7t. Iihrjiny swbsmal (mX Atmateie dei I cicriuge;. Schrift-WtoM, Verwallm uirf Bucbdruckerei Tel 25^7, 25-68 und 2549. Mtribor. KopiMta ollca 6u NfjHiUBlcripte werden oioM retaOMlert Nr. 146 Freitag, dm 1. IM 1958 Inserulcii- und Abonnements-Annahme m Alaribor, ivopaliska ulica b fVenvaltunfi). Eezugspreise: Abholen monatlich ^Din, zustellen 24 Diu, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer ISO und 2 Din. Preis Ok» rSO wotUioter äcitim 3)ic fdntKijnifdK ^ientndttät —4f— Iti dtem Tagen hat sich eine bedeutsame Mafinahme zur Sidterung des europiischen Friedens in den Vordergrund der politischen Ereignisse eingeschoben: Itaiien und Deutschland haben der schweizerischen eidgenossischen Bun* desregiemng in Bern in feierlicher Weise die totale Neutrallttt zugesichert. Es fst liinlänglich bekannt, daB die restlose Neu tralität eines der Fundamente der schweizerischen Außenpolitik seit jeher gewe-i>en ist. Dieser Standpunkt hat sich int Laufe der Zeit sozusagen in eine Dok-trine verwandelt, die bei allen Gelegen-hciten von seiten der Schweiz manifestiert wurde. In diesem Zusammenhangj wäre jedoch zu betonen, daß die Neutralität der Schweiz schon seit 1815 von allen europäischen Staaten respektiert wor den ist. Dieser Standpunkt der Schweiz ist fm Jahre Idft) durch den Eintritt des Landes in den Völkerbund keiner wie immer gearteten theorethlschen Verlnderung unterworfen worden. Es Ist noch hinlänglich in Erinnerung, daß der Schweiz damals ausdrücklich das Recht der Weigerung an der Teilnahme an militärischen Sanktionen zugestanden wurde, ebenso das Recht der Verweigerung des Durcli-inarschrechtes durch die Schweiz fUr ausländische Heere, Nur in einem Punkte war die Schweiz von gewissen Verpflichtungen nicht freigesprochen worden: von den finanziellen und wirts'-haftlichen Sanktionen, die sich aus der Anwendung des Art. 16 des -Genfer Paktes "rgeben. Obwohl die Theorie derart beschaffen war, stellte es sich doch heraus, daß sie mit der Praxis nicht übereinstimmte. Gelegentlich der Sanktionen des Völkerbundes gegen Italien während des Abes-sinicn-Konfliktes stellte es sich nämlich heraus, daß trotz aller durchgeführten Differenzierungen die Schweiz nicht in die Möglichkeit versetzt werden konn tc, konsequent auf der Linie der Neutralität zu verbleiben, die schon seit vierhundert Jahren Grundlinie ihrer gesam-'on Außenpolitik ist. Wir erinnern uns mir an die Worte, die Bundespräsident Motta im Vorjahre am schweizerischen Nationalfeiertag gesprochen hatte: »Dio Irfnhrungen der letzten Jahre nötigen uns, d«Ts Prinzip der Neutralität auch gegenüber dem Völkerbund zur Anwen-■ .. Der weitere Fortgang (•er Aktion zur Sicl.erstellung der schweizerischen Neutralität Ist schließlich begannt. Im April h. J. forderte die schwei-yerische Bundesrcf!:ierung in einer besonderen, an den Völkerbund gerichteten Denkschrift die Anerkennung der ständi-Ticn Neutralität s'^ vie die Entbindur '; von Verpflfchtuniror '"f s?ch aus den Spnktionsbesti* mun.frr dc'^' Genfer Paktes ergeben. Am 14. Mai d. J. genehmigte der Genfer Rpt eine Resolution, die der schweizerischen Forderung zur Gänze entgegen gel.onmien war. Fine wichtige /.wischen-etappe war damit erreicht worden. !n der weiteren FoIjjc wandte -ich die Ber-ncr Bundesregi(?n.in?z " 'iner Denkschrift an die Regierungen Italiens und ünnilDen in 13fQläf)ina SCHARFES DURCHOREIFEN DER ENOÜSCHEN MANDATSBCHÖRDEN IN TEL AWIW. — NEUE ZUSAMMENSTÖSSE IN TEL AWIW. Jerusalem, 30. Jtrni. Im Zusammen haofe mit der Erregung, die in der jfldi« achen Bevölkerung wegen der Hlnrlch-tung des . Jüdischen Terroristen Schloom ptetzgegrlffen hat, ist eine weitere Verschärfung der Innerpolitischen Lage in Palistina entstanden. Die englischen IMtndafsbeliÖrden haben sich zu den schärfsten JMItteln „entschlossen, die ge« eignet sind, die Ruhe und Ordnung Im Lande zu gewihrleistett, und zwar umso mehr, als die Unruhe nun In bekJen Teilen der Bevölkerung herrscht. In Tel Awiw erließ die englische Po- lizei gestern eine Kundmachung, die die vorwiegend jüdische Bevölkerung der Stadt mit Em^rung als unerträglich bezeichnet. Kein Bewohner der Stadt darf nämlich ohne polizeiliche Bewilligung sein Haus verlassen. Trotzdem kam es in den Straßen der Stadt zu schweren Jttdenausschreitungen und in weiterer Folge zu Zusammenstößen mit der Polizei, die auch von der Feuerwaffe Qe-brauch machen mußte, so daß 12 Personen schwer verletzt wurden. I>ie Erregung in der Bevölkerung dauert weiter an« Die bulgarische Zarin durch Ljnbljana durchgereist. Ljubljana, 30. Juni. I. M. Zarin Johanna von Bulgarien ist mit der Prinzessin Maria heute mit dem Orlent-Sim-plon-Expreß auf der Fahrt nach Italien in Ljubljana eingetroffen. Die Zarin reist in strengstem incognito. Paraguay akzeptiert USA-Vermittlung im Oran Chaeo-Konflikt? Washington, 30. Juni. Wie im amerikanischen AuJÖenministerium mitgeteilt wurde, hat die Regierung von Paraguay die Vermittlung der amerikanischen Regierung im Konflikt mit Bolivien angenommen. Oroße Amnestie In der Türkei. Ankara, 30. Juni. Die Große Nationalversammlung hat ein Gesetz angenom inen, durch welches eine grobe Amnestie für politische Verbrecher gewährt wird. Die Amnestie erstreckt sich auf alle Gegner des Regimes seit dem Jahre 1923 sowie auf alle im Ausland lebenden Türken, die sich politisch gegen die Regierung betätigt haben. Das Gesetz enthält u. a. die Bestimmung, daß sich die im Ausland befindlichen Türken wieder in ihr Vaterland zurückbegeben können, ohne einer Strafe gewärtig zu sein. i'ünf frflnzÖMfiche Olliziere Retötet. 1* u r i s, 10. Juni. In der Nähe des Militürflugluilcns von Keims stürzte um Dienstag vormittags ein mit zwei Offizieren und drei Linteroffizieren besetztes französisclies Bomberflugzeug ab. FjS handelt sich um den zweiten schweren Flugunfall, den die französische Luftwaffe seit der vorigen Woche zu bekln-gen hat. Das Flugzeug, das >on dem Militär-flugluifen Reims aus einen Uehungsflug unlernehnien sollte, erhob sich beim Start kerzengerade in die Luft, um dann plötzlich abzusacken und am Erdboden zu zerschellen. Der Apparat geriet in Brand. Obwohl von dem nahegelegenen Flugplatz sofort Hilfe herbeieilte, gelang es nicht mehr, die fünfköpfige Besatzung noch lebend zu liergen. Ebenso wie bei dem Unfall von Tours, wo sieben Personen, darunter einige Generalstabsoffiziere, ums Leben kamen, begab sich auch bei dem oben geschilderten Flug-zcugunfall ein Untersuchungsausschui3 sofort an die Unglücksstelle. Internationale Briefmarkenausstellung in Prag. Prag, 30. Juni. (TR) In Prag wurde eine Internationale Briefmarken-Ausstellung eröffnet, an der alle Staaten Europas und die meisten überseeischen Staaten teilnehmen. Auf der Ausstellung werden wertvolle private und staatliche Brief markensammlungen gezeigt. Unter den Gästen bei der Eröffnung befand sich auch der Präsident des »Deutschen Verbandes der Philatelie", Reglerungsrat Wohlfahrt aus Berlin. Der tschechoslowakische Postniinister Tuchy begrüßte als Vertreter des Präsidenten Dr. Benes, der das Protektorat über die Ausstellung übernommen hat, die Gäste in tschechischer und deutscher Sprache. Bauernunruhen in der Ukraine. Moskau, 30. Juni. Die Mordanschläge auf Parteifunktionäre in {!er Sowjetukraine dauern an und rufen in den maßgebenden Moskauer Kreisen große Beunruhigung hervor. Auf cinef Sondersitzung der Komintern wurde fius5^2führt, daß in den Distrikten von Woroschilow, Odessa, Kiew, Stalinograd üsw. die Situation besonders beunruhigend sei. Hier ist kein Parteifunktionär, der aus Moskau nach den genannten Gebieten entsandt werde, seines Lebens sicher. Ueberau flackern immer wieder von neuem Unruhen auf, die von ukrainischen Nationalisten organisiert werden. Von den höheren Parteifunktionären der Sowjetukraine sind in der letzten Zeit 30 teils erschlagen, teils erschossen worden. Ange sichts dieser ernsten Situtation wurde auf Anordnung der Moskauer Zentralstellen ein besonderes »energisches Durchgrei-fen-r in der Sowjetukraine beschlossen. Das Politbüro der Kommunistischen Par- tei in der Ukraine wurde reorganisiert u. als leitende Mitarbeiter frühere GPU-Funktionäre eingesetzt. Die »verschärfte Verfolgung« aller verdächtigen ukrainischen Nationalisten soll offenbar die Position der neuemannten kommunistischen Parteifunktionäre stärken. Schreckensszenen bei einer Trauung. K 0 p e n h a g e n, 30. Juni. Während einer Trauung in einer hiesigen Kirche ereigneten sich Schreckensszenen, die in der Umgebung großes Aufsehen hervorriefen. Während der Trauungszeremonie wurde plötzlich der Bräutigam, der 23-jährige Willy L a r s e n, vom Herzschlag getroffen und sank tot zusammen. Aus Schreck über den plötzlichen Tod des Bräutigams erlitt die Braut einen Nervenzusammenbruch, desgleichen andere Angehörige der Familie. Alle sieben Personen mußten aus der Kirchc durch Rettungsambulanzen ins Krankerhaus überführt werden. Einführung der Todesstrafe für Spiona geverbrechen in Frankreich. P a r i s, 30. Juni. Die französiscii: Regierung hat ein Dekret erlassen, welches eine Abänderung der bisherigen Strafgesetzgebung bedeutet. Bis jetzt wui den Spione in Frankreich im Frieden nur mit Kerkerstrafen bedacht. Nach dem neuen Dekret wird jedoch das Verbrechen des Verrates militärischer Gehein-nisse unbedingt mit dem Tode bestraf', wie dies sonst in der Kriegszeit ublioii ist. Durch komprimierte Luft »etötet. Paris, ;^0. Juni. Rene Bertrand, ein Monteur einer 1 lugzeugfabrik, hielt in der Mittagspause ein vSchläfchcii, als sich ein Arbeitskamerad einen Scher/ maclien wollte und iiin mit einem Strahl komprimierter Luft aufwecken wollte. Kaum hatte er dies getan, als der Schlüter mit heftigen Schmerzen aufwachte. Er wurde sofort ins Spital gebracht uiirl starb noch in der sellien \aclit. Die Aerzte stellten fest, daß der Luftstralil die Eingeweide des Unglücklichen ganz durchlöchert hatte. Zürich, den 30. Juni. Devisen: Bcograd 10.00, Paris 12.15, London 21.6150, Newyork 436.325, Brüssel 73.95, Mailand 22.95, Amsterdam 241,25, Herlin 175.70, Wien 30, Prag 15.13, Warschau 82.00, Bukarest 3,25, Budapest 86.50, Athen 3.95, Istanbul 3.50, Kopenhagen 96.50, Stockholm 111.45, Oslo 108.6250, Helsinski 9.53, Buenos Aires 113.50. S)a0 :XO!etter Wettervorhersage für Freitag: Vorwiegend heiter, heiß, lokale Winde. ($e&enfd 5er ^ntituberfuIofett^Sidal Deutschlands mit der Forderung, daß sie als zwei dem Völkerbund nicht angehö-rige und an die Schweiz f;rcnzende Staaten der Schweiz das Recht auf die totah Neutralität erkennen. Rom und Berlin haben die Aufforderung der "rhwelz solidarisch beantwortet, und zwar am gleichen Tage und gegen Bestätigung des Sr!;;ittes. Sowohl Italien als auch Deutsch land haben den entschlossenen Willen ma nifestirt, die Neutralitrit der Schweiz zu res""''''ticren. Graf Ciano hat In dpr Ende Juni an die Berner Regierung adres sierten Note erklärt, daß die bedingungslose Anerkennung der vollen und stäntligen Neutralität der Schweiz einen wichtigen Faktor des Friedens in Europa darstelle. Die ähnliche Antwort erteilte auch der deutsche Reichsaußenniinister von Ribbentrop, der bei dieser Gelegenheit auf die schon seinerzeit deutscherseits abgegebenen Erklärungen in bezug auf die schweizerische Neutralität verwies, vor allem aber auf die feierliche Zusicherung, die der Führer und Kanzler des Reiches dem schweizerischen Bundesrat Schultheß gegeben hatte. Auf die große Bedeutung dieser beiden Erklärungen über die Neutralität der Schweiz kann nicht genug hingewiesen werden. Die ganze Schweiz hat die Zusicherung der beiden großen Achsenmächte und Nachbarn, die dem Völker-b'Mid nicht angehören, mit Freude und Genugtuung entgegengenommen. Diese Zusicherungen sind in Wirklichkeit ein starker und bedeutsamer Beitrag zum europäischen Frieden. /Mariboref Zeitung« Nummer 146. Freftag, den 1. Juli 1938. Sefttafle^am ^pof SM. der König hat die 6. Realschulklasse mit vorzüglichem Erfolge absolviert. — Geburtstag S. K. H. des Prinzen Andrej. B e o g r a d, 29. Juni. Aus Anlaß des Schulschlusses fand gestern um 11.30 Uhr im Königsschloß auf Dedinje eine Feier statt, der S. M. der König, S. K, H. Prinzregent Paul, die Kgl. Regenten Doktor Stankovid und Dr. Pcroviö, die Hofdamen, alle Lehrer S. M. des Königs sowie die Mitglieder des Zivil- und des Militärkabinetts beiwohnten. Nach der kirchlichen Feier teilte der Gouverneur S. M. des Königs mit, daß der junge Herrscher die VI. Realschulklasse mit vor züglichem Erfolg absolviert habe. Er überreichte S. M. dem König mehrere FiJücher und beglückwünschte Ihn zum Erfolg. Darnach beglückwünschten den jungen König S, K. H. Prinzregent Paul, die Kgl. Regenten Dr. Stankoviö und Dr. Pe-rovic sowie die übrigen Anwesenden. Geburtstag S. K. H. des Prinzen Andrej. B e o g r a d, 28. Juni. Aus Anlaß des heutigen Geburtstages S. K. H. des Prinzen Andrej fand heute um 12 Uhr vormittags in der Hofkapelle auf Dedinje ein Dankgottesdienst statt, dem S. M. der König, S. K. H. der Prinzregent, die Hofdamen, sowie die Mitglieder des Zivil-und des Militiirkabinetts S. M. des Königs beiwohnten. 3)nitf(l5Ianö0 (en merifanifd^en JSrtroleumfelOrrn An den deutschen Transaktionen hi Mexico ist auch Schweden beteiligt. Mexico City, 30. Juni. Alle Anzeichen deuten daraufhin, daß der Kampf um das mexikanische Petroleum mit einer schweren Niederlage für die br'ti sehen Eigentümer der PetroleumfclJcr in Mexico enden wird. Der mexikani-sichen Regierung ist es nämlich gelung'^n, nach langwierigen Verhandlungen mit einer Newyorker Gesellschaft, in welcher (las deiitrchc Kan'. ' tMo ■' Aktien besitzt, ein günstiges Abkommen 7'.i treffen. Auf Grund dieses Arrangements ist die mexikanische Regieru^'g von der Idee der Ausschreibung einci Inncnanleihe zurückgetreten, deren Zv'cck darin bestand, die Eigentümer d : Pctroleumfelder auszuzahlen, denn sie wird auf Grund des neuen Abkommens 'n die Lage versetzt, die Ablöse allmählich zu tilgen. Auf Grund dieses Abkommens erhält Deutschland einen Einfluß Tiiif die mexikanischen PetrolenmindM-strie und die erforderlichen Petroleumfel die es bis jetzt nicht hatte. Deutsch--and war bekanntlich bis jetzt auf die Finfuhr aus dem Ausland an.«^ewie?en. Deutschland hat sich verpflichtet, jährlich 12 Millionen Barrels Petroleum abzunehmen. Dieses Petroleum wird Deutschland auf Grund des Abkommens mit 40 Prozent in Bargeld und 60 Prozent in Waren tilgen. Von diesen 12 Millionen Barrels wird Deutschland 40 Prozent der Menge auf den A^arkt werfen und 60 Prozent für eigene Zwecke verwenden. Durch diese Transaktion wird Deutschland in der Lage sein, der mexikanischen Regierung die 40 Prozent in Bargeld zu bezahlen. Das Abkommen ist sowohl für Deutschland, als auch für Mexico günstig, da Mexico von der Sorge der teuren Placierung des Erdöls auf den Weltmärkten befreit wird. Es sind bereits die ersten Tankdampfer mit Petroleum n'.if dem Wege nach Deutschland. Sin stn chcn gleich nach Unterzeichnung d^s Abkommens ^ d. See. Augenblicklich fin den V<^rhandlungen zwischen einer deulst h-scliwedischen Gruppe und der rnex'knni.-chen Regierung statt. Diese Gruppe bietet Mexico Zellulose zu günstigen Hrdingungen an, damit es sich von «lei Monopolstellung der USA befreie. Das Prinjregcntenpaar in Cjubljana umjubelt HOHE GÄSTE ALS TEILNEHMER DES KATHOUSCHEN TURNEWONORES-SES. — MINISTERPRÄSIDENT DR. STOJADINOVIC EBENFALLS IN LJUBLJANA. — 100.000 TEILNEHMER DER FESTUCHKEITEN. L j u b 1 j a n a, 30. Juni. Die Stadt Ljub Ijana, der die vielen Tausende von Nah und Fern schon gestern ein festliches Gepräge gegeben hatten, erlebte gestern einen außerordentlich bewegten Tag. Im Zusammenhange mit den großen Veran staltungen des Verbandes der slowenischen Jungmänner waren hohe Gäste eingetroffen, die die Kundgebungen der Mas sen für König, Dynastie und Volksgemeinschaft auf diese Weise persönlich erleben konnten. Mit dem morgens einlangenden Beogra der Schnellzug traf zunächst Ministerpräsident Dr. Milan StojadlnovU ein, der am Bahnhof vom Banus Dr. N a 11 a-S e n, Bürgermeister Dr. A d 1 e § 1 2 und Vizebürgermeister Dr. R a v n I h a r begrüßt wurde. Bald darauf trnf Ihre kOngl. Hoheit Prinzessin Olga aus Brdo bei Kranj in Lfubljana Im Kraftwagen ein. Der Prinzessin wurden in den Straßen der Stadt wie auch vor dem Bahnhof stürmische Ovationen teil. Am Bahnhof schloß sich die Prinzessin den, Persönlichkeiten an, die die Ankunft ihres , Gemahls, S. köngL Hoheit des Prinz-' regenten Pau 1, erwarteten. Punkt 8 Uhr traf der Zug des Prinzregenten in Ljubijana ein. Den Prinzregenten begrüßten der Ministerpräsident; der Banus des Draubanats, mehrere Vertreter des Verbandes der slowenischen Jungmänner, während die Musikkapelle die Staatshym-ne Intonierte. Vom Bahnhof begaben sich die hohen Gäste in ihren Kraftwagen '^urch die Menschenspaliere der MikloSii^eva . 'Ica zum Trg Kralja Petra, wo eine große Ehrentribüne errichtet worden war. Auf der Tribüne waren inzwischen eingetroffen: der tschechoslowakische Minister S r a m e k, Innenminister Dr. K o •> r o S e c, der Minister für physische Erziehung Dr. M I 1 e t I 4^, Postminister C V r k 1 Minister ohne Portefeuille Dr. Kulenovid, Minister ohne Portefeuille Dr. K r e k und Hofminister A n 11 Man sah femer u. a. den Senatsprisidenten Dr. M a 2 0 r a n I den SknpschtifUi-präsidenten C i r 1 6, den Ljubljanaer Fürstbischof Dr. R o z m a n und den Lavanter Fürstbischof Dr. T o m a X i ö. Die große, in den Spalieren t^flndliche Menschenmenge t)ereitete den Vertretern des königlichen Hauses und den Ehrengästen immer wleinrl(lRiun0 itinM 3u&tn in ISaMiflina Jüdische Demonstrationen gegen die eng Hachen Mandatsbehörden. J e r u s a 1 c m, 30. Juni. Der wegen eines terroristischen Angriffes auf einen Autobus zum Tode verurteilte Jakob Josef Seh looni, — durch den Angriff wurden mehrere Araber getötet — ist hingerichtet worden. Es ist dies der erste zum Tode verurteilte Jude, dessen Begnadigung abgelehnt wurde. Die bislang zum Tode verurteilten wurden meist zu iebenslänc''chem Kerker begnadigt. Jerusalem, 30. Juni. Reuter berichtet: Die jüdischen Geschäftsinhaber in Tel Awiw haben zum Zeichen der Trauer und des Protestes gegen die Hinrichtung des Juden Schloom ihre Laden geschlossen und Trauerfahnen ausgehängt. Es kam vielerorts zu stürmischen Protestkundgebungen des jüdischen Publikums gegen die englischen Mandats-'.örden. Die britische Polizei hat die erV.rderlichen Sicherheitsmaßnahmen go troffen. Riesendefizit der Pariser Stad^' *nde. P a r i s, 30. Juni. Das Defizit der Stadt Paris stellt sich heuer auf 900 f'lioncii Franken gegenüber 200 Millionen des Vorialires. Der Abgar soM durch neue S^^'uern und Taxen hereingebracht werden. ISarlamentsffanOol in (Singlane Churchills Schwiegerüohn und seine Informationen über Englands LuftrUslung. Der Staatsanwalt interessiert sich für die Angelegenheit. London, .^0. Juni. England hat einen neuen politiscli-parlamentarisclien Skandal, der alle Gemüter und >or allem die Presse beschäftigt. Im Mittelpunkt der Affäre steht der 20-jährige Schwieger-son des konservativen Politikers Winston Churchill, Duncan Sandys, der am 27. d. .M. an den Kriogsminister Ho-re-ßelislia im Unterhaus «einige Anfragen bezüglich der Luftaufrüstung stellte, die bekanntlich von Churchill und der übrigen Opposition als Instrument des Kampfes gegen die fiegierung N. Ciiamberlain aufgegriffen wurde. Hore-Belisha beantwortete aber keinesfalls die Anfrage, aus der ersiclitiich war, daß die Opposition im Besitze von geheimen Angaben sein muß, sondern er übergab die Anfrage dem Gencralstaatsanwalt Donald Somerwcll, der den iungen Abgeordneten zu sieb rufen ließ. Der Generalstaatsanwalt teilte dem Abgeordneten Duncan Sandys mit, daß die Angaben der Anfrage einem Geheimdokument der Landesvcrteidiffung entnommen seien, welches nur einigen Personen bekannt sei, Es müsse daher eine Verletzung des Dienstgeheimnisses im Kriegsministerium verübt worden sein. Der Abgeordnete teilte in diesem Zusammenhange im Unterbaus mit, daß ihn der (^neralstaatsanwalt aufgefordert habe, den Namen jener Personen zu nennen, die ihm die Angaiien gegeben haben. Auf die vom Abgeordneten Duncan Sandys gesprächsweise an den Generalstaatsanwalt gerichtete ! rage, -was ihm passieren könnte, falls er den Namen iener Person nicht nennen würde, drohte ihm der Generalstaatsanwalt mit dem Paragraph 6 des Gesetzes über die Hütung von Staatsgeheimnissen, der Kerker bis zu zwei Jahren für denjenigen vorsieht, der die Behörden über solche Informationen nicht gleich in Kenntnis setzt. Diese Erklärung des Abgeordneten hat im Unterhaus einen Sturm von Entrüstung ausgelöst. Die Abgeordneten verlangten die Errichtung einer besoii-derei# Konimission, die die Frage des Vorgehens des Genei-alstaatsanwaltes gegen den Abgeordneten zu prüfen hätte. Der Antrag wurde >on allen Parteien unterstützt. Die Regierung muffte nolens volens diesem Antrag stattgeben. Ministerpräsident C h a ni b e r 1 a i n erklärte sich bereit, der Bildung, einer zehngliedrigen L^ntersiu luiiigskcmimission seine Zustimmung zu geben. Wie die Londoner AI>endblätter 1k'-richten, dürfte diese ganze Affäre eine weitere Behandlung durch das Militärgericht erhalten. Das Dokument, welches alle Ciebeimnisse der englischen Luftaufrüstung <'ntliielt, war nur fünf Personen bekaiuit. Diese Informationen sind solcher Natur, daß das Au^and schwere Summen zahlen würde, wenn es sie erhalten könnte. Trotz der Weigerung des Abgeordneten ist den Berichten zufolge die Persönlichkeit des betreffenden Informators bereits identifiziert worden. In gewissen Londoner Kreisen wird von der Möglichkeit eines Rücktrittes des Kriegsministers Hore-Belisha gesprochen, der als das erste Opfer dieser im politisch-pariamentarichen Ix'bcn Englands so seltenen Affäre bezeichnet wird. London, ;K). Juni. Das Kriegsministerium hat eine Mitteilung erlassen, wonach der Oberbefehlshaber der eng- 3Wort)fctifttttot! tu Süt^amerifa Größtes Aufsehen erregt in ganz Südamerika ein Mordfall, dessen schnelle und überraschende Aufklärung einem Polizeiinspektor aus Lima zu danken ist. Beim Polizeipräsidenten in der peruanischen Hauptstadt rief eines Morgens der Astronom Professor Miguel Aco-s t a aus dem 2 km entfernten Observatorium San Jeronimo an und teilte mit, daß sein Kollege Afando B e 11 a n o mit einem Dolch im Rücken tot aufgefunden worden sei. Die Mordkommission untci-Leitung von Inspektor Iribez eilte sofort zum Tatort und wurde- von Acosta am Tor empfangen. Der Gelehrte; machte ! einen erregten und übernächtigen Eindruck und erklärte, er habe seinen Kollegen tot aufgefunden, als er ihn nach Be endigung des Nachdienstes ablösen wollte. Die Nachforschungen nach dem Eigentümer des Dolches führten auf die Spur eines vielfach vorbestraften 'Einbrechers namens Jurago. Er gab an, das Messer in der Sternwarte verloren zu haben, als er bei einem Einbruchsversucl' gestört wurde. Am nächsten Morgen erschien in cim:'' Tageszeitung ein großaufgemachter Bericht über eine aufsehenerregende wii=-senschaftliche Tat Professor Acostas. Es sei dem .Gelehrten gelungen, so hieß es in dem Artikel, eine Nova, d. h. einen plötzlich aufgeflammten neue.. Stern, zu entdecken. Der As4ronom hativ der Redaktion selbst Mitteilung von diesem bedeutsamen Erfolge gemachl. Abend suchte Inspektor Iribez den Gelehrten wieder im Observatorium auf unci brachte das Gespräch auf den Zeitungsartikel. »Ich bin selbst Liebhaber-Astronom, Herr Professor.-, bemerkte er, »ur.vl würde die Nova gern einmal sehen«. Acosta irat nun an das Frnrohr heran und drehte sekundenlang daran herum, bis es auf sein Auge eingestellt war. per Kriminalist beobachtete das, und blitzartig tauchte in ihm der furchtbare Verdacht auf, daß Acosta selbst der Mörder sei. Warum mußte der Gelehrte erst das Fernrohr auf sein Auge einstellen, wenn er selbst den Stern entdeckt hatte? Vorsichtig forschte er weiter; »Hat noch jemand außer Urnen, Herr Professor, die Nova beobachtet?« — »Nein«, erwiderte der Gelehrte, »Ich habe allein die ganze Nacht hindurch am Teleskop gesessen.« Der Kriminalist ließ sich nicht beirren. Er beschlagnahmte die letzten Aufzeichnungen des Getöteten und kam mit Unterstützung d»'*-' Sternwartendirektors zu dem Ergebnis, daß der Ermordet e der Entdecker der Nova war. Unter dem Druck des belastenden M;i-tcrials brach Acosta zusammen. Er halle in der fraglichen Nacht durch sein plötz- Surd^t&are (Sienientar- totafiropDe in 3aDan TAIFUN UND ÜBERSCHWEMMUNGEN VERWÜSTEN GANZE LANDSTRICHE 9000 HAUSER IN TOKIO DURCH DEN EDOOARA-FLUSS ÜBERSCHWEMMT Tokio, 30. Juni, über Japan ging ein Unwettier nieder, wie es die Bevölkerung seit Dezennien nicht mehr erlebt hat. Ganze Provinzen sind ohne Teiegrafen-und Telefonverbindung mit der Haupt-s'tadt. Infolge unablässiger Wolkenbrüche sind zahlreiche Flüsse aus den Ufern getreten und vernichten im Süden und Südwesten viele tausciide von Reisfeldern. Wie die Blätter berichten, ist die Katastrophe in ihrem Umfang viel größer als man nach dem Eintreffen der ersten Meldungen hätte annehmen können. Die Fluten der aus den Ufern getretenen Flüsse überschwemmten Über hunderttausend Bauernhäuser. In Tokio selbst sind an der Peripherie durch den Edogara-Fluß ganze Häuserzeilen unter Wasser gesetzt worden. 9000 Häuser sind unbewohnbar. Durch das Hochwasser wurden zahlreiche Erdrutsche verursacht und Bahnanlagen zerstört. Der Materialschaden ist nicht zu übersehen, ebenso die Zahl der Menschenopfer, die sehr groß sein muß. Allein in der Provinz Jukusoka wurden ganze Dörfer überschwemmt. In einer dortigen kleineren Stadt wurde ein Schulhaus durcli die Lib'.:i-.>'..(!wc'i;;inuiif; zum Einsturz gebracht wobei die im Schulhaus eingeschlossenen Kinder und Lehrkräfte den Tod fanden. 3>fe „Xoörtf-SrisaOe", ilngaritd (Siite-3:rui>i>f Äi reste eines römischen i enipels auigc-funden worden, wie u. a. die Stuckbc-kleidungen von 7 Säulen, wie auch drei noch vollständig erhaltene Säulen, fiben-falls kamen korinthische Kapitelle aus Travertin-Oestein (mit Stuck bekleidet) ans Licht und verseiliedene Marninr-bruchstücke. Nach den bisher gemachten Feststellungen müssen die Säulen des Tempels über 10 m hoch gewesen sein. Die Funde gehen höchstwahrscheinlich auf den Anfang des Imperiums zurück und bilden em prachvolleis Beispiel für den Baustil jener Zeit. Ohne Zweifel hat man es hier, \\egen des unjfangreichen archäologischen M.'i-terials, das aufgefunden werden konnte, mit einem der größten Tempel Rom^ zu tun. Die ersten Nachforschungen scheinen zu bestätigen, daß es sich um den Tempel Bellona's (der Kriegsgöttin) handelt, der berühmt war, weil sich in ihm der Senat versammelte, wenn man einen) anderen Volk den Krieg erklären, die Botschafter feindlicher Staaten anhören oder den siegenden Generälen triuinphai>' Fhren verleihen wollte. * Frauen, die mehrere Schwangerschaf-jten überstanden haben, können dadurch j daß sie täglich früh nüchtern ein halbes »Glas natürliches »Franz-Josef«-r^ifteruas-ser trinken, leichte Darmentlehrung und geregelte Magentätigkeit erreichen. Da«; Franz-Josef-Wasser ist alterprobt, wärin-stens anempfohlen und überall erhälfü-'i Reg. S. br. 30.474/35. - '*7 • - .Ii Bei den letzten Manövern der ungariaschen Truppen konnte man auch Ungarns Elite-Soldaten, die »Todes-Brigade«, sehen (Associated-Preß-M). 4ns tißtJtlmm hches Auftauchen den Einbrecher verscheucht und war dann zu Bellano gegangen, um ihn zu warnen. In freudiger Erregung teite ihm der erfogreiche Gelehrte seine wissenschaftliche Ruhmestat mit, die in Acosta eine sich bis zum furchtbaren Haß steigernde Eifersucht L;ufkommen ließ. Erst als er mit dem Fuß zufällig an den auf der Erde liegenden Dolch des geflüchteten Einbrechers stieß nahm er in heimlich auf und stieß ihn seinem erfolgreichen Kollegen von hinten in den Rücken. Der Schlußakt dieser ungewöhnlichen Tragödie wird Vor dem Strafgericht in Lima abrollen, wo sich Acosta denmächst unter Mordanklage zu verantworten haben wird. Eucheristischer Kongreß in Varazdin. V a r a z d i n, 29. Juni. Der Eucharisti-sche Kongreß wurde heute fortgesetzt. Die heutige Tagung eröffnete Erzbischof Dr. S t e p i n a c, der eine längere Rede hielt. Es folgte eine Feldmesse, die der Erzbischof zelebrierte. Die Predigt hielt der Bischof von Krk Dr. S r e b r e n i c. Nach der Mese wurde die Tagung fortgesetzt. Am Nachmittag fand eine theo-phorische Prozession statt, in der Uber 5000 Personen schritten. Nach der Prozession hielt Dr. Stepinac eine Predigt. Der älteste Jugoslawe. Im Dorfe Jabolci (Südserbien) lebt der zweifellos älteste Mann Jugoslawiens, Bozin P e t r o V i c, der über ein Jahrhundert als Hirte sein Brot vercMcnt hat. Heute lebt der Greis, der ertaubt und erblindet ist, im Hause seiner einzigen noch lebenden Schwester. Eine zweite Schwester starb vor acht Jahren in ihrem hundertsten Lebensjahr. Schülerselbstmord. O s i i c k, 29. Juni. Der Schüler der zweiten Klasse der hiesigen Handelsakademie Bogdan B o z i d a n i n, der sich gestern nach der Zeugnisverteilung eine Revolverkugel in die Schläfe gejagt hatte, erlag gestern nachmittag seinen Verletzungen. Heute nachmittag wurde er unter großer Beteiligung zu Grabe ge-tragen^ Jugoslawien hat 110.000 Rundfunkhörer. B e o g r a d, 30. Juni. Nach einer letzten Statistik zählt Jugoslawien 110.000 Rundfunkhörer. Davon entfallen auf den Boreich des Beograder Senders 65.000, auf jenen des Zagreber Senders 27.500 und auf den Bereich des Ljubljanaer Senders 17.500 Hörer. Der Sender Beograd schloß sein Geschäftsjahr 1037 mit einem Reingewinn von 1,300.000 Dinar. Flugrekord einer Brieftaube. B c r l i n, 28. Juni, Beim Holland-Flug der Berliner Brieftauben über eine Entfernung von 500 Kilometer, erreichte die schnellste Brieftaube einen Stundendurch schnitt von 106 Kilometer. Die Brieftaube brauchte für 514 Kilometer 4 Stunden 40 Minuten. Den Fernstehenden, den weniger Ein-jj;eweihten ist der R o b a n w i n k e 1 kaum dem Namen nach bekannt und gar vielen Bewunderern des oberen Sanntales, die das Logartal so gerne jährlich wenigstens einmal besuchen, ist es bis heute verschlossen geblieben, ein verborgener, vergessener Winkel, der jedoch in seiner jungfräulichen Unberührtheit, in seiner unangetasteten Natürlichkeit, vor allem aber in der großartigen Vereinigung der überraschendsten Gegensätze in Farben, Formen und Gebilden das Logartal noch übertrifft. In keiner Jahreszeit aber kommen jene Gegensätze eindrucksvoller zur Geltung als im Frühling, der in dessen stille Idylle und dessen überwältigende Felsromantik erst Ende des Maien-inondes und anfangs Juni, wenn um die Burg von Ober-Celje die Blütezeit vorbei ist, seinen Einzug hält. Schon die Wanderung durch den Frühling, des oberen Sanntalcs bis zum Ein- SuftOurll in 300 m Rund 100 Flugzeuge im Kampfe. S c h a n g h a i, 29. Juni. (Transradio.j Kürzlich fand über Nantschang, der Haupt Stadt der Provinz Kiangsi, einer der schwersten Luftkämpfe im chinesisch-j.i • panischen Kriege statt. Auf beiden Seiten waren daran je 50 Flugzeuge beteiligt, die immer wieder neue .Angriffe und Gegenangriffe unternahmen. Infolge des reg nerischen Wetters und der tiefliegenden Wolkcnbänkc spielte sich das Massen-Luftduell in einer Höhe von etwa 300 p | ab. Die japanischen Flugzeuge waren in Geschwaderformation zu je drei .Maschinen erschienen und warfen gewaltige Moi: gen von Sprengstoff auf militärisch wichtige Objekte von Nantschang ab. Der l.uf^ hafen wurde in Brand geschossen, wobei einige Maschinen vernichtet wurden. Die übrigen Apparate waren zum Gegenangriff aufgestiegen. Zwei Stunden lang *ob te der Luftkampf teils über der Stadt, teil.> in der nächsten Umgebung. Außer dem gang in den Robanwinkel, bis zum altbekannten Rogovilec (»Gabelwirt«) und dessen wunderschöne Ansicht auf die schneebedeckte Ojstrica, die wie hinter grünen Vorhängen emporragt, bringt dem Ausflügler Bilder und Szenen vor Augen, die ihn zum Verweilen zwingen. Zur Zeit der Schneeschmelze führl die Sann in der Regel genügend hohes Flöß-und Triftwasser. Von Ljubno abwärts eilen die mit eigenartigen »Schiffsschnä-beln'< bewehrten Sanntaler Flöße über die hohen Steinkastenwehre, sicher geführt von kerzengeraden, schlanken Burschen, von Ljubno und Luce stromaufwärts aber kann man ununterbrochen die Ausführung und den Betrieb einer »wilden« Frühjahrstrift beobachten, die vielleicht in keinem anderen Geblrgsbach der Alpen wilder, anstrengender und gefährlicher, für den Zuschauer aber interessanter und spannender ist als auf der Strecke zwischen Luce und dem »Gabel» Flughafen wurden auch einige I^egierungs gebäude durch Volltreffer vernichtet. — Zahlreiche Gebäude sind in Flammen aufgegangen. Nach Informationen aus japanischen Quellen sollen 35 chinesisch? Flugzeuge zerstört worden sein, einigi sind brennend abgestürzt. Die Verlust? auf japanischer Seite werden mit insgesamt 5 angegeben. Obwohl sich die Zivilbevölkerung beim ersten Alarm in die bombensicheren Unterstände begab, sollen zahlreiche Personen dem Luftbombardement zum Opfer gefallen sein. Genau-*ere Angaben liegen aber noch nicht vor. ^Bfdfttiger ard^äologifdger 3un& in Tlom (AGIT) — Während der in diesen Tagen durchgeführten Arbeiten zur I:rwei-terung und Verschönerung des »Torre Argentina« Platzes an den Abhängen des Kapitols, sind in der Nähe des Geländes, auf dem einst der antike Zirkus Flami- j nius stand, zahlreiche wichtige Über- wirt«. An der »Zange« (Klesce), einer durch zwei riesige Felsen bewirkten klammartigen Hinengung des Triftwassers unmittelbar vor der grotesken Igla (»Nadel«), an der zweiten, noch viel gefährlicheren, schmäleren und schwierigeren »Zange«, und an dem bald daran sich anschließenden Kladivo (Hämmere), einem haus- und turmhohen Felsklotz, der querliegend die Sann wie ein Torriegel fast völlig absperrt, dann aber an dem zweistöckigen Schwellwerke am Eingang in den Robanwinkel vor dem »Gabelwirt« soll man den Triftbctrieb verfolgen. Blind und kopflos drängen sich die gewaltigen, gelblich schimmernden Blechhölzer in wirre mf^urcheinander in den schneeigweiB schäumenden Schlund der »Klesöe« und des »Kladivo«. Mit Zappeln, Krampen und langen Flößerhaken reißen die mit Steigeisen arbeitenden Holzknechte die sich aufhäufenden Holzklötze auseinander und söff-nen« die sich stauende Trift, stets in Lebensgefahr, gleich Gemsen federleicht von Felsblock zu Holzklotz springend, wortlos einer dem anderen behilflich, bald auf festem Boden, bald brusttief im Wasserwirbel stehend: ein fesselndes und packendes Bild, das verdiente, im Film lu. Todesfall. In Rihnica starb der bekannte Industrielle und Clroßgrundbesii-zer Herr Ing. Anton Rüde z. lu. Schweres StraBenunglück. In dir Nähe von Cabar ereignete sich Moi.tüg ein schweres Autounglück, bei dem zwei Personen ums Leben kamen und zwei andere schwer verletzt wurden. Als ein schwerbeladenes Lastauto, nigentum 1. Spirns aus Vrhnika in Slowenien, das sich auf der Fahrt nach Susak befand, beim Dorfe Kibje eine Notbrücke passieren wijllte, stürzte die Brücke ein und das .Auto fiel in die Tide. .Auf dem Auto waren sechs Personen gesessen. Der Kaufmann Ivan cop aus Prijesce und der Fleischcr Anton T a v c a r aus (jor-nji Logatec wurden auf der Stelle getötet, während zwei Insassen schwere Verletzungen erlitten. An die P. T. Abonnenten der „Mariborer Zeitunc]^" Die gesell. Ahonncntcn der tMariborcr Zeitung* werden höfl errncht, die rüelc sfändißeii Ahonnementsheträ^e so bald als möglich zu heplrirfieri, dnrnif dir Venvaltunp nieht f» die unanpotcliwc Logo cebracht wird, in der ZuateHun^ des Blattes eine Unterbrechung eintreten lassen zu müssen. — Die V e r-\waltitng der »M a r i h o r e r /ei-t II n ga. festgehalten zu werden. Der Robanwinkel ist kein Tal wie das Logartal: er ist ein gegen Norden, gegen die Sann, den »Gabelwirt : und die schwarze Felswand der Raduha geöffneter Kessel, idyllisch, lieblich und niedlich in seinem grünen, mit drei Almhütten gezierten Grund nml seinem rasengepol^ter-ten Boden, romantisch wild, großartig und überwältigentl in iler LTnirahiming hoher, wildzerrissener Berge und zerklüfteter Felswände. Die Ojstrica, die ihn gegen Süden gleicli einer Riesenniauer mit Zinnen, Zacken und mit goUigekrön-tem Haupt abschließt, steigt buchstäblieh unmittelbar, fast ohne jeden Uebergang. aus dem weichen, grünen Hoden <"es Winkels empor. Beim Robanbauer, an dem vorbei uns der Weg vom »Gabelwirt« wie durch einen langen Toreingang über der weißschäumenden Bela herein-geleitet, steht erst Mitte Mai der Kir.-^ch-baum in Blüte; auch der Birnbaum blüht: in dem Wäldchen, das sich im Graben zwischen dem Einödhof und dem Winkel ausbreitet, leuchten die Blüten der Christblume, Seiilelbast und Berganemonen. Auf den '^rimenden Matten, die die verlassenen und verträumten drei .Mmhiitten umgeben, weidet eine kleine Schafherde. im !7iot>antDintel toinft der Mlfno >Mariborcr Zeltung« Nummer 146. Freitag, den 1. JifTl 1938. Aus MHd UmdetuM i50-3al5rfeier Oer SeOrrtoerfr Sran) :3Sßof({;naqg & 6öDne 31. in 6o$tanj Am Samstag, den 25. und Sonntag, den 26. d. M. stand das Städtchen So« stanj ganz im Zeichcn dieses seltenen Jubiläums. Hundertundfünfzig Jahre ist cxs her, als ein Vorfahre der heutigen Inliaber cn, Auferstehung, Tod und Verderben so nahe nebeneinander wie im 'rrtihling des Robanwlnkels. Von den weichen, sanften Linien des blumengeschmUckten Bodens schweift der Blick über fahle, aschgraue Bergriesen, die, schon aper, im Westen den Bergwinkel umgeben. Lichtgrün erglänzen zu ihren Füßen Buchen und Lärchen im Dunkelgrün der Tannen und Fichten. Nur in den phanatisch geforniten, überhängenden Bergriesen, die die östliche Kesselwand des ganzen Winkels bilden, nur unter dem Veliki vrh, den Poljske Device (drei Jungfrauen), über dem Gamswinkel, dem Jelenski graben, dem Savinjskl rilec und der Medvedja skatina liegt auf Schutthalden und breiten Böden noch viel Schnee, um den rosenrote Zwergalpenrosen, blaue großblumige Enziane und goldiggelbe Aurikeln in duftendem Kranz stehen. Dort oben schleiit, gurgelt und kollert der Splelhahn, während sich tief unten im FrühllnR des Robanwlnkels Rotkehlchen und Schwarz-blättchen schüchtern melden, wenn der Robanbauer und »Qabelwirt« die ersten Gäste beherbergen. Dr. Frami. 2>onn(r0tag. Oen 30. ;3uni Im Hotel „Union" hatte die Familie \Vo9chnagg ihre hohen Gäste, die ausgezeichneten Arbeiter, Beamte und Meister ZU- Mit tilgessen geluden. Aus den gehaltenen Trinksprüchen, die von allen offiziellen Vertretern gehalten wurden, konnte auch der Fernstehende die Bedeutung dieses Industrieunternelunens im Wirtschaftsleben unseres Staates und vor allem aber im Leben der Menschen der nächsten Umgebung erkennen. Die allseitige Herzlichkeit, die in diesem fcstlich gescluuückton Saale vom An-l)eginn an herrschte und bis zum Auseinandergehen sich nocli steigerte, ist ein Beweis dafür, daß auch zwi^hen Behörden, Aemtern und Korporationen auf der einen und dem Werke Woschnagg auf der anderen Seite eine erfreuliche Harmonie besteht. Und als sich Altbürgermeister Herr Rechtsanwalt Dr. Franz Mayer mit innigen Worten an die Damen des Hauses Woschnagg ab Mütter wandte, und darlegte, wie segenbringend in mancherlei kritischen Stunden der Rat der sorglichen Mutter gewesen sei, da wollte der Jubel auf die freudige Begeisterung keio Ende nehmen. Und als Abschluß dieser seltenen Jubiläumsfeier unternimmt die Familie Woschnagg gemeinsam mit allen ihren Arl^item» Beamten und Meistern und deren Familienangehörigen — 735 an der Zalü —, am Sonntag, den 3. Juli mittels Sonderzuges einen Ausflug nach Zagreb, auf den sich schon Wocbcn hindurch Jung und Alt freut Auch wir schließen uns allen Gratulanten an, und beglückwünschen Familie und Firma Woschnagg zur glücklichen Art, mit der sie diesen Jubcltag begangen. Möge sie überall beispielgebend sein! S>M ißofllrrdHiii am Sod^rn eröffnet Das schmucke Fcrialheim der jugoslawischen Postbeamten am Bachern wurde gestern im Rahmen einer eindrucksvollen Bergfelcr seiner Bestimmung übergeben. Zur Eröffnungsfeier halten sich Postbeamten von fern und nah eingefunden; zugegen waren auch offizielle Vertreter und zwar Direktor Rodosek als Vertreter der Mariborer Stadtgemeinde, Ing. S1 a j m e r für den Slowenischen Alpenvcrein, Direktor L 0 0 b für den Fremdenverkehrsverband und )^Putnik«, der Vertreter des Postministeriums und der Ljubljanaer Postdi-rektion Dr. Kurbue, der Vorsitzende der jugoslawischen Po&tlcrorganisationen G r b i c aus Beograd, Vertreter der Post lervereinigungen Zagreb, Skoplje u.a.m. Die kirchliche Einweihung des neuen Hei nies, das sich oberhalb der Straßenabzweigung am Petek-Sattel befindet, nahm Dechant Sagaj aus Hoöe vor, der nach dem Gottesdienst in sinnvollen Worten die Bedeutung des Heimes hervorhob. Anschließend sprachen der Vorsitzende des Bauaußschusses Inspektor K u m e r, der mit beispielgebender Aufopferung die Bauarbeiten leitete, und Verbandsobmann G r b i ö, der die eigent liehe Eröffnung des Heimes vornahm. Das Wort ergriffen ferner Ing. Slaj-m c r, Direktor R o d o se k, Direktor Luos und der Vertreter der Postleror-g*nn>;?tion in Skoplje. Am Nachmittag fand ein animiertes Bergfest statt, bei dem auch die Mariborer Postlerkapelle mitwirkte. Die Baupläne für dieses in jeder Hinsicht mustergültig ausgestatteten Bergheimts stammen vom hiesigen Ar-hitekten Ing. Herbert D r o f e n i k, der auch f'ie Haur.rbeitcn leitete. m Seinen 50. Geburtstag feierte gestern im cnßsten Familienkreise der hie-siße angesehene Kaufmann 1. T r p i n, der sich bekanntlich aus kleinen Anfängen durch Fleiß, Ausdauer und Umsicht tn ' der heutigen Schwierigkeiten seiner Branche ein benr'^tllchrs kaufmftn-irschcs Unternehmen geschaffen hat. Der I Jubilar, der . .;ch em leidenschaftlicher ' "reut sich wegen seiner fei- n^ Gesinnung 'tnd seiner RUten Charak-tr ■ nschaften in allen l' ''^s- und L' ' mtenkncisen "owie in kaufmännischen Kreisen der besten Wertschätzung Dp*^^ J bilax gehen auf d'^rem Wege auch unsere herzlichsten Glückwünsche ZV. ni '''nrlesWlIe. Tn Nova ist gestern der Eise'''"'ahnbeamtc Josef S m r ca r im Alter von 4P Jahren gestorben. Heute verrcliifd ^ *Aaric '^•olob tm Alter von 70 Jahren. R. i. p.? m. Bürgermeister Dr. Juvan Ist ^ vom Urlaub zurückgekehrt und hat wiederum seine Agenden übernommen. m. Abendkonzert im Stadtpark. Het te, Donnerstag von halb 21 bis 22 Uhr findet im Stadtpark wieder ein Abendkonzert statt. Es konzertiert die Mllitüika-pelle. m. Netter Leiter der Musikschule der »Olasbemi Matlca«. Wegen des Abganges des bisherigen Direktors der Musikschule der »Olasbena Matica« wurde Professor Otto B a j d e mit der interimistischen Leitung der Anstalt betraut. m. Die Balgaren wieder am Oemdse-markt. Das Marktlnspektorat hat auf Grund des allgemeinen Widerstandes der Hausfrauen den bulgarischen Gemü-severkäufern wiederum die früheren Verkaufplätze zugewiesen. Die Bulgaren, die einige Tage ausgeblieben waren, sind nun gestern wieder am GemOse-markt erschienen. m. AltkathMIflche Plrmunf. Sonntag, den 3. Juli wird In der hiesigen altkatho-lischen Kirchengemeinde d- erste Firmung durch Gerieralvikar Weihbischof Vladimir K o s aus Zagreb gespendet •werden. Der feierliche Gottesdienst, der im großen Saal des »Narodni donu stattfindet, beginnt um 9 Uhr, Die Glaubensgenossen werden zum Empfang des Bischofs um halb 6 Uhr im Kirchensaal herzlichst eingeladen. m Höhepunkt der Badesaison. Am gestrigen Sonntag hat die bisherige Badesaison Ihren Höhepunkt erreicht. Das Inselbad war bis zum letzten Kästchen aus verkauft, aber auch an den Ufern der Drau, deren Wassertemperatur nahezu 20 Grad betrug, wimmelte es von Menschen, die Abkühlung suchten. m. Sokolsonderzttg nach Prag. Gestern abends wurde am Hauptbahnhof ein zweiter Sonderzug mit Sokoltumern abgefertigt. Insgesamt haben sich 750 So-kolmltglieder aus dem Bereiche des Mariborer Gaues nach Prag begeben. Die Exkursion leiteten Turnwart K o in a c und die Leiterin der Frauenriegen Stana M a k u f. Als Vertreter des s-Putnlk«; wurde Eugen B e r g a n t als Reisebegleiter beigestellt. m. Verhftngnlsvoller Sturz. In Radvanj: stürzte gestern der 45jährige Wagner-nieister Stefan Vren'tuSa derart unglücklich vom Fahrrad, daß er mit einer schweren Gehirnerschütterung und inneren Verletzungen bewußtlos liegen blieb. Die Rettungsabteilung überführtf^ ihn ins Krankenhaus. III. Vater und 'l'«i€hter verunglückt. Der Zimmcrmami Stefan Cafnik begab sich mit seiner 6-jälirigen Tochter Stefanie lieute vonnitiags auf dem Talir-rad durch den Viadukt in der Nasipna ulica, stieß aher hiebei in di<'. Mauer-bösciiuug. Vater und Tochter trugen schwere Kopfverletzungen davon. m. Kahn mit 14 Personen in die Drau gestürzt. Am Ufer oberhalb des Stein-bruciies üi Studenci kippte gestern ein Boot, in dem sich 14 Personen befanden, plötzlich um. Zum Glück konnten sich alle Insassen retten. m. Der Himmel im Juli zeigt schon eine Verringerung der Tagesspanne, der aber anfangs so gering ist, daß sie uns erst in der zweiten Monatshälfte zum Bewußt sein kommt. Am 1. Juli geht die Sonne 3 Uhr 41 Minuten, am 20. Juli 4 Uhr Und am 31. Juli erst 4 Uhr 17 Minuten auf. Am 1. Juli verschwindet unser Tagesgestirn 20 Uhr 27 Minuten, Ende J. M. dagegen schon 10 Uhr 55 Minuten. Am 23. Juli tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen des Löwen. — Der Mond wechselt im Juli viermal; am 4. ist erstes Viertel, am 12. Vollmond, am 20. letztes Freitag, den I. Juli lÖ3f »Mariborer Zeitung« Nummer 14f). Viertel und am 27. Juli Neumond. — De--Merkur ist in diesem Monat nicht sichtbar. — Die Venus kann Anfang Juli als Abendstern gesehen werden, aber nur bis 22 Uhr 20 Minuten; am Monatsende geht sie nocli eine Stunde früher unter. — Der Mars ist in diesem Monat nicht sichtbar. Jupiter Ist vom 14. Juli ab die ganze Nacht über m sehen. — Der Saturn geht Anfang Juli kun: nach Mitternacht, am Monatsende 22 Uhr 10 Minuten auf und ist bis zum Morgen sichtbar. ni. Baaemregelti für JuH. Keinen Monat wünscht der Landmann so heiß und trocki" wie den »Heuert«. Denn vielerlei soll reifen und das Gecrntcte auch gut fingebracht werden. »Nur in d • Juliglut wird Obst und Wein dir gut«, ur ': »Was Juli und August im Kochen nicht taten, (las läßt der September auch r-^^ebra-tcn.« Aehnllch; »Im Juli muß vor^Hitze braten, was Im September soll geraten.« ^(^"'wltter In der Vollmondzelt verkünden Regen lang und weit.« — »Fällt vor Jakobus die Blüte vom Kraut, wird keine gute Kartoffel erbaut.« — »Die "-nne muß das Kom beizen, dann gibt's guten Roggen und Weizen«. — >Weht*s bei Neumond her von Pol, bringt kühlen Regen wohl.« — »Maria Heimsuchung (2. Juli) mit Regen, tut 40 Tage steh nicht legen. — »Fehlt dem Juli die Hitze, fehlt dem Berge die Spitze.« — »Hunds-tage hell und klar verkünden ein gutes Jahr.« * Im kfihleti Bargkeller ab 1. Juli neue Salonkapelle, täglich Konzert und Unterhaltung. 6290 m. Blutiger Ueberfall. In Spodnji Du-plek wurde gestern der 18jährige Besitzerssohn Alois L o r e n c i d von einem ihm bekannten Burschen überfallen und durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt, Lorendid befindet sich im Mariborer Krankenhaus. m. Nach KlAgenfurt zum Wörthersee fli''-t uns der »Putnik« am So- tag, den 10. Juli. Fahrpreis samt Visum 120 Dinar. ni. Nach Wien fährt der »Putnik«-Au-tocar am 16. Juli und kehrt am 18. Juli zurück. Fahrpreis 250 Dinar. Anmeldungen bis -um 12. Juli an den »Putnik«. tii. Die nichste Qrazer Fahrt :es »Put* nik« findet am Sonntag, den 10. * Ii anläßlich der Schloßberger Festspiele statt. Fahrpreis 100 Dinar. ni. Neues Autflugsprogramm des »Put-uik«. Das Reisebüro »Putnik« veranstaltet in den nächsten Tagen wiederum eine Reihe genußvoller AutocarausflUge. Am 2. und 3. Juli findet die erste Pilgerfahrt nach dem schönen MarlazeU statt, Fahrpreis 200 Dinar. Am 3. Juli folgt eine Fahrt nach Zagreb zum Besuch der großen Adria-Ausstellung. Fahrpreis 100 Dinar. Am 6. Juli geht es nach Graz zu den Schloßberg-Feierlichkeiten. Fahrpreis 100 Dinar. In der Zeit vom 10. bis 13. Juli wird die große Großglockner- und Salzkammergut Fahrt unlernommen, wobei auch Zell am See, Salzburg und St. Wolfgang aufgesucht werden. Gesamtarrangement für alle vier Tage 1000 Dinar. Vom 16. bis 18. Juli wird eine Sonderfahrt nach Wien arrangiert. Fahrpreis 250 Dinar. Zuvor am 10. Juli findet ein Ausflug nach Klagenfurt und zum Wörthersee statt. Fahrpreis 120 Dinar. Alle näheren Informationen sowie Valuten, Prospekte usw. Im »Putnik T. Intcrantm d«r „Marlberw Zeitung", Achtung! Die Verwaltung der ^AJariborer Zti» lung9 erlaubt sich den tietch. hueren-len folffcndei bekanntzugeben: Um die Buchhaltung zu entUuten und die Gcschäftiabwieklung ni betchleuni' gen. iind in Hinkunft die Gebähren für die Einschaltung kleiner Anseigen bei der Beatellunn sh erlegen. Für die Sonntagmummer werden h'loinr bis spätestens Freitag um 18 Uhr in der Vertmhung des Blattes angenommen, Anfragen ist eine Gofiihr von 3 Di nnr in Pontmarken beizulegen. Für Korrespondenzen, die im Wege 'der Verwaltung vor sich gehen, ist -line Gebühr von 10 Dinar zu erlegen. DIE VERWALTUNG DER *MARJBORER ZEITUNG^, Srurrgrfrti^t mit Tldu&era WILDWEST IN DER UMGEBUNG MARIBORS. — PINTERIC UND KÖDER VON EINER OENDARMERIEPATROUILLE GESTELLT UND NACH EINEM FEUEROE FECHT ENTKOMMEN. Die Gendarmerie hat nach vielseitig j. intensiv betriebenen Recherchen Mitte dieser Woche eine bestimmte Spur nach den ruchlosen Räubern von Polskava bzw. Kalse aufgegriffen. F.s handelt -ich nicht, wie ursprünglich angenommen wurde, etwa um den entsprungenen Zuchthäusler Josef C r e p i n k o und den am Montag in Nova vas festgenomu^cnen Johinn J u h a r t. vielmehr um den 29jährigen Hilfsarbeiter Melchior P i n t e r I ö und den 28jfthrlgen stellenlosen Handelsange-stellten Josef K o d e r aus Ra«e. Pinte-riC u. Köder tauchten nachgewisenermas-sen in der Nacht zum Mittwoch in der Umgebung von Ptuj auf, um sich dort, wie es heißt, bei einem noch nicht genannten Gewerbetreibenden mit Munition einzudecken. Die Genannten meldeten sich auch in HajdoSe beim Besitzer S. an und sprachen dort reichlich dem Weinj zu, sollen doch berichtweise gegen 20 Liter Wein ausgetrunken worden sein. Der Besitzer forderte gegen n Uhr abends die beiden unheimlichen und schon angeheiterten Zechkumpancn auf, sein Haus zu verlassen, da sein Bruder die Gendarmen von ihrem Aufenthalt In Kenntnis gesetzt habe. Zwischen Köder und Pin-terld kam es zu einem Wortwechsel und zu einer Balgerei, wobei PinteriC seine Repetierpistole verlor. Dies bemerkte der zufällig vorübergehende Besitzer 2 u -m er, der die Pistole zu sich nahm. Als PitneriC und Köder den Verlust bemerkten, gerieten sie in Raserei und durc'^-suchten mit einer zweiten Pistole drohend u. mit einer Taschenlampe leuchtend alle Häuser des Dorfes ab, doch konnten sie die Pistole nicht mehr auftreiben. Indessen war die bereits alarmierte Gendarmerie eingetroffen, die in der Nahe des Gasthauses KoStoma] auf der Rcichs-straße den beiden Verbrechern eine Falle stellte. Bald darauf tauchten im Dunkel der Nacht zwei Gestalten auf. Die Organ'.' forderten die beiden auf, stehen zu bleiben, widrigenfalls geschossen werde. Als Antwort erhielten die Gendarmen mehrere Schüssc, so daß sie sich zu Erwiderung der Feuers genötigt sahen. Insgesamt fielen gegen 20 Schüssc. Von den Gendarmen wurde niemand verletzt, man nimmt jedoch an, daß einer von den beiden Räubern getroffen worden sein dürfte, da man Blutspuren vorfand. Pinteric u. Köder verschwanden unter dem Schutze der dunklen Nacht im Dickicht des nahen Waldes, und zwar in der Richtung gegen Maribor. Von den beiden Schwcrvcrbrcchcrn Josef Köder eine »Neuerschcinungs:. Josef Köder Ist selbst vor cinißen Monaten aus der hiesigen Strafanstalt entlassen worden, in der er eine 2jährige Kerkerstrafe wegen Entführung einer ITjäh-rigen Besitzerstorliter aus Jesenca bei Ra-5e verbüßt hatte. Von dieser 2jährigcn Haftstrafe verbüßte Köder jedoch nur 13 Monate, Seit jener Zeit trieb sich Köder meist stellenlos umher, eine Zeitlang war er auch als Agent für Vergrößerung von Lichtbildern tätig und hatte dadurch Gelegenheit, sich die Verhältnisse und Umstände in den Bauernhäusern genau anzusehen. So wußte er beispielsweise, daß der erschossene Roman A C k o in Kalse seine Ochsen verkauft hatte und demnach das Geld noch hei sich haben mußte. Mit PinteriC wurde Köder bereits im Gefängnis bekannt, wo sie wahrscheinlich ihre Gangsterpläne vorzeitig entwarfen. Man nimmt an, daß Köder mit Pinterif und Kelc sowie mit dem bereits vorher gefaßten Juhart auch an dem verbrecherischen Raubüberfall in Zgornji Duplek beteiligt war. Die beiden Verbrecher dürften sich jetzt in den Wäldern um Pra-gersko aufhalten. Die Gendarmerie hat die genannten Wälder bereits zerniert. Hs ist zu hoffen, daß die beiden Außenseiter der menschlichen (Jesellschaft sehr bald gefaßt werden. Nach mehrtägiger, zunächst erfolglo. ser Verfolgung konnte nun gestern gegen Abend auch Melchior P i n t e r i 5 von der Gendarmerie gefaßt und hinter Schloß und Riegel gesteckt werden. PinteriC und Köder flüchteten nach dem Feuerüberfall bei Hodose gegen Norden, wandten sich aber dann nach Ptujska Rorn. Unterwegs trennte sich PinteriC von Köder, um sich auf diese Weise der Verfolgung leichter entziehen zu können. Gegen Abend kam er gestern nach Ptujska gora, wo er ein Gasthaus aufsuchen wollte. Kr Avurdo aber rasch erkannt, und da er keinen Aus weg mehr fand, ließ er sich von der Gendarmerie festnehmen. Noch im Laufe de:; heutigen Tages wird PinteriC nach Mari-bor überführt und hier dem weiteren Verhör unterzogen werder Unton-Tonkino. Heute, üonnersiau, zum letztenmal der Lustspielschla^cr }^Pension Fitoda«, mit Ida Wüst, '1 heo Lingen u. Roman Romanovsky. Hin Ulm voll Humor und Stimmunj;. — Ab lag »üer Gefangene vom Schloß Zeiita«, ein hervorragender (jroRfilni nach «Icni berühmten gleichnamigen Kornau, l-in einzigartiges Meisterwerk, einer der besten Filme der letzten Jahre. In der Hauptrolle Colman und Madeleine Caroll. Burg-Tonkino. Der große Abentcurer-film »Das Geheimnis um Betty Bonn«. Ein nervenaufpcltschender Sccmannsfilin, der jedermann im Atem hält. — Erin;l ßi^^te Preise! 3II>otibelenno(9tdient Bis Freitag, den 1. Juli versehen die M a r 1 a h i 1 f - Apotheke (iWaj;. Pharm. König) in der Aleksandrova (e-sta 1, Tel. 21-79, und die St. A n l o-n i u s - A p o t h e k e (Mag. Pharm. Al-baneze) in der Frankopanova iilica !■!, Tel. 27-01, den Nachtdienst. Aus teSk QltMrtit" iDitber auf (em 3tafrn Wie gemeldet, hat am letzten Sonntag vormittag »Ahtletik« nach einem sechswöchigen Spielverbot auf dem Fußballplatz beim »Felsenkeller« ein Freundschaftsspiel gegen den Mariborer »Rapid« ausgetragen und das Spiel mit 3:1 verloren. Man merkte den »Athletikern« die lange Kampfpause an. Die erfrischen de Energie, mit der die Gäste den Kampf führten, der nie erlahmende Eifer gab Ihnen daher alles in allem ein gcwissses Übergewicht der mitunter technisch besseren Einzelarbeit ihres Partners. Ihre auf der ganzen Linie bemerkenswerte gute Läuferreihe hatte unbedingt das eine voraus, daß sie den Angriff wesentlich nachdrücklicher unterstützte, als das auf der Seite der Hausherren geschah. Das große Plus der »Athletiker« waren die beiden Verteidiger und der Tormann. Die Außenstürmer hatten in den entscheidenden Augenblicken nicht die notwendige Ruhe. Bis zur 30. Minute hielten Meli die »Athletiker« recht gut, dann schoß »Rapid« das erste Tor. So blieb ^s bis /in* Pause. In der 17. Minute der '••"'ffr. »Rnnifl.< den Stand auf 2:0. M't diesem zweiten Treffer war die Niederlage besiegelt, denn ''e »Athletiker*, die im Felde zügig imd 'd"cnreich (>;■ "ierten, brachten im Strafraum nicht dir HntschluRkraft auf, eine Ho- rif verwerten, n"'** Hausherren begannen nun zu drängen, 0 0 h verkürzte nach Zögern der gegnerischen Vertei'i'ger auf 2:1, die »Athletiker« werden immer mehr und mehr überlegen, sie spielen aber zu hastig, während die (niste ihre Ruhe nicht verlieren, Fünf Minuten vor Schluß erhöht »Rapid« den Stand auf 3:1, Dennoch sah man, daß ».Athletik« während der Dauer des Spielverbotes in zähem Training mächtig zugelernt hat und daß wir in dieser Flf eine tüchtige Mannschaft haben, die in dieser Form große .\ussichtcn hat, ihre Stellung im neuen Fußballjahr bedeutend zu heben. h. p. c. Vom Blitz getötet. Wie wir an anderer Stelle ausführlich berichten, entlud sich am Staatsfeiertag über die hiesige Gegend ein heftiges Gewitter, in dessen Ver lauf der Blitz wiederholt einschlug, Ein Blitz schlug in die Lichtleitung der Grafel« und richtete dort Schaden an. Auf einer Wiese nächst den« städtischen Fried hof fiel dem Gewitter ein Menschenleben zum Opfer. Die Familie VrhovSek, die sich mit der 73 Jahre alten Witwe .Apolonia M i k S e aus Cret zum Heuen auf der Wiese befanden, wurden vom Unwetter überrascht, Ein Blitzstrahl tötete die Witwo MIkSe, während die Frau des Landwirtes VrhovSek zu Boden geschleudert wurde und bewußtlos liegen blieb. c. Qanghofer-Fihn im Unionkino. Sonne, Berge, Wasser, Hochwald und Hochwild — ein solcher Film muß doch Freun de gewinnen! Den »Jäger von Tall«, der heute, Donnerstag, zum letztenmal im Unionkino läuft» litt es gottlob nicht in luftarmen, künstlich durchsonnten Ateliers, er marschierte hinauf zu den bayrischen Alpen, wo sie am schönsten sind, und er kletterte harab zur blitzenden Freitag, 1, JuH. Ljubijana, 12 Scliallpl. 10 Naehr., Nij-tionalvortrag. 19.50 Für Alpinisten. 2().l(i Frauenfunk. 20.30 Schranimel. -- Beo-grad, 18 Vortrag. 18.20 Konzert. 10.30 Nationalvortrag. 20 Konzert (aus Zagreb). — Prag, 14.30 Reportage vom Sokolstadion. 18.30 Konzert. I0.3(i Buntes Programm. 20.55 Lieder. — Budapest, 18 Zigeunermusik, 10.30 Lieder. 20 ilör-spicl. — Beromünster, 10.3.5 Lieder. 20 Männerchor. — Paris, 1R.'45 Klavierkonzert. 20.30 Sinfonieknnzert. — StraBburg, 10.50 Schallpl. 20.30 Aus Opern. — London, 10,30 Tanzmusik. 20.15 Werke von Händel. —- Rom, 10.30 Konzert, 21 Oper. — Mailand, 10.30 Konzert. 21.30 Sinfoniekonzert. — Deutschlandscnder, 18 Klaviermusik. 10,10 Lustspiel. 20 Hörspiel. — Berlin, 18 Schallpl, 10.10 Konzert. 20 Alilitärmusik. — Breslau, 18..3(> Hörspiel. 10.10 Opernmusik. 21 Hörspiel. — Leipzig, 18 Vortrag. 10.10 Konzert. 21.15 Hörspiel. München, 17.10 Schall-platen. 19.10 Fröhliche Klänge. 2('.H> Festabend. — Wien, 12 Konzert. M.ln Schallpl. 16 Konzert. IR Jugend singt. 1't Schalpl. 20 Konzert der Wiener Sinfoniker. 21.15 Hörsp iel. Isar. Und die Kamera ging brav nnt! In einer solchen herrlichen Welt feierte al^<> die Geschichte von dem bösen Hui-^en-Blasi und dem braven Jagdgehiifen Frieill Auferstehung. In den Hauptrollen Paul Richter, Hans Schlettow, Oeorgi.i Holl, Rolf PInegger. Josef F.ichheim. Gustl Stark-Gstettenbauer, Thea Aichbichlcr u. Betty Sedlmayr. c. Die geschätzten Abonnenten der »Mariborer Zeitung« werden höflich darauf aufmerksam gemacht, daß das Monatsabonnement für den Bezug des Blattes stets im vorhinein zu entrichten Ist, —■ Die Verwaltung der »Mariborer Zeitung«. ftiif p. Gauübunften der I rueru<*hreD, An-srlilief3<»nd an die erste Cauübung am |0. d. in Ormoz tand .im 20. d. in Sn. Marieta iinterhalh Ptui eine zweite Som-n»crübung dos Fcucrvx'hrgaucs Plui stall. Insgesamt wirktrn Ikm dieser (^ainibiin« acht N'ereinc mit zwei Motor- und sech.s Haiidsprit/en mit. Die Ucbung, dir neuerdings die Sdilapfertigkeil unserer Landicuer\*ehren bestätipfe, leitete Feii-crwehrbaiiptmann CJee, Der anwesende Cauobmann M u s e k sprac'h den aiisg<--rückten \\'ehrmannselmften in l>egeister-ten Worten seine Anerkennung ans. \tn 3. Juli findet in Hnkovii eine drific Ciaiiübung statt. p. Im Stadtkino gelangt am SamstajL; und Sonntag der historische FMm »Po-temkin/2 Dekagramm zerbröselter Germ lein abgesprudelt, in einen Abtrieb von 4 Dekagramm Schmalz eingerührt, mit 38 Dekagramm Mehl gemischt und nun gut abgearbeitet. Dieser Qermtelg wird fingerdick ausgerollt, der erst bereitete Teig darauf gelegt, in den anderen Teig eingeschlagen, zusanjmen ausgerollt, wieder , usamniengeschlagen und abermals ausgerollt. Dies wird noch zweimal wiederholt. Hierauf wird der Teig fingerdick '«usgerollt, viereckige Flecken geschnitten, mit 3 bis 4 entkernten Kirschen oder ! Kaffeelöffel Marmelade gefüllt. Die Kolatschen werden gut abgeschlossen in Ab.ständcn auf ein befettetes Backblech gelegt und jetzt erst aufgehen gelassen, cann mit der restlichen Eiklar überstri-< hcn und bei guter Mittelhitze im Rohr /.u hellgelber Farbe gebacken. h. Orießpudding. (Für empfindlichen .N^agen.) In k Liter kochende Milch m.i:: > DekaPMiniTi B'jtier, eine Pri-M' Salz, unter Rühren 9 Dekaßranun Grieß, bereitet ein dickes Grießkoch, m das man 7 Dekogramm Zucker, sobald es überkühlt ist, 3 Dotter und zuletzt tcätgeschlagenen Schnee von 3 Eiklar einmengt. Die Puddingmasse wird in but-reiheslrichener, mit Zucker bestreuter Form I Stunde gekocht. h. Guter Wurstsalat. 1 bis 2 Büschel ^eiße Rettiche werden geputzt, in feine Scheibchen geschnitten, mit 6 bis 7 geputzten, roh gerissenen Karotten zu Salat bereitet und 20 Dekagramm fein geschnit lene Extrawurst dazugemengt. h Eierschwammragout. 1 Kilogramm sauber geputzte Eierschwämme werden gründlich ausgewaschen, mit kochendem Salzwasser überbrüht, auf ein Sieb zum Abtropfen gelegt. 1 Eßlöffel geriebene Zwiebel wird in 4 Dekagramm Butter leicht angeröstet, darin mit einer Prise Pfeffer, 1 Kaffeelöffel gehackter grüner Petersilie die fein gehackten Schwämme zirka 30 Minuten weichgedünstet. H Kilogramm grüne, gekochte, abgetropfte Erbsen, yi Kilogr. gekochte, geschälte, in Würfel geschnittene Kartoffeln werden ebenfalls dazugegeben, ein wenig gesalzen, alles zusammen gut aufkochen gelassen und in heißer Schüssel angerichtet. |Sun£ec — 2>rittrr in ODimblrOon Am Mittwoch wurden im Wimbledoner Tennisturnier die beiden Semifinale durch geführt, die das ganze Weltinteresse auf sich lenkten. P u n C e c spielte gegen Weltmeister B u d g e und mußte (diesem nach drei Sätzen den Sieg überlassen Budge, der mit 6:2, 6:1, 6:1 gew-nn, spielte insbesondere in den beiden ersten Sätzen in unerreichbarer Form, r-rst im dritten Satz kam Punüec auf, doch setzte der Amerikaner alles daran, um o-ien Satzverlust zu vereiteln, was ihm auc!' schließlich gelang, trotz dieser Niederlage wurde auch PunCec vom Publikum stürmisch gefeiert. Das zweite Match zwischen dem Engländer Austin und dem Deutschen Henkel schloß mit einer Riesenüberraschung, da e- Austin gelang, seinen favorisierten Gegner 'n drei glatten Sätzen mit 6:2, 6:4, 6:0 zu schlagen. Im Finale werden somit Austin und Budge aufeinandertreffen. Dagegen kamen K u k u I j e v i c-P a 1 a-da im Doppelspiel um eine Runde weiter, indem sie das Paar Mulliken-Piercy gla^^ überrannten und somit gleichfalls das Semifinale erreicht haben. Das jugosla-wi.sche Paar siegte mit 6:4, 8:6, 5:7, 6:4. Auch die Frauenkänipfe nähern sich ihrem Abschluß. Die letzten Acht lieferten sich fieberhafte Kämpfe und zwar: Sperling—Fabyan 4:6, 6:4, 6:4, Wills-Moody—Stammers 6:2, 6:1, Marble— Mathieu 6:2, 6:3, Jacobs—Jedrzejowskn 6:2, 6:3. lünnen, bei dem Männer, Frauen und Kin der an den Start gingen. Anschließend fand auch ein Schneckenrennen statt. *m Rennen der Senioren, das auf der 12-Ki-lometer langen Strecke Gornja Radgona— .Apafe—Gornja Radgona vor sich ging, blieb Jo§ko Z e m I j i ö in 24 Mlniifo:i siegreich, Ihin folgten Anton Muhle un'' Karl F e k o n j a, während den Trostpreis Franz R o z m a n erhielt. Bei den Frauen, die die Strecke Gornja Radgona—Lutverci—Gornja Radgona (6 Kilometer) zurückzulegen hatten, siegte in 19 Minuten Marica K u r n i k. — Das Schneckenrennen gewann Zvonko K I e -m e n ä i f. :Radrennen in Gornja Radgona. Der Radfahrerverein in Gornja Radgona veranstaltete am vorigen Sonntag ein Rnd- 2)rr Sfublfana in lütuf unO Olturffa 6o6ota Die Ligaelf des Sportklubs »L j u b-1 j a n a« absolvierte am Dienstag und Mittwoch eine Wettspielreise nach Ptuj und Murska Sobota und trug bei dieser Gelegenheit zwei Wettkämpfe gegen den SK. D r a v a bezw. den SK. M u r a aus. In Ptuj verlief das Treffen im Zcichen (.iiKT großen Feldüberlegenheit d. Gäste obgleich auch die »Drava«-Mannschaft wiederholt gefährlich werden konnte. Mit 6:0 fiel der Sieg an die »Ljuhljana«-Elf. — Im zweiten Spiel gegen »Mura«, das in autoritativer Weise Kreisgerichtsrichter Dr. P 1 a n i n § e k leitete, erwiesen ich zunächst die heimischen Spieler als überlegen und verstanden sich auch bis zur Pause einen Vorsprung von 3:2 zu sichern. Erst nach Seitenwechsel vermochten die Gäste aus Ljubljana die Oberhand zu behalten. Das Endresultat l.: :tele 6:3 (2:3) und bewies nur aufs neue, daß man in Murska Sobota einen rcspektiblcn Fußball spielt. ftOuthfftH ^inmacDen? — geDt au(j& anDrrd! HALTBARMACHEN VON OBST UND GEMÜSE DURCH TROCKNEN. Freitag, 'den 1. JuH löÄ. Gebrauch das getrocknete Obst (Gemüse) gut waschen, am Tage vorher einweichen und mit dem Einweichwasser zubereiten. Küchenkräuter werden trck-ken und fein zerrieben unter die fertigen Speisen gemischt. ©frj unO (Sartm Hüt' dein Herz wie deinen Garten? Pfleg* die Rosen deiner Liebe. Wisse auch: An Zäunen warten Hin und wieder Apfeldiebe. Such' das Unkraut zu entfernen. Gib auf Saat und Wetter acht; Nur Erfahrung läßt uns lernen. Wie man's immer besser it ^ht. Otto Promber. Trocknen heißt, dem Obst und Gemüse das Wasser zu entziehen und es, so für längere Zeit haltbar machen. Es ist dicü ein sehr billiges Verfahren und sollte auch von uns wieder öfter aufgeführt werden. Es darf nur gutes, nicht überreifes Obst oder Gemüse dazu verwendet werden. Dieses wird geputzt, gesäubert unti zerschnitten, 1. Das Trocknen an der Luft. Hierzu wird das zu trockncnde Obst (Gemüse) auf Fäden gezogen und an geschützter Stelle aufgehängt, oder auf Tücher ausgebreitet. Häufiger wenden! Das Trocknen an der Luft darf nicht an Regentagen geschehen. Hierzu eignen sich: Aepfel, Birnen, weiße Bohnen, Erbsen, Pilze, Sellerieblätter, Küchenkräuter, deutsche Teesorten. 2. Das Trocknen im Bratofen (Grude). Obst und Gemüse auf ein mit sauberem Papier belegtes Kuchenblech legen und in den mäßig warmen Bratofen (Gru de) schieben. Die Bratofentür bleibt offen, damit die feuchte Luft entweichen kann. Mehrmals wenden, damit das Trocknen gleichmäßig geschieht ! 3. Das Trocknen auf Trockenhorden (auf dem Herd). Eine einfache Horde kann man sich selbst herstellen. Ein Holzrahmen (in Herdgröße) wird mit einem verzinnten Drahtgeflecht bespannt und unter den Ecken mit kleinen Holzklötzen versehen, damit von unten die Luft an das Obst und Gemüse dringen kann. Im Handel erhält man Horden, die aus mehreren Trockenrahmen übereinander bestehen, diese können nach Bedarf ausgewechselt werden. Auf dem oberen Rahmen wird bei mäßiger Wärme vorgetrocknet und auf dem unteren Rahmen nachgetrocknet. Diese Horden lassen sich auch auf einem Gasherde aufstellen. •.'Im t \ • Getrocknet werden können: Aepfel: Waschen, abtrocknen, schälen, Kernhaus ausstechen, Aepfel in Würfel, Achtel oder Scheiben schneiden. Apfelschale zu Tee verwenden! Birnen: Waschen, schälen, große Fiüch te halbieren oder vierteln, kleine Früchte im Ganzen trocknen. Zwetschken: Reife, wurmfreie Früchte* im Ganzen trocknen. Pilze; nicht waschen, sondern nur putzen und zerschneiden. SelleHeblätter: Abwaschen, bündeln und zum Trocknen aufhängen. Als Suppenwürze verwenden. Küchenkräuter: Vor der Blütezeit abschneiden, abspülen, bündeln uml zum Trocknen aufhängen. Als Würze für Salate, Gemüsegerichte, Tunken, Suppen verwenden. Hagebutten: Früchte dürfen nicht zu weich sein. Sie werden von Blüte und Stiel befreit, gewaschen, der Länge nach aufgeschnitten und die Kerne herausgenommen. Die Schalen an der Luft trocknen! Zu Tunken, Suppen oder Kompott verwenden. Zur Herstellung von Tee: Hagebutten: Siehe oben! Aepfelschalen: Saubere, trockene, flek-kenfreie Schalen an der Luft trocknen. Pfefferminze: Wie Küchenkräuter behandeln! Erdbeer- und Brombeerblätter: Gute Blätter abwaschen und an der Luft trocknen. Lindenblüten, Kamille, Primeln, Scharfgarbe usw.: Wie Küchenkräuter behandeln. Alle getrockneten Früchte oder Kräuter müssen trocken aufbewahrt werden. Bei Küchenkräutern, Pilzen und Tee geschieht dieses am besten in Dosen mit Schraubverschluß, da sonst die Ge-schmackstoffc verloren gehen. Vor dem b Nova Evropa. Juniheft. Die vorliegende Nummer dieser angesehenen Publikation befaßt sich wieder mit einigen aktuellen Problemen Europas, so mit der Tschechoslowakei, mit dem Verhältnis Amerikas zu Jugoslawien usw. b Der Kurort RogaSka Sittina und seine Heilmittel. Ein Wegweiser für Kranke und Ärzte. Von Dr. Fr. Kolterer, Kurarzt in Roga§§ka Slatina. Neue umgearbeitete Auflage in deutscher Sprache« b Neue Bücher aus dem Reich. Juniheft. Ankündigung der Neuerscheinungen. b Reclam. Die bekannte Leipziger Verlagsbuchhandlung hat jetzt drei neue Büchlein herausgegeben, die großem Interesse in der Öffentlichkeit begegnen: »Gesänge der Ostmark«. Ein bunter Strauß bester österreichischer Gegenwartslyrik, zusammengestellt und überreicht vom Bund der deutschen Schriftsteller Österreichs. Kart. 0,70, Pappband. 1.10 Mark, — »Richard Wagner in Wien«. Vom früheren Direktor des Wiener Burgtheater Max von Millenkovich-Morold. Kart. 0,35, Pappband 0,775 Mark. — »W i e der Führer Österreich heimbrachte.« Kart. 0.35, Pappbd. 0.75 Mark. b Wirtschafts-Dienst, Wochenschrift für Weltwirtschaft und Welthandel. Nr. 25. Herausgegeben vom Hamburgischen Welt-Wirtschaftsarchiv. Preis pro Einzelheft 1 Mark. b Das V^einland. Monatsschrift für Kellcrtechnik und Weinbau. Wien. Nr. 6, Jahresabonnement 5, für das Ausland 7 Mark. b Berufswahl. Berufberatungsstelle der Handelskammer in Zagreb hat soeben einen Bericht über ihre Tätigkeit für das vergangene Jahr herausgegeben, der interessante Einzelheiten Über die Berufswahl enthält. b Narodna Odbrana. Organ der »Na-rodna obrana«. Erscheint wöchentlich in Beograd. Nr. 25. Jahresbezug 100, für das Ausland 200, Einzelnummer 3 Dinar. b Upravljana Privreda. Von Dr. 2ivko Topalovi^, Bibliothek für Wirtschafts-, soziale, politische und Kulturprobleme. Beograd. Preis 3 Dinar. h. Gefüllter Kochsalat. 6 von den groben Blättern befreite Kochsalatköpfe werden der Länge nach halbiert, in kochendes Salzwasser gegeben, 3 Minuten gekocht, auf ein Sieb gegeben, mit kaltem Wasser übergössen und abtropfen gelassen. 20 Dekagramm fetteres, leicht gesalzenes Schweinefleisch wird mit 4 Dekagramm Speck und 2 in Milch geweichten, ausgedrückten Semmeln weich gedünstet, ausgekühlt, mit 15 Dekagramm rohen Erbsen durch die Fleischmaschine getrieben, mit 1 Ei, fein gehackter Petersilie und etwas Salz glatt vermengt. Mit dieser Mischung werden die flach gelegten Kochsalathäiften bestrichen, dann flache geschlossene Ziegel daraus geformt. In fettbestrichene Kasserolle wird der vom Fleischdünsten verbliebene Saft und noch etwas Würfelsuppe (Maggi) gegeben, der gefüllte Kochsalat hineingelegt und zugedeckt 15 Minuten gedünstet. h. Warmer Mondseer Käse. (Warmer Käse ist leicht bekömmlich). Auf ein Backblech wird eine längliche Gratinierschüssel gestellt, halbfingerdicke Schnitten Alondseer Käse nebeneinander hineingelegt und so 4 Minuten in das bereits vorgehitzte Rohr geschoben, dann gleich aufgetragen.^ ■ PrelUg, den 1, JoH 1838. ■7 M6. Oteue ^ndetötmlräge DAS JUOOSLAWISCH-ORIECillSCHE UND DAS JUOOSLAWISCH-SCHWEIZE-RISCHB HANDELSABKOMMBN UNTBRZEICHNET. bis zum kommenden Jahre alle Fragen des gegenseitigen Warenaustausches einer eingehenden Prüfung unterziehen, worauf im kommenden Jahre ein neuer Handelsvertrag zwischen beiden Staaten 2um Abschluß Rebracht werden soll. in Athen wurde am 28, d. M. nach längeren Verhandlungen das neue Handels* und Zahlungsabkommen zwischen den Königreichen Jugoslawien und Griechenland unterzeichnet. Im Namen der jugoslawischen Regierung unterzeichneten den Vertrag der dortige Gesandte L a -z a r e V i ö und der Leiter der Handelsvertragsdelegation O b r a d f> V I 6. Auf jrund des neuen Abkommens wird der bisher giltige Handelsvertrag aus dem Jahre 1936 mit der Möglichkeit einer vorherigen Kflndigung, die bis zum Ultimo des Jahres 1938 zu erfolgen hat, bis l. Juli 1939 verlängert. Auf Grund des neuen Vertrages wurden einige Z?hlungsbc-Stimmungen abgeändert. Griechenland wird in Hinkunft fQr Jugoslawische Waren 35% in Devisen und 65% In K-nipen-sationsbons bezahlen. Griechenland verpflichtete sich, jugoslawisches Getreide zur Gänze mit Devisen zti bezahlen, während für Holzkohle 50% in Devisen entrichtet werden. Für Touristen aus Jugoslawien wurden besondere Bons eingeführt, wonach sie täglich 1000 Drachmen angewiesen erhalten. Jugoslawien wiederum hat der Einfuhr griechischer Baum wolle und griechischer Gele Zugeständnisse gemacht. Die Im letzten Abkommen vorgesehene gemischte Kommission wird Zürich, 29. Juni. Nach der soeben erfolgten Unterzeichnung des jugoslawisch-schweizerischen Handelsabkommens hat Ministergehilfe Pi 1 j a mit der jugoslawischen Delegation Zürich verlassen. Das Abkommen tritt mit 1. August d. J. in Kraft und gilt für ein Jahr. Es umfaßt den Waren- und Zahlungsverkehr. Jugoslawien wurden Sonderkontingente für seine Artikel sichergestellt, besonders für Vieh und Viehprodukte, sodann für Pferde, geschlachtetes Geflügel und Holz. Die Devisen werden durch die berechtigten Banken gekauft. Durch dieses neue Abkommen wurde der Güterverkehr zwischen der Schweiz und Jugoslawien wiederhergestellt. In schweizerischen Handelskreisen, besonders in Zürich, wo die Verhandlungen mit den erzielten Ergebnissen glücklich beendet wurden, hat das Abkommen eine sehr sympathische Aufnahme gefunden. 454yaufen|ltr-3D(r6uno Will jemand Staubsauger, Schreibmaschinen, Photoapparate usw. durch Werbedrucksachen, Anzeigen oder dergleichen verkaufen, so begnügt er sich fast nie damit, die Ware zu zeigen, sondern er bietet sie an, erläutert sie, zeigt ihre besonderen Vorteile. Eben das nennt man werben! Will dagegen jemand die gleichen Wa rcn durch das Schaufenster verkaufen, 80 begnügt er sich, sie zu zeigen! Der Preis wird natürlich genannt; wenn es hoch kommt, auch ein empfehlendes Wort gesagt — und das wird noch oft vom Hersteller als fertiges Plakat geliefert! — und damit ist es aus! Ist das Werbung? Wer regelmäßig wirbt, bedient sich iiiler der Mittel zur Wirkungssteigerung, die schon so oft besprochen wurden: Er Kchafft Serien, gibt einen Gesamtüberblick usw. usw. Wo sieht man dergleichen im Schaufenster? Die Ware nur zu zeigen, alles andere aber dem Kunden zu überlassen, kann niemals aktive Werbung genannt werden. »Der Kunde soll ja in den Laden kommen; gleich neben dem Schaufenster ist die Tür!« Ja, tut er denn das so oft, wie man möchte? Leider nicht! — Und warum nicht? Diese Frage be-üntwortet das neueste Heft der »Geschäftserfahrung«. (Verlag für Wirtschaft und Verkehr. Ferkel <& Co., Stuttgart-O, Pfizerstr. 20) in einem sehr lesenswerten Aufsatz, der alle Werbungtreibende angeht, die mittelbar oder un-niittelbar das Schaufenster als Werbemittel brauchen. Es zeigt sich, das sich dabei mit verhältnismäßig kleinen Hilfen doch noch sehr viel an besserem Erfolg lierausholen läßt! Auch sonst enthält das neueste Heft dieser Zeitschrift wieder eine Fülle lesenswerter Abhandlungen, Anregungen, lirfahrungsberichte usw. aus dem Bereich «erfolgreichen und fortschrittlicher -Ge Kchäftsleute. Wer sich dazu zählt und immer wieder nach neuen Mitteln und Wegen sucht, seinen Betrieb durch Verbesserung des Absatzes und zugleich der innerbetrieblichen Organisation vorwärts zu bringen, der läßt sich am besten einmal ein Probeheft durch die näch ste BuchhandhiMjn oder unmittelbar vom ^'crlag kommen. V Mariborer Rindormarkt. Mari b o i, 20. Juni 1938. Auftrieb am 28. Juni be- trug; 7 Stiere, 70 Ochsen, 308 Kühe, 16 Kälber und 10 Pferde, zusammen 411 Stück, davon 240 verkauft. Es kosteten: Schlachtmastochsen 4.50 bis 5.40 Halbmastochsen 3.50 bis 4.50, Zuchtochsen 4.50 bis 6.—, Schlachtstiere 3.50 bis 4.75, Schlachtmastkühe 4.10 bis 5.25, Zuchtkühe 3.50 bis 4.50^ Beinlvieh 2.50 bis 3.50 Melkkühe 4.— bis 5.25, trächtige Kühe 4.— bis 5.—, Kalbinnen 4.50 bis 6.— u. Kälber 5.— bis 6.50 Dinar für das Kilogramm Lebendgewicht. Fielschpreise-Ochsenfleisch prima 10—12, Sekunda 8 —10, Stier-, Kuh- und Jungviehfleisch C bis 12, Kalbfleisch prima 10—14, Sekunda 8—10 und frisches Schweinefleisch 12— 16 Dinar für das Kilogramm. Auftrieb mit tel, Verkehr gut, Preise schwankend. X Zollabbau im Deutschen Reich. ~ B e r 1 J n, 28. Juni. Waren österreichischen Ursprungs sind bei der Einfuhr in das Altreich seit dem 26. März 1938 zollfrei. Nun wurde ein weiterer-Sch-''^ zur Vereinigung der beiden Wirtschaftsgebiete getan. Durch Verordnung vom 26. d. M., die am 1. Juli 1938 in Kraft tritt, hat der Reichsminister der Finanzen, um den Warenverkehr aus dem Altreich nach dem Lande Oesterreich zu erleichtern, für zahlreiche Waren die Zollsätze des österreichischen Zolltarifs aufgehoben. Es handelt sich Insbesondere um eine große Reihe von Waren auf dem Gebiete der Landwirtschaft und Ernährung, um die meisten Textilwaren — mit Ausnahme von Seide und Seidewaren — und um viele Waren aus den Klassen Leder, Metalle, elektrische Maschinen und Apparate, Instrumente und Chemie. Der Wert der Gesamteinfuhr aus dem Deutschen Reich nach Oesterreich betrug im Jahre 1937 158.3 Millionen Reichsmark, der Wert der nunmehr zollfreien Einfuhr etwa 30 Millionen Reichsmark. Dieser erst-; große Zollabbau umfaßt also etwa ein Fünftel des früheren Warenverkehrs. X Rekordernte in Ungarn. Der Samstag veröffentlichte amtlichc Saatenstand-bericht des Budapester Ackerbauministeriums stellt eine durch die Witterung der beiden letzten Wochen außerordentlich begünstigte Entwicklung der Saaten fest und teilt folgende Ernteschätzungen mit: Weizen bei guter Qualität 22,3 Millionen Doppelzentner (im Vorjahr 19.6 Millionen Doppelzentner), Roggen bei mittelguter Qualität 7.4 Millionen Doppelzentner. In Gerste und Hafer ist eine mittelgute Ernte zu erwarten. Auf Grund dieser noch immer sehr vorsichtigen Schätzung wird in Wirtschaftskreisen mit einer Rekordernte in den meisten Ge treidearten gerechnet. Aub dmr MmdMn ile&er Mr innere 6efretion Von Professor Dr. Erich Stern. (ATP) A^n spricht heute viel von der inneren Sekretion, von den innersekretorischen oder endokrinen Drüsen (auch Blutdrflsen); die Wissenschaft, die sich mit ihnen beschäftigt, hat in den letzten drei Jahrzehnten eine ungeheure Entwick lung genommen, und schon hat sie auch eine Reihe praktisch sehr wichtiger Resultate ergeben. Was ist »innere Sekretion«? Sekretion bedeutet Absonderung. Der Mensch besitzt eine Reihe von Organen, die gewisse Stoffe absondern, die Drüsen. P'' von ihnen produzierten Stoffe werden im allgemeinen nach außen abgesondert, so der Schweiß oder das Hautfett anf die Haut oder in Körperhohlräume, so der Speichel in den Mund, der Darnisaft in den Darm, der Bronchialschleim in die Luftröhrenä-ste usw. Hier erfüllen die von den Drüsen bereiteten und vermöge besonderer Ausführungsgänge an die bestimmten Stellen gebrachten Stoffe bestimmte Auf gaben, z. B. der Verdauung. Der Mensch besitzt aber noch auch eine Reihe anderer drüsiger Organe, die gleichfalls irgendwelche Stoffe erzeugen. Aber diese andere Gruppe von Drüsen hat keinen »Ausführungsgang« ( weshalb man auch von Drüsen ohne Ausführungsgang spricht), sie gibt die von ihnen bereiteten Substanzen an das Blut ab (deshalb Blutdrüsen), hier im inneren Betrieb des Organismus, entfallen diese Stof fe, »Hormone« genannt, ihre Wirksamkeit. Im Blute kreisend, kommen sie an ganz entfernte Stellen und üben dort einen Einfluß ans. Obwohl es sich um außerordentlich geringe Mengen handelt, sind diese Stoffe für den normalen Ablaut des Lebensgeschehens doch von ungeheurer Wichtigkeit, sie können jedenfalls nicht entbehrt werden. Doppelfunktion vieler Drüsen. Es gibt eine Reihe solcher innensekre-torlscher Organe: am bekanntesten in weiten Kreisen ist die Schilddrüse, jenes kleine Gebilde, das vor dem Kehlkopf aufgelagert ist. Aber es deckt noch ein^ Reihe kleinerer Organe, die Nebenschilddrüsen, die gleichfalls eine innere Sekretion aufweisen. Den Nieren - ifgelagert sind die Nebennieren, die in zwei verschiedenen Schichten mit verschiedenen Funktionen, Mark und Rinde zerfallen. Die Keimdrüsen haben nicht nur die Aufgabe, die Keimzellen zu bereiten, sie üben damit nicht nur eine »äußere« Sekretion aus, sie haben aucli eine innersekretorische Funktion. Die Bauchspeicheldrüse hat gleichfalls eine Doppelfunktion, sie erzeugt auf der einen Seite einen '""ft, der in den Darm ausgeschüttet wird und der Verdauung dient, auf der anderen Seite jedoch produziert sie eine Substanz, das Insulin, das ans Blut abgegeben wird und deren Fehlen die Zuckerharnruhr ver ursacht. Im Schädelinneren sind zwei Organe, die Epiphyse und die Hypophyse, eingeschlossen, von denen die Epiphyse wahrscheinlich die Hypophyse sicher, u. zwar eine außerordentlich mann' "ifache innersekretorische Funktion auszuüben hat. Daneben aber scheint auch die Thymusdrüse zu den endokrinen Drüsen ?m gehören, und anderen Organen, so der Magenschleimhaut wird von man- chen Forschern ehie innersekretorische Bedeutung zugeschrieben. Die einzelnen Drüsen sind nicht unai)-hängig voneinander, sondern stehen in mannigfacher Beziehung, sie beeinflussen sich wechselseitig. Mani^elnde Drüseotittiskeit und ihre Folgen. Eingehende Forschungen an Tieren u. Beobachtungen an Kranken haben uns manche Aufschlüsse über die Funktion der einzelnen Drüsen gebracht. Zusammenfassend kann man sagen, daß sie das Körperwachstum, den Stoffwechsel, dk' Geschlechtsfunktion und das Seelenleben weitgehend beeinflussen. So wissen wtr z. B., daß Unterfunktion der Schilddrüse erhöhten Fettansatz im Gefolge hat. Wir wissen aber auch, daß dieser auch durch mangelnde Funktion der Keimdrüsen bedingt sein kann, daß gelegentlich auch die Nebenschilddrüsen und die Hypophyse hier eine Rolle spielen. Auffallende Magerkeit wird nicht selten durch eine Steigerung der Schilddrüsentätigkeit hervorgerufen werden. Das Wachstum hängt in weitem Umfange von der Hypophyse ab. Aber in anderen Fällen sehen wir Wachstumstörungen auch bei einer Störung der Schilddrüsen oder der Keimdrüsentätig-keit. Die Geschlechtsfunktion steht sicher in Zusammenhang mit der innensekreto-rischen Tätigkeit der Keimdrüsen, aber auf der anderen Seite wissen wir doch auch, daß die Hypophyse, in manchen Fällen auch die Nebennieren für Störungen auf diesem Gebiete eine entscheidende Rolle spielen. Einfluß auf die Intelligenztätigkeit. Die Schilddrüse ist für die Entwicklung der Intelligenz sicher von größter Wichtigkeit. Die Intelligenzentwicklung bleibt bei einer Unterentwicklung der Schilddrüse zurück. Schilddrüsenüberfunktion steigert besonders die nervöse Reizbarkeit, führt zu Unruhe, Aufregung, Zittern usw. Es gibt aber Fälle, wo di" gleichen Erscheinungen durch Störungen der Hypophysentätigkeit eintreten können, Ueberhaupt gewinnt man und mehr den Eindruck, daß dieses kleine Organ, insbes^ondere der Vorderlappen der Hypophyse, eine ganz besondere Wichtigkeit hat und die anderen Drüsen weitest gehend bestimmt. Man hat in daher aucii als die »Meisterdrüse« bezeichnet. Bei dieser Verwickeltheit der Dinge ist es nicht mehr leicht, zu sagen, welche Drüse bei Störungen letzten Endes betroffen ist. In sehr vielen Fällen gelingt es aber aus der Vereinigung verschiedener Symptone doch eine Diagnose zu stcl len und damit zugleich die Grundlage zu schaffen für eine entsprechende Bohnnd-lung. fue dk H&dti h. Kalte Kräutersoße. 2 geschälte, gekochte, heiß passierte Kartoffeln werden mit 2 Eßlöffel überkochtem, ausgekühltem Essig, einen ,^chtel Liter Rahm, 1 Kaffeelöffel Zucker, 1 Prise Salz glatt verrührt, von fein gehacktem Petersilion-grün, Dille und Schnittlaucli je 1 Eßlöffel voll dazugemengt. Die Kräuter sollen erst kurz vor dem Auftragen eingerührt werden, da sonst die Farbe leidei. h. Ueberbackenc Kartoffel8cheit)eii mit Spargeigemüse, Große, runde KartoKeln werden mit der Schale gekocht, geschalt, in 4 Millimeter dicke Scheiben geschnitten, auf ein gut befettetes Hlocli gelegt, mit zcrquirltem, gesalzenem Ei bestrichen, dickt mit Reibkäse be^lrcut, für 8 bis 10 Minuten im heißen Rohr uberbak-ken, h. Streuselkuchen. In einem Weitlinj; werden 36 Dekagramm Mehl mit 1 Backpulver und 9 Dekagramm Staubzucker eingesiebt, mit 12 Dekagramm Buttermargarine abgebriiselt. 2 Eier werden mit einem Viertel Liter kaltem Teeabguß abgesprudelt, mit der abgebröselten Mehl niischung und einer kleinen Prise Salz zu .glattem Teig vermengt. Die Teiginasso wird fingerdick auf ein J^ut befetietos Randhlech gegeben, mit Kirschen besteckt. mit Streusel bestreut und im mit-^ telheißen Rohr ungefähr 35 Minuten zn goldgelber Farbe gebacken. — Streusel; [7 Dekagramm zerlassene Ruttcrmargarfm^ :^Mariborer ?eTfong« Nummer 14ft. 8 Frcffag, den 1. Jufl IflOT. werden auf einem Teller mit 10 Dekagramm gesiebtem, doppelgriffigem Mehl, 0 Dekagramm gesiebtem Staubzucker u. */« Kaffeelöffel Zimt mit einer Gabel so gemengt, daß sich ganz kleine KlUmp-chen bilden, zum Erhärten für 10 Minuten kalt gestellt, dann verwendet. Ii Wiener Kirscbenknödtl. 4 Deka-jiramm Butterniargarine werden mit l ganzen Ei und 2 Dottern gut abgerührt, 1 >5 Deziliter Milch, 3 Deziliter doppelgriffigem Mehl, 7 Dekagramm Semmelbrösel und etwas Salz gut vermischt, zuletzt >s Kilogramm abgezupfte dunkle Kirschen daruntergemischt. Die Teigmasse wird in eine gut mit Butter bestrichene Serviette gefüllt, zusammengebunden und IH Stunden, In Salzwasser hängend, gekocht. Auf der Schüssel in Scheiben geschnitten, mit in Butter gerösteten Bröseln und Zucker oder geriebenem Topfen, zerlassener Butter und '■tr.u'o/ucker zu Tisch gegeben. Ii Rheinländer Fisolenkranz. 1 Kilo- .,iaiiim junge, gut geputzte grüne Fisolen werden ungcschnitten in Salzwasser weichgekocht, vollkommen abgetropft in 4 bis 6 Dekagramm Fett mit 1 Eßlöffel ;tfläche hineingelegt und unter 1, i>-*uinor Farbe angebacken. h. Spargcigemüse. Drei Viertel Kilogramm gut geputzter Spargel wird in leicht gesalzenem Wasser unter Zugabe eines Stückchens Würfelzuckers weich gekocht, die mürben Spargelstücke klein geschnitten, der Rest passiert. Von je 4 Dekagramm Buttermargarine und Mehl wird helle Einmach bereitet, mit Spargelkochwasser aufgegossen, zu sämiger Soße gekocht, die Spargelstückchen und der passierte Spargel hineingegeben, mit etwas Maggiwürze abgeschmeckt, noch einmal aufgekocht und angerichtet. h. Bunte Brötchen. (Aufstrich mittags bereiten.) Saftbratenreste werden fein frschiert, mit etwas t Saft vermengt, in eine Porzellanschale gegeben, mit ein wenig zerlassener Butter übergössen, kalt gestellt. Am Abend werden Vollkorn brotschnitten mit der Fleischfasche bestrichen, mit fein geschnittenen Scheiben von Rettich und hartgekochtem Ei besteckt, mit gehackter Dille oder Schnittlauch bestreut. h. Eintopf (Selchfieisch). In einem Kochtopf werden 60 Dekagramm Selchspeck mit einer Mischung von 60 Dekagramm rohen Kartoffelscheiben und 40 Dekagramm geschälter, fein geschnittener Zwiebel mit IVs Liter kaltem Wasser Übergossen, zugestellt, langsam weich gekocht. dich mal mit anderen Dingen als mit der Landwirtschaft. Lies gute Bücher, nimm dir meinetwegen einen Lehrer, der es versteht, andere Interessen in dir zu wecken. Herrgott, du bist doch nicht dumm, die Welt fängt nicht mit Saatgut und Kartoffeln an und endet nicht bei Kühen und Schweinen. Es gibt doch noch mehr und Schöneres auf unserer Erde, um das es sich zu leben lohnt, das den Geist bildet und bereichert und ebenso notwendig ist wie das Brot, das auf deinen Feldern wächst und das Fleisch, das in deinen Ställen gedeiht. Daß du eine Frau hast, deren Geist reger und klüger ist als der deine, das braucht nun doch nicht immer so zu bleiben. Sieh zu, daß du dich ihr angleichst oder ihr sogar überlegen wirst. Interessen, die man heute noch nicht hat, können morgen geweckt sein, wenn man sie zu pflegen beginnt. Nimm das als eine Aufgabe, Peter, dann wird dir die Wartezeit leichter werden.« Peter stand am Fenster und schaute auf den Wirtschaftshof hinaus. Trotzdem hörte er aufmerksam zu. Wenn sich Widerspruch, Ablehnung in ihm regten, biß er die Zähne zusammen und schwieg. Vielleicht könnte man das tun, was Tante Carla vorschlug. Er hatte es selbst schon gefühlt, daß er es nicht mehr in Groß-Karschin aushielt. Vielleicht war es das beste, einmal hier herauszukommen, eine Reise zu machen, weit fort, wo möglich ins Ausland? »Ich will es mir überlegen. Aber . . . wozu soll es führen?« Oina war in Berlin. Gina stand wieder auf der Bühne, sie lebte jetzt ihr eigenes Leben und dachte wohl gar nicht mehr daran, daß sie und er es noch einmal miteinander versuchen könnten. »Sie liebt dich immer noch, Peter, ich weiß es, und es gibt Chancen genug, sie zurückzugewinnen.«; Tante Carla sprach jetzt wieder gütig aul' ihn ein. »Schreibe ihr, zeige, daß du Verständnis hast für ihr Handeln und lasse ihr den Weg zu dir offen. Behandle sie jetzt sehr zart und behutsam wie ein guter Freund. Gestehe ihr mutig ein, was du selbst verfehlt hast, und dann warte ab, was sich darauf entwickelt.« Nun widersprach er doch. »Das kann ich nicht, Tante Carla.« Du wirst es können. Liebe kann alles, und echte Liebe muß es auch fertig bringen, begangenes Unrecht einzusehen und zuzugeben. Glaubst du immer noch, daß nur Gina die allein Schuldige ist?Obnova« P. No-A'ak. .Turciöcva 6. 5993 Guleriwiteae Nihmaschiue billig zu verkaufenr LoSka ulica 2t Fnchs. 6301 Kleine Autogarage zu vcrmie ten. 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Man nimmt sich keine i-rau ins Haus u. lebt dann genau so wei ler wie früher. Ein Mensch, den man an sich bindet, ist keine tote Sache, kein Schmuckgegcnstand, der nur zur Liebe lind zur Freude da ist, und um dessen sonstige Eigenschaften man sich nicht zu künimern braucht. Er ist ein lebendiges Wesen un-d legt Verpflichtungen auf. Du hättest sagen sollen; Komm, laß uns noch einmal von vorn anfangen. Wir wollen es ganz anders machen. Wir wollen ims gegenseitig helfen und Geduld iriiteinander haben. Geduld, Peter, und Rücksichtnahme, die habt ihr beide nicht iiiifgebracht.<; Peter erhob sich heftig, stieß den Sessel zur Seite und lief im Zimmer auf und ah. ü>VVas nützt mir das jetzt? Nun ist es /u spät, Gma ist fort, und daß sie mich verließ, beweist, daß sie mich nicht jnehr liebt.« Tante Carla war ebenfalls aufgestanden, trat dicht an ihn heran und legte Dim die Hand auf die Schulter. ■»Du irrst. Gina liebt dich inina'r noch.<' Er lachte. Es klang spröde und spöttisch. »Nett, daß du mir das sagst, Tante Carla. Nur kann ich nicht recht daran glauben.« »Du wirst es noch glauben lernen, wenn du warten kannst.« »Worauf? Meinst du etwa, daß Gina eines Tages reumütig zurückkehrt? Und glaubst du, daß ich sie dann wieder mit offenen Armen aufnehme? Denke nicht daran. Ich habe mich bereits entschlossen, die Scheidungsklage einzureichen.« »Das wirst du nicht tun!« Jetzt wurde auch Tante Carla heftig. Ilire Stimme groUte zornig, und was sie ihrem Neffen sagte, das erinnerte Peter an längst vergangene Zeiten, als er noch ein Bub war und Tante Carla eine gewaltige Respektsperson, die es verdammt heraus hatte, ihn herunterzuputzen und ihtn seine Dummheiten und seine Eigensinnigkeiten auszutreiben. Seltsam! Ihm wurde fast wohl unter diesem Sturm. Da war mit einem Male Festigkeit und Halt in all der Wirrnis. Da war ein Mensch, der in seinem Zorn echt und wahrhaftig war und der es gut mit ihm meinte. Das fühlte er. Dann, als der Sturm verebbte, fuhr Tante Carla ruhiger fort: »Leide du nur, laß dich packen und durclTschöttein. Das tut nichts, Junge. Alles kann noch gut werden, wenn du vernünftig bist und wartest. Gehe auf Reisen, sie dich um in der Welt, zerstreue dich und lerne etwas dazu. Beschäftige Chefredakteur und für die Redalction verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der antwortlich DIfeklor STANKO DETELA. j-Mariborska tiskama« in Mariborc, — Für den Herausgeber und den Druck ver-— Beide wohnhaft In Maribor,