80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). .‘ '• '•ifHeilung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68, 25-69, Maribor, Kopališka ul, 6. aSo Nr. 27 Sonntag, den 4. Februar 1940 Inseraten- und Ationnemenfs-Ännahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 32.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. PfCIS Offl 2 — Mariborer Helium Mastenangriffe und Mastenverlutte Die Russen stürmen immer wieder gegen die Mannerheimlinie / Neue XaM der Sowjets / Die Finnen leisten nach wie vor Widerstand / Die ersten russischen Fallschirmspringer eingesetzt / Neue Luftangriffe auf finnische Städte Stockholm, 3. Feber. (Avä'la.) — H a v a s meldet: Der Berichterstatter der Zeitung »Stockholm Tidningen« berichtet seinem Blatt von der karelischen Front: Die Sowjettmppen haben ge stern im karelischen Waldgebiet 4yei gleichzeitigem Einsatz von 200 Flugzeugen und stärkster Artillerievorbereitung ihre Massenangriffe wiederholt, doch war der Stoß etwas geringer als vorgestern. Die Kämpfe wurden bis in die Nacht fortgesetzt. In diesen Operatonen brachte Ge ueral S t e r n ein neues Deckungssystem, gezogen von Tanks, zur Anwendung. Die finnischen Soldaten bezeichnen diese fahr baren Deckungen als Massensärge für die Sow?e*so!daten. Zum ersten Mal wurden auch Fallschirmspringer einges. Obwohl diese Leute in finnischen Uniformen betroffen wurden, machten die finnischen Behörden von den kriegsrechtlichen Bestimmungen keinen Gebrauch und ließen diese Leute nicht als Spione erschießen. Die Sowjetverluste sind, gemessen an den Finnen, sehr groß. Tausende von Leichen liegen seit zwei Tagen auf den Schauplätzen der wuchtigen Auseinandersetzung. Helsinki, 3. Feber. (Avala.) — Ha vas meldet: Nachrichten aus Estland besagen, daß man dort der Ansicht sei, die von den Sowjets in Finnland erlittene Niederlage hätte die Aufschiebung eines Projektes zur Folge gehabt, demzufolge Estland vollständig annektiert werden sollte. Helsinki, 3. Feber. (Avala.) Reuter berichtet: Anläßlich der neuen, heftigen Sowjetoffensive an der karelischen Landenge konnte festgestellt werden, daß die sowjetrussischen Fallschirmspringerpatrouillen in finnische Uniformen verklei det, mit Maschinengewehren bewaffnet u. kleinen Kurzwellensendern versehen seien. Die Patrouillen wurden teils vernichtet, teils gefangen genommen. Helsinki, 3. Feber. (Avala.) Reuter berichtet: Die hiesigen Berichterstatter der Londoner Presse verwiesen auf eine neue Taktik, deren sich die Sowjettruppen bei ihren Angriffen auf die Mannerhelm-Linie bedienen. Der Berichterstatter der »Ti m e s« betont, daß die Sowjets die Pause nach den früheren Angriffen auf die Mannerheim-Linle ausgenützt hätten, um eine neue Kampfwagentaktik vorzubereiten. Die Sowjettanks sind nunmehr mit »breiten Panzerplatten ausgerüstet, die vorne befestigt sind und in deren Schutze die Sturmtrupps gegen das finnische Maschinengewehrfeuer vergehen. Die Tanks entwickeln dabei die größte Geschwindigkeit, indem gleichzeitig mit Panzerwagen weitere Strum-trupps herangebracht werden. Vor dem Angriff erfolgt die Beschießung der Man-nerheim-Linie durch Artillerie schwerster Kaliber. Die Infanterie folgt dann den motorisierten Verbänden nach. London, 3. Feber. (Avala). R e ut e r meldet: Nach Mitteilungen des Stockholmer Rundfunks werden schwer verwun- dete finnische Soldaten in "Hinkunft in schwedischen Krankenhäusern Aufnahme finden. Die Überführung schwerverwundeter finnischer Soldaten in schwedische Krankenhäuser wird mit dem Hinweis darauf motiviert, daß sie in finnischen Krankenhäusern allzusehr den sowjetrussischen Bombardements ausgesetzt seien. Helsinki, 3. Feber. (Avala). H a-vas berichtet: Im Laufe des gestrigen Tages bombardierten sowjetrussische Luftstreitkräftc die südfinnischen Städte Kotka, Kuvola, Peeksamaki und Kiopio. In Südwestfinnland wurde Jerneborg dem schwersten Bombardement ausgesetzt; Die Bomben forderten dort zehn Menschenleben. In den übrigen Städten wurde geringerer Sachschaden verursacht. In Peeksamäki wurden hingegen mehrere Brände ausgelöst. Kiopio wurde weniger beschädigt als Sortavala. Wie andererseits verlautet, sollen die Sowjetflieger Bomben auf eine Kirche geschleudert haben, während auf ein Krankenhaus ein Maschinengewehrangriff unternommen worden sei. Im Laufe des gestrigen Tages warfen ferner zehn Sowjetflugzeuge eine Anzahl von Bomben in die einzelnen Vorstädte von Helsinki. Der in Helsinki angerichtete Sachschaden ist gering. Es scheint, daß mehrere Sowjetpüoten von den finnischen Abwehrbatterien durch Splitter verletzt wurden. Helsinki, 3. Feber. (Avala). H a-v a s berichtet: Das amtliche Kommuni- Präsident Kaliv: „Finnland zu einem ehrenvollen Frieden bereit!" Eine Erklärung des finnischen Staatspräsidenten London, 3. Feber. (Avala.) R e u -t e r berichtet: Obwohl Finnland zu Verhandlungen über einen ehrenvollen Frieden bereit ist, kämpfen Finnlands Truppen heroisch an sämtlichen Fronten, besonders aber an der Mittelfront. Es be- stätigt sich die Nachricht, daß Präsident K a 1 1 i o im finnischen Parlament erklärte, Finnland kämpfe nur deshalb, weil es gezwungen sei, sich zu verteidigen. Finnland wünsche jedoch einen ehrenvollen Frieden und habe eine diesbezügliche Aktion bereits begonnen. Finnland, so heißt es in maßgeblichen Kreisen, lehne jedoch ein Sowjetdi'ktat ab, da nur ein ehrenvoller Friede in Frage käme. Kanada baut 45 Tauchbootsäger Ottawa, 3. Februar. (Avala). H a-väs meldet: In Durchführung ihres Flot-Nnbauprogramms hat die kanadische Regierung Instruktionen für den Bau von 45 Fauchbootjägern erteilt. Diese Tauch- bootjäger werden mit Geschützen, Torpedos, Sprengstoffen und Apparaten zur Aufdeckung von Tauchbooten ausgerüstet sein. Die Fertigstellung dieser Schiffe soll im Jahre 1941 erfolgen. Schneenot in Holland , Am s t e r d a m, 3. Feber. (Avala.) — uNB meldet: Die großen Schneestürme, v’on denen gestern ganz Holland erfaßt w'Urde, haben im Eisenbahnverkehr bedeutende Kamilitäten ausgelöst. Im Nord- holland blieb ein Zug im Schnee stecken und bedurfte es lange Zeit, bevor die Lokomotive und der Postwagen befreit wurden. Die Fahrgäste wurden gezwungen, in den Postwagen überzugehen, während die übrigen Waggons des Zuges auch weiterhin im Schnee stecken blieben. Bei Utrecht entgleiste ein Güterzug und verlegte gemeinsam mit den Schneeverwehungen die Strecke viele Stunden lang für jeglichen Verkehr. Kurze Nachrichten Rom, 3. Februar. (Avala) Havas berichtet: Die Bank von Italien hat den neuen Kurs der Touristenlira mit 18 Proz. unter dem normalen Lirekurs festgesetzt. London, 3. Februar. (Avala). Havas berichtet: Wie Press Association erklärt, sind alle Mitglieder der Beman-! nung der beiden britischen Tauchboote quee des finnischen Oberkommandos befaßt sich zum ersten Male mit den Fallschirmspringern. Uber der karelischen Landenge sprangen 40 Fallschirmspringer aus Flugzeugen ab. 20 hievon wurden abgeschossen, die zweite Hälfte wurde gefangen genommen. Es scheint, daß die Fallschirmspringer die Erwartungen der Sowjetheeresleitung keineswegs erfüllen. Helsinki, 3. Feber. (Avala). Havas berichtet: Im Verlaufe der Einvernahme der gefangenen sowjetrussischen Flieger stellte es sich heraus, daß man mit Leuten zu tun hatte, die auf einer äußerst niedrigen Kulturstufe stehen. Sie erklären jedoch, zwei Jahre in einer Art von »Universität« studiert und zwei weitere Jahre die »Militärakademie« besucht zu haben. Diese Leute behaupten — ohne von Finnland überhaupt einen Begriff zu haben — Finnland habe die Sowjetunion angegriffen, deshalb müsse sich die Sowjetunion wehren. Wie aus den weiteren Darlegungen hervorgeht, sind die Sowjetflieger zum Teil von estländischen Stützpunkten aufgestiegen. Südlich von Tallinn sollen sich 80 Flugzeuge befinden. Die auf den dortigen russischen Stützpunkten befindlichen Flieger werden nach Aussagen der Kriegsgefangenen vollkommen isoliert gehalten. Seit Mitte Dezember bekamen sie keine Zeitung zu lesen und speziell aufgestellte Wächter sorgen für ihre Isolierung von der estländischen Umwelt. »S t a r f i s h« und »Und! n e«, die im Jänner bei Helgoland versenkt wurden, in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten. Oslo, 3. Februar. (Avala) DNB berichtet: Einer Meldung des Norwegischen Telegrafenbüros zufolge ist der norwegische Dampfer „W a r i 1 d“ (1500 Tonnen), der sich auf der Fahrtaus Norwegen nach England befand, wahrscheinlich gesunken. Seit 22. Jänner fehlt von diesem Dampfer, dessen Bemannung sich aus 15 Mann zusammensetzte, jegliche Spur. Washington, 3. Februar. (Avala) Havas meldet: Wie das amerikanische Heeresdepartement mitteill, wird sich der Chef des Generalstabes General Marshall am 4.d. im Flugzeug nach Washington nach der Panamakahalzone begeben, um die dortigen Stützpunkte zu inspizieren. Auf der Rückkehr wird sich General Marshall wahrscheinlich in M„..acaibo, Venezuela und Portorico aufhalten. Börse Zürich, den 3. Feber. —-Devisen: Beograd 10, Paris 10.0414, London 17.73, Newyork 446, Brüssel 75.60, Mailand 22.51, Amsterdam 236.75, Berlin 178.70, Stockholm 106.17E>, Oslo 101.35, Kopenhagen 86.10, Sofia 3.30, Budapest 87, Athen 3.55, Bukarest 3.30, Helsinki 775, Buenos Aires 101)4. H «ule 2 Jub. „Galaredoute 99 m I. S. S. K. MARIBOR Sokolski dem ea Die Außenminister Rumäniens, Griechenlands, der Türkei und Zugolawiens beaannm gestern mH der Brüfung ö?r allgemeinen internationalen Lage / HOmahl su Mren Ser Minister auk Gch.oß Dedinje / Die Balkantonserenz im MsUei-puntt des europäischen ÄMereKs Beograd, 3. Feber. Gestern um 10.30 Uhr traten die Außenminister Metaxas, Dr. Cinca r-M arkovič- Sarad-s c h o g 1 u und Gafencu im Kabinett des jugoslawischen Außenministers zusammen, um die Eröffnungssitzung der diesjährigen ordentlichen Tagung des Ständigen Rates der Balkanunion abzuhalten. Den Vorsitz führte der rumänische Außenminister Gafencu. Die Sitzung dauerte bis 12 Uhr mittags. Die vier Außenminister unterzogen bei dieser Gelegenheit die allgemeine internationale Lage einer Prüfung, und zwar im Zusammenhänge mit ihren Bestrebungen, den Völkern des Balkanabkommens den Frieden zu sichern. Die Minister Metaxas, Dr. Cincar-Markovic, Saradschoglu und Gafencu wurden nach dieser ersten Zusammenkunft auf Schloß Dedinje von 8. K. H. Prinzregent Paul empfangen. Anschließend daran gab 8. K. H. Prinzregent Paui zu Ehren der Minister und ihres Gefolges ein Festmahl im Weißen Schloß. Dem Festmahl wohnten bei: Ministerpräsident Metaxas, die Außenminister Saradschoglu und Gafencu, Ministerpräsident Cvetkovič, stellvertretender Ministerpräsident Dr. Maček, Dr. Korošec, Außenminister Cincar-Markovic mit Gemahlin, General Nedič, Hofminister Milan Antič mit Gemahlin, die griechischen bevollmächtigten Minister Leon Melas und Panadakis, der Direktor der politischen Abteilung des türkischen Außenministeriums Dsche-was Erkin mit Gemahlin, der Generalsekre tär im rumänischen Außenministerium Alexander Crecianu, der Direktor der Balkansektion im griechischen Außenministerium Leonida Gafos, Botschafter Ca-dere mit Gemahlin, Gesandter Bibika Ro-setti mit Gemahlin, Gesandter Korperler mit Gemahlin, Botschafter Dr. šuimenko- vič, Botschafter Dučič, Gesandter Vukčevič, Ministergehilfe Smiljanič mit Gemahlin, die Hofdamen Ela Hadžič und Olga Lozanič, der Erste Adjutant S. M. des Königs General Nikola Hristič mit Gemahlin, Hofmarschall Boško čolak-Antič, der Kabinettschef Metaxas’ Pindar Andrulis, Oberst Zaharijas Nobilis, Adjutant des griechischen Premiers, der Privatarzt des griechischen Premiers Eugen Fokas, der Chef der Balkansektion im türkischen Außenministerium Reschid Er-ham, der Kabinettschef Saradschoglus Ze-ki Polar, der Kabinettschef Gafencus Li-diu Pop, der zweite Kabinettschef Demeter Popescu und die dejour-Adjutanten S. M. des Königs. Beograd, 3. Feber, ln hiesigen internationalen journallstenkreisen erwartet man mit größtem Interesse das heutige Bankett, auf dem bedeutsame Trinksprüche der vier Minister fallen sollen. In diesen Kreisen gibt es diesmal keine Sensationsmacherei, woraus der Schluß gezogen werden kann, daß man dieser Konferenz im vollen Emst die größte Bedeutung beimißt. Was die gestrige zweite Zusammenkunft der Minister betrifft, glaubt man annehmen zu dürfen, daß auch diese zweite Zusammenkunft, der Überprüfung der internationalen Lage gedient hat. Paris, 3. Feber. (Havas). In französischen diplomatischen Kreisen ist man überzeugt, daß der türkische Außenminister Saradschoglu nach seiner Sofioter Aussprache mit Kjuseivanov wohl in der Lage gewesen sei, die übrigen Teilnehmer der Beograder Konferenz hinsichtlich des Standpunktes Bulgariens zu berühr, gen, doch werde die Konferenz keine leichte Arbeit haben. Nach Ans’cht der französischen Kreise werde es der Kon- ferenz an Elementen fehlen, die erforder-I lieh wären für die Bildung einer gemeinsamen Balkanfront gegen jedwede mnitä- , rische Aktion von außen her. Die Kon-j ferenz werde daher nur auf wirtschafts. politischem Gebiete Erfolge verzeichnen j können. i Paris, 3. Fettet; Die Agence Havas ! faßt die Hauptziele der Balkantagung wie folgt zusammen: 1. Aufrechterhaltung der Grenzen .der jetzigen Mitglieder der Balkanunion. 2. Kampf gegen den Bolschewismus. 3. Gemeinsame Maßnahmen gegen die politischen und wirtschaftlichen Forderungen eines oder mehrerer fremder Staaten. 4. Möglichkeit einer ungarisch-rumänischen Annäherung ohne Grenzrevision. D'e deutsche Diplomatie bedient sich aller Mittel, den Erfolg der Balkankonferenz zu verhindern. Diesem Ziele diente auch das Exnosee des ungarischen Außenministers Graf Czaky, der den Revisionismus nicht nur als obersten Grundsatz der ungarischen Außenpolitik prägte, sondern auch erklärte, Ungarn brauche keinen Vermittler. Die Aktion Deutschlands geht dahin, die Bildung, eines südosteuropäischen Staatenblocks zu verhindern. Rom, 3. Feber. Der unversöhnliche Standpunkt Rumäniens gegenüber den ungarischen Revisionsforderungen hat in Rom beträchtliche Besorgnisse ausgelöst. Man ist in Rom überzeugt, daß dies eine Folge der neuen Furchtlosigkeit Rumäniens gegenüber Sowjetrußland sei. Die deutsche Diplomatie- dürfte als Gegeti-kenzession für die erweiterten Petro'.eum-üeferungen Rumäniens in Moskau gewisse Sicherstel’ungen h’nsichtVch der beß-arrfcischen Frage erzielt haben. Diese Sicherstellungen steifen nun das Genick Rumäniens Ungarn gegenüben Im übri- gen wird in Rom darauf hingewiesen, daß auf dem Balkan nichts ohne Italien möglich sei, das allein befähigt sei, den Frieden in diesem Teile Europas zu gewährleisten. Die Balkankonferenz werde aber auch den wahren Wert und Sinn des Ankara-Paktes enthüllen. London, 3. Feber. (Reuter.) — Der Konferenz der Balkanstaaten wird in London größte Bedeutung beigemessen. Sowohl »Time s« als auch »Daily H era! d« sprechen die Ansicht aus, daß in den Beograder Beratungen die Stellungnahme der Balkanstaaten gegenüber den kriegführenden Staaten umrissen werden würde, im Vordergrund der Erörterungen dürfte vor allem der Standpunkt Bulgariens stehen. Die englischen Blätter betonen, die gegenwärtige Konferenz werde zweifelsohne in der Hinsicht erfolgreich sein, daß sie die Balkanstaaten noch enger verbinden werde als eine »Barriere gegen die Gefahr eines etwaigen deutschen Einfalles auf dem Balkan«. N e w y o r k, 3. Feber. United Press berichtet: Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen droht der Balkankonferenz die Gefahr einer Komplikation im Hinblick auf den Standpunkt Rumäniens. Nichtamtliche Quellen besagen, daß der rumänische Außenminister Gafencu in den Präliminarverhandlungen an die übrigen Teilnehmer der Balkanunion die Forderung gerichtet habe, sie mögen die Grenzen Rumäniens Ungarn und Bulgarien gegenüber garantieren. Gafencu soll angeblich erklärt haben, daß im entge-gegengeoetzten Falle Rumänien seine Neu tralität mit deutscher Hilfe sichersteVen werde. Mit Vermittlung Berlins würde Rumänien auch mit Moskau einen Nichtangriffspakt aüschließen. „A. Staf jorkft Ü!ciiim(|(cii" FESTSTELLUNGEN DES HAUPTORGANS DER KROATISCHEN BAUERNPARTEI Zagreb, 3. Feber., »S e 1 j a č k i d o in«, das Hauptorgan der Kroatischen Bauernpartei schreibt: »Dr. Maček fordert die Wahlen zum kroatischen Sabor und zur Skupschtina. Erst nach Durchführung der Wahlen soll es zu einer dauernden Einrichtung der Staatsgemeinschaft kommen. Auch in dieser Frage ist das kroatische Volk, wie immer, übereinstimmend mit seinem Präsidenten. Die Saborwahlen sind unumgänglich, damit die Einrichtung des Banats Krroatiens beschleunigt werde. Die Skupschtinawahlen sind aber deshalb wichtig, damit die Dauerregelung der Beziehungen in dieser Staatsgemeinschaft ermöglicht werde. Unter den Serben be- Oberst Bojöev in Berlin Zweistündige Aussprache des Chefs der j bulgarischen Luftwaffe mit Generalfeldmarschall Göring. Berlin, 3. Feber. Oberst Boj dev, der Chef der bulgarischen Luftwaffe und Leiter der bulgarischen Delegation in den Moskauer russisch-bulgarischen Luftver-kehrsverhand'.ungen, ist am Donnerstag in Berlin cingetroffen und hatte eine zweistündige Aussprache mit Generalfeldmarschall Göring. Oberst Bojdev wird als der persönliche Vertrauensmann des Zaren Boris III. betrachtet. steht eine starke Strömung, die eine mehr oder minder definitive Grenzziehung zwischen den Banaten Kroatien und Serbien noch vor der Durchführung der Wahlen fordert. Einzig richtig ist indessen die Stellungnahme unseres Präsidenten Dr. Maček, der die Durchführung der Wahlen fordert. Eine dauernde Grenzziehung zwischen den Banaten Kroatien und Serbien kann nur auf einem ungefälschten Schiedsibruch des Volkes aufgebaut werden. Der Wille des Volkes wird der beste Wegweiser sein.« England Hat Äayan gegenüber nachgegebsn? i Die 21 Deutschen der »Asama Maru« sollen an die japanischen Behörden ausgeliefert werden. — Römische Informationen. — Die Tientsin-Blockade schon unerträglich geworden. London, 3. Feber. Nach einer Meldung aus London wird die britische Regierung der Forderung Japans auf Auslieferung der 21 deutschen Matrosen, die auf dem japanischen Motorschiff »Asama Maru« verhaftet und in englische Internierung gebracht - wurden, nachkommen. Die »Gazzetta del Popolo« betont in einer diesbezüglichen Darstellung, man •könne aus der letzten Rede C a m b e r-1 a i n s die Schlußfolgerung ziehen, daß inan in England die Inopportunität des MelöchrmSe im Kriege Der österreichische Legitimistenführer Baron Wiesner gestorben. Am s t e rd a m, 3. Feber. Der österrei-1 chische Legitimistenführer und langjähri- j ge Berater der Exkaiserin Zita, B a r o n j Wiesner, ist in Würzburg im Alter von 70 Jahren gestorben. Baron Wiesner' wurde nach dem Märzumoruch in der Ost Links: Mit einem Gefühl des Stolzes hört »Wolf« die Worte des Gefechtsvor-mark zunächst in dem Konzentrationslager ! Postens, Gleich wird er mit einer Meldung zum Kompaniegefechtsstand zurück-Buchenwald untergebracht. Später wurde | jagen müssen. - Rechts: Die Ohren gesteift, alle Muskeln gespannt, setzt ihm Würzberg als Wohnort zugewiesen, i »Wolf« über das meterhohe Hindern.s Vergehens mit der »Asama Maru« eingesehen habe. Man könne deshalb mit der Auslieferung der 21 Menschen an die japanischen Behörden rechnen, wie dies in : der japanischen Note gefordert wurde. 1 England sei entschlossen, diesen Zwischen ' fall zur vollsten Zufriedenheit Japans zu "lösen, um die normale Entwicklung der japanisch-englischen Beziehungen nicht zu stören. L o n d o n, 3. Feber. (Avala.) Havas berichtet: Der englische Generalkonsul in Tientsin, Oswald W i t h e, begann am 1. d. M. mit den japanischen Behörden , Verhandlungen, die sich auf das sprung-i hafte Anziehen der Preise in der britischen 1 Konzession beziehen. Die Verhandlungen I nehmen einen günstigen Verlauf. Obzwar 1 der japanische Militärdelegierte erklärte, daß man die Verschärfung der Blockade nicht als Repressalie im Zusammenhang mit der »Asama Maru«-Affäre betrachten dürfe, erinnerte die gegenwärtige Lage in der Konzession immer mehr an den Sommer des Vorjahres, als die Blockade die schärfsten Formen aufwies. v Deutsch- und Serbokroatischkurse der Jugoslawisch-Deutschen Gesellschaft in Beograd. Die Jugoslawisch-Deutsche Gesellschaft in Beograd eröffnet die, Einschreibung in das 11. (Sommer)-Semester ihrer Deutsch- und Serbokroatischkurse. Von den Deutschkursen sind ein Anfängerkurs, drei mittlere und ein Oberkurs vorgesehen, von den Serbbkroatischkursen ein Anfänger- und ein .Oberkurs. Der Unterricht findet in kleineren Gruppen am Abend nach 19 Uhr in der Staatlichen zweiten Handelsakademie, Žorža Kleman-soa 48, statt. Jeder Kurs dauert mehrere Monate, mit drei Stunden in der Woche. Teilnehmergebühr für die Deutschkurse 100 bis 130, für die Serbokroatischkurse 160 Dinar fürs ganze Semester, zahlbar im voraus bei der Einschreibung. Die Serbokroatischkurse sind für Deutsche vorgesehen. Auskünfte und Einschreibungen im Sekretariat der Gesellschaft, Prestolonaslednikov trg 38-1., Tel. 28-137. Unterrichtsbeginn Anfang Februar. Die innere Problematik Ingoslawiens Forderungen und Standpunkte zum Vroblem des G aalsum^aues / Das Siel: die Zufriedenstellung aller Teile zwecks Kräftigung des Gmasganzen ,n Bled bezw. auf Schloß Brdo bei I Auf Grund der Verordnung vom 26. Kranj wurde am 26. August 1939 ein August 1939 wurde nach vorheriger Eini-neues Kapitel jugoslawischer Innenpoli- gung zwischen Dr. Maček und Cvetkovič tik aufgeschlagen. Der streng zentralisti-' unter Zust.mmung der Krone der Eingriff sehe Einheitsstaat mit Beograd als abso-! in die administrative Situation vorgenom lutem Kompetenz-Zentrum erhielt am 6. ^ men. Aus dem Save-Banat und aus dem Jänner 1929 einen letzten Auftrieb, doch ! Küstenlandbanat wurde unter Einbazic-waren seine Jahre angesichts der beharr- ! hung einiger bosnischer Bezirke sowie liehen Haltung der Kroaten schon damals' der Stadt Dubrovnik das Banat Kroatien gezählt. Die Zeitspanne zwischen 1929 geschaffen. Der Banus erhielt eine neue und den Augusttagen wird daher als die1 staatsrechtliche Stellung, indem er seine Zeit der zentralisierten Experimente be-! Dekrete direkt der Krone zur Gegenzeich zeichnet werden müssen. In dieser Zeit-1 nung unterbreitet. Die Krone ernennt den spanne wurde die Septemberverfassung Banus. Die Banatsregierung bildet ihre als Dekret erlassen, um so die Lücke aus I Verwaltungsdepartements, die die Kom- zufüllen, die durch die Außerkraftsetzung der Vidovdanverfassung im Jänner 1929 entstanden war. Erst jetzt überblicken wir die Kräfte, die in den politischen Schachfeldern der verschiedenen Strömungen und Gegenströmungen gewirkt petenzen von den Beograder Ministerien übernehmen. Mit Ausnahme der obersten Staatsverwaltung, der Wehrmachtangelegenheiten, der gemeinsamen Zollpolitik, Außenpolitik und der Nationalbank wurden dem Banat Kroatien alle Kompeten haben. Der Statik des Zentralismus dräng | zen eingeräumt. Der erste Schritt in dei ten sich immer mehr die Kräfte des kroa- ] Richtung der Föderalislerung des Staates tischen Dynamismus entgegen, wobei war damit getan. Mit den Kompetenzen aber keineswegs behauptet werden kann, daß das serbische Volk an der Beibehaltung des Zentralismus interessiert gewe- sen wäre. Das Interesse lag ausschließ- ist jetzt die zweite Etappe der Durchfüh sollen aber auch die entsprechenden auto nomen Finanzen aus bisherigen staatlichen Einnahmen gesichert werden. Das lieh bei der Zentrale selbst. Die Kräfte, die die Septemberverfassung mit der administrativen Neueinteilung in neun Ba- rung des staatsrechtlichen Aktes vom 26. August 1939. Die Verordnung vom 26. August ließ aber ein sehr wichtige Frage nate verteidigten, waren zu unentschlos- vorbehaltlich einer späteren Regelung of-sen, als daß sie die Schlußfolgerungen 'fen: die Frage der definitiven Abgren- gezogen hätten. Wären die Selbstverwal-! zung des Banats Kroatien im Osten. VVäh tungen der Banate durch gewählte Vertre rend die Abgrenzung im Westen nur zwei ter, durch Zuweisung von finanzpolili- strittige Gemeinden umfaßt, die heute in sehen Kompetenzen und einer bescheide- Slowen en liegen, ist die Grenze Kroa-nen Legislat've der neuen Landtage ir- tiens nach Osten zu im Schwebezustand, gendwie aktiviert worden, so wäre mit Aus diesem Schwebezustand aber resul-geringer Wahrscheinlichkeit der so kon-] Eiert die jetzige Innenproblematik des Kö zipierte und eingerichtete Staat einige Jahre länger erhalten geblieben. Weil dies nicht der Fall gewesen war, mußte an neue Lösungen gedacht werden. Dies umso mehr, als Dr. Maček in den Wahlen von 1935 und 1938 immer stärker wurde und die aktive Legitimation der Wählerschaft erhielt, in Dingen des Staates mitzureden. Insbesondere die letzten Wah- nigreiches. Zu dieser Problematik stellen sich die einzelnen Lager wie folgt: Dr. Maček fordert die ehebaldigste Aus Schreibung der Neuwahlen zum kroatischen Landtag und zur Skupschtina, die den Akt vom 26. August genehmigt. Auf Grund des Wahlergebnisses, dem er ple-biszitären Charakter verleihen möchte. len ze'gten mit aller Deutlichkeit, daß| soll dann die im Akt vom 26. August voran dem Innenproblem Jugoslawiens, das I gesehene nachträgliche Bestimmung über in der kroatischen Frage zum Ausdruck gebracht worden, nicht mehr vorübergeredet werden konnte. Der zentralistische Staat hatte seine Raison verloren, das Volk als Träger des Staates forderte neue Wege des staatlichen Lebens. Es war nun für die Staatsmänner, die diesem Rufe zu folgen hatten, sicherlich kein leichtes, die geeignete Lösung zu finden. Eine große Schwierigkeit ergab sich zunächst und überhaupt aus den widerstreben Auffassungen der Parteilager selbst. Während die serbische Vereinigte Opposition keine klaren Vorstellungen da von hatte, wie der Staat umgebaut werden sollte, schien Dr. Maček schon von uljem Anfang seinen Blick auf ein bestimmtes Ziel gerichtet zu haben. Doktor Maček ging ursprünglich mit der serbischen Opposition einen Pakt ein cs war im Oktober 1937 —, um Dr. Stojadi-uovič, in dessen Person er nach wie vor einen Verteidiger des zentralistischen Staates erblickte, zum Sturze zu bringen. Der slowenische Teil der Jugoslawischen die definitive Grenzziehung Kroatiens im Osten durchgeführt werden. Dr. Maček fordert ebenso wie der Moslimführer Doktor Džafer Kulenovič eine eigene Autonomie Bosniens und der Herzegovina, im entgegengesetzten Falle aber — nach neu esten kroatischen Blätterstimmen die westbosnischen Gebiete bis zum Bosna-Fluß mit Ausnahme von Sarajevo, das dem Banat Serbien zufiele. Die Jugoslawische Radikale Union hat kürzlich in einer Entschließung ihres engeren Hauptausschusses den gegenteiligen Standpunkt eingenommen: Zuerst Bildung der serbischen Verwaltungseinheit und dann erst Ausschreibung der Wahlen. Dr. Maček und Ministerpräsident Cvetkovič haben sich in getrennten Stellungnahmen von dieser Auffassung der Jugoslawischen Radikalen Union distanziert. Dr. Maček erklärte diese Stellungnahme als gegenstandslos, da er die Ausgleichsverhandlungen mit Dragiša Cvetkovič als Regierungschef geführt habe, nicht aber etwa mit der Partei, an deren Spitze Cvetkovič steht. Der Ministerpräsident erklärte sich mit Dr. Maček solidarisch, indem er sich ebenfalls der Forderung anschloß, zuerst die Volksbefragung und dann erst den weiteren Umbau des Staates durchzuführen. Der scheinbare Gegensatz zwischen der Auffassung des Hauptausschusses und des Ministerpräsidenten ist bislang durch keine Erklärung, Geste, Entschließung oder sonstwie geklärt worden. Keine klare, zumindest aber keine positive Einstellung zum Ausgleich vom 26 August haben bisher die serbischen Demokraten und die von Aca Stanojevič und Miša Trifunovič geführten Altradilaken manifest'ert. Von den Altradikalen vertritt Justizminister Dr. Lazar Markovič als Dissident die Ausgleichsthesen der Regierung, ebenso der Führer der serbischen Landwirte Dr. čubrilovič und der in der Bäuerlich-demokrafschen Koalition verankerte selbständige Demokrat Minister Dr. Srgjan Budisavljevič. Von der Klugheit und Einsicht der heute führenden Männer wird es daher ab- hängen, ob der Ausgleich auch weiterhin reiuungslos durchgemhrt wird. D.e Aussichten hiezu sind vorhanden. Die Tatsache, daß sich Ministerpräsident Cvetkovič in loyalster Weise für die strikte Einhaltung der polit.sch-moralischen Vereinbarungen vom 26. August 1939 aussprach, ist ein Beweis dafür, daß der Pessimismus bei der Beurteilung der innerpoliti-senen Gesamtlage keine Daseinsberechtigung hat. Was in zwanzig Jahren verfehlt wurde, kann nicht im Handumdrehen verbessert werden. Noch sind Widerstände psychologischer Natur zu überwinden, in erster Linie bei den Serben, die an die neue Ordnung im Staate erst gewöhnt werden müssen, wobei jeder Eindruck eines Prestigeverlustes auf selb! scher Seite vermieden werden muß. Die Aufgaben, die sich hieraus der Regierung Cvetkovič ergeben, sind wirklich nicht leicht. Nur aus einem überragend südslawischen Denken heraus, wie es insbesondere S. K. H. Prinzregent Paul und die serbischen Männer der Regierung bekunden, kann die Umbauarbeit zum Wohle des Staatsganzen durchgeführt werden. Je kräftiger und blühender die Teile, desto fester und geeinter der Gesamtstaat. Diese Devise ist und muß heute der oberste Leitsatz allen Handelns sein. Es ist fraglich, ob ein Weg zurück noch möglich ist. Der mutig beschrittene Weg muß bis zum Ende beschritten werden, damit die Völker dieses Landes ihre Zufriedenstellung erlangen, aus der einzig und allein der starke, harmonisch ausgeglichene und ausbalancierte Staat möglich ist. Mögen allen, die an diesem Werke teilhaben, die Fehler und Versäumnisse einer nahen Vergangenheit Mahner sein! Der gute Wille hat bislang schöne Früchte gezeitigt. Wenn die neuen regionalen Ein heiten Jugoslawiens ihre Zufriedenstellung gesichert haben wollen, dann müssen sie unbedingt auch den starken Gesamtstaat wollen. Dr. Maček hat dieses Axiom schon wiederholt deutlich ausgesprochen und so hoffen wir, daß dieser gute Wille über alle Widerstände hinweg siegreich in die Zukunft des Königreiches schreiten wird. Das Skupsditfna-Wahlgesefz Die Abänderungen vom Ministerrat genehmigt / Die Einzelheiten der durchgeführten Abänderungen Beograd, 3. Feber. Das politische Ministerkomitee hatte am 1. d. M. vormittags eine Sitzung, die den Abänderungen des Wahlgesetzes sowie der Neueinteilung des Staates in Wahlkreise gewidmet war. Der Minister ohne Geschäftsbereich Dr. Konstantinovlč hatte auf Grund eines Auftrages des genannten politischen Ministerkomitees inzwischen einen neuen Entwurf des Wahlgesetzes ausgearbeitet bezw. Abänderungen jener Bestimmungen vorgenommen, die in der Öffentlichkeit die größte Kritik hervorgerufen haben. Nach diesen Abänderungen des Wahl, gesetzes entfällt ein Abgeordneter auf je - ------- - ---vi11t vii 1 nugcuiunci^r aul je radikalen Union und die ebenfalls dazu, 40.0000 Einwohner des Königreiches, gehörigen bosnischen Moslims ebneten im ( Wenn das Mehr von 40.000 mehr als damaligen Regierungslager den Weg, in- 25.000 beträgt, erhält der betreffende dem sie die kroatische Frage und deren Wah'kreis noch einen Abgeordneten hin-Losung blitzartig in den Vordergrund zu. Auf die UniversHätsprofessoren wer. stellten. Dr. Stojadinovič mußte gehen, den im neuen Entwurf die Bestimmungen sein Nachfolger wurde Dragiša Cvetko-1 hinsichtlich jener Staatsbeamten er-’ dem auf serbischer Seite die Rolle zu- streckt, die kandidieren wollen. Die Wah. , ' mit Dr. Maček an die Lösung des len erfolgen auf Grund von Kreislisten, ,r°at schen Problems heranzutreten, im die in den Staatslisten zusammengefaßt •April kam die grundsätzliche Ein:gung der beiden Staatsmänner zustande. Langwierige Verhandlungen waren in der wei-eren Folge vonnöten, um die Methode ezw. die Prozedur der Lösung fesizule-gen. Man einigte sich zunächst auf div asis der Septemberverfassung, deren • r - 116 d'e Möglichkeit der inneren Re-itim°n in Präiudizirender Form zuläßt du 'War 'n dem Sinne, daß etwaige Angeführte Aenderunoen von der nad" aSlich zu wählenden Skupschtina ge-aehmigt werden. werden. Eine Staatsliste kann nur von einer politischen Partei oder von einer Partelenkoalition zur Genehmigung unter, breitet werden. Im Sinne der Bestimmungen der neuen Wahlordnung wird als Partei jede politische Gruppe betrachtet, die einen eigenen Namen und al'e Merk, male einer Partei besitzt. Die StaatsFsten und die Kre’s’isten der Parteien besitzen "-re Listenführer. Die Staatsliste kann rur jene Partei oder Partelenkoalition unterbreiten, die mindestens in 15 Wahlkreisen ihre Kreisliste aufzustellen ver- mag. Wird eine Staatsliste mit bestimmter Parteibezeichnung genehmigt, so ist dies kein Hindernis dafür, daß mit gleichem Namen eine zweite Liste zur Aufstellung gelangt. Die Partei oder die Parteienkoalition kann in jedem Wahlkreis höchstens zwei Paralleilisten zur Aufstellung bringen. Die Staatsliste muß mindestens 15 Tage vor dem Wahltag dem Kassationsgerichtshof in Beograd unterbreitet werden. Entspricht die eingereichte Liste nicht allen Bestimmungen bezw. Anforderungen der neuen Wahlordnung, dann werden die Einbringer vom Gericht zu der Abschaffung der Mängel der Liste aufgefordert. Die Kreis, listen werden dem zuständigen Kreisgericht mindestens 20 Tage vor den Wahlen unterbreitet. Der Kreislistenführer hat keinen Stellvertreter und kann auch nicht Bezirkskandidat im gleichen Wahlkreis sein. Die Mandate des Wahlkreises werden wie folgt verteilt: Ein Mandat fällt dem Kreislistenftihrer zu, die übrigen Mandate hingegen der Reihenfolge nach jenen Kandidaten, die die meisten Stimmen erhielten. Paralleilisten ein und derselben Partei oder Parteikoalition werden bei der Mandatsverteiiung als eine L-'ste behandelt. Die Stimmen, die die beiden parallel aufgestel ten Listen erhielten, werden dann zusammengezählt, um festzu. stellen, wie viele Abgeordnete ihnen zufallen. Der Staatswahlausschuß wird je. nen Staatslistenführer als gewählt erk ä--en, der in allen Wahlkreisen über 100.050 Stimmen auf sich vereinigen konnte. An der Sitzung des politischen Mini- sterkomitees beteiligten sich Ministerpräsident Cvetkovič, Vizepräsident Dr. Maček und die Minister Dr. Kulenovič, Dr. šutej, Dr. Konstantinovlč, Ing. Beslič und Dr. čubrilovič. Die Minister erklärten nach der Sitzung, den Entwurf und die Abänderungen definitiv angenommen zu haben. Mit den Abänderungen befaßte sich auch der Ministerrat, der um 18 Uhr zusammentrat. Beograd, 3. Feber. Im Zusammenhänge mit den Abänderungen des Wahlgesetzes verlautet an maßgeblicher Steile, daß Slowenien hinsichtlich der Ab änderung der Wahlkreise keinen Veränderungen ausgesetzt sein werde. In Slowenien bleiben die ursprünglich eingerich teten sechs Wahlkreise. Slowenien wählt insgesamt 29 Abgeordnete. Sechs Mandatare hievon sind de Listenführer der Kreislisten, die übrigen 23 Abgeordneten werden als Bezirkskandidaten gewählt Der Wahlkreis Ljubljana (Oberkrain) setzt sich aus fünf Bezirken zusammen und wählt fünf Abgeordnete, ebenso der Bezirk Novo mesto. Der Wahlkreis Celje wählt in fünf Bezirken sechs Abgeordnete. so daß wahrscheinlich der Bez'rk Celje geteilt werden wird. Im Wahlkreis Maribor mit fünf Bezirken werden vier Abgeordnete gewählt. Der Wahlkreis Mur ska Sobota umfaßt fünf administrative Bezirke, gewählt werden jedoch sieben Abgeordnete. Da die Bezirke Maribor-! nltes Drauufer und Ptuj die größten Bezirke dieses Wahlkreises sind, dürften auch diese be’den Bezirke geteilt werden, n’« Stadt Ljubljana wählt zwei Abgeordnete. Der Balkan den Balkanvölkern! Der Standpunkt Deutschlands und Italiens zu den Vorgängen in Südozleuropa Berlin, 3. Feber. Der »Völkische Beobachter« bringt einen sehr ausführlichen redaktionellen Artikel über die Beziehungen zwischen den Balkanländern, deren politische Entwicklung in den letzten Jahren und ihre Bemühungen, ihre Politik den Anforderungen der heutigen Zeit im eigenen Interesse anzupassen. Im Artikel heißt es u. a., Jugoslawien werde als erstes Balkanland erwähnt, das rechtzeitig die-Entwicklung der internationalen Lage erfaßt habe und den richtigen Weg gegangen sei. Es habe als Beispiel der Politik zur Vermeidung des Krieges gedient. Es hieße heute die Augen vor den Tatsachen schließen, wenn man die Schwierigkeiten übersehen wollte vor denen sich die verantwortlichen Staatsmänner Südosteuropas befänden. Wenn aber auch einzelne Probleme noch nicht gelöst seien, so gebiete doch der Ernst der Lage den Balkanländern, heute zuerst auf das zu sehen, was ihnen gemeinsam sei. Daß der Balkanbund im Laufe der Zeit einen anderen Weg eingeschlagen habe, als ursprünglich gedacht gewesen sei, sei vor allem auf -die Entschlossenheit der Balkanländer selbst zurückzuführen, alle außenpolitischen Schwierigkeiten zu beseitigen, und dann auf das Erstarken Deutschlands und Italiens. Der Verfasse: spricht weiter von der erfolgreichen jugoslawisch-bulgarischen Annäherung und der inneren Konsolidierung Jugoslawiens als wichtigen Elementen der allgemeinen Befriedung des Balkans. Schließl.ch wird im Artikel das Lebenswerk weiland König Alexanders als Urhebers und Schöpfers der heutigen Außenpolitik gewürdigt. Triest, 3. Feber. Der Beograder Berichterstatter des : »P.iccolo« Toma-juoli, spricht in seinem Bericht von der Erklärung des jugoslaw.schen Außenministers Dr. Cincar-Markovič an die Stefani bezüglich der bevorstehenden Balkantagung. ln der Erklärung wird besonders die Anerkennung hervorgehoben, die von den vier Balkanstaaten der Rolle gezollt werde, die Italien gegenüber diesen Staaten spiele. Der Berichterstatter bemerkt, seit dem Bestand der Balkanentente sei es das erstemal, daß eine so hohe jugoslawische Persönlichkeit der politischen Mitwirkung Italiens an der Festigung des Friedens und der Unabhängigkeit offen Anerkennung zuteil werden lasse. Diese Tatsache sei bedeutsam, wenn dies auch schon vor einigen Monaten klar gewesen sei. Die Weiterentwicklung der Grundbegriffe in den Balkanstaaten sei hervorzuheben. Das Hauptaxiom sei: »Der Balkan den Balkanvölkern!« Jetzt aber erhalte dieses Axiom unter dem Druck der Ereignisse eine weitere Aus- legung. welche die Pflicht der Balkanso-iidarität bezeichne: danach würde Ke»n Baikanvolk frei sein, wenn nicht alle frei wären. D.e Balkanvölker seien überzeugt, daß das Interesse des Balkans von Italien, Ungarn und Bulgarien geteilt würde, wenn sie auch nicht am Pakte teilnähmen. i Hervorzuheben sei.noch die Tatsache von besonderer Wichtigkeit für die bevoi stehende Balkantagung in Beograd. Das sei nämlich die Tatsache, daß dies System sich in Zukunft nicht erhalten könne, wenn es nicht alle Kräfte umfasse, die an der Wahrung des Friedens auf dieser Halbinsel interessiert seien. Mit anderen Worten: Gar keine Blockpolitik könne sich auf einem Gebiet erhalten, auf dem Entzweiung hervorgerufen würde, wenn auswärtige Mächte sich am Balkan einmengten und ihn verhängnisvoll in ein Schlachtfeld verwandelten. Dies seien und blieben die Beweggründe, die bereits von den Balkanstaaten anerkannt seien und die Italien bei seiner Politik gegenüber dem Balkan Ie’teten. Jetzt sei es jedermann klar, daß Italien bloß die Absicht habe, von der Balkanhalbinsel jegliche Vorherrschaft fernzuhalten und so den Frieden zu sichern, der für eine fruchtbare Arbeit der Balkanvölker so sehr notwendig sei. Die Leiche des Maschinenmaats Grleshaber geborgen ERFOLGREICHE TAUCHERARBEI T IM GESUNKENEN ZERSTÖRER »LJUBLJANA«. Šibenik, 3. Feber. Wie bereits berichtet, ist mit dem Zerstörer »Ljubljana« auch der Maschinenmaat Grieshaber untergegangen. Er ist das einzige Todesopfer, das der Untergang des Kriegsschiffes gefordert hat. Vorgesten konnte die Leiche aus dem Rumpf des auf dem Grund des Siibeni'ker Hafen liegenden Zerstörers geborgen werden. Der Taucher Stanoje Slavko Heß sich mit einem zwei-, ten Taucher auf den Meeresgrund hinab. Er drang in den Maschinenraum ein urtd fand dort nach längerem Suchen den toten Kameraden. Die Leiche lag neben einem Naphtatan-k. Offenbar hatte Grieshaber, um eine Explosion zu verhüten, den Naphtatank ausrinnen lassen wollen. Als er die Ventile geöffnet hatte, brach das Wasser bereits mit solcher Gewalt in den Maschinenraum, daß er sich nicht mehr retten konnte. Die Leiche des erst 26jährigen Unteroffiziers, der in treuer Pflichterfüllung den Tod gefunden hat, wurde in die Pro-sektu-r des Krankenhauses geschafft, wo die Oeffnung vorgenommen wurde. Die Eltern Grieshabers, die in Osijek leben, wurden von der Bergung der Leiche in Kenntnis gesetzt. Sie werden heute in Šibenik erwartet. Am Vormittag findet die Beisetzung Grieshabers statt. Die Taucher haben nun festgestellt, daß das Leck, das der Zerstörer beim Anprall an den Felsen erlitten hat, rund 8 Meter lang und •stellenweise bis zu zwei Metern breit ist. Zm Bunker über einem Vulkan DIE SCHAURIGSTE BEOBACHTUNGSSTATION DER WELT. Amsterdam, 3. Feber. Die neuerliche Eruptionstätigkeit des gefährlichsten Vulkans auf Java, des etwa 1300 m hohen Merapi, hat unter der Bevölkerung in den am Rande des feuerspeienden Berges liegenden Ortschaften große Beunruhigung hervorgerufen. Eine unmittelbare Gefahr besteht aber noch nicht, da die Eruptionstätigkeit des Vulkans von der kurz nach der Katastrophe im Jahre 1930 errichteten Beobachtungsstation, die den Namen Bahadan führt, genau kontrolliert wird. Es handelt sich dabei um die schaurigste Beobachtungsstation der Welt. Das »Observatorium« besteht aus einem einfachen Blockhaus aus Beton und befindet sich hart am Rande des Kra ters. Der Beobachtungsdienst wird von holländischen Geologen mit eingeborenen Hilfskräften versehen. Zehn Meter oberhalb des Blockhauses wurde eine Art Bunker angelegt, der mit einer Stahlttire versehen ist, in die ein Quarzfenster eingebaut wurde. Der Bunker dient dazu, die Insassen der eigentlichen Beobachtungsstation im Augenblick eines Vulkanausbruches aufzunehmen. Durch das Quarzfenster können die Gelehrten jede Phase der Eruptionstätigkeit genau verfolgen und weitermelden. In den Bunker ist ein Kurzwellensender eingebaut, ferner wurde in den felsigen Berghang über einen Meter tief eine Telefonleitung eingemeißelt. Weiters befinden sich in dem Bunker Sauerstoffgeräte, Gasmasken, Asbestanzüge und sonstige Hilfsmittel sowie ausreichende Lebensmittel. Auch Koh lensäure-KUhlapparate sind in den Felsen eingebaut, so daß selbst bei einem tagelangen Vulkanausbruch den Forschern keine Gefahr droht. Die Kriegsstärke der Südoststaaten Beograd, 3. Feber. Das halbamtliche »Vrem e« hat eine Artikelserie »Die bewaffnete Macht der neutralen Staaten Südosteuropas« eröffnet. Der erste Aufsatz am Mittwoch war Ungarn gewidmet, dessen Kriegsstärke mit 35 Divisionen bzw. eine Million Mann, 500 Flugzeugen in erster Linie, ebensovielen Flugzeugen in zweiter Linie, sowie sieben Donaumonitoren nebst Hilfschiffen angegeben wird. Betont wurden dabei die moderne Ausrüstung der Armee, das vorzügliche Soldatenmaterial und das auf der Höhe stehende Offizierskorps. In einer diesem Artikel beigegebenen Skizze ist die Kriegs stärke der Armeen der übrigen neutralen Länder des Südostens wie folgt angege- ben: Rumänien 2 Millionen, Türkei 1,7 Millionen, Jugoslawien 1,6 Millionen, Grie chemland 700.000, Bulgarien 600.000 Mann. Der Donnerstagsartikel dieser Serie ist dem Königreich Bulgarien gewidmet, dessen Kriegsstärke mit 600.000 Mann angenommen wird, das sind 4 Armeekorps mit 10 Infanteriedivisionen, einer alpinen Jägerbrigade. Die Schwarz-Meerflotte verfügt über zwei Zerstörer, mehrere U-Boote und Hilfsschiffe, die Do-nauflotille über Patron illen-Motorboote. Die Luftwaffe wird auf 500 bis 600 Apparate neuesten Typs und aller Gattungen geschätzt. Unterstrichen wird die große Moral und Vaterlandsliebe und der Op fergeist, welche die bulgarische Armee stets ausgezeichnet haben. Die neue Organisierung der bulgarischen Armee in Verbindung mit der modernsten Bewaffnung machen d:ese, heißt es in dem Artikel, zu einem wichtigen bewaffneten Element nicht nur für die Landesverteidigung, sondern auch für die Erhaltung des Friedens. hielt lebenslänglich Zuchthaus und Kojič, der aus Geldgier Blut vergossen hat, 20 Jahre Zuchthaus. Furchtbare Bluttat einer Frau. Im Hause des 87jährigen Landwirts 8. Lovrekovič in Osekovo bei Sisak, ereignete sich eine schwere Bluttat. Die SOjähri-ge Schwiegertochter Lovrekovič’ nahm an einer Hochzeitsfeier teil und betrank sich schwer. Als sie gegen Abend nach Hause zurückkehrte, brach sie mit den Schwiegereltern einen Streit vom Zaun und begann die 80jährige Schwiegermutter zu mißhandeln. Der alte Lovrekovič kam seiner Frau zu Hilfe und entriß die Greisin den Händen der sich wie rasend gebärdenden Frau. Darüber geriet die -Schwiegertochter in solchen Zorn, daß sie ein Beil aufraffte und damit einen furchtbaren Hieb gegen den Schwiegervater führ te. Sie traf ihn am Knie, das vollkommen zerschmettert wurde. Der Unterschenkel hing nur mehr an einigen Hautfetzen. Die Schwiegermutter rief den Sohn, der die Rasende, die sich immer wieder von neuem auf den Greis stürzen wollte, kaum bändigen konnte. Der alte Lovrekovič wur de ins Krankenhaus gebracht. Das Bein sollte ihm abgenommen werden, doch gab er es nicht zu. Er erklärte, er wolle mit beiden Beinen ins Grab. Mit Rücksicht auf ein hohes Alter ist sein Zustand bedenklich. Fürst Starhemberg — Freiwilliger in der französischen Armee. , Paris, 3. Feber. Die Agence Havas berichtet: Der ehemalige österreichische Vizekanzler Fürst Starhemberg ist als Freiwilliger in die französische Armee eingetreten. Den Hausfreund zum Gattenmord angestiftet. Im Mittelpunkt einer Gerichtsverhandlung vor dem Negotiner Kreisgericht, die in der ganzen Gegend mit lebhaftem Interesse verfolgt wurde, stand die junge Bäuerin Milka Sovič, die durch ihre un-gezähmte Leidenschaft drei Männer ins Verderben gestürzt hat. Milka heiratete vor zehn Jahren den Landwirt Ljubomir Savič, der seiner Rechtlichkeit halber in seinem Dorfe großes Ansehen genoß. Die anfangs glückliche Ehe litt Schiffbruch, als die heißblütige Frau dem Werben des als Dorf-Don-Juan bekannten Aleksander Stankovič nachgab. Das Liebespaar beschloß, Ljubomir aus dem Wege zu räumen, um ungestört seiner Liebe leben zu können. Die be’den zogen auch den Gastwirt Vasilije Kojič ins Vertrauen, der sich bereit fand, für Geld an dem Verbrechen mitzuwirken. Am 30. Au gust v. J. überfielen die drei Ljubomir auf dem Felde. Die Frau entriß ihm d’e Sense, die er auf der Schulter trug. Stankovič und Kojič schlugen ihn zu Boden und töteten ihn durch Messerstiche. Vor Gericht' war Stankovič geständig. Milka und Kojič leugneten hartnäckig. Sankovič wurde zum Tode durch den Strang verurteilt, die Hauptschuldige, Milka Savič er- Zugführer vom Zug gefallen. Ein ungewöhnliches Erlebnis hatten die Fahrgäste der holländischen Kleinbahn, die zwischen Gouda und Schoonhöven verkehrt. 10 Minuten hielt der Zug auf der Station Bergambacht. Der Lokomotivführer wartete vergeblich auf das Pfeifensignal des Zugsführers. Es erfolgte nicht. War die Pfeife eingefroren? Man suchte nach dem Zugsführer auf dem ganzen Bahnhof, man fragte In den, Abteils nach ihm, er war verschwunden. Eine schreckliche Ahnung stieg in den Herzen der Bahnbeamten auf. Sollte etwa der Zugsführer unterwegs aus einem Abteil herausgefallen sein? Man hatte sein Pfeifensignal auf der vorigen Station, die einige Kilometer weit entfernt liegt, noch genau gehört. Die Beamten berieten sich und beschlossen, ohne den Zugsführer die Fahrt nicht fortzusetzen. Also wurde eine Such, und Rettungsexpedition ausgerüstet mit dem Ziel, den verschwundenen Beamten zu finden. Mit einem Schlitten zogen die Leute aus. Etliche Fahrgäste beteiligten sich an der Suche, während die anderen sich in den Warteräumen erfrischten. Man ging immer auf dem Bahndamm entlang. Nach einer Stunde j klang ein schwaches SOS-Signal, von I einer Zugführer-Pfeife abgegeben, an ihr i Ohr. Die Silhouette des Gesuchten tauchte in der Ferne auf. Er ging ebenfalls auf dem Bahndamm entlang und kam seinen Rettern entgegen. Sein Mantel war über und über mit Schnee bepudert. Man frag, te ihn, ob er etwa vergessen hätte, auf der letzten Station in den Zug zu steigen. Nein, die Geschichte war anders verlaufen. Nachdem er sein Pfeifensignal gegeben hatte, war er im letzten Moment auf das Trittbrett gesprungen, um von dort in den Wagen zu steigen. Dabei glitt er aus und rollte den Bahndamm hinunter. Vergeblich versuchte er noch mit seiner Pfeife den Zug zum Stehen zu bringen. Vergeblich versuchte er in einem Dauerlauf die Kleinbahn wieder einzuholen. ES gelang ihm nicht. Er bedankte sich bei seinen Rettern und zog mit ihnen im Triumphzug nach Bergambacht, wo nach seiner Ankunft die Fahrt fortgesetzt werden konnte. An die P. T. Abonnenten dei „Mariborer Zeitung" Die gesch. Abonnenten der »Mariborer Zeitung« werden höfl. ersucht, die rückständigen Abonnementsbeträge so bald als möglich zu begleichen. damit die Verwaltung nicht in die unangenehme Loge gebracht wird, in der Zustellung des Blattes eine Unterbrechung ein-treten lassen zu müssen. — Die Verwaltung der o M ariborer Z e i-r It n ga Aus Stadl Mkd Hwduttt Maribor, Gamstag, den 3. Februar Gemeinsame Grüfte für verdiente Bürger der Draustaöt DIE GEBEINE SOLLEN IN EINER ARKADENGRUFT DES FRANZISKANERFRIED HOFES IHRE LETZTE RUHE FINDEN. — DIE STADTGEMEINDE ALS INITIATORIN EINER PIETÄTSAKTION. I reicht im Wasserkonsum Maribor in die-I ser Hinsicht noch lange nicht an andere ' größere Städte Jugoslawiens, wie Ljubljana, Zagreb usw. heran, wo der Ver-j brauch pro Kopf und Tag zwischen 250 Diese begab sich in die Küche, wohin fltft der Gatte folgte. In der Küche ergriff der, Mann ein langes Küchenmesser und bedrohte im Rausch damit seine Frau. Plötzlich stieß sich Zamuda selbst das Messer bis zum Heft in die Brust. Er traf das Herz und war in wenigen Augenblicken tot. m. Vorlage der Steuerbüchel. Die Arbeitgeber werden, wie das Steueramt mitteilt, aufgefordert, die Steuerbüchel im Mariborer Steueramt, Zimmer 4, un-veizüglich zur Einsichtnahme vorzulegen. Auf dem alten Stadtfriedhof, der nunmehr aufgelassen wurde, liegen die Gebeine einer großen Anzahl von Bürgern, die sich für die Entwicklung und den Fortschritt der Draustadt als Zierden des Gemeinsinnes und allgemein-kultureller Bestrebungen verdient gemacht haben. Unter diesen verdienten Männern befinden sich die Bürgermeister Duchatsch, 0. Reiser, Andreas Tappeiner, Ing. Alexander N a g y, ferner der Stadtmäzen J. Langer, die Historiker R. G. P u f f, Dr. M a 11 y und I. 0 r o-ž e n, der Maler Eduard Lind, der Jour- EöeltueisB 1900 nallst Anton Tomšič, der Erwecker aus der illyrischen Aera Vogrin, der Politiker und Schriftsteller Kosar, der Verfasser von Mathematik - Schulbüchern Prof. Blaž Matek, Prof Koprivnik u. a. mehr. In diesem Zusammenhang erhebt sich die Frage: wo ist das Grab von Dr. Amand R a k, dem unser Museum zu größtem Danke verpflichtet ist? Auch die Lehrerin Sabine K u č e r a, deren Grab am alten Friedhof liegt, darf nicht verges sen bleiben. Diese Frau stiftete ein Haus am Slomškov trg für die Zwecke des Mäd chenheimes. Der Stadtgemeinde gebührt die Anerkennung, die Initiative in dieser Frage ergriffen zu haben. Der Stadtrat ermächtigte kürzlich den Bürgermeister zur Ernennung eines Ausschusses, der die Frage der Überführung der Gebeine verdienter Bürger zu lösen hat. Wie aus einer von Prof. Baš gemachten Erklärung hervorgeht, schwebt dem neuen Ausschuß fol- gende Lösung vor: Auf dem Franziskanerfriedhof werden zwei Grüfte erworben. In der einen Gruft kommen die für die Stadt Verdienten zur letzten Ruhe, in einer zweiten Gruft hingegen die Gebeine der sonst für die kulturelle Entwicklung der Stadt verdienten Bürger. Die Kosten für die Exhumierung und Neu-bestatung der Gebeine aus der ersten Gruppe würde die Stadtgemeinde übernehmen, für die zweite Gruppe soll hingegen eine öffentliche Sammlung aufkom-men. Dieser Teilung muß schon jetzt widersprochen werden. Die Stadtgemeinde als Inhaberin der städtischen Leichenbestattungsanstalt verzeichnet jahraus und jahrein Eingänge aus den Beisetzun- Foschingkrcmzchen gen, deshalb könnte sie auch die Exhumierung und Neubestattung verdienter Bürger aus der zweiten Gruppe allein vornehmen, und zwar umso eher, als der alte Friedhof über behördliche Verfügung aufgelassen wurde. Der Gedanke der Überführung der Gebeine nach Pobrežje ist sicherlich begrüßenswert, doch ist es Sache der Stadtgemeinde, dem Pietätsempfinden breitester Bürgerskreise in der Weise Rechnung zu tragen, daß sie die Regiespesen für alle Exhumierungen verdienter Bürger übernimmt. gleichzeitig Vorlage p&ege scblVteste und 280 Liter variiert. Der Grund hiefür ist in erster Linie darin zu erblicken, daß in Maribor noch verhältnismäßig wenige Häuser mit Wasserklosetts oder gar Badezimmern ausgestattet sind. Sobald auch diese Unzulänglichkeit behoben sein Faschingdienstag wird, dann wird sich auch Maribor in Punkto Wasserverbrauch würdig an die Seite anderer Städte Jugoslawiens stellen können. Wehrbeitrag für das zweite Halbjahr 1939, sofern dies noch nicht der Fall sein sollte, zu entrichten. Ferner wird mitgeteilt, daß mit Neujahr die Lohnsteuer s k a 1 a abgeändert worden ist, und zwar nur bei Wochenlohn. Die abgeänderten Skalen für die Lohnsteuer und den Wehrbeitrag sind im Steueramt für Maribor-Stadt im Zimmer 4 erhältlich. öambrinushalle m. Was nützt der schönste Treffer, j wenn das Los nicht bezahlt ist! In der Bauernregeln vom Februar , nächsten Woche bringt der alljährlich Für den Monat Februar wünscht sich j zweimal wiederkehrende Trefferrummel der Bauer entsprechende Kälte, Sturm | der staatlichen Klassenlotterie, bei wel und Schnee, deren Ausbleiben empfindliche Fröste im Frühling nach sich ziehen Caie K ofova HEUTE am aschinggamstag frad tioneller FASCH1NGSRUMMEL Motto: Blutenzauber im W'nter — Geschmackvollste Dekorat on - St mmungsmusik Rekordverbrauch in Waffer MARIBORS WASSERVERBRAUCH IN 36 JAHREN MEHR ALS VERVIERFACHT KONSUM NOCH IMMER UNBEFRIEDIGEND Neben dem Autobusverkehr, der Strom Versorgung und dem Gaswerk ist die städtische Wasserleitung unbestritten die wichtigste Unternehmung der Mariborer Stadtbetriebe. Hängt doch von der genügenden Menge einwandfreien Wassers 'n hohem Maße die Gesundheit der Stadt Bevölkerung ab. Aus diesem Gesichtswin kel sind auch die Anstrengungen verständlich, die in allen größeren Siedlungen nach Erlangung von genügenden Wassermengen gemacht werden. Nach vorliegenden statistischen Daten Belief sich im abgelaufenen Jahr der Was serverbrauch Maribors auf 2,020.680 Ku-Bikmeter, was ebenso vielen Tonnen entspricht. Der größte Verbrauch war im Juli mit 224.645 und der geringste im Jän ner mit 136.555 Kubikmeter. Der größte Tagesverbrauch war am 2. Juli mit 9243 und der niedrigste am 30. Jänner mit 3528 Kubikmeter. Durchschnittlich wurden in Maribor täglich 5536 Kubikmeter Wasser verbraucht oder pro Kopf und Tag 153.8 Liter. Im Wasserwerk in der Tržaška cesta wurde vor einigen Jahren die veraltete Kolbendampfmaschine durch eine elektrike Pumpanlage ersetzt, die bedeutend ökonomischer arbeitet. Eine zweite elektrische Pumpe wurde im neuen Wasserschacht in Betnava zur Aufstellung gebracht Welche Wassermengen beide urnpanlagen in die Rohrleitung zu drük-®u hatten, geht daraus hervor, daß für 'c Bewältigung der Arbeit 735.050 Kilo-wattstunden Strom benötgt wurden. Das Wasserleitungsnetz wurde im vergangenen Jahre um 502 Meter erweitert und beträgt gegenwärtig die respektable Länge von 65Vs Kilometer. An das Netz wurden 74 Gebäude, fast ausschließlich Neubauten, angeschlossen, wofür 1020 Meter Röhren verwendet wurden. Die Rohrleitung läßt sich nicht so leicht und beliebig verlegen, wie etwa die Stromleitungen. Aus diesem Grunde und wegen der Beschränktheit der Kapazität decken sich die Wasser, und die Gasleitungsnetze ungefähr mit dem Territorium der Stadtgemeinde. Immerhin wurden bis her einige Teile der Umgebungsgemeinden an die städtische Wasserleitung angeschlossen. In Hinkunft wird dies noch in größerem Maße der Fall sein. Interessant ist der Vergleich zwischen dem vorjährigen Wasserverbrauch und jenem des Jahres 1903 (zwei Jahre nach der Eröffnung des Wasserwerkes). Vor 36 Jahren belief sich der Wasserverbrauch in Maribor bei einer Bevölkerungs zahl von rund 26.000 Seelen auf 44.330 Kubikmeter. Seitdem hat sich, obwohl die Einwohnerzahl um kaum ein Drittel zugenommen hat, der Wasserverbrauch mehr als verviereinhalbfacht. Das Vorfahr stellt im Wasserverbrauch für Maribor jedenfalls einen Rekord auf, da ein derartiger Konsum bisher noch nicht verzeichnet worden ast. In 36 Jahren erhöhte sich der Wasserkonsum von 46.82 auf 153 8 Liter pro Kopf und Tag. Der hohe Wasserverbrauch ist vor allem auf die Einführung verschiedener hygienischer Einrichtungen, wie Badezimmer, Wasserklosetts, Straßenbesprengung usw., sowie auf das starke Anwachsen der Industrie zurückzuführen. Trotz des starken Wasserverbrauches seit der Gründung des Wasserwerkes soll. Daraufhin deuten die Sprüche: Wenn’s zu Lichtmeß (2.) stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell. — Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar jahr. — Wenn’s der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht. — Lichtmeß im Klee, Ostern im Schnee. — Heftige Nordwinde im Februar vermelden ein fruchtbares Jahr; wenn Nordwind aber im Februar nicht will, so kommt er sicher im April. m. Aus dem Bahndienste. Der Vorstand der verkehrs-kommerziellen Abteilung der Eisenbahndirektion in Sarajevo Ivan De r ž i č, der sich seinerzeit im politischen Leben Sloweniens betätigte, wurde in den dauernden Ruhestand versetzt. m. Aus dem politischen Dienste. Der Verwaltungssekretär Dr. Jakob Ogrin wurde zum BezirkshauptmannstellVertreter in Celje ernannt. m. Goldene Armbanduhr für die schönste Maske! Bei der heute, Samstag, stattfindenden großen Gala-Redoute des ISSK. Maribor wird auch eine Masken- cher Gelegenheit einige Millionentreffer und eine gewaltige Anzahl von »Hundert-tauisendern« und anderen großen Treffern zur Verlosung gelangen. Wenn man in Be tracht zieht, daß bei der demnächst stattfind enden und etwa einen Monat dauernden Hauptziehung rund 36.000 Treffer im Gesamtbeträge von 57 Millionen Dinar zur Verteilung gelangen, da versteht man recht wohl das große Interesse, das sich allseits über den bevorstehenden Millionentrefferrummel der Klassenlotterie bemerkbar macht. Jeder handelt also in seinem ureigensten Interesse, wenn er sich so rasch als möglich in unsere Glücksstelle und Hauptkollektur Bankgeschäft Bezjak, Maribor, Gosposka ulica 25, begibt, wo neue Klassenlose noch erhältlich sind. Wer aber sein Klassenlos schon in seinen Händen hält, sorge dafür, daß das Los rechtzeitig bezahlt wird. Denn was nützt der schönste Treffer, wenn das Los nicht rechtzeitig bezahlt wurde! m. Der Vorverkauf der Karten für die große Gala-Redoute, die heute, Samstag, der ISSK. Maribor in den Sokolsälen veranstaltet, findet bis 18 Uhr im Reisebüro »Putnik« statt. * Gegen Hartleibigkeit, Hämorrhoiden sowie Darmkatarrh ist das natürliche »Franz-Josef«-Bitterwasser —- täglich mehrmals genommen — ein vorzügliches Mittel. Reg. S. br. 15.485/35. LlnmöWche Verkehröverhä!t-nifse aus eingeichneiten Landstraßen Schönheitskonkurrenz abgehalten, für die Eh, A „ a„ de„ Bezirksstrasse,^ eine Reihe von herrlichen Preisen ausge- 1 ; .... , .. . ..... . s ausschuss — Für breiteres Auspllugeo des Schnees Auf den Landstrassen — ganz besonders aber auf der ohnehin nicht setzt ist. Die schönste Maske des Abends erhält eine wertvolle goldene Armbanduhr. Für die Masken befindet sich eine besonders gut geheizte Garderobe im zwei, teil Stock des Sokolheimes, woselbst sich *,reKen Strasse nach Buse -- ist jetzt auch die Masken anmelden mögen. , ^ Verkehr infolge der Schneever- „ „ . . „ . „ , , haltmssc äusserst behindert. DicFahr- m. Selbstmord auf der Hochzeit, In bahn wurde vor allem zu eng ausgepflügt. so dass die Fahrzeuge nicht ausweichen oder Vorfahren können, woraus sich vielfache Kalamitäten und Gabernik bei Polskava feierte der Besitzerssöhn Josef Zlodej mit der Winzerstochter Franziska Koren Hochzeit. Bei der Tafel war der Trauzeuge Alois Versäumnisse ergeben. Trotz der en-Zamuda, Besitzer aus Spodnje Hoče, geil Auspflügung des Schnees hatte am ausgelassensten und unterhielt die , man es ferner unterlassen, in bcstimm-Gäste köstl ch. Sch'ießlich stieg auch ihm ; ten Abständen entsprechend lange Aus-der Wein in den Kopf und Zamuda be. j wcichmöglichkeiten auszuschaufeln, gann sich mit seiner Gattin zu zanken. ] Der BezirlMstxasseramsschuss müsste dafür sorgen, dass die Landstrasseu so breit als möglich ausgepflügt werden. Wo dies nicht: möglich ist, müssten die eingangs erwähnten Ausweieb-möglichkeiten geschaffen werden. Mit einigem guten Willen Hesse sich diesem Uebelstande steuern, wobei — last not least — auch die Gemeinden, in deren Gebieten sich die Landstrassen befinden, durch Beistellung von Arbeitskräften tatkräftig beitragen könnten. Es müsste jedoch rasch und mit vollstem Einsatz begonnen werden, wenn dem Strassenverkehr geholfen und diesen unmöglichen Ver- hältnissen ein soll. Ende gemacht werden Kmd in Flammen Lebensgefährliche Verletzungen eines Zigeunerkindes. In Starošinci bei Cirkovci am Draufei-de lagert zurzeit eine Gruppe von Zigeunern am Waldesrand. Am Lagerfeuer wärmte sich nebst anderen Zigeunerkindern auch die 8jährige Rosalie Baranja. Das Kind geriet zunahe ans Feuer, sodaß seine Kleider in Brand gerieten. Im Nu glich die Kleine einer brennenden Fak-kel. Auf die Hilferufe der Kinder eilten einige Zigeuner herbei, die .das brennende Kind mit einer Decke umhüllten und dadurch das Feuer zum Erlöschen brachten... Das Kind erlitt so schwere Brandwunden, daß es unverzüglich ins Krankenhaus nach Ptuj überführt werden muß te. Sein Zustand soll bedenklich sein. SK1FÄMRER! — / L, aM i Jetzt NIVEA-ULTRA-OEL NIVEA-ULTRA-CREME zum sicheren Schutz ihrer Haut vor Winteiwind, Sonnen- und Gletscherbrand Sie VmsekWhung für ÄruEorten EINE FOLGE DER ERHÖHTEN ERZEUGUNGSKOSTEN. — Wie bereits berichtet, sahen sich auch] Draht und Zwirn um 15%, Farben, Che-die Druckereien und Buchbindereien zur Erhöhung der Preise für | und mehr, insbesondere aber die ihre Erzeugnisse genötigt. Die Ursachen dieser Erhöhungen treffen die Unternehmung weitaus mehr als die Bezieher u.; verdienen daher eine Klarstellung, damitj Ausland bezogenen Materialien. Im Dezember 1939 wurden die Löhne ; des Personals der Druckereien und Buchbindereien erhöht. Seit Wochen disku- Tiroler Sprunglaufmeister Erich P e p e u-n i g aus Innsbruck an den Start gehen u. einen Angriff auf den bisherigen Schanzenrekord unternehmen. Außer' Pepeunig j kommen die bekanntesten Springer aus ! Dberkram und Ljubljana. m. Todesfälle. In Maribor-verschied.der hier im Ruhestande lebende Oberst Stefan K o b i 1 a ii s k y im hohen Alter von 74 Jahren. — Friede seiner Asche! m. Vermählung, in der Kapelle .des Klosters zu Rajhenbürg fand die Trauung les Frl. Käthe K ö l e d n i k aus Maribor mit Herrn I. R it p a n č i č, Marinekapitän I. Klasse, statt. Als Trauzeugen fungierten für die Braut Herr L. Kržišnik, Bürgermeister von Raihenburg, für den Bräutigam Herr Ing. Marian Majcen aus Beograd. Den feierlichen Trauakt voll-i zog der Bruder der Braut Revl Pere Jean j Baptiste Kolednik. — Unsere herzlichsten Glückwünsche! 856 m. Das 37jährige Ehejubiläum feierte I dieser Tage Herr Anton I r m a n mit sei-! ner Gattin Mathilde. Wir gratulieren!. m. In der Volkouniversität hält M o n -a g, den 5. d. der bekannte Flugsport- echte bergkamerad-Stimmung, die gerade dem Der Fafchmg am Höhepunkt Wie nicht anders zu erwarten war, brachte auch das heurige Bergfest, daš der Slowenische Alpenverein nach alter Tradition am 1. Feber veranstaltete. einen überaus stimmungsvollen Verlauf. Dir schuft] ich c Bergfest eine besondere Note verleiht, hielt auch diesmal bis in den frühen Morgen an und bot den massenhaft: erschienenen Bergfreunden wirklich einige unvergessliche Stunden fröhlichsten Beisammenseins. Alle Räume des Sokolheimes waren in "eine Berglandschaft umgewandelL worden, wobei das Grün der vielen Fichten und Tannen vorherrschte. Die einzelnen Zelte glichen den anheimelnden Berghüten, wo unsere braven Hüttenwirte mit bekannter Liebenswürdigkeit ihres Amtes walteten Dass alles so schön klappte, war ein Verdienst des Festausschusses mit seinem rührigen Obmann Kaufmann M a-j er an der Spitze, dem Industrieller Roglie als „Chef des Hauptmaga-zins " treu zur-Seite stand. Gestern hielten die Sportler Einzug in das Sokollieim, wo heute, Samstag, abends die mit grösster Prachtentfaltung vorbereitete Galaredoute d. SSK Maribor stattfinden wird. Mit diesen beiden Grossveranstaltungen wird der Fasching zweifelsohne seinen glanzvollsten Höhepunkt erreichen. die Oeffentlichkeit einen Einblick in die tiert die gesamte Oeffentlichkeit über die Erhöhung einer ganzen Reihe von. Steu-ati- ern. Unter diesen Steuern wird das gra- jetzigen ungünstigen Verhältnisse wlnnt, die das graphische Gewerbe -gesicht« einer vielversprechenden Ent- ! phische Gewerbe von einer 9%- bis 11.5 Wicklung unter Druck gesetzt haben. Prozen,tigen Umsatzsteuer, von einer 12%-Das Hauptmaterial der Druckereien istjigen Luxussteuer und darüber hinaus von das Papier, dessen Preise zuerst ins Wanken geraten sind. Verschiedene 3or mikalien, Leder und ähnliches um 30% us dem . ler und Pilot Fr. P i v k a einen Vortrag über die Rolle der Luftfahrt im gegenwärtigen Krieg, wobei er an Hand von zahlreichen Lichtbildern un-s mit den bekanntesten Flugzeugtypen bekanntmachen wird. m. In ein Märchenland aus Tausend und einer Nacht wurden d e Sokolsäie für die heute, Samstag, stattfindende große jubiläums-Gala-Redoute des 1SSSK. Maribor umgewandelt und man kann ruhig die Behauptung stellen, daß bisher mit soviel Prachtentfaltung noch kein Faschingfest unserer Sportler vorbereitet worden ist. Und wer möchte da nicht da-»bei sein?!? m. Generalversammlung des Englischen Klubs. Am F r e i t a g, den 9. d. um 20 Uhr hält der hiesige Englische- Klub in färben kosten jetzt 10% bis 20% mehr, sprunghaft hinaufsetzen. Die Folge davon [seinen Klubräumen (Krekova ulica 14) wäre eine zunehmende Verringerung der einer noch empfindlicheren Vorschreibung der Gesellschaft,s- bzw. Erwerbsteuer be- ten (Papier, Pappe, Karton) erfuhren seit | troffen. Jänner 1939 bereits eine dreifache Erhö- Trotz dieser beträchtlichen Erhöhung hung, sodaß sich die Gesamterhöhung j der Regien haben die graphischen Unter-nacii Qualität und Ausarbeitung auf 15% j nehmungen ihre Peise zu ziemlich gerin-bis 30% stellt. Blei und Schriftmaterial j geren Prozentsätzen erhöht. Wenn die sind um 20% bis 40% gestiegen. Das i Drucker und Buchbinder alle Erhöhungen Zinn, das aus dem Ausland ein geführt i der Regiepreise in ihren Kalkulationen bewirb, steigt um 100% bis 200«/«. Drucker- rücks-ichtigten, so würde dies die Preise ■ebenso die verschiedenen Farbzusätze. Oele und Schmiermittel sind um 20% bis 60% gestiegen, gewisse Feinöle, Farbzu-sätze und Chemikalien hingegen bis zu 200%. Die gleiche Verteuerung betrifft auch das ehemigraphische Fach (Ausarbeitung der Klischees). Die Zinkplatten sind um 20% gestiegen, das Photomaterial um 10% bis 20°/0, die Chemikalien um 10% biß 40%, alle anderen Bedarf? Arbeitebeschäftigung, während die Zahl der arbeitslosen und Bediensteten ebenfalls zunehmen würde. Aus dem Wunsche heraus, zahlreichen Angestellten die VerdienstmögliChkeif. beizubehalten und die allgemeine Wirtschaftsbetätigung zu fördern, übernehmen die graphischen Unternehmungen einen beträchtlichen Teil der Regielasten auf eigenes Konto und die ordentliche Jahreshauptversammlung ab. ■ ;:■■■ • mittel hingegen um 10% und mehr. Wo j ersuchen daher die Bezieher, ihrerseits und wann die Preise zum Stehen kom-1 den graphischen Unternehmungen die men werden, ist heute kaum sehen. vorauszu- ! Treue zu halten in der Form zahlreicher Bestellungen, die dem kulturell und wirt- Das Buchbinder- und Taschnerfach ver | sehaftlich so überaus wichtigen Erwerbszeichnet immer höhere Regien. Leinen und ; zweig des graphischen Gewerbes die Exi-Papier sind um 10% bis 25% gestiegen, I rtenz erleichtern mögen. GHwere Bluttat am Sande ln Sv. Marjeta a. P. trug sich gestern nachmittags eine schwere Bluttat zu. die ein Menschenleben forcierte. Zwischen dem beim Besitzer Vinzenz Gra-hornik beschäftigten Knecht Johann Slanic und dem Besitzerssohn Philip Čep bestand schon seit einiger Zeit eine Feindschaft, die wiederholt zu Tätlichkeiten führte. Gestern nachmittags überfiel Slanič im Stall abermals Čep und versetzte diesem einen derart schweren Messerstich in die Brust, dass der Bursche zusammen-brach und bald darauf infolge des grossen Blutverlustes starb. Der Himmel im FeSmar Noch zeigt der Winter seine Gewalt; aber die Zunahme des Tages und die -nicht mehr so schräge Stellung der Sonne zur Erde bewirken schon eine oft zur Mittagsstunde bemerkbare Erwärmung der Erde und der darüberliegenden Luftschichten. Am 19. Februar, 20 Uhr 4 Minuten, tritt unser Tagesgestirn, die Sonne, in das Zeichen der Fische. Zu Anfang des Monats geht sie 7 Uhr 44 Minuten, zu Ende des Monats — wir haben diesmal einen Schalttag, den 29. — geht Bosi der Lokomotive orriöerl WIEDER EIN EISENBAHNER AM HAUPTBAHNHOF VERUNGLÜCKT. IM DIENSTE TÖDLICH m. Fremdenverkehr. Im Jänner würden in Maribor 1037 Fremde angemeldet. Hievon waren 232 Ausländer, u. zw. 168 Deutsche, 30 Tschechen, 15 Italiener, 5 Ungarn, 2 Engländer und je ein Franzose, Holländer, Pole, Rumäne und Türke. Die Nächtigungsziffer 2306. m. Der Faschingssonntag im Theater. Morgen, Sonn t a g, den 4. d. nachmittags wird die ewig junge Oper von Friedrich Smetana »V e r k a uf t e B r a u t« zum letzten Mal in der Saison zur Aufführung gebracht. Abends geht das überaus unterhaltende Lustspiel »K o n t o X«, das von Liebe und anderen unmodernen Dingen handelt, in Szene. Für beide Vorstellungen gelten ermäßigte Preise. — , Heute, Sa m s t a g, den 3. d. wird Shakespeares Meisterdrama » O t hei ! o« wiederholt. — Am Faschingsdientag, den 6. d. abends wird das unterhaltende Lustspiel »UnentschuldigteSt u n- Am Hauptbahnhof ereignete sich Freitag vormittags wieder ein tödliches Unglück, in kaum zwei Wochen bereits das zweite. Etwas vor 9 Uhr war der 29-jübrige Verschieber Anton D a j č m a n, Vater von zwei kleinen Kindern, der in Pragersko wohnte, jedoch in Maribor beschäftigt war, mit dein Reinigen von Weichen beschäftigt. Da die Bahnhofanlagen ml erst im letzten Augenblick. Als Dajčman j d e« zu stark ermäßigten Preisen zur Auf-die Lokomotive dicht vor sich gewahrte,j ftihrung gebracht. war es bereits zu spät. Er versuchte zwar zur Seite zu springen, was ihm jedoch nicht gelang. Die Maschine ergriff den Bedauernswerten und schleuderte ihn unter die Räder,- die über ihn hinweggmgen. Dajčman war auf der Steile tot. Nach der Tatbestandaufnahme, wurde die Leiche in die Totenkammer überführt und wird heu frischem, schalldämpfendem Schnee bedeckt waren, hörte er das Herannahen j te nachmittags beigesetzt werden, des von Wien kommenden Personenzuges j BnBaansaBaanHDEüaDECTGaDSü® a □ Bn@asnsaaD®n$D®DBasDaDeaanB sie 6 Uhr 50 Minuten auf; die Unter-j am Monatsende bis 20 Uhr 35 Minuten gangšzeiten sind 16 Uhr 44 Minuten und j sichtbar. Der Saturn dagegen ist am ?7 Uhr 37 Minuten. — Was die Mond- i Anfang des Monats vom Auftauchen in Phasen im Februar betrifft, so haben wir j der Abendämmerung bis 23 Uhr 40 Miam 8. Neumond, am 16. zunehmenden nuten, am Ende des Monats bis 22 Uhr zu sehen. Mond und am 23. Vollmond. Bei klarem Himmel gibt es alsdann schöne Mondnächte. — Was die Sichtbarkeit unserer Planeten anbelangt, so ist zu sagen: Der Merkur ist vom 17. Februar ab am Abend himmel sichtbar. Am Ende des Monats beträgt die Dauer der Sichtbarkeit 45 Minuten. — Die Venus ist während des gan- ; zen Monats Abendstern. — Der Mars kann vom Erscheinen in der Abenddämme rung ab bis 23 Uhr 15 Minuten beobachtet werden. —- Der Jupiter ist vom Auf- j wettkämpfen auf der Betnava-Schanze. Das Wetter Wettervorhersage für Sonntag: Vorwiegend bewölkt und unbeständig, i Lokale Niederschläge wahrscheinlich. m. Evangelisches. Sonntag, den 4. d. M. wird der Gottesdienst ausfalien. Tiroler Springer bei den Sprung- m. tauchen in der Abenddämmerung am An. fang des Monats bis 21 Uhr 50 Minuten, Bei dem morgigen Skispringen auf der Betnava-Schanze wird auch der bekannte m. Die Freiw. Feuerwehr Studenci wird ihre diesjährige Faschingsunterhaitung am Samstag, 3 Februar im Wehrdepot abhalten. Das Programm ist wieder zahlreich und wird jeden Besucher in jeder Hinsicht zufriedenstellen. Spezialität des Abends, frische Krapfen. m. Am Faschingdienstag, den 6. d. M- veranstaltet die hiesige »Ruska M a t i-c a« einen Konzertabend mit anschließender Tanzunterhaltung. Am Abend wirken hervorragende russische Künstler aus Beograd mit, so die Konzertsängerin Susanne Be 1 u b e k sowie die Solisten des Beograder Balletts Tamara Maxi m o v und Nikolaus Tarnovski. Die Veranstaltung findet im großen Saal des »Narodni dom« statt. * Notar Dr. Grobeln'k in Maribor übet-siedelte in den Neubau der Gesellschaft »Drava« in der Sodna ulica. 763 * Heringsschmaus. Mittwoch, den 7. Feber, 20 Uhr; ab 8 Uhr bis 18 Uhr Koch-Kunstausstellung. — D i e n s t a g Faschings-Unterhaltung. Verschiedene Belustigungen. Mäßige Preise! — Hotel, Cafe-Restauration »Orel«. " 762 m. Wetterbericht vom 3. d., 9 Uhr: Temperatur 4.4 Grad unter Null, Luft' feuchtigkeit 95%, Barometerstand 736, windstill. Temperaturmaximum gestern +0.8, Temperaturminimum heute —5.6 Grad. * Hotel, Cafe-Restauration »Orel«. Sonntag in den Morgenstunden »Saure Suppe« und Laško-Bier. 812 * Der Sängerchor des Musikvereines »Drava« veranstaltet am heutigen Samstag eine Faschingunterhaltung im Gasthaus Grmek in Studenci. 764 * Faschingsdienstag in der »Velika kavarna«. — Broadway Band — Mitternachtskabarett — Serpentinenschlacht — Maskenkonkurrenz! 877 * Gasthaus Weber. Leberwurstschmaus. 858 * Gasthaus šunko, Radvanje. — Heute, Samstag Hausball! 866 * Seefisch-Spezialitäten!—Hummer — Scampi — See-Zungen — Branzina —St, Piero, zu haben im Restaurant der »Velika kavarna«. 873 * Gasthaus Krempl. Hausschlachtung, Brat-, Blut-, Leber- u. Seichwürste, Wild, »Bauernschmaus« etc. — Ribiselwein! 878 * SANATORIUM Mar'bor, Tyräeva 19, Tel. 23-58. Modernst eingerichtet, na-mentVch für Operationen. Tagesgebühr: I. Klasse Din 120.—; II. Klasse D n 80.— Sanatoriumsleiter Spezialist für Chirurgie Dr. černič. 7273 * Bei Stuhlverstopfung und Verdauungsstörungen nehme män morgens nüchtern ein Glas natürliches »Franz-Josef«-Bitterwasser. — Reg. S. br 15.485/35. Aus PJui p. Evangelisches. Sonntag, den 4. d. um 10 Uhr wird im Betsaale des Luther-Hauses der Gemeindegottesdienst stattfin den. Anschließend um 11 Uhr wird die ordentliche Jahreshauptversammlung abgehalten werden, zu der alle stimmberech tigten Gemeindemitglieder eingeladen sind. p. Todesfall. Im Alter von 69 Jahren ist hier der bekannte Arzt Dr. Bela š t tihe c gestorben. Der Verstorbene erfreute sich ob seines entgegenkommenden u. liebenswürdigen Wesens in allen Bevölkerungskreisen der besten Wertschätzung. — Friede seiner Asche! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! p. 6 Dunkas für Geige, Cello und Klavier. Dies ist der Originaltitel des sogenannten-»Dunky-Trios« von Dvorak, das den Konzertabend des Mariborer Trios in unserer Stadt krönen wird. Ein echter, rechter Dvorak auf der Höhe des Schaffens: bunt, romantisch und eigenwillig in der Formgebung. »Dunka« ist das kleinrussische Wort für »Ba'lade«, »Erzählung«. 6 solcher Dunkas, Tonbilder meist melancholischen oder tänzerischen Inhalts zu einem Reigen schönster Melodien geschlossen, locken geformt und doch eine Einheit von wunderbarster Klangseligkeit, das ist das Dunky-Trio. p. Wochenbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr. Vom 4. bis 11. d. versieht die erste Rotte des ersten Zuges mit Brandmeister Stefan Močnik, Rottführerstellvertreter Alois Vrabič sowie mit der Mannschaft Wilhelm Mikša, Ivan Žgeč und Cyrill Meško die Feuerbereitschaft, während Chauffeur Franz Stroß, Rottführerstellvertreter Alois Vrabič sowie Konrad Sommer und Cyrill Meško von der Mannschaft den Rettungsdienst übernehmen. P- Den Apothekennachtdienst versieht bis einschließlich 9. Feber die St. Antonius-Apotheke (Mr. Ph. Orožen). P- Im Stadtkino wird Samstag um 20 Ehr sowie Sonntag um halb 16, halb 19 und halb 21 Uhr der gewaltige historische Großfilm »M aria-Stuart« aufgeführt, in packenaen Bildern wird uns das tragische Schicksal der englischen Königin Maria Stuart vor Augen geführt. Im .'Programm die neue Wochenschau u. e'n Kulturfilm. P. Auf den Schwe’nemarkt am 31. Jänner wurden 100 Schweine zugeführt, wovon 28 Stück verkauft wurden. Fleisch- die große mitteleuropäische Tageszeitung in deutscher Sprache. Beste Berichte über Außenpolitik und Wirtschaft. Eigene Berichterstatter in den wichtigen europäischen Hauptstädten. Erhältlich bei den Zeitungsstellen aller Städte und der größeren Ortschaften. Abonnements übernimmt jede Buchhandlung und jede Zeitungsagentur. * ŠMiimm Ikmle. REPERTOIRE Samstag, 3. Feber um 20 Uhr: »Othello«. Sonntag, 4. Feber um 15 Uhr: »Die verkaufte Braut«. Ermäßigte Preise, Zum letzten Mal. — Um 20 Uhr: »Konto X«. Ermäßigte Preise. schweine kosteten 7.25—7.75, Mastschwei ne 8—8.75 und Zuchtschweine 6—6.50 Dinar pro Kilogramm. p. Das Tonkino Royal bringt am Sonntag und Dienstag den Film »Di skre-tion Ehrensache« mit Hell Finkenzeller, Theo Lingen, Hans Holt und Ida Wüst. Ein fröhliches, temperamentvolles SpieU flimmert vor uns über die Leinwand, und seine tollen Caprioien und Einfälle sind begleitet vom unentwegten Lachen der vergnügten Zuseher. Dieser närrisch-lustige Film, in dem sich komische, graziöse und zärtliche Szenen überpurzeln, setzt allem filmischen Frohsinn die Krone auf. In deutscher Sprache. 45$ Mm c. Evangelischer Gottesdienst. Morgen, Sonntag, findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr, der Kindergottesdienst vorher um 9 Uhr im Gemeindesaale des Pfarrhauses statt. c. 50 Geburtstag. Am 31. Jänner vollendete der bekannte Schulmann Oberlehrer Slavko Č r n i g o j in Štore bei Celje das 50. Lebensjahr. Schon über zehn Jahre widmet sich der Jubilar in štore seiner segensreichen Tätigkeit. c. Trauung. In Zagreb fand die Trauung des Herrn Albert Pr o d a n aus Celje mit Frl. Prof. Zlata Barič, Tochter des Arztes Dr. V. Barič, statt. Wir gratulieren! c Säuberung der Gehsleige. Da es anlässlich der Schneefälle und Eisbildungen im heurigen Winter von einer Reihe von Hausbesitzern und Hausbesorgern verabsäumt wurde, die Gehsleige in einem den bestehenden Vorschriften entsprechenden und durch die Rücksicht auf die Sicherheit der Fussgeher gebotenen Zustande zu erhalten, sehen wir uns genötigt, abermals auf die Strassenpolizeiordnung für Celje hinzuweisen, nach der bei eintretenden Schneefällen die Bürgersteige und Fusswege nach ihrer gan- zen Breite zu säubern sind. Wenn es nötig ist, muss die Schneereinigung auch mehrmals am Tage vorgenommen werden. Bei Glatteis sind die Gehsleige und Fusswege bei Erfordernis auch mehrmals des Tages mit Sand, Asche oder Sägespänen zu bestreuen, wobei jedoch Sand u. Asche einer Bestreuung mit Sägespänen vorzuziehen sind. Durch den abgeräumten Schnee dürfen Rinnsale, Säugöffnungen und Strassenübergänge nicht verlegt werden. c. Benjamino Gigli singt in Celje. Gigli singt zwar nur aus dem Lautsprecher hinter der Bildleinwand im Union-Kino, aber es ist doch ein Hochgenuß. Gigli singt die dankbarsten Stücke aus seinem neapolitanischen Schlagerrepertoire (»Funi-culi—Funicula«), er wirbt geradezu betörend um die entschwindende Martha, Gigli haucht sogar Takte aus »Lohen-grin« hin. Der Film heißt »Der singende Tor« und läuft ab heute, Samstag, bis Dienstag. c Der Traditionslauf des Skiklubs am Sonntag, den 4. Feber führt für die Kameraden von der „Celjska koča“ nach štore. Abmarsch um 8 Uhr von der Kapuzinerbrücke. Wäsche u. Reservepullover bei Krell oder Säger abgeben. Die Damen und Jugend fahren um 10 Uhr bis Štore, wo sie erwartet werden. Heimfahrt gemeinsam um 15.45 Uhr. Anschliessend Kameradschaftsabend und Verteilung der Erinnerungsabzeichen in den Klubräumen. Auf Wiedersehen! c. Vor der Feuerwehr in Gaberje. Kürzlich hielt die Freiwillige Feuerwehr in Gaberje ihre 28. Hauptversammlung ab. Dem Tätigkeitsberichte war zu entnehmen, daß die Wehr im abgelaufenen Jahre bei vierzehn Bränden erfolgreich mitgewirkt hat. Die Wehr zählt 50 aktive und 300 unterstützende Mitglieder. Von den aktiven Mitgliedern sind die Herren Konrad Golo-granc, Franz Pušnik, Jernej šarlah, Johann špeglič, Ignaz Podpečan, Anton Florič, Heinrich Čuvan und Štefan Born-šek bereits über 28 Jahre bei der Wehr in Gaberje. Als Vorsitzender der Wehr VolksuniverMt Montag, 5. Feber um 20 Uhr: Fr. P i v- ka spricht über die Rolle der Luftfahrt im gegenwärtigen Kriege. lau~Hma Esplanade-Tonkino. Das große Faschingsprogramm, der lustigste Film der Saison »Das Ekel« (Der geschorene Igel) mit Hans Moser, Fritz Kampers, Ernst Waldau, Junkermann u. a. Mitreißender, humorvoller Inhalt, erfrischende Komik. Jede Szene ist eine Lachbom-be für sich. Hans Moser triumphiert als Spediteur und Weinhändler, Rollen, die seine größten Erfolge sind. Ein Film, bei dem sich jeder köstlich unterhalten und herzhaft lachen wird. Es folgt: Der populärste Karl May-Roman im Film »Der große Adler« mit Shirley Temple. Romantische Zauber- und Indianer-Erlebnisse. Burg-Tonkino. Premiere des letzten deutschsprachigen Zarah Leander-Filmes »Das Lied der Wüste«. Eine schöne Frau zwischen zwei Männern, die in inniger Freundschaft zu einander verbunden sind. Zarah Leander löst das Dilema mit ihrem urpersönlichen Charme und rettet den einen der beiden vor dem sicheren Tode. Es empfiehlt sich die Karten im Vorverkauf zu lösen! — Es folgt der große Tanz lustspielschlager »Ammanda«. Union-Tonkino. Bis einschließlich Dienstag das große Doppelprogramm »Der Herr der Unterwelt« mit John Litel; ein spannender Gangsterfilm aus dem Leben der amerikanischen Großstadt, und als zweites Stück »Banditen des wilden Westens«, ein hervorragender Cowboyfilm mit dem bekannten Dick Foran in der Hauptrolle. Beide Filme sind unterhaltend und aufregend zugleich. — Es folgt der wunderbare französische Film »Mario Chapdelein« m it Jean Gab i n in der Hauptrolle. Tonkino Pobrežje. Am 3. und 4. Feber der spannende Filmschlager »General Garcia«. Liebesabenteuer im Dschungel. Versäumt nicht diesen herrlichen Film! wurde wieder Herr Konrad Gologranc gewählt, als Feuerwehrhauptmann Karl Koštomaj; ferner der bisherige Schatzmeister Drago Gams und als Schriftführer Ludwig Gajšek. c. Vor dem Richter. Das Kreisgericht m Celje verurteilte den 37 Jahre alten Landwirt Franz Ogorevec aus Mali vrh bei Brežice wegen Totschlages auf Kerker von vier Jahren. Ogorevec hatte am 23. Dezember v. J. in Trunkenheit bei einem Wortwechsel den Landwirt Anton škofec erstochen. Der Angeklagte redete sich auf Notwehr aus. c. Die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Ljubljana hält Dienstag, den 6. Februar, im Beratungszimmer des Handelsgremiums der Stadt Celje (Razlagova ulica 8, Parterre links) einen Amts tag für Celje und Umgebung ab. Der Parteienverkehr findet zwischen 8 und 12 Uhr statt. c. 20 Jahre Schachklub« Celje. Der Schachklub Celje ist heuer 20 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlasse findet heute, Samstag, im Salon des Hotels »Beli vol« ein Gesellschaftsabend der Klubmitglieder und ihrer Freunde statt. Beginn um 20 Uhr. Gleichzeitig werden auch die Preise des Haupt, und Blitzturniers den Siegern ausgehändigt werden. c. Schaubühne. Die Aufführung ner Strauß’schen Operette »Der Zigeunerbaron« mußte von Freitag, den 9. Februar, auf Mittwoch, den 14. Februar, verlegt werden. Am 23. Feber wird das Lustspiel »Konto X« aufgeführt. Aus der Sp Die neuen ©prungmeifter stellen sich vor FRANZI ČOP SIEGT BEI DEN UNTERVERBANDSMEISTERSCHAFTEN IN CELJE. - MAR1EORS SPRINGER IM VORDERGRUND DER KONKURRENZ. — SONNTAG STARTET SLOWENIENS SPRINGERELITE IN BETNAVA. — Auf der Kugy-Schanze in Lisce bei Ce-Jje wurde gestern die Sprunglaufmeisterschaft des Marrborer Wintersport-Unterverbandes zur Entscheidung gebracht. Von fern und nahe hatten sich zahlreiche Wettbewerber am Sprunghügel eingefun-den, der sich in ausgezeichneter Verfassung befand. Neben den bekannten Sprin gern von Oberkrain und Ljubljana stachen insbesondere Mariborer Sprungmeister hervor, aus deren Reihen auch der neue Unterverbandsmeister hervorging u. zwar wurde unser vielgefeierte Olympiakämpe Franzi čop Sieger. Mit knapper Punktedifferenz folgten Ernst Marguč und der sich in letzter Zeit verbesserte Fedor Gradišnik. Kurt Welle nahm den vierten Platz in Anspruch, gefolgt von Anatol Goričan. Darüber hinaus wurde ein allen Springern zugäng lieber Wettbewerb um die Meisterschaft von Celje durchgeführt, bei dem Zoran Zalokar aus Ljubljana den Sieg davon trug. Den zweitesten Sprung stand der Tiroler Emmerich P e p e u n i g mit 34.5 Meter, während Tone Ranzinger aus Jesenice auf 33.5 Meter kam. Die Resultate waren: Unterverbandsmeisterschaft: 1. Franzi Čop (SPD Maribor) 105.4; 26 und 27 Meter, 2. Ernst Marguč (Maribor) 104.3; 27.3 und 24.5 Meter, 3. Fedor Gradišnik (SPD Celje), 103.2; 27 und 28 Meter, 4. Kurt Welle (Maribor) 100 : 26 u. 22.5 Meter, 5. Anatol Goričan (SPD Celje) 96.9; 25 und 23 Meter. Meisterschaft von Celje: 1. Zoran Zalokar (Ljubljana) 112.2; 2. Bran ko Božič (Ljubljana) 111.4, 3. Tone Ranzinger (Bratstvo) 111.2, 4. Ivo Javornik l(Ljubljana) 107.9, 5. Vinko Kavalar (Ilirija) 105.4, 6. Franzi čop (SPD Maribor) 105.4, 7. Emst Marguč (Maribor) 104.3, 8. Leopold Gregorič (Ilirija) 103.9, 9. Fedor Gradišnik (SPD Celje) 103.2, 10. Kurt Welle (Maribor) 100 Punkte. Die Organisation der Sprungkonkurrenz, die überaus sorgfältig vorbereitet war, bewerkstelligte der agile Skiklub Celje mit seinem unermüdlichen technischen Leiter Erwin Gračner an der Spitze. Als Kampfrichter fungierten Vekoslav Golubovič und Viktor P u r- k e 1 c aus Maribor sowie I. Filač aus Celje. Die Wettkämpfe lockten eine Re. kordmenge von Zuschauern heran. Die erfolgreichsten Springer von Celje werden bei dem am morgigen Sonntag um 14 Uhr in Betnava stattfindenden großen Sprungwettbewerb an den Start gehen, der angesichts der ausgezeichneten Konkurrenz einen ganz besonders span nenden Verlauf verspricht. Zwischen dem Hauptplatz und der Schanze wird ein Autobusverkehr eingerichtet werden, auch wird man die Eintrittskarten bereits am Hauptplatz lösen können. Maribors Ringkämpfer siegen in Zagreb MARIBORS AUSWAHL MIT 4:3 SIEGREICH. — PIRCHERS ERSTER SIEG IM SCHWERGEWICHT. Mit allseitigem Interesse erwartete man den Ausgang des ersten Ringkampfstädte treffens Maribor Zagreb, das gestern abends in Zagreb vor sich ging. Maribors Repräsentanten errangen mit 4:3 einen vielbejubelten Sieg und lenkten mit diesem Erfolg das gesamtstaatliche Interesse auf sich. Den Kampf leiteten Dolinšek II. (Maribor) und H u d e k (Zagreb) ein, doch sprach das Kampfgericht Dolinšek den Sieg zu, da Bobek zu schwer für seine Kategorie war. Im Federgewicht unterlag Dolinšek I. gegen Moguljak und auch M r k u š landete gegen Babič den zweiten Sieg für Zagreb. Erst Ivanič stellte den Kampf nach einem Sieg gegen P o n g r a c wieder auf 2:2. Orešnik mußte allerdings den Punkt an den Zagreber Haložan ab-gebent doch verschaffte Fischer nach einem eindrucksvollen Sieg über den bekannten M e t z n e r wieder den Einstand. Die Entscheidung blieb somit Hans P l r-cher, der erstmalig in der Schwergewichtskategorie antrat, und dem gefeierten Staatsmeister Gerovac Vorbehalten. Pircher zeigte sich auch diesmal in überragender Form und feierte einen der schönsten Siege seiner so erfolgreichen Ringkampfkarriere. Gerovac versuchte sich zwar mit allen Mitteln zu retten, doch ließ Pircher nicht eher locker, bis er nicht den gefährl'chen Gegner auf die Schulter gedrückt hatte. Jugoslawische Wintersport er in Garmisch-Vartenkirchen JUGOSLAWIENS STAFFEL AN VIERTER STELLE. — 9:0. UND 10:0-NIEDER-LAGEN UNSERES EISHOCKEYTEAMS. In Garmisch-Partenkirchen wurde als wichtigste Ski'.aufdisziplin der Staffellauf über 4x10 Kilometer ausgetragen. Die deutsche Mannschaft, bestehend aus Leu. pold, Baur, Demetz und Berauer, lief in 2:41.25 die Tagesbestzeit. An zweiter Stelle postierte sich die zweite deutsche Mannschaft, an dritter die Läufer des Tschechischen Verbandes und an vierter Stelle fn 2:51.41 die jugoslawische Mannschaft, bestehend aus 2 e m-va, Smolej,. Petrič und Knific. Es folgte die zweite tschechische Mannschaft, der sich die übrigen deutschen Itusete Hutmestkitkie t*£>ysiK Von Fritz Müller-Partenkirchen. Man kann nicht sagen, daß wir eine gute Klasse waren. Ob eine Klasse gut ist oder schlecht, entscheidet nicht die ganze Klasse selber. Fast immer ist es einer, der’s im Guten oder Bösen zur Ent Scheidung bringt. Schöttelmaier hieß er. Der Schöttel-maier war ein Treibauf. Wo der Schöttelmaier war, war immer etwas los. So bekam der Schöttelmaier unsere Klasse in die Zügel. Er beherrschte sie in einer Weise, daß es allen Professoren vor der Oberklasse graute. Sie hätten, glaub’ ich, deber Holz gehackt, als die Hand auf unsere Klassenzimmerklinke täglich aufzulegen und sie zögernd, ach, so zögernd, herabzudrücken. Vor allem unser Physiker. Der war ein Kind, ein großes. Er glaubte allen Ernste» daß ein Mensch, der die Gay-Lussac-Ma-riotteschen Gasgesetze nicht kenne, gar kein Mensch sei. Er hielt im Grunde alle anderen Fächer, außer Physik, für überflüssig. Der Rektor raufte sich die Haare. »Diese Klasse hat Gott im Zorn geschaffen — wie wird’s da mit ihrer Abschlußprüfung gehen!« Er nahm unseren Physiker selber ins Gebet. »Herr Kollege«, sagte er, »in den anderen Fächern wird die Klasse noch mit knapper Not bestehen. Versagt sie in Physik, so bin ich bei der hohen Staatsregierung unten durch.« Von der Stunde an rang der Physiker j mit der Klasse. Es war ein sonderbares Ringen. Es war ein einsames Ringen, auf dem Katheder. Wir waren nicht dabei. Diese verzweifelten Hände leer sich ringen sehen, hätte eine Klasse schon erschüttern können. Und es hätte uns erschüttert, wenn er nicht dazu gejammert hätte. »Gottegott, nun gehen die fundamentalen Elastizitätskoeffizienten wieder nicht! Bei der Van der Waaleschen Zustandsgleichung habt ihr schon versagt, wie wird das erst bei der Interferenzrefraktion werden! Kinder, Kinder, stellt euch vor, ich frage in der Prüfung nach der Katakaustik . . .« »Falsch!« sagte Schöttelmaier, ohne aus dem Winnetou von Karl May nur auf zuschauen. »Kastakautik!« verwirrte sich der Lehrer. »Wieder falsch!« sagte der Schöttelmaier ehern und blätterte im Winnetou eine neue Seite an. »Ka—ka—sau—t—« »Haha: Sau!« sprang es auf die ganze Klasse über, »Sau, Sau, Sau . . .« Es kam ein Takt in die Silben, und im gleichen Takt schlugen unsere Stiefel auf den Boden: »Sau, Sau, Sau . . .!« Hilflos stand er vor der Grausamkeit der Schüler. Hätte er’s dabei belassen — ich fühlte es, wir hätten plötzlich Kehrt j gemacht, er hätte uns beschämt. Aber leider fiel ihm ein, als sei er, was er seinem Wesen nach nie hätte werden können: wütend. »So, jetzt hab’ ich’s satt, jetzt geh ich gradwegs zum Rektor!« Draußen war er. Minuten verstrichen. Wir lärmten nicht mehr. Wir waren bedenklich geworden. Der Rektor pflegte nicht nur zu mimen. Immer mehr Minuten schatteten durchs Zimmer. Gleich würde es im Gange draußen stampfen, würde jene Tür aufschmettern Nichts stampfe, keine Tür schmetterte. Freundlich, langsam drehte sie sich in den Angeln. Im Rahmen stand der Lehrer. Der gemimte Zorn war fort. Ihm in den Augen stand die alte Müh’: Wie begeistere ich sie für das einzige, was dieses Leben wert, gelebt zu werden, machen könnte, wie begeistere ich sie für mein Fach Physik? Ja, wären es seine Augen nur allein ge wesen, da waren aber noch seine Arme, da war sein rechter Arm, an welchem un ser Blick hinabglitt bis zur Hand, da war diese Hand selbst, die etwas umschlossen hielt, weltverloren umschlossen hielt, einen Knopf, einen hölzernen Knopf, der in eine Scheibe überging. Als wir diese Scheibe sahen, wollte es mit einem einzigen Gelächter, einem Brül len von Gelächter in erbarmungslose Jun genkehlen steigen. Aber noch bevor es dazu kam, war sein weltentfernter Blick den unseren nachgeglitten und, Holz auf Holz, klapperte ein Abortdeckel auf den Boden, Und vom Gang her dröhnten Rektorschritte. Auch unser Lehrer hatte sie gehört. Er stand entgeistert da. Er machte nicht den leisesten Versuch, sich zu biik-ken. Auf der verkrampften Stirn stand ihm nur ein einziges Wq;t,t Amt Mit fllir. Mannschaften anschlossen. Auch die Eishockespieler traten vor die Öffentlichkeit. Jugoslawiens Vertreter, die zum zweiten Mal in der internationalen Arena erschienen, mußte ihr erstes Spiel gegen den Favoriten des Turniers, Deutschland, bestreiten. Deutschland gewann mit 9:0. Tagsdarauf traf Jugoslawien mit Ungarn zusammen und unterlag überraschend hoch mit 10:0. Die jugoslawische Eishockeyauswahl wird auf der Rückkehr von Garmisch-Partenkirchen in Wien ein Match gegen die Repräsentanz von Wien austragen. Der Fußball-Xerminkalender 1940 28. Januar: Frankreich gegen Portugal in Paris. 4. Februar: Belgien gegen Holland in Brüssel. 11. Februar: Frankreich gegen England in Paris. 24. März: Deutschland gegen Ungarn in Berlin. 3. März: Italien gegen Schweiz in Turin. 3. März: Holland gegen Belgien in Antwerpen. 31. März: Ungarn gegen Schweiz in Budapest. Rumänien gegen Jugoslawien in Bukarest. Luxemburg gegen Holland in Rotterdam. 14. April: Italien gegen Rumänien in Rom. 14. April: Jugoslawien gegen Deutschland in Wien. 21. April: Ungarn gegen Protektorat Böhmen und Mähren in Prag. 28. April: Holland gegen Belgien in Amsterdam. 5. Mai: Italien gegen Deutschland in Mailand. 19. Mai: Ungarn gegen Rumänien in Budapest. Schweiz gegen Belgien in Lausanne. — 9. Juni: Ungarn gegen Jugoslawien in Budapest. 16. Juni: Schweden gegen Dänemark in Stockholm. 17. September: Norwegen gegen Dänemark in Oslo. 6. Oktober: Schweden gegen Norwegen in Stockholm. 20. Oktober: Dänemark gegen Schweden in Kopenhagen. 10. November oder 1. Dezember: Italien gegen Ungarn in Rom. ist’s aus! »Kinder« schien mit einer un. nennbaren Demut diese Stirn plötzlich auszusprechen: »Kinder, es hat keinen Zweck mehr. Zorn ist Unsinn. Immer hab ich’s gut mit euch gemeint. Aber Kampf ist Kampf. Ihr habt mich besiegt. Ich bin rettungslos in eure Hand gegeben. Verloren bin ich. Hört ihr hinter mir das Schicksal stampfen . . .?« Das ging in ihr vor. Was in uns vorging, kann ich heute nicht mehr sagen. Ich kann nur berichten, daß, von einem inneren Sturmwind hergeweht, der Schöttelmaier plötzlich vor unserem Lehrer stand und den aufgehobenen Abortdeckel in der Hand hielt. »Verzeihung, Herr Pro fessor«, sagte er zerknirscht, indessen sich der Rektor in die Tür schob. »Verzeihung, ich will’s nicht wieder tun.« Und trug demütig den Deckel dahin, wo er hin gehörte. »Merkwürdig«, hörten wir am Schluß unserer Abschlußprüfung den Regierungs kommissar zum Rektor sagen, »merkwürdig, in allen Fächern war die Leistung der Absolviaklasse weniger als mäßig, nur in der Physik haben alle Schüler glän zend abgeschnitten. Das muß zweifellos am Lehrer liegen. Ich gratuliere Ihrer Anstalt zu dieser ganz besonderen Kraft.« Alle sahen den Physiker an. Er hielt den Kopf gesenkt. »Herr Kollege«, ermunterte der Rektor, »der Herr Regierungskommissär meint Sie!« Da stand er schweigend auf und ging hinaus. Noch immer mit gesenktem Kopf. Aber an der Tür wendete er ihn unmerklich, so daß seine Augen gerade noch über uns Schüler hinwandern konnten: Nie wieder habe ich von einem Lehrer ei-ngn soldivii Liehesblick erlebt. Die jugoslawische Einfuhr im Zahre 1939 Beograd, 30. Jänner. Laut amtlichen I Artikel im Jahre 1939, verglichen mit der ■'tatistischen Daten gestaltete sich die Einfuhr im Jahre 1938, wie folgt: jugoslawische Einfuhr der wichtigsten | Tonnen Mill. Din 1938 '+ oder — 1939 Tonnen Mill. Din Tonnen Mill. Din Baumwolle 33.642 892,8 39.100 787,9 . — 5.458 + 104,9 Wolle 6.981 415,1 7.598 429,4 — 617 — 14,3 Seide 3.589 137,3 2.363 109,0 ;+ 1.226 + 28,3 And. Pflanzenfas. 8.438 105,9 11.099 95,4 -— 2.661 + 10,5 Eisen 121.877 576,4127.357 571,1 — 15.480 + 5,3 Mineral, öle 151.143 153,1150.691 126,8 + 452 + 26,3 Häute 1.666 48,9 8.751 137,2 7.085 — 88,3 Glas 2.061 19,2 2.196 16,9 — 135 _L 1 2,3 Reis 17.886 60,1 22.219 66,8 — 4.333 + 6,7 Kaffee 7.169 50,0 7.159 51,9 + 10 1,9 Kohle 395.341 141,0497.778 181,9 —102.437 40,9 Maschinen 21.792 388.3 24.145 496,7 — 2.353 108,4 Beförderungsm. 110.205 261,6 12.931 250,6 — 2.726 + 11,0 Elektrotechn. Art. 5.705 176,2 5.549 180,7 + 156 4,5 Wie aus der obigen Tabelle ersichtlich j men. Mengenmäßig wies die Einfuhr von wird, hat wertmäßig die Einfuhr vor, j Baumwolle, Reis, Eisen und Kohle die Kohle und Häute am stärksten abgenom- j bedeutendste Abnahme auf. Die Weliwarenmärkie MITTEILUNGEN DES HAMBURG1S CHEN WELTWIRTSCHAFTSARCHIVS Getreide Zwischen England und Kanada schweben Verhandlungen über die zukünftige Ankaufspo.itik Englands. Kanada fühlt sich erheblich benachteiligt durch die eng fischen Käufe in USA und Argentinien, durch die eine sehr ungünstige Lage für j die kanadische Getreidewirtschaft herbei ' geführt worden ist. Angeblich soll England sich bereit erklärt haben, zukünftig kanadischen Weizen anzukaufen, und dabei auch einen Preis zu bewilligen, der den gegenwärtigen vergleichsweise zu niedrigen Preisstand in Kanada überschreitet. Es fordert aber als Gegenleistung die Verpflichtung Kanadas, diesen Preis als verbindlich für Lieferungen wäh rend der Dauer des Krieges anzuerkennen. Dagegen sträubt man sich verständlicherweise in Kanada, hatten doch die Farmer gehofft, jetzt endlich einmal ein j paar gute Jahre zu bekommen. Eisen und Stahl An der Brüsseler Eisenbörse haben die hohen Preise der letzten Wochen sich nicht halten lassen. Es darf aber angenommen werden, daß der letzbeobachtete Rückgang weniger auf eine bessere Versorgung als vielmehr auf die Resignation bestimmter Länder, überhaupt Wa re zu bekommen, zurückgeführt werden muß. Es wurden nur sehr geringe Abgaben gemacht. Die Lieferfähigkeit ist durch die Schwierigkeit der Kohlen- und Koksversorgung noch schlechter geworden als vorher. Es wird freilich auch angeführt, daß in bestimmten Artikeln ein verstärkter Wettbewerb der Vereinigten j Staaten festzustellen ist. Dies bezieht sich vor allem auf Bleche. In Schweden ist j eine sehr feste Tendenz am Eisen, und Stahlmarkt zu beobachten, bedingt vor ; allem durch fühlbaren Materialmangel. In den Vereinigten Staaten ist die Beschäftigung der Stahlindustrie weiter zurückgegangen. Die Kapazität wurde Mitte Jänner nur noch zu 84% ausgenützt, die Neuaufträge betragen im Durchschnitt nur 50% der gegenwärtigen Lieferungen. Die Lieferfristen sind tnfo’ge-dessen erheblich verkürzt worden. Vielfach will man festgestellt haben, daß die Verbraucher ihre Lagerbestände wieder verringern, weil die ersten Befürchtungen über Knappheit an Rohstoffen sich nicht bewahrheitet haben. Der Auftragseingang aus dem Ausland soll gut sein, die Werke bemühen sich auch wieder stark um die Exportaufträge. In England soll die Stah’erzeugung des Jahres 1939 den bisherigen Höchsstand aus dem Jahre 1937 mit rund 13 Mi’l. Tonnen überschritten haben. Man erwägt, eine weitere Stei- gerung der Stahlpreise in England durchzuführen, da der bisherige Stand — der erst im November mit einer Preiserhöhung von durchschnittlich 10% festgesetzt wurde — schon wieder als zu niedrig an gesehen wird. Metalle Der Zinnpreis hat sich in England, nachdem er zunächst einen starken Anstieg verzeichnete, wieder wesentlich ver mindert. Er bewegt sich gegenwärtig um 245 Pfund je Tonne und liegt damit nur um knapp 5% über dem ehemaligen Höchstpreis. Dies ist nun aber durchaus nicht die Folge einer wesentlichen Erleich terung der britischen Versorgung. Im Gegenteil: hier besteht Ursache zur Klage. Eher ist es die Folge einer strikten Verbrauchsregelung in England, die den Markt durch unmittelbare Lenkung statt durch Preismanipulationen in die Hand bekommen hat. Die Vorräte in England werden für Ende 1939 von Gartsen auf 2295 Tonnen geschätzt gegenüber 9648 Tonnen Ende 1938. Dies ist sicherlich kein gutes Zeichen. Umso günstiger stehen aber die Vereinigten Staaten da. Die Vorräte in den Häfen zusammen mit den nach USA verschifften Mengen beliefen sich Ende 1939 auf 15.055 Tonnen gegen nur 8164 Tonnen Ende 1938. Es wird allerdings von bedeutenden Reexporten aus USA berichtet, die schon den Protest des Kriegsministeriums herausgefordert haben. Ersatzteilen ein besonderer Dollarkurs festgesetzt wird, u. zw. 60 Dinar. Bis auf weiteres wird der Dollar zur Bezahlung dieser Waren zum freien Börsenkurs angeschafft. Im Zusammenhang damit entfällt die Prämiierung der Ausfuhr von Bohnen, Hopfen, Fleischwaren, Ziegen-und Kitzfellen, Wildfellen unef Leder aller Art sowie verschiedener anderer Artikel nach Amerika. X Für die Gerbstoffe aus Devisenländern können bis auf weiteres die benötigten Devisen wieder zum freien Börsenkurs beschafft werden. X Gozdarski vestnik. Monatsschrift für Forstwirtschaft und Holzhandel. Die Jänner nummer dieser Revue, die sich in unserem Wirtschaftsleben bereits allseitig durchgesetzt hat, bringt u. a. Abhandlungen über das Prismieren der Sägeklötze von Ing. Sotošek, Grenzen und Grenzsteine von M. Hanzlovsky, ferner Ratschläge, neue Vorschriften, Mitteilungen, Zuschriften, Fachliteratur, Mitteilungen über den Holzhandel usw. Erscheint zehnmal im Jahr. Jahresabonnement 60, für das Ausland 100 Dinar. Druck Mariborska tiskarna d. d. Die VrelS"eltMuim in ö?r We naussuhr ÄugosiaW mö Die Weinausfuhr Jugoslawiens betrug im Jahre 1939 940.5 Waggons im Werte von 31.8 Millionen Dinar. Damit erhielt die Weinausfuhr, die seit 1932 rückgängig und seit 1934 auf ein Mindestmaß abgesunken war, wieder einen ansehnlichen Aufschwung, so daß die weitere Entwicklung unserer Weinausfuhr wieder günstiger beurteilt werden kann. Dazu kommt, daß in den letzten beiden Jahren auch wieder bessere Preise für den Ausfuhrwein erzielt wurden. In den letzten zwölf Jahren wufden aus Jugoslawien folgende Weinmengen zu den angegebenen Werten und Durchschnittspreisen je Liter ausgeführt. Aus diesen Zahlen geht die sinkende und wieder wachsende Ausfuhrmenge und die Gestaltung der Durchschnittspreise deutlich hervor: üuiüstan'tisp'eis Jahr Wagg. M’.ll. Din jg Ufer in Din?r 1928 530.1 31.16 ' 5.2 1929 520.1 24.7 4.7 1930 1239.0 48.4 3.9 1931 1802.4 51.8 3.0 1932 931.6 17.2 1 9 1933 301.1 5.8 1.9 1934 126.5 3.2 3.4 1935 112.5 2.4 2.1 1936 142.7 3.1 2.1 1937 157.8 4.3 27 1938 259.1 9.4 3.6 1939 940.5 31.8 3.4 X Ein großes Kraftwerk soll an der Piva bei Jajce in Bosnien von der dortigen Aktiengesellschaft für Elektroindustrie errichtet werden. Das Werk soll etwa 30 Millionen Kilowattstunden im Jahr produzieren. Die Gesel'schaft beabsichtigt auch, elektrische Hochöfen zur Gewinnung von Roheisen zu erbauen. X Einen besseren Dollarkurs für den Kafleeimport hat die Devisendirektion der Nationalbank auf Grund eines Entscheides des Devisenausschusses eingeführt. Während die Importeure bisher 60 Dinar für einen Dollar bezahlten, wird jetzt der Kurs um 25% erhöht und beträgt bis auf weiteres 75 Dinar. Denselben Kurs für die Dollarbeschaffung entrichten auch die Importeure von Gewürzen, Bananen und Orangen. X Dollarbeschaffung zum fre’en Börsenkurs für amerikanische Waren. Die Devisendirektion der Nationalbank hat die Bestimmung aufgehoben, wonach für die Bezahlung der aus Amerika bezöge, nen Kraftwagen und deren Bestandteile ferner der Automobilbereifung, Radioapparate, Fahrräder sowie Motorräder und die imde Weil Liebespaare auf Insel» Entdekckerroman der modernen Kolonialpolitik. Von Olav Sölmund. John Strachan war einer der ersten Goldgräber in Australien gewesen. Nachdem er einiges Vermögen erworben hatte, begab er sich nach Melbourne u. ver-i liebte sich in Li ly Ambrose, die hübsche Tochter eines wohlhabenden Schankwir-! tes, die Eltern aber waren gegen eine Ver | bindung des Paares, und so entflohen denn eines Tages die Liebenden auf einem kleinen Kutter, den Strachan erwor-j ben hatte, und siedelten sich auf einer | Insel an, die heute unter dem Namen »Marion Island« bekannt ist. Hier lebten sie viele Jahre und bekamen Söhne uncl Töchter. Als lange Zeit darauf zwischen England und Frankreich ein Streit entstand, wem die Crozetinseln und die an-| grenzenden Inselgruppen, zu deren einer auch Marion Island gehörte, zuzuschreiben wären, wurde Strachans Ansiedlung entdeckt, worauf England den Occupa-tionseinwand geltend machte, der ihm dann den Besitz der Gruppe sicherte. Auf der Amsterdaminsel im Indischen Ozean steht ein einsames Haus, das heute allerdings verlassen ist. Dieses seltsame Bauwerk ist den Walfischfahrern, die allein von Zeit zu Zeit die Insel betreten, unter dem Namen »Amy Druces Laube« bekannt. Es hat in seinem Aeußeren zwar wenig Aehnlichkeit mit einer Laube, ist vielmehr aus vulkanischem Gestein äußerst fest gebaut, doch sein Inneres war einst im Stile einer Laube eingerichtet, als Kapitän Druce dasselbe seiner jungen Frau schenkte. Der Kapitän war ein Seemann vom alten Schlag, der sich ein Ver mögen durch den Robbenfang erworben hatte. Eines Tages befand er sich an Land in Sidney und verliebte sich dort in die Tochter eines reichen Farmers, die er entführte. Der wütende Vater verfolgte das Paar über den halben Erdkreis. Schließlich, um seinen Verfolgern zu entgehen, brachte Druce seine geliebte Braut Lucy nach der Amsterdaminsel, die damals unbewohnt war..Dort lebten sie viele Jahre, und als Druce. starb, bewohnte seine treue Gefährtin das einsame Haus weiter. Dann aber verschwand sie plötzlich. Ein Walfischfänger, der an der kleinen Bai, an der die »Laube« lag, Anker warf, erhielt kein Antwortsignal und bei einer Durchsuchung des Hauses wurde es verlassen vorgefunden. Daraufhin wurde die Insel als britisches Eigentum erklärt. Ein anderer Roman spielte sich auf Ka-bakon an der Küste von Neu-Guinea ab, das durch den Forscher Engelhardt und seine Nachfolger bekannt geworden ist. Lange vordem hatte auf diesem irdischen Paradies ein Mann, namens August Picard, wie man vermutet, ein entflohener Sträfling aus Neukaledonien, seinen Wohnsitz aufgeschlagen. Picard war mit einer Leidensgefährtin entflohen, und #s gelang ihm, sich einen gewissen Wohlstand zu erwerben. Doch mit seinem zunehmenden Reichtum wuchs auch seine Keckheit, und eines Tages überfiel er einen unabhängigen Häuptling von Neu-Guinea, Er verbrannte dessen Dorf und führte die Einwohner als Sklaven fort, um sie in seiner Bananenpflanzung zu benutzen. Später stellte er die Insel unter den Schutz Englands. Auch die Insel Madeira verdankt ihre Entdeckung einem Liebespaare: Roben Machin und Annie Dorset. Robert und An nie traten von Bristol ihre Flucht an, in der Absicht nach Frankreich zu fahren. Doch ein südlicher Wind trieb ihr Schiff lange auf dem Meere umher bis hinunter an Afrikas Küsten. Am vierzehnten Tage i ihrer Irrfahrt wurden sie an eine Insei ge-j trieben. Hier starben die Liebenden kurz I nach der Ankunft und wurden dort begraben. Der weitaus größte Teil der ! Schiffsmannschaft verschwand ebenfalls. . Nur einem Spanier, Juan de Morales, ge-I lang es, Europa wiederzusehen, und alles ! was er über die Insel wußte, dem Prinzen j Heinrich von Portugal zu berichten. Eine I Expedition wurde ausgerüstet, der es ' auch gelang, die Insel wieder aufzufinden. Wenige Jahre später war die Insel vom Prinzen ko!on's:ert worden. Als Gou verneur setzte er Bartolomeo de Pere-strello ein, dessen Tochter später die Gat tin des Kolumbus wurde. »Flughafen« auf Rädern. In USA wurde ein neues Riesenauto in Betrieb genommen, das eine große Reparaturwerkstatt für verung'ückte oder notgelandete Flugzeuge enthält. Die niedergegangenen Flugmaschinen brauchen nicht mehr abgesch'eppt zu werden, sondern sollen von dem geländegängigen »Flughafen auf Rädern« an Ort und Stelle aufgesucht und repariert werden. Zur Beachtung! Die P. T. Inserenten werden höflichst ersucht, sowohl die kleinen als auch aie großen Anzeigen für die kommende Sonntagsnummer sobald als möglich, spätestens jedoch Freitag bis 18 Uhr in der Verwaltung abzugeben. Am Samstag werden nur ln dringenden Fällen größere Anzeigen übernommen, während kleine Anzeigen, welche am Samstag aufgegeben werden, erst in der folgenden Woche zur Veröffentlichung gelangen können. An den übrigen Tagen werden die Anzeigen bis 9 Uhr für die nachmittags erscheinende Nummer aufgenommen. Die Verwaltung der »Marlborer Zeitung«. Kullur-Cßronilz isofähriges ZubiMum des slewenifchen Schauspieles Kürzlich feierte das Kulturleben der Slowenen ein bedeutendes Jubiläum: den 150. Jahrestag der Aufführung des ersten slowenischen Schauspiels. Autor dieses ersten Bühnenwerke-s in slowenischer Sprache war Anton Thomas Linhart, in dessen Adern väterlicherseits tschechisches Blut floß, während die Mutter Slowenin war. Linhart (1756—1795) schrieb ursprünglich deutsch und erregte mit seiner Gedichtesammlung »Blumen aus Krain« (1780) in damaligen literarischen Kreisen nicht geringes Aufsehen. Um jene Zeit versammelte der bekannte slowenische Kulturmäzen Baron Siegmund Zois einen Kreis um sich, der sich die Aufgabe stellte, die von Primus Trubar und seinen früheren und späteren Mitarbeitern geschaffene und fortentwickelte slowenische Literatursprache zu pflegen und damit die Grundlagen eines eigenen Schrifttums zu schaffen. A. "T. Linhart wurde von diesem Kreis sofort angezogen und nun begann der Mann, der völlig im Ideenkreis der damals aktuellen Französischen Revolution aufgegangen war, seine schriftstellerische Tätigkeit in slowenischer Sprache, deren grammatikalische und orthographische Formen vom Kreis des Barons Zois entgegen zu recht-gefeilt wurden. Angesichts des Zusammen brach es der Feudalordnung in Frankreich konnte für Linhart, der die Ideen der neuen Zeit auf die Bühne bringen wollte, nur ein solches Stück in Frage kommen, das bereits — von den neuen Ideen beherrscht — die erste leise Kritik an der damaligen feudalen Gesellschaftsordnung enthielt. F.r entschloß sich daher, Josef Rieh-t e r s »F e 1 d m ü h 1 e« aus dem Deutschen in Slowenische zu übertragen und den Verhältnissen im damaligen idyllischen Krain anzupassen. Aus Richters »Feldmühle« entstand Linhardts »ž lipanova Micka«, ein Werk, das am 28. Dezember 1789 im Saale des damaligen Theaters und der heutigen Philharmonischen Gesellschaft seine Uraufführung erlebte. Linhart hatte viele Schwierigkeiten zu überwinden. Da die deutschen Berufsschauspieler nicht zu gewinnen waren, mußten Dilettanten spielen, darunter auch Linharts Gattin, während der Autor den Souffleur ab gab. Der Erfolg der Uraufführung, deren Reingewinn den Stadtarmen von Ljubljana zufloß, war ein außerordentlich großer. Auch die Kritiken der deutschen Presse waren überaus günstig, wurde die Vorstellung doch »als erster Schritt zum Kulturbewußtsein des slo wenlschen Volkes bezeichnet. Die Reprise dieses ersten Werkes erfolgte allerdings erst einige Jahre später. Linhart übertrug auch Beaumarchais’ »Hochzeit des Figaro« und gab diesem Werke den slowenischen Titel »Ta veseli dan ali Matiček se ženi«. Das Stück konnte aber, da es allzusehr das Ideengut der Französischen Revolution enthielt, infolge des allgemeinen Aufführungsverbotes in Oesterreicht nicht auf die Bühne gebracht werden. Volle 15 Jahre mußte dieses zweite Werk Linharts auf seine Uraufführung warten. Linhart, der große Vorgänger der slowenischen Dramenautoren J. Jurčič, Fran Levstik und Ivan Cankar, starb — sonderbarerweise in der Symbolik der Revolutionsgedanken jener Zeit — am 14. Juli, dem Jahrestag des Sturmes auf die Pariser Bastille, u. schloß, den geistigen Zügen Voltaires ähn i lieh, seine müde Augen für immer. In der Geschichte der jungen slowenischen Kul-, für ist Linhart als dem Begründer des i slowenischen Schauspieles ein bleibender ; Platz gesichert. Maggio musicale 1940 DAS KULTURELLE LEBEN ITALIE NS ENTWICKELT SICH NORMAL. Das kulturelle Leben Italiens nimmt seinen normalen Verlauf. Nur zu Beginn des Krieges war das Venediger Musikfest und das umbrische Kirchenmusikfest in Perugia abgesagt worden. Da der Beginn der regelmäßigen Opernspielzeiten erst im Dezember, an ändern Bühnen gar erst in den ersten Jännertagen eines jeden Jahres liegt, waren keine weiteren Einschränkungen nötig. Auch ausgesprochen internationale Veranstaltungen, wie die Florentiner Maifestspiele, der sogenannte Maggio musicale, werden durchgeführt. So wurde soeben für den VI. Maggio fiorentino das endgültige Programm veröffentlicht. Danach werden die Aufführungen am 28. April mit Rossinis tragischer Oper »Semiramis« eröffnet. Mustereinstudierungen von Pucci-nis »Turandot«, Donizettis »Liebestrank«, Händels »Acis und Galathea« sowie von dessen englischen »Vorläufer« Purcell »Dido und Aeneas« folgen; ferner »Tra-viata«, »Boris Godunow« und Haydns »Schöpfung«. Im intimen Barocktheater der Pergola wird die »Zauberflöte«, in Italien eine Seltenheit ersten Ranges, der »Turandot«-Versuch Busonis und als Uraufführung ,ein Einakter »Nächtlicher Flug« von Luigi Dallapiccola zu hören sein. In der traditionellen Freilichtaufführung im Boboligarten sollen Manzonis »Adelchi« gespielt werden; dazu kommen noch allerlei Konzerte im Teatro Comu-nale und im Palazzo Pitti, deren Programm im einzelnen noch festzulegen ist. Bei den ausführenden Kräften befindet sich unter den Dirigenten die ganze »erste Garnitur« Italiens (mit Ausnahme von De Sabata), also Marinuzzi, Serafih, Gui, Guarnieri, dazu zwei ausgezeichnete jüngere: Mario Rossi und Fernando Previ-tali. Neben bekannten italienischen Sängern werden Theodor Mazaroff (Wien) und Alexander Sved (Wien-Müdcher.-Berlin) zu hören sein. Am Teatro Reale dell’Opera in Rom wurden außer Humperdincks »Hänsei und Gretel« (neben Wagner fast die ein. zige deutsche Oper, die sich in Italien wirklich durchgesetzt hat) Verdis »Tro-vatore« und die »Meistersinger« gegeben. Die Wagner-Oper gesta'tete sich besonders interessant durch Mariano Stabiles Darstellung des Beckmesser, eine Glanzleistung dieses großen Künstlers. Von den ändern Mitwirkenden ist besonders der Hans Sachs des berühmten Baritons Benvenuto Franci zu erwähnen. Das bisher letzte Werk an der Mai'än-der Scala war Richard Strauß’ »Frau ohne Schatten«, im szenischen Gewände der römischen Erstaufführung 1938. Die musikalische Leitung hatte Marinuzzi, die Hauptrolle sang Stella Roman, das Färberpaar fand, wie auch seinerzeit in Rom, in Iva Pacetti und Benvenuto Franci eine ganz hervorragende Darstellung. Als ein großes künstlerisches Ereignis wird auch die bevorstehende Erstaufführung der einaktigen Oper »Der Friedenstag« von Richard Strauß im La Fenice-Theater in Venedig mit Spannung erwartet. Wie früher schon die Opernhäuser von Rom und Genua, hat nun auch die Scala auf Grund der Richtlinien des Volkskurturministeriums eine neue Oper in Auftrag gegeben, und zwar an den jungen, als Opernkomponisten noch nicht hervorgetretenen Guilio Cesare Sonzog. no, auf ein Libretto des bekannten Bühnenautors und Regisseurs Renato Simoni. Sonzogno ist bisher als Komponist eines Balletts und einer Messe in der Scala gehört worden. Das neue Werk ist für die Stagion e 1941 bestimmt. Die Königliche Akademie von Italien, in deren Auftrag vor vier Jahren Alles, sandro Luzio zwei Bände neuaufgefunde-ner Verdi-Briefe herausgab, wird nun auch die ihr von Mussolini übergebenen Briefe des Meisters an seinen Freund, den Politiker Guiseppe Piroli, veröffentlichen. Es handelt sich um 369 zwischen 1859 und 1890 geschriebene Briefe, von denen bisher nur der bekannte über die Reform der Konservatorien im Druck vorlag und die der Erbe des Empfängers kürzlich dem Duce geschenkt hatte. H. L. IMmHmwakdeä Vornan von MMHam Erstes Kapitel Das große Konzerthaus in Venedig ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Tausende sitzen enggedrängt auf den Stuhlreihen, in den Logen, in den Rängen, und es gibt hoch viele, die auf der Straße stehen und vergeblich hoffen, durch irgendeinen Zufall vielleicht doch noch eine Eintrittskarte zu erhalten. Kein großer Sänger singt da drinnen -- keine berühmte Sängerin — es ist Ingo Grotenius, der deutsche Geiger, der nach einer einjährigen Auslandstournee hier in Venedig sein letztes italienisches Gastspiel, das ihn über Neapel, Rom, Flo renz führte, gibt. Ingo Grotenius — ein Geiger, den die Welt kennt. Ein Zauberer auf seinem Instrument, der seit vielen Jahren mit seiner Kunst die musikbesessenen Menschen zweier Kontinente begeistert, trotzdem er keineswegs mehr einer der Jungen ist. Allerdings — wie er da oben steht, schmal, geschmeidig, elegant, das dunkle, wellige Haar über die hohe Stirn zu-riiekgekämmt, strahlende Augen im etwas blassen, schmalen, wie verklärten Ge sicht, sähe ihm so leicht niemand seine fünfundfünfzig Jahre an. Er sieht aus wie ein Dreißiger, voll verhaltener Leidenschaft und Kraft der Seele und des Körpers. Wieder klingt das Orchester breit und schwingend auf — die letzte Nummer vor der großen Pause beginnt. Tschaikow-sky: Lied ohne Worte. Eine Geigenstimme schwingt sich hell über die anderen Instrumente hinaus — es ist, als spräche sic aus den Saiten mit menschlich-übermenschlichen und geheimnisvoll eindring liehen Lauten, die an jede Seele rühren. Urheber Rechtschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück (Bez. Dresden). Ganz still sitzen die. Tausende da im verdunkelten Raum — eingesponnen von der leidenschaftlichen Musikalität eines großen Künstlers, dem ein Gott gab. auf den Saiten seiner Geige alle Seligkeiten, alle Not, alle Leiden und jubelnden Freuden, alle schmerzvollen und heiteren Empfindungen Hes Herzens laut werden zu lassen. Sein Blick geht zu der Loge links der Bühne. Da sitzt ganz vorn eine Frau — goldschimmernd ist ihr Haar — hell und selig aufgeschlossen das schöne, zarte Gesicht, in dem die Augen nicht weniger hell strahlen als in dem des Geigers. Renate Grotenius — seine Gattin. Es gibt wohl kaum ein Konzert ihres Mannes in den letzten fünfzehn Jahren, dem sie nicht beigewohnt hat. Sie gehört zu ihm — wie eben die Geige, mit der er die Menschen bezaubert. Ein kaum merkliches Lächeln hin und her. »Lieber Ingo«, sagt das Lächeln der Frau, »liebster Mann. In einer Woche sind wir wieder in Deutschland.« »Es ist Zeit«, sagt das flüchtige Lächeln um die Lippen des Geigers, »es wird Zeit, Renate. Wir werden — unser Kind Wiedersehen. Wir werden endlich einmal ausruhen in unserem herrlichen Ruhesitz in München. Oh — hörst du, was die Geige dir singt? Immer sang sie so zu dir — immer wird sie im Letzten doch nur für dich singen, Renate.« Und dann lösen sich die Blicke voneinander — die Geige singt durch den großen Raum — als sie schweigt, als das Orchester verstummt, liegt es einige Augenblicke lang noch wie eine Berücktmg über all den Menschen, und erst dann braust der Saal wider von dem Beifall, den lauten, mit südländischer Leidenschaft dargebrachten Ovationen. Ingo Grotenius lächelt — er tupft sich mit dem Seidentuch leicht über die Stirn, auf der kleine Schweißperlen stehen. Einer der Musiker aus dem Orchester nimmt ihm die Geige ab — er verneigt sich, immer wieder — noch als er im Künstlerzimmer verschwindet, knattert das Händeklatschen hinter ihm her, und die Leute rufen seinen Namen. * Pause. Das Publikum hat sich endlich in den Wandelgängen und im Foyer zerstreut. Unentwegte Bewunderer und Schwärmer beiderlei Geschlechts drängen sich noch immer vor der Tür des Künstlerzimmers, um vielleicht ein Autogramm zu erbitten oder Grotenius »von nahem« sehen zu können. Aber die Tür ist verschlossen. Und Tür- und Logenschließer räumen schließ lieh den Platz davor. »Der Maestro muß Ruhe haben«, sagen sie. Und die jungen Menschen gehen endlich. Ruhe — ja. Ingo Grotenius liegt lang ausgestreckt auf einem Diwan. Er hat den Frack ausgezogen. Frau Renate sitzt neben ihm und hält seine Hand und streicht manchmal über seine Stirn mit einer leichten, bräutlich-zarten Bewegung. Ein dienstbarer Geist hat Gläser und eine Sektflasche bereitgestellt und die Gläser gefüllt. Ingo Grotenius trinkt in langen Zügen. Nestelt dann wieder an Kragen und Hemd brust. Renate ist ihm behilflich, die Knöp fe zu lösen. Der Diener legt ein frisches Frackhemd zurecht und reicht der Frau den Zerstäuber mit dem Kölnischen Wasser. »Wie ein Schmiedehammer«, murmelt Grotenius und preßt die Fäuste gegen das trommelnde Herz. Seine Gattin stäubt das erfrischende Wasser darüber. Ja, ja, sie kennt diese Anfälle. Sie kennt sie seit Jahren, und sie kommen immer häufiger. Ingo Grotenius ist innerlich ein brennender Vulkan. Von seiner Kunst besessen und einem inneren Dämon gehetzt. Wie sie alle sind, die großen Musiker von Gottes Gnaden, die früh zur Sonne streben und ihren Platz gegen die jüngeren Anstürmenden verteidigen müssen oder wollen. Ein erbitterter Kampf. Dazu die Reisen jahrein, jahraus. Die Ruhelosigkeit. Er greift wieder zum Glas. Sekt, das beruhigt, das kühlt, das dämpft die Erregung. »Uebermorgen fahren wir weiter, Ingo. Über den Brenner. Und dann —« Sie atmet leise auf und ein frohes Leuchten ist in ihren Augen — »dann ruhen wir endlich einmal wieder aus von dem Zigeunern. Richtig ausruhen, Ingo. Denke nur, unser schönes Haus in München. Der Park darum. Es wird wirklich ein Paradies sein. Und Ingrid wird kommen, unsere Ingrid. 0 —« Grotenius nickt etwas matt. »Ja, es wird sehr schön werden. Ruhen, einmal ausruhen, Renate. Nichts wei ter als wieder dein Mann sein und du meine Frau, und Ingrid unsere Tochter! Stoßen wir darauf an, Renate, auf unser Paradies jenseits der hohen Berge!« »Du sollst langsamer trinken, Ingo«, flüstert Frau Renate mit schwachem Vorwurf. »Es belebt, Liebes. Bald ist die Pause vorbei. Und dann —« Er stellt das Glas ab. Seine Hand zittert ein wenig dabei. »Dann spiel’ ich das schöne Lied, das du so gern hörst, das von Eichendorff, dem fröhlichen und traurigen Schwärmer. Ach, du weißt schon.« Ja, Renate Grotenius weiß schon. Er spielt es ja so oft, und immer erschüttert es die Menschen und immer erschüttert es sie selber, dieses Lied, das eines von den besten ist. »Ich werde die Augen dabei schließen, Ingo, und an das Land jenseits der hohen Berge denken.« Sin Beitrag tu? KuMmeschtGe Weiter, immer in schönstem Hochwald, rührt uns der Weg vorerst steil zur Neuen Sage. Hier nimmt die 12 Kilometer lange, vor der Zabeo’schen Holzwiese ihren Ausgang, folgend der Lobnica zur Drau. Flach geht es über den Klopni vrh hinab zu Am Steg, über die gemarkungshistorisch wichtige Kote 1281, den Planinkabach querend, hinauf zur Planinka. Sie und der Klopni vrh sind von Hochmooren bedeckt, die ersterc birgt sieben geheimnisvolle Moorseen, die Seen von Sv. Lovrenc, denen noch knapp in der Sattelsenke vor dem »Črni vrh« (1543 m) dem höchsten Punkte des Gebirges, der Ribnlca-See folgt; unweit davon ein wüster Steinhaufen: die Alte Kirche (Pri cerkvici). Die Moorlandschaften sind von Krummholzkiefern erfüllt und abgestorbene Urwaldriesen in der Kampfzone der Wetterscheide, hier noch vor 90 Jahren Ronen genannt, stechen warnend gegen den Himmel, zeugend von den Stürmen, die hier über die Höhe brausen: eine Geburtsstätte des Föhns! Selbstverständlich sind diese Hochlandschaften Geister reviere und von einem gutmütigen Wassermann und Naturgeistern aller Art bevölkert. Bis hoch in unsere Zeit hinein hausten hier oben im Schutze des Urwaldes Militärflüchtlinge und lichtscheues Gesindel. Sie verstanden sich auch zu verteidigen. Der Gegendname »Baracke« (unter dem Wasserfall) erinnert daran. Während der französischen Zwangsrekrutierung um die 1800-Wende erhielten sie Massenzulauf. Das Räuberunwesen scheint hier seinen Ausgang genommen zu haben. Wie schon angedeutet, queren auch hier »Römerstraßen« unseren Höhenweg von N nach S und uralte Tradition ließ den Pohorzen diese Querwege auch dann noch zu Fuß gehen, als schon die Eisenbahn das ganze Gebirge umgürtete. Einen dieser Wege nahm 1895 ein »Lebendiger Teufel«, ein Zauberer, ein Weissager, eine feststehende Gestalt des Volksglaubens unseres Bachern und richtete viel Unheil an. Eine längere Erzählung, »ln des Teufels Krallen«, nimmt diese Ereignisse zum Vorwurf und wird in der Von Paul Schlosser. ' »Mariborer Zeitung« erscheinen. Die bange Hochachtung vor dieser Innenlandschaft war 1912 noch so verwurzelt, daß ein Pohorze allen Ernstes behauptete, die Slowenischen Büheln- gehen dreimal hinein. In Wirklichkeit ist das ganze Bacherngebirge kaum Zweifünftel so groß als die Büheln. Und eine der wirklichsten Gestalten war K a ß j a k, der Waldkönig. Achleitner hat ihn in seinem gleichnamigen Bachernroman vollbegriffen verewigt. Sein Einödhof liegt nördlich der Moorseen, 1027 m üb. dem Meere. Mit dem »črni vrh« haben wir die Ahn region erreicht. Sanftwellig, die Höhen umschlingend, geht nun unser- Weg dahin. Durch Sättel getrennt, folgt d e Velka und Mala Kopa. Das Birkhuhn und massenhaft der pannonische Enzian haben hier eine Heimstatt. Aus des »Teufels Küche« strömen da zwischen Felsen die Nebel aus der Erde. Dem bedächtigen Pohorzen war unser Höhenweg seit je. ein Quell mystischen Geschehens. Hier saust d e Bachernhexe über die Höhen, hier nimmt die wilde Jagd ihren brausenden Weg, hier blüht der Schatzg'aube. Ein Erlebnis ist hier oben der Rundblick, der sich wonnetrunken dem staunenden Auge bietet: zum Greifen nahe der Triglav (2864 m) im Süden und im Westen bis zu Deutschlands höchstem Berge, dein Großglockner. Befriedigt von dem Geschauten geht es nun zum Tale hinab nach Slovenjgradec, wo sagengemäß die »Römerstraße über den Bachern« endet. Wir haben unseren Höhenweg durchwandert, wie er sich vor 30 Jahren bot; damals hatte es noch seine Beschwernisse, ihn in 2 oder drei Tagen zu bewältigen; heute, wo sich unseres Bachern Romantik und Schönheiten voll durchgesetzt haben, ist dies eine Leichtig keit. Am und in der Nähe unseres Höhenwe ges ist der Schauplatz von 16 Sagen, das gäbe ohne Poštela zwei auf den Ki'ome-ter! Und daher sind, namentlich für die westliche Hälfte, ganz gewiß noch lange nicht alle bekannt. Unser »Römerweg« ist (Fortsetzung vom 28. Jänner.) also nebstbei auch, wie ihn kritische Sagenkunde erkennt, ein ausgesprochener Ge i s t e r w e g. Und Geisterwege mit solchem Reichtum sind immer sehr alt. 3. !n der Geschichte In ihr spielte unser Höhenweg immer seine Rolle. Die im ersten Abschnitt aus der Vor. und Frühzeit gebrachten topographischen Erscheinungen lassen klar er kennen, daß er in jener Urzeit, spätestens vom 6. Jahrhundert n. Chr., im Osten bis zum Gomilarrücken (Bachemberg) als Verkehrsweg bestanden hat. Für die Innenlandschaft brachte R. G. Pu f f Anhaltspunkte über »Spuren der Römerstraße und von Bauten«; leider lassen sich diese Angaben nicht überprüfen. Mehr Anhaltspunkte bestehen für den We sten in der an solchen Dingen reichen Landschaft um Slovenjgradec. Im Mitte'alter war das Innere des Bachern schon bestens bekannt. (Hierzu vergl. meinen Aufsatz über das Befestigungswesen der Vor- und Frühzeit in dieser Zeitung.) An der Wende des Mittelalters zur Neuzeit fließen die archivali-schen Quellen schon häufiger. So bestätigt 1221 Herzog Leopold VI. dem Stifte ’ St. Paul in Kärnten die »Güter Hollern j und Maria Rast von den Höhen des Po-' chria (Bachern) bis zur Drau«. Alle alten Landgerichts- und Burgfriedensgrenzen. deren Verlauf ich dem Quellenwerke | Mell-Pirchegger 1914 entnehme, benützen seit altersher unseren »Römerweg« und zwar: a) L an dgerichte im Norden: Burg Marlbor (1771), Fala (1524), Vuzenica (1570), Puchenstein (1772); im Süden: Hausampacher (1771), Slov. Bistrica (1507), Konjice (1588), Vitanje (15. Jhdt.), Slovenjgradec (1524, 1577); b) Burgfriede im Norden: Betna-va (1771), Zgornje Radvanje (1695), Limbuš (1520), Sv. Lovrenc n. P.; im Süden: Slivnica und Fram (16. Jhdt.). Vi tanje, Puchenstein (?). Zu b) wohl nicht alle bis zum Kannweg reichend. Die in Klammern beigesetzten ZahleA zeigen die frühesten Erwähnungen dieser Gemarkungen an, deren hier aufgezeig- tes Zusammenspiel fällt in die Zeit Maria Theresias. Die Höhengemarkung der alten Pfarren Hoče und Slivnica liefen laut Pirch-egger sicher schon im 13. Jahrhundert von den Quellen des Velkabaches an die 30 km der Kammlinie, unserem Hohlweg, entlang bis Razvanje. Auch die Gemeinde grenzen folgen ängstlich der Rückenlinie, nur in der weichgeg'.iederten Innenlandschaft gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Ja selbst die vormärzlichen Werbebezirke benützen in engster Verbindung mit den Herrschaften und Pfarren in der Höhenregion unseren Weg. Die in der Innenlandschaft aufgezeigte Kote 1281 m spielt eine besondere Rolle. Hier quert eine ura'te Grenzführung Nord —Süd unseren Höhenweg. Von der Drau ausgehend, zieht sie den Velkabach entlang über Josipdol über diese Kote über die Quellbäche der Dravinja weiter gegen Süd. Sie schied Ost-West die alte Grafschaft Jaun von der östlich gelegenen Hinter dem Drauwalde durchwegs u. hiermit stehen wir nahe der ersten deutschen Landnahme. Ihr südlicher Ast in Verbindung mit dem westlichen Teil des Höhenweges grenzte die alte Grafschaft Ce'je nach Norden zu ab; dies vor 1456. Ihr nörd’icher Ast in Verbindung mit dem ersten Teile des Hohlweges schied 1805 den Mariborer vom Kreis Celje. Diese Grenzführungen gehen in ihren Anfängen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute noch bezeichnen Ortlichkeitsna-üien alte Grenzzeichen, so »Zu den drei Buchen mit den Nägeln« unweit von Sv, Areh und eine noch bestehende Wolfsgrube oberha'b der Poštela, die in einer Berainung 1771 erwähnt wird. Noch 1820 waren die ausgedehnten Waldungen der Höhe fast geschlossener Domi-nikal- (Herren-)besitz, fest seit Jahrhunderten in wenigen Händen vereinigt. Vieles gehört den St. Paulern; der Großgrundbesitz Fa'a war der letzte Rest davon. Dadurch ist cs erklärlich, daß sich Landschaft und Wege dort oben fast unverändert bis ungefähr 1840 erhalten konnten, erst die einsetzende Industrialisierung des Waldes brachte die restliche Urlandschaft dort oben zum Falle. Auch auf die Pohorzen selbst hat die Spur .unseres Hochweges — die Kammhöhe ist oft Wetterscheide —in ethnographischen Belangen durch den Einfluß der Umwelt Verschiedenheiten gezeitigt. Der die Schattenseite bewohnende, vorwiegend vom Walde lebende Nordbauer ist frostiger und liederärmer als der vor- 75 ZMe etfur VOM ENTSTEHEN UND WIRKEN DER STEYER-DAIMLER-PUCH AKTIENGESELLSCHAFT Die Steyr-Werke gehören heute zu den I bedeutendsten europäischen eisen- und1 stahlverarbeitenden Unternehmungen.' Schon um das Jahr 1000 n. Ch. erzeugten die »stadtsteyrischen Klingen- und und Schwertschmiede« Hieb- und Stichwaffen von hervorragender Qualität. Als ! sich Ende des 18. Jahrhunderts die stadt- j steyrischen Schmiede der Kunst der Hand teuerwaffenerzeugung zuwandten, war es vor allem Leopold Werndl, der sich durch Fleiß und Tüchtigkeit zum ersten Waffenschmied Steyrs emporarbeitete, j Sein Sohn Josef Werndl erfand im Jahre 1867 die einfachste und zugleich sicher-1 ste Lösung des Hinterladergewehres, das berühmte »Werndl-Gewehr«. Steyr belieferte in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Deutschland, Frankreich Ungarn, Rumänien. Serbien, Griechenland, Montenegro, Türkei, Portugal. China, Chile und viele andere Länder mit Waffen. Steyr war fast zur Waffenschmiede der ganzen Welt geworden, Steyrs Arbeit errang Weltberühmtheit. Um diesen hochgespannten Forderungen gerecht zu werden, erzeugt Steyr nahezu sämtliche Bestandteile seiner Wagen selbst. Die äteyr-Werke verfügen über eine modern eingerichtete Gießerei für Grauguß und alle Arten von Snezial-Guß. Aus den besten Stahlsorten werden vön erfahrenen Schmieden die Federn gehämmert, mächtige Pressen verformen zähe Stah'h’eche zu Teilen der unverwüstlichen Ganzstahl-Karnsserie und die eigene Ku^ellasmrfsVi-ik liefert r'"e für d: ßetriebHcberhe't de< Wagens so wichti 8en Lager. Es gibt in diesem großen Werke kaum etwas, was nicht selbst erzeugt, in den neuzeitlichst eingerichteten Laboratorien- und Meßräumen nicht laufend- untersucht, nicht- auf die raffinierteste Art erprobt wird. Steyr kann den Ruhm beanspruchen, als eine der ersten Automobilfabtiken Europas — schon im Jahre 1918 — einen Sechszylindermotor konstruiert zu haben. 1921 baute Steyr einen Vierzylinder mir Stufenschaltung. Der Steyr-»Typ XII«, bei dem der serienmäßige Einbau der Steyr-Schwingachse verwirklicht wurde, war das Zugstück aller Automobil-Ausstellungen des Jahres 1926. Mit Hilfe der erfolgreichen Konstruktionsarbeit von Dr. Ing. h. c. Ferdinand Porsche, der seinerzeit auch dem Vorstande der Steyr-Wer- ke angehörte, schuf Steyr d. »Typ XXX«, der schon 1932 mit Ferngang au-sgestat-tet war. Einen kühnen Schritt hat Steyr im Jahre 1934 getan. Mit dem »Typ 100« — einem 32-PS Vierzylinder — gingen die Steyr-Werke zum serienmäßigen Bau der windschlüofrigen Karosserie über. Und der »Typ 50« bezw. »55«, der Wagen mit dem spezifisch größten Fahrgast-und Gepäcksraum,: kann sicherlich als eine in jeder Hinsicht beachtenswerte, in Form und Leistung weit vorausschauende Kleinwagenkonstruktion bezeichnet werden. Eine Spitzenleistung stellt der Steyr »Typ 220« dar. Jahrzehntelange oraktische Erfahrung wurde beim Steyr »20 nach strengster Wertung des Vorhandenen und eingehender Erwägung al-“S Neuen — fortschrittlich verwertet. Ab Tourenwaven mit snortVcher Note, rassig und schnell, unermüdlich in den Bergen und.auf den Autobahnen, mit hervorragender Bodenlage und damit größter Sicherheit, ist der Steyr-220 als Wagen der Ostmark ein Fahrzeug, auf den alle seine Besitzer stolz sind. Zweifelsohne stellen die Entwicklungsstufen vom Serienbau der ersten Sechszylindermotoren über die Konstruktion der Steyr-Schwingachse zum Serienbau der Stromlinienkarorsefie mit Schiebedach, wesentliche Momente im modernen Automobilbau dar. Neben einer Anzahl gelungener Baumuster, so dem als Siegerwagen in der gleichnamigen Konkurrenz weltberühmt gewordenen 80-PS-Prinz-Heinrich Wagen, wurden Benzrn- und Elektrofahrzeuge aller Art für Schienen- und Straßenbetrieb, Boots- und Flugmotoren in höchster Vollendung hergestellt. Wesentlich vielseitiger wurde das an und für sich schon beachtliche Bauprogramm Au-stro-Daiinlers durch die Aufnahme in den Konzern der Skoda-XVerke im .fahre 1913 Von der Zusammenarbeit mit diesem gro ßen Rüstungswerk rühren die von aller Welt zuerkannten Sonderleistungen der Austro-Daimler Werke auf dem Gebiete der Herstellung verschiedenster Heeres-Fahrzeuge her, die in dem benzin-elektrisch betriebenen C-Zug eine Spitzenschöpfung erreichte und die al'eramt mit dem Namen ihres Schöpfers Dr. Ing. h. c. Ferdinand Porsche unlösbar verbunden bleiben. Nach der Umstellung auf die Friedenswirtschaft setzte Austro-Dahnler seine wertvollen Erfahrungen im Kraftwägen-bafl restlos w;eder ein, und schuf vom 'eichten 25-PS bis zum schwersten 120-°S Personenwagentyp A. D. R., von der ''chmalspurfeldbahn bis zum modernen Vierachser-Schnelltriebwagen viel bewunderte Fahrzeuge. Gleich Austro-Daimler hatte auch die von Johann Puch 1899 in Graz gegründete Puch-Werke-Aktiengesellschaft an der Motorisierung der Nation redlichen Anteil genommen. Schon im Jahre 1901 nahmen die »Jo-hann-Puch-Fahrradwerke« neben der Herstellung ihrer Fahrräder die Erzeugung von Motorrädern auf. Nach der 2.5 PS-Einzylindermaschine folgte 1906 bereits ein Zweizylindermodel!, das durch seine Siege — insbesondere im Gordon-Bonnetf-Rennen 1906 über die beste französische und englische Konkurrenz — weltberühmt wurde. Nebenbei konnte auch der Bau von Personen- und Nutz-fahrzeugen aller Richtungen betrieben werden, von denen der 1912 erschienene Personenwagentyp VIII der erfolgreichste war. j Mit dem 1923 zum Patent angemeldeten und seither weltbekannt gewordenen Puch - Doppelkolbenmotor vermochten sich die Puch-Werke in den Nachkriegsjahren selbst gegen schwerste internationale Konkurrenz durchzusetzen, j Daß die Puch 250-8-4 heute zu den schnel1sten und zuverlässigsten Zweitakt-Motoräderu ohne Auflademechaark am Weltmarkt zu zählen ist, wird jeder Kenner gerne bestätigen. D:e großartigen Erfolge, die Puchfahrer in den schwersten Internationalen Gelände- und Wertungsfahrten erzielen konnten, sind ein unwiderlegbar Beweis für die Leistungsfähig-j keit und Zähigkeit der »Puch-Erzeugnisse«. Die gleiche Beachtung verdienen auch die von Puch in großen Mengen und in hervoragender Güte hergestellten Fahrräder und deren dazugehörende Einzelteile. Die Schöofungen des technischen Entwicklungswillens »Steyr« tragen den Jahr hunderte alten Gütestempel steyrischer Werkmannsarbeit. wiegend ackerbautreibende, beweglichere, wärmere, phantasiereichere Südpohor ze der Sonnenseite des Gebirges, eine Dif ferenzierung, die sich auch anderenorts ähnlicher Lage mehrfach fesstellen läßt. Ja selbst das Wild, namentlich Gemsen und Rehe, nutzen instinktiv die trennende Gewalt der Höhe und bevorzugen die rau heren, steilen, zerklüfteten Nordhänge des Bachern; morphologische Verschiedenheiten sind also da bestimmend. Und noch vor kaum 85 Jahren wanderten un-ren, verschwiegen im Urwalddunkel liegenden Kammweg der ganzen Länge nach die Tabakschmuggler aus Ungarn nach Kärnten und wenn sie das Auge des Gesetzes erspähte, mag er für beide Teile zum richtigen »Rennweg« geworden sein. Die landschaftlichen Reize unseres Höhenweges zu schildern, erübrigt sich; Tausende haben sie erlebt, heute sind sie hier Gemeingut aller geworden. 4. Schlußbetrachtung Der Höhenweg des Bachern weist man che Gepflogenheiten alter Völkerwege (Kelten, Römer) auf und entspricht ebensolchen gemeinsamen, wie sie noch im frühen Mittelalter geübt worden sind. Da mals bevorzugten solcherlei Wege die Höhen und suchten, wie in unserem Falle selbst die Wasserscheide auf. Sie mieden die Täler, die zumeist unerschlossen und versumpft waren, nicht zuletzt waren militärische Erwägungen der Sicherheit aus schlaggebend. Unser Weg ist ein ausgesprochener Kammweg. Quergerichtete alte Wege gibt es in der Steiermark noch den Diebsweg, der Leoben mit Frohnlei-ten verbindet, und die Alte Weinstraße, die von Schwanberg über die Koralpe ins Lavanttal führt; dieser letztere gäbe in seiner weitspannenden Veranlagung u. seiner Richtung nach eine Parallele zu Unserem Hochweg. Ja, die Gepflogenheit der Rückenführung der Trasse ist noch heute bei manchen Zufahrtswegen zu Ein ödhöfen am Bachern festzustellen, sofern es gelingt, die alten derlei Wege nachzuweisen. Alle diese steirischen Wege sind noch wenig erforscht, nur steht fest, daß sie schon im Mittelalter bestanden haben, zu einer Zeit, wo die Unsicherheit am Lande noch nicht so arg war als in späterer Zeit. (Vergl. meinen Aufsatz über Räuberunwesen in dieser Zeitung.) Namentlich kommt dies für den Bachern besonders deutlich zum Ausdruck, denn Krivec, Potko und Spola waren schon späte Erscheinungen. Sonach steht, alle gebotenen Unterlagen zusammenfassend, fest: Unser Höhenweg hat sich, wie die meisten dieser alten Wege, aus Wildwechseln über Pirschpfade zum Saumweg und in großen Teilen schon weit vor der Industrialisierung der Waldnutzung zum Fahrweg entwickelt. Zur Römerzeit kann er besten falls ein Saumweg gewesen sein, worauf der im Schlosse Betnava stehende, der Göttin der Saumtiere, Epona, gewidmete Gedenkstein hinweist, keinesfalls aber schon eine richtige Römer Straße, denn bisnun konnten Reste von einer solchen — Pflasterungen! — nicht nachgewiesen werden und solange solche Zeugnisse nicht einwandfrei vorliegen, steht unserem Urweg über die Kammhöhe des Bachern nur der sagengemäße Name zu: Römerweg. Fest steht auch die Erkenntnis: Als Grenzzug spielte der Römerweg schon kurz nach der deutschen Landnahme ef-ne bedeutsame Rolle. Von den bisher bekannten Hochwegen wird unser Römerweg (45 km) der Län ge nach nur vom Rennweg des Thüringer waldes (168 km) übertroffen, an Romantik steht er ihm kaum nach; unter seines gleichen steht er an vorderster Stelle und seine hier aufgezeigte 2500-jährige Entwicklung läßt uns naturverbundene Gegenwartsmenschen seine besondere Bedeutung für unseren Bachern mit Stolz empfinden. Ist der Krebs eine Stoffwechselkrankheit? 3tifereffanter Vorirag au? Sem ReichSireffm Seitlicher Chemiker in Berlin / Frükdlagnole Surch chimilche 3SiaUioun / Las xeh imnisvolie „MelanoMo-mtzormvn , Nme For- tchungemeitooen Ser Wissenschaft Auf dem Reichstreffen der deutschen Chemiker in Berlin hielt Professor Dr. K. H i n s b e r g von der Chemischen Abteilung des Pathologischen Instituts der Universität Berlin einen aufschlußreichen Vortrag über die ehem. Krebsreaktionen beim Menschen und ihre biologischen Zusammenhänge. Generationen von Forschern in aller Welt haben sich vergebens bemüht, das Krebsproblem zu lösen. Lange Zeit hielt man diese verheerende Volksseuche für eine Infektionskrankheit. Man wußte aber nicht, durch welches geheimnisvolle Kleinlebewesen oder welchen toten Reizstoff sie hervorgerufen wird. Heute ist man der Ansicht, daß Krebs nicht durch Ansteckung hervorgerufen wird, sondern auf gewissen Störungen des Stoffwechsels beruht. Infolgedessen sind jetzt neben der Medizin auch die Chemiker dazu berufen, an der Lösung des Krebsproblems mitzuarbeiten. In den letzten Jahren wurden auf diesem Gebiet recht beachtliche Erfolge erzielt, wenn man auch noch weit davon entfernt ist, die Entstehung dieser Volksseuche verhüten oder gar ein Allheilmittel dagegen empfehlen zu können. Man versteht unter einer Krebsreaktion eine Untersuchungsmethode für Blut, Harn oder dergleichen, mit deren Hilfe die An- oder Abwesenheit einer bösartigen Geschwulst — Tumor — insbesondere des sogenannten Carcinoms, festgestellt werden soll. An Versuchen, eine solche Reaktion zu finden, auf die man sich verlassen kann, hat es bisher nicht gefehlt. Trotz aller Bemühungen ist jedoch der erhoffte Erfolg bisher ausge-blieben. Bis heute gibt es kein absolut si- cheres Verfahren, um Krebs durch eine Blut- oder Harnuntersuchung feststellen zu können. Trotzdem ist man angestrengt bemüht eine Reaktion zur Frühdiagnose des Car-cinom auszuarbeiten. Es sollen hierdurch im anscheinend gesunden Organismus Stoffe oder sonstige Merkmale ausfindig gemacht werden, die die Anwesenheit eines Tumors beweisen, auch in den Fällen, in denen die Geschwulst noch so klein ist, daß der Patient weder irgendwelche Beschwerden verspürt, noch durch eine ärztliche Untersuchung Krebsspuren festzustellen sind. Es handelt sich also darum, Veränderungen des Körpers, nicht der Geschwulst selbst aufzudecken. Denn der Tumor kann sehr klein sein, aber durch die Bildung von Ablegern — Metastasen — doch verheerende Folgen für den Gesamtorganismus haben. Viele Tausende unserer Volksgenossen erliegen darum alljährlich dieser heimtückischen Krankheit. In welcher Richtung arbeitet man nun bei der Ausfindigmachung geeigneter che mischer Reaktionen? Man hat durch eine Reihe mühsamer Versuche festgestellt, daß beim Krebskranken Stoffe im Blut vorhanden sind, welche Hormone der Hypophose, der Hirnanhangdrüse, nicht zur Wirksamkeit kommen lassen. Da es aber für das Wohlergehen des gesamten Körpers notwendig ist, daß die einzelnen Organe genügend und ordnungsgemäß arbeiten, treten in einem solchen Falle Störungen auf. Ja — es spricht viel dafür, daß diese Störungen schon vorhanden sind, bevor es zur Bildung eines Tumors kommt, d. h. daß diese Störungen für die Entstehung einer Geschwulst verantwortlich sein können. Derartige Hemmungsstoffe — sie werden auch Antihor- mone genannt — sind bis jetzt beim Krebs für die Schilddrüsen, die Sexual-I drüsen, und ein drittes Hormon der Hypophose, das Melanophorenhormon, dessen Angriffspunkt man beim Warmblütler noch nicht kennt, nachgewiesen worden. Man wird jetzt mit Recht fragen, warum, wenn eine so erhebliche Anzahl guter theoretisch fundierter Reaktionen bekannt ist, eine Frühdiagnose des Krebses noch nicht möglich ist. Die Antwort lautet: Die Reaktionen, die eben hier aufgezählt wurden, sind zwar alle biologisch gut begründet und theoretisch zur Frühdiagnose brauchbar* Die Methodik ihrer Bestimmung ist aber meist sehr schwierig und gegenwärtig noch nicht so einfach, daß sie überall angewandt werden kann. Ebenso ist es bisher noch nicht möglich — selbst bei größter Sorgfalt — Sich aus einer einzigen Untersuchung ein abschließendes Urteil zu bilden, da in den meisten Fällen die physiologischen Schwankungsbreiten, d. h. die Fehlerquellen, noch nicht genügend bekannt sind. Dazu kommt noch, daß erst lange Versuchsreihen von vielen Forschern vorliegen müssen, bevor man ein abschließendes Urteil abgeben kann. Es besteht jedoch die berechtigte Hoffnung, daß ein unerschütterliches gemeinsames. Streben auch hier zum Erfo'ge führen wird. Die Wissenschaft ist zwar augenblicklich noch nicht in der Lage, eine brauchbare Methodik, für eine Frühdiagnose des Krebses zu empfehlen und ihre Verwendung zu verantworten. Wir kennen aber jetzt gangbare Wege, die uns bei intensiver Arbeit in absehbarer Zeit zum Ziele führen werden, wenngleich auch eine solche Diagnose in jedem Falle nur in Verbindung mit der gewissenhaften Untersuchung des Arztes anwendbar und für den Patienten von Nutzen sein wird. Die ToöesfaW des „OraZm" dOSJRufe aus der brennenden Funkkabine Buckel behauptet, ein Weiberfeind zu sein. Hukel sagt: »Na, gestern habe ich dich aber mit einer jungen Dame gesehen .. »Ja... das ist meine Schwester!« »Unmöglich!« »Erlaube mal, wieso unmöglich?« »Weil du dann mein Bruder wärst!« .« R o m, 31. Jänner. Die italienischen Blätter bringen ausführliche Schilderungen über die Todesfahrt des »O r a s i o«, denen furchtbare Einzelheiten über den Hergang der Katastrophe, über das Rettungswerk und das stille Heldentum der Schiffsbesatzung zu entnehmen sind. Inzwischen sind im Hafen von Genua die Ueberseedampfer »Conte Biancamano« und »Colombo«, deren Besatzungen an dem Rettungswerk tatkräftigst mitgewirkt hatten, mit 491 Schiffbrüchigen eingetroffen. Die Gesamt zahl der Todesopfer beläuft sich auf 104. »FeuCr an Bord! . . .« Gegen 3 Uhr morgens wurde von einem Maschinisten im Maschinenraum des Dampfers intensiver Brandgeruch wahrgenommen. Im nächsten Augenblick sah er zu seinem Entsetzen bereits die hellen Flammen emporzüngeln. Das Schiff be fand sich zu dieser Zeit etwa 30 Seemeilen südlich von Toulon. Die See war überaus stürmisch. Auf den ersten Alarm »Feuer an Bord . . .!« jagte sofort die gesamte Besatzung auf die ihnen vorgeschriebenen Plätze. Es wurde zunächst versucht, den Brandherd zu lokalisieren, aber das Feuer hatte inzwischen das Benzindepot ergriffen. SOS-Rufe alarmieren das Mittelmeer Als die Schiffsleitung erkannte, daß sie mit eigenen Kräften des Feuers nicht Herr werden konnte, wurden ununterbrochen SOS-Rufe ausgefunkt. Ueber eine Viertelstunde lang wurde das Mittelmeer durch die Funksignale der »Oresio« alarmiert. Dann trat eine Störung in der Dynamoanlage ein und das Schiff war von jeder Außenverbindung abgeschnitten. Das Licht erlischt Gleichzeitig mit dem Verstummen der Funkanlage erlosch auch das Licht, so daß das Schiff in völliges Dunkel gehüllt war. Nur die züngelnden Flammengarben verbreiteten ein gespenstisches Licht über das hochgehende Meer. Die meisten Passagiere1 waren durch den Lärm aus dem Schlafe geweckt worden und an Deck gestürzt. Nur dank der mustergültigen und todesmutigen Haltung der Schiffsbesatzung konnte der Ausbruch einer Panik verhindert werden. Heldentum in der Funkkabine Die Funktelegraphisten bemühten sich in der Zwischenzeit in aller Eile, den Ersatzapparat in Funktion zu bringen, was ihnen schließlich auch gelang. Nun jagten sie ununterbrochen ihre Hilerufe in den Aether. Die Radiostationen Rom. Toulon, Barcelona und einige andere Küstenstatio nen wurden alarmiert. In der kurzen Zeit, die den Funkern zur Verfügung stand, spielte sich in dem engen Raum ein stilles Heldentum ab. Obwohl die Flammen bereits die Funkkabine einhüllten und der Boden unter den Füßen glühendheiß wur de, harrten die Funker bis zum letzten Au. genblick aus. Betäubt von dem Raumqualm und rasenden Schmerzen, wurden sie noch rechtzeitig geborgen. Eine Kessel-Explosion Gegen 6 Uhr früh erschütterte eine ge waltige Explosion den brennenden und glühenden Schiffskörper. Ein Benzinkessel war explodiert. Glücklicherweise wur de nur ein Teil der Deckbauten weggeris sen, die Schiffswand selbst blieb intakt und erhielt kein Leck. Als die Schiffspum pen nicht mehr funktionierten, schöpfte die Besatzung in Eimern Wasser aus dem Meer. Rettungsboote kippen um Von den ins hochgehende Meer gelassenen Rettungsbooten kippten sofort zwei um, bevor sie noch das Wasser erreichten. Ein drittes Boot wurde an die Bordwand geschleudert und zerschellte, wobei die Insassen ins Meer stürzten und ertranken. Das vierte Boot konnte sich glücklich von dem Schiff entfernen. Von den übrigen Rettungsbooten konnten nur mehr drei ins Wasser gelassen werden, die übrigen verbrannten. Hilfe naht Gegen 10 Uhr vormittags standen bereits zwei Drittel des Schiffes in hellen Flammen, die durch den herrschenden Sturm nur noch mehr angefacht wurden, so daß dieser Teil des Schiffes einem Flammenmeer glich. Die Passagiere zogen sich in ihrer grenzenlosen Todesangst auf den Heck- und Bugteil des Schiffes zurück. Gegen 1 Uhr donnerte ein französischer Hydroplan in kaum 20 Meter Höhe über das brennende Schiff hinweg. Bald darauf trafen zwei italienische Dampfer sowie ein französischer Torpedojäger ein. Infolge des hohen Seeganges konnten sich die Schiffe aber nur bis auf 100 Meter dem Unglücksschiffe nähern. Endlich gegen 5 Uhr nachmittags erreichten die Ozeandampfer »Biancamano« und »Colombo«, die unter Volldampf herbeigeeilt waren, das Todesschiff. »Colombo« näherte sich bis auf 50 Meter. ' Rettungswerk im Scheinwerferlicht Sofort wurde mit der Rettungsaktion begonnen, die acht Stunden in Anspruch nahm und unter Scheinwerferlicht, vor sich ging. Gegen 1 Uhr nachts waren alle Ueberlebenden gerettet. Als letzte verlies sen der Cheffunker und der Kommandant das brennende Schiff. Schneerekorde in Madrid. Die Einwohner der spanischen Hauptstadt entsinnen sich nicht, jemals so viel Schnee in den Straßen gesehen zu haben wie in diesem Winter. Das Jahr 1940 brachte einen Schneerekord. Auch 1906 brachte einen strengen Winter und viel Schnee. Mit dem diesjährigen Winter hält aber jener vor 34 Jahren keinen Vergleich aus. Man muß bereits in den Chroniken des 19. Jahrhunderts blättern, um einen ähnlich schneereichen Winter aufzufinden. Der Schlitten, sonst in Madrid eine Seltenheit, beherrscht das Straßenbild. Viele Fußgänger schlürfen auf Skiern durch die Stadt. 3000 Arbeiter sind damit beschäftigt, die größten Schneemassen am Rinnstein aufzuhäufen. Die Straßenbahnen sind auf einigen Strecken die ganze Nacht hindurchgefahren, um das , Einschneien und Einfrieren der Gleise zu 1 verhindern, Frauenwelt Zehn Minuten Gesichtspflege Um seinen Körper gesund und frisch zu erhalten und ein gesundes und gepflegtes Aussehen zu bekommen, ist es in erster Linie notwendig, die Haut zumindest zwei mal am Tage gründlichst zu reinigen. Man muß bedenken, daß all die Staubund Rußteilchen, die in der Luft herum-. schwirren, sich ja auf der menschlichen Haut ablagern. Es ist günstig, die Haut mit einem Reinigungskrem, der mittels einiger Massagegriffe leicht auf die Haut verteilt wird, zu behandeln. Nach ungefähr einer halben Minute wird der "Krem mit saugfähigem Papier oder einem alten Frottiertuch entfernt. Man kann aber auch ein besonders enthärtetes und für die Rei nigung präpariertes Wasser gebrauchen. Zur Enthärtung des Wassers nimmt man zum Beispiel Borax. Auch Reis- oder Mandelkleie sind zur Reinigung zu empfehlen. Dieses ist die absolut notwendige tägliche Reinigung. Zu empfehlen ist außerdem, einmal wö chentlich, bestimmt aber alle vierzehn Ta ge eine sogenannte Dunstpackung zu machen. Durch diese Packung werden Krem, Puder und Schmutzreste aus den Hautporen entfernt. Die Bereitung erfolgt nach folgendem Rezept: 80 Gramm Kaolin (bolus alba) und 20 Gramm Mandelkleie werden mit wenig heißem Wasser (2 bis 3 Eßlöffel) zu einem dicken Brei verrührt. Auf das vorher schon gereinigte Gesicht wird der Brei mit einem Holzstäbchen so heiß als möglich aufgetragen und durch ein mit Schlitzen für Nase, Augen und Mund versehenes Gummituch, Oelpapier oder Bill, roth vor Wärme- und Feuchtigkeitsverlust geschützt. Die Packung bleibt annähernd 10 Minuten auf dem Gesicht. Sie wird dann entfernt und das Gesicht wird mit einem Nährkrem versehen. Nimmt man Heilerde, empfiehlt sich die Beimengung einer gleichen Menge Kaolin, da unvermischte Heilerde leicht rote Flecken auf der Haut hinterläßt. Bereitet man keine Dunstpackung, so muß auf das gut gereinigte Gesicht auch bei täglicher Pflege ein Nährkrem einmas siert werden, am besten zweimal täglich. Der Krem wird entweder einmassiert oder aber, wenn keine Massagekenntnis vorliegt, eingeklopft. Nach zehn Minuten od. nach Beendigung der Massage wird das überflüssige Fett entfernt, und das Gesicht wird dann mit ka'tem Wasser abgekühlt und gepudert. Puder schützt die Haut vor Staub. Außerordentlich sparsam wirtschaftet man beim sogenannten »Turmkochen«, wobei allerdings die Kochtöpfe haargenau aufeinanderpassen müssen. Der Inhalt von zwei Töpfen wird zum Kochen gebracht, dann setzt man den einen Topf auf den anderen, der Inhalt kocht so weiter, und man spart die Gasflamme bezw. Strom. Fleisch soll niemals gewässert werden, es wird dadurch nur ausgelaugt. Frisches Fleisch wird, am besten unter fließendem Wasser, kurz abgewaschen. Will man es braten, so läßt man es nach dem Waschen auf einem schräg gestellten Brett ablaufen, ehe man es anbrät. Endlich wollen wir es nach Möglichkeit so einrichten, daß die fertiggekochten Gerichte auch sofort auf den Tisch kommen. Alle Speisen verlieren an Geschmack, wenn sie längere Zeit stehen und womöglich gewärmt werden müssen. KüchenMnöen — adgefchafft! KLEINE GRUNDREGELN DER HAUSWIRTSCHAFT 30 JAHRE Es gibt eine ganze Reihe von Küchensünden, die die Hausfrau oft bereits durch Generationen übernommen hat und die überhaupt erst heute als ausgesprochene »Sünden« entlarvt worden sind. Wenn wir einmal uns selbst genau kontrollieren, ÖÄne BtAcßwerdm wirk» das beliebte Abführmittel I Darmol. Dabei die Annehmlichkeit im Gebrauch: keinTeekochen. kein Pillenschlucken,kein bitteres Salz. Darmol schmeckt wio Schokolade. Machen Sie keine Versuche mit unerprobten Präparaten. Nehmen s,e,mmer SSESEEa i' ^othekaa 1*45191/3? Darmol bekommen Sie in allen Apotheken. werden wir vielleicht rasch merken, daß auch wir manche solcher alten Gewohnheiten noch nicht ganz abgelegt haben. Hierher gehört zum Beispiel der Brauch das Kochwasser von Gemüse oder Kartoffeln fortzugießen. Früher pflegte man Gemüse mit reichlich Wasser anzusetzen, meist mit soviel, daß das Kochgut völlig damit bedeckt war. Da man soviel Wasser später beim Binden des Gemüses dicht brauchen konnte, wurde das Wasser kurzerhand fortgegossen. Heute setzt die moderne Hausfrau ihr Gemüse mit ganz wenig Wasser an. Auf einen großen Topf voll Gemüse genügt durchaus ein kleiner Tassenkopf voll Wasser. Das Gemüse wird auch in diesem wenigen Wasser durchaus gai, es gart im Wasser dampf und alle wertvollen Stoffe bleiben so darin enthalten. Etwas anderes wäre es natürlich, wenn das überschüssige Gemüsewasser noch zu einer Suppe verwen det wird. Dann ließe sich der reichliche Wasserverbrauch entschuldigen, weit die wertvollen Stoffe alle dem Menschen nutzbar genr-wh* werden. Auch das Fortgießen des Kartoffelwassers ist eine alte Unsitte. In diesem Kochwasser der Kartoffel sind die besten Nähr- und auch vorzügliche Geschmacks Stoffe enthalten. Man kann dieses Wasser gut zu Suppen und Sossen aller Art verwenden. Ein anderer Rat: Rühren Sie die Speisen wänrend des Garmachens nicht so oft um — das zerstört nur das Kochgu-tmd macht es außerdem unansehnlich Wenn der Inhalt des Topfes bei große Elamme zum Kochen gebracht ist, so wird die Flamme bezw. der elektrische Schal ter auf klein gestellt — die Speise wirc* dann gar, ohne daß man befürchten muß s,c könne anbr?nn°n. e Da wir gerade bei der Heizflamme sind: auch hier wird viel gesündigt und viel Gas bezw. Strom nutzlos verbraucht. Die Wahl des Kochtopfes ist durchaus nicht gleichgültig. In breiten Kochtöpfen kochen die Speisen bei großer Flamme rascher als in den schmalen, hohen. Stets sollte die Hausfrau darauf achten, daß die Flamme nicht seitlich über den Rand I des Kochtopfes hinausschlägt, sondern wirklich den Boden des Topfes trifft. Bei großer Flamme ankochen, bei kleiner Flamme fertigkochen, das ist die Regel! Kiew? Neuheiten An einem schwarzen Samtkleid fallen die drei glockigen Volants auf, die rückwärts den Rock garnieren. Das Kleid ist vorn anliegend gehalten. Hierdurch entsteht die modische, nach rückwärts ausspringende Linie. Brokatkleider, die man mit Tüll ergänzt, sehen besonders hübsch aus. Sie wirken dann etwas aufgelockerter und nicht so anspruchsvoll. Aus dem Tüll^ arbeitet man Rassen ein. An einem handgearbeiteten rotbraunen Pullover, dessen ziemlich breite Passe durchbrochen gestrickt ist, hat man die Passe mit Goldbrokat unterlegt. Dadurch besteht eine reizvolle betont elegante. Belegung und man kann den Pullover auch am NachnvUag tragen. Soll öas Kind in öer Kälte an Sie Luft? NUR DIE MITTAGSSTUNDEN WÄHLEN — WARM EINPACKEN BEDINGUNG! Jede Mutter weiß, daß Bewegung und i frische Luft für die gedeihliche Entwicklung des Kleinkindes ebenso wichtig sind wie gute Pflege und gutes Essen. Aus be-greif.icher Sorge heraus wird eine Mutter das Kleinkind an froststrengen Tagen in der Wohnung lassen. Handelt sie richtig oder soll das Kind auch in der Kälte an die Luft? Hierzu ist zu sagen: Das Kleinste, ge-i gen Witterungseinflüsse, vor allem Wind und Kälte, besonders empfindlich, bleibt in diesen abnormal kalten Tagen in der Wohnung. Es darf nur bei mäßigem Frost und wenn Windstille herrscht, ausgefahren werden. Voraussetzung ist natürlich, daß es warm genug eingepackt ist. Eine Mutter darf nicht vergessen, daß dem im Wagen liegenden oder sitzenden Kleinkind die Wärme spendende Bewegung fehlt. Es muß daher nicht nur recht warm angezogen, sondern auch noch einge. packt sein, damit ihm die Kälte, der es sozusagen wehrlos ausgeliefert ist, nichts anhaben kann. Das Ausfahren selbst darf nur in den Mittagsstunden erfo’gen. Die scharfe Mor gen- und auch die Abendluft ist dem Klein kind sehr schädlich. Die Mittagsstunden sind für die Mutter selbst ja auch am besten, um den täglichen Spaziergang an die Luft zu unternehmen, der ihrer Gesundheit ebenfalls sehr zuträglich ist. Die etwas größeren Kinder können auch im Schlitten ausgefahren werden. In diesem Falle ist natürlich noch mehr, als wenn sie im Wagen ausgefahren werden, für die notwendige Einmummelung zu sorgen. Weifli ein Kind weint, friert es, und das ist der beste Beweis, daß es nicht warm genug angezogen und eingehüllt worden ist. Frostbeulen, vom Mnter beschert Kleine Hausmittel zur Bekämpfung. Frostbäulen an Händen und Füssen sind im strengen Winter bei Menschen, die ungeschützt viel im Freien oder Kalten zu arbeiten haben, keine Seltenheit. 'Sie treten besonders leicht auf, wenn jemand viel in feuchter Kälte zu arbeiten ■ hat, wie das bei Wäscherinnen, Verkäu-jferinnen in Fischgeschäften, oftmals aber j auch bei der Hausarbeit der Fall ist. ! Wie werden nun Frostbeulen zweckmäßig behandelt? Ein altes Hausmittel sind Wechselbäder um den Blutumlauf in den erfrorenen Stellen wieder in Gang zu setzen. Dabei müssen allerdings die Temperaturen genau eingehalten werden, sie sollen zwischen 34 Grad Celsius (2 Minuten lang) und 14 Grad Celsius (Minute lang) abwechseln. Eine andere Mösrlichkeit der Behandlung sind heiße Hand- bzw. Fußbäder, wobei in das Wasser einen Hand-j voll Eichenrinde, ein Eßlöffel Alaun oder auch 50 ccm essigsaure Tonerde hineingegeben werden. Wichtig ist nach allen Bädern zur Behandlung von Frostbeulen eine nachfolgende leichte Massage der betroffenen Stellen, wobei man bei den Fingerspitzen bzw. Zehen beginnt und leicht zur Handwurzel oder zum Knöchel zu streicht. —■ Auch Frostsalben können, wenn sie eine gute Zusammensetzung aufweisen, nützlich sein. Am besten ist es, wenn sie t Prozent Kampfer und 5 Prozent Perubalsam enthalten. Die Beulen werden, am besten nach einem der beschriebenen Bäder, mit der Salbe eingerieben, mit Schutzverbänden umwickelt und über die Nacht so belassen. Bei offenen Frostbeulen ist die Behänd lung noch wichtiger. Es ist ratsam, über Nacht Alkoholumschläge aufzulegen, am besten aus 70%igen Spiritus. — Man nimmt eine achtfache Mul läge, tränkt sie mit dem Alkohol und legt sie auf. Darüber kommt ein wasserdichter, perforierter Stoff und darüber eine Mullbinde. In jedem Falle sollen nur leichte Frostbeulen selbständig behandelt werden. — Offene dagegen machen unbedingt den. Rat des Arztes erforderlich. Gefrorene Kartoffeln, erfrorenes Gemüfe — was Damit? Wenn infolge des scharfen Frostes der letzten Tage und Wochen Kartoffeln erfroren sind, so hat es meist an der nötigen Obsorge gefehlt. Was soll nun mit kältebeschädigten Kartoffeln geschehen? Vor allem ist festzustellen, ob die Kartoffeln wirklich erfroren oder nur erkältet sind. Es kann Vorkommen, daß in einem Kartoffellager die obere Schicht erfroren ist, die tiefer liegenden Kartoffeln aber noch zu retten sind. Erfrorene Kartoffeln werden, in warme Räume gebracht, sehr bald naß und ihr Fleisch zeigt unter starkem Fingerdruck alsbald eine breiige Beschaffenheit. Die sparsame Hausfrau wird sie noch immer zu Kartoffelspcisen verwenden können, indem sie die Knollen portionsweise einige Zeit in lOprozenti-ges Salzwasser legt, bis sie sich weich anfühlen. Dann müssen sie aber rasch verbraucht werden. Aus größeren Mengen läßt sich sogar auf einfache Weise Stärkemehl hersteilen. Nach ausreichendem Wässern wird das Wasser abgegossen, die Kartoffeln werden zerstan.|:t oder mittels eines Fleischwolfes zerman-len. Der entstehende Brei wird portionsweise auf ein weitmaschiges Leintuch gebracht und durch Zusammendrehen der Zipfel ausgedrückt. Die so gewonnene, noch mit Schalenteilen vermischte Stärke wird dann auf Kuchenbleche gebreitet u. bei öfterem Umstechen in der warmen Bratröhre getrocknet. Durch Zerreiben u. Aussieben werden die Schalenteile von dem weißen Stärkemehl getrennt. Das Stärkemehl läßt sich sehr gut als Zusatz bei Herstellung von Mehlspeisen und Ge-bäcken an Stelle des käuflichen Kartoffelstärkemehles verwenden. Sind die Kartoffeln nur erkältet, aber nicht erfroren, so werden sie in einem warmen Raum etwa zwei Tage flach ausgebreitet. Sie veratmen dann den durch die Kälte aufgespeicherten Zucker und schmecken in jeder Art hergerichtet nicht mehr süß. Schwieriger liegt die Sache mit erfrorenem Gemüse. Da heißt es nur langsam auftauen und überbrühen. Teile, die sich dabei rasch auflösen, werden abgeschöpft. Der Rest läßt sich noch immer als Zusatz zu Gemüsesuppen und Gernii-sefüllungen verwenden. 9ee toMÜmd wmufen 4-11.. 22roTäii.'t^TÄMue;iafleemEBHm*i ____________________________________________________________ an die Verw. d. Bl. 711 Besseres Kind wird in gute Pflege genommen. Adr. Verwaltung._____________________823 Kaufe altes Gold, Silberkro- Gašthaus Obal, Krčevina. Am ncn; falsche Zähne zu Höchst Samstag und Dienstag Fa- Preisen A. Stumpf. Goldar-schingsün erhaLung. Haus- beiter._ Koroška c. 8 7926 M^'Äw Ä fCiF?r Kaufe" guterhaltenen Tisch- Muska eil er. Bockb-ei. hur sDßrherd Bračko Turnerp-zahlreichen Besuch empfiehlt ta ™ 824 Mtirtffe" Gastwirtin. 822 Gasthaus oder Schänke sofort oder später au, Rechnung gesuch.. Zuschriften mit R „ Bedingungen unter «Dobro Poznanstvo« an die Verw. 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Zagreb 11.30 „ Št. Ilj 11.44 Ljubljana 11.38 „ Budapest, Murska Sobota 12.30 Klagenfurt 13.00 Wien 12.36 13-13 Schnell Št. Ili Prag. Wien 13-16 13.39 " Poljčane Klagenfurt 14.03 Personen Kotoriba. Murska Sob. 13.43 Schnell Triest. Sušak, Split 15.26 15.32 16.08 16.47 17.20 Schnell Personen Poljčane Ruše Triest, Split. Sušak Prevalje Adelsberg, Zagreb 14.20 14.30 16.21 16-50 Personen Schnell Triest Ruše Budapest. Murska Sobota Wien, Prag 17.49 Wien 17.58 Personen Ljubljana, Zagreb 18.34 Budapest, Murska Sob. 18.45 »» Klagenfurt 20.35 „ Klagenfurt 18.50 t. Št. Ili (nur an Werktag.) 21.40 Wien 20.50 Wien 21.51 Budapest Murska Sobota 20.55 Zid. most. Kotor., M. S. 22.14 »« Liubliana, Zagreb 23.40 „ Celje I tegte acW*9 Alle für den Export bestimmten Kisten müssen mit einem Warenzeichen oder Schutzmarke versehen sein. 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Schulschwestern, den Freiwilligen Feuerwehren Radvanje und Razvanje, den Abordnungen der Gendarmerie aus Studenci und Tezno, dem Musikverein Tezno, den Spendern der herrlichen Blumen und Kränze und allen jenen zahlreichen Freunden und Bekannten aus Naii und Fern, die der teuren Dahingeschiedenen das ehrende Geleite gaben. Ganz besonders danken wir aber dem hochwürdigen Herrn Kaplan Anton Cafuta der Pfarre Magdalena für die ergreifende Trauerrede am offenen Grabe. Radvanje bei Maribor, den 1. Februar 1940. 836 Die trauernde Familie Franz Roth. ■ Firma Kosta Vukašinoič, SchuhgeschäF über siedelte aus ^er Aleksandrova cesta 13 WWWWWW m die Cafova 1 (Trgovski dom) Steppdecken die besten nur beim Erzeuger fertige Bettwäsche Tuchente Polster Matratzen Flanel decken Federn Daunen Inlette nur im Spezialgeschäft Steppdeckenerzeugung A. ŠTUHEC, Marlbor Stolna ulica 5 Karhidlampen, Karbidbrenner aller Arten za günstigen Preisen wieder lagernd bei Pinter & ienard d. z o. z.. Maribor. 725 Wäsche in großer Auswahl be „LÄMÄ“ Jurčičeva 4 Was ist Pirafania ? Pai. Wrofania-UertaOrcn eraiöt;-hcßl die Uebertragung non Ein und Meßrfarbendruck in einen einzigen Arbeitsgange aut roßei -earbeUetes Holz. Karton und Ju/e, uuie ojojt sowie jedes andere poröse Material. - Verlangen Sie Prospekte und unverblndl Offerte MARIBORSKA TISKARNA D.D. KepelUka ulica 6 Fernruf 25-47, 25-68, 25 Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna“ in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck .verantwortlich Direktor STANKO DETELÄ. — Beide wohnhaft in Maribor,