LMacher Zeitung. Nr. 2!W. PvÄ!l!iml,rntto!t»pr«>« : Im Lomsiluil gkiizj, fl. li, faldj. si. 5.N0. ssüv dillZuInll'.inn inH H.ülü . halbj.5»,ll. MitdcrPos! ^„„i.sl. 15, haldj.f«.7.50, Montag, 30. December Aüscrtl onkstcb il >>r l'iü I« ^,ci>ell: 1»:>»i! «<> lr., üm.R'kl., 3m. l ft.;sons! pr. Zeile Im. ill».,««'.«lr., 3m. U> lr. >i. s. w. IusertionSftempel lcdci>u>. »u l». 18U7. Amtlicher Theil, Sc. f. k. Apostolische Majestät haben mit Allcrhöch« !^'r Entschließung von^ i^. Dccembcr d. I. die Erricht ^">g cincs nnbesoldctcn l. f. Vicecousulates in Edinburgh "^crguädigst zu genchmigcu und den Banquier Georg '^orms zum t.'t. Eonsul nnd weiter dcs genannten ^»itcs allcrgnädigst zn ernennen geruht. Dcr Iustizministcr hat die bei dciu Handelsgerichte ^ Prag erledigte Ralhssccrelärsstcllc den, Rathssccretär ^ ^eitmcritzcr Krcisgcrichtes Joseph Lip pert im "'lW der augcsuchtcil Ücbcrsctzuug verliehen. Der Iuslizmiuister Hal die bei dem Preisgerichte '" Ändwcis erledigte Rathssccrctärsstelle dem Johann ^orctzty, Vczirksgcrichtsadjuntteu in Ncuhaus, verliehen. Dcr Iustizministcr hat die bei dein böhmischen ^berlaudesgerichtc erledigte Rathssccrclärsadjnnttenstellc l't>n Ernnn H ö p l cr, Bezirtsgcrichtsadinnctcn in Hohcn-, '»anth, ucrliehcu. Das Äliuistcrinm sür Handel nnd Voltswirthschaft hat die Bcrgeommissärc Theodor Äorufta nnd Alois ^outhillier zn Obcrbcrgcomnnssärcu, und zwar erstere,! bei der Berghauptmannschast in Pilsen nnd letzt» nn bei der Berghanptmauuschaft in Klagenfnrt ernannt. »Wege» „miäiligsv Angabe der Namen „ochmal« m'löfst'üllicht.) Nichtaintlicher Tbeil. tfaibach, 29. December. I"ie kaiserlichen Handschreiben an Baron Bcnst »nd Gr«f Ni, drassy sind H?artsteine in einer große» Epoche »»screr staatlichen Eülwicklliug. Sie bezeichnen dc» Abschluß des großen A»sglcichswcrle5, für dessen glückliche Vösnng der Monarch dein Reichokauzlcr und dem ungarischcu Ministerpräsidenten seine Befriedigung ausspricht. Baro» Bcust lritl von dem Präsidinm dcs A^inistcrralhcs ab, welches cr in der schwierigsten Epoche des Reiches mitteil nnter nnderstrcilcndcn Ansprüchen, offener nnd versteckter Feindseligkeit der Parteien, nntcr dem lähmenden Einflnsse eineS alles beherrschenden Pcssi< miöinnS, der dass Zustandekommen dcö AnsgleichcS nls eine Sache der Unmöglichkeit belächelte, angetreten hatte. Welcher Abstand zwischen der Lage bei Bcrufnng des Reichsrathes nnd der jetzigen! Wir haben jetzt nnscrc )>!>i.'m> '^"i:,, die nnsere Freiheiten verbürgt, in den Staats» M'nndgesetzc», an nns liegt es, daß kie Charte eine Wahrheit bleibe. Wir brauchen nicht nur gute Gesetze "ud cin nach dein Willen der parlamentarischen Mnjo' rität regierendes Älinislcrinm, wir bn.uclicu auch gule ^>>rger, die an dem Heile dcs Slantcö nicht verzweifeln, lindern die vielmehr an dem nlten Satze festhalten: '"!»'' ! ^ ,^,!!,Ii<'i!l.> , I,,v !>-!". Da>? ,s°)eil des Claates sei das oberste Gesetz! CrlbstthälicM, reger "^branch der conslitiltionellen Freiheit, Theilnahme an ^ln Angelegenheiten de5 Staates, Förderung der Macht und des Ansehens desselben dnrch Eelbslbewnßtsci» nnd oas Gefühl der Solidarität mit dein Staatsganzen, das 'st es, was uns Ocsterrcichcrn Noth lhnt! Wohl liegen "och sch,vicyig^ Aufgaben vor nns. Zwei schwarze Pnnkte öt'gl uns der politische Horizont: die Finanzlage nnd ^>e mig^a'^a^ Fragc. Die Finanzlage wird unseren größten '"»th, unsere größte Selbstverleugnung in Anspruch uchnicn, ihre ^ösnug wird erleichtert werden durch die ""aßvcgcln, welche die Regierung theils schon getroffen M, theils noch treffen wird: Befreinug des Verkehrs "on allen Fesselu, äußerste Sparsamkeit im StaatöhanS-^!.^ ^"b l!>"s Ucbrigc wird der Anfschnning des liberalen ^urgMhmns ,d dnß dieser cinflnßrcichc Factor die neue ^Mallung der Dinge mit seinem vollen Vcifallc be-^us't, daß er durch seine Organe in dcr Presse dwi °on der Negiernuss betretenen Wege seine wcrthvolle Zn-M'niiulng znrnst.' dies sehen wir al« das glncklichslc ^'"c" für die Zukunft Neu'Oesterreichs au. Unter ^srr Voranssctznng kann nns der zweite schwarze Puult ,' rustic,,, Horizonte wenig kümmern, mag er anch zn 'cr orohrnd'cn Wetterwolke anschlvellen, inass sich wie< ^, lu' .^li„,^- ^„s cnropäischeil Schlachlseldlrn cut-^"""'. d«^ neue Oesterreich brauch! ihn nichl zu snrch!en, '"ud il)>„ ^.,„ l.leil",.,^ so lange leiues sei,nr vüalen Interessen berührt wird, es wird aber durch sein bloßes politisches Gewicht mäßigend oder selbst entscheidend ein« wirken. 6s wird nöthigcufalls dnrch sein altes rühm« bedecktes Schwert jene Schale finken machen, in dcr das Nccht nnd die Wahrheit rnhcn! Rkligwlc Gleichberechtigung in Nngarn. Wir haben unläugst die interessanten Bcrhcmdlun« geu des nugarischcn Reichstages in dcr Frage der bürgerlichen nnd politischen Gleichberechtigung dcr Israelitc» mitgetheilt. Nicht weniger interessant erscheinen nnS die Aeußerungen dcr nngarischen Presse über diesen Gegen» stand nnd über die Frage der religiösen Gleichbcrcchtignng überhaupt. Sie stellen insbesondere die Hallnng deS nngarischc» Clcrnö nnd der Magnaten in dieser Frage in das günstigste ^ichl. Die „Pester Corr." schreibt: Dic Abstimmung über das religiöse Gleichbcrech-tiguugSgesctz im Obcrhausc lieferte ein glänzendes Zcuguiß für dic Frcifinnigleit »>,d den Patriotismus unserer hohen Geistlichkeit. Bou dcr Bischofsbank her ertönten die lautesten Rufc der Znstimmung. als ^ziruly nnd Szccsen in nüchternen Worten erklärten, mau dürfe den Indeu ihr gutes Nccht nicht länger vorenthalten; nnd bei dcr Abstimmung war nnter jenen vicrcu, die ihr „Nein" abgaben, anch nicht Ein Bischof. Wir heben ans zwei Gründen diese Thatsache her- ' vor, erstens nm zu eonstatircn, daß unser Clcrus dcuu doch aus audcrcin Holze geschnitzt ist, als derjenige gar luanchcr Nachbarländer, wo es eine Art Dogma dcr Religion dcr ^iebc zu sein scheint, * sich jcdcr fort» fchrittlichcn Entwicklung zn widersetzen, Haß und Ver« folgnng auzusachcu zwischen Icueu. denen die Ehrislen» lehrc befiehlt, zn sein: „wie die Brüder einer Familie, den Nächsten zu lieben wie sich selbst." Dauu wollen wir anch die Besorgnisse all Icncr ze»sl»cllcn, die den Anedruch von Iudcuvcrfolgungeu durch deu anfgcstachclten Pöbcl bcflirchteleu, Dns Votk ist, wie überall, so auch bei uns, gut und gerecht von Natur. Allerdings tonnen boshaflc Einflüsterungen die Masse zn «iuer blutdürstigen Bestie umgestalten; doch wer sollte jetzt den tranrigcn Mnth haben, das Amt des Aufwieglers zn nbcruchmeu? Etwa jcuc vier Pc-trefacte ans dem Obcrhanse, die fich durch ihr „Nein" ein bleibendes Denkmal in dcr Geschichte Ungarns erobert? Odcr jcncr Greis, der sich im Unlerhanse allein gegen die Meuschcnrechtc anfzulchncn wagte? Sie alle sind nngcfährlich, die öffentliche Meinung zürnt ihncn nicht einmal, fie verlacht sie blos. Der ElcruS allein hätte möglicherweise dic Macht besessen, die Frciheitsgcschichtc Ungarns mit jenen Flocken zn besudeln, welche die Erinuernug an die glor-rcichstcil !^4l^er Tage trüben. Wer etwa noch daran ge» zwcisclt hätte, daß der ungarische Elcrus auf zn hoher Stnse dcr Ausllärnng nnd dcs Patriotisnins steht, nm ;u derlei Dingen seine Hand zn bieten, den möge die gestrige Obcrhanositznng eines Bcsscrcu bclchrcu. Dcr hcnligc Tag, sagl Baron Kcmcuy im ,^)iaplö^, ist dcr Triumph der Rechtsgleichheit. Was 1^, durchdrungen von dem lebhaften Gefühle dcr Freiheit wegen der Reaction dcr noch ungeklärten Mcinnngen nicht zu Stande bringen konnte, das hat 1,^07 mit strcugcr Eonscqucnz nnd ohne Bcdiuguug uud Claufel zu Ende geführt. Die Parteien eiuigteu sich, damit keine die andere in Bczng anf die Pflichten dcr Hnmanität nnd des Rcchlsgesühles überflügle; sic ciuigleu sich, damit leine etwas anderes gebe, als das mcistc, was sic schnldig ist, nämlich: die volle politische Gleichberechtigung dcr ihrer Religion wegen außerhalb dcr Wälle dcr Vcr. fasfnng gelassenen Israelite!,. Dic Abstimmung erfolgte durch Ausitchen, uud uur ein Abgeordneter blieb fitzen. Wir achten die inowi» ducllc Selbständigkeit, können aber gleichwohl unsere Freude nicht verbergen, dc>ß er nicht nnscrcr Partei am gehört. In England, wcn» von dcr Anodehunng des Wahi' rechtes ernstlich die Rcdc ist, pflegt man sofort zu uuler« suche», was sür Einfluß die neuen Wahlen anf die alten Parteien ansübcn werden. Wir wußteu, wie viel Bitterkeit, welche Eruicori- gung unsere Israelite» bisher bewogen, fich tosmopoli. tischen Gefühlen zuzuwenden nnd nnr ii, dem allgemei» ncn.f)nmanismus die moralische Vcfricdignug zn snchcn, »achter jedcs edle Gcmüih strebt. Habcu >iber nich! die kritischen Tage uuscrcs Vaterlandes gezeigt, daß sich die Israclitcn deuuoch cug an nnscrc Sache angeschlossen? 45 befreite daS Voll uud uahm cs in die Wälle dcr Verfassung auf. Es gewährte ciucu großcu Eiuflust aus die öffcutlichcu Angelegenheiten denjenigen Bürgern, die christlichen Glanbens waren, au dem Schicksale der ^„' den aber hat cö nichts geändert. Nud gleichwohl --führte sie nicht dcr Patriotismns ohne Klage »nd ohne Vorwürfe auf die Schlachtfelder, wo wir geblutet? Uud trugen sie nicht ;ur Förderung unserer Interessen bei welche sie, angesichts dcr Exclnsivitnt ihrer Ttcllnnq ohne Gewissensbisse vcrlängncu dnrftcn? Außer der Au-erkenunna, der Anforderungen der menfchlichcil Würde waren cs diese Eindrücke, die wesentlichen Eiuflnß uch. mcu, daß - uugeachtct der i» manche» Gegcudcn »use res Vaterlandes noch uicht ausgcstorbeucu Vorurlheik - wir uuscru Mitbürgern mosaischen Glaubens so ein stimmig Gcnngthnnng gaben, wie dies in der Geschichte dcr ftarlamcntnrischcn Discussion nur selten zu finde». Heute können wir vor allem mit stolzem Selbst gefühlc sagen, daß innerhalb dcr weiten Grenze» »»»> rcs Vaterlandes kein Unterdrückter mchr ist. Das TadllkmolwPol. m. Laibach, im December. :'1': Nachdem wir bereits erwähnt habe», daß dem Staate ans dcr Aufhcbnng dcs Tabnlmonopols bci den bestehenden dircclcn und indirectc» Stcnern cinc bedcn. tendc Mchrciuuahme erwachsen müßte, und daß cs um de>» jetzige» Reinerträge desselben ein andrrcs gleiches Emlommen zu substituiren, uicht inchr daraus nn;nlom> lncu hatte, deu gauzcu .....- sondern allenfalls nnr den zwcldritthciligcn Reinertrag dnrch ciuc andere Bestcue rungeforin zn beschaffen, glanben wir iiberoic,' noch dar-auf hindeuten zn sollen, daß dnS finanzielle I„c kann daher bis ',» m,er gewi se ^e,, m'ter alleu U.nnänocu deu nämlicheu Reiugc im " e» - - Der Nat.onalölonom benrthcilt d Sache ' er ; ,ur ch» gut e« als ci» Verlust, N'c.t»c,?.<.' »et, welches u» Inlande billig prooucirbar wi «"« dem Auslande um ciucu höheren Preis bc'we 'n . oder wenn eine uatnraemäße Prodnttion im ^ ,"'''.' m'terble.bl. - Emen noch größeren Verlust l st". Natloualokonom ,n dem Belim,- sns.l,e." "t / . '"^ ^» d°„. Ä.,.,l»„dt, welch« , "5° .!, I ^7"'° ""'' Da» Tabaknwnoftol hat das Mißlichc d.in .« < > st.ge Control-maßregel» selbst in Betr 'd '^b^. aues mcht eulbehreu kann uud dadurel, ei» Empolchlül/,' der Rohproduct.on »»möglich macht, während i geoehnlc »nd geste.gertc Cnltur deS Tabalbancs u? i, euieu. Interesse läge. Die natürliche Folgc da m dlc, daß die Monopolsrcgic, welche den,rf^s^' Rohstoff »», j^en Preis h^rbcischafstn 'A i E ^7 lnng cmcr gcnngcndcn Eoueurreni des A,me m.,I " 'mverhältnißmäßigen Preis "'7 e»,c »llcngc Bcnrthcilnng dcr Oi.nlitätn,^ » . ^'' Stoffcs hinansgche,/ umß. Die.Ä )^ .!" dnrch ,vifiru»g dcs Abliefcruugspreiscs's, ^ - ?"'" schm Rohsl.ff nach bestinnutc» Q ts a.l, '"^"^' l beseitigt, ja vicllcicht noch erhöht wir )^ ^m't der kostspieligen Staatsre ie nnd d/n. ^ ^?''^7" Rcmaewinn nuvcrrückt a»f e ne .,.s < ^"-'".' ^" erhalten, f»h,t ^, einer a of ^s'^"'^'" ^^.'" nopol^fabr.eate. dcreu ^,a i^ ^ ' ^!'"'/"^ ^" ^"' m,'i,',>! w„« !. „ 7 ! ^>>al>lat dem Preise irllei, rnl l>. was »,sbe ondere im Vergleiche mi< de„ Talml-lott.n d„ beuachdartcu Vuuder sch. fnhll.n wird. - ^04^ Daraus entspringt dic Nothwendigkeit cincr strengen ^renziibcrwachnug zur Hiittauhaltung dcS Schmuggels mid zuletzt auch ciuc Bcriuindcruug der Eousumtiou, in-dem gar vielen cin Genußmittcl verleidet wird, dessen Qualität mit seinem Prcise in keinem Verhältnisse stcht lind welches auf den Namen eines Geuußmittcls kaum mehr Anspruch hat. Vei dcn mannigfaltigen Unzukömmlichkeiten, die das Tabatnionovol für die Prodnccnten und Consumen-lcn im Gefolge hat, kann man mit Grund sagen, der Reingewinn, den cö abwirft, ist noch immer viel zu llcin, um iu einem richtigen Ebenmaße mit dcu Oftfern zu stehen, durch die der Gewinn errungen wird; derselbe ist auch insofernc nur cin imaginärer, als ihm unzweifelhafte — wenn auch iu Ziffern nicht auSsprcch-l'are — Verluste in nationalökonomischer Beziehung gegenüber stchcn. Will mau nicht blind sciu gcgeu diese Ver« lustc und will mau wcitcrs nicht verkennen, daß der Staat in Folge der Ficigcbung dcs Monopols aus eine bcdculcuoc Mchrcinnahinc bei dcn bestehenden directcn und indirccten Steuern mit Bestimmtheit rechnen könnte, so dürfte man sich der Ueberzeugung nicht verschließen, daß es, um dic Finanzen vor jcdcr Einbnßc sicherzustellen, kaum nothwendig wäre, mehr als 20 Mill. Gulden mittelst cincr neuen Steuer aufzubringen; daß jedoch die Aufbringung dieser Summe mittelst ciuer Verbrauchssteuer und allcnfallö auch iniltclst einer mäßigcu Uuilagc auf dic Nohproduction leicht möglich wäre, kanu mit Rücksicht ans die Thatsache, daß jetzt dcr ganze Mouovolscrtrag vou .l3 Millioncn Glilden ncdst der kostspieligen Ttaats-rcgic cbcu nur auf der Ecmsumtion laslct, um so wcnigcr in Zweifel gestellt werden, als man mit voller Gewiß' hcit'einc Steigerung der Produttion uud Fabrication sowohl als auch des Vcrbranchens iu Aussicht nehmcu darf. Wir wissen vccht gut, das; gegen jede in Fragc sommcudc Aenderung ail dcm Tabafmouopolc gewöhnlich dic Einwendung erhoben wird, die Finanzlage des Reiches gcsiatlc nicht, Experimente zu machcu; wir können jcdoch diese Einwcuduug nicht gelten lassen, weil cS sich nach unserer Ueberzeugung um ein bloßes Experiment nicht handelt. Tie Frage stellt sich einfach so. glaubt man im Falle der Frcigebung dcs Mouopols an einen Aufschwung des Tabakbaues und der Tabakindustric iu Oesterreich oder uicht? - Sobald man diese Frage be> jahcn mnß, worüber selbst die Vertheidiger des Mo-„opol« mit sich int Klaren sind, kann von einem Experimente nichl ulchr dic Rede sein, uud die Einführung cincr »cue» Bcsteucrungssorm in Betreff dcö Tabaks, stellt sich dann nur als eine durch uationalölonomische Rücksichten gcbotcnc Maßregel dar, bei der im großen Ganzcn auch die Finanzen eher gewinnen als verlieren lönulen. Nicht einmal die Einführung neuer Steuern au Slellc des Monopols könnte als ein Experiment geltcn, weil derlei Bcstcucruugssormcn bereits in audcren Staa-ten bestehen und es sich nnr darum haudclu würde, dieselben lci uus ciuzlibürgcrn, dcn Pcrhaltnisscu an^ znpasscn und zli vervollkommnen. - Wcun wir endlich noch erwähnen, daß die Aufhcvuug des Tabatmo» noftols. wclchc sclbstvcrsläildlich ihre Ucbcrgangsstadicn haben müßtc, schr populär wäre, so thuu wir dies mit dem Bewußtsein, daß dieses Moment keinen finanziellen Werth hat; ob dasselbe jedoch nicht dennoch ciucu Werth ho.be und ob nicht manches anders gelommcu wäre, wenn man daraus schon iu dcn Vorjahren mehr Wcrth gclcgt hätte, maa, der Beurtheilung der Zeitgenossen überlassen bleiben. Schließlich können wir uicht nmhiu, hier znr Unterstützung unserer Ansicht cine Stimme aus Ungar» zu citircn, dcm eigentlichen Prodnctionslande unseres Tabals, eine El in, me. wclchc um so beachtcnswcrlhcr ist, als sie auf Hcnutnisi der uugarischcu Verhältnisse beruht und ihre AlMUlcute mil Ziffern unterstützt: Soiussich setzte neulich im „Naplo" dic Gründe auseinander, die ihn . vcranlaßicu bei dcr Discussion über dcn Handelsvertrag gegcn das Tabakmonopol zn sprechen. Er habc dics gethan, sagt Somssich, weil cr dicsc Art dcr Besteuerung vom Gcrichlspuntte dcr National' öloiwmie für schädlich, vom Gesichtspunkte des auswärti« gcn Haudcls für lähmeud, hiusichtlich dcr Verwaltung aber — wcgcu dcr unvermeidlichen Spionage uud dcs nicht seltenen Eonflictcs ^..... für verhaßt erkannt, n. z, so sehr, daß er, wohl einsehend, daß das Tabakmonopol nicht augenblicklich abgeschafft wcrdcn köunc. gleichwohl dcr Ansicht ist, cS müßte ein ^ahr genügen, damit bei ciugchcndcn Studieu über dirse Angelegenheit, die aus dieser Qucllc cntftaudcucn Einnahmen auf ciuc wcuigcr fchädlichc uud wcuigcr ucrhaßlc Weife ersetzt wcrdcu könnten. Dic Einnahmen, die aus dcm Tabakmonopol rcsul» tiren, köuutcu dcr Ansicht Somssich's nach dnrch eine auf statistische Acrcchuuugcn basirtc Elassensteuer ersetzt wcrdcn. Eomssich bcrllft sich zu diesem Behufe auf d e nationalukouomischen Bricfc dcs ^aoislaus KorizmicS. Eine runde Zahl von 0 Millionen Rauchern angenommen, würde sich folgende Besteuerung ergeben: 100.000 Personen ä 50 st. —' 5.000.000 fl. 400.000 .. 5 25 „ -. 10,000.000 „ 500.000 .. !, i<> „ — 5,000.000 ,. 1,000.000 .. 5< 4 .. — 4.000.000 ., ^,000.000 „ ü ->. .. - <;.000.000 .. 2,000.000 .. l> 2 .. — 4.000.000 ^. 6M). st. , Diese Summe kommt dein Ertrage ocS Tabakmono-pols so nahe, daß der Abgang dnrch die ordentlichen Steuern der Fabriken und Handlungen ersetzt wcrdcu könnte. Oesterreich. Wien, 27. December. Iu der gcslrigeu Sitzuug deö Gemeinderathes wurde Sr. Exc. Freiherr» v. Be u st einstimmig und mit Acclamation das Ehrenbürger-recht der Stadt Wien verliehen. — 27. December. Eine Wiener Eorrespondenz meldet: Nach einem Telegramm ans Eadix ist hentc die „Novara" mit der deiche weiland dcS Kai« sers von Niexico in, dortigen Hafen eingelangt. Pest, 27, December. (Parlamentarisches.) Die ^inkc hat sich bereit erklärt, Dclcgationsmandatc an' zuuehiucu. Es wcrdeu 12 Delcgalionsinitglicdcr ucbst 2 Ersatzmäuucrn ans dcr Vinken und 28 nebst ^ Ersatzmännern auS dcr Dcak'Partci gewählt. Lonyay legte in der gestern Abends abgehaltenen Eonfcrcnz dcr Dcak' Partei einen Gcsctzenlwnrf über Prägnng nngarischer Gcldmünzen vor. "- 27. December. (Sitzuug dcr Dcputir» tentafel.) Der Beschluß, betrcffcuo die Delcgirten« wähl, wnrdc mit cinciu Ameudcmcnt Karl Horvath'S angcuounncn, wclchein gemäß aus dcr Proftortionalziffer dcr von dcr Magualcutafcl ;n wählenden DclcgirtcN' Mitglieder kein Präjudiz zu zicheu sci. Bczcrcdy'ö Au» trag, der Maguatcutafcl anstatt 20 nur 15 Dclegirten-Mitglieder zu überlassen, wnrdc mit 130 gegen 10!) Stimmen verworfcn. Dcr Eommissionsbericht über das Gesetz wcgeu Iutabulirung dcr Eiscnbahncn lind Eauäle N'urdc uerlcscu und für morgen auf dic Tagesordnung gesetzt. Die Dclcgirteuwahl wird erst dann auf dic Ta-gcsorduuug gesetzt, wcuu das ciolcilhauische Äliuistcrium ernannt ist, und die drei Finanzgcsctzc sanctionirt sind. Agra»», 27. Dcccmber. (A d iu i u i st ra t ivcs.) Äiach cincm socbcn eingelangten Erlasse dcs Präsidcutcu des Wiener Obcislcn Ncchnnngshofcs wird dic hierläN' dige VandesStaalsbuchhallllug uiit ^ielijahr aus dessen Vcrbaudc gcschicdcil uud definitiv dcm ungarischcu Hii> uislcrium untergeordnet. Mus land. Berlin, 27. December. (P arlameutaris ch c s.) Die „Provincial-Eorrcspondcnz" nicldct: Dic preußische ^andtagssessioll dürstc bis Februar forldalicrn. Die Bcrnfnng des Zollparlamenls ist nicht vor März zu erwarten. Vlüucheu, 27. December. (Zollftarla m e n t.) Dic Wahlen für das Zollparlament sind auf dcn lOtcn Februar anberaumt. Das Königreich wird behufs der Abgabe der Stimmen in l>! Wahlkreise mit kleinen Wahlbezirken eingetheilt. Fluren;, 27. December. (Die M inistcrkris e) danert fort, man nennt einige Namen, bis jetzt ist aber nichts Positives bekannt. — Der König wird morgen iu Florenz erwartet. 3lom, 23. December. ^Rcuue.) Heute wurde übcr dic päpstlichcu Truppen eiuc Rcvnc^anf dcr Piazza Sau Piclro abgehalten, wobei dcnicnigen Soldaten, wclchc bei dem letztcu Fcldzugc lxthciligt wareli, Ordenszcichen verliehen wurden. General Kanzler erhielt dcn Groß-cordon des Piusordeus. Der Papst wohnte dcr Eere-monic vom Fenster des Vaticaus aus bei. Pariö, 27. December. (Sitzung dcs gcsctz-gcbcudeu Körpers.) Nouhcr bekäniftst das Auicu« dciucnt ^ouvet'e, welches durch die Heiralsgestallliug iu dl.'n zwei lctztcn Jahren dcr Reserve, dcr Mariuc-Rcferuc 24.000 Mann und der Armee «'.0.000 Alaun wcgnch men winde. Dicsc Beschränkungen würden cincn Esfccliv' stand gcbcn, welcher ilicht höhcr wäre, als dcr gcgcnwär-tige Esfcclivstaud von <;:'»!1.00<» Mann; das ^and braucht aber A00.000 Nl'anu. Die kriege in der Kriin uud iu Italien bcwicscn dic Unznlänglichkcit dcs gegenwärtigen Effcctivftandcs. Eine Vcrgl«-ichi,ng der militärischen ssiäftc Itallcuil, Oesterreichs, Rußlands und dcs Viordbundes uiit jcucn Frankreichs lasse dic gcdictcrischc Nothwendig« keit dcr Reorganisation unserer militärischen Hilfsquellen erkennen. Ronhcr, in die Details des Amcndcmcnts ^ouuct eingehend, sagt, cin Dicnstjahr mchr iu der Reserve wäre für die Bevölkerung miudcr druckend als die Erhöhung dcs Eontingculs um 10,000 Mann, was die Folge dcs Amcndemcnts wärc. Er schließt mit dcr Ans. forderuug an die Kammer, das Amcndcmcnt nicht in Bc» tracht zu zicbcn. - 27. Decculber. (Englische Floltcncon. ccntratio n.) Nian spricht ill bestimmter Weise uou dcr Conccntrirung ciuer großen englischen Flotte bei Malta. Haass, 27. December. lA b a c or d netc » ka m . mcr.) Der Minister dcs Innern kündigt dcn Schluß dcr Scssiou und gleichzeitig die Auflösung der Kammer so wie den Erlaß einer Proclamation dcs Königs an die Nation au. Athen, 1.^. Dcccmber. !Ncucö Eavinc t.) Der König betraute Bulgaris mit der Bildung eines ver» söhnlichtn Cabinets. Mffesueuigkeilen. — lHobe Spenden.) Sc>. Majestät der Kais" haben der Vemcmdefraction Lizzciiiella 300 fl. zur Anschuß fung neu»r Glocken allerguädigst zu bewilligen gcllihl, Ferner haben Se. Majeslät dcn in der Gemeinde N>id^'<" durch Fener verunglückten Insassen eine Unterstützung vo» ^00 fl. alleranädigst zu bewilligen geruht. — Se. l. l. Hohcü der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ludwig Victor habe« dem Mozarteum in Salzburg 100 fl. gnädigst gespendet. — (Aller höchst ei G n a b c n a c t.) Se. MjeM hat zwölf Sträflinge» der Slrafansialt in Prag, in Vrnni' sichtigung ihrer eifrigen und ersprießlich»!! Hilfeleistung i»l Abwendung der Feuersgefahr von der Strafanstalt bci den» in deren Nähe a>» 30. October d. I. aulgebrochencn sl'bc heftigen Vrande, dcn Nest der urtheilsnulhigen Strafe N"^' zusehen geruht. — (P r e h leit u n g.) Sicherem Vecnchmen nach b^ der bisherige Prebleilcr Herr Hosralh Varon Hell die la>'gl< angesuchtc Pensionirung erhallen und Herr Src!iun«lc>!l> von Falte an seiner Stall die Leitung der Geschäfte i>bel' nommen. Die Preßleitung soll nunmebr ga»j in die Ns>li>"' tanzlei übergehen und nach drei Sectione», sllr Iüner^. Auswürtigfs und Staatspolizei, organisut als eine Slltiel! dieser Cenlralslelle constituirl werden. — (Gras Kue. sslei,'.) Per .sscanlheilv^usland dsi Grasen ist immer »och im wesentlichen nnoeründeit, 3" der (iischcinung der Kranlhcit ist noch leine wescutlichl' ^ strung eingrlleten. — - - (Die Stap eIlass u n g des „ Helgola « ^^ Aus Pola, 23. December, berichtet die „Tlieslcr Z>g."' Unter dem Zudiange ei'lec zahlreichen Vie»jchl»mc»ge land beute Morgens um halb 10 Uhr die Slapellassung Sei»" Majlslät Pioprller.Coivettc „Helgoland" stall. Die Op"^ lion ging unter der L — (Im Königreiche Pulen) wird ein von der russischen Regierung veifolgter Ausruf verbreitet, welcher sagl, dah Nnblcinb denlnHchst einen neue,, Prrnichluogötiilg g'^" Polen voi bei eile und die Polen aussorder l, sich uolzuhertilt" zu dem nächstens aufbrechenden Kampfe. - (Der deutsche Ncch l ^ s ch u l< u c r e i » >" London) hat wiedlr cin eifreulicheö Lelieni-zeichen vl,'l>-sich gegeben. Ein de5 ^indesmordeö angellclgl.r dculsch^ Bäckergeselle, Franz Nöder, ist nämlich von der Iuiy sl^' gesprochen werden. Derselbe stand in großer Gefahl, va« vpser einer falschen Zeugenaussage zu weiden, al^ d>i l'e' sagte Vl'iM! sich seiner Tachc annahin und sie !,!Ncllich durchsiihite. ^ o c a l e s. — (INeinlinder-Vewahranslalt.) Zlm 26.°" als am Feste der unschuldigen .Mnder, ward die cilWlnli^ ildlichc öffentliche W^hnachtZosschcrung in unsrer .llindel' banslall nbgehallen, welche die verehrte Flau Gniß" u. S t u b c n b e r g v»ra!il.>s;le, und dnich milde Äeitra'ge ^' ^la» (^I.n r. (5o nra d - (3yh eSsel d und ander' ^' Schulidamcn, sowie duich die Migen Zusendungen mehrl^ Hrrie» Kaufleute, eine allgemeine Aelheiluna, der die st»' stall besuchenden .ssinder, 85 Knaben u»d j l,2 Mlidä's» "" d.r Zl>!)l, eiinöglichle. - N^ch den ül'lichsn G<'d,tr>' ^' ^llrincn ini' alle Wohlthat!r, veilleil die zahlst!: eü^'' nenen Tamen ^»^ Paar Strumpf.', welche die lleine,! M^' chin im Laufe des Jahres durch gespend.te Wolle s.Ibsl "' zeugten, 00 Paar neue Schuhe und uullsla'nbige Ä^leiru»^'' Nosfe für die Hrmslen 00 Kinder, die die Wiüleim^i.ite l'i^ duich uuch die Mi!la,^losl in te> A-,stall geüilhe», >i»vcle» bllannt Äedürfligen die Nesle der ZusendnnglN uno j^'"' einzrl!-,cn ein Weisiblot, so das; all? Kinder vergnüg ^ Anstalt uelliehcn, welche durch edle Menschenfreunde beg'i>"' det und eihallen, ihnen da-! gunze Jahr bindxrch sre»^' lichen Schutz gewährt und nebstbei liedreich dlsorgl ist, l>"' mit das heilige NeihnachlSfest auch dicsen vielen arnu'N >^l"' deru eine Frcudc bringe, wofttr Gott alle Wohlthäter l^' nen wolle. -^ (Geldanweisungen mittelst der P " l<') Vezüglich mehlercr neuerer Vestimmangen hinsichtlich dcr Oeld-anwlisungen mitt.lsl der Post machen wir ans eine >" '/"^ serem heutigen ^lmtöblatle enthaltene Kundmachung der Tl"!^ Postdircction noch btsondelö aujmeilsam. * ^ (Laibacher La g e i b i e r.) Wir wollzn den ri'l'" Victllinlern unserer Stadt die für sie gewih erfreulich- ^''' theilung nicht vorenthalten, daß die hiesige Brauerei ^ Hlrren Gebrüo«! Koiler jetzt ei» Lagerbier von jo lml licher Beschaffenheit liefert, dah es nach Veisicherung ^". Kennern da« Grazcr an Güte üdcilrifft. Nie wir w"!"'-' hören, wild dasselbe um den Preis vou 10 ll. per 5<>'^ uno unter andern in der Vier halle am Kylueslerabc» zum elften male in Ausschaut kommen. — (Uelichtigun g,) Zu der leftle» A»zligc """ Diöcesanverändcrunqeu halicn wir nachznlragen, daft hochw. Herr Goriset nicht nach Icwor, sondern nach >' vorje als Administrator lmnmt. 2043 ** (Die Sylvester-kneipe) der Sänger, Tur» "er und Schützen findet morgen im Valconsaale des Casino» gebäudcs statt, der von dcr Direction zu diesem Zwecke >n slkindlichster Weile übe» lassen wurde. So viel wir hören, >!t wieder ein recht heitcrc.? und umfassendes Programm zu MuaUen, und da übcrcics aucb eine Musitbande beim 3che Nlit.rilkt, so steht e!» recht genußreicher Adcnd in gc-">!>cr Aussicht. Der Vcginn ist um 8 Uhr. — (Theater.) Die erste Aufführung uon Lurhmgs "Waffenschmied" war im allgemeine» nicht glücklich, beson» d"Z was den ersten Act betrifft. Hr. Ander (Knappe Georg) und Fr. Ecala-Vorzaga (Marie) vermochten ^^gcu stimmlicher Indisposition nicht recht durchzugreifen. ^»dtsscn hatten deide gute Momente, welche daZ Publicum wit danlbarstlM Applaus aufnahm. Sehr IMsch sang Hr. Mellus (Waffenschmied) die bciilhmte Arie: „Auch ich '""l l'in Jüngling mit lockigem Haar," und er erhielt dafür auch lebhaften Applaus. F,l. Mahr lieferte uns "!< I'Mintraut zwar einen neuen Neweiö für ihr Talent U" Jache der komische» Alten, aber vun ihrem Berufe als Sängerin vermochte sie uns nicht zu überzeugen. Eine recht blaslische Figur war Herr Krehl als Ritter Adclhof. Das Orchester hielt sich gut. Lorhings heitere Musil sprach Nbri-NMS sehr an und wir glauben, daß eine besser einstudirte Wiederholung gern gesehen weiden würde. Paffend sonnte dieselbe etwa statt der hier unverständlichen „Wiener Leben?» leider" aus einen Sonn- oder Feiertag verlegt weldcu. Eillarselidet. Zur MdhossslM. Erwiederung an den „Liebhaber alter Infchriftstcinc" 'Ulf dessen Eingesendet in der „ttaib. Ztq." Nr. 27«. Hnüc dieser „Liebhaber" anslatt der rül,!isch!>!i Necht^quelleu '»'ber die (5rfahr!i»gc» der Frirdho,^ucrwal!ung>'» und die jehlge ^fNiilbnisüveisc i»^ Angc geias;». ,o würde er nicht Klage» und ''^1chnldigunat,l Äaui»'gcgebeu haben, die be, den gegeuwariigcu ^riedh^sreihällnissci! theile unsscgründct, lhtllo nicht zn be,e,t!geu M>d; Grundsätze, die anf ci» M n f c u ,n passen, sind bel dcn ^Mt^iilfsni „icht ai» Plal.','. nichl durchführbar. Wie wenia, der „Liebhaber" uon der Geschichte u>!,ere« Fried: !'"kl? weiß erhell! an, besleu dara,is, daß cs ihm "icht einmal ^launt ',,'ssin schont, das; der F'iedhof im uor,geu Iahrhnnder! nicht ein „nrosicr und nu^gcdehntcr." sondern sebr < lei » er »lid eiu aeeugtcr, taun, der fünfte The,l beö ge-l»',wnn>!U'N war- daß de«I,alb schou I?i»t; die Vand^lianptniauu-'chafi u«n ssrain an du- Daiulirchenvorstehnng das driugeudr, Au-sl'chen stellle. :„r Vrweilernng des Friedlose« die nöthigen (^api->"lini ;>! besorgen; das, 1«l die Vaude?-'cqierum, ebenfalls! dieDomlirche dazn uerpslichtett und der Fried->ws 'o!,ii, dreimal 1?!^. 1»^'' inid !o!')s>, im Gan^cn um daS ^nnsfachc de^< urspriluglichc» Na»»u'« erweiteN ,unrde. Ter „Liebhaber" macht c5 der Friedliof^uerwallnug zu», '^"ninils, dasi lannl »itliv ^h» Gradslrilie an« di'm lc!.'t^n Dr-Anilin,!, deg uuvigsii ^ahv!i»ud^!s Uüihattds» sind. Waö sc>ll nisss Bsldiichliss»»^ hsiftsn? Damit dilsell,'? riürii ^cinl! hälts, >»i!ßlc Vor alle« dl'is vivl GraI>sl<-!!,<' iUü-rlMiftt !!U UliricisN Ililjvhniioolt nus dem damaligen incht „grcsit!!," foil-d,'i'n sehv flnnen Friedhofs staüd^n ! E« N'sldl» drren nwhl illier^ I>,n,pt srhr !Vlliis!,c j,c>vrss» fein, wl'nn man ans dcr Thalfacht schlich?» darf, das; nsl fn! '^'> Iahrrn diefc gcivis, schöne Sitte nn?!i sc, ^'wallilien Aufschwung a/nummeu hat, nnd ws»n man l",'de»l>, w,s verhäl!ni^!Näs;ig wenig Grabsteine noch vor ^5» Jahren nnscm Fiiedhof ;iev!en. Einige jl-uer alku Münnuicutc sind uon den Familien alü Eigeinhiimcni ftlbst adgenammeu n»d dur^ neue und jchünerc >'>'s,cl.u norden; andrrr — die schun veriuiltelt »oarcn - zerdrache» >'n>» Nlederniftt» der Mauer; andere »uiedcr gingen d»rch die nntinlichc» ^nislilsse der Willcrung und Hett zu Ornnd,,-, wie es im ^uisc von 7 uiö !-i Dec^nnii'n nicht anders feiu lcin». Der „!l!isl,hal'er" laschn,digt die FricdliusM'nuallung lvegen dieser alten Oralntriue, Weis, er denn »ichl, daß die Frledhoso-l'^rwallnug evsi seit dem Jahre 1>.'i<.1 deslchl und da!>r nlclsichllich bll- ,u dsii snilieren '»<> Iahrcu zelbrocheueu, w^genanimeueu und ^>'wi!l>>l'!e!! ^lonnmenle nicht verantN'urllich ist? Dl'r Vorwnrf deH „^'ledhalicr«" trifft dalM die Friedhofs-^"wnliiing ebensa un^n'ch!. al^ U'enn d,c jchia/ Pfarr^istlichleit ^u Sl. Pclcr oder der gen/nwin'lige ^rmeinderath rou ^>idach '"fiir vclaiiiwortüch gdnachl wilide. das; auf dcm uirlc I^hrhun-bm? hindnrch bl'iiü^ic» Frisdhm> ;» St. Peler nur wl':n^e Äia-"'»ucnk- z,> si,,dr» sind ; das; dir schain-, h slo^isch-delilhmt.' Saül,' "Ut de^ l.,lx',u'eueu Marienstcitne und vier andlrii mariuornl» ! '^latlicii l>i St. Ialiid ad^l'lrngc» und noch »ichl U'ildi'r anf-lVs^Nt is< ; dafi die Rosalielilirchc am Lchloßdergc, die ^aumi^l' ^>chi'. d>? ssinhe d.^r .ssapu,;,nsr. dcr 6lar,ssinnt'N u. s. w., welche ,^' Pittät uoferer Vmsahreu erdanlt und in denrn sich so viele ^lilmiiler d.r Geschichte Krain? oefcmdm, incht inehr ejislire»! Varnm steht die lnnslvolle ^larniorstatne an der Tfcher-''sicher Brücke »ichl im'l-r. die cinst die Stände Kraiuö in solcher '^acht crrichlet, mit ihn-» Wappen geziert habeu? Gie i,t bau' '""'l, geworden und mußte abgetragen n'eidcn. Der Laudlag er« '°"e. das; rr die H,^rstellul!gi!lostcn nicht ans de» ohncdie« sa !chwfr belasteten ^andesfond übernehmen lünne. Warnm ruft dcr '^lebhader« nicht birfem sein allmächtiges: „Sonne, dci -' ^ r ^ a ch c?'' Warum rief er cö nicht, da er doch Gele - ^ ^,"heil halte, im 5'andlaa/, damit man dcu hislorischcu ^^»Uieriiügr,, Htvain^ gcrccht geworden wärc?! ^ ist somit tlar.'dicBcschnldignuge» d^' „^'icbhauerii" sind ^'Uwcdcr eine absichllichl' — Lnlslcllnug. oder sic bcrulM ans ganz» ^>r Nnkcnillnis! dcr hicsigcn Friedhof.werhiillnissc nnd seiner Gc-'U)ichll>. Aber ci< ist einmal in cine», üfftiUlichen Blalle, noch °°'N mit siüsü. Scheine uo» G.'khrsainteit erzählt, wird von de» ">,ugcr Nnlerrichlelün geglaubt, die Gennither werde» gern,;! und ,. 'l!er>. s^.,, i,i d,'^ ssnedhosöverwaltung einm »wdernen Äar-"?"n und Sandalen. Auch ein Schlag gegen Gcisilichlcn und """!d.>t! !!!,,> ,.,^im,,.>. Welch' absichtliche Pcrlennung der Vegräb!li,;>ve!fc von icht 7 ,?"sl z» de„ feilen der Römer! Wie nn.;»tr.ffcnd snr nnscre "'^hc'f^erhältnssft ist daC Lüal der heidnischen Stelle: .,,'"> ,, "l'" vi.,,„u,.... Dcr „Liebhaber" halle leicht uon ledrn, In-> "' ^fahrr», da,';, wa? i<» ..^.>x <^,^li!,,o ,»-,,<'!^-!,<>m^ ,m "e ^"''" ^'lu,I.^s, via!^" für die rüu'ifchcn Zciten zum ^ch»!) d,., '"ber staUiirt war, cmch hcntznlaae, natürlich dcn g c" »-!>//"' ^^hältuisfc» augelucssc». durch d,u 8 ^'<' ""' .1,s,,,,,^lrafgss,^.^ ^Veschädignng von Orabstältcn u, f, >v.) unter. ^/,'^r SanlÜon slehl, ' Nch,',/"'"^"^ "'ürde der „Liebhaber" g»l l!i»n. lnüsiighl» b^i der iu „'.,"""" laleinischer Eilale das nächstbeste Vörlerbuch z» ^alhe ^ ^"'. da fv , r o y 'ei»?r Vorliebe fllr alle Injchrislsteiue trine grosic Keuutlliß dieser classischen Sprache ;u besitzen scheint, denn soilst würde er «oimlVnnn uicht mit Grabmal, sondern mit Grab übersetzt haben (Cicero nnd Ncpos bezeichnen Grabmal mit dem Worte „in'mim^,!,!», «o>iu!c>>") wobei aber freilich das ganze Eitat al« unpassend hällc entfalle» miisftu. Oder solllc uiclleicht weniger Unccnnlnif; alö Absicht die Feder geführt hllbe»?! Bei dcn Nömern, wo die Gräber in Privathäusern, Pillen, Bärten, mit einem Wort?, iu ihre»! Pr iva l eigenthum sich bc fanden, louutc mit Nccht gefordert werden, das; sie ganz uubc rührt gelasseil werden. Wie ist aber das licntzntagc ans öffent-lichen'Gottesäckern ausführbar, wo wir nur die Wahl haben, entweder alle 10 Jahre riuru ucueu Fricdhof zu ci> richten oder dic alle» Gräber zu eröffne» und die neuen deichen hineinzulegen! Weu» man ein solches Grabmal auf eiuem offene lichen Gottesacker mit dcm vom „Liebhaber" citirten Spruche: „Sonne, deiner Nachc" zieren wollte, — innsitc man nicht für einen Schwachsinnigen erklärt werden? Wen» dcr „Liebhaber" deshalb, weil vor 15) oder ^0 Jahren in Folge einer zu diesem Zwecke abgehaltenen ?ocalcommission uud ii» Auftrage dcr hohcn Behörden (nicht des damaligen T)om> Pfarrers) dic allcil zerbrochenen Grabsteine entfernt wnrden uud aufgehäuft vor dem ^ricdbofc lagcu, um ueuc» Platz zu machen, dic- ^ricdhofsverwaltuug ciucu moderucn Vandalcn nnd Bar^ baren nennt, welche „dic Gräber entweiht, die Vebcnden besudelt, riuc doppelte Schandthat begeht," — so beschuldigt er damit auch alle iu großcrcn Städten mit der Verwaltung der ^ricdhöfe betrauten Gemeindevertretungen, z, B. in Trieft, wo Hunderle scho^ ncr, gut erhaltcucr Stciuc aufgestapelt liegen, weil sie neuen weichen müssen; wurdcu zn dicsciu Zwrckr zwei Vocalvcrhaud" luugeu abgehalten, bei wrlche» ri» ^rdiuariatscommissär, ciu Gnberiiialraih, ei» ^lrciscominissär, dcr Bürgernicistcr, der Ball' director uud allc Pfarrer ^aibachs gegenwärtig waren. Dic Couuuifsiou hat dcn Ncubau, soivie auch dir Erwcitc^ r»»g des Fricdbofcs als driugcud nothwcudig erklärt, die Kosteu auf I5,.<»>X» fl. veranschlagt liud die Toiutirchcuvorstchuug vcr^ pflichtet, siir dic Anfbriuguug dcs Capitals Sorge zn lrageu. Hjielc Stadtbewohucr wiiujchlc» eigeue Begräbnißplatzc z» > laufcil uud fchouc H)louume»te zu erriäiteu, aber uur uulc r dcr Bcdiiignng, daß dic uuausclmlichcn, vcnvittrrtc» ^,>con»> »ic»tc, für die lei»c Ta^c erlegt war oder dcrc» Eigcilthümrr ausgcstorben warcu, aus dcr Stauer entfernt wcrdeu dür^ fcu. llm unu weiiigstcns einige Geldbeträge für dic Bestrcii»ng dcr Bauten z» crhaltcu, dcli gerechtcu Wüuschcil dcr Stadt', bcwohucr Ncchnung zu tragen uud dcn Fricdhof zu vcrschöncril, sah sich dic Commission urrpflichtct, dru Beschlllsz zli fasscu uud die Anordnung zu lrcsfeu, daß die alten zerbrochenen Grab-slcinc, für dic lei» Äicchtstitcl besteht, culferut, für dic wohl die Tarc crlcgl, abcr !ci» Grund ius Eigcntlmm getauft war, riu ivcuig übcrsctzt, die bescitigtcu Steiuc vor ocüi Friedhofc de» Eigcnthüiucrn zur Pcvfügn'ug gcslcllt, uud falls sich dicsc uicht lueldcu, zum Baue dcr Todtculauimer ver>ocndct wcrdcn sollru. — Frrucr >vard aiigeordiict, dcu Wcg so auzulcgcu, daß er durch die Mittc dcs Friedhofcs uud gauz grradc von drr Siraßr aus gchc» solle. — Iu Folgc dicfer Aiiördiiuug dcr ^'ocalcommissio» sind inch.ere Grabstciuc cutfcrul, außcr dc,n Frieddofc auf eiuigc Ialire de,l Eigcntluimcrn zur Vcrfügnilg gestellt uud, da sich dirsr »ich! »il-ldrtrli, alc< Bailstciuc z»r Todt'cnlammcr venueudet lvorde,,, I» Folge dfr angcordiieten Anlegung dcS ^cqc<< vlircl) Vic U'iittc dcs Fricdhvfcs miilttcu auch dic Grät'steiiic dcr Geistlichen und dcr lirchlichc» Würdeulrägcr iibcrsctzl werdcn uud fielen hicbci, olmchiu schou verivittcrt, aus.inaudcr. ^iicmals abcr smd Grab slciilc bis jctzt von dcr Friedhofsvrrwallling vcrlaufl oder vcr> äußert >vordcu; daher die Ausoriickc dcs „^irt'habcrs" „crstaudcu, vcrschachcrt, vcväußcrl" als unwahr mit Eutrüsluug zurückgcwie scu »verdcu. — Der Dompfarrcr als Fricdhofsadmin'islralor lountc und dn^ftc cigrilmächtig tciue Auordmmg lrcfscu, für jcdc Vcr^ fügniig von gcriugcrcul Brlaugr, >vie für jedc Becrdigilug außcr dcr Ncihc, für jcdc Aufslclluug ciucs cifcrnen Grablrcuzcs mnsjtc dic Bewilligung brim Kreisamte, für ^ede »oichtigcrc Verfügung die Geurhmlguüg dcs hochwürdigstcu fiirstbischöflichcu Ordinariats uud dcr hohcu Vaudrsbchörde ciugrholl ivcrdcii -^ laut Cur^ rcnde dcs Hircisamles vom 7. Tecrmbcr 1<^l'!. Dcr Friedhofs vcrivaltcr hat laut Hofdccrct vom Pflichtet warc», flir ciu crgicl'igcrcv Eiütommcu Sorgc zu tragen, da die mit so bcdenteudcn Untostcu vcrbundcueu Bautcn drin gcud uolhwcudig warru? ob dic Entrüstung dcs „Vicbhabcrs" gegründct? ob es nicht viclmehr höchst ungerecht war, wegen ciucr fu nothwendigen Anordnung dcu Behörden die giftige Schalr feinem Dornes in den fchärfste» Ausdrücken: „Schandthat, besudeln ^verschachern" anszngießcn? Wcuu iudeß „der Liebhaber" noch so uugcrechlc Beschuldiguugeu vorbringt, so blcilu cs dcu^ »och uubrstritlcu, daß dic holicu Bchördcu dlnch obigc Anordnuug dic ^icrdc nnd dcn Vorthcil dcs Fricdhofcs bcfördert, das; dcr hochseligc Fürstbischof uud dcr scligc Dompfarrcr sich dic größlcu Bcrdieustc um dic Stadtgcmciudc rrworbcu habcn, wcil unr durch ihre Bemühung und Sorgfalt die Fricdhofsverwalluug uud dcr Frirdhofsfoud errichtet ,vurdcu. Hältcu dic h, Bchördcit nud dlc'Verwaltung solchcu Gruud^ fatzeil gehnldigct, wie sic dcr ,.5'icbhabcr" anfstcllt, uud scincu Anfordcruuac» Rcä'uuug gctragc», so warcu dic schöucu iNonu> »lc»lc, die 'icht uuscrcn Fricdhof zicren, nic gebant worden. Dcr ^iebhabcr" »runt die Fricdliofsvcrwaltung cinc » »co » trolirtc/ Dnrck Hosdccrcl vom . Orduu a vom 7t^ December 1843 hecht es wörtlich: „Administrator des FrZdbof^nde" sst dcr lewe.igc Dompfarrer, welche dcusclben nach o-r v",« Gubcrmum bestätigten Instructiou zu verwalten uud jährlic?' Rechuuug zu lcgeil hat." - „Dic Bewilligungen" zur Aufs!« lung emcs Mouumentcs n. s. w. „siud iunucr beim Kreisant, auzusuchcn." - öcciuc Anordnung am Fricdhofc ist olme Äe lli guug des Krcisamtcs gettoffeu worden; jetzt werdeu dic Fri d nu Einvrrständuisse u,it dem StadtuiaHrate geleitet, der d,e Bcwilliguug zur Aufstelluug aller Grabsteine ,nd Monumente ertheilt. - Die FricdhofsMechuuugru wurden frl l r durch das jlrcisamt der Buchhaltung zur Rcvi iou aesend t w wcrdcn sie dcm Stadtmagistrate zur Eiusicht geschiN und' mi ^" .Unterschrift dcs Bürgermeisters versehen, dem hochwürd »ste fl,rstbl,chofllchen Ordinariate zur Revision unterbreitet Bei Nr fttgunaen, welche i» der Fricdhofs-Orduung uicht enthalte» sind oder ie, großereu Ausgaben muß die Genehmigung der hohen Behörden eiugcholt werdeu. Die Hunderte Abordnn na/. Bewl 'gnitgeii, Erlässe, Bescheide, Outachten von der hoh n K«: dcsstcllr und von, hochwürdigsten Ordinariate, vom Kreisamte und ^tadtmagistratc die ,n der Registratur der Friedhofsvenoalt n« sich vorfinden, bcwc.,en zur Gcnüge, daß dieselbe ,i Ät b os m"? gcnancr Co,itrole steht sondern auch abhängig und vcrantwor. ?ch ist; sie beweiseii aber anck,, daß die Behauptuuq „lmoutro, !zu erbiN?' ""cnntn.ß verräth, geeignet zu verdächtige» und Was mit dcn Monumenten eines Ncßl, Korytko aeschebe« wnd agen ,hmdie Fricdhofsordnnugen aller Städte so auckdl ^vo.i 'aibach; noch deutlicher aber sagt ihm dies die Geschichte viel benlhmteu Mom.nicntc, z. B. dcr historisch wichtigen Marien Statue zn^-t Jakob .u Vaibacl', dcr Iollamiis- Vwnr an d" Tschcruutscher Brücke. - - Sic werdeu »ach Jahren verwittert .l ^ »'cnfallc», wie alle alte» Mouumeu.e vo u , "v ib7^ verdicuteii Mäuueru, u.id wenn siä' zn l e'i s^er eil ^ Für die Herstclluug der Maricit Statue zu St ^alob w,„s.,>. vo.u ^ Iäuuer augefaugeu durcb eine Wwck^ He 3 e ^ geialumelt,-mehre hochgeehrte Väter dcr Stadt aab sick diI.,^ viclc Mühe; dic Stadtp arrgeistlichkcit zu St K, sau,>^ Iahreii mit allcm Eifcr die Beiträge ^ u.?d uoch waV s u'ick < 7 d,e erforderliche Summe zusammcuzubriugeu. Noch i"^Q icl'onc, ,nr dic Stadt ^'aibach uud für da5 cm»-/^.^. historisch wichtige steineruc Mou.imeut bw^d?"'^.^^U' seit -^ Jahren zerbrochen uud vom Platze eutfcrnt " Der „Liebhaber-' taun hiebci seine Vicbr au, schöusttu daduni. be.bat.gei. daß er filr bie «örhaltu.ig dicscr Mo,.u ,,,.,, S?' t.ug ernchtet und deu Gemciudcrath oder deu )ewe l.a/. Museal Custos u„l dcr diesfälligeu Sorar betrau. """^" Unwahr uud ganz falsch ist ,5, daß wearn der üouco. dat.vcrha tu issc der Gemeindcrath bei der F^iedhofs p d' nung uud Vcrwaltuug uichts mitzurcdcu habe ^""""' ^'^' Well die Domkirchc, uicht dic Stadtqemciude, von den hol.en Bchordcn vcrPflMet und bcai.ftragt >vi>rdc, fllr di drei na 3 Erwcltcrnng des Fr.cdhofes iu deu Jahre» NW, 1tz^7 md ^ wwie auch ,ur dc.i Bau dcr Todlculau.mcr und Todte iräbcr«' aus der lrainischeu Sparcasse qeaeu "ie^fänd,..^ ^a"""'» ^-!^r:rde^^^ IM'isamtcs bc.raut i.ud dic Hof e^lle' «,1 i ^b s<ä^'^^ "" wurde der Magistrat an die S elle d s reisäm 5 ^ ^" D.e hoheii Behörde,: verfiigtcu dies w ae^. .'//!''''' beucu Rcchlcs dcr Toullirche, uud so lana? ^errp'^"""' das Recht c,ue Gcltuug hat, muß wohl d?r,c. a7 '^ ^ ^"' ^cu"^.^^ kauft, bei der ^rw^.^^deffelb^e^^ nudP^eNe^.^'^^^ als Vernetung dcr Coum.unc bci Fest ^m"?^,^ »^ uuug, die nicht ucu, soudcrn „ack d.,. ^» «s. ^'edhofsOrd Vtädte nnd ge.uach.en Erfalru. geu d V l,ä!!n?^'' """" wurde die Anträge gestellt. da,; dcr Geiueindcra.h lein Wörtcheu weqe d. /^"^' Eoucordatsverhältuisse dabei xu wr?^ s^ le,dls,e„ Magistratositzliugeu y't der Bürge ue e^^ ?"' ^' den als Vcrtrctrr dcs Gcmeiudcrathcs a q wär . ""Meindclä't'cu uicht ciu Wörtchen. l" hatten dal.e, Gruudlagc dcr "eidc» Än^/ ""n nur au, Mid da. hochivürdigfte sürstbi,3>öf che Ord imr a d^^^'"'^ Orduuug bestätiget. ' ^ -.^oi!lar,a! d,e ssnedhofs Aus dcm Angcfiihrten wolle jeder 11».^,.. ^^ »oclchem Widersprüche mit diese,, Kasack ni^' ""b""'", i„ da» wegen der leidigen Con ^.^ ^'""""^ dcr Fcstsctzuug dcr Fricdhofs-Ordn u ,a >, " ." '7 °'" ''»issc be. dcr Glmcinderath lein Wachen ... ^"^tll'ch der t^uudi'. nicht eiiie arge E.itstelluug^^hch t'is?'^' '..""'"' da.' dcm ,chou 1W<», 1«l^ i^ vo,i d?n /.^ .. ^V^" '"'" "n uctcu da?ers.Ä?'l' """" abgeschlossene Coueordat schuld s . ^F^"' I"hre 1855 wcuig schuld, als a» der Eholcra, au Solferin ^'"^ """ '' - N'e.naud hat bei deu Auträgeu iir d Ndho. ^'V^"^ ,m Tcccmber 1^6 an das Eo'iis,^ ^ >> ^7, "F°'^ ' ^rdnuna hetze eiisime damals »och uich ' ll"i',^ Ä nn.'^ ?"7^"' aUeu. schuld sciu; es gehört eben zu u n Bi d n. "^'^e an e e m.t alleu Waffeu'zu lämpfeu^u ,7 w i^ ^" ^V" ^' da.ielbe lu unsrer Stadt nickt nach Wun3 ..,^.s ^ ^cge» ^tadtbcwohuer »och nicht qcnua ausa ^.?. / >' "7'' ""'«' emigc Prügel vo>u ^',auu d?s F?iod N ? ' ^.".>'° '"lisscn cuipfiudlichsteii Seil gerissen maen d p^ Ä"- ^'tl.chsteu nnd Ä»5drückc: „Moderner BaHn? u / dM 3 °'^7 di. g^chen, Gräbcr verlctzc.,, ^cbeude besudeln N. ^'"'dthat be, ^onne, deiner Rache fei ae.veil^" ^ /^. ?^''^ verschach^,. Pietät gcgcu Vcrstorbcuc a^p och,7//^^^^ derselbe,,'"5 t >m, zur Rachahiuuug vorhalte werd.n nm^ stclluugeu ^ugcu und falsche., jilägeu d"^,l "", d'ejeu E„t dlcGcumcher zu erbittern und so c, ae, '^"^ """ '"czusl.hr.,,, Iu Tricst uud Älagenfurt li,^ i.il ^ 6l."uordat ,u hetzen Gemciude, daher verwalte^ Eigcutbmn der selbcu. Uud doch ist die Fri7dlw7 ? ^"'^ ber Magistrat die-Grabsteine viel strcnqer « ,,, Ä ^'""g ^"t l^llglick, dc. graben a,,c besriliaet, dü'seu ? ^ ""/' ^ '^^'"" be.m l!.„. blribc» dcn Besitzern vor I.!.. > ^'/''^' ""W'""< ""den. .,..d gnnq, sous, wr dcu i) . ^ />l"dhoi<- .»fgchcixft zur Ve.fi, 2044 In Graz besteht diesbezüglich folgende Vorschrift : „<> die in der Mitte dco Fricdhofcö befindlichen ilrcnze nnd Grabstciilt lommen, wen» die (>)rabstelle nicht anf weilcrc Jahre abgelöst wird, zur Zeit, w» die Parzelle wieder umgegraben wird, dein -Eigenthümer des Friedloses (in Gra- ist derFricdyofCigcnthnm derKirche), welcher die basten nnd Auslagen für denselben zn tragen hat, ;u Gute; werden dann »ach Belieben verwendet oder an andere Parteien verkauft. !>) Bei sogenauutcu ssamilirugrab-Ilaltcn bat die Parlei das Monument, sowie wenn sich die Grab-stätle am Umfangs des Fricdhoseö befindet, fiir dic betreffende Pareclle auch dic Äufsilhriiüg der Mauer zn besorgen ii„d dic dosten zn bcstrcilcn und l>at so lauge daS Benü tz nng » recht ,die Partei wird nie Eigenthümer) als sie dc>ö Monument und da» Manerivcrl iu gutem Zustande erhält; beginnt das Monu» mcut nnd Manerwcrl zu verfallen, so ivird die Familie mündlich, schriftlich oder durch Zcitnngöblaltcr davon in Kcuutuiß gesellt »ud zlir anständigen Herstellung l-rmahut-, besorgt sic die Herstellung, so blcibt sie jerucr im Beuichuugsrcchle, wenil nicht, so fällt icher Jahr und Tag Grabstriu und Kreuz dcr Kirche zu, nnd die syrabstellc wird wieder an eine andere Parlci veräußert." Hicr in Laibach U'erdeu bis jcut uur die zerbrocheucu Grabsteine beseitiget: wenn aber im Verhältnisse zn den vergangenen 10 Jahren so viele Grabsttiuc neu gemacht werden, so wird auch tie Nolhwendigleit eintreten, alle allen zn entfernen. Tie GttM'iiideverlrctuinieu von Trieft, Klageufnrt und ande->.>n Städten stehen nnd handeln nicht nnler dem Druelc der leidigen Coneordatlvcrhältnissc — da« wird man wohl zugcbcu — fühlen anch eine Pielät für ihre theueren Perstorbeueu, lenurn anch die eilirten heidnifchcn Stellen, haben bei der Fricdhofs-^rdnnng alles mit;nrcden uud zn bcstiinmcu uud deuuoch muffen die dortigen Vesiimmnngen bezüglich der Grabsteine den „Lieb° l,,bsr" der Inschriftsteine mit weit größerer Entrüstung nnd Er-liülernng erfilllen, als die für Laibach bei den vermeintlich I e i d i g c n 6 o n c o r d a t 5 v e r h ä l t n i s s c u vorgeschriebenen 5s 8 und 9. Allein der „Liebhaber" tm»t w^der diesc nothwendigen geselj-licheu B.stiinmnngen iu andere» Städten, noch auch die Geschichte unseres Friedhcfö und die Anordiinngcn der Behörden, uud doch stellt er Anfcvderuugen, welche durch die Fricdhosv'ordnnngeu aller grosieren Slädie a!<< unausführbar crllärt werdni, und schleudert gegen die Verwaltung, scüiiil anch gegen die hohcu Vchordru wiche Voriulirse, da>) die Lrser glauben muffen, in Laibach treibe die Fricdhos^ucrwailung mit dcu Moiinmentcu ciucu nuerhörteu Van< ^ali^mn? uud habe uichl blos l"ine Pirlät sür die Verstorbenen, 'ondern auch lein mmschlicheö Gefühl. Aber die Gemeindevlrtrelnngeu nnd Friedhofsueriualtnngsn aller grui^cren Städte handeln nicht nach der Theorie, nicht nach rinem Ideale, sondern nach der Erfahrnug, nach dem strengen Ocbote der NothwendigleN; sie wollen nicht das menschliche Ge» suhl verletzen, sondern setzen das unausweichliche Gebot der Nüthwcndissln! und NuauSführbarleit über die Pietät. Diese« Gebot lautet: Au Friedhöfeu wolleu uud uiüssen auch die Angehörigen der Vieubegrabcnm daö Recht haben, Grabsiciue zu fetzen; wenn nun alle uicht Plah habeu, i'o müsfeu die allen weichen nnd den ueucn für einige Jahre dcu nämlichen Platz, ans;er wenn sie einen eigcnt h ü iu lichen uachiuciien, umraum.», sonst ivird der Friedhos in einigen Iahn» uicht mehr eine Vegrävniszstälie, foudern ein Muscniii alter Grabsteine sein, '5lr „Liebhaber" mnß friihrr ein Museum zur Ausbewahruug aller Orabsteiiie, eincn Houd nnd ciil Eomit!': für die Herstellung der zerbrocheulil besorgen, und endlich alle zrhu Jahre cineu uenen Friedhos cirichlcu, So lange ihm die« uicht möglich ist, löuneu auch wir nicht anders, als ausdrücklich, iingeachtet aller seiner Drohung, Erbiuernna. nnd Liürüstling, erllären: Wir müssen die alteil zerbrochenen Grabsteine entfernen, weil wir lein Museum ;u ihrrr Anlbcwahruug, leinen Fond ;n ihrer Herstellung haben. Wir müssen jedes zehnle Jahr die Gräber „mgrabeu, weil wil nichl alle zehn Jahre einen iienrn Friedhof herstellen tünue». Wir mlissen ^ie alten Grabslmir von den Gräbern entfernen, d!»M!< auch den ^lelibegrabenen für die gleiche Anzahl von Jahren Grabsteine gesetzt werde» toünrn, wozu sie anch das gleiche Recht habrn. ssriedhof-Verwallnug. Laibach, ani 27, Deeembrr 18<>7. Nekrolog. Am 2ii. d. M. starb hier der jubilirte k. t. Ober» landc^gcvichl^ruth Hcvr LucciS Ritter von Luschau, Doctor dev sämmtllchcil Rechte lind Ritter des Ordens der eisernen Krone. Der Verewigte ist durch die Tnchtigtcit nnd Ans-daner, mit welcher er sich auö den beschränktesten Vcr< yültnissen bii< zn seiner hohcn Stellung aufschwang nnd seinen bürgerlichen Alainen durch eigenes Verdienst adelte, das nachal)mcnöwcr!l)cst: Muster für unsere Lcmdslcute, anS deren Mitte so mcmchc nin 5t»üscr und Vaterland ucrdientc H^änner hervorgegangen. Der Verstorbene, im Jahre 17«<^ zu Safniz, im Ojcrichtsbezirtc ^ack, als Sohn armer Eltern geboren, bewährte schon in den Studienjahren seine Tüchtigkeit, indem er, mit der Mühsal dcö AvotcrwcrbcS ringend, seinen Geist mit unermüdlichem Fleiße bildete und es dahin brachte, das; er im Jahre-1814 nach erlangter juridischer DoctorSwürde in den Dienst der t. t. Vankal-gefällenadministration in Wien treten konnte. Schon im November 1814 wnrdc er zum Examinator der damaligen Gcfällenadministration in ^aibach ernannt, mit allerhöchster Entschließung vom l<). September 1818 als Rathsprotokollist beim Stadt« und ^andrechtc in Carl-stadt in den Iustizdienst übernommen, mit allerhöchster Entschließung vom 17. Juli l82^ zum böhmischen ^and-rcchlc in gleicher Eigenschaft übersetzt, am 17. November 1823 zum RathSftrololulllstcn des AppellationSgcrichtcs in Prag, mit allerh. Entschließung vom 25. October 1824 zum Stadt- nnd ^ndrathc in Laibach befördert, mit allerhöchster Entschließung vom 23. Jänner 1830 auf sein Ansuchen in gleicher Eigenschaft zum tärntnischcn Stadt« und Landrcchtc übersetzt uud mit allerhöchster Entschließung vom 18. März 1837 znm iuucrösterrci' chisch-lüstcnländischcn AppcllationSgerichtsrathc in Kla< genfurt ernannt, in welcher Eigenschaft er im Jahre 184!) der Commission zur Einführung des nencn IustizorganismuS in Kärntcn nnd Krain beigegcben wnrdc, welcher ehrenvollen und wichtigen Mission der Verewigte mit Aufopferung nnd dem glänzendsten Erfolge entsprochen hat. In Berücksichtigung der vorzüglichen Verwendung wurde derselbe mit allcrh. Entschließung vom 13. Jänner 1850 in der Eigenschaft eines Rathes bei dem uorbestandcnen OberlandeSgcrichtc in Klagenfurt belassen nnd mit der allerh. Entschließuug vom 1. Fe-bruar 1854 zum Rathe bei dem OdellaudeSgerichtc in Graz ernannt, in welcher Eigenschaft derselbe bis zum 2<>. Februar 185)5 fortdicutc. Der uucrmüdlichc Fleiß uud Diensteifer, die umfassende «ÄcsetzeSkcnnlniß, Umsicht uud Genauigkeit, mit welcher der Verewigte dnrch mehr als 30 Jahre als Rath erster nnd zweiter Instanz sich dem allerhöchsten Dienste widmete uud zn einer gerc» gelten Inslizpflcge in dcn Hcrzogthümcrn Kärutcu uud Kraiu wesentlich beitrug, die besondere Treue uuo An« hänglichkeit, welche derselbe während seiner langen Dienst« zeit stets gegen das durchlauchtigste Kaiserhaus nnd den Staat bewies, erwarben ihm bei der wohlverdienten Iubilirung die allerhöchste Anerlennnng der Verleihung dcS Ordens der eisernen Krone dritter Elasse, welche die Erhebung in den Ritterstaud des österreichischen Kaiser-staateS zur Folge hatte, beider war die Gesundheit des Verewigten, als er in den wohlverdienten Ruhestand übertrat, ourch die Anstrengung eiucr laugjährigcu, an» strengcnden Dienstleistung tief erschüttert und ein lang» wierigcS, schmerzliches beiden fesselte ihn bald an da« Krankenbett. Eincn Beweis frommer Pietät gab er noch in seinen letzten Lebensjahren, indem er ein Altarbild für die alt« ehrwürdige Wallfahrtskirche Ehrengrubcn, seiner Heimat, gcgend, durch eincn kärntnerischen Maler in echt tünst-lcrischcr Weise ausführen ließ, welches gegenwärtig bis zur Aufstellung, in der Kirche der E. E. F. F. Urfuli« nerinnen anSgestcllt ist. Dic Standcsgenosscn des Verewigten rühmen feine tiefe GesetzeSkenutuiß, uud alle die ihm sonst näher standen, nicht weniger die strenge Rechtlichkeit uud das GcrcchtigteitS« gefühl, die ihn in allen seinen Handlnngcn beseelten. Seine Angehörigen beweinen in ihm dcn liebevollsten Vater und fanden in ihrem Schmerze nnr einigen Trost in der Wahrnehmung, welche allgcmciuc Theilnahme daS Hinscheiden dicscS wahren Biedermannes begleitete. Friede seiner Asche! NtUtstt V«st. Wien, 2i). December. Die letzten der Bildung deS cislcithanischcn ^andeSministcrinmS im Wege gcstau-denen Schwierigkeiten sind beseitigt. Dr. Giskra hat sich gestern nach Brunn begeben, um der dortigen Gemeindevertretung scine Ernennung znm Minister officiell mitzulheilcu n.id gleichzeitig anf seine Stelle als Bürgermeister Brünns zn rcsignircn. Die den ministeriellen Theil des Ausgleichs betreffenden Gesetze haben bereits die a. h. Sanction erhal» ten nnd werden demnächst znr Publication gelangen, da die entsprechenden ungarischen Gcsctzartilcl gleichfalls bereits sanctionirt sind. Für dcn Zusammentritt der Delegation konnte lein bestimmter Zeitpunkt firirt werden, da derselbe von der Wahl der Delcgirtcn Ungarns abhängig ist. Wien, 29. December. DaS ..Tel. Eorr. Äur." schreibt: Wie uuS ans Fraulfnrl auf telegraphischem Wege angezeigt wird, sind von schwindlerischer Seitc falsche Pariser A ör sen c o nrsc in den hcutiacli Morgenstunden dort verbreitet worden. Dasselbe M' növer wurde auch bei uuS versucht, konnte aber nicht dc» gleichen Erfolg wie in Frankfnrt haben, da wir nicht einen Augenblick im Zweifel waren, daß dic imS z" gleichen, Zwecke alls Paris eingesendete gefälschte Emir-dcpcschc ans einer nnlantcrcu Quelle gcflosscu sei. Pest, 28. December. DaS königliche Rescript, welches die Gesetze sanctionirt, so wie diese selbst wurde» in beiden Häusern verlesen. Die D cp n tir tentafcl verhandelte und acccptirtc daS Gesetz bezüglich der gründ-büchcrlichcu Eiuvcrleibuug der Eiscubahncn und Ecmalc, worauf die Stimmzettel znr Wahl der Dclcgirtcn u»d Ersatzinänner abgegeben wurden. DaS Resultat wild morgen Nachmittags tuudgemacht. In der Mag na' tentafel wnrdc beschlossen, 5 Ersatzmänner zu wälM worauf die Stinllnzettcl zur Wahl der 20 Delegirten abgegeben wnrden. Es wnrden gewühlt: Haynald, Graf Alexander Erdödy, Graf Joseph Palffy, Baron Pa»l Scnnycy, Graf Anton Majlath, Graf Anton Szccsc", Graf Paul Eßtcrhazy, Graf Anton Szapary, G'"> ^adiSlauS Esaky, VadiSlnuS Szügycuyi, Graf Enlericl) Szccheuyi, Nikolaus Michailovits, Barou Nikolaus VlNi, Graf Georg Karolyi uud Paul Rainer. Da sonst n>> malld die absolntc Stimmenmehrheit erhielt, so wll^c die Wahl der noch übrigen 5 Delcgirteu so wie der 5 Ersatzmänner auf morgen vertagt. Dnblin, 28. December. Am Donnerstag hat eine Feuicr-Vandc auS den, Cartcllo'Thnrmc bei Queei'^ town Waffen nnd Mnnition geranbt. Keschästs-Zeituust. Vaibacl), 28. Tecember, Ans del» heutigen Markte s'^ rrschicncu: 7 Wage» mit Getreide, 15> Wagen nud ^ Sch's!^ (15> 5t!ns»cr mit Holz. DnrchschnittS-Prtist. Mtl.. ^liz.' "M^ 'M,>< sl. tr. fl. lr. st. ,,, ft.^ Wei^u pr, Metztn ^ 60 7 5,0 Antler pr. Pfnnd - ^>i..... ^ Korn „ "i- 4^!li Eicr pr, Blilcl —!5.0------- Holz. hart.. pr,Klf!. - 7^' Nindi!schmalz Psd, -5,2------- — weichri«, „ 5»^' Schiueincschmlilz „ — 44 - — Wein, rother, pr Spiel, frisch, „ - !l0------- (z,,^ l^ ' — ^eriiuchrrt .. — ^0,— - , — »vriszer „ -------1!l ^. «ottoziehung vom 25. December. Wien: 3 00 84 35 8 l. Graz: 4'.» 48 88 12 86. ilteteoroloMHe Nvolmchlullgeil m Kailiilch ^. UN. Mq.':',28..!2 .« .'l.,. windstill ganz b^w" 2«. 2 .. N. .';.'7.,-.,-> - 0.5 ii'iüdstill ganz bew. <»<" l0„ Äb. 32?.o>, — :l.,i windstill ganz bell,. U U. Mg. :l25,.^ - - Ihallc«b Nachmillag« heiter, große Klarheit der Vnft. Starte Abschüttle" de« Schnees an geneigten sonnigen FlNelml. Nachmiltag Zeiro^ mlstrizmnng a„« WsW. Adrnd« Wultenschichlen a»^ ÄZ"'' Äbendrolh. Alpeuglilhen, ElarkcS Fallen des Barometers. ^srn-.llwnrllicher Nldact,ur: Inua, v. ss !, i >-> m a n >' Dsuscnbericht. Wie:,, 27. December. Dir flaue Haüuug der Aorsc erstreckte sich auf alle GaMmgen deö Cfftctc>lmart!c«, welcher zur merklich crmäßigteu Noli; schlosj indesz Devisen '»'" Balliteu stc,fcr gefragt blieben. Geld ftilssig. H^efientlicke Tchuld. z. des Staates (für 100 fl) Geld Waare Iu ü. W, zu 5pCl. filr 100 fl 51,80 52 - In üsterr. Währuug steuerfrei !<;l'0 57.^ ", Stcueranl. in 0. V. u. I. 1864 zn 5>pCt. rüchahlbar . 88,50 88.75 '/, Eteueraulchcn in üst. W. . 8i>.-- 85.50 Vilbcr.Anlehrn uou 1864 . . 72.50 7 P^l. 100 fl. 78 25 78.75 Nat,-Anl. mit I^n.-.Coup. zn 5V... 6^.70 Ü4 80 " » „ Avr,-u»>, ,,,/(> 22.- Toluaineu 5per^ >» Silber l,0-l,2.'. 104.75 li der Kronländer ls'il' KX) fl.! 0 87.50 Böhmen . . , . „ 5 „ !«1.5)0 '^2.50 Mähren .... „5 „ f<8.50 89.50 Schlcsieu ... „ 5 „ 8<'».l« 87.:0 Stelcrlnail ... „ 5 ,, 88.-- 89.— Ilugarn.....„ 5 „ «i9.- Eroatieu uud Slauouien „ 5 „ 70. - 70.50 Galizicu .... „5 „ tt^.5>0 «4. - Siebiubnrgcu ... „ 5 „ ft3.2ü 63.75> Buluviua .... „ 5 « 03.-- 64. Uug. m. d. V,-6. 1867 .. 5 „ «6.- 66.5l) Tcm.B. m. d.V.-E. 186? „ ü „ 65.- 65.:,0 Acticn (Pr. Stilct), Nationalbaul (ohue Diuidcude) li',9.— il7I.— K.Ferd.-Nordb.zu I000sI. ö. W. I6i»7.- 1700 .-Kredit-Anstalt zu 200 ft. 0. W, 182.80 182.00 N.ä, EScl,!n.-Ocs.zu500ft.ü.W. 615.- 618.— G.-E.-Gzll200sl.LM, 0.500 Fr. 240,^0 2^0 <>,) Kais. Llis. Bahu zu 200 fl. ^M. 13!<. - 1»!»/.0 Sild-nordd Vcr.-V.200 „ ,. 131.5,0 131.75 Sud.St.-.l.-uen,u,z,:l.H.200ft. 167.75» 168.. Gal, KarlVuz-B z.20<>fl «Pfandbriefe (sllr 100 fi.) ^lational: ^ banl auf ^ vcrlosbar zu 5'/. 9640 i'6.60 /, „ 89.75 9<»... Allg. üst, Bodcn-Ercdil-?lnstalt verlosbar zu 5°/. in Silber 1"3.— lU4 — livse (pr. Stück.) Cted.-N.s.H,u.O.z.100fl.ü.W. 128.75 129. D°«.-DlnPssch.-O.,.NX)fl. w^' Hamburg, für 100 Marl «anlo 8!» >"» i»<'.^ i,'oudo» silr 10 Pf. Stcrliug . 121 45 121. ' Pari« sllr 100 Frauls . . . 48.3» <<"' Cours der Gcldsortell Geld Waare K. Miinz-Ducatc« 5 fi. 77^ lr. 5 si- ^ ^^ Napoleonsd'or . . 9 „ 70 „ ^ » ^^ " Nnss. Imperials . 10 „ - „ 10 . ^ " Vereinelhalcr . . 1 „ 78j „ I „ 78, " Silber . . 119 „ 50 „120 „ ^ '' Krüiüische Oruut'tlillaNuugs ^ Obligatloueu, ^' ' vatnolirung: 8? Orld, l»3 Waare