emzELPmt-------ht n tti ' ^ SamsUg.SoMtMl 15 Bpf MnttQtt Sntnno Aiiitlieli«t Organ des .Mag iiDd Schrttdeilimgs Mubarg «. d. Drau, 0«dgnie Nr. 6, Ptmmf: 25-6?, 2541, 294A — Ab 16 Ute (6 Uhr abeadi) ist (ÜtSchriftlcitung n«r Mt Pemrut Mr. 2^47 «nidlbar. — UovMta^ techiifiaa wtrdM nicht rflekiiiiindt B<«1 Aflfraff«^! Ücltporto bdhfM. — Potdebaekkonto Wko ntTmä*. Steirischen Heimatbundaa £rtch«int wöchentlich wchsnial al« Morsenztttung (mH Auanaikftie Mt ikMia» a. Feiertage). Bazugsptife (im voraus zahlbar) monatlicb RM 2.10 eteachh ZuatMl« gtbQhr; Mi JUeferung Im StreifbaiKl zuz^Uch Porto; t>ai AbhMen in dar Qa» schlfta^Ile RM 2.—. ~ Afizalgen- und Bezugabtstellungeo In der Verwdtang. 3tr. 186/1A7 ntoraurg a. b. ®rau, OoiiMtaa/eonntaQ, 2'3. ^uoufi 1941 dl. da^roono Jh otta» !hoHta$schfütteH im Ostm. Gewaitise Erfolse unserer Waffen ha RaMM Klsw lausMMto von Mangmim — Widerstand d«t Ongnart im Nordra g«brech«n Die umklammerten Sowjets PwdibnidwvHMCh •liigMclilOM*MrMndv«rblnfl« oMwMrtt tiiiol>iwli ohHif mrOckgMclilagM Berlin, 1. August. IMe ia dem Ktiael öutwirtM der Stadt SiBOleiisk, die sieh seit dem 16. Joli in deirijflto Riad befliukt, etogeschloieenen aowjetiachefi Truppen veriuchten aueh an 81* JoU vamraMt die OTiftadie Umklarnfflerung fu durchbrechen* Sie wur-dea is alea SIeDaa aater bhülfia Verlusten Iflr dM Gegner turflcligesdilagen. Die ioarJaHldiea Veraackt. aaa dem Smolensker Kessel auszubrechen, scheiterten restloa an dem etoaman wnf der deutschen Truppen. ha ftsiiaw^ vott Kiew setztaa die deut« scbea Tnqipen am SO. und Sl. juH ihre eftblgreiclien Vorst06a auf botochawistl-acns qfeuangeii loft. Es wufdaa mahreia Taastad Oefafi-feoe alagebradit Zeha sowjettoche Bat-tsriea wurden auBar Qefedit gesetzt Eiaa bis zum Pajspr vorgadrangene deataehs AbtaUang varseakta durch Ar-ttUsrtavaOtfaller fewai boMiawistlsche .TfaasponscnnTa un tiaii» hMHcli SMtanm iirrtwloiiiii ftrOckanlM^ Im Nofdabschnltt trotz hatUgir OegeDaagrlfle Berlin, 1. August Dentscbe AbtaUangia. stiafien am 91. juU gegta PaiadaMluagen dsr Bol-sehewislin Im Nordabschnltt dsr Ostfront vor. In heftigen Kämpfen brachen die deutschen Truppen dsa sowieUschen Widerstand und omgtan (Ha Botsche-Wielen zurfick. Dia Boleehawlsten versuchten vergebens, einen von den Deutschen gaMIdeten Brückenko^ anzugreifen. Die deutschen Abteilungen schlugen die starken sowjetischen Kräfte zurück. Neben zahlreiclien Toten mußten die Bd-sohawlstan auch IS schwere Panzer zu-rOeUaaeen. vaiBlUdw ficonufrllle Md ii Die BolscKewiatan walter zurflckgedrlngt Berlin, 1. August, la Estland dringten denteche Verbinde am 31. JuH die Bolschewisten in fortgesetzten Kimpfen weiter nadi Norden zurück. An einigen Stellen unternahmen die Sowjets Versuche, sich durch Oegenan-vlffe Entlastung zu verschaffen. Diese Absicht wurde durch die überlegene Kampfwelse der deutschen Soldaten und die Wirkungskraft deutscher Waffen überall varelltalt Savleiiigtr von amticliMi BeobacMaissiMiiiM alpulMmii B e r 1 I n, 1. August. Die Besatzung eines Im Räume vofl Kiew eingesetzten B^obachtiingsdjailons einer deutschen Artll)lerieabteUu4ig schoß am 30. Juli ein Sowjet-FKigzeug aib. in 600 Meter Höhe über einem Wald-stüclt wurde der Ballon von zwei Sowjet-jägern angeKnf^en. Im gleichen Augenblick, in dem die cuif der Ende stehenden Flakgeschütze das Feuer eröfh>eten, Hatte auch die Ballonbesat^ung ihr Mab. Das zweite Flugzeug wurde kurz danach vwi der dei^chen Fliaik abgeschossen. Nnw Mltnlmiitriiir Berlin, l. August Der Führer uti4 Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Qeneral-fekknarscbaJl von Brauohltsch, das Rit-tei^creuz des Eisemen Kreuzes an: Oberst Bergen, Kommandeur eines Infanterieregiments; Maior Vo^lgtsberger, Komrnandeur eines MO-Bataillons; Major Belgel, Kommandeur eines Panzer-Pion^er-Batailtons; Hauptmann Schneider-Kostalski, Abteiluirg^ommandeur in einem Patizerreghnent; Hauptmann Bach, Batailkmskoimnandeur in einem Schflt-zenregiment; Oberleutnant Mugler, Kompaniechef in einem Qebirgs-Pionier-'Ba-taillon; Oberleutnant Kümmel, Komf>a-niechef in einem Panzerregiment. Der Fuhrer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Krisfrsmarine, Qrofiadmiral Paeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Korvettenkapitän Forstmann und Kapitänleutnant Metzler. Snelensk Ist kein „Koes Verdaa" Von ihuplmaoft StepluiB Die Propaganda des Feinde«, die sich seit Ausbruch des Ostkrjeges in ab^fc-grlffenen Phrasen von den Greueltaten deutscher Soldaten und der Überlegen, heit der Sowjetarmisten erging, hat endlich nach fünf Kriegswochen eine »neue« Idee gefunden. Sie operiert mit dem Schlagwort der Wiederkehr oer Verdun-Kämpfe, die nunmehr auf dem Boden der Sowjet-Union bei Smolensk begonnen Wochen heldenhaft verteidigen. Der britische Kofnmentar Frazer geht noch einen Schritt weiter; nach ihm hanu^It es sich gar nicht mehr um ein endloses Ringen ohne Entscheidung wie vor 55 Jahren, sondern er findet, daß »die Deutschen bei Sinolensk ihre Sto&kraft bereits vftllig verausgabt hätten« und kej. nen weiteren Angriff mehr unternehmen könnten. Die Russen hätten die Schlacht zwischen Moskau und dem sogenannten Informationsbüro in London herrscht, ist es charakteristisch, daß dieses Märchen gleichzei'tig in der bolschewistischen wie in der plutokratischen Hauptstadt auftauchte. Zunächst kam der Ostjude Lo-sowsky und erklärte, »daß die äußerst heftigen Kämpfe bei Smolensk dan rie. sigen endlosen Kämpfen vor Verdun älmKch seien«. Aus Gründen der Reputation vor der Weltöffentlichkeit spricht man in Moskau plötzlich nicht mehr von Rotarmisten, sondern versucht, den Verbündeten jenseits des Meeres wieder mit dem respektableren Begriff »Russen« zu gefallen, den Stalin längst abgeschlachtet hat. Zugleich wird auch den Engländern die Situation im Räume von Smolensk so falsch dargestellt, daß britische Amtskreise den amerikanischen Agenturen ihre Bewunderung dafür aussprachen, daß Smolensk »noch immer in russischen Händen sei«. Natürlich: wenn dieser Stadt die Rolle von Verdun zugeschrie. ben werden soll, dann muß es sich durch liHifliiiitiluwiliiimiiiitiiiiiiiiHiiifliiiiiiiiiiiifiiiiiiHiititiilWiiitiifiiiiitiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiininiitimiiiiiinniiiiiiiiiiiiiiiiiiHiniiiiiiiflii Unverändert günstiger Verlauf im Osten RMiläritch# Anlag#ii Ifi Moskau «mMt bMibardlort Luftangriffs auf britischa Häfan ufid Flugpläfga Aus dem Führerhauptquartier, 1. August Das Obarkosmnando der Wahr macht gibt beltannt: Die Kämpfe an der Ostlr gehen. Bei einem besonders heftigen Gegenangriff des Feindesi wurden ihm auBer* ordentlich blutige Verhiste zugefügt. An diesen erfolgreichen Kimpfen hatte die ungarische Luftwaffe ihren würdigen Anteil. Sie belegte die zurückweichenden Sowietkolonnen mit Bomben, die, genau in« Ziel treffet^, große VemichtumBefi an den MarscMiolonnen anrichteten. hätten. Für die innere Verbundenheit, die I bereits »gewönnen«. Gewisse Schweizer Zeitungen wollen auch nicht zurückbleiben, wenn London und Moskau Lügen-berichte in die Welt setien, und daher stimmen die »Baseler Nachrichten« jubelnd mit ein: »Der Krieg ist zum Still, stand gekommen, die Deutschen sind gezwungen, Grabenstellungen zu beliehenI« Der deutsche Wehrmachtsfeericht räumte in seiner klaren und knappen Sprache mit all diesem Unsinn ein für a-lte Mal auf. Er steHt fest, daß die starken Kräftetruppen des Feindes, die am 16. Juni bei der Eroberung der Sladt Smolensk üiberamK und eingeschlossen wurden, nunmehr im wesentlichen aufgerieben worden sind. Der letzte östlich Sinolensk noch übriggebliebene Kessel geht — wie amtlich mitgeteilt wird — nunmehr gleichfalls der völligen Vernichtung entgegen. Die Schlacht auf der Landbrücke zwischen oberen Dnjepr und oberer Düna steht damit dicht vor ihrem Ende, Wie soll sich nun da ein Vergleich nrt dem mon-atelangen ergebnislosen Ringen, das vor 25 Jahren bei Verdun tobte, ergeben? Der Kampf begann mit dem deutschen Durohbruch durch die Stalin-Linie zwischen Orscha und Witebsk vor 14 Tagen. Der Stoß erreichte sehr schnell eme große Tiefe. Nach einer Woche spielten sich die Kän>pfe dreihundert Kilometer östlich der Durchbruchsstelle bei Wjasjna ab. Alwr selbstverständlich waren noch große Sowjet-Verbände im Hinterland verblieben. Sie waren umschlossen und mußten erst zur Kapitulation gebracht werden. Eine gewaltige Vernichlungsschlacht entbrannte, bei der die Bolschewisten ins Gefecht warfen, was irgend an Reserven aus dem Moskauer Raum noch herausgezogen werden konnte. Jetzt «teht die>c Schlacht vor dem Abschluß» und die großen Gefangenen, und Wuteziffern werden binnen kui^em bekanntgegehen werden können. Es ist also nichts mii Verdun, nichts mit dem Übergang zum Stellung!>krl«g. Binnen 14 Tagen i.st das Zentmm der Sowjet-Front zerschlagen worden. Und wenn vor einem Vierteljahrhundert bei Verdun auf dem engen Raum von 10 oder 20 Kilometern ein v.jrat>enstück und ein Fort nach dem anderen mühsam «r-t'türnii werden mußte, tso dringt heute die lioutsche Offensive in VMlhneni Stoß über groBo P^ume h'nweg ostwärts. Entfernung von Orscha bis \Vjasm«i entspricht etwa der Strerkc von Verdun bis weit über Dijon hinaus in da^ Saonetal liinein. Das ist ein Drittel der Nord-Süd-A»j'>>dehnung Frankreichs. Und wenn lOlP vier Monatp lang ungeheure Menschenopfer auf beiden Seiten dem Ringen wn Srib 2 »MartMJTger Zeituji-g« 2./3. August IMl Nummer 186/187 wMHäge Punkte ifn Gelände dar^öbracht werden mußten, so wind heute ajn der entscheidenden Stelle der Front ^iinge-sctzÄ, was ati incxSerner Bowaiffnunig zur raBdwn Niederkiliii|>fung des Feindes er-forderUdi - ist Der französische Genenäl Dtfvai stell im »Journal« fest, daß »in «dieser M^teriaiscMacht die Zahl der mit flen tecfrnischen Waffen kämpfeiMien Menschen auf deutscher Seite verhältnismäßig lt1«in sei, und dem entsprächen auch dk Verluste. Der sdieinbare Zeit-veriu^ ei^giSbe sich mehr aius der Not-wendigtlceit der Ongianösation und ^r Si-cheiung des Nachschubs als durdi den bolschewistischen Widerstand«. Schon rät auch der Major EMiot in »New York HeroW Tribüne«, »die Aanerikaner sollten sich keinen Wunsohträumen hingeben.« Aber nidit nur bei Smolensk ist die Lage günetig. Auch in Esfiland schreitet dl« ^uberuing rasch fort, und in der Ukraine kann wieder von eineim Vordringen berichtet werden, sodaß der deutsche Südflü(gel sich in breiitvjr Front dem Schwarzen Meere nähert. Moskau wunde rum adhten Male von der deutschen Luift-waiffe an^egriffem, sodaß dieses Rüstuaigs-tinid Verkehrszentnwn der Sowjet-Union ailtmählich in »numer größere Bedrängnis geraten muß. Und zum ersten Mal wurde auch Orel, der 300 Kikuneter südlich von Moskau gelegene wichtige Verkehrsknotenpunkt, mit Bomben belegt. In London, wo mam ohnedies schon durch die neuen großen Erfolge des deutschen U-Boot-Krieges und der deutschen Luftwaffe im Kamipf g'egen England beunruhigt ist, wird es ei« jähes Erwachen geben, wenn siöh die Märchen des bolschewistischen Vertjiündeten plötzlich nicht mehr länger aufrecht erhalten lassen. Die Kessel um Sanolensk lassen keine Glorifizieruirg dier Botechewisten zu, wie Frankreich sie ein Vierteljaihrhundert lang mit der Zitadelle von Verdun hat betreiben können, Marscldelstong eines tafanterieregiinents Kinfrfefid in 36 Stunden 102 Kilonieter zurückgelegt Berlin, 1. August Eine hervorragende Marschleistung vollbrachte am 31. Juli ein deutsches Infanterieregiment, das im Süden der Ostfront seit Tagen zurückgehende sowjetische Verbände verfolgte und den Sow-jetnachhuten schwere Verluste beibrachte. In 36 Stunden haben die Soldaten dieses l^egiments 102 Kilometer zu-rüokgelegt und dabei immer wieder heftige Kämpfe bestanden. Während dieses gewaltigen Marsches haben sich die Infanteristen nur kurze Pausen zum Schlafen und Essen gegönnt und sind auf sandigen Wegen und staubigen Straßen Tag wid Nacht vormarschiert, um den flie-. iienden Bolschewisten auf den Fersen zu ^leiben. Diese Leistung eines Infanterieregiments steht keineswegs vereinzelt da. USA-Rriegslietze im Senat angeprangert Eine Rede Wheelei« Washington, 1. August. In der Senatsdooaitte üb^ die Verlängerung der MiUtärdienstzelt tieschuldigt Senator Wheder die Filmindustrie der aktiven Kriegshetze. Das gleiche Urteil fällt er über Willkie, Stimson, Knox und über Donovan, den er den Ch^ der USA-Geheimpolizei nannte. Bei dieser Gelegenheit las Wiheeler ein'e Schilderung aus Los Angeles vor, wie die Hofllywooder Fihnindsustrie versucht habe, ihre Angestellten zu zwingen, an einer Wiltl'kie-Versaminrl'Ung teilzunehmen. Trotzdem sei der Besuch der Vereamm-limg a^epoivientlich dürftig gewesen. iNwveHs ..wirbdnllHches Verteidimagsainr Washington, 1. August Roosevelt hat am I^nnerstag laut As-.sociated PreB ein »wirtschaftliches Verteidigungsamt« unter der Leitung des Vizepräsidenten Wallace gebildet. Aufgabe des Amtes soll es sein, die Wirtschaftspolitik mit der allgemeinen Politik Roosevelts gleichzuschalten und den Präsidenten bei den wirtschaftlichen Rü-stungsmaßnahmen zu beraten. fiieicli und gleich... Washington, 1. August Kriegsminister Stimson ernannte nach einer Meldung der »New York Herald Tribüne« den bekannten Kriegshetzer Generalmajor Ad Oryaii zu seinem Hauptberater. Oryan verlansite in einer Rede in Newyork am 13. Mai. daß die USA unverzüglich Deutschland den Kneg erklären sollten. Verniciitungssclilacliten an der Ostfront Oi* Rles«nv«rlust* d«r Sowjets an Mmtchm und Material Von Kriegsberichter Hans Graf Reischach auf eine Karte setzt, um das Letzte zu retten. Der Aufruf verrät zugleich, in wie starkem Maße die sowjetrussischen Verbände bereits angeschlagen sind — auch in ihrer Kampfmoral. Alles, was der bolschewistische Befehlshaber noch zur Verfügung hat. wird den deutschen Truppen ent-gegengeworfen. Die zersprengten Reste zerschlagener Verbände werden zusammengeworfen, Panzermänner, Kraftfahrer. Pioniere, Nachrichtentruppen, Kavalleristen, Q'ie Reste einstiger stolzer Divisionen und Regimenter, die sich ohne Waffen und Gerät retten konnten, werden mit Gewehren bewaffnet, als Infanteristen eingesetzt, , Rekruten, die noch kein Gewehr in der Hand gehabt hatten, ohne Ausbildung an die Front geworfen, Ab-teitungen der kommunistischen Frau, enorganisation werden bewaffnet, zu Bataillonen zusammengefaßt, und diese Flintenweiber erhalten den Auftrag, die deutsche Kriegsmaschine zum Halten zu bringen. Jungkommunisten, Kinder von 14 bis 18 Jahren werden aufgeboten, die Insassen der Zuchthäuser bewaffnet, der Werkschutz großer Leningrader Werke ohne Uniformen, aber schwer bewaffnet, als Franktireure in das Vorgelände der Festung' gesandt. Auf den unter dem Bombenhagel der deutschen Bomber liegenden Eisenbahnstreckcn, ti'ie zerstörten Linien durch Umladungen überbrückend, mit Kraftwagen und Panjewagenkolonnen auf allen Straßen und Wegen wird dieses letzte Aufgebot des bolschewistischen Zaren in südöstlicher Richtung transpor. tiert und' sofort eingesetzt. Vor Angst halb wahnsinnige Koniis-sare, aufgepeitscht von ihren Vorgesetzten. den Genickschuß klar vor Augen, wenn ihr Abschnitt nicht hält, treiben dieses Misch-Masch tUirch 25jährigen Terror willenlos gewordener Individuen 1 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii! Der Aigriff auf Finnlands Häfen EIN TRAURIGER MILITÄRISCHER RUHM FÜR ENGLANb Vor fünif Wochen ist die deutsche Ostfront zur Niederringung der bolschewistischen Weltgefahr angetreten. Unter größten Schwierigikejten gegen einen modern ausgerüsteten, sich zäh verteidigenden Gegner wurden großartige Erfolge erreicht. Rund 1000 Kilometer tief ist der Stoß in Stalins Reich geführt, das Mehrfache dieser Kilometerzahl zeigen die Tachometer aUer Fahrzeuge als Wegstreokv;, die in diesen Wochen im Kampf gegen Feind, Gelände und Wege-verhältnisse zurüdk^elegt wurden. Riesengroß sind die Verluste der Sowjets an Menschen und JVlaterial. Division auf Division ist von den deutschen Armeen zerschlagen, Korps auf Korps vernichtet und versprengt, Regiment auf Regiment zerrieben oder gefangen worden. Hart erkämpft, aber triumphal in seiner Auswirkung war Q'er Erfolg, den die vorauseilenden Panzerverbände errangen. Die zum Angriff auf Europa bereitgestellten sowjetischen Verbände wurden zerschmettert, alle vorbereiteten oder improvisierten Befestigungslinien durchstoßen, der Weg zum weiten Vorgelände der Festung Leningrad erzwungen. Das unerhörte Tempo des deutschen Vormarsches, die Wucht des deutschen Angriffs, die Stärke der alles zerbrechenden deutschen Waffen ließen die bolsche. wistische Führung erst spät die tödliche Gefahr erkennen, die der zweitgrößten Stadt der Sowjet_Union und einem der bedeutendsten und wichtigsten Rüstungszentren drohte. Oer Aufruf des mit dem Kommando der sowjetrussischen Norwestarme? betrauten Herrn Woroschilow, mit der flehentlichen Bitte und mit der Drohung, alles zu ermorden, was sich nicht zum höheren Ruhme der bolschewistischen Machthaber aufopfere, spricht die Sprache des sich in aussichtsloser Lage befindlichen Hasardeurs, der alles Helsinki, 1. Auj;ust In großer Aufmachung mit ganzseitigen Schlagzeilen meldet die tinnisclic Vlorgeiipresse den britischen Angriff auf die iPetsamo-Häfcn. Besonders herausgestellt werden dabei die iiohen Verluste, die die Angreifer bei dieser Bom-Dardierung geliabt haben. Fast die gesamte Morgenpresse beschäftigt sich in iliren Leitartikeln mit diesem Angriff. »Eine befremdende Tat« und »Ist das die englische Antwort?« auten dabei u. a. die Überschriften. Die Bombardierung Petsamos, so schreibt »Uuisi Suomi« In ihrem L^tar-tikel, sei als eine Handreichung an die dem Untergang geweihte Sow}etunion anzusehen. England habe wohl zeigen wollen, daß es militärische Hille leisten (önne. Es sei ein Hohn des Schicksals, daß sich der Angriff gerade gegen einen Staat gerichtet hätte, der nur seine Sicherheit und die der kleinen Staaten des Vordens bewahren wolle. Aus einigen Umständen könne ge- schlossen werden, so schreibt »Heisingin | Sonomat« zu dem Angriff auf Petsaino, j daß sich England von vornherein aui nii-' litärischc Maßnahmen gegen finnisches! Gebiet mi Norden vorbereitet habe und nur eine passende Gelegenheit erwartete, worüber es sich wahrscheinlich mit der Sowjetuniton ins Einvernehmen gesetzt habe. Das Mutterschiff der britischen Flugzeuge müsse, so schließt das Blatt, schon sehr Irüh in die nordischen Gewässer entsandt worden sein zu Operationen gegen Fhinland. Durch seine Handlung habe England jetzt auch praktisch gezeigt, daß es die Sowjetunion gegen Finnland unterstützen wolle. Aus den Geschehnissen in Pet^amo könne man jetzt deutlich sehen, wie wichtig es sei, die Nachrichtenbeschaffung einer fremden Macht in Finnland gegen Finnlands Verbündete zu verhindern. I^e Verantwortung für die Entwicklung der Dinge, so schließt das Blatt wörtlich, liege jedenfalls bei England. BrlUsches U-Boot In Mittelmeer versenkt FLOTTENSTÜTZPUNKT LA VALETTA UND HAFENANLAGEN VON TOBRUK ERNEUT BOMBARDIERT R 0 m, 1. August. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgeniden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wlicl( koamm am tat Oftea attfira Stukas luffick die ftMi Aoirlll a«! Zufuhrta-wege uafl NastMabb dtr BoiKhewl-^ haben. yi'w die Besatiiingen die La^e erkennen, drehen sie Mfort ab nach Norden, den Sowjets den Weg abzuschneiden. Im Schutse der Wolken zieht die Staffel weg. Plötzlich dröhnen Aufschläge abge-schosseaer Maschinen. Rauchfahnen hingen sektmdenlm am Himmel. Fiebernd oeobachie« dW Zurückgebliebenen. In schndfer F^e dröhnen aie Detonationen. Was mag biTNorden tos sein? Ple ^md-lichen Bomber müssen doch schon längst abgeschossen selnl Ob noch weitere Flugzeuge gesichtet wurden? über uns dröhnen untere Kantpfstaffeln dahin zu neuem Angnff gegen die sowjetischen FJugplftze. Telefone rasseln auf dem Gefechtsstand, Nachrichten überstürzen sich. Immer neue Meldungen treffen ein. Keiner vermag dk durchgegebenen Zahlen zu fassen. Das muB ^n Irrtum sein, das auch! Und doch muß etwas daran sein! Von Fhigwacbta kommen die Mtfkhmgio fibar weitare Abschüsse. Öbar dfin Eisnaef muB sich eiiit hef-tiga Uiftscfalidit abapialaa, die wir von hier aits nicht baobaehtiin Können. Von Spannung erfüllt, erwarten wir die eingehenden Melduiwen. Sollten die Sowjets ebisn Verzwemun^versuch unternommen haben und die Reste ihrer Luftwaffe auf die Beine gebracht haben, um durch einen Angriff die norwegische Bevölkerung und ^elleicht auch unsere Soldaten zu erschüttern? Dann sind sie an die falsche Adresse geraten. Da kommen die ersten Maschinen zurück, Stukas, die nach ihrem erfolgreichen Bombenangriff nun auch gegen feindliche Luftstreitkräfte ihren hervorra- tenden Angriffsgeist bewiesen haben, in Flugzeug nach dem anderen fällt wieder ein. Beinahe jede Maschine wak-kelt. Es ist das bekannte Zcichen, daß sie Gegner abgeschossen iiaben. Ja, die Ju 87 macht Abschüsse I Die Begeisterung auf dem Platz kennt keine Grenzen. Zwei... vier... sieben ... Abschüsse, so gest es weiter. Noch sind die Jäger und Zerstörer nicht zurück. Meldungen kommen. Englische Flugzeuge wurden gesichtet. Englische Maschinen wurden Über dem Eismeer abgeschossen. Langsam klärt sich das Bild. Dort Im Norden über See spielt sich die SröBte Luftschlacht des Nordens ab. bar dem Bismeer sind heftige Kämpfe entbrannt. Ein AufkUlrungi' fittgaeug landet und bringt wicHn|e Nachrichten: Schwere Seestreitkräfte wurden gesehen, darunter ein Flugzeugträger und mehrere groBe EiÄ-heiten. Das kam sich nur 14m einen englischen Entlastungsversuch han-diHti. Der Tommy wird sich fürchterlich verrechnet iiabent Auf diesen Augenblick haben wir gewartet. Jetzt sollen sie uns wieder einmal kennenlernen. Für unsere 1-uftwaffe gibt es jetzt kein Halten mehr. Wieder einmal werden wir ihnen zeigen, daß mit unseren Fliegern und unseren Seestreitkräften nicht gut Kirschen essen ist. Nun da der Qegntr sich zum Kampf stellt, werden wir ihn schlagen, wi»» liberall. Jetzt sind uns die Meldungen nicht mehr unklar. Englische Maschinen smd es, die ins Meer stürzen. Unsere Messerschmitt-Jäger und Zerstörer haben die Reihen der englischen Staffeln, die mit Toroedofkigzeugen deutsche Schiffe angreifen sohlten, stark gelichtet. Ständig brummen äbtr uns die Motoren unserer startenden und landenden Maachin^. Stiadig erhöhen sich die Atischußzifltfn. An der Wachsamkeit der deutschen Flugwachen und Fhigzeuge Ist die Absicht der Sowjets und ToQiniles kligUch gescheitert. Durch sowjetiscne Phig-zenge In großer Höhe soUten unsere Jainfhigzeuge abgetenlit werden, umivdes wetten idta Engttiider durch TieSangrltfe öberraschiBtid ihre Angriffe gegen ^ duitachen Nachschub und gfffn norwegische und finnische Hilm am EisnM durch-Whnn, Hundertprozentig Ist ihre Absicht gescheitert, hundertprozentig war die Ab- fuhr, die wir ihnen erteüten, das stand sicher nicht in ihrer Rechnung. Sje werden wohl auch überrascht sein, daß gerade zu diesem Zei^unkt wieder die deutschen Kampfstaffelii sowjetische Flugplätze bombardiereA und vemlchtM. Etsern steht die deutsche Abwehr, ob am Mittelmeer, ob am Ka^ op im Osten oder im höchsten Nonlen. Schon stehen unsere Stukas zu neuem Angriff bereit, wieder einmal geht es gegen den Engländer. Sehr bald wird mr Churchill seine Armada aus dem Eismeer zurückführen müssen, wenn er überhau()t noch Gelegenheit dazu haben wird. Unsere Luftstreitkräfte werden ihm im Eismeer ein zweites Narvik oder Kreta bereiten. Inzwischen dauern die Kämpfe ooi;h an. 10 Maschinen, 15, 20 abgeschossen, 25, 30, und noch immer kommen neue Meldungen. Das ist das Ende einer Überraschung, die man uns bereiten wollte. Oer MK dnlsche Besaiile Ii Botapeit »serre an seite im KAMfPE o^oen den gemeinsamen feind« Budapest, 1. August Reichsverweöer Nikolaus von Horthy empfing am Donnerstag den neuen deutschen uesandten Dietrich von Jagow, dar bisher die SA-Gruppe Berlin-Bran-denburg führte, zur Überreichung seines dcglaubigüngsschreibens. Dem feierlichen Empfang wohnte auch Ministerpräsident von Bardossy in seiner Eigenschaft als Außenminister bei. Ansprache von Jagows Anläßlich der Überreichung seines Beglaubigungsschreibens richtete der neuernannte deutsche Gesandte an den Reichsverweser folgende Ansprache: »Ich habe die Ehre, Euer Durchlaucht ein Schreiben zu überreichen, durch das der Führer mich als außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister bei Eurer Durchlaucht beglaubigt. Mein Amtsantritt fällt in die Zelt, in der sich Ungi^ wie Im Weltkr^ge an der Seite i>^lschhuids Im Kampfe gegen den Gemeinsamen Feind befindet. Die frcunoschaftliclien Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn hatten durch die Waffenbröderschaft des Weltkrieges eine unerschöticftlche Grundlage für ein vertrauensvollste Zusammenwirken bekler Linder ethalten. Sie wird erneut fan Kampf um den Sieg und für efaK bessere Zukunft erorobt und gestählt wctdeo. An Ihrer Vertiefung mitzuarfieiten, Ist meine vornehme Auf^be. Ihr wende ich aSe meine Kräfte widmen. Ich darf der Hoffnung Ausdruck geben, daß Eure Durchlaucht und die königlich ungarische Regierung mir bei der Erfüllung meiner hohen Aufgabe volles Verständnis schenken und inr Unterstützung gewähren werden. Zugleich bitte ich Eure Durchlaucht, die aufrichtigsten Wünsche der Reichsregierung mit meinen eigenen Wünschen für das {persönliche Wohl Eurer Durchlaucht und das Glück und Gedeihen der ungarischen Nation entgegennehmen zu wollen.« Horthys Erwiderung Reichsverweser von Horthy erwiderte mit folgenden Worten: »Herr Gesandter! Mit besonderer Freude habe ich aus der Hand Eurer Exzellenz das Schreiben empfangen, durch welches der Führer des Großdeutschen Reiches Eure Exzellenz mit der Eigenschaft eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers bei mir beglaubigt. Ihre Ankunft fällt wahrhaftig in die geschichtliche fai der die Schicksals- OWJET MOSKAU osjdivi o'ratMkfw KUPIk t T*" OtarKow uomKä! n UMANiEN Weltbild IM) verbundenheit des däitschen und des ungarischen VoUces wieder einmal klai yi» ascsjvtf'iriss gegen den gemeinaaMea Pelnd, In der ts- sten ü igung» daB ihr Kampf eiae Oiianng her- hl der Person Eurer Exzellenz ^ grüßte ich mit aufrichtiger Freude dra tapferen Offizier der ruhmreichen deutschen Kriegsmarine, einen alten Kriege kameradtn und einen treuen und erar^ ten Kampfgetthrten des Führers. Icn bin überzeugt, daß Sie in hervorragender Weise dazu beitragen werden, die bereits bestehenden engen Betiebunswn beider Völker noch inniger ^ gestanen und zu vertiefen. Eure Exzdfenz können versichert sein, bei der Erfüllung Ihrer Aufgabe stets auf mein aufrichnMs Wohl' wollen sowie auf die tatkräftige Unterstützung der königlich unganseheti Regierung rechnen zu können. Indem Ich Sie aufs herzlichste willkommen heiße, hoffe und wünsche kh, daß Sie sich in unserem Lande wohlfühlen mögen.« Jlie grSnle BeMApa« tapiw" Zur Kfindlpittg der HandStovfitrigs dnrdi Enpaod nnd db Tokio, 1. Aiigifst »Hotschi Schlmibun« bezeichnet in einem Artikel über die Kündigung 4er Handelsverträge durch England und die USA diese MaEnabim als die »gröQte Be-leidi|nmg<, die Jaipah in seiner Oeschichte widerfahren ist. Die Kündigung sei ein offener Bruch der WirtschaftSDeaiiehiin-gen zu Japan mit dem Ziel, dieses Land wirtschaftlich zu erdrosseln. l>ie Zeitung fordert das japanische Volk auf, ruhigen Blutes und mit Ernst dieser Lage ge-r^t zu werden. Abschließend schreibt die Zeitung: »Je schneller die Entscheidung, desto besser das Ergebnis«. RaHMltilinliiigei Ii Talrie Tokio, l. August In einer Sitzung des japanischen Kabinetts erläuterte Finanzminister O^ra die ajlgemeine finanzielle Lage nach d^ Ehifrieren der japanischen Gutha^n in üSA und im Britischen Empire. Wirt-schaftsminister Sakotiji S4>rach über die Auswirkungen auf Japans Handel, während Admiral Toyoda die diplomatischen Folgen des gegen Jaipan eingeleiteieti Wirtschaftskrieges erörterte. Wim bBglMt M Savjnfoliituin? Londoner Mikrophonstrategen mache« sich lächerlich Berlin, I. August. Je weiter die Bolschewisten von des Deutschen zurückgeworfen und je größere' Verbände von ihnen eingekesselt werden, desto mehr spricht London von dem »Beginn einer großangelegten Offensive der Bolschewisten«. Man ist aber offensichtlich in London nicht ganz sicher, wie und wo die Sowjetarmee überhaupt noch zu einem An- triff antreten könne. Die militärischen achverständigen des Londoner' Nachrichtendienstes wechseln jedentalls Innerhalb fünf Stunden ihre Auffassung über die Widerstandskraft oder Angriffsmöglichkeiten der Bolschewisten. So wurde am 31. Juli um 10 Uhr — für London allerdings recht überraschend — behauptet, daß in» Osten keine Anzeichen für die Entwicklung eines Stellungskrieges gegeben seien. Um 15 Uhr behauptete derselbe Sender das Gegenteil, indem er verkündete, daß sich im Osten der Stellungskrieg anbahne. Wie eine »großangelegte bolschewistische Offensive« sehen diese widerspruchsvollen Beurteilungen freilich nicht aus. In Wirklichkeit befindet sich das deutsche Heer in fortschreitendem erfolgreichen Angriff gegen die Bolschewisten, wie die schweren Verluste der Bolschewisten beweisen. HU-MIHUrbeelMclilM' NimMiiHM N e w y 0 r k, l. August. Der Zeitschrift »News Week« zufolge hai die Sowjetregierung dem Ersuchen der USA, Militirbeobachter in die Kriejs-zone zu lassen, nicht entsprochen. Der stellvertretende Außenminister ^umncr Weltes hätte ein dringendes Ersuchen gestellt, das jedoch ohne Erklärung gi^tt abgelehnt worden sei. Man kann Verständnis dafür hal-^n, daß die Bolschewiken keine ausländischen Beobachter brauchen können, selbst wenn sie der Regierung des in Frage kommenden Landes mit Bitten um Materialhilfe ständig in den Oli'-ea liegen. Es käme bei solchen Frontbcsuchen doch rccht vu. zum Vorschein, w is den neuen Freunden vorenthalten werden soll. Seite 4 Der Mord an Roger Casement Zum 2S« TbdMtag« d«t grossen Irischgn Patrioten Der'Weg der irischen Politik Englands s^aitüfger ZeiUin^i:« 2./3. Auguet 1941 Numnver 186/187 . , . -----------------—iglands ist mit Blut gedüngt. Jeder Versüß Irlands, sein Schicksal nach eigener Bestimmung zu gestalten, wurde von den britischen Gewahhabern im Keime und unter Anwendung der rohesten Methoden niedergeschlagen. Immer wenn England in einen Krieg eintrat, um seine Macht zu steigern oder den Aufstieg anderer Völker zu verhirtdem, ging es daran, das unglückliche irische Volk zu seinem Landsknecht zu machen, ihm das Schwert rum Streite für Großbritaninien in die Hand zu drücken. Aber die Iren, die aus einer ganz anderen Substanz und Anschauung als die Engländer leben und nkrhts weiter wünschen, als aus den englischen Welthändeln herausgelassen zu i werden, haben sich jedesmal tapfer gegen ! die britischen Absichten gewehrt. So auch ! ru Beginn des Weltkrieges. i Einer der irischen Führer war Sir Ro-» ger Casemeint. Er hatte bis zum Jahre i 1904 in diplomatischen Diensten Großbri- j lawniens gestanden und war von König Georg V. mit Orden und Ehren reichlich | ausgestattet worden. Sir Roger Casement' war jedoch durch die ehrlosen Intrigen i der britischen Resgicrung während des Kor^o-Konflikts so tief und nachhaltig beeindruckt worden, daß er es mit seinem Gewissen nicht mehr vereiJibarcn konnte, einem Staate zu dienen, dessen Gesicht er folgendermaßen charakterisiert hat: ^England kämpft nur aus Gewinnsucht, es zählt von einem sicheren Beobachtungsstandpunkt aus die Gewinne auf und schätzt den Wert seiner Anlagen nach dem Blute anderer,« Als Sir Roger Casement Ende Juli 1914 sah, wie die Regierung des Mr. Asquith hunderte von Frauen und Kindern in den Straßen Dublins niedermachen ließ, um auch die letztmögliche Willenskundge-l)ung für die Freiheit und Selbständigkeit Irlands im Blut zu ersticken, bestand für ihn kein Zweifel mehr darüber, daß seine sittliche Lebensaufgabe nun sei, die Sache seines irischen Vaterlandes gegen England, auch unter Einsatz seines Lobens, zu verteidigen. Am 15. Oktober 1914 bestieg Sir Roger Casement mit seinem Diener Adler Christensen in Newyork, wo er mit den dort lebenden irischen Nationalisten verhandelt hatte, ein norwegisches Schiff, um sich nach Oslo zu begeben. Am 28. Oktoiber lief der Damipfer in den Hafen der norwegischen Hauptstadt ei-n. Der englische Gesandte in Oslo hatte bereits seine Kreaturen ausgeschickt, um sich des irischen Patrioten zu bemächtigen. Es gelang, den Diener Ln einem Wagen des Diplomaten in das Haus des britischen Gesandten Findlay zu bringen, wo er von dem ehrenwerten Vertreter der englischen Krone mit folgenden Worten zum Meuchelmord an seinem Herrn aufgefordert wurde: »Ich vermute, Sie würden nichts dagegen haben, für den Rest Ihres Daseins ein angenehmes Leben zu führen, chne etwas zu tun zu haben. Nun, dieser Mann Casement könnte entfernt werden, und niemand würde etwas davon erfahren. Wenn ihm jemand eins auf den Kopf gäbe, würde der Mann dafür gut bezahlt werden.« Adler Christensen, der seinem Herrn treu ergeben war, ging scheinbar auf das Anertiieten Findlays ein, was diesen zu immer größerer Offenheit veranlaßte. Sir I^ger Casement plante, Findlay vor ein norwegisches Gericht zu zitieren, mußte jedoch bald einsehen, daß sein Vorhaben gar keine Aussicht auf Erfolg habe. Die königlich-norwegische Regierung von ^14 war genau so englandhörig wie das Osloer Kabinett von 1939 und 1940. Sir Roger Casement lief Gefahr, von den Häschern Findlays verschleppt und ermordet zu werden. So trat er seine Flucht Uber Kopenhagen nach Berlin an. ^^flhrend Mr. Findlay von König Ge- beiden Begleiter war ein Verräter. Schon am Tage nach seiner Landung wurde Casement von Häschern ergriffen. Der Mann, der nie etwas für seine eigene Person getan und nur von dem Willen beseelt war, seinem unglücklichen Vaterlande zu helfen, wurde nun wie ein gemeiner Verbrecher behandelt. Während man die irischen Aufständischen zu Hunderten erschoß, wurde Sir Roger Casement zum Tode durch den Strang verurteilt. Am 3. August 1916 um 9 Uhr vormittags hauchte er im Gefängnishof von Petonville seine Seele aus. Er starb standhaft, wie er gelebt, getreu seinem Wprt: »Man kann Irland nur dadurch dienen, daß man sich ocg V. mit dem Hosenbandorden ausge- | selbst opfert.« F. 0.' H. Schul z sier, ja sogar ein Mulatte und zwei Mongolen sind dabei. Sie sind in einem schmalen Frontabschnitt gefangen worden. Ihrer Zugehörigkeilt nach kommen sie aus elf verschiedenen Divisionen, ein Beweis dafür, daß in den Sowjetreihen schon ein starkes DurChelniand^r jierrschen muß. Der deutsche Angriff ha-t die feindlichen Truppen derart aufgerieben, daß sie nicht mehr in der Hand der Fühjung sind. Um den Gegner zu täuschen, schaffen die Sowjets, wenm- möglich, alle Toten und Verwundeten, soweit sie nicbt von unserer AngriffsreUie überrannt werden, zurück; sie wollen dadurch verhüten, riaß ihre tatS'ächlichen Verluste bekannt "wer-den. Alber auch dle^e Maß^nahmen ändern nichts am Los der Sowjetarmee, die in heißom Kampf übcraM geschlagen und zurückgedrängt wird, wo sie sich zum Kampf stellt. Auch der blutige Terror politischer Antreiber kann die Wien Kampf aufgeben wollten, da sie sonst doch alle vernichtet worden wären. Alber da habe der politische Kommissar sie angeschrien, sei mit der Waffe gegen sie vorgegangen und habe zuletzt eine Handgranate in ihre Truppe geworfen, um sie in den Kampf zu jagen. Aber es habe doch keinen Zweck gehabt. Im Trubel des Gefechtes hätten sie den Sowjetkommissar, einen dreißigjährigen Bolschewisten, erschossen tni'd hätten sich diamn ergeben. 200 Gefangene liegen nun bis zum Abtrans/port in der von den Sowjets verwahrlosten und als Lagerhaus benutzten einstmals schmucken Dorfkirche und sind froh, daß für sie der Kamff beendet ist. Die Gefangenen, liie seit fünf Tagen nur Stinkenden Fisch und etwas trockenes Brot als Verpfleigung erhalten haben, sind ein Gemisch verschiedener Voliksstämme: Ukrainer, Weißrussen, Usbeken, Kauka- Associatcd l^rcB (M.) Feklinarschall Maitnerheim an der Front Der Oberbefehlshaber der finnischen Armee, Feldmarschall Mannerheim, mit seinen Offizieren in den Kampfgebieten . Scherl-BilderUienst (OK\V)-.M. Maliarbeit unserer Luftwaffe Haargenau saßen die Bomben auf dem Schienenstrang und legten so den Zugverkehr auf dieser Bahnstrecke, die von l.emsal nach Pinkele führt, still Panzer Im Vorraarscli leben die Panrerpioniere einen Übergang über den srhmalen Wasserlauf geschaffen, der »OB den leichteren Fahrzeugen benu tzt wird, :|'K. V ..U, Atliimic, M.) In den KornfeWern versteckt Aber es half ihnen nichts. Sie wurden ent deckt und gefangenpenonmien. Nun werden diese Sowjets auf Waffen durchsucht Vummep ISö/187 *Mflrt>UfR«r Zelfiwß: ?.AT. Anjrust 1041 Seite S AUS STADT UND LAND rniminiHHiHiHwmmwHimifflmiimimiiiiiimNii^ ...................................................................................um................................................................................................................... 42 neue Kindergärten im Unterland Di© Erdffiiiiii^ wwtcrer 70 noch in diesem JaIu* — Bundesffihrer Steindl sprach in Luttenberg und Rast Vom Amt VoHcswohlfahrt im Steki-iiohfin Herniatbund wurden am 1. August unter großer BeteiHgujyg der Bevölkerung 42 Kindergärten eröffnet. Während in 40 Kindergärten die Eröffnungsreden von leitenden Persönlidi. keiten des Steirischen Heimatbimdes ge-haWen wurden, sprach in Luttenburg und Rast Bundesfüfirer Franz 8 teln dil. Der Bundesführer hob in seinen Reden hervor, welche Bedeutung es habe, wenn in 42 Orten an einem Tage 42 Kindergärten ihre Türen öffnen. Es sei dies ein beredtes Zeugnis für die unemiüdliche Arbeit, die im Steirischen Hejmatbunde geleistet werde und die unseren Kindern zum Vorteil gereiche, die ja unser wertvollstes Out seien. In der Untersieiermark sei eine neue Zeit angebrochen; das Au-genmerk gelte 4er Erziehung der Jugend', und das ohne Rücksicht auf die Sprachverschiedenheit. ' »Wir wollen«, betonte der Bundesführer wörtlich^ »daß neben dem Kind Volks-dentsdier das Kind des Steirers sitze, aäch wenn es die deutsche Sprache noch nicht beherrscht. Wir wollen, daß alle, die.hier leben, den gleichen Weg gehen, denn alle sind uns gleich willkommen und die Zukunft ist jedem gleich offen. Die Aussichten sind für jeden groß; jeder, der hier mitarbeiten will, ist ein Glied des deutschen Volkes.« >Wie es wegen der Sprachvcrschie. ilenheit keinen Uirterschied geben darf«, führte der Bundesföhrer weiter ans, »soll auch die geseillschaMtiche iStelhjng des Einzelnen keinen Unteti^hied bilden; keiner ist zu hoch und keiner zu niecTig. Das KiiKi des Hilfsarbeiters »ftrt neben dem Kind des höchsten Beamten; das Kind des Handwerkers neben n Ziel und Zweck der KincitergäTten. Ec sollen den Kleinen die Anfanigsgrlindc dt-r deutschen Sprache lieigebracht werden; sie sollen deutsche Sprüche und Lcutsclic Li^er erlernen; sie sollen körperlich und gefetig ertüchtigt werden und zu vollwertigen deutschen Menschen heran, wachsen. Es sei unser Wunsch und unsere Hoffnung, daß aus ciescn Kinder, gärten einmal große deutsche Männer und große deutsche Frauen herveitern, die an der SchnTfung dieses Genieinschaftswerkes milgewirkt haben, »seinen Dan'k aiis und Forcierte .sie auf, •den eingeschlagenen Weg mit gleicher Zähiigikeit weiter zu verfo'ltgen. * Luttenbeng und Rast hatten angesichts der Eröffnungsfeierlichkeiten Flaggon-«ohmuck angelegt. Zu^m Empfang des 'BtitidesiPührers und des Leiters dos Amtes Votkswohlfahrt fahnden sich neben den Kintdem und ihren Angehörigen die Kreis-führer und Kroisaimitisträger der betreffenden Kreise, Vertreter der politischen Tie-hönden, Mitiglieder des Amtes Frauen und der Deutschen Jugend ein. Die Kinider der Kindergürten und die Deutische Jugend hatten Aufstellung ge-iio-niimen und siangen beim Einitreffen des Bundesiführers: »Auf, hiebt unsere Fahnen«. Dann wurde von einem Sprecher der richtunggebende Satz des Führers gesprochen; »Die Jugend ist die Zuikunft ucr Nation«, Nach dieser Einleitung hielt der Bumdes» führer seine mit großer Aufmerksamkeit aufgenommene Rode, n.ach der das IJcd: »l'jn junges Vobk-r gesungen wurde. Die Fahne ging hoch. Die Kinder versammelten sich zu Kreisspielen, während der Rundesfiilirer und die an'wesenden Gäste die sauberen Räume und netten Einrichtungen der Kindergärten besichtigten. Es Nilint sich ein Gang durch 'einen neuen Kindergarten. Erst nach einer Besichtigung kann man die Größe der bereite geleisteten Arbeit ermessen. Viele fleißige Hände waren d:i am Werk. Häuser wurden umgebaut, helle, freundliche Zimmer errichtet, den Kindern angepaßte Möbel fertiggestellt. Auf gar nichts wurde verges'sen. Die Waschräume mit den niedlichen Waschbecken und der langen Reihe der Zahnbürsten, Seifen, Nägelbürsten und Handtücher — flir viele Bewohner so mancher Ortschaften etwas nicht alltägliche Gegenstände — sprechen ihre eigene Sprache. I'ihI die vielen Spielsachen! Da wini den Kleinen die Zeit bestimint me lange dünken. Dali sie sich in solcher Umgebung recht baki ganz /.u Hause fühlen werden, bezuvifelt \sohl niemand, der einen solchen Kind*, rgarten besichtigen konnte. Abschließend wurde den Kindern eine jause geboten. Wie sie da, reichlich ihrer fünfzig bis sechzig, vergnügt an ihrem Milclvbrot knabberten und ihre Schokolade tranken, lärmten unti ulkten, war wiriklieh ein Bild, das man nicht so bald vergißt: GlUcklicho Kinder in Lilüeklicher Stunde. Schulungstag* und Lager* leben in WHschein Leiterinnen des Amtes Frauen der Kreise Marturg-Stadt, Luttenberg und Pettau waren JDum ersten Mal gemem-sam im Lager vom Witschein zur Schulung airgetreten. Herausgehoben aus dem AÜtag, eriebten sie das große Erlebnis der Kameradsdiaft und gewannen Einblick in die schönen und großen Aufgaben der Frauenarbeit. I>ic Leiterin des Amtes Frauen in der Bundesführung des Steirischen Heimat-i^undes eröffnete die Schulung. Die Schulungsleiterin des Amtes Frauen Marga Vodoipiutz hielt Vorträge über die geschichtlichen LeistuUKen der Deutschen in der Untersteicrmark vor 1918. ferner über Englands Wcltmacht-politik und Englands Bemühungen zur IIrreichung der Weltherrschaft. Die Schulung berührte die wichtigsten (iebictc der Frauenarbeit. Die Arbeits-«ebiete Hilfsdienst, Volkswohlfahrt, Hauswirtschaft und Volkswirtschaft wurden ehiKehend behandelt. Vorträge über Geschäftsführung und Organisation, über Mütterdienst und über Volks- und Brauchtum rundeten die Schulung zu einem Keschlossenen Kreis ab. Bundcsführer Steindl besuchte das 1-ager und sprach über die Qröße und die Pflichten der heutigen Zeit. Si>ort und Lied belebten das Lagerle-bcn. Jeder Tag begann und endete mit der Falmenehrung. m Frauetiafifieii in der Ortsgruppe (iams. Das Amt Frauen in der Orts-liTuppe Oams hatte am 2i8. Juli den ersten A'ppell mit anschließender Arbeits-bcsprechunk'. Die Aufgaben der einzelnen Arbeitsgebiete des Amtes Frauen wurden eingehend erörtert und die Arbeit für die nächste Zeit festgelegt. in Dorfabend In Saklenliofen. Am ^Sonntagabend veranstaltete der Ernteeinsalz einen >Dorfabend«. Mit Freuden folgte die Bevölkerung der Einladung der histijicn l'iirslenfelder Mädels. Mit flotten steirischen Tänzen und Liedlii wurden die Besucher erfreut. Den Höhepunkt bildeten zwei lustige Einakter, die, fl.)lt Mcspielt. allgemeine Heiterkeit crrejiten. Stürmischer Applaus dankte den I )arsteilcrinncn für den lusticcn Abend. »Sie stossen die Tore der Herzen auf« HJ und BOM im Ausleselager Der Lehrernachwuchs im Gau Steiermark an erster Stelle Wir biegen im? bergwaklumsäumte! Laßnitztal ein. Ein saaiberer, rascnge-! schmüokter Lagerplatz unweit Hengsberg nimmt uims auf. Wie immer suchen wir auch heute den Geist, der Leben und Art)eitsweise bestimmt. Das Gespräch mii dem Lagerleiter bringt uns der Frage näher. 140 Jui^en aus aHen Teilen des Gaues stellen in einem zehntägigen Ausleselager ihre Vcrwendtmgsfähigkcit als zukünftige Lehrer unter Beweis. Sie ver-könpeni den steirischen Lehrernachwuchs, der hier zwecks Aufnahme in die Leiirer-bildungsanstalten in Marburg und Graz gesichtet und ausgerichtet wird und sich zu ein'eju guten Teile aus gesundem deutschen Bauerntum ergänzt. Die Absicht ist offenbar: der spätere Lehrer soll in der Lage sein, volksgebundenen Unterricht zu erteilen und die Seele dos Kindes draußen in der Weite der deutschen Landschaft gewinnen. Er soll die Tore der Kinderherzen aufstoßen und die Vor-aussetrziungen erziehlicher Gemeinschafts-Icist-ungen schlaffen. Die Blld«annkeit, nicht der Umfang des Wis^erhs entscheidet. Körperliche Ent- wicklung. Umwelt, Neigungen, Verstan-[ dcsanlagen und Charaktereigenschaften I der jungen ergeben gemeinsam mit der geistigen Überprüfung den endgültigen Aufna'hmebescheid. Nur kein Einwand seitens der Übereifrigen, die tlicse Zeilen lesen! Wir wissen, Deutschland braucht heute mehr denn je ein leistungstähiges Volk. Aufgaben von weltgeschichtlichem .Ausmaß ruhen auf seinen Sciiultern. Das Wissen wird und darf daher nicht zu kurz kommen. Aber, was in einer Dorfschule weit oben im Gebirge nicht zur l-!nt'faltung gelangen konnte.', das wird in ein paar Jahren nachgeholt. Die Hauptsache ist. der junge ist bildsaifn und verspricht ein tüchtiger Lehfer, Volksmann und Helfer der Jugend zu werden, den Verstand, Charakter und Herzensgiite auszeichnen. Die Menge des Stoffes muß - es kann nicht oft genug gesagt werden - der Gründlichkeit des Wissens weichen und von der Grundidee geleitet sein: Wissen ist Dienst am Volk, Drei Fachlehrer prüfen die Bildungsfähigkeit der Jungen, Überrascheml go-suiicle Urteilskraft tritt hier zutage. • Nenne n»ir Wörter, die den Begriff acb »Steheni« bezeichnen« oder »ergänze jenen verstum-melten Zeitiingstext« lauten die Zicifra-gen. Rasch uwd unibefanigen erfolgen die AntJwortem ujid verraten beachtlichem Können und auffeillende Kombinationsgabe der erst Vierzehnjährigen. Im Rechnen spielt die Gescbwindiigkeit eines Kainpf-fl'Uigzeiuges oder Kraftwagens die gleiche Rdie wie die Philosophie der Zahl an sich. Wir gelK-n hinaus ins Freie. Eine schlichte Volksweise klingt auf. Musik als Sprache und Inbeigriff der Seele deutschen Menschentums offenhart hier ihre gemeiii-schaftslbildende Kraft, Und wenn wir hören: am Heimabend kam Meister Händel zum Wort, feierliche Stille lag ifber dem Wiesenplian, — dann wissen wir: hier wind ernst und gewissenhaft gearbeitet am kostbarsten Gut: an unserer JiUgend. Hier sind Kräfte am Werk, mit Hilfe derer sich ihr Charakterwert erweist. Zum Abschluß ein Märchen. Überreich fließen die Quellen seiner Zaiuberwelt. Was liegt dort für ein Schatz im Kinderland des Märchens, das still geheimni^-voill sein Netz in fernste Tage webt! An rastlosen Gruppen vorbei, die niit unibändigem Eifer das Hj-Leistungsabzei-chen zu erwerben trachten, geht es weite* in Richtung Eggeniberg. Auch dort im staa.tlichen Schülerinnenheim empfäni^t uns das gleiche Bild, Jun-ge, Lebensfrohe Mädchen sind gerade zum Mongenapppell gestellt. Das Tagewerk wickelt sich in gleichen Formen wie im Jungenlaper ab. Ein kurzer Blick in Spind und Stuben überzeugt uns von peinlichsfer Ordnun:^ und Reinilichkeit. In frohen Zwischengesängen und Liedern drückt sich all die Liebe und Anhänglichkeit junger Menschen zu ihren Lehrern und Lehrerinnen aus. Das Unaussprechliche, das in dem Wort Vertrauoii umschlossen liegt, kann keine echtere Wiedergabe finden. Lehrer sein heißt Freund und Führer sein, heißt mit dem Kinde kindhaft sein. Die Eignung sieht in den .Au-gen dieser Jugend geschrieben, die mit ihm kämpfen und stünmen will. So ein Tag ist herzerfrischend, wenn sinnerfülltes Leben Leistunigsiproben ablegt, die uns«erc Erzii'eher nicht besser au— zeichnen können. Sic simd es, die diese Jugend herangebiW'et, entsand., und aus gewählt haben, umi clie nunmehr den schönsten aller Berufe anstrebt, Bildner und Diener am Leben des Volkes zu sein. Die Steiemiark steht mit 1000 Neuanmel-dungen an der Spitze allvr Gaue, Dtr Erfolg spricht für sich und findet seinen sichtbarsten Ausdruck in den Lagern, m denen Lehrer als hilfsbereite Kameraden das Herz der Jugend im Flug erobern. Dr. Heinz Lindner Des Suminets liohc Zeil |\\ . il il;! Ii; Neue Marktregelung in Marburg Anordnung über den Verkauf land>virt-schaftHcher Erzeugnisse In Hinkunft dürfen Obst, Gcnuisc. Kar-toffel und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse in Marburg außer in Lebei^-tnittelgescliäften nur auf den Lebcnsniit-telniarkten gekauft und verkauft werden. Wie eine diesbezügliche auiUiche Kundmachung des Politischen Konnnissars der Stadt Marburj; ferner bcstimmi, bleiben jcdiKli die bisher übliclien ^Klein-käufe der Konsumenten auf dem Grundstücke des Erzeujjers auch weiterhin /.u-lUssig. Kernobst. wildwachsende Lkercn. Steinc>bst \ind Schwämme dürfen von Händlern aur den Erzeu>;erniarkien nicht eiuijekauit werden. Der Einkauf von Cjcinüse. Kartoffeln und anderen laiiu-wirtschaftlichen Fr/cu.iinisscn auf diesen Märkten ist den Händlern erst ab loUlr" ^jcstattct. Obige Matiiialnuen iiber den Nerkaui landw irtschafllicher l.rzeuKnissc erw lesen sich als notwendiji. mii die \ersor-Rung der stadtischen Bevölkenni;; m:: Lebensmitteln sicherzu>teilen. Tödlicher Verkehrsunfall In Marbur.vj ereignetet sich in den v:> stri.Licn \ ormittasisstunden ein seh wem \ ei'kehrsnnfall. der beJtiuerliclierwoM ein iimgcs Menschenlebon forderte. I i etwa bis .^0 läliriüi'r (iccluiftsdienc" dessen Idcntitilt noch nicht fostv:vsteMt werden koinite. kam um etw.i halb |o L hr auf einem schiiftsrad aus de sclinuilen Brumi>i'as'se auf den Bur'^nlat/ Uv iiihren ileii im selln-n Viiü' nb'ick ein schwerer .Lasikr^utw a;jion in i\'Jititn;; \ iktr^nyliüiiiii^-o iiasH.rte. Der Rad all- Seite 6 »Marbimger Zeilumg« 2./3. August 1941 Numaner 186/18. rer wurde vom Kraftwagen erfaßt, zu Boden geschleudert und überfahren, wobei das rechte rückwärtige Rad des Kraftwagens über den Kopf des Radfahrers hinwegging. Der Mann war auf der Stelle tot. Die Schuldfrage wird von der Polizei, deren Organe sich unverzüglich an der Unfallsstelle eingefunden hatten, erst geklärt werden. Unterfteiri{d)e Cänöfd)aft Ein Mosaik aus sotnmerllcheii Kleinigkeiten in. Zum Ableben des Bürgermeisters Ladislaus Walland, Aus Gonobitz wird uns berichtet: De,- ain 30. Juli verstorbene üonobitzer Bürgermeister Ladislaus W a 11 a n d entstammte einer alteinge-sesbt'nen deutschen üonobitzer Familit'. Frühzeiti^f entschied er sich für die SoL datenlaufbahn. Als aktiver Offizier machte er den Weltkrieg mit, wurde bis /um Hauptmann befördert und wieder-holf ausgezeichnet. Nach dem Weltkrieg widmete cr sich der kaufmännischen Laufbahn und eröffnete in Oonobitz ein eigenes Geschäft. Sein« unerschrockene deutsche Gesinnung und sein strammes Auftreten machten ihn bald zum Führer <^ler Gc?nobitzer Deut'schen. Nach der Befreiung der Untersteiermark wurde er der eiTtc deutsche Bürgermeister von Gonobitz im Großdeutschen Reich. Sein tatkräftiges und ersprießliches Wirken war aber leider nur von kurzer Dauer, Die Marktgemeined Gonobitz verliert im Kameraden Walland nicht nur einen ihrer besten Mitarbeiter, sondern auch einen alten Kämpfer fürs untersteirische Deutschtum. rn. Stancikonzertc der Wehrmacht in Marburg. Samstag, den 2. d, von 18 bis 19 Uhr und am ^nntag, den 3. d. von 11 bis 12 Uhr finden im Marburger Stadtparl< Standkonzerte statt, ausge. führt von oin-em Musikkorps der Wehr, macht. Die Vortragsfr>Iig-e des Samsiag-Konzertes lautet: »Die Prcundschafts. flngge«, Marsch von Blon; »Oeburtstags-marsch« von Kühne; »Flotte Bursche«, Ouvertüre von Su-ppCs »Im schönen Tal der Isar.?:. Walzer von Löhr; »Wellen, spiele«, Intermezzo von Hapke: »Jäger der Ostmark«.', Marsch von Hapke; »Wir hören Walter Kollo«. Potpourri von Kro-n»er; ?^Abschied der Gladiatoren«^ Marsch von Blankenburg und »Freiweg!«, Marsch von Latann. — Am Sonntag wird folgendes Programm gespielt: »Telefun-TEin Immortellen-kranz auf das Grab Lortzings«, große Fantasie von Rosenkranz; »In alter Frischei, Marsch von Steinbeck und »Regimen tsgruf^e, nicnide Spitzenkragen verschwand am nächsten Tag in einer Scliublade, dicht nelx^n eitK'r aWjnodischen roien Korallen'kette, die Kirstl^"n als Kind gctiiigfii hatte. lUNl van d-er sie sich aus irgtiKl einer ihr selbst urrvenstärxtlicheii ' Wechserlvoll, cloch imniier lockend und begliückend ist die Melodie der unterstei-I rischen LandBchaft im Bogen tJer von dmklen Wäldern liefbreicii überdeckten Ciliier Berige. Es ist die Melodie des erstein deutschen Sommers nach jahrzehntelangem Sehnen. Gold wogt auf behäbigen Feldern, der Duift der Rose berauscht die Sinne und Sooitneniglaist zittert tiiber dien Weinbergen, Die Nacht aiber breitet in linder Frische ihr SternenizeH a'ls Dom über ein gesegnetes deaitsahes Land . . . CiHi, die alte Röinersiiedlung, deren Seid'Iquelle noch heute wundertätige Kraft zugesprochen wi-rd, mag wohl die Perle der Untersteiermark sein. Wer könnte jemals einen sonnigen Morgen vergessen, an dem er der Sann entlang westwärts geritten oder gewaadert ist, vorbei an uralten Buchen, aus deren Latitnlomen ihn das Jubilieren der Vögöl grüßte oder, weiter im blendenden Lidit der Morgensonne zwischen Hoipfenfekiern hlndSrch zu jenem einzigen Plätzchen hoch oiben über dem Bogen der blau und grünlich schimmernden Sann? An der Wajidquelle aber glaubt man in dieser stillen Stunde noch jene Nixen vorbei huschen zu seihen, die ihre Schö'nheit der Waindertätig^eit dieses Quells verdanken sollen. Ijaunen-haft sind sie und nur dem stillen Bewunderer sichtibar. Doch welche schöne Frau ist es nicht und wHl nicht in Andacht verehrt sein? Dias Völiklein der üntereteirer hiat sich besonders in Ci'lli durch all die schlechten Jahre sein leidenschaftliches Deutschtum bewahrt und deshalb sind gerade die Cillier so glücklich darüiber, diaß rnun der Blick nach Norden frei ist und dlas Reich ihre Heimat in seinen mächtigen Schutz genommen hat. t^ber die schwerste Zeit jed^x'h half diesen Treuen wohl am meisten die bindende Kraft des deuitschen Liedes. Freilich, das Steirerlied durfte nur in kleinen, ir^ndiwo versteckt liegenden Stübchen erklingen. Dieser Tradition sind sie treu geblieben. Heute erfreut das »Cillier Quartett« an vielen Abenden die hier im Einsatz die Ordnung des Reiches gestailtenden Menschen durdh seine Lieder. Im geiBiitlichon Wcins'tüberl sitzen sie nach des Tages Hast beim Däniiner-schoppen, diese vier Kämpen der Kehle, behäbig die einen, rundbackig und heiter der Dritte und vielleicht ein bißchen geziert und am Ramde vor ü^bkirtrieben««! Selt)stbew.ußtsein der Letizte . . . aber alle singen sie herzerfrischemd »Unterm Tisoh, da schnarcht der Schmied . . .«. Aus dem Weinglas vor uns aber lacht uns die Sonne der Untersteiemmrk in lauterem Gold entgegen . . . Wer in CiWi lebt, ist auch täglich einmal im Kaffeehaus. Vor seinen Fenstern spielt sich das roilendc Geschehen der immer An komm enden unid immer Wegfahrenden in diesen Wochen des Ausbaues wie a.m Filmband ab. Denn jeder, der vom Bahnhof kommt oder tm ihm muß, läwft am Deutschen Haus vorbei {furch die »Schleuse« der Bahnhofstraße. Man erzählt mir, daß gerade dieses Kaffeehaus als der TreWipundct der Deutsdhen In der Zeit der Fremdtherrsohaft schwer zu leiden hatte. Heute dringt abends froher Sang und berauschende Musik durch seilte voll besetzten Räume. Lachende Gesichter ringsum, golden leuchtet der Wein im Olase und der junge Leutnamt trinkt mit der blonden Lehrerin das Glück . . . Es war ein prächtiger Sodinentaig, als der Paradeschritt der Soldaten diurch die reich geschmückten Gassen der Stadt hallte. Ciil'li hat wieder seine Soldaten un-d ist mit ihnen in alter Tradition hendich yeft)unden. Spätnachts ist es schon», als ich an der Kaserne vorbei meinem kleinem Absteigquartier auf der »Insel« zuschreite. Im Dunkel der Nacht erkenne ich den Wachposten im Stahlhelm — auch hier wacht nun Deutschland! »Komm zurück« weben leise au« einer Kasemenstube heraus die Töne einer Ziehiharmonika in diie stille Nacht und vermischen sich mit dem Duift der Gärten und ihrer fruchtschweren Erde. Ein Leuchtkäferchen zieht seine Bahn. Es ist Sommer und es gibt Liebe und Sehnen . . . Helle Kinderstimmen lassen mich von meiner Arbeit aiufbilickon. Schröß schon fallen die Sonnenstrahilen Uber die Bawn-Wipfel in den schönen Garte« nebenan, in dem voll die Lille ert>lüht und zarte Heckenrosen ihre Ranken ziehen. Drei Jungen und zwei Mädel, kaum dem Boden entwachsen, ziehen mit Stahlhelm und Holzschwert im Gleichschritt über den weißen Kiesweg und hell klingen ihre Stiiinanchen: Jetet müssen wir marschieren ... Vielleicht hat das Lied der Größte von ihnen am Vormittag in der Schute von seinem deutschen LeJirer gelernt, vielleicht htaben sie es alle gemeinsam aus dem nachbarlichen Schulihof selbst gehört, sicher aber prägt die neue Zeit hier ihr Gesicht . . . Stü'll, lautflos still ist es um das fast berühmte Sannbad und man glaubt die zarten Wolkenschleier kn-istern zu hören, wenn sich der Mond langsam dufth sie hindurohsohielbt. In dieser AbendstMI^ wandern wir noch eimmal durah den Sitadtpark, dessen Banikerki glückhafte Freude gewähren^ hinaus, den Sonntags-weg der Cillier entlang zu jenem wiimkr-stiUen Platz hoch über der Sann. Im Freien sizen wir bei einer Flasche Wein, Männer aus Nord Uind Sdld, aus dem Osten und vom Westen des Reiches. Weit spannt der Fliiß seinen stiiHen Bogen um das friedliche Land und in seinen Welten steht der voHe Mond. In der Feme stellet vom HtigeJ'kranz das Geflecht der Buchen und Tannen zum sta'hlblauen Himmel empor. Der Mond verströmt seine silberne I^ft mit unendlicher Fülle und Wßt sein träumendes Lk?ht auf dem blumigen Wiesen-hain versickern. Sein inniig Steuer Oliawz Zalmant Dr. HeraaRn SMal onti«rierl nicht bis 17. ^iiigust ZAHN-ATELIER M. SCHUHA-KARBEUTZ bleibt vom 31. VII. —15. VIN. QMcMosMn I dringt in unsere Seelen, läßt in uns die Melodie des Sommers erklingen, die Wald und Feld, die das Rauschen der Ähren, die Frucht und Wiege ist! . . . So ist dieses steirische Unterland, das die Liebe kennt und ... nie das Sehnen stillt! Walter Förstner. Wir starten: ouf Wtldbeeren! Jetzt sind sie reif — Nutzt die Schätze der Natur! In den Wäldern ringsum locken Erdbeeren, Schwarz- und Himbeeren zum Pflücken. Auch die Preiselbeeren reifen ' heran. Später folgen Wacholderbeeren uird Hagebutten, deren Wert wir keines-' falls unterschätzen dürfen. Gerade in die-! sem Jahr, das uns verhältnismäßig wenig Obst liefern wird, darf kein Wildobst I umkommen. Es ist ja mühelos zu sam-I mein und liefert uns einen guten Marmelade- und Kompottvorrat für den Winter. Die Wildfrüchte haben fast alle einen besonders hohen Nähr- und Heilwert. So enthält z. B. der Hagebuttensaft achtmal , soviel Vitamine als die gleiche Menge Zitronen- und Orangensaft. Als Heil- und Vorbeugungsmittel, sowie zur Erhaltung und Steigerung der Leistung bei schwerarbeitenden und geistig ai^itenden Menschen ist Wildobst von großem Nutzen. Natürlich muß das WHdobst richtig behandelt werden, damit alle Nährkräfte erhalten bleiben. Nach dem Einsammeln wird das Obst umgehend verlesen, gewaschen, in einem Durchschl^ oder Haarsieb abgetropft und verarbeitet. Die Wildbeeren für die Hausapotheke (z. B. Heidelbeeren gegen Durchfall, HoUunder-beeren gegen Fwer) werden nicht gewaschen, sondern luftgetrocknet. Jede Hausfrau sollte sich fUr den kommenden Winter einen Vorrat von Wildobstmai-meladen, Wildot>stkonipotten und B^ren für die Hausapotheke anschaffen. Darüber vergessen wir aber nidit, m diesen Wochen rccht viel Wlldobst roh zu essen. Und selbstaepflQckt schmeckt alles am alierbestenT m. Todetfine« In Hartheam (Ober, donau) sta.ft> kürzlich die 5UjIh;r1ge Kindergärtnerin Maria Wo kau aus Marburg. Ferner verschied im Marfeur-ger Kr^nkenhause der 2d.jährige Zöle-stin Karara, m. Abgesagter Martnirser Scttacht« vlehmailct. Im Sinne einer amtlichen Verlautbarung des Politisdien Kommis. sars der Stadt Marburg findet der nächste Viehmarkt fttr Icbwde ScWachtrin-der erst am Mltli«roch den 13. d. stattw Die Anlieferui^ dies Viehes hat am Vortage bis 20 lÄr zu erfolgen. m. Ein Doffftbend In jahring. AnfäB-lieh des Abschlasses der ersten Deutsch-kunse fand in Jahring ein Dorfabend statt, der ailgetiKin groCien Anklang fand. Gemeinsames Singen, altsteirische Volkstänze und Jodler, von Erntedienst-mädehi vor^föhrt, sorgten für gute Stimmung. m. KOcfikune hi der Ortsgruppe St. Lorenzen. Mürztieh fand in der Ortsgruppe St. I-^renzen dn KurzkocWcirre f?taft, der von 60 Fragen besucht wurde. We Zahl der Teilnehmerinnen dirrfte wegen des begrenzten Raumes 60 nicht überschreiten. Seiitiimentailität nicht trennen konnte, und emem Stück französischer Seife, die nicht iingcbracht werden sollte, weil man sie nie wieder ikiaufen konnte, wnläufig. Kirsten war 22 Jahre alt, sie studierte Medizin. Sie fand das Leben schön, aiber oft etwas anstrenger^d, es brachte zuiviele Probleme, diie ja eigentlioli ganz überflüssig waren. So ein Problem war zuoii Beisfpiel Holger Grogers, der neue Assistenzarzt iiiii Reichshosipital. Sie Ivatte sich in ihn verliebt — ur^d das war gogeoi alle Regeln und Abmachiungen. Sie konnte sich ein Venliebtsein nicht leisten, sie mußte sehen, so schnell wie mögilich Ihr Examen zu machen, damit sie verdienen koninte. Das Leben war nicht me4ir so, wie vor 50 Jahren, als Tante Fina als junges Mädchen eine Reise naoli Venedig gemacht l>attte, sich dort vcnMebt, verkubt und verheiratet hatte . . , Die Geschichte dieser venezianischen Reise der Tanie Fina war als Kurios-um durch die Animalen der Familie geganijjen, s'ie war belacht und be-kritteH worden, denn Tante Fina hatte eigentlich damals etwas getan, wais in den Augen der Menschen »U'nnmögtich« giewe-son war. Tante Fintante, da sie ikeine Kinder Ivatte. Nun wiar also diese ganze Erbschaift irgend'woandons- hingefallen und Kirsten konnte deshalb die Bilder niiit Sachlichkeit betrachten. Da | war zuerst Tamte Fina als Kmd: ein dickes j Baby mit weit aufgerissenen Augen im ! gesteiften SpitzenWeid, die Höschen guck- j ten einen guten TeJl unter dem Kleid her-' vor. Und hier a'k? Backfisch mit einem ' TennisschläÄer in der Hand, obwohl Kirsten überzeugt war, diaß Tante Fhia nie in ihrem Leben Tennis gespi^t hatte. Und dann kam ein BiW, das skh vöHig unterschied von allen anderen BiWern, die von Tante Fina da waren. Man saii ein junges Mädchen hi einem getupften Mull-kleid mit einem großen Florentinerhut, das atif dem Mark-uspla'liz in Venedig die Tauben fütterte. Auf der IHkckÄeite des Bildes war geschridben: >Fiilhling 1892 in Venedig, der schönste Tiag meines Lebens, au^onomniien vkw .. .« und dann war ein Name brutal ausgekratzt. Den ersten Buchs^aben konnte Kirsten noch lesen, es war ein Q. Tante Finas Mann aber hatte Herbert geheißen . ,. Der schönste Tag dieses Fraueniebens. Ja, das konnte man n/uf dem BJkd sehen, dieses junge Mädchen war glüoWich. Die Augen strahiten, das blonde Haar flatterte und am Ausschnitt stedcte ein großer Veiilchenstrauß. Kii>iten blickte das Bild ganz auifimerksann an, uJid plöttzlich gJltt ein wundersames l^heln über ihr Gesicht. Da wtar er ja, der kleine gelbe Spitzenkragen! Tante Fina hatte ihn getragen, am »igilüdkiichsten Tag ihres Lebens«. Dieses Bild hatte dieser geheimnls-v<^'lc G. aufgenommen, vielleicht hieß er Giovanni oder Georgio. Hastig blätterte Kirsten weiter in dem A'ibum. Da war ein Brautbild von Tante Finm, sie sah »o steif und unnohbar aus in dem weißen Aitlasflileid, und da ein Bild als junge Frn'U mit geschnürter Taille und ffroßtMU Straußfcderhiit. Spätere Bilder in schwarzer Seide, gcschmfickt mit NumrtTef 1W5/187 >MartM«Tger Zeitung« 2./3. Atigust 1941 Seite 7 VOLK und KULTUR iiiiiiiiiiiHuiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitinniiniiiiiniittiiiiiiiiiniiiwiiiimiimiiitHiininiiif Der gross« Tenor Zu Carusos 20. TodeSUg am 2. Aofiist »Achtungl Acihtiunig! Es folgt jetzt ein Schatlp'lattenkojwert: Enrico Caruso siiiigt...« Und damin hören wir wieder iliest' wundei^are Stlamme, cü« nicht mir von uiwcrgleichlich'er Schönheit und hervorragender Schulung i»t, sondern uns in jfdcim Tonstück, und sei es nur ein klei-ntis itali€Ji«»ches VolÄcsdicd, ummittülbar .'ins Herz greift. Etwas von diesem Zau-hcf miuß tichon die Stijnjne de« Weinen »Cairusieillo« gehabt haben, als er noch mit seinem Ktiabcmalt in neapoflitanlschcn Kirchen sang und die andächtigen Frauen zu TräneTi rührte. Caruso ist der Aufstieg nicht Iticht geworden. Sein Vater war ein armer Me-chanilker, und seine Mutter hatte 21 Kinder — 20 Knabon und 3 Mädchen — das Leben geschenkt, von denen 17 in früher Jugend starben. Da mu&te Enrico schon mit 10 Jahren die Schmie verlassen und in einer Fabri'k Geld verdienen. Aiber er wtuchs In Ncatpel, der »singen-den Stadt:^, auf, wo eine schöne Stimme haild in den Kirchenchören Verwcnidung findet. Enrico wunde ein beliebter Meiner Sänger, der so die AnfangsgrUnKie der Geeangstechnik kennenilernte. ^hon danwls gab er Proben seiner Energie, cn wnd sioh gainz dem Gesang widmen. Und dann beigann der mär-chenihiaftc Auifstieg. Zucret kurze Gastspiele mit kleinteren Operntriippen in Süd-italien und Sifzin, dan^n, schon mit größerem Honorar, erin etmnaliges Auiftreten in Kairo; wieder in Italien, nun schon nicht mehr gancs unibekannt, öffneten sich ihm laiHinählich größere Bühnen. Das Jaihr 1807 war für Caruso besoin-'ders bedeutiUing®voM. Er lermte PtMxini koninen, der seine Fähigkeiten erkannte und eich sehr tttr den jungen Sänger ein-setzte. Camiso sang mit größtem Beifall den Rudolf in »Boheme«, wobei die Mlmi Aifta GiachetH war, die elf Jahre lang Carusos Gefährtin wurde und i-hm zwei Söhne sclvenkte. 1904 kam Caruso zuni erstenmal nach Deutschland, wo er in Berlin «ml Dresden die größten Triumphe feierte. Nach der Jahrlvunafür gibt es im ganzen Reichsgebiet große Möglichkeiten, insbesondere kommen die Fluß- und Bachufer sowie üie Qraben-ränder in unseren Niederungsgebieten und Flußgebieten m Frage. O^rforst-meistcr Maler hat berechnet, daß z. B. durch eine Bepflanzung des Stromiifers der 1000 km langen Elbe mit zwei Reihen Pappeln und im Abstand von 5 m in 40 Jahren rund 1 Mill. fm PappelhoJz zu_ sätzlich gewonnen werden kann. Soweit Uferstrecken der Elbe mit Siedlungs- schiweren Goldketten und Juwelen. Alle diese Spitizen durften ja nicht ohne Verlernst und unnahbar, so wie Kirsten Tante! chen getragen werden. Fina kennengelernt und Gedächtnis behalten hatte. Auf keinem der Bilder aiber trug sie den veneziani-sohen Spitzen-k ragen. Kirsten «oWoß dias Album. Sie verstaute es wieder an seinen Platz und wußte, daß sie es vorläufig nicht wieder hervxjrholen VNÜrde. Es würde deshalb auch keiner merken, daß sie ein Bild daraus entfernt hatte, das Bild eines jungen Mädchens im MuJlkleidchen *mit einem Spitzenkragen um den Hals und einem Lächeln auf den Lippen. Ein Gefühl der Freude fuhr durch ihr Herz, es war so, als hätte sie das Kostbarste, das diese alte Tante zu vergeben hatte, geschenkt bekommen. In diesejn Augenblick schrillte das Telephon. Eine Stimme war am anderen Ende der Leitung, eine Stinunc, die Kirsten das Bhit in die Wangen trieti. /\Jlcs war vergessen, die Examen, das üeldverdie-nen, der Unsinn, sich in einen jungen Arzt zu \unlieben, der selbst noch Jahre vor sich hiitte, ehe er daran demken konnte, ein eigenes Heim zu gründen. Aber er rief sie, und sie würde kommen, ja, sie würde bis se Kirsten stand vor dem kleinen Spiegel Iii dem engL'n Ziminierelu'n. Sie legte einen kleinen runden Kragen Spitzen aus Venedig um den Hnlsaiissclvn tt. An der Straßenei-ke bei der Blume-n'fnau würde sie einen Veilchenstraiiß kaufen, denn i finden Ist? Eine Haustür knallte ins Sch+o6. Auf dem Tischchen war eine ailte, ein bißohen vergilbte Fotografie liegen gebliesben, ein Bild aus detn Jahre 1892 — aber In diesem Augenblick war es ein ganz aktuelles Bild: »Frühling, der schönste T;ig meines Lebens .. .« Und der kleine gelibe Spitzenkragen aus Venedig war wiecier dabei . .. iVissen Sie schon .. . . . daß Friedrich Wibhem Raiffeisen der Gründer der deutschen landwirtschaft-lichen Darlehenskassenvereine war? Er behob damit die mangelnde Organisation des '-^'rarkrodits, die vielfach zu einer aHgeimeineii .\iusWucherung der Bamern durch die Juden führte. . . . daß vorgeschichtliche Mahtstieine der Hal'lstatt- u-nd Ija-T^ne-Kuitur ilm Vol'ks-mund Napaleonhiite genannt werden? . . . daß es schon l)ei den aliten Griechen uod Römern Nachtwächter gab, die straff organisiert waren? daß die Reservat rechte Bayerns und oder industriellen Anlagen streckenweise ausfallen, so wird das durch .\nbaumög-lichkeiten auf anderen Flächen innerhalb des Stromgebietes mehr als ausgeglichen. Die Pappel hat oen Vorzug, daß ihr Holz auch einen vollwertigen Ersatz für manche ausländischen Holzarten bie, tet und der Verkauf eine fühlbare zusätzliche Einnahme bringt. Zu einem großen Teil werden die Gemeinden der Träger des Anbauprogramms sein, v;ei| ihnen die Anbaugebiete in der Regel gehören. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, daß z.B.das kleine und waldarmc Belgien aus der Pappel jährlich 500.000 fm zieht. Gerade dann und dort, wo Holzmangel herrscht, hat sich die Pappel immer als besonders geeigne, ter Baum erwiesen, um diesen Mangel in verhältnismäßig kurzer Zeit zu beheben. Arbeitseinsatz Tuberkulöser Durch einen gemeinsamen Runderlali des Reidisministers des Innern und des Reiclisarbeitsministcrs wird im Reichsarbeitsblatt Nr. 2\ folgendes bekanntgegeben: Der AnstcckuiiKSfähUrkeii der Tuberkulose sfnd ganz l^stimmte Grenzen gesetzt. Der hustende Offentuberkulöse ist nur für seine engere Umgebung ansteckend. Bei geringem Husten und vor allem bei diszipliniertem Verhalten bedeutet der Offentuberkulösü unter normalen Umwelts- und Arbeitsverhältnissen praktisch eine geringere Gefahr für Erwachsene ais die, der jeder Mensch im mo-denien Verkchrsleben ausgesetzt ist. Eine Absonderung Offentuberkulöser ist ausnahmslos notwendig gegenüber Kindern und Jugendlichen, sonst nur bei ständig stark hustenden oder undisziplinierten Kranken. Alle darüber hinausgehenden Maßnahmen am Arbeitsplatz oder gar in den Wolnihäuscrn sind unbegründet und nur Geeignet, unnötige Furcht vor Anstek-kung hervorzurufen. Sie sind um so weniger zu verantworten. als die Wirtschaft die Arbeitskraft der arl>eitswilligen Tuberkulösen nicht grundlos entbehren kann. .\ut die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsäm-tent. Arbeitsämtern, behandelnden Ärzten vmd Betriebsärzten wird nachdrücklich hingewiesen. T . 1 1 t tu I----------------^ . -i r. 1 ^ Frachienl^Hverfahren für Grtechen- :iis an.s Ende der Welt Käufen, um Ihn zu ■ Wilrttcmibergs auf dem Gebiet des Post-, land-Transporte. Durch einen Erlaß hat >ehen. d;is wiii^to sie ganz genau. j wesens erst im Jahre 1019 beseitig'' Reiclisverkehrsminlster bestimmt. wurden? j dall nunmehr auch Transporte nach Orie- ... daß die Blutrache eine Urform der chcnland in das Frachtenleitverfahren Rechtspflege ist. die bei den alten Oer-: einbezogen werden Demgemäß sind manen durch Geld abgelöst werden 1 auch jetzt nicht nur Sendungen aus Orie-konnte. und auf dem Balkan heute noch 1 chenland, sf«**'ArznsimiH«l sich überall In der Welt milllonanfacK bewihri ha* btn. Sie vereinigen In sich die Ergebnisse wissen-schaff licher Forschung mit jahrzehntelanger, praktischer Erfahrung. migungsantrag ist, sofern es sich um Wagenladungen handelt (Stückgüter bleiben wie auch bei den anderen Baikan-ländeni genehmigunKsfrei), an die Frach'» tenleitsteile Südost, Berlin. (Lennestraße 4). einzureichen. SPORT Wehrmannschaftswettkampf in Cilli „Der Sjwrt ist dk (irundlago dtr t«:-fechtsausbilduiig nnd rin untremibaiTr IJc-slaiidlfil des inilitänschen Dienslrs', so beißt CS in der DienstvorschrLft der deutschen \V«'hrtnach(. Das ist dor Süin di?s deutschen Sfwrls, insumirrlwil des deul-sehen Wciirsiwrls Für oinon w)lchiii Spi)rl isl niciil mir im Krieg*' PlaU, oi* erhall vieirnehr nun eigentlich erst sein*'n \oilcii sitllichci) Tiefgjmg So lebl dvr deutsch«' S|K)rt di'nn miUcji im Kriri^f^ weiter. Iji der Schule, in der HJ mid in der VVehnnarmschafI des Slpirischrn Hri-matbundes. Dio WehrmaimschafI der Standarte „Ciiii-Wcst" im Steirischen Hci/riialimnd ver-anstaltcl kommenden .Soimtag, don A. August grof.\anKeIc.C!lr Lristungswtllkäjiple Um 8 I hr iindet im „Doutscheu llaus^-' eine Morgi'nfeier statt, um LHir ireleji dio Mannsehal'len der Slurmbainu' I und II .,Cilli-\Vest'' auf dem Sportplatz beim .,1'elscnkellcr" zu einem Wettkampl an Die Bevölkerung isl dnzn hcrzlich cinjji-laden. Fiiitritf frei h. p.-- Der Oonau-Tennispokal Deutschland selzt den Kampf um de« Donau-Pokal walu-scheiiilieli erst Ende August mit oiuem Spiel gejcslchl die Möglichkcil, dali dif aji-dert'U LändiT dio Pause beiiiMzeu, »im rückstfindige Pokalspiele zu erledigen Ini Naehfolfienden veröricjitlielu-'n wir d*'n aii((cnblicklichen Tabellenstand. SpieU- Ungarn . , 1 talien . , Kroatien Deutschland gewonnen '2 2 1 I ^c^-loneii 1 J o Punkt«' t :2 t . 1 •J 1 : Deutschland und Ungarn werden in diesem Herbsfi zAvei Landerkämpfe im Ringen bestreiten. Die erste Besegnung findet am 4. und 5. Oktober in Wien statt. : in PreBburg geht am 21. September ein leichlathletischer Wettkampi zwischen der Slowakei und Kroatien vor sich. Dein Treffen wird ein Schwinnn-kampf vorausgehen. VOR DEM RICHTER Mörderpaar hingerichtet Am 1. August 1941 sind der 34-jäli' rige Albert Jarolim und die 43_jahrigc Maria Engler, beide aus Stein-Überfuhr, hingerichtet worden, die das Sondergc-richt in Prag ah? Gewaltverbrecher zinn Tode verurteilt hat. Die Verurteilten haben aus R.ichc dafür, daß sie von einer Fanvlic als Diebe entlarvt worden waren, die Frau imd ein Kind ermordet und andere Familienmitglieder schwer verletzt. AUS ALLER WELT a. Der Diokletiaiipala«t in Spalato soll nach einem Besdiluß der italienischen Akademie freigelegt werden. In nächster Zeit wird eine Komnii'ssion nach Spalato abreisen, um die Möglichkeiten, das historische Bauwerk von .^n- und Einbauten zu befreien, an Ort und Stelle zu stti, dieren. Seite 8 >Marburßer Zcltuiifl»dcner lindes abspielt. ' Ein seltsames Testament teilt dem als Wdiberfeind bekannten Georg von Muk-kenreiter eine Braut zu, die er nicht kennt An diese ML-irat ist ticr Bcyitz jincs Gutes geknüpft, an dem Georg mit allen Fasern hängt. Doch bevor Beate, die fem-gdraute junge Frau, eintrifft, nimmt er Gattin und Ehe Reißaus und vergräbt »ich jn seiner einsamen Jagdhütte. ^ate, der Obhut eines Freundes übor-iMfen, trifft auf ihren ausgedehnten Sptiicrgängen ihren Gatten, der sich Ihr a-te' Jäger Flori vorstellt. Damit zieht sich sachte das Netz zusammen, das die lebhafte, natürliche und auch kluge junge Fr^W um ihren Mann schlingt: zwei, die ^hon miteinander verheiratet sind, verlieben sich restlos Ineinander. Nach dem Roman »Muckcnreiters Flitterwochen« der bekannten Autorin Gabriele von Sazenhofen schrieben Josef D a 1 m a n n und Peter O s t e r-m a y r das Drehbuch zu dem Film, dessen SpieHeitTJT>g Paul Ostermayr hatte. Der sympathische Paul Richter und die scharmante, heitere Frledl C z e p a steHteii ein ideales Paar dar, dem Kurt Vespermann, Atbert Florath, und vor allem der reizende Martin S c h m i d-h o f e r als Hüterbub Marti ausge2elchnet Gefoiigschaft leisteten. (Marburg, Es»Ia-nade-Kmo). Marianne v. Vestencck. Die lusti^n Vagabunden Eift Cin^-Allianz-Film, der die Lacher in ofn Lichtspieltheatern auf seiner Seite f^t. Es ist dies ein nach einer »Früh-lings-Sinfonie« von Franz Rauch ge> kurbelter Film, in dem zwei Vagabun-üenpaare durch die Handlung wirbeln, wobei es eine Fülle von Situationskomik gibt. Zwei Künstler — ein Maler und ein Schauspieler — gehen auf einem Atelier, fest eine echte KOnstlerwette ein, sich als Vagabunden durch die Fränkische Schweiz durchzuschlagen, um auf diese VVeiee den Nachweis zu erbringen, daß die fCünstlerro'mantik noch nicht ausgestorben isft. Das Schicksal will es nun. dafi sich in der gleichen Gegend zwei ?cMc Vagabunden umhertreiben, die durch die Wech«elfälle d'er an Humor überreichen Situationen eine Verwechslung nach der anderen bewirken. Die bei^n Künstler, Uberaus lebensfroh von Rudi Goddcn und Johannes Hee. «te.fs dargestellt, werden von einer am Maler nicht ganz uninteressierten Journalistin verfolgt, die durch ihre Veröffentlichungen in der Provinzpresse wesentlich zur Verwirrung der lustigen Handlung beiträgt. AllmähMch gelangt der lustige Knoten zur Entwirrung, Indem die beiden unechten Vagabuno-cn wieder in ihr Ktlnstierleben zurückkeh- ren, während die b<.'idcn cchtcii Vaga. buniien, trefflich gespielt von Rudolf Platte und' Rudolf Carl, ihre Gaunerstreiche abzubüßen haben. Ein heiterer Ausklang bildet das Finale diese Films, dessen köstlicher Humor die Zuschauer von Szene zu Szene mitreißt. (Marburg, Burg-Kino.) Friedrich Golob. FÜR DIE FRAU Leichte und luftige Sommerkleider 1 Zcichnuns Eva tiahmeycr Scherl-Bildcrdienst (Silberspieeelschnitt) Das Kleid für den Hochsommer kann aus leichteiiii durchsichtigen Material %eln. Spitze, tSlickcrei«itoffc ohTt,' Man nimmt den Topf vom Feuer, während man da« MohJ anqiiirli Auf dwsc Weise bHdtjn sich keine Klumpen. « t * Ist der Napfkuchen angebrannt, so schadet das nichts. Man reibt vofsichfi;^ mit der Reibe die schwänzen Stellen des Kuchens ab, legt ihn auf ' eine saubere Schüssel und betäubt ihn zvletizt noch mit Puderzucker, Nkmand wind das kleine Mißgeschick bemerken. * Feiiteriedcf gübt es jetzt nicht. Manche Hausfrau beeitet aber aite Lederreste, Handschuhe usw. Man kann di9naus kleine Fleckchcn scrfinetdcn, reiht sie a«f eine Schnur und bindet sie zu einem Ring zusammen. DadufcSi erhjlit man einen Fensterputzer, der besser hMt als jedes Leder. 5038 Friseursalon „GABY" Daserwelieii — Haartirben Wasserweilen — Ntgeipfl^e Höhensonne nnd Massaxe Modernst eiogerichlet' MARBURG» Nagystrale 2. Afpengras oder Seegras gute Qualität, gesponnen, in Waggonladungen fortlaufend zu kaufen gesucht. Anbote mit Preisangabe unter »Alpen-Seegras No. 1,000/31.963< an Ala Anzeigen A. G., Wien I., Wollzeile 16, erbeten. 4253 mms He scfemma Pferde Reman von Tar|ei Vetees (60. Fortsetzung, Kiell ist in Nomcs bei Frida. Kjell hat entdeckt, daß Frida so etwas wie ein Ersatz für Vfv geworden ist. Er hat sich in diesem bösen Sommer mit ihr angefreun-djrt. Und heute war Frida dagewesen und hat ihn geholt. Nur einer, der sonst bei solch großen Ereignissen nie fehlt, ist heute nicht gekommen: Björnskinn. Er ist jetzt wieder auf freiem Fuß, aber keiner weiß, wo er ist. Die Leute meinen, daß er irgendwo, wo ihn niemand kennt, wie sonst ein Mensch arbeiten angefangen hat. Nach und nach legen die Leute die erste Scheu ab utxl bieten herzhaft, um einen ^ten Kauf 7u machen, überdies gibt OS hier zu essen und zu trinken. Viele haben sich zu trinken mitgenommen, und da und dort beginnt schon einer, Ambros iiii Rausch Gesellschaft zu leisten. Henrik Nornes erscheint am ersten Tag nicht, er hat im Laden alle Hände voll zu tun. Zwischen dem Nornesladen und dem Mof mit der Auktion ist ein ständiges Hin und Her. Henrik und Clav sirki schon gan? erschöpft vor lauter Süßigkeiten-und Kuchen- und Limonadenverkaufen. Im öberstock sind Kjell und Frida, und niemand weiß, was die beiden tun. Da oben herscht keine Kinderstimmung. Der Tag schleppt sich so hin. Im Hofe klirrt d..- Hammer kurz und entschlossen. Ist der Auktionator heiser vom vielen Ausrufen, so erklimmt ein anderer mit frisch geölter Kehle das Podium. Die Habe von l'örnes ist zu einem Haufen Spreu im Winde geworden, sie wechselt ihren Besitzer und zerstirtt in alle Himmelsrichtungen. Wieviel gehört dazu, bis so ein Hof wird! Wenn der Sturm kommt und alles ausfegt, da zeigt es sich am sichersten. Die hundert und aber hundert Dinge! Die Leute sind jetzt nicht mehr eingeschüchtert, außer Ambros gegenüber. Sobald Ambros außer Hörweite ist, wird herzlich gelacht und gescherzt. Kommt er aber angetorkelt und durchbohrt die Gruppe mit seinem Auge, da verstummt jeder, der sich noch halbwegs in der Gewalt hat. Das Heim ist in Auflösung, es ist ein böser Anblick. Tische und Stühle stehen über den Hof verstreut, Küchengeschirr, Werkzeug, landwirtschaftliche Geräte, Pflug und Egge werden hervorgeholt, die Wagen und Droschken, Geschirr und Zaumzeug wechseln ihren Besitzer. Bald sind die Pferde an der Reihe, morgen. Dann soil auch der Besitz selbst Unter den Hammer. Die Leute kaufen alles mit Stumpf und Stiel, manche kaufen so im großen Bogen, als ob sie es im Auftrag dritter täten; sie kaufen von allem. Die Wikinger scheinen unermüdlich zu sein, sie jagen wie die Pfeile in Stube, Boden urtd Keller und kehren mit vollen Armen wieder. Der erste, der auf den Boden gestürmt kommt, sclireckt merkbar zurück: da liegt ein Mensch, den Kopf in einem Wäschestoß vergral>en. »Verzeihung!« sagt der Wiking. Lisle fährt auf, als ob sk: einen Wolf vor sich hätte, reißt an dem Wäschestapel herum. »ja, da, da! Nehmen Sie!« Er rafft, so schnell er kann, einen Arm voll an sich und rennt die Treppe hinunter. Draußen wird die Wäsche dann in der Abendsonne auf einen großen Tisch ausgebreitet. Es leuchtet blendend weiß. Hände kommen und greifen und wühlen darin. Ambros geht hin und erhebt seine Stimme. Im nächsten Augenblick hat er einen Fluch auf den Lippen, denn jetzt kommen sie und bringen sein Sttber angeschleppt. Auf einem von Lisles Tafeltüchern ist ein gazer Berg von Silber aufgehäuft, es Ist förmlich, als winde sich der Tisch inmitten dieser "dichten,-kauflustigen Menge. »Laßt mich durch!« Ambros braucht es nicht zweimal zu sagen, sein Gesicht bahnt ihm den Weg. Er greift attf gut Glück nach ein paar großen Pokalen mit in Silber getriebenen Pferden. »SoMen die verkauft werden?« Der Auktionator reißt die Augen auf. »Ja, das weißt du doch!« »Nein, da soll der Teufel...« »Sss, Ambros, geh lieber fort!« sagt der Mann mit dem Hammer leise. Er sieht, wie betrunken Ambros ist. »Hüte dich!« Ambros holt mit dem Stück Silber aus. »Die bleiben mir verschont!« Es bildet sich gleich ein leerer Ring um ihn. Der Auktionator fügt sich. »ja, ja, lassen wir es einstweilen gut sein! Bietet auf die Wäsche, Leute!« Wie ein Hieb pfeift es: »Auch die Wäsche laßt ihr bleiben!« »Aber Ambros, Bester —.« »Bester hin, Bester her, halt's Maul! ^ Ambros knallt den Pokal auf den Tisch, daß die silbergetriebenen Wände einknicken. ' »Hände w^ von der Wäsche _«, er greift nach einem andern wertvoHen Po-^1 und läßt Hin denselben Weg wandern. Ein Mann aus der Menge stürzt auf ihn zu. Es ist Halvof Flaa. Er innschlingt Ambros' Arme. »Komm mit mir, Ambros, hörst du. Du tust dir ja weh!« Ambros erschlafft, als er den Freund neben sich spürt; er könnte Halvor Icicht abschütteln, tut es aber nicht. »Ich sage nur, daß sie ihre schmutzigen Finger von der Wäsche lassen sollen, das ist Lisles Eigentum!« »Komm jetzt, Ambros_!« Er läßt sich abführen. »Du bist wenigstens noch ein Mensch. Halvor.« Die Menschenmenge schlägt über dem Tisch zusammen. »Bietet auf Silber und Wäsche!« Am Abend und nachts wird getanzt. Es ist das ein alter Brauch, auf dt,m die Leute bestehen. Numni'Cr 1J56/187 :»Mart>.iirfrPr i"*- !041 Seite Q ©ttted Cid^t ift nic^t teuer! CrfeiKn GicOtjrc alten luftleeren Campen mitbem röflid)en Cid)t burd) bie oad^efüUfcn0<5ram'{^'Campc» mit beni boppoltgcroenbelten Ccud)tbrat>t,bann ert>alten 6le oicl roelBCÄ Q3cnocnbcn Gie jur ödjoming ber "ilugcn mliibeften^ 40-DcfüIumcn.Campen Bezugsquellen weist nach: OSRAM Verkaufslager WIEN, Wien XXV • Atzgersdorf, Karl HeinzstraBe 67 OSRAM Verteilungslager GRAZ, Hans Sachsgasse 5 4880 JcJvs Wort kostet lU Rpf, das fettstidruckte Wort ZU üdI Der Worlpreis eilt bis zu 15 Buchstabca ie Wort. ^iffcrRebühr (Kennwort) 35 Rpl. bei Stetlenjcesuchcn 35 Rpl. PUr Zusendung von KcnnAnnahnitscbluO: Am Täte vor Erscheinen um 16 Uhr. »Kleine An-zeitent werden nur wcen VorcInseiidunK des Betrates (auch In «hltlRcn ßriefmarken) aufsenomnien. Mindest^cbühr für eine Kleine Anzcicc !.• Kleliertazeiger iiiiMiiiiiiiiiiiniiiiiiHiiiniiiiiniiiiiiiimiinittmiiiiiiiiiiii tfgtstUie4eM& VERNICKLUNO. VERCHRO- MUNO jeder Art Gegenstände ßiit und billig bei »Ruda«, Marbure. Trsteniakova 5. 2478*1 Der Sterbeverein Kartschowin nimmt die Einzahlung der Beitragsrückstände wie üblich am Sonntag, den 2. August 1941 entgegen. Nichtbezahlung hat Mitgliedschaftsverlust zur Folge. Der Treuhänder Blaschitz, 5212-1 Sanioielt AbiiUle! Altpapier, Hadero.. Schneiderabschnitte. Textilabfälie« Alteisen. Me» ^l^le. Glasscherben kauft und ;z»nt bestens: Putzhadern. Putzwolle, gewaschen' ünd desinfiziert, liefert jede Men* fe billigst: Arbeiter, Drau* |a.«;se 15. Telefon 26-23. 65-1 Waagenreparattiren sowie elektrisches Schweißen und kleine Schlosserarbeiten Übernimmt Waagenerzeugung, Werkstätte TegetthoffstraBc Nr. 19, im Hof. 5247-1 Gasthaus, zentral gelegen, wird pamt Wohnung ab 1. Oktober öder früher verpachtet. Adr. Vcr\\. 5267-1 Friseurgeschäft, gute Htenz, wegen Alters billig zu F'Jrkaufen. Adr. Verw. 5263-1 Uebrauchtc Radioapparate und alte Grammophonplatten werden gekauft. Radiogcschäft, TegetthoffstraBc 7. 5183-3 Schreibmaschine /u kaufen gesucht. 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Rudolf Jesernik, Cilli, Franz-Schauer-gasse 4. 5239-8 Lehrjunge, deutsch und slowenisch sprechend, aus gutem Hause, wird sofort aufgenommen bei Antonie Penic, Gemischtwarenhandlung, Marburg, Viktringhofgasse 9, ____5234-8 Tüchtige Verkäuferin findet Aufnahme. Nur schriftliche Anträge mit Angabe der bisherigen Verwendung an Firma Hermann Wögerer, Afarburg, Burggasse 9. 5141-ü Hausmeistcrposten an gesetztes Ehepaar auswärts in größerem Betrieb zu vergeben. Verläßlichkeit, Arbeitsfreude tind Reinlichkeit Bedingung, Geboten wird freie Wohnung und Verdienst. Genaue Zuschriften der bisherigen Tätigkeit u. Adresse imt. »H, S.« an die Verw. 5186-S Braves Madchen für alles wird sofort i*;n»genommen. Elisabeth Hutter. Badlgasse 2. 5145-8 Buch- und Papierhandlung in Cilli sucht für sofort eine tüchtige Verkäuferin und einen Verkäufer. Anträge unter »Buchhandlimg 1941« an die Verw. 518S-S Tüchtiger Verkäufer und ein Lehrjunge für Speze-reigeschäft werden sofort auf-genomnien, Adr. Verw. 5i;^0-S Gesucht wird ein deutsch-sprechendes Mädchen für alles mit Kochkenntnissen 'u Kindern. Vorzustellen Wieland gasse II. 52eiO-S Malerlehrling wird aufgenommen hei Josef Hol/.inger. Marburg, üoethestraße 26. 5272-s Selbständige . zweite Köchin zum sofortigen Eintritt gesucht. Restauration Rurgkei-ler. 5264-S 1 verläßlicher Pferdeknecht und 1 Magd für Landwirtschaft werden sofort aufgenommen. Adr, Verw. 5276-S Hausschnekierin wird aufgenommen. Gastwirtschaft Kärnt-nerhof, Kämtnerstraße 3. ____ 5277-j{ Wirtschafterin, die willig ist, alle Hausarbeiten zu verrichten und etwas kt^hen kann, wird von alleinstehendem Herrn gesucht. Angebote unter Landgut 40 an die Verwaltung. .VJI6-S Gärtner oder^ tüchtiger (jehil-fe wird für üutsgärtnerei sofort aufgenommen. Antr. unter 'Stadtnähe Marburg an die Vt'rw.. . , 5204-S Fräulein als Verkäuferin iin Foto-Handel, auch Anfäti«rMi, gesucht. Kenntnisse in BQcb-haltung und Korrespondeos Bedingu;ig.. Foto-Kieser, Marburg, Viktringhofgasse M). 5229-S Foto-Gehilfin, tüchtige Laborantin oder als solche eingearbeitet, für Fotoamateurgeschäft gesucht. Foto-Kieser. Marburg a. d. Drau. Viktring-hofj*assL' !-M>. 52>V1-v 2 tüchtige Schuhmachergehilfen werden per sofort aufgenommen bei Adalbert Grabner. Schuhwerkstätte. St. Lorenzen am Bachern. 5224-S Hausmeister-Ehepaar, ehrlich und rein, wird gesucht. Adr. Verw. 5I55-.S Ge^iclit Wirtschafterin, eiche der Hausfrau in Haus ii, ücTTten hilft, kcxhen und auch selbständig arbeiten kann. Antr. unter Verläßlich- an die Verw. 528t)-8 Wlnzersleute, deutschsprechend, 4 f^ersonen, gesucht, Holeczek, Gnms Nr, 51. ALir-hurg, Dom platz .■>. 5300-S Bedienerin, die schi>n waschen kann, wird aufgenommen. Adr. Verw. .5.101-S Älteres Fräulein, der deutschen und slowenischen Sprache mächtig, wird zur llilte im Geschäft und Kanzlei aufgenommen. Anträge unter Angenehmer Hauerposten an die Verw. 53(X^-S Suche mit 15, August Mäd-' chen für alles mit langjährigen j Zeugnissen für Dauerposten. I welches selbständig und gut kochen kann. Angebote an, »Haus Egersdorf«, Gießkübel! bei Windisch-Feistritz. 5187-81 Kassierin, V^olksdentsche, flinke Rechnerin. ehrlich in der Geldgebarung, wird per sofort oder später aufgennni-men. Warenhaus Josef .Mar-tinz, Marburg a. d. Drau, Herrengasse IS 5;U^3-s Deutsches Mädchen mit absolvierter Bürgerschute wird für Schriftenablegen .lufge-nomrnen. Fa. l.iebisch, Stem-rtoT-Erzengunc, Adolf-Hitler-Plat7 I. im Hof .^313.S Mädchen für alles gesucht SchillerstraRe 8-I„ rechts. 5315-8 SeKe 10 »Martvuiiger Zeitung« 2,/3. August 1941 Niimiin«r 186/187 fiurtU ' tfidusU Am 30. Juli wurde bei der letzten Kinovorstellung im Burg-Kino ein * Damenschirm mitgenommen. Diejenige Person wurde von mehreren erkannt. Ersuche daher, den Damenschirm hei der Kasse im Burg-Kino abzugeben. 5243-9 Verloren F-BIockflöte am ^2. .liili in brauner Tasche. Abz^-RCben gegen Belohnung an Traute Minnich, Tumcrstr, 4. 5262-9 Achtungl Hini' Autoplachc -SX12, fast neu, ist auf der Strecke von Cilli nach Marburg verlorengegangen. Der rhrliclic Finder wird gebeten, selbe gegen Finderiphn abzugeben. Hubert Raucfienbichler. Blumengasse 13. 5318-0 Trenefi Leb«tisg«fährteii mit sicherer Existenz, welcher Lust und Liebe hätte für einen schönen, kleinen Weingartenbesitz, sucht fesches Fräulein, Anfang 40-175. Diskretion Ehrensache. Zuschriften mit voller Adresse und Lichtbild unter >Du wirst es tiicht bereuen« an die Verw. 5249-10 Besitzerin, groß, schlank und fesch, sucht einen netten und braven Mann in sicherer Position zwccks Ehe kennen zu lernen. Nicht unter 40 J. Antr. erbeten unter >Vo!ksdeut-scher« an die Verw. 5250-10 Wäre ein Herr bereit, großem, schlankem Mädel hie und da Gesellschaft zu leisten? 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Antritt für SipanaWietenidc Fertigten«: Betri«bslngenieuM Vorkalkulatoren Vorrlchtungskonstruktaura Ingenieure für Vorrichtung«- und Werkieugbau Sachbearbeiter für Bestell* und Terminwesen und Meister für Umschulungswerkstälten Ausführliche BewertxunMen mit hanidgeschnebciiiem Lebemöilauif, lüokienlcwen Zeutgnas-abschrlften, Lichfltoild, Gehial'tsainsfprüchen, sowie Anigab^ des tnlihesten Antritts-termines s-in^d m richten unter *Nt. 5214« an die VePwaltwnK der »Manhurger J^eitunj?' 5214 Achtung! Apothekendieiistt Wegaa üaloigMiialtsurlaubas sind vom 26. Juli bis 9. August die Apotheken M«f. MInarik, Adolf^itler-Platz, und Mag. Savost, Magdalenenplatz, geschlossen. Den Nachtdienst versehen vom 26. Juli bis 2. August die Apotheke Mas! Vaupo4, Tegetthoffstraße 33, vom 2, bis 9. August die Apotheke Mag. Vidmar, Adolf-Hitler-Platz. — Von 20 Uhr abends bis 7 Uhr früh ist die Naclittaxe. vwi 1 RM zn entrichten. 5004 K. K A R N E R] - Qrtvtur - ((einschließlich des Kriegszuschlags zur Lohnsteuer) für monatliche, wöchentliche, tägliche und vierstündliche Lohnzahlung zu hflbei) bei W. Weixl ä Söhne. Pii itääUsiki bleibt vom 4. bis 19. August 1941 wesen 520J Reinigung und Reparatur GESCHLOSSEN! Handalftchule M. Kowatsch Marburg a. d.Prau, ObareHarrangatia 14. Der „ElnilhHf • Handelskors'^ begianl ua 15. Septem-bcrl941. Einiclireibungen tSgflich. Prospekt umsonst. Am 4. Augost beginnen neue'Kurse für Kofsschrlft, MaschiasiH ■chrelbcn und Bnchhaltuiig nach dem gesetzlich vorgeschnebe-Kc nen Kontenrahmen. 5309 Wir suchen dringendst ein Haus 5529 mit ca 600 m' Beiezraum zu kaufen« Gefl. Zuschriften an SALUS A. G., iCirbiurg a. d. Draui Verstovscbek-fasse Nr. 4a« für gröUerö Nci)bauleu und abw^chslungs. i'eic^ laufende Arbeiten gesucht i^werbungen mit kurzem l^benslauf und Zeu^isabschriftcn aii das Ho<$9ibausinl Marliurg a. d. DnjU, KämlnerstraBe 1 5985 5312 Med. univ. K HUGO VIIKER prakt Arzt Marburg a. Drau« Kirptoerstraise 18 (neben den Dtutscben Roten Kreux) TeleL 3575 , Ordiniert von 9—12 und-14—16 Uhr (auch für alle Krankenkassen) Aussenbeamte ■i Damen und Herren > zum Besuche von Privat- ond Gescbiftsleutcn für sofort MsuchL Gute Verdenst-möfflichkeiten. Persönlich^ yprstellung am Wttwoehi im August von I—12 Jlbr bei der General* agentur fSr den Vertneb von Zeitungen nnd Zeit« sdirlften, Marburg, Tegettbofstrafie 11. ' 5285 Aofbucfcaii- und Clifcanscfenlftlko/s 32 und 50 mm aaiflt größere Mengen Ifolswarenerzengung £iniiiaiiii, Gras, Schönaugasse 37, Täefon 7995. 5116 fertfau^Micf Pferdedlinger atiugeben. Anzufragen bei der Hceresstandortver- 5242 waltung Marburg, Rudolf-Pulfgasse 28. Nummer 1^6^87 »MarbuTRcr Zeitung« 2./3. August 1941 Seite 11 AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN DtK CHCh DER ZIVILVERWALTUNO IN DER UNTERSTEIERMARK DER CHEF DER ZIVILVERWALTUNG IN DER UNTERSTEIERMARK. U/X O 1/11 1941 Marburg, 31. Juli 1941,11/13 Hö<;hstpreise für untersteirisches Obst und Gemüse ab 4. August 1941 Marburg a. d. Drau, den 31. Juli 1941. Auf Grund des § l der Anordnung über die Preisgestaltung iin Handel mit Übst, Gemüse und Südfrüchten in der Untersteiermark vom 30. Mai 1941 (Verord-nungs- und Amtsblatt No. 19, Seite 139) werden hiermit ab 4. August 1941 nachstehende« Höch8tpretee für untersteirisches Obst und Gemüse festgesetzt. Diese Höchstpreise gelten bis zur nächsten Veröffentlichung. Für nicht genannte Waren gelten die zuletzt festgesetzten Höchstpreise. Bohnenschoten.........je kg ErbscMi in Schoten.......je kg „ ausgelöst .......je Lit. Gurken (Kas^tenware)......je kg Gurken (Frellandware) .....je kg Karfiol (Blumenkohl) je kg Karotten.....je Bund zu 15 Stück Karotten ohne Grünes .....je kg Knoblauch, auf 10 cni gestutzt ... je kg Kohl (Wirsing)........je kg Kohlrabi mit frischem Laub ... . je kg Kraut (Weiß-) je kg Kraut (Rot-).........je kg Kren (Meerrettich).......je kg Kürbis ...........je kg Pa.prika.........je Stück Paradeis...........je kg ^etersHiengrün ......je Büschel Pfcffemni........je 10 Stück Porree ...........je kg Radieschen.....je Bund zu 15 Stück Rettich ohne Grünes......je kg Rhabarber .........je kg Rote Rüben ohne Blätter.....je kg Salat (Kopf-).........je kg Salat (Schluß-)........je kg „ (Bndivien-)........l II * • • • je Liter Erdibeeren (Wald-) . . • , . . . je kg II II je Liter Heidelbeeren (Schwarzbeeren) , Heidelbeeren (Schwarzbeeret*) , Himbeeren........ Himbeeren ....... Kirschen (Knoipel- und Herz) sowie Weichsel n........j« kg »» I» II II II je Liter Kirschen (kleinfrüchtige und son-s>tige geringwertiige Sorten) ........ „ (kleinfrüchtige laid sonstige geringwertige Sorten) ....... Kriecffierln und Späniinge . . • , Marillen ......... Maulbeeren Crzeugcrböclistprels bei Abgabe der Ware aa den Ha^Jd je kg je kg jü kg je Liter . je kg Je Liter je kg je Liter ■ j€ kg je kg je kg Pfirsiche...........j« kg Ribisel (Johajuiisbeerefl) Ribisel (Johannisbeeren) schwarz Ringlotten (Reinecla-uden), « . Stachelbeeren ■ • • • ■ » Zwetschken . • • « m ■ • « HerreflpUzt ....... Hierschwämme (Pfifferlinge) . . je kg je kg je kg je kg j« kg je kg je kg VerbraHcberhöchstpreis (bei Absabe der Ware Jiirch Crzeueer an Verbraucher) UUteklaiie Güteklasse □Uteklasse Güteklasse A B A B RM RM RM RM 0.22 0.17 0.30 0.22 0.24 0.18 0.32 0.24 0.25 0.19 0.31 0.24 0.28 0.21 0.36 0.27 0.14 0.11 0.18 0.15 0.36 0.27 Ü.46 0.36 0.08 O.OH 0.10 0.08 0.08 O.Ott 0.10 0.08 0.36 0.27 0.46 0.34 0.08 0.06 O.ll 0.08 0.18 0.13 • 0.24 0.16 0.07 o.as 0.10 0.07 0.12 0.09 0.16 0.12 0.70 0.40 0.92 0.52 0.0(j 0.04 0.08 0.06 0.04 — 0.06 _^_ 0.30 0.25 0.45 0.30 0.02 —. - 0,03 -' Ü.04 -.— 0.05 0.20 0.15 0.26 0.20 0.03 0.02 0.04 0.03 0.12 0.09 O.lf) 0.12 O.IO 0.07 0.13 0.10 0.08 0.05 0.11 0.08 0.16 0.12 0.-21 0.16 0.12 0.09 0.16 0.12 0.20 0.16 0.26 0.20 0.20" - .— 0.25 — . — 0.02 — 0.03 _^_ 0.05 o.o:t 0.06 0.04 0.28 0.21 0.36 0.27 0.03 0.04 _^ 0.16 0.12 0.21 0.16 0.30 0.20 0.40 0.27 0.22 0.16 0.30 0.20 0.36 0.24 0.48 0.32 0.56 0.42 0.72 0.54 0.30 0.22 0.40 0.30 1.40 1.05 1.80 1.36 0.80 0.60 1.04 0.78 0.30 0.18 0.40 0.24 0.18 0.11 0.24 0.14 0.50 0.30 0.65 0.39 0.28 0.17 0.36 0.22 0.40 0.30 0.52 0.40 0.22 0.16 0.28 0.20 0.30 0.22 0.40 0.30 0.16 0.12 0.20 0.16 0.12 0.09 0.16 0.12 0.53 0.39 0.70 0.50 0.12 —.— 0.15 — 0.46 0.34 0.61 0.43 0.28 0.21 0.36 0.28 0.34 0.25 0.44 0.32 0.30 0.24 0.40 0.32 0.29 0.20 0.38 0.26 0.20 0.16 0.26 0.20 0.48 0.34 0.62 0.44 030 —. — 0.40 —•— Crzeugcrböclistprels bei Abgabe der Ware aa den Ha^Jd je kg je kg jü kg je Liter . je kg Je Liter je kg je Liter ■ j€ kg je kg je kg Pfirsiche j« kg VerbraHcberhöchstpreis (bei Absabe der Ware Jiirch Crzeueer an Verbraucher) Höchstpreise für untersteirische Soeisefrühkartoffet Für untersteirische Frühkartoffel werden hiermit ab 3. Vlll. 1941 nachstehende Höchstpreise festgesetzt, die bis auf weiteres in Geltung bleiben. für weiße, rote u blaue Sorten RM je 100 kg 9.40 I. Erzeugerhöchstpreise: für runde gelbe Sorten RM ie 100 kg 10.20 tür lange gelbe Sorten RM je 100 kg 11- II. Versandhandelsabgabepreise an den Großhandel: 10.— 10.80 11.60 IM. OroBhandelsabgabeprelse Kleinverteiler: 11.- 11.80 12,60 IV. Verbraucherhöchstpreise: 14.— 15.- 16.- Die übrigen Bestimmungen für den Verkauf von Frühkartoffeln gemäß meinem Erlaß vom 3. VlI. 1941 U/X Ka 1/6 (»Marburger Zeitung« vo4n 5. VII. 1941) bleiben unverändert. 5253 im Auftrage: gez. Dr. Schmidt. Verlautbarung des Wohnungsamtes 1. KEIN PARTEIENVERKEHR VOM 1. BIS 17. AUGUST Die im alten Stadtgebiete Marburg durchgeführten Erhebungen zur Erfassung der verfügbaren Wohnungen sind nunmehr abgeschlossen. Zur Bearbeitung der lirhebungsergebnisse und der vorliegenden zahlreichen Wohnungsansuchen, die zur weiteren Vergebung und entsprechenden Zuweisung von Wohnungen vordringlich ist, bleibt das Städtische Wohnungsamt vom 1. bis 17. August 1941 für den Parteienverkehr ausnahmslos gesperrt. Dringende Wohnungsansuchen können schriftlich durch die Post eingebracht werden. 1 2. VERMIETUNG MÖBLIERTER ZIMMER. In Abänderung der bisherigen Vorschriften unterliegen freiwerdende möblierte Zimmer in Hinkunft nicht mehr der Meldepflicht. Ab 1. August können daher möblierte Zimmer frei vermietet werden und unterbleibt die Zuweisung möblierter Zimmer durch das Wohnungsamt. Marburg a. d. Drau, den 31. Juli 1941. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg a. d. Drau 5241 Wohnungsamt Die Höchstpreise der Güteklasse A dürfen nur für Waren bester Beschaffenheit in Anspruch genommen werden. Für Waren geringerer Güte dürfen höchstens die Preise der Güteklasse B gefordert werden. Der Verkauf von untersteirischem Obst und Gemüse darf nur nach Gewicht erfolgen, soweit nicht im Vorstehenden etwas anderes zugelassen ist. Belm Bezug von Erzeugern darf der Kleinhandel den Erzeugerhöchstpreisen einen Brutitohöchst^ewinn von 30% zuschlagen. Beim Bezug vom Großhandel darf der Bnuttohöchßt;ge«wlnlf-Hitler-PIiatz, Sofienplatz und im beschränkten Umfange am Schmidplatz. Käufer und Verkäufer, die außerlftilb der zugelassenen Marktplätze und Lebensmittelgeschäfte landwirtschaftliche Erzeugnisse kaufen oder verkaufen, machen sich strafbar. Verstöße gegen diese Anordnung werden gemäß Pimkt 9 der Verordnung des Chefs der Zivilvervvaltung in der Untersteierniar'- vom 14. April 1941 bestraft. Marburg a. d. Drau, den 1. August 1941. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg a, d. Drau gez. KiUHit. Seite :rfVlartxifc;er Zeitiuii?« 273. Augusi 1941 NiMTwner 186/187 Fflr orosse Baavorhaben in Marburg suchen wir dringend: E Loitor Mr BMMbrachiHiiig Bautechnfker für Rechnungsprüfung TagelohnprUfer Bauabrechner Kennwort: B«uabr#chnung Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeu^Isabschriften, Liclitbild, GeYialtsansprüchen sowie Angabe des frühesten Antrittstermines sind unter Anführung des Kennwortes zu richten unter „Nr. 5238" an die Verwaltung des Blattes. o s Grofisäcke aus Natronpapier für Mühlen (Kleiesäcke), Landwirtschaft (Kunstdünger, Futtermittel), chemische Industrie, Kalkwerke u. s. w. liefern jetzt auch im neu eingegliederten Gebiete die autorisierten Großverteiler Brüder Voickmar, Papiersackfabrik UMon 2a7s Oraz, Bismarckplalz S T«i«fen 227s piw« WQW HfcTO 8URG-KINO ("crurul 22-J' OielnsflgenVagaliniidei 5217 Ein Cine-Allianz'Lustspiel im Verleih der Adler-Mitteldeutsche-Kopp-SOdost Darsteller: Rudi Goddeii, Joh. Heesters, Mady Kaht, Carola Höhn, Carsta Löck, Rudolf Platte, Rudolf Carl, F. Schafheltiin Spielleitung: Jürgen v. Alten, Buch: Kiir< E. Walter, Musik: E. Nick Wollen Sie herzlich lachen? Dann sehen Sie sich diesen Fflm anl Für Jagendliche nicht zugelassen VorfflhrangMit Heute 16, 18.30 und 21 Uht Karten von 10—12 und ab 15 Uht Sonntag vormittags um halb 10 und 11 Uhr Wochenschau-Sondervorstellung. ESPLANADE Fernruf 25*29 Ein Ufa-Film mit Friedl Czepa, Paul Richter, Kurt Vespermann, Gertrud Wolle, Albert rlorath, Hermine Ziegler Drehbuch: Josef Dalmann und Peter Oater-mayr nach dem Roman iMuciienreitart Fllt- terwochenc von Gabriele v. Sazenhofen Musiic: Ludwig Schmtdseder — Produkticn; Peter Ostermayr — Spielleitung: Paul Oster-mayr Umrahmt von der herrlichen Bergnatur des Berchtesgadener Landes spielt sich ein humorvolles, oft derbkomisches Geschehen ab. das ein junges, bereits miteinander verheiratetes Paar auf den seltsamsten UmwMen /iiHnander finden und ineinander vtflKh^ werden läßtt Fär Jugendliche anter l4 Jahren nicht zugelassea mifirllli • Ihinli dnlicln lotMitu Ino Brunndorf WÜMSCHKOMZBRf Vorstellungen: Freitag um 20 Uhr; Samstag 18 und 20 Uhr; isonntag um halb 16, tS um SSO» und 20 Uhr. Wochenschau wid Balpiogiamni Aufnahme in den Lehrgang der Hufbeschlagsiehrschmiede in Graz /ur Auluahnic iii dtir Lt;higauj{ aa ciuci* &taatlicii aiici-kamiteu Hui'i)eM:iilaKiehi-sciumedc, der 4 Moiiale, und zwar vom 1. Septembei* bis 31. Dexember 1041 dauert, habdi die Bewerber ein Gesuch an den Leiter der Hiifbeschlaglchrschmiedc in Graz, Zimmcr|^lzga&9e 15 zu richten. Dem («such «önd beizufagen: Der Lehrt>rief, dai; Zeugnis über die bcslan-dene Gesellenprüfung, beglaubigte UcscbciniAung der lietiiebsführer über dio Gesel-Icntäügkeit, gegebeneiiXalis der Nachweis iÖ)cr die Verwendung während der Ab-kdstimg der Wehrpflicht, die Geburtsurkunde, ein selbst geschriebener Lebenslauf, du polizeiliche» Tührungszeugiüs neueslen Datums sowie eine Bescheiui^jung über die Zut?ehörigkeit zu einer Krankenkasse. Der Bewerber liat vor seiner Aufnahme durch ein Zeugnis des zustAndigon ImiuiigAobcrmeisters iiuchzuweimn, daß er ein brauchlwes Hufeisen aus Stab schmieden und richten und einen regelmäßigen Iluf zubereiten kann, dalä er des l.