Rr 223. plänumeration«ple>«: Im Lomptolr »anzj. fl. ,1, hnlbj. ft. 5'5U, ssi!l ^ie Zustellung i>>« Ha„« halbj. 5,, lr. Mit der Post qc>n,i. N. ,5, balbj. sl. ?^l>. Freitag, 29. September. I»ltltit diesem Lande zu entziehe,'. „Oesterreich, Ungarn aber lönnle beidtmspe ciellen Interesse, das die Monarchie als Nachbarstaai am Zustandekommen delj Friedens Hal und gerade wegen der he>vorragenden Weise, in der es sich für die Ber, bcsscrung des LoscS der christliche» Bewohner im Orien' verwendet hat, leinen Zweifel duri,bcr bestehen lasse,,, daß cs den Königeüilel, wenn derselbe dem Fürsttn von Serbien anf^clroyierl würde, auf lr«„en F a ll °"' zucrlcnncn gesonnen sei, und daß alle lhalsöchlichen Con. sca,.enzc», welche ,»an aus einem solcl»-, Acl- tu sieden wel^den7^^ Zwische.sall"aus Belglad zu ehl!'^ ..^ichttl'die' scm Blalle vom 20. d. M.: -"an vcclchlet die .Vorgestern wurdc dcr östcrrcichisch.ungarischc Gc-ncralconsul vom Fürsten ^ ,lan ,n Privalandicnz cm-pfangcn. Fürst Wrcdr erbat sich bei dieser Gelegenheit authentische Erklärungen über die Königs-Proclamation. Fürst Milan erklärte: Sein Bestreben gehe dahin, diese Angelegenheit in einer „die Gefühle der Armee schonenden Weise zu erledigen," da er die Unterstützung der Armee unbedingt bcnölhige. Er habe den Kriegsminister Nitolic nach Dcligrad abgesandt, um Tschernajeff von der Undurchführbarleit der Proclamation zu überzeugen; doch bcharrt dieser auf seinem und dem Standpunkte der Armee. Nilolic habe indessen die Berhällnisse bei dcr Armee studiert und werde bei seiner Rücklehr Bericht erstatten; dann werde cin definitiver Entschluß erfolgen/'_____________________________________ Deutschlands Orientsrage. Ueber die Rolle der deutfchen Regierung bei den gegenwärtigen Verhandlungen und den Standpunkt, den dieselbe in der orientalischen Frage einnimmt, geht der „Pol. Corr." cin bcmerlrnswcrlher Artikel auS Berlin vom 24. d. M. zu, in welchem es unter anderm heißt: „Als um die Mitte des Monats die über dem Südosten Europa'S hangenden Wollen sich noch mehr zu verdichten schienen und selbst diejenigen hiesigen diplomatifchcn Kreise, wclchc cin ganz specielles Interesse am Orient haben, ein Eingreifen Rußlands für unvermeidlich hielten, begann auch dic öffentliche Meinung sich über die bevorstehenden Eventualitäten zu beruhigen. Ein Theil der Presse hielt cs an dcr Zeit, den Kanzler bezüglich dcr Stcllnng der deutschen Politik in dcr Orientfrage zu interpellieren. Hatte schon die Reise des Fclomarschalls von Mantcuffel nach Warschau, Merseburg, Barzin und wieder nach Mcrseburg ein erkleckliches Quantum unbefriedigter Neugier erzeugt, so wuchs dieselbe unter dem Eindrucke der aus Rußland lommcndcn Rüstungsnachrichten noch mehr. Nach all' den schlechten Erfahiungcn, welche Preußen und Deutschland scit 14 Iahrcn mit dcr auswärtigen Politik des Fürsten Bismarck gemacht, schien cs den neugierigen Leuten im gegenwärtigen Augenblickc mehr denn je nöthig, ihm auf die Finger zu schcn. Und nun gar, als die „France" ihren Vertragsentwurf in die Well setzte! Sofort erging wieder die Aufforderung an den Reichslul.,ler, iin „Rcichsanzcigcr" oder in dcr „Provinzial-Correspon» dcnj" zu bekennen, daß er dergleichen nichl verbrochen habe, wobci man sich dann natürlich noch vorbehielt, den verlangten amtlichen Aeußerungen Glauben zu schenken oder nicht. „Man sollte an dir Nothwendigkeit einer Erinnerung laum glauben, daß die Politil Deutschlands ausschließlich >,ii,e vermittelnde ist und sei-, lann, adrr auS eben diesem Grunde eine unter den gegenwärligct, Verhältnissen außer-mbcülllch mühevolle und verantwortliche Aufgabe darstellt. Emc solche vcrirägt nun freilich »ichls weniger, als die a,if Tritt und Schritt folgende Conlrole der unbefriedigten Neugier. Nenn heule die Dinge dahin 'gediehen ftnd, Feuiüeton. Der Teufels-Capitiin. Roman von I. Steinn, ann. (Forlsthunz.) Sie entfernte sich schnell einige Schritte von dem Hotel, ohne ihre Blicke von demselben abzuwenden. Ganz ln der Nähe stand eine fchon geöffnete Taverne. Sie Nlug auf einige Augenblicke hinein, um eine Stärkung >ll sich zu nehmen, ihr Antlitz mit frischem Wasser zu baden und ihre Kleider in Ordnung zu bringen. Als dies geschehen, schritt sie aufs neue auf da« Hotel zu. ^tr grobe Thürhüter fchien vergessen zu haben, daß er '^t einige Stunden vorher rauh forlgewiesen halle, und ^r diesmal nicht unhöflich, als Zilla ihm entgegentrat, ^uch wnr ihm das junge Mädchen nicht ganz unbekannt, ^ln Lakai de« Grafen halle ihm im Vcrtraucn e»zählt, ^uß der Graf schon verschiedene male mit dieser Slra» Venliinzerln gesprochen hzbe. s, Zilla wandle sich an einen der Diener und bat ihn, >le bei dem Herrn Grascn anzumelden. »Der gnädige Herr ist noch nichl aufgestanden," "widerte derselbe. ^ ..So wecken Sie ihn," sagte sie in befehlendem „..,. "A?"* "Urde ich nicht wagen. Du mußt warten, "'"" hübsche Kind." Hr sü^. ?^"" «ab ihr ein Zeichen, ihm zu folgen, luyrle sie nach oben in ein Vorzimmer, wo sie noch volle zwei Stunden warten mußte, ehe es dcm Grafen beliebte, ihr eine Unterredung zu gewähren. Als er endlich erschien, trat er ihr mit zorniaen Blicken entgegen. Aber sie wich nicht ängstlich zurück, sondern sagte mit festem Tone, ohne seine Frage ad. zuwarten: ..Ich habe mit Ihnen zu sprechen, Herr Graf." Bcrtrand von Lcmbran versuchte zu lächeln. „Was? zu fo früher Stunde, mein Kind?" „Auf dic Stunde kommt eö nichl an. Ich bilte, schicke» Sie den Diener fort." „Ah du sprichst ja. als wem, du Herrin dieses Hause's wärest, indcsscn werde dein Wunsch erfüll!." Er winkte dcm Diener, der mit ihm aus seinen, Zimmer geircle,, war, mit dcr Hand. Dieser e»t- fcrnte sich. „Nun sprich," sagte er ungeduldig. „Mine Zeit ist gemessn. Was willst du?" Zilla'S Mllth wuchs mit jeder Minute. Den Gra. sen scharf anblickend, sag'e sie: „Sic si»d acstcil, m,lcr einem falschen Vorwande zu mir gekommen und habe» mir einen Gegenstand gc« ranbt, den ich jetzt von IlMn zurückfordere. Zögern Sie nicht damit, Herr Graf." Der verworfene Spurte heuchelte Ruhe. ..Was meinst du, Mädchen? Sprichst du von dem Briefe, den ich dich an Manuel schreiben ließ?" „Nein, davon nicht, sondern von dcr mit Gift ge< füllten Phiole, die bei mir auf dtm Tische stand." Obgleich dcr Graf fchon auf dicfe Forderung vor. bereitet war, vermochte er doch nicht eine gewisse Ver« legenhcit zu verhehlen, welche der scharfblickenden Zill» nichl entging. „Du scheinst mir im Kopfe verwirrt, Mädchen," erwiderte er. „Wahrscheinlich eine Folge deiner Leiden» schaft für Manuel. Deshalb will ich dir verzeihen." „Aber ich verzeihe Ihnen nicht, Herr Graf, daß Sie mich bestohlcn haben," rief Z'lla mit stammenden Augen. „Noch einmal, geben Sie mir meine Phiole zurück!" Im Innern Berlrandö bäumte sich der Horn auf. Aeußerlich aber blieb er ruhig. „Aber Kind. zu welchem Zwecke hätte ich das Gift brauchen wollen?" ,Um sich von Manuel zu befreien." ..Welch' eine absurde Idee. Ich will dem jungen Manne wohl. Wollte ich mich seiner entledigen, ich würde tausend Mittel für eins haben. Das erste wäre. ihn einfach vcrurlheikn lassen. Und weshalb hätte ich dir den Borschlag gemacht, ihn aus dem Gefängnisse zu befreien?' Zilla antwortete nicht. Die letzten Worte, die Ver-trand in nibhlwollündem Tone gesprochn,, hallen ihre Ueberzeugung von seiner Schuld elwas erschüttert. Er bcimllte daS und fuhr lächelnd forl.' ^ „Glaubst du jetzt meine,. Wo: ten. ^ewe^" ^ „Nicht eher, bis Sie mir Beweise geb", ,«u „Welche verlangst du?" . , Gefängnis ..Erleichtern Sie mir den lti""»"^ zu Manuel, Ich will mit ihm sp"«"- „Das ist unmöglich!" ^^ wieder, den ich ..So geben Sie '^ gefangenen schrieben gestern auf Ihre,. Nath «" "°^".Du verzichtest °ls° darauf, den Mann, den du liebst," zu befreien?" 1754 daß alle Milchte die Basis für ein gemeinsames Handeln gefunden haben, so dürfte der vermittelnden Haltung Deutschlands lein geringes Verdienst zufallen. Deutsch, land hatte die vielfach divergierenden, ja direct widerstrebenden Gesichtspunkte der Mächte in der Orientpolilik miteinander in Einklang zu bringen. Wenn dies — zum nicht geringen Thcil Dank den ausgezeichneten Bezlehun» gen der Höfe und Cabinette — bis jetzt noch glück» lich gelungen ist und hoffentlich auch ferner gelingen wird, so darf man wol überzeugt sein, daß Deutschland dabei nicht das störende, sondern das versöhnende und vermittelnde Element war, und daß Kaiser Wilhelm sowol wie Fürst ViSmarck ihren großen persönlichen Einfluß in St. Petersburg lediglich in diesem Sinne ge» brauchten! Ehe Deutschland sich in die Lage brächte, zu gewissen Eventualitäten Stellung nehmen zu müssen, wird es lieber das möglichste aufgeboten haben, solche Eventualitäten zu verhüten, wobei freilich die Erwägung äußerster Fälle und die Beschlußfassung für folche nahe genug gelegen haben mag. Aber eben solche Dinge entziehen sich naturgemäß, und zwar nicht nur für heute oder morgen, der Oeffentlichkeit." Die FriedensuerhandlunM in Konstantinopel. Ueber den Stand der bei der hohen Pforte seitens der Mächte gepflogenen F riedenS« und Waffe nsttll-stands«UnterHandlungen gibt ein ausführliches lonstantinopler Telegramm der „Pol. Eorr." vom 26. d. M. näheren Aufschluß. Der genannten Quelle wird gemeldet: „Anläßlich der am letzten Mittwoch ftattgefundenen Ueberreichung seiner neuen Creditive gab der österreichisch ungarische Botschafter Graf Z ich y Sympathien Oester» reichs für die Türlei, wie der Hoffnung und dem Wunsche seines kaiserlichen Gebieters Ausdruck, die angekündigten Reformen durchgeführt und das Schicksal der christ« lichen Unterthanen des Sultans verbessert zu sehen. Unmittelbar hierauf wurde Graf Zichy auf aus» drücklichen Wunsch des Sultans von diesem in Privat« Audienz empfangen, welcher der Minister des Neußern, Safvet Pascha, und der österreichisch-ungarische Legations« rath v. Kosjel beiwohnten. Die Conversation berührte die durch den Hat des Sultans angekündigten Reformen, die Friedensunterhandlungen, die Verlängerung der Was' fenruhe und endlich die Nothwendigkeit, die türkischen Commandanten zu einer stritten Einhaltung der Defen» five anzuweisen. Donnerstag den 21. berieth der türkische Minister' rath über die Verlängerung der Waffenruhe und Abänderung der ursprünglichen Bedingungen, konnte jedoch eine Uebereinstimmung der Anschauungen nicht erzielen. Freitag den 22. beschlossen die Großmächte in einer bei dem englischen Volschafter Sir Elliot abgehaltenen Con-ferenz, neue Schritte wegen des Waffenstillstandes zu machen. Die Entscheidung ruhte nun in dem Notabelnrathe, welcher Samstag den 23. zusammentrat, um über die Friedensbedingungen wie über die Waffenstillstandsforde-rung zu berathen. Man hoffte, daß derselbe auf eine Verlängerung der Waffenruhe, ja sogar auf einen Waffenstillstand eingthen werde, nachdem die von den Mächten formulierten Friedensbedingungen bereits hier angelangt sind. Es ist anders gekommen. Der Notabelnrath konnte sich weder wegen der Verlängerung der Waffenruhe noch wegen des Waffenstillstandes einigen. ' DaS Prinzip der Friedensbedinaungen, bezüglich welcher England die Initiative ergriffen und über welche alle andern Mächte sich geeinigt haben, ist: Für Serbien der 8täw3 betrachtet werden, um dieses Ziel zu erreichen. Es cr nach dem Diner nach Dolma-Bagdsche zurückkehrte. „Sie sollen schon hören, was ich will. Erst den «rief, Herr Graf." Bcrtrand zuckte die Achseln. „Ich lann dir leider diese Bitte nicht erfüllen. Ich besitze ihn nicht mehr." „Und wo, wo ist er?" „In Manuels Händen. Ich ließ ihm dein Schrei» den zustellen." ..Wann thaten Sie das, Herr Graf?" ..Ditsen Morgen, Zilla." ..Das ist eine Lüge," rief das Mädchen. ..Wit, du wagst —" sagte der Graf drohend. ..Ich wiederhole es, es ist eine Lüge! Erfahren ^ d""' ^ ich die ganze Nacht vor Ihrem Hotel zu-lassen « """ Mensch hat es in dieser Zeit ver- selnen^orn^urü?^^ "^ ""t ^oßer Anstrengung ' s^n,n A.« ?b" die Klugheit gebot ihm, Zilla eß, Jahrzehnte hindurch für die Wahl znm Unlerhause als selne Domäne betrachlcn konnte. Unbestritten und ohne Partcilampf wurde ihm dieser Sitz nach Uebercin» lunft der Parteileilcr in dcr Weise überlassen, daß die Couseroatiuen in dem Bezirk zwei Sitze erhielten und ber dritte den Liberalen zugestanden wnrdc. Unter normalen Vechältnissen wäre auch jetzt ein Conscrvativer unangefochten in die Vacanz eingerückt. Aber unlcr den gegenwärtigen Verhältnissen ist der Candidat der Co», lttvatiom nur mit einer Majorität von 168 Stimmen gewählt worden. Daß die liberalen Blätter in dem Aus» fall dieser Wahl eine sich vollziehende Schwenkung in ber Slilmnung des Landes von der Tory« zur Whlg-polilit sehen, daraus neue Argumente zugunsten einer Verbslscssion schöpfen und wol gar das gegenwärtige "abinet schon durch ein liberales ersetzt sehen, braucht "lcht erst gesagt zu werden. Sie haben schon mehr als "Mnal neben das Ziel geschossen. Dem russischen Gcneralconsul in Belgrad wurde "e Instruction ertheilt, sich bezüglich der Proclamation 5 3l!rstrn Milan zum Könige genau dcr Haltung an aUlchließen, welche Ocsterreich-Unaarn in dieser Fcage °eovachlet. Die Proclamicrung zum Könige kaun in "''" Weise gutgeheißen werden. Bezüglich etwaiger Ver. uroyerungsgelüsle SerbieuS hat Nuhlaud bei der Zü- j'°"^nlunft der Kaiser Alexander und Franz Joseph "ttlchsllldt bcreits eine bestimmte Position genommen. entwu s ö""^ holländische Kammer nahm oenAdrcß. an Ä ^"m Veamworlung der Thronrede unverändert llab m« . Berathung des Absatzes über die Colonien t^ne^'' ^"m^" ^erung >"' Ra.h, die Opera-negen Mchin einzuschränken und nur an den Küsten Etablissements zu errichten. Mehrere Deputierte und der neue Eolonienminister bezweifeln die Möglichkeit, diesen Rath befolgen zu können. Hierauf theilte der Minister des Aeußcrn mit, daß in der Venezuela» Frage eine gegenseitige Annäherung stattfand und daß auch die formelle Wiederaufnahme dcr diplomatischen Beziehungen bevorstehe. Das madrider Strafgericht hat gegen Manuel Ruiz Zorrilla und Nikolaus Salmcron ein Edict erlasscn, worin die beiden Staatsmänner aufgefordert werden, binnen zehn Tagen vor dem besagten Gerichte zu erscheinen und sich wegen des Verbrechens des Angriffs auf die bestehende Regierungsform zu verantworten. Die Pforte hat die Vorschläge der Mächte, allerdings vorläufig nur gewissermaßen „im Prinzip", an-genommen. Vorgestern berieth dcr Ministcrrath über dieselben; er beschloß die Errichtung eineS ans sechzig Mitgliedern (zur Hälfte Muselmänner und zur Hälfte Christen) bcstehcudcn Rcformralhcs, der sich mit den von den Mächten verlangten Reformen (administrative Autonomie für Bosnien und die Herzegowina und Reformen in Bulgarien) beschäftigen soll. Dieser Rcformrath, an welchen also die IricdenSpunctationcn gewissermaßen als an eine Spccialinstanz' gewiesen sind, soll gewühlt werden. .Die Regierung wird die Initiative ergreifen, um die Reformen auf das ganze Reich auszudehnen" Gleichzeitig wird über Konstanlinopel gemeldet, daß die Serben den Kampf wieder aufgenommen haben; wie Abdul Kerim Pascha telegraphiert, versuchten sie die unterminierte Moraoabrückc in die Luft zu sprengen, was indessen nur zum kleinsten Theile gelang; die Serben fahren zugleich fort, die Türken mit Kanonen zn beschießen; letztere erwidern die Herausforderung uicht. Die Dinge liegen, wie man sieht, nicht sehr beruhigend. Hagesnemgkeüen. — (31 dolf Glaßbrenncr -<-.) Der Telegraph meldet aus Verlin den Tod d:b Redacteure der lustigen „Berliner Muutagszeituug," des Verfassers der salyrischen Cpeu: „Der ncuc Neinccke FnchS" und «Pcrlehrle Well", dcö Herausgebers zahlreicher lomischer Vollmalender, de« Mitarbeiters Saphir« bei dcr Herausgabe de« «konveisutious.Lerilon fllr Geist. Witz uud Laune", kurz Adolf Glaßbreimer«. Er war gebürtiger Berliner und hatte daö Alter von 66 Jahren erreicht. Mil ill Jahren schon redigierte er eine Zeitschrift: „Dou Quixote", die aber nach zweijährigem Vtstaudc untcidruHt ward. Dann gab er in z»va:,g«< losen Licseluugcu — e« sind bcreu 31 cifchicueu - sciu „Berlin, wie es ißt uud lrinll", heraus, und daraus folgt? vieles andere, da« alle« von großer geistiger Acgalmug, schlagmoem Witz uud liicl. sichtslnseul Fltisiull Zcugm« gib,. 2>ie „Mo„t<,g«zeilu. September d. I beendete.. 36. Icchrc«w°che sind von ic 100.000 Einwohner« al« gestorben notictt: iu Wien 45, in Pest 63, in Prag n, in Berlin 60. in Vrcölau 52, in Slclliu 45, in Htülu 75. in Hannover 42. iu Fraulsurt a. M. 25. in Dresden 53, in Leipzig 61, in Mnu-chcu 64, iu Hamburg 50, in Paris 52, in BrMl 43 j„ Amsterdam 39, iu Rotterdam 46, im Haag 70, iu Basel 32. in Ehristiauill 33, iu Stockholm 50, iu Kopenhagen 65. iu9t°m3<.1. in Neapel 59, in Turin 34, iu Alexandria (Egypte») 103, i» London 35, in Glasgow 41, in Liverpool 45, in Dublin 37. iu Edinburgh 32, in Newport 58. iu Philadelphia 51, in Voston 57, in Chicago 5<), in Madras 69, i» BombcN) 60, in Calcutta 37. Iusolgc dcr lilhlcreu Tcmpcralur dcr ersten Seplcmbcrwuche hat sich der Gesundheitszustand dcr mcisteu europäischen Städte wc-smllich gchobcn. Fast alle nmscu uanihast geringere StcrblichlcilS. zahlen als iu dcr vorhergehenden Woche auf. >'.,,d haben namentlich die Brechdurchfälle der ltiudcr an Haufkleil und Zahl iu den mcisteu Orten. besonders iu Berlin. Brcsluu, Lc.pzig. Ehcm-nil, nachgelassn,. Auch das Ncrvc..f!ebcr zeigt sich nur iu Pari« in gvüßcnr Ansdehum.g. während die Zahl der darau Erlraulteu iu W.cu. London nnd Berlin abgenommen hat und zur Zeit lcine bedeutende ist. Dagegen mehren sich Ruhrfällc mit tildtli-chem Ausgaugc, Katarrhe uud Rheumatismen. Blattern zeigen sich in den Städten fast °U" ^"der iu mehr odcr minder grö-! ^ercr Zahl, nnr iu den Städten Deutschlands uicht. In Wien ist ihre Zahl wieder erheblich gestiegen. Masern herrschen nur iu Paris in größerer Ausdehnung, DiphthcritiS in Belli« uubNew» l)ml, das Scharlachficbcr in London. Berlin und W.cn. Dcr in» lernationalc OesuudhcKSralh in ötonstautnwpcl hat, da die Pcst j^'t alö völlig erloschen auzuscheu ist, die lchtcu noch bestehenden Qullranllliue.Mllßlcgcln aujgchobeu. — (Au« dem Jahre I 8« 6.) Deutsche Blätter bri... gcu sulgrndc Notiz: Liu preußischer Arzt sand am 3, Juli Itt66 iu der Kirche zu Chlun nach der Schlacht vou Künigglätz riuru durch ciueu Schuß durch den rechten Obnscheiilcl verwundeten üstcncichischcu Offizier, der ihm cincu Siegelring mit den Buchstaben D. B. zum Audinlcn ilbcrreichte. BcmUhungcu, llbcr den damal« Vcrwundilcn nähere« zu clfahrcn, siud bisher ohur Er, folg gedlicbcu. Lcbhaslc« Interesse, das der N,zt «u dem ver> wuuoetcu Oestcrreichcr nimmt, veraulaßt ihn, nochmale seinen damaligm Pflegling zu suchen. Redaclioucn, welche dielen Auf« ruf nachdrucken, werden gebeten, llber etwaig« Meldungen an den Redacteur der „Flisdm?- ,,'il» ssisch-itilpofi". Plickm pn> Onm-binnen, Ostpreußen, zu berichten. ( Verbotene « Sp i el.) <«in an die Prllfecten ge-richtcteS Rundschreiben deS franzü^schm Minister« dr« Inl.ern verpönt ein Hazarbspiel, das unter dem Name» „Salonrennen" in den volkreichen Lenlren und namnttlich an den Ollen, wo viele Fremde verkehren, sehr im Schwünge sein soll. Diese« Spiel besteht darin, baß eine Anzahl papierener Pferbchln durch ein Uhrwerl auf einem Tische, dcr mit lreissürrnig angelegten Schienen vrrsehen ist. in Bewegung gesetzt wirb. Wie bri den wirtlichen Rennen gehen die Theilnehmer Wetten ein, die sich manchmal sehr hoch belaufe» und zu belrilchtlichen Verlusten filhren. Da« Rundschreiben schärft den Präfeclin ein, dieses Gesellschaftsspiel Überall zu verbieten und die Ermächtigungen dazu, die sie in einzelnen Fällen mit einschränkenden Bedingungen ertheilt hotten, unver» zuglich zurückzuziehen. — (Sueztanal.) Ueber die letzte Generalversammlung der Sueltanlll'Aclionilre, welche unter dem Vorsitze des Präsiden» ! ten dcr OfseNschast, Herrn v. Lesseps, fiattgefunden hat, liegen folgende Daten vor: Die Gesammtciunahmen des Jahre« Ib7ü belief«« sich auf 30.844.635 Franc«. Dieser Summe stchrn die Ausgaben gegenüber mit 29.727,047 Francs; e« ergibt sich hic« nach den Ausgaben gegenüber eine Mehreinnahme von 1,117,588 Franc«. Bon dieser Summe werden statutengemäß 5 P«zenl dem Reservefond« llbnwiese« mit 55,879 Francs: e« erübrigen hituach noch 1.061,709 Frimc«. Diefer Betrag wird vertheilt wie frlyl: 7l Pcrzcut den Nctionären, 743,813 Franc«; 15 Perzcnt dem Khcdivc, 159,256 Franco; 10 Pcrzeul den Grundern, 106,170 Franc«; 2 Perzcnl den Administratoren, 21,234 Francs; 2 Pcrzent den V< Centimes ; dieser Bclrag zum halbjährigen Zins von lit Franc« 50 lienlime« hinzugerechnet, ergibt per Uclie einen Antheil von 14 Fraul,«. Herr v. Lefsepl! bezeichnet den Anlauf der Nctien de« Vicelönigs von Egyptm durch die englische Regierung als für die Interessen der Gesellschaft förderlich, da frühere Gegner sich nun an dem Unternehmen bctheiligen. Seil Eröfiuuug des ita» nals hat dessen Bcuützung immer zugenommen. Im Jahre 1670 durchsuhnn denselben nur 686 Schiff«', zwei Jahre spälcr stieg die Zahl dieser Schiffe aus III^, im Jahre 1874 waren e« 1400 und im Jahre 1875 1500 Schiffs. fokales. Aus der Handels» und Gewerbetammer für Krain. (Fortsetzung.) 20. Mehreren Firmen wurden Adressen hierländiger Industrieller und Handelsleute mitgetheilt. 21. Ein BcsähigungtzcerUfkat sür Lieferung von Schiffsbauholz wurde ausgestellt und die Angemcssenheit dcr Höhe mehrerer Artilclprrise bestätiget. 22. Dcn bcthciliglen Kreisen wurde» folgende Zuschriften dcr commcrciclll'n Dirrction dcr k. l. privilegierten Südbahnacscllschllft mitgetheilt: a) Um dem Streben dcr krainer Mühleninlercsscnten, sich an drr Concurrcnz dcS EfportcS von Mahlpruduclen nach Deutschland bcthriligcn zu limnen, su weit als oieS llur unsere Verhältnisse erlauben, unterstützend untrr die Arme zu greifen, wärm wir bercit, allcn brzuglichc.l Industriellen über Verlangen ,ür dns laufende Jahr für das im dirccttn internen Durch aufe über m fere Linien aus Ungarn zu beziehende Getreide, sowie für die hieraus fabricicrten Mahlprooncte, welche im interne.« Dnrchlanfc über unsere Linien via Kufstcin zum Of^urt gelangen, einen Frachtsatz von 08 kr. B, !)i. per 50 Kilo und 7'5tt(i Kilometer plug 2 kr. Mauipulationsgebühr per 50 Kilo und der eventuell für die königlich ungarische Regierung zur EinHebung gelangenden Transportsteuer im NiickoergiNnngswcgc zu bewilligen. d) Im iilachhangc zn unserem Ergebenen uä Z. 1471 vom 13. Mai l. I. beehren wir uns die Mittheilung zu machen, daß wir das mit obigem Schre '^en für Mahlprodutte aus Krain, welche über unsere Linien viü Knfstcin zum Export gelangen, gemachte Zugeständnis in dcr Weise auszudehnen bercit find, da^ wir den für derlei Transporte in Wagenladungen zugestandenen ermäßigten Tarif unter Ausrechthaltnng aller übrigen im obciticrtcn Schreiben Mrtcn Bedingungen und Voraussetzungen rücksichllich dcr gleichen Zeitdauer auf Mahl-product?, erclusioe Kleie, in Einzelnsendüngen in der obcrwähnten Strecke anwenden lassen werden während dich Begünstigung bitzher nur für Mehl in vollen Wagenladungen zugestanden war. Die Kammer nahm dies mit Befriedigung zur Kenntnis. Zur Kenntnis des Plenums wurden gebracht.' 1. Die von der wiener Schwcstcrlammcr übersendeten stenographischen Protokolle über die Verhandlungen des drillen Dclegicrtcntages. 2. Die Mittheilung des t. l. H°ndelsministtn"'''" über dcn in der Wochenschrift ..w'st'ia" ^^ ur Aufsatz unlcr dcm Titel: ..BcachttnSwlrihc^" dcn Erport nach dcn transozeanisch." "'"^„'st^jums, 3. Die Zuschrift oes.l s .^ iibei nach welcher cs von der l"^" - unebenen Ver-den zwischen Oesterreich und 'S ^ .^ ^ lehr mit Bier, Spiriluoscn '"" ^ ^ ,^ abzulounncn hat^ ^^inistcrialerlaß des Inhaltes, ^ c. l'^ ^.fot..'alionen über Firmen Cna'andS 1756 (Herausgeber der Oommsroial I.i8t, Ia. ?rjno63g 8trset, Laujc) London N. (!. einholen lönne. Der Anfrage sind jedoch 2 st. beizuschließen, weil Briefe ohne diese Beilage unbeantwortet bleiben. Was Liverpool anbelangt, wäre auch der l. und l. Generalconsul selbst in der Lage und bereit, über dortige Firmen möglichst verläßliche Mittheilungen zu machen. 5. Der Erlaß des l. t. Handelsministeriums, enthaltend die Mittheilung, daß das französische Abgeordnetenhaus das von der Regierung vorgelegte Gesetz bezüglich der pariser Weltausstellung im Jahre 1878 in der Sitzung vom 14. Juli 1876 einstimmig angenommen habe. 6. Die vom steiermärlischen Gewerbevereine und dem steiermärlischcn Vereine zur Förderung der Kunstindustrie in Graz übermittelten Exemplare des Programms der im Oktober l. I. in Graz zur Eröffnung kommenden Staatsgewerbeschule wurden vertheilt. Die Kammer erklärt sich bereit, dieses Programm jenen, welche sich um diese Schule interessieren, zur Einsicht einzusenden, sobald ihr diesbezügliche Wünsche zur Kenntnis gebracht werden. 7. Die Intimation des k. l. Kreisgerichtes in Ru-dolfswerth, betreffend die Aufhebung des Concurses wider Fricdr. Prodnigg, dann die Eintragung der Firma Ioh. Nep. Surz. 8. Die Mittheilungen des l. l. Landesgerichtes Laibach: ä) über die Eintragung der Firma Antonia Stenovitz und Löschung der Firma Josef Stenovitz; d) über die Auflösung der Filiale der steiermärlischen Escomptebanl in Laibach und Löschung der Firma; c) über die Aufhebung des Concurses über das Vermögen des Lederfabrilanten Josef Pauer; ä) über die Eintragung der Procuristen Paul und Richard Seemann bei der Firma Jg. Seemann; o) über die Löschung der Firma Karinger und Kasch, dann Eintragung der Firma Karl Karinger; t) über die Löschung der Firma „Erste allgemeine Versicherungsbanl Slovenija in Laibach" und Eintragung der Firma „Erste allgemeine Versicherungsbank Slovenija in Laibach in Liquidation"; F) über die Löschung der Firma Lentsche und Zentrich, dann Eintragung der Firma M. Lentsche ^uu. 9. Die der Gemeinde Aßling ertheilte Concession für zwei Viehmärkte. 10. Das Rundschreiben der pragcr Handels- und Gewcrbckammer, worin dieselbe auf die Kunst« und Kanstinoustrie-Ausstellung in München aufmerksam macht, die bis Mitte Oktober geöffnet bleibt. (Fortsetzung folgt.) — (Iubelpriester.) Somttag den 1. Oltober d. I. feiern zwei lrainische Priesterveteranen, der hiesige Domherr und LandtagsabgeordneteHr. Franz Kramar und der Pfarrer von Hor-jul, Herr NleMs Ierala, ersterer die goldene, letzterer die diamantene Iubelmesse. Herr Eanonicus Kramar wurde vor fünfzig und Herr Pfarrer Ierala vor sechzig Jahren zum Priester geweiht. — (Lhrenmitgliet» er.) Der Mililär-Veteranenvereiu in Graz hat Herrn Mihalii a!« Vorstand und Herrn T) obrin als Vorstaudstcllucrtretel d«s hiesigen Veterauenvereins zu seinen Ehrenmitgliedern ernannt. — lGemtiuoewahl.) Bei der am 2b. August d. I. staltgefundeneu Neuwahl deS Gemeindevo>,stanbes der Ortögemeinde Tie send ach, im politischen Vezirle Gottschee, wurden Johann Weber zum Gemeindevorsteher, Joses Briste und Georg Stampfl zu Gemeindertllhen gewählt. — (I. <2ubic.) Der durch längere Zeit studienhalber in Rom gewesene heimatliche Maler I. Subic ist diesertage nach Laibach rüllgelehrt, woselbst er sich durch kurze Zeit aufzuhalten gedenkt, um sodann seine Studien in der Historienmalerei in Wien fortzusetzen. — (EivilbeschUftigung der Rese rve-Ossi. ziere.) Por lurzem wurde die Circularverordnung deS l. l. Reichs-Kriegsministcrium« vom 1. August 1860, betreffend die Vetreibuug von Privatgefchaftcn durch Offiziere allen Reserve« Gayisten m Erinnerung gebracht. Der § 22 der betreffenden Verordnung lautet: „Iedc Erwelbsbeschäftigung ist, wenn nicht unerwartet «wgetretmc Verhältnisse deren sofortigen Antritt bed in« en, mindestens drei Wnchen vor, in dem gedachten Falle aber doch binnen drei Tagen nach begonnener Auslibung dem eoidenz-zusiändigen Crgänzungs-GeznlscomniÄNdo anzuzeigen. Nochdem die Ergänzungs'Vezirlscommllnoen die Stellung der Reserve« Gagislen in Civil, beziehungsweise deren Privatbeschiiftiguna. oder Erwerbezweig evident zu halten haben, so erging an dieselben der Auftrag, ihre gegenwärtige Lebensstellung im Livilstande gcwis-senhaft und volllommen präcise jenen Commanden anzuzeigen, sowie auch lllnftig jede etwaige Veränderung dem Ergänzung«» Bezirlscommando belanntzugeben." — (Laib ach er Bauverein.) Wie daS „Laibacher Tagblatt" meldet, hat sich der vor circa 9 Monaten gegrllndete „Laibacher Bau verein" wieder anfgelüft. — lFleischtarif fllr den Monat Oktober.) Das Kilogramm bester Qualität von Mastachse» lostet 48 lr,, mittlerer Qualität 40 lr., geringster Qualität 82 tr.; von Kllhen und Zugochsen losten die drei Sorten Fleisch 42, 84 und 2« lr. — (Cine Bärin erlegt.) Am 6. d. M, hat der fllrstlich NuerSpcrg'sche Forstmeister von MerleinSrauth und Ge« meinocvorsteher von Lachen, Herr Anton Nelniuger, in dem zum Iagdterrain der Herrschaft Gotlschee gehörigen Walde Mos« nevec eine vierjährige, 2 Meter lange und 1 Meter hohe Bärin im Gewichte von 127 Kilo erlegl. Bei der Bärin bc> fanden sich gleichzeitig auch zwei Junge, die jedoch leider ent» lamen. — l3n Tarvis) werden die Vorbereitungen zum Baue der Pont ebab ahn immer lebhafter betrieben. Eine große Anzahl von Ingenieuren ist unter der Leitung be« OberiugenieurS Herrn Moriz Tischler mit der Tracierung und genauen Ausarbeitung der Pläne beschäftigt. Im Oltober soll der Bau an die sich meldendeu Unternehmer vergeben werden. Die Linie geht bekanntlich über Ober-Tarvis, Seifniz und Malborgath nach Pontafel, r«fp. nach dem gegenllberlicgeuden Penteba, wo sich von Gemona her die italienische Linie anschließt, an welcher emsig gearbeitet wird. — (ViehexPort.) In den Monaten Jänner bis inclusive Juli d. I, wurden aus der iisterreichisch-nngarischen Monarchie in da« Ausland und die Zollausschllisse au Schlacht- und Stech-uieh auSgestthrl: 68.205 Ochsen und Stiere. 17.828 Kllhe. 3134 Slllck Jungvieh. 28.582 Kälber, 148.307 Schafe. Ziegen. Hämmel :c. 23,469 Lämmer und Kitzen, 215.782 Schweine. 36,788 Spanferlel. Hicvon lommen auf Ungarn und dessen Nebeu^noer 1058 Ochsen und Stiere, 116 Kllhe, 1462 Kälber. 8074 Schafe. Ziegen :c., 2«N Schweine und 4 Spauserlel. Aus Krain hat eine Ausfuhr von Schlacht- und Stechvieh nicht stattgefunden. — (Schuh gegeu Ueberuortheilungen.) Gc« treidehändlern dllrfte die Nachricht von Interesse sein, daß eine Eonserenz von Pester Gctreidehändlcrn beschloß. M°, difiilNionen an der Bärse«Usance dahin zu beantrage», daß der Verläufer verpflichtet sei, die Muster nach dem Verlaus zu ver« siegeln, widrigenfalls er das vom Käufer bei der Lieferung vor» gelegte Muster als richtig anerkenne» muß. Der Provinzverläufer hat den Käufer rechtzeitig vom Tage der Lieferung zu verständigen, sonst hat er den erwachsenden Schaden zn tragen. Uebcr-nimmt der Provinzveiläufer die Verpflichtung der Expedition ohne Uebernahme icitenS des KiluferS, dann hat der Verkäufer die Eigenschaft als Kommissionär und muß fllr die contractmäßige Lieferung haften. Dicfe Bestimmungen haben bcu Zweck, Ueber-vorlheiluugen durch Provinzhändler vorzubeugen. — (Ultramontane Gemeinheiten.) Unter diesem Schlagworte veröffentlicht die ,.N. sr. Pr." in ihrem Nbendblatte vom 27. d. M. die nachstehende Mittheilung, deren Randglcsse auch wir uns «us gauzem Herzen anschließen : „Die ..Salz-bürg er Ehronlt," ein llericalcs Blatt untersten Ranges, bringt in ihrem Feuilleton zur Erinnerung an den Todestag Auastasius Grilus folgende» Schandocrö : Auf den 12, September 1tt76. Der von Freiheit sang Und die Bauern zwang, Der Lai' im Schustersach. Doch manchen Stiefel sprach — Er »N dahin: Auastasiu« Grün! Von solch bodenloser Gemeinheit, die auch am frischen Grabe eines vom ganzen Lande belrauerten Todten nicht schweigt, lann man sich nur mit tiesstem Ekel abwenden. Gibt es in Salzburg anständige Lokale, in welchen derartige Pamphlete ilffcnll'ch auf« liegen dürfen?" _______________ Neueste Post. Semlin, 27. September. (N. fr. Pr.) Aus Bel. grad wird officilll aemeldet^Gestern bauten dl? Türken bel Nericav Han unler dem Schutz eines heftigen Kano-nenfeucrs zwei Schiffbrücken über die Morava. Unsere Artillerie erwiderte das Feuer und unsere Truppen warfen die Türken nach zweistündigem Kampfe zurück. Die Waffenruhe ist hiemit aufgehoben. Verläßliche Nach« richten melden, daß heute eine Schlacht stattfindet. Dle Serben haben auf den rechtsseitigen Höhen des DjuniSla-Baches bis Veliti-Siljegooac Batterien errichtet. Diesen gegenüber befinden sich auf Geschützertrag vorzüglich situiert jene Hafuz Paschas. Die inmitten der beiden Positionen führende Straße von Velili-Siljcgovac über Djunis nach Deligrad ist in serbischem Besitz. Mitrovica, 27. September. (Morgcnpost.) Bci Bjelina sind starke türtische Hecrcsmasscn angesammelt, welche bei Eröffnung der Feindseligkeiten wahrscheinlich in der Richtung gegen Schabaz und Belgrad in Serbien einfallen dürften. Zahlreiche Serben des schabazcr Kreises flüchten über die österreichische Grenze. Telegraphücher Wechselconls vom 28. September. Papier r Neute 66 75. — Silber - «eule 69 70. - IftttOtt Stallts-Nnlehtn 111 90. - Vant-Actien 859 . «lredlt-Nctien 153 40 - London 120 90. - Silber I<»2 10. K. t. Mmz-Vn« laten 5 77. — Navoleonsd'or 9 64'/,. — l(X1 »teichsmart 59 35. Wien, 26. September. 2 Uhr nachmittags. (Schlußcomse.) llredltactien 15350, 1860er Lose 11175, 1864er Lost 131—, österreichische Rente in Papier 66 80, Staalsbahu 282'—, Nord» bahn. 18150, 20«Franlenstülte 9 65, ungarische Ercbitactien 12750. österreichische Francobanl —-—, österreichische Anglobanl 8325, Lombarden 81—, Uuionbanl 6150, austro-orieiitglischr Bank — —, Lloybactien 335—, austro-ottomauische Bank — —, tlirkische Lose 16-, «ommunal - «ulehen 96 — , Vgyptische 9975. Schwächer. Angekommene Fremde. Am 28. September. Hotel Elefant. Barle, Windischgräz. — Ielenc, Oroßlaschiz. — Orel, Udine. — Nuer, gara. — Schramm Agnes, Agrani. — Jauch, Mailand. Hotel Stadt Wien. Urbantii, Höflein. — »öheim, Reisender, und Kühn, Kfm., Wien. — Stehr, Kfm,. Leipzig. — Kurztha-ler, Domzale. — Tavrot, Bordeaux. — Eichberger, Gerichts lanzlist, sammt Frau, «eifniz. — Martens, Kammerjung» frau, Littai. Hotel Europa. Mattanovic, l. t. Lieut., Trieft. — Vesel. Pfarrer, Lichtenwald. — Kleine, Pfarrer, Visel. — Vojuovic. l. l. Lieutenant, Aqram. Ulohren. Gandini mit Verwandten, Trieft. — Karoly, Kfm-, Pest. — Novak, Student, und Kristof, Mudolfswerth. — Kau-iii, Lehrer, Dragatuö. — Katreuz, Jurist, Wien. vaiertscher Hof. Ursik, Philosoph, Idria. Stadt Laibach. Doleuz, Trieft. — Koncijanöii!, Krainbnrg. Theater. Heute: An got, die Tochter der Halle. Komische Oper in 3 Aclcn vo« Lecocq. Meteorologische BeobachtUM» ln ^aibachl Z ^ M Z; ' k' ^B 7U.Mg. 733.,? 514.0 O'schwach' bewölkt , , 28, 2„N. 782.«, -j20.z SW. schwach trilbe '.,." 9„ Ab 731.,» ^I7.y l wiudfliü Ncgcu , ^^ Tagilber trllbc. schwille Lnf«, schwarze« Gewülkc längs dl'l Berge, abends Regen. Das Tagesmittel der Wärme -j- I7'3", um 3 5" libcr dem Normale. Verantwortliche Redacteur: Ottomar Vamberg. W Den zi. t. Mitgliedern der lralnischeu Handels- W W »nd Gewerbelammer. dcs Gemsliidsralhe«, des lüblichcn W » Magistrale«, dem coustKutionellc» Vereine, dcm Vrrcinc W W ^Fortuna", dcm Vctrranenoereine. den gilligrn Kranz- W W pcndern. sowie allen Freunden und N^untm sprcchm M ^ fllr die herzliche Theilnahme und Vclheilicuug au dem W « Begräbnisse des Herrn W W Paul Polegcg > ^ ihren innigsten und tiefgcsllhltesten Dank aus M »________die trauernd Hinterbliebenen. > Nörsenkovi^ Wien 27. September. Mit Nu«n°hme der sehr ftauen Theißbahn. und Llisabeth-Actlm zelgte sich eiue ziemlich gute Tendeuz; die Viirse belebte sich nach Empf"«g "l V!^^l!Hl. Mittagstelegramme sichtlich.____________________________________^^_________________^__________^^______________________________________^_____ Mai« ^ < "°"° «,«« ,.»°n..r. «'».. .....°««° "!'° »drll. 1 ^"berrmt. < - - - 69 ?0 b9 80 "°l'' i3?I........2bh-bO 2b9 bl» " 1^3........'"'^ I" bO " I860 zu 100 fi. ... ^^.^ 2)!miineu.Pfaudbriefe . . . i4u?b 14! 2b Prllmienal'leheu der Stadt Ni.° W-_ ZiH Vöhmen l Grund- l ' ' ^ ^ ^ -Viebeudürgt« i ,^^ - ' AA ^«0 Dorau-sie«u.i/rung«.L°st . . U2b ^.0 Uug. E,!enb°hn-Unl..... 1A 5 ^"b" Ung. Prün.itU-Aul. - - - - ' ^.«!. 94 5^ Wiener «ommunol-Anlehen . 94 8b V4b0 Netten ><» v«»le«. ^,U» «va« Anglo«Be«. «lsittd.Vahu........101 50 Il<2 t>0 »«l-i!udw»«.Vahn.....208b0 85«?b «.°^"'.f «?""''«-'«esellfchaft 869- ii71-LlllV^^^n - - - 142- 148— Stt tle') -"^""^udweiser Ftldiuaud««,torbdahu'. ' ' ',«,^. i«A »ranz. Joseph«»;« ' ' ' 'K.I^U.^ Lemb..Cjern..Iaffy.«^n . ' ^.- i^l 50 N°yd.de,ellsch.. . . 7. . . L2b_ ^.^ Oefieir. lllotliwefibahn .... i«)^ ^, _ stndolft-VnhU....... 10? - i(,7bo ^ . . «tlb lv«e Staatsbahn........2Kll — 28b!>(' Sudbuhn.........f,ot»l) 8l)>75 Theiß-«°hn........^7g.^ ,74,^ Ungarische »iorooftbahu . . . HOo?b 101 25 Ungarische Oftbahn .... gO— 30 50 lramwa^Gistllsch......^.._ ^.» van«ele«fch«fte«. Nllg. »fierr. Vaugescllschaft . -'— —-— Wiener Vaugesellschllfl..... _.._ ^.._ Psaudbriese. Allg. öfierr. «obencredlt ... 104 2b 104 l»0 ot°. in 83 I„h«u dl> 7b V0 - Nationalbant ö. W.....^775 97bb Ung. Vodencredit......ßh _- Ub 2b Prloritste«. «lisabtth.,«. 1. «w..... --— 8» - ßerb.«Nordb.»G....... 109 — 10V-2b ftrauz.I°,tPh«V....... W2b Üll'bO Gal. Karl-Ludwig-V., 1. «im. . 97- 97 50 Oefterr. NoroweftcV. . . , «7 60 »7!>0 Gl> Nd'< b'/....... l»440 l)4^ SUbbahn, VondS..... —' - -^,«, Nn». Vftöahu....... «0 - e0'^ Priv«tl«se. «redlt.L..........I«1l)0 l62^ «udolfs.L.........13 b0 ^ «e«,el< 5 Nnyeburg.........LttW l'»» Frcnlsurt.........ti«50 bb^ Hamburg.........b« 8" b»^ London .........12085 1"^. Pari« .........47Vk. 4!j Geldssrten. DnlattU .... b ft.7<; lr. b ft ". »iapoleoued'or . . i> ^ Vb'/.« 9 ^ b" ^. ^ Deutsche Reiche« .. . bauluoten . . . b9^Z5 , bi> „ 4b -GUbn .... 101 „ 70 ^ 101 ^ «" ^ «rainlsche Grundelltlastun««-Obli,atil>Nl^ Privatuotttrun»: «eld 90 —, V«« " ^