Mtmcher Zeitung. Nr. 279. Plii'' : merationöprels: Im Louiptolr ganzj. fi. ^ .^lkj. fl. 5.5". F:!r diü^jnftüsiuny utt< H.mo haldj. ,i lr. Htit dcrPost^anzi-!^ l5, hall'j. si. 7.5«. Dollnerslag, 3. December »!!I. lo t^. >!.s. w. ^l,lc'.t!?ni!s!>l!!pül jcdcs,». 50 ll. 1868. Amtlicher Theil. 3'c. t. und t. Apostolische Majestät haben mit der Allerhöchsten Entschließung vom 28. November d. I. drei rrlcdigtc Toison-Ordcnspräbcndcn dem Grafen Glizojo 6 oll orcoo - Mcls, dem Kricgskanzllsten Joseph Ritter Eri,ch u. Mellcmbuch und L i echten he inl und dem quicscirtcu 'Ilcchunugsosficial 5kurl Peil Ritter v. Hartcnfcld allcrgnädigst zu verleihen geruht. Der Iusli^niinisler ha' eine beim Lembcrgcr Ober-landesgcrichle erledigte Ralhi?sccrctärsadjnnctenstelle dem Gczirli«gerichtsadinnctcn in Nicmirow Apoliuar Schaben deck verliehen. Nichtamtlicher Tbeil. Rardschllöwig und dic Krirg^cfthr. Anf den londoner Eonferenzen im Frühjahre 1864 erhob sich der deutsche Bund, furze Zeit vor seinem Umsturz, nach außen hin zu cincm Einflnß und einem Auschcn, dessen er sich weder früher noch später zu er-irencn gehabt hat. Es wni' ein Lichtblick in seiner siechen Existenz. Er verdankte dieö wesentlich der höchst ^schickten Benutzung der damaligen Verhältnisse durch dm gegenwärtigen Reichskanzler Oesterreichs. Wenn Man liest, w.,s er heute über dic nordsäilc^n'igischc Frage in der Einleitung ;um Rl'thl,uch schreibt, so nird man unwillkürlich an seine Bl Handlung derselben zFrage ans den damaligen Eonfcrenzcn erinnert. Auch daluals hatte er an sich gcwiß keine Vorliebe dafür, das; von dem Hcrzoglhnm Schleswig ein 3tnck abgerissen und mit Däuemark vereinigt würde. Dennoch befürwortete er ein solches Compromiß, obgleich cS ihm nicht uur durch die Haltung Dänemarks, sondern auch durch die hoch-Ncheilde Äcweguufi in Deutschland crschwrrt wnrde. Ei»c friedliche Lösung der schwellenden staatsrechtlichen Frage auf der Grundlage des Rcchto, die Vermeidung der Gefahren, welche anßerdcm drohten, stand ihm in erster Linie. Dies schien ihm ein Opfer auf eiuem enger bc-ssrcnzten Gebiete zn rechtfertigen. Sehr nahe an der Erreichung dcs Ziels, scheiterte er an der Hartnäckigkeit ^äucmarts. Ncntc gcdcnkt er der noch immer offenen oder vielmehr" durch den Krieg vou 1866 wieder gc^ öffnetet, nordschlcöwigischcn Frage iu ähnlichem Geiste, »ur daß cr jetzt wcnigcr auf eine thcilweisc Rückgabe Schleswigs in positiver Weise dringt, als daß cr im Interesse des Friedens den Wnnsch ausdrückt, daß diese Frage in der einen oder der anderen Weise zn einer endgiltigcn Erledigung kommen möge. Cö ist immerhin nicht ohne Wichtigkeit, daß jetzt >n osficicllcr Weise etwas bekundet wird, was man zwar anch anßcrdem schon annahm, was aber doch noch ohne Positive Vcstätiguug für die Ocffeutlichteit war, nämlich daß Art. V des Präger Fricdcus uicht durch Oesterreich, sondern durch Frankreich geschaffen worden ist, und daß die Rückgabe oder Nichtrückgabc Nordschlcswigö auch ictzt kein besonderes österreichisches Interesse berührt. Die Haufttstcllc über die uordschlcswigische Frage lautet luörtlich so: „Iu dem nicht ans ihren Betrieb cntstau-denen Artikel V des Prager Fricdcnsuertragcs, durch Welchen sie (die k. k. Regierung) die Empfängerin eines Versprechens geworden ist, an dessen Erfüllung uicht sie selbst, sondern ein dritter intercssirt ist. hat sie keine ^cranlasfuug erblicken können, nach irgend einer ^citc I)in durch eine bestimmte Initiative einen für ihre Beziehungen zu den unmittelbar bcthciligtcn Mächten vielleicht nachthciligcn Druck anszuübcn. Sie hat aber andererseits die Stellung, die sie als Pacisccntin des ^wähnten Artikels einnimmt, keineswegs vcrlcngnct, son dm, dieselbe bei jedem gegebenen Anlasse zn benutzen getrachtet, um dnrch ihre Sprache auf die gegenüberstehenden Ansprüche mäßigend einzuwirken und den Bcthei-l'yteu in deren eigenem Interesse die rechtzeitige Erlcdi-lN'ng dieses Streitpunktes anzuempfehlen. Es darf daher ausgesprochen werden, daß kein Theil der Vcrantwort-l'chteit auf sie fallen würde, wcnu ein längeres Offenbleiben der nordschlcswigischcn Frage sich je als eine 3n'ahr für die friedliche Gestaltung der allgemeinen Situation erproben sollte." Dieser letztere Satz gibt nns noch zu einigen Bemerkungen Anlaß. Die Frage: ob die schwebende nord-schleswigische Frage eine Kriegsgefahr in fich birgt, ver- ueinen wir entschieden. Entweder besteht diese Kriegsgefahr überhaupt, dann beruht sie auf anderweitigen Gegensätzen, die so groß sind, daß jene Tpccialfragc nicht viel mehr bedeutet, als ein Mas Wasser, womit jemand einen angeschwollenen großen Strom zur Ueber-schwcmmnng seiner Ufcr zu briugen den Einfall hatte. Oder jene außerhalb dieser Speeialfragc zum Kriege drängenden Gegensätze bestehen udcr entwickeln sich nicht, wenigstens nicht kräftig genug; dann wird man wahrhaftig wegen jener Localfragc keinen europäischen Krieg beginnen. Oesterreich, wie wir sahen, hat nicht das entfernteste Interesse an der Sache, obschon ihm allein dnrch Art. V des Präger Friedens ein formelles Recht erwachsen ist, die Ausführung desselben zu verlangen. Und Frankreich? Wo um des Himmels willen soll denn die Bedeutung jcucr Frage für dasselbe liegen? So lange man das Steckenpferd der Nationalitätcnthcoric ritt, war es etwas anderes, da erschien das an sich kleine Ding groß, als ein Theil einer hoch aufgcthürmtcn Prineipicnsragc. Seitdem die Früchte dieser Nationali-tätenthcorie dem französischen Ganmeu sauer schmecken, seitdem man ihr in der Fortentwicklung der dcutschcu Dinge geradezu entgegentritt nnd die öffentliche Meinung Frankreichs nichts mehr davou wissen will, ist ja vou der ganzen no'dschleswigischcu Frage lnr Frankreich uur der schale locale Bodensatz gcblicbcn. Von diesem Standpunkt aus die Frage angesehen, kaun man nur lächeln, wean man in den 20 bis 25) Qnadratmcilcu und etwa 100.000 Scclcu, die entweder wieder an Däncmarl fallen oder bei Preußen bleiben würden, in dein einen Fall einen wünschcuswerthen, iu dein andern Fall einen für Frankreich bedenklichen Machtznwachs sehen wollte. Ob Frankreich trotz alledem noch dahin wirkt, daß der auf Art. V beruhende Aufpruch Preußen gegenüber nicht einschläft, wisscu wir uicht. Wcuu dies aber der Fall sciu sollte, so geschähe es gewiß uicht der Sache selbst wegen, sondern um die offen gehaltene Frage zur Ein-fädelnng des Conflictes mitbenutzen zu könucu, sobald man ails anderen Gründen entschlossen wäre, den Krieg zn machen. Dies ist ein untergeordneter Gesichtspunkt für die Frirdcnofragc selbst. Iederlm:,! weiß, daß, wenn Frankreich znm Krieg entschlossen ist. sich di^ eine oder die andere Veranlassung dafür aufgreifen läßt, selbst wenn cinc ganz bequeme, bis dahin offene beseitigt wäre. Weshalb würde denn überhaupt Frankreich, wenn es in Folge der gcsamintcn Situation dazu kommen sollte, seine Bataillone gegen Preußen führen? Wegen der paar Qnadratmcilen in Nordschlcswig gewiß nicht. Vielleicht trotz allen Acrgcrs eines Düpirtcn nnd trotz aller nationalen Eifersucht, selbst nicht einmal wegen der gewaltigen Machtvergrößcruug Preußens im gauzcn. Auch Frankreich ist noch stark, uno eiu großer Krieg ein ernstes Ding. Wenn der krieg von 1866 den Keim zu einem neuen Krieg gelegt hat, so wird cr wirklich zum Ausbrnch kommen, nur ciuwedcr ill Folge der iuncrcn Zustände Frankreichs, oder dnrch das Gefühl, daß man es in den preußisch-deutschen Umgestaltungen nicht mit clwas fertigem, sondern mit etwas werdendem, mit clwas sich ausbreitendem zu thun hat, dem man zeitig, wcuu die Verhältnisse günstig liegen, in anderer Weise als durch den papierenen Schlagbanm des Präger Friedens entgegen wirke,» möchte. Es ist deshalb wichiig sich klar zn seil', ob in der osfcu gehaltenen noidschleswigischcn Frage ciln> Kriegt^ gefahr liegt, oder nicht, weil dic Aussicht anf eine uer° trocMnäßigc Erledigung ^rsclbcn zwischen Dänemark ui,d Plclchen iu der That fast gleich Null ist. Wenn Dänemcnt solchen PeMag schließt/ so verachtet cs damit ans dic vielleicht im stillen siir dcn Fall gehegten Hoffnnugcn, daß aus anderen Osüudcn der Krieg ouö-breche. Wie :ncit dusc Hoffnungen cvcutucll qchcn würden, ist schwer zu sagen. W.chischcinlich nicht anf dcn Wiedcrrrwerb der Her;ogthmuer im gangen, vicl-Incht selbst nicht auf ganz Schleswig, wahrscheinlich auf Schleswig „iil Ausnahme des südlichen Theiles, also anf dcn dänischen un!) ans den gemischten Theil, jeden-falls weiter als bis Dnrpcl und Alscn. Wenn cS stcüt uubcstimmter ZuklU'flichoffnnngen die auch leere Träume bleiben könne», jetzt ein kleines aber sichres Geschäft mach,-n soll, so will es wenigstens, daß dieses Geschäft ganz iein fei. Vor ulwn also leine Volker^ icchllichc Sclvilul lücksichtlich der im Norden Schlei wigs wohnenden Dculschcn lind ihrer Rechte! Der llcinc territoriale Zuwachs wäre in dcu Augen Dänemarks cin Gewinn, der dic möglichen Uebel rincr so geschaffenen Eonirolc nicht ausgliche. Es wäre nlso eiu Geschäft, wobei >m Giundc mehr verloren als gc» wonucu würde, Und was dcn Umfang der abzutreten« den Theile betrifft, so will man die rein dänischen Districtc, Düppcl und Alscn nicht lassen. Dcn Vcr» zicht auf jene völferrechtlichcn Garantien für die Deut« sckcn wird Preußen uicht leicht, dcn Veracht auf Düppel und Alscn aber, wegen der militärischen Erinnernncjen, entschieden uic äussprechcn, wenigstens uicht freiwillig. ___________________________ (A. A. Z.) ' Aus dcn Dekgalionln. (Vorlage des Kriegsministers) über die Resultate der Gcbahrung mit dem Ordinarium der Landarmee für das Verwaltuugsjahr 1868 Nachtragö-fordcruug.l Der Kriegsminister hat dcu Delegationen eine Vorlage gemacht, in welcher die Resultate der bis-!hcrigeu Gebahruug mit dein Ordinarinm der ^undarmce ! für das Vcrwa!tuugsjahr 18<>8 dargelegt sind. Die ! Vorlage eriuucrt darau, daß für 1868 als StaatSzu-schuß für das Ordiuarium 72,5)00.000 fl. in Ansprnch gcnounuen wurden, daß bei Vorbcrathnng dieses Budgets cin Gencral-Abstrich von ^,207.000 fi. beschlossen und dein',nfolgc in der Budgetvorlage für das Ordinarium blos die Bewilligung eines Staatsznfchusscs vou 69,2!i'j.000fl. augctragcu wurde, uud fährt dann fort: „Die hohen Delegationen haben ihrerseits an der Ansicht festgehalten, daß dic Differenz zwischen dcn prä-liininirten Einheitspreisen nnd den effective»! Bcschaf' fuugskosten der Naturalien dnrch die unbedingte Frcigc-bnng des Virelncnts uuter deu einzelnen Bndgct-Titcln dann bedeckt werden könne, wcnu alle Ersparnisse der Militär-Verwaltung an dcn präliminirtcn Kosten für Militär-Behörden. Austaltcu, Geldverpsiegung u. s. w. der Natural Verpflegung zligcwcndct werden. ! Dcnlnach wurde, ohnc weitere Rücksichtnahme anf die obige Verwahrung des Kriegsministers, mit dcn Vc< schlüsscn vom 24. März 1808 der Staatszuschnß für j das Ordinarinm ocr Landarmee für 1868 unter An-l nahmc des von der Rcgicrnng vorgeschlagenen General-Austricbes von N.207.000 st. statt mit 72,5)00.000 fi. mit der Süiuinc von .'i.000 fl. festgestellt nnd nach Ausscheidung des Zuschusses für dic Militärgcstiilc und Hengstendcpots mit 1,442.170 ss., dann der Quote für geheime Auslagen per 20.000 fl. uud über Zuzäh-lnug dcö Erfordernisses für die Militär-Eentral-Buch-haltuug per 868.810 fl. definitiv mit dem Betrage von 68,6lM.640 st. nnter uubediugtcr Freigcbuug des Virc-lucnts beziffert. Auf Grund dieser eingeschränkten Bewilligung war daher, abgesehen von der eigentlich blos formellen Aus» scheidung der Quoten für Mililärgestüte, Hengstcndcpots u»d geheime Auslagen, dcr Heeresverwaltung die Ans-j gabc auferlegt, ihr ursprüngliches Präliminarc von 72.5)00.000 fl., auf desfeu Ziffer der ganze Verwal« tungs-Apparat aufgebaut war, nm folgende Posten im Laufe des Iahresbndgets zu rcdneircii: lr) Vor allein mnßtc der mchrcrwähntc General-Abstrich hereingebracht werden mit .'j,^07.000 fl.; d)cs mußte Sorge getragen werden. die Preissteigerung der Naturalien, wodurch ciu Mehraufwand von 4,700.000 fl. entstand, möglichst durch Ersvaruugcn in anderen Vnd-gtt-Abthcilnngcn hereinzubringen; 0) endlich war indem ursprünglichen Präliminarc bei cincr Position, die ihrer Natur nach Rcductioncn nicht zuläßt, bei den Militär-Pensionen nnd Invaliden, durch cinc irrthümlichc Combination dasErfordcrniß nm die Summe von l,200.000 st. zu gering angesetzt worden, und sollte dieser Abgang ! ebenfalls dnrch anderweitige Ersparnisse gedeckt werden. Summe !>. 107.000 fl. Demnach handelte es sich für die Armccvcrwaltung darum, vom Tage der Beschlüsse dcr hohen Delegationen im Laufe dcr noch crübrigcudeu neun Monate des VcrwattnngSjahrcS dcn ursprünglich mit 72.', Millionen präliminirten Aufwand um die Summe von mehr als ^» Millionen Gulden, das ist mit fast 1!'> Percent des beantragten Staatszuschusscs zu rcducircn. ^iefür stand dem unterzeichneten Kriegsminister zunächst 'daö Mittel umfassender Ersparungsmaßregelu offcn, die auch mit aller Encrgic im Wege der Reorganisation iu Angriff gcnommm wurden und dnrch Reduction des Standes z und des Aufwandes im Lanfe dcö Jahres zur Durch-i führnng gelangten. ! Hiehcr gehören: Die Reorgauisatiou dcr Cavallerie, , die thcilwcise Auflassung dcr Mnsikbanden, die Reduction ^dcs Präsenzstandcs der Fußtruppcu nach Vcendiailna der ^ Waffcnübungen, Verininderung dcs Platzcommcmdo'Per-sonalcö und dcr Oarnisons-Anditoriate, dic Ncductioncn 2064 in verschiedenen Branchen, Beschränkungen der Avancements, Einschränkungen lici Anffrischuug des Pfcrdc-bestandcs, Beschränkungen in dein Umfange der Waffen-übnngcn, Aufzehrnng disponibler Vorräthc u. s. w., Maßregeln welche dnrchgängig von der gegenwärtigen Leitung der Heeresverwaltung in's Werk gesetzt wurden nnd deren unmittelbarer finanzieller Ertrag im Jahre 1869, abgesehen von ihrer weiteren, nachhaltigen Wirknng ans die Znkunft, den General-Abstrich von 3.207,000 fl. nicht nnr vollständig deckt, sondern anch übersteigt. Was die Deckung der Preisunterschiede betrifft, so wurde dieselbe theils durch Verminderung des Be» darfes in Folge der erwähnten Rcdnctioncn, theils dnrch den in den letzten Monaten erfolgten Preisrückgang etwas erleichtert; endlich sind der Armcelicrwaltuug einige nicht präliminirtc Einnahmen ans Pfcrdevcrtänfcn, Vorfchnßcr stzcn u. s. w. zugute gekommen, so daß mit Zuhilfenahme aller dieser Factorcn ein großer Tl)cil des oben mit 9,107.000 si. bezifferten Abganges von der ursprünglich fträliminirtcn Snnnnc des Staatszn-schusses per 72'/^ Millionen Gnlden hereingebracht werden konnte und sich im Grgcnhaltc zu dem von der Delegation bewilligten Ordinarinm per l>8,699.<,)40 fl. jetzt am Schlnsse des Vcrwaltnngsjahrcs nur eiu effce-tioes unabwcislichcs Mchrcrfordcrniß von 3,700.000 fl. herausstellen wird, welches ungeachtet aller Ersparungcn aus dem Vircmcnt nicht anfznbringcn ist. In Erwägung der gegenwärtigen schwierigen Vcr-Hältnisse, unter denen es wohl taum möglich wäre, einen ncnen namhaften Zuschuß zu den ohnedies nnr mit änßerster Anstrengung ;n erschwingenden Qnotcnbciträgcn der beiden Staatcngediete zu leisten, glaubt der nntcr-zcichnetc Kricg^unnister, die Bedeckung dieses unabwcis-lichen und nach dem Vorangehenden wohl vollkommen gerechtfertigten Mehrerfordcrnisses ohne ncnerlichc Belastung der beiderseitigen Staatseasscn anS den in der eigenen Militärverwaltung stehenden Hilfsquellen cutnehmen zu sollen. Die Delegationen beschleunigen ihre Arbeiten. Die ungarische hat in ihrer Sitzung vom 30. v. M. den Etat der Landarmee abgethan. Die Anträge dcr Eom« mission wurden verlesen und angenommen. Ziffcrmäßig stellt sich nnn die Sachlage so: Das Subcomit«' der rcichöräthlichcn Dclcauticm strich von dem begehrten Stautsznschusse per 75^., Millionen im ganzen 7„ Viil-lioncn, der Finanzansschliß der rcichsräihlicheu Delegation verwarf die Anträge nnd reducirte blos um 3., Millionen, nnd die miqarischc Delegation beschränkte sich in ihre:- gestrigen Sitznng auf einen Abstrich von nur 2.<, Millionen, alles im Ordinarinm, Da voraussichtlich dic rcichsräthlichc Delegation, welche in ihrer heutigen Sitznng über den Otat der Landarmee verhandeln wiid, den Anträgen ihres FinanzanSschnsses beipflichten wird, so stellt sich die in Äczuq auf das Ordi- aus 1., Mil- lion Gulden. Es wu'5 abzuwarten sein, ob di? Nuulicn der beiden Delegationen zu ciucr Verständigung führcn oder ob eine gemeinschaftliche Abstinnunng noihwcn-dig wird. Pest, 30. November. Der Finanzausschuß der österreichischen Delegation berieth heute das Extraordinarinm des Militäretats nnd bewilligte für dasselbe 4,550.000 fl., und zwar für Hinterlader «00.000 fl., für Patronen > 116.000 si.. für Fcstungsbmtteu bei Tricnt 192.000 fl.,> für jene b^i Komorn 200.000 fl. Gestrichen wnrdcn im! Ganzen 2.040.000 fl,, darunter die Auerüslungs- und^ Montnrslosten für die Erhöhung des Kricgöstandcs. > Ferner wnrdcn folgende Resolutionen gefaßt: Zwischen den Titeln „Versorgnugsauslagcn" und „Gebühren snr Supernnmerärc" sei das Piremcnt zn gestatten; der Kriegsminister sei aufznforoern, die Snpcrnumerärcn zu pcnfionircn oder nnlcrznbringcn, Banhans wnrdc znm Referenten für das Militärbudget gewählt' Die nngarische Delegation hat in ihrer heutigen Sitzung das Ordinarinm des Militäretats mit 70,250.000 fl. votirt. Gestrichen wnrdcn bei der Ecn-trallcitnng und den Militärbehörden 5)0.000 st., bei den Truppen 400.000 Gulden, bei den Mouturscommissioncn 5)0.000 st. bei den Artillcricdepols 100.000 fl., bei den Banbchördcn 200.000 st., bei verschiedenen Ausgaben 20.000 ft., bei der Nlltnralverpstcgung !M;.00<; st., bei Monturcn und Betten 283.384 fl. Zusammen 2 Millionen Gulden. Das Uationalitlitsgesetz vor dm ungarischen Landtage ist gewiß eine Erschcinnng, welche überall intcressircn dürfte, wo es Nationalitäten gibt. Wir geben daher nn Folgenden eine Skizze der Vorgänge in der entscheidenden Sitzung vom 28. November. Koloman Tioza lst ein heißblütiger Redner der äußersten Linken, er lic-slicß sich aber in seiner Vertheidigung des Commissious-Entwurfcs der größten Mäßigung. Redner vestreitct es, als wolle das Gesetz der ungarischen Sprache die Snprcmatic, irgend ein besonderes Recht einräumen. Unter dcn verschiedenen Sprachen muß eS doch eine Staatssprache gcbcn, und hiezn kann man gewiß uur diejenige erheben, deren Mitglieder kraft des Zahlcnvn'hältnisscs, traft ihrer Bildnng, kraft ihres Vesitzcs nnd Wohlstandes das Ucbcrgcwicht für sich haben. Selbst die Vertheidiger des Minoritäts-VotnmS haben anerkennen müssen, daß diese Factoren sich für die nngarischc Sprache geltend machen, und begründet daher der Gesetzentwurf kciii^ Suprematie, sondern con-statirt er blos dic Sachlage. Wenn den Mitgliedern einer Nationalität die obigen drei Faetorcn fehlen, kann man ihre Sprache hunocrmal inarticnliren, sie wird trotz des Gesetzes keine Präpondcranz erringen. Die zweite Bcschnldigung ist nnr eine Bcmäntc-, lung der Fehler des Minorilütcn-Entwnrfcs, dcnn wenn man die auf die Inrisdietions-Sprachc bezüglichen Bc-stimmnngcn gewaltsam dnrchsiihrcn wollte, würde man der Freiheit keinen Dienst leisten. — Die dritte Bcschnl-dignng ist, daß die Legislative dnrch Annahme des Eom-inissionS-Entwnrfcs den Tod, den Untergang der Nationalitäten decretircn will. Und dies sagt man einer Vc-gislativc, die erst vor einigen Tagen durch ihre Beschlüsse dafür gesorgt hat, daß jedermann in seiner Mnt-lersprachc stndiren nnd Bildnng erlangen könne; die erst vor einigen Tagen dcn Nationalitäts'-Sprachcn in der Gemeinde, in der Kirche einen weiteren Wirkungskreis cinränmtc. Eine Nationalität, die trotz dieser Verfügungen nn-tcrgchcn sollte, wird nicht deshalb nntcrgchcn, weil sie nicht inarticulirt wurde, sondcru deshalb, weil sie überhaupt keine Lebenskraft besaß. Man sagte uus, wcun eine Nationalität untergehen soll, sei es doch besser, in eine große Nation auf> zugehen, Redner bcstreitct, daß den Nationalitäten in Ungarn der Untergang drohe, denn die Kraft, fremde Nationalitäten zn absorbircn, gehört nicht zn den Eigenschaften der Ungarn. Sollte aber der Anschluß der Nationalitäten an jene Nation, die man hicbci im Auge hatte, durch dic Vertheidiger des Miuoritätö-Eutwurfcs durchgesetzt werocu, so würden sie gewiß dereinst von ihren Nachkommen vcrflncht werden. Redner schließt mit der patriotischen Erklärung, daß er nie nnd niemandem znlicbe gegen das Interesse des Vaterlandes handeln werde. Dieses Interesse ist seine einzige Richtschnur und nie wird er darein willigen, daß wir selbst das Vaterland zerstören sollen, damit nicht ein anderer cs zerstöre. Bcrzcnczcy (Szckler) sprach für das Elaborat der Central-Section. Dic Nationalitäten-Frage sei nicht so düster als man sie malt. Die Vertreter der Nationalitäten machen jetzt allerdings eine böse Miene (Heiterkeit), allein im Familienleben habe derlei Schmollen nnd Grollen nichts zn bedeuten (Hcifcrtcit). Man wisse wohl, daß selbst die schönste Fran, wenn sie schmollt,! ein erschrecklich häßliches Gesicht machen könne (anhaltende Heiterkeit), welches sich aber, wcnn dic Aufregung fich gelegt, wieder hübsch glätte. (Große Heiterkeit) Die Nationalitäten mögen ihre Sprachen und Literatur pflegen, abcr nicht von nus verlangen, daß wir 6 Sprachen cnltivircn, 6 ^itcraturcu pflcgcu follcu. Dicsc Zumuthnng schmeichle wohl unserer Kraft, uuscrc Bescheidenheit jedoch gebiete nns, sie abznlchncn. Die. Nationalitäten fordern mehr Freiheit, wohlan, wir wollen fie in ihrer freien Bewegung nicht hemmen, allein wir müfscn anch vorsichtig dabei sein, denn man gewähre wohl seiner jungen Ehehälfte gern manche Freiheit, allein diese Freiheit müsse anch ihre Grenzen finden, sonst könnte die Schöne gar zu vicl nach außen tokettiren. Nachdem noch mehrere Redner für das Mii'.oritäts-Elaborat gesprochen, anch einige für den Antrag Ran-nichcr's plaidirt nnd einige unter Beifall des Hanfes nnfs Wort verzichtet haben, nimmt Alexander Moc-sonyi das Wort zur nochmaligen Begründung des Mi-noritäts-Elaborats. Er beschränkte sich aber, als er die Ungeduld des Hauses sah, auf die Widerlegung einiger im Laufe der Debatten vorgebrachten Bemerkungen. Darauf erhob sich nntcr großer Spannung des Hanscs Franz Deak. Seiner Sache gewiß, verachtet Dcak daranf, sein Elaborat noch einmal zn empfehlen, nnd beschränkt sich znr Ucberraschnng des ganzen Han-s^,s blos anf die Aufforderung, die Abstimmung vurzn-nchmcn. Dies ruft im Hause allgemeine!, Beifall und Heiterkeit hervor, in die Dcak selber einstimmt. Cultiisministcr Baron Eötvös erklärt (ohne Zweifel im Namen der Regierung), sich dem Gesetzentwürfe Dcak'ö anzuschließen, Die Abstimmung erfolgt hierauf znnächst über das Elaborat der Ecntral-Section; dieses wird einstimmig abgelehnt. Sodann folgt die namentliche Abstimmnng über das Minoritäts-Elaborat; dieses wird mit 267 gegen 24 Stimmen verworfen. Abwesend waren 113 Abgeordnete. Das Elaborat Deal's wird hierauf vom ganzen Hause, mit Ausnahme der 24 Abgeordneten, welche für das Minoritäts-Elaborat stimmten, zum Gegenstände der Spccial-Dcbatte angenommen. Dic Hinrichtung von Monti un> Tognetti, die bckanutlich durch Legung einer Mine in einer römischen Zuavcncascrnc dcn Tod von nahezu 30 Peisoncn herbeigeführt habcn, giebt der Florenlincr „Opiuione" Anlaß in einer an diesem sonst gemäßigten Blatte nn-gewöhnlich heftigen Weife die römische Frage wieder uuf's Tapct zu bringen. Nach ihren Ansführungen hat cs das Ansehen, als wäre der znr Strafmilbcrini, ^.ciirigtc Papst dlirch dic fremden in seinen Dicnstci ft heu dcn Truppen gewissermaßen znr Bcstätignug dc« Todesurteils ljcziuungcn worden. Es sei aber ^ meint die „Opinionc" — ein entschiedener Anachroiuö inns, wcnn eine Regicrnng sich im 19. Jahrhundert! noch anf eine auS Fremden gcbildcle Aiuue stntzci müssc. Einem solchen Verhaltuissc müsse um so mch cii! Ende gemacht werden, als Italien Rom gcgcnüdc! allcn seinen Vcipftichtungcn nachgekommen sei. TW Schluß des Artikels ergeht sich >n migemcin heftige» Anschuldigm'gcu gegen dcn römischen Hof, der mi jener Hinrichtung das mit t-cr Reorganisation sci»c! inneren Augclcgcuhcittn beschäftigte Italien neuerdings anfgcrcgt imd so die römische Fragc wieder anf's Tapc qcbracht HM'. Ueber spanisches Militär schreibt ein Eorrcsponocut dcr „, bewc^t sich im Marsch und bci Schwenkungen leicht n»t ohn? allzu ängstliche Pünttlichkcit, wiewohl ich cincü Obcrstcu im gedicgenstcu Gamaschcntou seine Officierl ermähnen hörte, nnr recht genau anf die Innchaltn»^ dci Richtung uud des Schritls zu achten. Dagegen tonnlc ich mit allem Streben nach nnpallciischcr Bcul'll>'ilui^ deu Gcdai'tcu nicht zurückweisen, daß die Bajonnttlc eiucs picußischcn Carres dem Anstnrn, feindlicher Rci' tcrei cinc ganz andcr^ Mauer darbictca würden, all< spaüiichcB Fußvolk sie ,;u bildcn vermöchte. Durch recht mariiallschcs Ali^schcn zeichnete sich ein Gardcrcgimcnt ans, dessen Milgli:dcr nicht nur durch il;re aus fiühcru Illhihundcrtcn überkommene alterthümlichc Tracht, drei-cckigcli Hut und die ganze Brust bedeckenden rothen Rockcmsschlmi, sm'.dcr» anch dnrch die Zahl ihrer Dienst" jähre einen aufsalwidcn Gegensatz zn dcn übrigen Arup< penthcilen boten. In dicscr Reihc von Vctrrancn war jcdcö Gesicht cinc Lcbcnsgcschichtr; nicht immcr ci»c Vcrtrancn cinfloßcndc. Sonderlich stark gebräunt ware» die Züge nicht, abcr nmst finster, viele verwittert nnd von Narben zerrissen. Mehr als irgendeine andere Trnppe die mir je zu Gesicht gekommen, crinncrlcn sic an die schlimm.,',, Zeiten des Land5t,'cchllhums, u»d schwerlich belr^chtcn sich diese Leute als ctwas anderc^ dciin als Söldncr von Gcrnf. die dem am lubstcn dic^ »c», von welchem sie das meiste zn hoffen haben. Jedes cmzclnc Gchchl sah aus, al? studiere cs die Lagc, lU» z» ciforsche«', wo ui>d wic sich am chcstcn eine Gclcaci',-hcit zur Beschäftigung der Hä»dc crspähcn lasse. Leicht und fllnt scihcn dic Iägcr ans; doch habcn sie, iin Gegensatze zn dcr gleichen Waffengattung in anderil Landcrn, einc wenig kleidsame Tracht. Bei dem am'-zcn Fußvolk abcr mnßle eilieni militärisch gcschliltc» Al!l>' und H^rzc», wic cs ja jeder Preuße mit anf dic Wclt bringc» foll, ein Anblick sehr anffällig scin: die allmodischcn Flinttn mit Hahn und Ladstock (nicht Ent-lad^stock, cinc Unteischcidnüg, welche dem prcnßischctt Soldaten dcn Unterschied gleich klar machen wild.) Ob dcn Errnngci,schaftcn dcr jüngsten Revolution deuuMsl ulich dic Einfülirung dcs Hintcrladun^sgcwchrs zng^ scllt werden soll, habe ich noch nicht vernommen. M die Iofantciic schlösse» sich zwn Regimenter Artilleril an. Es 'st bekannt, daß diese Waffc stets einen dnllh l^nte Schnlung uud Tüchtigkeit her^orraqcndcn Zwc>s dcr spanischen Streilmacht gebildet hat, ui:d ihr Aubl^ bestätigte mir das günstige Vorurlhcil. Dic erste >" die Augcn fallende Abweichung von dem Geschützwcstl' »ördlichcr Völk>r ist die Bcspannnng, welche f^st aus' schlttßlich a»^< Nlaullhiercn bcslcht. Nur zmmilcn s>>^ zwcien Äüuiltljicrcn zwei Pfcrdc vorgcfpl>n,>t. So schö^ groß und stark abcr sind die Thiere, daß sic, we»" ma» dcn Schweif nicht sehen kann, fost für Pfcrtn', l»7 zwar für fehr ansehnliche gelten könnten, verriethen ^ sich nicht durch dic lungern nnd in steter Bewegung l)' und her lcü'graphilvndcn O^cn, Dcr Mehrzahl »a" zwar dunlVlbrann, zeigten doch manchc cine schöne >^ graucu Flcckcn untermischte wcißc Farbc. Dic Ä^^' thicrzucht ift in Spanien so sehr ein Luxusartikel s^ worden, daß dic Regierung schou mehrmals Maßrcgl lrcffen zl> müssen geglaubt hat, um dic Pferdezucht >'' darunter lcidcu zu lassen. Die Reiterei war iu dcr '1 . tigcu Hec>schau durch sieben Regimenter vertreten, "" ^ denen die Eurassicrc, wic dies meist der Fall, ^ slatllichcs Ansehen hcrruorragten, weniger die H"l!^., Ucdcr die Pferde maße ich mir kein sachkundiges . theil an; cs schien mir als sei gutes nnd 1^"^ Material neben cinaxder zu untcrschcidcn gcwcscn. ^^ Officierc abcr warcu fast ol'nc Ausnahme nlü'ncl'd ^ ritten; das schöne Ebenmaß dcr Glieder, die adcl^ Köpsc uud dic stolzc Haltung der Thicrc konnten einen Nichtkcnner znr Bewnndclung hinreißen"____^. Das Resultat der englijchen Wahlen, wie cs nach dcn letzten Nachrichten vorliegt, ist ^!^„ c, raschcndcs. Zuerst nnd vor allcn Hcrr Gla > ^> dcr Held der Stnndc. der küuftigc Premier ^ ^.,^, land, ist mit seinem College» Herrn Grenfcu 2065 Lancashire, seinem Geburtsland und seiner Heimat, durch-gcf^.llcn Bor drei Jahren ward er von der Hochschule Olfm'5, der nima mnwr dcr Gülahrthcü, verworfen; jetzt wird er cö von Lancashire, dcm Sitze der ^ndnslrie, und er muß, nm iiderhanpt cincn Sitz im Parlament zu haben, nach Greenwich flüchten, wo im Äaxtina/crect die Abfälle nnd unsaubcrn Gerüche von London aus^ strömen. Daö ist nnr der Ansang von der ^istc der Nicdcrlagcn. Die große Mclropulitangrafschast Middlesex scnoct, znm ersten mal seit uiclcn Jahren, einen Tory, ^oro Ocorgc Hamilton, den jugendlichen Sohn dcS Herzogs von Abcrcoin, ins Unterhaus. Mid-Snrrcy, unmittelbar an Süd-London ^grenzend, wählt 2 Tories; die große Grafschaft Kent 6 Tories, das noch größere Lancashire v'-samimn cbcnmlls 6, Sussex 3 Tories, indem Vord ö^nard Ca^cn'.ish von seinem Brndcr Vord Hartington geschlagen wurde; Shropshire schickt 4. Somersetshirc 4, Hampshire 3 Tories, nnd so ferner in nicht wenigen der größten englischen Grafschaften, die so recht das Herz nnd Mark dcö Bandes sind. Wäre nicht der bedeutende Erfolg der Liberalen in Schottland, wo mit Ausnahme von 7 alle Wahlen auf liberale gefallen sind, und wäre nicht die beträchtliche Pcrslär-lnng der Partei aus Irland, so würde das Gcsammt-resnltat gegen Herrn Gladstone und zu Gunsten der noch bcstchcndcn Ncgiernng sein. Das ist eine überraschende Thatsache. Der wirtliche liberale Gewinn für die liberalen bis heule, zu der ^chrheit, die sie schon im vorigcn Parlament besaßen, sind 25 Sitze, was bei einer Abstimmnng eine Majorität von beinahe 110 ergäbe; abcr die Mehrzahl der noch rückständigen Wahlen fällt voraussichtlich snr die ^onscruatlucn ans, nnd so dürste am Ende die l'bcrale Mehrheit 100 nicht übersteigen. Eine große Majorität ohne Zweifel, aber keineswegs so furchtbar, als man erwartet halte. Wenn also auch Disraeli's Rücktritt ncchc bcvor-sleht und man bereits Gladstones Mininnlisle colpur-litt, so gcht dcr tüuftigc P^cinkr Englands doch ei,,er sehr ucrdnnlcltcn Zukunft cnlgcgcn. An der iliscl>n ^iich.nfragc kann leicht die liberale Partei des Unter-liclliscs zeisplittt-n, nnd wcnn er anch i» dicscm mi! seiner Aill dnlchdvingt, so wird sic von, Obcrhanse verworfen werden, nnd die LoidS haben dann jeden falls die Sympathien des Volkcs auf ihrcr Seite. — Wie groß die Anstrengungen dcS Wahltampfcs waren, mag man c-.üs dem Factum schließen, dos; blos die von Gladftottc in ^cmc^shn'!.- c^l,altcncn und nach London telegraph^!,!! Wahlrede» ^',<> Spalten engen Drucks in dcr Time ^ füllten, 2000 Worte ans dic Spalte gc< rechnet. Die Wahl schien sich auf.-m^ glücklich für Gladslonc Nlid seinen Collcgen anzulassen, aber gegen !i Ul,r ?l'achm!ltags wandte sich das Alalt. Die con-sciualiu, rcsp. staatekirchlich gesinnte Volkömcnnc begrüßte die ^t-cdcrlagc dcs libcrnlcn stnl'icrs init Hohnneschrci; doch lam tcinc Prügelei uoi, wie anderwärts. Heßerreich. Pest, Z0. Novbr. (Forlsehnng der Sitzn ng ^cS Unterhauses.) Der Gcsctzcntwnrf über die Chescheidnngsprocessc bei gemischten Ehen, ferner der Gcsctzcntwnrf über Negclnng der intercoincssioucllen Verhältnisse christlicher Konfessionen wurden in der General« nnd Spccialdcbattc angenommen. Von morgen bis zum Schlnssc der Session wirodas Untcrhans tag-lich ciuc Sitzung abhalten. Ausland. Madrid, 30. November. (Strenge Mas^ rcgcln der Ncgicrun g.) Die Ncgicrnng hat an oie Pväfcctcn die strengsten Vefchle ergchen lasscn znr ^nficchthaltnng der Ordnnng iu den Städten, wo Un-n,hcn vorgefallen sind. Die „Gaccta de Ntadrid" wird wahrscheinlich schon morgen ein energisches Eircnlarc in demselben Sinne an alle Vchürdcn in den Prornn;en vcr-bfscntlichen. Die Negiernng ist entschlossen die Ordnung um icdcn Preis aufrecht zu crhaltcu. — Ihre k. t, Hoheiten der durchlauchtigste Hell C>z-bcrzog Karl Ludwig und die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Annunciata haben filr die durch die Hochwäs-^t beschüdiglcn Gemeinden Süt>-Ti>ols 500fl. grspcndct. — Ihre k. Hoheiten die iurchlauchtigsien Herrn lZrz ^tzoge Wilhelm und Leopold hal,c» dem Wiener ^uhllhäligteitsoeieine für Hausarmc zur Weihuachtsbclhei-lung den Betrag von je 25 st. g.spendel. — (Cis e n bah n wese".) Tic Slldbabn ist im Vr ^Uff. tie dit-ber nur in den Wagen eister Classe übliche Heizung mit Wärmflaschen auch auf die Wcigen zweiler n»d btiltn- Classe auszudehnen. Da die Passagier diiltei Clnsse, ^e f.Itcn in d«l Kleidung gut ve,wc>l>lt sind. liner Hei-l""c> am meiste» d^ülfe», fo ist diese Einrichtung als eine zweclnii>t,ic;e und liumane umsomebr zu dezcichncn. als sie °'s jetzt unseres Wissens auf seiner österreichischen oder deutschen Vabn bcheht. -- (Ialfcke Vauknoleu.) Seit Ilnzem circulilt, ^ die „Nlftzl. Ztg." belichtet, in Prcuhisch-Schlcslen eine ^lobe N„^^, ^^^ Falsisicaten üsterscichilchcr Zehnguldcn» "anknote,!, die auf Velinpapier mil nachgeahmte» Wassc,- zeichen ausgefühtt sino. Der gru^e Ueberdruck scheint vermittelst einer Platte bewcrlstclti^t zu ftiü. doch ist deli/lbe >.'ou wcit l?lc>sselem Ansehen als dci den echten. Auch sind oirse falsch,» Nankootei! leicht daran eitennllich, daß die Aua,e>, der MillclfigUl, cines Vergmanueö, fehr fehlerhaft gezlichn!'t u»? sedr start hervexttstend sind. — (^ c eb l ie s ka ste ».) Äicher hat man stets auf die pnmilioslc Weise Nachrichten run d.>r hohen See an da« Land zu erpediie» gsucht. Die Vli,f»,' wllrd?» einfach in eine Flasche a/stedt uod da»ü nm Spill dcr Wcllcn iibls.' lilssen, riö meisten dieser Nach,icht<» gina/n »atuclich »ebst ibrem Vehältcr verloren. Di,: Flasche zeisckeUte an einer ,1)r sinnreich con-stiuiltlr Serdiiescaslen. Er beucht aus einer Holztugel und hat oben eine lust> und wasserdicht verschließbare O.ffnung z»r Aufnahme der Vliese. Auf dcm DeM >tel,t eiile Älech-flagge und ein Galgen mit einer Glucke. Unterhalb des Dectelö sind drciscti^' Giavspiegel ei,^(lassen. Äei Sonnen-schcin gliyert aüo o,r Äliestaslen wcitdi,l und nebenbei sucht er noch durch Flagge und Glocke dlc Aufmertsamknt aus sich zu lenken. Damit cr immcr in der richtige» Lage ol.ibt lst er unten mil cinem Gewicht beschwert. Dieser Äiiejkaste» zllschelli nie und bkibt nuch durch sein üuß>res nur dem cülslljlichen Schicksal bewahrt, spur- und lheilnahmöloö in daö Unendliche fortzutreiben. Verryer ^. Der Transport des kranken Veriver nach feiner Besitzung zu AngciMe, von tem mau sich eine Alsjelnng veisprocheu hutle, war vngcrlich; vurgeslcrn Nachts traf die telegraphische Dipcsche von dem Ableben dieses berühmte» Mannes ein. Ver'yer ist 1700 zu Pcniö geboren und der Sohn jenes ausgezeichneten Advocate», der mit Duvin den unglücklichen N.y vcllheibigt hatte. Der Sohn schlug tic nämliche Lausbahn ein, trotzdem lr, weil er Royalist war, auf ihr tiine (5'lsolge hoffr» konnte. 1329 trat er in dir zweite Kammer iu dem Momente, als der letzte Kampf dcr Opposition mit dem Ministerium Polignac oubrannt war, Schon hatte man blschloss.n, ihm ein Portefeuille zu übil-trage»: die Iuli-Ocoonnanzen ueilegteu dcu Kampf aus die Straße. Nach ver Thronb^sicigung Louis Philipps bot el alllS mögliche auf. seine Parteigenossen vor dem Selbstmorde zu bewahre», als den er >>in Fvlnbleide» von den öffentlichen Geschälten ansah. (§c schloß sich au ne äußerste! Linke der LeMuislen, und drang au, allgnmine Wahlen,! auf liedl machen. Trotzdem er vor jedem Handstreiche sriner Pallei avwarnte, suchle cr dennoch l oer Herzogin von Veriy, als sie in der Veudl>sch.!i Fühler brachte srino Theilnahme cin jrücm Pulsck zu Tage, cr wurde vor Glicht grslellt. Dcr Etaats^nwalt halte deu Äultag auf Todesjttaie gestellt, die Geschworenen sprachen ihn fiei. In der Kammer, in die er 1831 wieder gewählt wur>)e, lgnoiirt..' man ihn absichtlich, um sr'> ueil Einfluß zu brechen. Co'M^ni,! wußle s^ine Redner- ! gäbe nicht gcnug zu loben, und griff bis zu Misadeau zu> rück, um eine Parallele für Aeiryer zu finden. Vun dem! Jahre 1843 bis 1,846 stand er >m Zerulh seines oralo« > rijchen Ruhmes. Nun konnte seine Aebculunq nicht nuhr weg^eleugiut weld^n, jed.s Woit, das er sprach, hatte (ine nachh^Ilige Wnkung. Auck außeihald der Kammer war ei als Mitglied deö leitenden Ausschusses der Legilimisleu überaus thätig. (5Z lam jene schreckliche Nacht, in welcher die Herzogin von Oileans der Kammer te,i Grise» von Paiis vorführte, um sür ihn oie jllonl, sllr sich die Vormund, schast zu focoern. Aerryer hatte oamols seine Stimme mit der der Alniicaocnhelrcn vlieinigt. Acrry.r w,n trotz sei» ncr außerordentlichen Aegabunz immer nur der Voltämpscr! einer ucrlornc» Sache. Das zcigle sich wieder, als er sür eine Union der Orleanislen und Legiliniinen wirkte- duse schrilelte, und dcr 2. December enlschied jür eine dritte Partei. Von j-'tzt an trat er in den Hintergrund, ohne jedoch sliuc politische Thätigst auszugeben, die aber einen mehr diplomatisch.n Chcnaltlr annahm, (^r war einer der lntimskn Vertrauten des Gcafeu Chcimbord. Frankieich halte, obgleich er uicht u>ehi auf d.nl Schauplatz zu finden war, nicht seinen l/lsten Redner veiglsjen i nn stchlbarcs Zeichen dieser Ccinnelung wa«, daß ihn im Jahre 1855 die Akademie zu ibrem Mitglied« ernnuue. Im Jahre 1857 erlebte cr den Schmerz, daß sciu Sohn Althur in rinem schimpflichen Proceß auf der A,»llagel>ant saß und venuthcilt wuice. Äellyec blstach nicht durch die äußere (§rscheinuug, obgleich er unen höchst auädluctsvullen Kopf halle. Von dem Zauber snnes fonoreil Organs erzählen noch hallte tie Zeitgenossen, die ihn in d^m var!ame»!ali' schen Kampfe zu bewundern Gelegenheit hatten. Unbestreitbar isl, daß Veriyer in der gelichllichen Accedlfamk^it ein ; bic-her noch nicht erreichtlr Meister war. ^ioca l ö ö. — ^D i c der Deputation des trainischc » Landtages), wie wir gestern berichteten — sür heule bewilligte Audienz v>i Sr. M'i/sla't wurde nach einer neueren Anordnung auf spätere Zeit übertragen. — (Die „Novice" als Censor des Stadt,-Magistrats) hat in ihrcm grsttigcn Blatte sich eine llcine Uebereilung zu Schulden lommen lassen, welcbe uns umso-mehr Wunder nimmt, als lie Angelegenheit doch mit dem tierärztliche» Fache so nahe verwandt ist. Wir wissen nun zwar ras unbehaglich»» Gejüdl, das der „Nuvice" jede Clwähoui'g der „bülgelmeisterlosen, d^r schicklichen Zeit" uerulsacht, lheilnehinrnd zu würmgen, allein, va ja die „Novice" zugleich den löblichen Zweck ve,solgt, oas Volt zu belehren, und ihre Notiz diesem Zwecke eben nicht zu entsprechen schrill, so wolle» wir den rigrnllichen Sachrer-hall mittheilen: Die Geineindevocslände des ganzen Landes sind von t>er hohen Landlsregieiunc, ausgesordert worden, eine Nachweisuüg l>er durch ürarische Hengste belegten Stuten und der Resultate davon a» das k. l. M i litärh c ngslc»' Depot - C ommau do inOrazzu liesern. Der Magistrat hat dl^se lZshcbungcn duich die Bezutsoorstehcr — uoimals Vieitclmcister genannt — cina/leitet: wugegen die „Novice" in sarkastischer Weise dem Magistrate die Velehluna, gibt, daß die Beziitsvorsler dazu nickt berufen w5cen, sondern daß man sich diesbezüglich hülle an das l. f. Veschäldepar-tement in S^llo halte wenden sollen. Dem entgegen taun man mit R,cht fragen: Was weiß jenes Departement von dl>„ Rlfu!l..len dieser Belegungen, und wenn man diefe Nachweifunge» von diesem Departement hätte haben wollen ooc; tlhalten tonnen, fo hätte sich das vorgesetzte Depot-Commando in Graz wohl selbst nach Sello, nicht aber durch die hohe Regierung an die Gemeindeooislänbe um diese Nachwe>suug gewendet. Daß der Magistrat aber außer den Vierlelmeistern keinen (Kfecutiobeistand blsiße, ist bekannt. Cs ist nur zu beoauern, daß die Vorsleber der Land» gemeinden durch die Notiz dec „Novice" irregeführt und dadurch die Erhebungen vielleicht vereitelt werden können, daher es aucd angezeigt wäre, wcm, die „Novice" wenig« stens von dieser, gewiß nicht schädlichen „Ausklaiuna." Notiz nehmen wollte. — (Z ur Gebu itstag sfeie r unseres Pre« ä er n), welche auf den 3. December (geb.1800) jällt, veranstaltet die C'talnica in Grmeinschast mit dem dramatischen Verein cnn lommenden Sonntag eine fljlliche V e s e d a. Unter deu Proglammspunlteu sinden wir; „Das Gebet" aus del Oper: „Moses in Cgypten," von Rossini — 2 Lieder voi. Dr. B. Ipauec — Quintett für 2 Violinen, Viola, Violoncrll und Fortepiano von Mosch eles und „kl'i'5! l>>i kilVlci" in dramatischer Form. — (Drillinge.) Am 23. v. M. gebar Gettraud Ieleuec, ein armes Baueiüweib in ocr Localie Buluv-sica, Drillinge weiblichen Geschlechts, welche sämmtlich gesund und wohlbehalten sind. Die arme und zugleich so reiche Mutter Hal au^er diesen »och 5 ültere Kinder. Die arme Familie muß a>, allein Mangll Icioen, besonders unter solchen rischwercndeu Umständen. Miloe Gaben jeder Alt für die arme Familie wollen derselben unter der Adresse: Localie „Bukovsica" i>«>l<> il >l>>nl(,' Krainburg" zutommen gemacht werden. Auck die Redaction der „Laibacher Ztg." >!t elbötig, soiche anzunehmen uno an ihre Bestimmung zu desüideili. — (Auö O b e r - 5i ü r n t e n.) Cin mues, oder wenig-steus hur bis jetzt fast gänzlich unbekannter Industriezweig ist bei uns aufgetaucht. Derselbe hat es auf die „Zöpfe" abgesehen und in kurzer Znt dürften wir um eine Masse solcher ärmcc gewordeil srin. Wir meinen >— um allsällia/n falschen Deutungen volzubeugen — die Haarzövfe unseres schönen Geschlechtes. Die diesbezüglichen Agenten durchstöbern jelin Winkel uüferei Thäler mit Scbecren und Banl-nolcn ausgerüstlt, u»o wo ihneu eine „rcichzöpsige" Schöne unlcltommt, wili) allei? aufgeboten, nm sie zum „Haarlassrn" zu bewegen. Meistens geschieht dies auch i drnn was Ucbel-redung nicht zu Stande bringt, blwirlen die „funteluagel-neuen" Einser und Fünjer. Geld hilft über so manche Scrupel hinweg und — die Haare wachsen ja wieder. Uebria/ns halle» die Agenten noch viel kichleres Spiel, wenn nicht eiüe freundliche Macht schützend über fo manchem Zopfe wachen würde — vl soll eö »ach ihrer Ausfage weil mehr und vill qröhcre Zöpfe geben. ' ^lags. Ztg.) Ncueße Psjl. Pest, I Dcccmber. (Sihnua dcr Reichs-ralhs delegation.) Ans dcr Tagesordnung ist das lörforderniß filr die Kriegsmarine. Rrfcrcnt ist Vidnlicl'. In dcr Oencruldcbatle meldet sich tcin Ncd-nc>-. In der Sftccialdcbatlc werden Tilcl 1, 2, 3, 4 nnd 5) ohne Debatte nach dcn Anöschnßanträgcn anac-nommcn. Die Post 15) dcö Titclö 6, bci welcher der Ansschnß eine Streichung uon 58.649 fl. beantragt, ruft eine kurze Debatte hervor. Piccadmirnl Tcactthoff bittet nm die Bcwillignug nach dem Voranschläge, um 2066 in der Lage zu sein, das Schiffsmatcrialc in Stand zu erhalten und die nölhigcn Ncpinatmcn au«?znfül)rcn. Graf Menc Verluste dcö Fcstnngsuiclcckö, welches dic dalmatünschc Küste zllm Theile inilbcschtitzt hat, cinc paliiolischc Pflicht sei, alles anfzndietcn, lim diese Rcichsgrcnze im VetthcidiqnngsMande zu erhaltcn. D,i ^ic lanM-strecktc Küslc Äcfcstigungcn liicht zulasse, so liegt die Vcrtbcidigung dicser Strecke der Flotte ob. Redner stimmt für die Nca.ierm>a,öuo'lage. Äct der Al'stim Mllüg wird Post N) nack dct-R'cgicrnngsooilagc uotirl, die übrigen Tttel des Oidinarinms nnd die eigri,c>, Eiinialimcn werden liach dnl Auoschnhaüllägcn ungc-nommen. Bei dem Adschnittc bezüglich dci> VircmcittS stellt Dcmcl den Antrag, ein Vircment wcldc nur unter den eisten fiinf Titeln l)cstatlc! und dci den üliri-gen nur innerhalb dcr einzelnen Titel mit dcr Bcschra,,-lnng, daß lici Titel 4 ein Viremcnt nur zu Gnnstcn und nicht zur VeltürzunH der Aiarineacademic in An-wcndnng komme Tcqclthoff ist mit Dcmels Au-trag ciiwcistlindel', erklärt adcr, daß Erspuinngen bei dcr Mmincucadcmic nur in den materiellen »ärfordcimssen und uicht in den Mitteln zur wissenschaftliche!, Anöliildlin^ vorgenommen wnrden. Der Antrag Demcls wird angenommen. Im Extiaordinarinm werden Post 1,2 nnd 3 nach den Ausschnßanttägen votirt; edcnsu Post 5 5uli ^, ,^u!> li (lörfordcrniß für dic lHisen.' und Metallgießerei) ruft eine längere Debatte hcruor und wird schließlich, nachdem Tegctthoff auf Schindlers Aufforderung erklärte, daß diese Summe zum vollständige« Ausbau genüge, die präliminirte Summe von 77.(^00 fl. au-geuommcn. Bei Post ü ^»>> l! werden für Bauinpstan-zungcn 3(100 ft. votirt. Die übrigen Posten und Resolutionen werden ohne Debatte nach den Ansschußan-trägcn angenommen. Ebenso wird der Ansschußantrag, bcidc Dentschriftcn dcS Ministeriums des Acußern zur Kenntuiß zu nehmen, angenommen. Baron Bcust dankt im Namen des Ministeriums fnr die güustigc slufnahmc. Der Schluß dcr Sitzung erfolgte nach 1 Uhr. Morgen um 4 Uhr Nachmittags beginnt die Berathung über das Budget dcr Landarmee. Pest, 1. Dcmnbcr. Dcr reich srät hl iche Fi-uanzausschuß berieth über die Nuntien dcr ungarischen Delegation bezüglich des Ministeriums des Aeußcru und Ordinariums dcr Mariuc und beschloß die Bewilligung von 10.000 Onldcn Dcpcschcntosten im auswärtigen (5tat, sowie K400 Gulden Pensionen im Marinc-Ordinarinm. dagegen den Abstrich von ^0.000 Onldcn für Fcucr- und iälcmcntarschädcn aufrecht zuhalten; weiter berieth der FinanzanSschuß über die Vorlage des Kriegsministers betreffs dcr Bedeckung des Deficits snr 1868 per ^700.000 Guldcu uud uahm nach langer Debatte den Antrag Rcchbauer's an, in dic Behandlung dieser Vorlage uach crfolgtcr Rechnungslegung pro 1868 einzugehen. Pest, 1. Dcccmbc,'. (Sitznng dcr Magnate ntafcl.) Das Voltsschnlgcjctz wird nach fünfstündiger Gcncraldevattc angenommen. In dcr Special-dedattc werden die ersten zwei Para^raphc nnveründert üngeilommsn. Telegraphische Nzechsclcourse. voll! 2. Deccmver. 5pcrc. Metalliques 58.70. — 5pcrc. M.talliqncs mil Mai- und Novemdcr-Zinlcn60.20. —5pcrc,Nallona!-Anlchcn 64.25. —186«cr Slaalsanlchen 01.75). - Vaulactien 680. - Eredilaclieu 212. - Loudou 118,30 — Silber 117. — K. k, Ducatcu 5,57, Das Posl'Dampsschiff Germania, Capita!» Sckwensen, wllchls am 11. November von Hamburg abgingen, ist am 24. d. M. wohlbehalten in New-Iott augelommcn. Mndel und Wolliswirthschastliches. Zu Gunsten des Sauerkrautes. Von A. H. In einer der jüugstc» Nummern unseres Blattes, bczichuucii«-weise in drn, ^aibachcr Geschäslsbelichlc llnirde unser heimisches Erzeugniß — Sancrlraut als <3rporlartitrl wesentlich betont; und richiig hat sich dieses zubereitete Ocmilsc zu ciucr ge wisscu Nollc cmporgcschilinilgcn. Es liegt diesmal uicht in unserer Alisich!, irgend eine land-wirthschafllichc Alihaudlung über dilsri« Gciüiisl,- zu schrcid^i, dcii» cniö d.'ii Resultate!! uüs^rcr Aliöfnhr clhcllt glinz dmllich, daß zu-ticrcitetcs odcr Salicrtrant ai,^ dnn ^'niliachcr Bl'tt>,'u mcnttsiihig ist; rö sind dalil'i alicr ciuigc Factorcu, wclch^ dirsrn vapidc» Aufschwung dcr Äui»fu!)r rrchtscrligcii. Bor llllcm ist c^l dir g!,'snnoc Hiianipiilation bci d^r Zlibcrri-Niiiss dcö rohcu Älautl,'^, in wclchmi Zwl'igl' ciuigc noscrcr Saucr-traulcl'zmgrr ciuc wahrl! Äicistcrschafi ^rc>6)l hnbc» ; dann sind ci< die billigm Anschaffüügotustci dcr znni Transporte nüthigcn Holzsscl'indc. Wir dcoliachlcn drn Vcrlanf dc>3 SlNirrtmulgcschäf-lcs scil dcni Iahrc I>jü!), oliwohl wir richtigcr ans das Jahr 1^5)5 zlirilckgrhcn sulltcn, näinlich auf jcnc Epoche, wo dic Eiscn-dahnstrccke, ^aidach^Tricst in Vclricd tum. Zu jcncr Zeit machte man hier und da uach Tricst cinc Prl!dcscndii!ig in Sannkranl, obwohl dicsc Aliflrage eigcnllich mehr als Zlifällc delrachtct wrrdeil lunntcu, da delannlcrwcisc in cincr cirößercn Seestadt fast täglich dai« Äcdürsnifz der Nachfrage nach Artikeln uorlonnnt, welche zur Apprcwisionirung eineö Schiffes längerer Fahrt nutywcndig sind. Zu diefen Zachen gehört haltbares Gemüse, comprimirlcö Geinilse, Obst uud billige lebende Th>ere; Sancrkranl tam na-nientllch zu Ehren, alü die .^rinle^pcdition stattfand, und haben die einzelnen Coiumandanleu der englischen und franzosischen Fahrzeuge fast ohne Aiiönahmr die ^iothwendigleit, Sanertrant an Bord ;n nehmen und behnfs Hintanhalinng deö Scorbulec« lici der Äianuschaft zn einer täglichen Speise zu machcn, ancrtannt, und w>r glauben nicht zn nrcn, wcuu wir uou dirscin Iahrc dic i'cdcnsfähigtcit unscies Hallcrlranl'üfportci! datirc». E^Z cntN'ickclle sich daö Sanerkrantgeschaft, oh>,c daß der intelligentere Theil der Kaufmannoblanchc iu ^'aibach daran eine» wesentlicheren Antheil nahm, man lönutc fast sagen, eine Ahnnng dauon halle, nnd >vir begrüßen mit ficndigcni Gefühl die Thalsache, dah sich feit ^ Jahren die Anttfnhr diesci» znbcreilctcu.Gc-inilscö nahezu ucrzchnfachlc. Im Verlaufe des Deccnniumö fanden nnscre Sanerlraut-erzenger wahrscheinlich durch znfältigcö Z!!sa»i!uciil>.effen inii den Disponenten ungarischer Gllreidehändler, Velanlassnng, dc» Ar-titel in ihrer Hliiuat anzupreisl.»; e<< langten anch Bestellungen au, welche effeetnirt wurden nnd über welchc iuan sich insbselne lobend auflief;, alo dic Qnalilat dcö Saucitranteö ciuc uurziig-lichc >var, doch anderseits üinc Vcranlassnng zur Crlhcilnng nener Aufträge gab. Warum? Ncil Krallt uou der Staatöbahn nach dem Frachtentarife erster Llassc mit 1-7 lr. pr. Zoll-Centner nnd ^ieilc^ Agiozuschlag separat, brrechnet >vird. Dieser hohe Frachtsatz hat zur Folge, das; in ^aibach tcin Saucrtralithäudlcr oder Fabrikant daran deutt, eine geschlossene Partie uon 25—30 Ceut-uern behufs Vcrfrachlnng nach Trieft oder Kärnten dcr Bahn zn übergeben, da dieselben notorisch für Trieft um inihezu 12 kr., nach Villach um »ahczu 18 lr. nnd nach Klagenfnrt um nahczn 15 tr. pr, Wr.-Centurr billiger verladen. Es wird unsereu wahren Vailrlandofreuuden angcnlhm sein, zn erfahren, daß unsere Sauerlrantfabritauten uom Iahrc 1,^55 bis znm Iahrc 1507 von ciner Zifser uon 15M» Eenlnern Ani«-fnhr ans 12.000 gestiegen sind; nnlcr dieser Ziffer (12.000) ucr-stchen wir die Ausfuhr nach nnserem Freihafen Trieft. Wir haben aber anßerdcm nach Ungarn. Croaticn nnd Kärn-ten nahezu '1000 Centner ucrscudct. Wenn nnn die Staatobahiigesellschaft sich ucranlaßt fände, diesem arinen Artikel, welcher doch wesentlich al« HanPtnahrnngs-miltcl unr ans dcn Tifch des Arbeiters uud Handwerkers kommt, cinen billigen Frachtsatz zu beN'illigen, so müßte sich dieses Institut auf allen seinen Linien eincn dankbaren uud bedeutenden Verfrachtniigsartilel heranbilden, beziehungsweise sicheru, nud wir bringen diese Skizze ans dem Grunde uur die Lcsewelt, daß ii»-sere Haudelsknmmer, bczichuugsN'eise nnscre Laudwirthschnstgcsell schasl, die Initiative ergreifen müge, das Bcstrcbcn der Indn-striellen, in diesem Artikel eine wesentliche Frachtermäßiguug zu erzielen, nach Miiglichkei! zu unterstützen. Sü viel steht fest, daß in dem Laibachcr Bcckcu uach scincr ^'agr, klimatischen Verhältnissen, tüchtigen Manipulation der (Äc-schäftiibeflisseneu und deu bercils gesammelteil Erfahrungen dieser ^cnte »ach wenig Jahren der Artikel Sauerkraut zn einer so be-drnlendeu Ansfnhrswaarc gelangen mußte, daß wir die wohlthätigen Folgen des gehobenen Abscchcö uud dcr daran gctnüpsleu Consrqucnzcu ciuschru nnißteü. Verlosllllss. ( 1864 cr S taats lose.) Vci dcr am 1. Dcccmbcr I8(i8 vorgenommcucll 23. Vcrlosuug dcö nnvcr-zinslichcn Prämieu-Anlchcnö vom Iahrc 1864 sind folgende 8 Serien gezogen worden : >!83 531 12l»0 1476 1?Ci) 2172 2532 nnd 2754. Ans obigen verlosten 8 Serien wurden nachfolgende 60 Gewinn-Nummern mit den ucbenbezcichurteu Gewinnsten in österreichischer Währung gczogcn, und zwar sicl dcr Hanpltrcsfcr mit 250,<»<»<> fl. auf Scrie 2172 Nr. 54, dcr zweite Treffer mit 2,;,MW fl, auf Serie 2172 Nr. 5, der dritte Treffer mit I5.MW fl. auf Serie 2172 Nr, W, uud der vierte Treffer mit 10.000 fl. anf Seric 2172 Nr. 52. Ferner gcwinncu je 5000 fl. : S. 2172 Nr, 23 uud S. 2532 Nr. 8!^; je 2000 fl.: S. 1769 Nr. 24 und 29 und S. 2172 Nr. 8; je 1000 fl,: S. 483 Nr. 10. S 534 Nr. 54, S. 176l) Nr. 8. 'S, 2172 Nr. 1, S. 2532 Nr. 10 nnd S, 2754 Nr, 84, je 300 fl.: S. 483 Nr, 54, 60 nud 63. S. 534 Nr. 17 und 8.-',, S. 1290 Nr, 5, S. 1476 Nr. 3l», 8l und 83, S. 2172 Nr. 34, 69 uud 89, S. 2532 N. 1 und 62 und S, 2754 Nr. 4! ; endlich gcwiuucu jc 400 fl. : S. 483 Nr. 23 uud 91. S. 534 Nr. 23, 50 und 80, S, 1290 Nr, 15, 35, 39 47, 48, 61, 66, 68 nnd 71, E. 1^7«; Nr. 79, S 1769 Nr. 73 und 75, S. 2172 Nr. 4, 16. 2l, 2s. 61, 90. 9? u»d 98, S. ::532 Nr, <»7 und 94, endlich S. 2754 Nr, 4, 7 uud 58. Auf allc übrigrn in obigen verlosten 8 Serien cuthaltcuen nnd hier nicht besonders nnfgrführ!cu 740 Gewinu-NnmmeM der Prämienscheine einfällt der geringste Gewinn von je 155 fl. in österreichischer Währnng. Winl»iscl,grätz-i!ose. Dcr Haupttreffer mit 20.000 fl. fiel auf Nr. 69.888; 2000 st, gewann Nr. 5352. jc l000 sl Nr. 96.363 und 59,489. ^aibacb, 2, Dcccmlirr Aus l^m hcutigeu Marlte siud er-schicucu: 7 Wagen mtt Gctrcidr, 25 Wagen und 4 Schiffe (20 Klafter) mit Holz, Hurchschuillö-Prcise. _______»___ Mtt.« Mg,.. ^l^ft^r. fl. lr. st., ll. Wcizcn pr. Metzen 4 50 5 20 Butter pr. Pfuud - 42 —l— Korn „ 3 10 3 30 Eier pr. Stiick —2z____ Gcrstc „ 2 40 3 Milch pr. Maß —10 — Hafcr „ 180 195 Rindfleisch pr, Pfd. -21____ Halbfrncht „ .....— 3 8'» Kalbfleisch „ —24____ Heiden „ 2 403— Schweinefleisch,. 22____ Hirsc ,. 2 50 2 80 Schöpsenfleisch „ —14_____ Knlnrntz „ ------6 20 Hähudcl pr. Stilck — 30------ Erdäpfel ., 150-— Tauben „ -i^_'_ ^'iusen „ 3 20------ Hcu pr. Zeutner -«5-,- Erbsen „ 3 20------- Stroh ' „ —70____ Fisolen „ 4«0— Holz,hart.,pr.Klft. ..,— <» 5l! Nindsschmalz Psd, —48------ weiches, „ ------75,0 Schweineschmalz „ — 46------ Wein, rother, pr, ! Gprcl, frisch, „ —34 — —^ Eimer ^ '— <» _ — geräuchert „—40—^ —,— weißer „------10 ._ NudolfHwcvtl), 1. December. Die Dnrchschuitls-Prclse stellten sich auf dem heutigen Marttc, wie folgt.- ^ ^, 7—— Weizcn p?r Metzcu 5 10 Vntlcr pr. Psuud . """50 Koru .. 4 Eicr pr. Stück . . -. N Gerste „ 2 <;0 Milch pr, Maß . — 1<,» Hafcr „ 1 70 Rindfleisch pr, Pfd, - ^ 20 Halbfrucht „ 4 30 Kalbfleisch „ — 26 Hcioeu .. 3 20 Schweinefleisch „ — 24 Hirse ,. 2 56 Schöpsenfleisch „ — 16 Kliknrntz „ 2 80 Hähndel pr. Stttct — 20 Erdäpfel „ 1 5>0 Tauben „ - 1« linsen „ 3 84 Heu pr, Ecntuer . 1 20 Erbsen „ 3 84 Stroh „ . 1 — F'solnl „ 3 84 Holz, hartes, pr. Klft. !i — Nindsschinalz pr. Pfd, — 45 — weiches. „ — ^ Schweineschmalz „ 45 Weiu.rother. Pr, Eimer 5 — Speck, frisch, „ — 3!! - »veißer .. 3 — Speck, gcräuchcrt, Psd. — Mnstekommcne Fremde. Am 30. November. Ttadt HUilN. Dic Hcrrcu: Pogacnig. Kanfm., von Klagcu-fnrt. — Schmidt. Inspector, uon Wien. - Kladrouic. Privatier, von Karlstadt, — Schwarz, Director, von Kanter -Drubuitsch. von Flödnig. - Floriautschilsch, Director, von Sagor Elefant. Die Herrcu: Schifflcr, Kanfm., von München. — Dollcnz, vou Adelsberg. — Hcin. vou Graz, Pogacer, Nca-litäleubcs,. vou Kropp. Wassitsch, k, l. Obcrlicut.. von Trieft. — Marbnrger, uon Turin. - Deutsch, Kanfm,, dou Vcrlm. ..... Dcbcljal, von Höflein. Vaierischev Hof. Dic Herren: Oüscic, Slrinmctzmcistcr, von Sauerbruuu. - De Pian, Haudelsrr,s., vou Belluno. Vottvzichunss vom 2. December. Wien: 21 0? 43 78 30. Graz: 73 0^i 2 66 88. " ' v Ü. Mg,' 327 4^4-1«^' windstill trübc 2. 2 „ N. ! 32?.s,L ! -s- I.5 windstill trübe O.,x> lO., Ab. j 328.(ll , -j- 0,8 windflill trübe j Wollendcckc gleichförmig dicht geschlosscu. die Verge ticf hcrab ciuhüllcud. Düstcrcr Tag, Ruhigc i!uft. Das Tagci" miltel der Närmc -j-1'3°, um 0.3° übcr'dcm Normale, Perautwortlicher Redacteur: Iguaz v. K l c, u m a y r. Viirstnbcricht. Utlcl,, 1. December. Allc Papicrc crfnhren beträchtliche Ausbesserungen, besonders 5,'ose nnd Bahnaclicn. Devisen und Valuten waren steifer. Gcld flüssig. Gcsch"^ bedeutend. -Vessentlicke Schuld. /^. des Staates (flir 100 ft,) Geld Waare Iu ü. W. zu 5pGl. fiir 100 fl. 55.60 55.80 dclto v. ^.Mi6 .... 60.70 61.8l> detto rückzahlbar (?) . , . 96.25 96.75 Silber-Aulehm uon 1864 . . 71.— —.— Sllvcraul. 1865 (Frcs.) rüclzahlb. W37I. zu5p(tt. Mr iOO fl. 75.-- —.— Nat.-Anl. mil Ian.-Coup. zu 5"/.. 64.70 64,80 „ „ „ Apr.-Eoup. „ 5 „ «4.50 «4.60 Metaülques......5 „ 5,^ 7,) 5^ ^ detto mit Mai-Coup. „ s> „ <^ _. ^ 20 Mit Verlos, v.J. 1839 . °. ,^__ ^50 „ „ „ ,, 1854 . . . 54.25 ^ 75 „ „„„ I860 zu 500 st. 92.109220 „ „ „ I860 „ 100 „ 98.25 9^ 7^ ^ „ „ „ 1864 „100 .. 105.80 105 90 Como-Rentensch, zu 42 I.. »>i«l. 24.— 24 50 Domainen öperc. in Silber 112 25 112.75 8 der Kronliindrr (fiir 100 fl.) Gr.-Entl.-Oblig. NiedeMcneich . zu 5"/„ 88,50 89^ Oberösicrreich . „5„ 89.- 89,50 Salzburg .... ,, 5 „ "^.- ««- Gcld Waare Böhmen .... zu 57« 91.75 92.50 Mähren .... „ 5 „ 89.^- 89.50 Schlcsieu .... „ b „ 88.50 89. - Steicrinart ... /, 5 „ 88.— 89. ^ Uugaru......, 5 „ 77.25 77.50 Temeser-Blluat . . „5„ 7650 77.- EroaUru und Slavouim „ 5„ 78 50 79. - Galizieu .... „5 „ 68.50 68.75 Siedeubürgru ... „ 5 „ 72.50 73.— Buloviua .... „ 5 „ 69.50 70. Uug. m. d. V.-E. 1867 „ 5 ,. 76.- 76.50 Tem.B.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 75.50 76.-- Actie» (Pr. Stuck) Nalioualblluk...... 680.— 682.— Kaiser Ferdiuands-Nordbahn zu 1000 fi. CM.....1992.—1996 - Kredit-Anfwll zu 200 st. o. W. 241.80 241.90 N,.z,Escom.-Oes.zu500st.i!.W. 657,- 659.— Statsciscnb,.Gcs. zu 200 si.CM, odcr 500 F,-..... 305.60 305.70 Kais. Elis. Vahu zu 200 s.. .— Vcrsichcr.-Gcsellschaft Douau . 248 - 252.- Pfandbriefe (filr 100 fl.) Nalioual: » banl auf > verlosbar zu 5"/. 97 50 97.70 6. M. j Naticnalb.aufö.W.verloöb.5„ 91.90 93.10 Uug. Äod.-Crcd.-Ansl. zu 5'/, .. 92.— 92.25 Mg. öst, Bodcu-Eredit-Anstalt vcrluöbar ,u 5"/« iu Silber 104.25 105 75 dto.iu33I.Nlckz.zu5pCt,ino'.W. 86.- 86 50 Vose (pr. Slitcl.) Lred.-N.f.Hu.G.z.100fl.ä.W. 144.50 145.— ! Don.-DmPfsch.-G.z.100fl,CM. 93.25 93,75^ Staotgem. Ofcu „ 40 ., ü. W, 32.50 33 - Esterhazy zu 40 fl. EM. 160.— 170.— Salm ., 40 „ .,, . 41.- 42.-Z Geld Oaa" Palffy zu 40 fl, CM. 31.50 ^'^ Clarl, „ 40..... 35 50 sb'" St. Gcnoiö „ 40 „ „ . 33,50 ^'^ Wiudischgrätz „ 20 ,. „ . 22.— 22»'" Waldstciu „ 20 „ „ . 2150 ^?"^ Keglcvich „ 10 ,. „ . 14.50 '^5 Rudolf-Gtiftuug 10 ,. „ . 13.5l> 14" Wechsel (3 M°n,) Augsburg für 100 fl südd. W. 38 40 99.60 FranlfnN a.M. 100 st. dettu 98,50 98," Haulbnrg. filr 100 Marl Baulu 86 70 8^77 ^oudou für 10 Pf, Slerliug . 117 70 li7.A Paris für 100 Franks . . . 46.75 4»' v" (5ours dcr Geldsorten Geld Waare K. Münz-Ducateli . 5 fl. 56 lr. 5 st. 5H lr> Napolcousd'or . . 9 „ 39 „ 9 ,. ij-'i " Nuss. Imperials . .. - „ ^ » .., " Vercillsthlllcr . . 1 .. 74,',,, 1 " ^^ Silber , . 116 „ 75 „ N? " ^ " Kraiuischc Gruudeutlaftuug« - Oblissatioilen, P"' vatnotlruua.: 86,50 Geld. 90 Waare Schluss am 12. December. Der gänzliche von Kalanterie- uni» Aürnberger Waaren bei Matthäus Kraschoviiz Witwe, OlUiptpllltz Nr. Mj, niichst dem MMch, dauert entschieden nur noch bis 12. d. M. und werden sämmtliche Waaren wegen schneller Räumung des Locales zu den allerniedrigsten Preisen abgegeben, was bei der herannahenden Nicolai- und Weihnachts-Periode besonders zu beachten ist. Schluss am 12. December. Drucl von Ign u, Kleinmayr H Fed. Bamberg.