PMVVMIVo 7S.IMMKS »»Gk«»MOll P. 2S70) »o«,l» V«n««sUm9 Uih6 SiiÄKlniokM»i (7«l«ko« »AOt »a«ivok. »1.4: l» »loaRAv, Amk» ch ^ W^SV4 »»>»<» MMM» MWMk > «r Bethlen Al'Z d?r snmpachischc und persönlich an« ivrila'.'^tois l>ir^is Julius!»t a r o l y i anl -'.i. des P!)r!Ä^r<.'o das fragliche Erbe dv'v b^ras.'n Llephail Ä c t l) l e n über-nahin, siali e-z nicht nur in Ungarn kritische die d:-.' p^^rce in der Einheitspartel i.l il)r^'r gan^^.'n Erkiärmlichleit erkannten, ^in volle-5 liatie Graf Bcthlen »lnMrn lichenlcht und als Willeuvvollstrel-.cr eilte Äisimirtjchasl zur BliUe u'ie sie dte ^^^eschichte der .^eitge-^^laal'.'siil'irunq nur in den selten-üeii "vällen vev.Vi^ichu.n ronule. Noch sind die >^nreiide>l Orchideen-^ uild Luruvzigarr.'n-'^l^'uiiuliigen de>.' Ät'inisl<'rplasidiuins in Bu-^N'est iil sris^Iier l^riniKrnng, Ne6)nungcn, i'ie .°n eii'.er ^^eit.an'-'geslellt wurden, als in '>.'!! ^ln^s7.'ii di^'r llug>irisch.'>l.'^lauptstadt tau-1 i'.d^' darb.'nd'.'n Arbeitslosen uuisonst >ie )>!la!el'nni^ nin HilfSmas;nas)Mett anrie--!l und vle!/r<'n ihnen an .^ungcrschwach< >s den, gv^^szsti'dlisÄen A'sphalt zusammen-^ achen. '?te Agrarkrise hatte bereits da-.Us an U'nsang b'.'drohlich zugenommen, ^'a'? L^ind war also reif, eineni anderen ''-^iiinn^ nn^iertrant zu nx'rdcn, allerdings — ! l> die l?ht!^'n Ereignisse scheinen diese An« : a! IN'.' bereit.? bewiesen zu Huben — nnr für .i!e Ul'.-zi.' Zeit. ^!,iin'? .^larolni war von allem An-'.in nicht der 56nebende in der unga-lisch.'n ^^nn.'n'.u^lilik, er war nur der Äe« ulv.'liene. !^.>inter jeder Entschließung der ins?e!töt'lir!ei l>'nnt'.' man no6i innner den ',''il!eil d<'v l^^'.l'sen ^le^i!)an '^ethlen erken» : .'n, der. von dei persi'nlichen Äerantwor-Ulnq l'efr^it, l^iniel- den ^iniii^en der unga« lischen iplitischen ^toniödlenbilbne eifriger die TriiiNe als ie ',uvl'r. Dabei ir>ar ^^ras ^^ulii'.ö ^tavolyi al5 Mann von bestem Vilk'n nnd ^'liaratter allseitig l'v'stvebt, den unga'.i'^l'en ^taat^'kavren all' die glatte .:i! ^>iel>.'n. ^nzwisäien l)all.^'>l sich je» '^erart veril.'i?ärst, das; die bürgerliche 51'vpl.i' 'iiien dies nnbediligt al«) Alarmrns sür die .'iilfslellnng gelvi'ier Z>orderung.'n hinne!>!nen luns'.te. '?!e voll l^^cijlon G a a l geführte' Nii^^dskingi.^v' Landn'irlevariei l'.'gann den in der i^inl/eilöpartei liefindlick)«« „kleinen ^'^ill^'nnrien" den Wind ans den Tegeln zu nclinien. ^ür die ^lenner ungarischer Ver-I'lülnisse w^ir e>' klar, das; sich liinter den ra« t'ikalen Aarinschttkfordernngen auch j'oliti-sche ^')iele verbargen, die nur vorsichtig ge-t^^rnt wurden. Ungarns wirtscliaftliche jiiraste sind sast zu Ende. Die Landwirtschaft befindet sich al'^ sj'ärkster Wirtschafts^ioeig ange» sichtv d.'? Preisverfalls und der Zoll- und Denisenichwieriakeiten in Mitteleuropa am .'^ande ibvi'r ^teuertraft. In den Ltädten lx'getiert ein verarmter Mittelstand neben l)er ratlosen (^>!.'ntrti, die es noch immer nicht verstehen n^ill, das^ nur die Zusammenfassung til^er '.^^olkc'lräste die Rettung bringen kann. Cs ist nicht nncht'g. ob '^^'la Ivady Pe« s!l)NS ?^ac!n'olger ini Präsidium der EinheitS-l'arte! werden soll, und wie die Gräfte einer '^iegierilng vergeudet werden können, bewies der Inneniniliisier ^teresztes-Fischer wobl aul b<'sten in e z ö c s a t, wo er si6i lrot, Ausgel'oteo d^r Vasonette und Vnttel <''ie ^^.'alil eines Negierung'^gc,Inders gefal« len lassen iliiis'.te. Die Regierung a r o l t? i ist nuu zurü el getreten und ninieand kann Llngailfche Mglmlngskrift Unaufrichtige Beziehungen zwischen Karolyi nnb »er SwheiiAPOrtei. — R«eszteA-M' scher, Valko, Vömbll» und Traf «lebeltberg i« VOetergnmd her OsuckiMttOiie«. (Siehe zunächst Gette Sk) B u d a p « st, SS. Sopteniber. Die heutige Morgenpresse stellt -inmiitig fest, daß die Temission des Kabinetts K a-r o l t) i inl jetzigen Augenblick zwar überraschend, aber nicht unenvarlet gek^inmen sei. Zwischen der Regierung des Grafen Julius ^tarolyi und ter Eiicheitspartei sillen seit Monaten unaufrichtige ??cziel^ungen b<-standenh aben. Tie Kluft zwischen Reglcrung und Einheitspartei habe sich in'^besondere in den letzten Monaten qaitL auszerordcntlich vertieft, und zwar der wiedcrholten Versuche halber, die Graf!?!arolvl in der Richtung eines Kabinetts der nationalen Äon-.^entration unternommen hatte. Tie Lc'itllng öer Einheilsv^nlci trat gestern nach Beklinntilvrden der Demission des l^efamtkal'in.^tts zu einer Beratung zusam-uien. die bis in die srlll^raf vithlen das Mandat für die Neubildung des Kabinetts nicht itbernehmen dtlrste. beginnt man in der EinlheitSlpartei neue Ksmbinatio nen aufsustellen. In diesem Zusammenhange ilxrden die Namen des bishrigen Innen-imnisterS A e r e s z t e S - F i sch e r, des AuhemninisterS Walko, des H^vedmini-sters Julius G ö m b ö s und des früheren Unterrichtsministers Gra^n K l e-belsberg genannt. Eine end^iltige Entscheidung ist noch nicht go^allen. Die Befrir-gung der Parteiftlhrer hat auf Ichloh GS-döllö, wo der ReichS-verweser noch loeilt, bereits begonnen. Rettungsversuche in Gmf Londoner und Pariser Kommentare zm Laße der Ahrüst>ng»tO»fer,«z. ^ FraHzDßsche Büge a« die Ndresse Hentzerson». London, 2S. septenlbcr. Die englische öffentliche Bteinung mißt den ^'lrbeiten des 'vilros der Abrüstungskonferenz iu (^enf große Bedeutung bei und betont die Notwendigkeit der weiteren Mitarbeit Dv^ulschlands. Die „Time s" schreibt, Deutschland werde durch erfolgreiche Mitarbeit an der Konferenz tatkräftig die wirksame Abrüstung un-lersti'ltzen. Das Blatt tritt dafür ein, daß alle .Staaten sich aus die Formel einer ge-tneinsamen Erklürutig einigen, und zwar in dem ^inne, daß die abzuschließende Abrü-stungskoiwentioil den Ms6)nitt V des Per« sailler Vertrages zu ersehen hatt'.'. Diese Erklärung wiirde nach Meinung des Blattes geniigen, Teutschland von seiner Absenztak-ti? abznk^alten. Im allgeiueinon legt sich die Londoner öffi?ntliche Meinung die ?^rage vor, was zu tun wäre, um der deutschen Forderung irgendwie gerecht zu iverden. Zunächst erhebe sich die Frage, n>er die Initiative zur Schlichtung übernehmen solle: Frankreick> ode- .<>enderson als Vorsitzender der Konferenz? Die Berliner Meldungen, daß die Deutschen amtlichen Äreise die englische Denk-sOiri'k s^i auszudeuten beginnen, als ob hinter i>ir nur die Regierun', nicht aber auch die ^tnnmnng weitester «reise der englischen '^^evi)lkernng stiuide, haben in London Ber-stinnnunq ansst.'li^st. Englischerseits wird diesen deutschen Vorhaltungen datnli Antwort erteilt, daß Herr vml Papen bei der letzten ReichStagssitzung während hinter der englischen Regierung noch immer ein Zehntel det Unterhauses stünden. Neuer vvIMfcher Mord S o f i a, 22. September. Gestern abends wurde in Sofia eine neue Blutwt veriwt. deren Motiv Mig ungeklärt erscheint. Unbekannte Täter feuerten mehrere Echüsse auf eimn jitrastwagen ab. in dem sich der Vorsitzende des SportflM „slaoisa", B a j n e S k o v, bekand. Der Genannte erlitt, trotzdeni der Chauffeur dil.ch scharfes Fahren aus der Aeuerzone entivsi^n woll te, so schwere Verletzungen, daß er bald dar. aul' verschied. Die 'Zc!^sse sollen angel>lich einem gewissen L i l o r» gegolten haben, der sich aber nicht im Kraftwagen befand. -- Bedrohuna unteres Autobuevertehrs Unscr Blatt verwies schon mehrmals dar au*', daß dcr Beistand unseres AutobuSver kehres ernstlich gefährdet erscheint Der Grund ist vor allem darin zu erblicken, daß nach einer Verordnung, deren Wirksam^it am 10. d. hätte in Kraft treten sollen, dte s^ahrgäste der Aittvbusse «bei der Europäischen j Reise Versicherungs^.'G., mit der der Staat einen diesbezüglichen Vertrag abgeschlossen hat, versichert sein müssen. Nun schlössen alle unsere Autobu»l>nt»rnehmungen. sowohl die kaum 40 Abgeordnete zu den Seinen zählte, kommunalen wie die privaten, schon vor auch nur mit annäl?ernder Bestimmtheit sa» gen, wie sich die Dinge iveiter entwickeln werden. Es ist ini.'glich, dus KereSzteS-Fischer das Mandat crliält. nni mit einem etwaiM letzten Peitscheichieb die iDpposition zusammenzuknallen. denn '.Pelblen, für defs^ Re-gierungsbetrauuug sich ein Teil der Gentry in Gödölö bereits einzusetzen beginnt, soll angeblich erklärt haben, das, seine Zeit noch nicht gekommen sei . . . Die Einl)eitsfront ist in die Gefachrenzon-ne der Aufli^sung geraten. Darüber können die verschiedentlichen Dementi-Manöver nicht l)ilnvegtäuschen. Fraglich sind hiebei nnr die noch uttausstesprochenen Absichten des Herrn Julius Ä ö m b ö S. Aus der Einl^eitspartei find bereits Gtiminen laut ge worden, die den Honvedminister als den ..ungarischen Tchktlher" bezeichneten, eine Anspielung, die «tt Rücksicht auf seine fak tische Etnflutzdomt«e ntcht ganz bedeutungslos erscheint' Aber früh^ oder später werden die heutigen Machthaber dan« doch an die Wahlreform herantreten und Wahlen cklsschreiben müss^. Vorher dürste Vethlen Ungarn neue En^fchungen bereiten, weil die feudalen Kreise eS so wollen. Heute wühlt der Städter schon geheim, der Bauer gibt sein Votum mündlich ab. Wählen einmal beide geheim, dann ist auch dte .Herrschaft der i^'thlen» zu Ende. r. a. Achren entsipvechende Verträge mit heimischen Verficherungsge^lkschasten ab u-nd entrichten dmfelben die vorgeschriebenen Prä-neien, die im Fahrpreis bereits eintalluliert find. Die neue Berord-nung berücksichtigt jedoch diesen Umstand nicht und bestimmt ka-tegor'isch, daß alle AutobuSunternehMlMgen fik jeden Fahrgast üv Para als Prämie an die EuroPÜis^ Reise-Bevsicherungs-A.-G. zu entrichten haben. Durch di^ Ber«tdn»lng »verden die Auto-buSunternehmungen in die größten Schwierigkeiten gebracht. Es ist klar, daß von dem F^preis, der lchnshin so<^it als mögliä> niedrig bemess^ ^t. die Prömien nicht gezahlt werden können, da dies den Ruin I^r Unternehmungen ö^uten Mßle. Eine Er-hi^hunfl der Fahrpreise um einen halben Di-tmr ist ebenso unmi^lich, wenigstens im Lokalir^rkehr, wo jede Para von ausschl.^g-gebender Z^eutung ist. Die ohnehin geringe Frequenz müßte in diesem Falle noch niehr sinken. In einer Zeit, als z. B. in Maribor nach allgemeiner Aitsicht eine Belebung deS GtadtverkshrS in der Medeveinführunz des Eindinar-Tarifs auf furzen Strecken zu suchen ist, kann der gegenwärtige Tari-f um K0 Park» unmöglich echöht werden. In dem einen wie in dem anderen Falle ist mit der Einstellung des AutobuSverkehrs zu rechnen. Auf dieft Momente ist seitens der Unternehmungen wiederholt k^m .H^andelSmini» sterium hingewiesen wor^n. ^r Minister sah die Berechtigung der Forderung nach der Rückgängigmachung der Verordnung ein, tveshalb er die Berfitgung traf, daß die Wirksamkeit derselben, die ^r den 10. d. festgesetzt worden war, bis zur endgiltigen Entst^idung in dieser Frage siftiert tvird. Um die Angelegenheit restlos zu bereinigen,, berief der .Handelsmuster für Mittwoch nach Be«>grab eine ldanfereniz der interessierten Kreise ein. Unter seinem BoHtz Mirde eine ausführlich Besprechung abgehalten, an der Vertreter verschiedener in Betracht kommender Ministerien, der Autobus-untermchnlungen, darunter der Stadtgemein-den Maribor, Eelje und Pwj. sowie de? Europäischen Reise-Versichenmg-A.^G. teil-nahnien. Die Vertreter der Autobusimter-nehmungen legten noch einmal eingzhead dar, daß die Durch^Uirung der Migatori-scken Fahrgi^teversicherung die Einstellung der ineilsten Linien im ganzen Staate zur Folge haben müßte. Denn ^ fei unndöglich, die Fahrgäste zweimal zu versichern, oßne daß die Reisefrequenz empl'indlich darunter leiden nrüßte. Die Besprechungen sind nech nicht beendet, unid ist zu ^hoffen, daß KN!»isch«n den beiderseitigen Ttan<>punAen ein Oom-promis zusstandelommt. Diie Bevölikerung von Maritvr ist am guten Ausgange dieser Konferenz stark interessiert. Die Drallstadt weist bereits eine Größe au5., die ein billige» Verkehrsmittel sowodl im Weichbild der Gtadt, als auch nvt der Umgebung erhe^'cht. Die AutoHusunternev' nrung bestcht nun schon fast fün-' Jahre und hat sich, von gewissen, verständli^^n Män^ geln abgesehen, vollauf ben^hrt. Das allge-meine Bestreben geht darnach, den Stadt-und Fernverkchr noch auszubauen und nicht denselben noch einzuschränken oder gar einzustellen. Der Bau einer elektrischen Strzßen ^hn, die gewiß viel für sich hat. konmit vor nehmlich auS materiellen Gründen bis au^ weiteres nicht in Frage. Börsenbericht L j u b l j a n a, 28. September. D e v tu s e n: Berlin 1.?SS.25—1S77.V5, Zürich NV8.Sl^-1113.8S, London l08.31-lW.91. Newtiork Scheck b722.19—li740.4ü, Paris 2Sö.S1—22S.33, Prag 170.01—170.87 Triest 294.35-2s;«.7ü. Zürich, 22. September. Devisen Paris ^..?1, London 17.91^, Newvork 518.1!.' Mailand 2S.S1. Prag 1d.34, Berlin 123.4 7d ^^iotandorer Zeinmg" ?eummrr?S47 '??Äfas, vijs W.' kseptemver lSZ Eröffnung in Senf VMbiaWuiio des Bwvs M Abta>»gartei s,attc die Wünsche ihres Agrarflligels zu weniz berück sichtigt. dai^r das Anwachsen der agrarischen Opposition. Noch immer unklar ist die Rolle des Grafen Stephan Belhsen, der sich zurzeit auf seinem Gut Lila^red aufhält. Ein Teil der Abgeordneten der Einheitspartei sieht die Stunde <^ekommen, in der der eigentliche Führer der Partei an die Spitze zu treten Betljlen seMt scheint jedoch nicht d'ese? Meinung zu sein, da angesichts der Konsul- tationen durch den ZlieichSverweser b^eitS verlautet, daß die Betrauung des Jnlen-ministers KereszteS-Mscher in grei'lare gerückt sei. Wie eS heißt, würde Graf Se. Phan Bethlen in eimm solchen Kab' ^st eventuell das Außenportefeuille überne.)me!^ Diese Kombination wird von gewil'er Seit^ «ehr als Wunsch der Umgebung Bethleng gehalten und nicht als tiefster i^danke des Grasen Bethlen selbst. Me NevolMton im Lande der Stenwer Frenkreichs Nententonvertierung. Im klassischen Lande der Rentner, In Frankreich, ist eine Revolution ausgebrochen: das Renten?onvertierungSgesetz Wirklichkeit geworden. Die franzi^rschen Rentner, die bishe? b, 6 und 7« erhielten, werden sich künftighin mit nur noch begnügen müssen. Sind sie damit nickt ein. verstanden, so können sie die ZlusMlnn^ der Obligationen verlangen. Die Anmelde« frist betri^ S Tage. Die franzölsffche 5legierun>g muß ihver Sa-ch^ sehr fil^r ^in, wenn s^ die gevalti^^e Finanzoperation wagt«. Ts handelt sich ja um eine Kapitalsmasse von mehr als 80 Milliarden Franken (!80 Milliarden Dinar). Nicht auszudenken, wenn alle Papier inhaber von einem Zahltag zum andern die AuSgah-luag verlangten. Aber daS Kabinett Herriot stützt sich auf die englische Erfahrung. Die Engländer ha>den die Anleihekonvertierun? mit überraschendem Erfolg durchgefWrt. und die Franzosen haken ihre guten Grün-de, anzunehmen, daß nicht mehr als 2?S der Rentner ihr Berm^en realisieren ^Verden. Wie sollen sie es auch tun? Neuere Kapitals-an^agemöglich^eiten 'haben sie sowieso nicht. Und doch ist es für die Regierung Herriot ein Wagnis. eS mit dem sranAösischen Rent-ner, dem zShssten und konservativsten der Welt, au*zlme>hmen. In einem Land, in dem jeder Bürger — auch heute noch! ^ damit reckmet, daß er mit spätestens mit ?^ahren sich zur Ruhe setzen kann, muß ein ZinS„raub" gewaltige Erregung hervorrufen. Die fran^Mck^n Altrentner fühlen sich ja schon seit Jahren benachteiligt. Der Franc wurde lSW ans der K-rundlage von NDX seines Geld-werteS stabilisiert. Viele Rentner sahen sich um «inen Großteil ihres Vermögens gebracht, da sie seinerzeit Gold-fran'ken eingezahlt hatten. Jetzt wird noch der Restbetrag in Frage gestellt. In der Kleinstadt diskutiert man anf der Straße lebhaft darüber, ob selbst die noch ge-sichert seien, ^r Staat hat wohl kein Gell». .. Eines ist sicher: so erstaunlich eS auch sein m«tg — der französische Staat ^t in der Tat wenig Geld. Nicht einmal durch die Rentenkonvertierung wird er seinen H<^l»Halt ausgleichen. Und doch können die französischen Mafaryk spricht Knickttbockers neuestes Buch — Der Weltkrieg als Hauptursache der Krieges vergessen einkach, daß das Europa rst, und das es nirgends in Europa einen Staat gibt, der von einer einzigen Rasse bewohnt wird. Jeder europäische Staat ist gemischt und hat seine nationalen Minderheiten." ^ unter^ach sich uind klopfte sich auf den Reitstiefel, dann sagte er langsam: „Natürlich war der Krieg die große Hauptursache oder besser die Haupter'lög-lichung der Krise. Und der Krieg wa? natürlich das Ergebnis früherer Fehler. Aber Sie können nicht erwarten, daß die durch einen Weltkrieg angerichteten Schäden in vierzehn Iahren behoben werden. WAirend des Krieges gaken alle Nationen aus. was sie an Ersparnissen angehäuft hatten. Sie alle hatten gewisse Reserven für schlechte ^^'ten. Und dann verpulverten sie alle im ivahrsten Sinne des Wortes bhr Vermögen. Bedei^n Sie auch, daß die A^ise nicht lmmittelöar nach dem Kriege füHlbar wurde. Ich kann klarmachen, waS ich meine, wenn ich von der Situation eines Mannes spreche, der sein Geld verliert. Er hängt sich nicht sofort auf, sondern erst wenn einige Zeit vergangen ist und er begreift, was sein Verlust bedeutet. Es dauerte einige Zeit nach dem Kriege, bis die Menschen merkten, ivas M' sckiehen war. und umsu'hi«' wurderi." Prag, 21. September. „Seske Slovo" bringt das neueste Buch des amerikanischen Reporters Knicker-b o ck e r „Wird Euwpa sich erholen?" zum Vorabdruck. Der amerikan sche Journalist lmtrde vom Presidenten Masaryk in Lana empfangen, bei welcher Gelegenheit sich der große Staatsmann und Philosoph über die verschiedensten europäischen Fragen äußerte. Masaryk bezeichnete den Zerkall Oesterreich-Ungarns nicht als Hauptursache der mitteleuropäische Krise, er setzte sich gegen mehrseitige MrtsÄ^ftSverträge und gegen eine Zollunion ein, wohl a^r für Z>ir«kte bilaterale Abkommen. Ohne die wirtschaftliche Seite der Krise zu unterschätzen, lnißt Masaryk auch der moralischen und politischen Seite großen Wert bei. Masaryk erklärte dem amerikanischen Journalisten: „Denken Sie zum Beispiel an die Frage der nationalen Minderheiten in Mitteleuropa. Auch sie spielt eine Rolle in dieser Krise. Sie gehört zu den Faktoren, die in die notwendigen wirtschaftlichen Berl>aildlungen hinei^pielm. Abn lvie sollte sich das vermeiden lassen? Viele Amerikaner, die nach Europa kommen, werfen einen Blick darauf sehen zwanzig bis dreißig Nationen und rufen aus: ,^kanisi«runa Eurovas". Sie Freitag, d>n 93. Zkpsember lHßS. M ^ IM»M »„Waribore? Zettüng' Nummer ?S4.- Rentner beruhigt scin; sie lverden schon zu ihrem Geld komu?en^ Auch der fran^sische Franc wird di« Etschütterung, die mit der Nentenkonvertierung verbunden ist, wohl gut Überstichen. Das englische Pkund hat durch die Konvertierung 6?i seines Idam<üi-gen W^^rtes verloren. Aber es iist nicht stabilisiert und hat keine Golddecklmg. Der Unterschied liegt klar zutafle. Die ^lage lst nur, sb der jetzt Vvrzenom--nlene Eiil'gri^f aivf die Dauer ausreichen wird Cl»Nte dlc Krise, die setzt in Frankreich in voll<'Nl l^iange ist, nicht zum Stillstand kommen o>,cr sich gar vertiefen, dann wird Frankreich von seinen Rentnern reue Opfcr verlangen müssen. Aber die Rei^ierung ist optimistisch. Sie spricht von BefserunMs^mp-tomen. Möge «sie re^ behalten. Die ??e'lt wird sich mit freuen. Vor einem neuen Krieg in Giibamerika? Bogota (Columbia), 21. September. In Ei'ldamerika droht ein neuer Krieg. Peruanische Truppen haben die koluinbische Ctadt Laetitia besetzt. In der kolumbischen .l^auptstadt Bogota haben grof;e Studenten-demonstrntionen stattgefunden, wobei die ttricgserklaxung an. Peüu gefordert wurde. Unter lauten Rufen „Nieder mit Peru! Wir melden uns freiwillig!" verlangten die Studenten sofort einri'lckend gemacht zu werden, um ihr Vaterland gegen die Uebergrisse des fremden Staates zu schützen. Die Kriegsbegeisterung nimnlt von Stunde zu Stunde zu. Der ehemalige Kultusminister Haller sreige-sprachen. V tt d a P e st, 21. September. Gestern fand der Pro.^e^ gegen den ehemaligen Kul» tuSininister und Schöpfer deS Numerus clausus Stefan Haller und zwei Genossen seinen Abschlust. Nach zweieinhalbstündiger Beratung wurde sowohl .Kaller als auch seine zwei Genossen freigesprochen, was eine allgemeine Ueberraschung hervorrief. .^>al-ler war wegen zahlreicher Betrügereien an« läs^lich des Zusammenbruchs der Apostel-drnckerei angeklagt worden. Bor dem Urteilsspruch hielt der Staatsanwalt eine äußerst scharse Rede, in der er eiile mögli6)st hohe Strafe verlangte umsomehr, als eS sich um einen Mann handelt, der der oberste Hilter der ungarischen Kultur. gewesen sei. Nach denl Freispruch legte der Staatsanwalt Berusung ein. Neue GensoUon um MoluWfa Die Taten dcs Ciseubahnattentäters unter pojit,t)pnotischen Einflutz verübt? '^cr ^ls<'ulu^lnlat!entäter Silvester M a^ t u s ch l a, lange Z?it i>n Mittelpmikt allgi^ttieincn Interesses gestanden war, wird wieder vi^l genannt. Und ztvar im Zui'amuicnhang init dvr angeblichen Auffindung ein.'c» (5ntlastungozcttg<'i,. soll sich uaiulich fi'lr il/lt ein Entla-stungo.jenge gesunden lxiben, der einen ge« rade^^u sensationellen Beweis für dii.' Rich-tigteit dcr wirren Anosajiv'n Massen-niürder'^ bei s^'inein Prozes; liietet, er sci dei Berübung seiner grauenhaften Anschläge eineul „Geist den er einnial auch „Schlesinger" nannte, hörig gewesi^n. (^in Brief, den Frau Irene Matuschka, die Gattin d?s Eisenbahnattentäters, von einem in der Nähe Duisburgs lebenden Kaufmann, der mit vollem ?tamen und Adresse unterschreibt erhalten haben soll, besagt, daß der Schreiber seit dem Lesen der Berichte über die Verhandlung gegen Matuschka unaufhörlich darilbei' nachdenken mußte, wo er die Nalnen „Silvester Matuschka" und „Leo Schlesinger" schon gehört habe.. l5udlich kam die Erinnerung, daß er in russischer !»triegsgefangenschaft einmal in eineul österreichischen Lager. Zeuge hypnotischer Tarbietllngen eines gewissen Leo Schlesinger war, dessen Mediuni sich lieftig weigert.', sich in die Trance versetzen zu lassen. ' Das Mediilm bade scy^ießlich d«^ 7Hypno-tiseur erklärt: „Ich will mich nicht htipnoti-sieren lassen. Ic!) lvill nicht, daß es mir geht wie dem Silvester Matuschka. Den hast du vollständig in deinen Bann gezogen. Du hast den Menschen ganz verrückt genmcht." Der Schreiber habe noch eine Reil)e von Verbrechen, auch eine Mordtat, erfahren, die Schlesinger durch seine hypnotischen Künste von anderen verüben ließ. Er glaube, Frau Schilkfalftunde ves Dvlker. dunves Bor der Unterbreitung des Lord Lyttou-verichteS über die Mandschukuo-Frage T « n if, 21. September. Ende diesier Woche witd dfm Böl?erbund-rat der Bericht der nach der Mandschurei entsendeten Kvininission Lord LyttonS unterbreitet werden. Um den interessierten Mächten Gelegenheit zu geben, den Bericht allseitig prüfen zu können, wird die Diskussion dari^r voraussichtlich vertragt werden. Die japanisch« Regierung hat übrigens die Forderung aufgestellt,, datz der Bericht der Lord Lytton-Kommission gemeinsam mit dem von ihr zu einem fpüteren Zeitpunkt unterbreiteten Memorial zin Ber^ndlung konrmen möge. Der BA-lkevbundrat :vird dem Wunsch« Japans selbftvevständlich stattgeben, um durch die Vertagung der Diskussion ül'«r den Lytton-Bericht so viel Zeit zu gevinnen, als nötig ist, aus der delikaten Situaticn herauszukommen. Ter Bölterbund ist durch das Borgehen Japans in der Mandschurei in «in« tiefe Sackgasse hineingeritten worden. Die mandschurische Frage wurde durch Japan einseitig gelöst, im« seit den: .'rsten Tage der japanisö^n militärischen Opecario-nen anders auch nicht zu envarten war. Dem Generalsekretariat des Völkerbundes wurde japanischerseits ein Protokoll ü>ber die Anerkenn'ung Mandschukuos dtirch Japan mit einem auSKHrlichen Kommentar ü^r-r<'icht, in dem es n. a. heißt, Japan habe in der Mandschurei interveniert, uni die ^lnarchie dortseltst zu beendigen und das Land zu p<>z»ifizi«ren. .hiezu habe Japan sich bemüßiigt gefichtt, da die Nankinger Regierung die Auftechterhattung der Nnhe und Ordnung nichte, ebensow^g wie die Unantastbarkeit der Bestimmungen des Reunmächteverttages und der in der Mandschurei erworbenen japanischen vertraglichen Rechte. Der BKIter^nd sdeht also vor der schweren Aufgabe, Japans Vorgehen in der Mandschurei zu tadeln, er wird aiber unmi^ lich a^r den Protest Chinas gegen die Erweiterung der Okkupation auf die ganze Mandschurei uNd die damit zusammenhängende Verletzung des Reumnüö^evertrageS und des Bi^lkerbundpaktes hitmegkommen können. Dies mttso weniger, als durch die Abtrennung der Manidfchurei die Gouverü-nität Chinas verletzt wurde. Man kann nach der Halbung der Großmächte schon heute daraufhin schließen, daß die l^tsch^dung des Völfevtundrates darnach ausfallen wird, daß das Ansehen des Bölterbui^s irgendwie gewahrt bleibt uM der veränderten Lage in der Mandschurei still die Zustimmung gegeben wird. Die Gefahr droht jedoch dem BS'l?ertund von einer anderen Seite ^r. Die Bereinigten Staaten wollen die Entscheidung des Völkerbundes abwarten, u>m dann gog?m auch sonst? — aus den lat'»inischen Worten zorore« optimae, die besten «chi:>e-stern, gebildet. Darunter ist ein Klub zu ver-stehen, defsen Mitglieder ausschließlich Frauen sind. Nicht jede Frau kann diesem >>klu>b angehören, sondern, man hör« und staune, nur die beste in ihrem Beruf! Die Hcimat der „soroptimist clubs", wie sie auf euglisch heißen, ist Kalikornten. Dort sind zlvci Jahre nach der Gebust der iuzivi-schcn berü'hmt goivordenen Rotary-Beive-.gung die ersten Schwesternschats^en der Besten entstanden. Bon Kalifornien aus l.ahm die Bowegung ihren Siegesimarsch durch die Welt. In (England fiel das Wort Soropti-mist zmn ersten Male im Jahre 1V24. Die Beniegung pflanzte sich nach Frankreich sort, wo an der Spitze der Soropti>nist.j!lul') der best^ -i»?!.blich« Scher Aerz-tin und Stekrotypistin, Postangestellt? lind Rechtsanwältin, Ski^iftleiterin und Kaisie-rcrin, Schneiderin und Dichterin. Das Ziel dieser Bewegung ist uwralifche und l>erufli' che Bevvolkkommnung, zugleich aber auch Proipaganda. Die Männer? Die Mönner »Verden ütif dem Laufenden gehalten. Einnial pro Monat werden sie ein^-tde.t, wobei ihnen gutes Essen wohl unter der Leitung der besten Köchin der Stadt — serviert wird. kötlnen sich die Männer noch ,nehr wünschen? Die Schwesternscha'^ten der Bcsten nehineil keine behördliche Untevstiü^ung in Anspruch. Sie veraiksdalten Borträge, Kon.vrte und smistrge Borfiihrungen, ^i denen nur ein «kleiner Betrag erhoben wird. Ei-ne Beran- Bei DOt«trG^t» Leber- und Tallenlelden, Fettsucht und Sich.. Magen- und Tarmkatarrh, Veschwülsten der Äckdarmwand, Erkrankungen des Ekddarmes beseitigt das natürliche „Frauz-gefes-'Vitterwasier Stauungen in den ltnter-leibsorganen rasch und schmeri,frei. Langjährige Krankenhauserfahrungen lehren, daß der Gebrauch des Ar>»t'Kses'Wasser» die Tarmver-richtung vorzüglich regelt. ^s ,Hn»t'>ftt".VitterwoNer i» in Apotheken. Drogerien und Svezereihandlunaen er-HÜUlich. Frau Mareks Glück und Ende «och dem ZOhe ihres Mannes «nd eines Sindes in die Irrenanstalt. Wien, 21. September. Der Fall M a-r e k, der vor etwa fünf Jahren — als der danials 25jährige Ingenieur Emil Dtarek und seim Frau Martha unter den: Verdacht des Versicherungsbetruges in Wien auf der Anklagebank sa^n — groheS Aufsehen erregte, hat jetzt einen erschütternden Mschluß gefunden. Marek ist vor ztvei Monaten nach langer Krankheit in größter Armut gestorben. Ihm folgte einige Tage später sein älteres Kind in den Tod. In der vergangenen Woche erkrankte das jüngere Kind und mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Dl« vielen Schicksalsschläge zermilrbten die Nerven der Frau Marek. Am Sonnabend wurde sie unter den Anzeichen schwerer geistiger Störungen in eine geschlossene Anstalt ein-geliefert. An einem Sommertag des Jahres begann das Drama, dessen letzter Akt sich jetzt abgespielt hat. Damals arbeitete Emil Marek im Garten seiner Villa in der Hinterbrühl b?i Wien an einer Erfindung?. Der erste M a s ch i n e n n: e n s ch sollte ge-baut lverden. Beim Zerhacken eims .Holzklotzes rutschte da? Beil ab und trennte Ma. rek den rechten Fuß oberhalb des ^öchcls vom Bein, tt^rz vorher hatte sich der Ingenieur bei einer Versicherungsgesellschaft gegen Unfall auf eit,e verhältnismäßig sehr hohe Summe versichert. Als der Betrag ausgezahlt werden sollte, t>ehauptete die Gesellschaft, e» läge Selbstverstümmelung vor und erstattete Strafanzeige. Marek wurde verhaftet; die Angelegenheit kam vor Gericht. Der Ingenieur verteidigte sich und seine Frau mit großer Verbissenheit. Da ihm auch nichts nachgewiesen werden konnte, sprach das Gericht Marek frei. Die Berstcherungsgesellschaft mußte zahlen. Viele beneideten Eulil Marek. Die Neider wollten nie an die Unschuld des Freigesprochenen glauben. „Unrecht gut gedeihet nicht!" sagten sie, als später Nachrichten kamen, das; Marek den größten Teil seines Vermögens verspekuliert hatte. Mit dem Rest des Gcldes wanderte das Ehepaar nach Nordafrika aus, aber auch dort war ihin das Glück nicht hold. Verzivcifelt kehrte es nach Wien zurück, versuchte eS mit einem ttolonialwarenladen, mit einem Spe. ditionsunternehlnen; aber alles schlug fehl, und schließlich war auch das letzte Geld »»uf-gebraucht. Die Fannlie stand vor dem Nichts. Da brach die Wunde des Mannes ernenl auf, er fand in einem Krankenhaus Aufnah-me und verließ eS nicht me??r. Knde Juli ft.irb er. Die Frau wohnte nri/ beiden Kindern, von denen das eine drei, das an» oere zivei Jahre alt war, in einer Baracke Nach^rn ließen ihr Nahrungsmittel und den Kindern Milch zukommen. Eine b^rd-liche Unterstützung war nicht zu erlangen, tveil Martha Marek nicht in Wien zuftän« dig war. Ende Atlgust wurde der ältere .^knabc krank. Eine an sich darmlose K^inderkronk- «MM« ZV4? MeiiSK,' bitt LS. SepkiMvee-ISIS? heit konnte der unterernichrte Organismus nnht bezwingen. Zwei Tage später war das Kind tot. Die unglückliche Mutter verfiel in Wein« und SchreikrÄnpfe und konnte Tage hindurch nicht beruhigt werden. Bergangene Woche ka>m nun auch die Neine Jngeborg wegen völliger Entkräftung in ärztliche Pflege. Jetzt war es mit den Kräften der Vcutter aus. Sic begann zu toben und muß-te in eine Zwangsjacke gesteckt werden. Dann Wurde sie in eine Irrenanstalt überführt. Der schreckliche Einfall eines Wahnfinnigen B u d a p e st, 21. September. ?Lm Freitag vergangener Woche war der pensionierte Inspektor der Ungarischen Staatsbahn Jo« Hann .Hausner aus einer Nervenheilanstalt als geheilt entlassen worden. Hausner mußte in der Anstalt vor einigen Monaten untergebracht werden, da er unter furchtbaren Depressionszuständen litt, .tzausner kehrte zu seiner Familie nach Budafok zurück und machte wirklich einen ruhigen, befriedigenden Eindruck. Sonntag vormittag wurde Hausner Plötzlich von ausbrechendem Wahnsinn erfaßt. Er tränkte seinen Winterrock mit dem Jnkhalte einer großen Kanne Petroleum, zog das KleidMgsstück dann an, cntzj'mdete es und stiürzte sich dann auS dem Fenster seiner im ersten Stock gelegenen Wohnung auf die Straße. Mrkwürdiger-weise erlitt er bei dem Sturz nicht die geringste Verletzung, sonderir raste, nachdem er sich aufgerafft hatte, als eine lichterloh brennende Fackel durch die Straßen von Budafok, die zahlreichen Passanten durch sein grüßliches Gebrüll in Entsetzen bringend. Tie Leute slo>hen vor dem Wahnsinnigen, uin nicht selbst von den Flammen ergriffen zu n^erden. Endlich stürzte Hausner in ei-ncr Anlage in das Gras, aber das ausgetrocknete Gras und einige Büsche fingen sofort Feuer. Während man die Sanität alarmierte, liefen zwei städtische Angestellte zu einem Hydranten und begannen, den Wahn-sinnil^en mit Wasser zu liespritzen. Gleich daraus traf auch das Rettungsauto ein. ^us-ner lag, anscheinend vollkoimnen verkohlt, in einer großen Fläche noch glimmenden Grases. Trotz seiner unbeschreiblichen Wunden lebte der Unglückliche noch immer und verschied erst unter den gräßlichen Qualen auf Vem Transport ins Krankenhaus. Das Schicksal bestraft einen Gtrüsling. P a g, 21. Septembe. Bor einigen Tagen wurde berichtet, daß der Strafgefangene S u l k o, der eine Kerkerstrafe wegen eines Betruges verbüßt, nach seinen Verwandten in Ungarn eine Erbschaft von 20 Millionen Dinar gemacht hat. Das Testament wurde bei einem Notar hinterlegt, der feststellte, daß Sulko nicht in den Besitz der Erbschaft gelangen kann, weil der Erblasser zwei Bedingungen gestellt hat. Erstens muß der Erbe verheiratet sein, was auch Sulko ist, zwe-tens darf er mit dem Gesetze nicht in einen Konflikt gekommen sein. Da Sulko dieser letzten Forderung nicht ensprechen kann, wird nunmehr voraussichtlich das Vermögen wohltätigen Zwecken zufließen. Durch den Betrug hatte sich Sulko seinerzeit in den Besitz von wenigen Tausend Dinar gesetzt. Jetzt hatte sich das Schicksal furchtbar an ihm gerächt. Mn Salzsee unter der Stadt Moskau. o s k a u, Li. September. Tiefbohrun-gcn im südlichen Teil der Roten Hauptstadt haben das überraschende Ergebnis zutage gefördert, daß sich etwa 7lX) Meter tief unterhalb Moskau ein großer Salzsee befindet und daß die Sole des Sees au^rordentlich wertvolle Chemikalien enthält. Die Bohrungen wurden schon seit drei Jahren betrieben, haben aber erst jetzt ein Ergebnis gezeitigt. Die Salzhaltigkeit des Sees ist rund fünfmal so groß wie di« !>es Meeres. Bei einer Tiefe von ungefähr 750 Meter stieß man auf die „Chemikalienschicht" und hat dann «ingehende Untersuchungen der Funde durch den Geologen Dimitri Perkin vornehmen lassen. Aehnlick)e Resultate bei Tiesbohrungen wurden kürzlich in der Nähe von Soli-kamsk, dem größten Salzlager der Sowjetunion, erzielt. de» XninUidlvsea. Ves»le». eden vnck VdnIIedev /^nüz»ep iler ^iitftiid«rkolo8eilN»> >v 5po«r Aufto» M Mi>t»ksvoktfalwn Nach den trägen Sommertagen treten nun kommenden Sonntag wieder unsere Win» tersportler vor die OeffeMichkeit. Noch unter Staffage der sommerlichen Langstreckler absolvieren unsere Skifahrer einen Wald-lonf, der die eche Krafchrolbe für den Winter darstellen soll. Ms Rennftr^e wurde der etwa sechs Kilometer lange Weg von der „RuSka koöa" bis zur „Mariborska koöa" und weiter bis zum „PohorSki dom" gewühlt, dessen leichtes, fast durchwegs abfallendes ^rrain wohl keine besondere Schwierigkeiten an die noch untrainierten Vertreter des Schneeschuhes stellen wird. Der Start erfolgt um 10 Uhr vormittags bei der „RuSka koSa", während das Ziel im Umkreis des „PohorSki dom" improvisiert wurde. Für das Rennen wurde ein Massenaufgebot auf die Beim gebracht. Schon heute hat die Teilnehmerzahl die Rekordziffer von 60 Läufern überschritten. Nicht nur die heimischen Haudegen werden korporativ am Starte erscheinen, sondern auch aus allen übrigen Winters^rtzentven werden Teilnchmer erwartet. So wird insbesondere Ljubljana stark vertreten sein. Auch aus Oberkrain kommen die großen Matadoren und selbst aus den südlichen Gegenden werden die besten Läuser erwartet. Die Veranstaltung verspricht deshalb einen ganz großen Verlauf zu nehmen. Die aus den bekanntesten Sportorganisatoren zusammengesetzte Rennleitung bürgt für einen klaglosen Verlauf, sodaß man mit Recht hoffen darf, daß nun Sonntag unsere Betten sich den ersten großen Kampf liefern tverden. Meisterschaft ver..Sdeiwe s " Wie schon berichtet, tragen Sonntag, den ^ 25. d. unsere rührigen „Edelweißler" ihr?! Klubmeisterschaft aus. Alls Rennstrecke wurde die bekannte Route von KoLaki bis zum' populären Gasthof Schicker in Mu5en bei Sv. Marjeta gewÄhlt. Die Strecke wird drei mal passiert, sodaß die Gesamtlänge 45 Kilometer ausmachen wird. Der Start erfolgt um halb 14 Uhr beim GaisthaUse Welle in KoLaii, woselbst auch der ZÜ^ndepunkt festgesetzt wurde. Das Ziel und der erste Wendepunkt sind beim Gasthof Schicker. Samt, liche Teilnehmer haken sich SamSt.^. den 24. d. bis 16 Uhr abends beim Rennleiter Herrn Michael L e L n i k, Schareidermeister, OroZnova ulica 4. zu melden. Für die Beförderung von Gasten und Familienangehörigen wird ein Autobus sorgen, dessen Leitung in liebenswürdiger Weise !^r? ^iZbek übernommen hat. Die Radler treffen sich alle zur ge,neinsamen Abftchrt um Punkt 13 Uhr im Hotel Halbtvidl. Die Preisoerteilung findet im Gasthause Schicker statt. Die Preise werden Samstag im Aubhcim ausgestellt. : G. K. Freitag, den K. d. um 20 Uhr Spielversammlung im Hotel «Za« morec" (Gosposka uli:a). Es hat die erste sowie die Reservemannschaft zuverlässig zu erscheinen. Auf der Tagesordnung ist die Aufstellung für Sonntag. : GS. Gvoboda. Wegen des sonntägigen Meisterschaftsspieles „Rapid"—„Svoboöa^ (Hjubljana) entfällt das Freundschaftsspiel mit „Marikor". Anstatt dessen Training «um 10 Uhr vormittags mit einem kombinierten Team des GK. „^elezmLar" auf dem „Ra-pid"-Sportplatz. Mrgen, Freitag, Zusam-menkunst im Klubheim! : GermooSek, der bekannte Langstreckler des SSK. Marachon, verteidigt am 9. Ok« toiber den Wanderpokal im Querfeldeinlaufen über 10 Kilometer des SporMubz „Mi-rija" in LjMjana. : Die Tilden-Tennisgruppe i» Jugosla» Wien. Wie wir erfahren, wird die weltberühmte Tildentruppe Ende Oktober in Beo-grab und Zagreb gastieren. Der Verband «hat Tilden nach Jugoslawien zu zwei S^len nach^ Beograd und Zagreb eingeladen. Eine endgültige Antwort wird Tilden in einigen Tagen gvben. Wenn das Gastspiel zustande kommt, so wird der jugoslawische TemriS-sport ein Sportereignis ersten Ranges genießen können. Tilden u,^ seine Tru>M wird bekanntlich in Berlin, Prag. Wien mtd Paris gastieren. : Ein T«nnis-Länderkampf Frankreich — Italien, an dom die Spitzenspieler nicht, teil- nehmen, begann in der Villa dWe. Ergebnisse des ersten Tages: Merlin (F.) ^ Rado (I.) S.S, S:L, 6:4, V:7; Brugnon (?.) — iÄrtorio (I.) S:4, 6:3, 6:1; Bonte (F.) — GaSNni (I.) 4:6, 6:1, 6:2, 6:2. Der Kampf zwischen BoussuS und Palmieri wurde nach dem ersten «Ättze, den Boussus 6:4 gewonnen hatte, wegen Regens ab^brochm. Krank reich führt al^ init 3:0. : Ae Tllden'TrupPt spielte Gonnwg in Amsterdam. Tilden gegen Mßlein 2:6, 6:0, 6:4, 6:3; Nüßlein-Najuch gegen Timmer-Diemer-Kool 6:0, 6:4, 6:1; Tilden gegen Timmer 6:2,6:3, 6:2^ Tilden-Barneß gegen Timmer-Diomer-Kool 6:3, 6:2, 6:3. : Die velt«ßiftetschgften der T«««is-Pro« ftssionals haben Dienstag in Berlin unter TeUmchm« der Mitglieder der Tilden-Trup-pe begonnen. Karl Kvieluh spielt merkwürdigerweise nur im Doppel mit Burke, obwohl er doch dm Mnzel stärker ist. „Gesetzt" wurden: Tilden, Plaa, Ramillon, Najuch, Bürde, Bartelt,Schmidt, Nüßlein; im Doppel: Tilden-Barnes, Plaa-Ramillon, Koleluh-Burke, Hl^ajuch-Nüßlein. : «euer Motsrtsoi - veltrekorb. Der ame rikanische Rennfahrer Gar Wood hat seinem 960 P>S. Rennboot „Amerika L" «inen neuen Schnelligkeitsrekord für Motorboote aufgestellt. Er erreichte «ine mittlere Geschwindigkeit von 1V9.86Ü Stundenkilometern <124.91 Meilen). Gar Wood hat damit den bisher vom Rennfahrer Kay Don gehaltenen Weltrekord er!^blich überboten. Au« Seile e. Tobesful. Im Allgemeinen Krankenhause starb die Private Frau Theresia K r a n j c im Alter von 78 Jahren. Friede ihrer Asche! c Reue vrßaNtlÄtioa der «ewerbetrei-denbe« in Celje. Bergangenen SamStag fand im „Narodni dom" die gründende .Hauptversammlung des Vereines der jugoslawischen Gewerbetreibenden für das Drauba-nat, Zweigverein Celje, statt. Der Verein zählt in Celje 145 Mitglieder, die fast voll-zählig zur Hauptversammlung erschienen waren. Außerdem nahmen an der Versammlung teil der Obmann deS Liubljanaer Vereines .Herr P i L ma n sowie Gäste aus Ljubljana und Sv. Jurij. Die Versammlung wurde von Herrn Holobar eröffnet und geleitet. Herr Piöman erläuterte dann in einem längeren Berichte die Gründe der Gründung einer neuen Gewerbetreibenden-organisation. Die schon bestehenden Organisationen haben sich wenig oder gar nicht um die Interessen der Gewerbetreibenden geküm vvrt. Der Berein sei auch mit den kroatischen und serbischm Gewerbetreibenden in Verbindung getreten. Herr S i m e n e auS Ljubljana sprach dann über die Forderungen der Gewerbetreibenden und über die Notwendigkeit einer einheitlichen Front. Der Sekretär deS GründungsauSschusseS Herr Bri« eek flihrte auS, daß die Mehrheit der Gewerbetreibenden einen Schutz ihrer Interessen nur in getrennten, selbständigen Kammern erblicke. Herr MihelLiö verlas dann die von der Banalverwaltung schon genehmigten Statuten, die einstimmig angenommen wurden. Einstimmig wurde a. folgender Ausschuß gewählt: Obmann Sto» jan Holobar, Obmannstellvertreter Albert Rutar, Mitglieder Jo8ko Aman, JoLe Plev-Lak, Michael Brenko, Janko BriSLek, Jakob Kovae, Anton Jager, Amand Pepernik Johann Fric und Dominikus Lovlin, Stell-Vertreter Dominikus Ur«ie, Anton GoSnik und Rudolf Perdan, Rechnungsprüfer Franz Kranjc und Franz Rozman, Stellvertreter Martin Orehove und Anton Kol-man. Die Delegierten für die Hauptversammlung des Ljubljanaer Vereines wird der Ausschuß besttmmen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich 12 Dinar, die Einschreibegebühr 3 Dinar. Gründende Mt-glieder bezahlen 250 Dinar. Bei den Allfälligkeiten sprachen die Herren KoSar, Si-menc, Mihelöie und PiLman auS Ljubljana sowie die Herren Zontiö und KovaL aus Celje über verschiedene StandeSangelegenhei-ten. c. Einbruch w eine Geldkaffe. In der Nacht zum Montag wurde in die Bäckerei des Herrn K i r b i 8 in der Ljubljanska ce-sta eingebrochen. Der Täter machte sich an die Kasse heran, der er den Boden auszusä- gen begann. Er arbeitete fast zwei Stunden, doch ohne Erfolg, so daß er unverrichteter Dinge abziehen mußte. Der Polizei gelang es Dienstag vormittags den Täter aussindig zu machen. ES ist dieS der 18jährige F. T., der früher einmal in der Bäckerei als Lehrlina beschäftigt war und ihm daher die lokalen Verhältnisse gut bekannt waren. Er wurde dem Krei^richte eingeliefert. Au« VW« p. Ttfslßreiche I»ter»e»tis» des Vürger» «eifters. Gelegentlich deS Besuches von mehreren Ministern in Ljubljana intervenierte Herr Bürgermeister I e r i! e in Angelegenheit der geplanten Auflassung von zwei Zügen. Der Bürgermeister erhielt die Zusicherung, daß kein einziger Zug eingestellt werden wird. Ferner wurde dem Bürgermeister von maßgebender Seite zugesichert, daß das Ministerium für Handel und Industrie die nötigen Apparate für das Eichamt besorgen wird, deren Beschaffung die Stadtgemeinde 40.000 Dinar gekostet hätte. p. Vrilade eh« Ende. In der von Feu« ertatastrophen Heuer schon so oft heimgesuchten Gemeinde 2up^ja voS brach vergangenen Sonntag wieder ew Brand auS, dem das mit Stroh gedeckte Wohnhaus deS Besitzers Franz ZK u n k o v i e zum Opfer fiel. Der Schaden beläuft sich auf 15.000 Dinar, der aber durch Versicherung gedeckt erscheint. Die Löschaktionen leiteten die Freiwilligen Feuerwehren auS Cirkovce und Sv. Lovrenc. Man vermutet Brandlegung. P. Zur Aßnoszierung der vom Zug zermalmten Frauensperson teilen wir ergänzend mit, daß die vom Zug überfahrene Besitzerin nicht Vidovie, sondern B i n d i it heißt. Der Fehler ist bei der telephonischen Uebertragung entstanden. p. Unfall. Der 46jährige Winzer Ivan K r a n j c aus Podlehnik stürzte derart unglücklich unter einen Wagen, daß er überfahren wurde. Kranjc trug hiebei schwere innerliche Verletzungen davon, so daß er ins Spital überführt werden mußte. p. Ein Fahrrobmarder am verke. In den letzten Tagen macht ein noch unbekannter Fahrradmarder unsere Gegend unsicher^ Sein erstes Opfer war daS Rad des Handelsvertreters Anton S k o k aus Sv. Le-nart. Dann machte er sich auf das noch funkelnagelneue Rad der Privatangestellten Marie B i d o v i « auS PobreZje. Der Täter war so frech, daß er von einem zweiten Rad noch den Sattel abmontierte und mitnahm. Die dritte Verlustträgerin ist die Gastwirtin Johanna H e l l e r in Breg, der ein Gteyrrad vor einem Gasthause in Ptuj abhanden kam. p. «och i««er keine «pur. Ivan P e r-nekS Verschwinden hält nach wie vor daS Interesse unserer Oeffentlichkeit wach. Trotz der umfangreichen Nachforschungen konnte noch keine Spur aufgegriffen werden die imstande wäre, irgendwelchen Aufschluß über das mysteriöse Verschwinden Perneks zu geben. Au« Slov. BiMco sb. Die Eltern des dreijährigen JanZur aus Spodnja Nova vaS bei SlovenSka Bi-striea, der unlängst in einem Mostbottich er-trunken ist, legen Wert darauf, feftzustel-len, daß das Kind noch nicht tot war, als Vater und Mutter zur Stelle kamen. Die Eltern wandten alles an, um daS Kind am Leben zu erhalten, doch gelang ihnen dies leider nicht. Kwo Vmg-Tonkia»: Ab heute bis einschließlich Freitag daS hervorragende H. EwerS-Werk „Araune" mit Brigitte Helm und Albert Baffermann im 100?eigen deutschen Sprech- und Tonfilm. — In Vorbereitung Werner Kraus im Großtonfilm der Ufa „Der Mensch ohne Namen^. Ein herrlicher TonfUmschlager. Unw'Tonkino: Heute, Donnerstag, letzter Tag „Nadie-Nevne". Ab Freitag daS große Ereignis für Maribor, der schon lange angekündigte sensationelle Weltschlager „Marabu" in deutscher Sprache mit unerhört spannender Handlung. Arekag, 5i^ A. ViNWIK NN?, D«»MMA D« 22. S«»««>b« Der Herbst ist da! Die Zett der Weinlese Md der Jagd Nach einem langen, schönen und hei^ Sommer hält nun der Herbst seinen Einzug. Gr kündete sein Kommen durch einen starken Witterungsumschwung an. Noch kürzlich waren unS schöne und warme Tage beschieden. Nun a^r fröstelt unS schon. Wir nehmen den Mantel, um unS vor der kühlen Witterung zu schützen. Der Herbst ist da! Er beginnt astronomisch in der Nacht vom 23. zum 24. September, mit der Tag-und Nachtgleiche. Am 24. September um 2 Uhc morgens überschreitet die Sonne in ihrer scheinbaren Jahresbahn mit ihrem Mittelpunkt den Himmeläquator, um nun für sec^ Monate über der südlichen Halbkugel zu verweilen. Regelmäßig Pflegen bald nach dem Herbstanfang dk Herbststürme einzutreten An Baum und Strauch verfärbt sich das Laub, bekommt jene Vielfalt von Farben, die den eigentümlichen Reiz der herbstlichen Stimmung hervorruft. Wie die Welt im Frühjahr ein buntes Neid durch die Baumblüte erhält, so hüllt fie sich jetzt noch einmal in ein farbenprächtiges Gewand. Aber die Stimmung, die von den Natur-schSnhelten zu dieser Jahreszeit ausgeht, ist nicht mehr wie im Frühjahr hoffnung^reu-dig und sehnsuchtsvoll, sondern wir stehen alle ein wenig unter dem Druck einer schwermütigen, fast melancholischen Stimmung. Es ist, als sammle die Natur noch einmal ihre Kraft, die Kenntnis von dem bevorstehenden Wechsel von der Pracht der Natu? zu Leere, ?lusdruckslo^igkeit und Kälte ist es, die uns bedrückt. Wie nahe ist der Winter gerückt und mit ihm die Angst und die Sorx^ um das tägliche Brot. Im Frühjahr und im Sommer schlägt man sich leichter durch. Trotz der schlechten Zeiten gibt es immer irgendwo ein wenig Arbeit; aber im Winter, wenn mit zunehmender K^lte die Flucht aus dem Freien einsetzt, steigt rasch die Not. Aber warum sollen wir schon jetzt trüben Gedanken nachhängen, waS im Winter wird? Erst in ein paar Wor^n wird das Lailb unter den jagenden Stößen der Herbststürme von den Zweigen gerissen und werden die Blätter Über die Strahn tanzen. Bis die richtige große Kälte kommt, vergeht noch ein Bi-rtel1ahr. Der Herbst brwgt uns viele Frücht«. Die Zeit derWeinlese ist ge-kommen. Eine gern gesehene Bereicherung der MittagSmaihlzeit find die Pilze, die jetzt tn großer Zahl gesammelt werden. Wenn auch ihr Nährwert nicht besonders groß ist, sind fie doch allgemein w^n ihres guten Geschmacks beliebt. Nur sollen möglichst die-die selbst in den Wald gehen und Pil^ sammeln, fich vorsehen, daß sie wirklich nur einwandfreie Pilze heimbringen. Pilzerkran-kungen sind sehr gefährlich. ?^r denWeidmann ist die Zeit gekommen. Sein Weidwerk hat mit der Jagd auf Fungenten und ReVhü!hner begonnen. Groß ist die Zahl der Jäger, die hinausziehen, um zu einem guten <^ß zu kommen; aber nur wenige haben die Mög-lichS?it, einen Rehbock zu schießen, ganz zu ichwei^n von der kleinen Zahl Mücklicher, denen es vergönnt ist, einen stolzen Geweihten auf die ^cke zu legen. Die Jäger, die im Jagdanzug mit verwittertem Lodenhüt-c!^n hinauSzieben, müssen sich meist mit der Jagd auf das sogenannte Niederwild begnügen. Jetzt stehen wir mitten in der Jagdwi-son. ^r Fasanhahn hat bereits sein prächtiges Kleid und wurde damit schus^reif und auch die Jagd auf Meister Lampe ist M 15. d. freigegeben. Wer so glücklich ist, kann auch sein Glück ans den buntgefiednten und überaus scheuen Haselhahn versuchen, der bei mS besonders am Bachern nicht so selten ist. Der B a u e r hat auch noch alle ^nde voll zu tun Die Zeit der Wintersaat ist gekommen. Die Kartoffeln müssen ausgebuddelt werden, die Rübenernte muß hereingebracht werden. Mit dom Herbstbeginn werden die Tage merklich kürzer. Am 24 September ist der Sonnenuntergang kurz vor 6 Uhr, schon drei Wochen später verschwindet die Sonne NM d Uhr nachmittags. Die Zeit der langen Nächte ist gekommen. Jei»t ist eS auch Zeit, lieber etwas wärmere Kleidung zu wählen als zu leichte. Wir sind alle durch den warmen Commer verwöhnt und wenig abgehärtet. Der .^rbst ist besonders gefürchtet wegen der Gefahr von Erkältunaserkrankunqen. Hier gibt es nur einen einzigen wirksamen Schutt? rechtzeitig durch nalsc'nde Kleidung vorzubeugen. D»» in «n'tre Winter-svorivorob'esO Die ««ttrsP«t>»SftEll««ß des Kre»tze>. «rkehrSverbandeS. Einen Blick in die winterliche Pracht unserer Berge gewährt uns gegenwärtig die im Gebäude der Banalsparkasse improvisierte Wintersportaus st ellung des hiesigen überaus rührigen Fremdenver-kehrSverbandeS. Eine große Anzahl von herrlichen Aufnahmen läßt uns das Skipa-radieS unserer verschneiten Berge und den Reiz winterlicher Wanderungen erschauen. ES war eine schwierige Aufgabe, was da von unseren Meisterphotographen geleistet worden war. Die prächtigen und abwechs-lungSreichen Motive au» der Schneelandschaft des Bachern lassen wohl allen Skijüngern die Herzen schneller schlagen, rufen so manche schöne Erinnerung wach und begeistern alle jene, die in das Wunderland des Schneeschuhes noch nicht eingezogen sind. Schneeabhänge in schimmernder FrühjahrS-sonne, noch nie geschaute Fernsichten in die weite GebirgSwelt, Abschnitte auS den schrof fen Bergketten der Sanntaler, Winteridhllen vom verschneiten Bachernrücken, heitere Szenen auS dem winterlichen Wirrwarr bei den Hütten, Stilleben vo« der „Kajzerca" und „Uletova koöa" und sonstige unvergeß-kche Motive wechseln einander ab und halten das Auge von jung und alt fest. Frohlockend wünscht sich das Herz zurück in Got-tes freie Natur, um all' dem Geschauten näher zu sein und um selbst den Bergen ein Loblied anzustimmen . . . Gegen zwanzig farbige Diapositive zeigen noch plastischer das verschneite Wunder-land und lassen das Erhabene und Ueber-wältigende unserer Gebirgswelt noch wundervoller erscheinen. Ein Riesenrelief zeigt die ausgedehnte Landschaft, in der daS Bachernmassiv dominierend emporragt, läßt die einzelnen kuppen, Gipfel und Kämme erkennen und weist uns den Weg zu den vielen Ausflugszielen. Daneben gibt ein Modell des imposanten Senjor-Heimes beim Ribnica-See Aufschluß über die ansehnlichen Dimensionen und zweckmäßige Ausgestaltung dieses zweifellos größten und auch schönsten Bachernbaues, der nun alSbald der Mittelpunkt deS WintersportlebenS auf unserem Bachern werden wird. Im Rahmen dieser eindrucksvollen Ausstellung zeigen die Firmen Karo und D ivja k eine Auslese begehrenswerter Wintersportutensilien auS ihren reichhaltigen Lagern. » Mit dieser reichhaltigen, wirklich sehenswerten Wintersportausstellung, die übrigens noch bis zum 28. d. geöffnet bleibt und bei freiem Eintritt besucht werden kann, haben derFremdenverkehrSver-b a n d in Maribor als Veranstalter und die Filiale Maribor deS Slowenischen A l-p e n v e r e i n e S, die fast daS gesamte Ausstellungsmaterial besorgt hat, ein großes, nicht zu unterschätzendes Werk zur Propagierung unserer Berge vollbracht, für daS ihnen unsere gesamte Oeffentlichkeit dankbar sein muß. m. Der Spätsommer hat unter Blitz, Donner und Regenguß sein Ende gefunden. Nach einer sommerlich anmutenden Schwüle, die die Quecksilbersäule im Thermometer stellenweise bis 3V Grad hinauftrieb, entlud sich bald nach 16 Uhr über Stadt und Land ein Gewitter, hoffentlich daS letzte in diesem Jahr, das im Nu die Gassen überflutete. Pudelnaß flüchtete alles unter die schützenden Dächer, so daß in wenigen Sekunden die Wege leer waren. Der Guß hielt nicht lange an und ging in einen anhaltenden R««n über, der auch in de» Nacht an-hiel. Die T««p»r>t»r betr»g heute früh kaum 10 Grad über Null, so das gestrige Gewitter binnen wenigen Stunden einen Temperatursturz um rund 20 Grad mit fich brachte. Während deS Gewitters schlug auch der Blitz in der Tattenbachova ulica ein, ohne Mcklicherweise Schaden anzu richten. Ein Passant wurde vom Luftdruck an die Mauer geschleudert, während eine Frau in der Nähe der Einschlagstelle vor Schreck fast ohnmächtig wurde. m. Das AmtSblittt für daA Drmckamit veröffentlicht in seiner Nummer 7S daS Reglement über die Durchführung deS Gesetzes über die Stiftungen und die Verfügung, wonach einige Mittelschulen wieder eröffnet oder vervollständigt werden. m. Die Gperrstmibk tleitt «wers«bett. In einer vergangenen Dienstag vom Gewerbeinspektor Herrn Zalo » nik einberufenen Konfermz der hiesigen Kaufmannschaft einigte man sich dahin, auch künftighin die bisherigen Sperrswnden für Geschäftslokale beizubehalten. m. Otraße«arteite« w ber G»h«i »Kea. In der Sodna ulica herrscht schon einige Tage hindurch ein regeS Treiben. Zunächst i wurden an beiden Seiten der Gasse die Geh j steige erweitert, so daß dieselben nunmehr die ansehnliche Breite von drei Metern aufweisen. Gestern wurde der Straßendamm aufgerissen, wobei auch die Dampfwalze in Akion trat. Die Entfernung der Erdmaßen dürfte noch längere Zeit in Anspruch nehmen, worauf dann die Gasse von der Tattenbachova bis zur Aleksandrova eesta gepflastert werden wird. m. Die TheOterabsm«e«te« werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie die erste fällige Rate für das neue Abonnement auch nach dem 1. Oktober erlegen können. ES sind noch mehrere gute Plätze vorhanden, wes-halb sich Interessenten rechtzeitig an die Theaterverwaltung wenden mögen. Anmeldungen werden nur mehr bis Samstag, den 24. d. entgegengenommen. m. PreiShera»setz«nß fSe Whyfikiiwäder fkr Mitglieder des S^rbevereines. Die ! Mitglieder deS Slow. GewerbevereineS wer-j den darauf aufmerksam gemacht, daß die s Gebühren für die Benützung der Phhsikal-i bäder deS KreiSamtes für Arbeiterversiche-! rnng für dieselben sowie fiir deren Angehö-i rige um 20SS herabgesetzt wurden, sofern sie sich mit einem besonderen Ausweis deS Bereines legitimieren können. Die Legitimation hat auch die Bemerkung zu enthalten, daß der Berein für die Begleichung der Spesen garantiert. Die Rechnungen sind binnen Monatsfrist nach deren Erhalt zu begleichen. Für die ReinigungSbäder gilt der Nachlaß nicht. m. Si« ZO0.Zirk>s wird demnächst in Maribor eintreffen und bereits SamStag, den 24. abends die erste Borstellung geben. Es handelt sich um den Zirkus „Columbia", der sich aus dem entlassenen Personal und einem Teil der Menagerie des Zirkus Kludskti zusammensetzen soll. m. Ziehmig ber «athedraltaulose. In der gestrigen Meldung ist infolge schlechter telephonischer Uebermittlung in der Anführung der gezogenen Treffer ein Fehler un« terlaufen. 1V.Y00 Dinar gewann u. a. nicht Nr. 62.058, sondern S2.V58. S000 Dinar gewann außer den bereits angeführten Nummern auch Nr. 192.397. m. Die v-hltStigreitstombola der Kriegs, invaliden findet unwiderruflich am 2. Oktober statt, worauf wir schon heute aufmerksam machen. m. Unfall. D?m in Kamnica beschäftigten Winzer Anton NeiWirt fiel während einer Reparatur der Dnchtodentiir dieselbe auf den Ko^f, wovei er eine schnvre Verletzung am Auge davontrug. Neuwirt wurde ins !^an-keichaus über^Hrt. m. «etterdericht vom 22. September 8 Uhr. Feuchtigkeitsmesser: > 3; Barometerstand: 741; Temperatur: 12; Windrichtung: SN; Bewölkung: ganz; Niederschlag: 0. m. Lysolvergifimig. Der in der KoroSka cesta wohnhafte Arbeiter Anton V. nahm gestern eine größere Menge Lysol zu sich. Unserer NÄ>aktio« P es gekmgen, den neuen R»ma« von tzevmvm H i l g e u d s r f f:. zum Rachdwck zu erwerben. Usber einen Rmnon von Hermann .Hilgendorff brauchen heute nicht viel Worte gemacht zu werden. Mich dem fvagloS sensationellen Zeiimlgs-erfotg, den sein voriiger Roman „ALaÄe gegen Maske" hatte, gilt Hilgendorff zurzeit wohl unbestritten als der stärfste Könner auf diesem Gebiet. In atemberauben'deM Tempo rollt sich vor den Äugen des L^ers das sturmgepeitifchte Schicksal deS ZuchthauS-sträflingS Paul Lestmamr ab, wir werden unaufhalt^m hineingezogen in den gordischen Knoten, den dmm der Verfasser mit einem kühnen Hieb zerschlägt mid das schier unentwirrbare Rätsel zu einem allgemein bsfrisdigenden Happy end gestaltet. Wir beginnen mit der Berö^eMichung diese» Romans in unserer kommenden Smntags-nummer. In bewußtlosem Zustande wurde er inS Krankenhaus überführt, wo ihm der Magen gereinigt wurde. Unglückliche Liebe dürfte das Motitz dieser Verzweiflungstat gewesen sein. m. Aichrncktzietstatzl. Aus dem Hofraum des Hauses Tattenbachova ulica 2 wurde gestern mittags dem Fleischergehilfen Michael T r L e k ein Puch-Rad Nr .'')23.08g im Werte von 2000 Dinar entwendet. v»» I»» uuä von kerrilek «ti». sedenäem Ptet«rmla7ee»ekm»ek. 5I»8eke v n 1k -vie -fen Suppenwürze. h. Gterz mm fchmarzem Mehl (Mehltommerl). 30 Deka schwarzes Brotmehl werden mit einer Prise Salz in eine Kasserolle gegeben und am Feuer gerührt, bis eS angenehm riecht, und dann unter beständigem Rühren ungefähr ein halber Liter siedendes Wasser eingegossen und einige Minuten verkochen gelassen. Wenn der Teig nun ziemlich ausgedünstet ist, wird er mit einem Schmarrenschauferl zerstoßen und mit zirka 12 Deka heißem Schweineschmalz abge-schmalzen, zugedeckt und einige Minuten rösten gelassen. h. !>^ral»eiSkra»t. Ein großer Krautkopf wird vom Strunk befreit, am Krauthobel fein geschnitten und mit Wasser, Salz, Kümmel, Fett oder Butter weich gedünstet. Hierauf gibt man 4 bis 5 Esjlössel Paradeismarmelade dazu, staub mit 2 Eßlöffel Mehl, fügt nach Geschmack noch etwas Zucker bei und lä^t es nochmals aufkochen. h. Polsterzipfel. Zugehör: 30 dkg Mehl, 5 dkg Butter, 2 Dotter, 1 Dezil. Rahm und eine Priese Salz. Man verarbeitet den Teig gut und läßt ihn eine halbe Stunde rasten. Hierauf wird er abgeradelt und in heißem > Schmalz gebacken. Bor dem Anrichten anzuckern. Obstsaft da/^u. »Markkiortt Zeikuttg^' NuÄMr Ad4. S-Vq. r« ». igÄ Wirtschaftliche Zugoslawkcher WeliimarN Aws den Mrkten IugoslawieaS wlrd lchon seit längerer geit ein« gwhe Stille be-oba^et. Seitens der VexbrlUlchsv«rs»rg«r ist die GeschüftstädiMt sehr gering, wobei eS sich nur mn kleine Mengen ha?^t. Der Grohhandel sowie der Handel Sber-hlZupt hat fast gar kein« Beschäftigung. Der fortgesetzte Mckgang des Neribrauc^S macht sich im Wcinqeschäfte deutlich bcmerkSar. MeinmigsMulfe wer^n mit Rücksicht auf die Mten ErnteauSsichten nicht getätigt. DaS Ausland hber aus Jugoslawien aufgenommen ^Verden. Der Ankauf von Obst wird in Holland und Dlzutschland, nächstes Jahr auch in Wien aut A u k t i o n e n vorg<'ommcn. De-r Kau'er sieht sich die Ware im Waggun an und bietet seinen .Höchstpreis. Der Meistbietende erhält die Mre. ^urch können schöne Preise erzielt werden, sofern der Markt nicht überschwemmt wird. Dies zu regeln ist Ausgaibe unseres Vertreters, welcher die Exporteure und Produzenten über die Marktlage ständig unterrichtet und telegraphische V^isungen giSr. Nur auf diese Weise kann man sich vor großen Verlusten schützen, dafür aber entsprechende Preise erreichen. Mit den ausländischen Kommissionären hat man schlechte Erfahrungen geinacht, obwohl es eine große Zahl hochanständiger st!bt, welche avif eine langsä^hrlge Praxis zurückblicken. Dc'shalb 'hat sich .^rr Birgmayer entschlossen, nicht nur den Berkauf der von seiner Firma anrollenden Wagen durchzufi'lhren, sondern gegen mäßigen Spe-fenbeitrag ffir j e d e n jugoslawis^n Händler Produzenten den direkten Verkauf zu tätigen. Die Abrechnung erkolgt sofort nach Verkauf des Waggons, während der Ge<;enwert in Dinar bereits in den nächsten 48 Stuw, den in den Mldcn des Absenders ist. Alle Sendungen inüssen telegra>ihisch «vi- siert werden und sind an die Adresse Anton Birgmayer, Gwttgart-Nord, abzufertigen. Vor einer Versendung schlechter Ware wird drinaendst gewarnt, auch wenn eS sich um Mostäpfel handelt. Alle Informationen werden durch Anton Birgmayer. Mardbor, Meljski dvor, oder Stuttgart, Allecnstraße 7, erteilt. AdWa«e in der HoltwduVrie Im Sinne einer Verfügung des Forst- und Nergbauminist«je» ist in den Nestiminungen des Gesetzes zum Schutze der Holzindustrie hinsichtlich der GiltigkeitSdauer der mit den Sägewerken abgeschlossenen Verträge lAb-schlüsse) eine Aendevung zu verzeichnen, da sich in der praktischen ^rchführüng dieses Gesetzes einige Mängel erwiesen haben. Auf Ansuchen der Besitzer von Sägewerken, deren Kapazität 14.000 Raummeter technischen Holzes jährlich nicht übersteigt und mit denen nach dem erwäHntsn Gesetz au*. Grund der bestätigten oder künftigen Reservierungen Kaufverträge abgeschlossen werden, sinb für die jährlichen BerkaufS-mengen A'bschlüsie fiir den Detailver^anf nur für die Dauer eines Jahres vorzunehmen. sofern die Verkamsverträge bisher noch nicht unterzeichnet worden sind. Falls die zugeteilte Holzmenge (Alimen-tierung) nicht auSgenÄtzt wird, erlischt der Anspruch auf dieselbe; in diesem »?alle ^ann auch die Dauer der Reservierungen nicht ver längert lverden. Desgleichen ist in solchen Fällen im nächsten Jahr eine ^HSHung der Holzmenge nicht istvtthaft. Sollten in den Fakturen hinsichtlich der Äalkulationen, die seinerzeit ^ür das ganze Gebiet galten, Ver-ändemngen eintreten, haben die zustSndizen Forstdiivktionen dem Ministerium entsprechende Anträge D,, unterbreiten. Die Verkaufsabschlüsse find auf Grund der Neser?ie-rungsverträge von den Forstdirektionen zu genehmigen. Diese Bestimmungen bezieihsn sich jedoch nicht auf jene Kaufverträge, die bereits nn-terzeichnet und in Kraft getreten sind. Uhr beim KreiSgeracht in Maridor. Zimmer Nr. 84, verlegt.'In der AuSgleichsange-legenheit des Kaufmannes und Z^tzerS Rado P o l a k in Ormoi wurde, da «in neues Angebot vorliegt, für den Ib. Oktober um 9 Uhr beim dortigen Bezirksgericht eine neue Tagsatzung ^sbgesetzt. Bestätigte AuSgleiihe: Karl R o j S, Maurermeister und Besitzer in Ormot; Ernst Z e l e n k a, Möbelhandlung in Mariborx Franz Stein Hauer, Kaufmann in Kapela. X Vapierpt»i«e»höh»n«. In letzter Zeit haben die jugoslawts«^ Papierfabriken die Preise ihrer Erzeug^sse stark erhöht. Die graphische Industrie hielt desihalb in den beiden letzten Tagen in Beograd eine Konferenz ab, in welcher vornehmlich über die Papierverteuerung verhandelt wurde. ES wurde der Befchtuß gefaßt, gegen die Pa-pierpreiSerhöhung energisch Stellung zu nehmen und eine gemeinsame Aktion einzuleiten. X Starker NKÄgang de< VierkonsnmS. Infolge der Verzehrungssteuererleichterung für den Wein und damit im Zusamiyenhang der starken Verbilligung des WeinS und deS größeren KonsnptS ist der Biergenuß außerordentlich zurück gegangen. In Maribor und Umgebung z. V„ also in einer Weinge-gend, in der der Bierkonsum immerhin noch bedeutend war, ist der Absatz der Brauereien um etwa 70?e zurückgegangen. Eine Folge davon ist die starke Einschränkung der Viererzeugung und eine erhöhte Arbeitslosigkeit. X Tschechoflowalische Hopftneinsuhrbe. scheilnkukgen. Der jugoslawisch« Hopfenab-fatz. der sich Heuer ziemlich gi^nstig entwickelt und die Verluste der vorangegangenen Jahre einigermaßen wettzumachen versprach, stößt infolge einer Verfügung der tschechoslon^aki-schen Regierung an^ gro^e Schwieriikeiten. die auf die Preisbildung sehr ungünst'q einzuwirken drohen. Die Prager Ziegierung verbot nämlich die Einfuhr jenes TranÜt-hopfenS, der vnn tschechoslmvakischen Händlern fkir den Weiterverkauf nach dein Ausland bezogen wird. Gleich^itig wurde auch die Tovisenzuteilunq eingestellt. Diese Maßnahmen der tsck^oslvwaki^iben amtlichen Kreise versetzte der jugoslawischen Hov'en-anS^'ulbr einen schweren Schlag. So stehe.1 in der Woiwodina me!??ere Waggons Hopfen für die Tschechoslowakei bereit, die setzt nicht abrollen können. D'e Wareneigner wandten sich an die Beograder Regierung mit ''em Ersuchen, in Prag dahin 'i ' "^'s'e'eu, daß dies« Verfügung rück^^ängig gemacht wird. Die Ver^üauna der Prager R^^icrung bewirkte in der Woswl'dina bereits einen Rückgang der Hopkenpreise. auch bei Dr. Wllhem Schönherr, der gestern Vurgl«ten dmch das von ihm dirigierte vrch»p«ilonDert «Ich von Wien „entdeckt" wurde. Besonders in den zwei äußerst schwierigen Werken, der „Ballett-^Suite" von Maz Reger u«d den „Variationen über ein unga» ris^ Volkslied^' von Eugen Zador, auZ. wendig dirigiert, zeigte sich Schönhens sou-veräne Beherrschung sowohl der Partituren wi« des Orche^rapparats. Er ist ein pla-stischer Gestalter von intensivster Wirkung, von sparsamer und doch suggest?!ier Geste und seine an Furtwängler gemaihnende Art der ^ichenge^ng wird durch die äußere hohe Statur deS j-ungen Dirigenten noch vei^tärkt.Jn Dr. Wilbelm Schönherr reift ein ganz großer Orchesterführer heran. Sein gestriges ^Ält war ebe,fio verheißungsvoll wie erfolgreich. DaS Wiener ^tiniplionie.'r-chester spürte die zielsichere Führung durch Dr. Schönherr und gina begeistert mit. Es war ein genußreicher Abend. ber...^' X Jnsolvenze«. Uvter dkls Vermögen des (^mischtwarenhändlers Albin Sag ad in in Beltinci wurde der Konkurs verhängt; erste Gläubigerversammlung am 1. Ottober um 10 Uhr beim BezirkSs,ericht in Dolnja Lendava, Anmeldung^rift bis 51. Oktober, Tagsatzung am 12. November um 10 Uhr. ^ In der KonkurSangelegenheit der „Kmetij-Ska eksportna zadruga" in Maribor wurde die für den k. Oktolier 7'nlsiaiuing wegen der großen Gläiubigerzahl (gegen 10.000) wurde auf den S4. Oktober um 9.30 Tkeater m,» Kunsi Dlrlo«nlen»rfv>S Dr Wilhelm Sidvad«frs M M»a Das Wiener Symph>inieorch?ster erkir sich für ein im Wiener Burgtheater stattzefun-denes Symphoniekonzert d^ in Hor:mmn-stadt (Rumänien) als städtisckier Musikdirektor wirkenden Dr. Wil^lm Schönherr als Dirigenten. Es ist immer erfreulich zu hören, wenn Söhne unserer Drinstavt im Auslände Erfolge erringen. Der Wiener Presie. die iiber diefeS Konzert Besprechungen brachte, ist dabei eine kleine Beri^-slung unterlaufen. Der Tiroler Dichter Dr. Karl Gchönherr hätte zweifelsohne nichts dagegen einzuwenden, wenn der DiriMt Dr. Wilhelm Schönherr sein Schn wäre. Da wir jedoch ü^rzeugt sind» daß sich der Dichter Schönherr, auch nicht der W'ener Presse zuliebe, weder nrit freind^m Federn schmücken, noch unserem allseits bekannten und beliebten Kapellmeister Herrn Mar Schönherr seinen erst»a«borenen Sr'in'. streitig mack?en will, so sei hiemit dieser Jrrtlmi. der einigen Tagesvitnngen unterlaufen ist, aufgeklärt, lieber dieses Symvh^'niekin'iert schreibt u. a. da? .Neni^kei^^'Weltbllltt" fol gendeS: ..Orchesterkonzer» im Burggarten Die alte wenn in Wien ein sunger K-smsfs"- wird muß er erst im Ausland gemeiert worden sein — anders tun wir es nicht. So ist eS 4- Ne«es von Gi«clalr Lewis. Der amerikanische Nobelpreisträger Sinclair L « w i S, der sich gegenwärtig am Sem-wering aufhält, hat einen Roman „Ann Vikars" vollendet, der daS Problem einer Frau behandeU, die das ist, was man eine moderne Frau nennt, aber doch in ihrer Stele die GefiihlSregungen mitmachen muß, die jede echte Früu eben erldbt. Radio Freitag, de« 23. Geptember. Ljubijana, 19.S0: Stunde der Hausfrau. — 20.30: Uebertragung aus Beograd. — Beograd, 17: Konzert. — 20: Symphoniekonzert. — Wien, 15.20: Praktisch« Winke für die Hausfrau > — 20.30: Schau-spielmusiken. — H e i l S b e r g, 20: Or« c!^sterkonzert. — 21.40: Aufhebung de^ Sklaverei in Amerika, Bortrag. — B r ü n n, 18: Rundfunk für Touristik. — 18.25: Deutsche Sendung. ^ Mühlacker, 13.30: Lieder von Schuhmaun und Schubert. — 20.30: Eine Liebe in Briefen vor 100 Jahren. — B u k a r e st, 19.30: Vhorgesang. — Berlin, 19.10: Unterhaltungsmusik. — 20.30: Bunter Ab»nd. ^ S t o ck h o l m, 20: Konzert. — 22: Kaui-mermusik. — Rom, 20.45: Symphonickou-zert. - Langenberg, 19.30: Wirtschaftliche Umschau. — 22.45: Musik und Dichtung unserer Tage. — Prag, 18.0.^: Landwirtschaftsfunk. ... 20.15: Konzert. Oberitalien, Gemischte Musik. — 20.45: Symphoniekonzert. — B u d a p e st, 20: Die Meister der französischen Oper. ----W a r s ch a u, 20: Symphoniekonzcrt. ^ 22.50: Tanzmusik__K ö n i g s w u st c r- Hausen, 19.20: Veltmächte der Erde. — M.30: Bunter Abend. Neue Großsender in Frankreich. Obgleich der Pariser SO Kilonxut-^ ender überall ausgezeichnet empfangen wird, trä^t sich der französische Runt»fun>k mit dem danken, in Wris einen noch stärkeren Sender zu errichten: die neue Station soll dann sogar eine Leistung von 120 Kilomatt !'d Ziel, nur dann können wir jene Harmonie der eigenen Persönlichleit errei^n, die unentbehrlich ist, wenn tckr den Zkich-tum alker Jahre unseres Lebens voll genießen wollen. Nichts ist ^rchterlicher als jene Frauen, die der lebendige Ausdruck ihrer geistigen Zerrissenheit und Leere sind. Diese siick eS auch meistens, die am schwersten leiden unter der entfliehenden Jugend, unter dem Zurücktrete« vor der nachfolgenden Generation. Nur der geistige Inhalt ihres Lebens kann der Frau das notwendige Rückgrat verleihen, um chne s«lische Äschütte-rungen den Uebergang auS den Jugendjah. ren in die Lebensalter der Reife und des MerS zu überwinden. Die Lebensalter der Frau! Wie weise wäre der, der jeden Altersabschnitt ganz ausschöpfen würde und ihn erleben mit all der A^nahmefähigkeit, die jeweils seinen Achren entspricht! Nme Stoffe Es gibt entzückende Phantafiegetvebs, meist elwas genoppt, immer porös und federleicht, aus denen sich reizende Bormittagülleidcr und nicht nxniger NachmlUagSkleidex herstellen lassen. Die Namen all dieser Erzeug' Nisse hochwertiger Webekunst tuen nichts zur Sache, jede Fabrik pflegt ihrem Fabrikat einen anderen Namen zu geben. Neben Wolle wird viel Seide und Kunstscid? und ^ _______ . , . . ... . natürlich auch SaM verarbeitet. Zehr be und wie^r jung. A^r irgend etwas stimmt -iebt sind Stosi'e aus Kunstseide und Wolle nicht in dieser Rechnung. Denn die Jahre gehen nun einmal an keinem Menschen spurlos vorl^r. Die Frau neigt gan^ besonders daAU, ihren Jahren entweder vorauszueilen und die Zukunft sozi^agen schon vor^vegzu-nehmen, oder aber den ^lgerichtigen Ablau^ des Lebens aufhalten ju wollen. Ist es nicht schon der Traum des jüngsten Backfisches, eMich erwachsen zu sein? In dem Bestreben, die Tage und Monate zu schnellerem Lauf zu veranlassen, kleidet sich oft schon die 13- und 14jährige wie eim junge Dame und versucht auch in ihrem Auftreten vollkommen erwachsen zu scheinen. Und es gibt Mütter, die stolz darauf sind und ihren besonderen Ehrgeiz darein setzen, ftlgen zu können: „Meine Tochter ist ihren Jahren weit voraus!" Ist das wirklich ein Gtück? Und hat es irgelld einen Z veck? Das Ergebnis ist in fast allen Fällen ein negatives: Der junge Mensch, der so ^inen Jichren »»muSeilt, ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Gr i st noch nicht der Mensch, den er vorstellt möchte, und darum wird die-^s Vorwegnehmen der kommenden Jahre in den meisten Füllen etwas lächerlich wirken und den Menschen selbst durchaus nicht Mcklicher machen. In vielen Fällen kommt erst nach Jahren die Erkenntnis: ^atle ich doch meine Jugendjahre so erlebt, wie es wirllich den Jahren angemessen war. Hätte ich doch nicht das Schönf^, Unwiederbring-liche versämnt w dem Wunsche, eia paar Jlchre überspringen Pi können! Daß der Mensch die Fähigkeit besitzt, je-weils seinen Jahren gerecht zu werden, ist Sine der wichtigsten Lebensaufgaben. Nicht das Jungbleiben allein soll das Bestrebt der Frau sein, sondern i>hren Iahren entsprechend ein vollwertiger Mensch zu sein. Wenn ein Mädchen mit zwanz^ Jahren schon den Eindruck einer erfahrenen Frau macht, so ist das wenig erfreulich. Nach weit «mei^rsulivendungs» zweck sich nicht sogleich erkennen läßt. Die ind dnnn meist ^ür die Kleider aus zweierlei Niaterial bestimmt, sowie für Blusen und Westen, die die Pullover ersetzen sollen. Noch einige Worte über die hauvtscichlich-ten N! a n t e l st o f f e, deren G<*!vebe sich in Diagonal, Noppen, Streifen, die rianch-mal nur andeutungsnxise zu sehen 'ind, in Bouc!^ mit körniqer Oberfläche und weicher Riickseite beweisen. Shetlandswff« treten in allen lnöt?lickien Berfchiel^nheiten auf, Tu>eeds sind für den fportlickM Laufmantel in seinabgetönten Farbstellungen vorhanden, und die beliebten Velours spielen eine große Rolle 'ür den warmen Win!ermintel. Für Uebergangsmüntel gibt es »velche Dia-gonal-Fantasiestosfe im Strick-Charakter, ein Mantelstoff mit Waben Muster und großen, unregelmäß'g aufliegenden Noppenknoten, einen melierten Bouclö-Astrachan. der besonders weich und schön ist und ?in Shet-landsto^f mit eingeivel'ten Nc>pp?nknoten. Zu allen Mänteln wird Pelz getragen, entweder in lang herl:nt<^rc'?!'ender SMlkra-gen-Form, oder zum kragcnlosen Mantel abnek:mbare Pel^^krawUlcn und dann viele hübsche Pelzverbrämungen, die einem vorjährigen Mantel w'eder ein and?rc! se^n verleihen können. hellen Variationen und sehr sarden'reudu^:n Aiui^putz, warten darauf, seitlich tühn über ^che Bubentöpse gezogen zu w«ri»en, und zwar mdAWt so kühn, daß das echte Auge faft verschwindet. Als Material wird über-V^gend Filz und Samt verarbeitet. ist zunächst die glatte, schlichte Filzkappe, die zum Kostüm oder zum Mantel am Vormittag getragen wird. Ein Paar Vorschläge.^ Dunkelblau mit feuerroten Greifen abgese^t, auch rote Filzstreifen in Schleisenform aufgesetzt. Oder l^aun mit korallenrot oder beige verarbeitet. Oder: Schwarz mit weiß, grau oder einer bunten Farbe. N^ben Filz Samt. Und dazu neu auserstanden die Feder. Für die Frl^kappe / dis kleine Federpose, helli'arbig eingefärbt. Da, neben: die Ärmtkappe in eleganter Ausführung. Turbanartig, hinten oder seitlich S<^eife «der Flüge, ^e? Reihersedern, dem Samt gleichfarbig. Eine neue Form der Samtkappe scheint sich vorzubereiten, eine längst entschammdene Form der „Behütmg": das Barett. Dazu ein Aufputz von kleinen Straußenftdern. Neben den Kappen zeigt sich der Huk. Aber auch hier Nein« Faeons. durchn^K flache kleine Krempen. Auch die Hüte werden fehr schräg getragen, ähnlich wie eS schon im Sommer Mode war. Auch hie» viel Samt, Federn und ein wenig Pelzaufputz. Der Schleier setzt fich zum Hut wi« zur Kappe immer mehr durch. Seine Wichtigkeit ergibt fich auS der Art, den Hut bezw. die Kappe zu tragen. Dadurch, daß die „Behütung" ü^r das «ine Ohr und Auge tief herab ge^en wird, liegt die andere Hälfte des Kopfes, also auch das Haar sehr frei und ist, besondns jetzt im Herbst, dem Wind aus gesetzt. Um dem unvermeidlichen Zersiusen entgegenAU'konlmen, wird über das Haar der .l^lbschleier gebunden, ehe die Kappe darüberge^ogen wird. Der Schleier ist sehr leicht, nur am unteren Ende beschweren ih^ einige Chinelle-Tupfen, die man von fern qese^ für Schönheitspflästerchen halten könnte. EVeline. Aus' Der neue Hut Für Herbst und Sinter. Eigentlich taucht er schon schüchtern auf, sobald man, noch sommerlich „behiitel", aus den Ferien heimkehrt: der Hut für den Herbst. ?lber die sommerivarmen Temperaturen dieses Jahres haben dafür Sorge g«-twgen, daß sich das Interesse für die Herbstund Wintermode noch etwas hinausgezögert hat. Jetzt aber, pa bereits die Hälfte deS Monats September vorüber ist und »vir nun doch mit unabänderlicher Si^rheit in den Herbst hinütergleiten, jetzt wird die Modefrage für dis kommende Wintersaison aktuell. Und wir schauen uns fragend am, was die „BeHüter- der Frauen, die genialen Schöpfer der neuen Hutmodelle, uns Neues zu zeigen haben? Im Reich der Pelze ti-jevil^ überfiel in pöt^!icher Geistesoermir-herrscht große Schaffensfreudigkeit, und ivenn man sich fragt, welche Pelzart modern ist, so kann man wohl sagen: alle! Nerz, Zobel, Breitischwanz sind die Pelze ^r die Abend- und Gesellschaftstleidung, :?eopard sieht man auf der Straße und besonders beim Sportanzug. Edelmarder dient für all die vielen Krawatten, Schleifm nnd kleinen Zierraten, die man neuerdings zum Schmuck des Anzuges gebraucht. Dann tritt noch eine Pelzsorte in Erscheinung „Fliegender Hund" leine Art FlÄermaus), die so schön zubereitet ist, daß man sie kaum vom Fuchs unterscheiden kann. Füchse sind immer wieder beliebt, und wenn einer nicht reicht, werden zwei hÄÄsch zusammen vereint getr^en, iminer sind sie weich montiert und legen sich geschn^idig um die Schultern, in schräger und langer Achtung. Und dann gilt immer noch das modegemüß geschorene Lamm, aus dem im besondeven Mäntel und packen hergestellt werden, die den Vorzug haben, daß man sie zu jeder Tageszeit trägt. Solche Lammfelle sind in allen beigefarbenen Tönen bis zum dunkelsten Braun gefärbt, in silbergrau und zuletzt auch in sch.varz. Die wenigsten Frauen können sich echte Pelze leisten, das ist auch garnicht nötig, t^nn bei der hochentwickelten Tech^.i? in der Veredelung billiger Pelze wird erstaunlich Gutes geleistet. Oft so G-uteS, daß der Kenner Mühe hat, echt und unecht M unterscheiden. Die diesjährigen Pelzmantel sind drei« viertel lang und so durch ihre weiche Verarbeitung den modischen Schnitten angepaßt, daß sie garnicht dick mmänteln nicht aufgenäht, damit man ihn beliebig anlegen und mit anderen kleinen Kragen- und S>f«ah«e de» »albeS geschicht entweder durch Saugen am Euter oder durch Tränken, daS ist durchaus nicht eii«rlei. Für die ist das Saugenlassen in den ersten Lebenswochen dem Tränken vorzuizie-hen und i>st vom hygienischen Standpunkt aus betrachtet auch richtiger als das Trän-ken. Dabei befindet sich Kalb «nt:oeder frei bei der Mutter oder unter Aufpickt einer Person. Wo mchvere Kirhe sind, niuß «NN Wärter vorhanden fein o^r das Kalb derart angebunden werden, das» cs jederzeit zur Muttcr gelangen kann. Weil der Labmagen bei dem neugeborenen Tiere höchstens 1 Liter Milch aufnehmen kann, muß man das Kalb täglich fünfmal, später vier- biü dreimal sai»gen lassen. Dieses Verfahren erleichtert schll«'blich a»»ch die Entwöhnung. Ein Nachteil des Saugenlaftens besteht ^ar-in, daß wir die Milchmenge nicht genau bestimmen können. Dieser Nachteil ^ällt teim Tränken fort. Natürlich muß beim Ta^egen-lassen die Milchkuh jedesmal sauber auSge-molken werden. Auch beim Tränken mvtz die gleich« Anzahl der Mahlzeiten eingehalten werden. Dabei wird die Milch kuhwarm verabreicht. B»r allen Dingen «üsse» wir aaf la«gfa«eS Sa»fyi sehen. Daß wird am be^n dOd»rch «reicht, daß die Perso«, die dem KaOe die Milch «»cht, ihm die drei Mittelfinger ivährend des Saufens gibt, mit Hilfe deren das junge Tier die Milch ein« saugen und zu dem Hinabschlucken gründlich verschleimen und verspeicheln kann. Selbst-vevstüichlich das Salb dit erfte Milch, Biest- oder Kol^ummUch genannt, zur seitigung des Mutterpechs erhalten. l. San» ««I die wftt« LOgeri»»» »ach de« Aeutzere« MSmiltzle«? Es gibt Hühner, die vorzüglich aussehen und doch innerlich so krank sind, daß sie nichts leisen. Bet dem Versuch, die Besten eine? Herde auszuwählen, geschehen deshalb oft Mißzriffe. Möglich ist es lediglich, dieijenigen Tiere nach dem Aeußeren zu erkennen, die KUlrzeit nicht legen. Vor allem soll man Tiere aus der Herde ausscheiden, die krank crscheinei^. die mitten wälzend der Legezeit l>lass^n k<^mm, mattes Auge zeigen, die ÜbermStzig abmagern oder die trauern. Auch Tiere mit völlig geschlossenen Legeknochen u. mit:rok. kenem Alter legen zurzeit nicht. Vor allem während der Aufzuchtzeit sollte man Tiere, die sich nicht gut entwickeln, ausmerzen. Man hat festgestellt, daß Tiere, die in der 1K. biS 18. Wo<^ erheblich leichter find als der Durchschnitt der Herde, niemals gute Lege« Hennen werden, wenn sie auch in der 20. Woche die Herde in der Ent^wicklung einholen. Dieser Termin sollte daher vor allem sür die AiiSsese nach dem Aeußeren benutzt werden. Er ist für Aprilbruten im August, für Maibruten im Geptember gekommen. silsliMellleilieii Die dSfea Sirelche von Peter Luftla und Josts Sitendoch Text von I. M. Zeichm>«s»n vo» BartOltd. (Nachdruck verboten.) A. Nach der Mahlzeit plauderte man noch ein Viertelstündchcn über die schienen Zu-kunftSidcale, ab^ gerade wollten sie ein Lchläfchen machen, als der Lange erschrocken aufsprang. Der Gendarm, den sie schon zweimal zum besten gehabt hatten, war, nach-dc'Nl er das Rad zurückgebracht und sich 'mal tüchtig getvaschen hatte, wieder auf die Suche gegangen und kam jetzt durch die Wiese herangerannt. Ohne sich zu bedenken, eil'::n die beiden zur Wasserkante und sprangen — tjupp! — in den Graben. l!äh-ma^chilie, „Mfa" mit Kupfer-tesf«!. Wi^chetiste Saio»»lattzug für größeren Herrn. Belle. LinÄui Sb. iiS7l !lkicu5 coi.uiivl/^ lZWl Lin 's«! 6e» Drleu» K!ucI»Iex oai.a.vo«57ei.>^u»i0i Leeres «^i««« zu vergeben. Nekrepova ul. 8. Tlir 4. 12V« t Vefieres FrDÜlet« ^ird al» .^imm«vlocl«lsin aulfaenVmmen. Event, mit Berpfleaunq. Krte» vina. Strma ul. 3. 12VS9 K^«»ei^F««lS0vO Speziallornbrot. LuiuSgedilck. Backhaus Schmid. Aurätö-va »liea^_U440 llch.VGG Dinar auf schulden« frei^'s Geschäftshaus aufHuneh-men gsfuchl. Ndr. Berw. 12V74 Am Buschenschank Vouvotiö in ist der Wein auSgeqan-aen. 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