LllibachelKMtlma. Nr. 134 Prn nn >» crn < i o » » P lc i 0 : 3»! Comptoir gaiizj. sl. l>, !,,itt>i. fl. 5».5>o. ssiir dic Zustellung ins Hau« halbj. 5,0 lr, Mi« dcr Post g>i»zj. fl. 15», halbj. f!. ?.5U. Mittwoch, tä.Imü Inscrli onsgcbii hr bie lU Zeile» : Im»lIr., üm. > fl.; jonsl pi. Zcile l m. «l lr.. üm. «ll., 3m. I« l>. ». s. w. Insertil'üOstciiipcl jcdcSm. Wlr. l«7«. WWk^ Des h. Feiertages Westen er scheint die nächste summer am Freitag. Amtlicher Theil. Kundlnachnnss. Nachstehend wird die rcclificirlc Wählerliste für den Wahllörpcr des großen Grundbesitzes nach bereits abgelaufener Reclamationsfrist mit dem Beifügen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß den an, Lande wohnenden Wahlberechtigten des großen Grundbesitzes im Sinne des tz 25 der Landtagswahlordnuug ihre Legitimations-larten zu der am I. Juli Itt70 um 10 Uhr Vormittags im Landhausc zu Laibach stattfindenden Wahl von U) Abgeordneten für den Landtag des HerzoglhumS Kram nnter Einem im Wege dcr l. l. Bczirtshanpt-mannschafteu, jcncn in Laibach aber unmillclbar zugesendet werden, während an die außer Landes wohnenden Wahlberechtigten dieses Wahllörftcrs die Einladung ergeht, dic Legitimationstartcn entweder persönlich oder durch die zur Ausübung ihrcS Stimmrechtcs Bevollmächtigten beim t. l. Landcspräsidium zu erheben. ! Laibach, am 14. Juni 1870. Der l. k. Landespräsident im Hcrzogthumc Krain : Sigmund Freiherr Eonrad von Eybesfeld m. p. Wähler-Liste für den Wahllörpcr der großen Grundbesitzer im Herzog-thulne Krain. Ahaiik, Dr. Karl — Gairall. Upfaltrern, Otto Freiherr n. — Kreuz, Oberstem, Münlcndorf. Apfallrern, Rudolf Freiherr v. — Freilhurn, Glün- hof und Krupp. Attems, Antonia Gräfin v., geb. Freiin v. Erbcrg — Lustthal. Alte ms, Friedrich Graf u. — Gnt Nann. Ancrsperg , Anton Alexander Graf v. - - Thurn- amhart, Strassoldo.Gilt, Gurkfeld. Aucrsperg, Alexander Graf v. — Villichgratz. Aueröperg, Grafen v., Alexander, Hermann und Alsons — Aüenthal und Radclstein. Aucrsperg, Karl Wilhelm Fürst — Ainöo, Goltschec, Pölland, Roßegg, Vornschloß, Seisenberg und Wcixcl- burg. Au ersperg, Gustav Graf o. — Motrltz. Auerspcrg, Josef Maria Graf v. — Aucrsperg mit incorporirlen Gütern Soncgg und Nadlischcg. Barbo « Waxenstcin, Josef Emannel Graf v. — ssioisenbach und Watzenberg. Bau mg arten, Johann, Erben — Wiloeneag. Berg, Gustav Freiherr v. und Louise geb. Freiin v. Mandel — Nasscnfuß mit dcm incorporntcn Gulc Sagoritzhof, Thurn unter Nasscnfuß. Blagay. Ludwia Graf Ursini v. — Wcißenstein. Boh'inz, Andreas, Pfarrer in Zirklach - Pfarrhof Znllach. ^. Codelli. Fahnenfeld. Anton Freiherr v. — Thurn an dcr Laibach, Weßnitz. . . . ^. Coroni » i - Cronberg, Carl Gras v. — yopfcnbnch. Couden hove, Max Graf v. - D.-R.-O. Com- menda Laibach. Dclella, Johann Erben- Wartcnberg. Dollenz, Ludwig — Nußdorf. Dollenz, Anton - Präwald. Domprobst ei Laib ach - Capitclg.llcn St. Vc>r- thelmä und Schlllscnbcrg, dann mehrere mcorpomtc Pfarren. . ^ ährenreich, Moriz v. — Ponov.tsch m,t dcm >n- corporirtcn Gute Fischern, "ich ten au, Adolf Ritter v. — Slrugss. Nichte „au, Eugen Ritter v. - Prc'ßek. pichten au, Toussaint Ritter v. — Volautschc Florian. Karl - Florian'sche Spitals- und Pcga> ^ Nische Rcalgilt. "riedau. Franz Ritter o. — Gradatz, Vastava. ^ Weinih. "Uchs, Dr. Anton, Erben — Overgürtschach. ^alle, Karl ^ Freudenthal. ^ariboldi. Anton Ritter u. — PcpenSfcld. ^arzarolli.TH urn lack, Andreas Edler v. -^ Adlershofen. Germ, Karl ^ Wcinhof. Gozzani, Ferdinand Marquis v. — Wolfsbüchel. Grcßel, Maria — Treffen. GutmannSthal - Bcnucnutti, Ritter v. — Sa- venstein, Weixelstcin und Hotcmcsch. Hart, Wenzel (frühere Besitzer Porlmannund Weiß) — Obercrtenstein. Hcß, Antonia — Mottling. Hom ätsch, Anton — Tschcrncmblhof. Hof fern, Johanna v. — Egg ob Podpelsch. Hohc n wart»Gerlach slc i n , Karl Graf v. — Raunach. Ierman, Viktor — Vigaun. Iombart, Julius — Klingcnfcls und Swur. Iuvanz, Franz — Grundclhof. Koschir, Alois, Pfarrer. — St. Ruprecht Pfarrgilt. Koslcr, Johann — Orlenegg. KoSlcr, Peter, Dr. Joseph und Johann, und Maria Obrcsa — Lcopoldöruh, Glcinitz. Krainischc In d ustr iegcsellschaft — Iauerburg. 5t uralt, Thcrcsc — Thu:n bei Scmitsch. Langer v. Podgoro, Franz — Poganitz. Breitenau. Langer v. Podgoro, Ida gcbornc u. Fichtenau — Luegg. Lanthieri, Karl Graf v. — Wipp^ch, Slapp. Lazzarini, Lndwig Freiherr v. (Erbcn) — Iablanitz. Lazzarini, Heinrich Freiherr v. — Flüdnig. Lichtenbcrg, Johann Ncp. Graf v. (Erben) — Hallerstcin. Lichtenbcrg, Seisricd Graf v., und Anna geb. Gräfin von Aucrspcrg — Lichtcnbcrg, Praftrctsche. Lippiza, — Hofgestiit. Löwcnfeld, Moriz — Nalschach, Scharscnbcrg, Schar- fcnstein. Mach, Johann - Großslatlcnet Machortschitsch, Franz. und Moscr, Johann — Abramsperg'sche Gill. Malli, Ignaz — Podwci,,. Margheri. Albin Graf v., und Josephine gcl,. Gräfin Coreth — Wördl. Margheri, Albin Graf v.. und Silvine Freiin von Apfaltrcrn geb, Gräfin Margheri — Allenbura. Marchhard, Joseph, und Earl Hirsch in Wien — Zobelsbcrg. Mayer, Joseph — Leutcnburg. Mühle iscn. Johann Ncft. — Gcrlachslein. Nugent, Arthur Graf v. — Kostet. Pelikan. Wilhelm — Nolhcnbüchcl. Pirlovitsch, Franz — Unlcrlolowrat. Pirnat, Maximilian ~ Tufstein. Porta, Josephine ^- Steinbüchel. Porcia, Alfons Serafthin Fürst v. — Prem, Scno- sclsch. Prest ranegg — l. l. Hofgestüt. . Probstci Rudolfs werth — Rudolfswcrth Kap,- Rastern, Nikomcd Freiherr v. -^ Schcrenbüchel. Rech bach. Barbara Frciin u., geb. Gräfin Thurn- Valsassina — Kreutberg. ^.. . ,, Rcya-Castcllcto, Felix v., und Frau Isabella v. Nolne?°° Alois Freiherr v. -- Arch, Unterradelstein. Rolh, Anton — Gcrbin. ...«,,^. Ruard, Victor — Insclwcrth, Probstel Veldes. Nudcsch, Franz — Klcinlack, Dragomel. Rudcsch. Josef — Ncifni^. Nudcsch, Carl — Fcistenbcrg. Savinschcg. Dr. Josef — Möttlmg. Schaffcr, Eduard — Weinbüchel. Schinka, Johann - Untcr.Erlcnstein. Schwcgcl, Josef — Grimscti'lsch. Seunig. Josef (Erben) - »cple. K ^ Po« ch, Maurische Gilt. Out Strobelhof und W.tl chwald-Gilt. Slrbensti, Anton Freiherr v. - Malthcser-Ord.- Eommcnda St. Pctcr. Sladouilfch. Ferdinand — Tscherncml,!. Smola, Anlon — Stauden. Starre, Michael — Mannslnüg. Strahl, Ednard v. — Altcnlack. Sulkowsly. I°scf FNrst v. - Nemnarlll. Syre. August -^ RupcrtShof. Tcrvinz. FideliS — Kallcnbrunn. T ,f e Ve»no Freiherr v. - Weix^ach. Tliurn-Valsassina. Hyazinth nnd Gnstav Gra° c„ v — Radmannsdorf'und Wallcndurg. Trenz' Ferdinand Adolf Draschlovitz. Urban ciö. Eduard - Hösicin, Stermoll. Urbancic. Johann — Thurn unter Ncudurg. Valmagini, IxliuS v. — Reitcnburg. Vcstcnel, Moriz Ritter v., und Anna geb. Sauen» stein — Ncudcgg, Schncckenbüchel. Voll mann, Anna — Nenhof. Wassitsch. Raimund Grailach. Widmcr. Garlholomäus. Fürstbischof — Gürtschach, Pfalz Laibach. Wilcher, Friedrich — Steinberg. Windischgrätz, Hugo Fürst v. — Wagensberg. Windischgl ätz, Weiiund Fürst (Eiben) — Haas- bcrg, Loitsch, Lucgg, Slallencgg. Wolle nsperg, Flanz Freiherr v. — Selo. WoltcnSprrg, Alignst Freiherr v. — Bur^stall. Wurzb ach - Tau nen b erg, Karl v. — Ebensfeld, Schwarzenbach und Geschieh rccte Tannenberg, Wurz bach - Tannenbcrg, Dr. Julius v. — LandS- preis. Zoi S < Ed c lstein, Nnlon Fieihcrr o. — Egg ob Klainburg. Nichtaintlicher Theil. Wien, 10. Juni. Seit die Verhandlungen mit den EzechenfUhrcrn in Prag mit einem grellen Mißton abgebrochen wurden, hat sich die Aufmerksamkeit der misgleichsfreundlichen Kreise ungetheilt wicdcr den Polen zugewendet. Sympathisch waren uns die Lctzercn ohnehin immer in weit höhcrem Grade, als die starrlöpsigen Böhmen, welche die wahrhaft evangelische Geduld dcr Regierung auf eine harte Probe gestellt halten. Jedermann, der es ehrlich und aufrichtig mit dcm „Reiche" hielt, dilligte daS letzte an die böhmischen Declaranlcn gerichtete Wort dcr Regierung, Den Rcichescinden mußlc in der entscheidenden Stunde mit dcm gangen Ernst des guten Rechtes entgegengetreten werden. Und so geschah cs auch. Es fragte sich nur. ob dcr jüngst von dcm Lcmberacr Föderalisten Smolta und seinem polnischen Anhange mit den Präger Decla« ranlen geschlossene Bund nicht von schlimmer Wirkung auf die Parteien in Galizicn überhaupt sein werbe? Smolka halle sich von dem Ministerium Potocli feierlich losgesagt, wcil dieses den ans ihre „oerncuerte Lan» dcsordnung" erpichten Dcclaranleu die Faust gezeigt und den böhmischen Landlag nicht aufgelöst hatte. Erbost darüber, berief er nach Lcmbcrg eine Pailciconferenz, in welcher er seiner jüngsten HerzcnSschwächc, dcr Hinneigung zu den „Brüdern an der Moldau." beredten AuS-druck gab. Es wäre keineswegs ohne Gedeutung für den weiteren Verlauf dcr Wahlbcwegnng in Galizien gewesen, wenn Sinolla's Phrasen gezündet hätten und scinc Anträge, welche darin gipfcltcn, nur solche Landtagscan-didatcn z» empfehlen, welche das Gelöbniß leisten, mit den Ezechcn Hand in Hand zu gehen, angenommen worden wären. Es lain jedoch ganz anders. Smolka's Antrüge erlitten einen glänzenden Durchfall, und der Lem-bcrgcr Voltsmann und Agitator, welcher gehofft hatte, für die Verbreitung Niegcr'scher und Palacly'fcher Ideen in Galizicn mit Erfolg thätig fein zu können, hielt es für gerathen, das Feld seiner schmählichen Niederlage mit einer Eonccnlrirung nach rückwärts, d. h. mit einem Rückzi gc, zu räumen. Diese Niederlage dcr polnischen Föderalisten und ihres Führers löimen wir aber als das Gewitter ansehen, welches den schwer umwölkten Horizont GalizienS gereinigt hat. Wir wissen nun wieder, wie wir mit den Polen stehen. Wir haben rS mit den alten uns wohlbc> kannten Resolutionistcn zu thun, welche zwar nickt in allen ihren Forderungen einig sind. die aber doch die Ooer-hcrrlichleit des Reiches bereitwillig anerlenncn. Immer streben die Polen die möglichste Selbsländigleit Gali-zicns an, allein sie pochen nicht auf ein specieUcs Staats-rccht und wollen nicht Zustände ins Leben znrückrufen, die sich längst überlebt haben und sich mit dem Eullur-! leben unserer Tage gar nicht vereinbaren lassen. Die Polen wollen unter Oesterreichs Schutz und Schirm Polen scin und bleiben, und nichts steht im Wcge, um diesen billigen, löblichen nnd gerechten Wunsch im vollen Umfange zn erfüllen. Freilich, wenn dic bantcrott gewordene Eentralisten-schule nochmals zur tonangebenden Macht im neuen Rcichsrathc wird, dann dürfte es den Polen wieder so gchcn. wie es ihnen jüngst ergangen. Jeder Buchstabe der Resolution wird mit ängstlicher Pedanterie anf die Goldwage gelegt werden, um am Ende doch nicht zu 962 wissen, welche der gestellten Forderungen gewährt werden solle, welche nicht. Ohne bestimmt vorgesteckte Ziele, ohne nähere Kenntniß der Landesocrhältnisse, ohne tieferes Verständniß des Voltscharakters wird man bera» then und berathen, heute widerrufen, was man gestern gewährt hat nnd schließlich eS gehen lassen, wie es eben geht. Allerdings sollte man es kaum für möglich halten, daß sich das klägliche Schauspiel der letzten Ausschußbcrathun-gen des Neichsrathes über die polnische Resolution in zweiter Anflage wiederhole; gleichwohl wird man gut thun, sich auf alles, also auch auf die Wiederkehr derselben Fehler und Mißgriffe gefaßt zu machen. Indessen waren ja — wie wir wissen — die Punkte der polnischen Resolution erst unlängst wieder der Gegenstand reifer und eingehender Berathungen. Der Ministerpräsident Graf Potocti hat bekanntlich mit seinen Landsleutcn Ausgleichs-Verhandlungen gepflogen, über welche wir zur Zeit berichtet haben. Im Gegensatz zu den Verhandlungen mit den Chechen nahm der Verkehr mit den polnischen Notabcln seinen regelrechten Verlauf und im besten Einvernehmen trennten sich die Parteien. Wir hatten dieses Ergebniß erwartet und fanden es ganz und gar nicht verwunderlich. Wohl aber wunderten wir uns über die Mühe, welche sich die Neider des jetzigen Cabinets gaben, um den Sachverhalt so lange zu drehen und zu wenden, bis das Verdienst des in Aussicht stehenden „polnischen Ausgleichs" nicht dem Grafen Potocki, sondern dem Ministerium Hasucr zugeschoben werden konnte. Es war nämlich in einer politischen „Coulissengeschichte" zu lesen, daß die zwischen dem Grafen Potoeki und den polnischen Vertrauensmännern vereinbarten Punktationen genau und wörtlich den Ministcrrathsprotokollen aus den Monaten Februar und März, also aus der Zeit des Ministeriums Hasner, entnommen seien. Daraus soll nu» gefolgert werden, daß Hasner bereit gewesen war, den Polen gerade so viel zu gewähren, als im jetzigen Augenblick Potocki. Das Maß der Concessionen hätte also nach dieser Les-art der jetzige Ministerpräsident bereits abgegrenzt gefunden und er hätte nichts gethan, als das in den Protokollen enthaltene „schätzbare Material" seinen Landsleuten gegenüber nützlich verwerthet. An dieser Darstellung zeigt sich wieder der Pferdefuß nur gar zu deutlich. Wenn nämlich dem jetzigen Cabinete etwas gelingt, so sind gleich die neunmal Weisen hinterher, die uns vordemonstriren, die „Bürger-minister" haben ja ganz dasselbe gewollt und hätte man dicsen Herren nur Zeit lind Muße gegönnt, so hätte sich die richtige Wahl ihrer „Standpunkte" und die Unfehlbarkeit ihrer „Lehrmeinnngcn" glänzend bewährt. Weil nun das Ministerium Hasner sich allerdings auch mit der polnischen Resolution befaßt Hal und befassen mußte, so wird uns glauben gemacht, daß Graf Putocki nichts sei, als ein Plagiator der nnstcrli-lichen Hasncl'schen Ideen. Nun wissen wir zwar nicht, ob sich Graf Potocki in die Lecture der hinterlassenen Werke seiner Vorgänger, als welche die Ministerraths' Protokolle immerhin gelten können, vertieft hat; aber das wissen wir, daß die Pnnttalionen des gegenwärtigen C'ibinctschcfs keineswegs die Hasncr'scheu Concessionen decken. DaS Ministerium Hafner tapple in den Irrgängen der polnischen Resolution wie ein Blinder herum Mlillelml. Charles Dickens. London. 9. Juni, Charles Dickens ist gestern Abends gestorben — eine Trauertunde, welche die ganze civilisirtc Welt mit tiefer Theilnahme erfüllen wird. Die Aerzte hatten fchon vor einiger Zeit ihm die Fortsetzung seiner Vorlesungen untersagt; doch hielt man seinen Gesundheitszustand nicht für ernstlich bedroht. Es scheint aber, daß er sich zu spät erst die Ruhe gönnte; und wer weiß, ob es ihm überhaupt möglich war, der allzu regen Thätigkeit seines beweglichen Geistes einen Zügel anzulegen? Vorgestern Abends traf ihn ein Gchirnschlag; dem Telegramme, welches uns diese Nachricht meldete, folgte ein anderes auf dem Fuße, welches uns von der bctlagcnswerthen Folge dcS Anfalles, dem Abschlüsse des reichen Lebens, in Kenntniß setzte. Nur um fünf Jahre hat Dickens seinen berühmtesten Nebenbuhler auf dem Felde des Humors überlebt, mit welchem er fast zu gleicher Zeit geboren wurde. Thackeray erblickte 1811, Dickens 1812 (am 7. Februar) daS Licht der Welt. John Dickens, der Vater, war damals im Marine-Zahlmeisteramt zu Portsmouth angestellt, siedelte aber, als der Krieg mit Frankreich zu Cnde war, nach London über, wo er sich als parlamentarischer Berichterstatter für dlc Presse beschäftigte. Der junge Charles wurde einem Rcchtsanwalt in die Lehre gegeben: doch drängte seine schriftstellerische Neigung ihn bald in die Journalistik, und er ließ sich als Berichterstatter von dem „Morning Chronicle," welches damals auf dem Gipfel seines Ruhmes stand, anwerben. In diesem Blatt erschienen Dickens' erste Arbeiten: „Skizzen aus dem englischen Leben und Charakter," die er im Jahre 1830 unter dem Titel „Kkotcnos d)' Ijs»/." gesammelt herausgab. Seine Gabe, Scenen des wirtlichen Lebens darzustellen, und gab nach, wo es nicht nachgeben sollte, und verwehrte, wo daS Gewähren am Platze gewesen wäre. Giaf Potocti dagegen wußte auf Schritt und Tritt, wo er sich befand, und hatte das Interesse des Reiches, trotzdem daß er selbst ein Pole ist, weit mehr im Auge, als seine deutschen Vorgänger. Er wußte genau, wie weit er der Forderung nach einer „verantwortlichen Landesregierung" entgegenkommen dürfe, während Herr von Hafner eS — rund herausgesagt — nicht wußte. Kurz, Graf Potocki ist keineswegs in den ausgetretenen Fuß» stapfen der Hasner'schen Aera gewandelt und hat sich crlanbt, seine eigenen Ideen über den „polnischen Ausgleich" zu haben, Ideen, die unserem Oesterreich weit mehr zu Statten kommen werden, als die verworrenen und widerspruchsvollen in den für classisch ausgeschrieencn - Ministerrathsprotokollen. PoNttsch^ Uebersicht. Laibach, 14, Juni. Se. Majestät der Kaiser Ferdinand ist Sonntag zum Sommeraufcnthalte nach Ploschtowitz abgereist. Nach Berichten aus Lima vom 2. Mai war an diesem Tage von Sr. l. und l. Apostolischen Majestät Gesandten in außerordentlicher Mission, Conlreadmiral Baron v. Petz, der Freun dschafts-, Handels- und Schiffahrtsvertrag mit dem Freistaatc Peru unterzeichnet worden. Alu 4. Mai beabsichtigte der genannte Missionschef mit seinem noch übrigen Gcsandt-schaftspcrsonal ans einem Localdampfcr die Reise nach Valparaiso anzutreten, um einen gleichen Vertragsab schluß auch mit dem Freistätte Chile zu erzielen und sich mit Sr. Majestät Fregatte „Donau," welche im Hafen von Honolulu in Reparatur zurückgeblieben war, wieder zu vereinigen. Die Beschwcrdcschrift der „A gramer Bürger," welche die bekannte Deputation Sr. Majestät nnter-breiten wollte, soll, wie „Nar. Nov." erfahren. aus der Cabinetstanzlei an die croatische Landesregierung zur Amtshandlung gelangt sein. Dieselbe betrifft die bewußten Vorgänge bei der Iellacic'-Feier. In der am 9. d. M. abgehaltenen Sitzung des italienischen Senats wurde dein Minister des Acußern. Herrn Visconti-Venosta, durch den Scnalor M amiani die vollste Zustimmung des Hauses zu der von ihm in mehreren auf der Tagesordnung stehenden politischen Fragen angenommenen Haltung ausgesprochen. Gleichzeitig wünschte Mamiani, wie auch bereits lcle-qraphisch angezeigt worden, noch cmigc Aufklärungen. Er wollte nämlich wissen, ob Italien sich den von an-dcrcn Regierungen gegen die Beschlüsse des ökumenischen Concils erhobenen Protesten angeschlossen habc. Er fragte ferner, ob hinsichtlich der französischen Occupation im Kirchenstaate, welche im Widersprüche mit der von der französischen Regierung abgegebenen Erklärung über den Fortbestand der Scptcmbcrconvention stehe, neuerliche Schritte von Seite des Ministers des Aeußern gethan worden seien, und wünschte endlich einige nähere Erklärungen über die unselige Katastrophe von Maralhon. Der Minister des Aeußcrn, Visconti - Vcnosta, beantwortete, nachdem er Mamiani für seine gütigen Worte gedankt, diese Fragen in folgender Weise. Dem Grundbewog die Verleger Chapman und Hall, ihn zu einer größern Arbeit aufzufordern: und es erschienen in monatlichen Heften nun die seitdem so berühmt gewordenen ,,?ioKwicK I^PLI'g." Als der Verfasser Boz sich im Jahre 1838 entlarvte, erglänzte der Name Charles Dickens plötzlich unter den ersten Sternen des litcrarischen Himmels. In rascher Folge erschienen andere Werke, welche dem vielversprechenden Anfange lreu blieben: Oliver Twist, Nicholas Nickleby, Meisttr Humphrey's Wanduhr, und wie seine späteren Erzeugnisse bald das Eigenthum der Wclt wurden. Im Jahre 1842 besuchte er die Vereinigten Staaten und veröffentlichte als Frucht seiner Reise die „amerikanischen Noten," welche ihm wegen ihres scharfen Urtheils die Herzen der Yankees allerdings nicht gewannen. Wenige Jahre darauf, am l. Jänner 1846, gründete Dickens, um die Tagesliteratur durch ein billiges, politisch und religiös freisinniges Blatt zu vermehren, die noch jetzt in der englischen Presse einen hohen Rang einnehmende „Daily News" und veröffentlichte in ihr die Erinnernngen einer kurz vorher gemachten Reise durch Italien. Von seinen vielen „Wcihnachtsbüchern" nennen wir nur das erste und berühmteste: „^ (.'jiri^ma« nn-oi"; als größere Romane folgten, um nicht alle aufzuführen: Domj)L) and knu, vg.viä ^npportioicl, lilolik 1-lou^o, ^ltti« ilorrit, Our Mutual ^ricma, welch' letzterer in seinem nenen Unterhaltungsblatte ^,11 U>l! ^0ur Ilounä erschien. Die Bitterkeit, tmlche die „^mbricuu 5l0l,0tt" in den Gemüthern der in ihnen Geschilderten zurückgelassen hatten, verwischte er durch einen zweiten Besuch, den er den Vereinigten Staaten unlängst machte; eine Reise, die einem wahren Trinmphzugc glich und ihm außer den Lorbeerblättern des Ruhmes auch klingende Dollars und rauschende Greenbacks in literarisch unerhörter Zahl einbrachten. Kein Schriftsteller dieses Iahrhunders hat auf daS englische Volk einen so tiefen und nachhaltigen Einfluß 963 an Frankreich abzutreten. Diese Colonie ist Gam dien in Afrika, welche an die französische Sene-gal-Colonie angrenzt. Dcr Unter-StaatSsecretär der Co-Ionic,,, Monsell, machte am 10. d. dem Parlamente davon Mittheilung. Er sagte: Die Unterhandlungen haben zu dem Entschlüsse der Abtretung Oambiens geführt. Minister Gladstone fügtc hinzu, diese Abtretung werde (was sich übrigens von selbst versteht) erst dann giltig, wenn das Parlament sie gutheißt. Nebenbei gesagt, die ganze Colonie Gambien ist nur eine Quadratmeile groß und zählt 7(XX) Einwohner. Die Ausgaben für die Colonie betragen jährlich 1!>.(X)0 Pfd. St., eingenommen werden dort dagegen 22.000 Pfd. St. Die Ausfuhr betrug in den letzten Jahren durchschnittlich 214.000 Pfd. St., die Einfuhr 193.000 Pfd. St. Da« offiriellc Blatt der russischen Regierung veröffentlicht ein Circular des auswärtigen Amtes vom 8. d. M.. durch welches die Versetzung des Baron Brunn ow von London nach Paris und die Ernennung des russischen Gesandten in Wien, Fürsten Nikolaus Orlow, zum Botschafter bei dcr Königin von Großbritannien kundgemacht wird. Nculychnlc allgemeine deutsche Lehrer-Versammlung. Dritter Verhandlungstag. Wien. w. Juni. Präsident Dr. Hofmann eröffnet die Versammlung um 9 Uhr Vormittags. Superintendent Schultzc (Gotha) referirt über die Wiederherstellung des im Jahre 1848 gegründeten deut« scheu LchreroercinS. Er erörtert zuerst den Werth dcr Lehrerassociation >m allacmcincn und a,idt dann eine kurze Skizze über die Gründung dcö deutschen Lehrer-Vereins in Eisenach in dcm sturmdcwcgtcn Jahre 1848 und dessen Auflösung nach dreijährigem Vcstaodc, 1852 Und 1856 wurden Wicderhcrsiellungsuersuchc in Kodurg-Golha gemacht und 1858 fand in Hannover die Vereinigung des deutschen Lehrertages mit dem norddeut« scheu Lehrerverelnc stalt. Redner beantragt, daß dcr deutsche Lchrcroerein nach dem Eisenacher Statut wieder hergestellt werde. Herr BercnS (Brauuschwcig) empfiehlt, eS möge sich die Versammlung einmüthig für den bisherigen Forlbestand der deutschen Lchrcrvcr ammlung cmssprc-chcn. (Beifall.) Professor Richter stellt den Antrag, es mögc in Anbetracht des ncacowärtiac» Standes der Gesetzgebung und politischen Sachlage, welche eine Dreicheillina. Deutsch, lands begünstige uud den deutsch-östcrrcichischcn Lehrern die Velhciliguug vielleicht unmöglich machen tonnte, übcr den Antrag auf Gründuug eines Lehrcrvcrcins zur Tagesordnung übergegangen werden. Auch Dr. Ricke und Dr. Lübeu fprechcn sich für die Abhaltung der Lehrertage in der bisherige» Wcisc aus; statutarische Bestimmungen, wie sie dcr Lehrer-Verein nothwendig haben müsse, beengen die Freiheit und gestatten einer möglichen Bevormundung Raum. Lehrer Schütz (Magdeburg) ist ähnlicher Meiuuna., obwohl er die Vortheile einer dauernden Vereinigung Mit einer permanenten corporative» Vertretung nicht verkennt. Director Köhler plaidirt für allgemeine Lehrcrver« sammlung. Petfch (Berlin) richtet die Bitte an die Versammlung, die in Berliner Lchrerkreisen angestrebte engere Vereinigung nach bester Kraft fördern und begünstigen zu wollen, da ihm die kurz bemessene Zeit nicht vcr> statte, den in Berlin behufs Gründung cines deutschen Lehrervereines entworfenen Plan eingehender zu bc« gründen. Hierauf wird der Antrag auf Ucbergang zur TageS-vrdnuna angenommen. Nächster und letzter Gegenstand der Verhandlung ^ütigtcit geltend machen können, wozu sie die Be-layluung und den Beruf in sich fühlt. Den weiteren Satz, Erwerb als Zweck der Frauenbildung führe zur Sklaverei, bekämpft die Sprecherin gleichfalls; als alleiniges Ziel sei der materielle Erwerb gewiß schädlich; allein die Arbeit, welche den Mann frci macht, warum soll sie nicht die Fesseln dcr Frau lösen? (Beifall.) Die Redncrin empfiehlt folgende Thefcn: 1. Das weibliche Geschlecht muß durch die Erziehung und den Unterricht auf seine specielle Aufgabe nach allen Seiten hin sowohl praktisch als theoretisch vorbereitet werden. 2. Erziehung und Unterricht des weiblichen Geschlechtes müssen derart gestaltet sein, daß das Mädchen nach vollendeter Schule mit solidem Wissen und Können ausgestattet ist, befähigt im klaren Denken uno sittlichen Wollen. Nur eine solche Basis wird das Mädchen befähigen, sowohl ihre erzicherliche Aufgabe mit Bewußt-fein zu lösen, als sie dasselbe tüchtig macht, in jede etwaige Fachschule einzutreten. Der nächste Redner, Lehrer Poll at, wird durch stürmische Schlußrufe iu feinen Declamationcn unterbrochen. Er beantragt, in jeder höheren Töchterschule Erzichungs-lehre als obligates Lehrfach einzuführen uud öffcntlichc Lchrcurse über Erziehung für Frauen abzuhalten, so wie Wandervorlcsungcn einzuführen. Lehrer Ioanovich (Scmlin) erklärt, nach seiner Meinung solle die Frau vor allem Hausfrau fein; jede andere Thätigkeit sei untergeordnet. Tolcsowski (Berlin) proclamirt volle Gleichbcrech-tignng der Geschlechter anf dcm Boden der Erziehung. Jensen (Bremen) theilt diese Anschauung, allein die den Geschlechtern gezogene Sphäre dürfe nicht überschritten werden. Der Naturstandpunlt lasse sich nicht verrücken; die weibische GefühlSsentimcntalität cineS Mannes sei ebenso widerlich, als die Emancipations' gelüste ciner Frau lächerlich erscheinen. (Beifall.) Director Heinrich aus Prag: Tausende von Kindern gehen zu Gruude, weil die Mütter nicht im Stande sind, sie zu Pflegen. Diese Lücke dcr weiblichen Bildung müsse ausgefüllt werden. Er empfehle daher die Thesen des Frl. Wairowitz zur Annahme. (Beifall.) Frau Sauti (Rudolfshcim) spricht unter Beifall für die Verwerthung der weiblichen Arbeitskraft im na> tional-ölonomischen Sinne. Die vernünftige Fraucn-emancipation wird und muß kommen. Man denke sich eine Familie mit fü»f Töchtern: waS sollen die allge-fannnt in der Küche machcn? Setzct Mütter in die Schule, die werden tüchtige Mütter heranbilden! Rcdncrin schließt mit dcr Aufforderung, es möge an alleu deutschen Lehrerbildungsanstalten das Studium dcr Anthropologie eingeführt werden. Die Versammlung schreitet hierauf zur Abstimmung und nimmt nebst dcu Anträgen des Frl. Wairowitz noch die folgenden Thesen dcr Herren Reif und Pollak au.- Äci dcr Heranbildung dcr Mädchcn werde außer dcr „Häuslichkeit" auch dem Zeitgeist Rechnung getragen, so daß jede deutsche Frau im Falle der Ehelosigkeit im Stande sei, sich eine ehrenhafte Existenz gründen zu können. An höheren Töchterschulen werde die Erzichungs-lchre als obligates Lehrfach eingeführt. In größeren Städten sind regelmäßig öffentliche Lehrcurse abzuhalten übcr Erziehung, mit befondcrcr Berücksichtigung der Behandlung dcS Kindcs in den ersten Lebensjahren. Die klösterliche Erziehung erseht nicht den Hort der Frauenbildung, die Erziehung. Präsident Hofmann theilt hierauf mit, daß München nicht der nächste ZusammcnlunftSort der deutschen Lchrerversammlung sein könne und daß es daher dcm Ausschusse überlassen bleiben müsse, einen geeigneten Ort ausfindig zu machen. In feinem Schlußworte wirft der Präsident cincn Rückblick auf die dreitägigen Verhandlungen, die, wie er hoffe, von wohlthätigen Folgen fein werden fiir die Lösuug von Fragen, wclchc. wie insbesondere die Rcli. gionsfrage. von dcr größten Wichtigkeit für die Entwicklung' der Menschheit sind. Er drückt sodann den Dank Sr. Majestät dcm Kaiser auS, der eS aestattct, daß sich die Lehrer hier versammeln (dreifaches Hoch!), dann dcm Ministerium, dem LandcSausschusse, dcm Ge-mcindcrathc, welche so bereitwillig uud hilfreich dcr Versammlung entgegengekommen, endlich den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Wicn für die gastliche Aufnahme und dem Ortsausschüsse für dcssen Bemühungen. . Der Präsident kommt sodann auf die Zwecke dieser Wandcrvcrsammlunaen dcr Lehrer zu sprechen. Noch sei die Aufgabe dcr Schule in ihrer ganzen Bedeutsamkeit nicht gewürdigt, deshalb sei es apostolischer Beruf dcr Lehrer, alle Fürsten und Regierungen anf die Wichtig» keit dieser Aufgabe aufmerksam zu machcn. ^ Wo Physische und geistige Noth bei den Lehrern ^ herrsche, cin solches Voll sei nicht frci, fei noch in dcr ^ Sklaverei. (Stürmischer Beifall ) Die Schule hade die Aufgabe, Versöhnern, der Nationen und Confcssioncn zu scin. (Lana andauernder Beifall) Sie foll die Versöhncrin dcr verschiedenen Stufen' und Classen dcr menschlichen Gesellschaft scin. Die Schnlc b'ingt die Bildung ins Volk. und gebildete Völker hassen sich nicht. (Mimllcnlangcr stürmischer Beifall) Gebildete Völker wollen keiucn Krieg mit einander führen. (Wicdcrhollcr Beifallssturm) Die Schule soll den Frieden in das Gemüth dcS Volles bringen. Nur die Unwissenheit baut Scheiterhaufen. (Großer Bei« fall.) Die Schule löse diese Aufgabe noch nicht und eS ist daher Zweck unserer Versammlungen, auf die Lösung dieser Aufgabe hinzuwirken. Obert auS Siebenbürgen bringt dem Präsidenten ein DanleSvotum. (Stürmische Zurufe.) An diesem Manne, sagt Obcrt, sei das Spruchwort zu Schanden geworden: „Wen die Göltcr hassen, den machen sie zum Lehrer," denn unser Voisitzender ist Präsident der Hamburger Bürgerschaft (Hochrufe.) Der „Schubert»Bund" trug hierauf die von seinem Ehormeister Franz Mair verfaßte ..Pcstalozzi-Hymne" vor, womit die 1!>. allgemeine deutsche Lchrerversainm-lung ihren Abschluß fand. Hagesnemgkeilen. — (Maturitätsprilfungstllfe.) Im Nachhange zum Unterrichtöministerialerlaß vom 6. Februar d. I. und in Erläuterung desselben hat das Ministerium kürzlich ausdrücklich bemerkt, daß das schon im H «7 des Organi-sationsentwurfes ausgesprochene Princip, nach welchem Pri, vatisten als Taxe fUr die Maturitätsprüfung stets den dreifachen Betrag der fiir die öffentlichen Schüler der betref-fendcn Anstalt festgesetzten Taxe zu erlegen haben, auch gegenwärtig, wo die Prüfungstaxe für die öffentlichen Schuler der Siaatsgymnasien und Staatsrealschulen auf 6 fl. erhöht worden ist. noch fortbesteht, so daß also von den Privatisten, welche sich an einer solchen Anstalt der Maturitätsprüfung unterziehen, dermal eine Tare von 18 fl. zu entrichten ist. — (Zusammenstoß auf der Südbahn.) Der Sonntag Nachmittags 4 Uhr von Wien abgegangene Schnellzug Wien-Payerbach fuhr etwa fünf Minuten vor dcr Station Mödling in den auf offenem Geleise haltenden Lastzug Nr. 15,4 hinein. Die Passagiere des Schnellzuges wurden durch einen Nothpfiff der Maschine erschreckt, im nächsten Momente erfolgte ein furchtbarer Stoß, der Passagiere von den Sitzen schleuderte, Conducteure von den Trittbrettern über das Geleise warf u. s. w. 6s folgte eine schwer zu beschreibende Scene: ..Ein Znsammenstoß! Ein Zusammenstoß!" erscholl es von allen Seiten, Tarnen sielen in Ohnmacht, Kinder kreischten, die männlichen Passagiere eilten, da der Zug feststand, aus den Waggons, tzin Verlust an Menschenleben ist bei dem Unfälle glücklicherweise nicht zu beklagen. Ein Conducteur, der auf der Treppe eines Waggons stand, wurde weit über das Geleise geschleudert, fiel auf einen Schotterhausen und erlitt eine schwere Verletzung an der Kniescheibe. Die Passagiere kamen mit Püffen und Conlusionen davon. Tem Maschinen-fuhrcr des Schnellzuges, der mit übermenschlicher Kraft brcmSte, ist es zu danken, daß kein größeres Unglück geschah. Der Zusammenstoß war durch die Verspätung eines vor der Station Mödling haltenden Personenzuges entstanden, in Folge dcssen das Geleise nicht frei war und dcr Lastzug Nr. 154, der sich auf dem Geleise deS Schnellzuges besand, dieses nicht verlassen konnte. Von dem Lastzuge wurden die vier letzten Waggons beinahe gänzlich zertrümmert, die übrigen sämmtlich mehr oder minder beschädigt, der Zug auseinandcrgerissen und ein Lastwagen quer übcr das Geleise geworfen. Mit welcher Gewalt der Zusammenstoß erfolgte, geht am besten daraus hervor, daß die 2'/2 Zoll dicken Pufscrschrauben wie Strohhalme brachen, die Tragfedern der Lastwagen zersprangen und die Laterne der Locomotive in den letzten Waggon eingepreßt wurde. Die Locomotive des Schnellzuges erlitt selbst arge Beschädigungen. In dem Lastzüge waren mehrere Waggons mit Petroleum-Fässern gepackt, und es mag als ein großes Glück gelten, daß nicht die beiden letzten Waggons mit dieser gefährlichen Ladung verfehen waren, denn im anderen Falle hätte ein entsetzliches Unglück geschehen können. Dcr dur,1i den Unfall verurfachle Schaden beträgt einige tausend Gulden. Die Passagiere des Schnellzuges mußten auf freiem Felde aussteigen und bis zum Stations-Gebäude Mödling gehen, von wo sie fpäter weiterbefördert wurden. Nach anderthalbstündiger Arbeit gelang es, daS Geleise wieder freizumachen. — Wiener Blätter erhalten von der Direction der Siidbahn - Gesellschaft folgende Zuschrift: Der gestern Nachmittags 4 Uhr von Wien abgegangene Local-Eilzug ist unmittelbar vor Mödling an einen Lastzug angefahren. Der Dber - Conducteur des Eilzuges erhielt eine Verletzung am Kniegelenke, die Passagiere blie» bcn aber unverletzt. Da vier Wagen des Lastzuges entgleisten und befchädigt wurden, war der Verkehr der Züge in Mödling während einer Stunde gestört. Locale s. Gemeinderathssitzung vom > 4. Juni. Nach Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung und nachdem der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Suppan, eine Note der t. k. Landesregierung in Betreff Uebergabe einer Stiftung in die Gemeindeverwaltung mitgetheilt, welche zur Kenntniß genommen wird, wird zur Erledigung der in dcr letzten Sitzung (vom 7. d. M.) abgebrochenen Tagesordnung übergegangen. Rechttzscction. GR. Dr. Supantjchitjch referirt über den von der Landesregierung zur Begutachtung mitgetheilten Gesetzentwurf, betreffend die Durchführung des im tz 10 des Gesetzes vom 21. September 18(i9 (R. G. Nl Nr. 150) vorgesehenen Institutes der Gememdevermwlungs-amter (zur Uvschließung von Bergleichen vor Vertrauens- 964 männern aus der Gemeinde). Der Referent verliest den Gesetzentwurf, dessen principielle Annahme die Section beantragt und zugleich Abänderungen zu den §§ 3, 4, 5, 6, 7, 11, 16, 17 in Vorschlag bringt. Die Section stellt den Antrag: 1. Der Gemeinderath wolle es als wünschenswerth erklären, daß ein Landesgesetz für Gemeindevermittlungsämter in Kram und speciell für die Stadt Laibach ehestens zu Stande komme; 2. daß der vorliegende Gesetzentwurf mit den beantragten Abänderungen als Regierungsvorlage vor den Landtag gebracht werde — die Abänderungsanträge der Section beziehen sich, kurz zusammengefaßt, darauf, daß 1) die Zahl der Vertrauensmänner auf 12 und der Ersatzmänner auf 4 bestimmt, 2) zu deren Wahl nicht Vollzähligkeit, sondern nur Beschlußfähigkeit des Gemeinderathes erforderlich; 3. zur Wahl als Vertrauensmann Lesens- und Schreibenstlindigteit gefordert; 4. daß das Ablehnungsrecht nicht, wie nach dem Entwürfe: „Geistliche und Mililärpersonen" überhaupt, sondern nur „Seelsorger und active Militärpersonen" haben sollen; 5. daß die Bemessung der gegen Vertrauensmänner zu verhängenden Geldbußen nicht dem Landesausschuß, sondern dem Gemeinderath zustehen soll; daß dieser letztere auch 6. die Bestimmung über Zusammentreten der Vermittlungsämter (H 11 d. E.) haben soll; daß 7. den Vertrauensmännern nur die wirklichen Auslagen vergütet werden sollen, während der Entwurf ein Entgelt principiell normirt, und 8. der Beginn der Wirksamkeit dieser Aemter nicht von dem Inslebentreten der Hauptgemeinden abhängig gemacht werden soll. In der Specialdebatte werden diese Abänderungsanträge, mit ein» ziger Ausnahme des auf das Ablehnungsrecht der Geistlichen sich beziehenden, angenommen. Finanzsection. GR. Leskoviz referirt u) betreffs Uebernahme der Straßenreinigung in die eigene Regie, da der Pachtversuch fehlgeschlagen — angenommen; !») wegen Veräußerung überflüssiger Feuerlöschrequisiten und Vermie-thung zweier Feuerlöschdepositorien als Magazine; c) wegen Vergebung der Drucksortenlieferung an Josef Blasnik für d« Zeit vom 1. Juni 1870 bis Ende December 1874. Angenommen. GR. Dr. Schöppl referirt wegen Kündigung der Mielhe des Wagamtsqebäudes am Rann und Demolirung desselben. Wird, nachdem GR, Bürger auf die Nothwendigkeit der Verlegung des Tandelmarktes aus diesem Anlasse aufmerksam gemacht, nach dem Antrage angenommen. Das Referat wegen Erhebung der Steuerzuschläge für den Landes- und Grundentlastungöfond wird vertagt und schließlich referirt noch GR. Pirker für die Schul« seclion wegen Flüssigmachung des dem Landesfonde gebührenden Drittels des Erlöses der Realschulprogramme für die Jahre 1865 und 1866 und mit dem Zusatzantrage, daß diese Programme künftighin auch jedem die erste Fortgangsclasse aufweisenden Schüler unentgeltlich erfolgt werden sollen, was auch angenommen und der Magistrat beauftragt wird, die Genehmigung bei der Landesregierung zu erwirken. Die öffentliche Sitzung schließt um 7 Uhr und beginnt die geheime. — (Verzugszinsen von Steuerresten.) Mit 1. Juli tritt das Gesetz in Kraft, durch welches die EinHebung von Verzugszinsen für die nicht zu rechter Zeit eingezahlten directen Steuern angeordnet wird und welches auf jene Steuerzahler Anwendung findet, deren ordentliche Steuer sammt Staatszuschlägen den Betrag von 50 fl. übersteigt. Wir verweisen diesbezüglich auf die im heutigen Amtsblatts enthaltene Kundmachung des hiesigen Stadtmagistrates. — (Für die freiwillige Feuerwehr) fpen-dete Herr Vincenz Fifcher, Handelsmann, 5 fl. — (Eisenbahn St. Pe ter - Fiume.) Der diese Bahn betreffende Gesetzentwurf wurde im ungarischen Unterhause in dritter Lesung angenommen. — (Landwirthschaftlicher Fortbildungsunterricht für Lehrer.) Während den Herbstferien wird vom 26. August bi« 24. September d. I. in Graz ein landwirthschaftlicher Curs für die Lehrer von Steier-mark, Kärnten, Krain, Küstenland und Dalmatien abgehalten werden, zu welchem jedoch nur Landschullehrer be- rufen sind. Jeder Lehrer erhält die Reifekosten vergütet und außerdem ein Taggeld von 2 fl. Ein Drittel der entfallenden Taggelder nebst Kosten der Hinreise werden als Reisevorschuß ausbezahlt, das übrige ist in zwei Raten in Graz zu beheben. Aus unserem Heimatlande können achst Landschullehrer zu diesem landwirthschaftlichen Fortbildungs- ^ curs entsendet werden und haben diejenigen, welche daran theilzunehmen wünschen, bis zum 24. Juni bei der k. k. ! Landesregierung ihre Gesuche einzureichen. Verzeichuiß der von Anfann Mai 18«« bis (5nde Mai 187tt einac- aangenen b)cschenlc und sonftinc» Orwerlnmgeu des lrainischen Uandcsmuscums. 0. Münzen nnd Medaillen. (Forlsetzuna.) 113. Von Frau Louise Herz mann in Cilli: Kleines japa-nesiches Silberstück, viereckig, beiderseits mit japanesischen Schrift-zeichen. 114, Von Herrn Andreas Kramer, Handlungöcommis, wurde eine reichhaltige Sammlung von Münzen dem Museum verehrt, darunter viele Stücke, die bisher in der Münzsammlung des Museums nicht vertreten waren. Das schätzbare Gesckenl be» steht aus: 2,. Medaillen, Sigmund Aathory 1591 in Thalergröße, Metallcompositiou; gegossene Bronzemedaillc auf Homer, mit dessen Brustbild und Namen, auf der Rückseite mehrere griechische Figuren; Wllh, 13942; Colsabguß einer Medaille auf Wilhelm'Shakespeare; Arunzemedaille auf die deutsche Gewerbeausstellung zu Berlin 1844; Sterbemiinze auf Kaiser Max, Nenstlbcr; bronzene Papst-liche Kricgsmedaille mit Oehrl auf dir Reoccnpation des Kirchen staates 1849, in Duplo; große lupferne Medaille auf Graf Äa decly in Elui, >1v. dessen Brustbild, /iev, die Siegesgöttin mit der Umschrift O« IWÜ8 1848, 1849. li. Silbermünzen. Nordamcritanisches Dreicentstilck 1866. Anhalt-Bernburg'sche Landmünze 1822 und 1827. Anspacher Groschen 1022. Badisches ^echstreuzerstilck, 1884. Einseitiger bairischer Silberpfennig von Ernst Wilhelm zu München 1485, mit dem Brustbild eines Münches, 0 Stücke, Wcllh. 1742, Einseitiger Schwarzpfennig mit dem Brustbild eines Mönches, 2 Stück. Bairischer Silberpfennig von Heinrich dsm Reichen 1450, 3 Stück, Wellh. 1714. Bai', rischcr breiter Groschen von Albert IV. 1508. Groschen von Wilhelm Ludwig 15)30; von Max Emanuel 1721, Landgroschen von Churfürst Carl Albert 173«. Sechstreuzerstück von' Max Josef 180« nnd 1807. Batzen von Lothar Franz Graf Schönborn, Erz> bischof von Mainz, Bischof von Bamberg, l698. Bamberg'scher Sllbertrenzer 1766. Belgisches ZehncentimcS' und Fünfcentimesstück 1861. Braunschweig Lüneburger Zwei' und Einmariengroschen. 1665 und 1622. Desgleichen Einmariengroschen von Johann Friedrich, 1666—1679. Desgleichen Zweimariengrolcken 1710. Desgleichen Sechsmariengroschen 1712. Iwcimar'iengroschen von Georg Ludwig 1704. Bremer Sechsgrotstück 1672. Einseitige Silbermünze, wahrscheinlich von Nrixcn, Friesacher Präge, ein sich umsehende« Lamm mit Fahne, Wellh. 9501. Dänisches Acht-schillmaMck 1702 ; ZweischillingstUck 1782 ; Sechszehnschillingstück I»42; und Vierschillmastück 1854. Groschen vunwliickstadt 1646. Zehner uou Raimund Anton Graf Straszoldo, Bischof von Eich» statt, 1757-1781. Erfurter Martinspfennig, Bracttat, Wellh. 7160. Englisches Sixpenccstück von Elisabeth 1584. Einhalbschil-ling von Georg III. Frankfurter Kreuzer 1862. Zwanziger von Beda Anghern' von Hagenwyl, Abt von St. Gallen, 1774. Ger° stcnbcrger Hohlmünze. Solidus von Mainhard II, Graf von Görz und Tirol. ,> Drachme von Otto von Griechenland 1846. Ham burger Vierschillingstück 1725. Hannovcranischcr Maricngroschen 1640. dto. Viermariengroschen 1669. Sechsmariengroschen 1668. Churhessischer Silbergroschen 1783, Hessisches Scchstrcuzerstück 1834. Hildesheimer Sechsmariengroschen 16?4. Aiergrotstück von Iever 1764 Halber Batzen der Abtei kcmptcn 1625. Solidus von Kaiser Otto I. (936-973), Stadt Köln, Wellh 8010. Lü> bccker Stadtmünze 1673. Magdeburger Bracteat nm 1200. Mailänder Silbermünze von Kaiser Friedrich I. ^4«, .' ^rnlei-icu!,, in der Mitte ^ -?- li, 1'— 7ieo, . -s- N« i cliolu. j num in drei Zeilen. Wellh. 2747. Zwülflreuzerstück von Franz Freihcrrn von Ingclheim, Erzbischof von Mainz, 1694. Groschen von McckleN' burg-Güstrow 1528. Mecklenburger Scchsling 1702. ddo. Silber, trcüzer 1792, Kleine Silbcrmünze von Johann Friedrich Mark' graf zu Brandenburg, Burggraf zu Nürnberg, 1683. Fünfzehn-treuzerstück von Franz Ludwig Pfalzgraf zu Nenburg 1694. Zwölfmariengroschenstück von Ernst August Herzog von Braun-schweig, erstem evangelischen Bischof von Osnabrück, l682. Ein-seitiger österreichischer Pfennig von Wilbelm, 1406 , mit den Buchstaben ^V. ^., Wellh. 'N73, dto, von Albrecht V. 1439, Wellh. 6689. Einfacher Thaler von Erzherzog Leopold 1632. Fünfzehnlreuzerstück von Kaiser Leopold I. 1674. Guldenstück von Leopold I. 1693. Silbergroschen vom Nämlichen 1703, Kleine Gedenkmünze auf die Anwesenheit Pins VI. in Wien 1782 Tirolische Gedenkmünze für die Vaterlandsvertheidia.er 1797. Kärntnischer Silbertreuzer von Leopold I. 1700. Salzbnrger Groschen von Max Gandolf 1681. Salzburgcr Zweitreuzerstück 1754. Schlesischer Silbergroschen von Leopold I, 16^6. Böhmi-scher Groschen von Leopold 1. Stcirischer Silbergroschen von Kaiser Josef I, 1706, Tiroler Silbergroschen von Erzherzog Si< gismund Franz 1664. dto. Scchstreuzcrstück von Kaiser Josef 1. Polnisches Zweigroschen und Groschenstlick von Sigismund III. 1598; zwei Sechsgroschenstllcke von Johann Casimir 1661 und 1665; Sechsgroschenstücl von Johann III., Sobiesty, dem Be-freier Wiens, 1684; polnisches Zchngroschen» nnd Fünfgroschenstück vom I. 1840. Portugiesischer Viertelreal von Peter II. (1683 -1706); halber Neal von Johann V. 1750. Solidus von Albert Herzog von Preuszen, Hochmeister des deutschen Ordens, l529, Dreigroschenstück von Albert Marigraf von Brandenburg, Herzog von Pl eichen, 1537. Groschen von Friedrich Wilhelm 1679. Preu> snsch-schlesisches Zwcigroschcnstück 1745. Groschen von Friedrich II. 1753, Viergroschcnstück von Pommern unter der schwedischen Herrschaft Adolf Friedrichs >758. Preußischer Groschen 1769 nnd 1848. Groschen von Johann Georg Markgraf zu Brandenburg 1811. Chursächsischcr Drittelthaler aus der Zeit der Scdisvacanz 1657. Sächsischer Neugroschen 1865, Sardinischc Lira von Carl Felix 1827. Fünfzchnlreuzerstück von Christian, Herzog von Schlesien, Briigg und Wohlan, 1664. Spanischer Viertelreal von Carl III, 1770, Silbenniiuzc zu 10 Qualriui von Peter Leopold vun Toscana 1790. Vier Stück kleine türkische Silbcrmünzen. Ungarischer Denar von Ferdinand I. 1539. Würtembergischeö Sechslreuzerstück 1830. 80 Heu pr. Eentncr . 2 30 Erbsm „ 4 8l> Stroh .. . 1 20 V°l"c^ . " ... 2 84 Holz, harte«, pr. Klft, 6 50 Nmdsschmalz pr. Pfd — 4b —weiches. „ — __ Schwcucschmalz ,. — 45»,, Wem. rother, pr,Cimcr » l ^. Hvsck, frisch, — __' ^. weißcr „ 7.., Speck, geräuchert, Pfd. — 40 Anstekommeue Fre»nde. Nm 13. Juni Stadt Wien. Die Herren: Megerle Edler v. MUHlfeld. --K,lel, Thierarzt, von Trieft. - ' Majer, Kfm,, von Oeden-bürg. — Zwella, Kfm., von Cilli, - Strobel, Ingenieur, von Nadmannsdorf. — Haulz, Kfm., von Wien. — Laninger, Kfm., von Augsburg. — Graf Palfy, Priester, von Ungarn. - Tapvaincr, Besitzer, von Marbnrg. - bitter v. (Vaßlel, von Hrastnig. — Fran Schuller, von Hladmannsdorf, Frau v. Paretto, Pustdirectors-Witwe, von Hamburg. — Frau Anna Camrrra Lard, von Fiume. Elefant. Die Herrm: Pachncr, Kfm, von Trieft. Stock, von Oberlrain. — Kamermeier, Kfm., von Pest. - Eisenstäd ter, Kfm., von Pest. — Hirsch, Kfm., von Pest. («iorgioli, Kfm., von Trieft. ^ Schifflcr. Kfm,, von München. - Kanit, Kfn,.. von Wien. — Thoman, Fabrikant, von Steinbilchel. - Wutscher, Kfm, von Untertrain. 6NMg. 328.«? ,.s'12,>, windstill^l gauz b^nx ' 13, 2 „ N. 328.LU ! ^19.« windstill heiter 0oo 10 „ Ab. 328.«? ! ^>15.< windstill ,.Hälfte bcw. Vormittags ganz bcwöllt. Nachmittags heiter. Ruhige Luft Wetterleuchten in West. Das TagcSmittel dcr Wärme -!-15'7° nm 10" ilbcr dm, Normale. ^ Vnantwurllicher Redacteur: Iana, v. K l e i n m a v r. «»^«.«^«»»nl'i^ti Wien, 13. Juni Die Börse war wenig beschäftigt nnd dcr Bcrlehr vollzog sich sowohl in Banl- als Vahupapicren zu etwas geschwächten Curse». Aulaqspapicre hielten Illll^NlilllUiz. sich, von Indnstrieeffccten ist de« SteigenS der Präger Eiseninoustrlcactlcu auf 306 zu gedenleu. Im Allgemnucn zeigt oaö folgende Tableau der letzten Curse sonst leine schwerwiegende Veränderung. ^. 'Allgemeine Staatsschuld. Mr 100 si. Veld Waaro Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt.: in Noten verzinsl, Mai-November 60.35 60.45 „ „ „ Februar-August 6035 N'.45 „ Silber „ Iänner-Iullj . 69.85 70 — „ „ „ Nprll-October. 69.70 69.80 Steueranlehen rückzahlbar (j) , 98.— 99.— (j) . -.- -.- Lose u,1.1839......237.50 238. - „ „ 1854 (4 "/«) zu 250 f!. 90 50 90.75 « 1860 zu 500 fl. . . 96.35 96.45 „ „ 1860 zu 100 st. . . 105.50 106.— .. „ 1864 zu 100 st. . . 116.75 11/.- Gtaats,Domänen-Pfandbriefe zu 120 fl. ü W. in Silber . . 128,75 129..5 ». Grundentlastunsts-Obligationen. Für 100 ft. Geld Wnare Nähmt» .... zu 5 PEt, 95 50 96.50 Galizien .... „5 „ 74.75 75.25 Nieder-Oesterreich. . „ 5 „ 97.75 98.25 Ober-Oesterreich . . „5 „ 9550 95,50 Siebenbürgen ... „ 5 „ 77 25 77.75 Stelermarl ... „ 5 ^ 94._ 95 _ Ungarn .... . b « 80.- 80.50 > V. Actien von Bankinstituten. l Geld Waare Nnglo-Usterr. Banl abgest, . . 306 75 307.25 Anglo-ungar. Banl .... 94.— 95.- Baulvercin.......229.— 230.- Boden-Eicditanstalt .... 382.— 384.— Crcditanstalt s, Handel u. Gcw, . 253,80 254,— Creditanstalt, allgem. ungar. . . 85— 86,— Escompte-Gesclls'chaft, n. ö. . . 867. 872.-Frauco-ostcrr. Baut .... 117.25 117.50 Gemralbant.......85.- 85 50 Nationalbanl......721.— 722 — Niederländische Baul .... - -- —. Vereinsbaut.......107— 108.- Verlehrsbanl.......113.— 113.50 Wiener Banl......73,50 74.— «>. Actien von TrauOportunterneh, illUNste». Geld Waare Nlfold-Fiumaner Bahn . . . 175.50 176.- Bdhm. Westbahn.....240.50 241 — Carl-Ludwig-Bahn.....238. - 238.50 Donau-Dampfschifss. Gesellsch. . 591,- 592. Elisabeth-Westbahn.....211.50 213 -- FerdinandS-Noidbahn . . . .2290—2295.- Füufllrchen-Barcser-Bahn . . 174.50 175.50 ! Franz-Iosephs.Vahn .... 191.75 192 50 Oelk Waare > Lembtrss-Ezcrn.rIassytr-Vllhil . 205.75 20tt.25 Lloyd, üsterr........359.— 361,— ' Omnibus........—. .. —,-. i Rudolfs-Vahu......16?.— 167.50 Siebcnbllrgcr Bahu .... 172.— 172 50 Staatsbahn.......396.-398.-' Südbahn . ......193.70 193.80 Slld-nordd, Verbind. Bahu . . 173 50 174.50 Theiß-Bahn.......23850 239,— Tramway........210,— 210,25 «. Pfandbriefe (für 100 st.) Ally, üst, Bodtn-Credit-i'luflllll Geld Waare verloSbar zu 5 pCt. in Silber 107.25 107 50 blo.in33I.rllckz.zu5pCt,iu».W. 90.25 90,75 Natloualb. auf ü. W. verlosb. zu 5 pCt........98.20 98.40 Oesl. Hypb. zu 5'/, pCt. rUclz. 1878 97.80 98.30 Uua.Bod.-Lred.-Anft.zu5V, vCt. 9075 91. - D'. PrioritätSoblissationen. i. 103 fl. 0. W. Geld Waare Elis.-Weslb. in S. uerz. (I. Emifs.) 94 25 94 75 FcrdiuandS-Nordb. in Silb. vcrz. 107.25 107,50 Franz-Josephs Bahn .... 96,30 96.5:) <».<5arl-Llldw.B.i. S.vciz.I.Cm. 102.— 102 50 Oefttrr.Nordwestbabn ... 9750 !'8,- Veld Na l! Siebend. Bahu in Silber verz. . 91.80 92 20 Staatsb. G.3"/<,ü5>00Fr. „!.Em. 144, 145-Südb.G,3'/.«500Frc. „ . .117.25 117.50 Gllbb.-BonS 6 7. (1870 ^74) « 500 Frcs......246.50 247.— Unss. Ostbahu......89.40 8l».5O «. Privatlose (per Stück.) Creditaustalt f. Handel n. Gew. Geld Waan zu 100 fl. ° W......1«2 25 162.^0 Rudolf-Stiftung zn 10 fl. . . 1450 15.5.1 Wechsel (3Mou) Geld Waare Augsburg sllr 100 st, südd. W. 100.65 100,90 ssranlfnrt a.M. 100 fl. dttlo 100.80 l01 ,^ Hamburg, für 100 Marl Banco —.— —.^ London, filr 10 Pfund Sterling 121 — 121.20 Paris, für 100 Francs . . . 48,10 48,l5 Cours der Geldsvrten Geld Waare K. Münz-Ducatn, . 5 fl. 76 lr. 5 fl. 77 lr. Nllpoleoilsd'or . . 9 „ 66 „ 9 ,. 66j " Verciusthaler... 1 „ 79 . 1 ^ 79z ,-Silber . . 119 „ „ 119 „ 25 " Krailiische Gruudenllastuugs - Obligationen, P"-vatnolilung: 86.— Geld, 94 Waare-