hohen Pforte benachrichtige, benutze ich diesen Nn-laß u. s. w. u. s. w. Ras chid." Das neue sranzüsische Ministerium. Das neue französische Ministerium gilt in folgender Zusammensetzung als constituiert: Dufaure, Präsident des Ministerrathes, Justiz; Ricard, Inneres; ^on Say. Finanzen; Decazes, Aeu-ßeres; General de Eissey, Krieg; Admiral Fourichon, Marine; Waddington, Unterricht; Teisserenc de Bort, Handel und Ackerbau; Ehristofle, öffentliche Arbeiten. Die Cultus Angelegenheiten sollen mit dem Iustizmini. sttrium verbunden werden, »o oaß Herrn Dufaure außer der Vertretung der allgemeimn Po'ilil der Regierung noch dic Behandlung der kirchlichen fragen zufiele, welche ohue Zweifel den Kernpunkt der nächste, parlamentarischen Kämpfe biloen werden. Die Herren ^ouis Passy uüd de Marcöre werden als Unter Staatssecretäre in d<-n Mimstcrien oeS Innern und der Finanzen genannl. Herr Ricard, der als Eandidat für daS Abgeord-l.cie»haus in Niorl durchgesallen ist, soll, wie bei dieser Combination stillschweigend vorausgesetzt wird, vom Senat anstelle des verstorbenen Hcrrn o. ^arochette zum Senator auf Lebenszeit gewählt werden. Nemtrlentzwerth ist bei dieser Zusammensetzung des Ministeriums die Fernhallung derjenigen Persönlichkeiten, die, wie Easimir Pürier und Admiral Pothuau, in besonders vertraulichen Beziehungen zu Herrn Thiers stehen. Auch hievon abgesehen, muh der Mangel an gewichtigen Namen auffallen; indes können die aufrichtig republikanischen Gesinnungen sämmtlicher eintretenden Minister von niemandem an gezweifelt werden; dem einen von ihnen, Herrn Ehristofle, hat, wie man sich erinnert, Buffet einmal in der Nationalversammlung mit hochmüthigern Trotze zugerufen, daß er ihn nie m,d nimmer als seinen Bundesgenossen annehmen werde. ganzes Sein anfgeht; denken Sie daran, daß ich imstande sein könnte, unter ihren Augen das Geheimnis, das Sie mir vor der Zeit entreißen wollen, mit mir ins Grab zu nehmen!" Die Energie, die in der Seele des jungen Müd» chens herrschte, schloß ein kindliches Vertrauen, eine gewisse Leichtgläubigkeit nicht aus. Sie hatte Roland zitternd und mit feuchten Augen zugehört. Jedes Wort, das er nut Emphase declamiert, hatte ihre Angst ge« steigert. Mit von Thränen erstickter Stimme rief sie': ..Nein, nein! ich beschwöre Sie'. das werden, das dürfen Sie nicht!" Aber Roland spielte geschickt weiter. Helene sah, wie er in seine Brusttaschc griff und eine Pistole zur Hälfte hervorzog. Sie zweifelte nicht, daß er sich todten wollte. Ein Laut des Schreckens entfloh ihren Lippen. Tie schloß die Augen und drohte umzusinken. Roland schlang schnell die Arme um sie. Der Triumph des Sieges leuchtete auf seinen Zügen. ..Nein, nein. ich werde nicht!' rief er. «Mögen Gie mich verlenntn, mich beleidigen, ich fühle, daß Gott mir befiehlt, Sie anzubeten. )n dieser Liebe lieat mein Heil, meine Seligkeit. O, Helene, gehören Sie mir an, als dic treue Gefährtin meines NbenS l Ich werde nur Mcklich sein. wenn e« mir vergönnt. Ihr Glück zu be« gründen, Ihnen die Ehre wieder zurückzugeben." Er erwartete alles von diesen Vetheuerungen, wußte er doch, dah Helene ihn liebte. Ein Seufzer hob den gewölbten Busen deS jungen MiidchenS. Sie lächele unter Thränen dem Verführer zu, der sie in seinen Armen hielt. Plötzlich entrang sie fich der Umarmung Roland« unaestüm. Unter ihren halbgcschlosscnen Augenlidern, >n der Nacht lhrer Phantasie, an der Sttlle, wu sie eben Roland im Blute schmimm'nd vor sich geschcn, erschien ,hr ein anderes Bild. Es war Viooc, d:r ihr den Morgen vorher emen Plan vorgezeichnet, von dem sie sich nicht entfeinen dürfte. Sie faßle fich und frage sanft: „Sie werden mich also "lese Nacht im Holel Ma-zerolles erwarten?" „Wohin Sie gehen, gehe ich, Helene," sagte Roland. „Sie werden sich ro? mir dahinbeaeben, damit ich Sie bort finde." „Auch das. Warum sollte ich auch nicht? Mögen dort auch blutige Gespenster erscheinen, ich habe Sie nicht zu suchten, ilbcr, wi soll ich mich dort einführen?" fügte er hinzu, „mich in den düstern Gängen zurecht finden. Ich kenne das Innere dieses alten Gebäudes nicht." „Die Herren Ma;erolleS, die Söhne meiner un« vergeßlichen Wohlthäterin, haben mir erlaubt, es zu be-suchcn," erwiderte sie. ,Dic Schlüssel sind einem Nachbar, dem Oewürzlrämer Michon, anvertraut! Sie mögen sich an ihn wenden. Er wird Tie führen." „O, ganz vortrefflich!" Auf einer Pendule. die auf dem Kamin stand, schlug e« sunf. Die Zeit war »ie im Fluge vergangen. „Es ist die höchste Zeit, daß wir »ms trennen," sagte da« junge Mädchen, „wir wissen jetzt, wo wir un« wiederfinden werden. Nlso um Mitternacht!" ..Um Mitternacht!' Das Unlerrich'smmisterinm wa>., „Temps" vernimmt, Herrn Laboulaye angetragen wordei,. welcher eS aber im Hinblick aus die Rolle, dle er als Berichterstatter über das tlcricale UnivcrsiiätSgesctz ae< spielt, abgelehnt hat. Danach muß also dic neue Regie« rung sich der Erkenntnis nicht verschließen, daß mindestens eine liberale Revision dieses UniversitätsgesetzeS nothwendig sei. Die neuen Minister haben meistens, wie schon bemerkt, eine wenig bedeutungsvolle Vergangenheit. Herr Ricard, welchem das wichtige Portefeuille des Innern zufällt, ist ein geschätzter Advocat ber Provinz, den sclt'e Feinde daher, spöttisch den „Aigle von Niott," einer kleinen Stadt in den Deur Sevres, zu nennrn pfleacn. Er steht im besten Mannesaller (glboren 1A8X), leln.tc sich in jungen Jahren yeqen den StaalSsillich vom 2. Oe< zember auf, daher er auch von der gemischten Coin,' ifsion seines Departements verfolgt wurde, nnd wirkte während der ganzen Daurr des Kaiserreiches nur als RtchiS< llnwoll. Die Reaierunq vom 4. Scpicmber ernannte ihn zum Präfeclen der Deui'SevreS und betraute ihn mit der Organisiernna. der Lanoesvcrthtidiqnnq m drti wesl< lichen Departements. In die Natlonaluerslnnmlung kam er dann mit dem Rnfe emee ausgezeichneten RtdlillS, den er indeß vor dem Ple.nim nicht rechlferti^le, während er in den Ausschüssen bald einen mußgebenden Einfluß gewann und eine ^eiNan^ den Borsitz im linken Eentrnm führte. Echon unister-Eombinationen genannt, desgleichen und noch bestimmter seit dcm Siege der republikanischen Verfassung vom 25. Februar. Umsomehr überraschte und betrübte eS feine Freunde, daß die Abgeordneten-Wählcr von Niort einem Cunservativen vor ihm den Vorzug gaben. Herr Waddington, im AiSne-Departement inlt Henri Marlin und Saint«Vallier in den Senat ^c< wählt, ist der Sohn eines englischen Baumwollsplnncrs. der sich in Frankreich niederließ, als Verfasser einign' archäologischer und historischer Schriften Mitglied oer ^<Ä(!6iul0 ä«8 luZCl-ipUoiln, Protestant, und war schon vom l8. bis zum 24. Mü 1U73, während der wcni< gen Tage vor dem Sturze Thiers', Minislcl- des Unter« richls. Er ist 49 Jahre alt. Herr Albert «ähristofle, Abgeordneter dcr Orne, ist ein ehemalger Advocat am Eassalionshofe u"'ü Prüfccl der Regierung vcm 4. September, welch:S Amt er niederlegte, als Oambelta die Auflösung der He« xcralräthe decretierir. Er gehört, wie Ricard und Wad« dinglon, zu den Führern des linken Centrums und gilt für einen ausgezeichneten Juristen. Er ist l^^ geboren. Herr Teisserenc de Bort, von der Haut«« Vienne m den Senat gewcihll, Zustellen sein werden. Es kann lein Zweifel darüber obwal» len, daß man hier, nachdem nun einmal dem Willen der Mächte in ausgedehntestem Maße Genüge geschehen ist, im eigensten Interesse den verheißenen Erfolg der dies-seitige» Polwl der Inoulgenz und Nachgiebigkeit ball, constaNeren zu können wünscht. Die größten Hoffnungen setzt man auf Oesterreich. Un gärn, welches sowol durch seine geographische ^age. wie seine sonstigen Hilfsmittel am wirksamsten die Pacification zu fördern vermag. Daß fic nicht getäuscht werden, geht in der Wirklichkeit au« den übereinstimmenden Meldungen unserer Eonsuln hervor, welche die Energie der österreichischer-seit« ergriffenen Repressiomaßnahmen gegen die die 477 österreichische« Grenzen misbrauchenden Insurgenten nicht! genug zu rühmen wissen. Ueberhaupt ist in unseren Regierungslrcisen die Stimmung gegenübel von Oeslerreich'Ungarn und Deutsch« land außerordentlich befriedigt und zuversichtlich. Ma» ift sozusagen zur Erlem,t>,is getommen, daß beide Mächte mit ihren Forderungen leine den Bestand des ottomam. schen Reiches gefährdenden Hintergedanken verbanden. Alles, was sie rlclhen und fordene!,, ist offen und dcci. diert geschehen, und als die Pforte cS ebenso rückhaltSloS bewilligte, äußerte sich die Befriedigung beider Groß. mächte in einer Weise, welche ihre eigenen Hoffnungen auf die Wirlung ihreS Erfolges im loyalsten Ächte er» scheinen lassen mußte. Endlich weiß man, daß die beiden nach Bosnien uno der Herzegowina entsendeten Special»Commissure haldar und Passa Effendi nicht mit leeren Händen ab. gereist sind. Dle Pforte hat unter der Hand eine An-ltihe von etwas über eine Million Francs für die Zwecke dieser Specialcommissione.l conlrahlert. Beide haben vorerst einen beträchtlichen Theil dieser Summe mit auf den Weg bekommen. Zu besorgen ist nur, daß der zu» rilckgeblicbene ebenso beträchtliche Theil dieser Alileihe mitllcrwelle für andere Zwecke aufgeht und schließlich die beiden Specialcommissäre im unausbleiblichen Momente ,cs weiteren Bedürfnisses wieder von Mitteln entbltißt dastehen werden. Durch Vermittlung der Bankhäuser Nügroponte, Harift und Zrphiropulo hat die rumäilische Regie, rung dem ottomanischen Staatsschatze ihren Tribut zahlen lassen. Hiermit ist auch ein kleiner schwarzer Punkt vom Horizonte verschwunden, welcher durch einige Wochen infolge mehrseitigen ZeitungsllalscheS einige ^o nnruhiguna hier erzeugt hat. Auf finanziellem Gebiete haben die Verhandlungen über daS Project der Konvertierung der gesummten tür-lischen Schuld i>» eine dreiperzemigc Rente ihren An» sang genommen. Die Verhandlungen werden von den Herren Scouloudi, Slaniforth und Sir Philipp Rose geführt. Vom Inlurrtttionsschauplatzc. Ueber die vielen übertriebenen SieyeStelegramme, in deren Fabricierung die bosnisch'herzegowini'schen In, surgtnten bekanntlich unermüdlich sind, äußert sich die „Pol.Eorr." vom N. d.: Wir haben gestern auf Grund von Informationen, die uns von einer fremden Regierung zugekommen sind, die Meldungen aus slavischer Quelle über einen von den Insurgenten am 6. d.M. bei Muratovica an» gebllch erfochtenen kolossalen Sieg, welchem nicht weniger als 800 Türken zum Opfer gefallen wären, auf das richtige Mah zurückgeführt. Unsere Richtigstellung provocierte inzwischen sehr entschiedene Reclamation«« aus dem püblicistischen Hauptquartier der Insurgenten. Man will sich daselbst die Richtigkeit der ersten Meldungen iiber den großen bei Ravno nächst Muralovica, erfochtenen Insurgentensieg durchaus nicht bestreilen und von den Ergebnissen dieses Erfolges nicht das geringste abhandeln lasse,,. Zur Bekräftigung der Wahrheit aller hierüber gemachten Än-gaben wird von dieser Seite neuesten« hiuzugefügt, daß der ln dies:m Treffen geschlagene Commandant der tür» llschen Truppen, Selim Pascha, von seiner Regierung abberufen worden sei und vor ein Kriegsgericht aeftellt werden soll. Nicht in der ?a)e, über die Stichhaltigkeit di-seS von den Insurgenten für die Wahrheil ihrer Sieges, bulletins ins Treffen gefühlten Beweises selbst zu urtheilen, müssen wir uns darauf beschränke:,, auf das heute aus Mostar hier eingelangte osficielle telegraphische Bulletin zu verweisen, in welchem die Angaben über dlt verhältnismäßig bedeutenden Verluste der türkischen Truppen den einzigen AnhallSpunlt zu dem Schlüsse geben, daß der stattgefunden« Kampf ein ganz bedeuten» der gewesen sein müsse. Wie der Kampf und zu wessen Gunsten er auSge« Men, darüber ist in dem officiellen türkischen Tcle-gramme auch nicht die leiseste Andeutung enthalten. ,l«««^° ?""' "" die Vorfälle auf dem Insurrec« lediglich und ausschließlich nur ^/^,Meldungen aus dem InsurgeMenlaaer und mu man V' Militärbullelins angewiesen ist. so »wisä,«.. l'^ "" b" jederzeiligen Widersprüchen Sut « eb^^beiden Quellen zurechtzufinden suchen, so Man mclbct aus Ragusa (slaoi^e Quelle): fii<^, !^ Moulhtar Pajcha zieht in Gatto alle vcr. zusammen, um die Duga. Blockhäuser c""^ ^l^it zu verproviantieren und die dort ane-von o !.".^lur9e''ten zu zerstreuen, ^ubobra-io ist °°n Klobul in nordwestlicher Richtung geg.« ^vno °v »«ren will. Sodann beabsichtigt er nach Bosnien ubtrzutmtn und der österreichischen Grenze entlang die "ttbindunll zwischen den Insurgenten Bosniens und °" Herzegowina herzustellen. ml, ^,"^ Pelkovic' und Nrchimanorit Melentia stehen "" ^ Mann bei Grebci und bedrohen die Straße lere« "bmje. Sie durften jedoch schwerlich gegen letz. «was ernstes im Schilde führen, sondern ihre Positionen verlassen und in Eilmärschen zu den von Achmed Moulhtar bedrohten Scharen des Boiica und Pavlovic stoßen. Politische Uebersicht. Uaiba«, 14. März. Viinlslerpräsidcnt K. Lisza erklärte in der SamS-lagSsitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses, in Erwiderung der Polll'schcn Interpellation, daß die unga-rische Regierung ihren gesetzlich festgestellten Einfluß auf die Richtung der auswärtigen Polilil der Gesamml-Monarchie auch bezüglich der Orient frage zur Geltung gebracht habe, daß diese Politik leine Einmengung in die inneren Angelegenheiten der Türlei involviere, und daß die ungarische Regierung diese Polilil, der die Her. stellung der Entente der Großmächte im Interesse des Friedens gelungen ist, oolllommen billigt und unterstütze. Eine Einmengung Serbiens sei, wenn dieses sein In« leresse begreift, nicht zu erwarten, würde aber die En-lelttc der Mächte nicht beeinträchtigen. WaS die Flücht-linge betrifft, so erklärte K. TiSza, daß sowol Ungarn als Oesterreich den Pflichten der Humanität reichlich ge-nüge gethan haben und daß iene, welche die Flüchtlinge von der Heimkehr abhalten wollten, deren Interessen schädigen. Nachdem Polit auseinandergesetzt, daß und warum er mit der Antwort K. Tlsza'S nicht zufrieden sein könne, nahm das Haus dieselbe mit allen gegen 3—4 Stimmen zur Kenntnis. Der Metropolit der s ievenb ür gische n grie. chisch.orientalischm Erzdiöcese, Erzbischof Miron Ro< man, hat die ordentliche Eparchial-Synode dieser Erz. diöcesc auf den 23. April n. St. nach Hcrmannstadt einberufen, und weil in diesem Jahre die Periode von drei Jahren zu Ende geht, für die Eparchial Synode neue Wahlen sür die Duuer von drei Jahren ausge« schrieben. Die siebenbürgische Erzdiöccse ist zu diesem Behufe l» zwanzig Wahlkreise getheilt. Jeder Wahlkreis erwählt einen geistlichen und zwei weltliche Abgeordnete. Zur Leitung der Wahlen ist sür jcben Wahlkreis ein politischer und ein geistlicher Kommissär bestimmt. Der gnstliche Kommissär hat die Wahl des geistlichen, der weltliche jene der Deputierten aus dem Laienstcmde zu leiten. Wie die berliner „Post" vom li. d.M meldet, hat daS preußische Handelsministerium die Vorarbeiten zu dem Gesetzentwurfe betreffend die Eisenbahn» frage noch nicht erledigt. E« haben bis nun nur mit Sachverständigen und hervorragenden Mitgliedern des Landtages Erörterungen über diese Frage stattgefunden. In gleichem Sinne spricht sich die ,Norddeutsche Allgemeine Zeitung" auS. Die „Al,M. Postzeitung" laßt sich aus München melden, Kultusminister v. ^uh habe seine Entlassung eingereicht. In der Kammcrsihung vom letzten Samstag war der Minister nicht erschienen, obwol man eine Antwort desselben aus den Iorg'schen Vorwurf der Ver» lcumdung des regenSburger Bischofs erwartete. Ob der König das DemissionSgcsuch annehmen und wer in diesem Falli den schwierigen Posten eines vaierlschen Kultusministers übernehmen wird, steht dahin. Der Staatsgerichtshof iu Berlin beschloß auf Grund der Ermittlungen der Voruntersuchung den ehe< mallgen Botschafter Grasen Arnim wegen ^andesvcr-rathes in Anklagestand zn versetzen. Die Slimmen der französischen Presse über die neue Cabinctsbildung sind der Natur der Sache nach sehr getheilt; im ganzen überwiegen aber bei wei< lem die Aeußerungen der Sympathien und oeS Vertrauens. In der UnterlMösitzlma des englischen Parlamentes fand am 9. d. M. die Erörterung ocr Vorlage über den neuen indischen Titel der Krone statt, wrlche der Premier in längerer Nrde, nicht ohne Feierlichkeit, zur zweiten Lesung empfahl. Man erinnert sich, daß bis dahin die Auskunft über den Titel selbst von Herrn Disracli hartnäckig verweigert worden war, und cr suchte nun diese Weigerung mit dem Bemerken zu rechtfertigen, daß dic Anfragen über den Gegenstand unpassend und ungehörig und erst jetzt der richtige Mo» ment gllommcn sci, dem Hause Mittheilungen zu machen. Dic Ministeriellen begrüßten dieselben mit lautem Bei« fallsausbruche. Die Opposition schwieg. Auf dic Be> schweroc, daß dic Eolomm nicht, hinlänglich im Titel berücksichtigt seien, erwiderte Herr Disracli mit der Er-llärlmg, zwischen Indien und den Colonien sri lein Vergleich statthaft, weil die Colonisten m steter Strömung von und nach England, aber stets Engländer und mit ihren Beziehungen zur Souveränin zufrieden seien. In Indien indessen wünschten Fürsten und Voll lebhaft dic Annahml dcS neucn Titels, und imtcr diesen Umständen appelliere er an das Haus, ltwaigc Vorurlhcilc adz»? lcgcn und ohne Abstimmung die zweite Lesung zu gc. nehmlgen. In der neu eröffnelcn italienischen Ab. a e o r d n e ten l « m me r sind einige parlamentarische Vo,«tfechle zugunsten der Opposition ausgefallen, welche bei der Bildung des ssammcrbureau wie des Fi-nan^uSschusseS die meisten ihrer Eanoidaten durch« brachte. Der ..Opinione" will deshalb die politische Lage schon bedenklich erscheinen, wahrend andere Blätter der Ansicht sind, daß diese kleinen Siege der Opposition eicht weitzumachen seien und eben nur durch die Saum» seligleit vieler ministeriellen Abgeordneten, welche noch nicht in den Sitzungen erschienen, ermöglicht worden seien. DaS Bemerkenswertheste an den bezüglichen Abstimmungen war übrigens die Allianz der meisten tos-canischen Deputierten und eines Theiles dls EenlrumS mit der linken. Diese toscanischen Abgeordneten pflegten bisher der Führung Pcruzzi'S, des Syndicus von Florenz und früheren Minister« des Innern, zu folgen und wählten auch denselben im Vereine mit der linken in seiner Abwesenheit zum Vizepräsidenten, worin allgemein eine Demonstration gegen das Ministerium Minlchclti erblickt wurde. Nun hat aber Peruzzi seine Anhänger selber desavouiert, indem er in der Sitzung vom W. d. die Wahl schriftlich ablehnte. Die rumänische Kammersession wurde bis 22. März verlängert. Der Senat votierte den um. geänderten Zolltarif. Dic Kammer hat die provisorische Anleihe von 16 Millionen definitiv angenommen und den EmissionScurS der Eisenbahuanleihe per 42'/, Millionen aus 80 festgesetzt. Berichte des „Pester Lloyd" aus Konstantino-pel konstatieren vor allem, daß es der Pforte mit der Durchführung der Reformen vollster Ernst sei. Die Durchführung der Reformacte sei gesichert, vorausgesetzt daß Mahmud Pascha, dessen Stellung allen Ilitrigum zum Trotz sich neuerlich wieder befestigt hat, im Amte bleibt. Es regnet in Konstantinopcl Finanzprojecle. Außer Sir Philippe Rose und Stamforlh weilt der ehemalige französische Botschafter Herr Vourr6 als Repiasmtllnt der französischen Gläubiaergruppcn in der türkischen Hauptstadt, wo sie über Umwandlung oder Eonsolidie» rung der ganzen Staatsschuld unterhandeln. Hagesneuisskeiten. — (Vriu licrung an den Vesuch de« Kaiser» in Trieft) Von den zahlrlichen Orten, welch- <3e, Mlijcstllt der Kaiser bei der letzten Anwesenheit in Trieft mil seinem V?» such, beehrt hat, ifl, wie die „Triester Zeitung" mittheilt, b!c>« der neue Hasen mit Gedenltafsln zur Elinnciung an bisse« V» eign«« versehen worden, Zwei in die M^rmorplalten dei Quo,» mauern eingelassene Tafeln mit den Initialen des Kaisels uiil» dem Tilgt bt« Vesucht« (3. April 1875) sind an der recht-n Treppe ber Stirnseite de« Molo, und zwei an der gea/nlldes' litßtndln Stiege des Hafenbamme» angebracht, A»j der ersllui flieg belonnllich Se. Majestät ,n da« Valaboot de« Hnsencopna. «at«, „m aus die gtgmilberlicgenbe Digll ilbcrznsehen, und auf der lttzlern betrat d«r Kaiser den Hascndamm. um von dort ans die Aulage des ganzen Hafens zu besichtigen. (Oesitrl'ichischeNu«zeichnungtn ansran > zösischt Offiziere,) Der ll»ise, von Oesterreich Hut d's fl-anzösifchs Armee mit einigen Decorations« anegsjs!ch,„t lk« erhielt?» : der ikriegsminister General de Lisstt) oa» Grohlreu, be» i!eopold«.'Orbeue; der General Vaion dei!a!may, Vlobt-Tom^ Mandant von La5n, und der General be verges, Nrlillsris.Dirsc» toi, da« Orohlrenz de« Franz I°ses«.Ordt„«>; der Gennol Du. loscq das Vroßlreilz der Eisnnen Krone - dlr Major Harei,,, Lubinelschef de« Kriegsministers, das Lomthurlreuz be« Frc'üz Il'sejs'Olden« und endlich der Mnjor Vrunsl. sranztlsischer VtNi tär»Nllachü in Wien, das llomthurlrenz de« !'eopolb«.Orbfns - (Der Veift Melteruich«) Der „Perftveranza" wird au« Rom geschrieben: „Mon erzählt sich hicr so!ge„b? Anecdote vom Nufkntholte Sella« in Wie». Der Lommeudalole wiir belonntlich anch zu nnem Diner bcim Giasen Tlndrosslj gc^ laden. Dieses 3mcr fand in einem Saale statt, der an ewsn andern anstößt, in dlm der Friede von 1^1!'» unterzlichnft worde» war. Pliihlich wahrend de« Speisen« lam aus jenem Saal ?>>" Fledermaus herringeschwirrl, worllber einig? Damsn beii, Ohnmnchl fielen. Einer der Väste ries d»»u: «Da« 'N !l>l nichs OeiN I", die andern lachlen und die Damen beruhigten ftch." — (Ein fluchtiger Nedacleur,) «lus i'm,. 7l:„ Vlilr,, schreibt man: Un'er der Redaction eine« gewissen Tb/odor Schllchermayr hotte am 2. Jänner d, I, da« politische ^ „Oberüilerreichlschel Lourier" zu i'il>; da« i'ichl der W'lt , Im Hililil>cle auf die Pclsvnlichleit des Redacteurs, der zng!e,ch Eigeuthltmer drS Vlatle« war, bann »ebeuher e,u Nnnonccn-Vurcau unterhielt. Velbgeschäste gegen hohe Verzinsung besorgte, sich Agent nannte mit», ein geborner Linzer, im d^ '' sischt» Fclbzugr als ..lllxstlicher Zuave" yegen die 2. lämpft, wulde dem Vlatte wol lein lange« Daslin progliofticiel!, nnd «a« vorausgesehen warb, ist auch eingetroffen. Die Zeitung ist gestern zum lehlenmale «schienen, nachdem Schachermoyr l«>h«' zuvor von Lin, durchgebrannl ist und sich mchrerer vetrugernen dulch Wlchstlsälschnn^en im Vetrage von einig-n lllliu«GrUn; endlich am 17. April (Ostermontag), Dr. ssr,h Ke ? « bachcr: Da« m «n s ch l i ch e He r z. Da, wie schon erwähnt, der erste Vurlrag bereit« lommenden Sonntag stattfindet, so beginnt die Kartenausgabe, welche die Herren von Kleinmayr ^ Vamberg, Kalinger ^ Kasch und K Till bereit, willigst Uberucmmeu haben, schon heute. Sämmtliche Vorträge nehmen präcise vormittag« II Uhr ihren Anfang. Karten werden übrigen« auch unmittelbar an der Kasse bei Vegiliu der Aor» tläg« ausgegeben. — (>urolln» zol,,) Auch zugunsten des Verein« »A»-lo»ll>« io!«> werden von nächstem Sonntag an im Saale der laibacher 8li,m, und zu j«der einzelnen Vorlesung 5 50 lr an der Kass: zu haben. — («nastaslu« Grün.) Auch der liberale Fortschritts« verein inPettau hat iu seiner leylcu Sitzung über Antrag de« Director« Fichna einstimmig die Ernennung be« gefeierten Dichters zu seinem Ehrenmitglieds, sowie die Entsendung einer Vlückwmlschadiefse an ihn, und gleichzeitig auch die Einleitung eilur Subscription behus« Gründung einer eigenen „A n » st a » siu« >Vr iln« V tif tun g" beschlossen, mit deren Interessen alljährlich der würdigste verarmte VUrger P'ttau'e betheilt wer» den soll. — (Generalversammlung.) Die fünfte ordentliche Generalversammlung der Ncliengts?llschafl L«ylam»Iofef«, thal findet am 10. April d. I. in Graz statt. — (Die 60jährige Jubelfeier) de« Musiloerein« in Graz, die am 19. d. in Graz stattfinden sollte, mußte auf den 2. April verschoben werden, da die zum Festconcerle au« Dresden erwarteten Gäste, Concertmeister Lauterbach und das Kllnstlerehepaar Schuh, durch ein für den 20. d. M. angesagte« Hofconcert verhindert sind, am 19. März in Graz anwesend zu sein. — (Für Hausfrauen.) Einer Vergleichung der Le> bensmittel.Duichschnittspieise im Monate Jänner d. I. in einigen Provinzialhauptstädten Oesterreich« entnehmen wir fol« gende Daten: 1 Kilogramm Rindfleisch loftele: in Wien 65 68lr., Vrünn 58 lr.. Salzburg 545 lr,, Gra, 50 lr., Laibach 48 lr.. Lemberg 45 25 lr., Czernowih 34 5 tr.; — 1 Kilogramm Kalb» sieisch: in Wien 65 lr., Vrllnn 58 tr., Lzernowih 57 lr., Salz« bürg 55 lr.. Laibach 47 lr., Lemberg 46 lr.; — 1 Kilogramm Schweinefieifch: in Wien (alte«) 76 lr., (junge«) 84 lr, Salz» bürg 71 lr., Lemberg 60 lr,, Vrünn 56 lr., Laibach 48 lr.; — 1 Kilogramm Schöpsenfleisch : in Wien 48 5 tr., Brunn 46 lr., Salzburg 42 lr., Lemberg 32 lr., Laibach 30 lr.. «lzerno« Witz 28 lr. — (Für Sportsmilnner.) Freitag den 24. d. M. um 10 Uhr vormittags (nach Anlunft de« Personmzuge«) werben am lü flach er Vahuhofplahe neun aus dem l. t. Staats» geftütt zu Piber ausgemusterte Gefilllspferde, nemlich: 5 Zug-gebrauchpfecde, 1 dreijähriger Wallach (geritten), 1 einjähriger und 1 Abfpännhengft und 1 Abspäunfilllel im Licitationswege veräußert. Für Hporlsmänner eine günstige Gelegenheit, ihren Marstall zu ergänzen. — (Süd bahn) Der Verwallungsrath der Südbahu hat sich in fehr auerteunungswerther Weise bereit erllürt, alle filr die Ueberfchwcmmlen gesammelten, nach Pest-Ofen zu befördernden milden Gaben jeder Art, fofern« sie von einem Vereine oder einer Vehörde angesammelt, an eine solche adressiert und durch Legiti» mation derselben begleitet werden, auf sämmtlichen Linien der Sildbahn uneulgeltlich zu befördern. — (Neue 3 ch l achlm et h o d e) Ueber eine iu unserem schönen Nachbailande Kärnten ersundene neue Tchlachtmethode wird bei „Klagcnfurter Zeitung" folgende köstliche Geschichte erzählt : <2iu Grundbesitzer unfern dcr Kapitale des schünen Lauant» thale« hatle einen sehr störrigeu Stier, der fast nicht zu bändigen war; bei der Gefährlichkeit de« Thiere« mußte unser Grund, bcsitzer daran dente», deuselben lo« zu werden; er beschloß daher, ihn zu schlachten, Mau fürchtete jedoch, der böse Stier wilde, wexn er nicht richtig getroffen wird. sich von der Kette losreißen ulid großes Unheil anrichten; man hielt also großen Rath und das Resultat desselben war der einstimmige Veschluß, dem Thiere mittelst einer Dyuamitpatr^ne den Schädel zu zerschmettern Ge» sagt, gethan; man nahm ein« Patrone, zündete die ziemlich lange Zündschnur an und legle dem gefesselten Stiere die Patrone in« Maul. Diefer aber — und es sei nochmals die Wahrheit der Ve-gebenheit coustatiert - biß die Patrone ab und verschluckte die» selbe, die ZUudschuur ihvem Schicksale überlassend. Die kühnen Schlächter fürchteten nun, da« gefährliche Sprengmateriale werbe den Stier in tausend Stücke zerreißen, was jedoch nicht geschah. Der Vesitzer wird denselben schou nach Klag'nfurt bringen und ihn mit Hilfe der Schlach>ma«le todten lassen mllssei,, — wenn die« nicht bereit« geschehen ist Ntuelle M (Original»Telegramme der „Laib. Zeitung.") Wien, 15. März. Die ..Wiener Zeitung" meldet die Ernennung des Secrelürs der Handels« und Ge« werbetllmmer in Vrünn, des Dr. Vazant, zum Mini« sterialrathe im Handelsministerium. Versailles, 14. März. Eine in beiden Kammern nameiS des MinisterratheS verlesene Declaration erklärt, die Institutionen dürfen nicht revidiert werden, bevor sie nicht loyal gehandhabt wurden. Das Cabinet werde von allen Untergebtnen Unterstützung im Sinne der Republik verlangen, welche mehr als jede andere Regierungsform sich auf die Gesetze der Religion nnd der Moral stützen und fliegerischen Abenteuern widerstreben muß. Im Budget werde das Gleichgewicht ohne Steuer« erhöhung hergestellt. Unsere Gezi:hungen zum Auslande verloren nichts von ihrem freundschaftlichen und fried« lichen Eharaller. Frankreich hofft Erhaltung des Frie« dens im Orient von der Uebereinstimmung der Großmächte. Die Declaration verweist schließlich auf die noth« wendige Reconstruierung der Armee und der Marine und verspricht Lösung der Fragen über den höheren Un« terricht und die Zusammensetzung der Municipalitäten. London, 13. März. Ihre Majestät die Kaiserin von Oesterreich ist Samstag im Claridge's Hotel in London eingetroff«n und begab sich gestern nach Windsor, wo Nllerhüchstdieselbe an der königlichen Familienlafel, welcher auch die Prinzessin von Wales beiwohnte, theil-nahm. Ihre Majestät die Kaiserin lehrte abend« nach London zurück. Das Wetter ist abscheulich; Regen, Schnee und Nebel. Telegraphischer Vechselcurs vom 14. März, Papier, Nenle 67 25. — Silber. Rente 70 60. — 1860er Gtaats-Nnlehen 11110. - Vanl-Nctien 898-. «reolt-Nctien 168 20 - London 115 65. - Silber 103 75. K t. Münz-Du« laten 5 43. — «ap°leon«b'or 9 26'/,. — lOft Nelchsmarl b6 85. Wien. 14. März. 2 Uhr nachmittags. (Schlußlurse.) lreditactien 167 7b. 1860er Lose 111 -, 1U64er Lose 131 75. österreichische Reute in Papier 67 20, Staatsbahn 281- -. Nord, bahn 182-, 20. Franlenstück« 9 26. ungarische Creditactien 157-25, österreichische ssrancobanl 26 —, ilsterreichische Nnglobanl 7150, Lombarden 105 25. Unionbanl 61'—, auNro-orimt«lische Van! - ' , Lloydactieu 336- -. auftro-ottomauische Vanl -- , türlische Lose 22—, «lommunas - VInlehen 100 50 Gavvtische 110 50. "^ ^. Handel und Wolkswirthschastliches. VludslfSwerth. 13. März. Die Durchschnitls-Preise stellten sich auf dem heuligen Markte, wie folgt: _^__^ " l st- kr. Weizen per Hektoliter 10 10 Eier pr. Stück . . - 1l Korn „ 7 10 Milch pr. Li^er . — 7 Oerfte « -------- Nindfleisch pr.Kilogr. - 40 H«fer ^ 8 90 Kalbfleisch pr. « — 48 Halbfrucht ^ — — Schweinefleisch ,, — 48 Heibeu ^ 5 20 Schöpseufleisch ,, — - Hirse . 4 88 Hähndel pr. Stück . — 50 Kulurutz » 4 88 Tauben , — ^ Erbäpfel „ 3 . Heu pr. 100 »ilogr. 3 60 Liusen « — — Stroh „ . 1 7s Erbsen ., — - Hol,, hart,«, pr. 2'°/,,^ Fisolen .. 6 — Kubil.Metti . . 7 — Rind«schmalzpr.Kilog. —89 —weiches, „ __ — Schweiueschmalz ^ - 89 Wein,roth.,prHeltolit 9 -- speck, srlsch. ,. - ... __ ^fiß^ ^ 9 l ^ Speck, geräuchert ,. — — Hast,, pr. S^ck , — > — Angekommene Fremde. »m 14. März. Hotel Tladt Wien. Lent, Ingenieur, Wien. — Dragovina, Privatier und v. Vuttmansthal, Trieft. — Kottnil, Oberlaibach. — Ribano, Privatier, Sleill. — v. Vogler, Neamler, Oürz. b«)el Glefant. Terani, Vozen. — «lariuioni Nmalia, Vraz. — Cernot NgneS, Egyftten. -- Rapusch. Unterlrain. Uheater. Heute: Zum Vortheile der Opernsänaerin Emilie Nblo« unter gefälliger Mitwirlung des Opernsängers Herrn Josef Reichmann: Cva im Paradiese. Lustspiel in 1 Nct von F.Weihe. Diesem folgt-. Vroße musikalische »lade' m i e. Zum Schluß .Kurmäiler und Picarde. Venre-bilb mit Vesang und Tanz in 1 »ct von Louis Schneider. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ' '! M Z; ° -' nl ____r >"K ^°^._______^" 3°^ 7 U. Mg 733.« ^. 0.8 V07schwach ^bewUlll^ , 14. 2 „ N. 734« -^ 6.«, SO. schwach heiler 0.oo 9 ,. «b. 736,9» -l- 1 4 NW. schwach heller ! Nacht« und früh morgens Schneefall, dann heiter, sonniger Tag, intensives Nbendroth, sternenhelle Nacht. Das Tagesmittel der Temperatur ^- 2 7», um 0 1' unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Oltomar Vamberg. ^^H's^N^I'l^^ Wien, 13. Mär,. Die Vllrse hatte leinen neuen Grund zu Vesorgnissen, war ab« sehr unluftig und warf den Knrs der Unionbanl« und der unaarischen Lrebit-Actle, ovzsc»i^<.^i. wobtl rückfichtlich der ersteren Vilanzgerüchte maßgebend waren. Februar.) """" (.....67 40 67bb N."1 Si^err,«.. Z ' . ' ^ ?i > <«se, 1839........842 - 844 - ' 1854........106— 106 bO " I860........lil K0 111 d0 " ,860 ,n ,00 fi. ... 120 2b 120 7l> ^ 1864 .... '«?5 IÜ22H Domiinen-Psandbriefe .... 1»bbtt 1»6- Prilw'euanlehenderGllldlNien 100'li0 101 — V»l,2.m ^ «. ^ l 100 — 101 - GiebenbUrgm s ," ' < . . 772b 7775 Ungarn l '°^""« ! . . 77- ?7bC Donau,Mtgnlitluug«.Lofl . . 104— 104 25 Ung. Eisenbahn-Nnl..... 9990 10020 Un«. Pr»n.itn,«nl...... 74 50 74 7b «ienn Communal. «ulehen . 91— 91 i0 «i<«llst«U.....—— — — »,lb >L«e «reditaustalt........171 60 17l 70 «lreditanfiall, ungar.....163 50 164 - Depositenbank.......—'— —-- E«c°Vpteaufiall ..... 630— 695 - Yranco-Vanl.......27— 27 25 Handelsbank........b3'2b 58 50 Äiationalbanl.......H9»> — 892- Oesierr. »anlgefellschaft . . . 1b?-— Ib7-5l) Umonbanl ........<»b2b «550 «erlehrsbanl .......7725 7775 «ctie» »«» zr«»«>«rt-N»ter»eh-«n»«e», «O«U» V«« «lftlb-Vahn........115 _ ,^.h<) Karl-Ludwig'Vahn.....1832b 198 b« Douau.Danipschiff.,Gesellschaft 3b4 — 356- Elisabeth'Neftbllhn.....16050 ISl — llllsadtth.Bahn (Lmz-Vudweiser Strecke).........—— » ^ fterdinands-slordbahl! . . . 1H20—ih»0 — Kranz. Joseph - »ahn ... 1»8 — 18950 LtVb..«zttn..3°ffy.Vahu . . 126»L0 INbl) Llcyd.Gestllfch........336— 838 - c>tfterr. »iordweftbuh» .... liiv by lbs — Geld W»« Rudolfs-Vahn....... 120— 180 50 ktaat«bahn........ 282— 28« b0 Südbahn......... 10475 105-— Theiß-Vahn........ ^10— iiii Ungarische »iordostbahn . . . 1I2-— 112b0 Ungarische Oftbahu..... 49 — 4925 Tramway-Ocfellsch...... I0L - 104 — v«««ese«f««fte». Nllg. ilfierr. Vaussesellschaf« . . ..»— >-— Wiener VaugesrUschaft..... - »^. », .» Pfandbriefe. Nllg. ilsterr. Vobencredit . . . 101 — 101 2b dlo. in 33 Jahren 89 bl) 90 - 3lllti°nalbanl ö. W..... 96 95 970b Uug. Vodeucredit...... hhftft 86 10 prt«rUlte». «lisabtth.-V. I. Vm..... — — 90-— Herd. Aordb.-V....... 10» - 10«s>0 Hranz,IosePh-V....... 8800 «,7b «-I. KarlcLudwio««., 1. — "7 Ung. Oftsahu.......66 — 66'sb Vrlxtwse. tredit't..........164 50 165"» Rudolf«-?.........18b0 14'-" «echlel. ,. «n,«bnrg......... bb 85 56 40 «ranlfurt......... 5640 bSb" Hamburg......... 5640 b6"i London ......... 11b 7b 11« "I Pari« ......... 4590 4b»0 «f«rte». Ducaten .... bft.44 lr. b fi.4b ". N°polel»n«b'«r . . 9 „ 26'/.„ 9 ^ »7 /, -Preuß Kasseufcheine b«^30 ^ b« ^ 9b -Silber .... 10» „ 70 ^103^90 - »«wische