LmdllchelOMtllng. Nr. 1U1. Präniimerationöprei«: I,n Comptoir ganzj. fl. II, !).,!;>!. N. 5.50. Für dic.^ust.'llullss in« Hnu« halb,.50 ll. Mit dcr Post za>l,.i. st. 15>. ya^bj. st. ?.Z0. Mittwoch, 5. Mai Ins«lti onSgebühr bie io Zeile»: imal uo li., ^ui.uulr., ?jm. i ft.; sooft pr.Zeile im. «ili.,2m.8ll., »m.ln kr. u.s. >o. Iüsertionsstempül iebcsi». 30ll. 18«U. UU^ Des l). Feiertaftes wegen erscheint die nächste Nummer am Freitag. Nichtamtlicher Theil. Dic Alttsl'rrcisc nuch Constlmlilwpcl. Dcr Mai ist gekommen, ohne daß der Orient, wic es seit mehreren Jahren dcr Brauch, »on jenen vnlca-nischen Erschüttcruugcn, vo>' jenen Umsricbcn nild Auf-ständen bedroht wäre, welche eine nahe Kalastrophc an-zuküudigcn schienen. Die Verschwörung, welche sich von Griechenland bis nach Icuniänien ausdehnte, scheint gesprengt; die Versprechungen Rnßlands scheinen bei den Völkern keinen Glanbcn nichr zn finden; es ist stille geworden in den von dcr Türkei beherrschten Bändern. Die von Oesterreich nntcrstütztc diplomatische Intervention der Wcstmächle ist doch nicht ganz erfolglos geblieben. Die eingetretene Ruhe will, wie man bc-Iianplct, Se. Majestät der Kaiser zn einer Rcisc nach Constantinopcl bcuützcn. Er wäre damit dcr erste dcr Sonvcränc, dcr den Vcsnch dcs Sultails crwiderlc. Man bezeichnet sogar dic Schifft, wclche von Tricst ans Se. Ä^ajcslät ans dieser Reise begleiten sollen. Kommt dcr Reiseplau wirklich zur Aufführung, so lintcrlicgl es keinem Zweifel, daß wir es hier mit einem Ereignisse von einer großen Bedeutung zn thnn haben. Man brancht dabei weder an den Äbschlnß eines Allianzvcr-träges, noch an cinc ^ändcrcession zu dcnkcn. Die Ncisc ist bedeutungsvoll, weil sie einen Wcndcpnnkt in dcr Entwicklung der orientalischen Angelegenheiten, den Anfang einer wichtigen historischeil Epoche bezeichnet. Iahrhnnocrlc hindnrch schien cs, als ob der Orient für immer dcr Barbarei vcrfallm sei. Die Sterne der Menschheit lcnchtclcn nnr im Westen. In Frank lklch nnd England hällftcn sich dic Schätze dcr Eiuili-slUion zusammen, dort waren die Mittelpunkte dcr Macht. Die Bänder, wclche anf die Verbindung mit dem Oriente angewiesen waren, Oesterreich nnd Italien, ^gcu aus ihrer ^agc einen verhallnißmäßig geringen Vortheil. Sie waren selbst vom Fortschritte abgeschnittn, sie konnten weder in politischer noch in commer-cicllcr Richtung mit Frankreich nnd England cancur-riicn. Es galt dabei als nnanfechtbarcs Dogma, daß bcr Orient drr Herrschaft Rußlands vcrfallcn sei. Das Testament Petcr's des Großen schien srühcr oder später ln Erfüllung gehen zn müssen. Die Niederlagen, welche Oesterreich crfnhr, schienen anch dcn Znsammcnslnrz des türkischen Reiches vorznbcrcitcn. Es wärc Uebertreibung, wenn man sagen wolllc, baß diese düstere Perspective sich mit cincm Malc gc-"')dert habe. Rußland ist noch immcr cin Faktor, der 'ü.cht außer Rechnung gebracht werden kann nnd viel' llcht überrascht nns morgen dn' Telegraph mit dcr ^nchricht, daß Unrnhcn im Oriente aufgebrochen sind. ^bcr cö ist jetzt wenigstens die Möglichkeit cincr glück-^chereu Entwicklung gcgcbcn; cs ist dcr Anfang gemacht, UlN dic Gcschicke dcs Orients in ncnc Bahncil zu lenken, ^'d cs ist die Hoffnnng berechtigt, daß cinerscils dic ^ürkci dcr Eiuilisation gewonnen werde, daß anderseits ^sterrcich anS scincr Verbindung mit dein Oslcn ncnc ^«ft schöpfe. ' j. Die gewaltige Umgestaltung, die sich hier vollzieht, '>l ausschließlich cin Wcrk des Fortschritts nnd der Freiet. Die Ingenieure, welche den Suczlanal baucu und ^"' Handclsvertchrc cinc ncuc Straße anweisen, die ^scllschllftcn, wclchc dic Vahncn anlegen, dic in das '^z des türkischen Reiches führen und zum Theil nn-^lanntc Länder verknüpfen, das sind die wahren Ero-rer dcs ^^^,^^ Oesterreich kann aber an dcn tünfti-s^. ^'l'ungcnschastcn nnr participircn. weil es endlich ^'geworden ist und wcil nnr ans dcr Freiheit die gc., s jene Impnlsc empfangen, die ;n großen Lcistnn-di' fähigen. Amcrila ist nns cin Äcispicl, wic schnell con, < >"' '" Wüsteucicn erblüht, wenn einmal die ^ lvird ' ^"^" ^" ^^ gefunden. Anch dcr Orient sicl, ^'"^ ^'"schcn Umwandlung unterliegen, nnd zeigt ^ °'c lnrkifche Race unfähig, sich die moderne Cnltur ^hria'^'"'' ^ '"'^ schon die freic Eoncnrrcuz das "ufl)a,t ^ ^^Ul wird die Civilisation so wenig ci"»ial . ^"""'' ."'^ dcr Syllabus. Ist aber dcr Osten ^ruiill k ^"" l'Uclligcntcn und arbeitsamen Vcvöl- u vewohnt, dann wird cr auch russische Erobcrnngs' sucht abzuwehren wissen. Oesterreichs große Mission aber ist cs, dcn Fricdcn im Oriente zn crhaltcn, dic Türkei während dcS Uebcrgangsstadinms zu schützen und zu allen nützlichen Reformen zu ermuntern. Dcr Handels- uud Gcwcrbcflciß dcr Acvölkcnmg mnß dann dazn beitragen, daß Oesterreich ans dcr neuen Gestaltung der Dinge dcn gehörigen Vortheil ziehe. Oesterreich ist dann das große Bindeglied zwischen dem Oslcn und Westen; cs kann bci ungeahnter Vcrmchrnng dcr innern Wohlfahrt sich anf die Höhe feiner alten Machtstcllnng emporschwingen. Wahrscheinlich werdcn anläßlich dcr ltaiscrrcisc allerlei Acdcnlcn crrcgcndc Gerüchte auftauchen. Man wird fagcn, Oesterreich such? s^h dcr Hegemonie über ^crbicn und Rnmänicn zn bemächtigen,'es denke an die Erwerbung Bosnicnö, wolle überhaupt daö ^änder-ncbict der ungarischen Krone vermehren. Einer derartigen Politik, cincr derartigen Verlcquug dcs Schwerpunkts nach dem Osten werden wir stets entgegen sein. Solche abcntcncrlichc Projcctc würden zu keinem Zicle führen. Dcr wahre Kitt der Monarchie ist nach wie vor das dcutschc^Elcmcnt. Nur wenn dcmsclbcn scine hervorragende Stellung bewahrt blcibt, kann Oesterreich seine Mission erfüllen. (Mgpst.) Das AushllnlngZllcsclz. Gesetz, womit die Aushcbuug der zur Erhaltung des stehenden Heeres (Kriegsmarine) nnd dcr Elsatzre-serve erforderlichen Rccrutcncontingentc im Jahre 180!) bcstimnit werden. Art. 1. Zur Erhaltung dcs stehenden Heeres nnd dcr Kriegsmarine in dcr im § 11 dcö Wchrgcsctzcs vom 5. Dcecmber 1808 angenommenen Stärke, dann für die Ersatzrcscrvc wird im Sinne dcs 8 U> dieses Gesetzes das von den im Rcichsrathe vertretenen Kölligrcichcn nnd Bändern zu lcistcnde Iahrcscontingcnt, nnd zwar für das stehende Heer und dic Kriegsmarine mit 5>»!.041 Mann nnd für die Ersutzrch-rve mit 5><>04 Mann festgestellt und dic Aliöhcbnng dicscr Euntinaente iin Jahre 1809 bewilligt. Art. 2. Die Stellung hat ausuahmSwcisc in die scm Jahre innerhalb dcr Zcit vom 1. August bis Ende September zn erfolgen. Art. 3. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes wird Mein mit dcr Führnng dcr Agenden dcs MinistcrininS für ^andcsucrtheidignng nnd öffcntlichc Sicherheit bc-trantcr Ministerpräsident, welcher dicsfallö mit meinem Rcichstricgsministcr das Einvernehmen zn pflegen hat, beanftragt. B cg rü ud nn g. N'ach den Bestimmungen dcs § 13 dcs Wchrgc-sctzeö vom 5. December 1868 ist das zwischen dcu im Rcichörathc vertretenen Königreichen nnd Bändern cincr scits und dcn ^älidcrn dcr ungarischen Krone andererseits der Bcoölkernngszahl nach anznrcpartircndc jährliche Rccrutcncontingent für das stehende Heer ^Kriegsmarine) in dcr Art festzustellen, wic selbes zur Erhaltung dcs stehenden HccrcS und dcr Kriegsmarine in dcr ^^!^'^ Wch^esctzcs festgesetzten Stärke von d(^.^ wiann ohne Hinzurechnnng dcr Militärgrcnz. trnppcn erforderlich ist. ' ' " -> ' Bezüglich dcr Ersahrescrve enthält dcr ersterwähnte Paragrapli die Bc,limmni!g. daß die zehnjährige Ge-sammtcrsatzreserve nicht größer als das nach dem ucncn Wchrgcsetzc bcwilligtc erste Iahresrccrutencoutingcnt scin nnl! das,elbe als cin Normalcuntingcnt angcs'chen wcr-den nnd ann daher dic Ermiltlnng desselben nnr in der Art erfolgen, daß ziffermäßig dnrch Rechnnng ficher-gestellt wlrd. w,c groß die Anzahl der jährlich ein;u-,tellcnden Recrutcu sc,u mnß, damit mit Eintritt dcs zehnten IahrcS dcr im Gesctzc nnt 800.000 Mann starte complete Kricgsstand crrcicht wird. Diesen Weg als dcn einzig richtigen erkennend, hat die Regierung bci der Ermlltlnng dcs im verfassungsmäßige Wegc anzn-sprechenden Rccruteucontingcnts für das stehende Heer nnd die Kriegsmarine eingeschlagen nnd die bcilicgcndc StandcSbcwcguug zeigt, daß unter Festhaltnng ciucö jährlichen 4proccntig.cn dnrch langjährige Erfahruugcn als keineswegs zu hoch gegriffen sich darstcllendcu Schwundes dic Eiustcllllng eincS jährlichen Recrntcncontingcntes für das stehende Heer und die Kriegsmarine in der Ziffer von !)5.474 Mann unbcoiugt nothwendig ist, wenn uuter normalen Verhältnissen mit Eintritt dcs zehnten Jahres der früher erwähnte complete Kricgsstand mit 800.000 Mann crrcicht werdcn soll. Vci der Unterthcilnng dieses auf die Gesammtmo-narchie entfallenden Iahrcsnormalcontingentcs wnrdcn die im § 13 deö Wchrgcsetzcs vorlänfig bis znr Durchführung einer auf gleichen Grundsätzen basirtcn neuen Volkszäl> lung zum AnhaltSpnnktc uorgc;cichnctcn Bevölkcrungs-ziffcrn nach dem Ergebnisse dcr Volkszählung vom Jahre 185)7 nntcr Abschlag dcr anf dcn ehemaligen Kreis Eattaro und das Festland dcS ehmaligcn Kreises Ragusa im Königreiche Dalmaticn entfallenden Theilsumme von 72 871 Seelen znr Grundlage gelegt, wonach sich für die im Rcichsrathc vertretenen Königreiche und Bänder, das in dcr Rcgicrnngsuorlage angesprochene Rccru-tcncontingcnt für das stehende Hccr und die Kriegsmarine ergibt. Vci dcr Ersatzrcscrve wurde eine besondere Bercch-nnng als entbehrlich anerkannt lind einfach dcr zchntc Theil des ersten IahrcscontingcntS als daS entfallende Eonlin^cnt eingestellt. Die ansnahmswcisc Festsetzung einer anderen als der im F 31 dcS Wehrgcsctzes vorgeschriebenen Stclluugs-pcriodc war dadurch nothwendig, wcil cinc Vereinbarung bezüglich der Fcstsctzung dcr im verfassungsmäßigen Wege anzusprechenden Eontingcntc mit dcr ungarischen Regierung crst im Lanfe dcs Monats April erzielt wurde, sonach dic Einhaltung dcr gesetzlich festgesetzten Stellungs-periodc sich factisch unmöglich herausstellte. Berechnung des erforderlichen Contingentes zur Erziclnng'des im ß 11 dcs Wehrgcsctzcs normirten ltriegsslandes mit 800.000 Mann mit Eintritt dcs 10. AsscntirungsjnhrcS und )tach-wcisnng dcs Standes des stehenden Heeres in den einzelnen 10 Asscntjahrcn. "lpric^iu. ! Stand init Anfang dcs Jahres ! Schwund, . -------------------—------------- ^ln-qami !I«hrlichc8 andcmein'! ^g M- der srtthe-^^^ „. ^^a>'g ^„l„„ ^ ncsttll.m ,ichc..C.„. N'n Con-^'" ^°"' gent Eontüi- ii„^„^ ^ lil.gcntc > l" ________!________ Ncnle ! ^ ! 1«'ii> 05.474 j 95^74 95474 1«70 ! N5 474 3,819 ? 95.4?l 91.655 167 129 I«7I ! 95 47t l 7 485 95.474 179 646 i^75N« l«72 ! 95,474 1I.W5 < 95.474 2<;4.1l3 , i!59'5'«l 1873 95.474 I4.!^3 i 95.474 345.207 440 678 l«74 95.474 . 17.02? 95.4?4 ! 423.051 5I8.5L5 1«?5 95.474 20.741 95.474 497.784 593 25« 187« 95.474 23.730 <>5.474 538.402 733 «7« 1878 ^ 95.474 !?9.355 ! 95.474 j 704 521 799 99!» in runder Summe 800.000 Von dcm Iahrsscontin^cnlc entfallen: auf die im Rcichsralhc vertretenen Königreiche nndöcin« der 5)6.041, auf dic Länder dcr nngar>schcn Krone M).433; von obi^cn Iahrcscontiogcntc '/,<, als Continent für die Elsatzrcselve, d, i. 5604 und beziehungsweise 3943. Gcsctz bcli cffcnd Dlirchsührungsbcstimmnngcn für das Gesch oo», 20. Iani 1868, R. G. Bl. Nr. 00 üdcr die Umwandlung dcr ucrschicdcncn Schnldtitel dcr bishcria.cn allgcmcincn Stcintsschnld. § 1. Dnrch» führung dcs G^sctzcs vom 20. Juni 1808 R. G. B. )tr. 00 fiir die einzelne» znr Eonvertirung bestimmten Schuldgattungcu einen Zinslermin als den letzten fest« zusetzen, an welchem noch anf Grund der bisherigen alten Schnldtitcl cine Zmsenzahluüg gclcistct wird, so zwar, dnß EauponS dcr altcn Schiildtitcl, wülchc »ach diesem Termine fäUig weiden, von dcr StaatScasse nicht mehr rcalisilt uod anch nicht mehr uls Zahlung für laudcölürsllichc Steuern und Abgaben angenommen werden. Die weitere Pcr;insung wird nnr auf Grund der ncucu Schnldtitcl gleistet. Dic Fcslschuna dcS lctztcn Zinsenzahllmastermincs für eine bestimmte Schlildgattnin, hat dcr Finanzmini, sttr sechs Monate vor dem Eintiiltc dicscs Termines durch das Rcichögcsctzl'lalt kundzumachen, auch lie^t dem. selben ob, die Vcilautl'aiungcn durch die amtlichen Lau« deszcilullgcu nnd nach Umständen auch dnrch ausländische Zeitlupen zu veranlassen. 55 2, Ist bezüglich einer oder mehrerer Schuld, nattlmgcn in Gemäßhcit des § 1 eiu letzter Zahlungs« tcrmin auf Grund dcr all?n Obligationen festgesetzt wor< den, so hat bezüglich dcö AmortisirungsoerfahrenS i« 746 allen Fällen, in wclchcn nach den bestehenden Amorti-sirungsvorfchriftcn für dm Beginn der Amortisirungs«-frist dcr Zeitpunkt der Fälligkeit des letzten der Obligation anhaftenden Coupous maßgebend zu sein halle, nicht der bemerkte Zeitpunkt, sondern dcr Tag der Fällig» keil desjenigen Coupons, welcher vom Fiuanzminister alS dcr letzlzahlbarc erklärt worden ist, als Beginn dcr AmoltisirnngSfrist zn gcllcn, sofctnc nicht nach Beschaffenheit des Falles ein früherer Beginn dieser Frist be-rcitS eingctrelcn ist nnd cö hat die Amortisirungsfrist sowohl für die Obligation, als anch fiir sämmtliche derselben noch anhaftenden, vermöge dcr Erklärung dcS Finanzministcrs nicht mchr rcalisirbarcn Coupons vo» dem cnvälintc» Fälligkeitstage an zu laufen. Betrifft daS Amortisirnugsocrfahrcn nur die Con« pons cincs in dem vorhergehenden Adsatzc bezeichnete» Schuldtitcls, so hat fiir die Amortisirung aller nach dcm festgesetzten Zinscnzahlungstcrmine verfallenden Coupons die Frist von einem Jahre, sechs Wochen und tnci Tagen von dem erwähnten Termine angefangen zu gelten. Eifolgt die Einleitung deö AmortisirungsoerfahrenS nach demEinttitt des letzten festgesetztenZinscnlahllMgS-termines, so ist die AmoltisirnngSflist sowohl für die Schuldtitcl als auch für die Coupons vom Tage der Ausfertigung des Edictcs zn berechnen. ß 3. Die Thcilschuldocrschrcibnnqen zu 2^ fi. und zu 10 fi. ö. W., wclchc auö Anlaß der Um ficirung dcr Staaloschuld ausgegeben wuidcu, bilden keinen Gegenstand einer gerichtlichen Amortisirung. § 4. Die von dcu Parteien zur Convcrtirung beigebrachten Schuldlitcl müssen mit allen noch dazu gehöria/n Zinscnconpons, eventuell mit den dieselben vertretenden Amortisirungscrtcnnlnisfcn belegt sein. Für fehlende, nicht amortisirte CoupouS haben die Parteien den Barcisatz in dem im § 5 des Gesetzes vom 20tcn Juni 18(i8 beslilnmien Ausmaße zu leisten. Ueber die Zahlung wird den Parteien eine Quittung ausgefertigt. Gegen Beibringung dieser Quiltuxa. wird nach Maßgabe dcr mit derselben zugleich piäi/nlirtcu Con-pons oder der iuNechtStiaft erwachsenen AmortisationS-erkcnutnisse der Rücke» satz der bezüglichen Aarzahlung an die Partei geleistet. § 5 enthält die VollzugSclausel. Oesterreich. Wien. 3. Mai. Die ..Wiener Abeudpost" schreibt: Ein mährische« Älatt will von schroffen Differenzen zwischen zwei Ministern wissen nnd erzählt, daß staatsrechtliche Fragen hic^u den Anlaß gabcu. Wir würden diesen mnssigcn Erfindungen eines sloffarmcu Correspou-dcntcn keine Beachtung schenken, wenn sie nicht auch in andere Organe, und zwar mit dem Beisatz Eingang gefunden hätten, dnß mährische Blätter zu dcm Minister des Innern in näherer Beziehung stehen. Wir sind ermächtigt, solche Beziehungen uud alle hieran geknüpften Folgerungen auf daS entschiedenste in Abrede zu stellen. Lembcrg, 3. Mai. (Eisen b ahn eröffn ung.) Am 2. Mai ging dcr erste Probczug von Weinberg nach Brody uud retour. Abfahrt von Lembcrg 7 Uhr Früh, Aufenthalt in Krasnc 1 '^ Stuuden, Aukunft iu Brody 11'/2 Uhr Mittags. Abfahrt von Brody um 4 Uhr Nachmittags. Ankunft in Weinberg nm I^ Uhr Abends. Diese Fahrzeiten, welche einer Geschwindigkeit von 4 Meilen entsprechen, liefern dcn Beweis, daß dcr ucugc-lcgtc Oberbau dieser 12'/^ Meilen langen Strecke im besten Zustande sich befindet. Uusland. Florenz, 3. Mai. (Mi n i ste rkr i s e.) Die „Natioue" mcldct: Gcstcln fand eine Versammlung von Dcpnlntcn der Rcchtcn statt, an welcher auch die Minister Theil nahmen. Gegenstand der Verhandlung war dic Pattcilialt'.mg in Folge dcr zwischen der Partei oc> Permanenten und dem Mimstcrinm obschwcbendcn Vcr« liandluugcn. Die Minister Mcnabrca »nd Cambray» Digny coustatirten, daß die Permanenten die Initiative crariffm, um auf Grund dcS inir unwesentlich ge-änderten alten Pro.irammS der Rechten eine Einigung zu erzielen. Das Ministerium hat keinerlei Verpflichtung auf sich genommen, dcr einen oder andrren Person ein Portefeuille zu übertragen; das Ministcrinm anerkannte nur oic Nothwendigkeit, daß die neue Kammermajorilät entsprechend im Ministerinn, vertreten sei. Sobald die erzielte Einigung eine parlamentarische Thatsache würde, würde daS Ministerium seine Demission der Krone anbieten, dcr es freistünde, Männer in dcn Rath zu lie-rufen, dic sie als der Kammer und dcr öffentlichen Meinung besser einsprechend erachtete. Vleapel, 25. April. (Ein Erz bisch of vor den Assissen.) Der hiesige Anklagchof hat unter dcm Vorsitze des Rathes Marinelli beschlossen, dcn Erzbischof von Salerno, Primas von Lucanicn uud päpstlichen Thronassistenten, Msgr. Salomoue, vor die nächsten Assisscn zu verweisen. Dcr Erzbischof ist angeklagt, beleidigend über die Person des Königs, die Negicruug und die Institutionen Italiens gesprochen zu habru. Madrid, 1. Mai. (C 0 rt e s sitz u n g. - Am« u e st i c.) Ein Amendcmcnt, wclcheö eine Entschädigung des Clcrus mittelst specieller, nur von Katholiken zu tragenden Steuern vorschlägt, uud ein anderes Amcn-dement, welches die Abschaffung dcr Befugnisse des Clerus im Wege des Eilöschcns verlangt, wcldcu ab> gelehnt. Dcr Iustizminisler erklärt in Beantwortung einer Interpellation, daß dic Carlisle» und die Isabclli« sten nicht aufhören zu confpirircu, um cineu Bürgerkrieg herbeizuführen, daß aber die Regierung energisch vorgehen werde. Figuerola beantwortet verschiedene In- < tcrpcllationcn und ertlärt, daß die schwebenden Unter-handlnligen bezüglich des letzten AulchcnS ihn vcrpflich» ten, Zmückhallung zu beobachten, aber er ucispricht, dcn mit ausländischen Häusern abgeschlossenen Conlract dem Hanse seinerzeit vorzulegen; er erklärt, daß die Baisse anf der Börse dmch Rcal'silungcu der Ayuntamcntoö veinisacht wnrdc, welche letztere sich behufs Loskaufcö dcr Conscribirlen Geld verschaffen mußten. Er sagt endlich, cs sci nnrichtig, daß die Rcntctitel, wclchc von früheren Regierungen als Pfand gegeben wurden, auf dcn Markt gcworfcn worden seien, weil sie blos nur im Pfand gegeben wuidcu; die Rentctitcl werden zurück-gekauft, die Coupons diefcr Rmtcnschcine in den Casscll dcponirt, die Consignalioncn uud alle SlaalSobligatio ncn werden ausgezahlt werden. — Die Abendausgabe dcr „Gaccta" veröffentlicht daS gestern von dcn Cortes angenommene Ammsticdecrct. Die heutige Jahresfeier ist in vollständiger Ordnung abgelaufen. Paris, I. Mai. (Dementi.) Die „France" dementirt daS Gerücht über eiue vou Rußland nach Constantinoftel gerichtete Depesche gegen die Maßnahmen dcr Pforte bezüglich der Naturalisation, und fügt hinzn, cS stünde dieS im flagranten Widersprüche mit den wi-verholten Erklärungen Rußlands, welches seit dcr Con-ferenz nicht aufgehört hat, mit deu Mächten im Oriente in Uebereinstimmung vorzugehen. Briissel, 1. Mai. (M in isterkri se.) Officiös wird gemeldet, daß in Folge der vom Senate vorgcnom-^ mcncn Aenderungen an dem Gesetze über die Aufhebung dcr Schuldhaft der Iustizminister Bara seine Demission eingereicht hat. Ztew-Aork, 1. Wai. (Die Staatsschuld) hat im April um 6,250.000 Dollars abgenommen. — Mehrere Insurgcntenbanden auf Cuba haben die Waffen gestreckt. Hagesneuigkeiteu. —- Ee. Majestät oer Kaiser haben deu von einem Brauduuglllcke heimgesuchten Insassen der Gemeinde Castkow in Mähreu eine Unterstützung von 300 fl. anS allerhöchst-ihrer Privatcasse allergnädigst zu spenden geruht. — Ee. Majestät dcr Kaiser haben dcr Fancsaler evangelischen Gemeinde im Abanjer Comitat 200 fl., dcr Tasnud-Szarvadcr reformirten Kirchengemeinde im Mittel-Szolnoter und dcr Batizer resormirleu Genieinde im Szat- , märcr Comitat je 300 fl. zu Kirchen- und Schnlzwcckcll ! allergnädigst zu bewilligen geruht. — (Bischof Rudi gier und die Staats-gründg esetze.) Die Linger „Tagespost" bringt nachstehende Mittheilung:, Wir haben jüngst gemeldet, daß Herr Bischof Josef Rudigier in einer an dcn Bezirkshaupt-mann Herrn v. Mayfelo gerichteten Note den barocken Satz aufgestellt habe, man töune tcin ehrlicher Mann sein, wen» uian nicht seiner (des Vifchofs) Ansicht über die neuen , StaatSgrunogcsctze beipflichte. Dem Bcrnehmen nach hat nun der Statthalter von Oderösterreich, Herr Graf Hohen-wart-Gerlachstciu, an den Bischof ein äußerst energisches Schreiben gerichtet, w welchem die vorerwähute Anmaßung kategorisch zurückgewiesen wird. — (Renitenz gegen das Schulgesetz.) Die Gemeindevorsteher vou Eecrfauö nno Schöuwics in Tirol wurden wegen Nichtpublicirung der Kundmachung betreffs dcr Echulaufsicht von der k. k. Vezirtshauptmannschaft Landcck zu je 20 fl. Strafe verurtheilt. — Dcr Rccurs deö aus gleichem Aulasse abgestraften Vorstehers von Kortsch im Bintschgau wnrde von der k. t. Statthaltern abschlägig beschicken. — Gegen den Coopcrator zu Glurns wurde wegen einer Predigt, die er am 5. Fastenfreitag im Wallfahrtsorte Agums hielt, die gerichtliche Untersuchung eingeleitet. — (Ehen mit der Schwestcr der verstorbenen Frau) sind durch das englische Gesetz verboten. Es hat sich jedoch allmälig eine Agitation zur Abschaffung dieses veralteten Gesetzes gebildet, wclcheö zudem dcr gesellschaftlichen Praxis widerspricht, denn gerade in England heiraten viele Ehemänner die Schwester ihrer verstorbenen Frau. Aber ihre Kinder aus solchen Ehen sind vor dem Gesetze illegitim, während das katholische kanonische Necht sie nicht als unbedingt ungiltig ansieht, sondern nur eine kirchliche Dispens fordert. Ja das katholische Evisto-vat Englands uud Irlands spricht sogar dcn Wunsch auö, daß die soeben vom englischen Unterhaus angenommene Bill zur Aufhebung deö alten Gesctzcö zum Gesetze nx'rde (wozu sie noch dcr Zustimmnng ocö Oberhauses bedarf) damit die katohlischcn Kirchcnbchördcu dic vom kanonischen Rech'-vorgeschriebene Dispens in solchen Fällen mit rechtlichen Folgen zn geben vermögen. Die Gegner deö Gesetzes berufen sich auf daö alle Testament, allein der englische Oberrabbiner Dr. Adler hat erklärt, daß nach seiner Ansicht die Bibel solche Ehren nicht nur nicht verbietet, sondern gera- dezu erlaubt. Vei der Debatte im Unterhause im Jahre 1862 machte Lord Palmerston einen oft citirten Witz, indem er sagte: „Wenn ein Mann, der einmal verheiratet gewesen, dumm genug ist, sich zu einer zweiten Heirat zn entschließen, so laßt ihn unter allen Umständen seine Schwägerin heiraten, denn dann hater doch wenigstens nur eine Schwiegermutter." (Palmcrslon selbst, der „alte Cuvido" genannt, hatte in so vorgerücktem Iuuggesellenalter geheiratet, daß er selbst kaum hoffen konnte, „die Dummheit zum zweitcumalc zu begehen.") — („Unruhen.") Auf den Fidschi-Inseln in der Südscc haben, wic dcr „Pall Mall Gazette" berichtet wird, Unruhen stattgefunden, und mehrere Dienstboten der Colo-nisten n'nd vou deu wilden Eingcbornen aufgezehrt worden. Das nennt die ,.Pall Mall Gazette" Unruhen!" Zur Reform >cs /grstgcschrs. IV. Außer den bereits besprochenen Gesetzcsentwnrfcn hat das Subcomit<5 auch noch ein abgesondertes Elaborat über die „Hilfsmittel zur Hebung des Waldwescns in Krain" ausgearbeitet, dessen Vorlage an die Plcnar-Commission cs damit rechtfertigte, daß sich mannigfache Vorschläge dcr Comit«-Mitglicder ihrcr Natur nach vorläufig der legislatorischen Behandlung entzogen, weil sie über die principiell acceptirtc Grenze derselben hinaus-griffcn, andererseits aber doch Winke enthielten, die nicht übersehen werden konnten. Als in die Competcnz deS Reiches und in jene dcr Staatsrcgierung gehörig, wurden hervorgehoben die nachfolgenden Wünsche: Reform des Strafgesetzes in Bezug auf den Walddicbstahl im Bannwaldc, dcr ohne Rücksicht auf dcn Werth dcr gestohlenen Sache zum Verbrechen qualificirt werden soll: auf die Strafbar-lcit deö Walddiebstahls überhaupt nach dem § 175 zweites Alinea des St. G. B.; auf die Qualification des Ein-forstungsvcrhältnisscs als ErschwcrungSumstand gleich der Hausgcnosscnschaft; endlich auf die Beweiskraft auch nur eines beeideten Forstschutzmanncs über den Thatbestand eines Walddiebstahlcs. Ferner wird die Nothwendigkeit einer öftern Ne^ Publication der Forstgesetze in jenen seiner Theile, die besonders ins Volksleben eingreifen, betont. Weitcrs wird der Wnnfch ausgesprochen, daß für Forstculturen (Anpflanzungen), die durch Elementar-fchä'dcn vernichtet wurden, Slcucrnachlaß principiell gewährt wcrdeu möge. Endlich, daß bei dcm Umstände, als in den vorliegenden Gesetzentwürfen mehrfach Paragraphe anderer Gesetze citirt erscheinen, cs für den praktischen Gebrauch schr zweckdienlich erscheine, wcnn von den ncucn Forst-gcsctzen amlliche Handausgaben mit Citation des ganzen hierin bezogenen TcitcS anderer Gesetze veranstaltet würden. Auch wurde hervorgehoben, daß die Durchführung dcr Wicderbcwaldung des Karstes, für wclchc bei der Eigcuthümlichkcit der obwaltenden Verhältnisse ein besonderes Gesetz bcdingt ist, eminent eine Sache des Reiches sci, die nur mit dessen Hilfe erfolgreich bewirkt werden könne. Als vornehmlich in den Bereich dcr verfassungs-mäßigcn Wirksamkeit dcr L andesvcrtretung fal/ lend, wurde eine Rcihc von Punkten verzeichnet, die w>l nur gedrängt slizzircn können, als: Berücksichtigung ^ land- und forstwirthschaftlichen Interessen im Volksschl^ gesetze, — Bedürfniß von Waldbauschulcn für Obc^ und Unterkrain, — Stiftungsplätzc für die Frcqltt^ derselben, — Aufstellung von Wanderlehrern auch s'" dcn forstlvirthschastlichcn Theil dcr Bodcncultur, — P^ miirung dcr Anlage gclnngcner Saatkämpc, Psia^ schnlen nnd Pflanzgürtcn, von slovenischcn Drnckwew forstwirtschaftlich bclrhrcndcn Inhaltes, — V'ld^ von Waldgcnosfcnschaften zum Behufe rationeller ^ wirthschaftung deS Klcinwaldbcfitzcs uud besserer Dc> wcrthung seiner Productc''-, — AuSdehuung des Th'l uud bczichuugSwcisc Vogelschutzes auf allc forstwir^ schafllich nützlichen Spccicn, — endlich bessere Inst^ Haltung der zum Trausport dcr Waldproductc so vielf"" in Anspruch genommenen Bczirtsstraßen. ü< Schließlich wurden auch iuterimalc M^ nahmen für die Zwischenzeit, d. i. bis zum I"^,l treten der ncucn Forstgcsctze, vorgeschlagen, wclchc lM» dic Erhallung dcr Wälder einigermaßen zu sichern ^ möchten. Dahin gehörend wurden: dic provisorische ^ stcllnng von technischen Durchführungsorgancu a" ^ Seite der politischen Behörden, —die ^tatuirnng ^ Provisorien für Wälder mit rechtlich streitigen VH) nissen (im Sinne des Patentes vom 5. Juli 1"^ — eine rasche nnd energische Amtshandlung der p ^, schcn Behörden bei Forstfrcvcln. — die sorgfältige ^. urlhcilung aller dafür oder dawider sprechenden Mo" << bei Erthcilung dcr zwischcmvciligcn Waldaufthel"^^ bcwilligungcu — der hoheu Regierung motivirt » pfohlcn. . pclM Somit hätten wir das reichhaltige Matcrlmc, ,,M chcs uns die Bcrathungcu dcr Forstgcsctz-Enqu^te v ^ erschöpft und wir können nur mit Dank ""d ?n ^,,-«ung dcr frischen Thatkraft gedenken, mit der das ^" c^iK ^ Ministerium die hochwichtige Frage dcr Forstgcsctz « * Hicrilber bringen wir demnächst ciucn Arlilcl. ^^M 747 der gedeihlichen Lösung zuzuführen bemüht ist; des Eifers und der Sorgfalt, mit der sich unsere Provinzialregie» rung dieser Lösung zugewendet und des Geschickes, mit welchem sich die öuquöte-Commission, insbesondere das Subcomilü seiner schwierigen Aufgabe entledigte. Unser Blatt war es zu wiederholten malen und besonders in den abgelaufenen 5> Jahren, das nicht vergebens seine Stimme erhob zum Schutz der schönen heimatliche» Forste; um so befriedigter sehen wir grünen den Keim und reifen die Saat, in deren Schoß ein gut Theil der Wohlfahrt des strainers ruht. Der Tabor in Fichtenwald. Gurkfcld, 3. Mai. Der Tabor in Fichtenwald am 2. d. war fchwach besucht; an der Versammlung welche um 3 Uhr Nachm. auf einem lnapp an den letzten Häusern des Marktes gelegenen Acker abgehalten wurde, dürften sich kanm mehr als 2500 Menschen bcthciligt haben, jedenfalls sind jcnc Schätzungen, welche mehr als 3000 Anwesende angeben, ungenau. Hicvon waren mit den Bahnzngen am 2. d. M. auf den Strecken von Laibach und Graz ungefähr 70 und auf der Strecke Agram höchstens 200 Personen eingetroffen. Der Turnverein „Sokol" ans Laibach war dnrch 15 Mitglieder repräscntirt. Die Journalistik war durch die Redakteure des „Slovensti narod" des „Glasnit" und des „Arcncclj" vertreten. Von Agram her waren 5 Studirende erschienen. Das Hauptcoutingent der Taboriten lieferte die bäuerliche Bevölkerung aus der Umgebung von Lichten-wald, daruutcr anch Weiber, — und zu einem kleinern Theile aus den nächstgclegcnen Gegenden Kiains. Von bekannten hervorragenden Persönlichkeiten waren blos die Veranstalter und Sprecher des Tabors anwesend. Der Empfang der Znzügler auf den Bahnstrecken am Vahnhofc zn Fichtenwald war ein lauer und stiller, es betheiligten sich daran laum 100 Personen aus dem Volte als Zuseher. Einzelne Hänser des Marktes und der Vcrsamm-lungsplatz waren mit der slavischen Trikolore und mit, Fahnen in den kaiserlichen Farben geschmückt. , Das eingehaltene Taborproarnmm war folgendes: Pfarrer Ripschl von Lak (Steiermark) eröffnete den Tabor nnd nachdem Dr. Sernic zum Vorsitzen» den bestimmt worden war. sprach Niftschl über die Nothwendigkeit des Voltsnntcrrichtes und über die nationale Volksschule. Hierauf sprach Dr. Scruic über die Berechtigung der Einführung der Muttersprache im Amte und lN der Urkundcuvcrfasjung sowie übcr die Nothwendigkeit, daß dies sogleich nachdrücklich angestrebt werde; endlich darüber, daß an der künftigen Universität zu Agram auch die Gefetze Eislcithaniens traditt werden Mögen, damit die heimische Jugend dort ihren Studien obliegen könne. Sofort sprach Sarnil, AdvocaturSconcifticnt aus Luttenbcrg, über die Vereinigung aller sloucuischcn Lnn-dcsthcilc in ein Kronland Slovenija, worauf in eben biescm Gegenstände der stcicr. Landtagöabgcordnctc Dr. Voänjat das Wort ergriff und seinen schon im Landtage diesbezüglich eingehaltenen Standpunkt kurz beehrte, und zum Schlüsse Sarnit als Landtagsccmdida' len für die nächste Wahl in Treffen empfahl. Endlich sprach Dr. Nazlag aus Nann über die Errichtung einer Ackcrbauschule für den politifchcn Bc-^lk Nann und die nächste Umgebung, daun sür die Nothwendigkeit der Erbanimg zweier Brücken über die ^avc bci Lichtenwald und Nann, wobei cr berührte, daß ^e Landtage von Stcicrmart und Kram für den Ban ber Brücke in Lichleuwalo je 4000 fl. beizusteuern veranlaßt werden sollten, Sämmtliche Ncdncr sprachen ruhig und gemäßigt; ^ der Ncdc Sarnits kamen einzelne drastische Hinwci->"ugen nuf dic Majorisiruug der Slaven vor. . Die Programmpuntte wurden von der Versammlung ^'ch Händeaufhcbeu angenommen, nur jcncr über die ^auuug dcr beiden Brücken fiel, nach zweimaliger Ab-'""nnnng für nnd wieder. H Die bäuerlichen Anwesenden erklärten, daß sie dic 5°sten fiir ^^ ^idcn Brücken zu tragen nicht Wil-^"s siud. f. „ Die Versammlung hörte die Reden ruhig nnd in ^r Ordnung an. . . Die Besprechung dcr Nothwendigkeit des Volksun- "lchtes und einer Äckcrbauschulc schien eine allgcmei- y " und lebhaftere Zuflimnumg hervorzurufen, cbcuso ,"«) dic Einführung dcr Muttersprache in dcr Urlnn- ^rfasslmg und im Amte. lnilt« i ) ^^luß des Tabors, ungefähr 4^ Uhr Nach-linaA ' ^'"^ die Menge rnhig und geräuschlos aus' Au« "' ""W den Bahnznzüglern dürften nur wenige haben "^ '" Fichtenwald bis zum Abende verweilt locales. Aus M-^"^" Bahnen und der Welthandel.) esse vcrs l"^" ^"d lins geschrieben: Mit großem Inter- >^gt dlc hiesige Handelswelt deu Ausbau des öster- reichischen Mscnbahn - Netzes von Äriren bis Villach und von da Ubcr Tarvis nach Laibach, wodurch in einigen Iahreu die reichen Getreidegegenden Croatieus und Slavoniens nlit den voltreichen aber getreidcarmen Gegenden am Main und Nhein llud nlit dem vielconsumircndcll Paris über München in Berbiuduug gesetzt werden. München selbst ist in den letzten Jahren wvhl die am meisten durch fremden Zuzug gewachfene größere Stadt Mittcl-Europa'ö, und da auch schon Engländer vielfach über den Brenner viü Brindisi nach Ostindien reisen, so auch neuerdings mehrere Transporte Negicruugs-Malroscu, welche den hiesigen Landratten ein ganz ungewöhnlicher Anblick wareu, nnd manche Norddeutsche, durch die immer zunehmende, kaum mehr erträgliche Steuerlast vertrieben, oder um der Fürsorge der so gar intelligenten preußischen Regierung zu entgehen, neuerdings Minichen als noch nicht übersetzten Geschäftsplatz anfsnchcn, zumal jüdische Großhändler, so gewinnt die Stadt immer mehr Ansehen und Weise einer Großstadt, deren Gros dcr Vevolkerung das zahlreich Herzuzichende Dienste suchende kräftige Landvolk bildet. Schon wird auf der Münchener Getreioc-Schranne viel ungarisches Getreide verkauft und „Kaisermehl" sieht man in manchem Laden angezeigt, und tiroler und steierische „Wcinhöhleu" machen trotz des hohen Eingcmgszollö gute Geschäfte: alles Produkte, wclchc nach Ausführung der projcttirtcn Bahnlinien leichter, schneller nnd wohl anch billiger zu beziehen sein dürften. Möchten diese Bahnen bald hergestellt sein. — (Unter train er Eisenbahn.) Nach Mittheilung der „N. Fr.Pr." ist der Handelsmann und Rcali-lätcnbcsitzcr F. C. Wilkenö beim Handelsministerium mn die Bewilligung zur Bornahme technischer Vorarbeiten für die Eisenbahnlinie Laibach-Karlstadt-Ioseföthal eingeschritten. Dabei liegt die Absicht zu Grnnde, die Möglichkeit und Zweckmäßigkeit der Führnng der Trace über Nndolfswerlh außer Zweifel zu fetzen. — (Für Raucher.) Der ungarische Ranchtabak unter der Bcnemmng „Czerbelbriefe" (znm Preise von l kr. für ein Stück im Gewichte von 2'/^ Loth nnd von Z fl. l^0 kr. für 100 Stück) wird nunmehr anch in Kr a in, nnd zwar läugs dcr Grenzen gegen Eroatien in einem Rayon vou drei Meilen landeinwärts, in Verschleiß gesetzt. — (Die Stelle eiuer Mädchculc hr eriu) an der Volksschule in Ratsch ach, welcher Posten provisorisch creirt wurde, wird von der Vezirtshauptiuanuschaft zu Gurtfeld als Echuldistrictsaufsichtöbehörde zur Vesctzung ausgeschrieben. Dcr Lehrerin liegt die Erthciluug des Unterrichtes und die Unterweisung der erwachsenen Mädchen in weiblichen Handarbeiten ob, wofür sie den Gehalt voll 220 fl. nnd freie Wohnung erhält. Bewerbungen sind bis 1. Juni einzureichen. — (Mord.) Wir haben leider wieder einen Act wahrhaft cmpörclider, bestialischer Roheit zu verzeichnen. In dcr Nacht zum ^6. April früh nm 2 Uhr traseu die Bursche» Lncaö Veucma und Josef Kersche von Retje, Bc-zirköhauptmauuschaft Gotlschec, auf dcr Straße zusammen und, ohne daß letzterer irgend eine Veranlassung zu eiuem Raufhandel gegeben hätte, packte ihn der Vcncina und mißhandelte ihn mit einem Steine derart, daß er besinnungslos liegen blieb. V. begab sich hernach in eine Wirthschaft des Dorfes nnd äußerte: „er habe heute einen ordentlich dnrchgeprügclt, uud wenn ocrfclbe noch nicht todt fei, so werde er ihn völlig erschlagen." Gesagt gethan, V. ging, unbcgreiflichcrweise ungehindert, znrück zu deu Mißhandelten und brachte ihm mit einem Stein noch mehrere derartige Verletzungen bci, daß derselbe nach einigen Stunden den Geist aufgab. Der Thäter hatte dann noch den kindlichen Einfall, zum Bezirksgerichte Reifniz sich zu begeben nnd dort den Erschlagenen wcgcu schwerer Beschädigungen zu verklagen, da auch er eine Verletzung erhalten habe, wurde jedoch sofvrt in Haft geuommcn. Eo der erste Bericht hierüber, die Untersuchung wird wohl Genancrcs zu Tage fördern. -— (Schlußverhanolungen beim t. k. Lan-dcöge richte Laibach.) Am 5. Mai. Anton Lcban: Eredupapleruerfülschuug; Johanna Tomü: schwere körperliche Beschädigung; Martin ^iramar: Betrug; Franz Sajz: schwere torpcrllchc Beschädigung; Anton Gabcr: schwere körperliche Beschädigung; Iatob Saus: Diebstahl. — Am ?. Mai. Iohauu Urdama: Dicbstahl; Thomas Gostiäa uud 7 Genossen: schwere körperliche Beschädigung. In der Monatversammlun., des Mnseal-Vrrclneö a,« H^. April besprach dcr Pereinsobmanu, Staatsauwalt Dr. Ernst vou ^.), ^'' ". ^l'"' gemachtcu vcrschiedcucn Versuche, ge ^""' wirtliche Na.urbi.dcr zu er etzeu. ? - .^ 's ^'^^'l' ^"" 'war die Photographie am ge ^ ' „^ ^ ""' l'and ihrer Auweud.mg dic Schwimmt ^ ^ ^.n^ ^^"^'" ^^ldes wegeu der grünen Farbe f?^ n .. 5 l '!".^^o. Erst drr ^atnrsc.bstdruck r uöq , ,t dcu ,n,lcn Details wlcdcr^rbni. ÄI6 Brlrg srhr ti(!lüuqc,n'r Ph.l.graph.rn, welche vou Plancn mit ^at.nsc.bs.dn.^ alV uoülmcii wurden , zclc,te der Vvllraqcudc C o n st anti u El tings hausen s „photo^aplnsch^ Albmu der Flma Ocster reicht vor; ec! enthalt auf t7^l Tafeln eine interessante Äus->oahl wlldwach euder P,lanzru, deren einzelne den gel»ua.enslen tiinstlcrljchcn Abbildungen zur Seite acstellt werden löuue'n. ja dieselben m dcr Fülle des Details in den Blättern weit nbcr treffen. Eine weitere Mittheilung des VereinöobmaunS bezog sich auf die Schilderim., eines von ihm am 8. April nach Kaliu vci'til'MlU'jk angefertigter Sftazierstock das Interesse der Versammlung iu Auspruch. Die gedachte Pflanze lommt an deil Saveufern und in den Gebirgsschluchten Äraius hie nud da wildwachsend vor, sie erreicht Mannshöhe, ihr Stengel mißt au dcr Vasis mitunter zwei bis drei Zoll im Durchmesser. Bcrghanptmauu Triuter besprach das uach einem MN' fassenden Planc angelegte, im Erscheinen begriffene Wcrl C. F. Zincken's aus Hallc a. d. S.: „Die Brau'ulohlc nud ibre Veriveudnug," Hannover bei Karl Nümplcr 1«65>, 1867, Es t'eliandelt säuuntlichc cnropäischc Brauntohlenvorkommen und widmet der lraiuischen Arauuloble einen eigenen Abschnitt. Dcr erste gegenwärtig vollendete Theil iu IV Heflrn enthält allein 81« Seiten gr. Ott. uud hat die Physiographie der Arauuwhle zum C>!egeustci»d, währeud der zweite nächst zu veröffentlichende Theil der Verwendung der Braunkohle gewidmet ist. Es wurden aus der Vorrede zum ersten Heft einige aus die älteste, bis iu die Zeit Theophrast's (390 v. Chr.) zuriick-reichende Literatur bezügliche Stellen gelesen uud die einst Herr scheoden, mitunter sehr paradoxen Ansichten über die Entstehung der fossilen Kohle durch vorgezeigt Mnstcrstitckc benachbarter Fundorte näher beleuchtet. Das Vercinsmitglicd F. Stussiner in Nudolfswerth hatte einen neueu sehr schätzbaren Veitrag zur Kenntniß der Höhlen-fauna Krains d.'M Vereine zugesendet, nämlich eine Schilderung seiuer iu deu zu wiederholten malen besuchten Grotten in der Umgebung von Iaucheu nud im Moräntscher Gcbicte gemachten enlomologiscken Funde. Die durchforschten Höhlen dieser Gegend - im ganzen etliche zwölf — haben leine normale Bildung, einige siud schacht- oder stollenartig, andere kesselfo'rmig, einzelne stellen sich als erweiterte Gebirgsspaltcn dar, die meisten liegen sehr versteckt und siud schwer 'aufznfiudcu; eincu guten Führer gibt dcr Mcßuer Iohauu S ch c s ch c t iu St. Kantian ab. Sie habeil fiir den ^aien durchaus uichts anzirhcudes, indem sie meist des Tropsstcinschmuckcs culbchrcu, desto reichcr siud sie au Grotten-täfcru, iusbesouders lameu manche winzige Arten daselbst häufig vor. Auch ibre Vorderräumc bieten viel Iuteressaules, sehr empfehlcuswerlh ist das Aussirbcu des Laubes uud der Humuserde vor uud iu den Eingänge» dieser Höbleu. Die artcurcichcn Familien dcr Stafiliucu, die Mikrocarabiciueu uud MikrocurcU' liouidcu siud zahlreich vertrete», riu geübter Sammler lanu iu vcrhältuißluäßig kurzer Zeit 40 bis 70 Artcil blos aus dcr Fa-mlic dcr Eoleoptrren erhäschen. Stussin er fügte seiuer Beschreibung cin systcmalisches Vcrzeichinü der dortigen Grotten-fauna bei, wclchcs etliche !^0 Arten, lauter echte Höhleuthiere, ausweist, darunter eiuigc sehr seltene Arten, so z. B. ^unpli-tdulmus 8c1mumi, '1'io^Iui1>)u,noi,dtllaiinll8 n. a. m, (Schluß folgt) Kundmachung. Der gefertigte Localausschnß gibt den j). t. Mitgliedern und Theilhabern des ersten allgemeinen Beamten-Vereines, welche die am 13. Mai d. I. in Wien stattfindende oiertc ordentliche Generalversammlung zu besuchen gesouuen siud, bekannt, daß die k. f. priv. Südbahngcscllschaft fiir die zur Generalversammlung reisenden Bereiusmitgliedev vom 10.—15. Mai eine 50",,, Fahrpreisermäßigung m der II. nnd III. Wageuclasse bewilliget hat. Diese Vegüustigüugcu gelten fiir die gewöhnlichen Pcrsoneuzüge, sowohl fiir die Tour- alö auch die Re-lourfahrt. Zur Legitimation der Vereinsmitgücder ,uuß die Mit-glicdöfarte vorgewiesen werdeu. Voul Localausschusse des ersten allgeuieinen Veainten-Vercincs. Laibach, am :;. Mai 1869. Dcr Obmann: Fürst Met tern ich m. ^>. Ein^cseudct. Die uoiu Ttactte Vrauxschwcig niiögegebnic», vou dcr Firma Vottcüwicfor 3> l^o. iu Hamburg im hmligcn Vlaltc an-getnudigteu Praniieu-^llse findei, viele Abiichmcr. Wir tonne» für deii Bczug dicser beliebten ^?ose die ge»an»tc Firma, die ill allerneulstcr Zcit wiedcr viele bedculende Geununc in Ocsterrcich nuclgesetz. Wir wir schon milge-theilt haben, zieht die Regierung ihre dem Abgeordnetenhanse ge-machlc Vorlage. „Allgemeines Eiscnbahngese^," zurück, Eö geschieht dies nach der lHrtlärnng, die der Haudelöministcr abgegc-den Hal, mil Rücksicht auf den bis znm 15). Mai bevorstehenden Schluß der Reichöraths-Sessiou. Nnd in der That hätte unt^r deu obwaltenden llmstäliden te^n richiigercr Ausweg mehr geivähll »vcrden können, um der drohenden Gefahr der Verunstaltung dc? Gejel^es zll entgehen, blicht als ob wir mrintcn, d>,s; die Vorlage keiner Verbesserung bedürftig gelueseu wäre, I,n Gegentheile, gerade wir — schreibt die „N. Fr, Pr." — haben dieses Bedürfnis; wiederholt nachdrücklich betont. Allein wie der vollöivirlh-schastlichc Ausschuß von seinem Snbcomit6 die Vorlage znrilcler-hallen halte, war dieselbe zn einem Elaborat von Unmöglichkeiten herangewachsen, und wenn jcht in der lurzcn Frist von z>vei Wochen da« Gesetz noch hätte erledigt werden sollen, so wäre die Gefahr nicht bluü der Ungründlichleit in der Behandlnng, sondern auch eines ^omvcnsatiunü-Versahrcns unter den Interessenten der zwei Duzend Cisenbahnprojecte entstanden, daö zn sehr bcdcnl-liaicn Eonsequcnzen hätte führen toilnen. Das tonulc jetzt nicht besser mehr als dnrch Vertagung der Frage verhütet werden, nnd bis znr nächsten Session tnnn eine bedachte Anschauung reifen, Allch dem von einer ungemessencn Zahl von Bahnprojectcn be--drohten Geldmärkte tommt die Verlagnug in vorlheilhaflcr Weise zn statten Schwebende Schuld. Zn Ende April 1869 befanden sich lant Kundmachung der Commission znr Controlc der Slaals-schnld im Unllaufe: an Partialhypothekaranweisungcn 99,920.982 fl. 50 tr.; an zn Staatsnotrn rrtlärten Ein- nnd Fünsgnldenbaut note» 8.988.840 fl.. an förmlichen Staatsnoten 290.684.567 st., an Müuzschrincu z» zehn Nenkrcnzcrn 6,2!»2.195 fl. 20 tr., im ganzen 405,886,584 sl. 70 tr. WochennuSweis drr Natio,,albank. Der letzt veröffentlichte Ausweis beziffert den Bankuolennmlauf mit 296 Mill, 512670 st., dein die folgenden Posten zur Bedeckung gegenüberstehen - Metallschatz 108.721.535 fl.. in Metall zahlbare Wechsel 38,763.864 fl.. Staatsnoten, welche der Bank gehören 1,791.295 fl Escomptc 75.396,596 st.. Darlehen 62.824.606 fl., eingelöste Coupons von Grnndcntlastnngs-Obligationen 26.087 fl, eingelöste nnd bürsemäsjig angekaufte Pfandbriefe 11,756.800 fl. Kcnlevich-Lose. Bei der letzt stattgefnndelicn Ziehung der jtcglevich Lose fiel der Haupttreffer von 1- lr. si. , lr. Weizen per Metzcn 4 80 Butter pr. Pfund . — ! 49 Kor» „ ^ Hier pr. Stilck . . — N Gerste ,. 2' 90! Milch pr. Maß . - 10 Hafer „ 2 - Rindfleisch pr. Pfd. - ! 22 Halbfrncht „ 4 - Kalbfleisch ,. —! 24 Heiden „ 2 88' Schweinefleisch „ — ! — Hnsc „ 2 56 Schöpsenfleisch „ — l — Kutnrntz „ 2 70 Hähndel pr. Stilck — 28 Erdäpfel „ 1 «0 Tauben „ - 22 p'usen „ 4 80 Heu pr. Centner . 1 80 Erbsen „ 4 8» Stroh „ . 1 — ss'.solm „ 4 48 Holz, hartes, pr. Klft. 6 — NmdSschmalz pr. Pfd. — 45 — weiches, „ — — Schweineschmalz ,. . 45^ Wein.rother, pr. Eimer 5 — Speck, frisch. „ ——^weißer .. 4 — Speck, geräuchert, Pfd. — ! 3<5 ^ ^ Angekommene Fremde. Am 2. Mai. Stadt Wie». Die Herren: Toniuic, von Tricst. - Neltel, Fabrikanl. von Tcplitz. — Hoffmann, Fabrikant, von Klagen-fnrt. — Globocnik, Fabrikant, von Eisncrn, — v, Iabornil, Gewei ksbes.; Pullak und Malli. von Ncnmarltl, — Oschura nnd Festin, Handclölt,, von Gottschee. — Fclbcr, Vcrmessungs-bcamter, von Krainbnrg. — Nischelwitzer, Gütcrdircctor. von Spiltal. — Vrodjovin, Kanfm., von Agram. — Urbancic, von Thurn. l3lcfant. Die Herren: Brestger, Handclsm., nnd PraScovich, von Tricst. -^ Politco, von Spalato, — Dc Andrighetti. voll Venedig. - Schwarz A,; Piller, Schwarz. Nltmann und Pollcin, Kanflt., von (sraz. — Nl>omberg, k, l. Hanptm.. von Pola. — Kastucr, von Wicu — Slauo, Kürschner, von Naolcröburg. — Graf Seribani, von Gürz. — VreSnikci-, Fabrikant, von Po« nowilsch. — Zeqncr, Realitätenbes. und Den, von Ncmnarttl. - Wulschcr, 9iea!i!ä!eubrs., von St. Varlhelmä. — Stern, Weinhändlcr, von Agram. — Plitzrl, Nralitätenbrs,, und Prasch-niter, ans Untrrlrain. — Lcökovitz. Postmeister, von Idria. — Nichter, Beamter, von Krainburg. — Brcger, Kaufm., vou Moräutsch, Kaiser vo„ Oesterreich. Die Herren: Brauliu, Haudclsm., vou St. Peter. — Ulrich, Privatier, von Krainbnrg. - Vasa-dliuna, t. l, Hanplmcmn. Vaierischer Hof. Die Herren: Panic»,, Handrliün., vo» Altmarkt. -- KcUva. von Steiubri'lck. — Oagcr. von Sachscn-frld. — Zandegiacomo, von Zagabria. — Czwaneer. Handelsmann, voll Wicu. Lottoziehnng vom R. Vtai. Tricst: 86 82 90 3 29. 3!t6teorlilli«Mlje Neoliüchlull . . 150.— 155.— Nudolfs-Bahu...... 160.25 160.75 Siebenbnrgcr Bahn .... 160.75 161.25 Slaatöbahn....... 343.50 3^4.— Südbahn........ 234.40 234.60 Süd nordd Verbind. Vahn . . 165.- 165.50 Theis^Bahn....... 209.- 209.50 Tramway........ 212.- 212.50 «. Pfandbriefe (fiir 100 fl.) Allg. üst. Bodcil-Eredit-Austlllt Geld Waare verlusbar zu 5 vCt. m Silber 108.- 108 50 dto.m33I.rückz.zu5pCt.iuö.W. 90.25 90 50 Nationalb, auf ü. W. vcrloSb. m5pCt........9".'N ^'^ Oest. Hl)pb. zn 5'/, PCt. rückz, 1878 98.50 99.- Uug. Vod.-Ereb.-Aust. zu 5V. pCt. 92- 92.50 »'. Prioritätsobliaationen. -. 109fl. ö. W. Geld Waare Elis.-Wcstb. in S. verz. (I. Emiss.) 89 50 90 — Ferdinands.Nordb. in Silb. verz. 105.50 100.— Franz.'Iosephs-Bahu .... 90.75 91,25 G.Earl-^ldw.B.iVS.verz.l.Em. 99.— 100.— > Gelb Waare Oesterr. Nordwcstbahn .... 89.50 90.^ Sicbcub. Bah» in Silber verz. . 87.50 8«.^ Staatöb. G. 3°/««500Fr. „l.Em. 132 50 133 "" Südb.G. 3"/. l. 500Frc. „ . .111.75 11^2-' Südb.-Bouö 6°/, (1870-74) l. 500 Frc«......236.— 23».^ «. Privatlose (per Slilck.) Crcditanstalt f. Handel u. Gew. Geld Waatt zu 100 fl. ö W......163- 163-5" Nndolf-Stlftnng zu 10 fl. . . 15.— 15.<)" Wechsel (3Mon.) Geld W°°" Augsburg fl!r 100 ss Md. W. 102.15 102.3^ Frankfurt a.M. 100 fl. detto 102.30 102 5" Hamburg, fllr 100 Mark Bal:cc> 90 25 9(>.^ Voudon, fiir 10 Pfund Sterling 122.70 12^.»" Pari?, filr 100 Franc« . . . 48.80 4s »^ <5ourS der Geldsorten Geld Waare K. Miluz-Ducatei: . 5 fl. 80 lr. 5 fl. «^ "' Napoleousd'or . . 9 ,, 80 « 9 ,. «1 " Silber . . 120 ., 75 „ 12l ,. 2' " Kraiuischc GrundenttaNung«-Obligationen, P^< vatuolirmig: 8« 50 Geld, 90 Wna«