LaAcher Tnablatt. Redxcrion und Expedition: Bahnhosgnsie Nr. 15. Sräuumer-tiouSpreise InsertionSpreise: Ein- Nr. 295. Montag, 23.Dezember 1878.—Morgen: Adam u. Eva.'d§WXö^' 11. Zabrg vkit der Post: 'Aan^jabr. sl. 13. Vom Tage. Zur Ministerkrise wird der Grazer „Tagespost" aus Wien mitgelheilt, daß ein Ka-binet Potocki, wenn es überhaupt je beabsichtigt war, nicht zu stände kommen dürste; cs Hobe niemanden sür sich, als die Polen, und damit lc sse sich nicht regieren. Was die noch fungierenden Minister noch an Einfluß besitzen, ist ausgeboten worden, jene Eombination zu Hintertreiben, und cs ist Thalsache, daß der Statthalter von Galizien bei seiner Anwesenheit in Wien wol den Minister sür Galizien, aber sonst keinen einzigen Minister, nicht einmal den ihm unmittelbar Vorgesetzten Minister aufgesucht habe. Ein Kabinet de Prelis, d. H. ein Ministerium Auersperg ohne AuerLperg, sei so gut wie gcwiß, und zwar deshalb, weil es sich gezeigt hat, daß Graf Andrassy kein anderes Ministerium finden konnte, das bereit wäre, mit feiner Politik durch Tick und Tünn zu gehen, während Baron de Pretis für dieselbe sich engagiert hat, so gut wie Fürst Auersperg. Gegen Rußland allerdings wäre ein polnischer Ministerpräsident ein nicht zu verachtender Bundesgenosse, aber er könnte seine Bundesgenossenschaft theuer verkaufen, und de Prelis sei umsonst zu haben. Die behördlich verfügte und vollzogene Auflösung des Lefevereines der deutschen Studenten in Wien wirbelt viel Staub auf, und wird diese Maßregel von der Mehrzahl der großen Blätter Wiens abfällig besprochen. Die „N. fr. Preffe" sagt unter anderen an leitender Stelle: „Wenn die Hingebung der studierenden Jugend an den deutschen Nationalitätsgedanken so vielem Mißtrauen begegnet, so sollte doch das Eine nicht vergessen werden, daß die Tradition Oesterreichs eine deutsche ist. Diese Tradition kann nicht bestritten werden. Die ältere Generation ist in den Staatsschnlen gleichmäßig zu österreichischem und deutschem Patriotismus herangezogcn worden; österreichisch und deutsch waren keine Gegensätze. Wol haben die Schlacht bei Königgrätz und der Prager Friede, indem diese großen historischen Ereignisse Oesterreich aus Deutschland hinauswiesen, diese Synonymität aufgehoben. Aber, ist ein Decennium hinreichend, um eine tausendjährige Zusammengehörigkeit vergessen zu machen und im Bewußtsein der nachwachsenden Jugend, deren Eltern noch von der deutschen Tradition erfüllt sind, zu verwischen? Das ganze Deutschland soll cs sein — war einst auch in Oesterreich der Lerchenschlag eines anbrechenden Morgens; und das will nicht so rasch aus dem Gedächtnisse verschwinden. Geschichtlich überwuchert daher leicht der deutsche Nationalitälsgedcwke in der deutschen Jngend Oesterreichs. ZudM hat dieselbe das phänomenale Erstehen eines großen mächtigen deutschen Reiches gesehen, eine Erscheinung, welche ihre leicht erregbare Phantasie gefangen nimmt und welcher leider in Oesterreich keine ähnliche, die Phantasie anregende und fesselnde Gestaltung entgegengesetzt werden kann. Der Dualismus ist wahrlich nichts, was sich in die Herzen der Jugend wie ein leuchtendes Ideal einschmeicheln kann; er ist ein Verstandesprodukt, welches die Herzen erkältet, nicht erwärmt." Der kommandierende General Feldzeugmeister Baron Franz Philippovich in Agram hat eine Konferenz einberufen, welche den Entwurf eines Gesetzes über die Hauscomm Unionen im Militär-Grenzlande zu berathen hat. Die kroatische Landesregierung wird in derselben durch einen Sectionsrath vertreten sein. Fürst Dondukoff-Korfakoff erließ ein Eirenlär, durch das allen russischen Beamten eingeschärft wird, der von der ostrumelifchen Kommission eingesetzten Finanzverwaltung thätigen Beistand zu gewähren, feindselige Kundgebungen zu verhindern und der Bevölkerung verständlich zu machen, daß die Kommission nur zum Wohle des Landes wirke. Die Kommission votierte dem Fürsten hiesür ihren Dank. Das „Memorial Diplomatique" meldet, die Beziehungen zwischen Rußland und dem Vatikan haben sich verschlimmert. Elfteres beabsichtige die Errichtung einer Synode für Katholiken. Der italienische Ministerpräsident De-pretis kündigte der Kammer die vollzogene Eonstituierung des neuen Kabinets an. De-pretis sagte: er könne im Augenblicke das vollständige Programm des Ministeriums noch nicht enlwickeln; die Mitglieder desselben seien indeß bekannt, und werden dieselben ihren bisherigen Prinzipien treu bleiben. Depretis hält es jedoch für nothwendig, schon jetzt einige Punkte des ministeriellen Programms darzulegen. DaS Kabinet beabsichtige, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten, indem es die bestehenden Gesetze ohne Schwäche rmd Willkür zur Ausführung bringt: es werde um die Berathung des Gesetzes inbetreff des Baues neuer Eisenbahnen ansuchen, das Gesetz, betreffend die Abschaffung der Mahlsteuer, befürworten, das finanzielle Gleichgewicht anstreben und eine Vorlage inbetreff einer weitgehenden Wahlreform einbringen. Reichsrath. In der am 20. d. stattgefundenen 40. Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde das Eingehen in die Spezialdebatte über den Gesetzentwurf betreffend die Verlängerung der Wirksamkeit der U l 1 und l3 des Wehrgesetzes, mit 174 gegen 84 Stimmen beschlossen. Ebenso wurde das Eingehen in die Spezialdebatte über die Regierungsvorlage, betreffend die Aushebung des Rekrutencon-tingents für das Jahr 1879, mit großer Majorität befchloffen. Jeuilleton. Bauernhäuser in Oesterreich. (Schluß.) Aehnliche Verhältniffe zeigen zum Theil die Karstländer, wenn hier auch das Colonensistem nicht so allgemein verbreitet ist. Die Colonenhäuser tragen auch hier einen sehr armseligen und beinahe durchweg gleichförmigen Charakter, was sich leicht daraus erklärt, daß eben der Gruudeigen-thümer diese Häuser nach der Schablone, auf das äußerste Maß der Lebensnothdurft berechnet, herstellt und sie dann ihrem Schicksale überläßt, während der arme Colone oft nicht im stande oder willens ist, auch nur die alleruothwendigsten Auslagen für Instandhaltung oder Verbesserung derselben zu bestreiten. Das kleine Eolonenhaus aus Sarcia in der Gemeinde Pisino (Istrien) zum Beispiel enthält unter einem Dache alle Wohn- und Nutzräume. Die Küche mit großem, offenem Herd und zwei Schlafzimmer — von denen eines zugleich als Vorrathskammer und als Aufstellungsort der Handmühle dient und mit dem Knhstall in innerer Verbindung steht — sind im ersten Stock gelegen und auf einer Freitreppe zugänglich. Unter dieser L-tiege nud der Küche befindet sich zu ebener Erde der Weinkeller (Canova), der auch noch als Aufbewahrungsort für Krautfäfser, Milch, geräuchertes Fleisch, Knollengewächse re. benützt wird, sowie der kleine Stall. Dreschtennen gibt es weder in Istrien noch in Dalmazien; als solche wird, wie in Südtirol vielfach, ein mit Steinen gepflasterter offener Platz verwendet, wo gleich nach dem Schnitte das Getreide durch Pferde ausgetreten wird. Zur Deckung des Wasserbedarfs der Menschen dient eine Cisterne; das Vieh muß sich meist mit dem in den Pfützen angefammelten Wasser begnügen. Gemüse- und Obstgärten gehören zu den Seltenheiten; gewöhnlich steht nur ein schattenspendender Maulbeerbaum yart am Hause. Aber auch hier sind Ansätze zu einer besseren Entwicklung des landwirthschaftlichen Bauwesens verzeichnet; ein Eolonenhaus aus Medana bei Cor-mons im Eogliogebiete mit abgeschlosfenem Hofraum und besonderem Stalle, von einem Maurermeister der dortigen Gegend ersonnen, wird als allgemeines Vorbild für Neubauten bezeichnet, und entspricht auch, den älteren ländlichen Bauten gegenüber, jedenfalls den Anforderungen besserer Lebensweise und rationeller Wirthschaft. Nicht minder wird der Maierhof San Spirito bei Pa-renzo zu den landwirthschaftlichen Mustergebäuden Istriens gehören; es ist immerhin erfreulich, daß die Hohenbruck'fche Sammlung ein solches Bauernhaus unter die Typen landwirthfchaftlicher Bauten aufnehmen konnte; wir sehen daraus, daß die halbverfallenen, eben so widerlichen wie zweckwidrigen Colonenhäuser älteren Ursprungs, die kaum mehr den Unterschied zwischen Mensch und Vieh in den Räumen des Hauses aufrecht zu erhalten gestatten, doch nicht der ausschließliche Typus des Landes sind. Freilich, wenn wir nun den Blick nach Dalmazien richten, werden uns auch diese Colonenhäuser nicht blos verständlicher, sondern sogar noch als annehmbar erscheinen. Die Häuser der bäuerlichen Grundeigenthümer sind zwar in manchen Stücken besser als die der Colonen im Karstgebiete, ja selbst in Wälschtirol; aber das Muster eines Wohnhauses mit Stallung und Scheuer, welches sich Simon Knran zu Plina im Bezirk Macarsca auf seinem kleinen, theils von Felfen, In der am 2l. d. abgehaltenen Abgeordneten-haussitzung wurde die Spezialdebatte über die Wehrgesetzvorlage eröffnet. Abg. Groß be,utragte die Annahme folgender Resolution: „Die Regierung wird aufgefordert, bei der Vorlage behufs weiterer Feststellung der Kriegsstärke darauf Bedacht zu nehmen, daß eine Herab-miudernng des Heeresaufwan des ermöglicht und somit der Finanzlage des Reiches in gebürender Weise Rechnung getragen werde." Die Regierungsvorlage und die Resolution Groß wurde angenommen. Diesem folgte die Berathuug über die Gesetzvorlage, betreffend die Aushebung desRekruten -contingents pro 1879, welche Vorlage in dritter Lesung genehmigt wurde. Auch die Regierungsvorlage, betreffend den Handelsvertrag zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland, und die diesbezügliche Resolution: „Die Regierung wird aufgefordert, nach Ablauf des Jahres 1879 solche Vorkehrungen zu treffen, welche eiue allmälige Aufhebung des Appreturverfahrens mit möglichster Schonung der dabei in Frage kommenden Interessen der österreichischen Arbeit und Volkswirth-schaft anbahnen", erhielten die Zustimmung des hohen Hauses. Schließlich wurde der Gesetzentwurf genehm migt, womit die Regierung ermächtigt wird, im Falle als zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien vor Ablauf des Jahres 1878 ein neuer Handels-, Zoll- und Schiffahrtsvertrag zustande kommen sollte, für die Zeit vom 1. Jänner 1879 bis zur Ratificierung des neuen Vertrages, jedoch längstens für die Zeit bis 31. Januar 1879, im Verordnnngswege die zur Regelung der wechselseitigen Verkehrsbeziehungen geeigneten und unumgänglich nothwendigen mittler-weiligen Vorkehrungen zu treffen. Der Tag der nächsten Sitzung wird den Abgeordneten im schriftlichen Wege mitgetheilt werden. Tagesneuigkeiten. — Holzexport aus der Herzegowina. Die französische Gesellschaft, welche mit dem Fürsten von Montenegro einen Abstockungsvertrag vor fast Jahresfrist abfchloß und seither von dort Holz nach Frankreich ausführt, hat, wie berichtet wird, der Landesbehörde der Herzegowina in Mostar eine Offerte proponiert betreffs Ausholzung des am rechten Narenta-Ufer oberhalb Kojnica gelegenen Waldkomplexes im Ausmaße von circa 4000 Hektaren. Danach beabsichtigt dir Gesellschaft, die tiefer gelegenen, refpective für Ackerbau geeigneten Waldgebiete theilS von Mauern umgebenen Besitze von kaum zwei Hektaren kunstlos, kaum zum nothdürftigen Schutze gegen Sturm und Regen erbaut hat, spottet doch eigentlich jeder Phantasie, auch wenn sie sich die dürftigste Heimstätte eines Bauern in Oesterreich ausmalte. Das Wohnhaus ist ganz roh aus Steinen ohne Mörtelverbindung ausgeführt ; die rauhen, kaum mannshohen Wände umschließen den einzigen Raum des Hauses, der zugleich Wohn- und Schlafstube, Küche und Keller bildet und mit Stroh oder Schilf, selten mit großen Steinplatten, gedeckt ist. Luft und Licht erhält dieser Raum nur durch die niedere Thüre. Hinter dem Wohnhause befindet sich der von roher Steinmauer eingehegte Viehauslauf und in demselben ein offener, mit Schilf gedeckter Stall für I Ochsen, 1 Esel, 15 Schafe und 11 Ziegen; die Schweine haben bevorzugten Aufenthalt in dem Wohnraum des Bauern. Und dieser Art, bemerkt Hohenbruck, sind alle Ansiedlungen in den Gebirgsgegenden Dalmaziens! In nicht minder ausdrucksvoller Weise sprechen die Bauernhäuser der Nordostländer, Galizien und Bukowina, von dem Kulturzustand und der socialen Lage ihrer Bewohner. Zwar sind total abznhvlzen, den übrigen Theil jedoch, wo keine allzu großen Schwierigkeiten entgegenstehen, zn lichten. Die Gesellschaft offeriert fünf Francs per Quadratmeter Waldflächc. Das Holz soll ans der Narenta möglichst nahe an die Mündung geschwemmt, dort zn Schnittmaterial verarbeitet und dann nach Frankreich verschifft werden. Die Ausbeute ist auf jährlich 30- bis 50,000 Stämme veranschlagt, und würde der Landesregierung ein jährlicher Ertrag von 2- bis 300,000 fl. aus diesem Waldabstockungs-Geschäfte zufließen. — Großes Unglück. In Grünwald bei Gablonz kam am 19. d, M. im Wohnhanse des Tischlers Hübner Feuer zum Ausbrnch, welches so rasch »in sich griff, daß vier Kinder de? Besitzers und zwei Gesellen, die auf dem Dachboden schliefen, den Tod in den Flammen fanden. — Ein Attentat. Der fürstliche Adjutant v. Trifunac in Belgrad, ein gebürtiger Oesterreicher, schoß, wie man hört, infolge eines politischen Streites, nach auderu wegen einer unehrerbietigen Aenßerung über den regierenden Fürsten, auf den oppositionellen Skupschtiua-Deputierten Paschic, ohne ihn zn treffen. Die auf offener Straße erfolgte Szene erregte im Publikum das größte Aufsehen. Der Vorfall wurde sofort dem Fürsten gemeldet. — H umor istif che Fra ge nndAntwort Der neueste „Figaro" bringt folgenden Dialog: Kahleuberger: „Warum haben denn die Delegierten die berittenen Hanptleut' g'strichen?" — Grinzinger: „Wahrscheinlich fürchten's, daß uns die noch weiter ins Deficit 'neinreiten thäten!" — Blitzschlag. In das in den Bocche di Cattaro liegende österreichische Fort Brmac hat der Blitz eingeschlagen und einen Soldaten getödtet. Lokal- und provillnal-^ngeletzenheittn. — (Ah. Spende) Se. Majestät der Kaiser hat den durch Brandschaden verunglückten Ansassen in Nadaineselu, Bezirk Adelsberg, einen Unterstützungsbetrag von 300 fl. aus seiner Privatkasse gespendet. — (Betheilnng heimgekehrter Reservisten.) Die vom Occnpationsschauplatze am 20. d, unvermnthet in Laibach angekommenen 4l9 Reservisten des 7. und 19. Feldjägerbataillons wurden vonseite der hiesigen Stadtgemeinde mit je einem Silbergulden betheilt. — (Zu humanen Zwecken.) Am 26. d. in der fünften Nachmittagsstunde findet im Ste-novic'schen Gasthause in Sagor nächst der Südbahn zum Besten der Schulen in Töpliz-Sagor, Sagor und St. Martin im Bezirke Littai eine musikalische Soiree statt, bei welcher die Herren Razinger, die polnischen, rnthenischen und rumänischen Bauern in ihrem Nationalcharakter von den südslavischen, noch mehr von den italienischen Colonen des Karstgebietes ungeheuer verschieden. Aber an Armuth und Bedürfnislosigkeit kommen sie ihnen gleich, und die ärmlichen Hütten, welche sie bewohnen, sind sprechende Belege für beides. Die nationale Verschiedenheit erzeugt allerdings auch in diesem Gebiete gewisse charakteristische Unterschiede zwischen dem polnischen und rnthenischen Bauernhaus in Galizien, zwischen dem rnthenischen, rumänischen und deutschen Gehöfte; aber dieselben kommen doch mehr nur in Aenßerlichkeiten der Bauweise zum Ausdruck; in Bezug auf Wohn-behagen und rationellere Anlage vom Standpunkt einer vorgeschrittenen landwirthschastlichen Technik und Oekonomik aus stehen sie alle ziemlich auf gleich niederer Stufe; nur die deutschen Bauerngemeinden der Bukowina, welche sich durch Wohlhabenheit, Fleiß und Sparsamkeit, sowie durch rationellen Wirthschastsbetrieb auszeichnen, haben auch durchgängig hübschere und komfortablere Wohnhäuser, bessere Stallungen und Wirtschaftsgebäude. Der Hürale (Bauer aus dem westlichen Tatra- Zumer, Medic, Maier und Belv Gesangspiecen, Frau Schlauf nnd Herr Maier Klavierstücke, die Herren Kobera, Plhäk und Valentincik ein Trio für Violine, Cello und Klavier, Herr Ravnikar eine Zitherpiece und Fran Schlauf ein Gedicht vortragen werden. Dem Konzerte folgt ein Tanzkränzchen. — (Eis- und Schneewegräumung.) Zur Verhütung von Unglücksfällen wolle der hiesige Magistrat Vorkehrung treffen, daß von den Trottoirs und von den Gehwegen längs den Häusern Eis und Schnee sofort weggeschafft werden. — (V ors p ann s g eb ür c n.) Der Gescimmt-vergütnngspreis für ein Vorspannspferd und ein Kilometer ohne Unterschied des Geschäftszweiges (Beamten-, Militär-, Gendarmerie-, Arrestanten-und Schuboorspann, letztere jedoch mit der Beschränkung auf jene Stationen, in welchen nicht dnrch Minnendolicitationen ein anderer Schubfuhren-preis erzielt wird) und des Vorspannehmers (Beamte, Offiziere, Mannschaft u. s. w.) wurde von der Landesregierung für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1879 mit 9 (neun) Kreuzern für da? Herzogthum Krain festgesetzt. — (Der hiesige Schriftsetzer Hubmayer) hat dem Setzkasten wieder Adieu gesagt und hat einen romantischen Vergnügnngszng »ach Mazedonien unternommen. Der elektrische Draht meldet nnterm 20. d. aus Belgrad: „Der neue bulgarische Jusurgentenches Hubmayer traf am 11. d. in Widdin ein, woselbst er von einem bulgarischen Comite feierlich empfangen wurde. Am 12. d. engagierte er daselbst mehrere vormals serbische Offiziere, welche den letzten Krieg in der serbischen Fremdenlegion mitgemacht haben. Am 14. d. ist Hubmayer mit seinem Gefolge über Sophia nach Mazedonien abgereist. In der Pir-Planina erwarten ihn Abgesandte der nenen provisorischen Nationalregierung in Mazedonien, um ihm das Kommando einer großen Jnsurgenten-Tscheta zu übergeben." — (Nationales Be reinshaus inLaibach.) Dem Vernehmen »ach ist der Bau des Närodni Dom (slooenisches Vereinshaus) in Laibach ausgemachte Sache. Es wird hierüber in alle» Wiener Blättern die große Trommel geschlagen. Der Laibacher Korrespondent der „Pr." schreibt: „Das auf 100,000 fl. präliminierte Gebäude wird in der Kiiaffelgaffc nächst dem neuen Sparkassegebäude zu stehen kommen und wird Raum für sämmtliche flooenischen Vereine bieten. Die Gelder zu dem Bau werden in der Art und Weise beschafft, daß das für die Volksbildung gewidmete Kapital MU- Fortsetzung in der Beilage. "WU Gebirge) baut sein Haus gewöhnlich blockhausartig aus Rund- oder Halbholz, bedeckt es mit einem Strohdach und sichert den Dachfirst vor Sturmwinden mit hölzernen Böcken, welche als ein charakteristisches Merkmal der Bauernhäuser im Gebirge gelten. Wohn- und Wirthschastsräume sind unter einem Dache; der wichtigste Bestandtheil des Hauses ist eine einzige Wohnstube mit dem Herd und Backofen; auf der Decke des letzteren befindet sich gewöhnlich die Schlafstelle der Kinder. Rauch-säuge sind eine Neuerung bei diesen an ihre „Rauchzimmer" gewöhnten Bauern, finden übrigens letzt doch schon allgemeinen Eingang; die Hausthüre hat meistens gar keinen Verschluß; wenn die Bewohner das Haus verlassen, so wird die Thüre mit einem Holzstock angestemmt, damit das Vieh nicht eindringen kann. Nur wenig hievon verschieden ist der als Typus der ruthenischen Bauten Ostgaliziens bezeichnet« Bauernhof zu Horodenka. Charakteristisch für alle diese Bauernhäuser ist der Mangel einer Küche; ein Kochherd in der Wohnstube muß hiefür Ersatz bieten; für den Rauchabzug ist hier eine einfache Oeffnung an der Zimmerwand, die an das Vorhaus mundet, bestimmt. Holz- und Lehmwände sind hier, Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. des Vereins „Matica Slovenska" im Vertrage von nahezu 60,000 fl. einfach riskiert wird und der Rest mittelst Subscription auf Actien zu 100 fl aufgebracht werden soll. Das Resultat der Subscription ist seit der mißglückten Afsaire mit der falliten Bank „Slovenija" wol ein sehr fragliches. Es sind also die ganz anderen Zwecken gewidmeten Kapitalien der Matica in Gefahr, da dieselben wol für den Beginn des Baues und Ankauf des Baugrundes hinreichen dürften." — (Verleihung militärischer Auszeichnungen.) Es erhielten den Orden der eisernen Krone dritter Klasse mit der Kriegsdecora-tion: Oberlieutenant Victor Sonklar Edler v. Jnn-städten des Tiroler Jägerregiments, Major Hugo Edler v. Klobus des 19. und Hauptmann Ambros Mraz des 33. Jägerbat., Major Andreas Korn und Hanptm. Josef Czap des 12. Art.-Regts.; — das Militär-Verdienstkreuz mit der Kriegsdecoration: Oberstlieut». Johann Ritter Khoß von Kossen und Sternegg, die Hauptleute: Hugo Bolzano Edler v. Kronstätt, Alois Pawliczek und Alois Hilber, Re-servelientn. Adolf Wagner, Lientn. Fedor Bamberg und Hauptm.-Rechnungsf. Georg Mischier des 7ten, Hanptm. Diego van der Hopp und Oberlieutn. Anton Pöll des 19., Hauptm. Josef Donhanfer und Lientn. August Matiegka des 33. Jägerbat., Lientn. Karl Obermüller des 12. Art.-Regmts.; das goldene Verdienstkreuz mit der Krone: Regimcntsarzt Dr. Johann Schiffrer; — die allerhöchste belobende Anerkennung: die Oberlieutenants: Karl Freiherr Schneider v. Arno und Alois Zobel des 7., Anton Püchler, Georg Szemän und Reservelientn. Gebhard Fischer des 19., Reservelieutn. Ferd. Krüzner des 33. Jägerbat., Oberlieutn. Martin Rastic vom Artillcriestabe und Lieutn. Peter v. Mirkovit des 12. Art.-Regmts. — Im Mannschastsstande wurden verliehen: vom 7. Jägerbataillon: die silberne Tapserkeitsmedaille erster Klasse den Ober« jägern: Simon Pichler und Johann Franz; dem Zugsführer Johann Truppe, dem Unterjäger Michael Picek und dem Jäger Johann Burger; die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse: dem Offiziers-Stellvertreter Leopold Petschar, den Zugsführern : Michael Maier, Johann Wasnig, Florian Wirk und Johann Smerdel; den Unterjägern: Anton Torkar nud Elias Haslacher, dem Patrouilleführer Rupert Jordan; den Jägern: Mathias Pi-felz und Jakob Lipold; — die belobende Anerkennung wurde ausgesprochen: den Ofsiziers-Stell-vertretern: Johann Frank und Leopold Petschar; den Oberjägern: Albert Pogatschnigg und Simon Pichler; dem Bataillonshornisten Johann Moranc, dem Zugsführer Johann Staknl; den Unterjägern Johann Monfreda, Michael Saic und Lukas Rech- wie bei den ruthenischen Bauernhäusern der Bukowina die Regel; die Wirtschaftsgebäude, mitunter selbst die Wohnhäuser, haben sogar nur aus Ruthen geflochtene Wände. Zum Schutze des Holzwerks und des Lehmanwurses ha.ben diese ebenerdigen Häuser vorspringende Dächer, welche entweder mit Holzladen oder Schindeln, in den von Ruthenen bewohnten Gegenden mit Stroh und am Dnjestr mit Schilf eingedeckt zu werden pflegen. In den rumänischen Bauernhäusern fehlt nicht selten sogar der Herd; im Vorhause wird auf der Erde Feuer gemacht, und über demselben hängt ein Kessel, das einzige Küchengeräth. Dieser Aermlichkeit der Wohnung entspricht dann auch die Anlage der Wirtschaftsgebäude; wenn es hoch kommt, ist es ein Stall für einige Hausthiere und ein an der Südseite offener Schupfen, hie und da auch eine Scheuer; aber es ist bekannt, daß das Getreide vielfach blos im offenen Hofraum gedroschen und das Vieh auf der Weide allen Unbilden der Witterung, ja sogar im Winter sich selbst überlassen wird. Da wird es denn begreiflich, daß im ganzen Gehöfte, mit Ausnahme der Schindelnägel, wenn solche in Verwendung kom- ^ 295 vom 23. Dezember 1878. berger; den Patrouilleführern: Mathias Srebotnjak, Bartholo Juvan, Johann Riedler und Anton Go-vekar; den Jägern: Josef Kovakic, Josef Mervar, Felix Felician, Anton Samc, Joses Müller, Jakob Godec, Ferdinand Nenbauer und Johann Golle; den Kompagniehvriiisten Mathias Alaska und Anton Sejmic. — Vom 19. Jägerbataillon: Die silberne Tapserkeitsmedaille erster Klasse: dem Osfi-ziers-Stellvertreter Josef Golob; — die silberne Tapserkeitsmedaille zweiter Klasse: den Unterjägern: Franz Marout und Ignaz Urbais, dem Bataillonshornisten Josef Nnßdorser; den Patronilleführern: Anton Pink, Franz Marentic und Johann Za-loßnik, und dem Kompagniehornisten Lorenz Luzar; — die belobende Anerkennung den Zugsführern: Josef Cerar, Simon Krammer, Johann Nemec und Johann Normali; den Unterjägern: Franz Petsche, Nikolaus Dragoö, Franz Slovöa, Paul Madronic, Andreas Margon und Ignaz Bucar; dem Patrouilleführer Josef Kopitar; den Jägern: Jakob Sprecher, Anton Kocevar, Franz Stauta, Mathias Podlipez, Mathias Putz, Johann Jamöek, Johann Jakse, Martin Zabkar, Johann Groß und Martin Bajda. — Vom ^3. I ägerb ata i l lon : Die goldene Tapferkeitsmedaille: dem Oberjäger Franz Loher; — die silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse: den Unterjägern: Anton Mayer und Michael Mihelic, dann dem Jäger Vincenz Meininger; — ! die silberne Tapserkeitsmedaille zweiter Klasse: dem Offiziers-Stellvertreter Karl Tworschak; dem Oberjäger Franz Strohmayer; den Unterjägern: Andreas Sivic, Jakob Levstek und Franz Schüller; — die belobende Anerkennung den Patrouilleführern: Karl Keinbacher, Lambert Stahl nnd Jakob Scherian; den Jäger»: Johann Curk, August Juravec, Dominik Seidl, Michael Schuh, Mathias Drasler, Johann Benedict, Jakob Hintersteiner, Leopold Graf, Johann Krische, Pius Wohlwang und Johann Su-hadobnik. — (Landschaftliches Theater.) Fräulein v. Iser, aus der Zeit der van Hell'schen Ensemble-Vorstellungen hier bekannt, eröffnet heute die von der Theaterleitung in Aussicht gestellten Gastspiele und tritt in dem Pariser Sittenbilde „Fernande" als „Gräfin Clotilde" auf. — (Der Bahnverkehr) auf der Strecke Karlstadt-Fiume mnßte eingestellt werden. Zwischen den Stationen Maravice und Meja ist die Schneeverwehung auf der Bahn so groß, daß selbst zwei Locomotiven vergebens versucht haben, vorzudrüigen. — (Parlamentarisches.) Der Ausschuß für Polizeistrasgcrichtsbarkeit hielt am 11. d. eine Sitzung. Unser heimatliche Abgeordnete Herr Dr. Snppan ergriff das Wort und erklärte es als wünschenswerth, daß der Versuch gemacht werde, men, gewöhnlich kein eiserner Nagel und auch sonst! kein Loth Eisen verwendet wird. Zu solch öder Wohnstatt paßt dann freilich vollkommen jenes düstere, traurige, gedrückte Wesen, durch welches der rnthenische wie der rumänische Bauer dort auffällt und von dessen Schattenseiten, Trunksucht, Verschwendung und ökonomischer Indolenz, jüngst Professor Platter in Czernowitz ein so ergreifendes Gemälde entworfen hat. („Der Wucher in der Bukowina." Jena 1878.) Die ganze Verkommenheit der ländlichen Bevölkerung, welche noch dazu durch eine schamlose Ausbeutung ihrer wirth-schaftlichen Lage vonfeite der Leihkapitalisten fortwährend gesteigert worden ist, schaut uns aus diesen Hütten der kleinen Grundbesitzer, die den Namen von Bauernhöfen nicht verdienen, in erschreckender Wahrheit entgegen. Es ist etwas anderes, wenn auf dem felsigen Grunde des Karst oder der dinarischen Alpen kümmerliche Existenzen in äußerster Bedürfnislosigkeit sich ihre Wohnung bauen, und wenn wir ans gutem Ackerboden der Nordostländer Oesterreichs einer solchen Missre des Lebens begegnen. Möchte doch auch das vorliegende schöne ^ Werk der „Pläne landwirthschastlicher Bauten des die angeregte Frage zu regeln, und zwar auf dem kürzesten Wege, nämlich durch Bestellung eines Referenten acl doe, welcher den Entwurf nach ve rathung mit den bezügliche» Ministerien einer Mo dificierung zu unterziehen und denselben dann ver-vielfältigen zu lassen hätte. Dieser Antrag wurde angenommen. Konzert und Theater. Die Ton- und die dramatische Muse bereiteten den Musik- uud Theaterfreunden der Landeshauptstadt Laibach zwei recht vergnügte Abende. Wir sind Heuer inbetreff der philharmonischen Gesellschaftskonzerte und Theatervorstellungen im Vergleiche mit den Produktionen in den Vorjahren auf minder feine, minder großartige Genüsse angewiesen, wir müssen unsere gewohnten hochgradigen Anforderungen wesentlich herabstimmen, wir müssen Heuer mit den eingetretenen Verhältnissen und den vorhandenen Factoren minderen Ranges rechnen und uns mit minder Gutem zufrieden stellen. „Glück lich ist, der vergißt, was nicht mehr zu ändern ist!" Wir mußten uns bei dem gestrigen zweiten Saisonkonzerte der philharmonischen Gesellschaft bei Abgang eines großen, mit Streich-und Blasinstrumenten besetzten Orchesters mit einem > Streichorchester begnügen. Was dieses geboten, zählt wahrlich nicht zu den profanen Dingen. Wir hörten echte, klassische Musik, gegriffen aus der alten Zeit, nämlich: ein streng musikalisch, ja concertant angelegtes Präludium; ein zur Andacht stimmendes Adagio und eine prächtige, hebende Gavotte aus den Violinsonaten des Altmeisters I. S. Bach, bearbeitet von S. Bachrich. In Würsts „Intermezzo" begrüßten wir einen sogenannten modernen „Ohrenschmaus". Dir dritte Serenade von Fuchs brachte einen au R. Wagners „Fliegenden Holländer" erinnernden, prächtig gearbeiteten ersten Satz, eine nette Menuette, ein augenehm klingendes Grazioso und — um auch dem in der Musikwelt bestehenden Dualismus Rechnung zu tragen — ein mit Zigeunermelodien dotierten Schlußsatz zu Gehör. Die sämmt-lichen Streichorchester-Piecen, gut studiert, fanden im kalten Saale warme Aufnahme, das Publikum zeichnete den Vereinsmusikdirektor Herrn Nedved mit Hervorrufen aus. Wir hatten im gestrigen Konzerte Gelegenheit, zwei werthe Gäste kennen zu lernen. Fräulein Asta Liebetrau spielte die ernste, contrapunktierte und sngierte Stellen enthaltende, jedoch an Gesangstellen arme Klavier-Suite von Raff mit bewunderungswürdiger Kraft und den vom Meister Liszt arrangierten Faust-Walzer mit festem, sicherem An- > Kleingrundbesitzes in Oesterreich" dazu beitragen, wozu es als ein wahrer „Bauernspiegel" wohl befähigt ist, daß die socialen Zustände dieser Länder mit verkommenem Bauernstande von Grund aus einem gewissenhaften Studium unterzogen werden. Aber auch abgesehen von dieser besonderen Wirkung, wünschen wir diesen „Plänen" fruchtbaren Erfolg für das Studium der socialen Frage. Sie sind nicht blos werthvoll für das nächste Ziel, welches sie sich gesteckt haben: zum Fortschritt des landwirthschaftlichen Bauwesens beizutragen; sie bieten uns auch ein höchst ori-ginelles und sonst gar nicht verfügbares Material zum Studium der ökonomischen und socialen Ge-sammtlage der ländlichen Bevölkerung, und tragen damit ebenso die Fähigkeit in sich, den Fortschritt der Bauern überhaupt, ihre Erhebung zu besserer Lebensgewöhnung und zu rationellerer Wirth-schaftsführung zu fördern. Und darin liegt ja am Ende das Geheimnis aller Socialreform: daß wir immer neue Glieder der Gesellschaft zu tüchtigerer wirthschaftlicher Arbeit gewöhnen und ihnen dadurch die Wege ebnen, welche zu besseren Lebensgewohnheiten und reicheren wie edleren Lebensgenüssen führen. (Allg. Ztg.) schlag. DaS mit voller Manneskrast ausgeführtes Spiel dieses Fräuleins würde durch Beisatz einer! entsprechenden Dosis Gefühl wesentlich gewinne». Frau Paula Sinz sang eine Arie aus Lortzings „Waffenschmied" und zwei Lieder (das Lied aus „Der Trompeter von Säkkingen" von Riedel und die Romanze „Aon ö vero" von Mattei). Frau Sinz besitzt eine wohlklingende Stimme und trng besonders die genannte Romanze ausdrucksvoll vor. Bei einigen Stellen trat ein zu hoher Anschlag bemerkbar aus Beide Damen erfuhren wiederholte Beifallsbezeugungen und Hervorrufe. Wir verlassen nun den Konzertsaal und ziehen unser Theater in de» Bereich unserer Betrachtungen. An den zuletzt abgewichenen zwei Abenden präsentierte sich eine neue Lokal- und Operetteusäugeriu Namens Frl. Lina Hofer. Das Fräuleiu verfügt nicht über große, kräftige Stimmittel, scheint auch die hohe Schule des Gesanges nicht absolviert zu haben, aber diese neueste Erscheinung machte an beiden Abenden auf das Publikum einen angenehmen Eindruck. Jugendfrische, Eleganz, guter Humor, lebhafte? Spiel und modernes Auftreten sind Eigenschaften, welche der mit Beifall begrüßten Dcblv tantin innewohnen und ihr bei Durchführnng der Partien „Stubenmädchen Adele" in der Operette „Fledermaus" und „Frau Leui" in dem Lebensbilde „Drei Paar Schuhe" sehr zustatten kamen. Fräulein Massa eroberte vorgestern als „Rosalinde" in der „Fledermaus" von neuem die Sympathien des Hauses, stürmischer Applaus wurde der geehrten Primadonna zntheil. Herr Arenberg war gestern als „Julius vo» Nachtfalter" vorzüglich, er übertraf den bekannten Meister Friese. Wir wollen hoffen, daß Herr Direktor Ludwig beim Engagement der übrigen, noch fehlenden Bühnenmitglieder ebenso glücklich ist, wie mit Frl. Hofer, und er in die Lage komme, ein interessantes Repertoire festzustelleu und dasselbe rechtzeitig bei Beginn jeder Woche bekannt zu geben, um auch das auswärtige Publikuni aiizuziehc». Vonseite des Publikums wird die Unterstützung nicht ausbleibeu, sobald Gutes und Nenes geboten wird. Kein parlamentarischer Rückzug! Die „N fr. Pr." theilt unteri» 21. eine» interessanten Schristenwechsel mit, der vor nenn Monaten zwischen dem nationalen krain. Abgeordneten Pfeifer und dein Präsidenten des Oberlandesgerichts-Sprengels Steiermark-KärnteiuKrai», R. v. Waser, stattfand. Abg. Pfeifer hatte in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 14. März d. I. zur Charakterisierung der Snperiorität, welche deu politischen Beamten über die Justizbeamten eingerämnt ist, sowie des schädigenden Einflusses dieser Stellung ohne Nennung von Namen mehrere Fälle angeführt. Er sagte unter anderm: „Mir ist ein Fall bekannt, wo ein Bezirkshanptmann auf Ansuchen der im Rechtsstreite durchgesalleueu Partei derselben ein Certificat ausstellte, daß das richterliche Urtheil unrichtig nnd zu cassiercn sei. Ein nicht minder interessanter Fall dürfte der sein, daß in einer Strnsa»gclegenheit gegen einen renitenten Gewerbsmann, welche Stras-angelegenheit sowol dem Bezirksgerichte als auch der Bezirkshanptmannschast mitgetheilt wmde, bei der Amtshandlung vor der letzteren der eine Bezirks-kommissär den Gewerbsmann sreisprach, der zweite aber als staatsanwaltschastlicher Fnnetionär dessen Bestrafung nach dem Gesetze verlangte, und endlich, nachdem Jncnlpat vom Gerichte zu einigen Tagen Arrests vernrtheilt wurde, die Bezirkshanptmann-schast denselben zu sich beschied, damit sie ihni die Berufung gegen das gerichtliche Erkenntnis an die Appelinstanz verfasse. Ritter v. Waser richtete nun unter dem 22. März ein Präsidialrescript an den Abgeordneten Pfeifer, worin er sich ans die erwähnten Aenßernn-gen des letzteren bezieht und mit folgendem Ersuchen schließt: .Ich beehre mich, Euer Wohlgeboren zu ersuchen, mir die Fälle, welche Sie bei diesen An- l führungen angedeutet haben, fpeeiell und so bestimmt bezeichne» zu wollen, daß dieselben amtlich untersucht werden können und ich kraft des mir zustehenden Anfsichtsrechtes oder nötigenfalls der Disciplinarfenat in die Lage kommen, zur Beseitigung solcher Uebelstände das Geeignete zu verfügen." Darauf erwiderte Abgeordneter Pfeifer unter dem 24. März: „Ju Beantwortung der geschätzten Zuschrift vom 22. März l. I. beehre ich mich, meine unmaßgebliche Ansicht dahin anszusprechen, daß Ener Excellenz kaum berufen sein dürfte, nmnittel-bar mit den Reichsrathsabgeordneteu sich in amtlicher Weise ins Einvernehmen zu setzen und die-selbeu gleichsam zur Rechtfertigung ihrer im Abgeordnetenhaus gehaltenen Reden aufzufordern. Sache der hohen Regierung ist es, im Mgeord-uetciihanse selbst, wo dieselbe durch die Minister in Person oder Delegierte vertreten ist, im geschäsls-ordnungsmäßigen Wege Aufklärungen über vorgebrachte Behauptungen zu verlangen, in welchem Falle ich ohne Anstand die nöthigen Auskünfte, selbst mit Nennung der Name», wenn d>e Regierung dar-daranf bestanden währe, gegeben hätte. Außer dem Hause aber könnte ich Namen nnr dann nenne», wenn ich als Zeuge durch das kompetente Gericht einvernommen werde. „Schon aus diesen, formellen Grunde kann ich dem Wunsche Eurer Excellenz nicht entsprechen, weil in Durchführung des Prinzipes, das sich ans einem solchen Vorgänge herleiten ließe, alle Beamten jedes Ministeriums, zu dessen Ressort eiu Reichsraths-Abgeordneter das Wort ergriffen und Uebelstände gerügt hat, sich das Recht vindicieren könnten, den Abgeordneten zur Rechtfertigung aufzufordern. Aber auch in meritorischer Beziehung erscheint mir Ener Excellenz Verlangen nicht begründet, weil die gerügten Uebelstände nicht Jnstizbeamte, sonder» Beamte der Bezirkshanptmannschaft betreffe», 'über welche Eurer Excellenz nach den organischen Gesetzen wol kaum ein AufsichtS- oder ein DiSciplinarrecht zn-steheu dürfte. Mil vorzüglicher Hochachtung Eurer Excellenz ergebenster Diener W. Pfeifer." Wie rcprodueiere» diese Korrespondenzen mit der Bemerkung, daß, wenn ein Volksvertreter Anlaß findet, gegeuüber der Beamtenschaft im öffentlichen Wege mit Dennnciationen zn debütieren, er auch verpflichtet feiu dürfte, nicht mit im allgemeinen und zweifelhafte» To»e gehaltenen Anklagen, sondern mit positiven speziellen Thatsachen und mit bestimmt lautenden Namen anszntretcn. Der obenerwähnte Rückzng des nationalen Abgeordneten trägt den Charakter der Männlichkeit nicht. Zur Landtagssession 1878. (Ans der 7. Sitzung.) (Fortsetzung.^ Ferner möchte ich noch eine Frage stellen. Es ist viel vom Stimmenkaufe gesprochen worden, einige Herren haben verschiedene Posten der Wahlliste her-genommen, um sich über einzelne Abstimmungen auszusprechen, allein nicht Ein Fall konnte constatiert ^werden, wo gesagt werden könnte: „Die Stimme N. N, wie sic eingetragen ist, ist erkauft worden." Was die einzelnen Wahlvorgänge, worüber ich nur erlaubt habe zu sagen, daß ich in der Lage bin, mehrere hervmznheben, betrifft, möchte ich Hinweisen ans die Wahlvorgänge in einigen Städten. Was vor allem Möttling betrifft, so ist erhoben worden, daß man dort eine sehr geringe Ansicht von der Ueberzengttngstrcne der nationalen Wähler gehabt hat, denn die Agitatoren haben allen Wählern ihrer Partei die Stimmzettel abgenominen, und dieselben wurden mit gebundener Marschroute mit der Anweisung an den Viearins Tomazic nach Ru-dolsswerth expediert, und dort haben sie die Stimmzettel bekommen. Das war die Wahlagitation in Möttling. Daß die hochwürdige Geistlichkeit die todte Hand bedeutend aufgemacht und diesfalls die Wahlzwecke zu unterstützen nicht angestanden hat, ist ohnehin eine bekannte Sache. Der Wirthschafter eines bekannten Herrn in Möttling ist zu beeiden bereit, daß ihm 10 fl. für die Wahl deS Herrn Peter Grasfeli angeboten wurden. Man hat ihm ein Seidenband in die Hand gegeben, worauf der Name des Kandidaten ausgezeichnet war, damit er ihn ja nicht vergißt. Was Landstraß anbetrisft, muß ich bemerken, daß dort auch die geistliche und gerichtliche Assistenz im Spiele war, iu welcher Begleitung der nationale Kandidat von Haus zu Haus geführt wurde. Alles dieses würde von keiner Bedeutung sein, wol aber ein anderer tragikomischer Fall, welcher beweist, daß die gegnerischen Agitatoren nicht einmal die körperliche Integrität zu wahren sich bestimmt gefunden haben. Man hat einem verfassungstreuen Wähler seinen Stelzfnß gestohlen, damit er ja nicht zur Wahl gehen könne. Die eigentlichen Thäter sind abgestraft worden. Ungeachtet dieses Stelzfuß-Diebstahles hat sich die Partei doch nicht auf die Beine geholfen. Was Tschernembl anbetrifft, haben die leitende Rolle bei der Agitation, ich wiederhole es, damit die Herren den Regierungseinfluß wahrnehmen können, einzelne von den Gerichtsbeamten, wol auch abgestrafte Winkelschreiber geführt; ein ehemaliger Cridatar hat bedeutende Beträge vom nationalen Wahlcomite erhalten, nnd cs ist ihm gelungen, mit diesem Betrage die notorisch armen Bürger mehrere Tage vor der Wahl nicht nur iu stetem weinseligem Zustande zu erhalten, sondern cs ist ihm auch möglich gemacht worden, einen Aufwand zn machen, der mit seinen Vermögensverhältnissen außer allem Verhältnis gestanden ist. Woraus wol diese Gelder geflossen sind? — Ich glaube kaum von jener Seite, welche für den verfassungstreuen Kaudidateu gestimmt hat. Der Betreffende hat schließlich die Wähler nach Rudolfswerth geführt und die Reisekosten bezahlt. Welche Tafelgelder dort geflossen sind, ist eine bekannte Thatsache. (Fortsejiuiig folgt.» Morgen wird das „Laibacher Tagblatt" um 3 Uhr ansgegebcn. Eiugescndet. WM Mr Weihnachten. Aus einer Nürnberger renommierten Spielwarenfabrik kam uns in letzter Stunde ein Sortiment hübscher Kubus- und Legespiele zu billigen Preisen zu, die wir zur geneigten Abnahme empfehlen. Jg. v. ÄeiniMijr L Fec!. Ollmöerg. Theater. Morgen (gerader Tag): Einmaliges Gastspiel des Frl. Arpadine v. Jser voi» Landestheater in Linz. Fernande. Pariser Sittenbild in 4 Acten von Mctorien Sardon. Deutsch von Eduard Manthner. Telegrafischer Kursbericht am 23. Dezember. Papier-Rente 6t 90. Lilber-Rcnle 62 9ö. Aold-Rente 72 85 — 1860er Alaats-Anlcheii 113 60 — Bank-aciicn 787. — Lredikactien 221 60. — Lv„vm> 117 20. — -Uber 100 10. — R. k Münzvukat-n 5 61 — 20-Framr-stücke 8-36'/,. — 100 Reichsmark 57 85. Die reichhaltigste /lU88lk»UNg von praktischen und AuM8gegm^llm!en im modernsten Genre ist in der KrlLotvrik- »i«I VnpiMmImiIIlliiZ des (591) 3 l!. KMW, Jeden Freitag Nordskk-scht ksMim „rup I.!Nl>k" (Judengaffe). (590) 3-3 Antike silberne und l'roarcnr Güriek sowie Aaiokiea sind zu haben bei Petersstraße Nr. 5. (599)2 - 2 Für die Feiertage zu empfehlen: Feiner, alter, echter Bunyaker Weißwein L Liter 52 kr. IN „zum weiten Theatergasse, Laibach. l600) 2-1 8 .3 " n -x -- --N.S ! 8Z L« - «-S« - VsNffN ^ TZ s x; ^ ^ ^ ^ « LNrr ZL Ls , - ^ ^ ^ ^ o A.s^- ^8.«LL^Lr:Z L i-« ^2 2 ^ ^ Lj ^ LZZ-LZK 1) ) ll er der Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung von iS. v. Xll'i'iimuvr L I cd. öiunktzr^, ^Äid3(ti. Empfehlenswerthe Festgeschenke. Schriften für die reifere weibliche Zugend. Lron, Eva, fl. 3. — Drei Kränze — Licht und Schatten — Mädchen- leben — Magdalenens Briefe — Mary — Goldene Mitte — Nachbarskilider — Prüfungen — Schule des Lebens — Schwestern — Unica — Vater unser — Wilstedt — »fl. 180. Diethoff, der Beilchenbund, fl. 4-50. DüringSseld, edle Frauen der Reformation, fl. 5-40. — Buch denkwürdiger Frauen, 3. Aufl., fl. 4'80. Filhs's Elisabeth, fl. 315. Aranenbrevier, 5. Aufl., fl. 3 60. Hell», Backfischchens Leiden und Freuden, 11. Auflage, fl. 2 04. — Dornröschen und Schneewittchen, fl. 3-30. — Das Kränzchen, 2. Aufl., fl. 3-30. Hoffman» I.» Mythologie, fl. 2 70. Milde, der Jungfrau Wefe» und Wirken, 4. Auflage, fl. 3-60. Nöjselt, Lehrbuch der griechischen und römischen Mytho-logic, 6. Aufl., sl. 3-60. OcserS Briefe über die Hauprgcgenstände der Aesthettk, 19. Aufl., fl. 7-20. — Weltgeschichte, 3 Theile, 7. Aufl., fl. 7 20. Osten, Blüten und Bilder für junge Mädchen, fl. 4 50. — Junge Mädchen, 2. Aufl., fl. 2-70. — Lebensfrühling, sl. 2-25. — Deutsche Mädchen, fl. 2-25. PaSqns, Welt der Töne, fl. 5 10. Provence, Margaritha, fl. 2-70. Regenstein, zur Stütze der Hausfrau, fl. 3 30. Lenga, Licht und Dunkel, fl. 2-70. Stein, Lebenspläne, fl. 3. Thalheim, aus der Jugendzeit, sl. 2 70. Verena, ans der Pension, 2. Aufl., fl. 2-40. Dillamaria, Elfenreigen, 2. Aufl., fl. 4-80. UnS deutschen Bergen. Mit Holzschnitten, Folio, fl. 19-20. Bilder aus Elsaß-Lothringen. Mil Holzschnitten, Quart, fl. 15. Blätter nnd Blüten deutscher Poesie und Kunst, vierte Aufl., Quart, fl. 14-40. Bodenstedt, Album deutscher Kunst und Dichtung. Mit Holzschnitten, 3. Aufl., Quart, fl. 8-10. — Aus dem Nachlasse Mirza Schaffy's, Prachtausgabe, fl. 12. Bnch der Erfindungen, 7. Aufl., 6 Bände, K fl. 5-10. Kreiligrath, der alte Matrose. Illustriert von Dorö, fl. 30. Germania, zwei Jahrtausende deutschen Lebens. Kultur-geschichtlich geschildert von Johannes Scherr, fl. 42. «regoroviu», die Insel Capri. Mit 18 Illustrationen, Quart, fl. 7-20. Hertz, Hugdietrichs Brautsahrt. Illustriert von Werner, Folio, fl. 10 80. Hogarths Werke. 118 Photolithographien, Großfolio, fl. 70. Hogarth» Zeichnungen. 93 Stahlstiche mit Text, 3. Aufl., fl. 12-60. HomerS Odyssee. Mit 40 Illustrationen von Preller, Folio, fl. 18. Italien. Bon den Alpen bis zum Aetna, Folio, fl. 45. Kaulbach, Göthe-Gallerie. 21 Photographien in Kabinet-format, fl. 18. Münchhausens Abenteuer von E. Zoller, illustriert von DorS, 2. Aufl., Quart, fl. 5-40. Natur und Herz. Mit Kupfern, 2. Aufl., fl. 9. Pecht, Schiller-Galleric. 50 Stahlstiche, Octav, fl. 9. Preller» Figuren-Fries zur Odyssee. 24 Chromolithographien, Quart, fl. 1440. Rheinfahrt, Von den Quellen bis zum Meere, Folio, fl. 36. Richter Ludwig, Illustrationen zu Horns Schriften, 2 Bände, Quart, fl. 16-20. Scheffel» Bergpsalmen. Mit Holzschnitten, 2. Auflage, Quart, fl. 7-20. — Gaudeamus. Mit Holzschnitten, 2. Auflage, Quart, fl. 15. Scheffel, der Trompeter von Säkkingen. Mit Holzschnitten, Quart, fl. 27. — Das Waltarilied. Mit Holzschnitten, fl. 6. Schwind, das Märchen von den 7 Raben. Holzschnitte, Querfolio, fl. 9-60. — Aschenbrödel 10 Holzschnitte, Folio, fl. 9-60. Atlanten. Sohr, Handatlas in 100 Blättern, 6. Ausl., Folio, fl. 30. GtielerS Handatlas in 90 Blättern, Folio, in Halb-juchten, fl. 35-40. Wolff, historischer Atlas, 19 Karten, Folio, fl. 8-40. Schöne Künste, Prachtwerke. Schöne Literatur, Anthologien. Album der neuern deutschen Lyrik, 8. Aufl., fl. 3. — Für Deutschlands Töchter, 8. Aufl., fl. 7 20. Blüte» und Perle» deutscher Dichtung, 24. Aufl., fl. 3. — — Mit Illustrationen, 23. Auflage, fl. 3-60. Borel, Llbum I^riqus 6s la k'i-kmce moäei-ne fl. 4-20. Buch der «raut, 6. Aufl., fl. 3 60. Büchmann, geflügelte Worte, 10. Aufl., fl. 3 30. Büchner, Dichterstimmen, 4. Aufl., fl. 3 60. Eoutelle, Pharus am Meere des Leben-, zwei Theile, L fl. 4-20. . Kreiligrath, tke ross, tkistls anci skLinrocii, fl. 4 20. Gottschall, Blütenkranz deutscher Dichtung, fl. 3. — Gedankenharmonie aus Schiller u. Göthe, fl. 4 80. AalbeS, ein deutsches Dichterbuch, fl. 3. Minne, fromme, 4. Aufl., fl. 3 06. Pantheon deutscher Dichter, fl. 3. Polko, Dichtergrüße, fl. 3-60 in Leinwand, fl. 4 80 in Pergament. Scherer, deutscher Dichterwald, fl. 4-20. Scherr, Bildersaal der Weltliteratur, 2. Aufl., zwei Bände, fl. 9. Souvenir O frage nicht, fl. 180. Lraeger, Lieder, Balladen rc., Quart, fl. 7 SO. Witterung. Laibach, 23. Dezember. Trübe, kalt, sehr schwacher SO. Temperatur: morgens 7 Uhr — 7 4°, nachmittags 2 Uhr — 3 8" 0. (1877 — 7 9"; 1876 -j- 44" 0.) Baromeler in Fallen, 735 41 Mw. Dar vorgestrige Tagesmittel der Temperatur 0 9°, das gestrige -f- 13', beziehungsweise um 3'0" und 3 7° unter dem Normale; der vorgestrige Niedcrschlag 33 00 mw. Regen. Angekommene Fremde am 22. Dezember. Hotel Stadt Wien. Suschnig, Triest. — v. Feltingcr, Tabak-Fabriksverwalter, Rovigno. — Loser, Kfm., und Ranzinger, Gottschee. — Brenner Sig. und Brenner Adolf, Wien. Hotel Elefant. Dr. Steiner, Krainburg. — Koschel, Besitzer, Ratschach. — Degischer s. Frau, Mannsburg. — Neuner, Fabrikbesitzer, Klagenfurt. Hotel Europa. Peterka, Gendarmerie-Postcnsührer, Laibach. — Knmmer, Oberlaibach. — Reising, Ingenieur, Oberkrain. Baierifcher Hof. Groß, Großwardein. — Renigar, Triest. — Schiller, Görz. Kaiser von Oesterreich. Pirker, Klagenfurt. — Stojan, Veldes. — Raunicher, St. Martin. Mohren. Katolnig Josefa, Triest. Verstorbene. Haus- Den 20. Dezember. Michael UrbancH besitzer, 67 I., Vorort Jlouza Nr. 30, Krebs. Den 21. Dezember. Dr. Johann Sojka, fürstlicher Werksarzt in Hof, 26 I., Wienerstraße Sir. 4, starb plötzlich an Lungenblutsturz. — Albert Bernoth, Schneidermeisters Sohn, 6 I. 19 Tage, Elesantengasse Nr. 50, Diphtheritis. — Josef Krause, pens. Finanz-Oberausseher, 80 I., Hühuerdors Nr. 10, ist plötzlich aus der Straße gestorben an Schlagfluß. Den 22. Dezember. Maria Muchar, gewesenes Stubenmädchen, 50 Jahre, Seminargasse Nr. 2, Lungenschwindsucht. Lebensmittel-Preise in Laibach an, 21. Dezember. Weizen — fl. — kr., Korn 4 fl. — kr., Gerste — fl. — kr., Hafer — fl. — kr., Buchweizen — fl. — kr., Hirse — fl. — kr., Kukurutz — fl. — kr. per Hektoliter ; Erdäpfel 3 fl. — kr. per 100 Kilogramm: Fisolen 7 fl. 50 kr. per Hektoliter; Rindschmalz 92 kr., Schweinfett 80 kr., Speck, frischer 58 kr., geselchter 72 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 3 kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 54 kr., Kalbfleisch 62 kr., Schweinfleisch 48 kr., Schöpsenfleisch 34 kr. per Kilogramm; Heu 1 fl. 87 kr., Stroh 1 fl. 50 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 9 fl. — kr., weiches Holz 6 fl. — kr. per vier L.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. per 100 Liter. Herren Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt 1'. .1. Hamann, Hlniptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche geuau nach Maß und Wunsch angefertigt und nur bestpasscnde Hemden verabfolgt. (23) 109 In LarinZörs Galanterie- und Tapisserie-Handlung beste Qualität (594) 2—2 CkriMaumAerzen und sehr nette preiswürdige Verzierungen. Für Weihnachten empfiehlt Kuäolf Kirbisck, Conditor in Laibach, Congreßplatz, feine große Auswahl von Bonbons, Bonbonnieren, Attra-peu, Cartonagen, Jnxgegenständen u. s. w. Auch feinstes Kletzenbrod, Mandolato, Lebkuchen, Marmeladen, Compot, feinste nud billigste Choeoladen, Früchte in zierlichen Körbchen und Schachteln und hunderterlei andere Artikel! Jede Bestellung nach auswärts wird auf das schnellste und genaueste effeetuiert. (557) 10—10 ZpilMgerich-Zast. Dieser unschätzbare Saft dient als Heilmittel für Brust- und Lungenleiden, Bronchial-Ver-schleimnng, Husten, Heiserkeit rc. Eine große Flasche sammt Anweisung kostet 80 kr., eine kleine Flasche sammt Anweisung 60 kr. Depot für Krain bei Victor v. Apotheker zum „goldenen Einhorn" in Laibach, Rathausplatz Nr. 4. (518) 15—13 Unenibetii'Iieli ist eine genau regulierte, richtig gehende Uhr. Dis L. k. LuoLvkI. xriv. V I» i «; ii - 1 ri i 11< von (lUllUIKItll, H'ieii, 8iM, 8ic>lLckrx>»tr 2, zunächst der k. k. Hofburg, empfiehlt nur genau regulierte Uhren jeder Gattung, in bester Qualität, unter reeller 5jähriger Garantie, billiger als jedes andere Etablissement, aus dem ausführlichen krsiseaurnnt: Echte silb. Zilinderuhreu sammt Kette v fl. 10,12,15 „ „ Ankeruhren „ „ „ 14,18,20 „ „ Remontoirnhren ohne Schlüssel zum Aufziehen „16,18, 24 , 15, 16,18 , 10, 12, 24 . 35, 40,50 , 45, 55, 75 . 20, 25,30 , 35,45, 60 „ „ Damenuhren, vergoldet „ Neufilber-Neniontoiruhreu ohne Schlüssel zum Ausziehen .... „ gold. Ankeruhren in 15Rub. gehend „ „ Remontoirnhren „ „ „ „ Damenuhren in 8 „ „ „ „ „ Remontoir ohne Schlüssel zum Aufziehen ................... Größte Auswahl in echten Silberketten von fl. 2—20 und in Goldketten von fl. 25—200, in Gold- und Til bermedaillons, Wiener Pendeluhren eigener Fabrikation von fl. 10 300, französische Salonuhren, Wecker sowie billige Zimmer- und Küchenuhren in größter Ausivahl. Ausführliche Preiseourante gratis und franco, Versendung gegen Nachnahme, Nichtconvenierendes wird stets gerne nmgetanscht, altes Gold, Silber sowie alte Uhren werden zu den höchsten Preisen im Tausche angenommen, sowie auch bar gekauft, Reparaturen von Uhren und Goldgegenständcn billigst berechnet. Presse für Telegramme: I-. (^uttinniiii, Uhrenfabrikant, Wien. (584) 10—2 Raibach, Prescheruplatz. Ein fescher hübscher Hut ist unbedingt das erste Garderobestück jeder Dame. Iailiach, Prescheruplatz. - L - ^ ^ ^8 « ^ «s .'S § ^6 es s S "Z L s °s Z L ST s ^ ^ ,s ^ D -Z L s ^ » Z -L! -> L '2 ^ S ^ L -- E Billigste Hueüe znm Ankäufe von Wlmclik- 8 Hmj-itil'Lgezotiölilikii in (597) 2-2 1. kl86lltzr8 Wobr- und HutzVsprn-RirdkrlsSk. SS 2° K § »'S. s Z s L « ' S-.Z 7 s- Z ^ - Z ^4 L. Z° ^ s ^ K» Lr ^ S' 2 !? S° A- Z Z, 2 3° Z- ^ Kaibach, Preschernplatz. Wiener und Pariser Mieder. Jede Dame muß ein Corfet (Mieder) tragen, wenn ihr Kleid eine enge Taille und reizende Formen zur so wunderbar beglückenden Anschauung bringen soll. Iailiach, Preschernplatz. im „Ootek Eke^ant." Das schon seit 20 Jahren im „Hotel Elefant" bestandene Dampfbad ist jetzt gänzlich «»«gebaut und allen Anfor-dernngcn entsprechend völlig neu und elegant eingerichtet. Ich erlaube mir deshalb, dem hochgeehrten Pnbliknm dasselbe zu recht fleißiger Benützung angelegentlich zu empfehlen und zu recht zahlreichem Zuspruch höflichst einzuladen. Ganz ergebenst Ein Dampfbad 70 kr.; ein Dutzend-Abonnement fl. 6 24; ein separates Dampfbad 1 fl. (587) 3-3 Sind die Zeiten noch so schlecht Jedes Christgeschenke möcht! Die Zeitverhältnisse erheischen cs gebieterisch, nur praktische Einkäufe zu machen, deshalb kaufe man äa8 zweite Kroä! wovon niemals zu viel im Hause ist, bei V. F« Hsm ÄNL Hauptplatz Nr. 17. (588) 4-4 Für beste Ware und solideste Bedienung wird garantiert. Austräge nach auswärts werden prompt effeetuiert und Preiseourante bereitwilligst gesandt. Drnck von Jg. v. Kleinmayr L Ked. Ba « ber,. Verleger: Ottomar Bamberz. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.