Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag frlih. Schristleiturg und Verwaltung: Pr«S«rnova ulica ?k. ü. Telephon St. — Ankündigungen werden in der Verwaltung gegen Berechnung billigster Gedübren entgegevgenommeir. S«»ugspr«ise: Für da« Inland vierteljährig ^ 2«.—, halbjährig L 48.—, ganzjährig R 98.—. Für da» Ausland entsprechende SrhShunq. — Einzelne Nummern ' Krone. Nummer 76 | Sonntag ben 26. September 1920 2. [45.] Jahrgang Statistik. AI« die Errichtung de« breinainifcn König-reiches noch in weiter Sicht stand, — im alten Oesterreich —, da versprachen die slowenischen Führer in feierlichen Erklärungen, baß ein auio-nomeS Slowenien allen nationalen Minderheiten die Befriedigung ihrer kulturellen und völkischen Bedürfnisse gewähren werde. Auch nach dem Umstürze ist von amilichen und nichtamtlichen Stellen zu wiederholten Malen die förmliche Versicherung qegeben worden, daß im Königreiche SHZ alle Bürger des Staates ohne Unterschied der Ab-stammung gleichberechtigt seien und der gleichen Rechte und Freiheiten teilhastig werden sollen. Und e« gibt tat Schlich Menschen und Zeitungen in slowenischen Landen, welche die Behauptung wagen, daß im Bereiche der Laibacher Landesregierung alle Versprechungen erfüll^, und alle Grundsätze der Gleichberechtigung gewährleistet bezw. verwirklicht seien. Einsichtsvolle Männer, an denen eS in keinem slowenischen Parteilazer mangelt, machen im ver-traulichen Gespräche kein Hehl aus ihrer Ueber-zeugung, daß die Behandlung der Deutschen im slowenischen Staate weder den Forderungen der Gerechtigkeit noch d?r Billigkeit, ja nicht einmal der Menschlichkeit entspreche; aber kein einziger hat bisher den Mut aufg.bracht, für seine Ansicht auch ,n einer Berfammlung oder in der Parteipresse ein-zutreten. Denu der nat-onale Kamps ist — mangels zugkräftigerer Schlagworte — hierzulande noch immer das best« Werbemittel für jede politische Partei. Eine gewisse Presse, deren Argumente aus der schaukelnden Grundlage der Leidenschaft aufgebaut sind, beruft sich aus die Ergebnisse der in den unter-steirischen Gemeinwesen durchgeführten Volkszählung, um au« den Wirkungen der gegen das deutsche Element gerichteten Maßnahmen deren Berechtigung abzuleiten und nachträglich zu begründen. Es wird auf die ziffernmäßige Unterlegenheit der deutschen Bewohner in Cilli. Pettau usw. gegenüber den slowenischen Mitbürgern hingewiesen, um die Hypothese zu stützen, daß das Deutschtum in Untersteiermark künstlich angepflanzt und im alten Oesterreich über Legenden aus Hottschee. Nach dem Volk«munde aufgezeichnet von Wilhelm TschinM. 2. Der ewige Schmied. Jesu« und PetruS übernachteten ei»st bei einem Schmiede. 8» nächsten Morgen dankte ihm der Herr mit den Worten: „Geld habe ich keine«, wer stch aber auf diele Bank setzt, soll nicht mehr aufstehen können; und der «pfelbaum, dir hinter deine» Hause steht, soll »iS »um Himmel«lor wachsen !• Darauf wanderten st« fort. Bald darauf pocht« der grimmige Tod an die lür, er wollte sich den Schmied holen. Der Schmied hämmerte gerade mit seinen Gesehen auf daS glühende «ilen lo», daß die Funken sprühten. Er lud deshalb den Sensenmann ein, er mSze sich doch ei» bißchen gedulden und auf der Sank Platz nehmen. Der Tod setzte sich nieder, doch merkte er bald, daß er an der Bank festgeschmiedet war. >l« nun der Meister mit seinen Gesellen mit glühenden Eisen, Zangen und Himmern über ihn he»siel und ihn jämmerlich bcar-bettete, da schrie er laut auf und gelobte, nie wieder »u kommen, wenn er »och einmal frei käme. Da ließ ihn der Schmied seine« Wege« »iehe». Tr war noch gar nicht wett gegangen, da begegnete ihm der Teufel. Dem klagte er »un, wie Übel «« ihm he»t« ergangen war. Da sagt« der Teufel: „De» dte ihm zukommende Bedeutung und Stellung hinan« gehoben worden sei. Alle diese Beweisführungen können einer ernsten Kritik nicht standhalten. Denn die Nationalitäten-Verhältnisse sind in jeder größeren Stadt, wo die Beamte» und Angestellten bei Bezirkshauptmann-schaft, Kreis- und Bezirksgericht, Post, Mittel-, Handels-, Bürger- und Volksschulen, Eisenbahn usw. einen bedeutenden, ja ausschlaggebenden Bevöl-kerungSanteil darstellen, mancherlei Schwankungen uuterworfeti, da jede nationale Auswechslung eines Beamten sich je nach der Zahl seiner Familienmit-glieder vervielfacht. Eilte solche Veränderung zählt aber doppelt, der einen Nationalität als Verlust und gleichzeitig der anderen als Gewinn. Wenn nun die Gunst der Verhältnisse oder die Fügung deS Schicksals einen so gründlichen Wandel in der Besetzung der Aemter herbeiführen, wie dies felt dem Umstürze geschehen «st, so könne» die geänderten Ziffern im besten Falle einen Schluß aus den Üiozentsatz des »nstabikli, fluktuierenden Elementes zulassen, niemals aber die Zu- oder Abnahme der bodenständigen, ansässigen Bevölkerung vollgültig be. zeugen. Nicht einmal verblendete Leidenschaft wird z. B. bezweifeln wollen, daß der HauSdesitz in Eilli, Pettau usw., von Marburg gar nicht zu reden, auch heute noch zur Mehrheit in deutschen Händen ist. Schwankungen in der Nationalftatistik können aber selbst bei der bodenständigen Einwohnerschaft ziffernmäßig i» Erscheinung treten, ohne drfchalb mich faktisch begründet zu fein. Denn in einem städtischen Gemeinwesen leben soviel« von der Gunst der Behörde abhängige Existenzen, daß man-cher auS wirtschaftlicher Not oder Berechnung sich bei der Volkszählung zu» Gegner seiner eigenen Vergangenheit verwandelt. Die herrschende Nation hat eher Anlaß, über solchen Zuwachs nachzudenken, statt zu jubeln. Denn nicht sosehr jener ist zu tadeln,^ der unter dem Drucke wirtschaftlicher Bedrängnis sich verleugnet, als vielmehr jene Staats- und Stadtoertvaltung, welche ihre Macht benützt, um die Statistik zugunsten einer Nationalität zu korrigieren. DaS eigene Bekenntnis zu einer bestimmten Nation kann nur in einem solchen Lande als Ausdruck tat-sächlicher Verhältnisse gelten, wo die Gleichberechtigung aller Staatsbürger ohne Unterschied der Volkszugehörigkeit keinen Gegenstand der Versicherung Schmied will ich mir einmal auSleihen, er soll e« bltter büßen l" Und geraden Wege« ging er auf di« Schmird« »u. Drr Schmied tat nicht w«»ig v«rw«ndert, al« er den ungebetenen Gast vor stch sah. Er lud ihn anch ei», auf d«r Bank Platz »» nehmen, bi« er seine Arbeit verrichtet habe. Und der Teufel ließ stch nicht zweimal heißen und setzte sich auf di« Bank. Da siel der Schmied mit seinen Gesellen wieder mit glühenden Eisen, Zangen und Feilen über ihn her, daß er laut aufwinselte und schließlich bat, man möge ihn frei geben, er wolle nie wieder kommen. Darauf schenkt« ihm drr Schmied di« Freiheit. So lebte denn der Schmied noch viele Jahre weiter, hämmerte und feilte und war guter Dinge. Der Lauf der Zeit hatte aber seine Kraft gebrochen, er war steinall geworden und hatt« da» irdisch« L«b«n satt bekommen. Da «rtnnerte er stch de« Baume?, der hinter der Schmiede bi« zum H»mmel«tor, gewachsen war. Er kletterte daran hinauf und klopfte an da« Himmel«tor, bi« Petru« fragte, wer draußen sei. .Ich bin e«, der ewige Schmied", gab er »ur Antwort. Da wollte Petru« da« Tor nicht öffnen, sondern sagte ihm, er möge vorher beim Höllentor um Einlaß bitten. Verdrießlich stieg »un der Schmied zur Hölle hinab und pochte mit seinem Himmer so gewallig an daS Höllentor, daß alle« zitterte. Eilig stürzten die Teufel herbei, um zu sehen, »a« lo« sei. »I» aber der Teufel, der mit dem Schmiede unliebsam« Bekanntschaft ge- und deS Zweifels, sondern der moralischer und rechtlichen S«lbstverständlickkeit bildet. ' Es kann im Interesse der Allgemeinheit nur bedauert werden, wcnn sich in einem Staate die Macht mit d.r Rechtlichkeit im Widerstreite befindet. Die herrschende Nation mag bei der Volkszählung ziffernmäßig gewinnen, aber es muß frag! ch erscheinen. ob solcher Zulauf d*e Volksmoral h?bt oder die nationale Ehre vermehrt. Wer unter dem Ein-fiuß politischer ©ciiinbftuagt.i von der einen Nationalität zur anderen abschwenkt, der handelt nicht freiwillig und sein Bekenntnis ist nicht aus einem inneren Impulse hervorgegangn,. Mag nun der Wandel bloß äußerlich zur Schau getragen oder durch erzwungene Einbildung auch gefühlsmäßig empfunden werden, in jedem Fall« wird der Eharakter deS betreffeudcn nicht mehr als voll-wertig hingenommen werden können. DaS Staats-wesen, da« solchen Gesinnungswechsel honoriert, begünstigt, ja auch nnr duldet, macht sich mitschuldig an der Verbreitung der Unaufrichtigkeit und leistet indirekt der Korruption Borschab. Di« schwere Schädigung an der Volksmoral kann auf lie Dauer auch dem Ctaale selbst «rdkrblich werden. Politik und Wirtschasl laufen G-sahr, nicht mehr nach den Grundsätzen der Ehrlichkeit und Solidität, sondern der Heuchelei und Unverläßlichkeit geführt zu werden. Für da« slowenische Volk handelt eS sich aber außerdem ncch um eine Prestigefrage. Zum ersten-male in der modernen Geschichte hat eS sein nationales und staatliches Schicksal in die eivene Hand genommen und zu« erstenmale haben seine Führer Gelegenheit, die Grundsätze, deren Erfüllung sie i« alten Oesterreich für ihr Volk als Minderheit ver» langten, nun im eigenen Staate gegenüber den andcrsnationalen Mitbürgern zu verwirklichen. Sie können aus den Erfahrungen und aus den Fehlern anderer Kulturnationen lernen und sollten sich be« streben, der Außenweit dos Bild eines Rechtsstaates vorzuzeigen, in welchem alleTinw''-^ ohne Unter-schied der Volkszugehörigkeit glückii ^ zufrieden find. Die Weltgeschichte ist das Weltgericht I Hoffen wir, daß aus di« Führer des slowenischen Volkes nicht auch dereinst das Bibelwirt Anwendung finden werde: »Gewogen und zu leicht befunden!" macht hatte, ttcftn erkannt«, schrie «r mit lauter Stimme, man möge da« Tor ja fest »»halte», damit der Schmied »icht hereinkomme. Da klam»«rten sich die Teuf«l mit solcher Gewalt an da« Tor, daß di« pralle» durch da« Tor dränge» und auf der anderen Seite Hera»«-guckten. Da schwang tz«r Schmied seinen Hammer und schlug di« Krallen krumm, daß st« i» Hol»« stecken blieben. Dann begab er 'sich wieder »um Him««l»to?, wo er »un beriitwillig ausgenommen wurde. Johann Jaklitsch in Schwarzenbach. 3. Wie Jesu« da« Getreide drosch. Jesu« und Pctru« kamen «inst in «in Bau«rnhau« und baten dort um Nachtherberge. „Ja, wenn ihr morgen dreschen helft, könnt ihr dableibt»", antwort«»« der Bauer. Di« beiden W.rnd«rer v«rsprach«n die« und legte» stch auf« He» in der Tenn«. >» nächsten Morgen würd«» si« »ritlich geweckt, denn der Bauer hatte »i«l Getreide »nd «r wollte a» diesem Tag» fertig werden. Da »ündete Jesu« die Garb.» an, daß st« hellauf brannten. Der Bauer war wi« gebannt vor Schrick. Er beruhigt« sich aber bald w!«d«r, denn da« Korn lag fein sauber ger«i»igt i» «in«» Haufe», nur da« Stroh war verbrannt. Sein Nachbar hatte da« alle« mitangesehe». Er dachte stch: „Was der kan», ka»a ich auch." Er gi»g in feine Echeuer »nd »indete seine Garben eb»»s«ll« «». Jesu« und Petru« war«» schon ei»« Streck« W'ge« \ Seile 2 Dir Heilung. Die Marburger Zeitung befaßt sich in ihrer Nummer vom 22 September unter der Ueberfchrift «Die Wunde" mit unserem mit dem gleichen Titel iibccschriebenen Leitauffatze vom 12. September und spricht im Verlause ihrer ziemlich ausführlich ge> haltenen Erwiderung u. a. von den deutschen Bc> ivohnern im slowenischen Staate als von den „<8Ue dcrn eines mächtigen, arbeitsamen und lebensstarken Kulturvolkes, reich an Vergangenheit und allen wSglichc» geistigen Schätze», die momentan vielleicht weniger in Mode sein, aber niemals 'ihren Wert verlieren können.- Diese Ausführungen würden von den deutschen Lesern des Marburger Blatte» sicher« lich eher und lieber als Ausfluß einer auf »ehr« lichem Maklertum' beruhenden Erkenntnis aufgefaßt und gewürdigt werden, wenn das zitierte Blatt diese Ansichten nicht in eine Polemik gegen die Cillier Z itung. welche sich der Richtigkeit der be-zogenen Satze ohncdieS bewußt ist. einflechten, sondern in Artikeln, welche sich an die Adresse der slowenischen Presse im allgemeinen und der ihm ge-sinnungsmäßig nahestehenden slowenischen Blätter im besonderen, vor allem aber an die Adresse der im slowenischen Staate maßgebenden Faktoren rich« ten würden, vertreten wollte. Wenn schon die aus dem alieu Okstec«ich hervorgegangenen Deutschen, wie die Marburger Zeilung schreibt, „den Fehler besaßen, daß sie keinen Wert darauf legten, in die Psyche und in das Leben ihrer slawischen Nachbarn einzudringen", so sollte sich nun doch wenigsten? das Marburger Blatt, welchem an der Koitiolidie-rung und Ordnung unserer staatlichen Verhältnisse glaublicher Weise soviel gelegen ist, ernstlich dem Bemühen wi»men, sich nun seinerseits in die Lage der deutschen Mitbürger im slowenischen Staate hineinzuversetzen und die ihnen „vom Schicksal' ge-schlagen?» Wunden mitzuempfinden. Das ist es ja eben, was wir in der Haltung der Marburger Zeitung, seitdem sie die Vertretung „reindenlscher Interessen" ausgegeben und die Rolle des „ehrlichen Maklers" zwischen Slowenen und Deutschen übernommen hat, so ausrichtig bedauern: daß sie die andauernden Klagen der deutschen Mit« Kürzer nicht als ein Sympton andauernder, ja stets verstärkter Leiden wertet, sondern als ein nervöseS Schwelgen in den Wunden, die „mit einer gewissen Wollust zur Schau getragen werden', bezeichnet. Der Wunsch erschiene verlockend, wenn auch wohl nicht erfolgversprechend, einmal die Probe ausS Exempel zu machen: die Deutschen im slowenischen Staate brauchte» nur den ehrlichen Willen bei den maßgebenden Faktoren zu erkennen, daß ihre Behandlung in Slowenien einer Revision unterzogen würde, und da« wollüstige Auskratzen vernarbender Wunden würde sogar in der Vorstellung der Mar-burger Zeitung, und zwar unverzüglich, ein Ende nehmen. Die schwierige Stellung des Marburger Blattes, da«, wie e» angibt, „von den Slowenen scheel an-gesehen wird, weil e« in deutscher Sprache erscheint, und von den Deutschen geringgeschätzt wird, weil es nicht «ehr der Borkämpfer reindeutsch-r Jnter-essen ist*, wird von uns gewiß verstanden und w»f di« Frage, wem da« Ai»d g«hlre, erzählt« die Ha»«fra». batz v»r «i»«» Jahr« zwei lura>e* hier g«w«se» seien, »elche ein gebr»te»e« H rz mit sich herumtrugen. Diese« »ab« ibre Migd gegessen Nummer T6 sicht auf die jüngste Vergangmheit und i« Hinblick aus ihr Vorgehen uns gegenüber niemals verdient haben. Wenn in uns Slowenen nur ein Ftnkchen deS WunfcheS glömme, uns an ihnen zu rächen, so schwören wir, konnte ihre Lage in slowenischen Lan« den heute verzweiflungSvoll sein und kein« Berufung aus die Bestimwungen des FriedenSvertrage« und andere yloSkeln würden ihnen etwas helfen. Gleichwohl füllt das Cillier deutsche Organ seine sonst so leeren Spalten unaufhörlich mit Kla« gen über Unbilden, die angeblich dem Deutschtum zugefügt werden, über die Wunden, die ihm ge« schlagen werden, über den Mangel an Gleichberechtigung usw. DaS Blättchen ist sogar so verwegen, dah eS die Serben gegen unS Skdwenen aufzustacheln versucht. SS schildert sie als edelmütiges Volk, da» de» Schwaben im Banat alle Rech!» gewährt hat. während wir Slowenen im Gegensatze dazu selbst« verständlich grausame Unterdrücker uns gewalttätige Vernichtet des Deutschtum« seien. DaS bringt un» nicht vom rechten Wege ab! Unsere serbischen Brü-der sind genügend nüchtern und vernünftig, um diese« heuchlerische Spiel zu durchschauen. Deshalb erwidern wir aus diese Niedrigkeit nicht weiter! Die Verwegenheit, mit welcher die Leute (auS der früheren Aera) ihre Klagen über die am Deutsch-tum in Cilli und in Slowenien verübten Unbilden in der Cillier Zeitung vorbringen, beweist u»« deutlich, wa» sie unter den Wunden und unter dein Rufe nach Gleichberechtigung verstehen. E» beweist un», daß sie neuerlich nach politischer Macht streben, die sie wiederum mit Hilfe ihrer wirtschaftlichen Position zu erlangen hosien .... Wir werden mit unseren Deutschen über di« Lage de« Deutschtums in Slowenien und darüber, ob sie die Gleichberechtigunz genießen oder nicht, ernsthaft sprechen, sobald ihre gegenwärtige Gene« ration, die au« dem früheren Oesterreich herüber« gekommen ist, sich innerlich vollständig umgestaltet und erneuert, sobald sie erkennt, daß sie samt ihrer wirtschaftlichen Potenz im national einheitlichen Staate eine verschwindende Minderheit darstellt, und sobald sie einsieht, daß ihnen eine nüchterne Beur-teilung der Lage vonnöten ist, nicht aber aufgeblasen, chauvinistische Rekriminatiznen und nationale Kampf« b.gier. Erst dann, wenn diese Erkenntnis unsere Deutschen durchdringt, wird der Boden für eine ernste Aussprache über die Stellung de« Deutschtums in Sloivenien und im Staate geschaffen sein. Die Rechte, die ihnen gebühren, genießen st« alle schon heute, sie aber sehnen stch bloß nach den Vorrechten, die ihnen ihr Eldorado Oesterreich in überreichem Maße geboten hat. Die VerstaaUichung der Schulen in derWoiwodina Die Belgrader Regierung hat eine Verordnung herausgegeben, derzusolge alle Volksschulen in der Woiwodina zu verstaatlichen seien. In derselben Verordnung wird die Errichtung von deutschen Pa-rallelklassen an staatlichen Mittel- und Handelsschulen verfügt. u»d habe ban» nach neu» Monat«» diese« K»äbl«»« gebore». Jesu« sprach nun zum Kinde: „Andrea», steh auf l" — Sogleich erhob sich der heilige Andrea» a»« der Wiege u»d w»r wieder groß »nd stark. Andrea« Echn»tl>er in Kletsch. 7. Di« Mutter de» heiligen Petr»«. Di« Mutter de« heiligen Petru« wird allgemein al« s«hr geizig geschildert Al» sie nun gestorben war. «»tzte sie ihre Süude» zuerst im Fegefeuer abbüßen, bevir ste i» den Himmel aufgenommin w»rde. Darüber war »»» d«r heilig« Pttru« srhr tra»ri« u»d er bat den Herr» u»d Meister, er mlge doch seine M»tter vv» diesem qualvolle» Leiden b«frrt«n. Jesu« fragt« ihn, wa« st« Gut«« auf Erven geta» hab«. Da a»t« wartet« ih« Petru«, datz si« «i»mal de» Arme» ei» „R'ischtl«" («l» Bdnbel Hanf zum S»i»»en) »«schenkt habe. „Run, f« ziehe deine Mutt«r mit diesem Reischt« Uin heraus", »ab ihm J«su« zur >ntw»rt. Petru« dreht« au« dem „R«ischtlei»" bü»n« Fad«», daß st« bi« i»« F«grftu«r nichte». S«i»« Mutter faß'« »u» da« «ine E»d«, »nd al« st« in den Himmel ge« zog«» würd«, klammerte» sich viel« arme Seele» an st» a». I» ihr«m Retd« »«rsucht« st« di« arme» Te«len abzuschllttel», dvch da ritz auch der Fade» »nd ste fiel mit den and«re» S»lc» wieder ia« F«g«f«»cr zurtck. Andrea« Gchneider in Kletich, Nummer 76 DaS Neusatzcr Deutsche VolkSblatt, welches die neuen Schnlvorfchriftcn in einer Artikelserie ausführlich behandelt, wendet sich vor allem dagegen, daß die Geltung deS EUasseS aus die Woiwodina eil gischräi.kt ist. Wir sind Bürger eines und des-fetbrn Staates, schreibt daS zitierte Blatt, und eS wiid auf die Dauer nicht angehen, daß die deutsche Bevölkerung innerhalb desselben StaatSverbandcs mit verschiedenen Masten gemessen wird. DaS wurde an die schlimmsten Zelten deS berüchtigten divide et imptra erinnern, jenes Prinzipes, dem gerade die Cüdslawe» — und mit vollem Rechte! — schau vor vielen Jahren den Krieg angesagt haben. Auch wir Deutscht, die wir Löhne eines Vaterlandes find, wollen nicht gewaltsam auseinander geriffe» u>d unter der Herrschaft verschiedener Gesttze und VerordiiungSmeximen zerrieben werden. Wir gehören zusammen, in Freud und Leid, und kommen wird der Tag. da diesem Gesühle der Zusammengehörigkeit wird Rechnung getragen werden müssen. DeS wö^en sich unsere Brüder in ihrem Schulelende getrosten. Auch die Presse der Allslowcnischeu Volkspartei ist mit der Verordnung nicht einverstanden. So laßt sich z. B. daS in Laibach eisch.incndc Abendblatt B fetni list, wie folgt, vernehmen: Die demokratische» Minister Pribicev c für den Unterricht und M^rinkovic für den Kultus hzben sich die Woiwodina ausgesucht, um ihre freiheitlichen uud einheitlich- nationalen Pläne durchzuführen, mit diuen si« sich vuderSwo nicht an den Tag trauen. Prib c'vii hat alle Schulen in der Woiwodina verstaatlicht und ohne viel Federlesen» den Gemeinden und Ouschasten ihre Schulgebäude mitsamt der EiniichXii'g genommen. Die heimischen Lehrkräfte transferiert er nach Makedonien und stellt neue serbische an; die Unterrichtssprache in den Schulen muß die serbische fein mit der cyrillischen Schrift. Der Pfarer auf dem Lande kann von nun an nicht mehr Verwalter der Lchule sein. Bisher wurden die (kutholij* tu) Schulen der Bunjmeen in streng religiösem Geiste geführt, Piibir'eoil aber will diesen Geist völlig vertreiben. politische Nitnitscha». Inland. Ein Berwaltungsgerichtshof in Laibach. Ueber dringendes Ersuchen der Advokaten-kammer in Laidach und infolge Vermittlung deS Abgeordneten Dr. Dinko Pnc ist zn erwarten, daß die Fraqe der Errichtung eines PeiwaltungSgerichtS-hofeS für Slowenien in kurzer Zeit im Minister» rate einer günstigen Erledigung zugeführt werde. Der Justizmtrister unterstützt diesen Antrag, da er das Verlange» nach Schaffung eines BcrtvaltnngS-gerichtshofl» in Laibach für vollständig gerecht-fertigt halte. Wiederaufnahme der Verhandlungen in der Adriafrage. Der italienische Ministerpräsident Giolitti hat den Außenminister Dr. Trumb c telegraphisch ein-geladen, die in Pallanza begonnenen Verhandlungen bezüglich der Lösung der Adriafrage wieder aufzunehmen. Die italienische Regierung überläßt es dem Dr. Trumbic, Zeit und Ort der Verhandlungen z» bestimmen. Eirhe rätselhafte Bestimmung im Wahlgesetze. Zn das WöhlervtrzeichniS für die Konstituante müssen zufolge keS §9 deS Wahlgesetzes alle jene jugoslawischen Staatsbürger aufgenommen wcrdrn, welche wenigster» am 1. Dezember 1916 in eine Gemeinde dcS dreinamizen Königreiches zuständig waren. Hievon sind nach dem Wortlaut dte ndm-lichtn Artikels jene ausgenommen, welche noch den §§ 78 bezw. 80 des FriedenSve!träges von St. Gumai» da« OplionSrecht besitzen. Nicht aber gehen d:S WuhlrecheS jene Bewohner deS SHs< Staates ver» lustig, welche das HcimatSrccht in einer Gcmeir.de des südslawische» Gebietes erst nach dem 1. Zäuner 1910 erlangt hab,» und sich nach dem § 76 des Friedentvertrage« erst die ausdrückliche staailiche Gc»el)migi!ng des Rechtes der jugoslawischen SiaatZ-angehörigkut einholen müssen. Mit anderen Worten: Wer nach dem 1. Jäunr scharfer Weife geänßcu. Er fp ach unter anderem davon, daß der Vö.kerbund nur ei» ncucs Gcjäß für die hauche deS jianzösijchen Jmp«riallimu» fei. In demselben Sinue ei klärte er, daß fein Wort von der „westlichen Orientierung" »ur feiner gegen« sätzlichen Stellung zu dem Plane einer östlichen Oriruiicrung im Sinne tS LonaubundrS bedeutet habe. Diese Erklärung >ft eine scharfe Ablehnung der habSdurgiicheu Bcstrebuilgc» auf Wiedererrichtung der Monarchie; hätte sich Dr. Nenner früher so deutlich ausgespiochc». so wären seine Worte vou der westlichen Orientierung Deutschisterreich» vou niemandem irrtümlich ausgelegt oder — verstanden worden. Verschiebung der Einverleibung Deutfchsüdtirols. Wie die I «nsbrucker Nachrichten aus I'idtirol erfahren, ist die E nverleibnng des südtirolischen G.bieieS in daS Königreich Italien auf unbestimmte Zelt verschoben worden. Seite 3 Deutschland und der Völkerbund. Wie a»:S Paris gemeldet wird, hat Frankreich beschlossen, aus dem Völkerbünde auszulreteu, falls zwei Diitlel der Vertreter für die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund stimmen sollten. Bauernaufstände in Italien. I, mehrere» italienische» Bezirken habe? e Banern de Großgrundbesitze bcsetzt und überall roie Fahnen gehßt. Der Aufstau» greift weiur um sich. Die zwiespältige Haltung Rumäniens. Take JoucSkU äußerte sich in Aix lcS BaiueS einigen Journalisten gegenüber dahin, daß Rumänien im j izosl»wisch-italienischen Streite nicht virmitteln werde, weil es gute Beziehungen mit allen seinen N.rchbarn wünsche. Rumänie.» rechne hiebei auch auf Bulgarieu. Ein neuer AalKanbund. Einer Londoner Meldung zufolge werden an-sang Oktober in Lvndo r wichtig? Beratungen zwischen dem rumänische!, Außenminister, dem bulgarischen Ministerpräsidenten und Lloyd George staiifindsn. England sei an der Schaffung eines neuen Bai kau-bnndiS, der aus Bulgarien, Rumänien und Griechen-land bestehe» soll, stark interrsiiert. — Allem Anscheine nach ist die englische Diplomatie bemüht, der französischen Poliiik, die bisher iu Mittel- und Lirdostluropa erfolgreich gewesen ist, den Wind aus dem Balkan aus den Segeln zu nehmen. Rätselhaft bleibt nur die Rolle Rumäniens, welches ebeifo wie Südflawien der kleinen Entente angehört und nun an der Bildung eines BalkanbnndeS mitwirke.» will, der seine Spitze ganz unverkennbar gegen den SHS Staat richten wiude. Der heilige Krieg gegen die Engländer. Der i» Baku tagende Kongreß der östlichen Völker hat den heilige» Krieg gege» den eng ifch.» Imverial!?«»» ausgerufen. Zweitausend Delegierte haben den Schwur geta«, bis zum Tode auszuharren, solange Asien nicht vom europäischen Joche befreit fe>. Aus Stadt unii land. Die deutsche Parallelklasse zur ersten VollSschulklosfe tst heuer aufgelassen worden, weil sich zur Aufnahme bloß fünf Kinder deutscher Volks-Zugehörigkeit gemeldet haben. So berichtet da« an-bete hiesige Blatt, das mit amtlichen Daten gespeist wird und al o den Lachverhalt wohl kennen sollte. Es müßte ihm darum auch bekannt sein, daß 14 andere deutsche Kinder, die sich für die erste BolkSschulklaffe einschreiben liegen, nicht als solche anerkannt wur» den. Indem daS Blatt über diesen Umstand hinweg-gleitet, gelangt es zur Schlußfolgerung, daß den Eillier Deutsche» hiedurch kein Unrecht widerfahren fei. Aber wer in seiner Beweisführung die halbe Wahrheit überspringt, darf sich dann freilich nicht wundern, wenn seine Schlußfolgerung auf lahmer Logik humpelt. Wer hat recht? Ueber die Auflassung der deutschen ersten Parallelvo'.kSschulklasse, welche in den betroffenen Kreisen begreiflicherweise berechiizie Entrüstung hervorgerufen hat, berichtet auch die ge-famte slowenische Presfe und begründet die« mit dem Mangel einer genügende» Zahl von ge-meldeten deutschen Kindern. Hierüder gehen ader die Angaben weit auseinander, indem einige Blätter vo» nur süns Kindern, andere gar nur von zwei Kindern spreche». Wer die hiesigen Verhältnisse kennt, -weiß, daß weöer die eine noch die andere Za!)l der Wahrheit entspricht; bezeichnend ist aber dieser Widerspruch, der unsreiwillig die Halilosigkeit dieser Begründung onsdeckt. Der städtische Beirat in Cilli hat i» seiner Sitzung v.u> 20. September gegen die Er-höhuvg der Monrpoltaxen auf Salz und Petio lernn einen Einspruch d«>chlossen. Für Sodawasser-erzeuguug, welche Herr Rogelj aus Oberlaibach an-gemeldet hrt, wurde der Zolalbesars ausgesprochen. Die Kapuzinerbrück? soll bis spätestens Ende Ok-tob.'r repariert werd?a; fite die Übertragung der Auii>esferungt.arbeiien wurde ei» fünftägiger Termin ausgeschrieben. Im Stadlpark, wo unter dem Schuhe einer ägyptische» Finsternis verschiedene Schäden an den Anpflanzungen und Bänke,» angerichtet «crdei, soll trotz der hohen Kosten elektrische Beleuchtung eingeführt werde» und eine ständige Polizeipatrouiäc den Wachdienst versehen. Die städtische Gasanstalt, die trotz der ««geheuren GaSpreiSerhö?)»ng noch Seite 4 Nummer 76 immer mit 20.000 bis 30.000 K monatlich passiv ist, soll durch Einsührung de» sogenannten Systems gemischter Gase einer Umwandlung unterzogen werben. Ez wurde beschlossen, Herrn Nebel und Herrn Bergrat Baebler nach Graz zu entsende», damit sie die dortigen Anstalten studieren und ihr sach liehe« Urteil abgeben. Konzert des Hippotrios. Das H ppotrio, welches mit seinem eisten Cillier Lanzette einen glänzenden Erfolg gehabt, veranstaltet am 9. Ok lober ein zweileS Konzert im kleinen Saale des Hotels Union mit einer vollständig neuen VortragS-ordnurg. Unmittelbar nach diesem Ko>zeete begeben sich die Künstler auf eine längere Sunstreisc nach Holland, Schweden und Norwegen. Das C liier Publikum hat die einzig schönen Darbietungen deS HippotrioS noch in srischer Erinnerung und wird den Saal hoffentlich bis aufs l.tz e Plitzche» füllen. Der Karte„^rverka»f findet bei H-rrn F:anz Krick statt. Konzert glatko Balokovi«. Die in unserem Blatte bereit« voraugezeigteu Konzkrte deS berühmten Violinvirtuosen Zlatko Balolovic finden iu Laibach am 4. Oktober (großer Union Saal), in Cilli am 5. Oktober (großer Unio«»Saal) und in Dkarburg am 6. Oktober (großer Götz Saal) statt. Gleich nach diesen Konzerte» begibt sich der Künstler zur Konzerttournee ins Ausland, vorerst »ach London, wo sein Konzert bereitS am 20. Ok-tvblr statifindet. Karte..vorverkanf ab 29 September in Laibach in der Annoncenexpedition Al. Matelit (Kongreßplatz 3). in Cilli in der Buchha^dlanz Goricar und Leskovs.k und in Marburg in der Musikalienhandlung Jos. Höfer (schnlgaffe). Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 26. d. M. vormittags 10 Uhr öffentlicher GottcS. dienst. Predigt Senior May: „Stehe auf!' Eine düstere Tragödie hat am 21. September vor dem Cillier Schwurgericht ihren Abschluß gefunden. Drr 22jährige Walter Dirganz, der, wie wir fr ine »zeit berichtet ljat" i am 4. Juni den fer-bischen Holzhändler Basil Jovanov i in der Nahe von Arndors mit einem Pistolenschuß niedergestreck, und sich die Barschaft des Ermordeten im Betrage von ungefähr 70.0C0 K angeeignet halte, ist aus Grund deS Schuldfpruches der Geschworenen zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Er erllärte, die Strase anzunehmen und aus jede Begnadigung zu verzichten. Nachdem er ins Gesängui» zurück, gekehrt war, verfiel er iu einen tiefen schlaf, der bis in die Abendstunden deS nächsten Tages wählte. Die Anspannung der Nerven und die Erschütterung dei GemüteS. die durch die lang andauernde Haft und durch die Aufregungen während der Unter-suchung und Beihandluug aufs höchste gesteigert wäre», lösten sich in allgemeine Erschöpfung auf. DaS Bewußtsein, das vergossene Menjchenblut nun durch sein eigenes zu sühnen, mag Walter Dergauz noch der UrteilSverkündigung eine gewisse innere Beruhigung verfchass, haben. Ob Neue und Zer-knirschung doch noch wenigstens eine Existenz be endet, die früh ans salsche Bahnen geraten und doch immer dem Arme der Gerechtigkeit entgangen war, wer wagt diese Frage zu beantworten V Schaudernd steht man vor den letzten Zuckungen eincS erlöschenden LebcnS und wird von Mitgejühl ergriffen so« wohl für die Angehörigen deS Opfers als anch sür die de« TiterS. Sogar das andere hiesige Blatt, das noch im Juni l. I. in deutlicher Absicht mit den Auedrücke» „Deutschtümler" und „Renegat" aus die Nationalität des Mörders hingewiesen halte, hat sich nunmehr zu einer ungewohnten, das heißt korrekt-sachlichen Darstellung durchgerungen: nicht nvr ist jegliche chauvinistische AuSschrotung der grauenhaften Blutschuld unterblieben, eS wiid anch mit apffülliger Schrift hervorgehoben, daß die Mordtat jede» politischen Charakters entbehre. Umso be-snmdlicher muß es erscheinen, daß diese hämische Art der Belichte» statlnng bei der hauvtstädtiichen Presse, wie z. B. dem neu herausgegebenen Jutro, Unterschlupf gefunden ha». ES würde als bedauerliche« Kennzeichen abnehmender HerzenSkultur in den bttnffenbcH Gesellschaftsklassen zu gelten haben, wenn die Anspeitschung naiionalistischer Instinkte bei solchen schrecklichen Anlässen alS Avcwpsehlnng sür die Verbreitung rlncS Blattes bei der Laibacher Presse in Uebung käme. Die zur Wafsenüdung einberufenen Advokaten werden in Laibach 3.600 Akten auS der früheren österreichischen Periode auszuarbeiten haben. Bei der Ueberprüfung soll festgestellt werden, welche Angelegenheiten veraltet stnd oder infolge der Amnestie ausscheiden und welch« eingestellt oder weiter verfolgt werden müssen. Die übng-bleibe, b«„ Fälle werden der SlaaiSanwalischaft in Laibach. Rudolf^wert. Cilli und Marburg znr Fort-setznng des Verfahrens überwiesen werden. Zar zweimonatigen Waffenübung sollen auch Zl»vokalen und Konzipienten vom Lande einbenisea werden. Die neuen in Paris hergestellten Dinarnoten haben den Aufdruck, mit dem der Kronenwert bezeichnet wird, nicht in roter, sondern in grüner Farbe. Die neuen Verzehrungssteuern werden nach de» Durchsühruiigsbestiminnngen deS Finanz-Ministers vom 20. d. M im ganzen Staatsgebiete von nachstehenden Artikeln eingehoben: Alle Arten von Zucker oder ans bezw mit Zucker hergestellter Ar« titel, Kanditen, Schokolade und andere Erzeugnisse auS Kakao, gezuckertes Obst, Marmelade, Gelee, Kompott, Fruchtfäfte und gezuckerte alkoholsreie Gi-tränle, kondensiert« Milch, Honigkuchen. Hostien, Torten, Kaffee und Kaffeeersatz. SteiS, Speis öl. seine Weine, Bier, Likör, Kognak, Speiseessenzen, Rum, Kerzen. Ceresin, Stearin, Paraffin, elektrische Lampen, Bogenlampen, Gas, Kalzium. KarbiS. Feuerzeuge, Tisch- oder Wandnorrichtunge», Alkohol und auS bezw. mit Alkohol erzeugte Fabrikate, Parsüm, kosmetische Artikel, aromatisch« Essenzen, Arzneien mit Alkoholgehalt, Aethiläther, Branntwein, Esfigsprit, Kalzium Azidum, Mineralwasser und g^vreßte Hefe. Jedermann ist verpflichtet, in der Zeit vom 20. bis 23. September feinen Vorrat an verzehrungssteuerpstichtigen Artikeln bei der nächsten Finanzbehörbe anzumelden und die Differenz zwischen der alten und neuen Steuer innerhalb fünf Tagen einzubezahlen. Di« Steuersätze aller in der vorstehenden Auszähluug genannten Artikel ver-öffentlichen wir in der nächsten Blattfolge. Fortl. Zahl. III 8987/20. Ycrztichnmig aller Invaliden und Familien nach gefallenen Soldaten behufs Anweisung von Versorgung?» gebühren nach der neuen Jnvalidenverordnnng. DaS Ministerium sür soziale Fürsorge hat eine Verordnung, betreffend die Invaliden nnd Familien »ach gefallenen Soldaten herausgegeben, welche die neuen Pensionen und Versorgung«» gebühren, bezw. Zulagen und anderen staatlichen Aushilsen für die erwähnten Personen festsetzt. Die erso'.derlichea Kredite hiejür sind bereit« sichergestellt, so daß e« möglich sein wird, in kurzer Zeit mit der Anweisung der Beträge zu beginne». Zu diesem Zwecke benötigt das LandeSsekeetariat sür soziale Fürsorge der Landesregierung für Slowenien, welche« diese Verordnung durchzufühlen hat, die genaueste Verzeichnung aller jener Personen, die nach den Bestimmungen dieser Verordnung An-^ spruch ans staatliche Unterstützung besitzen. Die Verordnung wurde bereits an alle Bezirkshauptmann, schasten und Gemeindeämter in Slowenien ver-sendet mit ausführlichen Anleitungen, wie diese Verztichnung vorzunehmen ist, bei der nicht nur alle öffentlichen Verwaltungsorgane, sondern auch alle dabei interessierten Einzelpersonen mitzuwirken haben, um eine genaue und rasche Durchsührung dieser umfangreichen Aktion zu ermöglichen. Es ist nicht nur im Interesse deS Staate« gelegen, über alle Invaliden, Witwen und Waisen eine gute und verläßliche Uebersicht zu erhalten, welche als Grund-läge nicht nur für die Bemessung der neuen Versorgungsgebühren. sondern auch^ für weitere parlamentarische Budgetdebatten dienen wird, sondern es müssen sich auch alle jene, welche mit der Mit-arbeit bei dieser Verzeichnung betraut sind, bewußt sein, daß von ihrer genanen nnd raschen Arbeit das Sch ckial jener vielen Armen abhängig ist, die vielleicht schoa monatelang auf die staatliche Hilfe warten, dnrch die ih« en eine angemessene Cx stenz gesichert oder eine neue Grundlage sür ihre E.werbS tätigkeit in der menschliche» Gesellschaft verschafft werden soll. Es handrlt sich also um eine w.chng? soziale Arbeit. Die Verzeichnung »msaßt folgende Kategouen: 1. Invalide; 2. Familien gefallener (gestorbener und ver-mißte?) Soldaten; 3. Vater- und mutterlose Waisen; 4. Notleidende ehemalige internierte nnd kon finlerte Zivilpersonen beiderlei Geschlecht, die an der Gesnndheit Schaden gelitten haben; 5. Notleidende Familien jener Personen, die vom Feinde a:?S politischen oder milirärischen Gründen getötet wurden, sowi: auch jene P:rsonen, welche während der Jniernierunz oder später, jedoch an Krankheiten, die si« sich damals zugezogen haben oder di« dadurch veischlimmert wu:den, gestorben sind; - * 6. Zivilinvalide und 7. Invalide und Familien nach Gefallenen, die fremde StaalSbürger siud. ctllen diesen Personen steht abeimaliger An-spruch ans ständige und ausgiebige Hilfe zu. An Zivilinvalide werden künstliche Gliedmaßen verab-solgt; es wird ihnen Gelegenheit zur Heilung und Hilfsmittel zur Erlangung neuer ErwerbStätigkeit geboten. Die Verzeichnung werden einzig und allein die zuständigen Gemeindeämter dcS ständigen Wohnorte« vornehmen, welche für jede der angegebenen Katc-gorien je eine Abschrift an die B.'j'iltthanptmann-fchaft und an da« LandeSsekretariat für soziale Fürsorge abzusenden haben. Alle diese Verzeichnisse müssen schon vor Ende September fertiggestellt fein. Deswegen möge», sich alle angeführten Per. fönen, die ständig in ihrem Bezirke wohnen, unver« züglich beim Gemeindeamte melden. damit es sie in daS Verzeichnis eintrage. Jene Personen, die in Slowenien zuständg sind, itch aber zur Zeit der Verzeich-uung nicht in der Gemeinde ihres ständigen Wohnorte» aushalten, sondern z. B. in einem Krankenhause, in einer Jnvalidenschule, ans einer zntweiligen Reise usw., mögen sich schriftlich beim Gemeindeamt ihres ständigen Wohnortes melden. Jene Staals-bürger, welche das Heimatsrecht im Bereiche einer anderen Landesregierung besitzen, (j. B. Kroaten, BoZnier usw), haben sich, auch wenn sie vielleicht ständig in Slowenien wohnen, schriftlich an ihre zuständige HeimatSgemeinde zu wenden. Solche Personen dürfen in da« Verzeichnis jener Gemeinde, in der sie wohnen, nicht eingetragen werden, da ihnen die zuständige Land^regierung die Versorgung» gebühr aus dem eigenen Kredite anzuweisen hat. Fremde Staatsbürger, zu denen gegenwärtig auch unser« BalkSgenossen auS dem besetzten Gebiete zu zählen sind, sind dageg«n vom Gemeindeamt« des ständigen Wohnortes in da« Verzeichnis ans-zunehmen. Alle Invaliden und sonstigen Personen, die zu verzeichnen stnd, müssen sich im Sinne der vorhergegangenen Anleitungen entweder persönlich oder schriftlich beim zuständigen Gemeindeamt« anmelden, widrigenfalls sie selbst die Folgen zu tragen habe» werden. Die Gemeindeämter aber haben daraus zu achieu, daß in da« Verzeichnis nicht solche Personen ausgenommen werden, die sich in einer andere» Gemeinde zu melden hätten; alle solchen unrichtigen Anmeldungen sind an das zuständige Gemeindeamt abzutreten. Die Pensionen und VersorgangSgebühren bezw Zulagen werden von der Militärpensionistenliquidatur in Laibach, (später von der Delegation de« Finanz-ministcckim« Laibach) im Wege de« Postsparkassen. amteS ausgezahlt werden. Dringend notwendig und höchst wichtig sowohl für den Staat als auch für die einzelnen Personen ist e«, daß diese Verzeichnung auf das genaueste und unverzüglich in der angegebenen Frist vorgenommen werde, weil dies den ersten Teil der allgemeinen Sozialstalistik aller angeführten Personen bilde», welche im Laufe deS Monates Oktober durch« geführt wird. Jeder Invalide, jede Witwe und Waise und alle übrigen intereffierten Personen können über« zeugt sei», daß daS Landessekretariat für soziale Fürsorge bereit ist, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dies« beiden Aktionen zu unter, stützen, die eiste Verzeichnung und Sozialstalistik. die im Volke daS Vertranen zum Staate wecken und festigen sollen, welcher sich seiner Pflich.'en gegenüber ollen jenen bewußt ist, denen «r am meisten schuldet und die er soweit als möglich zu-sriedenstellen will, indem er für ihre Heilnng. für die E langnng nener Leiverbsfähigkeit. für ange-mcff-ne Anhegeblchcen und für die Gründung oder Verbesserung ihrer selbständigen Erwerbslage oder ihrer gesellsch^filiche» Tkellnng Sorg» trägt. Zar Eneichnng dieses Zieles möge jedermann, dem die rasche und gedeihliche Löung unserer Jnvalidensrage am Herzen lieg«, »ach bestem Wissen und Gewiffen zur erfolgreichen Durchführung dieser zwei wichtigen Aktionen beitragen. Sollte ein Gemeindeamt die Verordnung Nr. III 8987/1 vom 6 September l. I. mit den Anweisungen und den Mufiern für die Verzeichnung der Invaliden, Witwen und Waiden zufälligerweise noch nicht e, halte» haben, so mög« «S sie unver« züglich bei der Jnvalidenabt^ilung des Landes-sckretariatcS sür sozial« Fürsorge der Landesregierung für Slowenien in Laibach ansprechen. Laibach, am 6. September 1V20. Vom LandeSsekretariat sür soziale Fürsorge. Nummer 76 Cillier Zeitung Seite 5 38) (Nachdruck verboten.) !Ver war es? Griginalroman von Erich Lbenstein. „ES ist sei» wahres Angesicht. Der Mann heißt auch nicht HerSdach. fonoent Friedrich Kunze und ist der Mann Helene WildenrothS, die er tötete. Di« Mutter der Ermordeten hat ihn nach diese« Bild« unzweifelhaft erkannt." Johanna starrte den Sprecher entgeistert an. „Ein Mirder —? Ein Mörder — I?" Dann sprang si« entsetzt auf. ' «Herrgott, und er ist mit Fräulein A»y allein oben! Wenn er auch sie . . ." Wieder drückte Hempel sie aus ihren Sitz zurück. „Nein, er wird sie nicht umbringen. Noch nicht — ! Vorläufig ist eö ihm nur um ihr Geld »u tun. Sie aber sollen nun erst alle» wissen. Da« bin ich Ihnen zu meiner Nechtsertigung schuldig." Nnd während Schaier um Schauer durch Johannas Leib riefelten, enthüllte er ihr den Lebensweg KunzeS nnd in welcher Weise er selbst Schritt für Schritt Einblick darin gewann. „Cv, nun wissen Sie alle«, liebe Johanna," schloß er. ihr di« H«nd entgegenstreckend „und »en» €tt mir als Hubinger such Haß geschworen haben — so hosse ich »och, sie werden mir als silaS Hempel euch »n Zukunft ein wenig Freundschaft be wahren?" Stumm legte sie ihre Hand in die seine. Er stand auf. Sein Besicht nahm plötzlich einen entschl»ssenen harten AuLdruck an. „Wir wollen nun nach oben gehen und die letzt« Pflicht erfüllen. Ich, indem ich den Verbrecher festnehme, Sie, indem Sie Ihrer Herrin ersparen, Zeugin davon zu sein. Ich denke, eS ist am besten, Si» rufen Fräulein Spira unter einem Birwand heraus und führen Sie in Ihr Zimmer, wo Sie ihr alles mitteilen, was Sie soeben »»n mir gehört haben." .Aber dieser Mensch —" stammelie Johanna angstvoll, .wird er Ihnen nicht entkommen oder — ein Leid tun?* „Keine Sorge. Da« Hau« ist umstellt und *> gehe nicht allein zu ihm hinein. Außerdem bin .q> bewaffnet." Fräulein Spira war sehr ärgerlich über die Störung, solgte Johanna aber doch inS Neben, zimmer. .Ich komme gleich wieder. Schatz", läch-ltc sie Lunz« zu, der seinen GesichtSauSdruck sehr glücklich der Rolle eine« verliebten Bräutigams anpaßte. Kaum aber war di« Tiir hinter ihr zugefallen, wurde fein Gesicht ernst. Er stand auf und blickt« forschend um sich. Ah — dort war di« Handtasche, mit der st« gekommen und in der, wie sie erzählt hatt«, ihr« Wertsachen warn.. Ein diabolisches Lächeln glitt über seine Züge. Wie achtlos Frauen doch mit derlei kostbaren Dingen umgingen! Emfach auf das Bett hatte sie die Tasche gelegt neben Hut und Reiseschleier. Wenn er sie nun einfach nahm und auf das Lchijf ging, zu dem er die Karte bereits in der Tasche hatte — wer wollte ihn dann finden? Das Schiff sollte um 4 Uhr früh die Anker lichten. Seine ttarte lautete natürlich auf einen fal» fchcn Namen. Di« Spira wußt« weder diesen, noch den Namen des Schiffes. Ehe sie den Behörden be-greiflich macht, um was es sich handelte, schwamm er ans hoher See »nd war sie loS. Drüben würden sie ihn auch nicht abfangen können, denn die Eng-länder hatten ja daS Kabel nach Amerika zerstört. Der Krieg war doch auch zu etwas gut! Schon griff er nach der Tasche, als hinter ihm die Türe geöffnet wurde und jemand gebieterisch rief: »Hände hoch I Friedrich Kunze alia« HerSbach, ich erkläre Sie im Namen des G-f-tz-S für verhaftet." Aschfahl fuhr er herum. Zwei Männer standen in der Türe, zwei blifcende Läuse waren nach ihm gerichtet — Ader noch gab er sich nicht verloren. Wenn er sich nur deS e'nen entledigen konnte — den anderen niederrannte, dann winkte draußen vielleicht doch noch di« Freiheit. Blitzschnell riß auch er seinen Revolver auS der Tasche. Ein Schuß krachte. Pulverdampf er-füllte daS Q,n,«ch. Nebenan in Johannas Zimmer schrie jemand gellend auf. „Helenes Mörder? DaS lügst du, Johanna! — Das ist — nicht — wahr l" In der nächsten Minute hielt Johanna die ohnmächtige Gestalt ihrer Herrin in den Armen. In der sonst so ruhigen Fremdenpension gab eS hellen Ausruhr. Oben im Zimmer der neu an-gekommenen Dame wurde Sturm geklingelt. Jemand schrie beständig: ,,Z» Hilfe! Sie stirbt mir ja unter den Händen I* Und als in allen Türen erschrockene Gesichter erschienen, das Hausmädchen und ihre Herrin die Treppe hinausflogen, führten zwei sremde Männer eben einen dritten, der Handschellen trug, in die Halle hinab. Fräulein Spira kam endlich unter den vereinten Bemühungen der um ste beschäftigten Frauen wieder zu sich und ließ sich zu Bett bringen. Als Johanna, der die Aufregung noch in allen Gliedern zitterte, ein Weilchen.später aus den HauS-gang hinausging, um frische» Wasser zu holen, sand si« SilaS Hempel dort wartend aus und ab gehen. ..Ich wollte mich nur erkundigen, wie eS Ihrer Herrin geht, liebe Johanna, und ob Ihnen selbst der Schreck nicht geschadet hat?' „Nein, dank«. Auch mein Fräulein erholt sich schon. Ich habe ihr versprochen, sie bis an ihr LedenSende nicht zu verlassen, da« hat sie etwa» beruhigt. Aber Sie. Herr Hempel? Wie ist e« denn gegangen ? Ich erschrak zu Tode, als ich schießen hörte! Sie sind doch nicht verletzt?" „Nein. Die Kugel ging in den Türstock und Kunze sitzt bereits hinter Schloß und Riegel. Blei-den Sie noch längere Zeit hier?" .Gott bewahre! Sowie mein Fräulein soweit ist, reisen wir zurück nach unserm lieben Wien!" «Darf ich mich Ihnen anschließen? Ich habe hier nämlich auch nichts mehr zu tun, da das AuS-lieferungSverfahren wohl eine Weile dauern wird und Aollege Rotleitner Kunze dann nach Wien bringt." „Ach. das wäre aber fchin, wenn ste mit uns reisten! Werden Sie aber auch einen bis zwei Tage «arten wollen?' .Gerne. Ich fühle «ich ja wirklich verpflichtet, nach all d«m Aergrr, d«n ich Ihnen und Ihrer Herrin bereiten mußte, Ihnen nun wenigstens auch ein bißchen behilflich zu fein, ins gewohnte Gleis zu kommen. Und wir bleiben dach Freunde, Fräu-lein Johanna?" „Immer, Herr Hempel! Und ich glaube, da» ist viel besser al« . . ." sie brach errötend ab. Er lächelte fein und drückte herzlich ihre Hand. „Natürlich ist Freundschaft da« Beste im Le-den! Ich werde mich immer freuen, wenn Sie mir Gelegenheit geben, Ihnen «eine aufrichtige, selbst-lose Freundschaft zu beweisen!" .Ich darf Sie also verständigen, wenn wir reisefertig sind?" „Ich bitte darum. Und richten Sie Ihrer Herrin einstweilen einen ergebenen Handkuß au«." 22. Robert Hardy saß in einem bequemen Garten-stuhl unter den Hängebirken i« WolferShagcner Park und blickte verträumt auf den Weiher, der sich im Goldglanz der Abendsonne wie ein leuchten-der Spiegel vor ihm ausbreitete. Seit acht Tagen war er hier zur Erholung, denn die GefangniShaft hatte ihn doch ärger mit-genommen, al« er e» für möglich gehalten. Heftig fiebernd verließ er damals vor drei Wochen bo» düstere HauS, wo er nur wenig Hoffnung gehabt, als freier Mann herauszukommen. Man mußte ihn direkt aus der Zelle fort in ein Krankenhaus bringen, wo die Aerzte Herzbeutel-entzündung feststellten. Er erholte sich dann zwar rasch, aber „ein paar Jahre lang werden- Sie die Geschichte am Herzen immer noch spüren," meinte der Arzt. „Ich glaube nicht, daß man Sie noch für kriegstauglich erklären wird." In der Tat lautete der Bescheid deß Regi-mentSarzteS, nachdem er Hardh gründlich untersucht hatte, auf „Frontdlenstuntauglich, höchsten» sür die Kaserne verwendbar, aber auch das nicht vor dem l. Dezember." In WolferShagen waren sie glücklich über diesen Bescheid. Hardy selbst empfand ihn peinlich. Und heute sprach er es zum erstenmale au». „Ein Staat»-krüppel in meinen Jahren, und wo ich früher statt und gesund wie ein Bär war! Man muß sich ja schämen I" ..... (Schluß folgt.) prompt lieferbar ab «tairiacher Stationen zu Tagespreisen kaufe Iran Prclierick St. Jlj pri Mariboru. Zahlung auf Wunsch in Mark oder holländischen Gulden. Augebote erwünscht Strickmaschine zu verkaufen Anfragen Na okopih (Schulgasse) Nr. 9, Parterre rechts. Miise, Rittes, Wanzen, Basses Erzeugung nnd Versand erprobt radikal wirkender VortilgnngBmittul, für welche «glich Dankbriefeeinlaufen. GegenRatton u.MSueo 8 K; gegen Feldmäuse 8 K; gegen Küssen «. Schwaben 10 K; extrastarke Sorte 20 K; fx*rastarke Wanientinktur 10 K ; Motten-biger 10 K; Insektenpulver 6 u. 12 K; Salbe gegen Mennchenläuse 6 n. 10 h ; Laugaalbo für Vieh 8 u. 10 K; Pulrer gegen Kleider-*• ^ IschelBuso 8 u. 10 K; Pulver gegen Ge-flügellSoso 10 K; gegen Ameisen 10 K; Krttt-tensalbe 10 K. Versand per Nachnahme. UBgeriefervertilgnngianitaU 11. J 0 n k e r, Petriajike aliea 3, Zagreb 118, Kroatien. KIIOTIU ra'*eke in" Futter, eine band- lilAu I I ll ro'* P®r Vr 0t'lei "ird Futter-ersatz benützt, dann wöchent-lieh S handroll. 5 Pakete Mimt in, NBhrpulror zum MBsten gesunden fetten Viehes, nur Förderung der Eier-nnd Milcherzeugung, genügen für 1 Ochsen, Kuh, Schwein, Pferd etc. fllr 6 Monate. Mit den höchsten Medaillen umgezeichnet in London, Paris, Rom, Wien. Tausende Landwirte loben und kaufen es wiederholt. Verlanget Mastin beim Apotheker. Kaufmann oder KrSmor, denn jeder darf e» frei »erkaufen oder aber schreibet an die Apotheke Trnkooi in Ljublana, Krain, um & Pakete für 80 Kronen 50 Heller per Poet. Ferner: [/.L1}-. Jucken, Grind, Flechten be» Ri Hl/H seitigt bei Mensch und Tier HI UlLU, die KrRtien-Salbe. Keil Geruch, kein Beschmutzen der Wische. Ein Tiegel fllr 1 Perion per Post H'80 Krotiea bei der Apotheke Trnkeci, Ljabljaaa, Frais. Jugoslovansko inZenirsko podjetje druiba z o. z. ====== Maribor ===== Ingenieurbureau und Bauunternehmung Projektierung und Atisführung ton Hochbauten, Beton- und Eisenbetonbauten, Industrie- und landwirtschaftlichen Anlagen, Wasser-kraflanlagen, Lauberatung, Begutachtungen etc. Telegrammadresse: Jlp Marlbor. Lieferung von Bau-, Industrie- und technischem Material aller Art,Eisenwaren, Werkzeug, Träger, Beton-rundeisen, Industriebahn-Schienen u. Betriebsmaterial, elektrotechnisches Material, Zement, Gips, Dachpappe etc. etc. Französisch Italienisch wird unterrichtet. Pred grofijo (Schulgasse) Nr. 6, parterre._ Maschinschreib-unterricht nach dem Zehnfingersystem, in Slowenisch und Deutsch, ei teilt Frau Fanny Blechinger, Levstikova ulica (Feldga?se) Nr. I. Klavier zu reikaufen um den Preis von iO.OOO K. Adresse in der Verwaltung dieses Bla'.tes. Besichtigung von 3—5» Uhr. 2«»7o Luise v. Schludermann staatlich geprüft für Französisch, Englisch, Italienisch nimmt den Unterricht wieder auf. Mariborska eesta (Orazerstraise) 7, 1. Stock. Seile 6 Cillier Zeitung Nulkmkr 76 Gewesener 8tat!onsrn>?ister, der deutschen und slowenischen Sprache in Woit und Schrift mächtig, sucht dauernden Posten als Expedient, Magazineur, Plalzmeisterod. Aufseher in einem lndustiiegeleise oder dcrgl. Gefällige Anträge erbeten unter .Verlässlich 26352* an die Verwaltung dieses Blattes. Winzer oder Meier mit Fam