Nr. 280. Donnerstag, 5. Dezember 1907. 126. Jahrgang. Mbllcher Zeitung VlHmnnrrattonSprci«: MitPoßveilendun,,: ganzjährig zu ll, balbjäbria lb »i. Im lkcmior: ganzMiig . « «. halbjähiig ,1 X. Fül dlc Zustellung «n« Hau« ganzjährig » ll. — I«s«riw«s««bnl,r: ssür Nrine Instrate bi« zu 4 «eilen bU l», größere per Zeile 12 d; bei üfte«n Wiederholungen pcr Zeilc « li, ' Die «Lalbacher Zeitung» erscheint täglich, mit Nnsncchme ber Lvnn. und Ftiertagt. Die «b«lnlftr»N°n btsinbet sich «ongreßplah Nr. 2, die ««batrllm Dolmatinyasse Nr. l«. Epiechftunben b«r Nedattivn von U bi« 1U Uhr d«. mittag«. Unfrankierte «riefe »erden nicht angelwmmrn, Manuskripte nicht zunlclgeftellt. Amtlicher Heil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben nachstehende Allerhöchste Handschreiben allergnä-digst zu erlassen geruht: Lieber Freiherr von Beck! In Genehmigung Ihrer Anträge gewähre Ich Meinen: Minister sür Laildesverteidigung Feldzeugmeister Julius Lat -s ch e r voil L a u endorf in Gnaden die erbetene Enthebung vom Amte, verleihe demselben in Anerkennung seiner bisherigen vorzüglichen Dienste tarfrei den Freiherrnstand, weshalb Tie das Erforderliche zu veranlassen haben, und ernenne den Sektionschef m Meinem Ministerium für Landesverteidigung Feldmarschall-Leutnant Friedrich von Georgi zu Meinem Minister für Landesverieidi ssung. Wien, am 1. Dezember 1907. Franz Joseph m. p. Beckm. p. Lieber Feldzeugmeister von Latscher! Indem Ich Ihrer alls Gesundheitsrücksichten gestellten Bitte um Enthebung vom Amte Meines Ministers für Landesverteidigung in Gnaden willfahre, verleihe Ich Ihnen in Anerkennung Ihrer bisherigen vorzüglichen Dienste tarfrei den Freiherrn stand und behalte Mir Ihre Wiederverwendung anf einem militärischen Kommandoposten vor. Wien, am l. Dezember 1907. Franz Joseph m. p. Beckm. p. Lieber FeldmarsäM-^entnant von Georgi! Ich ernenne Tie zu Meinem Minister für Landesverteidigung. Wien, am 1. Dezember 1907. Franz Joseph m. p. Bcckui.ii. Ten 3. Dezember 1907 wurde in der l. l. Hof« und Staats« druckerei das I.XXXVIII. und CXI. Stück der rumänischen Uus> gäbe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 3. De» zember liX)7 (Nr. 278) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeugnisse verboten: Nr. 12 «Der Freidenker» vom 1. Dezember 1907. Nr. 331 «A2i»r2Üä' vom 2ä. November 1907. MchtamMcher Heil. Griechenland. Ails sehr beacht ensloerter Athener Quelle wird geschrieben: In dm politischeu kreisen Griechenlands ist man von den Eindrücken befriedigt, welche König Georg von seinem jüngsten Aufenthalte in verschiedenen .«oauptstädten Europas mitgebracht hat. Es wurde überall ein sehr tiefes Bedauern über den in Mazedonien wütenden Ban-deukrieg und die Teilnahme hellenischer kreise daran ausgesprochen', dies geschah aber unter Anerkennung des defensiven Ursprunges der griechi-säM Baudenbewegung. Auch wurde für diese Erscheinung nirgends die griechische Regierung ver^ antworÜich gemacht, vielmehr die von ihr seit längerem zur Eindämmung des Übels aufgebotenen Bemühungen gewürdigt. Die Ankündigung des Entschlusses, ihre Aufmerksamkeit und Energie in dieser Richtung aus Ergebenheit gegen die Mächte steigern zu wollen, wurde mit allseitigem Veifalle und mit dein Ausdrucke des dringendsten Wunsches aufgenommen, die mazedonische Bandenbewegung so bald wie möglich aus der europäischen Tageschronik verschwinden zu sehen. Die in den Beziehungen zwischen Griechenland und Rumänien mit dem Erscheinen des Kabinettes Sturdza eingetreteile Detente wurde überall sehr willkommen geheißen und dabei die Erwartung ausgesprochen, das; die Fortdauer der gegenwärtigen, in Athen schon seit dem Amtsantritte des Ministeriums Theotokis-Skus6s deutlich erkennbaren besseren Dispositionen alls beiden Seiten die Wiederaufnahme regelmäßiger Beziehungen zwischen Athen und Bukarest — mit oder ohne Mitwirkung irgendeiner befreundeten Macht — in nicht zu ferner Zeit möglich machen werde. Eine besonders freudige Erinnerung bewabrl König Georg, wie in seiner Umgebung betont wird, daran, daß Kaiser Franz Josef ihn trotz einer eben erst behobenen Krankheit empfangen und ihm fo Gelegenheit geboten habe, die persönliä>e Überzeugung mitzunehmen, daß das überstandene Leiden bei Seiner Majestät absolut keine Spuren zurückgelassen habe, und daß der Kaiser in allein wieder das gewohnte Bild größter Frische imd einer nichts zu wünschen übrig lassenden Gesundheit bietet. Feuilleton. Der Hausfreund. Von Zr. Ouftal» M'einert. , (Schluß.) „Ich glaube es dir, Natter!" knirschte Ernst mit kaum verhaltener Wut. „Ich glaube es dir! Ich habe es ja längst gewußt, dieser Verhängnis volle Verkehr mußte nieine Fran auf Abwege bringen." „Und trotzdem habe ich den Mar lieber als den frivolen Botho," meinte Herini. Ernst hielt kaum noch an sich. Das verhängnisvolle Wort war gefallen. Also sogar zwei! Es lvar entsetzlich! Wer war dieser Mar? Er, kannte drei des Namens in der Stadt. Zwei bereits ver-l?eiratet, der eine noch ledig. Schändlich! Die Ungewißheit brachte ihn bald um. Er erstickte. Und dann dieser Botho! Wer mn des Himmels willen mochte denn daZ wohl sein? Es gab gar keinen Vertreter dieses Namens in der Stadt. Also ein Fremder. Alle diese Gedanken gingen blitzschnell durch sein gemartel-tes Gehirn. Noch einen Augenblick wollte er warten, vielleicht--------. Dann aber Rache! „Das ist nun wieder (5jeschmacksache; ich glanbe, daß nur Botho auf die Dauer mehr zusagen würde." „Ich überlasse ihn dir gern," sagte Hermi lachend. Oh, oh, über- diese Verruchtheit! Es kochte, in Ernsteus Brust. Mit welchem Tone sie das sagen konnte: Ich überlasse ihn dir gern. Es schnitt ihm durchs Herz. Und diese Hernn hatte er geliebt! N5ar ein schändlicherer Penat jemals daaelvesen?! Was waren die Qualen des Othello gegen die seinigen! Das Maß lvar voll, es mußte überschäumen. „Du bist sehr gütig, ich danke dir," warf Elli in demselben furzenden Tone hin. „Nun, nächsten Samstag wird es sich ja zeigen, wer den Sieg davonträgt." „Ich kann auch kaum den Abend abwarten. Manchmal kommt er sogar erst um Sieben." In diesem Augenblicke fliegen die Vorhänge auseinander. Ernst stürzt leichenblaß ins Zimmer. Die beiden Frauen fahren entsetzt in die Höhe. Hermi wird fast ohnmächtig, als sie ihren Gatten in so fürchterlicher Aufregung sieht. , „Um des Himmels willen, was ist denn vor« gefallen? bringt Elli mühsam heraus, während die arme .«permi immer noch sprachlos dastand. „Vorgefalleil? Ha, ha, ha!" Es war ein schreckliä)es Gelächter-, das er ausstieß. Die beiden Frauen sahen ihn nur zitternd an. „Ich habe alles gehört, alles, da hilft kein Leugnen!" „Aber so sprich doch, lvas hast du gehört?" brachte Henni jetzt endlich heraus. „Ich habe hier nicht zu svrecheu, ihr sollt sprechen, du sollst sprecheil, Verräterin! Wer ist es? Ich will es wissen! Wer ist es?" „Aber lvas hast du denn, Schatz? So sprich doch endlich! Ich weiß ja gar nichts!" flehte Hermi. „Ich bill dein schätz nicht! Wer ist dein Schatz, das will ich wissen!" „Er ist vonSinnen! Was sollen wir anfangen? Siehst du denn nicht, daß er von Sinnen ist?" nef Elli, indem sie ängstlich vor ihm zurückwich. „Gewiß, ich bin von Sinnen! Ich habe auch Grund dazu. Nur keine Verstellung! Ihr Schlangen! Wovon habt ihr soeben gesprochen? Redet!" „Wovon? Ja, weiln dn alles gehört hast, so mußt du es doch wissen!" rief Hermi, sich wieder fassend, da sie fühlte, daß irgend ein Mßverständ-nis bei ihrem Gatten wieder einen wilden Anfall von Eifersucht hervorgerilfen haben mußte. „Von unseren Hausfreund haben wir gesprochen. Das ist alles! Oder lvas hast du sonst gehört?" „Das ist alles? Und das ist nicht genug? Und das wagst dn mir ins (Besicht zu sagen? Elende? Natürlich von unserem Hausfreunde! O, ich ersticke fast! Wer ist dieser Max?" Jetzt brach Elli in ein heiteres Gelächter aus. Der Umschlag ill ihrer Stimmung lvar zu groß, und die situation lvar zu komisch. „Natürlich, voll unserem Hausfreunde haben wir gesprochen!" rief sie unbarml)erzig; „er kommt jeden Samstag, und wir freuen uns imnier beide darauf, nicht wahr, Hernn?" Hermi wußte noch immer nicht recht, ob sie lachen oder weinen sollte. Bei Ernst dagegen dämmerte allmählich einiges Verständnis für seine törichte Lage auf. „Und Mar?" fragte Ernst-daher etwas kleinlaut. „Ist der Held des neuesten Romans unseres „Hausfreundes", fuhr Hernn, jetzt auch wieder heiter lverden5, fort, „und gefällt mir besser als Botho, der sich ebenfalls mn die reizende Amalia bewirbt. Und da sind wir gespannt, wer den Sieg davonträgt. Wir wollen dir die Nummern des „Hausfreundes" geben, die Geschichte mußt du lesen." „Ich danke," sagte Emst tief beschämt. „Und Ihnen gefällt der Botho besser. Oh. lvas habe ich da wieder angerichtet!" „Nun, ich denke, einen solchen Hausfreund dürfen wir uns doch uoch halteil. Aber lvahrhaftig, Hermi, weun ich eineil so eifersüchtigen Mann hätte, würde ich mich wirklich nach einem richtigen Hansfreund umsehen. Denn viel dramatischer kann dann die Überraschnngsszene auch nicht ausfallen." „Das wirst du nicht tun, Hermi! Und ich verspreche dir hiermit feierlich, daß ich niemals wieder hinter Vorhängen horchen werde, daß ich mich niemals wieder von meiner Eifersucht hinreißen lassen will. Mit diesem Hausfreunde laß es genug sein. Und Zur Strafe will ich die Geschichte von Ma^ und Botho mit samt der geliebten Amalia von vorn bis hinteil lesen." Laibacher Zeitung Nr. 280. 2618 5. Dezember 1907. Politische Uebersicht. Laibach, 4. Dezember. Zum Beginn des 60. Negiernngs- jähr es Seiner Majestät des Kaisers sagt, der „HIaZ Naroda", das böhmische Volt habe unter der Regierung Seiner Majestät eine beivun-deruugswerte Phase seiner Entwicklung zu verzeichnen. Es sei zu neuem Leben erwacht und nehme abermals seine einstige Stelle unter den gebildeten Völkern Europas ein. Das Iubiläums-jahr Seiner Viajestät sei daher auch ein solches des böhmischen Volkes, welches dankbar alles Guten gedenke, das ihm während der Regierung des Monarchen zuteil geworden sei. — Der „Plzensky Obzor" führt aus/ die Regierungszcit Seiner Majestät sei gleichbedeutend mit W Jahren redlicher Absichten und unerschütterlicher Ans oauer. Das böhmische Volk müsse sich dankbar dessen erinnern, daß es uutcr dem jetzigen Herrscher zu seiner gegenwärtigen Höhe moralischer nnd kulturellerEntwicklnng gelangt sei, durch welche ihm eine respektierte Stellung bei den hervor ragendsten europäischen Kulturnationen gesichert worden. Die „Vrürcr Zeitung" veröffentlicht eine Unterredung ihres Wiener Korrespondenten mit dem deutschen ^andsmannimnister P e s ch k a . l>'r sich vornchnüich über die bevorstehenden Neuwahlen für den böhmischen Landtag und den deutsch-czechischen Änsgleich äußerte. Minister Peschka meinte, die Teutschen sind immer zu einer Verständigung nn't ihren nationalen (Gegnern be reit, aber eine solche Verständigung muß eineiu ehrlichen Frieden gleichkommen und es dürfen uns hiebei keille nationalen Opfer zugemutet lverden. die nllser Volkstnm schädigen könnten. Von dent scher Seite wird dann auch jeder Verständigungs-versuch gefördert werden, aber wie gesagt, er muß auf einen ehrlichen Friedensvertrag abzielen. Ob unser imtionaler (Gegner zu eiuer Verständignng bereit ist, kaun ich natürlich nicht mit voller Sicherheit beurteilen, aber ich glaube, daß anch er geneigt sein wird. die Hand zn einer Verständignng zu bieten. In E ngland ist dein „Daily Erpreß" zu-folge eine A g r a r p a rtei iin Entstehen begriffen. Die Landwirtschaftskammer von Staffordshire brachte den Plan einer derartigen Partei zum erstenmal zur Erwägung. Bei einer Ausstellung ill Lincoln fand der Plan die allgemeine Billigung der vereinigten Sekret,äre der Landwirtschaft^ kammern. Der Organisationsansschuß der Zentralkammer nahm darauf die Sache in die Hand und arbeitete einen Entwurf aus. Der Sekretär der Zentralkammcr erklärte, man beabsichtige nicht, eine große Part,ci zu bilden, sondern betrachte einc Fraktion von zehn Köpfen als ausreichend, die landwirtschaftlichen Interessen im Unterhause zu wahren. Der „Staudard" meldet aus Washingtons Die Votschaft des Präsidenten an den Kongreß wird von diesem die Ermächtigung zum Vane von vier S ch lachts ch iffen größten Umfanges, armiert mit den größten Geschützen, sowie gesell liche Maßnahmen znr Förderung der Schiffahrt verlangen.______________________ _____ Tagesneuigteiten. — (Aus Gram über den Tod deZ Vaters.) Der 43jährige Nanlbeamtc Robert Zheftirlo in priest wurde, während er mit der Frau und seinen drei Kindern beim Mittagmahle saß, vom Gehirnschlag getroffen, dem er nach einigen Stunden erlag. Der jähe Tod des Vaters machte auf dessen ältesten zwölfjährigen Sohn Marius einen so tiefen Eindruck, daß er selbst zu sterben beschloß. Der intelligente, sympathische Junge machte sich die allgemeine Verwirrung zunutze, um heimlich aus dem Hause zu entweichen, und streifte dann stundenlang plan- und ziellos durch die Straßen. Um halb 3 Uhr morgens sahen zwei Hafenlotsen einen Iunqen uon der Riva dclla Sanita ins Meer springen; sie warfen ihm rasch einen Nettungsgürtel zu und kamen ihm dann in einem Voole ,;u HUfe. Das schon bewußtlose Kind — es war Marius Zhepirlo — wurde nach entsprechender Behandlung in das allgemeine Krankenhaus gebracht, wo er sich gegeil Morgen erholte und einem Angehörigen übergeben werden tonnte, der sich die ganze Nacht auf der Suche nach ihm befunden hatte. — (Eine nette Anekdote vom Papste) weiß ein französisches Blatt aus Nom zu berichten. Es war bei einer feierlichen Audienz; sie liegt nicht weit zurück. Eine Uhr schlägt und nun sieht die Umgebung den Papst eine Taschenuhr aus seinem Gürtel ziehen, eine armselige, abgeschabte, schon gelbliche Mckeluhr: ein kleines grobes Lederbändchen diente als Kette. Ein anwesender italienischer Fürst naher! sich; er knüpft sich seine Uhr ab, ein Prachtwerl der Goldschmicdelunst, mit Juwelen reich beseht, und bittet den Papst, die Uhr anzunehmen und ihm dafür die seine zu geben, die er als seine kostbarste Erinnerung hüten werde. Natürlich ward dies spontane Angebot milde abgelehnt. „Meine Mutter hat sie mir geschenkt", sagte der Papst, indem er lieblosend mit den Fingern über die alte Uhr hmstrich. „Ich war noch ein kleiner Junge. Ich knüpfte sie an meine Weste mit dem gleichen Üedervand. und ich gelobte, sie so zu tragen, bis sie nicht mehr zu brauchen sei," Und lächelnd setzte er hinzu: „Es ist gewiß wegen meiner kindlichen Liebe, daß der Mechanismus dieser Uhr so genau ist, daß sie nie um eine Sekunde falsch geht," — (Die Geheimnisse des Kinematographen.) Zur Zeit sind in der linematographischen Industrie Kapitalien von Millionen angelegt, und es bestehen namentlich in Berlin, Paris uud London Gesellschaften, die über einen gewaltigen Apparat an Theater-delorationen und schauspielerisch geschultem Personal verfügen. Die vorgeführten Bilder sind teils nach der Wirklichkeit aufgenommen, teils sogenannte „gestellte", mit tausenderlei als Geschäftsgeheimnis geltenden kniffen ausgeklügelte. Da liegt beispielsweise ein Langschläfer im Bette, dessen Lebenswandel keineswegs tadellos zu sein scheint. Denn beim Auskleiden hat er Rock. Beinkleid. Hemdkragen usw. in buntem Durcheinander auf Sofa und Erdboden geschleudert. Gähnend erhebt er sich zum Ankleiden. Er braucht dabei die Kleidungsstücke gar nicht aufzuheben, denn sie kommen ihm der Reihe nach entgegengeflogen. Wer das sieht, denkt sicherlich zunächst an Schnüre und allerlei höchst verwickelte Vorrichtungen. In Wahrheit ist der Verlauf viel einfacher: Man hat bloß die Spule mit dem Film in der entgegengesetzten Richtung laufen lassen, als es bei der Aufnahme geschehen war. Die Aufnahme war in der Weise erfolgt, daß ein Statist zu Bette ging und dabei die Kleider unordentlich wegwarf. Bei der geschilderten Wiedergabe der Bilder wird nun aus dem Zubettegehen ein Aufstehen, und alles spielt sich in der umgekehrten Reihenfolge ab. Jedermann hat wohl schon beim Biographen verfolgte Verbrecher gesehen, die aus Leibeskräften laufen. Nie ist nun möglich gewesen, den Photographischen Apparat mit ihnen gleichen Schritt halten zu lassen? Die Erklärung ist ebenso einfach wie die vorige. Die „Verbrecher" sind tatsächlich gelaufen, aber im Kreise herum, während der Apparat auf seinem Gestell von einem Uhrwert gedreht wurde. Visweilen sieht man auch einen verfolgten Radler in höchster Not eine Hanswand hinaufradeln und durch ein Fenster des vierten Stockwerkes verschwinden. In Wahrheit fuhr der Mann bloß über eine Theatcrloulisse, während der photographische Apparat in der Höhe über ihm angebracht war. — (Aus dem Budget der französischen Kammer.) Der „Cri de Paris" veröffentlichte kürzlich einen Bericht über das Budget der französischen .^cmnmr. aus dem an dieser Stelle wenigstens Einiges hervorgehoben sei. So verbraucht die frauzüsischc Kammer für nicht weniger als 74,680 Franken Briefpapier, ein Beweis, daß die Vertreter des französischen Volkes leidenschaftliche Vrief-schreiber sind. 38.000 Franken für die Uniformen und Degen der Türhüter und 35.175 Franken für den Vüfett-raum. Aber es stehen daneben auch Ziffern, die unwillkürlich komisch wirken. So werben in jedem Jahr 9420 Franken für die Wassertlosette verwandt. 200 Franken zur Vertilgung der in Paris bekanntlich sehr zahlreichen Ratten und Mäuse, 1000 Franken für Bindfäden, 1800 Franken für Feuerzeug und — eine Ziffer, die humorvoller wirkt als alle an,deren — 10.000 Franken für Bürsten und Spiegel. Dreizehn Trümpfe. Erzählung von Carl Mnusmaun. Berechtigte Übersehung aus dem Dänischen von Bernhard Mann. (31. Fortsetzung.) sNichbrucl verboten.) Elftes 5t apit e I. „Ich glaube, das; Sie, meine Herren Richter des höchsten Gerichts, nach meiner soeben gehörten Auseinandersetzuug nicht länger im Zweifel darüber sein werden, das; die Behauptung oer gegnerischen Parteien, mein Klient habe die Verzögerung der Trauung verschuldet, jedes Haltes entbehrt. Der Wortlaut des Testaments ist klar und unzweideutig. Er bestimmt, daß der Gutshof Fry-denlund meinem Klienten Harald Graae zufallen soll. sofern die Gegenpartei nicht bis zu eincm genau festgesetzten Termin eine Ehe eingeht. Alls den vom Gegner selbst vorgelegten Dokumenten geht zur Genüge hervor, das; dieser Termin sogar um, einige Stunden überschritten worden ist. Wenn nnn die gegnerische Partei behauptet, dein Erblasser habe nur daran gelegen, daß sein Neffe Hol-gcr Werner dermaleinst heirate, anf die Stunde sei cs ihm aber nicht angekommen, so kann ich nur wiederholen, das; der letzte gültige Glockenschlag klar und deutlich festgesetzt ist. Der Testator hat seinem damals unentschlossenen Neffen ein ganzes, volles Jahr Zeit gelassen, um die Bedingungen zu erfüllen, die er von ihm forderte. Dieser Termin ist nicht eingehalten, er ist sogar, was ich besonders hervorhebe, nicht etwa um wenige Minuten, sondern, um zwei volle Stunden überschritten, so das; die Bedingungen des Testaments zweifellos nicht erfüllt sind. Ich stelle deswegen den Antrag, das; der Höchste Gerichtshof das Urteil des Obergerichtes bestätigen nnd den Gutshof Frydenlund mit, allen, Zubehör meinem Klienten als Eigentum zusprechen möge." Nachdem Harald Graaes Anwalt gesprochen, wurde es im Saale des Höchsten Gerichts still. Tie Sache erregte kein weiteres Aufsehen. Am Iour> ualistentisch saßen nur einige Referenten. Der Prozeß mochte seiner eigenartigen Einzelheiten wegen interessant sein, scheinbar aber lag er zu klar, um in weiteren Schichten Interesse zn erwecken. Daß der Gutsbesitzer Holger Werner die Sache unbedingt verlieren nnd daß das Testament für güllig erklärt werden würde, daran zweifelte niemand. Und doch la lischem Auftreten. Er ordnete seine Robe, legte die Akten zurecht, nippte an einem Glase Wasser und machte eine leichte Verbeugung den Richtern gegenüber. Tann begann cr: „Höchster Gerichtshof! Die gegnerische Partei hat sich soeben mit einer so felsenfesten Überzeugung allsgesprochen, als liege die Streitfrage so sicher zu ihren Gunsten, daß an einen, Zweifel nicht mehr zu denken sei. Ich werde nur erlauben, zu beweisen, daß gerade das Gegenteil der Fall ist. Da die Zeit aber zu weit vorgeschritten ist, daß ich heute noch mit meiner Begründung fertig werden könnte, bitte ich den Höchsten Gerichtshof, die Verhandlung bis inorgen zu vertagen." Der Präsident verkündete darauf, daß die Sache am nächsten Morgen um !) Uhr weiter verhandelt würde. Hans Voß hatte draußen im Vorzimmer anf Holger Werner gewartet. Die beiden Freunde schritten die breite Straße hinab, die in der glühenden Sonnenhitze tot und öde dalag. „Nie unangenehm es im Sommer in Kopenhagen ist! Es ist mir unbegreiflich, daß du es hier aushalten kannst. Tu solltest dich frei machen und mit mir nach Frydenlnnd kommen. Selbst wenn Frvdenlund mir nicht znfällt,- ist dranßen noch immer Platz für dich." „Frvdenlund geht dir nicht verloren." meinte Hans Voß tröstend. Holger Werner machte plötzlich Halt. „lassen wir von jetzt an bis morgen früh den Prozeß ruhen. In den letzten Monaten habe ich cm nichts anderes gedacht und von nichts anderem gesprochen als von diesem unglücklichen Rechts streit. Einen weiteren Zweck hat es auch nicht. Der Verteidiger hat das Wort und morgen ist die Schlacht verloren oder gewonnen. In beiden Fällen werde ich es als eine Erleichterung cmpfiuden. Diese Unterbrechung der Verhandlung ist für mich, oer ich so sehr an dem Ausfall des Prozesses interessiert bin, mehr als eine Tortur. Vernünftig war es von meinem Anwalt, daß er nicht erst mit seiner Rede anfing, sondern morgen ohne Unterbrechung sprechen will. Jetzt fahren wir in den Wald und bemühen uns, zu vergessen, daß es überhaupt ein Höchstes Gericht gibt." Als sie nach dem Mittagsessen auf der Veranda in Skodsborg saßen und Kaffee tranken, war es wirklich, als hätten beide vergessen, daß eine ernste Abmachung vor der Tür stand. Alle gemeinsamen Erinnerungen aus den Tagen im Ausland, namentlich aus dem unvergeßlichen nnd für sie so abenteuerlichen Paris, wurden hier auf-gefrischt nnd gaben ihnen einen reichen Unterhaltungsstoff, während sie sich des herrlichen, stetig wechselnden Bildes erfreuten, das sich vor ihnen auf dem in schönster Abendbeleuchtung daliegenden, mit Fahrzellgen aller Art bedeckten Sund abspielte. Bei eintretender Dunkelheit kehrten die Freunde nn't dein Dampfer ill die Hauptstadt, zurück uud trennten sich hier frühzeitig. Laibacher Zeitung Nr. 280. 2619 5. Dezember 1907. — (Das Modell für Ibsens Nora.) In einem Artikel über Ibsen teilt Redakteur Hostrup, ein Sohn des dänischen Schriftstellers (5. Hosrrup, folgendes Vegeb-nis mit, das, »vie er meint, Ibsen veranlaßt hat. seine ..Nora" zu schreiben, während Hostrups Vater aus diesem Begebnis den Stoff für sein kürzlich erschienenes Schauspiel „Eva" schöpfte. Um die Mitte der siebziger Jahre, so erzählt Hostrup im „Zydsl Morgenblad". kam ein junges Ehepaar nach einer kleinen dänischen Stadt. Der Mann war zum Hilfslehrer an der Bürgerschule ernannt worden. E«ine junge Frau war eine Norwegerin, die im hohen Norden gelebt hatte und gern vom Lande der Mitternachtssonne sprach. Aber besonders gern sprach sie von Henrik Ibsen. Sie hakte als ganz junges Mädchen sich als Schriftstellerin versucht und einen versöhnlichen Abschluß zu einem Werk Ibsens verfaßt. So war sie mit Ibsen in Verbindung getreten und gedachte nun mit Vorliebe der Zeit, wo sie den großen Dichter gesehen und gekannt hatte. Das junge Ehepaar sprach übrigens mehr von Literatur und Kunst, als die Bürger der guten kleinen Stadt es gewohnt waren. Dann lam die Katastrophe. Die junge Frau hatte Geld verausgabt, zu dem sie auf unrechtmäßige Meise gekommen war. Als das von ihren Eltern geerbte kleine Vermögen verbraucht war, hatte sie einen Wechsel gefälscht. Das lam heraus. Ihr Maun, der seine bürgerliche Ehre bedroht glaubte, verstieß sie. Die junge Frau verließ die kleine Stadt, wo der Skandal lebhaft besprochen wurde und man die „elende Verbrccherin" allgemein scharf und mitleidlos verurteilte. Die Kinder der Unglücklichen wurden Verwandten ihres Mannes übergeben, und die Mutter dnrfte sie nicht besuchen. Ob die junge Frau Ibsen traf und ihm selbst ihr Schicksal mitteilte oder ihm schrieb, steht nicht fest. Jedenfalls erfuhr Ibsen den Vorgang. Als dan» „Nora" oder „Ein Puppenheim" erschien, führte dieses Schauspiel die Gatten wieder zusammen. Der hartherzige Hilfslehrer wurde vom Stück tief ergriffen und versöhnte sich mit seiner Frau. Erst viele Jahre später gaii dieses Begebnis dein dänischen Dichter (5. Hostrup die Anregung, seine „Eva" zu schreiben, obwohl er von dem Ehetonflilt in der kleinen Stadt schon zur selben Zeit wie Ibsen gehört hatte. Hostrup behandelt in seinem Drama eine andere Seite der Angelegenheit, näm lich die Rechtlosigkeit der verstoßenen Mutter ihrcu bindern gegenüber. — (20 Millionen für ein Kleid.) Welche ungeheuren Werte in kostbaren Kleidern niedergelegt sind, daZ beweisen die Aufstellungen einer englischen Zeitschrift, dis die teuersten Kleider der Welt herzählt. An der Spitze steht die Königin vo» Eiam mit ihrem Staatsmantel, den sie nur einmal im Jahre anlegt. Dieses seidene Kleidungsstück ist über und über mit Diamanten, Smaragden, Nu^ binen und Saphiren besetzt, so dicht wie die Milchstraße mit Sternen, und der Wert dieser herrlichen Edelsteine läßt sich nur ungefähr schätzen, übersteigt aber sicher die Summe von 20 Millionen Mark. Eine der beiden Schwestern des Zaren, die Gattin des Großfürsten Alexander Michaclovi<", steht der siamesischen .Herrscherin nicht viel nach, denn sie besitzt ein Kleid in der russischen Nationaltracht, das ebenfalls ganz mit Edelsteinen beseht ist. Das Mieder und die dreispitzartige Mütze bestehen eigentlich nur aus Juwelen und sind daher so schwer, daß sie nur sellcn angelegt werden könne». Die amerikanischen Millionärinncn haben nichk ganz so kostbare Kleider. Ein Kleid der Mrs, Mackic zum Beispiel lostet 200.000 Mark. denn die Dame. deren Gatte durch einen ausgedehnten Schweinehandel ungeheure Reichtümer gesammelt hat, geht nicht anders als in den schönsten Brüsseler Spitzen und in echter Perlenstickerei. Zwei Brüsseler Shawls, die sie als Fichu auf einem Kleide verarbeitet hat, sind allein 100.000 Mart wert oder mehr als zweihundertmal ihr Gewicht in Gold Eine russische Nlillionärin besitzt einen langen Mantel ans Silberfuchs, dessen Wert nicht abzuschätzen ist, und der jedenfalls nicht bezahlt werden könnte, wenn man ihn auch ganz mit Goldstücken belegte. Der Halslragen allein hat 12.000 Mk. gelostet. Einen einzigartigen Reichtum an Pelzen besitzt auch die Witwe des chinesischen Staatsmannes Li Hung Chang, in deren Garderobe 500 Pelzroben der allcr-lostbarsten Art sich befinden. Den Millionärinnen suchen die Stars der Bühne an ausgewählten Toiletten nicht nachzustehen. Die Schauspielerin Mrs. Üangtry trägt Toiletten, die aus Edelsteinen, Spitzen und Seide so verschwenderisch komponiert sind, daß sie nicht selten den Wert von 200.000 Marl übersteigen, und sie bringt es fertig, ihre Kleidung an einem Abend sechsmal zu wechseln. Auch die Sängerin Melba trägt Juwelen an ihren Kleidern, deren Wert sich sogar bis auf eine Million beläuft. Von französischen Schauspieler'mncn sind die „göttliche Sarah" uud die M-jane ihrer kostspieligen Toilettenlaunen wegen berühmt, lvenngleich ihre Gewänder selten mehr als 20.000 Mark losten. — (E in scltsa in er S t u d t, n t e n w i tz) wird aus Cambridge gemeldet, wo einem relegierten Kollegen das Abschiedsgelcite nach dem Bahnhofe gegeben wurde, und zwar in Gestalt eines großen Leichenzuges. Die Studenten hatten vierzig Leichen- und Trauerwagen gc mietet und eine Anzahl Droschken, deren Kutscher und Pferde auch ganz mit schwarzem Flor behängt waren. Die Studenten in den Wageil waren „in tiefer Trauer", und einer, der den Ehrenplatz in dem ersten Wagen einnähn», hatte sogar eine Witwenhaube auf dem Kopf. Da die Kunde von der Prozession sich sehr schnell in der Stadt verbleitet hatte, war die ganze Nevolkeruna/auf den Beinen, so daß der Verlchr in den Hauptstraßen gestört wurde und es der Polizei ziemlich schwer fiel, die Ordnung aufrecht zu erhalten, — (Auf falscher Spur.) „Junge, woher hast du denn das Gesichterschneiden? Hast du im Affenhausc Studien gemacht?" — „Nc, Papa, das hab' ich dir beim Rasieren abgesehen," („Meggendorfer Blätter.") Lolal- und Provinzial-Nachnchten. — (P e r so n a l n a ch r icht.) Der Herr k. t. Landes Präsident Theodor Schwarz hat sich nach Wien begeben. Am nächsten Marcel! trafen sie sich im Iustiz-gebäuoe. Es hatte sich inzwischen herumgesprochen, das; die Sache interessant würde, lind der Ne serent.entisch war dicht beseht. Viele Journalisten drangen ans Hans Vos) ein, nm dnrch ihn seinem freunde vorgestellt ,',u loerden, den sie ausfragen wollten. Als Holger Werner dies merkte, verschwand er nnd bat Hans Vos;, ihm, sobald das Urteil gesprochen war, Nachricht nach dem Pavillon auf der bangen Linie ,',n bringeil. Zwölftes Kapitel. Punkt neun Uhr trat Holgcr Werners Anwalt in die Schranken uud beganu unter feierlicher Stille des dichibesehten Saales: Höchster (Gerichtshof! Mit Bezugnahme ans meine gestern geäußer ten einleitenden Worte werde ich geradeswegs ^n der Eacl>e selbst schreiten können. Durch das Testament vom lll. Mai l.^4 hatte der verstorbene (^u^besitzer Werner seinen Neffen Holger Werner zum Universalerben eingesetzt. Der-, Gesundheitszustand Holger Werners war indessen alles andere als gut. Er litt an einer seelischen Krankheit, die ihn zu jeder Arbeit unfähig machte. Die svamilie meinte, das; eine Heirat für seine Entwicklung vorteilhaft sein würde, der innge Werner wollte al>er hiervon nichts wissen. Da entschloß sich sein Oheim, um einen Druck ans ihn ausznüben, am 7. Juli 1««8 das Testament zu ändern. Er verlangte von seinem Neffen Holger Werner, daß er vor Ablauf eines Jahres nach dein Tode des Testators heiraten sollte. Andernfalls habe er ^rhdenlund wieder herauszugeben. „Ich bitte die .Henen Richter, folgendes be sonders zn beachten. Der Verstorbene liebte den Sohn seines Bruders über alle Maßen, es war sein höchster Wunsch, daß er heiraten sollte, damit seine ursprünglich gesunde Nainr, wie er hoffte, durch die Ehe zu neuem Leben erweckt würde. Geschah dies, so gab es niemand auf der Welt, den er lieber- als Erben gesehen hätte als seinen Neffen Holger Werner. Dies war also der Geist des Testaments, nnd ihn darf man nicht aus dem Auge lassen, selbst wenn es in dem lchten Willen de5 Verstorbeneil heißt, daß die Trauung spätestens am Jahrestage seines Todes mittags zwölf Uhr stattfinden sollte. Am 6U. September l«»8 starb der alte (^iltsbesiker Wer-ner. Holger Werner war damals noch immer derselbe schlaffe, indolente Eharakter wie früher, und als das Testament eröffnet und die darin enthaltenen Vestimmnngen ihm vorgelesen wurden, war er sich selbst darüber klar, daß für ihn nur wenig Wahrscheinlichkeit vorhanden sei, dermaleinst der Erbe des Oheims zu werden. In der (^emüwverfassnng, in der er sich befand, war dieses ihm indessen persönlich gleichgültig. Da traten plötzlich eine Reche Begebenheiten ein, die in seinem Eharakter eine seelische Nevo lution hervorT'iefelr. Auf dem (^ute ivrydenlund brach eine Feuers bnlnst aus. Der junge Holger Werner wurde mit Gewalt aus seinen Gewohnheiten aufgerüttelt, und bei der Teilnahme an den Löscharbeiten erhielten die physischen Kräfte des Körpers, die so lange geschlummert hatten, eine plötzliche nnd gewaltsame Erpansion. Dieses in Verbindung mit einer firen Idee, die seine nach der körperlichen Anstrengung aufgeregte Phantasie hervorbrachte, jchnf eine spon tane Energie in seinem früher schlaffen Eharakter, und mit einem Nuck riß er sich aus den Umgebun gen los, an die er wie eine Vluine iu ihrem Beete gekettet war. (Fortsetzung folgt.) (Beförderung von Mittelschul-professoren in die VII. R a n gs t la s s e.) Seine Exzellenz der Herr Minister für Cultus und Unterricht hat unter anderen nachstehende Professoren in die VlI. Rangstlasse befördert: Anton Terganc an der Staatsrealschule im IX. Wiener Gemeindebezirle, Johann Fon an den selbständigen Gymnasialllasscn mit deutsch-slovenischer Unterrichtssprache in Cilli, Josef Ienlo am Staatsgymnasium in Sereth, Franz Ieraj am I I. Staatsgymnasium in Laibach, Franz Ierov«ek am Staatsgymnasium in Marburg, Marcell Ku^ar am Ttaatsqymnasium mit italienischer Unterrichtssprache in Zara, Ludwig Leder has am I. Staatsgymnasium in Laibach, Johann Leis am StaatZgymnasium in Gott-schcc, Johann Macher am II, Staatsgymnasium in Laibach. Franz Noval am I. Staatsgymnasinm in Laibach, Martin Petelin am I. Staatsgymnasium in Laibach. Ignaz Polorn am Staatsgymnasium iu Marburg, Karl Kega am I. Staatsgymnasinm in Laibach, Ferdinand Seidl an der Staatsrcalschulc in Görz, Dr. Josef Korn am I. Staatsgymiiasium in Laibach, Matthäus S u h a l! am Staatsgymnasium in Cilli, Alois Tavc> ar an der Staatsrealschulc in Laibach und Josef Nentzel an der Staatsrealschulc in Laibach. " (Organisation des n i ch t o b l i g a t e n Unterrichtes im Slowenischen am Staatsgymnasium in Gottschee.) Seine Exzellenz der .Herr Minister für Kultus und Unterricht hat genehmigt, daß im Schuljahre 1907/1908 am Staatsgymnasium in Gottschee der nichiobligatc Unterricht im Slovcnischen in der V. Klasse in einem eigenen Kurse erteilt werde. Wei-iers hat Seine Exzellenz gestattet, daß der nichtobligate Unterricht in den Unterklassen an der vorgenannten Anstalt auch weiterhin in drei Kursen zu je zwei wöchentlichen Stunden, somit zusammen in 6 wöchentlichen Stunden erteilt lverbe. —i-. '- ( M i t t e l sch u l a n ge le g c n he i t e n.) Wie man uns mitteilt, hat der l. t. Landesschulrat für Krain bewilligt, daß der Professor an der Konununalrcalschule in Idria Herr Dr. Josef Mencej in der Zeit vom 9. bis Ili. d. M. beim Unterrichte in der slovenischen Sprache an den StaatZ-Mittelschulen und an der l. l. Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt in Laibach hospitiere. —r. — (Bürgerschule in Adclsberg.) Der l. l. Landcsschulrat für Krain hat mit dem Erlasse vom 18. November l. I.. Z. 6326, die Einführung der approbierten Lehrtexte: A. Stroj „^iturniki," und Josef Vrinar „('itlliiku x;i ,n«^5'in,5!1" an der Knaben-biirger schule iu Adelsbcrg genehmigt. —1>. " (Eise nbah na ngelegenheiten.) Die l. l. Landesregierung für Krain hat das von der l. l. Staats-bahndireltion in Trieft übersendete Projekt der Herstellung zweier- Kasernenbauten in der Station Ahling der Linie Tarvis—Laibach von Standpunkte der Landesbauordnung wie auch der lokalen Interessen genehmigt. —r. — (S t a a t s c i sen b a h n ra t.) Vorgestern traten in Wien die drei ständigen Ausschüsse des zur diesjährigen regelmäßigen Herbstscssion für den 6. Dezember einberufenen Staatseisenbahnrales zur Vorberatung der für dieselbe bestimmten Angelegenheiten zusammen. Im Ausschüsse für Beförderungsangelegenheitcn wurde hinsichtlich des Antrages Hribar wegen Einstellung von Speisewagen bei den Tagcsschncllzügen auf der Hauptstrecke der l. l. ftriv. Siidbahn-Gescllschaft an das Eisenbahnmini-sterium das dringende Ersuchen gerichtet, bei der genannten Verwaltung nachdrücklichst dahin zu wirken, daß endlich den schon so oft geäußerten Wünschen der Interessenten Rechnung getragen werde. " (Abänderung der slovenischcn Bezeichnung der Pfarre Velbes.) Die k. k. Landesregierung für Krain hat die Abänderung der slovenischen Bezeichnung der Pfarre Veldes „Grad" in Meb" bewilligt. __r. " (Aufstellung einer Exposiiur der l. l. Fina ». z wachabteilung Tschernembl in Neinih.) Mit 1. d. M. wurde in Wcinitz (Drenovec) eine Erpositur der l. l. Finanzwachabieilung Tschernembl aufgestellt und es wurden ihr die Qrisgemeinden Weinih und Sinji Vrh zur Ueberwachung zugewiesen. Mit dem gleichen Tage wird das Gemeindeamt in Neinih von der Konirolle des Bezuges von weißem Seesalz aus den königlich ungarischen Salzniederlagen in Karlstadl und Fiume enthoben und an dessen Stelle die Finanzwacherpositur Neinih mit dieser Kontrolle betraut. Die Bezugsanweisun-gen für obiges Salz sind demnach vom 1. Dezember l. I. an nicht mehr beim Gemeindeamte in Weinitz, sondern bei der l. l. Finanzlvachcxpositur Weinih zu lösen und die nach Krain eingeführten Salzmengen auf dem Nückvege bei dieser ExPositur zu stellen. —r. — (Tot aufgefunden.) Am 29. v. M. vormittags wurde der 63 Jahre alte Besitzer Martin Kirn aus Zagorje auf der von Koritnice nach Va<". Gerichtsbezirt Illyrisch-Feistrih, führenden Gemeindestraße tot aufgefunden. Vrhobenerweisr war Kirn infolge Schwäche und Trunkenheit derart zu Boden gestürzt, daß er auf der Stelle tot liegen blieb. —1. Laibacher Zeitung Nr. 280. 2620 5. Dezember 1907. — (Die dalmatinischen und krainischen Nahnen.) Gestern wurde im Abgeordnetenhaus der Bericht des Eisenbahnausschusses über den Gesehentwurf, betreffend die Herstellung normalspuriger Eisenbahnen von Rudolfswert über Mottling an die Landesgrenze in der Richtung gegen Karlstadt mit Abzweigung nach Tschernembl und Von Knin an die Landesgrenze in der Richtung gegen Pribudii-, verteilt. Der vom Abg. Ivan Hribar erstattete Bericht verweist auf die schwere Schädigung, die Dalma-tien und Weißlrain durch den Mangel von Bahnverbindungen erlitten haben. Die stete Weigerung Ungarns, die auf kroatischem Gebiet gelegenen Verbindungsstrecken zu bauen, wurde erst durch das geschickte Operieren des Eisen-bahnministeriums anläßlich der Ausgleichsverhandlungen beseitigt. Mag nun auch die zur Herstellung gelangende Bahnlinie Laibach—Karlstadt—Tounj—Knin vorwiegend gesamtstaatliche Bedeutung haben, so wird die direkte Schienenverbindung Dalmatiens mit Wien und Westeuropa dem Lande große Vorteile bringen. Es sei jedoch nötig, daß die neuen Linien fiir Schnellzugsverlehr eingerichtet werden und daß genaue Verträge mit der ungarischen Regierung wegen der Ausgestaltung der Anschlußbahnen und des direkten WagenverlehrZ von Wien nach Spalato vereinbart werden. — Der Ausschuß beantragt die Annahme des vorgelegte!, Gesetzentwurfes, gibt aber hiebei einige neue Anregungen. So empfiehlt er die Herstellung einer Verbindung mit den neuen Weihkrainer Bahnen bei Tschernembl. Ferner wünscht er die gesehmäßige Sichelstellung der projektierten Eisenbahnstrecke Stein-Heilenstein, und beantragt schließlich, die Regierung aufzufordern, gleichzeitig mit der Vollendung des Ausbaues der Unterkrainer Bahnen bis an die Landesgrenze die Inlamerierung der jetzigen Landesstraße Laibach—Reifnih—Gottschcc—Tscher-nembl—Weinih—Landesgrenze durchzufuhren. — (Aus dem S teuer dienste.) Der bisher beim l. l. Steueramte in Rabmannsdorf in Verwendung gestandene Steuerassistent. Herr Ludwig Iel 3 nil, wurde zum k. k. Steueramte in üandstraß verseht. — (Von der Erdbebenwarte.) Keines der vielen Rätsel, welche uns die Geheimschrift der modernen Eibbebenmesser aufgegeben hat. ist so interessant und anregend, wie gerade das Studium der sogenannten „Voden-unruhen", welche progrcnnmähig in der Kälteperiode ihren Anfang nehmen, um dann in den Sommermonaten fast ganz zu verschwinden. Die Wissenschaft bezeichnet diese mikroskopisch kleinen Oszillationen des Bodens als „mitro-seismische Pcndelunruhen", da die hochempfindlichen Pen-dclapparate, welche die moderne Erdbebenforschung in den Dienst gestellt hat, tagelang in fortdauernder Bewegung erhalten werden. Auf unserer Warte wird diesen Boden bewegungen eine ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt und seit vielen Jahren werden alle diese Aufzeichnungen genau geprüft, wobei es sich herausgestellt hat, daß unter den herrschenden Nodenunruhen auch wieder Verschiedenheiten bestehen. Es gibt nämlich Bodenunruhen, die nur von einer bestimmten Pendelgattung angezergt werden und Vo-denunruhen. die alle vorhandenen Pendel in Tätigkeit versetzen. Im letzteren Falle sprechen wir dann von allgemeiner Bodenunruhe ober von Bobcnstürmen. Einen solchen Vo-denswrm hatten unsere Instrumente am 21. und 22. November angezeigt und neuerlich am A. Dezember, worüber vorgestern folgende Nachricht an Fachinstitutc hinausgegeben wurde: «Heute morgens 1 Uhr Beginn allgemeiner starker Bodenunruhen an allen Pendeln, die seit den Morgenstunden in rascher und beständiger Zunahme begriffen sind". Von allen ähnlichen Instituten in Europa hat sich zunächst die rührige Erdbebenwarte in Hamburg gemeldet, welche uns darüber nachfolgendes drahtet: „Unruhe seit einiges Tagen. Verstärkung seit heute morgen gegen 6 Uhr. Dr. Schütt." Die Hamburger Beobachtung deckt sich vollkommen mit unserer, denn auch bei uns beginnen die stärksten Ausschläge gegen 6 Uhr morgens. Durch dicse Mitteilung wurde aber festgestellt, daß das Festland von Europa zwischen Laibach und Hamburg gleichzeitig in Schwingungen begriffen war und noch ist. so daß also die ganze Tafel von Europa von diesem Vodensturme durchzogen wird. Ob es große Stürme über dem Ozean oder über dem Festland waren, welche die Nodenstürme verursacht haben, kann heute noch nicht gesagt werden, daß jedoch die allgemeine Vobenunruhe da und dort vorhandene Spannungen in der Erdrinde auszulösen oder Schaben in den Beigbauen hervorzurufen vermag, darüber werden uns vielleicht die nächsten Tage Nachrichten bringen. 13. — (Das Panorama International) unter der Trantsche zeigt in dieser Woche die okkupierten Länder Bosnien und Hercegovina und führt naturgetreue Ansichten von Sarajevo. Ilid5e, Mostar, Iajce, Travnil. KuvreZ, Doboj und Maglaj vor. Davon sind besonders sehenswert: das neue Rathaus, die Moscheen lind der türkische Friedhof in Sarajevo, das schöne Hotel in Iliböe. daö geräumige Hotel in Mostar und das Kastell in Travnil. Die Bilder sind von besonderer Reinheit. Der Besuch dieser Nilderreihe kann besonders der studierenden Jugend bestens empfohlen werden. — (Das P a n o r a m a - K o s m or a m a) am Nurgpiahe führt uns iu dieser Woche nach Berlin und zeigt in naturgetreuen Abbildui^c^ aroße. kunstvoll gearbeitete Dentmale. die prachtvolle Kaiser Wilhelm-Ge-dächtnislirche. die königlichen Schlösser, die Universität, den Dom, das Neichsratsaebäude. das Kriminalgericht, den Hochbahnhof, den Eingang zum alten Rathause, das schöne Schloß Vabelsberg bei Berlin und andere interessante Gebäude. Der Besuch dieser sehenswerten Ausstellung ist besonders empfehlenswert. — (Ein Nilolo-Abe n d) wird heute abend um halb 8 Uhr vom Gesangsvereine „Ljubljana" im großen Saale des Hotels „Union" veranstaltet werden. Die Ein-trittsgebiihr beträgt 60 k, Kinder sind frei. Besondere Einladungen wurden nicht versendet; jedermann ist willkommen. — Wer jemanden durch den Nilolo bescheren will, möge sein Geschenk mit der genauen Ausfolgadresse heute zwischen 1 bis 5 Uhr nachmittags im großen Saale des Hotels „Union" abgeben. " (Eine radikale Abkühlung) verschaffte sich vorgestern ein Soldat des 1,7. Infanterieregiments. Als er etwas angeheitert in der PeterZlaserne lärmte und man ihn abführen wollte, lief er schnurstracks Zum Laibachflusse und sprang hinein. Nach geschehener Abkühlung wurde er von seinen Kameraden und einem Unteroffizier in die Kaserne abgeführt. — (G e schäftliches aus der Wochei n.) Die dem krainischen Religionsfonde gehörige Säge in Stare FuÄne beim Wocheiner See wurde auf die Dauer von zehn Jahren von einem Radmannsdorfer Konsortium gepachtet und vollständig restauriert. Es wurde nämlich eine Turbinenanlage mit zwei Sägegattern und einer Zirtular-säge errichtet. Auf derselben sollen die mächtigen Holzbestände, die von den Insassen der Ortschaften Studor und Stare Fu2ine dem genannten Konsortium um beiläufig 150.000 Kronen verlauft wurden, zur Verschneidung gelangen. — (Eine Nierbrauerei in NadmanuZ-dorf.) Das vor einigen Monaten aufgetauchte Projekt der Errichtung einer größeren Vierbrauerei in Oberkrain geht nun, wie man aus Radmannsdorf schreibt, seiner Ver-wirllichung entgegen. Zu diesem Zwecke wurde ein größerer Grundkomftlex nördlich von Radmannsdorf läuflich erworben, auch wurde das notwendige Vaumaieriale bereits bestellt, so daß man, von unvorhergesehenen Hindernissen abgesehen, mit dem Bau der geräumigen Vetriebsanlage schon im nächsten Frühjahre wird beginnen können. Die Anlage ist mit einer jährlichen Erzeugung von 40.000 Hektolitern Vier projektiert. — (Rückwanderung aus Amerika.) Als eine Folgeerscheinung der amerikanischen Finanzkrise ist seit einigen Wochen eine massenhafte Rückwanderung europäischer Amerika-Auswanderer in ihre Heimatländer wahrzunehmen, Schiffsnachrichten melden, daß das Zwischendeck der von den Vereinigten Staaten nach Europa fahrenden Dampfer auf Wochen hinaus voll besetzt ist. Da Oesterreich neben Italien, Rußland und Ungarn zu jenen Staaten gehört, in welchen die Auswanderung nach den Vereinigten Staaten von Amerika einen großen Umfang angenommen hat, ist naturgemäß auch die Zahl der nach Oesterreich zurücklehrenden Auswanderer eine beträchtliche. Wenngleich nach den bisherigen Erfahrungen die Rückwanderer im allgemeinen nichi mittellos sind. sondern Ersparnisse mitbringen, so ist anderseits doch zu erwarten, baß ein großer Teil. sei es sofort, sei es nach einiger Zeit im Inlande Arbeit und Verdienst suchen wirb. Wie wir vernehmen, wurden nun. kompetenten Orts bereits Vorkehrungen getroffen, um in dieser Hinsicht den zurückkehrenden österreichischen Staatsbürgern an die Hand zu gehen. Es wurde dafür Sorge getragen, daß die Arbeitsgeber und deren Verbände sowie die Arbeitsvermittlnngsanstalten auf bac- Zurückströmen von Arbeitskräften in das Inland auf-merlsam gemacht werden. Ueberdies wurden den politischen Lanbesbehörden Weisungen des Inhaltes erteilt, daß sie allen in ihrem Amtsbereiche zutage tretenden Bestrebungen, den Rückwanderern Arbeit zu verschaffen, jede tunliche Unterstützung angedeihen lassen. — (Die Behandlung der Tuberkulose,) Das Marmoretsche Antitubcrluloseserum, das anfänglich vielfach bekämpft wurde, scheint sich zur allgemeinen Anerkennung durchzuringen. Es häufen sich die Publikationen, welche über die Wirksamkeit des Serums berichten. Diese Woche erschien wieder in der „Deutschen Medizinischen Presse" in Berlin ein Vericht des Doktors H. Frey (Davos), welcher über seine Erfahrungen schon die dritte Publikation der Oeffcntlichkcit übergibt. Dr. Frey, welcher Leiter eines Sanatoriums in Davos ist, teilt mit, baß er mit dem Serum schon mehr als vier Jahre arbeite und in dieser Zeit mehr als 1500 subkutane Einspritzungen und mehr als 5000 rektale Einführungen (die er zuerst in Anwendung brachte) machte. Er kann nur sein früheres Urteil wiederholen, daß bas Serum, bei frischen Infektionen angewendet, selbst in schwersten Fällen fast unzweifelhaft und augenfällig erfolgreich wirkt, während es bei veralteten Fällen das einmal Zerstörte nicht restiiuieren kann und daher versagt. Aber selbst in hoffnungslosen Fällen empfiehlt Dr. Frey die Anwendung des Serums, da an der Unschädlichkeit des Serums heute lein ernster Zweifel bestehen taun und auch nicht mehr cm der spezifischen Wirksamkeit in den geeigneten Fällen. In solchen Fällen tonnte Frey fast immer eine Verlängerung der Lebensdauer erzielen und zumindest eine Besserung des subjektiven Befindens und eine nicht zu unterschätzende Besserung des psychischen Zustandes. Aber er hat selbst in solchen veralteten Fällen so verblüffende Erfolge erlebt, daß mancher Zweifler, der dies gesehen, betehrt worden ist. — (V e rb re n nu ng s t od.) Am Morgen des 4, d. wurde die 83jährige, ledige Private Anna Strmec aus Steinbrückcn bei Treffen, auf bem Fußboden liegend, tot aufgefunden. Die Greisin, die schlummernd am Ofen gesessen war, hatte die neben ihr gestandene Petroleumlampe umgestoßen, worauf sich deren Inhalt über ihre Kleider ergoß. In ihrer Angst dürfte sie dann zu Noden gestürzt sein. Die Kleiber waren durch das Feuer beinahe ganz vernichtet und die Haare versengt. 8. " (Aufgefundener K i r ch e n r a u b.) In dem Senosetscher Walde Loza fanden diesertage beim Baumfällen istrianische Holzhauer und Kohlenbrenner einen eisernen Schrank, der einen Meßlelch, eine Monstranz?, eine Muttergotteslrone, ferner mehrere Leuchter enthielt. Der hievon verständigte Gendarmcrieposten in Senosetsch veranlaßte die Uebertragung dieser Diebsbeute zum Bezirksgerichte. Die Gegenstände waren vor drei Jahren aus der Pfarrkirche in Razdrto gestohlen worden. — (Wochenmarkt in Laibach.) Auf den gestrigen Wochenmarlt wurden 598 Pferde und Ochsen sowie 194 Kühe und Kälber, zusammen daher 792 Stück, anfgetrieben. Der Handel gestaltete sich gut, da das Rindvieh von lärntnischen und mährischen, das Pferdematerial von italienischen Käufern erstanden wurde. Die Preise des Rindviehes betrugen 56 bis 62 I» per Kilogramm Lebendgewicht. — (Im städtischen Schlack) thau se) wurden in der Zeit vom 17. bis einschließlich 24. v. M. 81 Ochsen, 9 Kühe und 8 Stiere, weiters 248 Schweine, 116 Kälber, 24 Hammel und Böcke sowie 5 Kitze geschlachtet. UeberdieZ wurden in geschlachtetem Zustande 20 Schweine und 22 Kälber nebst 592 Kilogramm Fleisch eingeführt. Theater, Kunst und Meratur. '"- (Deutsche Bühne.) Noch klingt uns Godowskys glitzernde Caprice im Ohr und schon stieg gesteril da» ruhig leuchtende Original vor uns auf, unsere liebe „Fledermaus". Die letzten Jahre brachten ja nach langer Dürre zwei Operettcnschlager ersten Ranges, die rassige „Lustige Witwe" und den fein gemachten ..Walzertraum". Aber noch immer fliegt über allen anderen Operettentierchen hoch in den Lüften Johann Strauß' „Fledermaus". Ueber die Kraft der Erfindung in diesem großen Kunstwert und seine unvergleichliche Anmut heute noch ein Wort zu schreiben, wäre abgeschmackt. Längst hat sich die „Fledermaus" an den ersten Opernbühnen der Welt Hausrecht erworben. Die Kritik kann heute nur zusehen, ob die Wiedergabe eine gute ist. Gewöhnlich werben bie älteren Operellen ein bissel angeschaut und bann eben „gemacht". Ganz umbringen läßt sich ja ein Ding wie die „Fledermaus" nicht. Selten aber kommt es vor, daß sich die Mitwirkenden bei einer „Fledermaus"-Aufführung sagen: Achtgegeben, hier ist ein Kunstwerl, da heißt's mit Liebe arbeiten". Der verständige Zuhörer der gestrigen Aufführung hatte unwillkürlich die Empfindung, daß da mit Liebe gearbeitet worden war. Kann das einmal gesagt werben, dann lommt beim Lobausteilen immer zuerst der Kapellmeister daran. Am Dirigentenpulte saß Herr Felir Günthe r. Es muß einmal gesagt werden, daß der N>ame Günther in der musikalischen Welt kein fremder Klang ist. Günther ist Kunstwartler und tut hier insbesondere bei der Herausgabe der „ANen Meister" emsig und sachkundig mit. Einseitig aber ist er nicht. Er versteht sich auf die „Fledermaus" ebenso gut. als wie auf Buxtehude, Muffat. Nichelmann und die anderen alten Herren, die von den Avenariusleuten säuberlich abgestaubt und fein hergerichtet werden. Ja, was soll denn in der Eile über die gestrige Aufführung der „Fledermaus" gesagt werden? Sie warb unter Herrn Günthers Leitung zu einer der musikalischesten und schmissigsten des wundervollen Werkes, die wir hier gehört. Schon die Ouvertüre, sauber und feurig gespielt, wirbelte eine Fülle von Stimmung ins Haus. Und auf der Höhe der Ouvertüre hielt sich — von unwesentliche» Einzelheiten abgesehen — die ganze Aufführung. Aufs schönste gelang vor allem das Finale deZ zweiten Aufzuges mit feinem lieben, süßen, ewigschönen Chorwalzer. Hier ist Straußens entzüclendste Eingebung und wem sich bei diesen Klängen nicht weich und wonnig die Glieder lösen, nicht ein Trän-lein im Auge aufblitzt, der ist ein Barbar, und mag er sämtliche Sonaten Beethovens auswendig spielen , . . Was die Einzelleistungen anlangt, so müssen wir naturgemäß zuerst ein wenig bei der neuen Adele bes Fräuleins Dolly Esquero verweilen. Wir wissen nicht, ob das blutjunge Fräulein aus Spanien oder vielleicht gar aus Brasilien kommt. Aber das eine können wir ruhig sagen, daß Fräulein GZauero einen sehr netten Sopran hat und auch — insbesondere im ersten Aufzug — flott spielte. Ihre Aufnahme in den Verband der Deutschen Bühne kann Laibacher Zeitung Nr. 280. 2621 5. Dezember 1907 daher gutgel^eißen werden und hat auch, nach dem öfteren Beifall zu schließen, bereits die Zustimmung des Publikums gefunden. Das Fräulein wird allerdings noch ziemlich viel an sich arbeiten müssen. Herr Grasselly spielte den Eisenstein löstlich. Ihm vor allem gebührt das Verdienst, daß die höchst drollige Fabel der „Fledermaus" zur Geltung kam. Frau Nosalinde war in Fräulein Seldern jedenfalls sehr pompös verkörpert. Herr Steiner gab den Oefängmsdireltor gut, nur war er uns etwas zu steif und zu — blond. Der Frosch des Herrn Nedl befand sich bedauerlicherweise im letzten Stadium des Alloholismus — (wliriuin tromons. Eines aber ist ihm sicher gelungen: Die Leute lamen aus dem Lachen nicht heraus. Etwas Komischeres als sein Sturz aus dem Fenster kann's nicht leicht geben. Die Nummer der Zelle, in der Adele und Ida Spektakel machen, möchten wir bei einer Laibacher Aufführung der „Fledermaus" nicht wieder hören. Auch die kleineren Rollen des Prinzen, des Alfred und des Doktor Blind waren bei Fräulein Albin (auf den Takt achten!) und den Herren Engel und Hermann gesanglich gut aufgehoben. Herrn Hermanns Stimme wird immer schöner. Möge er der Gefahr, in der Provinz zu versauern, entgehen. Der Chor war gut, das Orchester im ganzen sehr gut. Das ziemlich volle Haus war der Güte der Aufführung entsprechend brillant aufgelegt. Alles gab sich dem unendlichen Zauber dieser Musik willig hin und gar manchem wird's noch in den Traum hineingellungen haben — ganz leise — „Duidu, Duidu . . ." A. '__ (Konzert der Schwestern Öerni- jecla.) Wie bereits gemeldet, findet Sonntag, den 8. d., um halb 8 Uhr abends im großen Saale des Hotels „Union" ein Konzert der Schwestern Vjera und Nade^da lÜernijecla aus Petersburg statt. Hiefür wurde folgendes Programm festgesetzt: 1.) Beethoven: 8onnte, appassionato (I. und III. Satz). 2.«) Glinka: I^sni'a nii-ot^: k) Saint-Saiins: Arie aus der Oper „Samson und Dalila". 3. n) Chopin: Nocturno; b) Chopin: Marche flmebre; e) Gobar: Etude artistique. 4, n) Bemberg: Ni-llwna, indisches Lied- d) Tosti: Penso, Romanze 5. n) 5'cijtovslij: Romanze in ss-inoN; !)) Rubinstein: I^xxin^. kaukasischer Tanz; «) Verdi-Liszt: Rigoletio. l>. n) Davidov: Otav^' monM, Romanze; K) Rubinstein: ^«lli, Romanze; «) Rubinstein: Otvoi-iw inn^'o toin-nion. 7.) Gounod-Liszt: Phantasie über Motive aus der Oper „Faust". 8) Rubinstein: Pandero. — Sitzplätze zu 4, 3, 2 und 1 X. Stehplätze Zu 80 l> und Studentenlarten zu 40 li sind in der Trafik (^'e5arel in der Schellenburg-gaffe sowie am Abend des Konzertes an der Kasse erhältlich — (Konzert Leo S l e z a l.) Ein seltener Kunstgenuß steht uns bevor. Der gefeierte Tenor der Wiener Hofoper Kammersänger Leo Slezak veranstaltet am 6. Jänner in der Tonhalle ein einziges Konzert. Herr Slezal ist aus verschiedenen Zeitungsberichten zur Genüge bekannt; man weih. daß der Künstler seine Konzerte überall mit phönomcnalem Erfolge absolvierte und daß die Stimme dieses Sängers auch allen Zauber besitzt, solche Begeisterung zu erwecken. — Die Musikalienhandlung Q. Fischer in der Tonhalle nimmt mit dem heutigen Tage Vormerkungen auf Plätze entgegen. Es ist ratsam, sich in der genannten Firma baldigst Plätze reservieren zu lassen, da das Konzert nur in dem Falle stattfindet, falls bis zum 15. d. M. mindestens drei Viertel des Saales durch die Vormerkungen vergriffen sind. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz Bureaus. Reichsrat. Sitzung deS Abgeordnetenhauses. Wien, 4, Dezember. In fortgesetzter Beratung über den Dringlichleitsantrag Masaryl, betreffend die Hoch-fchulen, präzisicrt Abg. Professor Mayr die Stellung der christlichsozialen Partei und polemisiert gegen die Ausführungen des Antragstellers. Abg. Sommer (Deutschradilal) tritt für die Befreiung der Volks- und Mittelschulen vom Einfluß der Kirche ein. Abg. Rybar betont, daß seine Partei den Ausgleich im Interesse des Volles und der Staatsidee bekämpfe. Er ist gegen den Antrag Masaryls. Abg. Redlich widerlegt die Behauptung von der Ueberflutung der Universitäten durch jüdische Professoren. Abg, Glombinsli erklärt namens des PolenNubZ, daß dieser stets die verfassungsmäßig gewährleistete Freiheit der Nissenschaft und ihrer Lehre hochgehalten habe und stets an der Autonomie der Universitäten festhalte. Er werde daher für die Dringlichkeit stimmen Zum Generalredner kontra wird Dr. Krel, zum Ge-neralredner pro P e r n e r st o r fe r gewählt. Abgeordneter Pern er st orfer bestreitet, daß die Universitäten der Boden für Umsturzibeen seien. Die Grundsähe der Sozial-demolraten, welche eine Wissenschaft bilden, werden nicht doziert. Die Sozialdemolraten seien programmatische Anhänger der GewissensfreilM sowie der Freiheit der Wissenschaften. Dies könne nur durch eine reinliche Scheidung der Kirche vom Staate erreicht werden. — Abg, Dr. Krel erklärt, die liberale Oeffentlichleit wolle mit dem Antrage Masaryk den Versuch machen, eine Ouvertüre einer französischen Politik zu inszenieren. Die Universitäten können nicht auf politischem, sondern kulturellem Wege erobert werden. Die katholische!: Studenten mögen fleißig studieren, um sich später um Lehrkanzeln bewerben zu können. Die katholischen Abgeordneten werden dafür sorgen, daß ihrer Weltanschauung lein Hindernis in den Weg gelegt werde. Abg. Masaryl betonte im Schlußwort, daß er lein Gegner der Religion sei. An dein Mangel an Talenten auf unferer Universität seien nur die Hungerlöhne unserer Professoren schuld. Die Verhandlung wird hierauf abgebrochen und die Sitzung geschlossen. — Nächste Sitzung morgen 1) Uhr vormittags. Die Herabsetzung der Zuckersteuer. Wien, 4. Dezeniber. Das große Aktionskomitee der zuckcrverarbeitendcn Industrie und Gewerbe hat in einer gestern abend abgehaltenen Sitzung eine Resolution angenommen, in welcher der im Abgeordnetenhaus eingebrachte Gesetzentwurf über die Herabsetzung der Zuckersteuer für unannehmbar erklärt und die sofortige Herabsetzung um das ganze Ausmaß der Erhöhung von 16 Kronen gefordert wirb. Der Gemeinderat von Belgrad. Belgrad, 4. Dezember. Auf der Tagesordnung der gestrigen Sitzung des hiesigen Gemeinderates war die Wahl der provisorischen Gemeindeverwaltung angesetzt. Als infolge der heftigen Opposition der Vorsitzende Tabw die Sitzung um Mitternacht geschlossen hatte, verblieb die gesamte Opposition im Saale, setzte die Sitzung unter einem selbstgcwählten Präsidium fort und tvählte den provisorischen Gemeinderat, Infolge des Gerüchtes, daß dieser ge-setzwidrige Gemeinderat das Rathaus gewaltsam besehen werde, ordnete der gesetzlich noch nicht abgelöste bisherige Gemeinderat die strenge Bewachung des Gebäudes durch Angestellte der Gemeinde an. Den ganzen Tag hindurch sammelten sich vor dem Rathaus Bürger aller politischen Parteien an, Dank den getroffenen Maßregeln kam es indes zu keinem Zusammenstoß. Rußland. Moskau, 4. Dezember. Gegen den Generalgouver-neur Herschelmann, der heute um halb 12 Uhr durch die Stadt fuhr, wurde von einer Frau ein Vombenattentat verübt. Herschelmann blieb unverletzt. Die Pferde seines Wagens wurden getötet. Die Aitcutäterin, die Verletzungen erlitt, wurde festgenommen. Moskau, 4 Dezember. Die Frau, die heute vormittag gegen den Generalgouverneur Heischelmann einen Anschlag verübte, wurde ins Spital gebracht. Sie gab bei der Einlieferung nur mehr schwache Lebenszeichen von sich. Der Kutscher des Wagens wurde bei dem Anschlage durch, Bombensplitter verletzt und die Pferde in Stücke gerissen Petersburg, 4. Dezember. Wie aus Polizei kreisen gemeldet wird, ist auf den ersten Prokurator des Obersten Gerichtshofes Kamy^enslij ein terroristisches Attentat vorbereitet, jedoch verhindert worden. Ka-my^enskij stellte die persönlichen Empfänge ein. Glasgow, 4. Dezember. Ein Personenzug ist in der Nähe vun Paisley entgleist und in einen Trupp von Schienenlegern hineingefahren, von denen sieben getötet wurden. London, 4. Dezember. Es ist uurichtig, daß der Ballon „Patrie" in Glasgow gesehen worden sei. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Fr. Gutenäcker, Die Lehre vom Hnfbeschlag, 1(3-60. — Spohr, Die Logil in der Reitkunst, li 4 20. — Chr. 2 igwart. Vorfragen der Ethik, X I 92. — G. tt u l l m a n n, Die drei Dnseinsstufen in der Entwicklung, X 2 4". — Ad. Zchafheitlin, Der große Ironiker und sein Werl. Iv 2 40. — G. Th. Fechner, Über die Seelenfrage, K 2 40. — Nob, F. Arnold, Das moderne Drama. K 7 20. — Dr. H. Schmidlunz, Einleitung in die akademische Padagoa.il, K 3 «0. — Vast. Schmid, Der naturwissenschaftliche Unter» richt, geb. X 7-20. — O. Arendt, Die elektrische Wellentclegra-phie, X 7 20. — D r. H. Greinacher, Radium (Radioaktivität Ionen Elektronen) X 1 20. — Dr. M. Vogt, Iugendspiele an den Mittelschulen, X 1 44. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. K l e i n m ci y r KFed. Bambergin Laibach, Kongrekplah 2. Verstorbene. Am 2. Dezember. Maria Lorenz, Veamtenswitwe, 6b I., Nadehlystraße 11, äpopiexiu, eorodri. — Josef Polat, t.l. Adjunkt, 37 I,, Triesterstrahe 4, Vrilstfellentzündung. Im Zivilspitale: Am 30. November. Mauritius Oarabon, Katechet. 57 I., Okrcmom». Inr^nßiy, (kclwxi«, uuiv. — Lorenz Slibelj. Taglöhner, 27 I., b^oliti» traumatic». — Anna Murouit. Private, <>9 I.. LlioloeMitig eliro,. Am 1. Dezember. Ludwig Ievnilar, Arbciterssohn, 5 I., Uouinßitin tuborcul. — Georg Oblal, Taglöhner, 72 I., ^poplvxill, kueilmoni». Am 2, Dezember. Emma Zenlo, Gastwirtin, 29 I., Zepsis. — Matthäus Kunstl. Arbeiter, 5V I., Tuberkulose. — Anton Pirc, Privat, -lU I., Tuberkulose. Am A. Dezember. Emil Pan«, Bssitzerssohn, 11 I., ^ppouäieitis porlorativk. Lottoziehuug am 4. Dezember 1907. Brunn: 28 68 40 2« 59. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. «uftdrull 736 0 mm. . 2U. N. 527-9 i-ös'SO. schwach Regen *' « N. Ab. 730 7 16, SN. schwach bewöllt b.> 7 U. ss , .3l 6, 1 ?j NO schwach j » j 3 7 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 14°, Nor« male -0 1'. Wettervoraussage für den 5. Dezember für 5teiermark, Kärntcn und Krain: Andauernd schlechtes Wetter mit Niederschlagen, mäßige Winde. kühl. gleichmäßig.; für das Küstenland: trübe. Niederschlage, stürmische Bora, lühl, gleich« mäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Stillende Mütter die ihre Sprößlinge selbst nähren, gewinnen erstaunlich rasch neue Kruft und Lebensfreude durch SCOTTS Emulsion. SCOTTS Emulsion ist schmackhaft, regt den Appetit und die Verdauung an, kräftigt die Gesundheit und stärkt den gesaraten Organismus. Gleichzeitig übt sie aber auch auf den kleinen Säugling den günstigsten Einfluß und macht ihn rosig und robust; eine doppelte Freude für die liebenden Eltern. <3895) 4-2 Preis der Originalflasche 2 K 50 h. In allen Apotheken käuflich. Überall zu haben. (48(5) 42—42 Echt nur mit dieser Marke — dem Fischer —alsOarantio/oichen deaSCOTTschen Verfahrens ! erhalt die Zähne rein, weiß und gesund. WiNlommenstes WeihnachtSgejchenl. Als solches darf zur Zeit ein gutcr phutografthischer Apparat gelten, da es wohl kcine anregendere Erholnngsbeschäftigimg für jeden Gebildeten, ob Dame oder Herr, gibt, als die Photographie, welche, dank dem jehige» vereinfachten Verfahren, von jedermann leicht ausgeübt werden kann, Als Bezugsquelle an» erkannt verläßlicher Apparate für Moinentliildcr empfehlen wir die seit 1854 bestehende Sprzialniedcrlage von A. Moll, k. u. l. Hoflieferant, Wien I., Tuchlaubcn 9, welche ihre reich illustrierte Preisliste allen Interessenten gratis zusendet. (24b0) 2 Kasinoverein in Laibach. Die Direktion beehrt sich, die P. T. beständigen Mitglieder zur Generalversammlung einzuladen, die am Donnerstag den 19. Dezember um halb 7 Uhr abends in den Vereinalokalitäten stattfindet. Tagesordnung: 1.) Genehmigung der Rechnung für das Voreinsjahr 1907 und des Voranschlages pro 1908. 2.) Wahl der Direktionsmitgliedor und der Rechnungs-revidenten. 3.) Allfälligo selbständige Anträge dor Mitglieder, dio gemäß § 11 lit. k der Statuten aoht Tage vor der Generalversammlung anzumelden sind. Unter einem wird bekannt gegeben, daß die abgeschlossene und revidierte Jahrosrechnung durch 8 Tage vor der Generalversammlung gemäß § 11 lit. c der Vereina-statuton in der Vereinskauzlei aufliegen wird. Im Falle der Beschlußunfähigkeit der auf halb 7 Uhr abends anberaumten Generalversammlung findet die zweite bei jeder Anzahl von Mitgliedern beschlußfähige Generalversammlung am selben Tage um 7 Uhr abends statt. Laibaoh am 3. Dezember 1907. (5005) 3-1 Die Rasinouepeins-Direhtlon. Laidacher Zeitung Nr. 280, 2622 5. Dezember 1907. Filiale der K K, priv. Oesterreichischen Credit- FranaR-Jose f¦>" Aktienkapital K 120,000.000- Anstalf für Handel und Gewerbe in Laibach ' fi* * w» aa s is* » JÄT n*. 9« Reserveiond K Ö3.000.00H — (i7l8) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und. Valuten. — Safe - Deposits. - Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Oör!e , (Mai-Äcov.) per iiasje, !»<> /„ ö. W. Silber (April Oll.) per lillfse......98 ler ,, 100 fl. . 25! 50 255 50 18ei!w sls« jir per ütnsje , , <",, 96 85 97 05 lirnv per Uüiniv . 4">, uc ^z >>7 l>5 Ost Iiwesliiiunü !>>cnte, stfr, ^r, ^c, ilasse . »'/,°,>, 86 70 t>8 L0 Mr»I>n! vrijchreibunükn. Eli iadclhdahn i» O., steuersrci, z» IU.01'0 fl. . . . 4"/„ —----------. Franz Iosel-Bahu in Sillier (diu, El,) , , . 5>//<„ !!!> 2ü!Ü0^0 Glil. «arl Liidwig-Vnl)» ldiu. Stillte) «ronen , . 4', >.'K ^5 UU ^l."> Ui^dulfliali» in ^cuneiiwäliruug, stenersr. (div, Nl.) . 4°,^, ftü-?l, 9L 75 wurarlberger Hiah», struerjrei, 400 llronen , . . 4"/, <»s> no «6 o„ Zu 5taai»schuldl>crlchlcil>nl!Nltt abLtsllmpllie ^ilcichuliN'iU.lil» E ^alieth-B, i!>» i!.«wl. !>' <",, vun 4UU Nrunen . . , . 459'- 461 — dotto ilinz-Puowei« 200 fl, Ü, W. S. 5^'V« , . . .Pl!Vriliit!>- Vb!in,nli«nln. >ö!:n>, W'üt'a!,!., Nnl, 1N«i, 4»«' j.runel! 4"/„ . . . LS'40 97 40 ',<, bst'üdat», «on und »ano Vi. 4 ub >u°„..... 114 50 —'— «illbetl^bllh» iuü und .lNl»,' M 4>.„ . . . , . , 114 - 11b — >ranz Joses-Baun (fn>. 1»«4 (dir. Nt,, ^lll, Ni'abn 20l, fl E. k° 10L L5107 2b ^ vrarlbergel Vah» Et«. l8«4 idid. El., 3 pel «lls!» I1<>'8«111-— >, »o pei Ultin > Ii0 9«il1-10 ,.»,, lliend >n li-rnne,. W l" >"iei ur> «a„ VU A« 93 50 ^ , l>ltto pe, K>^ ^-- 82 liU >,,',. ^rawicn-U!^ u i«« ll I«<>50l9»50 «Nv ö 50 I> 1K9 5U lii^ 50 ^'s, «^»-Los 4«,„ 1.1t L5>4ü25 l, »»«ar, G>>,nd«N!,>i7I:l», vütn '.»4 10 „ lrolll. u. llav Glundrnll. ilbt,,,...... 94— — — Andere öffentliche Anlehcu. >.,>>.'!. !^n>,c^..^!l!, ^oio.^ 4",, Ut— !!'. tirrcc^, Cisenb, -Lanbce> «U'lclitN (div.> 4 >/,",„ l>« bü 99 5» f. , Donau.Reg.-Anleihe >«?!> 108 25 !«i 25 <, lexer 8'erlehreVlnleiyr 4°,^ 95 90 9U 90 vctll, 1S<>0 4°/, 95 75 9« 75 Aulrhen der Etat,! W.en . , 10t 2U1U2 20 bctto (L. °d, G! . , ^0 2«>2!2u d?lto en° ^nr.A.)l!02 9e 20 97-20 Billkl'llu-^üilrhen verlosb. 5 ',, 96 — 97 — Kulg. Sillulöcnrnli.^Hyp.^Unl 1!,«S (ivld , , . . «<>/. ^8-45119-4« Vulg. Ewnie. Htiftulheta, Nnl 1891' «« , 85 50 86 45 Geld Ware Pfandbriefe ic. Ool's»ll.,»iag.ü,l.!N5UI.Vl.4'',, 94-90 95'«« ,^öhm, Hupethelrnbanl vcri. 4"^ 96 6b 97'65 ">»tral.Uod.-Kred-B!.. östcrr, 4ü I. Verl. 4'/^,« . . 101 b« — — /',>ulierf.'U,!t ll. üiie,!tl.«lrl>.«' 94-7b 9b'ü0 :andei,b. d, i<ö», Galizicn u»!- Koduu! b?>,, I. cüch,, 4" 94 2b 94'60 ^>ä!,r, Hüputhelenb. oer! 4< 9« — 97 — ^!i,'i>sterr, ^llnbe».<'^,'Ä!,s-.4" 96 50 97'50 oeUo liM, 8'',,^r.v.'r!. U'/, 8750 88 50 detto n.'Lchuldsch, verl.ü'i''< «7 25 88-25 dettu verl. 4°/, 0S-— V7'— lslerr.>un«lll. Vanl b0 lüur l'er! 4°/«ö. w, 97'2b 98-25 ortlo 4»/„ ^L. . 97 70 98 70 searl. ,. öst.. 6" I. ver> 4"„ 99'— 100-- Vifcnbnlin-Prioritäts-Oliligationr«. eNl, Eu> 19"< ——------ i?rl. Ni»rdwes:!i. ^u<> !i. « 102-60 t«3'eo >,u:i,b!llil, b»l> ^r . , 400 — 406'— ^l'ühn i> 8",. Iünnel.Iio ,<(,!, i^l ^pe» K». 295-85 297 85 5»dbabn b b°„ , 121-50 122-50 Diverse Lose (per Slilcl). Plrzlüüliche fost. »".l, Bodfülrrdit.^me itm. >8l" 27!'50 277 b0 oett» Cm. !««K 274'— 279 70 -/'., Tonap,.^aft!!<^> ^toiüt'au b l' 20 50 22'f»0 'tn'dilloje 100 sl, . . 444'— 454'— CIar>,.Lose 40 sl. U. M. 152'— 1bS- O!cner Lose 40 sl, . . , 2>b-— 225'- Onlsfy.Lol, 4U s>, N, M 192-50 198 50 !>u,en n«uz, öst. Ges. v., 10 ^. 48-- 50'— !0len ltreuj, unn. Ocs, v., b f^ 26'- 28'— !!udo,f«Lose l« » , . 66— 70'- Älw.liolr ^0 ff K. M, 2,5— 225 - weld Ware türl. S.'N.-Aül. Pcäm.'vblig. 40ü .'vl. p« lülls?.' - , . 181'50 !82 50 dcttu p« M. . , , 182'— 183 — W!euer Nomm.Lose u. I. t874 480 — 49»-— Wiw..C«.d. 2°/«Präm,.Echuldr. b. V«deulr,»U,ilt, <3m, l«ky 69'— 73' - Aktien. EillNVpori'ilnlerntljmnngeu. A NllU'^fPl. ^i,rüd, l»)<> ü, 2380' - L390-— A ^m. NülkbaliN !50 fl. . »68-— 37U- Ä lcklielirader List,. l>0l) sl. KN 2835 - 285«-— lettl slit, >^!.) Leu sl, per lll, 1057 — 1063'-D »inn . DamPsscdiffahrt« . Gel, l., t. l. pr^v., 5W !< N'^ 970'— 980'- D >l>Podenbuch« H!sb, 40U ü' 530'- 540 — F !-dinands.«ordl>.l«0o sl. KV, b^!0'— H25U'— L mb..Ezcrn,.IüsN, .Eiscuwbi' GeseUlchllsl, ««<> fl. 3 558'— bb4 — Ll ,ub. «sterr,,Tr!<>N. 50Nfl.K^!< 412'- 4!8'- O,trrr. Nordwes^bahn ^»0 f>. 2, 430— 4.j2 — rltu U" K,)'aN'Tuf,crlii!e>!b. lO.Nl.ab^si 215 b0 2!7 — malleiib. 200 !! 2. per UlUllin ,ldt>. >!00 ll. Nilber pei Ultnu,' 152 2b !52?5 'dnurddenlschc Pcrbinl,!;!,^!' 2<«, sl. i— U,.,ar. WeNbab!, (Raab-Graz) N> sl, Z. . , 403 25 403'50 W linlalb,.Aiti«'!!.l?>'>, i!0l. !!, 220'— 240'— Vanlen. A !U>l).c,tt'rr. ^l:>!l, »2<><' fl. b23'-! b27 — tt ediianftlllt sür Handel unr Ncwerbe, 1«u fl., per ttalle —'— —'— "ett» yer Ultimo 637 25 S38'25 Kceditlianl allg. u»ss., ..'0!! s! 753 40 75440 D.'positenbanl, allg., ^o« sl. . 4ü?'— 458-— C- ttompte. Oesellschnfl. nieder» oslerr., 400 Kronen . . bbi'— 554 5« G r°. und ilassenveieiu, Wienn,, 2W sl........ 448'— 452'— Hipotlielenbanl. Ksterrclcyilche 20!^ X i>'/u sl. per ttasse...... —'- ->- dctlo per Ultimo .... 410'— 411'— „ Nerlur", Njechielst,. ^lftien G ^'llictll c, oc"> ?! 592'- b9L'— Gelb Ware :err..>mg. Äan? 14UN Kronen 1764'— 1??4' — U ,!cnlill!>' 200 f!..... 53350^ 534 üO A riebrebanl. all«;., 140 il. 324'ba 32« — Industlie.UnternehmiinglN. Vilg.'!,, all«. Mcrr,,»>'>!! 100'— 11U-- Vc>ixc> »lol!lci!l)eral'.-l5!l. 10«? 724-— 728'— Els>!nbalinw,»Le!vs,,,crltt, 100 ! I97'5ll 199' — ,, >!l'>.'M!!'.,l". Vavierf. », A.. >< !9l>—> 19b'— E cttr,.Ä, 410-—> 419-— ^e«2 i„ternat..2U0s!, 5»4-?5 58575 H! «ubcraei Vatr... Zünbb. u. Met.^llliril 40» ,ttt. . 922'— 923'- U nnqer Brauers 1oc> !l. . , 240-- 250- — Miuan.Geicllscu,üsi?rl..a!pi!! 581-75 585 25 ,,P !0i'^ülte" Tie!iel,i»«ltal> i ^..A.!0l' il ... 425'—! 42« 80 P ^ler Eisen.Ind,.«?s. <5n,. j 1905, 2N0 fl..... 2H80'— 2390'— N ,ia>Murar:t> > öalL^»Tllllane ! Eiseinn. 10« sl. , . . 519-90 520 90 ,'.lgo.Tari »tewlolilen 1U!> f! 574'- b?ä'— :chl2glmüht", Paoicrf.,20^fi, 310'— 32U- — ?chodnica" A.»G. f. Petru!.. Ind., bo" V . 434'— 440 — T 'iaillf Nobleuw.'G 7» sl. 248'— 2b0 — T i^f. Tllb»l«„ie.Äe! L ^». pl?r «ii'se —'— —-— ,etw vn Ultim 404' 4Ub'ü0 W,^enf.»Oej., öüerr,. in M«< ION fl. ... 45«'— 460'— Wullllon'Lt'.hanslalt, alldem., ln Hest, 400 Kr..... —-— —-— W . Äaugeselllchast 100 sl . 139— 145'— W ^nelberner )limels..«!l Hes 665— 675'— Deuisen. ßurze Zichteil nnd Zcheck». ?li,ueroam . 19937^ 19960 D ütjche >^>äV!> , . . . 11? 77' 11797' ^,ildon...... 24!'40 241-60 I „üenilche Äclnlpläf,e , 9590 96-^^ P iris........ 9590 9605 gn.ich und «asel . . 95-57 95 7« Valuten. Dilate» , II 36 11-40 2», graulen Htüllc 19 19 19-22 20,Marl Stücke . , , 2356 2362 rutsche Neich«bllNtn?t«r, 117 75 117-95 Italienische Hlli'.lüivei, 95 90 96-13 >.',ch?'>'!„ten . 252 2'53 vou Kunteu, i'l»iudbri«s<'ii, l'rioritäteu, Aiitloit, I.OMAII «IC, Ik^viNeil IIIMl V«ill>t«U.