»s. Sonntag, dm 14. Mai t87l. Jahr«a«O. Die ^Marburger Aeituna" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise »» für Marburg: ganzjährig 6 fl., balbiäbria 8 k. vierteliSbria 1 tl 50 k' kür halbjährig 4 fl., vierteljährig S fl. Jnsertionigebühr 6 kr. pr. Zeile. ' Michte-empkar und Nefchtag-naßme der Zeitungen. II. Marburg, 13. Mai. Ohnt PflichteLtmplar wäre der Herr Ritter und Doktor vo» Waser nicht in die glückliche Lage gekommen, die Fiage zu stellen: „Ob die Leit, welche der Staatsanwalt vom Erscheinen eints Blattes bis zur Beschlagnahme hat. nicht eine zu kurze sei?" Ohne PsllichteLemplar könnte der Staats auwalt selten zu einer Beschlagnahme schreiten — es würde in der Regel das verhängnißvolle gut österreichische: „Zu spät!" gtrusen. Ohne das Hereinrageu der Polizei in die Freiheit unserer Preffe wüßte»^ wir nichts von einer Beschlagnahme der Aeitunge«. Diese Beschlagnahme ist der nothwendlge Ausfluß des Polizeiwesens: Sorge sür das geistige Woblbe« finden. Bevormundung ist ein Rachklang der Lie Handelskammer um ihr Gutachten wegen Beschaffung der Mittel zu diesem wichtigen und wohlthätigen Unternehmen gewandt. -- Und die Bewässerung des Pettauer Feldes? Marburger Berichte. (Raubmord und Selbstmord.) Vor einigen Wochen führte ein Bauer aus der Umgebung von Völkermarkt ein Paar Ochsen nach Windisch Graz, wo er dieselben auf dem Jahrmarkt verkaufte. Auf dem Rückwege, deu er Abends noch angetreten, ward er in der Nähe von Unter Dranburg überfallen, ermordet und beraubt. Z vischen Unter Drauburg und Lavamünd befindet sich eine Mühle, deren Besitzer als der Haupt« thäter erkannt und in Haft genommen wurde. Die junge Ehefrau desselben, kaum nach dem Wochenbett von schwerer Krankheit genesen, stürzte sich bald darauf ejnes Morgens Früh in die Drau, nath-dem sie das neugeborne Kind in der Wiege leidenschaftlich geküßt und die Frage des älteren Knaben, warum fie dies thue, mit lautem Wei-neu beantwortet. Hat das Bewußtsein der Mitschuld oder Wahnsinn die Unglückliche in den Tod getrieben? Die gerichtliche Untersuchung tvird hoffentlich auch darüber Aufklärung bringen. (Sthadenfeuer.) Am 9 d. M. ist zu W. Feistritz das Haus des Grundbesitzers Johann Kriwetz gänzlich abgebrannt. Der Schaden beläuft sich auf vierhundert Gulden. (Bergheer's Theater.) Die letzten Vorstellungen haben die früheren weit übertroffen. Die mechanischen Figuren der ersten Abtheilung find hübsch und die Bewegungen natürlich. Die Taschenspielerkünste gelangen vollkommen und erregte namentlich die senkrecht schwebende Dame Beifall. Die wechselnde Beleuchtung derselben gehört zu dem Besten, was wir von dieser Art noch gesehen. Die Geistererscheinungen, diesmal zumeist Kobolde, welche fich zerreißen und »vieder nsammensetzen, überraschten das sehr zahlreiche ubliknm. (Die „Marburger Zeitung" und der politisch-volkswirthschaftliche Berein „Fortschritt.") Der Eigenthümer dieses Blattes hat gestern folgendes Schreiben er« halten: .Die gefertigte Bereinsleitung beehrt fich. Ihnen anzuzeigen, daß in der VereinSversamm-lung vom 14. April 1871 folgender Antrag einstimmig angenommen tvurde: Der politisch volkSwirthschaft. Verein „gort-schritt" protestirt energisch gegen die gegenwärtige Haltung der..MarburgerZeitung." soserne dieselbe den Anspruch erhebt, der*) Ausdruck der öffentlichen Meinung der Stadt Marburg zu re-Präsentiren! Marburg den 12. Mai 187l. Für die Vereinöleitung des polit.-volkswirth. Vereines „Fortschritt" in Marburg Obmann - Stellvertreter Schriftführer I. N. Kopriwa. Heinrich Krappe?." — Vom 14. April bis 12. Mai! Welche Schnelligkeit l Da mag fich daS Abgeordnetenhaus ein Beispiel itehmen. 3m Ernste gesprochen: Wie viele Mit-lieder zählt dieser Verein? Wie groß war die lahl der Anwesenden am 14. April? Erhebt dieser Berein den Anspruch, „der Ausdruck der öffentlichen Meinung der Stadt Marburg zu repräsentiren?" ") Kein Druckfehlerl Anmerkung der Redaktion. (Sitzung dtS Gemeind eauSschus-s,s vom IS. Mai.) Der Borsitzende, Herr BütgerMkistir Dr. Reiftr beantwortet die Anfrage, die Herr Karl Flucher in der letzten Sik-ung. betreffend die Absperrung t'er.Rrisergassc gestellt. Der Platz, wo kettciuvärtig Sand ge-graben werde, sei grundbücherlich noch Cigenthum des Stiftes St. Paul. Seit zwei Jahren stehe der Redner schon mit Herrn Girstmayc in Unter-Handlung, daß die Kaiserstraße über die Grundfläche desselben und der Frau Schmiederr fort-geführt werden könne ; Herr Girstmayr habe ihm persönlich eine Zusage gemacht und er hosse. nächstens die Sache im Intercsse der Gemeinde zu Ende zu bringen. Die jetzige Planirung der Straße sei zum Vortheile der Gemeinde — Herr Girstmayr wolle den Schotter, den er jetzt gewinne, für die neue Straße hergeben. Herr Dr. Mally und zwölf Genosse» stellen den Dringlichkeitsantrag, gegen die bekannte Denkschrift der steiermarkifchen Slovenenführer Verwahrung einzulegen. Die Versammlung ist einverstanden mit dem Antrage deS Herrn Bürgermeisters. daüber vor'm Schluß der Sitzung zu verhandeln. . ^ Aus die Zuschrift de« LandeSschulrathe». be-treffend die Regelung deS VertragSverhaltnisse» der Stadtgemeinde. der Lehrerbildungsanstalt und der städtischen Knabenschule wird erwidert, daß fich die Gemeinde, gestützt auf daS Gesetz über die Volksschule, nicht verpflichten könne, für Staatsanstaltin noch weitere Opfer zu bringen. Bon stehen Unterstiitzungsgesuchen werden filnf erhört. . , . „ Das Gesuch um provisorische Ueberlaffung von Räumlichkeiten für die Ober-Realschule hat den Beschluß zur Folge, daß die Vauabtheilung im Einvernehmen mit dem Hkrrn Bürgermeister unter Zuziehung der Herren Direktoren Cßl und Dr. Eischnigg erheben soll, welcher Räumlichkeiten die Ober-Realschule im KretSamtS-Gebäude noth-wendig bedarf und welche sich zu dem fraglichen Zweck eignen; dann wäre mit der Bezirksvertre-tnng zu unterhandeln, damit sie die erforderlichen Zimmer auf ein Jahr überlasse. Auf das Ersuchen, betreffend die Vereinbarung des MiethzinseS für daS ArresthauS in der Aller, heiligengasse. erklärt fich die Versammlung bereit, dem Staate auf ein Jahr vom 1. Jänner 187^ angefangen gegen lineu .6inS von 400 fl. dieses Hans noch zu vermirthe» und nöthigensallS den Vertrag auch über diese Zeit hiilaus verlängern zu wollen. Den Herren: Karl von AödranSperg (Lände) und Johann Heller (Kärntner Vorstadt) wird die Vewillignng zum Betrieb deS Wirthsgefchäf-tes, beziehungsweise zur Uebernohme des schon tonzeffioairten ertheilt. Vom Generalkommando und vom Hengstendepot in Graz wird erklärt, daß dem Gesuche an das Kriegsministerium. betreffend die Berück-fichtiaung der Stadtgemeinde Marburg hinsichtlich der vequartierung von Militärpserden an Wo-chenmarkt'lagen möglichst entsprochen werden soll. Der DringlichkeitS-Antrag, welchen Herr Dr. Mally und Genossen eingebracht, »vird zahlreich unterstützt; derselbe lautet: „In Anbetracht der von verschiedenen öffent-lichen Blättern gebrachten Mittheilung über die von einigen unterstelrischen Landtagsabgeordneten slovenischer Nation bei den Ministerien deS Unterrichtes, der Justiz und des Innern dargelegten Forderungen bezüglich der Aenderung der Unterrichtssprache am Marburger Gymnastitm und Aenderung der jetzt t-estehenden liberalen Schulgesetze legt der Gemeinderath der Stadt Marburg entschieden Verwahrung ein." Herr Dr Mally begiündet diesen Antrag. Die Forderungen der Slovenen seien Allcn bekannt. Die Eine, welche daS Königreich bet'ifft^ habe man einstiveilen verichobei?. uriter den übrigen berühren einige, namentlich die Unterrichtssprache des Gymnasiums die Marburger wesentlich. Das Verlangen der Slovenen sei ungerecht. Er sehe ab von den Leistungen der Stadt, allein er frage, ob eS nicht viele Slovene« gebe, die ohne Untirstützung der Marburger gar nicht studieren könnten? Sollen die Marburger ihre Söhne nach Gr^ schicken, damit dle Schüler, welche ohne die Mildthätigkeit derselben daS Gymnasium nicht besuchen könnten, sich hier breit machen? Wir wollen die Slovenen nicht hindern an der Pflege ihrer Nationalität. Würden sie nur fordern, daß ein slovenischeS Gymnasium errichtet werde, so hätte der Redner von seinem Standpunkte auS nichts dagegen; aber er müsse Einsprache erheben, daß daS Marburger Gymnasium in ein sloveni-schls umgewandelt lverde. Was daS Gesetz über die Volksschulen anbelange, so verkenne er nicht daß dasselbe Mängel habe, aber jetzt sei eS nicht an der Zeit, daS Gesetz zu ändern. Wenn mau Aenderungen vornehme, so müße dieS in lll»era-lem Sinne geschehen. Die slovenischea Abgeordneten. welche ihre Wünsche dem UnterrichtSminister vorgetragen, drtngen die Aenderung deS Schulgesetzes in Verbindung mit den Bestrebungen der Klerikalen: der Geistlichkeit soll der frühere Einfluß wieder gesichelt. daS Volk in der Dummheit erhalten werden. Erklären wir uns also entschie' den gegen die Aenderung der Unterrichtssprache deS Gymnasiums und gegen die Verlangte Aen-derung deS Schulgesetzes. Herr Reuter betont, daß die Slovenenführer zu verschiedenen Malen bereits Aenderungen des Schulwesens gefordert, daß aber der jetzige Augenblick ganz besonders zur entschiedensten Verwahrung dränge, weil das gegenwärtige Ministerum in Verbindung mit der nationalen Partei die Klerikalen begünstige. Keiner von uns verwehre dem stovenischen Volte die AuSbildmtg der Muttersprache; allein tvaS wir mit größter Entschiedenheit bekämpfen, ist die Pflege der slo-venischen Sprache anfKosten der Deutschen. Das Ministerium wolle den Ausgleich nicht blos mit Galizien, sondern mit sämmtltchen Provinzen in klerikal»national - föderalistischem Stnne. Herr Reuter wünscht, es möge nicht bei der Resolu-tion allein bleiben, sondern daS ganze Ministerium soll in Kenntnlß gesetzt werden von dem, tvas wir erklären; die Gemeindevertretungen von Marburg. Pettau. Eilli seien in erster Linie be« rusen, ihr Votum abzugeben. Herr Dr. Waluier erinnert an den Ausspruch elUeS Amerikaners: daS beste Mittel, ein schlechtes Gesetz auszuheben, sei die strengste Vollziehung desseltien. In dieser Hinsicht wünsche er, daß dle Slovenen ein eigenes Gymnasium erhalten — es tvürde nicht fortbestehen können; im ersten Jahre ivürden nicht zehn Schüler daS-»elbe besuchen und die ivenigen würden im zrvei-ten Jahre wieder gehen. Da aber eiu solches Gymnaflum Kosten verursacht, so stimme er da-für, daß in Marburg dieses Ezempei nicht jta-luilt werbe; er unterstütze den Antrag. Herr Dr. Reiser fragt, wie die Slovenen-sührer dazu kommen, für die Stadt Marburg ein solches Verlangen zu ftellm; wer habe diesen Herren etn Mandat gegeben V Es jel eine allge« mein bekannte Thatsache, daß die Bei,ölkcrung der unterm Steiermark diesen Korderungen nicht beistimme; er wünsche, es möge der Erklärung beigefügt werden, daß auch die Sprache »m Amte die gleiche bleiben soll, wie bisher. Herr Mathias Löschnigg will nicht lueiter gehen, als der DringlichkeitSantrag laute, sonst verstoße man gegen den §. IS der Grundgesetze, welcher den Gebrauch der slovenischeu Sprache auch lm Amt gestatte. Herr Dr. Waltncr theilt diese Ansicht nicht, und zwar nicht allein vom deutschen Standpunkt; viele Slovenen wünschen, daß auch die AmtS-spräche deutsch bleibe. Der Redner führt Betspiele aus seiner Erfahrung an. Herr Dr. Kotzmuth entgegnet, die Gemeinde-Vertretung habe nicht darüber ihre Meinung abzugeben, waS die Bewohner auf dem Lande wollet», fondern nur über den Wunsch der Marburger; nur wenn die Vertretung sich in diesem Sinne ausspreche, habe ihr Wort eine Bedeutung; weiter gehe die Berechtigung nicht. Herr Reuter glaubt ebenfalls, der vom Herrn Bürgermeister beantr.igte Zusatz dürfe nicht aufgenommen werden; es handle sich nur darum, daS Interesse der Stadt Marburg zu wahren, welches durch die Forderung der Slovenenführer beeinträchligt werde. Herr Marko spricht für den Antrag, ivie er von Herrn Dr. Mally und Genoffen eingebracht worden; dieser Standpunkt ver richtige. He,r Dr. Mally stimmt den Gründen der Herren Kotzmuth und Reuter vollkommen bei; die Vertretung dürfe nur einen Befchluß fassen, zu ivelchem sie daS Recht habe und darum habe er bezüglich der Amtssprache in seinem Antrage nichts erwähnt. ES sei ungerecht, tvenn mit slo-venischen Parteien in deutscher Sprache ver-hanoelt werde; wie bitter iväre eS für uns. tvenn wir mit dem Richter in einer anderen Sprache verkehren müßtm. Gerechtigkeit aeaen Alle müsse unsir Wahlspruch sein. Herr Dr. Reiser gedenkt auch der Ober-Realschule. für w.lche die Stadtgemeinde gleichfalls Opfer zu bringen habe; wenn die Marbur-ger wüßten, daß diese Schule zu einer floveni-fchen umgestaltet werde, so tvürden sie keinen Groschen hergeben; die Erklärung möge darum auch auf die Ober-Realschule sich beziehen. Der Redner tvill sogar aller Marburger Schulen ausdrücklich erwähnen. Herr Stampfl macht aufmerksam, daß nach dem Begehren der Slovenenführer die Lehrer-fchule ebenfalls flovenisch sein ,oll; diese Anstalt habe auch für Marburg und für die übrigen Städte die Lehrer zu bilden und deshalb meine er. daß nicht allein daS Gymnasium und die Ober-Realschule, sondern auch die Lehrerbildungsanstalt bleiben soll, wie man fie gegründet! Herr Direüor Gutscher meint, daß die Re-solution sich nur über die Mittelschulen aussprechen soll; in Betreff der Volksschulen sei die Gemeinde selbstberechtigt. Herr Dr. Reiser findet letzteres ganz richtig nach dem jetzigen Gesetze; allein die Gegner streben auch nach Aenderung des Boltsschulge-setzes und darum soll die Resolution alle öffentlichen Lehranstalten Marburgs umfassen. Der Dringlichkeitsantrag wird mit dem von Herrn Dr. Reiser verlangten Zusatz einstimmig angenommen. (Berichtigung.) Vom k. k. Reserve-Kommando Nr. 47 tverden wir aufgefordert, den in der „Marburge Zeitung" vom S. d. M.mit: „Versuchter Mord uud Straßenraub" überschrie-benen Artikel dahin zu berichtigen, „daß die betvußte Banknote pr. ö0 fl. nicht nur nicht gesunden wurde, sondern alle bisherigen Rach-sorschungen nach derjelben resultatloS geblieben sind. In Wirklichkeit wurden in einem Herdloche ü fl. in Einsern aufgefunden." (Beilage der „Marburger Zeitung.") Die Bedeutung der Zeitungsanzeigen für den geschäftlichen Verkehr wird mehr und mehr anerkannt. Unter den Firmen, ivelche die Anzeigen für öffentliche Blätter vermitteln, nehmen Hassen« stein und Vogler eine hervorragende Stelle ein und machen wir unsere geehrten Leser aus dies beigelegte Verzeichniß aufmerksam. Letzt- Vpst. Ultra«»«tan- Ltnzer »r?lAr»« i« »i«,r Anschrift a« die Direekt»« der «itrßerschiUe, daß ihre Sinder de« SIeliOi»«4«»terrichte s» lange fern bleiben, als derselbe V»» weltliche« Lehrern ertheilt wird. Vnrch de» Kriedensschlnß «itFrantreich z^Vinnt Deutschland filr seinen Handel die Stechte der meist begilnstigten Statinn. Eingesandt. Ohne daß mich das Eingesandt in Rr. öS der „Marburger Zeitung" persönlich berührt, fühle ich mich dennoch nnd zwar im Jntereffe der Wahrheil und der Gemeinde gedrungen, Herrn Mathias Löschnigg zu entgegnen. Mit den Worten: „wenn er überhaupt vom Bauwesen praktisch etwas verstünde" erklärt Herr Löschnigg nicht sosehr den Einsender deS früheren Artikels, als vielmehr Alle, die Nicht seiner Ansicht hulditien, nämlich die Sachverständigen und Techniker und namentlich die btil>en dort genannten Herren Ingenieure offen als llnverständige im Baufache, da der Einsender ja behauptete, er habe die betreffenden Aeußeruu- gen von Solchen vernommen und er auf Grund dieser Aeußerungen seine Meinung, die übrigens ganz harmlostr Naiur ist, aussprach. ES sind daher diese von Herrn Löschniti gebrauchten Worte, wenn Nirmand AndkrtM, so doch gewiß dtn beiden allgemein bekannten und iüchtigm Herren Ingenieuren gegenüber, die auf höfliches Ersuchen die GesäUigktit hatten, im Baukomite zu erscheinen, eine ungeheure Anmaßung und elne große Portion Einbildung auf seine praktischen Bm-herrntenutnisse. Uebrigens läßt Herr Mathias Löschnitlg seit dem Zeiträume von kaum vierzehn Tagen bedeutend mit sich handeln; demi so viel ich mich erinnere, hat er in der Sitzung des Gemeindeaus' schusses nach seiner Berechnung eine Ersp^rnih von wenigstens achtzehntausend Gulden mit Gewißheit angegeben, während im Eint,esandt nur noch von beiläufig vierzehntausend Gulden die Rede ist. Wenn es noch lange dtiuert, so rückt der Verfasser des ersten Eingesandt (Nr. 52 der „Marburger Seitung") mit seiner Bermulhung, daß in Folge des vom Gemeindeausschuß gefaßten Veschluffes die Trsparniß nur einige tausend Gulden und vielleicht auch diese nicht gewiß betragen werde, der Wahrheit immer näher. Was den „persönlichen Anwurs" betrifft, wie Herr Löschnigg die Bemerku^ des Einsenders bezüglich des Einkaufs des Materials durch Mitglieder dcs Gemeindeausschusses zu nennen beliebt, so vermag ich nicht einzusehen, wie ihn diese zu einem so leidenschaftlichen Erguß verau-laßt. Obgleich man weiß, daß Herr Löschnigg sich bisher dem Geschäfte mit großer Anstrengung unterzogen hat. so muß im Falle eineS uoab-weiSllchkN Hindernisses vo» seiner Seite doch ein anderes Mitglied dasselbe besorgen und da man noch nicht weiß, welches Mitglied, so könnte sich jedes durch die envälinte Bemerkung beleidigt fühlen. Die VermuthuNt?. welche der Bersasser des ersten Eingesandt anführt, entspringt nicht aus dem Charakter der handelnden Personen, sondern aus der Natur der Sache; ich selbst hatte Gelegenheit. diese Bcrmuthung aussprechen zu hören und tvar eS ein angesehener Bürger der Stadt, der sich in einem Gasthause mir gegenüber in diesem Sinne äußerte. Darum also keine Feindschaft. Ich wollte hier die Sache nur von einer anderen Seite be« leuchten. Marbu.g, 12. Mai 1871. Rödling. Eingesandt. Nnterleibtbruchleidende werden a»f die in dieser Nummer enthaltene bezügliche Annonce von G. Sturzenegger aufmerksam gemacht. Marburg, Ib. Mai. i«oche«markt»beeicht.) »eizen fl. S.34. »orn «. 8.70. Serste fl. 8.b0. Hafer ? F'''' » « 25 «r. Sinsin zg. '""b- «indschmalz 5k. Schweinschmch 44. Speck, snsch SS^ S».« Butter, frisch S4.Rlndfl-,sch24-2S, «albsteischSS. Schwein- fleisch ittng28 kr. pr. Pf. Rilch frische 12 kr. pr. Maß. Holz, hart 13" fl. dto. weich fl. 4.20 pr. Alafter. Holzkohlen hart fl. 0.45. weich fl. 0.30 pr. Metzen. Heu fl. 1.30, Stroh. Lager fl. 1.50, Streu fl. 1.10 pr. Cnt. Getreide, Heu und Stroh war heute sehr viel am Markte, die Kauflust aber flau, daher die Preise dieser Artikel wieder gefallen find. Die übrigen Marktartikel und Lebensmittel find im Preise gleich geblieben. Sch. Pettau, 12. Mai. (Wocheumarkttbericht.) Weizen fl. 4.30,' «orn fl. 3.70. Gerste fl. 3.-. Hafer fl. 2.10, Kukurujj fl. 3.45. Hirse fl.S.40. Heiden fl. 2.70. Trdapsel fl. 1.40 pr. Metz, yisolen 10 kr., Linsen 26. Erbsen 26, Hirsebrein 17 kr. pr. Maß. Rindschmalz 50. - f"^^ geräuchert 44. Butter frisch 40, Rmdfl^sch 27, Kalbfleisch 26, Schweinfleich ? f"lchk 12 kr. pr. Maß. Holz 36" fl. 8.-. pr. Klafter. Holzkohlen hart 60, welch 50 kr. pr. Meh. Heu fl. 2.10. Stroh, Lager fl. 2.-, Streu fl. 1.15 pr. Ceutner. Der heutigen Nummer dieses Blattes liegt ein ZeitungSverzeichniß der Annoncen.Expcdition von Haasenstein Vogler, dann ein Prospekt der Privat-Agentie des Herrn Ant. Hoinigg bei. Aer Awmantenylindter. von U, Vehnike. (Kodtsejlung). Noemi warf schmollend die Korallenlippen auf und strich ihre Locken zurück. „Kann mau versprechen, was man selber nicht weiß, wie es kommt? Ob ich nun sitze oder stehe oder mich lege, ist es nicht gleich?" ..O meine Seele, es kommt eine Ze»t. wo die Mädchen anfangen in die gerne zu sehen, ob fie nicht erblicken ein Bild und dann sitzen sie und träumen vor stch hin. Bei Dir ist diese Zeit gekommen, Noemi l" ^Nnn. wenn fie bei Allen kommt, muß sie doch auch bei mir kommen, Ammel" „Ja, Tochter, aber man muß nicht nachsehe« falsche« villiern, die man einmal hat er-blickt irge«dwo. D« weißt, es gibt gute Augen ««d böse Augen, und es gibt Männer mit bösen Anaen. wenn die junge Mädchen ansehen, dann zaubern fte ihnen eine Unruhe ins Herz, daß sie nicht köane« ichlafen des Nachts und müffen trü«men bei Tage. O meine Tochter, mögest Du nie solche Augen erblicken!" Noemi errötbete bis »n den Nacken bei diesen Worten und hielt die Hand über die Augen. „U«d wenn ich es gethan. Amme," sagte fie leise, „kann ich dafür? Wenn eine Wolke am Himmel steht und die Sonne dahinter und wenn die Wolke plötzlich fich theilt und der Wandrer, i>er erst die lvolte gesehen, nun die Sonne steht, kann er dafür, daß die Aug?« ihm von dea iStrahlen schmerzen?" „Kind, Kind." warnte schmerziich bewegt die Alte, „laß uns von den Kleidern sprechen, die Du tragen willst aus dem Ball. Es war Eine, in deren Baters Hause bin ich gewesen als Die-nerin und fie hat gesprochen wie Du. Und der Bater hat ihr gegeben einen Mann, einen reichen Mann, aber einen Alten mit grauem Haar und weißem Bart und sie hat immer denken müssen an braune Locken uud an einen schönen braunen Bart. Und fie ist doch gekommen in daS HauS des alten, reichen Mannes und hat mlch mit-genommen." Di, Alte schwieg plötzlich. „Warum schlveigst Du. Amme? Warum erzählst Du nicht iveiter?" fragte Noemi, „waS ist aus der geworden, von der Du sprichst?" „Still, still," sagte die Alte, die dürren Finger auf die ebenso dürren Lippen legend. „Wie schivatze ich so närrisch und Dn auch? Wenn Du willst Ae«ieretp«. auf den Ball, mußt Du Dich anziehen und mußt lvählen zwischen den Kleidern. Nun, wie wählst Du, Edelstein meiner Augen? Du iveißt, Zora kleidet seinen Liebling immer besser an. ivie die jungen Mägde, die schnippischen Dinger es thun. Wie wählst Du?" „Ich fragte Dich vorhin. Zora, welche Wahl ich treffen sollte." „Nun, mein Herz, so wollen wir diese Kleider nehmen," und sie wieS auf eine kostbar mit Gold gestickte Nobe. „Das blitzt und funkelt, das wird meinem Täubcheu stehen!" „Nein. Amme," sagte Noemi nach einer Pause, während welcher sie das kostbare Kleidungs» stück gemustert," ich werde mich wie Fanny van Asten kleiden. Sie sieht immer so schön aus. Sollte ich ihr nicht gleich kommen an Schönheit?" Sie sprang auf. trat vor einen Spiegel, der ihre ganze Gestalt wiedergab und blickte sich selber in die wie Juwelen blitzenden Augen. Die Amme seufzte tief, als sie sich anschickte, die Toilette der Jüdin zu machen. Eine gestörte Partie. „Ein wundervoller Kerl, wenn auch nur ein preußischer Baronet," sagte Morton, der Eng' länder. Er saß oder lag vielmehr in einer Ecke auf einem Divan, seinen Tschibuk dampfend nnd eine Tasse Mokka schlürfend, so dustig und nerven-erfrifchend, wie nur der Orient ihn kennt und zu schätzen versteht. Und während Morton dampfte und trank, blickte er so zärtlich, tvie srin steifes, ausdrucksloses. gewissermaßen schablonenmäßig nach englischem Falirikstempel von der Natur gksormtes Gesicht es nur vermochte, auf den Baron vlin Donneiberg. der an der andern Seite deS Gemachs noch selig schnarchte. „Ein wundervoller Kerl!" wiedeiliolte er. „Ich ivar eS nachgerade müde, den Launen meiner geistreichen Schwester zu folgtii. die mich durch die halbe englische Welt am Narrenseile hinter sich herschleppte. Jetzt folge ich ihr auch in die andere Halste, wenn sie Lust hat, denn der Barvn amüsirt mich. Ich war dem Spleen nahe, und er machl mir Spaß, und besonders macht eS mir Spaß, ivie meine geistreiche Schwester in ihn verliebt ist. verliebt bis über die Ohren, sie. die doch stets als die exklusivste Männerfeindin sich j^ebalirte, die je Porter getrunken. Cigarren geraucht und das Handiiierk eines Blaustrumpfs getrieben. Sie merkt selbst nicht ihre Leidenschaft. O wie werde ich lachen über das geniale Geschöpf, wenn eS vor dem Baron kniet nnd ihm seine Liebe gesteht! O wie werde ich lachen! Es wird dann doch wenigstens eine Baroneß in unserer Familie se«», denn ich bin zu saul und träge, um selbst Baronet zu »Verden. Reden halten — dem Pöbel schmeicheln. Parlamentsmitglied werden — bei einem Lever der Königin halb todt schivitzen — pahl nicht daran zu denken!" Cr stieß eine ungeheuere Rauchwolke auS, die sich während dieses Selbstgesprächs gebildet hatte. „Er schläft lange; war aber anch hnndS-tnüde. Mußte mir die Seiten halten, ivie er ächzte und stöhnte, jammerte und fluchte auf unserem Nachtritt, und tvie meine geniale Schwester ihrem jammernden Ritter Muth einsprach. Präch-liger Spaß! Wahres Antispleenekikum! Doch joll ich ihn wecken? Seit vierundzwanzig Stunden keine Partie gemacht oder doch seit fast viernnd-zwanzig Stunden!" Er blickte wieder zu dem Baron herüber, doch dieser machte noch kein Zeichen des Erwachens. Mechanisch griff der Engländer nach seinem Portefeuille. Seit drei Monaten in Summa hm! ja — gerade drei Monate iveniger drei Tage sind's. daß wir uns in Triest trafen — in Summa monatlich verloren 1000 Psund. macht täglich 133 Vs Pfund — enorme Summe, beispiellos! Muß bald den Oheim sehen oder gewinnen. Natürlich ist Morton »onior wieder nicht in looo. lvußte es ja im Boraus. Aber halt. Baronet Donnerberg erwacht und zwar mit Gepolter, wie es sich für einen echten Donnerberg schickt." Der Baron hatte nämlich eine plötzliche hestige Bewegung gemacht und war dabei vom Divan aus den Teppich gerollt. „Nieder mit dem Bluthunde, nieder!" rief er mit gepreßter, halb unverständlicher Stimme; .,gebt mir nur 10 Zoll preuvischcS Eisen in die Hand — ah!" Ein schwerer Seufzer entrang fich seiner Brust, er ertvachte und lilickte wild um sich. „Wo bin ich?" sagte er dann verstört und rieb sich die Äuget». Morton eilte herbei und half ihm. da er sich in seine Decken verwickelt hatte, ausstehen. „Wo Sie sind. Bester? Ei, nun im Hause des jüdischen BanquierS Esau, an den unS mein Herr Ol)eim empfohlen. Sie werden bemerken, daß seine Empjehlungen respektabel sind, denn ein fashionatilereS Zimmer im orientalischen Geschmack hat kanm der Sultan elber aufzuweisen." Fortsetzung folgt. Montag den 1ö. Mai: ^281 de« Salon-Teptett unter Leitung des Herrn /Uldort Uttlil. — Anfang 8 Uhr. iiiiil ti>eiiij>l«lilulix. HkUte feiert das Pockträgkr-Jnstitut de» ersten Jahrestag seines Besteht"S. Ungeachtet aller SchwierigkeittN hat dieses Institut sich befestigt und sieht cinir gedeihlichen Zukunft entgegen. Dem geehrt'N Publikum s.^gc ich den innigsten Dank für daS Vertrauen, wi lcheö mir im Verlt^uf deS Ltthres s^eschenkt worden und wird eS mein eifrigstes Bestreben skin, desselben würdig zu bleiben. Bormitiag 9 Uhr wohnen die Packtrager einer heiligen Mksse bei, Nachmittag 2Vs Uhr begeben sie sich in Begleitung der Wkrtstätten-Musikkapelle in den Gasthausj^artcn des Herrn Fischer und ist daS geehrte Publikum zu recht zahlreicher Theilnahme höflichst eingeladen. Marburg. 14. Mai 1871. Wenzel Hawliezek, Inhaber de» Packträger-Instituts. ZS2) Mathias Müller. GeschüftSleiter. Kollkktiv-Aliztiger. Aus frcikr Hanv wird verk,iuft: Ein stockhohes Gasthaus sammt Stallungen in der Vit-tringliofgasst. — DaS GasthaiiS „Mon-tebelZo" mit Sitz- und Gemüsegarten, Ke» gelstatte und einem '^'cker. — Ein zinSer-tragliei)eS Hauö nntrr der steinernen Eisenbahn b'ück«'. Ikd fl. Iiitsen für eili Dtirlehen von 75 fl auf acht Monate gegen Sicherst,liung. Eine Wohnung in der Postgasse mit 2 Zimmern tiis 18. Mai zu vermiethen. Auskünfte Hieruber werden im Comptoir dieses Blattes rrtlscilt. ^rö88tO^ I^klKer s fertiger Herrenklei'der Lll lion billigsten ?reise» bei tlil ___________________ Kpenrilix Sl, ZSiekunK am R. Iun> t8?R dsi' 18^961' 8l^9.9.t8-I^086 kvvinn vlI»vI»Vlnv 5ür allv S UßlttU auf?ünitv1>I^0sv 248 ^ 10 Vr'. vlinv HUvItvre W«vI>«aI»Innß^ aus. Lodalä ein ^utdeilLvIivil» !v ävr Loris xv^oZev i8t, kauten vir aut Verlausen äeusvibvu mit GM 2uriiolc, vo- äurod ein UutTv» vou 4 Vvlilvn pr. Stüelc (bei 20 Stülzlc 80 ü.) ßraratttlrt l»t uuä äader Qur vvHvtnn uuä nßv Verlust vrlauxt virä. QvLxsn Liusouäuux äes öetraes oäor ?ostviu2ad1uux vou VV A. pr. Stüok (lO Stllolc VA (Fulävu, HO Ltüelc HAK Ouläeu) vvräou äisso ^utlivilsollüiuv »vUlElvI» 2uxesauät. unil livliungslistsn unvntgvINivIi. Vie«, Aperariiiz Zl. Iod»nn kaeber, 3okwisckmvl>tvr, jxidt im «jßssnoi». »ovio im ^amsv »eivsr 0»tuo äis Köoll8t bstrübelläo Is»odriokt vov ävm kia» «oksiäon isiuvr iiluigss^sliodtoa ALuttor, rosp. öodviv^vrmuttor, äor vvlotlv dsuto äsa 18. lilki lv71 um I vkr Uit-tks« vl»od Kursor Lr»nlrkmt im 70.1.vdsni^»drv ««lie im Herrn si»t»ol»I»Lsu ist. vas Itviodonbvz^Svzsvitt ä«r tdourvu Verdli-vliousll üvliot 6oll AI. vou äsr ll^ »toiorm. I^oiokvn»ufb»drullK«- uoä Lvoräixuue«. »vötslt »u« um 4 vkr Ik»Lkmitt»ss — vi« k«il!^« 8volollmsi»s virÄ Viva»t»s äov 16. ä. Ä. um 9 vl»r in äor vaä v««rcklss«usss»i>»t»It. Gtschäftseröffamg. Ich mache hiemit die ergebenste Anzeige, daß ich mtin Geschäft (Herrengaffe, gegenüber dem G.'sthofe zum Mohren) eröffnet habe und empfehle mich dem geehrten Publikum unter Zusicherung, guter Arbeit und billiger Preise. Marburg, !3 Mai 1871. Wtd««sch,g. 284) Schneider. Gekauft wird: Ein großer schön getettkner Weingarten mit gnter Zuflihr in nächster Umgegend von Marburg. Verkauft wird: Ein HauS , nf sehr gntem Posten in Marburg mit einem großen Vcrkll»fSge»völbe, 2 Magazinen, zrellern, großem Getreideboden, dlnni im 1. Stock ,nl» 3 Wohnungen bestellend, mit den übrigen Bestiindtheilen: Alles im besten Bauzuftande. Dasselbe ist für jedes Geschäft geeignet. Sine schön gelegene Herrschaft mit Wohn, und WirthschaftSgebäuden im besten Bauzustande und mit großem Grnndkomplex. DicnstantrÄge: Ein anständiges sträulei'n. imMaschin-nähen und Kl eider machen sehr geilbt, auch mit allen weiblichen A rbeiten vollkommen vertraut, wiinscht als Lehrerin oderKammerjungfer bei einer Herrschaft nnterznkommen. Sin Handln ngskvmmis sucht einen Posken. Ein Hausknecht, zugleich Kutscher, und ein Pferdeknecht suchen Dienst. Aufzunehmen gesucht wird: Tin zynischer zu einer lwhenHerrschaft! Jene, die in der Artillerie oder Kavallerie aedienl. h.,l'en den Vorzug! dann daselbst ein Blumen gärtner. II» Eine SasthauS^öchin. Ei» ZnAerbäckerlehrling des Aeichnens kundig. Ein Schneiderlehrling. Ein Kellerbursche gegen Erlag einer Kaution von so fl. EineKe^^^^^rn^vom^^ Zu miethen wird gesucht: Ein Zimmer mit Küche. Eine schöne Wohnung mit 4 Zimmern, Kabinet sammt Zugehör in der Stadt. Zu veriniethe»: Ein Gewölbe sammt eiuem großem nnd kleinen Zimmer. Sparherdkiiche und Keller. Eine freundliche woh nung mit der «usficht anf den HauptplaP, bestehend aus 2 Zimmern, Goar» herdküche ic.. sogleich. Ein Berkauf Kg ewölbe aus einem gnten Posten. Ein großer Keller, der flch wegen seines be« quemen Eingange» und seiner großen «änmlich. keiten jli verschiedenen Geschäften eignet, z. B. »n einer Bierhalle._ ^ ^ pachten gesucht: Ein größeres Gasthaus in der Umgegend von Marburg, Pettau oi)er Aeistrih. Eine Greislerei, Kasseeschank oder sonst ähn« liches Geschäft. -^^ündliche Auskunft lvird unentgeltlich, schriftliche nur gegen Einschluß von 50 kr. in Brief- oder Stemprlmarken ertheilt. Kskroruvs, täglivli ill 6—l0 vsnolüscksllsll Lortso, LI»» t l» Slkvt, vnmlt oto., wit ^lmdvr oävr Zitron ompLsUt «ur xxüti» xeu ^duakwv 255 _(Zouäitor .kotel läodr." Ein Keller ist im Hause Nr. 85 am ELerzierplahe zu ver-miethen. Nähere Auskunft in der Pfarrhofgaffe Nr. 192._s28S DerDtzer dtl1864trzl»se S'Nt g44S Rr. 2b uiid s,rit SZS Str. 7 wird in skintm Imertfft ersicht, ftch deim ««ftttigt'i, ,« mM.. (S7S) z.H. Schwa»«. ? « r (»I. RiItckilvIinichltAntt Die Vr«»sal», von «. Gt»rz-«,GGe^, !»« Herisa«, «chweiz, hat in Folge ihrer vor^ Izüglichen virtsamkeit bei Unterleibsbrüchen,^ IMuttervorfällen und Hämoerhoiden vielseitigen Dan! kgeerntet. Zahlreiche Atteste bestätigen eine voll^ IftSndige Heilung selbst bei veralteteii lAällen. Auf frankirte Anftagen wird Gebrauchs^ lanweisung gratis versendet. — Zu bezie^n ii Nöpfen zu 8 si. Zv kr. ö. «. sowohl durch der lN"ber selbst, als durch Herrn So f. Weis ^zui ^ohrenapothete-, Tuchlauben «r. 27 iu Wien. «bißt. In Folge Bewilligung des k. k. Bezirks, gerichte« Marburg ddo. 21. April d. I. Z.6584 findet die sreiivillige Versteigerung der zum Ber-lasse dtS am 11. Aebruar d. I. verstorbenen Herru Joses Vanealari. gewesenen Apothekers und HausbtsttzerS in Marburg, gehörigen Fahrniffe, bestehend in Wagen, Fässern, HauS- und Zimmereinrichtung :e. am Iv. Mai und au deu darauffolgenden Tagen Vormittags von S biS 12 nnd Nachmittags von 3—K Uhr in dem Hauie Nr. 84 am Hauptplatze in Marburg gegen bare Bezahlung und sogleiche Uebernahme der erstandenen Geaenstande statt. (28V Marburg am 9. Mai 1871. Der k. k. Notar als GerichtSkommiffär: Dr. Mullö. «Verantwortliche Redaktion, Druck und »e>lag »on «duard Zantchitz in Varbma. Eisenbahn-Fahrordnung. Marburg. Versonenzüge. Bon Trieft nach Wien: Ankunft 6 U. 10 M. Früh und 0 ll. s f. M. Abends. Abfahrt 6 U. »1 M. Krüh und 7 U. 7 M. Abends. von Wien nach Triest: Ankunft 8 N. 8 M. Früh und 8 U. M. Abends. Abfahrt 3 U. 20 M. Krüh und 8 U. 50 M. Abends. 2. li. lSt. v.