Deutsche M «x< . r«ailch» ©acht" n(«clat Ist« e»nnl°a ant r-murrst»» aa» toftrt iloaimt ta V»aai»n«deUa,« Die ««»»,, k» <»' 4101 «II Hatellaiu l»'# H..« m-a-tlt« ». o,n,kll-d.>a «. ij,o «. »„ milM l (. «II S»ftort|[««tnikj: o«rtct|4t|Ttl<» II. l.«0, d.s.»»-. «amltttig • *.4«.-. Wammrr 7 It. hiM u4 tarlf dm»«I. »«i •fttica Bir»rr»«la*»ra cals»w» fcrna w Ctch*. Haa»l»l,» 4. e»e»-rt>, ad,k,-d-n BKtbea. *ea»tt«» tHi» i «ill»°q ant «am»-, 10 ll»r ».taiitu». e»t«Mu»fli »»» n-tt n»t S-rantia», an) «a J-S Qtr «»«»»»,,. - »«!»«« <*" »a«a»d«c t« «oan- ant R«wrto$e.) - KttlaiMtMaen flirt Mrioltri. — fKzutlt, t««a «fctfefta »rat Hrtomai anteloniu «a» ftaaea aich! »etitfflchtigl iKitra. Nr. 88 (SiDi, Sonntag den 4. November 1894. XIX. Jahrgang Hxalirte HKifeigen. L. ?. E» ist eigentlich ein großartig«! Spaß! Stirbt da ein alter Herr, der recht viel Böse» gethan und der dann einkach testamentarisch fest-setzt. Herr Soundso wird da», wa» ich selbst nicht mehr zusammenbrachte, ausführen. Der Herr Soundso stellt sich wirtlich ein und «» gelingt ihm. einige schwarzbefrackte Herren zu finden, die sich eigentlich Testamentsvollstrecker heißen sollten, aber sich lieber ganz ander» schimpfen lassen und nun sucht man die ver-schieden«« Tobizill«. welche da« Testament er-ganzen, in der staubigen, modrigen Wohnung zusammen. Einer der Befrackten, ein Intimus des Der-storbenen, «in boshafter Herr mit einem Knebel» Karte, ist ganz btsondrrS eifrig im Aufsuchen der Codizille und «r findet . . . einig«. Aber mit absonderlichem Inhalt! Wie? Dem guten langen Tölpel, dem der Frack so schlecht sitzt und dessen kraftvolle Mus-kein di« Räth« zum Platzkn spannen, wäre also eine Ohrseig« zu g«b«n? Eine teflamrntarisch vermachte Ohrfeige? Er sieht den langen lkerl. dessen wasser-blaue Augen einen sehr bestürzten Ausdruck angenommen haben, bö» lächelnd an. Der hat indeß einen kurzen Kampf mit seiner ManneS-würde gekämpft. Zur schönen Wirtyin Bon Robert Sydo». Sie hieß als Kind schon die schöne Marie. Die alte Kindssrau sagte es ihr hundert- und tausendmal: »Nein, solche Unarten darfst Du Dir nicht angewöhnn,! Du bist ja ein schönes Mädchen, und das muß immer doppelt so brav sein, wie die anderen. Hörst Du. mein Liebling?" In der Schule wurde ihr dasselbe oder Aehnliche» gesagt; die anderen Mädchen ver-gingen fast vor Neid. Nach ein paar Jahren schwärmte das ganze Unter- und das halbe Ober-gymnaiium für Marie Lienert. Und sie nahm daS hin als etwa« ganz Selbstverständliches. Sie wußte, daß sie schön sei. ihr Spiegel sagte «S ihr. Ihre Träume wurden immer färben-prächtiger. Himmel und Erde durchflog ihre Phantasie, spähend nach dem Göttersohne. der würdig wäre ihrer Liebe, ihrer Schönheit. ES war eigenthümlich, die ganze Lienert-samilie nahm, was Häßlichkeit und Dummheit betrifft, den ersten Platz unter den erbgesefsenen Bürgern ein. Der Schlächtermeister Thoma» Lienert galt bei allen Bauern als der beste Käufer — er ließ sich willig über'» Ohr hauen. Und wenn er auch die Gewohnheit hatte, nie gleich zu zahlen, was that'S? Befaß er doch ein großes Hau», und wußt« doch Jtdtrmann, daß sein« Frau zehntausend Mark al« Morgen-gab« mitbekommen h««te. Freilich waren sechs Kinder da. Fft*f von ihn«n waren die Häßlich- DieOhrfeig« ist testamentarisch. Nicht wahr? - Ah, gewiß I — Nun.. denn — wmn man wissen würde, ! daß keine unmotiviert« zweil« m«hr kommen ' würde... — Aber waS füllt Ihnen ein!... Die testamentarische, sonst kein«! — Nun also! und mit einem Ausdrucke rühren-der Dummheit in den wasserblauen Augen neigt der Lange seinen Kopf.... Mittlerweile aber hat der boshafte Herr mit dem Knebelbart« noch ein zweites Codicill gefunden. Auch eine Ohrfeige! Und zwar dem leb« hasten kleinen Bürfchchen mit dem Krauskopf, dem man nicht einmal einen Frack gegeben halte und da« in feinem Künstlerflau« ganz fesch aussieht. DaS Bürschchen aber hat südliche« Temperament. SS ballt die Fäuste, stampft, schreit. Auf politisch heißt man daS demonstrieren. Aber «S ist doch nur eine Ohrfeige!.. — DaS ist ihm ganz gleich! Es läßt sich nicht schlagen! Die Herren im Frack sind perplex. Wer hätte da« von dem Kerlchen gedacht! DaS boshafte Lächeln de« Herrn mit dem Knebel-barte ist unsicher geworden. Der Kleine soll doch wenigstens, wenn er sich schon durchaus nicht prügeln will lassen, nicht so viel Lärm machen Dabei zwinkert er zum langen Burschen, keit selbst. Ein JedeS von ihnen besaß den großen, klaffenden Mund des Vater» und seine dicke Kartoffelnase: aus den großen, hervorquellenden Auge» sprach die Blödheit. Nur Marie, di« Drittälteste, bildete eine Ausnahme. WaS die Naiur den Anderen abgebrochen, schien sie ihr zugelegt zu habe»; sie war schön. Obwohl nicht daS älteste der Kinder, hatte sie auf Alle, Brü-der und Schwestern, mehr Einfluß als selbst die Eltern. Besonders die Brüder hingen an ihr mit einer schwärmerischen Liebe, die freilich nicht frei war von Eigennutz. Sie Alle hatten eine dunkle Ahnung, daß Marie mit ihrer Schönheit und ihrem kalten, klaren Verstände einst die Retterin der Familie werden würde. Keines von den Geschwistern machte eine Einwendung, daß auf die Bildung ihrer schönen Schwester mehr ver-wendet würde, als auf die aller Anderen zu-fammengenommen. Es erschien ihnen selbstver-ständlich, daß daS Familienjuwel auch eine schöne Fassung erhielte. Mari« war siebzehn Jahre alt, als ihr Vater in ConcurS gerieth. Er und di« größeren Kinder arbeiteten Tag und Nacht, trotzdem hatte d«r Ruin nicht abgewendet werden können. Die Eoncurrenten arbeiteten mit viel größerem Eapi-tal, kauften, da sie gleich große Posten auf ein-mal nehmen und baar bezahlen konnten, billi-ger und konnten deshalb auch billiger abgeben. Lienert« Kundschaft verringerte sich von Woche zu Woche. Dazu kam noch andere« Unglück: unter den Rindern brach di« Lungeasnich« au«, die F«ldfrücht« schlug d«r Hagel in den Boden. der den Kopf noch immer hingehalten, hinüber. Jetzt aber richtet sich der Bursche mit den hellen Auge» mit einer jähen Bewegung aus. Sein Blick glänzt, seine Wangen find geröthet. Vor Scham? Wird er sich ohrfeigen lassen? Umschau. Für <5 i l I L In der am 26. d. abgehaltenen Gemeinde. au«schuß - Sitzung von Windisch-Graz wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, unseren ReichSrathSabgeordneten Dr. Kokoschinegg aufzufordern, gegen die au« bekannten politi-tischen Gründen beabsichtigte, von keinem that-sächlichen Bedürfnisse erheischte Errichtung eineS slovenischen Gymnasium« in Eilli Stellung zu nehmen und dementsprechend gegen die die«-bezügliche Post des Voranschlages zu stimmen. Die Gemeindevertretung von Fürsten-f e l d hat sich den Beschlüssen der Gemeinde-Vertretungen von Graz und P?ttau in der Cillier Gymnasialfrage angeschlossen und den Abgeordneten Dr. v. Krau» ersucht, gegen die für die Errichtung eines slovenischen Gymnasium« in Eilli eingestellte Budgetpost zu stimmen und in diesem Sinne auf alle deutschen Abge-ordneten einzuwirken. Auch aus der Tagesordnung der am Montag. 5. d., stattfindenden Sitzung des Marburger Gemeinde'alheS befindet sich ein Antrag wegen Anschlüsse» an den Beschluß deS Grazer Ge-meinderalhesin der Cillier Gymnafialangelegenheit. Und nun wurde die schöne Marie that-sächlich die Retterin und Erhalterin der ganzen Familie. Lienert besaß eine Bierschenke. Früher war dieses Geschäft fo gut wie gar nicht be-trieben worden, weil man glaubte, eS liefere ja fo wie so keinen Ertrag; die Zahl ähnlicher Geschäfte in der Stadt war Legion. Jetzt aber wurde die Schenk« zur ergiebigsten Einnahme-quelle für die Familie. Diejenige, welche dieses zu Stande brachte, war Marie. Es gab aller-dingS so manchen Sturm, bächewei« flössen die Thränen, bis sie sich dem Wunsche und Befehlt der Eliern unterwarf und Schenkmädchen wurde. „Habe ich deshalb bei den Nonnen fran-zösisch gelernt und Pianospielen und Häkeln und Sticken, daß ich jetzt den alten Eseln das Bier hinstellen soll?" klagte sie. ES half ihr Alle» nichts. Sie hatte sich aber getäuscht, wenn sie glaubte, daß. wie die« früher geschah, nur alte Männer in der Schenke vorsprechen würden. Sobald in der Stadt bekannt wurde, daß die Lienert Marie Bier verzapfe, warm alle jungen Männer aus dem Häuschen und dräng-ten sich in die Schenke. Und man trank GlaS un> GlaS, *1« nur wieder da» Lächeln zu er-haschen, mit welchem Marie das srischgefüllt« Biergla» vor den Besucher hinstellte. Im An-fange war diese» Lächeln da» melancholische Lächeln der Entsagung. Ihr scharfer Verstand sagte ihr, daß e» mit den Träumen von Glück, Reichthum und Liede unwiederbringlich vorüber sei. Jede» neue Gla», da» sie drm Saft« vor 2 Abg. Skala hat in der Sitzung de» Ab-geordneienhause» am 30. Octobex die Petition der Stadt Graz gegen'die Errichtung eines slovenischen Gymnasiums in Tilli überreicht. Der Deutsche Verein für Ober-öfter reich hielt am 30. v. M. eine Ver-sammlung ab. welche sehr bewegt verlief. Eine Reihe von Rednern griff in heftiger Weife daS Vorgehen der Regierung in der Cillier Frage an. Notar Dr. R i g l e beantragte die Annahme folgender Resolution: Der Deutsche Verein für Odeiösterreich erklär», daß in der beabsichtigten Errichtung eineS slovenischen Gymnasium« in Eilli ein Bruch der Coalition liegt. Er spricht die Erwartung auS, daß die Vereinigte Link« und insbesondere die ihr ungehörigen Ab-geordneten aus Oberösterreich pro 1895 für die Errichtung dieses Gymnasiums eingestellten Betrag nicht genehmigen, sondern Mann für Mann gegen denselben stimmen. Der Deutsche Verein von Oberöst«rr«ich spricht schon jetzt der Vereinigten Linken seine Zustimmung selbst für den Fall auS, alS dieselbe es für nothwendig erachten sollte, auch auS der Coalition auSzutreten. Graf Kuenburg. Wimhölzl. Spann, Edlbacher und Virlguth erklärten in einer Zu-fchrift an die Versammlung, daß sie gegen die Errichtung eines slovenischen Gymnasiums in Eilli insgesammt eintreten werden. Landtags-abgeordneter Pißlinger drückte in einem Echrei-den die Hoffnung auS, daß die Versammlung gegen die tendenziöse Slooenisirung Südsteicr-markS kräftig Stellung nehmen und die Reichs-rathSabgeordneten Oberösterreich», die dem Deutschen Vereine angehören, im Falle der Vvrstoß in daS Herz der Deutschen geschieht und die Lmke auS der Coalition nicht austritt, sich verpflichten werden, den Club der Vereinigten Linken zu verlassen. Chefredacteur Dr. Görner reserirt« über die Cillier Frage und sagte, die Linke müsse gegen die Errichtung eines slovenischen Gymnasium» stimmen. Der Redner hofft, daß nicht ein Mann bei der Abstimmung sehlen werde, denn eine solche Absentirung wäre einVer-rath. Dr. Jäger stellte einen Abänderung»-antrag. dahin lautend, daß der Schlußpassus der bereits gemeldeten Resolution heißen solle, „eventuell aus der Coalition aufzutreten, um in ftramme Opposition überzu-gehe n." Nachdem verschiedene liberale Redner, darunter der gewesen« Landeshauptmann Dr. v. Eigner vergeblich« Versuche gemacht hatten, sür «gemäßigtere« Resolutionen Stimmung zu machen, wurde die von Dr. R i g l e vorgejchla-gene Resolution einstimmig angenommen. setzie, ward für sie ein Markstein auf dem Wege zum freudenlosen Alter, zum Elend. Von dieser Zeit an hatte ihr Antlitz einen herben Ausdruck bekommen; ihre Äugen zeigten den eigenthüm-lichen Glanz, der den hervorbrechende,, Thränen vorausgeht; ihre Oberlippe schob sich in die Höhe. Nach einiger Zeit verlief sich der größte Theil der Gäste, so schnell wie er gekommen. ES war nichts Neues mehr, Marie Lienert als Klllnerin zu sehen. Von diesem Augenblicke an trat auf dem Antlitze de» Mädchens ein Lächeln zu Tage, das man am besten mit »Geschäfts-lächeln' bezeichnen kann. So lächelt die Ver-käuserin in einem Schniltwaarengeschäfl ein«m jungen Manne zu. dem sie Handschuhe um den doppelim Preis anbietet; dasselbe Lachen zeigt der Ladendiener, der einem Dienstmädchen schlech-ten Kaffee sür guten, gezuckerten Grätzer sür Tock.>yer Medicinalwein anhängen will. Und diese» Lächeln lag nur in den Augen, um den Mund zuckte da» bittere Weh. DaS Publicum, das di« Schenk« btsuchte, änderte zum zweiten Male seinen Charakter; eS wurde immer jünger. Da« Wochenaeschäst kam garniä.t mehr in Betracht. Ader Sonntag« war die Schenke von Vormittag angefangen bis tief in die Nacht hinein bi« auf'S letzte Plätzchen gefüllt. Blutjunge Burschen, Lehrbuben, junge Gesellen, hie und da «in Student. Knaben. dir kaum au« der Schul« war«n, bildtten jetzt daS W«cht" Den „Münchn. Neuesten Nachrichten" wird au» Kärnten geschrieben, daß in den Alpen-lindern eine große Verstimmung herrsche und die Linke üble Ersahrungen machen werde, wenn sie hinsichtlich deS Gymnasiums in Cilli dieselbe Temperatur entwickelt, welche auf dem deutschen VertrauenSmännertage in Prag geherrscht habe. — (Jstrien) ist zu einer Frage ge« worden. Die Regierung will angeblich ihre Tafelverordnung unbedingt durchführen. Der Coroniniclud wackele und wird wenn die Re-gierung bei ihrem Enlschluffe bleibt, aus der Coalition ausscheiden. Dafür aber bleiben die Slovenen drinnen l — (Czar Alexander III.) ist am 1. November gestorben. Der Tod deS mächtigen Fürsten, der in fo unzweifelhafter Weise stel» feine Friedensliebe bewiesen, erweckt überall Milgesüh!. Wir Deulsche freilich haben nicht gerade Grund, viele Sympathien dem Todten zu weihen. Unter Alexander III. wurde ein wahrhafte» VerfolgungSsystem gegen die Deutschen der Ostseeprovinzen geschloffen. E» ist ja nicht unbekannt, daß Czar Ale-xander III. von einem fanatischen Deulfchen-Haffe erfüllt war, dem seine Gemahlin, die dä-nische Prinzessin, wenigstens nicht entgegenwirkte. Alexander hatte noch alS Thronfolger den Gebrauch der deutschen Sprache in seinem Palais bei einer Strafe von zehn Rubeln pro Wort ver-boten und selbst sein eigener Vater, der Czar Alexander II., der einst mit dem deutschen Gruße „Guten Morgen!" zu den» Sohne in» Zimmer trat, mußte lachend die angesetzte Konventivnal-strafe erlegen. Oesterreich! sche Hi'.itertreppen-Politik so nennt das „Deutsche Wochen-blatt" in Berlin die Angelegenheit des Cillier slooen. Gymnasiums. Es erzählt: Die Cillier Angelegenheit zeigt wieder das österreichisch« Deutschthum in s«>ner ganzen Schwäche und ver-räth die Mattherzigkeit und höfische Besangen-heit der deutschen Minister im CoalitionS-Cabinete. Noch in den letzten Tagen der Aera de« Grafen Taaffe wandt« sich Graf Hohenwart, der bet Kaiser Franz Joseph noch immer per-8 i g«r, die Errichtung eine» Portale» vor d«m Geschäft« zu g«ftatt«n, wird, nachdem Ingenieur «De»tsch» Macht- P i w o n sein Gutachten dahin abgegeben hat, daß dadurch keine Passagestörung verursacht werde, Folge gegeben. Sodann wird ein AmtSbericht über di« provisorische Ausbesserung der Fahr« straß« über d«n L«i»b«rg, wo infolge der letzten R«g«ngüsse «ine bedeutende Ab-r u t s ch u n g stattfand, erstattet. ES s«i aber nöthig, die Pfosten, welche den HumuS zurück-halten und vtrfault sind, durch n«u« zu «rsktzen, wenn man gründlich« Besserung schaffen wolle. ES werfe sich aber die Frag« auf, wer eigentlich die Straß« zu «rhalien hab«. Di« Sache wird deSdalb als nicht spruchreif btfunden und von der Tagesordnung a b g e-setzt. Dr. S ch u r b i lenkt bei diesem Anlasse die Ausmerksamkeit aus den Woglainasteg. Der Gemeinderath habe beschlossen, eine Anzeigt über den baufälligen Zustand desselben an die Be-zirkShauptmannschaft zu leiten. Die „Deutsche Wacht" habe aber in der letzten Nummer die Nachricht enthalten, daß seitens deS StadiamteS eine Sammlung behufs Renovierung des Steges eingeleitet worden fei. Er fürcht«, daß man fo ein Präjudiz schaffen und den anderen Jnter-essenten «ine Sorge abnehmen werde. Ueber Aufforderung de» Vorsitzenden gibt der anwesende AmtSvvrstand, Hr. F ü rst ba u er, darüber Aufklärungen. Der Steg, dessm Existenz für die Anrainer eine unzweifelhafte Nothwen-digkeit fei, f«i seinerzeit nicht als öffentlicher Sieg, sondern von Interessenten gebaut worden. Zu den Sammlungen würden auch die vielen Interessenten in der Gemeinde-Umgebung Cilli herangezogen werden. V.-B. R a k u s ch con« statirt, daß durch die Einleitung folch«r Sa»m« lung«n der Gemeinde Cilli keinerlei Zwang erwachsen sei, für die Existenz de» Stege» etwa später zu forgen. GR. Oberingenieur P i w o n referirt über die in der Gartengass« von Herrn Zamparutti errichtete Gartenmauer. Bei einer späteren Re-gulirung der Gasse würde die Mauer writ in dies« hineinragen und Herr Zamparutti oi«lleicht sehr schwer zur Beseitigung derselben zu bewegen sein. Herr Zamparutti müsse sich entweder dur einen Revers der Stadtgemeinde gegenüber ver« bindlich machen, auf deren etwaiges Verlangen die Mauer sofort abzutragen oder aber sei er zur sofortigen Beseitigung der Mauer, die er ohne eine Bewilligung einzuholen, errichtet hat. zu veranlassen. (Angenommen). Dann wird über Anträge der Finanzsektion, Referent GR. W a l l a n d , verhandelt, und zwar zuerst über ein Subventionsgesuch de» Musitvereinr». GR. Walland be-merkt, daß der Musikverein um einen Vorschuß im Betrage von 400 fl., rückzahlbar im Laufe d«S Jahre» 1895, ansucht. Der Musikverein geb« anschließend an fein Gesuch gleichzeitig Auf« schlösse über feine finanzielle Lage. Darnach habe b«rs«lb« da» abgklausen« Jahr zwar mit einem Defizit von 200 fl. abgeschlossen, dafür aber ein n«ue» Claoier im Werth« von 400 fl. und Musikalien im Werthe von 200 fl. ange« kauft und «ine tüchtige neue Lehrkraft engagirt. Di« Musikschule weise die doppelt« Schültrzahl des Vorfahrt» auf, di« Einnahmen hab«n sich gehoben und fo werde e» gelingen, mit Hilfe der Spenden und wenn die Bürgerschaft zahl-reich dem Verein« beitritt, di« schon w«gen de» Theater» unumgänglich nothwendige Musikkapelle in der bisherigen Stärk« zu erhalten. Die Sek-tion schlage vor, dem Vereine 300 fl. Vorschuß zu gewähren. VB. R a k u s ch betont, daß sich dit Verhältnisse im Musikverein zum Bessern ge« wendet haben und die gegenwärtige Kaffaver-waltung sich sehr tüchtig erweise. Aus Antrag Dr. S ch u r b i' » , dem sich auch GR. Wal« land anschließt, wird beschlossen, dem Musik« verein i conto der nächstjährigen Subvention einen Vorfchuß von 400 fl. zu gewähren. GR. Walland referirt weiter» über die Eingabe der ftädt. Wachleute K a l i f ch n e g g und S u p a n » um Gewährung eine» Klafter» Holz. (Wird gewährt.) Namen» der 5. Sektion beantragt GR. Mathe» di« Einführung der alten Geflügel« 3 Marktordnung. Unter den gegenwärtigen Ver« Hältnissen stehen die llrproducenten, die Bauern, nebe» den Händlern und werden von diesen veranlaßt, die Geflügelpreise hinaufzuschrauben. Darüber seien bereit» viele Klagen laut geworden und e» habe sich eine förmliche Geflügel« b ö r f e etablirt. GR. A l t z i e b l e r sagt, daß die Händler an Markttagen eine rege Agitation entwickeln, dahin, daß die Bauern die Preise hochhalten sollen. ES sei nützlich, die Händler von den Urproduzenten zu scheiden. GR. Director B o b i s u t beantragt, den Gegenstand von der heutigen Tagesordnung abzusetzen. Man möge zuwarten, ob sich die Preise nicht dadurch von selbst regulieren würden, daß einfach niemand da» theuere Geflügel kaufen wird und so die Bauern zur Einsicht kommen werden. Sollten die Preise aber dauernd hoch bleiben, so sei dahin der Antrag dann wieder aufzunehmen. (Ein-verstanden). E» folgt nun der vom GR. Marek er-stattete Bericht de» Theatercomitee». Im Vertrage mit den Director Oppenheim hab« der letztere eine Aenderung für nöthig gesunden, der wohl der Gemeinderath zustimmen werde. E» soll bestimmt werden, daß statt unter 3 bi» 4, unter 4 bi» 5 Vorstellungen eine Operette aus» geführt werben müsse. Der Gemeinderath werde hoffentlich dieser geringfügigen Abänderung zu-stimmen (Geschieh^. Nach der öffentlichen folgte eine vertrauliche Sitzung. Z)as Deutschthum Steinörück's. ^Eigenbericht der „Deutschen Wacht".) Steinbrück, 1. November. Unser Ort gilt beinahe al» ein für da» Deutschthum verlorener Posten. Die versprengten Reste unserer Volksgenossen, die noch in Stein« brück zum Deutschthum halten, sind durch einen unerhörten Terrorismu» entmuthigt, kämpf« unfähig gemacht. Und was nicht die Windischen bereit» gethan, daS machte die Begünstigung der panslavisttsch gesinnten Pervakenführer von »Oben" herab. Steinbrück ist gewiß ein ur« deutscher Name und die Einwohner Eteinbrück'S tragen Familiennamen, die entweder deutsch oder so slavisirt sind, daß man ihren ehemaligen deutschen Charakter noch erkennt. Die Einwohner sind also Deutsche, unzweifelhafter deutscher Ab-kunft, die aber durch eine rastlos« Agitation d«m «igenen VolkSthum entfremdet wurven. Be-kanntlich ist ja in Südsteiermark die Zahl der flovenisirten Deutschen eine ungeheuer große und darin zeigt sich am Besten, wie unerhört die Deutschen bedrückt wurden, so daß selbstsüchtigere Elemente zum slavischen Feinde, der immer be« günstigt wurde, überliefen. Früher war also S t e i n b r ü ck deutsch. E» war ein Kern-stock deutscher Bürger und Besitzer vorhanden. Wir fanden dort eine starke Anzahl deutscher Beamter, denen sich naturgemäß die Untergebenen anschlössen. E» bestand gleichzeitig auch ein inniges Verhältniß mit der deutschen Bürger-schaft. die wie überall, beamtenfreundlich war. So konnte e» nur möglich sein, daß die deutsche Idee immer mehr erstarkte und zum Durchbruche kam. Dies äußerte sich in der Gründung einer Ortsgruppe de» allgemeinen deutschen Schul« vereine» und in der JnSlebenrusung eine» deutschen Lese« und Kegelclub«, dem in der Folge auch die liberalen slovenischen Elemente beitraten. Daß sich diese Vereinigung allgemeiner Aufmerk-famkeit und Würdigung von Seite der Deutschen und deutschfreundlich gesinnter Slovenen erfreute, bezeugen die vielen Sympathiebeweise, die ihr ent« gegengebracht wurden und fo waren nun die Feste, die vom Lese« und Kegeclub veranstaltet wurden, ein Glanzpunkt in der Geschichte Steinbrück» und 4 die vielen Gäste trugen daS wohlverdiente Lob hinaus in die Umgebung. So war eS einst, ganz ander» ist e» jetzt. Durch den Wechsel de» Beamtenpersonales im Lause der Zeit wurde da» deutsche Element immer mehr und mehr geschwächt. Die Ortsgruppe de» allgemeinen deutschen Schulvereine» löste sich freiwillig aus und im Lese» und Kegelclub scheint jetzt nicht mehr da» deutsche Element zu ob-walten. Schon vor einigen Jahren brachten wir in unserem Blatte ein« Mittheilung, daß ein sich gerne sonst auf d«n Deutsch«» hinanSspielender Prioatb«amt«r mit beiden H änd e u sür die Einführung de» Sloo. Nar. gestimmt hat. Seine beiden Hände waren ausschlaggebend. Nach kurzer Zeit aber legte sich wieder die Begeisterung für diese» radikale Blatt und erst der jüngsten Zeit gelang e» den Windischen die Wieder-Abonnierung desselben durchzusetzen. Vielleicht folgt noch daS Cillier Wendenblättchen für das ein s l o v. Bahnbramter so lebhaft«» Jntereffe zutage legt, daß er nicht umhin konnte, dem reisenden Publikum am Schalter zu zeigen, daß «r durch da» Ltsen desselben dem weiß-blau» rothen Nationchen angehöre. Zu den genannten Blättern dürften wohl bald noch hinzukommen -Narodni Lisch. Orlice. HervatSka, Obzor, Zoon ic. für die verschiedenen Zungen im Nationalitäten-conclommerate in Eteinbrück, denn hier finden wir gemäßigte und radicale Slovenen, Alt- und Jungischechen und endlich auch Deutsche meist liberaler Gesinnung, wozu sie hauptsächlich durch verschieden« Bedingungen in d«n LebrnSver-Hältnissen veranlaßt sind. Durch ganz eigenartige V ränderungm im Lauf« weniger Jahr« sahen wir Steinbrück fallen, wa« aber nicht zur Folge haben soll, e» ganz und sür immer verloren zu geben. Eine große Organisation der Deutschen Südsteiermark'» muß geschaffen werden, durch deren Hilse alle verlorenen deutschen Gebiete wieder zurückerobert werben müssen. Aus Stadt und Land. Cilli. 3. November. Statthalte? Baron Kübeck in Eilli. Gestern. Freitag und h.uie Samstag weilte der Statthalter Baron Kübeck in An-gelegenheit der Sannregulierung in unserer Stadt. Er hatte beim „Erzherzog Johann" Wohnung genommen und reiste heute Mittag» mit dem Schnellzuge nach Graz ab. Am Bahnhofe hatten sich die Spitzen der Behörden eingefunden. Todesfall. Hier ist am !. d. M der Hausbesitzer und Bürger Josef Rauch im Alter von 71 Jahren gestorben. Der Tod de« best-beliebten Mannes erweckt allgemeine Theilnahme. Veränderungen im Finanzdienste. Der Suuereinnehmer Herr Josef Eifenbach in Windisch-Feistritz wurde al» HauptsteueramtS-controlor dem Hauptsteueramte in Marburg und der HauptkteueramtScontrolor Herr Franz Mauric dem Hauptsteueramte in Cilli zur Dienstleistung zugewiesen. Eidesleistung der Recruten. Auf dem kleinen Exercierplatze fand am I. November die Vereidigung der zu Beginn Ociob'r eingerückten Recruten statt. Der feierlichen Handlung ging eine Feldmesie voraus, welche vom Siadtpfarrkaplan Krancic in einem zu diesem Zwecke errichteten Zelte gelesen wurde, und welcher sämmtliche nicht mit der Truppe ausgerückten Officiere der Garnison beiwohnten. Die au»gerückten Truppen bilde,en ein Can6, dessen eine Seite vurch da» Zelt, die be den «»deren Seiten durch die Abtheilung de» tj7. Infanterieregiment» und die dem Zelte ge^enüderli.gende Seite durch daS in Masse aufgestellt« Landwehrbaiaillon gebildet wurden. Der ouSrückende Stand war circa 1000 Mann. »?r«t7che M«cht" Nach der Messe wurde den Recruten der Eid abgenommen, und zwar zuerst de» deutschen und dann den slovenischen, wonach die Truppen vor den beiden Commandanten defilierten und in die Kasernen abrückten. Da schöne Witterung war. hattm sich zahlreiche Zuschauer eingesunden. Triefter- und Killier Sänger in Tüfter. Der Triefter Männergesangverein hat. einer Einladung derTüsfererLieder-t a f e l Folge gebend, beschlossen, zu Pfingsten de» nächsten JahreS eine Sänperfahrl nach Tüsser zu unternehmen. Der Männerae-sana verein in Cilli hat seine Mit-wirkung zugesagt und auch andere Vereine Steiermarf» werden sich an der Fahrt be-theiligen. So dürste denn zu Pfingsten in Tüsser ein frohe» deutsche» SängerverbrüderungSsest gefeiert werden. Von unserem „Eillier Spazier-gäng-r" kommen uns folgende Zeilen zu: Der Woglainasteg geht ersichtlich seiner Auflösung entgegen. Einen Theil de« Geländers hat der Wind richtig schon davongetragen, der Rest zeigt zwar nicht von entschwund'ner Pracht, aber doch: „auch dieser schon geborsten, kann stürzen über Nacht!" — Der Fahrweg läng» des Josesiberge» zwischen Steg un» Brücke ist übrigen» de» Stege» vollkommen würdig. Die Bauern und Einwohner der Umgebung Cilli können auf die jetzige slovenische BezirkSvertretung stolz sein! Allerseelenstimmung ES gibt einen Tag im Jahre, an dem in da« Herz de« Froh-lichsten leise Webmuth schleicht. ES ist ein nach-denklicher Tag — Allerseelen. Da denkt man vergangener, vergessener Dinge und eS über-kommt einem eine ganz seltsame Stimmung. Man besucht den Friedhof und legt Blumen auf die Gräber Derer, die man im Leben geliebt und gekannt hat. Allerseelen ist gewöhnlich ei» rauher grauer Tag, so recht zu den Gefühlen passend, di« in den trauernden Mensche» erwacht sind. Auch Heuer war er unfreundlich und kalt. Die Pflicht an den Todten wurde aber reichlich erfüllt. Die Lebenden zogen hinaus auf den Friedhof unserer Stadt und die Blumen häu'ien sich auf manchen Gräber». Andere Wenige wieder trugen nur die öde graugelbe Grasdecke. Und da war wohl der Herbstwind so barmherzig eine Rose von den reichen Hügeln wegzuwehen und sie lind aus ein verlassenes Grab zu tragen. Wa« mag ihn dazu bewogen haben, den leichten Gesellen, so sentimental zu sein? Ruht unier der Erddecke da vielleicht ein junge» Leben, dem nur Schmerz, nur Enttäuschungen wurden? Auch da» Schicksal scheint manchmal Reue zu cm-psinden. Und wie eine stolze, böse, junge Dame, die an echte» Empfinden erst glaubt, bis der, welcher eS ihr weihte, starr und entseelt ist, so streut eS dann Rosen über das einsame Grab... Spätherbftfrüchte. Von Herrn Joh. O g r i s e r wurden uns mehrere vollkommen auSgereiste, dann auch grüne sowie blühende Erdbeeren und eine Schwarzbeere zugeschickt. Diese zu so später Jahreszeit aus-gereiste Früchte hat Herr Ogriser am 30. October l. I.. abend» in S a l d «n h o f« n, Bezirk Mahrenberg gepflückt. Eine hübsch, Illustration zum warmtn Wetter der letzten Tage. Jahr- und Viehmärkte in Steter-mark. Am 6. Novembtr: Feldbach, I. u. V. — Fürstinfeld. Wochenmarkt für Getreide und andere landwirthschaftliche Produkte. — Heiligenkreuz. Bez. Luttenberg, I. — St. Jobann im Sazgauthate, Bez. ArnfetS I. u. B. — «lndberg, I. u. SB. — Knittelfetd, I und bedeutender V. — Kreujdorf, Bez. Luttenberg, I. — Lemberg. Bez. St. Marein, I. u. V. — St. Leonhard, in Windisch-Büheln, I. x. P. — Ligist, Bez. voit«berg, I. u. B. — St Magdalena am Leinberge, Be». Hartberg, I. u. B. — Murau. I. u. V — Neukirchen, Bez. Eilli, u. V. — Pobresch, Bez. Pettau, V. — 1894 RadkerSburg, V. — Rann, I. u. B. — 9Wej, Bez. Oberburg, I. u. B. — Steinach, Bez Irdning, I., Pferde- und Schlechtviehmarkt. — Wolfsberg. Bez. Wildon, I. u V. — Wundkchub. Be, Umgeb. Vraz, v. — Am 7. November: ®raj, Getreide-. Heu-, Stroh-, Laden- und «ohlenmark» «m Srie«-. Holzmark! am Dietrichsteinplatze. — Pettau. Wochen -markt u. SB. — Am 8. November: Sraz, Hornviehmarkt nächst dem Schlachthause. — St. Peter am Otte»«bailast. Tiefblau spannte sich der Himmel über die Häupter und fast konnt, man glauben, in irgend einer norditalischen Lande schaft zu weilen. DaS ist nun vorüber. Schon am AUerfeeientage machte sich eine prickelnde, beißende Frische fühlbar, die sich im Laufe der Nacht erheblich verschärfte. daS Thermometer sank auf Null. Man beginnt sich jetzt bereit» mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß die schönen Tage endqiltig vorüber sind und die Zeit des Winterrocks beginnt. Ein Knabe als Brandstifter. Au» O b e r k ö t t i n g wird unS geschrieben : Vor-gestern brannten die Stallungen und daS Wirtschaftsgebäude des hiesigen Grundbesitzers I e -fanek, vulgo Gaberfchek. vollkommen nieder. Jefanek, war eben bei einer Arbeit beschäftigt, als fein kleiner Sohn mit den Worten zu ihm kaui: „peite glelat oce, kok lep gori!" (Vater, komm' schauen, wie schön e» brennt!) Entsetzt eilte er mit dem Knaben zur Brandstätte und sah schon die Flammen beim Dachstuhl heraus-schlagen. DaS Feuer hatte der 3jährige Junge mittels Zündhölzchen entzündet. Lichtenwald Der deutsche Lese-verein in Lichtenwald hält Sonntag den 4. November 1894, 6 Uhr abend» in Smrekers Gastwirthschaft die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Lieferthale in Kärnten wird geschrieben: Zu Ende der letzten Woche «rasen zwei au» dem Leobengraben kommende Fuhrleute einen Achtenderhirsch in vollkommen heradgekommenem Zustande. Mit Knütteln und Steinen wurde die Jagdbeute erlegt, und zeigte sich daS arme Tdier bis auf die Knochen abgemagert. Ein Kugelschuß hatte dem Hirsch den Unterkiefer und die Zunge durchschossen, so daß derselbe keinerlei Nahrung mehr aufzu-nehmen vermochte. Wohl wochenlang mag das erbarmenswerte Thier unter unsäglichen Leiden den Wald durchstreif« haben, bi« e« end-lich durch Fuhrmannshand auf folch barbarische Art von seinem Schmerze erlöst wurde. Mit eingeschlagener Hirnschale schleppte sich da« arme Thier noch etliche Schritte, bis e« verendete. Ausgeloste Geschworene. Für die sechste SchwurgerichtSfession wurden folgende Herren alsHauptgeschworene auSgeloSt: Richard Zesel. HanoelSmann in PulSaou ; Anton KroiS, Realitätenbesitzer in Wüschein ; Ferdinand Jvanui, Handelsmann in Hölldors; Karl Mack, Schuhmacher in Schönstem; Franz Lorber. Gemeindevorsteher in Oberpartin; Matthäus CaS. Sag- und Mühldefitzer in St. Jobann bei Umerdraudurg; Johann Raöiö, k. k. Notar in Schönstem ; Anton Rötschnigg, Großgrundbesitzer in Reifnigg; Franz Petschnigg. Hotelbesitzer in Schönstein; Egon v. Pistor, Großgrundbesitzer in Graßnitz; Paul Kämmerer, Hausbesitzer in Marburg; Kasimir Braikovik, k. k. Notar i» Rohilsch ; Emil Ritter o. Schwarzer, Realitäten- 1894 esitzer in Ropreiiiitz; Rudolf Senitza, Bäcker in Sachsenfeld: Johann MaluS, Realitätenbesitzer in Oberfiifttc; Karl Gränitz. Hausbesitzer in Marburg; Karl Fritz. Fleischer in Marburg; Johann Glaser, Realitätenbesitzer in Gerstorf; Joses Roth. Realitätenbesitzer in Unlerrolhwein: Wilhelm Witlazil. Bäcker in Marburg; Josef WieSthaler jun., Gemnndeoorsteher in Treiternitz; Vineenz Leposcha. HandilSmann in Rann; Anion Tarntet. Handelsniann in Oberburg; Simon Kuketz, Braureibesitze^ in Sachsenfelv; Franz Witzmann. Realilälendesitzer in Greuth; Joses Mufi. Realitätenbesitzer in Franz; Josef Sagaj. Krämer in Marburg; Johann Kram-beiger, Realilälendesitzer m Kauischa; Max Morii, Handelsmann in Marburg; Jobann tausenbichler. Großgruidbesitzer in Sachsenfeld; I ohann Katz. Holzbändler in Si. Marein; Jo-dann Gedlczka, Weinhändler in Friedau: Josef Roßmann. Hausbesitzer in Marburg - Theater. Madame 3ano Göne. Sie sind alle K-nsistücke — glänzend, faS-zinierend, entstanden, umweht von der parsun» duftenden, vielleicht auch ungesunden Theaterlus». die Werke Victorien SarDou'i Und besonders Madame SanS-Göne. sein neuestes, mit dem er die Bühnen Europas, die ihm ja schon alle lange gehören, sieghast überschreitet. Prickelnd wie böser, sinnberauschender Eham> pagner, ungesund wie die Moral der modernen .guten" Gesellschaft. Ader geistreich und interessant. So besucht denn auch immer wieder, selbst im sprödesten Deutschland, die elegante Welt zahlreich das Theater und .SanS-Göne" ist ein Kassenstück ersten Ranges geworden. In Graz feierte sie erst dieser Tage vollkommene Triumphe und man kann überaus gespannt auf die hieroriiqe Aufführung am Dienstag sein. Die Rolle der Madame SanS Göne hat Frl. R o h l a n d. Hoffentlich wird der jungen Dame die zur Herzogin erhobene Wäscherin ge-lingen. Wie sagt doch ein Grazer Kritiker. »P-«tsch- Macht- Hermann Kietzl? San« Göne ist eine urwüchsige gesunde Raiur, ohne Coquetterie mit einfachem natürlichen Empfinden. Die Rolle des L e s t b 11, Herzog von Danzig. hat ein junger Schauspieler Herr Georg E g e r vom Stadttbeaier in BrlSlau über« nomme». der unsere Bühne damit zum ersten Male betritt. Anfang 7,8 Uhr. Ermäßigte Preise. Sonntag abends ging der „Zigeuner-daran ' über unsere Bühne und bot Herrn Passy-Cornet Gelegenheit, in der Titel-roll« einen ehrlich verdienten volle» Erfolg zu feiern. Die vorzüglichen Stimmmittel, sowie daS temperamentvolle Spiel deS Künstlers gelaugten diesmal so recht zur Geltung. Frl. Marie Schotte als Saffi zeigte, daß sie s«hr schön smg«n kann, aber gleichzeitig auch eine ganz unbegreifliche Nervosität, die ihren Gesang matter und ihre Bewegungen befangen macht. Frl. Schotte als Czipra überraschte durch eine ganz hübsche, kräftige Altstimme, aber gleich-zeitig auch durch eine geradezu abschreckend häß-liche Maske. Herr Hernfeld als Zsupan war lau und se!ir nonchalant. Herr Schwarz, ein gravitätisch-drolligerSittencommissär. Die übrigen Mitwirkenden hatten weniger Gelegenheit, her-vorzutreten. Geklagt wurde über den Dirigent,» deS Orchesters. Herrn H e m p e l. der gut daran thun würde, sich etwas lebhafter zu zeigen. Schließlich wurde der Chor als der Zahl nach unzureichend befunden. Die Büdne bot nicht das richii„e bewegte Bild, worunter natürlich die Stimmung litt. In der „Zauberin am Stein", welche Donnerstag statt der Rühr-Limonade .Müller und sein Kind' aufgeführt wurde, war eS insbesondere Fräulein Fritz, welche als Wirthin „am Stein" eine vollendete Leistung bot. Die Dame, eine sehr schöne Bühnenerschei-nuna. kann ebenso vorzüglich sprechen als spielen. Auch in den Momenten höchsten Affects wird sie nicht unverständlich und die Stimme verliert nicht» von ihrem klaren Klang. So errang sich, Fräul. Fritz, den wohlverdienten s' Kenndirndl. Eine Torfgeschichie von Ferd. »irl. Änttscher. Der Weg. an dem daS letzte Hau« im Dorfe steht, ist jetzt im Winter mehr mit Schlitten als Wägen befahren. Klein aber nett ist diese« Häuschen, von einem verödeten Gärtchen, in dem im Sommer die schönsten Reseden und duftender Rosmarin, sowie viele andere Blumen und Heilkräuter wachsen, umgeben. Auch eine kleine Laube be findet sich in dem Gänchen, aber jetzt sieht man nur die fchneebedeckten Zweige der wilden Reben und da« nackte Holz, an dem sich die Ranken emporwinden. Aber in den dicht verschlossenen Fenstern, da blühen und wachsen der Spack, die Hund«-wurzel und wie sie alle heißen mögen, die das ApolheterröSle. ein alte», gekrümmtes Mütterchen, das die Dorfbewohner scheu mieden, groß ge-zogen hatte. Aber 'S ApothekerröSle lachte und ließ die Lästermäuler reden. Sie wußte doch, daß sich alle vor ihr fürchteten, und den Eintritt in's HauS verwehrten, damit sie nicht das Vieh bezaub're oder die Trnd über die Kinder kommen kieß. Da war die Brom, ihre Tochter, ein ganz anderes Wesen. Freilich mieden Viele ihren Umgang, und das waren vorerst die Burschen des Orte« selbst, die dem Mädchen Schlechte« nachredeten oder ein Lange« und Breites erzählten, wa« glaubwürdig zu erscheinen im Stande war. Aber trotzdem man sie da« „Hexendirndl' nannte, gieng sie fleißig in die Kirche und betete. Vroni gab auf die Neckereien ihrer Kamera-binnen niemal« Aulwort, sondern lief heimlich fort, um der lästigen Gesellschaft zu entgehen. Dann aber höhnie und lachte man. als der schmucke Herrqott«schnitzer-Poldl hinterher-lief, um da« aus solche Art gedemütl,igl« Mädchen zu »rösten. Und als er dieselbe dann er- reicht, da naUn er sie um die Mitte und fragte, warum sie denn weine?" .Ja hörst denn nit!" schluchzte die Vroni. „wia dö mi auSspott'n und mein Glaub'n ver-laugnen — i — i hab' doch auch ein' Glaub'n, wia alle and'ren. — Zweg'n dem. daß i 'S ApothekerröSle'« Tochter bin, kann do i nix dafür! „Freilich, kannst nix dafür! — Aber laß' nur red'n, Vroni, laß' nur red'n — 'S kimmt schon die Zeit, wo 'S do einfeg'n werd'n. daß a Straß n gibt, auf der fchwar z'fahr'a i«! Gelt Vroni —" .Ja. ja, Poldl I — Du bist halt ein so so — so viel guter Bub' — " und da lachte sie und drückte ihm die Hände. Dann schritten Beide, Arm in Arm. die schneebedeckte Dorfstraße entlang, bi« vor deS ApothekerröSle« Häuschen, wo sie Abschied nahmen. Vro», ging in« HauS, währenddem der Poldl den Almweg hinanstieg, um seine Be-Häufung, die sich hoch droben besand, aufzu-suchen. Dort auf der Alm lebte er für sich und feiner Kunst, die im Schnitzen von Herrgotts-bildern und verschiedener anderer Figuren be-stand, welche er dann, bei größerem Vorrath im Orte selbst oder den umliegenden Gegenden zum Verkaufe brachte. Trotz deS weilen Wege« von der Höh' in'S Thal ging er läg'ich früh Morgens in'S Drnf, um sich die LebeuSmittel srisch einkaufen zu können. Und wenn er dann wieder heimwärts zog. da grüßte er die Vroni. die vor der Thüre stand und sie beantwortete seinen Gruß und sandle ihm Lieder hinauf zur Höh' und er herunter. So hatten sich Beide kennen gelernt — und kannten sich schon seit fast einem Jahre, seit der Bursche in diese Gegend gekommen war. Die Alle mied er aber, denn Poldl war nicht frei vom Hexenglauben. so gerne er sich dieses auch ausgeredet hätte, wenn die nöthige Kraft Haupterfolg des Abent«. Herr Ekert welcher den Sohn des KarbachmüllerS gab' war übrigens ein vorzüglicher Partner. Man sand eS blo« ziemlich sonderbar, daß er im ersten Acte, während daS Unwetter tobte, mit salopp aus der Achsel hängendem Rocke erschien. Während eines Gewittersturme« pflegt auch ein Gebirgsbauer nicht den Rock fo gemüthlich zu tragen. Der «arbachmüllerde«Herrn Schwartz war eine lebenstrotzenve. natürlich gegebene Ge-statt. Die Damen Fräulein Staub er, Frl. Valmore. Frl. Köhler und Frl. Minka L o r m machten aus ihren Rollen, was zu machen war, ebenso die Herren R e n e e. Hernfe'ld. S t e r n f e l S und G v l d b a ch. Da« gut eb-suchie Haus spendete lebhaften Applaus. Machtrag. Ueber die Jstrianersrage erhält das radicale slovenische Tagblatt solvent? Drahtnachricht: .Die istriichen Abgeordue!.:, de« Eoronini-Elud erhielt» von der Reg-crun^ die Zusage, daß die zweisprachigen Tafeln ln keiner Stadt angebracht werden sollen, deren Bevölkern»« der Mehrheit nach italienisch ist. Auch in Capo d'Jstria und Pirano werden die Tafel« nur provisorisch angebrachi und wieder durch üalienische ersetzt werden, sobald sich die Bevölkerung beruhig» haben wird. Die.slovenischen Abgeordneten sind angesichts der Nachgiebigkeit der Regierung äußerst aufgebracht und werden Montag neuerding« interpellieren. Das Mini, sterium bemüht sich, dior»«ori»» K. MABDBT8CHLAGKR, Apotheksr W! WUa. wie Hlin.Wmif. Pnli »>»»» 'I, IT. 1 H, #0 kr. Allein. Depöt dieser Apotheke In Laibach. Versandt täglich per Post umgehend. 9<>8—3 I ♦ h i i Rudolf Nowak Erste und älteste Stearin-Kerzen in Oesterreich-Ungarn. — Nur ficht in Ilona-Packung. Aecite F. A. Sarg's Sohn * Cie. MILLY COMPTOIR: WIEN IV., Schwindgasse 7. Preisermässigung seit 16. September d. J. k. a. k. 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II da» jtrtllii(t»bletr. itven. Anerbietungen unter „Artikel* an di« Expedition der „Tagenpost" in Gras. 986-® Vom tiefsten Seelensehmerze gebeugt, geben die Gefertigten allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten Vater«, beziehungsweise Schwieger- und Grossvaters, des Herrn Hauabealtznr, welcher gestern, den 1. November 1894, um '/,6 Uhr abends, nach kurzem schweren Leiden, im 71. Lebensjahre sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des theueren Verblichenen wird Sonntag, den 4. November, um Vj4 Uhr nachmittags im Trauerhause, Kathausstrasse gehoben und auf dem Friedhofe der Stadtgemeinde Cilli zur ewigen Ruhe bestattet werden. Die heiligen Seelenmessen werden Montag, den 5. November, um 8 Uhr frQh, in aer deutschen Kirche gelesen worden. Cilli, am 2. November 1894. 995 Marie Haagner, Anten» witwe, als Schwester. Franz Fassl, landsch. Inspector, als Schwiegersohn. Friso Franz Fassl, »1» Enkel. E U ST EI welche seit 20 Jahren bewährt und von hervorragt n Jen Aerzten als leicht atitMireiiies, \mti Mittel empfohlen werden, stören nicht die Verdaanoz. sind vollkommen unschädlich. Der verzuckerten Form wegen weiden diese Pillen selbst von Kindern gern genommen. Neustein'* Elisabethpillen sind duich ein sehr ehrende» Zeugnis des Herrn Hofrates Pitha ausgezeichnet. DC Eine Schachtel 13 Pillen enthaltend kostet 15 kr., eine Rolle, die 8 Schachteln, demnach 120 Pillen enthtlt, kostet nur I (I. S W. WtPlilMhl ? Vor Nachahmungen wird dringend ff (II llllllK • gewarnt. Man verlange ausdrücklich Neusteins's ElisabethpiHen. Nur echt, wenn jede Schachtel mit unserer gesetzlich protokollierten Schutzmarke in TlimpV „heil. Leopold " und mit unserer Firma: Apotheke „Zum heil. Leopold", Wien, Ecke der Spiegel- und Plankengasse, versehen ist. In Cilli bei Herrn IVIarelc. 993-24 Danksagung. S» Vor drei Jahren hat »ich wein Mann Herr Vinko i.apajne bei der Leben»-vcrsiiherunga-Gesellschaft ,Tbe Gresham" in London mit einem namhaften Capital aas Todeafall in Gunsten der Kinder versichert. Nach Beibringung der Tode»-tocumente hat der öeneral-Bepräsentant in Laibach, Herr Guido Zeschko, all-sogleich das versicherte Capital auabe-zalilt. Oeffentlich dafür meiuen innigsten I>ank sagend, kann ich Jedermann nur auf das Wärm>te die Anstalt ,The Gresham* empfehlen. 990 Idria. am S6. October 1894. Franziska Wwe. Lapajne. Elise Ranch, Fanline Fassl, geb. Bauch, Moritz Ranch, Richard Ranch, »I< Kinder. Herrn A ... . N . . . . in Cilli, Kahnhofstrasse. loh fordere Sie hiermit auf, Ihrer Verbindlichkeit mir gegen-Uber bei Vermeidung der Anest-llohen Nennung Ihren vollen Hamens nachzukommen. 997 01111. 3. November 1894. F...I B.......g. 200 Unlden monatlichen, sicheren Verdienst, ohne Capital und Risico bieten wir Jedermann durch Verkauf gesetzlich gestatteter Lose. 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