EchrWeitm,,: »«chaxsgafle Wr. 5. Tue** «i. II, ttttmtam. ectc*«•■»<: tigli* satt ta «•»»- i. Hn> t«not»n 11—11 D%i »am. »aWu»a »rrtrn id*t mnniMk ®>n-lrthiia »,<41 baildMMtt. Ill(ill|ai|ii ■tat lü 8il» M.soa Verwaltung: MathauSgasse 9b. 5. td legen, genau in meinem Range, ohne Bevorzugung befördert wurde. Abgeordneter Dr. Verstovsek hat die Behauptung aufgestellt, daß ich die junge Be« amtenfchaft in Sprachenfragen national korrumpiere. Er hat diesen Borwurs gestern mit aller Bestimm!» heil wiederholt. Demgegenüber stelle ich unter Be-rufung auf die Zeugenschaft sämtlicher Beamten bei-derlei Nationalität fest, daß ich weder schriftlich noch mündlich auch nur den leisesten Einfluß auf sie ge-nommen habe, um sie hinsichtlich des Sprachen-gebrauche« irgendwie zu beeinflussen, daß also auch diese Behauptung ganz und gar au» der Lust ge» griffen ist. Unwahr ist ferner, daß vier Fünftel der Steueramlsbeamten in Untersteiermark der floweni-schen Sprache nicht mächtig, dabei aber treue Hinter-träger und die besten Stützen deS deutschen Volks-rateS sind und daß deutsche Beamte vom deutschen BolkSrat angestellt, nach Uniersteieimark delegiert werden und von ihm Belohnungen entgegennehmen. Ist daS nicht eine unerhörte Verdächtigung, eine ungeheuerliche Beleidigung? Um die Behauptungen deS Abgeordneten Dr. Verstovsek über die EprachkenntniS der Beamten zu kennzeichnen, verweise ich au! seine Behauptung, daß der RechtSpraktikant Scheffeneger nicht slowenisch kann. Unter Berufung auf ihn als Zeugen und sein Maturitätszeugnis stelle ich tatsächlich richtig, daß dies unwahr ist, daß er vielmehr die Reifeprüfung aus .slowenisch" mit Vorzug abgelegt hat, ja, daß er sogar des Tschechischen in Wort mächtig ist. (Hört!) Abgeordneter Dr. Verstovsek behauptet, daß ohne Rücksicht daraus, ob der Anqeklagte deutsch verstehe oder nicht, der Vorsitzende und der Staats-anwalt ausschließlich in deutscher Sprache verhan- Der Teich hat eine ziemlich große Ausdehnung und ist ganz vom Walde eingeschlossen. DaS stille Wasser macht in dieser Waldeinsamkeit einen mächtigen Ein-druck. Vom Teiche auS folgen wir den Spuren eines Fahrweges und kommen bald in ein Wiesen-tal, an dessen Bache wir talaufwärts in die auf einen Hügel liegende Ortschaft Trennenberg gelangen. Es ist 11 Uhr. Bemerkenswert ist hier eine Gedenktafel an der Kirche, die zur Erinnerung an unseren Kaiser angebracht wurde, der hier im Jahre 1891 anläßlich eines Manövers weilte. In dem Gasthause, das an der Straße liegt, werden gute Weine und Sorgendorfer Bier ausgeschenkt. Nach einer einstündigen Rast überqueren wir die Straße, überschreiten wir eine kleine Anhöhe und kommen auf die Straße, welche von St. Georgen nach Seitz-kloster führt, in die Ortschaft St. Egydi 304 m. Die Straße steigt; wir gelangen in die Ortschaft Gora 463 m und haben bald den Sattel von 521 Meter Seehöhe erreicht. Die Aussicht nach Süden ist prächtig. Durch einen hochstämmigen Tannen-wald abwärts gelangen wir in die Talenge zur Ruine Seitz. Es ist 1 Uhr. DaS Karthäuserklofter wurde voni steirischen Markgrafen Ottokar Vll. im Jahre 1160 gegründet. Der Klosterbau dauerte 4 Jahre. Die Karthäuser sind ein Mönchsorden, auf Grund der Benediktinerregel vom heiligen Bruno gestiftet, der sich 1084 mit sechs Genossen in der Einöde Chartreuse in Frankreich dem Einsiedlerleben wid» mete. DaS Kloster nahm einen hohen Rang ein, verfiel aber später gänzlich in Unordnung. Selbst die Bauern, welche als Untertanen schwer bedrückt und grausam behandelt wurden, rotteten sich zusam-men und plünderten das Kloster 1630 und 1635. Einen Streifen Menschenhaut, den man im Kloster dein und daß nur deutsch« Urteile in Strafsachen herausgegeben werden. Dies ist unwahr und kann sich jeder vom Gegenteil dadurch leicht überzeugen, daß er solchen Verhandlungen beiwohnt und in die Akten Einsicht nimmt. Er behauptete auch, daß in einem kleinen Orte — er meint Rohitsch — eine ganz ruhige slowenische Gesellschaft von einem deutschen Richter in einer un-erhörten Weife deswegen angerempelt wurde, weil die Gesellschaft dort, auf slawischem Boden, slowenisch gesprochen hat. Ich stelle unter Berufung auf da» Ergebnis der gepflogenen Erhebungen tatsächlich richtig, daß in einem gewöhnlich nur von Deutschen besuchten Gasthause slowenische und tschechische Studenten den deutschen Männergesangverein in herauSsordernder Weise, insbesondere auch durch „Hochrufe" auf Ser-dien (Hört) provozierten und daß der Richter sich bemühte, die Deutschen vor Handgreiflichkeiten gegen-über den Provozierenden abzuhalten. Dr. Verstov« öek verdächtigt auch den Ministerialrat Dr. Paltauf im Justizministerium, daß er ein Anwärter der deut« schen Volksvertreter set und zu ihm vom VolkSrat Briefe hinausgehen. Unter Berufung auf ihn und die VolkSratSmitglieder als Zeugen berichtige ich tat-sächlich, daß nicht ein einziger Brief zwischen ihm und dem Volksrat gewechselt wurde, daß es sich also wieder um eine leere, vage Verdächtigung handelt. Dr. VerstovSek behauptete, daß nur zwei Ge-richte in Untersteiermark für Slowenen aufgehoben feien. Demgegenüber konstatiere ich tatsächlich, daß die Gerichte in Oberburg, Franz, Lichtenwald, Rann, St. Leonhard, St. Marein — und bis vor kurzem auch Friedau — mit slowenischen Gerichtsvorstehern besetzt waren, beziehungsweise heute noch find. Ist eS nicht eine unerhörte Beinzichtigung zu behaupten, daß man demjenigen, der slowenisch spricht gar nichts glaubt, demjenigen aber, der deutsch spricht, alles glaubt. Bedars eS gegen derartige unsinnige, sand und der von einer Schindung herrühre» soll, wird im Eillier Lokalmuseum ausbewahrt. 1782 wurde das Kloster ausgehoben. Eine hohe, alte Mauer, runde Befestigungstürme mit Schießscharten, vor der Mauer ein Wassergraben, inmitten der Mauern eine dachlose gothische Kirche, einschiffig, mit wunderschönen gothischen Fenster, aber alles ver-fallen, schuttersüllt, mit Unkraut bewachsen und grünen Epheuranken umflochten, da» ist da» heutige Bild der alten Karthause. Die Ruine und die an-grenzenden Waldungen sind Eigentum des Fürsten Windischgrätz. Ein Teil des Gebäudes ist noch er-halten und wird von einem Förster des Besitzers bewohnt. Im Klosterhofe stehen zwei Türme, der untere gleicht einer Kapelle, der obere ist vollständig geschloffen und hat gar keinen Eingang. Im zeiti-gen Frühjahre kann man hier zwischen den Mauer-trümmern unzählige wohlriechende Beilchen pflücken. Um halb 3 Uhr verlassen wir die Stätte ge-heimniSvollen Treibens und steigen auf wohlgepflegtem Waldwcge bergan über die Gonobitzer Berge. Der mit einem Kreuze bezeichnete Sattel hat eine Höhe von 732 w. Unser Weg sührt in unmittel' barer Nähe von der Ruine Tattenbach und der Kirche St. Anna vorüber, steil hinab nach dem Markte Gonobitz 332 w. Es ist 4 Uhr. Einige Minuten vor 5 Uhr fahren wir mit der schmalspurigen Landesbahn von Gonobitz nach Pöltschach und um 6 Uhr mit der Südbahn nach Eilli, woselbst wir gegen 7 Uhr abends eintreffen. Man kann auch über Hochenegg und Sternstein, oder über St. Georgen und Doll nach Seitzkloster gelangen; dieser hier beschriebene Weg ist von Eilli aus aber der schönste und ab-wechslungSreichste Fußweg. F. P. S«ite 2 Deuifche Wacht Nummer 26 unmögliche Behauptungen noch irgendeines Gegen-beweiieS? Abg. Dr. VerStov^ek hat, nebenbei bemerkt, ganz den Fall übersehen, wenn zwei Slowenen oder zwei Deutsche vor Gericht stehen. Was wird denn dann geschehen? Weiter stelle ich tatsächlich fest, daß die Er« Hebungen ui den von Dr. Berstovfek dem Justiz-minister angezeigten Mahrenberger Fällen, wovon er sich zuständigen Ortes leicht hätte überzeugen können, dargetan haben, daß der angezogene Richter in allen diesen Fällen vollkommen korrekt vorgegangen ist und daß daher die daran geknüpften Beschuldigungen, insbesondere die Beschuldigung, daß er Zeugen zu falschen Aussagen verleitet habe, unwahr Jjffr Und nun, meine Herren, komme ich zu dem größten Gravame», das er vorgebracht hat. Doktor BersiovZek hat iu seiner von ihm angezogenen Rede behauptet, daß ein Angeschuldigter infolge der Sprach-Unkenntnis des UntersuchungSrichterS zum Tode ver-urteilt worden sei. (Hört!) Meine sehr geehrten Herren! Es handelt sich um den Fall Bcatuscha. Der betreffende Beschuldigte ist sowohl der sloweni-schen als auch der deutschen Sprache mächtig, der Untersuchungsrichter, der jetzige Siaatsanwalt in Laibach, ist sowohl der deutschen als auch der slo-wenischen Sprache mächtig und der Beschuldigte hat bereits, bevor er vor den Untersuchungsrichter ge-stellt wurde, der Gendarmerie gegenüber ein Ge« ständnis abgelegt. (Hört!) Er wiederholte dieses Geständnis in allen Details vor dem Untersuchung«-richter, er wiederholte dieseS Geständnis vor dem Schwurgericht«. Der Schwurgerichissenat bestand aus drei Richtern slowenischer Rationalität (Hört! Hört!), die Geschworenendank war zumeist mit Slowenen besetzt. Der Verurteilte wiederholte nach der Schwur-gerichtsverhaudlung, vor dem Vorsitzenden, der doch gewisse Bedenken hatte, neuerdings auf die Folgen, daß er ja möglicherweise gehenkt werden kann, auf-merksam gemacht, sein Geständnis mit dem aus-drücklichen Bemerken, er könne nichts anderes sagen, als was er gesagt habe. Er wiederholte dieS auch bei den Visitationen in der Strafanstalt. Sein« Frau, meine Herren, hat ebenfalls ein Geständnis abgelegt. Das Wiederaufnahmöversahren hat dargetan, daß sie dieses ebenfalls unrichtige Geständnis deshalb abge« legt hat, weil sie von ihren, Beichtvater, der ebenso wie die ganze Bevölkerung von der Schuld ihres Mannes und ihrer Schuld überzeugt war, in bester Absicht bewogen wurde — direkt oder indirekt, das weiß ich nicht — ein solches Geständnis abzulegen. Dieser Fall wurde im Hause wiederholt aufgeklärt und ich glaube, auch der ehemalige Justizminister Dr. Klein hat in Beantwortung einer Interpellation eine genaue Ausklärung dieses Falles gegeben. Dr. BerstovSek hätte leicht Gelegenheit gehabt, sich hier-von durch Einsicht in das stenographische Protokoll zu überzeugen. llm aber, meine Herren, etwas ganz charakteri-stifch'S für die Behauptungen des Abg. Verstovsek hier anzuführen, verweise ich aus seine Behauptung, daß slowenische KvnzeptSbeamte im „steiermärkischen KonzeptSamt" — waS für ein Amt ist, dürfte nur Dr Berstovfek wissen, er meint offenbar die Finanz^ behörden — durch Verfolgungen und Vernaderungen gezwungen wurden, in die Dienste anderer Äronlän« der einzutreten oder auS dem Dienste auszuscheiden. Er nannte untel anderen mir nicht bekannten Namen auch die Namen Dr. Pototschnig und Dr. Kermau-»er. Nun ist es vollkommen unwahr, daß dies« Herren in ander« Länder versetzt wurden. Dr. Po-totfchnig ist heute Finanzrat in Eilli, Dr. Kermauner Finanzrat in Graz. (Heiterkeit.) Aber, meine Herren, sie sind auch nicht die verfolgten Slowenen, denn diese beiden Herren sind Beamte deutscher Nationalität. (Heiterkeit.) Ich begnüge mich mit diesen wenigen Beispielen und angesichts dieser und anderer Behauptungen, die mit den Tatsachen in so eklatanter Weise in Wider« spruch stehen, hatte nun der Abg. Verstovsek den Mut, mich wegen meines Vorwurfes in so unerhör-ter Weife herauszufordern und zu verunglimpfen. Ich glaube, die Ruhe voll bewahrt zu haben. Man hat hier im hohen Hause schon einmal früher in unglaublicher Weise über die Richter losgezogen. Es hieß damals (liest): „Die Verhältniße bei unseren Gerichten sind derartig«, daß eS die höchste Zeit ist, in dieser Hinsicht aufzutreten. Die Ungerechtigkeiten sind so groß und werden so schamlos vor der gan-zen Oeffentüchkcit verübt, daß im Volke das Ver-trauen zum Gericht« schon tief gesunken ist. Ein Volkssprichwort sagt schon bei unS: Wenn du Recht finden willst, gehe nicht zum Gericht." Und weiter (liest): „Doch wie ist «S bei unS ganz anders: in zwei Dingen zeigt sich bei der Mehrzahl unserer Richter eine große Korruption. Sie machen unge-rechlerweise Unterschied zwischen dem Reichen und dem Armen .... Der Arme wird ohn« Erbarmen angeklagt und v«rfolgt, dem Reichen aber wird durch die Finger gesehen; wenn jemand etwa» Höheres ist, kann er schon ein großer Lump sein und der Staat?-anwalt steht ihn nicht." Und weiter (liest): „Man vergleiche nur die Strafen, zu welchen die R ichen oder die Armen verurteilt sind." Und zum Schluss« (liest): „DaS Maß ist voll ... . Wir fordern alle unser« Gesinnungsgenossen auf, unS jeden Fall rich« terlicher Parteilichkeit mit Beweisen und Abschrift deS Urteils einzusenden und wenn wir nicht JudaS-Handlungen verhindern können, werden wir wenig-stens daraus schauen, daß nicht Judasbelohnungen er« halten werden." Nun, meine sehr verehrten Herren, das galt damals nicht den deutschen Richtern, sondern den slowenischen Richtern. Wer aber diese schweren Vorwürf« vorbrachte, das waren nicht deutsche Ab-geordnet«, sondern Abgeordnete von der Partei des Dr. Verstovsek (Hört! Hört!) in einer Jnterpella-tion, und man steht — es handelte sich eben um slowenische Richter, die angeblich der liberal«» Rich-tung angehören —, daß für das Vorgehen und das Urteil dieser Herren nicht nur die Nationalität, fon« dern auch schon die Parteizugehörigkeit bestimmend ist. Ich bin jederzeit bereit, offen und ehrlich für meine Richtigstellungen und die Wahrheit meiner Behauptungeu einzutreten und werde mich durch keinerlei Drohungen auch nur im geringste» davon abhalten lassen, sür diejenigen einzutreten, die sich hier nicht selbst schützen und verteidigen können. Mit Ruhe überlasse ich das Urteil über mein Vorgehen dem hohen Hause. (Lebhafter Beifall und Hände« klatschen.) Wie gründlich dieser „Gentlemann" Dr. Verstovsek durch dies« Rede Marckhls abgeführt ist, kann man auch auS dem Kommentar entnehmen, mit dem „Slov. Narod." davon Notiz nimmt. Das slo-wenischliberale Blatt schreibt: „Marckhl war in der Lage, wirkliche Beweise sür die Lügenhaftigkeit und Unaufrichtigkeit der Partei zu erbringen, in deren Namen sich Dr. Verstovsek für die slowenische Sache ereifert«. Marckhl hat dem Haus« mit Er-folg bewiesen, daß es sich den slowenischen Kleri-kalen nicht um ein« ernste nationale Angelegenheit handelt, sondern nur um ein Agitationsmitttl. Heute treten sie sür die Belange der slowenischen Richter und Beamten gegen die Deutschen, morgen aber für die Belange der klerikalen Partei gegen die flowe-nifchen Richter und Beamten auf. Abg. Marckhl enthüllt« dem Parlament die Schande einer Partei, die heute über deutsche Korruption bei den Gerichten schreit,während sie gestern in abscheulicher Weise jene slo« wenischen Richter verleumdete und in den Kot zerrte, die ihr nicht dienstbar sein wollten. Mit tiefer Be« schämung mußten die slawischen Abgeordneten hören, was der klerikal« ..Slovenec" über sein« eigenen Volksgenossen schreibt, die in der Justiz und Ver-waltung tätig sind. Die pathetischen Reden des Dr. Verstovsek wiegen nicht einmal «in Zehntel des mora» lischt,, Schadens auf, den die slowenische Sprache im Parlament heute erlitten hat . . . ." Alig. Marckhl zur Wthr-gesrtzvorlagr. (Schluß.) Daß die Eiusührung der zweijährigen Dienst-zeit eine Erhöhung des R«krutenkontingentS «rfor dert, ist selbstverständlich, und eS ist eine solche um 29.200 Mann vorgesehen. Ebenso unbestritten dürste es sein, daß die in Aussicht genommenen Neuausstclluugen im großen und ganzen, insbesondere insoweit sie das Artillerie» und Trainwesen, sowie die modernen Verkehr»- und technischen Hilfsmittel betreffen, einem Gebote drin-gendcr Notwendigkeit entsprechen. In dieser Bezieh-ung wäre nur aufzuklären, wie die bndgetäre Durch-führung der Beteilung der beiden Landwehren mit Artillerie gedacht ist. Aber, meine Herren, Bedenken bestehen hin-sichtlich der Notwendigkeit und Art der in Aussicht genommen Sanierung der Stäudc. Die Stände sind zu schwach. Darunter leidet die Schulung und Ausbildung der Offiziere und Mannschaften sür den Ernstfall. Die Erziehung zum Selbstvertrauen ist außerordentlich erschwert. Im Ernstfall ergänzen sich diese nicht im wünschenswerten vollen Maße ge« schulten Stände bei der Infanterie und Jägertruppe um mehr als das Doppelt« durch eine dem Dienste mehr oder weniger «ntwvhnt« oder infolge der gegenwärtigen ungünstigen LebrnSverhältnisse oft entkräftete Reservemannschaft. Deutschland wie auch andere Staaten — das wurde ja auch schon von mehreren Herren Vorrednern betont — weist weit höhere Stände aus. Die Erziehung und Ausbildung ist daher intensiver, die Ergänzung sür den Ernstfall mit keiner Schwächung der Schlagkraft des Heeres verbunden. Die Erhöhung der Stände bis zu dem Maße, wie sie Deutschland hat, ist aber bei dcr großen Zahl der Formationen oder — worauf der Herr Abg. Leuthner verwies — von Bataillonen deshalb ausgeschlossen, weil wir für ein solches Maß weder die personellen noch finanziellen Mittel auftreiben können. Ich möchte hier einschalten, daß in Deutschland «in« Jnsanterieiruppendivision fast doppelt so-viel kostet als in Oesterreich, wobei die höhereu per-sonellen Bezüge kaum ausschlaggebend sind. In dieser Beziehung wird von fachmännischer Seite darauf verwiesen, daß Oesterreich-Ungarn im Frie-den 48 Jnfanterietruppeudivisionen hat, also eben« soviel wie Deutschland, was in keinem Verhältnis zu den beiderseitigen Einwohnerzahlen stehe und waS außer der geringeren Stärke der einzelnen Formationen auch noch zur Folge habe, daß eine deutsche Jnsauterietruppeudivision mehr als doppelt soviel Geschütze ausweist. Von fachmännischer Seite wird daher die An-schauung vertreten, daß die Zahl dcr Infanterie-truppendivisivnen unserer Armee im Frieden entspre-chend dem Verhältnisse der Einwohnerzahl, also etwa auf 34 bis 36, vermindert werden solle, was von selbst eine Verstärkung der Stände, bessere AuS-bildungsmöglichkeit, eine ausgiebige Ausstattung mit Artillerie und eine Ersparnis an Offizieren, die so-dann besser gestellt werden könnten, zur Folge hätte. Es wäre dann auch möglich, in bezug auf das Offizierskorps dem hinsichtlich der Zivilstaatsbeam-ten fo oft ausgesprochenen Grundsatz: „Lieber we-niger, diese aber besser gestellt" Rechnung zu tra-gen, also auf diesem Wege daS Resultat zu erzie« len, das Abg. Leuthuer durch Auslassung der vierten Bataillone erreichen will. Es unterliegt keinem Zweifel, daß dies« An-schauung erwägenswert ist. Ich will aber auch die dagegen geltend gemachten Argumente nicht unerwähnt lassen, daß nämlich «ine vollständige Um-krempelung unseres Systems der Ergänzung auf den Kriegsfall in das in Deutschland eingeführte System notwendig wäre, woselbst im Kriegsfalle mindestens 24 neue Reservetruppendivisionen aufge-stellt werden, während bei uns lediglich die bestehen den Formationen — ob unter Aufrechterhaltung der Schlagkraft, ist, wie erwähn», sehr fraglich — ver-stärkt werden, daß weiters die verhältnismäßig große Zahl der Formationen notwendig fei, im Hin-blick auf das in Betracht kommende Terrain und den Umstand, daß die östcrreichisch-ungarische Armee voraussichtlich mit drei oder vielleicht auch vier Kriegsschauplätzen zu rechnen hat, daß angeblich unser System eine rascher« Mobilisierung ermöglicht und daß endlich daS deutsche System bedeutend teurer zu stehen kommen soll und außerdem ein durchweg« intelligenteres Rekrutenmaterial vor-aussetzt. Auch einer zweiten Anschauung will ich Raum geben, die dahin geht, durch Verschmelzung der Landwehren mit dem stehenden Heere, die wohl auch budgetär durchführbar wäre, die Erhöhung der Stände und die sonstigen erwähnten Vorteile, di« mit der Verstärkung der Stand« verbunden sind, zu erzielen. Dafür spricht der Umstand, daß zur Ausrecht-erhaltung der Landwehren als separate Körper kein ausschlaggebender Grund angeführt werden kann, da sie im Krieg wie auch im Frieden den gleichen Zwecken dienen und, wie das stehende Heer Formationen der ersten Linie bilden. Dabei würde man zwei Kriegsministerien — die Landesverteidigungs Ministerien sind ja im Grunde nichts anderes — und mit Rücksicht auf deren ziemlich großen Perso-nalstand einen nicht unbedeutenden Aufwand ersparen. Nur nebenbei erwähne ich, daß daS preußische Kriegsministerium bei 17 Armeekorps einen Perso« nalstand von 120 Offizieren ausweist, während un-scre drei Kriegsministcrien — wenn ich sie so neu nen darf — bei 16 Armeekorps einen solchen von 400 Offizieren ausweisen. Allerdings muß man bei diesem Gedanken wieder mit den separatistischen.Wünschen und Träu men unserer Nachbarn jenseits der Leitha rechnen, MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Hans und Familie. fcft „Deutschen Wacht" in Killt._______ Nr. 13 .Die KSdmart" erscheint jeden Sonnlag als unentgetttich« Beilage für die Lese, der .Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sadmart" nicht käuflich- 1912 Wutierließe. Eine Erzählung von Marie Böhm. Mutterliebe, Mutterglück, schönste, reinste Her-zenswonne! Keine andere Liebe, auch wenn sie noch so heiß, noch so stark, kommt ihr an Tieft, an Reinheit gleich. Solange die Welt besteht, haben Dichter und Sänger der Mutterliebe, der Mutter-treue Lob iu Gedichten und Liedern gefeiert; ja auch auS Kindermund schallt uns oft das innig-schöne Lied entgegen: „Muttersprache, Mutterlaut, wie so wonnesam und traut; erstes Wort, daS mir erschal-let, süßes, erstes LiebeSwort. Erster Ton, den ich gelallet, Klingest ewig in mir sort." Und wem ist es nicht bekannt, das sinnige, tiefempfunde Gedicht von dem rauhen KriegerSmann, der nach langjähri-ger Abwesenheit endlich in seine Heimat zurückkehrt und sein Mütterlein nicht mehr unter den Lebenden findet. Da pocht er in dunkler Nacht an der Fried» hosSpsorte an und weckt den Totengräber aus sried^ lichem Schlummer, indem er mit herrischer Stimme ruft: „Wach auf, wach auf, Du greiser Mann! Tu aus die Tür und nimm den Stab, Mußt zeigen mir ein teures Grab.* Als er dann vor dem schmalen Grabe steht, das ihm der alte Mann als dasjenige des nun in Gott ruhenden Mütterleins be-zeichnet, schüttelt er nach einer Weile das in stummer Trauer tiesgeseukte Haupt und spricht: „Ihr irrt, hier wohnt die Tote nicht! Wie schlöß' ein Raum, so eng und klein, Die Liebe einer Mut« tcr ein?" .Wohl ihm, dem Weibe, dessen Leib gesegnet, unter dessen Herzen eine zarte Menschenblüte ihrer Entfaltung entgegenreift und dessen Leben dadurch ein geheiligtes, ein geadeltes ward. Wer beschreibt den hehren Moment, wenn der jungen Mutter er-steS Kind nach dem Bade in ihre verlangend geöff-neten Arme gelegt wird. Alle vorangegangene Sorge, alle schmerzvolle Pein ist vergessen, ist unter- getancht in dem beseligenden MuttergesÜhle, das die Mutter ihrem Kinde entgegenbringt. Die ersten Tränen des reinsten MutterglückeS fallen auf das winzige, rote Gesichtchen mit den noch fest geschlos-senen Aenglein darin, den ersten Kuß hauch! die junge Mutter auf das ernste klein« Mündchen und angstvoll betrachtet sie ihr Kind, ob eS wohl ganz ohne Fehl sei. Die reinsten, unvergeßlichsten Freu-den bereitet sich die junge Mutter, wenn sie nach den schweren LeidenSwochen in neuerstandener Schönheit und Frische erblühend, ihr von Tag zu Tag sich reizender entwickelndes Kindchen womöglich selbst betreut. Welch unbeschreiblich wonniges Gesühl daS Herz der glücklichen Mutter höher schlagen läßt, wenn sie mit liebendem Blick das winzige Etwas, ihr Fleisch und Blut an sich drückt, mit dem sie sich eins sühlt, daS in seiner Hilflosigkeit den sichersten Schutz und die hingebungsvollste Treue nur am Mutterherzeu findet. Wenn dann das Kind heran-wächst und seine Sinne sür die Außenwelt rege werden, welch' heimlich süße, unvergeßliche Augen-blicke der Freude bereitet es der Mutter, diese er-sten seelischen SinneSäußerungen ihres Kindes zu beobachten. Sie sieht das erste noch traumhafte Lächeln über ihres LirblingS Gesichtchen huschen, sein erstes Lallen erfüllt ihr Herz mit Wonne; sie leitet ihres Kindes ersten Schritt mit fürsorglicher stützender Hand uud wenn eS einmal erkrankt, betreut sie es mit liebevollster Hingebung und sühlt alle Wonne des Himmels, wenn es ihrer ausopfern-den Pflege gelingt, es dem Leben wiederzugeben. ES gibt Mütter, deren Leben ein einziges Opfer an Liebe und selbstloser Hingebung bedeutet; Mütter, die imstande sind, aus nachsichtiger Liebe, ihrer besseren Einsicht entgegen, ihre eigene Persönlichkeit, ja ihr ganzes Sein dem Willen und den Wünschen ihrer Kinder unterzuordnen, um sie glücklich zu machen. Vor mir auf dem Tische liegt eine schon «twaS verblaßte Photographie, die mir zufällig beim Durch- sehen alter Briefschaften in die Hiwde fiel. Da« Photo stellte «in« kleine Familie dar. In dem In-»enraum eines eleganten Wohngrmache«' sitzt eine junge, vornehme Frau auf einem gepolsterten Stuhle. Aus ihrem Schoße ruht ein nur mit einem Hemd-chen bekleidetes, rundliches pauspäckiges Kindchen, auf daS die junge Mutter selig lächelnd herabsieht. Hinter den Beiden steht ein schlanker, Hochgewachse, ner junger Mann, der die Hand um die Schulter der Frau gelegt, mit träumerisch-glücklichem Blick da« liebliche Bild vor ihm umschließt. Als mir dieses Bild als freundschaftliche Widmung überreicht wurde, stand das Glück der jungen Ehelente noch in seiner vollsten Blüte. Die äußeren LebenSnm stände stimmten bei dem Paare aber auch vollstän-dig überein. Beide jung, schön und sehr gut situ-tert, kannten sie daS Leben nur von der schönsten Seite und als sich erst ein Kindchen, ein süßes rosige« Mädelchen einstellte, da wurde das seelisch-harmonische Band, daS die beiden Glücklichen um-schlang, nur noch inniger und fester. Doch wie eS schon einmal im menschlichen Le-ben geht, daß kein Glück gänzlich ungetrübt, kein Glück ohne Schatten ist, so traten nach einigen Jahren eines beispiellos reinen Eheglückes auch die Gespenster der Sorge und des Leides in nie geahn. ter Stärke an sie heran. Der noch im jugendlichen Alter stehende Mann wurde krank, bedenklich krank. Ein Lungenleiden, das übrigens schon einige seiner Vorfahren dahingerafft, dem er anfangs nur wenig Beachtung geschenkt hatte, ergriff ihn und da nach Ausspruch der Aerzte, der Keim des Uebels schon lange in ihm gesteckt haben mußte, machte eS in kürzerer Zeit rasend schnelle Fortschritte. Die Frau, die ihren Gatten über alles liebte, machte die ver-zweifeltsten Anstrengungen gegen die tückische, schlei-chende Krankheit mit allen möglichen, ihr nur zu Gebote stehenden Mitteln in schärfster Weife zu Felde zu ziehen. Doch wie sie auch kämpfte, wie sie auch den Leidenden umsorgte und umhegte, sie unterlag doch in dem ungleichen Kamps« und die unerbittliche Zerstören» ihres Glückes, die furcht-bare Krankheit, blieb Siegerin, um den unheim-lichen Sensenmann, den Tod, die Herrschast abzu-treten. Eines schönen Tages — eS war an einem milden, tauenden BorfrühlingStage — kniete sie in saffungSlosem Schmerze händeringend an der Bahre ihres fast bis zur Unkenntlichkeit abgemagerten ar-men Mannes ... Die trostlos« Witwe zog sich nun mit ihrem Kinde, dem holden Vermächtnisse ihr«» Gatten, in die Einsamkeit deS Landlebens zurück. Hier verweilt« sie, in treuem Gedenk«» des teuren Verstorbenen lebend und sich fast ausschließ- lich nur ihrem übchlerchen widmend, rlnlge Jahre. Später, als die Notwendigkeit «iner höheren All«» bildung ihres Kindes es erfordert«, zog die Witwe in eine größer« Provinzstadt, wo sie auch mit der Zeit einen kleinen, ihr zusagenden Kreis gleichge-sinnter Freunde und Freundinnen fand. In ruhigem Gleichmaß verflossen nun die Tag« der jungen Witwe, Tage, deren stille Einförmigkeit nur durch daS muntere Plaudern und heilere Lachen ihres heranwachsenden Töchterchens angenehm unterbrochen würd«. Zwar bot sich der erst vicrund» dreißigjährigen schönen Frau genug Gelegenheit, durch ein« Heirat ihr einsames Leben wieder ab-wechslungS- und inhaltsreicher zu gestalten, doch kei-ner der mitunter sehr ansehnlichen, gutsituierten B«-werber hatte die Macht, die wehmutsvoll« Trauer um den geliebten Verblichenen, dem sie in ihrem Herzen eine seltene Treu« bewahrte, auS ihrer Er-innerung zu löschen und keinem traute sie daS Maß von Geduld und Liebe zu, ihrem leider schr zarten, wegen seiner schwachen Körperkonstitution stet« schonungsbedürftigem Kinde «in guter, nachsichtiger Vater zu werden. So vergingen die Jahre . . . Frau Marion» nenS Tochter war nun in daS Alter gekommen, wo da« Kind zur Jungfrau erblüht. Gret« war groß, schlank — sast überschlank — und unleugbar hübsch, aber von überaus zarter, bleicher Gesichtsfarbe. Die um das Wohl ihrer Tocht«r stets besorgt« Mutter betrachtet« ihr Kind ost mit heimlichem Bangen, denn wie ein drohendes Gespenst wollte sich die zitternd« Sorg« in ihr dumpf klopfendes Herz schleichen, daß sich Gret« keiner rechten Gesundheit erfreu«, daß der Keim der Krankheit, die ihren armen Vater so frühzeitig dahingerafft, auch in ihrem zarten Körper steck« und somit zu befürchten stand, daß bei dem geringsügigsten Anlaß, nach einer heftigen Erkältung oder nach großen seelischen Er-regungen daS tückische Leiden zum Ausbruche käme. Nach einiger Zeit schien es, als ob die sorgende Mutter mit ihrcn V«sürchtuugeu recht behalten sollte, denn Grete litt an hochgradiger Bleichsucht, dem sich aus «inmal ein trockener Husten, verbunden mit fieberhaften Schwächezuständen, zugesellt«. Sofort berief die von diesen Krankheitssymptomen sehr er-schreckt« Mutter den Hausarzt, der ihr Töchterchen schon seit langem behandelte; sie bat ihn allen Er»-steS, ihr ohne Umschweife reinen Wein «inznschen« ken, wie er über das Leiden ihres Kindes denke. Der Arzt, der, um die ängstliche Mutter zu schonen, früher immer nur tröstliche, beruhigende Diagnosen gestellt hatte, erklärte ihr nun, ihrem Drängen nach-geb«nd, daß Grete an der Lunge erkrankt sei und bafi eine tinb «tjentueQc £>cilutig nur durch einen längeren Aufenthalt in südlicher Gegend zu erhoffen wäre. Da Gefahr im Verzüge sei, wäre eine schleunige Abreise dringendst geboten .. . Am übernächsten Tage schon trug der Eilzug Mutter und Tochter in rastloser Schnelligkeit ihrem Ziele, einem herrlich gelegenen Seebade an der italienisch-istrianischen Küste zu. Hier mieteten sie ein Häuschen in der nächsten Näh« des Strandes, mit der Aussicht auf das unermeßlich weite blaue Meer. O, welche Pracht, welche Paradiejesschönheit bot sich da ihren entzückten Blicken! Gar nicht satt sehen konnten sie sich an d«r wunderbaren Szenerie, an diesem stets wechselnden, hochromantischen Bilde; dazu die balsamisch weiche Lust, die sich kosend auf die Nerven legt, deren heilsame», belebenden Hauch die davon ganz Berauschten in durstigen Zügen ein« sogen ... Ein neueS Leben, ein immer rauschender Ge-snndbrnnnen schien sich für Grete, die schon seit einigen Monaten achtzehn Jadre zählte, aufgetan zu haben. Schon nach wenigen Tagen fühlte sie sich kräftiger und frischer. Im Verlaufe von einigen Wochen verschwanden die Hustenanfälle ganz von selbst; der Appetit hob sich und in daS zarte Ge-sichtchen trat daS freilich oft sehr täuschende Rot der Gesundheit. Eine große, doch noch immer recht zaghafte Freude stahl sich in daS Herz der Mutter. Stolz erfüllte sie, wenn sie, auf einer Promenaden-dank sitzend, den elastischen, geschmeidigen Beweg»»-gen ihres schönen Kindes mit den Blicken folgte, das sich mit einigen jungen Herren und Damen ihreS schnell erworbenen Bekanntenkreises im Lawn-Tennisspiel übte ... Zu den eifrigsten Spielpart-nern Gretes gehörte auch ein hochgewachsener hüb-scher Mann, der, wie es der sie beobachtenden Mut-ter schien, aus ihre bisher nur feiten mit junge» Herren in Berührung gekommene Tochter einen große» Eindruck machte. Der nicht nur durch sein AeußereS sondern auch durch sein Benehmen sehr sympathisch wirkende, höchstens sechsundzwanzig-jährige junge Mann, der, von einem heftigen Ge-lenkSrheumatiSmus kaum genesen, zum Kurgebrauche l» dem ihm empfohlenen Seebade feit einigen Wochen weilte, hatte sich hier, wie er in freudigem Tone immer wieder versicherte, schon sehr erholt und gekräftigt. Reich, unabhängig und alleinstehend — feine Eltern starben noch in jungen Jahren — genoß er das Leben nach feiner Weife. Er betrieb allerlei freie Künste, wie Male», Musik und ein wenig Schriftsteller«. Nebenbei huldigte er, soviel eS sein oft recht leidender Körper ihm gestattete, b*m startenden etnntDcignAgin, nam(ntU4 btm Lawn-Trnni«spiel, in dem er Meister »ar. In kurzer Zeit entwickelte sich zwischen Grete und Hans von Ebenstein ein« Freundschaft, die, wie «S der Mutter manchmal schien, weit über das Maß der gewöhnlichen Badebekanntschast hinausging. Hans war bald der unzertrennliche Begleiter ihreS Töch-terchenS, deren leuchtende Blauaugen nur zu deut-lich die in ihrem bisher noch unberührt gebliebenen Herzen aufkeimenden Gefühl« der Liebe und Sehn« sucht verrieten. Die Mutter sah die sich so rasch entwickelnde Zuneigung zwischen Grete und Hans, den sie seiner vortrefflichen, liebenswürdigen Eigen« fchaftcn wegen mit fast mütterlicher Liebe in ihr Herz geschlossen, mit täglich zunehmender Angst und Sorge. „Mein Gott," dachte sie zitternd, „wie wird daS enden?" Sie wußte aus gelegentlichen Aeuße-rungen des übrigens sehr tüchtigen Badearztes, daß Gretes Gesundheit immer noch auf sehr schwachen Füßen stehe und daS arme Kind trotz seines jetzigen blühenden Aussehens und Wohlbefindens einer zar-ten, schwache» Treibhauspflanze glich, die der erste rauhe Windstoß zu knicken imstande war. — „O grausames Geschick, o furchtbare Pein," jammerte sie oft in heimlicher Seelenangst, „die einer lieben-den Mutter deu Zwang auferlegt, zwei edle Herzen, die sich in Liebe gefunden, sür immer trennen zu müssen ..." Und doch, so oft Frau Marianne es sich auch vornahm, es fehlte ihr der Mut und die nötige Energie, diesem gefahrdrohenden, unhaltbaren Per-kehre der beiden Verliebten ein rasches Ende zu bereiten, bis sie sich endlich einmal, vom vielen Grü« beln und Denken ganz zermürbt, dazu entschloß, dem Arzte, der ihrer Grete mit fast väterlicher Zu« neigung entgegenkam, ihren Kummer anzuvertrauen. Sie beichtete ihm in einer heimlichen Unterredung all ihre Sorgen und Besürchtungen und schloß mit der flehentlichen Bitte, der Herr Doktor möge sie doch ans diesem furchtbaren Dilemma erlösen und ihr sein wahrheitsgetreue« Urteil über Gretes gegen-wärtigem Gesundheitszustand nicht vorenthalten. Der Arzt, auf dessen sreundlicheu Gesichtszügen, nachdem er Frau Mariannens Klage vernommen, der AuS-druck tiefen Ernstes lag, nahm ihre bebenden kalten Hände in seine warmen großen und umschloß sie mit sestem Drucke. Dann aber sagte er in fast schmerzlichem Tone: „Meine liebe gnädige Frau! — Zürnen Sie mir nicht, halten Sie mich nicht für eiuen zu großen Schwarzseher, aber ich kann Ihnen über Ihrer Tochter Gesundheitszustand kein günstiges Urteil abgeben, so gerne ich recht an den Dichtern wie am Volke, daß viele der besten Bücher erst 30 Jahren nach dem Tode des Verfassers eine entsprechende Verbreitung finden! Solche Werke sollen möglichst bald ins Volk dringen und zwar in Riesenauslagen (mit Plattendruck); dabei kommen auch Verleger und Dichter nicht zu kurz, und was dies für die allgemeine Volksbildung zu bedeuten hätte, braucht wohl nicht weiter erör« tert zu werden. Diese Anregnngen sind erreichbar nnd reisen bereit« der Verwirklichnng entgegen im Deutsch-österreichischen Preßverein (Graz, Grabenstraße 38), der die Schundliteratur schon seit drei Jahren durch Massenverbreitung guter Bücher bekämpft und nun auch an die Herausgabe mnstergiltiger Jugend-schriften geht. Die edlen Bestrebungen dieses Ver-eines kann man fördern 1. als Mitglied (Jahres-deitrag 2-20 St., dafür ein Kalender und noch vier Bücher als Vereinsgabe), 2. als Mitglied der Ju-geudschristeu-Abteilung (Jahresbeitrag 2-20 K., da-sür schöne Jngendschristen), 3. als Gründer^(ein-maliger Beitrag mindestens 20 K.), 4. durch Spen-den und Widmungen, die öffentlich ausgewiesen werden. Die Tätigkeit dieses Vereine« lernt man am besten au« seinen VereinSgaben kennen. (Die Gaben von 1911 sind sür neue Mitglied« noch um 2*20 K. erhältlich.) Die Schundliteratur verschlingt jährlich viele Millionen Kronen; diese wollen wir unserem deut-schen Schrifttume zuwenden. Adolf Frankl. eutschösterreichischer Preßverein bekämpft den Schund, fördert die Volk«, bildung. Mitglieder erhallen jährlich einen reich illustrierten Kalender und noch vier-Bücher oder aus Wunsch vorzügliche Jugendschriften mit Bildern. — Jahresbeitrag 2-20 K. Haupt-leitung: Graz, Gradenstraße 38. Numm.r 26 Seite 3 die niemals diesem Gedanken zustimmen werden, da sie doch in ihrer Honvedtrnppe den Grundstock der zukünstigen magyarischen Armee erblicken. Die Heeresverwaltung dagegen wäre voraus-sichtlich der' Verwirklichung der Idee von der Ver. schmelzung der Landwehr mit dem Heere nicht ab-geneigt, die« allerding« unter der Voraussetzung der Ausrichter Haltung der Zahl der gegenwärtigen For. mationen, also in einer Form, die dem vorhin gel-tend gemachten Zwecke nicht entsprechen würde. Wenn «an nun, abgesehen von diesen Anschauungen, die in Erwägung zu ziehen in Anbetracht de« gesorder-ten bedeutenden Mehraufwandes, der ja mit den in Aussicht genommenen Maßnahmen verbunden ist, wohl kaum ein Ueberflüssiges wäre, die Vermehrung de« Rekrutenkontingent« zum Zwicke der Sanierung der Stände als notwend'g erachtet, so muß doch eine Ausklärung darüber gefordert werden, wie sich der schließliche Effekt dieser Maßnahme, sür die man jährlich 17.750 Rekruten mehr benötigt, darstellt, wie hoch sie also im Falle ihrer Verwirklichung die Stände in Hinkunst stellen werden und ob damit erreicht wird, daß die heute noch zu große Differenz zwischen dem bester geschulten FriedenSpräsenzstand »nd dem im KriegSsall einrückenden Reservestand im Interesse der Schlagkraft und Kriegslüchtigkeit im notwendigen Maße vermindert wird, mit einem Worte, ob daS, waS mit der in Aussicht genomme-nen Sanierung der Stände in Wirklichkeit erzielt werden wird, dem personellen und finanziellen Mehr-auswande auch in der Tat entspricht. Darüber wären genaue Ausklärungen zu geben, sowie auch darüber, ob die Schwierigkeit, die sich heute schon bei der Beschaffung eine« tauglichen Rekrutenmaterial« in dieser Anzahl ergibt, nicht dadurch noch vergrößert wird, daß man für die ungarische Honved einen be. deutend höheren FriedenSstand und somit eine Ver. mehrung des RekrutenkontingentS um 12.500 Mann in den Wchrvorlagen vorgesehen hat. Die Lösung der Unterosfizierssragt, von welcher die Einführung der zweijährigen Dienstzeit abhängt, in der viel beanständeten Rückbehaltung zum drillen Dienstjahre, die sich allerdings nicht ausschließlich, aber doch in überwiegendem Maße auf die Unter-Offiziere erstrecken soll, zu suchen, wäre in der Tat eine überaus harte Maßnahme. ES wäre daher sehr zu erwägen, ob nicht zum Zwecke der Schaffung eine« der Zahl und Qualität nach lauglichen und ausreichenden Unterossiziertorps ein anderer, weniger harter Weg gesunden werden könnie, allenfalls durch Bedachtnahme auf die Zahl der Korporale bei Be-rechnung deS RekrutenkontingentS. Aufzuklären wäre aber, ob bei der Berechnung der notwendigen Er-höhung der UnteroffizierSzahl daraus Bedacht ge< nominen wurde, daß die Erhöhung deS MannichastS-stände« ohne Vermehrung der Zahl der einschlägigen Formationen eine im Verhältnis gleiche Erhöhung de« OssizierS- und UnterosfizierSstandeS keineswegs erfordert. ES ist absolut nicht einzugehen, warum nicht ein Unteroffizier, der mit einer Abteilung von 50 Mann zu tun hat, nicht mit dem gleichen Effekte auch mit einer Abteilung von 60 orer 70 Mann zu tun haben kann. Zu der UnteroffizierSsrage kann man überhaupt heute nicht endgiltig Stellung nehmen. ehe nicht bekannt wird, waS die Heeresver-waltung zur Regelung dieser schwierigen und kost» spieligen Frage sonst in Aussicht genommen hat. Hierüber muß man sich doch sehr bald klar werden »nd es geht nicht an, die breite Oeffentlichkeit nur mit dürstigen und mageren Zritungemcldungen zu versehen. Aber einer Lösung, die dem Zwecke einer gesunden BerwaltungSresorm, daS ist eine Ver» Minderung der Zahl der Zivilangestellten herbeizu-führen, widerspricht, könnte wohl nicht zugestimmt werden. Indem ich mir vorbehalte, noch andere prin» zipielle, organisatorische und StandeSsragen in der Delegation einer Erörterung zu unterziehen, gestatte ich mir. zum Schlüsse aus einige Btmerkungen des Sprechers der sozialdemokratischen Partei deutscher Zunge zurückzukommen. Der Herr Abgeordnete Leuthner meinle ungesähr, daß die sogenannten Zu-rückbeh,alten?» die zwei Sterne als Schandmal eines dritten Knechljahres empfinde» werden. Er übersieht aber dabei, daß auch heute schon ein nicht unbedeu-under Teil diese Knechtschaft, wie er es nennt, frei-willig 'eingeht, und es ist bezeichnend, daß sich heute schon «auf die bloße Ankündigung der Zuwendung materie:ller Vorteile an die länger dienenden Unter-osfizieree 400 freiwillig zum Längerdienen gemeldet haben. WaS aber die Sehnsucht der Sozialdemokralen nach Winsührung de« teuren MilizsystcmS, wie e« gegenwoärtig in der Schweiz herrscht, anbelangt, so verweisfe ich auf die Ansprache, die der schweizerische Oberst Beiart, der Kommandant der Infanterie-brigade 10, aus Anlaß des Tnippenzusammenzuge« aus der HabSburg in Anwesenheit von 350 In-struktoren — Offizieren und Unteroffiziere» — und von 2300 anderen Teilnehmern am bewaffneten militärisch«»» Vorunterricht gehalten hat. Er gab seiner Enttäuschung darüber Ausdruck, daS ibnen die neue Militärorganisation nicht das ersehnte Ob-ligatonum brachte, und verwie« auf die Schwierig-keilen, mit denen die aus Freiwilligkeit beruhende Institution zu kämpsen hat, welche Summe von Arbeit eS braucht, um einigermaßen — ich bitte, bei diesem intelligenten Personenmaterial — an-nehmbare Resultate zu erzielen und welcher Wider-stand dem Vorunlerrichte nur allzuoft von Seilen entgegengebracht wird, von denen man e« am wenig, sten erwarten wollte. Daran anknüpsend, möchte ich mir erlauben, an die Herren Sozialdemokraten die bescheidene Frage zu richten, ob sie der Einführung der eine unbe-dingte Voraussetzung des Schweizer Milizsystems bildenden, ganz in militärischem und streng in patriotischem Sinne gehaltenen Jugenderziehung in unseren Schulen, insbesondere in unseren Volks-schulen zustimmen würden, wo sie doch nicht einmal sür die im KriegerkorpSgesetz enthaltenen bescheidenen Ansätze einer Art VolkSmiliz zu haben sind. Wenn der Herr Abgeordnete Leuthner, wie ich glaube, nicht mit Recht, meinte, daß der Wehrgcsetzentwurs nach den Wünschen der Bourgeoisie und, wie er sich auS-drückte, nach den Wünschen der „Großkopselen am Lande" zugeschnitten sei, so möchte ich das zum Anlaß einer weiteren Frage nehmen, nämlich der Frage, ob die sozialdemokraiische Partei dann, wenn das Wehrgesetz mehr nach ihre» Wünschen zugeschnitten wäre, diesem zustimmen würde. Ich glaube, die H?rren würden das nicht tun. Und waS wäre die Folge? Daß auch die bürgerlichen Parteien sür ein solches Wehrgesetz nicht zu haben wären. Ist eS denn übrigen« gar so unbillig, daß man mehr auf die Wünsche der Freunde der Armee, als auf die Wünsche ihrer Gegner Rücksicht nimmt? (Zustimmung) Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß der sozialdemokratische Delegierte Dr. Ellen-bogen in der Delegationssitzung vom 29. Dezember 1911 einen viel entgegenkommenderen Standpunkt eingenommen hat als seine Kollegen hier im Hause (Hört! Hört!), indem er erklärte, daß die Sozial-demokraten — allerdings bedingt, demokratischere Basis usw. — bereit seien, dem Kriegsminister die Kader zu süllen, so viel er wolle. Das ist immer« hin schon ein Foitschritt, eine leise Annäherung an die so sehr verpönten bürgerlichen Ideen und viel leicht werden wir uns mit der zunehmenden Ab-schwenkung der anderssprachigen Sozialdemokraten noch etwas näher kommen. Ich möchie meine Aussührungen mit dem Wunsche schließen, daß jenseits der Lei ha die Ein-sich« einkehrt und der Widerstand gegen die notwen» dige Rcsorm unsere« WehrgesetzeS und des Mililär-strafprozeßrechtes im Interesse der Gesamlmonarchie, aber auch im Interesse der Bevölkerung ausgegeben werde, damit man nicht wird sagen müssen: die Politik hat dieses so wichtige Reformwerk erschlagen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Redner wird beglückwünscht) Politische Rundschau. Die Tschechen gegen den Trialismus. Der politische LieblingSgedanke der Kroaten und Slowenen, der sich in der letzten Zeit beson-ders stark verdichtet hat, der Plan, an Stelle des Dualismus den Trialismus in der Art zu setzen, daß der Traum nach Schaffung eines großen süd-slawischen Reiches in Erfüllung ginge, hat einen argen Stoß erhalten. Daß die Deutschen sich gegen die Schaffung eines südslawischen Reiches, das sich nicht bloß mit den inneren Bezirken begnügen, son-dern auch die ganze adriatischc Küste, soweit sie bis jetzt österreichisch und ungarisch ist, in sich ausnehmen sollte, wandten, haben die Trialisten im Süden leicht hingenommen, da sie ja eben glaubten, daß der Zwang der Verhältnisse und die Macht des all-slawischen Gedankens schließlich doch über den Wider-stand der Deutschen werde siegen müssen. In dieser Erwartung müffen sie sich nun jetzt recht arg ent» täuscht fühlen. Die Tschechen haben zum TrialiSmuS lange geschwiegen und die Dinge im Süden sich ruhig entwickeln lassen, woraus sich eben die Hoffnung der Slowenen und Kroaten, von Seite der Tschechen sür ihre Pläne Unterstützung zu erhalten, recht leicht erklärlich ergab. Jetzt aber, da die Dinge unten doch einen etwas ernsteren Eharakter anzu-nehmen beginnen, seitdem der madjarische Druck jeden Gegensatz zwischen den sonst feindlichen Brü-dern im Süden zu verwischen scheint, wird den Tschechen im Norden doch etwas ungemütlich zu Mute und da rafft sich nun jetzt das deutsch ge-schriebene Tschechenblatt, die „Union", zu einer Stellungnahme gegen den TrialiSmuS aus. Da heißt es trocken: „Selbst die Tschechen und die Polen könnten, trotzdem sie alle Bestrebungen der Südslawen nach Besserung ihrer Lage mit Sym-pathie versolgen und nach Tunlichkeit auch zu un-terstützen bemüht sind, nie aus eine Lösung ein-gehen, durch welche sie selbst als eine Minderheit im österreichischen Drittel der Monarchie den Deut-schen preisgegeben würden." Also einem einsachen Rechenexempel über Majorität und Minorität fallen die trialistischcn Pläne der sonst so geliebten süd-slawischen Brüder zum Opfer. Allzuheiß scheint darnach die allflawische Liebe der Tschechen nicht zu sein, wenigstens nicht, wenn eS heißt, sie nicht bloß zu deklamieren, sondern auch zu betätigen. Das südslawische Reich. Bor kurzem hat der kroatische Schriftsteller Dr. Bjelovacic eine Schrift „Der TrialiSmuS und daS kroatische Reich" herausgegeben, der er nun eine entsprechende ..«ri<'listische" Karte folgen läßt. Danach soll das „kroatische Reich" solgende Länder umsaffen: Kroatien, Slawonien, Dalmalien, Bosnien, Herzegowina, Jstrien mit Trieft und Teilen von Görz, Krain, die Mnr-Jnsel, in Kärnten das rechts von der Trau gelegene Gebiet und Süd-steiermark. Daraus geht klar und deutlich hervor, daß die südslawische Bewegung sich nicht nur gegen Ungarn, sondern auch gegen Oesterreich, ja daß ihr Stoß sich hauptsächlich gegen daS Deutschtum in Oesterreich richtet. Die ungarische Krise. Gras Khuen dürste seine Mission, daS ungarische Kabinett zu rekonstruieren, zurücklegen. Im Lause seiner neuerlichen Verhandlungen mit den un-garischen Parteisührern Hot er die Gewißheit er-langt, daß diese die bestimmte 'Ersatzreservisten-resolution nicht ohne weiteres sallen lassen wollen und auch der Versuch, sie durch eine gesetzliche Be-stimmung zu ersetzen, die die Auslösung deS un-garischen Abgeordnetenhauses durch die Krone nur dann gestattet, wenn in dem betreffenden Jahr das normale Rekrutengesetz von dem neugewählten Ab-geordnetenhause noch erledigt werden kann, scheint scheitern zu sollen. Die „Wiener Deutsche Korrespondenz' war also richtig insormiert, als sie kürzlich meldete, daß man an Wiener maßgebender Stelle die Resolutionsfrage überhaupt als ausgeschaltet betrachtet. Nach alledem stehen der Erledigung der Wehrvorlage in Ungarn also zurzeit zwei Hindernisse >m Wege, und zwar erstens daS Beharren der bisherigen RegierungS-Mehrheit und der Koffuth Partei aus einem Be-schlusse, der daS RekrutenbewilligungSrecht des un-garischen Reichstages vor der Umgehung durch die Einberusung der Ersatzreserven sichern will, und zweitens das Beharren ver Justh-Partei aus der sofortigen Durchführung der Wahlreform. — Zunächst wird nun der bisherige Finanzwinister Dr. LukacS zum Kaiser berusen werden, allein eS ist nicht anzunehmen, daß er, sallS er vom Kaiser mit der Kabinettsbildung betraut werden sollte, glück-licher sein wird als Gras Khuen; wohl wäre er im-stand«, die Obstruktion der Justh-Partei zu dämpfen, allein in der Resolutivnssrage würden die anderen Parteien ihm noch weniger entgegenkommen als dem Grasen Khuen. — Unter diesen Umständen ist die Lage eine außerordentlich schwierige geworden. Theorie und Praxis stehen in dem Konflikte einander nn-vermittelt gegenüber: die Notwendigkeit der Kon-tuinität in der Erhaltung der Wehrkrast zwingt die Krone, die unentbehrliche normale jährliche Ergän-zung der Armee von den Parteikämpsern im un-garischen Reichstage unabhängig zu machen; ander-feitS will aber daS ungarische Abgeordnelenhaus sich daS RekrutenbewilligungSrecht nicht kürzen lassen, weil es darin die letzte Stütze de« parlamentarischen Systems in Ungarn erblickt. Seit« 4 Deutsche Nummer 2si Aus Stttöt unö Land. Cillier Gemeinderat. Am Freitag den 29. d. hielt der Cillier Gemeinderat unter dem Vor-fitze seines Bürgermeisters Herr» Dr. Heinrich von Jabornegg eine außerordentliche öffentliche Sitzung ad. Für den RechtSauSschuß berichtete Herr G.-91. Dr. Josef Kovatschitsch über eine Eingabe der Bär-aerlichm Schützengesellschaft in Eilli um Erteilung der Bewilligung znr Führung des StadiwappenS ans der Schützenhalle nnd den aus Anlaß des 100jährigen Bestandes hcranSzngebenden Gedenk-münzen, welchem Ansuchen Folge gegeben wurde. Das Heimatsrecht wurde bei Vorhaudcnsein der ge-schlichen Voranbsetznngen verliehen an die Bedienerin FranziSka WaSlt, den Schnhmachermeister Josef Cvelb.ir, den Schuhmacher Stesan Hojnik nnd den Trödler Johann Goretschan, während das Ansuchen des Bickcrgehilsen Georg Zwirn abaewiesen wurde. — Die vom Stadtbanamte ausgearlieiteten Bestim-mungcii sür die Bttbannng der Grundstücke in Langenfeld werden gemäß dem Ansschnßantrage ohne Aenderung angenommen. Dem Ansuchen des Be-sitzers Joses Kostomaj in Langenfeld um die Eriei« lnng der Banbnvilligung und die Genehmigung der Fassade wurde vollinhaltlich Folge gegeben, ebenso dem Ansuchen des Kleidermachers Johann Mastnak betreffend die Herstellung eines Geschsftsporiales in der Grazerftraße gegen einen jährlichen Anerken-nunc^szinS von l Krone. Berichterstatter Herr G<Ä. Dr. Josef Kovatschitsch.) — Gemäß dem Antrage des Obmannes des Finanzausschusses Herrn Bürgermeister-Slellvertreter Mix Rauscher wurde dem Deutschen Stndentenkrankenvereine in Graz sür das Jahr 1913 ein Beitrag von 20 Kronen be-willigt. — Im Sinne der Zuschrift des Landes« verbandcs für Fremdenverkehr in Steiermark in An-Gelegenheit der Errichtung von Sindcntcnherbcrgcn wurde der Beschluß gefaßt, auch in Cilli eine Studentenherberge zu errichten, »nd zwar in der Mädchenbürgerschule. Dem Ersuchen des Cillier Musikvereines um unentgeltliche Bestellung des Gas-lichtes für die Musikschule wurde Folge gegeben. Der Biirgerlichen Schützengesellschaft wurde anläßlich der Feier des 100 jährigen Bestandes der Gesellschaft eine Ehrengabe von 85 Dukaten gewidmet. — Die Rechnungsabschlüsse des städtischen Schlacht-Hauses und des städtischen Gaswerkes sür das Jahr 191 l wurden genehmigt. Für die Herstellung der Telephonlinie Cilli—Rohitsch- Sanerbrunn wurde als Jnleresientenbeitrag der Betrag von 100 Kronen bewilligt. — Namens des Gewerbeansschusfes be richtete Herr G.-A. Fritz Rasch. Bezüglich des An-sncheuS des Drogisten Johann Fiedler um Erteil lnng der Konzession zum Kleinverschleiße von ge-brannten geistigen Getränken wurde der Mangel des LokalbÄarfeS ausgesprochen. — Ueber das An-suchen der Firma Viktor Wogg wurde der Maut gebührenabfinduuzSbetrag für den restlichen Teil derch« um 10 Uyr vormit« tags der öffentliche Gemeindegottesdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May predigen wird über »Man singet mit zreuden vom Sieg der Gerechten." Um 11 Uhr Schulgottesdienst. Am Karfreitag findet der Gottesdienst mit AbendmahlSfeier um halb t> Uhr abends statt. DaS heilige Abendmahl wird auch am Ostersonntag ausgeteilt werden. Ehrung. Am 28. d. überreichte der Aus-fchuß deS MäunergefangvereincS „Liederkranz' das kunstvoll ausgeführte Diplom sür Frau Gräfin Anna Buttler-Stubenberg in Graz, laut welchem sie der „Liederkranz" in Anerkennung ihrer hervorragenden Vert eufle um den Verein und um daS deutsche Lied zum Ehrenmitgliede ernannte. Der Abordnung ge-dürlcn an die Herren: Obmann Äoroschetz, Ob-mannstcllvertreter Gradt, Chormeister Fischer, Franz Kullich und Julius Jicha. In herzlichen Worten dankte die greise Dichterin der Aboidnung und ver-sprach dern „Liedert-anz" auch jürderhi» ihre Sym-patliie zu bewahren. Sie hatte dem .Liederkranze" wiederholt Geldspenden und Notenmaterial zugewendet Gewerbekränzchen. Das am 24. d. in den Räumen des Deutsch«» Hauses stattgefunden« Gewerbekränzchen wies, wie nicht anders zu erwar-teu war, einen massenhaften Besuch auf. Ließen ja schon die eifrige» Vorarbeiten des Ausschusses daraus schließen, daß die Veranstaltung eine vielversprechende sein werde. Es waren daher auch alle Bernsskreise yiebei vertrettiu So bemerkten wir unter anderen den Bürgermeister Herrn Dr. von Jabornegg, dessen Stellvertreter Herrn Rauscher mit mehreren Ge-meinderäten, Vertreter des Offizierskorps mit Herrn Oberstleutnant Pifchely an der Spitze, Herrn Dr. Brefchar als Vertreter der Bezirkshauptmannschaft, den Obmann des HandelSgremiums Herrn Han-delsknmmerrat Joses König, den Obmann des deut« schen Gewerbebundes Herrn HandelSkammerrat Karl Mörtl, eine große Anzahl von Kaufleuten uud Ge-werbetreibenden, Vertreter des Verbände» Deutscher Hochschüler Cillis, eine Abordnung der Berujönnter-osfiziere der hiesigen Garnison und viele andere. DaS Kränzchen nahm einen überaus angenehmen uud glänzenden Verlaus und eS wurde bis in die frühen Morgenstunden eifrig dem Tanze gehuldigt. Das vortreffliche Gelingen dieses Kränzchens ist be» sonders den eitrigen Vorarbeiten des Vergnügungs-auöschnsscs zuzuschreiben, dem die Herr.m Johann Berna, Gotlsried Grabt, die Gebrüder Jicha, Adols Klarer, Anton Kossär, Josef Kürbisch, Johann Mastnak, Franz Vollgrnber und Karl Mörtl (Ehren-obmann) angehörten Die Leitung des TauzeS hatte Herr Gottfried Gradt inne. Mehrere junge Mäd< chen boten Blumen zum Verkaufe an, die einen reißenden Absatz fanden. Der gute Besuch dieser Veranstaltung hat den Beweis erbracht, welcher Wertschätzung sich die deutsche» Gewerbetreibenden in unserer Stadt erfreuen. ES fei auch an dieser Stelle allen Mitarbeitern nnd Gönnern der herzlichste Dank ansgesprochen. Athletik-Sportklub. Bei regenlosem Wet-ter findet morgen um .'1 Uhr nachmittags ein Fuß-ballübungsspie! statt. Kammermufikabend des MufiKoerei-nss Cilli. Der am 18. d. M. vom Cillier Musik-verein im Deutschen Hause veranstaltete Kammer-niusikabend hatte einen überaus schönen Ersolg. Die interessante Vortragsordnung (mit «ringen Aus-nahmen slir Cilli Eestanfsührungen enthaltend) sowie die Personen der Mitwirkenden, von denen Fräulein Valeska Petritschek, Herr Kapellmeister Theodor Christoph aus Laibach und Herr Dr. Franz Horak aiiS Cilli zum erstenmale in einem Konzerte des Cillier MnsikoereiueS sich vorstellten, übten auf den Besuch einen so günstigen Einfluß auS, daß der Abend einen gefüllten Saal auswies — gewiß ein seltenes Ereignis. Den Ansang bildete Richard Strauß sormen' und gedankenschöne Cellosonate von den Herren Dr. Kallab (Cello) und Dr. Horak (Klavier) mit großem Schivung und künstlerischer Technik vorgetragen. Daraus solgtm 3 von Beetho-venS schottischen Liedern (Der schönste Bursch war Henny, Die holde Maid von Jnvtrneß, Der getreue Johnnie,) gesungen von Fräulein Valeska Petritschek. Die jugendliche Sängerin, Schülerin der Fran A. Halm, erwies ihr schönes Talent und ihre vor» zügliche Schule, indem sie der schwierigen Aufgabe in dankenswerter Weise sich entledigte. Diesen sowohl für ein volles Erschöpfen des künstlerischen Ausdruckes wie auch für die Auffaßuug des Publikums schwerer zugänglichen Liedern folgten Hugo Wolfs: Gesang Weglas, Anton Rojic: Der Winter, BrahmS: Im mer leiser wird mein Schlummer, Von ewiger Liebe, in welchen Gesängen Fräulein Petritschek durch ihr schönes Organ und fein abgetönten Vortrag den reichsten Beifall erntete und wiederholten Hervor-rufet folgen mußte. Dr. Rojic, der die Lieder in feinsinniger Weife begleitete, erzielte mit dem hier zum erstenmale gehörten Liede: Der Winter, in dem sich schöne Führung der Gesangstimme mit einer ausdruckvollen Begleitung z»" einem wirksamen Schlußc steigert, verdiente Anerkennung. Den mächtigen Schlußstein des Abende« bildete Brahms H-dnr Trio, gespielt von den Herren Theodor Christoph. Dr. Kallab und Dr. Horak. Die vorzüglichen Leistungen der beiden ersten Herren sind hier bezw. von Laibach auS zu sehr bekannt, um noch einer eingehenden Würdigung zu bedürsen. radezn eine Überraschung bot daS vollendete Klavier spiel des Herrn Dr. Horak. Sein Können ist nicht mehr das eineS vorgeschrittenen Dilletanten, es ist das eineS Künstlers, der sein Instrument mit un-sehlbarer Sicherheit r eisten. Seine brillante Technik ist aber »ich* nur Technik, sondern sie wird erlüllt von Wohlklang und beseelt von einer vornehm mnsi« kalischen Auffassung. Bei dieser Darbietung mußte auch der schwere BrahmS ans die Hörerschaft eine hinreißende Wirkung ausüben. Das Publikum konnte daS Konzert mit dem Gefühle ausrichtiger Besriedt-gung verlassen. Möge es auch die künstlerischen Be-mühungen des Musikvereiucs liebevoll würdigen und unterstützen, damit dessen musikalische Veranstaltungen nicht nur ein Kämpien und Ringen, sondern auch einen Sieg bedeuten. Allgemeine Dertragsdeamten -Der-sammlung. Die Ortsgruppe Cilli des Landes Vereines der staatlichen BertragSbeamten veranstaltete am 25. d. M. im Hotel zur „Goldenen Krone" eine allgemeine Vertragsbeamten-Versammlung, zu welcher der Präsident des Reichsverbandes der staatlichen Vertragsbeamtenvereine Herr Schremmer ans Wien nnd der Obmann des steiermärkischen Landes Vereines Herr Stanzer erschienen sind. ReichSratSab-geordneter Herr k. k. OberlandeSgerichtSrat Marckhl entschuldigte infolge feine» derzeitigen Zustandes sein Fernbleiben. Nach erfolgler Begrüßung der Er^chie nenen durch den Ortsgrnppenvbmann Herrn Kardinal wurde ein Schreiben des Reichsratsabgeordneten Herrn Marckhl zur Verlesung gebracht, in welchem er die Ortsgrnppe über den gegenwärtigen Stand der gesetzliche» Regelung im Abgeordnetenhanse ans klärte. Reichsverbandspräsident Herr Schreimmer schilderte in trefflicher Weise die gegenwärtige Lage der Vertragsbeamtenschaft und besprach die Aussichten unserer SlandeSgruppe auf ein Besserwerden. Zum Schluß? wurde folgende Entschließung einstimmig znm Beschluße erhoben: Die am 15. März l. I. im Hotel zur ..Goldenen Krone" in Cilli versam-mellcn Kanzleioffizianten und Gehilfen sprechen dem StaatSangestellten-Ausschiisse deS Abgeordnetenhauses sür sein Verhalten gegenüber der VertragSbeamten frage in der Sitzung vom 13. Februar l. I besten Dank und vollstes Vertrauen aus. Die Versamme! teu erklären, nach wie vor nur in einer gesetzlichen Regelung ihrer Standesfrage eine gerechte Lösung derselben zu erblicken und fordern die Abgeordneten auf, diese» Standpunkt wie bisher auch in Zukunft zu vertreten und nötigenfalls zur Dnrchbringung ihres Gesetzes ein Junktim mit einer sogenannten Staatsnvlwendigkeit zu schaffen. Der Reichs verbände leitung gibt die Versammlung ihre Zufriedenheit darüber kund, daß sie, an den Beschlüssen der Ob-männer festhaltend, aus Verhandlungen über eine Verordnung nicht eingegangen ist und erwartet auch in Hinkunjt die gleiche zielbewußte Haltung der ReichöverbandSleituiig. An die hob? Regierung aber richten die versammelten Kanzleioffizianten nnd Gc den dringendsten Appell, endlich einmal die schroffe Haltung gegenüber den Bestrebungen dieser Staatsbedienstetengruppe auszugeben nnd unter Berücksichtigung der tatsächlichen und nicht wcgzuleng-nenden Verhältnisse die gesetzliche Regelung dieser Kategorie im Einverständnisse nnd gemeinsam mit dem hohen Abgeordnetenhause schleunigst dnrchzu führen. Zu einer Zeit, in welcher die Humanität« bestrebungen die schönsten Früchte zeitigen, darf d-e Gerechtigkeit nicht in unwürdige Fesseln geschlagen werden! Bor Schluß der Versammlung dankte der OrtSgruppenobmann Kardinal dem Reichsverband«-präsidenten Schremmer und dem Obmanne des Lan-deSvereineS Stanzer iu einer, allen Anwesenden aus dem Herren kommenden Rede für,das Erscheinen und den informativen Bericht. Verband deutscher Hochschüler Cillis. Die Mitglieder treffen sich Mittwoch den 3. Äpril um 8 Uhr abends im Waldhause zu einem gnnilt-liehen VerbandSabende. Zahlreicher Besuch sehr er-wünscht. tfüITCKT 26 •Ocntfdie Macht Seite 5 Die Proben zur Wohltätigkeitsvor-stellung. veranstaltet von Fra» Hanna Wrada« Halm, ftn» in vollem Gange und ist das Programm bereits festgeietzt. Der Abend beginnt mit Lieder-voeträgen, hieraus folgen lebende Bilder, nach dem-selben daS musikalische Jntnmezzo des Herrn Dr. C. Freybe?ger, betitelt „Um Mitternacht", welche« 25ctf er selbst mit den Darstellern einstudiert und sich mit vollem Eifer und rastloser Mühe demselben w'.vmet. Den Schluß bildet die lustige Operette „Zehn Mädchen und kein Mann" von F. v. Suppö, in welcher sämtliche GesangSschülerinnen der Frau Hanna Wrada-Halm in hervorragenden Rollen be-fchastizt sind. Den Vorverkauf für alle drei Vor» stell uugen hat auS Gefälligkeit Herr Fritz Rasch übernommen nnd beginnt derselbe am Montag den 1. April. verein Deutsches Studentenheim. Am Mittwoch den 3. April nachmittags um halb 6 Uhr finSet im BeralungSzimmer des GemeinderateS eine außer ordentliche Hauptversammlung statt. Tages-vrdnr.ng: Genehmigung des Protokolles der letzten Huuptoerfammlung; Ankauf eines BaugrundeS; All-fällige Anträge. Zirkus Tolini-Clairon. Zu Osten, haben wir in unserer Stadt wieder eine Sensation? Zir-k.i>: ColiniClairon, ein äußerst vornehm gehaltenes Unternehmen, eröffnet sein ans fünf Tage berech-neu-ü Gastspiel. DaS Unternehmen, an der Spitze irr dem Direktor Herrn Hntterer, ehemaliger Solo-tinzer an der I. k. Hofoper in Wien, und Herrn O. Hermann, « Sportkreiieu bestbelauntem Herren-reit« und Dresseur, bietet jede Garantie sür ein wirkliches Großstadtprogramm, umsomehr, da dem Unternehmen ein Altmeister der guten alten zir-je: c fischen Kunst, Herr Antonino, als Geschäfts-leider zur Hand steht. Wir werden nicht unter-lassen, aus dieses Unternehmen rechtzeitig zuruckzu-kommen. Nationale Spende der Wiener Lehrerschaft. Die Delegiertenversammlung der Wiener Lehrerschaft hat in ihrer Sitzung vom 20. d. auf Antrag des GemeinderateS Gustenbauer, Besitzer der Villa Sanneck am Rann bei Cilli, beschlossen, anläßlich der Durchführung der Gehaltsre^ulierung einen deutschen Dankeszoll an das deutsche Volk in der Weist zu cutrichten, daß nach Ausbezahlungen der erhöhter! Bezüge an jeder Wiener Schule eine Sammlung zugunsten der deutschen Schntzardeit vcr-onstaltet wird, dessen Ergebnis dann zu gleichen Teilen an den Deutschen Schulverein unö au den Bei ein .Eüdmark" ausgeteilt wird. Mit der Durch-sichnuii} wurde der Wiener Schulleiteiverband be^ traut. Dieser Beschluß ist ein ehrendes Zeichen sür den ideale» und nationalen Sinn in der Wiener Lehrerschaft und verdient nicht allein vollste Aner-I nnung, sondern auch Nachahmung. Fortgeschwemmte Flöhe. Wie man ans Sachfeufeld berichtet, war infolge des Regens die Sann in den letzten Tagen derart gestiegen, daß die aus den Floßlenden in Praßberg uud Rietzdorf an der Pack zur Abfahrt bereitgestellte» Holzstöße ungefähr zwanzig — ans Ufer gezogen werden. Aber in einer der letzlen Nächte stieg t>a£ Wasser der Sann neuerlich unö schwemmte die Flöße fort. Ihre Besitzer, meist Holzhäudler im Sanntale, be> Ziffern den ^Schaden ans 10.000 K. In Tremmers-Mb bn Tüffcr hat man von den zerschellten Flößen Bauholz im Werte vou b000 it. aufgefischt uud für sich belialten. Gegen die Betreffenden wurde vom den Floßbesitzeru die Anzeige erstattet. Schadenfeuer. In der Nacht vom 25. auf den 26. ds. brach in dem aus Holz erbauten und mit Stroh gedeckten Schwcinestalle des Besitzers Io-haun Gmi^C in Swetiua bei Cilli ein ^euer au», das nicht nur den Stall, sondern auch das daneben stehende Wohngebäude einäscherte. Infolge Wasser-Mangels konmte nichts gerettet werden Der Schaden beläuft sich auf 2000 ft. und ist nur durch eine Versicherung von 7u0 Ä. gedeckt. Die Entstehung«? »rsache des Feuers ist unbekannt; es dürfte infolge Uuvorsichtigk-eit ausgebrochen sein. Die uoeihe Fahne. Aus Drachenburg ! rien mitspielt, würde sich auf 240 K. stellen. Der Haupttreffer ist mit 500.000 K. in Aussicht ge-nommen. . Ein verlaufener Expreßzug. Ein » der Eisenbahngeschichte wohl noch nie dagewesener Borsall hat sich vor kurzem in Dänemark ereignet. Der Nachtexpreß, der von AarhuS aus südwärts gehen sollte, war auf ein falsches GeleiS geleitet worden und suhr infolgedessen nach der entgegenge-setzten Richtung, nämlicy nach Norden. DaS Merkwürdige ist nun, daß weder die Führer und Heizer der beiden Maschinen, die den Zug zogen, noch sonst jemand vom Zugpersonal etwas davon merkte, daß sich der Zug auf falfchem Wege befand. Erst ein Bahnwärter, der höchlichst erstaunt, plötzlich einen ganz unbekannten Schnellzug auf feiner Linie vorüberbraufen zu sehen, wurde auf das Borkomm-niS aufmerksam. Er alarmierte die Station Aar-huS, und von dort auS wurde die nächste Station telephonisch angewiesen, den Zug durch Haltesignale aufzuhalten. So erreichte die wilde Fahrt nach 20 Minuten ihren Abschluß. Der Zug wurde nach AarhuS zurückgebracht, und das Personal soll bei der Ankunft auf dem Bahnhofe, waS begreiflich ist. einen sehr verstimmten Eindruck gemacht haben. Nachdem dann ein furchtbares Donnerwetter .von oben" auf die Häupter der Unglücklichen niederge. gangen war, konnte der Expreß mit beinahe ein-ftündiger Verspätung seinen Weg nach dem Süden antreten. Vermischtes. Die Klaffenlotterie. Die Pläne zur Errichtung der Klaffenlotterie sind im Finanzmm,. stemm in den Grundzügen bereits durch beraten worden. Eine genaue Feststellung des De tailpro-jektes und der Vorbereitung der Lotterie sei bst sollen im Lause des heurigen Sommers, wen» da S Parla-mein die Borlage genehmigt ha», folgen. wärtig bestehen nur allgemeine Aufstellun gen. Nach Maßgabe des Interesses dürsten in Oest erreich all-jährlich zwei Klassenlotterien stattfinden. Für jede Loterie sollen 60.000 Lose ausgegeben werden. Jede Lotterie würde in sechs Serien z erfallen und die voll eingezahlten Lose würden bei a llen Ziehun-gen mitspielen; es würde also in jede m Monat eine Ziehung stattfinden. Die Höhe deS Nor malbetrageS der einzelnen Lose ist mit ungefähr 40 K. in AuS BLÜTENWEISSE REINHEIT und köstlichste Frische zeichnen die mit Sunlight Seife behandelte Wäsche aus. 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März 13'. 2 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung deS eingeführten Fleisches. in Altrohlau (Karlsbad) kann man beim Tode des Mitgliedes oder nach 20jähr. Mitgliedschaft eine Untersetzung bis K 6000 erlangen. Stirbt ein Mitglied, so zahlen alle anderen K 2 ein. Verlangen Sie Prospekt! GEGR. 1867 r-r Speciellsten • rOritf. Karlsbader1 ^Or^Karlsbadajj PROBESENDUNG von SK aufw. Name bti Fleischer» BuNchtk Jakob . Friedrich Johann unfl« ........ n?9 .«»•••••• Kofsär Ludroiq..... LeStoicke! Jakob . . . . R-deuicheqg Joses . . . . Reisn« Joses...... 6'» 6tHche Macht S ite 7 ^1)^^ {felfllUbfilti Sie! Ihre Schwäche. Schmerzen verschwinden, Ihre Augen, Nerven, Muskeln, Sehnen werden kräftig. Ihr Schlaf gesund. Ihr allgemeines Wohlbefinden stellt sich wieder ein, wenn Sie den echten Feller'S Fluid m. d. M. „Elsastuid" benutzen. Befolgen Sie unseren Rat. Versuchen Sie um 5 Kronen franko zu bestellen bei Apotheker Ct. V. Feller in Stubica Elsaplatz Nr. 269 (Kroatien). Schrifttum. Arena. Name ist Schall und Rauch, sagt Faust, doch nicht immer, fügen wir hinzu. Bei den Römern der kaiserzeit war die Arena der Schau« platz der Ereignisse, der Brennpunkt des Interesse« der Vornehmen und Gebildeten. Es ist also darum wohl nicht nur Zufall, daß die bei der Deutschen Verlags.Anstalt in Stuttgart erscheinende Monats« schuft sich dieselben klassischen NameuS bedient, den» auch sie will ein Schauplatz der Ereignisse, ein Brennpunkt deS Interesses der Gebildeten fein und ist eS in der Tat auch vielfach schon geworden. Man darf nur daS uns soeben zugegangene Heft 8 zur Hand nehmen, um sofort erkennen und bekennen zu muffen, daß hier ein ebenso vornehmer wie ge-diegener Niederschlag aller kulturellen Werte, wie ihn der Gebildete so notwendig wie daS tägliche Brvt verlangt, dargeboten witd. Literatur und Kunst, Wissenschaft und Technik, Länder- und Völkerkunde im ständigen Kontakt mit den Ereignissen aus der großen Weltbühne ebenso wie daheim im lieben en-geren und weiteren Vaterlande genießen in dieser .Arena" eine vorzügliche Pflegestätte. Und waS die moderne Buchtechnik zu leisten vermag, waS Repro-duktirnskunst zustande bringt, hier wird eS zur „an-gewandten Kunst" im verständnisvollsten Sinne. Wort und Bild ergänzen sich gegenseitig in vor-trefflichster Harmonie und ergeben ein Ganzes, an dem man seine helle Freude haben muh. Dabei l^rrscht eine Reichhaltigkeit, die mit Nutzen auSzu-kosten kaum die vier Wochen ausreichen, die zwischen dem Erscheinen der einzelnen Hefte liegen. So bringt, um kurz nur einiges zu erwähnen, auch das 8. Heft neben dem fortlaufenden Roman, den ein-gestreuten kleineren Novellen und Gedichten aus sei-nen ruild 160 Seilen wieder einige recht fesselnd geschriebene und zum Teil reich illustrierte Artikel. Da bespricht Dipl.-Jng. Reimann die neuen Ge-fechtsmasten der amerikanischen Marine, Fritz von Oftini plaudert über „Eine Kunst der Freude" und behandelt dabei das Schaffen des bekannten Malers A. Hengeler. Major a. D. Wangemann berichtet über Fahrversuche mit KriegSsahrzeugen und Fried-rich Pollak schildert die herrlichen Barockbauten Alt-Wiens. Von dem im Weiden begriffenen »Goliath des Ozeans", einem neuen Riefendampfer der Ham-burg-Amenka-Linie, weiß Fritz KernS zu erzählen, während Dr. Fritz Wertheimer in unterhaltsamer Weise nähere Kenntnis von den Minggräbern und der Großen chinesischen Mauer vermittelt. Schließ-lich bringt auch noch der bekannte und gern ge« lesene Wilhelm Bölsche eine hübsche „Räubergeschichte ans dem Termitenbau" und Dr. Otto Pelka wid-met dem Thüringer Porzellan des achtzehnten Jahr-Hunderts eine kulturhistorische Betrachtung. Damit ist aber der Inhalt dieses Heftes durchaus noch nicht erschöpft, es möge aber das Erwähnte als Beleg dafür dienen, welche große Fülle an Interessantem und Belehrendem ein einziges Heft dieser trefflichen Zeitschrift birgt, die sonach jedem Wissensdurstigen und Unterhaltungsbedürstigen aufs Wärmste empfoh-leu werden kann. Eingesendet. Zahn-Creme Mundwasser MEIN ALTER Standpunkt ist nnd bleibt der, dau es gegen Schup-penbildang, vorzeitiges Ergrauen nnd Ausfallen der Haare sowie Oberhaupt für eioe rationelle Haarpflege kein besseres Mittel gibt als den weltbekannten Steckenpferd Ba y-R n m, Marke Steckenpferd. Ton Bergmann & Co., Tetscben a/E. In Flaschen a K 2 u. 4 erh<lich in allen Apotheken, Drogerien, Farfdmerien nnd Frisenrge^cbtftm. Q/erravalloj, China-Wein mit Eisen. Hrgicn. AaiBtellun; Wien WO« • SU«!*prti« und Khrendiplom xar golden«*«» Medaille. 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