BriknumerationS-Preise: Fitr Laibach: Vanzjiihng ... 8 fl. 40 ft. Hiidjiihrig ... 4 „ 20 „ Kierteljiihrig . . 2 „ 10 „ Mooatlich ... — „ 70 „ HI i t b c r Post: V«,z,!ihng... 11 fl. — ft. Haidjiihrig ... 5 „ 50 „ Uirrlrljiihrig . 2 „ 75 „ Laibacher Kebedtee: Bahuhosgafle Nr. 132. FSr Zustellung ins Haus bier« 25 kr., monatt. 9 kr. Wtajeint Nummern 6 It. ngblntt. Ruonyme Mittheilungen werdeu nicht beriickfichtiqt; Mauuscripte uicht zuriickgeseadet. Expeditio«- & Inserateu-Bureau: kongrchpla^ Nt. 81 (Buch. tmnblung von Jgn. p. Slci». matjr & Fed. Bambetz.) JnsertionSprciie: Fiit bit tinfpaltige Petit,cil« I 4 It., bei zweimaligcr Sin* schaltung a 7 ft., brrimaligtt A 10 fr. JnsettionSstempel jtbr«mal 30 fr. vei gtbheren Jnsetaleu irob b fitter Einschaltung cntfpc* chenbet Rabail. Nr. 254. Mittwoch, 5. November 1873. — Morgen: Leonhard. 6. Jahrgang. Schlutz bet Weltausstellung. So haben sich nun auch die Pforten des ge-waltigen, der Arbeit der Bolker gewidmeten Pa-lastes in drn Pralerauen geschlossen, das grohartige Bilb, das wie kein zweites ben Namen einer Welt im kleinen verdiente, das wir entstehen und sich ent-falten gesehen, ist nun auch verschwnnden. Alle Oester-reicher, bcnm ihr Vaterland unb dessen Fortschritt am Herzen liegt, haben bic Hoffnungen unb Sorgen getheilt, bie sich an bas grohartige Unternehmen kniipften. Mogen auch nicht alle weittragenben Hoss-nungen in Erfullung gegangen, gar manchmal der Erfolg des Werkes burch ungeahnte Zwischenfalle in Zweifel gestellt toorben fein, im grohen unb ganztn, bas wirb sich jeber sagtn, hat bie Weltausstcllung ihren Zweck errreicht: sie hat ein Bilb der Kultur unserer Zeit geboten, wie vor dem kein zweites so grotzartig sich entrollt hat, unb sie gereicht unserem Oesterreich, bas sie ins Leben geruftn, zum blei-benden Rnhme unb Gedachtnis. Schwere Sturme sinb fiber bieses Reich seit tinent Bierteljahrhunbert bahingezogen; mehr als einmal krachte ber alte morsche Bau in alien fcinen Fugen. Unb selbst als man an bie Wegraumung bes alien Schuttes unb an den 9Zeubau ging, ge-sellte sich zu anherem Ungetnach, zum Ungeschick der Baumeister unb Werkleute bie Zwietracht ber SB tiller im Reiche selbst; unb gerade aus die inneren Kampse setzten bie Feinbe Oesterreichs bei ihren Anschliigen ihte Hvssnungen. Erst als man sich von oben zu einem sreiheitlichen, von ben Jbeen bes Iahrhuu-hunberts getragenen Regimente entschloh, erholte sich dies vielgeplagte Reich Don ben Schlagen, bie rs barnieber geroorsen, unb zwar rascher als bie tier« trauensseligsten Freunbe zu hossen geroagt. Mogen auch einige roiberstrebenbe nationale unb kirchliche Elemente in ihrer reichsseinblichett Stellung beharren, ben Bestanb bes Reiches vermogen sie nicht zu ge-stihrben, seine sortschrittliche Entwicklung nicht aus-zuhalten, roeil sie nicht ber Fahne ber Gegenwart sich anschlietzen, fonbern bent langst verblahten Banner verrolteter Jbeen solgen. Gerade roeil Oesterreich unb seine Dynastie mit ben Jbeen bes Mittelalters, ber Feubalherrschast unb des Absolutismus, fiber die bas Rob ber Zeit zermalmenb hinroeggcht, entschie-ben gebrochen, sinbet es bie Bebingungen unb bie Bfirgschast seiner staatlichen Existenz in der Arbeit unb im Kulturbestreben seiner Burger. Den besten Beweis . bah Oesterreich neuge-) Teftlgt in sich basieht, bietet die Weltausstellung. In einem Oesterreich ohne sreiheitliche Versassung ware bas erhebenbe Kulturschauspiel einer Weltausstellung einfach unmoglich gewesen; unsere ultramontanen unb seubalen Wibersacher gaben bas, roenn auch mit Wiberwillen, selbst zu, inbem sie fortroohrenb spot-tisch von einem „Weltausstellungsministerium" sprachen, bas im Momente von ber politischen Bfihne verschwinden musse, sobalb ber Schluhact bes grohen Schauspiels im Prater beenbet ist. Ein solches Werk ware aber auch nicht moglich gewesen, wenn ber Bolkerhabrr in Oesterreich noch in Blfithe gewesen, wenn bie Leidenschaften sich nicht gelegt, die abscheulichen Spukgestalten, wie sie noch bie Funbamentalpolitik eines ©rasen Hohenroart heraufbeschworen, nicht rechtzeitig verscheucht roorben roaren. Niemals rofirbe bit Betheiligung aller Na-tioncn eine so autzerorbentliche gewesen sein, roenn roir ben Volkern bas Schauspiel innerer Zerrissen-heit unb politischer Zwietracht geboten hotten, wenn nicht ber Glaube an bie Festigkeit osterreichischer Zustanbc miter bent Banner bes Fortschrittes allge-mein Wurzel gesaht hiitte, wenn nicht die unge-schmalerte Reichsversassung, tin Banb bes FritbtnS, Oesterreichs Monarchtn unb Bolter gltichmatzig unv I'chlange. ©cheitern mutzten bemnach alle Versuche ber Reichsseinbe, aus bem SSersehlten in ber Anorbnung, aus ben Sfinben ber Generalleitung unb ihrer Tafel-runbe eintn Strick siir bit Bersassungspartei zu brehen. Wie ber AuSgang ber trsten birecten Reichs-rathswahlen btroitsen, steht bie Verfassungspartei unerfchfittert unb neugetrastigt in ihrtm Einflusst, sit hat nicht zu besorgtn, bah nach ber WeltauS-stellung roieber ..Ausgleich", irgenb welche seubale Experimente ober son ft eine alterthiimliche Abson-btrlichkeit aus bit Tagtsorbnnng kommtn werbe. Selbst ber ParlamentSstrikt, womit Eztchtn unb Rtchtsparttiltr noch brohtn, ist sortan stintr Schrecktn tntkleibtt unb bamit bas Banb, welches bisher bit Anticentralisten einigte, zerrissen. Der Monarch aber hat im Verlause bieses SominerS so viele Bt-wtist ber Liebe, ber Anhanglichkeit unb bes Ber-trauens seiner Bolker erhalten, sein personliches Jnteresse an betn grohen Friebensroerke, bie Politik, bie er eingtschlagen, ber Bruch mit so manchem eingerourzelten Borurtheile , ber zutagegetrettn, hat solcht Zusritbtnhtit, solchtn Enthusiasmus in ber Bevolktrung erregt, bah sie es seinem Herzen Ieuilleton. Zweimal Braut. Novelle von J. B. S ch m i e d l. I. (Fottsetzung.) Der ^firft Lothario, rotlchtin Olympia ver-mahlt roerben sollte, roar schon fiber sfinszig Jahrt alt. Seine zuerst gefchfoffene Eht roar kinberlos geblieben, unb nach bem vor einem Jahrt trfolgten Tobt seiner Gtmahlin bttiltt tr sich, tint zweite Berrnahlung mit Olympitn tinzugthtn, roeil er von einer so bltihenben Gattin bie Erbsolgt stints Lanbes gcsichtrt glaubtt. Dicht vtrhfillt in ihre Schleier unb Reisekleiber, fah Olympia am anberen Morgen ben glcinzenben Reiseroagen, ber sie hinrotgfuhrtn sollte, vorfahren; sie hing sich schluchzenb cm ihre Mutter, unb nur des Herzogs ernsteS Wort rih sie aus ihreut Schmerze cmpor. Olympia sah, wie bie Herzogin bleich einem imhen Sessel zuschwankte, unb selbst nur im halben Bewuhtsein, rourbe die Prinzessin hinab in ben Wagen gefuhrt. Sechs Tagereisen bnuerte bie Fahrt unb ber entscheibenbe Augenblick, roelcher sit ihrtm traurigtn Ziele zusuhrte, nohte heran. Dit Prinztsstn gt-roanit ts jttzt fibtr sich, btm Gefolgt bit litst Troutr ihrer Seelt zu vtrbtrgtn, nur in btr Einsomktit, aus ihrtm nochtlichtn Lager, rotintt sit ungesehen ihren Schmcrz aus. Den Tog vor ber Ankunst ber erlauchten Braut in ber sfirstlichen Resibenz, ruhte bieft, vor ihrem glcinzenben Einzuge in biefelbe, aus tintm Lustschlosse aus. Alles war um sit btfchaftigtt, btn Glanz ihrer Ankunst zu erhohen, nur fie selbst ftanb theil-uahmslos in ber Mitte ihrer Frauen, welche sich fiberboten, bie naturlichen Reize ihrer (Šebieterin burch bie Kunst eines reichen unb gtschmackvolltn AnzugtS zu ethbhen. Olympia lieh ts sogar ge-schehen, bah ihr bie Oberhofmeisterin bie bleichen Wan gen leicht mit Roth ubeilegte, welche untrSst-lich gewesen ware, roenn man an bem sremben Hose ben Kmnmer der sfirstlichen Brout errathen hiitte; biese zog denn auch unter bem Donntr ber Kanonen, unter bem Jubelruse ihrer funftigen Un-terthaneu in bie festlich geschmfiiten Shore, mit klopfenbem Herzen nahte sie bem prachtig gebauten Schlosse; bie eble Jugenb bes Lanbes, zu einer stattlichen Ehrengarbe gebilbet, roetteiferte burch auhe-ren Glanz bie Blicke unb die Huld ber jugtnblich schonen Herrin aus sich zu ziehen. Die Prinzessin rourbe bie Marmortreppe bes Schlosses hinausgeffihrt, an beren Austritt sie Prinzessin Isabelle, bic Schroester bes Ffirsten Lothario empsing. „Jch empsange Euch cm bes erlauchten Briiu-tigams statt", sprach biese, sich ties vor Olympien vtrntigtnb, „seit gestern Abenb liegt Furst Lothario sehr front, ich bin untrostlich, unsere funstige Lanbes* mutter unter so trourigen Umgebungen zu empson-gen; doch verzeiht, meine theuere Schroester, boh roir bie Festlichkeiten, welche zu Euerer Ankunst be-reitet roaren, bis zur Gentsung bes Ffirsten ver-schieben, Ihr theilt gewih unseren Summer unb werbet es verzeihen, zurfickgezogen in ben fur Eucre Ankunst eingerichteten Zimmern zu verweilen, ba bic Hosetiquette ts unumstohlich forbert, bah Ihr Euch bem Hose in allem Glanz: Euerer ncuen Wfirbe zum crstenmalc an ber Seitf bes tzursten zeigt." „Wie fonnte ich baratt benken," sprach Olym, nahe legen mufjten, er befiitbc sich in Verfolgung der gegenwcirtigen Regierungsgrundfatze in vollkom-mener Uebereinstimmung mit der Mehrzahl der StaatSburger. Nicht den letzten Platz unter den erfreulichen Ereignissen im Gefolgr der Weltausftellung bildet das Erscheinen der europaischen Regentenfamilien am wiener Hofe. JnSbesondere kann die politische Bedeutung des freundschaftlichen Verkehrs, der zwi-schen den Monarchen von Rutzland, Jtalicn, Deutschland und Oesterreich sich offenbarte, nicht hoch genng angeschlagen werden. Datz die Gesinnung ausrich-tiger Freundschaft zwischen den vier Monarchen eine festbegrundete, aus dem Herzen kommende sei, barf als unzweifelhaft angenommen werden. Liegt sie doch ebenso im Jnteresse der Monarchen wie ihrer Volker. So lange aver jene Freundschaft wahrt, find sie die machtigen Gebieter iiber Krieg und Frie-den des Welttheils. Und dem Austausche person-licher Gesiihle reihte sich der ununterbrochene Ver-kehr der Staatsmanner an, welche die Politik ihrer Regierungen vertreten. Sie hatten Gelegenheit, sich Lber die wichtigsten Fragcn zu verstandigen, und man barf annehmen, datz sie das ungctriibte Zu-sammengehen in ben Hauptsragen ber Politik als Biirgschaft bcs europaischen Friedens und der Wvhl-fahrt der Volker erkannten, wie dies Kaiser Wilhelm in der alien Burg der Habsburger mit warmen Worten verkundete. Die wiener Weltausftellung latzt also alS Wahrzeichen bie Erhaltung bes Friedens gegen jede muthwillige Storung zuriick. Grotz und segenbringend mogen insbesondere die Folgen der Weltausftellung fur unser Reich werden, ein Markstein einer neuen Epoche. Das kLnnen sie aber nur dann werden, wenn dies Werk des Friedens auch den Frieden zwischen semen Stam-men befestigt, wenn es durch den Frieden alien er-moglicht wird, sich rnhig ben Arbeiten ber Kultur zu wibmen; wenn ber Faden, der im grotzen Kultur-palafte des Praters angeknupst worden, in der Werk-ftattc, in der Fabrik, im Laboratorium, im Studier-zimmer, in Hans und Hof, im Felb und Stall, kurz liberal! sich fortspinnt, wo immer Kops und Hand arbeiten. Ein Segen fiir Oesterreich wird die Weltausftellung nur dann sein, wenn man das gei-stige Fluidium hinnber in die Adern des Volkes zu leiten verfteht, wenn man sie als Gahrungsftoff be-uutzt, um die Geiftestragheit seiner Volker zu zer-setzen und die Fortschrittsibeen der Neuzeit auch in jenen Kreisen, wo sie noch schlummern, zu wecken. Dies Wunder kann nur die ernfte und rastlose Arbeit aller vollbringen. Ernste, rastlose Arbeit ift aber auch die beste Arznei fur die Gebrechen und krankhaften Erscheinungen der Zeit. Miige darum jeder, der mit einer Anregung, mit einer neuen Idee vom grotzen Wettkampse der arbeitenden Viil- pia, „irgend einem Feste beizuwohnen, wenn es so schlimm um meinen surftlichen Brantigam steht. Erlaubt mir auf meinem Zimmer einigc Stunden Ruhr, und ich werde dann eilen, wenn es mir ver-gonnt sein wird, meinen erlauchten Herrn auf seinem Krankenlager zu begriitzen." Isabelle fiel ihr schnell in die Rede: „Nimmer-mehr kann das geschehen, der Fiirst wurde sich nie daruber beruhigen konnen, auf seine jugendliche Braut in den ersten Augenblicken einen ungunftigen Ein-druck zu machen, und meines Erachtens konnte ihm jetzt jede Erschntterung, auch die angenehmfte, sehr nachtheilig werden. Dem Anscheine nach ift die Krankheit nicht gefahrlich, vielleicht ift sie in weni-gen Tagen gehoben!" Sie waren unter diesen Gesprachen an die Zimmer der Prinzessin gekommen; Isabelle fuhrte die Braut in felbe ein und beurlaubte sich dann. Die Damen der surftlichen Braut staunten die ausgesuchte Pracht an, von der alles in der langen Flncht der Zimmer rings umher strotzte. Olympia hingegen erschien sich frond unb unheim-lich in der neuen Umgebnng, eine settsante Beklom-mcnhcit crfulltc ihrc Seelc; die Schwester des Fiir- ker heimgekchrt, durch Wort und Sthrift wie durch eigenes Beispiel zur Verbreitung richtiger Erkenntnis, zur Weckung des Sinnes fur unverdrofsene Arbeit soviel als moglich beitragen.____________________________ Politische Rundschau. Laibach, 5. November. Inland. Der Schlutz ber Weltausftellung — bie Feststellung ber okonomischcn Matzregeln ber Regieruug zur Bchebung ber Gcldkrisc — bit Er-offnung bes Reichsrathes — bie Berathnngen der sogenannten Foderaliften in Wien, sie alle fallen in den Anfang dieser Woche. Was zunachft den Reichs-rath bctrifft, so wurbe berfetbe heute um 12 Uhr mittags burch seierliche Verlesung ber Thronrebe eroffnet. Es wirb demnach ber Conftituierung bes Abgeorbnetenhauses in der morgigen Sitznng nichts mehr im Wege stehen. Man scheint allseitig bar. auf den hochsten Werth zu legen, datz das Parlament rasch und ungcsaurnt die wirthschastlichen Matznahmen der Regierung prufe, und es wird dicsbeziiglich als eine ausgemachte Sachc angefehen, datz der Reichsrath vor Erledigung dieser Vorlagen nicht oertagt wird, auch wenn sich dadurch ein A u s s ch u b im Zusammentritte der L a n dta ge ergeben solite. Ueber die Natur dieser Matznahmen schwebt man nicht mehr im nnklaren. Die seit einigen Tagen viel colportierten Geriichte iiber Ver-mehrung der Staatsnoten und auch die Vermuthungen iiber abgeschlossene Verhandluugen mit Preutzen wegen Ueberlassung des disponiblen Silberschatzes erweifen sich als durchaus irrig. Wahr ift so viel, datz ein vfterreichisch-cisleithanischcs Silberan-l e h e n ausgenommen wird, datz das empsangene Metati dem Barschatze der Nationalbank einverleibt werden soll, woraus dann die Bank Noten in der gleichen Hohe hinansgeben wird. An alien Orten, wo sich Bankfilialen befinden, werden ftaatliche Vorschuhkasfen gegriindet, die von einem aus der Hypothekar«, der Industrie- und der reinen Finanzbranche entnommenen ComitS gegen ent-sprechende Sicherstellung Darlehen gewahren. Der Schlutz der Weltausftellung wird als impofant gefchildert durch die ungeheure Mcnfchenmenge, die als Zeuge desfelben fungierte. Es waren am letzten Ausftellungstage iiber 139,000 Menschen in den AuSftellungSraumen erschienen. Der letztc Monat und zumal die letzten Tage weisen die hochsten Zisfern des BefucheS auf. Man scheint, wenn auch spat, so doch mindestens noch vor dem Schlusfe in den weitesten Kreisen zur Kenntnis ge-langt zu sein, wie viel Herrliches und Belehrendes da angesammelt war. Aus Anlatz des Schlusses der Weltausftellung brachte die „Wiener Zeitung" am Samstag eine Siftc kaiserlicher Anerkennungen und Ordcnsverleihungen, deren wir bereits gedacht. ften, Prinzessin Isabelle, hatte keinen gnnftigen Ein-druck aus sie gemacht, die tiese Unterwiirfigkeit, welche sie der Braut des Furften zeigte, stand in keiner Uebereinstimmung mit den fast herrischen Wortcn, welche sie mit dieser gewechselt hatte; was sie von ihr furchtete, das wutzte Olympia sich selbst nicht zu sagen. Isabelle machtc den anderen Morgen der Braut einen formellen Besuch und bat sie, sich es diese langen, traurigen Tage hindurch in den Privatcirkeln geniigen zu lassen, welche sie zu der Prinzessin Zer-streuung anordnen werde; doch Olympia bestand daraus, ungesehen und eingezogen fur sich zu blei-ben, auch lehnte sie es ab, sich ihren neuen Hos-staat vvrstellen zu lassen. „Es eilt damit nicht," sprach sie, mein eigenes Gefolge reicht in diefern Augenblicke aus, mich zu bebieneit; so lange mein erlauchter Brantigam krank ift, soll auch nicht bti kleinste Stiirung rneinettoegcn einlrcten." Jsabellen schien alles recht zu sein, und so gingen mehrere Tage sehr einformig voruber. (Fortsctzung fotgt.) Die Con f erenz der „R ech t s"-Part ei wird an den beftchendeit Verhaltnissen, an ber Festigkeit des durch das Ergebnis der letztm Wahlen noch verstarkten Verfaffungsbobens wenig zu andern vermiigen. Die wiener Blatter berichten, datz die Versammlung, obwohl sie mehrere Stunden tang dauerte, resultatlos auseinanderging, datz am 4. d. die Fortsetzung der Berathung folgen follte, datz aber im allgemeinen nach der herrfchenden Stim-mung fchon jetzt gefagt werden kann, datz die Czecheu und Fevdalen sich zur Beschickung des Reichsrathes nicht verstehen. Nichtsdestoweniger durften einige Partien der Verfassungsgegner — so die Polen, die Slovencu, vielleicht auch die klericalen Tiroler und Oberosterreicher — im Reichsrathe erscheinen, wo sie unter Fuhrung H oh en warts, oder wenn auch bieser nicht erscheinen follte, irgend cines anderen „Auch-Deutschen" den Kampf ausnehmen wollcn. Uns fann diese neuc Taktik wenig ansechten. Wir surchtcn diejenigen sehr wenig, die im Reichsrathe die Versassung zu sturzcn suchcn, noch weit weniger aber diejenigen, die autzerhalb des Parlamente sich auf derortige Experimente verlegen. Nach der definitiven Befeitigung der okonomi-fchen Krise wird der K a i f e r von Defter-reich sich zu einer politisch wichtigcn Reise rlisten. Am Schlusfe des Jahres, in dem Jntcrvallr, den die Diffcrenz zwischen dem grcgorianischen unb dem julianischen Kalender zwischen dem Neujahr in Rutz-land und dem im anderen Europa bewirkt, soll nem-lich nach einer Ankundigung der „St. Petersburger Zeitung" ber Besuch bes Kaisers Franz Josef in der russischen Hauptstabt stattfinben. Das genannte Blatt autzert sich baruber an hervorragenber Stelle folgendermatzen: „Der Besuch Sr. Majestat des Kaisers von Oesterreich in unscrcr Hauptftadt steht bekanntlich im Prinzipe schon lange fest; iiber den Zeitpnnkt desfelben haben zu verfchiedenen Zeiten die Zeitungen verschiedene Nachrichten gebracht. Neucrdings registrierten wir das falfche Geriicht, ber Kaiser Franz Joses rocrbe ber Enthiillnng deS Denkmals ber Kaiscrin Katharina II. bciwohncn. Wir haben Grunb, anzunehmen, datz berselbe erst zwischen bent auslandischen und dem russischen Neujahr hierher kommen wird. Offenbar haben die Feste und Ereignisse im eigenen Sande, welche mit der Verheiratung der Erzherzogin Gisela begonncn, in der Weltausftellung und den zahlrcichcn fiirft-lichen Befuchen zu Wien ihre Fortsetzung sanden und mil dem 25. Regierungsjnbilaum des Kaisers am 2. Dczembcr abschlietzcn, bem Kaiser Franz Joses bisher nicht einnial die physische Moglichkeit einer Reise nach St. Petersburg geftattet." Auslaud. Die Veranderungen im p r e u tz i -f ch en Staatsministerium haben mit bet Erfctzung bes Lanbwirlhfchaftsministers Grafen Konigsmark burch ben konservativen Abgcorbnctcn Blankcnburg, ben intimen Frcunb bes Rcichskanzlcrs, begonncn. Wenn bieser selbst wiedcr bie Prasibcnt-schast bes Staatsministeriums iibcrnommcn haben wird, soll die Geschaststheilung zwischen ihm und seinem Stetivertrctcr, dem Vizeprasidenten, in der Art geregelt werden, datz Fnrst Bismarck sich ledig' lich an denjenigen Angelegenheiten bethciligt, prcutzische und Reichsinteresscn in unmittelbarc Be-ruhrnng trctcn und wo es nothig sein mag, priN" zipiclle Divergenzen zu verhiiten, wahrend im vfttj* gen die Seitung des preutzischen Ministeriums ftandig in die Hande des Herrn Camphaufen geiegl werben wird. Auf dem Gebiete der auswartigen Politik be-fchaftigt man sich fast ausfchlietzlich mit dem Briefe des Grafen Chamberd. Alle Welt ist ciitig, datz von einem KLnigthum Heinrichs V. nicht mehr bie Rede sein kann. Selbst die Monarchisten i" Versailles schen das ein. Wahrend die einen in der Vcrlangcrung der Vollmachtcn Mac MahonS das letztc Rettmigsmittel erblicken, wotien die anderen die Monarchic im Prinzip proclamieren, und zwar mit dem Prinzen Joinvillc als Generallieute-naitt des KonigreichS; doch bedarf es dazn dcr vor- herigen' Genehmigung des Grafen Chambord, die schwer zu erlangen sein burste. So roeit dieSachen sich augenblicklich fibersehen lassen, hat die Combination d:r ffinfjahrigen Prasidentschaft Mac Mahons die meiste Aussicht, realisiert zu werden. Gegenuber der Confusion im monarchischen Lager tritt die Einigkeit und Festigkeit der Republikaner wohllhuend hervor. Unmittelbar nach der Verofsentlichung des Chambord'schen Ab-sagebriefes fahte das linke Centrum den Beschluh, dah es nun hochste Zeit sei, die Republik zu orga-nisieren. Das linke Centrum ist daher berufen, die Regierung zu ubernehmen und wurde diese Noth-wendigkeit selbst von Gambetta anerkannt. Cinen Spaltungsversuch Louis Blanc's, wclcher die even-tuelle Unterstiitzung DufaureS bekampfte, vereitelte Gambetta durch eine offene Anerkennung der Fuhrer-schaft des linken Centrums. Die Berstimmung zwischen Oesterrrich und der T ii r k e i ist vollstandig beigelegt. Raschid Pascha hat an den Grafen Ludolf, wie die Agence Bordeano meldet, einen Brief geschrieben, der das gute Cin-vernehmen der beiden Staaten wiederherstellen soll. Um ihren Worten einen thatsachlichen Hintergrund zu geben, hat die Pforte den Bali von Bosnien, Assim Pascha, seiner Stelle enthoben und durch den Kaimakam von Gradiška, Akif Pascha ersetzt. Dem „(Solos" wird aus Turkestan geschrieben, General K a u f f m a n n sei am 27. September (9. Oktober) aus K hiwa fiber Kasalinsk in Tschemkent einge-troffen und solite am solgenden Tage seinen Cinzug in Taschkent halten. Unter den Bedingungen des von ihm mit dem Khan von Khiwa abgeschlossenen Vertrages sind, auher der bereits bekannten Abtre-tung des rechten Amu-Darja-UserS, noch folgende beachtenswerth; Der Khan entsagt dem Rechte, ohne Einwilligung der russischen Autoritaten auf dem Amu zwischen Kukertli und dem See khiwesische Fahrzeuge verkehren zu lassen, und verpflichtet sich, den turkomanischen Seeraubern den Eingang zu den Miindungcn dieses Flusses zu wehren. Cr gestattet ferner die Anlegung russischer Factoreien am linken User des Amu, wo die commerziellen Verhaltnisse es erheischen, und fibernimmt die Garantie fur Unverletzlichkeit der Person und des Cigenthums russischer Kaufleute in alien Stadten des Khanats, sowie die Berantwortlichkeit fiir das Verhalten der ihm untergebenen Turkomanen. Bur Tagesgeschichte. — Wiener Weltausstellung. Das Aus-wanderungSchaoS hit bereits in der Weltausstellung begonnen, die AuSsteller sinb alle ausS eifrigste be» schilfligt, die bisher mit so Diet Fleih und MUhe ge-ordneten Objecte in Ballen und Kisten zu verpacken und heirnzuflihren, alien Doran natlirlich die wiener AuSsteller. Es wird woht noch eine schLne Weile bauern, bis aus biesern Durcheinander ein geordnetet Rllckzug sich gestallen wird. Namentlich das LoslLsen bet schweren Maschinen und deren RiicktranSport wird wanche Woche in Anspruch nehrnen. Leider hat die finanzielle Missre zur' Folge gehabt, dah Dtele AnS-stellungsobjecte nicht von ben Ausstellern selbst, sonbern von Personen abgehott werden, die fie im execution SBege ber Feilbietung an sich gebracht haben. Jeben-fatlfl haben bie Bahnoerwallungen und Spebiteure aus SSBochett tang alle Hanbe voll zu thun, um bent An-^ttngen ber abziehcnben AuSsteller genUgen zu konnen. Die Zahl ber Personen, bie am Montag noch die Aus-stellung besuchen wollten, war sehr gtoh, sie muhten abet alle abgewiesen werden, da sonst die Arbeiter in ihren Berpackungsarbeiten geftort roiirben. — In KLln gibt es jetzt auch eine eigene ..GorreSDereinSbnchhanblung", nomineCt unter ber Sei-tung des ©tabtoerorbneten Wolfs und bes ExstadtrathS und Bruders bes Weihbischofs Baudri. In ihrem «sten Circulare macht diese u. a. folgendes betannt: .-Die berithmte ©tahtfederfabri! D. Leonhardt & Co. jn Birmingham Hat unS ein Haupldepot ihrer gabri-*ate iibergeben. Wir machen Sie besonbers aufmcrk- sam auf die „Piusfeber", vorrSthig in btei Harten, sein, millet unb breit. Die Serbreitung ist nmsomehr zu empfehten, otS don jebem Grvh 1 Sgr. fiir ben heiligen Baler eingezahtl wirb. Ociginalquittungen bes Garbinats Antonelli in Rom an bie Herren Fabrikbesitzer iiber abgelieferte groge Summen tiegen uns vor." — (Sinem bertiner Blatte wird aus Paris geschrieben: „Es burfte in Deutschlanb inleressiren, bah ber Exk L n ig von Hannover, der augen-bltcklich hier anwesend. in erfler Sinic ben Zwcck einer erneuten Welsenagitation verfolgt. Ec hat nicht nur baS Gelb zur Grtinbnng einer in beutfcher Sprache erscheinenden politischen Cvrrefponbenz hergegeben, bie unter bent Vorwanbe, Borfenzweckcn zu Bienett, urn* sonst an die Redactionen beutfcher Zeilungen versanbl wtrb unb viel von „©einer Majestiit bem Konig von Hannover" zu erziihten weih. Cr bernuht sich nicht nur, sich auf jebe mbgliche Art ©ympathien zu er» roetben, sonbern man bringt auch ben Rticklrill beS Herrn ta Gučtonniere Don ber Rebaclion in bet „Preffe" mit ber Anwesenheil bes ExkonigS in intimen Zusammenhang. Der Konig liiht sich in allen Theatern sehen, unb gibt seinen Beifall liber bie Erfcheinungen bet ©chauspieletinnen ganz wie ehebern im Hoftheatet von Hannover kuud. — ES gibt ttbri-gens unter ben Mitgtiebern bet Rechten Personen, wetche ein ernsthafleS Jnlereffe an biesern Popanz bes roieder in Mode gekomrnenen LegilimiSmuS haben." — Unreine Hande. Nach und nach stelll eS sich herauS, dah die Mitglieder des Cabinets, wetche roahrenb ber Minderjiihrigteit be« Fllrsten Milan an ber ©pitze bet serbisthen Verwaltung stanben, roeit ntehr bemliht roaren, ihr petfiinlicheS Jnteresie zu tvahren, atS baS bes FiirstenihumeS, und bah bie ©taatslasfe nicht intnter mit ber gehorigen ©eroisfen-hastigfett unb ©cruputofttdt behanbelt rourbe. Der Exfinanzministet JoDanovicS wurde gezwungen, seine Demission zu nehmen, weit ber ©taatSschatz ein Deficit von 30.000 Dukaten nachroieS, ©etches nicht ge-rechtfertigt roerben konnte. Neuerbings wirb nun mit-getheilt, bah auf Slncrbnung ber bortigen Gerichte bie unbetoegtichen BesitzthUmer, ©elder unb Wetthpapiere des frUheren KriegSministerS Belimarkovic mil Be-schtag belegt roorben sinb. Der Rachsolget beS Herrn Belimarkooic soll in ben vorgefunbenen Rechnungen bes Kriegsministerinms so eigenttjUmliche Ersahrungen gemocht haben, bah man sich gezwungen fah, gericht-lich einzuschreiten. Local- und Provinzial-Angelegeuheiteu. — (Die trainer ReichSboten im Ab-geotbnetenhause.) Alle zehn trainer Deputierten haben ihte Plage im Abgeotdnetenhause bereits gewShlt unb bet ber Wahl berselben ihte Parteischattietung entsptechend heroortreten lassen. Zu bemerken kommt, bah in Seibehaltung ber biSherigett Gepflogenheit bie BersaffungSpartei die auhetste Linke, die Linke und baS Centrum besetzt halt, wahrenb bie Ultromontanen, ©toDenen unb fonstigen FLdetalisten bie rechte ©cite, beren auherstet FItlget wieber von ben Polen gebilbet wirb, einnehrnen. Auf ber auhetsten Linken, unter ben fogenannten Deutsch-nationalcn unb Demokrate« sitzt kein trainer Slbgeorbnete. Auf bet Linken haben Deschmann, ©nppan, Schaffer unb Hočevar ihre Platze; im rechten Centrum Gras Thurn unb Baron Apsaltrern; auf ber rechten enbtich Graf Hohenwart, Razlag, Pfeifer neben ihren GesinnungSgenoffen VoSnjat, Nabergoj unb Hermann ; enblich Gras Batbo zwischen bem ultra-montanen Dberosterreicher Weih v. ©tarkenfets unb bem steietischen Bauer Barenseinb. — (Cholerafirzte.) Nach einer Mitthei-tung ber k. k. Lanbesregierung in Krain werben Cho-tera-AuShilssiirzte nicht meht bcnothigt. — (Aus bet HanbelS- unb Gewetbe-tantmer.) In bet am 31. v. M. abgehottenen ordentlichen Kammetsttzung stellte det Prasident V. C. ©jU pan solgenden Antrag: Die lobt. Handels- und Gewerbekammet fiir Stain mbze beschtiehcn, dah nach-ftehende Gegenstaude auf die TageSordnung bes nach- sten HandelSkammertageS gestellt roerben: 1. Betathung betreffenb bie Aenbetung bet Tatife bes Gebtthten-ge s etze S. 2. Mobificierung bet Gewerbeorb-nung. 3. ErLrterung ttber die Linien-V erze H« tungSsteuet, eventuell Aufhebung ber Linienver-zehrungssteuer bei folchen Gegenstiinben, beren Gewerbe ober Hanbelsbettieb (Spezereihanbter rc.) allzufeht be# tiistiget wtrb; unter einent auch bie CrBtterung, ob nicht ohne Nachtheil bet ©taatsfinanzen ein anbetet Mobus anstatt btefer, bas GefchLft hemmenben Me-thobe platzgteifen fbnnte. 4. Crtirterung, wie bent Sleingewetbe unb bet sogenannten Ptvbuctiv-Assoc ration alle mSgliche FLtbetung zutheil roerben fbnnte. 5. AuSsithtliche Vethanblung iiber ein pro-gressives Prinzip, nach roelchem sich bie Lsterr. Han-telflpo litif zu tichten haben roitb, namentlich tibet bie kiinftighin abzuschliehenben HanbelSvetttiige, inSbe-sonbere abet liber ben bemnachst obtousenben englisthcn HanbelSDetttag. 6. ©rbrterung iiber bie Regulietung bes CtebitroesenS, b. h. fiit jeben ber roirthschaft-lichen Hauptzroeige ihrer fpeziellen Natur nach feien entfptechenbe Organe zu schaffen; biefe sollen im in-ntgen Zusammenhange mit einanbet stehen unb znletzt zum Zwecke bet Einheit bes ganjen CtebitroesenS in einer ©pitze gipseln. 7. ©riJtterung Ubet bie Ettich-tung einer ReichSbank nebst LSnbetbanken u. f. ro. 8. (Srbrterung liber bie Stage bet Freihiisen, Einbeziehung JsttienS u. f. ro. in ben Lstetteichischen Zollvetbanb. 9. In commercteHet unb inbusttiellet Beziehung genaue ©rlfiuterung fiber bie schnellstenS auSzubauenben Eifenbahnen mit Bezug auf ben Expotthanbel nach bem abriatifchen unb schroatzen Meete. Diese Antrfige rourben einstimmig en bloc angenomraen. — (Im tilliet ©fanbalprojcffe) hat nunmehr iiber Berufung bet ©taatSanroaltfdjaft unb bet aSerurtheilten bas OberlanbeSgericht in Gtaz bie Entscheibung gesiillt. Dieselbe ist bebeutenb schStfet auSgescillen, atS bas Urtheil bes KreiSgetichteS Cilli. Meb.-Dt. SBernberget, com etsten GetichtShof zu 1 Jaht schweren fleeter verurtheilt, ethielt 3 Jahte schroeten Ketket; HanbelSmann Ftanz Wetnbetget ethielt statt 6 Monaten, 18 Monate schroeten Ketket, Paul Pintet statt 9 Monaten 2 Jahte schroeten Setter. Seim Buchhanblet Tatmon, bem Urhtbet ber empbrenben Mdbihenoerflthtungen, rourbe bas etste, auf 6 Jahte schroeten Ketket lautenbe Urtheil be-ftiitigt. Det Act geht nun on ben oberften GetichtShof. Ueber bie Absttafung bet bem ffllilitargetichte unterstehenben, an ben fchcinblichen Verflihrungen be-theiligten brei JSgetoffiziete ist bishct noch imrner nichts in bie Oeffenttichfrit gebrungen. Diefet ©tan* balprozeh hat Ubrigens jlingst einen EhtenbeleibigungS-prozeh zur Folge gehabt. Kaufmanu August Weinberger, ber Brubet bes Oerurtheilten Dr. Wetnbetget unb bes Ftanz Wetnbetget, hat einen Beamten bes KreiSgetichteS, ben er fur ben Cortefponbenten eines roiener BlatteS hielt, aegen VerSffentlichnng bicseS Ptozesfes in gemeinet Weise beschimpst unb rourbe beshalb auf Klage bes Beamten roegen Ehtenbeleibi-gung abgesttaft. Die Zeiten, in benen man better Schanblhaten geheim zn halten versucht, sinb gltlck-lichetweife vorttber. Die Bevolketung hat ein Rccht, in folchen Fallen ben Aurfptuch ber Gerichte zu hbrcn. — (Reform ober Aufhebung bet BetzehrungSsteuet?) DaS Finanzministetium hat eine Fachcommiffion berufen, wetche iiber Reform ober Aufhebung ber BetzehrungSsteuet berathen foil. Die Befleuerung bet LebenSmittet ist butch Wiffen-schaft unb Etfahrnng lange fchon verurtheilt — was foil also die Reform helfen? Kann eine Last, welche alien Gtunbsatzen staatbtirgerlichet BeitragSlei'stunz wiberspricht, in eine gerechte ©teuer umgeformt roerben ? Die Aufhebung bet BerzehrungSsteuer barf ketne Frage meht sein nnb tann sichs nut um bie Deckung bes AuSsalleS hanbeln. Die Borberathung burch eine Fach-commission bebeutet abet sogat fur bie Reform eine Betschleppung, ba auch in biesern FM liber bie Arbeit ber Commission bas Ministeiiunt selbst nod) zu Rathe sttzi, Ubet ben Antrag bie ©onberauSfchlisfc Itiber Hauser deS ReichSralheS verhandeln, che bet E«twurf zur Vollberathung kommt. Im neugewahlten Abgeordnetenhause befinden fid) Miinuer, welche im Kampfe gegen die VerzehrungSsteuer sich da- Verlrauen bet Pflichtigen erworben; mogcn bicfe Hetren sich be« ehrenden VertrauenS wvrbig zeigen, fottsetzen unb rasch zu einem gllicklichen Enbe fllhren, was fie untet schwie-tigen Berhiillniflen muthig begounen. Gemeinderathssitzung am 4. November. Gegenwattig bie Hetren: SBlirgermeifler flart Deschmann als Vorsitzender, 19 GemeinbetLlhe unb bet Schriftsllhrer. Det SchtiftsUhtet vetlieSt baS letzte SitzungSpro-totcU vom 17. Oklobet 1873; basselbe roitb ge-nehmigt. Det Vorsitzenbe stellt ben Anttag: ouch bie Lan-deShauplstabt Laibach wolle gleich ben libtigen Stadten im Reiche ben Tag ves fUnfunbzwanzigjLhtigen Re-gietungSantritleS St. Majestal bes K a i s e t S in ent» sptechenbet loyalet Weise feietn. Dieset Anttag roitb einfhmmig angenommen unb bie Finanzsection wit bet bieSfLlligen ProjectSvorlage betraut. Det Vorsitzenbe iheilt ferner mit, bah ber Act in betreff bet Concurrenz zur BeitragSleiflnng fllr An schaffung bet nSlhigen EinrichlungSstllcke in bet neuen Db e r re a t f ch ule bent krainischen Lanbtage corgelegt roetben roitb. Hierauf roitb zur TageSorbnung gefchritten. Der Piichtet bet stablischen MaulhgesLlle toitb mit feinem RecutSgesuche, beiteffenb bie Einhebung an geblich tiickstLndiget PflastetmauthgebLhtenvon Katl Taucet im Belrage ton 119 fl. 40 kt. zutiict getoiefen. Der RecurS von August Ts,chinkelS Sohne, betreffenb bie Erbauurig einet SEagenremife nLchst bem Terrain bee Rudolfsbahnhoses, roitb unter Aufrecht hallung ber rnagistratlichen Entscheidung jutilcfgeroiefen. Der Gerncinderalh nimmt bie erfolgte Erroeiterung ber sttidlischen Kas s eloc a l itLten burch Beniitzung eineS TheileS ber Naluralwohvung bes BUrgermeisterS zur KenntniS, pasiiert zur Anschaffung zroeier Acten kasten ben Belrag von 53 fl. 20 fr., lehnt bie vom 58iltgermeifhr Herrn Deschmann beantragle Verzicht leistung auf jebmetcheS Ouattierrelutunt banlenb ab unb pasiiert bem Bilrgermeister Deschmann '{Ur ben Entgang bed daturaIquartierS eine Entfchabv gung von jLhrlichen 400 fl. auS ber Stablkasie. Der Gemeinderath genehmigl ferner bie Errich lung einet Excurrenbo «Vol k S s ch ul e im Morast, pasiiert bie etforbetlichen AuSgaben u. z. ZinS fllr bafl UnterrichtSlocate 120 fl., stir SReinigung unb Beheizung bed LehrzimmerS 20 fl., fllr Schulrequisiten 20 fl., flir bie Fuhren mit bem Lehrer 60 fl., Honorar bem Lehrer 200 fl. unb zur Anschaffung ber erfot berlichen ©inrichtungfisiiicfe namentlich ber SchulbLnke nach neuester Form ben Belrag von 289 fl. GR. Dr. S u p p a n hiilt einen eingchenben Vot Itag Uber bie Erfordernisie ber flSbtifchen VolkS fchule im Schuljahre 1873/74, beziffert bie otbent lichen SchulanSlagen mit 11,833 fl., stellt einen erhLhlen Auswanb fUr bie erwiihnte Excurrenboschule im Morast, stir Errichtung von Parallelllaffen, siir Errichlung einet feltsttinbigen MLbchenschule unb onbere AuSlagen in sichete AuSsicht; betont, batz bie Stabt gemeinbe Laibach bei bem gegenrofirtigen befchrtinften Stanbe bet ©emeinbeeinlUnfte unb bei bem Umfianbe, als baS projectierte Anlehen wegen bet eingetretenen Finanzkrise berzeit nicht flUfftg gemacht roetben fann, nicht in bet Lage ist, biefc bebeutenb gestiegenen Schul-auSlagen auS ber ©emeinbefosie zu befireiten. Det Referent stellt bohet folgenbe AnlrLge: a. Zur Deckung be8 ErfotberniffeS flit bie fifibti schen '$olfčfd)ulen pro 1874 fet eine zehrperzentige llmtoge auf fammtliche bitecte (Bteuern in ber Gemeinbe auSzuschreiben; b. auf Grunb bes ncuen Volksschulgesetzes sei tine Schulkasse ju gtiinben unb liber alle in bieselbe ein- fliehenden BetrLge (Schulgeld, Spenben, Umlogen) unb hierauS etfolgenbe AnSzahlungen eine Separatrech-nung zn fiihten. (Beibe Anlriige roetben mit 19 von 20 Stimmen angenommen.) Durch bie Annahme biefet Antriige erwirbt bie ©tabtgemeinbe Laibach ben An-fpruch auf Dotationen auS bem Landes- unb Normal-fchulfonbe zu Volksschulzwecken. Det Gemeinbetalh passiert enblich flit dieSchul -bibliothek ben Bettag von 30 fl. unb flit baS etfotbetliche Bibliolhekzimmer ber Oberrealschule ben MielhzinS von je 11 fl. in ben Winter- unb von je 8 fl. in ben ilbrigen Monaien. Hierauf roitb bie offenlliche ©itzung gefchloffen unb beginnt bie geheime ©itzung. etngtfenbet. Die Reminiszenz an ben viel verkannten unb von ber Kritik vielfeitig verletzten Ernst Naupach in Nr. 252 beg „Laibacher Tagblatt" war nns roie aus ber Seele ge-jchrieben. Wir ha ben ben Verfaffer berselben an seiner eiqen thiimlichen Schreibweise, tie er in verschiebenen Zeitfchriften, jitngst and) in ber „SLulzeitung" Nr. 14 manifestiert hat, ben Fenilletonmitarbeiler I. Schmiedl eitaimt unb sagen ihm siir seine ben Mancn Ranpachs geweihte Kritik nnsern anerkennenben Dank. Miige er nns mit semen Anssatzen noch oft erfreiten unb sich and) roicber einmal ber Tkeaterkritik, welche er zu Linz, Lemberg unb Jnnsbrnck mit Eeschick gepslegt, bann znwenben, wenn bie hiesigen gebiegenen Kritiker ihm hierzu Raum lassen wollen. Mchrrrc Lrftr drs „Cnibndjer Tagblatt". Alleu Kranken Kraft unb Gesundheit ohne Medizin unb ohne Kosten. Revalesciere du Barry oon London. Seine Krankheit vermag der delicaten Keralescidre du Barry Bit erstehen, unb beseitiat bieselbe obne Medizin unb ohne Kosten atie vta^en-, Nerven-, Brnfl-, Lnngen-, Leber-, Driisen-, SLleimbaut-, vthem-, Blasen- nnb Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsulbt, Asthma, buften, Unverbaulichkeit, Berstopfung, Diarrboen, Schlaflofigkeit, Schwache, Hamorrhoiben, Wafiersncht, Fieber, Schwindel, Šlutoufftei gen, Obrenbrausen, Uebelkeit unb Erbrechen selbst wahrend der Schwan gerschast, Diabetes, Melanckolie, Lbmagerung, Rheumatismus Gicht, Brrichsucht. — AuSziige auS 75.000 Certificaten fiber Oenefungen, bie aller Mebizin widerstanden, werden auf Berlangen franco eingesendet. Nahrhafter aid Fleisch erspart die Revalescidre bei Erwachsenev and Kindern fttnfziamal iyren PreiS in Arzneien. On Blechbiichfen von ein Halb Pfund fl. 1*50, 1 Pfd. fl. 8 50 8 Pfb. fl. 4 50, 5 Pfd. 10 fl., 12 Pfd. 20 fl., 24 Pfd. 36 fl. - Ke-faletici&re-Biscaiten in Biichsen a fl. 2 50 unb ft. 4*50. — Bevalescišre Chocolatee in Pulver unb in Tabletten siir 12 Taffen fl. 1*50, 24 Taflev fl. 2*5o, 4 fasten fl. 4*50, in Pulver ftit 120 Tassen fl. 10, siir 288 Lasieu fl. 20, fttr 576 Tasier fl. 36. — Zu beziehen burch Barry bu Larry Ss C omp. in Wien, Wallflschgasae Nr. 8, in Laibach bei E. Mahr, sowie in alien ©tabten bei gulen Apothekern unb Gpe-jeceihanblern; auch verfendet daS wiener yauS nach alleu Ocgcnben geqen Poftantrafunfl oder Stachnahme. Verlosungen. (1 8 6 O e r S t a a t slose.) Bei ber letzlen Verlosung ber Gewinn-Nnmmern ber Schulbverschreibungen bes t. k. Lsterreichischen siinspercentigen Staatslotterie-Anlehens vom IS. Marz i860 per 200.000,000 Gulben in osterreichischer SBahnmg wurben aus ben verlosten 75 Serien: Nr. 387 557 894 1234 1614 1884 2019 2256 2298 2329 3147 3715 4185 4382 4624 4700 4897 5227 5435 5095 5606 5807 6075 6578 6817 7129 7170 7380 7423 7768 7876 8121 8441 8702 8728 8832 9012 9126 9330 9384 10077 10308 10773 10825 11046 11191 11394 11583 11609 11900 12(180 13208 13592 13714 13789 14097 14128 14653 14895 15145 15684 15857 16187 16434 16591 16788 17844 18154 18258 18298 18328 18560 18912 19374 unb Nr. 19723 bie nachstehenb verzeichneten 50 Ge-winn-Nummern mit den nebenverzeichnetcn grotzeren Ge-winnsten in ijsterreichischer Wcihrung gezogen nnb zwar fiel der Haupttreffer mit 8(10,00(1 Gulden auf Serie 5606 Gewinu-Jinmmer 14, der zweile Treffer mit 50,000 Gulden auf Serie 2329 Gewinn Nummer 1 unb der dritte Treffer mit 25,000 Gulben anf Serie I6I87 Gewinn^Nummer 12; ferner gewimteu je 10,000 Gulden: S. 11583 Nr. 10 nut) ©. 15145 Nr. 2; writers gewinnen je 5000 Gulden; S. 387 Nr. 4, S. 1234 Nr. 17, S. 4624 Nr. 1, S. 5227 Nr. 2 iind Nr. 8, S. 5435 Nr. 5 unb Nr. 18, S. 5595 Nr. 5, S. 9012 Nr. 15, ©.9330 Nr. 4, S. 10308 Nr. 9, S. 11191 Nr. 15, S. 14097 Nr. 17, S. 14653 Nr. 3 unb S. 18154 Nr. 11; nnb enblich gewinnen je 1000 Gulden: S. 1834 Nr. 15, S. 2019 Nr. 1 unb Nr. 2, S. 2329 Nr. 11, S. 5606 Nr. 17, S. 7380 Nr. 1 unb Nr. 4, S. 7876 Nr. 2, 11, 14 mid 16, S. 8121 Nr. 10, S. 8728 9ir. 10, S. 9126 Nr. 3, S. 9330 Nr. 9, S. 10308 Nr. 2 und 4, S. 10825 Nr. 17, S. 11046 Nr. 5, S. 14097 Nr. 20, S. 14653 Nr. 6 und 10, S. 14895 Nr. 12, S. 15145 Nr. 20, S. 17844 Nr. 1, S. 18298 Nv. 4, S. 18912 Nr. 9, S. 19374 Nr. 1 und 4 nnd enblich S. 19723 Nr. 3. Telegramme. Wien, 4. November. Der Kaiser empfing heute eine wiener Deputation, welche aulatzlich ber Feier bes 2. Dezember in betreff ber zu griinbenben Stistung urn Bestimmung beren Widmung bat. Der Kaiser antwortcte berselben unter Ansbruck bes Dankes, er meine, angesichts ber bruckenben Ver-haltnisse ware beren passenbste Verwenbung fur ben Kleingewerbestanb. Berlin, 4. November. Der preuhische?anb-taz ist aus ben 12. November einberufen. Von be-fanntcit 198 Wahlen finb 68 national-liberal, 34 sortschritllich, 30 klerical, 8 conservatio, 7 neucon-servativ, 14 freiconservativ, 2 Danen, 8 Polen, 1 Hanoveraner. Wiener Biirse bom 4. November. Witterung. l?aiba(6, 5. November. Morgennebel, sodann anhaltenber Regen. Wa r me: morgens 6 U6r •+■ 9 6°, nachmittagS 2 Ubr + 116° T. (1872 + 5-2°; 1871 + 45".) Barometer 732.87 Millimeter. Das gestrigc SEaflcSmtttel der todrmc + 10 4", um 4 0° liber bent Normale. Der gestrige Nieberschlag 5-59 Millimeter. Augelommene Frembe. Am 4. November. Hotel Stallt Wien. Nagy iinbBuchwalb, Reisenbe, Bnchinger, k. k. Ofsizier, nnd Dnrini, BcamtenSgattin, fammt Kind, Wien. — Wenzovski, Bezirksvorsteher, Jdria. — Beffinger, Reisender, Wiirttemberg. — Drill, Ksm, Graz. — Melchior, Gorz. — Mad. v. Sanger, Giiis-besitzersgattin, Poganiz. Hotel Elefant. Medved, Wagner, fammt Frau, Sagor. — Trexler, Glasfabrikant, Loog. — Josesa Dio-nisy, Venedig. — Mesar, Psarrer, unb Frimov, Feistriz. — Elisabeth Schnoditz fammt Lochter, Mosnize. — Kraftner, Graz. — Ott, Linz. — Biitid', Oberforstcr, Sittai. — Gardeni, Rimini. Hotel Eurojia. Debenc, St. Marein. — ^ Jete, Krainbnrg. BttlrlgeheB* Hof. Maznvanic, Kfm., Novi. Sternwarte. Sknl. — (Sajn, Weixelbnrg. — Han-zii, Lederer, Ncumaittl. — šega, Nob. — Sterle, Commis, Presid. MloI»»-e„. Urli, Agram. — Herman, Wicn.____________________ Berstorbene. Den 4. 9f o bent ber. Helena Salomon, Kellners-roitwe, CO I., Stabt Nr. 197, Darmgicht. Stimtsfonds. iperc. Re»le, oft.Pap. bto. bto. ost. in Sild. Sofe eon 1851 .... Bole non iSfli), ganze čoje eon i860, giinfc Pramiensch. e. 1864 Grundcntl. - Obi. Bteicrmart zu 5 ti6t. Ratntcn. Strain. a. Jtiiflenlanb 5 Ungarn ju . . 5 Rroat. u. ©Iao.5 6icbenbttrg. zu 5 Acticn. Hetional6ant . Union - Ban! . Zretitanflalt . J{. b. 68comt>te=@ef. »nglo.-ssterr.Bank Ocst. Bodencred.-L. Dcjl. Hvpolh.-Bank. Eteier. Escompt.-Bk. Franco - Austria . . Saif. Fcrd.-Nordb. . Ettdbahu-Gesellsch. . JJnij. Slisabeth-Bahn. Sarl-Ludwig-Bahu. 6ic6cn6. Lisenbahu SlaatSbahn Pfandbriefo. Ration. S.W. eerloSb. llug. Bod.-Sreditanst. >llg. ost. Bod.-Lrrdit li|0. in 88 3. rildz. . Geld 68.90 73.f.O 92.50 101.— 108 — 134 50 89.50 89.50 75 — 74.-73.— 942.- 35.— 216.— 880.- 143.50 22!— 45.— 2035 161." 214.— 204.— 326!- 210.— 141.50 89.85 80.25 Ware 69.20 73.60 93.- 102.— 109.— 135.- 90.50 90.50 75.75 74.50 73.50 945. 35.50 216.50 890— 144.- 46 — 2040. 162.— 2i5.-205— 327.*- 212— Deft. Hypoth.-Bank. Prioritftts-Obl. Siidb.-Ges.zu 50» Fr. bto. BonS 6 pCt. Nordwb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.(Efl.oW.) Staatsbahn Pr. Stitrk Staatsb. pr. St. 1867 Rudolfb. (300fl.o.W.) Franz-3of. (200 fl.©, Lose. Credit 100 fl. o. W. Don.-Dampfsch.-Ges. zu 100 fl. EM. . . Triester 100 fl. CM. bto. 50 fl. o.W Ofener . 40. fl. d. * Salm 40 . 40 , 40 . 40 , 20 . 20 , 10, 10 . lari St. GenoisI WiudischgrStz Waldsteiu . Keglevich . RubolfSstist. Weehsel(39Ron.) AugSd. I00fl.fiisd. ^nboVio S- 'fetcrL Paris 100 Kraae« Mflnzen. Gelb 90.50 110.75 100.50 84.— 135 -110-92.75 103.— 165.50 92.50 56.— 23.50 34.— 23.- 31.50 23.50 23.— 24.50 14.— 95.- 96.75 Ware 91.10 111.25 101*.— 84.25 136.-110.50 93.25 103.25 166.- 93.— 67*.— £4,- 35.- 23.50- 32-— 24.-23.50 25.-is.- 95.15 114.90 .! 45.- «Lif.Mtivz-Ducatea. 5.43 80.60 20-NrL2csstLs 91.10 i 98.60 84.50 lub« itaficnl*cinc - 9.18 1.70 108.80 6.4t— 9.13 1.71— 108.75 Telegraphiscker Cursbericht am 5. November. Papicr-Ren'c 68,80 — Silber-Rcme 73,40. — 1860cr Staats-Anlkben 101,50 — Sanfactien 947. — <5rebit 210,— —London 114,10. — Slider 108,90. — K. k. Mltnz-Ducuren 20-Frailcs-Stttcke 914. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Verleger nnd siir die Redaction verantwortlich: Otto mar Bamberg.