^r. SO. Dinstag den 9. Mai ^848. Aemtliche Verlautbarungen. Z. 753. (») Verlautbarung. Vom Magistrate der k. k. Provinzial-Haupt« ^adt ^aibach wcrden nachstehende, illeqal abwe- sende militärpflichtige Individuen hiemit aufgefordert, binnen sechs Wochen um so gewisser vor demselben zu erscheinen, als widrigens dieselben nach den dießfalls bestehenden allerhöchsten Vorschriften behandelt werden würden. ^^ Name Wohnort. Z^ ^^! Anmerkung. 1 Perles Alois ' Capuziuer-Vorstadt 53 l827 2 Bukounig Jacob Stadt «7 „ 3 Wolf Andreas ,< 238 ,< 4 Viditz Franz St. Peters-Vorstadt 28 5 Roitz Andreas Stadt 149 /< « Thomitz Ferdinand . /< 124 l828 7 Gorschitz Franz ! ,. 1^4 „ 8 Sawerschnig Carl », 124 « 9 Schantel Andreas /. 29« /< 1<» Tischina Franz Gradischa - Vorstadt l2 ,. 11 Blaschitsch Carl Krakau 73 ,< 12 Blaß Franz Carlstädtcr-Vorstadt — „ 13 Fabian Joseph Hühnerdorf 8 14 Widmar Franz Gradischa-Vorstadt 15 1827 15 Slabe Caspar ., 12 /. 1« Oblak Franz „ «6 ^ 17 Wrayer Rochus Stadt 148 „ 18 Zö'rrcr Ferdinand Polana 79 1828 19 Gllli Albrechr Capuziner-Vorstadt 31 „ 2<» Prcstar Matthäus Carlstädter-Vorstadt 13 „ 21 Kunaucr Matthaus St. Petcrä-Vorstadt 17 ,, ' Stadtmagistrat Laibach am 20. April 1848. Z. 737. (2) Licitations-Verlautbarung. Zu Folge löbl. k. k. Baudirections-Verordnung vom 7. April 1848, Z. lI41, werden die für den Navigations-Baudistrict Gurkfeld hohen Orts genehmigten, im gegenwärtigen Verwaltungs. jähre zu bewirkenden Bauhcrstellungen und Material-Lieferungen am 2^. Mai l, I. bei d^m k. k. Bezirks - Kommissariate Gurkfcld im Verstcige-rungswege an den Mindestfordcrnden hintange^ geben, a!s: Im Or- ^ stehungs- ^ . Betrage ^ ^ ^ft" s kr^ 1 Die Erzeugung, Lieferung und vorschriftsmäßige Einbettung von 345 Haufen :'l 42 2/z Cubik-Schuh kleinkörnige», bindenden Treppelwegsmamialb, im ganzen Districte..................294 4U 2 Lieferung und Versetzung von 2W Stück Streifbäumen, ^u 2 bis 3 Klafter lang, im Mittel e näheren Versteigerungs- uno Baubedingniff«', ann Baubeschreibungen bcl dem oboenannten '' BezirksCommiffariate, so wie auch bei dem uesertigt«^ Nauigationö-Bauassistoriate täglich in "' gewöhnlichen Amtsstunden eingesehen werden de^'!^' ^ ^^"' Unternehmer ist gehalten, vor "citation 5 A des Auürufüpreiseö als Vadium zu erlegen, welches Jedem, der nicht Ersteher bleibt, nach geschlossener Licitation rückgestellt wird, der Bestbietcr hingegen aber hat solches bis auf die vorgeschriebene Caution von IN M des Erste-hullgsdctragcs zu ergänzen. — Schriftliche Offerte, wenn sie mit dem Beweise des 5proc. Vadium-Erlagcs versehen, und in denselben der Geldbetrag, um welchen ein oder das andere Object übernommen werden will, deutlich und bestimmt in Ziffern und Buchstaben, so wie die Erklärung der genauen Kenntniß des Objectes angegeben, werden nur vor Beginn der mündlichen Versteigerung angenommen, spater einlangende oder nicht gehörig instruirte Offerte hingegen unbeachtet zurückgewiesen. — K. K. Navigations-Bauassistoriat Gurkfeld am 29. April !8ltt. Vermischte Verlautbarungen. 3. tiSl. (3) Nr. 952. Edict. Vom Bezirksgerichte des Hclzogfhums Gott» schee wild allgemein bekannt gemachl: Es sey über Ansuclien des Handelsmannes Anton Ohrfalldel in Klagtnfutt, wioer Johann König ii, Sch^lkcndorf, oon dem h. k. k. Sladl- und Lanorechtc zu Klage»» fürt mit Bescheid rom »6. November .8^6, Z. 9095, die erecutivc Fcilbielung der, dem Johann König von Schalkendorf gehörigen, laut Protocol! vom 2l. Juni 1845, Z. »807, zusammen auf 262 fi. geschätzten Fährnisse, pcl. 4ll st. 36 kr. dewil» liget, und tiefes Bezirksgericht um Vornahme derselben mit Znschtift vom ,8. März »84Ü, Z. 2394, ersucht worden. Es werden daher zur Vornahme dieser Feilbie. lung die Tagsalzungen auf den 9. und 2H. Mai und 6. Juni 18^6, jedesmal um 9 Uhr Vor. mittags mit dem Beisätze angeordnet, daß diese Fahrnisse nur grgcn gleich ba>c Bezahlung unter ihrem Schätzungswetthc. jedoch erst bri der dritten Tagsatzung hinlcmgcgcdel, werden. Bezirksgericht Gotischer am 3. April 184L. Z. >M. <3) Nr. 696. Edict. Von dem Bezirksgerichte der k. k- Staatöherr-schaft Landstraß wlrd bekannt gemacht: Vs sey über Ansuchen des Stephan Domimk, durch Herrn Dr. Nosina, wider Joseph Eagorz juniu,- von St. Bar» lhelmä, Grundbesitzer zu Ieufcha, in die erecuiive Fcilbielung dcr, dem Letztein gehörigen, zu Ieuscha aelege"en, dcr Herrschaft Pleuerjach «uli Urb. R^cc. 0ir. l^ll zmsvaieil, auf 5UU si. ^. M. gerichtlich geschälten Halbhube, so »vie dessen auf der, dcm Joseph Sagolz zonior- gehörigen, dem Gute Diosch» kl'uz zul) U.b. )ir. ,9 ziüsbaren Hubc velsickenen mmteilichtn (3lbschafl p«. 329 st. »9 kr. (Z. M, w<« qen aus dein Urtheile 6. Av'il ,847, uild au» 50 st. 55 tr. (>. M, gemäßigicil Gelicl.lsk0 «'. 5. o. ^ewiUigel, und scyei, z»r Vornahme deiselliel, dic Tagsajungen auf t>eil 20. Mai, ,i0 Juili uiw '^0 ^ul, »84?, je. dermal Vlirmiliags um 9 Uhr m L^co Jeui'cha mit dem Bcis.ltze .,„geold»ei worden, daü die genannle Halbhude u >d (^»bichan e»st rei dcr 3. ^ilbieluligä.-sagsal)l!ng unter dcin Schätzu,!^« und '.)"en!llver^ !he hll'iangcgedcn. und d.s 1(>"^ V.'.dium zu er» legen fcyi' werde. Die Grl!!N'l.'lict)seriraclc, daS Hckä^uil^spcot0' >l'll ulld die Ke>ldiclU!>g5bldin,,!iiss< tönnci» liieramts eingesehen wc^en. Beii'tvgl'iicl)! der k. k. StlatsherrsckNl Land« stiaß >'m ,5. .'lplil »8^8. .^ 7u5. (3) N.. l!3. Edict. Von dem k. k. Bezi'kögelichle Reisniz wird bekannt gemachl, daß bie zur Vornahme der mit Bescheid vom ?9 Ocwber .8^7, Nr. 3322, wegen aus dein w. ä. Vergleiche ll'i«. ,». Juli l8^l3 schul» digen 270 st. c. z/c. diwiUigten ereculiven ,^eil. bictung der, dem Johann Zheleschmk von Neifniz ')lr. 4'u gehörigen, auf 3o3 fl, 4o tr. gerichtlich ge. schälten Fährnisse, au!' den »7. und 3>. Jänner, dann »7. Februar »846 angeordneten Taqsayungm über Ansuchen der ortcutiunsfuhrerin Maria VlVanl von Laibach, dmch Dr- Wurzbach, auf den l5. und ^,. Mai und l5 Juiu »8^8, jedesmal Vormittags 9 Uhr in der Wohnung dcs Execuien mit dem ^ci« sal^e übertragen wo>den sind. daß erwähnte Fahr» msse l,ur bei der 3. Tagsatzung unter dem Schä« tzungswerlhc hintangegeben werden. K. K. Bezirksgericht Reifniz den »5. Jänner l8 (3) Nr. 1f, wegen schuldigen 150 fi. <^. 5. <:,, in die! er^uiive FciN'ictung deö dcm ^elzle»» geyöiigen, der Herrschaft Haasberg L»l) Ncct. Nr. ü>2 und 6,4 dieniU'arcli, auf 80 fi. gerichllich geschalilen Ocrau lheS <^^r»^l» I!r«(!x grwilliget, und hiezu der 5. Juni, 5. Juli und der 5. August l. I., jedesmal früh von 9 b,g .2 Uhr m Loco Nicderdorf mit den, Anhange bestimmt, daß dieses Grundstück nur bei dcr lchlcn Feilbieiunq unter dem Schäl^ungswerlhe dem Meistbietenden hintan sscgtden werden wild. Das SchätzungöpluwcliÜ. dcr Grundduchser-tract und die Luitalionsbcdingnisse können Hieramts eingesehen werden. Bezirksgericht Haasberg am 28. März ,846. Z. 739. (2) Nr. 733. Edict. Nom Bezirksgerichte Schneederg wird hiermit bekannt gcmachl: Es sUl8, jedesmal früh 9 Uhr in iiuco Krainzhe mit dem angeordnet, dasi diese Nealliäl bei der drillen Tagsai^ung auch unter dem Schätzungs-werthe hintangcgcden wcldcn wüldc. Das Scha^nngsprotocoll, der Grundbuchs«^ tract und die Luilalionöbedinguisie tonnen täglich hieranus eingesthln wccdcn. Bezirksgericht Echnerberg am II. März 1843- 3. 744. (2) N. «86. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Neumarkil, als gical» instanz, wird bekannt gegeben: Es sey über die Klage des Simon Pogazhnig von ^iegersdorf Nr. 10. wider tic Ehclcuie Pminls und Maria Perko, dann wider die Geschwister Georg, Joseph, Franz, Simon, Maria und Elisabeth Petto, we^en Verjährt- ui'.d lHlloschcncrtläiung der, für dieselben aus der, der Herrschaft Kieselstein buk R. 2. October l805, sm ^0. Mai iÜ06 hallenden Ncchle die Tagsalzung zur mündli- ! chen Verhandlung aus den 21. Juni l. I., srüy 9 j Uhr hicramlb andtlaunu, und den unbekannt wo! befindlichen Geklagten Andreas 51io5nl.nm von Sna> too als ^ul-lltt»' ncl uclulll bestellt worden, mit welchem die angebrachte .'Xechissache nach den bcstc hcndcn Gesehen vcihandelt werden wird. Hievon werden die Geklagten zur allfalligen eigenen Ve>Handlung ihrer hechle m.l dem ^lilhangc verständiget, daß dieselben zur rechter Zeit entweder selbst erscheinen, oder dcm aufgestellten Kurator ihre Behelfe mittheilen, odel einen andern Sachwalter! bestellen und diesem Gerichte namhaft machen, über.-l>.N!pc im vorgeschriebenen Wege cinjchreitcn, indem sie soi.st die Mg.n einec Ven.bsaumung sich selbst zuzuschleiben haben weldcn. ^.K. LiezilksgerichtNeumarkll am l ü> März 18^8. Z. 7^3. (2) 0tr. 246». Edict. Von dcm Bezirksgerichte Wlppach wird allge-mein kund gemache Es sey auf Ansuchen des Herrn Franz Sone von Wippach, in die erecuiivc Feilbie-lung der, dem Franz KodcUa von Oberfcld gehmi-gen, und laul Scha'tzungsprotocoUs vom l5. Apr«l, 18^8, Z. 25(13, auf 3 st. ^l) kr. bewcrlhcien Fahr, nisse und des dcm Guie Premcrstein »ul, Urb. 0ir. '/, zinsbaren, aus '5» fi. gesä,äl^«n Aäers nu Iln-jru/.llUl, wegen d.m Erecniion'^üyrer schuldigen 60 ,l. (^apiial, der Iiucrcsscn 22 fi. 3 kr., Genchlü- dann Erecmionötosten gewilliget, und es seyen zu drren Vornahme die Tagsatzungcn auf dcn 27. Mai, dann den l. und den 3l. Juli, jedesmal Aorrmtiag um 10 Udr im Hause des Erccuten mit dem Beisaß angeordnet, daß obige Feilbielungsobiccie bei der letzten Tagsatzung aucl) unter dem Schätzungswnlhe hinlangcgcben wcrdcn. Das Schätzungsprolocoll, der Grui.dbuchsex-tract und d>e Bedingnissc, nach denen jeder öicilanc das 10 "/<, Vadium'zu e>legen Hal, können täglich in dcn gewöhnlichen Amtsstundln hiergcrichls emge-sehen werden. Bezirksgericht Nippach dcn 18. April »848. Z. 734. (3) In Rosenbüchel werden Sommerwohnungen vergeben. Das Nähere daselbst zu erfahren. 6. H95. ^3) A n kündig u ll g der diesjährigen Füllung und Versendung des Mineral-Sauerwassers in Kostreinilz, nächst Rohitscl). Da dieses bereits aUgemcin dtkannte u»id beliebte Getränk durch dic neu veranlaßte che, 'Nlsch-physikalische Analyse des Herrn Doctor Hruschauer, s. k. Plofessor in Oratz, seiner vesondercn E>gll,schaften wegei» auch als Heilmittel eine wohlthatige B^deutenhiit nlangen oürfte, so erachtet man, diesem Zwecke ange, messen, dieselbe dem Originale getreu hiemit zu veröffentlichen. ^ N k 1 ^ 8 6. DieseS Mineral Wa,jer, welches sich stets krystaUrein und unverdorben erhalt, enthäll in l(1M0 Ge>vicht0tt)eilel, : 0,23^ schwefelsaures Kai,, 0,075 schwefelsaures Natron, 1,^69 kl>l) lcnsal.ren Kalk, 3,092 kohlensaure Magnesia, 3, !26 Chlornalrum, 6l,0l^ kohl>nsai>rtS Natron, 0,225 kohlensaures Eis.'uoxidul, O,l63 basisch phosphorsaure Thonerde, 0,335 Kiesel' säure, 27,523 bicarbonate gebundene Kohlen-läure, 8,276 freie Kohlensaure. Dltser Analyse zusol^c oelragi o,r He« sHmmtgehalt an Kohlensäure bei lO.Ü" R-, als der Temperatur der Quelle, in einem ösierr. Medicinal-Pfund 77 W. (i. 6. Der Preis dieses Mineralwassers ist an der Q^eU? g^'gen bare Bezahlung ln (sonvent. Münze festgesetzt: l Flasche mit l'/^ Maß verkorkt, ver« pickt, gesiegelt . . . V kr.; l fremde Flasche gefüllt .... 4 „ l Flasche nut ^......5 „ Directe Bestellungen erbittet man sich in franklrten Bliesen u»ter Adresse: ?lu die Dl» rcction des Kostreinitzer Mineral > Sauerbrunnens zu Pölljchach. Post: W i n 0 i sch f ei st r i tz. Bed.utc»lde Vorrath.' dics.s Mineral'Was. scrs befinden sich in Hiaibach, >n der GlaS-hanolnuq des H.rrn Andrci Glieder, so wie lllch >>' (3illi, >n der Glashandlunq des Herrn Joseph!) Vtovak, zur w!'itern Versendung deieit. Sauerbruun Kostreinih im Monat April !6ä8. Inhaber. Z. 7l4. (3) Bade Anzeige. Die Mineralbadcr zu Toplitz, nächst Neustadt!, Unterkrain in Itlyrien. Unterzeichneter gibt sich die Ehre bekannt zu machen, dasi die Badezeit der Mineral - Wasserstellen mit l. Mai anfängt, und selbe in mehreren Touren bis in den späten Herbst fortdauern wird. Die Lage des Badeortes Töplitz, in einer malerischen Gegend des gesegneten Unterkrainö, die drei schönen Bade - Basins, insbesondere aber das großartige Fürstenbad, so wie die bequemen Wohnzimmer und der zur Erholung im Freien siir die l^ '1'. Badegäste angelegte Park entsprechen allen Forderungen, die mau an eine derlei Curanstalt zu stellen berechtiget ist. Die Heilkräfte dieser seit vielen Jahren rühmlichst bekannten wundervollen Warmquelle, welche von 28 bis 29 Graden Naturwärme belebt wird, sind hinlänglich und allgemein bekannt, und führen durch ihre eigenthümliche Heilkraft bei zweckmäsiigem Gebrauch des Bades so wundervolle Erfolge herbei, daß gewiß Wenige dieses Bad verlassen werden, ohne von ihren mannigfaltigen Leiden gänzlich oder doch größtcnthcils befreit zu seyn. Die Cmzcit eines jeden Kranken ist gewöhnlich auf 3 Wochen bestimmt. Zur ärztlichen Hilfeleistung ist sowohl ein (5ivil-, als auch für Militär-Personen ein Militär - Oberarzt angestellt. Von Seite des Unterzeichneten wird bestens gesorgt, die l'. 'I'. Badegäste mit einer Auswahl geschmackvoll zugerichteter gesunder Speisen, echter, gesunder Weine, und schneller, zuvorkommender Bedienung zufrieden zu stellen. Tariff der verschiedenen Preise durch die Badc-Saison. Für ein Zimmer nach Verhältniß der Möblirung, ohne Einbeziehung des Bettes, täglich 20 kr. bis 1 fl. Für ein vollständiges reines Bett, nach Verhältniß dcr Wäsche und Decken, täglich 1U bis 15 kr. Das Baden im Fürstendadc täglich 8 kr. „ „ „ Carlsbade » 4 „ " ', ,, Iosephsbade „ 1 .. Wirklich Armen wird das Baden im Iosephsbadc unentgeltlich bewilliget. Für das Baden im Fürstenbade von den ausier dem Badehausc wohnenden Badegästen wird bezahlt 10 kr. Ein Mittagmahl für die Person an der 'QlKIc ll'liüt,e mit «gut zugerichteten Speisen 36 kr. /1 « « « Domestiqucn — — — — —. — 18 « « Abendmahl an der ersten Tafel " . ^ . ^ — — ' — 20 « Kränkliche Kurgäste werden besonders auf ihrem Zimmer durch männliche oder weibliche Individuen bedient. Zuschriften auf Bestellungen der Zimmer werden in ftankirten Briefen unter Adresse des Unterzeichneten, Post Neustadtl, 8 Tage wenigstens vor dcm Eintreffen erbeten. Badeort Töplitz nächst Neustadtl m Unterkram im Monate April 1tM. Dommik Nizally, BadpääM Z. 74l. l'^ Ncucs humoristisch-satyrischcs Journal: Dcr Lucifer. Verantwortlicher Redacteur: Wiesner. Man pränumerirt auf diese Zeitschrift il,c!n^vc: der Postgebühr halbjährig mit 3 st. 3U kr-, ganzjährig mit 7 st. C. M., und zwar ausschließlich bei der Redaction dlcser Heitschnst ,n Warasdin, Hlostergasse Nr. «9. 237 Die trefflich, n (Zamcamven dieser Zeitschrift, so wie ihr gediegener Inhalt haben sich bercils unter dcm.öesepllblikllln eincn groften Beifall erworben. Nur bitten wir die Bestellungen, nebst deutlicher Angade der Adresse, bald zu machen, damit die Zusendung keine Unterbrechung leidet. Briefe und G.ldcr werden portofrei erbeten. War«sdin, im April 18^8. Der Verlag .______________________________ der Zeitschrift: „Lucifer," 3. 7l9, (2) Durch Ignaz Alois Edl. v. Kleinmayr's Buchhandlung in Laibach ist zu beziehen: Atlas von Central - Guropa in (V Blattern. Mit roth eingedruckten Straßen, Ortspositionen und Gränzen. Entworfen und bearbeitet im Maßstabe 1 . 500,000 r>on ' Professor «Zi-. I G Wörl. Länge des Blattes 15, 7 Pariser Zoll. Höhe des Blattes 15, 3 Pariftr Zoll. Preis für ein einzelnes Vlatt 3» kr. O M. Dieser Atlas enthält folgende Länderabthcllungei,: Deutschland mit Einschluß der Niederlande, Belgiens, der Schweiz, lombardisch - venetianischen Kömqreichs lc. in 3^ Blättcrn. Frankreich in 26 Blättern. Preußen in 17 Blä'nrrn. Dänemark, Schleswig »Holstein in 6 Blättern. Niederlande und Velgieu in 7 Blättern. Hannover, Oldenburg, Vraunsckweig und beide Hessen m 6 Blatlern. Sardiniens Festland in 4 Blattern Kirchenstaat in 3 Blattern. Tyrol und das Lombardisch-Venetiauische in 4 Blättern. I. 774. (I) Dritte Verlosung des fürstlich Wmht!<ä)gvMj s^" Anlegens von in Conv. Münze. Tnese dntte Verlosung erfolgt am zwmm Iullills d. I. Das fürstlich Win o i schgra tz'sche Anlehen wird durch folgende Prämien-Gewinne in Conventions» Münze zurückgezahlt. A Prämien ü st. 25M0 st- 50MU 55 ,< „ 2N,«NU „ 1,IUtt.tt0U 1 „ ,. 5,«U0 „ 5.UU0 3 „ „ ^,0,»tt ., »,WU 5» ,. ., 2,U0tt , ,ttii,«tt« 97 „ " 1,W<> . 97,UU0 1,7 ., ., 50« „ 58,500 531 . .. NW ., 53,!00 4 „ „ 45 l/ 30,Mi0 0?7lll! », " 36 ', 3,5 l 9,576 100,000 Prämien betragen ft. 5,063.486 in Conv. Münze. Der sserinstste Prämien-Gewinn eincr auf 20 fl. lautenden Partial Obligation beträgt :«6 fl. in <3.-M. , Bci dem'Umstände, daß dieses Anlehen auf einen höchst betrachtlichen Grundbesitz, bestehend in K3 Herrschaften, Gütern :c., hypothekarisch inra-bulirt, und folglich jedem Theilnehmer volle Sicherheit uno Beruhlgung gewährt ist, kann dasselbe wiederholt bestens empfohlen werden, mdem zugleich ein bedeutender Gewinn 5U erwarten ist, wahrend das ausgelegte Capital nie verloren gehen kann. Partial Obligationen dieses Anlehens werden sowohl bei FZi. ^i«5«e,' . A. Diezmann. In Tchillerfornmt auf feinem Velinpapier gedruckt, mit vielen Illustrationen. Zweite Auflage. ,. Lief. » 9 kr. C. M. Die zweite Auftage dieses »„teressanten, in vielen Tausende» von Eremplalil, bereits verbreitetet, Bxches elschni't m 1! ^»efel'M'gen, welche in Zwischenräu' ,„el> von l4 Tagen ausgegeben werden. Die ebenso schauderhafte» alü verruchten Handlnugen der Inqu«» ittion, »lielche »n diesem Werke enthüllt weiden, zeigen lins, was wir von chre» Erben und Nachfolgern, den )esuicerl, zu erwarten haben, wenn chren» Treiben ülcht energlsch entgegen getreten wl>d. D. G. Teubner in Leipzig. I38 Am ^ Mai d ^l des mit dem k. k. priv. Großhandlungshause contrahirtcn hochgräflich Cas. E^erhazy'schzn Anlehens von welches in 5tt Otttt Theilschuldverschreibungen ü ft, 2 .> » 3 >> dctto » » 25M0 » ?5,0l»tt „ » 21 » detto » » 20M0 » 42U, » Gewinne » » 2MW » 18,U0U » » 44 » dctto » » 1M»l> » 44M0 » » 5« » detto » » 5UU ,> 28,«l>tt » » I4U » detto » » IW » 14,UW » „ 280 » detto » » 5U » 14,000 » » 775« » detto » » 40 » 310,000 « » 5970 » detto » » 34 » 2i>2,l)8l> » « 8U40 » dctto » >> 32 » 28li,0«0 » » «940 » dctto » » 31 » 215,140 » » ,»,840 » detto » » 30 ___________>> 595,200 » » 5yIl00^^mim^Gcwinne. Zusammen si. 2,371,900 C. M. Die Solidität und besonderen Vortheile, welche oei diesem Anlehen augenfällig hervortreten, bestehen hauptsächlich darin: i.) Daß die geringe Anzahl von nnr 5«>,<>Ot> Partialen, welche dieses 3ln-lchen enthält, dle Wahrscheinlichkeit deo Gewlnnstes der sehr hohen Prämien, mit welchen dieselben ausgestattet sind, mehr als auf das Doppelte steigert. 1.) Daß selbst im ungünstigsten Falle jedes Parllal-^os über dcu "Nominalwerth von fl- 2N mindestens noch R«> bis H<> fl. (3. M. gewinnen muß, denn laut des Splelplancs sind die schon am AH. Mai d. I. beginnenden halb. jährigen Lichuugen nut Hauplpramicn von fl. 4tt,^Ott, fi. 3 sung bedeutende Prämien-Gewinnste dargeboten werden. Verlosungs-Programme werden beim Unterzeichneten unentgeltlich verab-folgt, und die Pcntial-Sckuldvelschreibungcn billigst verkauft Ferner suw eben da zu haben noch I« Sorten anderer dergleichen Staats' und Privat-Anlehens-Lose, z. B. Texas Vereins 5 10 fi. für oen 15. Mai, Fürstl. Pau^l Esterhazy'sche ^'. ci>"> -" fi. für oen 15 Juni, Eisenbahn-3i enten-lVche,n e ü 147,^ fi. für oen 1. Juli, <:^. clc. Joh. Ev. Wutschrr, Handelsmann m ^aibach. Z. 735. (3) Im Hause Nr. 219 am neuen Markt in der Stadt sind 2 zweispännige Kaleschen zu verkaufen. Eine ist nach der ältern Fa<^on von leichterer Gattung, imt einem Vordache; die andere aber nach der lehten Mode, mcdrig gestellt, lichtblau lackirt, nllt einem Bedicnten-sitze, dann mit der Vorrichtung und den gehörigen Fenstern zum Gebrauche als "ganz gedeckter Wagen versehen, und noch wenig gebraucht. Kauflustige belleben sich beim Hausmeister anzufragen. Z. 745. (2) ' Bci dem Gute Habb'a ch, cine halbe Stunde hinter dcm Schlosse cntfclllt, befinden sich einige hundert Klafter 13 Zoll langes gescheitertes Buchenholz zu:n Verkaufe aufgeschichtet, über welche am l2. Mai in loco eine Versteigerung abgehalten werden wird. Die Kauflustigen wollen sich an jenem Tage um !) Uhr daselbst cinsinden. B e i IGllZ EDL. I lUIHUYB in Laidach ist zu haven: Erdmanllsdorf, G. A., Der F.ldzug vl-n i73? !!, Julien. Magoedurg lbi?. 3 st. ^i5 kr. Sporschil, I,, Populäre Geschichte der k^ll)ol,sckel, Kllche. Leipzig lä!7. 2 Bände. 7'st. 8 kr. Brennglas, Ad., Brrlincr Volkvkben. Leipzig iö^7. 2 üüände. 4 st. 30 kr. Goethe, V0N/ Reinccke Fuchs, mit Zeichnungen von Wily, von Kaulvach. München l64tt. !6 st. Lenau, N., Gdichce. 2 Bande. Stutteart .813. 5 fi. 6 kr. Huml)l)ldt, W. v., Brich-. 2 Bände. Leipzig ltN7. 6 st. 36 kr. Von einen, deutschen Soldaten. 2. Austage, ^'pz'g ,517. 2 st. ^.'4 kr. König, H., Die Clubln^n in Mainz. 3 B.l:,2.>. Leipilg. 7 fi. 30 kr. Bourdin, L., Die 7 Enroinoltugenden. Ron'an. S^ilenstück zu dc^ sieben Todsu»-len ron Ou^n 3ue. Mit Zeichnungen von W. Bäß.r. 'l Hh^ile. ^cipzig 1g'l6. 2 st. l5 kr. Humboldt, A., Kosmos. Enlwlirf einer pt)ysll'cy,n N>'Iide>chrcl>ung. Scuttgnt l8'N. 2 Bände. 8 st. kl i! ll <5, l^0I, l,^, ^li'ilOll« (l6 lu levl>!ll!l )li5 D^v^'N erschein.n N) Bün^e lin Pränum»» rationsw^s. Gleick^iliq erscheint ,ine deut» sche U^dcrs^tzung lil» gleichen Unlfaiig»! un0 Preise. «lill«. l^',i^/,l^ l6/;7. U Val«. l^ li. D^6- s.l^e diiusch. Liip^g I,^z7. k Bde. 12 st. Auch ist daselbst zu haben: Steinacker, G, ^Mli.ne» d,r Zcit in» 2emp/l dls Hcrr». Z K^nz»lre0en, geholten am l2., l8. u"d 26. März lttlk ln o.r Kirche der evang»tischen G>m7. 10 kr. Wagner, Prcl)igt zur F'ier des ersten Got-t.üdicnst^ü für die Augöburg'schcn (§onfcsslc"'e" Verwandttn in und um Laibach. ltt k>'. B u scl> b e ck, Prcdigt, gehalten über den Brief P^llli an die Römer. Kap. l, Vers l6., otiln Oott.ü)it»st,' d.r E^niq^isct^'n Z" ^"^ dach am ». November 1646. 10 kr. Mr Ferdinand der Erste, von Gattes Gnaden Kaiser von.Oesterreich; König von Hungarn und Böhmen, dieses Namens der Fünfte, König der Lombardei und Venedigs, von Dalmaticn, Croaticn, Slavonien, Galizicn, Lodomc-ricn und Illyricn; Erzherzog von.Oesterreich; Herzog von Lothringen, Salzburg, Stciermark, Kanttcn, Kram, Ober- und Nieder-Schlesicn; Großfürst von Siebenbürgen; Markgraf von Mähren; gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol:c. ?c. "eberzeugt, daß die Staats-Institutionen den Fortschritten folgen muffen, welche in der Cultur und Geistes-Entwicklung der Völker eingetreten sind, und stets geneigt, anzuerkennen, daß die Uns anvertrauten Völker unter den Segnungen eines langjährigen Friedens auf der Vahn dieses Fortschreitens nicht zurückgeblieben sind, haben Wir denselben durch Unser Patent vom 15. März d. I. die Erthei-lung ciner Verfassung zugesichert. Es gereicht Unserem Herzen zur Beruhigung, indem Wir Unser kaiserliches Wort lösen, die zahlreichen Merkmale treuer Liebe und Anhänglichkeit Unserer geliebten Völker da-blN'ch zu erwiedern, daß Wir auf eine feierliche Ncisc Unsere Sorgfalt für ihr Wohl und Unser Bestreben an den Tag legen, ihren Rechts-äustand zu sichern, und ihnen eine, ihre In-lereffcn sichernde Theilnahme an der Regelung der Angelegenheiten des Vaterlandes einzuräumen. Mi Ferdinand Pervi, po inilostiBožji Cesar Avstrijanski, Kralj Ogerski in Èeski, tega imena Peti, Kralj Lom-barški in Beneški. Dalma-tinski, Horvaški, Slavonski, Galicije, Lodomerije in III-rije, Nadvojvoda Avstrijanski, Vojvoda Lotrinški, v SolnogTaški, Stajarski, Ko-roški, krajnski. Zgornje in V Doljne Slezije, Velki knez ErdeljsHMejni Grof Mars-ki? Poknezeni Grof Habs-burski in Tiroljski i, t. d. i. t d. ¦Ver smo prepricani, de inorajo deželne imprave uapredkam oinikanja in zmodrenja Ijud-slev primerjene bili, in ker radi spoznamo, de nain izroèeui narodi, osreceni z doJgoIetnim mi-ram, niso na poti razbistrenja zad ostali, smo jim po patentu od 15. Sušca tega leta usiavo ali koustitucijo obljubili. Naše serce veselje liapoliii, de, ko Svo-jo Cesarsko besedo spoluetno, mnogoverstne ziianuija zvesle Ijubezni in udanosli Svojih Ijubljenih narodov s tern poverneino, de slo-vesno pokažemo Svojo skerbnost za njih bla-gor, in pa tudi Svoje prizadevanje, njih pra-vice vurovali, jim pa tudi pripuslili, porav-uanja vsih reci, ktere prid domacije zadevajo, delezuim biti. 4 ' " 2 In dieser Erwägung haben Wir nach den Anträgen Unseres Ministerrathcs und nach sorgfältiger Prüfung derselben beschlossen, die beigefügte Verfassungs - Urkunde für die in derselben bezeichneten Länder zu ertheilen, welche Wir unter den gemeinsamen Schutz aller zu Unserem Reiche gehörigen Völker mit der festen Zuversicht stellen, daß dadurch das Band des Vertrauens zwischen dem Throne und dem Volke, und die seit Jahrhunderten bestehende Vereinigung der zur Monarchie gehörigen Reiche zu ihrem gemeinsamen Wohlc noch inniger verschlungen werden wird. Wir verordnen daher, daß die in dieser - Verfassungs-'Urknndc enthaltenen Bestimmungen allen Unseren Unterthanen ohne Ausnahme, so wie allen geistlichen, Civil- und Militär-Autoritäten zur unverbrüchlichen Richtschnur zu dienen haben. > Wir behalten Uns vor, demnächst die Vertreter aller Provinzen in Folge eines provisorisch zu ertheilenden Wahlgesetzes wählen zu lassen, und zu dem abzuhaltenden Reichstage einzuberufen. Gegeben in Unserer kaiserlichen Haupt-und Residenzstadt Wien den fünf und zwanzigsten April im Eintausend achthundert acht und vierzigsten, Unserer Reiche im vierzehnten Jahre. Ferdinand m. p. Ficquclmont, Minister des Aeußeren und provisorischer Präsident. Plllcrsdorff, Minister des Inneren. Sommaruqa, Minister des Unterrichtes. Krauß, Finanzminlstcr. Kriegsminister. Iz tega nainena smo po nasvetovanji Svo-jih minislrov in po ekerbnim prevdarjenji vsi-ga tega sklenili, prièijoèe ustavno pismo vsim v iijem zaznaiiiovauim dezelam dodeliti, ktero vsim Ijudstvam Svojiga Cesarstva z terdiiim zaupanjem v zedinjeiio varslvo - damo, de se lako zaveza zaupanja med Cesarjem in ljud-slvam in pa tudi med vsiini ze veè sto let zedinjeniini dezelami Cesarstva k njih pridu še terdnisi sklene. Ukažemo tedej, de naj se vsi naši pod-ložni brez sneme, kakor tudi vse duliovske, deželske in vojaske gosposke po postavah ie-ga ustavniga pisnia zvesto ravnajo. Prideržimo si ukazati, berž ko bo moc, name.slnike vsih dežel po volitni postavi, kte-ra se bo za in èas (provisorisch) dala, izvo-liti in v deržavni zbor (Reichstag) poklizati. Dano v Našim Cesarskim poglavn|m in stolniui mestu Dunaji Ä5. dan nmliga travua 1848, uaaiga vladarstva v 14. letu. (L. SO Ficquelmont, minister vunanjih oprav in tacasui predsednik. Pillersdorff, minister notranjih oprav. Sommaruga, minister uka. Krauss, minister deiiHistva. Zanini, minister vojnistva. VcrfassuW-Urkunde de« österreichischen Kaiser staates. i. Allgemeine Bestimmung. sämmtliche zum österreichischen Kaiscr-staate gehörige Länder bilden eine untrennbare constitutionelle Monarchie. §. 2. Die Verfassungs-Urkunde hat auf folgende Länder des Kaiserreiches Anwendung, nämlich: auf die Königreiche Vöhmcn, Gali-zicn, Lodomcricn mit Auschwitz und Zator und der Bukowina, Illyrien (bestehend aus den Hcrzogthümern Kärnten und Krain und dem Gubcrnial-Gebiete des Küstenlandes), auf das Königreich Dalmatien, auf das Erzherzogthum Desterreich ob und unter der Enns, die Hcr-zogthümer Salzburg, Stciermark, Ober- und Nieder-Schlesien, das Markgrafthum Mähren, die gefürstetc Grafschaft Tirol mit Vorarlberg. §. 3. Die Gebiets-Eintheilung der einzelnen Provinzen bleibt in ihrer gegenwärtigen Ausdehnung unberührt, und kann nur durch ein Gesetz abgeändert werden- §.4. Allen Volksstämmen ist die Unverletzlichkeit ihrer Nationalität und Sprache gewährleistet. §. 5. Die Krone ist nach dem Grundsatze der pragmatischen Sanction vom 19. April 1715 in dem Hause Habsburg-Lothringen erblich. Avstrijanskiga Cesarstva. i. Vesolne postave. §. l. V ge dežele avstrijanskiga Cesarstva sku-pej store nerazdeljivo ustavno saino-vladstvo (constitutionelle Monarchie). §. 3. Ustavno pisino veljä za naslednje dezele Cesarstva: to je, /.a kraljestvo Èesko , Ga-liško in Lodomersko z Osviecam, Zaturam in za Bukovino, za llirijo (^obstojeèo iz Koroš-kiga in Krajuskiga vojvodstva, in Primorskiga poglavarstva), za Dalmatinsko kraJjestvo, za Avstrijansko Nadvojvodstvo zgor in spod Enso, za vojvodstvo Solnograško, Štajarsko, Zgornje in Doljnje Šlezko, za Mejno Grofijštvo Mo-ravsko, pokneienu Grofijstvo Tiroljsko-Vor-arlberbko. §3. 'Meje posamesnih dežela ostanojo tako, kakor so dozdej bile, in se dajo le po po-sebni postavi spremeuiti. §• 4. Vsakimu narodu je uisto ohranjenje nje-gove »aroduosti in njegoviga jezika zagotovl-jeno. g. Ä. • Krona vladarstva se po zakonu nasledstva (praginatisclie Sanction) od 11). maliga travna 1713 v Habsbnrško-Lotrinski rodovini po rojstvu prejema (poerba). 2 8.6. Der Thronfolger ist nach dem zurückgelegten achtzehnten Jahre volljährig. 8.7. Für den Fall seiner Minderjährigkeit, oder der Unfähigkeit zur Sclbstregicrung wird eine Regentschaft nach einem besondern Gesetze bestellt. II. Der Kaiser. §. 8. Die Person des Kaisers ist geheiligt und unverletzlich. Er ist für die Ausübung der Re-gierungsgcwalt unverantwortlich; seine Anordnungen bedürfen aber zur vollen Giltigkcit der Mitfertigung eines verantwortlichen Ministers. §. 9. Der Kaiser legt bei Eröffnung des ersten Reichstages und jeder Nachfolger unmittelbar nach seinem Regierungsantritte den Eid auf die Vcrfassungs-Urkunde ab. §. 10. Dem Kaiser gebührt die vollziehende Gewalt allein, und er übt die gesetzgebende Gewalt im Vereine mit dem Reichstage aus. Er besetzt alle Staatsämter, verleiht alle Würden, Orden und Adelsgrade, führt den Oberbefehl und verfügt über die Land- und Seemacht. 3 12. Er erklärt Krieg und schließt Frieden und Verträge mit fremden Regierungen. Alle Verträge mit fremden Staaten bedürfen der nachträglichen Genehmigung des Reichstages. §> 13. Dem Kaiser steht die Belohnung ausgezeichneter Verdienste zu, er hat das Recht der Begnadigung und Strafmilderung, welches jedoch bei verurtheilttn Ministern von dem Einschreiten einer der beiden Kammern des Reichstages abhängig ist. § 14. Alle Rechtspstcqc gcht vom Kaiser aus, und wird in seinem Namen ausgeübt. §.6. Naslednji vladar (Thronfolger) je po spol-njenim 18* letu polnoleten. §• r. Ako se'primeri, de naslednji vladar se ni poluoleten, ali de ni za samovladarstvo vgoden, se bo vladarstvo po posebni postavi izvolilo. II. Cesar. 8- 8- Oseba (persona) Cesarja je posvecena in nedotakljiva. Za opravljanje vladarske oblasti se nitiia opraviciti; njegovi ukazi pa, de so popoluama veljavni, morajo ludi podpisani biti od eniga odgovorljiviga niinistra. 8- »• . Cesar priseže na ustavuo pismo pri za-èetku perviga deržavniga zbora, iu slelierni uaslednik koj po svojim vladarskim nastopu. §. 10. Cesarjii samimu gre postavespolnovavna oblast, postavedajavno oblast ima pa z der-žavnim zboram vred. § ii. On izvoli vse deržavne uradnike, deli vse èasli, rede in žlahnije, njemu gre viksi vod-stvo in zapovedovanje armadi po deželi in po morji. 9 §.12. On napove vojsko in sklene mir in spra-ve s ptujimi vladarji. Vse sprave (ali pogodbe) s ptujimi der-iavaini pa uiorajo, de so veljavne, potein ludi od deržavniga zbora poterjeue bili. § 13. Cesarju gre obdarovanje izverstnih za-slug; on iina pravico, kazni (ali strafinge) popolnama odpustiti ali pa polajsati; pri ob-sojeuih ministrih pa zainore on to 16 na na-govor ene ali druge zbornice (Kammer) der-žavniga zbora storili. § 14. Vsa pravida (Rechtspflege) izvira od Cesarja in se spolnuje v «jegovim iuieuu. §. 15. Im Reichstage hat der Kaiser das Recht zum Vorschlage von Gesetzen, die Sanction aller Gesetze steht ihm allein zu. § 16. Er beruft jährlich den Reichstag und kann ihn vertagen oder auflösen, in welchem Falle unter Einhaltung der Frist von neunzig Tagen ein neuer Reichstag einberufen wird. In dem Falle des Ablebens des Kaisers hat sich der Reichstag inner der Frist von vier Wochen zu versammeln. III. Staatsbürgerliche und politische Rechte der Staatseinwohner. 8- 17. Allen Staatsbürgern ist die volle Glaubens- und Gewissens- so wie die persönliche Freiheit gewährleistet. § 18. Niemand kann anders- als in Befolgung der gesetzlichen Form, mit Ausnahme der Anhaltung auf dcr That, verhaftet werden. Binnen 24 Stunden nach dcr Gefangennehmung muß jeder Vechaftete über den Grund seiner Verhaftung gehört, und seinem Richter zugewiesen werden. Hausdurchsuchungen können nur in den Fällen und in der Form, welche das Gesetz vorausbezeichnet, vorgenommen werden. § 19. Die Freiheit der Rede und Presse ist nach vollkommener Auflassung der Censur durch die Verfassllngs-Urkunde gesichert. Die Bestrafung der Mißbrauche wird durch ein von dem ersten Reichstage zu erlassendes Gesetz geregelt werden. §. 20. Das Briefgehcimniß ist unverletzlich. §. sl. Die im §. 17 bis 20 bezeichneten Freiheiten genießen auch die Fremden, welche noch keine staatsbürgerlichen Rechte erworben haben. Das Petitionsrccht und das Recht zur ! 5 §15. Na deržavnim zboru ima Cesar pravico, nove postave predlagati; poterjenje vsib postav pa Ie iijeniu saiuimu gre. § 16. Vsako leto poklièe deržavni zbor, kteri-ga zamore prestavili all razpustili, to de v iacih okoljšinab se ima v 90 dneb deržavni zbor vnovic poklicati. Ako se primeri, de Cesar umerje, ne ima deržavni zbor v 4 tednih sniditi. in. Pravice der/avnih prebivavcov. § it.- Vsim deržavniui prebivavcam je pripušeno, v vsim po svoji veri in vesli ziveti; vsacimu je iudi osebna (ali persoiiua) svobodüost za-gotovljena. §. 18. Nobeniga ne smejo drugaci kukor po po-wiavnili ravnilili zapreti, ako ni bil ravno pri hudodelstvu prijet. V 21c urali po vjetji inora vsak vjeti za-sliša» biti: zakaj de je vjet, in mora njego-vimu sodniku izrocen bili. Iliše preiskovanja so Ie takrat in tako pripusene, kakor postava zapove, 8-19- Svobodnost govorjenja In natisa (Presse) je po popolnania overženi tiskarni sodü ali cen-zuri po ustävniin pismu zagotovljena. Pregre-senja zoper dovoljeno svobodnolt se bojo po postavi kaznovale, ktero bo pervi deraavni zbor skjenil. %. «0. Odpiranje postnih pisem je skozi in skozi prepovedano. §¦ »i: V 17. do 20. §. zaznamovauih svobod so tudi ptujci deležni, akoravno si se niso derža-vnili pravic pridobiU. §. 2». Pravico prositi in druibe napravljati je Ysim 3 e Bildung von Vereinen sieht allen Staatsbürgern zu. Besondere Gesetze werden die Ausübung dieser Rechte regeln. Der Freiheit der Auswanderung darf von den Behörden kein Hinderniß in den Weg gelegt werden. §. 2 l. Jeder Staatsbürger kann Grundbesitzer ' werden, jedcn gesetzlich erlaubten Erwerbszweiq ergreifen, und zu allen Aemtern und Wurden gelangen. §. 25. Die Wirksamkeit des Gesetzes ist gleich für alle Staatsbürger, sie genießen einen gleichen persönlichen Gerichtsstand, unterliegen der gleichen Wehr- und Stcucrverpstichmng, und keiner kann gegen seinen Willen seinem ordentlichen Richter entzogen werden. Der Gerichtsstand für das Militär bleibt bis zum Erscheinen eines besondern Gesetzes unverändert. §. 27. Die Beseitigung der, in einigen Theilen der Monarchie noch gesetzlich bestehenden Verschiedenheiten der bürgerlichen und politischen Rechte einzelner Religions-Confeffioncn, so wie die Aufhebung der, der Erwerbung aller Arten von Grundbesitz noch entgegenstehenden Beschränkungen werden den Gegenstand, dem ersten Reichstage vorzulegender Gesetzesvor-schlä'gc bilden. §. 28. Die Richter können nur durch ein Erkenntniß der Gerichtsbehörden entlassen, im Dienste zurückgesetzt, oder gegen ihren Wunsch an einen andern Dienstort oder in Ruhestand versetzt werden. §. 29. Die Rechtspflege wird durch öffentliches mündliches Verfahren ausgeübt. Fürdie Strafgerichtspftege werden Schwurgerichte eingeführt, deren Errichtung ein besonderes Gesetz bestimmen wird. ' §. 30. Aenderungen m der Einrichtung der Gerichtshöfe können nur durch ein Gesetz eingeführt werden. deržavnim prebivavcam pripuseno. Posebne po-stave bojo pa zapovedale, kako se je teh pra-vic posluževati. §• 23. t Ako se hoèe kdo v ptuje dežele preseliti, inu tega ne smè nobena gosposka braniti. §. L4. Sleherni deržavsi prebivavec zamore ze-meljeni ali gruntni posestnik postati, vsaciga po postavah dovoljeniga rokodelstva ali sicer pri-dobitniga dela se lotiti, in vse službe in casts doseci. §. S5. Postave so za vse deržavne prebivavce enako veljavne, vsi stoje pod enakim sodnist-vamj vsi imajo enake dolžnosti' za vojaški stan in za davke, in nobenjga nb smejo zoper nje-govo voljo njegovimu pravimu sodniku odtegniti. §. 26. t^odništvo za vojake ostane he do nove posebne postave kakor je dozdej bilo. §. 27. Pri pervim deržavnim zboru se bojo postave prevdarile, kako se imajo še v veè kra-jih cesarstva obstojeei razloèki v tistih pravicah deržavnikov odverniti, kteri eno ali drugo vero zadevajo, — in kako se ima okrajslianje od-praviti, ktero je pridobitvi mnogoverstniga ze-meljniga ali gruntniga posestva še na pQti. §. 28. Sodniki se zainorejo le po razsodku ^od-niških gospusk iz skižbe izpustiti^ v nižji služ-bo nazaj postaviti, ali zoper njih voljo na drug kraj prestaviti ali pa v pokojni stan djati. §. 29. Sodništvo bo oèitno in ustno (z besedo). Za kaznovavne sodnistva bojo prisežne sodnije (Schwurgerichte) postavljene, ktere se bojo po posebnih postavah naredile. §. 30. Naprave sodnic se zamorejo le po postavi premeniti. 7 § 31 Allen in dcr Monarchie durch die Gesetze anerkannten christlichen Glaubensbekenntnissen und dem israelitischen Cultus ist die freie Ausübung des Gottesdienstes gesichert. IV. Die Minister. §. 32. Die Minister sind für alle Handlungen und Anträge in ihrer Amtsführung verantwortlich. 5. 33. Diese Verantwortlichkeit, so wie die Bestimmung der anklagenden und richtenden Behörde wird durch ein besonderes Gesetz gcre- . gelt. V Der Reichstag. §. 34. Der Aeichstag, welcher im Vereine mit dem Kaiser die gesetzgebende Gewalt ausübt, ist in zwei Kammern, den Senat und die Kammer der Abgeordneten, getheilt. Die Dauer des Reichstages wird auf fünf Jahre mit jährlicher Einberufung desselben festgesetzt. §. 35. Der Senat besteht: ») aus Prinzen des kaiserlichen Hauses nach vollendetem 24. Jahre; b) aus den von dem Kaiser ohne Rücksicht auf Stand und Geburt für ihre Lebensdauer ernannten Mitgliedern; o) aus hundertfünfzig Mitgliedern, welche von den bedeutendsten Grundbesitzern für die ganze Dauer der Wahlperiode aus ihrer Mitte gewählt werden. Die Kammer der Abgeordneten besteht aus dreihundert drei und achtzig Mitgliedern. Die Wahl sämmtlicher Mitglieder der Kammer dcr Abgeordneten beruht auf der Volkszahl und auf der Vertretung aller staatsbürgerlichen Interessen. 8- 31. Vsim v cesarstvu po postavah pripušenim kristjaiiam, ravno tako tudi Judam je dovolje-no, sluibo Božjo prosto opravljati. IV. Ministri. §.32. Ministri so zavezani, za vse dela in svète v svoji službi odgovor dati. §. 33. Ta odgovornost, kakor tudi oprava toživne in sodne gosposke bo po. posebni postavi do-loeena. v. Deželni zbor, §• 34. Deželni zbor, ki ima oblast s .Cesarjem vred postave dajati, obstoji iz dveli zbornic (Kammern), to je, iz zbornice starasinov f8ena() in pa iz zbornice poslanikov fKammer der Abgeordneten). Deržavni zbor ima pet let terpeti, in bo vsako leto skupej poklican. §. 35. Starašinska zbornica (Senat) obstoji: 1) iz princov cesarske rodovine, po spolnje-nim 24 letuj 2) iz mož, ktere bojo Cesar brez razlocka stanü ali starosti za celi èas njih iivlje-nja izvolili; 3) iz sto in petdeset mož, ktere si bojo nar premožniši zemeljni ali gruntni posestniki za celi èas volitne dobe iz mede sebe izvolili. §. 36. Zbornica poslanikov obstoji iz tri sto tri in osemdeset mož. Volitev vsih poslanikov, iz klerih ta zbornica obstoji, se ravna po stevilu ljudstva, in takd, de se za prid vsih stanov skerbi. 8 §. 37. Die Wahlen der Mitglieder beider Kammern werden für den erstell Reichstag nach einer provisorischen Wahlordnung vorgenommen. Das definitive Wahlgesetz wird von dem versammelten Reichstage beschlossen und darin auch die Bestimmungen über die den Abgeordneten zur zweiten Kammer zu gewährenden Entschädigungen ausgesprochen werden. §. 39. Jede Kammer erwählt ihre Präsidenten und übrigen Functionäre, ihr allein sieht die Prüfung und Entscheidung über die Giltiqkeit - der Wahlen zu. Die Mitglieder beider Kammern können ihr Stimmrceht nur personlich ausüben, und dürfen von ihren Committenten keine Instruc-tioncn annehmen. § 41 Die Sitzungen beider Kammern sind öffentlich; eine Ausnahme davon kann nur durch Beschluß der Kammer Statt finden, welche darüber auf Verlangen von zehn Mitgliedern oder dem Präsidenten in geheimer Sitzung entscheidet. Kein Kammer-Mitglied kann während des Reichstages ohne ausdrückliche Zustimmung ' der Kammer, welcher es angehört, den Fall der Ergreifung auf dcr That ausgenommen, gerichtlich verfolgt oder verhaftet werden. § 43. Ein Kammer-M.tglied, wclchcs eine vom Staate besoldete Dt<'nststclle anlnmmt, hat sich ciner neuen Wahl zu mne^ichcn; die Regierung wild kemem gewählten Milglieoe den Einrntt in die Kammern verweigern. §. 44. Die Kammern versammeln sich nur über Einberufung des Kalsei's, und haben nach er-folgter Aujiösunq oder Vertagung keine Geschäfte zu verhandeln. §. 37. Volitev möz obojne zbornice se bo mo'gla za pervi deržavni zbor po redu zaceti, ki bo le za (a eas veljal. §. 38. Popolnama veljavne volitne postave bojo v deržavnim zberališu skleiijene, in v teh bo tudi izgovorjeno, kakosno povraeilo svojih stroškov bojo poslaniki druge zbornice dobivali. §. 39. Vsaka zbornica si izvoli svojiga predsed-nika in veè druzih opravnikovj nji sami gre pre-vdariti, in soditi: all so vol^ve veljavne ali ne. §. 40. Možje obojn^ zbornice imajo le pravico voliti, ako so sami pri volitvi prièijoèi, in ne smejo od svojih narocnikov uobeniga ukasila prevzeti. Pomenki obojne zbornice so ocitni; dru-gacni smejo le takrat biti, ako zbornica takd sklene, ktera na poželjenje deseterih zbornikov ali pa predseduika v skrivniin poinenku to raz-sodi. §. 42. Nobeniga zbornika ne sme sodna pospos-ka ob èasu deržavniga zbora brez ocitniga do-voljenja svoje zbornice preganjati ali zapreti, ako ni bil ravno pri kakun hudodelstvu prijet. §¦ 43. Zbornikj ki v kako cesarsko sluzbo stopi? mora iznoviga zvoljen bitij vladarstvo ne bo nobenimu izvoljencu vstop v zbornico brauilo. §. 44. Zbornice se ne snidejo le po poklicu Ce-sarja, in nimajo po poslovljenji ali po odlagi zbora nobenih opravkov vec. 9 f VI. l Wirksamkeit dcs Reichstages. § 45 » Alle Gesetze bedürfen der Zustimmung bei-l der Kannnern und der Sanction des Kaisers. V §. 4ft. l Beim ersten abzuhaltenden Reichstage und I nach jedem neuen Regierungsantritte wird die l Civilliste des Kaisers für seine ganze Rcgie- l rungsdaucr festgesetzt. l Appanagcn und Ausstattungen für die l Mitglieder des Kaiserhauses werden von Fall l zu Fall dem Reichstage zur Schlußfassung vor- t gelegt. l §. 47. l Die jahrlichen Bewilligungen zur Ergän- l zung des stehenden Heeres, die Bewilligung I zur Erhebung von Steuern und Abgaben, die ! ConrrHhirung von Staatsschulden, die Veräußerung von Staatsgütern, die Prüfung und Feststellung dcs jährlichen Voranschlags der ! Staats-Einnahmen Ul?d Ausgaben und des jährlichen Gebahrungs-Abschlusses kann nur durch ein Gesetz erfolgen. Diese Gcsctzvorschlägc sind zuerst bei der Kammer der Abgeordneten einzubringen. §. 48. Beide Kammern können Gesetzvorschläge machen, oder unter Nachwcisung der Gründe hei der Regierung auf die Vorlage eines Gesetz-Entwurfes antragen. Sie können Petitionen annehmen und zur Verhandlung bringen; jedoch dürfen solche Petitionen von Privaten und Corporationcn nicht persönlich überreicht, sondern sie müssen durch ein Mitglied der Kammer vorgelegt werden. §. 49. Zur Giltigkcit eines Beschlusses ist in -je-der Kammer die Anwesenheit von wenigstens dreißig in dcm Senate und von sechzig in der zweiten Kammer erforderlich. §. 50. Gcsctzcsvorschläge, durch welche die Bestimmungen der Vcrfassungs-Urkundc ergänzt, erläutert oder abgeändert werden sollen, bedürfen in jeder der beiden Kammern die Zustimmung von zwei Dritttheilen der anwesenden Mitglieder. VI. Opravila deržavniga zbora. §. 45. Vsp postave, de so veljavne, morajo pri-voljenje od obeh zbornic, in pa poterjenje od Cesacja dobiti. §¦ 46. Pri pervim derzavnim zbora in po naitopu sleherniga noviga vladarja bojo dohodki Cesarja za cell èas njegoviga vladanja izgovorjeni. Živitve in delšine za cesarsko rodovino bojo vselej posebej na derzavnim zboru izgo-vorjene. §. 47. Vsakoletna dovolitev za dopolnjenje sto-jeèe armade, dovoljenje za pobero stiber in davkov, na pdsodo jemanje denarjev za der-/avne potrebe , prodaja deržavniga posestva, prevdarjenje in poterjenje: koliko bo imela der-žava vsako leto dohodkov, koliko pa stroskov imeti, in pa rajtinga konez leta se zamore le po postavi zgoditi. Svetovanje tacih postav se mora nar po-prej zbornici poslanikov predpoložiti. §. 48. Obe zbornici imate pravicö,. v naredbo po-stay svelovati, ali pa skazati, de je potreba, de vladarstvo kako postavo osnuje. One za-mprete prosnje prejemati in jih zboru v posve-tovanje izrociti; tode take prosnje posamesnih ljudi ali celih družb smejo le po enim ali dru-gim zborniku zbornici predpoložene biti. §. 49. De je sklep veljaven ? mora v pervi ali starasinski zbornici nar menj tndeset, v drugi zbornici pa nar menj šestdeset zbornikov pri-cijocih biti. §.50. V svetovanje postav, po kterih se ima to ustavno pismo dopolniti, razjasniti ali premeniti, morate v vsaki zbornici dve tretjici prièijo-cih zbornikov privoliti. 10 8 51. Bei allen anderen Gesetzesvorschlägen genügt die absolute Stimmenmehrheit. § 52. In beiden Kammern wird die Regierung durch die verantwortlichen Minister oder von ihrem, den Kammern zu bezeichnenden Regic-nmgs - Comnnssäre vertreten. Entscheidende Stimme steht beiden aber nur dann zu, wenn sie Mitglieder der Kammern sind. §. 53. Ein besonderes von jeder Kammer zu beschließendes Reglement wird die Geschäftsordnung für dieselben festsetzen, bis zu dessen Zustandebringung wird ein provisorisches Reglement für jede der beiden Kammern von der Regierung erlassen. VII. Provinzial-Stände. §. 54. In den einzelnen Landern haben Pr'ovin-zial-Stände zur Wahrnehmung der Provin-zial-Interessen und zur Vesorglmg der für diese Interessen sich ergebenden Erfordernisse, so weit solche nicht unter den allgemeinen Staats-Erfordernissen begriffen sind, zu bestehen. Den bisherigen Prövinzial-Ständen wird, insoferne die Verfassungs-Urkundc keine Aenderung enthält, ihre Einrichtung und Wirksamkeit erhalten. §. 55. Eine der ersten Aufgaben des Reichstages wird es sepn, die Prüfung und Würdigung der, von den Provinzial-Ständen vorzulegenden zeitgemäßen Aenderungen ihrer bisherigen Verfassungen und der Vorschläge über die Art der Ersatzleistung der ablösbar erklärten Grundlastcn in Verhandlung zu nehmen- §. 56. Zur Wahrnehmung der besonderen Interessen der Kreise und Bezirke in jeder Provinz wird die Gesetzgebung eigene Municipal-Elnnchtungen festsetzen. §. 57. Dle Gemeinde-Verfassungen sind nach dem Grundsatze zu ordnen, daß in denselben §. 51. Pri svetovanju vsih druzih postav pa je dovelj, de je narmenj en glas fena štima) ècfl polovico (absolute Stimmenmehrheit}. §. 52. V obeli zbornicah so' odgovorljivi ministri ali od vladarstva zbornicam zaznamovani komi-sarji namestniki vladarstva. Obojih misel pa Iß veljä, ako »o tudi sami zborniki. §. 53. Od vsake zbomice poteijeno posebno vo-dilo bo ukazalo red, po kterim se imajo zbor-niške opravila ravnati; preden se bo pa to na-pravilo, bo vladarstvo obema zbornicama vo-dila dalo, po kterih se imate ta èas obnažati. i VII. « Dezelni stanovi. §. "54. V posamesnih deželah naj bojo deželni stanovi, de cujejo z,a dežele prid in de po-skerbijo, kar je za dosego tega prida potre-ba, ako se deželne potrebe ne vežejo z ve- ¦' soliiimi derzavniwi potrebami. Ce ustavno pis-mo ne bo nobene preniembe doživelo, se bo d(i/(ianjiiii dezelniin staiiuvani njih imprava in njih opravilnost ob rani la. §. 55. Eno pervih opravil derzavniga zbora bo-$e: danažujiniu casu prituerjene poprave, k(e-re bojo deželni stanovi v svojih retell pred-položili, preudarili in po vrednosli spoznali; ravuo lako pa iudi njib svetovauja zastran povracila za odkupljive grunliie dolžnosti prev-dariti in presoditi §. 56. Za spoznanje posebniga prida vsake kre-sije in vsaciga kantona se bojo v vsaki de-želi posebne srenjske ali soseskine na-redbe (Municipal-Eiurichlungen) ustanovile« §• 57. Srenjske ali soseskiue naredbe se imajo pa tako vravuati, de se bo v njih skerbelo II alle Interessen dcr Gemeinde und ihrer Glieder vertreten werden. §. 58. In dem ganzen Umfange dcr Monarchie wird die Nationalgardc nach den, durch ein besonderes Gesetz zu regelnden Normen errichtet, bleibt jedoch der Civil-Autorität und den Civilgerichten untergeordnet. §. 59. Die Nationalgarde und sämmtliche Beamte leisten dem Kaiser auf die Verfassung den Cid. 3er Eid der Armee auf die Verfassung wird in den Fahneneid aufgenommen. Gegeben in Unserer kaiserlichen Haupt-und Residenzstadt Wien den fünf und zwan-Wen April im Eintausend achthundert acht ^ vierzigsten, Unserer Reiche im vierzehnten ^ahre. Ferdinand«.. p. (Q. 8.) Ficquelmont, Minister des Aeußcren und provisorischer Präsident. Pillersdorff, Minister des Inneren. Sommaruga, Minister des Unterrichtes- Krauß, Finanzmmister. Kriegsminister. za vse potrebe cele soseske ali srenje, pa tudi za prid ppsatnesnili srenjèanov ali «ose-dov. §. 58. V celim cesarstvu se ima uarodna straza po danili posebnih posiavah napraviti, klera ima deželski gosposki iu deželskim sodnijam pudlozua bili. §. 59. Närodna straža in vsi uradniki (Beamte) prisežejo Cesarju na ustavo. Prisega armade na ustavo pride v prise-go na bandero. Dano v Nasim Cesarskim poglavnim iu stolniin mestu Duuaji 25. dan maliga travua 1848, nasiga vladarstva v. 14. lelu. H1814IBs.r. - Ficquelmont^ ^ minister vuiianjili oprav in (acasni predseduik, Pillersdorff, minister notranjih oprav. Sommaruga, minister uka. Krauss, minister denarstva. Zanini. minister vojništva. Prospect. Veröffentlich durch die Buchhandlung: Äol). Swntim, Ign. v. Rleinmayr u. G. Lercher in Laibach. Binnen einigen Tagen erscheint, und ist durch alle Buchhandlungen, Vostexpeditionen u. s. w. zu beziehen: für >as lachende Deutschland. Verantwortlicher Redacteur: Gustav Schönstein. -^— Berlag« - Buchhandlung t Gduard Vudewig. Gratz, Dinstass den 35. Aprtl t»48. Vorrede an das lachende Deutschland. 5 Wegen dem außerordentlichen Mangel an Aeitsclirif- llisf ^" "" ""^ g^wungen, cincm längst gefühlten Vedürf: scl! - "^zuhelfen, und cine humvriilisch - satirische Ieit- stlbl>^^ '"^ ^"' ^"^" ^" ^"^"^ "°^^ ^ «lufasseud ist, daß sich kan ^ ^ beleibteste Familienvater darauf prannmeriren s "' ^ Unsere Zeitschrift ist nicht nur für alle Stande, ^"rn a„H ^^. M<.„^^.,^ h^ nichts in» Stande sind, bcrcch. die'^ ^" Frühling bringt ja stets neue Blätter, warum soll Literatur nicht auch einmal auf einen grnnen Zweig kom-sck ? ""^ ^^" Holzwege war sie lange genug! — Unsere Zeit-A " bildet «lugzi ei« Phänomen in der Literatur, welches überall Und k " ""^" musi; denn sie ist kräftig und inhaltsschwer, "«noch kann sie der schwächste Prällnmerant halten*). "^ di« äußerst billigen PrälMMrations-Bldmguisse. Unser Vlatt wirb mit den botanische« Vlättertt nie das Geringste gemein haben; denn unser Vlatt wird z.V. nie den Tranerweiden-blättern gleichen, die sich beständig znm Wasser neigen, noch den Eschcnblättern, die sich nach jedem Lüftchen drehen, noch den Aloeblättern> die gleich ihrer Vlütye nur alle hnndert Jahre einen guten Witz bringen. Mciu bescheidener Wunsch geht nur dahin, daß es mit der Zelt ein Tausend-GnldenkraUt.Vlalt werden soll. —Unsere Zeitschrift wird alles bringen, was andere Ionr-nale vergessen, und somit glaube ich mich den geschälten Prä-numerantcn (denn jeder Pränumeraut ist ein Schah fur den vtcdactenr) unvergeßlich zu machen. „Er mengt sich in Alles" faßt schon die ganze Tendenz unseres Vlattes in sich, denn cö wird von Allem daS Veste, Interessanteste und Neueste enthalten, was die Zeit bietet. Gedichte, <5rzäl)l,,ttssett, Novellen!c. ohne Zopf von mvderncu, talentvollen Schriftstellern worden mit folgenden, feststehenden Rubriken die Spalten unseres Vlatteö ausfüllen. Thcatcrpcrspcctiv enthält: Recensionen über die hiesigen theatralischen Vorstellungen. Graher-Guckkasten. bringt die interessantesten Tag- und Nachtbegehenheiten der inneren Stadt und ihrer Umgebung. Unter andern was ich sagen wollte: umfasit alle Neuigkeiten des In- und Auslandes. Provily-Driesc bringen das Neueste über Provinz - Vorfälle :c. Cenfurstriche enthalten unterdrückte Gedanken, Wahrheiten, Satiren :c. :c. Fiterarischer Naschmarkt bringt alles Neue, was in der Literatur — Kunst — und Musik erschienen ist. enthält die pikantesten Anekdoten und Wihfunken. Wer Modeteusel ^ ist bestimmt, unseren jungen Herren und Damen dse' »Westen Pariser-und Londonrr-Moden in einen kurzen Auszug darzustellen.-^-Die Nubrik: Tintenklere behält sich die Redaction vor, als Briefkasten l fjil;, zhren eigenen Gebrauch zu verwenden«— ' ' -',- >,^. Sic sehen nun, meine hohen verehrungswürdigen Prä'numerantett, daß diesem Journale gar nichts fehlt, — als Prättnmeranten, und diesen Fehler können nur Sie, meine Verchrungswürdigen! ausgleichen, indem Sie die Hand ans Herz legen — die Brieftasche hervorziehen und vrännmeriren. Jetzt ist eben der Zeitpunkt, wo Jedermann geachtet wird, der V0M Lcder zieht, warnm sollten Sie also nicht vränllmeriren?! — Mit der Ausstattung u»^ res Vlattes werden die verehrten Abonnenten und Leser hoffentlich zu^ frieden sein, denn wir haben den Druck auf dem feinsten „Ntilllitet« Papier" mittelst „Nntertliane«-Lettern" anfertigen lassen, weil diese stets den größten Druck und die gehörige Schwarze auszuhalten gewohnt waren. Alle geehrten Schriftsteller, so wie das junge belletristische Deutschland, ersuche ich, mich mit den Kindern ihrer hlU moristischen oder satirischen Laune gefälligst unterstützen z" wollen, und glaube somit durch vorliegendes Blatt Ihnen meine Nich-tung genau angedeutet zu haben. Da jetzt Alles frei ist, so ersuchen wk auch, diese Freiheit bei d,n an uns gerichteten Briefen in Anwendung zu bringen, und selbe gütigst zu franciren! Jede Zusendung, besonders humon-stisch- oder satirischen Inhaltes, wird dankbar angenommen, ohne dcll gütigen (linsender durch ein Honorar zn beleidigen« Die Itedactiou bürgt mit ihrem (Ehrenworte, dap H^ norare durchaus nicht zu befürchten find!!! — 3lUl M)r'! - Ich schwöre! „Er mengt sich in Alles" erscheint vorläufig wöchentlich Zweimal; Mittwoch und Sonnabend, selbst bei ungünstiger Witterung. Her Pranumeratious - Preis von heute bis mit Gnde Juni l. I. (in 18 Nicsenhalben-Vogen, Ausstattung diesem P"" spccte gleich) beträgt 1 ft. 12 kr. CM. bei Selbstabholcn im Verlags-Bureau (Ludewig's Buchhandlung in Gratz, Sporgasse Nr. 1Ü, Eckhaus der Färbergasse), so wie in allen Buchhandlungen d^ gesammtrn Deutschlands. Heute wird bereits ausgegcW VoK demselben Verfasser: Herr von Schußerl als humoristischer Fremdenführer; o d e l: WlwON WeiMe und DSL4VV OäHN^ auf deren Durchreise in Grat?. Ein Wegweiser für Ueewde — die hier bleiben wollen, und für Ginheimische — dk «och nicht gehö«^ orient» und occidentitt sind. ' " , .^ ^ Nach den besten Flüssen bearbntet von Gustav Schönste»«. Mit Titelbild. — Oclali. — Gral^, 1843. — Ludrivig. — Elegant ausgestattet und in Schematismus-Umschlag- ^ Preis: mit gvoßcn Plan l fi. C. Z)t. ohne Plan 30 kr. (5. M.